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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Gem Nation: Herz aus Diamant

Emma K. Sterlings
E-Buch Text: 335 Seiten
Erschienen bei BoD, 22.07.2018
ISBN B07FLVVHW6
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
"Gem Nation: Herz aus Diamant" wurde von Emma K. Sterlings geschrieben, was das Pseudonym einer deutschen Autorin ist. Es ist der erste Teil einer Reihe und ist sowohl als Taschenbuch als auch als Hardcover bei BoD erschienen. Die Taschenbuchausgabe hat 386 Seiten und kostet 12,99 Euro.

Zusammenfassung:
Gwyn gehört zu der sogenannten Gem Nation, einer Nation die die Erde grösstenteils bewohnt. Die meisten Menschen haben die Erde verlassen. Die Gem Men tragen ein Herz aus einem Edelstein in ihrem Handgelenk. Dieses verleiht ihnen Kräfte, die die Menschen nicht haben. Und auch ihre Gegner, die grausamen Zirkoner, haben diese Gaben nicht und setzen alles daran, die Gem Men in die Finger zu bekommen, um ihnen ihr Herz zu stehlen und es für sich zu verwenden. Als der kleine Bruder ihrer besten Freundin verschwindet, befürchtet Gwyn, er könnte in den Händen der Zirkoner sein. Und so macht sie sich auf den Weg in ein gefährliches Abenteuer...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover finde ich wunderschön gestaltet. Es fällt einem definitiv ins Auge. Der Titel klingt meiner Meinung nach sehr spannend und macht neugierig auf die Geschichte. Der Klappentext macht mich ebenfalls neugierig. Er verrät nicht zu viel und nicht zu wenig. Auch das Zitat auf der Buchrückseite gefällt mir sehr gut. Ebenfalls sehr schön finde ich, wie die Kapitelüberschriften gestaltet sind. Die Aufmachung des Buches wirkt sehr liebevoll gestaltet, was mich sehr anspricht.

Inhalt: Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das Buch echt gemnial fand. Ich hatte Spass beim Lesen und wurde für ein paar Stunden in eine magische Geschichte entführt, in der ich gerne noch länger geblieben wäre. Die Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite und der Epilog bewirkt, dass man am liebsten direkt weiterlesen würde und es kaum abwarten kann, dass der zweite Band der Reihe erscheint.

Allerdings habe ich einen einzigen Kritikpunkt, der dazu geführt hat, dass ich einen Stern abziehe. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein wenig schwer. Am Anfang erhält der Leser sehr viele Informationen auf einmal beispielsweise zu den einzelnen Stämmen. Das waren mir zu viele Informationen, um sie auf einmal aufzunehmen. Ausserdem zog sich der Anfang der Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen zu stark in die Länge und es passierte lange nichts. Aber das legte sich zum Glück schnell wieder, denn sobald die Geschichte richtig losging, war sie unglaublich spannend, und es hat total viel Spass gemacht, sie zu lesen.

Zitat von Seite 220, Zeilen 6 bis 8:
"Auch wenn du mal etwas nicht schaffen solltest. Wenn du Angst hast, etwas zu tun oder glaubst, du wärst zu schwach dafür. Dann (...) ist das okay." Zitatende

Das Buch enthält viele Textstellen, die einen zum Nachdenken bringen. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Mut und wahre Stärke. Das Buch gibt einem viel mit auf den Weg. Die Autorin hat in diese Geschichte sehr viel Zeit und Liebe gesteckt, und das merkt man als Leser. Die Geschichte ist gut durchdacht, es wurde auf viele Details geachtet. Auch die Charaktere wurden alle sehr liebevoll erschaffen.

Gwyn als Protagonistin mochte ich sehr. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe sie gerne auf diese Reise begleitet. Aber auch die anderen Charaktere haben mich sehr angesprochen, da sie sehr schön ausgearbeitet wurden. Die Charaktere haben alle gelebt. Sie hatten alle ihre besonderen Eigenschaften, die sie ausgemacht haben. Viele Charaktere habe ich beim Lesen sehr ins Herz geschlossen.

Schreibstil: Anfangs fand ich den Schreibstil fast ein bisschen zu genau beschreibend, aber je weiter ich gelesen habe, desto angenehmer fand ich den Schreibstil. Ich finde, man merkt, dass die Geschichte über einen längeren Zeitraum entstanden ist, denn der Schreibstil wird gegen Ende meiner Ansicht nach immer besser und spannender.

Fazit: Eine tolle, fantasievolle Geschichte, die einem viele schöne Lesestunden bereitet und in der sehr viel Liebe steckt. Ein gemniales Leseerlebnis, das Lust auf mehr macht.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Dramatisches Schreiben

Lajos Egri , Kerstin Winter
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Autorenhaus-Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783866710139
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Buch

"Dramatisches Schreiben" wurde von Lajos Egri geschrieben und ist im Autorenhaus Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 344 Seiten und kostet in Deutschland 19,90 Euro.

Es ist so etwas wie ein Ratgeber, der einem zeigt, wie man ein eigenes Drama schreiben kann. In diesem Buch beschreibt Egri, wie man scheitert oder brilliert. Dabei fokussiert sich der Autor vor allem auf die Prämisse und die Charaktere. Die Personenentwicklung wird sehr detailliert aufgezeigt.

Meine Meinung

Inhalt: "Ich möchte ein Drama schreiben" habe ich mir eines Tages in den Kopf gesetzt. Vorwissen? Habe ich nur das, was ich in der Schule über Dramen gelernt habe. Ich bin also ein kompletter Anfänger. Da schien dieses Buch genau das Richtige für mich zu sein. Vor allem erwähnte der Autor direkt am Anfang des Buches, dass es für Anfänger und Amateure geeignet sein soll. Begeistert fing ich an zu lesen. Anfangs habe ich viele interessante Dinge zu Dramen gelernt. Ich habe gelernt, wie man glaubwürdige Charaktere erschafft, was eine gute Handlung ausmacht und habe weitere Tipps bekommen, was man als Anfänger beim Schreiben eines Dramas beachten sollte. Je mehr ich jedoch gelesen habe, desto mehr Dinge sind mir negativ aufgefallen.

Zum Einen finde ich, dass der Autor das ganze Buch sehr in die Länge gezogen hat. Ich finde, zwischendurch kam er einfach nicht auf den Punkt. Ich glaube, das Buch braucht nicht fast 350 Seiten. Der Autor hat sich oft wiederholt und alles sehr ausschweifend erklärt. Gegen Ende des Buches fand ich die vielen Wiederholungen sehr störend. Ich finde es zwar gut, wenn wichtige Dinge genug veranschaulicht werden, sodass es auch ein Anfänger versteht. Jedoch hat der Autor teilweise so viele Beispiele und Erklärungen einbezogen, dass sich das Buch extrem in die Länge gezogen hat und kaum ein Ende in Sicht war.

Ausserdem habe ich mich als Anfänger von den vielen Ratschlägen und Regeln ein wenig erschlagen und eingeschüchtert gefühlt. Der Autor hat mir in diesen 350 Seiten so viele Regeln aufgezählt, die kann ich mir auf keinen Fall alle merken, geschweige denn sie umsetzen. Ich finde, der Autor hätte sich besser auf das Wesentliche konzentrieren sollen. Oder er hätte ein Werk für Anfänger und eins für Fortgeschrittene schreiben sollen. Für mich als Anfänger war das Buch zwar sehr informativ, und ich habe zweifellos viel dazugelernt. Aber grundsätzlich muss ich leider sagen, dass mich die vielen Regeln eher abgeschreckt haben. Natürlich braucht es gewisse Regeln, um ein gutes Stück zu schreiben. Aber als Anfänger all die gelernten Regeln umuzusetzen, das scheint mir fast unmöglich zu sein. Einerseits erwähnte der Autor zwar, man solle auf jeden Fall experimentieren. Aber andererseits zählte er mir so viele Regeln auf, die ich unbedingt befolgen muss, dass ich nicht mehr viel Spielraum für Experimente sehe.

Ausserdem finde ich, dass es zu viele Beispielstexte gab. Zwischendurch fand ich es sehr schön, die Theorie an einem praktischen Beispiel zu sehen. Jedoch waren mir diese Ausschweifungen oft zu lang, weshalb ich schlussendlich einige Textstellen übersprungen habe. Ausserdem sind die verwendeten Texte im deutschen Sprachraum weniger verbreitet.

Wer als Anfänger ein Drama schreiben möchte, dem kann ich das Buch schon empfehlen, da es sehr informativ ist, jedoch finde ich, dass das Buch mit seinen vielen Regeln auch schnell die Begeisterung für das Schreiben eines Dramas nehmen kann.

Das Buch ist als Standardwerk anerkannt und ist zweifellos ein guter Ratgeber. Für mich persönlich ist es jedoch nicht komplett geeignet.

Schreibstil: Die Erklärungen von Egri fand ich nachvollziehbar und verständlich, jedoch zu stark in die Länge gezogen. Mir als Anfänger hätte ein kürzeres Werk, das schneller auf den Punkt kommt besser gefallen.

Fazit: Ein guter Ratgeber, durch den ich viel gelernt habe. Jedoch konnte ich nicht mit allen Abschnitten gleich viel anfangen und habe schlussendlich wegen den vielen Wiederholungen und den langen Beispielstexten einige Teile übersprungen. Ich fand es ein interessantes Buch, jedoch für mich als Anfänger nicht komplett geeignet, da es mich zwischendurch mehr verunsichert hat, als dass es mir geholfen hat.


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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Mia 11: Mia und der Jette-Jammer

Susanne Fülscher , Dagmar Henze
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551650764
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch
„Mia und der Jette-Jammer“ wurde von Susanne Fülscher geschrieben, ist im Carlsen Verlag erschienen und ist der elfte Band der Mia Reihe. Es ist ein Buch mit Hardcover und 235 Seiten und kostet 9,99 Euro in Deutschland. Für das Verständnis der Geschichte ist es nicht unbedingt nötig, alle anderen neun Bände gelesen zu haben. Einige Hintergrundinformationen fehlen dann zwar, jedoch ist die Geschichte dennoch gut verständlich.


Zusammenfassung
Für die Freundinnen Mia, Alina, Leonie und Jette bricht eine Welt zusammen, als Jette nach Sylt umzieht, weil ihre Mutter dort eine Apotheke übernehmen möchte. Sie wollen trotzdem beste Freundinnen bleiben, was jedoch nicht so einfach ist, wenn man sich nicht mehr sieht. Darum beschliessen die Mädchen, heimlich zu ihrer Freundin Jette nach Sylt zu fahren und schmieden einen giga-genialen Plan, bei dem jedoch einiges schief geht...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Der Titel gefällt mir sehr gut. Ich finde die Titel der Mia Reihe sehr besonders, das finde ich toll. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt toll zu den anderen Bänden der Reihe, und ich mag die bunten, fröhlichen Farben, die das Cover sehr sommerlich wirken lassen und sofort gute Laune zaubern. Auch den Klappentext mag ich. Ich finde, er verrät fast ein bisschen zu viel. Aber dennoch hält das Buch noch einige Überraschungen bereit. Ich finde die äussere Erscheinung sehr gelungen. Die Innenseite des Buches ist mit kleinen Bildern gestaltet, die mir sehr gefallen, da sie total liebevoll gemacht sind. Da werden die wichtigsten Personen vorgestellt, die im Buch eine wichtige Rolle spielen. Das finde ich eine tolle Idee, und ich finde es sehr gelungen und ansprechend. So hat man von Anfang an einen Überblick über die wichtigsten Personen. Ein wenig schade finde ich, dass Omi Olga darauf nicht zu sehen ist. 

Inhalt: Mia zu lesen fühlt sich immer wieder an, wie nach Hause kommen. Ich war direkt ab der ersten Seite wieder in Mias Welt. Das ist einfach ein tolles Gefühl. Ich hatte beim Lesen sehr viel Spass und ein paar schöne Lesestunden. Ich finde, für die Mia Reihe ist man nie zu alt.

Mia und ihre Freundinnen habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich liebe ihre gemütlichen Quasselsabbelnachmittage. Jette mag ich, weil sie einfach toll ist auf ihre ganz eigene Art. Auch wenn sie manchmal ein bisschen nervig ist, so ist sie ein wichtiger Teil der Geschichte. Nicht auszudenken, was passiert, wenn sie plötzlich weg ist. Aber lest selbst!

Ich finde toll, wie die Freundschaft der Mädchen in diesem Buch thematisiert wird. Und ich finde auch, dass das Buch Hoffnung macht, denn es zeigt, dass es immer Lösungen gibt und es setzt sich mit Fragen auseinander wie "Gibt es wahre Freundschaft überhaupt?" Oder "Hält wahre Freundschaft auch eine weite Distanz aus?"

Ich fand toll, dass mich das Buch an einigen Stellen zum Nachdenken angeregt hat. Das Buch hat mir gezeigt, dass man machen soll, was einen glücklich macht und dass es okay ist, dass man dafür manchmal ein kleines Risiko eingehen muss.

Zitat von Seite 109, Zeilen 17 bis 20: "Alles lohnt sich. Wichtig ist nur, dass ihr euer Leben mit sinnvollen Dingen ausfüllt. Mit Erlebnissen, die euch für den Moment glücklich machen." Zitatende

Beim Lesen musste ich total viel lachen, und das Kopfkino lief auf Hochtouren. Ich habe mit Mia  mitgefiebert, vor allem als die Mädchen ihren Plan umgesetzt haben und nach Sylt gefahren sind. Das Buch war total amüsant und sorgte für gute Laune.

Am Schluss der Geschichte wollte ich unbedingt wissen, wie das Buch ausgeht. Aber gleichzeitig war ich auch traurig, dass die Geschichte schon wieder vorbei war, und ich jetzt auf den nächsten Band warten muss.

In dieser Geschichte steckt ganz viel Sommerfeeling, das auf der ersten Seite anfängt und bis zur letzten Seite nicht mehr aufhört. Die ganze Atmosphäre auf Sylt am Strand mit dem Meer hat mir sehr gut gefallen.

Ich kann das Buch Mädchen ab circa 10 Jahren sehr empfehlen. Ich bin mittlerweile 17 Jahre alt und mag die Reihe immer noch sehr, gegen oben ist die Altersempfehlung also offen. Auch der 11. Band der Reihe hat mir sehr gut gefallen, und ich bin schon sehr gespannt auf Band 12, den ich natürlich ebenfalls lesen werde.

Schreibstil: Der Schreibstil war wieder einmal total leicht und locker, so wie ich es von den Mia Büchern kenne und mag. Diese Seiten sind nur so dahingeflogen, und ich hatte das Buch viel zu schnell durch. Mir gefällt auch gut, dass die Geschichte aus Mias Sicht geschrieben ist, denn so kann man sich noch besser in sie hineinversetzen. Die ganze Sprache in den Mia Büchern ist jugendlich und total angenehm und ich mag die Wörter wie "mega-giga-irre" oder "giga-genial", die immer wieder eingebaut sind und Mia einzigartig machen.

Fazit: Es war wieder einmal ein giga-geniales Mia Abenteuer, das mir viele schöne Lesestunden beschert hat. Wenn ihr also wissen wollt, wie es Jette auf Sylt ergeht und was die Freundinnen sonst alles erleben,  dann lest unbedingt diese wunderschöne Geschichte, denn ich kann sie euch sehr empfehlen und vergebe gerne volle 5 Sterne.

Abschliessen möchte ich meine Rezension mit einem Zitat.

Zitat von Seite 231, Zeile 24: "Zu Hause ist da, wo man mit dem Herzen ist" Zitatende

Was dieses Zitat zu bedeuten hat und wie es dazu kommt? Das erfahrt ihr, wenn ihr dieses Buch lest. Und dabei wünsche ich euch ganz viel Spass.

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145 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Sturmgeflüster

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.06.2015
ISBN 9783401601113
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch
„Sturmgeflüster" wurde von Gabriella Engelmann geschrieben und ist im Arena Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 200 Seiten und kostet in Deutschland 8,99 Euro. Es ist ein Jugendbuch für Teenager ab circa 12 Jahren.

Zusammenfassung
Die 16- Jährige Kathinka, genannt Tinka, verbringt ihre Sommerferien bei ihren Grosseltern auf Sylt. Anfangs ist sie skeptisch, ob das eine schöne Zeit werden kann, denn ihre beste Freundin, die eigentlich mitfahren wollte, hat nun doch abgesagt und Tinka befürchtet, dass es die langweiligsten Ferien ihres Lebens werden. Doch dann lernt Tinka den Kitesurfer Sven kennen. Dieser nimmt sie in seine Clique auf, und sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch bald merkt Tinka, dass er und die anderen ihr etwas verschweigen. Als Tinka seltsame Dinge passieren, weiss sie nicht mehr, wem sie überhaupt trauen kann. Erst als es fast zu spät ist, begreift Tinka, dass sie selbst die dunkle Vergangenheit wieder heraufbeschworen hat...

Meine Meinung

Cover, Titel und Klappentext: Die äussere Erscheinung dieses Buches ist genau so, wie ich es mir von einer tollen Sommergeschichte erhoffe. Das Cover sieht nach Sommer, Sonne und Spass aus und wirkt sehr einladend auf mich. Beim Titel sehe ich zwar keinen direkten Bezug zur Geschichte, aber dennoch mag ich ihn, da ich ihn wunderschön finde und er ein bisschen Interpretationsfreiraum lässt und zum Nachdenken anregt. Den Klappentext mag ich auch, denn er macht neugierig, da er nicht zu viel verrät. Alles in allem ist die äussere Erscheinung meiner Meinung nach sehr gelungen.

Inhalt: Dieses Buch lag zwei Jahre lang ungelesen in meinem Bücherregal, was ich im Nachhinein überhaupt nicht verstehen kann. Ich bin froh, dass ich diese tolle Sommergeschichte endlich gelesen habe, denn sie hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert, und ich hatte viel Spass beim Lesen. Dieses Buch ist für mich eine typische Sommergeschichte, nichts komplett Neues, nichts, das man nicht schon kennt, aber dennoch ist es ein Buch, das mich begeistern konnte.

Das Tolle an diesem Buch ist meiner Meinung nach, dass es nicht nur eine reine Liebesgeschichte ist, sondern dass es kombiniert ist mit ein wenig Thriller. Dennoch ist der "Thrilleranteil" so, dass die tolle Sommeratmosphäre nicht verloren geht und es immer noch ein schönes Sommerbuch ist. Ich finde diese Kombination von Liebesroman mit Thriller sehr spannend und toll umgesetzt. Bereits der Prolog war total spannend und sehr rätselhaft. Ich habe darauf gewartet, dass ich endlich erfahre, was da im Prolog passiert ist. Spannung war also von Anfang an da. Leider ist die Spannung zwischendrin ein wenig abgeflacht, aber am Schluss kam sie dann zum Glück zurück.

Die ganze Kulisse der Geschichte fand ich einfach toll. Nach diesem Buch würde ich gerne auch einmal Urlaub auf Sylt machen. Dieses ganze Urlaubsfeeling war einfach toll mitzuerleben. Ich habe den Sand und das Meer fast bis zu mir gerochen, obwohl ich das Buch weit weg vom Meer gelesen habe. Einfach toll! Gabriella Engelmann hat meiner Meinung nach einige tolle Plätze erschaffen, in die ich mich ein bisschen verliebt habe, zum Beispiel den kleinen Buchladen, den Tinka gerne besucht.

Tinka als Protagonistin mochte ich sehr gerne, denn ich konnte mich in ihr in vielen Punkten wiederfinden. Sie liest genauso gerne wie ich und tanzt in ihrer Freizeit manchmal, ist aber nicht wirklich eine Sportskanone. Ihre fröhliche Art hat mir gut gefallen.

