JenniferKriegers Bibliothek

431 Bücher, 298 Rezensionen

Zu JenniferKriegers Profil
Filtern nach
431 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

12 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

What If It's Us

Becky Albertalli , Adam Silvera
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Balzer & Bray/Harperteen, 09.10.2018
ISBN 9780062868671
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

208 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"fantasy":w=1,"jugendbuch":w=1,"magie":w=1,"high fantasy":w=1,"endlich":w=1,"muss ich haben":w=1

Wütender Sturm

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 12.10.2018
ISBN 9783551583819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

Rezension

Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!


Der letzte Teil der Reihe ist mit fast 800 Seiten noch einmal ein ziemlicher Brocken. Allerdings musste ich nur einen Bruchteil davon lesen, bevor ich schon überzeugt war. Auf Seite 40 wusste ich, dass ich das Buch lieben würde. Das dramatische Ende des dritten Teils hat bei mir einige Hoffnungen für den finalen Band entstehen lassen, insbesondere bezüglich einer uns wohlbekannten silbernen Prinzessin sowie Mares Beziehung zu Cal. Dieser letzte Teil fängt genau dort an, wo der dritte Band endete, sodass ich schon nach nur zwei Kapiteln wusste, dass diese Hoffnungen sämtlich erfüllt werden würden. Das ist dann auch tatsächlich der Fall gewesen. Dieses Buch ist alles, was ich mir erhofft hatte.


Wie auch schon im vorherigen Band spielen hier die politischen Ränkespiele eine große Rolle. Nicht nur die verschiedenen Silber-Häuser und die Scharlachrote Garde sind darin verwickelt, sondern auch das abgespaltene Königreich und einige Nachbarländer. Diese vollkommen verschiedenen Parteien müssen Bündnisse miteinander eingehen und es war sehr spannend zu beobachten, welche Angebote sie sich gegenseitig unterbreiten. Dabei werden durch die Perspektiven von Mare, Evangelina und Iris die Ziele und Motive verschiedener Splittergruppen beleuchtet. Es war richtig interessant zu verfolgen, wer welche Intrigen geplant hat, teilweise ohne die Bündnispartner und sogar die Mitglieder der eigenen Gruppe zu informieren. Das alles führte zu einem ständigen Wechsel der Loyalitäten innerhalb und zwischen den Bündnissen, der wirklich nervenaufreibend war. Bis zum Schluss war offen, welche Splittergruppe ihre Ziele am Ende würde durchsetzen können – Cal, Maven, König Samos, die Scharlachrote Garde, Montfort, die Lakelands, Piedmont, die Plünderer oder doch jemand ganz anderes. Jeder wollte am Ende über Nortas Zukunft bestimmen und durch Intrigen, Verrat, Bestechung, Manipulation oder schlicht gut ausgerüstete Armeen hätte auch jeder am Ende der letzte Spieler auf dem Brett sein können. Ich musste mich zusammen reißen, um nicht zum Epilog zu blättern.


Neben den Teilen, die regelrechte Politthriller waren, haben mir auch viele andere Aspekte des Buches gut gefallen. Es war sehr interessant, mit Montfort ein Land kennenzulernen, in dem Rote, Silberne und Neublüter friedlich miteinander leben und das außerhalb einer Monarchie. Die gesamte Gesellschaft dort war überraschend anders. Nicht nur dies hat zu einigen Charakterentwicklungen beigetragen. Wie schon im vorherigen Teil ist mir besonders Evangelina aufgefallen, doch auch andere Charaktere enthüllen bislang verborgene Geheimnisse. Insbesondere Mare hat mich in diesem Buch auch sehr glücklich gemacht, denn sie ist eine sehr starke, selbstständige und unabhängige Protagonistin geworden. Das hat die Autorin wunderbar mit der Romanze verbunden, die mir in ihrer Ausführung und Auflösung wahnsinnig gut gefallen hat – gerade weil ich Jugendbücher nicht wegen, sondern trotz der Liebesgeschichten lese. Damit ist das Buch ein für mich rundum gelungener Abschluss der Reihe.


Fazit

Dieses Buch war alles, was ich mir davon erhofft habe. Nach zwei Kapiteln war ich schon glücklich und wusste, dass ich das Buch lieben würde. Und das habe ich auch getan. Die politischen Ränkespiele waren nervenaufreibend, die Splittergruppen mit ihren Motiven interessant und die Geschichte durch ständige Wechsel der Loyalitäten spannend. Mare ist eine starke und unabhängige Protagonistin, die mich mit ihren Entscheidungen begeistert hat. Sogar die Romanze fand ich wunderbar. „Wütender Sturm“ ist ein perfekter Abschluss der Reihe und bekommt fünf Schreibfedern.

  (1)
Tags: fantasy, high fantasy, jugendbuch, magie   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"fantasy":w=1,"dämonen":w=1,"high fantasy":w=1

The Summoner's Handbook (Summoner Trilogy)

Taran Matharu
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 02.10.2018
ISBN 9781250189554
Genre: Fantasy

Rezension:

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.


Rezension

Kann Spoiler bezüglich der Reihe „Die Dämonenakademie“ enthalten!


Ich habe mich riesig gefreut, mit diesem Buch noch einmal nach Hominum zurückkehren zu können. Auch wenn es sich hierbei nicht um eine weitere Geschichte, sondern um eine Sammlung diverser Informationen handelt, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein toller Zusatzband für Fans mit (fast) allen Informationen, die ich schon immer gerne haben wollte. Dabei ist das Buch aufgebaut wie ein Nachschlagewerk für künftige Schüler der Dämonenakademie mit Vorworten und Anmerkungen einer Lehrkraft, sodass es trotzdem auf der Ebene der Geschichte läuft und die Charaktere anspricht statt den Leser.


Inhaltlich fand ich das Buch richtig interessant. Es beginnt mit dem Tagebuch von James Baker, das Fletcher im ersten Teil der Reihe in die Finger bekommt. Dieses Tagebuch las sich zum Teil wie ein kleine Geschichte, sodass ich es gebannt verfolgt habe. Über die Kurzauftritte bereits bekannter Personen habe ich mich dabei besonders gefreut. Außerdem werden über das Tagebuch Hintergrundinformationen geliefert, woher die Informationen über die verschiedenen Dämonen überhaupt stammen und welche Art und Gefahren mit der Sammlung dieser Erkenntnisse verbunden ist. Eingeschoben zwischen die Einträge sind diverse Essays einer ebenfalls bereits bekannten Figur zu den verschiedenen Völkern Hominums. Darin werden zusätzliche Informationen geliefert und bekanntes Wissen wird zusammengefasst und strukturiert.


Im zweiten Teil des Buches finden sich ein Index der Dämonen sowie nützlicher Glyphen. Dort sind die gesammelten Informationen mit wunderschönen Illustrationen versehen. Viele Dämonen sehen so niedlich oder so mächtig aus, dass ich sie gerne als Begleiter hätte. Es gab bereits in den Anhängen der Bücher der Reihe immer wieder Seiten, die der Dämonologie gewidmet waren, aber hier gibt es noch einmal alle Dämonen mit ihren Fähigkeiten und weiteren Informationen auf einen Blick. Besonders gefreut hat mich auch, dass es Abbildungen der Glyphen gibt, die zum Wirken der Magie in die Luft geätzt werden müssen. Dadurch kann ich sie mir besser vorstellen. Auch dieser Teil des Buches hat mich so begeistert, dass ich jetzt die ganze Reihe noch mal lesen möchte.


Fazit

Das Buch ist ein toller Zusatzband für Fans der Reihe. Es strukturiert das bereits vorhandene Wissen zu den Völkern Hominums, den Dämonen sowie den Glyphen. Außerdem werden einige neue Informationen geliefert. Das Tagebuch ist spannend, die Essays sind interessant und die Illustrationen der Dämonen wunderschön. Da ich jetzt außerdem die gesamte Reihe nochmals lesen möchte, bekommt „The Summoner's Handbook“ alle fünf Schreibfedern.

  (1)
Tags: dämonen, fantasy, high fantasy   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"liebe":w=2,"jugendbuch":w=2,"magie":w=2,"wüste":w=2,"rebellion":w=2,"djinn":w=2,"farrah":w=1,"erster held":w=1,"fereshteh":w=1,"fremder prinz":w=1,"gerneralin":w=1,"iliaz":w=1,"lord bilal":w=1,"eremot":w=1,"freundschaft":w=1

AMANI - Heldin des Morgenrots

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.09.2018
ISBN 9783570164389
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Das Finale der Reihe um die Rebellion in der Wüste war wieder sehr spannend. Von der ersten Seite an steuert die Handlung auf eine ganz große Katastrophe zu. Der Konflikt zwischen den Rebellen und dem Sultan wird immer brisanter, da die Feinde des Staates Miraji von allen Seiten einströmen, morden, brandschatzen und das Land belagern. Über der Frage, ob letztendlich der Sultan im Amt bleibt oder der Rebellenprinz seinen Platz einnimmt, schwebte daher immer die Frage, ob Miraji als Land überhaupt eine Zukunft hat. Während der interne Bürgerkrieg das Volk entzweit, bereiten sich die Nachbarstaaten in Ruhe auf eine Übernahme vor. Da es deshalb öfter zu Kämpfen und blutigen Auseinandersetzungen kommt, müssen auch in diesem Buch wieder einige Charaktere ihr Leben lassen. Teilweise führt das zu regelrecht dramatischen Szenen, die Amani die schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens abverlangen. Obwohl sie meinen tiefsten Respekt für ihre Entscheidungen hat, die jedes Mal so gefallen sind, wie ich gehofft habe, hat das nicht gerade dazu beigetragen dass ich weniger um das Leben meiner Lieblingsfiguren gebangt habe.

Obwohl mich einige Tode wirklich traurig gestimmt haben, hat die Autorin einen ganz wunderbaren Weg gefunden, damit umzugehen. Sie hat die Taten dieser Figuren nämlich als Sagen und Legenden in Zwischenkapiteln eingefügt wie in den bisherigen Büchern der Reihe von den Taten des Ersten Helden und besonderer historischer Personen erzählt wurde. So wurde deutlich, auf welche Art auch Jahrhunderte später noch von den verstorbenen Mitgliedern der Rebellion erzählt werden würde. Aus den Personen sind Legenden geworden und das hat mich gleichermaßen berührt wie begeistert. In Form von Legenden sind zudem auch die Beweggründe überlebender Charaktere dargestellt worden, sodass es tiefere Einblicke in die Gedanken und Gefühle verschiedener interessanter Figuren gab, obwohl Amani nach wie vor die einzige Erzählerin ist.

