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107 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

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American Psycho

Bret Easton Ellis
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Picador, 20.11.1998
ISBN 9780330372480
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch las ich für eine Challenge, deren Aufgabe lautete "read a banned book". Da wir in der Schweiz nur ganz selten Bücher verbieten, musste ich halt auf Amerika ausweichen. Die haben da die gängigere Tradition, Bücher zu bannen.

Über "American Psycho" wurde schon viel gesagt und geschrieben. Was ich in letzter Zeit so hörte: "lies es nicht, wenn du Tiere magst", "ekelhaft" bis hin zu "ich vertrag ja so einiges, aber das war zu viel". Somit klingt dieses Buch nach genau meinem Beuteschema.

Bis ich feststellen durfte, dass es mich durch und durch gelangweilt hat. Zu Beginn mochte ich die oberflächlichen Beobachtungen und Gespräche, sie waren fast schon zynisch angelegt und zeigen auf, wie die beliebte High Society funktioniert. Egal, wenn man keinen Charakter hat; Hauptsache man trägt einen Anzug von Armani.

Aber nachdem dann ca. 100 Seiten lang nicht wirklich etwas passiert ist, begann mich das Buch wirklich zu frustrieren. Nicht noch mehr Partytalk, bitte! Erst nach ca 150 - 200 Seiten zeigt sich Batemans Psycho-Seite. Die ist dann auch wirklich psycho. Da geschehen einige sehr interessante Dinge. Jedoch scheine ich schon ziemlich abgehärtet zu sein, denn ich ekelte mich nicht sonderlich, sondern fand das Ganze teilweise sogar irgendwie lustig (die Sache mit der Ratte zum Beispiel).

Ich bin wohl auch ein verdorbener Mensch.

Leider ändern diese paar Szenen nichts daran, dass gleich daraufhin wieder massloses Blabla mit irgendwelchen Markennamen und absolut hohles Geschwafel folgt. Eigentlich zeigt uns Ellis wirklich gut, wie diese Menschen ticken und wenn ich eines aus der Lektüre von "American Psycho" mitnehme, dann dass ich niemals ein Teil dieser Welt sein möchte. Ja, wie jeder Mensch hätte ich gerne etwas mehr Geld, aber wenn reich sein bedeutet, so abgestumpft zu sein wie diese Leute, dann bleibe ich lieber bei meinem Buchhändler-Gehalt.

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Frankenstein: The 1818 Text (Penguin Classics)

Mary Shelley
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin Classics, 08.03.2018
ISBN 9780143131847
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wirklich genau sagen, was ich von diesem Klassiker erwartet habe, kann ich nicht. Ich habe mich auf die Lektüre eingelassen, ohne gross etwas im Kopf zu haben. Neugierig war ich, zu erfahren, wie die ursprüngliche Geschichte, das Original, daherkommt.

Wahrscheinlich konnte ich das Buch genau deshalb so sehr geniessen. Überraschenderweise hat mir vor allem Mary Shelleys Sprache sehr gut gefallen. Sie ist eine richtige Vertreterin der Romantik und das spiegelt sich in ihrem berühmtesten Werk durch und durch.

Wäre das Buch in unserer Zeit geschrieben worden, wäre "Frankenstein" eher ein actionlastiges Werk mit jugendlichem Helden geworden, der alles daran setzen würde, seine Kreatur zu vernichten. Doch es wie bereits erwähnt, ein Buch aus der Romantik ist, funktioniert es völlig anders und könnte deswegen ein jüngeres Publikum auch eher langweilen.

Denn bei Shelley geht es eher um die Darstellung des inneren Konfliktes von Viktor Frankenstein und dessen seelische Zustände. Aber ebenso lässt sie das Monster zu Worte kommen, uns erzählen, was es durchmachen musste. Hier wirft die Autorin spannende und diskussionswürdige Fragen auf. Woher kommt das Böse? Wer ist dafür verantwortlich? Kann ich andere für mein Leid verantwortlich machen?

Der Horror des Buches lebt vor allem vom psychologischen Aspekt, nicht von Blut, Gliedmassen oder irgendwelchen Ouija-Brettern. Shelley stellt sich die Frage, wie es ist, mit solch einer Bürde zu leben und auch, wie es ist, eine solche Bürde zu sein. Was hätte nicht alles aus dem Monster werden können?

Durch all diese Aspekte wird "Frankenstein" zu einem ruhigen, tiefen und auch erschütternden Roman. Oft hatte ich tatsächlich Mitleid mit dem Monster, auch wenn dies nicht unbedingt gerechtfertigt sein mag. 

Ein schön geschriebenes, tiefgründiges Werk, das ich aufgrund des fordernden Englisches und des gemächlichen Tempos an eher erfahrene Leser empfehlen kann.

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Wir töten nicht jeden

Carlos Salem , Ilse Layer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423216838
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch las ich für die Monthly Motif-Challenge, denn das Thema für den Juli lautete "Ferienlektüre" und der Rückentext las sich wie ein richtig guter und locker leichter Ferienroman. Für eine andere Challenge wollte ich das Buch dann auch für die Kategorie "Lies ein lustiges Buch" heranziehen, denn als solches wird dieses Werk vermarktet.

