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serva, sklaven, historisches, götter, völker

Serva - Götteropfer

Arik Steen
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Independently published, 13.02.2017
ISBN 9781520553856
Genre: Sonstiges

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DAS FÄHNLEIN DER SIENEN AUFRECHTEN NOVELLE

GOTTFRIED KELLER
Fester Einband
Erschienen bei Stuttgart, PHILIPP RECLAM JUN., 01.01.1962
ISBN B00C6PANDQ
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Rudower Geschichte und Geschichten (Band 1)


Geheftet
Erschienen bei null
ISBN 9783926585011
Genre: Sonstiges

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Ein Buch, das mir eine liebe Freundin geschenkt hat, die in eben jenem Dorf aufgewachsen ist. Das Buch wartet mit interessanten Fakten aus der Geschichte Rudows auf und gibt auch einem Fremden einen guten Einblick in das frühere Leben im Allgemeinen und natürlich die Hintergründe zu berühmten Gebäuden in Rudow. Dennoch denke ich, dass vor allem Einheimische Freude an diesem Buch haben werden, da sie sich in ihrer Heimat besser auskennen als jemand, der noch nie dort war.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

T - Tödliche Spur

Lisa Jackson , Kristina Lake-Zapp
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2016
ISBN 9783426515945
Genre: Krimi und Thriller

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48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

alice, fantasie, grinsekatze, herzkönigin, illustrationen

Alice im Wunderland

Lewis Carroll , Benjamin Lacombe
Fester Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH, 01.03.2017
ISBN 9783946593102
Genre: Kinderbuch

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

italien, krimi, guido guerrini, bari, anwalt

In ihrer dunkelsten Stunde

Gianrico Carofiglio , Viktoria von Schirach
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.04.2013
ISBN 9783442473557
Genre: Krimi und Thriller

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russland, wlada kolosowa, reiseerzählung, identität

Russland to go

Wlada Kolosowa
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 16.07.2012
ISBN 9783442157143
Genre: Sachbücher

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770 Bibliotheken, 76 Leser, 5 Gruppen, 108 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Schriften zur Literatur 1945-1958

Hans Blumenberg
Fester Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783518586976
Genre: Sonstiges

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klassiker, katzen, lektüre, märchen

Spiegel, das Kätzchen

Gottfried Keller
Flexibler Einband: 51 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.08.2007
ISBN 9783837002430
Genre: Klassiker

Rezension:

Die Fabel um Spiegel das Kätzchen bildet den Abschluss des ersten Bandes um die Leute aus Seldwyla. Dabei unterscheidet sich diese Geschichte meiner Meinung nach stark von den anderen beiden, die ich bisher gelesen habe.

Nicht nur, dass hier ein stattlicher Kater (also eigentlich gar kein Kätzchen mehr) als Protagoist auftritt, sondern auch Kellers Erzählsprache hat sich verändert. Hat er die Helden aus „Der Schmied seines Glücks“ und „Kleider machen Leute“ eher wohlwollend und mit einer gewissen Portion Humor betrachtet, ist Spiegels Geschichte ernsthafter erzählt.
Zwar kommt auch bei Spiegel zum Schluss wieder der auktoriale Humor durch, aber es scheint als sei Keller Spiegel gegenüber kritischer eingestellt. Auch der Sprachrhythmus ist ein anderer und ich hatte mit „Spiegel das Kätzchen“ etwas mehr Mühe beim Lesen als noch bei den anderen Erzählungen.
Trotzdem ist auch diese Geschichte lesenswert. Vor allem, da sie so anders und deshalb ungewohnt neu ist. Spiegel ist ein interessanter Held, obwohl man ihn vielleicht nicht als solchen bezeichnen sollte.
Denn Spiegel ist tatsächlich das, was er ist: eine Katze. Etwas durchtrieben, aber doch so, dass man ihm einfach nicht böse sein kann. Keller stellt hier die Frage nach Recht und Unrecht und dies ziemlich direkt.
Ist Spiegels Verhalten rechtens oder nicht? Immerhin hat er einen legalen Vertrag mit dem Hexenmeister. Und hat letzterer sein schlussendliches Schicksal tatsächlich verdient? Um das zu beurteilen müsste man mehr über den Hexenmeister wissen. Auf jeden Fall gibt das Büchlein zu denken und trotz der geringen Seitenzahl auch Diskussionsstoff.
Es war eine ab und zu etwas zähe, aber dennoch lohnenswerte Lektüre. Keller ist sogar innerhalb seines eigenen Zyklusses sehr vielfältig und so entdeckt man mit jedem Reclam-Heftchen eine neue Seite des idyllischen Dorfes Seldwyla.
Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis ich mich wieder dorthin begeben werde.

