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35 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

dennis frey, rezension, fremder himmel, jahreshighlight, drachenmondverlag

Fremder Himmel

Dennis Frey
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2017
ISBN 9783959914901
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich liebe das Fremden-Universum von Dennis Frey und auch sein neuer Roman Fremder Himmel spielt in genau diesem Universum und ich war wieder ganz begeistert.

Mona, unsere Heldin, geht einen Deal ein, der sie jedes Mal, wenn sie schläft, in ihre Romanwelt schickt. Wer Dennis Freys Fremde schon aus anderen Romanen kennt, der ahnt vielleicht, dass Mona sich diesen Deal genauer hätte erklären lassen sollen. Aber so lernt sie voller Freude ihre Welt und ihre Charaktere kennen, erkennt, dass es einige Lücken und Logikfehler gibt und dass sich nicht mehr alles ändern lässt. Während sie also jede Nacht in Kaemnor ist, führt sie tagsüber ihr normales Leben in Hamburg weiter, aber trotzdem liegt der Schwerpunkt der Handlung auf ihrer Reise durch Kaemnor.

Mal ehrlich, die Idee hinter diesem Buch ist doch klasse. Ich träume mich ja manchmal selbst in Bücher rein und wünsche mir, ich könnte die Welten bereisen. Da bin ich mir sicher, dass es den Autoren derselben ähnlich geht. Und würde man mir anbieten in einen meiner Lieblingsromane zu reisen? Ich weiß nicht, ob ich ablehnen würde.

Aber nicht nur die Idee hat mir sehr gut gefallen, sondern auch die Umsetzung. Der Anfang hat mich zum Lachen gebracht und ich konnte mir Mona in der Situation super vorstellen. Zu Beginn ist Mona total von ihrer Geschichte und ihrer Schreibkunst überzeugt, kann nicht mit Kritik umgehen und denkt an alles gedacht zu haben. Wie man sich irren kann. Ihre Welt entwickelt sich eigenständig weiter. Dinge und Orte, aber auch Charaktere, bei denen sie nur sehr oberflächlich geblieben ist oder nie weiter dran gedacht haben, entwickeln sich selbst weiter. Und nicht immer ist Mona davon begeistert, aber sie lernt viel übers Schreiben und auch über sich selbst, je weiter sie mit den Helden ihrer Geschichte reist. Mir gefiel ihre Entwicklung im Laufe des Buchs und die Schreibtipps, die da geschickt vermittelt wurden.

Von den Gruppe, die Mona begleitet, gefiel mir der Zwerg Gorin am besten. Allgemein die Endidee für die Zwergenrasse. Die Stelle mit der Butter, war einfach nur eklig. Wenn ich da jetzt dran denke, wird mir immer noch schlecht. Aber nach der Erklärung war das logisch. Widerlich aber logisch. Jedoch waren auch die anderen Charaktere toll. Selbst Nervende wie Lin hätte ich nicht missen wollen.

Dadurch, dass ich selbst nie wusste, was Kaemnor für mich bereit hält, und auch Mona eine Grundstimmung an Aufregung mit sich herumträgt, weil sie immer die Sorge hat, dass es doch nicht so läuft, wie sie es beschrieben hat, ist die Geschichte spannend und auch lustig. Die Gruppe kommt immer wieder in gefährliche Situationen und Mona versucht alles, um einen guten Ausgang zu schreiben, aber ihre Welt verweigert sich so manches mal ihren Ideen und hält Überraschungen bereit.


Fazit


Fremder Himmel hat mir super gut gefallen. Es hat mir Spaß gemacht, Mona und ihre Welt Kaemnor kennenzulernen und vor allem die Entwicklung beider zu verfolgen. Jetzt hoffe ich nur irgendwie, dass Dennis Frey sich auch in Kaemnor verliebt hat und uns mehr über Ganeschs Weg erzählt.

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88 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, künstliche intelligenz, virtual reality, virtuelle realität, ki

Boy in a White Room

Karl Olsberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 11.10.2017
ISBN 9783785587805
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Boy in a White Room beginnt mit einem Zitat aus Rene Descartes
Meditationen und wenn man seine Gedanken über das Zweifeln kennt, dann
findet man hier im Roman viel wieder. Aber auch ohne philosophischen
Hintergrund liest sich das Buch verständlich und spannend.



Zu Beginn war ich genauso ahnungslos wie Manuel und war erschrocken, als
ich erfuhr, was ihm widerfahren sein soll. Und da ist schon die erste
moralische Frage: Wie weit darf man gehen, um ein Menschenleben zu
retten? Und würde ich so leben wollen? Je weiter die Handlung
fortschreitet, desto verwirrender wird es für Manuel. Unterschiedliche
Geschichten werden ihm erzählt und er muss sich entscheiden, wem er
vertrauen kann. Und auch ich als Leser bin immer wieder am Zweifeln
gewesen, ob das, was Manuel als Wahrheit und Realität ansieht, auch
wirklich die Wahrheit und Realität ist. Die Auflösung der ganzen Story
hat mich überrascht und ich habe mir noch länger Gedanken über all die
Fragen, die der Roman bei mir aufgeworfen hat, gemacht.



Ich habe das Buch unter philosophischen Aspekten gelesen und finde es
daher sehr gut, aber auch unter Unterhaltungsaspekten kann ich es empfehlen.
Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Emotionalität gewünscht, aber
am Ende habe ich überlegt, ob es nicht sogar logisch ist, dass Manuel
nicht so viele Emotionen zeigt. 





Fazit







Boy in a White Room ist ein spannender Roman, bei dem ich mit
Manuel migerätselt habe, was denn jetzt die Wahrheit ist und wem ich
vertrauen kann. Vom Ende war ich positiv überrascht und mir gefielen die
philosophischen Fragen, die in dieser Geschichte eingebaut wurden.

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, königin, magie, geister, akademie

Die Blutkönigin

Sarah Beth Durst , Michaela Link
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 30.10.2017
ISBN 9783764531881
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich wurde von dem Klappentext auf dieses Buch aufmerksam und habe eine gefährliche Welt und eine spannende Handlung erwartet. Ich wollte es düster und blutig und trotzdem hoffnungsvoll. Und genau das habe ich auch erhalten.

Der Weltenaufbau ist sehr interessant. Es gibt sechs verschiedene Elementargeister. Alle mit unterschiedlichen Aussehen und unterschiedlicher Macht. Sie wollen erschaffen und zerstören, aber auf jedenfall alle Menschen töten, denen sie begegnen. Der einzige Schutz der Menschen ist die, von den Geistern erwählte, Königin. Nur wenn diese stark ist, sind die Geister unter Kontrolle. So gut jedenfalls, wie man solche Wesen halt kontrollieren kann. Ich fand die Geister total interessant und deren Beschreibung und auch die Beschreibung der Dörfer und Städte haben in meinem Kopf eine Flut von Bildern ausgelöst.

Die Handlung beginnt mit einem Massaker und erst durch dieses wird Daleinas Gabe erkannt und sie erhält die Möglichkeit die Akedemie zu besuchen und eine Anwärterin auf den Thron zu werden. Ich fand, dass Daleina sich im Laufe der Geschichte stark entwickelt. Sie wächst an den Aufgaben und auch wenn sie öfter an sich und ihrer Zukunft zweifelt, gibt sie nie auf.
Neben Daleinas Weg verfolgen wir auch den Weg von Meister Ven. Die Wege der beiden kreuzen sich zu Beginn der Geschichte beim Massaker und treffen sich Jahre später an der Akademie wieder. Von da an verweben sich beide Handlungsstränge immer weiter. Vens Geschichte fand ich genauso interessant wie Daleinas. Die Geheimnisse, die er aufdeckt, fordern ihn heraus. Er muss immer wieder wählen, was das beste für sein Land und die Menschen ist, auch wenn das im Widerspruch zu seinen Gefühlen steht.

Das Geschichte hat schöne Momente wie die Freundschaft zwischen den Mädchen an der Schule, die zarte Liebe, die sich bei Daleina entwickelt und dabei nicht in den Vordergrund der Geschichte rückt, aber auch wirklich grausame. Es sterben Menschen und Geister. Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind und sie sterben auf sehr bestialische Art. Sie werden zerquetscht, in der Luft zerrissen, verbrannt, verstümmelt. Hier war ich sehr froh, dass die Autorin zwar erzählt und beschreibt, was passiert, aber das auch auf eine distanzierte Art, sodass ich als Leser entrückt war von der Geschichte. Ich kann das nicht so genau in Worte fassen. Jedenfalls hat das Buch mich berührt und ich war so gespannt darauf, welche Geheimnisse Ven und Daleina entdecken und wie das Ganze enden wird. Wobei mich das Ende mit einem WOW zurückgelassen hat.


Fazit


Die Blutkönigin beinhaltet eine fantastische, grausame, blutige und wunderschöne Welt, die mich begeistern konnte. Die Handlung ist spannend und voller Wendungen. Die Charaktere sind toll und konnten mich immer wieder überraschen.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

vampire, london, liebe, fantasy, starke weibliche hauptfigu

Bloodspell - Es lebe die Nacht!

Norma Feye
E-Buch Text: 312 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 14.11.2017
ISBN 9783732537990
Genre: Fantasy

Rezension:

Beim Lesen des Titels und des Klappentextes habe ich direkt an Vampire gedacht. Und das hat sich auch bestätigt. Allerdings war ich total überrascht, als ich herausfand, wer hier der Vampir ist. Meine Vermutung war anfangs nämlich ganz anders. Auch sonst fand ich es schön, dass die Geschichte anders verlief als ich es normalerweise von Vampirromanen erwarte.

