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Verratene Ehre

Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.08.2018
ISBN 9783734105043
Genre: Krimi und Thriller

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Juran (Schmachten & Schlachten 3)

Tanja Rast
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei null, 05.08.2018
ISBN B07G1GVY51
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Juran" von Tanja Rast ist ein Fantasyroman, der im August 2018 veröffentlicht wurde und 319 Seiten umfasst. Wie auch die anderen Bände der Reihe Schmachten & Schlachten ist "Juran" als Selfpublish erschienen und kann unabhängig gelesen werden, da es eine eigene Geschichte enthält, die nichts mit den vorherigen Bänden zu tun hat. "Juran" gefiel mir sehr gut. Am Anfang steht die Entwicklung der Romanze im Vordergrund, am Ende der Kampf um den Thron und ums Überleben. Die Charaktere gefielen mir, die Handlung war solide und die Spannung steigerte sich am Ende sehr rasant. Ich vergebe 5 Sterne.

Worum geht es? Der König ist gestorben und ein Teil des Adels erhebt sich gegen den jungen Thronfolger. Einzig der ehemalige Marschall Juran schein die Heere unter sich vereinen zu können, doch er wurde vom König in ein Kloster verbannt. Vega, eine Vertraute des Prinzen macht sich auf den Weg, um Juran zu holen. Auf dem Rückweg muss sich Vega aber nicht nur mit ihren aufkeimenden Gefühlen auseinandersetzen, sondern auch mit dem Ergebnis schwarzer Magie. Denn die Feinde wollen unbedingt verhindern, dass Juran den Prinzen erreicht. Und dann ist da noch Vegas Geheimnis, welches Juran auf keinen Fall erfahren darf.

Vega war hier mein absoluter Liebling. Ehrlich gesagt, habe ich bis zu der einen Szene, in der mir dann auch wirklich die Tränen gekommen sind, gar nicht wirklich geahnt, wie dolle ich sie mag. Aber ich glaube, Tränen sind da schon ein gutes Zeichen. Vega bin ich auch schneller näher gekommen als Juran. Sie zeigt vom Anfang an, was ihre Schwächen und was ihre Stärken sind. Ihr dunkles Geheimnis wird anfangs auch nur angedeutet. Ich ahnte zwar irgendwann, was sie verheimlicht, aber als es dann ans Licht kam, war es doch noch anderes als ich dachte. Und ich fand das richtig gut. Bei Juran hingegen hat es etwas gedauert, bis ich kleinere Schwächen fand. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn durch Vegas Augen sah, aber auf den ersten Blick wirkte er perfekt. Da musste ich schon etwas suchen.

Die Handlung selbst fängt ruhig an. Ich erfuhr zusammen mit Juran, was Vega von ihm will und machte mich dann zusammen mit den beiden und ihren Begleitern auf die Reise. Die erste Etappe beinhaltet auch schon Kämpfe, aber es zog sich ein klitzekleines bisschen. Ich wollte endlich beim Prinzen ankommen und zusammen mit Juran rausfinden, ob er überhaupt zum König taugt. Meine Lieblingsszenen in dem Buch bleiben die Kämpfe. Ich mag es ja gerne blutig, grausam und eklig, wenn in Büchern getötet, gemordet oder in den Krieg gezogen wird. Ich mag es, wenn nicht nur geschrieben wird, dass jemand stirbt, sondern auch wie er stirbt. Und Tanja Rast hat mir ihren Beschreibungen mein Bedürfnis nach Details befriedigen können. Da werden Köpfe gespalten, Blut spritzt und der Geruch von Blut und Verwesung liegt in der Luft und haftet an unseren Helden.

Die Liebesgeschichte ist von Anfang festgelegt, also wer sich hier in wen verliebt. Die Probleme, die aber das Zusammensein anfänglich behindern und später dann bedrohen, fand ich sehr gut beschrieben und nachvollziehbar. Vor allem die Reaktion des Prinzen darauf, die ich erst bei Lüftung von Vegas Geheimnis völlig verstehen konnte. Allerdings hätte ich an seiner Stelle auch verhalten darauf reagiert und mir Sorgen gemacht.

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Das Flüstern der Träume

Serena Avanlea
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei null, 25.11.2017
ISBN B077C1V3PC
Genre: Romane

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Rezension:

"Herzflüstern" von Serena Avanlea ist ein Sammelband und enthält die drei Geschichten "Das Glitzern des Glücks", "Der Zauber der Sterne" und "Das Flüstern der Träume". Die drei Geschichten gibt es auch einzeln zu kaufen und wurden von der Autorin als Selfpublish herausgegegeben.

"Das Glitzern des Glücks" handelt von Cassie, die, nachdem ihr Herz gebrochen wurde, auf Zeitreise geht, um die perfekte Freundin für ihren Ex zu werden. Schließlich ist es ja ihre Schuld, dass er Schluss gemacht hat und sich für ihn zu ändern, wird alles wieder gutmachen. Zumindest ist sie fest davon überzeugt. Das Buch hatte ich ja schon vor einiger Zeit gelesen, allerdings war auch der Reread wieder wunderschön. Cassie ist einfach eine Protagonistin, die ich nur in mein Herz schließen konnte, und ihre Entwicklung fand ich einfach nur richtig toll fand. Die Geschichte werde ich sicherlich nochmal irgendwann lesen.

"Der Zauber der Sterne" erzählt uns die Geschichte von Victoria, die sich in ihren besten Freund verliebt hat. Allerdings ist er glücklich vergeben und als er den nächsten Schritt gehen will, fällt Victoria eine folgenschwere Entscheidung. Kann ihre "Betreuerin" Angie ihr helfen? Victoria kam ja schon im ersten Band vor und die Geschichte spielt zur selben Zeit. Also gibt es hier auch ein Wiedersehen mit Cassie und ich fand es sehr interessant, die Szenen mit Cassie aus Victorias Sicht zu lesen. Victorias Liebeschaos hat mich allerdings nicht so berühren können. Ich fand die Idee mit Angie toll, und es war auch erschreckend, wozu die unerfüllte Liebe Victoria treibt. Der Schreibstil war auch wieder klasse und das Innnenleben von Victoria war super dargestellt. Auch spannende Wendepunkt gibt es. Allerdings fehlte mir der Funke, der mich für diese Geschichte entflammen konnte.

Ganz anders war das wiederum bei "Das Flüstern der Träume". Emma, die sich ihren Traum vom Modedesign erfüllen will und eigentlich so gar keine Zeit für einen Freund hat, muss sich nicht nur gegen eine böse Intrige wehren, die ihren Traum zum Platzen bringen kann, sondern auch herausfinden, welcher der Männer, die in ihr Leben treten, eine alte Radiobekanntschaft ist und vor allem, wer es mit ihr ehrlich meint. Emma hat sich ziemlich schnell in mein Herz geschlichen. Direkt am Anfang der Geschichte erfährt der Leser, wie fürchterlich ihre Kindheit und Jugend war, und schon ab diesen Moment war mir klar, dass ich jeden andere Person aus diesem Buch, etwas Böses wünsche werde, wenn der/diejenige versucht, Emma zu behindern. Sie war einfach so menschlich und gut, und liebenswert und ich wünschte, ich hätte sie als Freundin. Übrigens spielt Emmas Geschichte zeitlich nach Cassies. Wer sich also bei Cassies Geschichte nicht spoilern möchte, sollte Cassies Geschichte vor dieser hier lesen. Außerdem findet man " kleine Insider" hier, wenn man Cassies Abenteuer kennt. Das fand ich auch richtig toll.

Immer noch 5 Lilien von mir für "Das Glitzern des Glücks, 3 Lilien für "Der Zauber der Sterne" und nochmal 5 Lilien für "Das Flüstern der Träume". Für das Sammelband ergibt sich also ein Durchschnitt von 4,333333333333 Lilien.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Mundus Perditus: Die vergessene Welt

Carmen Gerstenberger
E-Buch Text
Erschienen bei Eisermann Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783961730094
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Mundus Perditus - Die vergessene Welt" ist ein Fantasyroman aus der Feder von Carmen Gerstenberger. Er wurde im September 2018 im Eisermann Verlag veröffentlicht und hat als Print ca. 350 Seiten. Ich bin mir nicht sicher, ob "Mundus Perditus" ein Einzelroman oder der Start einer Reihe ist, allerdings funktioniert er in meinen Augen in beiden Fällen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Handlung ganz wie ich es mag - blutig, tödlich und schleimig -, und der Schreibstil ist auch wunderbar. Die Geschichte bekommt von mir 5 Sterne.

