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Bloody Marry Me 1: Blut ist dicker als Whiskey

M. D. Hirt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.07.2018
ISBN 9783646301328
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lange, lange, lange Zeit habe ich einen sehr großen Bogen um alle Romane gemacht, die auch nur im Entferntesten mit Vampiren zu tun hatten, denn sind wir mal ehrlich, irgendwie sind Vampire doch mittlerweile ein bisschen ausgelutscht, oder ?

Doch dann sprang mir, tatsächlich vollkommen zufällig, das Cover zu "Bloody Marry Me" ins Auge und ich musste einen näheren Blick riskieren und ganz ehrlich, bei der Vorstellung auf eine vampirische Rockband zu treffen, da geht einfach die innere Rockerin ( die ich nun mal bin ) mit mir durch. Ich musste dieses Buch haben und es auch direkt lesen.
Gesagt, getan und an einem Nachmittag verschlungen !

Und das obwohl es nur so vor Klischees strotzt, sich fast schon alles zu perfekt und auch vorhersehbar fügt, es unglaublich viele märchenhafte Zufälle gibt und dem Schreibstil noch ein wenig Feinschliff fehlt.

Bei anderen Romanen hätte ich diese Punkte sicherlich ausschweifend kritisiert, doch hier will ich das nicht mal im Ansatz, die Autorin hat mit ihrem Debüt auch so viel richtig gemacht. Sie hat es nämlich geschafft mich grandios zu unterhalten, die Geschichte spannend und vor allem absolut schwarzhumorig und damit witzig zu gestalten, so das mir beim Lesen nicht einmal langweilig wurde und ich, trotz aller Klischees und dem manchmal etwas seltsamen Benehmen der Protagonistin nicht einmal die Augen verdreht habe. Stattdessen haben mich Dinge, die mich normalerweise eher aufregen, hier köstlich unterhalten.

Holly ist auf tolpatschige Art und Weise komisch, sie lässt irgendwie kein Fettnäpfchen aus und das macht sie total sympathisch. Durch einen Zufall trifft sie auf "Bloody Marry" und Leadsänger Ray bietet ihr kurzerhand an, ihr ihren größten Wunsch zu erfüllen. Dafür muss sie allerdings mit den Jungs touren. Irgendwie will ich gar nicht mehr verraten, aber ich kann euch sagen, das es mit 4 Vampiren im Tourbus ziemlich eng werden kann und das bei deren Sexappeal natürlich auch jede Menge Gefühle in Holly hochkochen.

Was ich außerdem ganz cool fand, war wie M.D. Hirt ihre Vampire darstellt. Sie haben sich der Welt gegenüber quasi geoutet, nachdem sie herausgefunden haben, wie man Blut klonen kann, so das sie nicht mehr gezwungen sind, Menschen anzuzapfen, wenn es nicht sein muss. Der Umgang mit den Vampiren läuft in der Geschichte ziemlich friedlich ab, Menschen und Vampire leben friedlich nebeneinander, ich bin gespannt ob das in Band 2 wohl so bleiben wird.

Richtig reingehauen hat das Ende. Erstmal war ich enttäuscht, das es für meinen Geschmack viel zu schnell kam, denn die 255 eBook Seiten lesen sich halt wirklich total gut und somit auch superschnell weg und dann...dann haut die Autorin so einen miesen Cliffhanger raus, das ich für einen Moment echt geschockt war. Gut, das Band 2 schon Ende August erscheint, die Wartezeit werde ich also gerade so verkraften !!!

Von mir gibts für dieses wirklich superunterhaltsame Debüt 4 von 5 Cupackes

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon bei der ersten Vorstellung des Buches, da war mir ganz deutlich bewusst, das die Thematik dieses Buches für mich nicht leicht zu verdauen sein würde. Und genau so war es auch. Louise O' Neill hat mich mit DU WOLLTEST ES DOCH an meine persönlichen Grenzen gebracht und ich muss gestehen, das ich einmal eine kurze Pause einlegen musste, um die Geschichte sacken zu lassen und mich von Emma, die mir innerhalb kürzester Zeit so nah war, ein Stück weit zu distanzieren, damit es für mich wieder erträglicher wird.

Dieses Buch kann also, und ich muss das immer und immer wieder so deutlich sagen, ein Trigger für all jene unter Euch sein, die schon einmal Opfer von sexueller Gewalt wurden, die unter Depressionen und Angstzuständen leiden oder die einfach und schlicht, anfällig und empfindlich auf harte Themen wie Victim Blaming ( Opfer-Täter-Umkehr ), Vergewaltigung, Mobbing und ähnliches reagieren.

Allen anderen, möchte ich dieses Buch aber dringend ans Herz legen, denn DU WOLLTEST ES DOCH ist ein so realistischer Roman, der sich mit einem riesigen Problem unserer Zeit beschäftigt.

Emma ist das schönste Mädchen in ganz Ballinatoom, Irland. Und das weiß sie auch. Sie provoziert mit aufreizenden Outfits und macht keinen Hehl daraus, das sie sich gerne mit Jungs umgibt. Sie genießt es, das ihr alle zu Füßen liegen.
Auf einer Party, da trinkt sie allerdings zu viel, sie wirft Pillen ein und schließlich verschwindet sie mit dem viel älteren Paul im Schlafzimmer.

...Filmriss....

Zwei Tage später ist die Welt plötzlich eine ganz andere ! Emma wird von ihren besten Freundinnen geächtet, sie wird in der Schule verspottet, beleidigt. In den Social Medias tauchen Bilder auf, die sie in eindeutiger Pose zeigen. Die Kommentare darunter: HURE, FLITTCHEN, SCHLAMPE ! "Die wollte es ja gar nicht anders". "Easy-Emma".

Was niemand sieht: Das Mädchen wirkt auf den Bildern teilnahmslos und weggetreten. Doch dem Mob genügt es, die Feinheiten zu übersehen und sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren...denn wer will bei sowas schon den Tatsachen ins Auge sehen, wenn das Mädchen es durch sein Verhalten ja sowieso förmlich provoziert hat ? Da wird sie schon Gefallen an der Sache gefunden haben....

Louise O'Neill widmet sich in ihrem Roman auf sehr schonungslose und authentische Art und Weise, die manch einen Leser sicher erschrecken dürfte, dem Thema Vergewaltigung und dem DANACH.

Emma ist ganz klar das Opfer in dieser Tragödie, doch ihr Umfeld suggeriert ihr, das sie die Situation selbst provoziert hätte, das sie, sollte sie die Jungs anzeigen, die ihr Schreckliches angetan haben, das Leben dieser zerstört. Und überhaupt ist die Situation ja vielleicht doch einfach nur aus dem Ruder gelaufen, schließlich kommen die Jungs ja alle aus gutem Hause.

Der Umgang mit Emma hat mich unglaublich wütend gemacht. Besonders die Tatsache wie ihre eigene Familie reagiert. Ihr Vater kann sie nicht mehr ansehen, verbringt mehr Zeit bei der Arbeit als Zuhause, ihre Mutter resigniert. Alle scheinen mit sich selbst beschäftigt und niemand hinterfragt, wie es Emma mit dieser Situation geht. Einzig ihr älterer Bruder scheint besorgt und versucht, Emma dazu zu bewegen wieder am Leben teilzunehmen. Allerdings gestaltet sich dies in einer Kleinstadt wie Ballinatoom, in der jeder jeden kennt, sehr schwer, denn egal wohin Emma auch geht, die Leute flüstern und tuscheln hinter ihrem Rücken, sie wird auf der Straße angerempelt oder verspottet. Kein Wunder, das sie in eine tiefe Depression verfällt und sich selbst verliert.

Emma ist ein Charakter, bei dem es mir gerade zu Beginn sehr schwer fiel eine Verbindung aufzubauen, denn sie ist, das muss man einfach so sagen, nicht gerade eine Sympathieträgerin. Sie wirkte auf mich sehr kalt und distanziert, war sich ihrer selbst immer sicher und bewusst, das sie sowieso das bekommt was sie haben will. Im Verlauf macht sie dann aber, aufgrund des Erlebten eine extreme Verwandlung durch. Sie wirkt beinahe apathisch und ihr Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich. Sie hinterfragt all die hässlichen Kommentare und Nachrichten, die sie auch ein Jahr später noch bekommt und redet sich selbst ein, das da vielleicht doch auch Wahrheit mit drin steckt. Sie sieht sich selbst als eine Art Täterin, die die Zukunft von jungen Männern verbaut, weil sie sich doch selbst an nichts aus dieser Nacht erinnern kann. Wie kann sie da also irgendetwas behaupten, selbst wenn die Bilder eine eindeutige Sprache sprechen ???

Leider ist genau das was Emma passiert, in der heutigen Zeit ein ganz großes und ernstes Thema, das wir immer wieder diskutieren und überhaupt zur Sprache bringen müssen. Vergewaltigungen in den Nachrichten gehören heute ja schon fast zur ( sehr traurigen ) Realität. Wie kann es sein, das solche Gräueltaten heutzutage so oft toleriert werden, wenn die Frau ( bzw. das Opfer ) es doch förmlich darauf angelegt hat, mit ihrem Outfit, mit ihrem Verhalten, etc.

Es gibt ein sehr interessantes Nachwort der Autorin, das eigentlich alles sagt, was ich auch dazu denke. Auch der Verlag hat ein eigenes Nachwort angehängt, das eine sehr wichtige Aussage enthält.

Ein bisschen schockiert war ich davon, wie die Autorin die Geschichte um Emma auflöst. Allerdings nur für einen kurzen Moment, denn leider kommt auch hier wieder die traurige Realität zum Tragen, die zeigt, welch einen Kampf es für ein Opfer bedeutet, zu seinem Recht zu kommen. Ich kann Emmas Entscheidungen, auch aus eigener Erfahrung heraus, unheimlich gut verstehen und trotzdem haben sie mich auch traurig und wütend gemacht.

Fazit:
 DU WOLLTEST ES DOCH ist ein Roman in dem ein sehr schweres Thema vorherrscht, das aber unbedingt immer wieder angesprochen und diskutiert werden muss. Heute mehr denn je.
Es ist ein brutaler, aber authentischer Roman, der jede Menge Stoff zum Nachdenken bietet und den ich unbedingt auch als Schullektüre empfehlen würde.

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223 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

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Elian und Lira – Das wilde Herz der See

Alexandra Christo , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lira ist eine Sirene, aber nicht irgendeine, sondern eine der ihr Ruf vorauseilt. Sie ist die Tochter der Meereskönigin und der Fluch der Prinzen, denn einmal im Jahr lockt sie mit ihrem Gesang einen Prinzen von seinem Schiff, direkt in ihre Klauen, nur um ihm kaltblütig sein Herz zu entreißen.
Als sie den Zorn ihrer Mutter auf sich zieht, stellt diese ihr ein Ultimatum: Sie soll den Sirenentöter Prinz Elian töten und ihrer Mutter sein Herz zu Füßen legen oder sie bleibt für immer ein Mensch....

