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Der Traum von den Träumen (Blausilbermond 1)

Johanna Stöckl
E-Buch Text
Erschienen bei null, 07.08.2018
ISBN B07DHX2VBP
Genre: Sonstiges

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Die Reise ans Ende der Zeit (Blausilbermond, Band 2)

Johanna Stöckl
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Independently published, 13.06.2018
ISBN 9781980740063
Genre: Sonstiges

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Die Drachenreiter von Mera: 1: Entscheidung in Elnamira

Sonja Röhm-Reimann
E-Buch Text: 558 Seiten
Erschienen bei neobooks, 28.02.2018
ISBN 9783742748423
Genre: Sonstiges

Rezension:

Um zu beschreiben, was mich an dieser Geschichte so fasziniert hat, muss ich etwas weiter ausholen.
Ich habe im Rahmen der paar Semester Ethnologie, die ich absolviert habe, viele Berichte von Forschern des 16. bis 18. Jahrhunderts gelesen, die über ihre Reisen zu den exotischen, für sie völlig fremdartigen Völkern Südostasiens, Neuseelands, Australiens, Afrikas, Lateinamerikas oder Ozeaniens berichtet haben. Von Forschern, die eine Zeit lang unter diesen Kulturen gelebt haben und jeden Tag aufs Neue mit der Fremdartigkeit von Bräuchen, Gesetzen, Regeln, Riten, Werten und Moralvorstellungen konfrontiert waren.
Dieses Gefühl, es mit einer völlig ANDEREN Kultur zu tun zu haben und auf jeder Seite etwas Neues über diese Kultur zu erfahren, vermisse ich in 99% aller Fantasy-Bücher. Da kommt der Held oder die Heldin aus unserer in eine andere Welt, und im häufigsten Fall ist dort alles so, wie es im europäischen Mittelalter bei uns war, mit unserer gewohnten Ethik, Rittern, Königen - und vielleicht ein paar fantastischen Elementen wie Hexen oder Magiern.
Anders in diesem Buch. GANZ anders. Von der ersten Seite an beschleicht den Leser das Gefühl, dass man sich in dieser Welt bei nichts darauf verlassen darf, dass es so ist wie daheim. Die Protagonistin Karin hat ihre liebe Not damit, dass ihre eigenen Wertvorstellungen so überhaupt nicht mit denen der Drachenreiter zusammenpassen, die sie aufgenommen haben. Und auch, wenn man als Leser immer wieder den Kopf schüttelt über bestimmte Regeln der "Guten Sitte" und des Zusammenlebens der Drachenreiter, so sind sie doch in sich völlig stimmig. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem eine fremde, andere Kultur so glaubhaft und in sich stimmig beschrieben wurde.
Da sehr viel Raum darauf verwendet wird, diesen "Clash of Cultures" darzustellen, gibt es ein paar Längen und die eine oder andere Wiederholung im Buch, aber über die habe ich gerne hinweggesehen.
Drachen. Auch so ein Thema. Ich mag Geschichten nicht, in denen Drachen vermenschlichte, sprechende Zauberwesen sind, weil sie mich irgendwie immer an Kuscheldrachen á la "Elliot das Schmunzelmonster" von Walt Disney erinnern. Die Drachen in Mera sind (glücklicherweise) ganz anders. Sie sind (und auch das lässt die Geschichte für mich einfach viel stimmiger und in sich logischer erscheinen) gezähmte Raubtiere, und so, wie man Tiger in einer Zirkusnummer nur zähmen kann, wenn man keinerlei Schwäche zeigt, bleiben auch die Drachen in dieser Geschichte - trotz aller empathischer Verbundenheit mit ihren Reitern - gefährliche Bestien, wo einem ein einziger Fehler im Umgang mit ihnen leicht das Leben kosten kann. So wie bei der Kultur ist für mich auch bei der Beschreibung der Drachen, ihres Verhaltens und ihres Verhältnisses zu den Menschen in diesem Buch einfach alles viel stimmiger und in sich logischer als in vielen anderen Büchern.
Ach ja: So, wie Forscher in anderen Kulturen oft mit in ihren Augen extrem barbarischen, grausamen Riten und Bräuchen konfrontiert waren, so ist auch dieses Buch - trotz zahlreicher witziger, zum Teil kurioser und urkomischer Szenen - keine leichte Nachmittagslektüre. Es gibt zum Teil extrem brutale und grausame Szenen, die Leidensfähigkeit der Protagonistin wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt, und vor allem kurz vor Schluss war da dieses "um Gottes Willen, das kann die Autorin ihrer Heldin doch nicht antun"-Gefühl. Sie kann.
Übrigens: Mera ist eine Fantasy-Welt ganz ohne Magie.
Hä? Fantasy ohne Magie, geht das?
Oh ja, es geht. Es kommen Unmengen an Giften, Tränken und Kräutern vor, deren Wirkung aber mehr oder weniger auch ohne "Magie" erklärbar ist, die Drachen sind einfach "Tiere"  mit besonderen Fähigkeiten, auch sonst gibt es eine Menge Tiere, die fremdartig, aber im Rahmen der Welt einfach passend sind, und bestimmte Personen verfügen über mentale Fähigkeiten, aber Magier, die mit Zauberstäben herumfuchteln und Blitze schleudern, wird man vergeblich suchen. Braucht es auch gar nicht. Die aus Armbrüsten abgeschossenen Lichtpfeile des Antagonisten und seiner Elitetruppe sind schon schlimm genug.
Wer also wieder mal ein "ganz anderes", untypisches und weit vom Mainstream entferntes Fantasy-Buch lesen will, dem kann ich diesen Auftakt einer geplanten Reihe wärmstens ans Herz legen.

