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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

familie, trauer, sternenkinder, liebe, geburt

Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter

Tanja Wenz
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei edition riedenburg, 18.11.2016
ISBN 9783903085572
Genre: Sachbücher

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Holly Ivins , Sabine Roth
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei DVA, 03.04.2017
ISBN 9783421047694
Genre: Sachbücher

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

telefonieren, smartphone, stalker, lana, koffer

Prüfer

Lyl Boyd
E-Buch Text: 14 Seiten
Erschienen bei BoD E-Short, 18.05.2017
ISBN 9783744822367
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lana telefoniert, schminkt sich an der Ampel die Lippen und schon ist es passiert: ein Auffahrunfall. Netterweise nimmt der Fahrer des anderen Wagens alle Schuld auf sich. Ist er wirklich nett, oder steckt etwas Anderes dahinter?

Die Geschichte ist kurz und prägnant und das offene Ende lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen. Vor allem aber wirft sie die Frage auf, was von dem, das wir erleben, wirklich zufällig ist. Ab welchem Punkt sollte man sich Gedanken machen, ob nicht doch eine verborgene Absicht dahintersteckt? Und gilt dies nur für Fremde, so wie in der Geschichte, oder sollte man auch im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder wachsam sein? Wie weit darf man trauen und ab wo ist Misstrauen und Skepsis angesagt?

Gekonnt wirft der Autor all diese Fragen auf und entspinnt eine Geschichte, deren Verlauf ich allein vom Beginn her nie vermutet hätte. Ich bin schon gespannt, womit uns Lyl Boyd in seiner nächsten Geschichte überraschen wird. Ich werde sie garantiert lesen.

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Tags: kurzgeschichte, zufall   (2)
 

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246 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Charlie und Thomas besuchen im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Elite-Internat in England. Hier sollen sie lernen rauchfrei durchs Leben zu gehen, denn durch jede Lüge, jede Verfehlung entweicht dem Körper für alle gut sichtbar Rauch: mal kaum wahrnehmbar, mal unübersehbar, aber immer da. Nur die Oberschicht scheint es geschafft zu haben ein völlig rauchfreies und damit offenbar sündenloses Leben zu führen.

Eher zufällig stoßen Charlie und Thomas darauf, dass die Gesetze und Regeln des Rauchs augenscheinlich doch nicht für alle gelten. Ein großes Netz aus Lügen, Intrigen und Macht zeichnet sich ab und mittendrin stehen die beiden Jungen, die schon bald um ihr Leben fürchten müssen.

Während ich die Beschreibung des Buches noch sehr spannend fand und nach wie vor die Grundidee mag, so hatte ich doch meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Dies lag zum einen daran, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und ich immer eine Weile brauche, bis ich mich daran gewöhnt habe. Gut, bei über 600 Seiten ist der Punkt irgendwann erreicht, dennoch liegt es mir einfach nicht so gut. Darüber hinaus gab es für mich viele Längen. Der Autor bedient sich vieler Metaphern, führt Sachverhalte bis ins kleinste i-Tüpfelchen aus und immer wieder gibt es ausführliche Überlegungen zum Verhalten der Menschen im Allgemeinen und Besonderen. Dabei werden natürlich vor allem Werte wie Gut und Böse hinterfragt und welche Auswirkungen diese haben.

Des Weiteren gab es eine Fülle von Charakteren und Namen, die nicht immer ganz so leicht auseinanderzuhalten waren, auch wenn ich eigentlich mit vielen Namen keinerlei Schwierigkeiten habe. Passend zu den Charakteren wechselte auch immer mal die Perspektive, wobei nicht nur die Person wechselte, der Autor springt auch zwischen der dritten Person und der Ich-Perspektive hin und her.

Die Charaktere an sich sind unterschiedlich stark ausgearbeitet, aber besonders die Hauptfiguren Thomas, Charlie und auch Livia waren sehr vielschichtig und mit großer Sorgfalt entwickelt. Doch ebenso wie der Rauch waren sie dennoch nicht wirklich greifbar für mich, geschweige denn, dass ich mich in jemanden hätte hineinversetzen können.

All das führte dazu, dass ich sehr langsam vorankam und trotz der teils durchaus spannenden Fragen und Entwicklungen keine Probleme hatte, das Buch aus der Hand zu legen.

Sehr gelungen hingegen finde ich die Atmosphäre, die der Autor in seinem Buch erzeugt. Düster, ein wenig bedrohlich und voll starker Emotionen. Diese geheimnisvolle Atmosphäre hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich doch immer wieder weitergelesen habe.

Mein Fazit: „Smoke“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es spürt der Frage nach Gut und Böse nach und regt zum Nachdenken an. Leider ist es stellenweise sehr langatmig und den Überblick zu behalten fällt nicht immer leicht. Wen das Buch vom Klappentext her ebenso reizt wie mich, der sollte im Blick behalten, dass es weniger um Fantasy geht, als vielmehr um Gesellschaftskritik und existenzielle Fragen. Wen das nicht schreckt, der sollte mal genauer in das Buch reinblättern, denn trotz meiner vielen Kritik finde ich das Buch dennoch lesenswert.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Size Matters

Marc Ritter , Tom Ising
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ecowin, 02.03.2017
ISBN 9783711001221
Genre: Sachbücher

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117 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

los angeles, jugendbuch, liebe, beatrix gurian, hollywood

Sommernachtsfunkeln

Beatrix Gurian
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.04.2017
ISBN 9783401603223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach einem schrecklichen Unfall, der sie für immer gezeichnet hat, will Kati nur noch weg von ihrem alten Leben und auch weg von Luke, mit dem sie schon ewig befreundet ist, und für den sie weit mehr als nur Freundschaft empfindet.

In Los Angeles, wo sie niemand kennt, nimmt sie eine Stelle als Au-pair an und versucht ihr altes Ich mit seinen Wünschen und Träumen hinter sich zu lassen. Als sie den attraktiven Jeff und seine Schwester Lucy kennenlernt nimmt ihr Leben eine neuerliche Wende und mit einem Mal scheint alles, was sie sich erträumt hat, wieder zum Greifen nah. Doch ist es wirklich wie im Märchen oder gibt es am Ende ein böses Erwachen?

„Sommernachtsfunkeln“ wird auf mehreren Zeitebenen erzählt, von denen Katis aktuelle Gegenwart den größten Teil ausmacht. Doch in Rückblenden wird regelmäßig Katis Vergangenheit geschildert und nach und nach kommt ans Licht, was es für ein Unfall war, der ihr Leben so nachhaltig verändert hat, und wie es dazu kam. Zudem erfahren wir parallel zu Katis Erlebnissen, was gegenwärtig bei Luke geschieht und wie er Katis Verschwinden empfindet.

Kati ist eine Protagonistin, der ich etwas zwiegespalten gegenüberstehe. Dass sie das Gefühl hat, ihre Umgebung starre seit dem Unfall nur noch die große und schlecht verheilte Narbe auf ihrer Wange an, kann ich gerade bei einer 17-jährigen gut verstehen. Auch, dass sie glaubt so niemals eine Chance als Schauspielerin zu haben und daher ihre Pläne, sich an der Royal Shakespeare Academy zu bewerben, über Bord wirft, kann ich noch nachvollziehen, doch manches an ihrem Verhalten erscheint doch seltsam. Zum einen zitiert sie laut oder in Gedanken bei jeder Gelegenheit Shakespeare, was doch manches Mal eigenartig wirkt, selbst wenn ich Shakespeare und die Zitate an sich durchaus sehr mag. Zum anderen ist sie immer wieder dermaßen verträumt oder abgelenkt, dass sie nicht einmal merkt, wenn Leute sie ansprechen. Sicher, viele von uns kennen das auch, aber es passiert einem in der Regel nicht ständig. Darüber hinaus verhält sie sich ziemlich unbedarft und teilweise naiv was Jeff anbelangt. Es ist zwar klar, dass sie beeinflusst und manipuliert wird, doch ich hätte gerne gewusst, wieweit diese Manipulation reicht. So weiß ich nicht, ob ich - abgesehen von den Rückblenden - jemals die „wirkliche“ Kati kennengelernt habe.

Dennoch war es spannend ihre Geschichte zu erleben und nicht nur zu rätseln, was das wohl für ein Unfall war, als vielmehr auch zu versuchen die Geheimnisse hinter Jeff, seiner Schwester Lucy und der nicht weniger geheimnisvollen Bar „Lived“, die den beiden gehört, zu lüften. Und dann wäre da noch der etwas unheimliche Ezra. Gekleidet wie der Tod und offenbar Stammgast im Lived. Er hat sich durch seine Kommentare und teils auch versteckten Hinweise immer mehr zu meiner Lieblingsfigur entwickelt und nur zu gerne wüsste ich, was er selbst am Ende über all die Geschehnisse denkt.

