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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

horror, hölle, engel, dämonen, tagebuch aus der hölle

Tagebuch aus der Hölle

Jeffrey Thomas
Sonstige Buchform: 256 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.07.2011
ISBN 9783865520968
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Einführung, das Kennenlernen sind aufregend. Ein Mann erzählt seinem Tagebuch wie sein neues Leben nach dem Selbstmord beginnt. Die Einreise zur Hölle findet statt und man merkt, der Autor hat viel, viel Fantasie. Wie zeichne ich die Unterwelt die nicht durch das eintönige Foltern der Verdammten langweilt? Indem man sich von der ursprünglichen Vorstellung löst. Hier ist die Hölle kein Schlund aus dem Flammen nach dem Himmel lechzen und an dem an jeder Ecke eine Seele nach Erlösung schreit. Es ist Land. Städte, Schulen, Arbeitsplätze. Karge Landschaften, Berge, farbloser Himmel. Barmherzige Engel die voller Mitleid auf einen herab blicken? Auch danach sucht man vergebens. Tauchen Engel in der Hölle auf, machen sie sich auf die Jagd und morden zum Vergnügen. Die Arten der Bestrafung, die Dämonen, Gott selbst. Nur um zu erfahren was für eine Hölle Jeffrey Thomas erschaffen hat, lohnt es sich rein zu lesen.
Zu Beginn ist man noch sehr interessiert was alles kommen wird. Was wird dem armen Kerl noch alles widerfahren? Wie sieht seine Zukunft aus? Das und die Neugier welche Hölle sich der Autor vorstellt animieren zum Lesen. Aber es passiert nicht viel spektakuläres oder aufregendes. Es erinnert an das Leben auf der Erde. Arbeiten gehen, Geld verdienen, ins Cafe gehen.. Auch die Geschichte hält den Spannungsbogen nicht oben. Eine Rebellion in der Hölle, eine Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Personen. Nur die Kulisse wurde gewechselt, ansonsten unterscheidet sie sich nicht viel von anderen Geschichten die sich für dieses Drama entschieden haben. Normalerweise erreicht die Spannung in einem guten Thriller zum Ende hin ihren Höhepunkt, was hier leider nicht der Fall war. Je weiter ich dem Ende zuging, desto anstrengender empfand ich das Lesen. Viel zu vorhersehbar und schwunglos tröpfelten die Sätze auf die letzten Seiten nieder.

Fazit:

Wer hier mit einer Hölle rechnet wie sie Dante Alighieri beschrieben hat, wird enttäuscht werden. Beeindrucken wird sie einen dennoch. Mit Bedacht und viel Kreativität erschafft Jeffrey Thomas eine Hölle die dem Leben auf der Erde nicht sehr unähnlich ist. Doch dabei bleiben Figuren und die Geschichte auf der Strecke.
Wer für zwischendurch eine düstere und detailreiche Erzählung über das Leben in der Hölle lesen möchte und dabei keine hohen Ansprüche stellt, der wird mit diesem Buch ein paar unterhaltsame Stunden erleben. Mein Fall war es jedoch nicht und ein weiteres Buch von Jeffrey Thomas werde ich nicht lesen.

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(70)

94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

horror, gras, stephen king, joe hill, geschwister

Im hohen Gras

Stephen King
E-Buch Text: 72 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 12.08.2013
ISBN 9783641119850
Genre: Sonstiges

Rezension:

Becky und Cal, Bruder und Schwester, stellen sich vor. Kleine Häpchen aus ihren Leben werden präsentiert, womit sie dann auch im großen und ganzen die Einzigen bleiben. Unbeschwert rasen die ersten Sätze dahin und nebenher klettert die Spannung vorsichtig zwischen den Zeilen empor. Alles baut sich langsam auf, bereitet das Finale vor. Zeit genug die Verzweiflung der Geschwister zu spüren, das Gras riechen und zwischen den Händen zu spüren.

Übernatürliche Elemente kommen ins Spiel und verursachen unheimliche und rätselhafte Empfindungen. Andeutungen genügen um zu erschüttern. Je weiter die Geschichte sich entwickelt, desto erschreckender werden die Handlungen, bis plötzlich das Ende eintritt und ein gekonnter Abschluss folgt.

Fazit:

Kurz aber wirkungsvoll. Mir hat diese Kurzgeschichte von Vater und Sohn  gefallen und ich wünsche mir mehr gemeinsame Projekte. Horror vom Feinsten, der King wie man ihn liebt. Alle die gerne Horror lesen kann ich diesen kleinen Leckerbissen empfehlen. Schade nur, dass es so kurz ist....

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(24)

54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

mutationen, verseucht, endzeit, tim curran, zombies

Verseucht

Tim Curran
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 06.08.2012
ISBN 9783865520999
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Atomwaffen, unsagbare Mengen werden davon auf unserem Planeten gebunkert. Zu was so eine Waffe fähig ist, wird wohl jedem klar sein. Doch zu welcher Katastrophe diese Waffen im Krieg fähig sind, übersteigt wohl die Vorstellungskraft aller.  Das Ausmaß seiner Zerstörung müsste, auch dank der Weiterentwicklung solcher Bomben, enorm sein. Wie würde die Erde aussehen? Kann das Leben zwischen solchen Strahlungen überhaupt noch weiter existieren? Wäre dass das Ende? Der Autor Tim Curran versetzt seinen Protagonisten in diese Szenerie und veranschaulicht dem Leser wie erschreckend der Herzschlag der Menschheit in seiner Fantasie verstummen könnte.

Mitten im Geschehen. Rick Nash begrüßt mit kurzen und bündigen Erläuterungen wie es zu seinen derzeitigen Lebensumständen gekommen ist. Undenkbare Szenarien spielten sich ab und erklären sich für den Anfang eines Alptraumes. Ursache für dieses Spektakel sind Atombomben die, unter anderem in Ricks Heimatland, den USA, abgeworfen wurden. Chaos entstand der nicht mehr zu bändigen ist. Der Untergang der Menschheit hat sich angekündigt und marschiert unaufhaltsam dem Ende zu. Dazwischen hält Rick seine Geschichte fest. Nach dem Tod seiner geliebten Frau, wird ihm seine Einsamkeit von seiner Inneren Stimme genommen, dem Schattengebilde. Sein Alltag hat sich in die Hölle verwandelt, denn er muss die Drecksarbeit vom Militär erledigen: Leichenberge einsammeln und entsorgen. Doch zusammen mit seinem Kameraden, Specs, gelingt ihm die Flucht und er macht sich auf die Reise Richtung Westen, so wie es ihm das Schattengebilde mitgeteilt hat...

 " So entschlossen leugnete ich all das, was in Wirklichkeit geschah. Denn als all diese Bomben fielen ... und die prasselten wirklich wie Reiskörner bei einer Hochzeit auf uns nieder ..., riss die Welt so auf, als platzte ein dicker Mann aus allen Nähten. Nur war keine Schneiderin in Sicht, die diese Hose hätte flicken können. " ( Seite 12 )

Rick erzählt seine Geschichte schonungslos, beschreibt seine Situation so finster und schaurig wie ich sie selten so gelesen habe. Hoffnungslose Bilder von Orten setzen sich im Kopf fest.
 Auch wenn man durch den einfachen Schreibstil schnell voran kommt, bleibt die beängstigende und verzweifelte Atmosphäre wie eine blutdurstige Zecke an einem haften. Düster, beklemmend, grausam.
Genauso wie für Rick erscheint dieser Zustand wie ein schlechter Scherz, weswegen sich passend der Sarkasmus immer wieder einschleicht.
Trostlos durchstreift man vergangenes Leben. Ersetzt durch die Freisetzung der Hölle. Menschen sind nicht mehr Menschen,  Tiere sind nicht mehr Tiere. Mutiert in eine Lebensform die man sich nie hätte vorstellen können. Der Tod zeigt sich in vielen Gesichtern und jagt erbarmungslos den letzten Atemzügen hinterher um die Felder an Leichen zu vervollständigen.

" Es war die kürzeste Geschichte die man sich vorstellen kann, und all die Jahre hatte ich die grausamen Zeilen im Hinterkopf bewahrt:
Der letzte Mensch auf Erden saß allein in einem Zimmer.
Da klopfte es an die Tür." ( Seite 325 )

Stellenweise musste ich meine Augenbrauen heben, weil manche Veränderungen so fern ab von der Realität waren, dass mir die Vorstellung schwer fiel. Um ein Beispiel zu nennen: Kinder mit leuchtenden Augen die sich schwebend fortbewegen. Die Zeitspanne erscheint mir zu kurz, als das solche Mutationen auftreten könnten wie sie im Buch beschrieben werden. War am Anfang noch ein realer Bezug möglich, schwand dieser nach und nach. Erst als ich mich darauf eingelassen habe, konnte ich unbeschwert weiter lesen.

