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The Assassin of Verona (William Shakespeare Thriller 2)

Benet Brandreth
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Zaffre, 21.09.2017
ISBN 9781785762161
Genre: Sonstiges

Rezension:

William Shakespeare und seine Freunde Oldcastle und Hemminges müssen 1586 aus Venedig fliehen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist. Die Queen soll gestürzt werden und die drei hüten ein tödliches Geheimnis: die Namen der katholischen Verschwörer. Sie finden Zuflucht in Verona, doch auch dort ist die Gefahr nicht weit. Besonders Father Thornhill, ein Gesandter des neuen Papstes ist mit Vorsicht zu genießen. Mit allen Mitteln versucht er die strengen Ansichten und Regeln des Papstes durchzusetzen.

Die drei Engländer sind ihm ein Dorn im Auge, ebenso hat er es auf Aemelia, die Tochter des Herzogs abgesehen. Diese versucht mit allen Kräften ihre Affäre mit ihrem Cousin, einem mittellosen Dichter zu verheimlichen. Als Hemminges, Oldcastle und Shakespeare auf Aemelia treffen, verweben sich die ursprünglich einzelnen Handlungsstränge immer mehr.

Mit „The Assassin of Verona“ bringt Benet Brandreth bereits die zweite fiktive Erzählung rund um William Shakespeare. Spannend und gut durchdacht erzählt er eine Geschichte voller Intrigen und Machtgier, Liebe und purem Hass. Auch wenn es sich um eine frei erfundene Geschichte handelt, so hat sich der Autor nicht nur sehr gründlich dem großen Dichter auseinandergesetzt, auch die Zeit, in der das Geschehen seinen Lauf nimmt, und die Handlungsorte sind gut recherchiert.

Es hat mich sehr gefreut, dass William Shakespeare nicht einfach nur die Hauptfigur ist, gekonnt schafft es der Autor Anspielungen und Hinweise auf diverse Stücke von Shakespeare einzuflechten, unter anderem die Verkleidung einer Frau als Mann oder den Hinweis auf Sonett Nummer 18 im Epilog.

Auch der Aufbau des Buches gleicht einem Werk von Shakespeare. Zwar handelt es sich eine Prosaerzählung, dennoch ist das Buch in die klassischen fünf Akte aufgeteilt und eine Übersicht aller auftretenden Personen ist der Geschichte vorangestellt.

Der Schreibstil ist flüssig und hat mich nach einer gewissen Zeit gefesselt. Den Einstieg fand ich allerdings etwas mühsam. Nach dem Wettschwimmen zu Beginn des Buches, kam mir das weitere Geschehen erst einmal zäh und wenig interessant vor. So auch die erste Szene mit Aemilia und Valentine. Zum Glück hielt dieser Eindruck nicht allzu lange an und ich habe das restliche Buch genossen.

Mein Fazit: Für mich war dies das erste Buch aus der Feder von Benet Brandreth, doch ich bin sicher, dass es nicht das letzte bleibt. Ich weiß nicht, ob und wann nochmal ein neuer Shakespeare-Roman erscheint, doch es gibt ja mit „The Spy of Venice“ ja immer noch den ersten Teil :-)

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So frei bin ich nur hier

Deena
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Benevento, 23.11.2017
ISBN 9783710900259
Genre: Biografien

Rezension:

Als Sabrina Herr nach dem Abitur für ein freiwilliges soziales Jahr nach Ruanda fliegt, hätte sie niemals erwartet, in welcher Weise dieses Jahr ihr Leben umkrempeln wird. Die Arbeit in einem Projekt für Straßenkinder und die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der sie in Ostafrika aufgenommen wurde, haben sie nachhaltig beeindruckt. Doch eine Reise nach Uganda bietet ihr eine unglaubliche Chance. Als sie in einer Bar zum Spaß ein Lied auf Kiswahili singt, wird Faizel Bashir von Ruff ´n´ Tuff Records auf sie aufmerksam. Inzwischen ist Sabrina in Popstar in Uganda, das von Faizel für sie geschriebene Mumulete – in der Landessprache Luganda – machte sie quasi über Nacht zum Star. Unter dem Künstlernamen Deena singt Sabrina auch weiterhin in ostafrikanischer Landessprache und füllt Stadien mit mehreren 10.000 Leuten.

Als ich vom Benevento Verlag ein Rezensionsexemplar zugesendet bekam, hatte ich nur einen vagen Gedanken im Kopf, dass ich irgendwann mal etwas von einer deutschen Sängerin gehört hatte, die in Afrika berühmt ist. Entsprechend neugierig und ohne vorab nach ihr zu googeln, habe ich Deenas Buch „So frei bin ich nur hier - Mein zweites Leben in Afrika“ begonnen.

Gerade noch hat sie ihr Abitur gefeiert, wenige Wochen später ist sie in Ruanda und fühlt sich von Beginn an unglaublich wohl. Schnell merkt sie, dass ihr westeuropäisch geprägtes Denken und ihre Art Dinge angehen zu wollen, zwar gut gemeint, aber für ihre Arbeit in Ruanda nicht immer hilfreich sind. Offen geht sie auf die Menschen zu, versucht aktiv die Landessprache zu lernen und wird schnell Teil ihrer neuen Welt.

Musik hat sie schon immer gemacht und auch im Kinderheim freuen sich die Kinder, wenn sie mit ihnen singt oder versucht, ihnen das Gitarrespielen beizubringen. Bühnen und Auftritte hat sie schon in Deutschland in verschieden Projekten geliebt und so bedarf es auch bei ihrer Reise nach Kampala wenig Überredungskunst, um sie für zwei, drei Lieder auf die Bühne einer Bar zu locken. Was danach geschieht, liest sich teilweise wie ein Märchen. Ein Star über Nacht. Doch so sehr Sabrina auch ihr Leben als Deena liebt, der plötzliche Erfolg bringt auch Schattenseiten mit, über die sie auch in ihrem Buch nicht schweigt.

Der Stil ist sehr persönlich. Deena lässt uns teilhaben an ihren Gedanken und Befürchtungen und schildert verschiedene Stationen aus ihrem Leben in Afrika. Vor allem ein Punkt, der ihr sehr wichtig ist, wird immer wieder deutlich: so weit entfernt Ostafrika für uns auch scheint, viele Dinge sind dort gar nicht so anders als hier. Statt immer nur die Unterschiede und das Schlechte zu suchen, plädiert Deena eindrucksvoll dafür, auf die Gemeinsamkeiten zu schauen und so auch gedankliche Grenzen zu überwinden und nicht noch zu verstärken.

Inzwischen habe ich im Internet auch nach Deena gesucht, in ihre Lieder hineingehört und zwei kurze Interviews mit ihr gesehen. Ob man ihre Musik nun mag oder nicht, ihre Geschichte ist spannend und sie selbst eine sehr interessante Persönlichkeit.

Mein Fazit: Auch ohne ein Fan von ihr zu sein, ist Deenas Buch interessant zu lesen und neben ihrer Liebe zur Musik, wird in ihrem Buch vor allem auch ihre Liebe zu Ostafrika und zu den Menschen dort deutlich. Sollte es mich jemals nach Uganda verschlagen, hoffe ich, dass es Mama Jamilah und ihr Restaurant noch gibt, denn so, wie Deena von ihr schreibt, müsste das einfach eine Station sein.

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verschwörung, gesellschaftsroman, berlin, bildreiche sprache, wettlauf gegen die zeit

Mutwille

Kai Lüdders
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Velum Verlag, 15.11.2017
ISBN 9783947424009
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Deutschland wird durch eine schockierende Nachricht erschüttert: Eine Studie zur Gesundheit der Nation hat ergeben, dass tausende Bürger mit einem tödlichen Virus infiziert sind. Panik bricht in der Bevölkerung aus, es wird beinahe ebenso fieberhaft nach einem Schuldigen gesucht wie nach einer medizinischen Lösung und die bisherige Ordnung scheint nur noch auf dem Papier zu existieren. Mitten in dieser Ausnahmesituation versuchen verschiedene Parteien möglichst viele Vorteile für sich herauszuschlagen. Intrigen, Machtgier und politische Ränkeschmiede führen das Land immer weiter an den Abgrund.

Mittendrin steht der Lobbyist Paul Schneider. Wie ein Puppenspieler manipuliert er Politiker und Wissenschaftler und verfolgt eisern seine klar definierten Pläne, die er mit dem Gesundheitskonzern UMC entwickelt hat. Doch hat er wirklich alles bedacht? Kann seine Vision Wirklichkeit werden?

Kai Lüdders entspinnt ein Gesellschaftsdrama, dass erschreckend ist und unwillkürlich fragt man sich, was in unserer realen Welt tatsächlich möglich wäre.

Den Beginn des Buches habe ich als etwas mühsam empfunden, da zu jeder neu auftretenden Person und zu jeder Organisation sogleich eine Fülle von Informationen geliefert wurden. In dem Umfang ist es kaum möglich sich jedes Detail zu merken und ich habe lediglich gehofft, dass ich die relevanten Informationen doch irgendwie abgespeichert habe. Mir persönlich ist es lieber Dinge nach und nach im Laufe der Geschichte zu erfahren und nicht alles auf einmal aufgelistet zu bekommen.

Dennoch hat es nicht allzu lange gedauert, bis mich das Buch völlig gepackt hatte. Es war wie ein Sog, der mich mitten in das Geschehen befördert hat. In atemberaubenden Tempo geht es durch die Geschichte und ich habe mich lange Zeit gefragt, wer tatsächlich hinter all dem steckt und vor allem welche Motivation es gab. Einige meiner Vermutungen haben sich bewahrheitet, andere nicht. Allerdings muss ich sagen, dass mich das Ende nicht ganz überzeugt hat. Vielleicht ist es naiv, aber ich glaube dann doch, dass die diversen Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland gut genug sind, um solch ein Szenario zu verhindern.

Generell muss ich sagen, dass viele Charaktere und Entwicklungen sehr überzogen waren und auch wenn ich davon ausgehe, dass das gewollt ist, an einigen Punkten war es mir zu viel und zu plakativ.

Ein weiterer Punkt, der mich stört, ist die Tatsache, dass nicht einmal eine Reaktion aus dem Ausland zur Sprache kommt (sieht man mal ganz vom Ende ab). Sollte solch eine tödliche Epidemie tatsächlich in einem europäischen Land ausbrechen, so wird die Welt ringsum dies sicher nicht ignorieren. Auch einige weitere Entwicklungen blieben sicherlich nicht kommentarlos. Da der Autor ausdrücklich das heutige Berlin als Schauplatz benennt, kann man das gesamte Ausland meiner Meinung nach nicht so vollständig ausblenden.

