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klassiker, englischsprachige literatur

The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde

Robert Louis Stevenson , 1st. Page Classics
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.01.2017
ISBN 9783743102712
Genre: Krimi und Thriller

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

kapitalismus, philosophie, roman, wissenschaft, usa

Kraft

Jonas Lüscher
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 08.03.2017
ISBN 9783406705311
Genre: Romane

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World War Z: Operation Zombie von Brooks. Max (2013) Taschenbuch

Max Brooks
Flexibler Einband
Erschienen bei Gerald Duckworth & Co Ltd, 01.01.1000
ISBN B00FNAY526
Genre: Sonstiges

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japan, anime

Paprika

Yasutaka Tsutsui
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Random House Inc, 08.01.2013
ISBN 9780307389183
Genre: Sonstiges

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147 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

bergdorf, morbus dei, liebe, aberglaube, ausgestoßene

Morbus Dei: Die Ankunft

Matthias Bauer , Bastian Zach
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 19.11.2012
ISBN 9783709974643
Genre: Historische Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Rückkehr der toten Mädchen (Amman & Pretorius 1)

Tom Dehlin
E-Buch Text: 223 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 16.12.2014
ISBN 9781477880258
Genre: Sonstiges

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107 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

paul auster, new york, roman, amerikanische literatur, amerika

4 3 2 1

Paul Auster , Thomas Gunkel , Werner Schmitz , Karsten Singelmann
Fester Einband: 1.264 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 31.01.2017
ISBN 9783498000974
Genre: Romane

Rezension:

Als ich erfuhr, dass ein neues Werk von Paul Auster erscheinen soll, habe ich mir das Buch sofort vorbestellt. Zu keiner Zeit zweifelte ich daran, dass mir "4321" gefallen wird. Damit, dass ich es abbrechen werde, nein, damit habe ich nie und nimmer gerechnet.

Ich kam bis etwa Seite 400, aber da war der Frust bereits riesig. Dieser hatte sich bereits bei ca. Seite 200 eingestellt. Irgendwie kam mir alles so... banal vor. An keiner Stelle geschah irgendetwas, das mich wirklich mitgerissen oder begeistert odert entsetzt hätte. Die Fergusons leben ihre Leben, aber andere Rezensionen bestätigten, was ich bereits gefürchtet hatte: die Lebensstränge unterscheiden sich kaum. Bereits nach 400 Seiten kann ich die einzelnen Abschnitte nicht mehr richtig unterscheiden, da die Ähnlichkeiten zu frappierend sind.

Ausserdem kann ich leider mit der Hauptperson und mit seiner gesamten Familie auf keinem Lebensstrang etwas anfangen. Ferguson ist langweilig. Seine Familie ist langweilig. Der Junge kann einfach alles, ist aalglatt. Was interessiert mich dessen Leben, wenn eh alles glatt laufen wird? Ich mag Charaktere mit Ecken und Kanten. Solche, die direkt aus dem Leben gegriffen sind. Solche Helden wie Ferguson gibt es höchstens in Hollywoodstreifen.

Aber in diesen geschieht immerhin ab und zu etwas Spannendes. Zusätzlich zu seinem Hauptcharakter portraitiert Auster auch die Geschichte Amerikas und jene der Stadt New York. Mag spannend sein, ist es hier aber für mich nicht. Zu oft wird man unterdessen mit der Geschichte Amerikas konfrontiert. Wahrscheinlich wissen wir Europäer mehr über die Geschichte Amerikas als umgekehrt. Kürzlich erst habe ich mich durch Amos Oz' "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" gequält. Ja, gequält, weil Familiengeschichten definitiv nichts für mich sind. Aber bei Oz lernt man zumindest noch etwas über das Land Israel, von dem ich um einiges weniger weiss als von den USA, die uns beständig mit ihrer Anwesenheit beglücken.

Nein, der Frust war nach 400 öden Seiten so hoch und mein Glauben an einen (ehemaligen?) Lieblingsautoren so gesunken, dass ich keine Seite weiter in "4321" lesen will. Wo ist der Autor von "Man in the Dark" geblieben? Das Magische im Magischen Realismus? Im Gegensatz zu erwähntem Buch ist "4321" einfach ein Werk von Vielen. Jeder, der einen Kurs in kreativem Schreiben besucht hat, kann so etwas produzieren. Während frühere Werke Austers tatsächlich noch Kreativität und Originalität in sich trugen.

