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395 Bücher, 245 Rezensionen

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71 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fremde galaxie, science fictio, intrigen, space opera, nau fruma

Herrscherin der tausend Sonnen

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 30.10.2017
ISBN 9783570164709
Genre: Jugendbuch

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255 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

drachen, fantasy, iskari, kristen ciccarelli, geschichten

Iskari - Der Sturm naht

Kristen Ciccarelli , Astrid Finke
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 02.10.2017
ISBN 9783453271234
Genre: Jugendbuch

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(187)

513 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 72 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, magie, hexenjäger, liebe

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423761512
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Auf Kaperfahrt mit der 'Friedlichen Jenny' . . .

Boy Lornsen
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 01.05.1999
ISBN 9783522135207
Genre: Kinderbuch

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Winston - Kater undercover

Frauke Scheunemann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.10.2016
ISBN 9783785582411
Genre: Kinderbuch

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(130)

369 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, utopie, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

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(33)

142 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

talon, julie kagawa, drachenblut, bestseller, verrat

Talon - Drachenblut

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.09.2017
ISBN 9783453269743
Genre: Jugendbuch

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(85)

174 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

fantasy, gaben, erinnerung, chosen, magie

Chosen - Das Erwachen

Rena Fischer
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.06.2017
ISBN 9783522505567
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/10/rezension-chosen-2-das-erwachen-rena.html

Klappentext:

Zu Beginn des neuen Jahres steht Emma vor den Scherben ihres bisherigen Lebens: Ihre Erinnerungen wurden durch Farran, den Leiter des Elite-Internats, manipuliert. Sie glaubt, dass ihr Vater Jacob tot ist und die Ermordung ihrer Mutter beauftragt hatte sowie ihr Freund Jared von ihrer großen Liebe Aidan getötet wurde. Dieser ist seit der verhängnisvollen Silvesternacht verschollen. Wird es Emma gelingen, die dunklen Machenschaften von Farran zu durchschauen, der ihr gegenüber als väterlich besorgter Mentor auftritt? Schafft es Emmas Vater, sie rechtzeitig diesem gefährlichen Einfluss zu entreißen? Und wird sie Aidan aufspüren, bevor alles zu spät ist? Denn eines ist sicher: Ohne Emmas Hilfe ist Aidan für immer verloren.

Einordnung:
- Die Bestimmte (Teil 1) 
- Das Erwachen (Teil 2)

Erster Satz:
„Schreib es auf“, hat er gesagt, „und dann beginnen wir neu.“

Rezension:

Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Das Buch wird erzählt aus drei Perspektiven: Emmas, Aidans und Jacobs. Genau diese Perspektiven machen das Buch von Anfang an spannend, weil jede Figur zu Beginn einen eigenen Rückblick darauf gibt, was am Ende des ersten Bands passiert ist. Dabei wird schnell klar, dass Jacob aufgrund seines verfrühten Abgangs nicht alles bis zum Schluss mitbekommen hat, dass Aidan sämtliche Erinnerungen verloren hat und dass Emmas Erinnerungen erfolgreich manipuliert wurden, sodass sie sich an falsche Tatsachen erinnert. Damit erzählen drei unterschiedliche Charaktere das Buch, die zu Beginn nicht alles wissen, gar nichts mehr wissen und falsche Dinge zu wissen glauben. Dementsprechend gibt es auch keinen zuverlässigen Rückblick, um den ersten Band der Reihe noch einmal aufzufrischen. Obwohl ich daher selbst noch einmal die Details nachschlagen musste, finde ich diese Ausgangslage sehr spannend.
Hinzu kommt, dass alle drei Perspektiven in einer unterschiedlichen Geschwindigkeit erzählt werden. Während bei Emma und Jacob schon bald mehrere Monate vergangen sind, sind es bei Aidan bloß einige Tage. Durch die unterschiedlich schnell laufenden Handlungsstränge berichtet jeder Erzähler nur die Dinge, die tatsächlich relevant sind. Es gibt keine unnötigen Lückenfüller oder überstürzt aneinander gereihten Szenen, weil für jeden Charakter individuell die Entwicklung beschrieben wird, die wichtig ist, bis die Figuren wieder aufeinander treffen.

Die Entwicklung der Charaktere ist überhaupt sehr gelungen. Besonders Emmas Zustand entwickelt sich im Laufe des Buches enorm, denn sie muss nicht nur verlorene Erinnerungen zurückbringen, sondern erkennen, dass ihre Erinnerungen manipuliert wurden, herausfinden, welche Teile echt und welche falsch sind und das falsche Wissen durch die richtigen Fakten ersetzen. Und das alles, während sie im Grunde niemandem trauen kann, weil sie sich auf ihre Erinnerungen zu ihrem Verhältnis mit den anderen Personen ja nicht verlassen kann. Diese Entwicklung hat die Autorin sehr langsam und authentisch beschrieben. Jede Situation und jedes Treffen von Charakteren ist sorgfältig vorbereitet. Akute Stresssituationen machen Emmas Fortschritte immer wieder zunichte, sodass es auch nicht einfach stetig besser wird. Den Weg von völliger Ergebenheit Farran gegenüber bis zur Rückkehr der Erinnerungen an den schrecklichen Silvesterabend habe ich als sehr realistisch empfunden. Manchmal ging es sogar so langsam vorwärts, dass es regelrecht nervenaufreibend war.

Neben der Charakterentwicklung ist aber auch der Rest der Handlung spannend. Grundsätzlich sorgt dafür schon die Tatsache, dass Emma falsche und Aidan keine Erinnerungen haben. Denn dadurch wusste ich als Leser bei einigen Personen schon längst, auf welcher Seite sie standen, ob sie Verräter waren und wer wen betrogen hat, während die Charaktere noch vollkommen ahnungslos waren. Nichtsdestotrotz haben auch mich immer wieder Charaktere überrascht, weil so gut wie jeder irgendetwas verheimlicht hat. Außerdem werden die Auseinandersetzungen zwischen Falken und Raben immer dramatischer. Der Konflikt entwickelt sich rasant und manchmal wird es geradezu chaotisch. Mehr als einmal ist die Situation völlig aus dem Ruder gelaufen. Dabei hat die Autorin sich immer ausreichend Zeit genommen, um Kampfszenen auch tatsächlich zu beschreiben. Nach und nach klären sich zudem die Hintergründe der Geschichte. Auch dabei bin ich noch überrascht worden. Im Grunde ist das gesamte Buch von vorne bis hinten mitreißend.

Fazit:
Wenn ich an meine Probleme mit dem ersten Band denke, kann ich nur sagen, dass mich dieser zweite Teil wirklich rundum überrascht hat. Es ist von der ersten Seite an packend und zwischendurch kommen immer neue, spannende Aspekte hinzu. Überraschende Erkenntnisse, chaotische Kampfszenen und undurchschaubare Charaktere haben mir beim Lesen viel Freude bereitet. Zudem haben alle drei Perspektiven ihren Charme, wobei besonders Emma mich diesmal echt überzeugt hat. Ihre Entwicklung ist langsam, realistisch und sorgfältig erzählt. „Chosen – Das Erwachen“ bekommt als rundum überzeugendes Finale fünf Schreibfedern von mir.

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Tags: fantasy, gaben, jugendbuch   (3)
 

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151 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

sultan, demdji, rebellion, amani, imin

AMANI - Verräterin des Throns

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.09.2017
ISBN 9783570164372
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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232 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

moon chosen, jugendbuch, gefährten, p.c.cast, fantasy

Moon Chosen

P.C. Cast , Christine Blum
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440143
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/09/rezension-moon-chosen-1-gefahrten-einer.html

Klappentext:
Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und ist die Tochter der Mondfrau ihres Clans, Erbin der einzigartigen Heilkräfte ihrer Mutter. Es ist ihre Bestimmung, einmal ihren Platz einzunehmen und die Frauen und Männer des Stammes regelmäßig vom Nachtfieber zu reinigen. Doch sie birgt ein Geheimnis. Und sie fühlt sich noch nicht bereit, ihrem Schicksal zu folgen.
Als ein todbringender Angriff ihre Welt aus den Angeln hebt, enthüllt Mari die Macht ihrer Fähigkeiten und entschließt sich, ihr Volk zu retten. Ihr läuft ein Hund zu, der ihr nicht mehr von der Seite weicht. Ihr neuer Begleiter wird allerdings schon gesucht – von ihren Feinden.
Als Mari dem Sohn des Anführers, Nik, begegnet, verspürt sie ein zuvor nie gekanntes Gefühl. Sie bricht die Gesetze des Clans und verbündet sich mit ihm, um die Kräfte zu besiegen, die sie alle zu zerstören drohen.

Einordnung:
- Gefährten einer neuen Welt (Teil 1)
- weitere Teile werden folgen

Erster Satz:
Ansteckendes Frauengelächter hallte durch den warmen, gemütlichen Bau.
(Seite 7)

Rezension:
Als ich das Buch das erste Mal zur Seite gelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte, es weiter zu lesen, war ich auf Seite 35. Ich denke, das macht schon gut deutlich, was für ein Kampf es war, dieses Buch zu beendet. Die beiden Male, die ich das Buch tatsächlich absichtlich pausiert habe, hat Protagonistin Mari zu verantworten. Generell wird die Geschichte in drei Handlungssträngen geschildert, aber hauptsächlich dreht sie sich um Mari, die daher auch viele Kapitel erzählt. Angeblich soll sie 18 Jahre alt sein, aber sie benimmt sich wie ein höchstens zehnjähriges, quengeliges, trotziges Mädchen, manchmal sogar eher wie ein Kleinkind. Ihre unreife Sprache, das in unendlich vielen Sätzen im Dialog sowie im Erzähltext eingebaute Wort „Mama“, ihre kindliche Sprunghaftigkeit und ihr trotziges Verhalten in Kombination mit ihrer überbeschützenden Helikopter-Mutter haben sie zu einer so anstrengenden Figur gemacht, dass meine Nerven nach dem zweiten Kapitel bereits blank lagen.
Dieses Verhalten hat sich eine ganze Weile nicht geändert. Es ist eher noch schlimmer geworden. Am Höhepunkt ihres trotzigen Verhaltens hatte ich zum zweiten Mal keine Lust mehr auf das Buch. Zum diesem Zeitpunkt weigert sich Mari aus purer Aufmüpfigkeit, ihrem Clan mit ihren einzigartigen Heilkräften zu helfen. Während die Menschen ihres Clan qualvoll leiden, tanzt Mari glücklich und entspannt ihren Namen im Mondlicht. Da konnte ich wirklich nur den Kopf schütteln. Zwar wird sie zum Ende des ersten Bandes erwachsener, allerdings passiert das unbegründet und mit einem Fingerschnippen, sodass dieser Wandel dann auch nichts mehr herausreißen konnte. Zum Glück wurden immer wieder einige Kapitel aus der Perspektive des Gefährten Nik geschildert, sodass ich beim Lesen manchmal Pause von der fürchterlichen Protagonistin hatte.

