JuliaSchus Bibliothek

446 Bücher, 279 Rezensionen

Zu JuliaSchus Profil
Filtern nach
446 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(124)

177 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 85 Rezensionen

20. jahrhundert, arktis, bernhard schlink, briefe, deutsche geschichte, deutschland, diogenes verlag, drama, emanzipation, expedition, lebensgeschichte, liebe, roman, sehnsucht, zweiter weltkrieg

Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn des Jahres habe ich meine Freude gegenüber dem Programm des diogenes-Verlags entdeckt. Bereits im letzten Jahr las ich den Klassiker „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink, weshalb ich mich über sein neues Buch mit dem Titel „Olga“ sehr freute. Als Geschichtslehrerin begrüße ich Gegenwartsliteratur mit historischem Zwischenspiel sehr. Doch Schlink widmet sich keinesfalls nur einem Zwischenspiel, die deutsche Geschichte tritt in diesem besonderen und interessanten Roman als eine Art Nebenfigur selbst auf und katapultiert den Leser somit in einen großen Teil der deutschen Geschichte selbst zurück. „Olga“ ist ein bewegender, interessanter und tiefschichtiger Roman über eine starke Frau, die in Zeiten lebte, die bis heute nicht für jeden erfassbar sind.


Klappentext

Die Geschichte der Liebe zwischen einer Frau, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und arktischen Eskapaden an die Träume seiner Zeit von Größe und Macht verliert. Erst im Scheitern wird er mit der Realität konfrontiert – wie viele seines Volks und seiner Zeit. Die Frau bleibt ihm ihr Leben lang verbunden, in Gedanken, Briefen und einem großen Aufbegehren.


Meinung

Bernhard Schlink ist ein großer Name der deutschen Gegenwartsliteratur und das auch zurecht. Sein Roman „Der Vorleser“ überraschte mich maßlos und deswegen waren auch meine Erwartungen an „Olga“ nicht gering. 
Was zunächst auffällt ist die relativ distanzierte Erzählart des Autors. Bernhard Schlink versucht nicht seine Figuren in einem guten Licht darzustellen. Man soll gar nicht mit ihnen sympathisieren. Gerade ihre Schwächen, die mehr als deutlich gezeichnet werden, sorgen aber für Identifikation. Dies trifft in jedem Fall auf die Titelfigur Olga zu. Olgas Geschichte wird in drei Teilen erzählt, die alle eine andere Art des Erzählens haben. Der Roman beginnt sehr unmittelbar, man wird direkt in das Geschehen gezogen und dem Leser wird die Kindheit von Olga in wenigen Sätzen präsentiert. Schlink setzt dabei keinerlei Wert darauf, Emotionen beim Leser hervorzurufen. Im Gegenteil, die Erzählweise suggeriert Neutralität, vielleicht sogar Objektivität und Distanz. Der Leser soll sie seine Meinung über Olga im Laufe des Romans selbst bilden, was auch wunderbar funktioniert. Der Autor findet sehr schnell zum Hauptthema des Buches, nämlich die Beziehung zwischen Olga und Herbert.
Wobei man sagen muss, dass diese untypische Liebesgeschichte eigentlich nur eine Stellvertreterrolle für die angegebene historische Zeit ist. Denn Schlink erzählt eigentlich zwei Geschichten und macht die erste am Beispiel der zweiten deutlich. Soll heißen: Schlink hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Bild der brisanten deutschen Geschichte zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem endenden 20. Jahrhundert darzustellen. Und um diese Zeit zu verstehen, bettet er die Geschichte einer Frau ein, die alle Höhen und Tiefen miterlebt. Dabei werden epochale und weltverändernde Phasen, wie etwa der Nationalsozialismus, beinahe ausgespart und eher am Rande erwähnt. Denn für Olga ist das eine schmerzliche Phase. Die Präsenz der Zeit ist aber immer allgegenwärtig und beeinflusst Olga in ihrem Lebensweg. Es geht um die Zeit. Aber um diese zu verstehen, wurde Olga erschaffen. An ihrem Beispiel wird das Schicksal einer Generation deutlich und dieses Schicksal ist mehr als bewegend, weil grausam. Dieses Grundgerüst ist meiner Meinung nach grandios gelungen und konnte mich begeistern. Das Cover mit der scheinbar einsamen und nachdenken Frau passt dementsprechend hundertprozentig zur Geschichte. Mir gefiel die Komponente der Geschichte selbst als Hauptfigur wirklich gut!
Aber genug der interpretatorischen Worte. Das Buch ist sehr gut aufgebaut, denn es ist in drei ungleiche Teile unterteilt. Der erste Teil handelt von Olga und Herbert selbst: ihre Kindheit, ihre Jugend, ihre beginnende Liebe, der Schmerz des Schicksals. Beiden ist es vergönnt aufgrund ständischer Gegebenheiten zusammen zu sein. Herbert ist ein träumerischer Charakter, der ruhelos und suchend ist. Ich mochte ihn nicht. Doch Olga hat sich in diesen Mann verliebt und ihn bei all seinen Wolkenschlössern unterstützt, soweit dies möglich ist. Mir gefiel zwar Herberts Charakter nicht, seine Rolle ist aber bedeutend und gut gewählt. Dass Schlink sein Schicksal ausspart, ist eine interessante Wendung, die dem Leser Spielraum ermöglicht. Olga wird in diesem Teil des Buches hingegen sehr genau gezeichnet. Man bekommt einen guten Eindruck von der strebsamen jungen Frau, die eigentlich gar nicht in ihre Zeit passt. Auch Olga ist keine Sympathieträgerin, soll dies aber auch nie sein. Was sie aber unbestritten ist, ist authentisch. Und das ist für diesen Roman entscheidend. Bereits nach dem ersten Teil ist ein Großteil der Geschichte erzählt und die Perspektive wechselt. Der Autor deckt hierbei eine Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis ca. 1950 ab, was enorm ist. Kennt man sich mit Geschichte nicht so sehr aus, sollte man die Jahreszahlen und Ereignisse immer im Blick behalten, da man sonst schnell den Überblick verliert und nicht mehr weiß, in welcher Zeit sich das Buch gerade befindet. Hierbei sind die Sprünge manchmal auch sehr chaotisch, was das Verstehen des Romans erschwert. Wissen über deutsche Geschichte wird in gewissem Maße vorausgesetzt. 
Der zweite Teil des Romans wird von jemand vollkommen Neues erzählt. Seinen Namen erfährt der Leser erst auf den letzten Seiten. Es handelt sich um einen Sohn eines Pfarrers in dessen Familie Olga ab den 50ern als Näherin gearbeitet hat. Die Perspektive wird nun vollkommen verschoben, denn eine andere Generation erzählt. Dementsprechend ist die Sicht komplett umgedreht, etwas rebellischer, etwas jünger. Olgas zweiter Lebensabschnitt nach den beiden Weltkriegen wird aufgezeigt. Es ist für den Leser nahezu ein Mysterium, was ein einzelner Mensch in diesen Jahren alles erlebt haben kann. Wie grausam muss es in dieser Zeit gewesen zu sein, den Ersten und den Zweiten Weltkrieg miterlebt zu haben, die verschiedenen Systeme und das fragile Nachkriegssystem. Und in all diesem großen Ganzen musste man sich zurecht finden: eine nahezu unlösbare Aufgabe – in meinen Augen. Der zweite Teil verliert ein wenig an Spannung, doch erzählt er sehr gut. Interessant ist vor allem, dass aufgezeigt wird, wie ein Mensch aus verschiedenen Perspektiven ganz anders wirken kann.
Der dritte Teil besteht dann lediglich aus Briefen. Briefe, geschrieben von Olga an Herbert. Der anfangs anonyme Erzähler beschafft diese und durch die Briefe wird das bisher erworbene Wissen über Olga noch einmal deutlich revidiert. Schlink meistert es bravourös, die Botschaften seines Romans immer wieder umzukehren und zu verändern. Er lässt verschiedene Figuren auf den Plan treten, um die ganz große Geschichte, die er erzählen will, zu erschaffen – und das gelingt. Der Briefteil gefiel mir inhaltlich sehr gut, ist aber ebenfalls wenig abwechslungsreich. Hier spricht aber zum ersten Mal Olga selbst, was wiederum interessant ist.
Der Schreibstil von Bernhard Schlink bleibt den ganzen Roman über distanziert. Es ist nicht die spannendste Art zu schreiben, doch diese Beschreibungen machen den Roman wirklich interessant. Die Aufgliederung in die drei Teile ist sehr klug und sorgt für Abwechslung. Man lernt die Protagonistin aus immer wieder neuen Blickwinkeln kennen, was sehr gelungen ist und Authentizität schafft. Was mir die meiste Zeit fehlte war Sympathie und Identifikation. Aber ich glaube auch nicht, dass diese beiden Faktoren vom Autor gewollt wären. Was Schlink aber schafft, ist eine tolle und interessante, manchmal sogar abgrundtiefe und geheimnisvolle Geschichte einer Frau zu erschaffen, die in die wahren Verstrickungen der Geschichte hervorragend eingearbeitet wurde. Man darf aber nicht vergessen, dass der Roman daher relativ ernst und nicht immer spannend oder schön zu lesen ist. Aber er ist ein Erlebnis – ein Erlebnis eines Teils der deutschen Geschichte.



