Leserpreis 2018

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Christmas Surprise: Eingeschneit in den Rocky Mountains

Lita Harris
E-Buch Text: 158 Seiten
Erschienen bei spicy lady, 01.12.2018
ISBN B07KJNFXRJ
Genre: Liebesromane

Rezension:

Christmas Surprise von Lita Harris ist eine süße, aber auch ziemlich kurze Liebesgeschichte, die zur Weihnachtszeit spielt. Auf knapp 150 Seiten begleiten wir Erin in die Rocky Mountins, wo sie mit ihrem Freund Weihnachten verbringen wollte. Doch dieser versetzt und stattdessen genießt Erin die Tage mit einem gutaussehenden Einheimischen und zwei süßen Labrador-Welpen. Das Buch erhält von mir 4 Lilien.

Ich habe ja schon "Irish Kisses" von Lita Harris lesen und dürfen und da beide Bücher der Spicy Lady Reihe angehören, habe ich dementsprechend etwas Ähnliches erwartet wie ich bei "Irish Kisses" erhalten habe. Und dieses Erwartungen konnte Lita Harris erfüllen. Zwei sympathische Charaktere in einer wunderschönen Landschaft. Die Handlung ist süß und ich habe beiden von Anfang an ein Happy End gewünscht. Allerdings hat es mich gewundert, dass Erins Freund, der sie versetzt, so wenig Raum hat. Irgendwie hatte ich bis zur letzten Seite erwartet, dass da noch mehr kommt.

Der Schreibstil ist angenehm und auch wenn mich die Geschichte nicht mit plötzlichen Wendungen überraschen konnte, fand ich sie schön zu lesen und hatte einen angenehmen Abend mit Erin und ihrer Erkenntnis, dass ihr Leben nicht so verläuft wie sie es sich wünscht.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Seasons of Magic: Blättertanz

Romina Gold
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 29.11.2018
ISBN 9783646301168
Genre: Fantasy

Rezension:

Blättertanz wurde von Romina Gold geschrieben und erzählt auf 299 Seiten die Geschichte von Flame Holbrook, die in einer lebensbedrohlichen Situation durch ihre Magie durch die Zeit geschickt wird und knapp 150 Jahre in der Zukunft auf dem Anwesen von Henry aufwacht. Das Buch erhält von mir 3 Sterne.

Die Idee hinter der Reihe Seasons of Magic finde ich ja richtig toll. Vier Autoren, die die Geschichten von vier befreundeten Protagonisten erzählen. Ein gemeinsamer Anfang, unterschiedliche Mittelteile und zum Schluss ein gemeinsames Ende. Leider kenne ich letzteres nicht, da man irgendwie das Ende nur bekommt, wenn man alle Bücher gelesen hat und vier Zauberworte an den Carlsen Verlag schickt. Ehrlich gesagt, finde ich das so ein bisschen doof, wenn es vorab heißt, dass die Geschichten unabhängig lesbar sind. Zitat von der Seite: "Damit steht jede Geschichte für sich und kann ganz und gar unabhängig von den anderen gelesen werden." (https://www.carlsen.de/epub/seasons-of-magic-blaettertanz/97902; Abruf 07.12.2018) Wenn das Einzelende nicht offen gewesen wäre, wäre mir das egal, aber so habe ich eben keine Geschichte, die unabhängig gelesen werden kann, da ich jetzt gar nicht weiß, ob Flame ein Happy End bekommt oder nicht.

Der Schreibstil ist angenehm, erzählt wird zum größten Teil aus der Perspektive von Flame, aber es wird auch zu Henrys Sicht gewechselt. Flame hat mir im Prinzip gefallen. Sie ist selbstbewusst und geht mit den Vorurteilen und Diskriminierungen, die ihr als Halbindianerin begegnen, gut um. Sie hat ein Schutzschild um sich gebildet, aber man merkt beim Lesen, dass sie von dem Verhalten ihrer Mitmenschen nicht unberührt bleibt. In die neue Zeit hat Flame sich meiner Meinung nach zu gut eingelebt bzw. mir hat da auch einfach was gefehlt. Bei solchen Zeitreisen erwarte ich persönlich einfach eine Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen. Und mir war der gezeigte Unterschied zwischen 1692 und 1850 zu wenig.

Henry, der Flame findet, wird als aufgeklärter junger Mann gezeigt, der einen Menschen nach seinem Charakter beurteilt und nicht nach seiner Hautfarbe. Großer Pluspunkt für ihn. Ich mochte ihn. Auch wenn mir die Tiefe etwas fehlte. Er ist nicht oberflächlich gezeichnet und das Buch legt seinen Schwerpunkt auch auf Flames Charakterentwicklung, aber manchmal hätte ich mir mehr von Henry gewünscht.

Die Handlung selbst ist interessant, aber hat auch ihre Längen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht voran kommt und sich die Gedankengänge von Flame immer um das gleiche drehen. Ja, sie macht sich Sorgen um ihre Freundinnen, aber irgendwann habe ich das als Leserin auch verinnerlicht. Insgesamt hat mir das gewisse Etwas gefällt. Sie ist schön, aber umhauen konnte mich Flames Geschichte nicht.

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157 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Mortal Engines - Krieg der Städte

Philip Reeve , Gesine Schröder , Nadine Püschel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.10.2018
ISBN 9783596702121
Genre: Fantasy

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Poker mit Hai

B.D. Winter
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.10.2018
ISBN 9783748147312
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Poker mit Hai von B. D. Winter ist der zweite Teil der Shark Temptations Reihe. Erneut begleiten wir Merahwi und sein Team bei einem spannenden Fall und erleben gleichzeitig wie sich die Beziehung zwischen Julian und Merahwi weiterentwickelt. Während bei ersterem ein alter unsympathischer Bekannter aus dem ersten Band Merahwis Verhandlungsgeschick und Gewissen prüft, stellt bei zweiterem die Geheimhaltung der Beziehung unser Liebespärchen auf die Probe. Vor allem als Freunde und Familie von Julian darauf bestehen, den geheimnisvollen neuen Mann an seiner Seite kennenzulernen.

Zum Schreib- und Erzählstil lässt sich das Gleiche sagen, wie auch zum ersten Band: "Es liest sich einfach sehr gut und durch ihre detaillierten Beschreibungen, die aber auch nicht ausufernd werden, kann man sich die Orte in Wien und auch die Personen sehr gut vorstellen". Oder anders ausgedrückt: Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig.

Die beiden Stränge "Fall lösen" und "an der Beziehung arbeiten" sind sehr schön miteinander verwoben. Der Fall ist spannend und dadurch, dass ich durch den ersten Band den Gegner schon kenne, wusste ich auch, dass dieser nicht nur mit legalen Mitteln kämpft und Merahwis Sorge, um sein Team mehr als berechtigt ist. Nicht nur ich erinnerte mich an Julians Entführung, sondern auch unsere Protagonisten hatten dies noch frisch in Erinnerung. Aber auch Merahwi kann zu illegalen Mitteln greifen, um zu gewinnen.

Julian war mir auch in diesem Band wieder super sympathisch. Ich glaube ja, man kann ihn gar nicht nicht mögen. Schön fand ich auch, seine Familie und Freunde etwas kennenzulernen, auch wenn diese dafür sorgen, dass Merahwi und Julian wieder über die Geheimhaltung ihrer Beziehung reden müssen. Ich bin da ja ganz auf Julians Seite. Auch weil ich glaube, dass er das auf Dauer nicht durchhalten würde. Allerdings werden auch neue Details über Merahwi und seine Vergangenheit erklärt, sodass seine Abneigung gegen eine öffentliche Beziehung verständlicher werden. Im übrigen finde ich es sehr schön, dass wir nach dem Zusammenkommen des Pärchens nicht Friede, Freude, Eierkuchen haben, sondern ich an den Problemen der Beziehung und dem Auflösen dieser bzw. dem Finden von Kompromissen dabei bin. Das macht das alles so schön authentisch.
Ich bin ja schon im ersten Band nicht so warm geworden mit Merahwi und auch dieser Band hat mich noch nicht völlig von ihm überzeugen können. Aber das stört mich nicht. Ich bin dadurch eher gespannt auf den dritten Teil. Nicht nur wegen Merahwi, sondern auch wegen der Informationen, die wir über Teammitglied Phil erhalten und die sicher noch größere Auswirkungen auf die Zukunft haben werden

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ariz (Schmachten & Schlachten 4)

Tanja Rast
E-Buch Text
Erschienen bei null, 02.11.2018
ISBN B07K531HHB
Genre: Fantasy

Rezension:

Ariz von Tanja Rast ist jetzt mein viertes Buch aus der Schlachten und Schmachten Reihe. Es hat als Print 400 Seiten und ist als Selfpublish erschienen. Die Geschichte handelt von Prinzessin Yeva, die nach dem Tod ihres Cousins nicht nur Thronfolgerin, sondern auch von den unbekannten Feinden, die ihr Land überfallen, gejagt wird. Hilfe erhält sie durch einen Krieger, der durch einen grausamen Fluch vor 700 Jahren als Wächter der Königsfamilie im Grab ihres Vorfahrens ausharrte und diesem nun entsteigt, um Yeva zur Hilfe zu eilen. Das Buch erhält von mir 3 Lilien.

