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41 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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DOORS ? - Kolonie

Markus Heitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523889
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: fantasy, markus heitz, staffel 1   (3)
 

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38 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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DOORS X - Dämmerung

Markus Heitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: fantasy, markus heitz, staffel 1   (3)
 

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33 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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DOORS ! - Blutfeld

Markus Heitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523896
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: fantasy, markus heitz, staffel 1   (3)
 

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76 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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DOORS - Der Beginn

Markus Heitz
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 20.08.2018
ISBN 9783426454817
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: ebook, fantasy, markus heitz, prequel   (4)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Kaninchenherz

Annette Wieners , Sandra Schwittau
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 08.06.2015
ISBN 9783869091761
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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144 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Mädchen aus dem Moor

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426522486
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Klappentexte wie von diesem Buch reizen mich, das lässt sich nicht schön reden. Und so wollte ich das Buch lesen, obwohl mich „Stiefkind“ von S. K. Tremayne nicht gänzlich begeistern konnte. Ich weiß das viele von Euch nach dem kommenden Satz kaum noch weiterlesen, da dieser alles sagt, aber dennoch: Der Autor und ich werden wohl keine Buchfreunde. Das was ich beim anderen Buch kritisierte, tritt hier fast noch stärker in Erscheinung. Dies mag sein Schreibstil sein, mir sagt er jedoch nicht zu.

Wenn ich mir die Geschichte im groben anschaue, dann wären es definitiv drei Sterne geworden. Ein interessanter Plot. Eine Frau inmitten der Einsamkeit, ohne Erinnerung an den Vorfall und die Tage davor, Erinnerungsfetzen die ein unscharfes Bild ergeben. Eine glückliche Ehe die nun von unterschwelliger Wut und Schweigen dominiert wird. Und eine Tochter die aus toten Vögeln Symbole legt.

Oberflächliche Betrachtung

Eine Nacht verändert das Leben von Kath, ihrem Mann Adam und ihrer Tochter Lyla. Adam ist ungewöhnlich kühl und die Symptome ihrer Tochter, die dem Asperger-Syndrom zu Grunde liegen, treten verstärkt auf. Mitten im Dartmoor, ihre Heimat dessen Einsamkeit sie immer geliebt hat, beginnt sie zu erdrücken.

Ich konnte Adams Verhalten genauso wenig wie Kath nachvollziehen. Erst durch die klare Benennung, was angeblich in dieser Nacht geschah und seiner Perspektive, konnte ich mich hineindenken. Doch blieben die Antworten aus. Gegenüber der unterschiedlichen Protagonist*innen entstanden immer mehr Zweifel. Auch Lylas Verhalten ändert sich verstärkt, ihre Symptome treten vermehrt auf und ich fragte mich immer wieder was der Auslöser dafür ist. Dies ist es was mich durch die Seiten huschen ließ. Diese Neugierde konnte anderswo in der Geschichte nicht lange gehalten werden, da der Autor sich fast schon ein wenig in den Beschreibungen des Moors und den Gedanken von Kath verliert.

Nach und nach erfährt Kath Bruchstücke über den Tag und die verhängnisvolle Nacht. Der Duft von Zitrone katapultiert sie zurück. Doch das was sich an Fetzen greifen lässt, hinterlässt nur noch mehr Verwirrung. Was geschah in dieser Nacht? Genau mit dieser Frage spielt der Autor, ließ mich hin und her überlegen und ich fragte mich lange Zeit ob es auf eine mystische oder realistische Auflösung hinausläuft. Einzelne Erinnerungsfragmente von Kath und das Verhalten von Lyla werfen immer neue Gedanken und Überlegungen ein.

"Doch aus Freude wird düstere Angst. Was ich herausgefunden habe, macht das ganze nur noch schlimmer."
(Seite 290)

Spannung braucht keine Tiefe?!

Warum sollten Bücher aus diesem Genre nur oberflächlich betrachtet werden, gerade wenn sie Erkrankungen einbauen, die bis heute stigmatisiert sind? Ein (Psycho)Thriller lebt vom Spannungsaufbau, aber eben auch von einnehmenden Protagonist*innen und einer packenden Atmosphäre. Dies sollte nicht zu ausschweifend beschrieben werden, darf aber eben auch nicht unterschätzt werden. Und genau das trifft hier zu! Das Setting ist wundervoll – das Dartmoor, und auch durch bestimmte Szenen erschafft der Autor eine gelungene Atmosphäre. Diese jedoch kann er nicht halten, lässt sie nur stellenweise in Erscheinung treten und Nebensächlichkeiten werden zu detailliert beschrieben. Ebenso ist die Spannung kein durchzogenes Element, sondern entsteht nur durch kleine vereinzelte Ereignisse. Ist es nun nicht so, dass wir Leser*innen bei Thriller und Psychothriller direkt auch an einen Pageturner denken? Das Buch nicht mehr aus der Hand legen können, die Unerträglichkeit der Ungewissheit! Bei mir ist es genau das – ich will in die Tiefen der menschlichen Abgründe sehen, ich will völlig gefangen genommen werden und durch die Seite huschen, da ich wissen will, was sich hinter der Tat und/oder den Ereignissen verbirgt. Genau das fehlte mir, trat viel zu wenig in Erscheinung. Somit bereits zwei Punkte die mich störten, doch der große Kritikpunkt folgt erst – die Protagonist*innen, ihre Skizzierung, ihre Handlungen.

Wo fange ich an, wo höre ich auf? Kath, Adam, Dan und Lyla – die herausstechenden Protas dieser Geschichte. Kath`s Bruder Dan entpuppt sich als DAS Klischee schlechthin! Adams Reaktionen sind nicht durchgehend nachvollziehbar, erklären sich aber im späteren Verlauf. Vielmehr störte mich bei ihm, dass Kath ihn als die Männlichkeit schlechthin darstellt, nur um im weiteren Verlauf so erschrocken zu sein, dass er weint – ergo Gefühle zeigt! Muss ich an dieser Stelle noch irgendetwas dazu sagen? Klar gibt es Menschen die nicht offen ihre Gefühle zeigen (können oder wollen), aber muss es an dem altbackenem Klischee der Männerrolle skizziert werden?

Kath ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und dennoch habe ich keinen Bezug zu ihr aufbauen können. Ich kann ihre Gedanken nachvollziehen, aber ihre Verwirrung berührte mich kaum. Und besonders ihr Verhalten am Ende war für mich kaum nachvollziehbar. Das was sie über jene Nacht erfährt und wie nebensächlich es vom Autor abgehandelt wurde. Geringe emotionale Reaktion ist nicht ungewöhnlich, aber es sollte in irgendeiner Form aufgegriffen werden!