Wenn die Tore sich öffnen und auf einmal ein Wald in der Stadt steht, die Sonne nicht mehr scheint und der Tod hinter jeder Ecke lauert, dann kann nur eine Person, die Menschheit vor dem Bösen retten - die Hüterin. Blöd nur, dass diese gar nichts davon weiß, weil ihre Eltern zu früh gestorben sind. Vernita, die überhaupt keine Ahnung von anderen Dimensionen und Dämonen hat, ist eine erwachsene Frau, die im Leben steht und weiß, was sie will. Als sie erfährt, dass sie die einzige ist, die Dämonen aufhalten kann, ist es natürlich erst mal für sie unglaubwürdig, aber sie stellt sich dem. Und was mir hier besonders gefiel, ist, dass sie nicht rumjammert oder mit ihrem Schicksal hadert. Sie setzt sich vernünftig damit auseinander. Obwohl sie relativ schnell lernt, mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen, was übrigens sehr glaubhaft erklärt wird, hat sie trotzdem Schwächen und jeder Kampf ist eine harte Nuss. Unterstützt wird sie anfangs nur von Ruiz und seinem tierischen Begleiter, die sich anfangs mit Informationen sehr zurückhalten. Allerdings frage Vernita auch nur das Nötigste nach. Ich wäre da, glaube ich, neugieriger gewesen. Später entsteht eine interessante Gruppe und die Kabbeleien zwischen den fünfen fand ich sehr amüsant.

Allgemein mochte ich den Humor in dem Buch. Besonders die Sprüche von Marno und die kleineren Streitereien zwischen Jares und Alvarez. Ich musste immer wieder Schmunzeln und habe mich auf den nächsten verbalen Schlagabtausch gefreut.

Die Handlung ist rasant. Es gibt kaum Ruhepausen. Kaum ist ein Dämon besiegt, taucht schon der nächste auf. Überall liegen grauenvoll zugerichtete Leichen rum, an Details wird nicht gespart. Es ist schon ziemlich eklig und grausam. Kein Ort, an dem ich Leben oder mitkämpfen würde wollen. Aber ich prsönlich mochte das. Andere Morde hätten auch gar nicht zu den Dämonen gepasst. Und durch den teils schwarzen Humor der Charaktere werden die grausamsten Szenen auch etwas aufgelockert.

Zum Ende hin ahnte ich durch eine Erzählung vorher, was die Autorin plant, und dadurch hat das Finale einen Hauch Spannung verloren, durch eine andere Kleinigkeit aber auch wieder dazugewonnen. Ich mochte die Auflösung am Ende auf jeden Fall. Ansonsten konnte die Autorin immer wieder mit Kleinigkeiten in der Handlung überraschen.

Was mir allerdings nicht so gefiel, war die eingebaute Liebesgeschichte. Sie war nichts halbes und nichts Ganzes. Die Anziehung zwischen zwei Personen wurde immer wieder angedeutet, aber durch die ganze Damönenjagd hat sich keiner der beiden darauf konzentriert. Ehrlich gesagt, hätte das für meinen Geschmack auch rausgelassen werden können.

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So sündig küsst kein Gentleman: Historischer Liebesroman (Die Ravenels 2)

Lisa Kleypas
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783955768386
Genre: Sonstiges

Rezension:

"So sündig küsst kein Gentleman" ist der zweite Band der Ravenel-Reihe, welches aber unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann. Das Buch wurde von Lisa Kleypas geschrieben, ist im August 2018 bei Mira Taschenbuch, einem Imprint von Harper Collins veröffentlicht worden und umfasst 448 Seiten (print). "So sündig küsst kein Gentleman" ist eine schöne, etwas erotische historische Liebesgeschichte, die durch auftauchende Familiengeheimnisse und deren Auswirkungen auf die Handlung der Protagonisten spanned wurde. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

Ich habe den ersten Band "Dem Earl ausgeliefert" nicht gelesen, aber anscheinend lernen sich dort die beiden Protagonisten Rhys und Helen kennnen. Ich habe aber nicht das Gefühl gehabt, dass ich die Vorgeschichte brauchen würde, da es in diesem Band eine Zusammenfassung des Kennenlernens gab. Zu Beginn der Geschichte erfahren wir, dass die Verlobung zwischen Lady Helen und dem Geschäftsmann Rhys aufgehoben wurde. Als Lady Helen eines Tages unbegleitet in seinem Büro auftaucht und um die Erneuerung der Verbindung bittet, macht Rhys ihr ein Angebot, dass mehr als fragwürdig ist: Erst der Sex, dann die Hochzeit. Alles nur, damit ihre Familie einer Verlobung nicht mehr im Wege stehen kann.

Schon in den Anfangsszenen merkte ich, dass Rhys Probleme auf seine Art löst und ihm die Meinungen anderer zwar wichtig sind, sie aber nicht seine Handlungen lenken könnten. Er will in der Gesellschaft durch eine Heirat mit einer Adeligen anerkannt werden, gleichzeitig sich selbst treu bleiben. Das gefiel mir irgendwie. Er verkauft sich nicht und er scheint ein anständiger Arbeitgeber zu sein, der zwar sehr viel verlangt, aber auch das Wohl seiner Arbeiter im Auge behält. Was mir aber gar nicht gefiel, waren seine Besitzansprüche Helen gegenüber. Zum Ende hin zeigte sich, dass er auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um zu bekommen, was er will und um seine Liebsten zu schützen.
Anfangs dachte ich, dass Helen nicht weiß, worauf sie sich einlässt, aber ich wurde schnell des Besseren belehrt. Sie hat einen ziemlich klaren Blick auf Rhys und ich hatte nicht Eindruck, dass sie sich seiner Art schweigend ergeben wird. Nein, sie handelt eigenständig und weiß genau, worauf sie sich bei einem Mann wie Rhys einlässt. Beide Protagonisten waren auf gleicher Augenhöhe und das hat mir die Liebesgeschichte, die übrigens auch detaillierte Sexszenen beinhaltet, schmackhaft gemacht.

Die Geschichte hatte nach dem skandalösen Angebot eine kleinere Länge gehabt und ich wusste erst gar nicht, was mich da jetzt noch erwarten sollte. Erst als Helen Familiengeheimnisse erfährt und die Verbindung dieser mit Rhys erkennt, wird es spannend. Nicht nur weil ihre Liebe und ihr Glück davon bedroht werden, sondern auch, weil ihre gesellschaftliche Stellung in Gefahr ist. Letztendlich muss Helen entscheiden, ob sie wegsehen kann oder ob sie alles riskiert, um anderen zu helfen. Und natürlich stellt sich die Frage, ob Rhys sie überhaupt noch heiraten will, wenn er die ganze Wahrheit erfährt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch den Perspektivenwechsel lernte ich Helen und Rhys gut kennen. Helen vielleicht ein bisschen als Rhys, aber ihn fand ich vom Charaker her interessanter.

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Ash Princess

Laura Sebastian , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.09.2018
ISBN 9783570165225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Ash Princess" ist der erste Band der Ash Princess-Reihe von Laura Sebastian. Das Buch ist am 3.September 2018 als ebook im cbj Verlag erschienen und umfasst 512 Seiten (print). "Ash Princess" konnte mich von der Handlungsidee nicht sonderlich überraschen und der Weltenaufbau blieb mir zu blass, aber es beinhaltet Details, die es von anderen Büchern mit ähnlicher Grundidee unterscheidet und ich mochte die Protagonistin Theo und wie sie dargestellt wurde sehr gerne. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

Ich muss gestehen, ich hatte gemischte Erwartungen an das Buch. Zum einen wollte ich natürlich eine fantastische Geschichte, in der sich eine Prinzessin, ein Volk gegen ihre Unterdrücker erhebt, zum anderen hatte der Klappentext mir etwas Angst gemacht. Dort heißt es nämlich, dass Theo sich über den Sohn des Kaisers rächen will, aber sie Gefühle für den Prinzen entwickelt. Und irgendwie war das für mich nichts Neues. Zumindest wenn sich die Geschichte zu einem Happy End zwischen Prinz und Prinzessin entwickeln würde. Ich bin also neugierig an die Geschichte rangegangen und ich hoffe, dass ich nicht zu viel verrate, wenn ich sage, dass die Autorin für diesem ersten Band aus der Liebesgeschichte ein für mich gutes Ende entwickelt hat. Jetzt bin ich gespannt wie es im zweiten Band "Lady Smoke" weitergeht.

