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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Bis du mir vertraust.

Alexandra Stückler-Wede
E-Buch Text: 329 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.08.2018
ISBN B07GPZXFGY
Genre: Liebesromane

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55 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Andreas Eschbach
Fester Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783785726259
Genre: Historische Romane

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146 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Twisted Love

L. J. Shen , Patricia Woitynek ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736307032
Genre: Erotische Literatur

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290 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 130 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Allgemeines

Titel: Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Autor/in: Kelly Moran

ISBN: 978-3-499-27538-8

Verlag: Rowohlt/ endlichkyss

Genre: Liebesroman

Seitenzahl: 384

Preis: 12,99€

 

Klappentext

Kleine Stadt, große Gefühle…
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt…

 

Meine Gedanken zum Buch

Die Liebe findet dich… doch eigentlich sucht Avery die Liebe nicht, sie versucht ihr aus dem Weg zu gehen, nach einer schmerzvollen Ehe. Um alles hinter sich zu lassen, zieht sie mit ihrer autistischen Tochter Hailey nach Redwood, wo auch ihre Mutter lebt. Redwood, eine wunderschöne Stadt zwischen Meer und Bergen, verheißt einen guten Neustart, wenn da nicht der attraktive Cade O’Grady wäre. Der jüngste der drei Tierärzte ist das, was man als Draufgänger bezeichnen würde, auch er sucht nicht nach der Liebe. Doch nachdem sich Cade und Avery zum ersten Mal gesehen haben, scheint die Liebe sie willkommen zu heißen. Doch ist es das Richtige? Und können sie sich vertrauen? All das erfahrt ihr in diesem wundervollen Buch.

Und ich kann bereits jetzt sagen, dass dieser Liebesroman mich echt aus den Socken gehauen hat! Zunächst war ich skeptisch, da „Redwood Love“ ja wirklich sehr von der Community gehyped wird, aber meine Skepsis wurde schnell besiegt, denn ich habe mich in Redwood und in die Charaktere wirklich verliebt.

Aber beginnen wir zunächst mit dem Schreibstil. Kelly Morans Schreibstil ist sehr flüssig und leicht – man konnte der Geschichte also mühelos folgen. Es gibt Stellen im Buch, die sehr rasant geschrieben sind, aber auch Stellen, wo sich die Autorin viel Zeit nimmt, um die Geschichte zu erzählen. Insgesamt haben wir hier auch etwas längere Kapitel, die 10 Seiten auch manchmal übersteigen. Doch wegen der wundervollen Liebesgeschichte und der Liebe, die die Autorin hier hereingesteckt hat, merkt man diese langen Kapitel kaum. Das finde ich persönlich immer sehr wichtig, da ich selbst lieber kürzere Kapitel lese.

Kommen wir nun zu der Geschichte selbst und da habe ich ja bereits gesagt, dass Kelly Moran sich viel Zeit nimmt, die Geschichte bzw. die Liebe zwischen unseren Protagonisten aufzubauen. Was ich gut finde, ist, dass die Nebencharaktere nicht zu kurz kommen, was ich gerade wichtig finde, da diese ja in den zwei weiteren Büchern dieser Reihe näher behandelt werden. Auch die Beziehung zwischen Cade und Averys Tochter Hailey wird näher beschrieben und reiht sich perfekt in das Bild der Handlung ein. Das Schöne daran ist, dass es so nie langweilig wird, denn man wächst mit den Charaktere und deren Beziehungen mit. Man hat das Gefühl, dass man ein Teil der Handlung ist und aktiv erleben kann, wie die Liebe zwischen den beiden Protagonisten wächst. Das liegt vermutlich auch an den Perspektivwechseln, wo man sowohl Cades, als auch Averys Gedanken mitverfolgen kann und so einen tieferen Einblick in deren Seelenleben hat. Gerade dieser intensive Aufbau der Geschichte entschuldigt einen Punkt, der mir gefehlt hat. Und zwar sind das die fehlenden Landschaftsbeschreibungen. Natürlich fehlen sie nicht komplett, aber ich hätte mir mehr gewünscht, gerade bei einem so malerischen Ort, wie Redwood. Aber vielleicht wird das in den zwei weiteren Bänden noch mehr vertieft.

Was mir ab und zu bei solchen Liebesgeschichten fehlt, ist die Tiefe, da sich solche Storys häufig nur um Sex drehen. Aber in diesem ersten Band hat man so viel Tiefe, gerade auf Averys Seite, dass die gesamte Geschichte einfach realistisch und glaubhaft wirkt. Wir haben hier keinen idealisierten Mann und auch keine idealisierte Frau. Beide haben ihre Fehler. Die beiden Protagonisten haben ihre Beziehung lange aufbauen müssen, wo es in anderen Liebesgeschichten immer sehr schnell dazukommt, eine Beziehung zu errichten. Vermutlich liegt das auch daran, dass wir hier zwei Erwachsene (beide sind Ende zwanzig) haben, die handeln. Dadurch hat die Geschichte insgesamt mehr Reife und wirkt echter. Somit wird es euch sicherlich nicht wundern, wenn ich euch sage, dass es hier kaum Klischees gibt und sogar wichtige Themen, wie Autismus behandelt werden.

Natürlich haben wir hier auch erotische Szenen, die durchaus sehr anschaulich beschrieben wurden, aber es wirkte zu keiner Zeit kindisch, unreif/ unrealistisch oder too much. Es wirkt romantisch und genau richtig! Zum Ende will ich nur noch sagen, dass es sehr, sehr emotional und spannend war. Wodurch die gesamte Geschichte einfach nochmal abgerundet wurde.

Letztlich ist dieses Buch einfach 5 Sterne wert und für jeden Romantiker genau das Richtige. Nun bin ich wirklich sehr auf den zweiten Band gespannt, der am 19.09.2018 erscheint!

Mein Blog: booksandlight.wordpress.com

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189 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Game of Destiny

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734104817
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Allgemeines

Titel: Game of Destiny

Autor/in: Geneva Lee

ISBN: 978-3-7341-0481-7

Verlag: Blanvalet

Genre: New Adult/ Erotik

Seitenzahl: 304

Preis: 9,99€

 

Klappentext

Viva Las Vegas! Verbotene Küsse, gefährliche Liebe und gestohlene Herzen – in der sündigsten Stadt der Welt… Die leidenschaftliche Liebe, die Emma Southerly und Jamie West verbindet, konnten auch die jüngsten Ereignisse in Belle Mère nicht ins Schwanken bringen, sie sind sich näher denn je. Doch der Mord an Jamies Vater bleibt ungeklärt und hält die High Society von Las Vegas weiter in Atem. Das junge Paar muss fest zusammenhalten, um nicht weiter in den Fokus der Polizei zu geraten. Doch das ist nicht Emmas einziges Problem: Sie wird von der dunklen Vergangenheit ihrer Familie eingeholt und muss sich schließlich einer bitteren Wahrheit stellen – doch das könnte bedeuten, dass sie Jamie für immer verliert…

 

Meine Gedanken zum Buch

Ihr Lieben, nachdem mir der zweite Band dieser Reihe ja gar nicht gefallen hat, konnte dieser Band zum Glück wieder überzeugen. Bevor wir uns die Handlung genauer ansehen, die mich beim zweiten Band am meisten gestört hat, möchte ich zuvor noch kurz auf den Schreibstil von Geneva Lee eingehen. Und was soll ich sagen, ihr Schreibstil gefiel mir bereits ab dem ersten Band! Er ist leicht, locker, flüssig und schnell, wodurch man gut durch das Buch gekommen ist. Außerdem haben wir hier relativ kurze Kapitel, womit das Lesetempo ebenfalls beschleunigt wurde. Dieser konstant flüssige Schreibstil ist wirklich etwas, worüber sich jeder Leser freuen kann.

Kommen wir nun zu der Handlung. !VORSICHT! Es könnten hier Spoiler zu den drei Bänden enthalten sein! Nach wie vor steht Emma Southerly unter den Verdacht, Jameson Wests, Vater getötet zu haben. Nachdem es im zweiten Band nur um sexuelle Handlungen zwischen Jameson und Emma ging, findet man in diesem Band wieder zu der Handlung zurück. Und das wertet dieses Buch enorm auf! Besonders Emma versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist und nimmt die Zügel selbst in die Hand. Was sie jedoch entdeckt, zerstört ihre Welt. Ich möchte nicht zu viel verraten, vor allem nicht, wer nun der Mörder war, aber ich war wirklich geschockt. Prinzipiell war es vermutlich sehr offensichtlich, doch ich habe es bis zum Ende nicht vorausgesehen. Und da kommen wir auch an einen Punkt, den ich im zweiten Band kritisiert habe, der aber hier im dritten Band wieder Sinn macht. Im zweiten Band gab es einen neuen Handlungsstrang und zwar war Emmas verstorbene Schwester Becca nicht die Tochter von Emmas Vater. Emma wusste das zuvor nicht und dieses Vaterschaftsthema hing im zweiten Band viel in der Luft, wo ich aber keinen Sinn darin gesehen habe. Erst jetzt im dritten Band macht dieses Thema so viel Sinn! Denn es ist der Schlüssel zur Aufklärung des Mordes. Ich bewundere Geneva Lee wirklich sehr dafür, wie sie den Leser an der Nase herumgeführt hat. Wie ich bereits gesagt habe, hat das Ende mich wirklich geschockt, vor allem auch, weil ich in diesem Genre mit einem Happy End gerechnet habe – das war jedoch nicht wirklich der Fall, wodurch das Ende war sehr dunkel war.