Und dann wäre da noch Lyla. Ich habe ihren Part innerhalb der Geschichte sehr gerne gelesen, nur bin ich mit ihrer Rolle nicht ganz zufrieden. Ob das Asperger-Syndrom deutlich und vor allem richtig beschrieben wurde, mag ich nicht zu beurteilen. Ich kenne mich mit einigen Symptomen aus, aber würde mir als Laie an dieser Stelle nicht anmaßen, die Darstellung des Autors zu kritisieren. Was mich jedoch stört ist, dass das Asperger-Syndrom als Spannungselement genutzt wird! ist Autismus nicht schon genügend stigmatisiert? Es wird im Buch nichts negativ dargestellt, aber eben auch nur oberflächlich eine Vielzahl an Symptomen dieser Form hineingeworfen. Lyla dient, ganz provokant formuliert, als Pageturner. Sie lässt Neugierde entstehen, einen durch die Seiten huschen.
Bin ich zu kritisch? Aber sollte ein (Psycho)Thriller nicht von Atmosphäre und Abgründen leben? Warum immer wieder diese Schublade öffnen? Denn auch in der Aufklärung wird eben solch eine geöffnet! Nachdem sich so einige Beschreibungen und Ereignisse zogen und wiederholten, wurde mir das Ende wiederum zu schnell abgehandelt. Und dann mit einem Stigma das mir absolut nicht zusagt, aber gerade in diesem Genre immer und immer wieder begegnet. Why?!

S. K. Tremayne und ich werden eben keine buchigen Freunde, sein Stil ist für mich in Bezug auf dieses Genre einfach zu ausschweifend und die Protagonist*innen zu sehr an der Oberfläche ...

In meiner Blog-Rezension findet Ihr noch ein Video zum Dartmoor.

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Tags: pschothriller, s. k. tremayne   (2)
 

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

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Winters Knochen

Daniel Woodrell , Peter Torberg
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2012
ISBN 9783453436459
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Eine Odyssee ins Nirgendwo

Vorab muss ich direkt sagen, dass ich dieses Buch im Hochsommer gelesen habe – war nicht meine beste Idee! Es fiel mir zu Beginn wirklich schwer, mich auf den winterlichen Flair einzulassen, während die Sonne mit über 30°C auf mich schien …

… und auch die sehr detaillierten Beschreibungen ließen mich zuerst etwas distanziert lesen. Wer meine Rezensionen schon etwas länger liest weiß, dass ich davon kein großer Fan bin bzw. mich dies in den wenigsten Geschichten einnehmen kann. Nicht das ich es grundlegend als störend empfinde, es darf nur nicht sämtlichen Raum einnehmen. Davon jedoch lebt diese Geschichte und als ich mich darauf einließ, konnte sich mich auch einnehmen.
Denn so ist es leider mit unseren Erwartungen, hier am Beispiel Klappentext – manchmal sind diese Erwartungen gänzlich eine andere als was man zwischen den Seiten antrifft. Es geht weit über den androhenden Gerichtstermin und dem Finden des Vaters hinaus. Ich wurde mitten ins Nirgendwo geworfen, in ein gänzlich anderes Leben mit seinen ganz eigenen Regeln.

Die Suche nach Jessup Dolly, ist nur der Ausgangspunkt, ein Teil der Geschichte. Vielmehr geht es um seine 16jährige Tochter Ree Dolly, die sich hingebungsvoll um ihre zwei kleinen Brüder und ihre psychisch erkrankte Mutter kümmert. Eine junge Heranwachsende die viel älter ist, als man aufgrund ihres Alters vermuten mag.
Ein Leben das von Gewalt bestimmt ist, bei dem der Name über die Zukunft entscheidet. Eine Geschichte über das Überleben.

Ree trägt die Verantwortung. Sie bringt ihren Brüdern bei, was sie über das Leben und zum Überleben wissen müssen. Auf sich allein gestellt, während ihre Mutter im Schleier verschiedener Pillen den Tag verbringt und ihr Vater in den Meth-Küchen der Umgebung verschwindet. Doch dann steht das Gesetz vor der Tür und Ree läuft Gefahr alles zu verlieren. Während Ree sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt, damit er rechtzeitig – lebendig oder tot – rechtzeitig vor Gericht erscheint, lässt sie mich für einen kurzen Zeitraum an ihrem Leben teil haben.

Das Leben auf der Farm, der Familien-Clan, die Angst. Und mittendrin Ree, ein junges Mädchen, welches zu früh eine Frau werden musste. Eine Heranwachsende die sich entgegen der unausgesprochenen Regeln verhält. Eine Frau die den Weg geht, denn sie gehen muss. Eine Geschichte die durch die Beschreibungen von Ree, ihren Gedanken und Gefühlen, besticht. Eingebettet im Nirgendwo. Ein Buch mit einem ganz eigenen Sog durch das Leben darin.

Ich denke zu einer anderen Jahreszeit hätte mich Rees Leben zu Beginn direkt gefesselt! Sollte ich es geschafft haben Euch neugierig zu machen, dann schnappt Euch das Buch an einem herbstlichen Nachmittag oder an einem klirrend kalten Abend im Winter. Mukkelt Euch in eine Patchwork-Decke und lasst Euch in Rees Leben entführen. Und ganz wichtig, blendet den leicht reißerischen Klappentext aus. Auch wenn Ree sich auf die Suche begibt, so ist das was wir als Leser*innen mit ihr finden etwas ganz anderes. Es ist die Geschichte einer jungen Frau die sich gegen Jahrzehnte alter Gegebenheit auflehnt, um das (gewohnte) Leben ihrer Familie zu sichern.

Meine Eindrücke zur filmischen Umsetzung könnt Ihr *hier* nachlesen.


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Tags: 4. band, roman   (2)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Hillary: Tail of the Dog: Volume 1 (The Hillary Greyson Series)

Angel Gelique
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 16.01.2013
ISBN 9781481880602
Genre: Sonstiges

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Arme kleine Hillary?

Wie fange ich an? Ein Festa-Buch, da wisst Ihr sicherlich was Euch erwartet? Ich zu mindestens schon! Und manchmal entwickeln sich dann durch Rezensionen anderer und durch bestimmte Sätze innerhalb des Buches einfach gewisse Erwartungen, die dann entweder bedient werden oder einen faden Beigeschmack entwickeln. Diesmal trifft leider letzteres auf mich zu …

Ich denke die Frage nach einer kleinen armen Hillary, aus meinem Titel zur Rezension, beantwortet sich bereits durch den Klappentext und dieser verspricht nicht zu wenig! Nur leider kenne ich nicht nur den Klappentext. Ich habe die ein oder andere Rezensionen gelesen, den Abschnitt am Ende des Buches über die Autorin und dann habe ich begonnen mit der Geschichte selbst. Alles zusammen ließ eine Erwartung entstehen, auch spätere vereinzelte Sätze, wie „[…] solange sein Verstand funktionierte, konnte er sich wehren„, die jedoch nicht erfüllt wurde.

Mir ist bewusst, dass dies ein Buch aus dem Festa-Verlag ist und Gewalt keine kleine Rolle spielen wird. Ich hatte jedoch gehofft mehr Psyco-Spielchen zwischen den Protagonist*innen vorzufinden. Zu Beginn ist vieles unklar, ich war irritiert, wohin mich die Geschichte führen wird. Ich hinterfragte meine eigenen Vermutungen, war gespannt auf den kommenden Verlauf. Doch ebenso wartete ich auf einen Schlagabtausch auf psychischer Ebene zwischen Hillary und den weiteren Protagonist*innen, ihren Peinigern. Dieser ist zu Beginn auch gekonnt gegeben, steigert den Spannungsbogen und hinterlässt einige Fragen.

