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99 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

fantasy, felicitas brandt, bücher, impress, hoffnung

Als die Bücher flüstern lernten

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646602593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17-jährige Hope schlägt sich als Waise allein auf der Straße durch. Ein wirkliches Zuhause findet sie nur in unzähligen Büchern, die sie über alles liebt und die ihr auf geheimnisvolle Weise zuflüstern. Auf der Suche nach weiteren Büchern bricht Hope eines Tages in das Haus der reichen Winterbuttoms ein und wird prompt von Sam, dem Sohn des Hauses erwischt. Doch noch ehe die beiden die Situation klären können, werden sie unvermittelt in ein Buch hineingezogen und stolpern kopfüber in ein spannendes Abenteuer.

Gemeinsam mit den beiden Protagonisten Sam und Hope bricht der Leser auf zu einer fantastischen Reise durch die Welt der Bücher und Geschichten. Während Hope in der Tat stapelweise Bücher verschlingt, hat es Sam eigentlich gar nicht so sehr mit dem Lesen. Dafür kennt er unzählige Filme und zumindest was mich anbelangt habe ich sicher ebenso wie Hope längst nicht alle seine Anspielungen auf diverse Filme und Serien erkannt. Da fiel es mir wesentlich leichter Hopes Anmerkungen zu ihren Büchern einzuordnen.

Allerdings war mir Sam als Protagonist sympathischer als Hope. Während er stets versucht hat, etwas Positives zu finden und Hope hilfreich zur Seite stand, hat Hope immer wieder auf stur geschaltet und konnte richtiggehend abweisend und aggressiv werden. Sicher lässt sich da manches durch ihre Geschichte erklären, da sie es sicher nie leicht hatte, doch auf Dauer hat mich ihr Verhalten immer wieder gestört. Dazu gehört auch ihre Sprache, die so einige Kraftausdrücke kennt. Ich muss zwar zugestehen, dass sie sowohl zu ihr als Person als auch zu ihrem Alter passt, trotzdem ist es persönlich einfach nicht mein Fall. Nichtsdestotrotz war Hope eine starke Protagonistin, mit der ich mitfiebern konnte.

Die Idee von flüsternden Büchern und die Möglichkeit im wahrsten Sinne des Wortes in ein Buch einzutauchen gefällt mir sehr. An einigen Stellen haben mich zwar die auftretenden Filmcharaktere etwas irritiert und manche Szenen hätten gerne etwas länger sein dürfen, um sich wirklich zu entwickeln, doch insgesamt ist die Reise durch die Bücher gut gemacht. Auch die Abschnitte, die in unserer Realität spielen, stehen dem in nichts nach. Sams Mutter handelt vielleicht eher untypisch, doch sie ist mir ebenso wie seine kleine Schwester direkt sympathisch gewesen.

Mein letzter Kritikpunkt betrifft das Ende. Nachdem lange auf das Geheimnis und die Bedrohung hingearbeitet wurde, wird alles schnellstmöglich abgehandelt und so ganz rund ist das Ende für mich nicht. Ein wenig hatte ich das Gefühl mitten in der Geschichte stehen gelassen geworden zu sein; vielleicht war das im Hinblick auf eine Fortsetzung, die sich zumindest andeutet, so gewollt?

Mein Fazit: Trotz einiger Kritikpunkte ließ sich das Buch gut lesen, was zum einen an den Hauptcharakteren lag, die einen guten Gegenpol zueinander boten, zum anderen vor allem an dem durchweg spannendem Schreibstil. Auch wenn ich nicht restlos überzeugt bin, bin ich sicher, dass die Geschichte vor allem jugendliche Fantasyleser begeistern wird.

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Tags: artus, fantasy   (2)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ein Buchclub auf Abwegen

Suzanne Kelman
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 10.01.2017
ISBN 9781503998063
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als die stadtbekannte Doris Newberry Bibliothekarin Janet um Hilfe bittet, schlittert diese kopfüber mitten in den „Club der Abgelehnten“, einem illustren Kreis von Schriftstellerinnen, die statt auf eine Veröffentlichung ihrer Werke zu hoffen seltsamerweise mit Begeisterung Ablehnungsschreiben sammeln. Als etwas Ungeheuerliches geschieht und nicht nur die Existenz des Clubs auf dem Spiel steht, begibt sich Janet schon kurze Zeit später mit den abgelehnten Damen auf eine aberwitzige Reise nach San Francisco.

Mit Spannung habe ich das Buch begonnen und bin gemeinsam mit Janet in die Runde der nicht mehr ganz jungen, aber dafür umso eigensinnigeren Damen gestolpert und konnte auf Dauer ebenso wie Janet nicht umhin, alle ins Herz zu schließen. Doris ist die unumstößliche Anführerin der Gruppe. Eine leidenschaftliche Köchin mit einem Faible für abgedrehte Geschichten, manchmal etwas herrisch, aber sehr fürsorglich, wenn es um ihre Damen und ihre Mutter geht. Stets an ihrer Seite ist Ethel, oft mürrisch und einsilbig, doch auch sie ist mit Herz und Seele bei der Mission dabei. Annie strickt und liebt Soaps, gegen die ihre eigene Reise ein beschaulicher Spaziergang ist, Flora ist die schüchterne und zurückhaltende Dichterin der Gruppe und Janet selbst liebt ihre Arbeit in der Bibliothek, ihren Mann und die Ruhe, die normalerweise in ihrem Leben herrscht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich nach dem ersten Treffen bei Doris nicht lieber Hals über Kopf aus dem Land geflüchtet wäre, doch zu unserem Glück konnte Janet nicht Nein sagen und so entspinnt sich eine turbulente und amüsante Geschichte.

Im ersten Drittel gab es zugegebener Weise einige Längen für mich, doch danach hat das Buch einfach nur noch Spaß gemacht. Die Reise wird nicht nur durch die eigenwilligen Persönlichkeiten zu einem spannenden Abenteuer, auch äußere Umstände wie ein Erdrutsch lassen alles etwas anders ablaufen, als es Doris so generalstabsmäßig geplant hat. Doch Doris wäre nicht Doris, wenn sie nicht auch noch einen Plan B hätte – notfalls auch Plan C. So ernergisch und forsch wie sie auftritt, gelingt es der Autorin dennoch ihr auch sanfte Züge zu geben. Überhaupt sind alle Ladys sehr liebevoll charakterisiert und ich hätte nichts dagegen noch mehr über sie zu lesen. Vor allem mit der scheuen Flora und Dan, einer Zufallsbekanntschaft der Reise, bahnt sich ja direkt eine neue Geschichte an. Auch die daheimgebliebenen Zwillinge Lottie und Lavinia, die nicht unterschiedlicher sein könnten, haben sicher das Potential ebenfalls für allerhand Wirbel zu sorgen.

Der Schreibstil war flott, dennoch blieb genügend Zeit für Beschreibungen, so dass nicht nur die Charaktere, sondern auch die Umgebung gut beschrieben wurde.

Mein Fazit: Ein wunderbar skuriles, turbulentes und lustiges Buch, dass mich immer mehr gefangen genommen hat und deren Charaktere mich voll und ganz überzeugt haben. Eine tolle Lektüre, die auf jeden Fall einige vergnügliche Lesestunden garantiert.

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5 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522653602
Genre: Sonstiges

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20 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, golden, geheimnisse, dunkelwelt

Golden - Elisa und die dunklen Pforten

Maria G. Noel
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.01.2017
ISBN B01NCLJLYI
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die vierzehnjährige Elisa und ihre Tante Ariana stürzen im wahrsten Sinne des Wortes in eine fremde Welt. Während Elisa sich in Aquilien gleich wohlfühlt, Freunde gewinnt und sich in den sympathischen Erlwin verliebt, fällt es Ariana wesentlich schwerer sich einzuleben.

Da helfen auch die Geheimniskrämerei der Stadträte und der unheimliche Gunnar nicht weiter. Und wäre der Weltensprung an sich nicht schon beängstigend genug, befindet sich Aquilien in großer Gefahr. Morcusnacht steht bevor und damit möglicherweise der Untergang ganz Aquiliens. Eine alte Prophezeiung spricht von einem Mädchen, in deren Händen es liegt die Welt zu retten. Kann es wirklich Elisa sein, wie die Räte behaupten? Aber warum ist dann auch Ariana in Aquilien gestrandet?