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen geteilt. Wir begleiten zuerst Viva in der Gegenwart. Lernen sie, ihre beiden tollen Assistenten Brigid und Dennis kennen und natürlich Ronan, der ihr Herz für sich gewinnen will. Sobald aber gelüftet wird, wer der Vampir in dieser Geschichte ist, wechseln wir zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer wieder hin und her und erfahren, wie der Vampir zum Vampir wurde und wie die ersten Lebensjahre verliefen. Die Geschehnisse von damals wirken sich nämlich stark auf die Gegenwart aus.

Ich persönlich fand die Vergangenheitsabschnitte interessanter als die Gegenwart, was aber nicht heißen soll, dass die Gegenwart langweilig war. Die Darstellung der Gefühle von Viva und Ronan waren schön und auch wenn es sehr schnell zwischen den beiden verlief, fand ich es in dem Setting glaubwürdig. Die Vampireigenschaften waren etwas anders als im Mythos. Zum einen war es gut, da so das Leben der Vampire in der heutigen technischen Welt mit ihren Möglichkeiten logisch erschien, zum anderen gab es aber auch Dinge, die bei mir Fragen aufgeworfen haben, die nicht beantwortet wurden.

Neben der Liebesgeschichte wird durch Ronan noch ein anderes Problem in die Handlung eingebaut. Er ist Anwalt und im Laufe der Geschichte zeigt sich, dass einer seiner Mandanten ein falsches Spiel spielt. Bei diesem Thema hat es mich etwas gestört, dass es nicht detailliert beschrieben wird. Ja, ich wusste, dass der Schwerpunkt mehr auf der Beziehung zwischen Viva und Ronan und dem Vampirdasein liegt, aber ich bin jemand, der es gern genau und detailliert hat.


Fazit


Bloodspell ist eine etwas andere Vampirgeschichte, die mich überzeugen konnte. Es war spannend zu lesen, auch wenn es ab und an vorhersehbar war.

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

fantasy, königreich, liebe, amy tintera, 5 sterne

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt

Amy Tintera , Milena Schilasky
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671316
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Den ersten Band Ungekrönt der Reihe Die Legende der vier Königreiche habe ich gestern Nacht begonnen und heute den Rest verschlungen. Was mir hier besonders gefiel, war, dass es nicht die Guten und die Bösen gibt. Alle Gruppen sind grausam und morden für ihre Seite, haben aber gleichzeitig auch eine Seite, die liebt. Und das macht sie so authentisch.

Em und Cas sind die beiden Hauptpersonen und hätten sich eigentlich nie kennenlernen sollen. Schließlich ist Em eine Prinzessin aus Ruina und der König von Lera, Cas Vater, lässt alle "Ruined" jagen und töten. Doch wie schon der Klappentext verrät, gibt Em nicht auf. Sie ist voller Hass und will Rache für das was ihrem Volk angetan wurde. Und sie will ihre Schwester, die Königin von Ruina, finden und retten.

Die Geschichte wird aus Ems und Cas Sicht erzählt. Ich war wirklich froh, dass es keine Ich-Erzähler waren. Ich mag die Ich-Form einfach sehr selten. Der Erzählstil ist flüssig und man kann den Geschehnissen gut folgen. Allerdings wünsche ich mir im Nachhinein, dass mehr über die vier Völker erklärt worden wäre. Man erfährt nur Kleinigkeiten über Ruina, Vallos, Olso und Lera und so ganz konnte ich mir kein Bild von den Ländern und ihren Sitten und Gebräuchen machen. Selbst die Leraner blieben für mich zu blass, obwohl die gesamte Geschichte dort spielte.

Ems Charakter mochte ich. Betritt sie einen Raum, ist das erste, was sie tut, herauszufinden, wie sie am besten ihre Zielpersonen ausschalten kann, falls man sie angreifen würde. Sie ist vollkommen auf ihren Plan fixiert und ich fand ihr Gefühlsleben, als sie Cas näher kennenlernt, glaubwürdig. Cas mochte ich auch, auch wenn ich es im Laufe der Geschichte etwas merkwürdig fand, wie er erzogen wurde. Ein Thronfolger, der zwar weiß, wie man kämpft, aber nicht in die Taktik von Schlachten eingeführt wurde? Mir kam die ganze Zeit der Verdacht, dass seine Cousine, die zweite in der Thronfolge, mehr vom Regieren lernt als Cas. Gleichzeitig hatte ich aber auch nicht das Gefühl, dass der König seinen Sohn nicht als seinen Nachfolger haben wollte. Dieses Konstrukt der Königsfamilie fand ich etwas merkwürdig in seiner Gesamtheit und ich hätte mir hier mehr Einblicke gewünscht.

Die Handlung an sich ist spannend und brutal. Em denkt ständig daran, wie man die Leute am besten tötet, der König foltert, seine Wache töten, die Krieger aus Olso töten, Cas tötet, Em tötet und die Ruined töten durch ihre Magie sehr interessant. Ich war sehr froh, dass am Ende des Buches eine Tötung nicht so detailliert beschrieben wurde. Meine Fantasie reicht da aus, um blutige, grausame Bilder zu entwickeln. Und zwischen all dem Hass und den Grausamkeiten ist da noch die Liebe, die einen kleinen Funken Hoffnung bringt, dass am Ende der Legende der Krieg ein Ende finden kann. Aber ich kann Amy Tintera nicht einschätzen und vielleicht gehört sie ja zu den wenigen Autoren, die auch "traurigböse" Enden schreiben. Ich glaube, ich würde sie dafür lieben.


Fazit


Trotz Kleinigkeiten, die mich gestört haben, ist Ungekrönt ein toller Reihenauftakt. Ich mochte es, dass Amy Tintera die Grausamkeiten von Hass und Krieg nicht schönt und auch die Protagonisten schlimme Dinge begehen. Durch die schwierige Beziehung zwischen Cas und Em und den Geschehnissen am Ende bin ich mir ziemlich sicher, dass da noch einige Überraschungen in den Fortsetzungen auf uns Leser zukommen werden.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gay romance, krimi, spannung

Tanz der Ikonen

B.D. Winter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.10.2017
ISBN 9783744848916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Liebesromane lese ich selten, Thriller hin und wieder mal und mit Romanen im Gay-Bereich habe ich bisher noch gar keinen Kontakt gehabt. Dagegen durfte ich zwei Romane von B.D. Winter, welche unter ihrem Namen Barbara Drucker und in einem völlig anderem Genre erschienen sind, schon lesen und war von ihrem Schreib- und Erzählstil begeistert. Da war es für mich natürlich klar, dass ich auch ihren neuen Roman der "Shark Temptations"-Reihe lesen wollte, auch wenn dieser genau eine Mischung aus den drei oben genannten Bereichen ist, die ich eigentlich nicht bzw. selten lesen. Und was soll ich sagen, er hat mich positiv überrascht.

Der Stil war wie bei ihren anderen Romanen sehr gut an die jeweiligen Szenen angepasst. Wird es gefährlich, schreibt sie auch "rasanter" ohne dabei Details zu verlieren, wird es romantisch oder gar erotisch, wird es ruhiger, aber auf gar keinen Fall kitschig oder bei den Sexszenen obszön. Es liest sich einfach sehr gut und durch ihre detaillierten Beschreibungen, die aber auch nicht ausufernd werden, kann man sich die Orte in Wien und auch die Personen sehr gut vorstellen. Ok, bei letzterem muss ich gestehen, dass ich schonmal in Wien war und daher einen Teil der beschriebenen Orte kenne.

Die Hauptpersonen in diesem Roman sind Julian Melnik und sein Chef Alexander Merahwi. Die Geschichte wird zum größtenteil mit dem Blick auf die beiden erzählt, aber einige Szenen folgen auch ihrem Klienten und Julians Liebhaber Toyla. Julian fand ich sofort sympathisch. Er versprüht Lebensfreude und ist insgesamt in meinem Augen ein sehr positiv eingestellter Mensch. Merahwi hingegen hatte es schwerer bei mir. Seine Ansicht, dass die sexuelle Orientierung nichts im Unternehmen zu suchen hat, ist mir im Grunde einleuchtend. Privatleben und Berufsleben sind halt nicht dasselbe, aber was er von Julian verlangt und mein Eindruck, dass ihm Julians Homosexualität in der Öffentlichkeit peinlich ist, haben ihm zu Beginn erstmal Minuspunkte bei mir eingebracht. Am Ende des Buches mochte ich ihn zwar mehr, aber im Laufe der Reihe muss er echt an sich arbeiten, damit ich ihm die Minuspunkte wieder abziehe.

