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166 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

fantasy, elfen, herbie brennan, dämonen, anderswelt

Das Elfenportal

Herbie Brennan
Flexibler Einband: 355 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.05.2006
ISBN 9783423208932
Genre: Fantasy

Rezension:

Übersetzer müsste man sein. Dann könnte man sich bereits am Titel eines Buches die Zähne ausbeißen. Fairy steht im Original, doch Feen sind in Irland ausgewachsene Menschen aus einer Nebenwelt und im deutschen Sprachgebrauch handtellergroße Flügelwesen. Mit den hiesigen Elfen und den englischen elves verhält es sich umgekehrt. Frank Böhmert, der Übersetzer der „Farie Wars“, hat sich für „Das Elfenportal“ entschieden. Aus eigenem Antrieb oder weil der Verlag bereits mehrere Elfenbücher in der Premium-Reihe veröffentlicht hat und das Marketing in Anhäufungen billiger wird.

Also Elfen statt fairies und schon geht der erste Schmunzler dieses Romans verloren, der sich auf Seite 14 eingenistet hätte, wenn er nicht wegübersetzt worden wäre. Die Hauptfigur des Elfenportals ist Henry, ein englischer Teenager mit einer pferdefixierten kleinen Schwester, einem berufstätigen Vater und einer haushaltenden Mutter. So weit, so konventionell. Dass seine Mutter ein Verhältnis mit der Sekretärin seines Vaters hat, verkompliziert die Lage nicht nur, wäre sogar den besagten Schmunzler wert, denn fairies werden auf den Inseln die Homosexuellen genannt. Fairie wars im Reich der Elfen und fairie wars at home. Naja, hätte man das Original gelesen...

Herbie Brennans Roman gelingt trotz allem auch in der Übersetzung eine amüsante, teils Klischee vernichtende Grundstimmung. Die Geschichte lebt von der Vielseitigkeit, ohne in dauerhaften Eskapismus abzugleiten. Neben Henry lernt man Pyrgus, den Sohn des Elfenkaisers, und Mr. Fogarty schätzen, einen schrulligen Alten voller Verschwörungstheorien. Den biederen englischen Vorort und die Metropole der elfischen Zivilisation verbindet zufällig das titelgebende Elfenportal und alles weitere soll man selbst lesen oder nicht. Bei Gefallen an (ent-)spannender Lektüre darf Brennan zur Hand genommen werden. Sozusagen als Lückenfüller zwischen den Harry Potters und Artemis Fowls dieser Jahre.

Tiefschürfende Gedanken fehlen trotz der liebevollen Charakterzeichnung. Brennan scheitert schon an dem scheinbaren Dilemma Henries, ob die Mutter nun hetero oder lesbisch sei. In dem ganzen Roman kommt das Wort bisexuell nicht ein einziges Mal vor. – Zumindest nicht in der deutschen Übersetzung.

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

fantasy, literatur, thursday next, humor, roman

In einem anderen Buch

Jasper Fforde
Flexibler Einband: 418 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.01.2007
ISBN 9783423210157
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich ihr begegnete, kam sie gerade aus dem ersten Kapitel. Das nächste würde erst in ein paar Tagen beginnen. Ich hatte also genügend Zeit.

Für meine Ohren ist Thursday Next ein ausgefallener Name, aber das würde ihr mit meinem genauso gehen. Ihre Welt unterschied sich grundlegend von meiner. Ich hatte zum Beispiel noch nie einen Dodo gesehen. Doch sie hatte gerade das erste Kapitel damit abgeschlossen, ihren Dodo in einer Talkshow vorzustellen statt über ihre Arbeit beim Special Operation Network zu berichten. Deswegen war ich aber nicht hier.

„Sie haben nur über ihren Dodo gesprochen.“

Sie blieb irritiert stehen.

„Wollten Sie nicht über die Rettung von Jane Eyre sprechen und wie Sie das Ende ihres Romans verbessert haben?“

„Wer sind Sie denn?“ Das klang fast gar nicht schnippisch.

„Steven Taylor, Literaturagent.“

„Von SpecOps sein? Müsste ich Sie nicht kennen?“ Sie schüttelte beiläufig meine Hand. „Ausgefallener Name.“

„Ja, das ist er. Mit SpecOps habe ich nichts zu tun. Ich komme von einer Ebene höher.“

„Von der Regierung?“

„Nicht von dieser Welt. Für mich sind Sie eine Romanfigur, die ich in ihrem Buch besuche. – Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich Sie erst mal festnehme?“

„Netter Scherz.“ Sie sah nicht amüsiert aus. Vielleicht, weil ich ihr Handschellen anlegte.

