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82 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

thriller, geburtstage, #jasminsrezi, folter, macbride

Das dreizehnte Opfer

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442479696
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(55)

130 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

dystopie, margaret atwood, der report der magd, usa, unterdrückung der frauen

Der Report der Magd

Margaret Atwood , Helga Pfetsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492311168
Genre: Romane

Rezension:

Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an die Sache ran gegangen, doch mich konnte das Buch leider gar nicht überzeugen. Ich habe mich dadurch gequält. Einige Ansätze fand ich schon ganz gut, doch die Umsetzung hat mir einfach nicht gefallen. Daher würde ich auch nicht sagen, dass das Buch als solches schlecht ist, für mich persönlich jedoch war es leider schlecht. Der Schreibstil war zu distanziert und emotionslos und meist auch sehr gewöhnungsbedürftig. Damit ist zum Beispiel der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gemeint, der teilweise mehrmals innerhalb eines Absatzes stattfand. Aber auch der knappe (wie soll ich es anders sagen?) Satzbau.Die Handlung hätte man meiner Meinung nach auch auf die Hälfte der Seiten bringen können. Für mich wirkt alles ein wenig gestreckt, auch wenn es natürlich kein dickes Buch war. Ich bin zwar Vielleser, aber entweder hat dieses Werk meinen Geschmack schlicht und einfach verfehlt oder es war zu hoch für mich. Mehr als zwei Sterne kann ich leider nicht erübrigen. Schade eigentlich, nach so vielen positiven Rezensionen hatte ich ein weitaus unterhaltsameres Buch erwartet. 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

thriller, frauen, psychopathisch, capital killer, gehirntumor

Der Preis des Verrats

Leslie Tentler , Annekatrin Heuer
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862788408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gründung, bwl, awl, die höhle der löwen, existenzgründung

Erfolgreich Unternehmen gründen

Felix Thönnessen
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei REDLINE, 18.08.2015
ISBN 9783868816044
Genre: Sachbücher

Rezension:

Auf sympathische Weise bringt uns Felix "der Mann mit den Hosenträgern" Thönnessen hiermit nicht nur was bei, sondern auch nur allzu häufig zum Schmunzeln!


Die Seiten flogen dahin, da dem Autor eine hilfreiche Lektüre gelungen ist, die alles andere als trocken war. In übersichtlichen Kapiteln erklärt Felix Thönnessen seinen Lesern, worauf es bei der Existenzgründung ankommt, wobei er zwar auch harte Fakten auf den Tisch legt, einem aber im gleichen Absatz auch schon wieder die Sorgen nimmt (oder einem auch mal klarmacht, dass Ängste nicht unbedingt etwas schlechtes sind). 


Nicht nur ein mal musste ich Schmunzeln und fast genauso oft sogar lachen und das hätte ich bei einem Ratgeber nun wirklich nicht erwartet. Dabei bleibt der Autor vor allem nah am Leser, beantwortet häufig gestellte Fragen immer wieder zwischendurch häppchenweise und ermöglicht dadurch ein so angenehmes Leseerlebnis, wie ich es nie vermutet hätte. 


Wirklich lobenswert gemeistert. Ich kann den Ratgeber nur empfehlen, wobei ich glaube, dass er eine gute Unterstützung und auch ein ausgezeichneter Einstieg in die Materie ist, aber trotzdem nicht genügt. Das kann er aber auch gar nicht und man sollte sich immer, gerade bei so einer wichtigen Angelegenheit, so viel wie möglich informieren. 

Interessant hierzu (als Ergänzung, oder wenn sich jemand, wie ich, vor dem Buchkauf ein Bild vom Autor und seinen Techniken/Fähigkeiten machen will) könnten einige Vorträge sein, die Felix Thönnessen gehalten hat, Dazu muss man nur seinen Namen in der Youtube-Suchleiste eingeben und dann kann es auch schon los gehen :)


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Tags: awl, bwl, existenzgründung, geschäftsführung, gründung, ratgeber, sachbuch   (7)
 

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(221)

370 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

schweden, freundschaft, alter, katze, liebe

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe das Buch mit einer Gruppe gelesen und hätte nie im Leben selbst danach gegriffen. Das Cover sowie auch der Klappentext machten auf mich keinen sonderlich interessanten oder gar lesenswerten Eindruck. Doch ich bin wirklich dankbar, durch diese Gruppe an dieses Buch "geraten" bin.


Vielen wird Ove unter Umständen zu Anfang recht unsympathisch vorgekommen sein. Mir haben hingegen sofort mehrere Charaktereigenschaften von ihm zugesagt und ihn interessant gemacht. Ove ist recht schweigsam - "Wenn man nicht viel redet, kann man auch weniger Unsinn von sich geben" (frei zitiert). Darüber hinaus ist er prinzipientreu und sorgt gern selbst für Recht und Ordnung. Aber Ove ist noch mehr als das, denn er leidet außerdem unter Depressionen und sieht keinen Sinn darin, sein Leben fortzusetzen. Ich möchte inhaltlich gar nicht viel vorwegnehmen, aber glaubt bitte nicht, dass durch diese Tatsache etwa eine gedrückte Stimmung mit jeder Zeile mitschwingt. Zwar kommt einem auch schon mal die eine oder andere Träne, doch meistens kann man über diesen Mann nur schmunzeln. Nicht nur ein mal musste ich sogar laut lachen! (Und ich bin wirklich niemand, der beim Lesen laut loslacht!)


Kurz gesagt: Dieses Buch hatte wirklich alles und ist einer von diesen Romanen, die man ungern beiseite legt und sich sogar nach Beendigung des Lesens vorstellen kann, es bald mal wieder in die Hand zu nehmen und aufs Neue zu lesen. Wirklich ein gutes Buch, das ich nur empfehlen kann. Und das bedeutet einiges, da ich *eigentlich* am liebsten nur Thriller lese. ;)

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

genremix, robards, liebe, thriller, spannung

Gefährliches Vertrauen

Karen Robards
Flexibler Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453864207
Genre: Romane

Rezension:

Karen Robards versteht es, eine gute (!) Liebesgeschichte in einer spannenden Handlung unterzubringen und dadurch war auch dieses ihrer Werke ein Highlight. Auch wenn die Protagonistin Julie zum Ende hin ein wenig anstrengend wurde, hat es Spaß gemacht, sie durch die Geschichte zu begleiten. Eine gut konstruierte Handlung begleitet von einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, in der auch ein ganz besonderer Hund eine Rolle spielte, machten "Gefährliches Vertrauen" für mich zu einem 5-Sterne-Roman. 