Auch die anderen Charaktere mochte ich sehr gerne. Die ganze Clique rund um Sven fand ich schön ausgearbeitet. Die familiäre Atmosphäre zwischen den Mitgliedern der Clique fand ich sehr schön. Ich habe mich in der Geschichte sehr wohlgefühlt und wäre am liebsten mit dabei gewesen. Am Anfang des Buches gab es ein Personenregister. Das fand ich gut, denn so konnte man die Personen immer wieder nachschlagen, es wäre für mich aber nicht nötig gewesen.

Den Handlungsverlauf mochte ich. Anfangs war mir die Handlung ein wenig zu perfekt. Auf Sylt ist alles toll, Tinka findet schnell Freunde und Sven zeigt auch direkt Interesse an ihr. Anfangs habe ich mich gefragt, wo da überhaupt das Problem ist. Anfangs lief für Tinka alles fast zu gut, und es war alles so schön harmonisch. Jedoch hat sich das im Laufe der Geschichte noch verändert und es haben sich viele Dinge am Ende der Geschichte aufgeklärt. Aber lest selbst!

Vorhersehbar fand ich das Buch auf keinen Fall. Zwischendurch war ich sogar ein wenig verwirrt und hatte keine Ahnung, was da noch kommt. Ich hatte zwar in der ersten Hälfte des Buches das Gefühl, dass noch etwas Unerwartetes passieren wird, aber was es ist, das wusste ich nicht. Zwischendrin hatte ich sogar die Befürchtung, es könnte doch noch ein Fantasybuch werden. Teilweise hatte ich einige offene Fragen, die sich jedoch am Schluss aufgeklärt haben. Das Ende fand ich ganz gut. Ich hätte nicht damit gerechnet, aber es war auch nicht so, dass es mich komplett überrascht hat.

Es war ein schönes Buch, das sich toll weglesen liess. Jedoch hat mir zwischendrin ein kleines bisschen Tiefgründigkeit gefehlt. Den Titel finde ich so toll, fast schon poetisch, und das hat mir in der Geschichte ein wenig gefehlt. Es ist auf jeden Fall ein schönes Buch für zwischendurch, das mir sehr gut gefallen hat, aber dennoch konnte es mich nicht zu 100 % umhauen.

Schreibstil: Der Schreibstil war locker und leicht, aber trotzdem spannend. Der Schreibstil war für mich genau so, wie er bei einer lockeren Sommergeschichte sein muss, das hat mir sehr gut gefallen. Auch die Kapitellänge fand ich sehr angenehm.

Fazit: Ein locker leichtes Sommerbuch, das jedoch noch einige Überraschungen bereithält und bei dem man nebenbei auch noch etwas über Kitesurfen erfährt. Alles in allem ein tolles Buch, das ich für den Frühling und Sommer sehr empfehlen kann. Dennoch reicht es nicht ganz für fünf Sterne, da mir für fünf Sterne doch noch eine kleine Besonderheit gefehlt hat, etwas, das mich komplett umhaut. Dennoch war es ein schönes Leseerlebnis, darum bekommt das Buch von mir vier Sterne.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Die Botanicas

Dana Menzel , Julia Fraczek
Fester Einband: 99 Seiten
Erschienen bei Lychatz Verlag, 21.02.2018
ISBN 9783942929554
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch
„Die Botanicas - Waldgeflüster" wurde von Julia Fraczek und Dana Menzel (Pseudonym) geschrieben und ist im Lychatz Verlag erschienen. Es ist ein Hardcover mit 99 Seiten und kostet 9,95 Euro. Es ist ein Kinderbuch.

Zusammenfassung
Die fünf Freundinnen Ida, Isabella, Trixie, Litchi und Chitchi lieben die Natur. Darum verbringen sie ihre Freizeit am liebsten zusammen im Wald in der Nähe ihrer Stadt. Doch eines Tages stellen sie fest, dass der Wald ein Geheimnis verbirgt, von dem sie bisher nichts geahnt haben. Diese Entdeckung stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf. Als die fünf Mädchen dann auch noch von einem Umweltverschmutzer erfahren, dessen Vorhaben es ist, den gesamten Wald zu zerstören, ist den Mädchen klar, dass sie eingreifen müssen, um den Wald zu retten. Ein spannendes Abenteuer beginnt...

Meine Meinung

Cover, Titel und Klappentext: Die äussere Erscheinung des Buches finde ich sehr ansprechend. Das frische Grün des Covers ist sehr einladend und passt auch sehr gut zur Geschichte. Ausserdem mag ich auch, dass die fünf Freundinnen darauf zu sehen sind, und ihr Aussehen passt auch zu den Beschreibungen im Buch. Auch der Titel passt meiner Meinung nach gut zur Geschichte. Der Klappentext ist nicht zu kurz und nicht zu lang, und ich finde, er verrät nicht zu viel, da das Geheimnis noch nicht gelüftet wird. Darum macht der Klappentext direkt neugierig auf die Geschichte. Alles in allem finde ich die äussere Gestaltung des Buches sehr ansprechend. Ausserdem mag ich, dass im Buch zusätzlich noch ein Bild der Mädchen von vorne zu sehen ist, da sie auf dem Cover nur von hinten abgebildet sind.

Inhalt: Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen. Ich fand es sehr unterhaltsam, und es hat mir Spass gemacht, dieses Buch zu lesen. Die Grundidee des Buches fand ich sehr schön, und auch die "Message", die dieses Buch vermitteln möchte, nämlich, dass die Natur geschützt werden muss, ist bei mir angekommen. Aber leider muss ich sagen, dass für mich eine gute Message alleine dann doch nicht reicht. Die Idee finde ich toll, jedoch haben mich an der Umsetzung einige Dinge gestört, und ich finde, man hätte aus dieser Idee mehr machen können. Ich finde, dass das Buch trotz einer wunderschönen Geschichte einige Schwächen hat.

Anfangen möchte ich mit der Länge des Buches. Meiner Meinung nach hätten dem Buch einige Seiten mehr gutgetan. Natürlich muss ich mit einbeziehen, dass es ein Kinderbuch ist, von daher ist es für mich auch völlig in Ordnung, dass das Buch relativ kurz ist. Ein Buch muss nicht lang sein, um gut zu sein und ein Kinderbuch erst recht nicht. Jedoch hätte ich mir vor allem am Anfang ein paar Seiten mehr gewünscht, in denen man die Freundinnen erst einmal ein bisschen besser kennenlernen kann, bevor die Geschichte gleich richtig losgeht. Ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit gebraucht, um mich überhaupt mit den Mädchen vertraut zu machen und sie mit ihren Eigenschaften kennenzulernen.

Die Kapitelüberschriften waren jeweils einzeln auf einer ansonsten leeren Seiten. Das fand ich für den Lesefluss eher störend. Ich hätte die Überschriften nicht auf eine eigene Seite genommen und dafür ein paar Seiten mehr geschrieben. Ohne diese Zwischenseiten ist das Buch nämlich nur 73 Seiten lang, was doch schon ziemlich kurz ist. Ebenfalls finde ich, dass die Kapitel zu kurz sind. Kurze Kapitel finde ich persönlich sehr angenehm, und ich denke auch, dass für Kinder im Alter der Zielgruppe kurze Kapitel geeignet sind. Jedoch waren mir die Kapitel teilweise doch schon fast wieder zu kurz. 7-8 Seiten finde ich für ein Kapitel in Ordnung, ein Kapitel mit 3 Seiten ist mir jedoch einfach zu kurz.

Was ich jedoch sehr schön fand, ist die Gestaltung der Pflanzenwelt. Sei es die Gestaltung der Natur oder den spezifischen Pflanzen, mir hat diese Ausarbeitung gut gefallen. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass die Pflanzen sehr schön dargestellt wurden und ihnen richtige Eigenschaften zugeordnet wurden. Mehr möchte ich dazu noch gar nicht verraten, aber auf jeden Fall haben mir die unterschiedlichen Pflanzen sehr gut gefallen. Schön gefunden hätte ich noch, wenn es hinten im Buch ein Pflanzenlexikon gegeben hätte mit den erwähnten Pflanzen. Das ist natürlich kein Muss, ich hätte es jedoch eine schöne Idee gefunden.

Die fünf Freundinnen mochte ich, und auch ihre Namen haben mir gut gefallen. Vor allem "Litchi" und "Chitchi" fand ich toll, sowohl vom Namen als auch von ihrem Charakter her. Alle Mädchen wurden so beschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. Sie wurden sehr genau beschrieben, jedoch kamen mir ihre Beschreibungen ein wenig oberflächlich, fast schon wie ein Steckbrief, vor. Da sehe ich wieder einen Zusammenhang mit meiner Kritik von vorhin, dass ich finde, dass dem Buch ein paar Seiten fehlen. Ich glaube, wenn ich noch ein bisschen mehr Zeit gehabt hätte, die Mädchen besser kennenzulernen, dann wären mir die Beschreibungen auch weniger oberflächlich vorgekommen.

Jedoch fand ich, dass die Handlungsweisen der Freundinnen zusammenpassten mit ihren Beschreibungen. Nur Ida war ein Charakter, der für mich teilweise widersprüchlich war. Einerseits hat sie Angst, vor den Gefahren, die im Wald lauern, aber andererseits ist sie die, die direkt in den Wald mitgehen möchte. Ausserdem wirkte sie auf mich anfangs eher ein wenig unscheinbar und still, später wurde jedoch gesagt, dass sie Klassensprecherin ist und gerne vor Menschen redet. Und wieder ein paar Seiten später hiess es, sie sei der ruhige Fels in der Brandung für ihre Freundinnen. Da gab es für mich einige Widersprüche. Vor allem Ida hätte meiner Ansicht nach besser ausgearbeitet werden können.

Den Handlungsverlauf fand ich schön gestaltet, es gab Spannung und man konnte mit den Mädchen schön mitfiebern. Allerdings gestaltete sich die Suche nach dem Umweltzerstörer meiner Meinung nach fast ein wenig zu einfach, was dazu führte, dass es irgendwann ein wenig zu vorhersehbar wurde. Ausserdem finde ich, dass es zwischendurch einfach zu viele Zufälle gab. Auch da hätte es meiner Meinung nach ein paar Seiten mehr gebraucht.

Was für mich zwar kein Grund ist, einen Stern abzuziehen, mich aber dennoch gestört hat, sind Rechtschreibfehler. Zum Beispiel auf Seite 37 kling anstatt klingt oder auf Seite 56 Tixie anstatt Trixie. Solche Fehler sollten meiner Meinung nach nicht passieren und schon gar nicht mit so vielen Testlesern. Ich habe diese Fehler nämlich gefunden, ohne explizit nach Fehlern zu suchen, da finde ich, dass diese den Testlesern oder der Lektorin auffallen hätten müssen.

Schreibstil: Den Schreibstil mochte ich sehr. Er war locker und leicht, das Buch liess sich schön flüssig lesen, und ich finde auch, dass der Schreibstil sehr kindgerecht ist. Der Schreibstil ist humorvoll an den richtigen Stellen, und es macht Spass das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist für mich auf jeden Fall ein Pluspunkt, denn die Seiten flogen nur so dahin.

Fazit: Meiner Meinung nach ist "Die Botanicas - Waldgeflüster" eine niedliche Kindergeschichte, die mir gut gefallen hat, und ich bin mir sicher, dass das Buch vielen Kindern gefallen wird. Das Thema des Buches finde ich super, und auch die "Message" dahinter mag ich sehr. Dennoch hat das Buch meiner Ansicht nach einige Schwächen, die ich trotz des Lesevergnügens betrachten muss und weshalb ich zwei Sterne abziehe. Dennoch würde ich eine Fortsetzung des Buches gerne lesen.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

La memoria de los seres perdidos (B1+)

Jordi Sierra i Fabra
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Klett, 23.08.2011
ISBN 9783125356849
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Buch:
"La memoria de los seres perdidos" wurde von Jordi Sierra i Fabra geschrieben uns ist im Klett Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 172 Seiten und kostet in Deutschland 9,25 Euro.

Zusammenfassung:
Die 19-Jährige Spanierin Estela ist überglücklich. Sie liebt ihre Familie über alles, hat tolle Freunde und ist auch noch frisch verliebt in ihren Freund Miguel. Doch eines Tages taucht eine mysteriöse Frau auf, die behauptet, Estelas Tante zu sein und ihr erzählt, sie sei adoptiert. Sie möchte nicht glauben, was die fremde Frau ihr erzählt. Aber dennoch begibt sie sich auf die Suche nach der grausamen Wahrheit, durch die ihre komplette Welt zusammenbricht...

Meine Meinung:

Sprachniveau und Schreibstil: Diese Ausgabe ist Spanischniveau B1. Auf der Lektüre wird angegeben, dass das etwa dem 4. Lernjahr entspricht. Ich lerne es allerdings in der Schule erst das 2. Jahr und habe ohne Vorkenntnisse begonnen. Für mich war der Schwierigkeitsgrad an der oberen Grenze, aber es ist durchaus möglich, das Buch auch im 2. Lernjahr schon zu lesen. Davor ist meiner Meinung nach aber defintiv zu früh. Der Schreibstil war für mich angenehm. Natürlich waren mir viele Vokabeln unbekannt, doch die grundsätzliche Handlung habe ich dennoch verstanden. Ich hatte anfangs ein paar Probleme, in die Geschichte hineinzukommen, mit der Zeit wurde das Leseverständnis jedoch immer besser. Einige Vokabeln sind in der Lektüre am Ende der Seite erklärt. Das fand ich grundsätzlich gut, aber teilweise fand ich die Erklärungen sehr schwierig, sodass sie mir nicht immer weitergeholfen haben.

Inhalt: In der Geschichte geht es um die verschwundenen Kinder aus der Militärdiktatur in Argentinien von 1976-1983. Von diesem Thema hatte ich vor dieser Lektüre überhaupt keine Ahnung, darum war ich anfangs skeptisch, ob ich dieses komplexe Thema mit dieser Lektüre generell vestehen kann und zusätzlich auch noch auf Spanisch. Aber ich finde, der Autor hat die Geschichte auf eine verständliche Art erzählt, sodass ich viele spannende, aber gleichzeitig auch extrem erschreckende Dinge über die argentinische Diktatur gelernt habe. Meiner Meinung nach behandelt das Buch ein wichtiges und auch immer noch aktuelles Thema. 

Zitat von Seite 160, Zeilen 10-13:
"-Algún día tú también buscarás la memoria de los seres perdidos. -¿Y eso qué es? -El destino" Zitatende

Die Geschichte der Protagonistin Estela basiert auf realen Ereignissen, darum ist die Geschichte soweit ich das beurteilen kann realitätsnah. Meiner Meinung nach ist es ein tolles Buch, das eine Verbindung herstellt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und einen sehr zum Nachdenken bringt. Ich habe mir Fragen gestellt wie "Was weiss ich eigentlich über meine Vergangenheit?" oder "Was würde ich tun, wenn ich Estelas Schicksal teilen würde?". Es ist ein Buch über Schicksal und Wahrheit, ein Buch, das zeigt, dass man manchmal Angst vor der Wahrheit hat, aber dass man nicht frei sein kann, wenn man sie nicht erfährt.

Zitat von Seite 78, Zeilen 31 bis 32:
"Estela, te he contado la verdad (...) Y la verdad es lo único que nos hace libres." Zitatende


Die Charaktere des Buches haben mir gut gefallen. Die Beschreibungen der Personen sind gut verständlich, sodass ich die grundsätzlichen Eiegnschaften der Personen gut erfassen und sie mir bildlich vorstellen konnte. Ich mochte auch, dass die Charakteren so unterschiedlich und teilweise auch ein wenig geheimnisvoll waren.

Estela mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist ein realistisches junges Mädchen. Sie trifft sich mit Freunden, ist frisch verliebt und ist ein ganz normaler Teenager. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, obwohl mir die Thematik anfangs sehr unbekannt war. Ich fand es sehr interessant, Estela auf ihre Suche nach der Wahrheit zu begleiten. Es war spannend zu sehen, wie sich immer mehr Puzzleteile zusammengefügt haben und ich habe total mit ihr mitgefiebert und war gespannt auf das Ende.


Fazit: Eine tolle Lektüre, die ein wichtiges Thema behandelt und auch für Leser, die keine Vorkenntnisse zur Diktatur in Argentinien haben, gut verständlich ist. Leider gibt es die Lektüre soweit ich weiss nicht auf Deutsch, aber jedem, der Spanisch kann oder es lernt, kann ich es sehr weiterempfehlen.

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198 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

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Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch:
"Der Weihnachtosaurus" wurde von Tom Fletcher geschrieben und ist im cbt Verlag erschienen. Es ist ein Hardcover mit 384 Seiten und kostet in Deutschland 14,99 Euro.

Zusammenfassung:
Der 10 Jährige William, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, ist der allergrösste Dinofan. Er hat einen Dino Schlafanzung, Poster, eine Lampe und natürlich ganz viele Bücher. In seinem Wunschzettel an den Weihnachtsmann steht darum, dass er sich einen Dinosaurier wünscht. Gleichzeitig sind am Nordpol alle aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Aus dem Ei schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Der Weihnachtsmann beschliesst, dem kleinen William einen Kuscheldino zu schenken, der genau wie der Weihnachtosaurus aussieht. Doch in der Weihnachtsnacht begegnet William plötzlich dem echten Weihnachtosaurus, und die beiden erleben ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer.

Meine Meinung:

Cover und Illustrationen: Das Erste, was mir aufgefallen ist, ist die wunderschöne Aufmachung des Buches. Ich finde das Cover super schön, es ist so hübsch und liebevoll illustriert mit vielen Details und ganz viel Magie. Es ist weihnachtlich und strahlt Wärme und Liebe aus. Mit der goldenen Schrift finde ich es sehr ansprechend. Auch die Illustrationen im Buch gefallen mir sehr gut. Die Bilder haben die Geschichte perfekt umrahmt und haben perfekt gepasst. Die Zeichnungen finde ich wirklich toll.

Inhalt: Das Buch strahlt das Gleiche aus, wie auch schon das Cover, Ich habe mich beim Lesen sofort wohlgefühlt. Dieses Weihnachtsbuch hat mich von der ersten Seite an verzaubert und in seinen Bann gezogen und mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

Das Buch hat mich zum Lachen gebracht, da ich den Humor des Autores super fand, und es hat mich gleichzeitig zum Nachdenken angeregt. Das Buch ist nicht nur eine tolle Lektüre für zwischendurch, es enthält auch tolle Botschaften. Es zeigt, dass es nicht schlimm ist, anders zu sein. Der Weihnachtosaurus ist der allereinzige Dinosaurier auf der Welt, und William sitzt im Rollstuhl. Sie sind anders. Aber das ist kein Grund traurig zu sein. Den anders zu sein ist vollkommen okay. Ich finde, das ist eine tolle Botschaft.

In diesem Buch steckt bis in jede Ecke Magie, und es zeigt, dass auch in jedem von uns eine Prise dieser Magie steckt. Einfach zauberhaft! Ein Buch, das zeigt, dass man nie aufhören soll zu träumen und an Magie zu glauben.

Zitat von Seite 115, Zeile 23 bis Seite 116, Zeile 2:
"Es ist nicht wichtig, was richtig oder falsch ist, echt oder unecht, was wahr oder unwahr. Wichtig ist allein, dass das, was immer du auch glaubst, dich zu einem glücklicheren, besseren Menschen macht." Zitatende

Die Charaktere in diesem Buch sind so liebevoll ausgearbeitet. Ich mochte den Protagonisten William und konnte mich in ihn hineinfühlen, obwohl er ein paar Jahre jünger ist als ich. Ich mochte auch die vielen, kleinen, singenden Wichtel vom Weihnachtsmann total. In diesem Buch steckt so viel Fantasie. Es war einfach toll, sich in diese Welt entführen zu lassen.