Schlussendlich konnte ich mit dem Buch aber leider nur die erste Challenge erfüllen, denn witzig war "Wir töten nicht jeden" an keiner Stelle. Leider auch nicht unterhaltsam oder irgendwie spannend. Das Einzige, was es war, war eine Enttäuschung.

Dafür zeigt Salem eigentlich Talent. Es gibt ein paar Dialoge und Szenen, die wirklich nicht schlecht sind. Vor allem jene, in denen es um die Liebe zur Literatur geht. Hätte er auf höherem Niveau geschrieben, wäre bestimmt ein gutes Buch dabei herausgekommen.

Doch leider schien sich der Autor dafür entschieden zu haben, für die Masse zu schreiben und das endete nicht gut. 

"Schwarzer Humor", "kuriose Einfälle" und Action versprach einem das Cover, der Rückentext und auch ein paar Rezensionen. Von all dem fand ich hier leider nicht die geringste Spur. Dafür findet man eines umso mehr: Sex.

Dreiviertel des Buches besteht aus Sex. Man hat wirklich das Gefühl, in einem Softporno gelandet zu sein. Gegen ein paar passende erotische Szenen habe ich nichts einzuwenden, aber wo bleibt bei dem ganzen Gevögele der Rest? Wo bleiben die kuriosen Einfälle, der schwarze Humor? Die sind bei all den Kugeln, die hier geschwungen werden, leider auf der Strecke geblieben.

Da sich aufgrund der Fixierung auf die erotische Komponente auch die Handlung enorm zieht, las ich bald nur noch quer. Als es am Schluss noch ein wenig spannend wurde, hatte Salem mich aber schon längst verloren und ich las nur noch weiter, um das Buch als Challengetitel abhaken zu können.

Ehrlich gesagt, weiss ich auch nicht, wer die Zielgruppe dieses Buches sein könnte, da es sich gekonnt zwischen Tisch und Stuhl gesetzt hat. Zu wenig Handlung für einen Krimi, zu wenig prickelnd und zu platt für die Erotikabteilung. Deshalb ganz im Allgemeinen keine Empfehlung meinerseits.

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Eine Geschichte zweier Städte

Charles Dickens , Carl Kolb
Fester Einband: 468 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2018
ISBN 9783730605875
Genre: Klassiker

Rezension:

Von Dickens' "Grosse Erwartungen" war ich hin und weg, da mir aber damals "Oliver Twist" weniger gut gefallen hat, war ich neugierig darauf zu erfahren, wie mir ein drittes Werk des Grossmeisters gefallen würde.

Tja, ich war ein weiteres Mal hin und weg.

Wieder bedient sich Dickens seiner wundervollen Sprache, in die ich einfach eintauchen kann, ohne vorher gross Luft geholt zu haben. Ein begnadeter Erzähler, feinfühlig, interessiert und geschickt darin, eine dichte Handlung zu weben. Dicht wie ein kuscheliger Pullover an einem kalten Winterabend. Dickens lesen tut der Seele gut.

Von der Französischen Revolution hören wir im Geschichtsunterricht immer wieder. Doch was danach geschah, davon erzählen die Lehrer weniger gerne. Davon, wie die Revolution ihre eigenen Kinder frass und ein ganz neues Terrorregime entstand, das die Strassen von Paris in Blut tränkte.

Davon erzählt uns Charles Dickens in "Eine Geschichte zweier Städte". Dieses Buch ist weniger umfangreich wie z.B. Tolstois "Krieg und Frieden", funktioniert aber auf ähnlicher Ebene. Gut recherchierte Hintergründe gehen auf in der Geschichte der Helden. Als Leser erhält man so einen Ausflug in die Geschichte, ohne dabei gelangweilt Blümchen auf ein Aufgabenblatt malen zu müssen, und lernt dabei noch Figuren kennen, die, ganz Dickens, einem ans Herz wachsen und dort zu bleiben pflegen.

Trotz des Themas und der 500+ Seiten wirkte das Buch an keiner Stelle langatmig auf mich, sondern durchdacht und gut komponiert. Die Figuren brauchen ihre Zeit, um sich zu entwickeln und Vertrauen zum Leser zu fassen (und umgekehrt). Dickens ist keiner, der sich beeilt, nur weil das vielleicht jemand von ihm verlangen könnte. Er nimmt sich die Zeit, die die Geschichte und die Charaktere brauchen, um das auszusagen, was ihm wichtig ist.

Deshalb hat mich "Eine Geschichte zweier Städte" auch so berührt. Dieses Buch geht tief, nicht nur bei den Helden, sondern auch bei mir. Es hat mir gezeigt, dass jeder Mensch zu etwas Grossem fähig ist. Dass immer noch ein Stückchen Kraft in uns ist, um weiterzumachen. Dass schlimme Zeiten, die wir ertragen müssen, uns stark machen und uns zukünftig helfen können. Dass es immer etwas gibt, wofür es sich lohnt, zu kämpfen.