Unter anderem deswegen, weil wir hier eines dieser Bücher hatten, die man gar nicht mehr aus der Hand legen will. In denen man Abends ein paar Seiten lesen und dann zu Bett gehen will, bevor man feststellt, wie spät es schon geworden und wie wenig Nacht noch übrig ist.  Das liegt vor allem an einer Sache, die für mich Robards klar von anderen Autoren abhebt, einen Wiedererkennungswert schafft und die dafür sorgt, dass ich von ihr auch immer wieder gern etwas lesen werde, denn; Sie versteht es, nein, sie beherrscht die Kunst, in gelungenem Maß mehrere Genre zu vereinen, wodurch die Geschichte, die sie uns erzählt, keine fade sein kann. Stattdessen sind sie würzig und vielseitig. Dass die Autorin, gerade in Deutschland, eher unbekannt ist, kann ich nicht verstehen. 

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Tags: genremix, liebe, robards, spannung, thriller   (5)
 

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638 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, entführung, spannung, fitzek

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzmeinung: Mir fehlte Spannung - es wirkte alles zu gewollt (ich kann nicht sagen 'nicht gekonnt', denn Fitzek 'kann' eigentlich). Mich hat der Roman leider nicht überzeugt


Ausführlicheres Feedback:

Der Inhalt klang schon mal vielversprechend, die Kurzbeschreibung machte Lust, sofort anzufangen und das tat ich dann auch. Schon auf den ersten Seiten bekam man die Spannung mit und wurde von der Geschichte abgeholt. Diese anfängliche Spannung wurde versucht, bis zum Schluss beinahe ohne Unterbrechung durchzuziehen und das hat es für mich einfach zu 'gewollt' erscheinen lassen. Mir fehlte die Spannungskurve. Die Jola-Kapitel fand ich insbesondere schnell anstrengend, da sie einem meist keine neuen Informationen gaben, sondern nur den aktuellen Zustand wiederkäuten. 


Fitzek kann plotten und schreiben. Keine Frage. Ich habe bisher von nur "Noah" gelesen, der mir sehr gut gefallen hat, und "Die Therapie", die auch eher mittelmäßig abgeschnitten hat, für einen Erstling aber zweifelsohne beachtlich war. Trotz diesem grundsätzlich nicht berauschenden Schnitt meiner Erfahrungen mit Fitzek Romanen, steht für mich völlig außer Frage, dass der Mann schreiben kann. Ich werde auch gern wieder einen weiteren Roman von ihm lesen, muss jedoch unabhängig davon (ich wollte sein grundsätzliches Talent nur einmal mehr hervorheben) sagen, dass ich diesen Roman "Das Joshua Profil" leider nicht weiterempfehlen würde, geschweige denn, es noch mal lesen würde. Es konnte mich nicht überzeugen und hat mich sogar enttäuscht. Schade. Dennoch drei Sterne. 

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Tags: berlin, blutschule, deutschland, entführung, fitzek, flucht, joshua, kriminalvorhersagen, missbrauch, mord, predictive policing, thriller, überwachung, verbrechen   (14)
 

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

thriller, julia corbin, mannheim, kriminalbiologie, die bestimmung des bösen

Die Bestimmung des Bösen

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2017
ISBN 9783453359345
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext hat mich wahnsinnig neugierig gemacht und auch das Cover ist total mein Fall. Es sieht sehr hochwertig aus und ist mit liebevollen Details bis in den Klapprand versehen. Es ist auch nicht so, dass der Klappentext irreführend oder falsch war; das Gegenteil ist der Fall! Der erste Satz auf dem Buchrücken lautete "Die Biologie des Todes". Ja, es handelt sich wirklich um einen sehr biologischen Roman. Ich finde es toll, dass die Autorin ihr berufsfeldbezogenes Wissen auf einen Roman anwenden kann, und wer sich für Biologie interessiert, wird seinen Gefallen daran finden. Mich persönlich hat es gestört, dass die Dinge zu ausführlich erklärt und beschrieben wurden. Weniger ist mehr. So wurden diese Ausschweifungen von einem möglichen interessanten Aspekt zu einem zähen Text, der die Geschichte immer wieder ins stocken brachte. Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht so richtig warm geworden. Ich musste mich leider zwingen, das Buch weiterzulesen. Der Thriller war keine totale Katastrophe, erfüllte aber auch nicht meine Vorstellungen und Bedingungen an ein gutes Buch. Spannung blieb oft auf der Strecke und während gerade solche biologischen Bereiche sehr ausgeschmückt und deutlich erklärt wurden (man kam sich ja fast vor wie in einem Hörsaal), wurden andere Dinge zu flach geschildert. Leider konnte mich der Roman, der anfangs noch recht interessant gestartet ist, insgesamt nicht überzeugen. 

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Tags: biologie, forensik, kriminalbiologi   (3)
 

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129 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

thriller, action, spannung, auftragskiller, evan smoak

Projekt Orphan

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671088
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Projekt Orphan ist der zweite Teil einer Reihe, die mit "Orphan X" startete, kann aber auch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.


Als Leser wird man schon auf den ersten Zeilen abgeholt und bis zum Schluss nicht losgelassen. Der Autor hat clevere und spannende Ideen umgesetzt und seine Leser dadurch ununterbrochen gefesselt. Diese gut konstruierte Handlung begleitet von einem guten Schreibstil macht diesen Roman für mich zu einem verdienten 5-Sterne-Werk und war unter anderen eines der besten Werke, die ich in diesem Jahr lesen durfte. 


Der Thriller war durchgehend spannend und unterhaltsam, ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt gefühlt oder war gar der Meinung, dass der Roman unnötig in die Länge gezogen wurde - im Gegenteil! Ich hätte mir noch viel mehr gewünscht. 


Die Charaktere sind vielschichtig und haben Tiefgang, es macht Spaß sie zu verfolgen und zu ergründen. Innerhalb des Rahmens einer wahnsinnig gut ausgedachten Geschichte, die zahlreiche Mini-Cliffhanger am Ende der Kapitel hatte, wodurch man noch mehr animiert wurde, weiterzulesen, sowie immer wieder unerwartete Entwicklungen und Wendungen, boten diese uns noch einen Bonus. 


In jeden Fall macht der Roman Lust auf mehr und, obwohl ich mit "Project Orphan" im zweiten Teil der Reihe eingestiegen bin, werde ich mir anschließend nun auch den ersten Teil zulegen. Es gibt selten Thriller, die so überzeugen, wie Gregg Hurwitz es mit Projekt Orphan konnte. Brava, wirklich erstklassig. 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Ambach – Die Suite / Die Falle

Jörg Steinleitner , Matthias Edlinger
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.07.2017
ISBN 9783492310345
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In diesem Roman sind die Bänder „Die Suite“ und „Die Falle“ enthalten und bilden das Schlusslicht der Ambach-Reihe. Doch sind sie auch am Ende der Serie, stehen sie für mich qualitativ ganz oben. Auch die Vorgänger haben schon viel Spaß gemacht zu lesen, doch mit diesem Duett an Spannung und Düsternis stechen die beiden Bänder besonders hervor. In dem gewohnten lockeren Schreibstil, der ein flüssiges Lesen ermöglichte und jedem Charakter eine eigene Stimme gab, verfolgen wir Felix auch hier wieder.