Kommen wir nun zu unseren zwei Protagonisten Emma und Jameson. Im ersten Band habe ich darauf hingewiesen, dass Jameson als Mann und Freund sehr idealisiert dargestellt wird. Das ist hier im dritten Band nicht mehr der Fall, er hat deutlich mehr Fehler als am Anfang. Im zweiten Band habe ich kritisiert, dass es den beiden nur noch um Sex geht und Emma quasi schon hörig ist. Auch das wurde in diesem Band behoben. Emma wirkt wieder viel reflektierter und unabhängiger. Die Hauptcharaktere war insgesamt wieder sympathischer  und man hatte das Gefühl, wieder aktiv an der Handlung teilzunehmen, z.B. als Emmas beste Freundin. Was ich jedoch nach wie vor schade finde, ist, dass man nur Emmas Perspektive kennt. Ich habe mir an vielen Punkten einen tieferen Einblick in Jamesons Gedanken gewünscht, was jedoch nicht gegeben war.

Letztlich bin ich jetzt aber froh, aus der Welt von Emma, Jameson und Las Vegas aufzutauchen und etwas neues zu lesen. Man ist mit den beiden wirklich gewachsen, auch, wenn der zweite Teil wirklich schwach war. Dennoch denke ich, dass mir die beiden lange im Kopf bleiben werden.

Mein Blog: booksandlight.wordpress.com

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234 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

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Game of Passion

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734104824
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Allgemeines

Titel: Game of Passion

Autor/in: Geneva Lee

ISBN: 978-3-7341-0482-4

Verlag: Blanvalet

Genre: Erotik/ New Adult

Seitenzahl: 288

Preis: 9,99€

 

Klappentext

Viva Las Vegas! Verbotene Küsse, gefährliche Liebe und gestohlene Herzen – in der sündigsten Stadt der Welt …Nach den erschütternden Ereignissen der letzten Zeit erholt sich Emma Southerly vorübergehend bei ihrer Mutter in Palm Springs. Doch ihre Ruhe hat ein schnelles Ende, als plötzlich Jamie West, ihr Liebhaber und der Hauptverdächtige im Mordfall seines Vaters, mit mehr als schlechten Nachrichten vor der Tür steht: Auch Emma ist nun in den Fokus der Ermittlungen geraten. Emma und Jamie wissen, dass sich in ihrem engsten Kreis ein Mörder befindet, und nur zusammen und mit der Kraft ihrer Liebe, wird es ihnen gelingen, den wahren Täter zu enttarnen…

 

Meine Gedanken zum Buch

Nachdem mir der erste Band der Love-Vegas-Saga so gut gefallen hat, hatte ich schon höhere Erwartungen an den zweiten Band „Game of Passion“. Im Vorfeld habe ich jedoch von vielen gehört, die das Buch gar nicht gut gefunden haben und tatsächlich reihe ich mich da mit ein. Dieses Buch würde von mir 2-2,5  Sterne bekommen. Im folgenden werde ich nun näher darauf eingehen, wieso das der Fall ist.

Beginnen wir aber erstmal mit einem positiven Aspekt und das ist vor allem der Schreibstil von Geneva Lee, den ich bereits beim ersten Band sehr gelobt habe. Er ist locker, leicht und besonders gut zu lesen. Obwohl das Buch an einigen Stellen ziemlich langatmig war, kam man schnell voran, aufgrund des Schreibstils.

Kommen wir nun zu der Handlung, die ich am meisten kritisieren würde. !VORSICHT! Dieser Teil könnte SPOILER enthalten! Der Plot dieser Saga umfasst einen Mord, der  in jener Nacht geschehen ist, in der sich unsere Protagonisten Jameson West und Emma Southerly zum ersten Mal begegnen. Jameson gerät unter Verdacht und dennoch verlieben sich die beiden ineinander. Diese Liebe gleicht der von Romeo und Julia, denn die beiden Familien Southerly und West verachten einander. Der Plot hatte im ersten Teil Spannung, etwas Thrill, Erotik und Romantik – was im zweiten Band absolut verloren gegangen ist. Der Plot wurde kaum mehr beachtet, es kamen neue Handlungsstränge dazu, wo man dachte, wieso das auch noch dazukommt (?) Diese Handlungsstränge blieben dann häufig in der Luft hängen und waren für mich nur weitere Klischees und die gibt es in diesem Band reichlich. Ich habe bereits beim zweiten Band gesagt, dass dieser an einigen Ecken idealisiert und klischeehaft ist, aber „Game of Passion“ bestand gefühlt nur daraus.

Was mich aber am meisten an der Handlung gestört hat, war der Sex. Ich meine, mir war klar, dass es hier viele sexuelle Handlungen geben wird. Allerdings wird in diesem zweiten Band Sex zur Lösung aller Probleme. Ihr habt euch einen Monat nicht gesehen und habt euch nicht wirklich um den anderen gekümmert? Sex löst das. Ihr habt wichtige Informationen zu dem Mord? Egal, Sex ist wichtiger. Du wirst unter Tatverdacht gestellt? Auch egal, Sex ist erstmal wichtiger. Gerade was unsere Protagonisten Emma angeht, finde ich das einfach nur schade. Im ersten Band habe ich sie als intelligente und reflektierte junge Frau kennengelernt. Im zweiten Band ist sie Jameson fast schon hörig. Selbst nach einem traumatischen Erlebnis, wo sie beinahe vergewaltigt wurde, löst Sex das Problem. Da frage ich mich, ob Themen, wie Vergewaltigungen hier romantisiert werden. Das geht natürlich gar nicht! Dadurch wurden mir die Charaktere eher unsympathisch, wo man sich im ersten Band noch wie die beste Freundin von Emma gefühlt hat. Die Nähe war jedoch überhaupt nicht mehr gegeben.

Erst zum Ende hin wurde der Plot wieder verfolgt und die Geschichte näherte sich langsam wieder dem Niveau des ersten Bandes an. Das Ende besitzt einen Cliffhanger, der mich jedoch nicht catchen konnte. 

Mein Blog: booksandlight.wordpress.com

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413 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

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Game of Hearts

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.12.2017
ISBN 9783734104831
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Allgemeines

Titel: Game of Hearts

Autor/in: Geneva Lee

ISBN: 978-3-7341-0483-1

Verlag: Blanvalet

Genre: New Adult/ Erotik

Seitenzahl: 288

Preis: 9,99€

 

Klappentext

Viva Las Vegas! Verbotene Küsse, gefährliche Liebe und gestohlene Herzen – in der sündigsten Stadt der Welt… Als Emma Southerly auf einer exklusiven Party, auf der sie eigentlich weder sein will noch erwünscht ist, den attraktiven, geheimnisvollen Jamie trifft, klopft ihr Herz vom ersten Augenblick an einen Takt schneller. Wer ist dieser Mann mit dem raubtierhaften Charme, und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen? Trotz aller Bedenken verbringt sie eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, die sie so schnell nicht vergessen wird – auch, weil es am nächsten Morgen in Las Vegas nur ein Thema gibt: Eine Leiche wurde gefunden – und Jamie ist der Hauptverdächtige. Aber er war doch die ganze Nacht bei ihr, oder etwa nicht?

 

Meine Gedanken zum Buch

Eine Liebe, wie die von Romeo und Julia. Die Wests und die Southerlys hassen sich, seitdem die Familienoberhäupter eine erbitterte Fehde führen und ausgerechnet deren Kinder verlieben sich ineinander. Zugegeben, zunächst wussten sie nicht, wer ihr jeweiliges Gegenüber war – das nimmt das Klischee etwas heraus. Es geschieht ein Mord, der ihre Leben noch enger zusammenführt, aber hat das alles einen Sinn? Können Jameson und Emma die Fehde ihrer Väter überwinden? Und wer hat den Mord verübt? Mit diesen Fragen müssen sich die beiden konfrontiert sehen, obwohl sie sich noch nicht so lange kennen und obwohl Jameson der Hauptverdächtigte in diesem Fall ist. Probleme kommen auf die beiden zu, die sie bewältigen müssen, aber zu diesem Zeitpunkt wirkt das alles noch sehr unrealistisch…

Und somit befinden wir uns in Las Vegas, der Stadt der Sünden und zwei jungen Erwachsenen, die gemeinsam eine schwere Zeit durchlaufen: Jameson West, 20 Jahre alt und Emma Southerly, 17/ 18 Jahre alt. Beide waren auf einer verhängnisvollen Party, nach der ein Leichnam gefunden wurde. Beide geraten in das Visier der Ermittlungen… Können sie sich gegenseitig vertrauen, obwohl sie sich eben erst kennengelernt haben? Geneva Lee hat mit „Game of Hearts“ wirklich einen typischen Liebesroman mit Erotik, Gefühlen und Drama erschaffen, den ich sehr gerne gelesen habe. Kommen wir aber nach der Inhaltszusammenfassung zu Lees Schreibstil.

