Jeanyz01

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

liebe, england, juden, 2. weltkrieg, elise

Als die Liebe zu Elise kam

Natasha Solomons , Martin Ruben Becker
Fester Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Kindler, 09.03.2012
ISBN 9783463405797
Genre: Romane

Rezension:

Darum geht es:
Durch den beginnenden Krieg muss die 19 jährige verwöhnte Elise, Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie, Österreich verlassen um in London eine Stelle als Hausmädchen anzunehmen. Wir begleiten Elise in ihre neue, fremde Umgebung und in ihrer neuen Rolle als Dienstmädchen auf dem Gut Tyneford. Lediglich die Hoffnung ihre Familie in Amerika bald wiederzusehen motiviert sie zum durchhalten, bis sie Kit, den Sohn des Gutsherren trifft….

Mein Fazit:
Der Roman wird in der Ich-Perspektive von Elise erzählt. Zu dem Zeitpunkt, an dem Elise uns ihre Geschichte schildert, ist sie bereits um die 65 Jahre alt. Ihre Geschichte erzählt Elise sehr humorvoll und selbstironisch. Allerdings wird auch sehr detailverliebt berichtet. Für mich waren es teilweise ein wenig zu viele/ unnötige Einzelheiten.
Typisch für ältere Damen schweift die Erzählerin auch öfters vom Thema ab.
Nach einem holprigen Einstieg habe ich mich aber schnell an diese spezielle Form gewöhnt.
Die Charaktere werden alle liebevoll ausgearbeitet und entwickeln sich bedingt durch die Ereignisse des Romans stets weiter.
Elises Verwandlung von einer verwöhnten Tochter zu einem Dienstmädchen wird überzeugend dargestellt. Die Liebesgeschichte ist unter Berücksichtigung der Vergangenheit beider Charaktere sowie der aktuellen Geschehnisse während des Romans sehr realistisch geschildert.
Die Autorin schafft es den Leser in eine Vorkriegs/ Kriegszeit zurück zu versetzen und stellt überzeugend die Sitten und Gebräuche dieser Zeit dar.
Dieser Roman, ist einer der wenigen Romane, die mich mit aufrichtigem Mitgefühl zur Protagonistin zum Weinen gebracht haben. Elises Verzweiflung und die dramatischen Ereignisse ihres Lebens reißen den Leser mit.

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543 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 121 Rezensionen

dystopie, königin, liebe, fantasy, sprachen

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting , Tanja Ohlsen , Ugla Huld Hauksdóttir
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei INK, 08.03.2012
ISBN 9783863960179
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Die grausame aber altersschwache Königin des Königreichs Ludania ist auf der Suche nach einer Überlebenden des alten Throns, um deren Körper mit ihrer Gabe der Seelenwanderung einzunehmen.
Charlaina lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihren Eltern unter der Herrschaft dieser Königin in einem Land, welches kurz vor einer Revolution steht. Die Gesellschaft ist aufgeteilt in mehrere Klassen, deren Mitglieder nur eine vorgegebene Sprache sprechen dürfen. Sämtliche Verbrechen werden mit Hinrichtungen bestraft.
Charlie kann durch eine besondere Begabung alle Sprachen, die in den verschiedenen Klassen gesprochen werden, verstehen und bringt durch ihre gesetzeswidrige Fähigkeit sich und ihre Familie in Gefahr.
Bei einem Besuch in einen illegalen Club lernt Charlie Max kennen und verliebt sich in ihn. Doch Max und seine Begleiter sprechen eine Sprache, die Charlie noch nie zuvor gehört hat. Wer ist Max und welches Interesse hat er an Charlie? Ahnt er ihre Fähigkeiten und möchte diese für seine Zwecke nutzen?