Abgesehen von diesen Kritikpunkten hat mir das Buch durchaus gefallen und ich habe es binnen kurzer Zeit gelesen. Der Schreibstil war – vom Anfang abgesehen – mitreißend und die Idee, sowohl auf die gesamte Gesellschaft als auch auf persönliche Einzelschicksale einzugehen, wurde gut umgesetzt. Die Perspektivwechsel, die sich zwangsläufig daraus ergeben, haben mir im Gegensatz zu den Zeitsprüngen keine Schwierigkeiten bereitet. Letzte fand ich besonders am Anfang verwirrend, da dort recht häufig hin und her gesprungen wird.

Mein Fazit: Kai Lüdders, Politologe und Jurist, hat ein spannendes Gesellschaftsdrama entworfen, das mich zwar nicht in allen Punkten überzeugen konnte, aber eine spannende Lektüre geboten hat und ich werde sicher einen genaueren Blick auf sein nächstes Buch werfen.

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ton, bilderbuc, klassische musik, vivaldi, bilderbuch

Antonio Vivaldi. Die vier Jahreszeiten

Jessica Courtney-Tickle , Katie Cotton , Birgit Franz , Jessica Courtney-Tickle
Fester Einband
Erschienen bei Prestel, 27.03.2017
ISBN 9783791372846
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Antonio Vivaldis Meisterwerk umgesetzt als farbenfrohes Bilderbuch zum Schauen, Lesen und vor allem auch zum Hören. Auf zehn großformatigen Doppelseiten begleiten wir das Mädchen Isabella und ihren Hund Pickle bei einer turbulenten Reise durch die vier Jahreszeiten.

An einem Frühlingsmorgen brechen die beiden zu ihrer spannenden Reise auf. Nach einem mittäglichen Frühlingsfest gilt es ein Gewitter zu überstehen und am Nachmittag die reifen Äpfel zu ernten und Vorräte zu sammeln. Gegen Abend fallen dann bereits die ersten bunten Blätter von den Bäumen und beinahe hätten es Isabelle und Pickle geschafft noch vor dem ersten Schnee zu Hause zu sein.

Die von Jessica Courtney-Tickle illustrierten Seiten sind lebhaft und bunt und es gibt unglaublich viel zu entdecken. Auch jetzt, nachdem wir das Buch schon einige Male betrachtet haben, gibt es immer wieder Details, die uns bislang entgangen sind. Die Texte sind sehr kurzgehalten und für meinen Sohn eher nebensächlich. Ihn interessieren vor allem die zehn Tonmodule, die von Frühling bis Winter kurze Passagen quer durch Vivaldis Werk wiedergeben. Mit Begeisterung hört er diese Ausschnitte ein ums andere Mal.

Allerdings blättert er dazu eher weniger durch die Geschichte, vielmehr nutzt er die letzte Seite, auf der nochmals alle zehn Stücke aufgeführt sind, mit kurzen Erklärungen zu den einzelnen Passagen. Es ist nicht so, dass ihn die Bilder und die Geschichte nicht interessieren, aber um die Musik zu starten muss jeweils ein bestimmter Druckpunkt genutzt werden. Auf der letzten Seite, direkt über den Tonmodulen, ist es leicht sie zu drücken, wenn jedoch einige Seiten dazwischen liegen ist es für meinen fast fünfjährigen Sohn nur schlecht möglich, ausreichend Druck auszuüben. Dies ist daher auch mein größter Kritikpunkt an diesem ansonsten sehr schönen Buch.

Neben einer anderen Lösung für den Ton, hätte es mich zudem gefreut, wenn die Ausschnitte aus den Vier Jahreszeiten etwas länger gewesen wären und wenn vor allem auch die Textpassagen ein paar Zeilen pro Seite mehr umfasst hätten. Ich weiß nicht, wie mein Sohn das wirklich empfindet, aber ich selbst fühle mich ein wenig mit Isabella durch den Text und den Tag gehetzt.

Schön finde ich, dass es am Ende des Buches ein ganz kurzes Glossar zu einigen musikalischen Begriffen gibt, sowie ein paar kindgerecht formulierte Informationen über Vivaldi und die Entstehung des Werks.

Mein Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Musik-Bilderbuch, dass zwar noch nicht ganz perfekt ist, aber mein Sohn liebt es und das ist wohl das Wichtigste.

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Tags: bilderbuch, ton, vivaldi   (3)
 

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Aklak, der kleine Eskimo - Ein Wal für alle Fälle

Anu Stohner , Henrike Wilson
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 30.10.2017
ISBN 9783570174609
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aklak und die anderen Schüler der Eskimoschule freuen sich sehr: der alljährliche Schulausflug steht an. Früh am Morgen treffen sie sich an der Schule und schon geht es los. Als besondere Überraschung hat die Lehrerin sogar eine richtige Schnitzeljagd mit kniffligen Rätseln vorbereitet. Doch irgendwie scheinen die Hinweise etwas verwirrend. Aklak und seine Mitschüler müssen sich ganz schön anstrengen, wenn sie die Lösung finden wollen. Zum Glück bekommen sie Hilfe von ihren tierischen Freunden. Da kann ja dann eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

„Ein Wal für alle Fälle“ ist bereits das dritte Abenteuer für den kleinen Eskimojungen Aklak und hat uns wieder mal begeistert. Während wir die ersten beiden Teile als Hörbücher gehört haben, hieß es diesmal: selber vorlesen. Die meist recht kurzen Kapitel haben es uns erlaubt sowohl längere als auch kürzere Vorlesezeiten zu wählen, ohne dass wir mitten in einem Abschnitt unterbrechen mussten, was ich als sehr angenehm empfunden habe – vor allem gab es so auch keine Diskussionen oder Quengeleien wie „Mama, du kannst doch nicht mitten im Kapitel aufhören und außerdem bin ich gar nicht müde“.

Wieder einmal spielen nicht nur Aklaks Freunde aus der Eskimoschule eine Rolle, auch seine tierischen Freunde sind wieder mit dabei: der etwas schusselige Schneehase Ole, das Schneehuhn Ilse, die Robbe Ramona und natürlich Norbert, der Wal. Als Aklak und seine Freundin Iklid den Vieren voller Vorfreude von dem bevorstehenden Schulausflug erzählen, sind die Freunde erst einmal traurig, da sie selbst noch nie einen richtigen Schulausflug gemacht haben. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Aklak in der Nacht vor dem Ausflug einen sehr real wirkenden Traum von den Freunden hat. Als sich immer mehr Parallelen zwischen seinem Traum und dem tatsächlichen Ausflug zeigen, hat sich nicht nur Aklak gefragt, ob alles so wie in seinem Traum verlaufen wird, auch mein Sohn war beinahe davon überzeugt und fand den Ausflug unheimlich spannend.

Die wunderbaren Illustrationen von Henrike Wilson passen perfekt zur Geschichte und lassen Aklak und seine Freunde regelrecht lebendig werden.

Der Ton der Geschichte ist eher ruhig und trotz einiger Streitigkeiten voller Harmonie. Ein kindgerecht erzähltes Abenteuer, mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren und Details. Es ist leicht in Aklaks eisige Welt einzutauchen und für eine Weile ein Teil dieser Welt zu sein.

Mein Fazit: Der dritte Band über den kleinen Eskimo ist genauso toll wie die ersten beiden, und wir hoffen, dass es bald ein viertes Abenteuer geben wird.

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fantasy, drachenmondverlag, protectoren, ewigkeitsgefüge, bellatoren

Ewigkeitsgefüge

Laura Labas
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912976
Genre: Fantasy

Rezension:

Lydia ist eine Somna. Ihre Gabe befähigt sie dazu, die Opfer der tödlichen Mordenox vor der Verwandlung in eine weitere Kreatur der Nacht zu bewahren. Und diese sind zahlreich in Arden Creek, dem Ort, an dem das Ordenshaus steht, in dem Lydia lernt ihre Macht einzusetzen und zu beherrschen.

Nach einem verheerenden Angriff auf ihren Clan, muss Lydia mit einem Mal darauf vertrauen, dass ihre Ausbildung ausreichend war und – weit schwieriger – zu entscheiden, wem sie noch trauen kann und worin ihre eigentliche Bestimmung liegt.

Nachdem mich Laura Labas mit „Ein Käfig aus Rache und Blut“ und „Ein Thron aus Knochen und Schatten“ begeistert hat, habe ich nun endlich auch „Ewigkeitsgefüge“ gelesen.

Lydia ist eine eher ruhige Protagonistin, die hilfsbereit ist und manches Mal ein wenig naiv wirkt. Allerdings kann man ihr nach dem Erlebten kaum vorwerfen, dass sie erst eine Weile braucht, um auf sich selbst zu vertrauen und zu lernen entschieden und selbstbewusst aufzutreten. Als sie erst auf Ace und dann auf Tristan trifft, hatte ich kurz die Befürchtung, dass sich nun eine Dreiecksgeschichte entspinnt, doch wie schon in den anderen Büchern von Laura Labas, entwickelte sich die Geschichte anders als erwartet. Vor allem die Auflösung um den Gott, der keiner sein wollte hat mich überrascht.

Neben dem angenehmen und fesselnden Schreibstil, haben mir auch die Charaktere gut gefallen. Jeder hat seine Ecken und Kanten und vor allem bei Lydia ist im Laufe des Buches eine Entwicklung zu erkennen. Von der ruhigen Schülerin, die sich immer wieder übergangen fühlt, wird sie zu einer jungen Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt und sich nicht mehr so leicht etwas sagen lässt. Beinahe stets an ihrer Seite ist der Geist Neo, der ein toller Nebencharakter war. Aber weshalb er Lydia immerzu begleitet, das müsst ihr leider selbst herausfinden ;-)

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist die Länge des Buches. Mit 310 Seiten ist es zwar nicht superdünn, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen ein paar Zeilen mehr gewünscht. Ich hatte das Gefühl, dass sich trotz der spannenden und gefährlichen Szenen alles recht schnell auflöst und mich das Buch daher nicht ganz so hat mitfiebern lassen, wie es der „Käfig“ und der „Thron“ mühelos geschafft haben.

Mein Fazit: Trotz dieses letzten Punktes, hat mich Laura Labas wieder überzeugt und mir ein paar schöne Lesestunden beschert. Daher bin ich einerseits ein wenig traurig, dass es sich bei „Ewigkeitsgefüge“ um einen Einzelband handelt, andererseits ist es eine mehr als angenehme Abwechslung zu den vielen Reihen, die es vor allem im Fantasybereich gibt.