Ich muss leider sagen, dass ich diesen Band bisher als den schlechtesten der Reihe ansehe. Ich habe beim Lesen keine Verbindung zu Yeva erhalten und war auch von der Liebesgeschichte nicht so begeistert. Es ist zum Glück keine Liebe auf den ersten Blick, aber zum Ende ging es mir trotzdem zu schnell. Auch wenn ich das von der Reihe kennen und erwarten sollte. Yeva ist eigentlich ein super Charakter und auch Ariz ist spannend angelegt. Seine ganze Vergangenheit, das Aufwachen in einer neuen Zeit - das hätte so gut sein können. Beim Lesen hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich in 700 Jahren nur die Landschaft geändert hat und nichts an der Kultur, den gesellschaftlichen Gepflogenheiten oder den Waffen. Vor allem nachdem Ariz durch ein Ritual "handlungsfähiger" wird, hat mich das gestört. Und auch bei Yeva - sie ist abgeschotten vom Hof aufgewachsen und in ihrem Land war noch nie eine Frau an der Macht. Sie ist nicht dazu erzogen worden, die Adeligen haben Vorurteile. Das hätte so viel Spannung erzeugen können, wenn die Auseinandersetzung mit den Vorurteilen ausgebaut worden wäre. Die Geschichte legt ihren Schwerpunkt aber nicht auf höfische Intrigen, sondern auf die Flucht, die anstehende große Schlacht und ihre Zuneigung zu Ariz.

Charakterentwicklung war allerdings vorhanden. Vor allem bei Yeva, die von einer Prinzessin, die einfach nur wieder nach Hause und nichts mit dem Hof zu tun haben will, zur Kriegskönigin wird und erkennen muss, dass sie von nun an Verantwortung für ihr Volk tragen muss. Sie wird stärker und selbstbewusster, kennt aber auch ihre Schwächen. Das machte sie mir sympathisch, aber trotzdem blieb da eine gewisse Distanz zwischen Yeva und mir.

Die Flucht war spannend. Die Frage, wer der Feind ist, das Überlegen, wie Ariz zum Wächter wurde, seine grausam/traurige Geschichte haben mich zum Weiterlesen animiert. Die Zweikämpfe fand ich etwas langweilig, weil Ariz zwar eindeutig Schwächen hat, aber die Feinde trotzdem zu schwach für so einen überlegenen Kämpfer sind. Erst beim Versuch die Hauptstadt zurückzuerobern, fand ich, dass Ariz endlich mal einen würdigen Gegner hatte. Auch die große Schlacht gefiel mir, da der Ausgang unter schlechten Sternen steht und ein Sieg große Opfer kosten würden.

Zusammengefasst: Ein Buch mit einer tollen Idee, super angelegten Charakteren und spannenden Elementen, aber für meinen Geschmack hätte da noch mehr aus der Geschichte rausgeholt werden können.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Winterhof

Sameena Jehanzeb
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783946955153
Genre: Fantasy

Rezension:

"Winterhof" ist eine wunderschöne, aber auch traurige Geschichte von Sameena Jehanzeb. Das Buch ist im Zeilengold Verlag erschienen und hat als Print 160 Seiten.

Das Buch handelt von Kora, die seit ihrer Kindheit vom Schnee träumt und als Erwachsene mit ihrer Familie an den - anscheinend einzigen - Ort fährt, in dem noch richtiger Winter herrscht. Überall anders auf der Welt spielt das Wetter verrückt und es kommt zu verschiedenen Naturkatastrophen. Von Snjórley heißt es allerdings, dass dort die Schneekönigin wohnt. Doch die Macht der Schneekönigin verlangt nach einem schrecklichen Preis und Kora wird vor die Wahl gestellt, ob dieser Preis erneut bezahlt werden soll.

Ich beginne heute mal mit dem Schreib-/Erzählstil, weil dieser mich von Beginn an überzeugen konnte. Obwohl sich nicht in Details verloren wird, schaffte es die Autorin eine Winterlandschaft vor meinem geistigen Auge zu erzeugen. Klar, braucht man dafür auch eine Portion eigene Fantasie, aber die Art und Weise wie Beschreibungen, Emotionen der Protagonisten und die Handlung selbst miteinander verwoben wird, war hier sehr gelungen.

Das Buch wird als Märchen angekündigt, daher ahnte ich, dass vieles eher angerissen und öberflächlich auftaucht und nicht wirklich in Tiefe eingetaucht wird. Auch Kora als Potagonistin bleibt blass, aber die wichtigsten Motive sind dargestellt. Von der Stimmung her ist es traurig und mir war schnell klar, wie sich Kora entscheiden wird. Daher fand ich es zum Ende hin auch nicht mehr spannend. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Roveon (Schmachten & Schlachten 1)

Tanja Rast
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.02.2018
ISBN B079KRRH4C
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Schmachten & Schlachten" ist ein Reihentitel unter dem verschiedene Einzelbände von Tanja Rast laufen, da diese zwei Gemeinsamkeiten haben: Kampf ums Überleben und eine entstehende Liebe. "Roveon" ist auch Teil dieser Reihe und umfasst als Print 474 Seiten.

Namensgeber des Titels ist Roveon, der kaiserliche Feuermagier, der von seinem Kaiser ausgeschickt wurde, um bei der Verteidigung der Klippenstadt zu helfen. Fällt die Stadt, könnten die Feinde nämlich ungehindert ins Reich einfallen. Doch die Feinde sind stark, der blinde Magier wird im entscheidenden Moment zurückgelassen und vom Kaiser hört und sieht man nichts. Nur mithilfe einer Küchenmagd gelingt es Roveon den Feinden zu entkommen, aber damit beginnt der Krieg erst und es warten einige überraschende Geheimnisse auf die Leser.

Ich habe ja schon zwei andere Bücher, die der Reihe "Schmachten & Schlachten" angehören gelesen, und mich nicht an denen Übertreibungen in der Schlacht gestört. Zum Beispiel, dass da mehrere Köpfe mit einem Schwerthieb abgetrennt werden, aber trotzdem war ich sehr positiv überrascht, dass dies hier in diesem Buch nicht der Fall ist. Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Kriegsführung, aber in diesem Band sind mir große Übertreibungen nicht aufgefallen. Selbst Roveon mit seiner Feuergabe hat klare Grenzen und ist nicht unbesiegbar.

Und damit kommen wir direkt zu unserem Helden, über dessen Charakter ich mich am Anfang des Buches herrlich aufregen konnte. Eingebildet, stur, total von sich selbst überzeugt und einfach zum Kotzen. Das war mein erster Eindruck. Aber wenn man dann hinter die Fassade geguckt hat, erkennt man, warum Roveon ist wie er ist und sieht auch seine weichen Seiten. Außerdem entwickelt er sich charakterlich im Buch weiter und am Ende ist er kein vollkommen anderer Mensch, aber ich hatte ihn lieb gewonnen.

Wichtig für diese Entwicklung sind Amares, Thalis und Yaelin, wichige Personen, aus deren Blickwinkel wir auch viel Erleben. Vor allem Yaelin mochte ich direkt, während ich die anderen beiden erstmal kennenlernen musste.

Die Handlung fand ich super. Zahlreiche spannende Wendungen und verschiedene Geheimnisse, die unsere vier Personen neben den Seeräubern zu bewältigen haben. Auch wenn alles miteinander verwoben wurde, hatte ich nie das Gefühl, dass es zuviel wurde oder irgendwas nicht sauber zuende gebracht wurde.

Alles in allem mein bisheriger Lieblingsheld und auch schönste Geschichte der Reihe.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Das Geheimnis der Zuckerbäckerin

Birgit Jasmund
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2018
ISBN 9783746634616
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Geheimnis der Zuckerbäckerin" von Birgit Jasmund ist im Aufbau Verlag erschienen und entführt uns Leser auf 384 Seiten ins Jahr 1730 zum Großen Campement. Doch zuerst lernen wir die Magd Christina kennen, die ihre Anstellung verliert, weil sie sich einmal zu oft beim nächtlichen Backen erwischen lassen hat. Der Zufall beschert ihr eine Begegnung mit dem Adeligen Emilius, der in ihr genau die richtige Person zu erkennen meint, mit der er eine Wette gewinnen könnte. Christina lässt sich auf die Wette ein, doch aus dem anfänglichen Spaß wird bald bitterer Ernst, denn nicht nur eine erblühende Liebe leidet unter der Lüge, sondern auch nicht alle Adeligen sind Christina wohlgesonnen.