Mein Fazit:
Im Roman kommt es zu mehreren Perspektiv-Wechseln. Hauptsächlich wird aus Charlies Perspektive berichtet. Zusätzlich informiert uns ein Allwissender Erzähler beispielsweise über die Gedanken der Königin. Die Wechsel der Erzählperspektiven finde ich sehr positiv, da der Leser somit mehr Informationen erhält. In der Ich-Perspektive schafft die Autorin eine starke Nähe zur Protagonistin, ihre Gefühle, Ängste und Gedankengänge sind verständlich.
Bei der Beschreibung der Charaktere hält sich die Autorin nicht mit dem äußeren Erscheinungsbild auf. Die Charaktere definieren sich eher durch ihr Auftreten und ihr Handeln. Gerade bei Charlie hatte ich öfters das Gefühl, die Autorin zeigt dem Leser mit ihren vorbildlichen Verhalten den moralischen Zeigefinger.
Es werden stets sehr kurze Szenen beschrieben. Der Roman wird nicht durch uninteressante Informationen in die Länge gezogen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch den ständigen Szenenwechsel temporeich. Auch steigt stetig die Spannung.
Die dargestellte Monarchie im Roman gleicht eher einer Diktatur und hat mich in Ansätzen an das dritte Reich erinnert. Trotz Todesstrafe verraten Eltern sogar ihre Kinder. Jeder einzelne versucht durch sein Verhalten keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die kalte Atmosphäre des Krieges ist greifbar,
Die Autorin bedient sich auch mystischen Elementen (wie Seelenwanderung und besonderen Begabungen) – aus diesem Grund ist „Dark Queen“ nicht ausschließlich als Dystopie zu sehen.
Cover sowie Titel kann der Leser erst am Ende des Romans vollständig interpretieren. Die Hauptfarbe schwarz passt auf jeden Fall zu der dargestellten Gesellschaft.
Bereits am Anfang sind viele Entwicklungen vorhersehbar, einige Informationen in der zweiten Hälfte des Romans konnten mich aber auch überraschen.
Bis zum letzten Viertel hat mir „Dark Queen“ sehr gut gefallen.
Der Showdown am Ende des Romans ist für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt. Ich hatte das Gefühl, die Autorin stand unter Druck einer Seitenvorgabe und musste noch unbedingt sämtliche Geschehnisse/Informationen in wenigen Seiten unterbringen. Teils wirken manche Passagen sehr konstruiert und nicht wirklich nachvollziehbar. Der Roman hat aus meiner Sicht ein solches Ende nicht verdient.
Der Epilog deutet einen zweiten Teil an, der wohl im nächsten Jahr erscheinen soll.
Der Roman ist nicht schlecht – allerdings auch nicht perfekt. Ich ordne ihn im guten Mittelfeld ein (3,5 sterne, die ich gerne auf 4 aufrunde).
Ich möchte mich als Testleser bei Lovleybooks bedanken, dass ich „Dark Queen“ zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich würde mich freuen, bei dem zweiten Teil wieder mit dabei zu sein.

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(417)

813 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 196 Rezensionen

liebe, ewigseits, fantasy, brodi ashton, cole

Ewiglich die Sehnsucht

Brodi Ashton , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789130403
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Autorin hat mit den „Ewiglichen“ nach Vampiren, Werwölfen und Mahren ein neues Wesen der Unterwelt erschaffen und bedient sich für den Roman zusätzlich an Eckpunkten aus der griechischen Mythologie.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Nikki geschildert, die nach 100 Jahren in der Unterwelt (=6 Monate in der Oberwelt) 6 Monate in der Oberwelt verweilen darf, bis sie ewig in die Unterwelt muß. Wie Nikki kommt der Leser langsam ihren alten Leben und ihren damaligen Anlass, Cole zur Nährung zu begleiten, auf die Spur.
Da in den kurzen Kapiteln, die teils in der Gegenwart, teils in der Vergangenheit spielen zunächst nur wenige Informationen gestreut werden, baut sich gerade am Anfang des Romans ein Spannungsbogen auf. Unterstützt wird dieser durch die Kapitel der Gegenwart, in der als Überschrift Nikkis Zeit in der Oberwelt heruntergezählt wird. Der Leser erhält ein Puzzle von Informationsteilen, welche sich nach und nach zusammensetzen.
Hier ist aber auch leider der Schwachpunkt des Romans. Ab ca. der Hälfte kann der aufmerksame Leser einige wichtige Schlüsse ziehen, die der Protagonistin leider noch nicht auffallen. Ab dem letzten Viertel war ich von der Begriffsstutzigkeit der Hauptakteure sehr genervt, da inzwischen einige Fakten auf der Hand liegen.
Auch finde ich es strapaziös, wenn die beiden Hauptcharaktere einfach wichtige Themen vor einander verschweigen. Wollte die Autorin den Roman damit künstlich in die Länge ziehen bzw. Entscheidungen hinauszögern?
Anfangs fühlte ich mit der Protagonistin Nikki mit und konnte ihr angeschlagenes und zurückgezogenes Verhalten nachempfinden.
Im letzten Viertel des Romans schwappte meine Stimmung um, und Nikkis Verhalten war für mich teilweise nicht mehr nachvollziehbar.
Jack blieb leider fast bis zum Ende ein sehr blasser Charakter. Die Liebe zwischen den beiden war für mich über weite Teile des Romans (wenn überhaupt) nur oberflächlich dargestellt. Die letzten Seiten des Romans, in der Nikki und Jake endlich wieder zusammenhalten, können den fehlenden Tiefgang nicht entschädigen.
Auch Coles Charakter ist für mich nicht vollständig herausgearbeitet wurden. Bis zum Ende erfährt der Leser nicht die wahren Beweggründe für das Interesse an Nikki bzw. kann diese nur erahnen. Zu viele Fragen blieben aus meiner Sicht noch ungeklärt.
Das Ende des Romans ist offen gehalten und stimmt auf den zweiten Teil der Trilogie ein, dessen Erscheinungsdatum noch nicht bekannt ist.
Insgesamt finde ich die neue Idee der Ewiglichen interessant. Allerdings ist diese noch ausbaufähig, da bisher nur einzelne Elemente aus der griechischen Mythologie verwendet wurden und noch viele Fragen offen blieben.
Als Bewertung ordne ich diesen Roman eher im Mittelfeld ein. Ich fühlte mich Anfangs gut unterhalten, mir fehlte allerdings der nötige Tiefgang und das ewigliche *g* Herauszögern am Ende des Romans sind mir sauer aufgestoßen.