Das Ende ging mir ein bisschen zu schnell und zu glatt und ich denke, mit einem etwas anderen Ende, würde mir das Buch länger im Gedächtnis bleiben. Auch wenn ich nicht immer alles in Letzte Detail geklärt haben muss, hat es zudem ein, zwei Punkte gegeben, bei denen ich mir wünsche, es wäre noch auf sie eingegangen worden.

Den Epilog allerdings fand ich sehr gelungen und ein wenig kann er meine Enttäuschung über das rasche und völlig unspektakuläre Ende abmildern

Mein Fazit: Beatrix Gurian hat eine spannende Geschichte geschrieben, in der sich Realität und phantastische Elemente gekonnt vermischen. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, wer Jeff eigentlich ist und was das die Getränke in seiner Bar so besonders macht. Trotz der genannten Kritikpunkte, hatte ich Spaß dabei mitzurätseln, nach und nach die Geheimnisse zu erkunden und ein paar schöne Lesestunden in Katis Welt zu verbringen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

luchs, wildnis, freundschaft, flugzeugunglück, auf der suche

Lea und der Luchs

Tanja Wenz
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Geest-Verlag, 09.12.2016
ISBN 9783866855632
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 14-jährige Lea will für die Sommerferien nach Hause in die Northwest Territories von Kanada fliegen, wo ihr Vater als Ranger arbeitet. Doch das kleine Flugzeug gerät in ein Unwetter und plötzlich findet sich Lea ganz allein mitten in der Wildnis Kanadas wieder. Erstaunlicherweise hat sie das Flugzeugunglück ohne ernsthafte Verletzungen überstanden und wie durch ein Wunder hat sie auch ihren Rucksack dabei.

Da sie weiß, wie schwierig es sein wird sie zu finden, versucht sie auf eigene Faust ihren Weg nach Hause zu finden. Mit einem Minimum an Ausrüstung und nur wenigen Tafeln Schokolade im Gepäck begibt sie sich immer weiter in die Wildnis und hat vor allem ein Ziel vor Augen: nicht aufgeben! Die tägliche Nahrungsbeschaffung und die stets drohende Gefahr einem Berglöwen, einem Grizzly oder einem anderen Raubtier zu begegnen lassen sie die wilde Schönheit der Natur ringsum oftmals vergessen. Außerdem zerrt die Einsamkeit an ihren Nerven. Als Lea einem verletzten Luchs hilft, wird dieser zu ihrem stillen Begleiter. Doch wie lange kann sie allein in der Wildnis überleben?

Tanja Wenz hat ein warmherziges, optimistisches und vor allem auch spannendes Jugendbuch geschrieben. Lea ist eine wunderbare Protagonistin, die man sogleich ins Herz schließt. Sie ist mutig und hilfsbereit und schafft es trotz aller Schwierigkeiten und Ängste, sich selbst immer wieder zu motivieren. Die Einsamkeit und die vielen Dinge, die ihr durch den Kopf gehen, lassen sie erwachsener werden. Doch an ihren Gedanken merkt man, dass sie auch schon vor dem Absturz sehr reflektiert und reif war. Manchmal könnte man beinahe vergessen, wie jung Lea eigentlich noch ist. Trotzdem ist sie ein authentischer Charakter und ich finde es beeindruckend, wie ruhig und souverän sie mit der Situation umgeht.

Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Lea und in der dritten Person aus Sicht der Suchtrupps erzählt. Dadurch erfährt man als Leser unheimlich viel von Leas Leben und ihrer Gedankenwelt und gleichzeitig weiß man, was Leas Vater und ihrer Freundin machen und wie es ihnen bei der Suche nach Lea ergeht. Vor allem die starke Verbundenheit und Freundschaft zwischen den Mädchen wird immer wieder gezeigt.

Die Beschreibungen der Natur und der Wildtiere sind wunderbar gelungen. Ich hatte alles direkt vor Augen und beim Auftauchen der Wölfe habe ich regelrecht mitgefiebert. Auch die Beschreibung des Luchses und die erste Begegnung zwischen Lea und ihm haben mir sehr gefallen. Vor allem, da klar ist, dass es sich immer noch um ein Wildtier handelt und sich der Luchs Lea nur genähert hat, da der Geruch nach Menschen für ihn durch ein früheres Erlebnis eine sichere und bequeme Futterquelle bedeutet.

Das Ende der Geschichte ist spannend und absolut stimmig. Es zeigt sich, dass die Zeit in der Wildnis nicht nur Lea hat wachsen lassen, die Suche nach ihr hat auch ihren Vater verändert und vermutlich ebenso ihre Freundin Sarah.

Mein Fazit: Tanja Wenz erzählt ein wunderbar warmherziges und fesselndes Abenteuer, dass trotz der beinahe ausweglosen Anfangssituation durchweg eine positive Stimmung erzeugt und das so ganz nebenbei auch so manches Wissen über Kanada und seine Tierwelt vermittelt. Ich bin begeistert und es wird sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein. Eine klare Leseempfehlung von mir.


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Tags: abenteuer, flugzeugunglück, kanada   (3)
 

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

märchen, einhorn, jagd, magie, adel

Nacht aus Schatten und Saphiren: Einhorn-Geschichten

Kerstin Arbogast
E-Buch Text: 128 Seiten
Erschienen bei null, 27.04.2017
ISBN B0713TND28
Genre: Sonstiges

Rezension:

In diesem Buch versammeln sich drei Einhorn-Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von dystopisch über phantastisch bis märchenhaft ist alles dabei.

Los geht es mit „Nacht aus Schatten und Saphiren“. Eine Geschichte in der die Spannung und Bedrohung jederzeit greifbar ist, wenn Lizzy im viktorianischen Londonvor den Skinnern flüchtet und in der ein magisches Einhorn zu einem Hoffnungsschimmer wird. Eine Geschichte, die für mich durchaus das Potential hätte zu einem eigenständigen Roman ausgebaut zu werden.

Die zweite Geschichte ist tragisch, düster und voller Emotionen. Ein beinahe schon ewig währender Fluch wird in „Das kalte Herz der Sterne“ gebrochen, doch gibt es überhaupt noch eine Chance auf Erlösung und Versöhnung?

„Jagdherz“ schließlich wird ungemein bildgewaltig und mitreißend erzählt. Ein junger Adliger trifft in einem verschneiten Wald auf ein Einhorn und verliert im Laufe der Geschichte nicht nur sein Herz.
Zum Ende hin lehnt sich die Geschichte etwas an "Die Schöne und das Biest" an, was mir gut gefallen, zumal ich durch eine überraschende Wende zwischenzeitlich nicht mehr so ganz wusste, was ich von der Geschichte halten soll. Aber das Ende hat alles wieder wettgemacht.

Mein Fazit: Mit ein paar kleineren Abstrichen haben mir alle drei Geschichten gut gefallen. Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich Geschichten mit dem Thema „Einhorn“ doch sein können. Gerne werde ich wieder etwas aus der Feder der Autorin lesen.

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Tags: einhorn, magie, märchen   (3)
 

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

fabelwesen, packend, spaß, fesselnd, einhörner

Die wundersame Welt der Fabelwesen. Abigail & Darien

Vanessa Riese
E-Buch Text: 267 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646602753
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Abigail lebt gemeinsam mit ihrer Tante Aria mitten in einem Wald, den sie nur sehr selten verlässt, doch über Einsamkeit und Langeweile kann sie nicht beklagen. Gemeinsam mit Aria kümmert sie sich um kranke und verletzte Fabelwesen jeglicher Art. Obwohl Abigail eine besondere Gabe besitzt, untersagt ihre Tante ihr strengstens, jemals Gebrauch davon zu machen.

Eines Tages jedoch kann Abigail nicht anders und bringt damit eine Lawine ins Rollen, die alles, was sie kennt in Frage stellt und ihr einen Weg zu ihrer tatsächlichen Bestimmung öffnet.

Als ich das zauberhafte und magische Cover des Buches gesehen habe, da konnte ich nicht anders, als genauer hinzuschauen. Einmal angefangen und allzu schnell war das Buch auch schon wieder vorbei. Der bildhafte Stil hat es mir leicht gemacht völlig in Abigails Welt abzutauchen und all die wunderbaren Fabelwesen vor meinem geistigen Auge sehen zu können. Auch wenn sie vielleicht Plagegeister sind, die Jackalope würde ich trotzdem gerne mal sehen und den kleinen Eulengreif Finn würde ich wohl vom Fleck weg adoptieren, ebenso wie auch Lobster. Vanessa Riese lässt eine magische Welt entstehen, in der sich altbekannte Fabelwesen und wunderbare Neuschöpfungen tummeln.

Doch nicht nur die zahlreichen Fabelwesen, auch die menschlichen Charaktere sind liebevoll erdacht. Abigail als Hauptperson mag ich sehr gern. Auch wenn sie sich von ihrer Tante anscheinend lange Zeit so einiges hat vorschreiben lassen, so hat sie eindeutig ihren eigenen Kopf und ist nicht auf den Mund gefallen. Auch die vielen Veränderungen schüchtern sie nicht ein.