Die Figuren sind alle nicht besonders ausgearbeitet. Beschreibungen sind spärlich, ihre Gefühle verborgen, Gedanken in kleinen Klumpen einsehbar.  Auch wenn Rick aus seiner Sicht erzählt, so bleibt trotz allem alles Oberflächlich. Nur schwer baut sich Mitgefühl auf oder gar Sympathie.

Wer starke Nerven hat, wird die Direktheit von Rick Nashs Erzählungen lieben. Er verstummt nicht sobald ein Berg von Leichen auftaucht, sondern hält seinen Blick auf jede Grausamkeit die die Welt nun zu bieten hat und beschreibt ohne ein Detail auszulassen, was sich vor seinen Augen abspielt.
Die Menschheit verabschiedet sich grotesk. Kein Platz bietet Hoffnung.
Schon ab der ersten Seite ist man in dieser Geschichte gefangen. Fasziniert und erschrocken zu was sich die Welt entwickelt hat. Die Neugier treibt einen an um immer mehr und mehr Seiten in sich aufzunehmen. Ein spektakuläres Ende wird vorbereitet um alle Fragen mit einem Feuerwerk zu beantworten.
Ist normales Leben auf einem verstrahlten Planeten möglich?

Fazit:

" Verseucht " ist wirklich ein Endzeit-Roman der genau in dieses Genre hinein gehört. Die Welt wird aufgerissen und geht unter. Die Überbleibsel bekommen den Anblick zum Abgrund der Hölle zu Gesicht und versuchen mit allen Möglichkeiten zu überleben. Diese finstere Atmosphäre die zum Ende der Menschheit gehört wurde sehr gut eingefangen. Die Offenheit von Rick Nash ist grausam und erschütternd. Was er erlebt beängstigend und schrecklich.
Hin und wieder wollte ich selber in der hinterste Ecke verschwinden um mich vor diesem Gefühl, welches man durch gruselige Horrorgeschichten kennt, abzuschotten. Und wenn mir ein Horror-Roman so ein Gefühl beschert, kann man ja wohl kaum mehr erwarten, oder?
Na gut, doch. Die Figuren waren mir ein wenig zu farblos. Es hat mich zwar nicht sonderlich gestört, da die Geschichte doch recht spannend erzählt wurde, dennoch hätte es der Geschichte gut getan.
Das Ende ist auch Geschmackssache. Vielleicht hätte man sich die Antworten auf seine Fragen etwas weniger imposant vorgestellt.
Wer finstere und brutale Endzeit Geschichten mag, dem kann ich diesen Roman unbedingt weiter empfehlen, mit dem Hinweis auf Übernatürliche Verstrickungen.

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(2.662)

4.280 Bibliotheken, 93 Leser, 12 Gruppen, 147 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, liebe, dämonen, vampire

City of Ashes

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.05.2011
ISBN 9783401502618
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach City of Bones, welches ich, dank der dramatischen Ereignisse, mit ungläubigen Augen zu Ende las, folgte kurze Zeit später der zweite Band. City of Ashes.

Ein beinahe nahtloser Übergang erfolgt. Wenig Zeit verstreicht nach dem Ende von City of Bones und nach Erinnerungsfetzen die das Gedächtnis auffrischen würden, sucht man vergebens. Wer zwischen der Vorgeschichte und der Fortsetzung keine Monate zum Vergessen zulässt, ist aufjedenfall im Vorteil.

Noch immer befindet man sich zusammen mit Clary, Jace und ihren Freunden in der Stadt die niemals schläft, New York. Doch Clary entführt uns zu Plätzen, die kein Reiseführer der Welt auf dem Programm hat oder auch nur jemals finden würde - außer er gehört der Unterwelt an. Diese geheimnisvollen, beängstigenden aber auch bezaubernden Orte sind gefüllt mit den verschiedensten Kreaturen die man aus Fantasiegeschichten kennt. Zu diesen Orten wird man geführt um die Geschichte eines jungen Mädchens zu hören die durch das Trugbild schauen konnte und nun versucht mit der Wahrheit die sie dahinter erblickt hat, zu leben.

Das nicht nur der Leser vom dramatischen Ende des Serienauftaktes getroffen ist, sondern auch Clary, erkennt man vor allem daran, dass sie mit aller Macht versucht das Chaos an Gefühlen mit naiven Handlungen zu überdecken. Sie geht eine Beziehung mit ihrem besten Freund, Simon, ein. Vorgegaukelte Liebe. Und das wo Simon vor der größten Veränderung seines Lebens steht. Oh ja, Simons Entwicklung in diesem Teil ist wirklich gelungen.
In Jaces innerem tobt ebenfalls ein gewaltiger Sturm. Bei dieser Familientragik aber auch kein Wunder. Doch um sich zu sammeln bleibt keine Zeit. Nach der beklemmenden Einsicht wer sein Vater wirklich ist, wer ihn da aufzog und lehrte, muss er seine Loyalität dem Rat gegenüber beweisen. In der zwischenzeit geht Valentin seinen gefährlichen Plänen nach...

Am Schreibstil hat sich in diesem Buch nichts geändert. Noch immer ist der Inhalt flüssig und mit vielen Details verpackt. Dabei erdrücken die Worte einen nicht durch zu viel Wissen, sie beschreiben so viel, dass ein scharfes, farbenfrohes Bild entsteht und Figuren erwachen, mitsamt ihren einzigartigen Persönlichkeiten. Ihre Gefühle und Gedanken bleiben vor dem Leser nicht verborgen, machen sie glaubhaft und liebenswert. Ganz besonders kann man bei Clary, Jace und Simon ihre Zweifel und Hoffnungen nachempfinden, da ständig aus ihrer Sicht erzählt wird. Auch der Humor ist geblieben und dank einigen sarkastischen Dialogen verzogen sich meine Mundwinkel immer wieder zu einem Lächeln.

Veränderungen fanden jedoch bei der Atmosphäre statt, denn in diesem Teil der Geschichte nimmt sie einen dunkleren Farbton an. Die Verzweiflung ist erdrückend. Sie findet eine Lücke zwischen den Seiten und macht sich mit ihrem gesamten Gewicht auf den Schultern des Lesers breit.

 Das Band, das sie beide verband, war noch immer so zart und empfindlich wie eine flackernde Kerzenflamme, so zerbrechlich wie eine Eierschale. Und eines wusste er: Wenn dieses Band zerbrach, wenn er zuließ, das es zerstört wurde, dann würde auch tief in seinen Inneren etwas zerbrechen, etwas, das sich nie wieder in Ordnung bringen ließ ( Seite 239 )

Spannung, Aufregung und Drama werden auch Hier groß geschrieben. Luft zum Aufatmen wird einem nur kurz gegönnt, viel zu viele Ereignisse folgen der Nächsten. Es ist immer etwas los, jede Seite blättert man mit Ungeduld um, weil man die Gewissheit nun endlich in sich aufnehmen möchte um etwas zur Ruhe zu kommen.
Dabei kamen viele Situationen nicht unerwartet auf mich zu. Gab es bei City of Bones doch einige Momente die mich schockiert haben drein blicken lassen, war das in dieser Fortsetzung nicht der Fall. Kleine Hinweise haben ausgereicht und ich konnte mir den Rest zusammen reimen. Zwar nahm es mir nicht die komplette Spannung, dafür schreibt Clare viel zu interessant, aber im Vergleich zum ersten Band konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht aus der Fassung bringen.
Zum Schluß blickte ich dann aber doch noch vollkommen ratlos auf und ärgerte mich über diesen gemeinen Cliffhanger.

Fazit:

Leider ist in City of Ashes von den genialen Wendungen und Überraschungen aus dem ersten Band nicht sehr viel zu finden. Ich hatte zwar immer noch meinen Spaß Clary und ihrer Bande zu folgen, aber vieles war doch sehr vorhersehbar. Spannend blieb es trotzdem, denn das Schreiben liegt Frau Clare eindeutig. Nicht nur das sie fantastische Orte in die Köpfe zeichnet, sondern auch tiefe Einblicke in die Seelen ihrer Figuren zulässt. Nicht die Geschichte sondern diese Personen machen das Buch so lesenswert. Die Kämpfe und Ausseinenadersetzungen in der Unterwelt sind nur die Kirsche auf der Sahnetorte ;)
Auch wenn City of Ashes nicht an den ersten Band herankommt, so kann er wirklich gut mithalten und sollte nach dem Ende von City of Bones unbedingt gelesen werden.