Ich bin direkt in Christinas Geschichte eingetaucht und war ganz begeistert von ihr und ihren heimlichen Wünschen. Sie lebt für ihren Traum und ist bereit Risiken einzugehen, um selbst Bäckerin zu werden. Christinas Geschichte und die meisten der auftauchenden Adeligen sind frei erfunden, aber das Große Campement ist ein reales Ereignis gewesen und die Autorin versichert in ihrem Nachwort, dass sie beim Großen Campement und auch bei der Darstellung der beiden Könige den überlieferten Fakten gefolgt ist. Ehrlich gesagt muss ich sagen, dass genau diese Abschnitte kein großes Interesse bei mir wecken konnten. Mich haben die Manöver einfach nicht interessiert, aber gleichzeitig fand ich es schön wie die Geschichte in reale Ereignisse eingebaut wurde. Der Schreib- und Erzählstil ist wunderbar. Es passte beides zusammen und ich konnte mir die Orte und die Personen super gut vorstellen.

Die Darstellung der Personen fand ich sehr gelungen. Christina und ihre Handlungsweisen wirkten auf mich sehr authentisch. Bei den Nebendarstellern gab es Personen, die ich sehr gut und andere, die ich wiederum überhaupt nicht leiden konnte. Vor allem Emilius hätte ich gerne mal meine Meinung gesagt, aber ich glaube, seine Mutter ist darin sehr gut. Das Ende des Buches ist toll und ich hätte gerne Emilius Gesichtsausdruck gesehen, als eine gewisse Entscheidung getroffen wurde. Allerdings gab es auch eine Sache, wo mir die Hintergründe nicht ganz so klar waren und ich so am Ende nicht völlig ratlos zurückblieb, mir aber doch eine genauere Erklärung der Gründe für eine geschehene Tat gewünscht hätte. Allgemein wirkte der Schluss im Vergleich zum Rest des Buches, wo vieles sehr ausführlich beschrieben wurde, etwas gehetzt. Alles würden die Seiten ausgehen und es bliebe nur noch Platz für das allernötigste.

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118 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Känguru-Apokryphen

Marc-Uwe Kling
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783548291956
Genre: Humor

Rezension:

Ich liebe das Känguru. Die Trilogie höre ich immer noch gerne und ab und an greife ich auch zu den Büchern und lese es erneut. Daher habe ich mich auch total auf die neuen Geschichten vom Känguru gefreut. Die Känguru-Apokryphen von Marc-Uwe Kling sind am 12. Oktober 2018 im Ullstein Verlag erschienen und umfassen als Taschenbuch 208 Seiten.

Der Schreib- und Erzählstil ist wie auch in der Trilogie gut zu lesen. Die Geschichten sind humorvoll, beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen und ich glaube, ich hätte die alle wirklich genoßen, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, dass ich einen Teil davon schon kenne. Vielleicht hätte ich mir auch einfach den Klappentext genauer durchlesen sollen. Dort steht schließlich geschrieben, dass ein Teil der Geschichten aus den Anthologien und dem Live-Programm stammen. Das macht das Buch natürlich nicht schlechter. Die Geschichten bleiben witzig und regen dabei gleichzeitig zum Nachdenken an. Ich habe mich nur umso mehr gefreut, wenn ich eine Neue aus dem "Geheimfach des Schreibtisches" las. Toll fand ich es auch, alte Bekannte wie Hertha, Otto von, Krapotke oder auch Gott wiederzutreffen. Mit der Trilogie sollte man die Apokryphen meiner Meinung nach allerdings nicht vergleichen. An die kommt das Buch nicht heran .. obwohl, ich glaube, ich finde die Geschichten besser als ein Teil derer, die in der "Offenbarung" zu finden sind. Jedenfalls bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl und ich freue mich schon auf das Hörbuch. Denn ganz ehrlich: Die Geschichten vom Känguru sind als Hörbuch noch ein Stückchen besser.

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105 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Wolfsthron

Leo Carew , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442487356
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf Wolfsthron von Leo Carew habe ich mich richtig gefreut. Kurz nach seinem Erscheinen im September 2018 habe ich es netterweise vom Goldmann Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und obwohl es nur 576 Seiten hat, habe ich doch vier Wochen gebraucht, um es zu beenden.

Die Handlung klang super spannend. Ein junger Thronerbe, der in der Schlacht zusehen muss wie sein Vater stirbt und von seinem Volk, den Anakim, für seine erste Amtshandlung als neuer Schwarzer Lord beschimpft wird. Die Stimmung wird aber nicht nur durch den Krieg aufgeheizt, sondern ebenfalls durch einen geliebten Helden, der lieber sich selbst auf den Thron sitzen sähe und vor keinem Komplott zurückschreckt. Roper, unser Protagonist, muss nicht nur lernen, wie ein Volk zu führen ist, sondern auch gegen seine inneren und äußeren Feinde ankämpfen. Und dafür greift auch er zu fragwürdigen Mitteln.

Die Anakim sind keine Menschen. Sie leben hunderte Jahre, lieben den Krieg und ihre Gemeinschaft ist auf Ehre und und die Kunst des Kämpfens aufgebaut. Sie sind nicht grausam, aber ihre Kriegslust konnte ich nicht nachvollziehen. Stattdessen habe ich die Anakim für ihre Liebe zu ihrem Land und der Wildnis bewundert. Statt die Umwelt an sich anzupassen, passen sich die Anakim ihrem Land an. Ganz anders die Menschen. Sie verachten die Anakim, haben Angst vor ihnen und halten sie für unzivilisiert. Und genau diese Angst ist ein guter Nährboden für Bellamus, um den König des Südens zu einem Krieg zu überreden, der die Anakim unterwerfen oder sogar auslöschen soll.

Auch wenn die Erzählperspektive manchmal zu Bellamus wechselt, damit wir Leser seine Beweggründe kennenlernen, bleibt er doch zum größten Teil bei Roper. Mir gefiel das, weil ich so gemeinsam mit Roper über die Südlinge und was sie als nächstes Vorhaben nachdenken konnte. Dadurch lernte ich Roper auch sehr gut kennen. Und ich liebe Roper dafür, dass seine Stärken und Schwächen so ausgewogen sind. Ich glaube, ich hatte in meinen letzten Büchern keine so gute Darstellung von Stärken und Schwächen und daher ist mir das jetzt besonders positiv aufgefallen. Am Ende des Buches ist Roper auch der einzige, den ich wirklich einschätzen kann. Zu allen anderen Personen bin ich noch auf Distanz und das finde ich schade. Die anderen Personen sind zwar auch sehr schön dargestellt, aber mir fehlte der emotionale Zugang zu ihnen. Auch wenn der bei Roper selbst auch noch ausbaufähig ist.

Die Handlung selbst ist zum größtenteil spannend. Geschickte Wendungen führen immer wieder zu neuen Konflikten, allerdings hat das Buch auch ab und an seine Längen und genau dann, hatte es bei mir manchmal Tage gedauert, bis ich wieder weiter gelesen habe. Es war merkwürdig. Wenn ich gelesen habe, wollte ich immer schnell wissen, wie es weitergeht, aber sobald ich das Buch zur Seite gelegt habe, weil ich irgendwas anderes tun musste, da hörte der Drang zum Weiterlesen nach einiger Zeit auf und ich vermisste das Buch nicht.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Schwert & Meister 4: Navenva

Florian Clever
E-Buch Text: 166 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2018
ISBN B07FZSC1HZ
Genre: Fantasy

Rezension:

"Navenva" ist der vierte Band der Schwert & Meister-Reihe von Florian Clever. Es ist als Selfpublish erschienen und umfasst als Print 168 Seiten. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend, nimmt Hinweise aus den ersten Bänden geschickt auf und lässt neue Fragen entstehen, die mich gespannt auf den nächsten Band warten lassen. Ich vergebe 5 Sterne.

Im Prolog befinden wir uns wieder in den Tiefen des Grachmyrs und blicken anschließend zurück auf die Geschehnisse, die uns überhaupt erst dorthin bringen werden. Nach den Ereignissen im dritten Band hat Glen einen Aufstieg in der Armee hingelegt und ist zur rechten Hand des neuen Kommandantens der Aaskrähen geworden. Die Armee bereitet sich auf die Schlacht gegen Askeleon vor und Glen muss nicht nur dafür sorgen, dass seine Truppe ihren Anteil an Verpflegung und Respekt bekommt, sondern sich auch gegen Anfeindungen wappnen und in den Schlachten überleben. Letzteres ist gar nicht so einfach, wenn die eigene Einheit als Kanonenfutter benutzt werden soll.

Die Schlachten und Einzelkämpfe fand ich wieder sehr schön und vor allem glaubwürdig dargestellt. Trotz seines Schwertes ist Glen nicht unbesiegbar und darf sich daher nicht nur dem Rausch des Niyn hingeben, sondern muss auch passende Strategien entwickeln. Besonders durch die neuen Erkenntnisse, die Glen hat, und der Tatsache, dass wir Leser aus den ersten Bänden noch nicht alles über Askeleon und seine Brut erfahren haben, sind die Schlachten "frisch" und unterscheiden sich von den bisher erlebten.

Durch die großen Zeitsprünge innerhalb der Reihe begleitet man als Leser Glens Charakterentwicklung sehr gut. Glen aus Band 4 ist so viel anders als Glen aus Band 1 und das ist ein Aspekt, der mir sehr gut an der ganzen Reihe gefällt. Ich merkte richtig, wie seine Erlebnisse ihn und seine Handlungen prägten. Auch Glens Gefährten mag ich. Und durch jemand Neues, der hinzustößt, wird auch seine Gruppe auf eine Probe gestellt. Ich glaube, so langsam haben wir die Sieben aus dem Schwertgedicht, welches bei jedem Band am Anfang zu finden ist, zusammen.