Leider fand ich die Welt, die die Autorin sich ausgedacht hat, und ihre Implementierung in die Geschichte ebenfalls misslungen. Alle Informationen über den kleinen Ausschnitt der Welt, in dem die Geschichte spielt, sind in die ersten Kapitel gestopft. Es werden drei Clans aus drei unterschiedlichen Stämmen vorgestellt mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihrer Religion und Gesellschaftsstruktur, mit wichtigen Figuren und Krankheiten. Als hätte die Autorin die Steckbriefe in ganzen Sätzen formuliert. Dadurch ist der Anfang des Buches dermaßen mit unzusammenhängenden Informationen überladen, dass ich einfach nur verwirrt war. Nach diesen ersten Kapiteln hatte sich die Vorstellung der Welt dann allerdings vollständig erledigt. Es wurde nichts weiter ausgeführt und über den Tellerrand hinausgeschaut wird nur in zwei Nebensätzen. Die ganze Welt wirkte total unausgereift, weil bis zum Ende dieses ersten Bandes, was immerhin 700 Seiten sind, keine einzige Erklärung geliefert wurde. Aspekte wie das mysteriöse Nachtfieber der Erdwanderer werden wieder und wieder und wieder angesprochen, aber es gibt nicht einmal einen Ansatz zur Erklärung, was das eigentlich ist.
Diese fehlenden Erklärungen sind insbesondere auch deshalb problematisch, weil die Autorin versucht hat, die Fantasygeschichte in ein dystopisches Setting zu stopfen. Schon in den ersten Kapiteln wird erklärt, wie die Sonne sämtliche technologische Errungenschaften zerstört hat, sodass sich die Menschen in die Wälder zurückziehen und ein naturverbundenes Leben beginnen mussten, um zu überleben. Zu diesem dystopischen Setting passen aber weder die merkwürdigen Krankheiten noch die mutierten Tiere noch die geradezu magischen Fähigkeiten noch die ganzen anderen Fantasyaspekte. Da die Autorin sich sämtliche Erklärungen für diese Aspekte gespart hat, wirkt die Welt unrealistisch, unglaubwürdig und inkonsistent.

Neben der Protagonistin und der Welt gab es aber auch noch viele andere Dinge, mit denen ich Schwierigkeiten hatte. Unter anderem gehört dazu die fehlende Geschwindigkeit der Handlung. Nachdem die ersten Kapitel mit Informationen voll gestopft waren, ist die Handlung schnell abgeflacht. Hin und wieder gab es spannende, stringente Handlungsabläufe, aber die wurden meist nur kurz im Nebensatz angerissen. Dazwischen drehte sich die Geschichte im Kreis und kam einfach nicht vom Fleck. Ich habe mich zwischenzeitlich wirklich gelangweilt. Das änderte sich erst spät in der zweiten Hälfte, als sich die Handlungsstränge langsam verbunden haben. Die 450 Seiten Anlaufzeit, die das Buch bis dahin gebraucht hat, waren aber echt langatmig.
Außerdem war an vielen Stellen die Handlung vorhersehbar. Die Autorin hat jedes Mal mit ziemlich deutlichen Hinweisen verraten, was als nächstes passieren würde, wenn es nicht auch so schon offensichtlich war. Da die Ereignisse dann leider auch nicht packend erzählt wurden, hat das dem Buch eine Menge Spannung genommen. Das einzige Mal, das die Autorin mich wirklich überraschen konnte, hat sie den Moment gleich wieder zunichte gemacht, indem sie genau die gleiche Szene mit den gleichen Personen am gleichen Ort direkt im Anschluss noch einmal geschrieben und dabei das vorhersehbare Ereignis hat eintreten lassen.
Nachdem sich die Geschichte eigentlich immer weiter gesteigert hatte, war das Ende dann wieder sehr schwach. Die Handlung hat sich weiter aufgeschaukelt, die Spannung ist gestiegen und die Dramatik hat zugenommen. Und dann wirkte es, als hätte die Autorin sich in einer Sackgasse wiedergefunden, und um die Situation lösen zu können, musste sie irgendein göttliches Wesen erscheinen lassen. Damit ist die Spannung einfach verpufft. Die Hälfte des Endes, die nicht Spannung, sondern Liebesgeschichte war, war da leider auch nicht überzeugender. Das Buch ist wirklich dick, aber trotzdem hat die Autorin die obligatorische Instant-Liebe benutzt, bei der die Charaktere schon beim zweiten Treffen wissen, dass sie unsterblich ineinander verliebt sind und den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. So war die Liebesgeschichte leider völlig unnötig.

Fazit:
Es war ein Kampf, dieses Buch zu beenden. Einer der Erzähler, Nik, war mir sympathisch. Außerdem gab es hin und wieder spannende Stellen, die insbesondere zum Ende hin auch häufiger wurden. Sonst habe ich leider nur Negatives zu berichten. Protagonistin Mari war einfach fürchterlich, zweimal hätte ich das Buch beinahe abgebrochen, die ersten Kapitel waren völlig konfus und mit Informationen überladen, mehrfach kommt die Handlung nicht vom Fleck, die Fantasygeschichte im dystopischen Setting ist unglaubwürdig, die gesamte Welt wirkt unausgereift, es gibt keine Erklärungen, oftmals ist die Handlung vorhersehbar, das Ende ist schwach und die obligatorische Instant-Liebe unrealistisch. „Moon Chosen: Gefährten einer neuen Welt“ wirkte eher wie ein vorläufiges, konfuses, unausgereiftes Manuskript und bekommt daher nur zwei Schreibfedern.

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Tags: dystopie, fantasy, gewalt, jugendbuch   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

poesie

Love That Dog [ LOVE THAT DOG ] By Creech, Sharon ( Author )Jul-24-2001 Hardcover

Sharon Creech
Fester Einband
Erschienen bei Joanna Cotler Books, 24.07.2001
ISBN 8601422802948
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe keinen Hund und keinen Sinn für Poesie. Wenn sich die Verse nicht reimen, habe ich unglaubliche Schwierigkeiten, das zu lesen, weil der Rhythmus in meinem Kopf wie bei einem Gedicht ist, aber die Reime einfach nicht kommen. Außerdem bin ich richtig schlecht darin, Gedichte zu interpretieren, sodass ich die, die sie im Unterricht durch genommen haben, nicht verstehe.

Jacks schon.
Er schreibt ja
einfach
nur
Sätze mit
vielen Absätzen.
Und nennt das dann
Gedicht.

Also, ja. Das Buch ließ sich sehr schnell lesen, aber es war anstrengend. Und es hat ja auch nicht wirklich Inhalt. Ich bin sicher, das Buch ist genial. Aber ich bin so ein Kunstbanause, dass es bei mir einfach nicht wirkt.

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Tags: poesie   (1)
 

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kalender, kinderbuch, fantasie, advent, fantasiewelt

Hinter verzauberten Fenstern

Cornelia Funke
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.09.2016
ISBN 9783596812936
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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(120)

229 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

apollo, rick riordan, percy jackson, mythologie, götter

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556882
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/09/rezension-die-abenteuer-des-apollo-das.html

Klappentext:
Der Gott Apollo fällt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Mithilfe eines gewissen Percy Jackson machen sich die beiden auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt ...

Einordnung:
- Das verborgene Orakel (Teil 1)
- vier weitere Teile werden folgen

Erster Satz:

Mein Name ist Apollo.
(Seite 7)

Rezension:
Alle Bücher, die Rick Riordan schreibt, spielen im selben Universum und hängen in irgendeine Art und Weise miteinander zusammen. Auch in diesem Buch tauchen viele bekannte Elemente und Figuren auf, aber trotzdem ist die Perspektive dieser Geschichte ganz anders als in den bisherigen Reihen des Autors. Mit Apollo ist nämlich zum ersten Mal ein früherer Gott, der jetzt ein Sterblicher ist, der Protagonist – und kein Halbgott. Mit seiner göttlichen Kraft verliert Apollo auch einen Teil seines Gedächtnisses und der Rest verblasst zunehmend, weil das menschliche Gehirn einfach nicht dafür geschaffen ist, Wissen und Erinnerungen von mehr als vier Jahrtausenden präsent zu halten. Daher ist er hilfloser, machtloser und schwächer als die Halbgötter. Hin und wieder flackert aber auch seine göttliche Kraft auf, die die Fähigkeiten der Halbgötter weit in den Schatten stellt. Unberechenbar schwankt er zwischen diesen beiden Extremen. Das gibt der Geschichte eine ungewöhnliche Perspektive.
Am meisten unterscheidet sich Apollo allerdings durch seine unerschütterliche Arroganz, seine unglaubliche Eitelkeit und seinen unendlichen Narzissmus von den Protagonisten der anderen Reihen. Es ist ihm eindeutig zu Kopf gestiegen, dass er Jahrtausende lang ein gut aussehender, mächtiger Gott war. Doch so unsympathisch wie das auch klingen mag, der Autor verkauft Apollo so, dass er einfach nicht ernst zu nehmen und wirklich lustig ist. Denn seine selbstverliebte Persönlichkeit sorgt immer wieder für Situationskomik. Es ist beispielsweise vollkommen irrelevant, in welcher Situation er sich befindet, er bezieht zuallererst alles auf sich. Dafür legt er den anderen Charakteren manchmal Worte in den Mund oder Gedanken in den Kopf, die sie ganz eindeutig nicht haben. Außer Apollo ist das auch offensichtlich allen bewusst. Dadurch unterlaufen ihm so häufig absolute Fehlinterpretationen der Situation, dass es einfach nur unendlich witzig ist. Hinzu kommt unter anderem, dass die Kapitelüberschriften in Haikus verfasst sind, die so unfassbar schlecht sind und einfach nur aus unzusammenhängenden Wörtern bestehen, sodass Apollos Stolz auf seine Dichtkunst herrlich amüsant ist. Obwohl ich die meiste Zeit über ihn gelacht habe, ist mir Apollo trotzdem nach und nach ans Herz gewachsen.

