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52 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

berlin, gefühlschaos, traurigkeit, planlos, erwachsenwerden

Realitätsgewitter

Julia Zange
Fester Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.11.2016
ISBN 9783351036584
Genre: Romane

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(40)

72 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

australien, dürre, krimi, hitze, thriller

The Dry

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290268
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung

Weniger Dürre als erwartet, aber eine sehr knusprige Atmosphäre!

»The Dry« ist ein Buch über Heimat und Freundschaft. Aaron Falk kehrt nach rund zwanzig Jahren in seine Heimatstatt Kiewarra zurück. Der Anlass ist ziemlich erschütternd. Sein damals bester Freund, Luke Hadler, dessen Frau und Kind werden erschossen vorgefunden und alles deutet darauf hin, dass Luke es war, der seine Familie ausgelöscht hat. Aaron wird von Lukes Vater gebeten nach Kiewarra zurück zu kehren. Da Falk bei der Polizei tätig ist, schließt er sich kurzentschlossen dem hiesigen Polizeichef (mir ist grade entfallen wie man die Polizisten in Australien nennt, Sheriff vielleicht?) an und versucht heraus zu finden was geschehen sein könnte.

Doch nicht nur der Umstand, dass er einst mit dem Mutmaßlichen Mörder befreundet war hält ihn in Kiewarra sondern auch ein dunkles Geheimnis. Die Leiche in seinem Keller, wie man so schön sagt, überwiegt die Abneigung zurück an diesem Ort zu sein.

Heimat & Freundschaft

»Luke hat gelogen. Du hast gelogen« Seite 13

Kiewarra, der fiktive Ort in dem »The Dry« angesiedelt ist, ist ein winziger Ort irgendwo im Nirgendwo in Australien. Kiewarra lebt von der Landwirtschaft, doch diese wird immer magerer durch die Dürre. Jeder kennt jeden, jeder hört Geschichten, Klatsch und Tratsch verbreitet sich schnell beim Bierchen in der zentralen Kneipe. Ein Mord ist etwas Unfassbares für so einen Ort, doch wenn ein Mann seine Familie und sich selbst umbringt ist das kaum auszuhalten für eine solch kleine Gemeinde. Das Buch beschreibt diese hitzige, aggressive Atmosphäre wirklich ziemlich gut. Ich konnte mir die aufgebrachten Gemüter vor meinem inneren Auge vorstellen. Falk, der vor zwanzig Jahren nicht grundlos weggezogen ist, wird nicht sonderlich herzlich begrüßt bei seiner Ankunft. Es wird gemunkelt, dass er an dem Tot einer Schülerin und Freundin von ihm beteiligt war. Kiewarra ist seine Heimat und andererseits ist es ihm so fremd und so feindlich gesonnen wie nie zu vor. Und auch Luke, sein Freund, mit dem er Jahre seiner Kindheit verbracht hat ist ihm fremder als je zu vor.

Der Roman wird vom Verlag als »Ein beklemmender Thriller um Heimat, Loyalität und Vergebung.« betitelt. Diese Zusammenfassung finde ich ist ausnehmend passend, ich habe es genauso empfunden.

Die Dürre

Nach dem Titel und der Buchbeschreibung zu schließen war ich in Erwartung, dass die Dürre eine zentrale Rolle in der Handlung spielt. Auf der einen Seite trifft dies auch zu, auf der anderen Seite hätte die Handlung auch in einem ganz anderen Setting funktioniert. Die Dürre ist insgesamt weniger präsent als ich angenommen hatte, es wird häufig beschrieben wie heiß es ist und wie die Dürre den Farmern schadet etc. doch auch andere Umstände hätten zu diesem Ergebnis geführt. Sehr attraktiv fand ich, dass das Buch in Australien spielt, ich weiß gar nicht ob ich überhaupt schon einmal ein Buch gelesen habe, welches in Australien spielt!

»Natürlich war der Tod auf der Farm nichts Neues, und die Schmeißfliegen waren nicht wählerisch. Sie machten keinen Unterschied zwischen
einem Kadaver und einer Leiche. « Seite 6, Prolog erster Satz

Fazit

Auch wenn die »Dürre« weniger ausschlaggebend für die Geschichte war als gedacht ist das Buch sehr spannend und rätselhaft. Es spiegelt wunderbar diese kritische Atmosphäre einer kleinen Gemeinde wieder, in der jede kleine Sünde im kollektiven Gedächtnis verbleibt. In welcher spekuliert und vorverurteilt wird und jeder jeden kennt. Sehr spannend, sehr düster und eine facettenreiche Geschichte über Freundschaft. Man stellt sich unwillkürlich die Frage wie gut man einen Menschen eigentlich kennen kann, und wie sich ein guter Freund über viele Jahre verändern kann. Äußerem wartet das Buch mit ein paar völlig unverhofften Wendungen auf. Es wird garantiert nicht langweilig!

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736 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 140 Rezensionen

mona kasten, begin again, liebe, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung

»Begin Again« hat absolut Potenzial um für mich ein Highlight 2016 zu werden.

»Begin Again« dreht sich um die Studentin Allie Harper, die von Zuhause fort ist um endlich den Fängen ihrer Mutter zu entkommen. Als sie in Woodshill eintrifft ist sie frustriert und ein wenig verzweifelt, aber auch voller Tatendrang und Vorfreude endlich ihr eigenes Leben zu leben, fernab der Regeln und Scheinwelt ihrer Mutter und Familie. Doch der erste Dämpfer lässt nicht lange auf sich warten, denn die Wohnungssuche läuft denkbar schlecht und am Ende landet sie mit einem ziemlich unfreundlichen, wenn auch ziemlich attraktiven Badboy in einer WG. Wenn man diese Zusammenfassung liest, kann man sich schon denken, dass es eine dieser typischen New Adult Geschichten wird, die sich aus einem Badboy (der eigentlich keiner ist!) und einem zerbrechlichen Mädel (das eigentlich echt stark und wunderschön ist!) zusammensetzt. Und das ist dann auch so. Es ist eine etwas klischeehafte Geschichte, die dennoch mit vielen Highlights aufwartet. Zum einen haben die stereotypen Charaktere, dann doch noch außergewöhnliche Seiten an sich und zum anderen ist die Geschichte schlichtweg so gefühlvoll, emotional und großartig, dass ich persönlich die etwas abgegriffene Handlung / Charaktere nicht störend fand, und ganz im Gegenteil: Allie und Kaden haben mein Herz erobert!

»White. Ich starrte auf das Klingelschild. Den Kopf zur Seite geneigt hob ich meinen Finger, hielt dann aber inner und zog ihn in letzter Sekunde wieder zurück. Ich presste die Lippen fest aufeinander und ballte die Hand zur Faust, während ich die Ereignisse der Vergangen Tage in Gedanken noch einmal an mir vorbeirasen ließ.« (Seite 9, Kapitel 1)

Der Badboy dieser Geschichte nennt sich Kaden White. Er ist groß, muskulös, ziemlich ruppig und unhöflich, tätowiert, gutaussehend und gemein, doch eigentlich ist er auch ein ziemlich guter Freund, er wandert gerne und genießt es in der Natur zu sein, und natürlich haben seine Päckchen ihn zu dem gemacht, der er ist. Er ist wirklich der Inbegriff des Roman-Badboy aber ich fand ihn so super sympathisch und facettenreich gestaltet, dass er dennoch ein Charakter ist, von dem man mehr erfahren möchte! Besonders das Wandern fand ich sehr liebenswert. Mich erinnert Kaden ganz schön an »Travis«, den Badboy aus Jamie McGuires Roman »Beautiful Disaster«. Und dies meine ich mehr als positiv. »Beautiful Disaster« ist eins dieser Bücher die dramatischer, aber auch liebevoller nicht sein könnten und »Begin Again« hat dies mit »Beautiful Disaster« gemein.

»Er ließ seinen Blick ein zweites Mal übe rmeinen gesamten Körper wandern, dann verdunkelten sich seine Züge, und er schüttelte langsam den Kopf.« (Seite 15, Kapitel 1, Kadens Reaktion, als Allie sich für das WG Zimmer vorstellt.)

Es gab einen Charakter, den ich abseits der Protagonisten richtig genial fand: Dawn, Allies Mitstudentin und bald schon beste Freundin. Mona Kasten hat sie so süß und quirlig gestaltet und ihr so viel Leben eingehaucht. Ich bin total gespannt auf »Trust Again«, denn der zweite Band wird Dawns Geschichte erzählen.