Erzählt wird die Geschichte aus Abigails Sicht und somit liegt der Fokus auch ganz klar auf ihrer Person. Neben ihrem starken Charakter erscheinen einige der anderen Figuren etwas blass, doch insgesamt hat mich das kaum gestört, da die Geschichte spannend war und es so viele Geheimnisse zu entdecken gab.

Das Ende ging für mich etwas zu schnell und es bleiben doch so einige Fragen offen. Daher hoffe ich, dass es irgendwann einen zweiten Band geben wird.

Mein Fazit: „Die wundersame Welt der Fabelwesen“ birgt viele kreative Ideen und lässt sich wunderbar flüssig und angenehm lesen. Nur die Liebesgeschichte, die das Cover und auch der Titelzusatz „Abigail & Darien“ suggerieren, habe ich ein wenig vermisst. Dennoch hat mir das Buch ein paar magische Lesestunden beschert und mich wunderbar unterhalten. Ein gelungenes Debüt.

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Tags: einhörner, fabelwesen, magie   (3)
 

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317 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

titanen, götter, dämonentochter, daimonen, halbgötter

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hals über Kopf ist in Josies Leben nichts mehr, wie es war. Im dem einem Moment studiert sie noch Psychologie, im nächsten eröffnet ihr der geheimnisvolle Seth, dass sie eine Halbgöttin und Apoll ihr Vater ist. Seth soll sie an einen Ort bringen soll, wo sie lernen kann, ihre göttlichen Kräfte zu nutzen, damit sie gerüstet ist, um mit ihresgleichen in den Kampf gegen die Titanen zu ziehen.

Auch wenn Josie insgeheim an ihrer geistigen Gesundheit zweifelt, so lässt sie sich darauf ein und folgt Seth in eine unbekannte, spannende, aber auch gefährliche Welt. Während ihrer Reise quer durch das Land verbindet die beiden schon bald mehr als eine reine Zweckgemeinschaft. Doch dürfen und können sie sich aufeinander einlassen?

Mit Spannung habe ich Jennifer L. Armentrouts neues Buch erwartet und es in eineinhalb Tagen verschlungen. Gleich von der ersten Seite an war ich in der Welt von Seth und Josie gefangen und konnte das Buch kaum zur Seite legen – warum muss einen der Alltag eigentlich immer beim Lesen stören?

Seth und Josie waren mir beide von Anfang an sympathisch und vor allem in Josie konnte ich mich wunderbar einfühlen. Auch wenn sie mit der neuen Situation ein wenig überfordert ist, geht sie erstaunlich gut damit um, dass ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt wird und sie plötzlich von mehr als einer Seite bedroht wird. Sie verfällt nicht in Panik, sondern versucht mit der neuen Situation klar zu kommen und sich bestmöglich auf das Kommende vorzubereiten. Herrlich fand ich die Szene, in der sie zum ersten Mal auf ihren wahren Vater trifft. So hatte sie sich das wohl nicht vorgestellt.

Mit Seth liefert sie sich mal ernsthaftere, mal schlagfertigere Dialoge. Die Luft zwischen den beiden knistert eigentlich von Anfang an, auch wenn sie es – natürlich – erst einmal ignorieren oder nicht wahrhaben wollen. Seth ist der typische Bad Boy, dem es sein extrem attraktives Äußeres sehr leicht macht, jeden Tag eine andere Frau abzuschleppen und der normalerweise nichts anbrennen lässt. Nebst vielen anderen, eigentlich ein guter Grund für Josie, sich nicht mit ihm einzulassen – wenn sie ihn bloß nicht so anziehend fände.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Josies und Seths Sicht erzählt und ich kann gar nicht sagen, wessen Sichtweise mir lieber war. Der Erzählstil ist gewohnt mitreißend und bildgewaltig und die Emotionen sind zu jedem Zeitpunkt mit den Händen greifbar. Neben ein wenig Romantik und vielen knisternden Momenten, kommt auch die Action nicht zu kurz. Neben Apoll und den Titanen wurden zahlreiche weitere Götter des Olymps in die Geschichte eingebunden und zum Leben erweckt. Da ich zu Schulzeiten sehr gerne griechische Götter – und Heldensagen gelesen habe, war das für mich quasi ein i-Tüpfelchen auf der an sich schon tollen Geschichte.

Die Serie um Josie und Seth ist ein Spin-off zu Jennifer L. Armentrouts Dämonentochter-Serie. Ich habe „Dämonentochter“ nie gelesen und hatte keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Umgekehrt wird man allerdings stark gespoilert, wie ich aus dem Klappentext zu Band 1 der Reihe erkennen konnte. Sollte man also beide Reihen lesen wollen, empfiehlt es sich wohl mit der Dämonentochter-Reihe zu beginnen.

Mein Fazit: „Erwachen des Lichts“ ist ein fesselnder und gelungener Auftakt zu Jennifer L. Armentrouts neuer Serie „Götterleuchten“, die ich jedem Fan der Autorin nur wärmstens empfehlen kann, aber auch allen anderen, die eine spannende Fantasygeschichte, gepaart mit einer knisternden und verbotenen Liebesgeschichte, mögen. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass es bereits im Herbst und im Winter mit Josie und Seths Geschichte weitergeht.

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Tags: dämonentochter, fantasy, götterleuchten, griechische götter   (4)
 

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titanen, götter, dämonentochter, daimonen, halbgötter

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hals über Kopf ist in Josies Leben nichts mehr, wie es war. Im dem einem Moment studiert sie noch Psychologie, im nächsten eröffnet ihr der geheimnisvolle Seth, dass sie eine Halbgöttin und Apoll ihr Vater ist. Seth soll sie an einen Ort bringen soll, wo sie lernen kann, ihre göttlichen Kräfte zu nutzen, damit sie gerüstet ist, um mit ihresgleichen in den Kampf gegen die Titanen zu ziehen.

Auch wenn Josie insgeheim an ihrer geistigen Gesundheit zweifelt, so lässt sie sich darauf ein und folgt Seth in eine unbekannte, spannende, aber auch gefährliche Welt. Während ihrer Reise quer durch das Land verbindet die beiden schon bald mehr als eine reine Zweckgemeinschaft. Doch dürfen und können sie sich aufeinander einlassen?

Mit Spannung habe ich Jennifer L. Armentrouts neues Buch erwartet und es in eineinhalb Tagen verschlungen. Gleich von der ersten Seite an war ich in der Welt von Seth und Josie gefangen und konnte das Buch kaum zur Seite legen – warum muss einen der Alltag eigentlich immer beim Lesen stören?

Seth und Josie waren mir beide von Anfang an sympathisch und vor allem in Josie konnte ich mich wunderbar einfühlen. Auch wenn sie mit der neuen Situation ein wenig überfordert ist, geht sie erstaunlich gut damit um, dass ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt wird und sie plötzlich von mehr als einer Seite bedroht wird. Sie verfällt nicht in Panik, sondern versucht mit der neuen Situation klar zu kommen und sich bestmöglich auf das Kommende vorzubereiten. Herrlich fand ich die Szene, in der sie zum ersten Mal auf ihren wahren Vater trifft. So hatte sie sich das wohl nicht vorgestellt.

Mit Seth liefert sie sich mal ernsthaftere, mal schlagfertigere Dialoge. Die Luft zwischen den beiden knistert eigentlich von Anfang an, auch wenn sie es – natürlich – erst einmal ignorieren oder nicht wahrhaben wollen. Seth ist der typische Bad Boy, dem es sein extrem attraktives Äußeres sehr leicht macht, jeden Tag eine andere Frau abzuschleppen und der normalerweise nichts anbrennen lässt. Nebst vielen anderen, eigentlich ein guter Grund für Josie, sich nicht mit ihm einzulassen – wenn sie ihn bloß nicht so anziehend fände.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Josies und Seths Sicht erzählt und ich kann gar nicht sagen, wessen Sichtweise mir lieber war. Der Erzählstil ist gewohnt mitreißend und bildgewaltig und die Emotionen sind zu jedem Zeitpunkt mit den Händen greifbar. Neben ein wenig Romantik und vielen knisternden Momenten, kommt auch die Action nicht zu kurz. Neben Apoll und den Titanen wurden zahlreiche weitere Götter des Olymps in die Geschichte eingebunden und zum Leben erweckt. Da ich zu Schulzeiten sehr gerne griechische Götter – und Heldensagen gelesen habe, war das für mich quasi ein i-Tüpfelchen auf der an sich schon tollen Geschichte.

Die Serie um Josie und Seth ist ein Spin-off zu Jennifer L. Armentrouts Dämonentochter-Serie. Ich habe „Dämonentochter“ nie gelesen und hatte keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Umgekehrt wird man allerdings stark gespoilert, wie ich aus dem Klappentext zu Band 1 der Reihe erkennen konnte. Sollte man also beide Reihen lesen wollen, empfiehlt es sich wohl mit der Dämonentochter-Reihe zu beginnen.

