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Sommer in Bloomsbury

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328101116
Genre: Liebesromane

Rezension:

Verity liebt ihre Arbeit in der kleinen Buchhandlung „Happy Ends“. Am liebsten bliebe sie allerdings in ihrem Büro und hätte gar keinen Kundenkontakt. So bleibt ihr nur, ihn auf das absolut Nötigste zu beschränken – ganz so, wie sie es auch mit anderen sozialen Kontakten macht. Um den Kuppelversuchen ihrer Kollegen und ihrer Familie zu entgehen, die meinen, sie könne doch nicht immer allein bleiben, erfindet sie kurzerhand einen Freund namens Peter Hardy. Alle freuen sich für sie und seine ständige Abwesenheit lässt sich ja leicht mit seinem Job als Ozeanograf erklären.

Dummerweise sind ihre Kollegen mehr als neugierig auf diesen mysteriösen Freund und so verfolgen sie Verity, als sie vermeintlich zu einem Date unterwegs ist. Zum Glück bekommt sie Hilfe von Johnny. Da dieser ebenfalls gut eine Alibi-Freundin brauchen könnte, scheint die Lösung auf der Hand zu liegen…

Ich habe mich riesig gefreut, als ich endlich den zweiten Teil der Reihe rings um die Buchhandlung „Happy Ends“ entdeckt habe. Letztes Jahr habe ich den ersten Teil, „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ (neu aufgelegt unter dem Titel „Der kleine Laden in Bloomsbury“,) regelrecht verschlungen und begeistert die Geschichte von Posy verfolgt, der Besitzerin der Buchhandlung. Der Auftakt zu „Sommer in Bloomsbury“ beginnt ebenfalls vielversprechend mit einem Zitat aus „Stolz und Vorurteil“, Veritys Lieblingsbuch. Überhaupt ist der ganze Roman mit Zitaten und Anspielungen aus Jane Austens Werkgespickt, was mir als Fan sehr gefallen hat.

Doch trotz des vielversprechenden Beginns kommt dieser Band für mich nicht an den Charme des ersten Teils heran. Johnnys ewiges Drama, warum er keine feste Beziehung eingehen kann, hat mich zunehmend genervt und ein wenig fehlten mir die amüsanten Wortgefechte, die ich im ersten Teil so geliebt habe. In diesem Band wurde es für mich schnell kitschig, ein bisschen weniger hätte mir an der ein oder anderen Stelle besser gefallen. Auch das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell und zu glatt.

Auch wenn sich das jetzt alles nicht allzu positiv anhört, hat es mir dennoch Spaß gemacht wieder über die kleine Buchhandlung und die ihren liebenswerten Mitarbeiter zu lesen. Ebenso wie Posy im ersten Teil, macht auch Verity im Laufe des Buches eine Wandlung durch. Sie wird offener, ohne eine komplette Kehrtwendung zu machen. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Anne Darlings Schreibstil ist lockerleicht und lässt einen durch die Seiten fliegen. Unterm Strich bleibt für mich eine schöne, romantische Liebesgeschichte in einem großartigen Setting (zu gerne würde ich mal in „Happy Ends“ stöbern), die mir ein paar wunderbar entspannte Lesestunden beschert hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der zu Beginn des Jahres im englischen Original erschienen ist.

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Die Vorschul-Lernraupe: Töne, Klänge und Musik

Swantje Zorn , Stefanie Theil , Nils Weyland , Joschi Kauffmann
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.08.2017
ISBN 9783844523584
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem mein fünfjähriger Sohn „Die Vorschul-Lernraupe: Zahlen und erstes Rechnen“ voller Begeisterung immer wieder hört, war klar, dass sie nicht die einzige CD dieser Reihe in unserem Haus bleiben wird. Vor einigen Tagen kam dann die nächste CD: „Töne, Klänge und Musik“. Diesmal bereitet sich Finns große Schwester Mia auf ein Konzert vor und Finn hat auf einmal allerhand Fragen zu Musik, Geräuschen und Instrumenten. Dumm nur, dass Mia mal wieder keine Zeit für ausführliche Erklärungen hat. Doch zum Glück hat er ja Lilo, die Lernraupe. Gemeinsam mit ihr besucht er Paula – schließlich singt sie in einer Band und hat sogar ein Geschäft für Musikinstrumente. Da muss sie sich doch bestens auskennen!

Dank Paula lernen Finn und Lilo alles Mögliche über diverse Instrumente und Musikrichtungen und wo eigentlich der Unterschied zwischen Geräuschen, Tönen und Musik liegt. Neben Liedern finden sich auf dieser unterhaltsamen Lern-CD noch viele weitere Dinge, wie zum Beispiel Reime oder Klangexperimente. Wie für diese Reihe typisch sind die Lerninhalte in eine Geschichte eingebettet, so dass sich der Lerneffekt ganz nebenbei einstellt.

Die CD war kaum ausgepackt, schon wurde sie ins Kinderzimmer „entführt“. So oft, wie sie 
inzwischen gelaufen ist, erübrigt sich die Frage, ob ihm die CD gefällt. Auf die Frage, was er denn am meisten mag, kam nur die Antwort: „Alles!“ Bei meinem Sohn ist die Vorschul-Lernraupe also wieder ein voller Erfolg und auch ich kann mich seiner Meinung nur anschließen.

Durch die abwechslungsreiche Gestaltung bleibt die Geschichte lebendig und spannend. Die Lerninhalte werden kindgerecht vermittelt und auch ich als Erwachsene habe noch das ein oder andere lernen können.

Unser Fazit: Wir sind vollauf begeistert und stehen nun vor der schwierigen Entscheidung, welche der anderen CDs der Reihe als nächstes bei uns einziehen wird 😉

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Sommer mit Aussicht

Lena Wolf
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499291326
Genre: Liebesromane

Rezension:

Luisa ist auf dem Weg in die Provence. Doch statt sich entspannt auf einen schönen Urlaub zu freuen, ist Luisa eher gestresst. Das Ziel ihrer Reise ist nämlich die Pension ihrer leiblichen Mutter, die sie noch nie zuvor getroffen hat. Dass ihr Noch-Ehemann Stefan sowie ihre Adoptivmutter Elisabeth mit im Auto sitzen, vereinfacht die Sache nicht gerade - zumal Elisabeth noch nichts von der Trennung weiß. Zu allem Unglück bleibt das Auto dann auch noch kurz vor dem Ziel liegen. Immerhin, eine Mitfahrgelegenheit ist schnell gefunden...

Nachdem der Klappentext nach einer amüsanten und turbulenten Sommergeschichte klang, musste ich direkt zugreifen und habe das Buch voller Vorfreude aufgeschlagen. Mit der ersten Seite wurde ich dann auch gleich zu Luisa, ihrer Mutter und ihrem (Ex-)Mann ins Auto befördert. Eine ruhige Fahrt in den Urlaub stelle ich mir zumindest ganz anders vor, um es vorsichtig auszudrücken. Stefan macht auf heile Familie, Mama braucht ständig Pausen und der ersten Begegnung mit ihrer leiblichen Mutter sieht Luisa mit sehr gemischen Gefühlen entgegen. Luisas Zweifel, ob diese Reise wirklich eine gute Idee war, konnte ich von Beginn an nachvollziehen, umso mehr aber nachdem nach und nach die Vorgeschichte bekannt wird. Doch auch wenn ich Luisa in diesem Punkt verstehen konnte, vieles anderes konnte ich nicht so recht nachvollziehen, zum Beispiel, dass sie Elisabeth nichts von der bevorstehen Scheidung erzählt.

Leider bin ich mit Ausnahme von Elisabeth auch mit den übrigen Charakteren nicht richtig warm geworden. Sie waren mir nicht wirklich unsympathisch, aber auch keine Personen, mit denen ich unbedingt näheren Kontakt schließen müsste. Sie waren für mich wie flüchtige Bekannte, die man zwar grüßt, mit denen man vielleicht ein paar Worte wechselt, mehr aber nicht. Daher haben mich auch die aufkommenden Gefühle nicht wirklich berührt.

Der Schreibstil war flüssig, allerdings konnte er mich nicht mitreißen.
Ein wenig kam mir das Buch wie das Cover vor: einige schöne Akzente, aber größtenteils eher blass.

Insgesamt eine nette Familien-/ Sommergeschichte, die sich gut zwischendurch lesen lässt, aber zumindest bei mir keinen längerfristigen Eindruck hinterlassen hat.

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Unser Sommer mit Geist

Ulf Stark , Birgitta Kicherer , Per Gustavsson
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499218057
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Amy und Aron sind die allerbesten Freunde und verbringen viel Zeit auf dem Schrottplatz von Amys Vater. Dort kann man prima spielen, zum Beispiel ein Weißnichtwas suchen. Das Spannende dabei ist, dass man erst dann weiß, was man gesucht hat, wenn man es findet. Dieses Mal finden die beiden ein altes Ölkännchen, in dem tatsächlich ein echter Geist wohnt: Mujo, ein kleiner Geisterjunge.

Mujo ist erstmal ziemlich frech und wenig begeistert, doch eigentlich kann er Freunde gut gebrauchen. Nachdem er in das Kännchen gesperrt und dann vergessen wurde, ist er vor lauter EInsamkeit sogar ganz unsichtbar geworden. Das muss sich aber doch auch wieder ändern lassen! Oder etwa nicht?

