JuergenEdelmayer

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Tambach-Dietharzer Wunderwasser-Krimis

Kai-Uwe Brodersen , Jürgen Edelmayer , Klaus Schwarzfischer , Sabine Frambach
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Tasten & Typen, 16.08.2017
ISBN 9783945605172
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Neues von den Schwarzen Witwern

Isaac Asimov
Sonstige Formate
Erschienen bei GOLDMANN WILHELM, 01.06.1980
ISBN 9783442047697
Genre: Sonstiges

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jörg schmitt-kilian, koblenz, jusi joesk, koblen, krimi

Die Verblendeten

Jusi Joesk
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 20.07.2017
ISBN 9783958130999
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 

Unter dem Namen Jusi Joesk haben die promovierte Historikerin Jutta Siorpaes und der ehemalige Kriminalbeamte Jörg Schmitt-Kilian den Thriller „Die Verblendeten“ geschrieben. Das Autorenduo befasst sich in seinem Roman mit brisanten aktuellen Themen. Es geht um Ehrenmorde und Terrorismus.

 

 

Zur Handlung

 

Die Polizistin Lena Lieck soll die Sicherheit der von ihrer Familie bedrohten Türkin Ayse gewährleisten. Ayse hat sich einer Zwangsverheiratung widersetzt und ist untergetaucht. Doch dann wird die Leiche ihres deutschen Freundes in ihrer Wohnung gefunden. Trotz Lenas Bemühungen läuft die junge Türkin ihrem Mörder in die Arme. Als sich herausstellt, dass Ayses Freund als V-Mann gearbeitet hat, wächst sich der Fall aus. Plötzlich mischt der Verfassungsschutz mit, hält aber mit wichtigen Informationen hinterm Berg. Der Umstand, dass mit der Tatwaffe vor Jahren eine Kollegin Lenas ermordet wurde, sorgt für zusätzliche Brisanz. Damals wurden Lena und ihr Kollege Tom von dem Mörder als Geisel genommen – und der ist noch immer auf freiem Fuß.

 

 

Mein Eindruck

 

„Die Verblendeten“ startet rasant und baut schon nach wenigen Seiten viel Spannung auf. Sehr gut gefallen hat mir (von einer Ausnahme abgesehen, doch dazu später mehr) die Gestaltung der Charaktere. Diese sind sehr vielschichtig geraten und alles andere als perfekt. Die Ermittler machen Fehler, die durchaus nachvollziehbar sind. Das sorgt für ein gehöriges Maß an Authentizität. Die verdankt der Roman vermutlich auch der Erfahrung des ehemaligen Kriminalbeamten Jörg Schmitt-Kilian. Dass der Schauplatz Koblenz und Umgebung anschaulich beschrieben wird, trägt das Seinige zum Unterhaltungswert dieses Romans bei.

 

 

Kritik und Fazit

 

Doch einen Kritikpunkt gibt es: Seine ungeheure Themenfülle, die dem Handlungsablauf und der Entwicklung wenigstens einer Figur nicht so sehr gut tut: Verfassungsschutz, Ehrenmord, Terrorismus und Rechtsradikalismus, dazu die Geschichte einer alten Rache, deren Rechnung noch nicht beglichen ist. Schließlich die persönlichen Probleme der handelnden Figuren, insbesondere Lena und Tom. Das ist m.E. für einen 370 Seiten umfassenden Roman einfach zu viel Stoff. Ich persönlich fühlte mich da etwas erschlagen und die Aufklärung der Mordfälle geriet für mich am Ende zu oberflächlich. Auch die Wandlung eines für meinen Geschmack recht plakativ gezeichneten Charakters erfolgte mir insgesamt zu plötzlich.

 

Trotz dieser Schönheitsfehler ist „Die Verblendeten“ ein spannender Thriller, der brisante gesellschaftliche Themen aufgreift. Freunden von Polizeiromanen dürfte er gefallen und wer Koblenz und Umgebung kennt, wird an der Beschreibung der Schauplätze seine zusätzliche Freude haben.


Diese Rezension gibt es auch auf meinem Blog:
http://autoreninfo.over-blog.de/2017/08/buchbesprechung-jusi-joesk-die-verblendeten.html

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Tags: ehrenmord, koblen, terrorismu   (3)
 

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edgar wallace, london, krimi, kriminalinspektor, überfallkommando

Der Joker

Edgar Wallace
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 01.02.1991
ISBN 9783442001590
Genre: Historische Romane

Rezension:

Stratford Harlow ist ein geheimnisvoller Mann. Sein Reichtum gilt als legendär und um seine Finanztransaktionen ranken sich dunkle Gerüchte. Er selbst sieht seine zwielichtigen Aktivitäten als Späße an, mit denen er sich amüsiert. Welches Interesse kann dieser einflussreiche Mensch an einem gewöhnlichen Kriminellen wie Arthur Ingle und dessen Nichte Aileen Rivers hegen, an der auch Scotland Yards Ermittler Jim Carlton mehr als rein berufliches Interesse zeigt? Edgar Wallace entwirft in „Der Joker“ eine komplexe Handlung, in deren Verlauf auch diplomatische Verwicklungen und Börsentransaktionen eine Rolle spielen.

Lange Zeit wusste ich nicht so recht, was ich von diesem Buch halten sollte. Die Handlung schien über weite Strecken auf nichts Konkretes hinauslaufen zu wollen. Dennoch - und hierin liegt wohl eine der großen Stärken des Autors – fand ich den Plot dieses Krimis so faszinierend, dass ich die Auflösung mit Spannung erwartete. Hinzu kam, dass Edgar Wallace seine Figuren recht lebensnah gezeichnet hatte und in die Handlung auch einen feinen Humor einfließen ließ. Einen Leser derart bei der Stange zu halten, schafft mancher Autor der heutigen Zeit nicht. Eine starke Leistung, wenn man bedenkt, dass Edgar Wallace dieses Roman bereits im Jahre 1926 verfasste! Auf deutsch erschien das Buch fünf Jahre später. Drei Jahre vor dem New Yorker Börsencrash 1929 entwarf der Autor ein faszinierendes Szenario für eine Talfahrt der Aktienkurse. Das ist schon visionär.