„Was werfen Sie mir vor?“

„Dass Sie nicht in dieses Kapitel gehören.“

„Hören Sie auf. Ich kann nicht fiktiv sein. Sie haben selbst gesagt, dass ich das Prosa-Portal benutzt habe, um den Roman um Jane Eyre zu betreten.“

„Das bedeutet gar nichts. Tatsächlich ist Jane Eyre ein Buch, das in einem Buch über Thursday Next vorkommt. Ich komme von der Ebene über Ihnen.“

„Und Sie wollen diesen Roman über mich gelesen haben?“

„Tatsächlich habe ich den zweiten Teil gelesen: ‚In einem anderen Buch’. Ihr Autor ist Jasper Fforde.“

„Ausgefallener Name.“

„Jedenfalls haben Sie das erste Kapitel ruiniert, weil Sie nicht einmal versucht haben über das Prosa-Portal zu reden, über ein Zeitloch und über die Käse-Steuer. Sie haben gleich zu Beginn ihren Dodo vorgeschlagen.“

„Oh... dann bin ich wohl schlecht vorbereitet worden.“

„Kann man so sagen. Mit wem arbeiten Sie zusammen?“

„Mit mir selbst. Allerdings mit zwei älteren Selbst.“

„Würden Sie mir das erklären?“

„Ich werde einen Weg finden, mein eigenes Buch zu betreten. Und dann werde ich mich im ersten Band besuchen, wo ich mich zu einem Austausch überredet habe.“

„Also sind Sie wirklich Thursday Next?“

„Natürlich. Ich war neugierig, was im zweiten Teil auf mich zukommt.“

„Sie werden erschossen, anschließend erpresst, von der Jurisfiktion angeklagt und dann zu einer ihrer Agenten werden, bevor sie die Welt davor bewahren, sich in rosa Schleim zu verwandeln. Außerdem wird ihr Ehemann aus der Zeit gelöscht werden.“

„Das klingt nicht sehr unterhaltsam.“

„Für die Leser ist es das.“

„Mag sein.“ Sie seufzte lang gezogen. „Ich verstehe jedenfalls, warum ich mit mir tauschen wollte. Wie sonst, werde ich Gelegenheit haben ein paar Tage mit meinem Mann zu verbringen, wenn er genichtet ist?“

„Und damit Sie zwischen den Bänden nicht doppelt vorhanden sind, haben Sie sich in dieses Kapitel begeben.“

„Und mein hiesiges Selbst nimmt die Stelle der ältesten Thursday ein, um sich von der PR-Kampagne am Anfang des Buches zu erholen.“

„Selbstreferenzieller Austausch. Ich bin beeindruckt, Miss Next. Auf diese Idee ist meines Wissens vorher niemand gekommen. – Wenn ich Sie dann bitten dürfte, mit mir in Ihre ursprüngliche Textstelle zu kommen.“

„Wollen Sie nicht erst meinen Dodo kennen lernen?“

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, computerspiel, warcraft, world of warcraft

Weltenbeben

Christie Golden ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Panini, 19.10.2010
ISBN 9783833221323
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch von Christie Golden ist so ziemlich das Schlechteste, was man sich antun kann. Als WoW-Spieler war ich gespannt, mehr über die Hintergründe zur neuen Spielerweiterung zu erfahren. Ich war auch bereit, über die ein oder andere literarische Schwäche hinwegzusehen, die bei Romanen zu Spielen üblich sind.
Nach einer durchaus interessanten Einleitung beginnt der Roman mit einer Reise des Staatsoberhaupts der Tauren zum Kontinent Nordend, wo er den Kriegshelden der Orcs abholen möchte. Klingt schon mal ziemlich unplausibel. Auf dem Rückweg zum Schiff werden die beiden und ihre Begleitung überfallen (warum weiß niemand und ist auch bedeutungslos). Eine undurchsichtige, langweilige Kampfszene endet in einem sinnlosen Manöver (Taure: Rückzug zur Schmiede. Orc: Oh ja, toller Einfall. Hätte ich auch selber drauf kommen können. Ach übrigens, hab ich da Granaten versteckt für den Fall, dass wir uns dahin zurückziehen müssen. Also, toller Einfall von dir.). Anschließend gibt es noch mehr unverständliche taktische Entscheidungen der Kriegshelden, eine nutzlose kleine Seeschlacht und dann sind die beiden endlich daheim und die ganzen drei Kapitel haben mit dem Rest des Buches nichts mehr zu tun.
"Weltenbeben" ist dermaßen hanebüchen und nutzlos, dass es bestenfalls für 12-Jährige zu ertragen ist. Der durchschnittliche Quest in World of Warcraft ist spannender als dieses Buch. Wer mehr über den Hintergrund von Cataclysm erfahren will, ist besser bedient, wenn er auf der Website zum Spiel die Zusammenfassungen liest.

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Tags: fantasy, fantasy, world of warcraft   (3)
 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

dsa, aventurien, fantasy, das schwarze auge, reihe

Die Zeit der Gräber

Bjørn Jagnow
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453086784
Genre: Fantasy

Rezension:  
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

verlagswesen, autorin, buch, ratgeber, akquise

Marketing für Autoren

Bjørn Jagnow
Flexibler Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Uschtrin, S, 06.09.2005
ISBN 9783932522055
Genre: Sachbücher

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451 Bibliotheken, 4 Leser, 8 Gruppen, 72 Rezensionen

bedeutung, gewalt, jugendbuch, jugendliche, nichts

Nichts

Janne Teller , Sigrid Engeler
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 26.07.2010
ISBN 9783446235960
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tolle Idee und schön geschrieben/übersetzt ... allerdings erschöpft sich die Handlung und Aussage im Klappentext. Dementsprechend lohnt es sich kaum, das Buch noch zu lesen, wenn man diese Zusammenfassung bereits kennt. Es gibt keinerlei Überraschungen mehr.

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