Ulf Stark erzählt eine ganz wunderbare Geschichte über die Freundschaft zwischen drei ganz unterschiedlichen Freunden, liebevoll illustriert von Per Gustavsson. Amy und Aron gehen gemeinsam durch dick und dünn und halten stets fest zusammen. Das ist auch gut so, denn Aron vermisst oft seinen Vater, wenn dieser wieder lange unterwegs ist und Amy wird oft ausgelacht, da sie ein wenig hinkt. Doch gemeinsam können sie alles vergessen und wunderbare Abenteuer erleben. Ganz klar also, dass sie auch Mujo helfen wollen und sich nicht so leicht abschrecken lassen.

Mir hat besonders gefallen, wie einfühlsam der Autor seine jungen Protagonisten darstellt - mit ihren Problemen, aber auch mit ihrer großen Freundschaft und dem Wissen, dass sie gemeinsam alles erreichen können. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, zum Beispiel als das Klavier von Arons Mutter dank Mujo eine Art Eigenleben zu entwickeln scheint.

Die zahlreichen, teils ganzseitigen Illustrationen, greifen die Geschichte wunderbar auf und ergänzen sie perfekt.

Insgesamt ein zauberhaftes Kinderbuch für junge Leser ab 8, dass eindrucksvoll zeigt, wie stark die Kraft der Freundschaft sein kann.

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119 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

axtmörder, historischer krimi, jazz, korruption, krimi, louis armstrong, mafia, mörder, musik, neworleans, new orleans, prohibition, protagonist: gemischt, rassentrennung, serienmörder

Höllenjazz in New Orleans

Ray Celestin , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492060868
Genre: Krimi und Thriller

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

deutsch-südwestafrika, familiengeheimnis, schokolade

Zartbittertod

Elisabeth Herrmann , Laura Maire
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.03.2018
ISBN 9783844528848
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was als Projekt für die Aufnahmeprüfung für ihr Journalismusstudium beginnt, lässt Mia bald tief in die deutsche Kolonialgeschichte und deren Verknüpfung mit ihrer eigenen Familie eintauchen. Sie soll die Geschichte eines Familienfotos erzählen und was liegt da näher, als sich mit dem Bild zu beschäftigen, das schon immer in der Wohnung hängt?

Neben einem riesigen Nashorn aus Schokolade zeigt es Jakob, ihren Urgroßvater, der damals als kleiner Junge aus Namibia nach Deutschland kam und seinen Lehrherrn Gottlob Herder. Dessen Nachfahren betreiben auch heute noch ein großes Schokoladenimperium. Da Mias eigene Eltern eine kleine Chocolaterie in Meißen haben und Mia sich ebenfalls bestens auskennt, wenn es um Schokolade geht, sollte es doch nicht so schwer sein, mit den Herders Kontakt aufzunehmen und herauszufinden warum Jakob damals nach Deutschland kam. Wie ist es ihm als Schwarzem wohl ergangen und aus welchem Grund wurde ausgerechnet ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade nachgebildet?

Als Mia mit Wilhelm Herder Kontakt aufnimmt, scheint der über Mias Anruf erfreut zu sein, doch als sie auf seine Einladung hin persönlich auf dem Familiensitz in Lüneburg erscheint, muss sie feststellen, dass jemand ganz und gar nicht will, dass sie die Geschichte erforscht. Welches Geheimnis wollen die Nachfahren von Gottlob Herder so nachdrücklich für sich behalten?

Auch einige Tage nachdem ich die letzten Zeilen gehört habe, bin ich nach wie vor nicht sicher, wie mir das Hörbuch letztlich gefallen hat. Der Einstieg in Elisabeth Herrmanns Jugendthriller „Zartbittertod“ ist mir leichtgefallen, was nicht zuletzt an der angenehmen Art liegt, mit der Laura Maire die Geschichte liest. Auch Mias Interesse an diesem alten Familienbild kann ich gut nachvollziehen, deutet es doch schon eine spannende und bewegte Familiengeschichte an.

Leider hatte das Hörbuch trotzdem einige Längen für mich, insbesondere dann, wenn es sich sehr tief mit der Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika auseinandersetzte. Sicher ist dies ein spannendes, vielschichtiges und alles andere als ruhmreiches Kapitel deutscher Geschichte, das auch heute noch meist lieber verschwiegen wird, doch zugegebenermaßen hätten mir teils weniger Informationen gereicht, dafür hätte ich gerne mehr zum aktuellen Geschehen gehört. So war das Hörbuch für mich zwar durchaus immer wieder spannend und es gab auch einige Thrillerelemente, dennoch würde ich es nicht unter Thriller einordnen, da das Augenmerk eben auf anderen Dingen ruhte.

Mia hat mir als Protagonistin gut gefallen, vor allem aber Will, ein Sohn des Hauses Herder, hat mich positiv überrascht. Die (Familien-)Geschichte, die die beiden nach und nach zu Tage fördern, ist gut durchdacht und man merkt, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. Die Auflösung der Geschichte war für mich dennoch recht konstruiert und damit nicht ganz so gut gelungen. Laura Maires Interpretation hat mir dafür umso mehr gefallen. Nicht umsonst hat sie bereits mehr als einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin gewonnen. Gekonnt haucht sie der Geschichte und den unterschiedlichen Charakteren Leben ein und führt mit angenehmer Betonung durch das Geschehen.

Insgesamt ein Hörbuch, das definitiv anders war als ich erwartet habe. Wen die deutsche Geschichte interessiert und wer obendrein auch noch spannende Familiengeschichten liebt, der sollte „Zartbittertod“ ruhig eine Chance geben und sich mit Mia auf Spurensuche in der Vergangenheit begeben.

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Die goldene Pforte

Philip Le Roy
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Benevento, 15.03.2018
ISBN 9783710900341
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als mir die Agentur Literaturtest ein Rezensionsexemplar eines Thrillers über die Entstehung des Korans angeboten hat, habe ich nicht lange gezögert, da dies eine völlig neue Thematik für mich war und die Beschreibung interessant klang.

Da ich überhaupt nicht einschätzen konnte, was mich erwartet, habe ich Philip Le Roys Thriller voller Spannung begonnen. Den Beginn des Buches machen einige Anmerkungen des Autors sowie das Vorwort, gefolgt vom Prolog. Diese drei Abschnitte zusammen ergeben das Bild eines Thrillers, der einige Sprengkraft in sich tragen könnte, immerhin wird unter anderem behauptet, dass anders, als der Islam lehrt, der Koran seit seiner Entstehung eben doch nicht unverändert blieb.

Die eigentliche Handlung setzt 30 Jahre später ein, als Simon Langes Leben durch seine neuen Erkenntnisse völlig auf den Kopf gestellt wird. Als er Unterlagen abholen will, die ihm sein Vater hinterlassen hat, ist der Tresor aufgebrochen, Simon wird verfolgt und ein merkwürdiges und gefährliches Ereignis folgt dem anderen. Simon wirkt sympathisch, er ist intelligent, manchmal etwas unvorsichtig und er verbeißt sich immer mehr in den Theorien, die er nach und nach aufdeckt. Sein vorrangiges Ziel ist jedoch zunächst einfach die wahren Umstände aufzudecken, unter denen seine Eltern ums Leben kamen.

Hilfe bekommt er dabei durch Sabbah, eine syrischstämmige Französin, die ihre ganze eigenen Interessen an Simons Nachforschungen hat. Bis jetzt bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich von Sabbah halten soll, wirklich warm bin ich nicht mit ihr geworden. Ihr Verhalten fand ich von Anfang an seltsam und leider hat sich das bis zum Ende durchgezogen, auch wenn sich zumindest manche Verhaltensweisen letztlich erklären ließen. Dadurch war sie leider keine Sympathieträgerin.
Ebenso wenig wie Sabbah, kann ich auch den ganzen Thriller nicht richtig einordnen. Die Thematik ist spannend, keine Frage, doch so richtig packen konnte mich das Geschehen nicht.

Für Leser, die ein großes Interesse an Religion(en), insbesondere auch an der Geschichte und dem Ursprung des Koran sowie der Bibel haben, ist das Buch sicherlich sehr spannend. Ich persönlich finde die Vielzahl der Religionen und ihre Überschneidungen und Unterschiede zwar ebenfalls interessant, doch hatte ich nie den Drang mich wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen. Insofern kann ich nicht einschätzen, inwiefern die Thesen des Buches tatsächlich untersucht oder womöglich durch die Wissenschaft belegt wurden. Der Autor stellt die Argumentationen in jedem Fall schlüssig dar.

Einige Begriffe oder Behauptungen habe ich nachgeschlagen und es gäbe sicher noch so einige Aspekte, bei denen es lehrreich wäre, sich darin zu vertiefen, doch in erster Linie möchte ich von einem Buch unterhalten werden und stetes Nachschlagen stört mich einfach im Lesefluss.