Danke dafür, Mister Dickens.

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Klassik für Dummies

David Pogue , Scott Speck
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Wiley-VCH, 11.08.2010
ISBN 9783527706839
Genre: Sachbücher

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Drachenpfade

Sergej Lukianenko , Anja Freckmann
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.10.2009
ISBN 9783453266414
Genre: Fantasy

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bane, darth bane, darth zhanna, drew karpyshyn, jedi, karpyshyn, science-fiction, sience fiction, sith, star wars, zhanna

Star Wars™ Darth Bane 3

Drew Karpyshyn , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.01.2011
ISBN 9783442375592
Genre: Fantasy

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Expedition Europa

Martin Leidenfrost
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Picus Verlag, 29.02.2016
ISBN 9783711720337
Genre: Romane

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Franziskus

Niklaus Kuster
Fester Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 01.02.2014
ISBN 9783451301537
Genre: Sachbücher

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

john maynard keynes, kapitalismus, philosophie, postwachstum, wirtschaftswissenschaft

Wie viel ist genug?

Robert Skidelsky , Edward Skidelsky , Ursel Schäfer , Thomas Pfeiffer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.07.2014
ISBN 9783442158058
Genre: Sachbücher

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Das Blut der Pikten - Feuersturm

Bastian Zach , Matthias Bauer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453439146
Genre: Historische Romane

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The Axeman's Jazz

Ray Celestin
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei SOURCEBOOKS INC, 01.09.2015
ISBN 9781492609162
Genre: Romane

Rezension:

Die deutsche Ausgabe ist mir mit ihrem originellen Cover gleich aufgefallen und hat mich neugierig gemacht. Schlussendlich endete ich aber mit der englischen Ausgabe, womit ich aber ganz zufrieden bin. Es passt einfach besser in die Stimmung des Buches.

Es ist ein ruhiges Buch, das von seiner Gemächlichkeit lebt. Ein klassischer Krimi, kein Thriller mit Blutvergiessen und Verfolgungsjagden. Auch der Aufbau ist interessant aufgezogen; bin ich doch die ganze Zeit davon ausgegangen, dass sie die Figuren schlussendlich treffen werden. Aber mehr will ich dazu gar nicht erzählen.

Celestin arbeitet mit zwei stark dominierenden Elementen: der Musik und dem Sturm, der unaufhaltsam auf New Orleans zukommt. Mit diesen illustriert er Gefühle, Emotionen und die Handlung. Oftmals scheint es, als seien sie die Hauptfiguren, nicht Michael und die anderen.

Aufgrund seiner Gemütlichkeit zieht sich die Handlung teilweise ein wenig hin, aber die Hänger werden immer wieder aufgewertet. Dies vor allem durch die durchgehend interessante Ausgestaltung des historischen Stoffes, denn die beschriebenen Morde fanden tatsächlich statt.

In seinem Buch versucht Celestin also eine Antwort zu finden. Ich persönlich finde seine Idee durchaus gelungen und auch wenn wir es niemals wissen werden (unterdessen ist zu viel Zeit vergangen), so hat der Autor doch eine durchaus spannende Herangehensweise gefunden, die zu lesen trotz der Hänger sehr kurzweilig ist.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Amurante – Die Krankheit

Rico Forwerk
Flexibler Einband: 588 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 04.05.2018
ISBN 9783746077154
Genre: Fantasy

Rezension:

Es war 2016 als mich Rico Forwerks "Amurante: Der Wald" begeisterte. Gespannt verfolgte ich die folgenden Jahre, ob bzw. wann es eine Fortsetzung geben würde. Nun hat sich der Wunsch erfüllt und gross war die Freude, als Band zwei bei  mir im Briefkasten landete.

Und trotz des prall gefüllten Leseplans konnte ich nicht anders, als mich auf das Buch zu stürzen, das mich dann auch bis zum Schluss nicht mehr gehen liess. Das Warten hat sich eindeutig gelohnt!

Ganz im Sinne des Vorgängers wird hier Kayleighs Geschichte weitererzählt. Dabei ist es natürlich von Vorteil, "Amurante: Der Wald" gelesen zu haben; jedoch erklärt Forwerk die wichtigsten Punkte, sodass auch für Neueinsteiger in diese Welt Kayleighs Verhalten und ihre Gedanken erklärt werden.

Der erste Teil des Buches liest sich fast wie ein Krimi, der dann aber immer düsterer und phantastischer wird. So baut der Autor seine Geschichte fast schon wie einen Schichtkuchen auf, der auch auf den Leser immer bedrohlicher wirkt. Forwerk schafft es, mehr und mehr Stimmung zu erzeugen, bis wir den Höhepunkt schliesslich kaum noch erwarten können.

Im Gegensatz zum Vorgänger hat Band zwei deutlich an Umfang zugelegt und dies kommt der gesamten Handlung zugute. Es braucht diesen langsamen Einstieg, den Aufbau, um ganz und gar in die Geschichte einsteigen und sich von ihr gefangen nehmen zu lassen. Vor allem der Mittelteil hat mir sehr gut gefallen, erinnern die Tagebucheinträge in der Mitte doch an niemand Geringeren als H.P. Lovecraft himself.