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(582)

1.432 Bibliotheken, 75 Leser, 17 Gruppen, 96 Rezensionen

dystopie, virus, endzeit, justin cronin, vampire

Der Übergang

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 1.019 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2011
ISBN 9783442469376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zeit. Man muss sich einiges an Zeit nehmen. Denn dieser Berg von Papier ist erst der Anfang einer langen Reise. Eine Reise durch eine zerstörte Welt und durch eine erkrankte, gewaltätige Menscheit, die vergessen hat wer sie ist. Das Ziel ist die Erlösung. Das Leben. Der Weg dorthin erzählt uns Herr Cronin und lässt sich dabei Zeit. Viel Zeit. Und deswegen: Nehmt sie euch, wenn ihr der Geschichte lauschen wollt.

" Bevor sie Das Mädchen Von Nirgendwo wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, Die Erste Und Letzte Und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. " ( Seite 11 )

Das kleine Mädchen Amy soll die Welt retten. Die Ordnung herbeiführen indem sie das Resultat des außer Kontrolle geratenen Projekts NOAH, welches nach Unsterblichkeit strebt, vernichtet. Nur sie kann es, denn sie gehört genauso zum Ergebnis des Projekts dazu wie die Blutrünstigen Wesen, die entkommen sind und nun grausam über das Land ziehen. Doch Amy geht diese Straße nicht allein. Hoffnungsvolle und mutige Menschen sind an ihrer Seite. Ausgebrochen, aus ihrer sicheren Festung, der ersten Kolonie nach der Vernichtung der Menschheit.

Bedächtig und ausschweifend, dennoch flüssig und einfach zu lesen. Cronin erzählt fesselnd. Ausdrucksstark, aber auch zärtlich. Die Vorstellung von wichtigen Menschen nimmt viele Seiten in Anspruch. Man erfährt ihre Geschichten, wer sie waren und wie sie zu dem geworden sind was sie jetzt sind. Dabei begrenzt sich Cronin nicht nur auf seine Hauptfiguren. Auch die Nebenfiguren bekommen diesen Platz. Anfangs wundert man sich vielleicht darüber, weshalb so viele Seiten verschenkt werden. Doch dann wird klar, wie wichtig sie für die jeweiligen Handlungen sind. Nur durch das Verständnis für ihre Ansichten und Gedankengänge werden manche Szenen um einiges beeindruckender. Aber nicht nur Cronin offenbart die Geschichte, auch seinen Figuren übergibt er anhand von E-Mail und Brief Ausschnitten oder Tagebucheinträgen hin und wieder das Wort.

Ich würde das Buch in drei Teile spalten. Der Anfang liest sich wie ein rasanter Thriller. Die Geburt von Amy und dem Projekt NOAH. Man folgt ihren Entwicklungen und wie sie zueinander finden. Genau der Zeitpunkt an dem alles außer Kontrolle gerät und die Menschheit einem neuen Virus ausgesetzt wird, welches sie zum Aussterben drängt.

Dann folgt plötzlich ein gewaltiger Sprung. Ein Sprung in die Zukunft. 100 Jahre später. Man wird zu wildfremden Menschen katapultiert. Als beginne man ein neues Buch. Schwierig. Ruhe kehrt ein, denn das Kennenlernen steht wieder an. Abschätzen, in welcher Situation man sich nun befindet. Wie konnten diese Menschen 100 Jahre überleben? Mit welchem System haben sie das geschafft? Sehr viele Einblicke in das Leben der Kolonie und wie sie funktioniert. Leider wird nicht erwähnt was mit dem Land in den vielen Jahre zuvor geschehen ist oder ob die ganze Welt von dem Virus überrannt wurde.

Dann folgt der dritte, wichtige Abschnitt. Der Beginn der eigentlichen Reise. Ab hier steigt der Pulsschlag wieder an und man kann nicht schnell genug lesen um mehr zu erfahren. Besonders das Ende eines Kapitels hat dazu beigetragen. Weiter lesen, die Uhr zeigt 1 Uhr in der Früh? Egal. Immer wieder findet ein Wechsel der Blickwinkel statt. Peter, Alicia, Peters Bruder Theo, usw. Sie enden so spannend, dass man beinahe gezwungen wird, das Buch in den Händen zu behalten um der Geschichte weiter zu folgen. 

" Ein neues Gefühl durchströmte ihn, kalt und endgültig - wie ein Luftzug durch eine offene Tür im tiefsten Winter -, und wehte weiter hinaus in den stillen Raum zwischen den Sternen. ... Amy, dachte er, als die Sterne herabgregneten, überall und ringsumher, und er versuchte, sich ganz mit diesem einen Namen zu füllen, mit dem Namen seiner Tochter, der ihm hinaushalf aus seinem Leben. Amy, Amy, Amy" ( Seite 342 )

Die Figuren in diesem Buch sind neben der reißerischen Geschichte das Herzstück. Sie sind so lebendig beschrieben. So nah. Es ist fast unvorstellbar das sie wirklich nur in dieser Geschichte existieren. Selten lasse ich mich von Worten so blenden. Zum einen ist da ein kleines Mädchen die den Namen Amy trägt. Früh musste sie erwachsen werden. Doch sie ist schon vor dem Experiment anders. Besonders. Immer wieder, wenn Amy in einer Szene erscheint, strahlt sie etwas Geheimnisvolles aus. So gerne möchte man alles von ihr erfahren, bekommt aber nur kleine Fetzen. Ein leuchtender Punkt. Neben Amy gibt es auch Andere die strahlen . Carter, ein Verbrecher der als Versuchsperson im Experiment als geeignet angesehen wird. Er ist jedoch nicht das für was er gehalten wird. Wolgast, ein FBI-Agent. Entwickelt eine tiefe Zuneigung zu Amy und sieht in ihr seine verstorbene Tochter. Peter, ein Mann aus der ersten Kolonie. Er wirkt ruhelos und ist auf der Suche nach Erfüllung. Alicia, ebenfalls aus der ersten Kolonie. Sie ist hart im Nehmen und trägt ein Geheimnis mit sich herum. Hier wurden viele kleine Diamanten geschliffen, die die Geschichte funkeln lassen.

Fazit:

Oh mein Gott, es hat mich gepackt. Ich bin infiziert. Doch nicht wie bei den Virals, hallen durch meinem Kopf die Worte: Wie gehts weiter? Wie gehts weiter? Wie gehts weiter? Der Übergang ist ein Buch neben dem die Anderen plötzlich uninteressant und farblos wirken. Die Lust vergeht sich mit einer anderen Geschichte zu befassen. Man will noch nicht Abschied nehmen. Cronin serviert Science Fiction, mit vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, von Horror, Thriller, Endzeit bis Western. Es ist ein gigantischer Auftakt einer Trilogie und die Bezeichnung verdankt es nicht nur der Seitenzahl. Die Geschichte sowie die Figuren sind liebevoll und bis ins Detail ausgearbeitet, hinterlassen einen hohen Blutdruck vor Spannung und  Spuren im Herzen. Wer eine Geschichte lesen möchte, die alles erzählt und nicht die kleinen Ereignisse drumherum verschweigt, wird sich hier verlieben. So wie ich mich in sie verliebt habe.

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260 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

zombies, endzeit, horror, apokalypse, zombie

Tagebuch der Apokalypse

J.L. Bourne , Ronald M. Hahn
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.11.2010
ISBN 9783453527935
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Welt geht unter. Menschen sterben durch eine geheimnisvolle Grippewelle und erwachen kurze Zeit später wieder zum Leben. Kalt, Gefühlslos und nur getrieben vom Hunger. Sie hinterlassen Blut und Tod. Unschwer zu erkennen, es handelt sich um ein Zombie - Roman. Aber mit einer Besonderheit unterscheidet er sich von den anderen, er ist gefüllt mit Tagebucheinträgen.

" Ich bin nicht von mehr von dieser Welt.
Ich bin ein verfallendes Monument der Menschheit.
Allein, verängstigt und verwundbar kämpfe ich ums Überleben.
Sie sind überall, kalt und tödlich, doch ich lebe. - Unbekannter Überlebender " ( Seite 7 )

Neujahr. Ein Soldat beschließt von nun an regelmäßig Tagebuch zu schreiben. Datum und Uhrzeit halten den Tag fest und überblicken die jetzige Situation. Kurz und knapp oder Seite um Seite füllend. Darauf findet man Aussagen die unterstrichen sind oder kleine, hilfreiche Skizzen. Ein Kunstwerk aus Worten bieten die Aufzeichnungen nicht. Was den Soldaten beschäftigt wird mit einfachen Sätzen aufgeschrieben. Emotionen bekommen dabei nicht viel Platz. Es passt jedoch zu einem Marineoffizier. Informationen sammeln, Handlungen überdenken, Probleme beseitigen. Sachlich und etwas kühl.

Dadurch, das nur die Sicht eines einzelnen wahrgenommen wird, bleibt kein Platz für die Gedanken und die Gefühle anderer Personen. Andere Überlebende lernt man nur ansatzweise durch die Einschätzung des Erzählers kennen. Verschwommen stehen sie neben dem Soldaten. Deutlichere Umrisse erkennt man nur bei denjenigen die auch ihm etwas näher stehen. Zum Beispiel trifft dies bei seinem Nachbarn zu. Oder Dialoge untereinander sucht man ebenso vergebens.