Aber abgesehen von den Sympathien, die ich den einzelen Personen gegenüber empfinde oder bei manchen auch nicht, finde ich es gut, dass die Autorin Merahwi eine solche Einstellung gegeben hat. Leider entspricht es nun mal der Realität, dass es Menschen gibt, die Homosexualität als "falsch" empfinden und dies in einem Roman anzusprechen und dadurch ein Stück mehr in der Öffentlichkeit zu erwähnen, ist mehr als richtig.
Kommen wir zur Handlung selbst. Julian fängt neu bei Merahwi & Martin an und als er erfährt, dass es neben den Aufgaben, die der Öffentlichkeit bekannt sind, auch inoffizielle gibt, ist er selbst schon mittendrin auf der Jagd nach der verschwundenen Ikone. Die Suche danach überrascht immer wieder mit Wendungen. Nicht nur durch die Feinde, die sich Merahwi und Co. machen, sondern auch durch Julians Liebesleben und ein Geheimnis von Merahwi. Ich habe es beim Lesen geliebt, immer wieder überrascht zu werden, meine Lieblingsnebenfigur Dana kennenzulernen, mich über Julian aufzuregen, mich über Merahwi aufzuregen und mir Gedanken darüber zu machen, wie das alles wohl ausgehen wird.  Kurz gesagt, ich hatte richtig Spaß beim Lesen und fieberte dem Ende entgegen, welches zwar den aktuellen Auftrag abschließt, aber mit einem kleinen fiesen Cliffhanger endet und so neugierig auf den nächsten Band macht.

Fazit 


Tanz der Ikonen überzeugt durch seine wendungsreiche Handlung, tollen Charakteren, die alle ihre Eigenheiten haben und einem fantastischen Schreibstil. Die Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte ist in einer schönen Balance und sehr gut miteinander verwoben.

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1.583 Bibliotheken, 51 Leser, 3 Gruppen, 236 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

dämonen, hörbuch, reihe, hörcompany, fantasy

Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill

Derek Landy , Rainer Strecker
Audio CD
Erschienen bei HÖRCOMPANY, 10.07.2017
ISBN 9783945709573
Genre: Jugendbuch

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

highlands mit hindernissen, liebesroman, schotte, schottland, liebe

Highlands mit Hindernissen

Gabriele Ketterl
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783958692824
Genre: Romane

Rezension:

Schottland - dieses eine Wort hat mich für diesen Roman begeistert. Gut, der Klappentext las sich auch seht gut. Aber von Schottland habe ich eine romantische Vorstellung und beim Lesen dieses Romans habe ich mir ständig gewünscht mit Carola und Lea zusammen zu reisen. Jedes Mal wenn im Buch ein Ortswechsel stattfand, rief ich aus: Ich will auch nach Schottland! Es gibt Zeugen, die, denke ich, leicht genervt davon waren. Aber egal, die Beschreibungen der Landschaft und der Leute waren so schön, dass sie bei mir Reiselust erweckt haben. Schottland steht ja eh sehr weit oben auf meiner Urlaubswunschliste.

Neben der tollen Beschreibung von Schottland beinhaltet das Buch mit Carola, Lea und Arran auch super Charaktere. Highlands mit Hindernissen ist Carolas Geschichte. Sie war mir erst etwas suspekt. Eine Frau, die sich für die Karriere und den Luxus entschieden und dabei das Wesentliche aus den Augen verloren hat. Bewusst wird ihr das allerdings erst, als ihr Lebensgefährte sie verlässt und das auf eine Art und Weise, dass ich ihm so einige Stolpersteine auf seinem Weg wünsche. Ich kann zwar verstehen, dass er nicht mehr so leben wollte, aber so macht man einfach nicht Schluss.
Die charakterliche Entwicklung die Carola in Schottland durchmacht, las sich sehr authentisch und vor allem humorvoll. Ich habe Carola auf ihrem Weg total gern begleitet, vor allem als Arran in ihr Leben trat. Obwohl ich ihn in manchen Dingen etwas merkwürdig fand. Aber gut, Traummänner muss man nicht mit der Realität vergleichen.

Wer mir auch sehr gut gefiel, war Lea. Sie ist ein Sonnenschein und bringt so viel Lachen und und Weisheit ins Buch. Kann man Lea bitte in die Realität bringen? Ich hätte sie gerne als Freundin. Obwohl ich mir manchmal gewünscht hätte, dass sie auch ein paar Macken hat. Sie war irgendwie nah am Perfektsein dran. Zumindest in meinen Augen und das hat mich leicht gestört.

Die Handlung selbst ist nicht wirklich actionreich. Es ist eine Reise durch Schottland, bei der sich auf die Charakterentwicklung von Carola konzentiert wird. Es wird aber nicht langweilig. Besonders nach dem Arran auftaucht, fragte ich mich, was er vor den Mädels verheimlichen will und als seine Probleme gezeigt werden, war ich gespannt, wie er diese lösen will. Und wie Carola auf diese reagieren wird.


Fazit


Highlands mit Hindernissen ist eine schöne Liebesgeschichte in einer fantastischen Landschaft. Die Charakterentwicklung bei Carola war authentisch und der Schreibstil sorgt für einen angenehmen Lesefluss.

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

maskenzauber, selina marie kesper, maskenzauber - jäger der zeit, zeitreise

Maskenzauber - Jäger der Zeit

Selina Marie Kesper
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 22.10.2017
ISBN B075MKQT9J
Genre: Fantasy

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307 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, mythica, unterwelt, hades, götter

Mythica - Göttin des Frühlings

P.C. Cast , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.02.2013
ISBN 9783596193844
Genre: Fantasy

Rezension:

Bei meiner Rezension zu Göttin der Liebe war ich ja unsicher, ob ich der Reihe weiterhin eine Chance gebe, aber ich tat es. Göttin des Frühlings fand ich auch besser als den ersten Band, alllerdings nur, weil ich während des Lesens irgendwann so getan habe als würde das Buch keinen Bezug zur griechischen Myhtologie haben. Die Handlungen einiger Götter und auch einige andere Aspekte passen nämlich überhaupt nicht zur Mythologie, aber wenn man das nicht beachtet, war die Geschichte ganz angenehm. Im Vergleich zu Göttin der Liebe gefiel mir, dass nicht aus der Sicht von Persephone erzählt wurde, sodass es bis zum Schluss offen blieb, ob ihr der Tausch mit Lina gefiel oder nicht.

Hades (wenn man ihn nicht mythologisch betrachtet) und Lina waren tolle Charaktere, die ich mochte. Und ich hoffte, dass es für die beiden ein Happy End geben würde. Die Geheimniskrämerei die Demeter Lina auferlegt, hat der Geschichte die nötige Spannung geliefert. Schließlich denkt Hades, dass er die echte Persephone zu Gast hat und nicht nur Lina machte sich Sorgen, wie er und all die anderen Bewohner des Hades auf die Wahrheit reagieren werden. Obwohl diese Wahrheit nach Demeters Wünschen ja nie ans Licht kommen soll. Auch der Hades selbst war schön gezeichnet, auch wenn ich gerne mehr vom Tartaros gelesen hätte. Die Nebengeschichte mit Eurydike fand ich auch sehr süß. Was ich aber etwas störend fand, war, dass die zeitlichen Überlappungen nicht erklärt wurden. Lina und Eurydike kommen gleichzeitig an den Toren der Unterwelt an, obwohl Eurydike aus der Antike stammt und Lina aus unserer heutigen Zeit.

Auch konnte mich die Liebesgeschichte nicht derart greifen, dass ich die Reihe weiterlesen werde. Ja, ich habe mir ein Happy End für die beiden gewünscht und ich habe das Buch auch in einer Nacht verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet. Allerdings hatte ich zum einen gehofft, dass die mythologische Seite nicht so frei interpretiert wird wie es hier geschah, und zum anderen kam die Liebe der beiden nicht vollkommen bei mir an.


Fazit

Wenn man die mythologische Herkunft ignoriert, kann die Geschichte von Hades und Lina sicher viele begeistern. Mich selbst konnte sie nicht derart mitreißen, dass ich das Buch nochmal lesen müsste bzw. die Reihe weiterlesen werde. Obwohl durch die Geheimniskrämerei Spannung erhalten wurde, gab es doch zu viele Dinge, die mich gestört haben.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Zarin Saltan: Band 8 der Märchenspinnerei (Maerchenspinnerei)

Katherina Ushachov
E-Buch Text
Erschienen bei null, 12.09.2017
ISBN B075L6J5YQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich finde es ein bisschen schwer meine Gefühle für dieses Buch in Worte zu fassen. Ich kenne bisher nur ein weiteres Buch, welches im Rahmen der Märchenspinnerei erschienen ist, und dieses liebe ich. Ich bin daher mit hohen Erwartungen an Zarin Saltan gegangen und war schnell ziemlich überrascht und leicht enttäuscht, dass es nicht dieselbe Tiefe aufweist wie das andere Buch aus der Märchenspinnerei. Zusätzlich sei auch gesagt, dass ich das Originalmärchen kenne.

Die Geschichte bleibt meiner Meinung nach sehr oberflächlich. Ich habe überhaupt kein Problem mit der Schnelligkeit der Liebesgeschichte gehabt und auch die Zeitsprünge und die Raffung der Geschehnisse dazwischen störten mich nicht, aber mir persönlich blieben die Gefühle aller beteiligten Personen zu fremd. Bei Originalmärchen habe ich damit gar kein Problem. Aber bei Adaptionen, die ja auch viel mehr Inhalt haben und in diesem Fall auch in unsere Zeit gesetzt wurde, kann ich mit fehlender Tiefe nur schwer leben. Da fehlt mir einfach was beim Lesen.

Die Geschichte wird aus Viktors und Annas Sicht erzählt. Und das fand ich auch sehr schön. Aber ihre Liebe kam bei mir nicht an und vor allem im letzten Teil der Geschichte, als Anna ihren magischen Helfer kennenlernte, ging alles so schnell und ich bin ehrlich gesagt nicht ganz mitgekommen. Vor allem wieso Anna und ihr Helfer genauso handeln müssen, um ihr und dem Helfer zum Glück zu verhelfen, habe ich nicht verstanden. In diesem Abschnitt fand ich aber auch die meisten Parallelen zum Original, was toll war.

