Janine2610

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Ich rette die Welt - aber erst mal eine rauchen

Anne Grundig , Julie R. J. Hamilton
Flexibler Einband
Erschienen bei BS-Verlag-Rostock, 26.02.2016
ISBN 9783867853552
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

paris, thriller

Die Schule endet nie

Jessica Swiecik
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.06.2016
ISBN 9781533634245
Genre: Sonstiges

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305 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, psychologie, reise, hector, china

Hector und die Geheimnisse der Liebe

François Lelord ,
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2007
ISBN 9783492249911
Genre: Romane

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249 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

amisch, gericht, liebe, baby, mord

Die einzige Wahrheit

Jodi Picoult , ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2005
ISBN 9783492245241
Genre: Romane

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233 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, dänemark, kopenhagen, sonderdezernat q, krimi

Selfies

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281072
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Milch macht's!

Alissa Hamilton , Ulla Rahn-Huber
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Riemann, 28.09.2015
ISBN 9783570501894
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Klappentext:

DIE GROßE MILCHLÜGE

Die Werbung hat im Auftrag der Milchindustrie stets alles Mögliche getan, um unseren Glauben an die Milch aufrechtzuerhalten: mit bekannten Slogans wie »Milch macht müde Männer munter« oder aufwendigen Kampagnen, in denen Promis mit Milchbart posieren. Wir glauben, dass Milch unersetzlicher Teil einer gesunden Ernährung sein muss und eine gute Quelle für knochenstärkendes Calcium, hochwertiges Protein und eine Vielzahl an Vitaminen ist.
Die Autorin widerlegt diesen Irrglauben, zeigt, wie unsere Abhängigkeit uns auf viele verschiedene Weisen krank machen kann und wie wir unsere Ernährung ändern können. Die einfachen und leckeren Rezepte machen deutlich, wie leicht man die für die Milch versprochenen Nährstoffe durch andere Lebensmittel zu sich nehmen kann - ganz ohne gesättigte Fettsäuren und die sonstigen negativen Nebeneffekte der Milch.
»Die Milch macht's!« gibt uns einen einmaligen und wichtigen Einblick, wie die Machenschaften der Milchindustrie in den USA, aber auch in Deutschland unsere Ernährung und unser Leben beeinflussen.

Meine Meinung:

Nicht viele Menschen hinterfragen ernsthaft, warum die Kuhmilch eine derart privilegierte Stellung in unserer Ernährung einnimmt. In vielen anderen Kulturen oder Weltregionen wird Milch im Erwachsenenalter kaum bis gar nicht konsumiert - und die dort Lebenden haben zum Teil sogar mit weniger Erkrankungen (Osteoporose, Herz- und Kreislauferkrankungen, Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, ...) zu tun. Uns wird (durch die Werbung und Lebensmittelindustrien) immer wieder propagiert, dass Milch unersetzlich und essenziell ist, um gesund zu bleiben und alle für uns wichtigen Nährstoffe zu erhalten. Dass dem aber gar nicht so ist, verdeutlicht Alissa Hamilton in diesem Buch sehr gut. Hinter all diesen Lobgesängen auf die Milch steht vor allem die Milchindustrie und die dazugehörigen Lobbyisten, die mit der "reinen", weißen Flüssigkeit selbstverständlich jede Menge Umsatz machen wollen. Zu glauben, dass die Menschen, die mit der Milch ihr Geld verdienen, nur das Beste für uns wollen, ist irrig.

~ Ja, die Knochen brauchen Kalzium, um stark und gesund zu bleiben. Ja, in der Milch ist Kalzium enthalten. Nein, unsere Knochen sind nicht auf das in der Milch enthaltene Kalzium angewiesen, um stark und gesund zu bleiben. ~
(S. 185)

Wenn man bedenkt, wie viel Milch den Amerikanern (und dieses Buch ist ziemlich amerika-lastig) von den verantwortlichen Stellen empfohlen wird und wie krank die US-Bürger sind, fragt man sich doch, was hier hinter verschlossenen Türen in Wahrheit besprochen wird ... So auch die Autorin von »Die Milch macht's!«.
Alissa Hamilton erzählt uns hierin erst mal kurz die Geschichte und Entwicklung der Milch, erklärt, wie man sie im Laufe der Zeit verändert hat, gibt uns zu verstehen, dass sie eben nicht unverzichtbar ist und es dafür ganz viele (um einiges bessere) pflanzliche Alternativen gibt, die weitaus gewinnbringender für unseren Körper sind und zusätzlich noch weniger Kalorien beinhalten. Und was Hamilton hierin auch tut: sie klärt uns über die sogenannte Laktaseimpersistenz auf, von der (meiner Ansicht nach) auch viele Menschen ein falsches Bild haben. Weiters, und das war wiederum für mich hochinteressant, deckt die Autorin in vorliegendem Buch (auf sehr indirekte Art und Weise) auf, wie wir alle manipuliert werden, wenn es darum geht, uns gewisse Lebensmittel als "gesund" zu verkaufen. Geradezu skandalös fand ich den einen oder anderen Absatz zu diesem Thema. Aber skandalös ist sie ja meistens: die Wahrheit, die keiner wahrhaben will.

~ In der Mischung und der richtigen Kombination liegt der Schlüssel zur Perfektion. So wie kein einzelner Mensch auf allen Gebieten Hervorragendes leisten kann, so kann kein Lebensmittel jedem Menschen alles bieten. ~
(S. 188)

Streckenweise war mir »Die Milch macht's!« leider zu wissenschaftlich geschrieben. Vom Verständnis her hat es bei mir nicht gehapert, das meine ich nicht, mir kam es nur manchmal so vor wie eine Studie, die ich lesen muss, denn da waren dann diese langen Würste von Nennungen gewisser Organisation, Einrichtungen, Institutionen und Ärzten, Wissenschaftlern und nicht zu vergessen: Zahlen, ganz viele Prozentzahlen waren hier zu finden. Wenn man sich dann noch hinten den Anhang mit den Quellenangaben, der sich über 30 Seiten erstreckt, angesehen hat, ist klar, warum das Ganze ... aber man sieht daran natürlich auch, dass der Inhalt akribisch recherchiert wurde, was ja eindeutig ein Pluspunkt sein sollte. Bei einem Sachbuch dieser Art sollte man auch nichts anderes erwarten.

Ziemlich am Ende des Buches finden sich dann noch 35 Rezepte, in denen die Autorin vielseitige und nährstoffreiche Produkte vorstellt, die man statt der Milch benutzen kann, da sie eben viel gewinnbringender für unseren Körper sind.
Für mich sind die Rezepte eher nichts. Die meisten davon sind zwar eh vegan, aber ich bin einfach eher ein Mensch, der nach Gefühl, spontan und nach Lust und Laune kocht oder zubereitet. Ich mag vorgegebene Rezepte nicht so gerne. Meistens kaufe ich einfach alles ein, was ich finde und als gesund erachte und haue in meinen Topf ganz bunt gemischt das hinein, was ich gerade will und gut finde. Heraus kommen dabei eigentlich immer ganz köstliche (und vor allem immer andere!) Gerichte. Sowas wie ein Rezept braucht die Janine also nicht unbedingt. :P

~ Milcherzeugnisse sind in der Tat unersetzliche Quellen für essenzielle Nährstoffe - und zwar genau jene Nährstoffe, mit denen wir übersättigt sind: Kohlenhydrate, Fette und Salze. ~
(S. 300)

Wer nun auch neugierig geworden ist und wissen will, was hinter unseren ach so tollen Milchprodukten tatsächlich steckt und sich von einer teilweise etwas wissenschaftlichen Schreibweise nicht abschrecken lassen will/kann, dem kann ich »Die Milch macht's!« absolut empfehlen, denn die Erkenntnisse, die man daraus gewinnt, sind für jedermanns gesundheitliche Zukunft Gold wert!

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1.382 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 47 Rezensionen

klassiker, liebe, roman, tochter, inzest

Homo faber

Max Frisch
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.03.1977
ISBN 9783518368541
Genre: Klassiker

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399 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

frankreich, zweiter weltkrieg, schwestern, resistance, 2. weltkrieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext:

Frankreich, 1939: Als ihr Mann einberufen wird und die Deutschen das Land besetzen, rücken die Schrecken des Krieges jeden Tag näher an Vianne und ihre kleine Tochter heran. Schon bald muss Vianne gemeinsam mit ihrer jüdischen Freundin die schwerste Entscheidung fällen, die man einer Mutter abverlangen kann: ob man das eigene Kind fortgeben soll, um es zu retten.

Auf ihrer Flucht vor den Deutschen begegnet Viannes Schwester unterdessen Gäeton, einem Kämpfer der Résistance. Isabelle verliebt sich in ihn und beteiligt sich an einem waghalsigen Unternehmen: Über den Pfad der Nachtigall führt sie abgeschossene Piloten der Alliierten über die Pyrenäen. Doch schon bald erfahren die Deutschen von der Fluchtroute und setzen alles daran, sie aufzuspüren.

Meine Meinung:

Über den zweiten Weltkrieg haben wir alle vermutlich bereits sehr viel gelesen oder gelernt. Wie es den Männern an der Front ergangen ist, was sie durchmachen und erleben mussten, das wird einem in den unterschiedlichsten Situationen ja immer wieder mal ins Gedächtnis gerufen. Aber was ist eigentlich mit den Frauen, die den Krieg überstehen mussten? Haben die auch irgendetwas leisten müssen? Mussten sie Dinge entbehren, Opfer bringen, Hunger leiden? Kaum einer weiß viel über das Leben der Frauen während dem zweiten Weltkrieg. Dass diese es auch alles andere als leicht hatten und auf gewisse Weise ebenso einen großen Einfluss auf das Kriegsgeschehen hatten, ist vielen Menschen nicht bewusst. In diesem Roman, mit wahrem historischen Hintergrund, erzählt die Autorin Kristin Hannah von ebenjenen (französischen) Frauen und ihren erschreckend bewegenden Schicksalen.