Am Gemeinsten in der ganzen Reihe finde ich den Cliffhanger, mit dem dieser Band endet. Jetzt brauche ich ganz schnell Band 5: Uthabris.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Verratene Ehre

Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.08.2018
ISBN 9783734105043
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Verratene Ehre" von Wolfgang Thon ist die Fortsetzung von "Blutiges Land". Das Buch ist im Blanvalet Verlag erschienen und umfasst 503 Seiten. "Verratene Ehre" begleitet Valerian und Eik im 30jährigen Krieg. Beide stehen immer noch auf verfeindeten Seiten und auch privat hegt Valerian einen tiefen Hass auf Eik. Durch das Familiengeheimnis blieb die Geschichte für mich spannend, auch wenn ich im Laufe des Lesens feststellte, dass mich die Kriegsstrategien und allgemein das Kämpfen nicht mehr so interessierten, wie im ersten Band. Das Buch bekommt von mir 3 Sterne.

Der erste Teil "Blutiges Land" hatte mir ja sehr gut gefallen und daher war ich super gespannt wie es mit Eik, Valerian und Augusta weitergehen wird. Allerdings konnte mich der zweite Teil nicht mehr so erreichen wie der erste. Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten wieder in die Geschichte reinzufinden. So viele Namen, die ich erst einmal wieder zuordnen musste. Ich gestehe, irgendwann habe ich aufgegeben zu versuchen mir zu merken, welcher Obrist, Leutnant oder wer auch immer aus welchen Gründen auch immer ein Problem mit Eik oder Valerian hatte. Mir war nur wichtig, mir zu merken, wann ich auf welcher Seite des Krieges war - Kaiserlich-katholisch oder Schwedisch-protestantisch. Dadurch verging mir aber auch das Interesse an der ganzen Kriegsstrategie und ich gestehe, dass ich teilweise gerne mal ein paar Seiten überblätterte.

Spannung wurde deswegen für mich auch nicht durch den Krieg gezeugt, sondern durch das Familiengeheimnis, welches Valerian unbekannt ist, weil er zu stolz ist, Briefe zu lesen. Einfach mal zuhören bzw. die eigene Post zu lesen, hätte einiges verbessern können. Der hat mich so aufgeregt. Eik hat deutlich mehr Pluspunkte sammeln können. Auch die Frage, ob Eik jemals seine Tochter kennenlernen würde, hat mich am Ball gehalten. Besonders als gewisse Franzosen, die ich schon im ersten Band zu verachten gelernt habe, wieder auftauchen und alte Rechnungen begleichen wollen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Juran (Schmachten & Schlachten 3)

Tanja Rast
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei null, 05.08.2018
ISBN B07G1GVY51
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Juran" von Tanja Rast ist ein Fantasyroman, der im August 2018 veröffentlicht wurde und 319 Seiten umfasst. Wie auch die anderen Bände der Reihe Schmachten & Schlachten ist "Juran" als Selfpublish erschienen und kann unabhängig gelesen werden, da es eine eigene Geschichte enthält, die nichts mit den vorherigen Bänden zu tun hat. "Juran" gefiel mir sehr gut. Am Anfang steht die Entwicklung der Romanze im Vordergrund, am Ende der Kampf um den Thron und ums Überleben. Die Charaktere gefielen mir, die Handlung war solide und die Spannung steigerte sich am Ende sehr rasant. Ich vergebe 5 Sterne.

Worum geht es? Der König ist gestorben und ein Teil des Adels erhebt sich gegen den jungen Thronfolger. Einzig der ehemalige Marschall Juran schein die Heere unter sich vereinen zu können, doch er wurde vom König in ein Kloster verbannt. Vega, eine Vertraute des Prinzen macht sich auf den Weg, um Juran zu holen. Auf dem Rückweg muss sich Vega aber nicht nur mit ihren aufkeimenden Gefühlen auseinandersetzen, sondern auch mit dem Ergebnis schwarzer Magie. Denn die Feinde wollen unbedingt verhindern, dass Juran den Prinzen erreicht. Und dann ist da noch Vegas Geheimnis, welches Juran auf keinen Fall erfahren darf.

Vega war hier mein absoluter Liebling. Ehrlich gesagt, habe ich bis zu der einen Szene, in der mir dann auch wirklich die Tränen gekommen sind, gar nicht wirklich geahnt, wie dolle ich sie mag. Aber ich glaube, Tränen sind da schon ein gutes Zeichen. Vega bin ich auch schneller näher gekommen als Juran. Sie zeigt vom Anfang an, was ihre Schwächen und was ihre Stärken sind. Ihr dunkles Geheimnis wird anfangs auch nur angedeutet. Ich ahnte zwar irgendwann, was sie verheimlicht, aber als es dann ans Licht kam, war es doch noch anderes als ich dachte. Und ich fand das richtig gut. Bei Juran hingegen hat es etwas gedauert, bis ich kleinere Schwächen fand. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn durch Vegas Augen sah, aber auf den ersten Blick wirkte er perfekt. Da musste ich schon etwas suchen.

Die Handlung selbst fängt ruhig an. Ich erfuhr zusammen mit Juran, was Vega von ihm will und machte mich dann zusammen mit den beiden und ihren Begleitern auf die Reise. Die erste Etappe beinhaltet auch schon Kämpfe, aber es zog sich ein klitzekleines bisschen. Ich wollte endlich beim Prinzen ankommen und zusammen mit Juran rausfinden, ob er überhaupt zum König taugt. Meine Lieblingsszenen in dem Buch bleiben die Kämpfe. Ich mag es ja gerne blutig, grausam und eklig, wenn in Büchern getötet, gemordet oder in den Krieg gezogen wird. Ich mag es, wenn nicht nur geschrieben wird, dass jemand stirbt, sondern auch wie er stirbt. Und Tanja Rast hat mir ihren Beschreibungen mein Bedürfnis nach Details befriedigen können. Da werden Köpfe gespalten, Blut spritzt und der Geruch von Blut und Verwesung liegt in der Luft und haftet an unseren Helden.

Die Liebesgeschichte ist von Anfang festgelegt, also wer sich hier in wen verliebt. Die Probleme, die aber das Zusammensein anfänglich behindern und später dann bedrohen, fand ich sehr gut beschrieben und nachvollziehbar. Vor allem die Reaktion des Prinzen darauf, die ich erst bei Lüftung von Vegas Geheimnis völlig verstehen konnte. Allerdings hätte ich an seiner Stelle auch verhalten darauf reagiert und mir Sorgen gemacht.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das Flüstern der Träume

Serena Avanlea
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei null, 25.11.2017
ISBN B077C1V3PC
Genre: Romane

Rezension:  
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Rezension:

"Herzflüstern" von Serena Avanlea ist ein Sammelband und enthält die drei Geschichten "Das Glitzern des Glücks", "Der Zauber der Sterne" und "Das Flüstern der Träume". Die drei Geschichten gibt es auch einzeln zu kaufen und wurden von der Autorin als Selfpublish herausgegegeben.

"Das Glitzern des Glücks" handelt von Cassie, die, nachdem ihr Herz gebrochen wurde, auf Zeitreise geht, um die perfekte Freundin für ihren Ex zu werden. Schließlich ist es ja ihre Schuld, dass er Schluss gemacht hat und sich für ihn zu ändern, wird alles wieder gutmachen. Zumindest ist sie fest davon überzeugt. Das Buch hatte ich ja schon vor einiger Zeit gelesen, allerdings war auch der Reread wieder wunderschön. Cassie ist einfach eine Protagonistin, die ich nur in mein Herz schließen konnte, und ihre Entwicklung fand ich einfach nur richtig toll fand. Die Geschichte werde ich sicherlich nochmal irgendwann lesen.

"Der Zauber der Sterne" erzählt uns die Geschichte von Victoria, die sich in ihren besten Freund verliebt hat. Allerdings ist er glücklich vergeben und als er den nächsten Schritt gehen will, fällt Victoria eine folgenschwere Entscheidung. Kann ihre "Betreuerin" Angie ihr helfen? Victoria kam ja schon im ersten Band vor und die Geschichte spielt zur selben Zeit. Also gibt es hier auch ein Wiedersehen mit Cassie und ich fand es sehr interessant, die Szenen mit Cassie aus Victorias Sicht zu lesen. Victorias Liebeschaos hat mich allerdings nicht so berühren können. Ich fand die Idee mit Angie toll, und es war auch erschreckend, wozu die unerfüllte Liebe Victoria treibt. Der Schreibstil war auch wieder klasse und das Innnenleben von Victoria war super dargestellt. Auch spannende Wendepunkt gibt es. Allerdings fehlte mir der Funke, der mich für diese Geschichte entflammen konnte.

