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402 Bücher, 185 Rezensionen

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387 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

daemon, lux, oblivion, katy, liebe

Oblivion - Lichtflüstern

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 10.01.2017
ISBN 9783551583581
Genre: Jugendbuch

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73 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

dritter band, trilogie, cypress creek, spannung, nightmares!

Nightmares! - Die Stunde der Ungeheuer

Jason Segel , Kirsten Miller , Simone Wiemken
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791519494
Genre: Kinderbuch

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

freundschaft, liebe, jugendbuch, creative writing, buffy

A Little Something Different

Sandy Hall
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Macmillan Children's Books, 28.08.2014
ISBN 9781447276845
Genre: Sonstiges

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596 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 159 Rezensionen

nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

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172 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, eine Welt zu retten, die längst verloren scheint. Sie sind die Zukunft der Menschheit und ihre einzige Hoffnung. Das glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von geheimen Allianzen, schockierenden Geheimnissen und unverzeihlichen Lügen. Sie wissen nur, dass sie von ANGST auf die erste Phase des Experiments vorbereitet werden. Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt der Verrat an Thomas.

Einordnung:
- Kill Order (Prequel) 
- Phase Null (Sequel zum Prequel und Prequel zur Trilogie)
- Im Labyrinth (Teil 1) 
- In der Brandwüste (Teil 2) 
- In der Todeszone (Teil 3) 
Hinweis: Die Einordnung erfolgt anhand der inhaltlichen Chronologie. Da die beiden Prequels jedoch Spoiler zur Trilogie erhalten, empfehle ich Trilogie – Kill Order – Phase Null als Lesereihenfolge.

Rezension:
Kann Spoiler zur Trilogie und zu Kill Order enthalten!

Das Buch, das zeitlich genau die Lücke zwischen dem Epilog aus „Kill Order“ und dem ersten Kapitel aus „Im Labyrinth“ füllt, wird von Thomas erzählt. Es beginnt Ende des Jahres 221, zwei Tage nachdem der fünfjährige Thomas von ANGST abgeholt wurde, und endet am Neujahrstag im Jahr 232, als der dann Fünfzehnjährige ins Labyrinth geschickt wird. Damit erzählt er über einen Zeitraum von zehn Jahren. Allerdings klingt er dabei immer gleich, also von Anfang an wie ein Teenager. Deshalb musste ich tatsächlich jedes Mal die Datumsangabe am Anfang des Kapitels lesen und mir überlegen, wie alt Thomas denn jetzt gerade ist. Denn die Unterschiede bezüglich Satzlänge, Satzverschachtelung und Vokabular sowie logischen Schlussfolgerungen und emotionalem Ausdruck, die ich zwischen einem Fünfjährigen und einem Fünfzehnjährigen erwarten würde, waren für mich absolut nicht ersichtlich.

Dass über einen so großen Zeitraum berichtet wird, zerpflückt außerdem die Handlung ziemlich, weil es nur selten vorkommt, dass aufeinander folgende Kapitel dieselbe Szene beschreiben. Meist finden zwischen den Kapitel Zeitsprünge von mehreren Wochen bis hin zu Jahren statt. Anfangs, als Thomas jeden Tag isoliert von anderen Kindern in seinem Zimmer und beim Unterricht oder beim Arzt verbringt, dachte ich noch, dass das eine gute Methode ist, einen Einblick in Thomas Leben zu geben, ohne den Leser zu langweilen. Allerdings ändert sich dieser Stil bis zum Schluss nicht. Bis zum Ende wird zwischen den Kapitel mal mehr, mal weniger Zeit übersprungen. Da die Kapitel außerdem ziemlich kurz sind (im Schnitt weniger als sieben Seiten), kam in den einzelnen Szenen weder Spannung noch Gefühl auf. Immer, wenn ich gerade soweit war, mich emotional auf das Erleben der Charaktere einzulassen, war das Kapitel schon wieder zu Ende Und das folgende Kapitel begann so gut wie immer mit groben Zusammenfassungen wie „Die vergangene Woche war die längste seines Lebens gewesen.“ (S. 76) oder „Fast ein Jahr war vergangen, seit (...)“ (S. 154). Solche Formulierungen sind optimal, um den Spannungsbogen zu brechen, aber nicht, um ihn aufrecht zu erhalten. Schlussendlich ist das Buch dadurch manchmal regelrecht langweilig gewesen.

Allein auf der sachlichen Informationsebene hat mir das Buch ganz gut gefallen. Zwar gibt es keine größeren Wendungen oder Überraschungen, da die Hintergrundgeschichte und der Weg der Charaktere ins Labyrinth eigentlich schon aus der Trilogie bekannt sind. Nichtsdestotrotz war es eine nette Auffrischung, noch mal auf einige Zusammenhänge hingewiesen zu werden, die Figuren ins Gedächtnis gerufen zu bekommen und hautnah die ganze Skrupellosigkeit von ANGST mitzuerleben. Viel mehr als mich in meiner Meinung zu den Charakteren zu bestärken, hat das Buch allerdings nicht gebracht.

Fazit:
Das Buch schildert aus Thomas‘ Perspektive die Handlung der zehn Jahren, die zwischen „Kill Order“ und der Trilogie liegen. Allerdings wird aus dem Erzählstil nicht deutlich, dass er zu Beginn fünf und zum Schluss fünfzehn Jahre alt ist, weil die Gedanken und Formulierungen immer gleich sind. Er macht keine sichtbare Entwicklung durch. Außerdem zerpflücken viele Zeitsprünge die gesamte Handlung. Jedes Kapitel ist eine abgehackte Szene, in der weder Spannung noch Gefühl aufkommen. Auf der Informationsebene war das Buch aber eine schöne Auffrischung der Ereignisse aus der Trilogie und hat mich in meiner Meinung bezüglich der Charaktere bestärkt. Als Fan der Reihe vergebe ich für das Wachrufen schöner Erinnerungen an das ansonsten langweilige Buch „Phase Null“ drei Schreibfedern.

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Tags: dystopie, science-fiction   (2)
 

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(14)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

homosexualität, wes, jamie, elle & sarina, ryan wesley

Us - Du und ich für immer

Sarina Bowen , Elle Kennedy
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX.digital, 12.01.2017
ISBN 9783736303867
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Ryans und Jamies gemeinsames Glück droht wie eine Seifenblase zu zerplatzen, als Ryans Teamkollege in das Apartment über ihnen einzieht. Jetzt könnte auffliegen, dass sie ein Paar und bis über beide Ohren ineinander verliebt sind. Denn eins ist sicher: Sollten die Medien erfahren, dass Ryan Wesley – aufstrebender Star der National Hockey League und Liebling der Fans – schwul ist, wird das seine Karriere zerstören. Und plötzlich steht Wes vor der schwersten Entscheidung seines Lebens ...

Einordnung:
- Him: Mit ihm allein (Teil 1)
- Us: Du und ich für immer (Teil 2)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Nachdem ich den ersten Band der Reihe verschlungen habe, musste der zweite Teil auch direkt bei mir einziehen. Innerhalb eines Tages habe ich das Buch inhaliert. Es hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der erste Teil, weil alle positiven Aspekte weiter ausgebaut wurden und mein Kritikpunkt hier kaum zum Tragen kam, denn besonders viel Sex haben die beiden Protagonisten in diesem Teil nicht. Außerdem habe ich jetzt das dringende Bedürfnis, mir mal ein Eishockeyspiel anzusehen.