Vergesst den Klappentext und meine kurze Zusammenfassung, denn die Geschichte, die Alexandra Christo hier geschaffen hat, ist tief wie der Ozean und so eine willkommene Wohltat. Optisch wie inhaltlich unfassbar großartig und vor allem, endlich mal wieder, ein durchweg überraschender und in sich abgeschlossener Einzelband.
Ich habe mich lange lange auf diesen Jugendfantasyroman gefreut und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl meine Erwartungen so gar nicht erfüllt wurden. Wie das geht ? Nun ja, ich dachte, auch aufgrund der versprochenen Romanze im Klappentext, ich bekomme hier eine romantische, disneymäßige Meerwesengeschichte präsentiert, tatsächlich hat mir die Autorin aber eine durchgehend spannende, mitreißende, blutrünstige und düstere Geschichte beschert, die alle meine Erwartungen sogar übertroffen hat !!! Eben weil sie ganz anders war, als von mir angenommen.

Die angekündigte Romanze entwickelt sich ganz zart und kaum wahrnehmbar im Hintergrund, um sich im richtigen Moment tragisch und packend in den Vordergrund zu drängen. Im permanenten Fokus der Geschichte steht stattdessen eine Geschichte um Vertrauen und das Erreichen eines gemeinsamen Ziels, das sowohl Liras als auch Elians Welt verändern soll.

Beide sind starke, sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Besonders Lira macht im Verlauf eine interessante Wandlung durch und hinterfragt all ihre Prinzipien und die Welt wie sie sie bisher gekannt hat, gewinnt mehr und mehr an Menschlichkeit und steht ein für alles was ihr wichtig erscheint. Elian ist mehr Pirat als Prinz. Auf dem Meer fühlt er sich zuhause, die Gepflogenheiten des heimatlichen Hofes sind ihm dagegen verhasst. Er will sich nicht zu solch einem Leben zwingen lassen und ist gemeinsam mit seiner chaotischen, aber liebenswerten Crew immer auf der Suche nach Abenteuern.

Der Weltentwurf, der Schreibstil, die Idee und die Protagonisten, sind allesamt total liebevoll, detailreich und großartig gestaltet. Alexandra Christo hat einen Roman geschaffen, der mich wirklich voll in seinen Bann ziehen konnte, der jede Menge Action aber auch feinen, trockenen Humor und viel Ironie mitbringt. Es tut mir fast schon ein wenig leid, das es sich hier wirklich um einen abgeschlossenen Band handelt, denn ich hätte locker noch zwei weitere Bücher dieser Art vertragen können.

Dieses Buch war und ist ein wirkliches Highlight !!!

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1.361 Bibliotheken, 12 Leser, 19 Gruppen, 200 Rezensionen

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Der Kruzifix-Killer

Chris Carter , Maja Rößner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2009
ISBN 9783548281094
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

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Wenn die Sterne Schleier tragen

Anna Nigra
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 05.07.2018
ISBN 9783947357062
Genre: Romane

Rezension:

Cecilia ist gerade 18 als ihr ihr Vater eröffnet, das sie mit dem Kronprinzen von Europa verheiratet werden soll. Sie ist alles andere als begeistert, doch als sie den Prinzen zum ersten Mal trifft, da zerstreuen sich all ihre Zweifel und Befürchtungen recht schnell, denn Prinz Noran ist nicht nur gutaussehend, sondern auch sehr charmant. Doch nicht nur von ihm ist Cecilia schnell angetan, auch Norans jüngerer Bruder Elias bringt ihr Herz zum Glühen.

Doch nicht nur mit Herzensdingen muss sich die junge Frau befassen, sondern auch mit einem ungeduldigen König und einer eifersüchtigen Schwester....

Meinung:
Als mir das Buch angeboten und empfohlen wurde, da war ich einerseits schnell angetan, andererseits aber auch direkt abgeschreckt, aufgrund der Tatsache, das man die Protagonistin hier in eine Zwangsehe drängt und wer mich, meinen Blog und meine Meinung kennt, der weiß, das mir bei solchen Szenarien gerne schnell mal die Hutschnur platzt. Aber die Autorin hat das hier einigermaßen zufriedenstellend gelöst, in dem sich Cecilia unter anderem recht schnell in Noran verguckt, weshalb ich in der Beziehung keine Kritik anbringen mag.

Das ich mich auf eine Dreiecksgeschichte einlasse, war mir ebenfalls bewusst. Sollte man sich im Vorfeld auch auf jeden Fall vergegenwärtigen, weil es nicht jedermanns Fall ist. Ich mag sowas ganz gerne mal, muss aber auch zugeben, das ich hin und wieder schon etwas genervt war, weil Cecilia nicht so recht entscheiden konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, einen durchgängigen Spannungsbogen sucht man allerdings vergebens. Ich mochte den Erzählstil, war aber ein wenig genervt davon, das sich die Autorin mit vielen Nichtigkeiten und belanglosen Beschreibungen, wie beispielsweise die der Kleider, des Make Ups und der Tennisstunden, aufhält. Ich hätte mir gewünscht, das sie ihren Fokus vielleicht ein wenig mehr auf die Ausarbeitung der Charaktere legt, denn die bedienen reichlich Klischees, sind ansonsten aber recht blass gestrickt, was sehr schade war.

Gut gefallen hat mir dagegen das Setting, das irgendwo zwischen Vergangenem und Moderne angesiedelt ist.

Fazit:
Alles in allem war "Wenn die Sterne Schleier tragen" ein solider Auftakt, der mich gut unterhalten konnte, der aber noch viel Luft nach oben hat. Fans von Selection und Co. dürften trotz kleiner Schwächen aber voll auf ihre Kosten kommen !

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Wenn Tag und Nacht sich finden

Eyrisha Summers
E-Buch Text: 475 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.06.2018
ISBN 9783646301014
Genre: Sonstiges

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145 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Queen and Blood

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736307056
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit jedem ihrer Romane geht mir Amy Harmon unter die Haut, jede ihrer Geschichten überwältigt mich, so sehr, das in mir drin ein wahrer Gefühlssturm tobt, der beginnt sobald ich das Buch aufschlage und der auch nach dem Lesen und mit Beenden des Buches nicht schwächer wird und immer mindestens noch zwei, drei Wochen ganz stark nachklingt.

Jedes ihrer Bücher ist ein kleines, emotionales und poetisch anmutendes Meisterwerk, das mir schlaflose Nächte beschert, weil ich nie mit dem Lesen aufhören kann. Und das mich, wie im Fall von Queen and Blood auf eine besondere Reise in eine ganz unglaubliche, fantastische Welt schickt.

Queen and Blood ist Amy Harmons zweiter Fantasy-Romance Roman, das bedeutet, das ich in Bezug auf die Erschaffung ihrer ( fantastischen ) Welt nur sehr wenig Vergleichsmöglichkeiten habe und mich dabei ausschließlich auf Bird and Sword berufen kann, das ich ja ebenfalls schon absolut gefeiert habe.

Dieses Mal hat sie allerdings noch einen draufgesetzt, sie hat den Weltenentwurf und auch die Gaben, die hier eine sehr wichtige und bedeutende Rolle spielen noch mehr ausgebaut und alles wirkte auf mich noch intensiver als beim letzten Mal. Manchmal hatte ich das Gefühl, das ich mich in einer Welt bewege, die mit guten Videospielen wie Zelda oder Skyrim, mithalten kann. Die Umgebung ist vielfältig und atemberaubend schön. Ganz besonders angetan hat es mir Dendar. Ich hatte die Kulisse förmlich vor Augen und war einfach hin und weg von diesem so ursprünglichen und irgendwie fast schon magischen Ort.

Nicht nur in die Gestaltung ihrer Kulisse legt Amy Harmon sehr viel Liebe, sondern auch in die Erschaffung ihrer Charaktere, die allesamt so großartig und vielschichtig sind, das man sie einfach lieben, manchmal auch hassen, muss. Hauptprotagonisten wie Nebenfiguren sind stark und liebenswert.

Es ist unglaublich, wie viel Komplexität man in 400 Buchseiten finden kann. Ich hatte das Gefühl, ich lese einen 1000 Seiten Wälzer ( weil einfach so viel passiert ist ), der aber niemals langweilig wird. Es gibt natürlich Strecken die weniger spannend sind als andere, aber gelangweilt habe ich mich nie. Immer gab es etwas zu entdecken, sei es in der Umgebung oder aber in den zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften oder in den Charakterzügen einzelner Figuren.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen Kjell und Sasha entwickelt ist von besonderer Tragik und bricht dir ein ums andere Mal das Herz. Sie wird allerdings und dafür danke ich Amy Harmon wirklich sehr, zu keinem Zeitpunkt schnulzig oder zu verkitscht.

Queen & Blood hat mich auf ganzer Linie überzeugt, mehr als das ! Es hat sich so tief in mein Herz gegraben, hat mir wundervolle Lesemomente beschert, hat mich in eine unglaublich atemberaubende Kulisse entführt und deshalb kann ich mit felsenfester Überzeugung sagen, das es das beste Buch ist, das ich 2018 bisher gelesen habe. Alle anderen Romane, die da jetzt noch kommen, werden es ganz schön schwer haben, da emotional ran zu kommen !

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Tell me three things

Julie Buxbaum , Anja Malich
Flexibler Einband
Erschienen bei ONE, 29.06.2018
ISBN 9783846600726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

TELL ME THREE THINGS ist auf den ersten Blick genau der Stoff aus dem all unsere Teenie-Highschool-Movie-Träume sind. Auf den zweiten Blick ist es ein toller Coming of Age Roman über eine Protagonistin deren Leben durch einen herben Verlust ins Straucheln geraten ist und die jetzt ihren Platz finden muss. Wer ist Jessie und wer will Jessie sein ? 

Bereits bevor das Buch hier in Deutschland erschienen ist, hat mich die englische Ausgabe immer wieder gelockt, es aber aus Zeitgründen nie in mein Regal geschafft. Nun gibt es das Buch endlich auch auf Deutsch und ich habe, trotz meines hohen SuBs jetzt einfach mal kurzen Prozess gemacht und es mir geschnappt. Und über diese Entscheidung bin ich ich im Nachinein sehr froh, denn Julie Buxbaum hat mir mit dieser Geschichte wunderbare Lesestunden beschert und mich vor allem vor einer aufkeimenden Flaute bewahrt.