Ganz anders war das wiederum bei "Das Flüstern der Träume". Emma, die sich ihren Traum vom Modedesign erfüllen will und eigentlich so gar keine Zeit für einen Freund hat, muss sich nicht nur gegen eine böse Intrige wehren, die ihren Traum zum Platzen bringen kann, sondern auch herausfinden, welcher der Männer, die in ihr Leben treten, eine alte Radiobekanntschaft ist und vor allem, wer es mit ihr ehrlich meint. Emma hat sich ziemlich schnell in mein Herz geschlichen. Direkt am Anfang der Geschichte erfährt der Leser, wie fürchterlich ihre Kindheit und Jugend war, und schon ab diesen Moment war mir klar, dass ich jeden andere Person aus diesem Buch, etwas Böses wünsche werde, wenn der/diejenige versucht, Emma zu behindern. Sie war einfach so menschlich und gut, und liebenswert und ich wünschte, ich hätte sie als Freundin. Übrigens spielt Emmas Geschichte zeitlich nach Cassies. Wer sich also bei Cassies Geschichte nicht spoilern möchte, sollte Cassies Geschichte vor dieser hier lesen. Außerdem findet man " kleine Insider" hier, wenn man Cassies Abenteuer kennt. Das fand ich auch richtig toll.

Immer noch 5 Lilien von mir für "Das Glitzern des Glücks, 3 Lilien für "Der Zauber der Sterne" und nochmal 5 Lilien für "Das Flüstern der Träume". Für das Sammelband ergibt sich also ein Durchschnitt von 4,333333333333 Lilien.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Mundus Perditus: Die vergessene Welt

Carmen Gerstenberger
E-Buch Text
Erschienen bei Eisermann Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783961730094
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Mundus Perditus - Die vergessene Welt" ist ein Fantasyroman aus der Feder von Carmen Gerstenberger. Er wurde im September 2018 im Eisermann Verlag veröffentlicht und hat als Print ca. 350 Seiten. Ich bin mir nicht sicher, ob "Mundus Perditus" ein Einzelroman oder der Start einer Reihe ist, allerdings funktioniert er in meinen Augen in beiden Fällen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Handlung ganz wie ich es mag - blutig, tödlich und schleimig -, und der Schreibstil ist auch wunderbar. Die Geschichte bekommt von mir 5 Sterne.

Wenn die Tore sich öffnen und auf einmal ein Wald in der Stadt steht, die Sonne nicht mehr scheint und der Tod hinter jeder Ecke lauert, dann kann nur eine Person, die Menschheit vor dem Bösen retten - die Hüterin. Blöd nur, dass diese gar nichts davon weiß, weil ihre Eltern zu früh gestorben sind. Vernita, die überhaupt keine Ahnung von anderen Dimensionen und Dämonen hat, ist eine erwachsene Frau, die im Leben steht und weiß, was sie will. Als sie erfährt, dass sie die einzige ist, die Dämonen aufhalten kann, ist es natürlich erst mal für sie unglaubwürdig, aber sie stellt sich dem. Und was mir hier besonders gefiel, ist, dass sie nicht rumjammert oder mit ihrem Schicksal hadert. Sie setzt sich vernünftig damit auseinander. Obwohl sie relativ schnell lernt, mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen, was übrigens sehr glaubhaft erklärt wird, hat sie trotzdem Schwächen und jeder Kampf ist eine harte Nuss. Unterstützt wird sie anfangs nur von Ruiz und seinem tierischen Begleiter, die sich anfangs mit Informationen sehr zurückhalten. Allerdings frage Vernita auch nur das Nötigste nach. Ich wäre da, glaube ich, neugieriger gewesen. Später entsteht eine interessante Gruppe und die Kabbeleien zwischen den fünfen fand ich sehr amüsant.

Allgemein mochte ich den Humor in dem Buch. Besonders die Sprüche von Marno und die kleineren Streitereien zwischen Jares und Alvarez. Ich musste immer wieder Schmunzeln und habe mich auf den nächsten verbalen Schlagabtausch gefreut.

Die Handlung ist rasant. Es gibt kaum Ruhepausen. Kaum ist ein Dämon besiegt, taucht schon der nächste auf. Überall liegen grauenvoll zugerichtete Leichen rum, an Details wird nicht gespart. Es ist schon ziemlich eklig und grausam. Kein Ort, an dem ich Leben oder mitkämpfen würde wollen. Aber ich prsönlich mochte das. Andere Morde hätten auch gar nicht zu den Dämonen gepasst. Und durch den teils schwarzen Humor der Charaktere werden die grausamsten Szenen auch etwas aufgelockert.

Zum Ende hin ahnte ich durch eine Erzählung vorher, was die Autorin plant, und dadurch hat das Finale einen Hauch Spannung verloren, durch eine andere Kleinigkeit aber auch wieder dazugewonnen. Ich mochte die Auflösung am Ende auf jeden Fall. Ansonsten konnte die Autorin immer wieder mit Kleinigkeiten in der Handlung überraschen.

Was mir allerdings nicht so gefiel, war die eingebaute Liebesgeschichte. Sie war nichts halbes und nichts Ganzes. Die Anziehung zwischen zwei Personen wurde immer wieder angedeutet, aber durch die ganze Damönenjagd hat sich keiner der beiden darauf konzentriert. Ehrlich gesagt, hätte das für meinen Geschmack auch rausgelassen werden können.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

So sündig küsst kein Gentleman: Historischer Liebesroman (Die Ravenels 2)

Lisa Kleypas
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783955768386
Genre: Liebesromane

Rezension:

"So sündig küsst kein Gentleman" ist der zweite Band der Ravenel-Reihe, welches aber unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann. Das Buch wurde von Lisa Kleypas geschrieben, ist im August 2018 bei Mira Taschenbuch, einem Imprint von Harper Collins veröffentlicht worden und umfasst 448 Seiten (print). "So sündig küsst kein Gentleman" ist eine schöne, etwas erotische historische Liebesgeschichte, die durch auftauchende Familiengeheimnisse und deren Auswirkungen auf die Handlung der Protagonisten spanned wurde. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

Ich habe den ersten Band "Dem Earl ausgeliefert" nicht gelesen, aber anscheinend lernen sich dort die beiden Protagonisten Rhys und Helen kennnen. Ich habe aber nicht das Gefühl gehabt, dass ich die Vorgeschichte brauchen würde, da es in diesem Band eine Zusammenfassung des Kennenlernens gab. Zu Beginn der Geschichte erfahren wir, dass die Verlobung zwischen Lady Helen und dem Geschäftsmann Rhys aufgehoben wurde. Als Lady Helen eines Tages unbegleitet in seinem Büro auftaucht und um die Erneuerung der Verbindung bittet, macht Rhys ihr ein Angebot, dass mehr als fragwürdig ist: Erst der Sex, dann die Hochzeit. Alles nur, damit ihre Familie einer Verlobung nicht mehr im Wege stehen kann.

Schon in den Anfangsszenen merkte ich, dass Rhys Probleme auf seine Art löst und ihm die Meinungen anderer zwar wichtig sind, sie aber nicht seine Handlungen lenken könnten. Er will in der Gesellschaft durch eine Heirat mit einer Adeligen anerkannt werden, gleichzeitig sich selbst treu bleiben. Das gefiel mir irgendwie. Er verkauft sich nicht und er scheint ein anständiger Arbeitgeber zu sein, der zwar sehr viel verlangt, aber auch das Wohl seiner Arbeiter im Auge behält. Was mir aber gar nicht gefiel, waren seine Besitzansprüche Helen gegenüber. Zum Ende hin zeigte sich, dass er auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um zu bekommen, was er will und um seine Liebsten zu schützen.
Anfangs dachte ich, dass Helen nicht weiß, worauf sie sich einlässt, aber ich wurde schnell des Besseren belehrt. Sie hat einen ziemlich klaren Blick auf Rhys und ich hatte nicht Eindruck, dass sie sich seiner Art schweigend ergeben wird. Nein, sie handelt eigenständig und weiß genau, worauf sie sich bei einem Mann wie Rhys einlässt. Beide Protagonisten waren auf gleicher Augenhöhe und das hat mir die Liebesgeschichte, die übrigens auch detaillierte Sexszenen beinhaltet, schmackhaft gemacht.

Die Geschichte hatte nach dem skandalösen Angebot eine kleinere Länge gehabt und ich wusste erst gar nicht, was mich da jetzt noch erwarten sollte. Erst als Helen Familiengeheimnisse erfährt und die Verbindung dieser mit Rhys erkennt, wird es spannend. Nicht nur weil ihre Liebe und ihr Glück davon bedroht werden, sondern auch, weil ihre gesellschaftliche Stellung in Gefahr ist. Letztendlich muss Helen entscheiden, ob sie wegsehen kann oder ob sie alles riskiert, um anderen zu helfen. Und natürlich stellt sich die Frage, ob Rhys sie überhaupt noch heiraten will, wenn er die ganze Wahrheit erfährt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch den Perspektivenwechsel lernte ich Helen und Rhys gut kennen. Helen vielleicht ein bisschen als Rhys, aber ihn fand ich vom Charaker her interessanter.