Dieses Buch war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Obwohl Jamie und Wes geplant haben, wie es mit ihrem Leben weiter gehen soll, stellt sich das alles als nicht ganz so einfach heraus. Bis zum Ende der ersten Saison will Wes mit seinem Outing warten, um vielleicht bis dahin so viel Fuß gefasst zu haben, dass seine Karriere keinen größeren Schaden nimmt. Doch das bedeutet auch, dass er sich ständig zwischen seinen Teamkameraden und Jamie entscheiden muss, wenn es um die Planung abendlicher Aktivitäten geht. Außerdem sehen sie sich ohnehin nicht mehr besonders häufig, denn Wes‘ Spiele, für die er quer durch Kanada und die USA reisen muss, überschneiden sich häufig mit der Zeit, in der Jamies Mannschaft ausnahmsweise mal kein Spiel hat – und andersherum. Darüber hinaus trainiert Jamie sechzehnjährige Teenager, die morgens um 6.30 Uhr noch vor der Schule zur ersten Trainingseinheit anrücken, sodass er abends immer früh ins Bett geht, während Wes oftmals erst spät am Abend nach Hause kommt und dafür bis in den Vormittag schläft. Allein zu lesen, wie sie sich die Türklinke oft nur in die Hand geben, hat mich schon ganz verrückt gemacht. Da kamen Jamie und Wes deutlich besser mit der Situation zu Recht.
Aber gleichzeitig merkt Wes, dass eine Profikarriere im Eishockey tatsächlich sein Lebenstraum ist. Für diesen Traum gibt er alles, auch wenn er versucht, Karriere und Beziehung unter einen Hut zu bringen. So leidenschaftlich, wie Wes vom Eishockey berichtet, konnte ich ihn da absolut nachvollziehen. Jedes Mal, wenn nach einem Tor oder einem Sieg oder einem Lob das Adrenalin durch seine Adern gerauscht ist, dann konnte ich das auch spüren und war stolz auf ihn. Diese Freude war wirklich mitreißend.
Auf der anderen Seite berichtet aber gleichzeitig Jamie von Schwierigkeiten in seinem Beruf als Coach und von den Zweifeln, die ihm bezüglich Wes kommen. Für ihn ist es nicht leicht, ihre Beziehung geheim zu halten. Gerade wenn sie sich zufällig in der Öffentlichkeit treffen und so tun müssen als wären sie nur Mitbewohner, wird seine Verzweiflung sehr deutlich. Ich habe mit ihm gelitten, als sich nach und nach seine Probleme mit Wes, seine Schwierigkeiten im Job, das ungewohnt ungemütliche Klima und die Tatsache, dass er keinerlei Freunde in Toronto hat, vor ihm aufgetürmt haben. Er braucht dieses Outing genauso sehr wie Wes es gar nicht gebrauchen kann. Dass ich beide Perspektiven gleichermaßen nachvollziehen konnte, war wirklich herzzerreißend.

Gott sei Dank ist das Buch aber nicht nur dramatisch und düster, denn es gibt auch viele witzigen Szenen. Beinahe immer daran beteiligt ist Wes‘ Teamkollege Blake, der ins gleiche Haus zieht, überhaupt keinen Respekt vor Privatsphäre hat und zudem dermaßen taktlos ist, dass mir manchmal der Mund offen stehen geblieben ist. Ständig platzt er zu Wes und Jamie in die Wohnung, für die er sich einfach so einen Zweitschlüssel hat anfertigen lassen, okkupiert ihren Fernseher und plündert ihren Kühlschrank. Mehrfach stört er dabei die romantische Zweisamkeit und belastet die Beziehung der beiden noch mehr. Doch wie schon Jamie und Wes hatte auch ich meine Probleme, ihm böse zu sein. Obwohl sein Verhalten und seine ganze Art darauf ausgelegt sind, nervtötend zu sein, ist er so loyal, kindlich begeistert und hoffnungslos gutherzig, dass ich ihn einfach mögen musste. Ab dem Moment, in dem mir das klar wurde, bin ich jedes Mal in prustendes Gelächter ausgebrochen, wenn er ungestüm durch die Tür gerauscht kam.
Das gilt übrigens nicht nur für Blake, sondern auch für viele andere Teamkameraden. Oftmals benehmen sie sich einfach wie übergroße Kinder mit viel zu viel Energie. Das macht sie sehr liebenswert und führt zu der einen oder anderen witzigen Situation. Trotzdem zeigen sie in den richtigen Momenten, dass sie reife, erwachsene Männer sind. Ihr Umgangston ist häufig ziemlich rau, aber sie stellen immer sicher, dass die Botschaften, die hinter den wüsten Ausdrücken stecken, auch wirklich ankommen. Und sie sind ein so selbstbewusst und selbstverständlich loyaler Haufen, dass es jedes Mal herzerwärmend war, von ihnen zu lesen.

Fazit:
Für die Rezension über dieses Buch nachzudenken, hat mich so begeistert, dass ich es direkt noch einmal lesen könnte. Ich bin wirklich hin und weg. Das Buch war eine Berg- und Talfahrt für die Emotionen. Wes‘ unbändige Freude am Eishockey ist jedes Mal zu spüren, wenn er das Eis betritt. Gleichzeitig habe ich mit Jamie gelitten, weil sein Leben längst nicht so verlaufen ist wie geplant. Dass ich beide Positionen nachvollziehen, aber keine Lösung sehen konnte, war wirklich herzzerreißend. Mit Wes‘ Teamkollegen hat das Buch außerdem aber auch noch jede Menge Witz. Insbesondere der Kindskopf Blake hat mich Tränen lachen lassen. Doch auch die anderen sind so schrecklich loyal, charmant und gutherzig, dass Szenen mit ihnen mich wirklich berührt haben. „Us – Du und ich für immer“ wird mir noch lange im Kopf bleiben und bekommt dafür definitiv alle fünf Schreibfedern.

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Tags: eishockey, homosexualität, sport   (3)
 

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168 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 80 Rezensionen

alchemie, london, code, jugendbuch, rätsel

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423761482
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

eishockey, him, sex, erotik, gay romance

Him - Mit ihm allein

Sarina Bowen , Elle Kennedy
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.09.2016
ISBN 9783736302518
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
Zwei Dinge weiß Jamie ganz sicher: Erstens, er wird nach dem College professionell Eishockey spielen. Und zweitens, er steht auf Frauen. Daran hat auch die heiße Nacht, die er damals im Trainingscamp mit seinem besten Freund Wes verbrachte, nichts geändert. Doch dann stehen sich die beiden nach vier Jahren plötzlich wieder gegenüber. Und Jamie muss feststellen, dass die Gefühle, die Wes in ihm hervorruft, alles andere als freundschaftlich sind ...

Einordnung:

- Him: Mit ihm allein (Teil 1)
- Us: Du und ich für immer (Teil 2)

Rezension:

Von Eishockey habe ich überhaupt keine Ahnung. Normalerweise ist Fußball eher mein Gebiet, wenn es um schwule Romanzen im Sport geht. Dank Lisa, die ein ziemlich gutes Gespür hat für Gay Romances, die mir gefallen könnten, ist das Buch trotzdem auf meiner Liste gelandet. Und nachdem ich die überwältigten, euphorischen Kommentare von Tina (von Bookaholics https://martinabookaholic.wordpress.com/) auf Goodreads verfolgt habe, lag das Buch ganz schnell auf meinem Nachttisch. Fast genauso schnell war es dort wieder verschwunden, weil ich es nach zwei Tagen schon durch hatte. Das Buch war so mitreißend, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Zweimal habe ich bis mitten in der Nacht gelesen, weil aus „nur noch ein Kapitel“ schnell um die hundert Seiten geworden sind. Es hat sich also absolut gelohnt!

Erzählt wird die Geschichte, anders als im Klappentext dargestellt, nicht nur von Jamie, sondern auch von seinem ehemaligen besten Freund Wes. Beide sind gerade dabei, das College zu beenden und anschließend eine Profikarriere im Eishockey anzustreben. Seit vier Jahren hatten sie keinen Kontakt mehr, doch zum Halbfinale um die Collegemeisterschaft stehen sie sich plötzlich wieder gegenüber. Da ist natürlich mehr als vorhersehbar, dass es zwischen ihnen ordentlich knistern wird, aber das macht die Geschichte nicht weniger spannend und interessant. Da Jamie der festen Überzeugung ist, heterosexuell zu sein (eine Überzeugung, die Wes teilt), war ich gespannt darauf, wie er erkennt, dass dem offensichtlich nicht so ist. Den Weg dorthin haben die Autorinnen sehr authentisch und nachvollziehbar gestaltet. Mehrfach wird Jamies Verwirrung deutlich und er probiert verschiedene Dinge aus, um zu verstehen, was mit ihm und seinem Körper los ist. Einen riesigen Pluspunkt hat die Geschichte bei mir gesammelt, als Jamie zum Schluss kommt, dass er doch nicht ausschließlich an Frauen interessiert und damit wohl bisexuell ist und nicht bloß „gay for you“. Mit dieser Erfindung des Gay Romance Genres, dass ein Mann nur für einen einzigen anderen Mann kurz aufhört, heterosexuell zu sein, kann ich nämlich überhaupt nichts anfangen.

In diesem Zusammenhang hat mir auch wunderbar gefallen, dass das Buch auf übertriebene Dramen verzichtet und damit ganz anders ist als ich es erwartet hatte. Das beginnt damit, dass Jamie selbst sagt, dass er geschockt ist, wie wenig geschockt er von der Feststellung ist, dass er bisexuell ist. Er akzeptiert diese Tatsache und sich selbst als vollkommen normal und sieht keinen Grund, da eine große Sache draus zu machen. Ähnliche Reaktionen gibt es auch von anderen Charakteren, die geradezu prädestiniert für homophobe Kommentare sind, immerhin spielt die Geschichte am Rande des Profisports und Jamies Familie will auch informiert werden. Es ist wunderbar erfrischend, dass die beiden Protagonisten selbst die Dramatik und die Traurigkeit in die Geschichte bringen und keine außenstehenden Figuren dafür herhalten müssen.

Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch nicht ganz in den Himmel loben, denn so schön und mitreißend der Schreibstil auch war, in den intimeren Szenen hat mich die Wortwahl besonders zu Beginn völlig aus dem Lesefluss gerissen. An Formulierungen wie „Schwanz“ und „Eier“ bin ich aus anderen Büchern gewöhnt, diese Wortwahl scheint fast schon normal zu sein. Dagegen habe ich „Leck mich“ in diesem Zusammenhang noch nie gelesen und insbesondere beim Wort „Pussy“ war es dann jedes Mal vorbei. Daran konnte ich mich bis zum Schluss nicht gewöhnen.
Außerdem ist die Geschichte irgendwann ein bisschen sehr sexlastig geworden. Ich weiß, dass das Buch ins Genre Erotik eingeordnet ist und dass Sex da auch dazu gehört und habe auch kein Problem damit. Aber wenn der zehnte Blowjob bis ins letzte Detail beschrieben wird, fange ich irgendwann an, die Seiten nur noch zu überfliegen. Mehr Abwechslung im Bett oder weniger explizite Beschreibungen hätten mir da besser gefallen.

Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist mitreißend, sodass ich zweimal bis mitten in der Nacht gelesen habe. Jamie und Wes, die Erzähler, sind sehr sympathisch und machen eine authentische Entwicklung durch. Insbesondere Jamies Weg zu Feststellung, dass er bisexuell ist, ist nachvollziehbar beleuchtet. Außerdem konnte das Buch mich mehrfach überraschen, da die großen Dramen ausbleiben. Die Protagonisten selbst sorgen für die Dramatik, sodass die anderen Charaktere sich nicht klischeehaft verhalten müssen. Lediglich die immer gleiche Beschreibung der immer gleichen Sexszenen ist mir irgendwann zu langweilig geworden. Insgesamt bekommt „Him – Mit ihm allein“ daher vier Schreibfedern.
http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/02/rezension-him-mit-ihm-allein-sarina.html

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Tags: eishockey, homosexualität, profisport   (3)
 

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162 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

angelfall, engel, susan ee, raffe, familie

Angelfall - Tage der Dunkelheit

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453317482
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?

Einordnung:
- Nacht ohne Morgen (Teil 1)
- Tage der Dunkelheit (Teil 2)
- End of Days (Teil 3, dt. unbekannt)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Das Buch macht genau an der Stelle weiter, an der der erste Band aufgehört hat. Penryn ist nach dem Stich des Skorpions noch immer gelähmt, aber alle halten sie für tot. Trotzdem nimmt der Widerstand sie mit ins neue Camp. Schon auf dem Weg dorthin löst sich die Lähmung allmählich, sodass Penryn wieder handlungsfähig ist. Das ist auch dringend notwendig, denn die Geschichte geht direkt rasant weiter ohne viel Zeit, die bisherigen Geschehnisse zu verarbeiten. Das Buch lässt keine Minute Zeit zum Durchatmen, denn schließlich herrscht auf der Erde Krieg. Die größten Schwierigkeiten bereitet Penryn allerdings ihre entstellte kleine Schwester, vor der sich alle gruseln und die nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich nicht mehr dieselbe ist. Auch Penryn fechtet in ihrer Nähe ständig einen inneren Kampf aus, denn obwohl Paige noch immer ihre geliebte kleine Schwester ist, bringt sie es weder über sich, sie anzusehen noch sie anzufassen. Dadurch, dass selbst die starken Familienbunde aus dem ersten Teil nicht mehr wirklich existieren, wird die Atmosphäre des Buches noch ein wenig düsterer.

Überhaupt ist es in diesem Band hauptsächlich die Atmosphäre, die mich mitgerissen hat, denn so sehr viel Handlung gibt es nicht, abgesehen vom rasanten Ende. Zwar geht der Überlebenskampf weiter, Paige verschwindet erneut und es gibt mehrere Scharmützel mit Engeln, Skorpionen und auch Menschen, aber insgesamt verbringt Penryn viel Zeit damit, einfach nur zu leben. Das ist jedoch keinesfalls langweilig, denn auch wenn gerade kein Angriff des Feindes erfolgt, ist das normale Alltagsleben geprägt von atemlosem Warten darauf, dass es wieder beginnt. Die Szenen mit Penryns Familie sind gleichermaßen emotional wie unheimlich. Und unterbrochen wird die Beschreibung der Gegenwart immer wieder durch Erinnerungen, die Raffes Schwert mit Penryn teilt. Dadurch gibt es nicht nur mehr Informationen über Raffe, sondern es wird auch seine innige Verbindung mit dem Schwert deutlich. Auch Penryns eigene Beziehung zum Schwert wird immer stärker und der vorsichtige Austausch von Gefühlen war irgendwie berührend. Das alles wird so intensiv geschildert und baut eine so spannungsgeladene Atmosphäre auf, dass ich bis mitten in der Nacht gelesen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte.

Neben Penryns Beziehung zu dem Schwert hat mir auch ihre Beziehung zu Raffe unheimlich gut gefallen. Sie denkt immer mal wieder zwischendurch an ihn und gestattet sich manchmal, einfach nur ein 17jähriges Mädchen zu sein. Aber generell ist sie so damit beschäftigt, zu überleben und ihre Schwester zu finden, dass für Raffe kaum Platz in ihrem Kopf ist. Da dieser Penryn für tot hält und sie dementsprechend auch nicht sucht, dauert es mehr als 300 Seiten, bis sie sich das erste Mal wieder über den Weg laufen. Zuvor taucht er nur in den Erinnerungen seines Schwertes auf. Diese Erinnerungsfetzen, die hin und wieder eingeschoben wurden, ohne dass er im Buch tatsächlich mal aktiv aufgetaucht wäre, haben in mir tatsächlich so etwas wie Sehnsucht entfacht. Zum Schluss, kurz bevor sie sich wiedersehen, habe ich ihn tatsächlich mehr vermisst als Penryn. Es ist mir in meiner ganzen Leserlaufbahn noch nie passiert, dass ich selbst den Kerl mehr vermisst habe als die Protagonistin. Aber dieses Buch hat es geschafft und davon bin ich noch immer beeindruckt.

Fazit:
Das Buch macht an der Stelle weiter, an der der vorherige Band aufgehört hat. Der nahtlose Übergang macht den Einstieg in die Geschichte leicht. Außerdem ist das Buch von der ersten Seite an spannend, auch wenn die Handlung erst gegen Ende richtig in Schwung kommt. Dafür ist bis zu diesem Punkt die Atmosphäre umso mitreißender. Egal, womit sich Penryn beschäftigt, alles ist unglaublich intensiv geschrieben. Und selbst bei Alltagsaktivitäten herrscht das atemlose Warten auf die Katastrophe. Dazwischen baut Penryn langsam eine berührende Beziehung zu Raffes Schwert auf und seine beiläufigen Erwähnungen haben mich sehnsüchtiger auf ihn warten lassen als Penryn. „Angelfall – Tage der Dunkelheit“ konnte mich absolut überzeugen und bekommt dafür fünf Schreibfedern. 

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Tags: dystopie, engel, science-fiction   (3)
 

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772 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 64 Rezensionen

magie, fantasy, skulduggery pleasant, skelett, derek landy

Skulduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand

Derek Landy , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.02.2011
ISBN 9783785572689
Genre: Jugendbuch

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(229)

590 Bibliotheken, 21 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

schattenjäger, codex, dämonen, fantasy, chroniken der unterwelt

Der Schattenjäger-Codex - Chroniken der Unterwelt

Cassandra Clare , Joshua Lewis , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.03.2014
ISBN 9783401069814
Genre: Jugendbuch

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226 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, isabelle, clary, dämonen

Die Legenden der Schattenjäger-Akademie

Cassandra Clare , Cassandra Clare , Maureen Johnson , Robin Wasserman
Fester Einband: 840 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.11.2016
ISBN 9783401601472
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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243 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

wüste, fantasy, alwyn hamilton, liebe, jugendbuch

AMANI - Rebellin des Sandes

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164365
Genre: Jugendbuch

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(191)

479 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

roman, prinzessin

Princess Reality

Noëmi Caruso
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 20.01.2017
ISBN 9783740716127
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Klappentext:
Siara genießt eine hervorragende Ausbildung in einem Schweizer Internat für Thronfolger und andere Adelige aus ganz Europa. Auf Befehl ihres Vaters – dem König von Luandia – kehrt sie mitten im Schuljahr in die Heimat zurück. Ihrem idyllischen Land, das sich zwischen Großbritannien und Island findet, droht ein Krieg – auch die Monarchie droht unterzugehen. Nun ist Siara, die Thronfolgerin von Luandia, die Einzige, die helfen kann. Um das Volk zu besänftigen, lässt sie ihr Leben von Kameras begleiten – von morgens bis abends, beim Ankleiden, beim Reiten, beim Shoppen, bei den Pflichten als Thronfolgerin und bei der Suche nach der großen Liebe. Doch wie soll ein Mann ihr Herz erobern, während die ganze Welt zuschaut und Luandia und ihr Volk in großer Gefahr schweben?