Neben dem üblichen Humor spielt auch Spannung eine Rolle in diesem Buch. Es hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Noch bevor die Handlung rund um Apollos Weg zurück zum Gott richtig angefangen hat, werden kleine Rätsel aufgeworfen, wie beispielsweise die Frage nach Megs göttlichem Elternteil. Diese kleinen Dinge haben mich schon so neugierig gemacht, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das hat sich bis zum Schluss nicht geändert, weil auch der Haupthandlungsstrang wirklich spannend und unvorhersehbar war. Dem Autor gelingt es wirklich jedes Mal, sich etwas Neues auszudenken. Für jede Reihe und jedes Buch findet er immer noch neue Informationen, Personen, Wesen und Mythen, um die sich die Geschichte drehen kann, die bisher noch nicht erwähnt wurden. Dadurch gab es auch diesmal wieder einige Dinge zu lernen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es mehrere Orakel gibt und nicht alle mit Apollo in Verbindung stehen.

Gleichzeitig erweitert der Autor den Rahmen der anderen Reihen, insbesondere „Percy Jackson“ und „Helden des Olymp“, die beide zeitlich früher spielen. Dieses Buch hat eine vollkommen eigenständige Handlung, beantwortet aber trotzdem Fragen, die ich mir bisher gar nicht gestellt habe, obwohl rückblickend noch einige Dinge zu klären sind. Die Geschichte rund um Percy Jackson scheint mit jeder neuen Reihe größer zu werden, obwohl Percy in diesem Buch nicht mehr als zwei kurze Gastauftritte hat. Immer wieder finden sich weiterführende Erklärungen oder manchmal auch lediglich Anspielungen auf die anderen Reihen, die dadurch miteinander verwoben und immer komplexer werden. Reihenübergreifend sind beispielsweise auch Prophezeiungen. An deren Stil hat sich ebenfalls nichts geändert, denn sie sind absolut undurchschaubar, bis sie aufgelöst werden, um dann rückblickend mehr als offensichtlich zu sein. Rick Riordan ist ein Meister der undurchschaubaren Offensichtlichkeiten.

Fazit:
Das Buch war ein typischer Riordan. Und es hat mich absolut begeistert. Apollo ist ein ganz anderer, ungewöhnlicher Protagonist. Sein Narzissmus ist amüsant, sorgt für viel Situationskomik und seine vollkommen weltfremde Wahrnehmung hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Gleichzeitig ist das Buch spannend und vollkommen unvorhersehbar. Es hat mich von Anfang an gefesselt und immer wieder überrascht. Der Autor hat sich wieder etwas Neues ausgedacht, neue Mythen ausgegraben und es trotzdem geschafft, Bezug zu seinen anderen Reihen zu nehmen und deren Rahmen noch zu erweitern. „Die Abenteuer des Apollo: Das verborgene Orakel“ war perfekt und bekommt fünf Schreibfedern dafür.

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Tags: götter, halbgötter, jugendbuch   (3)
 

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(134)

342 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

mona kasten, coldworth city, fantasy, mutanten, roman

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog geht's hier.

Klappentext:
Vor drei Jahren täuschte die junge Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Raven lebt seither versteckt in Coldworth City – bis der geheimnisvolle Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, und schon bald sieht sich Raven einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeuten, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen könnte.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Erster Satz:
„Wann?“

Rezension:
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die in jedem Buch Ähnlichkeiten zu anderen Geschichten suchen. Das Rad lässt sich nicht neu erfinden. Irgendwo wird es also immer Überschneidungen oder Anlehnungen geben. Allerdings bin bei diesem Buch selbst ich nicht umhin gekommen, das Gefühl zu haben, dass es sich eigentlich um eine (leider ziemlich schlechte) X-Men Fanfiktion handelt. Protagonistin (Jean Grey) Raven hat Angst vor ihren Fähigkeiten, die sehr stark und sehr zerstörerisch sind, und verwendet daher nur Telekinese und Telepathie. Eine reiche Person, die sich für die Gleichberechtigung von Menschen und Mutanten einsetzt, stellt (eine Villa) ein Hotel zur Verfügung, in dem jeder Zuflucht finden und in dem Mutanten ihre Fähigkeiten trainieren können. Gegner ist eine mit Mutanten experimentierende Forschungsorganisation (unter der Leitung von William Stryker) namens Advanced Interference Defence. Unterwegs wird dann unter anderem noch (Storm) ein Mutant vorgestellt, dessen Augen weiß werden, wenn er Stürme erzeugt. Und so weiter. Gegen Ähnlichkeiten habe ich wirklich nichts, aber dieses Buch las sich als hätte die Autorin alle Aspekte, die ihr an X-Men gefallen haben, in einen Topf geworfen und daraus eine Geschichte gebastelt.

Leider trifft der Ausdruck „gebastelt“ dann auch bei der Konzeption des Buches auf den Punkt. Es wirkt nämlich wie aus dem Baukasten. Es gibt ein paar Szenen rund um Raven, die detailliert ausgeschmückt und beschrieben sind. Aber es fehlt die sinnvolle Verknüpfung, weil einfach eine Szene an die andere gereiht ist. Die Wechsel der Stimmungslage sind deshalb viel zu schnell und die Lösungen jeglicher Probleme viel zu einfach. Außerdem durfte ich bloß nicht auf die Idee kommen, auf Ravens Weg mal nach links oder rechts zu schielen. Erklärungen und Beschreibungen, die über Ravens unmittelbare Umgebung hinausgehen, fehlen nämlich vollständig. Bis zum Schluss habe ich keine Vorstellung davon bekommen, in welcher Welt die Geschichte eigentlich spielt. Die Entstehung der Welt und die aktuellen Begebenheiten werden nur so weit angerissen, dass verständlich ist, dass Mutanten gleichberechtigt sein sollten, es aber nicht sind. Was es mit Coldworth City auf sich hat und wie der Rest der Welt aussieht, wird einfach völlig ignoriert. Es wirkt, als hätte die Autorin einige Handlungsideen für die Protagonistin gehabt und diese hintereinander runter geschrieben, ohne sich einen größeren Kontext dafür auszudenken.

Außerdem fehlt es an allen Ecken und Enden an Logik. Beispielsweise ist mir völlig schleierhaft, wie die Untergrundorganisation in einem öffentlichen Hotel mit Trainingsraum, Hightech IT-Abteilung und massenhaft entflohenen Mutanten im Speiseraum nie entdeckt wird. Außerdem soll der Großteil des Hotels von Mutanten des Untergrunds bewohnt sein, aber auf Missionen wird immer die gleiche Gruppe Jugendlicher geschickt. Zugegeben, die Missionen sind nicht besonders kompliziert, weil selbst das Geheimlabor des Bösewichts und die Forschungseinrichtungen, in der Mutanten gefoltert werden, so unfassbar schlecht gesichert sind, dass die anfängliche Dramatik solcher Missionen völlig ins Lächerliche gezogen wurde. Das gesamte Buch ist voller Momente, in denen diese fehlende Logik oder die absolut unrealistische Einfachheit der Problemlösung die ganze Idee zerstört hat. Zudem waren manche Enthüllungen extrem vorhersehbar. Es spricht nicht für die Charaktere, wenn sie 200 Seiten brauchen, um auf die Idee zu kommen, dass ein Mensch, bei dem sich Wunden sofort schließen, möglicherweise ein Mutant mit Selbstheilungskräften sein könnte. Die Geschichte wirkt überhaupt nicht ausgearbeitet. Den Höhepunkt hat dies am Ende des Buches gefunden, bei dem mit großen Reden nach komplizierter Planung eine ganze Menge Mutanten auf eine gefährliche Mission geschickt werden – die allerdings schon längst ganz einfach von bloß zwei Mutanten (zu denen Raven nicht gehört!) hätte erledigt sein können, selbst wenn man die unnötige Zerstörung eines Gebäudes einbezieht. Raven als unglaublich starke, wichtige Mutantin aufzubauschen war also eigentlich nichts weiter als heiße Luft.

Fazit:
Bei diesem Buch handelt es sich um eine leider ziemlich schlechte X-Men Fanfiktion. Es stecken kaum eigene Ideen in der Geschichte, weil die Überschneidungen mit der X-Men Serie doch enorm sind. Außerdem ist die Umsetzung in meinen Augen nicht gelungen. Das Buch wirkt wie aus dem Baukasten. Szenen reihen sich ohne vernünftige Verknüpfung aneinander und der größere Kontext fehlt, weil der Fokus immer ganz eng auf die Protagonistin fixiert ist. Logik lässt die Geschichte auch vermissen. Im Grunde ist beinahe alles viel zu einfach und unrealistisch. Da sich „Coldworth City“ aber zumindest ganz gut lesen lässt und ein, zwei nette Nebencharaktere hat, vergebe ich noch zwei Schreibfedern.

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Tags: mutanten   (1)
 

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(97)

391 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

jay kristoff, assassinen, nevernight, fantasy, mia corvere

Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/09/rezension-nevernight-die-prufung-jay.html

Klappentext:
Mia Corvere ist ein Kind der Schatten, und sie kennt nur ein einziges Ziel: Rache an den Männern zu üben, die ihre Familie zerstört haben. Ihre Feinde sind die Mächtigen des Reiches – ein General, ein Konsul und ein Kardinal –, doch Mia ist zu allem entschlossen. Sie macht sich auf den Weg zur Enklave der Roten Kirche, einem geheimen Assassinenorden, um die Kunst des Tötens zu erlernen.

Einordnung:
- Die Prüfung (Teil 1)
- noch unbekannt (Teil 2)
- noch unbekannt (Teil 3)

Erster Satz:
Wenn Menschen sterben, scheißen sie sich oft in die Hosen.
(Seite 9)

Rezension:
Dieses Buch ist ein klassischer Fall von „Gut gedacht, schlecht gemacht“. Zwischendurch war ich so genervt von der Geschichte, dass ich sie beinahe pausiert und ein zweites Buch nebenher gelesen hätte – und das mache ich wirklich nie. Ich bin dann doch dabei geblieben, weil es nach diesem ersten Tiefpunkt bald wieder bergauf ging. So wechselhaft blieb dann leider das gesamte Buch, weil sich an jede gute Idee ein erzählerischer Tiefpunkt angeschlossen hat.