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schreibraum, schreiben, tagebuch, notizen, schreiben lernen

Mit dem Schreiben anfangen

Hanns-Josef Ortheil
Fester Einband
Erschienen bei Bibliographisches Institut, 09.10.2017
ISBN 9783411749041
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mit dem Schreiben anfangen… Habe ich das vor? Sicher, mir spuken viele Ideen durch den Kopf, aber sie aufzuschreiben? Nein, das steht momentan nicht auf der Liste der Dinge, die ich unbedingt machen möchte. Dennoch war Hanns-Josef Ortheils Buch über die Anfänge des Schreibens sehr interessant und ich kann mir gut vorstellen, auch noch weitere Titel der Duden-Reihe Kreatives Schreiben zu lesen.
Nach einer Einführung geben fünf klar strukturierte Abschnitte einen Überblick über verschiedene Textprojekte. Jeder Abschnitt enthält fünf Kapitel, die jeweils mit einer Schreibaufgabe abschließen. So gibt es neben der Theorie auch immer gleich Ideen, wie sich das gerade Gelesene praktisch umsetzen lässt.
Während sich der erste Abschnitt mit den Rahmenbedingungen wie den Raum, wo geschrieben werden soll, den Schreibtisch oder auch die Zeiten, in denen – hoffentlich – Texte entstehen, befasst, geht es in den folgenden Abschnitten um Listen, Tagebücher, Chroniken, serielles Schreiben oder auch um einfache Kritzeleien. Betrachtet werden sowohl die Anfänge, das Sammeln von Material und das Ausbauen der Ideen.
Einige Vorschläge und Hilfestellungen waren mir durchaus bekannt, andere Ansätze haben mich eher überrascht oder ich war mir nicht bewusst, dass in manchen Dingen so viele Informationen stecken können. Wer hat schon jemals genauer über seine Einkaufszettel nachgedacht? Im besten Fall hat man nichts vergessen zu notieren, findet das Gewünschte im Supermarkt oder anderen Geschäften und hat nicht zu viel Überflüssiges mit in den Einkaufswagen gelegt. Doch sagt so ein Zettel vielleicht doch noch mehr aus? Lassen sich durch ihn Rückschlüsse über den Verfasser ziehen? Wer könnte er sein? Hanns-Josef Ortheil erzählt, dass der Comedian Wigald Boning irgendwann angefangen hat, solche Einkaufszettel zu sammeln und sich seine Gedanken dazu zu machen. Ansätze, die vielleicht, vielleicht aber auch nicht bei der Entstehung eigener Texte helfen können. Jedenfalls hat mich das Kapitel überzeugt, dass es sich lohnt der Zettel- und Notizflut, die uns ständig begegnet, einen genaueren Blick zu gönnen.
Sehr spannend war für mich auch die Idee David Wagners, der auf seinen Lesereisen immer wieder die Hotelzimmer beschrieben hat, in denen er nächtigte. Sein Buch „Ein Zimmer im Hotel“ werde ich mir sicher mal genauer ansehen. Zum einen führt Hanns-Josef Ortheil es als Beispiel an, als es um wiederholtes Schreiben in einem bestimmten Raumtyp geht, und ist allein aus dieser Sicht heraus interessant, zum anderen haben mich die zitierten Textstellen neugierig gemacht.
Neben den vielen Anregungen die dieses dünne Buch beinhaltet, gefällt mir vor allem der Ansatz, den Hanns-Josef Ortheil verfolgt. Er gibt kreative Anregungen, stellt jedoch keine klaren Regeln auf, was man Autor zu tun oder zu lassen hat. Stattdessen unterlegt er seine Ausführungen mit zahlreichen Beispielen aus dem Leben und Wirken bekannter Autoren und Autorinnen oder Zitaten aus Fachbüchern. Den Abschluss des Buches bildet ein ausführliches Literaturverzeichnis mit Angaben zur Primär- und Sekundärliteratur, und bietet so eine gute Hilfestellung zur Vertiefung der unterschiedlichen Aspekte.
Mein Fazit: Wer mit dem Gedanken spielt - oder womöglich konkrete Pläne hat - sich als Autor zu versuchen, der findet in diesem Büchlein sicherlich die ein oder andere Inspiration, die dem eigenen Schreibprozess dienlich sein kann.

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Tags: sachbuch, schreiben lernen, texte   (3)
 

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cronus, deacon, karina, halbgöttin, oceanus

Glanz der Dämmerung

Jennifer L. Armentrout , Dr. Barbara Röhl
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.12.2017
ISBN 9783959671668
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Titanen sind immer noch nicht besiegt und Josie muss an allen Fronten kämpfen. Gegen die Titanen, für die anderen Halbgötter und vor allem für ihre Liebe zu Seth. Seit er zum „Göttermörder“ geworden ist, stehen nichtmals mehr Apoll und die anderen Olympier auf ihrer Seite. Vielmehr sehen sie Seth nun als Bedrohung an. Einzig Josie glaubt unbeirrbar daran, dass Seth nicht von der Finsternis verführt und geleitet wird, und macht sich auf die Suche nach ihm.

„Glanz der Dämmerung“ ist bereits der dritte Teil rund um Josie und Seth und den Kampf gegen die Titanen. Auch wenn ich irgendwie im Glauben war, dass dies der Abschlussband ist und ich gerne endlich wüsste, wie es endet, freue ich mich trotzdem, dass ich im nächsten Jahr erneut in die Welt der Götter eintauchen kann.

„Glanz der Dämmerung“ knüpft nahtlos an den Vorgängerband an und es empfiehlt sich, tatsächlich mit dem ersten Band zu beginnen – nicht nur, weil ihr sonst verpasst, wie sich Josie und Seth kennenlernen, ohne die Vorkenntnisse aus den ersten beiden Teilen, dürfte es ab und an auch Verständnisschwierigkeiten geben.

Nach wie vor bin ich ein großer Fan von Josie und Seth – wer könnte ihn umwerfend finden? – und gerade die Entwicklungen in Seth Rolle sind wahnsinnig spannend. Ein wenig erwachsener und verantwortungsbewusster könnte er allerdings schon so langsam werden, denn nach wie vor ist nur Josie für ihn wichtig, alles andere ignoriert er. Ich bin mal gespannt, ob Josies Entdeckung gegen Ende des Buches vielleicht dazu führt. Ob mir diese Entdeckung gefällt, da bin ich mir auch noch nicht so recht sicher. Es bleibt wohl nur abzuwarten, was Jennifer L. Armentrout im nächsten Band daraus macht.

Neben altbekannten Charakteren gibt es auch eine ganze Reihe neuer Figuren, von denen ich besonders Basil und die Priesterin Karina spannend finde. Während mir Basil direkt sympathisch war, weiß ich bei Karina immer noch nicht woran ich bin und es würde mich nicht wundern, wenn sie in irgendeiner Art und Weise ein falsches Spiel spielen würde. Da bin ich wirklich neugierig, ob mich mein Gefühl täuscht oder nicht.

Die Geschichte an sich spitzt sich immer mehr zu und es gibt jede Menge Action und gefährliche Situationen. Einige Entwicklungen kamen wenig überraschend, der Großteil war für mich jedoch nicht absehbar und so war es zu jeder Zeit spannend. Die Liebesgeschichte zwischen Seth und Josie hat mir zwar in den ersten beiden Bänden besser gefallen, da es für mich einfach mehr geknistert hat, trotzdem waren die Szenen zwischen den beiden schön zu lesen.

Mein Fazit: Auch wenn mir die ersten beiden Bände etwas besser gefallen haben, hat es unglaublich Spaß gemacht wieder mit Seth und Josie in die Götterwelt einzutauchen und ich freue mich schon sehr auf das Erscheinen des vierten (und letzten?) Bandes (im Original am 08. März 2018).

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cornwall, weihnachten, familie, bäckerei, liebe

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492311533
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurz vor Weihnachten laufen die Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren, doch von Besinnlichkeit ist bislang bei Polly nicht viel zu spüren. Für den anstehenden Weihnachtsmarkt – an dem sie nichtmals etwas verdienen wird – muss noch allerhand gebacken werden, der Leiter der Papageientaucher-Station braucht Hilfe und obendrein vertraut ihr ihre beste Freundin ein großes Geheimnis an. Dass ihr Verlobter Huckle sich ein ruhiges Weihnachtsfest zu zweit wünscht, obwohl die beiden auf eine riesige Feier eingeladen sind, vereinfacht die Sache auch nicht gerade. Daher hat Polly alle Hände voll zu tun, damit alle doch noch ein schönes Weihnachtsfest verbringen können.

Nachdem ich irgendwie nie dazu gekommen bin „Die kleine Bäckerei am Strandweg“ zu lesen, habe ich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, als ich die Möglichkeit hatte über Netgalley ein Rezensionsexemplar des dritten und vermutlichen letzten Bandes über Polly und ihre Bäckerei zu bekommen.

Polly ist ein sehr hilfsbereiter und liebenswürdiger Charakter, der fast immer versucht, es allen recht zu machen. Dass sie in einem zugigen, alten Leuchtturm zusammmen mit ihrem Verlobten und einem Papageientaucher namens Neil wohnt, ist eine wunderbar kreative Idee. Doch nicht nur die Beschreibung von Pollys Zuhause, auch ihre Bäckerei und die Gezeiteninsel Mount Polbearne konnte ich mir gut vorstellen und würde nur zu gern einmal hinfahren und mir eine der berühmten heißen Schokoladen gönnen.

Leider hat mich der Beginn der Geschichte trotz der spannenden und liebevoll beschriebenen Kulisse kaum zu fesseln vermocht, so dass ich für mich ungewohnt lange für dieses Buch gebraucht habe. Ich hatte eine Weihnachtsgeschichte mit liebenswerten Charakteren, einigen spannenden und amüsanten Verwirrungen vor Weihnachten und ein schönes Happy End erwartet. Im Großen und Ganzen kommt das auch hin, dennoch war es einfach nicht so ganz mein Buch. Der zusammenfassend erzählende Schreibstil der ersten beiden Kapitel lag mir gar nicht, glücklicherweise ging es in dem Stil nicht weiter, ansonsten hätte ich das Buch sicher nicht beendet.

Die Probleme, die es vor Weihnachten noch zu klären gibt, sind zahlreich, und ab und an hätte ich mir einfach einen besinnlichen Moment gewünscht, in dem ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommt.