Aber hier erstmal der Klappentext:

"Sie kommt aus der Asche und greift nach den Sternen
Theo ist noch ein Kind, als ihre Mutter, die Fire Queen, vor ihren Augen ermordet wird. Der brutale Kaiser raubt dem Mädchen alles: die Familie, das Reich, die Sprache, den Namen. Und er macht aus ihr die Ash Princess, ein Symbol der Schande für ihr Volk. Aber Theo ist stark. Zehn Jahre lang hält die Hoffnung sie am Leben, den Thron irgendwann zurückzuerobern, allem Spott und Hohn zum Trotz. Als der Kaiser Theo eines Nachts zu einer furchtbaren Tat zwingt, wird klar: Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie zurückschlagen – und die Achillesferse des Kaisers ist sein Sohn. Doch womit Theo nicht gerechnet hat, sind ihre Gefühle für den Prinzen ... "

Wie ich oben schon erwähnte fand ich den Weltenaufbau für meinen Geschmack zu blass. Die Geschichte konzentrierte sich stark auf Theo und ihr Leben im Schloss, allerdings fand ich es schade, dass über das Volk und die Magie so wenig erklärt wird. Es wurden mir nur Brocken hingeworfen und ich habe die ganze Magiesache und wieso Theo als Thronfolgerin ihrer Magie nicht nachgeben darf, nicht wirklich verstanden. Gut, Theo kann sich auch nur darauf berufen, was sie in ihrer Kindheit von ihrer Mutter erfahren hat, aber mich als Leser hat dieses Halbwissen genervt, da für mich das Magiesystem und die Steine das Buch von anderen Büchern mit ähnlichem Plot hervorheben.

Aber kommen wir mal zu den positiven Sachen. Der Schreib- und Erzählstil ist wunderbar. Sehr eindrücklich und passend zu der teils grausamen Handlung. Es wird deutlich, was geschieht und wie grausam und menschenverachtend das ist, aber gleichzeitig wird eine gewisse Distanz gewahrt, was ich für ein Jugendbuch wichtig finde.

Theo ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie ist von Anfang an ein starker Charakter. Ein Charakter, der gelernt hat, zu überleben und dabei jedem eine Maske zu zeigen. Bloß nicht sie selbst sein, denn das würde ihren Tod bedeuten. Als es Zeit wird, die Maske fallen zu lassen, war es in meinen Augen nur natürlich, dass es ihr schwer fällt aus ihrem alten Verhalten auszubrechen und ihr wahres Ich aus den Tiefen hervorzurufen. Aber sie wäre nicht die rechtmäßige Thronfolgerin von Astrea, wenn sie nicht die Kraft finden würde, für ihr Volk zu kämpfen, als sich ihr ein Weg öffnet. Auch ihre widersprüchlichen Gefühle für das, was in den Augen der Rebellen getan werden muss und dem was ihr Herz ihr sagt, fand ich authentisch und nachvollziehbar.
Mit dem Prinzen bin ich allerdings nicht so wirklich warm geworden. Ich fand die Rebellen, mit denen Theo in Kontakt kommt, viel interessanter. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass Theo sich im Laufe des Buches für die Krone und ihr Volk entscheidet und nicht für den Prinzen des Feindes. Auch wenn er ihre Gefühle zu erwidern scheint, mochte ich ihn nicht.

Spannung ist für mich nicht durch die Grundidee der Handlung entstanden, da ich schon einige Bücher mit ähnlicher gelesen habe und ich ahnte, worauf es am Ende hinauslaufen wird. Es waren eher die kleinen Fragen, wie "Wird Theo ihre einzige Freundin verraten?", "Wird sie diese und jene Person töten?" oder "Verliebt sich sie sich wirklich in den Feind oder wird das durch die Grausamkeiten, die sie erlebt hat, verhindert?" (Ich sage hier übrigens nicht, dass mich das wieder ein bisschen an das Stockholm-Syndrom erinnert hat.). Ich habe mir auch ein bisschen Sorgen um die Rebellen gemacht, aber da die Geschichte nur aus Theos Sicht erzählt wird, konnte ich mit denen nicht so mitfiebern.

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Kenna (Schmachten & Schlachten, Band 2)

Tanja Rast
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Independently published, 04.05.2018
ISBN 9781980807162
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Kenna" ist der zweite Band der Reihe Schmachten & Schlachten. Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar und enthalten abgeschlossene Abenteuer. Es ist als Selfpublish erschienen und umfasst 438 (print) Seiten. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

"Kenna" handelt von Prinzessin Rilan, die nach einem Angriff durch die Roten Krieger auf ihre Heimat, gemeinsam mit dem feindlichen Krieger Kenna vor einer viel größeren Gefahr aus dem Meer fliehen muss. Dabei kommen sich die beiden immer näher. Doch kann Rilan einem Mann vertrauen, der ihre Heimat angegriffen hat und der durch die Taten ihres Bruders verletzt wurde? Oder ist sie für Kenna nur Mittel zum Zweck?

Die Geschichte wird hauptlich aus der Sicht von Rilan erzählt. Das gefiel mir sehr gut, da ich mich so gemeinsam mit ihr fragen konnte, warum Kenna sie beschützt und sich nicht rächt. Rilan hat von einem Leben auf Reisen keine Ahnung und ihre verwöhnte Seite kommt öfter mal zum Vorschein. Meistens wenn sie total überfordert ist. Ansonsten bemüht sie sich darum, Kenna so gut wie es ihr möglich ist, zu unterstützen. Allerdings erst als sie erkennt, dass sie ihn braucht, um zu überleben. Das mochte ich an Rilan. Sie ist keine Prinzessin, die jammernd in der Ecke sitzt, sondern sie handelt. Kenna gefiel mir nicht ganz so gut wie Rilan. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn meistens durch die Augen von Rilan sah und in ihren Augen war er perfekt. Zumindest das Äußere. Ich hätte mir mehr Schwächen für ihn gewünscht bzw. dass die, die er hat, nicht nur erwähnt werden, sondern auch mehr durch Handlungen gezeigt wurden. Kenna ist mir zu fremd geblieben. Seinen Bruder hingegen fand ich toll. Obwohl er erst im letzten Drittel in die Geschichte auftaucht, konnte er mich mehr einnehmen als Kenna.

Die Handlung gefiel mir sehr gut. Die Idee mit den Feinden aus dem Meer, der Tatsache, dass Kenna vor Rilan Geheimnisse hat, die Spannungen zwischen den beiden durch die Taten ihres Bruders und das langsame Auflösen aller Handlungsstränge hat mich an die Geschichte gebunden. Allerdings hat die Geschichte an Spannung verloren, dadurch, dass Kenna trotz seiner Verletzung nur wenig Probleme beim Kämpfen hat und auch die Kampfhandlungen selber zu wenig beschrieben wurden. Sie waren einfach zu schnell abgehandelt und haben mich beim Lesen wenig berührt. Es lag vielleicht auch daran, dass die beiden sehr schnell allein unterwegs sind bzw. mir ihre Reisebegleiter oftmals egal waren, sodass ich mir anfangs keine Sorgen machte musste, dass eine mir wichtige Person sterben könnte. Erst zum Ende habe ich mir in der Schlacht um meine heimliche Lieblingsperson Sorgen gemacht.
Was mir auch gefiel, war, dass ich über die Feinde auch nur das erfuhr, was Kenna und Rilan wissen. Und das ist nicht viel. Selbst am Ende des Buches sind noch Fragen zu den Feinden offen, aber das fühlte sich nicht falsch an, sondern passte zum Erzähstil und zur Handlung selbst.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Irish Kisses: Jack und Fiona - eine Lovestory (spicy lady 1)

Lita Harris
E-Buch Text
Erschienen bei spicy stories, 28.04.2016
ISBN 9783943957679
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Irish Kisses" ist der erste Band der Spicy Lady-Reihe von Lita Harris. Es ist als Selfpublisherschienen und umfasst 147 Seiten. "Irish Kisses" ist eine süße Liebesgeschichte, die mich allerdings von der Handlung her nicht überraschen konnte. Sie bekommt von mir 3 Lilien.


Protagonisten sind der Hollywood Regisseur Jack und die Irin Fiona. Jack, frisch getrennt, reist inkognito nach Irland, um den Paparazzi zu entgehen, und möchte eigentlich nur in Ruhe arbeiten. Aber da hat er die Rechnung ohne Fiona gemacht, Leicht chaotisch und ein richtiger Morgenmuffel. Langsam erobert sie sein Herz und auch ich fand Fiona toll. Aber ob es ihr gefallen wird, dass er in Hollywood ein Star ist? Und dann taucht auch noch seine Exfrau auf.