Maria G. Noel hat es ein weiteres Mal geschafft, mich mit auf eine phantastische Reise zu nehmen. Durch ihre bildgewaltige Sprache und ihre Liebe zu Details ist Aquilien mit seinen Bewohnern direkt zum Leben erweckt und ich bin gemeinsam mit Elisa und Ariana in diese spannende Welt eingetaucht.

Neben der gelungenen Beschreibung der Umgebung, haben mich vor allem die Charaktere überzeugen können; allen voran Ariana und Elisa, denn gerade ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die Geschehnisse wirken sehr realistisch. Elisa ist ein typischer Teenager und benimmt sich ihrem Alter entsprechend. Sie ist trotzig und stur, aber auch sympathisch und offen. Während sie voller Begeisterung ihre neue Umgebung erkundet ist ihre Tante eher zurückhaltend, skeptisch und hinterfragt Vieles. Dadurch ist sie nicht nur ein spannender Gegenpol zu Elisa, sondern auch zu den Stadträten Dominiak und Thurid, die ihr am liebsten gar nichts über die Bedrohung ihrer Welt und über die Prophezeiung verraten würden.

Für mich der spannendste Charakter ist aber Dominiaks Knecht Gunnar, der sich so gar nicht wie ein Bediensteter verhält und der ganz offensichtlich mindestens ebenso viele Geheimnisse birgt wie Dominiak selbst. Seine Rolle konnte ich zu keiner Zeit wirklich einschätzen und auch am Ende bin ich nicht wesentlich klüger gewesen was ihn anbelangt. Daher bin ich umso gespannter, wie er sich im nächsten Teil der Golden-Reihe entwickeln wird.

Mein Fazit: Ein äußerst gelungener Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe, der mich zwar mit vielen offenen Fragen zurücklässt, aber dennoch ein rundes Ende bietet und mich vor allem durch seine liebevoll entworfenen Charaktere und viele überraschende Entwicklungen überzeugen konnte. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Fortsetzung und vergebe sehr gerne 5 Sterne.

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Tags: fantasy, golden   (2)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

paris, künstler

Das Leben ist zu bunt für graue Tage

Sophie Bassignac , Claudia Steinitz
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 17.09.2016
ISBN 9783455600407
Genre: Romane

Rezension:

Die Tänzerin Louise lebt in einer seltsamen Wohngemeinschaft zusammen mit den beiden Cousins Raphael und Max, Restaurator und Filmausstatter. Beide sind auf ihre Art speziell und entsprechen nicht unbedingt den vorherrschenden gesellschaftlichen Normen, und so ziehen sie viele Künstler und Intellektuelle an, die bei ihnen ein und aus gehen. Auch Cécil, die im selben Haus wohnt, ist immer wieder bei den beiden anzutreffen.

In der Künstlerwohnung herrscht ein zerbrechliches Gleichgewicht, in der jeder mehr oder weniger seinen Platz hat. Bald jedoch wird dieses durch das Auftauchen von Eva und durch die Ankündigung, dass die Wohnung verkauft werden soll, auf eine harte Probe gestellt. Bis zum Ende des Maskenballs, mit dem die Cousins das Jahr beschließen, gibt es nicht nur für Louise ein auf und ab der Gefühle.

Ich habe zu dem Buch gegriffen, da mich sowohl das Cover als auch der Titel sehr angesprochen haben. Jedoch haben beide in mir wohl falsche Erwartungen geweckt. Durch das ganze Buch ziehen sich melancholische Töne, die Stimmung ist eher verhalten, bedeckt und grau und wenig bunt. Statt einer charmanten Komödie mit leicht exzentrischen Charakteren habe ich eine Geschichte erhalten, die wenig heiter ist und deren Charaktere für mich persönlich alle zu überzogen und fremd waren.

An sich mag ich gerne Charaktere, die ein wenig aus dem Rahmen fallen, doch hier gibt es kaum jemand normalen und exzentrisch ist für die meisten Charaktere noch untertrieben. Sie waren für mich so fremd, dass ich keinen Zugang zu ihnen finden konnte und auch die Hintergründe der einzelnen Figuren blieben für mich leider eher ein diffus und undurchsichtig.

Die aufgegriffenen Themen sind teils durchaus spannend und auch brisant, doch in der Weise, in der sie präsentiert wurden, konnten sie mich dennoch nicht fesseln.

Der Schreibstil hingegen hat mir gut gefallen. Sophie Bassignac schreibt mit einer unglaublichen Liebe zum Detail und bringt immer wieder wunderbar poetische Sätze zu Papier. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch sich sehr gut für eine Theateradaption eignen würde, zumal die Handlung auf wenige Schauplätze begrenzt ist. Als Theaterstück würde ich dem Buch sogar vermutlich nochmals eine Chance geben.

Mein Fazit: Vielleicht lag es an meinen Erwartungen, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Mir fehlten zum einen der Schwung und das Charmante, das ich mit Paris verbinde, hauptsächlich jedoch greifbare Charaktere, deren Schicksal mich berührt und mit denen ich mitleiden und lachen kann. Auf Grund des schönen Stils gibt es von mir 2,5 Sterne, aufgerundet also 3.

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Tags: künstler, paris   (2)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

humor, teufel, papst, weihnachten, kirche

Der Teufel in der Weihnachtsnacht

Charles Lewinsky
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2013
ISBN 9783423214728
Genre: Romane

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yoga, liebesgeschichte, mord, england, cosy krimi

Mord im stillen Belfrey

Michelle Kelly , Ulrike Seeberger
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.12.2016
ISBN 9783746632643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach zehn Jahren kehrt Keeley mit einem ungewöhnlichen Plan zurück in ihren Heimatort. Sie möchte in dem der alten Fleischerei ihres verstorbenen Vaters ein Yoga Café eröffnen, in dem es ausschließlich vegetarische Speisen gibt. Kein Wunder also, dass einige Bewohner des kleinen Städtchens sehr skeptisch sind und sie nicht überall mit offenen Armen willkommen geheißen wird.

Als hätte Keeley mit den Arbeiten für das Café nicht schon genug zu tun, wird sie bereits kurz nach ihrer Rückkehr in einen Mordfall verwickelt. Ausgerechnet ihr alter Schwarm Ben Taylor, leitet die Ermittlungen und je öfter sie sich begegnen, umso mehr muss Keeley feststellen, dass sie Ben immer noch äußerst anziehend findet. Doch dass er sie für eine Verdächtige hält, das geht gar nicht, meint Keeley und so beginnt sie eigene Fragen zu stellen.

Gespannt habe ich dieses Buch begonnen, da mir der Klappentext sehr gefallen hat. Keeley ist im Großen und Ganzen eine sympathische Protagonistin und Ben mausert sich natürlich zum Traummann. Leider kommt der Mordfall meines Erachtens nach etwas zu kurz, da sehr viel Aufmerksamkeit daraufgelegt wird, wie Keeley sich wieder in ihrer alten Heimat einlebt und was sie sich wünscht und erhofft. Dazu gehört natürlich auch das Wiedersehen mit Ben. Das an sich fände ich völlig in Ordnung, doch für mich war die Geschichte weder Roman, noch Krimi, noch Liebesgeschichte. Auch für einen sogenannten Cosy Krimi, für den ein gemächlicheres Tempo, weniger Action und mehr Privatleben der Charaktere durchaus typisch ist, waren für mich die einzelnen Elemente zu unausgewogen, was leider sehr zu Lasten der Spannung ging. Erst gegen Ende nahm der Krimi und mit ihm auch die Spannung Fahrt auf.

Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder kurze Einschübe, die einige Yogaübungen oder Atemtechniken, erklären. Zudem finden sich am Ende des Buches einige Rezepte aus Keeleys Yoga Café. Für mich eine wirklich schöne Idee, die vor allem hervorragend zur Protagonistin passt.

Mein Fazit: „Mord im stillen Belfrey“ ist ein sehr ruhiger Cosy Krimi, der über weite Strecken sowohl im Mordfall als auch der Liebesgeschichte wenig Spannung bietet. Dadurch geht ein wenig das Potential verloren, dass das idyllische Belfrey und seine teils sehr eigenen Bewohner durchaus bieten. Auch die Grundidee gefiel mir gut, wenngleich ich mir von der Umsetzung etwas mehr erhofft hatte. Daher leider nur 3 Sterne von mir.

