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119 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

traumas, verbundenheit, trauer, verlieben, gefühle

Wie die Luft zum Atmen

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736303188
Genre: Liebesromane

Rezension:

Obwohl ich Romane dieser Art wirklich sehr liebe, mache ich seit geraumer Zeit desöfteren einen Bogen darum. Ganz besonders dann, wenn sie so wahnsinnig gehyped werden, wie "Wie die Luft zum Atmen". Bereits im letzten Jahr bin ich immer wieder über Lobeshymnen gestolpert, die sich auf die englische Ausgabe bezogen ( The Air he breathes ), was mich so neugierig gemacht hat, das ich mir das Buch sogar auf englisch gekauft habe.

Tatsächlich gelesen habe ich es dann aber doch erst am letzten Wochenende und zwar in der deutschen Übersetzung. Und tja...auch wenn ich im Vorfeld, eben wegen des enormen Hypes, sehr sehr skeptisch war und am Anfang Vorbehalte hatte, weil sich die Geschichte so rasant entwickelt hat, hat sie mich am Ende doch total überrollt und mich emotional voll und ganz erreicht und mitgenommen. Aber dazu gleich mehr, denn zunächst will ich kurz in eigenen Worten erzählen, um was es überhaupt geht.

Liz hat ihren Mann verloren. Alles was ihr von ihrer großen Liebe Steven geblieben ist, ist die gemeinsame, 5-jährige Tochter Emma und ihr Haus, für das sie hart gearbeitet haben und in das sie, nach einer längeren Auszeit, endlich zurückkehrt.

Doch das hat zur Folge das die alten Wunden erneut aufreißen und so leidet Liz Tag für Tag und zerbricht innerlich immer mehr. Was sie jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann, ist dann noch so ein Arschloch wie Tristan Cole, der in der ganzen Stadt als Monster verschrieen ist und der ausgerechnet neben Liz wohnt, obwohl das Haus von außen wirkt, als sei es schon seit ewigen Zeiten verlassen.

Nach einigen wenigen unfreundlichen Begegnungen lernt sie Tristan jedoch richtig kennen und entdeckt schon bald, das er ein ganz ähnliches Schicksal teilt....

Grob umrissen, aber ich will Euch nicht die Lesefreude nehmen und Euch vorher vielleicht versehentlich irgendwelche Details verraten.

Es geht also um zwei Menschen, die absolut am Boden sind, total gebrochen und die ein gemeinsames Schicksal teilen, was sie irgendwie zu Verbündeten macht. Allerdings begegnen sie sich zunächst auf eine Art und Weise die sie nur noch mehr verletzt und kaputt macht und erst als sie sich schließlich langsam annähern, werden sie tatsächlich zu Rettungsankern die sich gegenseitig aus der Dunkelheit ziehen.

Brittainy C. Cherry hat mit "Wie die Luft zum Atmen" einen absolut hochemotionalen Roman geschrieben. Ich schwöre, ich hatte sicher mehrere kurze Herzschlagaussetzer und hab mehr als einmal ein paar Tränchen vergossen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und neben all dem Drama, das die Geschichte enthält, gibt es auch viele lustige Momente, die ich sehr genossen habe.

Die Charaktere sind toll. Ganz besonders hab ich die kleine Emma ins Herz geschlossen, die Tristan liebevoll "Fisch" nennt und die einfach durch und durch süß, quirlig und besonders herzig ist. 

Leider habe ich neben all dem Lob aber auch Kritikpunkte, die dafür sorgen, das die Geschichte nicht ganz so perfekt war, wie ich sie mir gewünscht hätte.

Zum einen geht mir die Entwicklung zwischen Tristan und Liz am Anfang viel viel zu schnell. Ja, es mag stellenweise vielleicht ein kleines bisschen nachvollziehbar sein, aber mir ging das alles zu fix. Die Autorin schaltet dann allerdings einen Gang zurück und die Story beginnt sich authentischer zu entwickeln, was mir wiederum gut gefallen hat.

Ein weiterer Punkt ist Liz' beste Freundin Faye. Die Gute ist absolut sexbesessen und libidogesteuert und auch wenn man das anfangs vielleicht noch irgendwie witzig finden mag, hat es mich nach einer Weile nur noch tierisch genervt. Ich konnte diese Figur überhaupt nicht ernst nehmen.

Der wohl größte Minuspunkt geht allerdings an die Ereignisse gegen Ende, denn da bringt Miss Cherry plötzlich Handlungsstränge ins Spiel, die es für meinen Geschmack nicht gebraucht hätte. Aus einer dramatischen Liebesgeschichte wird da für kurze Zeit ein actionreicher Krimi. Okay, aber definitiv nicht nötig, man hätte diese Dinge die sich da abspielen vielleicht auch anders lösen können. Aber nun gut, das ist schon echt Gemecker auf hohem Niveau, denn im Ganzen betrachtet, hat mich das Buch wirklich total überrollt. Ich wusste gar nicht wohin mit all den Emotionen und ich konnte mich auch nicht eine Minute lang von der Geschichte lösen.

"Wie die Luft zum Atmen" hat mich sehr an die Verfilmungen ( ich kenne die Bücher leider nicht ) von Nicholas Sparks' Romanen erinnert. Echt jetzt. Muss man sicher mögen, da ich die Filme aber alle liebe, war dieses Buch für mich also der absolute Glückstreffer und Gott jaaaa, ich verstehe den Hype, denn "Wie die Luft zum Atmen" ist wahrlich herzergreifend. Traurig und wunderschön zugleich.

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411 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, marie lu, young elites, magie

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit gefühlten Stunden blicke ich auf den blinkenden Cursor, in der
Hoffnung auf eine Eingebung wie ich diese Rezension am besten beginne.
Da ich zu dem Buch nicht wirklich viel und gleichzeitig doch eine Menge
zu sagen habe, weiß ich nämlich echt nicht wo ich anfangen soll.
Vielleicht damit wie sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe ? Oder
doch lieber damit, wie maßlos enttäuscht ich bin ?

Vielleicht versuche ich es auch einfach mit einer groben Zusammenfassung:
Adelina
ist ein Malfetto. Ein von einer mysteriösen Krankheit gezeichnetes,
aber immerhin lebendes Mädchen, das durch die Narben die zurückblieben
entstellt ist und so im Schatten ihrer wunderschönen Schwester Violetta
steht. Ihr Vater wäre froh, wenn er sich ihrer entledigen könnte, denn
sie ist ein Schandfleck auf seinem Ansehen. So sieht er das zumindest.
Als er sie an einen seiner dubiosen Geschäftspartner verkaufen will,
haut sie von zuhause ab, wird jedoch verfolgt, gefangen genommen und zum
Tode verurteilt, denn mit einem Malfetto macht man kurzen Prozess. Doch
kurz bevor man sie den Flammen überlässt, wird Adelina gerettet. Die
Gemeinschaft der Dolche, mit übernatürlichen Kräften bestückt und vom
König verfolgt, zeigt Interesse an Adelina. Denn auch in ihr schlummert
eine gewaltige Macht....

"X-Men trifft die Rote Königin", so war
es angekündigt und ich dachte mir: Das wird sicher total genial. Eine
Geschichte voller Magie und übernatürlicher Fähigkeiten vor
atemberaubender Kulisse. Etwas Neues, das mir spannende Lesestunden
beschert.
Und ja, ich muss sagen, das mir die Grundidee durchaus
gefallen hat, doch die Umsetzung hat Schwächen. Viele. Und die haben es
mir nicht wirklich leicht gemacht, die Geschichte und ihre Charaktere zu
mögen.

Adelina ist eine sprunghafte und unzulängliche
Protagonistin, zu der ich nie eine wirkliche Verbindung aufbauen konnte.
Auch die Mitglieder der Gemeinschaft der Dolche blieben mir
weitestgehend fremd. Sie waren halt da, mit all ihren Kräften, ihren
Zielen und Wünschen, aber es gab keine Figur die für mich persönlich
herausgestochen ist.

Zu den mäßig ausgearbeiteten Charakteren
kommt eine Handlung, die mich nicht mitreißen konnte. Alles wirkt so
erzwungen und lieblos und auch wenn es zwar durchaus so etwas wie einen
roten Faden gibt, erschien mir die Sache nicht ganz ausgegoren. Zu viele
Ungereimtheiten, zu viele Dinge die mir nicht logisch oder zu wirr
erschienen. Es war echt schwer der Handlung zu folgen, was zu einem
Großteil aber auch der nicht vorhandenen Spannung geschuldet ist.

Der
Plot plätschert so vor sich hin und man hangelt sich von einem
Höhepunkt zum Nächsten, sofern man überhaupt einen Höhepunkt findet und
zwingt sich irgendwie zum Durchhalten, in der Hoffnung das es vielleicht
doch noch ein richtig guter Auftakt wird. Leider vergeblich. Ich war
mehrmals versucht, das Buch abzubrechen, habe mich dann aber tapfer bis
zum Ende gekämpft, an dem mir jedoch klar wurde, das die Geschichte für
mich nach diesem ersten Band endet und ich kein Interesse habe, der
Gemeinschaft der Dolche in weiteren Bänden zu folgen.

Was mich
ebenfalls, und das möchte ich noch kurz anmerken, weil es mir wichtig
gewesen wäre, störte, war der Weltentwurf. Man, wie kann man nur so viel
Potenzial verschenken ? Denn das hat Marie Lu ! Definitiv. Ihre Welt
ist sehr italienisch angehaucht, von den Namen über einzelne Begriffe
bis hin zu den Schauplätzen. An und für sich eine richtig coole Idee,
vorallem weil man sich zudem auch noch in einem anderen Zeitalter bewegt
und ein bisschen Sci-Fi hinzukommt ( Es gibt beispielsweise drei Monde
und so weiter ), ABER es hat mich auch verwirrt, weil es nicht so recht
zusammenpassen wollte. Ich hätte mir deutlich mehr Details über diese
Welt gewünscht.