Doch Rico Forwerk kopiert nicht bloss, nein, er schafft es, daraus etwas ganz Eigenes zu machen. Er denkt die Vorlage weiter und treibt so seine eigene Geschichte voran, bringt neues, unverbrauchtes Material. Noch immer habe ich die Bilder aus dem Buch in meinem Kopf und noch immer schaudert's mich ein wenig - für mich eindeutige Zeichen, ein richtig gutes Buch gelesen zu haben. Dabei hat es Forwerk auch mehrmals geschafft, mich total zu überraschen, Wendungen einzubauen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Ich liebe es, wenn Bücher einen kalt erwischen!

Nur ab und zu hatte ich etwas Mühe mit den Ortsverhältnissen in der düsteren Stadt, aber das tut nichts zur Sache, dass ich mich jeden Abend freute, weiter in "Amurante: Die Krankheit" lesen zu können.

Dabei merkt man, dass der Autor sich weiterentwickelt hat. Seine Figuren, allen voran Kayleigh, haben mehr Tiefe, die Rechtschreibfehler sind verschwunden und überhaupt wirkt "Die Krankheit" reifer, durchdachter - eine würdige Fortsetzung, die aber ebenfalls weiter Fragen aufwirft. Deshalb greife ich noch einmal auf meine Warnung von 2016 zurück: wer alle Fragen beantwortet haben möchte, muss sich in Geduld üben.

Da viele Themen aus dem ersten Band hier abgeschlossen, dabei aber neue Ideen aufgegriffen. Deswegen denke ich, hoffe ich, dass die Reihe fortgesetzt wird. Rico Forwerk mag vielleicht noch zu den Geheimtipps im Bereich Fantasy/Horror gehören, aber ich kann es mir gut vorstellen, dass er sich bis zu den ganz Grossen vorarbeiten bzw. -schreiben wird. Gönnen würde ich es ihm auf jeden Fall!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Mein pochendes Leben

Ae-ran Kim , Sebastian Bring
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Cass, 10.03.2017
ISBN 9783944751122
Genre: Romane

Rezension:

Auch dieses Buch kam im Zuge meiner Mitgliedschaft beim "Anderen Literaturclub". Im Gegensatz zu " Die Strasse zum 10. Juli" fand dieses Werk jedoch weitaus weniger Anklang bei mir.

Dies liegt jedoch nicht daran, dass es ein schlechtes Buch ist. Das ist es nämlich nicht. Kim schreibt sehr frisch, leicht und tiefgründig. Sie lotet in ihrem Buch unser Leben bis ins kleinste Eckchen aus. Sie schaut hinter den Schleier und dann noch ein wenig weiter.

Für alle, die ein Interesse an unbekannten Krankheiten hegen, ist "Mein pochendes Leben" ein Geheimtipp meinerseits. Ich hatte zuvor noch nie von Progerie gehört. Kim erzählt uns durch Arum wie es ist, wenn der Körper schneller altert, als dass er eigentlich sollte. Ein 16-Jähriger im Körper eines 80-Jährigen.

Gleichzeitig ist dieses Buch aber trotz allem auch die Geschichte eines Teenagers und somit auch eine anrührende Coming-of-Age-Geschichte. Hier ist vor allem die Beziehung zu den Eltern hervorzuheben, die sehr eng ist und hier im Westen vielleicht als ein wenig merkwürdig angesehen wird. Hierzulande sind Eltern für Teenager wenn, dann meist eher sowas wie gute Freunde, in Asien ist die Eltern-Kind-Beziehung ganz anders gestaltet.

Man merkt als westlicher Leser immer mal wieder, dass die Handlung in einem uns fremd erscheinenden Teil der Welt stattfindet. Einige Ausdrücke musste ich nachschlagen, hier wäre es vom Verlag nett gewesen, die Namensbezeichnungen (z.B. von Gerichten) kurz zu erklären.

Nun führe ich hier also viele Punkte auf, die eigentlich für "Mein pochendes Leben" sprechen, dennoch schrieb ich gleich zu Beginn, dass mir das Buch nicht zusagte. Wieso also?

Weil all das nicht meins ist, ganz und gar nicht. Ich mag Emotionalität nicht. Aber kann man eine Geschichte über eine tödliche Krankheit ohne oder mit wenig Emotionen beschreiben? Wohl eher nicht. Deshalb lese ich selten Bücher über Krankheiten. Nicht, weil mich das Schicksal der Betroffenen nicht interessieren würde, sondern weil ich mich in solch aufwühlenden Gefilden unwohl fühle.

Aus demselben Grund bin ich auch kein Freund von Liebesgeschichten. Und davon gibt es in diesem Buch gleich zwei. Einmal wenn Arum erzählt, wie sich seine Eltern kennengelernt haben, und dann noch seine eigene. Sozusagen.

