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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Juran (Schmachten & Schlachten 3)

Tanja Rast
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei null, 05.08.2018
ISBN B07G1GVY51
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Juran" von Tanja Rast ist ein Fantasyroman, der im August 2018 veröffentlicht wurde und 319 Seiten umfasst. Wie auch die anderen Bände der Reihe Schmachten & Schlachten ist "Juran" als Selfpublish erschienen und kann unabhängig gelesen werden, da es eine eigene Geschichte enthält, die nichts mit den vorherigen Bänden zu tun hat. "Juran" gefiel mir sehr gut. Am Anfang steht die Entwicklung der Romanze im Vordergrund, am Ende der Kampf um den Thron und ums Überleben. Die Charaktere gefielen mir, die Handlung war solide und die Spannung steigerte sich am Ende sehr rasant. Ich vergebe 5 Sterne.

Worum geht es? Der König ist gestorben und ein Teil des Adels erhebt sich gegen den jungen Thronfolger. Einzig der ehemalige Marschall Juran schein die Heere unter sich vereinen zu können, doch er wurde vom König in ein Kloster verbannt. Vega, eine Vertraute des Prinzen macht sich auf den Weg, um Juran zu holen. Auf dem Rückweg muss sich Vega aber nicht nur mit ihren aufkeimenden Gefühlen auseinandersetzen, sondern auch mit dem Ergebnis schwarzer Magie. Denn die Feinde wollen unbedingt verhindern, dass Juran den Prinzen erreicht. Und dann ist da noch Vegas Geheimnis, welches Juran auf keinen Fall erfahren darf.

Vega war hier mein absoluter Liebling. Ehrlich gesagt, habe ich bis zu der einen Szene, in der mir dann auch wirklich die Tränen gekommen sind, gar nicht wirklich geahnt, wie dolle ich sie mag. Aber ich glaube, Tränen sind da schon ein gutes Zeichen. Vega bin ich auch schneller näher gekommen als Juran. Sie zeigt vom Anfang an, was ihre Schwächen und was ihre Stärken sind. Ihr dunkles Geheimnis wird anfangs auch nur angedeutet. Ich ahnte zwar irgendwann, was sie verheimlicht, aber als es dann ans Licht kam, war es doch noch anderes als ich dachte. Und ich fand das richtig gut. Bei Juran hingegen hat es etwas gedauert, bis ich kleinere Schwächen fand. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn durch Vegas Augen sah, aber auf den ersten Blick wirkte er perfekt. Da musste ich schon etwas suchen.

Die Handlung selbst fängt ruhig an. Ich erfuhr zusammen mit Juran, was Vega von ihm will und machte mich dann zusammen mit den beiden und ihren Begleitern auf die Reise. Die erste Etappe beinhaltet auch schon Kämpfe, aber es zog sich ein klitzekleines bisschen. Ich wollte endlich beim Prinzen ankommen und zusammen mit Juran rausfinden, ob er überhaupt zum König taugt. Meine Lieblingsszenen in dem Buch bleiben die Kämpfe. Ich mag es ja gerne blutig, grausam und eklig, wenn in Büchern getötet, gemordet oder in den Krieg gezogen wird. Ich mag es, wenn nicht nur geschrieben wird, dass jemand stirbt, sondern auch wie er stirbt. Und Tanja Rast hat mir ihren Beschreibungen mein Bedürfnis nach Details befriedigen können. Da werden Köpfe gespalten, Blut spritzt und der Geruch von Blut und Verwesung liegt in der Luft und haftet an unseren Helden.

Die Liebesgeschichte ist von Anfang festgelegt, also wer sich hier in wen verliebt. Die Probleme, die aber das Zusammensein anfänglich behindern und später dann bedrohen, fand ich sehr gut beschrieben und nachvollziehbar. Vor allem die Reaktion des Prinzen darauf, die ich erst bei Lüftung von Vegas Geheimnis völlig verstehen konnte. Allerdings hätte ich an seiner Stelle auch verhalten darauf reagiert und mir Sorgen gemacht.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das Flüstern der Träume

Serena Avanlea
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei null, 25.11.2017
ISBN B077C1V3PC
Genre: Romane

Rezension:  
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Mundus Perditus: Die vergessene Welt

Carmen Gerstenberger
E-Buch Text
Erschienen bei Eisermann Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783961730094
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Mundus Perditus - Die vergessene Welt" ist ein Fantasyroman aus der Feder von Carmen Gerstenberger. Er wurde im September 2018 im Eisermann Verlag veröffentlicht und hat als Print ca. 350 Seiten. Ich bin mir nicht sicher, ob "Mundus Perditus" ein Einzelroman oder der Start einer Reihe ist, allerdings funktioniert er in meinen Augen in beiden Fällen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Handlung ganz wie ich es mag - blutig, tödlich und schleimig -, und der Schreibstil ist auch wunderbar. Die Geschichte bekommt von mir 5 Sterne.

Wenn die Tore sich öffnen und auf einmal ein Wald in der Stadt steht, die Sonne nicht mehr scheint und der Tod hinter jeder Ecke lauert, dann kann nur eine Person, die Menschheit vor dem Bösen retten - die Hüterin. Blöd nur, dass diese gar nichts davon weiß, weil ihre Eltern zu früh gestorben sind. Vernita, die überhaupt keine Ahnung von anderen Dimensionen und Dämonen hat, ist eine erwachsene Frau, die im Leben steht und weiß, was sie will. Als sie erfährt, dass sie die einzige ist, die Dämonen aufhalten kann, ist es natürlich erst mal für sie unglaubwürdig, aber sie stellt sich dem. Und was mir hier besonders gefiel, ist, dass sie nicht rumjammert oder mit ihrem Schicksal hadert. Sie setzt sich vernünftig damit auseinander. Obwohl sie relativ schnell lernt, mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen, was übrigens sehr glaubhaft erklärt wird, hat sie trotzdem Schwächen und jeder Kampf ist eine harte Nuss. Unterstützt wird sie anfangs nur von Ruiz und seinem tierischen Begleiter, die sich anfangs mit Informationen sehr zurückhalten. Allerdings frage Vernita auch nur das Nötigste nach. Ich wäre da, glaube ich, neugieriger gewesen. Später entsteht eine interessante Gruppe und die Kabbeleien zwischen den fünfen fand ich sehr amüsant.

Allgemein mochte ich den Humor in dem Buch. Besonders die Sprüche von Marno und die kleineren Streitereien zwischen Jares und Alvarez. Ich musste immer wieder Schmunzeln und habe mich auf den nächsten verbalen Schlagabtausch gefreut.

Die Handlung ist rasant. Es gibt kaum Ruhepausen. Kaum ist ein Dämon besiegt, taucht schon der nächste auf. Überall liegen grauenvoll zugerichtete Leichen rum, an Details wird nicht gespart. Es ist schon ziemlich eklig und grausam. Kein Ort, an dem ich Leben oder mitkämpfen würde wollen. Aber ich prsönlich mochte das. Andere Morde hätten auch gar nicht zu den Dämonen gepasst. Und durch den teils schwarzen Humor der Charaktere werden die grausamsten Szenen auch etwas aufgelockert.

Zum Ende hin ahnte ich durch eine Erzählung vorher, was die Autorin plant, und dadurch hat das Finale einen Hauch Spannung verloren, durch eine andere Kleinigkeit aber auch wieder dazugewonnen. Ich mochte die Auflösung am Ende auf jeden Fall. Ansonsten konnte die Autorin immer wieder mit Kleinigkeiten in der Handlung überraschen.

Was mir allerdings nicht so gefiel, war die eingebaute Liebesgeschichte. Sie war nichts halbes und nichts Ganzes. Die Anziehung zwischen zwei Personen wurde immer wieder angedeutet, aber durch die ganze Damönenjagd hat sich keiner der beiden darauf konzentriert. Ehrlich gesagt, hätte das für meinen Geschmack auch rausgelassen werden können.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Sommernachtsflüstern

Jona Dreyer , Regina Mars , B.D. Winter , Sara Pearson
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei null, 20.07.2018
ISBN B07FLR418Y
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Anthologie enthält Kurzgeschichten von Jona Dreyer, Sara Pearson, B. D. Winter, Luzie Engels und Regina Mars. Sie ist am 20. Juli 2018 als Selfpublish erschienen, hat 145 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zugeschickt. Die Anthologie konnte mich in seiner Gesamtheit von sich überzeugen und erhält 5 Lilien.

Zu Beginn des Buches gibt es ein kleines Vorwort von Jona Dreyer, in welchem sie direkt mal ein Versprechen abgibt. Ich werde mich danach totlachen, vor Spannung die Luft anhalten, melancholisch seufzen und gegen Zuckerschock und Karies kämpfen muss. Humor und Spannung waren auf jeden Fall vorhanden. Geseufzt habe ich auch, zwar würde ich das nicht als melancholisch bezeichnen, aber Seufzen ist Seufzen. Zuckerschock und Karies ... mmh, ich habe beim Lesen Süßigkeiten gegessen, das zählt doch bestimmt. Also ja, das Versprechen wurde von den Autoren eingehalten.

Geschichte Nr. 1 stammt von Jona Dreyer und trägt den tollen Titel "Sechs Särge und ein Käpitan". Schon allein der Titel machte mich total neugierig auf die Geschichte von Helge und Kristian. Mit den beiden machen wir eine Kreuzfahrt an der norwegischen Küste entlang und müssen miterleben, wie Helge immer wieder von den Passagieren darangehindert wird, mit Kristian ein paar ruhige Stunden zu haben.  Ich mochte Helge, auch wenn er ziemlich genervt von der Rentnerkreuzfahrt war. Aber was macht man nicht alles für die Liebe. Die Geschichte war für mich die humorvollste. Ich musste immer wieder Schmunzeln und hatte meinen Spaß daran, wie Helge und Kristian von den, schon besonders dargestellten, Rentern vereinnahmt wurden.