Schweren Herzen verabschiede ich mich von Paul Auster als einem meiner Lieblingsautoren. Ich werde mich an die älteren Titel halten, aber die Enttäuschung und der Frust haben sich in mir festgefressen...

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

american dream, novelle, englisch, george, curley

Of Mice and Men

John Steinbeck
Flexibler Einband: 105 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 04.08.2009
ISBN 9780140292916
Genre: Historische Romane

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75 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

klassiker, abenteuer, historisches, buch, spionage

Die drei Musketiere

Alexandre Dumas , Christine Wolter , Herbert Bräuning
Flexibler Einband: 703 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.04.2013
ISBN 9783746629292
Genre: Klassiker

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105 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

bücher, südamerika, bibliophilie, literatur, bibliophil

Das Papierhaus

Carlos María Domínguez , Elisabeth Müller
Fester Einband: 89 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783458176152
Genre: Romane

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folter, familie, afrika, gewalt, bürgerkrieg

Unter den Augen des Löwen

Maaza Mengiste , Indra Wussow , Andreas Jandl
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Das Wunderhorn, 15.08.2012
ISBN 9783884234006
Genre: Romane

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

russland, st. petersburg, erzählungen, russische literatur, absurd

Der Mantel. Die Nase.

Nikolai W. Gogol , ,
Flexibler Einband: 90 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1997
ISBN 9783150017449
Genre: Klassiker

Rezension:

Mit Gogols Kurzgeschichten kann man sich gelassen mit der russischen Erzähltechnik bekanntmachen und sich dort mal etwas umsehen. Wenn es einem gefällt, kann man alsbald zum nächst grösseren Buch greifen. Für Einsteiger und Neugierige sind diese Texte in meinen Augen sehr empfehlenswert.
Wobei man sich vor allem bei der Nase nicht allzu sehr an die Realität klammern sollte. Viel wurde schon über dieses kurze Stück Literatur geschrieben, nachgedankt, interpretiert, aber auf einen grünen Zweig ist dabei noch keiner gekommen. Ich finde, man sollte es als das nehmen, wonach es aussieht: Klamauk, Spass, Unsinn.
Seit ich diese Geschichte gelesen habe, schaue ich stets nach, ob sich in meinem Brötchen nicht vielleicht eine Nase versteckt hält. Mir hat das Lesen viel Spass gemacht, eben, weil ich es nicht zu ernst nahm. Es gar nicht ernst nehmen konnte.
„Der Mantel“ kommt schon wieder trister und naturalistischer daher. Es ist ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, die extrem fixiert ist auf Äusserlichkeiten und schon mehr als ein Schicksal ist dadurch korrumpiert worden. Doch zum Schluss hin giesst Gogol noch einmal einen kleinen Tropfen Fantasie hinzu, sodass auch der Held dieser Geschichte zu dem kommt, was ihm zusteht.
Dies ist auch für den Leser versöhnlicher. Das Ende wäre ansonsten sehr ernüchternd. Realistisch und wahr, aber ernüchternd. Und mit nüchtern möchte ein Russe bestimmt nicht viel zu tun haben (so viel Vorurteil darf sein, wenn sich der Major in der Nase fragt, ob er das Wasser mit dem Vodka verwechselt hat).

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

amos o, amos oz, israe, jerusalem

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

Amos Oz , Ruth Achlama
Buch: 1.162 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2016
ISBN 9783518467268
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht.

Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan.

Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wobei ich wie schon gesagt, vom Anfang sehr begeistert war. Aber mit der Zeit liess meine Faszination merklich nach und ich blieb eigentlich nur wegen ein bisschen Faktenwissen und der Challenge dabei.

Sprachlich bewegt sich Oz auf einem Niveau, das seinem Ruf gerecht wird. Ein präziser Schriftsteller, sehr begabt, ein Talent, welches aus seinem familiären Umfeld gewachsen ist. Wer in eine solch akademische Familie hineingeboren wird, dem liegt das Spielen mit den Worten wahrscheinlich im Blut. Dennoch war es ermutigend zu erfahren, dass auch jemand wie ein Amos Oz Mühe hatte. Deshalb war es auch wieder das Ende, das mich nach längerer Durststrecke wieder mitnahm.