Fazit

»Begin Again« ist für mich definitiv ein Herzbuch! So Gefühlvoll! Ich musste lachen und paar Tränen verscheuchen beim Lesen. Es berührt, geht unter die Haut und macht kribbelig. Die Handlung und die Charaktere haben einiges an sich, dass relativ klischeehaft daher kommt (der Badboy und das zerbrechliche Mädel), aber dann gibt es auch Facetten der Charaktere, die weit über diese Klischees herausragen. Momente in der Geschichte, die diese hervorheben. Ein sehr sehr gelungenes wunderbares Buch von einer jungen Autorin. Es wird definitiv nicht das letzte gewesen sein.

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112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

hannover 96, hooligans, familie, hooligan, freundschaft

Hool

Philipp Winkler
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.09.2016
ISBN 9783351036454
Genre: Romane

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(37)

110 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

william golding, insel, herr der fliegen, kinder, gesellschaft

Herr der Fliegen

William Golding , Peter Torberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596950287
Genre: Klassiker

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

mount everest, vermisst, berg, mystery, bergsteiger

Der Berg

Dan Simmons , Friedrich Mader
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453418493
Genre: Historische Romane

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(286)

824 Bibliotheken, 25 Leser, 2 Gruppen, 175 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, flawed, fehlerhaft, cecelia ahern

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung
Perfektion zum verrückt werden

Die Gesellschaft in »Flawed« wird nicht
nur durch Gesetze des Staates reglementiert, sondern unterliegt
zusätzlich den Regeln der sogenannten Gilde. Die Gilde wird
repräsentiert durch ein paar wenige Richter. Sie hat das Ziel
“fehlerhaftes” Verhalten auszumerzen. Moralisch und ethisches
Fehlverhalten, welches nicht durch Gesetzte bestraft werden kann. Dazu
gehört lügen, betrügen und der Gesellschaft schaden.


Die Gilde ist wahnsinnig mächtig, sie
hat einen unfassbar großen Einfluss auf die Menschen und ihr tägliches
Leben. Die Gilde und ihre Richter sind allgegenwärtig. Im ersten Moment
kann es verlockend erscheinen, jemanden zur Rechenschaft ziehen zu
können,wenn dieser jemand sich beispielsweise völlig skrupellos verhält,
dieser Jemand jedoch keine Straftat begeht. Andererseits, wer hat das
Recht jemand anderen als Fehlerhaft zu bewerten und ihm ein »F« für
»Fehlerhaft« in die Haut zu brennen?


Ceceila Ahern entwickelt in »Flawed«
eine sehr spannende dystopische Geschichte, in der dieses, eventuell mal
edel und menschenfreundliche, Konzept mächtig schief geht.


Celestein – Wie perfekt möchte sie sein?

Celestein ist super beliebt in ihrer
Schule, sie ist eine gute und fleißige Schülerin. Sie hat einen süßen
Freund, der ebenfalls beliebt ist und ihre Familie gibt ein perfektes
Bild in sanften Pastelltönen ab. Sie ist liebt Mathematik und Logik ist
ihre Welt. Sie unterstützt das System der Gilde von ganzem Herzen, in
ihrer perfekten Welt wird sie gar nicht erst mit »fehlerhaftem«
Verhalten konfrontiert. Doch dann begeht sie selber einen Fehler. Es ist
aus der Sicht der Gilde ein Fehler, doch der gesunde Menschenverstand
sagt etwas ganz anderes. Sie hilft einem »fehlerhaften« alten Mann im
Bus und muss am eigenen Leib die Konsequenzen Erfahren.



»Ich bin ein Mädchen, dass auf klare Definitionen steht, auf Logik, auf Schwarz und Weiß. Vergesst das nicht.« (Seite 9)



Zu Beginn der Geschichte ist sie süß und
lieb und furchtbar naiv. Sie ist leichtgläubig und systemtreu. Kritik
an der Gilde käme ihr niemals in den Sinn! Doch nur wenige Minuten in
einem Bus drehen ihre ganze Welt auf den Kopf. Ihre Schwester hält nicht
zu ihr, ihr Freund lässt sie im Stich und sie wird aus der Gesellschaft
verstoßen. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist sehr tragisch,
aber auch sehr sympathisch. Vom naiven Mädchen zu einer starken jungen
Frau, mit eigenen Überzeugungen.


Nachdem Celestein dem alten Mann im Bus
geholfen hat, wird sie umgehend verhaftet und abgeführt. Sie muss die
nächsten Tage in einer Zelle verbringen, wo sie nicht nur mit dem
absolut heuchlerischen Schattenseiten der Gilde konfrontiert wird,
sondern auch Carrick trifft. Er ist ihr Zellennachbar und schweigsam.
Erst ist er nur irgendein Junge, der sich fehlerhaft verhalten haben
muss, doch dann beginnt sie zu realisieren, wie absurd die Regeln der
Gilde sind und wie menschenverachtend sie vorgeht. Sie begreift, dass es
falsch ist, dass diese Organisation sich das Recht raus nimmt Menschen
als Fehlerhaft zu brandmarken (im wahrsten Sinne des Wortes!) und
Carrick wird für sie zum Symbol für Hoffnung und Stärke. Sie muss sich
entscheiden zwischen oberflächlicher Perfektion und ihrer eigenen
Meinung.


Spannung und Stil

Wie alle anderen Bücher, die ich von
Ceceila Ahern gelesen habe, ist »Flawed« einfach super flüssig
geschrieben. Ceceila Aherns Stil ist immer wieder sehr angenehm zu
lesen! Spannend war die Geschichte auch von der ersten Seite an. Zum
Ende wirkte die Geschichte ein wenig konstruiert, es häufen sich ein
paar Zufälle, die der Geschichte etwas an Authentizität rauben. Dennoch
ist »Flawed« ein tolles Buch, mit spannenden, sympathischen Charakteren
und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.


Fazit

Ceceila Aherns Geschichten sind immer
wieder unterhaltsam, gefühlvoll und spannend. Mit »Flawed« hat sie ein
ganz anderes Genre eingeschlagen und eine düstere Dystopie geschaffen.
»Flawed« hat mich mit einer spannenden Geschichte und nicht zuletzt
einem prächtigen Cover geködert und mit einer sehr sympathischen,
authentischen Protagonistin und gefühlsgeladenen Atmosphäre überzeugt.

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(39)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

berlin, mord, thriller, trauma, entführung

Der Todesprophet

Chris Karlden
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.08.2016
ISBN 9783746632322
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung

Chris Karldens neues Buch »Der Todesprophet« ist ein ziemlich kniffliger Thriller, der meiner Meinung nach gut in die Ecke Fitzek und Carter passt. Leider hat es meiner Meinung nach diesen Anspruch aber nicht zu hundert Prozent erfüllt.

Protagonist dieses Buches ist der Journalist und Familienvater Ben Weidner. Er ist nach Äthiopien gereist um dort vor Ort zu berichten, doch er wurde gefangengenommen und vor die Wahl gestellt: Entweder er tötet einen anderen Menschen, oder dieser tötet ihn. Nach diesen Erlebnissen leidet er an Panikattacken und erinnert sich ab und an nicht mehr wo er war, oder was er gemacht hat. Seine Frau hat ihn verlassen, nachdem er wiederholt eine Therapie abgelehnt hat, doch nun ein Jahr nach diesem Vorfall steht sein Leben vor einer ganz neuen Herausforderung: Er wird beschuldigt eine Frau ermordet zu haben, doch Ben erinnert sich an nichts, kann es wirklich sein, dass er schuldig ist, oder will ihm jemand etwas in die Schuhe schieben?

Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass mich die Geschichte total an L.C. Freys Buch »Totgespielt« erinnert hat, in welchem ein Thriller-Autor nach einem Autounfall eine Erinnerungslücke hat und es Hinweise gibt, dass er seine Frau ermordet haben soll. Also die Geschichte ist wohl in einer ähnlichen Form bereits mehrfach erzählt worden und daher nicht ganz überraschend neu.