Grundsätzlich ist das Buch sehr anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe. Es handelt sich nicht um einen Roman, sondern um eine Chronik – die Chronik des Lebens der Mia Covere. Dementsprechend spielt das Buch einmal auf der Ebene der Geschichte um Mia und einmal auf der Ebene des erzählenden Chronisten. Dieser bislang namenlose Chronist schreibt das Vor- sowie das Nachwort, spricht den Leser immer wieder direkt an und versieht die Erzählung mit Fußnoten, wenn Erklärungen zu Ereignissen oder Wesen notwendig sind. Am Anfang fand ich die Idee faszinierend, nicht einfach eine Fantasygeschichte zu lesen, sondern zu lesen, wie jemand diese Fantasygeschichte erzählt. Mit der Zeit gefiel mir das aber immer weniger.
Der Hauptgrund dafür ist, dass die Fußnoten mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Zum einen konnte ich nicht richtig in die Geschichte eintauchen, weil ich sie immer wieder verlassen musste, um stattdessen am Fuß der Seite Erklärungen nachlesen. Bei einem so dicken Buch war es echt anstrengend, mir die ganze Zeit der Tatsache bewusst zu sein, dass ich bloß ein Buch lese, statt die Geschichte mitzuerleben. Zum anderen beinhalteten die Fußnoten manchmal ganze geschichtliche Abrisse, die auf der nächsten Seite noch weiter gingen, sodass ich am Ende der Fußnote nicht mehr wusste, wo ich denn gerade eigentlich im Text unterbrochen wurde. Mehrfach habe ich an der falschen Stelle weiter gelesen und musste dann noch mal zurück blättern. Nachdem sich die erste Begeisterung über diesen ungewöhnlichen Erzählstil gelegt hatte, war das einfach nur noch nervig. Zum Glück wurden es mir der Zeit weniger Fußnoten, da nicht mehr so viele Erklärungen notwendig waren.

Genau so verhält es sich auch mit allen anderen Aspekten des Buches. Zu Beginn gefiel mir immer alles gut, es war überraschend, spannend und interessant. Aber dann folgte ziemlich bald ein Tiefpunkt, bevor es mit einer neuen Idee und einem neuen Höhepunkt weiter ging. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Autor jedes Mal den Moment verpasst hat, in dem er sich einer neuen Idee oder Entwicklung hätte zuwenden sollen. Mias Weg zur Roten Kirche ist am Anfang durchaus spannend, gerade weil die Welt mir noch nicht bekannt war. Auch die Beschreibungen des Unterrichts haben mich interessiert, unter anderem weil die Ausbildung mit potenziell tödlichen Prüfungen verbunden ist. Allerdings hat der Autor jeden dieser Aspekte dann in aller Ausführlichkeit unendlich lang ausgewalzt, bis mir selbst die tollste Idee zum Hals heraushing. Der Unterricht an der Assassinenschule hat mich sehr interessiert, aber 400 Seiten lang muss ich das dann beim besten Willen doch nicht lesen.

Die Idee des Buches hat mir gut gefallen. Hätte es nur halb so viele Seiten gehabt, wäre es ein echtes Highlight geworden. Das wurde besonders auf den letzten 100 Seiten deutlich, als die Handlung immer weiter ging, jede Menge passiert ist und eine Situation in die nächste überging. Da war das Buch nämlich richtig spannend und hatte eine überraschende Wendung parat, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Es hätte echt genial sein können. Nur war es vorher leider eine Berg- und Talfahrt, denn das Buch hat zu viel von allem: zu viele Adjektive, zu viele Metaphern, zu viele Beschreibungen, zu viele Seiten, zu viel bildliche Sprache, zu viele vollkommen unwichtige, namenlose Tote und vor allem zu viele Fußnoten.

Fazit:
Wäre das gesamte Buch so spannend, mitreißend und überraschend gewesen wie die letzten 100 Seiten, wäre es ein absolutes Highlight geworden. Leider ist es davor eine Berg- und Talfahrt. Der Autor hatte viele gute Ideen und spannende Ansätze, die er dann leider so lang ausgewalzt hat, dass ich einfach nur noch genervt war, bis endlich die nächste Idee umgesetzt wurde. Zudem ist das Buch nicht als Roman konzipiert, sondern als Chronik, sodass ein Chronist die Geschichte erzählt und Anmerkungen macht. Am Anfang fand ich das noch faszinierend, aber mit der Zeit gingen mir die unzähligen Fußnoten dermaßen auf die Nerven, dass ich das Buch beinahe vorerst pausiert hätte. „Nevernight: Die Prüfung“ ist gut gedacht, aber teilweise schlecht gemacht, weil das Buch einfach viel zu viel von allem hat, sodass ich nur drei Schreibfedern vergeben kann.

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Tags: assassinen, fantasy   (2)
 

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57 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

arena verlag, jugendbuch, claudia pietschmann, künstliche intelligenz, stalker

Cloud

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.08.2017
ISBN 9783401603490
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/09/rezension-cloud-claudia-pietschmann.html

Klappentext:
Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, erst recht seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber Pauls nette kleine Gefallen, die ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für ihn scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul – gibt es ihn überhaupt?

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Erster Satz:
Seifenblasen schmecken wie Butterblumen.
(Seite 5)

Rezension:

Das Buch lebt von einer unendlich naiven Protagonistin. Emma trauert um ihren verstorbenen Bruder, als sie im Internet auf einer Trauerseite Paul kennenlernt. Sie chatten ein wenig, beginnen dann zu telefonieren und Emma schickt ihm sogar Videos von ihrem Alltag, damit er alles kennenlernt. Wie der Klappentext schon anspricht, gibt es dabei nach und nach immer mehr Hinweise darauf, dass Paul möglicherweise nicht ganz ehrlich ist. Beispielsweise gibt er kaum Informationen über sich selbst Preis, weiß Dinge, die er nicht wissen dürfte, und liefert oftmals Erklärungen, die schwer nach Ausreden klingen. Obwohl die Frage, wer Paul denn nun wirklich ist, lange Zeit nicht geklärt wird, habe ich gar nicht genug Finger, um die Momente aufzuzählen, an denen ich zumindest skeptisch geworden bin. Emma dagegen ist dermaßen naiv und vertrauensselig, dass sie kaum jemals wenigstens für einige Sekunden stutzig wird. Dabei ist es irrelevant, wie offensichtlich Paul sie angelogen hat, sie nimmt das schlichtweg nicht wahr. Dieses beeindruckende Maß an Naivität zieht sich durch das gesamte Buch, sodass es mir unmöglich war, mich in irgendeiner Art und Weise mit Emma zu identifizieren. Daher bin ich schnell dazu übergegangen, sie, ihre Gedanken und ihre Handlungen einfach zu ignorieren und mich stattdessen auf den Rest der Geschichte und meine eigenen Überlegungen zu konzentrieren. Dadurch hat mich das Buch ab der Mitte dann tatsächlich packen können.

Die Handlung selbst ist durchaus spannend und überraschend, obwohl ich befürchtet hatte, der Klappentext hätte schon eine Menge gespoilert. Das ist jedoch nicht der Fall, da die Autorin sich sehr gut darauf versteht, Dinge ungewöhnlich zu interpretieren. Obwohl das Buch ganz aktuell im Herbst und Winter 2017 spielt, mutet es wie ein Science-Fiction-Roman an. Nicht nur Emmas Internetfreundschaft mit Paul spielt dabei eine Rolle, sondern Technik im Allgemeinen, da Emmas Familie nicht nur ein selbstfahrendes Auto besitzt, sondern auch in einem SmartHome lebt. Familienclouds, selbst einkaufende Kühlschränke, Duschen, die die persönlichen Vorlieben jedes Bewohners erkennen und Licht, dass auf ein Händeklatschen reagiert, zeichnen ein erschreckendes Bild der Zukunft, während die Geschichte doch offensichtlich ganz aktuell verankert ist. Die technischen Möglichkeiten, ihre Vorteile und Risiken nutzt die Autorin geschickt aus, um eine spannende Geschichte mit interessanten Ideen und überraschenden Wendungen zu erzählen.

Diese Spannung hält sich leider nicht bis ganz zum Ende, weil die schlussendliche Lösung des Problems wirklich sehr seicht ist und für mich viel zu schnell abgehandelt wurde. Überhaupt war die Geschwindigkeit manchmal ein großes Problem. Protagonistin Emma ist nicht nur unglaublich naiv, sie überstürzt auch alles. Sie lernt Paul zu Beginn des Buches kennen, sofort ist er ein Vertrauter und nach kaum zwei Dutzend Nachrichten will sie ihn schon treffen. Bei dem Tempo konnte ich leider überhaupt nicht folgen. Für mich hat es sich nie so angefühlt als würde Paul sie mehr verstehen als andere Menschen in ihrem Leben. Weshalb sie so begeistert von ihm war, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Ihre Emotionen schwappten schneller hin und her als ich folgen konnte. Das betraf sowohl ihre Trauer um ihren Bruder, die manchmal einfach aus dem Nichts ausbrach und wenige Sätze später genauso schnell wieder verschwunden war, als auch ihre Gefühle gegenüber anderen Charakteren. Durch diese überstürzten Wechsel fehlte mir oftmals die emotionale Tiefe.

Fazit:
Die Idee des Buches ist sehr interessant. Die Autorin hat ein spannendes Buch geschrieben, das wie ein Science-Fiction-Roman klingt, erschreckenderweise aber in schon in diesem Jahr spielt. Zudem gab es überraschende Enthüllungen, da der Klappentext zum Glück weniger spoilert als erwartet. Leider lebt die Geschichte von einer unendlich naiven Protagonistin. Es war mir unmöglich, mich mit Emma zu identifizieren, die zu gleichen Teilen naiv, blind und vertrauensselig ist. Zudem überstürzt sie alles, sodass ich ihr insbesondere auf emotionaler Ebene nicht folgen konnte. Viele Aspekte waren für mich schlichtweg nicht nachvollziehbar, weil sie abgehandelt waren, bevor ich mich emotional darauf einlassen konnte. „Cloud“ ist zwar ein interessantes, spannendes Buch, aber leider mit einer echt schrecklichen Protagonistin, sodass ich nur drei Schreibfedern vergeben kann.