Ich bin nur Leser und die Autorin hat sich sicherlich viel dabei gedacht, wie sie ihre Geschichte aufbaut und erzählt, was ich mir allerdings sehr gewünscht hätte, wäre eine genauere Betrachtung des Neides von Annas Gegnern gewesen. Man ahnt ja als Leser eher als die Protagonisten wer dahinter steckt, aber über deren Motive hätte ich wirklich gerne mehr erfahren. Es passt zwar sehr zum Originalmärchen, aber irgendwie war mir das zu wenig erklärt bzw. ich hätte mir mehr Abschnitte über die Versuche Viktor von Anna zu trennen gewünscht.

Fazit


Originalmärchen sind oberflächlich. Von Adaptionen erwarte ich mehr. Leider konnte mich Zarin Saltan in Hinsicht auf Tiefe nicht überzeugen. Ansonsten war es vom Schreibstil sehr schön geschrieben. Und auch die Parallelen zum Originalmärchen waren toll, besonders weil es doch anders verläuft als dort.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kurzgeschischten

Tränen der Göttin - Erwacht

Bettina Auer
E-Buch Text: 71 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783962177133
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich hatte ja schon eine anderes Buch von der Autorin gelesen, welches viel Potenzial hatte, aber mir nicht gut genug umgesetzt war. Trotzdem wollte ich ihr eine neue Chance geben und habe mir den ersten Band von Tränen der Göttin gekauft. Leider konnte mich auch dieses nicht überzeugen.

Mit 76 Seiten ist der Auftakt der Reihe sehr knapp gehalten und reißt gleichzeitig soviel an. Káyra ist von der Göttin auserwählt worden, ihre Welt vor einer drohenden Gefahr zu retten. Und das weiß Káyra auch seit jüngster Kindheit. Gleichzeitig weiß sie aber auch nichts, über ihre Aufgabe und welche Macht sie hat.

Ihre Ankunft und ihre erste Zeit in Lýdris erscheint auf mich merkwürdig. Ich habe überhaupt keine Bindung zu ihr aufbauen können. Sie akzeptiert alles sehr schnell. Dass sie ihr altes Leben vermisst wird kurz erwähnt, aber emotional kam bei mir nichts davon an. Auch die Liebe war auf einmal da, ohne sich zu entwickeln und die Erklärung dessen, fand ich nicht ausreichend. Auch hier konnte ich ihre Gefühle und die des jungen Mannes nicht nachvollziehen. Die Geschehnisse wirkten auf mich leicht abgehackt und irgendwie habe ich trotz Infos gefühlt gar nichts über die Welt der Göttin, die Religion, Lýdris oder Káyras Aufgabe erfahren.

Auch die anderen Charaktere wie Semar, Cayem, Ayleen oder Inei blieben oberflächlich. Zwar wird deutlich, dass zwischen den ersten beiden ein starker Konflikt erherrscht, Ayleen zwischen den Stühlen steht und Inei eher das große Ganze sieht statt Káyra selbst, aber es ging für mich einfach nicht in die Tiefe.


Fazit

Tränen der Göttin - Erwacht war mir zu oberflächlich geschrieben und ich lernte keine der Personen ausreichend genug kennen. Mir fehlt es an Tiefe und Spannung. Nach dem Lesen des ersten Bandes bin ich nicht neugierig auf die Fortsetzung. Wäre es nicht selbst so kurz gewesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen.

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176 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

hexen, fantasy, london, magie, schule

Eiskalter Atem

Alyxandra Harvey , Ann-Kathrin Karschnick
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.12.2014
ISBN 9783944544267
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, leider hat es mich dann doch eher enttäuscht.

Ich lernte als erstes Moira kennen, die ein Madcap ist. Leider weiß ich am Ende des Buches immer noch nicht genau, was denn jetzt ein Madcap genau ist und wie sich Madcaps von Hexen unterscheiden. Erst dachte ich, dass das nur eine eigene Bezeichung dieser Gruppe sei, bis das Wort "Madcapzauber" fiel. Auch sonst wurde ich in die Welt geschleudert und musste mich zurecht finden, ohne genaue Details oder Erklärungen zu bekommen. Als ich dann Emma, Gretchen und Penelope kennenlernte, die auch total unwissend waren, dachte ich, dass ich mit ihnen zusammen die magische Welt kennen und verstehen lerne, aber jetzt am Ende des ersten Bandes bin ich immer noch nicht in dieser Welt angekommen.

Auch das 19. Jahrhundert selbst war nur eine Kulisse ohne genaue Details. Ich wusste nie, wie viel ich aus meinem Wissen über das reale 19. Jahrhundert in diese Buchwelt hineinbauen kann, um mich besser zu rechtzufinden. Kurz zusammengefasst: Der Weltenbau klang immer wieder spannend, aber er wurde für mich nicht ausreichend genug erklärt.

Emma, Gretchen und Penelope sind Cousinen, die auf einmal erfahren, dass sie Hexen sind und dass so gut wie jeder davon wusste, nur nicht sie selbst. Die Erklärung, warum die drei das nicht wissen, fand ich übrigens gut. Vor allem Gretchen gefiel mir, auch wenn ich sie manchmal etwas gewollt lustig fand. Hauptperson im ersten Band ist Emma, die nicht nur Hauptverdächtige in einer Mordserie ist, sondern auch erfahren muss, dass die Geheimnisse ihrer Mutter größer sind als sie und andere gedacht haben. Diese Geschehnisse waren spannend und ich habe Emma gerne dabei begleitet, sie langsam aufzudecken. Allerdings bin ich nie ganz in die Geschichte eingetaucht, weil vieles zu schnell ging und, wie oben schon erwähnt wurde, für mich nicht ausreichend erklärt wurde. Besonders die ganzen magischen Aspekte und wie die magische Gemeinschaft aufgebaut ist.

Neben den Hexen und einigen nicht weiter erklärten Gruppen, gab es den Orden, der, so wie ich es verstanden habe, die Hexen beschützen soll, aber gleichzeitig auch dafür sorgt, dass die magische Welt geheim bleibt und die Hexen sich an die Regeln halten. Allerdings sind diese Regeln mir nicht erklärt worden und ich habe das Verhalten des Ordens ziemlich fragwürdig gefunden. Sind sie jetzt die Guten oder Bösen oder irgendwas dazwischen? Ich habe keine Ahnung. Nur Cormac mochte ich. Er gehört dem Orden an und scheint als einziger vorurteilsfrei auf die Mordserie und Emmas Verstrickung darin zu blicken.


Fazit

Die Idee hinter dieser Geschichte klingt richtig, richtig gut und es war auch bis zum Ende spannend. Allerdings musste ich mich zu oft damit zufrieden geben, dass ich Dinge nicht ausreichend genug erklärt bekam. Ein wirkliches Ankommen in Emmas Welt war mir nicht möglich.






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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

zeitreise, liebe, das glitzern des glücks, liebesroman, glück

Das Glitzern des Glücks

Serena Avanlea
E-Buch Text: 325 Seiten
Erschienen bei null, 15.01.2017
ISBN B01N6B7CVC
Genre: Liebesromane

Rezension:

Liebesromane lese ich selten. Entweder kann ich mich nicht in die Personen hineinversetzen oder ich finde das ganze drumherum langweilig. Vor allem Dreiecksgeschichten, wo Frau/Mann sich nicht entscheiden kann, wenn sie nun will und rumjammert, nerven mich schnell. Trotzdem gibt es immer mal welche, die mich überzeugen können. Dem Buch Das Glitzern des Glücks von Serena Avanlea habe ich eine Chance gegeben, weil es sich erstens gut anhörte und zweitens da noch der Aspekt „Zeitreise“ war.

Zeitreise-Romane finde ich spannend, aber auch schwierig, da sich da doch so manche Logikfehler finden können. Hier in diesem Buch sind mir allerdings nur zwei Sachen wirklich stark aufgefallen, die ich etwas unlogisch fand. Und da die Geschichte mich ansonsten total überzeugen konnte und Zeitreisen ja auch wissenschaftlich noch nicht sicher erforscht sind bzw. es noch sehr viele Theorien gibt, kann ich von einer Autorin auch nicht erwarten, dass sie die perfekte Zeitreisetheorie entwickelt.

Cassies Geschichte und sie selbst fand ich toll. Auch wenn ich ihre Handlung in Peters Labor, die vieles in Gang setzte, nicht nachvollziehen konnte. Ich fand ihre Entscheidung einfach nur dumm, aber ansonsten gefiel mir, wie sie im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchgemacht hat. Auch ihre Gefühle wurden sehr schön aufgezeigt und ich hoffte beim Lesen die ganze Zeit, dass sie gewisse Dinge endlich erkennt. Ihre Handlung auf der Kostümparty war einfach wunderbar. Darauf habe ich beim Lesen die ganze Zeit gehofft. Cassie ist super sympathisch und ihre Chai-Latte-Sucht fand ich klasse.