Einordnung:
- Gespieltes Leben (Teil 1)
- Gespieltes Glück (Teil 2)
- noch unbekannt (Teil 3)

Rezension:
Der Klappentext hat mich schon sehr an „Selection“ erinnert und im Buch selbst gibt es auch immer wieder Szenen, in denen ich mich an diese Geschichte erinnert gefühlt habe. Grundbaustein des Buches ist beispielsweise eine Fernsehshow, die Prinzessin Siara veranstaltet, um das Volk von den Konflikten in ihrem Land abzulenken. Dabei trägt sie immer schöne Kleider, die sie zum Teil selbst entworfen hat, und organisiert Bälle. Dort lernt sie eine Menge adelige Männer kennen, von denen sie im Optimalfall einen zum Ehemann nehmen soll. Allerdings liegt der Fokus in „Princess Reality“ nicht ausschließlich auf der Wahl eines Ehemannes. Die Kameras begleiten Siara durch ihr ganz normales Leben, das ab diesem Moment natürlich interessant genug für eine Fernsehsendung sein muss. Daher geht sie vielen verschiedenen Aktivitäten nach.

Da die Show damit außer der Unterhaltung des Volkes aber kein Ziel verfolgt, gibt es kaum Spannung. Die Geschichte hat keinen Höhepunkt, auf den die Handlung hinsteuert. Es wird lediglich von Siaras nicht allzu spannendem Leben berichtet und dabei von einer Szene zur anderen gesprungen, denn wenn in ihrem Leben nichts passiert, ist es auch nicht interessant, darüber zu berichten. Dadurch liest sich das Buch teilweise allerdings wie eine bloße Auflistung von Dingen, die Siara tut. Beispielsweise lernt sie Autofahren, hilft in einer Suppenküche aus, hat Dates, organisiert Partys und so weiter. Das Buch ist zwar schön zu lesen und die Aktivitäten für sich genommen sind durchaus interessant, aber generell plätschert die Handlung eher vor sich hin. Insbesondere die Konflikte im Land, die Bedrohung des Volkes und die Gefahr für die Monarchie, die im Klappentext angekündigt werden, habe ich vermisst. Hin und wieder wird die Situation in einem Nebensatz erwähnt, aber dabei erscheint sie völlig unspektakulär zu sein. Wer auf Spannung hofft, wird enttäuscht.

Das gilt nicht nur für die Handlung generell, sondern auch für die Entwicklungen mit den jungen Männern, die Siara kennenlernt. Am Anfang des Buches wird zwar viel Wert darauf gelegt, die interessanten Männer einzuführen, aber schon vom ersten Moment an unterscheiden sie sich bis auf eine Ausnahme kaum. Siara findet sie alle toll, an jedem reizt sie etwas, mit allen ist sie gerne zusammen und sie alle sind ihr ans Herz gewachsen, obwohl sie kaum mehr als drei- oder viermal Zeit mit jedem von ihnen verbringt. Ehrlich gesagt habe ich noch immer Schwierigkeiten, die Herrschaften auseinander zu halten, und somit natürlich auch keinen Favoriten in der halbherzigen Auseinandersetzung um Siaras Herz. Die Suche nach der Liebe gerät außerdem unter den vielen Aktivitäten, die Siara für die Show machen muss, irgendwie in den Hintergrund. Teilweise denkt sie eine gefühlte Ewigkeit nicht einmal mehr an ihre männlichen Gäste. Manchmal hatte ich da das Gefühl, dass es passender wäre, wenn Siara am Ende feststellen würde, dass sie lesbisch ist und ihre beste Freundin Sarah heiraten will – die einzige Person außerhalb ihrer Familie, für die sie tatsächlich (wenn auch platonische) Gefühle zu haben scheint. Damit ist auch der romantische Aspekt des Buches nicht besonders weit ausgeführt und auch in dieser Hinsicht gibt es kein Drama, das die Geschichte in Schwung bringen würde.

Fazit:
Die grobe Idee des Buches erinnert sehr an „Selection“. Prinzessin Siara veranstaltet eine Fernsehshow, um das Volk von den Unruhen im Land abzulenken. Allerdings ist von diesen Unruhen im Laufe des Buches überhaupt nichts zu spüren. Auch ist die Geschichte nicht sonderlich spannend, da die Show lediglich zur Unterhaltung dient und Siara damit nur durch ihr Leben begleitet, statt auf einen Höhepunkt zuzusteuern. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es mehrere junge Männer gibt, die als mögliche Ehemänner für Siara in Frage kommen. Bis zum Schluss hatte ich Probleme, diese Männer auseinander zu halten, weil sie kaum vorkommen und Siara für alle dieselben oberflächlichen Gefühle hat. Obwohl das Buch also keinerlei Spannung aufweist, ist es schön zu lesen und die Aktivitäten der Prinzessin sind interessant aufbereitet. Als leichte Lektüre für nebenbei bekommt „Princess Reality – Gespieltes Leben“ insgesamt drei Schreibfedern von mir.

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Tags: prinzessin, roman   (2)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

fachbuch

Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens

Marshall B. Rosenberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Junfermann Verlag, 20.09.2016
ISBN 9783955715724
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: fachbuch   (1)
 

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316 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

cassandra clare, magisterium, magie, band 3, fantasy

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze

Cassandra Clare , , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783846600283
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Nach den Ferien veranstaltet die Schule eine Feier für Call, Aaron und Tamara, weil sie den Feind des Todes abgewehrt haben. Doch noch während der Festlichkeiten greift ein Unbekannter sie an. Wer steckt hinter dem Anschlag? Auf der Suche nach Antworten treffen die drei unter der Erde erneut auf den Verschlungenen. Sie ahnen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der zweite Teil der schrecklichen Prophezeiung wahr wird, die er ihnen im ersten Schuljahr mit auf den Weg gegeben hat. Doch vielleicht wenden sich die Dinge doch noch zum Guten, wenn sie nur rechtzeitig herausfinden, wer ihnen nach dem Leben trachtet!

Einordnung:
- Der Weg ins Labyrinth (Teil 1) 
- Der kupferne Handschuh (Teil 2) 
- Der Schlüssel aus Bronze (Teil 3)
- The Golden Boy (Teil 4)
- The Enemy of Death (Teil 5)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr viel leichter als bei den vorherigen Teilen. Es ist von der ersten Seite an spannend, denn obwohl jeder den Feind des Todes für tot hält, ist die Gefahr für Call und seine Freunde nicht gebannt. Während sie also auf einen neuen Angriff von Master Joseph warten, müssen sie sich gleichzeitig vor dem Spion im Magisterium in Acht nehmen. Dabei kommt es mehrfach zu lebensbedrohlichen Auseinandersetzungen, ohne dass der Spion tatsächlich selbst in Erscheinung tritt. Und natürlich hält Call noch immer geheim, wer er wirklich ist. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis jemand das herausfindet oder es jemanden das Leben kostet.

Für eine ganze Weile ist das Buch außerdem unterhaltsam, weil wieder mehr von der Ausbildung im Magisterium berichtet wird. Mehrmals begleitet der Leser Call und Aaron bei Lektionen zur Chaosmagie. Dabei lernen sie unheimliche Dinge, wie jemanden bewusstlos werden zu lassen, indem sie seine Seele berühren. Außerdem werden tiefere Einblicke gegeben, wie Constantine die chaosbesessenen Menschen und Tiere erschaffen hat, die auch nach seinem vermeintlichen Tod nach wie vor ein Problem darstellen. Das schafft eine Verbindung zwischen Constantine und Call, die ich mir bisher immer nur sehr schwer vorstellen konnte. Doch je mehr sich ihre Fähigkeiten angleichen, desto eher kann ich nachvollziehen, dass Call der Feind des Todes sein soll. Die Lektionen, die Call und seine Freunde lernen, beschränken sich allerdings nicht nur auf die Chaosmagie. Sie lernen auch generell mehr über ihre Fähigkeiten und die anderen Elemente und nehmen an Prüfungen teil, sodass ihre Ausbildung wieder an Bedeutung gewinnt. Das macht die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch interessant, weil es immer neue Dinge zu lernen gibt.

Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen – und dann kamen die letzten 30 Seiten. Von Anfang an hatte ich einen Verdacht, wer der Spion ist, weil in meinen Augen nur eine Person überhaupt dafür in Frage kam. Leider hat sich dieser Verdacht dann auch bestätigt, sodass es für mich viel zu offensichtlich und demnach kein großer Schock war. Außerdem hatte ich bei der Auflösung und generell beim Höhepunkt am Ende des Buches ein ziemlich intensives Déjà-vu. Das war irgendwie alles bloß eine Wiederholung der Handlung aus dem ersten Band. Wirklich schade, dass die Autorinnen sich da nicht etwas Neues haben einfallen lassen. Stattdessen nutzen sie dieselbe Idee nochmals, nur dass sie sie hier noch weiter auswalzen, weil es mehrere mehr oder weniger überraschende Verwandtschafts- und Identitätsenthüllungen gibt. Ich bin sicher, es hätten sich andere Lösungen finden lassen als dem Leser lediglich mit geändertem Namen noch mal die letzten Seiten aus dem ersten Band vorzukauen. Es hat mich wirklich enttäuscht, dass die ganze Handlung dann auf dieses aufgewärmte Ende hinauslief.

Fazit:
Das Buch beginnt spannend und interessant. Obwohl der Feind des Todes für tot gehalten wird, müssen Call und seine Freunde sich in lebensbedrohlichen Auseinandersetzungen mit einem Spion im Magisterium befassen. Außerdem droht Calls Geheimnis ans Licht zu kommen. Zwischendurch wird auch wieder mehr Wert auf den Unterricht gelegt, sodass der Leser gemeinsam mit den Charakteren neue Dinge lernt. Die letzten 30 Seiten haben mir das Buch dann aber ordentlich verdorben. Die Auflösung, wer der Spion ist, ist extrem offensichtlich. Und außerdem ist das Ende bloß eine Wiederholung aus dem ersten Band. Dieselbe Idee wird einfach noch mal aufgewärmt. Obwohl mir „Magisterium – Der Schlüssel aus Bronze“ über lange Strecken richtig gut gefallen hat, vergebe ich wegen des mehr als enttäuschenden und frustrierenden Endes nur drei Schreibfedern.

  (3)
Tags: elemente, fantasy, magie   (3)
 

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magie, magisterium, fantasy, elemente, freundschaft

Magisterium - Der kupferne Handschuh

Cassandra Clare , Holly Black ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783846600177
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Callum hat die Pforte der Beherrschung durchschritten: Nun kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Doch auch aus einem anderen Grund ist für ihn nichts mehr so wie vorher: Neuerdings macht Call sich Sorgen, dass sein Vater sich der Seite des Feindes angeschlossen haben könnte. Während Call noch überlegt, ob er sich Aaron und Tamara anvertrauen kann, macht die Nachricht die Runde, dass ein äußerst gefährlicher magischer Gegenstand entwendet wurde: der Alkahest, mit dem man das Element des Chaos beherrschen kann. In den falschen Händen kann dieser magische Handschuh tödliche Folgen haben. Callum und seine Freunde setzen alles daran, um Schlimmeres zu verhindern ...

Einordnung:
- Der Weg ins Labyrinth (Teil 1) 
- Der kupferne Handschuh (Teil 2)
- Der Schlüssel aus Bronze (Teil 3)
- The Silver Mask (Teil 4)
- The Enemy of Death (Teil 5)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Der Beginn des Buches hat mich in der Umsetzung stark an den ersten Band erinnert. Schon auf den ersten Seiten finden sich dramatische Entwicklungen, die für Call lebensbedrohlich sein könnten. Doch das wird rein auf der Sachebene vermittelt. Die ersten Kapitel sind absolut unemotional, weil sich Calls Gefühle kaum jemals in Handlungen, Gedanken oder physiologischen Reaktionen äußern. Wenn nicht explizit „er war traurig“ erwähnt werden würde, hätte ich die Emotion überhaupt nicht mitbekommen. Da die Darstellung von Calls Gefühlen dementsprechend auch immer nur einen Satz in Anspruch nimmt, ist die Handlung eine Seite später schon so viel weiter fortgeschritten, dass bereits die nächste, teilweise völlig unzusammenhängende Emotion benannt wird. Diese Sprunghaftigkeit hat auch nicht dazu beigetragen, mich wirklich in die Geschichte hinein zu ziehen. Ich konnte überhaupt nicht mit Call fühlen.
Glücklicherweise hat sich das aber nach den ersten Kapiteln geändert, als Call auf seine Freunde trifft. In zwischenmenschlichen Interaktionen wird sehr viel deutlicher, wie sich Call fühlt, ohne dass es explizit erwähnt werden muss. Teilweise konnte ich sogar verstehen, warum Call ein bestimmtes Gefühl hatte. Das hat ihn mir sehr viel sympathischer gemacht und auch dazu beigetragen, dass ich die Handlung viel intensiver und damit als spannender wahrgenommen habe als zuvor.

Diese Spannung steigert sich zum Ende des Buches hin immer mehr. Es ist tatsächlich richtig interessant geworden. Besonders gefallen hat mir die stetige Unsicherheit, wem Call vertrauen kann. Sein Vater scheint sich irgendwie in äußerst gefährliche, sehr viel Misstrauen erweckende Gedanken und Pläne verstrickt zu haben. Seine Freunde Aaron und Tamara behalten seine Geheimnisse plötzlich nicht mehr zuverlässig für sich. Master Joseph hängt noch immer an seinen Fersen. Im Magisterium läuft so einiges daneben, sodass es eine alles andere als sichere Zufluchtsstätte ist. Dann ist da natürlich noch Jasper, der Call nicht ausstehen kann und durch unglückliche Umstände aber viel zu viel – um nicht zu sagen: alles – weiß. Und seit Call herausgefunden hat, wer er wirklich kann, kann er sich selbst eigentlich auch nicht mehr trauen. Im Laufe der Geschichte wird diese Vertrauensfrage immer verwirrender, weil jeder auf seiner eigenen Seite zu stehen scheint. Das sorgt für einige überraschende Wendungen, eine spannende Entwicklung und macht das Buch richtig interessant.

Fazit:
Der Anfang des Buches ist ähnlich oberflächlich und emotionslos wie im ersten Band. Nach einigen Kapiteln ändert sich das allerdings, sodass ich Calls Gefühle verstehen und miterleben konnte. Dadurch wurde er mir viel sympathischer. Ab diesem Zeitpunkt beginnt auch die Handlung, spannend zu werden. Besonders fesselnd ist dabei, dass Call nicht mehr weiß, wem er vertrauen kann. Nach und nach scheint sich jeder als unzuverlässig herauszustellen. Das sorgt für überraschende Wendungen und macht die Geschichte interessant. Da mir „Magisterium – Der kupferne Handschuh“ besser gefallen hat als der erste Teil, vergebe ich vier Schreibfedern an das Buch.

  (1)
Tags: elemente, fantasy, magie   (3)
 

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(80)

216 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Als die junge Neve in einer klirrend kalten Nacht beinahe im Wald erfriert, wird sie gerade noch rechtzeitig von dem sensiblen Künstler Lauri gefunden. Aufopferungsvoll pflegt er Neve gesund, und schon bald entwickelt sich eine innige Liebe zwischen den beiden. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen, das eine uralte Magie in ihr entfesselt hat. Eine Magie, die auch den dunklen Mächten des geheimnisvollen Winterreiches nicht verborgen bleibt – und plötzlich schweben Neve und Lauri in tödlicher Gefahr ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Nachdem ich mitbekommen habe, wie zurückhaltend und kritisch die meisten Leser das Buch bewertet haben, habe ich meine Erwartungen schon heruntergeschraubt. Aber selbst so wurden sie noch enttäuscht. Ich wollte das Buch lesen wegen der Magie, die die Winternacht in Neve entfacht, wegen der dunkeln Mächte und der tödlichen Gefahr – also wegen der angekündigten Spannung und dem Fantasy-Anteil. Letztlich bekommen habe ich eine überstürzte Liebesgeschichte und eine sich im Kreis drehende Handlung. Natürlich kommen Fantasy-Elemente in dem Buch vor, aber meist werden sie nicht erklärt, sondern müssen einfach so hingenommen werden.
Beispielsweise trifft Neve im Wald auf eine geheimnisvolle Frau, die schon bei der ersten Begegnung eine enorme Anziehungskraft auf sie ausübt, der sie unbedingt gefallen möchte und für die sie wirklich fragwürdige Dinge tut. Bis zum Schluss habe ich nicht verstanden, warum sie die Frau so anziehend findet. Dadurch waren mir die meisten Handlungen der Protagonistin völlig unverständlich. Ich konnte weder nachvollziehen noch nachfühlen, warum sich Neve teilweise wie eine hirnlose Marionette verhält. Dies und viele weitere Dinge werden für meinen Geschmack viel zu wenig erklärt. Den Höhepunkt der Erklärungslosigkeit bildet allerdings der Epilog. Im letzten Kapitel passiert einiges, bevor die Geschichte mitten in der Handlung abbricht. Im Epilog berichtet Lauri die Ereignisse ein Jahr später und tut alle Geschehnisse, die irgendwie mit Fantasy zusammenhängen, einfach damit ab, dass er es nicht versteht, aber so akzeptiert. Damit wird natürlich auch für den Leser nichts aufgelöst.

