JanaOltersdorff

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7 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

horror, blut, qindie, kurzgeschichte, halloween

Bloody Qindie präsentiert: Besessen: Halloween-Special

Melanie Meier , matì , Divina Michaelis , Katharina Gerlach
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei Qindie, 10.10.2016
ISBN B01LXEG9JK
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: anthologie, besessen, blut, halloween, horror, kurzgeschichte, qindie   (7)
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

horror, anthologie, rezension, kurzgeschichten, briefgestöber

Aus dunklen Federn 2

Markus Heitz , Thomas Finn , Boris Koch , Vincent Voss
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Briefgestöber, 29.03.2016
ISBN 9783981557473
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

4, weltkrieg, constantin dupie, tilly, rezension

Ruf der Dunkelheit

Vincent Voss , Constantin Dupien
E-Buch Text: 116 Seiten
Erschienen bei null, 20.12.2015
ISBN B019NEUM7O
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wenn mein Lieblingsherausgeber und mein Lieblingsautor gemeinsame Sache machen, kommt dann dabei ein neues Lieblingsbuch heraus? Nun, auf jeden Fall stand für mich fest, dass ich das von Vincent Voss und Constantin Dupien gemeinsam geschriebene Werk "Ruf der Dunkelheit" unbedingt lesen musste. Nun ergab es sich, dass ich das Buch bei einem Gewinnspiel ergattern konnte. Obwohl genug andere Bücher darauf warteten, von mir gelesen zu werden, wollte ich wenigstens schon einen kurzen Blick hineinwerfen - und habe es gleich ganz gelesen.
"Ruf der Dunkelheit" verfolgt einen spannenden Ansatz. Die Geschichte kombiniert die Schrecken des Ersten Weltkrieges mit Horror der düstersten Sorte. Dabei verarbeiteten die Autoren den Weihnachtsfrieden, der tatsächlich im Jahr 1914 zwischen den Deutschen und den Briten stattgefunden hatte: Einen Abend lang vergaßen die Soldaten in den Schützengräben in Flandern, dass sie Feinde waren und einander bekämpften. Stattdessen feierten sie gemeinsam das  Weihnachtsfest.
Vor diesem Hintergrund folgt der Leser den Schicksalen zweier Soldaten, die stellvertretend die jeweilige Front beschreiben. Private William Mallory ist der eine, ein britischer Soldat, der die Geschehnisse als Ich-Erzähler in der Vergangenheitsform wiedergibt, seine Parts lesen sich wie eine Mischung aus Tagebuch und Brief. Walter Heilmann ist der Name des deutschen Soldaten, seine Kapitel werden ebenfalls aus der Ich-Perspektive, aber in der Gegenwartsform erzählt, was mich als Leserin noch viel näher an die Geschichte heranzieht. Während ich mit Mallory gemeinsam auf die Schrecken zurückblicke und seine im Nachhinein gezogenen Schlüsse mitvollziehe, weiß ich bei Walter immer nur das, was auch Walter in dem Moment weiß. Beides hat seinen Reiz, und beides harmoniert ganz wunderbar miteinander, auch die verschiedenen Schreibstile von Voss und Dupien greifen ineinander wie Teile eines Uhrwerks.
Zunächst erfährt man einiges über die realen Schrecken des Krieges. Ich fühlte mich schnell an meine damalige Pflichtlektüre in der Schule erinnert, als wir "Im Westen nichts Neues" lesen mussten. Aber es dauert nicht lange, bis das Grauen Einzug hält. Es ist namen- und formlos, eine dunkle Macht, die im Boden steckt, auf dem der Krieg ausgetragen wird, und es ergreift nach und nach Besitz von den Soldaten. Es schickt sie in den Wahnsinn, lässt sie unaussprechliche Dinge tun und verwischt die Grenzen zwischen Realität und Vision. Spätestens als Mallory und Walter einander irgendwo zwischen den Fronten begegnen, eskaliert die Lage.
"Ruf der Dunkelheit" ist wahnsinnig düster, über allem schwebt permanent diese unbestimmte Bedrohung. Ich bin keine Expertin, was Kriegsführung und Waffenkunde im Allgemeinen und den Ersten Weltkrieg im Speziellen betrifft, aber ich hatte zu jedem Zeitpunkt den Eindruck, dass die Autoren ihre Hausaufgaben sorgfältig gemacht haben. Man muss auch nicht wirklich Ahnung von Militärkunde und deutscher Geschichte haben, um Gefallen an der Lektüre zu finden. Denn der Krieg und seine Schrecknisse bilden lediglich den Rahmen und bieten dem Bösen, das dort in seinen Schatten lauert, genügend Versteckmöglichkeiten.
Auch wenn mir das Ende fast ein wenig zu abrupt daherkam, hat mir dieses Buch richtig gut gefallen, denn seine extrem gruselige Atmosphäre hatte mich von Anfang bis Ende in seinem Bann - so etwas mag ich sehr!
Ich habe auf meinem Blog 4,5 von 5 modrig riechenden Soldatenstiefeln vergeben. Da das mit den halben Sternen hier nicht funktioniert, habe ich mich zu Gunsten der Autoren für die volle Punktzahl entschieden: 5 Sterne!