Doch dann gab es einen Szenenwechsel, der passend zu den anderen Büchern aus diesem Verlag ist und mich doch nicht gänzlich mitriss. Die vorherige Situation hätte noch intensiver ausgebaut und mit der Unsicherheit der Leser*innen weiter gespielt werden dürfen. Der Beginn zog mich absolut in seinen Bann, die Fragen kreisten und das was Hillary ertragen muss ist ein Alptraum. Denn auch zuvor, vor dem Wechsel der ganzen Szenerie, ist dieses Buch keine leichte Kost, die man mal eben zwischendurch liest. Nicht nur die Beschreibungen der Gewalttaten sind sehr detailliert, es gibt auch einige Szenen die triggern (können).

Und eben solche Situationen hatte ich auch im weiteren Verlauf erwartet, die durch solche zitierten Sätze, wie ich ihn etwas weiter oben geschrieben hatte, dies noch schüren. Und eben dieser Reiz wurde leider nicht bedient. Statt um psychische Gewalt, ein Machtspiel auf dieser Ebene, geht es um physische Folter. Eigentlich somit genau das, was man von einem Festa-Buch ja erwartet, oder? Das mag stimmen, keine Frage, aber ich kenne ebenfalls Bücher aus dem Verlag die neben diesen Darstellungen auch die psychischen Aspekte bedienen.

Nehmen wir meine Erwartung mal außen vor, so ist es ein typisches Festa-Buch mit einem gewissen Verwirrspiel, das sich sehr gut lesen lässt! Auch wenn es mich nicht gänzlich überzeugen konnte, da ich mir den Verlauf der Geschichte anders vorgestellt hatte, so behalte ich Band 2 dennoch im Auge. Vielleicht werde ich es ja lesen und meine Erwartungen einfach dementsprechend anpassen.

Die Cover sind schon feinst! Diese könnt Ihr Euch *hier* anschauen.

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Tags: 1. band, horror   (2)
 

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Wiedererweckten des Herbert West

Tim Curran
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 30.04.2018
ISBN 9783958353305
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aus "3 Geschichten - 3 Eindrücke"

Horror auf zwei Ebenen. Der erste Weltkrieg auf der einen und Zombies auf der anderen Seite. Aber es sind keine Zombies im klassischen Sinne, sie entstanden nicht durch einen ausgesetzten Virus oder ähnlichem, sondern sind von Handgemacht! Dieses Buch ist eine Hommage an die Kurzgeschichte „Reanimator – Der Wiedererwecker“ von H. P. Lovecraft und eben dieser Dr. West spielt auch in Currans Buch eine Rolle. Horror bei dem man sich kaum entscheiden kann, welcher schlimmer ist, zumal solche Experimente im 2. Weltkrieg wirklich statt fanden – da ist das Kopfkino schon gut am arbeiten.

Bei dem Genre natürlich ein Buch, das nicht dezent umschreibt, sondern Szenen ganz klar benennt. Die Kriegsveteranen, die Toten auf dem Schlachtfeld, die Experimente und seine Ergebnisse. All das verpackt in gut gesetzte Worte und . Dennoch konnte mich die Geschichte nicht gänzlich abholen. Das die Toten keine Fantasie der Soldaten sind war von beginn an klar, ansonsten hätte ich die vage Unsicherheit als passend empfunden. Und als es dann die ersten direkten Zusammenstöße zwischen Mensch und Zombie gab, war auch alles schon wieder vorbei. Die Art der Erzählung gefiel mir recht gut, doch reicht dies nicht aus, um mich gänzlich gefangen zu nehmen. Manchmal brauchen Bücher doch ein paar Seiten mehr.

Und ein ganz klarer Kritikpunkt geht an die kursive Schriftart! Das dies ab und wann in Büchern zu finden ist, um Szenen hervorzuheben kenne ich. In diesem Buch ist es aber kein geringer Anteil und auch trotz Brille hat mich dies beim lesen sehr gefordert. Unschön für Menschen die ein kleines oder gar größeres Problem mit der Sehfähigkeit haben!

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

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Tags: horror, zombie   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Cooper

Eberhard Rathgeb
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.07.2018
ISBN 9783596701513
Genre: Romane

Rezension:

Aus "3 Geschichten - 3 Eindrücke"

Dieses Buch fing verdammt stark an! Schachtelsätze mit Gänsehaut-Tiefgang und ich hätte wirklich gefühlt jeden zweiten Satz unterstreichen können. Diese Unheimlichkeit, welche durch die Seiten zieht. Eine unheilvolle Vorahnung, nur die Protagonist*innen verschließen ihre Augen davor. Es ist die Geschichte des Schicksals, des Lebens, des Schmerzes. Ein Trauma. Zwei Traumata. Besonders die Beschreibung des ersten Einschnitt ins familiäre Leben hat mich „fasziniert“ (mir fällt beim besten Willen kein anderes Wort dazu ein). Einen Übergriff so zu be- und umschreiben habe ich bislang nicht gelesen. Die Monate vergehen. Die Jahre ziehen vorüber. Und so ist es im Verlauf auch mit meinen Eindrücken. Der erste Abschnitt des Buches hat mich absolut überzeugt, ich war dezent in die Worte des Autors verliebt. Und der zweite Part, welcher zu viel in eine zu kleine bzw. kurze Geschichte einflechten wollte. Die Begeisterung nahm ab. Ich trauere dem „was es hätte sein können“ hinterher!

Wortkabinett:

"Eines Tages, der nicht so zufällig, wie er sich dem Anschein nach gibt, […]"
(Seite 12 | Ich war verloren in den Worten von S. 12-13)

"Es gibt kein Vergessen. Nur die Erinnerungen verblassen, sie treten in den Hintergrund, sie zerfallen, aber sie lösen sich nicht auf."
(Seite 120)

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Tags: novelle, roman   (2)
 

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Der Outsider

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt , David Nathan
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 27.08.2018
ISBN 9783837142846
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: david nathan, hörbuch, stephen king   (3)
 

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Das Lied der Wächter - Das Erwachen

Thomas Erle
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.10.2018
ISBN 9783839223376
Genre: Fantasy

Rezension:


Ja, ich muss gestehen, dass ich mir dieses Buch trotz reizvollem Klappentext, nicht von allein gekauft hätte. Ich habe doch gewisse Vorurteile gegenüber Protagonist*innen im Teenager-Alter. Ich lese nicht oft Bücher aus dem Jugendbuch-Bereich, da ich bislang meist eher enttäuscht wurde. Aber hier klingt es zu reizvoll, als das ich es gar nicht erst versuchen wollte. Und ich bin dem ja nun auch nicht völlig abgeneigt, nur skeptisch bezüglich der Themen die im Mittelpunkt stehen könnten. Dies relativierte sich durch den Beginn der Geschichte recht schnell. Das Buch ist in drei Kapitel gegliedert: vor und während der Katastrophe, 16 Jahre später und ein kleiner fieser Cliffhanger am Ende. Für mich war besonders das erste Kapitel am intensivsten, da es die Stimmung sehr gut auffängt und wiedergibt.

