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215 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

tiger, eine unsterbliche liebe, pfad des tigers, indien, colleen houck

Pfad des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

Colleen Houck , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.01.2014
ISBN 9783453315303
Genre: Kinderbuch

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

hörbuch

Aquila

Ursula Poznanski , Tom Appl , Laura Maire , Caroline Neven Du Mont
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.08.2017
ISBN 9783844527377
Genre: Jugendbuch

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Enter the Black

T.K. Alice
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 19.09.2017
ISBN 9783740732028
Genre: Fantasy

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humor, tommy jaud, hörbuch, arbeitslos, mieter

Millionär

Tommy Jaud , Christoph Maria Herbst (Sprecher)
Audio CD
Erschienen bei Argon, 12.02.2009
ISBN 9783866107342
Genre: Romane

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magie, romance, götter, pferdevolk, mystisch

Götternacht

Anna Bernstein
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2014
ISBN 9783404170128
Genre: Fantasy

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studienfahrt, kinder, liebesroman, studenten, österreich

Soulmates: Time is on your side

Nathalie Lina Winter
E-Buch Text: 601 Seiten
Erschienen bei Amazon Kindle Publishing, 27.09.2017
ISBN B075ZW8WF9
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vor einigen Monaten kam von einer super sympathischen Autorin eine Anfrage bezüglich ihres Debütromans. Der Klappentext klang klasse und so sagte ich zu, das Buch bei Erscheinen zu lesen. Es erinnerte mich an eine meiner Lieblingsgeschichten und ich freute mich auf „Soulmates – Time is on your side“ von Nathalie Lina Winter. Nathalie ist mir wirklich sehr sympathisch, umso trauriger bin ich, dass mir ihr Debüt wirklich gar nicht gefiel und ich so viel Kritik habe. Aber das Buch konnte mich zu keiner Zeit überzeugen. Sprachliche Fehler sind noch das kleinste Übel, fehlende Handlungslogik, ja sogar sich zwischendurch ändernde Fakten und unsympathische Figuren waren viel schlimmer. Das größte Manko ist aber die Realitätsferne, die im Roman vorherrscht. Ich hatte keinen Spaß beim Lesen, dabei weiß ich, wie viel Liebe in diesem Buch steckt. Schade, aber „Soulmates“ ist meiner Meinung nach in jeder Hinsicht ein schwaches Buch.


Klappentext
Als Karena ihre Sandkastenliebe Timo an der Uni wiedertrifft, fällt sie aus allen Wolken. Er, der sie damals hat eiskalt sitzen lassen! Um nicht erneut verletzt zu werden, hält sie Abstand zu ihm. Doch dann fährt ausgerechnet Timo bei einer gemeinsamen Studentenfahrt mit. Zunächst ist keiner der beiden begeistert von der Idee. Ohne es jedoch zu wollen, nähern sie sich zaghaft an. Wird Karena Timo ein zweites Mal vertrauen können?


Meinung
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Natürlich will ich niemanden verletzen und jedem sollte bewusst sein, dass es sich hier lediglich um meine Meinung handelt, aber es fällt mir tatsächlich schwer, etwas Positives an „Soulmates“ zu finden. Dennoch beginne ich mit dem Guten:Die Geschichte beginnt überschaubar. Man lernt Karena und ihre Studentenclique kennen – alles ganz normal. Die Clique ist bunt zusammengewürfelt und sympathisch. Plötzlich taucht Renas bester Freund aus Kindheitstagen an der Uni auf und alles ändert sich. Bis hierhin ist die Idee gut. Die beiden Protagonisten verbindet eine gute Chemie. Die Szenen zwischen den beiden sind tatsächlich die besten. Ich verstehe, dass manche Leser von „Suchtfaktor“ sprechen, wenn sie über das Paar schreiben. Aber obwohl die beiden etwas ganz Besonderes verbindet, empfand ich die Aufeinandertreffen zu gekünstelt und vorhersehbar. Trotzdem lassen sich die Chemie und die Konstellation der Clique loben.Das war es leider mit meinem Lob.  Normalerweise würde ich nicht bei der äußeren Form eines Romans anfangen, aber ich gehe mal chronologisch vor. Eine Sache muss ich doch noch loben und das ist das Cover. Es passt gut zur Geschichte und zieht den Blick auf sich. Schlägt man aber dann das Buch auf, wird man nur so von Fehlern überhäuft. Bei Selfpublishern sehe ich gern über den ein oder anderen Fehler hinweg, aber hier waren es wirklich zu viele. Das sind manchmal Kommafehler, manchmal kleine Tippfehler, aber eben auch große grammatische Fehler („sie wank“, statt „sie winkte“; GKS, GZS). Man überliest diese Rechtschreibfehler natürlich, schön sind sie dennoch nicht. Viel, viel schlimmer sind aber Bezeichnungsfehler, Verwirrungen oder einfach sich ändernde oder falsche Fakten. Anders kann ich es gar nicht nennen. Der Schreibstil von Nathalie Winter ist nicht gut. Es gibt hunderte Wiederholungen, die einfach zu oft vorkommen. Am meisten störten mich die Bezeichnungen „Sandkastenliebe“, die andauernd für Timo verwendet wird und die Metapher „Ping Pong Spielen“, in Bezug auf Renas Herz. Ich glaube diese Metapher taucht mindestens sechs Mal auf, in Kapitel 9 und 10 auf jeden Fall drei Mal. So eng aneinander gehäuft störte mich das sehr. Aber auch, wenn von Timo die Rede ist und er nur „der Student“ genannt wird, fällt man aus dem Lesefluss. Solche Bezeichnungen waren viel zu distanziert. Was mich am Stil aber wirklich störte, waren die Worte „dies/e“ und „sowie“. Die Autorin benutzt beides ziemlich oft. Im Grunde ist das nicht falsch, aber es ist viel zu formell für einen Roman. So schreibt man, aber nicht in einem Buch. Ein Buch sollte dem Mündlichen näher sein, als der Schrift und die Formulierungen mit „dies“ waren einfach schlecht. Ein Beispiel:
„Viele der Studenten sahen dies zum ersten Mal richtig live; nur ein paar von ihnen, unter anderem eben ich und mein Bruder, kannten dies schon.“ (37%)
Beim ersten Lesen ist das vielleicht gar nicht so schlimm, kommt es aber auf jeder zweiten Seite vor, ist es einfach zu viel. Hätte es sich hierbei um einen Aufsatz meiner Schüler gehandelt, hätte ich sowohl „Wiederholung“ an den Rand geschrieben, als auch, dass man sich selbst immer am Ende nennt. Aber das passt zu Rena, denn ich fand sie super egoistisch. Aber dazu gleich. Noch bin ich bei den formellen Fehlern. Rena hat zwei beste Freundinnen und die drei gehen durch dick und dünn. Ich fand es unglaublich nervig, dass die beiden immer für sie da waren, sie selbst kümmert sich eigentlich aber überhaupt nicht um Kathi oder Jasmin. Eine Stelle hat mich dann doch sehr verwirrt. Von wem ist hier die Rede. Kathis oder Jasmins Exfreund?
„Mirco war Kathis Freund gewesen. Inzwischen waren die beiden seit mehr als einem Jahr getrennt, nachdem an der Uni das Gerücht herum ging, dass er drogenabhängig sei. Letztendlich hatte er es in einem Rausch zugegeben und war auf Bitten von Jasmin und seinen Eltern in eine Entzugsklinik gegangen. Der Kontakt zwischen ihnen brach nach zwei Besuchen und schlussendlich kam es zur Trennung von ihnen.“ (24%).
Bitte was?! Also wenigstens die Autorin sollte ihre Charaktere doch bitte nicht verwechseln. Für mich waren beide aber sowieso ziemlich farblos, weshalb ich bis kurz vor Ende nicht auseinanderhalten konnte, wer wer ist. Eigentlich sind die beiden auch nur dafür da, um Rena gegenüber zweideutige Andeutungen fallen zu lassen.Ein Beispiel für ziemlich falsche Fakten habe ich noch. An dieser Stelle musste ich das Buch wirklich weglegen und aufschluchzen. Ich habe Deutsch und Geschichte studiert. Eine meiner liebsten historischen Persönlichkeiten ist Kaiserin Elisabeth von Österreich, auch bekannt als Sissi. Offenbar mag auch Rena sie sehr gern. Als dann aber folgender Satz kam, konnte ich die Geschichte einfach nicht mehr ernst nehmen und war nicht zum ersten Mal kurz davor das Buch abzubrechen.
„Unter anderem eben auch das Schloss Schönbrunn, in dem Kaiserin Elisabeth von Österreich im 16. Jahrhundert gelebt hatte.“ (39%)
Für alle, die sich nicht für Geschichte interessieren: Kaiserin Elisabeth lebte von 1837-1898. Das ist das 19. Jahrhundert. Ich hoffe wirklich, dass es sich hier nur einen Tippfehler handelt, denn die 6 und 9 liegen auf der Tastatur ja nahe beieinander. Aber so etwas muss im Lektorat gefunden werden…!Es gibt noch die ein oder andere Stelle, die ich sprachlich wirklich schlecht fand. Zum Beispiel wird zu Beginn der Ski-Studienfreizeit erklärt, was es für Skistile gibt. Diese Passage klang wie aus Wikipedia kopiert. Nathalie Lina Winter gibt sich immer Mühe, mit Emotionen und Gefühlen zu spielen und man merkt, dass ihr gerade das wichtig ist. Wenn dann aber so neutrale und völlig unnötige, ja sogar lahme Erklärungen kommen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Einen Gefallen hat sie sich damit jedenfalls nicht getan.Ebenfalls nervig fand ich die Flashbacks in die Kindheitserinnerungen. Meiner Meinung nach waren sie viel zu lang. Auch doof: An einer Stelle wird Renas „braune Mähne“ (82%) erwähnt, dabei bin ich mir sehr sicher, dass sie vorher als blond vorgestellt wird. So etwas gibt es auch bei Timo. Er war sechs Jahre lang mit seiner Ex-Freundin zusammen. In einem anderen Kapitel sind es dann nur noch drei Jahre gewesen (98%). Auf der Hinfahrt der Skifreizeit sind die Studenten erst mit dem Zug und danach mit dem Bus gefahren, auf dem Rückweg war es dann nur noch der Bus (86%)…Ich mag mich bei der ein oder anderen Stelle geirrt haben, aber diese Handlungsfehler waren verwirrend und keine Einzelfälle. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass das Buch nicht noch einmal überarbeitet wurde.Schon allein wegen des Stils war ich oft kurz davor das Buch abzubrechen. Aber das wollte ich nicht, denn ich hatte ja zugesagt, es zu lesen.Problematisch war für mich auch die Länge des Buches. Denn das Buch hat um die 600 Seiten. Das ist wirklich ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass ja eigentlich nichts passiert. Das leitet mich über zur Handlung.Diese ist ehrlich gesagt schnell erzählt. Denn es geht wirklich 600 Seiten darum, dass Rena Timo total verfallen ist, das aber nicht zugeben will und ihre gemeinsame Vergangenheit vorschiebt. Dieses ganze Vergangenheitsszenario fand ich so weit hergeholt. Die beiden waren nicht etwa mit 12 oder 14 oder so befreundet, sondern wirklich so mit 6 Jahren…Aber schon damals wussten sie, dass es Liebe sein würde. Muss ich weiter sprechen?! Vielleicht gibt es so etwas wie Seelenverwandtschaft ja, aber ich fand das einfach nur unlogisch. Hinzu kommt, dass Timo dann ja irgendwann weg ist, als Rena vielleicht 8 oder 10 Jahre alt ist? Älter schien sie nicht zu sein. Und irgendwann mit 13 oder so bricht der Kontakt komplett ab. WIESO? Das ist die große Frage des Romans. Denn die ganze Zeit über will Timo ihr das eigentlich erzählen, aber irgendwie kommt es eben nicht dazu. Viel schlimmer ist, dass es ja nicht so furchtbar sein kann. Der Leser erfährt es dann auch irgendwann in einem der Kapitel, die aus Timos Sicht verfasst sind (davon gibt es nur zwei. So nebenbei…Auch so eine Sache: Der Perspektivwechsel sorgte für Abwechslung und gefiel mir wirklich gut! Warum wurde er dann nicht durchgehalten? Zwei von 32 Kapiteln ist dann ja doch ziemlich inkonsequent), warum er sich nicht mehr gemeldet hat. Ich fand den Grund gar nicht so mies. ABER: Selbst ganz am Ende sagt er Rena nicht die volle Wahrheit. Zumindest habe ich sie nirgendwo gelesen. Das allerschlimmste an diesem Buch ist die Realitätsferne. Was meine ich damit? Einiges.Nichts, wirklich nichts kann in der Realität so geschehen, wie es im Buch beschrieben wird. Jedenfalls was die äußeren Umstände betrifft. Beginnen wir mal mit der Uni. Rena und ihre Freunde sind nicht mehr neu an der Uni, die meisten sind im 3. Semester. Das heißt in der Realität ja, dass man seit anderthalb Jahren studiert. Rena studiert Literatur, was meinem eigenen Studiengang (Germanistik) durchaus ähnlich ist. Ich denke also, ich weiß wovon ich spreche. Der Studiengang an sich wird auch nicht falsch dargestellt. Unlogisch ist aber, dass Rena schon zu Semesterbeginn für Hausarbeiten recherchiert. Oder auch, dass sie nicht nur von Dozenten, sondern oft von „Lehrern“ und „Unterricht“ spricht. DAS TUT KEIN STUDENT. Jedenfalls nicht an meiner Universität. Keine Ahnung, ob Heidelberg da anders ist. Auch spricht Rena in einem Kapitel davon, dass sie bereits vier Vorlesungen/Seminare hinter sich hat. Das bedeutet in der Realität, da eine Vorlesung ja 90 Minuten geht und immer eine halbe Stunde zwischen diesen liegt, dass es, selbst wenn Rena um 8 Uhr morgens anfängt, mindestens schon 16 Uhr ist. Aber nein…es ist gerade mal Mittag. Aber es wird noch besser. Denn weil es Kathi und Jasmin gefällt, ist es möglich einfach mal so mitten im Semester eine Studienfahrt zu organisieren. Nagut. Schon mal unlogisch. Aber natürlich kommen auch noch Dozenten mit auf diese Fahrt, die übrigens rein gar nichts mit einem Studium zu tun hat, sondern lediglich eine Ski-Freizeit ist. Das Argument ist ja auch immer, dass man noch am Anfang des Semesters ist. Dabei sind schon mindestens zwei Monate im Buch behandelt. Das heißt, dass man mindestens in Woche 8 ist, ein Semester aber nur 14 Wochen geht, was keinesfalls „Anfang des Semesters“ ist. Solche Darstellungen ließen mich die Haare raufen. Das schlimmste aber war Timo in diesem Zusammenhang. Er ist Medizinstudent im dritten Semester. Ich kenne Medizinstudenten. Im dritten Semester sind die noch sowas von ahnungslos. Da beginnt man grade erst mit dem Eingemachten. Timo ist allerdings ein Vollprofi, er ist ein Held, ja ein Gott, wenn es um Medizin geht und er ist ja so erfahren *.* Nach anderthalb Jahren?! Auch Renas Bruder ist Student und es wird erwähnt, dass er an seiner Doktor-/Masterarbeit schreibt. Aber auch er ist im dritten Semester…also irgendwie kann da doch was nicht stimmen?!Ich hoffe, ich bin nicht die Einzige, die über all diese Umstände stolperte. Aber ich war über das Handlungskonzepts des Romans so schockiert, dass mir noch immer die Worte diesbezüglich fehlen.Ein weiterer Punkt, den ich kritisieren muss, ist die Wertevorstellung im Buch. Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Rena und Timo, das einem schon mal auf die Nerven gehen kann, aber ja auch in gewisser Weise den Roman ausmachen soll. Timo flirtet andauernd mir Elena, der „Erzfeindin“ von Rena, wessen sie niemals  müde wird zu betonen. Ob er auch mit ihr schläft ist lange nicht klar. 
(Achtung Spolier) Aber Rena hat Sex mit wem anders, obwohl sie einen Tag vorher erst mit Timo geschlafen hat. Das tut ihr auch sehr leid und passierte nur im Suff. Aber irgendwann ist das dann für beide vollkommen okay. Sogar noch besser. Am nächsten Tag weiß Rena doch wirklich nicht, warum Timo sauer auf sie ist, obwohl Timo sie mit einem anderen erwischt hat. Also wirklich in flagranti:
„Ich verstand sein kaltes Verhalten mit gegenüber einfach nicht. Warum war er so kühl zu mir? Warum schnitt er mich so?“ (73%)
Ja, warum nur???? Er hat ja nur gesehen, wie du mit wem anders geschlafen hast, obwohl ihr ja schon was miteinander hattet…Ende Spoiler.
Das leitet mich zu den Charakteren über. Mir gefiel Timo deutlich besser als Rena. Allerdings bekommt man von ihm auch nicht so viel mit und wenn doch, dann kommt er schon ziemlich sexbesessen herüber und macht Rena die ganze Zeit nur an. Aber er ist sich schnell sicher, dass er Rena liebt. Rena hingegen betont immer wieder, wie scharf Timo doch ist. Aber sie will ja nichts von ihm. Sie wird als relativ intelligent, nett und hübsch beschrieben. Sie ist immer freundlich und alle lieben sie. Das ist natürlich totaler Schwachsinn. Eigentlich ist Rena sogar ziemlich fies, vor allem Elena gegenüber. Aber auch ihre eigenen Freunde sind ihr ziemlich unwichtig. Sie muss immer im Mittelpunkt stehen. Irgendwann wird gesagt, dass Rena es im Bett lieber etwas heiß hat. Und im nächsten Kapitel sagt sie dann, wie verklemmt sie ist. Achso. Dieses Mädchen ist inkonsequent, sprunghaft und absolut unsympathisch. Meiner Meinung nach. Die Nebenfiguren sind deutlich die besten. Mir tat Pascal sehr leid und auch Renas Bruder Simon war für mich eher ein Opfer als ein Held – jedenfalls in Renas Augen.Das Buch ist übrigens aus der Ich-Perspektive geschrieben. Im Grunde gefällt mir dieser Stil, aber da ich Rena nicht mochte, hatte ich so meine Probleme. Zwischendurch tauchen immer wieder Whatsapp-Texte auf. Das fand ich gut, denn es lockert den Text auf. Störend ist aber, dass meistens der letzte Satz eines Kapitels schon ein Einblick ins nächste ist, nach dem Motto „Doch-was-dann-geschah-konnte-wirklich-keiner-ahnen“. Und dann passiert wirklich was total Katastrophales. Mehrere Leben sind in diesem Buch bedroht – vollkommen absurd, wenn ihr mich fragt. Richtig Lachen musste ich übrigens beim vorletzten Kapitel. Denn in diesem erinnert Rena sich zurück an all die Momente, die sie mit Timo durchlebt hat. Und wie erinnert sie sich? Indem einfach noch einmal alle Szenen erneut abgedruckt sind! Im Ernst! Copy and paste…Ich war ganz froh, denn so konnte ich alle Stellen überspringen und war schneller durch. Das Ende des Buches ist in Ordnung. Aber warum aus den beiden Protagonisten eine Trilogie gemacht werden soll, verstehe ich beim besten Willen nicht. Im letzten Kapitel wird in einem Nebensatz ein möglicher Grund erwähnt, aber das wäre mehr als erzwungen. Aber gut.


