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Avanyas Legenden

Mike Heinl
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.02.2018
ISBN 9783746017365
Genre: Fantasy

Rezension:

Avanyas Legenden - Die Schatten der Vergangenheit

von


Mike Heinl



Cover:

Das Cover hatte mich durch seine Schlichtheit sofort angesprochen.
Gerade heutzutage sind Cover der Fantasy-Romane knallbunt, da sticht dieses Cover doch sehr heraus.
Ein echter Eyecatcher.



Inhalt:

Vor hunderten von Jahren herrschte Krieg in Edros. Die Völker des Landes verbündeten sich gegen ihren gemeinsamen Feind und erschufen die magischen Steine der Einheit, die das Böse besiegen sollten. Man glaubte sich nach dem Krieg in Sicherheit, doch dunkle Zeichen kündigten die Rückkehr des Unheiligen an. Es war Hodd, ein Bauer, der es bevorzugte wie ein Einsiedler zu leben, welcher das Schicksal über das Land in die Hände gelegt bekam, als eine junge Frau ohne Erinnerungen auf seinem Hof erschien. Sich zuerst weigernd, mit der Frau und einem Magus seine Heimat zu verlassen, schloss sich Hodd den beiden an, um die verschollenen Steine zu finden, um sie erneut gegen Edros' Geißel einzusetzen. Sie brachen zu einer Reise auf, die sich als gefährlicher herausstellte als zu Anfang angenommen, und Hodd musste lernen, dass nur seine Gefährten und er den Untergang des Landes verhindern konnten.



Meinung:

Obwohl ich sehr gerne Bücher aus dem Genre Fantasy, insbesondere aus dem High-Fantasy-Bereich lese, bekomme ich von deutschen High Fantasy-Selfpublishern selten Anfragen.
Hocherfreut habe ich dann bei diesem Angebot hier zugesagt und sollte es auch nicht bereuen.
Tatsächlich hat es mir so gut gefallen, dass ich es kaum erwarten konnte von der Arbeit nach Hause zu kommen, um endlich weiterzulesen.

Der Einstieg in die Geschichte gestaltete sich erfreulicherweise problemlos, da man im Prolog die Vorgeschichte erfährt und die für sich gesehen, war schon ein Knaller.

Die Story ist dermaßen komplex aufgebaut, dass es hier doch den Rahmen sprengen würde, wenn ich näher darauf einginge.
So viel sei gesagt: Ja, manche Dinge lehnen an die "Herr der Ringe-Trilogie" an, aber tun das nicht alle Bücher aus dem High Fantasy-Bereich?
Ich finde das nicht tragisch, da die Geschichte doch in vielen Szenen recht ungewöhnlich verläuft und die Charaktere nicht so aalglatt daher kommen, sondern teilweise recht schroff, eben mit Ecken und Kanten.
Das typische schwarz-weiß-Schema, das in diesem Genre häufig verwendet wird, wird hier nicht aufgegriffen, deshalb wirken die Figuren auch wie aus dem Leben gegriffen.
Und es gibt einige Charaktere in dieser Geschichte, die allesamt liebevoll ausgearbeitet sind und daher sehr authentisch rüberkommen.
Ich hatte nach kurzer Eingewöhnungszeit das Gefühl sie persönlich zu kennen.

Allen voran haben wir da den Protagonisten Hodd, Eigenbrötler und Bauer mit seiner alten Farkas-Hündin Maira. Er führt ein ruhiges beschauliches Leben und wünscht sich nichts mehr, als dass seine unerwarteten Gäste sich wieder schleunigst vom Acker machen … aber das wird nicht geschehen, jedenfalls nicht ohne Weiteres.

Eine weiterer Charakter ist Faye, die eines Tages völlig unbekleidet und ohne jegliche Erinnerungen auf Hodds Hof erwacht.
Das sie wichtig für die Prophezeiung wird, wird recht früh erwähnt, aber wer sie jetzt genau ist und was ihre Aufgabe ist, damit hält der Autor noch hinter dem Berg.

Noch ein wichtiger Charakter ist der Magus Cillian, der Fayes Ankunft schon irgendwie erwartet hatte und der sehr viel mehr zu wissen scheint, als er preisgibt.

Drumherum bildet sich eine Gruppe aus Weggefährten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten ( … und daher überall auffällt).

In einem anderen Teil des Landes werden mehrere Dörfer vernichtet.
Unter anderem das Dorf von Breena. Sie zieht mit den restlichen Dorfbewohnern in Richtung nächst größere Stadt und hat mit etlichen Widrigkeiten zu kämpfen.
Wie ihre Geschichte noch weiterläuft und was das mit unserer Abenteurer-Truppe zu tun hat, ist mir noch nicht ganz klar, aber das ist ja wohl auch so gedacht.

Eine weitere Gruppe, nämlich die der Magi, machen sich auf den Weg zum König, um ihn vor den bevorstehenden Ereignissen und der Rückkehr des Unheiligen zu warnen. Dort finden sie neue Verbündete und einen Feind.

Das sind nur kleine Ausschnitte aus der, wie schon erwähnt, wirklich komplexen und sehr groß angelegten Story. Es gibt noch etliche andere Charaktere, die ihren Weg gehen und sich durchsetzen müssen.

Der Schreibstil ist der absolute Knaller und ich hatte mich schon von der ersten Seite an, darin verliebt. Manche empfinden diese Art zu schreiben als altmodisch, ich aber finde: Genau so muss man sich in diesem Genre ausdrücken.
Denn der Text ist sehr flüssig zu lesen und man fliegt nur so durch die Seiten.

Der Erzählstil ist unterhaltsam, mysteriös und spannend.
Gespickt mit jeder Menge Humor, Kämpfen, Verluste, Ängste, Verrat und immer neuen Geheimnissen.

Der Antagonist wirkt zuerst so wie er es soll. Wie das Böse an sich, aber auch dort gibt's Facetten zu erkennen. Und seine Helfershelfer sind ebenso interessant.

Das Ende lässt mich natürlich schmollend zurück.
Der Spannungsbogen wird zum Ende hin noch richtig ausgereizt und jetzt … muss ich auf den nächsten Teil warten.
Buuuuh!!!



Fazit:

Ich glaube, es ist unschwer zu erkennen, dass ich mich in diese Geschichte und ihre Charaktere, verliebt habe.
Ich habe in diesem Jahr nicht ganz so viel Fantasy gelesen, wie üblich.
Allerdings habe ich vor kurzem eins aus einem großen und bekannten Verlag gelesen, dass mir auch gefallen hatte, aber nicht annähernd in solcher Qualität und Komplexität dargeboten wurde.

Ich bin völlig baff, solch ein Werk von einem Selfpublisher bekommen zu haben.
Ich weiß nicht, wie lang der Autor Mike Heinl daran gearbeitet hat ( das natürlich viele bei der Umsetzung geholfen haben, hat er ja erwähnt), allerdings steckt hier jede Menge Herzblut drin und da scheint er die richtigen Menschen um sich zu haben, mit den richtigen Eigenschaften.

Ein neuer Stern am Selfpublisher-Firmament.
Was für ein Talent. Ich ziehe voller Bewunderung meinen Hut
( … und ich bin kein Mensch, den man leicht beeindruckt).



Empfehlung:

Ich kann hier bedenkenlos meine Empfehlung aussprechen, da dieses Werk auf jeden Fall zu meinen diesjährigen Lese-Highlights gehört.
Du liest keine High Fantasy ???
Dann fang damit an! Am Besten mit Avanyas Legenden. :-)



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: avanyas legenden, band1, dieschattendervergangeheit, high fantasy, mike heinl   (5)
 

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Insanus

A.M. Arimont , Andreas Arimont
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Independently published, 16.08.2018
ISBN 9781718171374
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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Ein ängstlicher Blick zurück - Gib niemals auf

Horst Rasch
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.02.2017
ISBN 9783741888526
Genre: Romane

Rezension:

Ein ängstlicher Blick zurück - Gib niemals auf

von

Horst Rasch



Klappentext:


Erik, ein gut aussehender, lebensfroher und beliebter junger Lehrer, gerät schuldlos in die Krallen des Unrechts, aus denen er sich nicht mehr mit eigener Kraft befreien kann.
Der Freitod scheint sein vermeintlich einziger Ausweg zu sein.
Sein Fall in ein unendlich tiefes Loch wird von vielen Schutzengeln aufgefangen. Erik gelingt nach der schweren Zeit ein wunderbarer Neuanfang.



Meinung:

Der Einstieg in das Buch gelang mir durch die unterhaltsame Erzählweise sehr leicht.
Der Schreibstil ist eher locker gehalten und daher auch flüssig und sehr schnell lesbar.
Man lernt Erik und sein Leben kennen und man wird dann Zeuge einer unglaublichen Beschuldigung, die sein bisheriges locker-leichtes Leben mit einem Knall beendet.

Während die erste Hälfte des Buches eher in Richtung Drama geht, wechselt die Geschichte dann unerwartet in eine Lovestory.
Die erste Hälfte des Buches gefiel mir daher sehr, weil man auch sehr mit Erik mitgelitten hatte. Die unglaublichen Anschuldigungen und die Reaktionen seiner Mitmenschen darauf, waren sehr herzergreifend.
Im mittleren Teil beginnt er sich ein neues Leben aufzubauen und neue Impulse und neue Freunde sind dabei richtungsweisend.

So weit, so gut.
Ich empfand, dass der letztere Teil des Buches von so viel Glück geprägt war, dass es schier ans Unglaubliche grenzte. Als dann die Lovestory im Flugzeug begann, war mir das dann doch zuviel des Guten. Erst bemerkt er sie nie und dann weiß er binnen Sekunden, dass sie die große Liebe ist.
Andersherum: Sie beobachtet ihn schon seit Jahren, aber weil sie so schüchtern ist, spricht sie ihn nie an. Spricht aber mit seinen Freunden über ihn, weiß alles über ihn. ( ???? ) Nee, das sind mir zuviele schmalzige Unstimmigkeiten und daher recht unglaubwürdig.



Fazit:

Ich bin eigentlich ganz hin und hergerissen, da für mich das Buch zum einen recht unterhaltsam war, zum anderen aber dann doch zu sehr in die schmalzige Richtung abdriftete.
Das hatte ich nach der Hälfte des Buches nicht in dieser Art und Weise erwartet.
Ein Buch das locker-leicht geschrieben ist und vom Genre nicht ganz so leicht einzuordnen, aber ich habe mich trotzdem für das Genre "Drama" entschieden.



Empfehlung.

Eine schöne Urlaubslektüre. Etwas für zwischendurch.
Für Leser, die Geschichten mit überglücklichem Ausgang lieben.



Von mir gibt's:

3,5 von 5 Sternen

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Tags: drama, ein ängstlcher blick zurück, gib niemals auf, horst rasch   (4)
 

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Duke-Reihe / Ohne Warnung

Sebastian Cohen
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei epubli, 09.05.2017
ISBN 9783745083446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ohne Warnung

von

Sebastian Cohen



Cover:

Es wirkte auf mich recht geheimnisvoll und sehr vielversprechend.