    Es war nicht leicht gewesen, sie zu überreden. Aber am Ende hatte sie mitgemacht. Sie brauchte das Geld. Und nun dachte sie, er würde ihr nach getaner Arbeit den versprochenen Lohn einfach so vor der Tür überreichen. Aber sein Plan war ein anderer. (Seite 13, Kapitel 1)

Dennoch hat das Buch sehr viel Spannung zu bieten, die vor allem durch ungeahnte Wendungen lebendig wird. Der Killer, der »Todesprophet« kann wirklich jeder sein, und es ist ein unterhaltsames rätseln wer nun hinter diesem und weiteren Morden stecken könnte. Der Mord und die, die folgen, zeichnen sich dadurch aus, dass der Täter immer  zu einer bestimmten Uhrzeit tötet und so bietet dieses Zeitultimatum dem Leser noch einen Funken mehr Spannung. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt! Ben wird ein ums andere Mal vor noch üblere Tatsachen gestellt und muss sich nicht zu letzt fragen, ob er wirklich diese Frau ermordet haben könnte. Insgesamt ist Ben ein echt authentischer und sympathischer Charakter. Er ist zwar ein Therapiemuffel, dafür liebt er seine Familie über alles und seine Entwicklung nach dem Vorfall in Äthiopien scheint glaubwürdig. Weniger glaubwürdig ist hingegen die Polizei in diesem Buch. Nachdem Ben in der Wohnung der ermordeten Frau, diese und deren Tochter vorfindet und die Polizei informiert, wird er von Hauptkommissar Hartmann befragt. Hartmann ist ein echter Prolet. Er handelt willkürlich und überschreitet seine Machtbefugnisse gewaltig! Dieses Verhalten ist inakzeptabel und es ist schwer vorstellbar, dass er damit auf Dauer durch kommt. Auch seine Kollegin ist nur etwas besser, im Verlauf des Buches hilft sie Ben, der ja immernoch unter Mordverdacht steht.

Fazit

Die Geschichte ist zwar nicht grade völlig neu, aber die Umsetzung ist sehr gelungen. Trotz ein paar kleiner Längen hat mich spätestens die zweite Hälfte dieses Thrillers mitgerissen und überzeugt! Besonders der Charakter Ben und seine akribische Suche nach dem wahren Täter machen den »Todesprophet« zu einem spannenden Thriller, mit vielen unerwarteten Wendungen.

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(77)

145 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

vampire, schweden, mobbing, thriller, spannend

So finster die Nacht

John Ajvide Lindqvist
Flexibler Einband: 637 Seiten
Erschienen bei Lübbe GmbH & Co. KG, Verlagsgruppe, 29.11.2008
ISBN 9783404163397
Genre: Krimi und Thriller

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(98)

153 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

wiedergeburt, reinkarnation, sharon guskin, familie, noah

Noah will nach Hause

Sharon Guskin , Carina Tessari
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Allegria, 22.09.2016
ISBN 9783793423065
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Janie ist verzweifelt, sie ist Single und wünscht sich nichts mehr als endlich einen Mann kennen zu lernen und ein Kind zu bekommen. Als sie, nach einer flüchtigen Urlaubsbekanntschaft, schließlich Noah bekommt verzaubert der kleine Junge ihre Welt. Ihre Liebe zu ihm und ihre besondere Beziehung sind wunderbar liebevoll erzählt. Nach und nach jedoch zeigt Noah seltsame Verhaltensweisen. Er hat Alpträume, spricht über Dinge die er gar nicht kennen sollte und am haarsträubendsten: Er verlang immer wieder, Janie gegenüber,  nach seiner Mutter. Doch Janie ist doch bei ihm? Was geht vor in Noah? Eine sehr bedrückende Situation.

Janie hat ein wahnsinnig schlechtes Gefühl und Angst um Noah, also klappert sie einen ganzen Haufen Ärzte ab um festzustellen ob mit Noah etwas nicht stimmt. Doch niemand kann ihr eine Antwort geben, warum Noah sich so seltsam verhält. Bis sie Jerome Anderson trifft. Er ist Psychologieprofessor und hat sich einem ganz speziellen Thema gewidmet: Reinkarnation.

Esoterik vs. Wissenschaft

Reinkarnation ist ein sehr kontroverses Thema. Insbesondere greift Guskin das Thema der empirischen Reinkarnations-Forschung auf, wie sie Ian Stevenson ab den 1960er Jahren betrieben hat. Doch schlussendlich handelt es sich um Pseudowissenschaft und für Reinkarnation gibt es keine belegbaren Beweise. Nichtsdestotrotz ist dieses Thema in vielen Kulturen fest verankert. Reinkarnation geht immer mit Tod und Trauer einher. Wenn ein geliebter Mensch stirbt kann die Vorstellung, dass er wiedergeboren wird möglicherweise tröstlich sein.

Sharon Guskin hat dieses Thema sehr sensibel und gefühlvoll aufgegriffen. Reinkarnation ist etwas, das für mich in den Bereich der Legenden und Mythen fällt, und auch die Protagonistin Janie war davon überzeugt, dass Reinkarnation ein Spukthema ist. Doch um ihres Sohns wegen öffnet sie sich dieser Möglichkeit. Es ist kein völlig abgedrehtes esoterisches Buch, das missionarisch Reinkarnation als Wahrheit verkauft, sondern es erzählt eine Geschichte über Liebe und Trauer und die wundervolle liebevolle Verbindung zwischen einer Mutter und ihrem Sohn.

Professor Anderson selbst ist schwer krank, er lebt für seine Forschung, sei sie noch so kontrovers. Doch dann bekommt er eine schwere Diagnose und ist bald kaum noch in der Lage sein Buch zu beenden. Auch seine Geschichte ist sehr bewegend. Möchte er am Anfang noch mit allen Mitteln an seiner Forschung arbeiten, so ändert Noahs Fall, am Ende seines Lebens, noch einmal seine ganze Denkweise.

Fazit

Sharon Guskin greift in »Noah will nach Hause« ein sehr kontroverses, spirituelles Thema auf, die Reinkarnation, aber anstatt ein esoterisches Debakel zu veranstalten, strickt sie eine unglaublich liebevolle, nachdenkliche Geschichte, mit wenigen, aber sehr starken, Charakteren. Ich habe wenig erwartet von diesem Buch, eine nette Erzählung, aber bekommen habe ich eine unglaublich tiefsinnige, spannende und berührende Geschichte. Ein wahnsinnig gelungener Debütroman!

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(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

abenteuer, expedition, segeln

Die S.E.A.-Expedition

Nikolaus Hansen , Tina Uebel
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MALIK, 01.09.2016
ISBN 9783890294681
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung

Nur etwas für eingefleischte Segler und Gipfelstürmer?

Ich bin der Meinung dieses Buch kann für jeden etwas sein, der sich für reale Abenteuer interessiert. Im Laufe des Buches wird viel über Segeltechniken, Equipment und ähnliches geschrieben und ich habe wirklich nicht den Leistens Schimmer vom Segeln, dennoch ist das Buch sehr packend und mitreißend. Man verspürt beim Lesen ein jähes aufflammen von Abenteuerlust und Fernweh, bei all den Herausforderungen und Beschreibungen der Expedition.
von der Endurance Expedition zur S.E.A Expedition

Die »S.E.A Expedition« folgt den Spuren Shakeltons, welcher 1914 mit 27 Männern und einer ganzen Horde Huskys zur Endurance-Expedition aufbrach. Ziel war der Südpol und die Durchquerung des antarktischen Kontinents. Doch diese Expedition scheiterte grandios! Das Schiff, die "Endurance", mit der Shakelton und seine Männer in die Antarktis fuhren, wurde im Packeis zerdrückt und sank. Die Männer mussten nun zu Fuß und per Beiboot ihren Weg fortsetzen, doch die Durchquerung war nicht mehr möglich. Shakelton und seine Männer schafften es schließlich bis Elephant Island, wo sie ein notdürftiges Lager errichteten. Shakelton sowie eine kleine Gruppe machten sich auf um nach Südgeorgien zu Segeln. Die Strecke umfasst rund 1500 km über offenen Ozean und sie hatten nur ein kleines offenes Beiboot, die James Caird, zu Verfügung. Ein heikles Unterfangen. Doch die nächste Hürde war Südgeorgien. Shakelton und zwei Männer schafften es, das raue und schwere Terrain zu durchqueren und schließlich für die verbliebenen Männer auf Elephant Island Hilfe zu organisieren. Alle Männer der Expedition konnten gerettet werden.

2015 rund 100 Jahre nach Shakeltons Reise durch die Antarktis bricht die Crew der S.E.A. Expedition (S.E.A = Sir Earnest Anniversary) von den Falklandinseln auf. Sie segeln mit der Santa Maria Australis von den Falklandinseln nach Elephant Island, wo einhundert Jahre zuvor die Männer der Endurance-Expedition, in einem lausigen Lager zusammengeschustert aus Beibooten und den Resten ihrer Ausrüstung, auf Rettung gewartet haben. Anschließend machen sie sich auf den Weg nach Südgeorgien und folgen so dem Weg der James Caird. Auf Südgeorgien macht sich der alpin-erfahrene Teil der Mannschaft auf den Spuren Shakeltons auf, die raue Insel zu durchqueren und schließlich segeln sie zurück zu ihrem Ausgangspunkt, den Falklandinseln.