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418 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Ash Princess

Laura Sebastian , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.09.2018
ISBN 9783570165225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Ash Princess" ist der erste Band der Ash Princess-Reihe von Laura Sebastian. Das Buch ist am 3.September 2018 als ebook im cbj Verlag erschienen und umfasst 512 Seiten (print). "Ash Princess" konnte mich von der Handlungsidee nicht sonderlich überraschen und der Weltenaufbau blieb mir zu blass, aber es beinhaltet Details, die es von anderen Büchern mit ähnlicher Grundidee unterscheidet und ich mochte die Protagonistin Theo und wie sie dargestellt wurde sehr gerne. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

Ich muss gestehen, ich hatte gemischte Erwartungen an das Buch. Zum einen wollte ich natürlich eine fantastische Geschichte, in der sich eine Prinzessin, ein Volk gegen ihre Unterdrücker erhebt, zum anderen hatte der Klappentext mir etwas Angst gemacht. Dort heißt es nämlich, dass Theo sich über den Sohn des Kaisers rächen will, aber sie Gefühle für den Prinzen entwickelt. Und irgendwie war das für mich nichts Neues. Zumindest wenn sich die Geschichte zu einem Happy End zwischen Prinz und Prinzessin entwickeln würde. Ich bin also neugierig an die Geschichte rangegangen und ich hoffe, dass ich nicht zu viel verrate, wenn ich sage, dass die Autorin für diesem ersten Band aus der Liebesgeschichte ein für mich gutes Ende entwickelt hat. Jetzt bin ich gespannt wie es im zweiten Band "Lady Smoke" weitergeht.

Aber hier erstmal der Klappentext:

"Sie kommt aus der Asche und greift nach den Sternen
Theo ist noch ein Kind, als ihre Mutter, die Fire Queen, vor ihren Augen ermordet wird. Der brutale Kaiser raubt dem Mädchen alles: die Familie, das Reich, die Sprache, den Namen. Und er macht aus ihr die Ash Princess, ein Symbol der Schande für ihr Volk. Aber Theo ist stark. Zehn Jahre lang hält die Hoffnung sie am Leben, den Thron irgendwann zurückzuerobern, allem Spott und Hohn zum Trotz. Als der Kaiser Theo eines Nachts zu einer furchtbaren Tat zwingt, wird klar: Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie zurückschlagen – und die Achillesferse des Kaisers ist sein Sohn. Doch womit Theo nicht gerechnet hat, sind ihre Gefühle für den Prinzen ... "

Wie ich oben schon erwähnte fand ich den Weltenaufbau für meinen Geschmack zu blass. Die Geschichte konzentrierte sich stark auf Theo und ihr Leben im Schloss, allerdings fand ich es schade, dass über das Volk und die Magie so wenig erklärt wird. Es wurden mir nur Brocken hingeworfen und ich habe die ganze Magiesache und wieso Theo als Thronfolgerin ihrer Magie nicht nachgeben darf, nicht wirklich verstanden. Gut, Theo kann sich auch nur darauf berufen, was sie in ihrer Kindheit von ihrer Mutter erfahren hat, aber mich als Leser hat dieses Halbwissen genervt, da für mich das Magiesystem und die Steine das Buch von anderen Büchern mit ähnlichem Plot hervorheben.

Aber kommen wir mal zu den positiven Sachen. Der Schreib- und Erzählstil ist wunderbar. Sehr eindrücklich und passend zu der teils grausamen Handlung. Es wird deutlich, was geschieht und wie grausam und menschenverachtend das ist, aber gleichzeitig wird eine gewisse Distanz gewahrt, was ich für ein Jugendbuch wichtig finde.

Theo ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie ist von Anfang an ein starker Charakter. Ein Charakter, der gelernt hat, zu überleben und dabei jedem eine Maske zu zeigen. Bloß nicht sie selbst sein, denn das würde ihren Tod bedeuten. Als es Zeit wird, die Maske fallen zu lassen, war es in meinen Augen nur natürlich, dass es ihr schwer fällt aus ihrem alten Verhalten auszubrechen und ihr wahres Ich aus den Tiefen hervorzurufen. Aber sie wäre nicht die rechtmäßige Thronfolgerin von Astrea, wenn sie nicht die Kraft finden würde, für ihr Volk zu kämpfen, als sich ihr ein Weg öffnet. Auch ihre widersprüchlichen Gefühle für das, was in den Augen der Rebellen getan werden muss und dem was ihr Herz ihr sagt, fand ich authentisch und nachvollziehbar.
Mit dem Prinzen bin ich allerdings nicht so wirklich warm geworden. Ich fand die Rebellen, mit denen Theo in Kontakt kommt, viel interessanter. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass Theo sich im Laufe des Buches für die Krone und ihr Volk entscheidet und nicht für den Prinzen des Feindes. Auch wenn er ihre Gefühle zu erwidern scheint, mochte ich ihn nicht.

Spannung ist für mich nicht durch die Grundidee der Handlung entstanden, da ich schon einige Bücher mit ähnlicher gelesen habe und ich ahnte, worauf es am Ende hinauslaufen wird. Es waren eher die kleinen Fragen, wie "Wird Theo ihre einzige Freundin verraten?", "Wird sie diese und jene Person töten?" oder "Verliebt sich sie sich wirklich in den Feind oder wird das durch die Grausamkeiten, die sie erlebt hat, verhindert?" (Ich sage hier übrigens nicht, dass mich das wieder ein bisschen an das Stockholm-Syndrom erinnert hat.). Ich habe mir auch ein bisschen Sorgen um die Rebellen gemacht, aber da die Geschichte nur aus Theos Sicht erzählt wird, konnte ich mit denen nicht so mitfiebern.

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Kenna (Schmachten & Schlachten, Band 2)

Tanja Rast
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Independently published, 04.05.2018
ISBN 9781980807162
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Kenna" ist der zweite Band der Reihe Schmachten & Schlachten. Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar und enthalten abgeschlossene Abenteuer. Es ist als Selfpublish erschienen und umfasst 438 (print) Seiten. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

"Kenna" handelt von Prinzessin Rilan, die nach einem Angriff durch die Roten Krieger auf ihre Heimat, gemeinsam mit dem feindlichen Krieger Kenna vor einer viel größeren Gefahr aus dem Meer fliehen muss. Dabei kommen sich die beiden immer näher. Doch kann Rilan einem Mann vertrauen, der ihre Heimat angegriffen hat und der durch die Taten ihres Bruders verletzt wurde? Oder ist sie für Kenna nur Mittel zum Zweck?

Die Geschichte wird hauptlich aus der Sicht von Rilan erzählt. Das gefiel mir sehr gut, da ich mich so gemeinsam mit ihr fragen konnte, warum Kenna sie beschützt und sich nicht rächt. Rilan hat von einem Leben auf Reisen keine Ahnung und ihre verwöhnte Seite kommt öfter mal zum Vorschein. Meistens wenn sie total überfordert ist. Ansonsten bemüht sie sich darum, Kenna so gut wie es ihr möglich ist, zu unterstützen. Allerdings erst als sie erkennt, dass sie ihn braucht, um zu überleben. Das mochte ich an Rilan. Sie ist keine Prinzessin, die jammernd in der Ecke sitzt, sondern sie handelt. Kenna gefiel mir nicht ganz so gut wie Rilan. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn meistens durch die Augen von Rilan sah und in ihren Augen war er perfekt. Zumindest das Äußere. Ich hätte mir mehr Schwächen für ihn gewünscht bzw. dass die, die er hat, nicht nur erwähnt werden, sondern auch mehr durch Handlungen gezeigt wurden. Kenna ist mir zu fremd geblieben. Seinen Bruder hingegen fand ich toll. Obwohl er erst im letzten Drittel in die Geschichte auftaucht, konnte er mich mehr einnehmen als Kenna.

Die Handlung gefiel mir sehr gut. Die Idee mit den Feinden aus dem Meer, der Tatsache, dass Kenna vor Rilan Geheimnisse hat, die Spannungen zwischen den beiden durch die Taten ihres Bruders und das langsame Auflösen aller Handlungsstränge hat mich an die Geschichte gebunden. Allerdings hat die Geschichte an Spannung verloren, dadurch, dass Kenna trotz seiner Verletzung nur wenig Probleme beim Kämpfen hat und auch die Kampfhandlungen selber zu wenig beschrieben wurden. Sie waren einfach zu schnell abgehandelt und haben mich beim Lesen wenig berührt. Es lag vielleicht auch daran, dass die beiden sehr schnell allein unterwegs sind bzw. mir ihre Reisebegleiter oftmals egal waren, sodass ich mir anfangs keine Sorgen machte musste, dass eine mir wichtige Person sterben könnte. Erst zum Ende habe ich mir in der Schlacht um meine heimliche Lieblingsperson Sorgen gemacht.
Was mir auch gefiel, war, dass ich über die Feinde auch nur das erfuhr, was Kenna und Rilan wissen. Und das ist nicht viel. Selbst am Ende des Buches sind noch Fragen zu den Feinden offen, aber das fühlte sich nicht falsch an, sondern passte zum Erzähstil und zur Handlung selbst.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Irish Kisses: Jack und Fiona - eine Lovestory (spicy lady 1)

Lita Harris
E-Buch Text
Erschienen bei spicy stories, 28.04.2016
ISBN 9783943957679
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Irish Kisses" ist der erste Band der Spicy Lady-Reihe von Lita Harris. Es ist als Selfpublisherschienen und umfasst 147 Seiten. "Irish Kisses" ist eine süße Liebesgeschichte, die mich allerdings von der Handlung her nicht überraschen konnte. Sie bekommt von mir 3 Lilien.