~ Für uns war es ein Schattenkrieg. Und nachdem er vorbei war, gab es keine Paraden für uns, keine Orden und keinen Platz in den Geschichtsbüchern. Im Krieg taten wir, was wir tun mussten, und nachdem er vorbei war, sammelten wir die Scherben ein und fingen noch einmal von vorn an. ~
(S. 599)

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen also die beiden französischen Schwestern Vianne und Isabelle. Während Vianne, Mutter einer kleinen Tochter, auf die Rückkehr ihres Mannes von der Front wartet, erlebt sie ihre ganz persönliche Hölle in ihrem eigenen Zuhause, denn dort quartieren sich nacheinander zwei deutsche Offiziere ein, mit denen beiden ziemlich schlecht Kirschen essen ist.

Isabelle hingegen, die einen wirklich ganz eigenen Kopf mit widerspenstigem Charakter besitzt, ist, im Gegensatz zu ihrer Schwester, kein brav und still gehorchendes Mädchen, sondern jemand der aktiv Widerstand leisten will. Jede Aktion, die schlecht für die Nazis ist, ist ihr willkommen. Ihr Wesen lässt sich demnach in etwa so beschreiben: Wurde ihr gesagt, dass sie etwas nicht tun sollte, tat sie es erst recht, jede Mauer verwandelt sie in eine Tür.

Jedenfalls durchleben die beiden Schwestern, mal zusammen, mal länger voneinander getrennt, eine Menge unschöne Momente. Sowohl große Verluste, sich Verlassenfühlen und hochgefährliche Situationen, als auch Hunger, Kälte und die permanente Angst vor dem Feind im eigenen Land sind Themen, die in diesen Jahren allgegenwärtig und kaum auszuhalten waren ...

~ »Denke nicht darüber nach, wer sie sind. Denk darüber nach, wer du bist, und darüber, mit welchen Opfern du leben kannst und welche dir den Halt nehmen würden.« ~
(S. 180)

Für mich war diese Lektüre sehr spannend und mitreißend. Bewegend war vor allem die Tatsache, dass mir bewusst war, dass dies wahre Schicksalsgeschichten sind, die so tatsächlich stattgefunden haben. All die entsetzlichen Szenen, all das Leid, der Hunger, die Kälte, die Vergewaltigungen, Gewalt im Allgemeinen, der Tod ... Es muss furchtbar gewesen sein, das mitzuerleben. Und ich ziehe meinen Hut vor all jenen Frauen, die in dieser Zeit die Kraft hatten, nicht aufzugeben, das überstanden haben und danach, auf welche Weise auch immer, mit ihren Verlusten zurechtgekommen sind.

Ich kann euch allen dieses aufwühlende Stückchen Literatur nur ans Herz legen. Der Inhalt ist so gewaltig, so tiefberührend, dass er mich an manchen Stellen wirklich sprachlos zurückgelassen hat und das will schon was heißen. Aber von der Autorin habe ich glücklicherweise ja schon einmal ein derartig bewegendes Buch gelesen, deswegen steht fest: in naher Zukunft gerne Weiteres von Kristin Hannah!

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711 Bibliotheken, 15 Leser, 4 Gruppen, 96 Rezensionen

sri lanka, liebe, tee, vergangenheit, teeplantage

Die Schmetterlingsinsel

Corina Bomann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.03.2012
ISBN 9783548284385
Genre: Romane

Rezension:

Darum geht's:

Diana Wagenbach steht vor den Trümmern ihrer Ehe, als sie den Nachlass ihrer geliebten Tante in England auflösen muss. In ihren letzten Worten an Diana hatte die Tante sie gebeten, ein lang gehütetes Familiengeheimnis zu lüften. Diana folgt den Hinweisen, die die Tante im prachtvollen Tremayne House für sie hinterlassen hat, und entdeckt vollkommen Ungeahntes über ihre Vorfahren. Die Spuren der Vergangenheit führen sie bis ans andere Ende der Welt in eine exotische Landschaft voller neuer Erfahrungen und Gefühle. Dort stößt sie auf eine bittersüße Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung ...

Meine Meinung:

»Die Schmetterlingsinsel« war nach »Eine wundersame Weihnachtsreise« mein zweites Buch von Corina Bomann, allerdings hat mir dieses hier um Längen besser gefallen.
Schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, wie flüssig und schnell sich das Ganze lesen lässt und wie sehr es die Geschichte schafft, mich zu fesseln.

Dieses Buch ist ein Familiengeheimnis-Roman und es befinden sich darin zwei Handlungs- bzw. Zeitstränge: Einer aus der Jetzt-Zeit und der andere spielt größtenteils Ende des 19. Jahrhunderts. Der Hauptschauplatz ist Ceylon (Sri Lanka).
Die junge Diana ist die Protagonistin aus dem Gegenwart-Teil und sie ist es, die nach dem Tod ihrer Großtante Emmely (auf ihren letzten Wunsch hin) Licht auf die finsteren Stellen ihrer Familiengeschichte werfen möchte. Und so begibt sie sich nach Sri Lanka, denn dort hat alles begonnen ...

~ »Es ist schon seltsam. Zu ihren Lebzeiten bemühen sich unsere Ahnen, die Flecken auf ihrer Vergangenheit geheim zu halten. Und dann bitten sie uns Nachfahren, sie zu finden, weil sie diese Last gern los wären und selbst nicht die Kraft haben, sie zu offenbaren.« ~
(S. 223)

Ich fand den Aufbau der Geschichte total gut gemacht, denn Bomann hat immer abwechselnd (kapitelweise) mal aus Dianas Sicht und dann wieder aus dem Blickwinkel von Grace (Ururgroßmutter von Diana) aus dem Jahre 1887 erzählt. Das war nicht nur abwechslungsreich für mich, sondern hat insofern auch gut gepasst, weil die Übergänge der Zeitsprünge immer auf irgendeine Weise etwas Verbindendes im Geschriebenen hatten.

Ich muss aber gestehen, dass ich Graces Geschichte wesentlich spannender empfunden habe, als die Geschehnisse in Dianas Zeit. Das aufregendere Leben hatte also eindeutig ihre Urahnin. ;)

~ »Ein Geheimnis mag gehütet werden oder sich irgendwo hinter dem Vorhang der Geschichte verstecken. Doch früher oder später taucht jemand auf, der es findet und ans Licht zerrt.« ~
(S. 493)

Bei mir taten sich beim Lesen so viele Fragen auf, ich wollte unbedingt wissen, was mit Grace geschehen war, für welchen Skandal sie  (für damalige Ansichten) gesorgt hat und wie es zur Ausstoßung aus der Familie bzw. zu ihrer Enterbung gekommen ist.
Nach und nach wurde mir beim Lesen so einiges klar, aber gleichzeitig haben sich die Fragen bei mir getürmt. Diesen Umstand fand ich einfach unfassbar packend.

Wer also Freude an einem wirklich unterhaltsamen, gut geschriebenen und fesselnden Familiengeheimnis-Roman hat, bei dem man zusätzlich furchtbare Lust auf Ceylon-Tee bekommt, ist mit »Die Schmetterlingsinsel« hervorragend bedient.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

wildnis, minnesota, liebe, wölfe, natur

Minnesota Winter

Elli H. Radinger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 09.09.2013
ISBN 9783352008672
Genre: Biografien

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Lebe in deinem eigenen Licht

Tom Kenyon , Wendy Kennedy
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei KOHA-Verlag, 10.04.2014
ISBN 9783867282505
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Buchrückseite:

»Die Erde stellt ein bemerkenswertes Experiment dar. Aus Tausenden von Welten wurde hier genetisches Material deponiert. Zusammen mit all den emotionalen Codierungen und Erfahrungen all dieser Planeten und Arten bildete es die Grundlage für DAS GROSSE EXPERIMENT. Es gibt andere Zeitlinien, auf denen dieses Experiment nicht gelingt. Doch bei euch, mit denen wir dieses Gespräch führen, bei euch gelingt es, und deshalb geht ihr durch den Aufstiegsprozess. Wenn ihr erkennt, dass ihr Schöpferwesen seid, könnt ihr eure Version der Wirklichkeit verwandeln – trotz aller negativen Aspekte und manipulativen Spiele. Und wenn sich ausreichend viele von euch für eine andere Version der Wirklichkeit entscheiden, erzeugt das eine ganz neue Zeitlinie, durch die sich die gegenwärtigen Ereignisse verändern und eine ganz neue Welt entstehen wird.
Es bleibt also nur eins zu tun: Träumt euren schönsten Traum!«

Meine Meinung:

»Lebe in deinem eigenen Licht« ist in meinen Augen eher nichts für spirituelle oder esoterische "Laien". Es geht darin sehr viel um das eigene Bewusstsein, die Schöpferkraft und den damit einhergehenden Aufstiegsprozess für die gesamte Menschheit.
Jemand, der sich damit noch nie beschäftigt hat, wird sich wahrscheinlich schwer tun, den Inhalt zu verstehen. Auch für mich war nicht immer alles völlig klar und nachvollziehbar, was in vorliegendem Buch geschrieben stand. Dennoch gab es Passagen, die ich verstanden habe und mit denen ich etwas anfangen konnte und deswegen hat es sich schon gelohnt, es zu lesen.
Was man hier noch wissen sollte, ist, dass die Autoren das Geschriebene über "Wesenheiten" durch Channeling "empfangen" und niedergeschrieben haben. Mit Channeln habe ich mich bisher noch nicht befasst und für mich war es eine neue und interessante Erfahrung, zum ersten Mal so richtig etwas zu lesen zu bekommen, dass uns durch menschliche Kanäle erreicht hat.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

maria, rainer, rilke

Gedichte

Rainer Maria Rilke
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.01.2016
ISBN 9783596520930
Genre: Gedichte und Drama

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

schweden, krimi, schiffsunglück, stina forss, europäische nachkriegsgeschichte

Aus eisiger Tiefe

Kerstin Signe Danielsson , Roman Voosen
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.09.2014
ISBN 9783462046946
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Buchrückseite:

EIN TOTER IN EINEM WASSERLOCH, EINE ERMORDETE ANWÄLTIN UND SPUREN, DIE IN EISIGE TIEFE FÜHREN

An einem verregneten Herbsttag stößt ein Golfballtaucher in einem Wasserhindernis auf die Überreste einer männlichen Leiche. Der Tote entpuppt sich bald als baltischer Schmuggler, der bereits seit 20 Jahren tot ist. Wenig später wird die erfolgreiche Anwältin Anna-Lena Hammarskjöld ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen führen Kommissarin Ingrid Nyström und ihre junge Kollegin Stina Forss zum schwersten Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte: dem Untergang der Ostseefähre Estonia, um den sich bis heute zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien ranken.