Wo die Erklärungen fehlen, wird dafür die Liebesgeschichte umso intensiver ausgewalzt. Der Klappentext verrät bereits, dass ich „schon bald“ eine Liebesgeschichte zwischen Lauri und Neve entspinnt, aber dass sie schon knutschend auf dem Sofa sitzen, nachdem sie sich gerade einmal 24 Stunden kennen, von denen sie die meiste Zeit geschlafen haben, war doch etwas extrem schnell. In dem Tempo geht es dann aber auch gleich weiter, als sie sehr kurz danach im Bett landen und nach ungefähr drei Tagen ganz sicher sind, dass sie die Liebe ihres Lebens gefunden haben.
Abgesehen von der Tatsache, dass ich das unrealistisch schnell finde, nimmt das der Geschichte auch die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Da sich Lauri und Neve vom ersten Moment an wunderschön und ganz toll finden, wiederholen sich das ganze Buch über einfach nur ihre schmachtenden Gedanken. Teilweise wird es sogar richtig kitschig. Und mehrfach verlieren die beiden sich darin, wie toll sie den anderen finden. Vermutlich ist mir das so extrem aufgefallen, weil es in dem Buch kaum Handlung gibt und dafür umso mehr Zeit für innere Monologe. Einen Großteil der Zeit verbringen Lauri und Neve getrennt voneinander und ohne Kontakt zu anderen Menschen, während sie mitten im Wald durch den Schnee stapfen, sodass zuerst seitenlang Lauris Gedanken und Gefühle geschildert werden. Im nächsten Kapitel werden dann Neves Gedanken und Gefühle berichtet und im darauf folgenden Kapitel denkt und fühlt Lauri wieder genau die gleichen Dinge, die schon zwei Kapitel vorher erzählt wurden. Und das zieht sich durch das ganze Buch, weil Lauri und Neve sich nicht langsam annähern, sondern direkt am Anfang total verliebt sind.

Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Handlungsbausteine, da die Charaktere nicht nur in der Hütte sitzen, sondern auch Dinge träumen, im Wald spazieren gehen, sich durch einen Schneesturm kämpfen, auf Wölfe treffen, sich im tückischen Schnee durch Stürze Verletzungen zuziehen, beinahe erfrieren und sich gegenseitig suchen. Außerdem träumen sie, gehen im Wald spazieren, werden von einem Schneesturm überrascht und von Wölfen angegriffen, stürzen im Schnee in eine Schlucht und verletzen sich dabei, erfrieren fast und suchen sich gegenseitig. Und dann das Ganze noch mal von vorne. Das Buch hat ohnehin schon relativ wenig Handlung, aber diese wenigen Bausteine wiederholen sich dann auch noch ständig. Im Laufe der Geschichte geraten Lauri und Neve in bestimmt fünf unterschiedliche Schneestürme, zweimal flieht Lauri vor Wölfen und stürzt dabei in eine Schlucht und mehrfach rennen beide so lange draußen im Schnee herum, dass sie fast erfroren sind. Außerdem kann Neve sich nicht entscheiden, ob sie bei Lauri bleiben will oder nicht, sodass sie sich ihm abwechselnd an den Hals wirft und wegläuft – und jedes Mal folgt er ihr in den Schnee und bringt sie wieder zurück. Erst ganz am Ende entwickelt sich die Handlung mal über die vorgefertigten Bahnen hinaus. Allerdings fangen zu dem Zeitpunkt dann die Widersprüche an, sodass es da leider trotzdem nicht interessanter wurde.

Fazit:
Das Buch war leider eine absolute Enttäuschung. Bei den Fantasy-Elementen wird an allen Ecken und Enden gespart, insbesondere bei den Erklärungen, sodass ich viele Dinge nicht nachvollziehen konnte. Dafür wird die völlig überstürzte Liebesgeschichte ausgewalzt ohne Ende mit seitenlangen Monologen, wie toll die Charaktere sich finden. Diese Monologe wiederholen sich dann auch noch ständig, so wie die Bausteine der Handlung auch. Dieselben Ereignisse, wie beispielsweise ein Schneesturm, wiederholen sich einfach immer und immer wieder. Erst ganz zum Schluss ändert sich da, allerdings fängt die Geschichte dann an, sich zu widersprechen. Die grobe und Idee und der Anfang sind ganz nett, aber mit dem Rest des Buches konnte ich nichts anfangen, daher bekommt „Das Frostmädchen“ leider nur zwei Schreibfedern von mir.

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Tags: fantasy, liebesgeschichte, raunächte, wilde jagd   (4)
 

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(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Das Schlehentor

Swantje Berndt
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.10.2016
ISBN 9783741252501
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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dämonen, fantasy, akademie, elfen, magie

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Schon sein ganzes Leben ist Fletcher ein Außenseiter in seinem Dorf. Bis er eines Tages entdeckt, dass er Dämonen beschwören kann – genauer gesagt, einen Dämon: den Feuer spuckenden Salamander Ignatius. Fletcher kommt an die legendäre Dämonenakademie, wo er lernen soll, seine magischen Kräfte zu beherrschen, um eines Tages ein mächtiger Dämonenkrieger zu werden. Für Fletcher und Ignatius beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens ...

Einordnung:
- Der Erwählte (Teil 1)
- Die Inquisition (Teil 2)
- Die Prophezeiung (Teil 3)

Rezension:
Das Buch habe ich trotzdem der vielen positiven Bewertungen sehr zurückhaltend begonnen. Doch bereits nach wenigen Seiten hatte mich der Protagonist, Fletcher, auf seine Seite gezogen. Gleiches gilt auch für die Handlung, die mir unglaublich gut gefallen hat. Das gesamte Buch hat mich von vorne bis hinten überzeugt. Alles ist so stimmig, dass ich gar nicht richtig weiß, worauf ich in dieser Rezension eingehen soll.

Den größten Ausschlag dafür, dass ich so begeistert bin, hat vermutlich Fletcher selbst gegeben. Schon auf den ersten Seiten erfährt der Leser, dass er ein sehr guter Bogenschütze ist. Da ich eine Schwäche für Bogenschützen habe, hat er damit bei mir schon Pluspunkte gesammelt. Außerdem war er mir sehr schnell sympathisch, weil er Ungerechtigkeit wirklich nicht ausstehen kann. Mehrfach steht er ein für die Dinge, an die er glaubt, und für die Gerechtigkeit. Deshalb interessieren ihn Vorurteile auch überhaupt nicht und er begegnet jedem freundlich und offen. Besonders deutlich wird das, als er zum ersten Mal auf eine Elfe und einen Zwerg trifft. Obwohl die Menschen gegen die Elfen mehr oder weniger Krieg führen und die Zwerge unterdrückt werden, ist er zu beiden freundlich und findet in ihnen damit Freunde. Neugier und Offenheit lassen ihn viel über die anderen Völker erfahren und jede Menge Verbündete findet. Begeistert hat mich außerdem die Beziehung zu seinem Dämon Ignatius. Beide beschützen sich gegenseitig, empfinden tiefe Zuneigung zueinander und sind gemeinsam stärker als allein. Dadurch, dass sie über gedankliche Bilder und Gefühle kommunizieren, wird diese Beziehung sehr intensiv und intim dargestellt. Das hat mich jedes Mal berührt und mitgerissen.
Doch Fletcher ist nicht nur freundlich und sanftmütig. Er kann auch aufbrausend sein und tut, was getan werden muss. So hat er beispielsweise auch schon getötet. Nie trägt er Probleme an einen Erwachsenen heran, sondern löst sie immer selbst. Um der Gerechtigkeit willen kann er eiskalt kämpfen und nimmt dabei auch schwere Verletzungen des Gegners in Kauf. Das Herz am richtigen Fleck verbunden mit der eiskalten Entschlossenheit, für die Gerechtigkeit und für seine Freunde einzustehen, lässt ihn sehr viel älter und reifer wirken als er mit seinen 15 Jahren eigentlich ist. Mit Fletcher hat der Autor damit einen Protagonisten geschaffen, der meinen Nerv auf ganzer Linie trifft.