Ich bin froh, dass ich das Buch durch habe. Trotz meines Mühsals war die Lektüre nicht vergebens. Viele schöne Textzeilen warten darauf, niedergeschrieben zu werden. Ausserdem habe ich einiges über die Geschichte Jerusalems und Israels lernen können. Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht.

Bücher wie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" tun gut, auch wenn man sich durch sie durchkämpft. Auch dann, wenn man die Handlungen der Figuren nicht versteht. Nicht versteht, wie sie oft nicht zufrieden sein können, wenn sie doch ein Leben leben, das ich auch gerne hätte. Aber jeder kämpft mit seinen Geistern, auch das lehrt uns Oz. Manchmal sind sie auch zu stark, dies zeigt das prägende Erlebnis des Todes der Mutter, das an unterschiedlichen Stellen thematisiert wird.

Ein eindrückliches Buch mit starkem Charakter. Ein Buch, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt, trotz aller Unwirtlichkeiten. Deshalb prädestiniert wie kein zweites, um Israel zu repräsentieren.

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277 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

dänemark, carl mørck, aktien, afrika, mord

Erwartung - Der Marco-Effekt

Jussi Adler-Olsen ,
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.01.2016
ISBN 9783423216203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der fünfte Fall für das Sonderdezernat Q in Kopenhagen war von allen bisherigen mein liebster. Nur zu gerne liess ich mich ein weiteres Mal in die dänische Hauptstadt entführen, um mich dort zusammen mit Marco durch die Gassen zu schlagen. Heisst für mich - Heimweh pur.

Nordische Krimiautoren haben oftmals ein Gespür dafür, wie sie soziale Brennpunkte in ihre literarischen Werke einfliessen lassen können (z.B. Henning Mankell). Auch Adler-Olsen kommt immer wieder auf komplexe Themen zu sprechen (und auf Kamele, vergesst die Kamele nicht!).
Im Mittelpunkt von „Erwartung“ steht der junge Marco, ein Illegaler und noch dazu ausgebildet, den reichen Dänen das Geld im wahrsten Sinne des Wortes aus der Tasche zu ziehen. Doch Marco hat genug und möchte ein ganz normales Leben führen. Leider macht seine Gang ihm das nicht so einfach. Ausserdem haben noch ein paar gierige Banker ihre Finger im Spiel.
Das Buch lebt vor allem durch Marco, ein äusserst kluger Junge, der bloss am falschen Ort geboren wurde. Normalerweise verbringe ich die Lesezeit am liebsten mit Carl und Assad im Sonderdezernat, aber in diesem Buch genoss ich die Zeit mit Marco am meisten. Ich bewundere sein Vermögen, sich auch in widrigsten Umständen zurechtzufinden und auch in schwierigsten Situationen das Richtige zu tun.

Wie gewohnt erzählt Adler-Olsen flüssig und spannend. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Nachdem ich "Selfies" eher zäh und uninteressant fand, genoss ich dieses Buch somit umso mehr. Es ist eines jener Titel, in die ich voll und ganz eintauchen konnte, die Umgebung ausblenden und einfach nur mitten in der Geschichte sein.

Nur mit Rose hatte ich auch hier meine Mühe. Sie ist mir zu zänkisch und irgendwie immer schlecht gelaunt. Natürlich hat das seine Gründe, aber deswegen finde ich sie trotzdem anstrengend. Nach dem aktuellsten Adler-Olsen-Titel bin ich gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Hier konnte sie mich leider nicht überzeugen, auch wenn sie zugegebenermassen einen guten Job macht.

Aktuell fehlen mir noch zwei Titel der Reihe, auf die ich mich baldmöglichst stürzen werde.

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Peking. Augenblick und Ewigkeit, Band 2

Lin Yutang
Fester Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Büchergilde Gutenberg, 01.01.1950
ISBN B0000BL0H8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dies ist der zweite Teil von Yutangs epischer Familiensage um Mulan und die Ihren. Bereits den ersten Teil, der während der Zeit des Boxeraufstandes spielt, begeisterte mich. Doch der Folgeband hat es mir sogar noch ein wenig mehr angetan. Noch einmal ein grosses Danke an die junge Chinesin, die mir diesen hierzulande praktisch unbekannten Autoren ans Herz gelegt hat.

