Leserpreis 2018

JenniferKriegers Bibliothek

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Rat der Neun - Gegen das Schicksal (Die Rat-der-Neun-Reihe 2)

Veronica Roth
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.01.2019
ISBN 9783641214623
Genre: Jugendbuch

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37 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon

Christopher Paolini , Michaela Link
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei cbj, 21.01.2019
ISBN 9783570165812
Genre: Jugendbuch

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The Outcast: Book 4 (Summoner) (English Edition)

Taran Matharu
E-Buch Text: 417 Seiten
Erschienen bei Hodder Children's Books, 03.05.2018
ISBN 9781444939071
Genre: Kinderbuch

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Rezension

Kann Spoiler bezüglich der Trilogie sowie der Kurzgeschichte enthalten!


Die ersten Kapitel dieses Prequels kannte ich bereits aus der Kurzgeschichte „Wie alles begann“. Doch nicht nur daher, auch aus der Trilogie rund um Fletcher kam mir der Anfang sehr bekannt vor. Als Waisenjungen, die versehentlich Dämonen beschwören und dann an die Akademie geschafft werden, sind sie sich sehr ähnlich. Die Befürchtung, das Prequel wäre eine Neuauflage der Trilogie mit einem anderen Protagonisten, hat sich jedoch nicht bestätigt. Einige Elemente ähneln sich, doch insbesondere der betrachtete Konflikt ist ein vollkommen anderer, da es sich im Grunde nur um eine Auseinandersetzung zwischen den Menschen handelt und die anderen Völker keine Rolle spielen. Das Buch ist dadurch nicht weniger spannend, vermeidet aber Wiederholungen.


Grundsätzlich handelt es sich bei dem Buch um die Geschichte der vorherigen Generation. Es tauchen über Arcturus hinaus noch viele weitere bekannte Figuren auf, mit denen er die Akademie besucht. Es war richtig interessant, Hauptfrau Lovett als dreizehnjähriges Mädchen zu sehen, Edmund und Alice näher kennen zu lernen, tiefere Einblicke in Harolds Einstellungen und Gedanken zu bekommen und mit Valens, Sacharissa und Athena auch ein paar bekannte Dämonen zu treffen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weiterführende Informationen über diverse Charaktere zu bekommen.


Noch mehr als die Intentionen und Charaktereigenschaften der Figuren erläutert dieser Band aber die gesellschaftlichen Umstände, die während Fletchers Zeit an der Akademie herrschen. Insbesondere weshalb Harold zwar König, gleichzeitig aber vollkommen machtlos ist, wird ausführlich dargestellt. Darüber hinaus wird durch Arcturus als ersten Dämonenbeschwörer aus dem einfachen Volk die Entwicklung erläutert, Dank derer zu Fletchers Zeit nicht mehr nur die Kinder der Adligen unterrichtet werden. Im Grunde hat dieses Buch damit alles, was ein gutes Prequel ausmacht: Es liefert Hintergrundinformationen, führt die gesellschaftlichen Umstände ein, befasst sich mit Charakteren, für die in der Trilogie kaum Platz war, und beinhaltet dabei gleichzeitig eine eigene, spannende Geschichte.


Fazit

Ich freue mich immer, wenn ich nach Hominum zurückkehren kann. Diesmal nicht mit Fletcher, sondern mit der vorherigen Generation. Es war sehr interessant, mehr über bekannten Figuren herauszufinden und gleichzeitig zu erfahren, wie die gesellschaftlichen Umstände zu Fletchers Zeiten zustande gekommen sind. Das Buch liefert viele Hintergrundinformationen. Es ist jedoch auch eine eigene, spannende Geschichte mit dramatischen Wendungen, einem großen Konflikt und einigen Überraschungen. „The Outcast“ hat mich sowohl als eigenständige Geschichte als auch als zusätzliche Informationsquelle überzeugt und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern.


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Tags: dämonen, fantasy, high fantasy   (3)
 

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495 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

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Das Silmarillion

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege , Ted Nasmith , John R Tolkien
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.11.2016
ISBN 9783608938296
Genre: Fantasy

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Im Zeichen des Raben

Ed McDonald , Ruggero Leò
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 10.12.2018
ISBN 9783734161469
Genre: Fantasy

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They Both Die at the End

Adam Silvera
Flexibler Einband
Erschienen bei Harper Teen, 05.09.2017
ISBN 9780062688514
Genre: Sonstiges

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6 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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The Lies of Locke Lamora: The Gentleman Bastard Sequence, Book One (Gentleman Bastards 1)

Scott Lynch
E-Buch Text: 514 Seiten
Erschienen bei Gollancz, 18.09.2008
ISBN 9780575086005
Genre: Sonstiges

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One Of Us Is Lying

Karen M. McManus
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Penguin, 01.06.2017
ISBN 9780141375632
Genre: Jugendbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Orphan X (Evan Smoak, Band 1)

Gregg Hurwitz
Flexibler Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Macmillan USA, 01.11.2016
ISBN 9781250097200
Genre: Sonstiges

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Ich und der Weihnachtsmann

Matt Haig , Sophie Zeitz , Chris Mould
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423289658
Genre: Kinderbuch

Rezension:

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Rezension

Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!


Das ganze Jahr schon habe ich mich auf den letzten Band der Reihe gefreut, die mich letztes Jahr zur Weihnachtszeit so begeistert hat. Der Einstieg in das Buch ist mir dann auch sofort problemlos gelungen. Nicht nur, weil Amelia, die dieses Buch erzählt, einen Rückblick auf die bisherigen Ereignisse gibt, sondern auch, weil die Geschichte in den ersten zwei Teilen so ungewöhnlich war, dass mir selbst viele Details immer noch im Gedächtnis gewesen sind. Damit kam schon auf der ersten Seite wieder Weihnachtsstimmung auf und es war als hätte ich nie aufgehört zu lesen. Mein Plan, in die ersten Kapitel hineinzulesen, hat sich damit schnell in Luft aufgelöst: Kaum hatte ich mich versehen, hatte ich das ganze Buch verschlungen.


Wie auch schon in den letzten Bänden haben mich vor allem die Emotionen mitgerissen. Der Autor hat wirklich ein Händchen dafür, die Gefühle der Charaktere zu vermitteln. Das gelingt ihm insbesondere bei negativen Emotionen sehr gut. Als Amelia, das einzige Menschenkind in einer verrückten Wichtelklasse, sich als unfähige Außenseiterin fühlt, hat es mir die Tränen in die Augen getrieben. Amelias Gedanken und Gefühle sind so intensiv erzählt, dass sie mich nicht nur gepackt, sondern manchmal sogar trauriger und verzweifelter als Amelia selbst gemacht haben.

Doch auch wenn ich die negativen Emotionen gerade so hervorgehoben habe, hat das Buch natürlich auch viele witzige Stellen. Die Wichtel sind ein lustiges Volk. Außerdem hat der Autor sich wieder skurrile Erklärungen für Aspekte unserer Kultur ausgedacht. In diesem Buch geht es unter anderem darum, woher der Osterhase seinen Namen hat und warum es Ostereiersuchen gibt. Diese vollkommen logischen Erläuterungen sind einfach grandios und lassen mich nicht nur Weihnachten, sondern auch Ostern mit ganz anderen Augen betrachten.


Insgesamt führt dieses Buch die Reihe zu einem runden Ende. Die Charaktere finden ihr Glück und ihre Bestimmung und alle möglichen Konfliktherde werden ausgemerzt. Allerdings ging mir das für dieses Buch spezifische Ende deutlich zu schnell. Der Autor nimmt sich viel Zeit, um das Leben in Wichtelgrund zu beschreiben und die Auseinandersetzung zwischen dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen einzuführen. Der Konflikt selbst wird dann aber kurz und knapp abgehandelt, damit dann alle noch offenen Handlungsfäden der gesamten Reihe zu einem Ende gebracht werden können. Das fand ich wirklich schade. Nichtsdestotrotz sind die Entwicklungen stimmig und es hat Spaß gemacht, sie zu lesen.


Fazit

Der Einstieg in dieses Buch ist mir so problemlos gelungen als hätte ich die vorherigen Bände gerade erst gelesen gehabt. Außerdem konnte ich dann gar nicht mehr aufhören, sodass ich gleich das ganze Buch verschlungen habe. Es hat mir wieder gut gefallen. Insbesondere die Emotionen waren mitreißend und berührend. Die Dinge, die der Autor sich rund um Ostern ausgedacht hat, waren grandios und skurril. Leider ist der Konflikt sehr knapp abgehandelt worden. Insgesamt bringt „Ich und der Weihnachtsmann“ die Reihe zu einem runden Ende und bekommt dafür vier Schreibfedern.


(Auch wenn ich mich immer noch darüber ärgere, dass das Buch 'Ich und der Weihnachtsmann' heißt, wenn es im Englischen 'Father Christmas and Me' ist und die letzten Wörter des Buches 'Der Weihnachtsmann. Und ich.' (S. 275) lauten. Aber der Autor kann ja nichts dafür, dass diese geniale Brücke zwischen Titel und Schluss im Deutschen scheinbar übersehen wurde.)