  (1)
Tags: constantin dupie, dunkelheit, grusel, horror, vincent voss, weltkrieg   (6)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

science fiction, hölle, ägypten, duat, fantasy

Morphogenesis

Michael Marrak
Flexibler Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe
ISBN 9783404243396
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

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194 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

stephen king, horror, kurzgeschichten, grusel, king

Basar der bösen Träume

Stephen King , Ulrich Blumenbach , Bernhard Kleinschmidt , Karl-Heinz Ebnet
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.01.2016
ISBN 9783453270237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: kurzgeschichten, stephen king   (2)
 

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

comic, superheld, basaltblitz, fantasy, komet

Basaltblitz - Geburt eines Helden

Markus Tillmanns
E-Buch Text: 154 Seiten
Erschienen bei null, 13.09.2015
ISBN B0143GWWIO
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: comic, markus tillmann, superheld, superkraf   (4)
 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

märchen, dark fantasy, horror, kurzgeschichten, rabe

Auf dunklen Schwingen

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei null, 01.10.2015
ISBN B014GC3VX0
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

geocaching, wald, indiana, vincent voss, bastei entertainment

Du darfst mich nicht finden (Hochspannung 9)

Vincent Voss
E-Buch Text: 126 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe (Bastei Entertainment), 16.07.2015
ISBN 9783732509317
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Du darfst mich nicht finden" erschien in der Reihe Hochspannung von
Bastei Entertainment, und da passt der Titel auch absolut rein: Er
erzählt eine rasante, hochspannende, brutale Geschichte im
Geocacher-Milieu. Geo-was? Zufällig kannte ich mich schon vor der
Lektüre mit diesem Thema aus, hatte ich doch sogar schon selbst mit
meiner Familie Geocaching betrieben. Das ist, um es kurz zu machen, eine
Art moderne Schnitzeljagd mit GPS-Navigation. Man sucht nach
sogenannten Caches, die mal aus kleinen Döschen, mal aus richtigen
Schatzkisten bestehen, deren ungefähre Lage zuvor zum Beispiel in einer
App herausgesucht wird. Dann fängt man an zu suchen, und wenn man den
Cache dann gefunden hat, darf man sich in ein Logbuch eintragen, das
sich im Cache befindet und versteckt ihn wieder genauso sorgfältig für
die nächsten Geocacher.

Wir haben bisher nur nach sogenannten
Tradi-Caches gesucht, traditionelle Caches, die in der Regel an leicht
zugänglichen Orten nicht zu schwierig versteckt waren, quasi die
familienfreundliche Variante. Die Figuren aus Vincent Voss' Roman können
darüber nur müde lächeln. Lloyd will mehr. Der erfahrene Geocacher hat
schon die abenteuerlichsten Caches geborgen und ist stets auf der Suche
nach dem nächsten Kick. Den glaubt er gefunden zu haben, als er auf eine
mysteriöse Website namens Cazimi-Caching stößt, wo er seine Handynummer
hinterlässt, um auf den Trip eingeladen zu werden. Zwei befreundete
Geocacher, Stars der Szene, warnen ihn eindringlich davor, sich auf
Cazimi-Caching einzulassen, doch Lloyd hat sich da innerlich längst
entschieden. Der geheimnisvolle Anruf folgt schon bald, und der Cache
trägt den Namen einer Geocacherin, die vor einigen Monaten spurlos
verschwand. Lloyd überredet seine drei Freunde, sich mit ihm auf den
Trip zu begeben und nach "Jennifer" zu suchen, von der sie hoffen, dass
sie noch lebt und sie sie retten können.

Sie landen in einer fast
unbewohnten Waldgegend, die direkt aus dem nächsten
Hollywood-Schlitzer-Horrorfilm stammen könnte, und der Horror lässt auch
nicht lange auf sich warten, kaum dass sie den Wald betreten haben.
Geheimnisvolle Hütten im Wald, kryptische Botschaften von anderen
Geocachern, die vor ihnen hier gewesen zu sein scheinen, unheimliche
Geräusche und Schemen mit Hörnern, die durchs Unterholz schleichen -
dazu ständig dieser Nebel und das schlechte Wetter! Als sich ein paar
aus der Gruppe durch merkwürdige Umstände schwer verletzen, hat der Spaß
längst aufgehört, und allen ist klar: Nicht sie sind die Jäger, sie
sind diejenigen, die gejagt werden. Doch wer oder was steckt hinter
diesem bösartigen Katz-und-Maus-Spiel?

Mein Eindruck:

Ich
mag den Einstieg sehr - direkt, ohne große Vorrede und irgendwelche
blumigen Beschreibungen. Ein paar Teilnehmer der Leserunde störten sich
daran, dass Voss seine Figuren nur sehr spärlich beschreibt. Ich kenne
von niemandem die Haar- oder Augenfarbe, weiß nicht, ob Hope hübsch ist
und ob die Herren in der Runde Waschbrettbäuche haben oder sich
widerspenstige Haarsträhnen aus dem kantigen Gesicht streichen. Zum
Glück! Das Äußere ist für die gesamte Geschichte komplett unwichtig. Was
ich über die vier Freunde wissen muss, weiß ich. Mehr braucht es nicht.

Voss
spart stattdessen nicht an Hinweisen, Spuren, falschen (?) Fährten und
dekoriert alles mit diesem unwirtlichen, unheimlichen Wald, in dem sich
unsere vier Abenteurer verirren. Über allem liegt das Gefühl der
Bedrohung wie eine schwere Käseglocke, so dass von Anfang klar ist, dass
das für die Gruppe kein gutes Ende nehmen kann. Ich mag das sehr.

Mir
gefällt die horrormäßige Atmosphäre irre gut. Plastisch und filmreif
dargestellt, lässt mich vieles an Gänsehautklassiker aus dem Kino wie
das Blairwitch Project denken. Aber auch Genreperlen wie "Evil Dead",
"Cabin in the Woods", selbst "Hostel" und so ziemlich jeder
Backwood-Slasher scheinen den Autoren inspiriert zu haben. Selbst der
typische widerwärtige, zwielichtige Hinterwäldler darf nicht fehlen.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe absolut nichts dagegen, wenn
bekannte Motive aus anderen Büchern und Filmen neu "verhackstückt"
werden, wenn, ja wenn sie denn auf gekonnte Weise neu kombiniert und mit
eigenen Ideen angereichert werden. Und das hat Herr Voss hier
meisterlich gemacht!