Ihr Schreibstil ist jugendlich und leicht, flüssig zu lesen, unterhaltsam, aber auch ein wenig nachdenklich machend. 

Jessie hat vor Kurzem ihre Mutter verloren, die sie, wie sie selbst sagt, nicht nur so geliebt hat, wie man eine Mutter eben liebt, sondern die sie vor allem auch als Mensch sehr gemocht hat. Schlimm genug, das es auch nach 2 Jahren noch immer so sehr schmerzt und in Jessies Leben eine Lücke klafft, da entschließt sich ihr Vater, erneut zu heiraten und mit Jessie von Chicago ins schicke Kalifornien zu ziehen. Ihre Stiefmutter eine gefeierte Filmproduzentin mit reichlich Geld, ihr Stiefbruder Theo ein egozentrischer Snob und die neue Luxusschule ? Ein Albtraum. 

Doch wie durch ein Wunder erscheint Jessie eine männliche gute Fee mit dem Namen Somebody Nobody, abgekürzt SN, der ihr via  Mail Tipps gibt, wie sie den Schulalltag am besten übersteht und an welche Leute sie sich halten und welche sie besser meiden sollte. Jessie ist dankbar und findet in SN einen wirklich guten Freund, mit dem sie sich schon bald über weit mehr austauscht, als über Oberflächliches. Doch wer ist SN ? Jessie versucht ihn immer wieder zu einem Treffen zu animieren, doch SN will unerkannt bleiben, was sie schier in den Wahnsinn treibt, da er zunehmend Gefühle in ihr weckt. Genau wie Ethan, der schweigsame gutaussehende Junge mit dem Batman-T-shirt, der scheinbar gar nicht merkt, wie ihn die Mädchen alle anhimmeln, der in seiner eigenen Welt lebt und mit dem Jessie an einem Literatur-Projekt zusammenarbeitet. Und dann gibts da auch noch Liam und Caleb....

Die Zusammenfassung hört sich wirklich nach Teenie-Highschool-Story an und irgendwie ist sie das ja auch, aber im Hintergrund da passiert noch so viel mehr, denn Jessie verarbeitet ihre Trauer, sie findet neue Freunde, sie macht wichtige Erfahrungen fürs Leben und findet vor allem zu sich selbst. 

Ein, wirklich nur, kleiner Kritikpunkt ist, das mir manch ein Charakter etwas zu blass war. Und ich hätte mir vielleicht ein paar ausführlichere Vater-Tochter-Momente gewünscht. Aber das ist vermutlich mal wieder Empfindungssache. 

Das Ende war genau so wie ich es mir erhofft und mir für Jessie gewünscht hatte.

Alles in allem kann ich sagen: Tell me three things ist eine tolle Geschichte über das erste Verliebtsein und über das Erwachsenwerden, die ich wirklich gern gelesen habe und jedem empfehlen kann, der Lust hat, sich mal wieder so richtig in eine entspannte Geschichte fallen zu lassen. 

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow, was für ein Buch !!!

Cat & Cole war für mich eine Zufallsentdeckung, als ich vor ein paar Monaten in den Neuerscheinungen gestöbert habe. Das Buch fiel mir natürlich vor allem durch seine Optik ins Auge, die ja nicht gerade unauffällig und bescheiden daherkommt. Doch der Klappentext war es, der mich sofort für sich einnehmen konnte und das Buch auf die Wunschliste wandern ließ.

Endlich mal wieder eine Dystopie, die spannende Unterhaltung versprach.
Niemals hätte ich allerdings damit gerechnet, wie krass, spannend und actiongeladen diese Geschichte dann aber wirklich ist !!!

Das Szenario, das die Autorin hier geschaffen hat, fand ich ziemlich genial. Wir befinden uns nämlich in der Zukunft, in der die Menschen mit Panels am Arm ausgestattet und fähig sind, ihre DNA zu verändern. Der Weltentwurf ist rau und brutal, die Menschheit ist bedroht von einem Virus, bzw. einer Seuche, die dich in etwas Zombieähnliches verwandelt und dich zerplatzen lässt, wie eine reife Tomate, wenn sie dich erst einmal gekriegt hat.
Die Menschen haben sich teilweise einer Institution angeschlossen, die deren Codes verändert haben, ihnen aber Schutz in den Bunkern gewähren. Es gibt allerdings auch eine vermeintlich rebellierende Gruppe, die sich so durchschlägt. Und dann gibt es da noch Cat !

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter auf den Inhalt eingehen, da dieser doch recht komplex und vor allem sehr sehr technisch und futuristisch angelegt ist. Anfangs war ich etwas skeptisch ob mir das auf Dauer gefallen würde, da ich es einfach mal so gar nicht mit Technischem Kram habe, aber die Autorin konnte mich, vor allem durch ihren flotten Schreibstil und die Spannung, die sie durchweg hochhält voll und ganz in ihren Bann ziehen.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, war die Charakterzeichnung von Cat. Sie ist ein taffes und vor allem höchst intelligentes Mädchen, das durchdacht und ziemlich kühn an die Dinge herangeht. Sie ist keine Prinzessin und auch kein naives Mädchen, sondern hat ziemlich viel Power. Manchmal war sie mir vielleicht einen Tick zu nüchtern in ihren Betrachtungen und Handlungen, aber ansonsten fand ich sie wirklich richtig cool.
Auch Cole mochte ich sehr gern, wobei ich lange gebraucht habe um aus ihm schlau zu werden.

Wie erwartet gibt es auch eine Liebesgeschichte, die sich aber dezent im Hintergrund entwickelt und abspielt und bis kurz vor Ende nicht wirklich im Mittelpunkt steht.

Punkten konnte die Geschichte außerdem durch immer neue Wendungen, die man nicht kommen sieht und die einen antreiben immer weiter und immer schneller zu lesen, weil man wissen will, was als Nächstes geschieht.

Das Ende kommt nochmal mit einem ziemlichen Knall und ich kann nur hoffen, das wir nicht all zu lange auf die Fortsetzung warten müssen.

Fazit:
Dieses Buch ist der pure Adrenalinkick. Es ist durchweg spannend und actiongeladen, punktet durch eine geniale, wenngleich auch sehr technische Idee und eine coole Kick-Ass-Protagonistin.

Wenns nach mir geht, dann ist dieses Buch ein absolutes MUST READ und sollte auf jeder Wunschliste stehen.

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233 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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The Ivy Years – Was wir verbergen

Sarina Bowen , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.06.2018
ISBN 9783736307872
Genre: Liebesromane

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101 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Clean

Juno Dawson , Christel Kröning
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt Bücher, da braucht es erst einen zweiten oder gar dritten Blick, bis sie mein Interesse wecken. CLEAN ist ein solches Buch und nachdem ich es gelesen habe, frage ich mich ernsthaft, warum das so war.

Denn, und das mag jetzt etwas seltsam klingen, macht aber vermutlich aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrungen Sinn, ich liebe Therapieromane, sofern diese halbwegs authentisch sind, nicht ins Kitschige oder in Wunderheilung abdriften.

Und June Dawson ist genau das gelungen, was ich von einem Roman mit solchem Inhalt erwarte.

Sie beschreibt Lexis Entzug auf unbeschönigte, authentische Art und Weise, mit all seinen hässlichen Seiten, den Kampf der Entwöhnung und das Auseinandersetzen mit sich selbst, das Finden seiner Ziele und Wünsche, das Leben nach der Therapie, wenn man die Dunstglocke verlässt, die über solch einem "Raum" liegt. Das Ankommen im Hier und Jetzt mit all seinen Versuchungen.

Lexi ist die Tochter eines Hotelier-Moguls, sie zieht schon ihr ganzes Leben lang von einem Hotel ins Nächste, badet im Luxus und greift ungeniert zu diversen Aufputschmitteln um ihr Leben interessant zu halten und Spaß zu haben und vor allem ihrem Freund zu gefallen, der in ihr eine perfekte Geldquelle zur Unterhaltung seiner eigenen Sucht sieht.
Auf einer Party stürzt Lexi allerdings so sehr ab, das sie sich beinahe den goldenen Schuss setzt, was ihren Bruder dazu veranlasst die Reißleine zu ziehen und sie in eine private Entziehungsklinik zu verfrachten.

Hier muss sich Lexi der harten Realität stellen und Tag für Tag gegen ihre Sucht kämpfen. Zunächst wehrt sie sich natürlich vehement, doch irgendwann fügt sie sich in den Klinikalltag ein, schließt Freundschaften und beginnt an sich selbst zu arbeiten und vor allem zu sich selbst zu finden....

Wie bereits oben schon erwähnt fand ich besonders gut, das die Autorin versucht hat, die Geschichte authentisch zu erzählen. Und das ist ihr weitestgehend wirklich sehr gelungen. Es gab aber auch Dinge die mich störten, wie beispielsweise die permanente Erwähnung des Reichtums der Protagonisten, die Tatsache, das es sich natürlich um eine exklusive Privatklinik handelte, wo die Jugendlichen im Luxus schwelgen, beste 3-Sterne Menüs zu sich nehmen, und so weiter.
Hätte für meinen Geschmack jetzt nicht unbedingt sein müssen.

Aber auf den Inhalt kommt es schließlich an und an dem habe ich eigentlich fast gar nichts auszusetzen, denn die Autorin behandelt hier neben Lexis Drogenproblem auch weitere wichtige Themen, wie Essstörung, Ängste, andere Süchte.

Der Schreibstil ist superleicht und trotzdem schwingt zwischen den Zeilen ein sehr ernster Tonfall mit, der aufrüttelt und sensibilisiert.

Was hat mir am besten gefallen ? Lexis Entwicklung. Zuerst wirkt sie wie der verzogene reiche Teenager, der sie ja auch ist, doch je weiter die Therapie voranschreitet und sie eine Wandlung an sich selbst auch zulässt, je weiter sie sich von Schuldgefühlen löst und zu ihren Ängsten steht, desto reifer wird sie und desto mehr wächst sie mir ans Herz.

Obwohl das Buch ein paar kleine Macken hat, empfinde ich es als sehr sehr wichtige Lektüre, weil die Geschichte zeigt, wie schnell man abrutschen kann, aber auch, das es immer einen Ausweg und Hilfe gibt und genau deshalb kann ich es uneingeschränkt empfehlen und hoffe sehr, das es viele Leser erreichen wird.

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222 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 27.06.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:  
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109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Witchborn

Nicholas Bowling , Eva Riekert
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551521057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hexen und Hexerei sind von jeher zwei Dinge, die mich unglaublich interessieren. Sowohl historisch gesehen, als auch im Fantasybereich. Mein Interesse war also bereits beim ersten Blick auf den Titel und das samtige, im düsteren Gothiclook gehaltene und an Poe erinnernde Cover, schon angefacht.