"Der Lärm und das Tosen des Unwetters waren verstummt. Die Stille war so intensiv, dass er glaubte, sie mit den Händen greifen zu können."
(Seite 35)

Ein Beginn der absolut Neugierig macht auf die kommenden Ereignisse! Ein Ehepaar inmitten des Schwarzwald, ein nahendes Unwetter. Während sie versuchen sich in Sicherheit zu bringen, fallen ihnen vermehrt die mysteriösen Umständen auf. Meterhoher Schnee nach wenigen Stunden inmitten des Herbstes, jegliche Elektrizität funktioniert zeitgleich nicht mehr. Ebenso verhalten sich die Tiere auffällig untypisch und der näher kommende Nebel scheint einem Gesang ähnlich zu sein.

Dann kommt ein rapider Schnitt. 16 Jahre später. Kurz vor Felix` Geburtstag muss er erfahren das seine angebliche Mutter ihn zwar großzog, diese aber nicht seine leibliche Mutter ist. Diese ist zusammen mit seinem Vater nie wieder aus dem Schwarzwald zurückgekehrt. Ich war absolut angefixt! Die positionierten Soldaten stehen auch heute noch am Rande des Schwarzwaldes, doch bewachen sie diesen damit niemand hereingeht … oder nichts herauskommt? Weitere Ereignisse ließen mich durch die Seiten hüpfen, vergangenes wird gegenwärtig und ich wollte unbedingt auf schnellstem Wege mit Felix losziehen! Ich habe mir überhaupt nicht viele Notizen gemacht, da ich nur so durch die Seiten flog. Wer oder was lebt noch dort? Was geschah mit seinen Eltern?

Ich denke ich nehme hier niemanden die Überraschung, wenn ich sage das es gemeinsam mit Felix Richtung Schwarzwald ging. Und die neuen Erkenntnisse die dazu führten, stellten nur noch mehr Fragen in den Raum, gaben nur wenige Antworten. Doch dann kam für mich ein Schnitt, die Neugierde blieb vorhanden, aber die Spannung verpuffte … Zu sehr störte mich Felix` andauernde Fragerei – zu Beginn absolut nachvollziehbar, aber auf dem Weg nervte es mich bald nur noch. Auch der Verlauf konnte mich nicht mehr packen. Zu sehr werden Situationen geschildert, die nicht tragend für die eigentliche Geschichte sind. Uninteressante Ereignisse nehmen zu viel Raum ein und die spannenden und interessanten Momente sind zu schnell abgehandelt.

Zunächst befürchtete ich, der Autor rundet all dies noch mit dem zarten Klischee der Liebe ab, doch dem war – zu mindestens in diesem Band – nicht so und das darf auch gerne so bleiben! Es ging vordergründig um das Leben im Schwarzwald, ohne all die Vorzüglichkeit der Elektrizität. Es geht um den Umgang der wenigen Zurückgebliebenen untereinander. Der Ort und seine Gegebenheiten innerhalb eines Buches soll und muss natürlich skizziert werden. Das diese Themen dem Autor wichtig waren, kann ich nachvollziehen, nur war die Umsetzung, der Verlauf zu positiv. Es hat die Gefahr des Waldes, das was im Wald lebt, sich ausbreitet, zu stark relativiert.

Das Ende lässt mich unbefriedigt zurück! Und das positiv gemeint, denn die Geschichte ist nicht abgeschlossen.

Auch wenn die Ereignisse des ersten Bandes zu einem Abschluss kommen, so bleibt der weitere Verlauf ebenso offen wie einige Fragen.

Auch wenn mich dieser Reihenauftakt nicht vollends umhauen konnte, so freue ich mich dennoch auf den zweiten Band und hoffe das dieser in den Ereignissen und dem Gänsehautfaktor anzieht! Und der großen Frage, nach dem was dort im Wald herrscht, näher kommt. Ebenso besteht schon große Vorfreude auf die Buchmesse und das Event des Gmeiner Verlags!

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Tags: 1. band, fantasy   (2)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Abseitsliebe

Nika Sachs
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 09.03.2018
ISBN 9783740735777
Genre: Romane

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Was soll ich sagen?! Die Autorin begeistert mich jedes Mal aufs neue und diesmal war es noch intensiver als sonst! Nicht nur Luc kommt in diesem Band zu Wort, auch Inga und Silas erhalten viel Raum. Zunächst betrachtete ich es leicht kritisch, bin ich doch ein absoluter Luc-Fan, doch auch Silas und Inga zogen mich in ihren Bann.

Je nachdem, ob man den Roman „Am Horizont Schwarz“(Prequel zur Reihe), dazu zählt oder nicht (ich tue es!), ist dies Band 4 der Reihe und ich muss leider sagen, wer die vorherigen Bücher nicht kennt, aber noch lesen will, sollte hier aufhören und lieber meine Rezension zu „Schneepoet“ (Band 1) oder „Am Horizont Schwarz“ (aus Ingas Perspektive) lesen.

| Randnotiz |
Es gibt sogar das ein oder andere so genannte ‚Easter Egg‘  (Versteckte oder auch offensichtliche Besonderheiten) zu entdecken. Achtung, Spoiler bezüglich meiner entdeckten: Auch wenn ich bislang noch nichts von ihm gelesen habe, ist Benjamin Spang mir natürlich ein bekannter Name. Auch für Luc und Inga ist er mit seinem Buch „Blut gegen Blut“ nicht unbekannt. Ebenso trifft man auf Nicole Neubauers Ermittler Brandl aus der „Waechter-Reihe„. Eine wirklich feine Begegnung zwischen ihm und Luc! SPOILER ENDE

So, nun aber zum eigentlichen Buch. Das Buch spielt zeitlich einige Kapitel lang (ca. die ersten 40 Seiten) vor dem Vorgänger „Karmapoet„, um die Geschichte dann dort anzuknüpfen und weiter zu erzählen. Es wiederholt sich jedoch nichts aus dem vorherigen Band, sondern erzählt von noch unbekannten Situationen. Ein ungewohnt offener Silas.

Schon die Vorgänger sind emotional, doch diesmal war es Gefühlslooping par excellence! Die Beziehungen sind verflochten, die Gedanken ein Karussell, die Geschichte textsexuell! Dieses Wort aus dem Buch gibt die Geschichte sehr gut auf so vielen unterschiedlichen Ebenen wieder. Das Lesen ist wie ein Rausch, man mag kaum aufhören. Die Beziehungen sind sexuell aufgeladen und knistern emotional. Die Geschichte fordert nicht nur die Protagonist*innen, sondern auch die Leser*innen. Ich begann mich selbst darin zu finden, konnte mich hineinfühlen, auch wenn ich es nicht selbst erlebt habe. Situationen werden betrachtet, eigene Beobachtungen dazugestellt. Die Autorin spinnt reale Situationen in eine fiktive Geschichte, und schafft es so, die Leser*innen zum Nachdenken anzuregen.