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Tags: fantasy, ostern, weihnachten, wichtel   (4)
 

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239 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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H.O.M.E. - Das Erwachen

Eva Siegmund
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2018
ISBN 9783570312308
Genre: Jugendbuch

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Rezension

Ich hatte nach dem Lesen des Klappentexts eine ziemlich genaue Idee, worum es in diesem Buch gehen würde und welches 'atemberaubende Geheimnis' Zoë aufdecken würde. Zugegeben, ich wusste nicht, welchen dystopischen Aspekt sich die Autorin ausgesucht hat, aber auch ohne dieses Detail hatte ich eine ziemlich präzise Vorstellung. Aber manchmal überraschen mich Bücher ja doch und an irgendeinem Punkt ist die im Klappentext getriggerte Handlung dann ja auch vorbei und sie entwickelt sich in unbekannte Gefilde. Nicht so in diesem Buch. Bis auf das Detail, welcher Aspekt unserer Welt dystopisch verändert wurde, konnte ich die gesamte Handlung des Buches mit allen 'überraschenden Enthüllungen' und 'dramatischen Wendungen' vorhersagen, ohne mehr als den Klappentext gelesen zu haben. Deshalb war das Buch für mich sehr langweilig.

Natürlich ist mir bewusst, dass Protagonistin Zoë den Klappentext nicht kennt. Sie muss also erst nach und nach herausfinden, was geschehen ist. Hätte das die erste Hälfte des Buches gedauert – geschenkt. Leider braucht sie aber das gesamte Buch dafür, sodass für mich als Leserin absolut gar nichts Überraschendes bei diesen 446 Seiten herumgekommen ist. Zoë selbst fasst dieses Problem gut zusammen: „Vielleicht wollte mir mein Gehirn aber auch etwas sagen, weil ich so grässlich langsam kapierte.“ (S. 416) Nach diesem Zitat folgen nur noch 30 Seiten, aber hätten andere Charaktere ihr nicht die Wahrheit ins Gesicht gesagt, wäre sie wohl bis zum Schluss ahnungslos geblieben.


Doch nicht nur die Gesamtgeschichte, auch viele Details innerhalb der Handlung waren für mich vorhersehbar. Das liegt vor allem anderen, dass die Autorin sich jeder Menge Klischees bedient. Sich persönlich für spät am Abend mit einem Informanten zu verabreden, beispielsweise, geht schließlich nie gut für den Informanten aus. Hinzu kommt die obligatorische Instant-Liebesgeschichte. Meine Hoffnung war, das diesmal umgehen zu können, da Zoë eigentlich bereits einen Freund hat. Leider bedeutet das wohl gar nichts. Hin und wieder hat sie zumindest ein schlechtes Gewissen, aber das hindert sie nicht daran, ab der ersten Begegnung den perfekten Kip anzuhimmeln. Im nächsten Band treffen die beiden Kontrahenten dann das erste Mal aufeinander, sodass sich dafür schon ein ausführliches Liebesdreieck andeutet. Das erhöht meine Motivation, es mit dem zweiten Teil noch einmal zu versuchen, nicht gerade.


Ich muss aber sagen, dass der gute Kip einer der ganz wenigen Charaktere ist, die mir sympathisch sind. Er ist ein ausgeglichener Ruhepol, der nicht auf seiner dramatischen Vergangenheit herumreitet. Im Gegensatz zu ihm ist Zoë aufbrausend, widersprüchlich und sprunghaft wie eine typische Siebzehnjährige. Zwar hat sie mich nicht direkt genervt, aber wirklich warm geworden bin ich mit ihr auch nicht. Daran hat ihre Jammerei wohl genauso großen Anteil wie ihre Begriffsstutzigkeit. Die meisten anderen Charaktere sind relativ flach geblieben, insbesondere Zoës Eltern, aber auch die 'Bösen', aus deren Perspektive ebenfalls Kapitel geschildert werden. Den vermeintlichen Anführer fand ich interessant, weil er mit seiner brutalen Kaltherzigkeit das Geschehen weiter getrieben hat, während seine rechte Hand mit jedem Auftritt immer unfähiger wirkte. Ich weiß, dass die Szenen Zoës herausragendes Talent darstellen sollten, aber die plumpen Angriffsversuche waren für mich einfach nur immer wieder Zeichen für die Inkompetenz der Frau. Möglicherweise waren mir zu dem Zeitpunkt aber auch schon so viele Kritikpunkte ins Auge gefallen, dass der Gesamttenor meiner Beurteilung einfach nur noch in negative Richtung ging.


Fazit

Nach den vielen begeisterten Stimmen hatte ich große Hoffnungen für dieses Buch. Leider sind diese vollständig enttäuscht worden. Ich konnte die gesamte Handlung vorhersagen, ohne eine Seite gelesen zu haben. Die da Protagonistin ziemlich begriffsstutzig ist, kommt das Buch über die Erläuterung des Gesamtkonzepts nicht hinaus. Außerdem bedient sich die Autorin einiger Klischees. Hinzu kommen noch eine Instant-Liebesgeschichte und kaum mehr als zwei Charaktere, die ich sympathisch oder zumindest interessant fand. Da für das nächste Buch auch noch ein Liebesdreieck eingeführt wird, wird „Die Mission“ ohne mich stattfinden, da mich schon „Das Erwachen“ nicht überzeugen konnte und nur zwei Schreibfedern bekommt.

Ich bedanke mich beim cbt Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Tags: 17-year-old, dystopie, jugendbuch, science fiction   (4)
 

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

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Eiswelt

Jasper Fforde , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453319691
Genre: Fantasy

Rezension:

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Rezension

Ich bin kein Freund von Büchern, die es darauf anlegen, Kritik an der modernen Gesellschaft zu üben. Ja, im Grunde tun Science-Fiction-Bücher das immer, aber oftmals kann ich trotzdem einfach die Geschichte lesen, ohne dass mir die Kritik oder die Moral von der Geschicht' ins Gesicht springt. In „Eiswelt“, und das rechne ich dem Autor hoch an, ging erstaunlicherweise beides. Ich habe interessiert und fasziniert die Geschichte verfolgt, die in einer Welt spielt, die unsere moderne Welt so offensichtlich konterkariert, dass es einfach nicht zu übersehen ist.

In Ffordes Welt, die sich nach wie vor in der Eiszeit befindet, herrscht Klimawandel: es wird jedes Jahr immer kälter. Um diese Entwicklung aufzuhalten, gibt es Vergütungen für die Länder, die einen besonders hohen Emissionsausstoß haben. In den eisigen Wintern begeben sich die Menschen in den Winterschlaf. Dafür müssen sich sich im Herbst möglichst viele Fettreserven anfuttern, das heißt: Kalorienzählen ist angesagt (je mehr, desto besser!) und jegliche körperliche und geistige Aktivität wird so weit wie nur irgend möglich eingeschränkt, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Zudem wächst den Menschen ein Winterpelz, sodass sie schlussendlich überall behaart sind. Diese und viele weitere Aspekte, die unserer modernen Gesellschaft so offensichtlich widersprechen, verknüpfen sich sinnvoll und schlüssig zu einer faszinierenden Welt, die die perfekte Grundlage für die spannende Geschichte liefert.


Bis das Buch tatsächlich spannend wird, dauert es allerdings eine Weile. Die Handlung wird sehr, sehr langsam aufgebaut. Die Eiswelt wird in allen Details beschrieben und erläutert, wenn sich die Gelegenheit bietet, und alle Charaktere werden ausführlich vorgestellt. Währenddessen werden bereits die Grundlagen für die Handlung gelegt, doch es dauert lange, bis diese richtig ins Rollen kommt. Dann ist sie aber sehr spannend, denn der Autor geht nicht gerade zimperlich mit liebgewonnenen Charakteren um. Auch brauchen wichtige Figuren lange, bis sie Charlie ins Vertrauen ziehen, sodass sich erst nach und nach herauskristallisiert, in welchen Konflikt er dort hinein geraten ist. Oder eher: In welche Konflikte. Bis zur Auflösung wusste ich nicht sicher, wie viele verschiedene, unabhängige Auseinandersetzungen es dort eigentlich gibt, wie viele Parteien in welchen Konflikt involviert sind und welche Person auf welcher Seite steht. Das Buch hat mich wirklich lange rätseln lassen, worauf es überhaupt hinauslaufen soll.


Überraschungen hat der Autor aber nicht nur in der Handlung, sondern auch in vielen Charakteren versteckt. Eine Menge Enthüllungen kamen für mich vollkommen unerwartet. Vieles habe ich so tatsächlich nicht kommen sehen. Das hat mir sehr gefallen, denn es hat den Figuren noch mehr Tiefe gegeben. Zugegebenermaßen war ich mir zwischendurch nicht sicher, ob ich noch eine Merkwürdigkeit würde verkraften können, denn fast alle Charaktere sind, gelinde gesagt, skurril. Doch jedes Mal, kurz bevor der Autor mich verloren hat, hat eine Figur ein Geheimnis offenbart, dass bei mir gleichermaßen Faszination und Verständnis ausgelöst hat. So sind sie mir mit der Zeit still und heimlich ans Herz gewachsen und ich begonnen zu hoffen (manchmal vergeblich), dass der Winter sie nicht holen würde.