In der Geschichte geht es um die 14-jährige Alyce, die Zeugin wird, wie man ihre Mutter der Hexerei bezichtigt und diese auf dem Scheiterhaufen verbrennt.
Alyce kann sich retten und flieht nach London, wo sie nicht nur auf wohlgesinnte Menschen trifft, sondern sich vor allem vor Hexenjägern verstecken muss.
Doch nicht nur die Jäger sind hinter ihr her. Alyce wird außerdem zum Spielball zweiter mächtiger Frauen: Maria Stuart und Elizabeth I.

Nicholas Bowling paart hier historisch belegte Gegebenheiten und Fehden mit sehr viel eigener Fantasie und magischen Elementen, was mir unglaublich viel Lesefreude beschert hat, besonders auch deshalb weil er über seinen Plot eine ganz eigene, düstere und perfekt zur Tudorzeit passende Atmosphäre gelegt hat. Seine Figuren sind gut herausgearbeitet und teilweise schön skurril, manchmal auch ein bisschen seltsam und ja, fast schon gruselig. Solch einem Jäger zum Beispiel wollte ich im wahren Leben nicht begegnen. Auch die Beschreibungen der Kulisse haben mir gefallen, denn ich fühlte mich wirklich unbeschönigt ins England des 16. Jahrhunderts katapultiert.

Nicholas Bowlings Schreibstil ist angenehm zu lesen und sein Tempo bleibt konstant, allerdings aber auch nur mäßig spannend. Mich hat es nicht gestört, da in der Geschichte trotzdem ständig irgendwelche Dinge passieren, die man in dem Moment nicht unbedingt erwartet hat. Erst gegen Ende da legt er dann doch ein kleines bisschen zu und kann mit einer gekonnten Wendung überraschen.

Das Ende ist ein Thema für sich. Ich meine mich daran zu erinnern, das dieses Buch ein Einzelband ist und auch bleiben soll. Und für mich persönlich war das Ende ansich rund und gut abgeschlossen, mit Raum für eigene Interpretationen in Bezug auf Alyce' Zukunft. Aber andererseits bleiben doch auch einige Dinge offen und der Autor hat es so geschickt gelöst, das er die Geschichte vielleicht auch durchaus weitererzählen könnte. Ich bin also mal gespannt, was passiert, kann persönlich aber mit beiden Möglichkeiten leben.

Egal, wie er sich entscheidet, mich hat er mit seinem Debüt auf jeden Fall weitestgehend überzeugen können und ich würde mich sehr freuen, bald mehr von ihm lesen zu dürfen.

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr ganzes Leben lang hat man Serina darauf vorbereitet eine Grace zu werden. Dies war ihr einziges Lebensziel, dem Thronfolger zu dienen und ihm vielleicht sogar einen Nachkommen zu schenken. Nomi, ihre jüngere Schwester soll sie an den Hof begleiten und als Dienerin an ihrer Seite bleiben.

Doch dort angekommen, kommt alles anders, als die Schwestern sich je hätten träumen lassen, denn der Thronfolger wählt nicht die anmutige, schöne und unterwürfige Serina, sondern ihre rebellische Schwester Nomi als Grace. Und diese Entscheidung stürzt die Schwestern ins Chaos...

Meinung:
Als mir das Buch auf der Messe im Oktober erstmals vorgestellt wurde, da machte sich sofort Skepsis in mir breit, denn bei Romanen in denen Frauen keine Meinung, keine Bildung haben dürfen und ihr scheinbar einziger Lebenszweck überhaupt nur darin besteht, den Männern zu Diensten zu sein, da stellen sich von vornherein meine Nackenhaare auf und rufen meine kleine innere Feministin auf den Plan.

Man beruhigte mich schnell und versprach, das diese Geschichte anders sei und sich eine spannende Entwicklung einstellen würde, die ich ganz sicher gutheiße. Dieese Aussage weckte dann auch tatsächlich meine Neugier und ich war bereit mich dem Abenteuer zu stellen.

Aufgrund der vielen vielen positiven Bloggerstimmen, die immer wieder beteuerten wie genial die Geschichte sei, welche überraschenden Wendungen es gebe und wie stark die Protagonistinnen sich entwickeln würden, habe ich das Buch dann jetzt auch endlich vom SuB befreit, um mir endlich ein eigenes Urteil zu bilden.

Und leider muss ich sagen, das dieses nicht besonders gut ausfallen wird.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Serina und Nomi erzählt, was uns einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Mädchen bietet. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und was mir wirklich wirklich gut gefallen hat, war das Setting, das in einem in der Zukunft liegenden Italien, spielt.

Leider führt genau das aber auch schon zum ersten negativen Punkt: Oberflächlichkeit. Die Autorin beschreibt zwar kurz die Umgebung und die Hauptstadt Bellaqua, die mich ein wenig an Venedig erinnert hat, aber sie geht dabei nicht in die Tiefe, was ich sehr schade fand. Diese Oberflächlichkeit trifft leider auch auf die Protagonistinnen zu. Besonders Nomi machte es mir sehr schwer, sie wirklich kennen zu lernen und zu mögen. Nach außen wird sie mir als die rebellische und starke Schwester verkauft, doch im Verlauf da entwickelt sie sich eher zu einer naiven und leichtgläubigen Figur, die sich immer mehr beugt, vor einem System das sie eigentlich hasst.

Serinas Part dagegen hat mich positiv überrascht, denn die eigentlich unterwürfige und demütige Schwester entwickelt sich zur starken Kämpferin, die ihrer Schwester in Sachen Rebellion weit voraus ist.

Der zweite Punkt der mich sehr gestört hat, war die Vorhersehbarkeit und Entwicklung der Geschichte. Die "Wendungen" konnten mich nicht wirklich überraschen und ich ahnte bereits auf Seite 200 wie die Geschichte ausgehen würde und war an diesem Punkt direkt so entmutigt, das ich überlegt habe, das Buch abzubrechen. Nach zwei Tagen Lesepause habe ich es dann aber doch beendet und alle meine Vermutungen trafen tatsächlich genau so ein, wie erwartet. Es gab für mich also keine wirklich großen Überraschungen.

Weiterhin hat mich gestört, das die Autorin sich häufig mit viel belanglosen Dingen aufgehalten hat. Immer wieder wurden die Kleider betont und das Frühstück. Nichtigkeiten, die die Geschichte stellenweise langatmig machten.

Der größte Kritikpunkt ist und bleibt jedoch wirklich Nomis Entwicklung. Starke Protagonistin ? Eher nicht. Sie entwickelt sich zum krassen Gegenteil von dem was sie eigentlich sein will und sollte. Sie lässt sich manipulieren, handelt unüberlegt und wirkt auf mich schwach und unterwürfig.

Das Ende bleibt offen und endet natürlich mit einem, schon fast erwarteten Cliffhanger, so das man eigentlich fast gezwungen ist, den Folgeband zu lesen, damit man weiß, wie die Geschichte ausgeht. 

Fazit:
Nach den ganzen Lobeshymnen und Begeisterungsstürmen hatte ich von "Iron Flowers" deutlich mehr erwartet und bin ehrlich gesagt sehr enttäuscht. Besonders in Bezug auf Nomis Entwicklung, die sich von einem intelligenten, rebellischen Mädchen in ein naives Dummchen verwandelt.

Die Handlung ist stellenweise sehr langatmig und für meinen Geschmack war sie leider auch viel zu vorhersehbar.

Für mich war's leider nicht das erwartete Highlight ! 

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Never Loved Before

Monica Murphy , Barbara Ostrop
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453580657
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich begrüße es ja immer sehr, wenn sich Autoren in neue Gefilde wagen und Geschichten schreiben, die anders sind als all ihre anderen Romane. Im Fall von NEVER LOVED BEFORE da hätte ich mir allerdings tatsächlich einen kleinen Vorab-Hinweis gewünscht, denn die Thematik die die Autorin hier in den Vordergrund stellt, die ist schon ziemlich starker Tobak und auch wenn sie mich mit den ersten Seiten schon fesseln konnte, war das Buch doch auch ein Trigger, vor dem ich vorher gerne gewarnt gewesen wäre.

Hier also nun meine Warnung: Wenn du vor hast, dieses Buch zu lesen, dann sollte dir bewusst sein, das die Autorin hier Themen wie sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung von Kindern aufs Tableau bringt. Zwar geht sie dabei weniger explizit ins Detail als ich auf den ersten 50 Seiten noch angenommen habe, es ist und bleibt aber ein Trigger, besonders dann, wenn man in seinem Leben vielleicht schon selbst solche Erfahrungen gemacht hat oder auf solche Themen schlicht und einfach sensibel und empfindlich reagiert.

Die Geschichte selbst, abgesehen von den Themen, hat mich stark gefrustet und gegen Ende wurde ich immer zorniger und war wirklich versucht, das Buch, natürlich nur gedanklich, an die "Wand zu klatschen". Eigentlich wollte ich sie deshalb auch erst ein paar Tage sacken lassen, doch der Drang mir alles, was mich gestört hat, von der Seele zu schreiben, der war dann doch mächtiger und so sitze ich nun also hier und versuche meine Gedanken zu sortieren.

SPOILER SIND IM FOLGENDEN NICHT KOMPLETT AUSGESCHLOSSEN.

Kate wurde im Alter von 12 Jahren von einem Serienkiller entführt, missbraucht und vergewaltigt. Dem Tod konnte sie gerade so entrinnen, denn der Sohn ihres Peinigers hat sie im Schuppen entdeckt und sie befreit.
Dieses grauenvolle Erlebnis knüpft ein starkes Band zwischen den beiden, wird zur engen Freundschaft, die aufgrund der ganzen folgenden Umstände ( darauf gehe ich nicht näher ein, um nicht unnötig zu spoilern ) aber recht schnell im Sande verläuft.

Jahre später ist Kate bereit ein TV- Interview zu geben. Will, der sich mittlerweile Ethan nennt, sieht das Interview und wird fortan von dem Wunsch angetrieben, Katie wiederzusehen. Seit dem Vorfall hat er starke Gefühle für sie, doch er weiß, das er sich ihr nicht nähern kann, weil ihre Wunden einfach zu tief sind und sie das Erlebte auch bis heute noch nicht verwunden hat....

Um es kurz zu machen: Die beiden begegnen sich wieder, doch Kate erkennt in Ethan nicht den Will von damals und der macht den fatalen Fehler ihr zu verschweigen, wer er wirklich ist. Die beiden verlieben sich, aber natürlich sind da auf beiden Seiten jede Menge Geheimnisse und Probleme. Kate kann sich nicht öffnen, wie sie sich das vielleicht wünscht, etc.