Fiona fand ich richtig toll. Ich merkte, wie sehr sie ihr Land, ihr Dorf, ihr kleines Geschäft und ihr Oma liebt. Sie hat Pläne, wünscht sich mehr von der Welt zu sehen und ich fand sie und ihre Art einfach nur süß. Auch Jack gefiel mir, weil er bodenständig wirkte und nicht aufgrund seines Ruhms abgehoben ist.

Die Handlung selbst konnte mich allerdings nicht sonderlich überraschen. Es ist eine süße Liebesgeschichte, die mich einen Abend schön unterhalten konnte, aber in meinen Augen hat sie kein besonderes Merkmal, welches sie großartig von anderen Liebesgeschichten abhebt. Daher war ich mir sehr sicher, wie es zwischen den beiden ausgeht und durch Jacks anfänglichen Erzählungen auch, wie sich seine Exfrau verhalten wird. Das hat der Spannung auch nicht gut getan.  

Wenn ich das Wörtchen Irland irgendwo lese, freue ich mich total darauf, neue Orte und neue Geschichten kennenzulernen. Ich war zwar selber noch nicht in Irland, aber mit Büchern reise ich deshalb um so lieber in dieses schöne Land. Die Atmosphäre des Städtchen Enniskerry fand ich sehr schön beschrieben, allerdings hätte ich mir persönlich die Besuche der Sehenswürdigkeiten ausführlicher gewünscht.  

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Sommernachtsflüstern

Jona Dreyer , Regina Mars , B.D. Winter , Sara Pearson
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei null, 20.07.2018
ISBN B07FLR418Y
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Anthologie enthält Kurzgeschichten von Jona Dreyer, Sara Pearson, B. D. Winter, Luzie Engels und Regina Mars. Sie ist am 20. Juli 2018 als Selfpublish erschienen, hat 145 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zugeschickt. Die Anthologie konnte mich in seiner Gesamtheit von sich überzeugen und erhält 5 Lilien.

Zu Beginn des Buches gibt es ein kleines Vorwort von Jona Dreyer, in welchem sie direkt mal ein Versprechen abgibt. Ich werde mich danach totlachen, vor Spannung die Luft anhalten, melancholisch seufzen und gegen Zuckerschock und Karies kämpfen muss. Humor und Spannung waren auf jeden Fall vorhanden. Geseufzt habe ich auch, zwar würde ich das nicht als melancholisch bezeichnen, aber Seufzen ist Seufzen. Zuckerschock und Karies ... mmh, ich habe beim Lesen Süßigkeiten gegessen, das zählt doch bestimmt. Also ja, das Versprechen wurde von den Autoren eingehalten.

Geschichte Nr. 1 stammt von Jona Dreyer und trägt den tollen Titel "Sechs Särge und ein Käpitan". Schon allein der Titel machte mich total neugierig auf die Geschichte von Helge und Kristian. Mit den beiden machen wir eine Kreuzfahrt an der norwegischen Küste entlang und müssen miterleben, wie Helge immer wieder von den Passagieren darangehindert wird, mit Kristian ein paar ruhige Stunden zu haben.  Ich mochte Helge, auch wenn er ziemlich genervt von der Rentnerkreuzfahrt war. Aber was macht man nicht alles für die Liebe. Die Geschichte war für mich die humorvollste. Ich musste immer wieder Schmunzeln und hatte meinen Spaß daran, wie Helge und Kristian von den, schon besonders dargestellten, Rentern vereinnahmt wurden.

Geschichte Nr. 2 "Urlaub mit Hindernissen" stammt von Sara Pearson und sie entführte mich nach Irland, wo Thomas und Mario ihren Urlaub verbringen.  Die zwei waren ganz süß zusammen, nutzten allerdings für meinen Geschmack zu viel Kosenamen, aber das ist ja super persönlich, ob man Hummelchen und Bärchen mag oder eben nicht. Jedenfalls ist der Urlaub voller Tücken und Pannen und ich konnte Mario voll verstehen, dass ihm das gar nicht gefiel. Schließlich sollte das doch ein wunderschöner Urlaub werden. Er tat mir schon ziemlich leid, aber mich amüsierte es. 

In Geschichte Nr. 3 "Auf den Hörnern des Stiers" bringt uns B.D. Winter nach Andalusien zu den berühmtberüchtigten Stierkämpfen. Ein Ereignis, welches ich ganz schrecklich finde, und mir gefiel, dass die Autorin den Stierkampf nicht schönredete. Allerdings zeigt sie einen anderen Blickwinkel darauf. Ich finde Stierkämpfe immer noch furchtbar, aber sind Geschichten nicht auch genau dafür da, dem Leser andere Perspektiven zu zeigen? Und José, der Matador, hat eine interessante, so viel verrate ich dazu. Und zu der Liebesgeschichte sage ich auch nicht viel, nur dass sie unter keinem guten Stern steht und sobald ich ahnte, wer Miguel ist, da wurde es richtig, richtig spanned. Den Schreibstil von B.D. Winter muss ich auch nochmal betonen. Alle Autorinnen hier haben einen sehr schönen, der zu ihren Geschichten passt, aber B.D. Winters liebe ich. Da sitzt einfach jedes Wort an der perfekten Stelle. 

"Abgedrehte Ferien" von Luzie Engels ist Geschichte Nr. 4 und es geht nach England. Ich hatte ja nicht viel über den Titel nachgedacht, aber er verrät schon viel darüber, wieso Jo von seiner Schwester nach England gerufen wird. Bei dieser muss ich leider sagen, dass mich die Liebe zwischen Jo und seinem Auserwählten nicht wirklich erreichen konnte. Dafür habe ich die beiden zu selten zusammen gesehen. Aber hätte man das bei der Kürze andersmachen können? Keine Ahnung. Trotzdem ist Geschichte schön zu lesen und unterhaltsam.

Regina Mars zeigte mir in der letzten Geschichte "Ramen am Rhein" eine besondere Ecke in Düsseldorf. Ich habe ja erst gedacht Ramen wäre der Name des Protagonisten und war dann verwundert, dass beide Männer anders heißen. Obwohl, wenn ich recht überlege, wurde der Name des Ich-Erzählers gar nicht genannt. Jedenfalls kam die Erkenntnis, was Ramen ist, dann in Düsseldorf. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren. "Ichs" Geschichte war ziemlich süß und eine richtige Seufzergeschichte. Mit seinem besten Freund Kyo, der ziemlich geheimnisvoll tut, reist er nach Düsseldorf, um Fotos zu machen, allerdings erfährt er auf der Reise so viel mehr und seine Fantasie, die sich Mafiageschichten für Kyo ausdachte, brachten mich schon zum Schmunzeln. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Eine schöne, runde Geschichte, die mir einen Abend versüßt hat.

Alle fünf Geschichten haben ihren eigenen Zauber und da ich jeden Abend eine gelesen hatte, wurde ich fünf Tage lang wunderbar unterhalten. Anzumerken ist noch, dass es teilweise ausformulierte Sexzenen gibt, aber sie sind schön geschrieben und nicht vulgär. 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Armada

Ernest Cline , Sara Riffel , Gerrit Schmidt-Foß
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.03.2017
ISBN 9783839815427
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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204 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 26 Rezensionen

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Crashed

Robin Wasserman , Claudia Max , Robin Wassermann
Fester Einband: 431 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2010
ISBN 9783839001141
Genre: Romane

Rezension:

"Crashed" ist der zweite Band der Gripped-Trilogie von Robin Wassermann. Es wurde 2016 beim Imprint script5 des Loewe Verlags veröffentlicht. Der zweite Band war gut, die Konflikte mit den Gegnern und unter den Mechs kamen zum Vorschein, Lia erhält langsam Einblicke in die Vergangenheit der anderen Mechs, aber sie selbst hat mich total genervt und ich habe sehr oft beim Lesen pausiert, weil ich keine Lust hatte, weiter zu lesen. Insgesamt bekommt das Buch von mir 3 Lilien.


Lia hat am Ende des ersten Bandes ihre Familie verlassen und lebt mit den anderen Mechs auf einem riesigen Anwesen zusammen. Der Anführer Jude versorgt sie mit neuer Technologie und mit Dreamern. Ein Art Drogen fürs Mechs, die das System überlasten und dafür sorgen, dass sie etwas fühlen. Lia hält sich von den Dreamern fern und ich weiß nicht, ich hatte, dass Gefühl, dass sie immer unzufriedener wird. Jude und die anderen verheimlichen immer noch viel von ihr, ihr ehemals bester Freund Auden hat sich nach den Geschehnissen in Band eins den Erleuchteten angeschlossen und hilft Rai Savona dabei, den Hass und die Abneigungen gegen die Mechs zu verstärken. Als dann auch noch ein Anschlag geschieht, bei dem Menschen sterben und sich Mechs zum Attentat bekennen, wird die Stimmung immer gefährlicher.

