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Solo: A Star Wars Story

Joe Schreiber , Andreas Kasprzak , Thomas Nero Wolff
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 01.10.2018
ISBN 9783844531121
Genre: Kinderbuch

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Goddess 2: Ein Dolch aus Donner und Wut

Andreas Dutter
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.10.2018
ISBN 9783646604320
Genre: Liebesromane

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Jessica Fellowes , Andrea Brandl , Juliane Köhler
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 10.09.2018
ISBN 9783837143195
Genre: Historische Romane

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Rebellin der tausend Sterne

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.06.2018
ISBN 9783570164754
Genre: Jugendbuch

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Promise - Die Herzenskämpferin

Maya Shepherd
E-Buch Text: 178 Seiten
Erschienen bei null, 13.09.2015
ISBN B01536YLDM
Genre: Fantasy

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221 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

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Lieber Daddy-Long-Legs

Jean Webster , Ingo Herzke , Franz Renger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551560445
Genre: Jugendbuch

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Christopher Robin

Violeta Topalova , Karlheinz Dürr , Shenja Lacher
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 27.08.2018
ISBN 9783844531114
Genre: Kinderbuch

Rezension:

In meiner Kindheit gab es viele Disney-Helden: Aladdin, Belle, Pocahontas, Esmeralda oder Meg und Herkules. Doch mit einem hatte ich eigentlich nie etwas zu tun und das war Winnie Puuh. Ich kannte Teile einer TV Serie um den Bären und ich sammelte viele bunte Sticker von ihm und seinen Freunden, aber das war’s. Als ich den Trailer zum Kinofilm „Christopher Robin“ sah, schauten meine Freundin und ich uns im Kino direkt an und beschlossen: „Den müssen wir sehen!“ Die Kinoverabredung stand schon und dann…lief der Film nicht mehr zur verabredeten Uhrzeit. Ein Desaster, wollte ich doch diesen kleinen knuddeligen Bären und seine Freunde durch London begleiten. Aber ich fand Abhilfe! Dank Randomhouse Audio stieß ich auf das Hörspiel/Hörbuch zum Film und freute mich riesig, als es bei mir eintrudelte. Auf den vier CDs warten wundervolle Stunden für Jung und Alt, voller Abenteuer, Freundschaft und so unschuldiger, herzzerreißender Liebe! Wie oft hätte ich den kleinen Puuh knuddeln können, einfach nur weil seine Aussagen so liebevoll und niedlich sind? Ich kann es nicht zählen. Aber ich kann dieses Hörbuch empfehlen, auch wenn ich glaube, dass der Film noch besser sein könnte – doch das kann ich nicht beurteilen.


Klappentext

Christopher Robin ist erwachsen, hat sein eigenes Leben, einen Job und eine Familie. Leider ist mit seinem Älterwerden auch seine besondere Gabe der Vorstellungskraft verloren gegangen. Während er ein recht eintöniges Dasein fristet, wollen die Fantasiefiguren seiner Kindheit es sich jedoch nicht bieten lassen, vergessen zu werden. Also treten Winnie Puuh, Ferkel, I-Ah, Känga und Co. einmal mehr auf den Plan, um ihrem alten Freund zu helfen, im Hundert-Morgen-Wald die Schönheit des Lebens neu zu entdecken.


