InaVainohullu

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Über mir der Himmel

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.11.2016
ISBN 9783570311233
Genre: Jugendbuch

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

schule, kurt dinan, jugendliche, streiche, freunde

Wir sind nicht zu fassen

Kurt Dinan , Petra Hucke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850233
Genre: Jugendbuch

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269 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, bücher, traci che, abenteuer

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

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103 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

märchen anders, a wicked thing, märchen, prinzessin, rhiannon thomas

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

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97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

nachtschwärmer, vampire, liebe, call it magic, dark diamonds

Call it magic - Nachtschwärmer

Cat Dylan
E-Buch Text: 374 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300017
Genre: Fantasy

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

To the Stars - Wenn du die Sterne berührst

Molly McAdams , Justine Kapeller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 06.03.2017
ISBN 9783956496417
Genre: Liebesromane

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315 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

götter, götterfunke, marah woolf, griechische mythologie, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Götterfunke" war mein erster Roman von Marah Woolf und auch wenn ich somit einerseits unvoreingenommen war, war ich andererseits dennoch auch skeptisch ob mich die Geschichte überzeugen kann, denn ich bin ein wahnsinnig großer Fan der griechischen Mythologie und habe bereits einige wirklich gute Reihen, wie "Das göttliche Mädchen" von Aimee Carter, "Die Göttlich-Trilogie" von Josephine Angelini oder die "Abandon-Reihe" von Meg Cabot verschlungen. Mich in diesem Genre so richtig zu überraschen ist kein Leichtes.

Jess braucht Abstand von Zuhause, denn seit ihr Vater die Familie vor zwei Jahren Hals über Kopf verlassen und sämtliches Vermögen mitgenommen hat, ging es immer weiter bergab. Die Mutter sitzt nur zuhause und sucht ihren Trost im Alkohol und Jess muss neben der Schule nicht nur in einer Pizzeria arbeiten, sondern sich vor allem auch um ihre jüngere Schwester Phoebe kümmern.
Um wenigstens die Ferien genießen zu können, verbringt sie diese, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Robyn in einem Camp in den Rocky's.
Doch mit der Ruhe ist es bald vorbei, denn obwohl sie sich geschworen hat, sich diesen Sommer nicht zu verlieben, kann sie sich Caydens Anziehungskraft kaum widersetzen. Und damit ist sie nicht die Einzige. Scheinbar alle weiblichen Bewohner des Camps sind ihm verfallen. Niemand ahnt, das Cayden ein Göttersohn ist und einen einzigen Zweck verfolgt: ein Mädchen zu finden, das ihn von seinem Fluch befreit....

Die Idee, bestehende Mythen und Altbewährtes, wie etwa eine komplizierte Liebesgeschichte, mit neuen, erfrischenden und eigenen, sehr kreativen Elementen zu kombinieren fand ich sehr gut. Besonders in der zweiten Hälfte, in der auch die Spannung anzieht, konnte die Autorin bei mir somit punkten.

Doch es gibt auch Kritik.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer, denn die ersten Kapitel bestehen aus enorm vielen, ganz kurzen Sätzen, was den Lesefluß störte, der gerade zu Beginn einer Geschichte doch so wichtig ist, um dem Leser Lust auf mehr zu machen.

Dies legte sich zwar nach wenigen Seiten, doch so richtig in die Geschichte hineinfinden konnte ich noch immer nicht. Das lag hauptsächlich daran, das sich die Autorin über sehr viele Seiten damit aufhält, sämtliche Mädchen des Camps beim Anblick der Jungs in Verzückung geraten zu lassen. Es gibt viel unnötiges Geplänkel und jede Menge Beschreibungen des Camp-Alltags, die mich nicht reizen konnten, auch deshalb nicht, weil sie sich sehr oberflächlich abspielen. Die Mädchen gehen zur Disco, die Mädchen gehen zum Pool. Sehr unspektakulär. Erst ab etwa der Hälfte nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf und die Götter kommen ins Spiel.

Doch auch hier gab es "Schwachstellen", denn die Figuren sind für meinen Geschmack deutlich zu blass. Besonders Cayden, der hier doch eigentlich im Fokus steht. Der Magnet auf den alle Mädchen fliegen. Und der zwar als unglaublich attraktiv, blond und grünäugig beschrieben wird, dem es aber deutlich an Tiefe fehlt. Für mich ist und bleibt er während des gesamten Verlaufs ein undurchsichtiger und nicht greifbarer Charakter. Vielleicht hätte das ein oder andere Kapitel aus seiner Sicht, besonders immer dann, wenn er einfach von der Bildfläche verschwindet, nicht geschadet um ihn für den Leser ein bisschen lebendiger zu machen.

Auch Jess konnte nur bedingt überzeugen und war besonders immer dann zum Haareraufen, wenn sie sich hat unterbuttern lassen. Eigentlich ist sie ein Mädchen, das gerne mutig sein möchte, sich aber mit ihrer Art und ihren Ängsten immer wieder im Weg steht. Ich fand sie sympathisch, weil sie nicht die Heldin in glänzender Rüstung mimt, aber auch nervig, weil sie einfach viel zu oft ihr Licht unter den Scheffel stellt. Besonders in Bezug auf ihre "beste" Freundin Robyn, ging mir Jess' beinahe unterwürfiges Verhalten tierisch auf den Keks. Und auch die ständige Anhimmelei Caydens war mir echt zu viel, zumal der sich total doof benimmt. Immer wieder macht er Jess klar, das er kein Interesse an ihr hat, nur um sie ein paar Augenblicke später wieder zu beschützen und sie anzuflirten.

Wie oben schon erwähnt, wurde es ab der zweiten Hälfte deutlich spannender und es gab dann auch immer wieder neue Ereignisse die mich zum Weiterlesen bewegten und meine Neugier schürten, so das ich an der Reihe auf jeden Fall dran bleiben werde.

Fazit:
Mit "Götterfunke" konnte mich Marah Woolf nur bedingt überzeugen. Dennoch freue ich mich, schon alleine aufgrund ihrer Kombination aus Griechischer Mythologie und neuen kreativen Ideen, auf den Folgeband, der mich dann hoffentlich so richtig begeistern kann.


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wir zwei in fremden galaxien, kate ling, dystopie, the loneliness of distant beings, galaxie

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf der Ventura herrschen strenge Regeln, an die sich jeder Bewohner halten muss um die Sicherheit der über 8000 Menschen an Bord nicht zu gefährden und um den Fortbestand der Menschheit zu sichern.
Eine dieser "Regeln" ist die Zuweisung des Lebenspartners, sobald man die Schulausbildung hinter sich gebracht hat und bevor man ins Arbeitsleben eintritt.
Die 17-jährige Seren steht an dieser Schwelle, sollte sich eigentlich glücklich schätzen, in diesem Moment in dem sie erfährt, mit wem sie den Rest ihres Lebens verbringen wird. Doch in Seren nagen schon lange Zweifel, ob das alles so toll ist, wie es ihnen von der Führung verkauft wird. Deshalb lehnt sie sich auf, viele nennen ihre Ausbrüche "Verrücktheit" und schon einmal saß sie deshalb in der Besserungsanstalt, denn die Ventura duldet keine Freidenker und Rebellen.
Als sie auf Dom trifft, der plötzlich unvorhergesehene Gefühle in ihr weckt, obwohl sie beide anderen Lebenspartnern zugeteilt wurden, da lehnt sich Seren erst recht gegen das System auf, denn wie kann es sein, das so etwas Großartiges wie Liebe nicht zählt ?
Als sich eine Möglichkeit bietet, von der Seren niemals dachte, das diese eintreten könnte, entwickelt sich eine fixe Idee. Eine Idee, die sie und Dom retten, die aber auch ihr Verderben sein könnte....

Meinung:
Also eigentlich hab ichs ja nicht so mit "Weltraumbüchern" und "Sci-Fi". Doch an diesem Buch kam ich irgendwie schon deshalb nicht vorbei, weil mich der Klappentext und das darin erwähnte System, sowie die verbotene Liebe zwischen Dom und Seren, irgendwie ein bisschen an den Auftakt von "Cassia & Ky" oder "Godspeed" erinnerten. Und ja, es gibt auch hier dystopische Züge, sowas mag ich ja unheimlich gerne. Das wunderschöne, für einen Roman dieser Art beinahe schon schlichte Cover, hat mich ebenfalls angesprochen und so war ich gespannt was mich erwarten würde.
Tatsächlich hat mich die Geschichte, die vom Verlag als sogenannte "Space Opera" bezeichnet wird, recht schnell in ihren Bann gezogen.

Ich erlebe die Geschichte durch Ich-Erzählerin Seren, die seit ihrer Geburt auf der Ventura lebt. Einem "Raumschiff", wenn man so will, von der Erde vor über 80 Jahren ausgesandt um auf neuen Lebensraum zuzusteuern. Seren hat die Erde nie gesehen und sie wird auch niemals ihren Fuß auf einen anderen Planeten setzen, denn bis das Schiff den Fixpunkt erreicht, vergehen noch mindestens 200 Jahre.