Neben den aktuellen Legenden spielen jedoch auch die Sagen aus den vorherigen Büchern wieder eine Rolle. Die dort erzählten Geschichten werden wieder aufgegriffen und in die Handlung eingebaut. Damit werden in diesem finalen Band nicht nur sehr viele lose Fäden zusammengeführt, sondern auch Aspekte erneut eingebracht, die ich als bereits abgehandelt angesehen habe. Dies wird alles zu einem schönen, runden Ende gebracht. Es gibt zudem Ausblicke, wie es in Miraji weiter geht, und welche Zukunft die überlebenden Charaktere erwartet. Als Abschluss ist dieses Buch wirklich perfekt.
Durch die vielen Fäden, Nebenhandlungen und wieder auftauchenden Charaktere ging es in diesem Buch allerdings weniger um Amani und ihre Fähigkeiten. Ich fand es erfrischend, dass sie mit ihrer Rolle als vorübergehende Anführerin der Rebellen vollkommen überfordert war. Aber da so viel zu tun war, dass sie weder ihren Revolver noch ihre Fähigkeiten oft einsetzen konnte, ging ein wenig die Stimmung der vorherigen Bücher verloren. Beispielsweise fliegen die übrigen Rebellen oft mit den Gestaltwandler-Zwillingen, statt zu Fuß zu reisen und damit der Wüste und ihren Gefahren ausgesetzt zu sein. Damit haben die Eigenheiten des Settings keine Rolle mehr gespielt. Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, aber trotzdem der Grund, weshalb mir der finale Band nicht so gut gefallen hat wie der Vorgänger.

Fazit
Das Buch ist von Anfang an spannend. Verschiedene Kriege und Konflikte spitzen sich zu und ich habe immer um meine Lieblingsfiguren gebangt, weil einige Charaktere im Laufe der Handlung gestorben sind. Dass die Taten dieser Figuren schon zur aktuellen Zeit in Form von Legenden weitererzählt werden, hat mich berührt und begeistert. Die Legenden historischer Helden sowie alle anderen losen Fäden werden wieder aufgegriffen und zu einem runden Ende gebracht. Lediglich die Stimmung konnte mich nicht ganz mitreißen, weil es zu viel aufzuarbeiten und zu vielen Charakteren noch einmal eine Bühne zu geben galt. „Amani – Heldin des Morgenrots“ bekommt als gelungener Abschluss vier Schreibfedern von mir.

Ich bedanke mich beim cbj Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

  (1)
Tags: djinn, fantasy, high fantasy, jugendbuch   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

"fantasy":w=4,"dystopie":w=3,"schwarzwald":w=2,"spannung":w=1,"jugendbuch":w=1,"abenteuer":w=1,"science fiction":w=1,"mystery":w=1,"trilogie":w=1,"verschwörung":w=1,"mystik":w=1,"1. band":w=1,"strahlung":w=1

Das Lied der Wächter - Das Erwachen

Thomas Erle
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.10.2018
ISBN 9783839223376
Genre: Fantasy

Rezension:

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

Rezension

Der Klappentext des Buches hat mich so neugierig gemacht, dass ich schon von der ersten Seite an gar nicht schnell genug lesen konnte. Ich musste unbedingt wissen, was damals bei dem Unfall genau geschehen ist und welches Geheimnis die Regierung nun verbirgt. Da das erste Kapitel dann direkt beschreibt, wie vor 16 Jahren der Unfall stattgefunden hat, war ich von Anfang an gespannt dabei. Diese Spannung hat sich das ganze Buch über gehalten, denn es wurden nach und nach immer mehr mysteriöse Aspekte offenbart. Über Protagonist Felix gab es zunächst einen Eindruck davon, wie die Region mit der Sperrung des Schwarzwaldes umgeht. Viel interessanter fand ich jedoch, das Leben innerhalb der Sperrzone kennen zu lernen. Sowohl die Beschreibungen der Veränderung der Umgebung als auch die neuen Gesellschaftsstrukturen haben mich fasziniert. Darüber hinaus werden natürlich auch langsam Informationen darüber geliefert, welche Gefahr denn nun eigentlich in der Sperrzone lauert und wie sich der Vorfall damals auf die Menschen dort ausgewirkt hat. Das alles lernt Felix aus eigener Erfahrung, sodass es viele überraschende und brenzlige Situationen gibt. Über die Hintergründe wird zwar bis zum Schluss nicht viel offenbart, aber das macht mich nur umso neugieriger auf den nächsten Teil.


Ebenfalls schon im ersten Kapitel ist mir aufgefallen, wie bildlich das Buch geschrieben ist. Der Autor hat sich so viel Zeit für ausführliche Beschreibungen genommen, dass ich die Umgebung, die Dörfer und den langsamen Verfall praktisch vor mir gesehen habe. Dabei beschreibt er gleich auf zwei Ebenen sehr detailliert: Zum einen werden einzelne Objekte, Gebäude und Pflanzen genau betrachtet, zum anderen gibt es auch immer einen Blick auf die Umgebung. Es wird nicht nur das verfallende Haus in allen Einzelheiten beschrieben, sondern auch die vom Gras aufgebrochene Straße und das geisterhafte Dorf, in dem dieses Haus steht. Durch diese detailreichen Beschreibungen hat das Buch sehr viel Atmosphäre. Die Schönheit der Natur hat mich in gleichem Maße ergriffen wie mich die halb verfallenen, in aller Eile verlassenen Häuser bedrückt haben.


Allerdings ist in den vielen Details die Handlung manchmal etwas verloren gegangen. Ich persönlich war schon auf dem Feldberg, am Titisee und in Hinterzarten, deshalb kannte ich mich dort etwas aus. Nichtsdestotrotz hätte ich mir an manchen Stellen mehr Ereignisse in der Geschichte gewünscht statt noch eine Beschreibung eines verlassenen Dorfes in einem Tal, das genauso aussieht wie das vorherige Tal mit seinen verlassenen Dörfern und Bauernhöfen. Es handelt sich beinahe mehr um bildliche Beschreibungen des Schwarzwaldes, in die eine Geschichte eingebaut ist, als andersherum. Zwar gibt es Informationen über das Leben in der Sperrzone, Felix kommt der dortigen Gefahr ein wenig auf die Spur und trifft andere Menschen, aber so richtig viel schlauer bin ich noch nicht.


Fazit

Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Die Handlung war spannend und hat mich neugierig gemacht. Besonders interessiert haben mich das Leben in der Sperrzone und die mysteriöse Gefahr, die dort lauert. Alles ist sehr bildlich und ausführlich beschrieben, sodass ich die Dinge regelrecht vor mir gesehen habe. Durch die Details entsteht viel Atmosphäre. Hin und wieder verliert sich die Handlung allerdings etwas in den ausführlichen Beschreibungen. „Das Lied der Wächter – Das Erwachen“ ist ein interessanter Auftakt und hat mich sehr neugierig auf den zweiten Band gemacht, sodass ich vier Schreibfedern vergebe.


Ich bedanke mich beim Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

  (0)
Tags: dystopie, fantasy, jugendbuch, science fiction   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"fantasy":w=1,"homosexualität":w=1,"gestaltwandler":w=1,"low fantasy":w=1

Schattengrün

Anna Kleve
E-Buch Text: 203 Seiten
Erschienen bei null, 27.07.2018
ISBN B07FYYDH64
Genre: Sonstiges

Rezension:


Rezension
Am meisten gefallen hat mir an diesem Buch die Situationskomik. Jeremy und Atrejus haben mich, meist vermutlich unabsichtlich, immer wieder zum Lachen gebracht. Unter anderem deshalb mochte ich sie beide als Erzähler. Doch auch als Figuren waren sie mir sympathisch. Atrejus als selbstbewusster und mächtiger Löwenwandler hat es mir angetan, auch wenn er sich seiner Kräfte gar nicht bewusst war. Jeremy hat oftmals trotzig oder rebellisch reagiert, woran ich mich aber gar nicht gestört habe, denn in meinen Augen hat er die angemessenere, vorurteilsfreie Position vertreten. Auch ihre Beziehung hat mir gefallen. Sie entwickelt sich zwar nicht besonders langsam, aber die beiden Wandler passen gut zusammen und es hat mir Spaß gemacht, über sie zu lesen.

Die Grundidee der Geschichte finde ich ebenfalls gelungen. Es geht nicht einfach nur um eine verbotene Liebe und rivalisierende Rudel. Tatsächlich berücksichtigt die Autorin auch die Welt abseits des direkten Handlungsschauplatzes. Beispielsweise steckt hinter dem Gestaltwandler-Dasein eine ganze Kultur, die über die Anpassung an die ahnungslose Menschheit hinausgeht. Außerdem tauchen immer wieder neue Spieler und weitere Rudel auf dem Brett auf. Es werden Hintergründe und Identitäten enthüllt, sodass die Geschichte mit der Zeit durchaus komplex wird.

Leider verlaufen diese vielen, interessanten Ideen und Ansätze oftmals im Sand, denn die Geschichte ist relativ grob und oberflächlich geschildert. Einige Aspekte haben mir an sich zwar gut gefallen, aber die Hintergründe kamen viel zu kurz als dass ich sie tatsächlich hätte verstehen und in den Kontext einbetten können. In dieser Hinsicht trügt auch die Seitenzahl der Print-Ausgabe: Das Buch ist in riesiger Schrift mit einer Menge Seitenrand gedruckt, sodass mir die Angabe von 203 Seiten bei der elektronischen Ausgabe passender erscheint. Und auf knapp 200 Seiten ist leider nicht genug Platz gewesen, um die in Ansätzen komplexe Geschichte richtig auszuarbeiten und die verschiedenen Aspekte zu erklären und zu verbinden. Das Buch war nett für zwischendurch, ging mir aber einfach viel zu wenig in die Tiefe, um mich wirklich zu überzeugen.

Fazit
Die beiden Erzähler der Geschichte waren mir als Figuren sympathisch und ich habe gerne über ihre Beziehung gelesen. Durch ihre Gedanken und Handlungen entstand immer wieder gelungene Situationskomik. Auch die Grundidee hat mir gefallen. Es gibt viele interessante Ideen und komplexe Ansätze. Leider ist die Geschichte sehr oberflächlich geschildert, geht kaum in die Tiefe und bietet damit nur sehr selten Erklärungen und Verbindungen. „Schattengrün“ hat nette, kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch geboten, ist aber nicht ausgereift genug für mehr als drei Schreibfedern.