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The Story of Good Charlotte by Doug Small (2004-01-01)

Doug Small
Flexibler Einband
Erschienen bei Omnibus Press, 01.01.1871
ISBN B01FJ0K64U
Genre: Sonstiges

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

mystery, fantasy

Höllendämmerung

Richard Kadrey , Bernhard Kleinschmidt , Cathrin Günther , any.way
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783499256684
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Buch ganz und gar nach  meinem Geschmack! Jede Seite ist ein Genuss, riecht nach Zigarettenrauch und Blut und starrt vor Dreck. Ja, ich mag Bücher, in denen kein glorreicher Held die Hauptrolle spielt, sondern ein betrunkener, angepisster Typ, der ein Ziel hat und sich von nichts in der Welt davon abbringen lässt. Stark gehört in diese Kategorie.
Kadreys Werk steckt voller Gewalt, Hass und Niedertracht. Dazu kommt noch ein äusserst trockener Humor und Figuren, wie man sie sonst sehr selten trifft. Wir betreten hier ein finsteres Reich namens L.A., das es in Sachen Düsternis und Brutalität leicht mit der Hölle aufnehmen kann. Nur um festzustellen, dass es im Himmel nicht anders zu und her geht.

Als einziges Manko führe ich an, dass das Buch zu dialoglastig ist. Manche Themen hätte man auch anders vermitteln können als in der direkten Rede. Zu viel Gesprochenes fällt mir unterdessen negativ auf, da es die Handlung verlangsamt. Dies ist in dieser Geschichte, die grundsätzlich sehr rasant ist, leider fatal. Es nahm „Höllendämmerung“ sehr viel Elan und Schwung.

Ansonsten bietet Sandman Slim cineastische Action mit viel Wumms und Krach. Empfindlich darf man als Leser nicht sein, obwohl ich schon deftigere Szenen gelesen habe, gehe ich davon aus, dass zartbesaitete Gemüter mit Mister Stark und seinen Abenteuern ihre Mühe haben werden. Auch die Sprache ist oftmals grob, aber zum Glück niemals proletisch. Die Ausdrucksweise passt in die Szene, in der wir uns bewegen und da wird auch schon mal geflucht.
Für mich ist glasklar, dass ich auch die Folgebände lesen werde. Denn solches Actionkino in Buchform ist genau das, was meiner Seele nach einem harten Arbeitstag mit Konstantlächeln und Instantfreundlichkeit gut tut.

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liebe, südamerika, klassiker, kolumbien, roman

Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Gabriel García Márquez , Dagmar Ploetz
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.02.2004
ISBN 9783596162512
Genre: Klassiker

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buch, klassiker

Farm der Tiere

George Orwell , Michael Walter
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.04.2017
ISBN 9783257261370
Genre: Klassiker

Rezension:

Kurz vor seinem Tod ruft das Schwein Major alle Tiere der Farm, die Mister Jones gehört, zusammen, um ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen: Es ist Zeit für eine Revolution! Die Tiere sollen nicht länger unter dem Menschen zu leiden haben. Sie sollen endlich wieder nur für sich selber arbeiten und nicht für die gefrässigen und egoistischen Menschen.

Nach Majors Tod wird dieser Plan auch in die Tat umgesetzt. Angeführt von den Ebern Schneeball und Napoleon wird Jones von der Farm gejagt und die Revolution für erfolgreich erklärt. Endlich sind die Tiere selbstständig! Es werden sieben Gebote aufgestellt und ehrenvoll das Lied "Tiere von England" gesungen.
Allen voran tun sich die Schweine heraus, die sogar lesen und schreiben gelernt haben.

Grosse Freude herrscht nun auf der Farm, denn endlich dürfen die Tiere wieder Tiere sein und sind selbstständig für die Farm zuständig. Obwohl die verfeindeten Nachbarfarmen und überhaupt alle Menschen in England der Farm keine Chance geben, scheint die Farm unter Leitung der Schweine zu gedeihen und die Tiere sind sehr glücklich mit ihrem neuen Leben.

Doch schon bald beginnen die Schweine ihre Vormachtsposition auszunutzen. Es beginnt harmlos, indem die Schweine die Milch der Kühe für sich selber beanspruchen. Doch ihr Machtanspruch wächst und wächst. Die beiden Eber Schneeball und Napoleon zerstreiten sich und Schneeball wird von der Farm gejagt. Von nun an hat Napoleon das sagen.