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Tags: jugendbuch, künstliche intelligenz   (2)
 

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(64)

89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

cavaliersreise, homosexualität, jugendbuch, mackenzi lee, 18. jahrhundert

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/08/rezension-cavaliersreise-die.html

Klappentext:
Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Erster Satz:
Am Tag des Aufbruchs zu unserer Cavaliersreise auf den Kontinent erwache ich neben Percy in meinem Bett.
(Seite 7)

Rezension:
Das Buch spielt im 18. Jahrhundert auf dem europäischen Kontinent. Zu dieser Zeit war es üblich, dass junge Engländer auf einer Bildungsreise den Kontinent besuchten, um noch ein letztes Mal ausschweifend zu feiern und sich darauf vorzubereiten, ihre gesellschaftliche Rolle einzunehmen. Durch dieses Setting ist das Buch sehr historisch. Normalerweise kann ich damit überhaupt nichts anfangen, aber hier hat die Autorin es so gut in die Geschichte und die Handlung integriert, dass es mich eher neugierig gemacht hat. Während des Lesens konnte ich viel über die damaligen Geschlechterrollen, Medizin und Alchemie, Gesellschaftsstrukturen, Traditionen, Moral und Rassismus lernen. Zu den geschichtlichen Eckpfeilern des Buches finden sich im Anhang zudem Erläuterungen und Rechercheergebnisse.

Auch die Handlung selbst hat mich überzeugt. Die Geschichte ist sehr flüssig, weil die Geschehnisse ineinander über gehen. Die einzelnen Szenen ergeben sich auseinander, ohne dass die Handlung jedoch gestellt wirkt. Damit war das Buch zwar unbedingt nicht spannend im eigentlichen Sinne, hat mich aber trotzdem gut bei der Stange gehalten. Ich bin von einem Kapitel ins nächste gerutscht und konnte kaum aufhören zu lesen. Montys gesellschaftliche Ausrutscher waren dabei genauso amüsant wie die Begegnung mit den Wegelagerern brenzlig. Die wunderbare Mischung aus humoristischer Erzählweise und ernster Handlung hat mir viel Spaß bereitet.

Beeindruckt hat mich zudem Charakterentwicklung, bei der die Autorin sich wirklich viel Mühe gegeben hat. Der Klappentext verspricht nicht zu viel, wenn er verrät, dass Felicity, Monty und Percy unter anderem zu sich selbst finden. Diesen Punkt hat die Autorin sehr liebevoll erzählt. Am deutlichsten ist die Entwicklung an Monty, dem Erzähler, zu sehen. Ganz langsam und schleichend entwickelt er sich von einem unzuverlässigen, über die Stränge schlagenden, trotzigen Teenager zu einem reifen, standfesten jungen Mann. Die Cavaliersreise erfüllt damit durchaus ihren Zweck, auch wenn das eine ganze Weile überhaupt nicht auffällt, da sich Monty kein Stück so entwickelt, wie die Gesellschaft und sein Vater das gerne gehabt hätten. Diese unterschwelligen Veränderungen, die lange weder ihm noch den anderen Charakteren noch mir bewusst waren, haben mir sehr gefallen.

Fazit:
Dem historischen Setting des Buches stand ich skeptisch gegenüber, aber es hat mich absolut überzeugt. Es gab viel zu lernen und alles war wunderbar in die Handlung integriert. Die Handlung selbst ist sehr flüssig. Szenen und Geschehnisse gegen ineinander über. Humor und Ernsthaftigkeit wechseln sich ab. Und währenddessen gibt es eine langsame, schleichende und doch enorme Charakterentwicklung. Diese ist sehr sanft und liebevoll erzählt und hat mich beeindruckt. „Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ ist ein wunderschönes Buch und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

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Tags: historisch, homosexualität   (2)
 

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540 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

sabaa tahir, fantasy, elias und laia, liebe, masken

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783846600351
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

dämonen, kurzgeschichte, fantasy

Die Dämonenakademie – Wie alles begann

Taran Matharu
E-Buch Text: 103 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 09.05.2017
ISBN 9783641203962
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
„Die Dämonenakademie - Wie alles begann“ erzählt die Geschichte von Arcturus, der später einmal der größte Dämonenmagier seiner Zeit werden soll. Schon als kleiner Junge hat Arcturus seine Familie verloren und schlägt sich eher schlecht als recht als Stalljunge durchs Leben. Doch dann bemerkt er eines Tages, dass er die seltene Gabe besitzt, Dämonen zu beschwören. Arcturus wird Schüler der geheimnisvollen Dämonenakademie – und das größte Abenteuer seines Lebens beginnt.

Einordnung:
- Wie alles begann (Kurzgeschichte, Prequel)
- Der Erwählte (Teil 1) 
- Die Inquisition (Teil 2) 
- Die Prophezeiung (Teil 3, erscheint im Januar 2018)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile der Reihe enthalten!

Das Buch ist eine spannende Vorgeschichte zu den Ereignissen in der Reihe. Obwohl viel weniger Platz für Beschreibungen war, hat der Autor dieselbe Atmosphäre geschaffen, die mich auch bei den Büchern um Fletcher begeistert hat. Dadurch fand ich die Kurzgeschichte durchaus mitreißend, obwohl der inhaltliche Verlauf bereits bekannt war. Trotzdem hat der Autor auch neue Informationen untergebracht, beispielsweise wie es überhaupt dazu kam, dass nicht mehr nur anerkannte Sprösslinge der Adelsfamilien die Akademie besuchen dürfen. Außerdem wurden einige weitere Einblicke in den Unterricht gegeben, insbesondere bezüglich der Ausflüge in den Äther. Das ergab eine schöne Mischung aus bekannten und neuen Inhalten.

Mir hat außerdem gefallen, dass das Buch nicht nur Arcturus Geschichte erzählt, sondern auch die anderer bekannter Figuren. Beispielsweise spielen die spätere Hauptfrau Lovett, der brutale Raubler und der spätere König Harold eine Rolle. Sie alle als Kinder und Jugendliche zu sehen war sehr interessant. Damit werden die Hintergründe beleuchtet zu einigen in der Reihe vorkommenden Streitigkeiten und anderen Entwicklungen.

Allerdings kommen wegen der Kürze der Geschichte nicht allzu viele Beschreibungen der Personen oder detailliertere Hinweise zu ihnen vor. Dadurch konnte ich nicht mit jeder Figur etwas anfangen. Einige Namen kamen mir bekannt vor, ohne dass ich sie einer Figur aus der Reihe hätte zuordnen können, andere Namen wiederum sagten mir gar nichts. Zum Teil ist das natürlich meinem Gedächtnis geschuldet. Nichtsdestotrotz waren es mir für die Kürze des Buches zu viele noch nicht persönlich aus der Reihe bekannte Personen, die ich nicht einmal im Ansatz kennen lernen konnte.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte ist ein durchaus lesenswertes Prequel zur Reihe um Fletcher. Erzählt wird sie von Arcturus, aber es tauchen auch noch viele weitere bereits bekannte Personen und Dämonen auf. Dadurch werden einige Hintergründe der Ergebnisse der Reihe genauer beleuchtet. Außerdem hat der Autor durchaus auch neue Informationen in der Geschichte untergebracht. Damit war das Buch trotz der Kürze durchaus spannend. Leider waren es mir etwas zu viele Figuren ohne genauere Beschreibungen, die ich allein anhand des Namens teilweise nicht einordnen konnte. „Die Dämonenakademie: Wie alles begann“ bekommt daher vier Schreibfedern von mir.

http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/07/rezension-die-damonenakademie-wie-alles.html

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Tags: dämonen, fantasy, kurzgeschichte   (3)
 

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

biografie, nonfiction

Family Don't End with Blood: Cast and Fans on How Supernatural Has Changed Lives


Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Smart Pop, 09.05.2017
ISBN 9781944648350
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/07/rezension-family-dont-end-with-blood.html


Klappentext:

Supernatural, a three-time People's Choice Award winner for Favorite Sci-Fi / Fantasy TV Show and Tumblr's 2015 Most Reblogged “Live Action TV“, has made a name for itself by supporting and encouraging its fans to “always keep fighting” and a memorable line from early in the show's run, “Family don't end with blood”, became an inspiring mantra for many who found community in the fandom.
In 25 powerful chapters written by Supernatural's actors and fans, including series lead Jared Padalecki, plus special messages from Jensen Ackles, Misha Collins, and Mark Sheppard, Family Don't End with Blood: Cast and Fans On How Supernatural Has Changed Lives examines the far reach of the show's impact for more than a decade. Supernatural has inspired fans to change their lives, from getting “sober for Sam” to escaping a cult to pursuing life-long dreams. But fans aren't the only ones who have been changed. The actors who bring the show to life have also found, in the show and its community, inspiration, courage, and the strength to keep going when life seemed too hard.
Collected and edited by Lynn S. Zubernis, a clinical psychologist, professor, and passionate Supernatural fangirl, Family Don't End with Blood provides an insightful and often uplifting look into the way international fan communities become powerful, positive forces in the lives of so many.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Dieses Buch war gleichzeitig genial und anstrengend. Anfangs war ich skeptisch, ob es für mich mehr als eine Informationsquelle sein würde, weil Supernatural mein Leben nicht wesentlich verändert hat. Jetzt kann ich sagen, dass das Buch mich sehr berührt hat. Mehrfach kamen mir die Tränen, das erste Mal auf Seite 10 – im Vorwort! Endgültig vorbei war es dann bei Jareds Kapitel. Da habe ich wirklich Rotz und Wasser geheult. Neben der Traurigkeit hat das Buch jedoch auch Liebe, Stärke und Zuversicht angesprochen. Jedes Mal, wenn die Kraft unserer Gemeinschaft beschrieben wurde, hatte ich Gänsehaut. Das Buch ist wirklich sehr emotional, ohne dabei dauerhaft auf die Stimmung zu drücken.

Besonders gefallen hat mir, dass da Buch von Anfang an die Liebe, die Gemeinschaft und die Begeisterung perfekt eingefangen hat. Mit diesen Aspekten, der Bewegung und der Macht des Fandoms, konnte ich mich identifizieren. Immer, wenn diese Aspekte beschrieben wurden, dachte ich: „Ja! Genau so!“ Das hat das Buch für mich lesenswert gemacht, obwohl ich persönlich mich mit den Monstern und Dämonen der verschiedenen Autoren nicht identifizieren kann. Obwohl ich keine psychische Störung habe, in einer liebevollen Familie aufgewachsen bin und all meinen Träumen nachjagen kann, habe ich mich trotzdem mit den Berichten verbunden gefühlt. Das bedeutet, dass das Buch nicht nur Hoffnungsträger für alle Fans mit harten Kämpfen sein kann, sondern auch allen anderen das Gefühl gibt, durch und durch verstanden zu werden. Es ist damit absolut empfehlenswert für jeden Fan der Serie.