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Tags: cosy krimi, krimi, liebesgeschichte   (3)
 

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26 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, mauder, grehl, ebook, playlist

Die verschwundenen Kinder Harus

A. und S. Perera
E-Buch Text: 311 Seiten
Erschienen bei null, 01.09.2016
ISBN B01LFAB81I
Genre: Fantasy

Rezension:

Mauders Suche nach seinem Bruder führt ihn in die Stadt Haru. Auf den ersten Blick eine normale Stadt, doch schon bald offenbart sich Mauder ein Netz von Intrigen, Machtgier und kaum verhohlener Feindschaft und Misstrauen. Besonders der Waisenjunge Grehl hat unter dem Misstrauen zu leiden, da viele glauben, er bringe Unglück und habe womöglich auch etwas mit den Kindern zu tun, die vor etlichen Jahren unter seltsamen Umständen verschwanden.

Während Mauder versucht die Dinge zu verstehen, nimmt er Grehl unter seine Fittiche und freundet sich nach und nach mit ihm an. Doch das, was er durch Grehl erfährt und selbst beobachtet, lässt ihn Böses ahnen. Gibt es überhaupt eine Chance, dass Haru wieder eine offene und freundliche Stadt wird? Und was ist mit seinem Bruder geschehen.

In ihrem Erstlingswerk entwerfen die Brüder Perera eine detaillierte Welt, die auf den ersten Blick nicht gerade einladend aussieht. Bereits der Prolog gibt eine Ahnung von dem, was kommen mag: er ist ein bisschen düster, beinahe bedrohlich und vor allem das Gefühl drohenden Unheils scheint über allem zu liegen. Die Umgebung wurde sehr bildhaft beschrieben und ich hatte fast das Gefühl selbst dort zu sein.

Neben Prolog und Epilog ist das Buch in fünf Akte eingeteilt. Im ersten lernen wir gemeinsam mit Mauder Haru und einen Teil seiner Bewohner kennen. Es gibt sehr viele Informationen und auch wenn ich mir nicht direkt alle merken konnte, so war es doch ein guter erster Eindruck, ähnlich wie dem, wenn man selbst in eine unbekannte Stadt kommt. Manches nimmt man zwar wahr, aber erst nach und nach kann man das Gesehene einordnen.

Mauder war mir von Beginn an sympathisch, was man bei weitem nicht von allen Bewohnern Harus behaupten kann. Vor allem der gierige und machthungrige Priester Pedros ist ein Charakter, der zwar spannend ist, den aber wohl kaum jemand leiden kann. Doch ob sympathisch oder nicht, von vielen der auftretenden Bewohnern Harus hatte ich gleich ein genaues Bild vor Augen. Die Beschreibungen ließen die Figuren sogleich lebendig werden. Auch das Volk der Dokkalfar würde ich nun jederzeit erkennen, sollte mir mal einer von ihnen über den Weg laufen. Schade, dass sie gegen Ende des Buches gar nicht mehr aufgetaucht sind, doch ich hoffe auf den nächsten Teil.

Generell gibt es viele Figuren, die nur kurz auftauchen oder Dinge, die mal eben angeschnitten werden, doch der Hintergrund bleibt oft im Dunkeln. Sicher muss nicht immer alles direkt in epischer Breite erklärt werden, aber an manchen Stellen hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, da so einiges bis zum Ende hin zusammenhanglos blieb und ich mich gefragt habe, was diese Szenen nun sollten. Die einzelnen Puzzleteile fügen sich stellenweise nichtmal ansatzweise zusammen. Bei einem Mehrteiler zwar nicht ungewöhnlich, allerdings gibt es hier für meinen Geschmack dennoch zu viele lose Enden.

So wirft auch der Epilog viele Fragen auf und bringt nochmal eine Reihe neuer Charaktere. Jedoch verspricht er auch viel Spannung und macht zumindest mich neugierig auf den nächsten Teil.

Definitiv erwähnen möchte ich noch, dass sich die Autoren etwas ganz Besonderes haben einfallen lassen. Zu ihrem Buch gibt es eine Playlist, so dass man die ganze Geschichte auch mit der passenden Begleitmusik lesen kann. Die entsprechenden Links zu Youtube werden jeweils zu Beginn der Kapitel angegeben. Ich habe es stellenweise ausprobiert und finde die Auswahl gut gelungen, da sie die vorherrschende Atmosphäre gut unterstreicht. Allerdings finde ich die Umsetzung dennoch in dem Sinne schwierig, als dass ich zum Beispiel auch immer wieder dort lese, wo es einfach nicht praktikabel oder sehr unpraktisch ist, nebenbei Musik zu hören.

Mein Fazit: Ein etwas anderer Fantasyroman, dar mit vielen unvorhersehbaren Wendungen und einer sehr bildhaften Sprache besticht. Ich habe lange wegen der Bewertung überlegt. 3 Sterne finde ich zu wenig, 4 zu viel, da für meinen Geschmack selbst mit der Aussicht auf weitere Bände zu vieles angeschnitten wurde, dass in diesem Teil noch keine Bewandtnis hat und daher bei mir mehr für Verwirrung als für Spannung gesorgt hat. Trotzdem werde ich ganz sicher nach dem nächsten Teil Ausschau halten, daher 3,5 Sterne von mir.

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tuareg, gedichte

Tuareg Poesie

Heike M Sommer , Pompekki , Edgar Sommer , Edgar Sommer
Fester Einband: 113 Seiten
Erschienen bei CARGO, 01.01.1994
ISBN 9783980583619
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Seit meiner Schulzeit lese ich immer wieder über die Tuareg und so kam ich auch an diesem Büchlein nicht vorbei. Die Herausgeberin Heike Miethe Sommer hat zahlreiche Gedichte der Tuareg zusammengetragen und schriftlich festgehalten. So unterschiedlich die Angehörigen der Tuareg sind, so unterschiedlich sind auch die Gedichte. Einige handeln von der oder dem Angebeteten, andere von Kämpfen und Helden, wieder andere von der Heimat.

Für unsere Ohren klingen einige der Verse und Formulierungen sehr ungewohnt und ich weiß nicht, wie viel davon der Übersetzung geschuldet ist, dennoch denke ich, dass die Gedichte einen wunderbaren Einblick in einen Teil der Kultur der Tuareg geben.

Besonders schön finde ich, dass einige der Gedichte neben der Übersetzung auch in der Sprache der Tuareg, dem Tamascheq, abgedruckt sind, manche sogar in den Schriftzeichen des Tifinagh.

Mein Fazit: Ein ganz besonderes Buch, das nicht nur für Ethnologen interessant ist und das ein Gewinn für jedes Bücherregal ist, sowohl durch seinen Inhalt als auch optisch durch seinen edlen Leineneinband.

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Tags: gedichte, tuareg   (2)
 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

däminen, engel, liebesgeschichte, fantasy

Der Kuss des Engels

Sarah Lukas
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2011
ISBN 9783492268073
Genre: Fantasy

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Dieb

Fuminori Nakamura , Thomas Eggenberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 18.01.2017
ISBN 9783257243765
Genre: Romane

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Das gelbe Dossier

M. Karagatsis
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Verlag der Griechenland Zeitung – Hellasproducts GmbH, 20.10.2016
ISBN 9783990210154
Genre: Romane

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

marie menke, carlsenverlag, cindy und rella, cinderella, märchenadaption

Cindy & Rella

Marie Menke
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646603156
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Cover fand ich auf Anhieb so zauberhaft, dass ich das Buch unbedingt lesen musste, obwohl ich den Titel zugegebenermaßen nicht übermäßig mag.

Cindy und Rella sind zwei sehr unterschiedliche Mädchen, die nichts voneinander wissen und doch eine große Gemeinsamkeit haben. Beide fiebern ihrem 17. Geburtstag entgegen und versprechen sich viel von ihm. Rella erwartet einen Brief, der ihr ihr weiteres Schicksal verkünden wird und Cindy hofft durch ihre spektakuläre Geburtstagsparty endgültig zur schillernden Prinzessin des berliner Nachtlebens zu werden.

Doch für beide verläuft der Geburtstag völlig anders als erwartet und es zeigt sich, dass nicht nur ihr Schicksal eng miteinander verbunden ist, sondern sie Teil eines ungeheuerlichen Plans sind.

Carlsen Impress steht für mich für wunderbare Geschichten zum Eintauchen und Mitfiebern und natürlich für romantische Momente. So gibt es auch in dieser Geschichte eine Prise Romantik, doch der Fokus liegt diesmal auf den beiden ungleichen und trotzdem so ähnlichen Mädchen und das Geheimnis, das die beiden verbindet. So sind auch ihre Charaktere die detailreichsten und der Leser erfährt viel über ihre Gedanken und Wünsche. Dahingegen bleiben andere Figuren leider recht blass.