Mein Fazit: „Erwachen des Lichts“ ist ein fesselnder und gelungener Auftakt zu Jennifer L. Armentrouts neuer Serie „Götterleuchten“, die ich jedem Fan der Autorin nur wärmstens empfehlen kann, aber auch allen anderen, die eine spannende Fantasygeschichte, gepaart mit einer knisternden und verbotenen Liebesgeschichte, mögen. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass es bereits im Herbst und im Winter mit Josie und Seths Geschichte weitergeht.

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einfach nur wow

SPARKLE AND FADE: Rockstar Liebesroman

Amelia Gates
E-Buch Text
Erschienen bei Fine Line Verlag, 23.03.2017
ISBN B06XW3YFD1
Genre: Liebesromane

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new york, restaurant, drogen, alkohol, gastronomie

Sweetbitter

Stephanie Danler , Sabine Kray
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036720
Genre: Romane

Rezension:

New York. Die Stadt verspricht Aufregung, Glitzer und Abenteuer. Auch Tess zieht es aus der Provinz in die schillernde Großstadt. Eigentlich hatte sie andere Pläne, doch um ihre Miete aufbringen zu können, beginnt sie in einem edlen und legendären Restaurant, dessen Ruhm so langsam verblasst, als Aushilfe.

Schnell merkt sie, dass das Restaurant seinen ganz eigenen Regeln folgt und mit seinen unzähligen verborgenen Ritualen eine unglaubliche Sogwirkung auf sie ausübt. Freundschaften, Affären und Intrigen gehören ebenso dazu wie die Kenntnisse über den richtigen Wein, den salzigen Geschmack von Austern und die Fähigkeit alles von Kaviar über Schweinefüße und Anchovis bis hin zu Seeigeln genießen zu können.

„Sweetbitter“ erzählt, wie Tess sich in dem Paralleluniversum, dass das Restaurant zu sein scheint, immer mehr verliert, doch vielmehr noch geht es um den Genuss, um die Wirkung, die zum Beispiel ein Stück Schokolade oder auch das Lichtspiel in den Bäumen auf die Sinne haben kann. Immer wieder werden Sinneseindrücke und Gefühle beschrieben, häufig ausgelöst von bestimmten Nahrungs- oder Genussmitteln. Diese Beschreibungen sind so eindringlich, dass man als Leser direkt mitempfinden kann.

Während ich diese Beschreibungen sehr mochte, so hatte ich dennoch mit dem Buch meine Probleme. Allzu ausufernd sind mir die Exzesse, an denen große Teile der Belegschaft beinahe allabendlich- oder nächtlich teilnehmen, wenn sie völlig aufgeputscht vom Abend das Restaurant geschlossen haben. Viel zu leichtfertig ist mir der Umgang mit Drogen, Alkohol und Sex. Die Selbstverständlichkeit, mit der Tess und die anderen eine Line ziehen oder Aufputschmittel nehmen, behagt mir gar nicht, denn es wirkt so, als sei das ganz normal und keine große Sache. Auch die derbe, teils vulgäre Sprache, die immer wieder aufkommt mag ich in keiner Weise. Sie steht in völligem Gegensatz zu den sinnlichen Beschreibungen des Genusses und des Schmeckens.

Ebenso hatte ich mit den Charakteren meine Schwierigkeiten, da mir eine Bezugsperson, jemand mit dem ich mich zumindest in Teilen identifizieren kann, fehlte. Die Protagonistin Tess lässt sich treiben und es scheint für sie nichts mehr zu existieren außer dem Restaurant, einer eher obsessiven Verbindung mit Simone und Jack, ebenfalls Angestellte des Restaurants, und den ausschweifenden Abenden. Simone und Jack scheinen nochmals in einem völlig eigenen, eher krankhaften, Universum zu leben und auch die übrige Belegschaft war für mich nicht greifbar.

Daher stehe ich dem Roman eher zwiespältig gegenüber. Es passiert nicht allzu viel, wodurch einige Längen entstanden und das Buch zog eher wie im Nebel an mir vorbei. Auf Seite 251, 1. Auflage heißt es: „Manchmal verdichteten sich alle Schichten zu einer einzigen.“ Für mich trifft das die Sache sehr gut. Von der ersten bis zur letzten Seite ist alles wie ein Rausch. Ereignisse, Emotionen, Beschreibungen. Alles überlagert sich und etwas konkret zu benennen ist schwierig. Ich weiß nicht, wie viel von dem Roman mir im Gedächtnis bleiben wird.

Mein Fazit: „Sweetbitter“ ist ein ungewöhnlicher Roman, der mit seiner Eindringlichkeit punkten kann, aber mich dennoch nicht erreicht hat. Mir fehlte schlichtweg eine voranschreitende Handlung und etwas, das ich besser nachempfinden kann. Eigentlich ist der Titel des Buches Programm: das Buch ist süß und bitter zugleich und ob man es mag, ist in diesem Fall mehr denn je Geschmackssache.

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66 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dorset, liebe, neuanfang, england, trauer

Frühstück mit Meerblick

Debbie Johnson , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453421981
Genre: Liebesromane

Rezension:

Raus aus der Stadt, mal etwas völlig Anderes sehen und machen - und sei es nur für einen Sommer. Das ist genau das, was Laura will, denn seit dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren, fehlt ihr immer noch die Kraft für einen Neuanfang.

Als sie wider Erwarten die Zusage als Sommeraushilfe für das Comfort Food Café bekommt, zögert sie nicht lange, packt ihre eher unwilligen Kinder ins Auto und fährt mit ihnen ins malerische Dorset. Dort am Meer hofft sie zur Ruhe zu kommen und endlich neue Pläne zu schmieden.

Das Café entpuppt sich als ein wunderbarer Ort, dem seine etwas exzentrische Besitzerin Cherie Moon einen ganz eigenen Zauber verleiht. Die Arbeit und die vielen neuen Bekanntschaften – nicht zuletzt die des Tierarztes Matt – lassen Laura wieder nach vorne schauen und plötzlich scheint es gar nicht mehr so schwer etwas Neues zu beginnen.

Debbie Johnson hat einen wunderbar warmherzigen Roman geschaffen, der einen wünschen lässt, selbst einmal das Comfort Food Café zu besuchen und seinen einzigartigen Charme zu erleben. Das Café selbst erscheint eher malerisch und wird vor allem durch Cherie und ihre Gäste zu einem ganz besonderen Ort. Sie weiß genau, welcher ihrer Stammgäste welche Eigenart hat, was sein Lieblingsessen ist und was sein Trostessen. So bekommt Frank zum Beispiel jeden Morgen eine Tasse sehr starken Tee und verbrannten Bacon zum Frühstück serviert, denn genau das hat ihm seine Frau bis zu ihrem Tod jeden Tag serviert. Bald schon ist Laura ein Teil des Cafés und des Ortes und blüht zunehmend auf.

Auch ihre Kinder Lizzie und Nate finden nach anfänglicher Skepsis Gefallen an dem unbeschwerten Leben am Meer. Vor allem die Entwicklung der beiden ist wunderbar zu beobachten. Ebenso wie ihre Mutter verändern sie sich und vor allem Lizzie wird reifer.

Eigentlich habe ich neben Laura und ihren Kindern auch alle anderen Figuren ins Herz geschlossen. Besonders einige Stammgäste und natürlich Cherie werden mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Cherie ist unkonventionell, spontan und einfach mit niemandem zu vergleichen. Das Buch beginnt mit ihrer Stellenausschreibung für eine Köchin, die etwas anders ist als üblich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Da bekommt man als Leser gleich einen Eindruck von dem, was einen auf den nächsten Seiten erwarten wird.

Sehr geschickt finde ich die Idee, dass der Stellenausschreibung Lauras Bewerbungsschreiben folgt. Denn sie folgt Cheries Aufforderung und breitet in einem langen Brief ihr Leben aus und erklärt, warum sie in dem Café arbeiten will. Dadurch erfahren wir als Leser clever verpackt von Lauras Hintergrund und ihrer aktuellen Situation.

Trotz Lauras trauriger Vorgeschichte herrscht in Debbie Johnsons Roman durchweg eine positive Grundstimmung und ein wenig ist der Roman so, als würde man selbst für einen Urlaub ans Meer fahren. Ernsthaftere und lustige Szenen halten sich die Waage und ich habe nicht einen Moment lang gezweifelt, dass am Ende alles gut wird.

Mein Fazit: „Frühstück mit Meerblick“ ist ein ganz zauberhafter und charmanter Roman, der sowohl von seinen tollen und einzigartigen Charakteren lebt, als auch von dem malerischen Setting, dass die Autorin gekonnt vor dem inneren Auge zum Leben erweckt. Einfach ein wunderbarer Sommerroman zum Wegträumen oder im Winter die trüben Tage zumindest für eine Weile verschwinden zu lassen.