Am Schluss wollte ich unbedingt wissen, wie es ausgeht, aber gleichzeitig wollte ich auch auf keinen Fall, dass das Buch vorbei ist. Das ist ein Zeichen, dass mir ein Buch sehr gut gefällt. Und das tut dieses Buch wirklich. Ich habe es geliebt und gelebt.

Schreibstil: Der Schreibstil war total locker und leicht, es liess sich wunderschön lesen und war total fesselnd. Die Seiten flogen nur so dahin, und es hat einfach nur Spass gemacht, das Buch zu lesen. Was ich am Schreibstil sehr schön fand, war, dass der Erzähler den Leser immer wieder einbezogen hat. Super fand ich auch, dass einige Wörter in einer grösseren Schrift hervorgehoben wurden.

Fazit: Ein wunderschönes, liebevolles Kinderbuch, das ich jedem, der Weihnachten mag, sehr empfehlen kann. Dieses zauberhafte Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass es mich vermutlich sogar im Sommer in Weihnachtsstimmung bringen könnte. Es hat mir sehr gut gefallen und mir zauberhafte Lesestunden beschert. Das Buch bekommt von mir volle 5 Sterne.

*Ich habe dieses Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen und darf das Buch auch behalten. Jedoch werde ich dafür nicht bezahlt und habe keine Vorgaben für meine Rezension. Ich darf meine Meinung frei vertreten, weshalb ich nicht verpflichtet bin, diese Rezension als Werbung zu kennzeichnen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

5 sterne, abenteuer, bookshouse, fantasy, rezenio, rezensionsexempla, romantas

Sion - Finde die Wahrheit

Julia Lindenmair
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 22.08.2017
ISBN 9789963537907
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Buch:
„Sion-finde die Wahrheit" wurde von Julia Lindenmair geschrieben und ist im Bookshouse Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 267 Seiten und kostet in Deutschland 11,99 Euro.

Zusammenfassung:
Das letzte Wort ihrer Grossmutter geht Anne nicht mehr aus dem Kopf: Sion. Alle scheinen schreckliche Angst davor zu haben, was hinter dem Begriff steckt. Aber keiner möchte ihr sagen, was es bedeutet. Plötzlich weiss Anne nicht mehr, wer sie wirklich ist und was ihre Aufgabe ist. Gemeinsam mit dem Gesetzlosen Lyca begibt sie sich auf die gefährliche Reise nach Antworten. Aber kann sie einem Gesetzlosen wirklich trauen? Sie stammen aus verschiedenen Welten und Lyca wird immer mehr von seiner Vergangenheit eingeholt. Und beide wissen nicht, welcher Intrige Anne in die Hände gefallen ist...

Um meine Rezension zu verstehen, möchte ich kurz die Ausgangssituation des Buches erklären, ohne wichtige Ereignisse zu spoilern. Durch einen Krieg gibt es verarmte Dörfer, die um ihr Leben kämpfen. Im Gegensatz dazu gibt es reiche Leute, die sich nicht dafür interessieren. Das alles ist passiert, weil das Königspaar machtgierig war. Dazu gibt es eine Gruppe, die sich die "Gesetzlosen" nennt. Zu dieser Gruppe gehört Lyca. Sie plündern, stehlen und töten, um zu überleben. Anne lebt in einem kleinen Dorf, das bisher verschont wurde. Doch eines Tages erreichen die Gesetzlosen auch dieses Dorf.

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover gefällt mir ganz gut. Ich mag, dass Anne und Lyca beide darauf zu sehen sind. Ausserdem enthält es einige Details, die in der Geschichte von grosser Bedeutung sind. Dazu möchte ich aber gar nichts verraten. Genauso wie beim Titel. Dieser wirkt anfangs sehr geheimnisvoll, passt aber auf jeden Fall zur Geschichte. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, ich habe mir von der Geschichte ein spannendes Abenteuer mit ein bisschen Liebe und Fantasy erhofft. Und das habe ich auf jeden Fall bekommen.

Inhalt: Von der ersten Seite konnte mich das Buch fesseln und in seinen Bann ziehen. Anfangs hatte ich einige offene Fragen. Ich fand es schön, beim Lesen diese Welt, die die Autorin erschaffen hatte, zu erkunden und mehr über sie zu erfahren. Einige Dinge waren zwar wirklich grausam, aber ich habe es dennoch gerne gelesen. Anfangs musste ich mich erst ein bisschen in der Geschichte zurechtfinden, was ich aber gar nicht schlimm fand. Ich mochte auch die Idee mit den Gesetzlosen sehr.

Anne und Lyca fand ich unglaublich interessante Charaktere. Sie kommen aus verschiedenen Welten und könnten unterschiedlicher nicht sein. Und dennoch sind sie irgendwie gleich. Denn beide möchten das Gleiche: Freiheit. Das Buch hat mir gezeigt, wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man frei ist. Wie glücklich man sich schätzen kann, wenn kein Krieg herrscht, wenn man nicht in Gefahr ist.

Zitat von Seite 29, Zeilen 29 bis 32 (Anne):
"Es gibt alltägliche Augenblicke, da entscheidet ein Augenblick über dein restliches Leben. Diese Momente kommen und gehen ohne Vorwarnung. Und jetzt bin ich ein Teil davon. " Zitatende

Anfangs hatten Anne und Lyca eine grosse Distanz zwischen einander. Was aber auch verständlich ist, schliesslich hätte Lyca Anne töten können. So hatte ich anfangs jedoch auch eine gewisse Distanz zu den beiden. Mit der Geschichte hat man sie immer besser kennengelernt, so habe ich sie immer mehr ins Herz geschlossen. Ich mag Annes liebenswürdige Art und finde es so niedlich, wie sie bei allem, was mit Liebe zu tun hat direkt rot wird. Für eine 20 Jährige wirkt sie teilweise zwar ein wenig kindlich, was ich aber nicht schlimm fand. Das Buch ist für Anne nicht nur eine Suche nach Sion sondern auch eine Suche nach sich selbst. Das hat mir super gefallen.

Das Buch zeigt auch, dass man nicht jeden direkt in einen Topf werfen kann, ohne ihn zu kennen. Gesetzloser ist nicht gleich Gesetzloser. Ich habe gelernt, dass man nicht voreilig über jemanden urteilen soll. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und hat mir in einigen Punkten ein wenig die Augen geöffnet.

Zitat von Seite 62, Zeilen 8 bis 11 (Lyca):
"Ich kann zwar meiner Vergangenheit nicht entfliehen, aber ich kann die Gegenwart beeinflussen und die Zukunft damit besser machen ." Zitatende

Anfangs fand ich das Buch zwar gut, aber es hat mich nicht umgehauen. Doch gegen Ende hat sich die Spannung immer mehr gesteigert, sodass es mich schlussendlich komplett begeistern konnte. Die Kapitel waren sehr kurz, meiner Meinung nach von der Länge an der unteren Grenze, aber es war angenehm. Da die Kapitel so kurz waren, dachte ich mir immer: Nur noch ein Kapitel, nur noch eins... Und plötzlich waren es 10 Kapitel. Ich mochte, dass das Buch abwechselnd aus Lycas und Annes Sicht war. Ihre unterschiedlichen Gedanken zu erleben, fand ich sehr schön. Ebenfalls schön fand ich, dass an einigen Stellen ein wenig Romantik eingebaut wurde, aber es dennoch nicht zu stark ausgebaut war. Nicht jedes Buch braucht Sexszenen und wilde Knutschereien. Die wenigen Liebeselemente, die eingebaut wurden, fand ich sehr passend.

Bevor die Suche nach Sion losging, hat es sich zwischenzeitlich ein kleines bisschen gezogen, was sich aber immer schnell wieder gelegt hat und deshalb für mich nicht so störend war.

Schreibstil: Der Schreibstil war sehr schön beschreibend. An einigen Stellen hat er mich sehr berührt und mich zum Nachdenken angeregt. An anderen Stellen war der Schreibstil so spannend, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Manchmal hatte ich Gänsehaut und manchmal Tränen in den Augen. Einfach toll! Ich habe so viele wunderschöne Zitate im Buch markiert, dass ich mich fast nicht entscheiden konnte, welche ich in meine Rezension einbauen soll.

Fazit: Ein wundervolles Buch, das meiner Meinung nach die perfekte Mischung aus Fantasy und Romantik ist, viel Spannung und Abenteuer enthält und total fesselnd ist. Ich habe Anne und Lyca sehr gerne auf ihrer Suche nach Sion begleitet. Mit einigen Dingen hätte ich überhaupt nicht gerechnet, was ich super fand. Ich kann es sehr weiterempfehlen und vergebe volle 5 Sterne.

*Ich habe dieses Rezensionsexemplar kostenlos von der Autorin zur Verfügung gestellt bekommen und darf das Buch auch behalten. Jedoch werde ich dafür nicht bezahlt und habe keine Vorgaben für meine Rezension. Ich darf meine Meinung frei vertreten, weshalb ich nicht verpflichtet bin, diese Rezension als Werbung zu kennzeichnen.

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1.596 Bibliotheken, 52 Leser, 0 Gruppen, 186 Rezensionen

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Herzlich Willkommen im Wolkenschloss!

Zum Buch:
"Wolkenschloss" wurde von Kerstin Gier geschrieben und ist im Fischer FJB Verlag erschienen. Es ist ein Hardcover mit 464 Seiten und kostet 20 Euro in Deutschland.

Zusammenfassung:
Die 17 Järhige Fanny macht ein Jahrespraktikum im Wolkenschloss, einem Grandhotel in den schweizer Alpen. Und dort wird es auf keinen Fall langweilig.  Bald steht der berühmte Silvesterball an und Gäste aus aller Welt reisen an. Fanny hat alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten. Aber ihr fallen auf, dass einige Gäste sich ziemlich seltsam verhalten und nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Meine Meinung:

Cover, Titel, Klappentext und Gestaltung im Buch: Die äussere Erscheinung dieses Buches finde ich wunderschön. Das Cover ist so detailliert und liebevoll gemacht, und auch die Farben gefallen mir total gut, Ich finde es total einladend. Den Titel mag ich auch, er ist nicht lang, aber darum kann man ihn sich gut merken. Und zum Buch passt er auch sehr gut. Der Klappentext verrät meiner Meinung nach leider ein wenig zu viel, dafür gibt er einen guten Einblick, was einen erwartet. Was ich noch positiv anmerken möchte, ist die Gestaltung im Buch. Die Kapitelanfänge sind alle liebevoll gestaltet, und was ich auch total niedlich finde, ist, dass man am Anfang des Buches im Wolkenschloss willkommengeheissen wird. Sie fühlt man sich sofort wohl in der Geschichte.

Inhalt: Der Inhalt hat mir genauso gut gefallen wie das wunderschöne Cover.

Das Buch spielt in den schweizer Bergen, und ich wohne in der Schweiz. Darum hatte ich von Anfang an schon ein bisschen ein Heimatgefühl beim Lesen. Ich hatte von der ersten Seite an ein vertrautes und heimeliges Gefühl, weshalb ich total viel Spass mit diesem Buch hatte. Und was ich auch super fand, ist, dass es einen Charakter gab, der zwischendurch auf Schweizerdeutsch geredet hat, das hat mir super gefallen.

Ich fand schön, dass zwischendurch ein paar schweizer Elemente eingebaut wurden. Bezahlt wird mit Schweizer Franken und getrunken wird Ovomaltine. So muss das in der Schweiz sein.

Anfangs ist recht wenig an Handlung passiert, was ich aber nicht schlimm fand, denn meiner Meinung nach braucht nicht jedes Buch eine aufregende Handlung. Und bei diesem Buch ist das der Fall, da ich die Atmosphäre in diesem magischen Ort in den Wolken so schön fand und mich zu Hause gefühlt habe beim Lesen. Magisch ist das Wolkenschloss wirklich. Es ist ein Ort, der an vergangene Zeiten erinnert und unglaublich viel Charme versprüht. Ich finde so toll, dass das Wolkenschloss seinem altmodischen Stil treu geblieben ist und es an Traditionen festhält.

Gegen Ende hat die Spannung um etwa 1000 % zugenommen, am Ende haben sich die Ereignisse überschlagen. Das hat mir zwar gut gefallen. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich aber, dass die Spannung doch ein kleines bisschen zu spät kam und am Schluss zu viel passiert ist. Ich war fast schon ein bisschen überfordert, weil so viel passiert ist. Das Buch ist also nach dem Motto: Lange nichts, viel auf einmal. Gut fand ich aber, dass im Prolog schon angekündigt wurde, dass da noch Spannung kommt. So wurde man nicht komplett überrascht. Gegen Schluss hatte ich einen Verdacht, der sich dann leider bestätigt hat, aber dazu sage ich noch nichts, das müsst ihr schon selber lesen. Das Ende hat den Zauber im Buch leider meiner Meinung nach ein bisschen zerstört, aber dennoch fand ich es sehr gut.

Das Buch versprüht so viel Winterzauber und Weihnachtsfreude, dass ich sogar im Oktober in winterliche Stimmung gekommen bin. Die winterliche Atmosphäre mit viel Schnee, gemütlicher Stimmung und heisser Ovomaltine (was ich als Schweizerin natürlich mag) hat mir super gefallen.

Die Protagonistin Fanny mochte ich sehr gerne. Mit ihr wird es auf jeden Fall nie langweilig. Sie ist neugierig, abenteuerlustig und liebenswert. Zugegebenermassen ist sie manchmal ein bisschen naiv, aber dennoch mochte ich sie sehr gerne. Das Einzige, was ich bei ihr kritisieren möchte, ist ihre Liebesgeschichte. Die fand ich zwischendurch nicht ganz nachvollziehbar. Es gab zwei Jungs, jedoch hat sie den Jungen gegenüber lange keine Gefühle gezeigt hat und dann auf einmal schon. Und lange Zeit habe ich auch nicht verstanden, welchen der Jungen sie jetzt mag.

Aber auch die anderen Figuren haben mir total gefallen. Sie waren alle so unterschiedlich und haben mich teilweise zum Lachen gebracht, z.B die Russin, die sich beschwert, dass es in den Bergen keine Boutique gibt. Aber auch die liebenswerte, alte Frau Ludwig, der geheimnisvolle Tristan und der kleine Besserwisser Don gehören zur Geschichte einfach dazu. Alle Charaktere sind so liebevoll gestaltet und haben die Geschichte wunderschön ausgeschmückt. Da in der Geschichte sehr viele Figuren vorgekommen sind, finde ich es eine gute Idee, dass am Ende des Buches ein Personenverzeichnis angefügt ist (ohne Spoiler). Jedoch hätte ich dieses vielleicht eher am Anfang eingefügt, da ich nur per Zufall während dem Lesen gesehen habe, dass es sowas gibt.

Das Buch war total humorvoll und lustig. Manchmal habe ich beim Lesen laut losgelacht, manchmal war ich total schockiert und am Ende war ich traurig, dass es vorbei war. Einige Szenen waren so skuril und seltsam, dass es schon wieder lustig war. Das hat mir super gefallen.

Schreibstil: Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen, da er total flüssig war.  Kerstin Gier hat erfolgreich bewiesen, dass sie sowohl wunderschön beschreiben kann und eine tolle Atmosphäre erzeugen kann als auch mega spannend schreiben. Schon nach wenigen Seiten war ich verzaubert von diesem Schreibstil und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und auch Kerstin Giers Humor mochte ich sehr.

Fazit: Ein wunderschönes Buch, das einen Zauber versprüht, mich super unterhalten hat und mir mega gut gefallen hat. Es enthält zwar ein paar Klischees, und es passiert lange Zeit nichts, aber dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe kleine Kritikpunkte, die zu 5 Sternen gefehlt haben, aber dennoch habe ich das Buch geliebt und gebe darum 4 Sterne.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren

Norbert Pautner
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Bassermann, 02.10.2017
ISBN 9783809438038
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Buch:
"Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren" wurde von Norbert Pautner gestaltet und ist im Bassermann erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 80 Seiten und kostet 7,99 Euro.

Das Konzept:
Schön schreiben kann jeder, man muss nur wissen, wie es geht. Und wie es geht, das kann man mit diesem Buch lernen.  In diesem Praxisbuch werden Buchstabe für Buchstabe die 33 schönsten Schriften vorgestellt. Ausserdem gibt es ganz am Ende des Buches auch noch verschiedene Rahmen, Ornamente und Bordüren, die ein Handlettering Bild vervollständigen. Das Buch enthält Schriften, die man ganz einfach mit Stift, Pinsel und Kreide nachmachen kann.

Am Anfang werden ein paar wenige nötige Fachbegriffe erklärt, aber dann geht es auch schon los. Mit diesem Buch kann jeder lernen, schön zu schreiben und sich Inspiration für neue Schriften holen.

Meine Meinung:
Bevor ich meine Meinung zu diesem Buch sage, möchte ich erwähnen, dass ich zwar schon einige Handlettering Versuche gestartet habe, jedoch ohne Vorlage oder Erklärungen rumprobiert habe, also eher noch Anfänger bin. Ich habe dieses Buch ausprobiert mit dem Ziel, Inspiration zu finden und neue Schriften zu entdecken.

Als ich das Buch aufgeschlagen habe und mir eine Schrift aussuchen wollte, ist mir sofort aufgefallen, dass bei jeder Schrift genau angegeben ist, wie lang und breit die Buchstaben sein sollen und wie lang die Abstände zwischen den Buchstaben sein müssen. Wer die Schrift genau kopieren möchte, der wird sich darüber freuen. Ich persönlich wollte die Schriften jedoch eher als Inspiration brauchen und nicht genau abzeichen. Ich finde auch, dass es bei Anfängern erst einmal darum geht zu experimentieren. Da finde ich schade, dass es gleich so viele Vorgaben gibt. Diese genauen Massangaben haben mich sehr verunsichert, da ich das Gefühl hatte, dass ich, wenn ich es nicht genau so mache, etwas falsch mache. Ich wurde also gleich ein wenig eingeschüchtert, was für mich ein Kritikpunkt ist. Ich habe diese Massangaben schlussendlich überhaupt nicht beachtet und habe es einfach nach Gefühl gemacht. Und ich persönlich finde, dass das Ergebnis auch so schön geworden ist.

Was ich sehr schön fand, ist, dass bei jeder Schrift erklärt war, wofür diese Schrift geeignet ist und welche Wirkung sie hat. Dies erleichtert vor allem einem Anfänger, die richtige Schrift zu wählen. Ausserdem gab es zu jeder Schrift ein Beispiel, was ich sehr schön fand. So konnte man gleich sehen, wie die Schrift schlussendlich aussieht und wie sie auf einen wirkt.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist, dass die Schriften sehr unterschiedlich und vielfältig sind. Es gibt eine Auswahl an schnörkeligen Schriften, aber auch viele Blockschriften und normale Handschriften. Und auch, womit die Schriften angefertig werden, variiert. Es gibt sowohl Schriften mit normalen Filzstiften, aber auch mit Pinseln und sogar mit Kreide. Ein Pluspunkt ist auch, dass man nicht unbedingt spezielle Stifte braucht. Denn ich habe normale Filzstifte benutzt, und ich konnte damit viele der Schriften problemlos ausprobieren und musste kein Geld für teure Stifte ausgeben.