Neben dem anstehenden Weihnachtsfest geht es vor allem auch viel um Pollys Gefühle bezüglich ihrer Hochzeit mit Huckle und der damit einhergehenden Familienplanung. Da konnte ich Polly leider bei Weitem nicht immer verstehen, auch nicht mit Rücksicht auf ihre Familiengeschichte, die der Leser nach und nach erfährt. Vor allem habe ich mich gefragt, weshalb sie nicht einfach mal versucht mit Huckle über ihre Bedenken zu sprechen. Sie geht einfach davon aus, dass es ihm nichts ausmacht, wenn sie konkreten Zukunftsplänen immer ausweicht. Das hat mich furchtbar genervt, auch wenn ich Polly ansonsten sympathisch fand.

Abgesehen von diesen ganzen Kritikpunkten lies sich das Buch nach den anfänglichen Schwierigkeiten letztlich gut lesen und vor allem die Beschreibungen der Charaktere haben mir gut gefallen. Ob ich allerdings die beiden Vorgängerbände noch lesen werde, wage ich zu bezweifeln.

Mein Fazit: Viele gute Ideen, authentische Charaktere, aber mich konnte die Geschichte leider nicht ganz überzeugen.

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Tags: polly, weihnachten   (2)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

bloss nicht blinzeln, bilderbuch, kinderbuch, mitmachbuch, illustration

Bloß nicht blinzeln!

Tom Booth , Katja Gabriel , Tom Booth
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei cbj, 04.09.2017
ISBN 9783570174524
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer kennt es nicht aus seiner Kindheit? Jemandem ohne zu blinzeln möglichst lange in die Augen zu starren und wer zuerst blinzelt hat verloren. Aus diesem Spiel hat der Autor Tom Booth ein Mitmach- Buch für Kinder ab 3 Jahren gemacht.

Ein kleines Mädchen möchte das Blinzelspiel spielen und findet auch schnell viele tierische Mitstreiter: einen Fuchs, ein Krokodil, einen Vogel und noch viele mehr. Doch sie spielen es nicht einfach untereinander, sondern sie spielen mit demjenigen, der das Buch gerade in der Hand hält und die wunderbaren Illustrationen anschaut. Oder anstarrt. Auf jeden Fall bitte ohne zu blinzeln ;-)

Die Bilder passen wunderbar zum Text und zum Spiel. Während das Mädchen und die Tiere in hellen, kräftigen Farben klar dargestellt sind, ist der Hintergrund sehr minimalistisch gehalten und hat in etwa den Farbton, der auch auf dem Cover zu sehen ist. So lenkt nichts vom Blinzelspiel ab und die Farben sind angenehm für das Auge. Die kurzen Sätze sind jeweils in der passenden Farbe zum Sprecher geschrieben, was mir gut gefällt – das ist quasi das Tüpfelchen auf dem i.

Doch nicht nur mir gefällt das Buch, auch mein vierjähriger Sohn hat das Buch schon unzählige Male begeistert in die Hand genommen hat und gespielt. Wie das genau funktioniert? Das müsst ihr schon selbst herausfinden…

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Tags: blinzelspiel, mitmachbuch   (2)
 

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humor, hörbuch, jürgen von der lippe, bühnenprogramm, deutscher

Wie soll ich sagen …

Jürgen Lippe , Jürgen Lippe
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 25.09.2017
ISBN 9783837139020
Genre: Humor

Rezension:

Wie soll ich sagen…, wenn es um Jürgen von der Lippe geht, dann erwarte ich amüsante und kurzweilige Unterhaltung und genau die hat mir der Live-Mitschnitt seines Programms geboten.
Gekonnt setzt Jürgen von der Lippe seine Pointen und mehr als einmal musste ich laut lachen – gut, dass ich die CDs allein daheim angehört habe, ansonsten wäre ich vermutlich des Öfteren seltsam angeschaut worden. Vor allem die Passagen über die deutsche Sprache haben mir sehr gefallen. Auch seine Parodien bekannter Künstler waren wieder einmal gelungen. 
Die Spiele, die er mit einigen Zuschauern aus dem Publikum spielt, sind zwar ganz nett, konnten mich aber auf der CD nicht ganz überzeugen. Vielleicht muss man da einfach selbst live dabei sein oder am besten gleich selbst mitspielen.
Neben diesen Spielen war es ein wenig schade, dass es noch weitere Abschnitte gab, über welche man nur bedingt schmunzeln konnte, da man im heimischen Wohnzimmer leider nicht sehen kann, was Jürgen von der Lippe dabei auf der Bühne macht beziehungsweise zeigt. Allerdings muss man dabei natürlich fairerweise sagen, dass das Programm ja auch in erster Linie für die Bühne konzipiert ist.
Abgesehen von einzelnen Witzen und Passagen hat mich vor allem das Gesamtkonzept überzeugt. Das Programm bietet eine bunte Mischung aus Lebensweisheiten, lustigen Anekdoten, intelligenten oder auch mal sehr flachen Gags, Liedern, den erwähnten Spielen und vielem mehr. Selbst wenn das Programm live sicher noch lustiger ist, selbst als bloßer Zuhörer kann man Jürgen von der Lippe manchmal selbst regelrecht schmunzeln sehen, wenn er die ein oder andere Anekdote zum Besten gibt.
Mein Fazit: Mit nur kleinen Abstrichen ist auch der Live-Mitschnitt von Jürgen von der Lippes Programm „Wie soll ich es sagen…?“ ein Genuss und ein gekonnter Angriff auf die Lachmuskeln.

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salafisten, terroranschäge, 2017, salafisten in deutschland, islamischer staat

Ich schwöre!

Marc Hudek
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei tredition, 24.10.2017
ISBN 9783743953178
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben des Sportstudenten Lenny verläuft recht eintönig und ereignislos. Seine Tage verbringt er beim Studium oder trifft sich mit Faris und Yussuf, seinen Freunden. Als im Jugendtreff der undurchsichtige Omar auftaucht, verändern sich Faris und Yussuf zunehmend. Begeistert übernehmen sie Omars wohlformulierten Ideen. Wollen Faris und Yussuf wirklich Salafisten werden und für den IS kämpfen? Lenny erkennt seine Freunde kaum noch wieder. Doch eines ist klar: Er will nicht tatenlos mitansehen, wie sie sich immer weiter in den Ideologien des IS verlieren, sondern sie retten.

Neben dem schlichten, aber meines Erachtens nach sehr gelungenen Covers, ist mir vor dem Lesen besonders die kurze Information auf Seite 3 aufgefallen: „Marc Hudek ist ein Pseudonym.“ Ein kurzer Satz nur, fünf Worte. Und dennoch sagen sie so unglaublich viel und verdeutlichen die Brisanz des Themas. Sicher schreiben viele Autoren unter einem oder sogar mehreren Pseudonymen, doch ich fürchte die Motivation, die in diesem Fall dahintersteckt ist eine andere.

Als mir die Agentur Literaturtest ein Rezensionsexemplar des Buches anbot, wusste ich nicht so recht, was ich von dem Buch erwarten soll, auch wenn mir die Thematik klar war, aber ich war neugierig und gespannt auf das Buch gewartet. Als es dann kam, habe ich einige Seiten gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden. Das lag allerdings vor allem am Protagonisten Lenny. Auch wenn er ein Studium begonnen, was er damit später anfangen soll, weiß er nicht so recht. Er wirkt ziemlich plan-und ziellos. Dazu kommt, dass mir sein familiäres Umfeld einfach völlig fremd ist. Ich habe daher eine Weile gebraucht, um einen Zugang zu diesem Lenny zu finden. Doch je aktiver und zielgerichteter er wird, desto leichter fiel es mir. Ich glaube, spätestens bei seiner Begegnung mit dem Greenpeace-Aktivisten war dann das Eis gebrochen. Dass Lenny so wortgewandt und schlagfertig sein kann, hätte ich bis dahin nicht gedacht.

Erstaunlicherweise hatte ich Faris und Yussuf hingegen direkt gut vor Augen. Anfangs lassen sie sich ebenso treiben wie Lenny, doch schneller als einem lieb ist, sind sie sehr fokussiert und zielgerichtet. Ihre immer stärkere Verbindung zum Gedankengut des IS wurde gut dargestellt und die Charaktere wirken authentisch in ihrem Handeln und auch in dem Wandel, den sie durchmachen.
Inwiefern die Aktionen, die die beiden in Deutschland starten, tatsächlich realistisch sind, kann ich nicht sagen, doch ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Tat solche oder ähnlich gelagerte Szenarien gibt.

Erzählt wird die Geschichte aus Lennys Sicht. Vor allem seine vielen Gedanken und Befürchtungen bezüglich Yussuf und Faris werden so gut deutlich und ich konnte gut verstehen, warum er sich auf das ein oder andere einlässt, selbst wenn ich überzeugt bin, dass ich einige Sachen nie getan hätte. Schade nur, dass wir nicht einen ähnlichen Einblick in die Gedankenwelt von Yussuf und Faris erhalten. Nicht, dass dem Buch etwas fehlt, ich hätte es einfach nur wahnsinnig interessant gefunden, wobei ich nicht sagen kann, wessen Gedanken ich lieber hätte lesen mögen. Beide haben mich mit ihrem Verhalten mehr als einmal überrascht und sind dennoch ihrem Charakter treu geblieben.

Da ich nicht spoilern will, nur soviel zum Ende: Ich habe den Ausgang zu keinem Zeitpunkt vorhersehen können, aber ich finde ihn gut gewählt und passend.

Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt und dass ich nach den anfänglichen Schwierigkeiten kaum aus der Hand legen mochte.