Geschichte Nr. 2 "Urlaub mit Hindernissen" stammt von Sara Pearson und sie entführte mich nach Irland, wo Thomas und Mario ihren Urlaub verbringen.  Die zwei waren ganz süß zusammen, nutzten allerdings für meinen Geschmack zu viel Kosenamen, aber das ist ja super persönlich, ob man Hummelchen und Bärchen mag oder eben nicht. Jedenfalls ist der Urlaub voller Tücken und Pannen und ich konnte Mario voll verstehen, dass ihm das gar nicht gefiel. Schließlich sollte das doch ein wunderschöner Urlaub werden. Er tat mir schon ziemlich leid, aber mich amüsierte es. 

In Geschichte Nr. 3 "Auf den Hörnern des Stiers" bringt uns B.D. Winter nach Andalusien zu den berühmtberüchtigten Stierkämpfen. Ein Ereignis, welches ich ganz schrecklich finde, und mir gefiel, dass die Autorin den Stierkampf nicht schönredete. Allerdings zeigt sie einen anderen Blickwinkel darauf. Ich finde Stierkämpfe immer noch furchtbar, aber sind Geschichten nicht auch genau dafür da, dem Leser andere Perspektiven zu zeigen? Und José, der Matador, hat eine interessante, so viel verrate ich dazu. Und zu der Liebesgeschichte sage ich auch nicht viel, nur dass sie unter keinem guten Stern steht und sobald ich ahnte, wer Miguel ist, da wurde es richtig, richtig spanned. Den Schreibstil von B.D. Winter muss ich auch nochmal betonen. Alle Autorinnen hier haben einen sehr schönen, der zu ihren Geschichten passt, aber B.D. Winters liebe ich. Da sitzt einfach jedes Wort an der perfekten Stelle. 

"Abgedrehte Ferien" von Luzie Engels ist Geschichte Nr. 4 und es geht nach England. Ich hatte ja nicht viel über den Titel nachgedacht, aber er verrät schon viel darüber, wieso Jo von seiner Schwester nach England gerufen wird. Bei dieser muss ich leider sagen, dass mich die Liebe zwischen Jo und seinem Auserwählten nicht wirklich erreichen konnte. Dafür habe ich die beiden zu selten zusammen gesehen. Aber hätte man das bei der Kürze andersmachen können? Keine Ahnung. Trotzdem ist Geschichte schön zu lesen und unterhaltsam.

Regina Mars zeigte mir in der letzten Geschichte "Ramen am Rhein" eine besondere Ecke in Düsseldorf. Ich habe ja erst gedacht Ramen wäre der Name des Protagonisten und war dann verwundert, dass beide Männer anders heißen. Obwohl, wenn ich recht überlege, wurde der Name des Ich-Erzählers gar nicht genannt. Jedenfalls kam die Erkenntnis, was Ramen ist, dann in Düsseldorf. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren. "Ichs" Geschichte war ziemlich süß und eine richtige Seufzergeschichte. Mit seinem besten Freund Kyo, der ziemlich geheimnisvoll tut, reist er nach Düsseldorf, um Fotos zu machen, allerdings erfährt er auf der Reise so viel mehr und seine Fantasie, die sich Mafiageschichten für Kyo ausdachte, brachten mich schon zum Schmunzeln. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Eine schöne, runde Geschichte, die mir einen Abend versüßt hat.

Alle fünf Geschichten haben ihren eigenen Zauber und da ich jeden Abend eine gelesen hatte, wurde ich fünf Tage lang wunderbar unterhalten. Anzumerken ist noch, dass es teilweise ausformulierte Sexzenen gibt, aber sie sind schön geschrieben und nicht vulgär. 

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Sieben Heere - Revolution

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492704045
Genre: Fantasy

Rezension:

Hagetmau hatte es geschafft. Der Ansturm von 140 feindlichen Soldaten wurde nicht nur überlebt, sondern bis auf einen Fliehenden sind alle Nafarroaner dabei umgekommen. Doch schon bald wird deutlich, dass der Krieg damit seinen Anfang genommen hat. Die Revolution hat begonnen. Das dritte Heer richtet sein Auge auf das 500 Seelendorf und die dortigen Anführer müssen Strategien entwickeln, wie sie 7000 feindlichen Soldaren begegnen sollen. 

Und dabei begleitet sie der Leser. Haupthandlungsort ist wie schon im ersten Band Hagemaut und seine nähere Umgebung. Es wird viel diskutiert, Strategien entworfen und Schlachtpläne entwickelt. Dabei wird nicht nur deutlich, was das Töten und Morden und das ständige Gefühl von Unsicherheit und Gefahr mit den Leuten macht, sondern auch, dass es im Krieg nicht "die Bösen" und "die Guten" gibt. Und das ist, wie ich finde, die Stärke der ganzen Buchreihe. Wir begleiten keine Helden. Wir begleiten eine Handvoll Menschen, die sich irgendwie zurecht finden und Entscheidungen treffen müssen, die hunderten von Menschen das Leben kosten werden. Entweder auf ihrer Seite oder der der Feinde. Und dabei wird nichts beschönigt. 

Die Geschehnisse, das was unsere "Helden" sehen und erleben, verändert sie. Prägt sie. Beschert ihnen Alpträume und immer wieder stellt sich die Frage, ob das was sie tun, überhaupt richtig ist. Ob es im Krieg überhaupt noch das Richtige gibt. Letztendlich versuchen sie zu überleben und irgendwann stellen sie für sich fest, dass es keinen Weg mehr zurück gibt. Ich fand das alles sehr eindrücklich beschrieben und habe mich selber überfordert mit all den Ereignissen gefühlt. Ich beneide Beresin, Sinion, Varlie und alle anderen nicht um ihre Aufgaben und bin froh als Leser auf der sicheren Seite zu sein und nicht mit in die Schlacht ziehen zu müssen. Nur Nendléce beneide ich etwas. Ich würde auch sehr gerne auf einem Gryphen reiten und mit ihm fliegen.

Anschaulich sind nicht nur die Gefühle und Gedankengänge der einzelnen Personen beschrieben, sondern auch alle Geschehnisse. Ich sah vor meinem geistigen Auge richtig, wie sich Gryphen in die Luft erhoben, wie sich die Befreiungstruppe in die einzelnen Dörfer schlich, wie sich Pfeile in Leiber bohrten und Gedärme aus den Körpern quollen, nachdem sie von Streithämmern getroffen wurden. Überall Blut und dazwischen wütende Kämpfer und fassungslose Dörfler. Als Leser dieser Buchreihe sollte man daher nicht vor genau detaillierten Grausamkeiten zurückschrecken. Abgemildert wird dies alles nur durch die Tatsache, dass alle bis auf Tautun und wenigen anderen, die wir aber nur aus der Ferne begleiten, ebenso wie ich als Leser erschrocken sind von der Gewalt und diese nicht verherrlichend dargestellt wird.

Klare Leseempfehlung von meiner Seite. 

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fantasy, kein schwarz-weiß, krieg

Sieben Heere

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703123
Genre: Fantasy

Rezension:

Hagetmau, ein friedliches Dorf in Akitania, bekommt Besuch von 30 Soldaren aus dem feindlichen Nachbarreich, die ihnen erzählen, dass ganz Akitanien in einer einziges großen Aktion der Sieben Heere übernommen wurde und sie nun alle Nafarroaner sind. Während die einen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und bloß nicht aufzufallen, sehen andere fassungslos zu, wie das Dorf sich kampflos ergibt und beschwören eine Situation herauf, die zu Taten drängt.

Die ganze Handlung verläuft innerhalb weniger Tage ab und spielt sich hauptsächlich in dem kleinen besetzten Dorf. Dabei wird diese vor allem von den Charakteren vorangetrieben, die alle unterschiedlich auf die Besetzung reagieren. Es gibt hier nicht den einen Protagonisten, sondern es werden mehrere Personen verfolgt, die einen großen Einfluss auf die Geschehnisse haben werden. Ich fand es beeindruckend wie der Autor, die Wünsche und Ängste der Charaktere darstellte und die verschiedenen Motive zeigte. Da gibt es Personen, die sich einfach nur still verhalten wollen, damit es keine Toten gibt, andere, die die Besetzung nutzen wollen, um an Bedeutung zu wachsen und wieder andere, die sofort zu den Waffen greifen und die Feinde verjagen wollen. Die Charakterentwicklung war vielfach vorhanden. Es war spannend und gleichzeitig erschreckend zu sehen, welche Wandlungen die einzelen Personen durchmachen, um diese Bedrohung durchzustehen.

Und auch die Nafarroaner bleiben nicht ohne Motive. Auch wenn die Dörfler im Mittelpunkt stehen und der Autor hauptsächlich über sie und ihre Pläne schreibt, wird auch deutlich, dass die Soldaren nicht nur böse sind. Sie haben Frau und Kinder zu Hause und versuchen mit der Besetzung des Nachbarlandes eine Not in ihrem Land zu entgehen. Was man vielleicht auch auf andere Weise hätte lösen können, aber als Leser weiß ich das nicht. Jedenfalls benehmen sich die Soldaren eigentlich ganz anständig. So anständig, wie man sich bei einer Annektierung nun mal benehmen kann. Zumindest die Übernahme von Hagetmau verlief ohne Blutvergießen. Ehrlich gesagt, fand ich den Plan der Nafarroaner ziemlich schlau. Allerdings die Annahme, dass die Bewohner sich ihre Identität, ihr Land und ihren Glauben ohne Gegenwehr nehmen lassen, naiv.