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(167)

333 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 23 Rezensionen

indianer, liebe, wildnis, kanada, natur

Libellensommer

Antje Babendererde
Fester Einband: 267 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2006
ISBN 9783401058818
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Roman wurde mit dem DeLiA-Literaturpreis als bester deutschsprachiger Liebesroman 2007 ausgezeichnet, weshalb ich eine hohe Lese-Erwartung an das Buch hatte.
Da der Roman sehr Naturverbunden ist, passen Cover und Titel perfekt zum Inhalt.
Leider konnte ich mit den beiden Hauptcharakteren Jodie und Jay nicht wirklich warm werden. Jodie ist 15 und befindet sich gerade mitten in ihrer Pubertät. Der Roman ist aus ihrer Perspektive geschrieben, was es für den Leser nicht gerade einfach macht. Die Selbstfindung der Protagonistin konnte nicht überzeugend vermittelt werden.
Jay kennzeichnet sich durch seine wortkarge, unterkühlte Art aus, die sich während des Romans nur bedingt verliert.
Die Autorin schafft es, den Leser in eine Natur-Dokumentation zu versetzen. Allerdings werden wichtige Themen wie Umweltschutz, Rassismus und Kapitalismus nur oberflächlich behandelt. Mir fehlt der nötige Tiefgang um dem Roman auch einen Aufklärungsbeitrag zuzuschreiben.
Um weitere negative Aspekte des Romans aufzuzählen, die mir missfallen haben, muss ich leider Spoilern. Bitte lasst nachfolgenden Text aus, falls ihr das Buch noch selbst lesen möchtet.
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Spoiler Anfang

Bereits nach sieben Tage, nachdem Jodie und Jay in der Wildnis sind, spricht Jodie von Liebe zu Jay.
Trotz meiner romantischen Ader und der Tatsache, dass die zwei jeden Tag und jede Nacht zusammen verbringen, ist es für mich nicht nachvollziehbar nach sieben Tagen von einer tiefen und innigen Liebe zu sprechen. Schmetterlinge im Bauch und verliebt sein beschreiben ihre Gefühle wohl eher.
Nach zwei Wochen überlegt Jodie bereits mit Jay intim zu werden. Als es dann tatsächlich dazu kommt, spielt das Thema Verhütung überhaupt keine Rolle. Gerade für junge Leser sehe ich hier die Gefahr, dass eine falsche Wertigkeit und ein falscher Umgang zur Sexualität vermittelt werden.

Spoiler Ende
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Ich persönlich kann mir die Auszeichnung für den Literaturpreis unter den negativen Aspekten leider nicht erklären. Der Roman ist aus meiner Sicht als „nette Leselektüre“ für einen Badesee/ Strandausflug im Sommer geeignet – mehr nicht.

