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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT

Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten.
Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat.
Eine große Liebe, die alles verändern kann.

Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz - ausgerechnet an den Feind

 

REVIEW

Wer sich für YA und Fantasy interessiert hat es schwer um Renee Ahdieh herumzukommen. Sie zählt zu den neuen Stars der Autorenszene und nachdem sich ihre erste Reihe im orientalischen Bereich abgespielt hat und locker auf "One Thousand and One Nights" basierte, wagt sich die Autorin diesmal in den asiatischen Raum und bedient sich der bekannten Geschichte um die kriegerische Mulan, welche sich als Junge ausgibt um die Ehre ihrer Familie zu bewahren. Weltweit wurde "Flame in the Mist" als Neuerzählung von Mulan angepriesen und hat mich so auch erst auf sich aufmerksam gemacht. Ich liebe den gleichnamigen Disneyfilm und konnte mir das Buch daher nicht entgehen lassen. Zugegeben hatten "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" und ich einige kleine Startschwierigkeiten, denn so ganz konnte mich die Handlung nicht fesseln. Ich kann nicht einmal genau benennen woran das nun eigentlich gelegen hat. Mir waren die Charaktere und deren Beweggründe etwas zu blass und auch das Worldbuilding hat für mich zu viele Fragen offen gelassen. Allerdings hat sich dies nach der ersten Hälfte langsam gebessert und nach guten 200 Seiten hatte ich tatsächlich zum ersten Mal das Gefühl, dass mich die Handlung wirklich fesselt.

 

Vielleicht liegt es daran, dass Mulan immer eine meiner liebsten Disney Prinzessinnen war, aber Mariko konnte mich als Leserin nicht ganz überzeugen. Es mag vielleicht nicht ganz fair sein, weil sie mit einer meiner Kindheitshelden konkurrieren musste, aber ich kann es einfach nicht schön reden. Mariko bringt durchaus alles mit was eine starke Protagonistin braucht. Ich finde es beispielsweise großartig, dass sie nicht die klassische reiche Tochter ist, sondern überall als etwas seltsames, vorlautes Mädchen bekannt war. Zudem stellt sie ihre eigenen Erfindungen her und beweißt mehrmals wie intelligent sie eigentlich ist, was man auch nicht von jeder Protagonistin behaupten kann. Dann wiederum ist sie aber vollkommen blind wenn es um den Schwarzen Clan geht. Bereits wenige Seiten nachdem man den Clan und seine Anführer kennenlernt, stellt man als Leser ihre Vermutung bereits in Frage. Mariko allerdings bleibt von ihren Vorurteilen gelenkt und das hat für mich nicht zu der starken, intelligenten Heldin gepasst, die uns am Anfang vorgestellt wird.

 

Wenn die weibliche Protagonistin einem Kopfschmerzen bereitet, kommt ein tragischer, leidender Antiheld gerade rechtzeitig. Okami hat es mir wirklich angetan, ich versuche es erst gar nicht zu leugnen. Am Anfang fällt es noch sehr schwer ihn zu durchschauen und selbst nachdem ich das Buch beendet habe, sind für mich noch so viele Fragen offen und er bleibt geheimnisvoll und spannend. Ich kann es nicht erwarten seine Vergangenheit im nächsten Band näher zu beleuchten und ihn hoffentlich besser kennenzulernen und mit ihm auch seine Fähigkeiten. Für mich ist er bisher definitiv nicht der klassische Held, weshalb ich gespannt bin zu sehen welche Richtung Renee Ahdieh im zweiten Teil der Reihe einschlagen wird. Und wenn man von Okami spricht, darf man Ranmaru natürlich nicht einfach übergehen. Ihn kann ich bisher ebenfalls schlecht einschätzen und bei beiden habe ich das Gefühl sie haben bisher einfach noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Ich möchte mehr über Ranmaru erfahren und kann charakterlich bisher zu ihm auch nur wenig sagen. Allgemein sind mir besonders die Nebencharaktere etwas zu blass geblieben und ich konnte zu niemandem eine Verbindung aufbauen.

 

Ich habe das Setting bereits am Anfang angesprochen und bisher habe ich noch nicht viele Bücher gelesen, die im asiatischen Raum gespielt haben. Was wohl auch der Grund dafür war, dass ich sehr lange große Schwierigkeiten mit den Namen und Eigennamen hatte. Zwar gibt es am Ende des Romans ein Glossar, aber das habe ich tatsächlich erst entdeckt, als ich mit der Geschichte bereits durch war. Irgendwie sind mir die Namen einfach nicht im Kopf geblieben, womit ich gar nicht gerechnet hatte, da ich viel im Bereich Fantasy lese und ungewöhnliche Namen daher eigentlich gewohnt bin. Den Weltenbau selbst fand ich allerdings durchaus interessant dargestellt und ich fand da mittelalterlich, asiatische Setting wirklich spannend und besonders die gesellschaftlichen Aspekte und die Machtverhältnisse haben mich direkt neugierig gemacht. Für meinen Geschmack hätte die Autorin den Weltenbau durchaus noch etwas vertiefen können.

 

Auch an mystisch, fantastischen Aspekten mangelt es in der Geschichte nicht, allerdings war die Darstellung für mich definitiv ausbaufähig. Bisher erfährt der Leser im Grunde noch gar nichts über die Magie in der Geschichte und ich hab bis zum Ende nicht ganz verstanden welchen Regeln sie unterliegt und in welcher Form sie eigentlich auftritt. Da besteht für mich in Hinsicht auf den zweiten Teil der Reihe noch viel Arbeit. Neugierig macht es auf jeden Fall und ich hoffe die Autorin wird darauf noch genauer eingehen!

 

Zum Ende hin möchte ich natürlich auch noch kurz auf das Cover zu sprechen kommen. Als jemand, der normalerweise das englische Original bevorzugt, muss ich diesmal zu meiner eigenen Überraschung doch gestehen, dass mir die deutsche Version doch besser gefällt. Ich mag die zarten Farben, die Schriftart und den Hintergrund. Ich finde es auch durchaus passend zur Handlung, wenngleich man dem asiatischen Setting für meinen Geschmack mehr Aufmerksamkeit hätte schenken können. 

 

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen

 

FAZIT

"Das Mädchen aus Feuer & Sturm" ist eine interessante Geschichte mit asiatischem Setting! Die starke weibliche Protagonistin und der gebrochene Antiheld stellen einen interessanten Gegensatz dar und machen gespannt auf die Fortsetzung. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten konnte mich die Handlung am Ende hin fesseln.

 

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Die letzte erste Nacht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736307179
Genre: Liebesromane

Rezension:

PLOT

Eine einzige Nacht kann dein ganzes Leben verändern.
Sie hätten niemals miteinander im Bett landen dürfen - das ist Tate und Trevor klar. Und schon gar nicht sollten sie den Wunsch verspüren, das Ganze zu wiederholen. Doch für die beiden ist es unmöglich, das Kribbeln zwischen ihnen zu ignorieren. Dabei kann Trevor auf keinen Fall erneut bei Tate schwach werden. Zu nah kommt die junge Studentin seinem dunkelsten Geheimnis: Während sie versucht, herauszufinden, warum ihr Bruder starb, setzt er alles daran, die Antwort auf diese Frage für immer vor ihr zu verbergen.

 

REVIEW

"Die letzte erste Nacht" ist der dritte Teil der "First" Reihe und nachdem ich davon schon soviel Gutes drüber gehört habe, musste ich mir einfach selbst ein Bild davon machen. Und obwohl das Buch nicht um die ein oder anderen New Adult Klischees herum kommt, konnte mich Bianca Iosivoni doch überzeugen und ich werde mir definitiv auch die anderen Bände der Reihe kaufen. In "Die letzte erste Nacht" folgen wir Tate und Trevor oder auch liebevoll TNT genannt. Dieser Spitzname sagt schon alles, denn die beiden sind ein äußerst explosives Duo. Ich fand die beiden sehr gelungen dargestellt, wenngleich ich mit Tate am Anfang kleine Startschwierigkeiten hatte. Eine besondere Stärke der Autorin liegt in der Gestaltung der Nebencharaktere, die einem richtig ans Herz wachsen und besonders die Gruppendynamik macht einen großen Teil des Charmes der Geschichte aus. Die Handlung selbst überzeugt mit Gefühl und Spannung und wenngleich man einige Aspekte durchaus vorhersehen kann, macht es doch Spaß den beiden zu folgen und auf ein Happy End zu bangen.

 

CHARAKTERE

In keinem anderen Genre habe ich so oft Probleme mit den weiblichen Hauptcharakteren wie im New Adult. Das liegt oftmals daran, dass sie mir zu überzogen dargestellt sind oder ihnen einfach die charakterliche Stärke fehlt. Von daher war ich unheimlich froh, dass dies in "Die letzte erste Nacht" nicht der Fall war. Ganz im Gegenteil habe ich mich Tate direkt verbunden gefühlt und es fällt unheimlich leicht sich in sie hineinzuversetzen. Man fühlt und leidet mit ihr und Bianca Iosivoni gelingt es wunderbar die innerliche Zerrissenheit ihrer Protagonistin darzustellen. Tate ist ehrgeizig, eine gute Studentin und doch gleichzeitig ein absolutes Partygirl, stets geplagt von den Geistern der Vergangenheit. Ich mag diese Gegensätzlichkeiten und obwohl sie eine unglaublich starke Protagonistin ist, merkt man doch wie sie innerlich sehr verletzlich und angreifbar ist.

 

Trevor hat es neben so einer starken Frau also gar nicht mal so leicht und gerade am Anfang hatte ich manchmal das Gefühl er würde fast schon in ihrem Schatten stehen. Das soll allerdings weniger ein negativer Punkt sein, sondern vielmehr ein Kompliment für Tate. Der Latino mit Köpfchen lässt Frauenherzen ohne Frage höher schlagen und ich habe ihn im Verlauf der Geschichte auch ins Herz geschlossen. Ich mag seine beschützerische Art gegenüber Tate und seinen Freunden. Er trägt ein Geheimnis aus der Vergangenheit mit sich herum, welches ihn charakterlich stark geprägt hat und dies wird in der Handlung gelungen ausgearbeitet. Ich konnte ihn allerdings nicht immer ganz nachvollziehen.

 

Die "First" Reihe überzeugt mit einer großartigen Freundesgruppe, die ihren ganz eigenen Charme hat und die Geschichte erst zu etwas besonderem macht. Ich habe mich ein wenig in die Clique verliebt und bin daher sehr gespannt auf die Geschichten der anderen Paare. Luke und Dylan fand ich besonders großartig, was wohl auch der Grund ist weshalb Trevor trotz all seiner Vorzüge doch ein wenig in ihrem Schatten stand. Mason, der im abschließenden Teil der Reihe im Mittelpunkt steht, hat ebenfalls schon eine größere Rolle eingenommen und mich neugierig auf seine Geschichte gemacht.

 

SCHREIBSTIL

Bianca Iosivoni hat einen sehr locker, leichten Schreibstil der perfekt zur Handlung passt. Gleichzeitig zeigt sie aber in mehreren Szenen auch, dass sie wesentlich mehr zu bieten hat. Sei es nun die düstere Atmosphäre im Fitness Club oder die emotionaleren Szenen zwischen TNT, immer wieder gewinnt ihr Schreibstil an Tiefe und passt sich den jeweiligen Augenblicken an, wodurch sich dem Leser viel Abwechslung bietet. Dazu dienen auch die beiden unterschiedlichen Erzählperspektiven. Der Leser folgt nicht nur Tate sondern auch Trevor und gerade bei New Adult Büchern finde ich dies immer unheimlich wichtig, weil ich andernfalls oftmals das Gefühl habe etwas zu verpassen und den männlichen Charakter nicht gut genug kennenlerne. Von daher finde ich es schön, dass die Autorin uns an beiden Sichtweisen teilhaben lässt, denn Trevor ist unheimlich gelungen dargestellt.