Der Schreibstil des Autors ist richtig, richtig toll. Er trotzt zwar nicht von Emotionen, sondern wirkte auf mich etwas analysierend, aber trotzdem kamen die Gefühle der Bewohner bei mir an. Ich habe bei den heimlichen Treffen überlegt, was getan werden könnte und mitgefiebert, wenn zur Tat geschritten wurde. Ebenfalls wurden die Beschreibungen der Landschaft, des Dorfes, der Waffen und vor allem des Fantasiewesens toll in die Geschichte eingewoben, sodass mich die Erklärungen nicht aus der Handlung rauswurfen. Die Beschreibungen der Kämpfe waren auch sehr bildhaft und bei einigen Formulierungen musste ich schlucken. Das erzeugte doch unschöne Bilder in meinen Kopf. Aber damit muss man rechnen, wenn man ein Buch über Krieg liest. Es wird blutig und vor allem tödlich zugehen. Nur über die Götter und die Magie, die die Semanen von Akitanien verfügen, wurde mir zu wenig erzählt und ich hoffe, dass dies noch in den Folgebänden geklärt wird.

Fazit
Sieben Heere ist der spannende Auftakt zu einer Reihe, die mit einem für mich grandiosen Schreibstil und tollen Wendungen überraschen konnte. Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet und machen alle ein Wandlung durch, durch die Situation, die sie hier erleben müssen. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert und will direkt mit dem zweiten Band beginnen. Die Revolution hat gerade erst begonnen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

demonstration, efeu, elfe, elfen, elfenhügel, entführung, erlkönig, fantasy, finn, freundschaft, gnome, goethe, naturschutz, wald, zeichnen

Der Fluch des Erlkönigs

Carola Wolff
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 01.03.2018
ISBN 9783944788609
Genre: Jugendbuch

Rezension:

sollte auf der Hut sein.

Ich bin durch das Cover auf diese Geschichte aufmerksam geworden. Und bin sehr positiv überrascht worden. Finn ist ein super sympathischer Junge, der sich missverstanden fühlt und ja, irgendwie alleingelassen. Und vielleicht hat genau das, neben seinem künstlerischen Talent, dafür gesorgt, dass die Elfen auf ihn aufmerksam werden. Doch das Elfenreich ist für Menschen gefährlich. Auch wenn die Elfen mir da sicher widersprechen würden. Haben sie doch einen ganz anderen Blick auf die Welt und kämpfen um ihr Überleben. Denn der Mensch, hier vor allem Finns Vater, bedrohen ihren Lebensraum und das will sich nicht jeder Elf gefallen lassen.

Finn steht bald zwischen den Fronten. Da sind die Elfen, sein Vater, ein Krieg, der Beginnen könnte und ein Mädchen, das ihn fasziniert. Dabei will Finn doch eigentlich nur er selbst sein und trifft eine Entscheidung, die hätte wohl überlegt sein müssen. In der Szene habe ich so mit ihm mitgefühlt und hätte ihn am liebsten an mich gedrückt und gesagt, wir finden da schon ein bessere Lösung. Aber ich kann ja schlecht in ein Buch hineingelangen und so konnte ich nur hoffen, und seine Entscheidung sogar verstehen. Carola Wolff führt in dieser Geschichte geschickt verschiedene Motive in eine spannende und magische Handlung zusammen und stellt an ihre Protagonisten die Frage, ob sie aus den Geschehnissen lernen können oder ob sie weiter blind gegenüber dem wirklich Wichtigen sein wollen.

Die Einführung in die Welt, das magische Setting, ein Elfenreich, dass in meinem Geist durch die Beschreibung eine klare Gestalt annahm, die verschiedenen Personen (Gudrun!) und auch der Einbezug von Goethe Ballade "Erlkönig" haben mich komplett überzeugen können. Der Schreibstil ist wundervoll. Kein Wort zu viel, keines zu wenig. Es ist einfach toll geschrieben. Da konnte ich einen Fehler in der Geschichte auch verzeihen.

Fazit:
Der Fluch des Erlkönigs ist eine wunderschöne magische Geschichte, die vom Verlag für Leser ab 11 Jahren empfohlen wird. Mit Finn lernen wir nicht nur, dass es wichtig ist, zu sich selbst zu stehen und über Probleme zu reden, sondern auch, dass die Natur nicht nur für die Menschen da ist. Durch einen sehr flüssigen, leicht zu lesenden Schreibstil, der einem klaren roten Faden folgt, taucht man als Leser in in eine Geschichte ein, die mit Mut, Freundschaft und Elfen zu verzaubern weiß.

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich denn Klappentext von Palace of Glass gelesen hatte, war ich sofort Feuer und Flamme für die Reihe. Der Gedanke, dass Berührungen nicht nur bei Fremden, sondern auch bei der Familie verboten sind, finde ich furchtbar grausam und ehrlich gesagt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sich das auf Dauer halten wird. Ich sah einen Hauch von Rebellion und nachdem ich das Buch gelesen habe, denke ich, dass sich meine Rebellionsidee gegen das Gesetz in den Folgebänden wiederfinden wird. Und Rea wird dort bestimmt eine entscheidende Rolle spielen.

Rea ist eine tolle Protagonistin. Sie ist intelligent, nicht auf den Mund gefallen, würde sich für die Leute, die sie liebt, opfern und wünscht sich, ohne Angst leben zu können. Denn Rea ist eine Magdalena und damit in ständiger Gefahr. Ich fand, dass sie sehr glaubhaft agiert und ich mochte sie.

Die Idee der Magdalenenkräfte gefiel mir sehr gut und auch wie die Panik davor, eine ganze Gesellschaft verändern konnte. Die Gesellschaft erinnerte mich durch die Kleidung und die Regeln sowie Gepflogenheiten an die Vergangenheit, allerdings ist die Technik auf unserem heutigen Stand (wenn nicht sogar weiter). Allerdings gibt es Dinge, die nicht unserer Geschichtsschreibung entsprechen, weswegen die Welt nicht nur wegen der Magdalenen mir fremd war. Aber ich wurde sehr schön in diese mir fremde Welt mit den merkwürdigen Gesetzen und Regeln eingeführt.

Ich fand die Handlung der Geschichte im Grunde spannend, auch wenn ich vor der Auflösung am Ende nicht sonderlich überrascht war. Irgendwie war die Identität des Attentäters meine erste Idee gewesen, auch wenn ich bis zum Ende nicht vollkommen sicher sein konnte. Dafür fand ich die Charaktere, die Rea im Palast kennenlernt, äußert gelungen. Wem sie vertrauen kann und wem nicht ist, bis zum Ende schwammig und auch mit den Geheimnissen der Personen und wie sie miteinander im Verhältnis stehen konnte mich die Autorin überraschen.


Fazit


Tolle Charaktere mit schöner Entwicklung, gute Einführung in die Besonderheiten dieser Welt, langsame und spannende Auflösung der Attentäterjagd und viele, viele Fragen für den nächsten Band.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Schwert & Meister - Taront

Florian Clever
E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.03.2018
ISBN B07BJ5GM5X
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu Beginn startet der Band wieder mit dem Schwert-Reim, der sich allerdings zum ersten und zweiten Band verändert hat. Der Prolog zeigt uns zum einem mehr von Askeleon bzw. seinem Reich und führt uns zum anderen in eine Zukunft von Glen und seinen Mitstreitern, und es scheint, als ob sich die dunkle Vision des Druidens aus dem ersten Band erfüllt. Doch wie es dazu kommt, erfahren wir erstmal nicht, sondern wir springen vom Prolog aus zurück in die Gegenwart.

Glen befindet sich in der Stadt des Königs und lebt dort ziellos vor sich hin. Erst als Morvid ihn findet, fasst er sich und schließt sich dem Heer des Königs an. Dort trifft er nicht nur alte Feinde wieder, sondern lernt neue und sehr interessante Freunde kennen. Ich frage mich ja, ob sich so langsam die Sieben bilden, die im Schwert-Reim angesprochen werden. Besonders den Dieb Krob mochte ich und ich bin gespannt, welche Rolle er noch spielen wird.

Die Handlung war spannend geschrieben. Durch den Prolog war ich total gespannt, wie es zu den dortigen Geschehnissen kommen konnte, allerdings lässt uns Florian Clever noch etwas zappeln und verrät es in diesem Band gar nicht. Was meine Neugierde nur weiter entfacht. Langsam werden die Fähigkeiten und die Macht des dunklen Gottes und seiner Brut deutlich und mir stellte sich die Frage, wie Glen und seine Mitstreiter da nur bestehen sollen. Vor allem die letzten Kapitel des Bandes haben mich sehr positiv überraschen können. Die Gefahr, die es zu besiegen gilt, hat sich langsam aufgebaut und auch wenn ich als Leser eher als Glen ahnte, wer der Bösewicht war, habe ich mitgefiebert, ob Glen diesmal jemanden retten kann.

Glen selbst ist kein strahlender Held. Ob es an seinem Charakter liegt, an den Erlebnissen, am Alkohol oder am Einfluss des Schwertes, lässt sich nicht genau festmachen. Vielleicht ist es auch einfach eine Mischung aus allem. Es fiel mehr zu Beginn des Buches schwer ihn zu mögen, erst als er der Legion beitrat, konnte ich sein Verhalten wieder wirklich nachvollziehen. Aber irgendwie mag ich auch genau das an Glen. Dass er eben nicht der strahlende, moralisch gefestigte Held ist, der loszieht, um die Welt zu retten. Auch seine bisherigen Gefährten sind nicht gerade moralische Vorbilder, aber trotzdem liebenswerte Charaktere. Vor allem Krob und Morvid.