 »leise Stimmen« und große Abenteuerlust

»Leise Stimmen« so umschreibt bereits Shakelton das Gefühl von Faszination für das Unbekannte. Der trieb hinaus zu fahren, zu segeln, Berge zu besteigen und unbekannte Teile der Welt zu erobern, auf die noch nie zuvor ein Mensch seinen Fuß gestellt hat.

Dieses Buch vermittelt genau dieses Gefühl, es weckt Abenteuerlust und es reißt einen absolut mit in diese unbekannte, gefährliche und aufregende Welt. Im Buch wird zu Recht die Frage gestellt welche Daseinsberechtigung eine Expedition hat, welche zum Ziel bereits bekanntes Territorium hat. Der Südpol ist längst erobert und das Interesse an der Antarktis nimmt ab. Tina Uebel schreibt dazu:

    »Wir haben keine Sensation zu bieten, keine Superlative. Kein Erst-Irgendwas. Außer für uns selbst.« (Seite 26).

Warum also ist dieses Buch so spannend? Ich persönlich habe ein großes Interesse an Expeditionen in die Antarktis, Arktis oder auch in die Berge. Aber darüber hinaus ist dieses Buch wirklich interessant. Man erhält einen Einblick wie schwer es ist so eine Expedition ins Leben zu rufen, wie eine Crew aus Fremden zusammen wächst und sich ergänzt, ins Segeln über den offenen Ozean, in die Berge von Equipment die nötig sind und wie hinderlich Bürokratie sein kann! Diese Einblicke gewähren uns die beiden Autoren Nikolas Hansen und Tina Uebel, welche in separaten Blöcken von ihren Erfahrungen berichten. Mir hat Tina Uebels Stil etwas besser gefallen als Herr Hansens. Ihr Stil, wie sie von ihren Erlebnissen berichtet ist wahnsinnig lebendig, die Emotionen werden eindrücklich geschildert und das Gefühl von Aufbruchsstimmung und Glück und Abenteuer kommen sehr gut rüber.

    »Frisch gemachter Berg. Und niemand hier, keiner außer uns, der Ozean dort draußen jenseits der Arctic Bay leer, als wäre der Mensch nie erfunden.« (Seite 10)

Literatur über die Endurance-Expedition


Zufälligerweise habe ich kurz vor diesem Buch, Alfred Lensings Werk »635 Tage im Eis - Die Shakelton Expedition« gelesen. In diesem Buch wird die Geschichte der Expedition sehr anschaulich erzählt. Ich kann nur empfehlen dieses Buch vor »Die S.E.A Expedition« zu lesen, da man so einen sehr guten Vergleich zwischen dem Equipment und den Verhältnissen vor 100 Jahren im Gegensatz zu heute gewinnt. Man bekommt einen guten Gesamteindruck von den Risiken, die diese Männer damals eingegangen sind und die auch heute nicht zu unterschätzen sind. In »Die S.E.A Expedition« wird häufig Alfred Lensings Buch und andere Literaturquellen über Shakeltons Expedition zitiert.

Fazit

»Die S.E.A Expedition« vermittelt ein Gefühl von Abenteuerlust und Fernweh. Es schildert eine Reise in die leerste Umgebung die ein Mensch sich vorstellen kann, und doch wird man gefesselt von den Reizen des Unbekannten. Ich habe das Buch sehr genossen und mitgefiebert und möchte am nun am liebsten morgen direkt selber in die Antarktis aufbrechen! Ich denke man sollte schon ein gewisses Interesse für eisig kalte Expeditionen mitbringen um sich durch die Teile über Equipment und Co. zu lesen, allerdings ist das Buch so spannend, dass es für jeden eine abenteuerliche Leseerfahrung sein kann.

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Tags: abenteuer, expedition, segeln   (3)
 

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118 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, künstliche intelligenz, technik, mirror, manipulation

Mirror

Karl Olsberg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.08.2016
ISBN 9783746632346
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung

»Mirror« ist eins dieser Bücher, die mich gedanklich auch nach dem Lesen noch sehr fesseln. Das Buch beschäftigt sich mit einem sehr aktuellen Thema und ist zugleich ein wirklich spannender Thriller.

Handlung

In dem Thriller »Mirror«, geht es um ein gleichnamiges fiktives Produkt, welches den Markt erobert und dessen Folgen unabsehbar zu sein scheinen. Der »Mirror« ist ein neuartiges Gerät, welches eine Mischung aus künstlicher Intelligenz, erweitertem Smartphone und “bestem Freund” darstellt. Man trägt das Herzstück, das »MirrorBrain«, bei sich. Gesteuert wird es über eine Art Headset mit integrierter 360° Kamera, dem »MirrorClip«. Weitere Daten werden über ein Armband gesammelt, dem »MirrorSense«, welches wie eine Sportuhr Vitalfunktionen überwacht. Außerdem gibt es einen ganzen Haufen zusätzlicher Gadets, wie einer Drohne (»MirrorBird«) und einer virtuellen Welt (»MirrorWorld«), die der echten nachempfunden ist und in der die Inhaber eines »Mirrors« sich treffen und kommunizieren können.

Der »Mirror« soll für seinen Besitzer nicht nur alltägliche Dinge erledigen, wie sie mit dem Smartphone bereits funktionieren (telefonieren, Wegplanung etc.), sondern darüber hinaus der beste Freund sein. Er hilft ihm sein Leben zu optimieren. Egal ob im Job oder in Beziehungen. Durch die gesammelten Daten wird ein Abbild des Besitzers erzeugt. Um die Funktionalität zu erweitern sind alle »Mirror« miteinander über das »MirrorNet« verbunden. Das »MirrorNet« ist das zentrale Gehirn, das mit neuen Daten gefüttert wird und so wächst und sich weiter entwickelt.

Diese Technik kommt bei dem Großteil der Bevölkerung wahnsinnig gut an und viele, welche vorerst Bedenken haben werden überzeugt. Doch nach und nach weckt der »Mirror« Misstrauen. Es fängt damit an, dass er seinem Besitzer Worte in den Mund legt, über kleine Entscheidungen die er selber trifft, bis hin zu Reaktionen die auf ein Bewusstsein schießen. Er verkuppelt Menschen, andere trennt er. Die Folgen sind unabsehbar.

Perspektiven

Erzählt wird die Handlung aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven. Eine der wichtigsten Perspektiven, ist die von Andy. Er ist ein autistischer Junge, der Schwierigkeiten hat die Emotionen seiner Mitmenschen zu deuten. »MirrorSense« hilft ihm dieses Manko wett zu machen .Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich selbstständig und lernt sogar ein nettes Mädel kennen. Carl Poulson hingegen ist der Gründer von »Walnut Systems«, der Firma, die die »Mirrors« entwickelt hat. Er kennt die Entwickler, sein Herzblut steckt in diesem Gerät. Eine weitere sehr interessante Perspektive ist die der Journalistin Freya. Sie nutzt die Drohne »MirrorBird« aktiv um ihre Artikel mit Bildmaterial zu versorgen. Dann wäre da noch Lukas, er ist ziemlich erfolglos, verlassen von seiner Freundin, man könnte schon fast sagen dümmlich. Doch als er sich einen »Mirror« zulegt wendet sich das Blatt. Er ist absolut und fanatisch überzeugt von diesem Gerät.

Wendung

Nachdem der »Mirror« in der breiten Öffentlichkeit Anklang gefunden hat, werden die ersten Stimmen laut, die von merkwürdigem Verhalten und Fehlfunktionen sprechen. Freya ist eine dieser Stimmen. Erst bemerkt sie ein seltsames Verhalten ihrer Drohne, sie schreibt es einer Fehlfunktion zu, doch als sie genauer hinschaut bemerkt sie, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Andy muss die Folgen seines Vertrauen in den »Mirror« ebenfalls am eigenen Leib erfahren, als sein »Mirror« beschließt, wer gut für ihn ist und wer nicht.

Aktuelle Gesichtspunkte

Dieser Thriller hat nicht nur eine sehr spannend geschriebene Geschichte und ein angenehmen Stil im Repertoire, sondern widmet sich auch noch einem sehr aktuellen Thema. In Zeiten von Google Glass, Google Now, Amazon Echo, Siri, Cortana, Watson und Co. ist der »Mirror« als erdachtes technisches Gerät absolut denkbar! Es ist kein abgedrehtes Sci-Fi Gerät dessen Nutzung man sich kaum vorstellen kann, sondern ein absolut denkbares Szenario. Früher oder später wird der Mensch eine immer fortschrittlichere künstliche Intelligenz erschaffen.