Dennoch konnte mich die Geschichte gefangen nehmen. Besonders die Einbindung dystopischer Elemente in diese sehr freie Adaption des Märchens „Aschenputtel“ war sehr gelungen. Auch wenn es Rellas Welt nicht eins zu eins gibt, so lassen sich doch Parallelen zu unserer Gesellschaft ziehen.

Ebenfalls gut gemacht ist der Perspektivwechsel zwischen Cindy und Rella. Anders als bei anderen Büchern war immer direkt klar, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Mein Fazit: Eine gut umgesetzte Märchenadaption, die vielleicht noch ein wenig mehr Potential gehabt hätte, vor allem im Bereich der Nebenfiguren. Dennoch hat sie mir gut gefallen und ein paar wunderbare Lesestunden beschert.

 

 

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Treffen sich zwei Moleküle im Labor

Martin Moder , Mandy Fischer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ecowin, 21.09.2016
ISBN 9783711000934
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als ich den Titel gelesen habe war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Ich habe es dementsprechend mit hohen Erwartungen aufgeschlagen und wurde nicht enttäuscht. Auf sehr unterhaltsame Art und Weise führt uns Martin Moder in seinem Buch von der Entstehung des Lebens, über Evolution und Gehirnforschung bis hin zu neuesten Erkenntnissen. Fakten, Forschungsergebnisse und Theorien werden anschaulich und amüsant dargestellt. Dabei vermeidet der Autor weitestgehend Fachvokabular oder bindet die Erklärungen so geschickt ein, dass es auch ohne Vorwissen keinerlei Verständnisprobleme gibt.

Seine Aussage, dass die Biologie noch nie so spannend war wie heute, wird in jedem der sechs großen und den zahlreichen Unterkapiteln bestätigt. Die sechs Hauptkapitel beschäftigen sich mit der Entstehung des Lebens, der Fortpflanzung, den Modelorganismen und was wir durch sie alles lernen können, unserem Gehirn, Tipps und Tricks für den Alltag und der Frage, was die Zukunft bringen mag.

Die Themen, durch die uns Martin Moder führt, scheinen sehr unterschiedlich und breit gefächert und dennoch schafft es der Autor Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Ich wurde abwechselnd amüsiert und fasziniert und bei manchen präsentierten Forschungsergebnissen wurde mir auch ein wenig mulmig bei dem Gedanken daran, welche Möglichkeiten sich eventuell eröffnen könnten. Ob ich es gut finden würde, ein gesamtes Gehirn und die darin erhaltenen Gedanken dauerhaft zu konservieren, da bin ich mir nicht sicher, und die Art und Weise wie ein winziger, einzelliger Parasit es schafft, das Verhalten seines Wirtes im eigenen Sinne zu manipulieren ist schon etwas gruselig. Wenn es allerdings dazu kommen sollte, dass in den Supermarktregalen eines Tages Schnitzel liegen, die im Labor aus Stammzellen gezüchtet wurden, dann stehe ich dem wahrscheinlich eher positiv gegenüber und vielleicht würde es sogar helfen, die Massentierhaltung einzudämmen und die Tiere nicht mehr nur als Gegenstände und Waren zu betrachten. Doch wie bei allen Entwicklungen bleibt uns vorerst wohl nur abzuwarten und zu beobachten, was die Zukunft bringen mag.

Martin Moder forscht selbst in Wien am Zentrum für Molekulare Medizin und ist Mitglied in der „Gesellschaft für Kritisches Denken“. Zudem hat er es 2014 geschafft zum Science-Slam-Europameister gekürt zu werden und betreibt den erfolgreichen Blog „GENau“. Seine Begeisterung für die Biologie spricht aus jedem Satz und schon allein deswegen macht es Spaß ihm in seine Welt zu folgen.  

Mein Fazit: Martin Moders Einblick in die Biologie ist spannend, lehrreich, humorvoll und interessant und er schafft meines Erachtens nach die Gratwanderung sowohl absolute Laien als auch Leser mit einer gewissen naturwissenschaftlichen Vorbildung gleichermaßen anzusprechen. Dafür, dass er mich auf diese amüsante Reise mitgenommen hat, gibt es von mir fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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Bombay, Bagdad, Teheran

Vita Sackville-West , Susanne Gretter , Irmela Erckenbrecht , Nigel Nicolson
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei edition erdmann ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 22.09.2016
ISBN 9783737400329
Genre: Sonstiges

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dämonen, dark elements, liebe, sehnsuchtsvolle berührung, layla

Dark Elements - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf der diesjährigen Buchmesse durfte ich endlich den dritten Band in den Händen halten. Nachdem ich die ersten beiden Teile regelrecht verschlungen hatte, war ich umso gespannter auf den abschließenden Band, vor allem nach dem gemeinen Cliffhanger, mit dem der zweite Band aufhörte.

Daher hat es mich umso mehr gefreut, dass das Geschehen wirklich unmittelbar und direkt an den vorherigen Teil anknüpft. Trotz der Zeit, die zwischen dem Lesen der beiden Bücher lag war ich gleich wieder gefesselt und die Erinnerung, was genau passiert war, kam schnell zurück.

Layla hat sich inzwischen verändert und weiterentwickelt und ist wesentlich mutiger und selbstbewusster als zu Beginn dieser Reihe. Dennoch schafft sie nicht alle Probleme mit einem Wimpernschlag aus der Welt, sondern muss sich weiterhin beweisen.

Die erste große Entscheidung, die sie trifft, hat mich zwar vom Ergebnis her nicht verwundert, aber ich hätte erwartet, dass sie sich erst gegen Ende des Buches endgültig für Zayne oder Roth entscheidet. Nach dem ganzen Gefühlschaos der ersten beiden Teile hat mich das positiv überrascht. Leider habe ich damit auch gleich meinen ersten Kritikpunkt erreicht. Ich mag Romantik und tolle Liebesszenen, allerdings driftete für mich hier vieles in Richtung Kitsch ab, was ich sehr schade fand.

Während ich mir an dieser Stelle etwas weniger gewünscht hätte, hätte es auf der anderen Seite gerne ein bisschen mehr Action geben können. Auch wenn mich das Buch durchaus gefesselt hat und ich trotz der genannten Kritik auch gerne die Szenen zwischen Lalya und X (für wen sie sich entscheidet verrate ich nicht) gelesen habe, so kam wirkliche Spannung erst sehr spät auf. Gerade in der ersten Hälfte passiert nicht allzu viel. Dafür war der eigentliche Endkampf sehr kurz gehalten. Zugegebenermaßen war er allerdings grandios geschrieben. Vielleicht hätte ich auch deswegen gerne ein paar Seiten mehr gehabt.

Neben einigen zu erwartenden Entwicklungen, gab es auch eine ganze Reihe an unvorhersehbaren Wendungen, so dass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Vor allem eine Szene hat mich sehr berührt und traurig gemacht, doch auch sonst habe ich mitgelitten, gehofft und gebangt und natürlich die Romantik genossen.

Ebenso konnten mich auch die Charaktere wieder einmal vollends überzeugen. Zwar hatte ich das Gefühl, dass Roth ein bisschen Charme eingebüßt hat, dennoch konnte er wieder punkten und vor allem Cayman und Sense waren einfach genial. Auch Bambi hat mich erneut begeistert. Ich finde ich nach wie vor faszinierend, wie Jennifer L. Armentrout es schafft, ihre Charaktere authentisch und mit wenig Klischees beladen zu erschaffen.

Der Sprache war abermals perfekt an die Geschichte und seine Charaktere angepasst, auch wenn ich auf ein, zwei Wiederholungen hätte verzichten können. Doch der flüssige und lockere Schreibstil hat das mehr als wettgemacht. Zudem gab es wieder wunderbar sarkastische Dialoge, viel Humor und so manchen gelungenen Schlagabtausch.

Mein Fazit: Insgesamt haben mir die ersten beiden Bände zwar noch ein klein wenig besser gefallen, trotzdem ist „Sehnsuchtsvolle Berührung“ ein toller und stimmiger Abschluss der Dark Elements-Trilogie. Es hat wieder einmal Spaß gemacht in Laylas Welt einzutauchen und ich bin ein bisschen traurig, dass es nun kein Wiedersehen mehr geben wird.