Mitten im Leben eines Marineoffiziers der gerade Urlaub hat, stolpern wir herein. Alles hat seine Ordnung und Normalität. Bis ungewöhnliche Nachrichten über ein Grippevirus gesendet werden. Die Nachrichten werden von Tag zu Tag schockierender. Lange braucht es nicht um das Gehörte Unheil nun auch vor seiner Tür zu sehen. Nun besteht seine einzige Aufgabe darin, lange genug zu überleben.

Überleben. Wie komme ich aus einer lebensbedrohlichen Situation heil wieder raus? Instinktiv tut man alles für den bleibenden Herzschlag, die Hoffnung wird wie ein Heiligtum bewahrt. Verdrängt von der Frage ob der Kampf ums Überleben Sinn macht, wenn die Welt nur noch eine Hölle aus Tod und Schmerz ist.

" Wenn es die Hölle auf Erden gibt, habe ich sie heute entdeckt. Ich überlege, meinen Fotoapparat wegzuschmeißen, denn kein Mensch wird je diese Bilder sehen wollen, nicht mal dann, wenn die Menscheit dieses Martyrium überleben sollte. " ( Seite 80 )

Nach wenigen Seiten lässt mich die anbahnende Katastrophe nicht los. Der Soldat beschreibt seine Pläne und Ziele. Wie reagiert er auf jeweilige Situationen? Was wird ihm einfallen um dieses oder jenes Problem zu beseitigen? Findet er mehr über dieses Virus heraus? Oder einen Ort der Hoffnung auf das alte Leben zurück gibt?

Blut und Gewalt werden nur kurz angeschnitten. Wer auf detaillierte Beschreibungen wie das Aufplatzen eines Kopfes oder durchschneiden von Körperteilen steht, wird hier nicht fündig. Es wird getan, was eben getan werden muss: Untote umbringen. Es wird darauf eingegangen, welche Körperstellen zum endgültigen Tod führen und welche Waffen zum Einsatz kommen. Hinzu kommen kleine Anmerkungen wie man sich das Aussehen eines Infizierten vorstellen kann und das war es auch schon.

Fazit:

Ich liebe Endzeit Geschichten. Tage des jüngsten Gerichts, Zerfall einer Geselschafft, zerstörte Städte. Wie lebt man in so einer Zeit? Die Geschichte von "Tagebuch der Apokalypse" bietet hier eigentlich nichts originelles. Die Menschheit wird von Zombies überrannt und die Welt wie man sie kennt geht unter. Der Alltag besteht darin Schlafplätze zu finden die sicher sind und Vorräte an Nahrung zu bunkern. Und doch blätterte ich mit größter Eile Seiten um, damit ich mehr erfahre. Schuld daran ist die glaubhafte und realitätsnahe Erzählung eines Soldaten. Wie ein echtes Tagebuch aus der Zukunft, aus einer Welt die dem Ende durch ein Virus zu geht. Ein Überlebenskünstler dem man seine Worte glaubt.  Ein Zombieroman der nichts für Blutdurstige ist, denn der Fokus liegt auf der Suche nach Hoffnung und Leben. Mich überkam ebenfalls ein Fieber, das erst von mir abließ als ich das Buch beendete. Packend und authentisch.

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1.364 Bibliotheken, 21 Leser, 15 Gruppen, 215 Rezensionen

engel, liebe, chimären, fantasy, prag

Zwischen den Welten - Daughter of Smoke and Bone

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841421364
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mystisch und düster prohezeit der Beginn welche Geschichte einen erwartet. Die Liebe zwischen einem Engel und einem Teufel, mit dramatischen Zügen. Klingt nach alt und langweilig, viel zu oft erzählt. Jedoch nicht, wenn jemand wie Frau Laini Taylor diese Geschichte auf Papier festhält.

" Es war einmal,
da verliebten sich ein Engel und ein Teufel ineinander.
Es ging nicht gut aus. " ( Seite 7 )

Schon die ersten Sätze reichen aus um mein Geist an das Buch zu ketten. Magisch, geheimnissvoll und ein Hauch von Poesie durchdringen die Seiten. Streifen leicht die Buchstaben und verzaubern. Ohne Anstrengung überblickt man die Szenarien. Die besonderen Merkmale eines jeden Ortes werden eingefangen, werden spürbar und beeindrucken. Emotionen dringen tief ins Innere und lassen mitfühlen. Ihre Träger sind durch bildhafte Beschreibungen sorgfältig gezeichnet und stellen sich glaubhaft vor.

Durch die Geschichte zieht eine dunkle Wolke. Doch die Liebe verleiht der Sonne Einblick. Freundschafft, Familie und ein Paar das sie ganz besonders strahlen lässt.

Ein blauhaariges Mädchen nimmt für ihre Vorstellung den größtteil des Buches ein. Karou. Ihr Leben wirkt wie die einer jeden anderen. Bis plötzlich der trügerische Schein durch ihre Schilderungen verloren geht. Sie pendelt zwischen zwei Welten, im Hier und einem Ort dessen Name ihr nicht verraten wird. Mit Mut und Verstand wandert sie sympathisch durch die Geschichte. Macht neugierig auf ihre vergessene Herkunft, mit ihrer Suche nach Antworten. Eine Leere klafft aus ihr, die nur die Wahrheit zu stopfen vermag. Zumindest einige Stichpunkte weisen daraufhin, dass Karou kein normaler Mensch ist. Tättowierte Augen zieren ihre Handflächen seitdem sie Denken kann und aufgezogen wurde sie von beängstigenden Kreaturen. Halb Mensch, halb Tier. Monster sind sie aber nur vom Aussehen. Im Herzen sind sie wunderschön.

Akiva nennt sich zwar ein Engel, könnte mit seinen Taten aber auch mit einem Teufel gleichgesetzt werden. Geboren und ausgebildet um im Krieg zu sterben. Gefühle wurden abtrainiert und unterdrückt. Einzig allein das Töten ist wichtig. Kein Mitleid, keine Traue, kein Leben. Sein Wunsch nach Frieden erlosch nach dem Ableben seiner Liebe. Hart und gnadenlos befolgt er nun Befehle, ohne Rücksicht.

" Hoffnung kann große Kraft besitzen. Vielleicht steckt keine echte Magie in ihm, aber wenn man weiß, was man am meisten hofft, und diese Hoffnung wie ein Licht in sich scheinen lässt, dann können Wünsche wahr werden. Fast wie durch Magie." ( Seite 341 )

Karous Leben ist aufregend. In ihr blitzen schöne sowie düstere Momente auf. Viele Situationen suchen Erklärungen. Aus welchem Grund sammelt der Wunschhändler Zähne? Woher kommen die Kreaturen die sich Chimären nennen? Gibt es noch mehr? Was ist das für ein Ort indem Karou aufgewachsen ist? Was bedeuten die eingebrannten Handabdrücke an den Türen? Spannung und Neugier halten einem ständig die Hand.
Der Verlauf ermöglicht einem immer mehr Einblick. Sie dreht und wendet sich in Richtungen die unerwartete Antworten bereithält. Karou erfährt wer sie ist. Erfährt über den unbekannten Ort indem sie groß geworden ist. Ihre Vergangenheit gesellt sich zu ihren Erinnerungen. Grenzenüberschreitende Liebe und schmerzerfüllte Trauer erstrecken sich am Ende. Ein Ende, welches den Weg für den Beginn der eigentlichen Geschichte geöffnet hat.

Fazit:
Aufwachen und Augen öffnen. Daughter of Smoke und Bone hat mich entführt, eingeschlossen zwischen den Seiten. Die Geschichte ist mit Sätzen verziert die Gefühlvoll und wunderschön ins Auge fallen. Ihr Inhalt erzählt die bedrückenden und liebevollen Ereignisse in Karous Leben. Es treten Figuren auf, die nicht minder Symphatisch sind und das Herz erwärmen. Aufregend erfährt man von einer mystischen und geheimnissvollen Welt die im Chaos steht und in der ein kleiner Fleck nach Frieden sucht.
Selbst wenn ich im Besitz eines Scuppies wäre, eine Perle die kleine Wünsche erfüllt, so würde dieser nicht in Gebrauch kommen müssen um die Geschichte auf irgendeine Weise zu verändern. So wie sie ist, ist sie wundervoll.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

streich, geisterhaus, linda, danielle larson, horrorfilme

NIGHT SHOW - Thriller

Richard Laymon
E-Buch Text
Erschienen bei Festa, 19.12.2012
ISBN 9783865522405
Genre: Sonstiges

Rezension:

Richard Laymon habe ich mir schon lange vorgenommen endlich einmal zu lesen. Night Show ist frisch auf dem Buchmarkt erschienen und anstatt mich erstmal an seine älteren Werke zu versuchen, entschied ich mich ganz spontan mit diesem aktuellen Roman. ( Um nicht ganz zu verwirren, das Buch ist aus dem Jahr 1984, aber fand den Weg erst jetzt in die deutschen Bücherregale ) Der Klappentext, sowie das tolle Cover verführen mich, dass Buch sogleich zu lesen.