Fazit

Die „Eiswelt“, in der die Geschichte spielt, konterkariert unsere moderne Welt so sinnvoll, schlüssig und interessant, dass mir die offensichtliche Gesellschaftskritik das Lesevergnügen überraschenderweise nicht verdorben hat. Die Welt ist die perfekte Grundlage für die spannende Geschichte, die immer wieder mit überraschenden Wendungen aufzuwarten weiß und mich über viele Dinge bis zum Schluss hat rätseln lassen. Die skurrilen, faszinierenden Charaktere überraschen immer wieder mit Enthüllungen, die ich absolut nicht habe kommen sehen, und erhalten damit nicht nur Tiefe, sondern sind mir auch wirklich ans Herz gewachsen. „Eiswelt“ hat mir als interessantes Gesamtkonzept mit gelungener Umsetzung gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.


Ich bedanke mich beim Heyne Verlag und beim Bloggerportal Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

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Tags: fantasy, science fiction, winter   (3)
 

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243 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1 - Das Erwachen

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

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Rezension

An diesem Buch haben mich mehrere Dinge neugierig gemacht: Zum einen war ich gespannt darauf, wie eine Buchserie funktionieren würde, zum anderen fand ich die Idee faszinierend, historische Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci und Albert Einstein eine Rolle in einer Fantasy-Welt spielen zu lassen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, bin ich allerdings immer noch etwas unschlüssig. Die grundsätzliche Idee der Geschichte finde ich sehr interessant, ebenso wie die Überführung der historischen Personen in die Gegenwart. Besonders angesprochen hat mich, dass die Aufmachung Zauberergeschichten gleicht, die Charaktere aber immer wieder darauf hinweisen, dass Begriffe wie 'Zauberstab' der Fantasie der Menschen entsprungen sind, die nicht zu magischen Gemeinschaft gehören. Damit sind es hauptsächlich die kleinen Details und Easter Eggs, die mir an dem Buch gefallen haben.


Probleme hatte ich dagegen mit der Geschwindigkeit der Handlung, die sehr hoch ist. Da die Perspektive oft zwischen diversen Charakteren hin und her wechselt, wurde die Handlung enorm schnell vorangetrieben. Es handelt sich bei der Geschichte zwar um eine Serie zusammenhängender Kurzgeschichten, die zunächst einzeln veröffentlicht werden, sodass schon in jedem Teil etwas Essenzielles geschehen muss, trotzdem war es mir oftmals zu sprunghaft. Insbesondere, da sich die Geschwindigkeit und Sprunghaftigkeit nicht nur auf die Handlung beziehen, sondern auch auf die Wahrnehmungen der Charaktere. Stellenweise wechselten die Emotionen der Figuren satzweise. Ich war nicht in der Lage, diesem rasanten Wechsel der Gedanken und Gefühle zu folgen, sodass mich das Buch emotional trotz objektiv dramatischer Szenen nicht erreicht hat. Ebenso fehlte mir in den Beschreibungen die Tiefe, da Orte, Personen und Situationen auf handlungsrelevante Details zusammen gekürzt wirkten. Insgesamt sind die 334 Seiten des Buches fast reine Handlungsseiten, während mir Stimmung und Gedanken häufig zu kurz kamen.


Trotzdem war das Buch an vielen Stellen spannend, da die Handlung sich zwar sehr schnell entwickelt, der Autor seine Geheimnisse aber nur umso länger für sich behalten hat. Von Anfang an ist mir aufgefallen, dass er sehr gut darin ist, Namen von Personen nicht zu nennen, ohne dass dabei das Gefühl von künstlich eingebauten Synonymen entsteht. Dadurch kann er aus den Perspektiven von Tätern und Opfern berichten, spannende Details einfügen und trotzdem weiß der Leser nicht mehr als die anderen Charaktere. Es werden wichtige Figuren eingeführt, die erst viele Kapitel später einen Namen und eine Verbindung zu den anderen Ereignissen bekommen, sodass ich lange bezüglich der Identitäten rätseln konnte. Das betreibt der sowohl im kleinen Stil zwischendurch für einige Kapitel, um noch neugieriger darauf zu machen, welche anderen historischen Persönlichkeiten im Rat sitzen, als auch in einem großen Spannungsbogen über das gesamte Buch, da ein Verräter gesucht wird, der mehrfach aktiv auftritt, aber fast bis zum Schluss namenlos bleibt.


Fazit

Meine Meinung zu diesem Buch ist zwiegespalten. Auf der einen Seite fand ich es faszinierend, wie historische Persönlichkeiten dort eine Rolle bekommen haben und wie kleine Details die Geschichte einzigartig machen. Oft war es spannend, da der Autor Identitäten selbst von handelnden Figuren manchmal geheim gehalten und damit Raum zum Rätseln gegeben hat. Auf der anderen Seite ist das Erzähltempo durch das Kurzgeschichtenformat extrem hoch, sodass nicht unmittelbar relevante Aspekte, Beschreibungen und vor allem die Gedanken und Gefühle der Charaktere zu kurz kommen. „Das Erbe der Macht. Schattenchronik 1 – Das Erwachen“ hat mir in der Idee gut gefallen, war mir in der Umsetzung aber zu hektisch, sodass ich drei Schreibfedern vergebe.


Ich bedanke mich bei der Greenlight Press und bei NetGalley für das Rezensionsexemplar.

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Tags: fantasy, licht gegen schatten, low fantasy, magie, urban fantasy   (5)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Zeitalter der Fünf - Priester

Trudi Canavan , Michaela Link
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.10.2018
ISBN 9783734161759
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

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(92)

218 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

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The Ivy Years - Solange wir schweigen

Sarina Bowen , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2018
ISBN 9783736308060
Genre: Liebesromane

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Rezension

Wie nicht anders zu erwarten war, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich kann nicht behaupten, dass die Handlung übermäßig spannend gewesen ist, aber irgendwie war es dann trotzdem plötzlich schon zu Ende. Der lockere Schreibstil und der ständige Wechsel zwischen den Perspektiven der beiden Protagonisten haben mich gut unterhalten, sodass ich glatt durch gerutscht bin.


Mit einen großen Anteil daran, dass ich das Buch so schnell beendet habe, haben die vielen interessanten Charaktere, die das Buch zu bieten hat. Protagonist John Rikker, der geoutet ist und damit zurecht kommen muss, der einzige schwule Spieler der Liga zu sein, war mir vom ersten Moment an sympathisch. Besonders angesprochen hat mich an ihm, dass er seine Homosexualität nie an die große Glocke hängt. Er sieht sich als Eishockeyspieler, als Enkel und als Freund, nicht als den schwulen Eishockeyspieler, den schwulen Enkel und den schwulen besten Freund. Wäre seine Homosexualität nicht die Ursache vieler seiner Probleme, fände er sie gar nicht erwähnenswert. Auf der anderen Seite ist Michael Graham, der zweite Protagonist, so tief 'in the closet', dass er nicht einmal Wörter wie 'schwul' aussprechen kann. Seine Selbstbeschreibung trifft es genau auf den Punkt: „Ich war der übelste Homophobe der Welt. Schließlich bedeutet homophob, dass man Angst vor Homosexuellen hat. Und ich machte mir aus Angst vor mir selbst in die Hose.“ (S. 61) Damit wollen beide Protagonisten überhaupt nicht über das Thema sprechen, werden aber immer wieder damit konfrontiert. Ihr unterschiedlicher Umgang damit hat eine interessante Dynamik hervorgerufen.

Gefallen haben mir aber auch viele andere Figuren, die in der Geschichte eine Rolle gespielt haben. Beispielsweise interessiert sich der Mannschaftskapitän nur für die Leistungen auf dem Eis und nicht für die Partner im Bett. Ein Mannschaftskollege, der es zunächst einfach nicht besser weiß, entdeckt nach und nach, dass Homosexualität nicht ansteckend und Rikker ein ganz normaler Mensch ist. Rikkers Ex-Freund ist ein lustiges Energiebündel und er, sein neuer Freund und Rikker sind ein absolutes Vorbild dafür, wie erwachsen mit Liebe und Trennung umgegangen wird. Grahams Eltern machen viele typische Fehler, da Heteronormativität der Standard für sie ist, haben das Herz aber am rechten Fleck. Rikkers Großmutter ist gleichermaßen cool und witzig. Das Buch hat einfach eine solche Fülle sympathischer Charaktere, dass ich fast jede Szene gerne gelesen habe, um mehr über sie herauszufinden.


Am meisten berührt haben mich in diesem Buch aber die Rückblicke auf die Zeit, in der Rikker und Graham als Teenager gemeinsam zur Schule gegangen sind. In kurzen Erinnerungen wird dargelegt, was damals zwischen ihnen geschehen ist. Die aufgekratzte Stimmung, wenn sie allein waren, war ansteckend. Die aufregende Heimlichtuerei, damit niemand von ihnen erfährt, die neugierige Erkundung der neuen Gefühle und die hektische Beschäftigung mit ihren körperlichen Reaktionen aufeinander waren fesselnd. Die Auswirkungen des bitteren Endes und welche Folgen dies auch sechs Jahre später noch für ihr Leben hat, haben mich beinahe zu Tränen gerührt. Es ist der Autorin wunderbar gelungen, all diese Emotionen einzufangen und sie in den vergleichsweise kurzen Abschnitten zu verdeutlichen. Als sie noch verliebte Teenager waren, haben ihre Gedanken und Empfindungen mich beinahe noch mehr mitgerissen als als sie als junge Erwachsene wieder aufeinander treffen.