Mein Gemecker ist vielleicht für manch einen
begeisterten Leser nicht nachvollziehbar, aber wenn mich schon die Story
nicht vom Hocker haut und die Protagonisten eher stumpf als
herausstechend gezeichnet sind, dann wäre es schön gewesen, sich
wenigstens in einer fremden Welt voll und ganz verlieren zu können.

Ach
nein, das war leider einfach nix. Manch einer kam und kommt bei diesem
Buch ganz bestimmt auf seine Kosten, aber bei mir ist hier Schluß, auch
wenn ich es sehr schade finde, denn es hätte echt ne gute Story werden
können. Aber hier wurde einfach zu viel auf einmal gewollt und trotzdem
Nichts richtig durchdacht. Für mich: Ein Flop !!!

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123 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, 5 sterne, liebe, märchen

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als Luna zur Welt kam, tötete man ihre Eltern und das Königreich Relhok versank in Finsternis.
Seit 17 Jahren lebt sie nun mit ihrer Amme Perla und Sivo, einem treuen Freund ihres Vaters, die mit dem kleinen Mädchen flüchten konnten, in einem versteckten Turm in den tiefen dunklen Wäldern. Sie führen ein bescheidenes aber sicheres Leben, doch Luna will mehr, es zieht sie immer wieder nach draußen, wo Sivo ihr niemals von der Seite weicht, denn im Wald lauern gefährliche Kreaturen: Finsterirdische. Ihr Gift ist tödlich und wenn sie dich kriegen, dann ziehen sie dich mit sich unter die Erde.
Als sie sich eines Nachts heimlich davon schleicht, stolpert sie über Fowler, der mit zwei Kindern unterwegs ist und sich gegen die Finsterirdische behaupten muss. Luna nimmt die drei mit zum Turm, doch das hat Konsequenzen, denn schon wenige Tage später steht ein Trupp des selbsternannten Königs vor der Tür und Luna wird klar das ihr keine andere Wahl bleibt als zu fliehen, denn sie hütet ein Geheimnis, das niemals ans Licht kommen darf. Und auch Fowler, der sie auf ihrer Flucht begleitet ist nicht der, für den Luna ihn hält....

Meinung:
Wow, wo fange ich hier nur an ? Zunächst einmal hat mich an dem Buch ganz besonders das edle Cover angesprochen und die Tatsache, das die Geschichte aus der Feder von Sophie Jordan stammt, die mich im letzten Jahr mit ihrem Roman "Infernale" mal so völlig geflasht hat. Da ich derzeit außerdem seit langem mal wieder große Lust auf mehr Fantasy habe, war "Das Königreich der Schatten" die perfekte Wahl.

Die Geschichte begann dann allerdings etwas schleppend und ich war bei etwa einem Drittel schon fast versucht, das Buch erst einmal zur Seite zu legen, weil es mich einfach nicht packen konnte.
Dann jedoch kommt ein Punkt, an dem sich die Geschichte wendet und plötzlich so richtig viel Spannung aufkommt und ab diesem Punkt flutscht es. Ich habe das Buch in einem Stück zu Ende gelesen und mochte gar nicht mehr aufhören.

Luna und Fowler müssen den Turm verlassen, denn Luna ist in ihrem Zuhause nicht mehr sicher. Gemeinsam machen sie sich auf eine gefährliche Reise durch den dunklen Wald, sie müssen sich vor den Finsterirdischen schützen und auch Menschen sind einander alles andere als freundlich gesinnt. Es ist eine harte Reise, von der keiner von beiden weiß, welche Risiken und Gefahren sie noch bereithält. Hinzu kommt, das beide ihre Geheimnisse mit sich herumschleppen.

Sophie Jordan erschafft ein geniales Setting, das mich im wahrsten Sinne in eine völlig fremde Welt hat abtauchen lassen. In Relhok herrscht immerwährende Finsternis, nur einmal am Tag, zu Mitterlicht, tritt die Sonne hinter dem Mond hervor. In dieser einen Stunde ist man geschützt vor den wirklich widerlichen Finsterirdischen. Gruselige, ekelerregende Kreaturen, die unter der Erde leben und aus dem Boden hervorbrechen um ihre Beute zu jagen.
Neben dem Wald durchstreifen unsere Protagonisten aber auch flache, öde Gebiete, die wenig Deckung bieten, was die Spannung natürlich ungemein steigert. Und sie treffen auf eine Stadt der besonderen Art.

Auch die Protagonisten fand ich toll. Allerdings habe ich hier, vor allem in Bezug auf Luna ein kleines bisschen Kritik anzubringen. Luna trägt nicht nur eine große Bürde, sondern sie hat auch ein Handicap, das man als Leser jedoch erst wahrnimmt, als Fowler dahinterkommt. Und das fand ich irgendwie total unlogisch, denn ich finde, wenn man es ganz nüchtern und realistisch betrachtet, dann hätte man es von Anfang an bemerken müssen, denn es beeinträchtigt sie auf eine bestimmte Weise. Ich schreib mich grade um Kopf und Kragen, weil ich nicht weiß, wie ich Euch das am besten beschreiben soll. Ihre Handlungen waren oft, eben aufgrund dieses Handicaps, nicht so wirklich nachvollziehbar. Ich dachte immer: Das kann sie doch gar nicht....oder das geht so nicht. Wenn ihr das Buch lest, dann werdet ihr vielleicht merken, was ich meine. Mich jedenfalls hat das sehr gestört, weil es irgendwie nicht authentisch wirkte.

Wirklich toll fand ich, das Sophie Jordan genau das richtige Maß an Spannung und Romantik findet und mich mit dieser gelungenen Mischung gut unterhalten konnte. Nichts wirkt übertrieben oder gekünstelt, auch wenn die ein oder andere Handlung vielleicht ein wenig vorhersehbar ist. Was ich auf keinen Fall habe kommen sehen, ist eine Offenbarung kurz vor Schluss und den wirklich, wirklich, wirklich bösen Cliffhanger mit dem dieser erste Band endet. Seid also gewarnt. Es wird Euch den Boden unter den Füßen wegziehen.

Fazit:
"Königreich der Schatten: Die wahre Königin" beginnt zwar etwas schleppend, punktet nach dem ersten Drittel aber mit jeder Menge Spannung, einem absolut genialen Setting und einer gelungenen Mischung aus Fantasy, Romantik und Action. Ein richtig toller Schmöker !

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

historisches, 2. weltkrieg, preußen, katastrophe, ostpreuße

Salz für die See

Ruta Sepetys , Henning Ahrens
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560230
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manchmal entpuppen sich Bücher, die man gar nicht so unbedingt lesen will, als wahre Buchschätze. Dies war auch bei Ruta Sepetys "Salz für die See" der Fall.

Obwohl ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag wirklich schätze und liebe, stand dieser Titel auf meiner Want-to-Read Liste ziemlich weit unten, ja eigentlich bildete er sogar gemeinsam mit zwei anderen Büchern das Schlusslicht.

Warum? Weil mich das Thema einfach null angesprochen hat. Seit ich als Jugendliche jede Menge Literatur gelesen habe, die sich mit dem 2. Weltkrieg und dem Holocaust beschäftigt, ist mein Verlangen nach Lektüre dieser Art echt absolut gestillt.

Da war es also ehrlich gut, das wir das Buch im Rahmen des #JdKöKi, Das Jahr der Königskinder, zu unserem Januartitel kürten und ich es also quasi mehr oder weniger lesen MUSSTE :) Unser Ziel ist es, den Verlag und seine Bücher so bekannter zu machen. Was Letzteres in meinem Fall angeht, so ist dies bei "Salz für die See" geglückt und ich bin froh das ich das Buch trotz aller Vorbehalte gelesen habe. Hätte ich es nicht getan, mir wäre ein großartiger Buchschatz verborgen geblieben.

Nun aber zum Buch !

Ruta Sepetys erzählt in "Salz für die See" die Geschichten dreier junger Menschen aus Ostpreußen, bzw. Litauen, die 1945 vor der Roten Armee flüchten und sich durchschlagen um mit einem Schiff nach Deutschland zu fliehen.

Ihre Wege kreuzen sich zum ersten Mal als Florian, ein deutscher "Deserteur" im Wald auf die Polin Emilia trifft und sie vor einem Russen rettet. Kurz darauf treffen sie auf die litausche Krankenschwester Joana die mit einem kleinen Trek auf dem Weg gen Westen ist.
Es bildet sich, aus diversen Gründen, die ich hier aufgrund von Spoilervermeidung nicht aufführen möchte, eine Zweckgemeinschaft. Der Trek muss über das eisige und unsichere Haff nach Gotenhafen um dort vielleicht einen Platz auf einem der Schiffe zu ergattern.

Bereits nach den ersten zwanzig Seiten war ich total an die Seiten gefesselt und konnte, trotz der bedrückenden und düsteren Atmosphäre nicht mehr aufhören zu lesen. Der Plot geht einem, natürlich, unglaublich unter die Haut, denn auch wenn "Salz für die See" eine fiktive Geschichte ist, ist sie doch realistisch und hätte sich so zutragen können. Man vergisst bei all den Büchern über den Holocaust allzu oft, das es da auch noch die Schicksale der Geflohenen gibt. Einfach deshalb weil man, in meinem Fall ist das zumindest so, zu wenig darüber weiß. Ich denke, das dies auch einer der Gründe war, warum sich Ruta Sepetys mit dem Thema befasst und es in einer Geschichte verarbeitet hat. Ein weiterer Grund ist, so erklärt sie im Nachwort, das ihr Vater und dessen Bruder ebenfalls aus Ostpreußen fliehen mussten. Und es war ihr ein Anliegen auf den Untergang der Wilhelm Gustloff aufmerksam zu machen, die von drei russischen Torpedos versenkt wurde und bei deren Untergang knapp 9000 Menschen ums Leben kamen. Ein noch größeres Schiffsunglück als die Titanic und doch weiß man so wenig darüber.