Die Handlung um diese Bänder sind, salopp gesagt, großes Kino. Ich habe eine Seite nach der anderen umgeschlagen und MUSSTE einfach wissen, wie es mit Felix Ambach weitergeht. Den holt nämlich allmählich die Vergangenheit (der letzten Bände) ein, er dreht durch und gerät noch tiefer in Schwierigkeiten.


Die Charaktere hatten über die ganze Reihe hinweg eine unglaubliche Entwicklung, die spannend zu verfolgen war und der Geschichte die übrige Würze gegeben hat. Sie sind weder eindimensional noch flach, sondern machen die Geschichte lebendig. 


Mich konnte die gesamte Reihe voll und ganz überzeugen. Wenn man das erste Werk einzeln kauft, dürfte man sich mit dem Cliffhanger etwas alleingelassen fühlen, hat man sich jedoch das ganze Paket zugelegt, wozu ich raten würde, kann man direkt weiterlesen und erfährt alles andere als einen Spannungsabbruch. 


Ich möchte diese Gelegenheit auch nochmal nutzen, mich bei den Autoren und dem Piper-Verlag für die Rezensionsexemplare der ganzen Reihe zu bedanken. Ich hab gut daran getan, mich auf eine mehrbändige Leserunde einzulassen, ohne ein Buch der Autoren zu kennen, und dem Piper-Verlag bei seinem erlesenen Geschmack zu vertrauen. Außerdem werde ich beide Autoren definitiv im Auge behalten und mir bei Gelegenheit gerne ein weiteres Werk anschaffen. Denn Steinleitner und Edlinger verstehen es, ihre Leser mit ihrer Erzählung zu begeistern. Großes Lob daher an die beiden und allen, die die Reihe noch nicht kennen, viel Vergnügen – es lohnt sich!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

lakonischer ton, komödie, fälschungen, krimi, mord

Ambach – Die Deadline / Das Strandmädchen

Jörg Steinleitner , Matthias Edlinger
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492310338
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Zum Buch:
In diesem Werk sind das dritte und vierte Band der „Ambach“-Reihe aufzufinden, die die Namen „Die Deadline“ und „Das Strandmädchen“ tragen. Hier werden die offenen Fragen, mit denen man noch im letzten Buch zurückgelassen wurde, geklärt und wieder neue aufgeworfen. Es bietet sich an, zunächst den ersten Teil der Reihe mit Band 1 und 2 zu lesen, um hier vollständig durchzublicken. (Auch diese haben mir sehr gefallen.)
Wir haben hier wieder alles, was der Roman (oder die Reihe im Allgemeinen) verspricht: Spannung, Tote, Kunstfälschung. Inhaltlich möchte ich gar nicht so viel vorwegnehmen und drücke mich mal ganz vorsichtig aus, in dem ich sage: Es geht schon heikel los. Ein Schuss fällt, ein Mann wird getroffen. Felix realisiert allmählich, was eigentlich mit ihm geschieht, auch wenn er meist trotzdem nicht das nötige Durchhalte(oder -setzungs)vermögen hat. Aber lest selbst, es lohnt sich wirklich!


Zum Stil:
Mir hat die Stimmung, in der die Geschichte erzählt wurde, wahnsinnig gut gefallen. Auch die Vergleiche, die von den Autoren oft sehr passend eingesetzt wurden, rein stilistisch, haben mich überzeugt. Der Schreibstil ist locker, flüssig und bildhaft. Man sieht die Szenerie wie einen Film vor den Augen ablaufen und vergisst alles um sich herum. Mir hat der Stil des Buches, beider Bänder, sehr gut gefallen, noch besser sogar, als der des vorangegangenen. 


Zum Lektorat:
Wie von Piper gewohnt; herausragend. 


Zu den Charakteren:
Abwechslungsreich und doch realistisch. Die Charaktere machen einen interessanten Wandel durch, statt flach durch die Handlung zu plätschern, und das macht Spaß zu verfolgen. Sie sind vielschichtig, haben Ecken und Kanten und handeln auch nicht immer so, wie man es sich als Zuschauer gern wünscht. Sie riskieren auch mal, unsympathisch zu sein, aber dafür bleiben sie durchweg interessant. Man merkt einfach, dass sich die Autoren intensiv mit ihren Figuren auseinandergesetzt haben. 




Fazit:
Band drei und vier konnten mich auch wieder für sich gewinnen, ich bin inzwischen ein absoluter Fan der Reihe geworden und freue mich genauso auf den nächsten Teil, wie ich ihn fürchte, weil es dann vorbei ist. Die Handlung war wieder spannend und teils unvorhersehbar, jederzeit gut durchdacht und das Lesen machte einfach Spaß. Das Lesen lohnt sich absolut, ich kann es jedem nur ans Herz legen und widme mich jetzt direkt dem nächsten Buch dieser Reihe. 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krimi, lesevergnügen, mehrteiler, leicht skurril, fälscher

Ambach – Die Auktion / Die Tänzerin

Jörg Steinleitner , Matthias Edlinger
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492310321
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich habe die ersten beiden Bände „Die Auktion“ und „Die Tänzerin“ (zusammengefasst in einem Buch) freundlicherweise von den Autoren und dem Piper-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen und möchte mich an dieser Stelle noch mal herzlichst bedanken. Diese Tatsache beeinfluss jedoch nicht meine Meinung. 


Zum Inhalt:
Der Pechvogel Felix Ambach, der von allen als Loser hingestellt wird und sich allmählich auch selbst so sieht, genießt weder Reichtum noch Ansehen, oder überhaupt genug Geld um selbstständig zu leben und über die Runden zu kommen. Er wohnt zur Miete in einem heruntergekommenen Haus, das seinem Bruder, (Doktor) Christian Ambach, gehört. Christian genoss als Erstgeborener Privilegien, für die es bei Felix nicht mehr gereicht hat und wurde zu einem angesehenen Kunsthistoriker. In seinen Augen ist sein kleiner Bruder nicht mehr als ein Versager und genau so behandelt er ihn auch. Hinzu kommt, dass er auch noch mit Felix‘ Exfreundin liiert ist. Es läuft also nicht besonders für unseren Helden. Eines Tages lässt er sich einen Plan einfallen, um die Rollen zu verschieben und sich an seinem Bruder zu rächen, dafür will er ihn als Fälscher entlarven und den guten Ruf von Christian zerstören. Doch ganz so einfach wird ihm das nicht gemacht, schon bald tun sich neue Hinternisse auf, die es zu überwältigen gilt und mit denen Felix zu kämpfen hat.