Meinung

Wenn ich richtig vermute, erzählt das Hörbuch im Grunde lediglich den Film nach. Natürlich dauert das um einiges länger, als besagten Film zu schauen. Und sicher ist es auch durchaus spannend, Hörbuch und Film zu kennen. Auf jeden Fall werde ich mir „Christopher Robin“ noch ansehen. Aber auch das Hörbuch allein, bereitet dem Hörer wahnsinnig viel Freude! Ich kann schon vorweg nehmen, dass ich es meinen Kindern später unbedingt vorspielen will! Die Botschaft ist einfach wunderbar und die Geschichte absolut kindgerecht!
Dabei ist der Einstieg beinahe dröge. Die erste CD ist „Eingewöhnungszeit“, die mir persönlich etwas zu lange dauerte. Das Hörbuch startet zum Zeitpunkt, als Christopher sich von seinen Freunden und dem Hundertmorgenwald verabschieden muss. Es ist eine traurige Angelegenheit und danach wird es nur noch trauriger. Christophers Jugend wird angerissen und plötzlich hat man sein erwachsenes Dasein vor Augen – trostlos und monoton. Es ist nicht mehr viel vom fantasieliebenden Christopher übrig, der stundenlang mit seinen Freunden spielen konnte. Doch es würde sich nicht um eine fantastische Kindergeschichte handeln, wenn der Held nicht eben das erkennen und ändern würde. Und ach, das muss er bei diesen lieben Figuren auch! 
Christopher lebt sein Leben und merkt langsam, dass die Arbeit ihm viel zu wichtig geworden ist. Ja, es liegen schwere Zeiten hinter ihm, doch sollte seine Familie nicht an erster Stelle stehen? Wie das Schicksal so will, beginnt er, sich zu erinnern. Und damit kommt Winnie Puuh auf den Plan. Er erwacht im Hundertmorgenwald, doch alle seine Freunde sind verschwunden. Es gibt nur einen, der in solchen Situationen immer helfen konnte: Christopher Robin. Der gelbe Bär im roten T-Shirt steht plötzlich bei Christopher vor der Tür und ab da wird es einfach nur herrlich. Denn der Held der Geschichte ist nicht etwas sein Namensgeber, sondern ganz eindeutig Puuh! Er ist so lieb, so unschuldig, immer freundlich und ehrlich! Seine Aussagen ließen meinen Mund zu einem herzerwärmenden „Oooh“ verziehen, denn „durch Nichtstun erreicht man das bestmögliche Irgendwas“ machte plötzlich so viel Sinn! Die Reise, die das Hörbuch nimmt, ist lustig und unterhaltsam. Die Geschichte schafft es einfach, den Hörer an das Wichtige im Leben zu erinnern. An Liebe, Familie, Freundschaft und Spaß! An Zusammenhalt, kindliche Unschuld und Freiheit! Das Buch behandelt genau die richtigen Themen, für den stressigen Alltag! Ich habe es unglaublich gern gehört, denn immer wenn Winnie Puuh in einer Szene auftauchte, wurde es so wunderbar lustig und lieb. Er ist der Star der Geschichte, denn sein Charakter ist absolut rein und unverdorben. Wie gut konnte ich ihn mir mit einem roten Ballon vorstellen, der ihn absolut glücklich macht! Aber auch seine Freunde sind natürlich mit von der Partie! I-Ah war einer meiner Lieblinge und ich bin froh, dass er noch eine etwas größere Rolle hat, als die anderen Tiere. Tiger, Ferkel, Känga und Co. sind aber ebenfalls großartig und drücken der Handlung ihre Note auf. Christopher Robin ist der typische Mensch von damals und heute: gestresst, arbeitswütig, prioritätensetzend und vernachlässigend. Seine Figur führt einem Erwachsenen vor Augen, wie weit es mit der Gesellschaft kommen kann, ohne dass man merkt, dass man mitten drin steckt. Ich fand die Botschaft dieses Charakters und natürlich seines Wandels ganz wundervoll! Jeder von uns sollte einmal mit einem Häffalump kämpfen, um dem Alltag zu entkommen!
Denn genau das tut Christopher Robin und sorgt so unter anderem für Spannung. Der zweite Teil der Geschichte gefiel mir sehr viel besser als der erste, denn dort gibt es mehr Action. Diese Actionphase fällt beinahe schon zu kurz aus, doch unterhaltsam ist sie allemal.Hier spielen auch Chrisophers Frau, seine Tochter und sein Arbeitgeber große Rollen. Alle Charaktere sind ideal gestaltete für die Geschichte und fügen sich sehr gut ein. 
Ich konnte mir die Geschichte die ganze Zeit toll als Film vorstellen! Allerdings bekommt man durch das Hörbuch natürlich noch einmal einen ganz anderen Einblick in das Innenleben der Charaktere, das ich nicht missen möchte. Besonders nicht das von Puuh. Der Stil ist bildreich und sehr gut. Der Sprecher Shenja Lacher liest sehr gut und angemessen. Er verleiht den Charakteren Leben und eigene persönliche Noten. Kurz: Er liest fantastisch.


Fazit

Insgesamt führt das Hörbuch „Christopher Robin“ die wichtigen Werte des Lebens optimal vor! Familie, Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe gehen vor – und natürlich Spaß im Leben. Puuh und seine Freunde haben Christopher Robin gezeigt, wie man sein Leben leben sollte und dabei noch das ein oder andere Abenteuer erlebt. Daran lässt er uns durch die wunderbare Stimme von Shenja Lacher teilhaben. Mich hat dieses Hörbuch wahrlich verzaubert und ich bin sehr gespannt auf den Film! Jedem, der nach diesem liebevollen Abenteuer den kleinen gelben Bären mit dem zu kurzen roten T-Shirt nicht vergöttert, spreche ich jegliche Empathie ab. Diesem Hörbuch allerdings spreche ich 4,5 Spitzenschuhe zu. Ich werde mich bestimmt noch öfter in den Hundertmorgenwald begeben, schon allein, um mit Puuh und seinen Freunden Spaß zu haben!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Liv & Leif. Die Wurzeln des Schicksals

Katja Hemkentokrax , Dennis Schwark
E-Buch Text
Erschienen bei digi:tales, 09.03.2018
ISBN 9783401840369
Genre: Jugendbuch

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Die Grimm-Chroniken - Der Gesang der Sirenen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 142 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 04.05.2018
ISBN 9783906829739
Genre: Sonstiges

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293 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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P.S. I still love you

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446254800
Genre: Jugendbuch

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Tess

Thomas Hardy
E-Buch Text: 592 Seiten
Erschienen bei null, 23.04.2015
ISBN 9783423416351
Genre: Klassiker