Fazit 


Taront ist für mich bisher der stärkste Band der Reihe, der mit Spannung punkten konnte und neue Hinweise bereithält, die mich als Leser fragen lassen, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, gegen Askeleon und seine Brut bestehen zu können. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

belletristik, entwicklungsroman, selbstverlag, selfpublisher

Der Kuss der Muse: Entwicklungsroman

Rebekka Mand
E-Buch Text: 206 Seiten
Erschienen bei null, 27.02.2018
ISBN B07B4LV5L6
Genre: Romane

Rezension:

"Der Kuss der Muse" ist ein Entwicklungsroman und bevor ich angefangen habe zu lesen, habe ich erstmal nachgeschlagen, was ein Entwicklungsroman überhaupt ist. Es geht in einem solchen Roman um die geistig-seelische Entwicklung des Protagonisten, welcher in der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt, seine negativen Erfahrungen reflektierend verarbeitet und dadurch seine Persönlichkeit weiterentwickelt. Und das trifft auf Alex und seine Geschichte mehr als zu.

In der Ich-Perspektive begleiten wir Alex, ein trockener Alkoholiker, der mit der erneuten Schwangerschaft seiner Frau Mia und den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, nicht klarkommt. Obwohl er glücklich sein will, lässt ihn das Auftauchen der Silbernen, seiner Muse, an allem Zweifeln und treibt ihn dazu, Dinge zu tun, die sein bisheriges Leben von Grund auf verändern werden.

Die ganze Geschichte ist düster geschrieben und liest sich bedrückend. Durch geschickt eingebaute Rückblenden werden die Vergangenheit und die Geheimnisse aller Personen Stück für Stück offenbart und die Spannung schaukelt sich bis zum Ende hoch. Die Perspektive zeigt wunderbar die Gefühlswelt von Alex und seine Entwicklung. Die anderen Charaktere bleiben hingegen blass und auch, wer und was die Silberne überhaupt ist, wird nur angedeutet, aber nie richtig offengelegt. Allerdings wirkt sich beides, meiner Meinung nach, nicht negativ auf die Geschichte aus, den sie trägt sich allein durch Alex Entwicklung und die düstere Stimmung des Buches.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, auch wenn ich hin und wieder eine kleine Pause gemacht habe, um darüber nachzudenken. Es ist kein Roman, den man mal eben so lesen könnte, sondern er regt zum Nachdenken an.


Fazit


Alles in allem ist "Der Kuss der Muse" ein bedrückender Roman, der mir die Geschichte von ein junger Mann erzählt, der trotz all der Geschehnisse zu sich findet, auch wenn das Ende einen sehr bitteren Beigeschmack hat.

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1.521 Bibliotheken, 79 Leser, 1 Gruppe, 196 Rezensionen

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Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 2 fängt schon hart an und meine Abneigung gegen Tamlin wuchs. Ich war ja schon im ersten Band nicht von ihm überzeugt, aber hier hat er dafür gesorgt, dass ich ihn absolut nicht leiden kann. Lucien, den ich im ersten Band mochte, war hier im zweiten auch eher blass. Irgendwie hat ihm etwas gefehlt. Er ist grau geworden. Zumindest in den Kapiteln, wo er auftaucht. Der Hauptteil der Handlung spielt nämlich am Hof der Nacht, an Rhysands Hof. Schließlich muss Feyre den Handel, den sie mit Rhys abgeschlossen hat, erfüllen. Sehr zum Unmut von Tamlin. Den ich am liebsten an die Wand geklatscht hätte.

Den Hof der Nacht müsst ihr kennenlernen. Er ist vollkommen anders als der Frühlingshof. Er ist wie sein High Lord: vielschichtig. Er hat dunkle Seiten und wunderschöne und die Moral ist manchmal wirklich fragwürdig. Neuer Ort, neue Charaktere und im Gegensatz zu Tamlin, hat Rhysand mehrere Berater und ich fand sie alle toll. Ich könnte mich gar nicht entscheiden, wen ich von ihnen am interessantesten finde. Ich freue mich darauf, sie im nächsten Band besser kennenzulernen. Vor allem nach dem Ende hier!

Rhys fand ich ja schon im ersten Band total faszinierend. Und ich habe mich im Laufe der Geschichte immer weiter in ihn verguckt. Man erfährt so viel von ihm und seinem Hof. Und auch einige Dinge aus dem ersten Band werden nach dem Lesen des Zweiten im neuen Licht erscheinen.
Feyre macht eine enorme Entwicklung durch. Sie ist nach den Erlebnissen mit Amarantha gebrochen. Sie muss nicht nicht nur herausfinden, welche Fae-Kräfte in ihr schlummern, sondern auch, wer sie geworden ist. Den ein solches Erlebnis geht nicht spurlos an einem vorbei. Die Autorin schreibt einfach wieder traumhaft und eindrücklich. Ich konnte mühelos Feyres Gefühlswelt nachempfinden und ihre Entscheidungen nachvollziehen.

Die Handlung selbst ist spannend und überrascht mit immer neuen Wendungen. Wir lernen sogar einen dritten Hof kennen, denn der König von Hybern will den Krieg und um Prythian zu retten, müssen einige Geheimnisse gelüftet und Verbündete gesucht werden. Vor allem letzteres ist gar nicht so leicht. Und dann das Ende, welches mich sprachlos zurückgelassen hat. Ich würde jetzt am liebsten direkt weiterlesen, um zu sehen, wie es mit Feyre und Rhysand und Tamlin und dem aufziehenden Krieg weitergeht.


Fazit


Ich habe es geliebt in den Hof der Nacht einzutauchen. Rhysand und Feyre neu kennenzulernen und mitzufiebern, wenn es darum ging, Kämpfe auszufechten und Geheimnisse zu lüften. Unblutig bleibt es definitiv nicht.

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New York Bastards - In deiner Erinnerung (NY-Bastards-Reihe 2)

K. C. Atkin
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 01.03.2018
ISBN 9783736307469
Genre: Liebesromane

Rezension:

Da ist er. Der zweite Band der New York Bastards. Wie habe ich mich darauf gefreut. Besonders als ich erfahren habe, dass Band 2 sich Butch widmet. Johns Bruder hatte sich ja schon im ersten Band in mein Herz geschlichen, obwohl er keinen einfachen Charakter hat. Aber irgendwie liebe ich genau solche Männer in Büchern. Schwierig, verschlossen und zum Ausrasten, aber einfach zum lieb gewinnen. Und dann bekomme ich nicht nur Butch, sondern auch noch Vicky. Jackpot! Lissianas Schwester ist auch sowas von toll. Eine Frohnatur, die zwar von den Erlebnissen in Band 1 gezeichnet ist, genau wie Butch, die aber ihr Leben im Gegensatz zu ihm wieder in den Griff bekommen hat. In deiner Erinnerung beginnt nämlich anderthalb Jahre nach dem Ende von Band 1. Und ich war so gefangen in der Geschichte, dass ich sie an einem Tag weggelesen habe.

Die Handlung setzt sich zum einen mit Butch und Vickys Verhältnis auseinander, zum anderen jagt die Familie einen Mädchenhändlerring, der es gewagt hat, sich in New York anzusiedeln. Und ich zitiere jetzt einfach Mal aus dem Buch:  ".., aber den ungeschriebenen Gesetzen des New Yorker Untergrunds beugte auch er sich, ohne sie nur für eine Sekunde infrage zu stellen. Und die Regeln für den Umgang mit Kinderhändlern waren ziemlich eindeutig. Direkte Exekution, ohne weitere Fragen." (NYB2, Kap. 8)
Ich fand beide Themen gleich spannend, auch wenn der Fokus der Geschichte mehr auf Butch und seinem Aufstieg aus einem sehr tiefen Loch liegt. Zwischen Butch und Vicky knisterte es ja schon im ersten Band etwas, aber Butch ist untergetaucht und die zwei haben sich monatelang nicht gesehen. Nicht mal seine Familie weiß, wo er ist und eigentlich wollte Butch auch, dass es so bleibt. Nur die Umstände zwingen ihn, Vicky zu treffen und ich behaupte, dass ihm das unglaublich gut tut. Und Vicky auch.
Die Gegenspieler sind zum einen neue Personen,  zum anderen aber auch alte Bekannte. Und die Autorin lässt uns Leser zwar mehr wissen als Butch und Vicky, aber sie gibt auch uns nur Krümel, sodass ich mich lange fragte, ob die beiden Gegenspieler nun zusammenarbeiten bzw. ob die eine ohne es zu ahnen, den Händlern hilft. Ich habe einfach nur gehofft, dass alles gut endet. Dabei tappt Butch, trotz der Hilfe aller Mafia-Familien, lange im Dunkeln.

Und wisst ihr, was K.C. Atkin noch gemacht hat? Hinweise auf eine weitere Bedrohung eingebaut und jetzt heißt es für mich wieder warten. Warten auf Band 3 und dabei überlegen, wer aus der Familie diesmal seine Geschichte erzählt. Irgendwie hoffe ich ja auf Tiny. Nathan wäre auch sehr interessant, obwohl er ja offiziell gar nicht zur Familie dazugehört.



Fazit


Die Fortsetzung In deiner Erinnerung überzeugt mit einer interessanten Weiterentwicklung der Charaktere, der Beziehungsentwicklung zwischen Butch und Vicky und einer spannenden Jagd auf einen Mädchenhändlerring. Dabei gehen die Charaktere nicht grade mit Samthandschuhen ans Werk, sondern sie können sehr brutal sein, wenn es darum geht, ihre Familie zu schützen.

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Der Thron der Dornen

Robyn Young , Nina Bader
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734104459
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Thron der Dornen spielt in einer meiner Lieblingsepochen. Edward IV. ist gestorben, sein Bruder Richard Duke of Gloucester greift nach der Macht und sperrt den Thronerben Edward V. und dessen Bruder Richard in den Tower of London. Wer sich mit der englischen Geschichte auskennt, weiß, dass das Verbleiben der beiden Prinzen ungewiss ist und man zwar viele Theorien hat, aber noch keine bestätigt wurde. Demnach war ich sehr gespannt, wie die Autorin das Schicksal der jungen Prinzen in ihrem Roman klärt. Es tauchen viele historische Persönlichkeiten auf und es steht durch die Geschichte auch schon fest, wer am Ende auf dem englischen Thron sitzt, aber trotzdem macht dies die Handlung im Buch nicht unspannend.

