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10 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Edgar Allan Poe - Die besten Geschichten

Edgar Allan Poe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.06.2016
ISBN 9783730604175
Genre: Krimi und Thriller

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

deutscher buchpreis 2017 shortlist, berlin verlag

Romeo oder Julia

Gerhard Falkner
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783827013583
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Warhammer 40.000 - Shadowsword

Guy Haley , Artin Bashi
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Black Library, 01.06.2017
ISBN 9781781932278
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Warhammer? Keine Ahnung, mal gehört. Weshalb ich trotzdem ein Buch aus diesem Universum gelesen habe? Ganz einfach: wegen des Covers!
Ja, ich habe ein Faible für Panzer. Ob grosse, kräftige oder kleine, putzige - diese Fahrzeuge faszinieren mich ungemein. Natürlich springe ich da auf ein Cover an, das einen Panzer in vollem Einsatz zeigt. Rückentext kurz überflogen: auch inhaltlich geht es um Panzer! Gekauft!
„Shadowsword: Titanenjäger“ ist Teil einer Reihe, man kann den Band aber auch so lesen. Zumindest habe ich das getan. Es gibt einige Rückblenden, deren Hintergrund man nicht kennt, aber für den Zusammenhang im Grossen sind sie klar genug.
Natürlich kenne ich mich auch in dem Universum nicht wirklich aus und konnte mir auch oft nicht merken, wer wer ist, aber das war mir egal. Bereits der Prolog begeisterte mich. Und auch wenn ich im Verlaufe der Geschichte Mühe hatte, die vielen Figuren zu unterscheiden, so kümmerte mich das nicht. Denn für mich waren die Panzer die eigentlichen Hauptfiguren.
In dieser Welt haben die Panzer sowas wie einen eigenen Geist, der auch angebetet wird. Eine ganze Religion ist um diese speziellen Geräte entstanden, mit eigenen Priestern. An einer Stelle hiess es, der Panzer leide daran, dass sie eine Schlacht verloren hätte, sei deswegen depressiv und nicht einsatzfähig. 
Als Leser muss man schon eine Vorliebe für diese Sci-Fi-Welt und die kriegerische Handlung haben. Denn in der Geschichte zieht die Mannschaft von einem Auftrag zum nächsten. Zwar gibt es einen groben Handlungsbogen, aber da wir Hauptsächlich bei der Lux Imperior mitreisen, erleben wir als Leser eben die Schlachten, die gekämpft werden.
Dieses Buch war für mich mal etwas ganz Anderes, etwas Neues und bisher Unbekanntes. Nur schon deswegen hatte ich beim Lesen meinen Spass. Mal sehen, wann mir das nächste Buch mit Panzer-Cover in die Hände fallen wird!

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

morbus dei, morbus dei (3), im zeichen des aries, ebook, österreich 1704

Morbus Dei: Im Zeichen des Aries

Bastian Zach , Matthias Bauer
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 13.08.2013
ISBN 9783709976517
Genre: Historische Romane

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

gestaltwandler, werwesen, fantasie, puma, dämonen

Schwestern des Mondes: Katzenmond

Yasmine Galenorn , Katharina Volk
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.01.2014
ISBN 9783426514122
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dragon Teeth: A Novel

Michael Crichton
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Harper, 23.05.2017
ISBN 9780062473356
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ich damals „Jurassic Park“ gelesen habe, schrieb sich Michael Crichton in mein Herz. Als es dann hiess, dass ein bis dato unveröffentlichtes Werk des Autoren erscheinen würde, bestellte ich es sofort.
Ja, auch in „Dragon Teeth“ geht es um Dinosaurier. Dieses Mal werden sie aber nicht zum Leben erweckt, sondern bleiben so, wie wir sie bis heute kennen: Fossilien. In diesem Buch reisen wir zurück in die Zeit, als die Existenz der riesigen Echsen langsam ins Bewusstsein der Menschheit trat.
Erst kürzlich las ich einen Artikel über die sogenannten „Dinosaurierkriege“, die sich zwei der berühmtesten Paläontologen lieferten: Marsh und Cope begannen als Freunde, doch wurden sie bald schon Erzrivalen, die sich einen richtigen Krieg lieferten mit allem drum und dran. Auch mit TNT.
Wie überrascht war ich da, als ich bei Crichton auf eben jenen Marsh traf! Auch Cope hat seinen Auftritt - „Dragon Teeth“ beschäftigt sich mit eben jenen Dinosaurierkriegen, von denen ich eben erst erfahren hatte.
Auch in diesem Werk flicht Crichton Realität und Fiktion zu einem faszinierenden Erzählteppich zusammen. Vor dem Hintergrund obig genannter Kriege macht sich der junge Johnsson auf in den Wilden Westen. Der Junge ist als Hauptfigur austauschbar, denn die eigentlichen Hauptfiguren sind die Fossilien, die Cope und Johnsson finden: die Drachenzähne.
Dieses Buch liest sich wie ein richtiger Western: es gibt Schiessereien, Verfolgungsjagden und Täuschungsmanöver. Doch während des Lesens erfahren wir vieles über die Geschichte der Paläontologie, die Beziehungen der Weissen mit den Indianern und auch über das Thema Religion. Im Epilog erklärt der Autor, welche Teile erfunden sind und welche auf nachweisbaren Fakten beruhen. Das immer wieder erwähnte Werk „Life of a Fossil Hunter“ lässt sich übrigens hier einsehen: http://www.biodiversitylibrary.org/item/62854#page/101/mode/1up
Crichtons Schreibstil überzeugt mich ein weiteres Mal. Kaum fängt man an zu lesen, ist man mittendrin in der staubigen Wüste, lässt sich von der Erzählstimme leiten und fühlt sich gut aufgehoben in der Geschichte. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und auch andere berühmte Personen geben sich ein Stelldichein: so treffen wir im Zugwagon auf den schreibenden Robert Louis Stevenson und Wyatt Earp leistet Johnsson grosse Hilfe.
Ruhige und wilde Episoden wechseln sich ab, wobei man vor Johnssons Zuverlässigkeit (Sturheit?) den Hut ziehen muss. Alleine mit zehn Kisten wertvollen Dinosaurierknochen mitten im Nirgendwo des Wilden Westens. Der Junge steht seinen Mann!
Michael Crichton hat sich mit „Dragon Teeth“ seinen Platz als einer meiner Lieblingsautoren erschrieben und ich freue mich darauf, noch weitere Bücher von ihm zu lesen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kafka