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götter, young adult, altigriechische mythologie, herrscher der unterwelt, weibliche protagonistin

Das göttliche Mädchen

Aimée Carter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671651
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kates Mutter möchte die letzten Wochen ihres Lebens in ihrem Heimatort verbringen. Um ihr ihren Wunsch zu erfüllen, verbringt Kate ihren Geburtstag damit, mit ihrer Mutter quer durch das Land zu fahren, immer dem kleinen Städtchen Eden entgegen.
In Eden ist nichts, wie Kate es gewohnt ist, und als wäre ihr Leben nicht schon schwierig genug, als sie auf den geheimnisvollen Henry trifft, ist bald nichts mehr, wie es war. Henry behauptet Hades zu sein, der Gott der Unterwelt. Unter der Bedingung, dass Kate sein Wintermädchen wird, bietet er ihr mehr Zeit mit ihrer Mutter. Obwohl das bedeutet, dass Kate sich sieben Prüfungen unterziehen und einige Zeit bei Henry auf Eden Manor wohnen muss, willigt sie ein, selbst als sie erfährt, dass bislang kein Mädchen die Prüfungen überlebt hat…
Als der Postbote das Buch mitten in mein Umzugschaos lieferte, habe ich die Sendung natürlich erstmal zur Seite gelegt und weiter Kisten ausgepackt – zumindest so etwa 10 Minuten lang. Dann konnte ich nicht wiederstehen: nur mal anschauen, vielleicht das erste Kapitel lesen… Was soll ich sagen? Das Buch ist beendet, Teil zwei wartet schon auf meinem Reader und einige Kisten stehen immer noch hier herum.
Kates und Hernys Geschichte hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und der angenehme und fesselnde Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Die Geschichte ist aus Kates Sicht geschrieben, dadurch ist es leicht, sich in sie hineinzuversetzen und mit ihr zu zweifeln und zu hoffen.
Kate war mir von Anfang an sympathisch. Die letzten Jahre hat sich ihr Leben hauptsächlich um ihre todkranke Mutter gedreht und so ist es nicht verwunderlich, dass sie nach jedem Strohhalm greift, egal wie ungeheuerlich er aussieht. Auch wenn sie erst nach und nach realisiert, dass Henry tatsächlich Hades ist und er bei Weitem nicht der einzige lebendige Gott ist, sie nimmt meiner Meinung nach die ganzen unglaublichen Enthüllungen recht gelassen hin. Wenn ich mit einem Mal von Göttern und bereits verstorbenen Seelen umgeben wäre, ich würde vermutlich abwechselnd an meinem Verstand zweifeln und in Panik verfallen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht selbstlos und mutig genug, denn das ist Kate in jedem Fall. Insofern hat mich der gerade angesprochene Punkt auch nicht gestört, ich habe mich nur etwas gewundert.
Henry als ihr Gegenpart ist ein spannender Charakter. Insbesondere seine Vergangenheit und der Grund seiner Suche nach einem Wintermädchen machen ihn so interessant, obwohl er das ganze Buch hindurch distanziert bleibt und sich im Vergleich zu Kate sehr wenig öffnet. Ich bin neugierig, wie er sich in den nächsten Teilen entwickeln wird.
Im Gegensatz zu vielen ähnlich gelagerten Geschichten, passiert zwischen Kate und Henry recht wenig, aber mir gefällt das Tempo, in dem sich alles entwickelt, und auch die Gefühle kommen für mich nicht zu kurz. Wer allerdings eine Geschichte erwartet, in der sich beide Hals über Kopf verlieben und jede Sekunde Zweisamkeit nutzen, der wird vielleicht etwas enttäuscht von der eher ruhigen Entwicklung zwischen den beiden sein.
Neben der Hauptgeschichte sind in der aktuellen Ausgabe von HarperCollins auch die beiden Kurzromane „Die vollkommene Kämpferin“ und „Gott der Finsternis“ enthalten. Vor allem letzterer hilft, ein wenig mehr über Henrys Beweggründe zu erfahren und wie es dazu kam, dass Kate und Henry sich begegnen. Mir persönlich hat allerdings „Die vollkommene Kämpferin“ besser gefallen, in der vor allem Kate zeigt, dass sie nicht gewillt ist, sich bedingungslos den alten Göttern unterzuordnen. Das Ende der Geschichte verspricht auf jeden Fall viel Spannung für weitere Geschichten aus der Welt von Henry und Kate.
Mein Fazit: „Das göttliche Mädchen“ ist eine kurzweilige und fesselnde Geschichte, die auf interessante Weise die griechische Götterwelt wieder auferstehen lässt. Mit Kate, und vor allem Henry, schickt Aimée Carter zwei tolle Protagonisten ins Rennen und ich freue mich sehr, bald wieder von ihnen zu lesen.

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Tags: altigriechische mythologie, götter, wintermädchen   (3)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

blutsauger, romantik, fantasy

Gestohlene Vergangenheit

Sylvia Steele
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603811
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit Alishas achtzehntem Geburtstag ist nichts mehr wie es war. Nicht nur, dass ein Unbekannter ihr auf ihrer Geburtstagsfeier sagt, sie sei seine Frau und er würde sie schon seit Jahrhunderten suchen, nur einen Tag entkommt sie knapp einem Überfall und die Geheimnisse, die ihr Großvater ihr offenbart, stellen nicht nur ihr gesamten Weltbild auf den Kopf.

Zumindest David scheint jedoch nach wie vor an ihrer Seite zu sein, oder?

Nachdem ich den ersten Band der Immergrün-Saga von Sylvia Steele von Netgalley bekommen hatte, bin ich quasi durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist flüssig und der Perspektivwechsel zwischen Alisha und David hat zum einen Spannung erzeugt, zum anderen hat er dazu geführt, dass man die beiden besonders gut kennenlernt.

Alisha ist eine sympathische Figur, die auch nach einem Jahr noch schwer mit dem Verlust ihrer Eltern zu kämpfen hat. Dass sie von ihrem Freund David beinahe magisch angezogen wird, ist zwar ebenso wenig neu wie die Tatsache, dass er das ein oder andere düstere Geheimnis hütet, aber auch wenn hier einige Klischees bedient werden, so hat mich die Umsetzung überzeugt und es hat einfach Spaß gemacht die teils knisternde Spannung zwischen den beiden zu erleben.

Einzig, dass Alisha so leicht die ganzen Wendungen in ihrem Leben akzeptiert, hat mich ein wenig gewundert und auch gestört, denn ich denke, dass so gut wie jeder andere Mensch wesentlich weniger ruhig hingenommen hätte, dass seine Welt nun Kopf steht und bei weitem nicht alle Überraschungen positiv sind.

Die Geschichte als solche ist spannend und kann immer wieder mit Überraschungen aufwarten, auch wenn einige Dinge sehr leicht vorhersehbar sind. Neben den beiden Protagonisten mag ich vor allem Avent und Constantin und ich hoffe, dass sie in den weiteren Bänden noch eine größere Rolle spielen werden.

Mein Fazit: „Gestohlene Vergangenheit“ ist ein gelungener Auftakt zu einer fesselnden Saga, die sich meines Erachtens nach zwar anders darstellt als der Klappentext vermuten lässt, aber mir hat es trotzdem gut gefallen und Band zwei wartet schon auf meinem Reader.

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Tags: blutsauger, fantasy, romantik   (3)
 

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weihnachtsmorde, erpressung, canterbury, austernköchin, krimi

Eine Leiche kommt selten allein

Julie Wassmer , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548290171
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es weihnachtet in dem idyllischen Dorf Whitstable an der englischen Küste. Überall bereiten sich die Einwohner auf die besinnlichen Tage vor und die Vorbereitungen für den alljährlichen Wohltätigkeitsball laufen auf Hochtouren. Auch Pearl hat noch alle Hände voll zu tun. Obwohl es in ihrem Seafood Restaurant etwas ruhiger geworden ist und auch ihre Detektei keine dringenden Klienten hat, hat sie immer noch kein Geschenk für ihren Sohn besorgt und die Häppchen für den Wohltätigkeitsball machen sich auch nicht von alleine.

Den Urheber der gehässigen Weihnachtskarten zu ermitteln, die einige Einwohner des Dörfchens erhalten haben, scheint da nicht das dringendste Problem. Gut, die Karten sind beleidigend und verletzend, aber es sind eben nur Karten. Als dann jedoch die ehemalige Steuerberaterin Diana Marshall auf dem Ball vergiftet wird, kann Pearl nicht umhin und beginnt Nachforschungen anzustellen. Wenn das zudem bedeutet, dass sie den attraktiven Inspektor McGuire öfter sehen wird, ist das ja auch nicht schlimm, oder?

„Eine Leiche kommt selten allein“ ist nach „Pearl Nolan und der tote Fischer“ bereits der zweite Fall für die Köchin und Besitzerin des Pearl Nolan Seafood Restaurant. Auch wenn ich den ersten Teil nicht kenne, so hatte ich keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Die knisternde Spannung, die sich wohl bereits im ersten Teil zwischen Pearl und Inspektor McGuire aufgebaut hat, konnte ich auch ohne Kenntnisse der Vorgeschichte genießen, ebenso wie die sonstigen nachbarschaftlichen oder verwandtschaftlichen Verhältnisse nicht allzu verworren waren.

Der Schreibstil ist flüssig und für die Dauer der Geschichte, war ich ein Teil von Whitstable. Der Krimi ist humorvoll und warmherzig, voller interessanter Charaktere. Auch wenn der Fall als solcher eher ruhig ist und dem Leser keine Gänsehaut beschert, hat es doch Spaß gemacht gemeinsam mit Pearl zu rätseln und ich muss gestehen, dass ich lange auf dem Holzweg war.

Die Auflösung war aus meiner Sicht nicht ganz perfekt, aber das hat dem Lesespaß nicht geschadet.

Mein Fazit: „Eine Leiche kommt selten allein“ ist ein wunderbarer Wohlfühlkrimi mit einer sympathischen Ermittlerin und ich hätte nichts dagegen bald wieder einmal nach Whitstable zu reisen.

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Tags: england, krimi, weihnachten   (3)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

superhelden, paris, miraculous, cat noir, ladybug

Miraculous - Die geheime Superheldin

Barbara Neeb , Katharina Schmidt
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 09.10.2017
ISBN 9783845822938
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Marinette hütet ein großes Geheimnis. Eigentlich sogar eher zwei. Zum einen ist sie heimlich in ihren Klassenkameraden Adrien verliebt, zum anderen kann sie sich in Ladybug verwandeln, eine Superheldin, die gemeinsam mit Cat Noir für Sicherheit in Paris sorgt und sich immer wieder gegen den bösen Hawk Moth stellt.

Als eine neue Wetterfee für das Fernsehen gesucht wird, gelingt es Hawk Moth die enttäuschte Zweitplatzierte in seinen Bann zu ziehen. Er verwandelt sie in Stormy Weather und gibt ihr die Chance sich zu rächen. Im Austausch verlangt er, dass Stormy Weather ihm die Miraculous von Ladybug und Cat Noir bringt, ohne die sie sich nicht verwandeln können.

Mein Sohn freut sich immer, wenn er „Miraculous“ im Kinderprogramm sehen darf, daher war es umso schöner, dass ich ein Rezensionsexemplar von „Miraculous – Die geheime Superheldin“ über Netgalley bekommen habe. Auch wenn mein Sohn die Geschichte in diesem Band bereits kannte, hat er gespannt zugehört.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und das Buch wird aus Sicht von Marinette erzählt. So ergibt es sich zwar, dass sie hin und wieder Dinge berichtet, die sie eigentlich nicht wissen kann, vor allem wenn es um Hawk Moth und Cat Noir geht, aber mich hat das beim Lesen nicht weiter gestört und meinem Sohn scheint es erst gar nicht aufgefallen zu sein.