Die Personen sind toll gezeichnet und ich konnte mir zu jedem ein Bild machen. Zu einigen mehr als zu anderen, aber Cassie hat mit Victoria, Emma, Lucy und Peter wunderbare Freunde. Ich freue mich schon auf Victorias und Emmas Geschichte. Zu Cassies Freund Robert verrate ich euch nichts, da ich finde, dass es wichtig ist, dass ihr euch selbst beim Lesen ein Bild von ihm macht. Schließlich reist Cassie nur für ihn durch die Zeit und riskiert ihr Leben. Ob das eine gute Entscheidung war?

Der Schreibstil ist hervorragend. Leicht und flüssig zu lesen. Die Emotionen wurden wunderbar rübergebracht und ich konnte mit Cassie zum größten Teil mitfühlen. Auch wenn ich selber noch nie in einer solchen Weltuntergangsstimmung war, konnte ich Cassies Gefühle verstehen. Ich habe ihr gewünscht, dass sie ihr Glück findet.


Fazit


Das Glitzern des Glücks ist eine wunderbar romantische Geschichte, die mich überzeugen konnte. Ich habe mit Cassie mitgelitten, mit ihr für manche ihrer Entscheidung geschimpft und wollte doch nur, dass alles gut für sie endet. Die Zeitreise hat der Geschichte das besondere Etwas gegeben und ich kann sie nur empfehlen.

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104 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, robin hobb, die gabe der könige, intrigen, die chronik der weitseher

Die Gabe der Könige

Robin Hobb , Eva Bauche-Eppers
Flexibler Einband
Erschienen bei Penhaligon, 28.08.2017
ISBN 9783764531836
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die Chronik der Weitseher" ist eine Neuauflage von Robin Hobbs "The Farseer Trilogy", welche schon im Bastei Lübbe Verlag sowie im Heyne Verlag auf Deutsch erschienen ist. Als ich das gelesen habe, dachte ich mir, wenn drei Verlage diese Reihe toll finden, dann kann ich ja gar nichts falsch machen, wenn ich es lese. Und sie haben recht. Der erste Band hat mich begeistern können und ich freue mich schon auf die Fortsetzungen.

Die Geschichte wird von einem Ich-Erzähler geschrieben und liest sich wie eine sehr gute und anschauliche Biografie. Zumindest stelle ich mir so Biografien vor, die ich verschlingen würde. Wir tauchen mit dem Erzähler in seine Kindheit und Jugend und erleben, wie er als 6-jähriger allein und unwillkommen als Bastard an den königlichen Hof kommt. Sein Erscheinen bringt Ereignisse ins Rollen, die das ganze Königreich betreffen.

Ich persönlich finde die Ich-Perspektive sehr anspruchsvoll zu schreiben und schraube daher meine Erwartungen an den Schreib- und Erzählstil meistens direkt herunter, aber hier war ich sehr schnell sehr positiv überrascht. Robin Hobb kann diese Perspektive wunderbar schreiben. Nie hatte ich das Gefühl, dass der Erzähler gewisse Dinge nicht wissen konnte oder war genervt vom "ich".

Die Story ist nicht wirklich derart geschrieben, dass ich gebannt davor saß und mit dem Helden mitfieberte und betete, dass er den Kampf oder dies und jenes überlebt, aber das störte mich nicht. Ich wusste, dass hier ein älterer Mann die Geschichte seiner Jugend reflektiert erzählt. Und diese Art des Erzählens hat mich mitreißen können.

Trotzdem soll das jetzt nicht heißen, dass die Geschichte selbst langweilig war. Wir lesen wie ein Junge ohne Namen versucht einen Platz in der Welt zu finden und dabei vom König selbst zu einem Werkzeug gemacht wird. Seine besonderen Gaben, über die ich in den nächsten Bänden hoffentlich mehr erfahre, machen ihn zu einem wertvollen, aber auch gefährlichen Mann, ohne dass er als Kind wirklich begreifen kann, wovor die Erwachsenen sich fürchten. Er hat wenige Freunde, aber dafür viele Feinde und ich bin wirklich gespannt, wie sich sein Leben nach den Geschehnissen im ersten Band weiterentwickeln wird. Und natürlich ob sich das Königreich gegen die Gefahren von jenseits des Meeres behaupten kann und wie die Intrigen des Hofes sich weiterentwickeln.


Fazit


Eine unglaublich gut geschriebene Geschichte. Sie war zu Beginn zwar etwas ausschweifend erzählt und ich wusste nicht genau, warum ich das jetzt alles so genau wissen muss, aber im Laufe des Lesen wurde ich immer mehr in das Leben von Fitz gezogen und kann es gar nicht mehr erwarten den zweiten Teil der Trilogie zu lesen.

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, magie, intrigen, high fantasy, esther bava

Das Juwel von Ized - Die Macht der ersten Nacht

Esther Barvar
Buch: 402 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 27.09.2014
ISBN 9783956671104
Genre: Fantasy

Rezension:

Den Klappentext fand ich sehr interessant  und auch andere Rezensionen ließen auf eine tolle Geschichte hoffen. Ich wollte erfahren, wie es Atesch gelingt, seine Leute zu retten, Lord Reitos Intrigen zu erkennen und warum es so gefährlich ist, mit den Magierinnen Kinder zu zeugen. Leider konnte mich die Geschichte selbst nicht überzeugen.

Der Schreibstil fiel mir zu Beginn schon auf. Lord Reito belegt dort sein Pferd mit Magie, um es unsichtbar und unhörbar zu machen. Meiner Meinung nach in einem Satz erklärbar. Hier wurde jedoch eine komplette Seite dafür benutzt, um es doppelt und dreifach zu erklären wieso, weshalb und wie das Pferd geschützt wird. Und das findet man sehr oft in diesem Roman wieder. Dinge und Probleme werden immer wieder wiederholt und neu erklärt. Und es waren keine komplizierten Sachen, sondern Problematiken, die ich schon beim ersten Lesen verstanden habe. Dies machte das Lesen teils langatmig und ich gestehe, dass ich unter anderem deswegen Seiten nur überflogen habe. Ansonsten ließ es sich aber flüssig lesen, wenn man das ständige "Knurren" der Männer und Frauen überliest. Ich kann mir unter "knurren" so gar nichts vorstellen, vor allem wenn es in jeder Situation - egal ob beim Sex oder Reden oder sonst wo - zu hören sein soll.

Aber auch die Handlung selber sorgte nicht dafür, dass ich gebannt an den Seiten klebte. Lord Reito und seine Intrigen waren so gut wie nicht vorhanden und spielten zumindest hier im ersten Band bis auf die Geschehnisse im ersten Kapitel keine wichtige Rolle. Und auch eine andere Person, die Böses plant, ist in meinen Augen nur eingeführt worden, um Dinge für den Folgeband in die Wege zu leiten.
Atesch und die Probleme, die ihm in Land Nenok erwarten, hätten meiner Meinung nach richtig spannend werden können, aber alles wurde super schnell gelöst, keiner war wirklich böse oder hinterhältig und einige Sachen wurde mir zu positiv dargestellt. Besonders am Ende habe ich geschluckt und mich gefragt, warum das niemand laut hinterfragt, sondern stattdessen andere auch noch ermutigt werden.

ACHTUNG SPOILER
Die Probleme der Magierinnen wurden gelöst, weil Atesch in deren Bibliothek zufällig das richtige Buch liest. Lesen die nicht selber? Haben die Magierinnen nicht selber versucht, herauszufinden, warum die Männer sterben? Warum nicht? Ich hätte es vielleicht glaubwürdiger gefunden, wenn Atesch Wissen aus seiner Heimat mit dem der Magierinnen verbunden hätte und es so zur Lösung kam, aber die Lösung lag ja direkt vor deren Nase. Sie hätten nur mal ihre eigene Bibliothek befragen müssen. Es tut mir Leid, aber für mich war das unglaubwürdig.
Ein weiteres Problem für mich war das Verhalten der anderen Magier. Da wird ihr Oberster Lord entführt, kehrt nach Wochen mit Magierinnen zurück, erzählt, dass er Freiwillige sucht, die mit hunderten Frauen Sex haben und dieser Sex abhängig macht. Es sogar zu Entzugserscheinungen kommt. Und niemand sagt etwas dagegen? Alle lassen die jungen Männer ziehen und damit in etwas laufen, was in meinen Augen einer Drogensucht gleichkommt? Wenn man bedenkt, dass der Sex tödlich enden kann, wenn man gewisse magische Dinge nicht beherrscht, macht es die ganze Sache auch nicht besser. Es wird so nebenbei erwähnt, aber es scheint niemanden wirklich zu stören. Die Frauen sind ja schießlich atemberaubend schön und haben eine starke Anziehungskraft. Das fand ich beim Lesen so merkwürdig.
SPOILER ENDE

Ich fand auch, dass Atesch zu wenig inneren Konflikt austrägt. Ich meine, er ist doch verliebt und soll trotzdem mit vielen, vielen Frauen regelmäßig Sex haben. Es ist ja schön, dass er das pragmatisch beurteilt und eine gewisse Sache, die ich im Spoilerabschnitt erwähne, hilft da sicher auch, aber mir fehlten da wirklich die Emotionen. Die Männer können doch nicht nur eine schöne Frau sehen (übrigens waren alle Magierinnen anscheinend wunderschön) und dann nur noch an Sex denken. Es tut mir leid, aber da haben mir zu viele Männer das Hirn ausgeschaltet und es auch nicht wieder angeschaltet.

Und das gab es da noch ein paar gesellschaftliche Fragen, die ich mir beim Lesen stellte und für die ich keine ausreichende Erklärung fand.