Alles was ihr bestimmt ist, ist ein vom System durchgeplantes und organisiertes Leben. Sie macht ihren Abschluss, dann wird sie ihrem Lebenspartner zugeteilt, sie wird arbeiten und Kinder gebären, die sie großzieht und irgendwann wird sie sterben ohne auch nur die Chance auf ein freies, anderes Leben gehabt zu haben.
Und genau darauf hat sie keine Lust. Immer wieder fragt sie sich, ob das alles sein kann, ob es da nicht noch mehr geben muss, als dieses eintönige Leben.

Ich mochte Seren, auch wenn sie ein sehr wankelmütiger Charakter ist. Zum einen möchte sie gegen dieses strenge System ankämpfen, doch sobald man sie in die Enge treibt, wird sie zum braven Lämmchen das sich fügt. Außerdem neigt sie durch teilweise aufbrausende Handlungen dazu, sich und auch Dom immer wieder in Gefahr zu bringen.

Den Plot fand ich ganz interessant und ich habe die Geschichte supergerne und vor allem ziemlich flott gelesen, was nicht zuletzt dem wirklich flüssigen und tollen Schreibstil der Autorin geschuldet ist, ich mochte die Charaktere und das Setting, ABER es gab für mich auch leider viele Ungereimtheiten, die immer mehr werden, je länger ich darüber nachdenke.

Zum Beispiel fand ich es seltsam, das Dom und Seren so leichtsinnig sind. Klar, wenn man verliebt ist, dann neigt man schon mal dazu, zu vergessen, das andere einen sehen könnten, weil man nur Augen für den jeweils anderen hat. Aber die Geschichte spielt auf einem Raumschiff, auf dem es nur circa 8000 Menschen gibt, irgendwann kennt man da jeden Einzelnen vom Sehen und es sollte wesentlich schwerer sein, nicht erwischt zu werden. Dann wird immer wieder von Serens Krankheit geredet, über die man nicht wirklich viel erfährt und auch sonst gibt es Infos wo ich mir nähere Ausführungen gewünscht hätte.

ABER man darf auch nicht vergessen, das es sich hierbei um den Auftakt einer Reihe handelt, was bedeutet, das sich manche Dinge sicher erst im weiteren Verlauf aufklären werden, von daher bin ich positiv gestimmt.

Sehr gelungen fand ich im Übrigen die Spannung die ab circa der Hälfte immer weiter zunimmt. Es mag vielleicht keine überraschenden Wendungen geben, zumindest für mich kam vieles vorhersehbar, doch trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und an die Seiten gefesselt.

Fazit:
"Wir zwei in fremden Galaxien" hat einige kleine Schwachstellen, über die ich aufgrund des wirklich tollen Schreibstils, der in der zweiten Hälfte aufkommenden Spannung und der Protagonisten, die ich supergerne mochte, weitestgehend hinwegsehen konnte. In Band 2 muss die Autorin allerdings überall ein bisschen anziehen, damit es interessant bleibt.

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394 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

fae, das reich der sieben höfe, fantasy, fluch, liebe

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung:
Dieses Buch ist und war SO GROßARTIG und schön, ich möchte fast in Tränen ausbrechen, weil ich es schon zu Ende gelesen habe. Im Moment sitze ich hier und ziehe sogar ernsthaft in Erwägung, ob ich es nicht mal mit der englischsprachigen Ausgabe von Band 2 versuchen soll, weil ich mich einfach nicht von Feyre, Tamlin und dem Reich der sieben Höfe lösen und einfach in ein neues Buch und eine neue Geschichte abtauchen kann.

"Das Reich der sieben Höfe" beginnt mit einer Szene, in der wir die 19-jährige Feyre dabei erleben, wie sie sich im eiseskalten Winter auf die Jagd macht, um das Überleben ihrer undankbaren Familie zu sichern.
Als sie einen goldäugigen Wolf erlegt, ahnt sie nicht welch weitreichende Konsequenzen dies hat.
Denn sie hat ein Leben genommen, das den Fae gehörte. Jenen magischen, elfengleichen Wesen, die hinter der großen Mauer im Wald leben und die den Menschen regelrecht verhasst sind. Die Fae fordern Vergeltung und so ist Feyre gezwungen, den Rest ihres Lebens im Reich jenseits der Mauer zu verbringen, wo sie nicht nur ihr Herz verliert, sondern auch in den Mittelpunkt einer uralten Fehde rückt.

Sarah J. Maas hat eine unglaubliche Gabe, mich in eine mir völlig fremde Welt zu ziehen und mich gar nicht mehr loszulassen. Ich fühlte mich bereits nach wenigen Seiten voll und ganz mit Feyre verbunden und hab mich an ihrer Seite zu jeder Zeit wohl gefühlt, auch wenn ich mit ihr durch sehr sehr finstere Täler gehen musste. Sie ist mutig und taff, voller Entschlossenheit und eine Kämpferin wenn es darum geht jene zu retten, die sie liebt. Sie steht über ihren Ängsten und hat verdammt viel Biss.

Doch nicht nur Feyre hat es mir angetan, auch alle anderen Charaktere sind großartig ausgearbeitet und wachsen dem Leser sehr schnell ans Herz. Da ist Tamlin, dessen Volk unter einem üblen Fluch leidet. Wenn er nicht gerade in Gestalt eines echten Biests um sich schlägt, dann ist er sehr in sich gekehrt, wirkt immer irgendwie bedrückt und niedergeschlagen, versucht jedoch sein Bestes um Feyre das Leben so angenehm wie möglich zu machen.  

Lucien, sein Freund und Botschafter hingegen ist ein absolutes Schlitzohr. Er begegnet Feyre zunächst mit Argwohn und ja, beinahe schon Hass, doch sie bewährt sich und schlägt verbal durchaus zurück wenn er mal wieder eine spitze Bemerkung macht. Dies scheint ihm zu imponieren und so entwickelt er sich zu einer sehr treuen Seele.

Mein persönlicher Held allerdings und ein ganz typischer Antagonist, ist aber wohl Rhys !!! Man möchte ihn hassen, mit jeder Faser seines Körpers, aber man kann nicht. Warum das so ist, werde ich Euch allerdings nicht verraten.

Die Handlung erinnerte auch mich, wie so viele andere Leser, zunächst sehr an "Die Schöne und das Biest", entwickelt sich dann aber doch ganz anders, so das es in meinen Augen nur noch sehr wenige Parallelen gab. Sarah J. Maas verwebt ganz geschickt eine bewegende und wirklich herzzerreißende Romanze mit einer ordentlichen Portion Düsternis und Magie, bestickt das Ganze mit actiongeladener Spannung und rundet alles mit einer Prise Humor ab.
Ihr Schreibstil ist flüssig zu lesen und reißt dich einfach von Anfang bis Ende mit. Ich habe ja weiter oben schon geschrieben, das ich irgendwie gerade nicht bereit bin mich von ihr zu lösen. Ihr Weltenentwurf ist genial und ihre bildgewaltigen Beschreibungen sorgten dafür, das ich mich voll und ganz in dieser fremden Welt mit all ihren skurrilen und auch gruseligen Wesen verlieren konnte.

Was mir außerdem sehr sehr gut gefallen hat, ist, das dieser Auftakt ganz ohne einen blöden Cliffhanger auskommt. Den braucht es auch nicht, denn als Leser bin ich so gefangen, das ich auch so kaum erwarten kann, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welchen Gefahren Feyre noch trotzen muss.

Bevor ich zum Ende komme, möchte ich auch kurz noch etwas zum Cover sagen. So viele Leser und Blogger hatten sich im Vorfeld über das Cover mit dem Vogel beschwert. Jetzt habe ich gesehen, das der Verlag es tatsächlich noch einmal verändert und den Vogel weggenommen hat. Ganz ehrlich ? Ich finde, das er fehlt. Mir hat das Cover schon vom ersten Moment an unglaublich gut gefallen, das Mädchen hat etwas Lockendes und Geheimnisvolles an sich und der Vogel symbolisiert für mich die Freiheit, um die es in der Geschichte unter anderem geht.

Aber nun gut, mit oder ohne Vogel, ist das Cover der Clou, denn der mit Zweigen und Rosenblütenblättern bedruckte Schutzumschlag ist durchsichtig und erzeugt eine absolut einzigartige Optik. Lediglich das Mädchen ist direkt auf dem Buch aufgedruckt. So hat das Ganze eine Art 3D Effekt. Sehr sehr gelungen.