 

COVER

Das Cover reiht sich wunderbar in die Gestaltung der anderen "First" Titel ein und ist definitiv sehr schön anzuschauen. Grundsätzlich bin ich kein großer Fan von Paaren oder Gesichtern auf dem Cover, aber in dem Fall gefällt es mir wirklich gut. Das liegt besonders an den farbigen Highlights im Vordergrund. Diese sind bei jedem Buch anders und mir gefällt in diesem Fall das grün besonders gut. Was mir besonders gut gefällt sind die Titel in der gesamten Reihe, weil diese mir irgendwie von Anfang an im Gedächtnis geblieben sind.

 

FAZIT

"Die letzte erste Nacht" kann mit seinen liebevoll gestalteten Charakteren und einer großartigen Gruppendynamik überzeugen. Die Handlung kommt zwar um einige New Adult Klischees nicht herum, aber hebt sich durch den gelungenen Mix von Spannung, Emotionen und Drama von anderen Büchern des Genres ab. Wer erstmal mit der "First" Reihe anfängt, wird dieser definitiv verfallen!

 

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen

 

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72 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Die dreizehn Gezeichneten

Judith und Christian Vogt
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783404208920
Genre: Fantasy

Rezension:

PLOT

Einst blühte die Stadt Sygna unter der Macht des Gildenrats und deren geheimnisvolle Zeichenmagie. Doch es gab einen Verräter, der sich gegen die Regeln ein zweites Zeichen aneignete und der Armee von Kaiser Yulian dazu verhalf die Gildenmeister zu stürzen. Seitdem herrschen die Aquintaner mit eiserner Faust über das unterworfene Volk. Alle Dichter wurden in Gefangenschaft genommen und obwohl die anderen Zünfte frei sind, stehen sie unter Bewachung der Besatzer. Doch Rebellen sammeln sich im Untergrund, fest entschlossen den roten Rufin, Hauptmann der Geheimpolizei, zu stürzen und Sygna von ihren Besatzern zu befreien. Dawyd, Mitglied der Fechtgilde, wird ohne seinen Willen von den Rebellen in ihren Plan eingespannt und muss schon bald Stellung beziehen. Denn Rufin strebt danach das Wortzeichen unter seine Kontrolle zu bringen, womit er Gefühle und Gedanken aller kontrollieren könnte. Es liegt an den Rebellen dies zu verhindern.

 

REVIEW

"Die 13 Gezeichneten" haben es von Beginn an geschafft mich immer wieder zu überraschen. Es ist eine fantastische Geschichte, die tiefgründig ausgearbeitet wurde und mit einem großartigen Worldbuilding überzeugt. Das Buch steckt voller Magie und sprüht vor neuen Ideen, die toll umgesetzt wurden. Es ist mal wieder etwas ganz anderes und kann sich von anderen Büchern absetzen. Die vielschichtigen Charaktere konnten mich begeistern und besonders der grandiose Antagonist hat es mir angetan! Judith und Christian Vogt gelingt es mit Leichtigkeit unterschiedliche Protagonisten zum Leben zu erwecken, die einem alle irgendwie ans Herzen wachsen. Mich hat besonders der herausragende Schreibstil mitgerissen, der Sygna erst lebendig werden lässt und einem das Gefühl gibt selbst ein Teil der Geschichte zu sein. Ich kann die Fortsetzung kaum abwarten und freu mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit den Rebellen.

 

CHARAKTERE

Manchmal steckt eine Geschichte voller großartiger Charaktere und doch verfällt man dem einen Charakter bei dem man eigentlich nicht schwach werden 'darf'. Wer eine Schwäche für Antagonisten hat, der kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten. Die Rede ist vom roten Rufin! Er ist einer der tollsten Schurken, der mir seit langem untergekommen ist und unglaublich vielversprechend und vielschichtig gestaltet. Dadurch wurde er für mich zum faszinierendsten Charakter der Geschichte und obwohl Rufin keiner der Guten ist, fiel es mir schwer ihn nicht zu mögen. Er ist unglaublich clever und ehrgeizig und es steht außer Frage, dass er die Handlung erst so interessant macht. Ich liebe es wenn Autoren mal nicht dem üblichen Schema folgen und ihre Bösewichte stattdessen mit mehr Tiefe gestalten.

 

Allgemein bietet "Die 13 Gezeichneten" unterschiedliche Charaktere, die für Abwechslung sorgen. Obwohl man Dawyd zunächst als Held der Geschichte vermutet, wird schnell deutlich, dass nicht ein einziger Protagonist im Vordergrund steht, sondern allen gleichermaßen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das fand ich sehr schön, weil so jeder Leser einen Charakter finden kann, mit dem er mitfiebert. Da es so viele interessante Personen gibt, ist mir Dawyd auch tatsächlich gar nicht vordergründig in Erinnerung geblieben. Stattdessen sind es Charaktere wie der Dichter Ismayl, der eine unglaubliche Entwicklung durch macht oder Ignaz, der geheimnisvolle Rebellenanführer, die mich begeistern konnten.

 

Dem Autorenduo ist es gelungen die Charaktere sehr authentisch darzustellen, was es leicht macht sich in sie hineinzuversetzen. Neigel, der Pechvogel, verdient dabei ganz besonders viel Sympathie und ich bin gespannt in welche Richtung sich sein Handlungsstrang entwickeln wird. Zudem gibt es zwei starke, weibliche Protagonistinnen, die mich gleichermaßen begeistern konnten. Kilianna, die Informantin und Jendra, die Rebellin sind großartigen beschrieben und toll ausgearbeitet. Sie sind beide ein wichtiger Bestandteil der Gruppe und mir hat es viel Spaß gemacht zu sehen wie sie sich weiterentwickeln und nicht gerettet werden müssen, sondern stattdessen selbst mehr als einmal die Rebellion retten.


WELTENBAU

Ein durchdachtest Magiesystem und ein komplexer Weltenbau sind für mich die zwei Grundpfeiler eines guten Fantasyroman. Besonders beim Magiesystem konnte "Die 13 Gezeichneten" bei mir punkten. Es gibt Gilden, in denen die Zeichenmagie durch Meister streng überwacht wird. Diese Idee fand ich sehr spannend und besonders das Wortzeichen hat es mir angetan. Ich finde es schön, dass hier das gesprochene Wort die größte Macht innehält und es mal nicht auf reine Muskelkraft ankommt. Doch auch die anderen Zeichen fand ich interessant und wäre es nach mir gegangen hätte ich am liebsten noch mehr darüber gelesen. Der Ursprung dieser Magie findet sich in den Urzeichen, welche sagenumwoben sind. Gemeinsam mit den Protagonisten erkundet der Leser das Geheimnis dieser Urzeichen und mich hat diese Idee total begeistert und lässt mich selbst im Nachhinein noch nicht los. Ich will unbedingt mehr darüber erfahren und hoffe noch tiefer in das Magiesystem abtauchen zu können.

 

Der Weltenbau gefällt mir ebenfalls gut, wobei man diesen durchaus noch weiter ausarbeiten kann und es viel Luft nach oben gibt. Die Handlung spielt in Sygna und obwohl der Leser viel über die Stadt erfährt, hätte ich gern noch mehr über das Umfeld und die Welt, in der wir uns befinden, erfahren. Dies ist natürlich Geschmackssache, aber ich mag es einfach viele Informationen zum Weltenbau zu bekommen. Sygna selbst ist aber durchaus gut gelungen und ich kann durchaus verstehen, dass die Autoren auch da noch einiges für die Folgebände zurückhalten. Als Setting hat mich besonders die Verkehrte Stadt begeistert. Dieser Ort ist einfach so anschaulich beschrieben und die Idee dahinter ist einfach großartig. Dem Titel des zweiten Teils zufolge erwartet uns eine Rückkehr dahin und ich kann es jetzt schon kaum abwarten die Geheimnisse um die Verkehrte Stadt zu erfahren.

 

SCHREIBSTIL

Judith und Christian Vogt haben einen sehr bildgewaltigen Schreibstil, der die Geschehnisse und Orte vor den Augen des Lesers lebendig werden lässt. Gleichzeitig lässt sich die Geschichte unheimlich gut lesen und man sinkt einfach mit jeder Seite tiefer in die Handlung ein. Das Autorenduo beschreibt die Geschehnisse richtig anschaulich und besonders die Kampfszenen sind hervorragend geschrieben. Ich habe mich ein wenig in den Schreibstil der beiden verliebt und einige Szenen sind mir dadurch besonders in Erinnerung geblieben. Der Leser verfolgt die Handlung aus der Sicht verschiedener Charaktere, wobei der Erzähler innerhalb der Kapitel öfter mal flüssig zum nächsten übergeht. Besonders bei "Die 13 Gezeichneten" finde ich diese Erzählweise sehr wichtig, da einem andernfalls viel zu viel von der Geschichte entgehen würde. Besonders spannend fand ich es den Antagonisten zu verfolgen, der gerade in Fantasybüchern oftmals viel zu kurz kommt.

 

COVER

Als notorischer Coverkäufer wäre ich um "Die 13 Gezeichneten" im Buchladen wohl nie herumgekommen! Es ist einfach ein richtiger Eyecatcher und macht sich großartig im Bücherregal. Das Cover zeigt Dawyd im nächtlichen Sygna und ich liebe besonders die vielen kleinen Details, wie die Zeichen der einzelnen Gilden, die nicht nur - golden gehalten - mit dem Titel harmonieren, sondern auch versteckt auf den Türen zu finden sind. Doch damit hört die Liebe zum Detail noch längst nicht auf. Im inneren erwartet den Leser nämlich eine wunderschön gestaltete Karte von Sygna, gemeinsam mit einer Liste der 13 Urzeichen und der 13 Zünfte und Gilden mit Sitz im Rat. Ich bin ein riesiger Fan von solch kleinen Extras und besonders Karten gehören für mich bei einem Fantasybuch einfach dazu. Es war schön immer wieder mal nachschlagen zu können, wo sich die Helden momentan befinden und für die Fortsetzung hoffe ich persönlich auf eine Karte der Verkehrten Stadt!

 

FAZIT

"Die 13 Gezeichneten" sprüht voller Ideen und Magie und hat mich nach der ersten Seite nicht mehr losgelassen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und besonders der Antagonist hat mich absolut begeistert. Das großartige Worldbuilding und der bildgewaltige Sprachstil macht das Buch zu einem wahren Lesegenuss und ist ein Muss für jeden Fan anspruchsvoller Fantasyliteratur! 

 

BEWERTUNG

5 von 5 Sternen

  (6)
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577 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 202 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT

Sie haben keine Rechte.
Sie mussten ihre Träume aufgeben.
Doch sie kämpfen eisern für Freiheit und Liebe.
Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.

 

REVIEW

"Iron Flowers" war für mich eine richtige Überraschung, die mehr parat gehalten hat als erwartet. Die Handlung konnte von der ersten Seite an fesseln und hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Zwar hat die Geschichte einige Schwachstellen, aber trotzdem kann man darüber leicht hinwegsehen, da es einfach gute Unterhaltung bietet. Es macht Spaß den starken weiblichen Heldinnen zu folgen und besonders die Entwicklung von Serina ist großartig zu verfolgen. Es wäre schön gewesen, wenn die Nebencharaktere noch etwas besser ausgearbeitet gewesen wären, aber das bessert sich vielleicht in der Fortsetzung. Der Weltenbau bietet sehr viel Potential, welches bisher kaum ausgeschöpft wird. Die Grundidee finde ich aber grandios und ich bin sehr gespannt in welche Richtung sich all dies entwickeln wird. "Iron Flowers" überzeugt zudem mit zwei tollen und sehr gegensätzlichen Handlungsorten. Dem Palast und der Insel des Verderbens. Die Orte sind ebenso gegensätzlich wie die beiden Handlungsstränge, wodurch keine Langeweile aufkommt. Ich fand es toll beiden Schwestern zu folgen und werde der Geschichte definitiv treu bleiben!