Haben wir die Familie erst durch Mulans Kindheit und ihre Jugend begleitet, erleben wir nun die Erwachsenensjahre unserer Heldin mit. China ist noch immer im Umbruch, führerlos und verwirrt. Das Land jagt von einer Katastrophe in die nächste. Und mittendrin müssen Mulan, Shunya, Lifu und die Anderen ihre Leben leben.

Yutang schafft es, eine perfekte Balance zwischen Gesellschaftsstudie und Familiengeschichte herzustellen. Indem er seine Figuren durch die jeweiligen historischen Ereignisse führt, erfährt der Leser sehr viel über die Geschichte Chinas. Ein Thema, das vor allem im Westen kaum bekannt ist. Wir kennen China als Grossmacht, "Made in China". Was dieses Land aber alles durchmachen musste, ist den wenigsten Westlern wirklich bekannt.

Ursprünglich auf Englisch verfasst, wurden Yutangs Bücher ins Chinesische übersetzt und wurden dort sehr populär. Schade, dass die Titel auf Deutsch  nicht mehr neu aufgelegt werden, verdient hätten sie es. Vom Übersetzer der deutschen Ausgabe ist nur der Nachname bekannt. Doch obwohl ich keinen Vergleich habe, sage ich, dass die Übersetzung aus dem Englischen wirklich gelungen ist.

Das Buch lässt sich sehr schön lesen, man spürt die Sprachmelodie, die dem Mandarin und dem Kantonesischen eigen sind. Meine Ausgabe erschien 1943 in Zürich, als Leser muss man sich also im Klaren sein, dass damals noch andere Rechtschreibregeln galten und diverse ältere Ausdrücke im Text verwendet werden. Diese Mischung aus poetisch geschriebenem Original und altem deutschen Sprachzauber zogen mich unweigerlich in diese vergangene Welt. Das Buch wird von einem Gefühl wie Seide begleitet, ein Gefühl nach der Glücksfarbe rot und krachendem Feuerwerk.

Doch die Familien haben einiges zu erdulden. Die Hauptfiguren sind nicht vor Leid gefeit, das kann kaum jemand sein, wenn ein Land dermassen durchgerüttelt wird. Seit der Öffnung bis nach dem Zweiten Weltkrieg kam China kaum einmal zur Ruhe, eine Revolution jagte die nächste. Immer wieder heisst es für die Familie Yao und Tseng sich einen Platz in diesen Wirren zu suchen, zu verteidigen und allenfalls aufzugeben.

Der Autor bringt das dabei fertig, so wenig wie möglich über seine Figuren zu urteilen. Manche von ihnen mögen z.B. blind sein vor Hass auf die Japaner, doch findet sich irgendwo jemand, der dies ausgleicht. Yutang hat das Prinzip von Yin und Yang in seinen Büchern angewandt und das merkt man in jeder einzelnen Zeile.

Ich könnte noch weiter über die "Peking"-Bücher schwärmen, doch man muss es selbst erleben. Selbst eintauchen, selbst fühlen und spüren. Wer die Möglichkeit hat, diese Bücher irgendwo zu ergattern - greift zu! Entdeckt eine neue, schon vergangene Welt und den Zauber Lin Yutangs.

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Orient-Express

John Dos Passos , Matthias Fienbork
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423144858
Genre: Romane

Rezension:

Ein unscheinbares Werk, das auch mir fast entgangen wäre. Dabei gehört John Dos Passos zu den ganz Grossen der amerikanischen Literatur. „Orient-Express“ ist sein Reisetagebuch von 1921, in welchem Dos Passos von seinem Aufenthalt im Nahen Osten berichtet.
In knappen, kurzen Sätzen berichtet der Autor von seinen Erlebnissen. Doch dabei ist er ein präziser Beobachter und kann soziogesellschaftliche Zusammenhänge in einem Satz darlegen. Der Orient, faszinierend und fremd, leidet noch immer unter einem Krieg, der angeblich vorbei ist. Das Land ist erschüttert, die Fremdmächte oftmals überzählig vertreten wie z.B. in Istambul, wo man sich fragt, wo die Türken abgeblieben sind.
Dos Passos mag mit einer kalt wirkenden Distanz beschreiben, doch dabei drückt immer wieder die Hitze des Ostens durch. Sand, Wüste, Kamele. Meer, Sonne, Schiffe. Dazwischen kleine Eingeständnisse an das Leben. Dann wieder einen Überfall auf die Karawane. Philosophisches Nachdenken über das Kamel als Reittier. Politische Anspielungen.
In meiner Ausgabe gibt es einen kurzen Anhang, der über den Hintergrund von John Dos Passos’ Reise berichtet. Eine Reise, die heute kaum noch möglich wäre. Dennoch sind die Umstände in den einzelnen Ländern gar nicht so anders als heute.
„Orient-Express“ ist eine rasche, aber dafür umso eindrücklichere Lektüre, in der alles zu finden ist: grosse Literatur, Politik, Philosophie und das, was unser Leben ausmacht.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

klassiker, interessant, lesenswert

Der Spieler

Fjodor Michailowitch Dostojewski
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei fabula Verlag Hamburg , 01.12.2016
ISBN 9783958554450
Genre: Romane

Rezension:

Das Thema dieses Romans ist kein einfaches: die Spielsucht.

Wie immer fängt alles ganz harmlos an, nur ums ich dann mehr und mehr aufzubauen. Als Leser hat man lange das Gefühl, dass Hauptfigur Alexei alles ganz gut im Griff hat. Aber er sind die kleinen Dinge, die sich mehren. Zitternde Hände, erhöhter Herzschlag.
Gibt es einen Unterschied darin, ob man für jemand Anderen spielt oder für sich selber? Um diese Frage kreisen wir. Der Anstoss kommt von aussen, genauso wie der Druck, der auf Alexei ausgeübt wird. Dem Druck under Verlockung des Geldes, denen er schlussendlich erliegt.
Diese Teile der Geschichte sind sehr intensiv geschildert; man merkt, dass Dostojewski selber Erfahrungen mit dieser Sucht gesammelt hat. Er weiss also, wie es sich anfühlt. Wie man in diesen Strudel hineingerät.
Dennoch weiss ich bisher noch immer nicht so recht, was ich von „Der Spieler“ halten soll. Es ist poetisch und präzise geschrieben, ein richtig russisches Stück Literatur, aber dennoch hat mir etwas gefehlt. Oder es war mir etwas zu viel. Denn wie so manche Russen zuvor, hängt Alexei mit Herz und Nieren an seiner Auserwählten Polina.
Polina aber trieb mich mit ihren Spielchen teilweise beinahe in den Wahnsinn, sodass ich Alexei am liebsten mal kräftig durchgeschüttelt hätte. Wobei das auch nichts genutzt hätte, da bin ich mir sicher. Immerhin wird Polinas Verhalten am Schluss noch erklärt, aber Alexeis treudoofe Anhänglichkeit kann ich dennoch in keiner Weise nachvollziehen.
Spass dagegen hatte ich mit den teilweise sehr bösen Seitenhieben auf andere Nationen. Davor bleibt bei Dostojewski keiner gefreit: egal ob Deutsche, Engländer, Franzosen oder auch die Russen - sie alle kriegen ihr Fett weg. Böse, böse, aber zumindest ein Fünkchen Wahrheit steckt in den langen Reden vielleicht doch drin.
Es wird übrigens viel Französisch geredet, sodass ein Wörterbuch zum Nachschlagen empfehlenswert ist oder man überliest diese Einschübe einfach. Aus dem Zusammenhang wird einem als Leser alles klar.
Dostojewski hat mich vor allem durch seine sprachliche Gewandtheit beeindruckt, sodass ich trotz meines Zweifels gegenüber dem Spieler gerne weitere Titel aus der Feder des Autoren lesen möchte.