Fazit:
"Das Reich der sieben Höfe" ist seit Langem mal wieder ein Fantasyroman, der mich von der ersten Seite fesseln konnte. Die Figuren sind unglaublich lebendig und liebenswert, die Geschichte spannend und herzzerreißend zugleich und der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und absolut bildgewaltig.
Für mich hat Sarah J. Maas hier ein echtes Herzensbuch geschaffen und es fällt mir gerade sehr schwer mich von Feyre, Tamlin und dem Reich der sieben Höfe zu lösen !

Highlight No. 2 in diesem noch frischen Lesejahr !!!

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62 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, jennyhan, verlieben, hanser, lara-jean

P.S. I still love you

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446254800
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich möchte diese Rezension gerne mit einem Satz einleiten, den ich während des Lesens in mein Notizbuch geschrieben habe.

"Jenny Han ist die Jane Austen unserer Zeit. Ich glaube, das trifft es am besten."

Und es stimmt. Sie hat diese zarte, ruhige Art eine Geschichte auf solch berührende und feinhumorige Art zu erzählen und über das Heranwachsen einer jungen starken Frau zu schreiben, wie es einst Jane Austen getan hat.
Natürlich ist Jenny Han's Stil deutlich moderner und die Gegebenheiten sind heute völlig anders, aber die Themen wie die erste aufblühende Liebe mit all ihren Verwirrungen und Irrungen, ja auch mit Stolz und Vorurteilen, der Zusammenhalt in der Familie und der Bund der Freundschaft, sind heute noch genau so aktuell wie damals.

Lara Jean steht in diesem Band zwischen zwei Jungen, und sich selbst irgendwie im Weg. Da ist Peter, in den sie schwer verliebt ist, doch nach der Skifreizeit die ein unschönes Ende nahm, da ist sich Lara Jean plötzlich gar nicht mehr sicher, ob sie denn nun überhaupt richtig zusammen waren ?
Dann taucht ein komprimittierendes Video auf, das Lara Jean in einer fürchterlich peinlichen Lage zeigt und die Beziehung zu Peter unter deutliche Spannung stellt. Und als wäre das noch nicht genug Drama, muss sich ausgerechnet jetzt John Ambrose McClaren auf ihren Liebesbrief melden, den sie ihm vor Jahren geschrieben hat.
Das Chaos ist komplett perfekt, doch Lara Jean meistert all ihre Herzensprobleme in dem sie alle Für und Wider ziemlich reif und erwachsen abwägt und schließlich beschließt doch einfach auf ihr Herz zu hören.

Jenny Han hat mich bereits mit Seite 1 schon wieder voll für sich eingenommen. Ich liebe Lara Jean und ihre Familie, am meisten von allen liebe ich wohl Kitty. Die altkluge 9-jährige ist eine richtige Herzensprotagonistin, sie hat eine ziemlich große Klappe und weiß immer ganz genau was sie will. Davon lässt sie sich auch unter keinen Umständen abbringen, was Lara Jean schon mal richtig nerven kann. Doch sie liebt Kitty, ebenso sehr wie ihre große Schwester Margot, die sie gerade dann sehr vermisst, wenn sie Ratschläge in Herzensdingen brauchen könnte.
Was mir an den Song-Girls so unglaublich gefällt ist ihr Zusammenhalt. Die Mädchen mussten ohne ihre Mutter aufwachsen, was nicht immer ganz einfach war. Weder für sie selbst noch für ihren Vater. Und trotz aller Schwierigkeiten sind ganz wunderbare Persönlichkeiten aus ihnen geworden. Hach, ich mag sie alle so sehr.

Neben der ersten großen Liebe und Lara Jeans Alltag, steht hier diesmal auch die Freundschaft mit im Fokus. So versucht Lara Jean zum Beispiel herauszufinden, warum es da irgendwann zum Bruch zwischen ihr und ihrer ehemals besten Freundin Genevieve kam. Und warum sie sich überhaupt alle irgendwie so ein bisschen aus den Augen verloren haben.

Den Hauptteil der Handlung macht allerdings, ganz klar, die Liebesgeschichte zwischen Peter und Lara Jean aus, bei der auch John plötzlich eine Rolle spielt. John der vor vielen Jahren aus der Siedlung weggezogen ist, den Lara Jean aber nie vergessen konnte und der auch heute noch Gefühle in ihr weckt.

Ein weiteres, ganz persönliches Schmankerl für mich, ist außerdem das ich Lara Jeans Leidenschaft fürs Backen teile und sie absolut verstehen kann, das sie sich gerne im Kneten von Teig und im Rühren von Guß verliert, um Nachzudenken.

Hach *seufz*. Jenny Han ist hier wirklich eine einfach bezaubernde und großartige Fortsetzung gelungen und ich muss sagen, das ich es, auch wenn es abgedroschen klingt, kaum erwarten kann, das Band 3 erscheint.

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454 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

fantasy, der kuss der lüge, liebe, prinz, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen / Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bücher, deren Übersetzung man sich lange gewünscht und erhofft hat, sind auch immer irgendwie Bücher, an die man schon von vornherein hohe Erwartungen hat. Seltsam oder ?
Jedenfalls erging es mir auch mit "Der Kuss der Lüge" so. Seit bestimmt schon zwei Jahren stolpere ich im Netz immer wieder über die englische Ausgabe und lese begeisterte Rezensionen. Kein Wunder also, das ich Feuer und Flamme war, als ich zum ersten Mal davon las, das es endlich auch ins Deutsche übersetzt wird und noch begeisterter war ich, als ich das Buch im Rahmen einer Leserunde in den Händen halten durfte.

Leider bringen diese hohen Erwartungen aber auch oftmals Enttäuschung mit sich, wenn das Buch dann so gar nicht das ist, was man erwartet hat.
Und genau das war bei mir der Fall. Ich wollte dieses Buch wirklich mögen und ich kann auch noch nicht mal sagen, das es "schlecht" war, aber es hat mich stellenweise wirklich Durchhaltevermögen gekostet und mich ehrlich gelangweilt.
Ich fand weder die Handlung noch die Charaktere besonders fesselnd, den bildhaften Schreibstil von dem andere so begeistert schreiben, den such ich noch und die Spannung auf die ich lange gewartet habe, die kam für mich dann leider viel zu spät, denn zu diesem Zeitpunkt ( so bei ca. Seite 320 ) war ich einfach schon so enttäuscht und deprimiert, das mich auch die Wendung die die Geschichte hier nimmt, nicht mehr überzeugen konnte.

Dabei begann das Buch ganz gut.

Lia ist die Einzige Tochter des Königs von Morrighan und soll nun mit dem Prinzen von Dalbreck verheiratet werden um ein Bündnis zu schmieden, das den Frieden zwischen den beiden Ländern gewährleistet. Lia hat allerdings überhaupt keine Lust sich zu fügen und, wie sie annimmt, einen alten Prinzen zu heiraten, den sie vorher noch nie gesehen hat. Was man total nachvollziehen kann. Also packt sie kurzerhand ihr wichtigstes Hab und Gut zusammen und flieht gemeinsam mit ihrer Freundin Pauline.
Die beiden reiten nach Terravin, ein kleines malerisches Küstenstädtchen, wo sie in der Schenke der robusten Berdi landen, die sie aufnimmt und ihnen Arbeit gibt. Berdi durchschaut Lia ziemlich schnell, ist aber gewillt ihr zu helfen und sie für sich arbeiten zu lassen.
Kaum haben sie sich eingelebt, da tauchen zwei gutaussehende junge Männer auf. Einer von beiden ist ein Attentäter, ausgeschickt um die Prinzessin umzubringen und somit ein Bündnis zwischen Dalbreck und Morrighan für immer zu vereiteln. Der Andere ist kein geringerer als der Prinz, den Lia heiraten sollte. Getrieben von Neugier, wer ihn da hat Sitzenlassen, macht er sich auf die Suche nach Lia und wird schließlich in Terravin fündig.
Lia hat natürlich keine Ahnung, wer die beiden sind, verfällt allerdings ihrem Charme. Zunächst dachte ich schon, das es auf eine klassische Dreiecksgeschichte hinausläuft, dies ändert sich jedoch relativ schnell und darum war ich froh. Lia macht recht deutlich klar für wen ihr Herz schlägt.
Doch sie kann nicht in Terravin bleiben, denn ein unvorhergesehenes Ereignis zwingt sie dazu ihr Verhalten dem Königreich gegenüber zu überdenken.

An und für sich ist der Plot nicht schlecht, nur die Umsetzung war halt eben nicht mein Fall. Die Geschichte beginnt mit Lias Flucht echt spannend, flacht mit der Ankunft in Terravin dann aber leider schon wieder ab und plätschert so vor sich hin. Erst gegen Ende kommt dann nochmal Spannung auf, dazwischen passiert aber auf über 200 Seiten so gut wie nichts, das mich fasziniert hätte.