Zum Stil:
Zu Beginn empfand ich den Schreibstil als distanziert, ich weiß aber inzwischen seinen eigentlichen Wert für die Geschichte zu schätzen. Mir gefällt sehr gut, wie flüssig man durch die Geschichte kommt, da der Lesefluss zu keinem Zeitpunkt gestört wird. Man bediente sich einer leichten Sprache in der Erzählstimme, gibt aber jeder Figur seine eigene Stimme, dazu gleich mehr.
Dennoch wirft der Schreibstil noch einige Schwächen auf, die aber kaum erwähnenswert sind oder einfach nicht mein ganz persönlicher Geschmack sind.


Das Lektorat:
War, wie bei den meisten Büchern des Piper-Verlags auch hier wieder einwandfrei. Ich habe zumindest keine Fehler gefunden, was wirklich selten vorkommt, irgendwo schleicht sich meistens etwas ein. Vielleicht habe ich sie aber auch nur auf Grund der Spannung überlesen – wer weiß ;)


Zu den Charakteren:
Die Figuren stachen ganz besonders heraus, wie ich finde. Sie wurden nicht als Werkzeug genutzt, um die Handlung weiterzubringen, sondern waren eigenständige Personen, die sich von den anderen handelden Akteuren unterschieden. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit und ich fand es großartig, wie hier die Umsetzung überzeugen konnte. Man hat, während man der Geschichte gespannt folgt, auch noch Spaß daran, die Charaktere zu ergründen und, auch wenn sie ein mal gegen das eigene Verständnis handeln, sie ins Herz zu schließen.


Fazit:
Ein wirklich spannender Auftakt einer Reihe, die man definitiv nicht an dieser Stelle einfach beenden kann. Von Seite zu Seite fand ich das Buch immer besser, wobei sowohl Band 1 als auch Band 2 gelungen waren. Handwerklich fand ich noch einige Schwächen, die ich aber gerne überlese, weil sonst alles passt. Definitiv empfehlenswert, jedoch trotzdem noch verbesserungswürdig. 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

schottland, mord, krimi, thriller, ermittler

Totenkalt

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442485666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich habe diesen Roman als Rezensionsexemplar freundlicherweise kostenlos vom Verlag zugeschickt bekommen, dafür an dieser Stelle noch ein Mal vielen Dank! Diese Tatsache beeinflusst jedoch nicht meine Meinung. 


„Totenkalt“ ist Band 10 aus der Reihe des Ermittlers Logan McRae, jedoch der erste Band, den ich gelesen habe. Ich kannte weder die Reihe noch den Autor, war jedoch sofort von dem einnehmenden Schreibstil begeistert. Man kann also auch ohne Vorkenntnisse problemlos einsteigen. Besonders bildhaft wird hier mit passenden Vergleichen eine Lebhaftigkeit erschaffen, wie man sie schon aus Klassikern wie den Werken von Charlotte Bronte oder Jane Austen kennt. Genremäßig gewiss keine passenden Vergleiche, vom Stil jedoch gar nicht so weit auseinander. So wird zum Beispiel das Knacken von Ästen unter den Schuhsohlen mit dem Geräusch von aufploppendem Popcorn verglichen und schon hat man als Leser eben dieses in den Ohren. Der Wechsel zwischen personalem Erzähler und der erlebten Rede setzt dem noch einen drauf. So bekommen wir, trotz der Tatsache, dass es sich hier nicht um die Ich-Perspektive handelt, immer wieder Bewusstseinseindrücke des Protagonisten zu spüren, was sowohl ihn als auch die Handlung lebendig macht.


Spannungstechnisch wurde ich sofort von dem Roman abgeholt und bis zum Ende begleitet. Die Handlung ist gut aufgebaut und man kann als Leser auch ein bisschen mitdenken, ohne selbst darauf zu kommen, wie der Fall ausgehen wird (ich bin es zumindest nicht). Neben dem eigentlichen Fall, den es zu lösen gilt, hat Logan McRae auch noch privat mit nicht wenigen Konflikten zu kämpfen, die ihm ganz schön zu schaffen machen. Wir bekommen einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Protagonisten und das auf ganz raffinierte Art und Weise. Dieser setzt sich nämlich nicht selten mit Erscheinungen seiner Fantasie und seines Unterbewusstseins auseinander, wodurch wir als Leser einen noch tieferen Einblick gewinnen können, ohne durch einen öden Monolog geführt zu werden.


Unter anderem dadurch sind die Charaktere sehr rund. Man kann jeden Einzelnen von Ihnen problemlos mehrere Adjektive zuordnen und sie voneinander unterscheiden. Sei es im Charakter oder auch nur in der Sprache der Personen. Es hat Spaß gemacht, sie durch die Geschichte zu verfolgen und sie nach und nach selbst ein wenig zu ergründen.


Mein Fazit:
Für mich war „Totenkalt“ ein Highlight des Jahres 2017 und mit eins der besten Bücher, die ich gelesen habe. Langeweile ist für MacBride ein Fremdwort und Andreas Jäger hat ganze Arbeit bei der Übersetzung geleistet.
Absolute Leseempfehlung meinerseits. Der nächste MacBride ist schon in meinem Warenkorb. 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schreiben, schreibratgeber, worte, wood, ratgebe

Die Kunst des Erzählens

James Wood , Imma Klemm , Barbara Hoffmeister , Daniel Kehlmann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2013
ISBN 9783499630163
Genre: Sachbücher

Rezension:


Vorab sei gesagt: Ich habe dieses Buch gekauft und gelesen, um eine Schreibblockade zu überwinden und mich als Autorin weiterzuentwickeln. Ich schätze dieses Werk für neugierige Leser, die selbst nichts mit dem Schreiben zu tun haben, als eher ungeeignet ein. Literaturbegeisterte, in Bezug auf klassische Romane, könnten eine Ausnahme sein. Meine nachfolgenden Worte sind also aus der Sicht einer Autorin über dieses Werk geschrieben worden und soll vor allem meinen Kollegen helfen, einen Eindruck über diese Lektüre zu gewinnen.


Das erste Drittel des Buches hat mir besonders gefallen. James Wood geht hier insbesondere auf den Erzählstil ein und wie man diesen am besten darstellt. Inhaltlich ist es interessant aufgebaut und einfach dargestellt. Zahlreiche Beispiele aus bekannten Werken literarischer Weltgeschichte werden uns präsentiert und besprochen. Woods Erzähl- und vor allem Erklärstil gefällt mir wahnsinnig gut und es macht Spaß dranzubleiben. Dieser Teil war also am sinnvollsten und machte auch für meine 4-Sterne Bewertung den Großteil aus. Ich habe hier zwar nicht *viel* gelernt, aber dafür etwas Wichtiges und auf angenehme Art und Weise. 


Die letzten beiden Drittel hingegen waren aus meiner Sicht wenig interessant oder gar hilfreich (wie gesagt; für Autoren). Es geht um Realismus, Sprache und auch Theater. Ich muss sagen, einige Stellen, und da bin ich ganz ehrlich, haben hier meinen Horizont überstiegen. Gerade im Theaterbereich kenne ich mich absolut nicht aus. Auch mit den Beispielen konnte ich hier wenig anfangen. Bis ungefähr Seite 90 habe ich viel aus dem Buch mitnehmen können und danach leider gar nichts mehr.