Kafka geht ins Kino

Hanns Zischler
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch, 09.03.2017
ISBN 9783869711058
Genre: Sonstiges

Rezension:

Literatur und Kino müssen sich nicht ausschliessen. Man kann beides geniessen, wie kein Geringerer als der grosse Franz Kafka beweist. Dies ist die erweiterte und überarbeitete Version des gleichnamigen Klassikers von 1996. Vor dieser Zeit war den Literaten kaum bewusst, wie stark das Kino Kafka geprägt hat - dafür brauchte es Hanns Zischler, selbst u.a. Schauspieler, Regisseur und Essayist. Nein, Literatur und Kino müssen sich definitiv nicht ausschliessen!
Die Neuausgabe kommt als bibliophiles Buch daher, an dem man sich von allen Seiten erfreuen kann. Äusserlich wie inhaltlich. Inhaltlich zeigt uns Zischler die Tagebucheinträge Franz Kafkas, in denen immer wieder diverse Kinofilme auftauchen. Diese hat Zischler gesammelt, stellt sie vor und bringt Hintergrundinformationen. Dazu kommen viele, teilweise zweiseitige Standbilder aus den Filmen, die Franz Kafka am meisten beeindruckt haben.
Hier kommen sie beide auf ihre Kosten: die Bibliophilen, die Literaten und die Cineasten. Das Buch ist eine kleine Biographie Kafkas, stellt uns vergessene Perlen der Filmkunst vor uns ist in so hochgradiger Qualität gedruckt, dass es eine Freude ist. Als Extra liegt dem Buch eine DVD mit den besprochenen Filmen bei, die ich jedoch noch nicht gesehen habe.
Während der Lektüre wird man in eine vergangene Zeit gesogen, man liest sie, man sieht sie, man fühlt sie. Es ist eine Epoche, in der ganz Europa in einer grossen Euphorie steckt. Ob nun die erste grosse Flugschau, die ersten Kinofilme oder lange Reisen - alles ist neu, rasant und man merkt, dass ein neues Zeitalter anbricht. 
Und mittendrin Franz Kafka, der Verlorene, der Einsame, der sich vor der Welt ins Kino flüchtet, um danach stundenlang exzessiv zu schreiben. Durch dieses Werk erhält man Einblick ins Denken Kafkas und wie stark ihn die Filme geprägt haben. Sein szenisches Beschreiben erinnert mehr und mehr an Einstellungen aus dem Kino.
"Kafka geht ins Kino" ist ein unvergleichliches Werk, das seinen Stand als moderner Klassiker verdient. Schön, dass dieses Buch neu aufgelegt wurde und so auch einer neuen Generation an Film- und Bücherfreunden zugänglich gemacht wird.
Ein Schmuckstück für des Regal. Ob nun beim Bücherwurm oder beim Filmfreak.

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212 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

horror, stephen king, elektrizität, roman, thriller

Revival

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.03.2015
ISBN 9783453269637
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Revival“ ist eine der eher ruhigeren Geschichten Kings, die nichtsdestotrotz ebenso verstörend ist. Vor allem das Ende, aber darüber will ich hier nichts verraten.
Jamies Lebensgeschichte, die wir in dieser Geschichte erleben, klingt auf den ersten Blick nach einem typischen Roman: Kindheit - Katastrophe - Leidenschaft - Drogen. Doch sollte man als Leser niemals vergessen, dass dieses Buch ein Werk von Stephen King ist. So einfach und so ordinär wie es erst klingen mag, ist es also nicht.
Nach der Lektüre des Buches merkt man, dass jedes Erlebnis, dass Jamie uns beschreibt, ein Puzzlestück ist, das genau da hingehört, wie es eben hingehört. Der Mittelteil, in dem Jamie von seiner Musikleidenschaft und seiner Sucht erzählt, mag etwas zäh sein, doch schwingt im Hintergrund stets ein leises Rauschen mit. Wir wissen, irgendetwas wird passieren. Irgendetwas muss passieren und irgendetwas passiert dann auch.
Dieses Buch mag nicht das allerbeste der King’schen Werke sein, aber dieser Autor gehört zu jenen, bei denen auch die weniger starken Stücke immer noch gute Bücher sind. Denn „Revival“ liest sich flüssig wie gewohnt, man ist wie immer sofort mittendrin und will eigentlich gar nicht mehr aufhören.
Auch während der ruhigeren Passagen verlässt einen nie das ungute Gefühl. Kings Thema, der Fanatismus, ist herausragend dargestellt. Auch als Leser nimmt man die ständige Veränderung des ehemaligen Pastors wie am eigenen Leib wahr, er gibt sich immer mehr einer Macht hin, die er nicht (be-)greifen kann.
Abschliessend hoffe ich einfach, dass die Visionen, die King in diesem Buch beschreibt, kein Tatsachenbericht sind…

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

CAT ON A HOT TIN ROOF AND OTHER PLAYS

Tennessee Williams
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 29.11.2001
ISBN 9780141184357
Genre: Sachbücher

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sith, star wars

Star Wars™ - Darth Bane

Drew Karpyshyn , Regina Winter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.04.2014
ISBN 9783442269815
Genre: Science-Fiction

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602 Bibliotheken, 24 Leser, 4 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, hobbits, elben, mittelerde, der herr der ringe