Nicht der ganz große Wurf, dennoch lesenswert

Wenngleich „Der Joker“ wegen seines etwas langatmigen Aufbaus nicht der ganz große Wurf ist und sich hinter Klassikern wie „Der Hexer“ einreihen muss, stellte Edgar Wallace auch mit diesem Roman sein Können unter Beweis. Sein Gespür für Details und Atmosphäre macht diesen Krimi auch heute noch lesenwert – zumindest für Leute, die als Bösewicht nicht unbedingt einen kopfkranken Serienmörder brauchen, um ein Buch spannend zu finden. Mit seinem Joker hat Edgar Wallace einen vielschichtigen Charakter geschaffen, der auch heute noch fasziniert.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Blog:

http://autoreninfo.over-blog.de/2017/07/buchbesprechung-edgar-wallace-der-joker.html

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religion, atheismus

Wir brauchen keinen Gott

Michel Onfray , Bertold Galli
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2007
ISBN 9783492249492
Genre: Sachbücher

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Vom Himmel in die Traufe

Arto Paasilinna , Jürgen von der Lippe
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.11.2010
ISBN 9783838766270
Genre: Romane

Rezension:

kürzlich habe ich das Hörbuch "Vom Himmel in die Traufe" gehört. Autor Arto Paasilinna soll für seine skurillen Einfälle bekannt sein. Zuvor hatte ich noch keins seiner Werke gehört oder gelesen.


Zum Inhalt



Bei ihrer Bruchlandung mit dem Heißluftballon in der Ödnis Lapplands hat die reiche Lena Lundberg Glück im Unglück. Hermanni Heiskari sitzt gerade fischend am Eisloch, als sie vor ihm vom Himmel fällt. Als Dank schenkt Lena ihrem Retter ein Jahr Leben in Saus und Braus. Es kommt, wie es kommen muss: Sie verliebt sich in ihn. Er ist zwar kein Gentleman, aber ein ungeschliffener Diamant. Um Hermanni salonfähig zu machen, soll ihr Onkel ihm Manieren beibringen. Fast scheint es unmöglich, diesen Diamanten zu schleifen ... (Verlagstext)


Meine Meinung



Beim Hören der vier CDs fühlte ich mich gut unterhalten. Jürgen von der Lippe macht seine Sache als Sprecher wieder einmal sehr ordentlich. Autor Arto Paasilinna wartet mit einer Reihe lustiger Einfälle auf, die die Handlung am Laufen halten und mich als Zuhörer stellenweise auch erheitert haben. Der ganz große Wurf ist "Vom Hmmel in die Traufe" meiner Ansicht nach jedoch nicht. Ich musste zwar immer wieder einmal schmunzeln, aber echte Lachsalven stellten sich bei mir nicht ein. Fazit: "Vom Himmel in die Traufe" ist eine leicht daherkommende Komödie mit schrägen Charakteren und einer Prise Romantik, die bei mir aber nicht zu 100 % gezündet hat.


Diese Kurzrezension findet sich auch auf meinem Blog http://autoreninfo.over-blog.de/2017/02/besprechung-des-horbuchs-vom-himmel-in-die-traufe-von-arto-paasilinna.html

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mord, krimi, autorin, lesereise, eifel

Lesereise in den Tod

Jürgen Schmidt
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 19.01.2017
ISBN 9783958130807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

von Edition Oberkassel erhielt ich dankenswerterweise das Leseexemplar „Lesereise in den Tod" von Jürgen Schmidt. Nachfolgend meine Rezension.

 

Zum Inhalt

Nach zwei gescheiterten Ehen steht Andreas Mücke nicht nur privat, sondern auch beruflich vor einem Neuanfang. Er versucht sich als Privatdetektiv und bekommt es prompt mit einem Mordfall zu tun. Der wurde zum Nachteil einer Autorin verübt, die Mückes Recherchen zufolge in Sachen Selbstvermarktung gehörigen Erfindungsreichtum an den Tag gelegt hatte. So gab sie sich als Nachfahrin eines in Literaturkreisen anerkannten Schriftstellers aus und legte sich mit dem Namen Mona de la Mare ein klangvolles Pseudonym zu. Andreas Mücke macht sich daran, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Seine Ermittlungen führen ihn unter anderem zu Monas Ex-Liebhabern, ihrem früheren Arbeitgeber, von dem sie sich im Streit getrennt hatte und zu ihrem Bruder, der ebenfalls ein Mordmotiv gehabt hätte. Dem Detektiv wird schnell klar, dass vieles im Leben der Schriftstellerin so falsch war, wie ihre Behauptung, von Walter de la Mare abzustammen.

 

Meine Meinung

Jürgen Schmidt gibt einige interessante Einblicke in die Self-Publisher Szene, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Stattdessen belässt er es bei einigen wenigen, aber dafür umso wirkungsvollere Anspielungen, etwa, wenn er eine Buchhändlerin sagen lässt, dass sie „solche Verlage“ wie jenen der Autorin de la Mare nicht führen würde. Sehr schön beschreibt er auch die Marketingaktivitäten der Schriftstellerin, die sich in den sozialen Netzwerken eine Fan-Gemeinde aufgebaut hat und diese ständig mit Stoff in Form von persönlichen und meist belanglosen Postings bei Laune hält. Genau wie im richtigen Leben.

Lesevergnügen für Freunde atmosphärischer Schilderungen

Es sind diese Beschreibungen, die „Lesereise in den Tod“ zu einem Lesevergnügen machen und weniger die Aufklärung des Kriminalfalls an sich, die auf eine zwar gemächliche, aber dennoch unterhaltsame Weise vonstatten geht. Action-Fans würde ich „Lesereise in den Tod“ daher nicht unbedingt empfehlen, Wohl aber all jenen, die an atmosphärischen Schilderungen und hintergründigen Beschreibungen subjektiver Beobachtungen ihre Freude haben. Autor Jürgen Schmidt versorgt die Leser*innen seines Buches mit einer Fülle von Details über das Privatleben des Privatermittlers Andreas Mücke. Dadurch wird die Figur einerseits sehr greifbar, andererseits hätte es diese Informationsflut nicht in diesem Umfang gebraucht. Zumindest dann nicht, wenn es bei diesem Krimi-Debüt von Jürgen Schmidt bleiben sollte. So bleibt zu hoffen, dass Andreas Mücke noch in weiteren Fällen ermitteln darf, wo hier nebenbei in die Handlung eingeführte Figuren - wie etwa seine Kinder und früheren Ehepartnerinnen - tragendere Rollen spielen können.

 

Diese Rezension habe ich auch auf meinem Blog unter http://autoreninfo.over-blog.de/2017/03/buchbesprechung-lesereise-in-den-tod-von-jurgen-schmidt.html veröffentlicht.

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Tags: bad münstereifel   (1)
 

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erbe, görlitz, jack the ripper, london, testament

Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz

Katrin Lachmann
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 15.12.2016
ISBN 9783958130708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt


Dem Görlitzer Fahrradkurier Marco Petzold wird eine geheimnisvolle Erbschaft zuteil. Um sie anzutreten, muss er sich zunächst zu einem Londoner Notar begeben. Dabei begleitet ihn die Anwaltsgehilfin Carolin Lobner. Bald muss das ungleiche Paar erkennen, dass mit der mysteriösen Erbschaft erhebliche Risiken für Leib und Leben aller Beteiligten verbunden sind. Gibt es gar einen Zusammenhang mit dem legendären Serienmörder Jack the Ripper?