 


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Tags: dämonen, dark elements, engel, weltuntergang   (4)
 

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

wichtel, weihnachten, weihnachtsgeschichte, weihnachtsbuch, für zwischendurch

Ein Junge namens Weihnacht

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura , Chris Mould
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423280884
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich das Buch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse entdeckt habe, da musste ich es einfach haben, denn allein die Aufmachung ist toll. Neben dem wunderbaren Einband ist das Buch auch innen voller Illustrationen von Chris Mould und somit schon allein optisch ein Genuss.

Der Autor Matt Haig spinnt eine zauberhafte Geschichte über den Weihnachtsmann und wie es überhaupt dazu kam, dass er der Weihnachtsmann wurde. Denn seine Geschichte startet alles andere als märchenhaft mit dem kleinen Nikolas, der in Armut zusammen mit seinem Vater im kalten Finnland lebt. Ein lukrativer Auftrag verleitet Nikolas Vater dazu, ihn in der Obhut von Tante Carlotta zu lassen und auszuziehen, um dem König einen Beweis für die Existenz von Wichteln zu erbringen. Je länger er fortbleibt, umso ungemütlicher wird das Leben für Nikolas und so macht auch er sich auf den Weg, die Wichtel und vor allem seinen Vater zu finden.

Begleitet wird er dabei von seinem einzigen Freund, dem Mäuserich Miika, der ständig von Käse träumt, auch wenn er gar nicht so genau weiß, was das ist. Aber es klingt himmlisch.

Nikolas, der von seinen Eltern früher liebevoll Weihnacht genannt wurde, muss so manches Abenteuer bestehen, bis er endlich seine wahre Berufung erkennt und zu dem Weihnachtsmann wird, wie wir alle ihn aus unzähligen Geschichten kennen.

Seine Geschichte ist an vielen Stellen eher traurig und düster und daher trotz der Aufmachung nicht unbedingt ein Kinderbuch; wenn, dann in jedem Fall eher für ältere Kinder. Zum Glück für Nikolas und uns Leser gibt es aber auch immer wieder glückliche und fröhliche Momente, die zeigen, dass trotz aller Tragik, auch viel Gutes im Menschen (und im Wichtel) steckt und das es manchmal einfach eine Weile dauert, bis sich alles zum Guten wendet.

Mir persönlich hat die erste Hälfte des Buches wesentlich besser gefallen als die zweite. Manche Begebenheiten wie zum Beispiel die Sache mit der Sprengblume waren mir einfach zu heftig für eine Weihnachtsgeschichte. Die letzten dreißig Seiten haben mich jedoch wieder aufgefangen, sonst hätte ich das Buch womöglich noch mit einem schlechten Gefühl beendet.

So kann ich sagen, dass ich zwar nicht alle Einzelheiten mochte, mich das Buch insgesamt jedoch überzeugen konnte. Vor allem den immer wieder aufblitzenden Humor mochte ich sehr und die Wichtelpolitik ist – sagen wir mal – einzig- oder besser eigenartig. Manch ein Erwachsener dürfte sich dabei herrlich amüsieren.

Die bereits erwähnten Illustrationen passen hervorragend zum Text und unterstreichen nicht nur den Inhalt, sondern auch immer wieder den Humor.

Mein Fazit: Wer sich auch auf eine etwas andere Weihnachtsgeschichte einlassen kann und schon immer einmal wissen wollte, wie es dem Weihnachtsmann als Kind ergangen ist (und warum er nicht mehr altert), dem wird Nikolas Geschichte sicher gut gefallen.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

roman, ü4, familie, single, scheidung

Ins Glück gebloggt

Gabriela Kasperski
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Storybakery by text n'bild GmbH, 10.10.2016
ISBN 9783906847061
Genre: Romane

Rezension:

Völlig überraschend verkündet Ninas Ehemann, dass er eine dreimonatige Auszeit nehmen wird. Nun sitzt Nina alleine in dem luxuriösen Haus, denn auch von ihren Kindern sieht sie kaum etwas. Die einzigen, die sie fortan viel zu oft zu Gesicht bekommt sind die Mutter ihres Mannes, den Schlapphut tragenden Anwalt Amstutz nebst seinem Hund, den neuen Fußballtrainer ihres Sohnes und Coco, Pat, Lucie und Julia, ihre ehemaligen Klassenkameradinnen.

Erstaunlicherweise zeigt sich nach einem genaueren Blick, dass diese vier und Nina doch so einige Gemeinsamkeiten verbindet und als sie den Club der 45+ gründen, wachsen sie immer enger zusammen. Mit Löffeln und einem Nutellaglas bewaffnet versuchen sie ihre Stärken und Ideen zu vereinen und dadurch anderen Frauen gute Tipps und Ratschläge zu geben. Vor allem Ninas neuer Blog über die Probleme der 45+ kommt gut an.

Doch kann all das auch bei Ninas Eheproblemen helfen und ihre Schwiegermutter im Zaum halten, die ihren Sohn als verschollen meldet und Nina verdächtigt?

Gabriela Kasperski schreibt in einem lockerleichten Stil und nimmt den Leser mit in die Welt ihrer Protagonistin Nina. Die Art, wie sie Ninas Probleme und Lösungsansätze beschreibt, haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, auch wenn insgesamt viele Klischees bedient werden und einiges vorhersehbar war. Mit Nina selbst bin ich allerdings nur bedingt warm geworden, da ich vor allem zu Beginn ihre Unselbständigkeit etwas anstrengend fand und nicht nachvollziehen konnte. Wenn, wie sie sagt, ihr Mann kaum da war, wie hat sie es bloß geschafft, drei Kinder großzuziehen? Zum Glück lernt sie im Laufe des Romans dazu und ist nicht mehr nur die nutellaliebende Hausfrau, die kaum etwas zu können scheint außer diverse Tipps aus Frauenzeitschriften zu zitieren und Rätsel zu lösen. Sie fängt zaghaft an, doch schnell ist sie als Bloggerin erfolgreich und auch in anderen Bereichen stellt sich der Erfolg ein.

Nicht nur Ninas Schwierigkeiten, auch die generellen Probleme der Frauen über 45 werden gut und humorvoll dargestellt. Ich selber passe mit Mitte dreißig nicht ganz in den Kreis der 45+, dennoch kam mir manches sehr bekannt vor und ich habe neugierig verfolgt, welche Erfahrungen Nina so alles macht.

Etwas enttäuscht war ich vom Titel, denn meiner Meinung nach ist er ein wenig irreführend. Sicher spielt das Bloggen eine Rolle, trotzdem liegt der Fokus für mich klar auf dem „Überleben“ bzw. gut und erfolgreich leben mit 45+. Doch gerade das Thema Blog war für mich ein Grund nach dem Buch zu greifen. Gleichwohl habe ich das Buch gerne gelesen und wurde vor allem gut unterhalten, was ja gerade bei einem humorvollen Roman ein wichtiger Punkt ist.

Mein Fazit: „Ins Glück gebloggt“ bietet vergnügliche Lesestunden mit einer etwas unbeholfenen Protagonistin, die aber Dank einigem Mut, etwas Glück und neuen Freunden zeigt, dass man auch mit über 45 noch lange nicht zu alt ist, sein Leben neu und erfolgreich zu gestalten.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fernbus, kurzweilig, geschichten, witzig, sina pousset

"Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

Sina Pousset
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442159079
Genre: Humor

Rezension:

Bus oder Bahn? Seitdem immer mehr Fernbusse auf unseren Straßen unterwegs sind, stellt sich diese Frage für Reisende, die nicht mit dem eigenen Auto fahren können oder wollen, immer öfter. Während vielen bei der Bahn meist direkt die unzähligen Verspätungen einfallen, so hat auch der Bus seine ganz eigenen Tücken. Angefangen bei den Mitreisenden, der Toilette, dem Busfahrer bis hin zur Planung der Reise.

Die Autorin Sina Pousset kann selbst ein Liedchen davon singen, denn auch sie entscheidet sich oft für den Bus. In ihrem Buch erzählt sie von ihren Erfahrungen, gibt Anekdoten zum Besten und dazu auch eine Vielzahl an Tipps, die dem Fernbusreisenden womöglich helfen können, sicher und halbwegs entspannt von A nach B zu kommen.