"Wie schnell die Rollen vertauscht sein können, wenn sich die Konstellation der Menschen ändert – spannend und befremdlich"
(S. 52)

Es geht nicht einfach um Liebesbeziehungen, dann wäre es keine Buchreihe die ich so verschlingen würde. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, ihr Konstrukt, und diese existieren nicht ohne Gefühle und ohne Chaos. Die Autorin konstruiert eine Beziehung in der Beziehung, schildert Situationen die wahrscheinlich kaum ein*e Leser*in so erlebt hat. Dennoch sind die Gedanken der Protagonist*innen, ihre Situationen und ihr Erleben, absolut nachvollziehbar. So oder so ähnlich hat man bereist selbst gefühlt. Selbstzweifel, Selbsthass, Selbstfindung. All dies so einnehmend in Worte gefasst, dass ich einfach nur vollständig eintauchen konnte. Es fordert! Kannte man bislang vor allem die Perspektive von Luc, sind es diesmal besonders Silas und Inga, die ihre Gedanken mit uns teilen. Dem stand ich zunächst skeptisch gegenüber, da ich Luc wirklich mehr als gerne lese. Doch durch das Kapitel „Schwarm“ hat sich dies sehr schnell relativiert. Eine Begegnung zwischen Silas und Inga die Spuren hinterlässt.


"Zwischen Nacht und Tag, wenn die Realität einfach nicht existiert. Da sind alle Bedürfnisse ehrlich."
(Seite 71)

Das Buch besteht aus Bedürfnissen. Aus Wollen. Sehnsüchte und Ängste. Die Protagonist*innen gehen erschreckend erwachsen mit ihrer Problemwelt um, doch dies macht die Geschichte dennoch nicht unrealistisch. Es berührt, es schüttelt durch. Diesmal nicht nur Luc und sein Gedankenkarussell, sondern ebenso die von Inga und Silas. Und von allen anderen die sich innerhalb dieses Konstruktes bewegen. So sind es nicht nur der Lebensschmerz und die Lebenslust die im Buch thematisiert werden, sondern auch die Lust an Leidenschaft. (An dieser Stelle könnte man meine letzten Worte auch doppeldeutig interpretieren, denn zwischen der Leidenschaft, wird auch Leid erschafft).

Erotische Szenen sind keine Seltenheit mehr in Filmen und Büchern. Diese jedoch ästhetisch darzustellen ist eine Kunst – so zu mindestens für mich! Nicht ein aneinanderreihen an nackter Haut und Küssen, sondern die Tiefe dessen erfassen und skizzieren, das ist Erotik und ebendies findet sich in den Büchern von Nika Sachs.

"Es ist wie Tanzen, eine Choreographie aus Bedürfnissen und Sehnsüchten."
(Seite 133)

So sinnlich ist das gesamte Buch. Und manchmal auch die nüchterne Wahrheit. Das Existieren zwischen Alltag und Träumen. Das Leben zwischen Verantwortung und Freiheit. Inmitten von Liebe und Schmerz. Besonders das Kapitel „Nachtklar“ forderte mich emotional sehr! Das Leben von Luc und Inga wieder einmal auf den Kopf gestellt – von außen, wie von innen. Die Frage, ob eine*r von ihnen zerbrechen wird an diesen Verflechtungen, nicht nur in Bezug auf diese Beiden, sondern in Hinblick auf alle verstrickten Personen, wabert von Beginn an durch die Seiten. Und doch hat das Lesen eine gewisse Leichtigkeit, wird durch Humor und nebensächlichen Erzählsträngen aufgelockert. Neues Lieblingswort? Check! – „Ginspirit“ (S. 236). Bedürfnis nach einem Kinderbuch geweckt? Check! – Silas und sein kreativer Schreibprozess (S. 277).

Die Art wie Nika Sachs diese Geschichte erzählt, ist eine ganz eigene Poesie. Aus Worten eine Kunstform erschaffen, indem sie mit eben diesen spielt und sie neu erschafft. Sie verführt zum Abtauchen, nachdenken und hinterfragen! Gesamtfazit zu den bisher erschienenen Büchern dieser Reihe? Leider Geil!

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Tags: nika sachs, roman   (2)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Mädchen für alles

Charlotte Roche , Jessica Schwarz
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 05.10.2015
ISBN 9783844913514
Genre: Romane

Rezension:

Aus "3 Geschichten - 3 Eindrücke"

Ich kenne Charlotte Roches „Feuchtgebiete“, von daher wusste ich worauf ich mich einlasse. Nur sind solche Beschreibungen in dieser Geschichte eher nebensächlich, doch so ganz darauf verzichten kann bzw. konnte die Autorin nicht. Und da wären wir schon bei meiner großen Kritik! Grenzen überschreiten, anders schreiben – Ja, bitte! Aber aus ihrer Feder wirkt es auf mich zu gewollt, gekünstelt. Als Print hätte ich es definitiv abgebrochen, aber die Stimme von Jessica Schwarz lässt sich angenehm lauschen und irgendwie war ja da dann doch etwas Neugierde wohin es führt. Protas dürfen unsympathisch sein, aber hier war es mir eindeutig zu viel. Grenzüberschreitende Sprüche und Kommentare der eigenen Gedanken, wie hach so toll man ist, ist nur ein Teil dessen … Und die Geschichte selbst? Ganz provokativ gesagt, geht es um den Hausfrauen-Frust, aber da hätte mein einen gänzlich anderen Weg wählen können und sollen!
Am Ende spielt die Autorin gekonnt mit den Leser*innen, aber das reicht nicht für einen gelungenen Gesamteindruck aus. Weitere Bücher von ihr, werden nicht mehr in meine Regale ziehen. Einzig der Hörbuchvariante sind die zwei Sterne zu verdanken!

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Tags: hörbuch, roman   (2)
 

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

In der Nacht hör' ich die Sterne

Paola Peretti , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.10.2018
ISBN 9783423289672
Genre: Romane

Rezension:  
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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

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»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

Martin Schörle
Flexibler Einband: 119 Seiten
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 06.12.2016
ISBN 9783960084082
Genre: Romane

Rezension:

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Viel zu selten sehe ich mir Theaterstücke an und als mich der Autor fragte ob ich seine zwei geschriebenen Stücke lesen möchte, konnte ich nicht widerstehen. Theater für Zuhause – geht das? Der Flair fehlt, das Tragen der Rolle durch Schauspieler*innen geht verloren und doch wollte ich wissen, kann ich mich hineindenken? Mir ein Stück leserlich vor Augen führen?

Ich habe beide Stücke gerne gelesen. Ersteres lässt sich jedoch nicht mal eben weg lesen, obwohl es gerade mal um die 55 Seiten umfasst. Das zweite Stück hingegen konnte ich gar nicht aus der Hand legen. Vor beiden Stücken werden die Protagonist*innen darin kurz skizziert und das Bühnenbild beschrieben. Ebenfalls werden in beiden Stücken die unterschiedlichen Tonlagen in Klammern benannt, sowie auch verschiedene Handlungen.