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1.747 Bibliotheken, 32 Leser, 12 Gruppen, 253 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, zukunft, lena

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.10.2011
ISBN 9783551582324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei „Delirium“ handelt es sich um den ersten Band der Amor-Trilogie.
Vielleicht fragt ihr euch, was mit dem Begriff Delirium eigentlich beschrieben wird? Ein Delirium ist nach Lipowski (1990) ein akutes, schweres, organisch bedingtes Psychosyndrom mit Bewusstseinsstörung (Quelle: Wikipedia).
Der Roman hat einige Parallelen zu „Die Auswahl“, schafft aber eine neue ferne Zukunft mit eigenen Regeln, Gesetzen und Ordnungsprinzip.
Durch den chirurgischen Eingriff „Die Heilung“ am Gehirn werden den Menschen jegliche Gefühle beraubt. Lena lebt somit in einer Gesellschaft voller glücklicher aber gefühlskalter Menschen.
Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Durch den flüssigen und sehr bildhaften Stil bin ich unheimlich schnell in die Geschichte eingestiegen.
Die Kapitel werden jeweils mit Versen aus den Bildungsbüchern der Gesellschaft eingeleitet. Auffällig ist, dass beispielsweise Bibelpassagen zur Unterstützung „Der Heilung“ angepasst wurden. Im Verlauf sind mir noch mehr dieser Propaganda Methoden aufgefallen.
Teilweise spricht die Protagonistin die Leser persönlich an, wodurch eine unheimliche Nähe zwischen Leser und Hauptfigur hergestellt wird. Wir begleiten Lena bei ihren inneren Kämpfen und nehmen wahr, wie sich ihre innere Einstellung Seite für Seite des Romans langsam ändert. Die Angst von Aufsehern erwischt zu werden ist stets greifbar und auch die Tage bis zu Lenas Eingriff zählt der Leser im Stillen mit.
Die Kernfrage, die sich mir beim lesen des Romans stellt, ist: Wer lebt in dieser Gesellschaft eigentlich im Delirium? Die glücklichen aber gefühlskalten Menschen oder ein liebender Mensch? Der Buchtitel ist aus meiner Sicht somit perfekt gewählt.
Selten ist mir ein Roman so unter die Haut gegangen. Ich hatte am Ende Gänsehaut und Tränen in den Augen. „Delirium“ ist aus meiner Sicht eine Hommage für die Liebe.
Leser, die auf viel Action und Spannung stehen wird dieser Roman zu gefühlvoll sein. Für Romantiker (wie mich) ist dieser Roman genau das richtige. Ich hatte mir den ersten Teil der Trilogie leider nur ausgeliehen und überlege mir diesen nun auch für meine eigene Buchsammlung zu erwerben.

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646 Bibliotheken, 6 Leser, 8 Gruppen, 67 Rezensionen

fantasy, liebe, monster, fire, krieg

Die sieben Königreiche, Band 2: Die Flammende

Kristin Cashore , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 12.01.2011
ISBN 9783551582119
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr erinnert euch noch an den bösen König von Monsea aus „Die Beschenkte“? Als Einstieg erfährt der Leser die Vorgeschichte von Leck.
Erst nach diesem Prolog lernen wir Fire und ihre Familie kennen. Fire ist die einzige Tochter von Cansrel, einem menschlichen Monster. Diese können, wie auch ihre tierischen Artgenossen, über ihre Gedanken in das Bewusstsein anderer Lebewesen eindringen. Auch Fire verfügt über diese Begabung.
Nach dem Selbstmord von Cansrel lebt Fire mit ihren Ziehvater Lord Brocker und dessen Sohn Archer auf deren Anwesen. Fire führt einen inneren Kampf mit dem Trauma, welches sie durch den Selbstmord ihres Vaters erlitten hat und leidet dadurch unter Schlafstörungen.
Obwohl Fire Gefühle für Archer hegt, will sie in ihren Leben keine Liebe zulassen, um ihren Monsterdefekt nicht weiterzuvererben. Ihr Freund reagiert darauf mit vielen Liebschaften.
Im weiteren Verlauf des Romans wird dem Leser die Königsfamilie und deren Vergangenheit vorgestellt: Königin Roen und ihre Söhne König Nash, den geistesstarken aber kalten Prinzen Brigan sowie Prinzessin Clara und Prinz Garan.