  (0)
Tags: fantasy, gestaltwandler, homosexualität, low fantasy   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"thriller":w=1,"mystery":w=1,"geister":w=1,"homosexualität":w=1,"mystery thriller":w=1

Der Rebell

Meurer Tanja
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Homo Littera, 18.06.2018
ISBN 9783903238107
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Mystery-Thriller. Normalweise ist das überhaupt nicht mein Genre, aber die Autorin hat mich bereits zuvor mit ihrem Schreibstil überzeugt, sodass ich mich trotzdem daran versucht habe. Und ich muss sagen, das Buch hat mir richtig gut gefallen. Die Autorin hat Realität und Mysterium geschickt miteinander verwoben. Auf der realen Ebene gibt es die Morde in der Familie, es werden weitere Leichen gefunden und Angriffe geschildert, sodass Protagonist Oliver und seine Brüder unter Polizeischutz gestellt werden. Gleichzeitig tauchen aber auch immer wieder Mystery-Aspekte auf, gegen die auch ein Safe House nicht hilft. Überflüssig ist dieser Schutz trotzdem nicht, denn bald stellt sich heraus, dass es auf beiden Seiten Freunde sowie Feinde gibt. Je tiefer Oliver in den Familiengeheimnissen wühlt, desto mehr menschliche und mystische Aspekte kommen ans Licht – und ich weiß nicht, welchen Teil ich gruseliger finde. Zwischenzeitlich wurde mir ein bisschen zu detailliert und ausdauernd auf die Familiengeschichte eingegangen, während mystische Ereignisse kaum noch stattfanden, aber das ist Jammern auf hohem Niveau, da die Erkenntnisse irgendwo doch alle Relevanz haben.

Abgesehen von dem familienhistorischen Abschnitt war das Buch sehr spannend. Gemeinsam mit Oliver habe ich nach und nach entdeckt, dass neben der Realität auch noch eine mystische Welt existiert. Da aber niemand sich wirklich in dieser Welt auskennt, sind die meisten Erkenntnisse selbst erarbeitet und basieren auf Vermutungen. Dadurch folgt keine Erklärung im Rundumschlag. Stattdessen werden verschiedene Details und Aspekte im Laufe der Handlung erarbeitet. Das fand ich sehr faszinierend. Gleichzeitig stellt sich auch immer die Frage nach den Motiven bestimmter Charaktere und welches Grauen denn nun schlussendlich hinter den Morden steckt. Die Geschichte wurde mit der Zeit immer komplexer, sodass ich irgendwann gar keine Theorie mehr hatte, worauf es hinauslaufen könnte. Dementsprechend waren die Enthüllungen für mich überraschend, faszinierend und interessant zugleich.

Außerdem hatte das Buch viele Charaktere zu bieten, die mir sehr zugesagt haben. Oliver ist gefangen zwischen seiner Verantwortung sich selbst gegenüber und dem Wunsch, für seine jüngeren Brüder da zu sein. Das macht ihn menschlich und sympathisch. Auch zwei der Polizisten, Daniel und Matthias, mochte ich. Deren Geheimniskrämerei hat immer wieder interessante Fragen aufgeworfen und für überraschende Wendungen gesorgt. Ganz nebenbei hat die Autorin eine sanfte, unaufdringliche Liebesgeschichte einfließen lassen, die mir wirklich gefallen hat, weil sie in passenden Momenten nebenher läuft und dem Rest der Handlung keinen Platz stiehlt.
Neben den neuen Figuren sind aber auch solche aufgetaucht, die schon aus dem ersten Teil bekannt sind (bzw. wäre, wenn ich den ersten Band schon gelesen hätte). Besonders Camilla, die Protagonistin des ersten Bands, hat es mir so angetan, dass ich ihn demnächst auch noch lesen werde – einen Mystery-Thriller mit weiblicher Protagonistin. Normalerweise drei Gründe für mich, die Finger von dem Buch zu lassen. Dass ich es jetzt unbedingt lesen möchte, erläutert die Qualität dieses zweiten Teils ganz gut, denke ich.

Fazit
Mystery und Thriller gehören nicht zu meinen favorisierten Genres, aber dieses Buch hat mir richtig gut gefallen. Realität und Mysterium werden geschickt miteinander verwoben. Auf beiden Seiten lassen sich Freunde und Feinde finden. Dadurch würde das Buch mit der Zeit immer komplexer, spannender und überraschender. Die interessanten Entwicklungen haben mich fasziniert. Außerdem haben es mir viele Charaktere und deren Geheimnisse genauso angetan wie die unaufdringliche Liebesgeschichte. „Schattengrenzen: Der Rebell“ hat mich richtig neugierig auf die anderen Bücher der Reihe gemacht und bekommt dafür vier Schreibfedern.

Ich bedanke mich bei Autorin Tanja Meurer und dem Homo Littera Verlag für das Rezensionsexemplar!

  (0)
Tags: geister, homosexualität, mystery, mystery thriller, thriller   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

"fantasy":w=3,"steampunk":w=3,"magie":w=2,"homosexualität":w=2,"maschinen":w=2,"krimi":w=1,"verrat":w=1,"vertrauen":w=1,"mystery":w=1,"blut":w=1,"high fantasy":w=1,"gay":w=1,"deutscher autor":w=1,"schwarze magie":w=1,"cliffhanger":w=1

Die Seelenlosen

Tanja Meurer
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Incubus Verlag, 21.03.2016
ISBN 9783945569023
Genre: Fantasy

Rezension:


Rezension
Der erste Aspekt dieses generell überwältigenden Buches, der mich begeistert hat, ist der bildgewaltige Schreibstil, der genau in die Welt eingepasst ist. Noch bevor die Geschichte überhaupt richtig begonnen hatte, war ich hin und weg von der Wortgewandtheit der Autorin. Die Sprache hat mich schon in den ersten zwei Kapiteln vollkommen in ihren Bann gezogen. Vermutlich hätte die Autorin auch über dutzende Seiten einen Vorhang beschreiben können und ich wäre hin und weg gewesen. Stattdessen erzählt sie mitreißend und atemberaubend diese von Anfang an wirklich spannende Geschichte. Auch inhaltlich hatte mich dieses Buch im Grunde sofort. Es ist bis zum Bersten voll gestopft (im positiven Sinne!) mit fantastischer Handlung, unheimlichen Entwicklungen, seelenlosen Monstern, heimtückischen Morden, herzbrechenden Verrätern und überraschenden Wendungen. Ich habe jede Seite geliebt.

All dies spielt in einer sehr komplexen Welt, die bis ins letzte Detail stimmig und durchdacht ist. Ihre Eigenheiten sind faszinierend, es tauchen diverse Spezies der fantastischen Literatur auf und ich fand den gesamten Aufbau einfach toll. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken, da Beschreibungen und Erläuterungen parallel zur Handlung laufen. Durch viele liebevolle Details und diverse tatsächliche oder gedankliche Ausflüge über die Stadttore Valvermonts hinaus in den Rest der Welt Äos entstand das Gefühl unendlicher Weite. Es passiert mit selten, dass ich so enorm das Gefühl habe, durch ein Fenster in eine andere Welt zu sehen. Ich sehe nur einen Ausschnitt, aber ich weiß genau, dass dort noch sehr viel mehr ist. Die Welt geht über die besuchten Handlungsorte hinaus. Die Autorin sagte mir, sie habe die Welt mittels eines Online-Rollenspielsystems getestet und ausgefeilt. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt – alles an dieser Welt ist faszinierend, stimmig, detailverliebt, überraschend und aufregend. Äos gehört auf jeden Fall zu den Welten, denen ich sehr gerne einmal einen Besuch abstatten würde.

Neben Schreibstil, Handlung und Welt haben mich dann auch noch die Charaktere absolut überzeugt. Sie sind einfach cool – wunderbare, sehr sympathische Figuren. Insbesonderen die beiden Erzähler, der vorurteilslose Gwenael und der ziemlich knuffige Jaleel, haben mir gut gefallen und ich bin ihren Wegen gerne gefolgt. Aber auch viele Nebenfiguren habe ich ins Herz geschlossen. Im Grunde gibt es kaum Charaktere, über die ich nicht am liebsten eigene Bücher lesen würde – selbst die Antagonisten faszinieren mich. Die Welt und die Figuren haben so viel Kapazität, da sind noch unendlich viele Geschichten möglich. Auch die Beziehungen der Figuren zueinander haben mir gut gefallen, weil sie sich langsam entwickeln. Nach und nach werden aus Kollegen Freunde, Vertrauenspersonen und Geliebte. Gwenael und seine Verbündeten entwickeln sich zu einem starken Team, das perfekt miteinander arbeitet. Ich kann das Wiedersehen mit ihnen kaum abwarten.

Fazit
Ich bin begeistert von diesem überragenden Buch! Es ist ein super interessantes Steampunk-Fantasy-Buch mit wunderbaren, sehr sympathischen Charakteren. Die Geschichte ist spannend, mitreißend, komplex und durchdacht. Sie spielt in einer faszinierenden, rundum stimmigen Welt mit diversen fantastischen Spezies. Und diese Sprache - detailverliebt, bildgewaltig und vollkommen in die Welt passend! Ich könnte noch ewig von „Die Stadt der Maschinenmagie – Die Seelenlosen“ schwärmen und vergebe dafür alle fünf Schreibfedern. Lest es!

Vielen lieben Dank an Autorin Tanja Meurer dafür, dass sie mich über ein Rezensionsexemplar mit dieser Welt vertraut gemacht hat!

  (1)
Tags: fantasy, high fantasy, homosexualität, magie   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(131)

321 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

"magie":w=6,"dystopie":w=6,"fantasy":w=4,"sklaverei":w=4,"geschick":w=4,"sklaven":w=3,"england":w=2,"reihe":w=2,"dark palace":w=2,"freundschaft":w=1,"politik":w=1,"macht":w=1,"intrigen":w=1,"eltern":w=1,"kind":w=1

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Ich war wirklich neugierig auf das Buch, gerade weil der Klappentext doch ziemlich dramatisch klingt. Letztlich muss ich jetzt aber leider sagen, dass ich so viel davon nicht in der Geschichte wiedergefunden habe. Der größte Knackpunkt stellt dabei für mich die Grundidee des Buches dar: die Sklavenzeit. Sie klingt schrecklich und die Informationen, die in den ersten Kapiteln darüber geliefert werden, unterstreichen das: Wer die Sklavenzeit zu jung antritt, wird sie nie wieder los, wer sie zu alt antritt, überlebt sie nicht; während dieser Zeit verlieren die Bürger sämtliche Rechte und sind lediglich Besitztümer des Staates; bei der Verabschiedung der Familie in die Sklavenzeit herrscht die Atmosphäre einer Beerdigung; von den Fabrikstädten wird mit großer Angst berichtet.
Als Luke und seine Familie ihre Sklavenzeit dann aber tatsächlich antreten, ist von diesem Grauen nichts zu merken. Luke in der Fabrikstadt Millmoor hat recht humane Arbeitszeiten, freie Sonn- und Feiertage, nach der Arbeit noch jede Menge überschüssige Energie und kann sich in der Gemeinschaftsküche Sandwiches machen, wenn er möchte. Insgesamt machte es nicht den Eindruck als sei das Leben in Millmoor besonders grausam, hart und lebensverändernd. Noch sehr viel weniger deutlich wird der angebliche Schrecken der Sklavenzeit beim Rest der Familie. Sie haben dort Freizeit ohne Ende, ihnen werden Aufgaben zugewiesen, für die sie leidenschaftlich brennen, nachmittags backt die Mutter einen Apfelkuchen und Lukes große Schwester Abi kann sich respektlose Frechheiten und Zuwiderhandlungen en masse gegenüber den Mitgliedern der mächtigsten Adelsfamilie erlauben, ohne dass es Konsequenzen nach sich zieht. Das alles untergräbt das Konzept der Geschichte völlig. Natürlich bleibt die Sklavenzeit ungerecht, aber insgesamt wird sie so angenehm und entspannt dargestellt, dass Großteile der Handlung für mich nicht ins Konzept gepasst haben.