Voss bürdet seinen Romanfiguren eine Menge
Leid auf und lässt das Ganze in einem bösen, blutigen Showdown enden,
der mir vielleicht ein Fitzelchen zu schnell "abgespult" wird, wenn ich
dann noch kurz "meckern" darf. Mehr will ich aber nun wirklich nicht
verraten, ihr sollt das doch selbst noch lesen!

Ich hatte viel Spaß mit diesem Buch und wünsche ihm noch viele weitere begeisterte Leser!

  (1)
Tags: bastei entertainment, geocaching, hochspannung, vincent voss   (4)
 

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11 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

qindie, rezension, horror, indie, halloween

Bloody Qindie präsentiert: Dunkle Seelen: Halloween-Special

Katharina Gerlach , Regina Mengel , Kathleen Stemmler , Katharina Groth
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Qindie, 10.10.2015
ISBN B015VIAR5I
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: anthologi, halloween, horror, independent, qindie   (5)
 

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

maja loewe, debüt, geheimnis, debütroman, fantasievoll

Die Augen des Iriden

Maja Loewe , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783944544960
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: geheimnis, indiana jone, urban fantasy, verschwörung   (4)
 

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

oliver susami, paranormal, horror, geist, affe

Vierter Stock Herbsthaus

Oliver Susami
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.02.2014
ISBN 9781495491443
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: geister, haunted house, spukhaus   (3)
 

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33 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 11 Rezensionen

vampire, dark fantasy, wien, fantasy, mittelalter

Maleficus

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.11.2014
ISBN 9783944544892
Genre: Fantasy

Rezension:  
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

luzifer verlag, parodie, dystopie, apokalypse, mad max

MAD JERRY - der postapokalyptische umherziehende Krieger: Abenteuer, Dystopie, Endzeit, Action

Ben Wallace
E-Buch Text: 227 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 11.05.2015
ISBN 9783958350809
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bei "Mad Jerry" von Ben Wallace handelt es sich um ein besonderes Leckerli für all jene, die am liebsten von Endzeit, Weltuntergang und Ende der Menschheit lesen. Der Roman setzt genau da an, wo die Apokalypse quasi schon gelaufen ist: Vor sieben Jahren kam das Ende der Menschheit durch Bomben, chemische und biologische Waffen und manch weiteres Wunderwerk der Vernichtungstechnik, im Rahmen eines nicht näher beschriebenen, dafür weltweit wütenden und alles verheerenden Krieges über den Planeten.
Die wenigen Überlebenden versuchen seither, sich in Gruppen zusammenzutun, um gemeinsam zu überleben. Und weil sie nun einmal immer noch an die meisten der alten Werte glauben, gründen sie neue Gesellschaften und bauen neue Gemeinden, die irgendwie fast immer "New Hope" oder "Point Hope" heißen, auf jeden Fall immer gern was mit Hoffnung im Namen.
Aber da gibt es auch jene, die meinen, jetzt vollkommen auf Moral und Ehre verzichten zu dürfen. Die schmeißen sich in endzeitmäßige Outfits aus Reifenteilen und selbstgeklöppelten Kettenhemden, ziehen marodierend durchs Ödland, überfallen am liebsten ebenjene mühsam aufgebauten Siedlungen und nehmen sich, was sie brauchen, ohne vorher zu fragen. Da lassen sie lieber ihre Waffen sprechen.
Und dann gibt es noch solche wie Jerry. Fragt man ihn nach seiner Berufsbezeichnung, gibt er stets an: Postapokalyptischer umherziehender Krieger. Dumm nur, dass ihn in den Siedlungen, denen er seine Hilfe anbietet, niemand ernst nimmt und auch nicht braucht. Und so zieht "Mad Jerry" mit einer Hundedame namens Chewy in seinem hochgerüsteten Wohnmobil durchs Land und sucht nach seiner Bestimmung. Doch Jerry hat nicht umsonst alles über die Apokalypse und wie man sie überlebt, studiert. Als er im völlig zerstörten Ort Vita Nova auf die letzte Überlebende des Massakers trifft, weiß er, was zu tun ist.
Im Laufe der Handlung bekommt er es mit engstirnigen Endzeit-Bürokraten, tödlichem Eisenregen, Mutanten und - am allerschlimmsten - superschlauen Bären zu tun. Wird Jerry all diese Herausforderungen meistern? Wird er als strahlender Held in den Sonnenuntergang hinein oder von ihm weg reiten ... äh ... fahren? Kriegt er am Ende das Mädchen und wenn ja, welches? Oder fressen ihn vorher die superschlauen Bären? Und wann öffnet endlich wieder die McDonalds-Filiale?
Ihr merkt schon: In "Mad Jerry" geht es zwar äußerst rasant, aber nicht unbedingt immer bierernst zur Sache. Schon die legendäre Motivationsrede des postapokalyptischen umherziehenden Kriegers vor den Bewohnern von Eternal Hope (kurz vor dem Massaker von Eternal Hope) im Prolog zeigt, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt. Keine Parodie im klassischen Sinne, aber dennoch ein aberwitziger, augenzwinkernder Schmöker mit jeder Menge schräger Figuren und alberner Szenen, die selbst aus der Apokalypse einen großen Spaß machen. Dabei nimmt der Autor seine Romanfiguren, allen voran den aufrichtigen Helden Jerry, stets ernst und lässt sie glaubhaft und liebenswürdig agieren. Und ebenfalls wichtig für Liebhaber des Genres: Weder Action noch Endzeithorror kommen zu kurz. Einige Szenen im Buch stehen den wilden Verfolgungsjagden aus "Mad Max" in nichts nach!

