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neuseeland, neuanfang, suche, ehe, identitätssuche

Niemand verschwindet einfach so

Catherine Lacey , Bettina Abarbanell
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036805
Genre: Romane

Rezension:

Catherine Lacey nimmt die Leser in dem Roman "Niemand verschwindet einfach so" mit in die Gedanken von der Protagonistin Elyria.
Elyria ist eine Frau, die sich für ihre Mitmenschen von heute auf morgen auf eine Reise nach Neuseeland begeben hat. Eine Reise, die den Versuch darstellt sich selbst zu finden und ihr altes, vertrautes Leben hinter sich zu lassen. Doch wie kann das Gelingen, wenn die Vergangenheit als stetiger Begleiter mit auf der Reise ist?
Die Geschichte selbst sowie die weiteren erwähnten Personen (Ehemann, Mutter, Adoptivschwester, Bekanntschaften) bleiben in der Erzählung undeutlich, da der Kern auf Elyria, der Frau die gefangen von ihren Erinnerungen und negativen Gedanken, liegt. Die Gefahr bzw das implizite scheitern vor ihren Gefühlen und Erinnerungen davonzulaufen ist beschrieben in der stetigen Erwähnung der Gefahr des trampens in Neuseeland. EIm Besonderen werden die Männer in ein negatives und bedrohliches Licht gerrückt, da speziell diese Personengruppe zu Verletzungen der Frau führen. Es stellt sich die Frage, wie vielschichtig die Geschichte zu denken ist und darin angedeutet wird, dass in Elyrias Leben ihr Ehemann als zentraler Aspekt für ihre Unzufriedenheit, Veränderung und ihre kuriose Gedankenwelt ist. Immerhin ist ihr "Ehemann", jene Verbindung zwischen ihrer Schwester, die Selsbtmord begangen hat, und ihr. Impliziert das davonlaufen der Versuch, den Verlust und die erschreckende Tatsache des Suizids, zu vergessen anstatt aufzuarbeiten?!

Catherine Lacey schreibt eine Gedankengeschichte, die zu vielen Überlegungen anregt. Ihr Schreibstil unterstützt den wirren Gedankengang und erfordert von dem Leser aufmerksam dem Fortgang zu folgen. Sicherlich kein Buch für jedermann - aber eine Erfahrung wert.

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