Meinung


Als mir Katrin Lachmanns Krimi: „Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz unterkam“, war ich zunächst skeptisch. Noch ein Buch über einen (wenn nicht den) berüchtigsten Serienkiller der Kriminalgeschichte, und dann noch eins, das teilweise in Deutschland spielt? Kann das gut gehen? Um es gleich zu sagen: Ja, es kann. Meine Zweifel waren bereits nach wenigen Seiten verflogen. Ich brauchte nicht lange, um in die Handlung einzutauchen. Innerhalb kurzer Zeit hatte sie mich in ihren Bann gezogen. Daran hat gewiss der erfreulich frische Schreibstil von Katrin Lachmann einen gehörigen Anteil. Großes Kompliment an die Autorin, das sie sich möglicherweise mit dem Verlagslektor Klaus Söhnel teilen muss. Die Geschichte um den Erben des Serienmörders wird mit einer Leichtigkeit präsentiert, die mich tatsächlich von Beginn an gefangen nahm. Etwas, das mir schon seit längerem nicht mehr bei einem Krimi passiert ist.


Fazit


„Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz“ ist ein Kriminalroman, bei dem alles stimmt. Er verfügt über glaubhafte Charaktere, eine spannende Handlung, eine Prise Romantik und attraktive Beschreibungen einzelner Schauplätze. Hier merkt man Katrin Lachmann die Zuneigung zu ihrer alten Heimatstadt Görlitz an. Die Autorin bietet den Leser*innen nicht nur einen schnellen Einstieg, sondern schafft es auch, das Tempo im letzten Viertel des Buches noch einmal kräftig anzuziehen. Ein rundum feines Buch, in dem zwar viel gemordet, dabei jedoch weitgehend auf abschreckende Beschreibungen brutaler Details verzichtet wird. Die braucht es auch nicht, denn „Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz“ ist schon so spannend genug.


Diese Rezension habe ich auch auf meinem Blog unter http://autoreninfo.over-blog.de/2017/01/buchbesprechung-zu-jack-the-ripper-und-der-erbe-in-gorlitz-von-katrin-lachmann.html veröffentlicht.

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social media

Der Circle

Dave Eggers , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann , Torben Kessler
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 15.04.2016
ISBN 9783869091990
Genre: Romane

Rezension:



Mit der Anstellung beim Internetkonzern The Circle wird für Mae Holland ein Traum wahr. Die junge Frau steigt schnell auf und arbeitet kräftig mit, die vom Circle angestrebte Transparenz in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen. Die Skepsis ihrer Eltern und ihres Ex-Freundes Mercer, was Aufhebung der Privatsphäre und Konzentration von Machtfülle betrifft, kann die vom Enthusiasmus beflügelte Mae nicht nachvollziehen. Bei der Umsetzung der vom Circle gesetzten Ziele scheint die Karrierefrau keine Skrupel zu kennen. Berauscht von den Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung stehen, verliert sie jedes Gefühl für die persönlichen Belange ihrer Mitmenschen. Die Ansicht, dass nicht jeder alles über jeden wissen muss und manche Wahrheit besser nicht ausgesprochen wird, ist für Mae und den Circle keine Option. Wer kann sie stoppen?


Dave Eggers widmet sich wichtigen gesellschaftlichen Themen, behandelt sie aber zumindest in der gekürzten Hörbuchversion zu oberflächlich. Auch die Charaktere lassen Tiefe vermissen. Die Entwicklung Maes von der unsicheren Anfängerin hin zur skrupellosen Fanatikerin erschien mir zu sprunghaft und so nicht nachvollziehbar. Vielleicht wird das ja in der Buchedition erschöpfender behandelt. Insgesamt war „The Circle“ für mich eine streckenweise durchaus unterhaltsame Geschichte, allerdings mit einem relativ langen Einstieg und einem für mein Empfinden recht abruptem Ende. Die Möglichkeiten, die das Thema Privatsphäre in einer von sozialen Medien beherrschten Welt bietet, hat der Autor trotz einiger gesellschaftskritischer Zwischentöne meiner Ansicht nach leider nicht genutzt.


Sprecher Torben Kessler macht seine Sache gut. Er liest unspektakulär und verfügt über eine angenehme Stimme, der man auch über längere Zeit gut zuhören kann.


Diese Rezension habe ich auch auf meinem Blog veröffentlicht:
http://autoreninfo.over-blog.de/2017/01/rezension-horbuch-der-circle-von-dave-eggers.html

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

gift, mord, messer, kochen, spannung

Erfurt - Mordsmäßig aufgetischt

Karina Bleicher
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei KSB-Media, 01.09.2016
ISBN 9783946105459
Genre: Sonstiges

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

satir

Satire ist nur ein Affe im Hirn

Henning Venske
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Westend, 09.11.2015
ISBN 9783864891175
Genre: Sachbücher

Rezension:

Henning Venskes Buch: „Satire ist nur ein Affe im Hirn“ gehört zu den Werken, denen ich viele Leser wünsche. In den darin enthaltenen Texten zeigt der Autor auf, was Satire eigentlich ist und auch (oder gerade) in der heutigen Zeit leisten müsste. Venske präsentiert den Leser*innen dieses Buch nicht nur einen geschichtlichen Abriss über Ursprung und Entwicklung der Satire, sondern erinnert auch an Vertreter dieses Genres, die es wert sind, dass man ihrer gedenkt.

 

Henning Venske, Jahrgang 1939, war unter anderem Mitglied der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, die über viele Jahre eine Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen war. Aber mitunter eckte er mit seinem Verständnis von Satire an, was ihm als Moderator in den 1970er Jahren Sendeverbote einbrachte. Obwohl inzwischen viel Zeit ins Land gegangen ist, bleibt Venskes Groll darüber spürbar.

 

Wer ein derart tiefes Verständnis von Satire hat, muss über den Zustand, in dem sich diese Kunstform gegenwärtig präsentiert traurig oder zornig sein. Auf Henning Venske scheint vor allem Letzteres zuzutreffen. Das ist absolut nachvollziehbar, denn was dem Publikum heutzutage als Satire verkauft und zugemutet wird, ist größtenteils eher Comedy, deren Humor billige Klischees bedient und lediglich unterhält anstatt Sachverhalte zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

 

„Satire ist nur ein Affe im Hirn“ ist keine leicht zugängliche Kost. Manche Kapitel sind sehr anspruchsvoll und manchmal hatte ich den Eindruck, dass dem Autor daran gelegen ist, seine Leser*innen intellektuell zu fordern. Gerade das macht dieses Buch so besonders und gibt Anlass, es sich mehr als einmal zu Gemüte zu führen.