„Kaum jemand sieht das Gute in der Apokalypse.“
Dem kann ich nur zustimmen. Denn schließlich bietet so ein Weltuntergang jede Menge Möglichkeiten! Und Spaß.
"Mad Jerry" von Ben Wallace bekommt von mir fünf von fünf Punkten, überreicht vom einzig wahren postapokalyptischen umherziehenden Krieger.

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Tags: apokalypse, dystopie, luzifer verlag, mad max, parodie   (5)
 

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360 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

stephen king, vergnügungspark, joyland, mord, freizeitpark

Joyland

Stephen King , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.01.2015
ISBN 9783453437951
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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38 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 1 Rezension

Geschöpfe der Nacht

Dean Koontz
Fester Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453153011
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

wasser, spukhaus, gabe, dan simmons, sommerferien

Wasser

Vincent Voss
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 12.03.2015
ISBN 9783940036315
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe es endlich geschafft und einen ganzen Roman von Vincent Voss gelesen. Diesen Autor verehre ich schon seit einer Weile, kannte bisher jedoch nur einige seiner Kurzgeschichten, die mich fast immer schwer begeisterten. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse hatte ich das Vergnügen, Herrn Voss persönlich zu begegnen, und wir fanden sogar die Zeit für einen Kaffee und etwas Klönschnack.
Vincent stammt aus Schleswig-Holstein, er wuchs in/bei Henstedt-Ulzburg auf, und witzigerweise kenne ich diesen Ort. Ich bin ja selbst gebürtige Norddeutsche (aus Wismar) und wohnte etliche Jahre in Hamburg. Mein Arbeitgeber hatte seine Produktionsstätte in Norderstedt, was quasi um die Ecke liegt, und meine damalige Kollegin und beste Freundin wohnte in Henstedt-Ulzburg, wo ich sie auch ein paar Mal besuchte.
Die Welt ist ein Dorf. Und vielleicht liegt es auch ein bisschen an unser beider nordisch-gelassenem Gemüt, dass wir uns so gut verstanden, der Herr Voss und ich. Auf jeden Fall mag ich seinen Humor, der bisweilen schräg und ziemlich schwarz ausfällt, was seine aktuelle Aktion "Voss vs. Hansen" auf Facebook auf unterhaltsame Art und Weise beweist - eine Art, mit der nicht jeder gut klarkommt, wie viele Kommentare dort zeigen. Aber ich schweife ab, ich wollte euch ja eigentlich seinen aktuellen Roman vorstellen - und ans Herz legen.
In "Wasser" reist der Autor in seine eigene Vergangenheit. Die Geschichte weist eine ganze Reihe von Anekdoten auf, die deutlich autobiografische Züge tragen. Die Handlung spielt in Wakendorf II, das zu Henstedt-Ulzburg gehört. Es geht um eine kleine Clique von Heranwachsenden: Paul, Sasch, Mark, Dirk und Lucie. Die Sommerferien beginnen, und mit ihnen kommt der Regen, der nicht mehr aufhören will. Das Wasser steigt und bringt etwas mit sich, das es auf die Kinder abgesehen zu haben scheint. Etwas Altes, Böses, und wie es aussieht, kann niemand sie beschützen, erst recht nicht die Erwachsenen.
Ich komme nicht umhin, wieder einmal einen lockeren Vergleich zu meinem amerikanischen Lieblingsautor Stephen King zu ziehen. Auch King lässt in seine Geschichten viel Autobiografisches einfließen, auch bei King stehen in etlichen Büchern Kinder im Mittelpunkt, die mit dem Bösen konfrontiert werden und an dieser Bedrohung zerbrechen oder wachsen, je nachdem ("Es", "Stand by me", ...). Und ja, auch King schafft es immer wieder, eine Dosis augenzwinkernden, trockenen, rabenschwarzen Humors einzubauen. Natürlich will ich damit nicht sagen, dass Voss der deutsche King ist (Nein, Herr Voss, so weit kommt's noch!). Ich will damit aber zum Ausdruck bringen, dass Vincent es perfekt beherrscht, mich mit seiner Erzählweise tief in seine Geschichte hineinzuziehen, mich das Fürchten zu lehren und mir an der einen oder anderen Stelle ein Schmunzeln zu entlocken. Ganz genauso wie Stephen King. Nur eben auf Voss'sche Art.
Bei einer Lesung in Leipzig, bei der ich neben Vincent die Ehre hatte, etwas vor kleinem, feinem Publikum vorzulesen, lernte ich Oliver Lück kennen, Autor, Journalist, Weltenbummler - und Jugendfreund von Vincent Voss. Lück bestätigte mir dann auch, dass er bei vielen der im Roman in Erscheinung tretenden Figuren ziemlich genau wüsste, welche real existierenden Personen dafür Pate standen. Es gibt also wirklich einen Sasch, eine Lucie? Wer von diesen Figuren das literarische Alter ego von Vincent Voss selbst ist, bleibt indes sein Geheimnis - ich zumindest fand es bei unserem Treffen in Leipzig nicht heraus.
"Wasser" ist ein spannend erzählter Coming-of-age-Roman, eine Geschichte über den Abschied von der Kindheit, über die 80er Jahre, geschickt verwoben mit einer wahrhaft unheimlichen Rahmenhandlung.   "Mit dem Wasser kommt das Böse" - und wie! Hoffentlich trauen sich noch ganz viele Horrorfans ins tiefe Nass.
Ich vergebe locker 5 von 5 Rettungsringen - aber ob die helfen, kann ich nicht garantieren.