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 17.07.2017
ISBN 9783608939811
Genre: Fantasy

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

drogen, gefängnis, gewalt, alkohol, experimente

Clockwork Orange

Anthony Burgess , Ulrich Blumenbach
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 23.09.2013
ISBN 9783608939903
Genre: Romane

Rezension:

„Clockwork Orange“ ist bei uns vor allem durch die Verfilmung Kubricks zu grosser Berühmtheit gelangt. Aber auch die literarische Vorlage hat viel von sich reden gemacht. Unter anderem zählt das Buch zu den 100 bedeutendsten Romanen Grossbritanniens.
„Die Orange“ ist ein sehr intensives Werk, weswegen es mir auch eher schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Dieses Buch geht zu jenen, die sich den klassischen Beschreibungen von „gut“ und „schlecht“ entziehen. Man kann es mögen oder nicht - aber in eine Schublade stecken kann man es nur schwerlich.
Burgess stellt in seinem Buch eine unheimlich schwere Frage: kann sich ein Mensch dazu entscheiden, gut bzw. böse zu sein? Soll man ihm diese Entscheidung überlassen oder zum Wohle der Allgemeinheit diese Entscheidungsfreiheit eindämmen? Ein brisantes Thema, über das wir alle einmal gründlich nachdenken sollten, auch wenn es bei beileibe nicht einfach ist.
Alex ist ein Antagonist. Er ist „der Böse“. Meistens sind „die Guten“ die Helden, wir identifizieren uns mit ihnen und wünschen, dass sie aus ihren Abenteuern siegreich hervorgehen. Nun aber erfahren wir die Geschichte aus Alex’ Sicht, er zieht uns in seinen Bannkreis, nennt uns „Brüder“.
Wie weit identifizieren wir uns mit einem Helden, der zum Spass Leute quält? Inwieweit wünschen wir uns, dass Alex aus seinen Abenteuern siegreich hervorgeht? Finden wir ein bisschen Alex in uns selber? Macht uns das zu einem „bösen“ Menschen?

„Clockwork Orange“ ist eine Grenzerfahrung. 
Alex selbst hat keinerlei Mitgefühl oder gar Empathie. Frisch und munter erzählt er, was er Anderen antut und sieht darin nichts Falsches. Spannend zu beobachten ist sein Verhalten im Kontext mit der Gesellschaft in der er lebt - dort ist Gewalt an der Tagesordnung. Die Gesellschaft scheint noch verrohrter zu sein als mir unsere teilweise erscheint. Alex und seine Kumpane sind also nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.
Für dieses Buch hat sich Anthony Burgess eine eigene Jugendsprache ausgedacht, die Alex und seine Freunde sprechen: Nadsat, eine Mischung aus englischen Slangs und Russisch (einige Szenen im Buch erinnern sogar ein wenig an den Kommunismus, zum Beispiel die Malereien an den Wohnblöcken). Trotz dieser uns eigentlich unbekannten Wörter lässt sich ihre Bedeutung aus dem Zusammenhang gut erfassen, in meiner Ausgabe war zusätzlich noch ein Glossar im Anhang zu finden. Diese eigene Sprache macht die Lektüre des Buches noch eindringlicher und fassbarer, und das obwohl diese jungen Menschen mit ihrem Slang unschöne Dinge mit teilweise lustigen Ausdrücken „verschönern“. Eine übrigens gängige Praxis auch bei uns; Stichwort „Kollateralschaden“.
Eine Antwort auf die gesellschaftlichen Probleme vermag Burgess wohl nicht zu geben, doch auf die eingangs gestellte Frage gibt er eine klare Antwort. Im abschliessenden 21. Kapitel bezieht der Autor sehr klar Stellung. Ob man mit Burgess übereinstimmt oder nicht bleibt schlussendlich dem Leser überlassen.

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137 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

ismus, nordkorea, prinz der dämmerung, fighting jax, serie

Dancing Jax - Finale

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei script5, 14.10.2014
ISBN 9783839001363
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie der Titel schon sagt, ist dies der abschliessende Band von Robin Jarvis’ „Dancing Jax“-Trilogie. Wie bei jeder Trilogie empfiehlt es sich, die Vorgänger gelesen zu haben. Da Jarvis aber auf vorhergegangene Ereignisse eingeht, könnte man diesen Teil theoretisch auch einzeln lesen, ob das aber wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht sagen.

„Finale“ setzt einige Monate nach „Zwischenspiel“ ein und man erfährt, wie es den Helden aus Band zwei ergangen ist. Die Kinder und Martin Baxter haben in Nordkorea Zuflucht gefunden, das sich als einziges Land noch gegen „Dancing Jax“ bewahren kann.Doch fleissige Leser der Trilogie wissen natürlich, dass jemand wie der Ismus keine halben Sachen macht und bald schon realisieren die Kinder, dass das grosse Finale kurz bevor steht.

Der abschliessende Band hat mich zwar nicht ganz so von den Socken gehauen wie Band zwei, aber unerwarteterweise hat mir das Buch sehr gut gefallen. Obwohl es ein Jugendbuch ist, schreibt Robin Jarvis hier eine wirklich gute Horrorgeschichte, die mich noch immer überzeugt, obwohl ich mich grösstenteils aus dem YA-Genre zurückgezogen habe.

Blutig und brutal geht es auch in „Finale“ wieder zu und her, man muss sich auch hier von vielen lieb gewonnenen Charakteren verabschieden. Die letzten Seiten haben etwas von „Die Tribute von Panem“ an sich, ohne jedoch wie ein Abklatsch zu wirken. Man könnte dieses Finale auch als blutige Version eines typischen Fernsehabends betrachten. Was es auf diese Art und Weise ja auch ist.

Jarvis hat einen spannenden und gut funktionierenden Plot geschaffen, bei dem auch der Leser manchmal an der Nase herumgeführt wird. Die Figuren sind allesamt Unikate und sehr liebevoll gezeichnet. Umso schmerzhafter ist es deshalb, wenn sie dem Ismus zum Opfer fallen.