Trotzdem ist dieses Werk nicht schlecht. Wood hat interessante Ansichten und ich habe sein Buch gern gelesen. Die Übersetzung wurde gut umgesetzt und Beispiele, bei denen die englische Sprache eine Rolle spiele, wurden innerhalb des Buches übersetzt, sodass man Beispiele teilweise in beiden Sprachen vorfand.


Unterm Strich würde ich das Buch weiterempfehlen. Das erste Drittel hat mich überzeugt und vielleicht könnt ihr ja auch mehr mit dem Rest anfangen.

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Tags: erzählstil, ratgebe, schreibratgeber, wood   (4)
 

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

humorvoll geschrieben, lustig, einblicke, seeleneinblicke, seele

Der jüdische Patient

Oliver Polak
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 02.10.2014
ISBN 9783462047042
Genre: Humor

Rezension:


Ich bin durch eine Empfehlung auf diesen Roman aufmerksam geworden und habe ihn mir kurz darauf direkt angeschafft. Menschliche Abgründe, Psychologie, Verhaltensweisen im Umgang mit traumatischen Erlebnissen - alles sehr interessante Themenbereiche, also habe ich nicht lange gezögert.


Dass das Buch, auch wenn es mit einem Verlag publiziert wurde, Schwächen in der Form haben würde, war mir bewusst. Daher fließt tatsächlich dieser Teil kaum in meine „Sterne“-Bewertung ein. Diese bezieht sich hauptsächlich auf den Inhalt des Werkes. Dennoch möchte ich dazu kurz ein paar Worte loswerden. Das Buch ist von zahlreichen englischen „Phrases“ und Anglizismen geprägt. Mich persönlich hat das überhaupt nicht gestört, es passte sogar irgendwie. Dennoch hat die gesamte Erzählweise sowie der Stil enorme Schwächen aufgezeigt. Darunter verstehe ich einen oftmals gestörten Lesefluss, das Abschweifen in sinnlosen Erörterungen und natürlich ganz klassisch der Schreibstil, der mir nicht zugesagt hat und der für mich einen gewissen Abstand geschaffen hat, als würde ich das Geschehen von weit Weg beobachten und nicht davon berührt werden, obgleich das teilweise harter Tobak ist, den Polak da mitgemacht zu haben scheint. 


Die Handlung driftet oft ab. Befinden wir uns gerade noch im Hierundjetzt, wird immer wieder in die Vergangenheit gewechselt. Für den Autor gewiss wichtige Punkte, für den Leser teilweise irrelevant und langweilig. Es ist ein ehrliches Werk, so weit man das beurteilen kann. Mutig ist es in jedem Fall. Ich hoffe ernsthaft, dass vieles davon Fiktion war oder wenigstens aus Erfahrungen in anderen Lebensbereichen, aus seinem ganzen Leben, in verschiedenen Situationen vereint wurde. 


Nicht nur ein Mal hat mich „Der jüdische Patient“ zum Schmunzeln gebracht – keine Frage, Polak verfügt durchaus über Witz. Als Autor sehe ich ihn jedoch nicht. Ich musste mich leider ein wenig durch das Buch zwingen. 

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648 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 62 Rezensionen

krimi, mord, taunus, dorf, nele neuhaus

Schneewittchen muss sterben

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 537 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch, 08.09.2010
ISBN B004WSO6A6
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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74 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

thriller, nachdenklich, ted bundy, genetik, klone

Verdorbenes Blut

Geoffrey Girard ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.11.2015
ISBN 9783404172818
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leider kann ich viele der positiven Rezensionen nicht nachvollziehen. Der Einstieg in die Geschichte empfand ich als sehr schwer und - wo wir gerade dabei sind - den "Ausstieg" nicht weniger. Die Gesamte Handlung scheint keinem roten Faden zu folgen. Müsste ich wetten, würde ich sagen, dass es zu dieser Handlung keinen Plot gab, sondern aus dem Bauch heraus geschrieben wurde. Das ist natürlich nur eine Vermutung; so kommt es mir vor. Viele Stellen sind zu langatmig, die Spannung fehlt, wieder andere haben so gewollte aufgesetzte "Spannung" dass es schon keine mehr ist. Es war alles sehr verworren. Ich hatte mich auf Grund der Beschreibung wahnsinnig auf dieses Buch gefreut. Serienmörder - genial, Ted Bundy, Jeffrey Dahmer, Son of Sam, Jack the Ripper - super! Mega interessant. Klone - das heißt, wahnsinnig viele und vor allem vielschichtige Serienmördercharaktere auf einem Haufen in der aktuellen Zeit. Alle zusammen. Geil! ... Habe ich gedacht. Letzten Endes konnte mich das Buch nicht überzeugen. Vom Stil, Aufbau und der Handlung war es mal was ganz anderes. In der Form habe ich noch keinen Roman in die Finger bekommen, mir ist das (dieses "außergewöhnliche") aber negativ aufgefallen. Aber das ist alles selbstverständlich Geschmackssache.
Ich würde zu keinem weiteren Roman des Autors greifen. 2,5 Sterne wenn ich könnte, da eher ein mittelmäßiger Roman. An dieser Stelle auf 3 gerundet. 

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Tags: außergewöhnlich, jeffrey dahmer, klone, platt, serienmörder, ted bundy, verworren, wissenschaftler   (8)
 

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176 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

klassiker, emanzipation, liebe, england, liebesgeschichte

Jane Eyre

Charlotte Bronte , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Manesse, 21.03.2016
ISBN 9783717524069
Genre: Romane

Rezension:

Mit diesem Werk habe ich definitiv meinen Lieblingsroman gefunden. Ich liebte es. Seit drei Jahren ist dieser Roman auf meiner Wunschliste (beziehungsweise der dringend-bald-lesen-Liste, die - ihr kennt das - immer länger statt kürzer wird) und erst jetzt habe ich es mir vorgenommen und binnen weniger Tage verschlungen. 


Jane Eyre (gesprochen wie Air = Luft auf englisch) ist eine atemberaubende Frau der literarischen Zeitgeschichte. In vielen Ansätzen konnte ich mich mit ihr identifizieren, in anderen überraschte mich ihr handeln. Das machte es zu einem perfekten Mix aus Verständnis und Faszination, die ich für sie aufbrachte. Der Schreibstil ist einnehmend und unvergleichbar. Bronte beschreibt die Welt mit solch einer Raffinesse, so liebevoll, so bildlich und poetisch zugleich. Die Entwicklung Ihrer Protagonistin und ihren Charakterzügen, die so von Moral geprägt sind, gar selbstlos, bescheiden und vernünftig, ist eine Wohltat zu verfolgen, nachdem man zuvor von ihrer schweren Kindheit erfahren hat.