Das Cover dieses Buches begleitete mich schon häufiger durch gewisse Buchgruppen bei den verschiedenen Social Medias.
Als sich mir die Gelegenheit bot, es direkt beim Autor zu erwerben, schlug ich zu.

Also: Das Cover hat sich mir eingeprägt, ich hab das Buch gekauft. Alles richtig gemacht !





Klappentext:

In Keene, einer kleinen verschlafenen Stadt in New Hampshire, herrscht das herrlichste Sommerwetter, doch Duke verkriecht sich in seinem abgedunkelten Zimmer.
Er kann sich kaum bewegen, ohne dass Wellen von Schmerzen seinen Körper durchfluten. Die Abreibung, die er gestern in der Kiesgrube von seinen vermeintlichen „Freunden“ bekommen hatte, war heftig - zu heftig.
In den Tagen der Heilung schwört er sich, nie wieder ein Opfer zu sein!
Nie wieder ein Verlierer!
Mit viel Einfallsreichtum und Finesse findet Duke Mittel und Wege, die perfekten Verbrechen zu inszenieren.
Immer wieder findet er sich in Situationen wieder, die seine „dunkle Seite“ in ihm zum Handeln zwingen.
Nur die Liebe kann ihn wieder auf die richtige Bahn bringen.
Wird er diese finden?
Das Buch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise quer durch die USA und begleitet Duke bei seiner Metamorphose vom schüchternen Jungen zum technisch versierten Computergenie, der mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und einer gehörigen Prise Gesellschaftskritik zu einem Bösewicht heranwächst, den man einfach mögen muss.
Er gerät in einen Strudel von Gewalt, Liebe, Verlust, Abenteuern und der Suche nach sich selbst.
Duke sucht nicht die Gewalt, aber sie findet ihn....



Meinung:

Der Einstieg in die Story gelang mir ohne Probleme und obwohl ich nur mal eben reinlesen wollte, habe ich dann doch die ersten 130 Seiten mal eben weggelesen.

Duke ist ein interessanter Charakter und ich war sehr gespannt, was er sich nach seiner Demütigung einfallen lässt, um seine vermeintlichen neuen Freunde, einen nach dem anderen in die ewigen Jagdgründe zu schicken.
Nachdem er seiner dunklen Seite nachgibt, hält ihn nichts und niemand mehr auf.
Die ausgefallenen Todesarten fand ich schon recht amüsant.
Dieser erste Abschnitt hat mir am Besten gefallen.
Wer hat sich in der Schulzeit nicht gewünscht, den ein oder anderen aus dem Weg zu räumen und ihn auf grausame Art sterben zu lassen?
Ihr nicht? Okay, dann hab ich nichts gesagt.

Danach wurde es ein wenig ruhiger und man lernt Duke, seine neuen Fähigkeiten, einen neuen Feind und seine erste große Liebe kennen. Er versucht ja wirklich ein normales Leben auf dem College zu führen, aber...
... irgendwann nimmt das Schicksal wieder seinen Lauf.

Mir gefiel, dass der Autor dem Protagonisten genug Raum lässt, sich zu entwickeln.
Außerdem hält er sich nicht mit detailreichen Umgebungsbeschreibungen auf, sondern erzählt sehr gerade und schnörkellos die Geschichte von Duke, die sich durch den locker-flockige Schreibstil leicht und sehr flüssig lesen lässt.
Die Erzählweise ist spannend, fesselnd und teilweise sarkastisch.

Nachdem ich mich durch den etwas ruhigeren Teil ( Die Collegezeit. Mit nur einem Mord ) gelesen hatte,die ja dann ein jähes und unschönes Ende seiner Beziehung mit Bristol einläutete, begann wieder ein neues Kapitel in seinem Leben.

Der Aufbau des Buches gefiel mir sehr gut. Ständig ist Bewegung darin und man ist gespannt , was Duke als nächstes passiert und wie er darauf reagieren wird ( Okay, nicht wie er reagieren wird, sondern womit ).

Das Ende ist ein raffinierter Cliffhanger und ich bin gespannt, wie es weitergeht.



Fazit:

Ein schöner Auftakt zu einer Reihe, die ich bald weiter verfolgen werde.



Empfehlung:

Ich kann dieses Buch bedenkenlos weiterempfehlen.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: ohne warnung, sebastian cohen, selfpublisher, thriller   (4)
 

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Einer muss es machen

Ralph Schmid
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 31.07.2018
ISBN 9783752840940
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Einer muss es machen

von

Ralph Schmid





Klappentext:

Teo ist Lehrer, Familienvater und pflegt ein ungewöhnliches Hobby.
Er liquidiert Vergewaltiger, die durch die Maschen der Justiz schlüpfen.
Weil er es kann. Und weil es sonst keiner macht.
Die Morde bleiben nicht unbemerkt und verärgern vor allem Innensenator Block, der sich im Kampf gegen organisierte Zwangsprostitution politisch profilieren will. LKA Dezernatsleiter Rainer Maier soll ihm dabei helfen. Aber der verfolgt eigene Interessen.
Was verheimlicht Maier?
Kennt er den Täter, der einen Informanten bei der Polizei zu haben scheint?
Und welche Rolle spielt die geheime Bruderschaft, die Block zu einem Karriereschub verhelfen soll?
Wo laufen die Fäden zusammen?



Cover:

Das Cover sprang mir sofort ins Auge, woraufhin ich mich gleich kundig machte.
Somit würde ich sagen, dass bei der Coverauswahl alles richtig gemacht wurde.





Meinung:

Der Einstieg in die Story gelang mir sehr schnell, da es gleich zu Anfang ans Eingemachte geht und man gleich mal einem Mord innewohnt.
Man lernt nach und nach die unterschiedlichen Figuren und deren Antrieb kennen.
Die Unsympathen sind sehr schnell ausgemacht, aber auch die Charaktere, die ich gleich mochte.

Zum einen, ist da der Chef der Sonderkommission Rainer Maier, der mir auf Anhieb sympathisch war, durch seine ruhige und bedachte Art, zum anderen der völlig unterschätzte und wenig beachtete Paul Bach.
Beide sind Polizisten geworden um den Menschen zu helfen und um Recht und Gesetz nach bestem Wissen und Gewissen zu vertreten.
Vor allem Maier hat aber über die Jahre immer wieder sehen müssen, wie offensichtliche Kriminelle durch Verfahrensfehler oder weil man ihnen schlichtweg einfach nichts beweisen konnte, wieder frei lassen musste und das hat ihn im Laufe seiner Dienstjahre arg frustriert.

Der eigentliche Protagonist ist aber Teo, der von Rainer die Zielpersonen gesteckt bekommt und den Auftrag daraufhin plant und ausführt. Aufgrund eines persönlichen Falles aus dem engsten Familienkreises, fühlt sich Teo dazu auserkoren, die bösen Jungs, die immer wieder durch das Raster der Justiz flutschen eigenhändig zu eliminieren.

Die beiden Antagonisten sind Thiermann und Innensenator Block, die beide sehr karrieregeil sind und für den weiteren Aufstieg und mehr Macht über Leichen steigen würden und das nicht nur im sprichwörtlichen Sinne.

Die meisten Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, authentisch und in ihrem Handeln nachvollziehbar.

Leider wurde ich mit Protagonist Teo überhaupt nicht warm.
Ständig ist dieser Charakter überdreht, zieht falsche Schlüsse, seine überstürzten Schuldzuweisungen jedem gegenüber und die mehr oder weniger unterschwelligen innewohnenden Aggressionen, die so ziemlich jeder mal zu spüren bekommt, machte ihn mir nicht gerade sympathisch.
Obwohl ich seine Motivation nachvollziehen kann, machte es mir dieser Charakter echt schwer ihn zu mögen.

Die Figur der Lena, die sich da sehr tough durch ihr Leben als Zwangs-Prostituierte schlägt, hat mir sehr gut gefallen.
Leider empfand ich hier die plötzliche Beziehung zwischen ihr und dem Kommissar Maier, als zu schnell und zu viel auf einmal.

Nichts desto trotz, konnte mich die Geschichte für sich gesehen überzeugen und ich hatte wirklich meinen Spaß an diesem Thriller.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und daher sehr angenehm zu lesen.

Der Erzählstil ist im Großen und Ganzen spannend ( es gibt ein kleines Tief inmitten der Story), bietet einige Wendungen und beschönigt nicht in seinen Beschreibungen.

Das Ende empfand ich als sehr gelungen, mit einem fantastischen letzten Absatz.

Ich finde, das schreit nach einer Fortsetzung.



Fazit:

Ein schöner deutscher Thriller, der es in sich hat.
Ich denke, von diesem Selfpublisher werden wir noch einiges lesen.



Empfehlung:

Mir hat dieser Thriller sehr gefallen und daher kann ich ihn auch bedenkenlos weiterempfehlen.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

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Tags: einer muss es machen, ralph schmid, selfpublisher, thriller   (4)
 

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Das Flüstern des Teufels: Psychodrama

A.M. Arimont
Flexibler Einband: 141 Seiten
Erschienen bei Independently published, 07.12.2017
ISBN 9781973476566
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Flüstern des Teufels

von

A.M. Arimont


Cover:

Diesmal sehr schlicht gehalten.
Was ich allerdings, wenn man das Thema des Buches bedenkt, sehr passend finde.


Inhalt:

"Kein Erwachsener hatte uns aufgehalten. Auch später nicht. Nur einer hätte gereicht. Großer Gott, warum hat keiner etwas getan?"

Deutschland, Anfang der 1990er Jahre. Ein kühler Tag im Februar.
Zwei Jungs, zehn und elf Jahre alt, entführen ein Kleinkind aus einem Einkaufscenter.
Was als harmloser Spaß anfängt, entwickelt sich zu einem wahren Albtraum.
Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Inspiriert von einem wahren Verbrechen.



Meinung:

An dieses Buch bin ich einerseits mit Spannung, andererseits mit einem mulmigem Gefühl herangegangen.
Da es auf einem wirklich unglaublichen Fall aus England in den 90 er Jahren beruht ( Ich glaube, ich war damals 17 oder 18 Jahre alt), und ich damals sehr schockiert wegen des Verbrechens und vor allem aber wegen des Alters der beiden Täter war.

Der Autor hat sich dazu entschlossen, die Geschichte aus der Sicht eines Täters zu erzählen. Er hält sich dabei recht genau, an die Informationen über den Tathergang und die eigentliche Tat, die damals durch die Presse gingen und weltweit für Aufsehen sorgte.

Die kindliche Erzählweise bringt den Leser näher an die Täter und könnte erklären warum die Jungen taten was sie taten und wie die Situation so eskaliert sein konnte.

Allerdings will man hier als Leser mit Hintergrundwissen, kein Verständnis oder Mitleid mit den beiden haben und das muss man ja auch nicht.
Trotzdem schafft es der Autor, das Thema sensibel zu erzählen, ohne zu verurteilen oder meinungsgebend zu werden.

