Leserpreis 2018

Insider2199s Bibliothek

1.390 Bücher, 290 Rezensionen

Zu Insider2199s Profil
Filtern nach
1406 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

My Love Story

Tina Turner , Naemi Schuhmacher , Barbara Steckhan , Dominik Wichmann
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 15.10.2018
ISBN 9783328600596
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(326)

628 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 46 Rezensionen

"thriller":w=17,"sekte":w=15,"jane rizzoli":w=11,"krimi":w=9,"maura isles":w=9,"mord":w=8,"schnee":w=6,"boston":w=6,"wyoming":w=6,"tess gerritsen":w=6,"usa":w=5,"winter":w=5,"kingdom come":w=5,"spannung":w=4,"unfall":w=4

Totengrund

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2012
ISBN 9783442374816
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ungewöhnliches Setting stellt Isles-Rizzoli-Erzähl-Chronologie auf den Kopf!

Die 1953 in San Diego, Kalifornien lebende Autorin studierte Medizin, arbeitete als Internistin in Honolulu auf Hawaii, liebt Gartenarbeit und Musik und lebt heute als Vollzeit-Autorin mit ihrer Familie in Camden, Maine. Der vorliegende Band ist nach „Grabkammer“ der achte Band der 12-teiligen Reihe „Rizzoli & Isles“, die seit 2012 auch als TV-Serie auf VOX ausgestrahlt wird.

Zum Inhalt (Klappentext): Dr. Maura Isles will in Kingdom Come Zuflucht vor dem Schneechaos finden. Doch es sieht aus, als hätten die Bewohner ihre Häuser nur Minuten vor ihrer Ankunft fluchtartig verlassen: Fenster und Türen stehen offen, Tische sind gedeckt – doch das Essen auf den Tellern ist festgefroren, kein Mensch weit und breit … Mauras Spur verliert sich. Bis eine Unfallmeldung Jane Rizzoli in Boston erreicht: Ein Wagen mit vier Insassen ist in eine Schlucht gestürzt. Unter den Toten ist eine Frau in Mauras Alter, und im Fond liegt ihr Gepäck …

Meine Meinung: Der letzte Band begann für mich schwach und konnte sich am Ende noch aufrappeln – hier ist genau umgekehrt: ein Mega-Start wird von einem spannungsärmeren Finale etwas abgeschwächt. Dennoch gehört dieser Roman in Verbindung mit den ersten Büchern auf jeden Fall zu den Top-Bänden der Reihe, v.a. auch durch seine völlig andere Erzählweise …

Diese ist in der Tat sehr ungewöhnlich, denn hier haben wir es nicht mit dem üblichen „Leiche-gefunden-Isles-obduziert-Rizzoli-ermittelt-Täter-gefasst-Szenario“ zu tun, sondern Maura ist in diesem Band ganz privat unterwegs und gerät dabei in eine sehr gefährliche, lebensbedrohende Situation, in der es ums nackte Überleben geht. Und dabei ist es der Autorin vorzüglich gelungen, dem Leser die gruselige Winter-Atmosphäre dieses verlassenen, eingeschneiten und völlig abgeschiedenen Dorfes näherzubringen. Außerdem darf sich der Leser mit Jane auf die spannende Suche nach ihrer Freundin begeben, und auch diese Recherchen warten mit so manchen Überraschungen auf.

Das Finale jedoch hätte ich mir ein klein wenig spannender gewünscht, obwohl ich verstehen kann, dass die Autorin wohl ein wenig Zeit sparen wollte, weil es zu diesem verlassenen Dorf noch Einiges zu berichten gab. Aber diese Erkenntnisse, die dann eher sehr trocken und gerichtsmedizinisch daher kommen, haben mich leider nicht ganz so fesseln können wie der Anfang – oder vielleicht liegt es auch nur daran, dass hier ein einfach die Chronologie auf den Kopf gestellt wurde, denn obduziert wird ja meist am Anfang und nicht am Ende des Romans, und am Schluss erwartet man die spannende Jagd nach dem Täter. Hier hätte es auch eine spannendere und längere Jagd geben können, aber die wurde wie gesagt Maura zuliebe etwas abgekürzt.

Fazit: Trotz etwas spannungsärmeren Finale (ich ziehe dafür leider einen halben Stern ab), gehört dieser Roman in Verbindung mit den ersten Büchern zu den Top-Bänden der Reihe, v.a. weil er vom Setting so ungewöhnlich ist und die Erzähl-Chronologie auf den Kopf stellt. 4,5 Sterne – unbedingt lesen!!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

145 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 17 Rezensionen

"glücksspiel":w=6,"thriller":w=5,"mississippi":w=5,"natchez":w=5,"hundekämpfe":w=5,"krimi":w=4,"casino":w=4,"penn cage":w=4,"serie":w=3,"vergewaltigung":w=3,"prostitution":w=3,"greg iles":w=3,"mord":w=2,"usa":w=2,"action":w=2

Adrenalin

Greg Iles , Bernd Rullkötter
Flexibler Einband: 652 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.01.2011
ISBN 9783404165421
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch der dritte Band liefert alles, was ein Thriller-Fan begehrt!

Der 1960 in Stuttgart geborene Autor zog mit vier Jahren nach Natchez, Mississippi, wo er seine Jugend verbrachte. 1983 beendete er sein Studium an der University of Mississippi. Danach trat Greg Iles zunächst als Profi-Musiker auf, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Seine Bücher erscheinen inzwischen in 25 Ländern. Der überaus produktive Autor pflegt außerdem eine Leidenschaft für Filme. Zu seinem Roman „24 Stunden“ schrieb er selbst das Drehbuch. Der Autor lebt mit Frau und zwei Kindern in Natchez, Mississippi. Der vorliegende Roman ist nach „Blackmail“ der dritte Teil der sechsteiligen „Penn Cage Serie“.

Inhalt (Klappentext): Penn Cage ist Bürgermeister in Natchez, Mississippi. Um seiner Stadt zu Geld zu verhelfen, hat er auf das Glücksspiel gesetzt. Nun fahren prächtige Dampfschiffe auf dem Fluss, alle zu Kasinos umgebaut. Doch ein Schiff unterscheidet sich von den anderen: die Magnolia Queen, auf der die finanzstärksten Spieler ein- und ausgehen. Ein Freund von Penn Cage hat Beweise, dass an Bord massive Verbrechen verübt werden. Als er kurz darauf brutal ermordet wird, verbeißt Cage sich in den Fall. Bald steht fest: Die Gäste der Magnolia Queen kommen nicht nur wegen des Glücksspiels. Sie wollen Blut sehen - Menschenblut.

Meine Meinung: Zuerst einmal muss gesagt werden, dass LB die sechs Bücher der Serie als 2 getrennte Trilogien aufführt (die ersten 3 Bände laufen unter „Penn Cage“, die zweiten 3 Bände unter „Natchez“), was leider nicht richtig ist: in Wirklichkeit gehören alle sechs Bücher zu der gleichen Serie und haben sowohl den Helden (Penn Cage) als auch die Location (Natchez) gemeinsam.

Der erste Band war sehr politisch, der zweite gar nicht, da ging es um Penn und seinen Jugendfreund Drew und in diesem dritten Band ist es wieder etwas politischer, was aber auch nicht verwunderlich ist, denn Penn Cage ist nun Bürgermeister und muss sich auch um die Belange der Stadt kümmern. So wird er in diesem Band mit illegalen Hundekämpfen konfrontiert, die von den kriminellen Betreibern des Dampfschiff-Kasinos initiiert werden.