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Die Schiffe der Waidami

Klara Chilla
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 19.12.2015
ISBN 9781519407870
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Es gibt Piratengeschichten. Es gibt Fantasy-Romane. Es gibt Piratengeschichten mit übersinnlichen Elementen wie Geistern, und des gibt Fantasy-Romane, in denen Piraten vorkommen. Aber ich habe noch nie ein Buch wie dieses gelesen.
Klara Chillas Geschichte spielt in einer Welt, wie ich sie in dieser Form noch in keinem anderen Buch gefunden habe, und die ich als "die magische Karibik" bezeichnen würde. Eine Welt, in der sich reale, historische Fakten mit fantastischen Elementen so genial vermischen, dass man am Ende des Buches Mühe dabei hat, das eine vom anderen zu trennen.
Ein Volk, dessen Angehörige ohne jede Hilfsmittel navigieren können und nur durch Beobachtung des Himmel und der Segel immer ans Ziel gelangen. Kapitäne, deren Leben, Gesundheit und Schicksal durch eine Tätowierung mit ihrem Schiff verbunden ist. Ein Volk, dessen Seher die Zukunft kennen. Die Tränen der Göttin Thethepel, die - ins Wasser gestreut - den Weg weisen. Uralte Mythen und Legenden. Aber eben nicht in irgendeiner Fantasy-Welt, sondern in der realen Karibik des ausgehenden 17. Jahrhunderts.
Die Geschichte selbst ist voller Intrigen, Verrat, Mord und Totschlag - wie es bei einer Piratengeschichte zu erwarten ist. Aber sie ist auch eine Geschichte über Liebe, Treue, Aufopferung, Freundschaft und Hoffnung. Mit anderen Worten: Ein Buch, das unendlich viele Emotionen weckt, ohne dabei jemals kitschig zu werden. Es gibt so viele verschiedene Charaktere, die man im Lauf der Geschichte kennenlernt, und sie alle sind sehr plastisch und vor allem sehr menschlich beschrieben, mit ihren Stärken und Schwächen. Grenzen zwischen Gut und Böse sind fließend, sodass man manche Charaktere gleichzeitig lieben und hassen muss.
Wer also einmal eine Fantasy-Geschichte lesen möchte, die komplett anders ist als die meisten anderen Fantasy-Geschichten - oder eine Piratengeschichte, die komplett anders ist als die meisten anderen Piratengeschichten - der wird an diesem genialen Crossover seine wahre Freude haben.

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fantasy, historischer fantasy, karibik, magie, piraten, piratengeschichte, seeabenteuer

Die Tränen der Waidami (Die Piraten der Waidami)

Klara Chilla
E-Buch Text: 491 Seiten
Erschienen bei neobooks, 23.03.2018
ISBN 9783742748058
Genre: Fantasy

Rezension:

Neuerlich entführt und Klara Chilla in die faszinierende Welt der Karibik, wie sie niemals war, eine Welt voller Magie und Mythen, und doch so vertraut und bekannt aus zahllosen Piratengeschichten.
Wie schon im ersten Teil zieht die Autorin wieder alle Register, wenn es darum geht, mit den Charakteren mitzuleben, zu lieben, aber auch zu leiden. wieder werden reale, historische Fakten (wie etwa die Piraten von Tortuga oder unserer Welt entstammende Voodoo-Praktiken) mit fantastischen Elementen so gekonnt vermischt, dass sich alles zu einer untrennbaren Einheit vermischt. Aus dem ersten Teil bekannte Dinge spielen wieder eine Rolle - oder bekommen eine ganz neue Bedeutung, dazu werden neue eingeführt, die sich perfekt in die Geschichte einfügen. Es gibt zahlreiche Aha-Erlebnisse, überraschende Wendungen, neuerlich jede Menge Blut und Tränen und einen atemberaubenden Schluss, der bis zur allerletzten Seite spannend bleibt.
Die aus dem ersten Teil bekannten Charaktere entwickeln sich weiter, aber es werden auch neue Figuren eingeführt, die der Handlung ganz neue Impulse verleihen. Wie schon im ersten Teil sind sie unheimlich menschlich mit Vorzügen und Schattenseiten, und man kann sich - selbst in die Antagonisten - bis zu einem gewissen Grad hineindenken.
Wer den ersten Teil dieser Fantasy-Piraten-Crossover-Geschichte gemocht hat, der wird den zweiten Teil erst recht lieben, obwohl er - oder gerade, weil er - noch um Einiges düsterer, bedrohlicher und gefahrvoller ist, aber letztendlich alles zu einem auf seine Art passenden Ende findet.

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Die Prophezeiung - Das Inferno von Little Germany, New York

Jamie Craft
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 09.06.2016
ISBN 9781533595102
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe zuerst den "zweiten" Teil dieser Geschichte, "Lillies Reise gegen die Zeit" gelesen, und bin - ehrlich gesagt - froh darüber. Ich würde diese Reihenfolge auch allen anderen Lesern empfehlen. Warum?
Teil 2 schildert die Geschehnisse aus der Sicht von Lillie, die aus dem Jahr 1984 mit Hilfe des Tagebuches ihrer Urgroßmutter Greta ins New York des Jahres 1904 reist. Es handelt sich um eine spannende Zeitreisegeschichte, bei der man sich immer wieder wünscht, noch mehr über die Dinge zu erfahren, die sich zwischen Lillies einzelnen Besuchen in der Vergangenheit ereignen und auch tiefer in diese historische Zeit einzutauchen.
Dieses Buch erfüllt all diese Erwartungen und beantwortet alle offenen Fragen. Genau das, was von einzelnen Lesern kritisch beurteilt wurde - der etwas lange Anfang, bis die Handlung in Schwung kommt und die detailverliebten Milieuschilderungen, bei denen man merkt, wie gründlich die Autorin recherchiert hat, kann man dann erst so richtig genießen, und es macht auch unheimlichen Spaß zu lesen, wie Greta und ihr Bruder aus ihrer Sicht des Jahres 1904 heraus Lillie sehen. Und nicht zuletzt finde ich es spannender, dass die Ereignisse, die sich nach Lillies Rückkehr ins Jahr 1984 auf dem Dampfer zugetragen haben, bei dieser Lesereihenfolge erst am Schluss aufgedeckt werden.
Egal, in welcher Reihenfolge man nun die Bücher liest: Das Konzept, ein und dieselbe Story aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu erzählen, halte ich nach wie vor für genial.

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schattenblau

Schattenblau: Das dunkle Raunen des Meeres

Karla Fabry
E-Buch Text: 648 Seiten
Erschienen bei null, 22.07.2016
ISBN B01IYISJIY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit diesem Buch ist Karla Fabry eine Fortsetzung zu "Schattenblau - Das Herz der Tiefe" gelungen, die immer wieder durch ihre spannenden und unerwarteten Wendungen überrascht. Man erfährt mehr über die Geheimnisse, die sowohl Alex' als auch Lillis Herkunft umgeben, lernt viele der bekannten Charaktere aus dem ersten Teil noch genauer kennen und erfährt mehr über die Hintergründe des uralten Konfliktes zwischen Land- und Wasseramphibionen. Dabei sind alle Figuren wieder sehr menschlich, glaubhaft und plastisch beschrieben. Besonders gut gefällt mir dabei, dass die Grenzen zwischen Freund und Feind, Gut und Böse, Liebe und Hass fließend sind und sich immer wieder verschieben. Sehr interessant ist auch der stilistische Kniff der Autorin, im Mittelteil des Buches ausnahmsweise die Geschichte nicht in der dritten Person, sondern in Ich-Form abwechselnd aus der Sicht von Lilli und Alex zu erzählen, sodass man ihre Gedanken und Gefühle noch deutlicher mitempfinden kann. 

