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humor, single, baby, fettnäpfchen, mario d. richardt

Leerer Kühlschrank, volle Windeln: Vom Single zum Papa

Mario D. Richardt
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Eulenspiegel - Das Neue Berlin, 20.08.2013
ISBN 9783359023982
Genre: Humor

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Versuche zur Verteidigung der Freiheit

Franziska Klinkigt , Bertrand Stern
Flexibler Einband
Erschienen bei Klemm u. Oelschläger, 28.03.2013
ISBN 9783862810604
Genre: Sachbücher

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mutterschaft, alleinerziehend, gesellschaft, biografie, sachbuch

Mutterseelenalleinerziehend: Ein Kind und weg vom Fenster?

Maike von Wegen
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783426785775
Genre: Biografien

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In mutterseelenalleinerziehend schildert Maike von Wegen sehr eindrucksvoll ihr Leben als alleinerziehende Mutter. Sie schreibt sehr persönlich davon wie ihre Herkunftsfamilie ihr in einer sowieso schon schwierigen Situation zusätzliche Steine in den Weg legt, wie sich der Vater ihres Kindes aus der Verantwortung stiehlt und wie schwierig die Suche nach staatlicher Unterstützung sein kann. Neben ihren autobiografischen Berichten richtet sich ein besonderer Fokus des Buches auf eine Kritik an der deutschen Familienpolitik. Ausgehend von ihrer persönlichen Geschichte kritisiert sie nachvollziehbar die Absurdität und Unwirksamkeit von Bildungspaket, Betreuungsgeld und Ehegattensplitting. Und auch wenn natürlich aus einem "Einzelschicksal" keine konkrete alternative Politik abzuleiten ist, so ist es aus meiner Sicht doch zuallererst sinnvoll die betroffenen Personen in die politische Diskussion einzubeziehen und sich ihre Geschichten und Bedürfnisse anzuhören, um dann gemeinsam Pläne für eine bessere Politik zu schmieden. Hierzu kann dieses Buch einen wichtigen Beitrag leisten.


Aus meiner Perspektive als Vater ist mutterseelenalleinerziehend darüber hinaus ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, was es für Mütter bedeuten kann, alleine für ein Kind verantwortlich zu sein. Während die Kritik an der deutschen Familienpolitik im Buch viel Raum bekommt, detailliert begründet und vehement vorgetragen wird, hat mich auf den ersten Blick erstaunt, dass Maike von Wegen das fehlende Engagement des Vater ihres Kindes eher zurückhaltend bis verständnisvoll kritisiert, obwohl dieser sich völlig aus der Verantwortung zieht, die Autorin hintergeht und nur durch vorwurfsvolle Anrufe auf sich aufmerksam macht, wenn in seinen Augen irgendwas mal nicht nach Plan läuft. Verständlich wird diese Rücksicht nur durch die Tatsache, dass der Vater ihres Kindes immer der Vater ihres Kindes bleiben wird und als solcher auch in Zukunft immer wieder eine Rolle im Leben von Maike von Wegen und ihrer Tochter spielen wird. Leider wird es gesellschaftlich noch immer völlig unhinterfragt akzeptiert, dass Väter im Gegensatz zu Müttern scheinbar nur irgendeine abstrakte optionale Verantwortung tragen, der sie sich gegebenenfalls auch einfach entziehen können. Im Zweifels- oder Streitfall ist es mit ganz wenigen Ausnahmen immer die Mutter, die sich letztendlich kümmern und wie selbstverständlich die alleinige Verantwortung für ein gemeinsames Kind übernehmen muss und damit in eine Situation kommt wie sie von Maike von Wegen beschrieben wird. Besonders wütend macht mich, dass vor diesem Hintergrund dann von alleinerziehenden Müttern auch noch verlangt wird „dem Kind zuliebe“ auf die Väter zuzugehen, sich um die Aufrechterhaltung des Kontakts zu kümmern und den Vätern beispielsweise beim Sorgerecht (ohne eine geringste Beteiligung an der konkreten Sorgearbeit) die Möglichkeit gegeben wird unter anderem bei der Schulsuche oder der Wahl des Wohnorts von Mutter und Kind mitzureden. 


Nicht nur für alleinerziehende Mütter, sondern auch für Väter ist das Buch von Maike von Wegen wie auch ihr Blog mutterseelenalleinerziehend.de lesenswert.

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