Neben der Umsetzung der Grundidee fand ich auch die Art des Erzählens eher weniger gelungen. Die Geschichte wird erzählt aus (ich glaube) sieben verschiedenen Perspektiven, die unterschiedlich häufig berichten. Da Luke sich an einem anderen Ort befindet als die anderen Figuren, ist seine Perspektive am häufigsten vertreten. Damit ist er fast die einzige Figur, zu der ich tatsächlich eine Bindung aufbauen konnte. Seine Kapitel fand ich spannend und interessant, weil ich auch seine Entwicklung gerne verfolgt habe. Überzeugen konnte mich sonst nur noch Silyen. Er ist tatsächlich mein Lieblingscharakter, weil er sehr mächtig zu sein scheint, kontrolliert im Hintergrund die Strippen zieht und offenbar eine größere Intrige plant.
Die anderen Figuren sind allesamt sehr blass geblieben und haben kaum etwas zur Entwicklung der Geschichte beigetragen: Leah erzählt nur in einem Kapitel von ihrem Tod, Abi erzählt relativ viele Kapitel, die aber nur von ihrer völlig belanglosen Instant-Liebesgeschichte berichten, Bouda macht in einem Kapitel ihre machthungrigen Absichten deutlich, regt sich danach aber nur noch über ihren Verlobten Gavar auf, Gavar lässt sich im Gegenzug schnell von Bouda zur Weißglut treiben, während er sich von seinem Vater herumschubsen lässt, und Tante E erzählt ein Kapitel, vermutlich weil ihr Schicksal noch eine Weile mysteriös bleiben sollte, das allerdings so offensichtlich ist, dass auch Silyen als einzige andere auftauchende Figur das Kapitel hätte erzählen können.
Hinzu kommt, dass durch die vielen Perspektiven umso mehr andere Charaktere erwähnt werden – die so merkwürdige Namen haben, dass ich sie mir einfach nicht merken konnte. Daher kann ich sie auch nur als Tante mit E, Kanzler mit Z und verschwundener Erbe mit M benennen. Für einige Namen und Orte hat die Autorin in der Geschichte Erklärungen zur Aussprache eingebaut; in der Flut merkwürdiger Namen hatte ich das allerdings zwei Seiten später schon wieder vergessen.

Leider konnte mich die Handlung des Buches außerdem auch nicht überzeugen. Das lag vor allem daran, dass die Geschichte sehr oberflächlich erzählt wird. Zwischen den einzelnen Kapiteln vergehen teilweise Wochen oder sogar Monate. Immer wieder gab es richtig interessante Ansätze für Nebenhandlungen, die dann aber allesamt im Sande verlaufen sind, weil stattdessen drei Monate bis zur nächsten Konferenz der Adligen übersprungen wurden. Insgesamt vergeht während dieses ersten Buches ungefähr ein Jahr, während dem die Kapitel ausschnittsweise von den Entwicklungen berichten. Viel Platz wird dabei für sinnlose Schmacht-Szenen zwischen Abi und ihrem Angebeteten verschwendet. Diese Szenen beinhalten weder neue Erkenntnisse noch eine dramatische Wendung und tragen überhaupt nichts zur Geschichte bei. Die Kapitel, in denen die Handlung tatsächlich vorangetrieben wird, bleiben aber leider auch sehr oberflächlich. Es fehlt an Tiefe und Details, um die Szenen spannend zu gestalten. Abgesehen davon läuft ohnehin immer alles glatt, sodass es manchmal regelrecht langweilig war. Dadurch, dass die Handlung immer nur kurz angerissen und grob überflogen wurde, fehlen auch jede Menge Erklärungen, sowohl zur Welt als auch zur Handlung. Es gibt viele lose Enden, die einfach ignoriert werden. Und bis zum Schluss gibt es keine Erläuterung zu den Zielen und Motiven der Charaktere. In einem ersten Band einer Trilogie kann natürlich nicht alles verraten werden, aber dass es überhaupt keine Offenbarungen gab, lässt mich wirklich unzufrieden zurück.

Fazit
Es gibt in diesem Buch zwei Aspekte, die mich am Ball gehalten haben: der sympathische Luke und der mächtige, mysteriöse Silyen. Der Rest konnte mich leider nicht überzeugen. Die interessante Grundidee der Sklavenzeit wird von der Umsetzung völlig untergraben. Es erzählen zu viele Charaktere, um eine Bindung zu ihnen aufbauen zu können. Die Figuren haben auch so merkwürdige Namen, dass ich sie mir nicht merken konnte. Teilweise sind die Perspektiven außerdem vollkommen belanglos. Da in diesem Buch viel Zeit vergeht, wird sehr oberflächlich berichtet. Szenen werden nur kurz angerissen, weil ohnehin alles glatt läuft. Es fehlen überall Erklärungen und Details, dafür gibt es umso mehr Zeitsprünge. Außerdem gibt es bis zum Schluss keine Offenbarungen, nicht einmal kleine Appetithäppchen, die neugierig auf den nächsten Teil machen könnten. Insgesamt war „Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern“ für mich einfach zu sehr ein grober erster Entwurf als dass ich mehr als zwei Schreibfedern vergeben könnte.

  (0)
Tags: fantasy, magie   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

"liebe":w=1,"tod":w=1,"krieg":w=1,"science fiction":w=1,"verrat":w=1,"sci-fi":w=1,"rebellion":w=1,"weltall":w=1,"space opera":w=1,"planeten":w=1,"kaiserin":w=1

Rebellin der tausend Sterne

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.06.2018
ISBN 9783570164754
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Wie schon im ersten Band bin ich auch diesmal mit dem Space-Opera-Teil nicht warm geworden. Nach wie vor hatte ich Schwierigkeiten, der Irrfahrt durch die Galaxie zu folgen. Zwar wechseln die Handlungsorte nicht so oft wie im ersten Band, aber welcher Mond und welches Volk mit welchem Planeten verbündet ist, wusste ich bis zum Schluss nicht. Zumal sich durch die diversen Kriege und Konflikte kaum jemand an diese Bündnisse zu halten schien. Da ich die Konfliktparteien kaum auseinander halten konnte, haben mich auch die Kriegshandlungen kaum berührt. Außerdem gab es auch immer wieder Szenen, in denen ich schlicht nicht nachvollziehen konnte, was geschehen war. Gerade bezüglich der Würfeltechnologie haben mir an einigen Stellen die Erklärungen gefehlt, welche Zauberstücke die Charaktere damit gerade angestellt haben.

Aufgrund dieser Verwirrung hat sich gerade der Anfang des Buches ziemlich gezogen und ich habe mir mehrfach gewünscht, die Handlung würde endlich richtig beginnen. Das Setting ist einfach komplett an mir vorbei gegangen. Da konnten auch die Charaktere nicht viel herausreißen. Selbst die Konstellation der Liebesgeschichte, die mich im ersten Band noch so positiv überrascht hat, hat hier ihre Wirkung verloren, da nun auch Kara als Protagonistin einige Kapitel erzählt und die Schmachterei damit leider nicht mehr ausbleibt. Stellen, an denen ein Drama passend gewesen wäre, beispielsweise wenn sich zwei Charaktere treffen, die einander tot geglaubt haben, werden dagegen mit zwei kurzen Sätzen abgehandelt. Für mich war dort die Balance der Situationen, in denen Emotionen tiefergehend geschildert wurden, nicht gegeben.

Zwischendurch ist das Buch trotzdem spannend geworden. Immer wenn sich die internationale Politik auf die Handlung zweier konkreter Personen herunterbrechen ließ, bin ich mitgerissen worden. Besonders spannend fand ich den Wettlauf zwischen Kara und Nero auf der Suche nach dem Überschreiber. Auch Kampfhandlungen mit anderen Protagonisten waren mitreißend. Zum Schluss ist die Geschichte regelrecht dramatisch geworden. Wenn das Setting keine Rolle gespielt hat, war es ein spannendes, interessantes Buch.

Fazit
Das Buch hatte irgendwo seine Momente. Es gab spannende Wettläufe um die Zeit, packende Auseinandersetzungen und das Ende ist regelrecht dramatisch geworden. Insgesamt konnte ich mit der Geschichte aber trotzdem wenig anfangen. Das Setting ist komplett an mir vorbei gegangen und hat mich mehr verwirrt als erleuchtet. Einige Aspekte der Handlung konnte ich auch nicht nachvollziehen. Mit „Rebellin der tausend Sterne“ habe ich mich genauso schwer getan wie mit dem ersten Band, da es aber dennoch Lichtblicke gab, vergebe ich drei Schreibfedern.

  (2)
Tags: science fiction, weltall   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"jugendbuch":w=2,"fantasy":w=1,"kampf":w=1,"entführung":w=1,"könig":w=1,"ägypten":w=1,"wüste":w=1,"prinz":w=1,"königreiche":w=1,"nemesis":w=1,"anna banks":w=1,"verräterisches herz":w=1

Nemesis - Verräterisches Herz

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 16.07.2018
ISBN 9783570311615
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.


Rezension

Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!


Die erste Hälfte des Buches hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte war interessant und die Handlung gleich in mehrfacher Hinsicht spannend. Überraschenderweise hat mir gerade die Liebesgeschichte zu Anfang viel Spaß bereitet. Zwischen Sepora und Tarik herrscht eine knisternde Spannung, denn zum einen fühlen sie sich unbestreitbar immer noch zueinander hingezogen, zum anderen sind sie aber auch wirklich wütend aufeinander. Sepora widersetzt sich Tarik bei jeder sich bietenden Gelegenheit und heizt damit die Stimmung an, während Tarik bemüht ist, nicht die Geduld mit ihr zu verlieren. Ich habe mitgefiebert, ob sie sich zwischen all den Geheimnissen, Lügen und Verpflichtungen doch noch irgendwann aus eigenem Wunsch kriegen.