Auf dem Buch klebt ein grosser Aufkleber: 100 % praxistauglich. Sobald irgendwo 100 % steht, werde ich skeptisch. Und auch in diesem Fall würde ich das nicht unterschreiben. Ein Buch kann nicht für jeden zu 100 % tauglich sein. Für einige sind die Erklärungen verständlich, andere brauchen mehr oder weniger Erklärungen. Ich würde eher vorsichtig sein, irgendwo 100 % draufzuschreiben.

Trotz leichter anfänglicher Abschreckung kann ich das Buch sehr empfehlen. Denn ich war erstaunt, wie schnell man sich eine neue Schrift aneignen kann. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber ich bin mit meinen ersten Versuchen mit diesem Buch zufrieden, denn es zeigen sich schnell Erfolge. Anfänger können sich an diesem Buch gut etwas abschauen, aber auch Fortgeschrittene können darin neue Schriftarten entdecken, die sie bis dahin noch nicht kannten.

Was ich zusätzlich zum Buch sehr schön finde, ist, dass der Verlag auf seiner Seite einige Rastervorlagen zur Verfügung stellt. Die Schriften können zwar auch auf normalem, weissem Papier gezeichnet werden, wie ich es gemacht habe, jedoch kann das Raster vor allem für Anfänger eine Hilfe sein.

Für den Preis von nur 7,99 Euro finde ich das Buch sehr empfehlenswert. Es braucht gar nicht so viel Geld, um ein Buch mit guten Erklärungen zu bekommen.  Es lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall Handlettering auszuprobieren. Und ich finde, dieses Buch ist dafür gut geeignet.

Fazit:
Ich kann dieses Buch sehr weiterempfehlen. Es enthält vielfältige Schriften, schöne Ornamente und tolle Rahmen, die gar nicht so schwierig nachzuzeichnen sind. Einen Stern ziehe ich jedoch ab, da ich anfangs ein bisschen abgeschreckt wurde mit den vielen Massangaben und ich so das Gefühl hatte, etwas falsch machen zu können. Dennoch ist es ein sehr schönes und praxistaugliches Handlettering Buch, in dem ich mir in Zukunft definitiv Inspiration suchen werde.

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Sternwärts

Jenna Strack
Flexibler Einband: 130 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 06.08.2017
ISBN 9781973859321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Du bist der Autor deines Lebens;

Zum Buch:

"Sternwärts" wurde von Jenna Strack geschrieben. Die Autorin ist eine Selfpublisherin. Es ist ein Taschenbuch mit 130 Seiten und kostet in Deutschland 7,99 Euro. Das Buch ist eine Art Spin-off zu "Splitterleben" von Jenna Strack, man kann das Buch aber auch unabhängig von "Splitterleben" lesen. 

Zusammenfassung:

Die siebzehnjährige Anh ist seit drei Jahren tot. Zumindest laut ihrer Sterbeurkunde. Sie hat ihr halbes Leben gegen eine Krankheit gekämpft und den Kampf mit siebzehn verloren. Am Schluss ihrer Krankheit hat sie sich auf den Tod gefreut, da sie dachte, dass sie dann endlich Ruhe hätte und mal abschalten könnte. Doch stattdessen spielt sie seit drei Jahren Schutzengel für Menschen, die so verzweifelt sind, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Das sind ihre "Klienten", wie sie sie nennt. Der Job ist ganz schön anstrengend, denn niemand kann sie sehen oder hören. Doch dann trifft Anh auf Jona, und bei ihm ist alles anders...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Die äussere Erscheinung finde ich sehr schön. Ich finde das Cover total liebevoll gestaltet. Der Klappentext macht neugierig auf die Geschichte und ist auch ein bisschen geheimnisvoll. Den Titel mag ich. Er ist irgendwie total poetisch, und ich mag, dass er auch ein bisschen Interpretationsfreiraum lässt. Die Gestaltung des Buches ist meiner Meinung nach total zauberhaft und wunderschön.

Inhalt: Ich könnte diese Rezension auch nennen "wie ich ein Buch fast nach 3 Seiten abgebrochen hätte und es dann zu einem absoluten Highlight wurde". Als nach den ersten drei Seiten Anhs Krankeheit ins Spiel kam, habe ich echt Angst bekommen, dass ich das auch kriegen könnte. Und dann dachte ich mir, dass mich dieses Buch bestimmt total runterziehen wird, weil es um Krankheit und Tod und um Depressionen geht, und ich habe mich gefragt, ob mich so ein Buch nicht viel zu fest mitnimmt. Aber dann habe ich weitergelesen und habe gemerkt: Das ist kein Buch, das einen runterzieht. Es geht um schwierige Themen, aber es ist ein Buch, das Mut macht.

Ich war vor dem Lesen sehr gespannt auf die Geschichte, aber anfangs war ich ehrlich gesagt ein wenig skeptisch dem Buch gegenüber. Das Thema Depression ist so komplex, das kann man doch nicht in nur 130 Seiten behandeln. Da habe ich mich aber ziemlich getäuscht, denn Jenna Strack kann das. Dieses Buch ist der beste Beweis dafür, dass es nicht darauf ankommt, wie lang ein Buch ist. Ein Buch muss nicht 500 Seiten lang sein, um gut zu sein. Manche Bücher kommen auch nach 500 Seiten nicht auf den Punkt, aber Jenna Strack hat das mit 130 Seiten geschafft, und das verdient meiner Meinung nach echt Respekt.

Der Prolog enthält einen Teil des Klappentextes, was ich eine schöne Idee fand. Ich bin relativ gut in die Geschichte hineingekommen, musste mich aber zuerst ein bisschen an den Gedanken gewöhnen, dass die Protagonistin Anh tot ist. Anh mochte ich sehr. Ich habe leider "Splitterleben" nicht gelesen, von daher kannte ich sie noch nicht. Ich mochte ihre humorvolle, aufgestellte Art. Und dass sie gerne liest und Harry Potter mag, macht sie für mich gleich noch einmal sympathischer. Und sie redet genauso viel wie ich. Anh ist das beste Beispiel dafür, dass man das Leben lieben soll und es sich lohnt zu kämpfen. Sie ist sehr sympathisch und auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, finde ich, dass sie geeignet für einen "Schutzengel" ist.

Zitat von Seite 116, Zeilen 12 bis 16: "Das Semikolon steht für einen Satz, den der Autor beenden könnte, wenn er es wollte; aber er hat sich entschieden, es nicht zu tun und ihn weiterzuführen. Man sollte sich immer daran erinnern, dass man selbst der Autor ist und der Satz das Leben." Zitatende

Das Buch macht auf jeden Fall Mut und gibt dem Leser Hoffnung. Es zeigt, dass man nie alleine ist, dass es immer Leute gibt, die einem helfen können. Das Leben ist wertvoll, darum sollte man es nicht einfach so aufgeben. Man braucht eigentlich gar nicht viel im Leben. Was zählt, ist, dass man gesund ist. Und egal wie aussichtslos eine Situation ist, es brennt immer irgendwo ein Licht. Jeder Mensch ist es wert, geliebt zu werden. Und auch in der Realität gibt es Engel wie Anh. Nur bemerkt man es teilweise nicht. Wie die Autorin wunderschön in ihrer Geschichte sagt, man erkennt einen Engel wirklich erst, nachdem er an einem vorbeigegangen ist.

Zitat von Seite 122, Zeilen 24 bis 27" "Es gibt nicht nur die eine Anh, die von Mensch zu Mensch hetzt, um ihn in seiner dunkelsten Stunde umzustimmen. Es gibt tausende Anhs, die rund um die Uhr für einen bestimmten Menschen da sind. Die Welt ist voller Schutzengel." Zitatende

Das Lesen dieses Buches hat viel in mir ausgelöst. Ich habe beim Lesen geweint, hatte tausend Gedanken und Gefühle und habe das Buch nicht nur geliebt, sondern gelebt. 

In diesem Buch erkennt man, dass viele Leute gegen aussen vorspielen, dass es ihnen gut geht, obwohl es innerlich überhaupt nicht so ist. Ich finde, es sollte mehr Bücher über Themen wie psychische Probleme geben. Das Buch setzt sich mit wichtigen Fragen auseinander, wie zum Beispiel: Wofür lebe ich überhaupt, lohnt sich das denn? Ist der Tod wirklich eine Erlösung?

Es war ein tolles Buch mit vielen wundervollen Textstellen, die mich nicht mehr losgelassen haben. Das Buch ist voller Wahrheit und ich finde, jeder sollte dieses Buch lesen. Es ist meiner Meinung nach eine tolle Geschichte über ein todkrankes Mädchen, das das Leben liebte und einen Jungen, der das Leben hasst.

Schreibstil: Das Thema behandelt ein schwieriges Thema, aber ich fand den Schreibstil dennoch irgendwie humorvoll. Mit ihrer Art hat Anh die Geschichte aufgelockert. Das Buch hat mich gefesselt, ich musste einfach weiterlesen. Ich hatte eine Stimme in mir, die gesagt hat, dass ich erst schlafen kann, wenn ich das Buch beendet habe. Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und wollte unbedingt wissen, was passiert.

Fazit: Ein wundervolles Buch über ein wichtiges Thema, das Mut macht, zeigt, dass man nicht aufgeben und Träume haben soll. Das Buch hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht, darum gebe ich dem Buch 5/5 Sternen. Ich habe die Geschichte zwar fertig gelesen, aber sie lebt für immer in mir weiter. Denn mit dieser Rezension ist die Geschichte für mich nicht beendet, und darum entscheide ich, dass ich auch diesen Satz nicht beenden werde;

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178 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

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Landliebe

Jana Lukas
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453421950
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Buch:
"Landliebe" wurde von Jana Lukas geschrieben und ist im Heyne Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 315 Seiten und kostet in Deutschland 9,99 Euro.

Zusammenfassung:
Ellie hat Schulden und muss so schnell wie möglich an 10'000 Euro kommen. Ihre einzige Chance, das Geld schnell genug zu verdienen, ist die TV-Show Landliebe. Vier Wochen lebt sie begleitet von einem Kamerateam auf dem Hof von Winzer Tom. Vor der Kamera muss sie ein Dirndl tragen, auswendig gelernte Sätze sagen und so tun, als ob sie sich total in Tom verliebt hätte. Aber hinter der Kamera möchte sie sich gar nicht verlieben. Denn sie ist nur wegen dem Geld hier. Tom geht es nicht anders, auch er braucht dringend Geld und macht nur deshalb bei der Show mit. Er möchte sich auf keinen Fall auf eine neue Beziehung einlassen. Doch auch wenn die beiden sich auf keinen Fall verlieben wollen, entwickeln sie Gefühle füreinander...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover finde ich wunderschön, es hat mich sofort sehr angesprochen. Ich mag, dass es so schön bunt ist. Die vielen Blumen machen sofort gute Laune und passen perfekt zu einer lockeren Lektüre für zwischendurch. Der Klappentext ist auch sehr anprechend und lässt auf ein wunderbar humorvolles Buch schliessen, was ich dann auch bekommen habe. Mehr dazu aber nachher beim Inhalt. Der Titel ist kurz, aber sehr passend. Alles in allem finde ich die Aufmachung sehr schön, einladend und passend zur Geschichte.

Inhalt: Anfangs war ich sehr skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde. Es erinnert stark an die Sendung "Bauer sucht Frau", und ich bin nicht unbedingt Fan dieser Sendung. Ich fand die Idee ganz nett, hätte aber nicht gedacht, dass es mir so gut gefällt. Ich hatte auch Bedenken, dass ich mit Tom und Ellie nicht klarkommen würde. Erstens, weil die beiden doppelt so alt sind wie ich und an einem anderen Punkt im Leben stehen und zweitens, weil  bei Datingshows im Fernsehen das Niveau der Teilnehmer oft nicht besonders hoch ist. Diese Befürchtung ist aber nicht eingetroffen, da ich sowohl Tom als auch Ellie sehr mochte.

Das Buch war nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben, sondern mit einem personalen Erzähler. Dieser Erzähler hat die Geschichte aus der Sicht von mehreren Personen erzählt, was ich sehr schön fand.
So standen teilweise andere Personen in Fokus. In einigen Szenen wurde mehr auf Ellies Gefühle und Gedanken eingegangen, in anderen auf Toms. Das hat mir gefallen, denn vor allem anfangs haben die beiden viel getrennt voneinander gemacht. Ausserdem hat der Erzähler auch noch einige Szenen aus der Sicht einer Person erzählt, auf die ich in meiner Rezension aber gar nicht eingehen möchte.

Die Protagonistin Ellie hat ihren Job verloren, braucht aber dringend Geld und macht darum bei "Landliebe" mit. Als Protagonistin fand ich sie sehr angenehm. Sie ist eine sympathische junge Frau, die auch mal in ein Fettnäpfchen tritt, aber die auch intelligent und ehrgeizig ist. Sie ist das komplette Gegenteil der bayrischen Tussi, die sie in der Show spielen muss. Aber ob Tom das auch erkennt? Lest selbst!

An Tom mochte ich viele Eigenschaften. Ich finde schön, das er so naturverbunden ist. An einigen Stellen war er aber leider ziemlich stur und zurückgezogen, was ein bisschen störend war. Dennoch mag ich ihn, denn ich finde toll, dass er für seine Familie da ist und für das, was ihm wichtig ist, kämpft. Er bewirtschaftet den Weinberg mit so viel Leidenschaft, das ist echt schön.

Ich mochte die Atmosphäre im Buch sehr. Dieses wunderschöne Dörfchen in einer tollen Gegend. Ein schönes Weingut mitten in der Natur. Der Handlungsort hat mir sehr gut gefallen.

Was ich wirklich gelungen finde, ist, dass es ein schön leichtes Buch ist, aber einem dennoch viel mit auf den Weg gibt. Zum Beispiel zeigt es, dass man bei anderen Menschen teilweise zuerst nur eine Fassade kennenlernt. Aber was man äusserlich zeigt, kann im inneren ganz anders aussehen. Man sollte über einen Menschen erst urteilen, wenn man auch weiss, wer unter der Fassade steckt. Das finde ich eine schöne Botschaft.

Es ist auch erschreckend, wie viel im Fernsehen nicht der Realität entspricht. Ellie und Tom müssen sich komplett verstellen, was man im Fernsehen sieht, ist in Wirklichkeit ganz anders.  Ellie wurde in ein Blondchen mit Dirndl und tonnenweise Schminke verwandelt, deren Traum es ist, ein Nagelstudio zu eröffnen. Und auch Tom wird vorgeschrieben, was er anziehen muss und was angeblich seine Hobbys sind.

Zitat von Seite 45, Zeilen 11 bis 15:
"Wie gern würde sie etwas tragen, was ihr nicht die Luft zum Atmen nahm und worin sie sie selbst war. Sie fühlte sich unwohl und verkleidet, aber das war der Deal, da musste sie wohl durch." Zitatende

Es war ein tolles Buch, das gezeigt hat, dass auch aus einem Stadtmädchen ein Landmädchen werden kann, man nicht immer Vorurteile haben sollte, man die Vergangenheit hinter sich lassen sollte und Geld nicht immer das Wichtigste im Leben ist, auch wenn es teilweise so scheint.

An einigen Stellen war die Geschichte sehr vorhersehbar, aber das habe ich auch so erwartet und finde ich bei einer leichten Lektüre, die das Ziel hat zu unterhalten auch passend. Ausserdem finde ich ein wenig unrealistisch, dass Tom für seine Teilnahme 50'000 Euro bekommt. Laut Google bekommt man bei einer Teilnahme bei "Bauer sucht Frau", was vom Konzept her ähnlich wie "Landliebe" ist, "nur" 3000 Euro. Aber wenn es nicht so viel Geld bei "Landliebe" geben würde, würde die ganze Geschichte nicht funktionieren.
 
Mir hat gut gefallen, dass es zur Liebesgeschichte auch noch einen Zusatzkonflikt gab, den ich aber wegen der Spannung nicht vertiefen möchte. Was ich ebenfalls sehr schön fand, ist, dass im Buch ein Rezept für eine Rieslingcreme war. Das passt zur Geschichte und ist eine schöne Ergänzung.

Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war wunderschön locker und leicht, aber dennoch fesselnd. Das Buch war sehr humorvoll. Es hat mich zum Lachen gebracht und beim Lesen glücklich gemacht. Beste Unterhaltung also. Am Anfang der Kapitel war immer ein kleiner Ausschnitt aus dem Drehbuch, das fand ich eine schöne Idee.

Fazit: Ich hätte nicht erwartet, dass mir das Buch so gut gefällt. Ich mochte die Entwicklung der Charaktere, mir hat die Atmosphäre auf dem Land sehr gut gefallen, und das Buch hat mich toll unterhalten. Alle, die auf der Suche nach einer wunderschönen, unterhaltsamen Liebesgeschichte sind, können meiner Meinung nach mit "Landliebe" nichts falsch machen. Es war ein Buch voller Lebensfreude, das mich positiv überrascht hat. Da mir nur Kleinigkeiten aufgefallen sind, die mich ein wenig gestört haben, vergebe ich 4 Sterne für dieses wunderschöne Buch.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mein Sommer als Heidi

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.07.2017
ISBN 9783522184687
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch:
„Mein Sommer als Heidi" wurde von Alexa Hennig von Lange geschrieben und ist im Thienemann Verlag erschienen. Es ist ein Hardcover mit 252 Seiten und kostet in Deutschland 12,99 Euro.

Zusammenfassung:
Islas Mutter möchte mit Isla nach Ibiza auswandern. Doch bevor es losgehen kann, müssen noch ein paar Dinge geregelt werden. So lange soll Isla zu ihrem Grossvater in die Berge ziehen. Isla ist ein Grossstadtkind und kann sich definitiv etwas Besseres vorstellen. Per Mitfahrzentrale geht es von Berlin in die Schweiz. Die Berge sind für Isla eine komplett fremde Welt. Eine einsame Berghütte, Ziegen und dunkle Tannen. So viel Natur ist nicht auszuhalten für ein Grosstadtkind! Isla will abhauen, zurück nach Berlin. Doch gerade, als sie ihren Plan in die Tat umsetzen will, trifft sie Peter. Die Begegnung mit dem Jungen aus dem Alpendorf ändert alles, und Isla lässt sich ein auf das Abenteuer Bergwelt.

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt sofort diese Bergatmosphäre aus dem Buch, die Naturverbundenheit. Das Cover zeigt aber auch ein Mädchen, das auf den ersten Blick ziemlich fehl am Platz wirkt mit seinen Sandalen. Aber wenn man sich auf den zweiten Blick das Mädchen mit Wanderschuhen vorstellt, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Der Titel passt sehr gut dazu, denn das Buch erinnert schon sehr stark an Heidi. Den Klappentext mag ich sehr, denn es ist mal etwas Anderes, da er aus verschiedenen Zitaten aus dem Buch zusammengebastelt ist. Die Aufmachung löst bei mir als Schweizerin ein bisschen ein Heimatgefühl aus, was mir gut gefällt.

Inhalt: Das Buch ist eine moderne Heidi Geschichte für Kinder ab 10 Jahren, die mir gut gefallen hat. Die Grundhandlung erinnert sehr stark an Heidi. Das hat mir zwar gefallen, zwischenzeitlich war es mir an Heidi aber fast schon zu nahe, und mir hat teilweise Eigenständigkeit der Geschichte gefehlt. Bei diesem Buch ist sehr schnell die Gefahr, dass es zu ähnlich an Heidi ist.

Isla mochte ich als Protagonistin gerne. Ihr Name ist sehr besonders, genau wie sie auch. Teilweise fand ich ein bisschen nervig, dass sie dauernd anfängt zu weinen, aber irgendwie ist es auch verständlich, da viele neue Eindrücke auf sie einprasseln. Aber Isla ist so ein fröhliches, fantasievolles Kind. Ein ganz normales Kind, das eigentlich einfach nur einen Vater braucht. Ich fand es schön, von ihr durch die Geschichte geführt zu werden.