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Tags: dorset, meer, neuanfang, sommer   (4)
 

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liebesgeschichte, liebe, new age, tamara mataya, rezension

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Anwaltsgehilfin Sarah sucht händeringend einen neuen Job und so freut sie sich wahnsinnig, als sie die Stelle als Rezeptionistin bei Inner Space bekommt. Nun scheint es endlich wieder aufwärts zu gehen. Nicht nur eine neue eigene Wohnung lockt, auch ihr ewiges Singledasein könnte sich doch tatsächlich bald ändern. Auf der Internetplattform „Missed Connections“, auf der man Leute suchen kann, die man mal getroffen, aber nie gesprochen hat, kommt sie in Kontakt mit einem Mann, an den sie schnell immer öfter denken muss. Aber auch die Affäre mit Jack, dem heißen Bruder eines Freundes, lässt sie nicht kalt und so sieht sie sich bald zwischen zwei Verehrern hin- und hergerissen.

Als ich Tamara Matayas Roman „Manche Tage muss man einfach zuckern“ im Schaufenster gesehen habe, da musste ich das Buch schon allein wegen des Titels und Covers einfach haben. Es versprach einfach eine schöne, lockerleichte und amüsante Unterhaltung und ich wurde auch nicht enttäuscht. Neben lustigen und skurrilen Begebenheiten gab es auch immer mal wieder prickelnde Szenen.

Ich fürchte zwar, dass die meisten Erlebnisse bei Inner Space für Protagonistin Sarah weit weniger lustig waren als für mich, aber ich wurde gut dabei unterhalten. Allerdings habe ich mich im Laufe des Buches zunehmend gefragt, weshalb sich Sarah das alles so lange bieten lässt und nicht zumindest parallel zu ihrem Job aktiv nach einer neuen Stelle sucht. Sie selbst bezeichnet ihre neuen Chefs als New Age Hippies und ich bin mir sicher, dass ich bei deren Fragen schon beim Vorstellungsgespräch gescheitert wäre, doch Sarah fallen zum Glück (oder leider?) die richtigen Antworten ein.

Auf jeden Fall prallen da Welten aufeinander und ich kann nur zu gut Sarahs Unverständnis gegenüber ihren Chefs und einigen Kollegen nachvollziehen. Gut, dass es da Jack und den großen Unbekannten gibt, die Sarah ablenken. Ebenso wie Sarah hat man als Leser bald eine ziemlich konkrete Vorstellung davon, wer der potentielle Traumprinz aus dem Internet ist, und wartet mit Spannung auf dem Moment, wenn Sarah endlich Klarheit hat.

Schade fand ich es ein wenig, dass Sarahs schwuler Freund Pete, der Bruder von Jack, zwischenzeitlich kaum mehr präsent war, denn ich mochte ihn auf Anhieb und hätte nichts gegen ein paar zusätzliche Szenen mit ihm gehabt. Dafür hätte ich gerne auf Phyllis verzichtet, eine richtig intrigante Giftspritze und neuerdings Sarahs Kollegin. Leider bleibt Sarah jedoch nur, sich mit Phyllis zu arrangieren und ihr so gut es geht aus dem Weg zu gehen.

Mein Fazit: „Manche Tage muss man einfach zuckern“ ist eine lockerleichte und amüsante Liebesgeschichte mit einer Protagonistin, die ich zwar nicht immer verstehen konnte, die ich über weite Teile trotzdem gerne durch ihren schrägen und turbulenten Alltag begleitet habe. Ein schönes Buch für Zwischendurch, um einfach mal abzuschalten.

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Tags: amüsant, liebesgeschichte   (2)
 

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jugend

Ich war jung und hatte das Geld

Sebastian Lehmann
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2017
ISBN 9783641203696
Genre: Humor

Rezension:  
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liebe, buchhandlung, london, liebesroman, annie darling

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328100980
Genre: Romane

Rezension:

Für Posy Morland ist die Buchhandlung „Bookends“ weit mehr als nur ein Arbeitsplatz. Es ist ihr Zuhause, und das nicht nur, weil sie mit ihrem Bruder Sam in der Wohnung über dem Laden wohnt. Als sie unerwartet die kleine Buchhandlung erbt, muss Posy sich nicht nur damit beschäftigen, wie sie wieder Kunden anlocken und ihren Freunden und Kollegen, die mit einem Male ihre Angestellten sind, ihre Arbeitsplätze sichern kann, sie muss ich auch mit Sebastian, dem Enkel der verstorbenen Besitzerin auseinandersetzen. Abgesehen davon, dass Sebastian, ihr augenscheinlich nicht zutraut, den Laden zu retten, hat er offenbar auch eigene Pläne damit.

Immer wieder bringt er Posy aus dem Konzept – sowohl im beruflichen, als auch im ganz persönlichen Bereich. Denn Sebastian ist nicht nur wahnsinnig nervtötend, arrogant und dreist, er ist leider auch allzu attraktiv. Doch Posy entdeckt einen ganz eigenen Weg, um mit ihren Gefühlen fertig zu werden: sie beginnt selbst einen Roman zu schreiben, mit sich selbst und Sebastian in den Hauptrollen…

Anne Darlings „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ hat mich von der ersten Seite an bezaubert. Posy ist eine tolle Protagonistin, die mich zwar manchmal mit ihrer anfangs wenig selbstbewussten Art etwas genervt hat, doch ich konnte einfach nicht anders als sie zu mögen. Sie ist zwar immer wieder etwas planlos und wäre ohne Hilfe manches Mal aufgeschmissen gewesen, doch sie ist auch stark und kümmert sich seit dem Tod ihrer Eltern ganz rührend um ihren kleinen Bruder, der inzwischen auch schon ein Teenager ist. Auch wenn sie direkten Konfrontationen lieber aus dem Weg geht, verfolgt sie schließlich doch hartnäckig und etwas blauäugig ihren Plan Bookends in eine Buchhandlung zu verwandeln, die ausschließlich Liebesromane mit Happy Ends verkauft.

Sebastian ist ein starker Gegenpol zu Posy. Er ist selbstbewusst, erfolgreich und erreicht immer was er will. Was ihn stört ignoriert er geflissentlich, so auch Posys Pläne. Dennoch mochte ich auch ihn von Beginn an. Dass unter hinter seiner unverschämten Art ein Mann mit Herz und Verstand steckt ist schnell klar. Mit Posy liefert er sich immer wieder geniale Wortgefechte, bei denen ich einfach nur schmunzeln musste. Was sich liebt, das neckt sich ja bekanntermaßen. Und so kommt es zu einigen Verwicklungen und Verwirrungen, bis sich schließlich das wohlverdiente Happy End abzeichnet – wie könnte es bei diesem Buch und Posys Plänen auch anders sein?

Das Buch war warmherzig und amüsant geschrieben und vor allem Anne Darlings Charaktere haben mir sehr gefallen. Sie haben jeder ihre Eigenheiten und doch harmonieren sie wunderbar und mit einer Ausnahme konnte ich sie alle gut leiden. Daher freut es mich umso mehr, dass dieses Buch der Beginn einer Reihe ist, und ich hoffentlich schon bald zurückkehren kann in Posys Laden und sowohl sie als auch alle anderen wiedertreffen werde.

Mein Fazit: „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ ist ein zauberhafter und charmanter Roman, bei dem man die Seele baumeln lassen kann und der einem mit einem wunderbaren Gefühl zurücklässt. Eine klare Leseempfehlung von mir, besonders dann, wenn man mal eine kleine Auszeit braucht.

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Tags: buchhandlung, jane austen, london, reihe   (4)
 

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thriller, dolomiten, krimi, südtirol, debüt

Der Tod so kalt

Luca D'Andrea , Verena Koskull
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei DVA, 06.03.2017
ISBN 9783421047595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jeremiah Salinger verbringt einige Zeit mit seiner Frau in deren winzigem Heimatort Siebenhoch, mitten in den Bergen von Südtirol. Als er von den Bletterbach-Morden erfährt, lässt ihn der Gedanke an diese Morde nicht mehr los, obwohl sie bereits vor gut dreißig Jahren stattfanden. Damals gab es während eines heftigen Unwetters ein regelrechtes Massaker in der Bletterbachschlucht, der Täter wurde nie gefunden.

Kann es wirklich sein, dass niemand im Dorf weiß, was damals geschah? Salinger startet eigene Nachforschungen, auch wenn er seiner Frau hoch und heilig versprochen hat, alles ruhen zu lassen. Doch der Fall wird für ihn immer mehr zu einem Sog und er kann nicht anders, als sich damit zu beschäftigen. Nach und nach wird klar, dass er so nicht nur seine Ehe aufs Spiel setzt.

Jeremiah Salinger, eigentlich Dokumentarfilmer statt Ermittler, war für mich zwar keine Identifikationsfigur, dennoch habe ich mich mit in seine Geschichte hineinziehen lassen. Mit jedem Detail, dass er ans Licht bringt, habe auch ich mitgerätselt, wie dieses Stückchen Information einzuordnen ist und lange Zeit hatte ich keinerlei Idee, was sich wirklich in der Schlucht ereignet hat.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich und sicher nicht jedermanns Fall. Erzählt wird aus Sicht von Salinger. Dabei ist jedes Kapitel nochmals unterteilt in erstens, zweitens, drittens usw. Daher gleicht die Erzählweise immer wieder einer Aufzählung von Ereignissen, besonders, wenn die durchnummerierten Abschnitte nur ein paar Zeilen umfassen. Doch es gibt ebenso auch längere, mehr erzählendere Abschnitte. Dieser ganz eigene Stil ist gut an den Aufbau des Plots angepasst, so dass trotzdem schnell Spannung und eine leicht bedrohliche Grundstimmung erzeugt wird. Die Atmosphäre in den kargen, lebensfeindlichen Bergen, die ablehnende Haltung der Bevölkerung und auch Salingers innerer Drang das alles wird gut eingefangen.