 

Das Buch empfehle ich allen, die noch wissen oder wissen möchten, was Satire wirklich ist und erkannt haben, dass die unter diesem Begriff präsentierten Klamauksendungen damit nichts zu tun haben.


Diese Rezension gibt es auch auf meinem Blog:http://autoreninfo.over-blog.de/

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Das Opfermesser

Simon Geraedts
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.12.2015
ISBN 9781522897910
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Rahmen der Facebook-Krimiwoche erhielt ich von der Agentur mainwunder ein Promopaket mit einigen Rezensionsexemplaren. Darunter befand sich auch der Titel: "Das Opfermesser", den Self-Publisher Simon Geraedts als "Thriller" bezeichnet. Meiner Auffassung nach wäre die Kategorie "Horror" oder "Mystery" eher angebracht..


Zur Handlung:


Der neunjährige Lukas vermisst seine verstorbene Mutter. Er kann sich nicht damit abfinden, dass sein Vater Carsten eine Beziehung mit Jasmin eingegangen ist. Ein auf Anraten eines Psychologen gemeinsam verbrachtes Wochenende in einem Naturpark soll helfen, Lukas aus seiner Verstocktheit zu führen. Bei einem Spaziergang im Park findet Lukas ein altes Messer, das über ein dämonisches Eigenleben verfügt und Besitz von dem Jungen ergreift. Der Geist des Messers giert nach Blut und jedesmal, wenn Lukas etwas davon vergießt, wird einer seiner Wünsche wahr. Doch für den Herzenswunsch, seine Mutter wieder auferstehen zu lassen, soll Lukas dem Dämon ein Menschenopfer bringen ...


Meine Meinung:


Ich habe mich etwas schwer getan mit der Lektüre. Dabei ist das Buch nicht einmal schlecht geschrieben. Der Schreibstil ist sogar recht flüssig. Doch wenn mich ein Buch "packen soll", bedarf es Charaktere, die Tiefe haben. Damit kann "Das Opfermesser" leider nicht dienen. Alle darin vorkommenden Figuren bleiben blass. Da hilft es auch nicht, dass der Plot einigermaßen spannend ist. Ungewöhnlich ist er nämlich auch nicht, und die Handlung ist über weite Strecken vorhersehbar. So ist das Buch aus meiner Sicht nur dann eine nette Lektüre für zwischendurch, wenn gerade nichts anderes zur Hand ist. Einzig der Epilog birgt dann doch eine Überraschung, was mich zwar etwas versöhnlich gestimmt hat, aber am Gesamteindruck nicht sonderlich viel ändert.


Pro:

Guter Schreibstil

Überraschendes, aber nachvollziehbares Ende


Contra:

Flache Charaktere

Handlung über weite Strecken vorhersehbar


"Das Opfermesser" ist nicht unbedingt schlechter als andere Bücher, die etablierte Verlage in Massen auf den Markt werfen. Besser oder gar origineller ist es allerdings auch nicht. In diversen Foren habe ich oft gelesen, dass Self-Publisher sich zugute halten, auf dem Literaturmarkt für mehr Vielfalt zu sorgen. Wie die allermeisten selbst herausgegebenen Bücher, die ich bislang gelesen habe, wird auch "Das Opfermesser" diesem Anspruch keinesfalls gerecht. Wer es nicht liest, hat auch nichts verpasst.


Diese Rezension findet sich auch meinem Blog unter http://autoreninfo.over-blog.de/2016/10/buchkritik-zu-simon-geraedts-das-opfermesser.html


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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

(W)ehe du gehst

Jannes C. Cramer
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.08.2015
ISBN 9781515057154
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Rahmen der Facebook Krimiwoche erhielt ich von der in Dreieich ansässigen Agentur mainwunder ein Promotion-Paket. Darin fand sich auch der von Jannes C. Cramer verfasste Thriller: "(W)ehe du gehst".

Zur Handlung

Von Freundin Juliane ermutigt, entschließt sich Kira Grundwald dazu, ihren tyrannischen Ehemann Jonas zu verlassen. Der nimmt jedoch das Ehegelübde "Bis dass der Tod uns scheidet" sehr wörtlich und begibt sich auf die Suche nach Kira. Dabei geht er über Leichen.

Licht und Schatten

"(W)ehe du gehst" ist keine sonderlich neue, aber dennoch recht unterhaltsame Geschichte Der Schreibstil ist flüssig und wird dem Tempo der rasanten Handlung gerecht. Es gibt einige überraschende Wendungen, die mitunter durch Rückblenden erklärt werden. Das birgt jedoch den Nachteil, dass über längere Zeit hinweg lediglich nacherzählt statt dargestellt wird. Ein Umstand, der das Lesevergnügen ein wenig trübt. Dennoch sehe ich in dem schnörkellosen Stil einen Pluspunkt, da er angenehm zu lesen ist.

Die größte Schwachstelle von "(W)ehe du gehst" stellt für mich die Präsentation der Figuren dar. Die Charaktere sind für meinen Geschmack zu oberflächlich, um beim Leser echtes Interesse hervorzurufen. Stattdessen gibt es reichlich Tote, mehr, als es meines Erachtens gebraucht hätte, um die Geschichte voranzutreiben. Mitunter erfährt der Leser erst nach dem Finale vom Ableben der Figuren. Ein geringerer "Body Count" und dafür mehr Feinschliff bei der Ausarbeitung von Handlung und Charakteren hätten dem Skript gewiss gutgetan.

Fazit

Immerhin hat mich "(W)ehe du gehst" insoweit bei der Stange gehalten, dass ich wirklich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Die Lektüre kann ich daher all jenen empfehlen, die einen soliden Thriller ohne besonders viel Tiefgang lesen, aber trotzdem gut unterhalten werden möchten.
"W)ehe du gehst" ist bereits der zweite Fall, in dem Kommissar Frank Holper ermittelt. Zum Verständnis ist die Lektüre des Vorgängers: "Die Frauenkammer" nicht nötig. Dieses Buch habe ich auch nicht gelesen, konnte der Handlung von "(W)ehe du gehst" aber in vollem Umfang folgen.


Diese Rezension habe ich auch auf meinem Blog http://autoreninfo.over-blog.de/ veröffentlicht.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, terror, gesellschaftskritik, herz, anschlag

Herz im Fadenkreuz

Tatjana Flade
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 18.04.2016
ISBN 9783958130333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Studentin Esther lebt in einer bewegten Zeit, denn Deutschland ist zum Schauplatz terroristischer Anschläge geworden. Hinter den Attentaten stecken extremistische Gruppen wie die nationalsozialistische Organisation Thule, fanatische Islamisten und die IFFAR, eine aus der radikalen Antifa hervorgegangene militante Gruppierung. Diese bekämpft sowohl die Islamisten als auch die Thule-Anhänger und bedient sich dabei derselben Mittel, wie die anderen Terroristen. Als Esther sich in den geheimnisvollen Lysander, kurz Lys, verliebt, ahnt sie bald, dass er ihr gegenüber nicht mit offenen Karten spielt. Mit der Zeit keimt in der Studentin der schreckliche Verdacht, dass Lys etwas mit den Anschlägen zu tun haben könnte.