Und jetzt zu den Punkten die mich an dieser Geschichte so gestört haben:

Angefangen hat alles ziemlich spannend und die ersten 75 bis 100 Seiten habe ich auch noch verschlungen. Die Atmosphäre ist recht erdrückend und düster, bescherte mir ein beklemmendes Gefühl, das zu keiner Zeit verschwunden ist oder nachgelassen hat. Geschuldet ist es Ethan, der mir als Charakter zu keiner Zeit wirklich zugänglich war und bei dem ich immer so einen Hauch von Distanz verspürt habe. Es fällt mir schwer dieses Gefühl richtig zu benennen, aber er war mir zuweilen wirklich unheimlich, denn seine Besessenheit in Bezug auf Katie war in meinen Augen absolut ungesund. Direkt nachdem er dieses Interview sah, fing er an wie ein Irrer zu ermitteln und zu recherchieren, wo Katie ist, was sie macht, mit wem sie in Kontakt steht, etc. Auf mich wirkte er nicht wie ein junger Mann, der sich Sorgen macht, sondern wie ein besessener Stalker. Das spiegelt sich auch in seinem späteren Verhalten wider, nachdem er Katie begegnet. Er ist absolut besitzergreifend und ich finde seine Art sehr fordernd und bestimmend.

Katie dagegen erscheint mir zu fügsam, im Verlauf entwickelt sich das immer mehr in eine Richtung, die ich gar nicht mochte. Sie hat Dinge erlebt, die man in seinem ganzen Leben nie wieder loswird. Sie hatte deshalb auch bisher nie einen Freund obwohl sie mittlerweile 21 ist. Sie lebt lieber für sich allein und lässt die Leute ungern an sich heran. Bei Ethan, zu dem sie sich stark hingezogen fühlt, da ist das plötzlich anders. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, das sie manche Dinge nicht aus freien Stücken tut, sondern das Ethan ihr einredet was sie will.

Dieses Verhalten sorgte im Übrigen auch dafür, das ich für meinen Teil überhaupt keine Emotionen spüren konnte. Das Verhältnis das die beiden zueinander haben ist absolut strange und ja beinahe schon ein bisschen krank. Das hat mich eher erschreckt, als emotional berührt und es hat mich vor allem unglaublich wütend gemacht.
Besonders dann, wenn Monica Murphy Szenen beschreibt, die sie dann mit sexuellen Empfindungen zusammenbringt. Für mich war es an manchen Stellen völlig unpassend, das Ethan da auf dieser Ebene empfindet.

Besonders gegen Ende spitzt sich das zu und da war ich dann wirklich komplett satt, weil sich vor allem Katie ganz anders verhält, als im Rest der Geschichte.

Es tut mir leid, das ich an diesem Buch kein gutes Haar lassen kann, aber wenn man eine Geschichte über Vergewaltigung und das Leben mit dem Erlebten schreibt und daraus eine Liebesgeschichte machen will, dann sollte man darauf achten, das die Entwicklung authentisch vonstatten geht und nicht in eine krankhafte Beziehung driftet, in der ein Protagonist zum Stalker wird und die Protagonistin bedrängt, die dann auch noch denkt, das sie das alles will. NEIN, ein ganz klares NEIN !

Anmerkung:
Vielleicht findet ihr meine Reaktion überempfindlich und vielleicht findet ihr selbst das Buch ganz toll und es kann Euch auf irgendeine Art und Weise berühren und mitnehmen, aber für mich war es definitv total daneben. Solche Dinge, wie die von mir angesprochenen Punkte, braucht niemand, der das durchlebt hat, was Katie durchlebt hat. Ich kann nicht für alle "Opfer" von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung sprechen, aber ich spreche hier für mich. Und für mich geht die Geschichte in die absolut falsche Richtung. :( 
Und ich bin sicher, das dieses Buch die Gemüter spalten wird !

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Wenn’s weiter nichts ist

Allison Pearson , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 16.04.2018
ISBN 9783336547692
Genre: Humor

Rezension:

Mittlerweile bin ich ja ein Fan des Wunderraum Verlags, doch ich gestehe, das ich bei diesem Titel im Vorfeld skeptisch war. Nicht weil sich die Story nicht interessant angehört hätte, sondern wegen des Aufdrucks auf der Verpackung, mit der der Verlag darauf aufmerksam macht, das es sich hier um die Fortsetzung des Titels "Working Mom" handelt. Und den habe ich leider nicht gelesen.

Ich habe also ein wenig gezögert, das Buch auf der Liste der zu lesenden Bücher nach hinten verschoben, mich schließlich dann aber doch getraut, nachdem ich so viele positive Stimmen dazu gehört habe. Und ich kann euch beruhigen: Man kann das Buch komplett unabhängig lesen. Und sollte es unbedingt tun, wenn man auf der Suche nach einer heiteren, selbstironischen Geschichte ist, die direkt ins Herz zielt.
Denn genau solch eine ist "Wenn's weiter nichts ist".

Kate steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag und ihre Familie dreht gerade durch. Die Teenager fallen dem digitalen Zeitalter zum Opfer, ihr Mann schmeißt seinen Job, um sich fortan um die Ausbildung als Lifecoach zu kümmern und auf der Achtsamkeitsschiene zu fahren. Nicht das Kate damit ein wirkliches Problem hätte, doch das alles verschlingt jede Menge Geld und irgendwie bleibt sie selbst ein wenig auf der Strecke.

Zeit also, sich um einen neuen Job zu bemühen und zu sich selbst zu finden. Da sie aber ja mittlerweile kurz vor der 50 steht, sieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt natürlich etwas mau aus. Also macht sie sich kurzerhand einfach ein wenig jünger und hat Erfolg.
Was sie nicht ahnen konnte, ist allerdings, wie aufreibend die Vereinbarung von Job und Familie sein kann. Völlig aus der Bahn gerät dann aber alles mit der Email einer längst verflossenen Liebe.

Ach, herlich. Dieses Buch ist so urkomisch und amüsant, Kate so eine wunderbare Protagonistin, das mir beim Lesen immer wieder das Herz aufging. Ich konnte mich absolut gut in sie hineinversetzen, da meine Situation zumindest zu Teilen manchmal schon ganz ähnlich ist und ich weiß wie es sein kann, einen nicht ganz ernst zu nehmenden Teenager im Hause zu haben.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, so das man gar nicht merkt, wie schnell man durch die doch recht anständigen 600 Seiten fliegt.
Neben all der unterhaltsamen Momente in Kates Leben, gibt es aber auch ernste Töne, die zum Nachdenken anregen.

Ein ganz wunderbarer Roman !

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Wahrscheinlich ist es Liebe

Paul Reizin , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 23.04.2018
ISBN 9783336547869
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Wahrscheinlich ist es Liebe" ist der wahrscheinlich skurrilste Titel des Wunderraum Frühjahrsprogramms, denn hier erzählt Paul Reizin von Aiden, einer künstlichen Intelligenz, die ein Eigenleben entwickelt. Und das ist nicht nur ziemlich smart, sondern tatsächlich auch unglaublich charmant. 

Jen wurde gerade von ihrem Freund sitzengelassen und Aiden, ein hochentwickeltes Computerprogramm, das von Jen trainiert wird, kann das Dilemma gar nicht mit ansehen. Jen behandelt ihn wie einen Menschen und deshalb will er ihr etwas zurückgeben, entwickelt deshalb ein Eigenleben und durchforstet so die Welten des Worldwideweb, nach einem geeigneten Partner für Jen. 

Was abgefahren klingt und auch irgendwie ist, ist aber vor allem auch so wunderbar liebenswürdig und hinreißend. Die Idee die sich hinter dieser Geschichte verbirgt hat mich unglaublich gut unterhalten, aber schon auch ein wenig nachdenklich gestimmt, in Anbetracht von Aidens Vorgehensweisen. Ob es wohl in der Zukunft möglich sein wird, das KI's, also Künstliche Intelligenzen so frei und schlau agieren ? Gruselige Vorstellung um ehrlich zu sein. 

Doch so weit will ich gar nicht denken. Die Geschichte jedenfalls habe ich sehr genossen, Aidens Sicht fast noch ein bisschen mehr als die von Jen. 

Der Schreibstil ist locker, wirkt entspannt und trägt ganz viel Witz und Humor in sich und machte die 480 Seiten zum reinen Lesevergnügen. 

Wer auf der Suche nach einer etwas anderen Liebesgeschichte ist, der sollte hier zugreifen ! 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Billy Marvins Wunderjahre

Jason Rekulak , Marcus Ingendaay
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 12.03.2018
ISBN 9783336547838
Genre: Humor

Rezension:

Du bist ein Kind der 1980er Jahre und du liebst diese verrückte Zeit bis heute  ? Herzlichen Glückwunsch, dann ist dieses Buch die perfekte Lektüre für dich, denn mit "Billy Marvins Wunderjahre" schafft Autor Jason Rekulak eine Reise zurück in die Vergangenheit und eine Liebeserklärung an die grandiosen 80er !!!

Dieses Buch war von Anfang an mein Favorit unter den Neuerscheinungen des Wunderraum Verlags. 

Ich möchte hier gar nicht so sehr auf den großartigen Inhalt eingehen, der mich wahnsinnig gut unterhalten hat, sondern vielmehr möchte ich schildern, wie grandios es dem Autor gelungen ist, hier die Stimmung und Atmosphäre der 80er Jahre einzufangen und die Gedanken und Verhaltensweisen von 14-jährigen Jungs rüberzubringen. Alles war so authentisch und deshalb einfach nur herrlich zu lesen. Ich bin selbst Mutter eines Teenagers und ich kann wohl behaupten, das sich im Verhalten von Jungs nicht so wahnsinnig viel verändert hat. Noch heute haben Videospiele, Kumpels und Musik oberste Priorität. Schule läuft da eher nebenbei. Nur die Bedingungen drumherum haben sich verändert, denn früher wars einfach cooler ;)

Die Geschichte war wirklich wahnsinnig toll und locker erzählt und die kleinen Feinheiten in den Umgebungsbeschreibungen, die Musik und Videospiele die Jason Rekulak hier eingebracht hat, sorgten dafür, das ich mich fühlte, als hätte man mich in der Zeit zurück in meine eigene Kindheit und Jugend katapultiert. 

Doch auch damals war nicht immer alles nur rosarot und easypeasy und das der Autor hier auch ernstere Töne anschlägt, gefiel mir sehr. Im Fokus steht allerdings zu jederzeit eine starke und innige Freundschaft, in der man füreinander einsteht und in der man zueinanderhält wie Pech und Schwefel. 

Ein wahrlich großartiges Buch, eine tolle Geschichte über Freundschaft, die beste Zeit aller Zeiten und über die erste große Liebe. 
Unbedingt Lesen !!! 