Datenschutz

Ein ganz wichtiger Punkt ist meiner Ansicht nach der Datenschutz solcher Produkte. Google, Facebook und Co. sind ja seither in der Kritik personenbezogene Daten in rauen Mengen  zu sammeln und leichtfertig zu verwenden. Ein Gerät wie der »Mirror« wäre natürlich ein gefundenes Fressen. Im Buch wird »Walnut Systems«, die Firma, die den »Mirror« erschaffen hat, ebenfalls mit diesem Thema konfrontiert. Die Regierung möchte Zugriff auf die Daten um sie zur Verbrechensbekämpfung zu verwenden. Doch wo ist die Grenze zwischen Nutzen und Privatsphäre? Die Überwachung schleicht sich an und ist kaum aufzuhalten.

Künstliche Intelligenz: Gefahr vs. Fortschritt

Eine wirklich und wahrhaftige künstliche Intelligenz zu erschaffen ist sicherlich seit vielen Jahren ein großer Wunsch der Menschheit. Es ist wahnsinnig spannend und aufregend und man kann sich gar nicht vorstellen, was alles möglich wäre mit einer solchen KI. Doch welche Gefahren birgt ein solch enormer Fortschritt? Kann die Entwicklung eines neuronalen Netzwerkes wirklich überwacht werden? Wie kann eine Software, die von einem Menschen geschrieben wurde und die sich selbstständig entwickelt getestet werden? All diese Fragen und Kritikpunkte finden sich in diesem Thriller wieder.

Fazit

Karl Olsberg inszeniert in »Mirror« den Aufstieg einer spannenden Technik mit wahnsinnig viel Potenzial, doch er weist auch auf Kritikpunkte hin und entwickelt ein Szenario, welches das Potenzial in ein echtes Drama stützt. Ein sehr gelungener, sehr spannender und toll geschriebener Thriller. Mich hat das Thema künstliche Intelligenz, Technik und Co. brennend interessiert und die Umsetzung ist super aktuell, modern, spannend und authentisch. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen!

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebeskummer, eifersucht, ex-partner, trennung, liebe

Kill your Darling!

Jennifer Wright , Jenny Merling
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2016
ISBN 9783518466940
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Gorßartiges Buch! Das könnte ich direkt einfach so stehen lassen, weil es wirklich so toll war: tragisch und urkomisch, aber ich führe es noch ein wenig weiter aus.

In »Kill your Darling« hat Jennifer Wright 13 historische Trennungsgeschichten raus gesucht, die drastischer, tragischer, komischer und teilweise blutiger und skuriler nicht hätten sein können. Von Nero über Oscar Wilde bis hin zu Elizabeth Taylor bietet Frau Wright ihren Lesern einen bunten Mix aus sehr bekannten Persönlichkeiten, bis hin zu ein weniger bekannteren Persönlichkeiten, die mit ihren Trennungen ganz schön viel Wirbel verursacht haben.

Dabei erzählt Jennifer Wright diese Geschichten mal ganz anders und unglaublich witzig. Die Geschichten sind überwiegend ganz schön tragisch, aber in dieser Tragik auch sehr komisch und skuril. Manchmal muss man einfach schmunzeln zu was Menschen sich in Trennungsangelegenheiten hinreißen lassen. Dabei wurden die Geschichten nicht nur trocken wiedergekaut, sondern mit ganz vielen Quellen, wie etwa Briefen unterfüttert und mit der Meinung und EInschätzung der Autorin versehen.

Besonders ja… krass, heftig, übel fand ich persönlich die Geschichte von Nero, ein einziges Dilemma in der nicht nur eine Frau, sondern auch seiner Mutter und ein ganz schön gebeutelter Junge eine Rolle spielen. Natürlich sind einige Geschichten interessanter, andere etwas weniger, je nachdem welche Persönlichkeit man mehr oder weniger spannend findet, aber ich fand das Buch durchweg überaus unterhaltsam geschrieben und ich habe einige spannende historische Charaktere kennengelernt, die ich bisher nur am Rande wahrgenommen habe.

Fazit

»Kill your Darling« ist tragisch und urkomisch zusammen, die Autorin schreibt so unfassbar unterhaltsam, dass ich ungelogen mehrmals laut lachen musste beim lesen. Ich lese wirklich wenige witzige Bücher, aber dieses hier hat sich wirklich sehr gelohnt. (Ich sollte dringend mehr lustige Bücher lesen!)

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

zwietracht, wald, horror, tanja hanika, freundschaft

Zwietracht - Mörderische Freundschaft

Tanja Hanika
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 03.09.2016
ISBN B01LJUIEPC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

»Zwietracht – Mörderische Freundschaft« spielt in einer kleinen abgelegenen Hütte im Wald. Zwei Freundinnen wollen ein paar Tage raus aus ihrem Alltag und gemeinsam Urlaub machen. Sie buchen die Hütte und sind voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Lina ist Autorin, aber schwer gequält von einer Schreibblockade, welche sie hofft in der “Wildnis” überwinden zu können. Millie ist – bislang – Hobbyfotografin und nutzt den Urlaub um jede Menge toller Motive vor die Linse zu bekommen.

Die kleine Hütte im Wald ist rustikal, dunkel und im Inneren gibt es eine verschlossene Tür, die Millie und insbesondere Lina ganz kribbelig macht. Doch beide sind erst mal nicht übermäßig besorgt und widmen sich sogleich ihren jeweiligen Tätigkeiten.

Nach und nach verändert sich die Stimmung zwischen den beiden Freundinnen und Anspannung und Misstrauen macht sich breit. Die unheimliche Atmosphäre in der kleinen Hütte im Nirgendwo beflügelt Linas Fantasie, macht sie aber auch ganz schön nervös.

Meine Meinung

Letztes Jahr habe ich bereits »Redthorne Castle« von der Autorin Tanja Hanika gelesen und war sehr begeistert. Als Tanja Hanika anbot mir ein Rezensionsexemplar von ihrem neuen Horrorroman zu schicken war ich sofort begeistert, denn »Redthorne Castle« hatte mir wahnsinnig gut gefallen. An dieser Stelle also ein dickes Danke an Tanja Hanika! ♥

Simple Motive – abgedroschen oder wirkungsvoll?

Mein erster Gedanke, als ich so langsam in das Buch hinein gefunden hatte war, dass »Zwietracht« mit sehr vielen relativ simplen Motiven spielt. Da wäre die Angst vor der Dunkelheit und Abgeschiedenheit, die einsame Hütte im Wald, die Angst war hinter der verschlossenen Tür lauern könnte, seltsame Geräusche in der Nacht.

Dies alles sind keine völlig neuen Motive, sondern sie wurden allesamt in unzähligen Varianten wieder und wieder verwendet und verarbeitet. Jetzt stellt sich die Frage, sind diese Motive einfach nur abgedroschen? Oder ist »Zwietracht« vielleicht doch ein spannender Roman, der diese Motive neu belebt?

Ich habe mich für Letzteres entschieden. Ich fand grade diese relativ schlichten Motive sehr wirkungsvoll. Tanja Hanika versteht es, mit einem simplen Setting, einen super schaurigen Roman zu erschaffen, dessen Atmosphäre einem unter die Haut geht! Das Buch ist kein Äquivalent zum Splatter-Movie in dem stumpf eine Horde Jugendlicher in einer Hütte im Wald abgemurkst wird, sondern ein Horrorroman der spannender und eindringlicher nicht hätte sein können.

Perspektiven

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die jeweils circa ein Drittel des Buches umspannen. Der erste Teil ist aus Linas Perspektive erzählt, wie sie die ersten Tage ihres Urlaubs erlebt. Der zweite Teil beschreibt Millies Sicht der Dinge, wie sie die gleichen ersten Tage erlebt und schließlich folgt ein Teil, der abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt ist und den Zeitraum nach diesen ersten Tagen erzählt.

Als Lina und Millie an ihrem Urlaubsziel ankommen sind sie unzertrennliche beste Freundinnen, schon seit Ewigkeiten. Direkt am ersten Abend schafft Lina es ihre Schreibblockade abzulegen und fängt ihren neuen Roman an. Als sie Millie später stolz ihr Ergebnis präsentiert, kommen die ersten Spannungen auf. Millie reagiert völlig unverschämt auf die ersten Seiten des neuen Romans. Sie fragt Lina sogar ob dies ein schlechter Scherz sei. Lina ist gekränkt und für sie ist klar ihre beste Freundin kann ihr ihren Erfolg einfach nicht gönnen. Sie ist neidisch. In den nächsten Tagen entdeckt Lina immer mehr Anzeichen dafür, dass Millie etwas ausheckt, und es keimt sogar die Angst auf, dass Millie ihr etwas antun könnte. Zugleich geht eine unheimliche Anziehungskraft von der verschlossenen Tür aus. Wird das Geheimnis hinter dieser Tür die beiden Freundinnen trennen?