„Dancing Jax: Finale“ ist ein gelungener Abschlussband einer grossartigen Reihe. Erwachsene Horrorleser können sich ruhig auch an diese Bücher wagen, wenn sie akzeptieren, dass „Dancing Jax“ in erster Linie für Jugendliche geschrieben ist. Was den Gruseleffekt und die blutigen Szenen anbelangt, nimmt es diese Trilogie aber auch mit den Horrortiteln für Erwachsene auf.

Leichter Spoiler: Ich persönlich hätte mir allenfalls ein etwas versöhnlicheres Ende gewünscht. Aber wir kennen das ja von den Horrorfilmen - die enden auch alle so. Vielleicht hat sich Jarvis aber auch ein Hintertürchen für einen vierten Band offen gehalten?

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100 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

bibliothek, fantasy, genevieve cogman, parallelwelten, bücher

Die unsichtbare Bibliothek

Genevieve Cogman , Dr. Arno Hoven
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404208708
Genre: Fantasy

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

roboter

Exoplanet: Mission Kepler-438b

Armin Weber
Flexibler Einband: 311 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.05.2016
ISBN 9781530964826
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ich von Autor Armin Weber die freundliche Anfrage zur Rezension erhielt, zögerte ich im ersten Moment. Obwohl ich mich momentan in einer Sci-Fi-Phase befinde, wusste ich nicht, ob mir das Buch wirklich zusagen würde. Doch dann dachte ich "Why not?" und bin nun sehr froh, dass ich den ersten Band von "Exoplanet" lesen durfte. 
Weber wirft in seinem Buch sehr viele ethische und soziale Fragen auf. Vor allem natürlich jene, wie weit Nummer 2 mit ihrer „Forschung“ an Mada gehen darf/soll. Teilweise wurde mir bei ihren Tests ziemlich schummrig zumute. Aber auch die Frage nach der Rolle des Menschen wird gestellt. Krone der Schöpfung oder Sklave der Maschine?
Wir folgen den unterschiedlichen Hauptfiguren auf ihren Wegen, lernen sie kennen und verstehen. Alle haben andere Antriebe und Gründe für ihre Handlungen. Dabei wird auch Terry nicht ausgespart, der hier als Bösewicht fungiert, jedoch nicht ohne weitere Fragen aufzuwerfen: inwieweit kann er für seine Handlungen verantwortlich gemacht werden? Oder liegt die Schuld alleine auf Nummer 2?
Zwar hätte man die Figuren vielleicht noch etwas differenzierter zeichnen können, aber das ist für mich meckern auf hohem Niveau. Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich, dass das Ende sehr nach der Maxime des Deus ex Machina funktioniert. Schlussendlich flutscht es fast ein wenig zu sehr.
Dennoch tat dies meiner Freude an „Exoplanet“ keinerlei Abbruch. Ich lasse mich immer wieder gerne überraschen und dieses Buch war ein solcher Überraschungserfolg. Erwartet hatte ich Kämpfe und Schlachten und obwohl es zu einigen rasanten Kämpfen kommt, so bleibt mir dieses Werk doch vor allem wegen seiner unerwarteten philosophischen Züge im Kopf.
Ein Blick auf Amazon zeigt, dass Weber bereits vor diesem Titel Bücher veröffentlicht hat, die auch sehr gute Rezensionen erhalten haben. Diese schriftstellerische Erfahrung schlägt sich auch in diesem Werk nieder. „Exoplanet“ lässt sich süffig und spannend lesen, man findet keinerlei Stopfersteine oder Rechtschreibfehler. Die Sprache ist angenehm und passend für das Milieu, in dem die Handlung stattfindet.
In „Exoplanet 2: Lichtsturm“ geht die Geschichte übrigens weiter und wir erfahren, was aus unseren Helden geworden ist.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Born Free

Malaika Wa Azania , Antje Papenburg , Simphiwe Dana , Irene Loebel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Rotpunktverlag , 15.02.2016
ISBN 9783858696878
Genre: Biografien

Rezension:

Südafrika wird oft als Beispiel angeführt, dafür, dass Afrika funktionieren kann. Doch dass dies nur eine europäisch-amerikanische Sicht ist, beweist uns die kämpferische Malaika in ihrem Brief an den ANC (dem Afrikanischen Nationalkongress). In "Born Free" erleben wir unverstellt, wie es in Südafrika wirklich aussieht.
Das Leben der ärmsten der Armen ist noch immer geprägt von Rassismus und alten Regeln, die man angeblich über Bord geworfen hat. Dabei erstaunte mich, dass die Apartheid noch gar nicht so lange her ist. Malaika ist ein paar Jahre jünger als ich und gehört zur ersten Generation der sogenannten "Born Free", also jener schwarzen Südafrikaner, die gleichberechtigt sind.

Doch die Schilderungen Malaikas stimmen einen traurig. Es kann doch nicht sein, dass hauptsächlich von Weissen besuchte Schulen staatliche Fördergelder bekommen, während die Schulen von hauptsächlich schwarzen Schülern kaum über die Runden kommen. Hier setzt Malaikas Kritik ein - es beginnt schon in der Kindheit, da die armen Schüler kaum die Möglichkeit haben, die Bildungslücken aufzuholen.

Auch die Schilderung, als Malaika mit 18 ihr Studium begann und auf einer Party nur aufgrund ihrer Hautfarbe sehr schlecht behandelt wird - das ist erst ein paar Jahre her! Ich war oft entsetzt darüber, was diese junge Frau erleben musste. Und so wie ihr ergeht es vielen jungen Schwarzen.