Neben den lange zurückliegenden Morden und Salingers Geschichte, wird auch viel über das Dorf Siebenhoch, seine Geschichte und Brauchtümer erzählt. Dies war für mich nicht immer so interessant, aber sie waren in Teilen wichtig für die Ereignisse und insgesamt herrschte eine ausgewogene Balance zwischen den einzelnen Komponenten.

Mein größter Kritikpunkt ist eigentlich die Auflösung. Eigentlich in sich logisch, doch die Art, wie die Lösung präsentiert wurde, wirkte auf mich überzogen und zu dramatisch. Dennoch konnte mich das Buch bis zum Ende fesseln und hat mir ein paar spannende Lesestunden beschert.

Zuletzt noch ein paar Worte zum Einband des Buches, den ich nicht nur von der Optik her gelungen finde. Neben den leicht erhabenen Buchstaben des Titels sind die Illustrationen auf dem Cover und auch auf der Rückseite des Einbandes mit einer rauen Beschichtung überzogen. Sie fühlen sich beinahe so wie die Oberfläche von Steinen oder Felsen an und das Buch ist dadurch auch haptisch ungewöhnlich.

Mein Fazit: „Der Tod so kalt“ ist ein spannender Thriller, den der Autor Luca D’Andrea geschickt aufbaut und der auf den Leser leicht eine ähnliche Sogwirkung haben kann, wie die Bletterbach-Morde auf Salinger. Nachdem dies erst der erste Roman des Autors ist, dürfen wir gespannt sein, was er sich als nächstes ausdenkt. Ich würde jedenfalls direkt nochmal zu einem Thriller aus seiner Feder greifen.

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Tags: südtirol, thriller   (2)
 

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london, historischer roman, geheimnis, england, das haus in der nebelgasse

Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453358850
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach den Ferien erscheint die begabte Laura nicht mehr in der Schule. Auch wenn alle anderen den Worten von Lauras charmantem Vormund Glauben schenken, so spürt die engagierte und für ihre Zeit etwas zu moderne Lehrerin Matilda Gray, dass etwas nicht stimmt. Als sie dann auch noch eine verschlüsselte Nachricht erhält, ist sie überzeugt, dass das Mädchen in Gefahr ist und sie ihr helfen muss.
Heimlich spürt sie Laura und ihrer Familiengeschichte nach und kommt so einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur. Doch kann sie Laura rechtzeitig finden und ihr helfen?
„Das Haus in der Nebelgasse“ ist eines der Bücher, dass mich von der ersten Seite an in seinen Bann geschlagen hat und dass ich binnen kürzester Zeit verschlungen habe. Matilda ist eine tolle Protagonistin. Sie ist unkonventionell, neugierig, aufgeschlossen und mutig, aber dennoch durch ihre Zeit geprägt – das Buch spielt im Jahr 1900 in London. Nicht nur die Technik, die ihrer Zeit zur Verfügung stand, auch die damaligen Sitten machen ihre Nachforschungen aus unserer heutigen Sicht umständlich – schließlich war es für eine Frau nicht gerade schicklich, einfach einen Mann in seiner Wohnung zu besuchen. Selbst dann nicht, wenn er ihr als Professor nur mit Rat und Wissen zur Seite stehen soll.
Doch nicht nur Matilda und der Professor Stephen Fleming gefielen mir sehr, Matildas Vermieterin Mrs. Westlake ist einfach nur großartig. Sie ist nicht weniger unkonventionell als Matilda, vergöttert Oscar Wilde und ist ab und an sicher sehr anstrengend, doch langweilig wird es mit ihr sicher nie. Wäre sie meine Vermieterin, so wollte ich vermutlich nie wieder ausziehen.
Die Geschichte an sich ist spannend und logisch, auch wenn Matilda manchmal recht viel Glück hat. Vor allem die Beschreibungen von der Stadt unter der Stadt waren sehr faszinierend und ich habe mir tatsächlich Peter Ackroyds „London under“ bestellt, das die Autorin unter anderem zu Recherchezwecken genutzt hat. Doch neben den reinen Beschreibungen Londons zeigt auch die eingefangene Atmosphäre, dass sich Susanne Goga gründlich mit der Stadt und der Zeit, in der sie ihre Geschichte ansiedelte, beschäftigt hat. So ist ein rundum gelungener Roman entstanden, der mich sehr begeistert hat.
Mein Fazit: Nachdem Susanne Gogas „Der dunkle Weg“ eines meiner Highlights 2014 war und ich es immer noch gerne empfehle, hat mich auch ihr neuer Roman nicht enttäuscht. Die Sprache, ihre lebendigen Charaktere und ihr wunderbares Gefühl für das jeweilige Setting lassen mich leicht in ihre Geschichten eintauchen und ich kann die Bücher nur wärmstens empfehlen. Daher volle Punktzahl von mir.

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Tags: 1900, geheimnis, london   (3)
 

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erster weltkrieg, nachkriegszeit, historischer roman, hunger, kriegstraumata

Heldenflucht

Jan Kilman
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453438378
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der erste Weltkrieg ist vorbei und das Land und seine Bewohner sind von den letzten Jahren stark gezeichnet. Viele wissen immer noch nicht, ob ihre Liebsten zurückkehren werden und Hunger und Armut sind leider für weite Teile der Bevölkerung Alltag.

Agnes Papen, die als Kriegsberichterstatterin gearbeitet hat, zieht vorrübergehend zurück in ihren Heimatort Kirchbach zu ihrem Onkel. Auch in dem kleinen, beschaulichen Eifeldorf ist die Lage nicht entspannt. Außer beim Ortsvorsteher sind Lebensmittel und sonstigen Vorräte knapp, viele Frauen müssen bis zum Umfallen arbeiten, da ihre Männer und Söhne noch nicht zurückgekehrt sind, und so sind Streitigkeiten und Neid regelrecht vorprogrammiert. Nur in einem Punkt sind sich fast alle umgehend einig: Der junge, stumme Soldat in französischer Uniform, der eines Tages im Dorf steht, wird am besten direkt am nächsten Baum gehängt.

Als es nach einem Übergriff dann auch noch zu einem tragischen Unfall kommt und rings um den Ort Menschen verschwinden, sind die Nerven zum Zerreißen gespannt. Wer steckt hinter alledem?

Der Autor Jan Kilman hat einen düsteren und spannenden Roman geschrieben, der seine Leser leicht in den Bann zieht. Seine Charaktere sind schnell vor meinem geistigen Auge erwacht und ich hatte stets ein genaues Bild nicht nur von ihnen, auch vom gesamten Ort im Kopf. Die Stimmung im Buch ist größtenteils düster, ein wenig geheimnisvoll und immer wieder herrscht eine bedrohliche Atmosphäre, die beinahe greifbar ist.

Auch wenn bereits der Prolog mit dem Fund einer Leiche beginnt, so war der Krimi für mich in diesem Roman eher nebensächlich. Es ging vielmehr um die Einzelschicksale der Charaktere und ihr miteinander in solch schwierigen Zeiten. Dennoch war es nicht langweilig. Der Fall ist gut konstruiert und wird am Ende logisch aufgeklärt. Wer genau liest, kann zwar schon früh einen Verdacht hinsichtlich des Täters haben, aber mich hat das in keiner Weise gestört.

Unterbrochen wird die Geschichte regelmäßig durch Feldpost, die gefallene Soldaten aus Kirchbach kurz vor ihrem Tod noch in die Heimat geschickt haben. Durch diese Briefe wird nochmals deutlich, wie hoch der Verlust einzelner Familien und die Wunden des gesamten Dorfes sind und welch große Diskrepanz teils zwischen der anfänglichen Kriegsbegeisterung und der Ernüchterung nach Kriegsende herrscht. Auf die Briefe folgt jeweils eine Seite mit einem Datum und einigen historischen Fakten zu diesem Tag. Dies ist zum einen für die geschichtliche Einordnung interessant und durchaus informativ, zum anderen erfährt der Leser aber auch genau, welcher Tag für die Protagonisten gerade ist.

Mein Fazit:  Mir hat die Aufmachung des Buches gut gefallen und auch wenn ich mir an einigen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, so war die Geschichte gut durchdacht und vor allem die Stimmung im Dorf war sehr gut eingefangen. Ein schöner Roman, der einen kurzen geschichtlichen Einblick in die Nachkriegszeit des ersten Weltkrieges gibt und der mir einige spannende Lesestunden beschert hat.