Ich habe bei diesem Buch etwas leichtes erwartet, etwas das einen selbst unterhält. Lee hat das perfekt umgesetzt, vor allem durch ihren lockeren und leichten, wie auch flüssigen und flotten Schreibstil. So konnte man direkt in die Geschichte eintauchen, ohne lange Startschwierigkeiten zu haben. Die kurzen Kapitel haben stets dazu beigetragen, die Lesemotivation beizubehalten. Und wenn wir gerade dabei sind, muss ich noch erwähnen, dass die Kapitelabschnitte wundervoll gestaltet sind. Ich möchte nicht mehr verraten, riskiert doch selbst mal einen Blick hinein.

Auch die zwei unglaublich sympathischen Protagonisten helfen dabei, direkt in Las Vegas und ihr Leben einzutauchen. Emma Southerly hat in ihrem jungen Leben bereits viel negatives erlebt und ist eine Außenseiterin. Wohl auch deshalb, weil sie nicht „reich genug“ für ihre Mitmenschen ist. Jameson West hingegen ist reicher als reich und zeigt das auch offen. Er ist schön, arrogant und der Traum jedes Mädchens. Doch der Schein trügt, denn hinter seiner Fassade stecken ebenfalls tiefere Gefühle und Gedanken. Hierbei muss ich aber direkt drei Dinge ansprechen. Zum einen sollte einem bewusst sein, dass Jameson als Mann und Freund hier sehr idealisiert wird. Solche Jungs findet man in der Regel im echten Leben nicht. Zum anderen deutet Geneva Lee hier immer wieder ein tieferes Seelenleben der beiden an, dennoch bleibt sie diesbezüglich sehr oberflächlich und ihre Charaktere machen hauptsächlich Andeutungen dazu, was sie betrifft. Das finde ich zwar schade, denn das hätte das Buch nur weiter positiv ergänzt, aber ich erwarte bei einem Buch nicht unbedingt Tiefe, sondern viel Unterhaltung und die hatte ich definitiv. Als letztes muss ich noch sagen, dass ich mir die Perspektive von Jameson gewünscht hätte! Er ist häufig in Gedanken und ich hätte gerne gesehen, was dies für Gedanken waren. Jedoch sehen wir hier nur aus Emmas Augen und das finde ich an einigen Stellen zu wenig.

Wenn wir weiterhin bei der Unterhaltung bleiben, so muss ich sagen, dass wir hier natürlich den Plot um den Mord, Jameson und Emma haben, aber wir bleiben in der Story lange stehen und dürfen dabei sein, wie Emma und Jameson sich immer besser kennenlernen. Dadurch, dass die beiden so sympathisch sind, finde ich diesen Umstand absolut nicht langweilig oder nervig – im Gegenteil, man fühlt sich vielmehr, wie die beste Freundin von Emma. Trotz dessen hat mich die Spannung in diesem Buch mehrfach überrascht! Ich habe so häufig mit ihnen mitgefiebert, was ich anfangs nicht gedacht hätte.

Das Ende war für mich überraschend und vor allem schnell, sodass ich das ganze gar nicht wirklich verarbeiten konnte. Vor allem war es nicht voraussehend! Es ist ein ziemlicher Cliffhanger und deshalb bin ich froh, dass ich den zweiten Band „Game of Passion“ bereits hier bei mir Zuhause habe! Ich MUSS wissen, was passiert ist. Letztlich kann ich sagen, dass ich super viel Freude am Lesen hatte. Es ist erfrischend und jugendlich und man fiebert einfach mit. Trotz einiger kleiner Kritikpunkte würde ich dem Buch vier Sterne geben und bin nun wirklich gespannt, wie es mit Jameson und vor allem mit Emma weitergeht – ich halte euch auf dem Laufenden!

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609 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Der Todeskünstler

Cody McFadyen , Axel Merz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 19.04.2013
ISBN 9783404169375
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Allgemeines

Titel: Der Todeskünstler

Autor/in: Cody McFadyen

ISBN: 978-3-404-16273-4

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Thriller

Seitenzahl: 560

Preis: 10,90€

 

Klappentext

Das Grauen ist hier…
Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Tür öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper – geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihr kommen…

 

Meine Gedanken zum Buch

Ihr Lieben, was soll ich sagen? Mir war bereits nach „Die Blutlinie“ klar, dass Cody McFadyen in den Olymp meiner liebsten Autoren aufsteigen wird. Aber mit „Der Todeskünstler“ hat er mir nochmal ganz klar bewiesen, dass er in diesen Olymp hingehört. Dieses Buch gehört zu den besten Thrillern, die ich je gelesen habe und wieso das so ist, könnt ihr jetzt erfahren…

Sarah ist ein junges Mädchen von 16 Jahren, welches bereits viel zu viel mitgemacht hat. Im Alter von 6 Jahren begann der Horror, der ihr ganzen Leben bestimmen sollte: Jemand, den sie den „Künstler“ nennt, hat ihre Eltern brutal ermordet. Daraufhin wuchs sie in Heimen und bei Pflegeeltern auf, ihr Leben war bestimmt von Gewalt und Missbrauch. Doch es gab auch Momente der Liebe und der Geborgenheit… doch genau darauf hat der Künstler gewartet. Denn sein Ziel ist es, Sarah alles zu nehmen was sie liebt und jeden zu nehmen, der sie liebt. Nur eine kann ihr noch helfen: Smoky Barrett. Und die Sachen, die dabei an den Tag kommen, erinnern Smoky nicht nur an den Verlust ihrer eigenen Familie, sondern es zieht sie in eine Spirale der Dunkelheit – das was Sarah ihr Leben nennt.

Ich möchte in dieser Rezension zunächst auf den Inhalt eingehen, denn jener hat mich bis ins Mark erschüttert und das, obwohl ich hauptsächlich nur Thriller lese. McFadyen beginnt in diesem Thriller sehr ruhig: Man wird erneut in die Charaktere und deren aktuelle Lebenssituation eingeführt. Besonderes Augenmerkmal liegt dabei auf Bonnie, Smokys Adoptivtochter und auf Smoky selbst. Beide verloren ihre Familie und versuchen nun zusammen ihr Leben neu zu strukturieren. Alles wirkte, wie eine heilere Welt – etwas ungewöhnlich für McFadyen. Aber nur kurze Zeit begann der Horror, der den Leser auf die Probe stellen soll. Smoky wird zu dem Haus von Sarahs Adoptiveltern gerufen, die brutal ermordet worden. Dieser Mord war zwar brutal, aber wer vorab „Die Blutlinie“ gelesen hat, ist etwas abgeschreckt und so habe ich nicht viel dabei empfunden. Sodass ich tatsächlich erst gedacht habe, dass mir dieses Buch vielleicht weniger gefallen könnte. Ich habe ABSOLUT FALSCH gedacht.

Von den zunächst etwas ruhigeren Szenen kommt der Leser nun also in ein Verwirrspiel, das beinahe nicht lösbar zu sein schien. Auch hier spielt Smokys Team um Alan, Callie und James wieder eine große Rolle. Wie ich bereits bei „Die Blutlinie“ erwähnt habe, hat man das Gefühl, man sei selbst ein Teil des Teams und man kann die Ermittlungen hautnah mitverfolgen. So wurde dieses Verwirrspiel und die Ermittlungsarbeiten darum nie langweilig. Und trotz vieler Erkenntnisse zu diesem Täter, habe ich bis zum Ende nicht gewusst, wer der Täter war. Natürlich hatte ich einige Ideen, wobei eine tatsächlich zugetroffen hat, aber McFadyen wirft so viele Möglichkeiten mit hinein, dass man sich nie sicher sein kann, wer es nun wirklich ist. Vorhersehbar? Auf keinen Fall!

Smokys Ermittlungen treten etwas auf der Stelle, doch Sarah hat ein Tagebuch geschrieben, dass viele Erkenntnisse liefern wird. Auch hier muss ich nochmals auf „Die Blutlinie“ zurückkommen. Denn hier habe ich vor allem die extreme körperliche Gewalt angesprochen. Hier ist das weniger der Fall, doch was wir in „Der Todeskünstler“ haben ist vor allem eine enorme emotionale Brutalität, die mich erschüttert hat. Sarah beschreibt ihr glückliches Leben mit ihrer Familie, um später dann zu erläutern, wie ihr Leben von Grund auf zerstört wurde. Der Leser liest dieses Tagebuch nicht aus Smokys Sicht, sondern wirklich als Tagebuch. Und mich hat das so ergriffen, dass die ein oder andere Träne geflossen ist. Ich hatte noch nie ein Buch in der Hand, wo ich wirklich Angst hatte, die Seiten umzuschlagen, weil ich nicht wusste, ob ich wieder so erschüttert wurde.

Ich finde es absolut beeindruckend zu sehen, was ein Buch alles in einem auslösen, was es bewirken kann. Ich war einfach nur noch aufgewühlt. Deshalb muss ich ganz klar sagen, dass Thriller-Anfänger nicht unbedingt zu einem McFadyen greifen sollten. !Trigger-Warnung! Auch sollten Personen dieses Buch nicht lesen, wenn sie von sexuellen Missbrauch, Gewalt, Depressionen oder Suizid betroffen waren oder sind. Das sind alles empfindliche Themen, die hier mehr als deutlich beschrieben werden.