"Born Free" ist ein sehr politisches Buch, in dem Namen auftauchen, die uns Westler kaum bekannt sind. Dennoch zeigt das Buch den Weg einer mutigen und vor allem wütenden Frau auf, die weiss, was sie will. Es braucht solche Persönlichkeiten wie Malaika Wa Azania, die Missstände offen ansprechen und es so schaffen, diese zum Besseren zu ändern.

Ja, Malaika ist wütend und dazu hat sie auch allen Grund. Zwar tappt sie dabei auch manchmal in die Vorurteilsfalle, aber man merkt auch, dass die Autorin immer erwachsener wird. Dennoch frage ich mich, was Malaika davon hält, dass dieses Buch auch von Weissen gelesen wird. Denn eigentlich wendet sich ihr Text vor allem an junge Schwarze.

Dieses Werk ist lesenswert für alle, die Südafrika jenseits des beliebten Touristenorts kennenlernen wollen. Für jene, die sich ein Bild davon machen möchten, wie es tatsächlich ist, in den Slums aufzuwachsen.

Südafrika ist auf einem guten Weg, wenn es Leute wie Malaika Wa Azania hat, die sich für echte Gleichberechtigung einsetzen und jenen eine Stimme geben, die nicht für sich sprechen können.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Star Wars™ - Schülerin der dunklen Seite

Christie Golden , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734161063
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dieses Buch gehört zum offiziellen Star Wars-Kanon von Disney und bietet allen Leserin einen tieferen Einblick in das Verhältnis Jedi-Sith, ausserdem lernen wir eine weitere Gruppierung kennen: die Nachtschwestern.
Was dieses Buch aber überraschenderweise ist: eine Liebesgeschichte.
Eine Liebesgeschichte, die mir tatsächlich gefallen hat. Wahrscheinlich braucht es bei mir Laserschwerter, Raumschiffe und x verschiedene Alienrassen, damit ich eine romantische Handlung tatsächlich geniessen kann.

Jedoch geht diese Geschichte weit über eine ordentliche Geschichte im Sinne von "Männlein trifft Weiblein" hinaus. Golden beschäftigt sich mich der Macht und ihrer Anwendung. Dabei finde ich den Ansatz der Nachtschwestern äusserst interessant: sie nutzen die Dunkle Seite, ohne sich ihr aber ganz hinzugeben wie es die Sith tun. Ventress war eine Schülerin der Sith, doch hat sich aus eigener Kraft von der Dunklen Seite losgesagt.

Doch Christie Goldens Werk überzeugt nicht nur doch eine feinfühlige Beziehungsgeschichte mit spannenden und gut ausgearbeiteten Figuren, sondern dadurch, dass man auch Leser schlussendlich nicht mehr weiss, was nun wahr und falsch ist. Golden spielt mit uns, genauso wie sie mit den Figuren spielt. Denn wenn sogar jemand wie Yoda den Überblick verliert - wie sollen wir denn noch unterscheiden können?

Es ist ein Katz und Maus-Spiel der Macht und der Gefühle. Wer ist denn nun geblendet? Wer sieht nur das, was er/sie sehen will? Ich konnte mich nicht losreissen von diesem Roman, er verfolgte mich sogar in Gedanken. Ich wollte so gerne das Eine glauben, war aber nicht sicher, ob das wirklich wahr sein kann.

Dabei schafft es Golden, dass die Geschichte nicht überladen wirkt, sondern sich perfekt ins Geschehen der Star Wars-Reihe einfügt. Für Melancholiker hat sogar Anakin Skywalker einen Auftritt und Obi-Wan übernimmt eine sehr wichtige Rolle.

"Schülerin der dunklen Seite" wird als eines der besten Werke des literarischen Star Wars-Kanon gefeiert. Zwar kommt es nicht an "Darth Plagueis" heran, ist jedoch sehr nah dran und definitiv eine Empfehlung für alle Fans der Sternenkriege. Dank der Lektüre erhält man ein tieferes Verständnis der Macht, wie sie funktioniert und wie sie gehandhabt werden kann.

Ausserdem rockt dieses Buch und Vos und Ventress haben sich in meiner Rangliste der Lieblingsfiguren bis ganz nach oben gekämpft.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

arjouni, rassismus, cherryman jagt mr. whit, buch, krimi

Cherryman jagt Mister White

Jakob Arjouni
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.05.2012
ISBN 9783257241679
Genre: Romane

Rezension:

Die Bücher von Jakob Arjouni sind gewollt unangenehm. Das genau mag ich an ihm, dennoch musste ich leer schlucken, als bereits auf den ersten Seiten von „Cherryman jagt Mister White“ eine Katze getötet wird. Ich bin wohl etwas aus der Arjouni-Übung.

Danach war ich wieder mittendrin und wieder einmal zeigte mir Arjouni, weshalb ich seine Bücher mag. Denn auch in diesem kurzen Weg stellt der Autor unsere Ansicht von Gut und Böse auf den Kopf. In diesen Bücher gelangen wir nicht eine mystische Fantasy-Welt, sondern landen knallhart auf dem Beton der Realität.

Hätten wir von Ricks Fall aus den Medien gehört, wäre für uns die Sache einfach: Nazi will jüdischen Kindergarten in die Luft jagen. Dafür war die Sache ganz anders. Rick schildert in seinen Berichten an Dr. Layton, wie es tatsächlich dazu kam, dass der Junge die Kinder sogar gerettet hat.

Man kann darüber diskutieren, ob Rick die Stelle gar nicht hätte annehmen sollen. Aber nach der Szene mit der Katze wissen wir, dass diese Leute nicht scherzen, wenn sie Rick damit drohen, die über 80-jährige Tante zu bedrohen. Ausserdem weiss ich aus eigener Erfahrung, wie verzweifelt man ist, wenn man jahrelang auf der Suche nach einer Stelle ist.

Rick zeigt uns den Menschen in uns allen. Ja, Rick mag Superhelden, das tun wir doch alle. Doch die meisten von uns sind eben nur das, was wir sind: Menschen. Keine Superhelden mit Superkräften.