Der Schreibstil von A. M. Arimont entwickelt sich von Buch zu Buch rasant weiter.
Er hat ein ausgeprägtes Gefühl dafür seinen Lesern, mit seinen Geschichten eine Gänsehaut oder ein mulmiges Gefühl in der Magengegend zu bescheren.

Der Erzählstil ist diesmal ruhig und nicht auf Effekthascherei aus, was mir sehr gut gefallen hat.



Fazit:

Auf alle Fälle ein sehr mutiges Projekt, dass wegen der wahren Begebenheit, nicht jedem Leser schmecken dürfte.
Mir hat es sehr gefallen, denn ich finde A.M. Arimont hat das Thema sehr gut umgesetzt und es seinen Lesern auf stille und sensible Art und Weise näher gebracht hat.



Empfehlung:

Auf alle Fälle für Fans von wahren Verbrechen ( True crimes ) und Fans von Psychodramen geeignet.
Und für Leute, die es lieben zu diskutieren. ;-)



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: a.m. arimont, das flüstern des teufels, psychodrama, selfpublisher   (4)
 

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Shadowrun: Orks weinen nicht

Jan-Tobias Kitzel
Flexibler Einband
Erschienen bei Pegasus Spiele GmbH, 01.07.2018
ISBN 9783957891785
Genre: Sonstiges

Rezension:

Shadowrun - Orks weinen nicht

von

Jan-Tobias Kitzel


Cover:

Ein sehr gelungenes Cover und so stelle ich mir den Ork Rex auch vor. ( Oder deswegen ??? ;-))



Meinung:

Relativ kurz hintereinander habe ich jetzt den 2. Shadowrun-Roman aus dem Pegasus Spiele Verlag gelesen und bin jetzt wieder komplett angefixt.
Ich liebe dieses Setting, in dem die Autoren sich mehr oder weniger austoben ( können, wollen, sollen...), aber ich will nicht so weit vorgreifen, beginnen wir mit …. dem Anfang. :-)

Einstiegsprobleme hatte ich bei dieser Story überhaupt nicht.
Der Autor hat sich genug Zeit genommen, die einzelnen Charaktere des Runner-Teams nach und nach vorzustellen.
Das Hauptaugenmerk ist natürlich auf den Anführer der Gruppe, der Ork Rex, gelegt.
Wegen privater und finanzieller Probleme lässt er sich auf einen lukrativen Run ein, der seine größten Probleme beseitigen oder zumindest abschwächen würde.
Ich bin sehr schnell in die Geschichte eingetaucht, was auch daran liegen mag, das der Protagonist Rex und seine Familie unglaublich sympathisch beschrieben wird.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet und wirkten auf mich sehr authentisch in ihren Handlungsweisen.
Das Zusammenspiel und das Vertrauen untereinander im Team bringt natürlich mehr Nähe an den Leser und man amüsiert bei den Streitigkeiten und den Foppereien.
Mir gefiel auch, dass bestimmte Szenen aus den unterschiedlichen Perspektiven der Runner-Crew beschrieben wurden, so das ich dadurch ein besseres Gefühl für die einzelnen Charaktere und gewisse Situationen bekam.

Das Setting ist natürlich bekannt, trotzdem empfand ich es so, dass J.-T. Kitzels Beschreibungen sehr bildhaft waren.
Ort und Umgebungen entstanden sofort vor meinem geistigen Auge, was mir natürlich sehr dabei half komplett in seine Welt abzutauchen und alles andere um mich herum zu vergessen.

Der Schreibstil ist schlicht und schnörkellos gehalten, was dazu führt, das man nur so durch die Seiten fliegt.
Der Erzählstil ist geradlinig und voller Action, am Spannungsbogen wird ab Mitte des Buches immer noch weiter an den Schrauben gedreht bis zum großen Finale, welches mich , wie üblich bei den Shadowrun-Romanen, mit einer zum Flunsch gezogenen Schnute und mit Tränen in den Augen, zurück lässt.


Fazit:

Ein durchweg gelungener Shadowrun-Roman mit einer gut ausgearbeiteten und sympathischen Runner-Crew, ein Rum folgt dem nächsten, jede Menge Action, Kämpfe, coole Sprüche, Verrat und Opferbereitschaft … was will man mehr ???



Empfehlung:

Kann ich jedem bedenkenlos empfehlen, der mal etwas anderes lesen möchte, oder auch mal die Shadowrun-Welt kennenlernen möchte oder einfach Fan der Reihe ist ( und allen anderen empfehle ich es auch ;-) ).
Es lohnt sich!



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: cyberpunk, jan tobias kitzel, orks weinen nicht, shadowrun   (4)
 

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Der Fedora Attentäter: Das erste Buch der Hydra-Detonation-Reihe

Melanie Naumann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.07.2018
ISBN 9781717822451
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Fedora-Attentäter

von

Melanie Naumann


Cover:

Das Cover ist ein echter Eyecatcher und macht wirklich neugierig auf das Buch.



Zum Inhalt:

Die Zünder sind aktiviert. Die Bomben versteckt.
Seit dem Attentat auf ihren Mann wird Marly verfolgt.
Rastlos reist sie durch die Welt, bis sie den kanadischen Bombenentschärfer Picasso kennenlernt.
An seiner Seite wird ihr Leben noch gefährlicher.
Ein Spiel aus Explosionen und Irreführungen bringt die beiden an die Grenze von Leben und Tod.
Sie müssen sich entscheiden: Können sie sich gegenseitig vor ihrer grausamen Vergangenheit schützen oder ist der Eine des Anderen Untergang?



Meinung:

In diesem Romance-Thriller hat man einen eher ungewöhnlich spannenden Einstieg, der auch gleich neugierig auf die weitere Geschichte macht.

Man lernt die rastlose Marly und ihre kleine Tochter kennen und Luke, der sie am Flughafen erstmal über den Haufen rennt.
Obwohl ich vermutete, das die Person vom Anfang Marly ist, war ich doch gespannt, welches Geheimnis die Protagonistin verbirgt.
Aber es sollte noch eine Weile vergehen, bevor die Dame ihre Vergangenheit preisgibt. ;-)

Der Schreibstil ist sehr ausgewogen und in sich sehr stimmig.
Es gab keine ungewöhnlichen Holprigkeiten, die den Lesefluss irgendwie störten.

Der Erzählstil ist sehr abwechslungsreich und reicht von emotional-romantisch-kitschig bis zu spannungsgeladener Action.
Mir gefielen vor allem die detailreichen Beschreibungen vom Aufbau der einzelnen Bomben, sowie deren spannende Entschärfungen.
Da sprühte die Autorin vor Kreativität und Einfallsreichtum und ich hatte einen Riesenspaß daran ( … und ich glaube trotzdem das Melanie Naumann zu Hause Baupläne für den Bombenbau zu Hause liegen hat, auch wenn sie das vehement bestreitet ;-) ).

Die Story ist sehr komplex aufgebaut und gibt nach und nach die nötigen Informationen preis, was zu dem ein oder anderen Plot Twist führt, was das Ganze noch viel spannender macht, da nichts ist, wie es anfangs scheint.
Da hat die Autorin einen richtig tollen Spannungsbogen aufgebaut und schafft es, immer weiter daran zu schrauben.

Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet.
Man merkt dass die Autorin jede Menge Herzblut in die Story und ihre Charaktere gesteckt hat, das macht die Figuren so authentisch und in ihrem Handeln nachvollziehbar und die Story glaubhaft.

Ich, für meinen Teil, hätte auf den Großteil der "Romance" in diesem Buch verzichten können, aber das ist nur meine persönliche Meinung, da ich immer Schwierigkeiten habe, wenn der Romantik-Kitsch-Schnulz soviel Raum in einer Story einnimmt und ich doch wissen will: Wer? Wie? Und was? Und wieso?
Da ich das aber vorher wusste, fliesst das nicht in meine Bewertung mit ein, weil das eine persönliche Marotte von mir ist und ich mir vorstellen kann, dass die Lovestory zwischen Marly und Luke den meisten Leserinnen doch sehr gut gefallen wird.
Und was wäre das Leben ohne persönliche Schrullen? ;-)

Das Ende ist ein echter Knaller und man hat fürs Erste das Aha-Gefühl, doch tief im Inneren hat man den Eindruck, das man immer noch nicht hinter das ganze Spiel sehen kann.

Und nach diesem Cliffhanger, bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht. 


Fazit:

Ein Thriller, der es in sich hat.
Ein außergewöhnlicher Storyaufbau, sodass man gar nicht glauben mag, dass es ein Debüt ist, weil es sehr professionell wirkt. Eingepackt in eine Liebesgeschichte, nimmt die Geschichte nach und nach an Fahrt auf, aber dann gerät man auch auf einen wilden Ritt.

Mir hat es sehr gut gefallen, denn es ist wirklich sehr spannend, voller Geheimnisse und Verrat und die liebe kommt auch nicht zu kurz ;-)



Empfehlung:

Für alle Liebhaber von Thrillern + Romantik und auch Action-Liebhaber kommen auf ihre Kosten ( das sind ja gleich drei Dinge auf einmal :-D … ).



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: der fedora-attentäter, melanie naumann, romance thriller, thriller   (4)
 

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Zwillingsblut - Der Kampf der Zwerge

Hendrik Lambertus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404209101
Genre: Fantasy

Rezension:

Zwillingsblut - Der Kampf der Zwerge

von

Hendrik Lambertus



Cover:

Wegen des Covers bin ich erst auf dieses Buch und diese Leserunde gestossen und ich finde das es sehr passend gestaltet wurde..



Inhalt:

Dunkelheit überzieht das Land, und die Horden des Kettenfürsten marschieren, um auch noch die letzten freien Länder der Menschen, Elben und Zwerge zu unterwerfen.
Die einzige Hoffnung ist ein Orakelspruch:
Er berichtet von Zwillingen, die die Ketten des Fürsten sprengen werden, um ihn zu besiegen.
Im unterirdischen Zwergenreich Tokrond leben der stille Runenschmied Gorin und seine draufgängerische Zwillingsschwester Galdra.
Die geheimnisvolle Winterseherin verrät ihnen eines Tages, dass ihnen die große Aufgabe zuteil würde.
Doch nicht nur Gorin und Galdra könnten die angekündigten Erlöser sein ― und die Zeit arbeitet gegen sie ...



Achtung ! Diese Rezension enthält eventuelle Spoiler!!!!



Meinung:

Der Einstieg in die Story gelang mir ohne Weiteres, denn der Prolog hatte mich schon sehr eingenommen und extrem neugierig gemacht.

Die Idee der Zwillingsseelen, die in einer bestimmten Nacht unter besonderen Umständen zu Welt gekommen sind und laut einer Weissagung zum Sturz des Kettenfürsten führen, hat mir sehr gefallen. Auch das sich das Ganze nicht nur auf ein einziges Zwillingspaar, sondern auch auf Zwillingspaare anderer Völker beziehen könnte, war eine nette Idee, da sich der Autor so einige Optionen offen halten konnte und der Leser miträtseln darf, wie dieser Orakelspruch gedeutet werden könnte.