Das erste Stück um den Beamten ist ein durchgehender Monolog und eben dies macht es nicht einfach zu lesen. Doch immer wieder richtet er sich an das Publikum, dies lockert das Lesen auf. Der Beginn ist humorvoll, die Geschichte provokativ und innerhalb weniger Seiten ändert sich die Grundstimmung des Gesagtem, des Protagonisten Fredenbek. Er nimmt es auseinander, das Leben und die Worte. Zwischen dem Wahnsinn eines Kürzels und dem Büroleben ist es ein Wechselbad zwischen Humor und Drama, doch mehr als die knapp 55 Seiten hätte es aufgrund des durchgehenden Monologs nicht haben dürfen. Denn genau das fordert! Theaterstücke gehören auf die Bühne und dort hätte mich diese Geschichte im Ganzen auch abgeholt.

Das zweite Theaterstück hat mich überzeugt und das trotz der darin zu findenden Romantik. Ich bin keine Romantikerin, aber diese Geschichte verbindet Humor, Romantik und Tragik so gekonnt miteinander, das ich einfach nur angetan sein kann! Anders als im ersten Stück, handelt es sich hier um einen telefonischen Dialog zweier Protagonist*innen in einem Zug – und dem andere Abteil (was habe ich über die heimlichen Zuhörer*innen gelacht!).
Auch hier findet sich eine Verzweiflung, eine Einsamkeit und ist doch gänzlich anders als das vorherige Stück. Es lässt sich durch den Austausch zweier Protagonist*innen nicht nur flüssiger lesen, sondern fesselte mich auch mehr. Die Begegnung zweier Menschen die eine gemeinsame Vergangenheit haben, aber sich fremd sind in der Gegenwart. Kann man dort ansetzen wo man aufgehört hat?

Zwei Theaterstücke, zwei Geschichten aus dem Leben, die leicht überzogen, aber absolut nachvollziehbar sind. Unser Beruf der einen großen Anteil unseres Lebens einnimmt und die Liebe, die ein ständiger Begleiter in den verschiedensten Formen ist. Beide Stücke unterhaltsam und beide kann ich mir sehr gelungen auf den Brettern die die Welt bedeuten vorstellen!

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Tags: theater, theaterstrück, theaterstücke   (3)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Oma hat Reservehaut am Arm

Enno Münster
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2018
ISBN 9783442177318
Genre: Humor

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Ich muss gestehen, auch wenn dies ein Rezensionsexemplar ist, ist es kein Buch das vieler Worte bedarf. Kein Buch, das ich lange be- und umschreiben kann, denn es ist eine Sammlung. Eine Ansammlung an Kindersprüchen und nachdem ich es gelesen habe, selbst als Pädagogin arbeite und Mutter bin, kann ich nur betonen, der Spruch „Kindermund tut Wahrheit kund“ beruht auf Tatsachen.

Nicht immer gänzlich auf Fakten beruhend, gerne Wort(ver)Drehungen, aber ehrlich! Manchmal vielleicht sogar zu ehrlich?! Doch Kinder sind nicht nur ehrlich, sie nehmen auch ihre Umgebung in ihren Wortschatz auf. Das was sie erleben und ungefiltert sehen.

Vom Schmunzeln, zum Lachen, bis hin zu doch etwas erschrocken sein ist alles vertreten! Man merkt dem Buch an, das es Kindersprüche aus dem medialen Zeitalter sind und „unzensiert“ (Untertitel) trifft es bei so manchem wirklich.

Die verschiedenste Sprüche sind in eine Vielfalt an Themen gegliedert und einsortiert. Viele sind zum Schreien komisch, andere klassische Situationskomik. Auch wenn ich beruflich immer mit den unterschiedlichsten Kindersprüchen in Berührung komme und mir einige aus diesem Buch unterstrichen habe, so habe ich mich im Ganzen doch etwas schwer getan.
Vielleicht begegnen mir eben solche Kinderaussagen zu oft, um sie in einem Buch noch durchgehend unterhaltsam zu finden, vielleicht bin ich auch zu kritisch bezüglich bestimmter Formulierungen. Wobei hier die Kritik nicht am Buch ist, sondern die Erschrockenheit, welchen Wortschatz einige Kinder nutzen. Wie ungefiltert sie sich mit Themen auseinandersetzen, die mich auf das Alter bezogen wirklich Schlucken ließen.

Ich denke wenn man nicht oft mit solch, mitunter doch sehr unterhaltsamen Sprüchen, in Berührung kommt, wird sich bestimmt gut unterhalten fühlen. Ich für meinen Teil jedoch konnte zwar bei einigem lauthals Lachen, aber im Gesamten war der darin enthaltende Humor zu situationsbezogen.

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Tags: humor   (1)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Mit Hass gekocht

Heinz Strunk ,
Audio CD: 1 Seiten
Erschienen bei tacheles!, 25.04.2006
ISBN 9783938781081
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:  
Tags: hörbuch, hörspiel   (2)
 

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132 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Nussschale

Ian McEwan , Bernhard Robben
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257069822
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: roman   (1)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Mosaik der verlorenen Zeit

Elyseo da Silva
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.02.2016
ISBN 9781530267866
Genre: Historische Romane

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Einen besseren Titel hätte der Autor für sein Buch nicht nehmen können und so habe ich das Wort „Mosaik“ auch für meine Überschrift gewählt. Erzählung trifft es nicht wirklich und ist doch passend. Es ist ein Roman, welcher verschiedene Ereignisse und Protagonist*innen skizziert, aber auch ein Teil Erzählung ist. Klingt kompliziert, vielleicht, ist es aber überhaupt nicht! Je mehr ich las, desto mehr tauchte ich in diese Geschichte ein.

Während ich besonders bei den Abschnitten von Julián und Kyriel bei manchen Formulierungen stolperte, umso mehr wurde ich von den anderen Abschnitten gefangen genommen! Somit Kritik auf hohem Niveau. Immer wieder muss Julián für Kyriel übersetzen und die aufmerksamen Leser*innen stellen schnell fest, dass besonders zum Ende hin erst auf diese Feinheit geachtet wurde. Dafür aber überzeugt Juliáns Mutter Lola auf ganzer Linie. Der Autor hat ihr einen passenden Akzent verliehen, um der Geschichte auch in diesen Abschnitten einen besonderen Flair und Glaubwürdigkeit zu verpassen. Natürlich wird dies mit verschiedenen Kürzeln und Wörtern des spanischen innerhalb anderer Konversationen ebenfalls unterstrichen, doch manchmal stolperte ich eher darüber. Ich wusste nicht recht, ob die Protagonist*innen nur für das Wort auf die Sprache zurückgreifen oder sich grundlegend spanisch unterhalten und einzelne Worte etwas hervorheben sollten. Dies mag vielen vielleicht nicht auffallen, ich jedoch hielt ein paar Mal inne – warum mir dies manchmal stark auffiel und manchmal gar nicht, weiß ich nicht recht und es ist für mich persönlich, wenn ich das Buch im Ganzen betrachtet, nur ein kleiner Kritikpunkt – und wie schon erwähnt auf hohem Niveau.