Ein zweiter Punkt, der dazu geführt hat, dass ich für das Buch für meine Verhältnisse recht lange gebraucht habe, ist die Tatsache, dass Simon und Sabbah zwar viel unterwegs sind und Simon auch immer mal wieder in brenzlige Situationen gerät, doch die klären sich meist sehr schnell und wirkliche Action gibt es nicht. Während vor allem für Sabbah die (Neu)Entdeckungen eine unglaubliche Spannung und Explosionskraft beinhalten, ist dies für mich leider nicht der Fall. So kommt es, dass das Buch durch die vielen Gespräche und Diskussionen mit all den ganz unterschiedlichen Gelehrten, für mich leider einige Längen hatte, und es mir nicht schwerfiel, das Buch immer wieder aus der Hand zu legen.

Insgesamt war „Die goldene Pforte“ für mich zwar eine durchaus interessante und lehrreiche Lektüre, aber wirklich begeistern konnte mich die Umsetzung des Thrillers nicht. Mich würde sehr interessieren, welche Reaktionen der Autor selbst erlebt hat, denn viele der Thesen seines Buches sind für Gläubige Muslime teils wohl weit mehr als nur eine Beleidigung.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Frag doch mal … die Maus! Wissen für Kinder: Alltag und Technik

Bernd Flessner , Armin Maiwald
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 05.03.2018
ISBN 9783837141580
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem mein Sohn momentan mit Begeisterung CDs und Hörbücher hört, bei denen Dinge erklärt werden und er etwas lernen kann, wurde die Maus CD natürlich ebenfalls sofort angehört nachdem sie bei uns eingetroffen war.

Mit sehr angenehmer Stimme und Betonung gibt Armin Maiwald in gewohnter Mausmanier kurze Erklärungen zu ganz unterschiedlichen Themen oder Fragestellungen. Den Anfang macht die Frage, weshalb die Banane krumm ist. Querbeet geht es danach über die Streifen in der Zahnpasta und die Haut auf der Milch bis hin zu den Fragen wie Wunderkerzen funktionieren und warum Raumfahrer im All schweben.

Die Erklärungen sind kindgerecht formuliert, werden allerdings relativ nüchtern vorgetragen. Je länger das Hörbuch lief, umso unaufmerksamer wurde mein Sohn. Während es bei der „Sendung mit der Maus“ im Fernsehen immer wieder Auflockerungen in Form der beliebten Mausclips oder anderen kurzen Einspielungen gibt, fehlen diese auf der CD leider, so dass mehr oder weniger ein durchgängiger 72-minütiger Vortrag entsteht. Sicherlich sind die einzelnen Erklärungen interessant und lehrreich, doch selbst für Erwachsene kann es – je nach Themengebiet – bei dieser Länge anstrengend sein bis zum Ende konzentriert zuzuhören. Lieder oder vielleicht Abschnitte zum Mit-Raten wären meiner Meinung nach nicht schlecht gewesen.

Die Fragen sind in die zwei Themenblöcke „Alltägliches und Nicht-so Alltägliches“ (14 Tracks) und „Wunder und Technik“ (12 Tracks) unterteilt. Nach jeder Frage wird ganz kurz das bekannte Mausthema angespielt und auch die ersten Sekunden jeder Fragestellung sind musikalisch unterlegt, so dass die einzelnen Themen klar voneinander getrennt sind.

Für die einzelnen Texte und Armin Maiwalds unvergleichliche Art Erklärungen zu präsentieren würde ich ohne zu zögern 5 von 5 Sternen vergeben, für die bloße Aneinanderreihung der Fragen jedoch nur 3 Sterne. Der wichtigste Punkt für mich ist allerdings, dass die CD bei meinem Sohn nicht allzu gut ankommt und da er im Gegensatz zu mir der eigentlichen Zielgruppe angehört, kann ich dieser CD insgesamt leider nur 3,5 Sterne geben.

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148 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

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Die schwarze Zauberin

Laurie Forest , Freya Gehrke
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.03.2018
ISBN 9783959671699
Genre: Jugendbuch

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91 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Eine Krone aus Herz und Asche

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.03.2018
ISBN 9783959912952
Genre: Fantasy

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Erobertes Normannenherz

Altena Altenburg
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Tomfloor Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783981851939
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nachdem Herzog Wilhelm, der als Wilhelm, der Eroberer in die Geschichte eigegangen ist, König Harold bei der Schlacht um Hastings besiegt hat, herrscht im ganzen Land Aufruhr. Kriegerische Auseinandersetzungen und politische Machtkämpfe sind an der Tagesordnung. Die normannischen Eroberer scheinen oft nicht zimperlich und repräsentieren für viele Angelsachsen das Feindbild schlechthin.

Auch für Adeliza verkörpern die Normannen alles Böse, obwohl sie bei einem Sturz ihr Gedächtnis verloren hat und sie sich nicht einmal an ihren eigenen Namen erinnern kann. Als sie dem normannischen Soldaten Conan in die Hände fällt, ist Flucht zunächst ihr oberstes Ziel. Umgekehrt weiß auch Conan nicht so recht, was er von Adeliza halten soll, doch sie fasziniert ihn und er ist keinesfalls gewillt, sie einfach so gehen zu lassen.

Mit „Erobertes Normannenherz“ habe ich mich seit längerem mal wieder an einen historischen Roman gewagt. Wie schon der Titel vermuten lässt, ist das historische Setting jedoch eher zweitrangig, die Liebesgeschichte zwischen Adeliza und Conan steht im Vordergrund. Für Fans des Genres steckt vielleicht zu wenig Historie in dem Roman, für mich war es eher ein Pluspunkt.

Adeliza ist eine sympathische Protagonistin, sie ist mutig und trotz ihres fehlenden Gedächtnisses fest entschlossen sich nicht unterkriegen zu lassen und vor allem herauszufinden, wer sie eigentlich ist. Sie ist offen, warmherzig und bereit ihre Einstellung den Normannen gegenüber zu relativieren, nachdem sie feststellen muss, dass nicht alle die herzlosen und unbarmherzigen Barbaren sind, für die sie sie hielt.

Als Held der Geschichte ist Conan natürlich ebenso wenig ein gnadenloser Soldat, der einfach nur streng seine Befehle befolgt. Er ist intelligent, gerecht und von Beginn an an Adelizas Wohlergehen interessiert.

Dass sich die beiden in einander verlieben war natürlich absehbar, dennoch hat es Spaß gemacht zu erleben, wie sich die beiden immer weiter annähern. Dazu hat nicht zuletzt der angenehme Schreibstil der Autorin beigetragen. Gekonnt erzählt sie Adelizas Geschichte und bettet sie in die Kriegswirren des Jahres 1066. Auch wenn die geschichtlichen Ereignisse nicht im Vordergrund stehen, die Autorin scheint gut recherchiert zu haben, soweit ich es beurteilen kann.

Mir hat dieser nicht allzu historische Liebesroman gut gefallen und ich würde mich freuen, noch mehr aus der Feder von Altena Altenburg zu lesen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Champagner und ein Stück vom Glück

Brigitte Teufl-Heimhilcher
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 11.07.2016
ISBN 9783950404210
Genre: Liebesromane

Rezension:

Helgas Scheidung ist noch nicht allzu lange her und so ist ihr zwölfjähriger Sohn Benny zur Zeit der einzige, der wirklich für sie zählt. Trotzdem hat sie die Einladung des Sternekochs Lars angenommen und ist für den Jahreswechsel zu ihm nach Hamburg geflogen, während ihr Sohn mit seinem Vater im Skiurlaub ist. Gutes Essen, nette Gesellschaft… was spricht schon dagegen, mal abgesehen davon, dass sie Lars kaum kennt?

Lars ist hocherfreut Helga wiederzusehen und zeigt schnell, dass er Interesse an ihr hat. Doch meint er es wirklich ernst? Als auch ihr Exmann behauptet plötzlich, die Scheidung sei ein Fehler gewesen und versucht Helga zurückzugewinnen. Ob einer der beiden der Richtige für Helga sein kann?

Nachdem ich mich schon in Brigitte Teufl-Heimhilchers „Neubeginn im Rosenschlösschen“ wegen seiner tollen Charaktere verliebt habe, habe ich mich sehr auf „Champagner und ein Stück vom Glück“ gefreut, da Lars und Helga bereits im Rosenschlösschen mitspielen, wo sie sich bei einem Kochkurs kennenlernen. Lars ist genauso charmant, wie ich ihn in Erinnerung hatte und es hat Spaß gemacht, ihn nun näher kennenzulernen. Auch wenn ich Helgas Zweifel verstehen konnte, war schnell klar, dass er tatsächliches ein ehrliches Interesse an ihr hat und viel für eine gemeinsame Zukunft tun würde. In seinem Restaurant wäre ich auch gerne einmal Gast.

Helga hatte es etwas schwerer mich für sich einzunehmen. Sie ist zwar durchaus sympathisch, aber ich hatte immer das Gefühl, dass sie sich zu viel gefallen lässt und hätte sie gern ab und an mal geschüttelt, damit sie sich endlich entscheidet, was sie will und dann auch danach handelt. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass sie viel Rücksicht auf ihren Sohn nimmt – dem es zwischenzeitlich eindeutig an Respekt mangelt – aber manchmal kam auch der Gedanke auf, dass er eine praktische Ausrede für Helga ist. Gerade gegen Ende hat mich ihr „ich will ja, aber es geht nun einmal nicht“ furchtbar genervt.