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Gray

Leonie Swann , Bjarne Mädel , Christopher Heisler
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 15.05.2017
ISBN 9783844526356
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist schon einige Jahre her, dass ich auf ein niedliches Buch namens „Glennkill“ aufmerksam wurde. Ein Schaf, das einen Detektiv-Fall löst? Nette Idee. Und vor allem großartige Umsetzung! Seitdem hatte ich mir den Namen „Leonie Swann“ gemerkt. Genau dieser tauchte vor kurzem wieder auf, als ich auf der Suche nach neuen Hörbüchern war. Das neue Buch aus Swanns Feder mit dem Titel „Gray“ dreht sich zwar nicht um ein Schaf, der Tierwelt ist die Autorin aber trotzdem treu geblieben. Denn Gray ist ein grauer Papagei, der auf der Schulter des Unidozenten Augustus Huff einen Mord aufklärt. Und dies geschieht auf so humorvolle, unterhaltsame und ulkige Art, dass man gar nicht mehr aufhören will, zuzuhören. Der Vorleser des absolut gelungenen Hörbuchs ist Bjarne Mädel, der in der Comedywelt kein unbeschriebenes Blatt ist. Doch tatsächlich ist der Sprecher das schwächste an diesem Hörbuch, das zu glänzen weiß!


Klappentext

Dr. Augustus Huff, Dozent in Cambridge, hat plötzlich einen Vogel – und ein Problem: Einer seiner Studenten ist beim Fassadenklettern in den Tod gestürzt. War es nur ein tragischer Unfall? Oder Mord? Augustus vermutet Letzteres und geht auf Spurensuche – unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen. Der sprachbegabte Vogel erweist sich als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus bei seinen Ermittlungsversuchen von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der im Labyrinth der altehrwürdigen Universität die richtigen Fragen stellt. Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.


Meinung

Schon der Klappentext lässt ein Spektakel für die Lachmuskeln vermuten. Ich mag es immer sehr, wenn Hörbücher auch eine humorvolle Ader besitzen. Und dass das bei einem Leonie Swann-Buch der Fall sein würde, war von vornherein klar. Mit großer Vorfreude stürzte ich mich also ins Abenteuer – und verstand zunächst überhaupt nichts. Der Prolog hinterließ bei mir nur Fragezeichen. Die Perspektive, die Stimme – alles erschien abstrus. Um wen geht es denn grade?! Doch es ist nichts Ungewöhnliches, dass Prologe etwas verwirrend sind – und in Hörbüchern kann das erst recht der Fall sein. Ab dem ersten Kapitel ging es dann aber steil bergauf. Augustus Huff ist passend zu Gray, ein wirklich komischer Vogel. Der Dozent hat sich mit seiner Lehre in Cambridge einen Lebenstraum erfüllt, doch er ist von ständigen Zweifeln geplagt. Und außerdem hat er einen Sauberkeitsfimmel. Unordnung und Chaos müssen sofort beseitigt werden, Dreck weggewischt und die Hände stets gewaschen sein. Augustus ist ein herrlicher Charakter. Er ist ein bisschen weltfremd, lebt er doch in seiner ganz eigenen und doch ist er auf seine ganz eigene Art wahnsinnig komisch. Dass seinem Leben aber etwas fehlt, wird jedem Hörer schnell klar. Und zum Glück rettet Gray diesen engstirnigen Charakter! Denn der arme Papagei ist halterlos. Sein Besitzer stürzte in den Tod, dabei war er doch Fassadenkletterer? Das Opfer war Augustus Student und sofort vermutet er hinter dem Sturz mehr. Das gleiche scheint auch der überaus intelligente Papagei zu empfinden, der für Studien ausgebildet wurde und ein reges Mitteilungsbedürfnis hat. Gus nimmt sich seiner an und gemeinsam werden sie zum Detektivduo. Allein die Kombination eines Ordnungsfanatikers und eines sprechenden Vogels ist skurril und einfach genial. Hinzu kommt, dass Gray nicht einfach ein plappernder Papagei ist – er kommentiert das Geschehen, kennt viele Personen und weiß diese anzusprechen. Er kennt feste Signale und hat scheinbar eine Vorliebe für den Song „Pokerface“ von Lady Gaga, den er rauf und runter singt. Vor allem immer dann, wenn es am wenigsten passt. Sätze wie „Nimm ‚ne Nuss“ oder „Keks?“ heitern das Geschehen immer wieder auf! Der Papagei ist einfach großartig und daher ein absolut passender Namensgeber für das Buch! Gray ist grandios, witzig und neben Gus die wichtigste Figur des Buches. Nur mit seiner Hilfe kommt Gus dem Täter langsam auf die Spur. Gray ist es, der die richtigen Impulse gibt und mit neuen Ideen aufwartet. Dass der Alltag des verschrobenen Dozenten durch den Vogel auf den Kopf gestellt wird, ist vollkommen klar. Doch genau dadurch macht Augustus einen tollen Wandel durch. Der Papagei ist dabei stets auf seiner Schulter und hat immer einen flotten Spruch parat. 
So ist für Unterhaltung und Spaß auf jeden Fall garantiert. Der Mordfall wird durch Gray oft beinahe schon zur Nebensache. Doch auch der Fall ist spannend und gut durchdacht. Ich selbst kam nicht auf den Täter, auch da die kurzen „Tagebucheinträge eines Luftikus“ immer wieder vorkommen. Denn Bjarne Mädel ist nicht der einzige Sprecher des Hörbuches. Christopher Heisler übernimmt ebenfalls sehr kurze Passagen im Hörbuch, immer dann, wenn „vom Luftikus“ die Rede ist. Danach übernimmt Mädel wieder in gewohnter Manier. Diese Tagebucheinträge sorgen für Abwechslung und bieten neue Perspektiven. Wie sehr sie mich letztendlich in die Irre geführt haben, habe ich erst am Ende bemerkt. Es gelingt der Autorin also durchaus, dem Leser ein Schnippchen zu schlagen. 
Vor der Story und den Charakteren ziehe ich absolut meinen Hut! Neben Augustus und Gray gibt es natürlich Nebenfiguren, die allesamt gelungen sind. Manchmal waren es ein paar viele, doch den Überblick kann man trotzdem behalten. Der Schreibstil von Leonie Swann ist ebenfalls gut und natürlich sehr humorvoll. Es braucht also einen Sprecher der es auf den Punkt bringt. Und da passt Bjarne Mädel natürlich perfekt – sollte man meinen. Ich gebe zu, dass ich vom Sprecher mehr erwartet hatte. Mädel hat eine sehr ruhige Stimme. Mir war sie manchmal zu monoton. Für Gray hat Bjarne Mädel tolle Akzente erarbeitet, bei den anderen Figuren fehlte mir das aber. Auch die Kommentare von Gray trägt er zwar lustig vor, das Gesinge von „Pokerface“ war aber manchmal doch ziemlich verfehlt. Für mich war die Leistung des Sprechers eher durchschnittlich, doch generell passt Mädels Art und Weise vorzulesen schon sehr gut zu Augustus und Gray. Vielleicht waren auch meine Erwartungen einfach zu hoch.