Neben all der Genialität war das Buch allerdings auch anstrengend zu lesen, nicht nur emotional, sondern auch kognitiv. Da ich Biografien normalerweise nicht lese und dieses Buch im Grunde ja nichts anderes ist als ein Zusammenschnitt aus 25 Biografien, war es mir unmöglich, es an einem Stück zu lesen. Irgendwann konnte ich den Autoren einfach nicht mehr die Aufmerksamkeit entgegen bringen, die ihre Berichte verdient haben. Das liegt auch mit daran, dass obwohl es um Süchte, Ängste, Schüchternheit, Depressionen, Aufopferung für andere, Sekten und noch viele weitere Dinge geht, grundsätzlich alle Personen dasselbe gesagt haben. Für ebenfalls Betroffene mag es wichtig sein, sich nicht allein zu fühlen, aber für mich waren die Detail der persönlichen Schicksale zu weit weg als dass ich sie 25x hintereinander hätte lesen können. Deshalb musste ich das Buch in vielen kleinen Stücken lesen, obwohl ich trotzdem neugierig war, was die folgenden Personen zu berichten hatten. Meine Aufmerksamkeit hat es einfach nicht hergegeben, mehr als drei Kapitel am Stück zu lesen.

Fazit:
Ich war skeptisch bezüglich des Buches, weil Supernatural mein Leben nicht verändert hat und ich auch kein Ultra-Fangirl bin. Im Nachhinein finde ich es empfehlenswert für jeden Fan der Serie. Es fängt die Stimmung und die Gemeinschaft perfekt ein, unabhängig von den Einzelschicksalen. Außerdem ist es wahnsinnig emotional. Ich habe Bestärkung genauso verspürt wie ich hemmungslos geheult habe. Da das Buch wie ein Zusammenschnitt aus 25 sehr ähnlichen Biografien ist, war die Kapazitätsgrenze meiner Aufmerksamkeit aber leider ziemlich schnell erreicht, sodass ich es in vielen kleinen Stücken lesen musste. „Family don't end with blood“ bekommt daher vier Schreibfedern von mir.

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Tags: biografie, nonfiction   (2)
 

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(220)

802 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

goldener käfig, fantasy, die farben des blutes, victoria aveyard, silber

Goldener Käfig

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.06.2017
ISBN 9783551583284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Mare, die rote Rebellin mit den Silber-Kräften, kehrt zurück an den Hof – doch dieses Mal nicht als falsche Prinzessin oder Spionin. Sie ist jetzt eine Gefangene der Krone, ein Spielball der Macht. Um sie herum spinnt der junge König sein Netz aus Intrigen, Lügen und unerwarteten Bündnissen. So hofft er die Kontrolle zu behalten über ein Land, das an der Schwelle zur Revolution steht.

Einordnung:
- Die rote Königin (Teil 1) 
- Gläsernes Schwert (Teil 2) 
- Goldener Käfig (Teil 3)
- noch unbekannt (Teil 4)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Auf dieses Buch habe ich mich schon ewig gefreut, weil ich die Geschichte um Mare wirklich liebe. Deshalb wollte ich dann auch gleich mal in die ersten Kapitel rein lesen. Tja, was soll ich sagen? „Rein lesen“ ist ausgeartet in acht Stunden Dauerlesen, bis ich die Augen einfach nicht mehr offen halten konnte. Das Buch war so spannend, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Leider war es zu dick, um es an einem Stück zu verschlingen.

Die Handlung hat mich von der ersten Seite an mitgerissen, obwohl phasenweise gar nicht so viel passiert ist. Denn generell ist das Buch ganz schön politisch. Zum Großteil wird die Geschichte wieder von Mare erzählt, die sich als Gefangene am Königshof befindet. Doch da Maven sie gerne zur Schau stellt oder als sein Spielzeug verwendet, bekommt sie trotzdem viele Entwicklungen mit, wenn auch nur vor- oder nachher durch Erzählungen und nicht „live“. Jetzt im Nachhinein fällt mir auf, dass manchmal ganz Kapitel nur aus Mares Monologen bestehen. Das ist jedoch keinesfalls langweilig, weil die Entwicklungen spannend sind und der Schreibstil packend. Damit wird der Leser immer auf dem Laufenden gehalten, wie sich das Land gerade entwickelt. Immer wieder schließt Mare von Mavens Verhalten auf seine Gedanken und leitet daraus sein künftiges Verhalten ab. Oder sie erfährt von bestimmten Handlungen und schließt daraus auf die Ursachen und Gründe. Das liefert ein vollständiges Bild zur Handlung aus der Perspektive des Königshofs. Es hat mir sehr gefallen, auch mal die Hintergründe zu verstehen und mir nicht bloß auf Basis der Konsequenzen alles selbst zusammen reimen zu müssen.
Zwischendurch werden aber auch immer wieder einzelne Kapitel von Cameron erzählt, die sich als Neublüter bei der Scharlachroten Garde aufhält. Damit wird der Leser auch aus dieser Perspektive mit einem steten Strom von Informationen versorgt. Zwar sind diese Informationen nicht so umfassend, da die Garde nach dem Motto operiert, dass niemand mehr wissen soll als er wissen muss, aber es hilft trotzdem, die Entwicklungen nachzuvollziehen.

Die Einblicke in die Unternehmungen der Scharlachroten Garde sind es auch, bei denen ich zuerst etwas den Überblick verloren habe. Denn was sich schon im letzten Band angekündigt hat, wird hier nun weiter ausgeführt: Die Rebellion gegen die Zwei-Klassen-Gesellschaft betrifft nicht nur das Königreich Norta, sondern auch die umliegenden Länder. Bei diesen handelt es sich jedoch nicht nur um Königreiche, sondern auch Fürstentümer und demokratische Republiken. Sie alle sind in irgendeiner Art und Weise in den Konflikt eingebunden, teils aktiv, teils passiv, teils freiwillig und teils gezwungenermaßen. Hinzu kommt dann, dass auch das Königreich Norta langsam aber sicher zerfällt, die einzelnen Häuser rebellieren und sich lossagen – oder eben auch nicht. Es hat nicht lange gedauert, bis ich den Überblick verloren hatte, wer nun auf wessen Seite steht, welche Seiten es eigentlich überhaupt gibt und wer warum wessen Marionette ist. Der ganze Konflikt ist dermaßen komplex geworden, dass ich Stift und Zettel gebraucht hätte, um alles nachvollziehen zu können. Auf der einen Seite hat mich das gestört, weil ich manchmal etwas verwirrt war, auf der anderen Seite haben die Komplexität und das Chaos aber dafür gesorgt, dass die Handlung unvorhersehbar wurde. Es änderte sich ständig alles, die Handlung war immer in Bewegung und die Umstände haben sich laufend verändert. Das war richtig gut gemacht, für mein Hirn nur leider einen Tick zu viel.

Fazit:
Das Buch hat mich von der ersten Seite an so mitgerissen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Obwohl die Handlung an vielen Stellen sehr politisch ist, ist die Geschichte spannend gewesen. Da Mare aus der Perspektive des Königshofs und Cameron aus der Perspektive der Scharlachroten Garde berichtet, hatte ich als Leser ein vollständiges Bild zu Ursachen, Gründen und Konsequenzen verschiedener Entwicklungen inklusive Hintergrundinformationen. Das hat mir sehr gefallen. Leider ist der Konflikt gegen Ende so komplex geworden, dass ich nicht mehr ganz folgen konnte. Zwar wurde die Handlung dadurch unvorhersehbar, aber ich war öfter verwirrt als mir lieb war. „Goldener Käfig“ bekommt daher vier Schreibfedern von mir.

https://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/07/rezension-die-farben-des-blutes.html

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Tags: fantasy, gaben   (2)
 

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(29)

56 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

contemporary, lgbtq+, lgbt, becky albertalli, unique

Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

Becky Albertalli
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Balzer & Bray/Harperteen, 07.06.2016
ISBN 9780062348685
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zur Rezension auf meinem Blog:
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/08/rezension-simon-vs-homo-sapiens-agenda.html

Klappentext:
Sixteen-year-old and not-so-openly gay Simon Spier prefers to save his drama for the school muscial. But when an email falls into the wrong hands, his secret is at risk of being thrust into the spotlight. Now Simon is actually being blackmailed: If he doesn't play wingman for class clown Martin, his sexual identity will become everyone's business. Worse, the privacy of Blue, the pen name of the boy he's been emailing with, will be jeopardized.
With some messy dynamics emerging in his once tight-knit group of friends, and his email correspondence with Blue growing more flirtatious every day, Simon's junior year has suddenly gotten all kinds of complicated. Now, change-averse Simon has to find a way to step out of his comfort zone before he's pushed out – without alienating his friends, compromising himself, or fumbling a shot at happiness with the most confusing, adorable guy he's never met.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Erster Satz:
It's a weirdly subtle conversation.
(Seite 1)

Rezension:
Das Buch hatte mich sofort. Beim Lesen des zweiten Satzes bin ich das erste Mal in schallendes Gelächter ausgebrochen. Der Humor der Geschichte hat meinen Geschmack absolut getroffen. Die Leute in der Straßenbahn haben mich bestimmt für verrückt gehalten, weil ich die ganze Zeit vor mich hin gekichert habe. Die Menschen im Bus haben mich von einem Ohr zum anderen grinsen sehen. Und das Mittagessen hat viel Zeit in Anspruch genommen, weil ich manchmal vor Lachen einfach nicht weiter essen konnte. Von Wortwitzen, Situationskomik und trockenem Humor versteht die Autorin wirklich etwas. Außerdem konnte ich das Buch, offensichtlich, nicht aus der Hand legen, bis ich es beendet habe. Selbst im Gehen musste ich weiter lesen.