Neben Lars und Helga in den Hauptrollen gab es auch ein Wiedersehen mit Sabine aus dem Rosenschlösschen und mit Lars Exfrauen kamen einige wunderbare neue Figuren hinzu, die Helga alle nach und nach kennenlernt. Dazu eine Kritikerin, die ebenfalls ein Interesse an Lars hat, eine neue Köchin… Irrungen und Wirrungen waren bei dieser Konstellation quasi vorprogrammiert. Demzufolge amüsant und turbulent war dann auch die Geschichte.

Garniert wurde dieser unterhaltsame Roman mit allerlei Rezepten, die jedem Kapitel vorangestellt waren. Von Spaghetti Carbonara über die Apfeltarte „Tarte Tatin, sommerliche Limonade und geräucherten Jakobsmuscheln war alles dabei.

Die Kapitel werden abwechselnd aus Helgas und Lars Sicht erzählt, eines sogar aus Sicht von Lars Exfrau Frauke und zwei aus Pauls Sicht (Helgas Exmann).

Insgesamt ein heiterer Roman, der Spaß macht und mich gut unterhalten hat. Ich wüsste nur zu gerne, ob es für Lars Restaurant ein ganz bestimmtes reales Vorbild gibt. Das wäre dann sicher eine Reise wert.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

brigitte teufl-heimhilcher, liebe macht und rote rosen, politik und rote rosen

Liebe, Macht und rote Rosen

Brigitte Teufl-Heimhilcher
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 31.05.2018
ISBN 9783739239064
Genre: Romane

Rezension:

Als der Sozialminister Doktor Winter einen tödlichen Unfall hat, wird Sybille zu seiner Nachfolgerin berufen. Anfangs läuft alles recht harmonisch, doch der Präsident hatte wohl nicht damit gerechnet, dass Sybille auch unliebsame Themen so konsequent verfolgt. Damit eckt sie nicht nur in ihrer eigenen Partei an, sondern auch ganz besonders beim Gewerkschaftsführer Meller, der sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit provoziert.

Respekt und Unterstützung erhält Sybille von ganz unerwarteter Seite. Der Chefredakteur des Tagesblatts findet nicht nur an ihren Ideen gefallen. Leider machen sein Job und ihre politische Karriere es nicht leicht sich wirklich näher zu kommen. Da scheint es beinahe noch leichter, sich mit den politischen Gegnern zu arrangieren.

Neben ihrer neuen Position und der neuen Liebe hält ein drittes Thema Sabine in Atem. Im Safe hat sie Unterlagen ihres Vorgängers gefunden, die sie nicht recht deuten kann. Heimliche Nachforschungen ergeben, dass der Unfall womöglich gar kein Unfall war. Doch wird man ihr glauben und begibt sie sich vielleicht selbst in Gefahr?

Auch „Liebe, Macht und rote Rosen“ ist ein amüsanter Gesellschaftsroman, der mit einem milden und einem eher kritischen Auge die Politik betrachtet und unter die Lupe nimmt. Was kann, darf und sollte man seinen Wählern zumuten? Wie geht man mit unliebsamen Themen um, wie zum Beispiel einer Rentenreform? Und wie kann man auch mittel- und langfristig für seine Überzeugungen einstehen ohne sich dem Druck des politischen Alltags zu beugen?

Brigitte Teufl-Heimhilcher lässt ihre Protagonistin jedoch nicht nur auf dem politischen Parkett ihren Weg finden, auch was die Liebe anbelangt muss sich Sybille entscheiden, wie es weitergehen soll. Die Liebesgeschichte ist in manchen Teilen ein wenig kitschig, aber nichtsdestotrotz einfach schön zu lesen und ich habe den beiden einfach nur das Beste gewünscht.

Der mögliche Mord am ehemaligen Sozialminister wurde geschickt in die Geschichte eingewoben, spielt jedoch keine so dominante Rolle, dass es sich trotz allem nicht um einen Krimi handelt. Alle Teile des Romans fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

Der Schreibstil ist gewohnt locker-leicht und hat mich beinahe durch die Seiten fliegen lassen. Die Charaktere sind gut ausgereift und wirken authentisch. Neben Sybille, die ein wenig das Idealbild eines Politikers ist – ehrlich den Wählern gegenüber, mit wohlüberlegten Plänen, kritikfähig und nicht konfliktscheu –, und dem Journalisten Viktor haben mir vor allem Sabines Freunde Rita und Albert gut gefallen. Bei der Art, wie die beiden untereinander agieren und übereinander sprechen, hatte ich direkt ein wunderbares Bild von ihnen vor Augen.

Mein Fazit: Ein heiterer Roman, der mir viel Vergnügen beim Lesen bereitet hat und der nur allzu schnell vorbei war.

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447 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

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Izara - Das ewige Feuer

Julia Dippel
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 25.10.2017
ISBN 9783522506038
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aris Leben gleicht dem vieler anderer Mädchen: Ihre Eltern sind geschieden, zum Vater besteht kein Kontakt mehr, sie lebt bei ihrer Mutter und jobbt neben der Schule. Als ihre Freundin Lizzy sie zu einem Theaterkurs schleppt, trifft sie zum ersten Mal auf Lucian, der sie kritisch und nicht unbedingt freundlich mustert.

Sie weiß nicht, dass Lucian ihr nach dem Leben trachtet und damit bei weitem nicht der einzige ist. Ihr Vater hat mächtige Feinde, zu denen auch Lucian zählt. Doch bei einer folgenschweren Begegnung erkennt Lucian, dass nicht alles, was er glaubt, so stimmen kann und gemeinsam mit Ari macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und stößt schon bald auf einen Dschungel aus Intrigen, Machtspielen und Lügen.

Gleich von der ersten Seite an hat mich Julia Dippels Buch begeistert. Nicht nur, dass sie mit Ari, die eigentlich Ariana heißt, eine tolle Protagonistin erschaffen hat, die klug und lustig ist, auch die anderen Charaktere überzeugen, ganz gleich ob sie gut oder böse sind. Ari und Lucian, der einfach verboten heiß ist, sind ein Traumpaar. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und es gefällt mir sehr, dass sie sich nicht schon auf den ersten Seiten Hals über Kopf verlieben. Die Nebenfiguren werden ebenso liebevoll und detailreich geschildert wie die beiden Protagonisten, besonders Aris Freundin Lizzie und Victorious, ein Gezeichneter haben mich begeistert. Letzterer ist einfach unglaublich und ich wünschte, ich könnte mehr über ihn erzählen. Leider würde das wohl zu viel verraten.

Mit einer unglaublichen Leichtigkeit entspinnt die Autorin eine Geschichte, in der alle Elemente stimmig ineinandergreifen und ich nicht einmal auf die Idee kam, Ähnliches schon einmal gelesen zu haben. Dabei ist die Idee, dass sich ein scheinbar ganz normales Mädchen in einen geheimnisvollen, potentiell gefährlichen und nicht ganz menschlichen Jungen verliebt, in keiner Weise neu. Dennoch schafft es Julia Dippel ihre ganz eigene Variante des Themas zu erzählen.

Wir erleben die Geschichte aus Aris Sicht, die Sprache ist bildgewaltig und vor allem durch Aris Humor musste ich immer wieder lachen. Gekonnt baut Julia Dippel Spannung auf und schafft es, sie bis zum Ende aufrechtzuerhalten, sogar immer wieder zu steigern.

Ich kann einfach nur sagen, dass ich restlos begeistert bin und hoffe, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis es mit Ari und Lucian weitergeht.

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atlas, bildband, fantasy, sachbuch, scheibenwelt, verlag goldmann

Vollsthändiger und unentbehrlicher Atlas der Scheibenwelt

Terry Pratchett , Gerald Jung
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.11.2017
ISBN 9783442314775
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich weiß gar nicht, wann mir der erste Roman der Scheibenwelt in die Finger fiel, doch seitdem hat es mich immer wieder auf die Scheibenwelt und zu seinen skurrilen und berühmt berüchtigten Bewohnern gezogen. Da durfte natürlich auch dieser Atlas der Scheibenwelt nicht fehlen, zumal er schließlich „vollsthändig und unentbehrlich“ ist 😉

Der Atlas besteht aus dem Buch an sich, einer Schutzhülle mit dem gleichen Cover wie das Buch sowie einer beidseitig bedruckten großen Faltkarte. Buch und Karte finden können leicht in die Hülle eingeschoben werden.

Bereits vor dem ersten Aufschlagen war ich schon von der liebevollen Aufmachung begeistert, die sich keineswegs nur auf den Einband beschränkt. Auf gut hundert Seiten, mit zahlreichen Bildern und kurzen Anmerkungen, mit Werbeanzeigen oder historischen Dokumenten, wird dem geneigten Leser allerlei Wissenswertes zu den einzelnen Regionen, Städten und Reichen auf der Scheibenwelt präsentiert. So weiß ich jetzt, dass das BRTOC (das Bergrettungs-Team Ohulan Cutash) stets neue Mitglieder sucht (S.28) oder dass es auf dem Kontinent Klatsch angeblich 653 verschiedene Religionen gibt (S.68). Nicht zu vergessen, dass die Bewohner des Niedermoors der drehwärtigen Sto-Ebene auf Flößen leben (S.13).