Ein genialer Protagonist allein ist aber natürlich nicht ausreichend. Auch die Handlung selbst hat mich überzeugt. Zu Beginn der Geschichte lebt Fletcher mit seinem Adoptivvater in einem kleinen Dorf in den Bergen. Doch ziemlich bald muss er dieses Dorf Hals über Kopf verlassen und flüchtet quer durchs Land. Dabei fällt er einem Lehrer der Dämonenakademie ins Auge, der ihn daraufhin dort hin schickt, damit er seine Ausbildung aufnimmt. Schon diese Entwicklungen sind spannend. Dabei wirkt der Verlauf zu keiner Zeit konstruiert, da alle Begegnungen vollkommen schlüssig sind.
In der Akademie selbst erfährt der Leser viel über die Dinge, die Fletcher dort lernt. In Dämonologie werden die existierenden Dämonen besprochen, sodass es dort tiefere Einblicke in die Welt des Buches gibt. In den Gesprächen mit seinen Freunden erfährt Fletcher viel über die Geschichte des Landes. Darüber hinaus lernt er im Unterricht, seine Fähigkeiten und die seines Dämons zu kontrollieren und zu nutzen. Dabei hat der Autor nicht nur beschrieben, was Fletcher lernt, sondern auch wie er diese Dinge bewerkstelligt. Damit ist der Leser immer ganz nah an der Geschichte. Gleichzeitig beschäftigen Fletcher seine persönlichen Probleme und nach und nach auch die seiner Freunde. Das füllt die Zeiträume zwischen den einzelnen Unterrichtsstunden und sorgt auch immer wieder für Spannung. Denn die Geschichte arbeitet nicht auf einen Höhepunkt am Ende hin, sondern hat auch im Laufe der Handlung immer wieder welche. Dieses Gesamtkonzept hat mir so gefallen, dass ich den zweiten Band kaum erwarten kann.

Fazit:
Das Buch hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Fletcher, der Protagonist, ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Er wirkt weit älter und reifer als seine 15 Jahre es vermuten lassen. Besonders die Beziehung zu seinem Dämon Ignatius hat mich berührt. Er trifft meinen Nerv auf ganzer Linie. Darüber hinaus ist auch die Handlung spannend und interessant. Es gibt mehrere Höhepunkte, der Verlauf ist schlüssig und der Wechsel zwischen Details aus dem Privatleben und dem Unterricht ist mitreißend. „Die Dämonenakademie – Der Erwählte“ ist ein ganz tolles Buch und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern von mir.

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Tags: dämonen, fantasy   (2)
 

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311 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

drachen, julie kagawa, fantasy, talon, drachennacht

Talon - Drachennacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Ember und Garret könnten ein glückliches Paar sein – in einer anderen Welt, in der sie nicht dazu bestimmt wären, sich auf ewig zu bekriegen. In einer Welt ohne die Ritter des Sankt-Georgs-Ordens und ihre Widersacher, die Drachen der mächtigen Organisation Talon. In einer Welt, in der die Liebe eines Ritters zu einem Drachenmädchen nicht als das schlimmste Vergehen geahndet würde ...
Für den Augenblick hat das Schicksal Ember und Garret erst einmal auseinandergerissen. Garret reist nach London, um in die Tiefen des Ritterordens vorzudringen. Was er dabei entdeckt, stellt sogar seine ärgsten Befürchtungen in den Schatten. Er ahnt, dass sie in höchster Gefahr schweben, vor allem Ember, die weiterhin gemeinsam mit den rebellischen Drachen im Untergrund gegen Talon kämpft. Als Garret zu ihr eilen will, um sie zu warnen, wird er entführt. In seiner dunkelsten Stunde kommt Hilfe von unerwarteter Seite ...

Einordnung:
- Drachenzeit (Teil 1) 
- Drachenherz (Teil 2) 
- Drachennacht (Teil 3)
- unbekannt (Teil 4)
- unbekannt (Teil 5)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Ich bin mir wirklich unsicher, was ich zu diesem Buch sagen soll. Auf der einen Seite ist es nicht besonders spannend, auf der anderen Seite hat es aber trotzdem eine Menge Handlung. Auf der einen Seite erfährt Ember interessante Dinge, die ihre Beziehung zu Riley und Garret verändern, auf der anderen Seite fängt damit das ganze Drama aber schon wieder von vorne an. Auf der einen Seite geht immer alles viel zu glatt und selbst, wenn alles schief geht, entwickelt sich daraus ein nur noch größerer Vorteil für Ember und ihre Mitstreiter, auf der anderen Seite wartet das Buch mit einem dramatischen Finale auf. Auf der einen Seite ist der größte Knaller des Buches wirklich vorhersehbar gewesen, auf der anderen Seite gibt es viele kleine Details, über deren Sinn und Zweck ich immer noch nachgrüble. Schlussendlich hat mir das Buch besser gefallen als der zweite Band, aber nicht so gut wie der erste Teil.

Besonders negativ aufgefallen ist mir das Liebesdreieck zwischen Ember, Riley und Garret. Mit Garrets Abreise im letzten Teil habe ich die Situation für geklärt gehalten, doch eigentlich hat sich im Vergleich zum zweiten Band nichts verändert, außer dass Garret an einem anderen Ort ist und es so mehr Handlung zu beschreiben gibt. Statt Ember sehnsüchtig anzustarren, denkt er nun die ganze Zeit an sie, vermisst sie wie verrückt und trauert ihr hinterher. Ember wiederum ist mir ihrer Entscheidung auch nicht glücklich. Sie hält Riley abwechselnd auf Abstand und schmachtet ihn an und versucht gleichzeitig krampfhaft, nicht an Garret zu denken, weil sie ihn dann vermisst. Und Riley ist immer noch der festen Überzeugung, dass Ember ohnehin zu ihm gehört und kann Garret selbst auf die Entfernung nicht ausstehen. Als die drei dann notgedrungen wieder aufeinander treffen, geht es mit Embers Unentschlossenheit wieder von vorne los. Das habe ich als ermüdend und nicht besonders spannend empfunden. Zumal Trauer, Sehnsucht und Besitzansprüche immer und immer wieder erwähnt werden, manchmal an den unpassendsten Stellen. Dadurch werden auch Momente mit viel Spannung, in denen es im Kampf gegen Talon und den Orden um Leben und Tod geht, von gedanklichen melancholischen Monologen unterbrochen, sodass die Spannung teilweise einfach verpufft.

Dafür fand ich, insbesondere im Vergleich zum letzten Band, die Handlung sehr gelungen. Eine enorme Vielfalt an Aktivitäten und Schauplätzen, Aus- und Rückblicken sowie Treffen mit anderen Charakteren gestaltet den Überlebenskampf der Verräter und Einzelgänger interessant, da es trotz der ewigen Flucht vor Talon und dem Orden keine Wiederholung der immer gleichen Routine ist. Die Handlung spielt verstreut über die ganze USA sowie in London, Treffen finden statt in Cafés, auf einem Sportplatz, im London Eye und in einer Kirche, die Oberhäupter von Talon und dem Sankt-Georgs-Orden werden vorgestellt, Dantes Zukunft und Garrets Vergangenheit werden beleuchtet. Trotz dieser Vielfalt reihen sich die einzelnen Sequenzen aber nicht bloß aneinander, sondern ergeben sich auseinander. Beispielsweise resultieren Garrets Observierungen in London in seine Entführung. Daraus wiederum ergeben sich ein Erholungsaufenthalt in einem Kloster sowie eine Reise in eine Bibliothek in Chicago. Während die emotionale Entwicklung der Charaktere also auf der Strecke bleibt, wird die Handlung von Garrets Abreise am Anfang bis zum dramatischen Finale ein ordentliches Stück weiter geführt.

