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familiengeheimnis, madagaskar, petra pfänder, roman, madagascar

Unter dem Vanillemond

Petra Pfänder
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 11.01.2016
ISBN 9783956492709
Genre: Romane

Rezension:

Annabel Hansen arbeitet bei der Kanzlei Jansen & Jansen und steht kurz davor zur Partnerin ernannt zu werden, als sie die Mitteilung erreicht, dass ihr Vater gestorben ist.

Carsten Hansen war Inhaber des Vanille-Kontors in Hamburg und Besitzer einer Vanille-Plantage auf Madagaskar. Annabel wird schmerzlich bewusst, dass sie ihren Vater seit 12 Jahren nicht mehr gesehen oder gesprochen hat - seit dem Tag, an dem sie ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben hatte, dass sie Jura studieren wird und mit Vanille nichts zu tun haben möchte. Und nun ist er, an einem einsamen Strandabschnitt auf Madagaskar, einem Herzinfarkt erlegen.

Als sie im Vanille-Kontor die Schreibtischschubladen sichtet, fällt Annabel ein Brief in die Hände, den ihr Vater an ihre Mutter geschrieben hat. Barbara Hansen ist schon seit Jahren tot.

Annabel nimmt das nächste Flugzeug nach Madagaskar um der Beisetzung ihres Vaters beizuwohnen und stellt dort verwundert fest, dass Carsten Hansen scheinbar 2 Leben gelebt haben muss. Ihr gegenüber war er früher stets verschlossen, zurückhaltend und oft auch mürrisch - auf Madagaskar hatte er viele Freunde, war ein angesehener Mann und Arbeitgeber und Annabel rennt mit ihren Fragen nach dem Leben ihres Vaters nicht überall offene Türen ein. Nach und nach eröffnet sich ihr die Faszination Madagaskars und sie beginnt zu verstehen, was ihren Vater an diesen Flecken afrikanische Erde gebunden hat.

Auf dieses Buch von Petra Pfänder bin ich über ein Facebook-Posting von Ullas Bücherseite http://ullasleseecke.blogspot.de/ gestoßen. Mich hat das Cover sehr angesprochen und die Rezension von Ulla zeigte mir, dass das ein Buch genau nach meinem Geschmack ist. Wie der Zufall es wollte, postete Ulla kurz darauf auf ihrer Facebook-Seite https://www.facebook.com/ullasbuchtreff/?fref=ts, dass sie dieses Buch versehentlich 2 x vom Verlag bekommen hätte und nun suche sie für ein Exemplar ein neues Zuhause; gegen Rezension und Gastkommentar auf ihrem Blog. Das Glück war mir hold, denn außer mir wollte niemand dieses Buch haben und so konnte ich schon einige Tage später mit dem Lesen beginnen.

Familiengeschichten, die sich erst nach dem Tod eines oder beider Elternteile offenbaren, sind nichts neues, aber sie üben große Faszination auf mich aus. Anfangs ging ich davon aus, dass es sich bei dem Buch um einen historischen Roman handele. Ich lese sehr gerne historische Romane, aber ich fand es auch mal angenehm, dass diese schöne Familiengeschichte im Hier und Jetzt spielt.

Die Story wird von einer Dritten Person aus der Sicht von Annabel erzählt. Der Schreibstil von Petra Pfänder ist angenehm schnörkellos und nachdem man einmal in die Geschichte eingetaucht ist, möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen. Zumindest mir ging es so.

Die Beschreibung der Landschaft, der Vanilleplantage und den anderen Settings des Romans fand ich authentisch und ich lasse mich sehr gerne einfangen von schön beschriebenen Orten. Auch die Protagonisten wurden authentisch dargestellt und ließen die Handlung lebendig werden.

Die Beschreibung Annabels ist anfangs die einer Karrierefrau. Sie steht kurz vor der Ernennung zur Partnerin einer renommierten Anwaltskanzlei und so tritt sie auch auf. Ein wenig resolut und distanziert. Es ist schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert, ihre Liebe zu Madagaskar erkennt und letztendlich auch Frieden mit ihrem Vater schließen kann, dessen Leben zu Hause in Hamburg ein anderes war, als das auf Madagaskar. Da ihre Mutter schon lange nicht mehr lebt, sind ihre Tante Marlene und Onkel Bernd, die die Vanilleplantage leiten, nun das einzige Bindeglied zwischen Annabel und ihren Eltern. Nach und nach wird ihr auch ihre eigene Geschichte offenbart.

"Unter dem Vanillemond" traf genau meine bibliophile Ader und ich werde gerne nach weiteren Büchern von Petra Pfänder Ausschau halten.

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landesgartenschau, jörg böhm, mord, landau, hass

Und ich bringe dir den Tod

Jörg Böhm
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 01.03.2015
ISBN 9783765088049
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beginnt mit dem Prolog im Jahr 1984 – der Leser wird Zeuge wie ein Kind die Wohnung seiner Mutter in Brand steckt und den Tatort verlässt. Bei diesem Brand kommen 2 Menschen ums Leben.