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scheibenwelt, humor, terry pratchett, oma wetterwachs, pharao

Schlamassel auf der Scheibenwelt

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2005
ISBN 9783492286121
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Wolf Wilder

Katherine Rundell
E-Buch Text: 339 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 10.09.2015
ISBN 9781408854860
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Bücherforum gab es eine kleine Leserunde zu diesem Buch und die Kombination von Wölfen und Russland wirkt auf mich wie elektrisches Licht auf Insekten. Ich muss es einfach lesen! Das schöne Cover tat sein übriges.
Dennoch muss ich zugeben, dass teilweise etwas Mühe hatte. Kürzlich erst habe ich „Pax“ gelesen und automatisch erwartete ich von „Wolf Wilder“ etwas Ähnliches. Dass das Leben der Wölfe wenn nicht erklärt, dann doch zumindest angesprochen würde, ihr Verhalten, ihr faszinierendes Sozialleben. Doch spätestens ab dem Moment in dem Feo auf dem Wolf reitet, musste ich mich von dieser Vorstellung verabschieden.
Das Buch ist eher ein Märchen und sollte als solches gelesen werden. Ein Märchen oder vielleicht als Roman des magischen Realismus. Denn die Beschreibungen der Lebensumstände der Menschen ist äusserst real und passt ins Russland des 20. Jahrhunderts. Lenny treibt sich übrigens auch irgendwo herum.
Danach war mein einziger letzter Kritikpunkt nur noch, dass Feo zu überdimensional wirkt. Leider eine Schwäche von vielen Jugendbüchern. Die Autoren wollen starke Charaktere als Leitfiguren für die Leser schaffen, jedoch produzieren sie dadurch unerreichbare Helden. Zum Glück kann sich Autorin Katherine Rundell immer wieder selbst am Zaum reissen und schafft es so, die Charakterentwicklung wieder auf ein menschliches Niveau herunterzubringen.
Was dann noch von „Wolf Wilder“ übrig bleibt, ist wundervoll. Die Beschreibungen des Schnees, das Interagieren der Figuren in dieser historischen Umgebung, die nur ganz sachte in die Geschichte hineinspielt, und das grandios spannende Ende bringen reinsten Lesegenuss.
Es gibt einige Kampfszenen, doch das Buch war weitaus weniger emotional, als ich es erwartet hätte. Vielleicht hätte ich das anders gesehen, wenn ich nicht eben, wie erwähnt, kürzlich erst das sehr realistische „Pax“ gelesen hätte. Von Rundells Buch werden mir vor allem die Schneelandschaften in Erinnerung bleiben.
Und die Aussage von Alexei,dass es unmenschlich ist, jemandem seine Bücher wegzunehmen, bevor er sie ausgelesen hat.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

natur, reisen, märchen, ludwig tieck, legende

Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence

Ludwig Tieck , Edward Mornin
Flexibler Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150007310
Genre: Klassiker

Rezension:

Dies ist ein Büchlein, das wir damals wohl für die Schule hätten lesen sollen. Dazu kam es aber aus irgendwelchen Gründen nie und darüber bin ich froh. Ich glaube, ich wäre wahnsinnig geworden, wenn ich Stunde um Stunde diese Geschichte hätte analysieren müssen.
Dabei ist mein einziges Problem wiederum das, dass ich keine Liebesgeschichten mag. Schon gar keine mit Instant-Love. Diese gehört hier aber zum guten Ton, denn Tieck hat sich für seine Erzählung eines mittelalterlichen Textes bedient, alles Altmodische und Religiöse herausgestrichen und nur die emotionale Seite des Originals betont.
Zu lesen ist der Text übrigens sehr schön. Ich mag Tiecks Sprache, die sehr blumig und verträumt daherkommt. Somit auch passend zum Inhalt. Die lyrischen und poetischen Einschübe waren sehr schön zu lesen. Schade nur, dass sie sich alle nur um die Liebelei drehen.
Somit führe ich also ein weiteres Mal an, dass die eher negative Bewertung rein persönlich ist. Für jemanden, der sich an aufwühlenden und zuckrigen Liebesgeschichten ergötzen kann, ist die Magelone perfekt geeignet.

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251 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

kaninchen, abenteuer, tiere, fabel, klassiker

Unten am Fluss - "Watership Down"

Richard Adams ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.03.2008
ISBN 9783548608068
Genre: Klassiker

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history, verrat, assassinengilde, buch zum spiel, italien

Assassin's Creed

Oliver Bowden , Timothy Stahl
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Panini, 15.02.2011
ISBN 9783833222351
Genre: Fantasy

Rezension:

Offen gebe ich zu, dass ich mich an den Games versucht habe, aber mit der Steuerung hoffnungslos überfordert war. Wirklich weit bin ich in „Assassin’s Creed“ also nie gekommen. Da mir aber die Stimmung in den Spielen so zugesagt hat, freute ich mich darüber, dass ich zumindest in den Genuss der Bücher kommen darf. Da überlässt man das Klettern den Anderen.