Lindas Erinnerungen werden durch die schlimmste Nacht ihres Lebens gebranntmalt. Hass. Rachsucht. Sie ist gefangen in dem Glauben, einzig allein der Tod an den Menschen die dafür verantwortlich sind, könnten ihre Gefühle wieder zur Ruhe bringen. Unter diesen Personen befindet sich Tony. Der Meister des Schreckens. Nichts gibt ihm mehr Befriedigung als die Angst seiner Mitmenschen. Regelmäßig holt er sich den Kick und die Bestätigung indem er wildfremde Leute verstört. Doch Tony zieht nach Los Angeles, um eine Ausbildung bei Dani, die Spezialistin für Horrorfilm- Spezialeffekte, zu beginnen. Mit allen Möglichkeiten die sein Meister des Schreckens Image hergibt, wirbt er um diese Stelle und gerät dabei weit über die Grenzen der Vernunft.

Laymon verziert seinen Erzählstil nicht mit vielen Einzelheiten. Alles wird auf den Punkt gebracht. Es wird nicht angehalten um sich mit Gedankengängen, Umgebung oder irgendwelchen Erklärungen zu befassen. Was passiert, wird mit spannenden Sätzen geschildert. Dabei erscheint immer wieder ein Wechsel zu Tony und zu Linda, die ihren Weg zur Erlösung geht.

Wenn die Spannung wenigstens geblieben wäre... Nach einer Weile sackte meine Begeisterung langsam ab. Die Figuren wirken auf den ersten Seite alle interessant, entwickeln sich jedoch zu gar nichts. Ihnen und ihren Handlungen fehlt es an Authenzität. Linda, naiv und unüberlegt. Die kleinen Einschnitte zu Lindas Entscheidung warfen einen schwachen Schein auf sie. Vorrangig war ihr Handeln, wirklich nachvollziehbar und glaubhaft empfand ich es jedoch nicht. Gefühlslos und unspektakulär führt sie ihren Racheplan durch. Vielleicht waren meine Erwartungen durch den Klappentext auch etwas anders. Rachepläne die grausamer sind als die schlimmsten Splatterfilme? Nun ja ... Vielleicht waren ihre Rachepläne grausamer, dann sind diese jedoch nie in die Tat umgesetzt worden sondern blieben in Lindas Gedanken. Unerreichbar für den Leser. Dani ist auch eine naive, hilfsbedürftige Frau und Tony ist bloß eine Nervensäge, der nicht versteht was ein Nein bedeutet.

Das Interesse wurde weniger, da sich die Spannung nicht richtig aufbauen will. Vergeblich warte ich auf den Höhepunkt, auf das Finale Treffen. Doch das Ende bricht plötzlich und leise ein um mich dann mit einem dumpfen Gefühl im Stich zu lassen.

Fazit:
Laymon habe ich mir ganz anders vorgestellt. Vielleicht war es doch ein Fehler mit diesem kurzen Roman anzufangen. Es ist ein durchschnittlicher Thriller, den man nicht unbedingt lesen braucht. Linda wird nur um Rande erwähnt, Tony und Dani sind es die die Geschichte überhaupt zu einer machen. Dabei hätte es ihr nicht geschadet, würden Linda einige Auftritte mehr zur Verfügung stehen. Aber ob das die Rettung der Geschichte gewesen wäre? Es hat einfach an so vielen Ecken und Kanten etwas gefehlt. Um es also in einem kurzen und knappen Satz zu vollenden: Ich bin enttäuscht.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

schottland, highlands, liebe, england, familie

Hochlandfuchs

Claudia Schwarz
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 15.10.2012
ISBN 9783943596304
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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256 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 27 Rezensionen

mord, amoklauf, thriller, horror, entführung

Amokjagd

Jack Ketchum , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.06.2008
ISBN 9783453675452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach Evil und Beutezeit nun wieder ein Ketchum zwischen meinen Fingern. Seine Horrorbücher faszinieren vor allem durch den Realismus. Sie schockieren, sind grausam und schrecklich. Seine Geschichten passieren so ähnlich über all auf der Welt. Man öffnet das Buch und blickt auf einen Punkt unserer Geselschafft. Das sind wir. Menschen sind zu so etwas fähig.

Was geht im Kopf eines Massenmörders vor sich? Welche Gedanken? Gefühle? Wieso entscheidet er sich dafür? Wayne Lock ist so eine tickende Zeitbombe. Brennt innerlich voller Hass auf beinahe jeden mit dem er es zu tun hatte. Führt ein Notizbuch mit Namen von Personen die er umbringen möchte. Die die es durch ihr unverschämtes Verhalten verdient haben.

" Roberts, 3.1.1993: Hundescheiße in der linken Hofecke. 3.1.1993: - hat nur die großen Stücke aufgehoben, Gras immer noch verdreckt. FÄLLIG." Oder " Loden, 25.2.1993: Bestellt Scotch mit Wasser extra, behauptet dann, er hätte Soda dazubestellt. FÄLLIG." ( Seite 29 )

Bei solchen Einträgen musste ich immer wieder kurz lachen. Lächerlich... und bemitleidenswert. So viel Verachtung. So viel Wut. Wayne ist die einzige Person in dieser Geschichte der tiefe Einblicke zulässt. Was wohl auch so beabsichtigt ist. Schließlich ist es seine Geschichte die im Buch festgehalten wird. Aber dadurch entstand keine Nähe zu den anderen Figuren. Nur Wayne, der mit seiner Denkweise und Handlungen faszinierte.

Fantasien blieben Fantasien. Sehnsüchte unterdrückt. Hass weiter geschürt. Bis zu dem Tag, als er einen Mord beobachtet. Er ist erleuchtet worden und fühlt sich befreit. Nun kann sein Lebenstraum in Erfüllung gehen.

Carole Gardner ist ein Opfer die aus tiefster Verzweiflung eine Mörderin wird. War das richtig? Hätte es nicht einen besseren Weg gegeben?

Carole tat es aus Angst, Wayne aus Vergnügen. Sie öffnet ihm die Tür und er vergöttert sie dafür.

Die Spritztour, wie es im englischen auch heißt, dauert nur wenige Tage. In diesen wenigen Tagen geschieht so vieles. Ketchum hält sich nicht mit viel Blabla auf. Was wichtig für die Geschichte ist wird erzählt, alles andere kann im dunkeln bleiben. Kein Ausschweifen auf die wunderschöne Landschaft, die Farbe der Turnschuhe, wie das Haar liegt... Daher trägt nicht nur der einfache Schreibstil dazu bei, durch die Geschichte zu rasen.

Die Gewaltszenen sind in diesem Buch nicht so abstoßend wie in einigen anderen seiner Werke. Hier hält er sich eindeutig zurück. Menschen sterben. Erschossen oder erschlagen. Ketchum hat auch diesen Menschen ein Gesicht gegeben. Sie führen ein glückliches Leben, haben Pläne und Ziele. Eine schöne Zukunft vor sich. Ungeahnt, dass die Zukunft nur noch wenige Minuten andauern wird. Dann ist es vorbei. Das Leben endet. Und warum? Einfach so. Ist das nicht beängstigend? Irgendjemand kommt plötzlich die Straße entlang und erschießt dich. Kein Abschied. Es könnte jeden Augenblick passieren.

Der Ablauf der Geschichte hat mir nicht ganz so gefallen. War ich bei den ersten Seiten noch sehr angetan, baute sich das Gefühl später langsam ab. Man stolpert ,genauso wie das mörderische Pärchen, nichtsahnend und unvorbereitet durch die Seiten. Steckt irgendwo Sinn dahinter? Sollte der Sinn da sein? Sollte nicht Waynes großes Ziel seine Ex-Freundin sein und seine besagte Liste im Notizbuch? Zum Ende hin erwartet einen dann doch das Fieber. Der Höhepunkt ist gelungen. Genauso wie das Komplette Werk. Der Weg war richtig, auch wenn er stellenweise ungemütlich war.