Neben diesen überlebenswichtigen Informationen erfahren wir bei jeder beschriebenen Region selbstverständlich auch welche Regierungsform dort herrscht (von der wohlwollenden Tyrannei in Ankh-Morpork über ein Baronat im Kreideland oder der matriarchalen Demokratie im Archipel von Sumtri ist alles zu finden) und welches das offizielle Zahlungsmittel ist. Danach gibt es einen Überblick über Geographie und Klima, Landwirtschaft, Industrie und Handel, über Sitten und Gebräuche. Ergänzt werden diese Informationen mit Erklärungen zu landestypischen Eigenheiten. Sofern es sie gibt, werden ebenfalls wichtige Städte der Region vorgestellt. Abgerundet wird jedes Kapitel durch zahlreiche Infotafeln, liebevolle und detailreiche Illustrationen und natürlich einen entsprechenden Kartenausschnitt.

Mich hat ein wenig überrascht, wie viel Text dieser Atlas enthält und manche Passage ist ein wenig trocken zu lesen, dennoch es hat mir viel Spaß gemacht, mich auf diese lange Reise quer durch die Scheibenwelt zu begeben. Wenngleich sich der Atlas natürlich anders liest als ein Roman, blitzt immer wieder Terry Pratchetts unvergleichlicher Humor auf und mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie man auf all diese ungewöhnlichen Ideen kommt, die mich immer wieder zum Lachen oder schmunzeln gebracht haben.

Während die Aufmachung auch Nicht-Fans von Terry Pratchetts Scheibenwelt gefallen dürfte, der Text allerdings begeistert in erster Linie wohl hauptsächlich Fans. Mir persönlich gefällt der Atlas richtig gut und ich freue mich sehr über diese neueste Ergänzung in meiner Scheibenwelt-Sammlung.

 

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lernhilfe, rechnen, vorschulkinder, zahlen

Die Vorschul-Lernraupe: Zahlen und erstes Rechnen

Swantje Zorn , Nils Weyland , Rainer Bielfeldt , Tom Riedinger
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 16.03.2015
ISBN 9783844518740
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem mein Sohn, der in 3 Monaten 5 Jahre alt wird, neuerdings ein sehr großes Interesse an Zahlen hat, läuft die CD „Zahlen und erstes Rechnen“ nun gefühlt seit Wochen in einer Endlosschleife – mein Sohn ist also schon einmal restlos begeistert.

Ich war zunächst eher etwas skeptisch. Die Idee, mit einer Lern-CD spielerisch erstes Wissen zu einem bestimmten Thema zu vermitteln finde ich gut, aber der Anfang der CD konnte mich beim ersten Hören nicht sogleich überzeugen. Die Ausdrucksweise und Betonung der Lernraupe Lilo wirkte auf mich aufgesetzt und auch Finns Schwester Mia drückt sich völlig anders aus, als ich es von Achtjährigen aus dem Bekanntenkreis kenne. Inhaltlich durchaus passend, aber die Formulierungen klingen in meinen Ohren eher danach, als hätte ihr jemand die Worte in den Mund gelegt.
Mit diesem sehr subjektivem Empfinden hat sich meine negative Kritik dann allerdings auch schon erschöpft. Der Aufbau der Geschichte ist durchdacht, die einzelnen Elemente bauen gut aufeinander auf und am Ende – bei einem erneuten Gespräch mit Mia – zeigt Finn was er alles gelernt hat, bietet also nochmal eine Art Zusammenfassung.
Finn, der gemeinsam mit Lilo seinen Onkel Ben auf dem Wochenmarkt besucht, lernt im Laufe der Geschichte nicht nur die Zahlen im Zahlenraum von 1-10 kennen, auch einfaches Addieren, Subtrahieren und sogar Dividieren wird vermittelt. Zudem wird auch auf Maßeinheiten wie etwa das Kilogramm eingegangen. Nachdem Finn und Lilo diverses Obst und Gemüse der Größe nach sortiert haben, wiegt Finn nämlich gemeinsam mit seinem Onkel Kartoffeln und Kirschen ab und überlegt, dass es doch viel besser wäre 1 kg Kirschen zu kaufen statt 1 kg Kartoffeln, schließlich erhält er wesentlich mehr Kirschen als Kartoffeln. Ben erklärt ihm dann, dass das Gewicht aber in beiden Fällen gleich sei und dass Kirschen teurer seien als Kartoffeln, man also für 1kg nicht immer den gleichen Preis bezahlen müsse.
Weitere Themen sind das Vergleichen (von Preisen) sowie die Zeitmessung. Als Finn nach Hause muss, geht es ganz konkret um die Uhrzeit, zuvor ging es schon um Wochentage und Monate und deren richtige Reihenfolge.
Fröhliche Lieder lockern das Lern-Hörspiel immer wieder auf und einige Ideen haben direkt Einzug in unser Wohnzimmer gehalten. Ich glaube, durch das Spiel „Ich zähle was, dass Du nicht zählst“, ist so langsam kein Gegenstand im Raum mehr ungezählt geblieben. Wen es interessiert: wir haben drei Fenster, 8 Blumen, aber nur ein Sofa 😉
Mein Fazit: Das Hörspiel wird für Kinder ab 5 Jahren empfohlen, was ich im Großen und Ganzen als passend empfinde. Es wird sicher nicht unsere einzige CD der Lernraupe bleiben, da ich neben der Themenauswahl vor allem die Einbindung der Lerninhalte in einen ganz normalen Alltag sehr gelungen finde und – wichtiger als alles andere – mein Sohn hat einfach viel Spaß mit dieser CD.

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Tags: lernhilfe, rechnen, vorschulkinder, zahlen   (4)
 

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autor-in, bildungswesen, brigitte teufl-heimhilcher, bücher, buchhändler, buchhändler-in, buchhandlung, das erste buch, energetikerin, familie, fehlbesetzung, freundschaft, heringsschmaus, humor, politik

(K)ein Herz für Buchhändler

Brigitte Teufl-Heimhilcher
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.12.2017
ISBN 9783746047041
Genre: Romane

Rezension:

Als der Bürgermeister Jutta vor die Tür setzt und jemand anderen in den Stadtrat beruft, beschließt diese erst einmal ihre Buchidee weiter zu verfolgen, ehe sie sich wieder um einen handfesteren Job bemüht. Tatsächlich schreibt sie einen Roman und veröffentlicht ihn als Selfpublisherin. Doch wie soll sie ihn am besten vermarkten? Ob da Günther weiterhelfen kann, der Buchhändler, den Juttas Freundin Bianca gerade kennengelernt hat? Schließlich hat Günther doch die Geschäfte seines Vaters übernommen und ein Buchhandel verkauft ja nun mal Bücher.

Doch Günther denkt gar nicht daran, Juttas Werk in sein Sortiment aufzunehmen. Selfpublisher… wo käme er denn da hin? So ein Werk kann er doch nicht zu literarisch anspruchsvollen Titeln wie zum Beispiel Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ in seinen Laden stellen.

Aber Jutta und Bianca lassen nicht so schnell locker und als Biancas neuer Vermieter und Nachbar kann Günther den beiden Freundinnen auch nicht so leicht aus dem Weg gehen.

Mit „(K)ein Herz für Buchhändler“ bringt uns die Autorin einen weiteren wunderbaren und amüsanten Roman, den sie selbst in die Kategorie Heiterer Gesellschaftsroman einstuft. Auch wenn es vielleicht keine offizielle Genrebezeichnung ist, die Bezeichnung passt perfekt. Auf locker-leichte, humorvolle und kurzweilige Art erzählt Brigitte Teufl-Heimhilcher von Jutta und ihrem Versuch, sich einen großen Traum zu erfüllen. Neben einer heiteren Geschichte, die unterhaltsam ist und mit vielen tollen Charakteren aufwarten kann, geht es auch um Politik und mehr noch um Bücher, Autoren und den Buchhandel in der heutigen Zeit.

Günther ist mit Büchern aufgewachsen, lehrte als Dozent an der Uni und liebt Gespräche mit seinem Freund Lukas, seines Zeichens Literaturkritiker. Viele Bestseller sind für ihn schlichtweg „Konsumfutter für Anspruchlose“ (Pos. 656, Kindle). Am liebsten würde er sie in seinen Läden gar nicht verkaufen, doch seine Kunden verlangen danach, so dass er diese Titel wohl oder übel anbieten muss. Bei Selfpublishern ist für ihn dann aber wirklich Schluss mit lustig: „Warum glaubte neuerdings eigentlich alle Welt, dass jeder, der einen PC bedienen konnte, auch befähigt wäre, einen Roman zu schreiben?“ (Pos. 857, Kindle) Dementsprechend arrogant begegnet er auch Jutta und ihrem Werk.

Doch Jutta lässt sich von seiner Art nicht abschrecken und verfolgt weiter ihre Ziele. Vielleicht kann sie Günther ja doch noch umstimmen. Bianca ist jedenfalls davon überzeugt, dass das gelingen wird. Als Energetikerin begegnet sie fast allem positiv und ist ein herrlich extrovertierter Charakter, den ich einfach direkt ins Herz schließen musste.