Wirklich gut fand ich dagegen, das die Autorin uns in Bezug auf Kaden und Rafe, eine ganze Weile mächtig an der Nase herumführt, denn sie verrät uns nicht wer Prinz und wer Attentäter ist. Beide kommen immer wieder, wie Lia, in der Ich-Form zu Wort und erzählen ein Kapitel aus ihrer Sicht, doch man rätselt wirklich lange wer wer ist.

Ihr seht schon, ich weiß selbst nicht so recht, wie ichs finden soll. Und diese Frage habe ich mir während des Lesens permanent gestellt. Und auch jetzt, nach dem Lesen bin ich so unentschlossen, das ich nicht sagen kann ob ich die Reihe an dieser Stelle direkt abbreche oder ihr mit Band 2 doch noch eine Chance gebe.
Ich denke, ich entscheide das im Mai, wenn "Das Herz des Verräters erscheint"

Bis dahin vergebe ich 3 Cupcakes !

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23 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

magellan, jugendbuch, rachel mcintyre, überlieben in 10 schritten

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

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584 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

mona kasten, trust again, liebe, new adult, spencer

Trust Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736302495
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nie wieder will sie sich auf eine feste Beziehung einlassen, das hat sich Dawn ganz fest geschworen. Denn der Verrat ihres Exfreundes sitzt auch nach einem Jahr noch unglaublich tief und hat sie schwer verletzt. So schwer, das sie der Liebe abschwört.

Allerdings geht dieser Plan nur so lange auf, bis sie Spencer begegnet, gegen den frau unmöglich immun sein kann. Er ist ihr Kumpel, ein Freund dem sie vertrauen kann und von dem sie nicht mehr will als diese Freundschaft, doch Spencer ist auch attraktiv, lieb und witzig und wenn es um Dawn und um ihre Aufmerksamkeit geht, dann ist er auch unglaublich hartnäckig. Denn Dawn geht ihm schon seit ihrer allerersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf und wann immer sich die Möglichkeit bietet, bittet er sie um ein Date.
Ob sie irgendwann nachgibt ?

Meinung:
In diesem zweiten Band von Mona Kastens New Adult Reihe geht es, wie ihr oben schon erfahrt um Dawn und Spencer. Für mich war das schon alleine Grund genug, das Buch zu lesen, denn seit ich die beiden als Nebencharaktere in "Begin Again" kennengelernt habe, war ich begierig auf ihre ganz eigene Geschichte, von der ich im Vorfeld schon wusste, das sie mir besser gefallen wird, als Band 1. Nur ein Gefühl, das sich aber dann tatsächlich bestätigte.

Dawn und Spencer sind beides Protagonisten die mir durch ihre charmante, lockere und witzige Art sofort ans Herz gewachsen sind. Allerdings ist das nur das was sie mich als Leser ZUNÄCHST sehen lassen, denn die beiden haben wirklich viele interessante Facetten.

So erleben wir Dawn, die eigentlich nie um einen frechen Spruch verlegen ist, hier sehr tief verletzt. Sie wurde in der Vergangenheit und noch schlimmer, von ihrer ersten großen Liebe, enttäuscht und dieser Stachel sitzt unheimlich tief. Sie verschließt sich vor Gefühlen und auch wenn es ihr natürlich schmeichelt, das Spence sie so hartnäckig um Dates bittet, lehnt sie immer wieder ab.

Dawn liebt ihre Freunde, hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Vater und sie schreibt unter Pseudonym heimlich erotische Novellen. Ihre größte Leidenschaft, die sie jedoch niemals und unter keinen Umständen mit ihren Freunden teilen würde, aus Angst ausgelacht oder verspottet zu werden.

Sie ist ein wirklich toller Charakter, auch wenn sie echt lange braucht um zu raffen, das sie total auf Spencer abfährt.

Der ist das passende Gegenstück und hey ehrlich: Die Welt braucht mehr Spencer' ;)

Er ist witzig, sexy und durch und durch ein echter Charmebolzen, den man aber einfach mögen muss. Er ist total vernarrt in Dawn und auch wenn sie ihn immer wieder abweist, ist er fest entschlossen niemals aufzugeben. Er trägt Dawn auf Händen und ist sogar bereit, nur das zu nehmen, was sie bereit ist ihm zu geben. Auch wenn er selbst dabei leidet.

Spencer hat allerdings auch noch eine andere Seite. Auch in seiner Vergangenheit ist einiges schiefgelaufen und er hütet ein Geheimnis an dessen Konsequenzen er sehr zu knabbern hat.

Er will seine Freunde damit jedoch nicht belasten und macht seine Sorgen deshalb mit sich selbst aus. Durch Dawn lernt er sich zu öffnen und sich selbst endlich in einem anderen Licht zu sehen.

Neben den beiden, begegnen wir auch einigen anderen Charakteren wieder, die wir schon aus Band 1 kennen. Hier bekommt zum Beispiel Sawyer, Dawns Mitbewohnerin mehr Aufmerksamkeit, die mich wahnsinnig positiv überrascht hat, denn auch Sawyer spielt nach außen nur eine Rolle, die mit der wirklichen Sawyer allerdings wenig zu tun hat.

Mir hat dieser zweite Band wirklich unglaublich gut und deutlich besser gefallen als sein Vorgänger. Ja, so gut sogar, das ich das Buch trotz Leserunde in einem Rutsch lesen musste. Mona Kasten hat einen super angenehmen und flüssigen Schreibstil, der gleichzeitig so fesselt, das man das Buch einfach nicht weglegen mag.

Außerdem hat mir gut gefallen, das sich die Beziehung zwischen Dawn und Spencer auf nachvollziehbare Art entwickelt.

Ich freue mich jetzt schon sooo unglaublich auf den nächsten Band, denn auch die Geschichte von Sawyer und Isaac, die im Mai 2017 erscheint verspricht genauso herzerwärmend, prickelnd und humorvoll zu werden, wie TRUST AGAIN.

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329 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

zauberer, harry potter, phantastische tierwesen, newt, tierwesen

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:

WOW ! Das dieses Buch optisch ein absoluter Genuß sein wird, war mir bereits im Vorfeld klar, als ich in der Buchhandlung immer wieder um die englischsprachige Ausgabe schlich. Denn ich habe fast schon erwartet das Carlsen dem englischen Herausgeber optisch in nichts nachsteht und genau so war es auch.


Als ich die deutsche Ausgabe dann endlich in den Händen halten durfte, war ich im wahrsten Sinne VERZAUBERT, denn das Buch ist so so so schön und lässt ganz bestimmt nicht nur die Herzen aller Potterheads da draußen höher schlagen. Selbst die Muggel unter uns ( mein Mann ), die mit der magischen Welt von J.K.Rowling nichts am Hut haben, finden die Ausgabe großartig.


Der Schutzumschlag ist dunkelblau und mattiert ( nennt man das so ), die goldene Prägeschrift schimmert im Licht und wenn man den Schutzumschlag abnimmt wird man von einem Goldenen Niffler überrascht, der einen lustig anfunkelt.


Doch das Buch ist nicht nur äußerlich ein Schmuckstück, nein auch im Inneren hat man sich besonders viel Mühe gegeben und viel Wert auf Schönheit und Details gelegt. Jede Seite ist oben mit dem Titel des Buches versehen, und wird von Ornamenten oder Bildern verziert.


Was mich hingegen leider deutlich weniger überzeugen konnte, als die herausragende Optik, war der Inhalt.


Natürlich war mir von vornherein klar, das es sich hier nicht um eine erzählende Geschichte handelt, sondern um ein Original Drehbuch. Das man also reichlich Regieanweisungen und Ähnliches zu lesen bekommt, habe ich vermutet, jedoch nicht, wie schwer es mir fällt dem Verlauf zu folgen.


Schon bei "Harry Potter und das verwunschene Kind" handelte es sich ja um ein "Script". Dieses war jedoch deutlich leichter zu lesen, da es überwiegend aus Dialogen besteht. Bei "Phantastische Tierwesen" ist das anders. Hier liest man oft was dieser oder jener Charakter trägt, wie er guckt, wohin er sich bewegt, wie er sich in der Gegend umblickt in der er sich befindet.

Hätte ich den Film bereits gesehen, dann hätte ich sicherlich weniger Probleme damit gehabt, dies alles in mich aufzunehmen. So wars allerdings echt schwierig und ich musste mich beim Lesen arg konzentrieren.

Deshalb kann ich das Buch auch nicht ganz objektiv bewerten und würde ihm jetzt, mal nur auf den Inhalt fixiert, 3 Cupcakes verleihen. ABER da ja die Optik hier auch eine riesige Rolle spielt und ich auf dieses wunderbare Schmuckstück in meiner Harry Potter Sammlung nicht verzichten möchte, vergebe ich 4 Cupcakes.