Und was Napoleon will ist, im Gegensatz zu seinem Leitspruch, dass er alles was er tut in den Dienst der Tiere stellt, rein eigennützig. Bald schon schlafen die Schweine im Bett von Jones, während die anderen Farmtiere weiterhin hart und mühselig an der Errichtung eines Turmes für den Windmotor arbeiten. Doch schliesslich ist dieses Leben immer noch besser, als das Leben, das sie unter Jones zu führen hatten. Leider erinnert sich bald keines der Tiere mehr, wie es früher war. Und so können die Schweine weiterhin ihre Macht spielen lassen, werden dadurch jedoch menschlicher als jeder Mensch...

George Orwell's "Farm der Tiere" ist längst ein moderner Klassiker geworden, in Schulen wird er im Deutsch- und Englischunterricht vorgesetzt und das Buch erscheint immer wieder in neuen Auflagen. Doch haben wir auch begriffen, was uns Orwell durch dieses Buch sagen wollte?

Während die Farmtiere weiter ihr strenges Leben leben, lassen es sich die Schweine auf Kosten der Anderen gut gehen. Dies ist leider ein sehr bekanntes Bild aus unserer heutigen Gesellschaft. Das Verhalten der Schweine zeigt sehr eindrücklich, wie man jede neue Idee für seine eigenen Zwecke missbrauchen kann. Und dass die Opfer selten überhaupt realisieren, dass sie zu Opfern ihrer eigenen Revolution geworden sind.

Im Verlauf der Geschichte eigenen sich die Schweine immer mehr Eigenschaften des Menschen an, bis sie nicht mehr von jenen zu unterscheiden sind. Doch dies war nicht Majors Gedanke, als er damals, vor vielen vielen Jahren, die Tiere zur Revolution aufrief...

Der Erzähler der Geschichte übernimmt eine sehr distanzierte Sicht. Er erzählt nur. Von den Grausamkeiten, die auf der Farm geschehen, und auch vom normalen Alltag der Tiere nimmt er Abstand. Doch dadurch erscheint dem Leser alles nur noch grausamer.
  Das Buch empört den Leser auch. Wir sind empört darüber was da geschieht, empört über die Schweine, empört darüber, dass sich die naiven Tieren mit zweitklassigen Erklärungen abspeisen lassen und empört darüber zu wissen, dass es im realen Leben genau so zugeht.
  Wir sind selten anders als diese Tiere. Vielleicht sind wir eines der hart arbeitenden Pferde, vielleicht die Katze, die es meisterhaft versteht, sich zu drücken, oder wir sind eines der fetten Schweine, die es sich so richtig gut gehen lassen können...

Über dieses Buch muss man diskutieren. Man muss sich richtig damit auseinandersetzen, denn einfach nur lesen kann man es nicht. Es geht einem zu nahe. Zumindest erging es mir so. Und ich hoffe sehr, dass das Buch weiterhin gelesen wird. Gerade weil es einen sehr bitteren Nachgeschmack hat.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Schmied seines Glücks

Gottfried Keller
Flexibler Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150061756
Genre: Klassiker

Rezension:

Nach der Leserunde zu Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ war meine Neugierde auf Seldwyla geweckt. Der Hexenmeister hat mir vor vielen, vielen Jahren mehrere Geschichten davon geschenkt und in jedes Büchlein eine süsse Widmung eingetragen - eine Schande also, dass ich die Texte noch nicht gelesen habe.
Das möchte ich nun schnellstmöglich nachholen und habe deshalb nach dem nächsten Buch Kellers gegriffen, welches „Der Schmied seines Glückes“ war. Ein Werk, auch nicht länger als obig genanntes, da es eigentlich auch in den Seldwyla-Zyklus gehört.
Auf den ersten Blick ähneln sich beide Geschichten sehr und ich fühlte mich fast schon in die Leserunde zurückversetzt. Doch bald merkt man, dass dies eben nur auf den ersten Blick so scheint. Sie ähneln sich, ohne aber zu nahe zu sein. Man könnte sagen, die Werke seien Cousins. Doch hat „Der Schmied seines Glücks“ eine andere Aussage als der erste Titel und funktioniert durch eine ganz andere Dynamik.
Kellers Erzählstil ist indes derselbe, leicht schmunzelnde Grossvater, der uns erzählt, was Kabys so alles anstellt. Manchmal schüttelt er ein wenig den Kopf, lässt den Jungen aber gewähren - immerhin ist es seine Geschichte, da will der Erzähler nicht zu viel darin herumpfuschen.
Ich gehe soweit zu sagen, dass jemand, der bereits mit „Kleider machen Leute“ Mühe hatte, sich den Schmied sparen kann. Wer aber seinen Spass mit den Kleidern hatte, auch „Der Schmied seines Glückes“ entdecken sollte.
Unterdessen bin ich ganz versessen auf Kellers Geschichten, da ich seine Art und Weise unterdessen sehr lieb gewonnen habe. Als nächstes werde ich mir wohl „Spiegel das Kätzchen“ vornehmen und hoffe, damit ebenso vergnügliche Lesestunden zu verbringen wie mit seinen beiden Vorgängern!