Sie erkannte, dass das Leben in Wirklichkeit nur eine überschaubare Menge an Zeit bedeutete. Man selbst bestimmt diese Menge. Als wären die Menschen nur ein Haufen Uhren, die alle auf eine andere Zeit eingestellt waren und unaufhaltsam ihrem Ende entgegendtickten. ( Seite 22 )

Fazit:
Wieder hinterlässt Ketchum mich etwas nachdenklich zurück. Der Grund ist Wayne. Seine Taten. Eine faszinierende Figur, der man dennoch nicht begegnen möchte. Sympathie ist zu ihm nicht aufgekommen, doch ist es die einzige Person die mir nachhaltig im Kopf hängen bleiben wird. Der Anderen waren dünn, uninteressant, nichtssagend. Zumindest für meinen Geschmack. Amokjagd war eine wilde Fahrt, mit vielen holprigen Phasen aber einem unglaublichen Ziel. Es unterhält, aber leider beeindruckt es mich nicht wie seine vorherigen Werke.

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1.364 Bibliotheken, 7 Leser, 16 Gruppen, 69 Rezensionen

vampire, liebe, fantasy, strigoi, moroi

Schattenträume

Richelle Mead , Michaela Link
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.09.2009
ISBN 9783802582035
Genre: Fantasy

Rezension:

Schattenträume ist der dritte Band der Vampire Academy Reihe. Gespannt und freudig habe ich das Buch begonnen zu lesen. Mein Blick auf die letzten beiden Bände hinterlassen ein positives Gefühl der Erwartung. Viele Fragen suchen antworten.

Rose Veränderung spielt in diesem Buch eine große Rolle. Sie beginnt Geister zu sehen. Wird von Wutanfällen beherrscht, die sich kaum bändigen lassen. Die letzten Stufen in den Abgrund des Wahnsinns treten zum Vorschein. Doch wie konnte es soweit kommen? Schön ist es, wie die Frage auftaucht ob die Miroir wirklich vor den Wächtern kommen müssen. Was du willst ist egal. Spaß, Erholung, Liebe... " Sie kommen zuerst ". Nicht länger unterdrücken lassen. Wird es dazu kommen?

Die Frage finde ich vor allem deswegen interessant, wo doch eine Zukunft in Aussicht ist, in der die Miroir und Damphire gemeinsam in den Kampf ziehen. Miroir die nicht mehr in die hinterste Ecke kriechen und um ihr Leben bangen, während die Wächter ihr Leben für sie opfern. Eine Zukunft in der sich auch die Miroir zur Wehr setzen. Das ist doch der Schlüssel zum Sieg über die Strigoi. Es geht langsam in die Richtung. Vorsichtige Schritte.

Die Liebe zwischen Rose und Dimitri erreicht in diesem Band ihren Höhepunkt. Leidenschaftlich, glühend und so voller Zuversicht. Eine rosa Zukunft ist zum Greifen nah. Leider hält das Schicksal einen anderen Weg für die Beiden bereit. Die letzten Seiten sind herzzerreissend und traurig.

Frau Mead schafft es weiterhin diese aufregende Geschichte aufrecht zu halten. Sie hat mich auch dieses Mal fest an sich gepackt. Wie immer bekommt man schon am Anfang ein paar Häppchen zu geworfen die die Neugier noch hungriger macht. Man muss mehr wissen, man will es verstehen. Durch den einfachen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin.

Was mich auf Dauer dann doch gestört hat, waren die zahlreichen Wiederholungen der Geschehnisse aus den letzten zwei Bändern. Später übersprang ich einfach die Zeilen, weil es mich langweilte, immer und immer wieder dasselbe zu lesen. Bisschen zu viel des Guten.
Fazit:
Was für ein Ende. Niemals hätte ich damit gerechnet. Wer hört nach so einem Schluss auf nach mehr zu verlangen?! Die Geschichte wird immer spannender. Ich hoffe es klingt noch glaubwürdig wenn ich auch diesmal behaupte, dass es besser ist als die letzten Bände ist. Die Richtung der Entwicklungen von den Damphiren und den Miroir und vor allem der kompletten Geschichte. Ganz besonders die Liebesgeschichte von Rose und Dimitri.

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1.446 Bibliotheken, 10 Leser, 17 Gruppen, 79 Rezensionen

vampire, liebe, moroi, strigoi, fantasy

Blaues Blut

Richelle Mead , Michaela Link ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 15.06.2009
ISBN 9783802582028
Genre: Fantasy

Rezension:

Der 2. Band der Vampire Academy Reihe. Zurück zu den Morior, den Strogio und Damphiren. Zurück in den Alltag von Rose Hathaway, welcher mich im 1. Band, Blutsschwestern, mit großem Interesse begleitet hat. Aber wird das Interesse ab diesem Teil noch bleiben?

In den ersten Seiten wurde mir wieder stark bewusst, dass ich eindeutig nicht in die Zielgruppe gehöre. Die jüngere Generation wird angesprochen. Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen. Einige Seiten später hatte ich mich jedoch an den jugendlichen Schreibstil gewöhnt und ich konnte mich auf die Geschichte richtig einlassen.

Blaues Blut beginnt ungefähr dort, wo Blutsschwestern ein Ende nahm. Daher wäre es natürlich von Vorteil wenn man das 1. Buch bereits gelesen oder es zumindest vor nicht allzu langer Zeit gelesen hat. Jedoch erklärt und erinnert sich Rose an so viel Vergangenes, dass man mit den wichtigsten Fakten wieder vertraut wird und man sein Gedächtniss nicht besonders stark beanspruchen braucht.

Die besondere Beziehung zwischen Lissa, ihrer besten Freundin und Miroir Prinzessin, hat man noch gut im Kopf. Da man dies nun weiß und versteht, stehen hier andere Personen im Mittelpunkt. Einmal ist da Mason. Ein sehr guter Freund von Rose, der sich in sie verliebt hat. Dann kann man Rose Mutter kennenlernen, die zwar eine bekannte Wächterin ist, aber nicht viel Ahnung von dem Mädchen hat, welches sie zur Welt brachte. Sowie ein neues, interessantes Gesicht, Adrian. Ebenso wie Lissa, ein Mitglied der königlichen Miror Familien. Er hat sich zu einer sympathischen Figur entwickelt und ich bin gespannt welche Rolle er weiter einnehmen wird. Aber auch Rose Beziehung zu sich selbst sollte ich nicht außer Acht lassen. Ihre Entwicklung ist wirklich positiv bemerkbar. Mehr und mehr Verantwortung und Selbstbeherrschung treten an die Oberfläche.

Und natürlich ist auch Dimitri wieder mit dabei. Das kleine Flämchen, dass zwischen den Beiden knistert ist noch ruhig und unschuldig. Es ist für den Leser offensichtlich das diese beiden Damphire starke Gefühle für einander hegen. Doch diese Gefühle werden unterdrückt. Tragen sie Beide doch das Leben anderer auf ihren Schultern wo eine Liebesgeschichte einfach keinen Platz hat. Einige Zeilen beschäftigen sich mit ihrem traurigen Schicksal. Nur so viel, dass man die Sehnsucht und Liebe nachempfinden kann.

Was die Geschichte sehr spannend macht, sind die Angriffe der Strigoi. Wie sollen sich die Miroir schützen? Jetzt wo auch noch Menschen den Strigoi zur Hilfe kommen? Die letzten Seiten waren nervenaufreibend. Schnell weiterlesen. Wo führt das Ende hin?
Fazit:
Um die Frage am Anfang zu beantworten. Ja, das Interesse ist aufjedenfall noch geblieben. Nein, vielleicht ist sie noch etwas gestiegen. Denn der 2. Band hat den 1. meiner Meinung nach übertroffen. Nicht nur weil Rose aufgehört hat sich wie ein Kleinkind in der Trotzphase aufzuführen, sondern die Geschichte nimmt immer mehr an Fahrt an. Blutsschwestern eröffnete uns die Welt der Damphire, Miror usw. Wir lernten wichtige Pesonen und Fakten kennen. Nun, in Blaues Blut können wir mit der eigentlichen Geschichte beginnen. Der Kampf um die Strigoi. Ein Kampf der anscheinend noch lange nicht zu Ende ist. Dazwischen entwickelt sich eine Liebe die nicht hätte sein dürfen. Klischeehaft, aber schön erzählt ;) Für mich heißt es ganz sicher, es muss weiter gelesen werden!

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(4.478)

6.603 Bibliotheken, 116 Leser, 18 Gruppen, 360 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Genre Fantasy gehört neben Horror/Psychothriller zu meinen Lieblingen! Magische Wesen, geheimnissevolle Orte und beinahe alles ist möglich. Durch viel Lob und Schwärmerei erfuhr ich dann von City of Bones. Bei so vielen Liebesbekenntnissen musste ich einfach herausfinden, wie diese zustande gekommen sind.