Nach der Beschreibung des Buches habe ich eine amüsante und kurzweilige Lektüre erwartet, die mich bestens unterhält und die vielleicht mit auf meine nächste Fahrt kommt. Leider muss ich sagen, dass ich mich eher durch das Buch gequält habe. Sicher, bei manchen Schilderungen musste ich schon schmunzeln oder konnte bestätigend mit dem Kopf nicken. Doch insgesamt wirkte das Buch auf mich überzogen und vor allem krampfhaft darum bemüht, witzig zu sein.

Zudem habe ich mich gefragt, weshalb die Autorin ihre eigenen Ratschläge nicht zu beherzigen scheint. So sollte man doch spätestens nach der zweiten Fahrt gelernt haben, dass es keine gute Idee ist, sich auf ein funktionierendes WLAN im Bus oder am Busbahnhof zu verlassen. Dennoch scheint sie offenbar immer wieder für wichtige Fragen - wie zum Beispiel die nach der richtigen Haltestelle oder dem richtigen Bus – genau darauf zurückzugreifen, nur um festzustellen, dass es meist hakt.

Die Beschreibungen ihrer Mitreisenden haben mich teils durchaus amüsiert und an eigene Begegnungen erinnert, wie zum Beispiel an die Teilnehmerinnen eines Junggesellinnenabschieds, die beinahe nichts unversucht ließen, die Singles unter ihnen mit den übrigen Fahrgästen zu verkuppeln. Dennoch wurden mir auch hier zu viele Klischees bedient, die sich generell durch das gesamte Buch zogen.

Interessanterweise gab es trotz aller Kritik auch immer wieder Passagen, deren Schreibstil mir gut gefallen hat. Daher empfinde ich es als besonders schade, dass mich das Buch als Ganzes nicht überzeugen konnte. Ich vermute einige ausgewählte kürzere Texte hätten mir weitaus besser gefallen.

Mein Fazit: Für mich war das Buch zu bemüht und zu klischeehaft. Die erhoffte humorvolle und spritzige Lektüre konnte ich über weite Strecken leider nicht finden. Daher nur 2 von 5 Sternen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

krieg, afghanistan, künstliche gelenke, amputation, lagerkoller

Anatomie eines Soldaten

Harry Parker , Johannes Sabinski
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Benevento, 09.11.2016
ISBN 9783710900020
Genre: Romane

Rezension:

Als Captain Tom Barnes – Dienstnummer BA5799 – im Auslandseinsatz auf eine Landmine tritt verändert sich sein Leben auf drastische Weise. Schwerverletzt wird er zurück nach Großbritannien geflogen. Der Kampf, den er nun im Krankenhaus bestreiten muss ist anders, doch ebenso schwer wie die Einsätze im Dienst der britischen Armee.

Der Autor Harry Parker erzählt seine Geschichte auf eine sehr ungewöhnliche Art. In jedem der 45 Kapitel kommt ein anderer Gegenstand zu Wort und gibt die Geschehnisse aus seiner Perspektive wieder. Neben diversem medizinischen Gerät, sind das zum Beispiel ein Nachtsichtgerät, ein Wüstenkampfstiefel oder ein Orden. Doch es sind nicht nur Tom Barnes Besitztümer, auch andere Gegenstände tragen ihren Teil zur Geschichte bei, so dass ein vielschichtiges und rundes Gesamtbild entsteht, in dem Barnes zwar meist im Mittelpunkt steht, jedoch nicht ausschließlich. So erleben wir einen Teil auch aus Sicht der Handtasche seiner Mutter, als diese erfährt, dass ihr Sohn lebensgefährlich verletzt wurde, aus Sicht einer Schneeflocke oder einem Fahrrad, das einem Jungen im Krisengebiet gehört, der ebenso wie sein Freund in den Konflikt hineingezogen wird.

In jedem der vielen Kapitel wird dem Leser der Krieg und seine Folgen nahegebracht. Der Stil, in dem Harry Parker die unterschiedlichen Gegenstände erzählen lässt, ist im wahrsten Sinne des Wortes sachlich, beinahe nüchtern. Trotzdem erzählt der Autor eine bewegende und emotionale Geschichte, die ganz unterschiedliche Aspekte beleuchtet, nachdenklich macht und berührt, es aber dennoch vermeiden kann zu bedrücken und den Leser zu belasten.

Die Erzählweise ist ungewöhnlich und ich habe mich gefragt, was da wohl auf mich zukommen würde. Ich war ein wenig skeptisch, ob es gelingen kann ein so ernstes Thema auf diese Art aufzugreifen. Doch es gelingt nicht nur gut, sondern hervorragend. So wie sich für den Leser das Puzzle mit jedem Kapitel immer mehr vervollständigt, so muss auch Captain Tom Barnes sein Leben Stück für Stück neu zusammensetzen. Dabei wechselt der Autor immer wieder zwischen Szenen aus dem nicht näher spezifizierten Krisengebiet, Tom Barnes Soldatenleben und seiner aktuellen Situation hin und her. Auch wenn der Ton vielfach objektiv ist, einige Gedanken der handelnden Personen werden dennoch wiedergegeben und so geschickt eingebunden, dass ich beim Lesen nicht einmal in Frage gestellt habe, ob der erzählende Gegenstand, dieses Wissen überhaupt haben konnte oder nicht. Nur das Kapitel aus Sicht der Landmine wirkte etwas befremdlich auf mich; bei den übrigen kam ein solches Gefühl nicht auf.

Die Schilderungen aus dem Krisengebiet und auch Tom Barnes Krankengeschichte sind sehr realistisch. Man merkt jeder Zeile an, dass der Autor genau weiß, worüber er schreibt. Auch er diente in der britischen Armee, war in Einsätzen im Irak und in Afghanistan, und hat ebenso wie sein Protagonist durch eine Bombe beide Beine verloren. Er weiß genau, wie sich der Krieg und der persönliche Kampf ums Überleben anfühlen und lässt seine Leser daran teilhaben.

Mein Fazit: Ein außergewöhnlicher Roman, der mich gefesselt und berührt hat und der es in brillanter Art und Weise schafft, den emotionalen Balanceakt zu meistern, von den Schrecken des Krieges und dem Schicksal eines einzelnen Soldaten zu erzählen, ohne dass es dem Leser Albträume beschert. Eine klare Leseempfehlung.

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184 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 121 Rezensionen

freundschaft, liebe, abenteuer, könig, raukland

Rauklands Sohn

Jordis Lank
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 07.03.2013
ISBN 9783943596045
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem er einen Fehler begangen hat, wird Ronan von seinem Vater, dem König von Raukland, auf die Insel Lannoch geschickt, um die Aufgaben des dortigen Königs zu erfüllen und so die Herrschaft über das Eiland zu erlangen. Ein Jahr lang dauern die Prüfungen und wenn er versagt, kostet es ihn nicht nur Lannoch, sondern auch den Thron Rauklands.

Schon bald zeigt sich, dass Ronan die Aufgaben nicht allein lösen kann und er auf einen Freund angewiesen ist. Doch ist es nicht so einfach auf der kleinen, unwirtlichen Insel im eisigen Norden einen Freund zu finden, zumal Ronan von klein auf zum Kämpfen und Herrschen erzogen wurde und für Freundschaften kein Platz war. Als Liam auftaucht verbindet die beiden zunächst eher eine Zweckgemeinschaft, doch im Laufe des Jahres entsteht tatsächlich eine Freundschaft.

Als die letzte Prüfung naht, ist der Thron für Ronan zum Greifen nahe. Allerdings steht bei der Erfüllung die Freundschaft zu Liam auf dem Spiel. Wird Ronan es dennoch wagen?

Jordis Lank bringt mit „Rauklands Sohn“ den ersten Teil eines spannenden Fantasyabenteuers. Es gibt keine Drachen, Zwerge, Einhörner oder Elfen, dafür aber eine kleine, raue Insel als Schauplatz, deren Bewohner eng zusammenhalten und ihren König Merin sehr schätzen.

Der Handlungsort wird eindrucksvoll beschrieben und ich fühlte mich gemeinsam mit Ronan auf diese Insel versetzt. Im Fokus der Geschichte stehen aber ganz klar die Charaktere, allen voran natürlich Ronan, dicht gefolgt von Liam, König Merin und seiner Enkelin Eila. Allen Figuren wird Raum gegeben sich zu entfalten und zu entwickeln. Während Eila für mich zu Beginn noch etwas blass war, waren für mich die übrigen Charaktere direkt voller Leben und wunderbar dargestellt. Auch die Nebenfiguren wurden nicht vernachlässigt und haben so die eher triste Umgebung bunt und lebendig gemacht.