Meine Meinung:

Eine tote Anwältin in der Gegenwart. Ein verlassener Junge und eine Wasserleiche von vor 20 Jahren. Mittendrin ist immer wieder die Rede vom Untergang der Ostseefähre »Estonia«, die im Jahre 1994 auf ihrer Fahrt von Tallinn nach Stockholm gesunken ist und mindestens 850 Menschen das Leben gekostet hat. Als Leser fragt man sich: Wie passen die beiden oben genannten Toten und der verwaiste Junge mit diesem schrecklichen historischen Unglück zusammen? Die Antwort nach und nach herauszulesen - davon habe ich mir viel (Spannung und Lehrreiches) versprochen ...
 
Von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson habe ich bereits Band eins (Später Frost) und zwei (Rotwild) um die beiden Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss gelesen, allerdings ist das schon ein kleines Weilchen her. Nichtsdestotrotz konnte ich mich schnell wieder an die beiden ungleichen Frauen erinnern und habe mich sodann auf einen spannenden Kriminalroman gefreut, zumal ich in letzter Zeit ja eher selten einen gelesen habe und mal wieder richtig Lust auf Nervenaufreibendes hatte.

~ »Estonia«, sagte Edman. »Das ist ein großes Fass. Das ist das größte anzunehmende Fass überhaupt. Sollen wir das öffnen? Können wir das öffnen? Wollen wir das öffnen? Haben wir überhaupt die Mittel dazu?« ~
(S. 226)

Historische Ereignisse in Büchern miteinzubetten, finde ich immer besonders aufregend, schließlich kann man beim Lesen dann ja auch noch was lernen. Ich selbst habe mich nach der Lektüre noch ein wenig in die Thematik rund um die gesunkene Estonia eingelesen und habe festgestellt, dass »Aus eisiger Tiefe« ziemlich gut recherchiert sein dürfte. Zumindest wären mir jetzt keine Ungereimtheiten aufgefallen. Dass sich um dieses Fährunglück viele Mythen ranken, ist mir schnell klar geworden, und genau das ist ja auch Thema in diesem Krimi: Verschwörungstheorien. - Die mitunter sehr verworren daherkommen und bei mir von Zeit zu Zeit für Verwirrung gesorgt haben.
Dennoch fand ich die Idee der Autoren, sich ein solches Ereignis herauszupicken und darum herum eine abwechslungsreiche Geschichte aufzubauen, alles andere als schlecht. Die Geschichte war zum Teil zwar ganz spannend, mir persönlich aber bei weitem nicht spannend genug, vor allem, weil es für mich, gefühlt, zu viele "Baustellen" gab, um von den Geschehnissen dauerhaft wirklich gefesselt zu sein. Aber, ich denke, das ist wahrlich Geschmackssache.

Eine der beiden Hauptfiguren ist die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss. Sie ist auf der einen Seite eine recht unnahbare, emotionslose Person, die zur Abgebrühtheit neigt und ganz gerne mal den einen oder anderen (riskanten und vor Blut nur so triefenden) Alleingang wagt. Auf der anderen Seite haben Voosen und Danielsson der guten Stina aber auch weiblich geltende Attribute zugeschrieben, schließlich stöckelt sie ziemlich häufig auf ihren Pumps durch die Ermittlungen ...
Die Hauptkommissarin Ingrid Nyström war mir, im Gegensatz zu Stina, wesentlich sympathischer, aber auch sie hatte etwas an sich, das mich eher abgeschreckt hat: So wirkte sie für mich immer wieder wie ein Opfer der Umstände (Krankheit). Generell würde ich sie als eher negativen, aber dennoch bemühten Menschen beschreiben. Im Grunde sind die beiden Frauen sehr unterschiedlich in ihrem Charakter und ihren Leben. Beide haben ihre persönlichen und privaten Schwierigkeiten, die ebenfalls einen signifikanten Raum in der Story eingenommen haben und ganz bestimmt nicht uninteressant zu verfolgen waren. Ich habe die Geschichten von beiden Damen also sehr gerne gelesen.

~ Forss war effektiv. Aber sie war ebenso unberechenbar. ~
(S. 226)

Allgemein gesehen konnte mich der Krimi leider nicht so sehr fesseln, wie ich mir das gewünscht hätte. Teilweise war er mir zu kompliziert/verworren und weiste zu viele Baustellen auf, um mich auf Dauer überhaupt mitreißen zu können. Die vielen Beschreibungen über den Fährenbau, die Technik, die dahinter steckt und das Geschreibsel über die Werften hätte man sich in meinen Augen sparen oder wenigstens stark kürzen können. Hinzu kommt, dass die Protagonisten-Sicht, aus der erzählt wurde, meiner Meinung nach, zu oft gewechselt hat. In den Ermittlungen ging erst nicht sonderlich viel voran und dann - ganz plötzlich - wird den Kommissaren Schlag auf Schlag alles klar, plötzlich passt alles zusammen und sie kommen zur Auflösung. - Inwiefern das authentisch ist, sei dahingestellt.
Ohne Abzüge punkten konnte alles rund um die Privatangelegenheiten der Buchfiguren. Diese Geschehnisse waren ausnahmslos echt spannend mitzuverfolgen.

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 19 Rezensionen

ritzen, mobbing, freundschaft, außenseiter, schule

Fabian. In memoriam

Lena Hoffmann ,
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 12.06.2014
ISBN 9783956670459
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Buchrückseite:

Fabian ist mit seinem Leben unzufrieden. Sein einziger Freund ist ein titelloses Buch, weder mit der Schule noch mit seinen Eltern kommt er klar. So ist es auch kein Wunder, dass er sich ritzt.
Doch dann kommt Marc auf die Schule. Und obwohl er Fabians Probleme nicht wirklich nachvollziehen kann, setzt er sich für ihn ein. Über ihre gemeinsame Liebe zu Büchern miteinander verbunden, entsteht eine Freundschaft. Marc verteidigt Fabian, allerdings wird er dadurch selbst auch zu einem Außenseiter, eine Rolle, mit der er sich nicht abfinden will. Aber sein Versuch, Fabian mit einem Mädchen zu verkuppeln, geht schief, was zu weiterer Ausgrenzung von Fabian führt.
In Folge wird die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe gestellt. Die Todessehnsucht Fabians wird stärker. Findet Marc einen Weg, ihn zurückzuhalten?

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich von einer lieben Bloggerkollegin vor ein paar Monaten geschenkt bekommen und weil ihr Fabians Geschichte damals nur mittelmäßig zugesagt hat, wollte ich es schnell lesen, um mir selbst ein Bild davon machen zu können.
Nun ist es gelesen und mein Gesamteindruck fällt etwas verhalten, aber doch recht positiv, aus.
Es geht darin um den deutschen Jugendlichen Fabian, der sehr unter dem Mobbing seiner Mitschüler leidet. Hinzu kommt, dass seine Eltern ihm gegenüber ein Verhalten an den Tag legen, das ich als äußerst gedankenlos/rücksichtslos und respektlos beschreiben würde, vor allem, weil die kleine Schwester genau gegenteilig behandelt wird, quasi eine Sonderstellung als Wunschkind einnimmt. Selbst die Lehrer hatten permanent etwas an ihm auszusetzen, weil er angeblich so oft den Unterricht gestört hat. - Aber das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, weil Fabian grundsätzlich ruhig, brav und folgsam gewirkt hat. Er war so gut wie immer der Dumme, der eins auf den Deckel bekommen hat. Ich hatte also echt das Gefühl, dass sich die ganze Welt gegen Fabian verschworen hat, um ihn zu demütigen und zu kasteien.

~ Jeder wollte Anerkennung. Denn Anerkennung bedeutete, gesehen zu werden. Man war nicht unsichtbar, man gehörte dazu, man war Teil eines größeren Ganzen. ~
(S. 27)

Dass ein solches Leben für einen Jugendlichen nicht gerade angenehm oder spaßig ist, dürfte einleuchten. Und deshalb verwundert es auch nicht, dass man sich in so einer Lage persönlich verändert, still wird, sich zurückzieht, Einzelgänger wird. Nicht jeder reagiert so, das stimmt, aber Fabian blieb nicht viel anderes übrig ... Umso erfreuter war ich, als ich gelesen habe, dass der Neue in Fabians Klasse, Marc, ein wenig anders zu sein scheint, ihn also nicht wie Abschaum oder einen Freak behandelt. Auch Marcs Mutter, eine sehr liebevolle, mitfühlende und hilfsbereite Frau, bringt Fabian viel Herzlichkeit entgegen ...

Nichtsdestotrotz erzählt die Geschichte, die in meinen Augen einen sehr fesselnden Schreibstil aufweist und ziemlich spannend geschrieben ist, davon, wie es ist, ausgegrenzt zu werden, sich gänzlich abzuschotten, sodass niemand mehr (auf Dauer) auf einen herankommt und letztlich auch von Selbstverletzung, bedingt durch großen Selbsthass, der - logischerweise - infolge all dieser zwischenmenschlichen Missstände entstanden ist. Anhand von Fabians Geschichte kann man ganz klar sehen, was man als Elternteil, Mitschüler oder Lehrer alles falsch machen kann, um ein Kind völlig an seine persönlichen Grenzen zu bringen - mit allen ungemütlichen Konsequenzen.

~ Es war das eine, etwas zu tun, und etwas anderes, sich der Konsequenzen bewusst zu werden. ~
(S. 82)

Dieses Buch über Freundschaft, Familie, Mobbing und selbstverletzendes Verhalten hat mich irgendwie recht bedrückt, gleichzeitig aber auch ziemlich gefesselt, muss ich sagen. Es war traurig zu lesen, dass es Menschen gibt, vor allem Jugendliche, die so bewusstlos mit den Gefühlen anderer Menschen umgehen. Es war traurig zu lesen, wie die "Opfer" darunter leiden und sich infolgedessen selbst weh tun, weil sie denken, keinen Wert zu besitzen.