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126 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

krieg, freundschaft, fuchs, traurig, kinderbuch

Mein Freund Pax

Sara Pennypacker , Birgitt Kollmann , Jonathan Klassen
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737352307
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ende 2016 stolperte ich auf Goodreads über dieses Buch und verliebte mich auf den ersten Blick. Als es dann auf Lovelybooks eine Leserunde zur deutschen Übersetzung gab, meldete ich mich an und gewann sogar ein Leseexemplar! Ich bin noch immer unglaublich glücklich darüber, denn "Pax" ist ein Buch, das direkt ins Herz geht. Ohne Umwege.

Die Geschichte über Peter und Pax, deren Freundschaft stärker ist als manches Band zwischen Menschen, hat mich sehr oft den Tränen nahe gebracht und das, obwohl ich nicht wirklich der Typ dafür bin, ab Geschehnissen in Büchern zu heulen. Aber Pennypacker erzählt ihre Geschichte so eindringlich, dass ich gar nicht anders konnte.

Füchse gehören zu meinen Lieblingstieren, aber ich weiss auch, dass viele Menschen das anders sehen und die Tiere lieber tot sehen. Auch dies wird im Buch angesprochen. Des Menschen Beziehung zur Natur ist oft gestört und wenn auch noch ein grosser Krieg ansteht, müssen die Tiere noch mehr leiden. Pennypacker geht feinfühlig auf diese ernsten Themen ein, von denen es viele gibt.

Dennoch kam auch bei mir oft das Gefühl auf, dass das Buch eher für ältere Kinder und Erwachsene geeignet ist. Dies wurde mir dann auch in der Leserunde bestätigt. "Pax" lebt durch die leisen Töne, durch das, was zwischen den Zeilen vor sich geht und spricht, wie bereits oben angesprochen, sehr viele düstere Themen an.

Wer jedoch bereits einmal ein Haustier innig geliebt hat und weiss, welch starkes Band man zu einem anderen Wesen aufbauen kann, der wird Peters Entschluss, Pax zu finden, nachvollziehen können. Ich selbst konnte Peters Verzweiflung spüren, sein Verlangen, seine Zweifel und vor allem auch seine Vorwürfe darüber, dass er seinen besten und einzigen Freund im Stich gelassen hat.

Doch nicht nur davon erzählt diese Geschichte. Wir lernen, unsere Schatten zu akzeptieren und sie hinter uns zu lassen. Wir lernen, dass es manchmal gut tut, jemandem zu vertrauen. Wir lernen, was wahre Freundschaft bedeutet.

Jon Klassen trägt viel zur Stimmung in Buch bei, indem er wunderschöne Bilder zaubert, die den Lesefluss zum Glück an keiner Stelle unterbrechen. Klassen konzentriert sich auf jene Teile der Geschichte, die man nicht direkt sehen kann, eben genau das, was das Buch ausmacht. Und macht "Pax" auf diese Weise noch eine Spur spezieller, emotionaler und tiefgründiger.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

leichten, zukunft, alltag, blut, tod

Ich wollte immer mal einen Liebesbrief schreiben ...

Sibylle Schreiber
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei formidabel Verlag, 05.01.2017
ISBN 9783946569046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zu diesem Buch kam ich direkt über die Autorin Sibylle Schreiber und da sich der Rückentext doch wirklich sehr spannend liest, sagte ich nur zu gerne zu, das Buch zu lesen. Leider traf es dann in einer ziemlich stressigen Zeit bei mir ein und ich fürchtete schon, den Geschichten nicht die Aufmerksamkeit schenken zu können, die sie verdienten. Doch wie sagt man so schön: jedes Buch zu seiner Zeit. "Ich wollte immer mal einen Liebesbrief schreiben..." traf zum richtigen Zeitpunkt ein, denn so konnte ich nach einem stressigen Tag stets mit einer neuen Geschichte beenden und mit einem angenehmen Gefühl von Grusel zu Bett gehen. Besser hätte es für mich nicht sein können. Dies erklärt auch, weshalb meine Rezension später als normal kommt.

Während des Lesens der Geschichten, die oftmals kaum länger als zwei Seiten sind, zeigt sich Schreibers Vielfältigkeit. Es gibt wohl kaum ein Thema, das sie nicht beschrieben hat oder eine Sphäre, die ihr unbekannt. So kann die Autorin von düster zu humorvoll zu sexy wechseln, alles ganz kurz nacheinander. Auch die ernsten Themen des Lebens kommen nicht zu kurz. Dabei schafft es Schreiber, diese schweren Inhalte so kurz und prägnant zu Papier zu bringen, dass es kein weiteres Wort mehr benötigt. Was manche Autoren auf 300 Seiten gerade mal oberflächlich berühren, kann Sibylle Schreiber auf drei Seiten auf den Punkt bringen.