Dass dieses Buch auf einer Gamesreihe basiert, merkt man sofort. Nicht nur, dass man bereits von Anfang an auf irgendwelchen italienischen Türmchen herumkraxelt, auch das Suchen und Aufspüren von bestimmten Artefakten und das Ausführen von Aufträgen erinnert stark an die üblichen Muster von Computergames.
"Assassin's Creed: Renaissance" liest sich gut und flüssig, ab und zu hat Autor Oliver Bowden italienische Ausdrücke eingestreut, die in einem Glossar übersetzt werden. Auch im Buch geht es blutig zu und her, Enzio findet sich für meinen Geschmack etwas zu schnell in der Rolle des ruchlosen Mörders.
Allem Lesespass zum Trotz ist dies mein grösster Kritikpunkt. Es fehlt an charakterlicher oder sonstiger Tiefe. Man rennt von Auftrag zu Auftrag, von Mord zu Mord, aber da die Figuren zu zweidimensional sind, bleibt man als Leser eher unangetastet von den teilweisen schlimmen Geschehnissen. Das Buch fokussiert sich zu stark auf die ausführende Handlung, Charakterentwicklung bleibt dabei auf der Strecke.
So liess auch irgendwann mein Interesse nach, die Geschichte zieht sich vor allem am Schluss unnötig in die Länge. 100 bis 150 Seiten weniger hätten hier nicht geschadet. Schade, dass trotz des stimmungsvollen und vielversprechenden Anfangs nicht darauf aufgebaut worden ist. Am meisten gefallen haben mir die Szenen mit Leonardo Da Vinci, der Ezio mit allem möglichen Waffen und Artefakten unterstützt.
Ob ich die Reihe weiterlese ist fraglich, da das Buch rückblickend eher nichtig wirkt. Vielleicht versuche ich es doch lieber noch einmal mit dem Controller in der Hand.

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My Inventions and Other Writings

Nikola Tesla
Flexibler Einband: 86 Seiten
Erschienen bei Penguin Classics, 01.01.1765
ISBN B01K3QGNKQ
Genre: Klassiker

Rezension:

Im Nachwort zu „Die letzten Tage der Nacht“ von Graham Moore erwähnte der Autor, welche Lektüre er für seine Recherche verwendet hat und welche Titel er interessierten Lesern empfiehlt. Darunter war auch dieses Buch von Tesla, das sozusagen als seine Autobiographie gilt.
Eine Autobiographie von Tesla? Muss ich lesen.
Auf dem Rückentext steht eine Warnung von Kevin Kelly, wer bei gesundem Verstand bleiben wolle, sollte dieses Buch nicht lesen. Zum Glück kann ich nicht weiter geschädigt werden und stürzte mich in mein ganz persönliches Tesla-Abenteuer.
Nein, ich ging nicht davon aus, dass ich etwas verstehen würde, wenn Tesla von seien Erfindungen berichtet. In Physik bin ich ständig grossartig durchgefallen und hier reden wir vom Jahrhundergenie Tesla. Wenn er in seinem Werk von „einfachen Zusammenhängen“ spricht, wusste ich schon zwei Seiten zuvor nicht mehr, worum es ging.
Aber mehr als die Erfindungen selbst interessierte mich der Mensch Nikola Tesla. Seine Art, sein Denken. Deshalb wollte ich dieses Buch so dringend lesen. Und es war es wert! Immer wieder berichtet Tesla von Erfahrungen, die er als Kind oder Jugendlicher gemacht hat, die für seine späteren Arbeiten prägend waren.
Dabei streift Tesla auch andere Bereiche der Wissenschaft, lässt sich über Geister aus und berichtet davon, dass er die Lösung für alle Kriege hätte (dieser Text liess mich leicht verängstigt zurück) und blickt schon weit, weit in die Zukunft. Die Lektüre von „My Inventions“ belegt, dass Tesla seiner Zeit weit voraus war. So berichtet er z.B. bereits damals von Drohnen und kabellosen Telefonen, wobei das Telefon eben erst erfunden worden ist.
Diese Texte waren es, die mir Tesla näher gebracht haben. Sobald er sich wieder in seinen Berichten über Maschinen ergibt, gab ich mir zwar Mühe, aber das war dann doch zu viel für mich. Lustigerweise sass eine Kollegin im Physikunterricht, während ich mich mit Herrn Tesla beschäftigte, und auf ihr Klagen über die Schwierigkeit des Unterrichts, schickte ich ihr einen Auszug aus dem Buch. Ich glaube, das hat sie etwas getröstet. Oder verwirrt.
Für mich hat sich die Lektüre gelohnt und meine Bewunderung für Nikola Tesla ist noch weiter gewachsen. Ich lege „My Inventions“ jedem ans Herz, der Tesla auf eine andere, neue Art und Weise kennenlernen möchte. Diese Teile sind es allemal wert sich mit Abschnitten wie diesem auseinanderzusetzen:
"(...) another partly frictional and partly negative force R, acting in a direction exavtly opposite, and retarding the movement of the mass. (...) In accordance with the preceding, the human energy will then be given by the product 1/2 MV2 = 1/2 MV x V, in which M is the total mass of man in the ordinary interpretation of therm "mass", and V is a certain hypothetical velocity (...)"