Der Weltenbau des Autors ist jetzt nicht unbedingt neu, dafür aber mit frischen Ideen bestückt, in der man sich sehr schnell zurecht findet. Vor allem denke ich an die grandiose Idee für den Aufbau und die Funktion des Labyrinths, welches mir in dieser Form noch nicht begegnet ist. Dem Ganzen noch ein Bewusstsein zu verpassen, war ein echter Höhepunkt und ich hatte einen Riesenspaß daran.

Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und in ihrem Handeln nachvollziehbar.
Mir war zwar aufgefallen, dass auf den Protagonisten Gorin und Elyami das Hauptaugenmerk des Autors lag, während mir Galdra und Elyamur immer ein wenig fremd und außen vor blieben, aber je mehr ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich die Absicht des Autors war und ich schon noch erfahren werde, warum er das so gehandhabt hat.


Es fiel mir halt auf, da er alle anderen Charaktere, auch den Nebencharakteren, sehr viel mehr Charakter verpasst hatte, als den beiden.

Die Geschichte des Kettenfürsten und der Winterseherin in Form eines Traumes zu erzählen, war auch eine schöne und entspannte Art, den damaligen Geschehnissen beizuwohnen.
Wer die beiden sind bzw. ursprünglich mal waren, wird aufmerksamen Lesern schnell klar.

Auch die Zusammenstellung der Gruppe und wie sie mit der Zeit doch zusammenwachsen, ist schön klassisch gehalten und gefällt mir immer sehr gut.

Die Suche nach dem gefallenen Gott gestaltet sich auch sehr amüsant, obgleich auch das vorhersehbar war und früh erahnt werden kann.

Die Antagonisten sind auch wunderbar ausgearbeitet und sind nicht dem typischen schwarz/weiß-Klischee unterlegen. Machtbesessenheit, Verblendung, maßlose Selbstüberschätzung und blinde Ergebenheit, sind die Haupteigenschaften unser Antagonisten und das macht sie allesamt zu sehr interessanten Charakteren, die alle auch noch andere Seiten besitzen.

Der Plot entspricht der typischen klassischen Fantasy.
Der Böse unterwirft und/oder vernichtet ganze Völker, will die absolute Macht an sich reissen, da macht sich eine kleine Gruppe unterschiedlicher Völker mit gleichem Ansinnen auf den Weg und versucht das zu verhindern.
Ein Mentor, der mehr weiß, als er ( sie) sagt ist auch dabei.
Sie müssen viele Abenteuer bestehen, haben neue Mitstreiter und verlieren bei den vielen Kämpfen die ein oder andere Person, allerdings nicht aus der eigentlichen Truppe.
Es wird viel und ausgiebig gekämpft und viel Magie gewirkt.
Perfekt!

Der Schreibstil ist locker-flockig gehalten und daher sehr flüssig und schnell zu lesen.

Der Erzählstil ist sehr abwechslungsreich und reicht von amüsant über spannend bis sehr actionreich und emotional.

Der Spannungsbogen wird anfangs sehr langsam aber stetig aufgebaut und mündet dann in einem echten Showdown, der es in sich hat.

Der Epilog lässt auf nicht Gutes für den nächsten Teil hoffen und rücken den Buchtitel Zwillingsblut in ein neues Licht.




Fazit:

Dieser High-Fantasy-Roman hat richtig Spaß gemacht.
Obgleich doch sehr klassisch gehalten, enthält es sehr viele neue frische Ideen, eingepackt in einen klassischen Weltenbau.
Sehr schnell entwickeln sich einige Charaktere zu Lieblingen und auch die Antagonisten sind mehr als interessante Charaktere und es wird sehr spannend sein, deren Weiterentwicklung zu folgen.



Empfehlung:

Auf jeden Fall!
Für alle Fans von High Fantasy Romanen und auch Rollenspieler werden mit diesem Buch ihren Spaß haben.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

  (1)
Tags: fantasy, hendrik lambertus, verlag bastei lübbe, zwillingsblut, zwillingsblut - der kampf der zwerge   (5)
 

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Beheaded – Der Wille der Schatten

Stefan Goebels
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Schwarzer Drachen , 01.04.2018
ISBN 9783940443762
Genre: Fantasy

Rezension:

Beheaded - Der Wille der Schatten

von

Stefan Goebels



Cover:

Nun ... es lässt keine Fragen darüber aufkommen, wer hier der Protagonist in dieser Geschichte ist,und hat in der Instagram-Buchgemeinde vielen sehr viel Freude bereitet.



Meinung:

"Beheaded - Der Wille der Schatten" löste schon bei der Leseprobe große Neugier in mir aus.
Nun gut, ein Fantasy-Roman mit einem Kopflosen ist jetzt nicht unbedingt eine Neuheit, trotzdem war ich sehr neugierig wie der Autor das Thema angegangen war.
Nach einem etwas holprigen Anfang, fand ich dann aber sehr schnell in die Geschichte und ihre wirklich liebenswürdigen Charaktere ( mit liebenswürdig meine ich die beiden Protas

).
Ich mochte den Kopflosen Gardisten Crayne auf Anhieb und die Herzogstochter Amodela wächst einem im Laufe der Geschichte auch ans Herz.

Mir gefiel besonders, dass hier ein klassischer Weltenbau der High Fantasy präsentiert wird, gespickt mit Hexen, Dämonen, Vampire, Untote en Masse, Geistern, Leichenfressern, was dem Ganzen den richtigen Spritzer der Moderne verpasst hat und man nicht das Gefühl hat, die Geschichte in dieser Form schon irgendwie X Mal gelesen zu haben.

Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und sind nicht nach Schema F in "nur gut" oder "nur böse" eingeteilt, sondern haben sowohl ihre guten als auch ihre schlechten Seiten und wohin der Pegel ausschlägt, lässt sich nicht von vornherein sagen, was das Ganze um so spannender macht.

Die Handlungsweisen der diversen Charaktere sind nachvollziehbar und das macht sie so authentisch.

Die Story ist randvoll von Abenteuer, Action, Geheimnissen, Verrat und blindem Vertrauen, eingepackt in flapsige Dialoge und einem angenehmen Erzähltempo.

Der Schreibstil hat hier und da ein paar kleine Schnitzer, wobei man bei diesem unterhaltsamen Erzählstil, den kruden Charakteren und bei den abgefahrenen Situationen, in die unsere Gruppe immer wieder gerät, getrost darüber hinwegsehen kann.

Das Ende … Oh mein Gott! … ich hatte es fast geahnt, als ich nur noch 100 Seiten zu lesen hatte und mir dachte: Die ganzen losen Enden kann der Autor unmöglich alle auf den letzten Seiten auflösen, und … das macht er auch nicht!



Jetzt gibt es noch mehr Geheimnisse, eine neue Bedrohung und ich muss … warten

auf den nächsten Teil.

Herrjeh!!!





Fazit:

Ich glaube, man hat es schon bemerkt.
Ich mag diese Geschichte sehr und war … ja... beinahe traurig, als ich die letzte Seite erreicht hatte und gleichzeitig freue ich mich schon auf die Fortsetzung.
Die Weichen sind neu gestellt... jetzt heißt es warten.

Während ich anfangs noch recht skeptisch war, konnte ich mich, als ich mich eingelesen hatte, kaum noch von dem Buch loseisen und ich konnte es kaum erwarten abends weiter zu lesen.



Empfehlung:

Für alle, die mal etwas andere Fantasy lesen möchten, welche nicht dem Mainstream entspricht und etwas andere dunklere Pfade beschreiten möchten.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: beheaded - der wille der schatten, fantasy, schwarzer drachen verlag, stefan goebels   (4)
 

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Die unglaublichen Geschichten des Jorbald Süßgrund

Meyer & Meyer Verlag
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Meyer & Meyer, 16.04.2018
ISBN 9783840376184
Genre: Fantasy

Rezension:

Die unglaublichen Geschichten des Jorbald Süssgrund


von


Diversen Autoren


Cover:

Man erkennt glaube ich schon, dass es keine normale Anthologie ist.
Es wird gelesen und trainiert.




Inhalt:

Er ist ein Mann mit so vielen Gesichtern, und alle fürchten sich davor, sie kennenzulernen:
Jorbald Süßgrund ist leitender Kommandant der Stadtwache des verschlafenen Städtchens Stillheim.
Durch seine geheimnisvolle Stärke und seine List hat er sich in dem malerischen Still-Tal einen Namen als der Mann gemacht, mit dem man lieber keinen Ärger haben möchte.
Man munkelt, dass er schon viele seiner Feinde und solche, die ihm seinen Titel streitig machen wollten, ins Grabe brachte. Dennoch soll er der wohl mutigste Mann des Landes sein.
Doch sicher ist sich niemand. 12 Helden haben es nun gewagt, die sagenumwobenen, fantastischen Geschichten des Jorbald Süßgrund aufzuschreiben, die sich die Stillheimer hinter vor gehaltener Hand bei einem Krug Bier oder einer schmackhaften Schweinshaxe erzählen.



Meinung:


Die unglaublichen Geschichten des Jorbald Süssgrund ist eine Anthologie um besagten Helden des Sportverlags Meyer & Meyer.
Im August 2017 brachte der Verlag den Rollenspiel- und Fitnessbestseller "Dungeons & Workouts" unter die Leute.
Die Idee dahinter war eine humorvolle und spannende Geschichte mit Fitnessworkouts zu kombinieren, um Couchpotatoes und Indoor persons dazu zu animieren, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen.



Nun präsentiert uns der Verlag eine kunterbunte Mischung an Kurzgeschichten um den Helden Jorbald Süssgrund, um den sich jede Menge Gerüchte ranken, in diesem kleinen aber feinen Büchlein.
Die Kurzgeschichten berichten vom Werdegang und von den Heldentaten des Jorbald und das in teils humorvoller, spannender und auch myteriöser und mystischer Art und Weise. Immer mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.



Fazit:

Ich hatte jede Menge Spaß an den Kurzgeschichten, die wirklich sehr gut ausgesucht und ausgesprochen kreativ waren.
Diese Anthologie ist wirklich schöne Unterhaltung für zwischendurch und nicht nur geeignet für Rollenspieler oder Fitnessfreaks.



Empfehlung:

Leichte Fantasy-Unterhaltung für zwischendurch.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

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Tags: die unglaublichen geschichten des jorbald süssgrund, dungeons&workouts, fantasy   (3)
 

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Schreie aus tiefster Seele: Psycho-Storys

Regina Obszelka
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Independently published, 15.06.2018
ISBN 9781983077937
Genre: Sonstiges

Rezension:

Schreie aus tiefster Seele

von

Regina Obszelka


Meinung:

Eine meiner großen Leidenschaften sind Kurzgeschichten.
Daher habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar von Regina Obszelka gefreut.

Die vier Kurzgeschichten darin, habe ich als sehr unterschiedlich empfunden und deshalb werde ich sie erst einzeln bewerten und dann zum Schluss als Ganzes.