COVER

Ich mag das deutsche Cover in diesem Fall tatsächlich lieber und finde es einen richtigen Eyecatcher, der im Buchladen einfach nicht zu übersehen ist. Ich mag die dunkelgrüne Farbgebung im Hintergrund und den Kontrast zu den goldenen Mustern, die eine Blume ergeben und an ein Mandala erinnern. Grundsätzlich bin ich kein Fan von Frauengesichtern auf Buchcover, aber in dem Fall funktioniert es. Ganz im Gegenteil zum Originalcover. Das amerikanische Original mit den beiden Schwestern auf dem Cover ist mir etwas zu langweilig und nichtssagend. Das gilt jedoch nicht für den Titel, den ich großartig gewählt finde. Aber auch "Iron Flowers" ist eine tolle Wahl, wobei ich da vielleicht doch etwas mehr zum Original tendiere.

 

FAZIT

Spannend. Einfallsreich. Feministisch. "Iron Flowers" ist ein unterhaltsamer und actiongeladener Auftakt. Mich konnte die Geschichte direkt überzeugen und ich erwarte bereits sehnsüchtig die Fortsetzung. Obwohl im Weltenbau noch vieles ausbaufähig ist und die Nebencharaktere mehr Tiefe vertragen könnten, macht es einfach Spaß die Geschichte zu lesen. Den Leser erwarten einige Überraschungen und alles geht Schlag auf Schlag, wodurch es nicht langweilig wird.

 

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Geheimnis der Götter - Flammen der Befreiung

Saskia Louis
E-Buch Text: 307 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 25.11.2017
ISBN 9783960872429
Genre: Fantasy

Rezension:

PLOT

Die Gruppe aus Asavez will die Rebellen und Flüchtlinge aus der vierten Mauer befreien, direkt vor den Augen der Göttlichen Garde. Nym sieht das als Selbstmordkommando an, denn sie weiß besser als jeder andere welch Gefahr von der Garde und den Göttern ausgeht. Je mehr sie währenddessen über ihre wahre Identität erfährt, desto weniger möchte sie wissen. Mit ihrer Vergangenheit konfrontiert muss sie sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Jeki, Kommandant der Göttlichen Garde, ist derweil auf der Jagd nach den Rebellen und zieht immer engere Kreise um die Flüchtlinge. Als jedoch eine Reihe an Morden Bistaye in Aufruhr versetzt, muss er sich fragen wem er überhaupt vertrauen kann.

 

REVIEW

Nach dem Cliffhanger vom ersten Teil, war ich froh direkt weiterlesen zu können und wurde nicht enttäuscht. "Flammen der Befreiung" kann den ersten Teil besonders hinsichtlich des Spannungsbogens übertreffen. Den Leser erwarten mehr Wendungen, spannende Kämpfe und neue Rätsel, denn die Geheimnisse der Götter werden noch längst nicht enthüllt. Das Gesamtbild ist definitiv überzeugender, als beim Auftaktband und ich bin optimistisch, dass die nächsten Teile noch mal deutlich besser werden. Alles in einem ist mir die Geschichte nämlich noch zu vorhersehbar und man konnte bereits am Anfang sagen was am Ende passiert. Das Ende von "Flammen der Befreiung" macht mich aber sehr neugierig und bietet viele neue Möglichkeiten, die Saskia Louis hoffentlich ausschöpfen wird. Meiner Meinung nach hat die junge Autorin viel Potential und muss nur anfangen dieses auch auszuschöpfen. Der Weltenbau ist bereits sehr gelungen, aber könnte noch mehr Tiefe vertragen und hinsichtlich der Charaktere hält die Autorin leider zu sehr an den gängigen Klischees fest, wobei man in "Geheimnis der Götter" definitiv auch Ausnahmen findet!

 

CHARAKTERE

Nym lernt in "Flammen der Befreiung" mehr über ihre Vergangenheit und macht dadurch eine große Entwicklung. Der innere Konflikt hinsichtlich ihres früheren Lebens ist interessant zu lesen und es ist spannend zu beobachten welch Auswirkungen es hat, sobald sie alte Erinnerungen zurückerlangt. Dabei muss sich nicht nur Nym selbst fragen, wer sie sein will. Auch als Leser hat man das Gefühl zwischen den Stühlen zu stehen. Mir hat Nym in diesem Band wesentlich besser gefallen, allerdings ist mir ihr Verhalten hinsichtlich Levi nach wie vor ein Dorn im Auge. Meiner Meinung nach passt das kindische Verhalten nicht zu ihrem Charakter. Und obwohl ich Levi grundsätzlich wirklich gern mag, ist er in meinen Augen doch ein schwacher Protagonist. Im Vergleich zum ersten Teil durchlebt er überhaupt keine Entwicklung und wirkt diesmal an einigen Stellen sogar recht blass. Zudem entspricht er für meinen Geschmack einfach zu sehr dem typischen Jugendbuch Klischee eines Helden.

 

Jeki hingegen, der bereits im ersten Teil mein Favorit war, entwickelt sich in "Flammen der Befreiung" deutlich weiter. Man merkt erste Anzeichen der Rebellion gegenüber den Göttern, was unheimlich spannend zu lesen ist. Er nimmt nicht mehr alles hin, sondern fängt wegen Salia an die Strukturen in Bistaye zu hinterfragen. Ich bin sehr gespannt was die Autorin für ihn geplant hat, denn er ist von der Entwicklung und vom Potential her definitiv der interessanteste Charakter. Er ist kein klassischer Held und genau das gefällt mir richtig gut. Mit seinem Bruder Janon verhält es sich ähnlich. Er ist vielversprechend, allerdings mangelt es ihm noch an Tiefe und man erfährt nur sehr wenig über ihn. Wenn er auftaucht, dann wirkt er blass, aber ich hoffe in den Folgebänden wird sein Charakter mehr ausgearbeitet.

 

Gleiches gilt für die Nebencharaktere, die allesamt schwach bleiben. Ich hoffe sehr, dass ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn stärker ausgearbeitet könnten sie ihr volles Potential ausschöpfen. Das gilt besonders für Ro und Nikana, die vielversprechend erscheinen, aber nur selten vorkommen. Liri hingegen ist meiner Meinung nach etwas zu überzogen dargestellt für ein junges Mädchen. Mit wem ich mich nach wie vor nicht anfreunden kann ist Vea. Ich seh bei ihr keine großen Entwicklungsmöglichkeiten und besonders mit ihrer festgefahrenen Meinung hinsichtlich Salia hat sie mir einige Nerven gekostet. 


WELTENBAU

In "Flammen der Befreiung" taucht man tiefer in die Geschichte von Bistaye und Asavez ein und besonders durch die Einträge zu Beginn jedes Kapitels bekommt man ein besseres Verständnis von der Vergangenheit. Für mich liegt im Weltenbau der Reihe definitiv das größte Potential, welches aber leider einfach nicht komplett ausgeschöpft wird, wenngleich ich im Vergleich zum ersten Teil deutliche Verbesserungen sehe. Ich finde die Geschichte rund um die Götter unheimlich spannend, aber für meinen Geschmack stehen sie noch zu sehr im Schatten. Zwar macht das Rätselraten um das Geheimnis der Götter einen Großteil der Geschichte aus, aber mir kommt es so vor, als würden dem Leser zu lange zu viele Informationen vorenthalten werden, was sich wiederum auf den Spannungsaufbau auswirkt. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn die Götter vorkamen, aber wenn man es mal neutral betrachtet, dann erscheint nur einer von ihnen tatsächlich als Randfigur, während man die anderen bisher kaum kennengelernt hat.

 

Der Gedächtnisverlust von Nym steht noch immer im Vordergrund der Handlung und Nym findet in "Flammen der Befreiung" auch endlich mehr über sich heraus. Für mich war es bereits im ersten Teil deutlich wohin sich die Geschichte entwickelt und ich war froh, dass dies nun auch im Fokus steht. Grundsätzlich ist die Idee dahinter nämlich sehr interessant und für meinen Geschmack hat es einfach zu lang gedauert bis ihre Vergangenheit zur Sprache kommt. Nun da Nym endlich weiß wer sie vor ihrem Gedächtnisverlust war, bin ich extrem gespannt auf die Fortsetzung wo sie sich dann zwischen ihrem alten und ihrem neuen Leben entscheiden muss. Da seh ich sehr viel Potential und ich bin gespannt wie Saskia Louis die Handlung fortführen wird. Für mich fühlt es sich ein wenig so an als wären die ersten beiden Teile die Einleitung gewesen und nun wird es richtig losgehen. Ich bin gespannt, ob ich damit recht behalten werde!

 

SCHREIBSTIL

Saskia Louis hat einen sehr locker, leichten Schreibstil, der besonders Jugendliche ansprechen dürfte. Man merkt zwar nach wie vor, dass sie sich in dem Bereich noch weiter entwickeln könnte, aber das ist bei ihrem Alter auch nicht verwunderlich. Ich würde mir für die folgenden zwei Bücher der Reihe wünschen, dass sie noch mehr einen eigenen Schreibstil findet und sich damit etwas von anderen Autoren abzuheben lernt. Erzählt wird "Flammen der Befreiung" aus der Sicht verschiedener Erzähler, was ich wieder sehr gelungen finde. Ich liebe es eine Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben, weil einem mit einem einzigen Erzähler einfach zuviel entgeht. Besonders Jeki hat in meinen Augen eine starke Erzählstimme, wohingegen die Kapitel von Levi etwas schwächer sind und mich noch nicht ganz überzeugen können. 

 

COVER

Das Cover passt vom Aussehen her zum ersten Teil, aber ist für mich auch diesmal kein wirklicher Eyecatcher. Die junge Frau ist zwar etwas passender und ich finde die kleinen Details wie den Dolch und das Feuer schön, aber der Hintergrund kann mich einfach nicht überzeugen. Bereits beim Vorgänger war ich mir nicht sicher was der Hintergrund darstellen soll und irgendwie irritiert es mich etwas. Falls es an Feuer erinnern soll, dann finde ich das nicht ganz so gelungen. Ich finde es aber schön, wenn die Cover einer Reihe miteinander harmonieren.

 

FAZIT

"Flammen der Befreiung" ist eine gelungene Fortsetzung und übertrifft den ersten Teil mit Leichtigkeit. Die Handlung verdichtet sich und gewinnt an Tiefe, wobei noch immer viel Potential verschenkt wird indem nicht näher auf die Götter eingegangen wird. Die Liebesgeschichte müsste meiner Meinung nach gar nicht so sehr im Vordergrund stehen, da das Schicksal einiger anderer Charaktere viel interessanter ist. Nachdem nun alle Karten auf dem Tisch sind rechne ich mit der großen Explosion in der Fortsetzung und kann diese kaum erwarten.

 

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen

  (3)
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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Geheimnis der Götter - Funke des Erwachens

Saskia Louis
E-Buch Text
Erschienen bei DIGITALPUBLISHERS_Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783960872818
Genre: Fantasy

Rezension:

PLOT

Mitten im Wald wacht eine junge Frau auf und weiß nicht, wer sie ist. Lediglich die Geschichte zweier verfeindeter Länder ist in ihrem Kopf. Dem göttlichen Bistaye und dem gottlosen Asavez. Sie weiß zwar nichts über ihre eigene Identität, aber dafür umso mehr über ihre Retter. Sie weiß, dass das Mädchen, das ihr das Leben gerettet hat, eine Wahrheitsleserin ist. Sie weiß, dass der Bruder des Mädchens ein notorischer Frauenheld und Offizier in der asavezischen Garde. Und dazu imstande ist das Element Luft zu beherrschen. Aber sie weiß nicht, wer sie umbringen wollte und warum sie eine so gute Kämpferin ist. Weder weiß sie ihren eigenen Namen, weshalb sie von ihren Rettern Nym getauft wird. Doch Nym muss schnell feststellen, dass es einige Dinge gibt, die lieber vergessen bleiben sollte und andere, die sie besser nie vergessen hätte.