Alles in allem war dieses Buch furchtbar gut. Furchtbar durch diese Geschichte, die von emotionaler Brutalität nur so strotze. Gut, aufgrund des flüssigen, schnellen Schreibstils, der extremen Spannung, den puren Emotionen und den wundervollen Ende, das ich wirklich als Happy-End bezeichnen würde und mich letztlich sehr glücklich gemacht und das Buch abgerundet hat.

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173 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Racheopfer

Ethan Cross
E-Buch Text: 94 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.10.2013
ISBN 9783838747163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext

Francis Ackerman jr. blickte dem Wolf in die Augen. Er empfand eine merkwürdige Verwandtschaft zu dem Tier. Sie beide waren in eine Welt geboren, in der es ihnen bestimmt war, die Bösen zu sein, und keiner von ihnen konnte etwas dagegen tun. Keiner konnte sein Wesen ändern. Es war bedeutungslos, ob Ackerman mehr sein wollte, als er war. Die Welt hatte ihm seine Rolle zugewiesen, und die Menschen hatten bestimmte Erwartungen an ihn. Nun denn: Er würde den Zuschauern geben, wonach sie verlangten.

Meine Gedanken zum Buch

In der Regel fange ich meine Rezensionen mit dem Schreibstil der Autoren an, heute gehe ich zunächst auf die inhaltliche Ebene eine, da der Klappentext euch auch nicht so viel verraten hat und ich es so erstmal etwas verständlicher machen möchte.

Als ich das Buch erhalten habe, dachte ich, dass es hier hauptsächlich um Francis geht, da es ja seine Vorgeschichte sein soll. Dabei dachte ich zunächst an zwei Szenarien. (Vorsicht! Das könnten Spoiler zum ersten Band der Shepherd-Reihe sein!) Zum einen habe ich gedacht, dass dieses Buch vielleicht bei Francis Jugend beginnt, wo er von seinem Vater Francis Ackerman Sr. gefangen gehalten und gefoltert wurde, da dieser beweisen wollte, dass man Serienmörder selbst herstellen kann. Zum anderen hätte ich gedacht, dass diese Vorgeschichte in der Zeit beginnt, wo Francis in einem Hochsicherheitsgefängnis untergebracht wurde. Denn in „Ich bin die Nacht“ ist er kurz vorher daraus ausgebrochen. Nichts davon ist jedoch der Fall. Deshalb würde ich vorab nicht von Francis‘ Vorgeschichte sprechen, sondern von einer Episode aus seinem Leben. Hier geht es nämlich nicht nur um Francis, hier geht es vor allem um eine Frau namens Jennifer, die Rache an Francis verüben will. Sie arbeitet in einer psychiatrischen Anstalt, wo man versucht, Serientäter zu rehabilitieren. Das nutzt sie als Vorwand, um Francis in die Klinik zu bekommen. Sie hat jedoch nicht mit dem Genie von Francis gerechnet und verursacht mit ihrem Vorhaben eine riesige Katastrophe. Auf Grund dieser Geschichte ist es für mich eben nur eine Episode aus seinem Leben, was mich aber nicht gestört hat. Das lag vor allem daran, da Francis hier sehr authentisch dargestellt wurde und er mir in keinem Moment gefehlt hat. Durch die konstruierte Geschichte wurde es nie langweilig und die Spannung war konstant da. Obwohl man ja durch die Bände der Shepherd-Reihe weiß, dass Francis da unbeschadet rauskommen muss, hatte man häufiger Zweifel daran und ich in meinem Fall Angst, dass Francis etwas zustößt. Das schafft nur Ethan Cross!

Viele Leser waren erschrocken, dass dieser Thriller nur 160 Seiten hat. Das kann ich verstehen, aber ich kann jedem nur versichern, dass es der Geschichte an nichts gemangelt hat. Es wirkte überhaupt nicht abgespeckt, sondern vielmehr so, als würde ich ein Buch von 400 Seiten lesen. Das soll nicht heißen, dass es total langatmig war, weil es das definitiv nicht war, sondern, dass die Geschichte von vorne bis hinten extrem gut durchdacht war und eben nichts fehlte.

Kommen wir nun nochmal kurz zu dem Schreibstil von Ethan Cross. Ethan Cross ist für mich der König des rasanten Schreibstils. Kurze Kapitel, flüssiger Stil und konstante Spannung beschleunigen die Handlung mühelos.

Für mich als großer Fan von Ethan Cross war es ein großes Vergnügen dieses Buch zu lesen. Deshalb kann ich es jedem von euch nur ans Herz legen, wenn ihr Ethan Cross und seine Bücher genauso liebt, wie ich. Aber jetzt bedeutet es warten. Der 6. Band der Shepherd-Reihe „Ich bin die Rache“ ist zwar bereits angekündigt, aber wir müssen uns leider noch bis zu dem 28.02.2019 gedulden. Hoffentlich vergeht die Zeit bis dahin schnell!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Blutschatten: Der erste Fall für Sunday Night

Kathy Reichs
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Karl Blessing Verlag, 05.03.2018
ISBN 9783641225261
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext

Kann eine Frau mit einer gefährlichen Vergangenheit ein Mädchen ohne Zukunft retten? Sunday Night ist eine Frau mit körperlichen Narben, seelischen Wunden – und Killerinstinkt. Jahrelang lief sie vor ihrer Vergangenheit davon und suchte sich ein Leben, in dem sie niemanden brauchte und nichts spürte. Als ein Mädchen im Chaos einer Bombenexplosion verschwindet, bittet dessen Familie Sunday um Hilfe. Und Sundays Gerechtigkeitssinn und Rachedurst werden geweckt. Ist das Mädchen tot? Hat sie jemand entführt? Falls sie noch lebt, warum kann die Polizei sie nicht aufspüren? Wenn Sunday zurück ins Leben und das verschwundene Mädchen finden will, muss sie sich jetzt endlich ihren eigenen Dämonen stellen.

 

Meine Gedanken zum Buch

Ein Bombenanschlag, ein vermisstes Mädchen und eine zerbrochene Frau, die die Einzige zu sein scheint, die das Mädchen retten kann. Sunday Night ist keine gewöhnliche Frau, sie wird von ihrer Vergangenheit verfolgt und versucht erfolglos davor zu fliehen. Als sie den Auftrag bekommt, die verschwundene Stella Bright zu suchen, zieht sie der Fall sofort an. Das liegt auch an den ähnlichen Lebensgeschichten der beiden, diese Lebensgeschichten sind mit einem Wort gut zu beschreiben: Fanatismus. Gelingt es Sunday ihre Dämonen zu bekämpfen? Kann sie Stella finden und retten?

Ihr Lieben, wie ihr schon am Klappentext oder an meiner Kurzbeschreibung sehen könnt, scheint das Buch zunächst eine absolute Spannungsbombe zu sein. Aber nicht nur deshalb hatte ich große Erwartungen an dieses Buch, sondern auch dadurch, dass Kathy Reichs die Autorin ist. Gerade durch ihre Temperance Brennan-Reihe ist sie weltbekannt geworden; wer ihre Buchreihe nicht kennt, wird aber vermutlich die Serie „Bones“ kennen, die auf den Büchern basiert. Ich bin ein riesiger Bones-Fan, deshalb hatte ich hohe Erwartungen an Kathy Reichs, die sie aber leider nicht erfüllen konnte. Wieso das so ist, werde ich euch nun im folgenden genauer erläutern.

Kommen wir zunächst zu der Geschichte an sich. Denn sie hatte prinzipiell viel potential gehabt, da ich einer solchen Geschichte in einem Thriller noch nicht begegnet bin. Ich möchte dazu eigentlich nicht viele Worte verlieren, denn das wäre ein zu großer Spoiler. Jedoch haben zwei Punkte besonders stark gestört, die die Story insgesamt beeinträchtigt haben. Zum einem ist es das Detailreichtum. Details sind gut, aber manchmal hatte man ellenlange Beschreibungen von stundenlangen Observierungen, Straßen, Restaurant und Mahlzeiten. Das hat die Spannung enorm herausgenommen. Zum anderen hat mich der Schreibstil gestört. Ich kann das gar nicht genau benennen, aber er war sehr nüchtern und ich musste Sätze häufiger zweimal lesen. Mir kam es so vor, als ob Kathy Reichs die Privatermittlungen von Sunday besonders real aussehen lassen wollte. Vielleicht liegt das auch an Reichs eigenen Erfahrungen mit Ermittlungen, aber dadurch hatte man nirgends wirklich Spannung oder überhaupt Thrillelemente. Es gab auch eher nur wenige Überraschungsmomente.

Auch mit der Protagonistin Sunday bin ich nicht wirklich warm geworden. Zu Beginn des Buches dachte ich, dass sie vielleicht ähnliche Charakterzüge hat, wie Smoky Barrett aus der gleichnamigen Reihe von Cody McFadyen, da auch sie von ihrer Vergangenheit gezeichnet ist. Doch im Gegensatz zu Smoky ist Sunday sehr stur, aggressiv und nicht willig sich in irgendeiner Weise helfen zu lassen. Durch dieses Verhalten wurde auch, meiner Meinung nach, der Leser von ihr weggestoßen.

Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist, dass es eine zweite erzählende Perspektive gibt. Zunächst dachte ich, dass es sich dabei um Stella Bright handelt, das Mädchen, dass nach dem Bombenanschlag verschwunden ist. Doch es handelt sich nicht um sie und das war wirklich eine Überraschung für mich. Mehr möchte ich dazu aber auch nicht sagen, weil das ebenfalls zu viel Spoiler wäre. Das Ende der Geschichte hat sie zwar abgerundet, war aber ebenfalls keine wirkliche Überraschung für mich.

Alles in allem würde ich dem Buch drei Sterne geben. Drei, weil die Geschichte sehr originell ist, aber die Umsetzung leider gar nicht mein Fall war. Ich bin aber dennoch gespannt, wie und wann diese Reihe fortgesetzt wird und ob die nächsten Teile mich eher überraschen können.

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579 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

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One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv…

 

Meine Gedanken zum Buch

Jeder Mensch hat Geheimnisse, mal kleinere und mal größere. Doch wie weit geht ein Mensch, um ein solches Geheimnis zu verbergen, wenn es kurz davorsteht, aufgedeckt zu werden? Das ist die Situation mit denen sich vier Jugendliche auseinandersetzen müssen. Bronwyn, Cooper, Nate und Addy müssen nämlich mit ansehen, wie ihr Klassenkamerade Simon vor ihnen zusammenbricht und kurz darauf stirbt. Schnell wird klar, dass es sich um eine Intrige handeln muss, denn die Vier haben alle ein Geheimnis, dass sie gerade vor Simon schützen wollten, der eine Gossip-App entwickelt hat und dort jeden fertig macht. Die „Bayview Four“ geraten unter Mordverdacht und ein Spießrutenlauf beginnt.

Ihr Lieben, „One of us is lying“ ist das erste Jugendbuch, welches ich seit einer sehr langen Zeit gelesen habe und ich muss sagen, dass ich es absolut nicht bereue! Aber fangen wir erstmal mit dem Schreibstil von Karen M. McManus an. Wie bei diesem Genre zu erwarten war, ist dieser Schreibstil sehr flüssig, schnell und vor allem sehr jugendlich gehalten. Allerdings für Jugendliche zwischen 15-18 Jahren, da auch die Charaktere selbst schon so 17-18 Jahre alt sind. Durch diesen schönen Schreibstil wird eine typisch amerikanische High-School-Atmosphäre kreiert, wodurch man teilweise sogar selbst das Gefühl hatte, wieder in die Schule zu gehen.

Doch trotz diesem jugendlichen Flair verliert man hier nicht an Tiefe. Ich höre häufig, dass Jugendbücher öfters Probleme mit Oberflächlichkeiten haben. Hier ist das allerdings nicht der Fall: Von der Story bis zu den Charakteren hat man wirklich eine ausgeklügelten roten Pfaden, der an keiner Stelle langweilig wird. Gerade die vier Protagonisten wurden toll ausgearbeitet, die zu Beginn der Geschichte ganz unterschiedliche Personen waren und bis zum Ende hin wirklich toll zusammengewachsen sind und selbst an ihren persönlichen Problemen und Geheimnissen gewachsen sind. Man hat wirklich mit ihnen mitgefiebert und mitgefühlt, obwohl einige Geheimnisse und Probleme typisch Jugendliche waren. Wobei andere wirklich wieder sehr gravierende Folgen hatten. Man hat einfach gehofft, dass keiner von ihnen diesen Mord begangen hat, weil man sie so lieb gewonnen hat. Gerade durch die vier Perspektiven, deren Tagesabläufe teilweise überlappen, wird die Geschichte vielfältiger, dimensionaler und definitiv nie langweilig.

Was mir besonders aufgefallen ist, dass man in dieser Story unglaublich schnell zum Punkt kommt, aber ohne, dass es wirklich stört. So ist z.B. Simon schon in den ersten Seiten verstorben, was ich nicht erwartet habe. Es wäre eher hinderlich gewesen es länger als notwendig hinauszuzögern und so geht die Autorin im ganzen Buch vor. Letztlich ist die Story wirklich mal etwas anderes, was ich in diesem Genre nicht erwartet habe – das sage ich vor allem wegen diesem schockierenden Ende! Damit rechnet der Leser in keiner Sekunde, insgesamt war dieses Buch überhaupt nicht vorhersehbar.

Am Ende kann ich sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin von diesem Buch und kann den Hype darum absolut verstehen, weil es ein wirklich schönes Buch ist. Gerade dieses High-School-Feeling hat mir besonders gefallen, welches mich an einigen Stellen z.B. an „13 Reasons Why“ erinnert hat. Auch dort hatte man dieses starke Feeling wieder in der Schule zu sein und wieder ein Jugendlicher zu sein, mit Geheimnissen und Problemen. Deshalb kann ich euch das Buch wirklich nur empfehlen!

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731 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Die Blutlinie

Cody McFadyen , Axel Merz
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 19.04.2013
ISBN 9783404169368
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext

Er bezeichnet sich selbst als Nachfahren von Jack the Ripper…
Nach dem Mord an einer Freundin folgt FBI-Agentin Smoky Barrett der Fährte des Killers. Doch die Spuren, die der eiskalte Serienmörder hinterlässt, sind so blutig, dass ihr ganzes Können gefragt ist. Die Zeit arbeitet gegen sie, und mit jedem neuen Verbrechen gelangt Smoky zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mörder möchte sich einen Traum erfüllen – ein Traum, der für viele zum Albtraum werden könnte…

 

Meine Gedanken zum Buch

Sie verlor ihre gesamte Familie, ihren Mann und ihre kleine Tochter, beinahe hat sie auch sich selbst verloren. Sie ist eine intelligente, toughe Karrierefrau und vermutlich die Beste in ihrem Beruf beim FBI, genauer gesagt in der Abteilung, die sich mit Kindesentführungen und Serienmorden befasst. Ihr Name ist Smoky Barrett und ihr Leben bricht zusammen, bis ein Mord geschieht, der sie persönlich betrifft. Grausam, brutal und mit einer direkten Nachricht an Smoky. Ihr bleibt gar nichts anderes übrig, als zurückzukehren, zurück in ihren Job, zurück zu ihrem Team und Freunden. All das, um einen brutalen Serienmörder zu kriegen, der sich selbst Jack Junior nennt, welcher angeblich ein direkter Nachfahre von Jack the Ripper sein soll. Smoky ahnt nicht, was er alles für sie geplant hat und welche Verbindung es zu ihrer eigenen persönlichen Tragödie gibt.

Ihr Lieben, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was dieser Thriller für ein grandioses Meisterwerk ist! Aber fangen wir von vorne an und schauen uns die Bestandteile einzeln an. Betrachten wir zunächst den sagenhaften Schreibstil von Cody McFadyen. Sein Schreibstil ist flüssig und schnell. Er ist nicht zu schwer, aber auch nicht zu einfach –  McFadyen findet den perfekten Mittelweg. Außerdem, und das finde ich besonders gut, ist sein Schreibstil durchweg spannungsgeladen. Manchmal geht alles so schnell und man hat das Gefühl nicht mehr atmen zu können, so dass sich der Puls beschleunigt und an manchen Stellen zögert McFadyen die Geschichte hinaus –  er lässt den Leser bewusst zappeln und schwitzen, um darauffolgend mit einem mächtigen Page Turner um die Ecke zu kommen. Wenn man viele Thriller liest, so kennt man viele der Motive, die Autoren nutzen, genauso wie die Vorgehensweise, sodass man Dinge häufig vorhersehen kann. McFadyen ist ein Künstler des Ratespiels und des Unvorhersehbaren, ich hatte bis zum Ende hin nicht einmal das Gefühl, ich wüsste, was kommen könnte. Die Handlungsstränge laufen zwar am Ende mühelos zusammen, doch lässt sich McFadyen vorher nicht in die Karten schauen. Ich und Angelina hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass uns langweilig wird oder das sie Geschichte sich irgendwo zieht. Allein schon dadurch hat dieses Buch den Titel „Thriller“ verdient.

Betrachten wir nun die Charaktere, so sind die alle sehr intensiv ausgearbeitet. Allen voran Smoky, die eine schreckliche Tragödie erlitten hat, dadurch Narben auf ihrer Haut trägt und ein seelisches Trauma belastet. Dennoch ist sie stark und wild entschlossen, wie auch liebend und fürsorglich. Sie ist dem Leser ungemein ans Herz gewachsen und man hat von der ersten Sekunde an mit ihr gefiebert und gelitten. Smoky arbeitet beim FBI und ist dort die Leiterin des CASMIRC. Ihr Team besteht aus Alan, Callie, James und Leo – die man einfach lieben muss. Auch sie haben alle einen fantastisch ausgearbeiteten Background und man fühlt sich ihnen direkt Verbunden. Während der Ermittlungen hat man das Gefühl, als sei man ein Teil des Teams und würde mit ihnen zusammen an dem Fall arbeiten. Es ist mehr als ein Team, es ist eine Familie! Was mir außerdem sehr gut gefallen hat war die Tatsache, dass niemand in dem Team, wie ein Übermensch wirkte. Sie sind alle intelligent und erfolgreich, doch sie sind auch enorm verletzlich.