Fazit

„Olga“ ist ein Roman mit viel Anspruch, der Geschichtskenntnis benötigt, aber auch erschafft. Bernhard Schlink schreibt mit seiner distanzierten Art keine Sympathiegeschichte einer tollen Protagonistin nieder, sondern eine ernste und authentische Geschichte einer Frau, die in den historischen Tücken der deutschen Geschichte leben muss. Hierbei spielt die Liebe immer eine Rolle, denn sie definiert Olga. Vielmehr bewundere ich aber die Geschichte selbst, die die größte Nebenrolle spielt. „Olga“ ist nicht unbedingt ein unglaublich spannendes Buch, aber ein ernster und anregender Roman, der jeden Geschichtsinteressierten in seinen Bann ziehen kann. Ich vergebe vier Spitzenschuhe für diese interessante und abwechslungsreiche Lektüre.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(489)

999 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, freundschaft, houseofnight, house of night, jugendbuch, kristin cast, liebe, magie, neferet, schule, vampir, vampire, vampyre, zoey, zoey redbird

House of Night - Geweckt

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.11.2012
ISBN 9783596193066
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

fake-beziehung, impress, jugendroman, schulsprecherin, sonnyboy, tanzen, tanzproben, verena bachmann, young adult

Step by Step. Herzschlag im Dreivierteltakt

Verena Bachmann
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646603248
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich sah das Cover von „Step by step – Herzschlag im Dreivierteltakt“ und wusste, dass ich dieses Buch einfach brauchte. Ich bin Tänzerin und immer auf Geschichten über und mit dem Tanzen erpicht, sodass ich sofort zur Geschichte von Hayne und Arthur aus der Feder von Verena Bachmann griff. Wer all seine Erwartungen von literarischer Qualität oder weltverändernden Büchern an diesen kleinen Roman hängt, der wird enttäuscht sein. Wer sich aber auf eine zuckersüße Geschichte freut, die kein großes Nachdenken erfordert, der wird in ihr versinken. Kleinigkeiten wie kleine Formfehler und auch manche klischeehafte Szenen ließen mich zwar aufschrecken, änderten aber nichts daran, dass ich durch dieses Buch nur so dahinfloss, es nicht weglegen konnte und innerhalb eines Tages las. Step by step verliebte ich mich mehr in das Buch und konnte deswegen über Klischees hinweg sehen. Sehr gut!


Klappentext

Tanzen gehört so gar nicht zu den Talenten von Schulsprecherin Hayne. Und trotzdem steht die Vorzeigeschülerin nun vor der Herausforderung, eine Choreographie für das Frühlingsfest der Schule vorzubereiten und obendrein auch noch einen geeigneten Tanzpartner zu finden. Mädchenschwarm Arthur kommt ihr da mit seinen Tanzkünsten gerade recht. Doch das Ganze hat seinen Preis: Dafür, dass Arthur ihr das Tanzen beibringt, muss Hayne seine Freundin spielen. Was für beide anfangs nur ein Mittel zum Zweck ist, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas, das die Herzen der beiden ziemlich aus dem Takt bringt…


Meinung

Seit ich ein kleines Mädchen bin, tanze ich. In den Jahren kamen verschiedene Stile zusammen und ich habe viel ausprobiert. Doch eines hat jeder Tanz mit dem anderen gemein: Lebensfreude! Tanzen bedeutet so viel mehr, als einfach nur ein paar Schritte aneinander zu reihen. Tanzen heißt Fühlen und mit dem Tanzen kann man jegliche Gefühle zeigen. Das kann Angst und Frust sein, genauso aber Stärke oder Unabhängigkeit und natürlich auch die Liebe. Auf letzteres stürzt sich natürlich der Roman „Step by step“. Da Tanzen in meinem Leben einen großen Teil einnimmt, freue ich mich immer über Bücher, in denen das Thema auch Einzug gefunden hat. Als ich „Step by step“ begann, fühlte ich mich gleich in die Geschichte gezogen. Und besonders froh war ich, als schnell einer der Charaktere Ähnliches äußerte, was auch ich übers Tanzen denke:

„Beim Tanzen kannst du so vieles ausdrücken. Freude, Leid, Wut…Es ist ein wundervoller Weg, um seinen ganzen inneren Ballast abzuwerfen.“ (9%)

Der Satz stammt von der Mutter der Protagonistin, die ziemlich merkwürdig ist. Und somit komme ich auch gleich zu den Charakteren. Vorher aber: „Step by step“ ist ein kurzes Buch und auch die Geschichte ist kurzweilig. Ich selbst habe lediglich einen Tag gelesen und schon war es durch. Doch ich wollte auch nicht aufhören, denn es ist, trotz aller Klischees und Stereotypen, einfach wundervoll. Die Geschichte versetze mich zurück in mein 14-jähriges Ich, als ich Teeniefilme über alles liebte und täglich meine Dosis Träumerei brauchte. Dieses Buch wäre eine solche Dosis gewesen und kann locker mit Hilary Duff oder Selena Gomez-Filmen mithalten. Das vorweg.
Der Roman beginnt wirklich unmittelbar. Das erste Kapitel war für mich noch ein wenig stockend, doch nach kleinen holprigen Stellen kam ich gut in die Geschichte. Man lernt die Protagonistin Hayle kennen, die sehr zielstrebig und selbstbewusst ist. Sie ist Schulsprecherin, Streberin und Jungs-Schreck. Natürlich sieht sie trotz all ihrer tollen Charaktereigenschaften super aus, was ich wie immer etwas verurteile. Sicher, es gibt solche Menschen, aber würden wir all die Geschichten nehmen, in denen solche Protagonistinnen auftauchen, wäre unsere Gesellschaft nicht sehr realistisch abgedeckt. Aber egal. Ich mochte Hayne nämlich. Sie ist die ideale Protagonistin für diese Teenie-Schwärmerei-Geschichte! Denn so unlogisch ihr Charakter auch sein mag, hat er alles, was diese Geschichte toll macht. Hayne lässt sich nicht veräppeln, weiß was sie will und ist ein Vorbild. Trotzdem kann sie naiv sein und außerdem ist sie wirklich lustig. Ich mochte ihre Ironie so sehr! Hayne ist gleichzeitig auch die Erzählerin der Geschichte. Hier fand ich sie manchmal etwas zu eingreifend, vor allem wenn sie Dinge aus der Vergangenheit erzählt hat, aber das war es jetzt auch mit der Kritik. Hayne ist von vielem ein bisschen zu viel und somit perfekt. Denn was das Tanzen angeht, ist sie nicht sonderlich talentiert. Und hier kommt Arthur auf die Bühne. Er passt perfekt in diese Geschichte, denn er ist der Star der Schule. Der Kerl, der einfach alles kann und eigentlich einen ganz weichen Kern hat. Beide Protagonisten sind Verkörperungen von vielen Stereotypen – aber diese Typen funktionieren einfach! Und ich fand jeden Dialog, jede Szene zwischen Arthur und Hale so wundervoll. Ich habe beim Lesen gelächelt und mich selbst ertappt, wie ich die Dialoge mit den Lippen mitgeformt habe. Hach…im Herzen bin ich eben ein Teeniemädchen geblieben. 
Die Geschichte ist manchmal etwas konstruiert und nicht ganz realistisch. Es wäre beispielsweise unwahrscheinlich, dass Hayne bei der Tanzaufführung einspringen muss, oder dass Arthur und sie die Fake-Beziehung eingehen. Aber muss es immer realistisch sein? Ich konnte mich mit all diesen Konstruktionen wunderbar anfreunden, denn sie machen diese Geschichte einfach zu der, die sie ist! Und auch, wenn man ein paar Dinge vorausahnen kann, vor allem, was das Ende betrifft, war es mir einfach egal. Denn ich wollte mehr! Ich wollte mehr von dem Jungen und dem Mädchen, die nur eine Beziehung vorspielen und sich dabei eben doch verlieben. Ich wollte weiter träumen! Und genau das hat mir Verena Bachmann ermöglicht - und dafür danke ich ihr! Außerdem geht das Thema des Tanzens nie wirklich unter, was ich ebenfalls toll fand! Es ist jetzt nicht wie Step up, oder so, aber das Training für die Aufführung, ein kleiner Ball und eine Dirrty Dancing Szene finden Einzug in die Geschichte und bilden somit einen roten Faden. 
Die Nebenfiguren machen die Geschichte ebenfalls sympathisch und sehr lustig. Auch hier herrschen Stereotypen vor, aber braucht nicht jeder diese ungewöhnlichen und schrillen Freunde, um die Geschichte toll zu machen? Hayne hat zwei ungewöhnliche und schrille Freundinnen, die immer für sie da sind. Die Ehrlichkeit in der Freundschaft hat mir sehr gut gefallen! Auch sind Haynes Eltern ziemlich lustig, wenn eben auch etwas strange. Geld ist nie ein Thema und jeder Charakter gleitet automatisch an seinen Platz, an den er perfekt passt. Die Jugendlichen sind vor allem selbstbewusst und wissen, wo sie hingehören. Es geht sicher auch anders, aber in diese Geschichte passt es. Die ganze Handlung hat keinerlei Leerlauf, es passiert immer etwas Wichtiges für die Geschichte. Und das ist meistens etwas ziemlich Schönes! Ich habe dieses Buch wirklich geliebt, jede Seite, jeden Spruch von Arthur und die Chemie zwischen Hayne und ihm.
Der Schreibstil ist anfangs noch ein kleines bisschen holprig, doch die Autorin gewinnt an Mut und Routine innerhalb der Seiten. Der Stil passt toll zum Inhalt und man fliegt durchs Buch! Allerdings sind dem Lektorat ein paar Fehler unterlaufen und so fehlen immer mal wieder Kommas oder Worte sind falsch geschrieben. Das ist nicht oft der Fall, ließ mich manchmal aber stocken. Im anfänglichen Zitat beispielsweise gibt es im Buch sogar zwei kleine Fehler, die ich hier korrigiert habe. Mich stören solche formale Fehler auf jeden Fall. Und dennoch können sie vorkommen und ich verzeihe es diesem schönen Buch!