Ronan macht im Laufe der Geschichte eine eindrucksvolle Entwicklung durch. Dennoch waren seine Handlungen für mich nicht immer verständlich und gerade seine Überheblichkeit trat immer wieder zutage. Allerdings macht das seine Figur für mich nur authentischer. Er, ebenso wie alle anderen haben ihre Fehler und Schwächen, und es ist nicht immer leicht daraus zu lernen oder dem Verstand zu folgen.

Besonders mochte ich die Szenen zwischen Liam und Ronan, wenn es darum ging, dem anderen zu vertrauen. Besonders eine Szene ist mir da im Gedächtnis geblieben (für die, die es nachlesen wollen, ich meine die Seiten 260-263). Ich konnte die Stimmung im Raum selbst spüren und habe mit den beiden gehofft und gebangt…

Neben der Freundschaft, die ein großes Thema ist, gibt es auch immer wieder spannende Abschnitte, unvorhersehbare Wendungen, Action und eine zarte Liebesgeschichte. Gemeinsam mit den vielen liebevoll gezeichneten Charakteren und den bildhaften Beschreibungen ist so ein wunderbares Buch entstanden, dass mich gefesselt hat und ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen mit Ronan im nächsten Band.

Mein Fazit: „Rauklands Sohn“ ist ein fesselndes Fantasyabenteuer, das neben einer gut ausgewogenen Portion Action vor allem viel Wert auf seine authentischen Charaktere legt und mich dadurch rundum überzeugt hat. Für alle Fans dieses Genres gibt es eine klare Leseempfehlung von mir und für alle anderen: vielleicht wäre das Buch ja ein guter Einstieg…

 

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Tags: abenteuer, fantasy, trilogie   (3)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Tote Dichter küsst man nicht

Mirya
E-Buch Text: 446 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 18.10.2016
ISBN 9781503996199
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Chiara zu einem Termin mit ihrer Professorin Silvana eilt, um mit ihr über ihre Doktorarbeit zu sprechen, erlebt sie eine unliebsame Überraschung. Im Büro erwartet sie Leonardo Villani, der neue Assistent und teilt ihr mit, dass er ihre Arbeit in Zukunft betreuen wird, da die Professora einen längeren, unbezahlten Urlaub genommen habe.

Schon das erste Aufeinandertreffen der beiden verläuft katastrophal. Leonardo lässt kein gutes Haar an Chiaras Arbeit, ist arrogant, überheblich und mehr als unfreundlich. Wie soll sie da ihre Arbeit über Dante beenden? Doch nicht nur bei ihren Treffen muss sich Chiara mit Leonardo auseinandersetzen, auch sonst spukt er ihr immer öfter im Kopf herum, denn neben seiner abweisenden und verletzenden Art ist er dennoch ein brillanter Kopf und überaus attraktiv.

Chiara als Protagonistin war mir vom ersten Moment an sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Der Autorin Mirya gelingt es scheinbar mühelos ihre Gefühle derart greifbar und nachvollziehbar zu vermitteln, dass ich gemeinsam mit Chiara Hals über Kopf in Leonardo verliebt war, ihn gehasst habe oder an der Gesamtsituation verzweifelt bin.

Ebenfalls gelungen waren für mich die Schilderungen von Chiaras Migräneanfällen, da ich da leider auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann. Auch wenn ich es selten so heftig habe wie sie, waren die Schilderungen sehr authentisch.

Besonders die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gefallen, denn ich konnte Leonardos Reaktionen nie vorhersagen. Mal ist er verletzend und versucht Chiara nieder zu machen, wo es nur geht, mal verhält er sich wie der absolute Traumprinz und strahlende Ritter. In der zweiten Hälfte ging es etwas ruhiger zur Sache. Dennoch waren die Gespräche zwischen den beiden das ganze Buch hindurch toll zu lesen. Mal eher ein amüsanter Schlagabtausch, mal ein richtiges Streitgespräch und auch immer wieder reife Gespräche.

Letzteres ist generell ein Punkt, der die Liebesgeschichte für mich positiv aus der Masse herausgehoben hat. Auch wenn es an ein, zwei Stellen sehr romantisch und zuckersüß wird, so wirkt die Geschichte insgesamt reif und es wird gezeigt, dass es auch viel Arbeit und Mühe kostet eine Beziehung aufzubauen und zu erhalten. Selbst Leonardos anfangs überzogen wirkendes Verhalten klärt sich am Ende schlüssig.

Auch wenn der Fokus ganz klar auf Chiara und Leonardos Beziehung liegt, so gab es doch ein paar Nebenfiguren, die mir ebenfalls sehr gefallen haben, allen voran Chiaras Schüler Sivieri und ihre Freundin Allessandra.

Mein größter Kritikpunkt besteht darin, dass es gerade in Chiaras Gedankengängen so einige Wiederholungen gab, besonders wenn es um Leonardos Verhalten ging. Dazu waren mir manche Ausführungen zu Dante und ihrer Arbeit über ihn zu langatmig.

Überrascht haben mich die häufig auftretenden ABBA-Zitate, die erstaunlich gut auf die unterschiedlichsten Situationen passen und die Geschichte immer wieder aufgelockert haben. Wie gut, dass Chiara so ein großer Fan von ABBA ist.

Mein Fazit: „Tote Dichter küsst man nicht“ ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die durch ihre beiden starken Protagonisten punkten kann. Mir hat es gefallen und wer gerne in Liebesgeschichten abtaucht, der ist hier sicherlich gut beraten.

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

80er, leserunde, kassette, kassetten, erinnerung

Wir Kassettenkinder

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur, 04.10.2016
ISBN 9783426655986
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nachdem ich heute noch liebend gerne in meine alten Hörspielkassetten reinhöre, hat mich schon allein der Titel verführt das Buch zu lesen. Obendrein gibt es gegen Ende des Buches noch einen Abschnitt namens: „Hörspiel was my first love. Wie wir Kassettenkinder wurden“. Da bekam ich richtig Lust meine alten Kassetten noch einmal durchzusehen. Aber auch all die Seiten davor haben mich regelmäßig wieder in alten Erinnerungen schwelgen lassen. Sei es das Spiel des Lebens, das vielleicht sogar noch irgendwo bei meinen Eltern auf dem Dachboden steht, der Gedanke an selbst aufgenommene Mixtapes aus dem Radio, quietschbunte Leggins oder YPS-Hefte, die ich eigentlich gar nicht so sehr mochte, bei all diesen Dingen konnte ich nur ständig denken, dass mir das doch sehr bekannt vorkommt.

Die beiden Autoren Anne Weiss und Stefan Bonner nutzen vielfach eigene Erinnerungen und Erfahrungen, um uns an dieser Zeitreise teilhaben zu lassen. In lockerem, humorvollen Ton führen sie uns durch vier Kapitel, die jeweils einen etwas anderes Fokus legen. So ist zum Beispiel ein Teil unserer sorglosen Kindheit und Jugend vorbehalten und das abschließende Kapitel beschäftigt sich mit den vielen technischen Wunderwerken, wie dem Videorekorder auch dem Atari. Vieles erscheint etwas nostalgisch verklärt und Probleme der 80er werden nicht wirklich vertieft, aber ich kann dennoch nicht behaupten, dass mich das gestört hätte. Trotz Tschernobyl und dem kalten Krieg war es für mich tatsächlich eine Supersorgloszeit, wie die Autoren ihr zweites Kapitel so treffend benannt haben.

Ein Grund, weshalb es den Autoren so leicht gelang mich in die Vergangenheit zurückzuversetzen, ist vermutlich auch der Schreibstil. Das Buch ist spannenderweise in der Wir-Form geschrieben, so dass ich mich gleich als Teil des Ganzen gefühlt habe. Nicht nur die Autoren haben etwas erlebt, sondern wir alle zusammen.

Aufgelockert wird der Text immer wieder durch eingeschobene Zitate von Helmut Kohl, Rolf und seinen Freunden, Asterix, Horst Schimanski und vielen anderen. Während mir da tatsächlich viele Sprüche neu waren, so konnte ich die meisten der in den Text eingewobenen Werbeslogans noch im Schlaf aufsagen.