1. Die erste Geschichte begann sehr interessant. Man konnte die Panik und Ungewissheit förmlich fühlen, die die Protagonistin erlebte.
Leider flacht die Geschichte etwas ab und die Auflösung empfand ich als okay.
Konnte mich aber irgendwie nicht mitreissen.

3 von 6 Sternen
---------------------------------------------------------------------------

2. Die zweite Geschichte war ein echter Knaller!
Ich hatte schon über die Hälfte gelesen, bis dahinter kam wie der Hase läuft.
Diese KG ist die längste KG im Buch und wirklich lesenswert.

6 von 6 Sternen

---------------------------------------------------------------------------
3. Hier kommt man leider viel zu schnell dahinter, was da passiert.
Ist aber dennoch eine schöne Geschichte für zwischendurch.

4 von 6 Sternen

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4. Die vierte Geschichte ist eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack mit einem bitterbösem Ende!

6 von 6 Sternen

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Der Schreibstil war locker-flockig und daher konnte man das Buch sehr zügig lesen.

Die Charaktere sind fein gezeichnet und die Autorin versucht tief in die Psyche ihrer Figuren zu schauen und das gelingt ihr auch sehr gut.

Die meisten ihrer KG´s nehmen einen anderen Verlauf, als anfangs gedacht und manchmal ist man bis zum Schluss auf der falschen Fährte.
Daran habe ich immer den meisten Spaß.



Fazit:

Eine schöne Zusammenstellung von unterschiedlichen Kurzgeschichten, die man prima zwischendurch lesen kann.



Empfehlung:

Kann ich allen Fans von Anthologien wärmstens ans Herz legen.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: anthologie, psychothriller, regina obszelka   (3)
 

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ich weiß, wo ich dich finde, psychothriller, regina obszelka

Ich weiß, wo ich dich finde: Psychothriller

Regina Obszelka
E-Buch Text: 394 Seiten
Erschienen bei tredition, 07.12.2017
ISBN 9783743976368
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich weiß, wo ich dich finde

von

Regina Obszelka


Cover:

Das Cover ist passend ausgewählt.
Man wirft einen Blick in ein Schlafzimmer.
Auf ein Bett mit zerknüllter Decke. Man bekommt das unangenehme Gefühl, dass es nicht richtig ist, einen Blick in dieses Zimmer zu werfen.



Inhalt:

In jeder Kindheit gibt es ein schlimmes Erlebnis.
Es begleitet dich durchs Leben, ohne dass du davon weißt.
Aber wehe, es bricht auf …
Carina: Eine banale Meinungsverschiedenheit mit ihrem Mann Jochen, nach der er das Haus verlässt, beschwört panische Angst in Carina herauf.
Sie fühlt sich verfolgt, ihre Umgebung wird ihr fremd.
Als sie an ihrem Verstand zu zweifeln beginnt, trifft sie einen Fremden … Er nennt sich "Doktor" und hält Ausschau nach seelisch verletzten Frauen.
Seine bisherigen Partnerinnen haben ihn bitter enttäuscht.
Er ließ sie büßen - bis zum Tod.
Sein letztes Opfer hat überlebt und liegt schwer verletzt im Krankenhaus, während der Doktor sich schon der nächsten Frau nähert, die es wert ist geliebt zu werden. Von ihm!



Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten!


Meinung:

Der Einstieg in die Story gestaltete sich als unkompliziert und unverkrampft.
Man ist sofort mitten im Geschehen und begleitet Linda, Ehefrau eines überkandidelten Prominenten, die halbnackt und schwerverletzt im Gebüsch hinter einer Bushaltestelle erwacht. Was für eine schreckliche Vorstellung!

Schon die ersten Seiten zogen mich in ihren Bann.
Der Schreibstil ist unkompliziert und daher flüssig zu lesen.
Jedes Kapitel ist einem anderen Charakter gewidmet. Die Autorin erklärt auf diese Weise nicht nur die Gedanken der Person, in den jeweiligen Situationen, sondern taucht nach und nach auch in die Psyche der einzelnen Charaktere ab.
Sie zeigt deren Ängste, Stimmungen, Panikattacken, ihre Unterwürfigkeit und dem Schicksal ergebend auf, aber auch deren Unfähigkeit von selbst aus dem Teufelskreis auszubrechen, um sich selbst zu verwirklichen, oder ihre Situation zu verändern bzw. zu verbessern.
Aber auch welche Schäden eine zerrüttete Kindheit oder ein traumatisches Erlebnis, einen Menschen bis ins Erwachsenenalter verfolgt und manche gar seelisch zerstört.

Der andere weibliche Charakter, um den es sich in diesem Buch dreht, ist Mauerblümchen Carina.
Ich hatte überhaupt kein Probleme mich auf die Carina und ihre Geschichte einzulassen. Obwohl ich natürlich anfangs keine Ahnung hatte, warum Carina sich so verhält, war sie mir doch sofort sympathisch und ich empfand Mitleid mit ihr und ihrer verfahrenen Situation.

Protagonistin Linda hat, wie schon erwähnt, grauenhaftes erlebt, überlebt und sieht sich nun ihrem egoistischen und oberflächlichem Ehemann ausgeliefert.
Er will ihr Leid in einer neuen, von ihm konzipierten Fernsehsendung ausschlachten. um damit wieder ganz oben mitzumischen. Er ignoriert ihre Schmerzen und ihr seelisches Leid eiskalt, denn seine Welt dreht sich nur um ihn.

Beide Frauen empfinden sich auf irgendeine Weise als minderwertig, als "nicht gut genug" für ihre Ehemänner, für ihre Familien, für den Job etc.

Mir gefiel sehr, dass Carina und Linda im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchmachen. Beide reflektieren sich selbst und was sie sehen, gefällt ihnen ganz und gar nicht. Schritt für Schritt ,finden sie zu sich selbst und gewinnen an innerer Stärke und respektieren sich endlich selbst. Der Auslöser ist bei beiden ein anderer, das Ergebnis ist dasselbe.

Der dritte Charakter in diesem Buch, ist der Doktor. So nennt er sich jedenfalls.
Und er ist natürlich die Wurzel allen Übels. Das weiß man von Anfang an und es ist dem Leser auch relativ schnell klar, wer der Doktor eigentlich ist.
In seine Psyche abzutauchen, war auch sehr interessant.
Es war sehr verstörend zu erleben, wie aus einer angeblichen Verliebtheit einer solcher Wahn und solche Brutalität entsteht.

Die Charaktere sind liebevoll und sehr akribisch ausgearbeitet, weisen eine Tiefe auf, wie ich sie selten in Thrillern finde und das macht sie so authentisch.
Ich bekam wirklich das Gefühl, ich kenne diese Personen.

Die Autorin hat es wirklich geschafft, in die einzelnen Gedankenwelten zu schlüpfen, tief in die jeweilige Psyche einzudringen und hat sie glaubhaft aufgezeigt, ohne auf unnötig detaillierte Beschreibungen der Gewalt, als Mittel zum Zweck zurückgreifen zu müssen, wie es die meisten Psychothriller nämlich tun, um Spannung bzw. Ekel zu erzeugen.


Der Spannungsboden wurde von Regina Obszelka sehr hoch gehalten und meine Neugier blieb wirklich bis zur letzten Seite erhalten.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der richtige Knaller erst zum Ende hin kommt. Und ich hatte das Gefühl, das es dabei nicht um den vermeintlichen Doktor, nicht um Linda und ihr Schicksal geht.

Und was soll ich sagen ?

Das war ein Ende, ganz nach meinem Geschmack.
Ich musste Carinas Geschichte nochmal völlig neu aufrollen und neu durchdenken ( und zwar von Anfang an!).
Da hat mich die Autorin doch glatt hinters Licht geführt und total überrascht.



Fazit:

Dieser Psychothriller war eine echte Überraschung für mich.
Er wird es in jedem Fall in meine TOP 25 für dieses Jahr schaffen.

Dieses Buch ist spannend, ich blieb die ganze Zeit über neugierig und fragte mich doch immer, worauf das ganze im Endeffekt hinausläuft ( Damit meine ich alles rund um Carina! ).

Ich wünschte ich hätte die Zeit gehabt, es in einem Rutsch zu lesen, denn es ist ein echter Pageturner.



Empfehlung:

Ich kann dieses Buch bedenkenlos weiterempfehlen.
Es ist ein Psychothriller, der mal ein wenig anders aufgebaut ist und wo nicht ständig Blut und Innereien aus den Seiten hervorquellen.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

  (1)
Tags: ich weiß, wo ich dich finde, psychothriller, regina obszelka   (3)
 

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abgetrennter kopf, friesenauge, informationstechnik, krimi, krimi-reihe, machenschaften von spionagediensten, naturschutzgebiet hollesand, ostfriesen-krimi, ostfriesland, ostfrieslandkrimi, regionalkrimi, ritualmord, spionagesoftware, überwachung, vergang

Friesenauge

Stefan Wollschläger
E-Buch Text: 196 Seiten
Erschienen bei BookRix, 23.06.2017
ISBN 9783743819214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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338 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 181 Rezensionen

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TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tick Tack - Wie lange kannst du lügen?


von


Megan Miranda



Cover:

Ich gebe zu, dass mich das Cover magisch angezogen hat und ich nur deswegen einen näheren Blick auf den Klappentext geworfen habe.


Inhalt:

15 Tage. 2 Freundinnen. 1 Mord.

Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ.
Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen.
Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht:
„Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“
Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne.
Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …
Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wer ist sie? Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Auf unheimlich geschickte Weise erzählt Megan Miranda diese Geschichte rückwärts.
Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.



Achtung!
Diese Rezension enthält Spoiler !!!


Meinung:

Nachdem ich dermaßen unterschiedliche Meinungen über das Buch gelesen und gehört hatte, war meine Neugier auf die Story geweckt.
Wenn Leser so derart gegensätzlich über ein Buch urteilen, könnte es etwas Interessantes für mich sein.



Der Einstieg gelang mir ohne Probleme, denn die Autorin schafft es im 1. Kapitel bei mir genügend Neugier zu erzeugen, dass ich mir dachte: Gut, lass uns nach Hause fahren und ein Haus verkaufen.

Auf der lange Fahrt nach Hause, lässt die Protagonistin Nic ihre Gedanken schweifen und man erfährt, wie sie ihren jetzigen Verlobten kennengelernt hat, wie sie lebt, welchen Beruf sie ausübt und was in letzter Zeit so in ihrem Leben geschieht.
Man erfährt weshalb sie nach Hause fahren muss und ein paar Geister der Vergangenheit tauchen vor ihrem inneren Auge auf.
So weit, so gut.
Die lange Fahrt wurde sehr gut genutzt um mich mit den wichtigsten Informationen zu dieser Geschichte zu versorgen.
Nach der Ankunft in der Heimatstadt und den ersten unangenehmen Begegnungen, beginnt die Erzählweise (vermeintlich) rückwärts, was viele Presse- und Verlagsleute jubeln liess, mich aber zunehmend nervte.
Ich fand es weder sonderlich innovativ, noch nachvollziehbar, warum man die Story rückwärts auflösen sollte, was sich auch noch als sehr anstrengende Erzählweise herausstellte.
Naja, irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt, Informationen als gegeben zu nehmen, die ich eigentlich erst im nächsten Kapitel gesteckt bekam ( Wie gesagt, ich fand es überflüssig. Das machte die Story auch nicht spannender).
Dann allerdings dümpelt die Geschichte auch nur so vor sich hin.
Nics Gedanken wandern immer wieder in die Vergangenheit und der Frage, was mit ihrer besten Freundin Corinne geschah.