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Tags: 1. weltkrieg, nachkriegszeit   (2)
 

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vergebung, ratgeber, paris, die verseflüsterin, verseflüsterin

Die Verseflüsterin

Nicolas Fougerousse , Elisabeth Liebl
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Scorpio Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783958031067
Genre: Romane

Rezension:

Alles fängt damit an, dass Marcus hinter der Windschutzscheibe einen Zettel findet mit dem Ratschlag auf seine Gefühle zu hören. Es folgen weitere Botschaften und Marcus ist verwirrt. Einerseits helfen sie ihm, tatsächlich etwas in seinem Leben zu ändern, andrerseits fragt er sich, wer der rätselhafte Absender ist. Seine Frau Isabelle bestreitet dahinter zu stecken. Kann es vielleicht seine neue Bekanntschaft Angelo sein? Und was bezweckt der Urheber eigentlich?

„Die Verseflüsterin“ ist ein ungewöhnliches Buch. Einerseits erzählt es die Geschichte von Marcus und den geheimnisvollen Botschaften, andrerseits geht es um Angelo und abseits der eigentlichen Handlung zeigt das Buch viele verschiedene Möglichkeiten wie der Mensch mit sich selbst und seiner Umgebung in Einklang kommen kann, um ein bewussteres und gesünderes Leben zu führen. So probiert es Marcus zum Beispiel mit Yoga oder liest entsprechende Bücher wie “Die vier Versprechen“ von Don Miguel Ruiz. Manche Dinge, wie zum Beispiel die genannten Versprechen klingen in meinen Ohren durchaus ansprechend und auch der ein oder andere Gedanke des Buches wäre es sicher wert, umgesetzt zu werden oder auf ihn zu achten. Dennoch gab es auch immer wieder Szenen, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte, die für mich teils eher befremdlich waren.

Die Geschichte ist in drei Teile unterteilt und während es sich im ersten Teil vor allem um Marcus und seinen Versuch geht, ein harmonischeres und bewussteres Leben zu führen, so verschiebt sich der Fokus in den beiden anderen Teilen und die Geschichte hat mich mehr und mehr verloren. Sie wurde immer konstruierter und ich fand das Geschehen beziehungsweise den Umgang mit einigen Dingen eher sehr zweifelhaft. Eigentlich hat mich ab etwa der Hälfte nur der teils sehr schöne, poetische Schreibstil am Lesen gehalten.

Mein Fazit: Auf Grund der schönen Sprache und den teils sehr schönen Gedanken und Lebensweisheiten gibt es von mir 2,5 Sterne. Die Geschichte im Ganzen konnte mich leider nicht überzeugen und ich weiß immer noch nicht, ob das Buch nun ein Lebensratgeber oder ein Roman sein soll. Schade.

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märchen, landwandlerin, geschichten aus nian, fantasy, bäume

Geschichten aus Nian - Landwandlerin

Paul M. Belt
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 01.03.2017
ISBN 9783956672798
Genre: Fantasy

Rezension:

Bereits die erste Seite des Buches hat mich gleich wieder tief in die nianianische Welt eintauchen lassen. In „Landwandlerin“, dem zweiten Band der „Geschichten aus Nian“, begleiten wir Dila auf einer langen Wanderung. Als Tochter eines Eichenreiters ist sie in einem traditionsverwurzelten Heim aufgewachsen. Gerne streift sie durch die Landschaft und unternimmt lange Wanderungen. Nachdem sie auf die Tradition der Klärungswanderung aufmerksam wurde, ist es nur natürlich, dass sie diesem Weg folgt, um ihrem Freiheitsdrang zu folgen und sich selbst besser zu verstehen und kennenzulernen. Vor allem die in ihr schlummernde Gabe anzunehmen und zu erforschen wir nicht nur ihr selbst, sondern womöglich ganz Nian helfen können.

Dila ist eine tolle Protagonistin. Es ist leicht mit ihr mitzufühlen es macht unglaublichen Spaß sich mit ihr gemeinsam auf ihre Wanderung zu begeben. Von einem jungen, selbstbewussten Mädchen entwickelt sie sich zu einer nicht minder starken, jungen Frau, die lernt, ihr Innerstes zu erkennen.

Ihre Wanderung ist wunderbar geschrieben. Beinahe war es so, als würde ich gemeinsam mit ihr bei Gewitter im Zelt hocken, die Reiter in Hulzheim treffen und mit ihr ihre erstaunliche Gabe kennenlernen. Nicht zu vergessen ihre Gespräche mit den Bäumen. Nur zu gerne, würde ich mich auch einmal mit einem Baum unterhalten, am liebsten mit dem riesigen Kirschbaum im Garten meiner Eltern. Der könnte sicher einiges über die Familiengeschichte erzählen.

Neben der Geschichte an sich, begeistert mich an diesem Buch vor allem, wie stets allen Respekt entgegengebracht wird und wie eindringlich die Beschreibungen von Dilas Empfindungen sind. Dabei wirkt alles völlig natürlich und harmonisch – gleich, ob es sich um einen Ritt auf einem Blatt, ein Gespräch mit einem Baum oder die Beschreibung des normalen nianianischen Lebens handelt.

Die Sprache der Bäume ist toll umgesetzt und durch sie werden die Bäume für mich nochmal greifbarer. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn einer spricht. Sie haben etwas ganz Eigenes. Sie strahlen Ruhe und Kraft aus, aber auch Güte und Weisheit. Der Fettdruck unterstreicht für mich die kräftige, eher tiefe Stimmlage und die Art ihrer Sprache ist gemächlich, bedächtig und einfach ohne Hast. Genau so stelle ich es mir vor, würden sie tatsächlich mit uns sprechen können.

Auch die Aufmachung des Buches gefällt mir. Das Cover und die Illustrationen von Marion Marchewka sind wunderschön und passen nicht nur inhaltlich zum Text, die Art der Zeichnungen passt zur Stimmung des Buches. Sie spiegeln für mich den ruhigen Ton und die naturverbundene Atmosphäre der Geschichte wieder.

Die Schriftgröße ist angenehm zu lesen und die teils dick gedruckten Sätze sowie die anderen Schriftarten/ die Kursivschrift fügen sich gut in das Gesamtkonzept ein.

Das Ende der Geschichte besteht aus einem Märchen und schlägt damit nicht nur stilistisch nochmal einen wunderbaren Bogen zum Beginn des Buches, der ebenfalls ein nianianisches Märchen erzählt, Dilas Reise wird dadurch zusätzlich harmonisch abgerundet.

Mein Fazit: Auch der zweite Band der „Geschichten aus Nian“ hat mich verzaubert und jedes Mal, wenn ich eine Pause machen musste, ließ mich das Buch mit einem guten Gefühl zurück. Schon jetzt ist klar, dass ich auch die weiteren Bände lesen werde. Band 3 („Atalan“) soll noch in diesem Jahr erscheinen und ganz besonders freue ich mich auf den vierten Band, denn wie der Autor verraten hat, ist in diesem Band auch für die Sauerländer gesorgt. Als gebürtige Arnsbergerin bin ich darauf natürlich besonders neugierig. Daher eine klare Leseempfehlung von mir für dieses Buch, aber auch für die ganze Reihe.

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Tags: bäume, geschichten aus nian, märchen   (3)
 

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107 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

kuba, spanien, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:

Mauro Larrea, der sich vom einfachen Bergmann zu einem der reichsten Männer Mexiko-Stadts hochgearbeitet hat, steht vor den Trümmern seiner Existenz. Eine einzige Fehlentscheidung und alles liegt in Scherben?

Mauro verkauft alles, was geht, verpfändet seine Stadtvilla und macht sich auf, erneut sein Glück zu suchen und zu retten, was noch zu retten ist. Kann die schöne und stolze Soledad Montalvo ihm helfen sein Ziel zu erreichen oder legt sie ihm zusätzliche Steine in den Weg?

María Dueñas hat einen wunderbaren Schreibstil, der mit Leichtigkeit Bilder in meinem Kopf erzeugen konnte. Gerade die beschrieben Städte - Havanna, Cadiz, Jerez - sind vor meinem geistigen Auge zum Leben erwacht und die Lebendigkeit, Quirligkeit und der Hauch von Exotik waren beinahe greifbar. Ich war nie in einer der genannten Städte, doch die Beschreibungen wirken auf mich sehr authentisch und es würde mich durchaus reizen, mal eine zu einem Urlaubsziel zu machen.

Die Geschichte spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und beginnt sehr ruhig. In der ersten Hälfte passiert relativ wenig und der Leser erfährt erst einmal einiges über Mauro und seinen bisherigen Lebensweg. Durch die wunderschöne, teils poetische Sprache hat es dennoch Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen und es wurde niemals langweilig. Im Gegenteil: die Autorin schafft es mit einem simplen Billiardspiel so viel Spannung zu erzeugen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

In der zweiten Hälfte lässt die Ruhe zunehmends nach und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Auch wenn der Stil unverändert toll war, so wirkte manches überzogen und trotz der vielen Dramatik ließ die Spannung nach. Für mich hätte es viele der Verwicklungen gar nicht gebraucht. Ich fand es sehr schade, dass sich der Fokus langsam verschoben hat. Mauros Geschichte und sein eigentliches Ziel treten zunehmend in den Hintergrund und es dreht sich mehr um die Geheimnisse und Intrigen innerhalb der Familie Montalvo.