Was ich toll fand, ist, dass ich sofort ein bisschen Heimatgefühl hatte, weil das Buch in der Schweiz spielt. Natürlich besteht die Schweiz nicht nur aus Alphütten, aber diese Atmosphäre in den Bergen hat mir sehr gefallen. Ich fand auch schön, dass zwischendurch ein paar schweizerdeutsche Wörter eingebaut wurden. Das gehört für mich zu einem Buch in der Schweiz dazu. Es hätten meiner Meinung nach ein paar Wörter mehr sein können, aber natürlich muss das Buch immer noch auch für Deutsche verständlich sein. Ich konnte mir bei den Einwohnern von diesem Dorf den schweizer Akzent richtig vorstellen. Toll gefunden hätte ich, wenn in diesem Buch schweizer Namen vorgekommen wären.

Zitat von Seite 191, Zeilen 22 bis 25:
"Ich höre meinen Atem. Ich fühle die Anstrengung. Die Luft und die Weite. Ich fühle die Berge und die Tannen. Und ich fühle mich. Wie noch nie in meinem Leben." Zitatende

Mich beeindruckt, wie die Menschen in diesem kleinen Dorf miteinander umgehen. Ein Mann aus dem Dorf holt Isla jeden Morgen bei der Alphütte ab und bringt sie jeden Abend wieder zurück. Und dafür möchte er keine Gegenleistung haben. Ich finde schön zu sehen, dass es doch noch Nächstenliebe gibt.

Zitat von Seite 130, Zeilen 14 bis 16:
"Am Ende sind die Menschen doch nicht alle gleich. In den Bergen leben die hilfsbereitetsten, weil sie wissen, wie es ist, in Not zu sein." Zitatende

Die Autorin hat soweit ich das beurteilen kann auf jeden Fall gut recherchiert. Zwischendurch haben sich aber Dinge eingeschlichen, die ein Schweizer nicht sagen würde, beziehungweise habe ich das noch nie gehört. Zum Beispiel "Stullen". Das ist norddeutsch, in der Schweiz würde das niemand verwenden. Ich musste sogar zuerst googlen, was das bedeutet. Auch würde man in der Schweiz nicht Opa sagen. Ich sage Grossvater und meinen anderen Opa habe ich Grosspapi genannt.

Bei der Familienkonstellation gibt es mehrere Konflikte. Da ist einmal der Grossvater in der Alphütte, der immer noch nicht damit klarkommt, dass seine Tochter das Dorf verlassen hat. Die Mutter reist in der Welt herum, weiss aber selber nicht, wer Islas Vater ist. Das möchte Isla aber natürlich gerne wissen. Und so entstehen mehrere Konflikte, die meiner Meinung nach schön eingebaut und ausgearbeitet wurden.

Was natürlich auch ein wichtiger Aspekt ist, ist das Thema Handys und Technik im Allgemeinen. Es ist erschreckend, wie viel Zeit Isla in Berlin mit 11 Jahren schon am Handy verbringt. Und in diesem kleinen Dorf in der Natur gibt es plötzlich gar nicht überall Empfang, und Isla lernt, dass sie nicht immer ihr Handy braucht. Islas Opa ist der beste Beweis dafür, dass man eigentlich gar kein Handy braucht.

Das Buch zeigt, dass man in der Welt rumreisen kann, so viel man möchte, aber man sollte schlussendlich nie vergessen, wo die Heimat ist. Die Story war ganz nett, aber da sie sehr stark an Heidi erinnert, ist es nicht mehr wirklich etwas Besonderes.

Der Kontrast zwischen Stadt und Bergdorf hätte für mich noch ein bisschen stärker ausgearbeitet werden können, da er doch schon ein wichtiger Aspekt für diese Geschichte ist.

Das Ende hat mir leider nicht gefallen, da es meiner Meinung nach die Konflikte des Buches nicht zufriedenstellend löst. Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht.

Es war ein echt schönes Kinderbuch. Isla musste an einigen Stellen Mut beweisen und hat definitiv ein tolles Abenteuer erlebt. Für ein Mädchen aus Berlin ist ein Alpdorf zwar etwas ganz Anderes, aber anders heisst nicht immer gleich schlecht. Das hat auch Isla in diesem Buch gelernt. Toll an diesem Buch finde ich, dass es Kindern die Bergwelt ein bisschen näher bringt und zeigt, dass man nicht immer ein Meer braucht, denn auch die Berge sind wunderschön. In den Bergen hat man Zeit, um nachzudenken, und ich mochte die Atmosphäre in diesem Buch. Egal ob mit den Ziegen auf der Alp, beim Fondue essen in der Berghütte oder beim Schnitzen in Peters Zimmer. Es war einfach schön, das Buch zu lesen. Und es macht total Lust, selber in einer Alphütte zu sitzen und Alpkäse mit Brot zu essen. Mir hat das Buch gut gefallen, aber einige Punkte haben mich dann doch gestört, und an einigen Stellen hätte mehr aus der Geschichte rausgeholt werden können, weshalb es schlussendlich nicht für mehr als drei Sterne reicht.

Schreibstil: Beim Schreibstil ist mir sofort aufgefallen, dass er sehr kindlich ist. Da die Geschichte von der Protagonistin Isla erzählt wird, die erst 11 Jahre alt ist, finde ich das aber passend. Ich finde, man darf ruhig am Stil merken, dass ein Kind die Geschichte erzählt. Der kindliche Humor in diesem Buch hat mir sehr gut gefallen. An einigen Stellen musste ich echt lachen. Zum Beispiel als Isla Käsefondue Käsesuppe genannt hat.

Fazit: Es war eine schöne, locker leichte Sommergeschichte mit viel Bergfeeling. Das Buch hat mir ein bisschen Heimatgefühl gebracht, und ich fand es sehr unterhaltsam. Ich fand es sehr schade, dass doch einige Kritikpunkte da waren. Denn die Atmosphäre in diesem Buch fand ich wirklich toll. Wenn ich das Ende gemocht hätte, dann hätte das Buch vier Sterne bekommen. Da für mich das Ende zu offen ist, vergebe ich drei Sterne.

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218 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Glücksspuren im Sand

Rachel Bateman , Ute Brammertz , Steffi Korda
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.06.2017
ISBN 9783453271494
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mutig leben

Zum Buch:
 „Glücksspuren im Sand" wurde von Rachel Bateman geschrieben und ist im heyne fliegt Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 334 Seiten und kostet in Deutschland 12,99 Euro.

Zusammenfassung:
Als Annas Schwester Storm bei einem Autounfall ums Leben kommt, ist Anna am Boden zerstört. Storm war nicht nur ihre Schwester, sie war ihr Vorbild und ihre Freundin. Nach ihrem Tod findet sie in Storms Zimmer eine Liste mit den Dingen, die sie in diesem Sommer unbedingt tun wollte. Dinge wie „Den Sonnenaufgang erleben“, „Sich ein Tattoo stechen lassen" oder auch einfach: „Mutig leben“. Für Anna ist sofort klar: Sie möchte Storms perfekten Sommer erleben und im Andenken an ihre Schwester die Aufgaben der Liste erfüllen.  Begleitet wird sie auf ihrer Reise von Cameron, dem Nachbarsjungen, den sie schon seit Ewigkeiten kennt. Cameron, der Storms engster Freund war. Gemeinsam jagen sie Storms Träumen nach und erleben die lustigen und teilweise verrückten Dinge, die Storm in ihrem perfekten Sommer machen wollte...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover war bei mir Liebe auf den ersten Blick. Ich finde das Cover wunderschön. Es strahlt so viel Sommerfeeling und so viel Glück aus, und ich mag auch den Titel sehr gerne, weil er so poetisch ist. Anna und Cameron hinterlassen überall auf ihrer Reise viele Glücksspuren. Der Klappentext macht sehr neugierig auf die Geschichte. Die Umschlagsgestaltung finde ich sehr gelungen. Ich mag auch sehr, dass die Liste auf der Innenseite abgedruckt ist.

Inhalt: Dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Es war eine wundervolle Mischung zwischen lockerer Sommergeschichte und Romantik. Dennoch stecken viele tiefgründige Elemente in diesem Buch. Das Buch hat mir gezeigt, dass jeder "normal" selber definieren kann, man sein Leben leben soll, und man vielleicht nicht immer ans Ziel kommt, man aber trotzdem anfangen soll. Man sollte nicht alles planen im Leben, sondern einfach mal machen. Die Reise war so wunderschön chaotisch, spontan und verrückt, und es hat einfach Spass gemacht, die Reise mitzuverfolgen.

Im Vordergrund stand die grosse Reise, aber auch Themen wie Krankheit und Umgang mit dem Tod wurden in diese wunderschöne Sommergeschichte toll eingebaut. Die Autorin schafft es, schwierige Themen zu behandeln, ohne dass das Sommerfeeling durch traurige Stimmung ersetzt wird. Auch ernste Themen wurden toll ausgearbeitet.

An einigen Stellen konnte mich das Buch sehr berühren. Das Buch zeigt, dass das Leben so schnell vorbei sein kann. Aber trotzdem sollte man nicht in ständiger Angst leben. Das ist leichter gesagt, als getan. Aber es gibt so viele tolle Glücksmomente im Leben.

Sowohl Anna als auch Cameron mochte ich sehr. Anna war meiner Meinung nach eine tolle Protagonistin. Ich konnte sehr gut mit ihr mitfühlen und sie verstehen. Annas Entwicklung während der Geschichte fand ich sehr schön zu sehen. Nach Storms Tod war sie am Boden zerstört, was natürlich verständlich ist. Es muss unvorstellbar schlimm sein, die eigene Schwester zu verlieren. Ich kann mir ein Leben ohne meine Schwester nicht vorstellen. Storm war nicht nur ihre Schwester, sie war ihre Freundin und ihr Vorbild.

Zitat von Seite 20, Zeilen 21 bis 23:
"Der Zauber steckte nicht im Wald oder im Garten oder sonst wo, der Zauber steckte allein in meiner Schwester, und sie war nicht da." Zitatende

Durch den Roadtrip lernt sie jedoch viele Dinge dazu und sie merkt, dass es immer noch Glück und Freude gibt. Ich denke, dass das Buch auch Menschen Mut machen und Hoffnung geben kann, die einen wichtigen Menschen im Leben verloren haben. Denn Anna lernt, dass der Schmerz immer da sein wird, aber dass sie lernen muss, ohne Storm weiterzuleben. Und sie merkt, dass es nicht falsch ist, trotzdem glücklich zu sein. Ich fand gut, dass Anna den Entschluss gefasst hat, die Liste abzuarbeiten. So hatte sie wieder ein Ziel vor den Augen. Anna ist ein realistischer Charakter. Sie hat Gefühlsausbrüche, sie hat Stimmungsschwankungen, aber sie zeigt auch, wie das Leben wirklich ist: Im einen Moment ist man voller Hoffnung, im nächsten Moment ist man am Boden. So ist das Leben.

Zitat von Seite 72, Zeilen 7 bis 9:
"Genauso bitter ist meine nächste Erkenntnis: Das hier ist die letzte Liste. Das Ende des Heranwachsens. Storm wird nie älter sein, reifer." Zitatende

Cameron mochte ich ebenfalls sehr gerne. Ich habe ihn von Anfang an ins Herz geschlossen. Er macht jeden Spass mit Anna mit, passt gleichzeitig aber immer auf sie auf. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Liebe der beiden kam für mich ein bisschen plötzlich, aber ich finde, dass sie ein tolles Paar abgeben. Ich habe mit den beiden gelacht, mit den beiden geweint. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

In der Geschichte geht es vor allem um Anna und Cameron, aber auch die anderen Charaktern wurden liebevoll ausgearbeitet und haben mir sehr gut gefallen. Auch Storm scheint ein toller Charakter zu sein. Sie scheint ein Mädchen gewesen zu sein, das immer sein Ding durchgezogen hat und zwar ein bisschen verrückt. aber sehr liebenswert war. Sie muss echt ein sehr besonderer Mensch gewesen zu sein.

Das Buch wurde aus Annas Sicht geschrieben. Zwar hätten mich Camerons Gedanken auch interessiert, aber ich fand es nicht schlimm, dass das Buch nur aus Annas Sicht geschrieben war.

Gut gefallen hat mir, dass die Reise nicht sofort begonnen hat, sondern man zuerst ein bisschen mit der Situation der Handlung bekanntgemacht wurde. So konnte man Anna und Cameron erst einmal ein bisschen kennenlernen.

Schreibstil: Mir hat der Schreibstil des Romans sehr gut gefallen. Er war sehr flüssig, locker und leicht. Nicht alle Themen in diesem Buch sind einfach, aber auch in Szenen, die sich mit schwierigen Themen beschäftigt haben, war der Schreibstil leicht. Ich habe mich beim Lesen an die Hand genommen gefühlt. Der Schreibstil war so fesselnd, dass aus einem Kapitel schnell das halbe Buch geworden ist.

Fazit: Ein tolles Sommerbuch, welches mir gezeigt hat, dass man sein Leben leben und jeden Moment geniessen soll. Die beiden haben das Abenteuer ihres Lebens erlebt, und ich bin froh, dass ich dieses Abenteuer miterleben durfte. Ein tolles Buch, das einem zeigt, dass man mehr Mut im Leben haben soll. Das Buch liess sich wunderschön lesen und konnte mich komplett überzeugen. Darum vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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119 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Was andere Menschen Liebe nennen

David Levithan , Andrea Cremer , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.06.2017
ISBN 9783570163559
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
„Was andere Menschen Liebe nennen" wurde von David Levithan und Andrea Cremer geschrieben und ist im cbt Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 412 Seiten und kostet in Deutschland 14,99 Euro.

Zusammenfassung:
Der 16-Jährige Stephen ist seit seiner Geburt unsichtbar. Noch nie hat ihn jemand gesehen - nicht einmal seine Eltern. Doch dann zieht Elizabeth mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Laurie nach New York und es passiert, womit Stephen nie gerechnet hätte. Elizabeth kann ihn sehen. Die beiden unternehmen viel zusammen und verlieben sich in einander. Doch irgendwann kann Stephen sein Geheimnis nicht mehr vor Elizabeth versteckt halten. Die beiden hoffen, dass Elizabeth ihm helfen kann. Doch dabei bringen sie sich in grosse Gefahr...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover, der Titel und der Klappentext lassen auf eine lockere, leichte Sommergeschichte hoffen. Teilweise ist das der Fall, jedoch steckt noch viel mehr dahinter, was man dem Cover nicht entnehmen kann. Ich mag diese helle Erscheinung, die nicht zeigt, was sich alles noch dahinter verbirgt. Das Cover wirkt fast schon langweilig, was den Überraschungseffekt beim Lesen viel grösser macht. Ich möchte nicht viel verraten, aber in diesem Buch steckt mehr als man denkt. Den Titel finde ich jedoch nicht so passend, da er nur an einer einzigen Stelle aufgegriffen wird.

Inhalt: Dieses Buch finde ich schwierig zu rezensieren ohne zu spoilern. Die erste Hälfte der Geschichte ist wirklich wie das Cover und der Klappentext erahnen lassen: Eine tolle Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer. Aber Stephen ist unsichtbar. Diese Tatsache lässt schon erahnen, dass darin doch noch ziemlich viel Fantasy steckt. Diese Fantasy wird im zweiten Teil der Geschichte voll ausgeschöpft. Was da genau passiert, möchte ich aber noch nicht verraten. Nur so viel: Es hat sich anders entwickelt, als ich erwartet habe, was ich persönlich jedoch nicht negativ fand. Aber man muss sich auf die Geschichte einlassen können, um das Buch zu mögen.

Wer einfach nur eine lockere, leichte Sommergeschichte lesen möchte, sollte von diesem Buch besser die Finger lassen, da es in der zweiten Hälfte sehr mystisch und spannend wird. Mir persönlich hat das gefallen, aber das mag nicht jeder. Allen Fantasy Fans kann ich das Buch aber auf jeden Fall sehr empfehlen.

Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen. Die Geschichte wird abwechselnd von Stephen und Elizabeth erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem in der zweiten Hälfte der Geschichte haben diese Wechsel sehr zur Spannung beigetragen. Am Anfang mochte ich Stephens Sicht lieber. Ich fand ihn von Anfang an sehr sympathisch. Elizabeth konnte ich anfangs noch nicht so ganz "einordnen", da ich wenig über sie wusste. Doch mit der Zeit hat man auch immer mehr über Elizabeth erfahren, und so habe ich auch sie ins Herz geschlossen und mochte ihre Sicht immer lieber.

Ich fand Elizabeths Verhalten teilweise ein wenig widersprüchlich. Einerseits vertraut sie nicht schnell Menschen. Aber andererseits entsteht zwischen ihr und Stephen schon innerhalb von wenigen Tagen die grosse Liebe. Ich finde, dass sich die Beziehung zwischen den beiden zu schnell entwickelt hat.

Ich glaube, jeder wünscht sich in machen Situationen, unsichtbar zu sein. Aber Stephens Schicksal ist so hart, und es ist unvorstellbar, dass einen niemand sehen kann. Am Anfang wird Stephens Leben sehr trostlos beschrieben. Und nach dieser Geschichte möchte man nicht einmal mehr in einer peinlichen Situation unsichtbar werden.

Zitat von Seite 127, Zeilen 17 bis 19:
"Wenn keiner dich sehen kann, weiß keiner, wer du wirklich bist (...) Die Einsamkeit wächst wie ein Krebsgeschwür in dir." Zitatende

Das Buch hält auch einige tiefgründige Stellen bereit. Es geht um Lebensfreude und Lebenswillen, Toleranz und darum, dass einem alles Wissen der Welt nichts bringt, wenn man nicht handelt. Ausserdem zeigt das Buch, dass man aus dem Leben das Beste machen soll.

Zitat von Seite 208, Zeilen 9 bis 11:
"Die Karten sind vom Schicksal gemischt und ausgeteilt worden- damit muss man auskommen und kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen." Zitatende

Einige Stellen haben mich zum Nachdenken gebracht, bei anderen musste ich lachen, teilweise hatte ich total Angst beim Lesen (aber wovor verrate ich noch nicht), und insgesamt hat es mir einfach Spass gemacht, das Buch zu lesen.

Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist jugendlich und frisch und liess sich leicht lesen. Gegen Ende hat sich immer mehr Spannung aufgebaut, sodass ich das Buch fast nicht mehr weglegen konnte. Der Schreibstil liess sich sehr flüssig lesen, und es hat Spass gemacht, das Buch zu lesen. Zwischenzeitlich hat sich das Buch ein bisschen in die Länge gezogen, aber das hat sich schnell wieder gelegt. Das Ende kam für mich dann doch ein bisschen schnell, aber mir hat das Buch dennoch sehr gut gefallen.

Fazit: Teilweise wusste ich nicht, was ich von der Geschichte halten soll, da sich das Buch sehr unerwartet entwickelt hat. Das fand ich aber nicht negativ, denn die Entwicklung hat mir sehr gefallen. Meiner Meinung nach ist das Buch etwas Besonderes, denn es hält viele Überraschungen bereit. Da ich das Buch sehr mochte, es mich aber nicht komplett begeistern konnte, vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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Conni & Co 13: Conni, Mandy und das wilde Wochenende

Dagmar Hoßfeld , Dorothea Tust
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.06.2017
ISBN 9783551557131
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieses Buch ist Teil einer Reihe. Es muss nicht zwingend mit Band 1 begonnen werden. Ich würde jedoch empfehlen, nicht mit Band 13 zu beginnen, da sich in den letzten 12 Bänden viel entwickelt hat, und einige Vorinformationen fehlen.