Nachdem der erste Band sich größtenteils um Lias Gefühlsleben gekümmert hatte, hatte ich hier gehofft, dass sich Lia mit ihren neuen Freunden darum kümmert, die Gefahren, die von den Erleuchteten ausstrahlt zu hinterfragen und auch mal bei BioMax mehr zu forschen. Die haben ja auch ihre Geheimnisse. Vor allem als herauskommt, was mit den ersten "Freiwilligen" der DownloadTechnologie passiert ist. Da war ich ja schon entsetzt. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sich Lia dafür gar nicht wirklich interessiert. Sie war immer noch so selbstbezogen, hakte nicht genug nach. Sie nervte mich mit ihrer Art.

Die Handlung, die um die Konzerne und um die Erleuchteten gesponnen war, fand ich viel interessanter als Lia. Es war einfach grausam, wie die Konzerne mit den Menschen umgehen, wie Rai Savona und Auden die Massen manipulieren und ihre Propaganda durchs Network schicken. Allerdings gingen die für mich spannenderen Sachen bei Lias Selbstzweifeln einfach unter. Das war total schade. Dank Lia konnte und wollte ich das Buch sogar immer wieder weglegen. Aktuell habe ich auch keine Lust den letzten Band zu lesen.

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416 Bibliotheken, 2 Leser, 10 Gruppen, 74 Rezensionen

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Skinned

Robin Wasserman , Claudia Max
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei script5, 01.01.2010
ISBN 9783839001066
Genre: Fantasy

Rezension:

"Skinned" ist der erste Band der Gripped-Reihe von Robin Wassermann. Es ist eine Science Fiction Dystopie, die 2016 bei script5, einem Imprint des Loewe Verlags, erschienen ist. "Skinned" ist eine "Was wäre, wenn"-Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken brachte und von mir 4 Lilien bekommt.


"Skinned" beginnt mit den folgenden Worten: "Lia Kahn ist tot. Ich bin Lia Kahn. [...] Da ist nur eine Sache. Ich bin es nicht." Tja, und damit haben wir auch schon das Thema, welches durch das ganze Buch führt. Ist jemand, dessen Körper verbrannt ist, der nur noch als Geist existiert, am Leben? Ist dieser jemand noch Mensch? Macht einen nur der menschliche biologische Körper zum Menschen oder ist da noch mehr? Fragen, die sich nicht nur Lia stellt, sondern auch ihre Mitmenschen.


"Skinned" spielt in der Zukunft. Einer Zukunft, in der die Kriege, die Welt zerstört haben. Nur wenige reiche Leute, wohnen auf dem Land und können das Leben wirklich genießen. Die Masse hingegen lebt entweder in verseuchten Städten, in denen es kaum Nahrung, Strom oder Medizin gibt, oder sie verkaufen sich an die Konzerne, die ihnen das lebensnotwendige zur Verfügung stellen, aber der Mensch dort zur austauschbaren Ware wird. Lia hat in dieser Welt Glück. Sie ist die perfekte Tochter eines einflussreichen Mannes und lebt ein perfektes, oberflächliches Leben. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie durch einen Unfall stirbt und in einem künstlichen Körper aufwacht. Ein Geist in einer Maschine, wie selbst sagt.


Die Handlung setzt sich viel mit dem Innenleben von Lia auseinander. Nach dem Unfall muss sie nicht nur rausfinden, was und wer sie jetzt ist, sondern auch mit der Abneigungen früherer Freunde und vor allem der ihrer kleineren Schwester zurecht kommen. Denn nicht für alle ist Lia, die die sie vorher war. Für einige ist sie nur ein programmierter Computer.


Ich fand Lias Gefühlsleben sehr eindrücklich beschrieben. Ihre Wut, ihr Entsetzen, ihre Trauer, ihre Verzweiflung, ihre Hoffnung ... alles war nachvollziehbar. Allerdings fand ich sie manchmal etwas nervend. Vor allem, wenn sie wieder die gleichen Gedanken durchkaute und irgendwie nicht weiterkam, sondern sich ständig im Kreis drehte. Andererseits wirkte das auch echt. Für mich hat sie sich aber zu wenig mit den Gefühlen anderer auseinandergsetzt. Anfangs passte das ja zu ihrem Charakter, aber am Ende hätte ich mir da schon mehr Entwicklung gewünscht. Dass sie sich wirklich für die Gefühle der anderen interessiert, mal nachfragt, stattdessen ignoriert sie es. Will die Wahrheit gar nicht erfahren, da es sie ja verletzen könnte.


Neben Lias Auseinandersetzung mit ihrem neuen Ich werden auch die Konflikte, die in der Reihe langsam zum Showdown führen werden, eingeführt. Da ist die Firma BioMax, die die "Mechs" herstellen, aber Geheimnisse zu haben scheinen, andere Mechs, die ihr neues Leben ihrem alten zwar bevorzugen und die Menschen abfällig als Orgs bezeichnen, aber Lia und auch mich damit misstrauisch machten, dass sie ihre Vergangenheit verheimlichen. Und dann ist da noch die Erleuchtetenpartei, die Stimmung gegen die Mechs machen und verlangen, dass deren Rechte eingeschränkt und keine weiteren Menschen umgewandelt werden, da nur Gott Leben geben kann und Mechs nur Computer sind, die Identitäten klauen würden. Ein brodelnde Mischung, die im ersten Band hinter Lias Selbstzweifeln und ihrer Identitätssuche zurückstehen muss, aber neugierig auf Band zwei machten.


Alles in allem ein lesenswerter Reihenauftakt, der ineressante Fragen stellt, über die auch ich als Leser viel nachdachte.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sieben Heere - Befreiung

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492704052
Genre: Fantasy

Rezension:

Das dritte Buch beinhaltet ein noch größeres Blutbad als seine Vorgänger und ich weiß nicht, ob ich es ertragen hätte, wenn der Erzählstil anders gewesen wäre. Es hat etwas von einem kommentierten Bericht und dadurch behielt ich eine gute Distanz zu den Charakteren. Trotzdem war es furchtbar, als Personen starben, die ich seit dem ersten Band begleitet hatte. Ebenfalls fand ich, dass sich eine Verschiebung beim Begleiten der Figuren vollzogen hatte. Zum einen lag es daran, dass ein paar, die man im ersten Buch noch begleiten konnte, hier im dritten Buch sterben, aber andere, die noch leben, werden zur Seite gedrängt. Eigentlich bleiben wir zum größtenteil bei Baresin und das fand ich schade, weil ich so nicht erfuhr, ob das Verhalten und die Entscheidungen von beispielsweise Varlie oder Tautun Baresins Pläne zum Scheitern verurteilen könnten.

Die Handlung fand ich etwas schwächer als in den anderen beiden Büchern. Es konnte mich nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Trotzdem war sie spannend und ich habe mit der Widerstandsbewegung gedanklich mitgekämpft, gleichzeitig die Nafarroaner bemitleidet und gehofft, dass es irgendwie zu einer diplomatischen, friedlichen Einigung kommen kann. Die Geschichte zeigt nicht nur die Schrecken eines Krieges, sondern auch, dass selbst ein Sieg eine Niederlage für den Sieger ist. Eine Schlacht ist vielleicht gewonnen, aber der Preis ist einfach zu hoch, um nicht zu versuchen, andere nicht-tödliche Wege zu gehen.

Das Ende hatte ziemlich am Tempo gewonnen. Entscheidungen fielen Schlag auf Schlag und irgendwie fand ich es schade, dass ich durch die immer weniger werden Figuren, in deren Gedanken man wirklich eingetaucht war, Blickwinkel auf die Geschehnisse verloren habe.

Ich hoffe ein bisschen, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. Nafarroa, seine Königin und deren Probleme haben doch ziemlich mein Interesse geweckt. Und ich bin neugierig, ob Baresins Plan wirklich funktionieren kann. Und Abelion und seine Magie könnten dann auch gerne noch mehr in den Mittelpunkt rücken.

Fazit:
Der dritte Band Sieben Heere - Befreiung ist weiterhin spannend zu lesen, obwohl ich die Handlung im Vergleich zu den ersten beiden Büchern als etwas schwächer empfand. Der Erzählstil sorgt für die nötige Distanz bei all dem Töten und getötet werden. Trotzdem ist das Buch nichts für Leute, die kein Blut "sehen" können.