In der Geschichte finden sich zahlreiche farbige Bilder aus der TV-Serie. Dadurch wird nicht nur die Geschichte aufgelockert, die Bilder helfen auch, sich alles gut vorzustellen. Die eher kurzen Kapitel kommen ebenfalls der Zielgruppe der 8 – 10-Jährigen zu Gute.

Mein Fazit: Aufmachung und Erzählstil sind kindgerecht und ich bin sicher, dass es nicht unser einziges Buch zur TV-Serie bleiben wird – schon allein, weil mein Sohn hofft, dass Marinette irgendwann herausfindet, dass Adrien Cat Noir ist…

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Tags: cat noir, ladybug, miraculous, paris, superhelden   (5)
 

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

fantasy, intrigen, magie, schlachten, krieg

Die Blausteinkriege - Der verborgene Turm

T. S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453317079
Genre: Fantasy

Rezension:

Während alle Augen auf das Macouban gerichtet sind, sind die Feinde längst im weit entfernten Berun angekommen. Die Lage in der Hauptstadt spitzt sich immer weiter zu und Sara hat alle Hände voll zu tun, die Kaiserinmutter zu schützen.
Auch für Cunrat, Xari und die Schildbrecher ist die Lage alles andere als entspannt. Die Huacoun und ihre Verbündeten haben das Macouban übernommen und geschickt den Unmut gegen Berun geschürt – vielerorts schlägt den Berunern inzwischen blanker Hass entgegen...
Als ich gesehen habe, dass endlich der letzte Band der Blaustein-Trilogie erscheint, war klar, dass ich ihn auf jeden Fall lesen muss. Wie schon bei den ersten beiden Bänden hatte ich das riesige Glück, das Buch in einer von den Autoren begleiteten Leserunde bei Lovelybooks lesen zu dürfen.  Abgesehen davon, dass die Leserunde mal wieder sehr viel Spaß gemacht hat, hat mich auch das Buch wieder vollkommen überzeugt. Die sehr komplexe Geschichte wird mit viel Spannung und – wie sollte es bei den Autoren auch anders sein – mit vielen überraschenden Wendungen weitergeführt.
Mit großen Schritten (und ebenso großen Verlusten) bewegt sich die Geschichte auf den Showdown zu. Der Weg dorthin ist mit vielen Kämpfen gesät und mehr als einmal habe ich gehofft, dass die mir lieb gewordenen Charaktere es heil herausgeschafft haben. Von der Entwicklung her sind Danil und vor allem Sara nach wie vor interessant und auch wenn ich Sara im ersten Teil nicht übermäßig mochte, inzwischen hab‘ ich sie gern.
Meine absoluten Lieblingscharaktere sind jedoch nach wie vor Meister Messer und Ness, deren Szenen oftmals einen absolut genialen Humor hatten, und auch Bogk mit seiner trockenen Art war wieder klasse. 
Auch wenn es diesmal eine Zusammenfassung zu den bisherigen Geschehnissen gibt, empfiehlt es sich, die beiden vorangegangenen Bände gelesen zu haben, nicht nur, weil ein paar Seiten nicht alle Details einer so vielschichtigen Geschichte wiedergeben können, sondern auch, weil man sich selbst um einige hundert Seiten fesselnder Fantasy bringt, wenn man direkt beim dritten Teil einsteigen will.
Einerseits ist es mehr als schade, dass diese Trilogie nun abgeschlossen ist, andererseits haben die beiden Autoren zum Glück das ein oder andere Hintertürchen eingebaut, um vielleicht doch irgendwann einmal zurück in die Welt des Blausteins zu reisen – die „after-credits-Szene“ lässt hoffen…
Mein Fazit: Mit „Der verborgene Turm“ hat die Saga um Die Blausteinkriege einen grandiosen Abschluss gefunden, der mir kaum Zeit zum Atmen gelassen hat und der mich wieder einmal mit gut durchdachten und selten vorhersehbaren Handlungssträngen voll und ganz überzeugt hat. Einfach Fantasy vom Feinsten.

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Tags: blausteinkriege, fantasy, schlachten   (3)
 

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240 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 131 Rezensionen

magie, fantasy, essenzstab, das erbe der macht, andreas suchanek

Das Erbe der Macht - Essenzstab

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 28.10.2016
ISBN 9783958342255
Genre: Fantasy

Rezension:

Während die Schattenfrau finstere Pläne schmiedet, versuchen Jens Freunde herauszufinden, was der Rat des Lichts ihnen verheimlicht. Unterdessen macht sich Jen gemeinsam mit Alex auf den Weg zum Stabmacher, denn Alex braucht dringend einen eigenen Essenzstab. Die Reise gestaltet sich schwieriger als gedacht, doch sie führt auch dazu, dass Alex und Jen einander wesentlich besser kennenlernen und merken, wie schnell man voreilige und oft auch falsche Schlüsse zieht, wenn man nicht alle Fakten kennt.
Vielleicht hilft diese Erkenntnis ja auch gegen die zunehmend stärkere Bedrohung und bei der Suche nach dem Verräter, den die Schattenfrau eingeschleust hat.
Der zweite Band von Andreas Suchaneks Reihe war von Beginn an spannend und vor allem das Rätsel, wer der Verräter ist, hat mich richtig mitfiebern lassen. Ich konnte einfach nicht anders, als mir direkt nachdem ich den letzten Satz verschlungen hatte, gleich den nächsten Teil zu kaufen und weiterzulesen.
Doch nicht nur die Geschichte als solche hat mir wieder sehr gefallen, auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Wir lernen einige der Charaktere aus Band eins nun näher kennen, allen voran Jen und Alexander. Die Beziehungen untereinander werden deutlicher und die Charaktere erhalten mehr Tiefe. Mit dem Stabmacher treffen wir auf eine weitere historische Persönlichkeit, deren Identität ich nicht enthüllen werde, die ich aber sehr gut in die Geschichte eingebunden finde.
Auch ein weiteres Mitglied des Rats spielt nun eine Rolle: Tomoe Gozen. Ich muss gestehen, dass mir ihr Name - im Gegensatz zu den schon bekannten Ratsmitgliedern - nichts sagte und ich erst einmal nach ihr googeln musste. Auf jeden Fall eine ebenso interessante Persönlichkeit wie die übrigen.
Mein Fazit: Auch wenn die Geschichte nach wie vor sehr komplex und vielschichtig ist, fällt es mir inzwischen leichter den Überblick zu behalten, und ich bin unvermindert gefesselt – umso mehr, seit ich am Ende des Buches die Vorschau auf Band 3 gelesen habe. Wer kann denn da schon widerstehen und quasi mittendrin aufhören?

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Tags: fantasy, magie, reihe   (3)
 

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398 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 183 Rezensionen

magie, aurafeuer, fantasy, das erbe der macht, urban fantasy

Das Erbe der Macht - Aurafeuer

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.09.2016
ISBN 9783958342170
Genre: Fantasy

Rezension:

Lichtkämpferin Jen lebt in unserer Welt – und doch wieder nicht. Seit mehr als hundert Jahren wird die Magie vor allen verborgen, die nicht selbst die Macht in sich tragen. Doch auch wenn die nichtmagische Welt nichts davon mitbekommt, in der magischen Welt kämpfen Schattenkrieger und Lichtkämpfer gegeneinander und auch mindestens eine weitere Gruppierung scheint eigene Ziele zu verfolgen.
Als Jen gemeinsam mit ihrem Freund und Kollegen Mark ein magisches Artefakt bergen will, stirbt Mark dabei und sein magisches Erbe geht auf Alexander Kent über. Trotz ihrer Trauer muss Jen nun helfen, Alex in die Welt der Magie einzuführen, die mit jedem Tag gefährlicher zu sein scheint. Das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Licht und Schatten ist offenbar gestört.
„Aurafeuer“ ist der erste Band der Reihe „Das Erbe der Macht“. Monatlich erscheint ein E-Book und alle drei Monate gibt es dann einen Hardcover-Sammelband, der jeweils drei Bände umfasst und etwa 350 Seiten stark ist.
Nachdem ich mich im ersten Band ein wenig erschlagen fühlte von den vielen neuen Begriffen und nicht alles sofort ganz verstanden habe, bin ich inzwischen im vierten Band angelangt und brauche das Glossar am Ende des Buches eigentlich nicht mehr. Zu Beginn wäre es vielleicht hilfreich gewesen, doch ich habe es erst entdeckt, als ich den ersten Teil beendet habe 😉 Für die von Euch, die es also noch lesen werden, ein Blick nach hinten lohnt sich vielleicht, zumal nicht nur magische Begriffe erklärt werden, es gibt auch einen Überblick über alle handelnden Personen.
Die Geschichte um Jen und die Lichtkämpfer ist spannend geschrieben und ich werde sicher nicht eher mit dieser Reihe aufhören, bis ich den letzten Band gelesen habe. Neben vielen fiktiven Charakteren lässt der Autor Andreas Suchanek aber auch einige historische Persönlichkeiten zu neuem Leben erwachen. Als Unsterbliche im Rat des Lichts lernen wir neben Johanna von Orleans auch Leonardo da Vinci und Albert Einstein kennen. Mir persönlich gefällt die Idee gut und ich bin gespannt, wer sonst noch dem Rat des Lichts angehört.
Mein Fazit: „Aurafeuer“ ist ein spannender und gelungener Einstieg in eine tolle Urban Fantasy Reihe, die mich bereits nach wenigen Seiten völlig gefesselt hatte, und ich freue mich sehr, dass noch so einige Bände auf mich warten.