Auch diesmal ist die Liebesgeschichte zwischen den beiden aber nicht dominant, sondern macht nur einen der vielen Handlungsstränge aus. Wieder ist sowohl die Liebe der Autorin zum Meer als auch zum Süden Spaniens auf jeder einzelnen Seite spürbar. Und auch, wenn ich normalerweise Weltrettungsszenarien, bei denen gleich eine Vernichtung der gesamten Menschheit droht, sonst nicht so sehr liebe, ist mir das beim Lesen dieses Buches in keiner Weise störend aufgefallen.
Manche Fragen aus dem ersten Teil werden beantwortet, dafür stellen sich eine Menge neue.  Es gibt neue Schauplätze, neue Figuren und viele neue Geheimnisse. Und ein Ende, das sehnsüchtig auf den dritten und abschließenden Band der Trilogie warten lässt.

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Schattenblau: Das Herz der Tiefe

Karla Fabry
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 19.08.2014
ISBN 9781500439781
Genre: Sonstiges

Rezension:

Romantische Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen aus New York und einem Jungen, den ein düsteres Geheimnis umgibt. Klingt so, als hätte man das schon hundertmal gelesen.
Falsch. In dieser Form hat man das sicher noch nie gelesen.
Karla Fabrys Buch ist auf seine Art einzigartig, denn sie entwirft in diesem Auftakt zu einer Trilogie eine komplett neue, faszinierende, gut durchdachte und in sich stimmige Welt, die unserer sehr ähnlich und doch völlig fremdartig ist. Eine Welt inmitten des Ozeans, die von einer uralten Rasse, älter als die Menschheit, bevölkert wird: Wasseramphibionen.
Alex Valden lebt in dieser Welt, sein Zuhause ist ein Internat unter Wasser, vor der Küste des andalusischen Dörfchens La Perla. Genau dort zieht die 17-jährige New Yorkerin Lilli LeBon mit ihrer Familie für eineinhalb Jahre hin, weil ihr Vater - ein Meeresbiologe - hier einen Forschungsauftrag bekommen hat.
Als die beiden aufeinander treffen und einander gegenseitig das Leben retten, entwickelt sich nach und nach eine sehr gefühlvoll beschriebene und berührende Liebesgeschichte, die aber nur einen Teil des Buches ausmacht. In parallelen Handlungssträngen, die geschickt miteinander verflochten sind, geht es auch um ein geheimnisvolles Buch, mysteriöse Stollen und Höhlen unter dem Meer und nicht zuletzt um einen teuflischen Plan, der um jeden Preis vereitelt werden muss.
Die große Liebe zum Meer und die Verbundenheit der Autorin mit der Welt unter Wasser ist in diesem Buch deutlich spürbar. Aber auch die Beschreibungen der Schauplätze und der Menschen über Wasser, im Süden Spaniens, sind so detailliert und plastisch, dass man sich geradezu dorthin versetzt fühlt. Als ich mir nach dem Lesen des Buches die beschriebenen Orte auf Google Street View angesehen habe, hat es mich gar nicht verwundert, dass dort wirklich alles so aussieht, wie ich es mir aufgrund der Beschreibungen im Buch vorgestellt habe.
Aber nicht nur die Schauplätze, auch die Charaktere - bis hin zu den Nebenfiguren - sind sehr lebensecht beschrieben und verhalten sich natürlich und glaubhaft.
Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach ungewöhnlicher, romantischer, spannender und stimmungsvoller Fantasy sind.
Tipp: Unbedingt auf der Webseite der Autorin vorbeischauen, denn dort finden sich zahlreiche Hintergrundinformationen zum Buch.

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Flucht

Jaden Quinn
E-Buch Text: 419 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 17.05.2018
ISBN 9783959623544
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit der Geschichte von Blake und Sam McLain ist dem Autorinnenduo Jaden Quinn eine selten geniale Mischung aus spannendem Thriller, Roadmovie und Entwicklungsroman gelungen. Unglaublich spannende Szenen wechseln gekonnt mit ruhigeren, hochemotionalen Abschnitten ab, in denen das Verhältnis der beiden Brüder zueinander und zu ihrer Umgebung beleuchtet wird. Wir begleiten als Leser nicht nur das Duo auf ihrer atemberaubenden Flucht quer durch die USA, sondern auch bei ihrem Erwachsenwerden. Blake und Sam, ständig auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, vor dem skrupellosen Pharmaunternehmer Dr. Owen Martin, seinen Handlangern und vor allem seinem Ziehsohn Jack, schließen Freundschaften, gehen Zweckbündnisse ein, schlagen sich auf abenteuerliche Weise durch und müssen schwere Verluste und Schicksalsschläge verkraften. Als Leser ist man hautnah dran am Geschehen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, ohne unnötige Ausschmückungen, und doch entsteht ein grandioses Kopfkino, das einen die Schauplätze der abenteuerlichen, sich über mehrere Jahre erstreckenden Flucht bildlich vor sich sehen lässt.

Eine absolute Leseempfehlung, und ich warte schon gespannt auf den zweiten Teil der Geschichte.

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Der Zirkel von Prag (Tinas Tagebuch, Band 1)

Johanna Stöckl
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Independently published, 11.04.2018
ISBN 9781977092212
Genre: Sonstiges

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Rich & Mysterious

Neal Skye
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Franzius Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783960500025
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ja nicht so die typische Krimi-Leserin. Vielleicht, weil mir die meisten heutigen Krimis zu brutal und gleichzeitig zu einfallslos sind. Irgendwie bin ich, was meinen Krimi-Geschmack angeht, bei Miami Vice in den Achtzigerjahren steckengeblieben.