Zum Buch:
„Conni, Mandy und das wilde Wochenende" wurde von Dagmar Hoßfeld geschrieben und ist im Carlsen Verlag erschienen. Es ist der 13. Band der Conni & Co Reihe. Band 14 erscheint im Sommer 2018. Das Buch ist ein Hardcover mit 190 Seiten und kostet in Deutschland 11,99 Euro.

Zusammenfassung:
Connis Eltern haben bald Hochzeitstag und haben eine romantische Kurzreise über das Wochenende gebucht. Jakob verbringt das Wochenende bei einem Freund, und Conni soll zu Anna gehen. Eigentlich ist alles geregelt. Doch ausgerechnet an diesem Wochenende macht Connis Austauschschülerin Mandy aus Brighton Kurzurlaub in Berlin. Conni möchte sie unbedingt treffen, aber ihre Eltern wollen ihr einfach nicht erlauben, nach Berlin zu fahren, um Mandy zu sehen. Aber Conni gibt nicht auf, denn da muss es doch eine Lösung geben.

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich mag bei allen Covern der Reihe, dass sie so schön bunt sind und total fröhlich wirken. Da bekommt man gleich Lust, das Buch zu lesen. Den Titel finde ich passend zur Geschichte. Der Klappentext ist ein bisschen kurz. Was ich als Problem sehe, ist, dass es fast die Hälfte des Buches nur darum geht, wie Conni es schafft, ihre Eltern zu überzeugen, dass sie Mandy treffen kann. Denn durch den Titel, das Cover und den Klappentext ist es sehr vorhersehbar, dass es dann am Ende doch irgendwie klappt.

Inhalt: Grundsätzlich hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Ein Buch aus dieser Reihe zu lesen fühlt sich immer an wie nach Hause kommen. Conni ist wie eine Freundin für mich, da ich diese Reihe schon sehr lange kenne. Conni ist meiner Meinung nach ein tolles Vorbild. Sie kämpft für ihre Ziele und ist ein liebenswürdiges, fröhliches Mädchen, das viel mit Freunden unternimmt und nicht immer nur Zeit am Handy verbringt. Manchmal wirkt sie auf mich für einen Teenager fast schon zu vorbildlich. Welcher Teenager macht am Freitag Abend schon alle Hausaufgaben? Aber natürlich läuft auch nicht bei Conni alles rund, und auch sie hat mal Streit, bzw. Diskussionen mit den Eltern.

Schade finde ich ein wenig, dass das Thema Pubertät überhaupt nicht aufgegriffen wird. Conni und ihre Freunde sind 13, stecken also mittendrin. Natürlich möchte ich keinen Mädchenratgeber, aber ein paar Aspekte hätte man meiner Meinung nach schon einbauen können.

Connis Austauschpartnerin Mandy hat man in zwei früheren Bänden bereits kennengelernt. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie in diesem Band wieder einmal vorkommt, da ich sie in den früheren Bänden ins Herz geschlossen haben. Mit ihrer flippigen, lustigen Art bringt sie einen oft zum Lachen beim Lesen und lockert das Buch sehr schön auf. Und mit ihren Fehlern auf Deutsch, den eigenwilligen Wortschöpfungen, wie Conni es nennt, bringt sie einen oft zum Schmunzeln. Ich finde toll, dass Conni zu ihrer Austauschpartnerin auch nach dem Schüleraustausch noch Kontakt hat. Ich habe letztes Jahr auch einen Schüleraustausch gemacht, der Kontakt zu meiner Austauschpartnerin ist jedoch danach abgebrochen.

Zitat von Mandy von Seite 137, Zeilen 6 bis 11:
"Am liebsten, ich würde bleiben hier. (...) Es ist immer so funny mit euch! Immer passiert etwas. Immer ist was los." Zitatende

Allgemein mochte ich die Charaktere sehr, Conni hat tolle Freunde, und auch ihre Familie habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als ob ich auch ein Teil der Geschichte wäre. Und das Buch zeigt schön, dass man mit Freunden eine tolle Zeit haben kann, man die Familie aber dennoch braucht und sie auch vermisst.

Irgendwas hat mir an dieser Geschichte gefehlt. Es gab einen Hauptkonflikt, darum herum ist aber leider nicht viel passiert. Auch Connis Beziehung zu Philipp ist nur wenig thematisiert worden. Da mir das Lesen aber dennoch Spass gemacht hat, fand ich es nicht ganz so schlimm. Die Geschichte liess sich einfach schön lesen und war perfekt für zwischendurch. Sie hat mich nicht umgehauen, aber ich fand sie trotzdem sehr unterhaltsam. Zwischenzeitlich haben mich ein paar Dinge gestört, aber das Ende hat mir wieder gut gefallen.

Was für mich ein Pluspunkt ist, ist, dass am Ende des Buches ein Kuchenrezept beigelegt ist. Dieser Kuchen wurde im Buch gebacken, und ich finde schön, dass die Leser auch die Möglichkeit haben, den Kuchen nachzubacken.

Ich hatte mit diesem Buch ein paar schöne Lesestunden und habe viel gelacht. Ich kann dieses Buch Mädchen (und Jungs) ab 10 Jahren empfehlen, die eine schöne, lockere Geschichte suchen, um im Freibad oder am See zu lesen. Nach oben gibt es meiner Meinung nach keine Altersbeschränkung. Auch mit 16 hatte ich noch viel Spass mit diesem Buch.

Schreibstil: Den Schreibstil mag ich wirklich sehr. Er ist locker, leicht und gut verständlich. Das Buch hat keine wirklichen Wendungen oder unerwartete Ereignisse. Aber der Schreibstil macht trotzdem Lust, weiterzulesen und lässt das Buch auch ohne grosse Überraschungen nicht langweilig wirken. Ich bin von Anfang an sehr gut in die Geschichte hineingekommen, und die Seiten flogen nur so dahin. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach sehr positiv.

Fazit: Ich finde zwar, dass es nicht der stärkste Band der Reihe ist, und einige Dinge haben mich gestört. Dennoch hatte ich sehr viel Spass beim Lesen, und ich mochte es einfach, mit diesem Buch im Freibad zu sitzen und zu lachen. Weil mir das Buch trotz ein paar Kritikpunkten super gefallen hat, vergebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen.

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Die Doppel-Kekse - Chaos hoch zwei mit Papagei

Patricia Schröder , Maria Karipidou , Stephanie Reis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.06.2017
ISBN 9783522505130
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch:

„Die Doppelkekse- Chaos hoch zwei mit Papagei" wurde von Patricia Schröder geschrieben und ist im Planet! Verlag erschienen. Es ist ein Hardcover mit 221 Seiten und kostet 9,99 Euro in Deutschland. Es ist der zweite Band einer Reihe. Band 1 heisst "Die Doppelkekse- Einmal Zwilling immer Zwilling". Die Bücher können unabhängig von einander gelesen werden, jedoch fehlen einige Vorkenntnisse, wenn Band 1 nicht bekannt ist.

Zusammenfassung:

Das Leben der Doppelkekse geht wieder einmal drunter und drüber. Und doppelte Schwestern-Power ist gefragt, denn einige Jungs aus Lucies Klasse halten sich an keinerlei Regeln und gefährden die Teilnahme am Schulfest. Ausserdem muss der Papagei Punkt-um aufhören zu fluchen, denn sonst muss er ausziehen. Und als plötzlich Nonna Dolce Vita aus Venedig vor der Tür steht, möchte Mama Rosanna Punkt-um unbedingt loswerden...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist zwar sehr ähnlich wie das Cover von Band 1, aber das finde ich nicht negativ, denn so sieht man sofort, dass die Bücher zusammengehören. Ich finde auch den Stil der Cover sehr schön. Den Titel mag ich ebenfalls sehr, und er passt gut zur Geschichte. Der Klappentext ist nicht zu kurz und nicht zu lang und macht neugierig auf die Geschichte. Die äussere Erscheinung gefällt mir sehr gut.

Inhalt:  Ich bin sofort wieder gut in die Geschichte hineingekommen. Es fühlt sich wie nach Hause kommen an, wenn ich ein Buch von Patricia Schröder lese. Ich hatte sofort ein vertrautes Gefühl beim Lesen.

Lea und Lucie finde ich beide sehr sympathisch. Sie sehen zwar gleich aus, aber sie sind komplett unterschiedlich. Dennoch konnte ich mich mit beiden identifizieren. Beide Mädchen haben Eigenschaften, die mich sehr beeindrucken. MIt Lea und Lucie wird es definitiv nie langweilig, darum hat mir das Buch auch wieder so gut gefallen.

Ich finde, man merkt auch, dass Lea und Lucie sich ganz doll liebhaben. Auch wenn sie sich manchmal streiten, sind sie immer für einander da, und man merkt, dass sie einander alles bedeuten.

Zitat von Seite 54, Zeilen 5 bis 7 "Du bist eine Nervensäge (...) Aber du bist der tollste Schwesterkeks auf der ganzen Welt." Zitatende

Ich finde ebenfalls toll, dass die Doppelkekse immer für einander einspringen, wenn es nötig ist. Das ist wahre Geschwisterliebe. Lea und Lucie haben mich oft an meine Schwester und mich erinnert. Wir streiten uns zwar, aber trotzdem haben wir uns sehr lieb. Nur sind wir keine Zwillinge und können nicht zwischendurch Rollen tauschen.

Den Papagei Punkt-um finde ich toll, weil er mit seinen Sprüchen so lustig ist. Ich finde seine Sprüche total witzig, und er lockert das Buch sehr schön auf. Ohne Punkt-um wäre das Buch gleich viel uninteressanter. Er gehört einfach dazu. Und er bringt einen auch immer wieder zum Lachen.

Nach Band 1 ist eine Sache offen geblieben. Diese wurde noch einmal kurz zusammengefasst, das fand ich super. So wird man noch einmal auf den neusten Stand gebracht und kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Der Grund, warum ich nicht fünf Sterne gebe, ist, dass ich meinen  Lieblingscharakter Opa Pistorix in diesem Band sehr vermisst habe. Er hat Band 1 zu etwas Besonderem gemacht, und das fehlte in Band 2 einfach. Er ist für mich ein wichtiger Charakter, der meiner Meinung nach eine grössere Rolle gebraucht hätte. Opa Pistorix backt sehr gerne, was dieses ganz Backthema in der Doppelkeksreihe unterstützt. Dieser Aspekt hat mir gefehlt.

Die Seiten sind nur so dahingeflogen, und ich war mitten in Lea und Lucies Welt. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren, und es machte einfach Spass, das Buch zu lesen. Neben den vielen gemeinsamen Szenen haben mir auch die Wechsel zwischen Lea und Lucie sehr gut gefallen. Das hat total die Spannung erhöht. Immer mehr Seiten vergingen, und plötzlich war es vorbei. Das Buch hat mir wieder super gut gefallen.

Schreibstil: Den Schreibstil finde ich sehr schön. Er ist locker und leicht, gut verständlich und fesselnd. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit: Ein sehr schönes, spannendes Kinderbuch, das ich sehr empfehlen kann. Einen halben Stern ziehe ich ab, weil ich Opa Pistorix vermisst habe. Darum bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Das Ausmalbuch für wache Nachtstunden

Sarah Jane Arnold
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Kösel, 06.03.2017
ISBN 9783466346691
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer kennt es nicht? Man liegt abends wach im Bett und die Gedanken schwirren einem so laut im Kopf herum, dass einzuschlafen unmöglich scheint. Wenn auch Schäfchen zählen nicht funktioniert, dann soll dieses Buch helfen. Ich habe es getestet und möchte euch heute meine Meinung dazu sagen.

Zum Buch:
„Das Ausmalbuch für wache Nachtstunden" wurde von Sarah Jane Arnold gestaltet und ist im Kösel Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch und kostet 12 Euro.

Das Konzept:
Das Buch ist ein Mitmachbuch, welches entspannen und beim Einschlafen helfen soll. Natürlich befinden sich in diesem Buch viele Ausmalbilder, wie der Titel schon sagt. Ausserdem sind darin auch viele leere Seiten, die dazu da sind, um die Gedanken aufzuschreiben und den Tag Revue passieren zu lassen. Dabei stehen inspirierende Zitate und einige Ratschläge. Das Buch wurde von einer Ärztin geschrieben, welche eine Einschlaf-Garantie auf das Buch gesetzt hat.

Meine Meinung:

Die äussere Erscheinung gefällt mir sehr gut, denn das Cover ist in hellen Farben mit einem ruhigen Muster gestaltet. Mir gefallen die Wölkchen und das kleine Schaf. Die äussere Erscheinung wirkt beruhigend auf mich. Das ist meiner Meinung nach sehr passend für ein Buch, das beim Einschlafen helfen soll. Die innere Gestaltung mag ich auch sehr. Die Ausmalbilder finde ich sehr schön. Motive wie Monde, Sterne und Eulen passen ebenfalls zum Einschlafthema. Das gefällt mir. Die Motive sind unterschiedlich gross, man braucht also auch unterschiedlich lange, um sie auszumalen. Ich habe jedoch etwa 30 Minuten gebraucht, um ein Bild komplett auszumalen. Ich finde, das ist ein angemessener Zeitraum. Die Motive finde ich sehr schön, jedoch finde ich, dass vereinzelte Bildelemente sehr klein sind und so relativ schwierig zum Ausmalen sind. Das ist ein negativer Kritikpunkt für mich.

Ich finde gut, dass das Buch so vielfältig ist. Manchmal brauche ich Zeit, um meine Gedanken zu notieren. Mir hilft es sehr, meine Gedanken aufzuschreiben, um runterzukommen und einzuschlafen. In anderen Nächten brauche ich jedoch eher Zeit, um entspannt etwas auszumalen. Und manchmal reicht es auch, einfach ein paar inspirierende Zitate zu lesen. Vor allem dieses Zitat gefällt mir: "Es ist spät und ich kann nicht einschlafen. Ich kann diese Erfahrung annehmen, auch wenn sie mir nicht gefällt." Das Zitat zeigt, dass es nicht so schlimm ist, wenn man mal nicht schlafen kann. Es ist eine Lebenserfahrung, die man annehmen kann.

Das Buch kann auch dabei helfen herauszufinden, woran es liegt, dass man nicht schlafen kann. Es enthält viele Tipps, zum Beispiel, dass man sich Zeit nehmen soll, über den Tag nachzudenken.

Ich kenne das Problem gut, nicht einschlafen zu können. Oft schlafe ich gut ein, aber manchmal schwirren mir so viele Gedanken im Kopf herum, dass ich einfach nicht schlafen kann. Darum wollte ich das Buch gerne ausprobieren. Das Buch konnte mich auf jeden Fall sehr entspannen. Jedoch finde ich die Sache mit der Einschlaf-Garantie grenzwertig. Denn jeder Körper ist anders, und ich würde nicht behaupten, dass ich durch das Buch eingeschlafen bin. Es hat mir auf jeden Fall geholfen, da es mich sehr entspannt hat, aber Einschlaf-Garantie würde ich da nicht raufschreiben. Das ist für mich ebenfalls ein Kritikpunkt.

Fazit: Das Buch ist toll zur Entspannung, und mit einer Unterlage kann man es auch gut im Bett ausmalen. Ich finde zwar nicht, dass das Buch eine Einschlaf-Garantie tragen sollte, aber es hat mir auf jeden Fall geholfen, darum gebe ich dem Buch vier Sterne und kann allen Leuten mit Einschlafproblemen empfehlen, das Buch mal auszuprobieren.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Girls In The Moon

Janet McNally , Ivana Marinovic
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.04.2017
ISBN 9783570164495
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
„Girls in the moon" wurde von Janet McNally geschrieben und ist im cbt Verlag erschienen. Es ist ein Hardcover mit 414 Seiten und kostet 16.99 Euro in Deutschland.

Zusammenfassung:
Phoebe, die Tochter zweier Rocklegenden, besucht ihre Schwester Luna, die in New York gerade mit ihrer Band The Moons durchzustartet. Phoebe möchte, dass sich ihre Mutter und ihre Schwester versöhnen. Ihre Mutter kommt nämlich nicht damit klar, dass Luna in einer Band spielt und dafür ihr Studium abgebrochen hat. Ausserdem möchte Phoebe ihren Vater finden, den sie seit drei Jahren nicht mehr gesehen hat, da sich ihre Eltern getrennt haben.  Zudem möchte sie Archer wiedersehen, den Bassisten aus Lunas Band, mit dem sie seit Monaten heimlich schreibt.

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover finde ich ganz schön. Es ist schlicht, unauffällig, aber ich mag es. Jedoch ist das Cover genau wie die Geschichte einfach nur nichtssagend. Dieses Cover könnte man auf fast jedes Buch packen. Mir fehlt der Bezug zu Musik, der Bezug zur Geschichte. Der Titel ist ganz ok. "The moons" heisst Lunas Band, darum passt das schon. Der Bezug zum Mond ist mir jedoch nicht wirklich klargeworden. Viele kleine Elemente haben mit dem Mond zu tun, jedoch konnte ich das nicht zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Der Klappentext liess auf eine lockere, leichte Geschichte für zwischendurch schliessen, die zwar nichts aussergewöhnliches ist, aber doch schön zu lesen ist.

Inhalt: Leider bestätigte sich diese Annahme nicht. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, dachte ich immer, dass ich nie einem Buch nur einen einzigen Stern geben werde. Aber an diesem Buch hat mir wirklich nichts gefallen. Vielleicht war es nicht die richtige Geschichte für mich, vielleicht habe ich auch einfach die Aussage des Buches nicht verstanden. Ich hatte mehrere Probleme mit diesem Buch. Ich hatte nicht wirklich hohe Erwartungen an das Buch, aber sogar diese tiefen Erwartungen konnte es nicht erfüllen.

Es hat schon damit angefangen, dass ich nicht wirklich in die Geschichte reingekommen bin. Das habe ich schon auf den ersten Seiten gemerkt, dachte mir aber, dass ich bestimmt noch in einen Lesefluss komme. Darauf habe ich lange gewartet, jedoch konnte mich das Buch bis zum Ende nicht packen. Nach wenigen Seiten hatte ich jeweils keine Lust mehr auf die Geschichte und wollte das Buch wieder weglegen. Der Grund? Ich fand die Geschichte leider sehr langweilig. Es hat sich unglaublich in die Länge gezogen, weil so wenig Handlung vorhanden war. Die im Buch vertieften Konflikte hätte man auch in 200 Seiten anstatt 400 Seiten lösen können. Nach zwei Seiten wusste ich nicht mehr, was gerade passiert ist, da meine Gedanken dauernd von der Handlung abgeschweift sind, weil mich das Buch einfach nicht packen konnte.

Die Geschichte wird aus Phoebes Sicht erzählt, zwischendurch kommen aber auch Rückblicke aus der Sicht ihrer Mutter. Diese Grundidee fand ich zwar toll, jedoch waren die Rückblicke mit den Zeitsprüngen vor allem am Anfang ein wenig verwirrend, und ich musste teilweise zurückblättern, um Personenzusammenhänge machen zu können oder die Rückblicke in meinem Kopf zeitlich einordnen zu können. Ausserdem habe ich nicht verstanden, was mir diese Rückblicke sagen wollten. Teilweise habe ich einen Bezug zur Gegenwart gesehen, oft aber auch überhaupt nicht. Oft fand ich sie zwar unnötig, jedoch waren sie meiner Meinung nach noch das Beste an diesem Buch.