Die Situation steigert sich und steigert sich und wird extrem spannend. Als dann der Perspektivenwechsel kam, war ich erst etwas enttäuscht weil genau die gleiche Geschichte quasi noch einmal erzählt wurde. Doch nach wenigen Seiten wurde es einfach genial. Es gibt in einem Roman, oder auch der Wirklichkeit, immer einen gewissen Pool an Fakten, was darüber hinaus passiert, oder wie die Fakten interpretiert werden liegt beim Betrachter. So kann eine Situation von zwei Charakteren völlig verschieden wahrgenommen werden und mit diesem Prinzip wurde sehr geistreich gespielt in diesem Roman. Ich war wahnsinnig gespannt und schließlich überrascht wie das Buch ausgeht!

Fazit

»Zwietracht – Mörderische Freundschaft« ist ein sehr gelungener Horrorroman, der mit einem einfachen Setting eine unglaublich spannende und schaurige Atmosphäre herauf beschwört. Die Geschichte der beiden Freundinnen geht unter die Haut und der super flüssige Stil der Autorin macht das Buch zu einer fesselnden Unterhaltung. Ich hätte das Buch in einem Rutsch gelesen, wenn mein Körper nicht blöderweise nach Schlaf gegiert hätte!


Alle Bücher und noch mehr Infos über Tanja Hanika findet ihr hier auf ihrer Homepage →

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Tags: grusel, horro, schauer, wald   (4)
 

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167 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

abbi glines, rosemary beach, erotik, liebe, piper verlag

Up in Flames – Entbrannt

Abbi Glines , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492309202
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Meine Meinung

»Up in Flames – Entbrannt« ist der 14. Teil der »Rosemary Beach«-Reihe. Ich hatte keine Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, auch wenn es der erste Band der Reihe ist, den ich lese. (Allerdings ist es schon vorteilhaft die Reihenfolge zu beachten, weil man sich dann mehr in die Beziehungen zwischen den Nebencharakteren einfühlen kann.)

Handlung

In der Handlung beschreibt die Protagonistin Nan in einem Abschnitt, wie sie sich einen gemütlichen Serien-Abend macht und die Serie »Gossip Girl« anschaut. Diese Serie ist sehr passend, denn es geht um Skandale, um Gefühle, Manipulation und nicht zuletzt um Sex. So ist auch »Up in Flames« sehr dramatisch und Gefühlsgeladen.

Nan ist die Tochter eines Rockstars, sie wurde von Männern enttäuscht und ausgenutzt und hat sich geschworen, dass dies nie wieder passiert. Doch eigentlich ist sie auch nur ein Mensch, der sich nach Liebe und Nähe und Vetrauen sehnt. Sie ist sprunghaft und aufbrausend. Obwohl sie sich geschworen hat keine Gefühle mehr zuzulassen kommt ihr neuster Lover ihrem Herzen schon empfindlich nah. Doch als dieser sie versetzt flüchtet sie sich als Ablenkung nach Las Vegas und trifft dort prompt einen Mann der ihre Gefühlswelt auf ganz unerwartete Weise auf den Kopf stellt. Doch wie könnte es anders sein? Auch dieser Traumprinz entpuppt sich nicht als Schmetterling!

Gefühle, so bunt, so kreischend laut

Nans Gefühlswelt ist eine echte Achterbahn. Mal ist sie sauer mal enttäuscht mal verliebt und manchmal auf Wolke 7. Doch im laufe der Handlung entwickelt diese sich zu einem echten Drama! Was Nan mit den Männern alles wegstecken muss ist wirklich allerhand und ich finde Nan hinter ihrem Super-Sexy-Partygirl-Rockstar-Tochter Auftreten ziemlich süß und verletzlich.

Ein Punkt den ich noch erwähnen möchte ist der Barbie/Ken-Faktor in »Up in Flames«. Es scheint so, dass jeder einzelne Charakter aus der »Rosemary Beach«- Reihe ausnahmslos, hübsch, dünn, trainiert und super süß ist und Model-Potenzial besitzt. Alle Männer, wie Frauen, sind in diesem Buch anscheinen äußerlich perfekt. Trotzdem stopft Nan sich ab und an mit Fastfood und Naschereien voll, aber was solls? Sie trainiert ja jedes Gramm an den richtigen Platz! Solche über-perfekten Charaktere kommen ja häufiger in Büchern vor, zum Beispiel in serh vielen Vampir-Romanen. Es kann für den ein oder anderen ja eine schöne Vorstellung sein, dass es nur hübsche Menschen gibt, für mich machen gewisse Makel den Menschen oder Charakter allerdings außergewöhnlich.

Vergleich »Rosemary Beach« und »Field Party«

Das erste Buch, welches ich von Abbi Glines gelesen habe ist der erste Band der »Field Party«-Reihe: »Until Friday Night«. Einem unglaublich süßem, gefühlvollen Buch, beste Unterhaltung für einen sommerlichen Abend! »Up in Flames« war nun das zweite Buch, welches ich gelesen habe. Die »Field Party«-Reihe startet sehr gefühlsbetont, aber relativ unschuldig. »Up in Flames« hingegen ist mehr so ein romantisch-erotisches-Abenteuer. Neben vielen Gefühlen kommt der Leser was körperliche Abenteuer angeht nicht zu kurz! Mir persönlich hat »Until Friday Night« etwas besser gefallen.

Fazit

»Up in Flames« ist voller bunter, lauter Gefühle. Es ist abenteuerlich, erotisch mehr als angehaucht und entwickelt sich wahrlich dramatisch! Auf jeden Fall eine gute Unterhaltung für jeden der auf Frauen-TV-Serien und Bücher wie »Gossip-Girl« steht. Für mich persönlich war »Up in Flames« eine gute Unterhaltung für zwischendurch. Nicht zu viel Tiefgang aber auch nicht zu oberflächlich, so dass es sich locker flockig liest.

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536 Bibliotheken, 11 Leser, 10 Gruppen, 37 Rezensionen

zeitreise, london, jack the ripper, zeitreisen, zukunft

Die Landkarte der Zeit

Félix J. Palma , Willi Zurbrüggen , ,
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2011
ISBN 9783499253195
Genre: Romane

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

reihen-bände

Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit

Josin L. McQuein , Jakob Schmidt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 03.04.2014
ISBN 9783863960353
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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41 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

sadismus, bdsm, psychologie, stanford white, evelyn nesbit

Sadisten

Lydia Benecke
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 12.02.2015
ISBN 9783431038996
Genre: Sachbücher

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Tags: pschologie, sachbuch   (2)
 

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

psychothriller, krimi, kontrolle, thriller, schuld

Kontrolle. Macht. Tod.

Klaus Schuker
Flexibler Einband: 271 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 28.09.2016
ISBN 9783944788319
Genre: Krimi und Thriller

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51 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

magier, fantasy, magie, meister, drachen

Ormog

Thomas Engel
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783944788302
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Oberfläche des Glücks

Claire Kells , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 14.07.2016
ISBN 9783863960964
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Gedanken zum Buch

Jeder einzelne der keinen Flugzeugabsturz überlebt hat, wird sich wohl kaum in diese Situation wirklich einfühlen können oder dessen Nachwirkungen wirklich begreifen können. So geht es mir zumindest. Bei dem Gedanken an einen Flugzeugabsturz, bin ich erfüllt von Grauen, Angst, Panik, ich denke an Schmerzen, Leid, Trauer aber auch daran wie man als Überlebender wirklich weiterleben kann, wie ist das möglich? Kann man dankbar sein, dass man überlebt hat und glücklich, dass man zu seiner Familie und seinen Lieben zurück kehren kann oder ist man einfach nur traumatisiert, einfach erfüllt von den Ängsten und Schuld, weil die anderen es nicht geschafft haben? Erstickt man an Fragen ob man mehr hätte tun können?

Avery

Avery ist Studentin, Wettkampfschwimmerin, sie ist beliebt, ist mit einem lieben, gutaussehenden Jungen zusammen und genießt ihr Leben. Doch kann kommt der Absturz. Auf dem Weg von ihrer Uni nach Hause stürzt das Flugzeug in dem sie und viele andere sitzen in den Bergen ab. Neben ihr sitzt Collin, ein Freund und Schwimmer aus ihrer Mannschaft. Obwohl ihr fast das Herz stehenbleibt kann sie nichts anderes tun als abwarten und Collins Hand halten.