Neben der Liebesgeschichte hat mir am Anfang aber auch der Rest der Handlung gefallen, da sich die Lage immer mehr zuspitzt. Die Verlobung von Tarik und Sepora löst einen diplomatischen Zwischenfall mit einem anderen Königreich aus, Seporas Vater hat ganz offensichtlich nicht nur Frieden im Kopf und weitere Nachbarländer wollen die Gunst der Stunde nutzen. Es droht Krieg mit gleich mehreren Ländern, sodass die Stimmung düsterer wird und das Gefühl entsteht, die Figuren würden auf einem Pulverfass sitzen. Es gab mehrere überraschende Wendungen bezüglich Freunden und Feinden. Ungefähr in der Mitte wurde dann noch ein weiterer Handlungsstrang eröffnet, Dank dem ich das Buch dann überhaupt nicht mehr aus der Hand legen wollte.


Leider wird diese richtig gute erste Hälfte vom Rest des Buches völlig ruiniert. Es wird ein Höhepunkt in Verzweiflung und Dramatik erreicht, dessen Auflösung dann aber, gelinde gesagt, lahm war. Aus Verzweiflung schickt Tarik seine treusten Berater auf hoffnungslose, lebensgefährliche Missionen – zurück kommen sie mit einem Heilmittel, gleich mehreren Armeen und allem anderen, das das Königreich sonst noch dringend braucht. Diese Lösung war mir viel zu einfach, sodass die Spannung einfach verpufft. Zwar tritt direkt die nächste Schwierigkeit auf und es kommt auch tatsächlich noch zum Krieg, doch das wird alles mehr oder weniger übersprungen. Es wird erklärt, dass es ein Blutbad und ein gewaltiges Gemetzel ist und alle beteiligten Parteien möchten anschließend umgehend Friedensverträge aushandeln, aber da das Geschehen aus Tarkis Perspektive erzählt wird und er schon nach ein paar Minuten k.o. ist, kam bei mir nichts von dem Entsetzen an. Außerdem schien mir der ganze Krieg künstlich aufgeblasen, weil bislang völlig irrelevante oder sogar noch nie erwähnte Königreiche mitgemischt haben, deren Beweggründe nie erklärt werden oder die klangen als hätte die Autorin sie sich spontan aus den Fingern gesogen.

Da eine einfache, schnelle Auflösung und ein übersprungener Krieg nicht besonders viel Platz einnehmen, ist in der zweiten Hälfte des Buches umso mehr Raum für die Liebesgeschichte gewesen, mit der es leider auch immer weiter bergab ging. Während mir die aufgeheizte Stimmung am Anfang noch gefallen hat, dreht sich irgendwann alles nur noch im Kreis. Es war ermüdend, die gedanklichen Monologe beider Figuren zu lesen, weil es letztendlich immer darauf hinauslief, dass die Gefühle noch existierten, eine Beziehung aber als unmöglich angesehen wurde. In der ersten Hälfte waren Handlung und Liebesgeschichte noch verknüpft, sodass die Geschichte komplexer geworden ist; in der zweiten Hälfte handelt es sich im Grunde aber nur noch um einen Liebesroman, bei dem das fantastische Setting nur noch nebenbei erwähnt und durch ständiges Überspringen enorm viel Potenzial verschenkt wird.


Fazit

Die erste Hälfte des Buches hat mir richtig gut gefallen, aber die zweite Hälfte hat alles ruiniert. Am Anfang war die Liebesgeschichte packend, voll knisternder Spannung und aufgeheizter Stimmung. Die Handlung hatte überraschende Wendungen, wurde komplexer und hat sich immer weiter zugespitzt. Am Höhepunkt verpuffte die Spannung aber einfach, weil die Lösung viel zu einfach war. Der meist übersprungene, künstlich aufgeblasene Krieg war regelrecht lahm. Stattdessen nahm die Liebesgeschichte immer mehr Raum ein, drehte sich aber nur noch im Kreis und war echt ermüdend. Das Buch wurde zu einem vorhersehbaren, melodramatischen Liebesroman und hat unendlich viel Potenzial hinsichtlich der fantastischen Elemente verschenkt. „Nemesis – Verräterisches Herz“ bekommt für einen genialen Anfang und ein fürchterliches Ende drei Schreibfedern.

  (0)
Tags: fantasy, jugendbuch   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(173)

327 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

"fantasy":w=6,"palace of silk":w=6,"c.e.bernard":w=5,"paris":w=4,"liebe":w=3,"berührung":w=3,"seide":w=3,"magdalena":w=3,"magdalenen":w=3,"die verräterin":w=3,"reihe":w=2,"london":w=2,"dystopie":w=2,"freiheit":w=2,"rea":w=2

Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

75 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

"jugendbuch":w=1,"kinderbuch":w=1,"götter":w=1,"mythologie":w=1,"halbgötter":w=1,"diversity":w=1,"genderfluid":w=1

Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551556707
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Direkt von der ersten Seite an war dieses Buch wieder ein typischer Riordan. Schon im ersten Kapitel habe ich viel gelacht, denn Jack ist wieder unbeschreiblich lustig und die Kapitelüberschriften sind herrlich sarkastisch und auf den Punkt gebracht. Dieser Humor hat sich durch das gesamte Buch gehalten. Auch die Charaktere sind gelungen wie immer, sodass ich mich gefreut habe, viele Figuren wiederzusehen. Insbesondere hat mich der Gastauftritt von Percy und Annabeth begeistert. Dadurch hat sich die Verbindungen zu den anderen Reihen des Autors noch vertieft. Und irgendwie hat er es tatsächlich geschafft, mit Hilfe von Percy und Annabeth in diesem finalen Band noch einen Cliffhanger unter zu bringen, sodass ich sein nächstes Buch kaum erwarten kann.

Der Großteil des Buches ist aber natürlich den Charakteren dieser Reihe gewidmet. Während der Vorbereitung auf den finalen Kampf erfährt Magnus eine Menge über die Vergangenheit seiner Freunde. In diesem Zusammenhang ist mir noch einmal besonders aufgefallen, wie viel Diversity in diesem Buch herrscht. Es fängt schon damit an, dass die meisten Charaktere aus Walhalla stammen und in unterschiedlichen Zeiten gelebt haben. Ein Wikinger, eine irische Rebellin und ein schwarzer, amerikanischer Sklave erzählen von der Gesellschaft und den Problemen zu ihren Lebzeiten. Ihr Kampfeinsatz wird unterstützt von einer Muslima, die aufgrund des Ramadan fastet, einem tauben Alben und dem/der genderfluiden Alex. Gekrönt wird das durch die Einführung eines nicht hetereo-normativen Paars, auf das die meisten Leser der Reihe schon lange gewartet haben. Normalerweise erfreue ich mich bei Büchern nur an Geschichten, aber dieses Buch hat so, so, so viele wichtige Botschaften, allein dafür ist es schon absolut lesenswert.

Neben den Figuren entwickeln sich aber die auf die Welt und die Handlung weiter. In der nordischen Mythologie existieren neun Welten, die noch nicht alle bereist wurden. In diesem finalen Band gibt es dementsprechend viele neue Schauplätze. Gleich zu Beginn verlassen die Charaktere Boston und reisen nicht nur durch Midgard, sondern beispielsweise auch nach Nidavellir und Jotunheim. Diese Orte fand ich sehr interessant. Am meisten überrascht hat mich an diesem Buch aber die finale Schlacht. Riordans Halbgötter mussten ihre Waffen schon gegen diverse Götter, Riesen, Titanen und Monster schwingen, sodass ich auch an dieser Stelle wieder mit einem Kampf gerechnet habe. In gewisser Weise gibt es diese Auseinandersetzung auch, aber im Vergleich zu den sonstigen Schlachten, war das wirklich eine gelungene Abwechslung. Ganz anders als erwartet und wirklich herzerwärmend.

Fazit
Der finale Band der Reihe ist wieder rundum gelungen. Der Humor ist von der ersten Seite an genial und es gibt viele Charaktere wiederzusehen. Auch Percy Jackson hat in diesem Buch seinen Gastauftritt. Der Vergangenheit von Magnus Freunden ist in diesmal viel Platz gewidmet. Durch deren Schilderungen hebt der Autor das Ausmaß der Diversity noch einmal auf ein ganz neues Level. Das Buch vermittelt wirklich sehr viele wichtige Botschaften. Doch auch die Handlung ist wieder spannend, es gibt neue Schauplätze und der finale Kampf ist wirklich eine unerwartete Überraschung. „Magnus Chase – Das Schiff der Toten“ hat mir richtig gut gefallen und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

  (0)
Tags: diversity, genderfluid, götter, halbgötter, jugendbuch, kinderbuch, mythologie   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(178)

354 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

"götter":w=6,"rick riordan":w=6,"fantasy":w=5,"helden des olymp":w=5,"percy jackson":w=4,"jugendbuch":w=3,"helden":w=3,"griechische mythologie":w=3,"olymp":w=3,"halbgötter":w=3,"gaia":w=3,"griechenland":w=2,"mythologie":w=2,"griechische götter":w=2,"römische mythologie":w=2

Helden des Olymp - Das Blut des Olymp

Rick Riordan ,
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2015
ISBN 9783551556059
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Nachdem ich dieses Buch direkt im Anschluss an den absolut epischen vierten Teil der Reihe gelesen habe, ist es wohl keine Überraschung, wenn ich sage, dass dieser Band mir nicht ganz so gut gefallen hat. Es ist ein guter Abschlussband, das steht außer Frage. Trotzdem gibt es einige Details, die ich mir anders gewünscht hätte. Beispielsweise blieb zwischenzeitlich die Spannung etwas auf der Strecke, vermeintliche Todesfälle wurden sehr schnell aufgelöst und meine emotionale Involviertheit war deutlich geringer als im vorherigen Band. Das ist allerdings wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Besonders hängen geblieben ist mir in dem Zusammenhang die Schlacht gegen die Riesen, weil sie absolut untypisch für ein Buch von Rick Riordan war. Während alle Kämpfe und die angewendeten Tricks normalerweise ausführlich beschrieben werden, wurde dieser Kampf schnell und oberflächlich abgehandelt. Die Riesen sind da, die Helden kommen, die Götter kommen, die Riesen sind tot, weiter geht’s. Ich meine, wir haben schon unzählige Riesen sterben sehen, da muss nicht auch noch diese Schlacht ausführlich beschrieben werden. Und natürlich findet der Showdown am Camp Half-Blood statt, wo die Helden möglichst schnell hin zurück müssen, aber nachdem dieses Buch 100 Seiten kürzer ist als der vorherige Teil, wäre in meinen Augen genug Platz gewesen, um auch diesen Kampf anständig auszutragen. Dass stattdessen alles auf nur sieben Seiten abgehandelt wird, hat mich kurzfristig etwas aus dem Konzept gebracht.