 

REVIEW

Nachdem mir die "Geheimnis der Götter" Reihe immer wieder über den Weg gelaufen ist, konnte ich nicht widerstehen und musste mir selbst einen Eindruck verschaffen. Das Buch ist aus der Feder einer Jungautorin, was man an einigen Stellen durchaus merkt. Trotzdem bringt die Geschichte viel Potential mit sich und lässt sich unheimlich gut lesen. Der Weltenbau ist wirklich gelungen und ich hätte mir gewünscht noch mehr darüber zu erfahren, da bisher nur sehr wenig angedeutet wird. Dies ist insofern schade, als das besonders der Handlungsstrang rund um die Götter mit noch mehr Komplexität richtig fesselnd gewesen wäre. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, lediglich mit der Heldin der Geschichte konnte ich mich noch nicht ganz anfreunden, was allerdings hauptsächlich an der Liebesgeschichte lag, worauf ich später noch eingehen werde. Man merkt "Funke des Erwachens" an, dass es sich dabei um den Beginn einer Reihe handelt und da die Geschichte soviel Potential mit sich bringt, werden die Fortsetzungen den ersten Teil sicherlich mit Leichtigkeit noch übertreffen.

 

CHARAKTERE

"Funke des Erwachens" dreht sich um Nym, die ohne Erinnerungen an ihre Vergangenheit in einen uralten Konflikt verwickelt wird. Dies ist grundsätzlich eine interessante Ausgangssituation, denn der Leser begleitet Nym dabei wie sie sich neu kennenlernt. Man lernt unterschiedliche Seiten an ihr kennen, aber irgendwie ist sie mir doch etwas fremd geblieben und ich kann gar nicht genau sagen woran es lag. Besonders ihr Umgang mit Levi hat mir dabei einige Nerven gekostet, denn die vermeintlich starke Protagonistin benimmt sich plötzlich wie ein kleines Mädchen. Levi ist der klassische Young Adult Held, ein machohafter Frauenheld mit weichem Herz. Und wenngleich er im Umgang mit seiner Schwester durchaus sympathisch wirkt, ist er mir teilweise zu klischeehaft dargestellt. Das mag in erster Linie daran liegen, dass die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden für mich irgendwie erzwungen anfühlt.

 

In meinen Augen ist Jeki Tujan der interessanteste Charakter, da er am meisten Potential mitbringt und ich befürchte jetzt schon, dass dieses am Ende vielleicht nicht wirklich ausgeschöpft wird. Im Vergleich zu Levi ist er mit mehr Tiefe gezeichnet, denn obwohl er zunächst dem Bild eines typischen Soldaten entspricht, ist er in Wahrheit eine ganz andere Person und zeigt, dass die Gerüchte um ihn nicht mehr als Gerüchte sind. Besonders die Handlung rund um ihn und Salia ist in meinen Augen unglaublich spannend und man könnte so viel daraus machen. Allein wegen diesem Handlungsstrang lohnt sich die Geschichte schon.

 

Die Nebencharaktere sind teilweise sehr vielversprechend, kommen aber definitiv noch zu kurz und sind eher oberflächlich gezeichnet, was aber auch an der Kürze der Geschichte liegen könnte. Ro ist bisher mein absoluter Liebling und ich denke es wird jedem Leser schwerfallen ihn nicht zu mögen und auch Liri, die Schwester von Levi ist unglaublich liebenswert. Lediglich hinsichtlich Vea bin ich noch unschlüssig, weil sie mir auf Anhieb nicht sonderlich sympathisch war. 


WELTENBAU

Bereits dem Reihentitel kann man entnehmen, dass die Götter eine zentrale Rolle einnehmen und ihre Geheimnisse geben sie tatsächlich nicht so leicht preis. Die Grundidee ist wirklich gelungen und wirft viele Fragen auf. Allerdings wird der Leser über fast alles im Unklaren gelassen und auch der Konflikt zwischen den Göttern und dem freien Volk hätte gern mehr ausgearbeitet sein dürfen. Auf mich wirkte es so, als würde sich die Autorin alles für die Folgebände aufsparen wollen. Allerdings hätte es der Geschichte meiner Meinung nach viel mehr Komplexität gegeben, wenn man ihren Erzählstrang bereits am Anfang stärker ausgearbeitet hätte.

 

Das Magiesystem basiert auf den Elementen und ist in der Fantasyliteratur schon lange nicht neues mehr. Ich mag diese Art von Magie aber gern und hätte mich gefreut, wenn Saskia Louis dies noch mehr ausgearbeitet hätte. Letztendlich erfährt man nämlich nur wenig über die Magie. Die Wahrheitsleser fand ich sehr interessant, da sie aus diesem klassischen Magiesystem ausbrechen, aber leider erfährt man über sie noch weniger als über die Ikano. Für mich ist der komplette Weltenbau definitiv noch ausbaufähig, da vieles angedeutet aber weniges tatsächlich ausgeführt wird.

 

Nyms Amnesie ist ein weiter wichtiger Punkt in der Geschichte und ist für mich auch das größte Problem beim Handlungsaufbau. Grundsätzlich ist es eine tolle Idee, aber ihre wahre Identität ist zu vorhersehbar und ich hätte mir wenigstens für den ersten Teil der Reihe mehr Rätselraten gewünscht.

 

SCHREIBSTIL

Saskia Louis vermag es den Leser mit ihrem locker, leichten Schreibstil zu unterhalten. Man merkt allerdings, dass es sich um eine unerfahrene Jungautorin handelt, denn es fehlt noch der Wiedererkennungswert. Ich liebe bildgewaltige Fantasy und daran scheitert die Autorin leider mit ihrer jugendlichen Erzählweise, die mit Bezeichnungen wie 'Blödi' noch verstärkt wird. Ich hoffe sehr, dass sich das Lektorat da in den Fortsetzungen mehr einbringt. Gelungen fand ich allerdings die verschiedenen Erzählperspektiven, die es ermöglichen die Geschichte von allen Seiten zu verfolgen. Es war spannend die einzelnen Protagonisten dadurch besser kennenzulernen und es gibt der Handlung definitiv mehr Tiefe. Zwar nimmt es hinsichtlich Nyms Amnesie viel vorweg, aber letztendlich ist mir dies lieber, als auf interessante Erzähler wie Jeki zu verzichten!

 

COVER

Das Cover zu "Funke des Erwachens" ist zwar nett anzusehen, aber für mich definitiv kein Highlight. Nym stelle ich mir irgendwie anders vor, als die junge Frau auf dem Cover und auch den Hintergrund kann ich nicht ganz einordnen. Die Schrift finde ich aber sehr schön gewählt und auch der Titel selbst ist toll ausgesucht. Etwas worauf ich normalerweise nicht eingehe, aber in dem Fall definitiv ansprechen muss, ist der Klappentext. Bevor man etwas über den Inhalt erfährt, springt einem bereits in dicken Buchstaben ins Auge, dass der Verlag dieses Buch für alle Fans der Panem Reihe empfiehlt. Dies hat mich wirklich überrascht und es stößt mir immer bitter auf wenn berühmte Reihen zu Werbezwecken genutzt werden. Allgemein kann ich darüber hinweg sehen, aber in dem Fall stammen die Reihen nicht einmal aus dem gleichen Genre. Die Inhaltsangaben zu allen Teilen fangen damit an und das finde ich wirklich etwas schade und auch sehr irreführend. 

 

FAZIT

"Funke des Erwachens" ist der gelungene Reihenauftakt einer jungen Autorin, die für mich viel Potential mitbringt. Zwar hat die Geschichte einige kleine Schwächen – sowohl im Spannungsbogen, als auch bei der Charakterentwicklung – aber der Schreibstil und der Weltenbau sind definitiv vielversprechend. Ich denke die Fortsetzung wird dies mit Leichtigkeit noch mal übertreffen können und auch wenn die Geschichte nicht perfekt ist, ist sie ohne Frage sehr unterhaltsam und es macht Spaß Nym auf ihrem Abenteuer zu begleiten!

 

BEWERTUNG

3 von 5 Sternen

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495 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 165 Rezensionen

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Scythe - Der Zorn der Gerechten

Neal Shusterman , Kristian Lutze , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 14.03.2018
ISBN 9783737355070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT
Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.

Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.

So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

 

KURZREVIEW

Neal Shusterman war mit dem ersten Teil von "Scythe" für mich eine der besten Neuentdeckungen des letzten Jahres! Mich hat der Weltenbau von der ersten Seite an gefesselt und die Handlung hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Also war es nicht weiter verwunderlich, dass ich sofort den zweiten Teil lesen musste, kaum war er in Deutschland erschienen. Und wer den ersten Band geliebt hat, der wird auch vom zweiten nicht enttäuscht werden. Die Handlung wird großartig weitergesponnen und sorgt für viele überraschende Wendungen, die mich sprachlos zurückgelassen haben. Die Geschichte ist absolut nicht vorhersehbar und in meinen Augen ist " Der Zorn der Gerechten" sogar noch besser als der erste Teil, obwohl die zweite Teil einer Trilogie meiner Erfahrung nach normalerweise die schwächeren sind. Besonders das Ende lässt mich jetzt nun bangen und ich kann es kaum erwarten, dass der letzte Teil erscheint.

 

Ich fand es sehr gelungen, dass der Leser nicht nur einige Charaktere besser kennenlernt, sondern auch der Weltenbau noch weiter ausgeführt wird. Der Weltenbau hatte mich schon beim ersten Teil total mitgerissen und ich liebe diesen düsteren, dystopischen Weltenentwurf. Citra entwickelt sich zudem für mich zu einen der besten Protagonistinnen im Young Adult Genre und ich bin sehr gespannt auf ihre weitere Entwicklung. Doch auch an Rowan hängt nach wie vor mein Herz. Der Schreibstil unterstreicht das Machtspiel und die Intrigen dieser grausamen Welt und ich kann daran absolut nichts aussetzen. Neal Shusterman schreibt bildgewaltig und sorgt bei mir immer wieder für pures Kopfkino.

 

Auch das Cover ist wieder ein absolutes Highlight und ich liebe das gold – schwarze Farbspiel und den Metalleffekt! Ich bin froh, dass das Cover noch geändert wurde, weil ich diesen Entwurf viel besser finde. Er passt zudem trotzdem noch gut zum ersten Teil. Im Vergleich zum Original muss ich sogar zugeben, dass ich die deutsche Ausgabe schöner finde, einfach weil die Bücher ein absoluter Eyecatcher im Bücherregal sind!

FAZIT

"Der Zorn der Gerechten" steht seinem Vorgänger in nichts nach und schockt mit einem dramatischen Ende! Die Handlung ist spannend und mitreißend und überrascht mit vielen unerwarteten Wendungen. "Scythe" ist eine großartige Reihe, die sich nur schwer beschreiben lässt aber absolut süchtig macht.

 

BEWERTUNG

5 von 5 Sternen

 

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Atlantia

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.02.2018
ISBN 9783596198849
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT

Zwillinge.
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.

Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen.

 

In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

 

KURZREVIEW

"Atlantia" hat es in mein Bücherregal geschafft, weil die Debütreihe der Autorin zu meinen absoluten Lieblingsreihen gehört. Es stand also außer Frage, dass ich auch ihren nächsten Roman unbedingt lesen musste. Wie schon aus ihren anderen Büchern gewohnt, konnte mich auch dieses Mal der Schreibstil direkt überzeugen. Ally Condie schreibt sehr anschaulich und bildhaft, wodurch die Szenen direkt vor den Augen lebendig werden. Mein Highlight war diesmal der Weltenbau, welcher auf einer grandiosen Idee aufbaut. Die Menschheit wurde in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt, was einfach schon unheimlich viele Möglichkeiten bietet und für einige großartige Settings sorgt. Ich fand es spannend mehr über diese neue Welt zu erfahren und bin auch der Handlung selbst mit Spannung gefolgt, wobei ich es teilweise etwas vorhersehbar fand und mir mehr überraschende Wendungen gewünscht hätte. Die Charaktere sind schön beschrieben und es fällt leicht sich in die Protagonistin hineinzuversetzen. Im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin ist "Atlantia" zwar etwas schwächer, aber trotzdem bietet es großartiges Lesevergnüngen.