Beim Aufklappen des Buches befinden wir uns noch im ganz normalen New York. Doch dann öffnet sich die Tür zur verborgenen Wirklichkeit. Ein Reich voller fantastischer Geschöpfe. Dämonen, Werwölfe, Feen, Vampire, Meerjungfrauen... Clary stolpert in diese Welt hinein. Wie der Leser hat auch sie keine Ahnung. Erklärungen finden statt, wodurch sich der Vorhang langsam immer mehr hebt. Nach einigen Kapitel kommt auch das Verstehen. Doch nie gab es einen Augenblick, bei dem man den Kopf schief stellt und verwirrt auf die Seiten blickt, obwohl so viel Wissen auf ein niederrasselt. Eine aufregende Unterwelt.

Bei Fantasy Geschichten ist es sehr hilfreich, wenn der Schreibstil detailreich und ausgeschmückt ist. Wie sonst soll man sich Wesen vorstellen, die man niemals vor Gesicht bekommen wird und nur in den Gedanken spazieren gehen. Cassandra Clares zusammenfügen von Worten hat mir sehr gefallen. Vor meinen Augen konnte ich jede Person, Gegenstand, Geschöpf mit all seinen besonderen Merkmalen sehen. Dabei schweift sie glücklicherweise nicht auf unwichtiges ab.

Zwei Personen erfüllen mit ihren witzigen, sarkastischen Dialogen die Seiten. Clary und Jace. Clary, ein mutiges und schlagfertiges Mädchen, dass sich jeder Herausforderung stellt. Jace, ein von sich absolut überzeugter Junge, der keine Angst vorm Tod hat. Ist da Liebe? Beide nähern sich zumindest vorsichtig an. Zu viel Geturtel findet jedoch nicht statt. Der Fokus der Geschichte liegt wo anders. Unerwähnenswert sollten die anderen Figuren aber auch nicht bleiben. Da wäre zum Beispiel Simon, der beste Freund von Clary, der mir immer wieder mit seine tollen Sprüchen ein Grinsen ins Gesicht geschenkt hat. Valentin der böse, böse Bösewicht aus der Geschichte, der mit seinen Plänen jedem das Leben schwer macht. Mir hat vor allem Jace gefallen. Seine freche Art, sein Tatendrang. Ein Rebelle mit weichem Herz.

Die Schattenjäger, darunter Jace, bekämpfen Dämonen. Viele Kämpfe um bösartige Wesen durchsteht man zusammen mit Clary. Es ist spannend mitzuerleben wie schwierig sich das Überleben der Gruppe in einem Kampf gestaltet. Aber auch wenn keine blutigen Szenen vorhanden waren, nahm die Spannung selten ab. Ihren Höhepunkt erreicht sie definitiv am Ende. Wendungen und Überraschungen verstecken sich da wo man es nicht hätte ahnen können.

Fazit:
Mir hat die Reise mit Clary sehr gefallen. Ein New York, dass viel aufregender erscheint, als ohnehin schon und darin leben Figuren die eine Geschichte erzählen, die es aufjedenfall Wert ist in einem Buch festgehalten zu werden. Mit Liebe zum Detail erschafft Clare eine düstere Unterwelt mit beeindruckenden Bewohnern. Eine Geschichte entsteht die weiter gelesen werden muss. Vor allem das Ende spricht dafür, welches mich mit gemischten Gefühlen hinterlies. Ein wirklich gelungener Auftakt zu einer viel versprechenden Fantasy Reihe.

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(497)

903 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, seelen, dystopie, fantasy, wanda

Seelen

Stephenie Meyer , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 912 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.10.2011
ISBN 9783548281605
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stephenie Meyer hat mich mit ihren Biss-Büchern total begeistert. Eine so wundervolle Liebesgeschichte.. Ich musste unbedingt mehr von dieser Autorin lesen. Leider ist die Auswahl in der Hinsicht nicht besonders groß. Somit musste ich mich erstmal nur mit dem Buch " Seelen" begnügen. Aber immerhin sollte der Lesespaß bei 900 Seiten eine Weile andauern.
Die ersten Seiten zogen sich ziemlich in die Länge. Man lernte das Leben der Seelen kennen und die Hauptfigur Wanda. Diese Einblicke waren zwar informativ, aber ich konnte mich dafür nicht begeistert. Nur meine Hoffnung trieb mich zum weiterlesen an, dass da aufjedenfall mehr kommen muss. Und das tat es auch. Langsam, langsam entwickelte sich die Geschichte von der ich mich nicht mehr lösen wollte.
Der Schreibstil ist detailreich und steckt voller Emotionen. Dennoch wurde ich nicht müde vom Lesen. Dadurch sind viele wundervolle Figuren entstanden. Allen vorran die Seele, Wanda. Sie ist es die die Geschichte erzählt. Man spürt ihre Freude, ihre Neugier, ihre Trauer, ihre Sehnsüchte usw. Ein kleines Kind lernt das Leben und seine Geheimnisse kennen. Wanda ist so eine liebenswerte Person. Verwirrt von all den neuen Eindrücken, versteht sie langsam was es bedeutet ein Mensch zu sein mit all seinem Facettenreichtum. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen!
Menschen besitzen unglaublich starke Emotionen. So viele verschiedene Empfindungen. Zwischen Liebe und Hass reihen sich etliche ein. Alles wird von unserer Gefühlswelt beeinflusst. Unser Denken, unser Handeln. Macht uns das zu etwas besonderem? Zu was gutem? Oder zu was schlechtem? Diese Fragen kamen mir oft auf. Die Seelen wollten eine friedliche Geselschafft aufbauen. Keine Schmerzen, keine Gewalt. Doch um diese Geselschaft zu erschaffen, müssen die Menschen verschwinden...
"In unseren Gedanken waren ihre Gesichter ganz nah und deutlich. Die Liebe, die wir für Jared und Jamie empfanden, fühlte sich unzerstörbar an. In diesem Augenblick fragte ich mich, ob der Tod stark genug war, um etwas so Lebendiges und Starkes zu vernichten. Vielleicht würde diese Liebe mit ihr zusammen weiterleben, an irgendeinem märchenhaften Ort mit perlenverziertem Tor. Nicht mit mir. " ( Seite 162 )
Natürlich steht auch eine Liebesgeschichte im Vordergrund. Melanie und Jared. Oder ist es Wanda und Jared? Wanda und Ian? Je näher das Ende in Sicht war, desto klarer wurde der Blick. Wanda bekam Einblicke in Melanies Erinnerungen, somit durfte ich auch erfahren wie sich Melanie und Jared kennenlernten. Welche Bindung sie zueinander aufbauten. Sie gehören zusammen. Das Ende, die Lösung, war sehr dramatisch und emotional. Diese Tragik berührte mein Herz sehr.

Fazit:
Frau Meyer hat eindeutig eine weitere bezaubernde Geschichte erfunden. Sie hat mich in diese Welt getaucht und alles mit erleben lassen. Alles mitfühlen lassen. Nur das Ende habe ich mir anders vorgestellt und hat mich nicht vollends zufrieden gestellt. Dennoch ist die Geschichte davor wunderschön erzählt, mit so vielen Gefühlen, mit beeindruckenden Personen!

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(49)

123 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

schweden, musik, horror, mord, psychose

Wolfskinder

John Ajvide Lindqvist , Thorsten Alms
Flexibler Einband: 556 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.10.2011
ISBN 9783785760567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Lindgvist hatte ich vorher schon „ So Finster die Nacht“ und „ Menschenhafen“ gelesen. Sein erster Roman ist TOP! Kann ich weiterempfehlen und mit einer 1+ bewerten! Von Menschenhafen kann ich das nicht behaupten. Weshalb ich das Interesse an dem Autoren verlor. Erst in der Bücherei, als ich den 4. Roman, Wolfskinder, sah, entschied ich mich spontan es noch einmal mit ihm zu Versuchen.
Die Geschichte besitzt wieder viele Emotional verkrüppelte Personen. Außergewöhnlich und Interessant. Obwohl die 2 Mädchen, Theres und Teresa die Hauptfiguren sind, ist mir Jerry als einziger wirklich sympathisch geworden. Vielleicht würde es sich ändern wenn mich eine Depression befallen würde und sie meine Ansichten über die Welt verschiebt.
Theres ist absolut seltsam und gestört. Zieht Andere mit, in ihre wahnsinnige Welt. Verwahrloste Mädchen, leicht zu manipulieren. Sie sehen einen Ausweg der keiner ist und verlieren sich in ihrem Hass gegenüber der Gesellschaft. Braucht es wirklich nur so wenig? Woher Theres Einzigartigkeit herkommt wird nicht erwähnt. Schade. Aber genauso wie das Ende, ist das typisch Lindgvist. Nicht zu viel erfahren. Selber denken.

Die Geschichte ist sehr schön geschrieben und aufgebaut. Horror Genre ist gut gewählt, denn viele tödliche Gewaltverbrechen werden detailreich erklärt.
Wolfskinder ist, meiner Meinung nach, sein 2. Bestes Roman, nach So Finster die Nacht. Die Stimmung, die Atmosphäre, die Figuren. Es kommt dem Nahe.