Fazit
Ich glaube, ich habe noch nie eine so ausführliche Rezension geschrieben. Aber da mir „Soulmates – Time is on your side“ einfach überhaupt nicht gefiel, hatte ich das Bedürfnis, meine Kritikpunkte auch zu belegen, ich habe mir das schließlich nicht ausgedacht. Es gibt sicher viele Leser, denen dieses Buch gefällt. Meiner Meinung nach ist die Autorin noch am Anfang und muss bezüglich ihres Stils noch sehr viel dazu lernen und den ein oder anderen Testleser mehr bemühen. Ich weiß, dass das Taschenbuch wohl noch einmal überarbeitet wurde, da Rechtschreibfehler auffielen. Aber die Logikfehler wurden sicher nicht behoben. Manchmal ist weniger einfach mehr und ich finde, dass dieses Buch gekünstelt in die Länge gezogen wurde. Ich habe mich wirklich durch die 600 Seiten gequält!Der Stil ist schlecht, die Handlung unlogisch und die Charaktere egoistisch. Nichts an diesem Buch brachte mir Spaß. Lediglich die Chemie zwischen Timo und Rena wurde gut eingefangen und das ist der Grund, warum ich gerade noch 2 Spitzenschuhe vergebe. Es tut mir wirklich leid, aber Ehrlichkeit empfinde ich wichtiger als Sympathie.

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437 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

1001 nacht, liebe, magie, fluch, orient

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

sabine schulter, azur, finale, träume, traumperlen

Azur 3: Behüterin der Träume

Sabine Schulter
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei null, 29.09.2017
ISBN B074SJ5252
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es ist bereits Jahre her, als ich das erste Mal auf ein Buch von Sabine Schulter traf. Damals nahm ich an der Leserunde zu „Azur – Wenn eineDiebin liebt“ teil und las das selbstverlegte Buch ohne große Erwartungen. Doch mit dem ersten „Azur“-Teil fing eine Reise an, die bis heute nicht endete und es auch in Zukunft nicht tun wird. Meine Begeisterung für die Ideen und Geschichten der Autorin fanden hier ihren Ursprung, denn mit „Azur“ schuf Sabine Schulter eine Figur, die man lieben muss. Ein Buch, das Suchtfaktoren neu definierte. Auch Teil zwei der Reihe gefiel mir gut und seitdem lese ich jedes Buch von Schulter. Nun ist „Azur – Die Behüterin der Träume“ erschienen, der dritte Teil der Azur-Reihe, der eigentlich nie geplant war. Doch die Geschichte ließ seine Leser nicht los und so wurde weitergeschrieben. Ich hielt anfangs nicht sehr viel von dieser Idee. Wieso kann man Geschichten nicht so lassen, wie sie enden? Warum künstlich an Dingen festhalten, die doch schon gut waren?! Aber nach dem Lesen muss ich sagen: Zum Glück hat die Autorin sich für das Weiterschreiben entschieden! Denn so ist eine tolle und nahtlos wunderbare Geschichte entstanden, die einfach in den Azur-Kosmos gehört!