Zu den Protagonisten:
Erzählt wird immer abwechselnd aus Sicht der drei Protagonisten Florian, Joana und Emilia, sowie aus der Sicht eines deutschen Matrosen der in Gotenhafen erst auf einem kleineren Schiff, später auf der Wilhelm Gustloff stationiert ist.  
Jede der Figuren hat eine Geschichte, eine Vergangenheit und eine Gegenwart in der sie mit den Allerschlimmsten Dingen konfrontiert werden.
Sie sind vorsichtig, bewegen und äußern sich anderen gegenüber mit Bedacht, denn man weiß nie, wer Freund und wer Feind ist. Jeder Schritt muss gut geplant sein. Je weiter man jedoch in der Geschichte voranschreitet, desto mehr offenbaren sie sich und teilen ihre Geheimnisse, Hoffnungen und Ängste miteinander.
Die Protagonisten sind allesamt, und dies schließt auch die Nebencharaktere mit ein, großartig ausgearbeitet, man kann sich in sie einfühlen und versteht ihr Handeln.

Ich muss irgendwie zum Ende kommen, auch wenn ich noch viel über dieses Buch zu sagen hätte, aber ich kann und will Euch nichts vorweg nehmen, deshalb hab ich wirklich versucht meine Meinung oberflächlich zu halten. Doch ich muss Euch sagen: Lest dieses Buch !!! Auch wenn ihr vielleicht erst einmal so denkt wie ich und Euch die Geschichte nicht wirklich anspricht, sie ist es wert gelesen zu werden. Heute mehr denn je.

Sie ist aufwühlend, stimmt nachdenklich, fesselt trotz ihrer Düsternis und beklemmenden Atmospähre, aber sie bringt auch kleine Momente des Glücks und der Hoffnung mit sich.
Zu sagen, dieses Buch sei wundervoll erscheint mir in Anbetracht seiner Themen mehr als falsch, aber ja doch, es ist ein großartiges Buch und ich möchte es Euch unbedingt ans Herz legen.

Für mich das erste Highlight des Jahres 2017 !!!

 

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103 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, zwillinge, familie, zeichnen, kunst

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

m.leighton, heyne, sexy, bad boy, love

All The Pretty Lies - Erkenne mich

M. Leighton , Ursula C. Sturm , Julia Flynn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453419254
Genre: Erotische Literatur

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

blind, freundschaft, blinde menschen, liebe

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Regel UNENDLICH: Es gibt KEINE zweiten Chancen. Wenn du mein Vertrauen einmal enttäuscht hast, hast du es für immer verloren. Verrätern wird nicht verziehen. Niemals.

Einst waren sie die besten Freunde, dann wurde mehr aus ihnen und dann missbrauchte Scott Parkers Vertrauen und Regel Unendlich trat in Kraft.
Vergebung: Ausgeschlossen. Denn Parker ist blind und sie hält streng an ihren Regeln fest. Nur wer sich daran hält, dem kann sie auch ihr Vertrauen schenken.
Die letzten Jahre hat sie Scott und diese eine gemeine Sache bestens verdrängt, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Ihr Vater, der Fels in ihrer Brandung stirbt und sie muss sich plötzlich mit ihrer Tante herumschlagen, die keine Ahnung hat wie man mit einem blinden Mädchen umgeht. Zu allem Überfluss ist Scott zurück ! Denn ihre beiden Schulen werden zusammengelegt.
In Parker bricht ein Gefühlssturm los. Scotts Rückkehr und der Verlust ihres Vaters werfen sie regelrecht aus der Bahn, dabei ist es so wichtig das sie gerade jetzt in der Spur bleibt. Denn Parker hat einen ganz großen Wunsch: Sie möchte laufen.

Meinung:
Hach, ich weiß nicht, wie man diese Geschichte am besten umschreibt um ihre Tiefe und ihre Vielschichtigkeit in nur wenige Sätze zu packen. Eric Lindstrom beschert mir eine wilde Fahrt auf der Gefühlsachterbahn, auf der ich von Verlust und Trauer, über Streit und Zweifel, bis hin zu Hoffnung, Wünschen, Freundschaft und Liebe, einfach jedem Gefühl begegne, das es gibt.

Mit Parker schafft er eine großartige Protagonistin, die mir mit ihrer ganz besonderen Art sofort, nach nur wenigen Sätzen, ans Herz gewachsen ist. Wir erleben ein starkes, tapferes Mädchen mit einem großartig, sarkastischen Sinn für Humor, das aber andererseits innerlich zerbrochen ist und den Verlust ihres geliebten Vaters nur unglaublich schwer verkraftet, darüber zunächst aber nicht offen spricht.
Mit dem Verlauf der Geschichte macht Parker reichlich Wandlungen durch, sie erkennt was wahre Freundschaft bedeutet, lernt zu verzeihen und fasst neues Vertrauen zu ihrem Umfeld.

"Wie ich dich sehe" war eines jener Bücher, die dich direkt ansprechen, wenn du sie zum ersten Mal siehst.
Ich fand das Cover schon ganz wundervoll noch ehe ich wusste um was es in der Geschichte geht. Doch wenn man diese erst einmal kennt, dann bekommt alles einen tieferen Sinn. Augenbinden sind Parkers Markenzeichen, davon hat sie viele und zuweilen teilt sie diese sogar mit ihren Freunden, auf eine ganz besondere Art. Die Sterne haben für Parker ebenfalls eine tiefere Bedeutung und der Titel ist zusätzlich in Brailleschrift auf den Schutzumschlag gedruckt.

Ich schweife ab.
Eines dieser Bücher...das man ganz unbedingt lesen möchte und auf das man sich monatelang freut, obwohl man keine Ahnung hat, was einen erwartet. Manchmal überkommt mich einfach so ein Gefühl und ich weiß, das es gut werden wird.
Im Fall von "Wie ich dich sehe" ist genau dies eingetreten. Es hat mich zutiefst berührt, es hat mich erheitert, gut unterhalten, aber auch nachdenklich gestimmt.

Eric Lindstrom hat einen leichten und sehr angenehmen Schreibstil. Dank der Ich-Perspektive bekommt man einen guten Bezug zu Parkers Gedanken- und Gefühlswelt und dazu wie sie ihre Umwelt wahrnimmt.

Lediglich das Ende hätte ich mir einen Ticken runder gewünscht, aber ich habe in der Vergangenheit gemerkt das männliche Autoren dazu neigen, ihren Lesern am Ende mehr Raum für eigene Gedanken zu lassen. So ist die Geschichte also zwar zufriedenstellend beendet, aber eben nicht komplett geschlossen.

Fazit:
"Wie ich dich sehe" ist ein ganz besonderer Buchschatz, den ich Euch ganz unbedingt ans Herz legen möchte. Parker ist eine großartige Protagonistin und die Handlung bringt die ganze Bandbreite an Gefühlen mit, die es so gibt.
Ein wirklich tolles, ganz berührendes Buch !

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128 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

colleen hoover, liebe, jugendbuch

Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

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110 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

krimi, bayern, franz eberhofer, provinzkrimi, susi

Weißwurstconnection

Rita Falk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423261272
Genre: Krimi und Thriller

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163 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

kylie scott, crazy, crazy sexy love, lyx verlag, sex

Crazy, Sexy, Love

Kylie Scott , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783736301993
Genre: Liebesromane

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fantasy, jugendbuch, hexenjäger, liebe, witch hunter

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423761512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elizabeth hat John gerettet, indem sie ihm ihr Stigma übertragen hat. Doch dies hat weitreichende Konsequenzen für beide. Elizabeth ist nun nicht mehr geschützt und zum ersten Mal seit langer Zeit verletzlich und verwundbar. John dagegen hält sich für unbesiegbar und ist fest entschlossen gegen Blackwell, der sich selbst zum König ernannt hat, in den Krieg zu ziehen.
Elizabeth versucht ihn vor Schaden und vor allem vor Blackwell zu bewahren und setzt dabei ihre Liebe aufs Spiel....

Meinung:
So sehr ich mich auch auf dieses Buch gefreut habe und so sehr mich der erste Band dieser Dilogie auch begeistern konnte, so enttäuscht bin ich leider vom zweiten und finalen Band. Das war für mich einfach mal gar nix.

Elizabeth muss vor den Rat treten und ihre "Strafe" empfangen, dafür das sie jahrelang Hexen und Magier verfolgt und getötet hat und nun Schutz in Harrow sucht. Doch noch bevor dieser ein Urteil fällen, geschweige denn, sie überhaupt anhören kann, dringen Blackwells Schergen in Harrow ein und töten einige Menschen. Elizabeth, und auch der Rat, wissen, das dies nur der Anfang ist, denn Blackwell will sein Stigma zurück, das Stigma, das Elizabeth auf John übertragen hat um sein Leben zu retten.
Sie weiß das sie nur eine Chance hat ihre große Liebe erneut zu schützen und die Freiheit für alle Menschen zu erlangen: Sie muss Blackwell töten.

Bis hierhin beginnt der zweite Band von Boeckers Dilogie eigentlich recht spannend, auch wenn man sich manch eine Handlung aus Band 1 noch einmal kurz in Erinnerung rufen muss. Gar nicht so einfach, denn die Autorin verzichtet auf jegliche Art von Rückblick und knüpft wirklich komplett nahtlos an den ersten Band an. Einerseits gut, aber eine kurze Gedächtnisauffrischung wäre doch toll gewesen.

Egal, es beginnt spannend und das sind eigentlich recht gute Voraussetzungen, doch schon nach kurzer Zeit flacht die Handlung so extrem ab, das ich mich einfach nur noch gelangweilt habe.