~ Warum sollte man sich für einen bemühen, der es einem nicht einmal dankte? ~
(S. 145)

Anhand des Buchtitels kann man erkennen, dass die Geschichte keinen schönen Ausgang nimmt, auch wenn ich das viele Seiten sehr gehofft habe. Leider kann man nicht in ein Buch springen, Hilfe anbieten und das schlimmste verhindern, aber glücklicherweise handelt es sich hierbei auch nur um eine fiktive Geschichte. Dennoch um eine, die sich tagtäglich so auch überall auf der Welt abspielen könnte und das vermutlich auch tut, einfach nur, weil es Menschen gibt, denen die Gefühle anderer egal sind. Und ich finde, dass man mit so einem Buch genau dafür ein Bewusstsein schaffen kann.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Maitreya - Die sieben Lektionen der Liebe

Julia Schuricht
Flexibler Einband
Erschienen bei Smaragd Verlag, 11.06.2011
ISBN 9783941363250
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Buchrückseite:

Dieses Buch enthält die geheimen Schlüssel des Einweihungswegs des Herzens.
Maitreya beschreibt sie in den »Sieben Lektionen der Liebe«, die er durch seinen Kanal über einen Zeitraum von zwei Jahren durchgab, als sieben Stufen auf einer Leiter, die ineinander verwoben und nicht wirklich voneinander zu trennen sind.
Das Erleben und die Erkenntnis der Lektionen erfährt in unserer Zeit eine neue Eindringlichkeit. Denn gerade heute geht es darum zu erkennen, dass Wandel und Aufstieg nur in einem geöffneten Herzen erfahrbar sind. Und so ist die Aufforderung: »Werdet euer Herz« hier das erste Mal sehr anschaulich erklärt. Durch Erleben und Integrieren der »Lektionen der Liebe« erlebt der Mensch, der in diesem Prozess der Meisterschaft sein Herz vollkommen öffnet, seinen Weg in die Freiheit des Seins.
Maitreya, auch bezeichnet als kosmischer Christus, ist nicht einfach ein Aufgestiegener Meister. Er ist eher so etwas wie ein eigener Strahl der kosmischen Liebe, der sich durch die Schöpfungen und Universen zieht, um die Christusenergie und die Energie der Liebe in ihnen zu verankern. Er überlichtet den Weg des Herzens und unterstützt jeden Menschen, der sich bewusst dazu entschließt, ihn zu gehen.
Eine sehr liebevolle Anleitung für den Gang ins Zentrum und die Meisterung der menschlichen Erfahrung.

Meine Meinung:

Für mich kam dieses Buch genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe es von meiner ehemaligen Nachbarin, die Energetikerin ist, schon vor einiger Zeit geliehen bekommen, es mir aber erst jetzt zu Gemüte geführt.
Es ist wohl nicht für jeden etwas. - Eher für Leute, die sich mit ihrer eigenen Spiritualität beschäftigen und Interesse daran haben, ihr Bewusstsein zu erweitern.
Vor einiger Zeit habe ich schon ein anderes esoterisches Buch über das große Thema »Liebe« gelesen, allerdings war ich damals anscheinend noch nicht so weit, um es verstehen zu können. In dieser Lektüre ist mir so viel bewusst und klar geworden, habe ich so viel verstanden und annehmen können. Beim Lesen bzw. nachdem ich das Buch jedesmal zugeklappt habe, habe ich mich danach immer richtig energiegeladen gefühlt, also irgendwie ganz anders, kein Vergleich zu dem Gefühl, das ich habe, wenn ich einen gewöhnlichen Unterhaltungsroman lese. Ich habe mir aus »Maitreya« wirklich viel mitnehmen können, mit dem ich an mir arbeiten konnte. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass mich der Inhalt verändert und wahnsinnig bewegt hat - äußerst angenehm/positiv. Und deswegen gibt es von mir die volle Sternezahl dafür!

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90 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

berlin, benedict wells, spinner, roman, trauer verarbeiten

Spinner

Benedict Wells
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.08.2016
ISBN 9783257243840
Genre: Romane

Rezension:

Die Buchrückseite:

»Ich habe keine Angst vor der Zukunft, verstehen Sie? Ich hab nur ein kleines bisschen Angst vor der Gegenwart.«
Jesper Lier, 20, weiß nur noch eines: Er muss sein Leben ändern, und zwar radikal. Er erlebt eine turbulente Woche und eine wilde Odyssee durch Berlin.
Ein tragikomischer Roman über die Angst, wirklich die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Meine Meinung:

In vorliegendem Roman geht es um den 20-jährigen Jesper Lier, der seit ungefähr zwei Jahren in einer Berliner Kellerwohnung haust. Wir erleben hierin eine Woche seines Lebens mit, die allerdings ganz und gar keine gewöhnliche ist, sondern eine, die sich "gewaschen" hat. Denn es passieren Dinge, also Jesper gerät in Situationen, die entweder sehr beschämend oder unfassbar, richtig traurig, gefährlich, aber irgendwie auch lustig sind. Ja, es passiert in meinen Augen sogar so viel in diesen sieben Tagen, dass es von den aufwühlenden Gefühlen her bestimmt auch für ein ganzes Jahr gereicht hätte.

Einer, der an seine Träume glaubt

Den Protagonisten Jesper Lier zu beschreiben, fällt mir ziemlich leicht, da der Autor ihm recht eigene Charakterzüge zugeschrieben hat. Erstens fällt mit zunehmender Seitenzahl auf, dass Jesper gerne und viel lügt. Schnell erkennt man auch, dass er ein von Wehmut geplagter Typ mit Komplexen ist, der eine große Portion Unsicherheit (Frauen gegenüber) mit sich herumschleppt. Jesper ist Einzelgänger und beschreibt sich selbst als langweilig und traurig. Er verabscheut Menschen, die mutlos sind, ihre Träume aufgegeben haben und nur mehr dem Geld hinterherjagen; Traum- und Phantasielosigkeit kann und will er nicht akzeptieren.

~ Alle hatten Angst vor Lücken in ihrem Lebenslauf. Aber niemand schien Angst davor zu haben, seine Träume zu verraten. ~
(S. 99)

Jespers Alltag und sein aktuelles Leben wirkten auf mich wirklich sehr deprimierend und negativ. Der Protagonist war auch recht gut darin, gewisse Dinge zu ignorieren und einfach wegzuschauen, wenn es um seine Gesundheit und seinen Körper ging, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass er sich selbst überhaupt nicht wichtig nimmt. Erhärtet wird das durch Situationen, in denen er deutlich sein Selbstmitleid und seinen Selbsthass ausspricht - nein, nicht nur ausspricht, sondern sogar ausschreit, so sehr, dass es sogar mir als Leserin weh getan hat.
Und obwohl er den (für mich absolut nachvollziehbaren und wundervollen) Traum hegt, als Autor sein Geld zu verdienen, und mit Der Leidensgenosse, an dem er gut zwei Jahre gearbeitet hat und von dem er vollkommen überzeugt ist, bereits etwas vorzuweisen hat, habe ich für den jungen Mann trotzdem kaum Sympathie aufbringen können. Denn ich empfand Jesper einfach nur als bemitleidenswertes armes Würstchen. Nein, nicht mal liebenswert fand ich ihn, auch nicht zum Ende hin ...

~ Wie so viele vor mir hatte ich versucht, in meinem Leben das zu tun, was ich mir am meisten wünschte, und wie so viele vor mir war ich damit gescheitert. ~
(S. 268)

Ich habe mich, besonders das erste Drittel, gefragt, was mir der Autor mit Jespers kläglichem Dasein eigentlich vermitteln will. Worum genau soll es in dieser Geschichte denn gehen? Worauf soll das Ganze hinauslaufen? Nun, Jespers Leben wird von Ängsten und Niederschlägen eingenommen und es kristallisiert sich nach und nach heraus, dass es um nachhaltige Lebensveränderungen gehen soll, die getroffen und angegangen werden müssen, denn ansonsten droht ihm der vollständige Bachhinuntergang seines Lebens ...
Ob und wie Jesper sein Leben endlich in die Hand nimmt, will ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen, aber so viel sei gesagt: das, was in weiterer Folge passiert, hat mich auf alle Fälle wieder etwas versöhnlicher gestimmt, was die Hauptfigur betrifft.

~ Doch es gibt Fehler, die notwendig sind. Manchmal muss man ein kleines bisschen sterben, um wieder ein wenig mehr zu leben. ~
(S. 314)

Jespers Person umgibt soviel Negativität und immer wieder, in den unterschiedlichsten Situationen, hatte ich ein ganz unheilvolles Gefühl, dass ganz bald etwas Schlimmes passieren wird ... Es hängt fast über der gesamten Geschichte dieses Nachdenkliche, ein wenig Depressive und das hat das Buch für mich nicht gerade zum Highlight gemacht. Nichtsdestotrotz kommt der eine oder andere komische Auflockerungs-Satz ebenfalls vor, sodass das Lesen zu einer ziemlich erträglichen Angelegenheit geworden ist.

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166 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

weihnachten, hochzeit, new york, mary kay andrews, liebe

Winterfunkeln

Mary Kay Andrews ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2014
ISBN 9783596030538
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Buchrückseite:

Eloise Foley liebt die Weihnachtszeit von ganzem Herzen. Dieses Jahr soll es besonders schön werden, denn ihr Traummann Daniel will sie ausgerechnet am 24. Dezember vor den Altar führen. Die Antiquitätenhändlerin ist überglücklich. Doch als der große Tag näher rückt, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken:
Das Brautkleid – passt nicht.
Die Trauzeugin – steht kurz vor der Entbindung.
Der Zukünftige – wird mit einer heißen Italienerin in New York gesehen.
Wird es an Weihnachten nun doch nicht das langersehnte Fest der Liebe geben?

Meine Meinung:

Dooferweise habe ich mir nach dem Lesen von Band eins der Southern-Dilogie etwas zu lange Zeit gelassen, um mit Band zwei, dem vorliegenden Buch, fortzufahren, denn leider wusste ich nicht mehr, was in »Weihnachtsglitzern« plotmäßig genau vor sich gegangen ist. Aber das war auch nicht so tragisch, habe ich gemerkt, denn einige Details und alles Wissenswertes aus dem ersten Teil wurden hierin sowieso nochmal kurz erklärt und zusammengefasst, sodass es wohl auch absolut kein Problem darstellen dürfte, Band eins gar nicht gelesen zu haben.