Klappentext
Nachdem Saphirs Diebesgilde auf so spektakuläre Weise gesprengt wurde und Jess endlich ihre Freiheit zurückerlangt hat, hofft sie auf ein friedliches Leben an Cedrics Seite. Doch als manipulierte Traumperlen auf dem Schwarzmarkt auftauchen, muss sie sich erneut einer Aufgabe stellen, die sie an ihre körperlichen Grenzen bringt.Überraschenderweise reicht ihre Gabe, die so viel stärker ist als der Durchschnitt, nicht aus. Nur Adam, einer ihrer Behüteranwärter, scheint in der Lage zu sein, ihr und Cedric bei dieser neuen Gefahr zu helfen. Genauso wie die neu erwachte Diebesgilde.


Meinung
Der dritte Teil der Reihe ist eigenständig und dennoch ist er ein Muss für Fans der bisherigen Dilogie. Er ist eine Art Bonus, ein Gefühl von Heimat und Nach-Hause-Kommen, das jedem Fan herzlich willkommen sein wird. Nach wenigen Seiten fand ich mich bereits zurückkatapultiert in die Geschichte und die Seiten flogen dahin. Schulter schafft es jedes Mal, den Leser zu einer Art Familienmitglied werden zu lassen. Dafür sorgt die Charaktervielfalt, die in ihren Büchern vorherrscht. Diese gibt es auch bei Azur. Natürlich steht Jess gemeinsam mit Cedric im Mittelpunkt. Beide Figuren sind nicht die typischen Protagonisten. Jess hat bereits einen tollen Reifungsprozess durchgemacht, ihre Schwächen blitzen aber immer noch auf. Cedric ist der Bad Boy, der Draufgänger, der sich in das schöne Mädchen verliebt hat. Bis hierhin klingt das vielleicht normal, aber Cedric ist einfach so schön stark von sich selbst und seinem Ego eingenommen, dass er eben doch nicht ganz normal ist. Hinzu kommen die Jungs der Behütertruppe Leander, Julian und Vincent. Alle drei hat man schon früh ins Herz geschlossen und sie ergänzen sich prima. Julian war schon früher der Liebling vieler Leser und gerade deshalb spielt er in diesem Buch eine größere Rolle als bisher, was mir persönlich sehr gut gefiel! Zu den altbekannten gesellen sich natürlich neue Charaktere. Das finde ich auch gut, denn so wird das Setting verlagert. Die Geschichte spielt ein Jahr nach Ende des zweiten Buches und die Umstände haben sich deutlich verändert. Es ist viel ruhiger geworden, die Behüter gehen ihrem Job nach und das schließt Jess mit ein. Sie ist eine Legende – sowohl unter den Behütern, als auch den Dieben. Dieser Status kommt im Buch sehr gut rüber und passte sich schön in die Geschichte. Die neuen Charaktere und auch der Zeitabstand sorgen dafür, dass man es zwar mit der gleichen, aber eben auch einer vollkommen anderen Geschichte zu tun hat. Die Jungs und Jess sollen neue Behüter ausbilden – die besten ihres Jahrgangs natürlich. Und so kommen Figuren wie Adam und Olive ins Spiel. Adam ist ein ähnlich von sich eingenommener Charakter wie auch Cedric, was Hahnenkampf vorprogrammieren lässt. Aber das heißt auch, dass es interessant wird.Interessant ist das Buch allemal. Nicht nur die Figurenkonstellation ist gelungen, indem so viele verschiedene Charaktere aufeinandertreffen und die verschiedenste Emotionen hervorgerufen werden, auch die Handlung ist gut durchdacht. Im Großen und Ganzen finde ich, dass in diesem Buch das Zwischenmenschliche viel wichtiger ist, als das Drumherum. Aber das Drumherum ist spannend und somit muss ich auch die Handlung loben. Denn Sabine Schulter stellt nicht nur Werte wie Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt in den Fokus, sondern eben auch die actiongeladenen und spannenden Handlungsteile, die mit dem Thema der Traumperlen einhergehen. Dieses Thema und die Idee haben mich schon immer begeistert, denn ich denke, dass Träume und ihre Bedeutung vollkommen unterschätzt werden. Daher gibt es viel Spielraum für die Handlung. Wie aus dem Klappentext zu entnehmen ist, tauchen neue, manipulierte Traumperlen auf. Der gesamt Abschnitt der Traummanipulation ist super spannend! Wir lernen die Diebe ganz neu kennen und das ist klasse! Der Stil der Autorin passt sich den Szenen immer toll an! Es gibt Verfolgungsjagden, dann ist der Stil schnell und rasant. Es gibt prickelnde Szenen, aus denen die Liebe zwischen Cedric und Jess nur so hervorsprudelt, es gibt seichte Romantik und einen zarten Ton und natürlich den dahinfließenden Stil, wann immer es um Freundschaft geht. Auch kommen viele humorvolle Stellen im Buch vor, vor allem, wenn Vincent auftaucht. Ich finde, dass der Stil dazu beiträgt, dass man das Buch so gern liest. Denn das habe ich auf jeden Fall getan.Die Idee der Handlung aus dem dritten Teil ist durchweg spannend. Und auch wenn nicht immer mit Action gehandelt wird, sorgen die Beziehungen der Charaktere untereinander für wahnsinnig viele Furore. Langweilig wird es auf jeden Fall nie. Und zum Ende hin konnte die Autorin mich wirklich überraschen! Gerade das Ende ist wieder toll und rasant beschrieben, ganz so, wie es sich bei Azur gehört. Auch hat es mir gefallen, dass Adam, eine komplette neue Figur, so viel zur Geschichte beiträgt, denn dadurch wird ihr ein neuer Schliff verliehen, der das Buch in gewisser Weise auch selbständig darstellt. Kommen wir zum finalen Ende. Will man etwas kritisieren, dann vielleicht, dass es too much Happy-End ist. So etwas würde ich aber nie kritisieren! Im Gegenteil: Das letzte Kapitel war für mich der absolut würdige Abschluss dieser Reihe. Danke, dafür!

Fazit
Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Azur-Reihe „Die Behüterin der Träume“ gar nicht nötig gehabt hätte, bin ich so froh, dass es dieses Buch gibt! Es ist wahnsinnig toll geschrieben und bietet alles zwischen Liebe, Action und Freundschaft. Wie immer werden die zwischenmenschlichen Werte bei Sabine Schulter großgeschrieben und der Leser darf zu einem Teil seiner Familie zurückkehren. Lasst euch bezaubern von der kleinen Traumdiebin, ihrem Behüter und all ihren Freunden. Stürzt euch in ein neues Abenteuer und genießt jede einzelne Sekunde davon, wie ich. Ich vergebe fünf Spitzenschuhen und wünsche mir, dass meine Träume bitte immer behütet bleiben. In dieser Hinsucht vertraue ich dir, Azur!

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781 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

fantasy, das juwel, liebe, dystopie, jugendbuch

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

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1.963 Bibliotheken, 10 Leser, 11 Gruppen, 38 Rezensionen

house of night, fantasy, vampire, vampir, jugendbuch

House of Night - Ungezähmt

P.C. Cast , Kristin Cast ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.10.2011
ISBN 9783596187294
Genre: Jugendbuch

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

hans christian andersen, märchenbuch, kurzgeschichten, die schönsten märchen, kinderbuch

Die schönsten Märchen

Hans Christian Andersen , Floriana Storrer-Madelung , Vilhelm Pedersen , Lorenz Frölich
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101505
Genre: Klassiker

Rezension:

Als ich die neu herausgegebene Märchensammlung von Hans Christian Andersen aus dem Penguin-Verlag erblickte, war ich sofort verliebt. Ich meine, was gibt es denn Besseres, als ganz viele Märchen in einer wunderschönen Aufmachung?  Nichts. Also nahm ich mir nach und nach die Märchen vor. Es ist ziemlich schwer eine Märchensammlung zu rezensieren. Zählt sie schon als Klassiker? Irgendwie schon. Inwieweit darf ich jemanden wie Andersen überhaupt kritisieren?! Zwischenzeitlich war ich von seinen Märchen abgestoßen. Über andere musste ich schmunzeln und lächeln. Zurück bleibt auf jeden Fall das Lächeln. Doch die Märchen des Dänen sind nichts für schwache Gemüter. Ich selbst bin einfach nur entzückt, nun so viel Märchen aus seiner Feder zu kennen und kann dieses Buch daher absolut empfehlen. Man muss beim Lesen aber vieles bedenken…


Klappentext
Vor über hundert Jahren traten Hans Christian Andersens unvergleichliche Märchenerzählungen ihren Siegeszug durch Europa, ja um die ganze Welt an und bezaubern bis heute Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Dieser exklusiv zusammengestellte Auswahlband vereint die 20 schönsten und beliebtesten Andersen-Märchen, darunter unvergängliche Perlen wie „Däumelinchen“, „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Das hässliche Entlein“, „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Die Eisjungfrau“ oder "Der standhafte Zinnsoldat".


Meinung
Dieses Buch ist nicht nur schwer zu rezensieren, sondern auch schwer zu lesen. Wie der Klappentext nahelegt und man auch wissen kann, lebte Andersen von 1805-1875 und ist somit schon eine ganze Weile tot. Seine Märchen haben sicher viele Kindheiten geprägt und bis heute werden sie gelesen. Sie verwenden allerdings ein altmodisches Vokabular. Die Welt in der Andersen lebte, gleicht unserer heutigen nur wenig. Aber das ist gar nicht schlimm. Man muss sich eben nur kurz an das vollkommen andere Umfeld und auch andere Werte gewöhnen. Manche Märchen sind etwas gekünstelt verfasst, andere sind sehr lustig. Der Stil von Andersen ist manchmal etwas schwer, aber der belehrende Ton passt toll zur Gattung des Märchens. Die 20 Märchen sind wirklich sehr unterschiedlich. Die Herausgeber haben sich darum bemüht auch eine andere, als die allseits bekannte Seite von Andersen zu zeigen, indem auch unbekanntere Märchen Einzug in die Sammlung gefunden haben. Ich persönlich kannte nur ungefähr die Hälfte der Märchen und manche sogar nur dem Namen nach. Die Märchen unterschieden sich nicht nur thematisch, sondern auch von ihrer Länge. Manche gehen gerade mal zwei Seiten lang, andere sind weit über 80 Seiten lang. Das erschwert in einem gewissen Sinne das Lesen, da man sich viel Zeit nehmen muss. Ich empfehle aber sowieso, nur wenige Märchen hintereinander zu lesen. Sonst bekommt man eine absolute Überdosis. Außerdem muss man das Gelesene manchmal noch nachklingen lassen. So ging es mir mit der Geschichte „Die Eisjungfrau“, die ich wirklich gar nicht kannte, die mich aber begeistert hat. Toll fand ich auch „Fünf aus einer Erbsenschote“ und „Die wilden Schwäne“. Meine drei Lieblinge waren mir absolut unbekannt. Aber natürlich sind auch die Berühmtheiten in diesem Buch zu finden. „Die kleine Meerjungfrau“, „Däumelinchen“ oder „Des Kaisers neue Kleider“ sind nur drei von ihnen. Insgesamt finde ich, dass Andersen oft eine sehr grausame Note in seine Märchen bringt. Bei manchen war ich wirklich total verstört. „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ oder „Der standhafte Zinnsoldat“ waren wirklich schlimm…ob ich das meinen Kindern vorlese? Das werde ich mir noch überlegen. Wirklich lustig fand ich vor allem „Was Vater tut, ist immer Recht“ und ich musste wirklich lachen, als ich das Nachwort des Herausgebers las, der das Buch seinen Kindern im Sinne dieses Märchens widmet. Herrlich.Schön finde ich auch die Figurenkonstellation von Andersen. Im Sinne von Fabeln verwendet er oft sprechende Tiere, was toll ist. Ich denke, dass bei diesen Märchen vor allem Kinder die Adressaten sind. Die Auswahl der Märchen gefällt mir wirklich gut. Auch wenn ich mit manchen von ihnen nicht viel anfangen konnte und mich durch manche, vor allem die längeren, durchquälen musste. Aber so ist das bei Klassikern nun mal manchmal. Im Grunde haben aber alle Märchen etwas Wertvolles, auch wenn die Moral der Geschicht manchmal sehr hart ist. Denn es gibt wirklich viele böse Märchen. Die Guten und die Schlechten eben...Das Cover ist auch wirklich traumhaft! Umso trauriger ist es, dass es keine Bilder im Buch gibt. Das hätte sich wirklich angeboten. Das bleibt aber mein einziger Kritikpunkt. Ich denke, dass die Herausgeber einen wirklich tollen Job mit dieser Märchensammlung gemacht haben. Der manchmal grausame Inhalt lässt sich ja nun einmal nicht beeinflussen.