Fazit


Der Klappentext und andere Rezensionen haben bei mir Erwartungen hervorgerufen, die leider nicht erfüllt wurden. Die Personen blieben mir zu oberflächlich und die Handlungen und Lösungen teils zu unlogisch. Für mich ist diese Reihe leider nichts und ich kann sie auch nicht weiterempfehlen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

der schwur der schlange

Der Schwur der Schlange

Barbara Drucker
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.03.2017
ISBN 9783743188761
Genre: Historische Romane

Rezension:


Zwei Jahre sind nach den Geschehnissen des ersten Bandes vergangen. Wir befinden uns zeitlich ein Jahr vor dem Ausbruch der französischen Revolution und wie es scheint, ahnen die Weisen des Schlangenbundes schon, dass die Bürger irgendwann mehr als nur Flugschriften verteilen werden. Die Halsbandäffare in Frankreich hat eine wichtige Schlange in Gefahr gebracht und der Marchese erhält den Auftrag ihn zu retten. Und damit beginnt eine Mission, die nicht nur seine Treue dem Orden gegenüber prüft, sondern sie führt ihn auch zurück in das Fürstentum seiner geliebten Charlotte.

War im ersten Band die aufgetragene Mission das Wichtigste für den Marchese, gelangt er hier meiner Meinung nach in einen Zwiespalt. Auf der einen Seite muss er die Schlange Marconi vor Leone beschützen, der immer noch einen Hass auf Riccardo hat und ihn zerstören will. Und auch andere Schlangenkrieger tauchen auf und der Marchese muss herausfinden, wem er trauen kann. Auf der anderen Seite ist seine Beziehung zu Charlotte in Gefahr, da nicht nur ein anderer Mann um sie wirbt, sondern auch seine Geheimniskrämerei kein guter Grundstein für eine Beziehung ist. Und dann ist da noch Charlottes Geheimnis.

Der Erzählstil ist wie im ersten Band wieder wunderbar. Es verläuft teils sehr rasant, was sehr passend ist, denn auch der Marchese kommt kaum zur Ruhe, aber trotzdem kam ich als Leser mit. Es gab allerdings auch wieder sehr ruhige Szenen, wo man meiner Meinung nach sehr gut die Gefühle vom Marchese erleben kann. Selbst wenn die Stellen nicht aus seiner Sicht geschrieben sind. Mit Scarlatti hat die Autorin neben Riccardos Erzfeind Leone eine weitere interessante Figur eingebaut, von der ich oft nicht wusste, wie ich sie einschätzen soll und was sie überhaupt für Ziele hat. Aber genau das ist sicher auch der Plan gewesen: Spannung aufbauen und beim Leser Fragen aufwerfen. Und Fragen habe ich nach dem Ende des Buches. Zwar ist auch dieser Band eine abgeschlossene Mission, aber irgendwie ist es auch offen, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit dem Marchese weitergeht. Und auch die Gräfin erhoffe ich mir im nächsten Band wieder. Ich gestehe, dass sie mein Lieblingscharakter ist.

Neben dem Marchese, der Gräfin und Leone tauchen natürlich auch weitere Gesichter aus dem ersten Band auf. Giacomo leider viel zu selten, aber Nebencharaktere müssen halt der Geschichte dienen und dürfen sich nicht in den Vordergrund drängen. Trotzdem fand ich es schön sie alle wiederzusehen und herauszufinden, wer sich wie verändert hat.


Fazit


Mit "Der Schwur der Schlange" zieht uns Barbara Drucker tiefer in die Geheimnisse des Ordens und auch in die Charaktere hinein. Nicht nur körperliche Kämpfe fordern den Marchese heraus, sondern auch die Auseinandersetzung mit seinen eigenen Gefühlen. Und diese sorgt ebenfalls für einige Turbulenzen. Mich hat es auf jeden Fall mitgerissen und ich freue mich schon auf die nächste Mission.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

historischer roman, rebekka mand, fantasy, grenzen-saga

Von den Herrschern der See

Rebekka Mand
E-Buch Text: 554 Seiten
Erschienen bei independently published, 15.09.2017
ISBN B074PQP6BQ
Genre: Historische Romane

Rezension:

Vor dem dritten und letzten Teil der Grenzen-Saga hatte ich Angst. Irgendwie war ich mit dem Ende des zweiten Bandes zufrieden und wollte gar nicht wissen, welche neuen schweren Schicksalsschläge und Prüfungen die Autorin für Eirik und Lynn bereithält. Und dann wollte ich gleichzeitig aber auch unbedingt wissen, wie es weitergeht und habe dem Erscheinen entgegengefiebert. Nach dem Lesen bin ich sehr froh, dass ich keine Protagonistin in einem von Rebekka Mands Romanen bin.

Im dritten Band steht vor allem die Gabe von Lynn im Vordergrund und diese treibt die Handlungen stark voran. Der Gegner möchte diese nämlich für sich nutzen und schreckt vor gar nichts zurück. Ich fand dieses fantastische Element sehr interessant und auch spannend zu lesen.

Eirik und Lynn hoffen auf einen Neubeginn. In ihrer Heimat wollen sie Frieden finden und die Schrecken der Vergangenheit verarbeiten. Aber alles kommt anders wie erhofft. Lynn erfährt woher ihre Gabe stammt und als ein Dänenschiff am Horizont auftaucht, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die beiden haben schon in den Vorbänden Schreckliches erlebt und auch in diesem müssen sie ständig um ihr Leben und das ihrer Verbündeten bangen und kämpfen. Ich habe die ganze Zeit nur gehofft, dass sie das alles überstehen.

Eirik ist immer noch ein Dickkopf, aber dafür liebe ich ihn und durch seine Vorgeschichte konnte ich seine Entscheidungen nachvollziehen. Dieses Mal habe ich beim Lesen nur selten laut fluchen müssen, weil ich mit den Handlungen nicht einverstanden war. Oft war da nur ein Augenverdreher.
Lynn fand ich allerdings in den anderen beiden Büchern stärker und vor allem präsenter. Vielleicht lag es daran, dass sie hier in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkter war als Eirik. Aber das soll niemand falsch verstehen. Lynn ist immer noch eine starke Frau, die kämpft und ihr Leben leben will, wie sie es möchte.
Auch über das Auftauchen von zwei bekannten Personen aus den vorherigen Bänden habe ich mich sehr gefreut. Auch wenn mich Eiriks Verhalten einem der beiden gegenüber sehr überrascht hat. Aber vor allem hier habe ich die Entwicklung in seinem Charakter erkannt.



Fazit


Von den Herrschern der See bringt alle losen Fäden der Geschichte zusammen und bringt sie zu einem Abschluss, der mal mehr und mal weniger gut für die handelnden Personen endet. Es ist super spannend zu lesen, die Wendungen innerhalb der Story haben mich überraschen können und ich liebe die beiden Hauptpersonen.
Ein toller Abschluss für Eiriks und Lynns Geschichte!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Gwenyn und Karney: Legenden von Gearran I

Monja Schneider
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 25.11.2016
ISBN 9781532801303
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte um Gwenyn und Karney hörte sich sehr gut an und begann auch gut, aber je länger ich las, desto weniger Lust hatte ich auf die Geschichte. Das änderte sich leider auch bis zum Ende nicht mehr. Dabei gefiel mir die Grundidee sehr. Eine Prinzessin, die um ihr Leben fürchten muss und ein Prinz, der ihr das Leben retten könnte, obwohl ihre Völker verfeindet sind.

Jeder hat andere Ansprüche an Fantasyromane und ich liebe es, wenn die Welt und der Weltenaufbau für mich authentisch klingen. Hier haben mich Kleinigkeiten gestört. Der Grund der Feindschaft kann ich noch nachvollziehen. Wenn man diese pflegt, ist Hass leicht zu schüren. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum in beiden Völkern nichts mehr über die anderen gelehrt wird, außer die Geschichten der Grausamkeiten. Weder Kultur noch Sprache. Dabei sollte man seinen Feind doch kennen. Vor allem die Sprache. Wie soll man denn sonst Gefangene verhören oder als Spitzel tätig sein? Nicht nur die einfachen Leute waren darin ungebildet, sondern auch der Adel. Was in meinen Augen unlogisch war. Da hat auch die dritte Sprache, die "den Edlen und Vornehmen" eigen ist, nicht geholfen.
Ebenso die Religion. Es wird mir darüber zu wenig erzählt. Ich erfuhr zwar, dass es zwei Götter gibt, der eine böse, der andere gut, aber mehr als eine bestimmte Gefahr für Karney wird nicht näher erläutert. Auch wurde hin und wieder erwähnt, dass es Unterschiede in den Kulturen gibt, aber wirklich darauf eingegangen wurde nicht.

Der größte Teil der Handlung bezieht sich auf die Beziehung zwischen Karney und Gwenyn und den Tagesablauf ihrer Flucht. Bei Gwenyn und Karney habe ich Karney bevorzugt. Gwenyn wurde mir mit der Zeit zu zickig, auch wenn ich verstand, dass sie sich nicht in einen verfeindeten Prinzen verlieben möchte. Symphatiepunkte hat sie dafür nicht bei mir gesammelt. Allerdings war sie keine verhätschelte Prinzessin, sondern hat was im Köpfchen. Sie ist zwar ein Dickkopf, aber sie erkennt ihre Fehler im Nachhinein. Das gab wieder Pluspunkte.