Und gerade deshalb ist dieser Krimi einfach genau nach meinem Geschmack. Rich, einst erfolgreicher Journalist und nun abgehalfterter Privatdetektiv, hat viel mit den Antihelden der damaligen Zeit gemeinsam. Sein Auto ist ein Anachronismus, ebenso wie er selbst. Er denkt viel über vergangene Zeiten nach, und ja - manchmal war ich schon versucht, schnell ein paar Absätze zu überblättern, wenn seine Gedankengänge wieder mal zu ausschweifend wurden. Ich bin froh, dass ich das nicht getan habe, denn am Ende fügt sich alles wunderbar zu einem sehr ungewöhnlichen Kriminalfall zusammen, und scheinbar bedeutungslose Kleinigkeiten, über die man leicht hinwegliest, ergeben am Ende einen Sinn.
Die Charaktere, nicht nur Rich selbst, sind stimmig und anschaulich beschrieben, sodass man schon nach wenigen Seiten mitten drin ist in der Welt von Rich, Sara, Samantha und allen anderen Protagonisten.
Für mich einer der besten Krimis, die ich seit langem gelesen habe, absolut nicht Mainstream und eine unbedingte Leseempfehlung.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Hochgeboren

Anja Urban
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei null, 02.03.2018
ISBN B079C5PC5J
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anja Urban schreibt einfach außergewöhnliche Fantasy mit vielen originellen Ideen, die man nicht schon hundertmal in ähnlicher Form anderswo gelesen hat. Das war mir schon nach ihrem Debutroman "Der Magische Funke - Gold und Winter" klar. Mit "Hochgeboren" bestätigt sie diesen Eindruck und übertrifft ihr Erstlingswerk - meinem subjektiven Empfinden nach - noch. Wenn auch nur knapp ;-)


Die Elemente der Handlung: Auf den ersten Blick glaubt man, das alles auch schon zur Genüge zu kennen. Ein Internat. Ein sechzehnjähriges Mädchen, das unfreiwillig dort gelandet ist. Fiese Lehrer, eine überhebliche Zimmergenossin. Ein unheimlich gutaussehender Junge, Schwarm aller anderen Schülerinnen. Mysteriöse Vorkommnisse. Liebe, Eifersucht, Verrat. Eine geheime Verbindung von Menschen mit besonderen Fähigkeiten ...


Und doch ist alles anders als erwartet. Bis zur letzten Seite gibt es immer wieder Überraschungen, und die typischen kleinen Anja Urban'schen Details sind es, die dem Buch seinen zauberhaften Charme verleihen. Übersprühend vor originellen Ideen, einfühlsam geschrieben, mit originellen Charakteren voller Zwiespältigkeiten, Ecken und Kanten. Keine Klischeefiguren. Ein wahres Lesevergnügen.


Einziges Minus der Buches, wenn man so will: Es hat einen hohen Suchtfaktor, und wenn man mal zu lesen begonnen hat, sollte man sich nicht wundern, wenn man es nicht weglegen möchte, bevor man nicht auf der letzten Seite angekommen ist. Es kann einem also durchaus, im positiven Sinn, eine schlaflose Nacht bereiten.


Hoffentlich gibt es ja bald eine Fortsetzung. Ich warte schon sehnsüchtig darauf zu erfahren, wie die Geschichte um Scarlett, Raphael, Leah, Cassandra und all die anderen "Hochgeborenen" weitergeht.

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johanna stöckl, narren, reise, tholderon, welten

Tholderon: Die Welt der vier Welten

Johanna Stöckl
Flexibler Einband: 551 Seiten
Erschienen bei Independently published, 31.01.2018
ISBN 9781973579915
Genre: Sonstiges

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Die Opal Trilogie / Das Opalmädchen

Jaqueline Mercedes
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.07.2017
ISBN 9783745091649
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Es ist nicht leicht, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Da ich selbst Autorin bin, weiß ich, dass das Schreiben eines Buches - und auch das Veröffentlichen als Self-Publisher - eine Menge Arbeit ist. Normalerweise schreibe ich deshalb nur Rezensionen, wenn ich ein Buch mit mindestens vier oder fünf Sternen bewerten kann, weil ich anderen Autoren nicht durch schlechte Bewertungen schaden möchte. In diesem Fall kann ich aber nicht anders. Mehr als drei Sterne hat das Buch nicht verdient. Das Traurige ist: Das Buch ist bereits unter dem Titel "Drachenglas - Verloren"  bei einem Verlag (!) erschienen und kommt jetzt im Selfpublishing neu heraus. Die Kritikpunkte, die mir am schwerwiegendsten aufgefallen sind - riesige Logiklöcher, flache Charaktere die teilweise völlig unmotiviert anders reagieren als noch ein Kapitel zuvor, eine viel zu schwache Protagonistin - wurden ALLE bereits in Rezensionen zur ersten Fassung geäußert. Die Neuauflage hätte der Autorin die Chance geboten, alles das auszubügeln und aus einer bestenfalls mittelmäßigen Story ein echt gutes Buch zu machen. Denn die Welt Glass und die Idee der Edelsteinkinder hätte ja durchaus Potential. Diese Chance wurde verabsäumt; das Buch wurde husch-pfusch unverändert wieder auf den Markt geworfen, und bei der Fülle an immer noch vorhandenen Fehlern frage ich mich ernsthaft, ob es - auch wenn es schon einmal bei einem Verlag erschienen ist - jemals ein Lektorat durchlaufen hat, das diesen Namen verdient. Denn: Viel zu viele Dinge sind einfach haarsträubend oder falsch, aber nichts davon ist so, dass es ein guter Lektor nicht bemerkt hätte, und dass man es nicht mit einer Überarbeitung relativ leicht hinbekommen hätte. Es mangelt nicht an Ideen und Kreativität, es mangelt wenig am sprachlichen Können, das Buch krankt einfach an viel zu vielen kleinen Details, die man leicht verbessern hätte können, wenn man gewollt hätte. Deshalb: drei Sterne für das eigentliche Buch und einen weiteren Stern Abzug dafür, dass das Werk der Autorin offenbar ziemlich gleichgültig geworden ist - denn weder hat sie es der Mühe wert gefunden, es nochmal zu überarbeiten, noch sich selbst an der Leserunde, in deren Rahmen ich das Buch kennen gelernt habe, zu beteiligen. Schade. Ewig schade.

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Kysano - Geheimnisse und Illusionen

Beatrice Hiu
E-Buch Text: 334 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 09.12.2016
ISBN B01N2SMG12
Genre: Fantasy

Rezension:


Fortsetzungen sind so eine Sache. Meist bekommt man - gerade bei mehrteiligen Sagas - von den Autoren nur mehr vom Gleichen serviert.


Kysano ist ... anders. Ich kann es nur wiederholen. Das Spiel mit den Täuschungen geht weiter; immer, wenn man als Leserin glaubt, dass man weiß, wer mit wem im Bunde ist und wer wen hintergeht und betrügt, stellt sich wieder alles anders heraus.