Fazit
Ich habe mit „Die schönsten Märchen“ von Hans Christian Andersen wirklich schöne Stunden verbracht. Beendet habe ich das Buch übrigens als ich in Dänemark war und dadurch konnte ich die Atmosphäre seiner Märchen noch einmal ganz anders einfangen. Das Buch hat eine tolle Auswahl und aus den Märchen kann man bis heute viel lernen und mitnehmen. Ich vergebe 4,5 Spitzenschuhe. 

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this love has no end, tommy wallach, love, rezension, lovestory

This Love has no End

Tommy Wallach , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 04.09.2017
ISBN 9783570173961
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit wenigen Erwartungen an ein Buch zu gehen, kann manchmal die beste Entscheidung überhaupt sein. Denn nur so können grandiose Überraschungen auf den Plan treten, die man nun wirklich nicht erwarten konnte. So verhielt es sich bei mir mit dem Buch „This love has no end“ von Tommy Wallach. Ich dachte mir „Ach, sieht ganz hübsch aus, klingt nett – lese ich mal“. Aber von der ersten Seite an spürte ich, dass es sich hier um eine besondere Geschichte handelt. Des Öfteren liest man über dieses Buch „anders als erwartet“ und das ist es wirklich. Aber ich habe rein gar nichts erwartet und deswegen war ich so baff. Für mich ist „This love has no end“ das bisherige Überraschungshighlight des Jahres. Ein ungewöhnlicher Protagonist und ein damit einhergehender komplett ungewöhnlicher Stil, eine tolle, aber sehr fiktive Geschichte und Entwicklungen, die dem Leser den Atem rauben. Ich kann dieses Buch aus vollstem herzen empfehlen!

Klappentext
Als Parker in einer Luxushotellobby dem faszinierenden Mädchen Zelda begegnet und sie um ein obszön dickes Banknotenbündel erleichtert, ist es vorbei mit seiner Unsichtbarkeit. Denn eigentlich hat er die Kunst perfektioniert, niemandem aufzufallen. Doch die silberhaarige Zelda sieht ihm mitten ins Herz. Und so lässt Parker sich mit ihr auf eine hochriskante Wette ein. Die wird sie beide in einem atemberaubenden Wirbel durch die Nacht tragen, sie werden der Liebe begegnen, dem Glück über den Weg laufen, dem Tod ins Auge schauen und erkennen, was ihnen ihr Leben wert ist.

Meinung
Zugegeben, der Klappentext erinnerte mich stark an „Dieverrückteste Nacht meines Lebens“, aus dem cbt Verlag, aber das Buch mochte ich sehr, also ging es los. Ich erwähnte schon, dass meine Erwartungen gering waren. In letzter Zeit lese ich mir unmittelbar vor dem Lesen eines Buches übrigens nicht einmal mehr den Klappentext durch. Hier hätte mich das sicher auch irritiert, denn die Geschichte ist so vollkommen anders, als es durch den Klappentext suggeriert wird. Das Buch beginnt einfach toll und ebenso ungewöhnlich. Für mich sprach aus jeder Zeile die reinste Authentizität, auch wenn man im Allgemeinen über diese streiten kann. Aber von vor: Wir lernen sofort den Protagonisten und gleichzeitig auch den Ich-Erzähler Parker kennen. Parker ist Latino und ein ziemlich cooler Kerl. Erst nach ein paar Kapiteln kommt seine Ungewöhnlichkeit ans Licht. Denn zuerst hat man den Eindruck, als wenn das kluge Kerlchen nur in einem Hotel sitzt, um zu stehlen und sich damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Aber dieser Junge hat ein Herz – und was für eins. Und er hat es alles andere als leicht in seinem Leben. Denn er kann nicht sprechen. Also, er konnte es einmal. Aber ein Schicksalsschlag nahm ihm sozusagen die Sprache und deswegen schreibt er nur – wenn er denn überhaupt mit jemandem „reden“ will, denn er lebt zurückgezogen ohne richtige Freunde oder Ziel im Leben. Und dann kommt Zelda. Die wunderschöne und ungewöhnliche Zelda mit den silbernen Haaren. Dass dieses Mädchen nicht ganz normal ist, wird schnell deutlich. Sie wird von einer „perfekten Traurigkeit“ umgeben, wie Parker es beschreibt. Parker gibt ihr das Bündel Geldscheine zurück, das er gestohlen hat. Im Gegenzug entscheidet sie sich dafür, all das Geld zu seinen Gunsten auszugeben und danach möchte sie ihr Leben beenden. Klingt verrückt? Ist es sicher auch. Aber so beginnt ein dreitägiges Abenteuer, das mich vollkommen in seinen Bann zog.Die Konstellation, die Wallach erschafft, ist außergewöhnlich. Paker ist so ein toller Typ, dass auch ich das Bedürfnis hatte, ihm zu helfen. Als Protagonist ist er klasse und ungewöhnlich zugleich. Er hat seine Fehler, eine ganze Menge davon, hat den richtigen Mitleidsbonus, ist mit seiner Situation aber nicht unzufrieden. Dass er mehr will, merkt er erst durch Zelda. Er schreibt nicht nur, um zu kommunizieren, er schreibt auch Geschichten. Diese Geschichten sind manchmal Teil des Buches und durch eine davon beginnt die Beziehung zwischen Zelda und Parker überhaupt erst. Es handelt sich eigentlich immer um Märchen, das zumeist viele düstere Seiten haben. Ein wenig nach dem Vorbild von Hans Christian Andersen. Aber diese Geschichten sind toll. Der Stil von Wallach, oder soll ich sagen Parker, ist so ungewöhnlich. Obwohl man es kaum glauben kann, da Parker ja nicht spricht, besteht das Buch zu großen Teilen aus Dialogen. Kursiv geschrieben sind dann immer die Teile von Parker, die er in sein Notizbuch schreibt. Durch diese Dialogform fliegt man nahezu durchs Buch. Und ich wollte einfach immer weiter lesen. Die Kapitel haben Titel, ultra lustige Titel, und sie passen immer zum Kapitelinhalt. Die Kapitel sind im Übrigen relativ kurz, zumindest die meisten. All das sorgt für den flüssigen Stil des Buches, so dass man es einfach verschlingen muss. Außerdem ist das ganze Buch toll durchdacht und das kommt erst so richtig am Ende heraus. Man ist die ganze Zeit hautnah mit dabei und fühlt sich fast beteiligt an der Geschichte. Toll!Parker beginnt durch Zelda ein völlig neues Leben und das in kürzester Zeit. Endlich macht er richtige Teenagererfahrungen und beginnt sich mit seinem bisherigen Leben auseinanderzusetzen. Diese Entwicklung ist einfach klasse! Die Werte aus dem Buch sind so schön und wichtig! Ich finde Parker poetisch und sehr intelligent. Andauernd wollte ich mir Zitate merken, aber es wurden einfach zu viele. Aber es stecken Lebensweisheiten in diesem Buch! Diese gehen auch oftmals von Zelda aus.Zelda spricht relativ früh einen Fakt aus, den man eigentlich nicht glauben kann und so wird das Buch eben auch sehr fiktiv. Was mit einer Teenagerstory beginnt, bekommt einen kleinen Sci-Fi Teil, oder eben etwas von Fantasy. Ich habe im ersten Moment gestutzt, begann dann aber mich an die „Glaubensskala“ von Parker anzupassen – und am Ende war ich ebenso überzeugt wie er. Oft geht es um die Themen Leben und Tod. Was macht das Leben lebenswert? – ist die beherrschende Frage. Und ich finde, dass das Buch tolle Antworten darauf liefert. Ich hatte so viel Spaß mit Zelda und Parker und so wurde das Buch für mich zur reinsten Freude. Aber es hat auch sehr traurige Seiten. Eine davon ist unausweichlich. Das Buch spielt mit Emotionen. Es handelt vom ganz normalen Leben und ist eben vollkommen unnormal. Man sollte den fiktiven Charakter des Buches berücksichtigen, schafft man es aber, sich auf die Idee einzulassen, lässt die Geschichte einen nicht mehr los.

Fazit
Ich kann „This love has no end“ jedem ans Herz legen, der ungewöhnliche Geschichten mit Herz und Humor liebt. Und dennoch darf der Humor auch schwarz sein, denn manche Stellen sind thematisch düster, aber eben authentisch. Ich würde Teile der Handlung als absolut wertvoll bezeichnen! Das Buch hat tolle Figuren, viel Witz, eine Menge Abwechslung und trotzdem stellt es sich den Härten des Lebens – und des Todes. Meine Liebe zu diesem Buch findet ebenfalls kein Ende und deswegen vergebe ich fünf Spitzenschuhe!

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paris, liebe, kino, nicolas barreau, liebesroman

Eines Abends in Paris

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.10.2013
ISBN 9783492302463
Genre: Liebesromane

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225 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

fantasy, snow, schnee, magie, freunde

Snow

Danielle Paige , Anne Brauner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522202374
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ holte sich der Thienemann-Esslinger Verlag einen wahren Hingucker ins Haus. Lange vor Veröffentlichung wurde viel Werbung gemacht und so wartete auch ich gespannt auf das angekündigte Highlight. Was man „Snow“ auf jeden Fall zusprechen muss, ist die Magie, die mit dem Buch einhergeht. Die Charaktere, die Kulisse, die Handlung – all das ist magisch. Und dennoch gab es ein großes Problem: der Schreibstil. Mit Danielle Paiges Stil kam ich nicht zurecht. Plötzlich geschahen Dinge, die überhaupt nicht angekündigt wurden. Personen waren plötzlich da und niemand wusste, wo sie herkamen. Diese Sprunghaftigkeit verwirrte mich und leider zog sich das durchs gesamte Buch. Das spannende Finale konnte viel wieder wettmachen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung, ein bisschen mehr hatte ich mir dennoch erwartet.