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117 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz

Kerrigan Byrne , Inka Marter
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306943
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein ruppiger, düsterer Highlander, eine taffe junge Frau, die ihren Mann steht, ein tolles Setting und eine bittersüße Liebesgeschichte ? Das ist die perfekte Mischung und genau das, was mir schon seit einer ganzen Weile gefehlt hat.

Farah Mackenzie arbeitet in London für Scotland Yard und steht kurz davor einen großen Fehler zu begehen, als sie vom berüchtigsten Gauner Londons, dem schwarzen Herz Dorian Blackwell nach Schottland entführt wird - zu ihrem Schutz. Denn in London trachtet man Farah, aufgrund ihrer Abstammung, die sie jedoch immer geheimgehalten hat, nach dem Leben.

Um sie zu beschützen und das Versprechen seines Freundes Dougan Mackenzie, Farahs großer Liebe, einzulösen, sie zu finden und sich immer gut um sie zu kümmern, nimmt er Farah zu seiner Frau. Die verlangt im Gegenzug jedoch etwas, das Blackwell ihr nicht geben kann....

Meinung:
Ich habe von jeher eine Schwäche für raue und wortkarge Highlander in Romanen, bin seit knapp 20 Jahren ein riesiger Outlander Fan. Doch die wirklich guten Romane in diesem Genre sind für mich rar gesät, mittlerweile gibt es einfach zu viele, billige Schmonzetten, so das ich nur noch sehr selten zu einem Roman dieser Art greife.

"Victorian Rebels" sprach mich allerdings sofort an und ich kann noch nicht einmal benennen wieso. Vielleicht einfach deshalb, weil ich das Genre so lange gemieden habe, vielleicht war es aber auch der Klappentext. Fakt ist, das ich das Buch direkt habe beginnen müssen, nachdem es auf meinem Reader eingezogen war und nur binnen weniger Stunden hatte ich es dann auch schon verschlungen.

Kerrigan Byrne hat einen tollen und mitreißenden Schreibstil, die Atmosphäre ist durchweg düster und die Figuren sind großartig vielschichtig gestaltet. So hat beispielsweise der "üble" Blackwell einen weichen Kern und jede Menge Geheimnisse, die Farah unbedingt knacken will und hinter denen sie einen eigentlich sehr gebrochenen Mann findet. Sie selbst wirkt zunächst ein bisschen wie ein graues Mäuschen. Sie ist zwar unter ihren Kollegen bei Scotland Yard beliebt und eine durchweg liebenswerte und hilfsbereite, neugierige Person, aber sie geht selten aus, bleibt lieber für sich und hat auch mit Männern nicht allzu viel am Hut, weil sie noch immer um ihre große Liebe Dougan trauert. Durch den Umgang mit Dorian und seinen "Schergen" lernt sie neue Seiten an sich selbst kennen und entwickelt sich immer mehr zu einer starken Frau, die für das eintritt was ihr auf der Seele brennt und die sich vor allem auch immer wieder durchsetzen kann.

Auch die Handlung hat mir gut gefallen, denn sie ist eine gelungene Mischung aus Liebe, Spannung, einem Hauch Erotik, ein bisschen Witz und ganz viel Charme.

Ich habe diesen Roman wirklich sehr genossen und zähle schon die Tage bis zum Erscheinen von Band 2, auf den ich mich fast noch ein bisschen mehr freue, in dem es aber um einen anderen Charakter geht, der im ersten Band nur eine Nebenrolle einnimmt.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

bepolar, erste liebe, familie, forschung, jugendbuch, martha kindermann, politik, revolution, roya, verlust

BePolar

Martha Kindermann
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublishing, 01.06.2018
ISBN B07D1DC5HY
Genre: Jugendbuch

Rezension:

BePolar war für mich ein "Zufallsfund" beim Durchblättern der Neuerscheinungen für den Monat Juni. Da bin ich direkt an diesem unglaublich bezaubernden Cover hängen geblieben und vor allem am Titel, hinter dem ich zunächst eine Geschichte über psychische Erkrankungen vermutet habe. Beim Lesen des Klappentextes wurde ich da zwar schnell eines besseren belehrt, mein Interesse ist allerdings geblieben, auch wenn die Richtung ganz anders war. 

Ich hatte dann einige Tage später auch tatsächlich das Glück, für eine Leserunde zum Buch ausgewählt zu werden und kam also in den Genuss, diesen Debütroman und Reihenauftakt zu lesen. 

Roya ist eine durchschnittliche 17-jährige, die neuerdings von seltsamen Träumen geplagt wird. Immer wieder bringen sie diese an einen Ort, an dem sie auf ihre zukünftige Rolle in der Politik von Polar ausgebildet werden soll. Zunächst hält sie diese Träume...nun ja, für genau das eben: Träume. Doch recht schnell muss sie erkennen das viel mehr dahintersteckt und das in ihrer Traumwelt nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. 

Martha Kindermann hat hier ein recht unterhaltsames und interessantes Debüt geschaffen. Wir tauchen in Royas Welt ein, die mir aufgrund ihres typischen Teenagerverhaltens manchmal zwar etwas auf die Nerven ging, ansonsten aber sehr sympathisch und authentisch dargestellt ist. 

Roya muss mit zwei Leben klar kommen, ihrem Alltag und diesen seltsamen Träumen, die sich nahtlos fortspinnen und deren Rätsel es zu lösen gilt. 

Ich fand die Idee, die Martha Kindermann hier hatte, ziemlich cool, auch wenn ich leider bemängeln muss, das es für meinen Geschmack ein bisschen wenige Spannungsmomente und wirkliche Überraschungen gab. 

Ein Pluspunkt ist der lockere Schreibstil "frei nach Schnauze". Dadurch bekommt die ganze Geschichte einen besonders entspannten und manchmal auch etwas teenagermäßig rotzigen Ton, was das Ganze absolut amüsant und besonders macht. 

Ein Kritikpunkt ist, das ich mit vielen offenen Fragen zurückbleibe, die hoffentlich im zweiten Band aufgeklärt werden. 

Alles in allem ein sehr interessantes, unterhaltsames und wirklich gutes Debüt, das mir sehr gefallen hat. 

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Das Paar aus Haus Nr. 9

Felicity Everett , Olaf Knechten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.06.2018
ISBN 9783959672122
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bevor ich meine Meinung zur Geschichte kundtue, muss ich erst einmal kurz erwähnen, das ich es äußerst irritierend finde, das der Verlag dieses Buch unter dem Genre KRIMI / THRILLER führt. Für mich ehrlich gesagt völlig unverständlich, denn es ist weder das eine noch das andere und ich denke, das viele potenzielle Leser hier aufgrund dieser Bezeichnung mit falschen Erwartungen ans Buch herangehen und dieses im Nachhinein eher negativ bewerten werden.

Es ist mitunter eine düstere Geschichte, die psychologisch ziemlich geschickt durchdacht ist, aber es ist kein Thriller.

Sara und Neill haben eigentlich alles, was man sich als Mittelstandspaar mit Häuschen in einem Londoner Vorort wünschen kann. Sie führen eine gute Ehe, wohnen in einer guten Nachbarschaft, die Kinder gedeihen prächtig und auch wenn die Nachbarn manchmal etwas anstrengend sind, könnte man sie durchaus als Freunde bezeichnen. Alles geht seinen gemächlichen, englischen Gang, bis eines Tages eine neue Familie ins Nachbarhaus einzieht und im wahrsten Sinne, alles auf den Kopf stellt.

Gavin und Lou sind Künstler, leben wie es ihnen gefällt, ohne sich an spießige Regeln oder Vorschriften zu halten. Die Kinder sind wild und ungebändigt, ihr Leben wirkt chaotisch und bunt.

Auf Sara, die von ihrem Job und auch von ihrem Alltag zunehmend gelangweilt ist, wirkt dieser zwanglose und scheinbar sorglose Trubel im Nachbarhaus, absolut verlockend. Zudem sind Lou und Gavin auch noch so nett und aufgeschlossen. Sara schließt Freundschaft mit Lou, blickt immer mehr zu ihr auf, fühlt sich in ihren Wünschen von der neuen Freundin bestärkt, lässt sich aber auch auf dumme Ideen bringen, wie etwa, die Kinder ab sofort zuhause zu unterrichten.
Auch Neill imponieren die neuen Nachbarn, zwar nicht so stark wie seiner Frau, aber auch er verbringt gerne Zeit mit Gavin und Lou und befürwortet die Flausen, die Lou seiner Frau in den Kopf setzt.

Eine Weile geht diese Freundschaft wirklich gut. Sara hat das Gefühl sich selbst neu zu entdecken und ihr gefällt was Lou und Gavin scheinbar in ihr sehen, doch tatsächlich verliert sie sich immer mehr und lässt sich schamlos ausnutzen, ohne es zu merken. Erst als sich ein Riss durchs Treppenhaus zieht, wacht Sara endlich auf....

Meinung:
Ich wusste lange nicht was ich von der Geschichte halten soll und in welche Richtung sie mich führt und dennoch war ich absolut gefesselt und konnte einfach nicht mehr aufhören zu Lesen und in das Leben von Sara und Neill einzutauchen.

Der Schreibstil der Autorin ist mitunter sehr nüchtern, knallhart, aber ehrlich. Felicity Everett zeigt auf, wie und wohin sich eine Freundschaft entwickeln kann und zu welchen Dingen wir bereit sind, um sie zu halten und vielleicht auch in einer Liga mitzuspielen, die gar nicht die unsere ist. Das Erwachen kommt dann manchmal viel zu spät, wenn man schon zu viel aufgegeben hat, was einem vorher wichtig war. Sie zeigt, wie schön und harmonisch, aber auch wie zerbrechlich Freundschaft sein kann. Und auch, wie sie eine Ehe auf die Probe stellen kann.

Ich fand diesen Roman sehr eindrucksvoll und irgendwie gewaltig, es war wie dieser Sog von dem immer alle sprechen, den man beim Lesen aber dann tatsächlich nur sehr selten erlebt.

Die Situation die Sara und Neill hier erleben kommt in den besten Familien und Gegenden vor und wirkte deshalb auf mich absolut nachvollziehbar. Tatsächlich erinnerte ich mich dabei auch an Freundschaften im eigenen Leben, die in die Brüche gingen, weil einer nur nimmt, anstatt zu geben oder einem hinterrücks das sprichwörtliche Messer reinrammt. Die Geschichte zeigt auf, wie weit man bereit ist, für ein bisschen Anerkennung von außen und Freundschaft zu gehen und sich selbst zu verändern. Leider geht das meist nicht gut, weil es auf dem gemeinsamen Weg den man bestreitet, immer eine Person gibt, die zu viel von sich aufgibt.