In „Herz im Fadenkreuz“ zeigt Tatjana Flade nachvollziehbar das Dilemma auf, in dem sich die Protagonisten ihres Romans befinden. Da ist zum einen Lysander, dessen erste große Liebe vor Jahren durch einen Terroranschlag ums Leben kam. Er sinnt auf Rache und fühlt sich den Mitglieder seiner eigenen Organisation verpflichtet. Dann gibt es Esther, die sich Hals über Kopf in Lys verliebt, aber recht bald ahnt, dass mit ihrem Traummann etwas nicht stimmt. Doch die frisch Verliebte ist nur zu gerne bereit ist, jedwede Erklärung zu akzeptieren, um ihr Glück nicht zu gefährden. Allerdings kann Esther die an Deutlichkeit zunehmenden Hinweise, dass Lys in zwielichtige Machenschaften verstrickt ist, auf Dauer nicht ignorieren. Sie beschließt, hinter das Geheimnis ihres Freundes zu kommen und beschreitet damit einen gefährlichen Weg.

Die Figuren handeln schlüssig und die Konflikte, mit denen sie zu kämpfen hatten, waren für mich deutlich spürbar. Die Autorin hat m.E. sehr viel Sorgfalt auf die Ausarbeitung der Charaktere, insbesondere der Hauptpersonen verwendet. Esther und Lysander verfügen über ein scharfes Profil, was mir die Figuren greifbar nahe brachte. Daher entwickelte ich sehr bald ein großes Interesse an ihnen.

Nicht ganz so überzeugend fand ich den Roman, was die „Arbeitsweise“ der Terroristen angeht.

Die Mitglieder der konspirativen Gruppen agieren in „Herz im Fadenkreuz“ für meinen Geschmack allzu sorglos. Da werden Mobilfunknummern über lange Zeiträume beibehalten, Klarnamen und Adressen in Notizbüchern notiert und herumliegen gelassen und Passwörter auf der Festplatte gespeichert. Zudem hält es eine Terrororganisation nicht für nötig, den Zugang zum internen Mitgliederbereich ihrer Homepage zu schützen, indem sie den Account ihres ums Leben gekommenen Mitglieds löscht.

„Herz im Fadenkreuz“ ist zwar kein lupenreiner Thriller, aber dennoch ein durchweg spannendes Buch. Die Stärke des Romans liegt in der Dynamik, welche sich aus den Konflikten der beteiligten Personen ergibt. Wer bereit ist, sich auf die Lektüre einzulassen und über die erwähnten Schwächen hinwegsehen kann, findet in „Herz im Fadenkreuz“ eine unterhaltsame Geschichte mit Tiefgang.

Noch eine kleine Anmerkung: Nachdem ich diese Besprechung zunächst auf meinem Blog http://autoreninfo.over-blog.de/ veröffentlicht hatte, erhielt ich eine freundliche E-Mail vom Verleger, der mich darauf hinwies, dass die polizeilichen Behörden kaum Fahnungserfolge zu verzeichnen hätten, wenn die Täter keine Fehler machen würden. Stimmt schon, aber so gehäuft wie das in "Herz im Fadenkreuz" der Fall war, erschien mir das einfach zu viel.



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87 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 10 Rezensionen

psychiatrie, mord, puppe, psychothriller, die puppe

Die Puppe

Mo Hayder , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.08.2015
ISBN 9783442482832
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich gebe zu, dass ich, was Mo Hayder angeht, ein wenig voreingenommen bin - und zwar zu ihren Gunsten. Ihre Thriller entfalten eine Intensität, die ich bei kaum einem anderen Autor oder einer anderen Autorin bislang erlebt habe. Daher begegne ich jedem Werk von ihr mit einer gehörigen Portion Wohlwollen. Natürlich ist auch bei Mo Hayder nicht alles Gold, was glänzt. So fand ich "Ritualmord" über weite Strecken ermüdend, wurde aber durch den direkt darauf folgenden Roman "Haut"  vollauf entschädigt. "Die Puppe" bezieht sich in einigen Teilen auf Vorgänge dieser beiden Bände und auch auf den direkten Vorgänger "Verderbnis". Die Beschreibungen sind so ausführlich, dass für die Lektüre von "Die Puppe" keine Kenntnis der erwähnten Bücher erforderlich ist. Vielleicht sind die erschöpfenden Erläuterungen um die bisherigen Vorgänge mit ein Grund dafür, dass die Handlung von "Die Puppe" nur langsam in Gang kommt. Gut vorstellbar, dass mancher Leser geneigt ist, den Roman vor Ende der ersten Hälfte aus der Hand zu legen. Wer das tut, verpasst jedoch einen äußerst spannenden zweiten Teil mit einer fulminanten Auflösung. Hier stellt Mo Hayder ihr Können wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. Fazit: der Spannungsaufbau in "Die Puppe" gleicht einem Schwelbrand, dessen Hitze sich nur langsam entfaltet, aber dann umso heftiger zündet.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schokolade

Schoko-Engel

Petra Scheuermann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei KSB-Media, 24.09.2015
ISBN 9783946105015
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Schoko-Engel“ präsentiert Krimi-Autorin Petra Scheuermann den dritten Fall ihrer Hobby-Ermittlerin Tanja Eppstein. Gegenüber den Vorgängern wirkt „Schoko-Engel“ um einiges düsterer. Nicht weiter verwunderlich, denn es geht um das hässliche Thema Vergewaltigung. Ein Stammkunde von Tanjas Chocolaterie „Schoko-Traum“ wird beschuldigt, sich an zwei Frauen vergangen zu haben. Zwar wird Theo Maier vom Gericht freigesprochen, dennoch gilt er für viele weiterhin als der wahre Täter. Tanja lässt die Frage, ob Maier schuldig oder unschuldig ist, keine Ruhe. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und fördert dabei Unglaubliches zutage.

Freundinnen wieder mit von der Partie

Im Unterschied zu den ersten beiden Bänden der Reihe um Tanja Eppstein beschränkt sich der Schauplatz der Handlung nicht mehr allein auf den Rhein-Neckar Raum. Diesmal wird auch Berlin mit einbezogen. Natürlich sind auch Tanjas Freundinnen, die äußerst lebenslustige Steffi und Hobby-Kartenlegerin Biggi wieder mit von der Partie. Wer „Schoko-Leiche“ und „Schoko-Pillen“ kennt, weiß, dass das Zusammenspiel dieses Trios, trotz der Brisanz dieses Falles, für einige Lacher gut ist.