Klappentext
Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …


Meinung
Eigentlich kam ich sehr gut ins Buch. Wie viele Fantasygeschichten, beginnt die Handlung in der realen Welt. Snow weiß nicht, dass sie nach Algid gehört, obwohl der Klappentext das vermuten lässt. Snow hält sich selbst sogar für verrückt, denn sie ist seit ihrem sechsten Lebensjahr in einer Anstalt. Demnach hat sie natürlich einen vollkommen anderen Alltag, als normale Teenager. Auch die sogenannte „Flucht“ aus der realen Welt ist eigentlich mehr als unbeabsichtigt. Aber gut, bis dahin gefiel mir das Buch durchaus. Snow befindet sich relativ lange in der Anstalt und man lernt ihren eigenwilligen Charakter kennen. Sie ist keine typische oder gar sympathische Protagonistin. Sie ist ein Teenager mit Problemen, ohne richtige Kindheit oder Jugend und deswegen ist ihr Sozialvermögen nur geringfügig ausgebaut. Das fand ich allerdings sehr authentisch. Deswegen reagiert Snow oft egoistisch oder weltfremd. Für sie gibt es nur Bale – einen Jungen, der mit ihr in der Anstalt aufgewachsen ist und das Feuer liebt. Er ist nach Algid entführt worden und ihn gilt es zu retten. In Algid angekommen, wird Snow mit der Prophezeiung konfrontiert: Sie soll das Land von dem grausamen Herrscher Lazar – ihrem Vater – befreien. Denn Snow ist mächtig und kann den Schnee beherrschen. Somit ist der Grundstein für eine tolle Geschichte gelegt. Snow muss in Algid Abenteuer bestehen, ihre Gabe schulen und erst dann kann sie ihren Vater besiegen. Das Blöde an der Sache? Das will sie gar nicht. Sie will wieder zurück – mit Bale. Im Grunde gefiel mir die Idee der Handlung sehr gut. Snow ist eine andere Protagonistin, aber das machte die Sache interessant. Man kann sich nicht unbedingt mit ihr identifizieren, aber man kann sie verstehen. Und das ist schon mal ein großer Unterschied zu gängigen Jugendbüchern. Es lag also nicht an Snow, dass mich das Buch nicht vollkommen überzeugte. Vielmehr gefielen mir der Aufbau und die Art des Erzählens von Danielle Paige nicht. Das Ziel von Snow ist klar: Sie will Bale befreien. Um das zu schaffen, geht sie zuerst bei der Wasserhexe in die Lehre. Die tauchte allerdings sehr plötzlich auf. Denn ein paar Absätze zuvor war da ja noch Jagger, derjenige, der sie nach Algid holte. Aber dann waren da Schneebestien – und plötzlich sind da Gerda und Kai. So sprunghaft, wie ich es schildere, kam es mir leider vor. Ich mochte Kai und Gerda und begann gerade, mich wohlzufühlen. Aber dann taucht der Vollstrecker auf und schwups – schon ist Snow bei den Dieben gelandet und innerhalb von zwei Seiten wird Snow zur Diebin. Mir gingen diese Handlungssprünge zu schnell, sie waren zu unerwartet und auch zu schwach begründet. Bei den Dieben – ein Haufen von wunderschönen Mädchen, die sich mit Magie zu helfen wissen - bleibt Snow immerhin eine Weile, denn nachdem sie ihnen einen Gefallen getan hat, wollen diese ihr bei Bales Rettung helfen. Die ganze Phase um die Diebe herum war gelungen. Zu dieser Zeit nahm die Autorin sich mehr Zeit für die Entwicklungen der Dinge und das gefiel mir gut. Am Ende toppt sie aber leider alles. Das große Finale ist wahnsinnig gut. Es ist spannend, es kommen unerwartete Dinge, es gibt Überraschungen – alles passt zusammen. Und dann ist plötzlich eine Person dabei, von der noch so gar nicht die Rede war! Ich weiß auch nicht…das war mir zu viel. Der Aufbau, okay. Auch, dass diese Person plötzlich auftaucht, macht ja Sinn. Aber kann man vielleicht mit ein paar Sätzen solche Ankünfte ankündigen? Das war leider kein einmaliger Fall und genau das war es, was mich störte.Und dann wären da noch die amourösen Geschichten.  Keine Frage, Snow liebt Bale. Aber Snow küsst auch den süßen und schüchternen Kai und irgendwie ist auch Jagger gar nicht so übel. Im Gegenteil – Snow verbringt viel mehr Zeit mit diesen beiden, als mit ihrem geliebten Bale. Ich mochte die beiden Jungs, auf jeden Fall! Bale war für mich immer sehr blass, man gewinnt kaum einen Zugang zu ihm. Anders als bei Kai und Jagger. Aber die Episode mit Kai ging mir viel zu schnell. Das war so schade!Aber ich ziehe auch das Positive daraus. Denn ich glaube, dass es in der Fortsetzung richtig gut werden kann. Es müssen keine Figuren mehr eingeführt werden, der Konkurrenzkampf kann erwachen und Snow sich endlich ihren Aufgaben stellen. Das zumindest hat der erste Teil gut hinbekommen. Zum Schreibstil bleibt mit nicht mehr viel zu sagen. Er war einfach nicht meins. Ich konnte der Autorin gedanklich nicht immer folgen. Sie verwendet passendes und auch magisches Vokabular, aber ihre inhaltlichen Sprünge waren mir zu viel.


Fazit
Was kann ich also zusammenfassend zu  „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ sagen? Das Buch ist interessant, vor allem aufgrund der Protagonistin. Das Buch beinhaltet eine tolle Idee und bietet viel Magie. Das Buch ist aber auch sprunghaft und manchmal nicht so ganz logisch. Es gibt ein tolles Familiendrama, ein Liebes-Viereck und dubiose Charaktere, wie die Diebe. „Snow“ hat eine tolle Grundlage und zwischenzeitlich glänzt das Buch wahrlich. Aber dann gibt es wieder Stellen, bei denen ich den Kopf schütteln musste. Und dennoch hat Danielle Paige mich mit dieser Geschichte neugierig gemacht und ich werde auf jeden Fall weiterlesen. Aufgrund seiner Sprunghaftigkeit  die mich wahrlich störte und dem manchmal fehlenden Fokus, vergebe ich 3,5 Spitzenschuhe. Manchmal wollte ich weniger vergeben und dann gab es Stellen, die die 5 Sterne verdient hätten. Alles in allem ist „Snow“ ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen und ich bin gespannt, wie Paige das im Folgeband handhaben wird.

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

königsblau, bluebeard, düste, blaubart, julia zieschang

Königsblau

Julia Zieschang
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.08.2017
ISBN 9783646300529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Während meiner Kindheit habe ich irgendwann einmal etwas von der Geschichte von „König Blaubart“ gehört. Über den genauen Handlungsablauf wusste ich nicht mehr viel, doch eine Sache kann man wohl nicht vergessen: Den frauenmordenden Blaubart selbst. Das Märchen stammt aus Frankreich und wurde zigmal adaptiert. So auch von Julia Zischang in ihrem neuen Buch „Königsblau“. Das Cover ist düster und geheimnisvoll und der Klappentext hat mich sofort überzeugt. Für Märchen bin ich immer zu haben und „Blaubart“ ist doch noch relativ unbetastet im Vergleich zu Märchen wie „Die Schöne und das Biest“ oder „Cinderella“. Die Autorin hat einen wirklich traumhaften Job gemacht, denn sie paart die bekannte Geschichte mit einer zweiten, ebenso märchenhaften Handlung. So bekommen wir in „Bluebeard“ gleich zwei Parallelgeschichten geliefert, die natürlich zusammenhängen, die einen dadurch aber auch immer wieder überraschen können. Märchenelemente, ein toller Stil und eine düstere Kulisse bilden ein sehr empfehlenswertes Ganzes!

Klappentext
Ihr Leben lang hat Rosalie gehofft, nie an der königlichen Brautwahl ihres Landes teilnehmen zu müssen. Denn nichts fürchtet sie mehr, als dass die Entscheidung des Mannes mit den königsblauen Haaren und der eisigen Ausstrahlung auf sie fallen könnte. Doch als genau das geschieht, befindet sie sich plötzlich hinter den dicken Mauern einer Festung, die ebenso viele Rätsel aufwirft wie der Mann, der sich in ihr verbirgt… 