Fazit

Ich habe jede Seite und jede Wendung von „Step by step – Herzschlag im Dreivierteltakt“ geliebt und genossen! Ich wollte nicht aufhören zu lesen, viel zu sehr trieb mich die Chemie zwischen Arthur und Hayne an. Es handelt sich hier um ein Buch zum Träumen, wenn…Achtung wenn! Wenn man keine Geschichte erwartet, die es so noch nie gegeben hat. Wer aber auf der Suche nach romantischen und zuckersüßen Geschichten ist, der ist hier genau richtig. Verena Bachmann ließ mein Herz höher schlagen und ich finde es toll, dass das Thema des Tanzens immer präsent ist. „Step by step“ ist nicht der nächste Literaturnobelpreisträger – aber das Buch hat meinen Tag so viel schöner gemacht! Aufgrund von Kleinigkeiten ziehe ich ein bisschen ab und lande trotzdem bei 4,5 Spitzenschuhen. Vielleicht sollten Hayne und Arthur als nächstes ja ein Pas-de-deux tanzen? Die Spitzenschuhe helfen sicher.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(597)

1.396 Bibliotheken, 54 Leser, 0 Gruppen, 157 Rezensionen

fanny, fanny funke, fantasy, hotel, humor, jugendbuch, kerstin gier, krimi, liebe, schnee, schweiz, silvester, weihnachten, winter, wolkenschloss

Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

dystopie

Unravel Me (Shatter Me) by Mafi, Tahereh (2013) Paperback


Flexibler Einband
Erschienen bei null
ISBN B00IGZ01FK
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

101 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

abenteuer, die grimm chroniken, düster, eltern, märchen, maya shepherd, reise, schlaf, sternensand verlag, tod, traum, träume, vampir, vergangenheit

Die Grimm-Chroniken - Der Schlafende Tod

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783906829722
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

154 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

back to half blood camp, götter, griechisch, griechische mythologie, helden des olymp, krieg, mythen, olymp, percy jackso, percy jackson, rick riorda, rick riordan, riesen, römisch, sage

Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.11.2017
ISBN 9783551557322
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

emma mills, erwachsenwerden, familie, freundschaft, geheimnisse, geschichten, jugendbuch, jugendroman, königskinder, königskinder-verlag, liebe, musik, mut, nicht nur ein liebesroman, rezensionsexemplar

Nicht nur ein Liebesroman

Emma Mills , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551560377
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

155 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

allegra, band 1, drama, episch, ereignisse, fehde, gardasee, liebe, liebe keinen montague, luca, luca & allegra, magisch, montague, romeo & julia, stefanie hasse

Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1)

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 213 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551300676
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

bilderbuch, historischer roman, john williams, online, rom

Augustus

John Williams , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423146128
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

35 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

achtung, antoine de saint-exupéry, asteroiden, dankbarkeit, der kleine prinz, erde, erfahrungen, erlebnisse, erwachsen, erziehung, fortsetzung, fragen, freund, freundschaft, große leute

Der kleine Prinz wird erwachsen

Andreas Wassner
Fester Einband: 104 Seiten
Erschienen bei Bucher GmbH & Co. Druck Verlag Netzwerk, 19.10.2017
ISBN 9783990184318
Genre: Romane

Rezension:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ ist nur eine der Weisheiten, die man noch heute aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery lernen kann. Dieses Werk ist einfach zeitlos, intelligent und lehrreich. Umso schwieriger muss der Versuch sein, ein eigenes Buch in Anlehnung an den „kleinen Prinzen“ zu schreiben. Und dennoch hat der Autor Andreas Wassner genau das getan – er hat den Prinzen in gewissem Maße weiter geschrieben, hat ihm einen neuen Mantel gegeben und ihn auf unsere aktuelle Zeit und Politik losgelassen. Was dabei herauskommt? Ein ebenso intelligentes, wie aufweckendes Buch voller Wahrheiten! Vielleicht nicht mit der gleichen Schönheit in jeder Zeile, wie bei Saint –Exupery, aber mit wahnsinnigem Feingefühl für unsere Zeit und einem sehr schönem Stil.


Klappentext

Hast du dich schon einmal gefragt, was aus dem kleinen Prinzen wurde, nachdem er seine Hülle in der Wüste zurückgelassen hatte? Viele Fragen blieben unbeantwortet. Vielleicht hat es sich ja so zugetragen: Einige Zeit, nachdem er die Erde verlassen hatte, kehrte er zurück, viele offenen Fragen beschäftigten ihn. Vor allem wollte er herausfinden, wie aus den tollen Kindern oft so seltsame große Leute werden können, die dann gar nichts mehr verstehen. Viele Jahre lang mischte er sich unter die Menschen und erlebte schöne, aber auch schreckliche Dinge, die ihn teilweise sehr verwirrten. Nun war er auf der Suche nach einem Freund, mit dem er seine Erlebnisse teilen und besprechen konnte. Diesen fand er auf einem kleinen Asteroiden ...