Es geht gleich sehr rasant los, denn ein Freund von Penn hat Beweise für dieses Verbrechen, doch als diese verschwinden drohen die Bösen Penn und seine Familie zu töten, wenn es ihm nicht gelingt, diese wiederzubeschaffen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, der sympathische Bodyguard Daniel Kelly wird wieder engagiert und auch zwischen Penn und seiner früheren Freundin, der hübschen Journalistin Caitlin Masters scheint sich wieder etwas anzubahnen.

So hat auch dieser Band alles, was man sich von einem rasanten Thriller wünscht: Konflikte (innere wie äußere), Spannung, sympathische Protagonisten und sehr böse, gefährliche Gegenspieler und als Topping noch ein wenig Romantik. Stellenweise hat es mich ein klein wenig an Ocean Eleven erinnert, weil Penn dieses Mal ein kleines Helferteam um sich scharen muss, um diese sehr machtvollen Gegner zu besiegen. Aber ich finde es immer gut, wenn in Thrillern die Bösen auch stärkemäßig mit dem Helden mithalten kann. Hier ist sehr ausgeglichen und Penn muss wirklich alles geben!

Wie auch in den beiden Bänden zuvor begeistert mich die filmische Schreibweise des Autors: dies ist wieder ein Plot, den man sich sehr leicht als guten Spielfilm vorstellen kann, weil er sehr abwechslungsreich und thematisch überaus vielseitig ist. Und auch das Finale überzeugt wie immer durch seine überraschenden Wendepunkte und v.a. Glaubwürdigkeit.

Fazit: Auch der dritte Band steht seinen Vorgängern in nichts nach und liefert dem Thriller-Fan alles, was sein Herz begehrt: Action, Konflikte Spannung! Sicher, man hätte den Plot tw. ein klein wenig kürzen können, trotz allem empfinde ich Iles’ kleine „Ausschweifungen“ nicht als störende Lückenfüller, sondern sie dienen immer dazu, die Figuren komplexer zu gestalten und sind daher meines Erachtens notwendig. Volle 5 Sterne, Prädikat empfehlenswert!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(100)

252 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

"fantasy":w=4,"schattenjäger":w=2,"cassandra clare":w=2,"city of bones":w=2,"jugendbuch":w=1,"liebesgeschichte":w=1,"unterwelt":w=1,"goldmann-verlag":w=1,"shadowhunter":w=1,"shadowhunters":w=1,"clary":w=1,"reihen":w=1,"chroniken der unterwelt":w=1,"clary fray":w=1,"the mortal instruments":w=1

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442486823
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

130 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

"tod":w=4,"familie":w=3,"geschwister":w=3,"wahrsagerin":w=2,"roman":w=1,"freundschaft":w=1,"spannung":w=1,"usa":w=1,"leben":w=1,"amerika":w=1,"angst":w=1,"schicksal":w=1,"hoffnung":w=1,"zukunft":w=1,"familiengeschichte":w=1

Die Unsterblichen

Chloe Benjamin , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 29.10.2018
ISBN 9783442758197
Genre: Romane

Rezension:

Roman wirft interessante Fragen auf, aber mir fehlte der Aha-Moment!

Die Autorin, verheiratet mit dem Schriftsteller Nathan Hill („Geister“), der auch ihre Bücher lektoriert, stammt ursprünglich aus San Francisco, zog für ihr Studium in literarischem Schreiben jedoch nach Wisconsin, wo sie noch heute lebt. Ihr Debüt als Romanautorin gab sie 2014 mit „The Anatomy of Dreams“, für das sie mit dem Edna Ferber Fiction Book Award ausgezeichnet wurde. Der vorliegende zweite Roman ist mein erstes Buch von ihr.

Inhalt (Klappentext): Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?

Meine Meinung: Eine unheimlich spannende Frage, der sich dieser Roman widmet: Inwiefern beeinflusst das Wissen um unseren Todeszeitpunkt die Art des Lebens, das wir führen werden, und ist es sogar so, dass wir diese Vorhersage gerade durch das Wissen darüber zur Erfüllung bringen?

Die Lebensschilderung vier unterschiedlicher Geschwister soll diese Frage beantworten. Und natürlich lebt Simon, der weiß, dass ihm nur wenig Zeit bleibt, sein Leben gehetzter und gefahrvoller als seine Schwester Varya, die erst im hohen Alter sterben wird. Und man könnte dabei durchaus die berechtigte Frage stellen: Ist sein Leben dadurch auch intensiver und erfüllter als Varyas Leben, die viele Dinge auf später aufschieben kann? Somit wird das menschliche Streben nach Unsterblichkeit damit auch in Frage gestellt, denn würden wir bei einem ewigen Leben wirklich wissen, worauf es in unserem Leben ankommt?

Alles sehr interessante Fragen, die die Autorin aufwirft, aber letztlich fehlte mir ihr eigener Ansatz dazu. Dem Leser wird es selbst überlassen, welche Erkenntnisse er aus diesen vier Geschichten ziehen will, und vielleicht lag die Absicht der Autorin wirklich nur darin, den Gedankenanstoß anzuregen, was sie auch geschafft hat, aber mir fehlte am Ende einfach nur dieser Aha-Moment.

Fazit: Roman wirft interessant Fragen auf, aber mir fehlte der Aha-Moment! Die vier Geschichten lesen sich wie sehr gut geschriebene Kurz-Geschichten, die auch ein gemeinsames Thema haben, aber mir fehlte am Ende nicht nur das verbindende, sondern v.a. auch der Aha-Moment. Trotzdem lesenswert!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(745)

1.190 Bibliotheken, 24 Leser, 5 Gruppen, 155 Rezensionen

"katze":w=58,"london":w=36,"freundschaft":w=27,"drogen":w=22,"kater":w=22,"straßenmusiker":w=20,"streuner":w=17,"biographie":w=16,"james bowen":w=14,"biografie":w=12,"katzen":w=12,"bob":w=12,"obdachlos":w=12,"drogenentzug":w=12,"obdachlosigkeit":w=10

Bob, der Streuner - Die Katze, die mein Leben veränderte

James Bowen
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.05.2013
ISBN 9783404606931
Genre: Biografien

Rezension:

Ein MUSS für alle Katzenliebhaber!

Der im März 1979 geborene Autor trat mehrere Jahre als Musiker in den Straßen von London auf, und zwar gemeinsam mit seinem Kater. Als in einer Zeitung von den beiden berichtet wurde, erhielt Bowen das Angebot, ein Buch über sich und Kater Bob zu schreiben.

Inhalt (Klappentext): Das Leben meint es nicht gut mit James Bowen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt er sich als Straßenmusiker durch. Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit. So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James Leben wieder mit Sinn - und jeder Menge witziger Anekdoten. Mittlerweile sind James und Bob weltbekannt, ihre Geschichte hat bereits Millionen Leser gerührt. Nur selten wird die Beziehung zwischen Mensch und Katze so charmant beschrieben wie in "Bob der Streuner".