Fazit

Das Buch hat mich gut unterhalten. Es lässt sich locker lesen, auch wenn es nicht übermäßig spannend ist. Die Geschichte hat insbesondere viele sympathische, interessante Charaktere zu bieten. Da ich mehr über jeden erfahren wollte, habe ich fast jede Szene gerne gelesen. Berührt haben mich dabei vor allem die Rückblicke auf die Zeit vor sechs Jahren. Die Autorin hat die Emotionen der frisch verliebten Teenager so gut eingefangen, dass sie fast fesselnder und ansteckender waren als die Gefühle der erwachsenen Protagonisten. „The Ivy Years – Solange wir schweigen“ war ein unterhaltsames Buch, das mir gut gefallen hat und dafür vier Schreibfedern bekommt.


Ich bedanke mich beim LYX Verlag und bei NetGalley für das Rezensionsexemplar.

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Tags: homosexualität, new-adult, sport   (3)
 

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211 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Mortal Engines - Krieg der Städte

Philip Reeve , Gesine Schröder , Nadine Püschel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.10.2018
ISBN 9783596702121
Genre: Fantasy

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Rezension

An dieses Buch bin ich mit den völlig falschen Erwartungen herangegangen. Der Aufkleber auf dem Cover verkündet, aus dem Buch würde „Der neue Kino-Blockbuster von Peter Jackson“ werden und der Trailer zum Film sah auch vielversprechend aus. Dementsprechend habe ich eine epische, spannende Science-Fiction-Geschichte erwartet. Bekommen habe ich stattdessen ein Kinderbuch, das in meinen Augen nicht einmal besonders liebevoll umgesetzt wurde. Ich kann mir die Geschichte sehr gut als Blockbuster vorstellen und stellenweise hatte ich das Gefühl, der Autor hätte auch lieber einen Film daraus gemacht. Selbst als Buch hätte die abgefahrene Idee, Städte mobil zu machen und sie sich gegenseitig jagen zu lassen, funktionieren können, wenn die Umsetzung nicht so völlig daneben gegangen wäre.


Schon von den ersten Seiten an hat der Schreibstil in mir das Gefühl geweckt, ich würde ein Kinderbuch lesen. Die Beschreibungen waren oberflächlich und platt. Es gab keine Details. Die Kapitel lasen sich wie eine Zusammenfassung, weil beispielsweise oftmals einfach nur das Ergebnis eines Gesprächs genannt wird, statt das Gespräch zu schildern. Dadurch sind alle Szenen schnell abgehakt, es gibt Zeitsprünge ohne Ende und manchmal wird in einem Kapitel, das scheinbar direkt an das vorherige anschließt, drei Seiten später in einem Nebensatz erwähnt, dass übrigens inzwischen eine Woche vergangen ist. Deshalb bin ich nie wirklich in die Geschichte hinein gekommen. Alles wirkte eher wie ein vorläufiges, zusammengefasstes Konzept, insbesondere was Toms Reiseroute anging, weil er nach 100 Seiten schon sechsmal quer über den europäischen Kontinent das Setting gewechselt hatte. In der gleichen Geschwindigkeit wechselten die Emotionen. Teilweise wurde das gesamte Spektrum in nur einem Satz abgearbeitet, sodass ich mir gar nicht mehr die Mühe gemacht habe, hinterher zu kommen. Das Buch funktioniert nur über „telling“, nicht über „showing“. Es wird immer genannt, was die Charaktere fühlen, wo sie sich befinden oder welches Objekt gerade eine Rolle spielt, ohne Beschreibungen für irgendein Sinnesorgan einzufügen. Damit las es sich mehr wie ein Sachbuch als wie Belletristik. Außerdem war die Geschichte an vielen Stellen einfach nur unrealistisch. Beispielsweise wollen sie zu Fuß eine schnell fahrende Stadt einholen oder wandern mit Schusswunden im Bein und mehreren gebrochenen Rippen noch munter durch die Gegend. Selbst für ein Kinderbuch machte es an den meisten Stellen erschreckend wenig Sinn.

Und bislang habe ich noch nicht einmal die eindimensionalen Charaktere erwähnt. Diese sind auch geistig sehr einfach gestrickt, weil sie alle ihr Herz und ihr Hirn auf der Zunge tragen. Sie tun und sagen direkt und ungefiltert, was ihnen durch den Kopf geht. Dadurch gibt es keine Geheimnisse, keine hinterlistigen Pläne und grundsätzlich keine Überraschungen. Das war dezent langweilig, weil auch Dialoge kaum mal länger als drei Wortwechsel gedauert haben, da schließlich jeder ohne Umschweife sein Anliegen vorbringt und genauso direkt eine Antwort bekommt. Gleiches erwarten sie dann allerdings auch von allen anderen Figuren, sodass sie jedes Mal überrascht sind, wenn sie von den vollkommen offensichtlichen böswilligen Motiven der Menschen erfahren. Keiner der Erzähler hat irgendeine Form von Menschenkenntnis. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass Tom jedes Mädchen, das er trifft, auf ihre Schönheit oder Hässlichkeit reduziert. Er ist in ungefähr jedes Mädchen verliebt, das er trifft, und wiederholt immer wieder, wie hübsch sie doch alle sind. Und dann ist da noch Hester Shaw, die durch einen Schwertstreich im Gesicht entstellt ist, sodass ihr Mund zu einer hässlichen Fratze verzogen ist. Sie findet er hässlich und ihre Hässlichkeit wird auch jedes Mal erwähnt, wenn sie in der Geschichte vorkommt. In Summe sollen die Protagonisten alle um die 15 Jahre alt sein, benehmen sich aber wie höchstens Zehnjährige, sodass ich ihnen das einfach nicht abnehmen konnte. Leider trifft das aber nicht nur auf die Teenager, sondern auch auf die Erwachsenen zu, die auf einen Charakterzug reduziert werden und sich ebenfalls wie Kinder verhalten. Insbesondere in den „Bösen“ konnte ich kaum mehr als die Karikaturen von Bösewichten aus Geschichten für kleine Kinder sehen.


Der einzige Aspekt, der nicht so ganz dazu passt, dass es sich wie ein Buch für Grundschulkinder liest, ist der Berg an Leichen. Und das ist keine Übertreibung. Da Tom es keine zwei Seiten an einem Ort aushält, lernt er im Laufe seiner Reise eine Menge Menschen kennen oder wirft zumindest einen Blick auf ihre Städte. Die Personen, die am Ende des Buches noch am Leben sind, kann ich an einer Hand abzählen. Überall, wo Tom hinkommt, werden Menschen abgeschlachtet, in die Luft gesprengt oder schuften sich zu Tode. Leichen mit verrenkten Gliedmaßen, verkohlte Körper, niedergemetzelte Kinder und abgerissene Extremitäten stellen keine Seltenheit dar.

Die Art, wie von diesen Dingen berichtet wird, passt allerdings dann schon wieder zu einem Kinderbuch, denn Morde werden genauso geschildert wie der Rest der Geschichte: kurz, knapp und nebensächlich. Es wird in einem kurzen Satz erwähnt, dass die Piraten alle Menschen, die zu schwach zum Arbeiten sind, abschlachten und auf die Müllhalde werfen. Tom streitet sich mit einem Mann über einen Schwerkranken und eine Seite später wird eingeworfen, dass der Kranke übrigens gerade gestorben ist. Bei einer näher bekannten Figur stellt Tom fest, dass sie nach ihrem Tod „dümmlich“ in den Himmel starrt. Die ganzen Todesfälle werden als so unwichtig und vor allem dermaßen respektlos dargestellt, dass mir dazu echt nichts mehr einfällt.


Fazit

Das Buch ist völlig an meinen Erwartungen vorbei gegangen und hat mir überhaupt nicht gefallen. Es las sich für mich wie ein liebloses Kinderbuch: oberflächliche Erzählungen, keine Details, viele Zeitsprünge und einige unrealistische Aspekte, die einfach keinen Sinn ergaben. Die Charaktere waren eindimensional, langweilig, ohne jegliche Menschenkenntnis und haben sich benommen wie Zehnjährige – sowohl die Jugendlichen als auch die Erwachsenen. Das alles wurde gemischt mit blutigem Niedermetzeln unzähliger Menschen und einem riesigen Berg verstümmelter Leichen, wobei beides als unwichtige Nebensächlichkeit und ohne jeglichen Respekt immer nur kurz am Rand erwähnt wurde. An „Mortal Engines: Krieg der Städte“ gab es außer der Tatsache, dass es fahrende Städte gibt, schlichtweg nichts, woran ich auch nur im Ansatz Gefallen gefunden hätte, sodass ich nur eine Schreibfeder vergebe.

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Tags: kinderbuch, science fiction   (2)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Kings Rising: Captive Prince Book Three (The Captive Prince Trilogy) by Pacat, C. S.(February 2, 2016) Paperback

C.S. Pacat
Flexibler Einband
Erschienen bei Berkley, 01.01.1700
ISBN B015QNJ0YW
Genre: Sonstiges

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Rezension

Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!


HeroesandHeartbreakers.com sagt zu dieser Reihe: „Have you read Captive Prince? If you haven't, what are you waiting for?“ Dieser Meinung kann ich mich nur absolut anschließen. Auch den finalen Band habe ich an einem Stück verschlungen. Es bleibt bis zum Schluss wahnsinnig spannend durch Verrat und geheime Pläne. Der Krieg wird nach wie vor mehr mit dem Verstand geführt als mit dem Schwert. Diese Tatsache hat auch im dritten Buch kaum etwas von ihrer Faszination eingebüßt, obwohl sie allein nicht ganz ausreicht, um dieselbe Stimmung zu erzeugen wie in den ersten beiden Teilen.