Meinung
Als ich den Klappentext zuerst las, musste ich beim ersten Satz natürlich an Bücher wie „Selection“ oder „Die vierte Braut“ denken. Aber weit gefehlt. Es geht keinesfalls um die „Brautschau“, denn diese wird bereits im ersten Kapitel abgehandelt. Es geht um so viel mehr! Der Klappentext ist ein wenig fehlleitend, denn meiner Meinung nach kann man durchaus auf die Idee kommen, dass Rosalie diejenige sein könnte, die Bluebeard ändert und ein wahres Märchen entstehen lässt. Schon nach kurzer Zeit wird aber klar, dass niemand Bluebeard ändern kann und er das personifizierte Böse ist. Wovon im Klappentext gar nicht die Rede ist, ist Claires Geschichte. Dabei ist diese mindestens genauso wichtig, wie die von Rosalie. Julia Zieschang erzählt in diesem Buch im ständigen Wechsel. „Königsblau“ hat zwei Protagonistinnen und das sind eben Rosalie, aber auch Claire. Beide kennen sich nicht und dennoch sind ihre Geschichten miteinander verwoben. Claire ist die Prinzessin des Landes, die verflucht wurde und deswegen wie ein altes Mütterchen aussieht, das nur von der wahren Liebe erlöst werden kann. Ihr merkt schon, wie haben es hier mit einem wahren Märchen zu tun. Flüche, Prinzessinnen, das Böse – all diese Elemente sind sehr wichtig. Und welches fehlt noch? Natürlich: die Liebe. Denn das ist das wahre Motiv hinter der Geschichte. Rosalie muss zu Blueberad gehen, wird von ihrer Familie getrennt und lebt von nun an in Angst und Schrecken. Alles im Schloss ist merkwürdig und grausam. Doch was sie nicht weiß, ist, dass ihr Bruder Ric sie befreien will. Wahre Familienliebe.  Er macht sich auf die Suche nach ihr, denn natürlich ist auch ihm bekannt, dass keine von Bluebeards vorherigen Ehefrauen wieder gesehen wurde. Auf seinem Weg begegnet er Claire. Diese lebt abgeschieden in einem Haus in den verschneiten Bergen. Doch sie ist nicht allein, denn die letzten vier Blumenelfen leben bei ihr. Magische kleine Wesen, die jeder Leser sofort ins Herz schließen muss. Die quirlige Poppy versucht Claire immer wieder zu zeigen, wie liebenswert sie ist, denn diese hat sich beinahe schon aufgegeben. Claire beschließt Ric zu helfen und gemeinsam machen sie sich auf, Rosalie zu retten. Doch dieser läuft die Zeit davon. Denn Bluebeard hat ihr bereits den ominösen Schlüsselbund überlassen, mit dem Hinweis den kleinsten und simpelsten Schlüssel auf keinen Fall zu benutzen…Es gibt vieles, was an diesem Buch einfach richtig toll ist! Zum einen finde ich desnHandlungsaufbau einfach nur klasse. Man liest zuerst ein Kapitel von Rosalie mit einem Hinweis von „Zwei Monate zuvor“ oder Ähnliches und danach folgt immer eines von Claire, das mit „Jetzt“ betitelt ist. So schafft die Autorin einen Spannungsbogen, der ganz offensichtlich gegen die Zeit läuft. Man kann sich nach jedem Kapitel kaum entscheiden, welche Geschichte denn nun spannender ist. Nach einer Weile kristallisierte sich Claire als meine Favoritin heraus und das hatte ich anfangs gar nicht erwartet. Aber die zarte Liebesgeschichte zwischen Ric und Claire ist einfach wunderschön. Die Reise, die die beiden bestreiten, wird toll geschildert und ist abenteuerhaft. Außerdem sorgt ihre kleine Begleitung Poppy immer wieder für niedliche Momente und weiß genau den richtigen Grad zwischen Ermutigung und Zurückhaltung an den Tag zu legen. Bei Rosalie herrscht deutlich das Motiv der Angst und Dunkelheit vor. Das düstere Schloss, mit nur wenigen Angestellten, der blutliebende Bluebeard, all die Geheimnisse und die Grausamkeit. Man gruselt sich schon manchmal ein bisschen. Aber auch hier gibt es einen Ausblick – Will. Denn auch für Rosalie wurde für eine Liebesgeschichte gesorgt. Ich muss allerdings sagen, dass ich dem Stallburschen irgendwie nie ganz vertraut habe. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich deutlich schwächer als die zwischen Ric und Claire. Mich konnten die beiden in Bluebeards Nähe einfach nicht so fesseln. Die tragenden Figuren waren für mich einfach Claire und Ric und sie bringen sie Geschichte auch ordentlich voran. Natürlich ist auch die Figur des grausamen Blueberads sehr interessant. Es gefiel mir gut, dass er so gar nichts Gutes in sich hatte. Das hatte noch mal einen tollen Märcheneffekt. Der Stil von Zieschang ist fließend und fügt sich sehr schön in diese Märchengeschichte. Sie beschreibt die Orte gut und hat ein Händchen für die romantischen Momente – jedenfalls bei Claire und Ric. Mir hat die Kulisse sehr gut gefallen und auch das Motiv der Magie wurde toll verarbeitet! Des Weiteren spielt die Autorin mit den Gefühlen des Lesers. Am Ende war ich kurz vorm Weinen, weil die Geschehnisse so traurig waren. Und dann war ich wieder überglücklich, weil alles so schön war. Es ist ein Wechselbad der Gefühle…Im Grunde finde ich dieses Buch großartig. Etwas schwächer war wie gesagt die zweite Liebesgeschichte. Gut umgesetzt wurde auch das Finale. Aber auch hier habe ich noch einen kleinen Kritikpunkt. Der abschließende Kampf mit Bluebeard kommt keinesfalls im letzten Kapitel vor. In meinen Augen schloss der Kampf mit einem Satz, der mir weismachte, es sei doch noch nicht vorbei. Kann man bei solch magischen Büchern ja nie wissen. Dass das Buch dann noch zwei weitere Kapitel geht, hat mich etwas verwirrt. Doch eigentlich nimmt die Autorin sich lediglich die Zeit für ein richtig schönes Happy End. Und das sei im Märchen verziehen!


Fazit
Julia Zieschang hat mit ihrer Märchenadaption eine so schöne Geschichte geschaffen, so dass ich „Königsblau“ absolut empfehlen kann. Die typischen Märchenmotive wie Gut und Böse, die Liebe, Familie und Magie spielen eine große Rolle. Aber das Buch hat durchaus auch moralische Züge. Die Figuren sind alle sehr gut gelungen und für jeden ist sicher eine potenzielle Lieblingsfigur dabei. Ich habe meine in Ric und Claire gefunden. Wobei ich auch Poppy sehr geliebt habe. Der Stil ist flüssig und angenehm und so schafft es die Autorin den Leser in ihre Welt zu entführen. Wegen kleiner Schwächen ziehe ich einen halben Punkt ab und komme auf 4,5 Spitzenschuhe für das schöne und teils auch düstere Märchen.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

gloria und die londoner liebschaften, krimi, marlene klaus, viktorianisches london, spannung

Gloria und die Londoner Liebschaften

Marlene Klaus
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 20.02.2017
ISBN 9783940855718
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ein großer Fan der klassischen Detektive. Sherlock Holmes oder Hercule Poirot erwärmen immer wieder mein Herz. Zum Glück gibt es auch tolle Adaptionen dieser klassischen Herren. Aber was ist eigentlich mit den Damen der Schöpfung? Miss Marple erlangte natürlich große Berühmtheit, aber ansonsten müssen wir lange suchen, um weibliche Spürnasen zu finden.Eine solche hat allerdings die Autorin Marlene Klaus mit ihrer Lady Gloria Wingfield geschaffen, eine Dame des späten 19. Jahrhunderts, beheimatet in London. In „Gloria und die Londoner Liebschaften“ stürzt sich diese Dame mitten ins Getümmel, als ein Mord in ihrem nächsten Umfeld geschieht. In diesem Buch geht es vielmehr um das Thema der Frauenbildung und kleine Liebesgeschichten, als eine  Kriminalgeschichte. Diese findet nebenbei statt. Die Bezeichnung „viktorianischer Krimi“ passt wunderbar, doch man sollte das Buch nicht allein darauf beschränken, denn es bietet sehr viel mehr – und vor allem tolle Unterhaltung mit authentischer Kulisse!

Klappentext
London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine 
Gründe.



Meinung
Gloria ist keine klassische Detektivin und macht diesen Gegenstand keinesfalls zu ihrem Hauptberuf – das wäre für eine Lady wohl auch nicht schicklich. Doch egal wo sie auftaucht, scheinen Verbrechen der schlimmsten Sorte zu geschehen. Und so fühlt sie sich dazu berufen, diese zu lösen: aus Nächstenliebe, Gerechtigkeit oder auch für die eigene Sache. Bisher sind drei Romane um Gloria erschienen. Der erste spielt in Verona, der zweite in Alexandria und nun mit den „Londoner Liebschaften“ lernen wir erstmals Glorias Heimat kennen. Ich kenne den zweiten Teil „Gloria und eine ägyptische Affäre“ leider nicht, doch bereits der erste Teil im idyllischen Italien hat mir sehr gut gefallen. Und daher musste nun das dritte Buch der Reihe bei mir einziehen.Man muss vorweg sagen, dass Marlene Klaus intensiv recherchiert, bevor sie ein Buch schreibt. Man kann aus dem Buch in gewisser Weise viele Interessen der Autorin herauslesen, denn sie behandelt Themen, die ihr selbst wichtig sind. Dieses Mal ist der Fokus sehr interessant gesetzt und ich fand die Themen einfach wahnsinnig gut, denn sie haben enorme Wichtigkeit. Das Buch spielt 1889, also in einer Zeit, in der die Frauen begannen, für ihre Rechte zu kämpfen, aber gern noch belächelt wurden. Für mich ist es unglaublich schwer vorstellbar, wie es in einer solchen Zeit wohl aussah. Doch dieses Bild vermittelt die Autorin so authentisch, dass ich keinerlei Vorstellungskraft benötigte. Allein ihre Beschreibungen reichten völlig aus, um einen Eindruck zu vermitteln. Die Kulisse des gerade noch viktorianischen Londons ist atemberaubend und mir gefielen die Alltagsschilderungen sehr gut.In den „Londoner Liebschaften“ geht es vor allem um den Frauenbildungsverein „Elisabeth“, den Gloria gemeinsam mit einer Freundin gründet. Über die Eröffnung berichtet natürlich die Presse und somit sind die beiden (politischen) Themen, die im Roman dominieren, gefunden: Frauenbildung und Presse im 19 Jahrhundert. Beide Themen werden toll verarbeitet, allerdings verliert die Autorin darüber manchmal den Krimi-Aspekt aus den Augen. Dennoch konnte sie mich mit dieser Storyline überzeugen. Schon allein beim Opfer des Mordes traf die Geschichte mein Herz, denn diese Person wollte ich nun wirklich nicht tot sehen. Insgesamt finde ich die Krimigeschichte auch wirklich gut ausgearbeitet, denn des Öfteren überraschten mich die Wendungen. Ich hatte bis kurz vor Ende den falschen Verdacht, kam irgendwann aber auch auf die Lösung. Die Auflösung ist übrigens auch gut gelungen.Nebenbei spielt aber Glorias Privatleben eine sehr große Rolle. Im ersten Teil lernte die Britin den arroganten Lord Lyndon kennen, der seitdem in allen Romanen ene große Rolle spielt. Inzwischen sind die beiden beim „Du“ angekommen und ein zartes Pflänzchen der Zuneigung ist entstanden. Doch in diesem Buch entdeckt Gloria ihre Schwärmerei für den Journalisten Morris – und das gefällt Alexander Lyndon so gar nicht. Für mich war dieser Handlungsfaden toll zu verfolgen, denn ich mochte Morris gar nicht. Allerdings nahm er auch sehr viel Zeit in Anspruch, was wiederum für Langatmigkeit sorgt.Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Figuren als Gloria. Zwar ist sie die Protagonistin, doch für mich war sie nie der sympathischste Charakter des Buches. Ihre Tante Jo, die in jedem Buch eine Rolle spielt, ist ein wahrer Schatz. Und mein persönlicher Favorit ist natürlich Lord Lyndon. Ich finde, dass er eine tolle Entwicklung durchmacht und inzwischen konnte ich ihn richtig ins Herz schließen. Die anderen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr interessant. Viele davon sind natürlich Frauen. Und einige Persönlichkeiten hat es tatsächlich gegebene. Marlene Klaus nimmt sich die Freiheit heraus, ein paar Berühmtheiten im Buch auftauchen zu lassen, doch dies ist im Anhang des Buches gekennzeichnet und erklärt und ergibt im Kontext wirklich Sinn. So dürfen wir beispielsweise Mr. Oscar Wilde und seine Frau Constance kennenlernen oder auch Florence Miller oder Sir James Ollive. Schon an diesem Umstand erkennt man die Arbeit der Recherche. Für mich war es eine sehr schöne Mischung zwischen Fiktion und historischem Roman. Der historische Anteil ist tatsächlich ein sehr großer und deshalb hat man nach dem Lesen auch das Gefühl, über diese Zeit und die Frauenrechte einiges gelernt zu haben.Der Stil der Autorin passt sich der authentischen Kulisse gut an. Lediglich über ein paar Vokabeln bin ich gestolpert, die mir für die Zeit nicht ganz angemessen erschienen. Insgesamt hält Marlene Klaus den Stil aber stringent durch. Das Buch lässt sich gut lesen und sorgt durch spritzige Dialoge für gute Unterhaltung. Manchmal tauchen aber auch Stellen auf, die etwas langatmig erscheinen. Außerdem ist am Kapitelbeginn immer eine kleine Illustration abgebildet, die wirklich toll sind. Den Titel des Buches finde ich übrigens ein bisschen fehlleitend, da die „Liebschaften“ sich eigentlich nicht auf den Mord beziehen. Aber die Alliteration bleibt natürlich im Kopf.Noch ein paar Worte zum Ende: Für mich war die Auflösung wirklich spannend, aber das Buch geht noch etwas über diese hinaus. Das Privatleben von Gloria muss schließlich ebenfalls betrachtet werden. Daher gefiel mir das letzte Kapitel außerordentlich gut, in dem Lord Lyndon und Gloria auf ihrem Landgut sind. Es war ein Ende nach meinem Geschmack! Dort wird übrigens auch angedeutet, dass der nächste Band wohl im fernen Indien spielen wird. Man darf gespannt sein.