Aber wem folgen sie eigentlich? Sie folgen einem Mann, der sich selbst Jack Junior nennt, der denkt, er wäre ein Nachfahre von Jack the Ripper – einen Serienmörder des 19. Jahrhunderts. Er will gejagt werden und dafür hat er sich das beste Team herausgesucht: Smokys Team. Er geht dabei brutal vor und foltert, vergewaltigt und tötet seine Opfer. Ich muss euch sagen: Das ist nichts für schwache Nerven! Denn McFadyen wird dabei extrem grafisch und man kann gar nicht anders, als sich die Szene vorzustellen. Ich musste wirklich häufig schlucken und musste ebenso häufig darüber grübeln, weil es mich nicht losgelassen hat. Meine Empfehlung: Lest das Buch nur am Tag, danach ins Bett zu gehen ist unmöglich.

Wie ich bereits erwähnt habe, wusste man, z.B. durch die vielen Page Turner, bis zum Ende nicht, wer der Täter sein könnte. Umso mehr war das Ende ein gigantischer Knall und hat das Buch perfekt abgerundet.

Wie ihr merkt, habe ich keine einzige Kritik an diesem Buch! Ich kann zurecht sagen, dass es ein absolutes Jahreshighlight ist und wer es noch nicht kennt, sollte es UNBEDINGT lesen!!! Fünf Sterne sind für dieses Buch noch viel zu wenig und ich bin wirklich gespannt, wie es mit Smoky und dem Team weitergehen wird. Aber darüber werde ich euch auch auf dem Laufenden halten!

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Schneefall & Ein ganz normaler Tag

Simon Beckett , Andree Hesse , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290725
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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You will pay - Tödliche Botschaft

Lisa Jackson , Kristina Lake-Zapp
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur, 12.01.2018
ISBN 9783426654286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext

Camp Horseshoe, Oregon: Vor zwanzig Jahren arbeitete eine Gruppe von Jugendlichen als Betreuer in einem Ferienlager. Nachts, wenn ihre Schützlinge im Bett lagen, schlichen sie sich aus ihren Hütten, hatten Sex, feierten wilde Partys mit Alkohol und Drogen, spannen Intrigen – bis etwas gründlich schief ging und zwei von ihnen spurlos verschwanden. Die polizeilichen Ermittlungen dazu liefen ins Leere, die Akte wurde geschlossen. Heute, zwei Jahrzehnte später, tauchen Knochen auf dem Grundstück des Feriencamps auf. Detective Lucas Dalton, einer der damaligen Betreuer, möchte den Fall erneut aufrollen. Zunächst will keiner der ehemaligen Betreuer aussagen. Doch dann erhalten sie einer nach dem anderen ein grausiges Foto mit der unheilvollen Botschaft „You will pay“ – „Strafe muss sein“. Und bald darauf geschieht ein Mord…

Meine Gedanken zum Buch

Du bist jung, feierst wilde Partys, erforschst das andere Geschlecht und das alles innerhalb eines christlichen Sommerlagers, dem Camp Horseshoe. Doch in dem Camp geschehen merkwürdige Dinge… drei Leute verschwinden, ein verurteilter Mörder konnte ganz in der Nähe des Camps flüchten und zwanzig Jahre später findet man menschliche Überreste. Aus einem wilden Teenietraum wird ein fürchterliches Erlebnis und wie es dazu gekommen ist, bzw. wie die ehemaligen Betreuer/innen auf diesen Fund reagieren, wird in diesem Thriller zum Thema. Es gilt mehrere dunkle Geheimnisse zu lüften, innerhalb eines großen Verwirrspiels.

Dieser Thriller war mein erster von Lisa Jackson, einer Autorin, die für ihre grandiosen Thriller bekannt ist. Und ich muss sagen: Sie hat mich definitiv nicht enttäuscht! Ich muss aber zugeben, dass dieses Buch gewöhnungsbedürftig ist, aber dazu gleich mehr. Kommen wir erstmal zu dem Schreibstil. Aktuell erwische ich häufig Autoren, die einen flüssigen, flotten und leichten Schreibstil an den Tag bringen, so auch hier, was das Lesen sehr angenehm gestaltet hat. Lisa Jackson hat innerhalb dieses Buches aber auch gezeigt, dass sie das Tempo enorm anziehen kann, vor allem gegen Mitte und Ende. In vielen Thrillern erlebe ich es häufig, dass sich die Autoren entweder keine Zeit für die Geschichte nehmen oder zu viel. Jackson findet hier die richtige Mischung. Wir sind hier in einem Camp von vor zwanzig Jahren, wo sich viel ereignet hat, was der Leser verstehen muss, um die aktuelle Situation der Protagonisten, wie auch die polizeilichen Ermittlungen zu verstehen. Die Autorin nimmt sich die Zeit dafür, aber ohne, dass es langweilig wird. Das liegt vermutlich auch an den vielen Perspektiven, wodurch der Leser mehrere kleinere Geheimnisse aufdecken kann und es so nie langweilig wird.

Die vielen Perspektiven haben mich zu Beginn des Buches irritiert, weil ich noch nie so vielen begegnet bin. Es müssten ca. 12 Perspektiven sein, die sowohl die Geschehnisse von vor zwanzig Jahren im Camp beschreiben, als auch die derzeitige Situation, nachdem man vermutlich einen der damalig vermissten Personen gefunden hat. Aber umso weiter man gelesen hat, desto weniger hat es gestört. Wie ich bereits gesagt habe, war das Buch dadurch sehr abwechslungsreich. Was in dem Bezug auch sehr großartig von Lisa Jackson gefunden habe, war, dass es zwar viele Charaktere gab, aber diese nicht oberflächlich ausgearbeitet wurden. Im Gegenteil, der Leser gewann ein sehr genaues Bild der verschiedenen Charaktere und über deren Motive. Ich finde, dass das eine beträchtliche Leistung ist!

Bis zur Mitte und dem Ende des Buches ist dieser Thriller etwas ruhiger. Aber auch das war nicht weiter störend, da die Autorin an einigen Stellen sehr gut platzierte Horrorelemente eingebaut hat. Es war wirklich gruselig und hat mich an manchen Situationen an Filme, wie „The Ring“ erinnert.

Wenn man etwas an dem Buch bemängeln möchte, dann ist es vermutlich folgendes: Trotz der vielen Geheimnisse und des großen Verwirrspiels waren einige Dinge vorhersehbar, gerade was das Schicksal der vermissten Personen angeht. Dies war aber nicht von Anfang an so und hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt. Mich persönlich hat es nicht gestört, da es genug kleinere Page Turner gab, die mich staunen ließen. Eben besonders zum Ende hin gab es einige Momente, wo ich definitiv nicht mit diesen Ausgängen gerechnet habe. Am Ende laufen dann alle Handlungsstränge mühelos zusammen und das Verwirrspiel wird, teilweise sehr grausam, aufgelöst. Ich persönlich finde, dass das Ende das gesamte Buch nochmal richtig schön abgerundet hat.

Wenn ich Sterne verteilen würde, dann wären es vermutlich 4,5 – 5 Sterne. Dieser Thriller ist vielleicht nicht so tiefsinnig, wie andere Thriller, doch trotzdem war es ein angenehmes Lesevergnügen mit einem sehr jugendlichen Flair. Und trotzdem ist die Geschichte brutal und gruselig zugleich. Eine sehr abgerundete Mischung, wie ich finde. Deshalb kann ich euch „You will pay“ von Lisa Jackson nur empfehlen!

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352 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

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Vicious Love

L. J. Shen , Patricia Woitynek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.04.2018
ISBN 9783736306868
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext
Emilia LeBlanc traut ihren Augen nicht, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder Baron „Vicious“ Spencer gegenübersteht. Vicious, der ihr das Leben einst zur Hölle gemacht hat. Vicious, der nie nett, immer furchtbar zu ihr war. Vicious, der sie ans andere Ende der USA und weg von ihrer Familie getrieben hat. Vicious, der einzige Mann, den sie je geliebt hat. Inzwischen ist er ein erfolgreicher Anwalt und leitet mit seinen drei besten Freunden ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. Emilia, die es kaum schafft, sich und ihre kranke Schwester über die Runden zu bringen, weiß, dass Vicious der letzte Mann ist, den sie jetzt in ihrem Leben gebrauchen kann. Und doch kann sie sich wie damals schon einfach nicht von ihm fernhalten.

 

Meine Gedanken zum Buch
Das Liebe und Hass selbst schon starke Gefühle sind, weiß vermutlich jeder von uns, aber was passiert, wenn diese Gefühle aufeinander treffen? Sich in einer Person vereinen? Wenn das Begehren größer wird, als der Hass… Mit dieser Situation sehen sich Emilia LeBlanc, eine einfache Frau und der reiche Baron „Vicious“ Spencer konfrontiert. Ihre Geschichte beginnt während ihrem letzten Jahr auf der All Saints Highschool, wo Emilias Eltern für die Eltern von Vicious arbeiten. Seit einem Gespräch, dass Emilia zwischen Vicious und seinem Stiefonkel belauscht hat, macht er ihr Leben zur Hölle… er geht sogar soweit, als das Emilia von Kalifornien nach New York zieht oder besser gesagt flüchtet. Bis sie sich eines Tages dort wiedersehen und die Vergangenheit beide Protagonisten einholt.