Mein Fazit: Das Buch ist genau das, was es verspricht: Eine Liebeserklärung an die Achtziger. Sicher kann dieses Buch nur einen Teil des Jahrzehnts einfangen, aber dieser ist warmherzig und amüsant präsentiert. Wer selbst ein Kind dieser Zeit ist, dem werden viele Dinge wieder in Erinnerung gerufen und die jüngere Generation bekommt einen humorvollen Einblick in unsere Kindheit und Jugend, in der wir auch problemlos ohne Smartphone, Social Media und Internet überlebt haben.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

palalu, pazit sarit schraga, celine geser, taugenichts verlag, palalu die zauberkuh

Palalu die Zauberkuh

Pazit Sarit Schraga
Fester Einband
Erschienen bei Der Taugenichts, 05.05.2016
ISBN 9783981564617
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die kleine Anneliese läuft voller Freude in ihrem blauen Kleid und den roten Lackschuhen über eine bunte Blumenwiese und staunt über die prächtigen Farben ringsherum. Als sie auf die Kuh Palalu und ihr Kälbchen Sue trifft entspinnt sich schnell ein Gespräch über Farben, Annelieses Schuhe, Tag und Nacht.

Kann Palalu recht haben und all die schönen bunten Farben werden nachts zu einem einheitlichen Grau? Anneliese erschrickt, denn sie hat gar nicht auf den Weg geachtet und weiß nicht mehr, wie sie nach Hause kommt. Wie soll denn ihre Mama sie wiederfinden, wenn sie sie nicht sieht?

Zum Glück aber ist Palalu ja eine Zauberkuh und weiß Rat…

Wie schon der Klappentext verrät, erzählt die Autorin Pazit Sarit Schraga eine zauberhafte Geschichte über die Farben des Tages und der Nacht. In Versform führt uns die Autorin durch ihre Geschichte. Dabei werden immer wieder Silben mit U in die Länge gezogen, um das Muuuuuh von Palaluuuuu darzustellen. Meinem dreijährigen Sohn gefiel das gut, ich selbst empfand es beim Vorlesen als nicht immer ganz so einfach. Dennoch finde ich die Idee gelungen. Schwerer habe ich mich mit der Reimform getan, dann an mehr als einer Stelle ist der Text etwas holprig und ich hatte das Gefühl, dass einfach nur krampfhaft nach einem passenden Reim gesucht wurde. Dadurch wurde das Lesevergnügen etwas eingeschränkt.

Auch über einen Satz bin ich gestolpert, der mir in diesem Buch auch für die Jüngsten einfach nicht gefiel. So heißt es, dass Palalu kalt zu Anneliese sagt, dass es bald Nacht wird und ihre Mama sie im Dunkeln nicht finden kann. Gerade an dem Wörtchen „kalt“ habe ich mich sehr gestört, zumal es nicht zu der ansonsten hilfsbereiten Palalu passt, die ja letztlich doch hilft, dass Anneliese gefunden wird. Das ist allerdings natürlich ein sehr subjektives Empfinden.

Ansonsten finde ich die Geschichte schön und vor allem der Unterschied zwischen Tag und Nacht wird toll und kindgerecht dargestellt.

Die bezaubernden Illustrationen von Celine Geser runden das Buch perfekt ab und machen für mich den großen Reiz dieser Geschichte aus.

Bei Tag leuchtet einen ein Meer aus Farben an und man kann Annelieses Freude wunderbar nachempfinden. Selbst die Bilder bei Nacht scheinen zu leuchten. Es gibt viele kleine Details zu entdecken und gerade mein Sohn hat sehr viel mehr Freude daran, durch das Buch zu blättern und mir zu zeigen, was er alles gefunden hat, als der Geschichte zuzuhören.

Die Schrift trägt zum lebendigen und heiteren Ausdruck des Buches bei, denn der Text befindet sich mal rechts, mal links, mal oben, mal unten auf der Seite und auch die Schriftgröße variiert. Dadurch werden einzelne Worte oder Zeilen besonders hervorgehoben und betont.

Mein Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das besonders von den wunderbaren Illustrationen lebt, die so manche Schwäche im Text ausgleichen können. Für den Text allein hätte ich nur zwei bis maximal zweieinhalb Sterne vergeben, für die Illustrationen fünf, macht also insgesamt vier.


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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

krimis, london, viktorianische krimis, 19. jhd., krimi-reihe

Mord in der Mangle Street

MRC Kasasian , Alexander Weber , Johannes Sabinski
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 19.08.2016
ISBN 9783455600513
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem Tod ihres Vaters bietet ihr Patenonkel Sidney Grice der jungen March Middleton an, zu ihm nach London zu ziehen. Obwohl sie ihn nicht kennt folgt March der Einladung. Kaum angekommen, muss sie allerdings feststellen, dass Grice nicht gerade der umgänglichste aller Zeitgenossen ist. Doch als privater Ermittler muss er ja auch nicht nett sein, sondern nur die Wahrheit ans Licht bringen.

Allerdings scheint gleich der erste Fall nach Marchs Umzug nicht so einfach zu sein. Sidney Grice ist zwar überzeugt, dass der Ehemann seine Frau brutal ermordet hat, doch March ist von seiner Unschuld überzeugt. Kann sich der großartige Sidney Grice tatsächlich irren?

M.R.C. Kasasian bringt mit „Mord in der Mangle Street“ den ersten Teil einer neuen Reihe um einen exzentrischen Detektiv und seinen Assistenten, in diesem Fall eine Assistentin. Ebenso wie Sherlock Holmes ermittelt Grice im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Parallelen sind nicht zufällig, sondern durchaus beabsichtigt und gewollt. So hat gegen Ende des Buches auch ein Arzt namens Dr. Conan Doyle einen kurzen Auftritt.

Doch während Doyles berühmter Ermittler von der Faszination der Rätsel um möglichst komplexe Kriminalfälle angezogen wird, so ermittelt Sidney Grice hauptsächlich um des Geldes willen und nimmt daher nur lukrative Aufträge an. Sein guter Ruf ist ihm ebenfalls mehr als heilig. So legt er, wenn es sein muss, auch alles so aus, damit er stets im rechten Licht bleibt. Er ist wesentlich arroganter und überheblicher als Sherlock Holmes und nicht unbedingt ein Sympathieträger.

Mit March Middleton wird ihm ein völlig anderer Charakter zur Seite gestellt. Sie ist erstaunlich selbstbewusst und taff für die damalige Zeit und lässt sich meist auch von Grices teils beleidigender Art nicht aus dem Konzept bringen. Während seine Figur eher überzogen wirkt, so ist March vielleicht ungewöhnlich, aber wesentlich greifbarer.

Doch mir drängten sich beim Lesen nicht nur Vergleiche mit Sherlock Holmes auf, bereits im ersten Kapitel wurde ich stark an Edgar Allan Poes „The Murders in the Rue Morgue“ erinnert. Auch im weiteren Verlauf musste ich immer wieder daran denken, zum Beispiel als der mysteriöse Unbekannte mit den wallenden roten Haaren, dem Schnurrbart, gelber Weste und einem Gehstock mit einem Knauf in Form eines Affen beschrieben wurde. Da hatte ich direkt Poes Orang-Utan vor Augen.

Das London des viktorianischen Zeitalters wurde gut dargestellt und die Atmosphäre in dieser Stadt gut eingefangen. Dennoch fehlte mir der Charme und der Esprit, den andere zu dieser Zeit angesiedelten Werke versprühen.

Der Fall an sich ist interessant und ich konnte längst nicht jede Wendung vorhersehen. Besonders die Frage nach der Schuld des Ehemanns war spannend und auch wenn ich geneigt war March Recht zu geben, so habe ich doch gezweifelt. Neben March und Sidney Grice gab es noch eine Reihe weiterer Charaktere, die je nach Wichtigkeit mehr oder weniger detailliert herausgearbeitet waren. Von den Nebenrollen hat mir besonders Harriet, Marchs Zugbekanntschaft, sehr gefallen.

Der Krimi lebt in erster Linie von der Dynamik zwischen dem selbstgefälligen Grice und der neugierigen und offenen March. Es macht Spaß zu sehen, wie bei den beiden zwei Welten aufeinandertreffen und es gibt auch den ein oder anderen amüsanten Schlagabtausch.

Mein Fazit: Insgesamt hat mich der Krimi etwas zwiespältig zurückgelassen. Einerseits hatte ich mir mehr erhofft und muss sagen, dass er für mich bei Weitem nicht an sein Vorbild herankommt, dennoch wurde ich über weite Teile hinweg gut unterhalten und habe gespannt nicht nur den Kriminalfall verfolgt, sondern auch die Frage, ob Sidney Grice nicht doch noch sympathische Züge zum Vorschein kommen lässt.

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