Protagonisten sind der Hollywood Regisseur Jack und die Irin Fiona. Jack, frisch getrennt, reist inkognito nach Irland, um den Paparazzi zu entgehen, und möchte eigentlich nur in Ruhe arbeiten. Aber da hat er die Rechnung ohne Fiona gemacht, Leicht chaotisch und ein richtiger Morgenmuffel. Langsam erobert sie sein Herz und auch ich fand Fiona toll. Aber ob es ihr gefallen wird, dass er in Hollywood ein Star ist? Und dann taucht auch noch seine Exfrau auf.

Fiona fand ich richtig toll. Ich merkte, wie sehr sie ihr Land, ihr Dorf, ihr kleines Geschäft und ihr Oma liebt. Sie hat Pläne, wünscht sich mehr von der Welt zu sehen und ich fand sie und ihre Art einfach nur süß. Auch Jack gefiel mir, weil er bodenständig wirkte und nicht aufgrund seines Ruhms abgehoben ist.

Die Handlung selbst konnte mich allerdings nicht sonderlich überraschen. Es ist eine süße Liebesgeschichte, die mich einen Abend schön unterhalten konnte, aber in meinen Augen hat sie kein besonderes Merkmal, welches sie großartig von anderen Liebesgeschichten abhebt. Daher war ich mir sehr sicher, wie es zwischen den beiden ausgeht und durch Jacks anfänglichen Erzählungen auch, wie sich seine Exfrau verhalten wird. Das hat der Spannung auch nicht gut getan.  

Wenn ich das Wörtchen Irland irgendwo lese, freue ich mich total darauf, neue Orte und neue Geschichten kennenzulernen. Ich war zwar selber noch nicht in Irland, aber mit Büchern reise ich deshalb um so lieber in dieses schöne Land. Die Atmosphäre des Städtchen Enniskerry fand ich sehr schön beschrieben, allerdings hätte ich mir persönlich die Besuche der Sehenswürdigkeiten ausführlicher gewünscht.  

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Sommernachtsflüstern

Jona Dreyer , Regina Mars , B.D. Winter , Sara Pearson
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei null, 20.07.2018
ISBN B07FLR418Y
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Anthologie enthält Kurzgeschichten von Jona Dreyer, Sara Pearson, B. D. Winter, Luzie Engels und Regina Mars. Sie ist am 20. Juli 2018 als Selfpublish erschienen, hat 145 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zugeschickt. Die Anthologie konnte mich in seiner Gesamtheit von sich überzeugen und erhält 5 Lilien.

Zu Beginn des Buches gibt es ein kleines Vorwort von Jona Dreyer, in welchem sie direkt mal ein Versprechen abgibt. Ich werde mich danach totlachen, vor Spannung die Luft anhalten, melancholisch seufzen und gegen Zuckerschock und Karies kämpfen muss. Humor und Spannung waren auf jeden Fall vorhanden. Geseufzt habe ich auch, zwar würde ich das nicht als melancholisch bezeichnen, aber Seufzen ist Seufzen. Zuckerschock und Karies ... mmh, ich habe beim Lesen Süßigkeiten gegessen, das zählt doch bestimmt. Also ja, das Versprechen wurde von den Autoren eingehalten.

Geschichte Nr. 1 stammt von Jona Dreyer und trägt den tollen Titel "Sechs Särge und ein Käpitan". Schon allein der Titel machte mich total neugierig auf die Geschichte von Helge und Kristian. Mit den beiden machen wir eine Kreuzfahrt an der norwegischen Küste entlang und müssen miterleben, wie Helge immer wieder von den Passagieren darangehindert wird, mit Kristian ein paar ruhige Stunden zu haben.  Ich mochte Helge, auch wenn er ziemlich genervt von der Rentnerkreuzfahrt war. Aber was macht man nicht alles für die Liebe. Die Geschichte war für mich die humorvollste. Ich musste immer wieder Schmunzeln und hatte meinen Spaß daran, wie Helge und Kristian von den, schon besonders dargestellten, Rentern vereinnahmt wurden.

Geschichte Nr. 2 "Urlaub mit Hindernissen" stammt von Sara Pearson und sie entführte mich nach Irland, wo Thomas und Mario ihren Urlaub verbringen.  Die zwei waren ganz süß zusammen, nutzten allerdings für meinen Geschmack zu viel Kosenamen, aber das ist ja super persönlich, ob man Hummelchen und Bärchen mag oder eben nicht. Jedenfalls ist der Urlaub voller Tücken und Pannen und ich konnte Mario voll verstehen, dass ihm das gar nicht gefiel. Schließlich sollte das doch ein wunderschöner Urlaub werden. Er tat mir schon ziemlich leid, aber mich amüsierte es. 

In Geschichte Nr. 3 "Auf den Hörnern des Stiers" bringt uns B.D. Winter nach Andalusien zu den berühmtberüchtigten Stierkämpfen. Ein Ereignis, welches ich ganz schrecklich finde, und mir gefiel, dass die Autorin den Stierkampf nicht schönredete. Allerdings zeigt sie einen anderen Blickwinkel darauf. Ich finde Stierkämpfe immer noch furchtbar, aber sind Geschichten nicht auch genau dafür da, dem Leser andere Perspektiven zu zeigen? Und José, der Matador, hat eine interessante, so viel verrate ich dazu. Und zu der Liebesgeschichte sage ich auch nicht viel, nur dass sie unter keinem guten Stern steht und sobald ich ahnte, wer Miguel ist, da wurde es richtig, richtig spanned. Den Schreibstil von B.D. Winter muss ich auch nochmal betonen. Alle Autorinnen hier haben einen sehr schönen, der zu ihren Geschichten passt, aber B.D. Winters liebe ich. Da sitzt einfach jedes Wort an der perfekten Stelle. 

"Abgedrehte Ferien" von Luzie Engels ist Geschichte Nr. 4 und es geht nach England. Ich hatte ja nicht viel über den Titel nachgedacht, aber er verrät schon viel darüber, wieso Jo von seiner Schwester nach England gerufen wird. Bei dieser muss ich leider sagen, dass mich die Liebe zwischen Jo und seinem Auserwählten nicht wirklich erreichen konnte. Dafür habe ich die beiden zu selten zusammen gesehen. Aber hätte man das bei der Kürze andersmachen können? Keine Ahnung. Trotzdem ist Geschichte schön zu lesen und unterhaltsam.

Regina Mars zeigte mir in der letzten Geschichte "Ramen am Rhein" eine besondere Ecke in Düsseldorf. Ich habe ja erst gedacht Ramen wäre der Name des Protagonisten und war dann verwundert, dass beide Männer anders heißen. Obwohl, wenn ich recht überlege, wurde der Name des Ich-Erzählers gar nicht genannt. Jedenfalls kam die Erkenntnis, was Ramen ist, dann in Düsseldorf. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren. "Ichs" Geschichte war ziemlich süß und eine richtige Seufzergeschichte. Mit seinem besten Freund Kyo, der ziemlich geheimnisvoll tut, reist er nach Düsseldorf, um Fotos zu machen, allerdings erfährt er auf der Reise so viel mehr und seine Fantasie, die sich Mafiageschichten für Kyo ausdachte, brachten mich schon zum Schmunzeln. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Eine schöne, runde Geschichte, die mir einen Abend versüßt hat.

Alle fünf Geschichten haben ihren eigenen Zauber und da ich jeden Abend eine gelesen hatte, wurde ich fünf Tage lang wunderbar unterhalten. Anzumerken ist noch, dass es teilweise ausformulierte Sexzenen gibt, aber sie sind schön geschrieben und nicht vulgär. 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Armada

Ernest Cline , Sara Riffel , Gerrit Schmidt-Foß
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.03.2017
ISBN 9783839815427
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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204 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 26 Rezensionen

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Crashed

Robin Wasserman , Claudia Max , Robin Wassermann
Fester Einband: 431 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2010
ISBN 9783839001141
Genre: Romane

Rezension:

"Crashed" ist der zweite Band der Gripped-Trilogie von Robin Wassermann. Es wurde 2016 beim Imprint script5 des Loewe Verlags veröffentlicht. Der zweite Band war gut, die Konflikte mit den Gegnern und unter den Mechs kamen zum Vorschein, Lia erhält langsam Einblicke in die Vergangenheit der anderen Mechs, aber sie selbst hat mich total genervt und ich habe sehr oft beim Lesen pausiert, weil ich keine Lust hatte, weiter zu lesen. Insgesamt bekommt das Buch von mir 3 Lilien.