Im Prinzip erzählt dieser Band - der wirklich in jeder Hinsicht ganz anders ist als der erste Teil - zwei parallele Handlungsstränge, und immer dann, wenn es bei einem davon spannend wird, wird der andere weitererzählt. Das ist zwar etwas fies, macht es einem aber fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Für den ersten Band habe ich noch zweieinhalb Tage zum Lesen gebraucht, diesen hatte ich nach eineinhalb Tagen durch. Ein Pageturner.


Zwei junge Heldinnen machen sich auf den Weg, einen geheimnisvollen magischen Schlüssel zu suchen. Geht's noch klischeehafter? Könnte man glauben - wenn man das erste Buch nicht gelesen hätte. Aber so ahnt man schon, dass wieder alles anders kommt, als man erwarten würde. Die beiden sympathischen Protagonistinnen stolpern von einer Illusion in die nächste, und eigentlich haben sie überhaupt keinen Durchblick. Leeza kann noch immer keine Magie anwenden, eigentlich ist sie immer noch ein ganz gewöhnliches Mädchen. Gut, dass die beiden Freundinnen einfach zusammenhalten, einander beistehen und damit gemeinsam das schier Unmögliche schaffen können.


Dass auch dieses Buch mit einem echt gemeinen Cliffhanger endet ... sei's drum. Es ist so gut, dass mich das in diesem Fall nicht im Geringsten gestört hat.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

fantasy, freundschaft, jugendbuch, licht und dunkel, magier, prophezeihung, reihe

Kysano - Erde, Licht und Dunkel

Beatrice Hiu
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 19.10.2015
ISBN B016WIRSSA
Genre: Fantasy

Rezension:


Wow. Einfach nur wow. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem mich die Welt, in der es angesiedelt ist, so fasziniert hat.


Kysano ist ... anders. Es ist schwer in Worte zu fassen, was für mich die Faszination ausmacht, aber irgendwie habe ich mich in diese magische Welt beim Lesen regelrecht verliebt, und wenn ich mir irgendeine Fantasiewelt aussuchen könnte, in der ich leben wollte, dann wäre es wahrscheinlich diese. Ob es daran liegt, dass es dort Kaffee gibt? Gut, das wäre ein gewichtiges Argument, ebenso wie die heißen Duschen ... aber das alleine ist es nicht.


Beatrice Hiu hat einfach beim Schreiben alle Konventionen, die man sonst in der Fantasy findet, über den Haufen geworfen und wirklich etwas Eigenständiges, Originelles geschaffen. Eine Welt, in der kaum etwas so ist, wie es zu sein scheint. Und eine Geschichte, in der man als Leserin immer dann, wenn man glaubt, etwas durchschaut zu haben, daraufkommt, dass alles ganz anders ist. Ganz gewöhnliches Mädchen aus "unserer" Welt erfährt, dass es eigentlich aus einer anderen Welt stammt und muss dorthin gehen, um diese zu retten. Kommt bekannt vor? Hundertmal gelesen? Falsch, denn es stellt sich heraus, dass alles ganz anders ist. Das Mädchen hat in Wirklichkeit mächtige magische Fähigkeiten? Ja, aber leider kann es diese nicht anwenden. Die Autorin spielt mit bekannten Klischees, um diese dann auf den Kopf zu stellen. Magierschule? Ja, aber weit entfernt von Hogwarts. Keine fliegenden Besen, dafür Gärten, in denen die Wege sich ständig verändern und Orte, die man nur auf magische Weise betreten kann. Und ganze Welten, die sich als Illusionen entpuppen.


Was hat mich noch so sehr an dieser Geschichte fasziniert? Die durch und durch menschlichen Charaktere, Menschen mit Fehlern und Schwächen. Leeza, die Protagonistin der Geschichte, war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie ihre Freundin Jizahan, die dazu ausersehen ist, sich mit ihr gemeinsam auf ein gefährliches Abenteuer zu begeben.


Ach ja: Normalerweise mag ich weder nicht abgeschlossene Bände von Mehrteilern noch Cliffhanger. Dass mich das in diesem Fall aber nicht im Geringsten gestört hat, zeigt, wie verdammt gut das Buch mir sonst gefallen hat. 

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andra, dystopisch, feindgeflüster in fella, freundschaft, lieb, jugendbuch, lara kessing, liebe, machtkämpfe, senk, sorija

Feindgeflüster in Fella

Lara Kessing
E-Buch Text: 276 Seiten
Erschienen bei Independently published, 27.10.2017
ISBN B076Y4P18T
Genre: Romane

Rezension:


Nachdem ich schon "Mondgeflüster" und "Windgeflüster" gelesen habe - in dieser Reihenfolge, aber eigentlich ist es ja egal, was man zuerst liest - musste ich nun unbedingt wissen, wie die Geschichten rund um Sorija und Andra weitergehen. Da das Buch direkt an das Ende der anderen beiden Bände anschließt, schreibe ich nichts über den Inhalt, um nicht zu spoilern.


Das Buch hat meine Erwartungen an einen dritten Teil in jeder Hinsicht nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. War es schon bei den anderen Büchern, die das Geschehen jeweils fortlaufend aus der Perspektive einer der beiden Protagonistinnen erzählen, schwer, sie aus der Hand zu legen, ist es hier noch um einiges schwieriger: Die Handlungsstränge werden parallel erzählt; man springt zwischen den beiden Heldinnen hin und her - was der Autorin die echt gemeine Möglichkeit eröffnet hat, die einzelnen Kapitel mit fiesen Cliffhangern enden zu lassen, was das Aufhören mit dem Lesen noch weiter erschwert.


Andra und Sorija sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere, und so unterscheidet sich die Art und Weise, wie sie an Probleme herangehen, auch deutlich. Dass auch viele der aus den anderen Büchern bekannten Nebenfiguren wieder vorkommen und zum Teil auch eine neue wichtige Funktion in der Geschichte bekamen, fand ich großartig. Und es wäre nicht Lara Kessing, wenn das Buch nicht auch wieder einige unvorhergesehene Wendungen enthalten würde.


Alles in allem ein wunderbarer Abschluss (... oder doch nicht ganz) der Fella-Reihe.

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dystopie, familie, freundschaft, gefahr, hagel, lara kessin, liebe, machtspiele, mut, quarantäne, quarantänebereich, schwester, seuche, sorija, to

Windgeflüster in Fella

Lara Kessing
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 25.11.2016
ISBN 9781540515964
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich bereits "Mondgeflüster in Fella" gelesen habe - und dadurch ein wenig auf den Geschmack gekommen bin - denn Dystopien sind normalerweise gar nicht "mein" Genre - musste ich mir nun auch unbedingt den ersten Band kaufen.