Fazit

Auf das gesamte Buch trifft dies aber keinesfalls zu, denn meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Ich hoffte auf eine nette Geschichte, die mich mit dem ein oder anderen Lacher unterhalten würde, doch „Gray“ ist noch viel mehr als das. Ja, die Geschichte unterhält und sie ist wahnsinnig komisch und humorvoll. Aber es geht auch um Dinge wie Selbstfindung, Liebe und eine ganz besondere Freundschaft. Diese Botschaften fand ich sehr schön verpackt. Hinzu kommt noch, dass der Mordfall wirklich spannend ist und nicht sofort durchschaut werden kann – zumindest nicht von mir. Ich wünsche mir viele weitere Abenteuer mit Augustus und Gray an seiner Seite. Denn dieses Hörbuch ist einfach herrlich! Trotz der etwas gedämpften Erwartung gegenüber dem Sprecher muss ich fünf Spitzenschuhe vergeben, da ich „Gray“ einfach so gern zugehört hab. Ich weiß, er würde sich mehr über Kekse freuen, doch ich habe eben nichts anderes als Spitzenschuhe….

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz , Christoph Maria Herbst
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 23.04.2018
ISBN 9783844528961
Genre: Romane

Rezension:

Matt Haig hat eines meiner absoluten Lieblingsbücher geschrieben, nämlich „Ich und die Menschen“. Dieses Buch ist weise, lehrreich und gleichzeitig wahnsinnig lustig. Daher musste ich mir den Namen des Autors einfach merken! Auch sein neues Buch „Wie man die Zeit anhält“ begegnete mir immer öfter. Als ich hörte, dass das Hörbuch von Christoph Maria Herbst gelesen wird, den ich als Hörbuchsprecher wirklich toll finde, brauchte ich es einfach. Also griff ich zur neuen Geschichte, rund um den nicht/langsam alternden Tom Hazard. Die Idee der Geschichte ist toll, denn sie soll Geschichte selbst ein bisschen lebendiger machen. Dieser Punkt gelingt dem Autor mit seinem Buch auch sehr gut. Insgesamt ist das Hörbuch aber doch ziemlich lang und selten zielorientiert. Ich wusste bis kurz vor Ende nicht, worum genau es gehen soll, außer einen Abriss über Geschichte zu formulieren und einen geliebten Menschen wiederzufinden. Aber wahrscheinlich reicht das schon, oder? „Wie man die Zeit anhält“ ist eine Geschichte MIT Geschichte und weisen Lebensbotschaften. Wirkliche Spannung muss man aber vermissen.


Klappentext

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...