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liebe, freundschaft, der sommer der inselschwestern, susan mallery, kinder

Der Sommer der Inselschwestern

Susan Mallery , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959670876
Genre: Romane

Rezension:

Kinderärztin Andi sucht einen Ort für einen Neuanfang. Als sie das heruntergekommene Haus auf Blackberry Island sieht, spürt sie, dass dies der richtige Ort für sie ist. Kurzentschlossen kauft sie das Haus, das für die Einwohner von Blackberry Island gemeinsam mit den Häusern rechts und links davon die Drei Schwestern bildet. Doch nicht nur die Häuser erscheinen als eine Einheit, in ihren Nachbarinnen Deanna und Boston findet Andi bald gute Freundinnen.
Nach „Wie zwei Inseln im Meer“ habe ich mich sehr gefreut, wieder nach Blackberry Island zu reisen. Auch wenn diesmal andere Charaktere im Fokus stehen, hat es Susan Mallery dennoch geschafft, auch ein paar altbekannte Figuren geschickt einzubinden und als Nebenfiguren erneut zum Leben zu erwecken.
Die Geschichte, die Susan Mallery erzählt, ist neben einer wunderbaren Liebesgeschichte vor allem auch eine Geschichte über die Freundschaft dreier völlig unterschiedlicher Frauen.
Andi ist mit ihrem Beruf als Kinderärztin glücklich und hat konkrete Pläne für eine eigene Praxis auf Blackberry Island. Weniger geordnet sieht es da mit ihrem Liebesleben aus. Allerdings könnte ja ihr neuer Bauunternehmer auch der neue Mann fürs Leben sein, wer weiß?
Ihre Nachbarin Boston ist Künstlerin und ihr Haus spiegelt ihre teils flippige Art perfekt wieder. Bunt und farbenfroh – so war Boston zumindest vor dem tragischen Ereignis, dass sie und ihren Mann aus der Bahn geworfen hat und dass beide immer noch beschäftigt.
Dann ist da noch Deanna, bei der alles perfekt erscheint: ein erfolgreicher Mann, vier Kinder und ein perfekt restauriertes Haus. Doch auch bei Deanna läuft nicht alles rund und sie muss entscheiden, wieviel es wert ist, die perfekte Fassade zumindest noch eine Weile lang aufrecht zu erhalten.
Während ich Andi auf Anhieb mochte und Bostons Schmerz nachempfinden konnte, hat es bei mir eine Weile gedauert, bis ich auch Deanna verstehen konnte. Die Entwicklungen, die sich vor allem bei den beiden letzteren anbahnten, werden hoffentlich auch im nächsten Band der Blackberry-Island-Reihe wieder aufgegriffen, selbst wenn dann Andis neue Arzthelferin die Protagonistin sein wird.
Ich mag es sehr, wenn ähnlich wie zum Beispiel in Susan Mallerys Fool‘s Gold Reihe, alte Protagonisten immer mal wiederauftauchen oder erwähnt werden. Dadurch wirken für mich vor allem die Handlungsorte noch lebendiger, in gewisser Weise realer, und ich habe immer wieder das Gefühl alte Bekannte zu besuchen und gleichzeitig neue Freunde zu finden, wenn ich wieder darüber lesen kann. Blackberry Island hat gute Chancen einer dieser Orte zu werden.
Mein Fazit: Susan Mallery erzählt mit „Der Sommer der Inselschwestern“ in gewohnt gefühlvoller und herzerwärmender Weise die Geschichte dreier Frauen, deren neugewonnene Freundschaft allen dreien hilft, ihre Probleme zu meistern und dem Glück ein ganzes Stück näher zu kommen. Ein kurzweiliges Buch zum Abtauchen und ein paar entspannte Lesestunden zu genießen.

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Tags: freundschaft, liebe, schicksa   (3)
 

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mexiko, hollywood, b. traven, abenteuer, geheimnis

Wer ist B. Traven?

Torsten Seifert
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Tropen, 14.10.2017
ISBN 9783608503470
Genre: Romane

Rezension:

1947: Leon Borenstein ist ein Journalist mit gutem Gespür sowohl für Menschen als auch für gute Storys. Unverhofft bekommt er den Auftrag herauszufinden, wer sich hinter dem Namen B. Traven verbirgt, denn in Mexiko wird gerade der Film „Der Schatz der Sierra Madre“ gedreht, der auf einem gleichnamigen Roman aus Travens Feder basiert, doch niemand scheint zu wissen, wer hinter diesem Pseudonym steckt.

Unter dem Vorwand Humphrey Bogart interviewen zu wollen, fliegt Leon an den Drehort. Seine eigentliche Zielperson ist jedoch Hal Croves, angeblich ein Bevollmächtigter Travens – oder womöglich B. Traven selbst? Gerüchte gibt es viele, doch so wirklich erfolgreich ist Leon in Mexiko nicht. Croves erscheint eher unnahbar und der Journalist verbringt seine Zeit lieber mit Humphrey Bogart und der schönen Maria, die er im Hotel kennengelernt hat.

Dennoch, so ganz lässt ihn der mysteriöse Traven nicht los, selbst als er schon Monate zurück in San Francisco ist. Kann er das Geheimnis um dessen Identität womöglich doch noch lösen?

Auch wenn Leon zu Beginn eher halbherzig nach Traven sucht und sich am Set viel zu leicht ablenken lässt, so nimmt er dennoch eine Reise ins besetzte Wien auf sich und reist ein weiteres Mal nach Mexiko.

Gespannt habe ich mich mit Leon in die Suche nach B. Traven gestürzt. Zum einen, indem ich Torsten Seiferts Roman gelesen habe, zum anderen habe ich im Internet einiges über den geheimnisvollen B. Traven nachgelesen, denn Torsten Seifert hat geschickt Fiktion und Realität vermischt. Den Autor B. Traven gab es wirklich und auch wenn sich das Geheimnis um seine Identität in Teilen gelüftet hat, so gibt es immer noch viele Punkte in seiner Biographie, die nicht geklärt sind. Unter anderem ist seine Herkunft auch heute noch nicht bekannt und es ist fraglich, ob es dazu jemals mehr als Gerüchte geben wird. Unumstritten ist jedoch, dass er einige Romane hinterlassen hat und auch die im Buch aufgegriffene Verfilmung mit Humphrey Bogart gibt es wirklich.

Ob die Erkenntnisse, die Leon vor allem gegen Ende des Buches gewinnt, nun zutreffen oder nicht, es war interessant mit Leon gemeinsam ein Puzzlestück nach dem anderen zusammenzusetzen und auch einige Rückschläge hinnehmen zu müssen. Doch so spannend ich die Suche an sich fand, stellenweise konnte mich das Buch nicht zu 100% fesseln und während mich der Anfang noch sehr begeistert hat, haben mir vor allem im letzten Drittel einige Szenen nicht so ganz gefallen und ich wünschte, Torsten Seifert hätte Leon auf einen anderen, nicht ganz so gewalttätigen Weg geschickt.

Die Charaktere, sie der Autor geschaffen hat, konnten mich hingegen zu jeder Zeit überzeugen, selbst die eher unangenehmen Figuren aus dem letzten Drittel. Seien es die Leute am Filmset, Leons Kontakt in Wien oder auch Maria, sie wirkten durchweg authentisch und obwohl ich zugegebenermaßen kaum etwas zu Humphrey Bogart weiß, ich mag wie Torsten Seifert ihn darstellt und kann mir zumindest leicht vorstellen, dass er so oder so ähnlich war.

Mein Fazit: Torsten Seifert ist ein über weite Teile spannender Abenteuerroman gelungen, in dem er sehr gekonnt historische Fakten und Fiktion vermischt und dadurch eine fesselnde Geschichte fernab des üblichen Mainstreams erzählt.

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

liliane susewind, kinderbuch, tanya stewner, kinderbuch-reihe, afrika

Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht

Tanya Stewner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.09.2017
ISBN 9783737340021
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Namibia! Voller Spannung und Begeisterung fliegt Lilli gemeinsam mit ihren Eltern, Jesahja und dessen Vater nach Afrika. Während Lilli sich auf die vielen unbekannten Tiere freut und ihre Mutter dem Ganzen eher mit gemischten Gefühlen gegenübersteht, ist die Reise für Jesahja gleich in mehrfacher Hinsicht spannend: sein Vater stammt aus diesem Land und er wird endlich seine Großeltern kennenlernen.

Doch kaum sind alle auf der Farm angekommen, auf der Jesahjas Großeltern arbeiten, muss Lilli erfahren, dass die Farm nicht nur Rinder hält, sondern auch Geld mit Großwildjagden verdient. Ob Lilli dafür sorgen kann, dass die große und wunderschöne Giraffe Lula in Sicherheit ist?

Dieses Mal nimmt uns Tanya Stewner nicht nur mit in Lillis abenteuerliches Leben, sondern reist mit uns in ein fremdes Land. Ich muss gestehen, dass sich mein Wissen über Namibia in ein, zwei Sätzen bereits erschöpft hat und so war ich besonders gespannt, was Lilli und uns Leser so alles erwartet.

Der Zauber Afrikas wird wunderbar eingefangen und viele landestypische Tiere werden vorgestellt: Strauße, Löwen, Zebras, Elefanten, Giraffen und – nicht zu vergessen – drei völlig drollige Erdmännchen. Doch nicht nur die schönen und faszinierenden Seiten des Landes werden gezeigt, kindgerecht verpackt wird auch die Großwild- bzw. Trophäenjagd thematisiert.

Für Lilli und Jesahja ist es sofort klar, dass sie alles tun werden, um die sanfte Lula zu retten. Dabei gehen sie so manches Risiko ein. Wie gut, dass sie auch diesmal wieder allerlei tierische Unterstützung haben, allen voran natürlich Bonsai und Frau von Schmidt, die bei diesem Abenteuer selbstverständlich nicht fehlen dürfen.

Doch trotz aller ernsten Töne, auch dieser Afrikaband ist eine zauberhafte Geschichte über Mut und Freundschaft, die zeigt, was man alles erreichen kann. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Neben den typischen Szenen mit dem quirligen Bonsai und der vornehmen Katzendame Frau von Schmidt, haben mich besonders die Strauße zum Schmunzeln gebracht und Lulas Überlegungen zu Lillis Hals… - aber das müsst ihr selbst lesen ;-)

Mein Fazit: Dieser zwölfte Band mit Lilli und ihren Freunden hat mich wieder restlos begeistert. Ganz besonders, weil es Tanya Stewner so gut gelungen ist, ein derart schwieriges und unschönes Thema wie die Trophäenjagd aufzugreifen und für Kinder in Worte zu fassen. Zudem schafft sie es, auch Erwachsene zum Nachdenken zu bringen, denn nicht alle Argumente, die der Jäger anbringt, sind völlig von der Hand zu weisen. Ein großes Lob dafür. Ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Lilli, Jesahja, Bonsai und Frau von Schmidt.