Fazit
„Gloria und die Londoner Liebschaften“ ist ein Buch, das nicht nur mit Spannung und Überraschung glänzen kann, sondern vor allem durch authentischen Zeitgeist und eine interessante Themenwahl besticht. Darüber verliert das Buch manchmal den Krimifokus aus den Augen, was etwas schade ist. Dennoch ist für tolle Unterhaltung gesorgt, denn die anderen Themen sind mindestens genauso interessant. Es handelt sich um locker leichte Lektüre, bei der man aber durchaus etwas lernen kann. Die Figuren machen Entwicklungen durch und man schließt sie ins Herz. Insgesamt handelt es sich um einen tollen historischen Roman, dem ich gerne vier Spitzenschuhe gebe. Für mich persönlich hoffe ich sehr, dass Gloria auch in Indien das „Unglück“ anziehen wird.

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Star Wars™ - Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

James Kahn , Tony Westermayr , Wolfgang Pampel
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 21.11.2016
ISBN 9783837136555
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diese Rezension zu schreiben, bricht mir beinahe das Herz. Denn es ist die letztmögliche Rezension zu einem der Star-Wars Hörbücher (der sechs Klassiker). Vor einer Weile habe ich die Hörbücher aus einer weit, weit entfernten Galaxis für mich entdeckt. Ich wagte mich an Episode I und konnte dann einfach nicht mehr aufhören. Und so tippe ich nun die Rezension zu „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ von James Kahn, die – wie alle anderen auch – überaus positiv ausfallen wird. Ich liebe „Episode VI“ sehr und auch das Hörbuch hat mich nicht enttäuscht. Von Anfang bis Ende wartet es mit Spannung auf und liefert gleichzeitig wichtige Hintergrundinfos und tolle Einblicke in die Figuren. Ich kann jedem Star Wars-Fan diese Hörbücher nur ans Herz legen. Hier macht Wolfgang Pampel sogar seinen besten Job und auch seine Stimme wird mir in Zukunft fehlen. Ein Muss für jeden Fan!

Klappentext
Es ist eine dunkle Zeit für die Rebellen-Allianz – Prinzessin Leia und Luke Skywalker fürchten um das Leben des in Karbonit eingefrorenen Han Solo. Den Rebellen bleibt nur eine einzige Chance, um Darth Vader aufzuhalten. Doch dann erfährt Luke von Yoda ein lang gehütetes Geheimnis, das alles verändert ...

Meinung
Natürlich stimmen das Hörbuch und der Film auch hier in größten Teilen überein. Ich hatte beim Hören der sechs Episoden übrigens den Eindruck, als wenn in Episode I-III noch mehr zusätzliche Szenen geschildert wurden, die es im Film nicht gibt. In den Episoden IV-VI beschränkt sich das deutlich mehr, so also auch hier. Aber dennoch sind diese kleinen unbekannten Szenen wichtig für die Geschichte und das Verständnis gegenüber den Figuren. Auch hier kann ich die Handlungen der Charaktere so viel besser nachvollziehen, weil ich einen direkten Zugang zu ihren Gedanken geliefert bekommen habe. Diese Momente haben mir sehr gut gefallen. Vor allem in Bezug auf den dunklen Sith-Lord, Darth Vader, sind dies Schlüsselszenen, die das Geschehen gekonnt verdeutlichen.Der Einstieg ins Hörbuch geschieht unmittelbar. Wir befinden uns in Jabbas Palast und von da an nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf. Im Mittelteil gibt es kurze Momente, in denen die Spannung etwas nachlässt, doch im Grunde ist es immer spannend. Es gibt ein solides Level an Geschehnissen und als Hörer kann man gut bei der Sache bleiben. Ich habe mich so gefreut, als die Rebellen endlich auf Endor gelandet sind und die Ewoks auftauchen. Diese knuffeligen Dinger waren schon immer meine Lieblinge und sie machen dieses Hörbuch einfach nur liebenswert. Insgesamt sind die Geschehnisse spannend und vor allem abwechslungsreich. Es passiert sehr viel in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, was für gute Unterhaltung sorgt. Wirklich toll ist diesmal auch Wolfgang Pampel als Sprecher. Er hat sich enorm gesteigert und verstellt seine Stimme in diesem Hörbuch herrlich passend zu den Figuren. So spricht er Yoda toll, aber auch den Imperator oder C3PO. Letztgenannter spielt übrigens eine tolle Rolle in dieser Episode und ich war sehr dankbar, dass Pampel sich bei seiner Figur viel Mühe gibt. Als Sprecher hat er ein angenehmes Tempo, auch wenn ich seine Stimme grundsätzlich sehr rau und rüpelhaft finde. Aber vielleicht liegt das an seinem eigentlichen Charakter Han Solo. Leider, leider gibt es auch hier immer wieder kleine Stellen, an denen man hören kann, dass die Aufnahme unterbrochen wurde. Dann spricht Pampel in einer anderen Tonlage, als zuvor und das stört das Hören ein wenig.Abgesehen davon kann ich wenig kritisieren. Ich finde die Entwicklungen in diesem Buch toll, die Erzählart ist wirklich gelungen und ich hatte einfach wahnsinnig viel Spaß mit dieser Geschichte! Außerdem war es sehr emotional. Denn dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht. Und das, obwohl ich es ja gar nicht selbst gelesen habe. Ich denke nicht, dass ich spoilere, wenn ich den Tod von Darth Vader  erwähne. Denn als dieser gestorben ist, musste ich so stark weinen. Es war einfach so traurig und hat mich so mitgenommen. Denn im Grunde ist „Star Wars“ doch die Geschichte von Anakin Skywalker und deswegen hat mich die Beschreibung seines Todes so getroffen. Etwas negativ finde ich es, dass es ein paar unpassende Erklärungen in Episode VI gibt, die einfach durch die ersten drei Teile nicht mehr hinkommen. So kann Leia sich beispielsweise an ihre Mutter erinnern, was natürlich durch Padmes Tod bei der Geburt ziemlicher Schwachsinn ist. Aber da kann das Hörbuch nichts für. Das sind Schwächen, die ich George Lucas durchaus verzeihe.

Fazit
Seid ihr ein Star Wars-Fan? Dann lasst euch auf dieses galaktische Abenteuer ein, das die Hörbücher darstellen. Jedes einzelne ist wahnsinnig gut. Meine Favoriten bleiben die ersten drei Episoden, aber auch Wolfgang Pampel erzählt vor allem in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ unglaublich toll! Die Geschichte um das Ende der Rebellion ist spannend, abwechslungsreich und emotional. Es geht um Kämpfe, Liebe, Treue, Freundschaft, Familie und natürlich das Gute und das Böse – alles sehr wichtige Werte, die in diesem Hörbuch durchaus rüberkommen. Wegen kleiner Schwächen muss ich etwas abziehen, doch so komme ich immer noch auf 4,5 Spitzenschuhe. Möge die Macht immer mit ihnen sein! 

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301 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

narnia, fantasy, abenteuer, magie, freundschaft

Die Reise auf der Morgenröte

C. S. Lewis , Christian Rendel (Übers.) , Wolfgang Hohlbein (Übers.) ,
Fester Einband: 215 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.10.2007
ISBN 9783800053490
Genre: Jugendbuch

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lukeskywalker, hansolo, starwar

Star Wars™ - Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Donald F. Glut , Tony Westermayr , Wolfgang Pampel
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 17.10.2016
ISBN 9783837136548
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Jeder Star Wars-Fan hat schon einmal die Frage gestellt bekommen: „Welche Episode magst du am liebsten und welche am wenigsten?“ Für mich waren diese Antworten immer leicht. Mein absoluter Liebling ist Episode II, auch wenn I und VI dicht folgen. Weit abgeschlagen auf Platz sechs (, wenn man nur die klassischen sechs Episoden zählt) war schon immer Episode V. Irgendwie fand ich den Film im Vergleich zu den anderen immer schwach. Dieser Eisplanet, das Auftauchen Yodas und dann die Stadt in den Wolken. Für mich hat „Das Imperium schlägt zurück“ einfach mit Abstand die wenigste Spannung.Erfreut war ich daher, dass auch das Buch zu Episode V das kürzeste der sechs ist und sich das Hörbuch somit nur auf etwas mehr als 5 Stunden beläuft. Als ich aber mit dem Hören begann, wurde ich überrascht. Denn das Hörbuch hinterließ einen viel positiveren, ja sehr viel spannenderen Eindruck als der Film! Sowohl die Schlacht auf dem Eisplaneten, die Ausbildung bei Yoda, als auch die Rettungsaktion in der Stadt in den Wolken inklusive dem Kampf zwischen Vater und Sohn waren durchweg spannend. Und somit reiht sich „Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ in eine tolle Hörbuchreihe, innerhalb der sich auch der Sprecher Wolfgang Pampel steigern kann.
KlappentextLuke kann der erbitterten Schlacht auf dem Eisplaneten Huth entkommen und folgt seiner Eingebung zum Dagobah-System. Dort trifft er auf Yoda, den letzten und größten der Jedi-Meister – doch auch Darth Vader weiß, wie stark die Macht in Luke ist, und er ist besessen davon, ihn auf die Dunkle Seite der Macht zu bringen ...
MeinungWoran es lag, dass ich für Episode V bisher so wenig Sympathie hegte, kann ich gar nicht sagen. Im Allgemeinen empfinde ich die alten Episoden als nicht so grandios, wie die neuen. Und Episode V ist so ein typischer Zwischenteil, der zwar Spannung aufbaut, in dem aber auch nicht so richtig was passiert. Aber der Eindruck täuscht.Zuerst muss ich sagen, dass die Handlung im Hörbuch sehr viel spannender herüber kommt, als auf der Leinwand. (Wobei ich dem Film unbedingt eine weitere Chance geben muss. Vielleicht ändert sich meine Meinung diesbezüglich.) Die Ausgangslage auf Huth wird toll beschrieben und man bekommt einen realistischen Eindruck vom Leben der Rebellen, mit einigen Zusatzinfos. Auch die Rettungsaktion im Eis ist gut geschrieben. Einen besonderen Eindruck hat aber der erste Angriff des Imperiums hinterlassen. Man bekommt von beiden Seiten einen guten Rundumblick, denn nicht nur die Rebellen, sondern auch das Imperium werden detailliert betrachtet. So werden zum Beispiel die Schicksale einiger Besatzungsmitglieder von Darth Vader vorgestellt, wenn sie einen Fehler begangen haben. So gewinnt man einen tollen Blick in die Figuren und sie werden authentischer. Besser als im Film gefiel mir auch die aufflammende Liebe zwischen Han und Leia. Zwischenzeitlich musste ich über die Sprüche des Draufgängers sogar lachen, denn sein Humor ist einfach unschlagbar. Frech und vorlaut erobert er das Herz der Prinzessin, was will man mehr?! Auch Lukes Entwicklung wird in dieser Episode gut dargestellt. Seine Ausbildung bei Yoda gefiel mir gut. Auch wenn man leider einen starken Unterschied zwischen Yoda zwischen Episode III und eben Episode V spürt. Aber das ist wohl ein Fehler von George Lucas und soll die Leistung von Donald F. Glut nicht schmälern.  Der Schreibstil ist gut und flüssig, soweit ich das beurteilen kann. Daran habe ich nichts auszusetzen.Auch das Finale der Hörbuchs gefiel mir besser. Die ganze Storyline um die Wolkenstadt wurde mir durch das Hörbuch klarer vor Augen geführt und ich konnte die Entwicklung besser greifen. Außerdem finde ich, dass die drei Nebenfiguren R2D2, C3PO und Chewbacca hier toll zum Tragen kommen. Die berühmte „Vater-Szene“ war nicht ganz so grandios, wie ich hoffte, aber im Grunde ist das Finale sehr gelungen. Ich muss sagen, dass mich die Handlung im Hörbuch sehr viel besser unterhalten hat, als ich erwarten konnte. Es gibt zwar ein paar langgezogene Szenen, aber diese sind selten.Wolfgang Pampel kann sich als Sprecher ebenfalls steigern. Er gibt sich viel Mühe in der Interpretation mancher Figuren. Am besten kommt immer Han Solo herüber, was wenig verwunderlich ist. Aber auch Yoda verleiht er eine interessante Stimmfärbung und die Vorstellungskraft wird dadurch angeregt. Ich empfinde Pampel immer noch als etwas ruppig, aber diese Art passt zur Geschichte.Gar nicht gefallen hat mir, dass man die Lesepausen hören kann. Damit meine ich, dass man hört, wenn die Abschnitte an verschiedenen Tagen aufgenommen wurden. Die Tonlage von Pampel verändert sich dann deutlich. Manchmal passiert das sogar mitten im Kapitel, was das Zuhören kurz unterbricht, da der Hörer aufmerkt. Das fand ich sehr schade und auffällig.
Fazit„Star Wars Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ ist so viel besser, als ich dachte. Den Film sah ich immer mit wenig Überzeugung, doch das Hörbuch schafft es nützliche Hintergründe und Figureneinblicke zu liefern, sodass der Hörer toll folgen kann. Außerdem herrscht viel Spannung vor, auch wenn das Finale an sich etwas furioser hätte sein können. Der Schreibstil ist gut und passend und auch Wolfgang Pampel als Sprecher macht einen guten Job. Lediglich die kleinen Veränderungen in seiner Stimme ließen mich aufschrecken. Seine Interpretationen haben sich aber bereits gesteigert. Ich vergebe für Episode V vier Sterne und bin nun sehr gespannt auf meine ebenfalls geliebte Episode VI.