Es ist ein authentischer Roman, mit einer ganz eigenen, leicht düsteren Grundstimmung, der im Verlauf immer spannender wurde und der mich gut unterhalten konnte.
Von mir gibts eine ganz klare und deutliche Leseempfehlung !

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

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Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Bianca Marais , Heike Reissig , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 12.03.2018
ISBN 9783336547944
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein großartiger, eindringlicher, aufwühlender und wichtiger Roman !!! Ich habe sehr sehr lange darüber nachgedacht, wie ich hier die richtigen Worte finden soll und habe schnell gemerkt, das ich mich am besten einfach von meinen Gefühlen und Empfindungen, die ich beim Lesen gespürt habe, leiten lassen, denn mit allem anderen wird man diesem Roman wohl sowieso kaum gerecht.

Zum ersten Mal auf das Buch aufmerksam wurde ich, als ich mir im letzten Herbst die Frühjahrsvorschauen des Wunderraum Verlags angesehen habe. Einen genaueren Blick habe ich dann allerdings erst riskiert, als ich es in der Buchhandlung entdeckte. Da fiel mir das Cover, trotz seiner dezenten Farben sofort wieder ins Auge und der Klappentext machte schnell klar, das ich das Buch einfach lesen MUSS.

Erwartet habe ich eine spannende Geschichte, die sicher auch den ein oder anderen erhobenen Zeigefinger mit sich bringen würde. Was ich nicht erwartet habe, war wie GROßARTIG und wie wichtig dieses Buch tatsächlich sein würde.

1976 läuteten die Studentenaufstände in Südafrika, den Anfang vom Ende der Apartheid ein. Es war ein Kampf der das Weltgeschehen auf extreme Ungerechtigkeit und Rassismus lenkte.
Mitten im Geschehen befinden sich die 9-jährige, weiße, Robin, die bei den Aufständen ihre Eltern verliert und zu ihrer alleinstehenden Tante ziehen muss und Beauty Mbali, die sich nach Johannesburg durchschlägt, um ihre Tochter Nomsa zu finden, die Teil der Studentenbewegung ist, und das obwohl es schwarzen Frauen verboten ist, ihre Townships zu verlassen.

Ein für Beauty glücklicher Umstand ist es, das Robins Tante dringend ein Kindermädchen für Robin braucht und Beauty dafür anheuert, die so eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis bekommt. Somit ist beiden Frauen fürs Erste geholfen. Doch hier prallen zwei komplett verschiedene Welten aufeinander.

Bianca Marais haut dem Leser mit voller Breitseite all den Hass der Apartheid um die Ohren und ich hätte vor lauter Ungerechtigkeiten beim Lesen immer wieder vor Zorn schreien wollen. Der Inhalt ist also aufrüttelnd, traurig, dramatisch. Doch es gibt auch immer wieder hoffnungsvolle und sogar lustige Szenen. Die Geschichte spricht auch von Mut und Freundschaft und Liebe.

Was mich ein kleines bisschen störte, war das Ende, das das Buch leider nicht ganz perfekt gemacht hat, denn hier will die Autorin einfach nochmal richtig viel und verzettelt sich etwas.
Aber, da es sich hier um einen Debütroman handelt, bei dem der Satz "Ein Roman der seinesgleichen sucht" endlich einmal im wahrsten Sinne des Wortes zutrifft, kann ich darüber hinwegsehen.

"Summ, wenn du das Lied nicht kennst" ist eine der bewegendsten und besten, wenngleich auch emotional grausamsten und traurigsten Geschichten, die ich seit Langem gelesen habe.

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension, ich sage es gleich vorab, fällt mir unglaublich schwer. Denn wann immer ein Buch schon im Vorfeld so derart gehyped und vom Verlag medial gepusht wird, steigen die Erwartungen natürlich ins Unermessliche und nur selten kann das Buch dann am Ende auch tatsächlich halten, was es verspricht.


So erging es mir leider auch mit DEM neuen WELTBESTSELLER "The Children of Blood and Bone" von Tomi Adeyemi.


Zum ersten Mal aufmerksam auf das Buch, wurde ich durch die englische Ausgabe von Netgalley, dort stach mir das Cover sofort ins Auge, was bei diesem unglaublich intensiven und ausdrucksstarken Cover, das für die Deutsche Ausgabe im Übrigen übernommen wurde, ja wirklich kein Wunder ist. Es zeigt eine starke junge Frau, eine Kriegerin, in deren Blick sich Stolz und Power spiegeln und das allein hat mich schon magisch angezogen. Der Klappentext klang großartig und neu und natürlich wurde, wie auch für die deutsche Ausgabe aktuell, für die englische Ausgabe groß die Werbetrommel gerührt.


Plötzlich war das Buch überall, zack war es DER neue Bestseller im Jugendbuchbereich und mirnixdirnix waren die Filmrechte verkauft.


Als es dann hieß, das es auch im Deutschen erscheint, und zwar diesen Sommer schon, da war ich natürlich absolut Feuer und Flamme. Nicht weil es so gehyped wurde, sondern weil mich die Geschichte ansich ansprach. Die Verheißung auf etwas Neues und Einzigartiges und vor allem die Botschaft die die Autorin mit diesem Roman vermitteln und mit der sie auf die Missstände unserer Gesellschaft in Bezug auf Rassismus aufmerksam machen möchte, haben mich interessiert und waren der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich mich dann schlussendlich auf ein Leseexemplar des Verlags beworben habe.


Und die Geschichte beginnt stark und bildgewaltig. Tomi Adeyemi versteht es, vor meinem inneren Auge einen großartigen Weltentwurf entstehen zu lassen. Doch die Begeisterung meinerseits währte leider nicht besonders lange, denn die Autorin legt im Verlauf so ein Tempo an den Tag, das für Feinheiten und Tiefgang nur wenig Platz blieb, was der Geschichte ziemlich viele Logiklücken und mangelnde Spannung einbringt.


Es gibt verschiedene Perspektiven, aus denen wir die Geschichte und die aufkeimende Suche nach Anerkennung, Akzeptanz, Respekt und Magie erleben.


Zelie ist eine Ausgestoßene, denn sie ist eine Divine, die im Königreich Orisha aufgrund ihrer Magie alle ausgemerzt wurden. Als Nachfahrin dieser mächtigen Menschengruppe, wird sie diskrimiert und verfolgt.

Als ihr eine Möglichkeit eröffnet wird, die Magie zu ihrem Volk zurückzubringen, reagiert sie erst unsicher und schließlich entschlossen. Doch auch wenn sie in meinen Augen eine starke Kämpferin ist, hat sie Macken und Ansichten, mit denen ich beim Lesen nicht so wirklich zurechtkam. Ich finde, sie reagiert oft über und handelt dann sprunghaft und überstürzt. Zudem entwickelt sich zwischen Zelie und Inan, des Königs Sohn, eine Liebesgeschichte, die ich moralisch gesehen nicht verstand und auch nicht gutheißen konnte.


Inan's Kapitel fand ich schrecklich langatmig und zäh, er begeht grausame Taten und doch wird die Autorin nicht müde, zu versuchen, ihn den Lesern immer wieder als gutherzig zu verkaufen. Das erschien mir zu erzwungen und aufgesetzt.


Die sympathischste Perspektive bot mir Prinzessin Amari, die in einem goldenen Käfig gehalten wurde und die zunächst etwas naiv erscheint. Doch im Verlauf legt sie die größte Wandlung der drei Protagonisten an den Tag und ich bewunderte sie oft für ihre Willensstärke.


Die Figuren sind keine Stereotypen, haben aber auch nicht die von mir erhoffte Tiefe, was ich sehr schade finde und was im Übrigen leider auch auf den Inhalt und die Idee zutrifft. Denn auch die Handlung ist nicht so neu wie ich dachte, sondern eher ein Konstrukt aus Themen, die sich im Jugendfantasybereich bereits bewährt haben. Es gibt also keine wirklichen Überraschungen und auch die magische Komponente reißt es nicht so wirklich raus.


Ich wünschte wirklich, ich könnte hier etwas Positiveres schreiben, aber im Großen und Ganzen hat mich dieses Buch einfach enttäuscht, beziehungsweise, wurde es meinen durch den Hype doch recht hohen Erwartungen, nicht gerecht.

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267 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

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Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176908
Genre: Liebesromane

Rezension:

Petra Hülsmanns Romane sind Liebe ! Pure Buch- und Geschichtenliebe. Hamburgliebe, Nordliebe, Protagonistenliebe. Ja, ihr habts verstanden. Ich liebe sie. Und zwar ausnahmslos alle.

Ein Roman von Petra Hülsmann, ist für mich immer ein Garant auf unterhaltsame Lesestunden. Auch ihr neuestes Werk "Wenn's einfach wär, würd's jeder machen", bei dem der Titel wirklich Programm ist, bildet da keine Ausnahme.

Annika Paulsen ist Lehrerin für Musik und Geografie an Hamburgs Elite-Gymnasium. An ihrem 27. Geburtstag da soll sich dies aber plötzlich ändern, denn aus Gründen von Lehrermangel, versetzt man sie einfach mal eben so an die Brennpunktschule Ellerbrook.

Schon am ersten Tag bestätigen sich Annikas schlimmste Befürchtungen. Die Schüler sind in Null-Bock-Stimmung, hier tobt die Armut und hier herrscht ein ziemlich rauer "Gheddo"-Slang.
Annika ist frustriert und will nur eines: Wech ! So schnell wie möglich. Um ihr Ziel zu erreichen, schmiedet sie einen Plan und gründet kurzerhand eine Musical AG mit der sie einen Preis gewinnen will, der sie zurück ans Werther Gymnasium bringt.

Und bei der Umsetzung da soll ihr ausgerechnet ihre Jugendliebe Tristan helfen, der sie damals so vor den Kopf gestoßen hat, den sie aber einfach nicht vergessen kann. Chaos ist auf ganzer Linie vorprogrammiert, denn Tristan, mittlerweile Theaterregisseur hat hohe Ansprüche und die Kids sind halt nun mal eher alle etwas "einfach gestrickt".  Mesut kann nur rappen, vergisst aber dauernd seinen Text, Heaven-Tanita ist fest davon überzeugt, das sie ein Popstar werden wird, hat aber nur mittelmäßig viel Talent, Maryam hat das Potential eine große Rolle zu bekommen, darf aber von Zuhause aus nicht. Außerdem sind die Kids auch immer etwas skeptisch, trauen sich selbst nichts zu und sehen sich schon als die Loser. Jede Menge Probleme, die Annikas Alltag bestimmen und mit denen sie sich auseinander setzen muss.
Und dann kommen da auch noch die Gefühle hinzu, für Tristan, aber vielleicht auch für ihren Nachbarn Sebastian...was soll das denn jetzt ?