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märchen, fabeln, burma, blessing verlag, fabel

Das Geheimnis des alten Mönches

Jan-Philipp Sendker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blessing, 11.09.2017
ISBN 9783896675811
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem mich vor ein paar Jahren „Das Herzenhören“ sehr begeistert hat, war ich umso gespannter auf die Märchen und Fabeln aus Burma, die Jan-Philipp Sendker mit Hilfe seines Sohnes und der amerikanischen Autorin Lorie Karnath, die auch die Idee zu diesem Buch hatte, gesammelt und zusammengetragen hat.
Seit 1995 hat Jan-Philipp Sendker Burma, das heutige Myanmar, dutzende Male besucht. Mit den Märchen und Fabeln nimmt er uns mit in eine fremde und faszinierende Welt, deren Vielfalt auch in den Märchen sichtbar wird. So gibt es Märchen, die den unseren gar nicht so unähnlich sind, aber auch viele, die völlig anders sind, als wir es von den Gebrüdern Grimm oder auch Hans Christian Andersen kennen. Nicht immer hat sich mir die Moral oder der Sinn hinter den Geschichten erschlossen, so dass ich manches Mal etwas ratlos zurückblieb und mich fragte, was ich damit anfangen soll. Zudem hat es mich sehr überrascht, wie viele Tote es in den Märchen gibt. Oft sind es die Protagonisten, die nicht selten einen gewaltsamen Tod erleiden. Mal endet das Märchen mit dem Tod, doch in vielen Fällen werden die Verstorbenen wiedergeboren, sei es als Mensch oder als ein anderes Lebewesen oder auch als Geist, und sie widmen ihr neues Leben fortan entweder der Rache und dem Unheil oder helfen Gutes zu tun.
Die unglaubliche Vielfalt hat mich jedes neue Märchen und jede neue Fabel mit Spannung lesen lassen, da ich niemals den Ausgang vorhersagen konnte. Der Erzählstil variiert ein wenig, da jeder der drei Geschichtensammler seine eigene Erzählweise in die Geschichten hineinbringt, doch die Unterschiede sind nicht so stark ausgeprägt, dass es mich in irgendeiner Art und Weise gestört hätte. Im Gegenteil, ich finde die leichten Abweichungen für diese bunte Mischung sehr passend.
Neben den über 50 Märchen und Fabeln gibt es auch eine Einleitung und ein Nachwort des Autors, welche mich nicht minder fasziniert haben. Der Autor lässt uns in ein spannendes Land eintauchen und erweckt für uns seine Erinnerungen zum Leben. Die Begebenheiten, die er schildert, haben mich des Öfteren schmunzeln lassen und sie haben mir vor allem gezeigt, welche Unterschiede es zu meinem üblichen Alltag gibt, vor allem wenn er das Burma der 90er Jahre beschreibt. Seine Erzählungen sind stets warmherzig, offen und respektvoll und man merkt mit jeder Zeile, dass ihm das Land und seine Bewohner sehr ans Herz gewachsen sind.
Mein Fazit: Wer Märchen und Fabeln mag oder sich für das Land und die Kultur Myanmars interessiert, der sollte bei diesem Buch auf jeden Fall zugreifen.   „Die Seele eines Volkes, wie sie in Märchen beschrieben wird, ändert sich nicht so schnell.“
(S.281, Zitat von Than Htun, einem Buch- und Antiquitätenhändler, mit dem der Autor über die Veränderungen in Burma sprach.)

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Tags: burma, fabeln, märchen, myanmar   (4)
 

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Alltagsperlen

Antonia Löschner
Flexibler Einband: 122 Seiten
Erschienen bei lulu.com, 21.06.2017
ISBN 9781365999932
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als mich vor einigen Wochen die Autorin anschrieb und fragte, ob ich Interesse hätte, ihre "Alltagsperlen" zu lesen, war ich mir zwar nicht hundertprozentig sicher, ob diese Sammlung von Kurzgeschichten und Gedichten etwas für mich ist, aber ich war neugierig und so haben mich die 40 kurzen Texte die letzten stressigen Wochen hindurch begleitet (ich sage nur Umzug).

Die Autorin schreibt, dass es in ihren Texten um die Wiederentdeckung des eigenen Ichs geht, welches im normalen Alltag immer wieder untergeht und übersehen wird. Entgegen meiner leisen Bedenken, dass die Texte womöglich zu hochtrabend, esoterisch oder belehrend daherkommen, waren es durchweg Situationen, von denen uns viele aus unserem eigenen Alltag nur allzu bekannt sind. Die Geschichten sind aus dem Leben gegriffen und die Charaktere sind zwar sehr vielfältig, aber allesamt authentisch und in einigen habe ich mich erschreckend leicht wiedererkannt.

Daher war dieses dünne Buch für mich auch keine Lektüre, die ich einfach mal schnell nebenher lesen konnte und wollte, denn es gab genügend Anstöße zum Nachdenken und zur Selbstreflektion.

Doch nicht in jedem Text geht es um Problembewältigung. So ist "Erster Schnee" zum Beispiel in erster Linie eine Momentaufnahme, in keine Konflikte bewältigt werden müssen, während in "Warum unbedingt Norwegen?" ein gemeinsamer Freund einem Paar hilft, die Krise, die die Wahl des Urlaubsziels hervorruft, zu überwinden.
Allen Texten ist gemein, dass sie für mich einen Moment der Ruhe geboten haben und allein daher schon kleine Perlen des Alltags waren. Einfach ein Augenblick abseits meines eigenen Alltags.

Dr. Antonia Löschner ist Ethnologin und arbeitet sowohl als Mediatorin als auch als Beraterin für Menschen in schwierigen Situationen. Ihren Texten merkt man an, dass sie sich nicht nur gut in andere Menschen einfühlen kann, ihre Lösungsansätze sind zumindest in ihren Texten bodenständig und die möglichen Veränderungen werden langsam angestoßen. Die Gedichte fangen ebenso Momente des Alltags ein und zeigen, dass in jeder noch so kleinen Begebenheit Schönheit zu finden ist - man muss nur genau hinsehen.

Mit dem Schreibstil hatte ich zu Beginn ein paar Probleme und ich weiß auch jetzt noch nicht, wie ich ihn beschreiben soll, doch ich habe mich sozusagen eingelesen und nach einigen Geschichten hatte ich meine Anfangsschwierigkeiten überwunden.
Generell haben mir die Kurzgeschichten besser gefallen als die Gedichte, da sie für mich greifbarer waren, aber das ist wohl Geschmackssache.

Mein Fazit: Antonia Löschners "Alltagsperlen" ist eine wunderbare Sammlung ganz unterschiedlicher Gedichte und Kurzgeschichten, die den Fokus auf das eigene Ich legen und helfen können, sich wieder auf sich selbst und die Dinge zu besinnen, die einem wichtig sind. Ich werde den ein oder anderen Text sicher noch einmal lesen.

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sauerland, krimi, sagen, mittelaltermarkt, seminar

Erzähl mir vom Tod

Mareike Albracht
E-Buch Text: 297 Seiten
Erschienen bei Midnight, 04.09.2017
ISBN 9783958191280
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anne Kirsch ist zurück. Statt sich jedoch in Kriminalfälle zu stürzen, muss die Dortmunder Kommissarin ein Seminar zum Thema Teamfähigkeit besuchen, ansonsten drohen wegen ihrer häufigen Alleingänge endgültig Disziplinarmaßnahmen. Nach einer Empfehlung ihres Freundes und mit der Zustimmung ihres Chefs, belegt Anne einen Kurs bei Micha im sauerländischen Obermarsberg. Während sich die Oberstadt des besagten Ortes auf einen regelmäßig stattfindenden Mitterlaltermarkt vorbereitet und Anne sich mit ihrem Seminarleiter arrangieren muss, nutzt jemand das bunte Treiben, um alte Sagen zu neuem Leben zu erwecken.

Während es vielleicht noch als schlechter Scherz angesehen werden kann, was dem Bäckergesellen geschieht, so hat es Anton Hellmann von der Briloner Polizei bald jedoch mit schwerer Körperverletzung und Mord zu tun. Endlich darf nun auch Anne aktiv eingreifen und fürs Erste ihr Seminar vergessen.

Gemeinsam mit Anton dringt sie immer tiefer in die Geschichte von Obermarsberg ein und versucht Licht ins Dunkel zu bringen.

Mareike Albracht nimmt uns in ihrem dritten Krimi rund um Anne Kirsch aufs Neue mit ins Sauerland. Ihre Schilderungen des Mittelaltermarkts finde ich sehr gelungen. Die Atmosphäre wird wunderbar eingefangen und ich habe mich beinahe so gefühlt, als würde ich auch zwischen all den Ständen und den kostümierten Besuchern und Händlern durch Obermarsberg wandern. Viele neue Charaktere tauchen auf und auch wenn Anne von Beginn an dabei war, so hat sie diesmal bis etwa zur Mitte des Buches eher die Rolle einer Nebenfigur, was ich als sehr ungewöhnliche, aber interessante und gute Idee empfunden habe. Wer bislang noch keinen von Mareike Albrachts Sauerlandkrimis gelesen hat, dem würde ich daher empfehlen lieber mit einem der anderen beiden Bände zu beginnen, um die Protagonistin erstmal richtig kennenzulernen. Mir gefiel die Idee vor allem auch deshalb, weil Anton so nochmals zeigen konnte, dass er wirklich ein fähiger Polizist ist. Er wäre sicherlich nicht nur eine Bereicherung für die Mordkommission, sondern auch ein guter Partner für Anne.

Die Einbindung der alten Sagen des Ortes, ist meiner Meinung nach gut gelungen. Mit jeder neuen Sage wurde es spannender und auch wenn ich mir beim Täter schon recht früh sicher war, so habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie alles zusammenhängt und wer vielleicht sonst noch die Finger mit im Spiel hat.

Als gebürtige Sauerländerin habe ich mich zudem besonders gefreut, dass es diesmal doch so einige Sauerländer Worte und Redewendungen gab. Da habe ich mich glatt wieder zu Hause gefühlt :)

So sehr mir die Entwicklungen und die Charaktere gefallen haben, war es ausgerechnet das Ende, das für mich ein wenig enttäuschend war. Statt nochmals Spannung aufzubauen, wurde der Täter sehr unspektakulär festgenommen, wobei man als Leser nichtmals mit von der Partie war, zudem zeigten einige Figuren plötzlich für mich nicht sonderlich schlüssige Verhaltensweisen, die so gar nicht zum bisherigen Verhalten passten. Auch hätte ich gerne noch ein, zwei erklärende Worte zu dem ein oder anderen Charakter gehabt.

Mein Fazit:
Auch wenn das Ende für mich enttäuschend war, so hat mich das Buch über weite Teile wunderbar unterhalten und es hat Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen. Daher freue ich mich trotzdem schon sehr auf ein Wiedersehen mit Anne und hoffe, dass auch Anton endlich eine Stelle in Dortmund bekommt.

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