Elizabeth hat mit ihrem Stigma ihre Zähheit, ihren Biss und ihre Kraft verloren, zurückgeblieben ist eine schwache und irgendwie auch naive Protagonistin. John dagegen gewinnt durch das Stigma an Kraft und leider auch an Dunkelheit, die ihn einhüllt und sich tief in seine Seele frisst. Boecker kehrt die Stärken und Schwächen ihrer Protagonisten jetzt um und so tauschen sie mehr oder minder die Rollen und Charaktereigenschaften. Für den ein oder anderen mag diese Entwicklung sicher spannend zu beobachten sein, mir jedoch war das viel zu unrealistisch und ich mochte es einfach überhaupt nicht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Plot, der sich eigentlich nur auf die Vorbereitung eines Krieges und auf das Töten von Blackwell konzentriert. So richtig vorwärts gehts aber irgendwie nicht. Elizabeth läuft, oft in Begleitung von Skyler von einem Ort zum anderen oder verbringt Zeit damit für den bevorstehenden Kampf zu üben.

Die Magie die ich im ersten Band so großartig fand, kommt hier kaum zur Geltung oder verläuft recht fix im Sande. Stattdessen verschwendet die Autorin viel mehr Aufmerksamkeit auf unnötige Details und Namen. Herrje, so viele Namen, die sich als total unwichtig erweisen. :P

In der zweiten Hälfte gehts ein bisschen besser, da kommt nochmal sowas wie Spannung auf, aber rausreißen kann das zu diesem Zeitpunkt leider auch nichts mehr.

Fazit:
Sehr schade, ehrlich. Ich bin total enttäuscht, denn Virginia Boecker hatte mit ihrer Geschichte eine wirklich großartige Idee, sie hat ein tolles Setting erschaffen und uns in eine völlig andere Zeit versetzt, aber mit diesem zweiten Teil und der damit verbundenen Langeweile, schafft sie einen echt schwachen Abschluss.

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

comicladenbesitzer oliver, comicladenbesitzer, dark wild night - weil du der einzige bist, heiß, graphic novel

Dark Wild Night - Weil du der Einzige bist

Christina Lauren
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.12.2016
ISBN 9783956496592
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

ola und Oliver waren bisher immer mein absolutes Lieblingspärchen unter den Wild Seasons Lovern und genau aus diesem Grund war ich supergespannt auf ihre Geschichte. 

Wie die beiden anderen Pärchen, haben sich auch Lola und Oliver in Vegas kennengelernt, wo sie sich, wie ihre Freunde, im berauschten Zustand das Ja-Wort gaben. Im Gegensatz zu den anderen haben sie ihre Ehe am nächsten Tag aber direkt wieder annulliert und sich stattdessen auf eine Freundschaft eingelassen. Eine sehr enge und gute Freundschaft. Eigentlich vergeht kein Tag an dem sie sich nicht sehen. Unter anderem ist das auch ihrer beider Leidenschaft für Comics geschuldet. Während Oliver diese in seinem eigenen Laden an- und verkauft, ist Lola Comiczeichnerin, hat gerade ihre erste Graphic Novel veröffnet und steht kurz davor den Vertrag für dessen Verfilmung zu unterzeichnen. 

Eigentlich läufts für beide gerade echt gut, wenn da nur nicht die verdammten Gefühle wären, die sie ganz verrückt machen. Was sie nämlich beide nicht voneinander wissen ist, das da Gefühle im Spiel sind, die weit über eine Freundschaft hinausgehen. Lola ist total verknallt in Oliver und Oliver hat längst erkannt, das es für ihn keine Andere als Lola geben kann. 

Bis sie allerdings raffen das sie füreinander bestimmt sind, gibt es reichlich Hürden und Komplikationen zu überwinden. Insbesondere von Lola, die sich eine Beziehung schon terminlich derzeit null leisten kann und zusätzlich auch noch unter extremer Bindungsangst leidet....

Ich fand die Geschichte ohne Zweifel gut, aber leider nicht so herausragend wie ich mir das im Vorfeld erhofft und gewünscht hatte. Zwar sind die beiden wirklich großartige, nerdige Protagonisten die ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen hatte, doch im Verlauf der Handlung ging mir ganz besonders Lola irgendwann auf den Keks. 
Sie hat Angst das sie Olivers Freundschaft verliert, wenn sie sich zu sehr auf ihn einlässt und die Sache nicht funktioniert. Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits stößt sie ihn durch diese Angst immer wieder und vor allem immer weiter von sich. Oliver tat mir echt total leid, weil er oft einfach vollkommen hilflos auf mich wirkte. Er versichert Lola, nachdem sie endlich geschnallt haben, das sie füreinander bestimmt sind, das er sie wirklich und wahrhaftig liebt und keine andere Frau mehr braucht, doch Lola ist innerlich so blockiert, das sie damit beinahe alles gefährdet. 
Und das hat genervt, weil sich ihre Zweifel, so berechtigt wie sie auch sein mögen, durchs ganze Buch ziehen und man nicht das Gefühl hat voran zu kommen. 

Was mich außerdem gestört hat, waren zum einen die sehr harte Sprache, wenn es um die heißen Szenen ging. Irgendwie vollte das Vokabular nicht richtig zu den Protas und ihrem sonstigen Verhalten passen und zum anderen die Nebencharaktere und Handlungspunkte, die erst präsent waren und plötzlich so einfach im Sande verliefen. Fand ich echt blöd und deshalb kann ich hier unmöglich die volle Punktzahl vergeben, auch wenn mich das Buch als Gesamtes echt unterhalten hat.

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sandra pulletz, novelle, weihnachten mit den padderborns, weihnachten, die padderborns

Weihnachten mit den Padderborns (Die Padderborns 1)

Sandra Pulletz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.11.2016
ISBN B01N79FS41
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Normal ist anders

Katja Kulin
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783548288000
Genre: Romane

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, blind, amy harmon

Mein Himmel in deinen Händen

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband
Erschienen bei INK, 14.10.2016
ISBN 9783863960995
Genre: Liebesromane

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91 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kunst, borderline, liebe, dealer, gefahr

Wir beide in Schwarz-Weiß

Kira Gembri
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.10.2016
ISBN 9783401602196
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein erster Roman von Kira Gembri. Ist das zu fassen ? Schon seit vielen Jahren habe ich die Autorin und besonders natürlich ihre Romane im Auge, doch bisher hat sich einfach nie die Gelegenheit ergeben auch endlich einmal eins zu lesen. Immer kam etwas anderes dazwischen. Ich bereue nicht so lange gewartet zu haben, aber jetzt, nachdem ich "Wir beide in Schwarz-Weiß" gelesen habe, muss ich dringend ein bisschen aufholen :)

Die Autorin fesselt mich mit ihrem tollen, sehr entspannten Schreibstil, nach wenigen Seiten an die Geschichte um Alex und Kris.
Beide sind komplett unterschiedliche Charaktere und so prallen beim ersten Treffen zwei Welten aufeinander, was für eine echte Gefühlsexplosion sorgt.

Alex ist das, was man gemeinhin als "Bad Boy" bezeichnet. Er ist verwegen, hat eine ziemlich große Klappe, verhält sich rücksichtslos und grob und er liebt den Nervenkitzel, den er sich mit dubiosen Drogengeschäften verschafft.
Kurzum, er macht es einem nicht direkt leicht ihn zu mögen und warum sich Kris in ihn verliebt, war mir zunächst ein Rätsel.

Auch Kris steht auf Nervenkitzel, allerdings auf eine völlig andere Art. Die Kunststudentin treibt sich immer wieder an ihre Grenzen und will damit eigentlich nur bezwecken sich selbst noch zu spüren. Denn sie leidet unter einem Trauma, das sie bislang nicht überwinden und aufarbeiten konnte. Über ihre Kunst versucht sie auch ihre Zerrissenheit auszudrücken.

Beide Protagonisten haben hier mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen, doch während Kris um ihre Situation weiß, sich aber gegen Hilfe und Eingeständnis sperrt, nimmt Alex kaum Notiz davon, das er überhaupt ein Problem haben könnte. Je mehr Zeit die beiden allerdings miteinander verbringen, je offensichtlicher wird für den Leser, aber auch für den jeweils anderen Charakter, mit welchen Dämonen beide zu kämpfen haben.

Ich fand die Handlung hier sehr interessant gestaltet und war positiv überrascht, welche Tiefe die Geschichte hat. Zwar geht man zunächst davon aus, das es sich hier um die klassische "Bad Boys verliebt sich in Lämmchen"-Konstellation dreht, doch schnell wird klar, das es sich ganz anders gestaltet. Die Liebesgeschichte steht einerseits klar im Fokus, doch sie hat reichlich Facetten, die sie zu etwas Außergewöhnlichem machen.
Man taucht nach und nach in die Psyche der beiden Protagonisten ein und versucht deren Handlungen und deren Verhalten besser zu verstehen.

Auch Kunst, Freundschaft und vorallem Zusammenhalt spielen in dieser Geschichte eine große Rolle, die sich im Übrigen parallel zu dem Roman "Wenn du dich traust" entwickelt, der die Geschichte von Alex' Mitbewohner und bestem Freund Jay erzählt und den ich definitiv noch lesen werde.

Ich mochte die Geschichte total gerne, weil sie keine klassische Romanze ist und reichlich interessante Problematiken mitbringt.

Einzig das Ende fand ich etwas überspitzt. Zu viele Dinge auf einmal passieren hier, die ich nicht gut ausgeklügelt fand. Zwar ergeben sie durchaus einen Sinn und sind gut für die Dramatik, aber man hätte es auch weniger "inszeniert" ausgehen lassen können.