Meinung

„Wie man die Zeit anhält“ ist ein interessantes und leicht philosophisches Buch. Wie sollte es auch anders sein. Matt Haig hat einen besonderen Stil und die Themen seiner Bücher haben immer etwas mit der Reflexion des menschlichen Lebens zu tun. Auch hier ist das Thema allgegenwärtig. Denn die Frage, die hinter der Geschichte steht, ist natürlich: Wofür lohnt es sich zu leben, wenn man “ewig“ lebt?
Natürlich lebt Tom Hazard nicht ewig, aber eben doch eine ganze Weile. Er wächst als verarmter Adeliger auf und muss feststellen, dass das Leben nicht einfach ist, wenn der Rest deines Umfeldes mitbekommt, dass du auch nach vielen Jahren keinen Tag älter aussiehst. In der Zeit der Hexeverbrennung musste das Schicksal also seinen Lauf nehmen und mit dem Tod seiner Mutter begann ein „Leben auf der Flucht“. Tom musste sich immer wieder neue Identitäten zulegen, immer wieder der Zeit anpassen und andere Orte zum Leben suchen. Er lernte Berühmtheiten kennen und entdeckte die Welt, samt all ihrer Völker. Was nach einem Abenteuertrip klingt, kann zur grausamen Realität werden. Denn so schön der Gedanke auch ist, ewig zu leben, so grauenhaft muss er sein, wenn man dieses Leben alleine leben muss. 
All das sind Gedanken, die hinter der Geschichte von „Wie man die Zeit anhält“ stehen. Und ich finde sie alle überaus interessant. Das Hörbuch muss auf einer reflexiven und mentalen Ebene gehört werden, damit sein Kern wirklich zum Hörer durchdringt. Denn wer es einfach nur hört, um berieselt und unterhalten zu werden, der ist vielleicht danach enttäuscht. Denn so richtig spannend wird es nie. Matt Haig erzählt die Geschichte nicht chronologisch. Generell gibt es zwei Zeitlinien, die der Gegenwart und die der Vergangenheit. Allerdings wird auch in der Vergangenheit nicht chronologisch erzählt, was mich manchmal etwas störte. Man lernt Tom in der Gegenwart kennen und nach und nach offenbart er sich dem Leser. Man hört, wie er aufgewachsen ist, wie er nach London kam, wie er seine große Liebe kennenlernte und wie diese endete. Danach wird dem Hörer erzählt, wie Tom sich durchschlagen musste und zur Gesellschaft der Albas kam. (Die Albas sind die „Albatros-Gesellschaft“, Tom ist also keinesfalls der Einzige, der sehr langsam altert.) Die Albas sind insgesamt sehr ominös und meines Erachtens wurde ihr Potenzial auch nie ganz erschlossen. Das Ende fand ich in dieser Hinsicht deutlich zu abrupt. Doch insgesamt gefiel mir das Ende nicht gut. Dazu aber gleich. Zurück zur Zeitlinie. Alles in allem ist der Aufbau durchaus gelungen, indem zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt wird. Wenn aber innerhalb der Vergangenheit Sprünge auftauchen, verwirrt das ein wenig. 
Das Leben, das Tom führt und führte, war zu jedem Zeitpunkt spannend und interessant. Er lernte Leute wie Shakespeare oder Hemingway kennen und befand sich an bedeutend historischen Orten, die es heute gar nicht mehr gibt. Doch nur weil sein Leben aus historischer Perspektive spannend ist, heißt das nicht, dass es die Geschichte auch ist. Insgesamt ist die Atmosphäre des Buches eher ruhig und gemäßigt. Es gibt schlimmer Dinge, die geschehen, aber Tom ist vielmehr auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Leben ist zwar eine Achterbahnfahrt, aber erwartet dementsprechend nicht zu viel Action. In der Gegenwart wird, wie in der Vergangenheit auch, eine Liebesgeschichte eröffnet. Und es ist sehr schön, wie Haig die Liebe als zentrales Element des Lebens in den Fokus stellt. Irgendwann begreift das auch Tom und diese Entwicklung ist sehr gelungen. Ebenfalls gelungen ist das Lebendigmachen der Geschichte. Der Protagonist erzählt lebhaft und ausführlich und man denkt wirklich, es gäbe diesen Tom Hazard. Er ist auch eine sehr sympathische und relativ normale Figur. Ich mag „normale“ Protagonisten und Tom ist so einer. Er ist ein eher stiller und künstlerischer Geselle und schlägt sich so durchs Leben. Sein Humor ist relativ trocken und das harmoniert mit der Stimme von Christoph Maria Herbst sehr gut. Ich hatte allerdings ein paar lustige Stellen mehr erwartet. Zwei-, dreimal musste ich beim Hören durchaus auflachen, doch in seiner Gesamtheit blieb der Humor etwas hinter meinen Erwartungen zurück, ebenso wie die Handlung. Der Sprecher macht seinen Job dennoch sehr gut. Herbst hat eine angenehme Stimme und liest in einem guten Tempo, so dass man leicht zuhören kann. Er betont das Gelesene gut, hätte aber bei der Stimmvariation ein bisschen kreativer sein können. Dennoch gefiel mir der Sprecher wirklich gut, da er schön zur Geschichte passt.
Die restlichen Figuren in „Wie man die Zeit anhält“ sind ebenfalls authentisch und interessant. Ich mochte Camille und ich mochte auch Rose. Dass Toms Tochter so ganz anders ist, als in ihrer eigenen Kindheit, fand ich wirklich toll! Ihr Auftauchen am Ende störte mich aber. Das zu begründen, würde bedeuten zu spoilern, doch insgesamt ist das Ende zu abrupt, zu schnell, zu merkwürdig. Außerdem bleibt vieles offen. Doch vielleicht ist das auch ganz gut so.