In diesem Teil ist mir zudem das erste Mal bewusst aufgefallen, dass sich die Reihe an mitdenkende Leser richtet. Immer wieder gibt es Ereignisse, die Damen schildert, aber nicht versteht. Er ist schnurgerade Waffengewalt gewöhnt und nicht die schmutzigen Hinterhalte, die Laurent und sein Onkel füreinander legen. Unter anderem, weil auch ich nicht jede Entscheidung Laurents sofort verstanden habe, fand ich diese intellektuelle Auseinandersetzung so beeindruckend. Nach und nach setzt Damen im Laufe der Geschichte die Puzzlestücke zusammen und kann damit rückblickend Laurents Handlungen verstehen. Die Momente, in denen die Erkenntnis ihn trifft, werden dem Leser mitgeteilt – die Erkenntnis selbst und der Weg dorthin jedoch nicht. Es ist allerdings ohne Schwierigkeiten möglich, diese Dinge selbst zu verstehen, da der Leser alle Informationen bekommt, die Damen hat. Ich fand es herrlich erfrischend, dass ich selbst meine Schlüsse ziehen musste, statt alle Erkenntnisse und Offensichtlichkeiten noch einmal vorgekaut zu bekommen. Üblicherweise denken Charaktere über ihre Erkenntnisse nach, um sicherzustellen, dass der Leser es auch wirklich verstanden hat. Das geschieht in dieser Reihe nicht. Es gibt keine unnötigen Wiederholungen.


Außerdem hat mir in diesem Buch ganz besonders der Umgang mit der schwierigen Beziehung zwischen Laurent und Damen gefallen. Ich habe die Reaktionen auf die Enthüllung von Damens Identität als sehr realistisch empfunden. Sie waren genau so, wie ich sie mir erhofft habe. Damit wurde viel Drama eingespart, das die Handlung von den beginnenden Kriegen abgelenkt hätte. Nichtsdestotrotz kann nicht rückgängig gemacht werden, was Damen getan hat. Die Lösung, die die Autorin für dieses Problem gefunden hat, ist einfach perfekt. Beide Charaktere gehen authentisch mit dem Konflikt um und verarbeiten die Ereignisse. Es hat mir sehr gut gefallen, dass dieser Aspekt nicht einfach unter den Tisch gekehrt und unter der finalen Auseinandersetzung mit den jeweiligen Thronräubern begraben wurde.


Fazit

Das Finale der Reihe ist bis zum Schluss spannend. Die beeindruckende Auseinandersetzung zwischen Laurent und seinem Onkel bleibt faszinierend und sorgt für einige Überraschungen. Dass ich dabei eigene Schlüsse ziehen musste, weil das Buch nicht alle Erläuterungen vorkaut, fand ich sehr erfrischend. Außerdem hat mir die weitere Entwicklung zwischen Laurent und Damen sehr gefallen. Beide verarbeiten den Konflikt authentisch, wodurch die Autorin Drama einspart und außerdem eine perfekte Lösung gefunden hat. „Kings Rising“ war ein toller Abschluss, der bezüglich der Atmosphäre nur nicht ganz mit dem überragenden Rest der Reihe mithalten konnte, sodass ich vier Schreibfedern vergebe.

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Tags: adult content, fantasy, high fantasy, homosexualität   (4)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Prince's Gambit: Captive Prince Book Two (The Captive Prince Trilogy) by C. S. Pacat (2015-07-07)

C. S. Pacat;
Flexibler Einband
Erschienen bei Berkley; Reprint edition (2015-07-07), 01.01.1800
ISBN B017YCKB50
Genre: Sonstiges

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Rezension

Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!


Dieses Buch habe ich an einem Stück gelesen. Wie schon beim vorherigen Teil konnte ich einfach nicht mehr aufhören, nachdem ich einmal angefangen hatte. Die Spannung steigt immer weiter, sodass es keinen Punkt gibt, an dem die Geschichte guten Gewissens pausiert werden kann. Bis 3 Uhr nachts habe ich gelesen und musste mich nach dem dramatischen Cliffhanger wirklich zusammen reißen, um mich nicht direkt in den dritten Band zu stürzen.


In diesem zweiten Band, der definitiv kein klassischer Mittelteil ist und der mir sogar noch ein Stück besser gefallen hat als der überragende erste Teil, gab es viele Aspekte, die ich geliebt habe. Durch die Reise an die Grenze zu Akielos, die durch das gesamte Königreich Vere führt, ist die faszinierende Welt genauer erkundet worden. Damen besucht dabei nicht nur unterschiedliche Städte und Dörfer in Vere, sondern lernt auch Gebräuche aus den Nachbarländern kennen. Da die Charaktere den Königshof verlassen haben, gab es diesmal zudem mehr Handlung, ohne dass jedoch der Ton des ersten Buches verloren gegangen wäre. Laurent befindet sich nun aktiv im Feldzug, doch die Intrigen des Königshofs spinnen ihr Netz bald über den gesamten Kontinent. Jede Entscheidung, die Laurent trifft, ist ein Zug im Schachspiel mit seinem Onkel, bei dem beide dutzende Schritte im Voraus geplant haben. Diese intellektuelle Auseinandersetzung war grandios zu verfolgen und hat für viel Spannung gesorgt, denn die tatsächlichen Handlungen befinden sich so viele Schritte hinter den geistig bereits durchgeführten Zügen, dass Entwicklungen mehrfach nach Katastrophen aussehen und am Ende doch Siege oder zumindest eine Neutralisation der Gefahr sind. Diese Kriegsspiele waren enorm beeindruckend.


Am allermeisten hat mir jedoch die Verbindung zwischen Damen und Laurent gefallen. Wie schon im ersten Teil haben sie auch diesmal wieder ein atemberaubende Chemie. Anders als zu Beginn entwickeln sich die Dinge zwischen ihnen in diesem Teil aber weiter, wie ich rückblickend festgestellt habe. In ganz, ganz winzigen Schritten lässt die Abneigung zwischen ihnen nach. Es gibt Momente erzwungenen Vertrauens, in denen dieses Vertrauen nicht missbraucht wird. Ein Ratschlag Damens wird angenommen und führt zum Erfolg. Laurent inszeniert sich selbst, gibt aber doch auf seine Männer acht und erlangt dadurch ein kleines Stück Respekt. Alle Entwicklungen zwischen den beiden sind langsam und plausibel, sodass ich sie gar nicht bewusst wahrgenommen habe. Als sich die knisternde Spannung zwischen ihnen schlussendlich entlädt, war das für mich nur der logische Schluss, ohne dass ich hätte sagen können, wie sie überhaupt an diesen Punkt gekommen sind. Ihre Beziehung entwickelt sich so unaufdringlich und natürlich, dass erst am Endpunkt wirklich wahrgenommen habe, wie viel sich zwischen ihnen verändert hat. Slow burn romance par excellence.


Fazit

Den überwältigenden ersten Teil der Reihe habe ich schon geliebt, aber irgendwie hat dieses Buch es geschafft, noch ein Stück genialer zu sein. Diesmal verlassen die Charaktere den Königshof, wodurch es mehr Handlung gibt und die Welt genauer erkundet wird. Die intellektuellen Kriegsspiele erreichen derweil ein neues Hoch, waren grandios zu verfolgen, immer wieder überraschend und sehr beeindruckend. Außerdem entwickelt sich die Verbindung zwischen Laurent und Damen ganz langsam, plausibel, unaufdringlich und natürlich, sodass ich erst am Ende gemerkt habe, wie weit sie gekommen sind. „Prince's Gambit“ ist ein Paradebeispiel für eine slow burn romance gemischt mit nervenaufreibend spannender Handlung, sodass ich alle fünf Schreibfedern vergebe.

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Tags: adult content, fantasy, high fantasy, homosexualität   (4)
 

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(11)

31 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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What If It's Us

Becky Albertalli , Adam Silvera
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Balzer & Bray/Harperteen, 09.10.2018
ISBN 9780062868671
Genre: Sonstiges

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Rezension

Auf dieses Kooperationswerk zweier genialer Autoren habe ich lange gewartet. Becky Albertalli hat mich mit ihrem Buch „Simon vs. the Homo Sapiens Agenda“ (dt. „Nur drei Worte“, neuerdings als „Love, Simon“ bekannt) nicht nur dahinschmelzen, sondern oftmals auch lauthals lachen lassen. Zucker pur, aber wunderschön und witzig. Adam Silvera dagegen hat mich mit „More happy than not“ mit gebrochenem Herzen, aber glücklich zurückgelassen. Ich habe, entgegen meiner Gewohnheit, Rotz und Wasser geheult, gleichzeitig aber auch gelacht. Überflüssig zu erwähnen, dass ich mit der Erwartung an „What if it's us“ herangegangen bin, anfangs himmelhoch zu jauchzen und am Ende zerstört zu werden. Mit dem Anfang hatte ich recht, mit dem Ende – eher nicht.