Ihre Geschichte wird in zwei Strängen erzählt. Im aktuellen Geschehen ist Avery zu ihren Eltern zurück gezogen, sie verkriecht sich und ist eigentlich ziemlich durcheinander was sie jetzt tun soll. Soll sie sich erholen oder doch lieber einfach all dem Trubel entkommen? Ihren wahren Gefühlen? Abwechselnd wird in Rückblenden die Tage nach dem Flugzeugabsturz erzählt. Beides aus Averys Sicht. Was sie, Collin und die drei Jungs nach dem Absturz gemacht haben, wie sie zu überleben versuchten.

 »Ich lächle - wiederstrebend, unsicher, aber immerhin. Keine Tränen. Etwas in mir scheint wieder Halt zu finden, ich habe wieder festen Boden unter den Füßen.« (Seite 122)


Wasser, kalt und beängstigend vs. eine Zuflucht, ein Teil von Avery

Besonders das Wasser war eine zentrale Rolle in Averys Geschichte, als Schwimmerin hat sie sich seit ihrer Kindheit im Wasser zuhause gefühlt, doch durch den Absturz wurde Wasser zu ihrem Feind. Sie hat es als kalt, gefährlich und tödlich kennengelernt und es macht ihr eine Heidenangst wenn sie daran denkt das schwimmen wieder anzufangen.

Collin und die Jungs

Collin hingegen scheint sehr gefasst zu sein. Seine Gefühlswelt wird weniger klar als Averys, doch auch er hat seine Päckchen zu tragen. Was zwischen ihnen war und ist, ist sehr schleierhaft. Ist es die Verbundenheit gemeinsam überlebt zu haben, hat es sie für immer zusammen geschweißt oder trennt die gemeinsame Erinnerung die beiden vielmehr? Ihre Beziehung ist sehr tiefgründig, sehr facettenreich und ganz und gar nicht plump erzählt. Es ist keine Liebesgeschichte von zwei Überlebenden, die als übertrieben glückliches Paar aus der Krise hervorgehen, sondern vielmehr eine zarte, zerbrechliche Verbindung die sich entwickelt.

    »Der Nebel hatte sich gelichtet. Danach träumte ich in grellem Rot und schlierigem Blau. Ich sah bleiche, erstarrte Gesichter, deren Münder sich lautlos bewegten, wie bei sterbenden Fischen. Ich sah [...] einen See ohne Grund. Ich sah drei kleine Jungen, die tot in meinen Armen lagen. Und ich sah Collin wie er jemanden rettete.« (Seite 23)

Besonders süß fand ich persönlich wie Avery und Collin sich um die drei kleinen Jungs gekümmert haben, die mit ihnen den Absturz überlebt haben. Avery stand immer zwischen Überforderung und Überlebenswillen, Collin hingegeben hat allgegenwärtig eine Ruhe und Stärke ausgestrahlt, die man sich wirklich nur wünschen kann. Es war sehr schön, wie unterschiedlich die beiden Charaktere waren und doch so verbunden.

Entwicklung und Tempo

Zuerst dachte ich, dass das Buch schon ein sehr langsames Tempo anschlägt. Dass die Geschichte nicht in an Fahrt aufnimmt, dass ich mehr erfahren will, doch nach und nach hat sich die Geschichte so zart und liebevoll und zerbrechlich entwickelt, dass ich verstanden habe, dass es in genau dem richtigen, perfekten Tempo erzählt wurde. An diesem Buch passt wirklich alles zusammen und hat mich sehr bewegt.

    »Als ich ihn lächeln sehe, schlägt mein Herz zum ersten Mal an diesem Nachmittag wieder normal.« (Seite 124)

Fazit

»Die Oberfläsche des Glücks« ist ein unfassbar gefühlvolles, tiefgründiges Buch. Es strotzt nicht vor Handlung, Action, und einem aufgeblasenen Überlebenskampf in den Bergen, sondern es handelt viel mehr auf der Gefühlsebene von Avery und Collin. Eine sehr bewegende Geschichte, die mir einige Tränen in die Augen getrieben hat! Eine Geschichte die zarter und einfühlsamer nicht hätte sein können. Dieses Buch ist für mich auf jeden Fall schon ein echter Höhepunkt dieses Jahr.

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85 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, soziopath, psychiater, lisa scottoline, philadelphia

Niemand sieht mich kommen

Lisa Scottoline , Kathrin Bielfeldt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.06.2016
ISBN 9783352008849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung

Handlung

Die Handlung würde ich als ganz soliden Plot für einen guten und spannenden (Psycho-)Thriller bezeichnen. Im Mittelpunkt steht Dr. Eric Parrish, welcher als Psychiater tätig ist. Die Spannung steigert sich in diesem Thriller ganz stetig mit jedem neuen Rückschlag, den Eric verzeichnen muss. Sorgerechtsstreit, Vorwurf wegen sexueller Belästigung, ein randalierender Patient und sogar ein Mordvorwurf stehen im Raum. Nach und nach wird Eric klar, dass das alles kein Zufall sein kann, sondern ein größerer Plan hinter all dem stecken muss. Doch während er sich mit seinen eigenen Problemen herumschlagen muss, ist Eric die ganze Zeit über bemüht das Interesse seiner Patienten zu wahren und insbesondere seinen neusten Schützling, Max, zu finden und zu retten, welcher nach dem Tod seiner Oma unter Suizidverdacht steht und verschwunden ist. Es entsteht ein Spannungsbogen zwischen Erics privaten Interessen und seinen Idealen als Psychiater und Arzt, seine Patienten zu schützen und Max zu retten. Er besteht vor der Polizei und jedem anderen auf die ärztliche Schweigepflicht, doch dies könnte ihn den Kopf kosten. Keine rosigen Aussichten für Eric.

Perspektive

Der Thriller wurde aus der Sicht von Eric verfasst, doch es gibt auch einen Perspektivenwechsel zu einem unbekannten Charakter, der von seinen inneren Konflikten und seinen Plänen spricht. Wobei es für diesen Charakter weniger Konflikte als eher Stärken sind. Ein Blick in die Seele eines Soziopathen könnte man sagen. Zu Beginn jedes Kapitels, welches aus dessen Sicht geschrieben ist, steht eine Frage aus einem psychologischen Fragebogen, was ich ganz interessant fand, ohne als Laie beurteilen zu können, wie diese Fragen einzuordnen sind.

Titel

»Niemand sieht mich kommen« ist ein sehr passender Titel für diesen Thriller. Bis zuletzt ist der Plan, der sich hinter allen Ereignissen versteckt, verschleiert und auch die Perspektive aus der Sicht des Soziopathen bietet erst im Nachhinein Anhaltspunkte, um welchen Charakter es sich handelt. Solche Überraschungen sind für mich immer ein großer Pluspunkt für einen guten Thriller.

Cover

Das Cover ist ebenfalls sehr gelungen gestaltet, es zeigt einen Rorschachtest, bei dem wohl viele antworten würden, es sehe aus wie ein Schmetterling oder eine Motte. Im Inneren des roten „Klecks“ sieht man das Gesicht einer Frau und einen Mann mit einem Aktenkoffer. Ein sehr interessantes Cover, das auf der einen Seite sehr auffällig ist und zugleich auch einen starken Bezug zur Handlung hat.

Charakter

Dr. Eric Parrish, der Protagonist, ist mir bis zum Desaster etwas zu glatt daher gekommen. perfekter Job, perfektes Haus, perfekte Führungsperson, perfekt perfekt perfekt. Der einzige Makel in seiner perfekten Lebensplanung ist die Scheidung, welche seine Frau eingereicht hat. Und gerade weil sein Leben so scheinbar perfekt ist, ist der “Absturz” so drastisch. Jeder Rückschlag kostet Eric mehr Nerven, doch er bleibt selbst dann stehst gefasst, vielleicht zu gefasst. Auf dieser Ebene war mir Eric etwas zu wenig emotional. Der einzige Umstand der ihn wirklich zu berühren scheint, ist der Streit um seine Tochter.

Fazit

»Niemand sieht mich kommen« ist in meinen Augen ein solider Thriller mit viel Spannung und einer sehr interessanten “Killer”-Perspektive. Nur der Protagonist Eric ist mir etwas zu glatt, etwas zu beherrscht, bei all den Rückschlägen, die er verkraften muss. Der flüssige Stil, der Perspektivenwechsel und das Rätseln was, oder wer, hinter all diesen Ereignissen stehen könnte hat das Buch spannend gemacht. Insgesamt würde ich sagen, kann sich das Buch nicht in besonderem Maße aus der schieren Massen an Thrillern hervorheben. Spannung und gute Unterhaltung sind garantiert, aber es handelt sich nicht um ein Buch für meine Top-Favoriten, dafür hat mir das gewisse Etwas leider gefehlt.