Meinung

Ich bin wirklich ein großer Fan des Buches „Der kleine Prinz“. In den wenigen Seiten steckt so viel Witz und Wahrheit, dass man dieses Buch einfach gelesen haben muss! Als ich von Wassners Buch hörte, wurde ich hellhörig. Ich freute mich auf den Versuch der Fortsetzung, doch war ich auch ein wenig skeptisch. Kann man an diese große Literaturklasse überhaupt anknüpfen? Nach dem Lesen bin ich überaus froh, dass Andreas Wassner sich an dieses ebenso kleine und wunderschöne Büchlein herangetraut hat. Denn trotz großer Aufgabe, hat er diese bravourös gemeistert und herausgekommen ist ein ebenso tolles und bezauberndes Buch!
Das Szenario wird im Klappentext ganz gut erklärt und ist beinahe eine Neuauflage des Gesprächs zwischen dem Prinzen und dem Piloten aus dem Klassiker. Nur ist der Prinz inzwischen ein Teenager und der Pilot bereits eine verstorbene Seele, die sich nicht von der Welt trennen kann. Die alten Freunde unterhalten sich über die Welt – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Prinz hat Fragen. Und die Antworten dürften so ziemlich jeden modernen Menschen interessieren. Denn dass vieles mit unserer Welt nicht ganz in Ordnung ist, ist uns Menschen bewusst. Beinahe karikiert Wassner schon das Weltgeschehen, sowie die Einstellung der Gesellschaft. Doch er stellt beides authentisch dar und immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich beim Lesen mit dem Kopf nickte und meine Zustimmung äußerte. Im Grunde geht es um das Erwachsenwerden. Es geht um die Frage, wie aus den wundervollen Kindern so komische große Leute werden können. Die Phrase der „großen Leute“ wird dabei konsequent durchgehalten, was mit sehr gut gefiel. Doch zum sprachlichen Teil komme ich etwas später.
Ich finde das Thema überaus interessant. Man darf sich „Der kleine Prinz wird erwachsen“ nicht als generelle Gesellschaftskritik vorstellen. Aber viele Probleme werden angerissen und ein paar Lösungen werden auch versucht zu skizzieren. Die Perspektive des Prinzen ist dabei sehr interessant, vereint er doch das Kindliche und das Naive mit der Rebellion des Teenagers. Viele der aufgeworfenen Fragen haben sich die meisten Menschen sicher schon einmal gestellt. In meinem Alltag begegnen mir tatsächlich viele davon, denn ich bin Lehrerin. So konnte mich eine Passage über Erziehung besonders für sich einnehmen:

„Und wenn die Eltern dem Kind keinen Raum zum Lernen und für Fehler lassen, sondern ihm stattdessen alle Arbeiten aus den Händen nehmen, unter dem Motto: Gib her, das kann ich besser und schneller, dann wird das Kind Angst vor dem Lernen neuer Fähigkeiten entwickeln und von vornherein denken, dass es das sowieso nicht kann.“ (S. 25)

Die Richtigkeit der Aussage mag jeder selbst beurteilen, aber in meinen Augen hat der Autor viel Wahrheit erkannt. In der Schule mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die Schüler sagen: „Das kann ich nicht, das verstehe ich nicht“ – ohne es je versucht zu haben. Das ist traurig und vielleicht liegt ein Grund eben genau darin: Die Kinder entwickeln eine Angst gegenüber dem Lernen. Wer weiß. Übrigens bin ich Andreas Wassner auch sehr dankbar für eine andere Einschätzung, in der es nämlich um Lehrer geht. Der Prinz hält nicht sehr viel von unserer Spezies, vermasseln wir doch andauernd unsere Job. Doch auch hier trifft Wassner den Zeitgeist. Waren die Lehrer in der Antike wirklich so viel besser? Oder herrschte noch ein anderer Respekt vor dem Beruf? Ein anderes Ethos? Was das angeht, fühlte ich mich in diesem Buch unglaublich verstanden. Viele meiner Meinungen finden Einzug in „Der kleine Prinz wird erwachsen“ und doch sind einige davon sicher auch nicht umsetzbar. Der Prinz denkt logisch und trotzdem bleiben viele Ideen utopisch. Es gibt aber auch viele Stellen im Buch, die einfach absolut wahr sind. Stellen, an denen Wassner uns die Schönheit des Lebens zeigt und die Bedeutung von Kleinigkeiten. Es sind diese Stellen, die gerade an den originalen Prinzen mehr als gekonnt anschließen. So erkennt der Prinz auch:

„Aber doch nicht alle großen Leute sind so, mein Freund“, meinte ich beschwichtigend. „Nein. Ein kleiner Teil hat verstanden, worauf es im Leben wirklich ankommt. Sie stellen sicher, dass sie genug zum Leben haben und wissen, dass nur drei Dinge es wert sind, gesammelt zu werden: Liebe, Freundschaften und Erfahrungen.“ (S. 63)

Das Buch regt zum Nachdenken an. Man kann es nicht unbedingt in eins weglesen, obwohl ich das versucht habe. Doch oft genug muss man es kurz beiseitelegen, um das Gelesene zu verarbeiten - um es zu genießen. Denn „Der kleine Prinz wird erwachsen“ lässt sich genießen. Und es bleibt in Erinnerung. Inzwischen habe ich von Stellen aus dem Buch tatsächlich in Gesprächen mit Freunden erzählt und wie einfach manches doch sein könnte. Aber wir Menschen sind nun einmal nicht einfach. Und trotzdem lernt man aus dem Buch nicht, wie kaputt unsere Welt und was alles verkehrt ist. Der Autor schafft es nämlich, dass das Positive zurückbleibt. Wie zum Beispiel die Liebe. Eines der schönsten Zitate ist sicher das Folgende und mir gefiel es auch am besten:

„Durch die Liebe verlagern sich die Sehnsüchte. Wenn dich früher die Freiheit in die Ferne zog, wirken nun vielleicht die Bande der Liebe in die entgegengesetzte Richtung. Du merkst, es ist Liebe, wenn deiner Freiheit Wurzeln wachsen.“ (S. 75)

Wie man an diesem Beispiel erkennen kann, ist Wassners Stil durchaus mal philosophisch und weise, wie es sich eben auch für den „kleinen Prinzen“ gehört. Trotzdem ist der Stil sehr einfach und simpel, da eher ein parataktischer Satzbau dominiert und das meiste in der Gesprächsform geschrieben ist. Es handelt sich keineswegs um ein Streitgespräch, aber es gibt den Wechsel zwischen ernstem und humorvollem Gespräch. Manchmal ist der Stil sehr klug, dadurch aber nicht ganz einfach zu lesen. Ich denke, es verhält sich ein wenig so, wie in einem Kinderfilm: Der Film ist für jedes Kind geeignet, doch sieht man ihn als Erwachsener, erkennt man noch ganz andere Nuancen, die einem als Kind niemals aufgefallen wären. Auch in „Der kleine Prinz wird erwachsen“ steckt gerade auf den zweiten Blick sehr viel. Das Symbol der „großen Leute“ gefiel mir außerordentlich gut, da es so gut zur Geschichte und zum Thema passt. Es zieht sich durch das gesamte Buch und schließt am Ende sehr schön ab. Sprachlich ist das Buch wirklich schön gemacht!
Zu den Charakteren lässt sich gar nicht so viel sagen. Beide sind tiefschichtig und dennoch lernt man sie kaum kennen. Doch sowohl die Einstellung des Prinzen, als auch die des Piloten ist lesenswert. Wie auch im Original verhalten sich die Figuren intelligent, naiv, aber liebevoll. Und manchmal kann dem Prinzen die Welt doch noch erklärt werden. Es gibt im Buch übrigens auch Illustrationen, die wirklich sehr gelungen sind. Sie runden die Ausgabe wundervoll ab und so hat man wirklich etwas Hochwertiges in der Hand.



Fazit

Jeder, der „Der kleine Prinz“ gern gelesen hat, sollte ruhig auch einen Blick in „Der kleine Prinz wird erwachsen“ werfen. Andreas Wassner hat eine sehr kluge Umsetzung einer weitergedachten und authentischen Geschichte geschrieben, die mir sehr gefallen hat! Sie ist schön geschrieben und beinhaltet, genau wie das Original, die ein oder andere Lebensweisheit, die doch eigentlich für jeden zu sehen sein müsste und die im Alltag eben doch leicht untergeht. „Der kleine Prinz wird erwachsen“ beinhaltet eine tolle Thematik, eine schöne Umsetzung und viel Lehrreiches. Auch wenn natürlich nichts an das Original herankommt, muss ich dieses Buch empfehlen. Es garantiert das Nachdenken über unsere Welt – mit all ihren Fehlern und Freuden. Ich vergebe fünf Spitzenschuhe für den erwachsenen Prinzen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

121 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

2018, blut, die grimm chroniken, düster, grimm, grimm-chroniken, märchen, maya sheperd, prinzessin, rätsel, schnee, schneewitchen, schneewittchen, sternensand verlag, vampire

Die Grimm-Chroniken - Asche, Schnee und Blut

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.03.2018
ISBN 9783906829715
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(921)