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207 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

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Zu nah

Olivia Kiernan , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel , Carla Felgentreff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Sieben Heere - Revolution

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492704045
Genre: Fantasy

Rezension:

Hagetmau hatte es geschafft. Der Ansturm von 140 feindlichen Soldaten wurde nicht nur überlebt, sondern bis auf einen Fliehenden sind alle Nafarroaner dabei umgekommen. Doch schon bald wird deutlich, dass der Krieg damit seinen Anfang genommen hat. Die Revolution hat begonnen. Das dritte Heer richtet sein Auge auf das 500 Seelendorf und die dortigen Anführer müssen Strategien entwickeln, wie sie 7000 feindlichen Soldaren begegnen sollen. 

Und dabei begleitet sie der Leser. Haupthandlungsort ist wie schon im ersten Band Hagemaut und seine nähere Umgebung. Es wird viel diskutiert, Strategien entworfen und Schlachtpläne entwickelt. Dabei wird nicht nur deutlich, was das Töten und Morden und das ständige Gefühl von Unsicherheit und Gefahr mit den Leuten macht, sondern auch, dass es im Krieg nicht "die Bösen" und "die Guten" gibt. Und das ist, wie ich finde, die Stärke der ganzen Buchreihe. Wir begleiten keine Helden. Wir begleiten eine Handvoll Menschen, die sich irgendwie zurecht finden und Entscheidungen treffen müssen, die hunderten von Menschen das Leben kosten werden. Entweder auf ihrer Seite oder der der Feinde. Und dabei wird nichts beschönigt. 

Die Geschehnisse, das was unsere "Helden" sehen und erleben, verändert sie. Prägt sie. Beschert ihnen Alpträume und immer wieder stellt sich die Frage, ob das was sie tun, überhaupt richtig ist. Ob es im Krieg überhaupt noch das Richtige gibt. Letztendlich versuchen sie zu überleben und irgendwann stellen sie für sich fest, dass es keinen Weg mehr zurück gibt. Ich fand das alles sehr eindrücklich beschrieben und habe mich selber überfordert mit all den Ereignissen gefühlt. Ich beneide Beresin, Sinion, Varlie und alle anderen nicht um ihre Aufgaben und bin froh als Leser auf der sicheren Seite zu sein und nicht mit in die Schlacht ziehen zu müssen. Nur Nendléce beneide ich etwas. Ich würde auch sehr gerne auf einem Gryphen reiten und mit ihm fliegen.

Anschaulich sind nicht nur die Gefühle und Gedankengänge der einzelnen Personen beschrieben, sondern auch alle Geschehnisse. Ich sah vor meinem geistigen Auge richtig, wie sich Gryphen in die Luft erhoben, wie sich die Befreiungstruppe in die einzelnen Dörfer schlich, wie sich Pfeile in Leiber bohrten und Gedärme aus den Körpern quollen, nachdem sie von Streithämmern getroffen wurden. Überall Blut und dazwischen wütende Kämpfer und fassungslose Dörfler. Als Leser dieser Buchreihe sollte man daher nicht vor genau detaillierten Grausamkeiten zurückschrecken. Abgemildert wird dies alles nur durch die Tatsache, dass alle bis auf Tautun und wenigen anderen, die wir aber nur aus der Ferne begleiten, ebenso wie ich als Leser erschrocken sind von der Gewalt und diese nicht verherrlichend dargestellt wird.

Klare Leseempfehlung von meiner Seite. 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, kein schwarz-weiß, krieg

Sieben Heere

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703123
Genre: Fantasy

Rezension:

Hagetmau, ein friedliches Dorf in Akitania, bekommt Besuch von 30 Soldaren aus dem feindlichen Nachbarreich, die ihnen erzählen, dass ganz Akitanien in einer einziges großen Aktion der Sieben Heere übernommen wurde und sie nun alle Nafarroaner sind. Während die einen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und bloß nicht aufzufallen, sehen andere fassungslos zu, wie das Dorf sich kampflos ergibt und beschwören eine Situation herauf, die zu Taten drängt.

Die ganze Handlung verläuft innerhalb weniger Tage ab und spielt sich hauptsächlich in dem kleinen besetzten Dorf. Dabei wird diese vor allem von den Charakteren vorangetrieben, die alle unterschiedlich auf die Besetzung reagieren. Es gibt hier nicht den einen Protagonisten, sondern es werden mehrere Personen verfolgt, die einen großen Einfluss auf die Geschehnisse haben werden. Ich fand es beeindruckend wie der Autor, die Wünsche und Ängste der Charaktere darstellte und die verschiedenen Motive zeigte. Da gibt es Personen, die sich einfach nur still verhalten wollen, damit es keine Toten gibt, andere, die die Besetzung nutzen wollen, um an Bedeutung zu wachsen und wieder andere, die sofort zu den Waffen greifen und die Feinde verjagen wollen. Die Charakterentwicklung war vielfach vorhanden. Es war spannend und gleichzeitig erschreckend zu sehen, welche Wandlungen die einzelen Personen durchmachen, um diese Bedrohung durchzustehen.

Und auch die Nafarroaner bleiben nicht ohne Motive. Auch wenn die Dörfler im Mittelpunkt stehen und der Autor hauptsächlich über sie und ihre Pläne schreibt, wird auch deutlich, dass die Soldaren nicht nur böse sind. Sie haben Frau und Kinder zu Hause und versuchen mit der Besetzung des Nachbarlandes eine Not in ihrem Land zu entgehen. Was man vielleicht auch auf andere Weise hätte lösen können, aber als Leser weiß ich das nicht. Jedenfalls benehmen sich die Soldaren eigentlich ganz anständig. So anständig, wie man sich bei einer Annektierung nun mal benehmen kann. Zumindest die Übernahme von Hagetmau verlief ohne Blutvergießen. Ehrlich gesagt, fand ich den Plan der Nafarroaner ziemlich schlau. Allerdings die Annahme, dass die Bewohner sich ihre Identität, ihr Land und ihren Glauben ohne Gegenwehr nehmen lassen, naiv.

Der Schreibstil des Autors ist richtig, richtig toll. Er trotzt zwar nicht von Emotionen, sondern wirkte auf mich etwas analysierend, aber trotzdem kamen die Gefühle der Bewohner bei mir an. Ich habe bei den heimlichen Treffen überlegt, was getan werden könnte und mitgefiebert, wenn zur Tat geschritten wurde. Ebenfalls wurden die Beschreibungen der Landschaft, des Dorfes, der Waffen und vor allem des Fantasiewesens toll in die Geschichte eingewoben, sodass mich die Erklärungen nicht aus der Handlung rauswurfen. Die Beschreibungen der Kämpfe waren auch sehr bildhaft und bei einigen Formulierungen musste ich schlucken. Das erzeugte doch unschöne Bilder in meinen Kopf. Aber damit muss man rechnen, wenn man ein Buch über Krieg liest. Es wird blutig und vor allem tödlich zugehen. Nur über die Götter und die Magie, die die Semanen von Akitanien verfügen, wurde mir zu wenig erzählt und ich hoffe, dass dies noch in den Folgebänden geklärt wird.

Fazit
Sieben Heere ist der spannende Auftakt zu einer Reihe, die mit einem für mich grandiosen Schreibstil und tollen Wendungen überraschen konnte. Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet und machen alle ein Wandlung durch, durch die Situation, die sie hier erleben müssen. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert und will direkt mit dem zweiten Band beginnen. Die Revolution hat gerade erst begonnen.

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Die vierte Braut

Julianna Grohe
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.12.2015
ISBN 9783959911214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich wollte ich zu einem ganz anderen Buch greifen, aber dann lachte mich das Cover so an und ich erinnerte mich, dass Die vierte Braut schon lange auf meiner Wunschliste stand. Also schnell runtergeladen und angefangen zu lesen. Tja, und ein paar Stunden später war das Buch auch ausgelesen. 