Ich bin ziemlich schnell wieder reingekommen in die Geschichte um Eloise und ihrer besten Freundin BeBe (die derzeit hochschwanger ist). Ich kann mich noch aus dem Vorbuch erinnern, dass BeBe und Eloise abwechselnd aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt haben. Auch hier war das wieder so. Der Klappentext ist in dieser Hinsicht etwas aussparend, denn der bezieht sich fast ausschließlich auf Eloise und ihre Schwierigkeiten vor dem Weihnachtsfest. Aber eigentlich nehmen BeBe Loudermilks Probleme in dem Buch einen mindestens ebenso großen Part ein - und es wird ja auch sehr viel aus ihrer Perspektive erzählt - ich finde also, das sollte man wissen, dass Eloise hier nicht die einzige Hauptfigur ist.

Ich fand die Story einfach urwitzig mit ihrer ganzen Situationskomik und die vielen tollen Buchfiguren, die man fast alle total schnell ins Herz geschlossen hat (besonders Eloises Mutter ist einige Lacher wert), haben meine Begeisterung für dieses süße Weihnachtsbüchlein nur noch verstärkt.
Ich mochte den ausschmückenden und wundervoll bildhaften Schreibstil der Autorin total gerne. Gerade in der Weihnachtszeit finde ich solche ausführlichen Beschreibungen über die Dekoration und das Ambiente einfach nur bezaubernd und zum Genießen.

Das ist eben so ein richtiges Wohlfühlbuch mit ein wenig Kitsch und einem Happy End. Es geht um so Themen wie Schwangerschaft und Hochzeit, aber auch die Sorge um den Partner, Fremdgehen oder Probleme bei der Scheidung spielen eine Rolle. Emotional gesehen hat man also ziemlich viel Achterbahnfahrt dabei, das hat mir gut gefallen, weil es Abwechslung hineingebracht hat.

Wenn man sich mal wieder ein leicht zu lesendes, anspruchsloses Lektürchen gönnen mag, dann ist man mit »Winterfunkeln« bestimmt gut bedient. Hierin findet sich einfach alles, was man zum Wohlfühlen mit sich selbst braucht. Ein paar Stunden ins weihnachtliche Durcheinander mit Eloise und BeBe einzutauchen, unterhält nicht nur wunderbar, sondern lässt einen sogar das eigene private Chaos vor Weihnachten ganz gut für eine Weile vergessen. ;)

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

sri lanka, familie, integration, migration, gefühle

Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Devakumaran Manickavasagan
Flexibler Einband: 195 Seiten
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 31.07.2012
ISBN 9783862689200
Genre: Romane

Rezension:

Die Buchrückseite:

»Im Glashaus gefangen zwischen Welten« bietet einen Einblick in das Leben von Migranten, die ihre Heimat verlassen haben, um im Exil einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Am Beispiel der Jugend der in Deutschland lebenden Exil-Tamilen, zu denen er selbst gehörte, beschreibt der Autor Probleme und Hindernisse, die mögliche Gründe für eine verfehlte Integration sind. Von der einen Kultur in die andere gestoßen und ihren Gefühlen verletzt, wissen sie oft nicht, wie ihr weiterer Weg verlaufen soll. Der Blick hinter die Kulissen ermöglicht betroffenen Migranten eine andere Sichtweise auf die Dinge und zeigt mögliche Wege auf.

Meine Meinung:

Dem Leben mutig und selbstbewusst (sich seiner SELBST bewusst) entgegen zu gehen, das ist schon für viele in unsere Kultur Hineingeborene nicht immer leicht. Für Menschen fremder Kulturen, ganz besonders für die hier bei uns lebende tamilische Gesellschaft aus Sri Lanka und Teilen Indiens, ist es noch viel schwerer, vor allem, weil deren Leben und Persönlichkeiten ganz stark von kulturellen Zwängen eingeschränkt sind. Man darf sich an dieser Stelle aber nicht vorstellen, dass es im vorliegenden Buch rein um das Zurechtkommen der Migranten in Deutschland geht, nein, vorrangig - und das ziemlich intensiv - gewährt uns Deva hierin einen Einblick in das Seelenleben tamilischer Jugendlicher, die zwischen ihrer eigenen Kultur (bzw. der ihrer Eltern) und der deutschen Mentalität hin- und hergerissen sind und infolgedessen leiden. Es ist sehr oft die Rede von verletzten Gefühlen (die scheinbar für fast jedes schwerwiegende Problem der Grund/Auslöser sein sollen) und Verletzungen der Seele, dessen sich die Exil-Tamilen gar nicht bewusst sind und den psychischen Folgen davon.

~ Ein Leben in Lügen und Zwängen ist eine dauerhafte Folterkammer! ~
(S. 156)

»Im Glashaus gefangen zwischen Welten« ist das Lebenswerk des Autors und deswegen kann man sich vorstellen, dass auch einige autobiografische Sequenzen darin zu finden sind.
Deva berichtet von Teilen seiner bisherigen Lebensreise und aus seiner Vergangenheit, die nicht immer so rosig war. Er erzählt, wie (negativ) er damals das Miteinander seiner Eltern und deren Kindererziehung erlebt hat und was das mit ihm gemacht hat bzw. wie seine Gefühle dadurch verletzt wurden und was er in weiterer Folge daraus für seine Zukunft lernen konnte. Ziemlich eindrucksvoll und erstrebenswert fand ich persönlich in diesem Zusammenhang folgendes Zitat: ~ An oberster Stelle galt für mich damals, anderen Menschen nichts Schlechtes anzutun, unabhängig davon, was sie einem selbst angetan hatten. ~ (S. 88)

Obwohl auch eine deutliche Kritik an Eltern tamilischer Kinder bezüglich der Kindererziehung bzw. dem Umgang mit den Gefühlen ihrer Kinder herauslesbar ist, zeigt Deva in anderen Abschnitten wiederum ein bemerkenswertes Einfühlungsvermögen, wenn es um verschiedene Aussagen mancher Menschen geht und kann scheinbar trotzdem großes Verständnis für deren diverse emotionale Verletzungen aufbringen - was mitunter bestimmt daran liegt, dass der Autor selbst sehr intensiv und lange mithilfe therapeutischer Unterstützung an sich gearbeitet hat und seine innere Gefühlsdynamik gut kennenlernen konnte.

~ Lernt man seine eigenen Gefühle zu entdecken und zu verstehen, so kann es gelingen, dass man die Gefühle und Gedanken anderer versteht. ~
(S. 175)

Zu dem Stehen, was man ist

Deva hält seine Leser dazu an - und das finde ich nicht nur für die tamilische Gesellschaft sehr wertvoll -, selbst zu denken, alles Gehörte, Gesehene und im Laufe seines Lebens von Älteren Beigebrachte/Vermittelte zu hinterfragen und sich nicht mundtot machen zu lassen. Oft merkt man gar nicht oder oft ist es einem gar nicht bewusst, dass man etwas für sich angenommen hat, das auf Dauer unglücklich macht - sei es jetzt ein gewisses Denken oder beispielsweise eine Verhaltensweise.
Aus dem eigenen Glashaus auszubrechen ist in vielen Fällen gar nicht so einfach, besonders die (Exil-)Tamilen, von denen Deva spricht, haben es in meinen Augen noch viel schwerer als die Menschen in unserer Kultur. Wenn man mit seinem Leben unzufrieden ist - völlig gleich, ob Tamile oder nicht - braucht es eine Menge innere Stärke und Energie, das eigene Ich und die damit verbundenen existierenden Wünsche anzuhören. Auch ein wenig Übung gehört dazu, denn wenn man nie auf seine wahren Gefühle gehört hat, funktioniert es im ersten Moment vielleicht gar nicht so gut, diese auch wahrzunehmen.

Jedenfalls hofft Deva, dass er mit seinem Buch, in dem er uns teilweise ja auch auf seine ganz persönliche Reise nach der eigenen Erkenntnis mitnimmt, seinen tamilischen Lesern (aber nicht ausschließlich) Mut zu machen und Unterstützung für ihren eigenen Lebensweg anbieten zu können.

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260 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

england, liebe, familie, london, roman

Die Schattenschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.11.2016
ISBN 9783442313969
Genre: Romane

Rezension:

Die Buchrückseite:

MANCHMAL MÜSSEN WIR EIN OPFER BRINGEN, DAMIT DIE LIEBE IHRE BLÜTEN ENTFALTEN KANN ...

Seit Star d’Aplièse denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe. Und auch jetzt, als junge Frau, ist es ihr noch immer nicht gelungen, aus CeCes Schatten herauszutreten. Alles ändert sich aber, als ihr geliebter Vater stirbt und ihr ein Rätsel hinterlässt: Star ist ein Adoptivkind und kennt ihre Herkunft nicht, doch in seinem Abschiedsbrief legt er eine Spur - die Adresse einer Londoner Buchhandlung. Als sie Orlando, dem exzentrischen Besitzer, zum ersten Mal gegenüber steht, kann sie nicht ahnen, dass sie sich bald inmitten einer äußerst ungewöhnlichen Familie auf einem Landsitz in Kent wiederfinden wird. Und dort liegt nicht nur der Schlüssel zu ihrer Vergangenheit, sondern vielleicht auch zu ihrem bisher stets verschlossenen Herz ...

Meine Meinung:

In Band drei der »Sieben Schwestern« - Reihe dreht sich alles um die drittälteste Schwester: Star d’Aplièse. Star (auch Asterope genannt) ist wohl die ruhigste und schüchternste der sechs bisher bekannten Schwestern. Sie wirkt wortkarg und deswegen unnahbar, sie stellt ihr Licht unter den Scheffel, wie es so schön heißt, und wandelt eher im Schatten ihrer jüngeren Schwester CeCe, die in dem Buch auch eine nicht gerade unbeachtliche Rolle einnimmt. Star und CeCe sind zeit ihres Lebens nur als Einheit aufgetreten und in vorliegendem Buch geht es unter anderem nun darum, sich voneinander zu lösen und unabhängig zu werden. - Was sich, wie ich beim Lesen schnell gemerkt habe, als eher schwierig gestaltet. Denn besonders CeCe, von der ich eigentlich erwartet habe, dass sie "die Starke" ist, weil sie als das genaue Gegenteil von Star gilt - also laut, gesprächig und selbstsicher -, hat stark mit dem "Entzug" ihrer Schwester zu kämpfen.