Lia hat am Ende des ersten Bandes ihre Familie verlassen und lebt mit den anderen Mechs auf einem riesigen Anwesen zusammen. Der Anführer Jude versorgt sie mit neuer Technologie und mit Dreamern. Ein Art Drogen fürs Mechs, die das System überlasten und dafür sorgen, dass sie etwas fühlen. Lia hält sich von den Dreamern fern und ich weiß nicht, ich hatte, dass Gefühl, dass sie immer unzufriedener wird. Jude und die anderen verheimlichen immer noch viel von ihr, ihr ehemals bester Freund Auden hat sich nach den Geschehnissen in Band eins den Erleuchteten angeschlossen und hilft Rai Savona dabei, den Hass und die Abneigungen gegen die Mechs zu verstärken. Als dann auch noch ein Anschlag geschieht, bei dem Menschen sterben und sich Mechs zum Attentat bekennen, wird die Stimmung immer gefährlicher.

Nachdem der erste Band sich größtenteils um Lias Gefühlsleben gekümmert hatte, hatte ich hier gehofft, dass sich Lia mit ihren neuen Freunden darum kümmert, die Gefahren, die von den Erleuchteten ausstrahlt zu hinterfragen und auch mal bei BioMax mehr zu forschen. Die haben ja auch ihre Geheimnisse. Vor allem als herauskommt, was mit den ersten "Freiwilligen" der DownloadTechnologie passiert ist. Da war ich ja schon entsetzt. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sich Lia dafür gar nicht wirklich interessiert. Sie war immer noch so selbstbezogen, hakte nicht genug nach. Sie nervte mich mit ihrer Art.

Die Handlung, die um die Konzerne und um die Erleuchteten gesponnen war, fand ich viel interessanter als Lia. Es war einfach grausam, wie die Konzerne mit den Menschen umgehen, wie Rai Savona und Auden die Massen manipulieren und ihre Propaganda durchs Network schicken. Allerdings gingen die für mich spannenderen Sachen bei Lias Selbstzweifeln einfach unter. Das war total schade. Dank Lia konnte und wollte ich das Buch sogar immer wieder weglegen. Aktuell habe ich auch keine Lust den letzten Band zu lesen.

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Skinned

Robin Wasserman , Claudia Max
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei script5, 01.01.2010
ISBN 9783839001066
Genre: Fantasy

Rezension:

"Skinned" ist der erste Band der Gripped-Reihe von Robin Wassermann. Es ist eine Science Fiction Dystopie, die 2016 bei script5, einem Imprint des Loewe Verlags, erschienen ist. "Skinned" ist eine "Was wäre, wenn"-Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken brachte und von mir 4 Lilien bekommt.


"Skinned" beginnt mit den folgenden Worten: "Lia Kahn ist tot. Ich bin Lia Kahn. [...] Da ist nur eine Sache. Ich bin es nicht." Tja, und damit haben wir auch schon das Thema, welches durch das ganze Buch führt. Ist jemand, dessen Körper verbrannt ist, der nur noch als Geist existiert, am Leben? Ist dieser jemand noch Mensch? Macht einen nur der menschliche biologische Körper zum Menschen oder ist da noch mehr? Fragen, die sich nicht nur Lia stellt, sondern auch ihre Mitmenschen.


"Skinned" spielt in der Zukunft. Einer Zukunft, in der die Kriege, die Welt zerstört haben. Nur wenige reiche Leute, wohnen auf dem Land und können das Leben wirklich genießen. Die Masse hingegen lebt entweder in verseuchten Städten, in denen es kaum Nahrung, Strom oder Medizin gibt, oder sie verkaufen sich an die Konzerne, die ihnen das lebensnotwendige zur Verfügung stellen, aber der Mensch dort zur austauschbaren Ware wird. Lia hat in dieser Welt Glück. Sie ist die perfekte Tochter eines einflussreichen Mannes und lebt ein perfektes, oberflächliches Leben. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie durch einen Unfall stirbt und in einem künstlichen Körper aufwacht. Ein Geist in einer Maschine, wie selbst sagt.


Die Handlung setzt sich viel mit dem Innenleben von Lia auseinander. Nach dem Unfall muss sie nicht nur rausfinden, was und wer sie jetzt ist, sondern auch mit der Abneigungen früherer Freunde und vor allem der ihrer kleineren Schwester zurecht kommen. Denn nicht für alle ist Lia, die die sie vorher war. Für einige ist sie nur ein programmierter Computer.


Ich fand Lias Gefühlsleben sehr eindrücklich beschrieben. Ihre Wut, ihr Entsetzen, ihre Trauer, ihre Verzweiflung, ihre Hoffnung ... alles war nachvollziehbar. Allerdings fand ich sie manchmal etwas nervend. Vor allem, wenn sie wieder die gleichen Gedanken durchkaute und irgendwie nicht weiterkam, sondern sich ständig im Kreis drehte. Andererseits wirkte das auch echt. Für mich hat sie sich aber zu wenig mit den Gefühlen anderer auseinandergsetzt. Anfangs passte das ja zu ihrem Charakter, aber am Ende hätte ich mir da schon mehr Entwicklung gewünscht. Dass sie sich wirklich für die Gefühle der anderen interessiert, mal nachfragt, stattdessen ignoriert sie es. Will die Wahrheit gar nicht erfahren, da es sie ja verletzen könnte.


Neben Lias Auseinandersetzung mit ihrem neuen Ich werden auch die Konflikte, die in der Reihe langsam zum Showdown führen werden, eingeführt. Da ist die Firma BioMax, die die "Mechs" herstellen, aber Geheimnisse zu haben scheinen, andere Mechs, die ihr neues Leben ihrem alten zwar bevorzugen und die Menschen abfällig als Orgs bezeichnen, aber Lia und auch mich damit misstrauisch machten, dass sie ihre Vergangenheit verheimlichen. Und dann ist da noch die Erleuchtetenpartei, die Stimmung gegen die Mechs machen und verlangen, dass deren Rechte eingeschränkt und keine weiteren Menschen umgewandelt werden, da nur Gott Leben geben kann und Mechs nur Computer sind, die Identitäten klauen würden. Ein brodelnde Mischung, die im ersten Band hinter Lias Selbstzweifeln und ihrer Identitätssuche zurückstehen muss, aber neugierig auf Band zwei machten.


Alles in allem ein lesenswerter Reihenauftakt, der ineressante Fragen stellt, über die auch ich als Leser viel nachdachte.

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Sieben Heere - Befreiung

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492704052
Genre: Fantasy

Rezension:

Das dritte Buch beinhaltet ein noch größeres Blutbad als seine Vorgänger und ich weiß nicht, ob ich es ertragen hätte, wenn der Erzählstil anders gewesen wäre. Es hat etwas von einem kommentierten Bericht und dadurch behielt ich eine gute Distanz zu den Charakteren. Trotzdem war es furchtbar, als Personen starben, die ich seit dem ersten Band begleitet hatte. Ebenfalls fand ich, dass sich eine Verschiebung beim Begleiten der Figuren vollzogen hatte. Zum einen lag es daran, dass ein paar, die man im ersten Buch noch begleiten konnte, hier im dritten Buch sterben, aber andere, die noch leben, werden zur Seite gedrängt. Eigentlich bleiben wir zum größtenteil bei Baresin und das fand ich schade, weil ich so nicht erfuhr, ob das Verhalten und die Entscheidungen von beispielsweise Varlie oder Tautun Baresins Pläne zum Scheitern verurteilen könnten.

Die Handlung fand ich etwas schwächer als in den anderen beiden Büchern. Es konnte mich nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Trotzdem war sie spannend und ich habe mit der Widerstandsbewegung gedanklich mitgekämpft, gleichzeitig die Nafarroaner bemitleidet und gehofft, dass es irgendwie zu einer diplomatischen, friedlichen Einigung kommen kann. Die Geschichte zeigt nicht nur die Schrecken eines Krieges, sondern auch, dass selbst ein Sieg eine Niederlage für den Sieger ist. Eine Schlacht ist vielleicht gewonnen, aber der Preis ist einfach zu hoch, um nicht zu versuchen, andere nicht-tödliche Wege zu gehen.

Das Ende hatte ziemlich am Tempo gewonnen. Entscheidungen fielen Schlag auf Schlag und irgendwie fand ich es schade, dass ich durch die immer weniger werden Figuren, in deren Gedanken man wirklich eingetaucht war, Blickwinkel auf die Geschehnisse verloren habe.

Ich hoffe ein bisschen, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. Nafarroa, seine Königin und deren Probleme haben doch ziemlich mein Interesse geweckt. Und ich bin neugierig, ob Baresins Plan wirklich funktionieren kann. Und Abelion und seine Magie könnten dann auch gerne noch mehr in den Mittelpunkt rücken.

Fazit:
Der dritte Band Sieben Heere - Befreiung ist weiterhin spannend zu lesen, obwohl ich die Handlung im Vergleich zu den ersten beiden Büchern als etwas schwächer empfand. Der Erzählstil sorgt für die nötige Distanz bei all dem Töten und getötet werden. Trotzdem ist das Buch nichts für Leute, die kein Blut "sehen" können.

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