Fazit

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Es gibt viele tolle Punkte an diesem Hörbuch. Das sind unter anderem der Sprecher und sein Tempo, das Durchleben von Geschichte, die interessante Idee und die Art und Weise von Matt Haig, über das Leben zu erzählen. Andererseits nimmt sich das Buch unglaublich viel Zeit und plätschert des Öfteren nur vor sich hin. Es fehlt das stringente Ziel und dadurch wird es zäh und lang. Dennoch habe ich das Hörbuch gern gehört und auch das Cover gefällt mir hervorragend. Es handelt sich nicht um das beste Buch von Matt Haig, doch auch in „Wie man die Zeit anhält“ kann man viel über das Leben und seine Weisheiten lernen. Und vielleicht motiviert es ja auch den ein oder anderen, Geschichte als spannend zu betrachten. Wer weiß…?! Ich vergebe 3,5 Spitzenschuhe für das Leben und die Liebe.

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1.641 Bibliotheken, 76 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

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Gläsernes Schwert

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2016
ISBN 9783551583277
Genre: Jugendbuch

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

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Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt

Jennifer Chambliss Bertman , Elisa Martins
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 07.02.2018
ISBN 9783958540651
Genre: Kinderbuch

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(15)

20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Der Wächter (Die Geschichte von Sin und Miriam 2)

Sabine Schulter
E-Buch Text: 626 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.07.2018
ISBN 9783646300741
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sabine Schulter ist ein Name, der auf diesem Blog immer wieder auftaucht. Ich liebe ihre Bücher, ihre kreativen Ideen und ihre Charaktere. Das Familiäre der Bücher ist einfach schön und deswegen kann ich jedes davon empfehlen. Vor kurzem wurde ihre Debütreihe "Die Geschichte von Sin und Miriam" bei Dark Diamonds verlegt. Und als wahrer Fan lese ich die Reihe natürlich noch einmal. Teil eins "Die Erwachte" hat mich wirklich überrascht und mehr überzeugt, als vor 3 Jahren. Nun war "Der Wächter" an der Reihe, der zuvor unter "Das Phyralit" erschienen war. Ich mochte Teil zwei schon nach dem ersten Lesen sehr allerdings gibt es im Buch viele Längen und deutlich zu viel Romantik. Man fragt sich, ob das geht?! Aber obwohl Sin und Miri sich sehr lieben, war es mir zu viel. Das Setting ist toll, die Charaktere liebevoll und die Handlung gut. Allerdings gibt es Längen und das mindert die Spannung zwischendurch.


Klappentext

Miriam, Sin und die übrigen Wächter haben zwar die Suchenden zurückgeschlagen, doch ist immer noch unklar, mit welchen Mitteln diese den magischen Bäumen die Kräfte rauben konnten. Antworten scheint es in Ägypten zu geben, wo die ältesten und weisesten Magiebäume der Welt zu finden sind. Doch das Wüstenland hat mehr zu bieten als den Zauber der Natur. Dort nahm vor Jahrhunderten die Organisation der Wächter ihren Anfang, aber auch die Bedrohung durch die Suchenden. Während Miriam Unglaubliches über ihre Magie erfährt, wird ihre Liebe zu Sin auf die Probe gestellt. Allerdings können sie nur gemeinsam Miriams Aufgaben auf dieser Welt entschlüsseln…