Schlussendlich zeigt Rick aber auch, was passieren kann, wenn man jemanden so sehr in die Ecke drängt, dass Angriff plötzlich die beste Verteidigung ist. Nein, Rick ist kein Held, er ist der nette Junge von nebenan, der in der falschen Nachbarschaft gelandet ist, immer das Opfer, bis irgendwann Schluss ist.

Aus dem Text geht mehr und mehr hervor, wie jung der Protagonist eigentlich ist. Ja, ich mag Rick und mag ihn immer noch, auch nach seiner letzten Tat. Arjouni steigt über das Schwarz-Weiss-Denken hinweg und setzt sich mit den Umständen auseinander, die einen netten Menschen zum Mörder werden lassen.

Ein Mord als einfache Tat ist verabscheuungswürdig. Doch was, wenn er damit anderen das Leben gerettet hat? Plötzlich ist unsere Ansicht auf das Leben gar nicht mehr so einfach, wie wir es oft gerne hätten.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tau und Gras

Galsan Tschinag
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 23.02.2004
ISBN 9783293202856
Genre: Biografien

Rezension:

33 kurze Geschichten und Episoden aus seinem Leben gibt Galsang Tschinag hier zum Besten. Es sind eindrückliche und unvergessliche Erlebnisse, die uns mitnehmen in die Mongolei der 50er-Jahre, mitten hinein ins Nomadenleben.

Es sind zum Teil sehr persönliche Eindrücke, die der Autor hier mit uns teilt. Diejenige, die mir im Kopf bleiben wird, ist jene, in der der kleine Galsang das Salz seiner Mutter in der Steppe verteilt, da er so sehr unter dem Tod seiner Grossmutter leidet. Das Verhalten des Kindes ist für uns süss, nimmt es doch eine Redensart zu wörtlich, gleichzeitig ist es herzzerreissend, wie der kindliche Schmerz geschildert wird.

Solche und ähnliche Geschichten sind hier versammelt und geben trotz der Kürze einen anschaulichen Einblick in das Leben des Stammes. In der Kürze liegt die Würze und Tschinag beweist es uns hier klar und deutlich. Es braucht nicht viele Worte, wenn uns jemand sein Herz öffnet und dieses Buch trägt sein Herz auf der Zunge.

Dabei hat Tschinag die deutsche Sprache, die nicht seine Muttersprache ist, besser gemeistert als mancher gebürtige Deutsche. Tschinag besticht mit seiner Ausdruckskraft, seinen klar gewählten Worten, gut gesetzten Ausdrücken - eine Sprache, die uns hineinzieht, umarmt und uns die Weite der Steppe zeigt, obwohl wir diese wahrscheinlich nie kennenlernen werden.

„Tau und Gras“ ist nicht mein erstes Buch von Galsang Tschinag, aber wohl das bisher eindrücklichste und jenes, das mich am meisten verzaubert hat. Tatsächlich hatte ich teilweise das Bedürfnis, meine Sachen zu packen und in die Mongolei zu reisen.

Diese Macht hat Galsang Tschinag. Diese Macht haben Worte.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

gay romance, paar, funken sprühen, begehren, beziehung

Begegnung um Mitternacht

KJ Charles , Ursula Prawitz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.04.2016
ISBN 9783736302211
Genre: Romane

Rezension:

Oh, es ist eine Liebesgeschichte! Dafür mag ich sowas doch eigentlich gar nicht. Sogar bei LGBT-Büchern tue ich mich damit oftmals schwer. Dennoch habe ich mir dieses Buch gekauft, weil ich auf mehreren Blogs sehr positive Rezensionen darüber gelesen habe.

Und tatsächlich wurden meine doch eher hohen Erwartungen nicht enttäuscht! Ich kam gar nicht mehr aus dem Lesen raus und hätte gerne ein paar Tage frei genommen, um das Buch zu ende zu lesen.

"Begegnung um Mitternacht" liest sich extrem flüssig weg, man ist sofort mittendrin und raus will man sowieso nicht mehr. Zumindest mir ging es so. Im Grossen und Ganzen mag das Buch eher an eine gut geschriebene Fanfiction erinnern - aber wer hat schon etwas gegen eine gute Fanfiction einzuwenden?

Auf jeden Fall herrscht sehr viel (auch sehr erotische) Spannung zwischen Archie und Daniel und ja, das gefällt mir. Gefällt mir sogar sehr. Natürlich geht dann schlussendlich alles etwas schnell und vielleicht auch einen Tick zu einfach, aber ehrlich gesagt interessierte mich das nicht wirklich. Immerhin ist dies nur eine Geschichte, die zwar geschickt mit historischen Details aufgewertet wird, aber in erster Linie will das Buch unterhalten und keine historische Abhandlung über das Leben homosexueller Männer zur damaligen Zeit schreiben. Auch wenn KJ Charles durchaus viel Wissen in den Text einwebt.

Nach der Lektüre hätte ich am liebsten zum nächsten Buch der Autorin gegriffen, aber auf Deutsch scheint noch nicht viel von ihr erschienen zu sein. Aber KJ Charles bleibt auf meinem Radar und wenn es sich nicht anders ergibt, lese ich ihre Titel auch auf Englisch.

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

star wars, sci-fi, skyalker, science-fiction, bücherreihe

Star Wars™ - Episode I - Die dunkle Bedrohung

Terry Brooks , Regina Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 23.11.2015
ISBN 9783734160622
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bisher habe ich mich stets von Büchern, die aus Filmen entstanden, ferngehalten. Zu sehr musste ich dabei an die eher schlecht geschriebenen Titel denken, die ich in früher Jugend mal gelesen hatte. Filme sollte man nicht in Bücher verwandeln, lautete mein Schluss. Dennoch wanderte "Die dunkle Bedrohung" auf meinen SUB. Wie es war? Erleuchtend!