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Tags: norddeutschlan, spukhaus, vincent vos   (3)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

zombie, dystopie, weltuntergang, apokalypse

Survival Instinct - Endzeit-Thriller: Apokalypse, Dystopie, Pandemie

Kristal Stittle
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 03.03.2015
ISBN 9783958350250
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: apokalypse, dystopie, weltuntergang, zombie   (4)
 

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

märchen, sterntaler, brezelfrau, rotkäppchen, grusel

Des Nachts im finstren Wald - Dunkle Märchen

Jana Oltersdorff
Flexibler Einband: 178 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 06.02.2015
ISBN 9781507866214
Genre: Fantasy

Rezension:  
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

märchen, adaption, sternentaler, rotkäppchen, dornröschen

Des Nachts im finstren Wald: Dunkle Märchen

Jana Oltersdorff
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei Qindie, 04.02.2015
ISBN B00T85J6WQ
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

scifi horror, monster, zeitreise, dimensio

Crossover: es wird dich veraendern

Fred Ink
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei null, 06.01.2015
ISBN B00RY7KRJ6
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: dimensio, monster, scifi horror, zeitreise   (4)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

luzifer verlag, horror, bestseller, tim curran, thriller

Leviathan / Kopfjäger

Tim Curran , Nicole Lischewski
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 25.09.2014
ISBN 9783958350090
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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407 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

kindheit, neil gaiman, magie, fantasy, freundschaft

Der Ozean am Ende der Straße

Neil Gaiman , Hannes Riffel
Fester Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783847905790
Genre: Fantasy

Rezension:  
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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

dystopie, horror, kurzgeschichten, zukunft, hoffnungslos

Mängelexemplare - Dystopia

Arthur Gordon Wolf , Vincent Voss , Michael Disseux , Tim Svart
E-Buch Text: 376 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 25.03.2014
ISBN 9783944729473
Genre: Romane

Rezension:

Schon die erste Anthologie "Mängelexemplare und andere makabre Geschichten", die 2013 erschien, hat einiges Aufsehen erregt und konnte unter anderem eine Nominierung für den Vincent Preis als beste Kurzgeschichtensammlung abstauben. Nun endlich wurden die neuen Mängelexemplare veröffentlicht:

"Mängelexemplare: Dystopia"

Dieses Mal steht der Amrûn-Verlag dahinter. Der Herausgeber ist abermals Constantin Dupien, der erneut ein sehr gutes Händchen bewiesen hat. Er lud die 19 Autoren persönlich ein, eine Geschichte zum Thema Dystopia beizusteuern. Allerdings hatte die Sache einen Haken: in keinem Beitrag sollten Zombies oder gar Vampire vorkommen, dabei bieten sich diese unkaputtbaren Viecher doch geradezu an, wenn es um Dystopie, Apokalypse und den Untergang der Menschheit geht. Letzten Endes stellten sich alle Autoren der Herausforderung und meisterten sie gekonnt.

Herausgekommen ist eine Sammlung von qualitativ hochwertigen, spannenden, originellen Geschichten. Jeder Autor hat das Thema anders interpretiert. Mal sind es ganz konkrete Monster, denen sich die Menschen stellen müssen, mal ist es die Natur, die dem Ganzen ein böses Ende bereitet. Mal sind es die Menschen selbst, die ihre Welt mit dem giftigen Schleim einer von Dekadenz und Ungerechtigkeit gezeichneten Gesellschaft überzogen und dem Untergang geweiht haben. Motive aus Mad Max, Blade Runner oder 1984 kommen einem bei der Lektüre in den Sinn. Düster geht es zu, melancholisch, ergreifend, bedrückend, eben genauso, wie es von einer Anthologie erwartet wird, die sich "Dystopia" auf die Fahnen geschrieben hat.

Bevor ich auf die einzelnen Beiträge eingehe, muss ich unbedingt noch die Gestaltung des Buches erwähnen. Nicht nur das starke Cover von Timo Kümmel, in welchem sich wie schon in den ersten "Mängelexemplaren" die Initialen der Autoren wiederfinden, beeindruckt. Auch die Illustrationen von Julia Takagi sind erste Sahne. Takagi hat zu jeder einzelnen Geschichte ein Bild kreiert, in welchem sie genau den Geist beziehungsweise die Kernaussage der Story einfängt, ohne zuviel zu verraten. Die von Dupien handverlesenen Zitate aus jeder Geschichte, die zusammen mit den Illustrationen jeder Story vorangestellt sind, stimmen wunderbar auf die Lektüre ein. Doch damit nicht genug: das Buch bietet nicht nur ein Vorwort des Herausgebers und ein Nachwort der bekannten Bloggerin Claudia Junger. Der Leser findet außerdem nach jedem Beitrag noch eine vom jeweiligen Autor verfasste Entstehungsgeschichte, die einen interessanten Einblick hinter die Kulissen vermittelt.

Nun aber zu den Geschichten:

Tim Svart - No. 2/209/197/613

Ein ungewöhnlicher Titel und ein starker Einstieg ins Buch. Zwei Freunde machen sich in einer im Sterben liegenden Welt auf den Weg zu dem Ort, an dem sie die glücklichste Zeit ihrer Kindheit verbracht haben. Es geht um Liebe, bedingungslose Freundschaft und Opferbereitschaft. Welchen Weg geht man, wenn es keinen Ausweg mehr gibt? Übrigens wird auch das Rätsel um den kryptischen Titel am Ende aufgelöst. Die Lektüre ließ mich mit einem Kloß im Hals zurück.

Jennifer Jäger - Clara - Wissen ist Macht

Clara ist ein Klon, eine Unterste in einer düsteren Zukunft, in der aus dem bekannten Spruch "Wissen ist Macht" mehr als bittere Realität geworden ist. Denn Wissen ist zum Zahlungsmittel geworden. Die Geschichte bietet einen Einblick in ein Romanprojekt der Autorin, das sich derzeit im Werden befindet. Wir werden wohl von Clara und dieser erschreckenden, doch zugleich faszinierenden Welt, noch einiges mehr erfahren.

