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debütroman, familie, folter, hoffnung, ira, iran, kraft, krieg, kultu, liebe, politik, schmer, sehnsucht nach freiheit, umschwun, vereinigung

Kinder des Jacarandabaums

Sahar Delijani , Juliane Gräbener-Müller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer, 03.03.2014
ISBN 9783426199732
Genre: Romane

Rezension:

"Kinder des Jacarandabaums" erzählt die Geschichte einer Lebenswirklichkeit, die von Angst, Verlust, Schmerz und Trauer geprägt ist, aber auch Liebe, Vertrauen und Mut birgt – und vor allem eines: Hoffnung.

Der Roman beginnt mit den Ereignissen um Nedas Geburt im Gefängnis von Teheran. Ihre Mutter Azar, die als politische Gegnerin des Regimes verhaftet wurde, bringt ihre Tochter unter menschenunwürdigen Bedingungen zur Welt. Azar klammert sich an den Strohhalm ihr Kind behalten zu dürfen, doch sie hofft vergebens. Am Ende verliert die junge Frau gegen die Übermacht des Regimes, die kleine Neda wird ihr genommen und wächst bei den Großeltern auf. Behütet unter den Blüten des Jacarandabaums führt das Mädchen eine unbeschwerte Kindheit, bis ihre Mutter zurück kommt und Neda mit der Realität des Lebens im Iran konfrontiert wird.
Die Autorin Sahar Delijani weiß wovon sie schreibt, denn in den Erlebnissen der kleinen Neda spiegelt sich ihre eigene Geschichte wieder. 1983 im Gefängnis von Teheran geboren, lebte sie 13 Jahre in den Wirren der Revolution, bevor die Familie 1996 in die USA emigrierte. Später bat Sahar Delijani ihre Eltern von ihren Erfahrungen im Gefängnis zu erzählen und verarbeitete Erlebtes auch in ihrem Roman.

Die Ereignisse um Nedas Geburt bilden den Auftakt zu einer großartigen Geschichte, die drei Jahrzehnte umspannt. In "Kinder des Jacarandabaums" tauchen weitere Charaktere auf, die innere und äußere Kämpfe ausfechten und auf ihre Art mit der Vergangenheit und der Zukunft umgehen müssen. Mit ihrer poetischen und bildhaften Sprache schafft es Sahar Delijani den Iran und die dort lebenden Menschen in der Vorstellung des Lesers zum Leben zu erwecken und ihn an ihrer Welt teil haben zu lassen.

Im italienischen Turin gipfelt schließlich die Handlung des Romans. Dort treffen in den Figuren Neda und ihrem Freund Reza die beiden Gegenpole der Revolution aufeinander und scheinen sich langsam anzunähern, vielleicht gar mit der Vergangenheit auszusöhnen. Sahar Delijani lebt seit 2006 selbst in Turin, reist aber, wie sie selbst sagt, immer wieder gerne in ihre Heimat, die „so viel Energie und Hoffnung“ ausstrahlt.

Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!

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Tags: debütroman, ira, liebe, sehnsucht nach freiheit   (4)
 
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