Das Buch ist für mich so... nichtssagend. Ich habe mich dauernd gefragt: Was will mir das Buch sagen? Was ist die Aussage dahinter? Diese Fragen wurden bis zum Ende nicht beantwortet. Als ich das Buch beendet hatte, dachte ich mir: Und jetzt? Das Buch war für mich einfach nicht rund, mir fehlte ein roter Faden. Es gab so viele Aspekte, woraus man etwas machen hätte können, aber es wurde nichts daraus gemacht. Die Geschichte plätscherte nur so dahin. Sie hat mich weder zum Lachen noch zum Weinen oder zum Nachdenken gebracht. Es hat mir irgendwann keinen Spass mehr gemacht, dieses Buch zu lesen. Wäre es kein Rezensionsexemplar, dann hätte ich es abgebrochen, weil ich mich zwischendurch wirklich zum Lesen zwingen musste.

Zitat von Seite 195, Zeilen 14 bis 16:
"Du kannst nicht immer so tun, als ob die Dinge dir einfach nur passieren (...) Du bist diejenige, die dein Leben lebt. Du bist dieser Mensch." Zitatende

Das Buch ist voll von irgendwelchen Andeutungen, die dann aber doch nicht vertieft werden. Es wurde mal erwähnt, dass Phoebe gerne schreibt. Warum wird das dann nicht thematisiert? Über Phoebe weiss ich herzlich wenig. Sie war eine sympathische Protagonistin, sie ist nicht nervig oder anstrengend. Aber ich weiss fast nichts über sie. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass sie nicht einmal selber weiss, wer sie eigentlich ist. So war es sehr schwierig für mich, mich mit ihr identifizieren zu können. Ich bin an sie einfach nicht rangekommen, so konnte ich mit ihr auch nicht wirklich warm werden.

Und Archer? Der wurde lange überhaupt nicht erwähnt und dann war er plötzlich da. Die "Liebesgeschichte" dümpelte auch so ein bisschen dahin. Das kann man nicht mal wirklich Liebesgeschichte nennen. Das war so oberflächlich, dass man es auch ganz weglassen hätte können. Phoebes Beziehungsstatus zu Archer ist nicht wirklich definierbar.

Musik spielt in diesem Buch eine grosse Rolle. Phoebes ganze Familie macht Musik ausser sie selbst. Aber irgendwie ist bei mir durch die ganze Geschichte hindurch nicht wirklich rübergekommen, was Musik für eine Bedeutung hat. Das fand ich schade. Es gab viele Englische Musikzitate, aber die waren an so vielen Stellen eingefügt, dass sie schon wieder nichtssagend wurden. Die Englischen Textstellen waren für mich eher ein Bruch im deutschen Text.

Zitat von Seite 297, Zeilen 29 bis 31:
"Jedenfalls, was mir an Songtexten gefällt, ist, dass sie nicht zwingend Sinn ergeben müssen. Sie müssen nur gut klingen. Es ist wie Poesie." Zitatende

Einige Informationen fand ich ziemlich unnötig. Das Buch zog sich unglaublich in die Länge, die elementaren Grundprobleme in diesem Buch, beziehungsweise Handlungselemente, die für die Geschichte wichtig wären, wurden meiner Meinung nach jedoch viel zu schnell abgehandelt. Das klingt wie ein Widerspruch, aber ich finde, dass die zentralen Dinge aus dem Fokus geraten sind.

Schreibstil: Den Schreibstil an sich fände ich ganz ok. Er ist nichts besonderes, aber ganz gut. Da jedoch so wenig Handlung vorhanden war, wirkte der Schreibstil leider langatmig, und er konnte mich nicht packen.

Fazit: Ein Buch, dass mich nicht packen konnte und einfach nicht auf den Punkt gekommen ist. Nicht jedes Buch braucht eine Wendung, aber dieses hätte echt eine gebraucht, denn so war das Buch leider einfach nur langweilig. Ich habe durchaus Potenzial in diesem Buch gesehen, die Umsetzung hat mich aber sehr enttäuscht. Leider kann ich das Buch nicht empfehlen.

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Summer Girls 2: Emmy und die perfekte Welle

Martina Sahler , Heiko Wolz
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551651662
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch:
"Emmy und die perfekte Welle" ist der zweite Teil der "Summer Girls" Reihe. Band 1 "Matilda und die Sommersonneninsel" ist bereits 2016 erschienen, weitere Bände sind geplant. Band 1 muss jedoch nicht bekannt sein, um Band 2 zu lesen. Das Buch wurde von Martina Sahler und Heiko Wolz geschrieben und ist mit Hardcover im Carlsen Verlag erschienen. Es hat 229 Seiten und kostet in Deutschland 9,99 €.

Zusammenfassung:
Emmy und ihre Freundinnen Matilda, Johanna und Merit leben auf einer Insel. Zusammen bilden die vier Mädchen die Summer Girls. Für das Summer Girl Emmy wird es ein aufregender Sommer. Sie bekommt im alten Leuchtturm eine Schreibstube, wo sie ihre erste eigene Kurzgeschichte für einen Wettbewerb schreibt. Das Motte lautet "Ferienliebe". Doch wie soll Emmy über die Liebe schreiben, wenn sie noch nie einen Freund hatte? Und mit ihrem besten Freund Daniel versteht sie sich gerade auch nicht so gut. Ein Sturm wirbelt durch Emmys leben und bringt alles durcheinander...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover finde ich sehr schön, genau wie das Cover zu Band 1. Die Cover passen super zusammen. Sie strahlen für mich Sommer aus. Die Cover schreien einfach nach Urlaub, Strand, Meer und Sonne. Sie passen perfekt zu Sommergeschichten. Der Klappentext passt gut dazu, er sagt nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Titel ist ebenfalls sehr passend. Er wird im Buch nämlich auch aufgegriffen. Nicht nur wörtlich, sondern auch in einem poetischen und tiefgründigen Sinn, zu dem ich jetzt aber noch gar nichts sagen möchte. Ich finde auch toll, dass die Innenseite mit einem wunderschönen Strandmotiv gestaltet ist, was in mir schon Urlaubsfeeling vor dem Lesen auslöst. Die äussere Erscheinung ist also sehr einladend, um das Buch zu lesen.

Inhalt: Ich war gleich wieder Mitten im Geschehen und im Inselleben. Man muss Band 1 nicht kennen, um mitzukommen, was mir sehr gut gefallen hat. Ich bin wieder super in die Geschichte hineingekommen. Es war sofort wieder Sommer- und Urlaubsfeeling da, und ich habe mich total gefreut, die Summer Girls wiederzusehen. Es fühlte sich beim Lesen irgendwie so an, als ob ein Jahr lang die Zeit stehengeblieben wäre. Es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Am liebsten würde ich meinen Koffer packen und auf die Sommersonneninsel zu den Summer Girls fliegen.

Genau wie Matilda in Band 1, ist auch Emmy eine sehr sympathische Protagonistin. Ich finde ihre Leidenschaft für Bücher natürlich total toll. So kann mich gut mit ihr identifizieren. Und auch, dass sie Videos über Bücher macht finde ich super.

Man merkt teilweise schon, dass die Protagonistin noch jünger ist, und ich sehe die Liebe in diesem Buch mehr als Sommerliebe, aber nicht als ernsthafte Beziehungen. Aber das finde ich überhaupt nicht negativ. Ich finde schön, wie die Mädchen die Liebe sehen. Diese Sicht ist vielleicht ein bisschen naiv, aber auch schön und perfekt für eine Sommergeschichte.

Zitat von Seite 16, Zeilen 6 bis 10
"Liebe war ein Blitz aus heiterem Himmel. Flattern im Bauch. Herzrasen und Schweben auf Zuckerwattewolken. Liebe kam plötzlich und zündete ein Feuerwerk, bei dem man alles um sich herum vergaß. Liebe war ein süßer Nebel, in dem man träumend versank." Zitatende

Die Idee mit dem Schreibwettbewerb finde ich toll. Das ist eine schöne Motivation für junge Jungs und Mädchen, um selber auch zu schreiben. Das Buch hat gezeigt, dass man Geschichten fühlen muss. Sie müssen von Herzen kommen, und sie müssen sich richtig anfühlen. Man sollte während dem Schreiben nicht immer so viel nachdenken, sondern einfach schreiben. Das Herz zeigt einem schon, was sich richtig anfühlt. Eine wichtige Aussage finde ich, dass jeder von sich selber sagen darf "ich schreibe". Auch Emmy darf das. Man muss nicht Bestsellerautorin sein, um eine "Berechtigung" zum Schreiben zu haben. Jeder darf schreiben und das auch von sich sagen. Ich habe mit diesem Buch auch gelernt, dass es keine eindeutige Definition gibt für Erfolg. Jeder definiert Erfolg für sich selbst. Und auch kleine Dinge können ein Erfolg sein.

Zitat von Seite 180, Zeilen 1 bis 3
"Schreiben war so viel mehr, als nur ein Wort ans andere zu setzen. Schreiben war, ihren Gefühlen eine Form zu verleihen." Zitatende

Die Summer Girls sind echt tolle Freundinnen. Sie sind immer für einander da und können über alles miteinander reden. Das finde ich schön. Mir gefällt auch, dass die Summer Girls ein bisschen mehr im Vordergrund stehen als in Band 1.

Was mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist, sind die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen im Buch, die teilweise richtig poetisch und philosophisch sind. Ich hatte das Gefühl, alles live mitzuerleben. Ich habe das Meer bis zu mir nach Hause rauschen gehört. Das Buch hat mir wieder super gefallen, sogar noch ein bisschen besser als Band 1. Jetzt bin ich gespannt auf die Bände aus Josys und Merits Sicht. Von den beiden hat man ja noch nicht so viel erfahren, darum bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht.

Schreibstil: Der Schreibstil war locker und gut verständlich. Vor allem die Beschreibungen fand ich sehr schön, und ich konnte gut mit Emmy mitfühlen und mich mit ihr identifizieren. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, und es machte sehr Spass, das Buch zu lesen.

Fazit: Dieses Buch ist die perfekte Mischung aus lockerem Sommerbuch und einer Geschichte, die mich zum Nachdenken anregt. Ich musste an einigen Stellen schon kichern, und es machte einfach Spass, es zu lesen. Es ist ein wundervolles Sommerbuch mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, ganz viel Urlaubsfeeling und einigen Stellen, die zum Nachdenken anregen. Klare 5 Sterne und eine Leseempfehlung von mir an alle, die gerade ein bisschen Sommerfeeling brauchen.

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Mein Sommer in Brighton

Birgit Schlieper
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.04.2017
ISBN 9783570311639
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
Mein Sommer in Brighton wurde von Birgit Schlieper geschrieben und ist im cbt Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 380 Seiten und kostet in Deutschland 9,99 Euro.

Zusammenfassung:
Um ihr Englisch zu verbessern machen die 16 Jährigen Freundinnen Nora und Lisa Sprachferien in Brighton. Sie kommen aus einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt und freuen sich darum auf gemeinsame Sommerferien weg von zu Hause. Bei herrlich durchgeknallten Gasteltern verbringen sie einen tollen Sommer. Doch dann ist da noch Tim, der schwedische Surfer, der am Strand campt. Nora freundet sich mit Tim an und entwickelt Gefühle für ihn. Doch plötzlich scheint es, als ob Nora ihre beste Freundin und ihre erste grosse Liebe gleichzeitig verlieren würde...

Meine Meinung:
Cover, Titel und Klappentext: Die äussere Erscheinung des Buches ist sehr sommerlich gestaltet und ist darum sehr einladend. Wenn ich das Buch sehe, habe ich sofort Lust auf eine schöne Sommergeschichte. Was ich schade finde, ist jedoch, dass im Buch so genau beschrieben wird, welchen Kleidungsstil die Protagonistin hat und dass ihre Haare sehr stark gelockt sind. Das stimmt nicht mit dem Cover überein. Das Pärchen auf dem Cover könnte jedes beliebige Pärchen sein. Der Titel ist passend, jedoch ein wenig einfallslos. Der Klappentext macht definitiv Lust auf die Geschichte, jedoch verrät er ziemlich viel, denn viel mehr als als im Klappentext beschrieben ist, passiert auch leider in der Geschichte nicht.

Inhalt: Ehrlich gesagt bin ich ohne grosse Erwartungen an die Geschichte rangegangen. Bei einer locker leichten Sommergeschichte kann man ja nicht viel falsch machen - dachte ich zumindest. Denn leider konnte das Buch auch meine niedrigen Erwartungen nicht erfüllen.

Sommerlich war das Buch auf jeden Fall. Urlaubsfeeling ist da. Es spielt am Strand und am Meer und macht definitiv Lust auf den Sommer. Am Anfang hat mir das Buch auch gut gefallen. Aber im Laufe der Geschichte haben mich so viele Dinge gestört, dass es dieses "Sommerfeeling" auch nicht mehr rausreissen kann. Man hat zwar ein bisschen Brighton kennengelernt, aber viel mehr, als dass es am Meer liegt, weiss ich jetzt auch nicht.

Zitat von Seite 107 Zeilen 23 bis 26:
Das Leben hier ist wie eine scharfe Tomatensuppe (...). Ganz schnell gibt es blubbernde Blasen. Alles ein bisschen unkontrolliert. Spannend." Zitatende

Mit der Protagonistin Nora hatte ich ein paar Probleme. Sie ist ein sehr besonderes Mädchen mit einem ganz eigenen Stil. Sie ist einfach anders als andere Mädchen. In einigen Szenen habe ich das an ihr bewundert, in vielen Szenen war ich jedoch genervt von ihr und konnte ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Sie wirkte auf mich teilweise einfach nur undankbar und frech. Oft fand ich sie und auch ihre Freundin Lisa so naiv, dass ich fast nicht glauben konnte, dass sie schon 16 ist. Manchmal handelt sie so unüberlegt und auch unvorsichtig, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Sein Leben zu leben und Spass zu haben ist ja schön und gut, aber Nora handelt doch schon sehr unüberlegt. Was mich ebenfalls sehr gestört hat, ist, dass Nora für alles, was ihr nicht passt eine Ausrede sucht. So läuft das Leben einfach nicht. Sie kann sich nicht für alles eine Ausrede überlegen. Und meistens bringen sie ihre Ausreden auch in Schwierigkeiten.

Teilweise konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, wieso Lisa und Nora befreundet sind. Sie sind so komplett unterschiedlich. Was ja eigentlich nicht gegen eine Freundschaft spricht, aber sie entwickeln sich so auseinander, dass ich diese Freundschaft einfach nicht verstehe. Sie haben fast keine gemeinsamen Interessen.

Und dann ist da noch das Sprachenproblem. In England wird Englisch gesprochen, das Buch ist auf Deutsch. Die Autorin hat es so gelöst, dass sie den Hauptcharakteren einen Grund gegeben hat, wieso sie alle Deutsch können. Das finde ich ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.

Die Liebesgeschichte fand ich ganz nett, aber da hätte ich mir auch mehr erwartet. Tim mochte ich zwar, aber ich sehe in dieser Liebe nicht viel mehr als eine Urlaubsliebe. Es ist in der Geschichte eigentlich fast nichts passiert, was dazu geführt hat, dass Spannung nicht vorhanden war. Eigentlich erwarte ich von einer Sommergeschichte auch nicht viel Spannung, aber es sollte wenigstens so viel Spannung enthalten, dass ich wissen möchte, wie es weitergeht. Die Geschichte plätscherte nur so dahin, und ich habe 380 Seiten lang auf eine Wendung, ein Highlight oder sonst irgendwas gewartet, und nichts passierte.

Das Ende mochte ich leider auch nicht. Während die Geschichte sich so in die Länge zog, war mir das Ende dann doch zu schnell abgearbeitet. Es wirkte auf mich, als ob die Autorin einfach drauflos geschrieben hätte und plötzlich das Buch an einer Stelle beendet hätte.

Das Buch hatte meiner Meinung nach durchaus Potenzial. Es hätte eine sehr schöne Sommergeschichte werden können. Jedoch wurde dieses Potenzial meiner Meinung nach nicht optimal genutzt.

Schreibstil: Der Schreibstil war locker, leicht und sommerlich, aber auch nichts besonderes. Auch wenn ich den Schreibstil relativ flüssig fand, konnte das nicht verhindern, dass sich das Buch total in die Länge zog. Sowohl die Versuche der Autorin humorvoll zu schreiben als auch die Ansätze von Tiefgründigkeit sind ihr meiner Meinung nach nicht geglückt. Manchmal kamen aus dem nichts Ansätze von "tiefgründigen" Stellen, die innerhalb von ein paar Sätzen wieder vorbei waren. Das könnte man entweder ausbauen oder gleich weglassen.

Fazit: Eine lockere Sommergeschichte, die meiner Meinung nach jedoch zu viele Schwächen hat und mich leider bis zum Ende nicht wirklich packen konnte. Es war ganz nett und unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Ich vergebe leider nur 2,5 Sterne.

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heyne verlag, leben, malbuch, tagebuch, zeichnen

Draw My Life

Katie Gordon , Elisabeth Schmalen
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453604247
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Buch:
"Draw my life - Der Youtube Hit" wurde von Katie Gordon gestaltet und ist im Heyne Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 192 Seiten und kostet in Deutschland 9,99 Euro.

Das Konzept:
"Draw my life - Der Youtube Hit" ist ein Mitmachbuch zum selber ausfüllen. Das Buch ist angelehnt an das Youtube Format "Draw my life". Dabei wird der eigene Lebenslauf in Bildern dargestellt, von der eigenen Geburt bis zum heutigen Tag. Das Buch beginnt mit "Male ein Bild von dir als Baby". Auch verschiedene Ereignisse wie der erste Schultag, die schönste Geburtstagsfeier oder der eigene Kindheitsheld finden bildlich einen Platz in diesem Buch. Ausserdem ist oft auch Platz, um einen kurzen erklärenden Text zum gezeichneten Bild zu schreiben.

Meine Meinung:

Die Gestaltung: Das Cover ist relativ schlicht gestaltet, was mir aber gut gefällt. Auch die Innengestaltung ist schlicht gehalten. Ausserdem ist sie schwarz weiss. Das gefällt mir, denn so hat man selber die Möglichkeit, das Buch bunt zu gestalten und es zu einem ganz persönlichen Meisterwerk zu machen. Die Seiten sind abwechslungsreich gestaltet und bieten viel Platz, um selber kreativ zu werden. Ausserdem hat das Buch eine gute Grösse, sodass man es auch unterwegs mitnehmen kann.

Der Inhalt: Ich habe schon oft "Draw my life" Videos auf Youtube gesehen und fand die Idee sehr schön. Nur habe ich keinen Youtube Kanal, und besonders gut zeichen kann ich auch nicht. Dieses Buch ist jedoch eine tolle Möglichkeit, um es den Youtubern nachzumachen. Zuerst war ich ein wenig skeptisch, denn meine Zeichenkünste sind sehr begrenzt und ich dachte mir, dass das nicht ausreicht. Doch meine Bedenken waren komplett unbegründet. Denn wie es in der Buchbeschreibung steht: Alles, was man braucht ist ein Stift, ein bisschen Zeit und Lust an der Erinnerung. Man braucht wirklich keine künstlerische Begabung. Meine Zeichnungen sind vielleicht nicht perfekt, aber sie sind einzigartig, denn niemand zeichnet genau so wie ich. Und es macht total viel Spass sie anzufertigen und zu wissen, dass es meine eigenen Zeichungen sind. Und schliesslich ist es ja eine Erinnerung für mich. Es kann keine falschen Zeichnungen geben, und man kann alles so zeichnen, wie man es möchte, bzw. wie man sich erinnert. So wird das Buch zu einem ganz persönlichen Erinnerungsschatz.