Und auch dies zeigt das Talent eines Schriftstellers. Nicht alles lang und breit austreten, sondern konzentriertes Fokussieren auf das Wichtige. Auf die Emotionen, die Umstände, die Hintergründe. Schreibers Geschichten bleiben im Kopf, hinterlassen teilweise einen faden Nachgeschmack, den man nicht mehr loswird. Genau solche Geschichten mag ich. Jene, die einen nicht mehr loslassen, im Kopf herumschwirren und einem immer wieder einen kleinen Stich verpassen.

Natürlich gefallen einem Leser nicht immer alle Kapitel gleich gut, aber auch hier zeigt sich ein Vorzug von Schreibers Wandlungsfähigkeit. In "Ich wollte immer mal einen Liebesbrief schreiben..." findet sich für (fast) jeden Leser etwas. Solange er mit den Abgründen der menschlichen Seele zurecht kommt oder sich dafür interessiert. Meine Lieblingsgeschichten waren "Heimat", "Ex und Hopp" und "Schlagzeilen", wovon es auf Youtube sogar eine Verfilmung gibt (die ich mir natürlich auch angesehen habe).

Trotz Sibylle Schreibers Talent auf Kurzstrecken wäre ich sehr neugierig darauf, ein Buch in voller Länge von ihr zu lesen. Vor allem, wenn es eines jener wäre, die sich an Stephen King orientieren. Manchmal, wenn ich zwei Geschichten hintereinander las, fand ich es etwas anstrengend, dass man von einem extremen Gefühl ins nächste kippt (z.B. von Suspense ins Drama). Dies muss nicht für alle Leser gelten, nur mir persönlich erging es manchmal so.

"Ich wollte immer mal einen Liebesbrief schreiben..." war eine packende und intensive Leseerfahrung, die ganz nach meinem Geschmack war. Das Buch ist wie eine bunte Mischung Haribo - man weiss nie, was man als nächstes kriegt und genau darin liegt das Besondere dieses Werks.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

bibel, kulturgeschichte

Das Tagebuch der Menschheit

Carel van Schaik , Kai Michel
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 21.09.2016
ISBN 9783498062163
Genre: Sachbücher

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1.895 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

humor, science fiction, science-fiction, universum, handtuch

Per Anhalter durch die Galaxis

Douglas Adams ,
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.10.2009
ISBN 9783453407848
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Es ist noch nicht lange her, da habe ich das Hörbuch zu Douglas Adams’ Meisterwerk gehört. Dieses weckte in mir derart die Lust auf die Bücher, dass ich noch am Tag, als ich das Hörbuch hörte, mit den ersten beiden Bänden in Buchform nach Hause ging.
Vor vielen Jahren hatte ich die Reihe bereits auf Englisch gelesen und für gut befunden. Aber irgendwie konnte ich mich kaum noch an das Geschehene erinnern - Zeit als für einen sogenannten „Re-Read“.
Die Qualität des Hörbuches spricht übrigens sozusagen für sich: während des Lesens hatte ich stets die Stimmen von Christian Ulmen im Ohr, was zeigt, wie gut er die Figuren dargestellt hat. Auch das Lesen hat Spass gemacht, aber irgendwie zogen sich die Sätze teilweise ziemlich in die Länge. An vielen Stellen hatte ich eine seltsame Mühe zu begreifen, was vor sich ging.
Aber das geschah nur an ein paar Orten und obwohl mir dies etwas negativ auffiel, störte es meinen Lesegenuss doch nicht im Geringsten. Douglas’ Erzählstil ist so trocken und seine Phantasie so durchtrieben, dass es einfach nur Spass macht mit Ford, Zaphod und Arthur durch das Universum zu düsen.
Dabei erfährt man so einiges darüber, was das Universum ausmacht und was es im Innersten zusammenhält. Ausserdem beweist Arthur mehrfach, dass er ein ausgemachter Engländer ist und eine Tasse Tee stets sehr hilfreich ist.
Ich möchte diese Reihe in meinem Bücherregal auf keinen Fall mehr missen, egal ob auf Englisch oder auf Deutsch! Und auch wenn ich durch das Hören bereits wieder wusste, was passieren würde, wurde mir das Buch doch nicht langweilig und ich konnte noch immer ab Adams’ skurrilen Einfällen lachen.
Tatsächlich ist die Reihe eine von jenen, in denen man sich einfach Zuhause fühlt. Die Figuren sind zu guten Freunden geworden und ich freue mich bereits jetzt auf das nächste Wiedersehen. Denn ich bin mir sicher, dass wir alle zusammen wieder jede Menge Spass haben werden!