Uwe Voehl - Kreationen in Samt und Tod

Ein geheimnisvoller Designer kleidet nur die allererbärmlichsten Individuen einer dekadenten Gesellschaft in seine spektakulären Kreationen, was den Protagonisten, ein selbstverliebtes Mitglied der Oberschicht, schier um den Verstand bringt. Schon die Idee der "menschlichen Müllhaufen" hat mich zugleich angewidert und fasziniert. Opulent und abgefahren. Eine wirklich extraordinäre Geschichte!

D.J. Franzen - Der Nomade

Ein einsamer Reisender in einer leeren, am Boden liegenden Welt. Eine zur Festung aus Wrackteilen aufgerüstete Siedlung voller zwielichtiger Gestalten. Mad Max trifft die Borg-Königin. Da steckt ordentlich Power drin. Sehr geile Umsetzung und ein Held mit einer määächtigen Waffe!

Lisanne Surborg - Rosa Schaum

Wieder so ein ungewöhnlicher Titel, der gleich neugierig macht. Und hinter dem sich eine krasse Geschichte verbirgt. In einer nur noch rudimentär erkennbaren Gesellschaft vegetiert die junge Joker dahin, immer auf der Suche nach Wegen, an ihre Pillen zu kommen, ohne die sie nicht mehr existieren kann. Da taucht eine neue Droge auf - mit verheerender Wirkung. Dystopie und Drogen - eine fatale Mischung, die es in sich hat.

Andreas Zwengel - Souljacker

Jetzt wird es teuflisch! Cayce arbeitet für ein Inkassounternehmen der besonderen Art. Denn sie treibt nicht etwa Geld ein, sondern die Seelen der säumigen Schuldner. Ihr Auftraggeber ist nämlich niemand Geringeres als Satan persönlich, und mit dem legt man sich nicht an, oder? Eine actiongeladene, temporeiche Story, die den Leser um den ganzen Erdball führt. Filmreif!

Vincent Voss - Wellen

Alter Schwede, der Mann kann Kurzgeschichten! Wieder einmal hat mich Vincent Voss total begeistert. "Wellen" fängt verdammt krass an und steigert sich dann. Gerade der regionale Bezug (ich habe Freunde in Henstedt-Ulzburg!) macht die Story so authentisch. Nicht auszumalen, wenn so etwas wirklich passiert. Die Grundidee hat mich an den Stephen-King-Roman "Puls" erinnert, aber das ist gar nicht schlimm. Erstens ist es nie verkehrt, wenn ein Horror-Autor mit King verglichen wird. Zweitens hat Vincent seine Geschichte ganz Voss-typisch erzählt. Also ich bin längst Voss-Fan.

Regina Müller - Larventräume

Noch einer der echt abgedrehten Beiträge in diesem Buch. Menschen übertragen ihr Bewusstsein in die Körper von Ameisen, um von ihnen zu lernen, so wie die Protagonistin Lar, die eine der Probanden ist. Eine ganz außergewöhnliche Geschichte, phantastisch umgesetzt.

Arthur Gordon Wolf - Sahnesperlinge

Der Titel im Buch, der mich mit Abstand am neugierigsten gemacht hat. Selbst wenn ich jetzt verrate, dass er wortwörtlich zu verstehen ist, sagt das nichts über den Inhalt und so lange man diese Geschichte nicht selbst gelesen hat, wird man sich bei dem Titel einfach fragen: Häh? "Sahnesperlinge" ist eine unglaublich böse Geschichte über virtuelle Realität und die Psyche von Kindern, die nicht mehr in der Lage sind, Realität von Phantasie zu unterscheiden.

Michael Dissieux - Dagnin

Es ist einfach so: Dissieux kann Apokalypse. Das beweist er auch hier wieder auf eindrucksvolle Weise. Dagnin, die Titelfigur, erkrankte einst an einer Seuche, wie viele andere auch. Jahre später kann ihr Bruder, der Protagonist der Geschichte, sie nicht vergessen und glaubt daran, dass Dagnin noch am Leben ist. Eine ergreifende, sehr gefühlvoll präsentierte Endzeitgeschichte über die Liebe, die niemals erlischt. Dissieux, du alter Romantiker!^^

Xander Morus - Der Vollstrecker

Wow, was für eine geile Geschichte! Die postapokalytische Welt, die hier gezeichnet wird, ist absolut atemberaubend. Die abenteuerliche Reise von Henri und Hazard, dem Vollstrecker, auf dem Grund des ausgetrockneten Ozeans (!), vorbei an gigantischen Schiffswracks und Abgründen, die direkt in die Hölle zu führen scheinen, ist für mich eines der Highlights der gesamten Anthologie. Das mal als Graphic Novel oder gleich auf großer Leinwand, das wäre was.

Thomas Backus - Schicksal

Die definitiv kürzeste Geschichte im Buch. Sie hat wohl mehr als 100 Wörter, sodass sie doch nicht als Drabble durchgeht. Das pointierte Ende macht sie aber zu einer erfrischenden Pause für zwischendurch. Das Champagner-Sorbet in einem 7-Gänge-Deluxe-Menu.

Constantin Dupien - Das Ende

Ah, der Herausgeber ist jetzt selber dran! Trotz des Titels ist mit dieser Geschichte noch lange nicht Schluss in der Anthologie. Allerdings ist der Protagonist in Dupiens bedrückendem Beitrag mit seiner Weisheit und seinem Lebensmut so ziemlich am Ende. Schauplatz ist ein entvölkertes, im Sterben liegendes Leipzig. Ehrlich, ich war vor kurzem mal dort. Da gibt es Ecken, die ähneln sehr dem Leipzig in dieser Geschichte. Traurig, hoffnungslos und äußerst stimmig in Szene gesetzt.