Terry Brooks ist kein Unbekannter. Obwohl ich bisher noch nie etwas von ihm gelesen hatte, war er mir als Autor zahlreicher Fantasy-Bücher ein Begriff. Dass die Wahl der "Literarisierung" von Episode Eins auf ihn fiel, war bestimmt kein Zufall. Und ein richtiger Glücksgriff.

Ein Glücksgriff für Fans ist auch dieses Buch. Es erzählt zwar genau die Handlung des uns allen bekannten Filmes nach, hat aber die Perspektive und die Zeit eines Buches. Brooks beweist hier, dass sich Film und Buch sehr wohl ergänzen und perfekt harmonisieren können.

Auch als alter Fan kann man in diesem Buch  noch Neues entdecken. Neue Eindrücke gewinnen und Details entdecken, die im rasanten Film vielleicht verloren gehen. Brooks nimmt die filmischen Szenen und setzt sie so um, dass ich mich oft direkt in die Filmwelt versetzt fühlte. Aber der Autor nimmt den Leser auch an der Hand und zeigt uns Sachen, die uns zuvor vielleicht noch gar nicht aufgefallen sind. Zumindest erging es mir sehr oft so.

Durch die literarische Verarbeitung des filmischen Stoffes hat sich mir ein ganz neues Star Wars erschlossen und ich fühle mich in dieser faszinierenden Welt nun noch heimischer als zuvor. Terry Brooks schreibt sehr flüssig, mit schlichten Sätzen, aber mit sehr viel Zug. Die Kampfszenen hätten allenfalls ein klein wenig ausgefeilter sein können, aber da man sowieso die Bilder aus dem Film im Kopf hat, erübrigt sich dies.

Fans, die selten lesen und lieber Filme schauen, sollten sich nicht abgeschreckt fühlen. Wie gesagt, Brooks schreibt sehr einfach, der Satz ist gross gehalten und die Kapitel kurz. Dies hat der Verlag mit Blick auf die Zielgruppe gut bedacht und es wäre schön, wenn Terry Brooks es schaffen könnte, so ein paar leseferne Star Wars-Fans für die literarischen Erweiterungen des Filmuniversums (oder gar des Lesens an sich!) zu begeistern.

Für Neulinge bietet das Buch gute Erklärungen dieser Welt (z.B. weshalb es immer nur zwei Sith Lords geben kann) und kann jemanden, der bisher noch wenig mit Star Wars in Berührung kam, weiter in die Materie einfühlen. Wer jedoch eher skeptisch veranlagt oder bisher noch gar keinen der Filme gekannt hat, könnte sich von den vielen Rassen-Bezeichnungen, Planeten und Geräten verwirrt fühlen, denn ein Stichwortverzeichnis o.Ä. fehlt leider ganz. Ein gewisses Vorwissen ist also angebracht.

Jedem, der sich die Zeit bis zum nächsten neuen Film oder zum nächsten Star Wars-Marathon vertreiben möchte, lege ich dieses Werk jedoch stark ans Herz. Möge die Macht mit euch sein!

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

saudi-arabien, öl, roman, macht, arabien

Salzstädte

Abdalrachman Munif , Magda Barakat , Larissa Bender
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.07.2005
ISBN 9783453350199
Genre: Romane

Rezension:

Salzstädte sind Orte, an denen man nicht dauerhaft leben kann und in diesem Sinne erzählt Abdalrachman Munif vom Einfall der Amerikaner in ein bis dato ruhiges Dorf. Der Grund dafür: Öl. Mit dem Versprechen, dass alle Bewohner reich werden würden, werden die Familien entwurzelt, umgesiedelt und die Männer als Arbeitskräfte in Lager gebracht.
Dieses Buch ist der erste Band einer fünfteiligen Saga der arabischen Geschichte und zeigt kritisch auf, was die Ölförderung für Opfer brauchte. Dieser unverstellte Blick auf Geschehenes sorgte dafür, dass dem Autor seine saudi-arabische Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Munif ist unangenehm, denn er weiss auch, wovon er berichtet, arbeitete er selbst doch ebenfalls in der Ölindustrie.
Trotz der Wichtigkeit dieses Werkes hatte ich meine liebe Mühe damit. Nicht, dass es zäh gewesen wäre, eher im Gegenteil. Das Buch war mir persönlich leider zu aussenstehend. Wir begegnen vielen Figuren, jedoch erobert sich keiner wirklich den Platz als Hauptfigur. Somit fehlte mir ein roter Strang, der mich in diese harte Realität hineingezogen hätte.
Dennoch bleiben mir die Schilderungen im Kopf. Wie sich das Leben dieser einfachen Leute von heute auf morgen ändert und keiner fragt sie nach ihrer Meinung. Die Amerikaner sind ihnen fremd, ihr Verhalten ergibt keinen Sinn. Versprechungen werden gemacht, aber nicht gehalten.
Auch wenn es vielleicht eher unwahrscheinlich ist, dass ich die anderen vier Teile ebenfalls lesen werde, so war es dennoch eine aufschlussreiche Lektüre. Es bietet einen tiefen Einblick in die arabische Seele und hilft dabei, Zusammenhänge zu sehen, die bis ins 21. Jahrhundert hineinreichen.
Mein einziger grosser Kritikpunkt ist, dass die weibliche Perspektive fast gänzlich fehlt. Frauen kommen anfangs gegen Ende am Rande kurz vor, ansonsten sind alle handelnden Charaktere männlich. Dies kann man damit erklären, wie die Familienstrukturen aufgebaut sind und dass vor allem Männer in der Ölförderung arbeiten. Aber trotzdem sind diese Männer doch irgendjemandes Söhne, Brüder, Ehemänner…
Ja, es hätte mich auch sehr interessiert, wie die Frauen mit dieser Katastrophe umgegangen sind bzw. sich mit diesem neuen Leben abgefunden haben. Denn schliesslich wurden nicht nur die Männer entwurzelt, sondern auch die Frauen des Volkes.