Zum ersten Mal hat mich das Buch nach drei Seiten zum Lachen gebracht. Und das war nur der Auftakt zu mehreren Stunden Gekicher und Gelächter, wofür ich mehrfach merkwürdige Blicke kassiert habe. Der Humor ist großartig und es gibt eine Menge Situationskomik. Das ist nicht nur Arthur und Ben zu verdanken, die abwechselnd Kapitel erzählen, sondern auch den anderen auftauchenden Charakteren. Alle Figuren haben etwas Einzigartiges und waren mir so sympathisch, dass ich auch über ihr Leben und ihre Gedanken mehr wissen wollte. Es kam regelrecht Wohlfühlstimmung auf, wenn diese Nebenfiguren die Bühne betreten haben. Insbesondere am Anfang war das oft der Fall, denn nachdem sich Arthur und Ben das erste Mal gesehen haben, verlieren sie sich wieder aus den Augen und es dauert eine ganze Weile, bis sie das nächste Mal aufeinander treffen. Das hat viel erwartungsvolle Spannung aufgebaut. Ich konnte gar nicht schnell genug weiter lesen, um zu wissen, wann sie sich endlich wiedersehen. Die ersten zwei Drittel des Buches waren perfekt und genau das, was ich von ihnen erwartet habe.


Leider konnte das letzte Drittel das Niveau nicht ganz halten. Am meisten enttäuscht haben mich die vorhersehbaren, unnötigen Dramen, die sich nicht nur zwischen Arthur und Ben, sondern auch zwischen ihnen und ihren Freunden abspielen. Es gab Entwicklungen, die so offensichtlich waren, dass ich schon hunderte Seiten vorher darüber Bescheid wusste. Außerdem hätten einige Streits verhindert werden können, wenn die Charaktere sich einmal gegenseitig hätten ausreden lassen statt nach zwei Wörtern anzunehmen, sie wüssten, worauf der Gegenüber hinaus will. Dass sowohl Arthur als auch Ben sich nicht nur gegenseitig nicht mehr sehen wollen, sondern auch noch all ihre Freunde auf einmal von sich stoßen, sodass beide völlig allein dastehen, war mir einfach zu viel künstliches Drama. Ich muss dem Buch zugute halten, dass diese Situation dann nicht unendlich ausgewalzt, sondern relativ schnell gelöst wird. Trotzdem hat sie mich so verstimmt, dass ich das Ende dann auch nur okay fand. Es war schon wie erwartet, traurig und doch hoffnungsvoll, aber die überflüssigen Dramen haben mich aus der Geschichte katapultiert, sodass ich den Schluss emotional sehr distanziert gelesen habe. Ich war meilenweit davon entfernt, Tränen zu vergießen; besonders glücklich war ich allerdings auch nicht.


Fazit

Ich bin mit der Erwartung an das Buch herangegangen, am Anfang viel zu lachen und am Ende zerstört zu werden. Die ersten zwei Drittel waren dann auch tatsächlich perfekt: Großartige Situationskomik und trockener Humor verbunden mit einzigartigen Charakteren, die Wohlfühlstimmung verbreiten, und erwartungsvoller Spannung. Zum Ende hin hat das Buch dann leider abgebaut. Es gab vorhersehbare, unnötige Dramen, die künstlich aufgebauscht wurden und mich den Schluss emotional distanziert haben lesen lassen. „What if it's us“ war lange alles, was ich wollte, aber da ich gegen Ende den Kontakt zur Geschichte verloren habe, vergebe ich nur vier Schreibfedern.

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Tags: homosexualität, jugendbuch   (2)
 

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(62)

350 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Wütender Sturm

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 12.10.2018
ISBN 9783551583819
Genre: Jugendbuch

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Rezension

Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!


Der letzte Teil der Reihe ist mit fast 800 Seiten noch einmal ein ziemlicher Brocken. Allerdings musste ich nur einen Bruchteil davon lesen, bevor ich schon überzeugt war. Auf Seite 40 wusste ich, dass ich das Buch lieben würde. Das dramatische Ende des dritten Teils hat bei mir einige Hoffnungen für den finalen Band entstehen lassen, insbesondere bezüglich einer uns wohlbekannten silbernen Prinzessin sowie Mares Beziehung zu Cal. Dieser letzte Teil fängt genau dort an, wo der dritte Band endete, sodass ich schon nach nur zwei Kapiteln wusste, dass diese Hoffnungen sämtlich erfüllt werden würden. Das ist dann auch tatsächlich der Fall gewesen. Dieses Buch ist alles, was ich mir erhofft hatte.


Wie auch schon im vorherigen Band spielen hier die politischen Ränkespiele eine große Rolle. Nicht nur die verschiedenen Silber-Häuser und die Scharlachrote Garde sind darin verwickelt, sondern auch das abgespaltene Königreich und einige Nachbarländer. Diese vollkommen verschiedenen Parteien müssen Bündnisse miteinander eingehen und es war sehr spannend zu beobachten, welche Angebote sie sich gegenseitig unterbreiten. Dabei werden durch die Perspektiven von Mare, Evangelina und Iris die Ziele und Motive verschiedener Splittergruppen beleuchtet. Es war richtig interessant zu verfolgen, wer welche Intrigen geplant hat, teilweise ohne die Bündnispartner und sogar die Mitglieder der eigenen Gruppe zu informieren. Das alles führte zu einem ständigen Wechsel der Loyalitäten innerhalb und zwischen den Bündnissen, der wirklich nervenaufreibend war. Bis zum Schluss war offen, welche Splittergruppe ihre Ziele am Ende würde durchsetzen können – Cal, Maven, König Samos, die Scharlachrote Garde, Montfort, die Lakelands, Piedmont, die Plünderer oder doch jemand ganz anderes. Jeder wollte am Ende über Nortas Zukunft bestimmen und durch Intrigen, Verrat, Bestechung, Manipulation oder schlicht gut ausgerüstete Armeen hätte auch jeder am Ende der letzte Spieler auf dem Brett sein können. Ich musste mich zusammen reißen, um nicht zum Epilog zu blättern.


Neben den Teilen, die regelrechte Politthriller waren, haben mir auch viele andere Aspekte des Buches gut gefallen. Es war sehr interessant, mit Montfort ein Land kennenzulernen, in dem Rote, Silberne und Neublüter friedlich miteinander leben und das außerhalb einer Monarchie. Die gesamte Gesellschaft dort war überraschend anders. Nicht nur dies hat zu einigen Charakterentwicklungen beigetragen. Wie schon im vorherigen Teil ist mir besonders Evangelina aufgefallen, doch auch andere Charaktere enthüllen bislang verborgene Geheimnisse. Insbesondere Mare hat mich in diesem Buch auch sehr glücklich gemacht, denn sie ist eine sehr starke, selbstständige und unabhängige Protagonistin geworden. Das hat die Autorin wunderbar mit der Romanze verbunden, die mir in ihrer Ausführung und Auflösung wahnsinnig gut gefallen hat – gerade weil ich Jugendbücher nicht wegen, sondern trotz der Liebesgeschichten lese. Damit ist das Buch ein für mich rundum gelungener Abschluss der Reihe.


Fazit

Dieses Buch war alles, was ich mir davon erhofft habe. Nach zwei Kapiteln war ich schon glücklich und wusste, dass ich das Buch lieben würde. Und das habe ich auch getan. Die politischen Ränkespiele waren nervenaufreibend, die Splittergruppen mit ihren Motiven interessant und die Geschichte durch ständige Wechsel der Loyalitäten spannend. Mare ist eine starke und unabhängige Protagonistin, die mich mit ihren Entscheidungen begeistert hat. Sogar die Romanze fand ich wunderbar. „Wütender Sturm“ ist ein perfekter Abschluss der Reihe und bekommt fünf Schreibfedern.

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Tags: fantasy, high fantasy, jugendbuch, magie   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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The Summoner's Handbook (Summoner Trilogy)

Taran Matharu
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 02.10.2018
ISBN 9781250189554
Genre: Fantasy

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Rezension

Kann Spoiler bezüglich der Reihe „Die Dämonenakademie“ enthalten!


Ich habe mich riesig gefreut, mit diesem Buch noch einmal nach Hominum zurückkehren zu können. Auch wenn es sich hierbei nicht um eine weitere Geschichte, sondern um eine Sammlung diverser Informationen handelt, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein toller Zusatzband für Fans mit (fast) allen Informationen, die ich schon immer gerne haben wollte. Dabei ist das Buch aufgebaut wie ein Nachschlagewerk für künftige Schüler der Dämonenakademie mit Vorworten und Anmerkungen einer Lehrkraft, sodass es trotzdem auf der Ebene der Geschichte läuft und die Charaktere anspricht statt den Leser.


Inhaltlich fand ich das Buch richtig interessant. Es beginnt mit dem Tagebuch von James Baker, das Fletcher im ersten Teil der Reihe in die Finger bekommt. Dieses Tagebuch las sich zum Teil wie ein kleine Geschichte, sodass ich es gebannt verfolgt habe. Über die Kurzauftritte bereits bekannter Personen habe ich mich dabei besonders gefreut. Außerdem werden über das Tagebuch Hintergrundinformationen geliefert, woher die Informationen über die verschiedenen Dämonen überhaupt stammen und welche Art und Gefahren mit der Sammlung dieser Erkenntnisse verbunden ist. Eingeschoben zwischen die Einträge sind diverse Essays einer ebenfalls bereits bekannten Figur zu den verschiedenen Völkern Hominums. Darin werden zusätzliche Informationen geliefert und bekanntes Wissen wird zusammengefasst und strukturiert.