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309 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

diabolic, weltall, liebe, intrigen, brutal

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte ja keine Ahnung, auf welche Art von Story ich mich einlasse, wenn ich zu DIABOLIC greife. Der Klappentext sprach mich einfach an und das Cover hatte etwas Anziehendes, das ich nicht benennen kann. Und das obwohl es ja jetzt nicht so wirklich Spektakulär ist und durch eine neue Idee punktet. Cover mit Gesichtern gibts ja mittlerweile eher wie Sand am Meer und trotzdem sprang mich dieses hier direkt an.

S.J. Kincaid katapultiert mich auch direkt in eine Wahnsinns-Geschichte, auf die ich so nicht im Entferntesten vorbereitet war. Tatsächlich habe ich einen Young Adult Roman aus dem Genre Fantasy erwartet. Bekommen habe ich eine intergalaktische Story die man durch die Überschrift: "Star Wars meets Game of Thrones" treffend beschreiben könnte.

Nemesis ist eine Diabolic. Ein menschenähnliches Wesen ohne Gefühl und Emotion. Geschaffen zu dem einzigen Zweck, den auf sie geprägten Menschen zu beschützen und mit ihrem Leben zu verteidigen. Wenn man es banal benennen möchte, dann ist sie eigentlich nichts anderes, als eine Tötungsmaschine.
Ihr Schützling ist Sidonia Impyrean, die Tochter des Senators, der sich beim Kaiser in die Schusslinie bringt. Dieser fordert, um die Vergehen des Senators zu bestrafen, dessen Tochter. Da Sidonia noch niemals jemand gesehen hat, schickt er stattdessen Nemesis ins Chrysanthemum. Des Kaisers Raumschiff.
Dort findet sie sich im Strudel von Hass, Macht und Intrigen wider, sie muss Verluste hinnehmen und schwört Rache, denn in Nemesis schlummern mehr Gefühle und Emotionen als eigentlich möglich wären. Im Thronfolger Tyrus, dem man Wahnsinn und Schwachsinn nachsagt und den niemand ernsthaft für voll nimmt, findet sie bald einen Verbündeteten und gemeinsam schmieden sie einen Plan um das Universum für immer vom Kaiser und seinen Grausamkeiten zu befreien...

Krass ! Echt, ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht, wo ich hier ansetzen soll, denn die Story hat mich ein bisschen überrollt, ganz im positiven Sinne.

Ich bin eigentlich jemand der mit Sci-Fi so gar nix anfangen kann und trotzdem hat mich S.J.Kincaid von der ersten Seite an direkt fest im Griff und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Dabei fiel mir der Einstieg alles andere als leicht, denn schon auf den ersten Seiten, werde ich als Leser mit jeder Menge Informationen, fremdartigen Begriffen und Namen nur so bombardiert. Ich muss versuchen eine Verbindung zu Nemesis zu finden, die es mir aufgrund ihrer Emotionslosigkeit nicht besonders einfach machte, sie zu mögen. Je weiter man jedoch in der Geschichte vorankommt, desto zugänglicher wird sie und man mag sie bald auf ganz eigene Art und Weise.
Mit Tyrus ging es mir ganz ähnlich. Zunächst denkt man, an seinem Ruf ist wirklich etwas dran. Er hat einfach nicht alle Tassen im Schrank, doch ich hab ihn schnell durchschaut und gemerkt, das er weit weniger verrückt ist, wie er sich gibt. Er spielt wie jeder andere Mensch im Chrysanthemum eine Rolle, die sein wahres Wesen nach außen verbirgt.

Das Setting, das S.J. Kincaid hier erschafft ist absolut genial. Ein Ballsaal in dem die Schwerkraft ausgesetzt wird ? Wie genial ist das denn ? Ich habe mich während des Lesens in einer wirklich völlig anderen, fremden Welt befunden, auf die man sich jedoch einlassen muss. Dank des packenden Schreibstils und der permanenten Spannung, war das für mich ganz einfach und ich konnte die Story in vollen Zügen genießen.

Die Geschichte ist, für mich, in sich geschlossen, es gibt am Ende keine losen Fäden, sondern alles ist ausreichend und verständlich erklärt und aufgeklärt. Dennoch schreibt die Autorin wohl an zwei weiteren Bänden. Da darf man also gespannt sein.

Wer mal Lust auf eine etwas andere, actionreiche, spannende, von Brutalität und Intrigen durchzogene Weltraum-Story mit einem sanften Hauch Romantik und einer wirklich genialen Heldin hat, der sollte sich DIABOLIC auf jeden Fall schnellstens auf die Wunschliste setzen.

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284 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

wie die luft zum atmen, trauer, erotik, brittainy c. cherry, liebe

Wie die Luft zum Atmen

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736303188
Genre: Liebesromane

Rezension:

Obwohl ich Romane dieser Art wirklich sehr liebe, mache ich seit geraumer Zeit desöfteren einen Bogen darum. Ganz besonders dann, wenn sie so wahnsinnig gehyped werden, wie "Wie die Luft zum Atmen". Bereits im letzten Jahr bin ich immer wieder über Lobeshymnen gestolpert, die sich auf die englische Ausgabe bezogen ( The Air he breathes ), was mich so neugierig gemacht hat, das ich mir das Buch sogar auf englisch gekauft habe.

Tatsächlich gelesen habe ich es dann aber doch erst am letzten Wochenende und zwar in der deutschen Übersetzung. Und tja...auch wenn ich im Vorfeld, eben wegen des enormen Hypes, sehr sehr skeptisch war und am Anfang Vorbehalte hatte, weil sich die Geschichte so rasant entwickelt hat, hat sie mich am Ende doch total überrollt und mich emotional voll und ganz erreicht und mitgenommen. Aber dazu gleich mehr, denn zunächst will ich kurz in eigenen Worten erzählen, um was es überhaupt geht.

Liz hat ihren Mann verloren. Alles was ihr von ihrer großen Liebe Steven geblieben ist, ist die gemeinsame, 5-jährige Tochter Emma und ihr Haus, für das sie hart gearbeitet haben und in das sie, nach einer längeren Auszeit, endlich zurückkehrt.

Doch das hat zur Folge das die alten Wunden erneut aufreißen und so leidet Liz Tag für Tag und zerbricht innerlich immer mehr. Was sie jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann, ist dann noch so ein Arschloch wie Tristan Cole, der in der ganzen Stadt als Monster verschrieen ist und der ausgerechnet neben Liz wohnt, obwohl das Haus von außen wirkt, als sei es schon seit ewigen Zeiten verlassen.

Nach einigen wenigen unfreundlichen Begegnungen lernt sie Tristan jedoch richtig kennen und entdeckt schon bald, das er ein ganz ähnliches Schicksal teilt....

Grob umrissen, aber ich will Euch nicht die Lesefreude nehmen und Euch vorher vielleicht versehentlich irgendwelche Details verraten.

Es geht also um zwei Menschen, die absolut am Boden sind, total gebrochen und die ein gemeinsames Schicksal teilen, was sie irgendwie zu Verbündeten macht. Allerdings begegnen sie sich zunächst auf eine Art und Weise die sie nur noch mehr verletzt und kaputt macht und erst als sie sich schließlich langsam annähern, werden sie tatsächlich zu Rettungsankern die sich gegenseitig aus der Dunkelheit ziehen.

Brittainy C. Cherry hat mit "Wie die Luft zum Atmen" einen absolut hochemotionalen Roman geschrieben. Ich schwöre, ich hatte sicher mehrere kurze Herzschlagaussetzer und hab mehr als einmal ein paar Tränchen vergossen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und neben all dem Drama, das die Geschichte enthält, gibt es auch viele lustige Momente, die ich sehr genossen habe.

Die Charaktere sind toll. Ganz besonders hab ich die kleine Emma ins Herz geschlossen, die Tristan liebevoll "Fisch" nennt und die einfach durch und durch süß, quirlig und besonders herzig ist. 

Leider habe ich neben all dem Lob aber auch Kritikpunkte, die dafür sorgen, das die Geschichte nicht ganz so perfekt war, wie ich sie mir gewünscht hätte.

Zum einen geht mir die Entwicklung zwischen Tristan und Liz am Anfang viel viel zu schnell. Ja, es mag stellenweise vielleicht ein kleines bisschen nachvollziehbar sein, aber mir ging das alles zu fix. Die Autorin schaltet dann allerdings einen Gang zurück und die Story beginnt sich authentischer zu entwickeln, was mir wiederum gut gefallen hat.

Ein weiterer Punkt ist Liz' beste Freundin Faye. Die Gute ist absolut sexbesessen und libidogesteuert und auch wenn man das anfangs vielleicht noch irgendwie witzig finden mag, hat es mich nach einer Weile nur noch tierisch genervt. Ich konnte diese Figur überhaupt nicht ernst nehmen.