Im Verlauf der Geschichte wird klar, das die vermeintlich beste Freundin in Wirklichkeit ein manipulierendes Miststück war, der das Wohlergehen der Clique am Arsch vorbei ging und jeder einzelne von ihnen einen triftigen Grund hatte, sie aus dem Weg zu räumen.
Diese Entwicklung hatte mir wirklich gut gefallen. Nach und nach bröckelt die Fassade und bringt sie schließlich zum Einsturz. Sehr gute Idee!

Protagonistin Nic war für mich, in ihrem Handeln meist überhaupt nicht nachvollziehbar, was sie für mich auch nicht besonders sympathisch machte.
Auch ihren Verlobten Everett empfand ich als nervtötend und war froh, dass er in der Geschichte keinen großen Raum einnahm.
Alle anderen Charaktere waren allerdings sehr gut ausgearbeitet und durchaus authentisch.

Der Schreibstil kam nicht sonderlich flüssig daher. Teilweise musste ich Abschnitte zweimal lesen, um eventuelle Infos nicht zu verpassen.

Die Spannung blieb tatsächlich sehr lange auf der Strecke, wenn ich nicht von Natur aus sehr neugierig wäre, hätte ich wahrscheinlich das Buch lustlos beiseite gelegt und vergessen.

Die Story nimmt erst im letzten Drittel an Fahrt auf und entfaltet das bis dahin ungenutzte Potential und … reißt damit die ganze Story noch mal rum, so dass ich ziemlich lange darüber nachdenken musste, wie ich diese Story den nun bewerte.




Fazit:

Ich komme nicht umhin zu sagen, dass ich diesem Thriller, die Bezeichnung "Thriller" nie gegeben hätte.
Für mich ist das ein Roman, der ein für mich überraschendes Ende hatte, was das Buch wirklich nochmal aufwertete, aber bis dahin dümpelt die Geschichte nur vor sich hin.
Die Protagonistin hadert mit vielen persönlichen Problemen, was die Geschichte keinen Deut voran bringt, sondern nur die Seiten füllt.
Der Erzählstil war auch nicht meins, aber das ist wohl Geschmackssache.



Empfehlung:

Wer Thriller, der leichten Gangart mag und gerne über Protas und deren selbst ausgelösten Probleme ausführlich lesen möchte, bevor sich die Story mal weiterbewegt, ist hier gut aufgehoben.



Von mir gibt's:

3 von 5 Sternen
( Weil dieser Roman für mich unter die Rubrik "kann man lesen, muss man aber nicht" fällt

  (0)
Tags: megan miranda, penguin verlag, thriller, tick tack wie lange kannst du lügen   (4)
 

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auftragskiller, entführung, friesenklinik, intern, kinderwunschzentrum, krankheiten, krimi-verwirrspiel, medien, mord, organhandelorganisation, ostfriesland, pageturner, überdosis k.o.-tropfen

Friesenklinik

Stefan Wollschläger
E-Buch Text: 245 Seiten
Erschienen bei BookRix, 15.11.2016
ISBN 9783739678122
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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cyberpunk, fantasy, iwansweg, iwans weg, pegasus, pegasus press, shadowrun

Shadowrun: Iwans Weg

David Grade
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Pegasus Spiele Gmbh, 01.04.2018
ISBN 9783957891723
Genre: Sonstiges

Rezension:

Shadowrun - Iwans Weg

von

David Grade




Cover:

Das Cover finde ich wirklich gelungen und sehr ansprechend.
Wenn man es sich genau anschaut, findet man einige Bezüge zur Geschichte.



Klappentext:

2078.
Die Welt hat sich verändert. Einige sagen sie sei erwacht.
Seit Jahrzehnten zählen Zwerge, Elfen, Orks und Trolle zur Metamenschheit. Drachen wurden Präsidenten und ermordet.
Großkonzerne bestimmen das Geschick der Länder.
Wer Geld hat, verbessert sich mit Bio- und Cyberware.
Wer Glück hat, kann Magie wirken.
Und alle sind in der weltumspannenden Matrix unterwegs, die aus dem letzten Netz-Crash allumfassender erwuchs als je zuvor.
Das Ruhrgebiet, Köln und Düsseldorf sind zu einem riesigen Moloch zusammengewuchert – dem Rhein-Ruhr-Megaplex.
Während die Arkologien der Megakonzerne in Licht erstrahlen, versinken ganze Stadtgebiete in Schatten und Chaos.
Der junge Hacker Iwan stammt aus einem dieser Gebiete, der Dortmunder Nordstadt. Er versucht alles, um einen Weg ans Licht zu finden.
Als er scheitert, ist seine letzte Hoffnung die Seelie Mae.
Doch ein dunkles Geheimnis umgibt diese Fee. Und sie ist auf der Flucht, verfolgt von skrupellosen Mördern.
Der brutalste unter ihnen ist Rhoslyn, der sich in einer Schneise der Zerstörung durch die für ihn neue Welt von Matrix und Maschinen fräst.
Auch ein Team Shadowrunner wird zur Jagd auf Mae erpresst.
Jäger und Gejagte erzeugen einen Strudel aus Gewalt und Alpträumen, der Iwan für immer zu verschlingen droht.



Meinung:

Ich habe seit vielen Jahren keinen Shadowrun-Roman mehr gelesen und hatte als die Anfrage kam, mal wieder richtig Lust etwas in dieser Richtung zu lesen.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Durch die bildhaften Beschreibungen des Autors, konnte ich sofort in diese Welt abtauchen und fühlte mich von Anfang an sehr wohl mit dem Cyberpunk Setting.
Die Charaktere sind alle, selbst die Nebencharaktere, sehr liebevoll ausgearbeitet worden und wirken absolut authentisch.

Jedes Kapitel ist einem anderen Charakter zugeordnet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da man auf diese Weise alle Charaktere sehr gut vorgestellt bekommt, bevor letztendlich alle losen Fäden zum großen Showdown zusammenlaufen.


Der Einstieg in diese Story stellt gleich klar, dass es wir hier nicht auf dem Ponyhof sind. ;-)

David Grade präsentiert hier eine sehr intelligente, aber auch düster-brutale Geschichte, deren Anziehungskraft, nachdem ich das Buch erstmal begonnen hatte, ich mich auch nicht mehr entziehen konnte/wollte. ;-)

Wie bei den Shadowrun-Romanen üblich, wird hier wilder Genre-Mix-Tanz aufgeführt. Es gibt Trolle, Elfen, Orks, Zwerge, Feen, jede Menge Magie, Sci-Fi, Technik, Cyber- und Bioware, Megaplexe und Shadowrunner. :-D
Die ganze Zeit habe ich eigentlich noch auf einen Drachen gewartet, aber bis auf ein paar Erwähnungen desselbigen, blieb dieser Auftritt aus. :-(
( Das war jetzt aber Jammern auf hohem Niveau ;-) ).

Der Spannungsbogen wird gleich zu Anfang sehr hoch gehalten und zum Ende hin wir daran noch mal kräftig nach oben geschraubt. Es gibt jede Menge Action, Verfolgungsjagden, Verrat, Intrigen, Gewalt und Berge von Leichen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Der Lesefluss wurde nicht durch irgendwelche Holprigkeiten gebremst, sondern war sehr locker und daher zügig zu lesen.

Der Erzählstil ist sehr actionreich und sehr spannend und unglaublich unterhaltsam.




Fazit:

Dieses Buch hat sich wirklich gelohnt.
Ich hab nie das Rollenspiel gespielt, aber viele der Romane gelesen und gemocht und dieser Roman kann sich dort ohne Probleme einreihen.
Dieser Shadowrun-Roman ist ein wilder Cyber-Ritt und ich hatte wirklich Spaß an den Charakteren und der tollen Story
( auch wenn kein Drache … ;-) … ich bin ja schon ruhig ).
Jetzt bin ich wieder angefixt und werde mal schauen, was dieser Pegasus Spiele Verlag so an Shadowrun-Büchern im Programm hat.




Empfehlung:

Dieses Buch kann ich bedenkenlos weiterempfehlen, an Leser die Shadowrun schon immer mochten und Leser die vielleicht mal etwas anderes lesen möchten.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

  (1)
Tags: cyberpunk, davidgrade, iwansweg, pegasus press, shadowrun   (5)
 

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Die Gabe des Himmels

Daniel Wolf
Flexibler Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442483198
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Gabe des Himmels

von

Daniel Wolf



Inhalt:

Anno Domini 1346.
Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt.
Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos.
Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne.
Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung.
Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr.
Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...



Cover:

Ein typisches Cover für einen historischen Roman.
Momentan sehen die irgendwie alle gleich aus.



Meinung:

Da der Schreibstil recht locker gehalten wurde, war der Einstieg in diesen Wälzer überhaupt kein Problem.
Die Sätze fliessen nur so dahin, so dass es wirklich Spaß macht dem Leben dund Treiben der Familie Fleury, speziell Adrien ( Adrianus ) zu folgen.
Da ich die vorherigen Teile nicht gelesen hatte ( habe mir aber nun alle vorherigen Teile zugelegt ), hatte ich zunächst Bedenken, ob ich der Geschichte überhaupt ohne Weiters folgen könnte.
Aber wie sich herausstellte, waren meine Bedenken überflüssig. Denn jedes Buch handelt von einer anderen Generation der Familie Fleury, mit ihren eigenen Problemen und den Widrigkeiten des jeweiligen Jahrhunderts.
In diesem historischen Roman werden die typischen Probleme der unterschiedlichen Bevölkerungsschichten des 14. Jahrhunderts, fantastisch aufgezeigt und genauestens beschrieben.
Der Roman ist sehr gut recherchiert und unterhaltsam umgesetzt.
Die Probleme der damaligen Städte werden dargelegt.
Leere Stadtkassen trotz hoher Steuern, wegen der Verschwendungs- und Geltungssucht der Patrizier, der ständige Kampf des Proletariats gegen die Obrigkeiten und die Ungerechtigkeiten im Allgemeinen, die Pest hält Einzug und dezimiert die Bevölkerung in Europa um ein Vielfaches und die Probleme der Juden in Varennes ( und auch anderswo), ihre Ausgrenzung durch die Christen und die ständigen Schuldigen für alles Schlechte dieser Welt.
Überhaupt wird hier der religiöse Wahn und seine desaströsen Auswirkungen derart glaubhaft dargestellt, dass sich mir so manches Mal die Nackenhaare, über die Verblendung und die Borniertheit dieser Menschen, aufstellten.
Alle diese Themen in einem Buch vereint und darin eingebettet eine kleine, aber unmögliche Liebesgeschichte zwischen einem Christen und einer Jüdin.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Hier gibt es schon eine klischeehafte Einteilung von Gut und Böse, aber einige Charaktere dürfen sich auch weiterentwickeln oder als geläutert betrachtetet werden, um dann eine Persönlichkeitsentwicklung durchzumachen und gerade die gesunde Mischung empfinde ich als sehr gelungen.
Der Schreibstil ist, wie schon angedeutet, eine wahre Freude.
Sehr flüssig zu lesen, unglaublich unterhaltsam geschrieben.
Ich habe überhaupt keine Längen bemerkt und das soll bei einem historischen Roman von fast 1000 Seiten, schon etwas heißen.
Tatsächlich hatte ich den dicken Schinken schneller durchgelesen, als ich dachte.