Meine Meinung: Habe mir nach dem Buch auch gleich den Film dazu angeschaut, damit ich eine Vergleichsmöglichkeit habe. Das Buch fand ich um Einiges besser als den Film (hätte ich gar nicht gedacht, weil man ja im Film den süßen Kater sieht), aber einige Situationen wurden im Buch eindringlicher und detaillierter geschildert – wie z.B. der Drogenentzug –, die mir dann im Film etwas zu kurz kamen.

Diese rührende Geschichte macht auf jeden Fall deutlich wie bedingungslos Tiere lieben und wie sehr sie dazu beitragen können, einen Sinn bzw. wieder einen Sinn im Leben zu finden oder anders gesagt: unsere Haustiere machen deutlich, was im Leben wirklich wichtig ist: Liebe zu geben und zu empfangen! Nach dem Buch bekam ich auf jeden Fall große Sehnsucht, mir wieder Katzen anzuschaffen, v.a. weil mein Ex-Kater Bob sehr ähnlich sah.

Fazit: Ein MUSS für alle Katzenliebhaber! Film: 4 Sterne; Buch: 5 Sterne

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

"wien":w=5,"krimi":w=3,"zwischenkriegszeit":w=3,"alex beer":w=2,"reihe":w=1,"österreich":w=1,"historischer krimi":w=1,"nachkriegszeit":w=1,"erster weltkrieg":w=1,"1. weltkrieg":w=1,"österr. krimi":w=1,"wien-krimi":w=1,"hist. krimi":w=1,"kriegsverletzung":w=1,"polizeiagent august emmerich":w=1

Die rote Frau

Alex Beer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 21.05.2018
ISBN 9783809026761
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch der zweite Band um das sympathische Wiener-Ermittler-Duo gefällt.

Alex Beer ist das Pseudonym der österreichischen Autorin Daniela Larcher (4 Bände der Otto-Morell-Reihe). Sie wurde in Bregenz geboren, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Der vorliegende historische Krimi ist nach „Der zweite Reiter“ der zweite Band zu einer spannenden Reihe um Polizeiagent August Emmerich.

Inhalt (Klappentext): Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.

Meine Meinung: Nachdem der erste Band mir schon sehr viel Lese- bzw. Hörvergnügen bereitet hat, war klar, dass ich mir auch den zweiten Band nicht entgehen lassen würde – und ich wurde nicht enttäuscht!

Wie auch im ersten Band wird die Atmosphäre der Stadt Wien im Jahr 1920 sehr gut eingefangen und in ausdrucksstarken Bildern um Leser transportiert, wo das Kopfkino auf Hochtouren läuft. Vor allem als Hörbuch ist der Genuss durch den Wiener Dialekt und v.a. die vielfältige Stimmenauswahl des Sprechers Cornelius Obonya noch ungemein größer.

Die Stärke des Buchs ist auf jeden Fall die Charakterzeichnung der Autorin; das Buch lebt durch die witzigen, skurrilen und authentischen Dialoge des sympathischen Ermittler-Duos Emmerich und Winter. Konflikte und Spannung sind ebenfalls reichlich vorhanden.

Fazit: Wie auch der erste Band besticht dieser historischer Krimi durch Charme, Witz und das hohe handwerkliche Können der Autorin. Da darf man auf weitere Folgebände sehr gespannt sein!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

129 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

"die sieben schwestern":w=3,"reihe":w=2,"schottland":w=2,"liebe":w=1,"roman":w=1,"vergangenheit":w=1,"geheimnisse":w=1,"familiengeschichte":w=1,"gegenwartsliteratur":w=1,"schweiz":w=1,"spanien":w=1,"familiensaga":w=1,"band 5":w=1,"verlag goldmann":w=1,"genf":w=1

Die Mondschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.11.2018
ISBN 9783442314461
Genre: Romane

Rezension:

Wieder ein paar kostbare Lesestunden auf den Mond geschossen ...

Die 1971 in Irland geborene Autorin arbeitete zunächst als Schauspielerin für Theater-, Film- und Fernsehproduktionen bevor sie diese Erfahrungen zum Schreiben inspirierten. Der vorliegende Roman ist nach „Die Perlenschwester“ der vierte Band der siebenteiligen Serie um „Die sieben Schwestern“.

Inhalt (Klappentext): Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ...

Meine Meinung: Eigentlich hatte ich diese Reihe bereits nach dem unendlich schlechten dritten Band abbrechen wollen, aber auch beim vierten Band wurde es nicht wesentlich besser. Auch dieser fünfte Roman der Serie beginnt unheimlich langweilig – es ist mittlerweile das Muster feststellbar, dass die Gegenwartsplots in jedem Band immer die schwächsten Parts sind; vielleicht liegt das daran, dass die Autorin diese zu Hause schreibt (bzw. in ihr Diktiergerät spricht), während sie die anderen Teile auf Reisen verfasst; bin zufällig mal über diesen Artikel gestolpert) – wie gesagt der Plot und v.a. die Dialoge sind sooo banal und langweilig (meist Alltagsszenen übers Putzen, Essen und Wildkatzen füttern), dass man externe Hilfsmittel braucht, um sich überhaupt wach halten zu können. Die Autorin hat 0,0 Gespür dafür, welche Szenen wichtig oder unwichtig sind, von irgendeiner Art von Editing kann man hier nicht sprechen!

Und dann beginnt der Vergangenheitsplot über Lucia, die Großmutter der Heldin (es ist immer die Großmutter, manchmal sogar die Urgroßmutter) und plötzlich gibt es hier eine interessante Heldin, Konflikte und sogar Spannung. Es fühlt sich an als ob zwei völlig unterschiedliche Autoren hier am Werk gewesen seien, denn sobald der Plot wieder in die Gegenwart wechselt, schläft man wieder ein. Es ist ein hin und her, ein Wechselbad der Gefühle.

Leider zerstört dann der letzte Gegenwartspart das Buch für mich völlig, denn hier kommt dann neben der Langeweile noch eine kräftige Portion Kitsch hinzu. Hier eine nette Szene über eine Hirschkuh und ihren Kleinen zum Genießen:

„»Ja, du bist auch wunderschön.« Ich betrachtete ihre langen Wimpern und den weißen Stern mitten auf ihrer Stirn. […]

Ich streichelte ihren Kopf und küsste auch ihn. »Wo du jetzt hingehst, bist du in Sicherheit. Mach dir keine Sorgen um den Kleinen. Ich sorge dafür, dass sich jemand um ihn kümmert.«

Ich meinte, eine Träne auf dem Gesicht der Hirschkuh zu sehen, bevor sie ins Stroh zurücksank und die Augen zum letzten Mal schloss.

Meine Tränen tropften auf das warme Fell ihres Sohnes. Gerade hatte sich hier das Gleiche abgespielt wie bei meiner eigenen Geburt. Ich verharrte eine Weile mit dem Kopf des kleinen Hirschs auf den Knien. Gemeinsam trauerten wir um unsere jeweiligen Mütter, die wir verloren hatten, ohne sie kennenlernen zu dürfen.“

Einfach herzzerreißend! LOL

Damit ging für mich der Roman vollends den Bach runter. Und die Vorschau auf den nächsten Band hätte man sich (WIEDER!) getrost sparen können, weil sie absolut keine Vorfreude auf den nächsten Band auslöst.