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524 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

sirenen, liebe, kiera cass, meer, see

Siren

Kiera Cass , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 13.10.2016
ISBN 9783733502911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Vorteil wenn du vorbehaltlos an ein Buch herangehst und es vorher vermeidest allzu viel darüber zu lesen: Du kannst nicht wirklich enttäuscht werden.

So erging es mir mit dem neuen Werk von Kiera Cass. Ich habe im Vorfeld bewusst vermieden Rezensionen anderer Blogger und Leser zu lesen und ja, selbst den Klappentext hatte ich nur so kurz überflogen um zu wissen, das es um Sirenen und eine Liebesgeschichte geht. Das wars. Mehr wollte ich gar nicht wissen, die Tatsache allein, das das Buch aus der Feder von Kiera Cass stammt, die mich mit ihrer Selection-Reihe sehr unterhalten hat, war mir genug.

Wie sich schnell herausstellte, nachdem ich in die Geschichte eingetaucht war, war es eine gute Idee im Vorfeld alles zu meiden, denn als ich mich während meines Leseprozesses mit anderen Lesern über Siren ausgetauscht habe, habe ich plötzlich realisiert wie schlecht oder durchwachsen sämtliche Kritiken sind und wie wenig begeistert die Cass Fans auf dieses neue Werk reagieren.
Die Mehrheit findet das Buch nämlich alles andere als gut und ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wieso. Es ist völlig anders als Selection, vielleicht liegt es einfach daran ?
Die Figuren sind für mein Empfinden reifer, erwachsener, die Handlung ist, in etwas anspruchsvoller und der Plot zielt auf eine etwas andere Lesergruppe ab, denn irgendwie ist er eine Mischung aus einer wirklich bittersüßen New Adult Story in die viele tolle fantastische Elemente eingearbeitet sind.

Zwar stimmt es, das das Buch einige Längen aufweist, doch ich empfand diese weder als besonders zäh, noch als langweilig. Die Geschichte ist immer in Bewegung, wendet sich in verschiedene Richtungen und greift neben Kahlens Leben als Sirene und dem Wunsch nach Liebe und Zweisamkeit, auch andere Themen auf, unter anderem den Umgang mit Mädchen in Indien, die in ihren Familien häufig unerwünscht sind und deren man sich entledigt, wenn man sie nicht verheiraten kann. Zwar ist dies nur ein kleiner, sehr dünner Strang, der in der Geschichte zum Tragen kommt, aber er beschäftigt sich mit einem aktuellen und brisanten Thema.

Im Vordergrund steht aber ganz klar Kahlens Geschichte. Die 19-jährige, deren Familie vor rund 80 Jahren bei einem Schiffsunglück ums Leben kann, lebt mit ihren "Schwestern" in den USA, als die Geschichte beginnt. Sie alle haben sich aus unterschiedlichen Gründen, aber hauptsächlich um am Leben zu bleiben, in den Dienst der See gestellt, die ihre "Kinder" liebt, die ihnen mit dem Bund und dem damit verbundenen Gesang, der unschuldige Menschen in den Tod reißt, einiges abverlangt.
Kahlen kann und will schon lange nicht mehr singen, sie wird von Albträumen geplagt und fürchtet sich davor noch mehr Menschen das Leben zu nehmen.
Ihre Situation wird nicht besser, als sie Akinli begegnet, einem Menschen, der sich mit seiner offenen und vorbehaltlosen Art in ihr Herz schleicht. Sie verliebt sich in ihn, doch sie weiß genau das diese Beziehung niemals funktionieren kann und so wendet sie sich schweren Herzens ab. Als Akinli jedoch schwer erkrankt, muss sie für ihn und auch für sich selbst kämpfen.

Kiera Cass schafft hier eine wahrlich bittersüße Geschichte mit vielen Facetten, die mir wirklich gut gefallen hat. Aber es gibt auch von meiner Seite Kritikpunkte.
Zum einen hätte ich mir mehr und innigere Momente zwischen Akinli und Kahlen gewünscht. Ihre Liebe ist kompliziert, aber gerade daraus hätte man viel mehr machen können. Es fehlte mir hier ein wenig an Emotion und Gänsehautkribbeln. Zum anderen fand ich auch die See viel zu unnahbar. Sie ist ein zentraler, wenn auch körperloser Charakter, über den man viel zu wenig Infos bekommt. Zwar erwähnt die Autorin, das sich die See immer wieder durch Menschenleben nähren muss, um sich selbst zu erhalten, aber das war mir irgendwie zu wenig Erklärung.

Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte im Gesamten sehr gut unterhalten und deshalb vergebe ich 4 Sterne.


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weihnachten, jay asher, dein leuchten, liebe, jugendbuch

Dein Leuchten

Jay Asher , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 31.10.2016
ISBN 9783570164792
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist ein Traum ! Ein winterlich-weihnachtlich süßer Schatz, den man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen mag und der zumindest mich, total verzaubern konnte.

Sierras Eltern gehört eine Weihnachtsbaum-Farm in Oregon. Dort züchten sie das ganze Jahr über Weihnachtsbäume, um sie in den Tagen von Thanksgiving bis Weihnachten in Kalifornien zu verkaufen. Für Sierra ist dieser Monat immer ein ganz Besonderer, zwar hat sie so noch nie Weihnachten zuhause und mit ihren besten Freundinnen erlebt, sondern immer nur im Familiencamper auf dem Verkaufsplatz, doch diese Zeit hat für sie ihren ganz eigenen Zauber, den sie niemals missen möchte, schon alleine weil sie ihre Weihnachtszeit-Beste-Freundin Heather endlich wiedersieht. Doch dieses Jahr ist alles anders und Sierras Freude wird dadurch getrübt, das ihre Eltern überlegen, den Verkaufsstand in Kalifornien aufzugeben. Sierra will deshalb jeden Moment genießen und die gemeinsame Zeit mit Heather nutzen.
Für was sie überhaupt keine Zeit hat, ist, sich zu verlieben.
Doch dann trifft sie auf Caleb, der sein ganzes Geld in Weihnachtsbäume investiert um sie bedürftigen Familien zu schenken und um den sich jede Menge düstere Gerüchte ranken. Sierra verliert trotz aller Warnungen ihr Herz an Caleb, doch kann diese Beziehung überhaupt eine Zukunft haben ?

Hach seufz. Das war eine der schönsten und süßesten Lovestories die ich seit langem gelesen habe und ich bin so froh, das ich mir dieses Buch gekauft habe. In zweifacher Ausführung sogar. Denn als ich zum ersten Mal gesehen habe, das es ein neues Buch vom großartigen Jay Asher geben wird, der mich vor einigen Jahren schon mit seinem Bestseller "Tote Mädchen lügen nicht" total für sich einnehmen und begeistern konnte, war klar das ich das Buch lesen will. Das wunderschöne Cover tat ein Übriges und so hab ich mir das Buch zuerst auf Englisch gekauft, bevor ich dann am Erscheinungstag in die Buchhandlung gewackelt bin um es mir auch auf Deutsch zu kaufen.
Was soll ich sagen ? Ich habe diese Entscheidung nicht eine Sekunde lang bereut.

Jay Asher erzählt hier eine wirklich wunderbar romantische, herzerwärmende, aber völlig kitschfreie Liebesgeschichte, an der nichts unwirklich oder nicht nachvollziehbar erscheint.

Die Geschichte wird aus Sierras Sicht erzählt, was sie mir ziemlich schnell ziemlich nah brachte. Ich mochte ihre Art die Dinge zu betrachten, wenig auf Gerüchte zu geben und sich selbst ein Bild zu machen. Ich mochte ihren Spleen unbekannte Wörter zu benutzen und ihre Art zu denken, auch wenn sie eine Weile zu viel mit dem Kopf statt mit ihrem Herzen arbeitet.
Auch Caleb wuchs mir schnell ans Herz, denn auch wenn man zunächst denkt, das er aufgrund aller Gerüchte die sich um ihn ranken, echt gefährlich sein könnte, merkt man schnell, das da viel heiße Luft ist. Er ist ein guter Kerl, mit einem großen Herz und einem festen Glauben. Doch seine Vergangenheit lässt ihn gern in Selbstzweifel verfallen und so sieht er sich selbst in einem völlig falschen Licht, bis er auf Sierra trifft, die ihm vertraut und ihm zeigt wie viel er eigentlich wert ist.

Was mir außerdem unglaublich gefiel, ist das Weihnachtsgefühl, das Jay Asher durch seine Kulisse entstehen lässt. Obwohl die Geschichte in Kalifornien spielt, völlig schneefrei also, kommt die richtige Stimmung auf. Er erzählt von einem Laden in dem ein altes Ehepaar Duftkerzen zieht, was Sierra und mich, die ich das Spektakel durch ihre Augen sehe, total fasziniert. Es gibt eine große Weihnachtsparade und es werden Plätzchen gebacken.
Für mich fühlte sich das beim Lesen alles ein bisschen an, als würde mich eine kleine Schneekugel umgeben. Ich weiß nicht wie ich es anders erklären soll. Dieses Buch hat jedenfalls einen ganz eigenen Zauber ;)

Einziger Wehmutstropfen: Das Ende kommt viel zu schnell. UND auch wenn es in sich total stimmig und wunderschön ist, fehlt mir doch ein Epilog. Wie so oft hätte ich gern noch einmal einen Blick auf die Zukunft aller Figuren erhascht.

Fazit:
Alles in allem hat mich "Dein Leuchten" so sehr verzaubert, das ich das Buch definitiv zu meinem Winter-Highlight erklären und Euch dringend ans Herz legen muss.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

studium, natasha, familie, universe, beziehung

The Sun Is Also a Star

Nicola Yoon
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Delacorte Press, 01.11.2016
ISBN 9780553496680
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich im letzten Jahr von ihrem Debütroman "Everything, Everything" ( zu dt. Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt ) absolut nur begeistert war, war es natürlich gar keine Frage, das ich auch zu Nicola Yoon's neuem Roman greifen würde. Allerdings hatte ich mich schon auf eine längere Wartezeit eingestellt, denn der Titel erscheint erst im kommenden Frühjahr auf Deutsch.