Hinzu kommt ein erzählerischer Kniff, der mir aber absolut nicht in den Kopf will. Die Szenen nämlich, als Arum aus der Ich-Perspektive von seiner Zeit im Bauch seiner Mutter erzählt. Nun gut, eine schöne Idee, um die Nähe zu seinen Eltern darzustellen, und ich denke, vielen Müttern wird genau das gefallen. Aber dann komme ich unromantischer Mensch daher und denke bloss, dass es gar nicht möglich ist, dass sich jemand an die Zeit als Embryo erinnert. Deshalb haben mich diese Seiten richtig gestört, teilweise sogar genervt.

Das sind die Gründe, weswegen ich sage, dass es kein schlechtes Buch ist, mir aber wirklich nicht gefallen hat. Es ist nicht meins, das ändert aber nichts daran, dass es gut durchdacht und geschrieben ist. Immerhin kann ich von mir behaupten, dass ich ab und zu über den Tellerrand gucke. Aber nach diesem Buch schaue ich lieber wieder auf die Mitte des Tellers. Vielleicht gibt es da was Leckeres.

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Star Wars™ MedStar 2

Michael Reaves , Steve Perry , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 11.05.2011
ISBN 9783442268153
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch hatte ich irgendwo in einer Wühlkiste entdeckt und nahm es mit, obwohl es Teil zwei ist und ich den ersten gar nicht kenne. Da aber alles Wichtige aus Band eins erklärt wird (man wird ziemlich gespoilert), hatte ich gar keine Mühe, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Eigentlich ist dieses Buch ein Krimi im Star Wars-Universum, somit habe ich auch fröhlich mitgerätselt und tatsächlich war meine erste Eingebung richtig. Dazu gibt es noch eine Portion Liebe ohne zu übertreiben, sympathische Charaktere aus dem gesamten Universum und natürlich das geballte Star Wars-Feeling. Schade, dass Barriss aus dem Kanon herausfiel, sie ist mir enorm sympathisch, und hoffe, ihr woanders wieder zu begegnen.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

amelie nothomb, briefe, briefwechsel, ernährung, frankreich, irak, krankheit, roman, usa

So etwas wie ein Leben

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.05.2014
ISBN 9783257242881
Genre: Romane

Rezension:

Nothomb gehört zu meinen sogenannten "Autobuy-Autoren" - sehe ich ein Buch von ihr, nehme ich es mit. Ohne wenn und aber. Dies, weil mir die Geschichten der Autorin auf einer unkonventionellen Ebene gefallen. Eben weil auch ihre Geschichten unkonventionell ist. "So etwas wie ein Leben" ist von daher ein typisches Buch von Amelie Nothomb. Es greift tiefschürfende Themen auf, die aber stets unangenehm sind. Hier geht es um das Thema der Fettleibigkeit, was umso spannender ist, da Nothomb selbst lange an Magersucht litt. Doch dabei ist dieser Titel nicht bloss ein nothombscher Blick in die Tiefe der menschlichen Seele, sondern weckt auch die Lust, der Autorin einen Brief zu schreiben. Ein politisches und psychologisches Buch mit einem konzentrierten Blick auf unsere Gesellschaft - somit eines der besten Titel Nothombs.

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Das verlorene Kopftuch

Nadine Pungs
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei MALIK, 02.05.2018
ISBN 9783890294940
Genre: Sachbücher

Rezension:

Lesen ist das, was meiner Meinung nach dem eigentlichen Reisen am nächsten kommt. Deshalb lasse ich mich gerne von Büchern in fremde Länder entführen, um zumindest auf diese Weise ein paar neue Eindrücke zu bekommen. Als ich den Rückentext von "Das verlorene Kopftuch" las, war für mich klar, dass ich mehr über Pungs Erfahrungen in diesem fremden Land namens Iran erfahren möchte.

Pungs erzählt aussergewöhnlich sympathisch und humorvoll von ihren Erlebnissen im Iran. Dabei gerät auch der Leser immer wieder ins Staunen über die Vielfalt der Lebensentwürfe und wie die Einwohner die strengen Regeln umgehen. Wir erfahren vom Kopftuchzwang, wie dieser umgangen wird, von eigentlich verbotenen Liebschaften, von hilfreichen Taxifahrern und dem alltäglichen Leben in einem uns eher unbekannten Land.

Tatsächlich weckte "Das verlorene Kopftuch" in mir den Wunsch, selbst mal in den Iran zu fahren und all das, wovon Pungs berichtet, selbst zu erleben und zu sehen. Das Buch baut Ängste und Vorurteile ab, wobei die Autorin jedoch auch ihre Gedanken fliegen lässt. Sie verurteilt keinen der Menschen, die sie trifft, hat aber auch harsche Kritik an der Frauenfeindlichkeit des Systems. Und am örtlichen Strassenverkehr.

Dabei kann man nur den Mut und die Aufgeschlossenheit Nadine Pungs bewundern. Sie reist nicht nur an typischen, unterdessen auf ausländische Touristen eingestellte Orte, sondern auch in Gebiete, von denen ihr selbst im Land direkt abgeraten werden. Man spürt, dass Pungs jeden Teil des Landes kennenlernen möchte, sich alles einprägen und eigenen Schranken abbauen will.