„Die Flammende“ unterteilt sich in 4 Abschnitte.
Im ersten Teil „Monster“ ist die Protagonistin vor allem mit der eigenen Selbstfindung beschäftigt. Fire hat Angst mit ihrer Macht dieselben Fehler wie ihr Vater zu begehen. Sie wird von Brigan, seinen Wachen sowie Armee an den königlichen Hof „King`s City“ gebracht. Die Königsfamilie erhofft sich in ihren Spionage Tätigkeiten Hilfe durch Fires Begabung. Auf ihrer Reise lernt Fire den weichen Kern hinter der kalten Fassade von Brigan kennen und beide entwickeln gegenseitige Achtung und Vertrauen. Der erste Teil nimmt die Hälfte des Romans ein.
Im zweiten Teil „Spione“ unterstützt Fire mit ihren Fähigkeiten die Königsfamilie bei Befragungen von feindlichen Kundschaftern. Gemeinsam versuchen sie zu ermitteln, welche Pläne Lord Mydogg und dessen Verbündete haben. Der Teil endet mit einem beginnenden Krieg gegen König Nash.
Im dritten Teil „Ein Beschenkter“ wird geklärt, wie die Geschichten von Leck und Fire miteinander verbunden sind. Es kommt, auch für den aufmerksamen Leser, zu unerwartenden Überraschungen und Auflösungen.
Der Roman endet mit dem vierten und letzten Teil „Die Dells“ in der der Leser einen Ausblick auf die Zukunft von Fire erhält.

In Rückblenden wird während des Romans über das Verhältnis zwischen Fire und ihren Vater berichtet. Diese werden zu den aktuellen Geschehnissen durch kein eindeutiges Zeichen abgegrenzt, was teilweise den Lesefluss unterbricht und zu Verwirrung führt.
Habe ich bei „Die Beschenkte“ bemängelt, dass die Nähe zu den Protagonisten verloren geht, ist der Leser bei „Die Flammende“ der Protagonistin durchgehend sehr nahe. Fires Gefühle und Emotionen sind zwar teilweise etwas anstrengend, allerdings stets nachvollziehbar.
Ich habe gehofft, dass die Autorin mit „Die Flammende“ nun ihr volles Potenzial ausschöpft und wurde nicht enttäuscht. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich kann diesen ohne Einschränkung weiterempfehlen.

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(655)

988 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 86 Rezensionen

liebe, carlos, gang, drogen, kiara

Du oder der Rest der Welt

Simone Elkeles , Katrin Weingran
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.11.2011
ISBN 9783570307717
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Roman ist der zweite Band der Triologie, welche sich um die drei Fuentes Brüder dreht.

Die Erlebnisse sind abwechselnd aus der Sicht von Carlos oder Kiara geschrieben. Es ist ein sehr einfacher, flüssiger Stil, der deutlich die Zielgruppe des Romans (Mädels im Alter von 13-16 Jahren) ansprechen soll. Ich habe mir damals den ersten Teil als einfache Lektüre für eine längere Bahnfahrt besorgt und diesen während meiner Reise fast komplett verschlungen (es handelt sich immerhin um ein Werk mit ca. 450 Seiten).

Die erste Verbindung zwischen Kiara und Carlos ist Anfangs Alex, der Kiara als Kundin von der Werkstatt kennt, in welcher er arbeitet. Alex bittet Kiara seinem Bruder zu helfen, sich in der neuen Schule zurechtzufinden.
Nach einer Drogen Razzia, bei der Carlos mit unerlaubten Mitteln erwischt wird, muss Carlos an einem Reach Programm für strafanfällige Jugendliche teilnehmen, um einen Gefängnisaufenthalt zu umgehen. Auch wird Kiaras Vater Professor Westford als Carlos Vormund eingetragen.
Mit Teilnahme am Reach Programm sowie sein neues Leben in der Familie Westford, ändert sich nicht nur Carlos Einstellung, auch die Gefühle für Kiara fangen an sich langsam zu entwickeln.
Im Laufe des Romans bekommt der Leser auch Infos, wie es unseren Hauptcharakteren Alex und Brittney aus dem ersten Band geht.