 

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Zwillinge Rio und Bay, die es in Atlantia nicht ganz leicht haben. Ich fand die Hintergrundgeschichte und die Ausgangssituation der beiden sehr vielversprechend und besonders Rio habe ich ins Herz geschlossen. Es kam für mich ganz unerwartet in dem Buch auf Sirenen zu treffen, fand es allerdings eine tolle Idee, die hervorragend zum Setting passt! Allgemein hat des mir der Weltenbau in der Geschichte wirklich angetan. Ein Ort, der tief im Meer unter Glaskuppeln liegt? Das ruft direkt tausend Bilder beim lesen hervor und mir hat es Spaß gemacht mehr über die Eigenarten des Lebensstils dort unten herauszufinden. Es war auch etwas ganz anderes, als ich erwartet habe, weil der Klappentext ganz andere Erwartungen hervorruft. Ich hätte es schön gefunden noch mehr aus der Perspektive von Bay zu lesen, da mir ihre Geschichte etwas zu kurz gekommen ist. Vom Weltenbau kann ich daher nichts bemängeln, lediglich beim Handlungsaufbau gab es einige kleine Schwächen.

 

FAZIT

"Atlantia" bietet eine großartige Grundidee und ein tolles, interessantes Setting! Das Weltenbau ist mehr als gelungen und die Mischung aus Fantasy und Dystopie fand ich sehr spannend. Obwohl der Handlungsaufbau einige kleine Schwächen aufweißt, ist es einige unterhaltsame und mitreißende Geschichte.

 

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen

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122 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Seiten der Welt – Nachtland

Kai Meyer
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.03.2018
ISBN 9783596198535
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT
Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor. Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert. Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.


KURZREVIEW
"Die Seiten der Welt" ist meiner Meinung nach die bisher beste Reihe von Kai Meyer und ein absolutes Muss für jeden Bücherwurm! Das liegt natürlich besonders an dem großartigen Weltenbau, welcher mich von Anfang an verzaubert hat und auch nicht mehr losgelassen hat. Für mich ist die Geschichte eine Ode an das geschriebene Wort und wer Bücher liebt, kommt einfach nicht um die Reihe herum. Von den Tintlingen, den Origami bis hin zu Libropolis begegnet man sovielen innovativen Ideen, dass einem einfach das Herz aufgeht. "Nachtland" setzt die Handlung vom ersten Band zudem sehr gelungen fort und bietet dem Leser noch mehr Action und noch mehr Kämpfe, wodurch es schwer fällt das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Man merkt deutlich das Kai Meyer stets das große Ganze vor Augen hat und ich bin sehr gespannt wohin uns die Handlung im dritten und abschließenden Band führen wird!

 

Wir begegnen vielen liebgewonnen Charakteren aus dem ersten Band wieder und treffen auch auf einige neue Gesichter. In meinen Augen gehört es zu Kai Meyers größten Stärken authentische Charaktere zu erschaffen, was ihm auch in "Die Seiten der Welt" wieder einmal gelungen ist. Furia ist eine spannende Heldin, aber mich konnten auch in diesem Band vor allem wieder die Nebencharaktere überzeugen. Man fiebert von der ersten Seite an mit und besonders in Hinblick auf das Finale bin ich sehr um einige Lieblinge am bangen.

 

Zum Schreibstil von Kai Meyer muss man nicht viel sagen. Er zählt zu Recht zu den erfolgreichsten Fantasyautoren in Deutschland und ich liebe seinen anschaulichen und bildgewaltigen Schreibstil. Auch das Cover selbst ist ein Highlight in jedem Bücherregal und die vielen kleinen Details machen das Buch zu einem richtigen Schmuckstück. Es passt zudem wunderbar zum ersten Teil und hebt sich trotzdem deutlich davon ab, was ich sehr schön finde.


FAZIT

"Nachtland" ist der gelungene Mittelteil einer großartigen Reihe, die in jedes Bücherregal gehört. Der Weltenbau wird das Herz eines jeden Bücherwurms höher schlagen lassen und wie man es von Kai Meyer nicht anders kennt ist der Sprachstil wieder einmal mitreißend und bildgewaltig. Die Handlung ist noch fesselnder als im ersten Teil und bietet jede Menge Action und Spannung!

BEWERTUNG

5 von 5 Sternen

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159 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die schwarze Zauberin

Laurie Forest , Freya Gehrke
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.03.2018
ISBN 9783959671699
Genre: Jugendbuch

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

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Chroniken von York - Die Suche nach dem Schattencode

Laura Ruby , Jeannette Bauroth
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 12.02.2018
ISBN 9783785588864
Genre: Jugendbuch

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57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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The Cruel Prince

Holly Black
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Little, Brown Books for Young Readers, 02.01.2018
ISBN 9780316310277
Genre: Jugendbuch

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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League of Fairy Tales - Die letzte Erzählerin

Tina Köpke
E-Buch Text: 364 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.01.2018
ISBN 9783646300543
Genre: Fantasy

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Furyborn (The Empirium Trilogy)

Claire Legrand
E-Buch Text: 512 Seiten
Erschienen bei Sourcebooks Fire, 22.05.2018
ISBN 9781492656630
Genre: Sonstiges

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The Last Namsara (Iskari)

Kristen Ciccarelli
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperTeen, 03.10.2017
ISBN 9780062567987
Genre: Sonstiges

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31 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Everless

Sara Holland
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Orchard Books, 04.01.2018
ISBN 9781408353394
Genre: Sonstiges

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1.374 Bibliotheken, 23 Leser, 7 Gruppen, 114 Rezensionen

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Die Ankunft

Ally Condie ,
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 08.01.2013
ISBN 9783841421517
Genre: Jugendbuch

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(1.802)

3.294 Bibliotheken, 47 Leser, 15 Gruppen, 258 Rezensionen

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Die Flucht

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.01.2012
ISBN 9783841421449
Genre: Jugendbuch

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(2.512)

3.889 Bibliotheken, 38 Leser, 25 Gruppen, 423 Rezensionen

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Die Auswahl - Cassia & Ky

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 27.01.2011
ISBN 9783841421197
Genre: Jugendbuch

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(109)

170 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

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Close to you

Isabell May
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ONE, 23.02.2018
ISBN 9783846600573
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT

Violet verlässt ihre Heimatstadt in Florida, um in Maine zu studieren. Fern von ihrem alten Leben will sie einen Neuanfang. Sie findet schnell Anschluss am College und bereits an ihrem ersten Tag lernt sie Aiden kennen. Der Junge mit dem Bad-Boy-Image geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Obwohl er ihr die kalte Schulter zeigt und sich kühl und distanziert verhält, fühlt sie sich auf unsichtbare Weise von ihm angezogen. Aidens Halbschwester warnt Violet allerdings, dass er unter Aggressionsproblemen leidet und in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ aufgefallen ist. Während Violet versucht herauszufinden was es mit den Gerüchten um Aiden auf sich hat, wird sie selbst von ihrer dunklen Vergangenheit eingeholt.

 

REVIEW

Bisher hatte ich bei New Adult immer das Problem, dass die Bücher zwar nette Lektüre für zwischendurch waren, aber mich nie etwas wirklich überzeugen und überraschen konnte. Dies sollte sich mit "Close to you" ändern. Der Klappentext und die Leseprobe ließen sich gut lesen und voller Freude hab ich mich schließlich auf das Buch gestürzt. Obwohl es sich gut lesen ließ, hat es mich letztendlich leider nicht komplett überzeugen können. Es hat mich an zu viele Bücher erinnert, die ich bereits gelesen habe und die Protagonisten haben oftmals nicht dem Charakter entsprechend gehandelt. Während am Beginn des Romans die Angststörung von Violet noch eine große Rolle spielt, ist sie nach wenigen Kapiteln komplett von der Bildfläche verschwunden. Das Ende wirkt zu abrupt und auch die Handlung ist von Anfang an zu vorhersehbar. Zwar sind mir einige der Charaktere ans Herz gewachsen, aber sie können die Schwächen nicht ausgleichen. Auch die Ähnlichkeiten zu einem aktuellen Bestseller waren mir zu groß. Das Buch ist die perfekte Lektüre für entspannte Lesestunden, aber man sollte keine allzu großen Erwartungen hegen.

 

CHARAKTERE

Ich bin am Anfang überhaupt nicht mit Violet warm geworden und hab meine Zeit gebraucht um mich langsam mit ihr anzufreunden. Sie war mir einfach zu naiv und es hat mich mehrmals um den Verstand gebracht, dass sie sich wie ein Fähnchen im Wind von alles und jedem beeinflussen lässt. Man muss ihr nur etwas erzählen und schon nimmt sie die Meinung ihres Gegenübers an, nur um dann in der nächsten Szene wieder zu einem ganz anderen Entschluss zu gelangen. Ich hätte mir gewünscht Violet öfters stärker zu erleben und zu sehen wie sie ihren eigenen Kopf benutzt. Allgemein war ihre Darstellung häufig recht widersprüchlich und nur selten dem Charakter entsprechend. Einige Punkte haben sie zwar durchaus sympathisch gemacht und besonders ihre Liebe zum backen und für Literatur fand ich großartig, aber letztendlich war sie mir einfach zu naiv, was sich bis zum Ende durch die Handlung gezogen hat wie ein roter Faden.

 

Mein absoluter Liebling und Highlight der Geschichte war Dorian! Der Leser lernt ihn als klassischen Surferboy kennen, aber er vermag als einziger Charakter zu überraschen und wächst vollkommen aus seinem Klischee heraus. Ich mochte seine humorvolle und lebensfrohe Art und hätte gern noch mehr von ihm gelesen. Und da lag auch das Problem, denn obwohl es sich bei ihm nur um einen Nebencharakter gehandelt hat, konnte er mich mehr überzeugen als Aiden. Und beim lesen hatte ich das Gefühl, dass es der Autorin ähnlich ging, denn Dorian wird wesentlich authentischer dargestellt. Aiden selbst ist der klassische Bad Boy und diesem Image bleibt er zunächst auch treu. Er stößt Violet immer wieder aufs Neue von sich und fällt durch seine aggressive Art auf. Die meisten Leserinnen haben aber eine Schwäche für Bad Boys, sodass die Basis für eine erfolgreiche Geschichte gelegt war. Als man jedoch mit Aidens Vergangenheit konfrontiert wurde, war ich fast schon etwas enttäuscht. Klar, er hat es nicht leicht gehabt, aber das erklärt sein Verhalten für mich trotzdem nicht. Grundsätzlich fand ich Aiden durchaus interessant, aber letztendlich ist er im Schatten von Dorian einfach untergegangen.

 

Der Leser begegnet noch anderen Charakteren, aber diese bleiben leider etwas schwach gezeichnet. Jenna ist Daddys Liebling, welches mit liebreizender Art von ihrem schlechten Charakter ablenkt. Chloe hingegen die klassische beste Freundin, immer gut gelaunt und humorvoll. Ich hätte mir gewünscht die Autorin würde etwas von den gängigen Klischees Abstand nehmen. Zudem gab es – mit Ausnahme von Dorian – eigentlich keine Nebenplots, was ich immer sehr schade finde. Chloe findet bereits nach wenigen Seiten und ohne jedes Drama ihr großes Liebesglück und irgendwie hat es mir da überall etwas an Tiefe gefehlt.