Davon erzählt sie derart poetisch und schwungvoll, dass das Lesen wahrlich ein Genuss ist. Das Buch sprüht vor unterhaltsamen Vergleichen, Ideen und Sätzen. Die Seiten fliegen nur so dahin und viel zu schnell ist die Zeit im Iran auch für den Leser wieder vorbei. 

Wer wirklich etwas über den Iran erfahren möchte, reist hin. Oder liest dieses Buch. Oder am besten beides. Ich bin wirklich dankbar für die Lektüre, half sie mir doch ein wenig dabei, diesem Land ein Gesicht zu gaben, von dem ich bisher noch kaum etwas wusste. Ehrlich, ich weiss auch jetzt noch kaum etwas darüber, aber die negativen Gefühle sind verpufft und das nur dank Pung.

Und ich glaube, in der heutigen Zeit braucht es das. Da braucht es Bücher wie "Das verlorene Kopftuch" und es braucht mutige Menschen, mutige Frauen, die sich Dinge wagen, die sich andere nicht trauen. Um dann Bücher darüber zu schreiben und diese den Daheimgebliebenen vorzulegen.

Ein Buch, das ich wirklich nur empfehlen kann.

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2033, dystopie, metro, metro 2033, metro 2034, oberfläche, petersburg, postapokalypse, science fiction, sekte, spin-off, stalker, st. petersburg, taran, wühlkiste

Die Reise ins Licht

Andrej Djakow , Olaf Terpitz
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2011
ISBN 9783453528543
Genre: Science-Fiction

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Überleben am Red River

Therese Bichsel
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Zytglogge, 16.03.2018
ISBN 9783729609853
Genre: Historische Romane

Rezension:

Therese Bichsel war mir aus meiner Zeit in Bern noch ein Begriff; ihr neuestes Buch haben wir an Lager und der Rückentext klang äusserst interessant. Niemand erinnert sich heutzutage gerne daran, dass die Schweiz vor noch nicht allzu langer Zeit ein Auswanderungsland war.

Bichsel wählt zwei Familien aus Bern und Umgebung, um ihrem Weg von der Schweiz bis nach Kanada und in die USA zu folgen. Dabei reisen die Rindisbachers und die Scheideggers lange gemeinsam, doch später trennen sich ihre Wege und ihre Schicksale. Die Töchter Anni (bei Abreise zehn Jahre alt) und Elisabeth (bei Abreise etwa 20 Jahre alt) fungieren dabei als Erzählerinnen. Durch ihre Berichte erfahren wir vom Mühsal der Reise, von Schicksalsschlägen im neuen Land, Enttäuschungen und kleinen Erfolgen. Man erhält einen Einblick in die von Männern dominierte Gesellschaft und die Zusammenarbeit von Europäern und Indianern.

Leider konnte mich "Überleben am Red River" in keinster Weise überzeugen. Und das obwohl Bichsel sogar Quellenangaben beisteuert, was mich zu Beginn sehr beeindruckte. In Romanen, selbst historischen, sind die Informationsseiten sehr kurz bis sogar fehlend. Dafür würde ich doch gerne wissen und überprüfen, woher ein Autor sein Wissen hat.

Meine Enttäuschung kommt daher, dass ich mit Bichsels Erzählstil nicht warm wurde. Ich hatte eine Geschichte erwartet, die eher auf Gefühl und Emotion setzt (wie oft bei historischen Romanen), doch Bichsel schreibt ganz anders. Nämlich im Sinne des anderen Negativs: zu oberflächlich. 

Die Familien und deren Mitglieder konnte ich nicht auseinanderhalten, Peter war die einzige Figur, die für mich ein Gesicht hatte. Alle anderen verschwammen zu einem grossen Einheitsbrei. Vor allem nachdem sich die Wege der Gruppen trennen, führte das bei mir oft zu Verwirrung.

Aber die schlichten Beschreibungen ziehen das gesamte Buch mit in diesen Einheitsbrei. Eine Familie (ja, ich weiss nicht welche) verliert einen Sohn. Hier darf es ruhig anrührend werden, sogar für mich, da so ein Verlust ein sehr derber Schicksalsschlag ist. Doch die Schwester berichtet im selben Tonfall über diesen Vorfall, wie sie Arbeitsvorgänge und die Reise zu Schiff beschreibt. Distanziert, ton- und konturlos, als ob sie im Kunstunterricht sässe und ein Referat hielte.

Dadurch verlor dieses Buch für mich mehr und mehr an Glaubhaftigkeit. Dann gab es eine Szene, die entweder sehr schlecht geschrieben ist oder einfach nur unlogisch. Das Schiff mit seinen Passagieren schippert irgendwo bei Grönland durch das Ewige Eis. Ich als Leser denke: "Das muss sehr kalt sein." Jedoch erwähnt die Autorin die Wetterbedingungen mit keinem Wort. Auch nicht, ob die Schweizer, die das europäische gemässigte Klima gewohnt sind, sich damit abmühen. Vielleicht haben sie Winterjacken eingepackt, aber meines Wissens nach reichen die bestimmt nicht aus, um sich im Ewigen Eis zurechtzufinden. Doch was passiert dann? Die Leute steigen aus und tanzen auf dem Eis rum. Ich weiss ja nicht derart viel über Eis und Grönland, aber diese Szene hätte eindeutig mehr Erklärungen gefordert. Da dachte ich kurz daran, abzubrechen.