Wobei: Ob erster oder zweiter Band ist eigentlich egal. Reizvoll an der Fella-Reihe ist ja, dass in Band 1 und 2 zwei voneinander weitgehend unabhängige Geschichten erzählt werden und die Reihenfolge, in der man diese liest, egal ist. In beiden Fällen erlebt man in manchen Situationen einen Aha-Effekt, wenn man auf Personen oder Schauplätze aus dem jeweils anderen Buch stößt.

Das Cover hat mich bei beiden Büchern angesprochen, obwohl - oder gerade weil - es aus dem üblichen Rahmen fällt. Die Leseprobe habe ich mir diesmal gar nicht heruntergeladen, denn Lara Kessings Schreibstil kannte ich ja bereits. Das Buch ist wieder sehr flüssig, spannend und angenehm zu lesen, und es weist keinerlei Längen auf. Im Gegenteil, mir erscheinen die Ereignisse zum Teil sogar noch gedrängter und dichter als im "Mondgeflüster". 


Was die Protagonistin der Geschichte angeht, ist mir persönlich Sorija noch etwas sympathischer als Andra aus Mondgeflüster. Wieder ist die Hauptfigur alles andere als eine Heldin; eigentlich im Gegenteil: Sie hat Angst vor so ziemlich allem - jedenfalls am Anfang der Geschichte, bis sie durch die Ereignisse über sich selbst hinauswächst.


Wer ausführlichst bis ins letzte Detail ausgearbeitete Hintergründe in utopischen oder dystopischen Geschichten sucht, sollte das Buch allerdings wieder aus der Hand legen. Vieles, wenn nicht das meiste, über die Welt "Fella" wird nur angedeutet oder der Fantasie der Leser überlassen. Aber darum geht es ja bei der Geschichte gar nicht. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Menschlichkeit und Hoffnung in einer aus den Fugen geratenen Welt, in der nur mehr das Recht des Stärkeren gilt. Und im Gegensatz zu Andra schafft es Sorija, ihre Abenteuer praktisch ohne Anwendung von Gewalt zu bestehen.


Auch dieses Buch bleibt spannend bis zur letzten Seite. Ein Grund, warum ich abermals nicht mehr als zwei Tage gebraucht habe, um es fertig zu lesen und es wieder mal zwei Uhr früh wurde, bis ich es endlich aus der Hand legen konnte.

Das offene Ende gibt noch keinerlei Hinweis darauf, wie die beiden Handlungsstränge letztendlich im dritten Band, "Feindgeflüster" verknüpft werden. Aber zum Glück ist der ja seit Kurzem erhältlich, und es wird sicher nicht lange dauern, bis ich ihn mir kaufe, um die Fella-Reihe zu vervollständigen.

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Mondgeflüster in Fella

Lara Kessing
Flexibler Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Independently published, 31.05.2017
ISBN 9781521386965
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich sind Dystopien überhaupt nicht mein Genre, und ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen. Aber hin und wieder schnuppere ich halt auch gerne in literarische Bereiche, in die ich mich sonst nicht vorwage.

Es hat sich gelohnt. Das Cover hat mich irgendwie angesprochen, und auch die Leseprobe hat mich gleich überzeugen können. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und die Protagonistin Andra war mir von Anfang an sympathisch. Vielleicht gerade deshalb, weil ich makellose, fehlerlose Heldencharaktere nicht mag. Und Andra ist alles andere als das. Sie ist durch und durch menschlich und ihre Reaktionen und ihr Verhalten sind stets gut nachvollziehbar.

Die Handlung ist spannend aufgebaut, und die grundlegende Frage, die Andra sich stellen muss - wem sie vertrauen kann, wer Freund und wer Feind ist in einer aus den Fugen geratenen Welt, in der nur mehr das Recht des Stärkeren gilt -, diese Frage stellt man sich auch als Leserin bis zum letzten Kapitel, sodass das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt. Ein Grund, warum ich es dann letztendlich innerhalb eines Tages ausgelesen habe und erst um zwei Uhr früh aus der Hand legen konnte.

Natürlich könnte man sich bei diesem Szenario gewisse Fragen stellen: Wie realistisch ist die ganze Situation? Wieso kann die Gang einfach die Macht in dem Land übernehmen, in dem die Geschichte spielt? Bräuchte es in Wirklichkeit nicht viel mehr als bloß das Unwetter am Beginn der Geschichte, um Militärapparat, Polizei und Regierung zu entmachten? Und wieso gibt es auch Wochen danach keinerlei Interventionen aus den umliegenden Ländern? Ist dieses Fella ein isolierter, lediglich aus vier Sektoren bestehender Ort im Universum - und wo liegt es eigentlich?

Aber darauf kommt es bei der Geschichte, die durchaus etwas Abstraktes, Parabelhaftes an sich hat, gar nicht an. Dadurch, dass die Autorin sämtliche Namen der Protagonisten frei erfunden und nicht einem bestimmten Kulturkreis entnommen hat, entzieht sich Fella jeglicher geographischer Zuordnung. Man kann nicht sagen, wo es liegt, und man weiß auch nicht einmal, wann die Geschichte angesiedelt ist - ob heute, wenige Jahre oder Jahrzehnte in der Zukunft. Es ist auch nicht wichtig, denn hier geht es um Menschen, ihr Verhalten in Extremsituationen, Freundschaft, Feindschaft, Vertrauen, Rache, Zuneigung, Liebe, Hass ... universelle, immer und überall gültige Dinge.

Originell finde ich auch die Idee, in zwei verschiedenen Büchern ("Mondgeflüster in Fella" und "Windgeflüster in Fella") zwei unterschiedliche, miteinander verwobene Handlungsstränge zu schaffen, die dann im dritten Buch zusammengeführt werden sollen. Das andere Buch habe ich noch nicht gelesen, werde es aber sicher noch. Etwas irreführend ist dabei lediglich die Bezeichnung als Band 1 und Band 2, denn soweit ich das mitbekommen habe, spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher liest.

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch mit nur wenigen kleinen Schwächen, das Spannung und Unterhaltung bis zur letzten Seite garantiert.