Carlos wird als Möchtegern Macho dargestellt, der alles gegen sich sieht und sämtliche Vorurteile gegen „weiße“ und reiche“ mit sich führt. Bei den ersten Seiten aus der Perspektive von Carlos hätte ich fast mit dem Lesen aufgehört. Die Schilderungen aus seiner Sicht sind gerade am Anfang, durch sein verschobenes Weltbild und seine negative Lebenseinstellung, etwas nervenaufreibend.
Kiara hingegen legt nicht viel Wert auf ihr äußeres, trägt am liebsten weite T-Shirts und Boots und ist in ihrer Freizeit mit der Instandsetzung ihres Fahrzeugs beschäftigt. Gerade durch ihre Schwäche, das Stottern, wird sie den Lesern sehr schnell sympathisch.
Für Humor und Auffrischung sorgen Tuck, Kiaras schwuler Freund, der mit seinen bissigen Kommentaren jede Situation auflockert, sowie Kiaras liebenswerter kleiner Bruder Brandon.

In einem kurzen Epilog erhält der Leser am Ende des Romans auch Infos über die Zukunft von Kiara und Carlos.

Die Story hat mich nicht nur in ihrem Aufbau, sondern auch in einigen inhaltlichen Punkten (z.B. Drogen, Gang Problematik und das „erste Mal“) an die Geschichte von Alex und Brit erinnert. Ich hätte mir hier von der Autorin einige neue Ideen gewünscht.
Obwohl ich nicht zur Zielgruppe gehöre, konnte mich die Liebesgeschichte zwischen Carlos und Kiara überzeugen (Gänsehaut-Momente inklusive).
Im Übrigen ist auf dem Buchcover eine Szene aus dem letzten Viertel des Romans nachgestellt.

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(789)

1.468 Bibliotheken, 16 Leser, 20 Gruppen, 157 Rezensionen

fantasy, dämonen, schattenjäger, liebe, vampire

Chroniken der Unterwelt - City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz (Übers.) , Heinrich Koop (Übers.)
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2008
ISBN 9783401061320
Genre: Fantasy

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(631)

1.228 Bibliotheken, 16 Leser, 12 Gruppen, 153 Rezensionen

liebe, fantasy, gabe, beschenkte, katsa

Die Beschenkte

Kristin Cashore , Irmela Brender [Übers.]
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.08.2009
ISBN 9783551582102
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch wurde mir von einer Bekannten empfohlen und ausgeliehen, es ist eines ihrer Lieblingsbücher.
Der Roman teilt sich in drei Teile „Das Mädchen mit der Macht zu töten“, “Der König mit den zwei Gesichtern“ und „Die sich wandelte Welt“. Auf der ersten Seite des Romans befindet sich eine Übersichtskarte, mit der sich der Leser einen Überblick über die sieben Königsreiche verschaffen kann.
Die kurzen Kapitel haben keine eigenen Überschriften – die ersten Wörter eines Satzeinstiegs sind jeweils fett und größer gedruckt. Fr. Cashore schafft einen flüssigen und einfachen Stil, der für meinen Geschmack auch etwas anspruchsvoller sein könnte. Ich habe den Roman in kürzester Zeit durchgelesen.
Der Leser befindet sich unmittelbar im Geschehen, bei der Rettung eines entführten Königsvaters. Man erfährt bereits auf den ersten Seiten durch Rückblicke Informationen über Katsas Vergangenheit und erhält einen Überblick über die 7 Königreiche und deren Herrscher. Gerade am Anfang blätterte ich oft auf die Übersichtskarte, um die Orte und Könige zuordnen zu können.
Der erste Teil des Buches widmet sich der Entwicklung von Katsas Charakter – der durch den Kontakt mit Bo positiv beeinflusst wird. War sie zunächst unberechenbar, lernt sie, mit ihrer Kraft und Wut umzugehen. Im zweiten Teil begibt sich der Leser mit Katsa und Bo auf eine Reise nach Monsea die Hintergründe der Entführung von Bos Großvater aufzuklären. Im dritten und letzten Teil begleiten wir Katsa und Prizessin Bitterblue bei der Flucht.