Fazit: Wieder ein paar kostbare Lesestunden auf den Mond geschossen: von den anfänglichen 3,5 bleiben nur noch müde 2 Sterne übrig. Gäbe es den Vergangenheitsplot um Lucia nicht, wäre ich auch auf einen Stern herunter gegangen. Wenn ihr wissen wollt, was Schmerz bedeutet, lest dieses Buch!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(63)

123 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

"thriller":w=5,"kate burkholder":w=5,"mord":w=4,"ohio":w=3,"amisch":w=3,"amische":w=3,"krimi":w=2,"spannung":w=2,"usa":w=2,"korruption":w=2,"fischer verlag":w=2,"band 9":w=2,"painters mill":w=2,"linda castillo":w=2,"joseph king":w=2

Ewige Schuld

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.06.2018
ISBN 9783596298020
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ewige Schuld? Nein! Ewige Langeweile!

Die in Dayton, Ohio geborene Autorin arbeitete jahrelang als Finanzmanagerin, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann in Texas. Der vorliegende Roman ist nach „Böse Seelen“ der vorerst letzte Teil einer neunteiligen Serie um die Polizeichefin Kate Burkholder.

Inhalt (Klappentext): Seit zwei Jahren sitzt Joseph King wegen des Mordes an seiner Frau Naomi hinter Gittern. Er gilt als ein „gefallener“ Amischer, einer der ständig mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Doch diese Tat hat er immer vehement bestritten. Jetzt ist er ausgebrochen, hat seine fünf Kinder als Geiseln genommen. Als Kate Burkholder die Kinder auf eigene Faust befreien will, wird sie von King überwältigt. Seine Forderung an sie lautet: Du kannst gehen, aber finde den Mörder meiner Frau! Als Kate diesen zwei Jahre alten Fall wieder aufgreift, ahnt sie noch nicht, wie gefährlich diese Ermittlung werden und welches Drama daraus entstehen wird.

Meine Meinung: In meiner vorigen Rezension hatte ich die Befürchtung geäußert, Castillo könnte erzählerisch am Ende angekommen sein, das Setting der Amischen gäbe einfach nichts mehr her – dieser Band ist dann leider die Bestätigung, dass ich mit meiner Vermutung ins Schwarze getroffen habe. Der Roman löst nicht nur gähnende Langeweile aus, sondern ist darüber hinaus noch sehr vorhersehbar und enthält wenig Überraschungen.

Was mich am meisten störte, war, dass mir im zweiten Teil des Buches die Ermittlungen von Kate völlig egal waren, einfach weil es der betreffenden Person nicht wirklich zugutekam; da machten dann auch entsprechende Rückblicke überhaupt keinen Sinn mehr. Hinzu kam, dass die Ermittlungen durch ewig lange Befragungen von irgendwelchen Personen ewig lange in die Länge gezogen wurden; da war Spannung nur Mangelware.

Privat passiert auch nicht viel, ihr Partner Tomasetti wird zum Nichtstun verdammt. Und selbst die Auflösung – bei den vorigen Bänden rettete der finale Showdown das Buch vor einer schlechteren Bewertung – war hier abgedroschen und voller Klischees.

Fazit: Der bisher absolut schwächste Band der Serie: nicht nur gähnende Langweile, mangelnde Spannung bzw. Konflikte, sondern auch vorhersehbar und v.a. ein ebenso schwacher Schluss. Der einzige Grund, warum ich vorerst nicht unter 2 Sterne gehe, ist, dass es evtl. vielleicht noch schlimmer kommen könnte – der nächste Fall ist für den Sommer 2019 geplant. Ein klein wenig Hoffnung auf Besserung besteht allerdings noch, dennoch bin ich froh, eine kleine Castillo-Pause einlegen zu können.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(59)

93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

"humor":w=5,"liebe":w=4,"familie":w=3,"wechseljahre":w=3,"drei generationen":w=2,"roman":w=1,"freundschaft":w=1,"frauen":w=1,"liebesroman":w=1,"frauenroman":w=1,"beziehungen":w=1,"chaos":w=1,"alter":w=1,"plan":w=1,"verwirrung":w=1

Wie heiß ist das denn?

Ellen Berg
Flexibler Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.06.2018
ISBN 9783746634074
Genre: Humor

Rezension:

Außen hui, innen pfui – lustiges Cover, unlustige Geschichte!

Die 1969 geborene Autorin studierte zunächst Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu und widmet sich der Schriftstellerei in Vollzeit. Der vorliegende Roman ist mein erstes Buch von ihr.

Inhalt (Klappentext): Mitte vierzig ist ein komisches Alter, findet Bea. Mal fühlt sie sich jung und knackig wie eh und je, dann wieder melden sich Hitzewellen und Stimmungsschwankungen. Dass sich der Versöhnungssex mit ihrem Freund als Abschiedssex herausstellt, hebt ihre Laune auch nicht gerade. Warum gerät sie immer an die Falschen? Der Frust ist komplett, als Mutter Rosi, 64, und Tochter Mona, 19, mit neuen Liebhabern auftauchen – beide in Beas Alter. Geht gar nicht! Bea beschließt, erst mal männerlos glücklich zu werden. Aber dann steht mit Theo ein Mann vor ihr, der zwar definitiv der Falsche ist, ihr jedoch einen Hitzetsunami nach dem anderen beschert.

Meine Meinung: Gleich vorab muss ich gestehen, dass ich im Genre Humor normalerweise gar nicht unterwegs bin, aber weil ich es für eine Challenge lesen musste und mich der Titel und das Cover ansprach, wollte ich einmal einen Versuch wagen. Der Versuch ging leider kräftig in die Hose.

Beim Plot hatte ich ja von vornherein nichts Aufregendes erwartet, aber dass er so voller Klischees vollgestopft und völlig vorhersehbar sein würde, damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet. Beispiel gefällig? ACHTUNG SPOILER: wenn Bea einen Mann kennenlernt, von dem sie annimmt er sei schwul (und dieser Umstand wird im Text 1000 Mal wiederholt), mit dem sie aber ach so gut zusammenpasst, dann ist doch vollkommen klar, dass sie sich in ihrer Einschätzung völlig geirrt hat! Oder wenn sie den Freund ihrer Tochter mit einer jüngeren Frau erwischt und sich tierisch darüber aufregt, ist auch klar, dass dieses Mädchen nur seine Tochter ist. SPOILER ENDE

Da muss sich die Autorin schon raffiniertere Dinge einfallen lassen, um den Leser zu überraschen. Mir hat es nur ein gelangweiltes Kopfschütteln entlockt. Und Lachen konnte ich leider auch kein einziges Mal, was beim Genre Humor schon denkbar ungünstig ist.

Fazit: Heiß wird es einem beim Lesen dieser Geschichte ganz und gar nicht: naive bis strohdoofe Heldin, abgedroschener, klischeehafter und konstruierter Plot mit völlig vorhersehbaren Ereignissen und v.a. nervtötend durch das ständig gewollt Humorvolle, worüber ich leider nicht lachen konnte. Sorry, dieser Roman war absolut nicht mein Fall: Flop des Jahres.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

47 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 11 Rezensionen

"china":w=4,"historisch":w=1,"deutscher autor":w=1,"suhrkamp":w=1,"missionare":w=1,"super cool und spannend":w=1,"suhrkamp verlag":w=1,"longlist deutscher buchpreis":w=1,"buchpreis":w=1,"shortlist deutscher buchpreis;":w=1,"england 19. jh":w=1,"opiumkriege":w=1,"das buch ist so toll geschrieben":w=1,"roman ,.":w=1,"china reise kultur":w=1

Gott der Barbaren

Stephan Thome
Fester Einband: 719 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.09.2018
ISBN 9783518428252
Genre: Romane

Rezension:

Ein völlig überfrachteter Historien-Epos ohne roten Faden.