Dieses Buch bringt einen dazu, das eigene Leben noch einmal Revue passieren zu lassen und sich an verschiedene Momente im Leben zu erinnern. Während dem Zeichen kommen einem immer mehr Details zu diesem Moment in den Sinn, und ich finde es sehr schön, mir mal die Zeit zu nehmen, über verschiedene Erlebnisse in Ruhe nachzudenken. Manche Ereignisse sind vielleicht total in den Hinterkopf gerückt. Das Buch bringt einen dazu, diese wieder auszukramen. Und manchmal merkt man erst während dem Ausfüllen dieses Buches, wie wertvoll eine Erinnerung ist.

Es ist total entspannend, sich mit diesem Buch irgendwo hinzusetzen und einfach mal ein bisschen abzuschalten und über eine Situation nachzudenken. Auf machen Seiten wird man an einen lustigen Moment erinnert, an andere Momente denkt man wehmütig zurück und wieder andere Momente machen einen traurig. Aber das finde ich auch total schön, denn plötzlich hat man wieder die Bilder von einem Ereignis im Kopf.

Die Fragen sind abwechslungsreich und lenken einen durch das Buch, sodass das eigene Leben in chronologischer Reihenfolge auf dem Papier entsteht. Ich finde gut, dass man mit den Fragen einen gewissen Leitfaden hat. So stellen sich nie Fragen wie: Und wo fange ich jetzt an? Wie mache ich das? Was ist, wenn ich etwas vergesse? Denn man wird super durch das Buch geführt.

Man kann das Buch auch ohne Probleme in unterschiedlicher Reihenfolge ausfüllen und sich spontan einen Moment raussuchen, an den man sich gerade erinnern möchte.

Fazit: Die Idee hinter diesem Buch finde ich echt toll. Es ist mal ein anderes Mitmachbuch, das total Spass macht und einen gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Man kann viele schöne Stunden damit verbringen und sich dabei entspannen. Ausserdem ist es eine tolle Erinnerung fürs Leben. Ich freue mich schon sehr darauf, die restlichen Bilder zu malen und immer mehr Erinnerungen auf dem Papier zu verewigen. Darum gebe ich volle fünf Sterne dafür.

 

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149 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Heaven - Stadt der Feen

Christoph Marzi
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2013
ISBN 9783401502212
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch:
"Heaven - Stadt der Feen" wurde von Christoph Marzi geschrieben und ist im Arena Verlag erschienen. Es gibt sowohl eine Taschenbuch- als auch eine Hardcoverausgabe. Die Ausgabe mit Hardcover hat 358 Seiten und kostet in Deutschland 14,95 Euro.

Zusammenfassung:
David hatte keine einfache Vergangenheit und ist darum von zu Hause abgehauen. Er wohnt bei einer Buchhändlerin, für die er spezielle Aufträge erfüllt. Nachts liefert er seltene Bücher, die schwierig zu bekommen sind, zu Kunden der Buchhändlerin. Eines nachts trifft er dabei auf ein Mädchen namens Heaven. Heaven behauptet, dass ihr gerade das Herz gestohlen wurde. Erst kann David nicht glauben, was Heaven da erzählt, da kein Mensch ohne Herz überleben kann. Doch dann merkt er, dass Heaven tatsächlich keinen Herzschlag hat. Und plötzlich tauchen ein Mann mit schwarzern Handschuhen und ein Mann, den die beiden "Lumpenmann" nennen auf und sind hinter Heaven her. David und Heaven befinden sich in Gefahr und merken, dass sie nur überleben können, wenn sie Heavens Geheimnis lüften können...

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Die äussere Erscheinung der Geschichte finde ich zwar wunderschön, denn das Cover glitzert total toll, und der Titel und Klappentext klingen sehr geheimnisvoll. Jedoch hat die äussere Erscheinung falsche Erwartungen in mir ausgelöst. Denn eigentlich hat die Geschichte gar nicht so viel mit Feen zu tun, wie der Titel erahnen lässt. Das Buch hat mich zwar nicht enttäuscht, jedoch hätte ich eine Geschichte erwartet, in der Feen eine zentrale Rolle spielen.

Inhalt: Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, da sich die Geschichte in eine komplett andere Richtung entwickelt hat als ich anfangs gedacht hätte. Das fand ich aber auch nicht schlimm, da mir die Handlung dennoch sehr gut gefallen hat.

Der Prolog war sehr geheimnisvoll, weshalb ich sofort  Lust hatte weiterzulesen. Ich fand das Buch sehr spannend, und gegen Ende hin hat die Spannung auch noch einmal zugenommen. Die Seiten flogen nur so dahin, und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Was zur Spannung auch beigetragen hat, waren sogenannte "Zwischenspiele". Diese waren jeweils nur wenige Seiten lang, und darin stand eine Situation eines Nebencharakters im Vordergrund. Das hat mir gut gefallen, da diese Zwischenspiele sehr rätselhaft waren und darum eine grosse Wirkung auf die Spannung hatten. Einige Dinge habe ich zwar erwartet, aber es gab auch Situationen, die für mich komplett unerwartet waren.

Sowohl David als auch Heaven mochte ich sehr. An David bewundere ich, dass er nie aufgibt und sein Leben für Heaven aufs Spiel setzt. Heaven ist ein total geheimnisvolles Mädchen, was sie meiner Meinung nach zu einem spannenden Charakter macht. Sie ist einfach ein total besonderer Mensch.

Die Liebesgeschichte der beiden ist meiner Meinung nach jedoch ausbaufähig. Irgendwann küssen sich die beiden zwar, und man merkt, dass sie sich wichtig sind. Jedoch hat mir irgendwie gefehlt, dass sich zwischen den beiden Liebe "aufbaut". Der Kuss kam für mich sehr plötzlich, da ich mir gewünscht hätte, dass sich ihre Liebe spürbar entwickelt.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist, dass in dieser Geschichte so viele Lebensweisheiten verpackt sind. Man kann sehr viele Dinge aus diesem Buch mitnehmen. Das Buch zeigt, dass man zu grosse Erwartungen an das Leben hat, Magie viele Gesichter hat und man erst tot ist, wenn man vergessen wurde. Das Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die Atmosphäre über den Dächern von London. Das ist etwas besonderes, da London so aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet wird und vor allem die Perspektive von dort beschrieben wird. Das Buch strahlt in den Szenen über den Dächern ein Gefühl von Freiheit aus.

Zitat von Seite 214, Zeilen 14 bis 17:
" ,Jetzt würde ich gerne einige Sterne sehen', flüsterte Heaven. ,Wie auf den Dächern. Dort fühle ich mich immer frei, egal, was am Tag passiert ist. Losgelöst von der Welt, in der ich lebe.' " Zitatende

Das Ende fand ich ein bisschen verwirrend, aber dennoch hat mir die Handlung gefallen, da ich noch nie so eine ähnliche Handlung gelesen habe. Dieses Buch ist wie ein Puzzle, dem anfangs viele Teile fehlen. Während der Geschichte kommen immer mehr Puzzleteile dazu, die zwischenzeitlich durcheinandergewirbelt und neu zusammengesetzt werden. Diesen Prozess fand ich spannend.

Zitat von Seite 152, Zeilen 18 bis 22:
"Ab und zu schaute David nach unten und es kam ihm so vor, als ob er auf eine fremde Postkarte blickte von einem Ort, den er noch nie besucht hatte. Eine Stadt, in der alles anders wurde, nur weil das eigene Leben dabei war, sich von Grund auf zu verändern." Zitatende

Schreibstil: Der Stil ist schön beschreibend, spannend und packend. Das hat mir sehr gut gefallen, da sich das Buch sehr angenehm lesen liess. Ich hatte immer Lust weiterzulesen, da sich das Buch so locker lesen liess.

Fazit: Das Buch war zwar anders als erwartet, aber es hat mir dennoch sehr gut gefallen. Ich gebe 4 Sterne, da mir die Liebesgeschichte nicht ganz gefallen hat, ich durch das Cover falsche Erwartungen hatte und mir zu den 5 Sternen einfach das gewisse Etwas gefehlt hat. Dennoch war es eine tolle Geschichte, die ich sehr weiterempfehlen kann.

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201, balkan, freude, freundschaft, humor, istanbu, istanbul, kinder, leben, liebe, mut, neufindung, roadtrip, unterhaltung, vergangenheit

Ziemlich mitgenommen

Mia Sassen ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2015
ISBN 9783499239502
Genre: Romane

Rezension:

Zum Buch:

„Ziemlich mitgenommen“ wurde von Mia Sassen geschrieben und ist im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen. Das Buch hat 350 Seiten und kostet in Deutschland 9,99 Euro.

Zusammenfassung:

Isabels Leben steht ziemlich Kopf. Mit ihrem Mann und ihrer Tochter hat sie sich in letzter Zeit oft gestritten, dann verliert sie ihren Job als Synchronsprecherin und schliesslich bleibt ihr Auto stehen. Ohne gross zu überlegen, streckt sie am Strassenrand den Daumen raus, und es hält tatsächlich jemand an: Die 72 Jährige Victoria, die auf dem Weg nach Istanbul ist, um ihre Jugendliebe Can wiederzusehen. Eigentlich liegt das nicht auf Isabels Heimweg, aber da sie zu Hause sowieso nicht vermisst wird, fährt sie mit Victoria mit, und ein aufregender Roadtrip durch den Balkan beginnt. Eine spannende Reise mit gefesselten Polizisten, einem blinden Passagier und vielen Abenteuern!

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Wenn ich dieses bunte, fröhliche Cover und Victorias Landrover sehe, bekomme ich richtig Lust auf einen Roadtrip. Der Titel passt auch gut dazu. „Ziemlich mitgenommen“ finde ich sehr treffend. Einerseits wird Isabel von Victoria wortwörtlich im Auto mitgenommen. Aber andererseits ist Isabel auch ziemlich mitgenommen von der ganzen Situation: Der Streit mit ihrer Familie und dass sie arbeitslos ist. Auch der Klappentext passt gut dazu, denn er verrät nicht zu viel, aber man weiss, worauf man sich einlässt. Er macht neugierig auf das Buch und trägt dazu bei, dass ich die äussere Erscheinung sehr gelungen und ansprechend finde.

Inhalt: Kurz gesagt, war es eine schöne Geschichte, die mir gut gefallen hat, mich abgeholt und mitgenommen hat und mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat.

Isabel und Victoria sind in so vielen Ländern gewesen: Deutschland, Österreich, Italien, Tschechien, Türkei, Kroatien und in vielen weiteren. Ich bin mit diesem Buch und mit diesen 350 Seiten mehr gereist als in meinem ganzen Leben. Ich habe innerhalb von wenigen Stunden etwas über den Balkan erfahren und mit Victoria und Isabel diese Reise miterlebt und genossen. In mir kam das Gefühl von Abenteuer auf. Zugegeben war es ein ziemlich chaotisches Abenteuer mit einigen witzigen Szenen. Aber genau diese Szenen haben das Buch ausgemacht und es zu etwas Besonderem gemacht.

Ich konnte mit der Protagonistin Isabel gut mitfühlen und mich mit ihr identifizieren, auch wenn sie 30 Jahre älter ist als ich. Das hat mich während dem Lesen überhaupt nicht gestört, denn ich konnte mich, trotz dem grossen Altersunterschied zwischen ihr und mir, gut in sie hineinversetzen und sie verstehen. Ich mochte Isabel von Anfang an. Sie wird sehr sympathisch dargestellt und dass die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben ist, wirkt sich auch positiv darauf aus. Ihre neue Freundin Victoria mochte ich auch gerne. Sie ist zwar schon 72, aber langweilig ist sie überhaupt nicht. Victoria macht die Reise aussergewöhnlich und ohne sie wäre das Buch nur halb so spannend.

Doch das ganze Abenteuer ist eigentlich mehr als nur eine Reise. Viel mehr geht es darum, dass Isabel Zeit findet, um über ihr Leben nachzudenken. Sie stellt sich viele Fragen zum Leben und zu ihrer Zukunft. Sie denkt, dass alles gut wird und die Reise toll ist und im nächsten Moment fragt sie sich, was sie da überhaupt macht, wieso sie nicht zu Hause ist und was das bringen soll. Für Isabel geht mit dieser Reise eine neue Tür auf und neue Möglichkeiten bieten sich ihr. Sie sieht alles plötzlich mit anderen Augen.

Zitat von Seite 43, Zeilen 10 bis 15: „Ich will nicht zweiundsiebzig werden und meine Entscheidungen bereuen müssen, ich will das Leben führen, das zu mir passt und das mir gefällt. Und ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich das Ruder noch herumreißen kann, ich bin fünfundvierzig, noch ist es nicht zu spät.“ Zitatende

Ich finde, diese Textstelle zeigt gut, wie wichtig diese Reise für Isabel ist. Es ist nicht zu spät etwas Neues zu beginnen, etwas zu wagen und etwas aus dem Leben zu machen.

Hin und wieder fand ich kleine Parallelen zu „Briefe an Julia“. Dennoch würde ich nicht sagen, dass dieses Buch an „Briefe an Julia“ nachgemacht ist, da sie für mich eigenständig und einzigartig ist und die Autorin ein spannendes Abenteuer erschaffen hat.

Schreibstil: Den Schreibstil mag ich sehr, da er leicht zu lesen und locker gehalten ist. Es macht Spass das Buch zu lesen, da er leicht verständlich ist und das Buch humorvoll und witzig geschrieben ist. Aber mit einem Humor, der nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche gut verständlich ist. Die Geschichte ist so lebendig geschrieben, dass ich mich gefühlt habe, als ob ich mitten im Buch wäre und die ganze Reise miterleben würde.

Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen und nicht nur Isabel, sondern auch mich zum Nachdenken gebracht. Das Buch ist eben nicht nur eine normale Reise. Viel wichtiger sind die tiefer gehenden Fragen an das Leben, die Fragen nach dem Sinn des Lebens und was man überhaupt möchte. Und die Frage, ist es irgendwann zu spät sein Leben zu ändern?

Sehr gerne gebe ich dem Buch 5/5 Sternen, da es mir rundum gefallen hat und mich auf eine wundervolle Reise mitgenommen hat!

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Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
"Nächstes Jahr am selben Tag" (Originaltitel November 9) wurde von Colleen Hoover geschrieben und ist im DTV Verlag erschienen. Es ist ein Taschenbuch mit 373 Seiten und kostet in Deutschland 12,95 Euro.

Zusammenfassung:
Für die 18-Jährige Fallon ist der 9. November kein schöner Tag, da an einem 9. November ihr Haus gebrannt hat und sie grosse Narben davongetragen hat, die sie immer an diesen Tag erinnern. Doch dann lernt sie an einem 9. November Ben kennen. Sie verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen mehrere Stunden miteinander. Doch beide wissen, dass ihnen nur wenige Stunden bleiben, denn am nächsten Tag zieht Fallon weit weg. Um eine Fernbeziehung zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahre jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten in der Hoffnung, dass sie nach diesen fünf Jahren zusammen eine richtige Beziehung führen können. Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit, und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle das Leben dazwischen…

Meine Meinung:

Cover, Titel und Klappentext: Das Cover finde ich ganz ok. Darauf ist ein verliebtes Pärchen zu sehen, damit kann man bei einer Liebesgeschichte eigentlich nicht so viel falsch machen. Jedoch könnte das jedes beliebige Pärchen sein, und ich habe mir wärend dem Lesen die Protagonisten Ben und Fallon anders vorgestellt. Fallon hat Narben, wieso sieht man die auf dem Cover nicht? Ich hätte schöner gefunden, wenn klar erkennbar wäre, dass das Ben und Fallon sein sollen. Ausserdem finde ich, dass der englische Titel übernommen werden hätte können. Der Klappentext ist kurz und knackig, das mag ich. Alles in allem finde ich die äussere Erscheinung nicht ganz so gelungen, den Inhalt dafür umso mehr.

Inhalt: Dieses Buch hat mich komplett umgehauen. In diesem Buch stecken so viele Emotionen, es ist unglaublich tiefgründig, und es konnte mich emotional total mitreissen. Ich habe noch nie bei einem Buch so sehr geweint wie bei diesem. Bisher haben mich alle Colleen Hoover Bücher sehr berüht, aber dieses Buch war etwas ganz Besonders.

Sowohl Ben als auch Fallon mochte ich auf Anhieb. An Ben mag ich, dass er kein typischer Badboy ist. Badboys in Büchern sind ja mal ganz schön, aber in der Realität könnte ich mir eine Zukunft mit jemandem wie Ben doch eher vorstellen. Er möchte Schriftsteller werden und kann gut mit Worten umgehen, was ihn für mich total sympathisch macht. Ich bewundere, dass er es innerhalb von drei Stunden geschafft hat, Fallon das Selbstbewusstsein zurückzugeben, das sie durch den Brand verloren hat. Er hat die Fähigkeit, Dinge zu sagen, die gleichzeitig schlicht, aber voller Wahrheit sind. Die beiden sind irgendwie total humorvoll, und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

Anfangs dachte ich mir, dass es total unwahrscheinlich ist, dass man sich an einem Tag total verliebt und einander am ersten Tag so nahe kommt. Aber als ich die Geschichte gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, dass die Geschichte unrealistisch oder die Gefühle unecht wirken. Manchmal ist das Leben wirklich wie ein Liebesroman. Und für mich wurde alles glaubhaft beschrieben. Wahre Liebe kann es wirklich geben. Aber das fand ich in diesem Buch überhaupt nicht kitschig.

Zitat von Seite 201, Zeilen 15 bis 19: "Wenn du die Liebe findest, dann greifst du zu, verstehst du? Du packst sie mit beiden Händen und lässt sie nichr mehr los. Du kannst nicht einfach abhauen und denken, dass sie auf dich wartet, bis du vielleicht irgendwann mal bereit bist, dich festzulegen." Zitatende

Dieses Buch zeigt, dass man sich nicht vor sich selber verstecken soll und dass jeder Mensch Narben hat, auch wenn sie nicht bei allen sichtbar sind. Fallon ist auch mit ihren Narben hübsch und schön. Fallon lebt. Und das ist, was zählt.

Zitat von Seite 77, Zeilen 3 bis 7: "Ich versuche mir immer zu sagen, dass jeder Mensch Narben hat. (...) Und da sind sicher welche dabei, die schlimmer sind als meine. Der Unterschied ist, dass meine Narben sichtbar sind und die von vielen anderen Leuten nicht, weil sie tief im Inneren liegen." Zitatende

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass dieses Buch konsequent nur am 9. November spielt. So hat man zwar immer ein Jahr verpasst, jedoch hatte ich trotzdem nie das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben, beziehungsweise dass mir Informationen fehlten. Ich finde, das hat die Autorin toll gelöst.

Es gäbe so viele schöne Textstellen, die ich hier erwähnen könnte. Textstellen, die so viel Wahrheit enthalten. Textstellen, die einen unglaublich zum Nachdenken anregen. Textstellen, die wunderschön und voller Emotionen sind. Das Buch hat einfach alles, was ein tolles Buch meiner Meinung nach braucht.

Schreibstil: Der Schreibstil ist so flüssig und total angenehm, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Sowohl Bens als auch Fallons Sicht konnten mich sehr berühren. Ich habe beim Lesen gelacht, und ich habe geweint. Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll.

Fazit: Eine wunderschöne, emotionale und tiefgründige Geschichte, die mich sehr berühren konnte und die für immer in meinem Herzen bleibt. Dieses Buch hat mir so viel mitgegeben, und ich bin froh, dass ich sie gelesen habe. Für dieses wundervolle Buch gebe ich volle 5 Sterne und kann es sehr weiterempfehlen.

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