Ich empfand es als positiv, dass der Leser nicht bis zum Ende des Romans warten muss, bis sich die zwei Hauptcharaktere näher kommen und auch, dass beide zu ihren Gefühlen stehen und es nicht erst zum Ende des Romans zu einem Liebesgeständnis kommt.
Für meinen Geschmack wird Katsa allerdings zu burschikos dargestellt. Ich hätte mir im Laufe der Geschichte eine weiblichere Entwicklung gewünscht.
Hat die Autorin am Anfang eine gewisse Nähe zwischen Leser und Protagonisten geschaffen, verliert sich diese zum dritten Teil des Romans. Katsa vermittelt nur noch das Bild einer Maschine (programmiert zum Überleben) und Bo versinkt in Selbstmitleid.
Die Reise und die Flucht der Hauptakteure werden sehr ausführlich beschrieben. Wichtige und entscheidende Szenen leider nur in wenigen Sätzen/ auf wenigen Seiten abgehandelt.
Aus meiner Sicht hat die Autorin es nicht geschafft einen Spannungsbogen aufzubauen. Kaum hat der Leser eine Ahnung, welche Hintergründe bei der Entführung von Bos Großvater eine Rolle gespielt haben, bekommt er diese auch schon auf dem Silbertablett serviert (z.B. das Geheimnis des Königs aus Monsea).

Hatte ich nach dem ersten Teil noch einen super Eindruck über das Buch, wandelte sich dieser im Laufe des Romans leider immer mehr zum negativen. Im Schnitt bewerte ich das Buch mit der Schulnote 3+. Ich werde auch den zweiten Band „Die Flammende“, der zeitlich vor den Geschehnissen aus „Die Beschenkte“ liegt, ausleihen und hoffe, die Autorin hat ihr Potenzial bei der Fortsetzung voll ausgeschöpft.

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(321)

612 Bibliotheken, 7 Leser, 10 Gruppen, 71 Rezensionen

serbien, vampir, aberglaube, liebe, vampire

Totenbraut

Nina Blazon
Fester Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.02.2010
ISBN 9783473353040
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jasna erzählt auf 426 Seiten die Geschehnisse ihres letzten Jahres. Der Leser lernt zum einen eine Dorfgemeinschaft kennen, die ihre Mitmenschen aufgrund Ihres Glaubens, Ihrer Herkunft oder ihrer Vergangenheit ausgrenzt. Und eine Familie, in der keine Person die zu sein scheint, für die er sich wirklich ausgibt. Zusammen mit Jasna kommt der Leser den Geheimnissen ihrer neuen Familie auf die Spur.
Anbei ein Zitat, welches sehr gut die Stimmung des Romans vermittelt:
„Auf diesem Gut gibt es so viele Wahrheiten wie Kammern“
, sagte ich bitter.
„In welche ich auch gehe, jede sieht anders aus. Ist das jetzt die Wahrheit? Die endgültige?“
(Nina Blazon, Totenbraut, Seite 282)

Es gelingt Fr. Blazon den Leser auf eine Zeitreise zu entführen in das Jahr 1731. Fremdartig waren mir sofort die ungewöhnlichen Bräuche und Sitten der Zeit, in der Jasna als orthodoxe Gläubige lebt. Es werden zum Beispiel Tote als Beerdigungsbrauch mit Fischernetzen bedeckt, um diese zu hindern, in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Die Ängste und das naive Denken dieser Zeit sind teils sehr grotesk, allerdings darf man nicht vergessen, dass den Menschen nur ein Bruchteil des heutigen Wissens zur Verfügung stand. Fr. Blazon orientierte sich bei den Handlungen im Roman an zeitgenössischen Untersuchungsberichten und nutzt den damaligen Volksglauben an Vampire, Werwölfe und Hexen.
Während des Romans kommt es zu unerwarteten Wendungen die den Leser immer wieder überraschen, die Spannung bleibt konstant erhalten. Der Roman hat mir insgesamt sehr gut gefallen und hat mein Interesse an weiteren Büchern der Autorin geweckt.

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(702)