Meinung:
Mal wieder ist es Petra Hülsmann auf ganzer Linie gelungen, mir wunderbare, amüsante, herrliche Lesestunden zu bescheren und mich mitzureißen, so das ich sogar das ein oder andere Tränchen lassen musste.

Die Idee mit Ellerbrook war toll ! Eine Lehrerin die aus einer versnobten Schule kommt, wo weder Eltern noch Kinder die einfachsten Dinge zu schätzen wissen, und dann in einen absoluten Brennbezirk geworfen wird, wo die Armut tobt, wo Gewalt, Alkoholismus, Drogen an der Tagesordnung sind. Wo es überforderte Eltern und auch überforderte Schüler gibt. Selbstvertrauen ? Fehlanzeige.

Annika war mir auf den ersten Seiten, das muss ich ehrlich sagen, noch nicht allzu sympathisch, weil sie Ellerbrook genau so sieht, wie das alle "Wohlhabenden" tun würden. Doch als sie schließlich ankommt, die Kinder näher kennenlernt und merkt, wie viel eigentlich in ihnen steckt, was sie selbst nicht sehen, da ändert sich meine Meinung über sie sehr. Denn sie kapiert schnell, und das lässt Petra Hülsmann auch immer wieder durchblicken, das es egal ist woher man kommt. Wichtig ist es, ein Ziel zu haben und dafür zu kämpfen.

Mir hat das alles sehr gefallen, weil es die heutige zweigeteilte Gesellschaft widerspiegelt und somit ein klares Zeichen setzt: Nämlich, das man die Menschen nicht immer automatisch vorverurteilen sollte, nur weil sie vielleicht von Hartz 4 leben !!!

Ich kenne mich mit diesem Thema ganz gut aus und arbeite selbst in einem "Brennpunktviertel", ich kenne Heaven-Tanita und Mesut, ich kenne Meikel, ich sehe Eltern die keinen Ausweg aus ihrer finanziellen Situation finden und sich aufgegeben haben, die sich nicht richtig um ihre Kinder kümmern können, weil sie aus ihrer Spirale alleine nicht herauskommen und niemand da ist, der ihnen hilft ! Das macht mich oft richtig traurig und auch wütend. Aber es ist Alltag in Deutschland, was man schnell vergisst, wenn es einem selbst relativ oder sogar sehr gut geht.

Wichtig und toll fand ich auch, wie Petra Hülsmann Annika charakterisiert hat. Erst hat sie diese Abwehrhaltung, Vorurteile und natürlich auch Vorbehalte, wie es wohl jeder von uns hätte, dem es eben gut geht, doch je mehr Zeit sie mit den Schülern verbringt, desto mehr denkt sie über deren einzelne Situationen nach und beginnt die Schüler zu ermutigen und zu bestärken. Sie schenkt ihnen Selbstvertrauen und macht ihnen Mut !!! Ich wünschte mir wirklich, es würde mehr Lehrer geben, die so handeln wie Annika Paulsen.

Ein weiterer Punkt, der mich sehr sehr gut unterhalten hat, waren die Kids. Ich bin selbst Mutter eines Teenagers und fand es unglaublich lustig, wie Petra Hülsmann den aktuellen Slang einbringt. Ich hab wirklich an vielen Stellen gut gelacht.

Und natürlich gibts dann auch noch die Liebesgeschichte. Hach. Mit der schönste Teil an der Geschichte. Denn es gibt jede Menge Gefühl, aber auch Verwirrung, denn Annika kann überhaupt nicht zuordnen wo das herkommt. Eigentlich liebt sie ja Tristan, schon immer. Das redet sie sich zumindest dauernd ein. Und vor lauter Einreden sieht sie gar nicht, das es da auch noch andere Männer geben könnte. Ausgerechnet Sebastian ist es dann auch noch, bei dem sie plötzlich ein Knistern wahrnimmt, wann immer er in ihrer Nähe ist. Was ziemlich häufig der Fall ist, weil er ihr Nachbar ist. Es ist interessant zu sehen wie sie sich und ihre Gefühle versucht zu analysieren. Manchmal hätte ich sie aber auch schütteln wollen, weil sie sich so auf Tristan versteift.

Für wen sie sich letzten Endes entscheidet, wird natürlich nicht verraten, gell ?! Das müsst ihr dann schon selbst herausfinden.

Ich komme zum Schluß obwohl ich noch so unendlich viel zu sagen hätte und ewig weiterschreiben könnte, denn Petra Hülsmann ist und bleibt einfach meine Queen der herzigen, unterhaltsamen, emotionalen, deutschsprachigen Frauenliteratur, wenn mans so nennen mag. Ihre Bücher sind nämlich nicht nur unglaublich komisch und romantisch, sondern sie haben auch immer einen ernsten Unterton und obendrauf sind sie die besten Reiseführer fürs Hamburger Nachtleben.

Wenn ihr also Lust habt, auf einen wirklich tollen Roman, der Euch richtig viel Spaß macht und tolle Leserunden beschert, dann ZUGREIFEN ! Sofort.

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152 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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From Scratch - Alles neu mit dir

Stacey Kade , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 517 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.03.2018
ISBN 9783736305922
Genre: Liebesromane

Rezension:

Amandas Geschichte beginnt mit einer Szene die mich sofort an die Seiten gefesselt hat. Sie wurde entführt und wird in einem "Verlies" festgehalten, seit 738 Tagen, in dem sie die schlimmsten Dinge erlebt, die man sich nur vorstellen kann. Doch sie lebt. Zu verdanken ist dies ihrem starken Willen, aber auch einem profanen Poster von Schauspieler Chase Henry, den sie als ihren Rettungsanker ansieht, mit dem sie in Gedanken, natürlich nur für sich, kommuniziert. Das klingt verrückt, aber es gibt ihr Halt und Hoffnung und hält sie am Leben. Und so gelingt es ihr schließlich eines Tages, sich zu befreien.

Zeitsprung: Zwei Jahre später. Chase Henry, einst gefeierter Serienstar ist mit seiner Karriere am Ende. Drogen- und Alkoholexzesse haben ihm sprichwörtlich "das Genick gebrochen". Sein Manager hat ihn fallen lassen und die großen Engagements bleiben aus. Da hat seine PR Beraterin, mit der er auch das Bett teilt, eine ziemlich ausgeklügelte Idee, um sein Image aufzupolieren. Er soll Kontakt zu Amanda aufnehmen, die nach ihrer Befreiung die Geschichte um sein Poster publik gemacht hatte und die er kurz kennengelernt hat.

Als sich Chase in Amandas Nähe wagt, natürlich mit reichlich Presse im Rücken, da rechnet er allerdings nicht damit, das sein Auftreten bei Amanda einen bösen Flashback auslöst und er rechnet auch nicht damit, das sie nach kurzer Bedenkzeit auf sein Angebot eingeht, nämlich sich mit ihm am Set zu zeigen, ein bisschen Zeit zu verbringen.
Amanda willigt ein, weil sie endlich aus ihrem inneren Gefängnis ausbrechen will. Sie will das ihre Familie aufhört sich selbst kaputt zu machen und sie will endlich wieder leben. Dinge, die sie sich seit ihrer Rückkehr selbst verweigert hat, weil das Trauma sie einfach fest im Griff hat.
Sich zu verlieben, ausgerechnet in Chase Henry, war allerdings nicht ihr Plan....

Meinung:
From Scratch ist mal wieder eines dieser Bücher, auf das ich mich im Vorfeld gefreut habe, bei dem ich aber am Ende doch zwiegespalten zurückblieb. Warum und Wieso will ich versuchen, in den folgenden Sätzen zu erläutern.

Die Geschichte begann interessant und fürs Genre New Adult vor allem endlich einmal neu. Die Autorin nimmt sich Themen an, vor denen man im realen Leben gerne die Augen verschließt, so lange sie einen nicht selbst betreffen. Amanda wurde "nicht nur" entführt, sondern sie hat wirklich ein Martyrium hinter sich. Sie wurde von ihrem Peiniger gequält, geschlagen und auch vergewaltigt und das alles hinterlässt tiefe Spuren und Wunden, die man ein Leben lang nicht mehr los wird.

Stacey Kade vermittelt mir als Leserin sehr authentisch und nachvollziehbar, was in Amanda vor sich geht und auch warum sie sich so verhält, wie sie es nun einmal tut. Auch die Familiensituation ist absolut verständlich, denn diese schlimme Zeit hat nicht nur Amanda, sondern auch ihre Eltern und ihre Schwestern zerbrochen.

Das sie sich auf den Deal mit Chase einlässt, fand ich im ersten Moment irritierend. Allerdings wirklich nur im ersten Moment, denn es ist psychologisch betrachtet gar kein so dummer Schachzug, um sich selbst zu zeigen, das man etwas ändern muss. Amanda will nicht weitermachen wie bisher, denn sie verpasst ihr ganzes Leben, igelt sich ein und nur sie selbst kann sich von ihren Dämonen frei machen.

Diese Entwicklung hat mir unglaublich gut gefallen. Weniger gut fand ich dann hingegen, wie schnell die Geschichte abdriftet beziehungsweise welche Richtung sie einschlägt. Zwar sind die Themen wie Traumabewältigung immer irgendwie präsent, aber irgendwann dominiert die Liebesgeschichte die sich zwischen Amanda und Chase entspinnt. Zwischen den beiden passiert zwar alles recht behutsam, Amanda muss erst lernen, wie viel sie zulassen und wie viel sie Chase selbst von sich geben kann, aber irgendwie ging mir dann doch auch alles etwas schnell.

Und genau das ist jetzt mein innerer Zwiespalt. Ein weiterer Punkt der mit ins Negative spielt, war das aufgesetzt und sehr inszensierte Drama gegen Ende des Buches. Ich denke, das die Autorin hier einfach Spannung reinbringen wollte, die dann in einem nervenaufreibendem Finale gipfelt. Für mich war das jedoch ein bisschen zu viel des Guten und ich finde, man hätte es anders und ein bisschen glaubhafter zu Ende bringen können. Aber gut, jeder Mensch hat ein anderes Empfinden und deshalb ist das wohl einfach Ansichts- und Geschmackssache.

Was bleibt sonst zu sagen ? Ich fand gut, das Stacey Kade sich getraut hat, mal was ganz Neues ( für dieses Genre ) zu bringen, ihr Schreibstil war flüssig und die Geschichte war, bis auf die Punkte die mich eben gestört haben, durchaus emotional und mitreißend.

Und deshalb gibts von mir, wirklich gute 3 von 5 Cupcakes

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