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

drogen, verschwörungstheorien, sex, illuminaten, verschwörung

Illuminatus!. Bd.2

Robert Shea , Robert A. Wilson
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499222726
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist schon einige Jahre her, seit mir der Hexenmeister den ersten Band der Illuminatus!-Reihe in die Hand gedrückt hat. Noch immer erinnere ich mich an die wirre Erzählweise, die mit jeder Regel bricht, die einem bei einem Kurs in kreativem Schreiben beigebracht wird. 
Es war eine inspirierende, aber überaus anstrengende Lektüre, weshalb ich fast schon Angst davor hatte, den nächsten Titel zu lesen. Doch der Hexenmeister gab nicht auf und schenkte mir Band zwei und drei, die nun auf meiner Jahreschallenge-Liste gelandet sind. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Und es hat sich gelohnt. Zwar ist auch "Der Goldene Apfel" wirr und durcheinander wie das erste Buch, aber dieses Mal konnte ich viel eher durch dieses Wirrwarr zum Kern durchdringen. Ganz dort angekommen bin ich natürlich (noch?) nicht, aber ich konnte mich dieses Mal im Geschehen viel besser zurechtfinden als damals mit Teil eins.

Alte Bekannte tauchen wieder auf, die noch immer ihre Ziele verfolgen und denen in diesem Buch einen grossen Schritt näher kommen. Neue Charaktere geben ihr Debut, müssen sich aber, wie der Leser ebenfalls, erst einmal zurechtfinden. Nichts ist wie es scheint, alles war nur eine grosse Lüge. Gibt es die Illuminaten? Was ist ihr Ziel?

Dieses Buch ist eine irre Talfahrt durch alle möglichen Verschwörungsszenarien, es gibt keine Zufälle und alles ist dem Zufall überlassen. Wer sich auf diese Reihe einlässt, hält etwas in der Hand, das Einzigartig ist. Ich habe bisher noch kein Buch gefunden, das auch nur ansatzweise das bietet, was Shea und Wilson hier zusammengeschustert haben.

Bei allem Chaos wissen die beiden Autoren doch ganz genau, was sie tun. Obwohl die Lektüre auf einen wirkt wie ein Drogentrip auf 300 Seiten, so ist doch alles vorhanden, was einen Roman ausmacht: Figuren, Handlung, Ziel. Alles da. Aber eben mal kurz in den Mixer geworfen und als Smoothie serviert.

Lassen wir es uns schmecken und auf den dritten Teil bin ich nun auch schon gespannt.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

werwölfe, familie, rivalität, sexclub, blut-hexen

Nocturne City - Blutfehde

Caitlin Kittredge , Daniel Müller
Flexibler Einband: 441 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 06.09.2010
ISBN 9783802582943
Genre: Fantasy

Rezension:

Den ersten Band dieser Reihe habe ich vor etwa sechs oder sieben Jahren gelesen. Soweit ich mich erinnere, fand ich die Geschichte eher mau und einfach nur "ganz nett". Irgendwie landete Teil zwei dann aber doch in meinen Händen und ich entschloss mich dazu, Luna noch eine Chance zu geben.
Dennoch ging ich eigentlich davon aus, dass ich das Buch, bzw. die Reihe, abbrechen werde. Mein Lesegeschmack hat sich verändert und viele Themen interessieren mich nicht mehr, viele alte angebrochene Reihen habe ich aussortiert. Ich ging davon aus, dass wenn mich damals schon der erste Teil nicht gepackt hatte, ich unterdessen diesen Büchern gar nichts mehr abgewinnen können werde.
Aber ich habe mich getäuscht. Nicht darin, dass sich mein Geschmack verändert hat, sondern darin, dass ich das Buch abbrechen würde. Denn es hat mir gefallen, sehr sogar! Ja, mein Geschmack hat sich verändert und deshalb gefällt mir die Nocturne-Reihe nun besser als damals. Jetzt komme ich viel besser mit dem resoluten Charakter von Luna Wilder klar und finde sie eine richtig tolle Figur.
Luna ist, wie ihr Name schon sagt, wild. Sie ist frei, aber als Werwölfin ohne Rudel eben auch vogelfrei. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen und genau diese Sturheit gefällt mir unterdessen an ihr. Zuvor habe ich das als "perfekte Figur, die unbesiegbar ist" eingeordnet. Aber das ist sie nicht. Mehr als einmal bekommt Luna auf gut Deutsch "auf die Fresse" und muss ziemlich einstecken. Aber sie steht wieder auf und macht weiter. Eine echt klasse Protagonistin.
Neben jeder Menge Action kommt in diesem Buch auch der Humor nicht zu kurz, Lunas Antworten sind derb, aber als nichtbeteiligter Leser auch oft wirklich witzig. Mir gefällt diese Mischung. Was mir ebenso positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Dmitri und Lunas Beziehung zu ihm zwar thematisiert wird, aber an keiner Stelle zu dominant oder gar kitschig wird.
Autorin Kittredge gibt ihren Figuren hier Platz, sich zu entwickeln und ihre eigenen Wege zu gehen. Ausserdem ist in "Blutfehde" nichts so, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Der Kriminalfall ist somit gut inszeniert und der Leser ist angehalten, mitzurätseln, was es mit den Morden auf sich haben könnte.
Dieses Buch hat mir ein wirklich angenehmes Lesevergnügen bereitet und natürlich steht der dritte Teil bereits auf meiner Wunschliste. Wenn sich Kittredge an die obig genannten, positiven Punkte hält, dann weiss ich, dass mir auch das nächste Buch gefallen wird.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