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2017, fantasiereich, fantasy, funke, geheimnisvoll, gut zu lesen, magie, selfpublisher, selfpublishing, spannend, spion

Der magische Funke: Gold und Winter I

Anja Urban
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Independently published, 15.10.2017
ISBN 9781549976520
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inmitten der Tausenden von Veröffentlichungen in diesem Genre eine Fantasy-Geschichte zu finden, die wirklich originelle Einfälle enthält und noch dazu so gut geschrieben ist, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen, ist ein Glücksfall. "Der magische Funke" von Anja Urban ist so einer.
Es fängt schon damit an, dass wir uns hier nicht in einer 08/15-Fantasywelt mit Elfen, Zwergen und mächtigen Zauberern bewegen, sondern in einer unglaublich lebensecht beschriebenen Welt, die an das historische Preußen Anfang des 18. Jahrhunderts angelehnt ist. Wie es diese Zeit mit sich bringt, stehen höfische Etikette, elegante Kleidung und Lockenperücken in krassem Gegensatz zum Alltag der normalen Bevölkerung, der von Entbehrungen, Machtmissbrauch und Gewalt geprägt ist. Letztere bekommt die Protagonistin Elisa zu Beginn des Buches immer wieder zu spüren, als sie gemeinsam mit ihrer Schwester Isabell aus dem Waisenhaus geholt wird, um einem machthungrigen Baron zu dienen. Der Anfang der Geschichte ist sehr düster gehalten; schon auf den ersten Seiten gibt es eine Hinrichtung und eine versuchte Vergewaltigung. Doch Elisa ist eine starke Persönlichkeit, die sich trotz schwerer Schicksalsschläge nicht unterkriegen lässt. Ungewöhnlich lange dauert es im Buch, bis dieser Erzählstrang mit dem des zweiten Protagonisten Aurel zusammengeführt wird, der ebenfalls zu Beginn der Geschichte Einiges erleiden muss; Ereignisse, die ihn nach außen hin kalt und zynisch erscheinen lassen. Erst in der zweiten Hälfte des Buches treffen die beiden auf ihre jeweils eigene Art sehr menschlichen und sympathischen Helden zusammen, und da sie beide den magischen Funken in sich tragen, können sie gemeinsam als immer besser aufeinander eingespieltes Team alles zu einem (für mich als Leserin sehr schönen und befriedigenden) guten Ende bringen.
Das Buch bietet zahlreiche originelle Einfälle - vor allem, wenn es um die Anwendung von (in dieser Welt eigentlich verbotener) Magie geht - und enthält mehrere unerwartete Wendungen, sodass man immer gespannt ist, wie die Geschichte weitergeht. Die relativ kurz gehaltenen Kapitel lesen sich sehr flüssig, der Schreibstil ist angenehm und lässt der eigenen Fantasie genug Raum.
Ein wirklich exzellenter Debütroman, und obwohl die Geschichte an sich abgeschlossen ist, warte ich schon gespannt auf eine (angekündigte) Fortsetzung.

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buddy, drama, marie, onlinewelt, technische revolution, virtuelle realität, zukunftsvision

Marie

Gereon Sand
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 13.10.2017
ISBN 9781530638567
Genre: Sonstiges

Rezension:

2023. Eine nahe Zukunft. Vieles hat sich geändert, die EU ist zerfallen und man bezahlt wieder mit D-Mark. Peinliche Firmen-Weihnachtsfeiern mit flachen Witzen und viel Alkohol gibt es immer noch. Bei so einer Feier verteilt der Chef der Werbeagentur "Lorem Ipsum" an seine drei besten Mitarbeiter Zugangsschlüssel für den Betatest einer neuen Software, die virtuelle Begleiter - "Buddys" - in die Realität der Anwender projiziert. Und damit nimmt das Geschehen für Jo, den anfangs wenig sympathischen Protagonisten dieser Geschichte, seinen Lauf.


Die zum Teil schon skurilen Szenen, die witzigen Anspielungen auf real existierende Personen, Firmen und Produkte, bringen den Leser immer wieder zum Lachen. Und schon im nächsten Moment bleibt einem das Lachen im Hals stecken, denn: Irgendetwas stimmt nicht. Nicht nur Jo, auch der Leser, der ihn begleitet, bekommt immer mehr das Gefühl, dass etwas furchtbar falsch läuft. Das süße kleine Mädchen Marie, das Jo als Buddy zur Seite steht, wird immer fordernder und greift immer mehr in sein Leben ein. Ist sie noch virtuell, oder ist sie real? Wieso passieren immer mehr seltsame Dinge, die Jo sich nicht erklären kann? Das Buch wird im zweiten Teil immer beklemmender, bis sich schließlich alles auf unerwartete Weise aufklärt.


"Marie" von Gereon Sand ist ein Buch in einem Genre, das ich eher selten lese, aber es konnte mich durchwegs überzeugen. Mir persönlich gefällt die Mischung aus teilweise schon ins klamaukhafte überzeichneten, grotesken Szenen, Anspielungen und todernster Message dahinter, bis hin zur Frage, was eigentlich wirklich existiert und ob nicht die gesamte Realität um uns herum nur ein Konstrukt aus unseren Wahrnehmungen ist. Eine Mischung, die mich teilweise ein wenig an Filme von Terry Gilliam erinnert hat - was ich als Kompliment an den Autor verstehe. Auch politische, gesellschaftliche Fragen und die Themen Einfluss einzelner Medienkonzerne, Überwachung und Kontrolle werden angeschnitten.


Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die mehr als oberflächliche Unterhaltung suchen. Ein Buch, das man nicht einfach weglegt, sondern noch Tage später über die darin aufgeworfenen Fragen nachdenkt.

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spannend

Donaumädchen

Johanna Stöckl
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Independently published, 02.11.2017
ISBN 9781549961090
Genre: Sonstiges

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beate maly, hist. krimi, historischer krimi, krimi, krimi-reihe, künstlerallüren, lateinlehreri, mord, naschmarkt, operette, österr. krimi, sängerin, schulsystem, wien, zwanzigerjahr

Tod an der Wien

Beate Maly
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783740802219
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wien im Jahr 1923: Der pensionierte Apotheker Anton Böck und die ehemalige Lateinlehrerin Ernestine Kirsch ermitteln wieder. Wieder ist es Winter, und wieder werden sie eigentlich unfreiwillig in einen Kriminalfall hineingezogen, von dem am Anfang nicht klar ist, ob es sich denn nicht wirklich nur um einen tragischen Unfall gehandelt hat, oder ob da jemand beim Tod der berühmten, von Ernestine verehrten Operettendiva Hermine Egger etwas nachgeholfen hat.