Meinung

Nachdem ich Band eins im letzten Monat gerereadet habe (darf ich das als Deutschlehrer wirklich so schreiben?!), hatte ich wahnsinnig viel Lust auf Band zwei. Denn „Die Erwachte“ hatte mir beim ersten Lesen gar nicht so sehr gefallen und nach dem zweiten sogar sehr. Das Ende war grandios und die Charaktere wie immer sehr liebevoll ausgeschmückt, sodass ich gern in diese familiäre Atmosphäre zurückkehren wollte. Der Einstieg gelang mir auch sehr gut und das, obwohl Band eins beinahe schon abgeschlossen ist. Denn zwischen „Die Erwachte“ und „Der Wächter“ liegen ganze zwei Jahre. Das ist sehr ungewöhnlich für eine Romantasy-Geschichte, bei der die Fortsetzung oftmals wenige Tage nach dem ersten Band spielt. Hier ist das nicht der Fall und das finde ich wirklich abwechslungsreich und toll. Die Geschichte hat sich Zeit genommen und die Charaktere haben sich entwickelt. Das merkt man auch innerhalb der Handlung. Alle sind noch enger zusammengewachsen und das Leben geht eben weiter. Diese Normalität gefiel mir wirklich gut, doch sie herrscht meines Erachtens ein bisschen zu lange vor. Bis Miriam und ihre Wächter sich nach Ägypten aufmachen (, was die Sache deutlich spannender macht), dauert es ein wenig. Und bis dahin ist die Liebe zwischen Sin und Miri das zentrale Element. Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein großer Fan der Liebesgeschichte und inzwischen mag ich Sin auch sehr gern. Mit Miriam habe ich durchaus noch meine Probleme, denn sie ist auch in Band zwei noch viel zu perfekt. Sie opfert sich selbst für andere auf, ist gerechtigkeitsliebend, freundlich und liebenswürdig – und jeder liebt sie natürlich auch. Das finde ich ein bisschen zu viel. Ihr Gegenpart Sin hat da schon mehr Schwächen, doch seine größte ist wohl Miriam selbst. Die Liebe zwischen beiden wird sehr, sehr oft in den Fokus gerückt. Es ist sehr schön und viele Stellen lassen ein Frauenherz höher schlagen (, ich denke da an eine ganz bestimmte *.*), doch irgendwann wurde es mir zu viel. Ich hätte mir ein bisschen mehr Handlung und weniger Romantik gewünscht. 
Doch Achtung, die bekam ich auch. Denn wenn der Handlungsort nach Ägypten verlagert wird (, lieben Miri und Sin sich zwar immer noch genauso doll), geht es zur Sache. Die Suchenden in Ägypten sind mindestens genauso spannend, wie die Wächter dort. Die Geschichte rund um die magischen Bäume ist wahnsinnig gut gelungen und auch die neuen auftauchenden Charaktere sind klasse. Tomarin und Mirassa sind zwei Charaktere, die diese Geschichte vorantreiben und ihr das gewisse Etwas verleihen. Diesen kleinen Turn mochte ich wirklich sehr, denn natürlich haben die beiden interessante Merkmale. Auch das Figurenkonzept, das man aus Teil eins kennt, ist gut. Thunder, Storm, Fire und Hurrican sind weiterhin dabei und sorgen für ein Heimatgefühl in der Geschichte. Ein weiterer wundervoller Charakter ist Alerand – ein Drache. Er sorgt für noch mehr Magie und ist eine Art großes Haustier, in das ich mich sofort verliebt habe. Viele Nebenfiguren werden ebenfalls neu eingeführt. Die Wächter und Jäger in Ägypten haben mir gut gefallen und sie passen gut ins Gesamtbild. Die Handlung ist durchdacht und logisch. Manchmal hat sie meiner Meinung nach ein bisschen zu lange gebraucht, doch immer, wenn die Magie wieder in der Vordergrund gerückt ist, macht das Buch unglaublich viel Spaß. Dennoch hätte ich mir hier mehr gewünscht.
Insgesamt ist es eine gute Mischung aus Liebe zum Detail und einer guten Geschichte. Die Romantik ist manchmal etwas übertrieben und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen deutlicher im Fokus, als die Jagd nach den Suchenden, doch auch das gefällt beim Lesen. Trotzdem ist die Atmosphäre eher ruhig und besonnen. Man begleitet tolle Figuren, die man schon eine Weile kennt und diese erleben das ein oder andere Abenteuer. „Der Wächter“ kann man als gelungenen Zwischenteil betrachten. Er steigert die Geschichte aus Band eins und macht Lust auf das große Finale. Und trotzdem bleibt die Spannung eben manchmal etwas zurück – also ein ganz typischer zweiter Band.
Der Schreibstil von Sabine Schulter ist gut und flüssig. Passend zu meiner Kritik ist er natürlich manchmal auch ausschweifend und sehr romantisch, doch es gibt auch dafür natürlich die richtigen Stellen im Buch. Man steigt bei Sabine Schulter immer in einen Zug, verbringt sehr viel Zeit mit tollen Charakteren und dann ist man plötzlich an der Endhaltestelle. Der Stil trägt zur Bildhaftigkeit und Unterhaltung bei und sorgt dafür, dass man sich selbst als Teil eben dieser betrachtet.
Noch ein Wort zum Ende: Ich hatte nicht damit gerechnet und finde es daher umso schöner, dass Sabine Schulter eben dieses gewählt hat. In dieser Trilogie stehen Charaktere mehr im Vordergrund, als in jedem ihrer anderen Bücher. Das ist manchmal etwas zu viel, an dieser Stelle aber absolut perfekt.


Fazit

Wie man merkt, habe ich durchaus Kritik an „Der Wächter“. Es gibt ein bisschen zu viel Romantik und dadurch auch Längen im Buch. Die Protagonistin ist noch immer zu perfekt, ihre Begleiter aber wahnsinnig toll. Die wunderbaren Charaktere werden in ein neues Setting geschickt, das für Spannung sorgt und außerdem kommen wirklich interessante Nebenfiguren hinzu. Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig und steigert sich erst ab der Mitte. Ich hatte viel Spaß mit diesem Buch und freue mich sehr auf das Finale, das es wirklich in sich haben wird. Einen Stern muss ich abziehen, doch das ergibt noch immer magische vier Spitzenschuhe, mit denen Sin und Miri ins nächste Abenteuer tanzen können.