Ich bin so ein- und abgetaucht in die politischen Ereignisse Guatemalas und der Rebellion, dem Kult der Mayas, das ich überhaupt nicht mehr daran dachte, gewisse Zitat zu notieren. Und es wäre auch kaum machbar gewesen! So wundervoll einige Sätze sind, so sehr wären sie aus ihrem Kontext gerissen wurden. Und doch habe ich eines, das dem Buch gerecht wird, ohne Zusammenhang verstanden werden kann:

"So ist das mit den Erinnerungen, nicht wahr? Sie erzählen uns die Geschichte unseres Lebens. Wir erzählen uns diese Geschichte."
(97% des eBooks, Kapitel 64)

Denn genau das ist diese Geschichte. Sie ist eine Erinnerung an die Mayas, an ihren Widerstandskampf, eine Kultur die für Viele heute nur eine Randnotiz ist, ein Volk das vor Jahrhunderten ihre große Zeit hatte. Und es ist noch vielmehr! Es sind nicht nur die politischen Ereignisse oder die Mayas. Es ist eine Suche nach sich selbst, vereint mit vielen Themen wie Liebe, Selbstzweifel, Sexualität, Vergänglichkeit. Ich kann den Roman kaum zusammenfassen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Ich kann ihn Euch nur ans Leseherz legen, auch wenn die Vielfalt an Themen groß erscheinen mag, so erschlägt sie nicht. Wundervoll miteinander verwoben und in den Rahmen des Buches eingearbeitet!

Mehrere Handlungsstränge und Protagonist*innen, bei denen der Zusammenhang nicht direkt zu Beginn greifbar ist, sondern sich nach und nach zusammensetzt. Viele kleine Einzelteile, die im weiteren Verlauf ein Gesamtbild schaffen, eben genauso wie beim Zusammensetzen eines Mosaikbildes! Ein Feuertraum und das Ende eines Lebens sind der Anfang dieser Geschichte, viele Fragen ohne eine einzige Antwort.

Immer wieder baut der Autor Elyseo da Silva wahre Ereignisse der damaligen Zeit in Guatemala ein. Fußnoten und Zeitungsartikel schaffen den Leser*innen Einblicke ohne dabei die zu überfordern, die sich mit der Widerstandsbewegung der Guerilleros bis dato nicht auseinandergesetzt oder befasst haben. Eine gelungene Zusammenführung von Realität und Fiktion. Auch wenn der Autor diese Artikel innerhalb der Geschichte selbst formuliert hat, basieren sie auf wahren Ereignissen.
600 Seiten umfasst die Printausgabe und ich bin kaum in der Lage eine umfassende Rezension zu schreiben. Nicht nur wegen der Befürchtung ausversehen etwas vorwegzunehmen, vielmehr müsste ich das Mosaik wieder in seine Einzelteile legen und es würde am Ende vielleicht ein falsches Bild entstehen … Die Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt, mit den unterschiedlichsten Protagonist*innen und ihren Lebens- und Leidensgeschichten. Und doch kann kaum eine davon einzeln betrachtet werden, da sie sich am Ende zu einer einzigen zusammenfügen.

Da sind Pascal und Kyriel, beide verlieren dieselbe Frau ihres Lebens.
Julián der ohne Vater aufwuchs und von seinem Erbe heimgesucht wird. Gemeinsam mit Kyriel begibt er sich auf die Reise seines Lebens. Auch Pascal sucht Antworten und entdeckt dabei eine ganz andere Laura, als die, die er liebte. Laura selbst, ihr Leben wird nach und nach von Pascal zusammengesetzt. Briefe die nach einem Freund schreien und eine Familie der Mayas, die über Generationen von ihren Erfahrungen berichten.

Wie zu Beginn, holperte ich ein wenig im Lesefluss der beiden Protas Julián und Kyriel, aber dies verflüchtigte sich mit der Zeit. Dennoch war ich mir nicht gänzlich sicher, ob ich Kritik übe oder doch vollends begeistert bin. Aber der Autor hat mich überzeugt, mit seinem ganz eigenen Flair, mit seiner recherche und mit einer Geschichte die so nicht häufig zu finden ist. Und er hat mich berührt! Nicht nur das ich mitfühlte, am Ende bekam ich Gänsehaut! Wenn ein Tränchen läuft, dann wurde beim Schreiben alles richtig gemacht!


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Tags: ebook, roman   (2)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Voll ungechillt!

Claudia Herrmann , ZERO Werbeagentur
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.04.2016
ISBN 9783499631481
Genre: Humor

Rezension:  
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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Zeitlose - Doras Erwachen

Eva-Maria Obermann
Flexibler Einband: 314 Seiten
Erschienen bei Schwarzer Drachen , 01.03.2018
ISBN 9783940443915
Genre: Fantasy

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Dora hat einen Schlussstrich gezogen. Kein Nathan, kein Oscar, keine Uni. Ein Umzug um all das hinter sich zu lassen, doch wie kann man vor nächtlichen Träumen fliehen? Dora träumt immer noch, Nancea begleitet sie weiterhin, nur ist es nicht sie, die Dora sieht und fühlt. Es sind all die anderen Mädchen die ebenfalls die schmerzliche Sehnsucht nach Simeon und Nanceas qualvollen Tod spürten. Jede Nacht. Immer und immer wieder. Der (Alp)Traum ist nicht vorüber, er hat nur eine ganz neue Dimension erhalten. Auch das Aufwachen bringt Dora keine Erlösung, denn Flucht vor der Realität selbst lässt die Probleme nicht zurück.

"Die Gefahr zwischen uns war immer nur die Ungewissheit, ob unsere Gefühle wirklich unsere eigenen waren und nicht nur aus fremden Erinnerungen stammten."
(Seite 19)

Doch auch in Band eins war diese Gefahr weit mehr als die Unsicherheit der eigenen Gefühle. Immer noch gefangen zwischen Realität und Traum, wird die Gefahr in diesem Band noch greifbarer. Die Intensität von Doras Träumen nimmt zu, fordert immer mehr von ihr. Auch die Männer in ihrem Leben zehren an ihr. In diesem Band jedoch stehen die Träume im Vordergrund und die Fragen die dadurch auftauchen. Warum träumt Dora von all den anderen träumenden Mädchen?

Der Leidensweg von Dora ist intensiver. Träumte sie zuvor einzig von Nancea und Simeon, begegnet sie nun jede Nacht einem anderen Mädchen. Mädchen die an der Qual zerbrechen, etwas das Dora spürt. Jede Nacht ein neuer und doch gleicher Schmerz. Doch nicht nur Dora und Nathan träumen, eine weitere Person weiß von Nancea, Simeon und all den Mädchen und Jungen die von ihnen träumen. Eine Person mit Antworten die nicht zu erahnen waren, eine Person die nicht einfach nur träumt.

Ich habe dieses Buch ehrlich gesagt sogar lieber gelesen als seinen Vorgänger. Wie schon in meiner Rezension zum ersten Band geschrieben, werde ich nicht plötzlich ein Fan von Romantasy, Leserin von romantischen Liebesbeziehungen, aber dieser Wandel zweier Welten hat seinen besonderen Reiz. In Band 1 hatte ich einige Kritikpunkte die auch andere Leser*innen so empfanden und genau daran hat die Autorin Eva-Maria Obermann gearbeitet. Beschreibungen die den Lesefluss störten, waren in diesem Teil der Reihe nicht mehr zu finden. Auch den Spannungsbogen hat sie gekonnt aufrecht erhalten und einen angenehmen Mix mit einer Liebesgeschichte und einem interessantem Verlauf geschaffen. Dafür fehlten mir die wundervollen Konversationen von Dora und ihren Dozentinnen, die im Vorgänger wirklich einnehmend waren!