Mit viel Liebe zum Detail beschreibt die Autorin Beate Maly das Wien der Zwischenkriegszeit mit seinen Kaffeehäusern, Theatern, Nachtclubs, den alten Straßenbahnen oder dem Zentralfriedhof. Gerade für jemanden aus Wien, der die Schauplätze kennt, ist das Buch alleine schon durch die lebendige Schilderung der Orte und Personen ein reiner Lesegenuss. Aber Beate Maly ist weit von einer romantischen Verklärung der damaligen Zeit entfernt, denn auch die Schattenseiten - das unbewältigte Trauma des Weltkrieges, die Präsenz von Kriegsinvaliden im Alltag, die heruntergekommenen Zinskasernen in den Vororten, aber auch das Schulwesen, in dem erst vorsichtige Ansätze einer Reform erkennbar sind, werden thematisiert.


Die Hauptfiguren sind allesamt sympathisch und liebenswert charakterisiert, sowohl Anton und Ernestine als auch Antons Tochter Heide und die entzückende Enkeltochter Rosa. Auch den Nebenfiguren widmet die Autorin viel Aufmerksamkeit; sie sind alle mit vielen Details und facettenreich beschrieben. Und was mir besonders gefallen hat: Dass sich - ohne zu viel vorwegzunehmen - am Ende herausstellt, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, Opfer und Täter gibt, sondern dass die "Schuldigen" nicht ganz so schuldig und die "Unschuldigen" nicht ganz so unschuldig sind.


Der Kriminalfall ist gut konstruiert und birgt eine Menge Wendungen und Überraschungen, auch wenn ich das eine oder andere Mal gedacht habe, dass Ernestine bei ihren Nachforschungen gar oft der Zufall zu Hilfe gekommen ist. Aber manche haben eben einfach Glück.


Alles in allem war das Buch für mich ein pures Lesevergnügen, bei dem ich mich so richtig ins alte Wien zurückversetzt gefühlt habe, und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

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Tags: krimi, wien, zwanzigerjahr   (3)
 

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fantasy

Johanniskind: Bedrohung

Silvia Nagels
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei null, 24.06.2017
ISBN B0738Q1PV9
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ich lese seit 35 Jahren Fantasy und muss zugeben, dass mich in diesem Genre nur mehr wenige Bücher hinter dem Ofen hervorlocken können. Die hundertste Geschichte, in der eine Gruppe von Gefährten sich auf eine gefährliche Queste begibt, um die Welt zu retten, entlockt mir ein müdes Schmunzeln.
Bei "Johanniskind" von Silvia Nagels war mir von der ersten Leseprobe an klar, dass dieses Buch anders ist. Die Bezeichnung des Genres "Fantasy" kommt ja bekanntlich von Phantasie ... und einen Mangel an selbiger kann man der Autorin jedenfalls nicht vorwerfen.
Die phantasievoll berschriebene Welt, in der der Großteil der Geschichte spielt, die "Zwischenwelt", mit ihren Kreaturen wie dem Zworm (wer wissen will, was ein Zworm ist, muss das Buch lesen) und den Feuerelfen (ich liebe die Feuerelfen!) steht dabei in krassem Gegensatz zu der Menschenwelt des 14. Jahrhunderts.
Und das ist nun das wirklich Originelle an dem Buch: Akribisch recherchierte Fakten aus dem realen mittelalterlichen Norddeutschland verweben sich mit den magisch-mystischen Elementen aus der Zwischenwelt zu einem harmonischen Ganzen. Die historisch überlieferten Legenden über den Untergang der Stadt Rungholt werden so geschickt in die Fantasy-Handlung eingewoben, dass man im Internet nachrecherchieren muss, was nun Überlieferung und was Erfindung der Autorin ist. Die düstere Atmosphäre des eisig kalten, winterlichen Norddeutschland ist so dicht, dass ich mich bei der Gestalt des Pfarrers Alard von Leck immer wieder an William von Baskerville in Eco's *Name der Rose* erinnert gefühlt habe. Und trotz aller Düsternis des Mittelalters kommt der Humor in diesem Buch auch nicht zu kurz.
Für alle, die auf der Suche nach wirklich origineller Fantasy-Literatur voller spritziger, witziger Ideen sind, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.

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steampunk, wien

Professor Koslows Äthermaschine

J. Pollaschek
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 31.07.2017
ISBN 9783743103818
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich muss vorausschicken: Steampunk ist prinzipiell kein Genre, das es mir besonders angetan hätte und das mich bisher besonders begeistern konnte.
Die Idee aber, eine Steampunk-Geschichte nicht im viktorianischen England, sondern im Wien des Jahres 1865 spielen zu lassen, ist einfach genial und hat mich dann ziemlich begeistert. Sicher liegt es auch daran, dass man als Wienerin natürlich viele der Schauplätze der Geschichte selbst kennt und sich noch viel besser in die Geschichte hineinversetzen kann: Der Spittelberg, das Café Griensteidl, die Palais der Wiener Innenstadt entstehen da dank der atmosphärischen Schilderungen des Autors ebenso plastisch vor dem inneren Auge wie die einfachen Wirtshäuser oder die Landschaft des Weinviertels.
Der Autor beweist in dem Buch, dass er sich ein profundes Wissen über die Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angeeignet hat, und die charakteristischen Elemente des Steampunk fügen sich so in den historischen Kontext ein, dass man sie schon nach wenigen Seiten als selbstverständlich annimmt und sich fast wundert, dass es im Technischen Museum heute kein Vapormobil der Lohnerwerke als Ausstellungsstück gibt.
Die Charaktere sind sehr sympathisch, menschlich und plastisch geschildert; man würde sich noch weitere Abenteuer mit der unkonventionellen Komtesse Ada von Rony und dem Erfinder Jakob Ros wünschen. Auch die Nebenfiguren sind stimmig und gut beschrieben. Die sich langsam entwickelnde Romanze zwischen den Protagonisten ist sehr gefühlvoll und nicht ohne eine gehörige Portion Witz beschrieben. 
Zu Beginn der Geschichte nimmt sich der Autor viel Zeit, den Leser in die Atmosphäre seiner Welt eintauchen zu lassen. Die Spannung baut sich langsam auf, steigert sich gegen Schluss deutlich, die Handlung nimmt einige unerwartete Wendungen, und erst auf den letzten Seiten klärt sich dann alles auf. Kein Thriller, aber eine gut konstruierte Kriminalgeschichte mit viel Humor und Augenzwinkern, auch wenn so mancher der Gags für Nicht-Wiener vermutlich nur halb so lustig ist.
Fazit: Steampunk trifft Wiener Schmäh - eine unwiderstehliche Mischung und eine unbedingte Leseempfehlung.

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