Die Autorin vermischt die historischen Erkenntnisse mit ihrer Fantasie. Gibt den belegten Handlungen der Personen fiktive Motive und baut durch Jack Wynter einen völlig fiktiven Hauptprotagonisten ein. Jack ist ein Bastard und seine Hoffnungen irgendwann die Ritterwürde zu erlangen, sinken gegen null als er vom Tod seines Vaters erfährt. Dieser hatte ihn mit einer Schriftrolle und der Aufgabe, diese zu beschützen, weggeschickt. Nun hat Jack tausend Fragen und kehrt nach England zurück. Verfolgt von verschiedenen Gruppen, die unbedingt die Schriftrolle an sich bringen wollen, wird er in den Kampf um Thron hineingezogen und muss sich entscheiden, welchen der drei Könige er die Treue halten will.

Ich fand Jacks Geschichte spannend zu verfolgen. Lange Zeit fragte ich mich, was auf der Schriftrolle geschrieben steht und als Jack und ich es erfuhren, gab es nur wieder viele neue Fragen. Er ist ein toller Protagonist. Ein kluger Kopf, der zum einen Rache will, zum anderen nun völlig allein dasteht und seinen Platz in der Welt sucht. Aber auch all die anderen Personen, fiktiv oder nicht, haben von der Autorin vielschichtige Charakterzüge bekommen. Niemand ist nur böse oder nur gut. Sie haben alle ihre Wünsche und Träume und verfolgen diese. Einige mit mehr Gewalt und Intrigen als andere.

Die Geschichte folgt nicht nur Jack, sondern verschiedenen Personen, damit wir Leser die ganzen Verflechtungen verstehen können. Es werden unglaublich viele Namen genannt und ehrlich gesagt, konnte ich mir auch nicht alle merken. Aber die wichtigsten Personen und deren Stellungen bzw. Verbindungen zu einem der Königshäuser schon. Mich hat dies auch gar nicht gestört. Im Gegenteil. Ich hatte es sogar erwartet und es macht für mich auch den Reiz dieses Buches aus. Es ist kein Buch, welches man mal eben schnell verschlingen kann, sondern ich bin der Meinung, dass man es in Ruhe und mit Zeit lesen sollte, um auch nichts zu überlesen.

Der Thron der Dornen ist der erste Band der Jack Wynter Reihe und es werden am Ende des Buches zwar viele Fragen beantwortet, aber auch viele offen gelassen und neue aufgeworfen. Jacks Geschichte ist noch nicht zu Ende und ich bin gespannt, wohin sein Weg ihn und mich als Leser führen werden. 


Fazit


Eine spannende Geschichte in der Zeit zum Ende der Rosenkriege, welche wahre Begebenheiten mit Fiktion mischt. Mit Jack tauchen wir in die Kämpfe um den Thron Englands ein und versuchen das Geheimnis der Schriftrolle und das von Jacks Vater herauszufinden.

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1001 nacht, dschinns, harem, märchen, orient, orientalische märchenadaption, sherazade, wünsche

Herzenswünsche kommen teuer

Mira Lindorm
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 13.01.2018
ISBN 9783959590778
Genre: Fantasy

Rezension:

Herzenswünsche kommen teuer ist das 10.te Buch der Märchenspinnerei. Es ist eine Novelle, die einen Blick in Sheherezades Zukunft wirft und den Weg ihrer Tochter Suleika zeigt.

Die Autorin schreibt die Geschichte in einem sehr schönen Erzählstil. Es hat mich sofort in eine Märchenstimmung versetzt. Trotz der Kürze der Gesamtgeschichte und die Zeitsprünge zwischen den drei Hauptkapiteln werden die  Protagonisten wunderbar dargestellt. Suleika lernte ich zuerst als kleines Mädchen kennen und schon dort zeigt sich, dass sie mehr von ihrem Leben erwartet, als dieses eingesperrt in einem Harem zu verbringen. Ihr erster Herzenswunsch an den Dschinn ist unglaublich süß. Auch Jahre später ist ihr Wunsch nach Freiheit und Abenteuer nicht verkümmert und all ihre Hoffnungen liegen auf den beiden verbliebenen Herzenswünschen. Besonders diese beiden zeigten in meinen Augen, wie gefährlich Wünsche sein können, wenn sie nicht mit bedacht und sorgfältig formuliert ausgesprochen werden. Obwohl Suleika sie nicht unüberlegt äußert, ist es doch sehr schwer alle Aspekte zu bedenken.


Wie ich es von der Märchenspinnerei erwarte, klappt hier nicht alles wie gewünscht. Gier und Macht können einen grundlegend verändern, Liebe ist mehr als nur Träumerei und einem Dschinn zuzuhören, könnte ganz hilfreich sein. Daher finde ich den Titel der Geschichte auch super passend zum Inhalt. Obwohl ich mir gewünscht hätte, dass die "Kosten" der drei Herzenswünsche ein bisschen deutlicher dargestellt werden.


Fazit


Eine wunderschöne Novelle, die realistischer als ein Märchen ist, aber trotzdem dessen Charakter hat.

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Der Than von Cawdor

Silvia Stolzenburg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 11.12.2017
ISBN 9783956690648
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich hatte mal wieder Lust auf einen schönen historischen Roman und als ich bei Netgalley Der Than von Cawdor gesehen hatte, wusste ich, dass ich das lesen möchte. Schottland und Wikinger sind ja genau meins. Gut, die Wikinger kommen hier nur kurz am Anfang vor, aber schottische Lords, blutige Intrigen und eine junge Liebe klang trotzdem sehr gut.

Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler erzählt und wir verfolgen verschiedene Personen. Mac Bethad und seiner Ehefrau, dem Knappen Duncan und der Hofdame Gwynn sowie später einigen Lord und Prinz Malcom. Und wenn die Geschichte es verlangte, tauchen wir auch kurz in das Leben anderer Personen ein. Mir ist es am Anfang etwas schwer gefallen. So viele Personen, so viele Namen und die Kapitel, in denen immer nach kurzen Abschnitten der Ort gewechselt wird. Ich wurde oft aus einem Geschehen rausgerissen, woran ich mich nur langsam gewöhnte, aber im Nachhinein gefiel mir die Art des Erzählens.  Übrigens habe ich auch erst kurz vorm Ende geschnallt, dass ich hier eine Macbeth-Version vor mir habe. Schon als ich die Prophezeiung der Hexen gehört hatte, klingelte bei mir was, aber es hat fast das ganze Buch gebraucht, bis mir endlich Shakespeare eingefallen ist. Schon allein beim Namen Mac Bethad hätte es bei mir Klick machen sollen. Aber vielleicht ist es ganz gut, dass ich beim Lesen nicht die ganze Zeit das Shakespeare-Drama im Kopf hatte. So konnte ich mich ganz neu auf die Geschichte einlassen.

Bevor es losgeht, warnt die Autorin, dass Der Than von Cawdor kein Liebesroman sei und es zu drastischen Szenen kommen wird. Das kann ich so unterschreiben. Nicht nur die Schlachtszenen sind grausam und sparen nicht an Details, auch die Handlungen vom König und seinen Gefolgsleuten sind furchtbar und ich musste manchmal kurz das Buch aus der Hand legen, wenn schon wieder irgendein Mensch grundlos gefoltert und ermordet wurde. Das wird nämlich nicht nur so nebenbei erwähnt, sondern teils auch genau beschrieben.

Die Geschichte selbst fand ich spannend. Es wird nicht viel über die Herrschaftssysteme des damaligen Schottlands geschrieben und die Lebensweise hat auch keinen großen Stellenwert. Es handelt von Wahnsinn, Krieg, Eidtreue, dem Wohle Schottlands und durch Duncan und Gwynn auch ein bisschen von Liebe. Aber hier darf man sich nichts Romantisches vorstellen. Wie schon erwähnt, ist mir Shakespeare erst spät eingefallen, sodass ich der Geschichte gebannt folgte und wissen wollte, wer am Ende auf dem Thron sitzt. Am Anfang war ich mir noch etwas unsicher, aber im Laufe der Zeit wird klar, wer Schottland zum Untergang führen würde. Nachdem mir Shakespeare eingefallen war, wusste ich zwar wie es ausgehen wird, aber da die Autorin nicht einfach dem Shakespearischen Drama folgt, sondern eigene Dinge einbaut, blieb es trotzdem spannend.


Fazit


Der Than von Cawdor ist eine grausame und blutige Macbeth-Version, die mich überzeugen konnte. Trotz der Ähnlichkeiten zu Shakespeare beinhaltet die Geschichte eigene Elemente und konnte mich so auch immer wieder überraschen. Manchmal hätte ich es mir weniger detailliert gewünscht, aber ich finde, man merkt relativ schnell, auf welche grausame Geschichte man sich als Leser einlässt.

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Fremder Himmel

Dennis Frey
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2017
ISBN 9783959914901
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich liebe das Fremden-Universum von Dennis Frey und auch sein neuer Roman Fremder Himmel spielt in genau diesem Universum und ich war wieder ganz begeistert.

Mona, unsere Heldin, geht einen Deal ein, der sie jedes Mal, wenn sie schläft, in ihre Romanwelt schickt. Wer Dennis Freys Fremde schon aus anderen Romanen kennt, der ahnt vielleicht, dass Mona sich diesen Deal genauer hätte erklären lassen sollen. Aber so lernt sie voller Freude ihre Welt und ihre Charaktere kennen, erkennt, dass es einige Lücken und Logikfehler gibt und dass sich nicht mehr alles ändern lässt. Während sie also jede Nacht in Kaemnor ist, führt sie tagsüber ihr normales Leben in Hamburg weiter, aber trotzdem liegt der Schwerpunkt der Handlung auf ihrer Reise durch Kaemnor.