Ich muss sagen, dass ich dieses Buch wirklich großartig gefunden habe und ich schon lange keinen so großen Spaß mehr beim Lesen hatte. Das beginnt schon bei dem großartigen Schreibstil von L. J. Shen. Er ist flüssig und schnell und dabei gleichzeitig total entspannt, was aber die Spannung insgesamt nicht beeinflusst. Die Wortwahl ist nicht unnötig kompliziert und an manchen Stellen natürlich auch etwas vulgärer, was  aber in einem Erotikroman durchaus zu erwarten ist. Normalerweise mag ich in Bücher lange Kapitel überhaupt nicht. Hier haben wir relativ lange Kapitel, wo sich Vicious‘ und Emilias Perspektiven jeweils abwechseln, aber ich muss sagen, dass mir das zu keinen Moment aufgefallen ist. Als Leser hat man einfach durchweg mit den Protagonisten mitgefiebert, man wollte einfach, dass sie zueinander finden.

Dass die längeren Kapitel sich aber gar nicht so lang angefühlt haben, liegt vermutlich auch an der extrem hohen (sexuellen) Spannung innerhalb des Buches. Man merkt einfach durchweg die Anziehung zwischen Vicious und Emilia, sie ist förmlich greifbar. Und allein diese Tatsache macht dieses Buch so gelungen. Das Thema Sex war hier natürlich sehr offen angesprochen, auch mit einem, wie bereits angesprochen, vulgären Touch, der aber sehr gut herein gepasst hat (vor allem zu Vicious). Insgesamt hat sich dieses Thema aber nicht unangenehm angefühlt, weil es sehr elegant von der Autorin gelöst worden ist.

Da ich in der Regel Thriller lese, habe ich gerade in diesem Genre nicht wirklich mit einer tiefen Geschichte gerechnet und besonders deshalb wurde ich hier so überrascht. Positiv! Denn vor allem was Vicious angeht, bekommt der Leser hier eine sowohl interessante, als auch traurige und grausame Geschichte geboten, was das Buch insgesamt aber noch interessanter und spannender gemacht hat. Sodass man durchaus mit einer tieferen Geschichte und mit tieferen Emotionen rechnen kann.

Ich muss allerdings eingestehen, dass nicht alles logisch nachzuvollziehen ist. Damit meine ich besonders eine Stelle am Ende der Geschichte, wo die beiden unter einem Kirschbaum sitzen (ich möchte nicht zu viel verraten). Gerade in dieser Situation hätte ich mit einer anderen Reaktion von Emilia gerechnet. Allerdings muss ich sagen, dass solche Bücher sowieso eher für die Unterhaltung des Lesers gedacht sind. Und weiterhin sollte ich ergänzen, dass das Buch insgesamt so großartig war, dass man über solche kleinen, sagen wir mal „Logikfehler“, auch wenn das nicht das richtige Wort ist, hinwegsehen konnte.

Das Ende war wundervoll! Es war nicht vorhersehbar, weil innerhalb der Geschichte so viel auf dem Spiel stand, was dieses Ende hätte gefährden können. Ich finde aber es passt perfekt und es rundet das Buch ganz klar zu einem 5 Sterne Buch ab. Es hat alles, was ein gutes Buch haben sollte, Spannung, Tiefe, einen guten Schreibstil, Humor, Liebe und Romantik und Drama bzw. eine traurige Geschichte. „Vicious Love“ ist damit definitiv ein klares Highlight für mich und deshalb lege ich es euch auch nur absolut ans Herz. Ihr müsst es lesen!

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150 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Die Rivalin

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.12.2017
ISBN 9783442314096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext

Agatha, Ende dreißig, Aushilfskraft in einem Supermarkt und aus ärmlichen Verhältnissen, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle…

 

Meine Gedanken zum Buch

Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine von ihnen scheint das perfekte Leben zu führen: Sie hat Geld, einen erfolgreichen Mann und zwei entzückende Kinder. Das dritte Kind ist auch schon auf dem Weg. So gestaltet sich das Leben von Meghan. Die andere Frau lebt in ärmlicheren Verhältnissen, hat eine Kindheit, die von Missbrauch geprägt ist und ist auch schwanger. Sie heißt Agatha. Doch Agatha hat ein Geheimnis, das bald ganz London in Atem hält. Und was das mit Meghan zu tun hat, müsst ihr selbst herausfinden.

Tatsächlich ist „Die Rivalin“ von Michael Robotham die absolute Überraschung für mich in diesem Monat… Zunächst solltet ihr wissen, dass das Buch in zwei Abschnitte eingeteilt ist. Und zwar alles vor der Geburt von Meghans Kind und der zweite Teil behandelt alles nach der Geburt, denn es wird etwas geschehen, was Meghans Leben erschüttern wird. Doch warum war dieses Buch nun so eine Überraschung für mich? Ich hatte arge Probleme mit dem ersten Teil des Buches. Denn dieser Teil verkörpert absolut nichts, was ein Thriller verkörpern sollte. Es wirkte viel mehr, wie ein verzweifelter Hausfrauen-Erotik-Roman, der schlechten Sorte. Erst im Laufe der Zeit wurde mir bewusst, wie viel tatsächlich dahintersteckt und umso beeindruckender finde ich es jetzt! Der zweite Teil des Buches ist jedoch absolut gelungen und enorm spannend – aber vor allem dramatisch und total traurig. Denn hinter Agathas Fassade versteckt sich eine gebrochene Frau, die nichts mehr will, als ein Kind… all das was Meghan hat. Aber auch dieser Teil ist weniger ein Thriller, viel mehr würde ich das Buch als „Drama“ bezeichnen, dass ein Thema behandelt, was viele Frauen betrifft: Schwangerschaft, Verluste, Unfruchtbarkeit, Eheprobleme, usw. So sollte dem Leser bewusst sein, dass das hier kein typischer (Ermittler)Thriller ist, denn wir begleiten hier Agatha und Meghan durch ihr Leben.

So kommt es auch, dass dieses Buch in den zwei Perspektiven verfasst wurde, in die von Meghan und Agatha – die sich stetig abwechseln. Obwohl es wichtige Nebencharaktere, wie Meghans Mann Jack oder Agathas Freund Hayden gibt, finden sie selbst keinen Anklang bzw. kein eigenes Kapitel, was mir in einigen Situationen wirklich gefehlt hat. Man sieht quasi nur durch Agathas und Meghans Augen. Das wurde wiederum dadurch gut gemacht, als das Meghan und Agatha unglaublich interessante Personen sind, die wunderbar ausgearbeitet wurden.

Betrachtet man den Schreibstil, so ist mir aufgefallen, wie einfach er doch ist. Er ist nicht perfekt ausgearbeitet und so hat man vielmehr dieses alltägliche Gefühl, was hier vermittelt werden soll. Damit meine ich z.B., dass Wörter, wie „habe“ immer auf „hab“ gekürzt werden. Das kenne ich in der Regel so nicht, aber es hat eigentlich nicht gestört. Denn so war der Schreibstil leichter und schneller/ flüssiger zu lesen. Die kürzeren Kapitel haben dazu auch beigetragen.

Alles in allem muss ich wirklich sagen, dass dieses Buch sehr solide ist und mit einer Geschichte aufkommt, die in dem Genre eher selten behandelt wird. Zumindest habe ich das Thema „Schwangerschaft“ bisher nur wenig in Thrillern gesehen. Vor allem kann man als Leser auch mehr in die Psyche von Frauen hineinblicken, die es nicht schaffen, schwanger zu werden und was das aus ihnen machen kann. Somit haben wir auch einen kleinen Lerneffekt. Wie ich bereits gesagt habe, ist das Buch wirklich eine Überraschung und ich hätte anfangs nicht gedacht, dass ich es euch empfehlen kann. Der Anfang war zwar etwas schwieriger und manche Dinge in diesem Buch sind auch vorhersehbar, aber dennoch erhöhte sich die Spannung dann enorm. Und wer interessante Charaktere mag, wird sich in diesem Buch sehr wohlfühlen.

Mein Blog: https://booksandlight.wordpress.com/

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Die perfekte Gefährtin

Helen Fields , Frauke Meier
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404176199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext: 

Wie weit wird er gehen, um die perfekte Frau zu finden? In der Nähe von Edinburgh werden in einer abgebrannten Waldhütte die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Nur wenige Gewebespuren führen zu dem Schluss, dass es sich bei der Toten um die vor Tagen verschwundene Anwältin Elaine Buxton handelt. Detective Luc Callanach, der gerade erst seinen Dienst bei der Police Scotland angetreten hat, leitet die Ermittlungen. Doch er ahnt nicht, dass die echte Elaine Buxton noch lebt und in einem Keller gefangen gehalten wird — von einem Mann, der nur einen Wunsch hat: die Frau zu finden, die er in seine perfekte Gefährtin verwandeln kann. Wird Callanach das Rätsel lösen, bevor der Täter die Geduld mit seinem Opfer verliert?

Meine Gedanken zum Buch:

Er ist auf der Suche nach einer Frau, die mit ihm mithalten kann. Er denkt, er wäre schlauer als alle anderen. Er glaubt, dass er nur durch Gewalt das erreichen kann, was er unbedingt möchte: Eine perfekte Gefährtin. Auf diesem Weg schreckt er vor nichts zurück… auch nicht vor Mord.