Der Großteil der Geschichte hat mich trotzdem wieder gefesselt. Mir hat insbesondere gefallen, dass das Buch beide Missionen verfolgt. Die Besatzung der Argo II, die nun genau der Weissagung entspricht, setzt ihren Weg fort, um Gaia aufzuhalten. Gleichzeitig wird immer wieder auch von Reynas Mission erzählt, die Statue zum Camp Half-Blood zu bringen und den Krieg zwischen den Halbgöttern zu verhindern. Dadurch wird die Spannung enorm gesteigert, denn während von der einen Mission berichtet wird, ist völlig unklar, wie es den anderen Halbgöttern geht.
Sehr gefreut hat mich auch, dass endlich ein Teil der Geschichte aus Nicos Perspektive berichtet wird. Er ist so ein interessanter Charakter, den wir aus den Augen so vieler anderer Figuren gesehen haben (die, wenn wir ehrlich sind, zum Großteil keinerlei Ahnung haben, wie es wirklich in ihm aussieht), dass ich mich richtig darüber gefreut habe, nun auch einmal die Welt aus seinen Augen zu sehen. Außerdem bietet diese neue Perspektive die Möglichkeit, weitere überraschende Freundschaften (und mehr) entstehen zu lassen, die mich auch dieses Mal wieder begeistert haben.

Fazit
Das Buch ist ein gelungener Abschlussband. Es ist zum Großteil fesselnd, verfolgt sowohl die Argo II als auch Reynas Mission und beglückt den Leser mit Schilderungen aus Nicos Perspektive. Einige kleine Details haben mir nicht ganz so gut gefallen, beispielsweise ein oberflächlich abgehandelter Kampf und die geringe Anzahl an Situationen, die mich emotional wirklich mitgenommen haben. Das ist allerdings Jammern auf sehr hohem Niveau, denn „Das Blut des Olymp“ bekommt vier Schreibfedern von mir.

  (1)
Tags: fantasy, götter, halbgötter, jugendbuch, riesen, titanen   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(319)

613 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

"götter":w=12,"griechische mythologie":w=7,"rick riordan":w=7,"fantasy":w=5,"römische mythologie":w=5,"kampf":w=4,"helden":w=4,"halbgötter":w=4,"percy jackson":w=4,"helden des olymp":w=4,"liebe":w=3,"freundschaft":w=3,"griechenland":w=3,"mythologie":w=3,"titanen":w=3

Helden des Olymp - Das Haus des Hades

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.10.2014
ISBN 9783551556042
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!

Eine Zusammenfassung des Buches in zwei Worten: Epische Charakterentwicklung. Die Reise der Figuren durch die Alte Welt geht weiter, die Handlung wird fortgesetzt und die Schlacht spitzt sich zu, aber dieses Buch steht eindeutig unter dem Stern der Charakterentwicklung. Der Leser kennt alle Charaktere und diese kennen sich jetzt auch gegenseitig, sodass sich das gesamte dicke, lange Buch mit der Weiterentwicklung der Charaktere und der Beziehungen beschäftigt. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, wie unfassbar gut mir das gefallen hat. Jede Figur findet im Laufe dieses Buches durch die verschiedenen Gegner, Hindernisse und Schwierigkeiten etwas über sich selbst heraus. Jeder von ihnen wird ein Stück mächtiger, indem er oder sie sich der Wahrheit stellt und sie anerkennt.
Doch auch die Beziehungen entwickeln sich weiter. Die Romanzen werden reifer und vertrauensvoller. Es entwickeln sich aber auch neue, sehr starke Freundschaften, insbesondere zwischen Nico und Jason. Zwischen diesen beiden entstehen eine solche Verbundenheit und Loyalität, dass es mir mehrfach die Tränen der Rührung in die Augen getrieben hat. Doch auch als Nico und Frank ihre Fähigkeiten auf unerwartete Weise kombiniert haben, hatte ich wirklich Gänsehaut. Die meisten Figuren mochte ich auch vor diesem Buch schon, aber durch ihre individuelle Entwicklung sowie die Entwicklung ihrer Beziehungen habe ich sie alle sehr, sehr fest ins Herz geschlossen.

Ein weiterer Punkt, der mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, betrifft wieder die Charaktere. Diesmal jedoch nicht die Kämpfer auf der Argo II, sondern all die Charaktere, die Percy und seine Freunde im Laufe der bisherigen acht Bücher kennengelernt haben. Die Mannschaft der Argo II trifft auf einige bekannte Wesen, doch insbesondere Percy und Annabeth sehen im Tartarus eine ganze Menge bekannte Gesichter wieder. Sie treffen Monster, die sie getötet haben, und Freunde, die im Kampf gefallen sind. Ihre Wanderung durch den Tartarus hat bei mir richtiggehend Nostalgie ausgelöst. Es ist so lange her, dass ich die „Percy Jackson“-Reihe gelesen habe. So unerwartet Gegner sowie Monster-Freunde vor die Nase gesetzt zu bekommen, war einfach wunderschön. Ich habe mich über jede bekannte Figur gefreut, selbst wenn es böse Monster waren, die Percy selbst im Tod noch vernichten wollten.

Ganz nebenbei werden in diesem Band auch eine ganze Menge Fragen beantwortet, die sich Fans schon seit langer Zeit stellen. Es beginnt mit der Wanderung durch den Tartarus, dem letzten noch unbekannten Gebiet. Er wird ausführlich beschrieben und ist wirklich der gruseligste Ort, den jemals ein Halbgott betreten hat. Doch nicht nur das, auch viele andere Details werden eingestreut, wie beispielsweise die Antwort auf die Frage, ob Springflut in Kugelschreiberform eigentlich schreiben kann. Damit ist dieses Buch wirklich ein Geschenk für jedes Fanherz. Ich für meinen Teil mochte jedenfalls alle bisherigen Bände mit Percy Jackson unglaublich gern, kann aber ohne zu zögern sagen, dass „Das Haus des Hades“ mein absoluter Liebling ist. Rick Riordan erzählt auf einem sehr, sehr hohen Niveau, aber dieses Buch ist wirklich das Sahnehäubchen seiner bisherigen Arbeit. Doch mal ehrlich, wie kann es auch anders sein bei einem Buch, das mit der folgenden Widmung beginnt: „Für meine wunderbaren Leserinnen und Leser. Das mit dem letzten Cliffhanger tut mir leid. Na ja, vielleicht doch nicht. HAHAHAHAHA. Aber jetzt mal im Ernst: Ich liebe euch, Leute.“

Fazit
Ich liebe dieses Buch. Es hat mehr Charakterentwicklung als ich in Worte fassen kann. Individuell ist jeder einzelne Charaktere reifer und mächtiger geworden; die Freundschaften und Kampfbündnisse haben mir Gänsehaut und Tränen der Rührung beschert. Außerdem ist das Nostalgie-Niveau sehr hoch, denn es tauchen unzählige seit „Diebe im Olymp“ altbekannte Figuren wieder auf: Gegner sowie Freunde. Fans werden sich zudem über die Beantwortung zahlreicher im Grunde nebensächlicher Fragen freuen. „Das Haus des Hades“ ist mein absolutes Lieblingsbuch von Rick Riordan und bekommt alle fünf Schreibfedern, obwohl es die Skala eigentlich sprengt.

  (0)
Tags: charakterentwicklung, götter, halbgötter, homosexualität   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(256)

496 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

"fantasy":w=10,"liebe":w=5,"krieg":w=5,"lia":w=5,"rafe":w=5,"kaden":w=5,"mary e. pearson":w=5,"der glanz der dunkelheit":w=5,"prinzessin":w=4,"morrighan":w=4,"dalbreck":w=4,"venda":w=4,"freundschaft":w=3,"jugendbuch":w=3,"verrat":w=3

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Glanz der Dunkelheit

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ONE, 29.03.2018
ISBN 9783846600603
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

120 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

"magie":w=4,"london":w=3,"piraten":w=2,"fantasy":w=1,"mord":w=1,"meer":w=1,"trilogie":w=1,"dämonen":w=1,"magisch":w=1,"diebe":w=1,"könige":w=1,"empfehlung":w=1,"prinzen":w=1,"licht und schatten":w=1,"fatasy":w=1

Die Beschwörung des Lichts

Victoria Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596296347
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"fantasy":w=1,"klassiker":w=1,"high fantasy":w=1

[ The Lord of the Rings Deluxe Edition Tolkien, J. R. R. ( Author ) ] { Hardcover } 2013

J. R. R. Tolkien
Fester Einband
Erschienen bei Houghton Mifflin 2013, 01.01.2013
ISBN B00VSCFT96
Genre: Sonstiges

Rezension:


Rezension
Vorweg muss ich sagen, dass ich das Buch schon auf Deutsch kannte, sonst hätte ich mich vermutlich nicht heran getraut. Nun wollte ich es aber auch gerne in der Originalsprache lesen. Das hat sich durch ziemlich veraltetes Englisch als echt kompliziert dargestellt, insbesondere bei Landschaftsbeschreibungen. Diese Beschreibungen habe ich dann tatsächlich nicht mehr bis ins Detail nachverfolgt, sondern nur solange nachgeschlagen, bis ich die Zusammenhänge verstanden habe. Meist bekam ich zu den Vokabeln die Hinweise, dass das Wort „archaic“ ist. Darunter mischten sich Ausdrücke wie „thee“ und „thou“, die ich aus Shakespeares Werken kenne. Dadurch klangen die Sätze blumig, waren aber nicht unbedingt einfacher zu lesen. Hinzu kamen dann noch die vielen Namen und Bezeichnungen in den verschiedenen Sprachen, die sich Tolkien ausgedacht hat. Es war also wahrlich nicht leicht zu lesen – ein richtiges Großprojekt. Diese Ausgabe ist zudem sehr klein und dicht bedruckt, sodass auf einer Seite deutlich mehr Text steht als üblicherweise. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich zwei Monate lang durch dieses Buch gearbeitet. Es hat aber unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe die Geschichte geliebt und ich habe mich gefreut, wenn ich mir wieder ein Kapitel erarbeitet hatte. Für Sprachanfänger würde ich das Buch nicht empfehlen, aber wer Mittelerde liebt, sollte es unbedingt auch im Original durchwandern.