Wer denken würde, dass er mit einem historischen Roman oder einem Klassiker, wie diesem, Langeweile hätte, den muss ich eines Besseren belehren. Für den Leser gibt es in diesem Roman viel zu entdecken, man möchte auf die Geheimnisse kommen, die sich vor einem auftun und die Charaktere ergründen, die so vielschichtig und realistisch sind, dass man ihnen nur noch durch das Geschehen folgen möchte. Vor allem aber hat mir die Erzählweise gefallen. In der Ich-Perspektive erfahren wir die Geschichte hautnah. Weiter wendet sich die fiktive Figur Jane Eyre in ihrer Erzählung häufig direkt an den Leser, was ich ungemein sympathisch und lebensecht finde. Dadurch kann man sich, wie selten bei anderen Geschichten oder Autoren, in die Handlung einfinden und wird umgehend gefesselt. 


Wahrhaftig ein Meisterwerk, das ich nicht das letzte Mal gelesen haben werde. Dem Ende habe ich gleichermaßen entgegengefiebert, wie ich es befürchtet hatte. Doch allein der Stil des Romans, den ich sehr liebe, macht es zu einem großen Vergnügen, diesen trotz dem Wissen, was geschehen wird, weiterzulesen. 


Ich würde 30 Sterne geben, wenn ich könnte. 

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111 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

thriller, mary kubica, falsche tränen, don't you cry - falsche tränen, chicago

Don't You Cry - Falsche Tränen

Mary Kubica , Rainer Nolden
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin maßlos enttäuscht. Cover und Klappentext wirkten so vielversprechend, doch was mich erwartete war gähnende Langeweile.

Oh - mein - Gott. Ich habe es geschafft. 384 Seiten wirkten so lang, wie nicht das doppelte oder dreifache - zusammen! Ich habe mich, anfangs noch auf eine Besserung wartend, durch die Seiten gequält, irgendwann nur noch überflogen und wurde auch vom Ende noch einmal ordentlich enttäuscht.
Man bekommt bis dahin nämlich nicht mal häppchenweise Neues zu erfahren, stattdessen wird man 370 Seiten lang hingehalten. Es wird in all seinem Detailreichtum erklärt, wie die alltäglichsten Dinge ausgeführt werden, aber dass das uninteressant ist, scheint dem Autor so wie dem amerikanischen UND deutschen Verlag völlig gleich zu sein. Wie kann so etwas im Verlag erscheinen? International!?
Ein Blick auf den amerikanischen Titel auf Amazon hat mir übrigens verraten, dass das amerikanische Publikum ebenfalls nicht von diesem Roman angetan ist. Umso mehr stellt sich mir die Frage, wieso der HarperCollins-Verlag sich auch nur um die Übersetzung bemüht hat. Arggh!


Das Ende war geradezu lächerlich und lange nicht annähernd die Auflösung, die man sich nach so langem hingehalten werden vorstellt. Was die Autorin zu sagen hatte, hätte sie auch auf 200 Seiten kürzen können und es wäre immer noch zu viel gewesen. Man soll ja ruhig mehr über die Charaktere erfahren, aber das war einfach zu viel. Zu viel unnötiges, nichts was die Geschichte vorangebracht hätte.


Mehr möchte ich auch gar nicht dazu sagen und endlich mit diesem Thema abschließen. Ich bin enttäuscht, es handelt sich keineswegs um einen Thriller, der Schreibstil ist grausig da von Wiederholungen und Irrelevanz geprägt, die Geschichte nicht lesenswert - insgesamt eine Zeitverschwendung. Mehr gibt es nicht zu sagen. 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Auf den Flügeln der Angst: Thriller

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 15.09.2014
ISBN 9783944676029
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Leider konnte mich der Roman überhaupt nicht packen. Die Charaktere waren nicht gut gestaltet, sodass man sie auseinanderhalten und problemlos wiedererkennen kann oder gar mit ihnen fühlt, wenigstens einen von ihnen ins Herz schließt. 
Sie sind einfach nur Figuren, die die Handlung in einer verworrenen Geschichte voranbringen sollen, aber keine tiefere Daseinsberechtigung haben. Der gesamte Roman ist mit Logikfehlern übersät, was mich so geärgert hat. Gerade wenn man ein bisschen Ahnung hat, tut das körperlich weh, immer wieder über Dinge zu stolpern, die die Autorin sich gerade so zurechtgelegt hat, damit es passt. Das hatte jedoch keinen Bezug zur Realität. 


Selbst ohne die logischen Fehler hier zu betrachten, über sie hinwegzulesen, wie nicht weniger bei den Charakteren, ist die Handlung undurchsichtig, folgt keinem roten Faden und wirkt aufgebauscht. Zahlreiche Sichtweisen sind sinnlos, ohne jetzt zu Spoilern sag ich nur: Der Bote. Aber das ist nur ein Beispiel unter vielen. Dadurch wird das Buch zwar dicker (herzlichen Glückwunsch ...) aber noch lange nicht besser.
An Spannung fehlte es mir die ganze Zeit. Die Genreeingliederung „Thriller“ wird dem Roman nicht gerecht. Es handelt sich eher um einen Krimi.
Der Schreibstil wirkt sehr gewollt bildhaft und ist dadurch teilweise unheimlich anstrengend. Weiter waren Fehler in Zeichensetzung und Rechtschreibung aufzufinden, was es mir noch schwerer machte, weiterzulesen. 


Dass man dann auch noch am Ende des Romans zu einem Gewinnspiel eingeladen wird, bei dem man für eine positive Rezension belohnt wird, ist gleichermaßen unverschämt wie Erklärung dafür, dass ich auf diese zahlreichen Bewertungen reinfallen konnte.

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(1.262)

2.137 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 51 Rezensionen

vampire, fantasy, vampir, stephenie meyer, liebe

Biss zum ersten Sonnenstrahl

Stephenie Meyer , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.07.2012
ISBN 9783551311627
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich vor einigen Jahren (man, ist das schon lange her ...) einen Band nach dem anderen verschlungen hatte, wollte ich jetzt noch mal der süßen Nostalgie nachgeben und dieses "Bonusmaterial" rund um Bree Tanner lesen. Gesagt, getan. Und wieder erwartete mich der gewohnte locker leichte Schreibstil, der einem die Worte verbildlichte und die Seiten nur so dahinfliegen ließ, wie selten eine anderer.


Wie gewohnt waren (in diesem Fall die wichtigen) Charaktere gut ausgeleuchtet und obwohl man schon wusste, wie das Buch enden wird, hat Meyer es geschafft, dass man sie noch so ins Herz schließt, dass man ihnen auch bis zu diesem bekannten Ende gerne folgt.


Auf dem Weg dorthin lernen wir die Umstände besser kennen, bekommen Hintergrundwissen zu der ganzen Aktion die "sie" (Victoria) im geheimen geleitet hat und lernen auch die Volturi noch mal von einer anderen Seite kennen. 