Das Buch wird abwechselnd aus Juttas, Biancas und Günthers Perspektive erzählt, so dass wir Leser einen guten Einblick in die Hauptpersonen bekommen. Günthers Abschnitte beginnen häufig mit passenden Zitaten oder Redewendungen und unterstreichen nochmals seine Einstellung zu Jutta und zum Buchwesen an sich. Mir hat dieser Perspektivwechsel gut gefallen und während ich oft einen Erzählstrang bevorzuge, habe ich hier gleichermaßen gern aus allen drei Blickwinkeln gelesen.

Mein Fazit: Brigitte Teufl-Heimhilcher ist wieder einmal ein unterhaltender Roman gelungen, der mir nicht nur einige vergnügliche Lesestunden beschert hat, er bietet auch Denkanstöße, die den gesamten Buchhandel betreffen: den stationären sowie den Internethandel, die Autoren und Verlage und nicht auch zuletzt die Leser. Mir hat diese Kombination richtig gut gefallen.

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einsamkeit, flucht, geheimnisse, hunde, intrigen, künstler, liebe, liebesroman, maine, meer, melanie, moreland, narben, schriftstellerin, vergangenheit

Beneath the Scars - Nie wieder ohne dich

Melanie Moreland
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 01.02.2018
ISBN 9783736307308
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zachery Adams lebt zurückgezogen an der der rauen Küste von Maine. Bei einem traumatischen Unfall trug er zahlreiche Narben davon, seitdem meidet er die Öffentlichkeit so gut es geht. Auch Megan möchte er so weit wie möglich auf Abstand halten, als er sie zufällig am Strand trifft.

Megan hat sich ebenfalls an die malerische Küste geflüchtet, wo sie eine Weile in dem Sommerhaus einer Freundin verbringen will, um das Chaos in ihrem Leben zu ordnen. Ihr unnahbarer Nachbar-auf-Zeit fasziniert sie, umso mehr als sie ein von ihm erschaffenes Gemälde in einer kleinen Galerie entdeckt. Es berührt sie tief im Innern. Doch Zachery lässt sie mehr als unfreundlich abblitzen, will er doch einfach nur seine Ruhe…

Die Buchbeschreibung hat mich neugierig gemacht und ich habe mich sehr gefreut, als ich über Netgalley ein Rezensionsexemplar erhalten habe und das Buch endlich auf meinem Reader gelandet war. Leider lies die Begeisterung schnell nach, denn die Geschichte entpuppte sich als allzu vorhersehbar und die beiden Protagonisten gingen mir zwischendurch gehörig auf die Nerven. Vor allem aber hat mich Zacherys Reaktion auf Megan gestört. Während ich ohne Weiteres nachvollziehen konnte, weshalb er sich in die selbst gewählte Einsamkeit zurückgezogen hat, war es umso unglaubwürdiger, dass er – von regelmäßigen Stimmungsumschwüngen einmal abgesehen – innerhalb kurzer Zeit solch eine Kehrtwendung in seinem Verhalten an den Tag legt. Seine Stimmung schwankte den Großteil des Buches zwischen „ich liebe sie“ und „ich kann mich auf keinen Menschen einlassen“ hin und her. Demzufolge war auch die Geschichte zwischen Zac und Megan ein ewiges Hin und Her, da sie immer wieder alles mitgemacht hat, egal wie gemein Zac sich zwischenzeitlich aufführte. Auch die intimen Szenen zwischen den beiden konnten mich nicht wirklich berühren, da war einfach kein Prickeln zu spüren. 

Nachdem ich das Buch beendet habe, denke ich, dass viel Potential verschenkt wurde. Melanie Morlands Schreibstil liest sich sehr angenehm und sie hat es geschafft, dass ich das Gefühl hatte, ebenfalls an der Küste von Maine zu sein. Die Hintergründe ihrer Protagonisten waren durchdacht und es gab einige sympathische Nebenfiguren. Da hätte man viel mehr raus machen können. So ist es eine Geschichte, die sich zwar schnell lesen lies, mir aber kaum länger im Gedächtnis bleiben wird. Schade.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

deutschland, ehebruch, gmeiner, gmeiner-verlag, hass, krimi, mord, neid, pageturner, roman, thriller

Reue

Sascha Berst-Frediani
Fester Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.02.2018
ISBN 9783839222492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sabine ist in ihrem Job in der Bank erfolgreich, sie hat ein schönes Haus und einen Ehemann, der zwar selten da ist, den sie allerdings auch kaum vermisst. Doch als ihr Gerüchte über ihren Untermieter Thomas zu Ohren kommen, setzen diese Ereignisse in Gang, an deren Ende eine Leiche, viele Lügen und kaum Reue stehen.

Die Beschreibung von Sascha Berst-Ferdianis Roman klang spannend und interessant und so habe ich mich voller Vorfreude in die Lektüre gestürzt. Das erste kurze Kapitel hat es wunderbar geschafft, Spannung aufzubauen, doch nur wenige Seiten später war ich erstmal ernüchtert. Bereits im dritten Kapitel war mir die Protagonistin Sabine zutiefst unsympathisch, was sie dann auch den Rest des Buches blieb. Sie ist erfolgreich, sieht gut aus und ist sehr selbstbezogen. Das allein wäre ja nicht weiter schlimm, gäbe es mit Ausnahme weniger Nebenfiguren nicht nur unsympathische Charaktere.

Sabines Ehemann ist derb und überheblich, ihre Kollegin Frau Müller ist mehr als missgünstig und gehässig, Thomas hätte gute Chancen zum Stalker zu avancieren und die Einwohner des Dorfes, in dem das Drama seinen Lauf nimmt, wissen natürlich schon von Beginn an, dass die hübsche Ehefrau, die die Woche unter immer allein ist, natürlich eine schändliche Affäre mit ihrem jungen Untermieter hat.

Nur Thomas Freund Frank, ein alter Bauer und der Kommissar bilden für mich die Ausnahmen in diesem Reigen von Unsympathen.

Sprachlich ist das Buch eher nüchtern, so dass ich mir wie ein außenstehender Beobachter vorkam, der zwar die ganze Tragödie sieht, aber nicht wirklich von ihr berührt wird. Abgesehen vom Schicksal des Bauern gab es niemanden mit dem ich auch nur im Ansatz mitfühlen konnte. Erzählt wird der Roman aus wechselnden Perspektiven, so dass es leicht war in die Köpfe der Charaktere zu schauen.

Das Buch beginnt mit einer Verhaftung, wobei zunächst nicht klar ist, wer dort verhaftet wurde, was durchaus Spannung aufbaute. Dann wird quasi rückblickend erzählt, wie es zu dieser Verhaftung kam. Die Geschichte wird immer wieder durch kurze Kapitel unterbrochen, in dem ein Teil des Verhörs des Verhafteten wiedergegeben wird. Ebenso wie das erste Kapitel sind diese Abschnitte kursiv gedruckt, dadurch kommt es zu keinerlei Verwirrung, was den zeitlichen Ablauf angeht.

Die Kapitel sind allesamt sehr kurz, teils keine zwei Seiten lang, so dass ein hohes Tempo vermittelt wird. Leider hat mich das dennoch nicht durch die Seiten fliegen lassen, da ich einfach keinen Zugang zum Buch finden konnte.

Die einzigen Passagen, die mir wirklich gut gefielen, waren die erwähnten kursiv gedruckten Kapitel, bei denen ich sogar ein, zweimal schmunzeln musste. Die Art der Fragestellung durch den Kommissar war klasse.

Leider war dies für mich neben dem Schreibstil der einzige Lichtblick des Buches, vom Cover und dem Einband einmal abgesehen, zwei Aspekte die mir wirklich sehr gefallen.

Die Grundidee des Buches ist gut, aber ich konnte mit der Umsetzung leider nicht viel anfangen.

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elsass, krimi, tollwut

Der Teufel von Eguisheim

Jules Vitrac
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.02.2018
ISBN 9783499273254
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist Spätsommer im Elsass und in dem beschaulichen Örtchen Eguisheim ist alles ruhig. Für Céleste Kreydenweiss und Luc Bato von der Police Municipale gibt es kaum etwas zu tun. Dann jedoch stürzt Jean-Marie Knopfer unter seltsamen Umständen aus dem Fenster. Céleste und Luc können sich immer noch keinen Reim darauf machen, als der nächste eigenartige Vorfall gemeldet wird: Zwei Wanderer behaupten, von einem Reh angegriffen worden zu sein. Als das Tier kurz darauf tot aufgefunden wird und eine weitere Eguisheimer Bürgerin stirbt, reift in Céleste und Luc so langsam ein ungeheurer Verdacht.

Doch wer könnte solch einen Plan ersinnen und vor allem warum? Geschichten über Aberglauben und Dämonen machen die Runde und es wird immer dringlicher, dass Luc und Céleste Licht ins Dunkel bringen und den Täter fassen.