Fazit:

Historische Romanelese ich eher selten, da mir die meisten zu öde sind, aber dieser hier hat mir richtig gut gefallen.
Die Geschichte um die Familie Fleury ist sehr einnehmend und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.



Empfehlung:

Kann ich uneingeschränkt Fans von Historischen Romanen empfehlen und Lesern, die vielleicht mal dieses Genre ausprobieren möchte.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: daniel wolf, die gabe des himmels, historischer roman   (3)
 

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Cherringham - Letzter Zug nach London

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 117 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 03.07.2014
ISBN 9783838748498
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Cherringham - Die Nacht der Langfinger

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 117 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 05.06.2014
ISBN 9783838748481
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cherringham - Landluft kann tödlich sein
Band 4: Die Nacht der Langfinger

von

Matthew Costello & Neil Richards





Cover:

Tolles Cover. Die Cosy-Crime-Reihe bleibt ihrem Stil treu.
Gefällt mir dieses Mal wieder richtig gut.


Inhalt:

Zwei Dorfbewohner finden einen Schatz - eine wertvolle römische Platte aus reinem Silber.
Zwar müssen sie sich die Belohnung mit dem Farmer und der Besitzerin des Landes, Lady Repton, teilen, aber es bleibt immer noch genug für alle.
Der Archäologe Professor Cartwright bietet an, den Fund sicher in seinem Safe zu verstauen. Doch als am nächsten Tag der Experte des Britischen Museums eintrifft, um den Fund zu begutachten, ist dieser verschwunden!
Die Polizei verdächtigt eine bekannte Gruppe von Kunstdieben. Aber Jack und Sarah haben eine andere Vermutung ..


Meinung:

In diesem Band spielt Jack mit dem Gedanken eine kleine Feier auf seinem Hausboot zu geben um die Nachbarn besser kennen zu lernen. Bisher hatte er das tunlichst vermieden, aber nachdem er mit Sarah ein paar Fälle aufgeklärt hat, will er in Cherringham nicht weiter außen vor bleiben. Während Sarah ihm bei den Vorbereitungen hilft, werden die beiden zu einem merkwürdigen weiteren Fall zu Rate gezogen.

Auch dieses Mal wir man wieder schnell ins Geschehen gezogen, da man das Gefühl hat, Sarah und Jack seit vielen Jahren zu kennen.
Es gefällt mir, dass sich nicht jeder Fall um einen Mord dreht.
In diesem Band dreht es sich um einen kuriosen Diebstahl und es hat wieder Spaß gemacht, den beiden bei der Überführung der Diebe zu folgen.

Die Dialoge sind locker-flockig geschrieben und voller Witz.
Sarah und Jack sind jetzt sehr gut miteinander befreundet und Jack ist sogar ein kleiner Teil von Sarahs Familie.
Es ist schön zu sehen, dass der Umgang untereinander selbstverständlicher geworden ist und sowohl privates als auch berufliches ( hobbymäßiges?) in die Geschichten mit einfliessen.
Das verleiht beiden Charakteren etwas mehr Tiefe.



Fazit:

Auch dieses Mal wieder schöne leichte Unterhaltung für heiße Sommerabende.
Nette fälle, nette Charaktere und eine schöne Atmosphäre, mehr verlange ich von einem Cosy-Krimi nicht.



Empfehlung:

Für alle Fans der leichten Krimi-Unterhaltung.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

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Tags: band 4, cherringham, cosy crime, die nacht der langfinger, krimi, landluft kann tödlich sein, matthew costello, neil richards   (8)
 

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Cherringham - Mord im Mondschein

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 118 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 08.05.2014
ISBN 9783838748474
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cherringham - Landluft kann tödlich sein

Band 3 : Mord im Mondschein

von

Matthew Costello & Neil Richards



Cover:

Das Cover hat mir diesmal richtig gut gefallen.
Einsam und geheimnisvoll.



Inhalt:

Die Proben für das jährliche Cherringham Charity Christmas Konzert laufen auf Hochtouren.
Doch plötzlich stirbt Kirsty Kimball, eine der Sängerinnen.
Todesursache: eine allergische Reaktion auf die selbstgebackenen Kekse des Chors.
Jack, der für Kirsty als Sänger einspringt, glaubt nicht an einen Unfall.
Gemeinsam mit Sarah beginnt er zu ermitteln.
Schon bald müssen sie erkennen, dass sich hinter den freundlichen Gesichtern der Chormitglieder eine Welt aus Missgunst und Rivalität verbirgt ...



Meinung:

Jack und Sarah sind nun ein eingespieltes Team und in diesem dritten Abenteuer der beiden, hat nun auch der letzte Dorfbewohner begriffen, was die beiden machen, wenn ihnen etwas verdächtig erscheint.
Diesmal muss Jack sich etwas mehr unter die Dorfbewohner mischen.
Da eine der Sängerinnen des hiesigen Chors durch einen Erdnusskeks das Zeitliche segnete, springt Jack kurzerhand ein.
Die Chormitglieder sind mehr oder weniger begeistert, dennoch wollen die meisten den seltsamen Ami, der auf einem Hausboot lebt und mit Sarah immer irgendwo ermittelt, kennenlernen.
In diesem Fall gibt es wahrlich jede Menge Verdächtige.
Die junge Dame war alles andere als beliebt.
Ich muss gestehen, dass es diesmal etwas länger gedauert hat, bis ich hinter die ganze Ränkeschmiederei geblickt hatte.
Aber die Auflösung hat mir sehr gefallen.
Immer wenn die beiden in einem Fall ermitteln, haben sie einen richtig freundschaftlichen Kontakt und besprechen auch private Probleme.
Ermitteln sie allerdings gerade nicht, ist der Kontakt sehr rar und sie begrüßen sich nur kurz, wenn sie sich begegnen.
Ich bin ja zu gespannt, ob da irgendwann mal was geht.
Alle um sie herum denken das, aber es ist nicht so,


Der Schreibstil ist wie immer sehr flüssig und daher sehr gut und schnell zu lesen.
Der Erzählstil ist eher schlicht gehalten, es tauchen nicht allzu viele Personen auf, der Plot ist meist durchschaubar, aber bei einer bewusst ausgewählten leichten Lektüre, stört mich das nicht.



Fazit:

Das war wieder eine schöne Zwischendurch-Lektüre.
Ich hatte wieder meinen Spaß und bin sehr gespannt auf den nächsten Fall.



Empfehlung:

Für alle Fans der leichten Unterhaltung.





Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

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Tags: cherringham, cosycrime, krimi, landluftkanntödlichsein, matthewcostello, neilrichards   (6)
 

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friesenkrimi, friesenkunst, krimi, nordsee, ostfriesland, regionalkrimi

Friesenkunst

Stefan Wollschläger
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 09.03.2016
ISBN 9781530435173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Friesenkunst

von


Stefan Wollschläger



Cover:

Sehr passend für einen Ostfriesenkrimi.


Die Dünen sind zu sehen, einen Leuchtturm gibt's auch.
Das Ganze sieht aus, als ob man durch ein Fernglas sieht.



Inhalt:

Jeder Mensch hat ein Geheimnis

Bei einer Meerbude wird die Leiche eines Malers aus Bensersiel entdeckt.
Das Einzige, was er bei sich hat, ist eine Eintrittskarte der Kunsthalle Emden. Hauptkommissarin Diederike Dirks verfolgt mehrere Spuren, aber je tiefer sie gräbt, desto unklarer wird das Motiv für den sehr professionell ausgeführten Mord. Etwas Ablenkung findet sie bei ihrer alten Schulfreundin Iba Gerdes, die sich nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann eine Auszeit in Dornum nimmt. Allerdings bleibt Iba nicht lange Single.
Doch ist ihr neuer Freund wirklich ein Traumprinz?
Plötzlich stößt Dirks auf eine heiße Spur, und die Ereignisse überschlagen sich.



Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten !



Meinung;

Der Einstieg in diesen Friesenkrimi gelang mir ohne weiteres.
Man wird sofort mit dem Mord konfrontiert und lernt gleich die Hauptkommissarin Diederike Dirks und ihren Partner Breithammer in Aktion kennen. Die beiden gefielen mir als Team sehr gut, aber auch jeder für sich selbst betrachtet, hat einen durchaus interessanten Charakter, dessen Tiefe durchaus noch ausbaufähig ist.

Der Anfang gestaltet sich allerdings vom Aufbau der Geschichte her ein wenig langatmig und zäh.
Was natürlich daran liegen kann, das ihre Diederiekes Freundin aus Kindertagen, nämlich Iba einen großen Teil der Story einnimmt.
Nachdem ihr Mann sie für eine andere ( jüngere) hat sitzenlassen, kann sie angeblich nur schwer darüber hinwegkommen. Dennoch braucht sie keine drei Tage um sich dem nächsten an den Hals zu werfen, der zufällig auch noch unanständig reich ist ( aber das war für sie bestimmt kein ausschlaggebender Grund

).
Diese Frau ist nervig-naiv-blöd und derart oberflächig und auf sich selbst bezogen, dass es mir ein wenig schwerfiel auch nur ein Mindestmaß an Sympathie für sie, und Verständnis für ihre Situation, aufzubringen.
Mir ist natürlich klar, dass sie der Dreh- und Angelpunkt in dieser Story ist.
Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass man im ersten Teil, das Hauptaugenmerk auf Dirks und Breithammer legt.
Die Erklärung das es für beide nur ihre Arbeit gibt, ist ein wenig dürftig und lässt die Charaktere farbloser erscheinen, als sie es eigentlich müssten. Da es aber eine Friesen-Krimi-Buchreihe ist, gehe ich davon aus, dass der Autor sich nur einfach mehr Zeit nimmt um den Protagonisten mehr Leben einzuhauchen.

Der Fall an sich nimmt ab Mitte des Buches dann sehr an Fahrt auf.
Die Fall ist sehr verschachtelt. Nach und nach bekommt man die richtigen Informationen. Das der Täter nicht derjenige ist, der von Anfang an so offen präsentiert wurde, war schon klar. Trotzdem hat Stefan Wollschläger es geschafft, mich hinters Licht zu führen. Auf diesen Täter hätte ich am Anfang nicht getippt und tat das auch erst kurz vor der Auflösung. Das hat mir sehr gefallen.