WELTENBAU

Bereits am Anfang der Geschichte wird der Leser mit der Angststörung von Violet konfrontiert. Mental Health wird in der Literatur eine immer größere Rolle zuteil und deshalb war ich sehr gespannt wie Isabell May dieses Thema umsetzt. Leider war dies jedoch die größte Enttäuschung an "Close to you"! Während Violets mentale Probleme zu Beginn noch anschaulich beschrieben werden, verliert die Autorin dies nach wenigen Kapiteln vollkommen aus den Augen und ihre Angststörung wird kaum noch angesprochen. Plötzlich befindet sich Violet im großen Shopping Center oder auf einer Strandparty mit vielen Leuten und ihre Ängste werden nicht einmal erwähnt. Und auch die Liebesgeschichte zu Aiden erscheint unter Berücksichtigung ihrer Angststörung eher unglaubwürdig, da jemand mit solch Problemen einen Bad Boy mit Aggressionsproblemen definitiv eher meiden würde. Mein Problem war, dass die ganze Geschichte wesentlich glaubwürdig gewirkt hätte, wenn die Angststörung von Anfang an keine Rolle gespielt hätte. Ich finde es schade wenn man einen Trend nur aufgreift, weil das Thema gerade angesagt ist, besonders wenn es dann nicht mal ausgearbeitet wird.

 

Stalking ist das zweite zentrale Thema in "Close to you" und leider konnte mich das ebenfalls nicht so ganz überzeugen. Mir selbst war bereits nach den ersten Kapiteln klar wer der Stalker ist, wodurch die überraschende Wende am Ende der Geschichte leider ausblieb. Zudem wird dieser Handlungsstrang auch viel zu schnell abgehandelt und ließ mich enttäuscht zurück. Hier hätte man wesentlich mehr rausholen können. Die Reaktion von Violets Familie stellt allerdings sehr schön dar, dass Stalking noch immer von vielen nicht ernst genommen wird. Ihre Art mit diesem Thema abzuschließen fand ich sehr schön. Allgemein hat die Handlung einige tolle Stellen gehabt, an denen ich dachte die Geschichte würde endlich Fahrt aufnehmen. Letztendlich kann der Funke aber einfach nicht überspringen und obwohl "Close to you" wunderbare Unterhaltung für zwischendurch ist, geht das Buch leider im großen New Adult Meer unter und wird mir nicht in Erinnerung bleiben.

 

SCHREIBSTIL

Isabell May hat einen angenehmen, lockeren Schreibstil, wodurch sich "Close to you" leicht lesen lässt und die perfekte, seichte Lektüre für zwischendurch darstellt. In ihrem Schreibstil sehe ich durchaus Potential, weshalb ich auch nicht ausschließen würde noch weitere Bücher der Autorin zu lesen. Dann würde ich aber wohl eher zu ihren Fantasybüchern greifen. Erzählt wird "Close to you" aus der Sicht von Violet und meiner Meinung nach hätte man mehr aus der Handlung rausholen können, wenn die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt worden wäre. Ich könnte mir vorstellen, dass besonders Aiden und Dorian als Erzähler großartig funktioniert hätten. So blieb mir die Erzählweise zu einseitig und hat sich stellenweise auch etwas zu sehr gezogen.

 

COVER

Das Cover reiht sich perfekt in die gängige New Adult Gestaltung ein, aber kann sich meiner Meinung nach einfach nicht von anderen Büchern abheben. Die sanfte Farbgestaltung gefällt mir allerdings gut und die Kreise sind ein netter Blickfang. Zudem mag ich die Schrift und auch die pinke Farbe, die direkt sommerliche Gefühle weckt. Der Titel selbst ist sehr toll gewählt, weil er nicht nur zu Violet und Aiden passt, sondern sich auf einer weiteren Ebene auch auf den Stalker beziehen lässt. Letztendlich ist das Cover durchaus nett, aber es würde im Laden wohl eher nicht meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

FAZIT

"Close to you" ist eine schöne, seichte Liebesgeschichte, die leider nicht in Erinnerung bleibt. Die Protagonisten sind liebenswert, aber handeln oftmals nicht dem Charakter entsprechend. Die Autorin hat einen leichten, angenehmen Schreibstil, allerdings ist die Handlung sehr vorhersehbar. Alles in einem finden sich zu viele Schwächen im Gesamtpaket, die das Lesevergnügen etwas verringern. 

 

BEWERTUNG

3 von 5 Sternen

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Clockwork Angel

Cassandra Clare
Fester Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Turtleback Books, 04.10.2011
ISBN 9780606232869
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PLOT

1878. Tessa Gray verlässt New York und folgt dem Ruf ihres Bruders Nathaniel nach London. Dort angekommen fehlt von ihm allerdings jede Spur. Ohne es zu wollen macht sie Bekanntschaft mit der übernatürlichen Unterwelt und findet sich in einem Albtraum wieder. Was will der geheimnisvolle Magister von ihr? Und wo kommen diese seltsamen Fähigkeiten her, die in ihr geweckt wurden? Tessa findet Zuflucht bei den Schattenjägern, die ihr Schutz und Hilfe bei der Suche nach ihrem Bruder versprechen. Zu ihnen gehören auch Will Herondale und Jem Carstairs. Gemeinsam kommen sie dem Pandemonium Club auf die Spur, einer geheimen Organisation von Vampiren, Dämonen und Hexenmeistern, die selbst Menschen in ihre perfiden Ränkespiele mit einzubeziehen scheinen. Als dann auch noch seltsame mechanische Uhrwerk Kreaturen auftauchen ist plötzlich nicht mehr nur Tessas Leben in Gefahr sondern das ganze britische Empire.

 

REVIEW

Schattenjäger im viktorianischen London! Als ich mitbekommen habe, dass es ein Spin-off zu einer meiner Lieblingsreihen geben wird und dieses auch noch in einer meiner liebsten Epochen spielen wird, bin ich sofort Feuer und Flamme gewesen. Das konnte einfach nur gut werden, da war ich mir von Anfang an sicher! Und damit sollte ich auch Recht behalten. "Clockwork Angel" ist ein Ausflug in die Vergangenheit der Schattenjäger und Schattenwesen. Wer befürchtet die Ähnlichkeiten zu der "The Mortal Instruments" Reihe wären zu groß, der kann sich entspannt zurück lehnen und ein neues Abenteuer genießen. "The Infernal Devices" verfolgt einen ganz anderen Handlungsstrang und konzentriert sich auf Feinde, wie wir sie zuvor noch nie getroffen haben. Ich fand den ersten Band unglaublich vielversprechend. Man merkt, dass es der Auftakt zu einer Reihe ist, da sich die Autorin erstmal Zeit nimmt den Leser in die neue Geschichte einzuführen. Aber das fand ich großartig und es kam bei mir keine Langeweile auf, weil die Charaktere unheimlich interessant und vielschichtig sind und auch die Handlung viele Überraschungen bereit hält.

 

CHARAKTERE

Im Mittelpunkt der Handlung steht Tessa und mit ihr hat Cassandra Clare eine großartige Heldin erschaffen, die zu meinen liebsten Charakteren im Young Adult Bereich zählt. Tessa macht eine glaubwürdige Entwicklung durch und es macht Spaß sie dabei zu begleiten, weil sie stets sich selbst treu bleibt und immer Köpfchen beweißt. Zudem liebt sie Bücher, was sie direkt noch sympathischer macht. Immer wieder zieht sie gedankliche Referenzen zu britischen Klassikern und wenngleich ich diese nicht alle gelesen habe, ist es eine schöne Idee und passt hervorragend zu Tessa. Sie ist einfach ein durchweg gelungener Charakter, dem es an nichts mangelt. Zudem ist sie nicht wie viele andere YA Protagonistin unfehlbar und viel zu perfekt gezeichnet, sondern hat Ecken und Kanten, was sie zu einem sehr lebendigen und glaubwürdigen Charakter macht.

 

Jem Carstairs und Will Herondale sind die männlichen Protagonisten und während ich mich normalerweise bei einem Liebesdreieck leicht festlegen kann, macht Cassandra Clare einem dies beinahe unmöglich! Jem und Will sind in einigen Aspekten grundverschieden, aber haben beide mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Die Hintergrundgeschichten haben mich total mitgerissen und ich habe ständig darauf gehofft mehr Informationen zu erhalten. Der Leser muss allerdings viel Geduld mitbringen, denn mehr als einmal wird man ziemlich auf die Folter gespannt. Mich hat zudem die Freundschaft der Parabatai begeistert, weil man in jeder Szene die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden fühlen kann. Jem und Will ergänzen sich wunderbar! Der ruhige und liebenswerte Jem, der aufbrausende und sture Will. Zusammen ergeben sie eine Harmonie, die sich schwer in Worte fassen lässt. Ich finde es großartig wie nicht nur die Liebesgeschichten in der Schattenjäger Welt im Mittelpunkt stehen, sondern gerade die vielen Freundschaften dem Leser richtig ans Herz wachsen.

 

Für Begeisterung unter den langjährige Fans der "Shadowhunter Chronicles" sorgt das Auftauchen von Magnus Bane, dem berühmten Warlock, der sich im viktorianischen Zeitalter in England aufgehalten hat. Mich hat es unglaublich gefreut meinen liebsten Hexenmeister wieder zu treffen! Er fügt sich wunderbar in diese Welt hinein und es hat mir Spaß gemacht seine Vergangenheit noch näher zu erkunden, nachdem man bereits durch die "Mortal Instruments" um eine Verbindung zu Tessa wusste. Doch auch die anderen Nebencharaktere können sich durchaus sehen lassen und sind wie immer wunderbar gezeichnet. Mir gefällt es wie viel Liebe Cassandra Clare in ihre Nebenfiguren fließen lässt. Besonders Charlotte und Henry Branwell sind mir ans Herz gewachsen, wohingegen Jessamine mich bisher am meisten fasziniert, da sie soviel Potential mit sich bringt. 


WELTENBAU

"Clockwork Angel" ist für Fans der Schattenjäger Welt ein absolutes Muss, aber auch wer keine Bücher von Cassandra Clare kennt, kann die Reihe bedenkenlos anfangen. Tessa hat vor ihrer Ankunft in England noch nie von Schattenjägern und Schattenwesen gehört, weshalb man wunderbar mit ihr gemeinsam diese verdeckte Welt erforschen kann. Und auch wer bereits zu den alten Hasen gehört, kann in der Reihe viel Neues entdecken. Es macht Spaß das Institut in London zu erforschen und einen Vorgeschmack auf die magischen Seiten der britischen Hauptstadt zu bekommen. Die Geschichte spielt im viktorianischen Zeitalter, wobei mir das Gefühl dafür noch etwas gefehlt hat. Ich fände es schön wenn darauf in den Fortsetzungen näher eingegangen wird, weil ich diese Epoche sehr interessant finde. Der Wechsel von Amerika nach England war definitiv die richtige Entscheidung für die Vorgeschichte der Schattenjäger und es macht Spaß so viele bekannte Orte zu besuchen. Auch die Ständeunterschiede und die sozialen Konventionen werden gelungen eingebunden.

 

Wer denkt "The Infernal Devices" würde das Konzept der "Mortal Instruments" übernehmen und lediglich in eine andere Zeit versetzen, kann aufatmen, denn dem ist nicht so. Ich fand es großartig zu sehen wie Cassandra Clare ihre Leser mit einer ganz neuen Bedrohung überrascht. Dies hat dem ganzen einen leichten Steampunk Flair gegeben, was eine tolle Kombination war. In dem Zusammenhang gab es auch einige Plottwists, die ich so nicht habe kommen sehen, wodurch es richtig Spaß gemacht hat das Buch zu lesen. Natürlich kommen aber auch die Dämonen und Schattenwesen nicht zu kurz und besonders gelungen sind einige kleine Widersehen mit alten Bekannten. Zudem war es unheimlich spannend zu lesen wie die Schattenjäger zur damaligen Zeit organisiert waren und sich – in Hinblick auf die folgenden Reihen – auch verändern werden.  