30 Jahre später – Januar 2014
Auf dem Gelände der Landesgartenschau gehen die Arbeiten nicht gerade zügig voran. Immer wieder werden Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg gefunden, was die Bauarbeiten extrem in die Länge zieht. Als die Metalldetektoren ein weiteres Mal ausschlagen, finden sich im Erdreich jedoch keine Bomben sondern die Skelette zweier Menschen.

Kurz nachdem die Kriminalkommissare Emma Hansen und Matthias Roth den Fall um die beiden Skelette übernommen haben, hängt morgens Oberbürgermeister Roland Wierig tot an einem Förderturm auf dem Gelände der Geothermie-Anlage. War es Selbstmord? War es Mord?

Fazit:

„Und ich bringe Dir den Tod“ ist der 3. Krimi aus der Feder von Jörg Böhm um die Kriminalkommissarin Emma Hansen. Das Buch kann als solitäres Buch gelesen werden. Wer die familiären Hintergründe des Ermittlerduos jedoch besser verstehen möchte, für den kann es sinnvoll sein, die beiden ersten Emma-Hansen-Krimis gelesen zu haben.

Emma Hansen ist vor kurzem Mutter geworden. Nicht Mutter ihres eigenen Kindes, sondern Mutter ihres Pflegesohnes Luiz, der gleichzeitig ihr Stiefbruder ist weil er der außereheliche Sohn ihres verstorbenen Vaters ist. Dieser Umstand trägt nicht zu einem harmonischen Miteinander zwischen Emma und ihrer Mutter bei, was wiederum die Tatsache erschwert, dass Marit Hansen ihrer Tochter tagsüber bei der Versorgung von Luiz helfen soll während sie ihren Dienst absolviert. Es ist nicht einfach, auf einmal Dienst und „Mutterschaft“ unter einen Hut zu bringen, was Emma mehr als einmal Stress auf der Dienststelle beschert.

Matthias Roth, der 2te Teil des Ermittler-Duos, hat auch ein schweres Päckchen zu tragen. Seit 2 Jahren liegt seine Frau, nach einem gescheiterten Selbstmord-Versuch, im Koma. Ein neues und vielversprechendes, aber in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament hat nicht die erwartete Verbesserung gebracht, weswegen Matthias von den Ärzten vor die Frage gestellt wird ob es nicht besser wäre die Apparaturen, die seine Frau am Leben erhalten, abzustellen.

Ihre privaten Probleme müssen jetzt jedoch zuerst einmal den Dienstbelangen untergeordnet werden, denn es gilt herauszufinden warum der Oberbürgermeister Wierig morgens am Turm der Geothermie-Anlage baumelte? Hatte er sich jemanden zum Feind gemacht bei der Planung der Landesgartenschau, der Luxussanierung der alten Kasernen-Wohnhäuser oder gar bei der Geothermie-Anlage selbst? Und wer sind die beiden Skelette die auf dem Gelände der LGA gefunden wurden? Gibt es evtl. sogar einen Zusammenhang?

Kniffelig wird es als Emma anfängt sich über das normale Maß hinaus für den neuen Geschäftsführer und somit hauptverantwortlichen Bauleiter für das „Projekt Landesgartenschau“, Stefan Bellheim, zu interessieren.

Immer wieder glaubt man als Leser zu wissen, wer denn nun als Täter in Frage kommen könnte – und immer wieder kommt alles anders. Zum Ende zu verknüpfen sich die Stränge einiger Personen miteinander. Es gibt einige Antagonisten in diesem Buch, weswegen man als Leser gerne auf die falsche Fährte rutscht um dann von der Wendung doch wieder überrascht zu werden.

Für mein Gefühl geht im ersten Drittel des Buches die Spannung unter, weil beispielsweise die Erklärungen der familiären Differenzen zwischen Emma und ihrer Mutter zu viel Raum einnehmen. Sicherlich gibt es Leser, die gerade das an einem Buch gut finden. Für mich hätte es gerne weniger sein dürfen. Nach hinten raus nimmt die Spannung dann aber deutlich und auch stetig zu, und der Schluss hat mich tatsächlich überrascht.

Jörg Böhm hat für seinen Schauplatz das Gelände der LGA Landau aufgegriffen auf dem tatsächlich in diesem Jahr (2015) die LGA stattfindet. Ebenso sind die Bombenfunde sowie die Problematik der Menschen die in den Häusern auf dem ehemaligen Kasernengelände wohnen der Realität entnommen, genau wie das Geothermie-Kraftwerk, das immer mal wieder Streitpunkt bei den Bewohnern war und vermutlich noch immer ist.

Das Buch ist in 49 kurze Kapitel aufgegliedert was es dem Leser leicht macht nach einem Kapitel kurz Resümee zu ziehen und sich Gedanken über das bisher gelesene zu machen.

Mein Dank geht an Jörg Böhm – für die Überlassung des Rezensionsexemplares in Verbindung mit unserer Blogtour zu „Und ich bringe Dir den Tod“. 

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bergsteigen, berg, testament, susan clarks, liebe

Unvergessen wie der Wind am Gipfel

Susan Clarks
Buch: 183 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 01.07.2014
ISBN 9789963524495
Genre: Sonstiges

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