Stutzig gemacht, hat mich als allererstes dieses enorm enge Verhältnis von CeCe und Star. In der Leserunde, in der ich das Buch gelesen habe, ist bei einer Mitleserin sogar das Wort Homosexualität gefallen, also dass zwischen den beiden sogar »mehr« sein könnte, als nur reine Geschwisterliebe, da sie sich in ihren 20ern immer noch ein gemeinsames Bett teilen und zusammenwohnen ... Ganz abwegig fand ich diesen Gedanken nach einer gewissen Zeit nicht, denn auch ich fand es höchst ungewöhnlich für Frauen dieses Alters, so aneinander zu kleben.

~ »Ich rate dir, mutig zu sein, wenn du möchtest, dass dein Leben sich verändert.« ~
(S. 520)

Wie auch schon in Band eins und zwei macht sich auch hier die Schwester, die im Mittelpunkt des Geschehens steht, auf die Suche nach ihren Wurzeln. Pa Salt, der Adoptivvater der Mädchen, hat Star nach seinem Tod Koordinaten, einen Brief und eine Schmuckfigur zukommen lassen, die ihr nun helfen sollen, Licht ins Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen. Für eine leidenschaftliche Leserin wie mich, war es eine Freude zu lesen, dass Literatur, eine Buchhandlung, das Lesen an sich, aber auch Kochen und die Pflanzenkunde und Tierpflege in der Geschichte einen nennenswerten Teil einnehmen. Das sind alles Themen, für die auch ich mich sehr begeistern kann, ganz im Gegensatz zur Hauptthematik Musik im vorherigen Band, »Die Sturmschwester«.

Lucinda Riley wäre nicht Lucinda Riley, wenn sie nicht auch wieder einen Vergangenheitspart miteingebaut hätte. Dieser spielt in »Die Schattenschwester« von 1909 bis 1944 und darin lernen wir Flora McNichols kennen - eine sehr tierliebe, kluge und furchtlose aber auch stolze junge Frau mit einer gehörigen Portion innerer Stärke. Dieser Handlungsstrang findet, genauso wie der Gegenwartpart mit Star, in England statt. In High Weald in Kent, um genau zu sein.
All jene Leser, die es schätzen, wenn man die herrliche englische Landschaft beschrieben bekommt, muss ich hier leider vertrösten. Riley hat es in diesem Buch leider versäumt, die Kulisse zu skizzieren. Mich persönlich hat dies allerdings nicht gestört bzw. wäre mir das, wenn mich eine Leserundenteilnehmerin nicht darauf hingewiesen hätte, gar nicht aufgefallen. Warum? - Ich war viel zu sehr gepackt und emotional mitgerissen von den Geschehnissen um Flora im Vergangenheitsteil. Da haben sich Abgründe und Enthüllungen aufgetan, die mich beim Lesen wirklich aufgewühlt und beschäftigt haben. Und wenn eine Geschichte mich auf diese Weise zu fesseln vermag, würde ich am liebsten immer direkt durchlesen bis zur letzten Seite. Was in diesem Fall zwar nicht möglich gewesen wäre, aber der Drang war auf jeden Fall vorhanden. ;)

~ Flora kam sich vor wie ein Blatt im Wind, vollkommen unfähig, ihr eigenes Schicksal zu beeinflussen. ~
(S. 382)

Einige Denkweisen und Entscheidungen Floras konnte ich nicht nachvollziehen, besonders wenn es darum ging, ehrlich zu sein und zu ihren wahren Gefühlen zu stehen, aber da ihre Geschichte relativ weit in der Vergangenheit spielt und zu der Zeit bekanntlich noch einiges anders war, vor allem gesellschaftlich gesehen, war das nur authentisch.

Star in der Gegenwart war mir anfänglich noch sehr sympathisch, vor allem auch, weil sie erst ein so dankbares Wesen gezeigt hat. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie von der Autorin dann aber in den Augen der anderen Buchfiguren geradezu glorifiziert dargestellt, was ich nicht verstehen konnte. Mir ist es so vorgekommen, als würde wirklich jeder auf Star stehen, sie so hübsch und liebenswert finden und nicht einen einzigen Fehler an ihr entdecken können. Für mich war das alles etwas zu perfekt. Ebenso wie die Entwicklung eines Buchcharakters in diesem Part, die mir irgendwie zu gestellt und plötzlich dahergekommen ist und, auch wenn der Kitsch gefehlt hat, dennoch nicht ganz glaubhaft war.

~ »Es ist schon erstaunlich, was die Liebe bewirken kann, finden Sie nicht? Sie lässt einen von innen heraus strahlen.« ~
(S. 415)

In beiden Handlungssträngen geht es großteils auch um die Liebe, um das Miteinander und um die Beziehungen der Buchfiguren untereinander. Es gibt ebenso wieder einiges zu Spekulieren. - Also dass man hier nicht genug miträtseln könnte, davon kann absolut keine Rede sein.
Auch die Historie kommt nicht zu kurz. Lucinda Riley hat es erneut geschafft, mindestens eine historische Persönlichkeit (König Eduard VII.) geschickt in die Geschichte miteinzubetten.
Aufgefallen ist mir in diesem Buch auch, dass die Autorin viele Dinge aus dem ersten und zweiten Band miteingebunden und verknüpft hat. - Über eine solche feine und übereinstimmende Detailarbeit war ich wirklich erstaunt!

Mit diesem dritten Roman war ich beinahe rundum zufrieden, deswegen bekommt das Buch auch 5 Sterne von mir, allerdings werde ich es nicht zu meinen Lieblingsbüchern zählen, weil mir der Gegenwart-Teil nicht zu 100% gefallen hat. Der Vergangenheits-Part ist dafür aber umso grandioser, weil spannender und fesselder, ausgefallen!

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906 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 47 Rezensionen

glück, reise, suche, liebe, psychiater

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

François Lelord ,
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2006
ISBN 9783492248280
Genre: Romane

Rezension:  
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(49)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 21 Rezensionen

vergewaltigung, familie, alaska, roman, liebe

Schuldig

Jodi Picoult , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Piper, 23.02.2011
ISBN 9783492050302
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext:

Die 14-jährige Trixie ist Daniels Augenstern. Er liebt seine Tochter mehr als sich selbst. Der freiberufliche Comiczeichner schafft für Trixie eine Welt voller Heldengeschichten, während seine Frau Laura an der Universität Karriere macht. Wie brüchig aber das Glück der Familie ist, wird ihm nur allzu bald klar, als Trixie eines abends vollkommen aufgelöst nach Hause kommt. Die unschuldige Liebe ihres Freundes Jason hat sich in rohe Gewalt verwandelt. Wenig später stirbt der Junge unter merkwürdigen Umständen. Trixie flieht vor den Konsequenzen der Ereignisse nach Alaska. An einen Ort, mit dem Daniel enger verbunden ist, als er wahrhaben will. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, sich seiner Vergangenheit zu stellen: Daniel macht seiner Frau ein erschütterndes Geständnis ...

Meine Meinung:

In »Schuldig« beschäftigt sich die Autorin mit Themen wie Vergewaltigung, selbstzerstörendem Verhalten, Selbstmord, Flucht und mit den verschiedensten persönlichen inneren Dämonen.
Die Hauptfiguren in dieser Geschichte sind Daniel und seine Tochter Trixie, aber auch Laura (Daniels Frau und Trixies Mutter), Zephyr (beste Freundin von Trixie) und Jason (Exfreund von Trixie) nehmen einen erheblichen Teil in diesem Buch ein. Jeder dieser Protagonisten erzählt abwechselnd aus seiner Perspektive rund um das Geschehen, das dazu geführt hat, dass Trixie versucht, sich aus dem Leben zu flüchten und schlussendlich sogar Reißaus nimmt, um so weit weg wie möglich von all den Menschen in ihrem Umfeld zu kommen.

~ Den meisten Laien war häufig nicht klar, dass beide, ein Vergewaltigungsopfer und das Opfer eines tödlichen Autounfalls gleichermaßen unwiederbringlich verloren waren. Mit einem Unterschied: Das Vergewaltigungsopfer musste fortan so tun, als lebte es noch. ~
(S. 100)

Für mich war dies nun schon mein sechstes Buch von Jodi Picoult und ich habe mich, da ich das letzte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, nicht besonders grandios fand und deswegen voller Hoffnung war, mal wieder ein besseres Werk zu entdecken, schon sehr auf diese Lektüre gefreut. Mein Gesamteindruck hier ist sodann recht positiv ausgefallen, auf jeden Fall besser als bei »Die Wahrheit meines Vaters«.

Aufgepeppt wird das Ganze durch eine Comicgeschichte, die Daniel gezeichnet hat und die meist jeweils am Ende eines Kapitels ein paar Seiten Platz bekommen hat. In dem Comic geht es um Duncan, einen Vater, der seine Tochter Tracy aus den Fängen des Bösen aus der Hölle befreien/retten will. Interessant daran ist, dass der Comic einen Bezug zur Geschichte im eigentlichen Buch hat, deswegen also echt gut dazu passt. Was mir an diesem Comic allerdings nicht getaugt hat, war, dass er erstens sehr dunkel und nur schwarzweiß gehalten war (ich konnte darauf nicht alles so gut erkennen bzw. auseinanderhalten) und er zweitens sehr monsterlastig, also irgendwie grausig war. Und das ist eben nicht das, was ich bevorzugt voller Freude lese oder mir gerne ansehe.

~ Zu sehen, wie die Menschen verletzt werden, die man liebt, war offenbar nicht die Hölle; nein, die Hölle war, es nicht mehr verhindern zu können, weil es zu spät war. ~
(S. 186)

Die große Frage in diesem Buch lautet: Wann ist ein Nein rechtskräftig? - Muss es verbal ausgesprochen werden, oder genügt es, wenn Mimik und Gestik ein deutliches Nein signalisieren? Hier kommt diese Frage anhand einer Vergewaltigung auf und zum Teil fand ich es wirklich schwierig, mir an Trixies Fall ein Urteil zu bilden, weil es die Autorin gut geschafft hat, mich immer mal wieder umdenken zu lassen. Gefördert wurde das zusätzlich durch die ständig wechselnden Erzählperspektiven. Es war also gar nicht so einfach, sich eine endgültige Meinung über die Schuldfrage zu bilden, da hat es schon das Ende gebraucht, um Gewissheit zu erlangen.