Trotz dieser Menge an Humor behandelt das Buch auch ernste Themen. Immer wieder muss sich Simon damit auseinandersetzen, Dinge zu tun, die er nicht möchte, weil er erpresst wird. Auch Fragen des Coming-Outs beschäftigen ihn die ganze Zeit, denn er muss sich überlegen, ob er es jemandem erzählen möchte, wie er das am besten anstellt und in welcher Reihenfolge er Familie und Freunde einweiht. Gleichzeitig fühlt er sich zu Blue hingezogen, dessen Identität er nicht kennt, und der nicht gewillt scheint, etwas daran zu ändern. In all diese größeren und kleineren Probleme ist ganz subtil immer wieder ein bisschen Humor eingewoben, sodass es ein lebensfrohes Buch ist und keine melancholische Stimmung aufkommt.
Subtilität spielt ohnehin eine große Rolle in diesem Buch. Simon merkt es im ersten Satz selbst an und das zieht sich durch die gesamte Geschichte. Es wird viel gesagt, ohne etwas zu sagen. Die Autorin hat häufig körperliche und emotionale Reaktionen beschrieben, statt die Charaktere alles verbal ausführen zu lassen. Doch auch in diesen und anderen Beschreibungen schafft sie es, zu vermitteln, worum es geht, ohne die Dinge beim Namen nennen zu müssen. Das hat mir sehr gefallen, weil ich dadurch das Gefühl hatte, dem Buch auf einer tieferen Ebene zu folgen. Gerade bezüglich Aspekten der Intimität passten diese subtilen Ausführungen perfekt zu Simons zurückhaltendem, in gewisser Weise unschuldigen Charakter.

Am meisten hat mich jedoch ein Punkt begeistert, der mir erst gegen Ende bewusst geworden ist: Ich habe mich gemeinsam mit Simon in Blue verliebt. Im Buch wechseln sich Kapitel über Simons Leben mit Abdrucken der Mails ab, die Simon und Blue sich schicken. Da es sehr lange dauert, bis Simon herausfindet, um wen es sich bei Blue handelt (ich wusste es auch bis zum Schluss nicht), entwickelt sich die Geschichte sehr langsam. Die Mails werden langsam intimer, als die beiden Jungen sich ihre Geheimnisse anvertrauen, über die sie mit niemandem sonst sprechen können. Sie fangen vorsichtig an, miteinander zu flirten. Das überträgt sich auch auf Simons restliches Leben, denn wenn er anderen Jungen beispielsweise zulächelt, fühlt er sich als würde er Blue hintergehen. Für diese Entwicklungen, das Entstehen der Zuneigung und die Intensivierung der Gefühle hat die Autorin sich viel Zeit genommen. Das alles passiert so langsam und nebenbei am Rand, dass ich erst am Ende mitbekommen habe, dass ich mich zusammen mit Simon verliebt habe. Das war wirklich sehr schön und in realistischer Geschwindigkeit erzählt.

Fazit:
Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich es am liebsten direkt noch einmal von vorne lesen würde. Der trockene Humor, der manchmal Situationskomik, manchmal aber auch nur subtil in Simons Gedanken eingewoben ist, hat meinen Geschmack genau getroffen. Das Buch hat mich unglaublich oft zum Lachen gebracht. Außerdem hat mir gefallen, wie die Autorin Dinge umschreiben und subtil vermitteln kann, ohne immer alles beim Namen nennen zu müssen. Die Geschichte selbst entwickelt sich langsam und authentisch. Ich habe mich mit Simon in Blue verliebt, auch wenn ich bis zur Enthüllung nicht wusste, wer er war. Das hat mich absolut positiv überrascht. „Simon vs. The Homo Sapiens Agenda“ gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

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kinderbuch, roboter

Die Roboterchroniken V - Die zweite Schöpfung

Wolfgang Bellaire
Fester Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Nordfriesischer Kinderbuch Verlag, 18.09.2015
ISBN 9783944243207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Die Künstliche Intelligenz BETTY hat mit dem BioFabber den Einstieg in die industrielle Herstellung von Menschen geschafft. Sie erfindet den Homo sapiens ganz neu. Die Menschheit, die ihr dabei im Wege steht, soll an einem Killervirus zugrunde gehen. Roboterjunge Jonathan und die Wobotniks kämpfen verzweifelt um jeden Menschen, aber können sie BETTY überhaupt noch stoppen? Kann ein Impfstoff rechtzeitig hergestellt und verteilt werden? In der Wildnis Lapplands erfüllt sich ihr Schicksal und das der Kinder, die ihnen anvertraut sind. Jonathan setzt alles auf eine Karte, doch BETTYS Agenten sind ihm hart auf den Fersen ...

Einordnung:
- Die Roboter kommen (Teil 1) 
- Die Roboter auf der Flucht (Teil 2) 
- Die Roboter im Eis (Teil 3)
nach Neuauflage der gesamten Reihe sind außerdem erschienen:
- Angriff aus dem Cyberspace (Teil 4)
- Die zweite Schöpfung (Teil 5)
nach diesen Teil wird die noch nicht abgeschlossene Reihe nicht mehr fortgesetzt

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Auch der fünfte Teil der Reihe erzählt wieder eine spannende Geschichte. Jonathan ist dem Cyberspace zwar entkommen, doch auch BETTY hat die reale Welt betreten. Außerdem ist es ihr gelungen, einen 3D-Drucker zu entwickeln, der ihr vollkommen hörige Menschen produziert. Mit diesen Menschen möchte sie die Welt bevölkern, da die echte Menschheit in ihren Augen schlecht und böse ist. Sie führt Experimente durch, um diese These zu beweisen. Daraus ergibt sich die interessante Diskussion, ob Menschen grundsätzlich böse sind oder durch widrige äußere Umstände zu schrecklichen Taten bewegt werden. Denn grausame Umstände hat das Buch eine Menge zu bieten, da BETTY einen Killervirus freigesetzt hat, der nach und nach die gesamte Menschheit vernichtet, während sie jeden Versuch, ein Heilmittel zu finden, unterbindet.

BETTY ist damit eine absolut übermächtige Gegnerin, vor der es kein Entkommen gibt. Sie hat nicht eine einzige Schwäche, an der Jonathan und seine Familie, die diesmal abwechselnd die Geschichte erzählen, ansetzen könnten. Das ist für mich allerdings ein Schwachpunkt des Buches, denn so läuft es darauf hinaus, dass alle Vorhaben, alle Rebellionen und alle Fluchtversuche scheitern. Keiner der Helden hat BETTY in irgendeiner Hinsicht etwas entgegen zu setzen, sodass sie einfach (zumindest unblutig) abgeschlachtet werden. Das mag zwar realistisch sein, war als Geschichte aber nicht besonders schön zu lesen. Es waren zwar noch mehr Bücher für die Reihe geplant, in denen sich bestimmt ein Mittel gegen BETTY gefunden hätte, aber das ändert nichts daran, dass die Helden in diesem fünften Teil keinen einzigen strahlenden Moment haben. Insbesondere da gescheiterte Missionen so gut wie immer mit dem Tod des Erzählers oder der Erzählerin sowie unzähliger Menschen enden. Das fand ich deprimierend zu lesen.

Ein Punkt, den ich bei diesem letzten Teil noch ansprechen möchte, betrifft die Nebencharaktere. Im Laufe dieser Geschichte wie auch der vorherigen vier Teile werden immer wieder neue Nebencharaktere vorgestellt, teilweise sogar recht ausführlich. Aber sofern sie nicht an der Seite der Wobotniks bleiben, tauchen sie danach nie wieder auf. Beispielsweise verschwendet Jonathan nie einen Gedanken an Patrick, den Jungen, der im ersten Teil sogar der Erzähler war, obwohl die Menschheit gerade dabei ist, auszusterben. Gleiches gilt für Gabriel, einen Jungen, den Großmutter und Großvater Wobotnik in diesem Buch kennen lernen. Er wird verletzt, sie bringen ihn ins Krankenhaus und damit endet seine Geschichte. Es sind mehrere sympathische Figuren, insbesondere Kinder, vorgestellt worden in den bisherigen fünf Bänden, aber ihre Schicksale werden dann nicht mehr weiter verfolgt und nicht wieder aufgegriffen. Die Handlungsfäden verlaufen einfach ins Nichts. Das finde ich schade, denn die Protagonisten sind in meinen Augen nicht die einzigen wichtigen Charaktere einer Geschichte.

Fazit:
Der fünfte Teil der Roboter-Chroniken hat die Handlung wieder interessant weitergeführt. Der Kampf im Cyberspace aus dem vierten Band hat sich in die echte Welt verlagert. BETTY vernichtet nach und nach die Menschheit, während sie gleichzeitig industriell neue Menschen produziert. Dagegen sind die Wobotniks leider vollkommen machtlos. Sie erleiden in diesem Buch nur Fehlschläge, sterben gemeinsam mit unzähligen Menschen und haben generell keinen einzigen Erfolgsmoment. Das war echt deprimierend zu lesen. Außerdem tauchen auch in diesem Buch wieder neue Nebencharaktere auf, deren Handlungsfäden einfach ins Leere laufen. Insgesamt vergebe ich an „Die Roboter-Chroniken V – Die zweite Schöpfung“ trotz der Schwächen für die interessante Geschichte drei Schreibfedern.

http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/06/rezension-die-roboterchroniken-v-die.html

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fantasy, nemesis, liebe, romantasy, anna banks

Nemesis - Geliebter Feind

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2017
ISBN 9783570311424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen König Tarik. Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten?

Einordnung:
- Geliebter Feind (Teil 1)
- Ally (Teil 2, dt. unbekannt)

Rezension:
Das Buch hat mich in allen Aspekten positiv überrascht, denn der Titel und insbesondere der Klappentext klingen viel schlimmer als das Buch ist. Ich war eingestellt auf ein typisches Jugendbuch mit allen gängigen Klischees. Der Klappentext beschreibt die Geschichte als wäre die Protagonistin etwas ganz Besonderes, als würde ein konstruierter „Zufall“ auf den anderen folgen und als entstünde eine unglaubwürdige Liebe auf den ersten Blick, sodass das Buch nur aus Schmachten und Herzchenaugen besteht. Letztendlich bekommen habe ich aber eine interessante, spannende Handlung, authentische Entwicklungen und eine schöne, langsame, nur im Hintergrund stattfindende Liebesgeschichte. Das Buch lohnt sich also auch für Leser, die die immer gleichen Klischees in Jugendbüchern satt haben. Der Klappentext behauptet, dass Buch würde diese bedienen, tatsächlich tut die Handlung das aber nicht.