werwölfe, vampire, steampunk, action, fantasy

Blut gegen Blut

Benjamin Spang , Simon Kramhöller
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei tredition, 21.01.2016
ISBN 9783734500749
Genre: Romane

Rezension:

Durch einen Blogeintrag mit verlinktem Youtube-Video wurde ich vor einigen Jahren auf Benjamin Spangs Projekt "Blut gegen Blut" aufmerksam. Die Crowdfunding-Aktion sollte u.a. ein professionelles Lektorat beinhalten. Mir gefiel die Idee und beteiligte mich - deswegen steht mein Name tatsächlich in einem Buch! :)

Jetzt kam ich auch endlich dazu, "Blut gegen Blut" zu lesen und abzuschätzen, ob die Aktion es wert war. Nun - das war sie tatsächlich! Das Buch liest sich wirklich spannend und gehört zu jenen Steampunk-Titeln auf dem deutschen Markt, die tatsächlich etwas taugen. Und davon gibt es (leider) wirklich nicht sehr viele.

Spang hat sich eine fantastische Welt ausgedacht, die von zwei Monden erhellt wird und in der sich die Fraktionen Vampire, Werwölfe und Menschen gegenüberstehen. Spannenderweise sind die Menschen hier nicht simple Opfer, sondern können sich dank ihrer Technologie gegen die anderen Wesen zur Wehr setzen. Doch schon lange zerfrisst ein Krieg das Land und zusammen mit Katrina findet der Leser heraus, warum es plötzlich alle auf Katrina abgesehen haben.

Ausserdem greift der Autor auch weitere einzigartige Ideen auf (ich will hier aber nicht zu viel verraten!) - somit hat uns Spang nicht zu viel versprochen. Deshalb konnte ich auch gar nicht schnell genug lesen, weil es mich einfach zu sehr Wunder nahm, was als nächstes passiert. Denn in diesem Buch jagt ein grosses Ereignis das nächste.

Dabei gibt uns Spang aber trotzdem immer wieder einige ruhigere Szenen, in welchen man als Leser etwas zu Atem kommen kann. Dass es gleich aufregend und, vor allem gegen Ende hin, blutig weitergehen wird, erkennt der geneigte Leser ziemlich schnell. Es ist nicht einfach, gute Actionszenen zu schreiben, aber Spang hat es geschafft, diese gut verständlich und dennoch flüssig darzustellen.

2018 soll der nächste Band erscheinen und natürlich nimmt es mich stark Wunder, wie die Geschichte weitergeht. Unterdessen gibt es Kurzgeschichtensammlungen und je einen Titel zu Helena und Caspari (mit ganz tollen Covern!), um sich die Zeit bis dahin zu vertreiben.

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Die Memorien des Sherlock Holmes. Erzählungen. Werkausgabe in neun Einzelbänden: Band II (Bd. 2)

Sir Arthur Conan Coyle
Fester Einband
Erschienen bei Ex Libris Zürich, 01.01.1988
ISBN B0038JQEVO
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Goodnight Mister Tom

Michelle Magorian
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 13.12.2010
ISBN 9780140315417
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Da ich für den Blog aktiver an meinen Listen arbeiten möchte, nehme ich mir jeden Monat ein Buch der BBC-Liste vor. Im März war "Goodnight Mister Tom" von Michelle Magorian an der Reihe, ein Titel, von dem ich bisher noch nie gehört hatte. Unterdessen kann ich sagen: wirklich schade, dass dieser Titel hierzulande so unbekannt ist! Denn Willie und Tom sind zurecht auf der Liste der BBC gelandet.
Dieses Buch erzählt uns eine jener Geschichten, die man nicht mehr so einfach los wird. Zu Beginn wird man einfach mal direkt in die Geschehnisse geworfen, ohne dass wir die Figuren bereits kennen - sie stehen einfach plötzlich da. Beruhigend ist zu wissen, dass sich die Helden selbst auch noch nicht kennen und sich zum ersten Mal begegnen. Ein schicksalshaftes Treffen, wie sich sehr bald herausstellen wird.