Doch dann bot sich bei Lovelybooks, mit freundlicher Unterstützung von Penguin Random House UK, die Gelegenheit das Buch in einer Leserunde zu lesen und auch wenn ich aufgrund meiner Englischkenntnisse und der Tatsache, das hier das Universum eine gewissen Rolle spielt, was mich eine philosophisch und wissenschaftlich angehauchte Geschichte hat ahnen lassen, skeptisch war, ob ich alles verstehe und vorallem ob mir die Story gefällt, bin ich unvoreingenommen gestartet und wurde sehr sehr positiv überrascht :)

Universum: ja. Poesie und Philosophiererei: ja. Wissenschaft: anders als man denkt.

Die Geschichte startet mit Natashas letztem Tag in New York. Hier lebt sie seit ihrem 8. Lebensjahr gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Peter, in einer 1 1/2 Zimmer Wohnung. Sie ist eine gute Schülerin und hat eigentlich jede Menge konkrete Pläne für die Zukunft. Doch die sind passé, denn ihr Vater, der wie der Rest der Familie illegal in den USA lebt, hat einen großen Fehler gemacht und nun bleiben nur noch einige Stunden Zeit, bis die Familie abgeschoben wird. Sie müssen zurück nach Jamaica.

Natasha will dies unbedingt verhindern, sie fühlt sich ungerecht behandelt, schließlich sind die USA mittlerweile ihre Heimat und sie sieht nicht ein, das sie für den Fehler ihres Vaters bezahlen soll. Hier hat sie Freunde, die Schule, eine Zukunft. In Jamaica erwartet sie nichts. Armut, Kriminalität, ein unbekanntes Leben.

Auf ihrem Weg von einem Termin zum Nächsten, die allesamt dem Zweck dienen, die Abschiebung aufzuheben, da begegnet sie Daniel. Daniel ist Koreaner, aber in den USA geboren und auch er befindet sich in einer verfahrenen Situation. Wenn es nach seinen Eltern geht, dann ist sein weiteres Leben bereits durchorganisiert, er soll in Yale studieren und später erfolgreicher Arzt werden, doch Daniel hat darauf eigentlich keine Lust. Er liebt das Schreiben und ist ein verträumter Poet. Deshalb ist er auch überzeugt davon, das das Schicksal seinen Weg mit dem Natashas verknüpft hat und sie dazu bestimmt sind, sich zu verlieben.

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und wir erleben als Leser einen irgendwie verrückten Tag in New York, der eine ganze Bandbreite an unterschiedlichsten Gefühlen und Themen bereit hält.

Mich hat "The sun is also a star" wirklich sehr überrascht und auch wenn nicht alles immer ganz nachvollziehbar oder realistisch war, gerade wenn es um die Schnelligkeit geht in der sich eine Beziehung zwischen den beiden Protas entspinnt, oder es einfach auch zu viele Zufälle gab, so hat mich das Buch doch berührt und ich hab so viel zu sagen, das ich trotz meiner Notizen nicht weiß wo ich ansetzen soll und will.

Vielleicht beginne ich deshalb einfach mal mit dem Plot. Ich war auf eine süße Liebesgeschichte eingestellt und die habe ich auch bekommen, doch die Handlung ist wesentlich vielschichtiger. Es geht um die Konflikte, die die Protagonisten mit sich selbst, mit ihren Familien, ihrer "Misch-Nationalität" oder aber auch mit den Behörden ausfechten.

Natasha ist eine Pragmatikerin, sie glaubt nicht an Gott oder an Poesie, sondern sie sieht das Leben klar. Daniel dagegen ist ein Träumer, er glaubt daran, das es höhere Mächte und ein Schicksal gibt. Alles hat einen Grund, warum es ist wie es ist. Als die beiden aufeinandertreffen wird ihm deshalb ziemlich schnell bewusst, das diese Begegnung einen tieferen Sinn hat und er ist überzeugt, das sie füreinander bestimmt sind, wovon er Natasha den Rest des Tages zu überzeugen versucht. Die sieht das allerdings völlig anders.

Im Verlauf der Geschichte ändern sich die Denkweisen von beiden, sie beginnen unbewusst durch den jeweils anderen herausgefordert, darüber nachzudenken welche Möglichkeiten das Leben für sie bereithält. Das lässt sie wachsen und sorgt für Veränderung.

Der Wechsel zwischen ihren Gedanken sorgte dafür das ich mich in beide gut hineinversetzen und nachvollziehen konnte was sie so umtreibt.

Doch es gibt nicht nur die Perspektiven von Natasha und Daniel. Hier gibt es ein ganzes Potpourri von verschiedensten Figuren und Charakteren, die zwischendurch zu Wort kommen und einen anderen Blick auf die Geschehnisse ermöglichen. So treffen wir beispielsweise auf Natashas Vater, der von seinen Entscheidungen im Leben erzählt, aber auch das Universum meldet sich zu Wort. Anfangs hat mich dieser Wechsel und die Tatsache, das die Kapitel auch sehr kurz sind, total genervt, weil ich es gerade im Englischen erst nicht so leicht fand, dem roten Faden zu folgen, doch je weiter man vorankommt, desto besser fand ich diese verschiedenen Eindrücke und Perspektiven.

Alle Stränge sind außerdem miteinander verknüpft und ergeben am Ende ein komplettes Bild, das sich perfekt ineinanderfügt. Wie das Cover, das aus genau diesem Grund perfekt zum Buch passt und auch die deutsche Ausgabe zieren wird. Es sind viele Fäden die zu einem Muster verwoben sind, so wie die verschiedenen Stränge in der Geschichte miteinander verwoben sind oder die Dinge in unser aller eigenem Leben. Denn auch da gibt es doch immer mal wieder "Zufälle" und jede Menge Verbindungen die uns zusammenschweißen und uns ausmachen.

Ich muss zum Schluß kommen, auch wenn ich noch so viel zu sagen hätte, aber ich kann hier ja schlecht einen ganzen Roman schreiben ;)

Fazit:

Für mich war "The sun is also a star" eine wirklich positive Überraschung. Nicola Yoon setzt sich mit brisanten und aktuellen Themen auseinander, erschafft zeitgleich aber eine süße Liebesgeschichte, in der das Schicksal eine Menge zu sagen hat. Ich fand das Buch großartig und vergebe deshalb 4 Sterne.

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391 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 148 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, freundschaft, liebesroman

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Beziehung gescheitert, Job weg. Alles, was Claire jetzt noch bleibt, ist, ihre Zelte in London abzubrechen und ins heimische Nest zurückzukehren. Allerdings hält sie es dort keine 24 Stunden aus, denn schon direkt nach ihrer Ankunft gehen ihr Mutter und Schwester so richtig auf die Nerven und die verblichenen N'Sync Poster an der Wand ihres einstigen Kinderzimmers machen es auch nicht gerade besser.

Claire packt den Koffer also gar nicht erst aus, sondern flüchtet nach einem desaströsen Abendessen zu ihrer Freundin June nach New York, wo sie im wahrsten Sinne, in einen Kleiderschrank zieht.
Doch auch diese Situation macht ihr Leben nicht wirklich besser, denn June wohnt mit Claires bestem Freund Daniel zusammen, dessen Freundin sie absolut doof findet und für den sie blöderweise Gefühle entwickelt. Das ihre erste große Liebe außerdem ein Stockwerk höher wohnt, davon reden wir lieber gar nicht erst....

Meinung:
Anne Freytag alias Ally Taylor erzählt hier, auf eine sehr amüsante Weise, die Geschichte einer gestrandeten Mittdreißigerin, die ihren "Hoffnungen und Träumen" nach London gefolgt ist und dort eine harte Bauchlandung erlebte. Sie kehrt in die Staaten zurück, weil ihr keine andere Möglichkeit bleibt, tut sich aber schwer mit einem Neustart. Gut, das sie in New York Freunde hat, bei denen sie nicht nur unterkommen kann, sondern die ihr auch in den Hintern treten. Sie sucht sich zwei schlechtbezahlte Jobs, wohnt in Junes Wandschrank und verliebt sich in ihren besten Freund, was natürlich reichlich Komplikationen und Verwirrungen mit sich bringt.

Mir hat Claires Geschichte sehr gefallen. Sie war wirklich witzig erzählt, ließ sich in einem Rutsch lesen und endet genau so romantisch wie man sich das als Leserin wünscht, doch auf dem Weg dorthin gab es ein paar kleine nervige Stellen und lose Fäden, die niemand mehr aufgenommen hat.

Die Geschichte startet beispielsweise mit einem Abendessen bei Claires Familie, die Autorin führt die Figuren alle ein, aber im weiteren Verlauf hört man nichts mehr von ihnen, lediglich Josh, Claires Bruder taucht noch einmal auf, um seine Schwester um Rat zu fragen und ihr im Gegenzug seine Hilfe anzubieten.
Auch Oma spielt nur kurz eine Rolle, sie soll ihrer Enkelin Mut machen und schenkt ihr ein Bett. Danach hört und sieht man sie nicht mehr. Irgendwie fand ich das alles etwas schade, denn gerade das gemeinsame Abendessen zu Beginn ist so herrlich amüsant.

Als nervig empfand ich, das Claire manche Dinge doppelt breit tritt. Wir erleben die Geschichte aus ihrer Sicht, sind also eh schon hautnah dabei und in ihren Gedanken, müssen dann aber noch einige Tagebucheinträge über uns ergehen lassen, die im Endeffekt genau das wiederholen, was wir eh schon wissen. Jaaa, sie ist hin- und hergerissen in ihren Gefühlen, was total nachvollziehbar ist, denn ihr bester Freund hat eine Freundin und sie verliebt sich in ihn, obwohl sie ihn doch schon ewig kennt, da gibt es einiges über das man nachdenken muss. Hätte aber in einfacher Ausführung gereicht.