Fazit:
Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Obwohl es keinen Aspekt gibt, an dem mich alles gestört hat, gibt es genauso keinen Punkt, der mir ausschließlich gefallen hat. Insgesamt hat das Buch viel Handlung, weiterführende Informationen, neue Charaktere, eine große Vielfalt an Schauplätzen und ein dramatisches Finale, aber die melancholischen Monologe der Charaktere zerstören manchmal die Spannung, das Liebesdreieck dreht sich nach wie vor bloß im Kreis, irgendwie ergibt sich aus jeder Situation ein Vorteil für Ember und ihre Freunde und der größte Knaller ist spätestens seit dem letzten Band vorhersehbar. Da mir das Buch schlussendlich zwar nicht so gut wie der erste Band, aber besser als der zweite Teil gefallen hat, vergebe ich an „Talon – Drachennacht“ vier Schreibfedern.

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Tags: drachen, fantasy   (2)
 

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308 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

thriller, genmanipulation, gentechnik, wissenschaft, marc elsberg

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Marc Elsberg
Fester Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 31.10.2016
ISBN 9783764505646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits über hundert „sonderbegabte“ Kinder hervorgebracht hat. Und wollen Helen und Greg ihrem Nachwuchs nicht die besten Voraussetzungen geben? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Zu Beginn verfolgt das Buch mit der Untersuchung zum Tod des US-Außenministers, der Entdeckung von resistentem Mais, dem ungewöhnlichen Angebot einer Kinderwunschklinik und dem Verschwinden einer jungen MIT-Studentin vier verschiedene Handlungsstränge, die noch keinerlei Verbindung zueinander haben. Dabei wird ein Handlungsstrang jedoch nicht immer von derselben Person erzählt, sondern wechselseitig aus den Perspektiven, die gerade gewinnbringend für den Verlauf sind. Beispielsweise berichtet manchmal Jessica, Mitarbeiterin des Sicherheitsstabs im Weißen Haus, von neuen Erkenntnissen zum Tod des Außenministers, manchmal aber auch Jaylen, ein FBI-Beamter. Der resistente Mais wird vom Wissenschaftler Jegor untersucht, aber er bekommt mit Gordon bald kompetente Hilfe an die Hand und im Hauptsitz des Chemiekonzerns zerbrechen sich die Personen rund um Vorstandschef Helge den Kopf über die Befunde. Helen und Greg berichten abwechselnd von ihrem Besuch bei der Klinik und die verschwundene Studentin, Jill, lernt der Leser zuerst durch ihren Leibwächter Jim und ihre Mutter Hannah kennen.
Anfangs ist es noch relativ einfach, den unterschiedlichen Handlungssträngen und Perspektiven zu folgen. Die vier Teile der Geschichte sind klar voneinander unterscheidbar und innerhalb eines Handlungsstranges ist es auch gar nicht so wichtig, alle Charaktere im Blick zu haben, da beispielsweise die Vertreter der amerikanischen Dienste CIA, FBI, Homeland Security etc., die den Tod ihres Außenministers untersuchen, ohnehin immer nur gemeinsam auftreten. Je mehr die Handlungsstränge miteinander verschmelzen, desto komplizierter wird es jedoch, den Überblick zu behalten, wer denn jetzt wie viel wovon weiß. Als nicht mehr jede Figur an ihrem eigenen Problem herumexperimentiert, sondern auch Informationen von anderen Stellen bekommt, war es nicht mehr so leicht, dem Informationsfluss zu folgen. Gerade die Tatsache, dass jeder unterschiedliche Details erfährt, an anderen Stellen belogen wird und sich selbst seine eigene mehr falsche als richtige Geschichte zusammen bastelt, war irgendwann sehr verwirrend. Mehr als einmal hat mich die Überraschung eines Charakters überrascht, weil ich der festen Überzeugung war, er wäre korrekt informiert gewesen. Dabei war es dann auch nicht hilfreich, dass bis zum Schluss ständig noch neue Perspektiven eingeführt wurden und gefühlt die Hälfte der Vornamen mit J anfangen, sodass ich manchmal nicht wusste, ob die Person nicht doch schon mal vorgekommen ist. Neben den oben bereits erwähnten Namen (Jessica, Jaylen, Jegor, Jill und Jim) gibt es nämlich beispielsweise noch zwei Jacks, Jason, June, Jelena, Justine ...

Neben der Verwirrung darüber, welcher Charaktere über welche Dinge informiert ist, hat das Verschmelzen der unterschiedlichen Handlungsstränge aber auch noch die rapide Abnahme der Spannung zur Folge. Normalerweise hätte ich das erleuchtende Verständnis der letzten Zusammenhänge und den damit verbundenen Höhepunkt der Spannung am Ende des Buches erwartet. Stattdessen ist schon kurz vor der Mitte des Buches so gut wie alles klar – und das nicht nur dem Leser, sondern auch den Charakteren. Es gilt noch, verschwundene Personen zu finden und die Menschheit zu retten, aber außer dass sich die verschiedenen Figuren und Interessensgruppen dabei gegenseitig im Weg stehen, passiert nicht mehr viel. Die für mich viel spannendere Frage, wie genau alles zusammen hängt und wer dahinter steckt, ist nach der Hälfte des Buches beantwortet.
Ab diesem Zeitpunkt ist jedoch nicht nur die Spannung verschwunden, auch die Geschwindigkeit der Geschichte verebbt. Es gibt Reibereien und Handgreiflichkeiten, die jedoch letztlich zu nichts führen und immer wieder am Ausgangspunkt enden. Alle Parteien sind und bleiben sich gegenseitig unsympathisch. Und die sich im Kreis drehenden ethischen Diskussionen zur Forschung an Embryonen, zur Manipulation von Genen und zur Gentechnik im Allgemeinen sind alle schon aus der Realität aus den Medien bekannt. Ich kann durchaus verstehen, dass Wissenschaftler auf eigene Faust unter dem Radar fliegend Experimente durchführen, denn die ethischen Debatten werden wohl niemals einen Konsens erzielen. Das tun sie im echten Leben nicht, im Buch werden aber leider auch keine neuen Ansätze geliefert. Einzig die im Buch mit einbezogene Sichtweise der „sonderbegabten“ Kinder bringt etwas frischen Wind in die Angelegenheit.

Nichtsdestotrotz hat mir die Idee des Buches sehr gefallen. Es regt zum Nachdenken darüber an, wie es in der Realität wohl mit solchen „privaten Forschungsprogrammen“ steht und ob wir in unserer Leistungsgesellschaft mit „den besten Voraussetzungen“ nicht einige essentielle Punkte übersehen. Die zahlreichen Exkurse in die Biologie und die Gentechnik, die das Buch in diesem Zusammenhang vornimmt, waren mir anfangs zwar aus der Schule bekannt, im weiteren Verlauf aber durchaus spannend. Die Entwicklungen, Eingriffe und Veränderungen, die der Autor beschreibt, sind alle gut begründet und die Erklärungen gehen auf der wissenschaftlichen Ebene weit genug in die Tiefe, um die Geschichte erschreckend realistisch erscheinen zu lassen.

Fazit:
Die Idee des Buches ist interessant und wirkt erschreckend realitätsnah. Die Exkurse in Biologie und Gentechnik zur Erklärung der wissenschaftlichen Entwicklung haben mir gefallen. Zu Beginn ist die Geschichte außerdem spannend und die vier Handlungsstränge werden schnell vorangetrieben. Durch den ständigen Wechsel der Perspektiven ist die Entwicklung der Handlung sehr dynamisch und packend. Den Höhepunkt erreicht das Buch allerdings schon kurz vor der Mitte, als alle Stränge zusammenlaufen und die Hintergründe offenbart werden. Ab dem Zeitpunkt drehen sich viele Dinge wie ethische Diskussionen und Reibereien nur noch im Kreis. Außerdem treffen die Charaktere in unterschiedlichen Konstellationen aufeinander, erfahren verschiedene wahre wie gelogene Details und spinnen sich daraus eigene Geschichten zusammen, sodass ich bald den Überblick verloren habe, wer wie viel wovon wusste und wen schon mal getroffen hatte. Insgesamt hat mich die erste Hälfte des Buches begeistert und die zweite Hälfte enttäuscht, sodass ich an „Helix – Sie werden uns ersetzen“ drei Schreibfedern vergebe.

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Tags: gentechnik, thriller   (2)
 

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fachliteratur

Suggestibilität: Situative und personale Prädiktoren (Internationale Hochschulschriften)

Michael Reutemann
Flexibler Einband: 214 Seiten
Erschienen bei Waxmann, 01.11.2006
ISBN 9783830917281
Genre: Sonstiges

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götter, percy jackson, fantasy, rick riordan, rom

Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.10.2013
ISBN 9783551556035
Genre: Jugendbuch

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