Der wohl größte Minuspunkt geht allerdings an die Ereignisse gegen Ende, denn da bringt Miss Cherry plötzlich Handlungsstränge ins Spiel, die es für meinen Geschmack nicht gebraucht hätte. Aus einer dramatischen Liebesgeschichte wird da für kurze Zeit ein actionreicher Krimi. Okay, aber definitiv nicht nötig, man hätte diese Dinge die sich da abspielen vielleicht auch anders lösen können. Aber nun gut, das ist schon echt Gemecker auf hohem Niveau, denn im Ganzen betrachtet, hat mich das Buch wirklich total überrollt. Ich wusste gar nicht wohin mit all den Emotionen und ich konnte mich auch nicht eine Minute lang von der Geschichte lösen.

"Wie die Luft zum Atmen" hat mich sehr an die Verfilmungen ( ich kenne die Bücher leider nicht ) von Nicholas Sparks' Romanen erinnert. Echt jetzt. Muss man sicher mögen, da ich die Filme aber alle liebe, war dieses Buch für mich also der absolute Glückstreffer und Gott jaaaa, ich verstehe den Hype, denn "Wie die Luft zum Atmen" ist wahrlich herzergreifend. Traurig und wunderschön zugleich.

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552 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit gefühlten Stunden blicke ich auf den blinkenden Cursor, in der
Hoffnung auf eine Eingebung wie ich diese Rezension am besten beginne.
Da ich zu dem Buch nicht wirklich viel und gleichzeitig doch eine Menge
zu sagen habe, weiß ich nämlich echt nicht wo ich anfangen soll.
Vielleicht damit wie sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe ? Oder
doch lieber damit, wie maßlos enttäuscht ich bin ?

Vielleicht versuche ich es auch einfach mit einer groben Zusammenfassung:
Adelina
ist ein Malfetto. Ein von einer mysteriösen Krankheit gezeichnetes,
aber immerhin lebendes Mädchen, das durch die Narben die zurückblieben
entstellt ist und so im Schatten ihrer wunderschönen Schwester Violetta
steht. Ihr Vater wäre froh, wenn er sich ihrer entledigen könnte, denn
sie ist ein Schandfleck auf seinem Ansehen. So sieht er das zumindest.
Als er sie an einen seiner dubiosen Geschäftspartner verkaufen will,
haut sie von zuhause ab, wird jedoch verfolgt, gefangen genommen und zum
Tode verurteilt, denn mit einem Malfetto macht man kurzen Prozess. Doch
kurz bevor man sie den Flammen überlässt, wird Adelina gerettet. Die
Gemeinschaft der Dolche, mit übernatürlichen Kräften bestückt und vom
König verfolgt, zeigt Interesse an Adelina. Denn auch in ihr schlummert
eine gewaltige Macht....

"X-Men trifft die Rote Königin", so war
es angekündigt und ich dachte mir: Das wird sicher total genial. Eine
Geschichte voller Magie und übernatürlicher Fähigkeiten vor
atemberaubender Kulisse. Etwas Neues, das mir spannende Lesestunden
beschert.
Und ja, ich muss sagen, das mir die Grundidee durchaus
gefallen hat, doch die Umsetzung hat Schwächen. Viele. Und die haben es
mir nicht wirklich leicht gemacht, die Geschichte und ihre Charaktere zu
mögen.

Adelina ist eine sprunghafte und unzulängliche
Protagonistin, zu der ich nie eine wirkliche Verbindung aufbauen konnte.
Auch die Mitglieder der Gemeinschaft der Dolche blieben mir
weitestgehend fremd. Sie waren halt da, mit all ihren Kräften, ihren
Zielen und Wünschen, aber es gab keine Figur die für mich persönlich
herausgestochen ist.

Zu den mäßig ausgearbeiteten Charakteren
kommt eine Handlung, die mich nicht mitreißen konnte. Alles wirkt so
erzwungen und lieblos und auch wenn es zwar durchaus so etwas wie einen
roten Faden gibt, erschien mir die Sache nicht ganz ausgegoren. Zu viele
Ungereimtheiten, zu viele Dinge die mir nicht logisch oder zu wirr
erschienen. Es war echt schwer der Handlung zu folgen, was zu einem
Großteil aber auch der nicht vorhandenen Spannung geschuldet ist.

Der
Plot plätschert so vor sich hin und man hangelt sich von einem
Höhepunkt zum Nächsten, sofern man überhaupt einen Höhepunkt findet und
zwingt sich irgendwie zum Durchhalten, in der Hoffnung das es vielleicht
doch noch ein richtig guter Auftakt wird. Leider vergeblich. Ich war
mehrmals versucht, das Buch abzubrechen, habe mich dann aber tapfer bis
zum Ende gekämpft, an dem mir jedoch klar wurde, das die Geschichte für
mich nach diesem ersten Band endet und ich kein Interesse habe, der
Gemeinschaft der Dolche in weiteren Bänden zu folgen.

Was mich
ebenfalls, und das möchte ich noch kurz anmerken, weil es mir wichtig
gewesen wäre, störte, war der Weltentwurf. Man, wie kann man nur so viel
Potenzial verschenken ? Denn das hat Marie Lu ! Definitiv. Ihre Welt
ist sehr italienisch angehaucht, von den Namen über einzelne Begriffe
bis hin zu den Schauplätzen. An und für sich eine richtig coole Idee,
vorallem weil man sich zudem auch noch in einem anderen Zeitalter bewegt
und ein bisschen Sci-Fi hinzukommt ( Es gibt beispielsweise drei Monde
und so weiter ), ABER es hat mich auch verwirrt, weil es nicht so recht
zusammenpassen wollte. Ich hätte mir deutlich mehr Details über diese
Welt gewünscht.

Mein Gemecker ist vielleicht für manch einen
begeisterten Leser nicht nachvollziehbar, aber wenn mich schon die Story
nicht vom Hocker haut und die Protagonisten eher stumpf als
herausstechend gezeichnet sind, dann wäre es schön gewesen, sich
wenigstens in einer fremden Welt voll und ganz verlieren zu können.

Ach
nein, das war leider einfach nix. Manch einer kam und kommt bei diesem
Buch ganz bestimmt auf seine Kosten, aber bei mir ist hier Schluß, auch
wenn ich es sehr schade finde, denn es hätte echt ne gute Story werden
können. Aber hier wurde einfach zu viel auf einmal gewollt und trotzdem
Nichts richtig durchdacht. Für mich: Ein Flop !!!

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183 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

fantasy, liebe, jugendbuch, märche, märchen

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als Luna zur Welt kam, tötete man ihre Eltern und das Königreich Relhok versank in Finsternis.
Seit 17 Jahren lebt sie nun mit ihrer Amme Perla und Sivo, einem treuen Freund ihres Vaters, die mit dem kleinen Mädchen flüchten konnten, in einem versteckten Turm in den tiefen dunklen Wäldern. Sie führen ein bescheidenes aber sicheres Leben, doch Luna will mehr, es zieht sie immer wieder nach draußen, wo Sivo ihr niemals von der Seite weicht, denn im Wald lauern gefährliche Kreaturen: Finsterirdische. Ihr Gift ist tödlich und wenn sie dich kriegen, dann ziehen sie dich mit sich unter die Erde.
Als sie sich eines Nachts heimlich davon schleicht, stolpert sie über Fowler, der mit zwei Kindern unterwegs ist und sich gegen die Finsterirdische behaupten muss. Luna nimmt die drei mit zum Turm, doch das hat Konsequenzen, denn schon wenige Tage später steht ein Trupp des selbsternannten Königs vor der Tür und Luna wird klar das ihr keine andere Wahl bleibt als zu fliehen, denn sie hütet ein Geheimnis, das niemals ans Licht kommen darf. Und auch Fowler, der sie auf ihrer Flucht begleitet ist nicht der, für den Luna ihn hält....

Meinung:
Wow, wo fange ich hier nur an ? Zunächst einmal hat mich an dem Buch ganz besonders das edle Cover angesprochen und die Tatsache, das die Geschichte aus der Feder von Sophie Jordan stammt, die mich im letzten Jahr mit ihrem Roman "Infernale" mal so völlig geflasht hat. Da ich derzeit außerdem seit langem mal wieder große Lust auf mehr Fantasy habe, war "Das Königreich der Schatten" die perfekte Wahl.

Die Geschichte begann dann allerdings etwas schleppend und ich war bei etwa einem Drittel schon fast versucht, das Buch erst einmal zur Seite zu legen, weil es mich einfach nicht packen konnte.
Dann jedoch kommt ein Punkt, an dem sich die Geschichte wendet und plötzlich so richtig viel Spannung aufkommt und ab diesem Punkt flutscht es. Ich habe das Buch in einem Stück zu Ende gelesen und mochte gar nicht mehr aufhören.

Luna und Fowler müssen den Turm verlassen, denn Luna ist in ihrem Zuhause nicht mehr sicher. Gemeinsam machen sie sich auf eine gefährliche Reise durch den dunklen Wald, sie müssen sich vor den Finsterirdischen schützen und auch Menschen sind einander alles andere als freundlich gesinnt. Es ist eine harte Reise, von der keiner von beiden weiß, welche Risiken und Gefahren sie noch bereithält. Hinzu kommt, das beide ihre Geheimnisse mit sich herumschleppen.