 

SCHREIBSTIL

Cassandra Clare hat einen bildhaften, flüssigen Schreibstil, der es dem Leser leicht macht in die Geschichte zu versinken. Sie schafft es das gelesene Wort vor den Augen der Leser lebendig werden zu lassen ohne dabei zu ausschweifend zu werden. Erzählt wird "Clockwork Angel" aus der Sicht verschiedener Erzähler, stets in der dritten Person. Ich liebe wechselnde Perspektiven und finde es für die Reihe die richtige Wahl, da der Leser andernfalls viel von der Geschichte verpassen würde. Bisher dominiert Tessa als Erzählerin ganz deutlich, weshalb es toll wäre wenn die anderen Charaktere noch ein wenig mehr in den Vordergrund rücken würden. Anderseits ist es für den Anfang gut gewählt um die Schattenwelt und das Institut kennenzulernen. Positiv fallen die vielen literarischen Referenzen auf, die mich neugierig auf die besagten Werke gemacht habe. Zu Anfang jedes Kapitels finden sich zudem Ausschnitte aus lyrischen und literarischen Werken der damaligen Zeit, die sich besonders in Hinblick auf die Handlung interessant lesen lassen.

 

COVER

Ich liebe das englischsprachige Hardcover! Hätte ich mir damals eine andere Ausgabe gekauft, wäre diese definitiv noch gefolgt, weil sie einfach ein absoluter Hingucker ist. Die Gestaltung steckt voller Liebe zum Detail und die Farbgebung ist stimmungsvoll. Zudem liebe ich die leicht glänzende Optik! Diese passt perfekt zu dem Uhrwerk und Big Ben im Hintergrund. Auf dem Cover sieht man Will Herondale und besonders zusammen mit den anderen Teilen der Reihe ist die Gestaltung ein absolutes Highlight. Die Taschenbücher sind im gleichen Stil gehalten und ebenfalls wunderschön gestaltet. Im Vergleich dazu können die deutschen Cover überhaupt nicht mithalten und besonders die gebundene Ausgabe finde ich langweilig und nichtssagend.

 

FAZIT

"Clockwork Angel" ist ein absoluter Lesegenuss und ein Muss für alle Fans der Schattenjäger. Eine neue Macht bedroht die Schattenwelt, wodurch den Leser neue Aspekte und viel Spannung erwartet. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, was nicht zuletzt an der großartigen Charaktergestaltung lag. Ein gelungener Auftakt, der den Leser in den Bann zieht und neugierig auf die Fortsetzung macht!

 

BEWERTUNG

5 von 5 Sternen

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806 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 133 Rezensionen

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Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

PLOT
Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es heißt zu vertrauen, zu leben und zu lieben. Doch ihre Vergangenheit hat sie eingeholt und ihr Glück zerstört. Ihre Ängste haben gewonnen! Sie bricht Luca das Herz und verbringt Weihnachten in einem heruntergekommen Motel. Ihr Leben liegt in Trümmern und mit jedem Tag, den sie ohne Luca verbringt, fühlt es sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Lediglich April und Megan stehen ihr weiterhin zur Seite. Luca kann sie jedoch nicht aus dem Weg gehen und ihn mit anderen Frauen zu sehen, bricht ihr das Herz, auch wenn sie überzeugt ist selber nicht die Richtige für ihn zu sein. Kann es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

REVIEW
Nachdem der erste Teil mich mit einem fiesen Cliffhanger zurück gelassen hat, war ich froh wenige Tage später bereits "Verliere mich. Nicht." in den Händen zu halten. Sage und Luca hatten mich vom ersten Moment an gefesselt, weshalb ich unbedingt wissen musste wie es mit ihnen weitergeht. Bereits im Vorfeld bin ich der Meinung gewesen, dass die Geschichte ohne Probleme in nur einem Band hätte erzählt werden können. Diese Vermutung hat sich für mich bestätigt, denn im Grunde wird die komplette Handlung noch mal aufgerollt und erst nach 300 Seiten kommt endlich Schwung in die Geschichte. Während die Nebencharaktere im ersten Band noch ein absoluter Pluspunkt waren, verliert die Autorin diese hier nach der Hälfte vollkommen aus den Augen und lässt die einzelnen Handlungsstränge allesamt offen. Und obwohl die Fortsetzung meiner Meinung nach unnötig war, kann ich nicht leugnen, dass ich wieder jedes Wort aufgesaugt habe und vollkommen von der Geschichte gefesselt war. Mit "Berühre Mich. Nicht." kann der zweite Band definitiv nicht mithalten, weil man merkt, dass die Handlung zwanghaft in die Länge gezogen wird. Sage und Luca können sich trotzdem etwas von ihrem Charme bewahren und wer den ersten Teil geliebt hat, kommt um die Fortsetzung nicht herum. 

CHARAKTERE
Während ich mich im ersten Band schnell mit Sage angefreundet habe und sie mir mit jeder Seite besser gefallen hat, war ich von ihrer Darstellung in "Verliere mich. Nicht." eher enttäuscht. Von ihrer kämpferischen und selbstständigen Seite bekommt man nur wenig zu sehen und stattdessen mutiert sie zu der klassischen New Adult Protagonistin die ihren strahlenden Ritter braucht, der sie rettet. Ich fand es schade wie abhängig sie von Luca zu sein schien, zudem war Sage auf einmal unglaublich weinerlich und hat sich ständig selbstbemitleidet. Für mich war dieser Umschwung nicht nachvollziehbar, zumal die Autorin ihrer Heldin damit jeden Charme nimmt. Sage erschien auf einmal blass und obwohl ich verstehen kann, dass sie denkt nicht gut genug für Luca zu sein, hat es meine Nerven ziemlich strapaziert wie oft sich dieser Gedanke wiederholt. 

Luca war in "Berühre mich. Nicht." nah der Perfektion. Doch das erste Drittel von "Verliere mich. Nicht." hat mir dies ganz schön ruiniert. Ja, er hatte seine Gründe auf Sage sauer zu sein und es ist wegen seiner familiären Situation nachvollziehbar, dass er verletzt ist. Aber das ist kein Grund direkt die nächstbeste aufzureißen und dann auch noch die Szene an Silvester. Das war mir zuviel und für mich hat es nicht zu dem Luca gepasst, den wir alle kennen und lieben gelernt haben. Ich muss zugeben, dass er mich dann aber relativ schnell versöhnt hat und wahrscheinlich geht es einem wie Sage, man kann ihm einfach nicht böse sein. Luca wird in der Fortsetzung noch mehr zum Held aufgebaut und wenngleich ich mir andere Umstände gewünscht hätte, kann ich an ihm selber absolut nichts bemängeln. Laura Kneidl hat einen großartigen Charakter erschaffen, der mir definitiv fehlen wird. 

Ein Großteil meiner Lieblinge findet sich nach wie vor in den Nebencharakteren. Mit Megan und April, dem Wirbelwind und dem Sonnenschein, hat Sage wunderbare Freundinnen. Ich liebe die Freundschaften zwischen den drei und finde es großartige, wenn ein Roman auch mal ohne Zickenkrieg auskommt. Leider ist Gavin wieder viel zu kurz gekommen und ich hätte mir gewünscht mehr von ihm zu lesen. Begeistern konnte mich dafür der Handlungsstrang rund um Aaron und Conner, wenngleich mich das Ende dahingehend enttäuscht zurück gelassen hat. 

WELTENBAU 
Bereits bei "Berühre mich. Nicht." habe ich hervorgehoben was für eine großartige Arbeit Laura Kneidl bei den Nebencharakteren und ihren Geschichten geleistet hat. Was die Fortsetzung angeht muss ich dieses Kompliment leider zurück nehmen. Bis zur Mitte der Handlung folgt der Leser den Nebenplots, welche weiterhin spannend aufgebaut sind und einen ebenso fesseln wie Sage und Luca selbst. Doch dann verliert die Autorin sämtliche Nebencharaktere vollkommen aus den Augen. Und dies kann ich mir einfach nicht erklären. Es wird keine einzige offene Frage beantwortet, womit das Ende einen sehr bitteren Beigeschmack erhält. Für mich liest es sich, als würden die Nebencharaktere eigene Bücher bekommen. Allerdings wurde von der Autorin mehrmals betont, dass sie keine weiteren Fortsetzungen schreiben wird. Was mich zu der Frage bringt, weshalb die Nebenplots so in den Sand gesetzt wurden? Entweder kommen doch noch weitere Bücher, dann muss dies nicht erst verneint werden. Oder die Handlungsstränge wurden tatsächlich einfach aus den Augen verloren. Für mich ist dies definitiv ein ganz großer Minuspunkt an "Verliere mich. Nicht.". 

Allgemein hat mir diesmal ein wenig der Tiefgang gefehlt. Die ersten 300 Seiten sind im Grunde eine komplette Wiederholung von "Berühre mich. Nicht.". Die Geschichte startet mit allerlei Problemen, dann lässt sich Sage doch überzeugen bei Luca und April einzuziehen und dort gibt es ein stetiges auf und ab der Gefühle zwischen Sage und Luca. Bis auf die Umstände und Details der Szenen hält man der Geschichte einen Spiegel vor. Das fand ich unheimlich schade, besonders weil der eigentliche Showdown viel zu schnell und unglaubwürdig über die Bühne läuft. Ich hätte mir gewünscht die Konfrontation wäre vorgezogen worden. Die ganze Geschichte über nimmt sich Laura Kneidl viel Zeit, aber im entscheidenden Moment zieht sie das Tempo viel zu stark an. Ich war unglaublich gespannt auf die Reaktion ihrer Familie, aber diese wird in wenigen Sätzen abgehandelt und ihre Schwester, die eine zentrale Rolle in dem spielt, kommt dabei nicht einmal vor. Da all dies keine 100 Seiten einnimmt, kann ich nicht verstehen weshalb eine Fortsetzung nötig war. 

Der Epilog war in Hinblick auf Sage und Luca trotzdem schön zu lesen und konnte der Liebesgeschichte einen schönen Abschluss geben. In Hinblick auf die Darstellung von mentalen Krankheiten bietet die Geschichte allerdings kein gutes Beispiel. Besonders in "Verliere mich. Nicht." hatte ich das Gefühl, als wollte die Autorin vermitteln, dass es nur den Traumprinzen benötigt und alle Probleme sind vergessen. Gerade auf jüngere Leser und Betroffene kann so etwas schnell falsch wirken und ich hätte es schön gefunden, wenn dies mehr in die Geschichte eingeflossen wäre. Der perfekte Mann kann keine Therapie ersetzen und auch die Fortschritte die Sage nur wegen Luca macht halte ich letztendlich für etwas fragwürdig. Es mag nur ein fiktives Werk sein, aber bei dieser Thematik geht ein Autor meiner Meinung nach einfach eine gewisse Verpflichtung ein. 

SCHREIBSTIL
Laura Kneidl hat einen wunderbaren Schreibstil, der mich wieder einmal an die Geschichte gefesselt hat. Denn obwohl die Geschichte rund um Sage und Luca für mich Schwächen aufgewiesen hat, ist es letztendlich trotzdem so, dass ich regelrecht an ihren Worten geklebt habe. Es ist wie mit einer Daily Soap, von der man ohne es zu merken süchtig wird und nicht mehr davon loskommt. Beim lesen selbst bin ich komplett abgetaucht und wurde erneut verzaubert. So sind mir viele Schwachstellen auch erst wirklich bewusst geworden, nachdem ich am Ende noch mal alles Revue passieren ließ. Mir gefällt die Art wie Laura Kneidl Geschichte erzählt sehr gut, weshalb ich gespannt auf ihre Bücher bin, die eher meinem Genregeschmack entsprechen. Auch in "Verliere mich. Nicht." erlebt der Leser alles aus der Sicht von Sage und wenngleich wechselnde Erzähler sicherlich interessant gewesen wären, hätte das den Rahmen der Geschichte deutlich gesprengt. 