Der 1972 im hessischen Biedenkopf geborene Autor studierte Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie an der Freien Universität Berlin. Ab Mitte der 1990er Jahre unternahm er Reisen nach Tibet, Nepal, die Philippinen und Malaysia. Weitere Studien führten ihn nach China, Taiwan und Japan. Sein Roman-Debüt hatte er 2009 mit "Grenzgang", der genau wie dieser Roman auf der Shortlist des Dt. Buchpreises landete. Seit dem Jahr 2005 lebt er in Taipeh.

Inhalt (Klappentext): China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts – in Hongkong, Shanghai, Peking – begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss.

Meine Meinung: Über diesen Roman kann ich leider nicht viel Gutes sagen. Ich schätze ich hatte mir nach dem KT eine völlig andere Vorstellung gemacht. Somit stimmte für mich die folgende Schilderung „Ein großer und weitblickender Roman über religiösen Fanatismus, über unsere Verführbarkeit und den Verlust an Orientierung in einer sich radikal verändernden Welt.“ in keiner Weise mit dem Roman überein. Ich hatte mir etwas mehr Spannung, Leidenschaft und Hintergrundwissen erwartet.

Der Roman wird hpts. aus drei sich abwechselnden Erzählperspektiven geschildert: 1. Philipp Neukamp, der junge deutsche Missionar, der nach China reist; 2. James Bruce, 8. Earl of Elgin (ein Nachfahre von Robert the Bruce), dem Sonderbotschafter und 3. Zeng Guofan, dem General, der mit seiner Hunan-Armee gegen die langhaarigen Aufständischen im Land kämpft. Dazwischen werden noch munter diverse Artikel, Tagebuchschilderungen usw. eingeschoben, um von einem Kapitel zum anderen überzuleiten.

Am Anfang brauchte ich eine Weile, um mich in diesem fast unüberschaubaren Informationswirrwarr zurechtzufinden; doch gewöhnt man sich erst einmal an die Erzählstruktur, kann man sich mehr auf den Plot konzentrieren. Doch dieser ist genauso ausschweifend wie der formale Aufbau des Romans. Ein roter Faden ist nicht wirklich zu erkennen.

Schon früh kristallisiert sich der deutsche Missionar als Hauptfigur heraus , zumindest konnte ich mich mit ihm noch am ehesten identifizieren, weil dieser über das China der damaligen Zeit genauso wenig wusste ich wie ich als Leser. Außerdem wird hier auch aus der Ich-Perspektive geschildert. Und in diesem Handlungsstrang kommt sogar ein wenig Spannung auf, weil gleich zu Beginn verraten wird, dass er seine Hand verlieren wird und man natürlich wissen will, wie das geschieht. Auch verliebt er sich in eine Frau, die er heiraten will. Doch die offene Frage bzgl. seiner Hand wird zu Mitte des Buchs bereits aufgeklärt und der Sub-Liebesplot verpufft ebenso schnell im Nichts. Was mich aber am meisten störte, war dann, dass diese Figur in der zweiten Hälfte des Romans zur Nebenfigur verblasst und der Autor auch noch plötzlich zur dritten Person, wechselt, was ich der Figur gegenüber als pure Grausamkeit empfand.

Mit der Zeit wird also schnell klar, dass die beiden anderen Handlungsstränge (Bruce und Guofan) dominieren werden und hier geht es leider sehr militärisch zu, was das Lesen für mich SEHR zäh bis langweilig gestaltete. Vor allem, weil dem Leser auch zu wenig Hintergrundwissen gegeben wird: Warum kämpft Guofan gegen die Rebellen? Gegen was rebellieren die überhaupt? Was will Bruce wirklich, nur Handel treiben oder auch hpts. missionieren? Wer sind die Barbaren, die Rebellen oder die Briten? Die einzigen Szenen, die ein wenig fesseln konnten, war die Beziehung zwischen Bruce und seinem Sekretär Maddox. Aber wie gesagt ein roter Faden war für mich leider zu keinem Zeitpunkt erkennbar.

Fazit: Ein völlig überfrachteter Historien-Epos ohne roten Faden. Zum Glück bin ich nicht die Einzige, die das so empfunden hat – man traut sich ja kaum, etwas gegen Bücher zu sagen, die für Preise nominiert wurden – hier ein Spiegel-Artikel, dem ich mich voll anschließen kann. Leider Zeitverschwendung, der Roman, nicht der Artikel! LOL

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"liebe":w=2,"mord":w=2,"usa":w=2,"sex":w=2,"drogen":w=2,"mississippi":w=2,"natchez":w=2,"penn cage":w=2,"thriller":w=1,"erotik":w=1,"vergewaltigung":w=1,"teenager":w=1,"erpressung":w=1,"schriftsteller":w=1,"anwalt":w=1

Blackmail

Greg Iles , Axel Merz
Flexibler Einband: 621 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.01.2011
ISBN 9783404270439
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Serie geht genauso spannend weiter wie sie angefangen hat ...

Der 1960 in Stuttgart geborene Autor zog mit vier Jahren nach Natchez, Mississippi, wo er seine Jugend verbrachte. 1983 beendete er sein Studium an der University of Mississippi. Danach trat Greg Iles zunächst als Profi-Musiker auf, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Seine Bücher erscheinen inzwischen in 25 Ländern. Der überaus produktive Autor pflegt außerdem eine Leidenschaft für Filme. Zu seinem Roman „24 Stunden“ schrieb er selbst das Drehbuch. Der Autor lebt mit Frau und zwei Kindern in Natchez, Mississippi. Der vorliegende Roman ist nach „Unter Verschluss“ der zweite Teil der sechsteiligen „Penn Cage Serie“.

Inhalt (Klappentext): Als im Mississippi die nackte Leiche eines Mädchens gefunden wird, ist die ganze Gemeinde von Natchez geschockt ═ am meisten aber der Anwalt Penn Cage. Denn er muss erfahren, dass sein bester Freund, der Arzt Drew Elliott, der ihm als Junge einmal das Leben gerettet hat, ein Verhältnis mit der Schülerin hatte und somit unter Mordverdacht steht. Wider Willen übernimmt Penn den Fall und wird hineingerissen in einen Sog von Erpressung, Rassenpolitik und sexuellen Begierden. Seine einzige Chance, den Freund zu retten, ist die Wahrheit zu finden. Eine Wahrheit, die keiner wissen will.

Meine Meinung: Zuerst einmal muss gesagt werden, dass LB die sechs Bücher der Serie als 2 getrennte Trilogien aufführt (die ersten 3 Bände laufen unter „Penn Cage“, die zweiten 3 Bände unter „Natchez“), was leider nicht richtig ist: in Wirklichkeit gehören alle sechs Bücher zu der gleichen Serie und haben sowohl den Helden (Penn Cage) als auch die Location (Natchez) gemeinsam.