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Tags: psycho, thriller   (2)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

historischer roman, zürichsee, piratinnen, piratin, historisch

Piratinnen

Piero Schäfer
Fester Einband: 294 Seiten
Erschienen bei novum premium ein Imprint von novum publishing , 22.06.2015
ISBN 9783903067011
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung Erste Erwartungen und Handlung

»Piratinnen« klingt nach einem sehr spannenden, historischen Roman. Der Titel sagt weiter »Das ruchlose Leben der Anna Zollinger«. Es geht um Anna, eine junge Frau die in eigentlich recht behüteten Verhältnissen groß wird. Ihr Vater ist wohlhabend, ihr fehlt es nicht an Freiheit, Essen, Trinken und anderen essenziellen Gütern, doch Anna ist seither rebellisch, störrisch, launisch, ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester, welche einen absoluten Gegenpol darstellt: ruhig, artig, dankbar. Doch es gibt auch Schattenseiten in Annas Leben. Ihre Mutter ist gestorben, die Stiefmutter eher ein Stiefmonster, ihr Vater ist viel auf Reisen und ihre Welt ist anscheinend viel zu klein für das wilde Kind. Besonders gereizt hat mich, dass es diesmal um (weibliche) Piratinnen geht, sonst kenne ich aus Film und Buch und auch Geschichten immer nur männliche Piraten. Dass diesmal Frauen in dieser Rolle stecken sollen fand ich äußerst spannend!

Charaktere: Wild vs. Artig

Anna ist ein wahnsinnig spannender, interessanter Charakter, jeder der in seiner Jugend rebellisch war findet sich ein Stück in ihr wieder, doch auf der anderen Seite ist in ihr eine Unruhe, die nicht so leicht zu fassen ist. Ich fand es sehr schade, dass es im ersten Drittel des Buches relativ wenig um Anna direkt ging, als vielmehr um die ganze Welt in der sie lebt. Ich hatte erwartet dass das ganze Buch Annas Geschichte begleitet, doch nach einer kurzen Begegnung mit Anna, wird viele Seiten lang erst mal ihr Umfeld, ihre Familie, der Beruf ihres Vaters, und viele weitere Nebenschauplätze beschrieben, bevor die einzelnen Stränge zurück zu Anna führen. Auf der einen Seite finde ich es toll wenn der Autor es schafft viele Stränge letzten Endes wieder zu vereinen, doch in diesem Buch war der Einstieg meiner Meinung nach zu lang und zu langatmig. Ich habe mich oft gefragt wie diese oder jene Handlung eine Rolle für Anna spielt.

Stil

Nachdem sich die Handlung Anna wieder angenähert hat fand ich das Buch sehr spannend und die historische Geschichte durchaus packend. Der Stil des Buches hingegen war etwas gewöhnungsbedürftig. Es sollte wohl das Gefühl herüber gebracht werden, dass die Handlung im 15. Jhd. spielt, doch durch die etwas altertümlich gehaltene Sprache war das Buch auch wenig flüssig zu lesen. Ich bin noch zwigespalten ob der Stil für die Handlung förderlich oder hinderlich war. Auf jeden Fall hat es ganz gut ins Bild gepasst.

Fazit

»Piratinnen«. Das ist ein Titel unter dem ich mir eine historische Geschichte, Rebellion, Abenteuer und auch Leid vorgestellt habe. Anna ist ein sehr interessanter, rebellischer Charakter. Sie begehrt auf, sie wehrt sich und bricht aus ihrer Bestimmung aus. Schade fand ich, dass im ersten Drittel wenig von Anna direkt berichtet wurde, dennoch ist die Geschichte packend und eine gute Abwechslung.

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Tags: historisch, piraten   (2)
 

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555 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

monday club, mystery, freundschaft, tod, jugendbuch

Monday Club - Das erste Opfer

Krystyna Kuhn
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.07.2015
ISBN 9783789140617
Genre: Jugendbuch

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174 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, entführung, thailand, jugendbuch, spiel

Wonderland

Christina Stein
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783733502898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Liz, Jacob, Freund und Feind

»Wonderland« ist ein Buch, dessen Handlung einem nicht sofort einen “Freund” und einen “Feind” präsentiert. Liz, ihre Freundinnen, Jacob und die Jungs wachen gemeinsam  in einem grausamen »reality Game« auf. Sie sind entführt worden und gefangen. Doch wer sind die Spieler, die sich an ihrer Angst und ihrem Leiden auf der anderen Seite der Mauer ergötzen? Sie sind völlig Ahnungslos, bis auf eine Ausnahme: Jacob. Er scheint etwas zu wissen, doch er sagt nichts und spielt mit.

»Wieder versucht Jacob zu lächeln, sein seltsames Lächeln, das so anders ist als das von Adrián, genau genommen um hundertachtzig Grad anders. Und plötzlich ist da wieder das Ziehen, dieses Gefühl, dass irgendwass passiert, aber das Gefühl beherrscht einen ganz anderen Teil des Bauches, und ich finde: Irgendwas stimmt hier nicht.« (Liz Gedanken, Seite 15)

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen aus Liz’ Perspektive zum anderen aus der von Jacob. später gibt es Episoden, die aus der Sicht eines Unbekannten erzählt werden, welcher der Drahtzieher von »Wonderland« zu sein scheint. Dieser Wechsel zwischen den Perspektiven macht es ungemein spannend. Liz weiß nur was sie sieht und was sie erlebt, doch Jacob hat mehr Informationen, die er jedoch dringend für sich behalten muss.

Neben der offensichtlichen Angst und Panik ist das Buch vor allem von den persönlichen Beziehungen geprägt. Die Freundschaft zwischen Nelli, Amelie und Liz ist immer wieder Thema, sie hält sie alle zusammen und auch wenn diese absolut harte Ausnahmesituation die Schattenseiten in den sechs hervorlockt, so ist es die Freundschaft die sie zusammenhalten kann. Eine zarte Verbindung entwickelt sich trotz der Verdächtigungen zwischen Liz und Jacob. Ist es Liebe oder ist ihre Verbindung dem immensen Druck entsprungen? Außerdem spielt Jacobs Familie eine wichtige Rolle. Jeder der sechs Charaktere, insbesondere Jacob und der drei Mädels haben eine individuelle Geschichte die nach und nach ans Licht kommt und die sie alle einfach sehr außergewöhnlich macht.

»[…] warum begreift er unsere Situation so viel schneller als der Rest von uns, und warum, verdammt nochmal, erschüttert ihn das nicht?« (Liz Gedanken über Jacob, Seite 43)

Liz und Jacob kommen sich bereits am Abend der Party ein wenig näher, jedoch ist Liz sehr skeptisch. Während ihres Aufenthalts im Park werden sie langsam zu Verbündeten und Anziehung macht sich trotz der Qual und der Angst breit. Ich finde besonders diese zarte Verbindung sehr natürlich und rührend.

Spitznamen

Etwas verwirrend ist zu Beginn des Buches, dass die Charaktere jeweils Spitznamen haben und mal so und mal so genannt werden. So wird z.b. einer der Jungs neben seinem richtigen Namen auch immer wieder einfach »Freckles« genannt. Dies ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber in gewisser Weise auch recht real für jeden der auch gerne andere mit Spitznamen versieht.

Wonderland vs. Horrorland

Die Idee von »Wonderland« hat mich etwas an den (ziemlich heftigen, ekligen, blutigen und abartigen) Film »Hostel« erinnert. Im Film werden ein paar Rucksacktouristen entführt und von reichen Menschen, die ihre sadistische Ader einmal ausleben möchten gequält und gefoltert. »Wonderland« ist diesem Film in einigen Punkten sehr ähnlich. Touristen werden entführt und zum Zweck der Belustigung oder der Befriedigung von Bedürfnissen gequält. Doch »Wonderland« ist ganz und gar nicht stumpf und sinnlos brutal, (so wie ich persönlich den Film »Hostel« empfunden habe) sondern eine ganz fabelhaft erzählte Geschichte. Die Idee ist heftig und die Umsetzung super spannend, Nervenkitzel Pur!

Fazit

»Wonderland« hat mich dezent an den Film »Hostel« erinnert, die Idee ist gleichermaßen heftig, krass, wahnsinnig, doch die Umsetzung ist im Gegensatz zum Film, einfach großartig. Es ist weniger blutig, stattdessen ist vielmehr der psychische Druck und die angsterfüllte Atmosphäre absolut greifbar. Das Buch hat mich jedenfalls positiv überrascht, ich hatte nicht erwartet so einen Pageturner vor mir zu haben. Absolut spannend, mit viel Gefühl und zwei starken Protagonisten.

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