Sophie Jordan erschafft ein geniales Setting, das mich im wahrsten Sinne in eine völlig fremde Welt hat abtauchen lassen. In Relhok herrscht immerwährende Finsternis, nur einmal am Tag, zu Mitterlicht, tritt die Sonne hinter dem Mond hervor. In dieser einen Stunde ist man geschützt vor den wirklich widerlichen Finsterirdischen. Gruselige, ekelerregende Kreaturen, die unter der Erde leben und aus dem Boden hervorbrechen um ihre Beute zu jagen.
Neben dem Wald durchstreifen unsere Protagonisten aber auch flache, öde Gebiete, die wenig Deckung bieten, was die Spannung natürlich ungemein steigert. Und sie treffen auf eine Stadt der besonderen Art.

Auch die Protagonisten fand ich toll. Allerdings habe ich hier, vor allem in Bezug auf Luna ein kleines bisschen Kritik anzubringen. Luna trägt nicht nur eine große Bürde, sondern sie hat auch ein Handicap, das man als Leser jedoch erst wahrnimmt, als Fowler dahinterkommt. Und das fand ich irgendwie total unlogisch, denn ich finde, wenn man es ganz nüchtern und realistisch betrachtet, dann hätte man es von Anfang an bemerken müssen, denn es beeinträchtigt sie auf eine bestimmte Weise. Ich schreib mich grade um Kopf und Kragen, weil ich nicht weiß, wie ich Euch das am besten beschreiben soll. Ihre Handlungen waren oft, eben aufgrund dieses Handicaps, nicht so wirklich nachvollziehbar. Ich dachte immer: Das kann sie doch gar nicht....oder das geht so nicht. Wenn ihr das Buch lest, dann werdet ihr vielleicht merken, was ich meine. Mich jedenfalls hat das sehr gestört, weil es irgendwie nicht authentisch wirkte.

Wirklich toll fand ich, das Sophie Jordan genau das richtige Maß an Spannung und Romantik findet und mich mit dieser gelungenen Mischung gut unterhalten konnte. Nichts wirkt übertrieben oder gekünstelt, auch wenn die ein oder andere Handlung vielleicht ein wenig vorhersehbar ist. Was ich auf keinen Fall habe kommen sehen, ist eine Offenbarung kurz vor Schluss und den wirklich, wirklich, wirklich bösen Cliffhanger mit dem dieser erste Band endet. Seid also gewarnt. Es wird Euch den Boden unter den Füßen wegziehen.

Fazit:
"Königreich der Schatten: Die wahre Königin" beginnt zwar etwas schleppend, punktet nach dem ersten Drittel aber mit jeder Menge Spannung, einem absolut genialen Setting und einer gelungenen Mischung aus Fantasy, Romantik und Action. Ein richtig toller Schmöker !

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

historisches, 2. weltkrieg, preußen, katastrophe, ostpreuße

Salz für die See

Ruta Sepetys , Henning Ahrens
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560230
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manchmal entpuppen sich Bücher, die man gar nicht so unbedingt lesen will, als wahre Buchschätze. Dies war auch bei Ruta Sepetys "Salz für die See" der Fall.

Obwohl ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag wirklich schätze und liebe, stand dieser Titel auf meiner Want-to-Read Liste ziemlich weit unten, ja eigentlich bildete er sogar gemeinsam mit zwei anderen Büchern das Schlusslicht.

Warum? Weil mich das Thema einfach null angesprochen hat. Seit ich als Jugendliche jede Menge Literatur gelesen habe, die sich mit dem 2. Weltkrieg und dem Holocaust beschäftigt, ist mein Verlangen nach Lektüre dieser Art echt absolut gestillt.

Da war es also ehrlich gut, das wir das Buch im Rahmen des #JdKöKi, Das Jahr der Königskinder, zu unserem Januartitel kürten und ich es also quasi mehr oder weniger lesen MUSSTE :) Unser Ziel ist es, den Verlag und seine Bücher so bekannter zu machen. Was Letzteres in meinem Fall angeht, so ist dies bei "Salz für die See" geglückt und ich bin froh das ich das Buch trotz aller Vorbehalte gelesen habe. Hätte ich es nicht getan, mir wäre ein großartiger Buchschatz verborgen geblieben.

Nun aber zum Buch !

Ruta Sepetys erzählt in "Salz für die See" die Geschichten dreier junger Menschen aus Ostpreußen, bzw. Litauen, die 1945 vor der Roten Armee flüchten und sich durchschlagen um mit einem Schiff nach Deutschland zu fliehen.

Ihre Wege kreuzen sich zum ersten Mal als Florian, ein deutscher "Deserteur" im Wald auf die Polin Emilia trifft und sie vor einem Russen rettet. Kurz darauf treffen sie auf die litausche Krankenschwester Joana die mit einem kleinen Trek auf dem Weg gen Westen ist.
Es bildet sich, aus diversen Gründen, die ich hier aufgrund von Spoilervermeidung nicht aufführen möchte, eine Zweckgemeinschaft. Der Trek muss über das eisige und unsichere Haff nach Gotenhafen um dort vielleicht einen Platz auf einem der Schiffe zu ergattern.

Bereits nach den ersten zwanzig Seiten war ich total an die Seiten gefesselt und konnte, trotz der bedrückenden und düsteren Atmosphäre nicht mehr aufhören zu lesen. Der Plot geht einem, natürlich, unglaublich unter die Haut, denn auch wenn "Salz für die See" eine fiktive Geschichte ist, ist sie doch realistisch und hätte sich so zutragen können. Man vergisst bei all den Büchern über den Holocaust allzu oft, das es da auch noch die Schicksale der Geflohenen gibt. Einfach deshalb weil man, in meinem Fall ist das zumindest so, zu wenig darüber weiß. Ich denke, das dies auch einer der Gründe war, warum sich Ruta Sepetys mit dem Thema befasst und es in einer Geschichte verarbeitet hat. Ein weiterer Grund ist, so erklärt sie im Nachwort, das ihr Vater und dessen Bruder ebenfalls aus Ostpreußen fliehen mussten. Und es war ihr ein Anliegen auf den Untergang der Wilhelm Gustloff aufmerksam zu machen, die von drei russischen Torpedos versenkt wurde und bei deren Untergang knapp 9000 Menschen ums Leben kamen. Ein noch größeres Schiffsunglück als die Titanic und doch weiß man so wenig darüber.

Zu den Protagonisten:
Erzählt wird immer abwechselnd aus Sicht der drei Protagonisten Florian, Joana und Emilia, sowie aus der Sicht eines deutschen Matrosen der in Gotenhafen erst auf einem kleineren Schiff, später auf der Wilhelm Gustloff stationiert ist.  
Jede der Figuren hat eine Geschichte, eine Vergangenheit und eine Gegenwart in der sie mit den Allerschlimmsten Dingen konfrontiert werden.
Sie sind vorsichtig, bewegen und äußern sich anderen gegenüber mit Bedacht, denn man weiß nie, wer Freund und wer Feind ist. Jeder Schritt muss gut geplant sein. Je weiter man jedoch in der Geschichte voranschreitet, desto mehr offenbaren sie sich und teilen ihre Geheimnisse, Hoffnungen und Ängste miteinander.
Die Protagonisten sind allesamt, und dies schließt auch die Nebencharaktere mit ein, großartig ausgearbeitet, man kann sich in sie einfühlen und versteht ihr Handeln.

Ich muss irgendwie zum Ende kommen, auch wenn ich noch viel über dieses Buch zu sagen hätte, aber ich kann und will Euch nichts vorweg nehmen, deshalb hab ich wirklich versucht meine Meinung oberflächlich zu halten. Doch ich muss Euch sagen: Lest dieses Buch !!! Auch wenn ihr vielleicht erst einmal so denkt wie ich und Euch die Geschichte nicht wirklich anspricht, sie ist es wert gelesen zu werden. Heute mehr denn je.

Sie ist aufwühlend, stimmt nachdenklich, fesselt trotz ihrer Düsternis und beklemmenden Atmospähre, aber sie bringt auch kleine Momente des Glücks und der Hoffnung mit sich.
Zu sagen, dieses Buch sei wundervoll erscheint mir in Anbetracht seiner Themen mehr als falsch, aber ja doch, es ist ein großartiges Buch und ich möchte es Euch unbedingt ans Herz legen.

Für mich das erste Highlight des Jahres 2017 !!!