Mal ehrlich, die Idee hinter diesem Buch ist doch klasse. Ich träume mich ja manchmal selbst in Bücher rein und wünsche mir, ich könnte die Welten bereisen. Da bin ich mir sicher, dass es den Autoren derselben ähnlich geht. Und würde man mir anbieten in einen meiner Lieblingsromane zu reisen? Ich weiß nicht, ob ich ablehnen würde.

Aber nicht nur die Idee hat mir sehr gut gefallen, sondern auch die Umsetzung. Der Anfang hat mich zum Lachen gebracht und ich konnte mir Mona in der Situation super vorstellen. Zu Beginn ist Mona total von ihrer Geschichte und ihrer Schreibkunst überzeugt, kann nicht mit Kritik umgehen und denkt an alles gedacht zu haben. Wie man sich irren kann. Ihre Welt entwickelt sich eigenständig weiter. Dinge und Orte, aber auch Charaktere, bei denen sie nur sehr oberflächlich geblieben ist oder nie weiter dran gedacht haben, entwickeln sich selbst weiter. Und nicht immer ist Mona davon begeistert, aber sie lernt viel übers Schreiben und auch über sich selbst, je weiter sie mit den Helden ihrer Geschichte reist. Mir gefiel ihre Entwicklung im Laufe des Buchs und die Schreibtipps, die da geschickt vermittelt wurden.

Von den Gruppe, die Mona begleitet, gefiel mir der Zwerg Gorin am besten. Allgemein die Endidee für die Zwergenrasse. Die Stelle mit der Butter, war einfach nur eklig. Wenn ich da jetzt dran denke, wird mir immer noch schlecht. Aber nach der Erklärung war das logisch. Widerlich aber logisch. Jedoch waren auch die anderen Charaktere toll. Selbst Nervende wie Lin hätte ich nicht missen wollen.

Dadurch, dass ich selbst nie wusste, was Kaemnor für mich bereit hält, und auch Mona eine Grundstimmung an Aufregung mit sich herumträgt, weil sie immer die Sorge hat, dass es doch nicht so läuft, wie sie es beschrieben hat, ist die Geschichte spannend und auch lustig. Die Gruppe kommt immer wieder in gefährliche Situationen und Mona versucht alles, um einen guten Ausgang zu schreiben, aber ihre Welt verweigert sich so manches mal ihren Ideen und hält Überraschungen bereit.


Fazit


Fremder Himmel hat mir super gut gefallen. Es hat mir Spaß gemacht, Mona und ihre Welt Kaemnor kennenzulernen und vor allem die Entwicklung beider zu verfolgen. Jetzt hoffe ich nur irgendwie, dass Dennis Frey sich auch in Kaemnor verliebt hat und uns mehr über Ganeschs Weg erzählt.

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132 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Boy in a White Room

Karl Olsberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 11.10.2017
ISBN 9783785587805
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Boy in a White Room beginnt mit einem Zitat aus Rene Descartes
Meditationen und wenn man seine Gedanken über das Zweifeln kennt, dann
findet man hier im Roman viel wieder. Aber auch ohne philosophischen
Hintergrund liest sich das Buch verständlich und spannend.



Zu Beginn war ich genauso ahnungslos wie Manuel und war erschrocken, als
ich erfuhr, was ihm widerfahren sein soll. Und da ist schon die erste
moralische Frage: Wie weit darf man gehen, um ein Menschenleben zu
retten? Und würde ich so leben wollen? Je weiter die Handlung
fortschreitet, desto verwirrender wird es für Manuel. Unterschiedliche
Geschichten werden ihm erzählt und er muss sich entscheiden, wem er
vertrauen kann. Und auch ich als Leser bin immer wieder am Zweifeln
gewesen, ob das, was Manuel als Wahrheit und Realität ansieht, auch
wirklich die Wahrheit und Realität ist. Die Auflösung der ganzen Story
hat mich überrascht und ich habe mir noch länger Gedanken über all die
Fragen, die der Roman bei mir aufgeworfen hat, gemacht.



Ich habe das Buch unter philosophischen Aspekten gelesen und finde es
daher sehr gut, aber auch unter Unterhaltungsaspekten kann ich es empfehlen.
Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Emotionalität gewünscht, aber
am Ende habe ich überlegt, ob es nicht sogar logisch ist, dass Manuel
nicht so viele Emotionen zeigt. 





Fazit







Boy in a White Room ist ein spannender Roman, bei dem ich mit
Manuel migerätselt habe, was denn jetzt die Wahrheit ist und wem ich
vertrauen kann. Vom Ende war ich positiv überrascht und mir gefielen die
philosophischen Fragen, die in dieser Geschichte eingebaut wurden.

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228 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Die Blutkönigin

Sarah Beth Durst , Michaela Link
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 30.10.2017
ISBN 9783764531881
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich wurde von dem Klappentext auf dieses Buch aufmerksam und habe eine gefährliche Welt und eine spannende Handlung erwartet. Ich wollte es düster und blutig und trotzdem hoffnungsvoll. Und genau das habe ich auch erhalten.

Der Weltenaufbau ist sehr interessant. Es gibt sechs verschiedene Elementargeister. Alle mit unterschiedlichen Aussehen und unterschiedlicher Macht. Sie wollen erschaffen und zerstören, aber auf jedenfall alle Menschen töten, denen sie begegnen. Der einzige Schutz der Menschen ist die, von den Geistern erwählte, Königin. Nur wenn diese stark ist, sind die Geister unter Kontrolle. So gut jedenfalls, wie man solche Wesen halt kontrollieren kann. Ich fand die Geister total interessant und deren Beschreibung und auch die Beschreibung der Dörfer und Städte haben in meinem Kopf eine Flut von Bildern ausgelöst.

Die Handlung beginnt mit einem Massaker und erst durch dieses wird Daleinas Gabe erkannt und sie erhält die Möglichkeit die Akedemie zu besuchen und eine Anwärterin auf den Thron zu werden. Ich fand, dass Daleina sich im Laufe der Geschichte stark entwickelt. Sie wächst an den Aufgaben und auch wenn sie öfter an sich und ihrer Zukunft zweifelt, gibt sie nie auf.
Neben Daleinas Weg verfolgen wir auch den Weg von Meister Ven. Die Wege der beiden kreuzen sich zu Beginn der Geschichte beim Massaker und treffen sich Jahre später an der Akademie wieder. Von da an verweben sich beide Handlungsstränge immer weiter. Vens Geschichte fand ich genauso interessant wie Daleinas. Die Geheimnisse, die er aufdeckt, fordern ihn heraus. Er muss immer wieder wählen, was das beste für sein Land und die Menschen ist, auch wenn das im Widerspruch zu seinen Gefühlen steht.

Das Geschichte hat schöne Momente wie die Freundschaft zwischen den Mädchen an der Schule, die zarte Liebe, die sich bei Daleina entwickelt und dabei nicht in den Vordergrund der Geschichte rückt, aber auch wirklich grausame. Es sterben Menschen und Geister. Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind und sie sterben auf sehr bestialische Art. Sie werden zerquetscht, in der Luft zerrissen, verbrannt, verstümmelt. Hier war ich sehr froh, dass die Autorin zwar erzählt und beschreibt, was passiert, aber das auch auf eine distanzierte Art, sodass ich als Leser entrückt war von der Geschichte. Ich kann das nicht so genau in Worte fassen. Jedenfalls hat das Buch mich berührt und ich war so gespannt darauf, welche Geheimnisse Ven und Daleina entdecken und wie das Ganze enden wird. Wobei mich das Ende mit einem WOW zurückgelassen hat.


Fazit


Die Blutkönigin beinhaltet eine fantastische, grausame, blutige und wunderschöne Welt, die mich begeistern konnte. Die Handlung ist spannend und voller Wendungen. Die Charaktere sind toll und konnten mich immer wieder überraschen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gay romance, krimi, spannung

Tanz der Ikonen

B.D. Winter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.10.2017
ISBN 9783744848916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Liebesromane lese ich selten, Thriller hin und wieder mal und mit Romanen im Gay-Bereich habe ich bisher noch gar keinen Kontakt gehabt. Dagegen durfte ich zwei Romane von B.D. Winter, welche unter ihrem Namen Barbara Drucker und in einem völlig anderem Genre erschienen sind, schon lesen und war von ihrem Schreib- und Erzählstil begeistert. Da war es für mich natürlich klar, dass ich auch ihren neuen Roman der "Shark Temptations"-Reihe lesen wollte, auch wenn dieser genau eine Mischung aus den drei oben genannten Bereichen ist, die ich eigentlich nicht bzw. selten lesen. Und was soll ich sagen, er hat mich positiv überrascht.

Der Stil war wie bei ihren anderen Romanen sehr gut an die jeweiligen Szenen angepasst. Wird es gefährlich, schreibt sie auch "rasanter" ohne dabei Details zu verlieren, wird es romantisch oder gar erotisch, wird es ruhiger, aber auf gar keinen Fall kitschig oder bei den Sexszenen obszön. Es liest sich einfach sehr gut und durch ihre detaillierten Beschreibungen, die aber auch nicht ausufernd werden, kann man sich die Orte in Wien und auch die Personen sehr gut vorstellen. Ok, bei letzterem muss ich gestehen, dass ich schonmal in Wien war und daher einen Teil der beschriebenen Orte kenne.