Der erste Band war sehr politisch, dieser gar nicht. Hier geht es um eine Freundschaft zwischen zwei Männern, die wegen einem Mordverdacht auf eine harte Probe gestellt wird. Der Autor beleuchtet jede Perspektive (Anwalt, Freund, Opfer) sehr detailliert, sodass man sich sehr gut in jede Figur hineinversetzen kann. Insgesamt ist der Plot sehr ereignisorientiert, d.h. man hat nur wenig Verschnaufpausen bis wieder etwas passiert, bis es eine Wende oder Überraschung gibt – und genau so stelle ich mir das bei einem Thriller vor.

Auch in diesem zweiten Band schreibt der Autor sehr anschaulich, sodass man ständig wie im Kino die Bilder vor sich sehen kann. Überhaupt merkt man, dass der Autor Erfahrung mit Drehbuchschreiben hat, denn das Lesen fühlt sich sehr „filmisch/szenisch“ an und das gefällt einem Kinofan wie mir besonders gut.

Auch die Auflösung fand ich sehr gelungen, da der Autor auch hier mit einigen Überraschungen aufwartet. Obwohl das Buch mit seinen 600 Seiten sicher zu den dickeren Thrillern gehört, wird es zu keiner Zeit langweilig oder ausschweifend – hier ist wirklich ein Autor am Werk, der versteht, wie man eine Dramaturgiekurve gekonnt aufbaut.

Fazit: Die Serie geht genauso spannend weiter wie sie angefangen hat: wie gewohnt gute Figurenzeichnung, ereignisreicher Plot mit viel Spannung, filmischer Schreibstil und überraschende Wendungen. Ein Thriller ganz nach meinem Geschmack. Vergebe sehr gerne 5 Sterne und freue mich schon riesig auf den nächsten Teil. Wer Thriller mag, unbedingt lesen!

Hier geht es zu Band 3 ...

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

101 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

"wien":w=11,"krimi":w=7,"mord":w=4,"reihe":w=3,"österreich":w=3,"historischer krimi":w=3,"nachkriegszeit":w=3,"1919":w=3,"august emmerich":w=3,"erster weltkrieg":w=2,"tod":w=1,"historischer roman":w=1,"gesellschaft":w=1,"kriminalroman":w=1,"jagd":w=1

Der zweite Reiter

Alex Beer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Limes, 27.03.2017
ISBN 9783809026754
Genre: Historische Romane

Rezension:

Sympathisches Ermittler-Duo mit viel Wiener Herz.

Alex Beer ist das Pseudonym der österreichischen Autorin Daniela Larcher (4 Bände der Otto-Morell-Reihe). Sie wurde in Bregenz geboren, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Der vorliegende historische Krimi ist der Auftakt zu einer spannenden Reihe um Polizeiagent August Emmerich.

Inhalt (Klappentext): Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr...

Meine Meinung: Diesen Roman zu lesen (bzw. v.a. zu hören) ist purer Lese-/Hör-Genuss. Da stimmt einfach alles: überaus sympathisches Ermittler-Duo mit großem Herz, fesselnder Plot, sehr authentische und atmosphärische Location Wien und eine Menge innerer und äußerer Konflikte des Helden (Kommissar August Emmerich), die die Spannung bis zum Schluss halten und auch während der finalen Auflösung nicht enttäuschen.

Fazit: Ein historischer Krimi, der auf ganzer Linie bestechen kann. Da gibt es sehr gerne 5 Sterne, und ich freue mich natürlich auf den Band 2.

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

61 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

"liebe":w=1,"roman":w=1,"kinder":w=1,"biografie":w=1,"einsamkeit":w=1,"alltag":w=1,"schweden":w=1,"autobiographie":w=1,"norwegen":w=1,"geburt":w=1,"lieben":w=1,"verbundenheit":w=1,"nähe":w=1,"distanz":w=1,"autonomie":w=1

Lieben

Karl Ove Knausgård , Paul Berf
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei btb, 11.01.2016
ISBN 9783442713219
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(113)

216 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

"amisch":w=11,"thriller":w=7,"kate burkholder":w=5,"linda castillo":w=5,"krimi":w=4,"usa":w=4,"undercover":w=4,"mord":w=3,"ohio":w=3,"spannung":w=2,"kinder":w=2,"new york":w=2,"winter":w=2,"fischer verlag":w=2,"bischof":w=2

Böse Seelen

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596298013
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Böse Seelen" klingt gruselig und spannend, der Plot war es leider nicht!

Die in Dayton, Ohio geborene Autorin arbeitete jahrelang als Finanzmanagerin, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann in Texas. Der vorliegende Roman ist nach „Grausame Nacht“ der achte Teil einer mittlerweile neunteiligen Serie um die Polizeichefin Kate Burkholder.

Inhalt (Klappentext): Die junge Rachel Esh wird tot im Wald gefunden. Sie war fünfzehn und erfror jämmerlich. Offenbar wollte sie weg von zu Hause. Böse Gerüchte machen die Runde über diese isolierte Amisch-Gemeinde im Bundesstaat New York. Aber niemand will offen sprechen. Deshalb bittet der örtliche Sheriff Kate Burkholder um Hilfe. Allein und auf sich selbst gestellt soll sie herausfinden, was sich dort wirklich abspielt. Kate gibt sich als trauernde Witwe aus und taucht ein in eine Welt, die voller Verbrechen und Grausamkeit ist. Und in dieser Welt steht ihr der gefährlichste Kampf noch bevor: Sie muss ihr eigenes Leben retten.

Meine Meinung: Die Idee zu diesem Band fand ich gut: Kate ermittelt Undercover in der Amisch-Gemeinde. Man hätte diese Konstellation schon viel früher erwarten können und vielleicht hätte es diesem Band auch besser getan, wäre er unter die früheren, spannenderen Bände einsortiert. So folgt dieser sehr spannungsarme Band einem ebenfalls langweiligen 7. Band und der Verdacht drängt sich auf, die Story könnte erzählerisch am Ende angelangt sein. Irgendwann haben Locations und Settings ihren Dienst getan und genau dies scheint sich hier leider zu bewahrheiten.

Sicher, dadurch, dass Kate dieses Mal ganz auf sich allein gestellt ist und somit ein hohes Risiko eingeht, ist ihr Partner Tomasetti natürlich wie immer sehr besorgt um sie, was die Konfliktlage in deren Beziehung noch verstärkt, aber ich muss sagen diese privaten Umstände in diesem Band haben mich dieses Mal etwas genervt, weil Tomasetti einfach zu dieser blassen Nebenfigur verkommt und so gar nicht ins Geschehen eingreifen darf und kann.

Spannung kommt also weder in Kates Fall noch im Privaten auf und so habe ich mich gelangweilt durch den Plot gekämpft. Man kann nur hoffen, dass sich die Autorin noch steigern kann, ansonsten ist die Story „auserzählt“.

Fazit: Band 7 bezeichnete ich als „schwächsten Band der Serie“. Nun dieses Buch folgt gleich darauf, es war sogar noch langweiliger als der Vorgänger und das will was heißen. Allein der finale Showdown rettet den Roman mal wieder davor, dass ich noch unter 3 Sterne gehen muss. Es kann nur aufwärts gehen …

Hier geht es zu Band 9 ...