Ich hab schon mitbekommen das die ein oder andere Leserin das Ende als fiesen Cliffhanger empfindet, doch obwohl ich Band 3 lesen will und werde, so hätte die Autorin in meinen Augen gar eine Spur fieser sein dürfen. Offene Fragen sind zu finden, ein Showdown, aber hier kommt wohl die Spannungsleserin in mir durch, denn mir fiel es nicht schwer, das Buch zuzuklappen und interessiert auf den nächsten Band zu warten. Die Autorin hätte es offener lassen dürfen, eine Andeutung was in dieser Wohnung geschieht, um dies im Folgeband erst wieder aufzugreifen. Aber dies ist nur eine Kleinigkeit, denn eingeschworene Leser*innen dieses Genres werden auf ihre Kosten kommen. Ich bin gespannt was mich in Band 3 erwarten wird!

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Tags: 2. band, band 2, fantasy   (3)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Bärenbrut

Nora Bendzko
E-Buch Text: 81 Seiten
Erschienen bei null, 18.07.2017
ISBN B0742L5CKM
Genre: Sonstiges

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Dieses kleine Büchlein ist das Prequel zu Nora Bendzkos „Wolfssucht“ und für mich die erste Geschichte der Autorin. Auf nicht mal 140 Seiten begleiten die Leser*innen den Protagonisten Thorben durch über 40 Jahre. Thorben als Kind, wie er seinen Vater verlor, Thorben als Heranwachsender im Krieg und Thorben als Erwachsener, selbst Vater. Eine Leidensgeschichte. Thorben verliert, sucht und findet. Und er geht einen Pakt ein, für den er noch teuer bezahlen muss.
Eine feine kleine Geschichte, um sich in die Galgenmärchen-Reihe und den Schreibstil der Autorin hineinzulesen und doch bin ich etwas unschlüssig bezüglich meines Leseerlebnisses. Die Geschichte ist gut geschrieben und ich flog durch die Seiten, doch das was sich zum Ende hin ergibt, war für mich schon im Groben sehr schnell absehbar. Ich bin hin und her gerissen, wollte die Autorin am Ende überraschen oder dient es einzig der Geschichte „Wolfssucht“? Eine Frage die letztendlich für den Gesamteindruck nicht allzu relevant ist. Ein angenehmer Schreibstil und obwohl mich diese kleine Geschichte nicht gänzlich überzeugen konnte, werde ich zu weiteren Büchern der Reihe greifen.

Aus 3 Geschichten - 3 Eindrücke 

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Tags: kurzgeschichte, prequel   (2)
 

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196 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Im Kopf des Mörders - Kalte Angst

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.01.2018
ISBN 9783596296170
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

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Den ersten Band „Tiefe Narbe“ habe ich gerne gelesen, fand die Täterperspektive sehr gelungen und wollte somit natürlich auch den Folgeband um Max Bischoff lesen. Doch kaum angefangen, musste ich recht schnell feststellen, dass mich Arno Strobels Schreibstil diesmal so gar nicht überzeugen konnte! Zu vorgekaut waren die kleinsten Details, zu oberflächlich die Konversationen. Ich hatte das Gefühl, das Buch eines anderen Autors zu lesen, so stark unterscheidet sich dieses von seinen anderen Geschichten, welche ich von ihm kenne. Die einzige logische Konsequenz für mich war, dass Buch nach etwas mehr als 200 Seiten abzubrechen.
Nicht nur der Schreibstil konnte mich nicht einnehmen, auch mit dem Protagonisten Max B. war es für mich einfach zu viel! Nicht nur das der Ermittler noch an den Ereignissen aus Band 1 nahe gehen, auch die Situation seiner Schwester belastet ihn. Mir waren diese zwei Handlungsstränge in Zusammenhang mit einer Ermittlung zu viele Ereignisketten für nur eine Geschichte! Warum kein ein Ermittlungsfall für einen Krimi oder Thriller nicht ausreichen? Vielleicht hätte ich sogar darüber hinwegsehen können, aber auch die Morde selbst, das Suchen nach dem Täter und den Antworten/Hintergründen konnte mich diesmal nicht fesseln. Wie der Täter agiert, seine Vorgehensweise und die Maske, sind zwar interessant, gingen jedoch aufgrund des blassen Schreibstils unter. Klingt sehr vernichtend, aber eben daran eckte ich immer wieder beim Lesen an und das leider nicht wenig. Die Arte wie eine Geschichte erzählt wird, welche Formulierungen genutzt werden und wie viel den Leser*innen zum selbst hineinfühlen und -denken gegeben oder genommen wird, nimmt einen großen Einfluss auf den Lesefluss und hier leider konnte eben dieser nicht begeistern. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, welches ich lese, aber zu Band 3 werde ich wohl nicht mehr greifen.

Aus 3 Geschichten - 3 Eindrücke 

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Tags: 2. band, band 2   (2)
 

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

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Sieben leere Häuser

Samanta Schweblin , Marianne Gareis
Fester Einband: 150 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 12.02.2018
ISBN 9783518428047
Genre: Romane

Rezension:

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Das Buch besteht aus sieben Erzählungen, die sich mit dem Leben auseinandersetzen. Sieben Erzählungen die düster und beklemmend sind, so sagte es zu mindestens „Die Welt“ und „Los Angeles Times“. Und wie groß meine Vorfreude auf dieses Buch war, als ich das erste Mal davon hörte bzw. las! Ich mag Kurzgeschichten, denn das fordert höchstes Talent von den Autor*innen. Das was man sagen oder zwischen den Zeilen verstecken will, auf wenigen Seiten zu einer einnehmenden Geschichte zusammen zu führen, ist eine Kunst für sich! Kunst ist wohl auch die passende Bezeichnung für Samanta Schweblins Buch und Kunst ist eben Geschmackssache!
Fast alle Geschichten sind aus der Ich-Perspektive geschrieben, abstrakt – greifbar und doch nicht einzufangen in ihrer Gänze. Außer „Die Höhlenatmung“, diese Geschichte hebt sich in vielerlei Hinsicht von den Anderen ab. Die Erzählperspektive ist eine andere, sie erhält den größten Raum innerhalb des Buches und ist für mich die gelungenste Erzählung! Ebenso abstrakt, aber greifbar – näher an der Realität. In Filmen liebe ich eben solche Geschichten, die einem durch die Finger gleiten, nur eine Ahnung hinterlassen, doch bei diesem Buch fehlte mir etwas bei den anderen sechs Erzählungen. Ich kann nicht gezielt benennen was es ist, aber die ein oder andere Geschichte weniger und dafür mehr Raum für die anderen, hätte ein intensiveres Leseerlebnis hervorgerufen.


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Tags: erzählungen, kurzgeschichten   (2)
 
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