 

Reichlich Stoff für Verwicklungen

„Schoko-Engel“ lässt sich sehr flüssig lesen. Petra Scheuermann gönnt ihren Lesern kaum eine Atempause. Außer mit ihrer neuen Ermittlung, muss sich Tanja mit einer ganzen Reihe von Problemen in ihrem privaten Umfeld herumschlagen. Nicht genug, dass ein gestrenger Richter Tanjas Aushilfe, den Ex-Junkie Max, für längere Zeit hinter Gitter schicken möchte; auch Tanjas Liebesleben gerät gehörig aus den Fugen und sie muss befürchten, dass Sohn Lucas sie frühzeitig zur Oma gemacht hat. Überhaupt besteht innerfamiliär einiger Klärungsbedarf. Somit bietet „Schoko-Engel“ reichlich Stoff für alle möglichen Verwicklungen, doch Petra Scheuermann behält alle Fäden in der Hand, bis hin zum Herzschlagfinale – und noch ein wenig darüber hinaus.

 

Passendes Weihnachtspräsent

„Schoko-Engel“ spielt in der Weihnachtzeit und ist somit das passende Präsent für die Saison. Am besten in Verbindung mit Pralinen oder Schokolade. Denn wie gewohnt, gönnen sich Tanja und ihre Freundinnen im Verlauf der Handlung erneut jede Menge süße Köstlichkeiten. Da bleibt es nicht aus, dass auch den Leser die Lust auf Süßes überkommen wird. Gut, wenn dann etwas davon zur Hand ist.

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101 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

historischer roman, petra schier, koblenz, reliquie, 14. jahrhundert

Die Bastardtochter

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.09.2015
ISBN 9783499268014
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bei Frau Schiers im Oktober 2015 erschienenen Roman handelt es sich um den abschließenden Band einer Trilogie um ein zum Schatz der Tempelritter gehörendes mystisches Kreuz. Um es vorweg zu sagen: die dazugehörigen Bände „Die Eifelgräfin“ und „Die Gewürzhändlerin“ habe ich nicht gelesen. Dennoch fand ich schnell in die Handlung, da dem dritten Teil eine nahezu eigenständige Geschichte zugrunde liegt. Nur selten wird auf die vorhergehenden Bände Bezug genommen und erst gegen Ende des Romans bezieht die Auflösung Ereignisse aus „Eifelgräfin“ und „Gewürzhändlerin“ in größerem Umfang ein.



Über den Inhalt


Zur Handlung des dritten Teils des Kreuz-Trilogie: „Die Bastardtochter“: Enneleyn von Manten, uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten, willigt erfreut in die Ehe mit Ritter Guntram von Eggern ein. Mit ein Grund für die Bereitschaft Enneleyns, Guntram zu ehelichen, ist die Aussicht auf gesellschaftliche Anerkennung. Leider entpuppt sich der nach außen so charmant auftretende Ehemann schon bald nach der Trauung als brutaler Despot, der rücksichtslos seine eigenen Ziele verfolgt. Unterstützung findet Enneleyn bei dem nach Koblenz zurückgekehrten Kaufmann Anton Bungert, der viele Jahre in Italien gelebt hat. Er kennt Enneleyn aus seinen Jugendjahren, hatte damals aber nicht allzu viel mit ihr zu schaffen. Doch jetzt ist aus dem Mädchen von früher eine attraktive Frau geworden, die Bungert auch durch ihre Persönlichkeit beeindruckt. Enneleyn fühlt sich ihrerseits zu dem jungen Mann hingezogen, ist aber durch ihr Ehegelübde gebunden. Zu allem Ungemach muss sie erkennen, dass Guntram von Eggert eine handfeste Machtpolitik betreibt, die auch ihrem Vater Johann von Manten und seiner Familie zum Schaden gereichen kann.



Mein Eindruck:


Nachdem ich im Jahr zuvor von Petra Schier „Der Hexenschöffe“ gelesen hatte, war ich doch ein wenig verwundert, dass es in „Die Bastardtochter“ schon wieder um eine Frau mit für sie problematischer gesellschaftlicher Herkunft gehen sollte. Nun sind das die bislang einzigen Romane, die ich von der Autorin gelesen habe und ich hoffe, dass sie noch andere Hintergrundgeschichten für ihre Heldinnen in petto hat. Muss doch auch in Romanen, die im Mittelalter spielen, noch andere Konfliktthemen geben. Vielleicht lag es an diesem unglücklichen Start, dass ich mir die Lektüre schwer fiel. Leider fand ich aber auch die Charaktere allesamt recht holzschnittartig. Johann von Manten: Der Polterer mit gutem Herz. Palmiro: Der über reichlich Straßenschläue verfügende italienische Junge, Guntram von Eggert: Der brutale Despot, Anton Bungert: Der Edle, usw.


Mehr Tiefgang hatte dagegen die Schilderung des Martyriums, das Enneleyn im Verlauf ihrer Ehe mit Guntram erdulden muss. Vor allem die Beschreibung, wie sich die eheliche Gewalt auf die Psyche der Misshandelten auswirkte, fand ich schlüssig und nachvollziehbar.



Fazit:


Unterm Strich ist „Die Bastardtochter“ in meinen Augen ein leider wenig spannender Roman, ohne überraschende Wendungen. Da die Charaktere recht eindimensional geraten sind, machen sie auch keine große Entwicklung durch, was der Dynamik der Handlung nicht gerade förderlich ist. Immerhin bot sich mir mit dem historischen Koblenz ein interessanter Schauplatz, da ich die Stadt einigermaßen gut kenne. Dieser Umstand und die (das wiederhole ich gerne) nachvollziehbare Schilderung darüber, welche Auswirkung die Misshandlung durch ihren Ehemann auf Enneleyns Persönlichkeit hat, haben mich dann doch bei der Stange gehalten. Leserinnen und Leser, die siche gerne von romantischen Liebesgeschichten vor historischem Hintergrund unterhalten lassen, könnten mit „Die Bastardtochter“ ihre Freude haben.