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

PANDORA (Shadow Warriors): Thriller

Stephen England
E-Buch Text: 550 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 30.11.2018
ISBN 9783958353671
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

"roman":w=1

Erhebung

Stephen King
E-Buch Text: 144 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 12.11.2018
ISBN 9783641237516
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"russischer autor":w=1

Der Spieler

Fjodor Dostojewski
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Nikol, 05.01.2018
ISBN 9783868204438
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

"rom":w=2,"sci-fi":w=2,"weltall":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"fantasy":w=1,"spannung":w=1,"humor":w=1,"drama":w=1,"intrigen":w=1,"dämonen":w=1,"action":w=1,"abgebrochen":w=1,"sklaven":w=1,"highlight":w=1

Roma Nova

Judith Vogt
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404209149
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(111)

203 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

"überwachung":w=5,"computer":w=4,"weimar":w=4,"nsa":w=4,"thriller":w=3,"historischer roman":w=2,"nationalsozialismus":w=2,"drittes reich":w=2,"fiktion":w=2,"ns-zeit":w=2,"totale überwachung":w=2,"programmstrickerin":w=2,"komputer":w=2,"roman":w=1,"geheimnisse":w=1

NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Andreas Eschbach
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783785726259
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ein absoluter Lese-Leckerbissen! Eschbach eben!

Der 1959 in Ulm geborene Autor studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrt-Technik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler sowie Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Heute gehört er zur Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren und ist außerdem einer meiner Lieblingsautoren.

Inhalt (Klappentext): Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien und deren totale Überwachung? Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.

Meine Meinung: Wo soll ich bloß anfangen, schwebe immer noch auf Wolke 7 bei diesem Roman. Einem der besten von Eschbach und ein absolutes Jahres-Highlight! Aber eins nach dem anderen …

Zuerst einmal startet Eschbach – wie in vielen seiner Romane – mit einer supertollen, innovativen Idee. Dieses Mal, einem Gedankenspiel: Was wäre, wenn unsere moderne Computer-Technologie in die falschen Hände geriete, in die Hände einer diktatorischen Regierung, die damit noch schneller und effektiver ihre menschenverachtenden Ziele verfolgen könnte. Meisterhaft verwebt Eschbach dabei Realität und Fiktion und bringt uns vor dem Hintergrund dieser Technologie-Entwicklung zwei Figuren besonders nahe: die Protagonistin Helene Bodenkamp und den Antagonisten Eugen Lettke.

Auch hier beim Thema Figurenzeichnung versteht es der Autor gekonnt, den Leser emotional an die Figuren zu binden, sehr bald kommt der Zeitpunkt, wo einem nicht mehr egal ist, was mit ihnen passiert – da die äußeren und inneren Konflikte stetig zunehmen, steigert dies auch die Spannung bis zum Zerreißen – und am Ende ist man vom Schicksal der beiden so sehr betroffen, dass man noch lange über sie nachdenkt. Man kann sie einfach nicht vergessen!

Sehr gut gefielen mir auch die vielen Ideen, die Eschbach in den Plot einstreut – das NSA lässt sich immer neue, ausgefallenere Sachen einfallen, um für die sogenannte Sicherheit des Reichs zu sorgen und somit deren Daseinsberechtigung als Reichsorgan zu rechtfertigen, denn die Angst ist natürlich groß, dass man dem Auftrag nicht gerecht und dann z.B. in den Krieg eingezogen werden könnte. Dabei spielt das Thema Programmierung eine große Rolle, denn die Heldin schreibt Programme und verfolgt damit andere Ziele als z.B. Lettke, ihr Vorgesetzter.

Zum Ende kann ich nur drei Dinge sagen: wow, wow und wow!!

Fazit: Ich war ja schon vorher Eschbach-Fan und liebe seine Bücher – v.a. z.B. „Herr aller Dinge“, das ich unbedingt nochmals lesen möchte – aber mit diesem Roman hat sich der Autor echt selbst übertroffen. Das Buch hat zwar mit 800 Seiten deutlich Überlänge, aber ich hätte auch das Doppelte vertragen! Ein absoluter Lese-Leckerbissen in jeder Hinsicht und nicht nur eines meiner Jahres-Highlights, sondern der letzten Jahre! Unbedingt lesen!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(104)

179 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 27 Rezensionen

"diät":w=8,"liebe":w=5,"humor":w=5,"abnehmen":w=5,"roman":w=3,"freundschaft":w=3,"übergewicht":w=3,"lustig":w=2,"frauenroman":w=2,"freundinnen":w=2,"ehebruch":w=2,"zürich":w=2,"kur":w=2,"fastenkur":w=2,"freunde":w=1

Das bisschen Kuchen

Ellen Berg
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 25.06.2012
ISBN 9783746628271
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

46 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

"thriller":w=5,"mord":w=3,"spannung":w=3,"berlin":w=3,"serienkiller":w=3,"rache":w=2,"trilogie":w=2,"christine lenéve":w=2,"oliver menard":w=2,"reihe":w=1,"serie":w=1,"psychologie":w=1,"action":w=1,"psychothriller":w=1,"leiche":w=1

Der Kratzer

Oliver Ménard
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.12.2018
ISBN 9783426522370
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spannender Abschluss der Trilogie, aber das Ende ein wenig enttäuschend

Der 1965 in Berlin geborene Autor studierte Regie und Dokumentarfilm in Madrid und New York, danach folgte ein Hochschulstudium der Germanistik und Publizistik in Deutschland. Er arbeitet seit über zwanzig Jahren als Fernseh-Journalist und lebt heute in Berlin. Dies ist nach „Das Hospital“ der Abschluss einer Trilogie um die Journalistin Christine Lenève.

Zum Inhalt: Der Kratzer. So nennt die Berliner Mordkommission den Killer, der seine Opfer ausbluten lässt und Nachrichten in ihre Haut ritzt. Vor sieben Jahren ist er Kriminalkommissar Tobias Dom knapp entwischt, nun wird Doms Ex-Frau überfallen und der Name der gemeinsamen Tochter in ihren Oberschenkel geritzt. Der Kommissar bittet die Journalistin Christine Lenève um Hilfe. Gemeinsam folgen sie einer Spur ausgerechnet in jene psychiatrische Anstalt, in der Dr. Lindfeld einsitzt. Und der Psychiater hat mit Christine noch eine Rechnung offen …

Meine Meinung: Wie ich schon im zweiten Teil schrieb, hier schreibt ein Autor, der sein Handwerk versteht: die Locations sind super recherchiert und das Kopfkino läuft auch Hochtouren, weil die Szenen sehr lebendig, spannend und anschaulich beschrieben werden. Man hat das Gefühl, live dabei zu sein, weil auch die jeweilige Atmosphäre der Locations (Gerüche, Geräusche etc.) sehr gut eingefangen wird. Ein starker Pluspunkt, v.a. in diesem Genre.

Auch der finale Showdown könnte nicht spannender sein, doch dann stellt man fest, dass man noch lange nicht am Ende des Buches angelangt ist, es folgt noch ein dritter Teil. Und DAS ist auch leider mein Kritikpunkt: plötzlich wird der Leser mit Infos zur Heldin konfrontiert, die meines Erachtens an den Anfang, nämlich in die Einführung gehören. Dann wäre es mir auch leichter gefallen, die Heldin besser zu verstehen und eine engere Beziehung zu ihr aufzubauen. Wie auch im zweiten Teil wurde ich leider mit keiner der Figuren warm und konnte somit nicht so stark an deren Schicksal teilnehmen, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Der Autor möchte am Ende überraschen, aber für meinen Geschmack ist ihm das leider gänzlich misslungen.