 

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140 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

kunst, zwillinge, jugendbuch, familie, liebe

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

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112 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

m. leighton, m.leighton, heyne, new adult, all the pretty lies

All The Pretty Lies - Erkenne mich

M. Leighton , Ursula C. Sturm , Julia Flynn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453419254
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich liebe New Adult Romane. Ich liebe sie wirklich. Das sie sich fernab jeder Realität bewegen ist mir klar, das man dort auch immer wieder auf Stereotypen und Klischees trifft ? Kein Problem.
Doch das was M. Leighton mit dem Auftakt ihrer neuen Reihe anstellt, geht wohl über jedes Maß der Erträglichkeit. Naja, zumindest über meines.
M. Leighton hat sich nämlich so derart an der Klischeekiste bedient und ausgetobt, das die Story schon beinahe unerträglich ist und ich mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen.

Zunächst einmal haben wir da die typische Konstellation an Protagonisten.

Er: Hemi ( exotischer Name ), tätowiert von Kopf bis Fuß, äußerst attraktiv, aber ein wandelndes Mysterium mit gequälter Seele. Ein Typ der polarisiert und direkt mal klarmacht, das er an Beziehungen nicht interessiert ist, sofern sie sich auf einen Zeitraum ausdehnen, der über eine Nacht hinausgeht.
Sein Gegenstück: Sloane. Blutjung, Naiv, natürlich Jungfrau ( mit 21, denn das prüde Amerika lässt grüßen ), schwerer Schicksalsschlag, drei überbehütende Brüder plus ein Vater, alles Cops. Yeah ! Wenn das unser heldensüchtiges Frauenherz nicht höher schlagen lässt, dann weiß ich auch nicht.

Allerdings sind diese vier Objekte allesamt, na gut bis auf den jüngsten, so ätzend und unsympathisch, das es mich schon nach wenigen Seiten nicht mehr interessiert hat, ob sie vielleicht sexy und immer um das Wohlergehen ihrer Schwester besorgt sind.
Sloane ist ebenfalls genervt und deshalb fest entschlossen, sich mit endlich 21, von den Männern freizuschlagen und endlich einmal das Leben so zu genießen wie sie das möchte. Erste Handlung ist ein Tattoo, das sie selbst gezeichnet hat. So lernt sie Hemi kennen und natürlich entwickelt sich zwischen der jungen, unschuldigen Schönheit und dem Bad Boy direkt ein Knistern. Hemi macht zwar direkt klar, das er kein Interesse an einer Beziehung hat und er auf keinen Fall mehr von Sloane möchte, doch die gibt nicht auf und sieht in Hemi irgendwie eine Art persönliche Rebellion oder so. Sie fühlt sich halt zu ihm hingezogen und spürt das dies auf Gegenseitigkeit beruht, also lässt sie es nicht gutsein und geht immer weiter.

Was dann folgt ist der klassische Lauf. Sloane verliebt sich, Hemi merkt das er ebenfalls Gefühle hat, aber da sind noch jede Menge Geheimnisse die im Weg stehen und Hemi ist außerdem in eine Sache verwickelt, die direkt mit Sloanes Familie verknüpft ist.

Zum sehr vorhersehbaren, überzuckerten Plot und den eintönigen Protagonisten kamen noch einige sehr gestellte Szenen und ziemlich nervige und grausige Dialoge, die besonders in den Momenten in denen es zwischen den beiden heiß hergeht, ins Vulgäre abdriften und völlig unpassend und fehl am Platz wirken.

Extrem genervt war ich außerdem von einer völlig übertriebenen Wendung gegen Ende der Geschichte, die es halt echt nicht auch noch gebraucht hätte.

Ich habe wirklich versucht objektiv an diesen Roman heranzugehen, der Klappentext klang gut, sprach mich an, auch wenn mich die Autorin mit früheren Werken schon nicht wirklich begeistern konnte. Aber hey, Autoren entwickeln sich mit der Zeit weiter und nicht jedes Buch ist automatisch gut oder schlecht und deshalb verdient jeder eine zweite Chance. Leider war das Buch für mich dann aber doch alles andere als ein Glücksgriff und ich werde wohl künftig vermutlich einen großen Bogen um die Werke der Autorin machen.

Fazit:
Für mich war "All the pretty lies: Erkenne mich" ein klischeedurchtränkter und leider nur sehr mittelmäßiger Lückenfüller, den man durchaus lesen kann, wenn man das Genre mag, den man aber nicht lesen muss. Schade, aber wahr !

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

blind, freundschaft, blinde menschen, liebe

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Regel UNENDLICH: Es gibt KEINE zweiten Chancen. Wenn du mein Vertrauen einmal enttäuscht hast, hast du es für immer verloren. Verrätern wird nicht verziehen. Niemals.

Einst waren sie die besten Freunde, dann wurde mehr aus ihnen und dann missbrauchte Scott Parkers Vertrauen und Regel Unendlich trat in Kraft.
Vergebung: Ausgeschlossen. Denn Parker ist blind und sie hält streng an ihren Regeln fest. Nur wer sich daran hält, dem kann sie auch ihr Vertrauen schenken.
Die letzten Jahre hat sie Scott und diese eine gemeine Sache bestens verdrängt, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Ihr Vater, der Fels in ihrer Brandung stirbt und sie muss sich plötzlich mit ihrer Tante herumschlagen, die keine Ahnung hat wie man mit einem blinden Mädchen umgeht. Zu allem Überfluss ist Scott zurück ! Denn ihre beiden Schulen werden zusammengelegt.
In Parker bricht ein Gefühlssturm los. Scotts Rückkehr und der Verlust ihres Vaters werfen sie regelrecht aus der Bahn, dabei ist es so wichtig das sie gerade jetzt in der Spur bleibt. Denn Parker hat einen ganz großen Wunsch: Sie möchte laufen.

Meinung:
Hach, ich weiß nicht, wie man diese Geschichte am besten umschreibt um ihre Tiefe und ihre Vielschichtigkeit in nur wenige Sätze zu packen. Eric Lindstrom beschert mir eine wilde Fahrt auf der Gefühlsachterbahn, auf der ich von Verlust und Trauer, über Streit und Zweifel, bis hin zu Hoffnung, Wünschen, Freundschaft und Liebe, einfach jedem Gefühl begegne, das es gibt.

Mit Parker schafft er eine großartige Protagonistin, die mir mit ihrer ganz besonderen Art sofort, nach nur wenigen Sätzen, ans Herz gewachsen ist. Wir erleben ein starkes, tapferes Mädchen mit einem großartig, sarkastischen Sinn für Humor, das aber andererseits innerlich zerbrochen ist und den Verlust ihres geliebten Vaters nur unglaublich schwer verkraftet, darüber zunächst aber nicht offen spricht.
Mit dem Verlauf der Geschichte macht Parker reichlich Wandlungen durch, sie erkennt was wahre Freundschaft bedeutet, lernt zu verzeihen und fasst neues Vertrauen zu ihrem Umfeld.

"Wie ich dich sehe" war eines jener Bücher, die dich direkt ansprechen, wenn du sie zum ersten Mal siehst.
Ich fand das Cover schon ganz wundervoll noch ehe ich wusste um was es in der Geschichte geht. Doch wenn man diese erst einmal kennt, dann bekommt alles einen tieferen Sinn. Augenbinden sind Parkers Markenzeichen, davon hat sie viele und zuweilen teilt sie diese sogar mit ihren Freunden, auf eine ganz besondere Art. Die Sterne haben für Parker ebenfalls eine tiefere Bedeutung und der Titel ist zusätzlich in Brailleschrift auf den Schutzumschlag gedruckt.

Ich schweife ab.
Eines dieser Bücher...das man ganz unbedingt lesen möchte und auf das man sich monatelang freut, obwohl man keine Ahnung hat, was einen erwartet. Manchmal überkommt mich einfach so ein Gefühl und ich weiß, das es gut werden wird.
Im Fall von "Wie ich dich sehe" ist genau dies eingetreten. Es hat mich zutiefst berührt, es hat mich erheitert, gut unterhalten, aber auch nachdenklich gestimmt.

Eric Lindstrom hat einen leichten und sehr angenehmen Schreibstil. Dank der Ich-Perspektive bekommt man einen guten Bezug zu Parkers Gedanken- und Gefühlswelt und dazu wie sie ihre Umwelt wahrnimmt.

Lediglich das Ende hätte ich mir einen Ticken runder gewünscht, aber ich habe in der Vergangenheit gemerkt das männliche Autoren dazu neigen, ihren Lesern am Ende mehr Raum für eigene Gedanken zu lassen. So ist die Geschichte also zwar zufriedenstellend beendet, aber eben nicht komplett geschlossen.

Fazit:
"Wie ich dich sehe" ist ein ganz besonderer Buchschatz, den ich Euch ganz unbedingt ans Herz legen möchte. Parker ist eine großartige Protagonistin und die Handlung bringt die ganze Bandbreite an Gefühlen mit, die es so gibt.
Ein wirklich tolles, ganz berührendes Buch !

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Flexibler Einband: 376 Seiten
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ISBN 9783423740258
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Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423261272
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