Einen der Schauplätze des Buches fand ich diesmal sehr aufregend: Alaska. Daniel hat seine Vergangenheit dort verbracht und ist im jungen Erwachsenenalter aus "der weißen Hölle" geflohen, aber seine eigenen inneren Dämonen hat er leider nicht zurücklassen können. Wäre ja auch zu schön, wenn man mit einem Fortgang aus dem gewohnten Umfeld alles Negative und Belastende mit ablegen könnte ...

~ Wer wusste besser als Daniel, dass jeder eine Bestie in sich trägt, die manchmal aus ihrem Versteck kam? ~
(S. 321)

Jedenfalls leben in Alaska halt die Yupik-Eskimos und von diesen Menschen und ihrem Leben wusste ich bisher noch kaum etwas. Nun bin ich glücklicherweise um einige wissenswerte Fakten über ihr Denken und ihre Traditionen und Gewohnheiten reicher.
(Nicht nur) deswegen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich hatte (bis auf die paar Comicseiten) echt meine Freude beim Lesen. Wer sich nicht nur rein unterhalten lassen möchte, sondern auch ein wenig brisanten Input zum Nachdenken in Büchern schätzt, dem kann ich »Schuldig« wärmstens empfehlen.

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563 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

italien, liebe, oper, lucinda riley, musik

Das italienische Mädchen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.03.2014
ISBN 9783442480098
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext:

Neapel, 1967: Rosanna Menici ist elf Jahre alt, als sie im kleinen Restaurant ihrer Eltern zum ersten Mal auf den Mann trifft, der ihr Leben bestimmen wird. Roberto Rossini steht selbst noch am Anfang seiner Karriere als Sänger, doch in Neapel ist er bereits ein gefeierter - und von den Frauen umschwärmter - Star. Er achtet nicht weiter darauf, als ein schüchternes Mädchen bei einer Familienfeier ein Lied singen soll, doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, ist er tief berührt von ihrer Stimme. Er ermutigt Rosanna, bei seinem Mentor Gesangsunterricht zu nehmen. Sechs Jahre später wird Rosanna Stipendiatin an der angesehenen Gesangsschule der Mailänder Scala, in deren Ensemble Roberto als Solotenor singt. Als die beiden dort wieder aufeinandertreffen, ist ihr Schicksal besiegelt. Auf der Bühne vereint entwickeln ihre Stimmen einen Zauber, der sie einen unvergleichlichen Siegeszug in den Opernhäusern der Welt antreten lässt. Während einer gemeinsamen Tournee gewinnt ihre Leidenschaft die Oberhand über Rosanna: Sie schlägt alle Warnungen hinsichtlich Robertos schlechten Rufs als Frauenheld in den Wind und willigt ein, seine Frau zu werden. Doch es gibt einen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit, den er Rosanna verschweigt. Und als sie beginnt zu ahnen, welche Gefahren ihre Verstrickung in Roberto birgt, ist es bereits zu spät ...

Meine Meinung:

Liebe ist wohl eines der schönsten menschlichen Gefühle überhaupt und führt in den meisten Fällen zu positiven Handlungen und wundervollen Momenten. - Eine Liebe dieser Art ist selbstlos und alles annehmend und ruft im Normalfall auch jede Menge Verständnis und Akzeptanz hervor.
Auf der anderen Seite gibt es allerdings noch die egoistische, ausschließlich auf sich selbst bedachte Liebe, die auf Dauer nicht guttut - weder dem Umfeld noch einem selbst.
Bei Rosanna Menici, der Protagonistin in vorliegendem Buch, hatte genau so eine Liebe die Folge, dass diese junge begabte Frau mit der Zeit blind geworden ist für alles und jeden um sich herum. Und auf diese Weise hatten einige Menschen, die ihr sehr wichtig sind, das Nachsehen und letztlich hat sie damit nicht nur viele Leute vor den Kopf gestoßen, sondern auch noch zugelassen, dass jemand in ihrer Familie einen ernsthaften Schaden davonträgt.

~ »Liebe. Eine Liebe, so mächtig, dass sie mich für alles andere blind gemacht hat.« ~
(S. 539)

Wenn man bedenkt, dass wir Rosanna schon als junges liebes Mädchen im Alter von elf Jahren kennenlernen, sie bis ins Erwachsenenalter lesend begleiten und sie immer nur als sehr warmherzig und gutmütig erleben, wirkt ihre Entwicklung mit steigender Seitenzahl, je mehr sie sich in diese zerstörerische Liebe fallen lässt, ziemlich tragisch auf den Leser. Es mag sein, dass gewisse Menschen einem nicht guttun, das jedoch auch zu erkennen, fällt nicht immer leicht.
Rosanna liebt Roberto und er sie scheinbar auch - derweil hat der gute eine bewegende (Frauen-)Vergangenheit, die jede vernünftige Person eigentlich hellhörig machen sollte, hinter sich. Aufgrund von Robertos Leichtlebigkeit und Vorliebe für die körperlichen Genüsse, hätte Rosanna ahnen müssen, dass sie eventuell verletzt werden könnte. Ihr Umfeld hat sie genau davor ja auch gewarnt, aber in ihrer Blindheit wollte sie davon nichts wissen ...
Ich habe zwischen den Zeilen gelesen, dass Rosanna ebenso eine sehr unsichere Seite hat, sie erschien mir teilweise zu wenig von sich selbst überzeugt, hatte kaum Selbstbewusstsein. Dass sie sich mit einem solchen Wesen noch eher zu stark an einen Menschen hängt, den sie liebt, ist nur zu verständlich. Kurzfristig wirkt es sogar so, als wäre sie regelrecht besessen von Roberto. Doch der war leider sehr ungesund für sie und hat fast nur ihre schlechten Seiten zum Vorschein gebracht ...

~ Heute ist mir klar, dass man jemanden aus ganzem Herzen lieben kann, der nicht gut für einen ist. ~
(S. 445)

Rosannas Weg der Erkenntnis hat vergleichsweise lange gedauert. So lange, dass bereits etwas Schlimmes passieren musste, um ihr die Augen zu öffnen. Aber ist es nicht meist so? - Lernt man nicht erst, wenn man den Fehler gemacht hat und es schon (fast) zu spät ist?
Glücklicherweise ist es nicht in jedem Fall kurz vor knapp, aber vielleicht, wenn man sich das vor Augen führt, sollte man im Leben wirklich wesentlich öfter auf die Meinungen und Ansichten Außenstehender wert legen.

Dieser Roman bietet nicht nur eine fesselnde Geschichte mit großem Unterhaltungswert, sondern auch, wenn man die Botschaft erkannt hat, die die Autorin damit rüberbringen wollte, jede Menge Stoff zum Nachdenken.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

ratgeber, selbstbewusstsein, selbstliebe, heyne, paula lamber

Finde dich gut, sonst findet dich keiner

Paula Lambert
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453603813
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Buchrückseite:

Wer kennt sie nicht? Die Tage, an denen man in den Spiegel schaut und an allen Ecken und Enden etwas an sich auszusetzen findet: Zu dick? Zu dünn? Zu klein? Zu groß? Schluss damit!

Die bekannte Sex- Expertin und Beziehungsberaterin Paula Lambert hat den Perfektionswahn satt. Selbstliebe statt Selbstzweifel ist ihre Devise! Denn wer mit sich selbst im Einklang ist, der ist auch für andere attraktiv und findet mühelos den richtigen Partner. So einfach ist das!

Meine Meinung:


Als ich gelesen habe, dass 97% aller Frauen mit sich und ihrem Körper unzufrieden sind bzw. sich nicht so mögen, wie sie sind, war ich erst mal leicht geschockt ... und danach einfach nur traurig. Dieses wahrlich frustrierende Umfrageergebnis ist vor allem für die Schönheits- und Modeindustrie optimal, denn unzufriedene Frauen kaufen und konsumieren einfach eher jeden noch so unsinnigen Quatsch, der auf irgendeine Art und Weise hilfreich sein könnte, um die eigene verhasste Optik zu verändern.

Aber ich schweife ab ... im Grunde geht es in diesem Buch ja vor allem darum, dass Paula, die Autorin, uns verstehen lassen will, dass die Liebe zu sich selbst (und damit meine ich nicht die narzisstische Liebe), also sich selbst gut zu finden mit allem, was man hat oder auch nicht hat, der einzige Lösungsweg ist, um ein wirklich unbekümmertes Leben ohne Abhängigkeit von anderen Menschen zu führen. Denn du bist es, mit dem du den Rest deines Lebens, Tag für Tag, verbringen musst und da ist es auf alle Fälle ratsam, eine gute Beziehung zu sich selbst zu haben, ansonsten wird Unzufriedenheit an der Tagesordnung sein.

~ Selbstliebe ist dieser Funken in uns, der uns jeden Tag sagen sollte, dass wir schon in Ordnung sind, wie wir sind, dass unsere Körper okay sind und wir uns nicht bis zum Zerbrechen verbiegen sollten, damit wir das Gefühl haben, liebenswert zu sein. ~
(S. 10)

Paula Lambert hat einen ziemlich leichten, lockeren Schreibstil, aber was mir vor allem gut gefallen hat, war der frech-witzige Ton im Geschriebenen. Die Autorin spricht uns Leser(innen) direkt an und das macht das Leseerlebnis gleich noch viel spannender, weil sich das Ganze dadurch viel aufmerksamer und fesselnder lesen lässt.