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london, literatur, klassiker, waisenkind, charles dickens

Große Erwartungen

Charles Dickens , Melanie Walz , Melanie Walz
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423142649
Genre: Klassiker

Rezension:

Wer kennt dieses enorme Werk der Weltliteratur nicht: „Grosse Erwartungen“ von keinem Geringeren als Charles Dickens. In wie vielen Büchern bin ich schon über diesen Titel gestolpert? Tatsächlich habe ich sogar Lloyd Jones' Buch „Mister Pip“ im Regal stehen. Ohne das berühmte Original gelesen zu haben.

Überhaupt - Schande über mich, dass ich mich so lange vor diesem Meisterwerk, diesem Geniestreich gedrückt habe. Denn dafür gab es überhaupt keinen Grund! Der Titel des Buches mag gross und schwer daherkommen, doch sollte man sich keineswegs davor fürchten. Eigentlich ist "Grosse Erwartungen" ganz zahm und sehr liebesbedürftig.

Mister Pip erzählt uns seine Geschichte höchstselbst und dies mit einer angemessenen Portion Humor. Dadurch bekommt vor allem seine brutale Kindheit einen nostalgischen Wert, ohne jedoch zu verheimlichen, wie drastisch Pips Leben damals war.

Und dann geschehen Dinge... Stellt euch vor, alles, wovon ihr geträumt habt, wird plötzlich wahr. Genau das passiert Pip. Sein Leben ändert sich schlagartig. Welche Veränderungen bringt plötzlicher Reichtum mit sich? Ändert sich durch Geld auch der Mensch? Diesen Fragen geht Dickens gekonnt auf den Grund und führt dabei ein spitzfindiges Gespür für psychologische Vorgänge zutage. Es war für mich atemberaubend, Pip auf seinem Weg zu folgen, seinen Gedanken zu lauschen und dabei auch noch seinen spannenden Erlebnissen beizuwohnen.

Deshalb hat "Grosse Erwartungen" für mich alles, was ein Roman von Weltrang braucht: Glaubhafte Figuren, skurrile Charaktere, Humor, Spannung und Tiefgang. Dickens schafft es, eine unergründlich tiefgründige Geschichte so gekonnt und voller Schwung zu erzählen, dass mir an keiner Stelle langweilig war.

Dabei habe ich mich ganz und gar in Dickens Sprache verlieren können. Sein Erzählstil ist dem Ruf würdig, den Charles Dickens bis heute hat. Fein ziseliert, jedes Wort ist am richtigen Fleck, und doch vor allem in der Übersetzung von Melanie Walz ohne Mühe lesbar. Hier wird das Erzählen tatsächlich zur Kunstform erhoben.

Welch für mich absolut perfektes Werk! Welch kleines Wunder in Buchform! Definitiv eines jener Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde oder für die Nachwelt aufbewahren würde.

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japan, märchen

Japanische Märchen aus dem Süden Japans

Rotraud Saeki
Fester Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag , 29.02.2008
ISBN 9783868260021
Genre: Sonstiges

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