Soledad Montalvo wird für Mauro zu einem Dreh-und Angelpunkt. Sie ist eine starke Frau, die sehr genau weiß was sie will. Sie war mir zwar nicht unsympathisch, aber wirklich gemocht habe ich sie auch nicht. Einerseits ist es schon bewundernswert, was sie alles geleistet hat, andererseits ist sie auch manipulativ und und kann gut mit dem Image der armen unschuldigen Frau spielen.

Mauro selbst ist ein Mensch, der einen gewissen Status zwar durchaus schätzt, der aber dennoch genau weiß, wie es ist, selbst arbeiten zu müssen. Er trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen, weder für sich persönlich noch moralisch, dennoch ist es meist leicht nachzuvollziehen weshalb er so handelt, wie er es tut. Das macht ihn zu einem angenehmen Protagonisten.

Doch auch die Nebenfiguren wirkten lebendig und konnten mich mit wenigen Ausnahmen überzeugen. Daher finde ich es sehr schade, dass mich die Handung nicht ebenso überzeugen konnte. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und jemand hat die Verwicklungen mit einer spanischen Seifenoper verglichen, was es meiner Meinung nach perfekt trifft. Etwas weniger Drama wäre besser gewesen, gerade gegen Ende gab es ein, zwei haarsträubende Szenen. Das letzte Kaptitel hat mich zum Glück mit den vorangegangenen ein wenig versöhnt, so dass ich das Buch mit einem guten Gefühl beendet habe.

Mein Fazit: "Wenn ich jetzt nicht gehe" entführt den Leser in eine andere Zeit und eine andere Welt. Gekonnt fängt María Dueñas den Flair in der alten und neuen Welt ein und bringt mit Mauro Larrea keinen einfachen, doch interessanten Protagonisten. Allein für den Stil und die grandiose Billiardpartie würde ich gerne fünf von fünf Sternen vergeben, doch leider konnte mich die Entwicklung der Geschichte nicht ebenso begeistern, weshalb es von mir letztlich nur dreieinhalb bis vier Sterne gibt.

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Tags: seifenoper, spanien   (2)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

atze schröder, comedy, und dann kam ute, krimi

Der Turbo von Marrakesch

Atze Schröder , Atze Schröder
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 31.10.2016
ISBN 9783837137125
Genre: Romane

Rezension:

Durch ein falsch ausgeliefertes Päckchen gerät Atze in ein aberwitziges und gefährliches Abenteuer, dass er in seiner ganz typischen Manier dann doch noch zum Guten wendet.

Allerdings wäre nichts von alldem passiert, wenn er das Päckchen - wie versprochen - bei seinem richtigen Empfänger abgeliefert hätte.
Doch Atze wäre nicht Atze, wenn es so einfach gewesen wäre. Statt abzuliefern, verzockt er den Inhalt, eine Uhr, beim Pokern, nichtahnend, dass darin ein brisanter Mikrochip versteckt ist. Doch auf den haben es sowohl der Russe, als auch die Französin abgesehen und sind somit auch bald hinter Atze her.

Gelesen wird "Der Turbo von Marrakesch" selbstverständlich von Atze Schröder persönlich. Gekonnt verleiht er allen Charakteren eine unverwechselbare Stimme und weiß sicher, wann er wie betonen muss. Besonders genial war für mich Dr. Monika Mertens. Allein schon ihre erste Beschreibung fand ich grandios. Doch auch mit seinen übrigen Figuren hat Atze Schröder wieder unvergeichliche Charaktere geschaffen.

Die Geschichte selbst ist erwartungsgemäß turbulent, voller flotter und flacher Sprüche, mit vielen Wendungen und einem Atze, der sich in jeder Lage selbst treu bleibt. Die Mischung aus Comedy und Krimi/Thriller funktioniert wunderbar. Selbst wenn man nicht umhin kann immer wieder zu lachen oder zu schmunzeln, so tut das der Spannung keinen Abbruch.

Manche Szenen sind zwar ein bisschen dick aufgetragen, vor allem natürlich auch Atzes Frauengeschichten, aber das war zu erwarten. Er ist und bleibt halt ein Macho vom Feinsten. Auch wenn es mir manchmal fast ein wenig zu viel des Guten war, so hat mir das Hörbuch dennoch gut gefallen und ich weiß schon, wem ich es zuerst ausleihen werde.

Mein Fazit: Die Lesung zu "Der Turbo von Marrakesch" ist ein absolutes Hörvergnügen und Fans werden voll auf ihre Kosten kommen. Es ist einfach typisch Atze Schöder. Nicht mehr und nicht weniger.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, fantasy, urban fantasy, familie, circus

Die Atemfänger - Ruvens Geheimnis (Urban Fantasy Romance)

Runa Winacht
E-Buch Text: 719 Seiten
Erschienen bei Winacht & Noel, 28.02.2017
ISBN B06XCY6B2R
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach einem tragischen Vorfall, ändert sich Gretas Leben von Grund auf. Auf Grund einer körperlichen Besonderheit muss sie fortan mitten unter anderen Cameniern leben, wenn sie nicht will, dass sich ähnliche Ereignisse widerholen.

Ihr neues Leben ist aufregend und spannend, aber auch voller Geheimnisse. Gerade die Fossierer, Camenier mit einer besonderen Ausbildung und Begabung, halten sich an einen Kodex, der sie zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet. Daher eckt Greta bei dem Versuch sich einzuleben auch immer wieder an, wenn sie zu neugierige Fragen stellt und am Kodex kratzt.

Auch an Ruven, einem faszinierenden, jungen Mann, auf den sie gezwungenermaßen immer wieder trifft, beißt sie sich die Zähne aus. Meist verhält er sich kalt, abweisend und provozierend. Nicht nur Greta gegenüber, aber bei ihr scheint sich seine ablehnende Haltung noch zu verstärken. Liegt es wirklich nur daran, dass er mit den Verpflichtungen, die mit seiner Ausbildung zum Fossierer einhergehen, hadert?

Runa Winacht hat eine düstere und ungemein fesselnde Geschichte zu Papier gebracht, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann geschlagen hat. Daher bin ich umso glücklicher, dass ich auf diesen Titel aufmerksam gemacht wurde, denn allein vom Cover her hätte das Buch mit ziemlicher Sicherheit niemals mein Interesse geweckt. Meine erste Assoziation dazu war ein seichter Erotikroman, doch das ist weit gefehlt. Zwar gibt es tatsächlich zwei, drei explizite Szenen, doch diese stehen bei weitem nicht im Vordergrund, sondern sind einfach Bestandteil der sich entwickelnden Liebesgeschichte zwischen Ruven und Greta.

Es geht vielmehr um die Camenier und die dunklen Geheimnisse, die nach und nach offenbar werden und um Ruven, den scheinbar eine riesige Last zu erdrücken scheint. Je länger wir mit Greta in ihrer neuen Heimat verweilen, umso deutlicher wird, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Während einerseits schon bei den Kindern propagiert wird, welchen großen Beitrag die Camenier für die Weltgeschichte leisten, wird andererseits so wenig wie möglich erklärt und transparent gemacht. Fragen sind eher unerwünscht.

Es gelingt der Autorin wunderbar Gretas Gefühle einzufangen und ihre Verwirrung, Verzweiflung, aber auch Freude sind regelrecht greifbar. Ich mochte sie von Beginn an und sie hat sich von einem unsicheren Mädchen zu einer starken Protagonistin entwickelt.

Auch Ruvens innere Zerrissenheit wird gut rübergebracht. Zeitweise waren sein Verhalten und seine Stimmungsschwankungen zwar anstrengend, doch die ganze Zeit über habe ich mit Greta gerätselt, welch unerträgliche Dinge ihn quälen mögen und wieso es so eine enge Verbundenheit zwischen den beiden gibt, wenn Ruven sie denn zulässt.

Der Schreibstil war, so wie ich es von der Autorin gewohnt bin, mitreißend und nicht eine Seite dieses doch langen Romans war langweilig. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und auch die Nebenfiguren haben Ecken und Kanten und die Geschichte in vielen Aspekten bereichert. Gunda, die Mutter von Gretas Halbbruder Jannis, und Firsty, den ehemals Oberen des Clans, habe ich besonders ins Herz geschlossen.

Das Ende des Buches lässt zwar viele Fragen für den nächsten Teil offen, doch einiges wird auch geklärt und für mich war es ein runder Abschluss.

Mein Fazit: Runa Winacht hat einen düsteren und spannenden Urban Fantasy Roman geschrieben, der besonders durch die tollen Charaktere und durch die eingefangene Atmosphäre lebt. Von mir gibt es volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung für alle Fans dieses Genres.

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