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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Rich Dad Poor Dad

Robert T. Kiyosaki
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FinanzBuch Verlag, 14.11.2014
ISBN 9783898798822
Genre: Sachbücher

Rezension:

mit "Rich Dad Poor Dad" ist mir ausnahmweise ein Sachbuch untergekommen, noch dazu über ein Thema, mit dem ich mich bislang nicht so sehr beschäftigt habe. Nachdem mir das Buch empfohlen wurde, habe ich es gelesen. Geschadet hat es wohl nicht und zudem muss ich zugeben, dass einige Thesen von Robert T, Kiyosaki durchaus etwas für sich haben. Doch der Reihe nach: Zunächst einmal weiß der Buchtitel zu irritieren und erregt somit Aufmerksamkeit. Der Verfasser behauptet, von zwei Vätern mit Lebensweisheiten versorgt worden zu sein. Einer davon, sein leiblicher Vater, war arm, Dann gab es noch den reichen Vater seines besten Freundes, der ein erfolgreicher Unternehmer war. Dieser Mann, den er als seinen zweiten Vater bezeichnet, unterwies Kiyosaki in die Denk- und Handlungsweise finanziell erfolgreicher Menschen. Was diese Personen nach Kiyosakis Meinung auszeichnet, ist ihre finanzielle Intelligenz und die Fähigkeit, mit Geld anders umzugehen, als das Gros der Menschen. Zu denen gehörte auch sein leiblicher Vater, der als Lehrer ein gebildeter Mensch war und ein gutes Einkommen erhielt, aber dennoch auf keinen grünen Zweig kam. In "Rich Dad Poor Dad" stellt der Autor die unterschiedlichen Sicht- und Verhaltensweisen beider Väter einander gegenüber und lässt keinen Zweifel daran, welche davon er bevorzugt. Vielem von dem, was Kiyosaki äußert, kann ich zustimmen. So beklagt der Autor zu Recht, dass finanzielle Bildung in den herkömmlichen Schulen keine Rolle spielt, was dazu führt, dass sich viele Menschen bereits in jungen Jahren hoffnungslos verschulden. In anderen Punkten mag ich ihm jedoch nicht folgen. Das gilt besonders für die Haltung Kiyosakis zum Steuerwesen. Hier ist der Autor sehr darauf erpicht, möglichst wenig an den Fiskus abzuführen und scheint völlig außer Acht zu lassen, dass auch er und seine Familie von einem funktionierenden und finanziell gesunden Gemeinwesen profitieren. Insgesamt habe ich die Lektüre von "Rich Dad Poor Dad" jedoch nicht bereut, gibt sie doch einen interessanten Einblick in die Denkweise finanziell gut situierter und erfolgreicher Unternehmer.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

emma graham, entführung

Das verschwundene Mädchen

Martha Grimes , Cornelia C. Walter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.12.2014
ISBN 9783442481514
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe das Buch vor einigen Monaten geschenkt bekommen und wusste nicht, dass es sich dabei bereits um den vierten Band einer Reihe handelt. Das hat mir die Lektüre ziemlich erschwert, da im Lauf der Handlung häufiger auf vorangegangene Ereignisse hingewiesen wird, die für den gegenwärtigen Verlauf der Geschichte von Bedeutung sind. Dennoch - und das spricht eindeutig für die Autorin - hat mich "Das verschwundene Mädchen" nach einer Weile den Bann gezogen.

Was mich trotz mancher Verständnisschwierigkeiten bei der Stange gehalten hat, waren die oft humorvollen Schilderungen der originellen Charaktere und ihre persönlichen Beziehungen zueinander. Martha Grimes versteht es meisterhaft, Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen. Ihre Beschreibungen ließen die Kleinstadt La Porte und ihre in der Mehrheit skurrilen Bewohner vor meinem geistigen Auge zum Greifen nahe auferstehen.

Fazit: "Das verschwundene Mädchen" ist eine spannende und sehr unterhaltsameGeschichte. Allerdings sollten sich Leserinnen und Leser vor der Lektüre die zuvor erschienenen Bände zu Gemüte führen.

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lustig, tierkrimi, einfache lesbarkeit, spannend, leseförderung

Kommissar Gordon – Der erste Fall

Ulf Nilsson , Ole Könnecke , Gitte Spee , Gitte Spee
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Moritz, 11.07.2016
ISBN 9783895652882
Genre: Kinderbuch

Rezension:

allen, die schon selber gerne lesen (Verlagsempfehlung) kann ich "Kommissar Gordon: Der erste Fall" nur empfehlen. Das Kinderbuch von Ulf Nilsson und Gitte Spee wird auch manche Erwachsene begeistern.

Mit dem liebenswerten Ermittler, der Kröte Gordon, hat Ulf Nilsson einen eigenwilligen Charakter geschaffen, der seine Muffins liebt und sie den ganzen Tag über am liebsten zusammen mit einer Tasse Tee genießt. Überhaupt mag es der Waldkommissar gemütlich. Er sitzt gerne am wärmenden Feuer und hat nicht viel für Kälte und Kletterpartien auf Bäume übrig. Auch seine Pistole mag er nicht benutzen. Dafür stempelt er gerne. Als es darum geht, einen Dieb zu überführen, der einem Eichhörnchen über zweihundert Nüsse gestohlen hat, trifft Gordon im Laufe der Ermittlungen auf die Maus Buffy. Die wird seine Gehilfin und zusammen lösen sie ihren ersten Fall.

Die Geschichte ist amüsant zu lesen und wurde liebevoll illustriert.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Zeig dich, Mörder

Louis Begley , Christa Krüger
Fester Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2015
ISBN 9783518424667
Genre: Krimi und Thriller

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Paris, die Nacht

Jérémie Guez , Cornelia Wend
Flexibler Einband: 150 Seiten
Erschienen bei Polar Verlag, 01.03.2015
ISBN 9783945133149
Genre: Krimi und Thriller

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Das ewig Böse

Martin Schüller
Flexibler Einband: 153 Seiten
Erschienen bei Emons, H J, 25.10.2010
ISBN 9783897057487
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Hobbyzauberer Professor Boerne sich während einer Gala bei Helena Stettenkamp als Hypnotiseur versucht, berichtet die in Trance, dass ihr jüngst verschiedener Großvater keines natürlichen Todes gestorben ist. Für den ermittelnden Hauptkommissar Thiel kommt noch ein weiterer Mordfall hinzu, bei dem ein Bekannter der Familie Stettenkamp das Opfer ist. Im Zuge ihrer Ermittlungen tauchen Boerne und Thiel tief in die Familiengeheimnisse der Stettenkamps ein.


Große Literatur darf man als Leser eines Krimis, der nach einer Drehbuchvorlage verfasst wurde, natürlich nicht erwarten. Allerdings hätte manche Wortwiederholung nicht sein müssen. Autor Martin Schüller hat es jedoch geschafft, den originellen Stil des Münster-Tatorts zu erhalten. Die Lektüre gestaltet sich recht kurzweilig und der Verfasser schafft es, das Zusammenspiel der bekannten Charaktere auf witzige Weise zu präsentieren. Vor meinem geistigen Auge spielte sich während des Lesens ein richtiger Film ab, wobei das Vergnügen noch nicht einmal dadurch getrübt wurde, dass mir die TV-Folge noch gut in Erinnerung gewesen ist.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

schokolade, schoki, krimi, pillen, ecstasy

Schoko-Pillen

Petra Scheuermann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei KSB-Media, 01.03.2015
ISBN 9783945195796
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Herbst 2014 debütierte Petra Scheuermann mit „Schoko-Leiche“, einem hochkalorischen Genusskrimi mit der Chocolaterie-Besitzerin Tanja Eppstein. Mit „Schoko-Pillen“ hat die Autorin jetzt nachgelegt. Herausgekommen ist ein Krimi, der es an Spannung locker mit dem Vorgänger aufnehmen kann und ihn in mancherlei Hinsicht übertrifft.