Der Tagesablauf ermüdete mich jedoch. Irgendwie verlief es immer gleich. Gwenyn ist genervt davon, dass Karney zur Eile treibt und die anderen auf ihn hören. Karney versteht nicht, warum Gwenyn nicht versteht, dass man auf einer Flucht nicht trödeln darf und ihr Verhalten reizt ihn. Dann passiert irgendwas und am Ende des Tages versorgen sie ihre Wunden, aber sind immer noch genervt voneinander.
Die Geschichte wird nur aus der Sicht von den beiden erzählt, was ich schade fand.  Ich hätte sehr gerne gewusst, wie Karneys Vater mit dem Glauben, dass er seine Erben verloren hat, umgeht. Oder wie Gwenyns Vater und ihre Stiefmutter auf ihre Flucht reagieren. Wissen sie, dass es Gwenyns Idee war oder glauben sie an eine Entführung? Nutzt die Königin dies für ihre Zwecke aus? Eine weitere Sichtweise hätte für mich mehr Abwechlsung in die Geschichte gebracht. Und vielleicht hätte mir das Lesen dann auch mehr Spaß gemacht.




Fazit


Leider konnte mich Gwenyn und Karney nicht überzeugen. Die Handlung war mir nicht spannend genug und auch der Weltenaufbau konnte mich nicht überzeugen, sondern erweckte bei mir mehr Fragen als Antworten.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

orient, wüste, papierverzierer verlag, prinzessin der wüste, bettina auer

Prinzessin der Wüste: Verkauft

Bettina Auer
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 27.04.2017
ISBN 9783959629010
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch hatte ich bei einer Bloggerin entdeckt und da sie es sehr gut fand und ich gerne mal wieder in den Orient reisen wollte, hatte ich mich spontan bei der Leserunde auf Lovelybooks beworben. Leider war das Buch nicht ganz so zauberhaft wie ich erwartet hatte.

Sarlia wächst in Brema auf und hat es dort nicht wirklich leicht. Als ihr Vater, ein Pirat, sie holt und zu ihrem Verlobten bringt, ist sie nicht wirklich begeistert, aber die Kämpferin in ihr habe ich nicht gefunden. Sie behauptet zwar, dass sie sich nicht einfach einem aufgezwungenen Schicksal ergeben will, aber davon habe ich nicht viel gesehen. Sie ist in dem Buch 20 Jahre alt und der Zeit und den Umständen ihres Aufwachsens hätte ich nicht mit einer jungen Frau gerechnet, die sich so kindisch verhält und auf Konflikte mit Geschrei reagiert. Aber auch die anderen Personen in der Geschichte werden nur sehr oberflächlich behandelt und ich konnte sie überhaupt nicht einschätzen oder eine Bindung zu ihnen aufbauen.

Die Geschichte hat viel Potenzial. Ein junge Frau, die ihrer Heimat entrissen wird, soll sich in einer fremden Welt zurecht finden. Ein Welt, die ganz andere Werte und Normen hat. Hier gäbe es so viel Potenzial. Der Konflikt mit eben diesen neuen Regeln. Die Darstellung ihres Innenleben. Ihre Ängste und Hoffnungen. Wem kann sie trauen, wem nicht? Kann sie dort glücklich werden? Wie ist ihr Verlobter? Aber leider wurde vieles nur angerissen und nicht vertieft. Mir fehlte es definitiv an Spannung.
Auch die Magie in dieser Welt wird nur nebenbei erwähnt und jetzt am Ende weiß ich überhaupt nichts darüber. Wie funktioniert sie? Was kann man alles damit machen? Hat jeder eigene Fähigkeiten oder könnte man bei genügend Talent alles? Und was ist dieses "alles"?

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und leider sind mir auch viele Fehler aufgefallen. Hier fehlte mal ein Wort, da wurde der Name vertauscht. Es las sich leider nicht flüssig. Auch der Erzählstil hat mir persönlich nicht zugesagt. Es wurde oft in der Zeit gesprungen und das fand ich sehr schade, weil man bei wichtigen Ereignissen nicht dabei war und diese auch nur kurz erwähnt wurden.


Fazit


"Verkauft" hätte ein toller Einstieg in die Reihe werden können. Potenzial ist vorhanden, nur leider wurde es nicht ausgeschöpft. Es fehlte an Tiefe und Spannung. Einige Handlungsstränge wurden geöffnet, aber danach nicht wieder aufgegriffen.

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, olivia mae, requia, #requia, verschiedene länder

Requia

Olivia Mae
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Greil, Denise, 27.04.2017
ISBN 9783950443028
Genre: Fantasy

Rezension:

Von Requia hatte ich schon viel Gutes gelesen und trotzdem landete es wie so viele andere Bücher auf meiner Wunschliste und ich weiß gar nicht, ob es da jetzt noch wäre, wenn Olivia nicht noch einmal eine Bewerbungsrunde für ein Rezensionsexemplar gestartet hätte. Ich gehörte zu den Glücklichen, die sich über ein Printexemplar freuen durften und bin total fasziniert von der Welt, die Olivia Mae erschuf. Auch wenn mir der Einstieg etwas schwer fiel.

Die Welt von Requia beherbergt verschiedene Völker, von denen sechs zu den Großen gehören und eine magische Affinität zu einem Element haben. Feuer, Wasser, Erde, Luft, Licht und Dunkelheit. Und diese Völker liegen im Krieg. Genauer gesagt, wurden drei Völker von den anderen verbannt. Anstatt auf dem Planeten Aurelis zu leben, fristen sie ihr Dasein auf dem toten Zwillingsplaneten Moquar. Diese Verbannung ist nicht nur grausam, sondern wirkt sich auch auf das Sein selbst aus, was ganz langsam und erstmal von den meisten unbemerkt in Erscheinung tritt.

Als Leser begleitete ich mehrere Personen aus den unterschiedlichen Völkern auf unterschiedlichen Planeten. Genau das hat mir am Anfang den Einstieg erschwert. Es musste viel erklärt werden und ich war mir nicht ganz sicher, wie sich die Kapitel zeitlich zueinander verhalten haben. Aber irgendwann waren alle Personen eingeführt und mein Zeitproblem verflog. Ab da konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte einlassen.

Ich lernte Yana kenne, die von ihrer Mutter Iris ein Geheimnis erfährt, welches ihr ganzes Weltbild ins Wanken bringt. Sie verliert alles, was sie kennt und ist dennoch stark genug, sich auf das neue einzulassen. Dabei werden ihr aber immer noch Dinge vorenthalten, obwohl ihre magischen Gaben ihr gefährlich werden könnten. Dann gibt es noch Ash und Ry´jin, die mit ihren Völkern nach Moqour verbannt wurden, und irgendwie überleben müssen, ohne dabei die Hoffnung zu verlieren. Aire, die jahrelang ihr Herz verschließt und ein so großes Opfer bringt, dass ich an der Stelle tief durchatmen musste. Madras, die unwissend aufgewachsen ist und die eine Entscheidung treffen muss, die ihr ganzes Leben verändern kann. Korand, der grausame Befehle befolgt, weil er seinem König treu ergeben ist und niemals jemandem seine Zweifel zeigen darf, weil dies sein Tod sein könnte.
Charaktere also, die alle mit irgendetwas zu kämpfen haben und dadurch wirklich Leben in ihre Kapitel bringen. Die Kapitel endeten auch gerne an wirklich spannenden Stellen und während ich die Geschichte eines anderen las, fieberte ich nur daraufhin, dass es mit der anderen Geschichte weiterging. Bis das gegenwärtige Kapitel dann auch mit einem fiesen Cliffhanger endete und ich wissen wollte, wie es hier weiterging. Ich konnte Requia kaum aus den Händen legen, nachdem es mich einmal mit seiner Magie gefangen hatte. Und jetzt will ich unbedingt den zweiten Band lesen.

Die Handlung ist an sich sehr spannend und durch gut gesetzte Geheimnisse und deren Auflösung bzw. die Erkenntnis, das dahinter noch etwas größeres lauert, wird die Spannung immer wieder angehoben ohne jemals tief zu fallen. Was mir persönlich am Ende des ersten Bandes fehlt, ist die Erklärung, warum die drei Völker verbannt wurden. Ja, der Grund wurde genannt, aber er war mir nicht ausreichend, um zu verstehen, wie sich drei der Völker für die "Ausrottung" der anderen entscheiden konnten. Ich erhoffe mir, dass im nächsten Band das näher beleuchet wird. Dass das ganze von jemand Unwissenden wie Yana zum Beispiel hinterfragt wird und auch meine Neugier befriedigt wird.


Fazit


Reqia verzauberte mich mit seiner Welt und seiner Magie. Der grundlegende Konflikt ist groß genug für eine ganze Reihe von Bänden und die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Die Handlung ist spannend und der Schreibstil eindringlich und passend zur Atmosphäre der Geschichte.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

mervaron, meister, schwert, mittelalterliche welt, clever

Schwert & Meister 1

Florian Clever
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.02.2017
ISBN 9783743149779
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit Mervaron haben wir einen gelungenen Auftakt für die Reihe. Wie es sich meiner Meinung nach gehört, lernen wir hier den Aufbau der Welt und den Grundkonflikt kennen sowie unseren Helden und mögliche Gegenspieler. Iatiara, die Welt hier, beherbergt verschiedene Völker, deren Kulturen unterschiedlich sind, und gelegentlich im Streit liegen. Ich hätte mir gewünscht, noch mehr über die Völker zu erfahren, hoffe aber, dass das in den nächsten Bänden passieren wird. Jedenfalls werden unserer Held Glen und sein Vater Woitilar in einen solchen Streit zwischen zwei Völkern hineingezogen. Ein Streit, der den Tod mit sich bringt und bei dem ich noch nicht weiß, welche Partei Glen ergreifen sollte. Wenn er das überhaupt tun sollte, den in Bergen lauert anscheinend eine noch größere Gefahr.