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(1.508)

2.366 Bibliotheken, 25 Leser, 23 Gruppen, 171 Rezensionen

vampire, liebe, fantasy, freundschaft, wächter

Blutsschwestern

Richelle Mead ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.01.2009
ISBN 9783802582011
Genre: Fantasy

Rezension:

In den USA steht ein ganz besonderes Internat. Eines welches nur Vampire, die Miroir, und ihre Beschützer, Dhampire, besuchen. Die 17 Jährige Rose lässt sich zu einer Wächterin ausbilden um in naher Zukunft ihre beste Freundin, Lissa, eine Miroir Prinzessin, beschützen zu können. Doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge. Hat es jemand auf Lissa abgesehen? Aber warum? Wie soll Rose ihr helfen? Hilfe suchend wendet sie sich an Dimitri, ihr attraktiver Trainingspartner und Lissas Wächter.

Ich muss schon sagen. Das Cover spricht mich überhaupt nicht an, genauso wenig wie der Titel des Buches. Hätte ich nicht im vorraus gehört, dass es sich um ein doch sehr lesenswertes Buch handeln soll, hätte ich ihm niemals die Beachtung geschenkt die andere Bücher von mir bekommen. Da hätte man sich eindeutig mehr Mühe geben können.

Erzählt wird aus der Sicht von Rose. Eine junge, rebellische Dame. Große Klappe, impulsiv und frech. Oft kam mir der Gedanke, Mädchen, jetzt reiß dich doch bitte zusammen. Im Laufe der Geschichte wurde es dann weniger schlimm. Vielleicht weil sie anfing das Gefühl von Verantwortung richtig kennen zu lernen? Lissa ist das komplette Gegenteil von Rose. Auch wenn Rose nicht ihre Wächterin wäre, könnte ich absolut nachvollziehen, wenn sie Lissa ständig beschützen wollen würde. Lissa wirkt so zerbrechlich. Es ist einfach rührend wie Leidenschaftlich Rose auf ihre Freundin aufpasst. Wie sich die Bekanntschaft mit Rose und Dimitri entwickelt ist auch schön anzusehen. Langsam bahnt sich eine Zuneigung an, wächst hinauf zu größeren Gefühlen. Was wird wohl aus den Beiden, wo doch keine Möglichkeit besteht ein glückliches Zusammensein zu führen?

In die Geschichte habe ich mich schnell reingefunden. Nach und nach verstand ich wer die Strigoi sind. Wo der Unterschied zwischen Miroir und den Strigoi liegt oder weshalb es die Wächter überhaupt gibt. Leicht verständlich und spannend erzählt die Autorin eine Geschichte um Freundschaft, Intrigen und Liebe. Obwohl die Geschichte eindeutig für die jüngere Generation geschrieben wurde, hatte ich auch meinen Spaß beim Lesen.

Ja doch, ich kann verstehen warum viele dieses Buch so toll finden. Mich hat es auch mitgerissen. Nach kürzester Zeit habe ich das Buch mit dem Gedanken zu Ende gelesen, dass der 2. Band her muss. Die Miroir leben in einer gefährlichen Zeit. Kann man die Strigoi aufhalten oder bleibt nichts anderes übrig als sich zu verstecken? Wie wird sich Lissa weiterentwickeln? Was passiert mit Dimitri und Rose? Hat Victor noch ein Plan B? Fragen über Fragen und großes Interesse Antworten auf diese zu finden ;)

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408 Bibliotheken, 1 Leser, 12 Gruppen, 44 Rezensionen

horror, kannibalismus, kannibalen, mord, thriller

Beutezeit

Jack Ketchum , Friedrich Mader ,
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453675070
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carla, eine junge Lektorin, bezieht in Maine ein einsames Haus am Waldrand. Viele Momente um zu entspannen. Sie lädt ihren Freund Jim, ihren Ex Nick mit seiner Freundin Laura, sowie ihre Schwester Marjie mit ihrem Freund Dan zu sich ein. Ein paar schöne Tage stehen bevor.
Zur selben Zeit liegt eine Touristin auf der Intensivstation. Nachdem wilde, verwahrloste Kinder und Jugendliche sie angegriffen haben, sah sie als einzige Rettung den Sprung von einer Klippe ins Meer hinein. Der Polizist Peters kümmert sich um diese ungewöhnliche Geschichte und stellt dabei fest, dass in der Gegend häufig Urlauber spurlos verschwinden.
Während der Polizist an dem Fall ermittelt, ist die nächste Beute schon gefunden. Eine grauenvolle Nacht bricht ein...

Jack Ketchum ist sehr bekannt im Horrorgenre. Das erste Buch welches ich von ihm gelesen habe, war "Evil". Von vielen Seiten bekam ich zu hören, dass es absolut schockierend ist. Nachdem ich die letzte Seite zu Ende las und das Buch zuklappte, konnte ich dem Gerede nur zustimmen. Ich war erschüttert. So erschüttert wie von keinem anderen Buch bisher. Jack Ketchum, was hast du hier an die Leute losgelassen? Mehr, ich will mehr davon!
Beutezeit, im originalen Off Season, zieht in mein Regal ein. Im Jahre 1980 wurde dieses Werk als sein Debütroman veröffentlicht. Jedoch ist es gekürzt und zensiert. Viel zu brutal für die Leser. Wo bleibt das Happy End?! Umschreiben bitte. Ketchum tat dies und warf das Original in den Müll. Leider, leider, leider. Viele Jahre später in einer Zeit wo Verstümmelungen in jedem 2. Horrorfilm zu sehen sind, kommt eine Neuauflage von Beutezeit auf den Markt. Mit dem ursprünglichen Inhalt, der in diversen Zeilen fehlte. Nur musste Ketchum sich nun an sein gutes Gedächtniss klammern um Beutezeit wieder zum Original zu führen. Im Nachwort erzählt Ketchum übrigens von diesem Problem.
Die komplette Geschichte ist in drei Tage unterteilt. Jedes Kapitel beginnt mit der fortlaufenden Uhrzeit. Ein Wechsel hier zu den Urlaubern, ein Wechsel da zu den Kannibalen und ab und zu ein Blick auf die Polizei. Die Geschichte, die zu Beginn noch relativ ruhig erzählt wird, beschleunigt immer mehr das Tempo. In der 2. Hälfte des Buches beginnt dann die Horrorfahrt. Die Spannung wird langsam aufgebaut. Man macht sich ein kleines Bild, mit was man es hier zutun hat. Je weiter man vorran kommt, desto mehr muss man einfach erfahren. Wunderbar!
Die Hauptpersonen machen einen interessanten Eindruck. Polizist Peters, der seinen Job zwar liebt aber nicht die Erfüllung findet und rastlos wirkt. Marjie die schwache kleine Schwester, stößt an ihre Grenzen und entdeckt neue Seiten an sich. Nick, der Ex von Carla der sie jedoch noch immer liebt. Die Characktere sind gerade soweit ausgebaut, dass man sich ein gutes Bild von jedem machen kann. Das reicht auch.
Was in diesem Buch besonders hervorsticht ist die Gewalt. Brutal und abstoßend. Kannibalen, wie sie ihr Essen zubereiten. Es wird geschlachtet, zubereitet und gegessen. Wem dieser Gedanke schon zuviel ist, sollte besser die Finger davon lassen. Ketchum ist erbarmungslos. Kein Detail wird ausgelassen. Jeden grauenhaften Moment teilt er mit uns.
Ein ganz besonderer Teil ist das Ende! Gut UND Böse. Die Bedeutung verwischt. Man schüttel die Beiden eine Weile, dann wirft man mit einem gezielt Wurf das verwirrte Paar auf die letzten Seiten des Buches und ein beeindruckendes Ende ist geschrieben. Wer ist Täter? Wer ist Opfer?

Beutezeit hat mich nicht umgehauen wie Evil. Aber es ließ mich nachdenklich zurück. Deprimiert. Wird man ohne Zivilisation so ein krankes Hirn? Zu was entwickelt sich der Mensch, wenn er sich eigene Regeln aufstellt? Wie schnell kann aus einem guten Menschen ein schlechter werden? Dem Leben ist es egal was fair ist und was nicht..
" An einem Tag landest du einen volltreffer an de wall street, und am nächsten tag überfährt dich ein bus. ... Ironie des Schicksals, Zufall, der plötzliche Absturz vom Rand der Welt, das unberechenbare Auf und Ab der Umstände. Das ist die Aussage die hinter allem steckt." ( Nachwort, Ketchum )
Ketchum hat hier nicht einfach nur ein Splatter Buch geschrieben. Nein, die Geschichte ist faszinierend und voller Spannung. Viele Wendungen überraschen einen und hinzu kommt das Ende, welches mich einen kurzen Moment aufhorchen ließ.

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Tags: horror   (1)
 
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