1.257 Bibliotheken, 19 Leser, 12 Gruppen, 154 Rezensionen

blutbraut, liebe, nosferatu, vampire, fantasy

Blutbraut

Lynn Raven
Fester Einband: 734 Seiten
Erschienen bei cbt, 31.10.2011
ISBN 9783570160701
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Trotz der umfangreichen 736 Seiten Lesestoff habe ich jede Lese Minute genossen und mich nach einen Arbeitstag gefreut an diesen Roman weiter zu lesen. Man taucht während des Lesens durch die tollen Beschreibungen der Autorin in eine andere Welt ein und sieht die Charaktere wie in einen Film vor sich.
Mittelpunkt der Geschichte ist die Beziehung zwischen Lucinda und Joaquin, die sich zart und langsam entwickelt. Die Liebesgeschichte wird mit einigen Actionszenen aufgefrischt. Auch kommt die Spannung nicht zu kurz, da in kurzen Kapiteln von einem (noch unbekannten) Widersacher von Joaquin berichtet wird. Die Auflösung erfolgt zum großen Showdown am Ende des Buches.
Obwohl die Liebesgeschichte an sich geschlossen ist, erwarte ich eine Fortsetzung des Romans, da für mich noch nicht alle Fragen aus der Welt der Nosferatu beantwortet wurden.
Das Buch ist zwar ab 13 Jahren empfohlen, ist aber auch für ältere Generationen (wie mich ^^) unbedingt lesenswert. Ich hoffe ihr werdet von der Geschichte genauso mitgerissen.
Auf www.randomhouse.de gibt es zu dem Buch auch Bonusmaterial zu bestaunen wie zum Beispiel zusätzliche Szenen oder auch Übersetzungen aus dem Spanischen. Meine Empfehlung: Übersetzungen ausdrucken und bereits während des Lesens zur Hand haben.

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129 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, krieg, alexandra bracken

Aus Licht gewoben

Alexandra Bracken , Anne Hügel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 11.05.2011
ISBN 9783442472604
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin auf diesen Roman durch die Leseprobe auf der Verlagsseite aufmerksam geworden. Hier kann sich der Leser einen Eindruck über die ersten 35 Seiten des Romans verschaffen.
Ich konnte mit Sydelle nicht wirklich „warm werden“. Ihr Verhalten waren mehrfach zu naiv und ihre Gedanken zu engstirnig dargestellt. Erst zum Ende entwickelt sie sich in eine selbstbewusste junge Frau.
Werden auf den ersten Seiten noch sehr gut die Gefühle von Sydelle geschildert, verlieren sich diese, sobald Noah in die Welt der Protagonistin eintritt. Sydelle schildert beispielsweise wie schön sie eine Stadt findet, wie eindrucksvoll eine Brücke aussieht, zwischenmenschliche Gefühle werden fast gar nicht mehr behandelt.
Noah ist fast bis zum Ende ein blasser Charakter. Zunächst wird er aus Sicht der Protagonistin als ein wortkarger Mann, mit einem fehlenden Orientierungssinn und einem Alkohol Problem dargestellt. Im Verlauf der Geschichte wird dem Leser aber bewusst, dass hinter seiner abweisenden Art ein dunkles Geheimnis steckt.
Zwischen Noah und Sydelle kommt nach meinen empfinden kein prickeln/ knistern auf.
Überzeugt hat mich der Nebencharakter von Owains, ein sympathischer Freund von Noah, sowie
die Rolle des Bösewichts Dowans, ein abtrünniger Zauberer, der seine eigenen dunklen Pläne verfolgt.
Für mich persönlich war die Welt, in der Sydelle und Noah leben nicht greifbar. Auf der einen Seite marschieren fremde Soldaten in Städte ein, Diebesbanden und gefährliche Heckenhexen sind unterwegs – auf der anderen Seite sind fremde Personen Sydelle gegenüber ohne jegliches Misstrauen und sehr hilfsbereit. Hier passen die Gegebenheiten einfach nicht zueinander.
Spannende, actionreiche Szenen gibt es anfangs fast überhaupt nicht. Bei Szenen, die sicherlich Potenzial gehabt hätten (z.B. Noahs Kampf mit dem Drachen), bekommt unsere das Geschehene lediglich erzählt.
Aus meiner Sicht ist die Ich-Erzählperspektive für diesen Roman falsch gewählt. Wie bereits beschrieben, werden kaum die Gefühle der Protagonistin vermittelt. Ein „allwissender“ Erzähler hätte der Geschichte vielleicht mehr Pep verleihen können
Erst im letzten Viertel des Romans kommt, auch Dank des Bösewichts Dorwan, Schwung in die Geschichte und die Autorin überrascht mit einer interessanten Wendung. Der Roman hat ein versöhnliches Ende.

Da es mir nicht reicht, wenn die letzten Seiten eines Romans mich in seinen Bann ziehen, kann ich dieses Buch leider nur bedingt weiterempfehlen. Für Leser mit viel Geduld könnte er ggf. als „Lückenfüller“ dienen.

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