Nichtsdestotrotz habe ich mich mit dem Anfang des Buches etwas schwer getan. Insbesondere das erste Kapitel war eine wahre Begriffsschlacht, da Sepora, die dieses Kapitel erzählt, geradezu mit Namen für Königreiche, Städte, Völker, Tiere und andere Dinge um sich wirft. Diese Begriffe werden dabei auch nicht sofort erklärt, sondern erschließen sich erst im Laufe der Handlung, sodass es mir anfangs schwer fiel, die Wörter auseinander zu halten.
Trotz dieser wenigen direkten Erklärungen zieht sich die Einleitung in die Geschichte. Es vergehen dutzende Seiten, in denen von Seporas recht ereignisloser Flucht berichtet wird, und noch einige Dutzend mehr, in denen Tarik bei seinen Aufgaben als König über die Schulter geschaut wird, bevor die Handlung endlich richtig anläuft.
Außerdem war ich anfangs etwas verwirrt, weil die Geschichte abwechselnd von Sepora und Tarik erzählt wird, in beiden Handlungssträngen die Zeit aber in unterschiedlicher Geschwindigkeit zu vergehen scheint. Nur wenige Tage bei Sepora müssten mehreren Wochen bei Tarik entsprechen, weil die Entwicklungen kaum alle in diese Zeitspanne passen. Nachdem ich diese Schwierigkeiten aber überwunden hatte, hat mir der Rest der Geschichte sehr gut gefallen.

Den meisten Gefallen habe ich tatsächlich an der Liebesgeschichte gefunden. Sie entwickelt sich langsam, authentisch und nicht ohne Hürden. Sowohl für Sepora als auch für Tarik stellt sich die Frage, ob sie bereit sind, ihre Pflichten zu vernachlässigen, um ihren Gefühlen nachzugeben. Unabhängig und unkonventionell wie sie sind, versuchen sie beide, beides unter einen Hut zu bringen. Dabei wird nur die Handlung geschildert, die auch tatsächlich etwas zur Entwicklung der Geschichte beiträgt, natürlich verbunden mit Gedanken und Gefühlen der erzählenden Person. Ansonsten findet die Liebesgeschichte aber eher im Hintergrund statt. Sie ist ein zentraler Baustein der Geschichte, aber seitenlanges Schmachten oder unendliche Wiederholungen der gleichen Kuss- oder Kuschelszenen gibt es nicht. Dadurch war das Buch sehr angenehm zu lesen. Außerdem war damit genug Platz, die Handlung so auszuarbeiten, dass sie absolut sinnvoll ist und sich aus sich selbst heraus immer weiterentwickelt, ohne dass konstruierte Zufälle nötig sind.

Dass mir die Liebesgeschichte so gefallen hat, liegt aber zum Teil auch an den Charakteren, die mir beide wirklich zugesagt habe. Sepora ist dickköpfig, selbstbewusst und frech, was sie zu einer sehr sympathischen und sehr starken Figur macht. Außerdem lebt sie nach der Überzeugung, dass sie nur sich selbst Rechenschaft schuldig ist, und will sich nicht instrumentalisieren lassen. Das macht die Handlung spannend, denn einfache Lösungen für viele Probleme sind damit ausgeschlossen. Auch Tarik ist mir sehr sympathisch, denn er ist ein einfühlsamer, aufgeschlossener und volksnaher König. Immer wieder schleicht er sich in Dienstbotenkleidung aus dem Schloss, um unerkannt Zeit mit seinem Volk zu verbringen. Er regiert, wie er selbst sagt, mit harter Hand und weichem Herzen. Das bringt ihn oft in moralische Schwierigkeiten, aber er denkt erfrischend unkonventionell, sodass er für alle Probleme eine möglichst optimale Lösung findet. Dadurch konnte mich die Handlung mehrmals überraschen.

Fazit:
Das Buch ist ganz anders - besser! - als der Klappentext es ankündigt. Zwar fiel mir der Einstieg schwer, weil ohne Erklärungen viele unbekannte Begriffe genannt werden und die Einleitung sich etwas zieht, aber als die Handlung einmal angelaufen war, hat sie mir sehr gut gefallen. Besonders die Liebesgeschichte fand ich schön, weil sie sich langsam, authentisch und fast ohne konkrete Szenen eher im Hintergrund entwickelt. Dadurch ist viel Platz für die Handlung, die ausgearbeitet und stringent ist. Außerdem habe ich Gefallen an beiden Erzählern gefunden, die stark, selbstbewusst, warmherzig und unkonventionell sind. „Nemesis – Geliebter Feind“ hat mich in fast allen Belangen positiv überrascht und bekommt dafür vier Schreibfedern.

http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/06/rezension-nemesis-geliebter-feind-anna.html

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science-fiction, kimslr, homosexualität

The Love Interest

Cale Dietrich
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 16.05.2017
ISBN 9781250107138
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
There is a secret organization that cultivates teenage spies. The agents are called Love Interests because getting close with people destined for great power means obtaining valuable secrets.
Caden is a Nice: the boy next door, sculpted to physical perfection. Dylan is a Bad: the brooding, dark-souled guy who is dangerously handsome. The girl they are competing for is important to the organization, and each boy will pursue her. Will she choose the Nice or the Bad?
Both Caden and Dylan are living in the outside world for the first time. They are well-trained and at the top of their game. They have to be – whoever the girl doesn't choose will die. What the boys don't expect are feelings that are outside of their training. Feelings that could kill them both.

Einordnung:

Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Ein Buch mit einem Liebesdreieck, bei dem die beiden Jungs das Mädchen ignorieren und sich stattdessen füreinander interessieren – wie cool ist das denn bitte?! Ich dachte bisher, solche Bücher würden nicht existieren. Dann bin ich über „The Love Interest“ gestolpert und es ist einfach perfekt! Die Idee, die Umsetzung, die Geschichte, die Charaktere – ich bin absolut begeistert von diesem tollen Buch und kann es jedem nur ans Herz legen, der keine Lust mehr auf die immer gleichen klischeehaften Liebesdreiecke in Jugendbüchern hat.

Meine Begeisterung erstreckt sich jedoch auch auf den Rest des Buches. Allein die Konzeption der Geschichte ist schon total spannend. In einem geheimen Labor werden Jugendliche darauf trainiert, alle Dinge zu wissen und zu beherrschen, die relevant sein könnten, um dafür zu sorgen, dass ihr Chosen sich später in sie verliebt. Dazu zählen viel körperliches Training für definierte Muskeln, Übungsstunden zum Küssen und Vorträge darüber, dass verletzte Männer heiß sind. Zusätzlich werden die Jugendlichen mit einer Geschichte und einer Persönlichkeit ausgestattet, die sie entweder zu einem Nice, dem sympathischen, lieben, treuen und fürsorglichen Jungen von nebenan, oder zu einem Bad, dem harten Kerl mit weichem Kern und tragischer Vergangenheit, machen. Das sind alles absolute Klischees, die aber in mehr Büchern vorkommen als mir lieb ist. „The Love Interest“ bricht aber mit diesen Klischees, nach denen die geheime Organisation die Jugendlichen formt, indem ziemlich schnell deutlich wird, dass Caden, der Erzähler, sich weder perfekt noch nett fühlt. Der Nice ist eine Rolle, die er spielen muss, während er rebellischen Gedanken nachhängt, heimlich ungesunde Lebensmittel isst und eine Lüge nach der anderen spinnt. Das macht die Geschichte unglaublich authentisch.

Mitgerissen haben mich auch die Charaktere. Ich finde sowohl Caden, den Erzähler, als auch Dyl, seinen Kontrahenden, als auch Juliet, das Mädchen, um das sie konkurrieren, sehr sympathisch. Deshalb wäre ich tatsächlich mit allen möglichen Beziehungen, die sich aus diesem Liebesdreieck hätten ergeben können, einverstanden gewesen. Das ist mir noch nie passiert. Nichtsdestotrotz war das Buch in dieser Hinsicht sehr lange sehr spannend. Denn außer dass Caden romantische Gefühle für Dyl entwickelt statt für Juliet, ist ihm genau wie dem Leser fast bis zum Schluss alles andere unklar. Da nie aus Dyls Perspektive berichtet wird, kann über seine Gefühlswelt nur spekuliert werden. Denn obwohl er Caden zu mögen scheint, befinden sie sich trotzdem in einem tödlichen Wettstreit. In dieser festgefahrenen Situation sind alle Lösungen möglich. Da das Buch außerdem in erster Linie als Science Fiction deklariert ist und nicht als Gay Romance, lässt auch das Genre keinen Schluss darüber zu, wie die Geschichte wahrscheinlich enden wird. Es hat mich einerseits ganz verrückt gemacht, keinen Ausweg zu wissen, und andererseits extrem durch die Seiten getrieben, um zu erfahren, wie das Buch denn nun tatsächlich endet.

Je mehr sich die Geschichte der finalen Auflösung näherte, desto spannender und dramatischer ist sie geworden. Es scheint tatsächlich keinen Ausweg zu geben, aber irgendeinen Ausgang muss der Wettbewerb ja haben, also habe ich im Grunde nur noch darauf gewartet, dass alles explodiert. Während Caden immer verzweifelter nach einer Lösung für diese vertrackte Situation sucht und Juliet keine Ahnung davon hat, dass sie dabei ist, jemanden zu töten, offenbaren sich nach und nach auch Dyls Motive. In den letzten Kapiteln hat die Geschichte mein Herz durch mehrfache überraschende Wendungen abwechselnd erwärmt und gebrochen. In diesem riesigen System aus Lügen, Verrat, Schauspielerei und Geheimnissen ergab sich dann immer irgendwo noch eine neue Entwicklung oder Offenbarung, die die ganze Situation wieder über den Haufen geworfen hat. Das Buch hat mich am Ende wirklich fertig gemacht. Insbesondere, da ich mich inzwischen so sehr mit Caden identifiziert hatte, dass es mir nicht mehr gelungen ist, die Bahnen seiner Gedanken zu verlassen und eigene Überlegungen anzustellen. So bin ich jedes Mal mit ihm auf alles hereingefallen, als die verzweifelte Situation sich zu einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle entwickelt hat.

Fazit:
Ich liebe dieses Buch. Es hat all meine Wünsche erfüllt. Es ist eine tolle Alternative zu den langweiligen, klischeehaften Liebesdreiecken. Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass das Buch auf einer gewissen Metaebene auch an anderen nervigen Klischees aus Jugendbüchern Kritik übt, unter anderem an den perfekten Charakteren und der ständigen Auseinandersetzung Good Boy vs. Bad Boy. Zudem sind mir überraschenderweise alle drei Charaktere des Liebesdreiecks sehr sympathisch. Darüber hinaus ist auch noch die Geschichte spannend, die Konzeption der Science-Fiction-Welt unglaublich interessant und die Handlung bis zum Schluss unvorhersehbar. „The Love Interest“ ist ein geniales Jugendbuch, das all meine Wünsche erfüllt hat und dafür natürlich alle fünf Schreibfedern bekommt.

http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/06/rezension-love-interest-cale-dietrich.html

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