Das tat ich dann zwar nicht, aber für mich war das Buch dahin. Ich las es eigentlich nur, um nicht ein weiteres Buch in meiner Abbruch-Liste zu haben. Leider wurde es auch mit der Ankunft in Kanada nicht besser. Weder für die Auswanderer, noch für mich als Leser. 

Es fehlen einfach die Details. Die Leute hätten in jedes nördlich gelegene Land auswandern können, es hätte an der Geschichte nichts geändert. Hintergrundinformationen über die Indianer? Spärlich. Tiefe im Allgemeinen? Eher nicht. Die Autorin versucht es zwar, scheitert aber leider kläglich. Die Handlung plätschert monoton vor sich hin, es geschehen Dinge (meistens schlechte) und dann ist das Buch zu Ende.

Weder hatte ich Interesse am Schicksal der Charaktere entwickelt, noch wirklich etwas Neues über die damalige Zeit erfahren. Für "Überleben am Red River" habe ich damit leider nicht mehr als ein müdes Achselzucken übrig.

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Warhammer 40.000 - Pfad des Renegaten

Andy Chambers , Sebastian Gerhart
Flexibler Einband
Erschienen bei Black Library, 04.09.2014
ISBN 9781781930687
Genre: Science-Fiction

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Coraline

Neil Gaiman ,
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.06.2009
ISBN 9783401064451
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Verfilmung von "Coraline" habe ich bereits zwei Mal gesehen und jedes Mal wieder gestaunt, dass dieser Titel bereits ab sechs Jahren freigegeben ist. Zu albtraumhaft. Als ich nun auf der Suche nach einer Lektüre für die diesmonatige Aufgabe der Supernatural-Challenge war, bot sich das literarische Original an. Wieso also nicht?

Gaiman nimmt die jungen Leser mit und entführt sie in eine düstere und geheimnisvolle Welt. Coraline muss sich ganz alleine einer fremden Macht stellen und dabei gegen ihre Angst kämpfen. Dabei stellt sie auch fest, dass nicht alles an ihrem Leben so verkehrt ist, wie sie vielleicht gedacht hat.

Mit diesen Punkten hilft der Autor den Kindern, eigene Ängste zu überwinden. Mehr als einmal muss sich Coraline selbst sagen "Ich habe keine Angst", obwohl sie sich fürchtet. Mich hat dieses Mädchen somit stark beeindruckt. Vor allem die jüngere Leserschaft erhält so ein starkes weibliches Vorbild, an welchem sie sich orientieren können.

Auch die Welt, die Gaiman erschafft, ist eine, die die junge Leserschaft herausfordert. "Coraline" ist düster und gruselig, zumindest für Kinder, würde ich sagen. Mir persönlich hat der Film besser gefallen, aber ich bin für Kinderbücher auch kein Orientierungspunkt. Vor einigen Jahren hätte ich bestimmt noch mehr Freude an der Lektüre gehabt.

Somit ist dieses Buch für Kinder auf jeden Fall eine Empfehlung, für leicht zu verängstigende Gemüter aber vielleicht eher in Begleitung Erwachsener zu lesen.

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The Broken Seal: "Operation Magic" and the Secret Road to Pearl Harbor

Ladislas Farago
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Westholme Publishing, 25.10.2012
ISBN 9781594161711
Genre: Sonstiges

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Das Vermächtnis des Sherlock Holmes

Arthur C Doyle , Jörn Ingwersen
Sonstige Formate
Erschienen bei Xenos, 01.07.1989
ISBN 9783821208503
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Buch ist eine interessante Sammlung für alle Fans von Holmes. Denn hier sind Texte veröffentlicht, die bisher nicht zugänglich waren. Es ist eine kleines Kuriosum und deshalb umso herrlicher zu lesen. So hat Doyle auch ein Theaterstück geschrieben, in welchem Holmes und Watson auftreten. Oder eine Liste mit den besten Geschichten, zusammengestellt von Doyle höchst selbst. Oder unveröffentlichte Abenteuer und und und... Ein Tütchen Studentenfutter in Buchform, vor allem natürlich für jene geeignet, die bereits alle kanonisierten Geschichten um Sherlock Holmes kennen.

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Die Straße zum 10. Juli

Nona Fernández
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Septime Verlag, 01.02.2017
ISBN 9783903061491
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch erhielt ich im Zuge meiner neuen Mitgliedschaft im "Anderen Literaturclub", ohne diesen wäre ich wohl nie auf dieses Werk aufmerksam gemacht worden. Da wäre mir tatsächlich etwas entgangen.