Mister Tom schafft es, aus dem kleinen, unscheinbaren Etwas, das da bei ihm auf der Türschwelle abgegeben wurde, einen selbstbewussten Jungen zu machen. Wir erleben mit, wie ihre Freundschaft immer tiefer wird, während sich auch der Krieg langsam aber sicher einen Weg in ihrer aller Leben bahnt. Als Leser weiss man, dass der Tod auch nach Little Weirworld kommen wird, obwohl sich die Charaktere dessen nicht bewusst sind.

Dabei soll gesagt sein: dieses Buch trifft ins Herz. Und drückt dann ganz, ganz fest zu. Genau aufgrund dieser Emotionalität fällt es mir auch ziemlich schwer, eine passende Rezension zu verfassen. Mit Gefühlen tu ich mich normalerweise ziemlich schwer, weswegen ich Bücher mit zu viel Emotionen grundsätzlich meide.
Aber hier passt es irgendwie. Wir erleben Wills Glück auf dem Lande, wie er wächst, Freunde findet, sein altes Ich hinter sich lässt. Als er dann wieder zu seiner Mutter zurück muss, wird es zeitweise sehr deftig. Da schlug ich mir dann schon einmal die Hand vor den Mund, weil ich so entsetzt war. Erst fürchtete ich, das Magorian die Mutter einfach als "böse" gestaltet, weil es in dieser Geschichte das Böse braucht. Doch das reine Böse hier ist der Krieg, während die Mutter ein Opfer ist, das Will zu ihrem Opfer macht.

"Goodnight Mister Tom" hat sich ganz fies in mein Herz geschlichen und sich dort eingenistet. Die Figuren haben es sich gemütlich gemacht, trinken Tee und ich denke nicht, dass sie vorhaben, je wieder zu verschwinden. Und sollten sie es irgendwann doch tun, so werde ich bestimmt wieder nach Magorians Buch greifen und Tom, Will und die anderen wieder zurückholen.

So eine Art Buch ist das.

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science fiction, fantasy, invasion, raumfahrt, erzählungen

Der illustrierte Mann

Ray Bradbury , Peter Naujack
Flexibler Einband: 331 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.05.2008
ISBN 9783257203653
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Kurz nachdem ich "Fahrenheit 451" gelesen hatte, fiel mir "Der illustrierte Mann" in die Hände. Noch mit den positiven Eindrücken der letzten Lektüre im Kopf, nahm ich das Buch mit nach Hause. Nur dass es dann lange, lange auf dem SUB vor sich hin moderte. Hätte ich gewusst, dass dies viel zu schade ist, hätte ich wohl früher danach gegriffen.

Die 18 Geschichten, die Bradbury uns hier erzählt, haben es allesamt in sich. Alle spielen sie in der Zukunft, meistens auf fernen Planeten, die Raumfahrt ist ein wichtiges Thema. Doch das ist nur das Kleid, in das sich der Kern hüllt. Eigentlich zeigt uns der Autor mit seinem Werk sein Zukunftsbild.

Erstmals erschienen 1951 hat Bradbury enorm viele Dinge vorhergesehen, die unterdessen zum Alltag gehören (Putzroboter, Videoanrufe...) und genau das macht die Geschichten umso verstörender. Manche Geschichten greifen ähnliche Themen auf, sodass ich mich über kurz oder lang gefragt habe, ob die einzelnen Erzählungen vielleicht irgendwie zusammenhängen.

Obwohl es nur kurze Texte sind, hat jeder einzelne eine unermessliche Tiefe und genau dies ist es, was den Leser so aufwühlt. Bradbury schafft eine gigantische Welt und dazu viele kleine, die sich ineinanderfügen wir ein galaktisches Puzzle. Der Autor entwirft ein düsteres Zukunftsbild, das aber dennoch glorreich und leuchtend ist. Der Mensch fliegt ins All, fasst Fuss auf dem Mars, dem Jupiter. Er passt sich an, er verliert, er gewinnt.

Ich fand es unglaublich, was dieser Schriftsteller in so kurzen Geschichten zustande bringt. Er konnte mich faszinieren, fesseln, mich erschaudern lassen, mir Angst einjagend, mich alles um mich herum vergessen lassen, er liess mich zu den Sternen aufblicken und mich fragen, was sich wohl dort hinten verbergen mag.

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