Nachdem mich bereits der erste Elsass-Krimi von Jules Vitrac begeistert hat, habe ich mich sehr gefreut, dass es nun einen neuen Fall für die Police Municipale von Eguisheim gibt. Mit Céleste Kreydenweiss als Chef der Police Municipale und ihrem Brigadier Luc Bato hat die Autorin ein wunderbares Ermittlerduo geschaffen. Während Céleste eher unkonventionell ist, ist Luc Bato in vielen Dingen genau das Gegenteil: stets akkurat gekleidet, meist zurückhaltend und mit perfekt aufgeräumtem Schreibtisch. Doch beide haben einen flexiblen Verstand und setzen sich mit allen Kräften für die Eguisheimer und ihr Dorf ein.

Der neue Fall für die beiden ist ebenso spannend wie ungeheuerlich. Da ich hier nicht zu viel verraten möchte, unterschlage ich einfach mal die „Tatwaffe“, kann aber sagen, dass mir diese spezielle Idee bislang noch nie begegnet ist. Jules Vitracs Idee ist kreativ, heimtückisch und vor allem sehr gut recherchiert. Auch Céleste muss sich erst einmal genauere Informationen beschaffen und so waren ihre Erkenntnisse nicht nur spannend, ganz nebenbei habe ich noch eine ganze Menge gelernt. Schon relativ früh hatte ich einen Verdacht, wer der Täter sein könnte, aber da war ich völlig auf der falschen Fährte. Umso interessanter war dann die tatsächliche Lösung des Falls. Dieser war in sich logisch, geschickt aufgebaut, spannend erzählt und durch die wunderbare Dynamik zwischen Céleste und Luc gab es auch immer wieder etwas zu schmunzeln.

Auch wenn dies erst der zweite Fall für Kreydenweiss und Bato ist, schon auf den ersten paar Seiten hatte ich das Gefühl ein Teil von Eguisheim zu sein. Die Erinnerungen an den ersten Fall waren direkt wieder präsent, vor allem an die teils doch sehr eigenen Bewohner des Dorfes. Umso mehr habe ich mich gefreut, einigen von ihnen wieder begegnet zu sein. Bürgermeister Dédé war natürlich ebenso wieder mit von der Partie, wie Célestes Mutter oder auch Henri, der Besitzer des Café du Marché. Die Leichtigkeit, mit der Jules Vitrac es schafft, die unterschiedlichsten Charaktere zum Leben zu erwecken und diese trotz ihrer Eigenheiten – vielleicht auch gerade deswegen – so authentisch zu beschreiben, dass ich das Gefühl habe, sie persönlich zu kennen, hat mich wieder restlos begeistert.

Hoffentlich kann ich noch oft nach Eguisheim reisen und Céleste und Luc dabei über die Schulter schauen, wie sie weitere Fälle lösen.

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aquitaine, frankreich, krimi, kriminal-literatur, kriminalroman, krimi-reihe, luc verlain, luc verlaine, marathon, marathon du médoc, medoc, mord, mordfall, wein, weinlese

Château Mort

Alexander Oetker
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 14.03.2018
ISBN 9783455000764
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist Spätsommer und eine Hitzewelle hat Frankreich fest im Griff. Ein Glück, dass Kommissar Luc Verlain bei dem berühmten Marathon du Médoc gemütlich auf einem Motorrad sitzen darf und nicht selber die gut 42 km laufen muss. Quer durch die Weinberge und die schönsten Schlossgärten führt dieser außergewöhnliche Marathon und auch auf dem Weingut von Lucs Freund Richard werden die Teilnehmer mit Erfrischungen und Wein versorgt. Alles scheint friedlich, bis sich auf einmal mehrere Teilnehmer unwohl fühlen und zwei von ihnen zusammenbrechen. Einer der beiden, ein angesehener Winzer, stirbt an Ort und Stelle und mit einem Mal findet sich Luc in einer sehr unangenehmen Lage wieder. Ausgerechnet sein Freund Richard ist der Hauptverdächtige. Doch das kann einfach nicht sein! Oder?

In „Château Mort“ schickt der Autor Alexander Oetker seinen Kommissar Luc Verlain bereits zum zweiten Mal auf Mördersuche in der eigentlich so beschaulichen und friedlichen Aquitaine. Vor traumhafter Kulisse muss Luc nach einem Mörder fahnden, der beinahe einen perfekten Mord begangen hat. Es gibt kaum Spuren und die wenigen, die es gibt, führen leider alle zu Richard. Dennoch kann Luc – ganz im Gegensatz zu seiner Partnerin Anouk – nicht daran glauben, dass sein alter Freund tatsächlich zu einem Mord in der Lage wäre. Je länger er ermittelt, umso mehr muss er erkennen, dass das Geschäft mit den erlesenen Weinen knallhart ist und viele kleinere Weingüter um ihr Überleben kämpfen. Doch wer hätte von dem Tod des Winzers profitiert?

Während Luc ermittelte, hatte ich schon schnell einen möglichen Mörder im Sinn. Der Haken daran war allerdings, dass es mehr Wunschdenken als logische Schlussfolgerung war: kein erkennbares Motiv, dafür aber eine Abneigung meinerseits gegenüber diesem Charakter. Erstaunlicherweise lag ich aber gar nicht so falsch, wer hätte das gedacht?

„Château Mort“ ist ein Krimi, der zwar nicht mit übermäßiger Spannung dienen kann, der aber durch seine Charaktere und die wunderbare Umgebung punkten kann. Den Marathon du Médoc gibt es wirklich und wem er (ebenso wie mir) bislang unbekannt war, dem kann ich nur empfehlen einmal danach zu googeln. Viele Teilnehmer gehen kostümiert an den Start und es wird tatsächlich während des Laufs Wein ausgeschenkt. Es wäre sicher mal ein Erlebnis dabei zu sein, ganz gleich ob als Teilnehmer oder als Zuschauer.

Auch wenn es erst der zweite Fall für Luc Verlain ist, habe ich das Gefühl sowohl ihn als auch einige Einwohner der Aquitaine bereits ewig zu kennen. Eine ganze Reihe der Nebencharaktere haben bereits im ersten Fall ihren Einstand gegeben, allen voran natürlich Anouk, die Luc nicht nur als Kollegin sehr schätzt.  Allerdings muss ich sagen, dass mir Luc in seiner Art Frauen bzw. Beziehungen nicht allzu sympathisch war. Ich wette, umgekehrt wäre er nicht begeistert, sollte Anouk seinem Beispiel folgen…

Beinahe spannender als der Fall des toten Winzers war für mich eine kleine Nebenhandlung, die ebenfalls bereits im ersten Band ihren Ursprung nahm. Mysteriöse Postkarten an Luc und Anouk sowie ein weiteres Ereignis, dass ich hier nicht weiter kommentieren möchte, um nicht zu spoilern. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wo das alles in dem/ den nächsten Teil(en) hinführen wird.

Mein Fazit: Mir hat „Château Mort“ gut gefallen, sogar ein klein wenig besser als der Vorgängerband „Retour“, und ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Fall. Ein Krimi, bei dem zwar der Fall im Vordergrund steht, doch das Privatleben von Kommissar Luc Verlain nimmt ebenfalls einen recht großen Raum ein. Wer das mag und zudem das ein oder andere über Wein lernen möchte, dem kann ich diesen Krimi nur empfehlen.

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emily bold, fantasy, flügel, jugendbuch, leichte logikfehler, licht, liebe, liebesroman, london, magie, magisch, netgalley, planet, schwingen, silberschwinge

Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kaum hatte ich über Netgalley ein Rezensionsexemplar von "Silberschwingen. Erbin des Lichts“ von Emily Bold heruntergeladen, schon hatte ich es auch schon beendet :-) Aber der Reihe nach:

Kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag bemerkt Thorn Veränderungen an sich. Sie fühlt sich schlecht, hat unglaubliche Schmerzen und ihr Rücken scheint in Flammen zu stehen. Bald erfährt sie auch den Grund dafür und der ist wenig aufbauend: sie ist halb Mensch und halb Silberschwinge, ein Mischwesen, dass es eigentlich nicht geben dürfte. Als sie auf Lucien trifft, den Sohn des örtlichen Clanoberhauptes der Silberschwingen, gerät ihr Leben vollends aus den Fugen. Statt Thorn zu töten, wie es direkt nach ihrer Geburt hätte geschehen sollen, hat Luciens Vater ganz andere Pläne mit ihr und nicht alle halten diese Entscheidung für richtig…

Nachdem mich der Klappentext neugierig gemacht hat, konnte ich es kaum erwarten mit dem Buch zu beginnen. Schon der Prolog hat mich in seinen Bann gezogen und ließ mich das ganze Buch über nicht mehr los.

Emily Bold schreibt bildgewaltig, voller Gefühl und erweckt ihre Charaktere gekonnt zum Leben. Bis zum Beginn des Buches war Thorn ein ganz normales Mädchen, zumindest fühlte sie sich nie anders. Sie ist gut in der Schule, hat Freunde und eine liebevolle Adoptivfamilie. Dann wird ihr Leben mit einem Mal völlig umgekrempelt und gleich zwei heiße Typen spielen nun darin eine große Rolle. Ganz klar, solch eine Konstellation gibt es inzwischen beinahe wie Sand am mehr, doch Emily Bold erschafft aus dieser Situation eine mitreißende Geschichte, die vor allem durch ihre tollen Charaktere besticht und sich mit einigen unvorhersehbaren Wendungen wunderbar von der Masse absetzt. Ich habe mich sehr gefreut, dass es nicht die klassische (und klischeehafte) Dreiecksgeschichte wurde und sich das Geschehen in eine etwas andere Richtung bewegt, auch wenn es natürlich dennoch ausreichend Gefühlschaos gibt.