Der Schreibstil ist schlicht gehalten und daher auch sehr gut in einem Rutsch zu lesen.
Der Erzählstil ist auch locker-flockig gehalten, was mir bei dieser Art von Krimis immer sehr gefällt. Nicht soviel Schnick-Schnack. Man muss nicht immer jedes Blatt am Baum beschreiben und im welchem Winkel die Sonnenstrahlen es in unterschiedlichen Grüntönen erscheinen lässt.



Fazit:

Der 1. Fall dieses Ermittler - Teams hat mir sehr gut gefallen.
Ich wurde gut unterhalten, wurde sogar am Ende noch überrascht und freue mich auf den nächsten Fall der beiden.



Empfehlung:

Na klar.
Jeder der Krimis ( speziell die Friesenkrimis ) liest und mag, ist mit bei diesem Buch gut aufgehoben.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

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Tags: friesenkrimi, friesenkunst, krimi, stefanwollschläger   (4)
 

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gerald hagemann, gerald hegemann, historischekriminalfälle, reiseführer, tatort großbritannien, united kingdom

Tatort Grossbritannien. Galgen, Mörder und Verbrecher

Gerald Hagemann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Tosa, 01.01.2002
ISBN 9783891024485
Genre: Sachbücher

Rezension:


Tatort Großbritannien - Galgen, Mörder und Verbrechen

von

Gerald Hagemann



Cover:

Schön düster. Passend zum Thema.



Inhalt:

Die dunkle Seite Großbritanniens wird in diesem Führer vorgestellt: Die Reise führt zu bekannten und ungewöhnlichen Schauplätzen der britischen Kriminalgeschichte, die vor Ort aufgesucht und mit ihrem Hintergrund beschrieben werden.



Meinung:

Kaum hatte ich diesen Reiseführer der "besonderen" Art zur Hand genommen, konnte ich ihn nicht mehr beiseite legen.
Zu groß war die Anziehungskraft, der teilweise wirklich schaurigen Kriminalfälle, die bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts reichen.
Dieser Reiseführer führt den Leser ( oder den gerade in GB anwesenden Touristen ), zu 300 Original-Kriminal-Schauplätzen, mit anschaulichen Beschreibungen der Tat, des Mörders, seinem Motiv (wenn vorhanden), den Tathergang und der letztendlichen Überführung einschließlich Ort, Tag und Zeitpunkt der Hinrichtung.
Eine besondere Erwähnung finden hier immer mal wieder bestimmte Henker, deren Namen bis heute in GB bekannt sind.

"Genaue Anfahrtsbeschreibungen ermöglichen es dem Leser, die schaurige Reise mitzuerleben. " ( Buchrücken)

Die Morde in diesem Buch werden präzise, detailreich und auf amüsante und sehr unterhaltsame Art und Weise, erklärt. Der schwarze Humor trieft geradezu aus den Seiten hervor.



Fazit:

An diesem etwas anderen Reiseführer kommt man nicht vorbei, wenn man ein GB-Fan ist, Krimis liebt und eine etwas morbide Ader zu wahren Kriminalfällen hat.
Mir haben die älteren Fälle am Besten gefallen.
Wahrscheinlich weil sie aufgrund noch fehlender Ermittlungskenntnisse noch ein bißchen geheimnisumwobener, voller Irrglauben, vor allem aber voller Aberglauben waren.
Ich möchte gar nicht wissen, wie viele arme Schweine unschuldig hingerichtet wurden.



Empfehlung:

Kann ich bedenkenlos weiterempfehlen.
Es war wirklich spannend, interessant, informativ und sehr unterhaltsam.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: gerald hegemann, historischekriminalfälle, reiseführer, tatort großbritannien   (4)
 

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2018, april nierose, thriller, verfall, verfall band 2

Verfall: Band 2

April Nierose
E-Buch Text: 340 Seiten
Erschienen bei null, 13.04.2018
ISBN 9781980745631
Genre: Sonstiges

Rezension:

Verfall - Band2

von 

April Nierose





Cover:

Passend zum vorherigen Teil, mit einem kleinen farblichen Tupfer. ;-)



Inhalt:

Der tragische Verlust in Hannas Umfeld wirft weitere Fragen auf, während sie erkennen muss, dass ihr impulsives Handeln eine Gewaltspirale geschaffen hat, aus der sie nicht mehr ausbrechen kann.
Hannas Weg kreuzt sich mit dem Miras, die ihr sonderbar vertraut erscheint, doch bald schwebt Mira in tödlicher Gefahr und reißt Hanna mit sich.
Auch Marylins Weg wird nicht weniger steinig: Eine vertraute Person entpuppt sich als Monster, das Marylins Schicksal mit dem von Hanna verbindet.
Band 2 der „Verfall“-Reihe: gesteigertes Tempo, unerwartete Verbindungen - und neue Opfer.



Meinung:

Nachdem ich am Ende des 1. Bandes mit einem fiesen Cliffhanger einsam und verstört zurückgelassen wurde, habe ich mit Spannung auf Band 2 gewartet.

Der Einstieg war überhaupt kein Problem, ich war sofort wieder mitten im Geschehen.

Neue Charaktere werden vorgestellt und die Handlung verdichtet sich zu einem dichten Gespinst aus Lügen, Intrigen und vielen Geheimnissen, die noch nicht so wirklich ins Licht treten wollen.

Einige Fragen werden beantwortet und genauso so viele wieder neu aufgeworfen.

Mira ist ein Charakter, der mir sofort sympathisch war ( was ja auch so gedacht war ;-) ), Konstantin ist ein eher undurchsichtiger Charakter, von dem man zwar vermutet, dass er hinter vielem steckt, aber wieso, weshalb, warum ????
Ich weiß es nicht. :-)
Und das macht die Story ja auch aus. Noch hält man die losen Fäden in der Hand und fragt sich wohin das alles führen mag.

Der Spannungsbogen wird mittlerweile bis ins Unerträgliche nach oben geschraubt.
Auch wenn man versucht das bisher Erfahrene, irgendwie zusammen zu schustern, hat man einfach noch zu wenig Informationen, um wirklich alles durchschauen zu können.

Was genau ist mit Davids Eltern geschehen?
Wo war er die ganze Zeit und warum?
Wer hat Sonja getötet und weshalb?
Was genau hat Leonie damit zu tun?
Was weiß Konstantin und was will er?
Wieso sucht Mira ständig Hannas Nähe?
Was hat sie vor? Hat sie überhaupt etwas vor?
Wer hat sie angegriffen und was wollt er?
Tatsächlich habe ich sogar noch mehr Fragen, aber dann würde ich zuviel spoilern. :-D

Band 2 hat deutlich mehr Tempo, ist um einiges brutaler und schonungsloser.
Hier merkt man dann deutlich, dass es ein Thriller ist und kein weichgespülter Jugendroman mit ein paar Action-Momenten.

Ihrem wunderschönen und beeindruckenden Schreibstil treu geblieben, entführt uns April immer tiefer in die kaputte Welt der Protagonisten und zerstört jegliche aufgesetzte Idylle, mit der blutigen Axt in der Hand und einem bitterbösen Lächeln.

Mir gefiel in diesem Band, die Vielschichtigkeit der Charaktere.
Alle Charaktereigenschaften, selbst die der Nebencharaktere werden durchleuchtet.
Die Bösartigkeit, die in jeder dieser Persönlichkeiten steckt, wird ans Licht gezerrt und schonungslos aufgezeigt.
Aber auch die positiven Eigenschaften und die Schwächen, eines jeden bleiben nicht unbeachtet.
In dieser Story sind die Menschen nicht einfach schwarz/weiß, gut/böse und das macht sie so authentisch.



Fazit:

Auch dieses Mal hat mich April Nierose von ihrer Story überzeugt.
Es bleibt weiterhin spannend. Die Handlung hat eine tolle dichte Atmosphäre und man rätselt immer, wer und was hinter allem steckt.
Das Ende ist mehr als passend und lässt einen mit Spannung auf Band 3 warten.



Empfehlung:

Uneingeschränkte Lese-Empfehlung meinerseits.
( Man sollte allerdings Band 1 kennen )



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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Tags: april nierose, thriller, verfall band 2   (3)
 

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Cherringham - Das Geheimnis von Mogdon Manor: Landluft kann tödlich sein (Ein Fall für Jack und Sarah 2)

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 117 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 10.10.2017
ISBN 9783732552627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cherringham - Landluft kann tödlich sein
Das Geheimnis von Mogdon Manor

von

Matthew Costello & Neil Richards



Inhalt:

Der Eigentümer des herrschaftlichen Mogdon Manor stirbt bei einem mysteriösen Feuer. Ein tragischer Unfall? Jack und Sarah bezweifeln das ...
Als mögliche Erben kommen die drei erwachsenen Kinder des Opfers in Frage. Hat einer von ihnen das Feuer gelegt, um frühzeitig an sein Erbe zu kommen?


Meinung:

Einige Monate nach Sarahs und Jacks erstem Fall, bittet Sarahs Freundin Hope die beiden um Hilfe.
Sie hat einen alten Mann betreut, der auf einem riesigen Anwesen lebte und bei einem mysteriösen Brand ums Leben kam.
Da die familiären Geier schon kreisen, nehmen die beiden die Ermittlungen sogleich auf.

Im 2. Band funktionieren Sarah und Jack erheblich besser.
Der 1. Fall liegt einige Monate zurück und beide führen wieder ihren Alltag weiter und haben sich in der Zwischenzeit nicht allzu häufig gesehen.
Als sie um Hilfe gebeten werden, sind beide heiß darauf wieder zu ermitteln um so ihrem grauen Alltag zu entfliehen.

Während Sarah auch noch versucht ihre Firma, die Kinder, die Eltern und sonstigen Verpflichtungen nachzukommen, hat Jack genügend Zeit um durch die Gegend zu fahren und seine Fragen zu stellen.



Der Schreibstil ist einfach gehalten und daher schnell zu lesen, so wie man das bei Cosy Crime- Romanen auch haben möchte.

Den Erzählstil habe ich diesmal als "runder" empfunden. Ich konnte bei diesem Band besser in die Geschichte eintauchen.

Die Charaktere fand ich diesmal auch besser ausgearbeitet.
Wer eine solche Familie hat, braucht keine Feinde mehr.

Auch hier ist das Ende nicht wirklich überraschend.



Fazit:

Band 2 empfand ich ein wenig durchdachter, vor allem die einzelnen Charaktere haben mir sehr viel besser gefallen, als im vorherigen Band.

Cosy Crime für den Sommer. Ist schnell gelesen und tut auch nicht weh.


Ich mag so etwas ab und an sehr gern.



Empfehlung:

Für alle, die mal etwas "Leichtes" für zwischendurch lesen möchten.





Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

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