„Die perfekte Gefährtin“ von Helen Fields ist zum einen ein klassischer Ermittlerthriller, aber bringt auch neue Ideen mit sich. Wie ihr ja bereits teilweise im Klappentext erfahren habt, tritt der schottisch/ französische und ehemalige Interpol-Agent Luc Callanach seinen Dienst bei der schottischen Polizei an. Ich kann euch an dieser Stelle bereits sagen, dass mir Luc total ans Herz gewachsen ist. Obwohl er anfangs ziemlich hart, kalt und sarkastisch auftritt, wird schnell klar, dass mehr hinter dieser Fassade steckt… ein weicher Kern sozusagen. Denn er hat eine schwere Zeit hinter sich, die ihn an einen Abgrund der Verzweiflung treibt, wodurch er überhaupt erst von Frankreich nach Schottland gezogen oder vielmehr geflohen ist. Doch auch dort findet er keine Ruhe. Helen Fields hat es mit Luc geschafft, dass man total mit ihm mitleidet und ihn am liebsten die ganze Zeit irgendwie Mut zusprechen will. Aber er lernt seine Kollegin Ava Turner kennen und zwischen ihnen wächst ein starkes Band der Freundschaft. Nach meinem Geschmack hätten sie ruhig zusammenkommen können, aber was nicht ist, kann ja noch werden! Jedenfalls hat die Autorin hier sehr sympathische und gleichzeitig interessante Charaktere erschaffen, wodurch die doch häufig auch etwas längeren Ermittlungsszenen aufgepeppt wurden.

Wenn wir noch einen Moment bei den Charakteren bleiben, so lernen wir in diesem Thriller unseren Antagonisten von Anfang an kennen und mit ihm auch seine Motive und Beweggründe, die von Selbsthass, zu Selbstzweifel, bis hin zu der Vergöttlichung seiner selbst reicht. Es ist interessant zu sehen, wie er vorgeht, um seine „perfekte Gefährtin“ zu finden, vor allem, um deren Tod vorzutäuschen. Was für ein Monster hinter diesem Mann steckt, wird erst im Laufe der Zeit immer deutlicher. Es ist auch schön zu sehen, wie der Täter versucht, alles zu vertuschen, aber Luc gleichzeitig immer näher an ihn herankommt. Dadurch hat sich die Spannung sehr konstant gehalten.

Das Ende war schnell, aber gut gelöst. Und als Leser bekommt man ziemliche Genugtuung, was den Täter angeht, aber auch was die Opfer und Luc betrifft. In Lucs Fall handelt es sich dabei vor allem um die Beziehung zu seinen Kollegen, wo vor allem einer immer wieder gegen ihn agiert hat.

Betrachtet man nun nochmal kurz den Schreibstil, so habe ich ihn zu Beginn als etwas schwierig empfunden. Besonders in der Perspektive des Täters. Wiederum muss ich aber sagen, dass das perfekt zu dem Täter gepasst hat, der sich selbst als genial betrachtet hat und sich dementsprechend verhalten und ausgedrückt hat. Die Kapitel waren etwas länger, aber dennoch schnell zu lesen, was an der spannenden Handlung und den noch interessanteren Charakteren gelegen haben mag.

Alles in allem kann ich sagen, dass dieser Thriller sehr solide war. Er hätte an einigen Stellen aber ruhig etwas spannender und schneller sein können und einige Page-Turner wären auch schön gewesen, da man die Handlung und Motive ja bereits von Beginn an kennt. Dennoch freue ich mich sehr auf den zweiten Band „Die perfekte Unschuld“, der am 26.10.2018 veröffentlicht wird.

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Post Mortem - Spur der Angst

Mark Roderick
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.04.2018
ISBN 9783596702275
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

Lina Sattler ist Geldeintreiberin. Im Hamburger Milieu kennt man sie, sie ist berüchtigt wegen ihrer Wutausbrüche, Gefühle wie Angst oder Mitleid sind ihr fremd. Lina hat keinerlei Erinnerung an ihre Kindheit, sie weiß nur, dass ihre Eltern brutal ums Leben kamen. Doch warum? Als sie Hinweisen folgt, die mit ihrer Vergangenheit zu tun haben könnten, stößt sie auf die Spur eines Profikillers: Avram Kuyper. Er kann ihr helfen, weiß er doch um das Komplott, das seinerzeit von einer mächtigen verschwiegenen Organisation aus Wirtschaftsbossen und einflussreichen Politikern geschmiedet wurde. Sie wissen ihre Interessen zu verteidigen, selbst höchste Kreise von Interpol sollen involviert sein. Gemeinsam mit Interpol-Agentin Emilia Ness versuchen sie, diese Gruppe zu zerschlagen, auch wenn ihrer aller Leben nur mehr an einem seidenen Faden hängt.

Meine Gedanken zum Buch:

Angst ist etwas, dass sich in verschiedenster Form zeigen kann. Angst ist das, was der Wartberger Kreis untersucht… auf ihre perfide Art und Weise. Umso interessanter war für sie ein kleines, achtjähriges Mädchen. Ein Mädchen, dass keine Angst empfinden kann. Sie wurde entführt, aber an all das kann sie sich nicht mehr erinnern. Lina Sattler ist dieses Mädchen von früher und sucht verzweifelt die Antworten auf ihre Fragen. Doch in was sie da hinein geraten ist, hätte sie so vermutlich nicht vermutet und dasselbe gilt für Avram Kuyper, einen Profikiller und der Interpolagentin Emilia Ness – die in ihren eigenen Reihen einen Verräter aus diesem Kreis aufspüren muss. Doch was sie alles erfahren werden, lasse ich für euch offen, damit ihr es selbst herausfinden könnt.

Ich kann direkt sagen, dass dem Leser in diesem Band ein paar Veränderungen begegnen. Das liegt vor allem an der neuen Protagonisten Lina Sattler, dem achtjährigen Mädchen, welches vor 20 Jahren entführt wurde. Wir lernen eine junge, starke Frau kennen, die mit allen Wassern gewaschen, aber ebenso verletzlich ist. Sie tritt neben den zwei ursprünglichen Protagonisten Emilia Ness und Avram Kuyper auf. Anfangs erscheinen sowohl Lina, als auch Emilia und Avram in ihrer eigenen „Bubble“ gefangen zu sein. Natürlich dient das zur Vorstellung der Charaktere, besonders von Lina, aber bei Avram und Emilia hätte das durchaus abgekürzt werden können, zumal man viele dieser Gedankengänge schon gekannt hat.

Dadurch verliert sich tatsächlich auch die Spannung, wobei ich sagen muss, dass dieses Buch im allgemeinen etwas ruhiger als die anderen Bände war. Das lag vermutlich einerseits an Lina selbst, da ich nicht wirklich einen Draht zu ihr gefunden habe, aber auch andererseits daran, dass dieses Netzwerk hier, nichts ist, im Vergleich mit dem Netzwerk um Belial in den ersten drei Bänden. Dennoch ist dieses Netzwerk nicht zu unterschätzen, vor allem, weil dessen Mitglieder aus hochrangigen Wirtschaftsbossen und Wissenschaftlern besteht. Ich hoffe sehr, dass dieser Aspekt in dem nachfolgenden Band weiter vertieft wird.

Was ich an dieser Reihe auch sehr liebe, ist die Emotionalität. Besonders im dritten Band, wo Teile der Familie von Emilia und Avram entführt wurden, sprudelt das Buch nur so vor Emotionen. Hier war das leider nicht so. Häufig kam es mir nur so vor, als wären Emilia und Avram bloß Nebencharaktere, besonders Avram, der häufig nur im Selbstmitleid badete. Das hat überhaupt nicht zu den Personen gepasst, die man aus den anderen drei Bänden kennt. Wie gesagt, vielleicht liegt das auch nur daran, dass dieser Band eine Einführung in dieses Netzwerk darstellt, wie z.B. der erste Band aus dieser Reihe.

Betrachtet man den Schreibstil, so ist dieser gewohnt flüssig und schnell, aber auch gleichzeitig ruhig und entspannt. Eine Mischung, die ich bei Mark Rodericks Büchern wirklich zu lieben gelernt habe.

Das Ende war für mich wirklich etwas enttäuschend. Häufig ist es bei Roderick so, dass das Ende schnell vorbei ist… aber so schnell? Und vor allem ist es teilweise unbefriedigend, vor allem was Avram angeht, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Alles in allem ist dieser Thriller sehr durchwachsen und Mark Roderick kann es defintiv besser! Dennoch hat mir dieser Band gefallen, weil ich auch neugierig geworden bin, was als nächstes kommen wird. Der fünfte Band „Post Mortem – Herr der Finsternis“ wird im Mai 2019 erscheinen und ich freue mich schon sehr darauf, was auf Emilia, Avram und vielleicht auch Lina bis dahin passieren wird.

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Post Mortem - Tage des Zorns

Mark Roderick
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783596297078
Genre: Krimi und Thriller

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The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

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Der Reporter

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2018
ISBN 9783426518847
Genre: Krimi und Thriller

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Post Mortem - Zeit der Asche

Mark Roderick
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2016
ISBN 9783596031436
Genre: Krimi und Thriller

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Katz und Maus

Simon Beckett , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290718
Genre: Krimi und Thriller

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Post Mortem - Tränen aus Blut

Mark Roderick
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.02.2016
ISBN 9783596031429
Genre: Krimi und Thriller

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Finde mich - bevor sie es tun

J.S. Monroe , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734105029
Genre: Krimi und Thriller

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