Neben Thorn lernen wir zuerst Riley kennen. Er geht auf Thorns Schule, wirkt ein wenig seltsam, vor allem aber geheimnisvoll. Er steht für seine Überzeugungen ein, auch wenn er weiß, dass es gefährlich ist und der Clan der Silberschwingen Jagd auf ihn und seine Freunde macht.

Einer seiner größten Feinde ist Lucien. Als Sohn des Clanoberhauptes ist es seine Pflicht, die Regeln des Clans stets zu befolgen und die Rebellen ausfindig zu machen und ihrer Strafe zuzuführen. Auch wenn er in manchen Dingen anderer Ansicht ist, beugt er sich doch dem Willen seines Vaters. Einige seiner Verhaltensweisen waren sehr absehbar, andere wiederum kamen überraschend und ich bin gespannt, wie er sich noch entwickeln wird.

Das Ende des Buches hat mich atemlos zurückgelassen. Das Finale war spannend und der Cliffhanger ist…gemein. Nun sitze ich hier auf glühenden Kohlen und muss mich wohl eine ganze Weile gedulden, bis der nächste Band erscheint.

Mein Fazit: Ich bin einfach nur begeistert und hoffe, dass es nicht allzu lange dauert, bis es mit Thorn, Lucien und Riley weitergeht.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

björn beermann, elemente, fantasy, hamburg, hexe, magie, mitra, mitra magisches erbe, roman

Mitra

Björn Beermann
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei tredition, 16.01.2018
ISBN 9783746900735
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schweren Herzens aber trotzdem in freudiger Erwartung zieht Mitra bei ihrem Vater aus. Sie hat eine in Hamburg tolle Ausbildungsstelle bekommen und zieht daher zu ihrer Tante und ihrer Großmutter. Zwar kennt sie die beiden nicht wirklich, doch seit dem Tod ihrer Mutter fühlt sie sich in ihrer Heimat nicht mehr ganz wohl und möchte in Hamburg einen Neubeginn wagen.  

Doch schon bald muss Mitra erkennen, dass sie in Hamburg von einem normalen Leben noch weiter entfernt ist als zuvor. Immer wieder hat sie „Aussetzer“, wie sie es nennt, unkontrollierbare Magieausbrüche. Daher bleibt ihr nichts anderes übrig, als neben ihrer regulären Ausbildung auch noch eine weitere zu beginnen, um ihr magisches Erbe in den Griff zu bekommen. Dazu gehört auch, dass sie sich mit Hugo, dem Hausgeist arrangiert, den Tag mit Yoga beginnt und so ganz nebenbei überlegt, wie sie die Welt retten und die magischen Völker versöhnen könnte.

Zum Glück findet Mitra in Aggy eine gute Freundin und mit Gilbert und Anton gibt es gleich zwei attraktive junge Männer, die das Leben in Hamburg zusätzlich spannend machen.

„Mitra – Magisches Erbe“ ist der erste Band um Mitra und ihr neues magisches Leben in Hamburg. Die Beschreibung des Buches hat mich sehr neugierig gemacht und so habe ich voller Spannung mit dem Buch begonnen. Allerdings hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich mich eingefunden hatte. Dies lag allerdings weniger an Mitra und auch nicht an der Geschichte, die Björn Beermann erzählt, vielmehr habe ich mich zu Beginn mit seinem Schreibstil recht schwergetan, wobei ich nicht so genau sagen kann, woran das lag. Manche Sätze wirkten auf mich entweder sperrig oder teils auch abgehackt, falls jemand versteht, was ich meine. Ich finde leider keine besseren Worte dafür. Mit jeder Seite kam ich allerdings besser rein und konnte mit Mitra immer mehr in ihr Hamburger Leben eintauchen.

Die Geschichte wird aus Mitras Sicht erzählt, wodurch es leicht ist, sich in Mitra hineinzuversetzen, vor allem in ihrer Frustration darüber, dass sie immer nur ein paar Bruchstücke erzählt bekommt und ihr keiner wirklich sagt, was Sache ist. Gut, dass sie mit Aggy, die eigentlich Agathe heißt, jemanden an ihrer Seite hat, der genauso neugierig ist wie sie und dazu auch noch unerschrocken.

Aggy ist auch die Person, die mir von allen am besten gefiel. Sie ist ein wenig flippig, überdreht und nimmt Mitra so wie ist. Ich hoffe, dass sie auch in den nächsten beiden Teilen Mitras Freundin bleibt und weiterhin für die ein oder andere Überraschung oder gute Idee sorgt. Auch auf die Rolle von Anton Leisz bin ich sehr gespannt. Bislang tauchte er nur ein paar Mal auf, aber er war mir sympathisch und wäre sicher auch ein guter Freund.

Da es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, lässt das Ende natürlich so manche Frage offen. Die erste Schlacht ist zwar geschlagen, aber der Kampf um die Magie und die damit verbundene Macht ist noch längst nicht vorbei. Mir kam das Ende des ersten Bandes zwar ein bisschen zu plötzlich, aber dennoch ist es ein gelungener Abschluss.

Insgesamt hat mir die Geschichte um Mitra und ihr magisches Erbe gut gefallen, allerdings wurde meiner Meinung nach das Potential dieser Geschichte noch nicht ausgeschöpft. Daher bin ich gespannt, wie es weitergehen wird. Für diesen magischen Auftakt gebe ich 3,5 Sterne, mathematisch korrekt aufgerundet werden es also vier.

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Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Luna, die rechtmäßige Thronerbin von Relhok, ist noch immer gemeinsam mit Fowler auf der Flucht. Der Mörder ihrer Eltern setzt alles daran, auch ihr Leben zu beenden, und die Finsterirdischen sind nie weit. Als Fowler von diesen schwer verletzt wird, bleibt Luna nichts anderes übrig, als ihrer beider Schicksal in die Hände lagonischer Soldaten zu legen und auf das Wohlwollen von König Tebald zu hoffen.

Im Schloss von Lagonia sind Fowler und Luna zum ersten Mal seit Langem vor den Finsterirdischen sicher. Doch innerhalb der Mauern lauern Gefahren ganz anderer Art. Vor allem Tebald ist mit Vorsicht zu genießen. Machen seine Pläne alle Hoffnungen für Luna zunichte?

„Rückkehr des Lichts“ ist der zweite und abschließende Teil von Sophie Jordans Dilogie „Königreich der Schatten“ und schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Auch wenn es schon einige Zeit her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, habe ich mich schnell wieder eingefunden. Der Schreibstil ist mitreißend und hat mich mehr oder weniger durch die Seiten fliegen lassen.

Die Verlagerung des Schauplatzes vom Wald in die vermeintlich sicheren Schlossmauern Logonias hat mir gut gefallen. Mit König Tebald tritt eine weitere gefährliche Figur in Lunas Leben. Herrschsüchtig, manipulierend und jede Schwäche ausnutzend herrscht er mit eiserner Hand in seinem Land. So unsympathisch und abstoßend seine Figur auch ist, er ist ein spannender Charakter, den Sophie Jordan gekonnt zum Leben erweckt.

Neben Tebald spielen vor allem seine Kinder Maris und Chasan, wichtige Rollen. Beide sind nicht ganz so, wie sie erscheinen. Vor allem hinter Chasan steckt weit mehr als nur der arrogante Prinz und ich könnte mir gut einen Roman mit ihm als Protagonisten vorstellen. Wer weiß, vielleicht könnten wir dann ja auch Luna und Fowler in Nebenrollen nochmals wiedertreffen.

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen und mit Spannung die Entwicklungen verfolgt, trotzdem fand ich es sehr schade, dass der Fokus vor allem auf der Beziehung zwischen Luna und Fowler lag und die Finsterirdischen und die jahrelange Dunkelheit an den Rand gerückt wurden. Es wäre schön gewesen, auch in diesem Bereich noch mehr zu erfahren. So ging mir auch das Ende zu schnell. Die Königin der Finsterirdischen hätte definitiv ein paar Seiten mehr und vor allem einige Erklärungen mehr verdient.

Mein zweiter Kritikpunkt betrifft ausgerechnet Luna. Ich mag sie. Sie ist mutig, will für ihr Land eintreten, ist kreativ und in ihrem Auftreten authentisch. Dennoch gab es einige Szenen, in denen ich ihre Fähigkeiten als Blinde dann doch eher unglaubwürdig finde. Sicher hat sie von klein auf gelernt ihre andere Sinne zu schärfen, doch ob das in dem Maße möglich ist, da bin ich mir nicht sicher.

Mein Fazit: Zwar hat mir der erste Band besser gefallen, trotzdem hat es mir Spaß gemacht wieder in die dunkle Welt von Luna einzutauchen und zu hoffen, dass ihre Welt bald wieder von Licht erfüllt ist.  

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Beim Dehnen singe ich Balladen

Jürgen Lippe , Jürgen Lippe , Carolin Kebekus , Jochen Malmsheimer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 19.01.2015
ISBN 9783837129724
Genre: Humor

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