Das Selbstbewusstsein von Paula spricht aus jeder einzelnen Zeile in diesem Buch und das hat eine wahnsinnig motivierende und aufbauende Wirkung auf den Leser. Man will am liebsten auch auf der Stelle eine solche Sicht auf sich selbst haben und man wird durch das Geschriebene so weit gebracht, an sich zu arbeiten. Damit das funktioniert, hat Paula auch immer wieder kleine Selbstliebe-Übungen parat, die das eigene Selbstbild verbessern sollen. Unter der Überschrift »Finde dich gut-Effekt« sind dann immer wieder diese kleinen Selbstliebe-Übungen zu finden und ich bin der Ansicht, dass diese nicht schwer umzusetzen sind. Wenn man wirklich an seinem Selbstbild arbeiten will, dann nimmt man sich eben ein Blatt Papier, notiert sich die Übungen und hat sie zur ständigen Erinnerung bei sich. Das ist man sich selbst schuldig, denn: Du liebst dich nicht genug, wenn dir die Verbesserung deiner Beziehung zu dir selbst nicht ausreichend wichtig ist, um dir die Zeit dafür zu nehmen!

~ Menschen, die mit sich selber klarkommen, sind einfach absolut unwiderstehlich, das ist eine Wahrheit, die ewige Gültigkeit besitzt. ~
(S. 220)

Mir hat dieses Sachbuch/der Ratgeber/Paulas Lebenshilfe-Buch außerordentlich gut gefallen. Ich habe durch das Lesen ein paar wichtige Erkenntnisse erlangt und einige Dinge darin hatten für mich eine solche Wichtigkeit, sodass ich mir viel aus dem Buch mitnehmen konnte.

»Finde dich gut, sonst findet dich keiner« möchte ich gerne jedem Menschen ans Herz legen, der mit sich selbst auf irgendeine Weise unzufrieden ist oder auch einfach nur ein wenig den Kontakt zu sich selbst verloren hat. Bei mir hat dieses Buch auf alle Fälle seine gewünschte Wirkung erzielt. Danke, Paula! ;)

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Das Irrenhaus

Michael Krüger
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 20.01.2017
ISBN 9783709972526
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext:

Seltsam, wie wenig man mitnehmen will, wenn man weggeht, auch wenn man vieles vermisst, wenn man ankommt.
Der Mann ist ein Glückspilz: Unverhofft erbt er ein großes Mietshaus in bester Lage Münchens. Ohne zu zögern hängt er seinen Job als Archivar an den Nagel, bricht alle Zelte ab und zieht in eine freie Wohnung seines Hauses ein. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht sein Vormieter, ein ominöser Schriftsteller, der zwar spurlos verschwunden ist, aber immer noch sonderbare Post erhält.
Der neue Hausbesitzer beginnt, die Briefe zu lesen, und eine unheilvolle Verwandlung nimmt ihren Lauf: Er kopiert die Schrift seines Vorgängers, trägt dessen Gedichte vor und erkundet, wie sich das fremde Leben anfühlt. Bis eines Tages eine Frau vor der Tür steht, die behauptet, er, der Schriftsteller, habe ihre Werke plagiiert. Da wird unversehens aus dem Einsamen ein Verfolgter. Als die Schlinge sich immer mehr zuzieht, plant er seinen Ausbruch.

Meine Meinung:

»Das Irrenhaus« war mein erstes Buch von Michael Krüger und ich muss gestehen, dass ich vom Autor bisher auch noch nichts gehört habe. Glücklicherweise durfte ich hiermit nun eine Geschichte lesen, die mich einerseits gut unterhalten und andererseits zum Philosophieren gebracht hat.

Der (namenlose) Protagonist ist eher ein Mensch der einsamen Sorte, verbringt viel Zeit alleine, stellt sich die eine oder andere tiefsinnige Frage über das Leben und beschäftigt sich, zumindest am Anfang noch, ganz bewusst mit dem Thema Langeweile bzw. inwiefern man selbige aushält ...
In seinem Alleinsein bleibt natürlich viel Raum für Gedanken - tiefsinnige, aber zum Teil auch überflüssige und irre. Wobei man sagen muss, dass der eine oder andere wahnwitzige Gedanke bestimmt durch die Umgebung und die Leute in seinem Umfeld beflügelt wurde.

~ Ein Leergelassensein von der Welt, das wollte ich erreichen. ~
(S. 7)

Jedenfalls hat man schnell gemerkt, dass das Haus, das der Protagonist geerbt hat, nicht ganz das ist, was er erwartet hat. Es ist aufgefallen, dass die Bewohner - ausnahmslos alle - irgendwie einen an der Waffel haben. Jetzt könnte man vermuten, dass die Geschichte um den Ex-Archivar doch sicher recht amüsant zu lesen war! Das stimmt, war sie auch - zumindest zu großen Teilen. Die Bewohner waren allesamt eigenartige Vögel, der Schriftsteller, in dessen Wohnung der Protagonist nun wohnt, war ein in meinen Augen ganz besonders irres Exemplar. Es verwundert nicht, dass man in so einer Umgebung, und wenn man dann auch noch meint, man müsse das Leben des Vormieters führen, selbst ein wenig dem Wahnsinn verfällt.

~ Wir laufen alle in die Irre, dachte ich, aber wenn der einzige Unterschlupf für alle Irrenden mein Haus sein sollte, dann ist es ein Irrenhaus. ~
(S. 128)

Geschrieben ist »Das Irrenhaus« auf jeden Fall recht anspruchsvoll, also in einer gehobeneren Sprache und unter anderem auch in langen, verschachtelten Sätzen, mit denen ich manchmal meine Mühe hatte. Gefallen hat mir aber vor allem genau das: der Schreibstil, der wirklich volle Aufmerksamkeit erfordert hat.
Die Handlung fand ich manches Mal leider etwas zäh, nichtsdestotrotz wurde sie durch zeitweilige witzige Szenen und Gespräche aufgepeppt und zum Ende hin entstand sogar noch richtig Psycho-Spannung, denn da schien es, als würde der Protagonist um sein Leben bangen müssen ...

Liebhabern der gehobeneren Literatur und die Tiefsinnigkeit, aber auch ein wenig Witz und Spannung zu schätzen wissen, ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

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Heute fahre ich nach Morgen

Kateryna Babkina , Claudia Dathe
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 17.08.2016
ISBN 9783709972274
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext:

Die junge und selbstbewusste Künstlerin Sonja genießt ihr unbeschwertes Leben in vollen Zügen. Doch die Sorglosigkeit nimmt ein abruptes Ende. Über Nacht wird sie von ihrem Freund verlassen und von einer ungeplanten Schwangerschaft überrumpelt - ein grober Einschnitt, aber auch der Startschuss für eine Reise ins Unbekannte. Hinter dem Steuer eines alten Lada macht sie sich auf den Weg - und auf die Suche nach sich selbst ...

Meine Meinung:


Kateryna Babkina hat mit »Heute fahre ich nach Morgen« einen Roman geschaffen, der mit einem wundervollen und leicht verständlichen Schreibstil bezaubert. Die Geschichte selbst hat irgendwie auch etwas Magisches, ohne jedoch ins Fantasy-Genre abzurutschen. Es ist von Zeit zu Zeit die Rede von Wundern und Dingen, die man sich nicht logisch erklären kann.
Die Protagonistin Sonja ist eine junge Frau, die herausfindet, dass sie schwanger ist und diese Tatsache zum Anlass nimmt, ihren Vater, den sie nie kennengelernt hat, aufzusuchen, um eine Beziehung zu ihm herzustellen.
Sonja war für mich nicht ganz greifbar auf der Gefühlsebene, dafür waren mir die 164 Seiten einfach zu knapp. Dennoch war sie mir sympathisch, vor allem, weil sie hin und wieder ihren Kopf in den Wolken hatte, also ein wenig verträumt war, und weil sie trotz ihrer Angst vor dem Baby in ihrem Bauch, von dem sie auch nicht wusste, wer der Papa ist, auf Reisen geht, um den verlorenen Part ihrer Familie zu finden.

~ »Man kann niemandem vertrauen. Aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.« ~

(S. 28)

Und so kam Sonja mir zeitweise auch vor: verloren und sich nach dem Lebenssinn fragend. Dieses Buch ist auf jeden Fall eines, in dem viel herumgereist wird: von der Ukraine nach Polen, nach Deutschland, nach Griechenland und schlussendlich noch einmal nach Deutschland. Sonja trifft auf ihrer Reise allerhand Menschen, die sie komischerweise fast alle kennt und die sie auf ihren verschiedenen Stationen auch immer wieder trifft. - Was für mich etwas eigenartig war, da mir irgendwie der Zusammenhang gefehlt hat. Mir kamen all die wiederholten Treffen der Buchfiguren sehr zufällig und unwahrscheinlich vor.

Die Suche nach Sonjas Vater hat sich für mich nicht wirklich als Suche entpuppt, sondern mehr als "ich-reise-einfach-mit-den-Menschen-mit,-die-mir-begegnen-und-schaue,-wer-oder-was-mir-sonst-noch-so-über-den-Weg-läuft".
Im Grunde war genau das aber ja auch das Spannende an der ganzen Geschichte: man wusste nie, wer oder was als nächstes auf Sonjas Reise auftauchen würde.

~ Sonja fühlte sich unsichtbar wie eine umherirrende Seele. Vielleicht passierte genau das mit Menschen, wenn sie etwas Derartiges ereilte? ~
(S. 151)

Die letzten Seiten des Buches fand ich sehr überraschend, da ich so überhaupt nicht damit gerechnet habe, was die Protagonistin über den Mann, mit dem sie gereist ist, herausfindet. Aber ob das Schockierende, was Sonja herausgefunden hat, überhaupt der Wahrheit entspricht, hat man als Leser am Ende leider nicht mehr erfahren, da Sonja eine in meinen Augen ziemlich überstürzte Handlung getätigt hat. Ich persönlich fand diese Ungewissheit nach dem Lesen des letzten Satzes etwas unbefriedigend, aber wenn ich mir die Art der Protagonistin jetzt noch einmal ins Gedächtnis rufe, war diese Reaktion am Ende eh zu ihr passend.

Alles in allem hatte ich meine Freude beim Lesen. Auch, wenn die Handlung an manchen Stellen für mich nicht immer ganz glaubhaft war und das Ende mich nicht völlig zufriedengestellt hat, so fand ich wenigstens den Schreibstil besonders und irgendwie magisch, zum Träumen einladend. Die Autorin hat es damit geschafft, mich zeitweilig komplett in eine andere Welt zu entführen!

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