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301 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

stefanie hasse, schicksal, schicksalsbringer, jugendbuch, schicksalsbringer - ich bin deine bestimmung

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

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702 Bibliotheken, 16 Leser, 4 Gruppen, 50 Rezensionen

hexen, magie, fantasy, hexe, feuer

Everflame - Feuerprobe

Josephine Angelini , Simone Wiemken , Zero Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783841504203
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist einige Jahre her, dass ich die „Göttlich-Trilogie“ gelesen habe, aber ich habe sie geliebt. Sehr sogar. Und deswegen wollte ich schon lange die „Everflame-Reihe“ von Josephine Angelini lesen. Nach und nach wünschte ich mir die Bücher und hatte letztendlich die gesamte Reihe ungelesen im Regal. Ein Umstand, den ich bereinigen wollte. Also griff ich zum ersten Teil „Everflame – Feuerprobe“. Der Klappentext klang interessant und der Einstieg ins Buch gelang schnell. Doch irgendwie wurde alles immer komplizierter, abstrakter und auch ein bisschen ziellos. Mich konnte das Buch leider nicht fesseln, obwohl es tolle Stellen gibt. Meine Hoffnungen ruhen nun auf Band zwei, denn von „Feuerprobe“ hatte ich mir deutlich mehr erwartet.
KlappentextLiebe schmerzt. Welten kollidieren. Feuer tötet. Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden - und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser »Crucible« ist Lillian - und Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst - und einer unerwarteten Liebe. Ein mitreißender Pageturner mit starken Gefühlen: schicksalhafte Entscheidungen, Magie, Spannung und Liebe mit einer Heldin zwischen zwei Männern, zwei Welten und zwei Identitäten.
MeinungVom „mitreißenden Pageturner“ der im Klappentext angepriesen wird, würde ich nicht sprechen. Wie ich bereits erwähnte, ist es längere Zeit her, dass ich „Göttlich“ las, aber ich hatte Angelinis Stil als sehr flüssig in Erinnerung. Aber irgendetwas störte mich bei „Everflame“. Der Anfang war noch sehr flüssig, aber dann turnten die Pages immer seltener. Wir lernen gleich am Anfang Lily kennen, ein Mädchen, das ganz normale Wünsche und Träume hat und durch ihre Gesundheit nichts davon umsetzen kann. Sie ist stark allergisch und hat immer wieder Fieberschübe. Nur ihr bester Freund und ihre Schwester wissen mit all diesem umzugehen und sind immer für sie da. Dass Lily aber besagten besten Freund liebt, der im  Allgemeinen als Frauenschwarm gilt, ist dabei wenig hilfreich. Als Lily merkt, dass Tristan niemals das Gleiche für sie empfinden wird, will sie ihre Welt einfach nur verlassen. Dass ihr Wunsch aber so schnell erhört wird, kann niemand ahnen. Denn plötzlich befindet Lily sich in einer Parallelwelt. Und viel schlimmer noch: In dieser Welt existiert bereits eine andere Version von ihr. Und diese Lilian ist mächtig und herrscht über das Land – denn sie ist eine Hexe. Kann das die Erklärung für Lilys Krankheitsakte sein? Trägt sie Hexenmagie in sich?Ich muss sagen, dass ich das Konzept zwar interessant finde, es mich aber nicht vollkommen überzeugt. Parallelwelten und zwei Identitäten finde ich gut. Das ermöglicht viel Spielraum. Aber die Umsetzung ist dann doch etwas chaotisch geworden. Nachdem Lily im anderen Salem gelandet ist, ist sie orientierungslos und der Leser mit ihr. Erst nach und nach erschließt sich die neue Welt, die so vollkommen anders ist als alles bisher Gekannte. Schnell trifft Lily auf Rowan, jemanden, den sie aus ihrer Welt nicht kennt. Ganz im Gegensatz zu Tristan oder Juliette. Rowan ist geheimnisvoll und weckt tiefe Gefühle in ihr. Doch er ist auch Lilians Helfer gewesen und scheint vor Lily Dinge geheim zu halten. Die beiden haben eine tiefe Verbindung, aber irgendwie kommt die so nebenbei. Mich hat die Art zu erzählen gestört. Ich hatte das Gefühl, als wenn wichtige Dinge in einem Absatz abgearbeitet werden und man mit zu wenig Aufmerksamkeit Wichtiges verpasst. Die Entwicklungen zwischen Lily und Rowan sind in einem Kapitel schleichend und schön. Und dann kommen die tiefen Gefühle innerhalb von zwei Sätzen in einem anderen Kapitel. Ich empfand diese Entwicklungen als sprunghaft und konnte nicht immer folgen. Irgendwie verlor Josephine Angelini den Fokus und macht die Geschichte so sehr kompliziert. Und das ist sie ohnehin schon, da der Aufbau der Hexenwelt komplex ist. Die Idee will ich weiterhin loben, denn für mich war alles neu und innovativ. Aber der erste Teil muss sicher als Art Einstieg gehandelt werden, in dem der Grundstein der Geschichte gelegt wird. Dieser Grundstein braucht dann beinahe 500 Seiten…Mir erscheint das zu lang. Für mich gab es keinen richtigen Höhepunkt in der Geschichte. Viele Handlungen scheinen ziellos und die Zeit vergeht einfach. Allerdings sind auch gewisse Geschehnisse sehr spannend, keine Frage. Die Beziehungsentwickelungen sind ebenfalls interessant. Aber vor allem zwischen Rowan und Lily hatte ich mir mehr gewünscht. Hier nahm sich die Autorin zu wenig Zeit – und manchmal eben viel zu viel. Es ist schwer zu beschreiben, aber die Handlung war einfach nicht immer durchdacht, vielleicht weil sie gerade so komplex ist.Die Figuren gefallen mir im Grunde gut, auch wenn klar ist, dass Lily noch eine große Entwicklung durchmachen wird. Rowan ist ein toller Typ, von dem man hoffentlich noch mehr erfahren wird. Auch Tristan und Caleb sind liebenswert. Und Lilian, die große Hexe von Salem, ist Lily sicher sehr viel ähnlicher, als es anfangs den Anschein macht. Kein Wunder, wenn es eigentlich nur zwei Versionen der gleichen Person sind. Der Stil gefiel mir nicht so gut, wie ich schon sagte. Auch fand ich es störend, dass die Kapitel immer gute 40 Seiten lang sind. Ich fand kaum ins Buch und mich konnte das neue Salem auch nicht fesseln. Wie gesagt, ein Pageturner war es für mich nicht.Die Handlung ist durchaus gut und hat seine spannenden Momente. Mir fehlte aber die Zielausrichtung, der Fokus. Vieles war schwammig und wenig verständlich. Manche Abfolgen konnte ich einfach nicht nachvollziehen, auch wenn diese vielleicht Sinn ergeben haben. Die Handlung hat viel Potenzial, aber im ersten Teil wurde das nicht ausgeschöpft. Vielleicht soll man auch manches einfach noch nicht verstehen. Mich schreckt das allerdings eher ab, als dann ich weiterlesen will.
FazitIch hatte mir von „Everflame – Feuerprobe“ deutlich mehr erwartet. Das Thema der Hexen ist gut ausgearbeitet, aber manchmal sehr verwirrend umgesetzt. Für mich artete Vieles in Chaos aus und ich konnte der eigentlich guten und auch spannenden Handlung nicht folgen. Die Charaktere sind gelungen, auch wenn Vieles unklar bleibt. Auf jeden Fall hat die Geschichte noch viel Luft nach oben, die hoffentlich in Band zwei dünner wird. Ich vergebe für eine gute Idee und eine schwankende Umsetzung drei von fünf Spitzenschuhen.

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1.416 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 33 Rezensionen

house of night, vampire, liebe, fantasy, zoey

House of Night - Erwählt

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 19.08.2011
ISBN 9783404160334
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Gullivers Reisen (Gulliver)

Jonathan Swift
Spiel
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag, 01.02.2003
ISBN 9783898755443
Genre: Sachbücher

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Gullivers Reisen

Jonathan Swift , Flix
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2017
ISBN 9783458200260
Genre: Romane

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(124)

314 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

jane austen, stolz und vorurteil, klassiker, england, roman

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

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