Ich will das Buch aber nicht negativ darstellen, denn ich hatte beim Lesen wirklich verdammt viel Spaß. Anne Freytag bezeichnet ihre Bücher ja so wunderschön selbst als "Popcornkinoliteratur". Und genau das ist es. Claires Geschichte ist wie einer dieser Filme, auf die wir Frauen so stehen. Er bringt alles mit, von Humor, über Selbstfindung, über Gefühlschaos, bis hin zum romantischen Ende.

Es nervt, aber es ist irgendwie unfassbar perfekt. :)

 

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träume

Der Weg zwischen den Sternen (Himmlische Geschichten zum Träumen 2)

Michelle Schrenk
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei Canim Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783942790222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit ihrem neuesten Werk "Der Weg zwischen den Sternen" ist es Michelle Schrenk mal wieder auf ganzer Linie gelungen mich zu begeistern und vorallem von der ersten bis zur letzten Seite komplett zu verzaubern.
Ich liebe ihre gut durchdachten, nachvollziehbaren Liebesgeschichten und ihre wundervolle Art diese zu erzählen.

In "Der Weg zwischen den Sternen" geht es um Josy und Tim, die sich im zarten Alter von 17 Jahren die ewige Liebe schwören, doch wie in den meisten Fällen von Jugendliebe, vom Leben auseinandergetrieben werden.
Zehn Jahre später treffen sie sich wieder, aber sie sind beide nicht mehr die Selben. Das Leben hat Spuren hinterlassen und sie verändert, besonders Josy.
Aus dem Mädchen mit dem Kopf voller Träume ist eine pflichtbewusste, brave Frau geworden und als Tim plötzlich vor ihr steht, wirft sie das ungemein aus der Bahn. Er bringt ihre ganze Gefühlswelt durcheinander, erweckt ihre verdrängten Träume zu neuem Leben. Doch kann sie loslassen und sich ihrem eigenen Märchen hingeben ?

Hach, ich mochte die Geschichte so unglaublich gerne und besonders die Protagonisten sind mir mal wieder sehr schnell ans Herz gewachsen, auch wenn ich Josy hin und wieder als etwas anstrengend empfand, da sie so wahnsinnig verkopft ist und sich nicht einfach mal von ihren Gefühlen leiten lässt.

Besonders toll fand ich auch, wie sich die Geschichte entwickelt und entfaltet. Michelle Schrenk gibt ihren Figuren Zeit sich zu entwickeln und auch der Plot wirkt nachvollziehbar. Man bekommt nach und nach einen tieferen Einblick, warum das Leben die beiden überhaupt auseinandergerissen hat und wie sie schließlich wieder zusammenfinden.

Ein weiterer ganz großer Pluspunkt ist, wie immer, das wunderbare Cover von Mel Bartholomä-Mühle. Sie kleidet Michelles Geschichten stets in ein ganz bezauberndes Gewand, das mich als Leserin sofort anspricht und ins Auge fällt.

Eine rundum perfekte Liebesgeschichte ♥

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390 Bibliotheken, 28 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

david hunter, thriller, simon beckett, england, totenfang

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 14.10.2016
ISBN 9783805250016
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

David Hunter is back !!! Endlich !

Knapp vier Jahre liegen zwischen dem letzten und dem neuen Fall für David Hunter und so ist es wohl kein Wunder das die Fans diesem Band mit reichlich Ungeduld entgegenfieberten. Die Schreibpause und das Abwarten, das "David zu ihm kommt", wie Beckett in seiner Danksagung erwähnt, haben dem Autor gut getan, denn er bringt Hunter in gewohnt spannender Manier zurück aufs Papier und beschert mir so ein echtes Leseerlebnis.

In seinem neuen Fall ruft man den forensischen Anthropologen David Hunter in die abgelegenen Backwaters in Essex. In dem wahrlich unwirtlichen Gebiet mit seinen Salzmarschen und verwirrenden Flußläufen, mit stetig wechselner Ebbe und Flut, hat man eine stark verweste Leiche gefunden. Die Polizei geht davon aus, das es sich bei der Leiche um den vermissten Leo Villiers handelt. Sohn aus reichem, elitärem Hause.

Zunächst erscheint diese Tatsache recht logisch, als die Flut am nächsten Tag jedoch einen herrenlosen Fuß heranspült, der so gar nicht zu der Leiche passen will und sich einige sehr fragliche Dinge ereignen, kommen Hunter Zweifel an der Identität der Leiche.

Hunter hat seine Nase hier einmal mehr zu tief in einen Fall gesteckt, hat sich hinreißen lassen, auf eigene Faust zu ermitteln und den Kontakt zu den Verbliebenen der Opfer gesucht, was ihn natürlich teuer zu stehen kommt, denn noch bevor er es selbst begreift, hat er sich damit in die Schußlinie des Killers gebracht.

Ich möchte hier inhaltlich nicht weiter ins Detail gehen, denn der Klappentext sagt eigentlich schon recht viel aus. Der Leser kann sich allerdings auf einige Überraschungen und sehr gut ausgeklügelte Wendungen freuen, so viel will ich verraten. Die Handlung baut sich langsam und gut nachvollziehbar auf, es gibt, wie bei allen Hunter-Romanen einen roten Faden, der sich wunderbar durchs Buch zieht und mit dem die Spannung zwar erst recht zögerlich, dann jedoch immer geballter ansteigt. Extrem gut fand ich dieses Mal, das man von Anfang bis Ende nicht die geringste Ahnung hat, wer hinter dem Tod der Leiche steckt und wie alles zusammenhängt. Immer dann wenn man vielleicht doch den Hauch einer Vermutung hegt, ändert Beckett die Taktik und man fängt mit der Rätselei quasi von vorne an.
Außerordentlich packend fand ich hier, das Simon Beckett einen, direkt mit dem Fall verwobenen Handlungsstrang einbaut, der sich auf Hunters Privatleben und auf seine Gefühlswelt bezieht. Diese Verbindung macht es nicht nur spannender, sondern schon regelrecht dramatisch.
Das Ende kommt mit einer interessanten und logischen Auflösung, die beim Leser keine Fragen offen lässt. Sehr geschickt gemacht.

Was mir persönlich, wie an allen Hunter-Romanen gut gefällt, ist das sich der Fall nachvollziehbar entwickelt und zwar einige Leichen mit sich bringt, aber nicht unnötig blutrünstig geschildert wird. Ich würde die Reihe deshalb eigentlich eher als Krimi ansehen, denn als Thriller, aber das kann man ja sehen wie man mag. Sie ist spannend, aber niemals überzogen, gut durchdacht und mit viel fachlichem Wissen gespickt.

Zudem ist der grandiose Schreibstil immer wieder ein besonderes i-Tüpfelchen. Simon Beckett nimmt einen mit seinen Worten und seinem sehr detaillierten und bildreichem Stil immer wieder gefangen. Du hast das Gefühl dich in der Gegend zu verlieren und bist schon beinahe enttäuscht, wenn du während des Lesens den Kopf hebst, aus dem Fenster blickst und merkst, das du ja eigentlich Zuhause bist und nicht durch die raue, wilde Natur an der Küste von Essex stapfst. Eine Gabe, die in diesem Ausmaß, leider nicht sehr viele Autoren besitzen.

Fazit:
Auch mit seinem, von mir langersehnten, fünften David-Hunter-Roman hat Simon Beckett wieder einmal voll ins Schwarze getroffen.
"TOTENFANG" ist ein perfekt ausgeklügelter Krimi, der mich Dank seines großartig detailreichen Schreibstils und seiner stetig ansteigenden und allzeit präsenten Spannung begeistern und in Atem halten konnte.

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1.069 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 206 Rezensionen

mona kasten, liebe, begin again, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Mona Kasten" war mir ganz ehrlicherweise bis dato so gar kein Begriff und das wo sie scheinbar ein recht hohes Ansehen in Blogger- und Selfpublisherkreisen genießt. Auf ihr neues Buch "Begin Again", wurde ich trotz meiner Unwissenheit recht schnell aufmerksam, denn erstens hat das Cover direkt mein Interesse geweckt, zweitens hat die Tatsache, das es sich hierbei um einen New Adult Roman handelt, dazu beigetragen, das ich dieses Buch unbedingt lesen mochte und drittens wurde und wird man in den Social Medias ja geradezu mit Bildern dieses Buches überflutet.

Also hab ich mich dem "Strom" kurzerhand mal angeschlossen, mich dem Hype hingegeben und bin abgetaucht...

"Begin Again" erzählt die Geschichte von Allie, eigentlich Crsytal Allison Harper, die aus ihrem reichen, versnobten Elternhaus ausbricht, sich von sämtlichen Regeln und Verpflichtungen befreit und lossagt und in Woodshill, einem kleinen verschlafenen Örtchen irgendwo in den USA, ein Studium beginnen möchte.
Allerdings braucht sie hier erstmal eine Wohnung, am besten noch bevor das Semester beginnt, doch die Suche gestaltet sich schwieriger als zunächst angenommen, denn entweder sind die Wohnungen zu teuer, zu vermüllt oder aber die Mitbewohner alles andere als passend.
Als Allie die Hoffnung schon fast aufgegeben hat, landet sie vor Kaden Whites Haustür. Doch der ist ein echter Teufel, optisch wie menschlich. Zunächst hat er gar keinen Bock sich überhaupt mit Allie zu befassen, doch als sein letzter männlicher Bewerber auf das von ihm angebotene Zimmer abspringt und ihm so quasi die Fälle davon schwimmen, lässt er sich dazu herab, sich die Wohnung fortan mit Allie zu teilen. Allerdings gibt es Regeln !