Es lohnt sich übrigens, nicht nur das Buch zu lesen, sondern auch die Anhänge. Die Welt Mittelerde geht weiter über die in diesem Buch erzählte Geschichte hinaus. Chroniken der Ereignisse seit Anbeginn der Welt und noch viele Jahre in die Zukunft finden sich im Anhang. Es gibt ausführliche Auflistungen und Erläuterungen zu jedem Herrscher, den die verschiedenen menschlichen Völker jemals hatten. Daher gibt es dort viele Ausführungen zu in der Geschichte nur als nebenbei erwähnten, für die Figuren selbstverständlichen Details. Die aktuellen sowie vergangenen Ereignisse sind allesamt miteinander verzahnt und über viele wird in den anderen Büchern Tolkiens ausführlich berichtet. Wer an den Sprachen interessiert ist, die Tolkien sich ausgedacht hat, kann Rechtschreibung, Buchstaben und Übersetzungen aus dem Anhang lernen. Während der Lektüre des Buches geben die Stammbäume der Hobbits sowie diverse Karten der Gebiete Mittelerdes Aufschluss darüber, worum es gerade geht. „The Lord of the Rings“ und insbesondere Mittelerde gehen damit weit über die Geschichte hinaus, die in diesem Buch erzählt wird. Allein an der Auflistung der Anhänge wird deutlich, wie gigantisch, überwältigend und allumfassend die Welt ist, die sich Tolkien ausgedacht hat.

Über diese Freuden am Rande hinaus hat die Geschichte an sich aber auch alles zu bieten, was das Herz begehrt. Aragorn ist nach wie vor eine meiner Lieblingsfiguren und ich habe jedes Mal Gänsehaut bekommen, wenn sich gezeigt hat, welche Macht in ihm steckt. Legolas und Gimli haben mich immer wieder zum Lachen gebracht mit ihren Wettstreiten, wer mehr Feinde tötet. Sam als willensstarker, treuherziger Hobbit hat mich berührt, wenn er alles für seinen Mr. Frodo gegeben hat. Überhaupt haben viele Figuren ein großes Herz und scheuen sich nicht, Gefühle zuzulassen. Dadurch gibt es dramatische Momente voller Angst und Szenen voll verzweifelter Trauer, aber auch Momente purer Freude und grenzenlosen Staunens. Auf der Reise finden die Gefährten Freunde und Feinde, treffen unterschiedliche Völker und Spezies und folgen einander in unerschütterlicher Loyalität, auch wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Die Geschichte ist komplex und dadurch packend und unvorhersehbar. Ein geniales Buch – mit einer überragenden Verfilmung, die so nah an den Büchern ist, dass teilweise selbst die Dialoge wortwörtlich identisch sind. Das Buch kann ich trotzdem nur jedem empfehlen, denn dadurch sind mit in den Filmen ganz neue Details aufgefallen, obwohl ich sie im Grunde schon auswendig kannte.

Fazit
Dieses Buch auf Englisch zu lesen hat sich als Großprojekt entpuppt: Zwei Monate habe ich mich durch archaisches Englisch, dicht bedruckte Seiten, fiktive Sprachen und Gebiete mit sehr langer Geschichte gearbeitet. Dabei hatte ich wahnsinnig Spaß und habe die Geschichte wieder geliebt. Die Charaktere sind toll und haben große Herzen; es gibt viele emotionale Momente; die Handlung ist komplex, spannend und unvorhersehbar. Über die Anhänge gibt es weiterführende Informationen und Erläuterungen. „The Lord of the Rings“ ist ein Meisterwerk und bekommt als definitiv wiederholungswürdiges Projekt fünf Schreibfedern.

  (0)
Tags: fantasy, high fantasy, klassiker   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(104)

192 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

"magisterium":w=4,"fantasy":w=2,"magie":w=2,"elemente":w=2,"cassandra clare":w=2,"holly black":w=2,"makar":w=2,"roman":w=1,"tod":w=1,"jugendbuch":w=1,"krieg":w=1,"reihe":w=1,"freunde":w=1,"serie":w=1,"kampf":w=1

Magisterium - Die silberne Maske

Cassandra Clare , Holly Black
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.01.2018
ISBN 9783846600597
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!

Obwohl mich bisher kein Teil der Reihe so richtig überzeugen konnte, bin ich doch immer wieder gespannt, wie es mit Call und dem Magisterium weiter geht. Nachdem mir im letzten Band der Einstieg endlich einmal besser gelungen ist, hatte ich in diesem Buch aber leider wieder dieselben Probleme wie in den ersten beiden Teilen. Die Bücher sind einfach viel zu dünn für die Menge an Handlung, sodass die Tiefe völlig fehlt. Es werden einfach nur Ereignisse aneinander gereiht. Statt Erklärungen, Beschreibungen, Details oder Gefühle zu nennen, gab es „und dann und dann und dann und dann“ zu lesen. Bei Lerninhalten wird immer nur das Thema genannt, Handlungssequenzen werden so kurz wie möglich zusammen gefasst. Damit bleibt das Buch sehr oberflächlich. Eine Ausnahme stellen da nur die Mahlzeiten dar, weil jede einzelne Speise auf der reichlich gedeckten Tafel aufgezählt wird. Für mich sind die Schwerpunkte von Oberflächlichkeit und Detailliertheit damit leider völlig unpassend gesetzt.

Nachdem im Schnelldurchlauf alle Handlung abgearbeitet wurde, die notwendig war, um Call an den Ort zu bringen, um den es in der Geschichte eigentlich geht, wurde es langsam besser. Die Handlung war weniger oberflächlich und abgehackt. Außerdem hat sich mit der Zeit die Spannung gesteigert, denn nicht nur stellt sich die Frage, ob Call sich auf seine dunklen Kräfte einlassen soll, sondern auch, ob er dazu prinzipiell überhaupt in der Lage ist. Tatsächlich spitzt sich die Handlung immer mehr zu und teilweise wird es regelrecht dramatisch. Insbesondere das letzte Kapitel und der Epilog haben eine Menge herausgeholt, da sie überraschend und mitreißend waren. Schade, dass die Autorinnen sich jedes Mal wieder erst am Ende des Buches warm geschrieben zu haben scheinen.

Ein Punkt, der in den bisherigen Bänden nur unterschwellig angeklungen war, in diesem Buch aber leider ausführlichst behandelt werden musste und mich neben dem oberflächlichen Anfang am meisten gestört hat, ist die Liebesgeschichte zwischen Call und Tamara. Natürlich gehören Liebesgeschichten dazu und es hat sich ja auch schon eine ganze Weile schüchtern und zögerlich angedeutet, aber die Umsetzung war dann nicht niedlich, sondern nervenraubend. Durch ein ständiges Hin und Her in Calls Gedanken wird viel mehr Drama aufgebaut als die Beziehung eigentlich hergibt. Da Call ständig seine Meinung ändert, nimmt dieses Drama dann auch noch eine ganze Menge Raum ein. Die niedliche Verliebtheit und die unterschwellige Zuneigung zwischen den beiden in den bisherigen Bänden hat mir deutlich besser gefallen.

Fazit
Das Buch fällt wieder ins gleiche Umsetzungsschema zurück wie die ersten beiden Teile. Der Anfang ist sehr oberflächlich, es fehlen Details und es werden einfach nur die Ereignisse aneinander gereiht, ohne in irgendeiner Weise zu berühren. Erst als das Buch bei der Handlung ankommt, um die es eigentlich gehen soll, wird es langsam besser. Die Spannung steigert sich und besonders das Ende war überraschend und mitreißend. Ein weiterer Kritikpunkt ist allerdings die Liebesgeschichte, die bis dato niedlich und subtil war, in diesem Teil aber mit überflüssigem Drama aufgebauscht und lange ausgewalzt wird. Insgesamt hatte „Magisterium – Die silberne Maske“ seine Momente, konnte mich aber genauso wenig überzeugen wie die Vorgänger und bekommt dafür drei Schreibfedern.

  (1)
Tags: elemente, magie   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

roman

HIGH-RISE

James Graham Ballard
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 03.01.1998
ISBN 9780586044568
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch hat mich überraschend intensiv mitgerissen. Die Stimmung, die sich innerhalb des Gebäudes entwickelt, ist von den Charakteren auf mich über gesprungen. Die explosive Spannung und die Psychospielchen haben mich ganz kribbelig gemacht. Ich konnte in der Entwicklung nachvollziehen, wie bei den Bewohnern langsam die animalischen Triebe durchgebrochen sind. Es war wie der Zivilisation beim Untergang zuzusehen. Unfassbar, irrational, regelrecht krank - aber so packend erzählt, dass ich es doch nachvollziehen konnte.

Leider verliert sich das alles etwas, nachdem der Höhepunkt erreicht ist. Der Prozess, in dem die Situation außer Kontrolle geraten ist, war sehr spannend, doch das Endstadium, der völlige Kontrollverlust, war dann so ereignislos, dass es beinahe langweilig war.
Insgesamt ist "High Rise" ein sehr extremes, erschreckendes Buch, für das ich drei Schreibfedern vergebe.

  (2)
Tags: roman   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"entführung":w=1,"liebesgeschichte":w=1,"mafia":w=1,"gay thriller":w=1

Blackmail Love

Chris P. Rolls
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei null, 05.01.2018
ISBN B078PDB95T
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

"liebe":w=3,"gay romance":w=2,"motorcross":w=2,"erotik":w=1,"homosexualität":w=1,"sport":w=1,"gay":w=1,"liebesromane":w=1,"motorsport":w=1,"gayromance":w=1,"gleichgeschlechtliche liebe":w=1

Highspeed Love

Chris P. Rolls
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Forever, 13.05.2016
ISBN 9783958180741
Genre: Liebesromane

Rezension:


Rezension
Ein Merkmal, das alle Bücher von Chris P. Rolls aufweisen, ist der gut recherchierte Hintergrund. Diesmal geht es um Motocross, wovon ich ehrlicherweise überhaupt keine Ahnung hatte. Das Buch hat mich in die Grundlagen dieses Sports eingeführt – genug, um ungefähr zu verstehen, wie alles abläuft. Detaillierteres Verständnis war jedoch auch gar nicht notwendig, da die emotionale Ebene so intensiv geschildert wird, dass der reine Sachinhalt in den Hintergrund gerückt ist. Die Geschichte wirkte authentisch, indem die Namen verschiedener Hindernisse genannt wurden, wenn Cole auf der Strecke unterwegs war. Doch seine Nervosität am Start und seine Wut auf der Strecke haben mich so mitfiebern und ihm die Daumen drücken lassen, dass es gleichzeitig völlig irrelevant war, wenn ich mir unter dem Namen nichts vorstellen konnte.