Wem also die Hauptbände gefallen haben, kann ich dieses Werk nur empfehlen. Es ist zwar kurzweilig, aber dadurch nicht weniger schön zu lesen. Daher auch von mir wohlverdiente 5 Sterne. :)

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(36)

71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

bunker, thriller, entführung, gefangenheit, brooks

Bunker Diary

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423716734
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Wir lesen die Geschichte aus der Sicht des sechszehnjährigen Linus in Form von Tagebucheinträgen. Er findet sich nach einer verdächtigen Begegnung zunächst allein in einem Bunker wieder, aus dem es, wie er feststellen muss, scheinbar keinen Ausgang gibt, bis auf den ominösen Aufzug. Sechs Zimmer lassen darauf schließen, dass schon bald andere hinzukommen werden, doch genauer möchte ich an dieser Stelle gar nicht auf den Inhalt eingehen. Eben diese Ungewissheit, was als nächstes geschieht, wie sich die Dinge entwickeln, wer der nächste ist, der zu ihm stößt und wer überhaupt "ER" ist, der das alles zu verantworten hat.


Dieses Werk hat mich durch seinen knackigen Schreibstil, der geschickt gestalteten Handlung, die weder zu irgendeinem Zeitpunkt langatmig noch zu rasant war, und den unterschiedlichen Charakteren, die in die Geschichte mit eingebracht wurden, überzeugt.
Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich keine Fehler im Lektorat gefunden. Ansonsten war es wirklich angenehm zu lesen.


Ein wenig aus dem Lesefluss gebracht hat mich das immer in Großbuchstaben stehende "ER". Aber das geht hier als Stilmittel durch.


Innerhalb weniger Stunden hatte ich den Roman beendet. Man macht sich, wenn man so Seite um Seite umschlägt, ja auch Gedanken, wie der Roman enden könnte (keine Sorge, es folgen keine Spoiler), hier fand ich die Lösung etwas langweilig. Ich hätte daraus lieber einen Psychothriller gemacht, wofür es einige Vorlagen gab, die aber nicht ausgeführt wurden. So wie der Roman endet ist es schon in Ordnung, allerdings hätte ich mehr erwartet, zumal einige in den Rezensionen schrieben, sie müssten das erst mal auf sich wirken lassen und es handle sich um ein Werk, dass einem noch Tagelang nachhängt. Das empfand ich nicht so, aber das ist auch nicht schlimm.


Insgesamt würde ich das Werk absolut weiterempfehlen, es lohnt sich. Der Schreibstil ist angenehm, de Geschichte interessant aufgebaut und die Charaktere individuell gestaltet. 5 wohlverdiente Sterne!

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Tags: bunker, entführung, erpressung, mord, psyche   (5)
 

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

niemalsland, neil gaiman, fantasy, london, eichborn verlag

Niemalsland

Neil Gaiman , Tobias Schnettler
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783847906155
Genre: Romane

Rezension:


Vorab sei gesagt: Ich bin niemand, der ein Buch anfängt und es dann nicht zu Ende liest. Auf keinen Fall würde ich eines rezensieren, wenn ich es nicht wenigstens beendet hätte. Und ich habe schon viele schlechte Bücher gelesen.


Hierbei komme ich nicht umhin, doch meine Meinung kundzutun. Ich habe über die Hälfte des Romans geschafft und, mit mir ringend, ob ich nicht doch einfach weiterlesen soll, bin  zu dem Entschluss gekommen, dass das Leben zu kurz ist. Tatsächlich bin ich mir aber sicher, dass, hätte ich die übrigen 200 Seiten auch noch hinter mich gebracht, die Liste der Dinge, die mir missfallen haben, nur noch länger geworden wäre, statt dass durch ein überraschend gutes Ende meine Meinung wohlwollender ausgefallen wäre. Seit fünf Tagen verharre ich auf Seite 212 und, obwohl ich Zeit gehabt hätte, brachte ich es nicht über mich, weiterzulesen. 


Nun aber zum eigentlichen Teil der Rezension: 
Um erst mal näher auf die Rezensionsüberschrift einzugehen, das wohl am häufigsten gebrauchte Wort war „und“ in diesem Roman. Das ist es sicherlich in vielen, schließlich kehrt es immer wieder, jedoch nicht in solchem Ausmaß. 
Ein Beispiel (kein Zitat, nur zum Verständnis): Es gab Brot und Marmelade und Käse und Milch und Obst.
Statt die Satzteile durch ein Komma zu trennen, wurde hier „und“ bevorzugt. Und ja, es war wirklich so schlimm und keinesfalls übertrieben dargestellt. 
Ich beziehe mich hierbei übrigens auf die neunte Auflage vom Heyne Verlag, aus dem englischen übersetzt von Tina Hohl. 


Statt die „Bösewichte“ Vandemar und Croup wurde Tina Hohl die Erzfeindin in diesem Werk. Denn ihre Übersetzung stach nicht nur durch die enorme Nutzung des Wortes „und“ hervor, sondern auch durch ein mangelhaftes Lektorat/Korrektorat. Will sagen: Fehlende Satzzeichen, Buchstabendreher, teilweise ein Wort im Satz in der falschen Zeitform sowie falsch verwendete Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommen, betreffend der Form, zahlreiche Wiederholungen. Auch unabhängig von den immer wiederkehrenden „und“´s auch inhaltlich viele Wiederholungen, die angewandt wurden, als hielte man die Leser für so doof, dass sie sich keine zwei Absätze lang eine Information merken konnten. Wieder als Beispiel: Er reichte ihm ein Glas Wein. [...] Dann trank er einen Schluck Wein, aus dem Glas, das Islington ihm gereicht hatte. 
Genau so gab es ständig überflüssige Personalpronomen á la: Sie sagte „tralalala“ und sie [...]


Dann wurden Schauplätze zu ausführlich beschrieben – nicht mal sinnvoll, stattdessen wurde, vermutlich gewollt poetisch, über die Lichter der Stadt geschrieben. Das zog die Geschichte noch mal so sehr in die Länge, wobei dann an den wichtigen Stellen gespart wurde. Teilweise bekam man nur bruchstückhaft mit, was gerade geschah und wo sich die Figuren aufhielten. Das stand einfach in keinem Verhältnis zueinander. Mal ausschweifend irrelevant und ein anderes Mal fühlte man sich irritiert zurückgelassen mit den wenigen Informationen, die man hatte. 