    Kein Mädelskram, kein Drama.
    Mach dich am besten unsichtbar !
    Auf keinen Fall wird hier irgendwas laufen, das über eine Mitbewohnerschaft hinausgeht. Auf gar keinen Fall !  

Doch natürlich sind Regeln da, um gebrochen zu werden. Und Gefühle machen sowieso was sie wollen.

Ich fand das Buch gut geschrieben, man rauscht quasi nur so durch die Seiten und hat, aufgrund des reichlich vorhandenen Humors, wirklich einiges zu lachen. Trotzdem bin ich nicht so überzeugt von der Geschichte wie manch andere Leserin/Bloggerin. Es ist eine wirklich schöne und solide New Adult Story, aber es war definitiv nicht das Highlight, das ich mir nach all den Lobeshymnen, die ich im Vorfeld gelesen habe, erwartet hatte. Leider.

Zwar schafft die Autorin hier mit Allie und Kaden zwei wirklich tolle Protagonisten, die durch das Aufeinanderprallen ihrer verschiedenen Charaktere für reichlich Humor, aber auch für viele Spannungen sorgen, denen es aber meiner Meinung nach ein bisschen an Glanz fehlte.
Ich weiß nicht so recht, wie ich das Beschreiben soll. Sie strotzen für meinen Geschmack nur so vor Klischees und das hat mich einfach irgendwie genervt. Er ist der durchweg mürrische Kerl, Harte Schale weicher Kern, sie das reiche Mädchen, das sich loslösen und Dinge verarbeiten muss. Natürlich knistert es zwischen den beiden und natürlich werden sie irgendwann ein Paar. Aber natürlich dauert das, denn beide schleppen, natürlich, einen ganzen Berg von Problemen mit sich herum.

Ach man, ich will nicht das das was ich hier schreibe negativ klingt, denn eigentlich hat mir das Buch gefallen. Ja, ich hab mich sogar einige Mal in Allie wiedererkannt.
Aber es hat mich eben auch irgendwie einfach angenervt. Vielleicht deshalb, weil das zwischen den Beiden ein ewiges Hin und Her ist. Eigentlich mögen sie sich doch, aber dann sind da wieder diese blöden Regeln im Weg, an die sie sich doch eigentlich gar nicht mehr halten wollen :P Und das erstreckt sich dann auf ganze 496 Seiten !!! Das war nicht immer ein Spaß, das kann ich Euch sagen.

Fakt ist und bleibt Das was ich oben schon geschrieben habe: ein solider, gut geschriebener New Adult Roman, der leider nicht das erwartete Highlight war.

Trotzdem werd ich ganz sicher auch Band 2 lesen, in dem es um Dawn und Spencer geht, die Mona Kasten hier ganz geschickt schon als beste Freunde eingeführt hat und die ich total mag :)

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thriller, cody mcfadyen, smoky barrett, die stille vor dem tod, mord

Die Stille vor dem Tod

Cody McFadyen , Axel Merz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.09.2016
ISBN 9783785725665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie so viele andere Fans von Smoky und ihrem Team, war auch ich hin und weg als die Meldung kam: Es gibt einen neuen Band ! So viele Jahre habe ich darauf gewartet, dann wurde das Erscheinungsdatum aufgrund einer schweren Krankheit des Autors, immer wieder verschoben und letzten Endes hat wohl niemand mehr damit gerechnet, das es irgendwann überhaupt nochmal eine Fortsetzung geben wird. Die Meldung das es nun also endlich doch so weit sein würde, versetzte mich also geradezu in Euphorie.

Als ich dann das Buch in der Hand hatte und endlich mit dem Lesen beginnen konnte, da ging diese Euphorie jedoch sehr schnell gegen Null.

Dabei begann die Geschichte eigentlich spannend und in altbewährter Smoky-Manier.

Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem Tatort nach Denver gerufen. In einer beschaulichen Siedlung hat man gleich drei ermorderte Familien gefunden und der Täter hat eine ganz klare Botschaft hinterlassen die ganz alleine Smoky gilt.

Mehr will ich zum Inhalt nicht sagen, auch deshalb nicht, weil ich das Buch nach etwa der Hälfte frustriert abgebrochen habe, aber dazu komme ich gleich noch, denn zunächst einmal beginnt alles ganz spannend und bereits auf den ersten Seiten kommt es gleich mehrfach zu brenzligen Situationen, die mich den Atem haben anhalten lassen. Dann jedoch wendet sich das Blatt und die Story wird so abstrus, das ich erstmal gar nicht wusste, wie ich das nun in meinem Kopf verwerten soll. Hinnehmen, weiterlesen, abwarten. Meist funktioniert das gut, doch was Cody McFadyen sich hier zusammengeschrieben hat, entbehrt für mich jeglicher Logik. Die Handlung wird immer konfuser und verwirrender, es gibt endlos viele lose Fäden, die der Autor auf dem Weg zum Ziel dann unbeachtet liegen lässt.

Und Smoky...tja, was er mit der toughen Agentin gemacht hat ist mir ein echtes Rätsel. Zwar erläutert McFadyen in einem Interview warum er sie so verändert hat, doch aus der knallharten Frau wird ein, für meinen Geschmack, weinerliches Wesen, das nur seinen eigenen verworrenen ( und das über Seiten ) Gedanken nachhängt und völlig irrationale Entscheidungen trifft.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die krasse, aber völlig sinnlose Brutalität, die der Autor hier einbringt. Eine Grausamkeit reiht sich an die Nächste, doch wirklich Sinn ergibt das Ganze nicht.

Irgendwann, als ich mich schon bis zur Hälfte durchgequält hatte, habe ich die Seiten nur noch überflogen und das Buch schlussendlich abgebrochen.

Ich bin enttäuscht, ganz ehrlich, denn McFadyen hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen das er geniale Thriller schreibt. Und gerade weil wir nun alle so lange auf diesen neuen Band gewartet haben, habe ich irgendwie etwas Besseres, Genialeres erwartet.

Und genau aus diesem Grund kann ich dem Buch nicht mehr als einen Cupcake verleihen, der nicht an die Handlung, sondern eher ans wirklich toll gelungene Cover geht. 

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The World: Freier Fall

Katrin Bongard
E-Buch Text: 312 Seiten
Erschienen bei Red Bug Books, 22.09.2016
ISBN 9783943799842
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Katrin Bongard neben authentischen, gefühlvollen Young Adult Romanen auch richtig spannend und mit Gänsehautfaktor schreiben kann, hat sie spätestens mit ihrem "Schattenzwilling" bewiesen.
Nun widmete sie sich einem neuen, für mich noch spannenderen Genre und schafft mit "The World" erstmals eine dystopische Reihe, die nach nur wenigen Seiten schon direkt unter die Haut geht. Auch dieses Genre beherrscht sie. Sehr.

Denn in "The World: Freier Fall" kreiert sie nicht nur eine erschreckend realistische Welt, sondern punktet auch durch reichlich Action und Nervenkitzel, so wie durch großartige Protagonisten und ein gut durchdachtes ausgeklügeltes System.

Die Welt ist schon lange nicht mehr das was sie einmal war und die Gesellschaft ist in zwei Lager geteilt: X und Y. Während die Xler bettelarm sind und sich durch Blut- oder gar Organspenden gerade einmal ein bisschen Geld verdienen können um den stetig präsenten Hunger wenigstens für einige Tage zu stillen, leben die Ypsilons in Saus und Braus. Feste Straßen, grüne Parks, dicke Autos, Plastische Chirurgie, noble Cafes, Bars und Restaurants. Hier geht es den Menschen gut.

Aus genau dieser Welt kommt die 16-jährige Yva. Als Tochter des Zett ZEN, des mächtigsten Menschen weit und breit, führt sie ein behütetes und sehr luxuriöses Leben. Schon bald soll sie in das Unternehmen ihres Vaters, WELL LIVING, einsteigen und den gutaussehenden Sky heiraten.
Doch dann trifft sie in einer brenzligen Situation auf den Xler Lux, der ihr durch seine Aussagen unbewusst die Augen öffnet und sie dazu bringt, die Arbeit ihres Vaters und auch das ganze gesellschaftliche System zu hinterfragen.

Lux dagegen kennt es nicht anders, als hungrig umherzustreifen, auf der Suche nach Nahrung und Papier, denn Lux ist kein "gewöhnlicher" X, Lux ist Künstler, er kann lesen und schreiben und versucht sich, seine Freundin Pixie, aber auch die Nachbarschaft mit seinen Blutspenden irgendwie über Wasser zu halten.
Als man die Gemeinschaft aus ihrem Heim vertreibt, gerät er an die X-Warrior und schließt sich, zwar zögerlich, dem Widerstand an.

Obwohl die Idee eines Zwei-Klassen-Systems natürlich alles andere als neu ist, fand ich Katrin Bongards Weltenentwurf total cool und gleichermaßen faszinierend, wie erschütternd, denn es gibt viele Parallelen zur heutigen Zeit. Auch in unserer Realität gibt es diese Kluften bereits und sie werden immer überdeutlicher. Auf der einen Seite gibt es die Menschen mit Macht, Einfluß und Geld, auf der anderen Seite stehen Menschen, die sich kaum mehr eine Wohnung, geschweige denn Nahrung leisten können.
Das Szenario ist also perfekt gewählt, weil es durchaus nachvollziehbar ist.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig und mitreißend, sie fängt verschiedene Stimmungen gut ein und kann diese auf den Leser übertragen, so das man wirklich einige Hochs und Tiefs erlebt und völlig in der Geschichte abtaucht.

Rundum perfekt, wenn da jetzt nicht diese eine kleine gemeine Tatsache wäre. Nämlich die, das Band 2 voraussichtlich erst im Herbst 2017 erscheint. Ja klar, gute Bücher brauchen Zeit, aber....ach ihr kennt das. :(

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