Moe Teratos - Die Schrecken

Also echt mal: Wer braucht schon Zombies, wenn er es genauso gut mit den "Schrecken" von Moe Teratos aufnehmen kann? Sie tauchen plötzlich auf und überrennen die Menschheit wie eine gewaltige Heuschreckenplage. Sehr spannend, sehr brutal und actiongeladen. Noch dazu mit einer geschickt untergebrachten gesellschaftskritischen Note.

Stefanie Maucher - Ella

Wieder eine richtig toll gestaltete dystopische Welt, in die uns Maucher eintauchen lässt. Eine Seuche hat die Menschheit fest im Griff. Der wohlhabenden Elite geht es gut. Wer reich genug ist, kann sich das Heilmittel leisten. Die Betroffenen in den unter Quarantäne stehenden Bezirken haben es sehr viel schwerer. Einem Mitarbeiter der Seuchenkontrolle werden die Augen geöffnet, als er auf die ebenso hübsche wie geheimnisvolle Ella trifft.

Manfred Schnitzler - Der rote Tod

Auch hier ist eine Seuche auf dem besten Wege, die Menschheit auszurotten. Schnitzler beschreibt die Stadien der Erkrankung detailliert in all ihrer Grässlichkeit. Er hat auch einen der geilsten Sätze der ganzen Anthologie geschrieben: er beschreibt den Schauplatz, das Städtchen Jüchen als "Kaff, das schon vor der Apokalypse im Sterben lag." Eine blutige, kompromisslose Story, die mich vor allem durch den herrlich schnodderigen Erzählstil der Ich-Erzählerin Sophie mitgerissen hat. Respekt!

Markus K. Korb - Rattenjagd

Zwei sogenannte Hunter in einer Welt, die von dem Kultfilm Blade Runner inspiriert wurde. Diese Hunter sind auf der Jagd - nach Ratten, die in stillgelegten U-Bahn-Schächten tief unter der Stadt ihr Unwesen treiben. Aber sind es wirklich Ratten? Hunter Robertson, der noch neu im Geschäft ist, wirft einen genaueren Blick und macht eine erschreckende Entdeckung. Großartiges Setting, tolle Charaktere und ein schönes Ende. Da möchte man gern mehr erfahren.

Torsten Scheib - Göttersturz (Leseprobe)

Scheibs Geschichte nahm während der Entstehungsphase solche Ausmaße an, dass man sich entschied, das fertige Manuskript zu einem späteren Zeitpunkt separat zu veröffentlichen. Also wenn das Ding in voller Länge erscheint, dann muss ich es unbedingt lesen. Was für ein grandioser Auftakt. Es geht um nichts Geringeres als das Ende der Welt. Ragnarök. Ein wirklich feiner Appetithappen!

Das waren sie also, die achtzehn Geschichten. Die neunzehnte Geschichte, Nummer 5 im Buch, ist meine eigene, das dystopisch angehauchte Schauermärchen Das Schlafende Schloss. Die zu bewerten, überlasse ich anderen. Immerhin: Vincent Voss hat im Horror-Forum als kurzes Fazit zu meinem Beitrag geschrieben: "Dornröschen goes Pflanzenhorror. Ich mag sowas." Das freut mich sehr, und ich hoffe, dass ich auch andere Leser überzeugen kann.

Wer sich nun fragt: Was ist mit den Minuspunkten? Irgendwo muss doch mal Kritik kommen? Nun ja, ich wüsste nicht, wo ich die finden könnte. Bei dieser Anthologie stimmt einfach alles: toll gestaltet, Klasse illustriert, spannende, mitreißende Geschichten von einer großartigen Auswahl deutschsprachiger Autoren. Ich habe jede Geschichte mit großem Vergnügen gelesen. Also kann ich gar nicht anders als die volle Punktzahl zu vergeben!

"Mängelexemplare: Dystopia" kriegt von mir fünf von fünf Apokalypse-Survival-Packs mit Sternchen und ner Extra-Ration!

 


 

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mut, angst, liebe

Nach(t)Sicht: Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene

Jo Jansen
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei Dürrainverlag, 05.06.2013
ISBN B00A15SA6U
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jo Jansen, bekannt für ihren Krimi "Der Leberwurst-Mörder", lernte ich auf der Frankfurter Buchmesse 2013 kennen. Einige Zeit später machten wir einen Buchtausch: sie erhielt meinen "Zwischenstopp", ich erhielt ihre Kurzgeschichtensammlung "Nach(t)Sicht", natürlich mit einer sehr lieben, persönlichen Widmung. 14 Kurzgeschichten hat die Autorin in diesem Büchlein versammelt. Dabei zeigt sie die Bandbreite ihres schriftstellerischen Schaffens. In der einen Geschichte sucht eine Single-Frau nach dem Glück, in der nächsten trifft eine Spaziergängerin im Wald auf einen Kobold. Dann wird es fast ein wenig märchenhaft, wenn man die Geschichte vom "wichtigen Mann" liest. Doch mir persönlich gefielen vor allem die Geschichten, in denen es düsterer, makaber und manchmal recht boshaft zuging. Natürlich liegt das sicherlich auch daran, dass ich diese Art von Geschichten nun einmal bevorzuge, aber es hat auch ganz viel damit zu tun, dass Jo Jansens erzählerisches Talent besonders in diesen dunklen Geschichten zum Vorschein kommt. Da erlebt eine junge Frau den Alptraum schlechthin, als ihr Freund mitsamt seiner Familie während eines Hotelaufenthalts spurlos verschwindet und ihr alle sagen, sie sei doch allein angereist. Da ergreift ein Dämon Besitz von einem Menschen, und das ist so raffiniert erzählt, dass ich eine Weile brauchte, um zu begreifen, was da eigentlich genau passiert. Eine Mutter will die Abwesenheit ihres Sohnes nutzen, um endlich mal in seinem Zimmer zu putzen und entdeckt etwas Seltsames unter dessen Bett. Und eine Frau, die von ihrem gehässigen Ehemann dazu getrieben wird, abzunehmen, beendet ihr Leiden auf äußerst - na, sagen wir mal - makabre Art und Weise. Eine schöne Sammlung von Geschichten, die sich tatsächlich bestens dazu eignen, abends vorm Einschlafen noch ein klein wenig Lektüre zu betreiben, genauso wie es der Untertitel dieses Buches empfiehlt. Wer gute "Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene" sucht und sich nicht auf ein Genre beschränken möchte, der kann hier bedenkenlos zugreifen!