1.783 Bibliotheken, 9 Leser, 8 Gruppen, 27 Rezensionen

anderwelt, fantasy, freundschaft, house of night, jugendbuch, liebe, p.c. cast, stark, stevie rae, vampir, vampire, vampyr, vampyre, zoey, zoey redbird

House of Night - Verbrannt

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.08.2012
ISBN 9783596190614
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

ägypten, chaos, fantasy, freundschaft, götter, hexe, hexen, highschool, horus, impress, jugendbuc, kampf, liebe, magie, teresa sporrer

Chaosliebe

Teresa Sporrer
E-Buch Text: 378 Seiten
Erschienen bei Impress, 07.09.2017
ISBN 9783646602548
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dublin, einhorn, erbe, fabelwesen, fantasy, irland, phönix und einhorn, prinzessin, reihe, tara, totem, unicorn, zwerge

Unicorn Rise (1). Kristallflamme

Claudia Romes
E-Buch Text
Erschienen bei digi:tales, 15.03.2018
ISBN 9783401840505
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Cover verzauberte mich sofort. Aber der Name? „Unicorn Rise – Kristallflamme“ war ein Titel, der meine Aufmerksamkeit schnell erregte, was aber nicht am Titel lag. Denn diesen finde ich immer noch nicht ganz clever gewählt. Wer liest in meinem Alter denn eine Geschichte, in der Einhörner im Namen vorkommen? Die Frage konnte ich nach Lesen des Prologs schnell beantworten: Ich! Denn trotz verfehltem Namen, der mich eher abschreckte, gefiel mir das Cover sehr gut. Unter dem Klappentext konnte ich mir wenig vorstellen, doch ich gab dem Buch eine Chance. Und ich habe es nicht bereut! Die Geschichte rund um die Prinzessin Tara ist interessant, besitzt jugendliche Frische und ist wirklich spannend. De Autorin Claudia Romes hat tolle Ideen in ihre Welt eingearbeitet und ich freue mich nach diesem großartigen ersten Teil sehr auf das Finale der Dilogie. Denn obwohl der Einhorn-Trend langsam abflaut, solltet ihr diese Unicorn auf ihrem spannenden Weg unbedingt begleiten!


Klappentext

Ein sternförmiges Mal, das sie unter ihrer Kleidung versteckt hält, und rätselhafte Träume von einem Mann, der in Flammen steht – mehr Verbindungen zu ihrer Vergangenheit sind Tara nicht geblieben. Als sie Cole kennenlernt, hat sie vom ersten Moment an das Gefühl, dass es ihr vorherbestimmt war, ihm zu begegnen. Mit ihm kehren die Erinnerungen an ihre wahre Familie zurück und das Wissen um eine gefährliche Macht, vor der ihr Vater sie verstecken wollte. Die Zeit ist gekommen: Tara muss herausfinden, was es mit ihrem geheimnisvollen Totem auf sich hat, und ein großes Erbe antreten. Doch Jancon, ihr erbittertster Feind, hat bereits seine finsteren Kreaturen ausgesandt, mit nur einem Ziel: Tara zu töten.



Meinung

Trotz fantastischem Cover schreckte mich der Name ab. Nachdem ich aber den Prolog gelesen hatte, gelang es der Autorin, mich in ihrer Welt gefangen zu halten. „Unicorn Rise“ beginnt mit einer High-Fantasy Szene, die überaus gelungen ist. Krieg, fantastische Wesen, Aufopferung und Hoffnung treffen aufeinander. Es wird toll in die Szenerie eingeführt und somit macht der Einstieg einfach Lust auf mehr. Die eigentliche Geschichte beginnt dann in unserer Zeit in Dublin. Der Leser lernt die Protagonistin Tara kennen, die eher ruhig und ängstlich ist, dennoch aber eine gewisse Stärke symbolisiert. Natürlich darf die quirlige beste Freundin an ihrer Seite nicht fehlen. Zusammen bilden Tara und Marybell ein gutes Gespann, auch wenn die beiden etwas prototypisch für eine Jugendbuchgeschichte sind. Dennoch hatte ich sofort Spaß mit ihnen. Langsam, aber durchaus in einem angemessenen Tempo entwickelt sich dann die Spannung des Buches. Die normale Welt wandelt sich immer weiter in eine magische, unbekannte Wesen tauchen auf und plötzlich wird Taras Leben auf den Kopf gestellt. Tara entwickelt sind im Verlauf dieser Handlung sehr gut. Sie reift und entdeckt neue Seiten an sich. Insgesamt gefiel sie mir als Protagonistin wirklich gut. Auch Marybell ist ein toller Charakter, der Schwung ins Geschehen bringt. Als Tara dann auf Cole trifft, nimmt die Handlung eine neue Wendung. Ab diesem Zeitpunkt befinden wir uns in einer tollen Fantasygeschichte, in der ich sehr gern versunken bin. Cole ist ein interessanter Charakter, über den man auch nach Beenden des Buches noch nicht alles weiß. Doch auch das Gespann Cole und Tara passen gut zusammen und ich bin auf weitere Entwicklungen in diese Richtung wirklich gespannt. Nebenbei erwähnen möchte ich, dass es in „Unicorn Rise“ wahrlich nicht um eine Liebesgeschichte geht und das empfand ich als sehr erfrischend. Ein bisschen Geflirte gehört natürlich dazu, doch hier gibt es noch viel Potenzial, was sicher im nächsten Teil ausgeschöpft wird. Primär geht es aber eben um Tara und ihre Entwickelung. Um ihre erwachenden Fähigkeiten und um ihre Liebe zu ihrer Heimat und deren Rettung. Es gibt viele tolle und vielschichtige Charaktere und ich vermute schon jetzt die ein oder andere Wendung. Das Figurenkonstrukt gefiel mir aber wirklich gut.
Ebenfalls gelungen sind der Spannungsaufbau und die Einführung in die Welt und die Grundidee. Diese finde ich wirklich fantastisch und das hatte ich sicher nicht erwartet. Doch die Geschichte ist logisch und wirklich spannend aufgebaut! Lediglich am Ende muss ich etwas kritisieren. Denn in den letzten Kapiteln flaut die Spannung ein wenig ab. Es gibt keinen richtigen Showdown und dadurch endet das Buch etwas abrupt. Andererseits war dieser seichte Abgang auch ungewöhnlich. Dennoch ist die Mitte des Buches deutlich spannender, als sein Ende. Mir fehlte ein wenig der Knalleffekt. Außerdem sind manche Handlungsteile etwas vorhersehbar, was schade ist. So bleibt die Autorin ihrer Idee aber treu und ein paar interessante Überraschungen gibt es dennoch.
Wirklich schön empfand ich auch den Stil von Claudia Romes. Sie hat es geschafft, eine Geschichte zum Genießen und Weglesen zu schreiben. Ich habe einen Großteil des Buches an einem Tag gelesen, denn wenn man einmal in dieser Welt abgetaucht ist, dann möchte man sie gar nicht mehr verlassen. Die Kapitel sind übrigens relativ kurz, was mir auch sehr gut gefiel. Sie haben Titel, welche ich nicht immer als aussagekräftig empfand, aber die dennoch passen. 
Und was ist mit dem Thema der Einhörner? Nun ja. Ich bin kein riesiger Einhorn-Fan. Doch die Einhörner haben einen schönen und auch dezenten Kontext. Und vor allem geht es nicht um kleine dicke Plüscheinhörner, sondern um die Könige der Fantasywelt. Es gibt auch weitere tolle magische Wesen im Buch. Die Totems konnten mich allesamt begeistern! Und diese Idee gefiel mir im Buch auch einfach am besten! Es gibt Phönixe, Greife und sogar Drachen. Aber wenn ihr rausfinden wollt, was es mit ihnen auf sich hat, dann greift zu „Unicorn Rise – Kristallflamme“ – es lohnt sich! Nicht nur für den klassischen Fantasyfan.