"Die Strasse zum 10. Juli" ist anders und speziell. Südamerikanische Autoren tröpfeln immer wieder auf unseren Buchmarkt, aber eben - sie tröpfeln. Man kennt einige grosse Namen (Marquez, Llosa, Borges). Deshalb habe ich mich für den "Anderen Literaturclub" angemeldet und es definitiv nicht bereut!

Fernández bedient sich eines angenehmen Erzähltempos, das nichts übereilt. Dabei klingt ihre Sprache in der Übersetzung von Anna Gentz angenehm nach. Obwohl die Autorin keine leichten Schicksale erzählt, kommt an keiner Stelle klebriges Selbstmitleid zum Zuge. Die Figuren verhalten sich entsprechend ihren Charakterzügen und Erfahrungen.

Die Geschichte ist in unterschiedlichen Stilen geschrieben, als Leser muss man sich an einigen Stellen neu orientieren. Dies ist ein interessanter Schachzug Fernández' - der Stil passt sich der Handlung an, ist wandelbar und erneuert sich. Zu Beginn erzählt Juan, dann Greta, um dann zu einem E-Mail-Roman zu werden und schlussendlich bekommen wir noch eine Prise Magischen Realismus.

Auch die Erinnerungen aus der Jugendzeit Juans und Gretas tauchen immer wieder auf, sie verbinden diese zwei Menschen quer durch alle Jahre hindurch, bilden den Grundstock für dieses Buch. Auch hier erzählt Fernández fast gefühllos, aber welche Gefühle sind schon angebracht, wenn man von solchen Ereignissen erzählt? Ihr Erzählfluss trägt uns weiter, wieder in die Gegenwart, um später noch einmal zurückzukehren.

Es war eine äusserst beeindruckende Lektüre, die mich durch ihre Andersartigkeit gefesselt hat. Bekannte Motive werden aufgegriffen, aber zumindest für unsere Verhältnisse anders dargestellt. Gretas Suche nach den Einzelteilen des Busses zum Beispiel, als ob sie die Teile ihrer Tochter zusammensuchen würde.

Zum Ende hin klären sich auch beim Leser die Zusammenhänge, auch wenn mir persönlich diese unterirdische Welt (noch) nicht ganz klar ist. Hier bietet sich viel Potential zum Interpretieren und Nachdenken bzw. -forschen.

Wer gerne mal literarisch experimentiert und sich vor dem Blick über den Tellerrand nicht fürchtet, dem lege ich Nona Fernández ans Herz. Mich auf jeden Fall hat sie mit "Die Strasse zum 10. Juli" tief bewegt.

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Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

Friedrich Chr. Delius , Friedrich Christian Delius
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 03.05.2004
ISBN 9783499236594
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch suchte ich mir für die Supernatural-Challenge aus, ausserdem wollte ich schon lange mal etwas von Delius lesen. Mit dieser Erzählung konnte ich mir nun ein Bild vom Schreibstil des Autoren machen und ich muss sagen, er hat mich überzeugt.

Als Hinweis für alle Interessierten: es ist ein sehr langsames Buch, das sich bis zum Ende hin aufbaut. Auch ich hatte zwischendurch ein paar kleinere Hänger, aber zum Schluss realisiert man, dass es all dies braucht, damit die Schlussszenen so richtig Eindruck schinden können.

Die Erzählung ist stark autobiographisch und das merkt man auch. Das Leid, das dem kleinen Jungen widerfährt, ist ein psychisches, kein physisches. Gegen aussen mag alles idyllisch scheinen in dieser Pfarrersfamilie, aber hier, schriftlich, schildert der Autor, wie sehr er unter der Angst gelitten hat. Dieser Text kriecht einem durch Mark und Bein. Es ist intensiv und wahrscheinlich auch Selbsttherapie.

Wir erleben mit, wie dieser elfjährige Junge zittert, leidet, entfliegt ins Dorf, sich Gedanken macht über Gott und die Welt und wie er am Nachmittag dieses geschilderten Sonntages etwas ganz Neues entdeckt: er sagt sich los vom alles dominierenden Gott seines Vaters und entdeckt den "Fussballgott".

Hier nimmt das Buch eine neue Wendung auf. Es brauchte die Stille und die Zurückgezogenheit der ersten 100 Seiten, um dann auf den letzten diese Wende im Leben eines Jungen so drastisch zu schildern wie sie war. Die ganze Stimmung wird plötzlich losgelöst, jubelnd, lebensbejahend.

Wo zuvor noch Angst und Beklommenheit war, ist jetzt Freude und Stolz. Man merkt dies in jeder Zeile und auch als Leser wird man mitgerissen von dieser Energie, die plötzlich durch den Text und den kleinen Jungen strömt. Was für eine Entwicklung! Was für eine Wende! Da wurde tatsächlich ein Junge Weltmeister, der noch nicht einmal in Bern war.

Er wurde an diesem Nachmittag Meister seiner eigenen Welt.

"Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" ist kurz, hochgradig aufwühlend und auf einer Ebene berührend, die ich bisher nicht kannte. Was für ein Autor, was für ein Text, was für ein Nachmittag!

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