Mit Mayrin zusammen tauchen wir in eine Bachelor-Geschichte ein, die mich nicht so überzeugen konnte. Die Handlung hat echt toll begonnen. Der Anfang und die "Entführung" der Bewerberinnen hatte ich so nicht erwartet und das hat mich positiv überrascht. Allerdings war nach der Ankunft im Schloss das meiste sehr vorhersehbar und ich ahnte schon sehr weit am Anfang, dass der Hauptmann nicht ganz ehrlich zu Mayrin ist. Aber vielleicht hat sie das auch verdient, denn sie ist auch nicht ehrlich zu den Prinzen. Sie will nämlich gar keinen und bleibt nur freiwillig dort, weil ihr ihre Freunde und der Hauptmann einreden, dass sie durchhalten soll, da man beim Ausscheiden eine steigende Geldsumme erhält. Für Geld die Prinzen verarschen, die selbst nicht erfreut darüber sind, dass der König sie mit wildfremden Frauen verheiraten will? Das hat sie mir nicht grade sympathisch gemacht, auch wenn ihre Gründe für diese Farce auch irgendwie nachvollziehbar sind. Allerdings hat mich ihr hin und her irgendwann genervt. Dieses ständige bleib ich oder geh ich nicht lieber, war anstrengend.

Die anderen Charaktere blieben ziemlich flach. Die Ich-Perspektive konzentriert sich mehr auf Mayrin selbst und man erfährt kaum etwas über die Prinzen oder die Konkurrentinnen. Auch sind unter diesen meiner Meinnung die Standardtypen aus Casting-Sendungen. Die süße nette, bei der man denkt, die könnte keiner Fliege etwas zu leide tun oder die Oberzicke, die von einer Sekunde auf die andere von zuckersüß auf gehässig schalten kann. Das Innenleben der anderen bleibt uns verschlossen und auch Mayrin hat nicht wirklich interesse daran, dieses aufzudecken. Selbst ihre beste Freundin war für mich austauschbar. 

Die Handlung war, wie schon gesagt, für mich vorhersehbar und ich fand es schade, dass außer Unterricht, irgendwelchen Treffen mit einem der Prinzen und gemeinsamen Ausflügen mit ihren Geschwistern und dem Hauptmann nichts wirklich aufregendes eingebaut wurde. Selbst die Attentate auf die Bewerber gehen total unter. Was mir gefallen hat, war die in der Geschichte untergebrachte Kritik an solchen CastingShows, allerdings hätte ich mir dann ein anderes Ende gewünscht, um diese noch weiter zu unterstützen. Und den Hinweis auf Cinderella im Klappentext kann ich nach Beenden der Geschichte auch nicht nachvollziehen.

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Wir sehen dich

Stephanie Marland , Christine Blum
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423217491
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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118 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

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Prinzessin der Elfen 1: Bedrohliche Liebe

Nicole Alfa
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646604221
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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99 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen

Marie Graßhoff
Flexibler Einband: 756 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 15.10.2016
ISBN 9783959917025
Genre: Science-Fiction

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Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ist er - der dritte und finale Band von Das Reich der sieben Höfe. Nachdem ich mit Band 1 einen mittelmäßigen Start begonnen hatte und von Band 2 restlos begeistert hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf Band 3. Tja und jetzt bin ich irgendwie leicht entttäuscht.

Zwischen Feyre uns Rhysand hat mir etwas gefehlt. Ich kann das selbst gar nicht so in Worte fassen. Aber in Band zwei fand ich die beiden viel toller. Ihre Art wie sie miteinander umgegangen sind, die Dynamik zwischen den beiden. Irgendwie fehlte das hier. Wenn die zusammen waren, gab es Sex, dann ein bisschen Geplänkel und fertig. Wo steckte der Rhys aus Band zwei?  
Im Gegensatz dazu war ich von Cassian, Azriel, Mor und Amren begeistert. Ich fand, dass ihnen hier viel Raum gelassen wird, um noch noch mehr von sich preiszugeben. Azriel ist ja mein Liebling aus der Gruppe. Auch Nesta fand ich richtig toll dargestellt. 

Die Handlung selbst war spannend, aber mir manchmal zu abgehackt. Es wird viel verhandelt und der Krieg gegen Hybern wird vorbereitet. Es gibt neue Einblicke in die anderen Höfe, aber irgendwie fehlte mir was. Ich habe das Gefühl, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist. Besonders die Entdeckung über Lucien steht für mich noch offen. Gleichzeitig klang das Ende so abschließend. Ich weiß, dass da noch ein Buch kommt, aber ich hatte das so verstanden, dass das eher eine kleine Episode ist und nicht wirklich zu diesen drei Büchern dazugehört. Mich verwirrt das vierte Buch etwas. Und die angekündigte zweite Trilogie soll ja auch eigenständig sein und nicht direkt mit diesen drei Bänden zu tun haben, auch wenn dort Charaktere von hier auftauchen. Kurz gesagt, in einer Trilogie sollte meiner Meinung nach der Haupstrang und die Nebenstränge am Ende abgeschlossen sein und das sind von letzteren in meinen Augen nicht alle.

Das Ende des Buches war auch nicht so mein Fall gewesen. Ja, mir liefen bei der einen Szene die Tränen, aber so im Nachhinein hat mich etwas gestört.


SPOILER Ich meine, selbst bei Harry Potter sind wirklich tolle Leute gestorben und ich hätte sie am liebsten alle gerettet haben wollen, aber in einem Krieg sterben nun mal auch welche. Und hier in dieser Schlacht. Tja, die Kerntruppe um Feyre und Ryhsand überleben, keiner wird so verletzt, dass es nicht völlig heilen kann. Ein bisschen zu viel Friede Freude Eierkuchen. Besonders nachdem Tamlin und Julian auftauchen und gesagt wird, dass die beiden nie wirklich auf Hyberns Seite waren. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin unbedingt ein Happy End für alle haben wollte. Das hat mich echt enttäuscht. SPOILER ENDE

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427 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung beginnt sehr gut. In den ersten Kapiteln erfahren wir das Wichtigste über Demora, die Armee, Sage und Bedeutung der Kuppelei. Letzteres ist nichts, was ich für mich wünschen würde, und Sage sieht das genauso. Zwangsheiraten könnte man dazu sagen, auch wenn die Damen offiziell ein Mitspracherecht haben. Aber den Kupplerinnen wird vertraut und das, was ich darüber gelesen habe, zeigte mir, dass die Kupplerinnen wirklich versuchen, den Richtigen für ihre Schützlinge zu finden. Deswegen konnte ich auch verstehen, warum Sage sich nicht sträubt, Lehrling bei einer dieser Kupplerinnen zu werden. Aber wer jetzt denkt, dass in diesem Buch die Damen und Zickenkrieg im Vordergrund stehen, täuscht sich. Davor hatte ich ja ein bisschen Angst. Aber zum Glück ging es komplett in die andere Richtung. Sage soll spionieren, um mehr über die Mädchen und potenzielle Ehemänner herauszufinden, dann jedoch wird ihr Talent vom Hauptmann der Armee entdeckt. Und dieser fragt sich, ob Sage nicht vielleicht als Spionin für den Feind arbeitet. Es kommt zu vielen Irrungen und Wirrungen und Missverständnissen, was sehr lustig war. Besonders da einmal aus der Sicht von Sage erzählt wird, und mal aus der Sicht von Hauptmann Quinn und seinem Feldwebel Ash. Als Leser weiß man also viel mehr und ich fand es köstlich dabei zu sein, wenn die sich gegenseitig abtasten und versuchen herauszufinden, was der jeweils andere zu verbergen hat.

Aber es wird nicht nur spioniert, sondern Sage muss auch feststellen, dass ihr Herz sich für einen jungen Mann öffnen kann. Dabei wollte sie sich doch nie binden, sondern als Lehrerin ein freies Leben führen. Und dann ist da noch die Frage, ob sie dem jungen Mann überhaupt vertrauen kann. Ich fand, dass ihre Gefühle wunderbar dargestellt wurden und, dass die Liebesgeschichte schön glaubhaft formuliert wurde.

Sage selbst ist eine tolle Protagonistin. Sie weiß, was sie will und was sie nicht will. Ihr ist es völlig egal, dass sie bei Leuten, die nicht zu ihrer Familie oder Freunden gehört, aneckt. Sie verbiegt sich nicht und zeigt, dass es selbst in einer Welt wie Demora, in der noch die typischen Geschlechterrollen in der Gesellschaft verankert sind, die eigene Verwirklichung wichtig ist. 
Aber auch der Mann, der sich in ihr Herz schleichen wird, ist ein toller Charakter. Er muss sie ständig anlügen und man merkt richtig, dass ihm das wehtut. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt gegenüber Sage, den ich allerdings bezogen auf den kleinen Charlie vermisst habe. Für neunjährige Jungs in der Armee gibt es keine Kindheit und Charlie scheint auch auf seine Arbeit als Page stolz zu sein. Aber ich war echt wütend auf besagten Mann, dass er Charlie in so viele gefährliche Situationen bringt.  