Im zweiten Teil des Buches finden sich ein Index der Dämonen sowie nützlicher Glyphen. Dort sind die gesammelten Informationen mit wunderschönen Illustrationen versehen. Viele Dämonen sehen so niedlich oder so mächtig aus, dass ich sie gerne als Begleiter hätte. Es gab bereits in den Anhängen der Bücher der Reihe immer wieder Seiten, die der Dämonologie gewidmet waren, aber hier gibt es noch einmal alle Dämonen mit ihren Fähigkeiten und weiteren Informationen auf einen Blick. Besonders gefreut hat mich auch, dass es Abbildungen der Glyphen gibt, die zum Wirken der Magie in die Luft geätzt werden müssen. Dadurch kann ich sie mir besser vorstellen. Auch dieser Teil des Buches hat mich so begeistert, dass ich jetzt die ganze Reihe noch mal lesen möchte.


Fazit

Das Buch ist ein toller Zusatzband für Fans der Reihe. Es strukturiert das bereits vorhandene Wissen zu den Völkern Hominums, den Dämonen sowie den Glyphen. Außerdem werden einige neue Informationen geliefert. Das Tagebuch ist spannend, die Essays sind interessant und die Illustrationen der Dämonen wunderschön. Da ich jetzt außerdem die gesamte Reihe nochmals lesen möchte, bekommt „The Summoner's Handbook“ alle fünf Schreibfedern.

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Tags: dämonen, fantasy, high fantasy   (3)
 

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(43)

93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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AMANI - Heldin des Morgenrots

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.09.2018
ISBN 9783570164389
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Das Finale der Reihe um die Rebellion in der Wüste war wieder sehr spannend. Von der ersten Seite an steuert die Handlung auf eine ganz große Katastrophe zu. Der Konflikt zwischen den Rebellen und dem Sultan wird immer brisanter, da die Feinde des Staates Miraji von allen Seiten einströmen, morden, brandschatzen und das Land belagern. Über der Frage, ob letztendlich der Sultan im Amt bleibt oder der Rebellenprinz seinen Platz einnimmt, schwebte daher immer die Frage, ob Miraji als Land überhaupt eine Zukunft hat. Während der interne Bürgerkrieg das Volk entzweit, bereiten sich die Nachbarstaaten in Ruhe auf eine Übernahme vor. Da es deshalb öfter zu Kämpfen und blutigen Auseinandersetzungen kommt, müssen auch in diesem Buch wieder einige Charaktere ihr Leben lassen. Teilweise führt das zu regelrecht dramatischen Szenen, die Amani die schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens abverlangen. Obwohl sie meinen tiefsten Respekt für ihre Entscheidungen hat, die jedes Mal so gefallen sind, wie ich gehofft habe, hat das nicht gerade dazu beigetragen dass ich weniger um das Leben meiner Lieblingsfiguren gebangt habe.

Obwohl mich einige Tode wirklich traurig gestimmt haben, hat die Autorin einen ganz wunderbaren Weg gefunden, damit umzugehen. Sie hat die Taten dieser Figuren nämlich als Sagen und Legenden in Zwischenkapiteln eingefügt wie in den bisherigen Büchern der Reihe von den Taten des Ersten Helden und besonderer historischer Personen erzählt wurde. So wurde deutlich, auf welche Art auch Jahrhunderte später noch von den verstorbenen Mitgliedern der Rebellion erzählt werden würde. Aus den Personen sind Legenden geworden und das hat mich gleichermaßen berührt wie begeistert. In Form von Legenden sind zudem auch die Beweggründe überlebender Charaktere dargestellt worden, sodass es tiefere Einblicke in die Gedanken und Gefühle verschiedener interessanter Figuren gab, obwohl Amani nach wie vor die einzige Erzählerin ist.

Neben den aktuellen Legenden spielen jedoch auch die Sagen aus den vorherigen Büchern wieder eine Rolle. Die dort erzählten Geschichten werden wieder aufgegriffen und in die Handlung eingebaut. Damit werden in diesem finalen Band nicht nur sehr viele lose Fäden zusammengeführt, sondern auch Aspekte erneut eingebracht, die ich als bereits abgehandelt angesehen habe. Dies wird alles zu einem schönen, runden Ende gebracht. Es gibt zudem Ausblicke, wie es in Miraji weiter geht, und welche Zukunft die überlebenden Charaktere erwartet. Als Abschluss ist dieses Buch wirklich perfekt.
Durch die vielen Fäden, Nebenhandlungen und wieder auftauchenden Charaktere ging es in diesem Buch allerdings weniger um Amani und ihre Fähigkeiten. Ich fand es erfrischend, dass sie mit ihrer Rolle als vorübergehende Anführerin der Rebellen vollkommen überfordert war. Aber da so viel zu tun war, dass sie weder ihren Revolver noch ihre Fähigkeiten oft einsetzen konnte, ging ein wenig die Stimmung der vorherigen Bücher verloren. Beispielsweise fliegen die übrigen Rebellen oft mit den Gestaltwandler-Zwillingen, statt zu Fuß zu reisen und damit der Wüste und ihren Gefahren ausgesetzt zu sein. Damit haben die Eigenheiten des Settings keine Rolle mehr gespielt. Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, aber trotzdem der Grund, weshalb mir der finale Band nicht so gut gefallen hat wie der Vorgänger.

Fazit
Das Buch ist von Anfang an spannend. Verschiedene Kriege und Konflikte spitzen sich zu und ich habe immer um meine Lieblingsfiguren gebangt, weil einige Charaktere im Laufe der Handlung gestorben sind. Dass die Taten dieser Figuren schon zur aktuellen Zeit in Form von Legenden weitererzählt werden, hat mich berührt und begeistert. Die Legenden historischer Helden sowie alle anderen losen Fäden werden wieder aufgegriffen und zu einem runden Ende gebracht. Lediglich die Stimmung konnte mich nicht ganz mitreißen, weil es zu viel aufzuarbeiten und zu vielen Charakteren noch einmal eine Bühne zu geben galt. „Amani – Heldin des Morgenrots“ bekommt als gelungener Abschluss vier Schreibfedern von mir.

Ich bedanke mich beim cbj Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Tags: djinn, fantasy, high fantasy, jugendbuch   (4)
 

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(18)

37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Das Lied der Wächter - Das Erwachen

Thomas Erle
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.10.2018
ISBN 9783839223376
Genre: Fantasy

Rezension:

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Rezension

Der Klappentext des Buches hat mich so neugierig gemacht, dass ich schon von der ersten Seite an gar nicht schnell genug lesen konnte. Ich musste unbedingt wissen, was damals bei dem Unfall genau geschehen ist und welches Geheimnis die Regierung nun verbirgt. Da das erste Kapitel dann direkt beschreibt, wie vor 16 Jahren der Unfall stattgefunden hat, war ich von Anfang an gespannt dabei. Diese Spannung hat sich das ganze Buch über gehalten, denn es wurden nach und nach immer mehr mysteriöse Aspekte offenbart. Über Protagonist Felix gab es zunächst einen Eindruck davon, wie die Region mit der Sperrung des Schwarzwaldes umgeht. Viel interessanter fand ich jedoch, das Leben innerhalb der Sperrzone kennen zu lernen. Sowohl die Beschreibungen der Veränderung der Umgebung als auch die neuen Gesellschaftsstrukturen haben mich fasziniert. Darüber hinaus werden natürlich auch langsam Informationen darüber geliefert, welche Gefahr denn nun eigentlich in der Sperrzone lauert und wie sich der Vorfall damals auf die Menschen dort ausgewirkt hat. Das alles lernt Felix aus eigener Erfahrung, sodass es viele überraschende und brenzlige Situationen gibt. Über die Hintergründe wird zwar bis zum Schluss nicht viel offenbart, aber das macht mich nur umso neugieriger auf den nächsten Teil.


Ebenfalls schon im ersten Kapitel ist mir aufgefallen, wie bildlich das Buch geschrieben ist. Der Autor hat sich so viel Zeit für ausführliche Beschreibungen genommen, dass ich die Umgebung, die Dörfer und den langsamen Verfall praktisch vor mir gesehen habe. Dabei beschreibt er gleich auf zwei Ebenen sehr detailliert: Zum einen werden einzelne Objekte, Gebäude und Pflanzen genau betrachtet, zum anderen gibt es auch immer einen Blick auf die Umgebung. Es wird nicht nur das verfallende Haus in allen Einzelheiten beschrieben, sondern auch die vom Gras aufgebrochene Straße und das geisterhafte Dorf, in dem dieses Haus steht. Durch diese detailreichen Beschreibungen hat das Buch sehr viel Atmosphäre. Die Schönheit der Natur hat mich in gleichem Maße ergriffen wie mich die halb verfallenen, in aller Eile verlassenen Häuser bedrückt haben.