Die Hauptpersonen in diesem Roman sind Julian Melnik und sein Chef Alexander Merahwi. Die Geschichte wird zum größtenteil mit dem Blick auf die beiden erzählt, aber einige Szenen folgen auch ihrem Klienten und Julians Liebhaber Toyla. Julian fand ich sofort sympathisch. Er versprüht Lebensfreude und ist insgesamt in meinem Augen ein sehr positiv eingestellter Mensch. Merahwi hingegen hatte es schwerer bei mir. Seine Ansicht, dass die sexuelle Orientierung nichts im Unternehmen zu suchen hat, ist mir im Grunde einleuchtend. Privatleben und Berufsleben sind halt nicht dasselbe, aber was er von Julian verlangt und mein Eindruck, dass ihm Julians Homosexualität in der Öffentlichkeit peinlich ist, haben ihm zu Beginn erstmal Minuspunkte bei mir eingebracht. Am Ende des Buches mochte ich ihn zwar mehr, aber im Laufe der Reihe muss er echt an sich arbeiten, damit ich ihm die Minuspunkte wieder abziehe.

Aber abgesehen von den Sympathien, die ich den einzelen Personen gegenüber empfinde oder bei manchen auch nicht, finde ich es gut, dass die Autorin Merahwi eine solche Einstellung gegeben hat. Leider entspricht es nun mal der Realität, dass es Menschen gibt, die Homosexualität als "falsch" empfinden und dies in einem Roman anzusprechen und dadurch ein Stück mehr in der Öffentlichkeit zu erwähnen, ist mehr als richtig.
Kommen wir zur Handlung selbst. Julian fängt neu bei Merahwi & Martin an und als er erfährt, dass es neben den Aufgaben, die der Öffentlichkeit bekannt sind, auch inoffizielle gibt, ist er selbst schon mittendrin auf der Jagd nach der verschwundenen Ikone. Die Suche danach überrascht immer wieder mit Wendungen. Nicht nur durch die Feinde, die sich Merahwi und Co. machen, sondern auch durch Julians Liebesleben und ein Geheimnis von Merahwi. Ich habe es beim Lesen geliebt, immer wieder überrascht zu werden, meine Lieblingsnebenfigur Dana kennenzulernen, mich über Julian aufzuregen, mich über Merahwi aufzuregen und mir Gedanken darüber zu machen, wie das alles wohl ausgehen wird.  Kurz gesagt, ich hatte richtig Spaß beim Lesen und fieberte dem Ende entgegen, welches zwar den aktuellen Auftrag abschließt, aber mit einem kleinen fiesen Cliffhanger endet und so neugierig auf den nächsten Band macht.

Fazit 


Tanz der Ikonen überzeugt durch seine wendungsreiche Handlung, tollen Charakteren, die alle ihre Eigenheiten haben und einem fantastischen Schreibstil. Die Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte ist in einer schönen Balance und sehr gut miteinander verwoben.

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2.539 Bibliotheken, 83 Leser, 3 Gruppen, 343 Rezensionen

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Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Das Glitzern des Glücks

Serena Avanlea
E-Buch Text: 325 Seiten
Erschienen bei null, 15.01.2017
ISBN B01N6B7CVC
Genre: Liebesromane

Rezension:

Liebesromane lese ich selten. Entweder kann ich mich nicht in die Personen hineinversetzen oder ich finde das ganze drumherum langweilig. Vor allem Dreiecksgeschichten, wo Frau/Mann sich nicht entscheiden kann, wenn sie nun will und rumjammert, nerven mich schnell. Trotzdem gibt es immer mal welche, die mich überzeugen können. Dem Buch Das Glitzern des Glücks von Serena Avanlea habe ich eine Chance gegeben, weil es sich erstens gut anhörte und zweitens da noch der Aspekt „Zeitreise“ war.

Zeitreise-Romane finde ich spannend, aber auch schwierig, da sich da doch so manche Logikfehler finden können. Hier in diesem Buch sind mir allerdings nur zwei Sachen wirklich stark aufgefallen, die ich etwas unlogisch fand. Und da die Geschichte mich ansonsten total überzeugen konnte und Zeitreisen ja auch wissenschaftlich noch nicht sicher erforscht sind bzw. es noch sehr viele Theorien gibt, kann ich von einer Autorin auch nicht erwarten, dass sie die perfekte Zeitreisetheorie entwickelt.

Cassies Geschichte und sie selbst fand ich toll. Auch wenn ich ihre Handlung in Peters Labor, die vieles in Gang setzte, nicht nachvollziehen konnte. Ich fand ihre Entscheidung einfach nur dumm, aber ansonsten gefiel mir, wie sie im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchgemacht hat. Auch ihre Gefühle wurden sehr schön aufgezeigt und ich hoffte beim Lesen die ganze Zeit, dass sie gewisse Dinge endlich erkennt. Ihre Handlung auf der Kostümparty war einfach wunderbar. Darauf habe ich beim Lesen die ganze Zeit gehofft. Cassie ist super sympathisch und ihre Chai-Latte-Sucht fand ich klasse.

Die Personen sind toll gezeichnet und ich konnte mir zu jedem ein Bild machen. Zu einigen mehr als zu anderen, aber Cassie hat mit Victoria, Emma, Lucy und Peter wunderbare Freunde. Ich freue mich schon auf Victorias und Emmas Geschichte. Zu Cassies Freund Robert verrate ich euch nichts, da ich finde, dass es wichtig ist, dass ihr euch selbst beim Lesen ein Bild von ihm macht. Schließlich reist Cassie nur für ihn durch die Zeit und riskiert ihr Leben. Ob das eine gute Entscheidung war?

Der Schreibstil ist hervorragend. Leicht und flüssig zu lesen. Die Emotionen wurden wunderbar rübergebracht und ich konnte mit Cassie zum größten Teil mitfühlen. Auch wenn ich selber noch nie in einer solchen Weltuntergangsstimmung war, konnte ich Cassies Gefühle verstehen. Ich habe ihr gewünscht, dass sie ihr Glück findet.


Fazit


Das Glitzern des Glücks ist eine wunderbar romantische Geschichte, die mich überzeugen konnte. Ich habe mit Cassie mitgelitten, mit ihr für manche ihrer Entscheidung geschimpft und wollte doch nur, dass alles gut für sie endet. Die Zeitreise hat der Geschichte das besondere Etwas gegeben und ich kann sie nur empfehlen.

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146 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Die Gabe der Könige

Robin Hobb , Eva Bauche-Eppers
Flexibler Einband
Erschienen bei Penhaligon, 28.08.2017
ISBN 9783764531836
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die Chronik der Weitseher" ist eine Neuauflage von Robin Hobbs "The Farseer Trilogy", welche schon im Bastei Lübbe Verlag sowie im Heyne Verlag auf Deutsch erschienen ist. Als ich das gelesen habe, dachte ich mir, wenn drei Verlage diese Reihe toll finden, dann kann ich ja gar nichts falsch machen, wenn ich es lese. Und sie haben recht. Der erste Band hat mich begeistern können und ich freue mich schon auf die Fortsetzungen.

Die Geschichte wird von einem Ich-Erzähler geschrieben und liest sich wie eine sehr gute und anschauliche Biografie. Zumindest stelle ich mir so Biografien vor, die ich verschlingen würde. Wir tauchen mit dem Erzähler in seine Kindheit und Jugend und erleben, wie er als 6-jähriger allein und unwillkommen als Bastard an den königlichen Hof kommt. Sein Erscheinen bringt Ereignisse ins Rollen, die das ganze Königreich betreffen.

Ich persönlich finde die Ich-Perspektive sehr anspruchsvoll zu schreiben und schraube daher meine Erwartungen an den Schreib- und Erzählstil meistens direkt herunter, aber hier war ich sehr schnell sehr positiv überrascht. Robin Hobb kann diese Perspektive wunderbar schreiben. Nie hatte ich das Gefühl, dass der Erzähler gewisse Dinge nicht wissen konnte oder war genervt vom "ich".

Die Story ist nicht wirklich derart geschrieben, dass ich gebannt davor saß und mit dem Helden mitfieberte und betete, dass er den Kampf oder dies und jenes überlebt, aber das störte mich nicht. Ich wusste, dass hier ein älterer Mann die Geschichte seiner Jugend reflektiert erzählt. Und diese Art des Erzählens hat mich mitreißen können.

Trotzdem soll das jetzt nicht heißen, dass die Geschichte selbst langweilig war. Wir lesen wie ein Junge ohne Namen versucht einen Platz in der Welt zu finden und dabei vom König selbst zu einem Werkzeug gemacht wird. Seine besonderen Gaben, über die ich in den nächsten Bänden hoffentlich mehr erfahre, machen ihn zu einem wertvollen, aber auch gefährlichen Mann, ohne dass er als Kind wirklich begreifen kann, wovor die Erwachsenen sich fürchten. Er hat wenige Freunde, aber dafür viele Feinde und ich bin wirklich gespannt, wie sich sein Leben nach den Geschehnissen im ersten Band weiterentwickeln wird. Und natürlich ob sich das Königreich gegen die Gefahren von jenseits des Meeres behaupten kann und wie die Intrigen des Hofes sich weiterentwickeln.


Fazit


Eine unglaublich gut geschriebene Geschichte. Sie war zu Beginn zwar etwas ausschweifend erzählt und ich wusste nicht genau, warum ich das jetzt alles so genau wissen muss, aber im Laufe des Lesen wurde ich immer mehr in das Leben von Fitz gezogen und kann es gar nicht mehr erwarten den zweiten Teil der Trilogie zu lesen.