Der Weltenaufbau war schön, allerdings gibt es nicht so sonderlich viele Informationen zu den Ländern. Besonders hat mich das Feindesland interessiert, weil angedeutet wird, dass die Bevölkerung dort Hungersnot leidet und ich gerne gewusst hätte, wieso und was damals den Krieg ausgelöst hat und ob es nach dem Krieg zu diplomatischen Gesprächen gekommen war. Aber über all das haben Sage und die Soldaten gar nicht nachgedacht, weil sie ganz andere Probleme haben. Vielleicht ja im nächsten Band. Die Intrigen hier waren jedenfalls auch sehr spannend und auch wenn ich ab und an Einblicke in D´Amirans finstere Pläne erhalte, hat es der Spannung nicht geschadet, sondern sie stattdessen angehoben, weil ich gehofft hatte, dass Sage und Hauptmann Quinn jetzt bloß nicht das Falsche machen. Einige Sachen waren allerdings auch für mich vorhersehbar und kamen nicht überraschend.

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(90)

226 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Immerwelt - Der Anfang

Gena Showalter , Tess Martin
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow, dieses Buch macht es mir nicht leicht, es zu bewerten. Die Idee dahinter finde ich richtig, richtig toll und im Grunde mag ich auch die Protagonisten, aber denoch gibt es so ein paar Dinge, die mir nicht gefallen haben bzw. wo ich mir mehr Erklärungen gewünscht hätte. 

Das Handeln der meisten Personen ist grausam. Punkt. Ich meine, wir lernen Ten in einer Anstalt kennen, in der die Jugendlichen durch Folter gezwungen werden, sich für eine Seite zu entscheiden. Das ist einfach nur unmenschlich und macht mir die Menschen und die Regierung, die sowas billigt, nicht sympathisch. Und die Sphären auch nicht. Allgemein wird der erste Tod offiziell als nichts Schlimmes empfunden. Ist doch das Zweitleben in den Sphären so viel wichtiger. Zumindest behaupten, dass die Vertreter von Myriad und Troika, die versuchen, die Menschen zu einem ewigbindenden Bündnis zu bewegen.

Mir persönlich gab es zu wenig Informationen zu den Sphären. Ich konnte absolut verstehen, dass sich Ten nicht entscheiden konnte. Beide Sphären habe ihre Vor- und Nachteile und entscheidet man sich erstmal für eine, so entscheidet man auch, für welche Seite man in den Krieg zieht. Denn das Licht will die Dunkelheit besiegen und umgekehrt. Wieso, weshalb, warum, erfahren wir hier nur oberflächlich, aber ich hoffe einfach mal, dass das im nächsten Band geklärt wird. Ten ist eh viel zu neugierig, um Dinge einfach so zu akzeptieren. Aber es gab allgemein zu wenig Infos. Zu den Sphären konnte ich das noch etwas nachvollziehen. Wir erleben die Geschichte von Tens Seite und dass die Vertreter nur zeigen, wie toll ihre Welt ist, ist für mich verständlich, aber die Erde selbst wurde irgendwie total vergessen. Wie ist das Leben dort? Wie bei uns, nur das es statt Religion die Sphären gibt und diese sich aktiv einmischen? Wie ist diese Einmischung geregelt? Ich konnte einige Dinge nicht nachvollziehen, weil die Infos entweder zu oberflächlich waren oder Geschehnisse einfach einfach nur angerissen und eingeworfen, aber nicht richtig erklärt wurden. Zum Beispiel die Gegenbewegung zu den Sphären.

Pluspunkte gibt es, weil es keine Dreiecksliebesgeschichte gibt. Da hatte ich ja durch den Klappentext etwas Angst vor. Aber der Zwiespalt in Ten wird hauptsächlich durch Archer und Killian und ihre Versuche, sie für Troika und Myriad zu gewinnen, hergestellt. Und durch die Handlungen anderer Personen, die auch nur an sich selbst denken und nicht daran, wie es Ten geht. Die Protagonisten sind klar gezeichnet und ich finde man kann zumindest bei Killian und Archer eine Entwicklung sehen. Ten hingegen bleibt wie sie ist. Ein Dickkopf, der nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an andere. Auch wenn das ihr das Leben kosten könnte. Und als Ungezeichnete ist das für sie gefährlicher, als für Leute, die sich für eine Seite entschieden haben. Machte sie aber dadurch für mich sympathisch.

Was mir etwas gefehlt hat, sind Emotionen. Die Liebesgeschichte nachvollziehen, konnte ich nicht wirklich, auch wenn es schöner dargestellt wurde als in anderen Büchern. Zumindest wird Ten hier nicht hörig, sondern behält ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Entscheidungen. Und sie sieht die Fehler des anderen.

Trotz der mir fehlenden Informationen zu einigen Dingen, fand ich den Erzählstil angenehm und ich mochte den Humor, der immer wieder aufblitzt.

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Höllenkönig

James Abbott , Ole Johan Christiansen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.04.2018
ISBN 9783764531997
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, kann ich sagen, dass ich zwar etwas vollkommen anderes erwartet hatte, aber nicht enttäuscht bin. Der Klappentext hatte mich vermuten lassen, dass ich längere Zeit mit Xavir in der Höllenfeste sein werde und sehe, wie man an einem solchen Ort die Fäden in der Hand hält. Tja, falsch gedacht. Die Flucht aus dem Gefängnis findet relativ schnell statt, und ich fand sie ziemlich einfach. Von einem Gefängnis, aus dem noch nie jemand ausgebrochen ist, hatte ich mehr erwartet. Aber gut für Xavir und seine Gefährten. Nach ihrer Flucht machen sich die Geflüchteten auf den Weg, um herauszufinden, welcher Schrecken sich in ihrem Heimatland breitgemacht hat und wie sie diesen bekämpfen können. Des Weiteren wird Xavir vom Wunsch nach Rache und Vergeltung getrieben. Doch all dies kann man nicht ohne Verbündete erreichen, sodass dies ebenfalls auf die lange Do-To-Liste der Truppe geschrieben wird.

Neben Xavir lernen wir zu Beginn des Buches noch Elysia und ihre Mentorin Birgitte kennen. Beide sind Hexen und nachdem die Matriarchin  der Schwesternschaft eine schicksalshafte Entscheidung getroffen hat, flüchten beide und treffen auf ihrem Weg Xavir, wodurch ihr zukünftiger Weg eine neue Richtung einnimmt. Vor allem auch durch das Geheimnis von Birgitte, welches sich nun offenbart.

Den Weltenaufbau fand ich gut, allerdings hätte ich mir zum einen eine Landkarte gewünscht, um mich selbst zurechtzufinden, und zum anderen habe ich mir so manches Mal mehr Details gewünscht. Letzteres vor allem zu dem Magiesystem und der Schwesternschaft.

Von den Personen, die ich hier kennenlernte, gefiel mir der Meisterspion Landril am besten und Birgitte. Landril, weil er wirklich ein schlauer Kopf ist und Birgitte, weil sie Elysia eine gute Freundin ist und Töten verurteilt. Was man von Xavier und Elysia nicht sagen konnte. Das Xavir nach all seiner Zeit im Heer und dem Gefängnis abgestumpft ist, konnte ich verstehen, aber Elysias Verhalten hat mich erschreckt. Oftmals kam mir Xavir unbesiegbar vor und ich fand es merkwürdig wie er aus Schlachten gegen ganze feindliche Gruppen ohne einen Kratzer entkommen konnte.

Den Schreib- und Erzählstil gefiel mir. Es wird mehr Wert auf die Erzählung der Handlung gelegt und nicht auf die Emotionen der einzelnen Personen. Dadurch bleibt eine Distanz zu den Charakteren bestehen, aber das wirkt sich meiner Meinung nach nicht negativ auf die Geschichte aus. Ich bekam dennoch einen guten Eindruck von den Personen. Der Schwerpunkt liegt hier auf den zahlreichen, blutigen Kämpfen und dem Aufdecken der Geschehnisse, die aus einem aufstrebenden Königreich einen Ort gemacht haben, in denen Monster ihr Unwesen treiben und Menschen verschwinden und abgeschlachtet werden. 

Die Hauptquest wird in diesem Band zwar abgeschlossen, aber durch das Ende könnte ich mir vorstellen, dass es weitere Teile geben könnte. Was ich auch ganz schön fände, da mir die Schwesternschaft am Ende gefehlt haben und ich noch viele Fragen zu ihnen habe. Außerdem haben sich unsere Helden auch schon neue Aufgaben gesetzt und ich würde sie gerne wieder auf ihrem Weg begleiten.

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