Fazit: Ein handwerklich gut geschriebener Thriller, mit allem, was dazu gehört: rasantes Tempo, Spannung, Locations voller Atmosphäre. Für mich gibt es allerdings zwei entscheidende Kritikpunkte: Figuren, für die ich mich leider nicht erwärmen konnte und ein nachgelagertes Ende, das mich nicht überrascht, sondern eher verwirrt und enttäuscht hat, tw. zu konstruiert und unglaubhaft. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen.  Dennoch eine Trilogie, die sicher den Geschmack vieler Genre-Fans treffen wird!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(89)

162 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

"thriller":w=12,"serienmörder":w=9,"federn":w=8,"mord":w=6,"berlin":w=6,"ddr":w=6,"entführung":w=5,"spannung":w=3,"vergewaltigung":w=3,"psychothriller":w=3,"journalistin":w=3,"ikarus":w=3,"oliver ménard":w=3,"federspiel":w=3,"vergangenheit":w=2

Federspiel

Oliver Ménard
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2015
ISBN 9783426516560
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

"sachbuch":w=3,"indien":w=3,"liebe":w=1,"biografie":w=1,"wut":w=1,"meditation":w=1,"mahatma gandhi":w=1,"weisheiten":w=1,"selbstkontrolle":w=1,"hoerbuch":w=1,"barmherzigkeit":w=1,"ghandi":w=1,"mahatma ghandi":w=1,"inspirierendes buch":w=1,"aber sehr wertvoll.":w=1

Wut ist ein Geschenk

Arun Gandhi , Alissa Walser
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 18.07.2018
ISBN 9783832198664
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein kleines Geschenk fürs Leben

Der fünfte Enkel des berühmten Mahatma Gandhi wurde 1934 in Durban, Südafrika geboren (LB ist beim Geburtsjahr ein Zahlendreher passiert!), war über dreißig Jahre lang als Journalist tätig und schrieb für die Times of India und die Washington Post. Er verbreitet die Lehren seines Großvaters als Präsident des Gandhi Worldwide Education Institute und als bekannter Redner über Gewaltlosigkeit und Frieden. Heute lebt er in Rochester, New York.

Inhalt (Klappentext): Arun Gandhi ist der Enkel Mahatma Gandhis. Als 12-Jähriger erlebte er den bedeutenden und einflussreichen Friedensaktivisten aus nächster Nähe. Zwei Jahre lang lebte er gemeinsam mit ihm im Ashram Sevagram in Zentralindien. Während dieser Zeit lehrte sein Großvater ihn die zehn wichtigsten Lektionen des Lebens, ein Vermächtnis, das Arun in diesem Buch mit uns teilt. So enthält jedes Kapitel eine zeitlose Lektion Mahatma Gandhis. Allmählich lernt Arun die Welt in der Obhut seines geliebten Großvaters neu zu sehen. Und gemeinsam mit ihm durchdringt auch der Leser Fragen zum Umgang mit Wut, zur Identität, zu Depression, Verschwendung, Einsamkeit, Freundschaft und Familie.

Meine Meinung: Im Jahre 1946 geben seine Eltern den 12-Jährigen Arun in die Obhut seines Großvaters. Zwei Jahre lebt er mit ihm in seinem Ashram bis Mahatma Gandhi im Januar 1946 ermordet wird. Was Arun dort lernt, fasst er in diesem Buch in 11 Lektionen zusammen, die in sehr interessanten Geschichten über seinen Großvater eingebettet sind. So wird man durch dieses kleine Sachbuch nicht nur zum Nachdenken über sein eigenes Leben angeregt, sondern bekommt auch in sehr anschaulicher Weise einen sehr persönlichen Einblick in die Lebensweise und Charakter von Mohandas Gandhi.

Fazit: Mir hat dieses Sachbuch überaus gut gefallen und zum Nachdenken angeregt. Ich werde es sicher noch öfter anhören, um die Worte besser zu verinnerlichen. Ich vergebe die volle Sternenzahl und kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der etwas bewusster durchs Leben gehen möchte.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

199 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

"horror":w=3,"stephen king":w=3,"der outsider":w=3,"krimi":w=1,"mord":w=1,"spannung":w=1,"thriller":w=1,"kind":w=1,"opfer":w=1,"schuld":w=1,"missbrauch":w=1,"lehrer":w=1,"kleinstadt":w=1,"außenseiter":w=1,"heyne":w=1

Der Outsider

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.08.2018
ISBN 9783453271845
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Gestaltwandler in einem gestaltwandelnden Mystery-Roman ...

Der 1947 in Portland, Maine geborene Autor studierte Englisch und arbeitete zunächst als Englischlehrer, während er in seiner Freizeit Kurzgeschichten schrieb. Erst 1974 gelang ihm mit seinem Roman „Carrie“ der Durchbruch als Schriftsteller. Es folgten „The Shining“ und weitere sehr erfolgreiche Romane. Heute zählt King zu den erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts, dessen Romane sehr oft verfilmt und in mehr als 40 Sprachen übersetzt werden. Im Jahre 2003 erhielt er den „National Book Award“ für sein Lebenswerk.

Inhalt (Klappentext): Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseball-Mannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?
Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

Meine Meinung: Man könnte sagen dieser Roman ist zweigeteilt, sprich es liest sich wie zwei grundverschiedene Romane, die man einfach zusammengefügt hat: die erste Hälfte beginnt – einem Krimi gleich – sehr realitätsnah mit einer interessanten Detektiv-Story: Wie kann ein Mann an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig sein (siehe Klappentext).

Dann gibt es eine überraschende Wende, die einen Genre-Wechsel einleitet, der Roman wandelt sich zu einem Mystery-Roman im Stile von „ES“ und „Mind Control“. Die formale Wandlung ist äußerst passend gewählt, denn auch inhaltlich geht es um einen Gestaltwandler. Und als ob das noch nicht reichen würde, übernimmt nun auch ein Protagonist aus „Mind Control“ die Führung; somit ist es allen Lesern dringend anzuraten, die Mr. Mercedes Trilogie vorher zu lesen, weil man sonst sehr stark gespoilert wird. Aus diesem Grunde sehe ich diesen Roman auch als Fortsetzungsroman besagter Reihe, auch wenn er vom Verlag vielleicht nicht in diese Richtung vermarktet wird. Ich denke nur, dass ein Warnhinweis im Klappentext angebracht gewesen wäre.

Ich fand den Genre-Mix – wie auch bei „Mind Control“ sehr gelungen, kann aber verstehen, dass er vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Auch die Auflösung gefiel mir sehr gut, auch wenn ich mir ein wenig mehr Action gewünscht hätte, sprich das Böse wird doch ein wenig zu einfach besiegt. Dieser Kritikpunkt ist jedoch nicht so gravierend, als dass ich dafür Sterne abziehen müsste.

Fazit: Für mich der vierte Teil von „Mind Control“, der in gewohnt alter King-Manier auf ganzer Linie überzeugen kann. Auch wenn es klitzekleine Schwächen in der Auflösung gab, wurde ich bestens unterhalten und dafür vergebe ich gerne die vollen 5 Sterne und natürlich eine Leseempfehlung. Aber Achtung: die Mr. Mercedes Trilogie unbedingt vorher lesen.

  (8)
Tags:  
 
1406 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.