Fazit

„Unicorn Rise – Kristallflammen“ hat mich wirklich überrascht und das im positiven Sinn. Ich hatte keine großen Erwartungen, sondern stand der Geschichte eher skeptisch gegenüber. Vielleicht konnte Claudia Romes mich gerade deswegen so überzeugen. Die Geschichte um den Clan des Einhorns ist toll konstruiert und logisch aufgebaut. Die moderne Welt wird mit großartigen Fantasyelementen gepaart und so wird eine wirklich schöne Welt erschaffen. In dieser Welt finden sich interessante Figuren wieder, deren Geschichte ich gern noch weiter verfolgen werde. Wegen kleiner Kritikpunkte muss ich natürlich etwas abziehen, aber insgesamt bin ich selbst überrascht, wie gern ich dieses Buch gelesen habe! Und deswegen vergebe ich 4,5 Spitzenschuhe für Tara und ihr Totem.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

bisexuell, emotional, entscheidungen, entscheidungen treffen, erste liebe, erwachsen werden, familie, familienproblem, freundschaft, gleichgeschlechtliche liebe, homosexualität, jugendbuch, lgbt, musik, trauer

Eine Handvoll Lila

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734850301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Magellan Verlag ist für seine besonderen Geschichten bekannt. Hinzu kommen zumeist noch unglaublich detailreiche und wunderschöne Cover. So eher die Regel, als die Ausnahme bei Magellan. Und beides trifft auch auf das neue Buch „Eine Handvoll Lila“ zu. Es handelt sich um ein Buch, das sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog! Ich liebe das Piano als Instrument und die dargestellten Tasten sind einfach traumhaft. Dazu der einprägsame und ungewöhnliche Titel, die Farbe Lila und all die Noten. Ein perfektes Cover! Doch auch der Klappentext macht Lust auf mehr und er lässt bereits erahnen, dass die Geschichte dahinter intensiv, ernst und beeindruckend ist. „Eine Handvoll Lila“ handelt von einem Mädchen, das eigentlich schon alles erleben musste und noch immer leidet. Das Buch ist einfühlsam und besonders, es ist erschreckend und nimmt den Leser emotional mit. Mir gefiel nicht immer, was ich gelesen habe, aber es hat mich berührt! Denn dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes!


Klappentext
Lila lackierte Fingernägel sind das Markenzeichen von Grace und ihrer Mutter Maggie. Dabei könnten sie sonst nicht unterschiedlicher sein: die ehrgeizige Grace will nach der Schule Musik studieren, denn sie ist eine begabte Pianistin. Ihre Mutter dagegen ist das personifizierte Chaos und stolpert von einer schlechten Entscheidung in die nächste, ohne zu verstehen, was sie ihrer Tochter damit antut. Erst als Eva in ihr Leben tritt, glaubt Grace, sich mit ihrer Hilfe endlich aus den Fängen ihrer Mutter und der engen Kleinstadt befreien zu können. Doch als Maggie immer mehr an Bodenhaftung verliert, steht auch die Zukunft der beiden Mädchen auf dem Spiel. Jetzt ist es an Grace, sich und Eva zu retten, und endlich zu lernen, wie man liebt und wie man loslässt.


Meinung
Ich wollte „Eine Handvoll Lila“ aus verschiedenen Gründen lesen. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass das Cover mich beeindruckt hat. Das Thema der Musik war ebenfalls wichtig, aber der Klappentext reizte mich auch, denn er lässt eine sehr pure Geschichte erahnen. Meiner Meinung nach lässt sich das Buch in keine Schublade sortieren, denn es ist unglaublich vielseitig. Im Zentrum steht auf jeden Fall Grace. Sie ist die Protagonistin und der Leser muss zusehen, wie ihr Leben ein ständiges Auf und Ab imitiert. Grace ist eine unglaublich starke Persönlichkeit, die einfach viel zu früh erwachsen werden musste. Sie ist erst 17 Jahre alt und gibt alles für ihren Traum, Pianistin zu werden. Man erfährt sehr früh von einem Vorspiel in New York, für das sie in wenigen Monaten eingeladen wurde. Ihr Traum scheint zum Greifen nah zu sein. Doch nach und nach wird dem Leser klar, dass Graces Leben nicht nur chaotisch, sondern die reinste Katastrophe ist! Und das liegt an ihrer Mutter Maggie. Auch sie ist eine starke Frau, doch sie personifiziert all das, was Trauer mit einem Menschen macht und wie sie ihn in Abgründe stürzt. Denn Maggie ist schon längst am Abgrund. Sie ist Alkoholikerin, zieht von einer Wohnung in die nächste, findet immer wieder den neuen „Richtigen“, schleppt ihre Tochter immer weiter und gibt keinerlei Halt. All die Details um Maggie kommen im Buch nur nach und nach ans Tageslicht und jedes neue Detail machte mich als Leser fertig. Es ist einfach so traurig, zu beobachten, wie Maggie den Geburtstag von Grace vergisst, nicht mehr weiß, was sie am letzten Abend getan hat oder ihre eigene Tochter bestiehlt. Mir fehlten wirklich immer wieder die Worte! Und das Schlimmste daran: Es ist so realistisch! Ich konnte die Figurenzeichnung von Maggie sehr gut verstehen. Und genau diese Zeichnung macht auch aus Grace den Menschen, den wir kennen lernen: immer wieder verletzt, immer wieder enttäuscht. Diese Mutter-Tochter Beziehung ist grauenhaft, ist genauso wie sie nicht sein sollte und es zerriss mir das Herz. Aber jede Sekunde ist diese Beziehung authentisch beschrieben, sie wird unglaublich gut dargestellt und mich hat dieses ganze Thema sehr beeindruckt! Vor allem, wie Grace eben damit umgeht. Der Leser kommt nicht umhin, sich zu fragen, wie er selbst handeln würde, wenn die eigene Mutter so agiert. „Eine Handvoll Lila“ schildert Abgründe des täglichen Lebens, befasst sich aber mit wichtigen Themen (und häufiger auftretenden, als man denkt), wenn man mich fragt. Und der Alkoholismus, die Trauerverarbeitung und die Beziehungsentwicklung sind nicht einmal die  präsentesten Themen des Buches. Das große ist ein anderes. Denn die Liebesgeschichte des Buches spielt sich zwischen zwei Mädchen ab. Oh ja. Grace verliebt sich in Eva. Dabei hatte Grace bereits männliche Freunde. Sie ist bisexuell und geht vollkommen offen damit um! Ich finde es großartig, wie Grace zu diesem Schluss kommt, wie allgemein über Bisexualität geurteilt wird und auch, wie diese dargestellt wird. Denn Liebe ist Liebe. Und genau diese Botschaft bringt das Buch toll herüber. Für mich war es manchmal ein bisschen befremdlich, die Szenen zwischen den Mädchen zu verfolgen. Aber diese sind immer sehr sensibel beschrieben und ich fand sie auch sehr authentisch. Das Thema der Sexualität ist sehr gut geschildert und spielt eine große Rolle im Buch. Eva ist ein interessanter Charakter. Sie führt ein ähnlich furchtbares Leben, wie Grace. Denn ihre Mutter ist vor kurzem gestorben, von New York ging es ins kleine Kaff am Meer und sie gab das Balletttanzen auf. Eva ist vielschichtig und bringt viel Frische in die Geschichte. Grace ist vom ersten Augenblick an von ihr fasziniert. Diese Faszination konnte ich natürlich nicht in dieser Weise nachvollziehen, aber sie passt zum Buch. Nebenbei bemerkt, ist Eva übrigens farbig. Mir gefiel die Charakterauswahl des Buches sehr gut! Es bricht mit Konventionen. Die Protagonisten sind innerlich kaputt, bisexuell oder farbig. Man hat es hier nicht mit einer heile-Welt-Geschichte zu tun. Man befindet sich in der Realität. So brutal es auch ist. Aber Ashley Herring Blake macht eine tolle Geschichte daraus.In dieser hat mir manchmal aber der Spannungsbogen gefehlt. Zwischenzeitlich plätschert die Geschichte nur vor sich hin, bis sie am Ende richtig Fahrt aufnimmt. Die letzten 60 Seiten sind super spannend und interessant! Das Ende des Buches gefiel mir auch sehr, denn es ist einfach passend. Ebenfalls toll sind übrigens die liebevollen Nebenfiguren. Luca ist Graces bester Freund und er sorgt für so viel Freude im Buch! Auch seine Mutter Emmy ist ein so herzlicher Charakter, der dem Buch sehr gut tut. Zu Maggie brauche ich glaube ich nichts mehr zu sagen. Sie sorgte immer wieder dafür, dass ich verstört vor dem Buch saß. Denn „Eine Handvoll Lila“ macht genau das mit dem Leser: Es nimmt ihn emotional mit und lässt ihn nicht mehr los! Ich war von der Handlung zeitweise erschreckt und ich finde wenig an der Geschichte richtig schön. Aber beeindrucken konnte sie mich dennoch!Der Stil der Autorin ist flüssig und natürlich. Man kommt schnell durchs Buch, ihr Spannungsaufbau gefiel mir allerdings nicht so.