Zum Inhalt


Die unfreiwillige Ermittlerin Tanja Eppstein bekommt es in „Schoko-Pillen“ mit skrupellosen Drogenhändlern zu tun. Als ein Freund ihres Gehilfen Max tot aufgefunden wird, glauben weder Tanja noch ihr junger Mitarbeiter daran, dass es sich um Suizid oder einen Unglücksfall handelt. Dumm nur, dass im Schoko-Traum wie Tanjas Chocolaterie heißt, plötzlich Drogen gefunden werden, was prompt einen SEK-Einsatz nach sich zieht. Ehe Max und seine Brötchengeberin wissen wie ihnen geschieht, werden sie selbst krimineller Handlungen verdächtigt. Nicht genug damit, hat sich Tanja in den attraktiven Profiler Cem verliebt, der aber mehrere Eisen im Feuer zu haben scheint.



Meine Meinung


„Schoko-Pillen“ verfügt über einen interessanten Plot, den die Autorin gekonnt präsentiert. Mühelos hält sie den Leser bei der Stange und schafft es dabei, den Spannungslevel durchweg hochzuhalten. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Dafür sorgen vor allem Tanjas Freundinnen Biggi und Steffi mit ihren Spleens. Wenn Tanja neben ihrer Ermittlungstätigkeit genug Zeit findet, kreiert sie auch in diesem Roman wieder leckere Pralinen und Schoko-Getränke, die Leserinnen und Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. So gilt wie schon im Vorgänger der Hinweis, dass während der Lektüre dieses Genusskrimis die Lust auf Schokolade schlagartig ansteigen wird.



Die Autorin


Petra Scheuermann (*1959) lebt und arbeitet in Mannheim. Sie ist Mitglied in mehreren literarischen Vereinigungen und hat bislang zwei Romane, ein Theaterstück und eine ganze Reihe von teilweise prämierten Kurzgeschichten veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an Tanja Eppsteins drittem Abenteuer. Homepage: http://www.petrascheuermann.de/



Angaben zum Buch


Petra Scheuermann: Schoko-Pillen

Verlag KSB Media GmbH, Gerlingen

Umfang: 260 Seiten

EUR 12,50

ISBN: 978-3-945195-79-6

(„Schoko-Pillen“ ist auch als E-Book erhältlich)

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hexenverfolgung, trier, hexenliebe, spang, 17. jahrhundert

Hexenliebe

Marita Spang
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.06.2014
ISBN 9783426514313
Genre: Historische Romane

Rezension:

Autorin Marita Spang, geb. 1959, ist Psychologin und arbeitet als selbständige Beraterin. Sie ist in Trier aufgewachsen und lebt heute in der Nähe von Bingen. Bei „Hexenliebe“ handelt es sich um Marita Spangs ersten historischen Roman.


Inhalt: „1613. Überall in Deutschland lodern die Scheiterhaufen. Der Hexenwahn greift um sich und hält auch Einzug in der Eifelherrschaft Neuerburg, nahe Trier. Die junge ­Claudia von Leuchtenberg kämpft vergeblich dagegen, dass ihr Oheim als Landesvater die Verfolgungen unterstützt. Hilflos muss sie mit ansehen, wie Unschuldige sterben und sich gewissenlose Richter und Henker schamlos am Gut der Verurteilten bereichern. Erst als Claudias Jugendfreundin Barbara verhaftet und der Hexerei angeklagt wird, ersinnt sie einen waghalsigen Plan, um das System mit seinen eigenen Waffen zu schlagen“ (Verlagsinfo).


Marita Spang hat mit „Hexenliebe“ einen umfassend recherchierten historischen Roman geschrieben. Ihr rund 650 Seiten umfassendes Werk (ungewöhnlich für ein Debüt) wartet mit einem beeindruckend großen Aufgebot an teils erfundenen, teils durch Quellen belegte Charaktere auf. Aufgrund der Beschreibung mancher Figuren fühlte ich mich mitunter an die Lektüre mancher Märchen erinnert. Das gilt auch für die Beziehungen der in „Hexenliebe“ auftretenden Personen zueinander. Da gibt es Claudia von Leuchtenberg, die wie eine ungeliebte Stieftochter aufgrund ihrer Herkunft einen schweren Stand hat und schwer unter der Missgunst ihrer boshaften Cousine Adela und darunter, dass diese von der Tante bevorzugt wird, zu leiden hat. Und Sebastian de la Val erscheint gar prächtig wie ein Prinz.


Das reichhaltige Personal und die komplexe Geschichte von Beziehungen und Erbstreitigkeiten nimmt einigen Raum des Romans ein. Das erfordert vom Leser ein gewisses Maß an Geduld, die aber gegen Ende des ersten Viertels dadurch belohnt, wird, dass sich ihm eine spannende Handlung auftut. In der Folge entfaltet die Geschichte einen Sog, dem sich der Leser kaum noch zu entziehen vermag.


Ich würde „Hexenliebe“ jedoch nicht als einen historischen Roman über Hexenprozesse und Hexenverfolgung bezeichnen. Vielmehr handelt es sich meines Erachtens in erster Linie um einen Liebesroman, bei dem die Schilderung historischer Ereignisse lediglich als Rahmen dient. Die Hauptpersonen sind für mich eindeutig Sebastian de la Val und Claudia von Leuchtenberg. Die Handlung des Romans bezieht einen Großteil ihrer Dynamik aus dem Konflikt zwischen Liebe und Pflichtgefühl, dem sowohl Claudia als auch Sebastian unterliegen. Immerhin ist die Vermählung des jungen Mannes mit Barbara Dietz, der besten Freundin von Claudia, eine beschlossene Sache. Insofern liegt der Schwerpunkt der Handlung eindeutig auf der zweiten Teil des als Titel gewählten Wortes „Hexenliebe“. Daneben bietet der Umfang des Buches genügend Platz für eine ganze Reihe von Nebenhandlungen, die viel mit Familien- und Erbstreitigkeiten zu tun haben. Stoff genug, für mehr als nur einen Roman.


Marita Spang: Hexenliebe

Knaur Taschenbuch 656 S.

EUR 9,99

ISBN: 978-3-426-51431-3

auch als E-Book erhältlich


Diese Rezension wurde auch auf http://autoreninfo.over-blog.de/2015/03/marita-spang-hexenliebe-buchbesprechung.html veröffentlicht.

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