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zombie, horror, apokalypse, zombies, thriller

900 Meilen

S. Johnathan Davis
E-Buch Text
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 30.01.2014
ISBN 9783943408621
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Frühjahr 2014 veranstaltete der Luzifer-Verlag eine Leserunde auf Lovelybooks für den Zombie-Roman "900 Meilen" von S. Johnathan Davis, und ich durfte daran teilnehmen. Erst jetzt komme ich dazu, euch das Buch vorzustellen - dafür aber mit großer Begeisterung und wärmster Empfehlung.

"900 Meilen" war eines dieser Bücher, die ich quasi in einem einzigen Rutsch inhaliert habe. Gerade einen Tag zuvor hatte ich den apokalyptischen Pageturner "Mit Zähnen und Klauen" zu Ende gelesen und wollte eigentlich mal Pause machen von all den Geschichten über Zombies, Apokalypse und den Untergang der Menschheit. Aber ich beging den "Fehler" und las nur mal den Anfang, um zu schauen, wie der Stil so war. Schon nach dem ersten Absatz war es um mich geschehen, und ich las doch weiter bis zum Schluss:

Das Leben erschien uns hart. Wir machten uns Gedanken darüber, dass wir den Job nicht bekamen, den wir unbedingt wollten, und waren angepisst, wenn Politiker sinnlose Gesetze erließen. Das Schlimmste was uns passieren konnte, war, dass der Barista unseren `Venti Coffee` verhunzte, oder dass unsere Lieblingsfernsehserie abgesetzt wurde. Wir lebten gedankenlos vor uns hin.
Banale Aufgaben in einer banalen Welt.
Was zur Hölle wussten wir schon?
Wir bettelten ja förmlich, dass es aufhörte …

Das ist es auch, was diesen unglaublich spannenden Roman über den plötzlichen Ausbruch einer mindestens amerikaweiten, wenn nicht sogar weltweiten, Zombie-Epidemie so Klasse macht: Immer wieder wird in wohldosierten Mengen Gesellschaftskritik eingestreut, werden vermeintliche Errungenschaften der westlichen Zivilisation als komplett idiotisch und im Ernstfall als überflüssig wie ein drittes Nasenloch enttarnt.

Protagonist John befindet sich am Anfang der Geschichte in New York, wo er an einem langweiligen Meeting mit seinen affigen Kollegen und seinem ätzenden Chef teilnimmt. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Untote auf, greifen die Lebenden an, töten sie und machen aus ihnen ebenso Zombies, die sich kurz darauf gegen ihre ehemaligen Mitmenschen wenden. John hat mitten in diesem Alptraum aus Blut und wandelnden Leichen nur ein Ziel: zu seiner hochschwangeren Frau Jenn zu gelangen, die sich die titelgebenden 900 Meilen entfernt von ihm aufhält. Ohne die zufällige Bekanntschaft mit dem Ex-Soldaten Kyle wäre John aber vermutlich nicht einmal aus dem Hochhaus lebend herausgekommen, in dem er arbeitet, als die Apokalypse ausbricht. Kyle ist es, der seinem Kumpel im Lauf der Geschichte immer wieder den Arsch rettet und dafür sorgt, dass sie nicht nur heil aus New York entkommen, sondern sich tatsächlich auf die abenteuerliche Irrfahrt durch das untote Amerika machen.

Den traurigen Höhepunkt des Romans bildet wohl der nicht ganz freiwillige Aufenthalt von John und Kyle in Avalon, einem angeblich sicheren Ort, zu dem nur die reichsten Leute Zutritt erhalten, die es sich leisten können, sich dort zu verschanzen und ein Leben in Saus und Braus zu führen. Alle anderen müssen sich wie Sklaven unterwerfen und werden von der Oberschicht zur Arbeit und Prostitution gezwungen und - wenn sie nicht spuren - den Zombies zum Fraß vorgeworfen. Irgendwie klar, dass so viel Dekadenz, die deutlich an das Alte Rom erinnert, zu keinem guten Ende führen kann. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber gar nicht verraten.

Mein Fazit: Ein atemraubender Pageturner, der mit brutal-blutigen Zombie-Szenen nicht geizt und auf angenehm dezente Art immer wieder Kritik an unserer heutigen, konsum- und leistungsorientierten Gesellschaft unterbringt. Hat mir irre gut gefallen. Ganz klar: Sollte ich mich eines Tages in einer Zombie-Apokalypse wiederfinden, hätte ich bitte auch gern so einen Kyle an meiner Seite, der mir die Viecher vom Leib hält und mir beim Überleben hilft.

"900 Meilen" sollte in keiner Sammlung von guten Zombie-Büchern fehlen.

Ich vergebe 5 von 5 mit Zombiematsche besudelten Hummern!

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Tags: apokalypse, horror, luzifer-verlag, zombie   (4)
 
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