Den Schreib- und Erzählstil mochte ich sehr. Es lässt sich flüssig lesen und ist sehr klar und direkt. Die Handlung erfolgt sehr gradlinig. Zumindest im ersten Band gab es keine großen Nebengeschichten, sondern es wurde sich auf das Hauptproblem von Woitilar und Glen konzentriert. Obwohl natürlich auch Hinweise auf das was noch kommt gegeben wurde. Beim Lesen entstanden bei mir jedenfalls viele Fragen. Einige davon sind beantwortet worden, andere müssen noch. Zur Spannung haben ebendiese Fragen beigetragen, aber auch das Problem, das Glen und sein Vater durch zwei verfeindete Parteien haben. Die Parteien drohen mit dem Tod, wenn ihr Auftrag nicht erfüllt wird und doch fehlt die Zeit, um beide zu erfüllen.

Die Personen sind alle schön gezeichnet. Im ersten Band wird sich anfangs viel auf Woitilar konzentriert, was mich erst überrascht hat, aber im Laufe des Lesens wurde mir klar warum und zum Ende rückte auch Glen mehr in den Mittelpunkt. Ich bin ziemlich gespannt auf seine Entwicklung. Aufgewachsen in einem friedlichen Dorf, ist er mit 14 Jahren ein sehr junger Held, der erstmal lernen muss, wie man sich in einer Welt, in der ein Krieg droht, allein zurechtfindet. Vor allem mit seiner Gabe und seinen wenigen Kenntnissen darüber.


Fazit


Ein gelungener Auftakt, der mich neugierig auf die weitere Reise von Glen macht. Den Erzähl- und Schreibstil finde ich passend für einen Heldenepos und die Darstellung des Protagonisten lässt mich hoffen, viel an Entwicklung sehen zu können.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

geschichte, intrigen, mor, della mott, liebe

Das Gift der Schlange

Barbara Drucker
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.09.2015
ISBN 9783738641172
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Thriller lese ich selten. Nur sehr wenige können mich begeistern. Bei Barbara Druckers Thriller steht allerdings historisch vor und da ich historische Romane liebe und die Beschreibung mir zusagte, gab ich ihm eine Chance. Und bereue es nicht. Ich bin begeistert von der Geschichte.

Das Gift der Schlange führt uns ins 18. Jahrhundert in ein kleines fiktives deutsches Fürstentum. Die Ankunft des Marchesen sorgt für viele Spekulationen, rangen sich doch viele Geschichten um ihn. Es heißt, er sei ein Spion, doch wem er treu ist, ist unbekannt. Und dies nicht nur den Personen im Buch, sondern auch lange Zeit dem Leser. Es fallen die Namen verschiedenster Geheimbünde, auch die Kirche könnte der Auftraggeber sein, aber sicher ist sich niemand. Ich selbst habe daraufhin gefiebert, endlich zu erfahren, wem Marchese treu ist, und vor allem, was genau seine Mission ist. Aber Barbara Drucker lässt einen eine ganze Weile zappeln, bis sie Stück für Stück die Geheimnisse enthüllt.

Marchese mochte ich am Anfang nicht. Ich fand ich viel zu sehr von sich selbst überzeugt und eitel. Aber im Laufe des Lesens habe ich ihn besser kennen und mögen gelernt. Zwischendurch war ich richtig in der Zwickmühle, weil ich die Gräfin zu Anfang lieber mochte und hoffte, dass sie das ganze Durcheinander von Intrigen und Machtspielen überlebt und der Marchese nicht Hand an sie legen muss, um seinen Auftrag zu erfüllen. Am Ende war allerdings alles ganz anders als gedacht. Giacomo, der Diener des Marchese, hat sich im Gegensatz zu seinem Herrn, schnell in mein Leserherz geschlichen. Eine treue Seele, die definitiv mehr ist, als nur ein Diener.

Die Handlung und der Spannungsbogen sind fantastisch aufgebaut. Marchese, die Gräfin, der Minister und der Kardinal, sie alle spielen ihre Spiele und wollen nach dem Mord am Thronfolger ihre Macht sichern, indem sie die anderen Kinder des Fürsten gegeneinander ausspielen. Dabei denken einige nur an sich selbst, andere arbeiten für etwas Größeres. Und dann ist da noch ein weiterer Spion, der alles dafür tun würde, damit der Marchese versagt. Wieso, weshalb, warum bleibt lange im Dunkeln, aber er sorgt für einige Wendungen in der Geschichte. Es entwickelt sich ein richtiges Verwirrspiel zwischen den Personen und auch mit dem Leser.

Der Schreibstil von Barbara Drucker ist unglaublich passend. Vor allem in actionreichen Szenen schreibt sie derart, dass man die Hektik und Eile der Personen beim Lesen spürt. Sie trifft einfach die richtige Stimmung. Sei es im Kampf, beim Flirten mit den Hofdamen oder bei Erkundungstouren. Ich gestehe, ein paar mehr Umgebungsdetails und Beschreibungen hätte ich mir gewünscht, aber das ist nur eine klitzekleine Kleinigkeit. Die Tatsache, dass ich verschiedene Personen begleitete und somit mehr wusste als der Marchese, bringt auch Spannungspunkte, da ich so mehr mitfieberte.

Fazit

Das Gift der Schlange ist ein fantastischer Mantel-und-Degen-Roman, der mich durch all die Geheimnisse und Intrigen fesseln konnte. Auch die Beziehung zwischen den Personen kommt nicht zu kurz.

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Galway Hunters: Feuertaufe (Volume 1) (German Edition)

Stefanie Foitzik
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.11.2016
ISBN 9781539976752
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auch wenn Cover nicht in meine Bewertung miteinfließen, erlaube ich mir mal zu sagen, dass mich dieses überhaupt nicht anspricht. Ich finde es zu dunkel und auch nicht aussagekräftig. Der Klappentext hingegen konnte mich überzeugen, sodass ich mich in der Gruppe Reziliebe auf ein Rezensionsexemplar beworben hatte.    Gleich nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, hatte ich mich erstmal entschieden, dass Glossar zur Rate zu ziehen, um all die magischen Wesen zu kennen und die Anderswelt zu verstehen. Ich würde das auch jedem Leser raten, da diese doch anders ist und ich beim Lesen auch mal den Überblick verloren hatte. Letzteres lag unter anderem auch daran, dass die Anderswelter oder auch Paranormale genannt, zwei Namen haben. Einmal ihre eigenen und dann noch "Erdnamen". Da diese jedoch beide in der Geschichte verwendet werden, war ich am Anfang etwas durcheinander. Obwohl ich die Idee dahinter vollkommen nachvollziehen kann. Was mir auch aufgefallen ist, dass die Paranormalen auch viel in ihrer Sprache sprechen. Ich hatte das Gefühl, dass das dann hauptsächlich Flüche sind, aber ein paar Mal hätte ich mir schon Übersetzungen gewünscht. Die Aufteilung der Anderswelt in drei Reiche mit so vielen unterschiedlichen Rassen und Mischlingen hat mich aber sehr angesprochen.
Die Handlung fand ich von Beginn an sehr spannend. Mit Michael, Duncan, Cat, Brendon und all den anderen haben mich interessante Charaktere durch die Geschichte geführt. Vor allem Duncan und Cat fand ich im Laufe der Geschichte am interessantesten. Duncan, weil er eine sehr tragische Vergangenheit hat, die in Rückblenden immer wieder auftaucht und Cat, weil sie voller Vorurteile gegenüber Paranormale ist und mit solchen auf einmal zusammenarbeiten soll. Aber das soll nicht heißen, dass Michael nicht interessant wäre oder die Fürsten der Anderswelt, die ihre ganz eigenen Interessen an Michael haben, von denen er gar nichts weiß. Ich war richtig neugierig darauf, die Fälle der Hunter mit aufzulösen, habe mir meine eigenen Gedanken gemacht und gehofft, dass alles gut geht. Zum Ende des Bandes sind noch viele Fragen offen. Vor allem möchte ich gerne wissen, wie es mit Michael weitergeht.
Den Erzählstil fand ich allerdings gewöhnungsbedürftig. Man taucht irgendwie in alle Köpfe ein und manchmal war mir nicht von Anfang an  klar, welche Gedanken ich da gerade lese. Im Laufe des Buches wurde es zwar besser, weil ich die Personen besser kennenlernte, aber so ganz konnte der Stil mich nicht überzeugen. Vor allem weil zum Ende des Buches nochmal neue Personen dazukamen. Allerdings fand ich es toll, dass man nicht nur die Hunter begleitet, sondern zum Beispiel auch Cats Stalker.   

Fazit


Galway Hunters - Feuertaufe spielt in einer komplexen Welt, die viele Überraschungen für den Leser bereithält. Nicht nur die Paranormalen sind interessant, sondern auch unsere Protagonisten und ihre Vergangenheiten. Der Erzählstil konnte mich hingegen nicht wirklich überzeugen, auch wenn ich mich im Laufe des Lesen an ihn gewöhnte.

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