Allerdings ist in den vielen Details die Handlung manchmal etwas verloren gegangen. Ich persönlich war schon auf dem Feldberg, am Titisee und in Hinterzarten, deshalb kannte ich mich dort etwas aus. Nichtsdestotrotz hätte ich mir an manchen Stellen mehr Ereignisse in der Geschichte gewünscht statt noch eine Beschreibung eines verlassenen Dorfes in einem Tal, das genauso aussieht wie das vorherige Tal mit seinen verlassenen Dörfern und Bauernhöfen. Es handelt sich beinahe mehr um bildliche Beschreibungen des Schwarzwaldes, in die eine Geschichte eingebaut ist, als andersherum. Zwar gibt es Informationen über das Leben in der Sperrzone, Felix kommt der dortigen Gefahr ein wenig auf die Spur und trifft andere Menschen, aber so richtig viel schlauer bin ich noch nicht.


Fazit

Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Die Handlung war spannend und hat mich neugierig gemacht. Besonders interessiert haben mich das Leben in der Sperrzone und die mysteriöse Gefahr, die dort lauert. Alles ist sehr bildlich und ausführlich beschrieben, sodass ich die Dinge regelrecht vor mir gesehen habe. Durch die Details entsteht viel Atmosphäre. Hin und wieder verliert sich die Handlung allerdings etwas in den ausführlichen Beschreibungen. „Das Lied der Wächter – Das Erwachen“ ist ein interessanter Auftakt und hat mich sehr neugierig auf den zweiten Band gemacht, sodass ich vier Schreibfedern vergebe.


Ich bedanke mich beim Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Tags: dystopie, fantasy, jugendbuch, science fiction   (4)
 

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Schattengrün

Anna Kleve
E-Buch Text: 203 Seiten
Erschienen bei null, 27.07.2018
ISBN B07FYYDH64
Genre: Sonstiges

Rezension:


Rezension
Am meisten gefallen hat mir an diesem Buch die Situationskomik. Jeremy und Atrejus haben mich, meist vermutlich unabsichtlich, immer wieder zum Lachen gebracht. Unter anderem deshalb mochte ich sie beide als Erzähler. Doch auch als Figuren waren sie mir sympathisch. Atrejus als selbstbewusster und mächtiger Löwenwandler hat es mir angetan, auch wenn er sich seiner Kräfte gar nicht bewusst war. Jeremy hat oftmals trotzig oder rebellisch reagiert, woran ich mich aber gar nicht gestört habe, denn in meinen Augen hat er die angemessenere, vorurteilsfreie Position vertreten. Auch ihre Beziehung hat mir gefallen. Sie entwickelt sich zwar nicht besonders langsam, aber die beiden Wandler passen gut zusammen und es hat mir Spaß gemacht, über sie zu lesen.

Die Grundidee der Geschichte finde ich ebenfalls gelungen. Es geht nicht einfach nur um eine verbotene Liebe und rivalisierende Rudel. Tatsächlich berücksichtigt die Autorin auch die Welt abseits des direkten Handlungsschauplatzes. Beispielsweise steckt hinter dem Gestaltwandler-Dasein eine ganze Kultur, die über die Anpassung an die ahnungslose Menschheit hinausgeht. Außerdem tauchen immer wieder neue Spieler und weitere Rudel auf dem Brett auf. Es werden Hintergründe und Identitäten enthüllt, sodass die Geschichte mit der Zeit durchaus komplex wird.

Leider verlaufen diese vielen, interessanten Ideen und Ansätze oftmals im Sand, denn die Geschichte ist relativ grob und oberflächlich geschildert. Einige Aspekte haben mir an sich zwar gut gefallen, aber die Hintergründe kamen viel zu kurz als dass ich sie tatsächlich hätte verstehen und in den Kontext einbetten können. In dieser Hinsicht trügt auch die Seitenzahl der Print-Ausgabe: Das Buch ist in riesiger Schrift mit einer Menge Seitenrand gedruckt, sodass mir die Angabe von 203 Seiten bei der elektronischen Ausgabe passender erscheint. Und auf knapp 200 Seiten ist leider nicht genug Platz gewesen, um die in Ansätzen komplexe Geschichte richtig auszuarbeiten und die verschiedenen Aspekte zu erklären und zu verbinden. Das Buch war nett für zwischendurch, ging mir aber einfach viel zu wenig in die Tiefe, um mich wirklich zu überzeugen.

Fazit
Die beiden Erzähler der Geschichte waren mir als Figuren sympathisch und ich habe gerne über ihre Beziehung gelesen. Durch ihre Gedanken und Handlungen entstand immer wieder gelungene Situationskomik. Auch die Grundidee hat mir gefallen. Es gibt viele interessante Ideen und komplexe Ansätze. Leider ist die Geschichte sehr oberflächlich geschildert, geht kaum in die Tiefe und bietet damit nur sehr selten Erklärungen und Verbindungen. „Schattengrün“ hat nette, kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch geboten, ist aber nicht ausgereift genug für mehr als drei Schreibfedern.

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Tags: fantasy, gestaltwandler, homosexualität, low fantasy   (4)
 

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Der Rebell

Meurer Tanja
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Homo Littera, 18.06.2018
ISBN 9783903238107
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Mystery-Thriller. Normalweise ist das überhaupt nicht mein Genre, aber die Autorin hat mich bereits zuvor mit ihrem Schreibstil überzeugt, sodass ich mich trotzdem daran versucht habe. Und ich muss sagen, das Buch hat mir richtig gut gefallen. Die Autorin hat Realität und Mysterium geschickt miteinander verwoben. Auf der realen Ebene gibt es die Morde in der Familie, es werden weitere Leichen gefunden und Angriffe geschildert, sodass Protagonist Oliver und seine Brüder unter Polizeischutz gestellt werden. Gleichzeitig tauchen aber auch immer wieder Mystery-Aspekte auf, gegen die auch ein Safe House nicht hilft. Überflüssig ist dieser Schutz trotzdem nicht, denn bald stellt sich heraus, dass es auf beiden Seiten Freunde sowie Feinde gibt. Je tiefer Oliver in den Familiengeheimnissen wühlt, desto mehr menschliche und mystische Aspekte kommen ans Licht – und ich weiß nicht, welchen Teil ich gruseliger finde. Zwischenzeitlich wurde mir ein bisschen zu detailliert und ausdauernd auf die Familiengeschichte eingegangen, während mystische Ereignisse kaum noch stattfanden, aber das ist Jammern auf hohem Niveau, da die Erkenntnisse irgendwo doch alle Relevanz haben.

Abgesehen von dem familienhistorischen Abschnitt war das Buch sehr spannend. Gemeinsam mit Oliver habe ich nach und nach entdeckt, dass neben der Realität auch noch eine mystische Welt existiert. Da aber niemand sich wirklich in dieser Welt auskennt, sind die meisten Erkenntnisse selbst erarbeitet und basieren auf Vermutungen. Dadurch folgt keine Erklärung im Rundumschlag. Stattdessen werden verschiedene Details und Aspekte im Laufe der Handlung erarbeitet. Das fand ich sehr faszinierend. Gleichzeitig stellt sich auch immer die Frage nach den Motiven bestimmter Charaktere und welches Grauen denn nun schlussendlich hinter den Morden steckt. Die Geschichte wurde mit der Zeit immer komplexer, sodass ich irgendwann gar keine Theorie mehr hatte, worauf es hinauslaufen könnte. Dementsprechend waren die Enthüllungen für mich überraschend, faszinierend und interessant zugleich.

Außerdem hatte das Buch viele Charaktere zu bieten, die mir sehr zugesagt haben. Oliver ist gefangen zwischen seiner Verantwortung sich selbst gegenüber und dem Wunsch, für seine jüngeren Brüder da zu sein. Das macht ihn menschlich und sympathisch. Auch zwei der Polizisten, Daniel und Matthias, mochte ich. Deren Geheimniskrämerei hat immer wieder interessante Fragen aufgeworfen und für überraschende Wendungen gesorgt. Ganz nebenbei hat die Autorin eine sanfte, unaufdringliche Liebesgeschichte einfließen lassen, die mir wirklich gefallen hat, weil sie in passenden Momenten nebenher läuft und dem Rest der Handlung keinen Platz stiehlt.
Neben den neuen Figuren sind aber auch solche aufgetaucht, die schon aus dem ersten Teil bekannt sind (bzw. wäre, wenn ich den ersten Band schon gelesen hätte). Besonders Camilla, die Protagonistin des ersten Bands, hat es mir so angetan, dass ich ihn demnächst auch noch lesen werde – einen Mystery-Thriller mit weiblicher Protagonistin. Normalerweise drei Gründe für mich, die Finger von dem Buch zu lassen. Dass ich es jetzt unbedingt lesen möchte, erläutert die Qualität dieses zweiten Teils ganz gut, denke ich.

Fazit
Mystery und Thriller gehören nicht zu meinen favorisierten Genres, aber dieses Buch hat mir richtig gut gefallen. Realität und Mysterium werden geschickt miteinander verwoben. Auf beiden Seiten lassen sich Freunde und Feinde finden. Dadurch würde das Buch mit der Zeit immer komplexer, spannender und überraschender. Die interessanten Entwicklungen haben mich fasziniert. Außerdem haben es mir viele Charaktere und deren Geheimnisse genauso angetan wie die unaufdringliche Liebesgeschichte. „Schattengrenzen: Der Rebell“ hat mich richtig neugierig auf die anderen Bücher der Reihe gemacht und bekommt dafür vier Schreibfedern.

Ich bedanke mich bei Autorin Tanja Meurer und dem Homo Littera Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Tags: geister, homosexualität, mystery, mystery thriller, thriller   (5)
 
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