Zum Teil lag dieses Mitfiebern am gewohnt packenden Erzählstil der Autorin. Zum Teil waren aber auch die sympathischen Charaktere dafür verantwortlich. Protagonist Cole mochte ich von der ersten Seite an. Deshalb habe ich ihn bei jedem Rennen genauso gepusht wie sein Team. Seine ehrgeizige, etwas dickköpfige Einstellung wird perfekt ergänzt durch Maxwells ruhige, besonnene Art. Insbesondere Maxwell als entspannter, ausgeglichener Ruhepol hat es mir angetan. Er ist ein sehr liebenswerter Charakter.

Neben der Frage, wer die Saison gewinnen wird, gibt es aber auch noch andere spannende Aspekte an dem Buch. Es werden eindeutig Maschinen sabotiert, reiner Konkurrenzkampf zwischen Cole und Miles kann die Spannungen nicht erklären und auch Maxwell hat eindeutig ein Geheimnis. Einige dieser Rätsel werden relativ schnell aufgeklärt oder sind vorhersehbar, andere wiederum haben mich überrascht. Zwar ist ein bestimmter Aspekt bezüglich der eineiigen Zwillinge aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar, aber spannend ist es meist trotzdem.

Fazit
Das Buch ist wie üblich gut recherchiert und gibt Einblick in die Grundlagen des Motocross-Sports. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch, auch wenn ich nicht allen Schilderungen immer im Detail folgen konnte. Diese werden jedoch ohnehin von intensiven, mitreißenden emotionalen Aspekten verdrängt. Das Buch ist packend geschrieben, wartet mit liebenswerten Charakteren auf und hat spannende Momente. „Highspeed Love“ war kein Highlight, aber gefallen hat es mir trotzdem, deshalb vergebe ich vier Schreibfedern.

  (1)
Tags: homosexualität, sport   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Anderen Band III : Der Weg aus der Dunkelheit

Chris P. Rolls
E-Buch Text
Erschienen bei null, 21.10.2017
ISBN 9783959491716
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"homosexualität":w=1

Blinded Date III: Third Date

Chris P. Rolls
E-Buch Text: 299 Seiten
Erschienen bei null, 05.03.2018
ISBN B07B64NDFG
Genre: Sonstiges

Rezension:


Rezension
Diese Reihe von Chris P. Rolls wollte ich eigentlich nicht lesen, weil die Bücher relativ dünn sind und gleichzeitig klingen als gäbe es eine Menge Sexszenen. Da ich ein Fan von tatsächlicher Handlung bin, sind das keine optimalen Voraussetzungen. Dann habe ich allerdings auf Facebook immer wieder kleine Zitate und Ausschnitte aus dem Buch gelesen und bin so neugierig geworden, dass ich diesen dritten Band nun trotzdem gelesen habe. Größtenteils entsprach er dann aber doch meinen ursprünglichen Erwartungen. Dadurch, dass Protagonist Benny in einem Club arbeitet, in seiner Freizeit andere Clubs besucht, seine Vorlieben auslebt und auch noch lebhafte Fantasien mit Jules in der Hauptrolle hat, bleibt kaum Platz für Handlung. Außerdem musste ich wieder feststellen, dass ich mit BDSM einfach nichts anfangen kann. Das spricht mich überhaupt nicht an, sodass mich das Buch dementsprechend auch nicht mitreißen konnte.

Nichtsdestotrotz bin ich froh darüber, dass das Thema BDSM in diesem Buch eine so große Rolle spielt, da ich viel über diese spezielle Vorliebe lernen konnte. Chris P. Rolls recherchiert ihre Bücher immer gut, um zutreffende, realitätsgetreue Informationen zu vermitteln. Dementsprechend hat dieses Buch bei mir mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. Es hat mir geholfen, die Anreize von BDSM und die Hintergründe von Master-Sklave-Beziehungen zu verstehen. Für mich ist es nach wie vor absolut gar nichts, aber ich kann verstehen und akzeptieren, weshalb andere Menschen Gefallen daran finden. Damit hat das Buch für mich auf der Informationsebene großen Wert, auch wenn ich mit der Geschichte nicht viel anfangen konnte.

Neben den inhaltlichen Gesichtspunkten hat es mir auch der Stil schwer gemacht, mich richtig auf die Geschichte einzulassen. In den anderen Büchern, die ich von der Autorin kenne, wird eine fiebrige Spannung aufgebaut, die Formulierungen sind packend und es rutscht glatt herunter. Das war diesmal nicht der Fall. Mehrfach habe ich mich gefragt, was aus der überragenden Erzählweise geworden ist. Auch der Schreibstil war oft holprig und klang beinahe unausgereift. Die erzählerische Kunst konnte hier nichts herausholen, obwohl Chris P. Rolls in dieser Hinsicht normalerweise eine Bank ist.

Fazit
Als Geschichte konnte ich mit diesem Buch leider nicht so viel anfangen. Es gibt kaum Handlung; die sexuellen Inhalte haben deutlich überwogen. Dabei geht es dann fast ausschließlich um BDSM, womit ich persönlich überhaupt nichts anfangen kann. Damit hat mich die Geschichte inhaltlich nicht mitreißen können. Auch stilistisch gehört das Buch sicher nicht zu den Highlights der Autorin. Als Informationsquelle ist das Buch aber sehr gut geeignet. Ich habe eine Menge über die BDSM-Gemeinschaft, Master und Sklaven gelernt, einige Vorurteile abgebaut und kann diese Neigungen jetzt nicht nur akzeptieren, sondern auch verstehen. „Third Blinded Date“ bekommt für diese Leistung drei Schreibfedern von mir.

  (1)
Tags: homosexualität   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(87)

257 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

"assassine":w=4,"gladiatoren":w=4,"nevernight":w=4,"fantasy":w=3,"rache":w=3,"high fantasy":w=3,"schatten":w=3,"liebe":w=2,"kampf":w=2,"blut":w=2,"dunkelheit":w=2,"sklaverei":w=2,"arena":w=2,"assassinen":w=2,"mitreisende":w=2

Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

Rezension
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Nach einem kurzen Vorwort, in dem noch einmal an die wichtigsten Personen des ersten Teils erinnert wird, geht die Geschichte um Mia und die Rote Kirche direkt spannend weiter. Einige Monate sind vergangen, seitdem Mia zur Klinge ernannt wurde, sodass ich als Leser in eine vollkommen neue, unbekannte Situation geworfen wurde, denn das Buch beginnt mit der Gegenwart. Es gibt jedoch noch einen zweiten Handlungsstrang, der die jüngere Vergangenheit darstellen. Dadurch ergab sich im Verlauf jede Menge Abwechslung. Außerdem haben die unterschiedlichen Handlungsstränge die Spannung erhöht, weil in dramatischen Situationen einfach der Strang gewechselt wird. Zudem werden Ereignisse, Namen etc. in der Gegenwart nicht erklärt, sodass Teile der Handlung mysteriös bleiben, bis der Handlungsstrang der Vergangenheit an der Stelle angekommen ist, an dem die Begebenheiten erläutert werden. Durch normale und kursive Schrift hatte ich keinerlei Probleme, die Stränge auseinander zu halten. Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Vergangenheit nach und nach aufgeholt hat, bis beide Stränge verschmolzen sind.

Besonders gefallen hat mir außerdem die mitreißende Atmosphäre in den unterschiedlichsten Situationen. Beispielsweise weiß ich als Leser genauso gut wie Mia, dass die anderen Gladiatoren aus ihrer Staffel ihr im Weg stehen und im Optimalfall übertrumpft, im schlechtesten Fall getötet werden müssen. Mit einer ganz langsamen, ruhigen Entwicklung hat der Autor es trotzdem geschafft, dass ich sie sympathisch fand und manche regelrecht mochte. Freundschaft, Kameradschaft und Loyalität haben mich eingewickelt, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte, sodass ich nicht wollte, dass einer von ihnen stirbt.
Bei diesem Buch ist das allerdings ein geradezu irrsinniger Wunsch, denn es ist unglaublich gewalttätig und brutal. Der Autor geht nicht zimperlich mit den Charakteren um und hat sich eine absolut pervertierte Form der ohnehin schon blutigen Gladiatorenkämpfe ausgedacht. Dabei werden alle Szenen bis zum Ende ausgeschrieben, wodurch eine geladene, blutdürstige Atmosphäre entsteht. In meinen Augen passte das absolut zum Buch, war nie nur für die Geschichte eigentlich irrelevante Metzelei und hat wunderbar unterstützt, wie hart das Leben für Mia ist, aber auch wie hart sie selbst werden musste. Diese gegensätzlichen Stimmungslagen hat der Autor sehr authentisch und mitreißend vermittelt.

Enttäuscht hat mich lediglich das Ende des Buches. Die letzten Kapitel sind voll gestopft mit Wendungen und Enthüllungen, die aber fast alle schon seit mehreren hundert Seiten, wenn nicht sogar schon seit dem ersten Teil vorhersehbar waren. Schon im Laufe des Buches ist mir aufgefallen, dass der Autor zwar packend schreiben und Spannung erzeugen, aber kaum Überraschungen liefern kann. Die Hinweise auf die Wendungen, die in der Geschichte geliefert werden, sind einfach nicht subtil genug. Außerdem bedient er sich häufig der gleichen Methoden, die auch eine Menge andere Autoren verwenden. Daher waren die vermeintlich überraschenden Erkenntnisse, die am Ende des Buches Schlag auf Schlag erfolgen, für mich einfach nur Bestätigungen dessen, was ich ohnehin schon wusste.

Fazit
Dieses Buch ist nichts für Leser mit schwachen Nerven, denn es ist gewalttätig, blutig und brutal. Der Autor geht nicht zimperlich mit den Charakteren um und jede Szene wird mit allen Schmerzen bis zum bitteren Ende ausgeschrieben. Das passt wunderbar in die mitreißende Atmosphäre des Buches. Spannung und Abwechslung wird insbesondere am Anfang erzeugt durch zwei wechselnde Handlungsstränge: Gegenwart und Vergangenheit. Enttäuscht haben mich lediglich die fehlenden Überraschungen. Es gibt eine Menge Potenzial für Wendungen und Enthüllungen, das hat der Autor aber durch offensichtliche Hinweise und altbekannte Methoden verschenkt. „Nevernight – Das Spiel“ hat mit gut gefallen, macht neugierig auf den letzten Band und bekommt dafür vier Schreibfedern von mir.

  (1)
Tags: assassinen, fantasy, gladiatoren, high fantasy   (4)
 
431 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.