COVER
Die Covergestaltung von "Verliere mich. Nicht." gleicht, abgesehen vom Farbschema her, genau seinem Vorgänger. Diesmal sind die Blumen und die Schrift in grün und blau Tönen gehalten und wie schon beim ersten Teil hat man sich wieder für Pastellfarben entschieden. Es macht sich wunderbar im Regal und die beiden Bücher sind ohne Frage ein absoluter Eyecatcher! Auch der Titel ist wieder wunderbar gewählt und für das Gesamtpaket kann man dem Verlag nur gratulieren. Ich finde es großartig wenn der Titel die Geschichte selbst widerspiegelt und das ist hier perfekt gelungen. 

FAZIT
"Verliere mich. Nicht." zieht die Geschichte unnötig in die Länge. Trotzdem vermögen es Sage und Luca noch immer zu fesseln und ich hätte den Abschluss nicht missen wollen. Ich finde es schade, dass die Nebencharaktere vollkommen vergessen werden und auch die Handlung erinnert mich zu sehr an den ersten Teil. Die finale Konfrontation mit Sages Vergangenheit macht es aber lesenswert und gibt der Geschichte zumindest für Sage und Luca einen schönen Abschluss. 

BEWERTUNG
3 von 5 Sternen

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2.097 Bibliotheken, 69 Leser, 0 Gruppen, 369 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

PLOT

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Ihr Leben in Maine hat sie hinter sich gelassen und will mit ihrem Studium weit weg von der Heimat neu anfangen. Sie hat den eisernen Willen alles zu vergessen, was zu Hause geschehen ist. Das ist allerdings nicht so leicht, denn ihre Erinnerungen begleiten sie auf jedem Schritt und die Angst droht sie immer wieder zu überwältigen. Als sie ihren Job in der Universitätsbibliothek anfängt trifft sie auf Luca. Mit seinen Tätowierungen und dem durchtrainierten Körper, steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es ihr gelingt hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen. Aber wie soll es ihr gelungen mit der Vergangenheit abzuschließen und ihre Ängste hinter sich lassen?

 

REVIEW

"Berühre mich. Nicht." war ein Buch um das man 2017 nicht herumgekommen ist und nach vielen begeisterten Stimmen bin ich schließlich schwach geworden und musste dem Buch ebenfalls eine Chance geben. Den Hype um Sage und Luca konnte ich sofort nachvollziehen, denn man versinkt direkt in der Geschichte und am liebsten würde man es gar nicht mehr aus der Hand legen. In erster Linie liegt das an den großartigen Charakteren, die liebevoll gezeichnet wurden. Dazu kommt der locker, leichte Schreibstil und die bittersüße Liebesgeschichte. Was will das Herz mehr? Selbst die Nebencharaktere haben ausgearbeitete Handlungsstränge und genau wie Sage verfällt auch der Leser direkt dem Protagonisten. Vollkommen begeistert habe ich das Buch beendet, wobei sich über den fiesen Cliffhanger natürlich streiten lässt. Die Verkaufszahlen für das nächste Buch sind damit jedenfalls gesichert. Sage und Luca haben mein Herz im Sturm erobert und jeder, der gerne New Adult liest wird dieses Buch feiern. Wenn man nach ein paar Tagen allerdings die Geschichte noch mal Revue passieren lässt und die rosarote Brille nicht mehr das denken beherrscht, dann fallen durchaus einige Kleinigkeiten auf, die nicht perfekt sind.

 

CHARAKTERE

Am Anfang habe ich etwas gebraucht um mich mit Sage anzufreunden. Ihre Handlungen werden beherrscht von ihren Ängsten und obwohl diese glaubhaft dargestellt werden, machen sie es gleichzeitig schwer einen Zugang zu Sage zu finden. Allerdings hat sich das zum Glück schnell geändert und ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert. Sie ist unglaublich liebenswert und man wünscht sich nichts mehr, als dass sie endlich ihr Glück findet. Ständig habe ich darauf gehofft sie würde endlich ihr Schicksal in die Hand nehmen und den Mut finden sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Genau wie für Sage, ist die Geschichte auch für den Leser ein auf und ab der Gefühle. Ihre Entwicklung lässt sich dabei allerdings sehr schön nachvollziehen. Unnötig dabei fand ich den Cliffhanger am Ende. Meiner Meinung nach hätte man einfach 100 Seiten dranhängen und den Konflikt damit klären können. So bin ich aber gespannt darauf wie es mit Sage weitergeht und welche Überraschungen Laura Kneidl für den Leser in der Fortsetzung bereit hält.

 

Luca hingegen hat sich direkt einen Platz in meinem Herzen erobert. Er liebt Bücher, Comics und Hunde, möchte später Bibliothekar werden und ist ein Familienmensch. Zudem entspricht er nicht dem klassischen Bad Boy, den man in diesem Genre so oft antrifft. Ganz ohne Klischees kommt die Geschichte aber nicht aus, denn auch Luca sammelt einen One Night Stand nach dem anderen. Hätte die Autorin darauf verzichtet, dann wäre er in meinen Augen perfekt gewesen. Wie gesagt mochte ich Luca aber wirklich gern und es wird sich wohl keiner finden, dem es anders ergeht. Er war für mich das Herz der Geschichte. Besonders seine humorvolle, gelassene Art mochte ich sehr gern. Und auch seine Schwester April gehörte zu meinen absoluten Lieblingen in der Geschichte. Sie ist ein Sonnenschein, sorgt für lustige Momente und steht Sage stets loyal zur Seite. Für meinen Geschmack hätte es gern noch mehr Szenen mit ihr geben dürfen.

 

Allgemein hat "Berühre mich. Nicht." unglaublich tolle Nebencharaktere, die der Geschichte erst soviel Charme geben. Mich hat es absolut begeistert wie die Autorin den Nebencharakteren allen einen eigenen Handlungsstrang widmet, wodurch diese an Tiefe gewinnen und dem Leser ans Herz wachsen. Megan, die Künstlerin, war eine meiner Favoriten und auch Gavin samt dem Captain konnte mich direkt begeistern. Er liebt Comics und hat einen Australian Shepherd, besser geht’s nicht! Gavin ist allerdings der einzige Nebencharakter, der für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen ist!


WELTENBAU

Der wichtigste Aspekt in "Berühre mich. Nicht." ist die Angststörung von Sage und ihre traumatische Vergangenheit. Grundsätzlich gefällt mir die Darstellung wirklich gut und das Buch vermag das Thema Mental Illness in den Vordergrund zu rücken, welches immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft ist. Als Leser leidet man direkt mit der Protagonistin mit und man hat das Gefühl ihre Angstzustände selbst mitzuerleben. Betrachtet man allerdings ihr Krankheitsbild und ihre Behandlung, fällt schnell die fehlende Recherche auf. Dies merkt man besonders in den Sitzungen mit der Psychologin. Diese legt Sage die Worte regelrecht in den Mund und sagt ihr in der ersten Sitzung woran sie leiden würde und erstellt ein genaues Krankheitsbild, was so in der Realität nie stattfinden würde. Das Verhalten der Psychologin hat mich zudem gewundert, weil die Flashbacks von Sage überhaupt nicht zu einer normalen Angststörung passen und auf etwas ganz anderes hindeuten. Es gibt des Weiteren eine Szene in der die Psychologin in der Öffentlichkeit auf Sage zugeht und mit ihr redet, was für mich kein professionelles Verhalten ist. Und auch ihren Vorschlag Luca mit zu einer Sitzung zu bringen, halte ich für sehr fragwürdig, da Sage zu dem Zeitpunkt ihre Probleme noch gar nicht aufgearbeitet hat und nicht einmal mit Luca zusammen ist. Natürlich ist dies kritisieren auf hohem Niveau, aber mit ein wenig Recherche hätte man dies leicht umgehen können.

 

Die Handlung spielt in einer fiktiven Kleinstadt in Nevada. Sage zieht dorthin um zu studieren und dementsprechend fließt viel vom amerikanischen Universitätsleben in die Geschichte mit ein. Dies fand ich gelungen dargestellt und wenngleich es für meinen Geschmack noch mehr Einblicke hätte geben dürfen, fand ich die Thematik gelungen dargestellt. Es war zudem schön zu sehen, dass einer Protagonistin mal nicht alles zufällt und sie sich ihren Lebensunterhalt hart erarbeiten muss. Und obwohl ihre Geldprobleme mehrmals erörtert wurden, fand ich es seltsam wie Sage überhaupt ihre Studiengebühren bezahlen konnte, da diese in Amerika bekanntlich extrem hoch sind. Dieses Thema umgeht die Autorin leider rigoros. Um bei Sage und ihren Problemen zu bleiben, kommen wir zu einem anderen Punkt der mir aufgefallen ist. Man merkt, dass sich Laura Kneidl beim Aufbau der Handlung klar an einige bekannte Schreibratgeber hält. Denn sobald es bei Sage mal einigermaßen gut läuft, folgt daraufhin direkt der nächste Tiefschlag. Dies zieht sich durch die ganze Handlung, wodurch es zwischenzeitlich fast schon unrealistisch erscheint was für ein Pech Sage hat. Obwohl dies bereits beim lesen auffällt, kann ich nicht unbedingt behaupten es würde den Lesefluss stören. Denn die Geschichte und ihre Charaktere sind so liebevoll gezeichnet, dass man einfach vollkommen in dem Buch versinkt und über kleine Schwächen gern hinweg sieht!

 

SCHREIBSTIL

Laura Kneidl hat einen wunderbar, flüssigen Schreibstil, der es leicht macht in der Geschichte zu versinken. Ich hatte Schwierigkeiten mich von "Berühre mich. Nicht." loszureißen und habe nur eineinhalb Tage gebraucht um es zu beenden. Ich liebe die vielen Anspielungen auf die zeitgenössische Popkultur, von Game of Thrones über diverse Netflix Serien. Eine tolle Idee ist auch das Mantra von Sage, welches sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Es ist mein erstes Buch von Laura Kneidl und ich finde es schwer anhand eines New Adult Romans den Schreibstil eines Autors zu bewerten, weshalb ich gespannt auf ihre anderen Bücher bin. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Sage und dies finde ich perfekt gewählt. Obwohl ich normalerweise mehrere Perspektiven bevorzuge, hätte es in dem Fall nicht gepasst. Es fällt so zudem leicht sich in Sage hineinzuversetzen und ich bin ihr gerne bei ihrem Neuanfang in Nevada gefolgt.

 

COVER

Das Cover ist ein Hingucker und gefällt mir sehr gut, da es sich von anderen Büchern in dem Genre abhebt. Ich mag die Gegensätzlichkeit zwischen dem geometrischen Muster im Vordergrund und den in rosa gehaltenen Blumen im Hintergrund. Man hat sich bei der Gestaltung für Pastellfarben entschieden, was wunderbar passt und nicht zu sehr ins Auge sticht. Es ist alles in einem eher schlicht gehalten, aber das gefällt mir besser als die unzähligen Coverbilder, auf denen man ein Paar oder nur den männlichen Protagonistin sieht. Auch der Titel selbst ist wirklich toll gewählt und passt perfekt zu der Handlung. Das Team vom Lyx Verlag hat bei "Berühre mich. Nicht." definitiv großartige Arbeit geleistet!

 

FAZIT

Sage und Luca erobern das Herz des Lesers im Sturm! "Berühre mich. Nicht." ist eine Geschichte, die sich durch liebevoll gestaltete Charaktere und erster Thematik von anderen New Adult Büchern abheben kann. Neben einer fesselnden Liebesgeschichte bieten auch die Nebencharaktere interessante Handlungsstränge. Ein Muss für jeden, der Emotionen, Drama und Herzschmerz liebt.

 

BEWERTUNG

4 von 5 Sternen

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Die Banner von Haven

Carrie Vaughn , Gesine Schröder
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783038800088
Genre: Jugendbuch

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