Fazit
Alles in allem ist „Eine Handvoll Lila“ ein Buch mit wertvollen Themen unserer modernen Gesellschaft. Es ist pur, leidenschaftlich, emotionsgeladen und erschreckend realistisch. Jeder Handlungsfaden weist Authentizität auf und man kann die Geschichte glauben. Diese hat so viele Aspekte, so viele verschiedene Diversity-Faktoren, dass das Buch allein deswegen interessant ist. Es geht um eine kaputte Mutter-Tochter-Beziehung, um ein Mädchen, das für seine Träume einstehen will, aber viel zu wenig interessiert, was es selbst vom Leben will und um eine gleichgeschlechtliche Liebe. Aber ich wiederhole mich: Liebe ist Liebe. Und genau das bringt „Eine Handvoll Lila“ auf den Punkt. Es ist nicht immer einfach im Leben – aber es ist das Leben. Und Grace macht das Beste daraus. Ich vergebe 4 von 5 Spitzenschuhen.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

ashley gilmore, dornröschen, fairyland, fantasy, lieb, liebe, love, magical, märchen, märchenadaptio, modern, new orlean, princess, princess in love, rosaly

Rosaly (Dornröschens Tochter): Princess in love 2

Ashley Gilmore
Flexibler Einband: 162 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 20.03.2016
ISBN 9781530417865
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vor einer ganzen Weile wurde ich auf die Bücher von Ashley Gilmore aufmerksam. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bekannten Märchenprinzessinnen in der nächsten Generation zu verfolgen. Und so hat sie ein schönes Szenario erschaffen, in dem die Töchter von Dornröschen, Belle, Arielle und Co. ein halbes Jahr in der Realität und nicht in ihrem Märchenland Fairyland verbringen. Sie haben die Aufgabe, Magie zu versprühen und diese Aufgabe nimmt jede einzelne von ihnen ernst. Was ein bisschen nach Kitsch und Naivität klingt, ist eigentlich jedes Mal eine zuckersüße (, wenn auch oft kitschige) Märchengeschichte, in der es um die ganz großen Themen des Lebens geht: Freundschaft und Liebe. Auch das zweite Märchenabenteuer „Rosaly – Dornröschens Tochter“ ist zuckersüß, kitschig, manchmal naiv, aber irgendwie genau das Richtige für zwischendurch, um zum Träumen anzuregen.



Klappentext

Lieben wir sie nicht alle, die klassischen Märchen um Dornröschen, Schneewittchen und Co.? Wer aber wusste, dass diese inzwischen heranwachsende Töchter haben, die auf der Suche nach ihren eigenen Prinzen sind? Nach ihrem Abschluss an der Crown School absolvieren die Prinzessinnen ein 6-monatiges Magical in der Realen Welt – Zauber und Liebe inklusive. Aber welche von ihnen will am Ende überhaupt noch zurück nach Fairyland? --- Rosaly, Tochter von Dornröschen und Prinz Philipp, darf ihr Magical in New Orleans absolvieren, wo sie den Liebenden als Hochzeitsplanerin behilflich sein soll. Schon am ersten Tag begegnet sie dem Jazzmusiker Henry, jedoch hat sie für eigene Liebesangelegenheiten leider kein ganz so gutes Händchen.


Meinung

Die erste Prinzessin, mit der Ashley Gilmore sich beschäftigte ist Lizzy, Cinderellas Tochter. Die zweite Geschichte handelt von Rosaly, Dornröschens Tochter, die gleichzeitig die beste Freundin von Lizzy ist. Zwischen dem Lesen von Band eins und zwei lag bei mir einige Zeit, weshalb ich Lizzys Geschichte nicht mehr ganz parat hatte. Aber das ist nicht schlimm, denn jedes Buch der Princess-in-love Reihe ist in sich abgeschlossen. Das Schema bleibt gleich: Die Prinzessinnen sind mit ihrer Ausbildung fertig und stehen nun kurz davor ihr Magical zu absolvieren. Im Klartext: Sie sind 6 Monate in der realen Welt auf sich selbst gestellt, danach sollen sie nach Hause zurückkehren und dort einen Prinzen heiraten. Doch auch in der realen Welt lässt sich natürlich die große Liebe finden…Rosaly ist ein zurückhaltendes und verträumtes Mädchen. Sie ist lieb und hat keinerlei Fehler, aber das sage ich nicht, um Kritik zu äußern. Ich mochte Rosaly, ich mochte ihre Naivität und ihre Sicht auf das Leben. Vor allem zum Ende hin hat mich das Naive zwar auch genervt, aber im Grunde verhält sie sich genauso, wie die Tochter einer Disneyprinzessin – gütig, liebevoll und aufopfernd. Rosaly ist ein wirklich schöner Charakter, den ich schnell ins Herz schloss. Und was mir im zweiten Teil dieser Reihe auch besser gefiel, als im Vorgänger, ist die Zeichnung des männlichen Protagonisten. Lizzys große Liebe empfand ich als etwas blass. Rosalys Traumprinz Henry ist bodenständig und charmant. Er ist der typische Jazzmusiker, der aber nicht um seine Existenz bangen muss. Er ist einfach super sympathisch. Und dass er mit zwei älteren Herren zusammen musiziert, bedeutet nur noch mehr Sympathie. Diese beiden bringen übrigens viel Leben uns noch mehr Humor in die Geschichte. Herrlich! Die beiden Protagonisten sind ein herzerwärmendes Paar, dessen Geschichte man genießen kann.Man darf an dieses Buch nicht mit Logik gehen. Nichts an dieser Geschichte ist logisch – aber alles ist märchenhaft und magisch. Es ist nicht Ziel der Geschichte, eine besonders realitätsnahe Liebesgeschichte zu schreiben. Das Ziel lautet vielmehr, mal abzuschalten, der Realität zu entfliehen und sich in einem modernen Märchen zu verlieren. Denn das ist das Buch für mich: Ein modernes Märchen, mit klassischen Elementen. Es gibt Augenblicke, wo man sich als Leser denkt: „Ja, klar. Als wenn man so viel Glück haben kann“, aber mir war das egal. Denn ich wollte einfach immer weiterlesen. Bei „Rosaly“ handelt es sich um ein kurzweiliges Vergnügen. Mit nur 158 Seiten ist es dünn und hinzukommt, dass die Schrift sehr groß ist. Man kann das Buch locker an einem Tag schaffen, selbst wenn man sich Zeit nimmt. Es ist einfach schön für zwischendurch. Der Stil von Ashley Gilmore ist nicht der eleganteste, aber er ist fließend. Sie erzählt märchenhaft und träumerisch und deswegen wurde ich schnell in die Geschichte gesogen und sie ließ mich nicht los. Das Finale ist herzlich und romantisch und das sind zwei Attribute, die man der gesamten Geschichte zu Gute halten muss. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich mir die nächsten Teile auch zulegen werde, aber dieses kleine Märchen war genau das Richtige für zwischendurch.

Fazit

„Rosaly – Dornröschens Tochter“ ist ein zuckersüßes Märchen für zwischendurch, das man einfach nur genießen kann. Man entflieht gemeinsam mit der verträumten Prinzessin der Realität und findet sich in einer romantischen Liebesgeschichte wieder. Vergesst die Realität und lasst euch nach New Orleans entführen, wo Romantik und Herz auf euch warten. Süße Charaktere, eine niedliche Geschichte, etwas viel Kitsch und Naivität, aber viel Potenzial zum Träumen – das ist „Rosaly“. Und dafür vergebe ich märchenhafte vier Spitzenschuhe.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

87 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

3. teil einer reihe, die fünfte welle, dystopie, dystopy, jugendbuch, rick yancey, science finction, sience fiction

Der letzte Stern

Rick Yancey , Thomas Bauer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.10.2017
ISBN 9783442487059
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

amerika, mareike allnoch, tanzen, verlag drachenmond, verliebt in einen star

Den Sternen so nah

Mareike Allnoch
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 23.05.2016
ISBN 9783959912136
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

musik

Der Klang der ungespielten Töne

Konstantin Wecker
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 23.10.2017
ISBN 9783579086606
Genre: Biografien

Rezension:

Wenn ich einen musischen Bereich nennen müsste, den ich wirklich beherrsche, dann ist es das Tanzen. Wenn ich einen musischen Bereich nennen müsste, den ich wirklich gern könnte und vergöttere, dann ist es das Klavierspielen. Das eine kann ich, das andere könnte ich gern – und beides liebe ich. Und weil ich das zweite nur durch Hören von Musik ausleben kann, freue ich mich immer, wenn ich Bücher mit dem Thema des Pianos entdecke. Deswegen wollte ich auch direkt die Neuauflage des Buches „Der Klang der ungespielten Töne“ von Konstantin Wecker lesen. Das Cover nahm mich sofort gefangen, aber vielmehr gefiel mir der Titel. Poetisch und charmant – das sind Attribute, die zu diesem Buch gehören! Allerdings sind Handlungsteile auch ungewöhnlich, verwirrend oder fremd. Aber authentisch – und nichts anderes habe ich erwartet.