Das ist generell häufig aufgefallen; der Text war regelmäßig total verwirrend. Ein Wiedereinstieg, nachdem man das Buch einen Tag zur Seite gelegt hatte, fiel unglaublich schwer. Teilweise war unklar, was eigentlich gerade abgeht, zum Beispiel auf Seite 132 im letzten Absatz kommen sowohl ein neuer Akteur als auch ein neuer Schauplatz ins Spiel, ohne das man weiß, worum es überhaupt gerade geht. Als wäre man unaufmerksam gewesen, hätte einen Namen oder irgend etwas überlesen, das einem hätte Aufschluss geben können. Aber dem war nicht so. In diesem neuen Schauplatz wurde nur mit „Er“ gearbeitet, ohne das man wusste, welcher der Figuren, die man kannte, agierte. Dabei stellte sich im letzten Satz dieses Absatzes erst heraus, dass nicht mal das der Fall war – man kannte ihn nicht. Es war eine neue Figur, von der erzählt wurde und wieder war es an Irrelevanz nicht zu übertreffen und einfach nur unnötig. 


Das war jetzt viel zur Form, aber ich wüsste auch nicht wirklich etwas, das ich zum Inhalt sagen könnte. Auf den über zweihundert Seiten ist noch nicht viel passiert, schon gar nichts fesselndes. Im Allgemeinen empfand ich den Roman bis dahin als emotionslos und berichtartig aufgebaut, sodass ich nicht wirklich damit warm wurde. Auch habe ich keine Beziehung zu den Charakteren. Wenn einer von ihnen abgemetzelt würde, wäre ich nicht traurig darum. Insgesamt in vielen Aspekten sehr flach und einfach nur eine Enttäuschung. 


Dies war einer der Romane, bei denen ich mich schwarzärgere, dass er international verlegt wird, wogegen so viele ausgezeichnete Selfpublisher (bspw. Guido Kniesel) eben das bleiben und von den Verlagen abgelehnt werden.


Ich rate hier von einem Kauf ab. Das war das erste Buch, seit sehr langer Zeit, das ich nicht beenden konnte und wollte, das will schon was heißen. 

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185 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

depression, new york, psychiatrie, klassiker, suizid

Die Glasglocke

Sylvia Plath , Reinhard Kaiser
Fester Einband: 262 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 21.01.2013
ISBN 9783518423653
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Werk hat mich wirklich begeistert. Es erlaubt dem Leser schon auf so wenigen Seiten den Einblick in das melancholische Seelenleben einer jungen depressiven Frau. Wir begleiten die Protagonistin Esther durch die Geschichte und bekommen die bedrückende Stimmung, die in ihrem Leben herrscht, deutlich zu spüren. Trotzdem war es schön, dieses Werk zu lesen und ich würde es jeder Zeit vorbehaltlos weiterempfehlen.


Schade dass "Die Glasglocke" der einzige Roman von Sylvia Plath war. Denn noch im gleichen Jahr, in dem Sie den Roman veröffentlichte, nahm sie sich selbst das Leben. Somit wird klar, wie die durchgehend beklemmende Stimmung in ihrem Werk so lebendig dargestellt werden konnte. 


Trotz der Tatsache, dass man in meiner Rezension die Worte "melancholisch", "depressiv", "bedrückend" und "beklemmend" auf nur so wenigen Absätzen vorfindet, darf man daraus keinesfalls den Trugschluss ziehen, es handle sich hierbei um ein Werk, das etwa anstrengend zu lesen sei oder kein Vergnügen bereite. Im Gegenteil; die lyrische Darstellung von Plath, die uns mit kreativen Vergleichen und ihrem erzählerischen Können veranschaulicht, was im Kopf von Esther vorgeht, was sie denkt und fühlt, macht es so interessant, lebhaft und unverwechselbar. Wie ich schon in der Überschrift erwähnte, handelt es sich zweifelsohne um ein zeitloses Werk. Noch heute finden viele Leser ein oder mehrere Zitate in diesem Werk, das auch noch auf ihr eigenes Leben anzuwenden ist. So zum Beispiel, die Metapher des Feigenbaums, die ich sehr schön fand und die mich unter einigen anderen Stellen dieses Romans sicher auch noch lange Zeit begleiten wird. 


Der Feigenbaum, als eine der zentralen Metaphern ihres Romans, steht da, mit so herrlichen Früchten und so viele an der Zahl. Doch sie sitzt nur davor und kann sich nicht entscheiden, nach welcher sie greifen soll, bis sie irgendwann alle nacheinander verdorrt sind und vom Baum abfallen. Jede dieser Früchte steht dabei für einen Weg, den sie für ihre Zukunft einschlagen kann, wobei die Frucht, nach der sie greifen würde, jede andere ausschließt.

Metaphern wie diese, bringen einem das Werk noch näher und schaffen es unbemerkt, dass man das Seelenleben der Protagonistin noch besser versteht und die Stimmung auf gewisse Weise nachempfinden kann.
Auch, wieso der Titel des Romans "die Glasglocke" lautet, hat damit zu tun, denn auch dabei handelt es sich um eine Metapher, die uns häppchenweise immer deutlicher wird. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Geschichte interessant geschrieben und die Überarbeitung beziehungsweise das Lektorat makellos.


Gern hätte ich noch weiter gelesen. Ich werde es aber bestimmt nicht das letzte mal in die Hand genommen haben und mir auf kurz oder lang, noch ein mal durchlesen. 

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Tags: anstalt, depression, glasglocke, klinik, metaphern, psychiatrie, selbstmord, suizi   (8)
 

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(121)

204 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

historischer roman, otto der große, rebecca gablé, ottonen, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Für mich war dieser Roman der erste von Rebecca Gablé, doch der letzte wird es nicht bleiben, das kann ich bereits jetzt mit Gewissheit sagen!

Ich bin wahnsinnig gut in die Geschichte reingekommen, der Schreibstil ist so locker und leicht, aber dennoch passt er zum Geschehen! Die Handlung geht genau im richtigen Tempo voran, man lernt die Charaktere ausreichend kennen und kann sich durch den detailreichen Schreibstil von Rebecca Gablé alles wunderbar bildlich vorstellen. Sie schafft einfach eine tolle Atmosphäre und es blieb durchweg spannend!

Sie erweckt die Geschichte, die im 10. Jahrhundert spielt, für uns noch einmal zum Leben und bleibt dabei – so weit ich das beurteilen kann, Geschichte habe ich nämlich nicht studiert – faktisch an den tatsächlichen Geschehnissen; Schlachten werden gefochten - auch innerlich!

Man merkt bei jedem der Charaktere, wie viel Arbeit und Liebe die Autorin da hineingesteckt hat. Jeder hat seine ganz eigene Art. Sie sind vielfältig und alles andere als einfach gestrickt. Gablé hat ein gutes Geschick dafür, ihren Charakteren Leben einzuhauchen, was mir sehr gut gefällt und auch nicht jeder kann. Die Geschichte, die einem die handelnden Figuren zu erzählen haben sind zusätzlich zu Hauptereignissen spannend zu verfolgen. Es macht Spaß, ihre Charaktere zu ergründen und sie immer besser kennenzulernen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, berechtigte 5 Sterne und garantiert schon bald einen weiteren Roman von Gablé im Warenkorb ;-) 

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