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725 Bibliotheken, 12 Leser, 4 Gruppen, 36 Rezensionen

horror, hotel, stephen king, thriller, geister

Shining

Stephen King
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.04.1985
ISBN 9783404130085
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Endlich! Wieder eine Leselücke geschlossen! Lange bevor ich den berühmten Film von Kubrick gesehen habe, stand das Buch schon auf meiner Wunschliste. Nachdem ich es mir dann endlich geholt hatte, lag es dann auch noch unglaublich lange auf meinem SUB.
Dafür habe ich die Lektüre nun umso mehr genossen. Stephen King ist und bleibt Stephen King und der weiss ganz genau, was er tut. Das beweist er auch in seinem Meisterwerk "Shining", das ein gelungener Ausflug in die menschliche Pysche ist.
Der Anfang ist harmlos und sogar sehr versöhnlich, es ist ein schöner Herbst. Doch dann kommt der Schnee und das Overlook wird immer stärker. Anfangs sind es kleine Dinge, doch diese Dinge wachsen und schwellen an. Immer mehr bekommt auch der Leser mit, wie sich vor allem Jack verändert. Wie sich das Hotel in seine Gedanken schleicht, sein Wesen auslöscht.
Viel von der Stimmung liegt an den gebrochenen Zeilen. Es gibt immer wieder Einschübe, Klammern, kursiven Text - auch beim Leser schleicht sich das Hotel mit seiner Macht ein. Da wir es mit Stephen King zu tun haben, wirken diese Unterbrüche nicht störend, sondern unterstreichen nur die Verwirrung, mit der die Figuren zu kämpfen haben. Wir sind somit also live dabei. Direkt und unverstellt.
Die Handlung nimmt immer mehr an Fahrt auf und dabei tat mir Danny wirklich Leid. Er ist nur ein kleiner Junge, dem so etwas nicht zugemutet werden sollte. Doch schien es sein Schicksal zu sein, armer kleiner Danny.
"Shining" ist ein weiterer King-Liebling meinerseits, nur schon wegen des speziellen Schreibstils. Dabei ist das Buch, wie nicht anders gewohnt, ein wahrer Pageturner und die Seiten fliegen tatsächlich nur so dahin. Vor allem, weil man einfach wissen muss, wie es nun weitergeht, in diesem mörderischen Hotel in den einsamen Bergen.
Tipp: Die Kurzgeschichte vom Roten Tod von E. A. Poe lesen und darauf achten, wie geschickt und feinfühlig King die Thematik in seinem Werk wieder aufgreift!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe


Fester Einband
Erschienen bei null
ISBN B00FNATFNU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Jahr ist das Jahr der enttäuschenden Lieblingsautoren. Nun also auch Umberto Eco. Dabei war dieses Buch als Ferienlektüre in Prag gedacht - ich meine, welches meiner Bücher hätte besser gepasst?
Anfangs war ich noch neugierig, auch die Hauptfigur fand ich interessant. Grundsätzlich finde ich ja unsympathische Helden interessant. Die Sprache war für einen Eco sehr einfach gehalten, fast schon zu einfach. Als wolle Eco sich an die breite Masse wenden.
Doch mehr und mehr enervierte ich mich über den Inhalt des Buches. Waren die Vorurteile und der Antisemitismus anfangs noch ziemlich unterhaltsam, so war es doch nach Seite 200 nur noch lästig. Was man hier an Antisemitismus und Schmähreden geliefert bekommt, ist unglaublich. Jeder andere Autor hätte sich sowas niemals leisten dürfen, auch nicht unter dem Argument, dass dies die Ansichten seiner Figur seien und nicht zwingend die des Schreibenden.
Ich fand an keiner Stelle den richtigen Zugang zu diesem Werk. Nur die Szene, in der Alexandre Dumas auftaucht, fand ich wirklich gut. Auch dieses Hin und Her bezüglich der zu erledigenden Aufträge fand ich irgendwann nur noch langweilig.
Nein, das war eindeutig kein Buch für mich. Aber zwei Sternchen bekommt es für die wunderschöne Aufmachung mit den tollen Bildern. Den Rest kann man von mir aus Literatur nennen, aber für mich war es eher eine Zeit- und Nervenverschwendung.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

H. P. Lovecraft - Die besten Geschichten

H. P. Lovecraft , Florian F. Marzin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 28.02.2016
ISBN 9783730603536
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer das Grauen sucht, liest Lovecraft.

Wie kein anderer versteht es Howard Phillips Lovecraft unsere Urängste zu wecken und die simpelsten Dinge in etwas absolut Furchtbares zu verwandeln. Denn Lovecraft weiss, was uns am meisten ängstigt: das Unbekannte. Die Schatten in den Augenwinkeln. Alles, was wir nicht greifen können.

Lovecraft ist der König und der Meister des Horrors, vor dem ich nur zu gerne freiwillig niederknie. Diese Geschichten kann man an einem sonnigen Nachmittag lesen und trotzdem wird man das Gefühl einer drohenden Gefahr nicht mehr los. Lovecraft nachts bei Regen - ein unglaublich intensives Erlebnis.

Spannend wird es, wenn man bereits einige Texte Lovecrafts gelesen hat und zu begreifen beginnt, dass sie oftmals übergreifend funktionieren. So taucht zum Beispiel immer wieder das berühmte Necronomicon auf. Aber auch andere Themen und Figuren trifft man immer wieder an. Selbstverständlich gehört auch Cuthulu dazu.

Natürlich haben mir nich alle Geschichten der Sammlung gefallen, manche waren sich auch zu ähnlich. Aber bis auf jene in Ägypten haben alle Texte zu einer angenehmen Gänsehaut geführt und vor allem die letzten drei Geschichten sind hochgradig gruselig. Ich weiss schon, weshalb ich mich von tiefen Gewässern fernhalte - jetzt mehr noch als zuvor.

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