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Der Schwur der Schlange

Barbara Drucker
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.03.2017
ISBN 9783743188761
Genre: Historische Romane

Rezension:


Zwei Jahre sind nach den Geschehnissen des ersten Bandes vergangen. Wir befinden uns zeitlich ein Jahr vor dem Ausbruch der französischen Revolution und wie es scheint, ahnen die Weisen des Schlangenbundes schon, dass die Bürger irgendwann mehr als nur Flugschriften verteilen werden. Die Halsbandäffare in Frankreich hat eine wichtige Schlange in Gefahr gebracht und der Marchese erhält den Auftrag ihn zu retten. Und damit beginnt eine Mission, die nicht nur seine Treue dem Orden gegenüber prüft, sondern sie führt ihn auch zurück in das Fürstentum seiner geliebten Charlotte.

War im ersten Band die aufgetragene Mission das Wichtigste für den Marchese, gelangt er hier meiner Meinung nach in einen Zwiespalt. Auf der einen Seite muss er die Schlange Marconi vor Leone beschützen, der immer noch einen Hass auf Riccardo hat und ihn zerstören will. Und auch andere Schlangenkrieger tauchen auf und der Marchese muss herausfinden, wem er trauen kann. Auf der anderen Seite ist seine Beziehung zu Charlotte in Gefahr, da nicht nur ein anderer Mann um sie wirbt, sondern auch seine Geheimniskrämerei kein guter Grundstein für eine Beziehung ist. Und dann ist da noch Charlottes Geheimnis.

Der Erzählstil ist wie im ersten Band wieder wunderbar. Es verläuft teils sehr rasant, was sehr passend ist, denn auch der Marchese kommt kaum zur Ruhe, aber trotzdem kam ich als Leser mit. Es gab allerdings auch wieder sehr ruhige Szenen, wo man meiner Meinung nach sehr gut die Gefühle vom Marchese erleben kann. Selbst wenn die Stellen nicht aus seiner Sicht geschrieben sind. Mit Scarlatti hat die Autorin neben Riccardos Erzfeind Leone eine weitere interessante Figur eingebaut, von der ich oft nicht wusste, wie ich sie einschätzen soll und was sie überhaupt für Ziele hat. Aber genau das ist sicher auch der Plan gewesen: Spannung aufbauen und beim Leser Fragen aufwerfen. Und Fragen habe ich nach dem Ende des Buches. Zwar ist auch dieser Band eine abgeschlossene Mission, aber irgendwie ist es auch offen, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit dem Marchese weitergeht. Und auch die Gräfin erhoffe ich mir im nächsten Band wieder. Ich gestehe, dass sie mein Lieblingscharakter ist.

Neben dem Marchese, der Gräfin und Leone tauchen natürlich auch weitere Gesichter aus dem ersten Band auf. Giacomo leider viel zu selten, aber Nebencharaktere müssen halt der Geschichte dienen und dürfen sich nicht in den Vordergrund drängen. Trotzdem fand ich es schön sie alle wiederzusehen und herauszufinden, wer sich wie verändert hat.


Fazit


Mit "Der Schwur der Schlange" zieht uns Barbara Drucker tiefer in die Geheimnisse des Ordens und auch in die Charaktere hinein. Nicht nur körperliche Kämpfe fordern den Marchese heraus, sondern auch die Auseinandersetzung mit seinen eigenen Gefühlen. Und diese sorgt ebenfalls für einige Turbulenzen. Mich hat es auf jeden Fall mitgerissen und ich freue mich schon auf die nächste Mission.

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fantasy, grenzen-saga, historischer roman, rebekka mand

Von den Herrschern der See

Rebekka Mand
E-Buch Text: 554 Seiten
Erschienen bei independently published, 15.09.2017
ISBN B074PQP6BQ
Genre: Historische Romane

Rezension:

Vor dem dritten und letzten Teil der Grenzen-Saga hatte ich Angst. Irgendwie war ich mit dem Ende des zweiten Bandes zufrieden und wollte gar nicht wissen, welche neuen schweren Schicksalsschläge und Prüfungen die Autorin für Eirik und Lynn bereithält. Und dann wollte ich gleichzeitig aber auch unbedingt wissen, wie es weitergeht und habe dem Erscheinen entgegengefiebert. Nach dem Lesen bin ich sehr froh, dass ich keine Protagonistin in einem von Rebekka Mands Romanen bin.

Im dritten Band steht vor allem die Gabe von Lynn im Vordergrund und diese treibt die Handlungen stark voran. Der Gegner möchte diese nämlich für sich nutzen und schreckt vor gar nichts zurück. Ich fand dieses fantastische Element sehr interessant und auch spannend zu lesen.

Eirik und Lynn hoffen auf einen Neubeginn. In ihrer Heimat wollen sie Frieden finden und die Schrecken der Vergangenheit verarbeiten. Aber alles kommt anders wie erhofft. Lynn erfährt woher ihre Gabe stammt und als ein Dänenschiff am Horizont auftaucht, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die beiden haben schon in den Vorbänden Schreckliches erlebt und auch in diesem müssen sie ständig um ihr Leben und das ihrer Verbündeten bangen und kämpfen. Ich habe die ganze Zeit nur gehofft, dass sie das alles überstehen.

Eirik ist immer noch ein Dickkopf, aber dafür liebe ich ihn und durch seine Vorgeschichte konnte ich seine Entscheidungen nachvollziehen. Dieses Mal habe ich beim Lesen nur selten laut fluchen müssen, weil ich mit den Handlungen nicht einverstanden war. Oft war da nur ein Augenverdreher.
Lynn fand ich allerdings in den anderen beiden Büchern stärker und vor allem präsenter. Vielleicht lag es daran, dass sie hier in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkter war als Eirik. Aber das soll niemand falsch verstehen. Lynn ist immer noch eine starke Frau, die kämpft und ihr Leben leben will, wie sie es möchte.
Auch über das Auftauchen von zwei bekannten Personen aus den vorherigen Bänden habe ich mich sehr gefreut. Auch wenn mich Eiriks Verhalten einem der beiden gegenüber sehr überrascht hat. Aber vor allem hier habe ich die Entwicklung in seinem Charakter erkannt.



Fazit


Von den Herrschern der See bringt alle losen Fäden der Geschichte zusammen und bringt sie zu einem Abschluss, der mal mehr und mal weniger gut für die handelnden Personen endet. Es ist super spannend zu lesen, die Wendungen innerhalb der Story haben mich überraschen können und ich liebe die beiden Hauptpersonen.
Ein toller Abschluss für Eiriks und Lynns Geschichte!

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Das Gift der Schlange

Barbara Drucker
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.09.2015
ISBN 9783738641172
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Thriller lese ich selten. Nur sehr wenige können mich begeistern. Bei Barbara Druckers Thriller steht allerdings historisch vor und da ich historische Romane liebe und die Beschreibung mir zusagte, gab ich ihm eine Chance. Und bereue es nicht. Ich bin begeistert von der Geschichte.

Das Gift der Schlange führt uns ins 18. Jahrhundert in ein kleines fiktives deutsches Fürstentum. Die Ankunft des Marchesen sorgt für viele Spekulationen, rangen sich doch viele Geschichten um ihn. Es heißt, er sei ein Spion, doch wem er treu ist, ist unbekannt. Und dies nicht nur den Personen im Buch, sondern auch lange Zeit dem Leser. Es fallen die Namen verschiedenster Geheimbünde, auch die Kirche könnte der Auftraggeber sein, aber sicher ist sich niemand. Ich selbst habe daraufhin gefiebert, endlich zu erfahren, wem Marchese treu ist, und vor allem, was genau seine Mission ist. Aber Barbara Drucker lässt einen eine ganze Weile zappeln, bis sie Stück für Stück die Geheimnisse enthüllt.

Marchese mochte ich am Anfang nicht. Ich fand ich viel zu sehr von sich selbst überzeugt und eitel. Aber im Laufe des Lesens habe ich ihn besser kennen und mögen gelernt. Zwischendurch war ich richtig in der Zwickmühle, weil ich die Gräfin zu Anfang lieber mochte und hoffte, dass sie das ganze Durcheinander von Intrigen und Machtspielen überlebt und der Marchese nicht Hand an sie legen muss, um seinen Auftrag zu erfüllen. Am Ende war allerdings alles ganz anders als gedacht. Giacomo, der Diener des Marchese, hat sich im Gegensatz zu seinem Herrn, schnell in mein Leserherz geschlichen. Eine treue Seele, die definitiv mehr ist, als nur ein Diener.

Die Handlung und der Spannungsbogen sind fantastisch aufgebaut. Marchese, die Gräfin, der Minister und der Kardinal, sie alle spielen ihre Spiele und wollen nach dem Mord am Thronfolger ihre Macht sichern, indem sie die anderen Kinder des Fürsten gegeneinander ausspielen. Dabei denken einige nur an sich selbst, andere arbeiten für etwas Größeres. Und dann ist da noch ein weiterer Spion, der alles dafür tun würde, damit der Marchese versagt. Wieso, weshalb, warum bleibt lange im Dunkeln, aber er sorgt für einige Wendungen in der Geschichte. Es entwickelt sich ein richtiges Verwirrspiel zwischen den Personen und auch mit dem Leser.

Der Schreibstil von Barbara Drucker ist unglaublich passend. Vor allem in actionreichen Szenen schreibt sie derart, dass man die Hektik und Eile der Personen beim Lesen spürt. Sie trifft einfach die richtige Stimmung. Sei es im Kampf, beim Flirten mit den Hofdamen oder bei Erkundungstouren. Ich gestehe, ein paar mehr Umgebungsdetails und Beschreibungen hätte ich mir gewünscht, aber das ist nur eine klitzekleine Kleinigkeit. Die Tatsache, dass ich verschiedene Personen begleitete und somit mehr wusste als der Marchese, bringt auch Spannungspunkte, da ich so mehr mitfieberte.

Fazit

Das Gift der Schlange ist ein fantastischer Mantel-und-Degen-Roman, der mich durch all die Geheimnisse und Intrigen fesseln konnte. Auch die Beziehung zwischen den Personen kommt nicht zu kurz.

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