Klappentext
Auf seiner Suche nach der Wahrheit der Musik droht der junge talentierte Musiker Anselm Cavaradossi sich selbst zu verlieren. Weder Blues noch Rock 'n' Roll noch die Begegnung mit dem geheimnisvollen Lehrer Karpoff vermögen seine Sehnsucht zu stillen. Enttäuscht gerät er in die Fänge des Musikbusiness: Partys, falsche Freunde und die Ehe mit einer Frau, die er nicht liebt. Erst die Cellistin Beatrice öffnet ihm die Augen …

Meinung
„Der Klang der ungespielten Töne“ ist kein gewöhnliches Buch. Konstantin Wecker ist ein Künstler und das mit jeder Faser seines Körpers. Das lässt sich in seiner Handlung, seinem Stil, aber auch in der Wahl seines Protagonisten erkennen. Anselm ist ein komischer Kauz. Er ist eigensinnig, aber auch frisch. Er hat eine vollkommen andere Lebenseinstellung, als Gleichaltrige und das liegt auch an seiner Liebe zur Musik. Anselms Einstellung ist bemerkenswert, sie macht ihn aber auch einsam. In einer Textstelle wird sehr deutlich, wie wichtig ihm die Musik ist:
„Ich wollte für die Kunst leben, wenn’s sein musste auch sterben, mich von ihr berauschen lassen, in ihr blühen und verglühen – die Musik als philosophisches Konzept zur Gestaltung der Seele, das war mir nicht geheuer.“ (S. 44)
Oft geht es um Buch um die Frage des Seins, um Grundfragen des Lebens. Für Anselm ist das Leben kein leichtes. Er weiß, dass er es nur mit der Musik verbringen will, macht sich auch schnell einen Namen, hat aber nicht die Geduld, um zu reifen. Deswegen wird er schnell kommerziell und will nur möglichst schnell viel Geld machen. Der Plan geht auf. Doch dabei verliert er sich selbst. Und um diesen Prozess geht es die meiste Zeit des Buches. Das Verlieren und das Wiederentdecken. Dieser Prozess ist kein leichter und man kann dieses Buch auch nicht als Unterhaltungsroman bezeichnen, aber man hat dennoch Spaß mit Weckers Poetik. Ich habe mir viele Stellen im Buch markiert, denn immer wieder konnte den Autor mich mit seinen tiefgründigen Worten überzeugen:
„Die Wahrheit der Klänge öffnet sich nur dem, der seinem Selbst in der Stille begegnet ist. Am leichtesten zu verstehen ist das durch einen Vergleich mit der Sprache: Ebenso wie ein Wort im Laufe eines bewussten Lebens an Bedeutung gewinnt, erschließt sich der entwickelten Seele ein und derselbe Ton in einem reicheren Klang, mit der ganzen Fülle seiner und des Hörers Geschichte.“ (S. 47)
Weckers Stil ist nicht einfach, aber schön. Und vor allem ist intelligent und tiefsinnig. Wecker scheint über jeden Satz genau nachgedacht zu haben und die Worte abgewogen zu haben. Das war sehr schön zu beobachten. Ich muss aber auch sagen, dass man das Buch in ruhigen Momenten lesen sollte, denn ansonsten hat man zu wenig Konzentration. Um „Der Klang der ungespielten Töne“ richtig genießen zu können“ braucht es Ruhe.Und Ruhe ist ein gutes Stichwort. Für Anselm geht es viel um Stille. Am Ende wird er beinahe wahnsinnig, indem er die Stille lebt. Das ist befremdlich, aber auch lesenswert. Auch hier ein kluges Zitat zur Stille und zum Schweigen:
„Es geht nicht ums Schweigen, lieber Freund, es geht um Stille. Das Schweigen hat nur insofern etwas mit der Stille zu tun, als man zuerst einmal zu schweigen hat, um in die Stille zu gelangen.“ (S. 74)
Es ist nicht einfach zu begreifen, was der Autor mit dem Buch sagen möchte, denn es steckt viel Geschichte darin. Aber ich glaube, dass jeder etwas aus dem Büchlein mitnehmen kann. Die Handlung ist nicht die spannendste, aber sie ist interessant. Es gibt Teile, die biografisch inspiriert sind und das merkt man auch. Insgesamt ist Anselm eine kuriose Persönlichkeit. Nebenfiguren gibt es wenige. Da wären lediglich Anselms Eltern, seine egozentrische Frau und sein Lehrer Karpoff. Letzterer war für mich der interessanteste. Man muss aber sagen, dass das Buch nicht von seiner Figurenkonstellation lebt, sondern vielmehr von seinem eigenen Klang, seinem Thema, seiner Liebe zur Sache selbst - zur Musik.Außerdem gibt es für jeden kleine Wahrheiten in diesem Buch. Mein Lieblingszitat war auf jeden Fall das folgende:
„Dem geschulten Ohr fällt auf, wenn Menschen lügen. Wer lügt, verspannt sich, und seine Stimme gleicht dem Ansatz einer Melodie, die noch auf der Suche nach ihrer tonalen Zugehörigkeit ist. Ehrliche Melodien dagegen sind sich selbst genug. Welch ein grässliches Konzert menschlicher Unaufrichtigkeit bietet sich doch dem Horchsamen.“ (S. 20)

Fazit
„Der Klang der ungespielten Töne“ ist ein interessantes, aber spezielles Buch. Es ist sehr poetisch und tiefsinnig und macht deswegen auf jeden Fall Freude zu lesen. Manchmal ist es aber auch merkwürdig und man muss sich an die Handlung gewöhnen, die für den ein oder anderen monoton daher kommt. Mich konnte das Buch, auch durch seinen tollen Stil und das interessante Thema, sehr beeindrucken. Ich habe noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf Musik bekommen und ziehe meinen Hut. Vier von fünf Spitzenschuhen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(878)

1.783 Bibliotheken, 67 Leser, 0 Gruppen, 331 Rezensionen

angst, ängste, berühre mich. nicht., freundschaft, laura kneidl, liebe, liebesroman, love, luca, lyx verlag, missbrauch, nevada, new-adult, sage, vergangenheit

Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(153)

365 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

die grimm chroniken, fantasy, gebrüder grimm, highlight, liebe, märchen, märchenadaption, maya shepherd, neu, prinzessin, psychiatrie, rätsel, rumpelstilzchen, schneewittchen, sternensand verlag

Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 146 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.02.2018
ISBN 9783906829708
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

dramatische veränderungen, ein buch über freundschaft, freundschaft, geheimnisse, gruppendynamik, intriegen, intrigen, jugendbuch, jugendroman, liebe, lüge, lügen, rache, spannend, verrat

Bad Boys and Little Bitches

Andreas Götz , Kerstin Schürmann
Fester Einband
Erschienen bei Oetinger, 24.07.2017
ISBN 9783789107641
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(74)

122 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

cinderella, cyborg, dystopi, familie, fantasy sci-fi, freundschaft, jugendbuch, kai, kaiser, krieg, liebe, luna, luna-chroniken, märchen, prinz

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker , Vanida Karun
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 20.12.2013
ISBN 9783867421577
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

ägypte, chaos, chaosherz, chaos-reihe, fantasy, fehde, götte, götter, hexe, hexen, highschool, impress, jugendbuch, magie, teresa sporrer

Chaosherz

Teresa Sporrer
E-Buch Text: 325 Seiten
Erschienen bei Impress, 03.11.2016
ISBN 9783646602555
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 
446 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.