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Goddess 1: Ein Diadem aus Reue und Glut

Andreas Dutter
E-Buch Text: 315 Seiten
Erschienen bei Impress, 02.08.2018
ISBN 9783646604313
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentexte müssen ansprechen, damit Bücher gekauft und gelesen werden. Und wenn mich einer ansprach, dann definitiv der zu „Goddess – Ein Diadem aus Reue und Glut“ von Andreas Dutter. Ozeanien, Brautschau, ein Kampf um Leben und Tod – ich meine, hallo?! Ich finde, die Geschichte klingt bombastisch und tatsächlich hat sie viele tolle Seiten! Die Idee, das Konzept und die Protagonisten haben mich absolut überzeugt. Etwas zu chaotisch war mir die Umsetzung an manchen Stellen, so dass ich manchmal ins Stirnrunzeln kam. „Goddess“ ist ein rasanter und spannender erster Teil, in dem einiges zu schnell geht, der aber dennoch gut unterhält!


Klappentext

Laneas Leben verläuft nicht sonderlich erfolgreich, abgesehen davon, dass sie die beste Bogenschützin ihres Vereins ist. Ansonsten nerven ihre Adoptiveltern und sie fühlt sich nirgendwo zugehörig. Doch das ändert sich schlagartig, als eines Tages ein gut aussehender Typ namens Cliff vor der Tür steht und ihr offenbart, dass sie die Tochter der ozeanischen Vulkangöttin ist. Er als ihr Ausbilder soll sie auf die Brautschau für Hiro vorbereiten, den Sohn des Schöpfergottes. Dafür muss Lanea ein magisches Diadem finden, bevor die anderen Göttertöchter ihr zuvorkommen. Lanea lehnt dankend ab, doch da kommt der Haken: Wer das Diadem nicht findet, wird zu Staub zerfallen. Eine tödliche Reise um die ganze Welt beginnt…


Meinung

Zuerst muss ich das Setting loben, das sich Andreas Dutter ausgesucht hat. Ozeanien ist ein Feld, das mich sehr fasziniert und mir in Büchern bisher noch nicht unterkam. Ich brachte wenig Vorwissen mit, doch die Thematik ist packend und interessant! So gelingt es dem Autor ein bisschen Mystik mit Historie zu vermischen und heraus kommt eine großartige Handlungsidee. Man kennt viele Göttergeschichten (siehe „Percy Jackson“, „Göttlich“ oder „Göttefunke“), doch noch nie habe ich von den ozeanischen Göttern in einem Jugendbuch gelesen und allein das fand ich richtig toll! Wir haben es also mit einer Göttertochter zu tun, die nicht weiß, dass sie eine ist. Nun gut, das ist nicht neu. Der weitere Handlungsverlauf ist aber auch klasse! Brautschau, Action und Kampf auf Leben werden toll vermischt und so entsteht eine unterhaltsame Geschichte. Der Haken an der Sache? Die Umsetzung ist manchmal nicht so glücklich. Vielleicht hatte ich auch einfach nur ein Problem mit Dutters Stil, doch ich finde, dass vieles viel zu schnell geht. Die Kapitel sind relativ kurz, was mir gut gefällt. So liest man noch schnell weiter und plötzlich ist man am Ende. Die Kapitel sind auch spannend, aber es gibt wichtige Handlungsentwicklungen, die in wenigen Sätzen geschehen und plötzlich hat sich alles geändert. So ist es auch mit der Einführung neuer Charaktere. Mir fehlte ein bisschen das Zeitnehmen und die Ruhe, die Geschichten zum Entwickeln brauchen. Der Autor setzt mehr auf Rasanz und Tempo, das allerdings gelingt sehr gut und gefällt sicher auch vielen Lesern. Insgesamt ist der Stil meines Erachtens etwas unausgereift und wenig ausschmückend. Letzteres ist Geschmackssache. Trotz meiner Meckerei kam ich schnell und fließend durchs Buch und ich finde auch, dass das manchmal etwas Ruppige gut zur Protagonistin passt.
Nun bin ich wieder bei positiver Kritik angelangt, denn Lanea finde ich durchaus gelungen. Sie ist eine Kämpfernatur, die in der Schule eher unbeliebt ist. Viel schlimmer noch ist ihre häusliche Situation und man muss wirklich mit ihr mitleiden. Sie hat viele Probleme und keinen Rückhalt in ihrer Familie. Ich will mir gar nicht vorstellen, dass es wirklich Familien gibt, die ihre Kinder so behandeln. In Lanea hat sich viel Wut angestaut, die erst abgebaut werden kann, als sie erfährt, dass sie eine Vulkangöttin ist. Bis dahin fand ich die Handlung übrigens sehr fließend und toll ausgearbeitet, erst danach wird es etwas chaotisch. Cliff, Laneas Ausbilder, taucht auf. Er ist sein sehr unkonventioneller, geheimnisvoller und auch gewalttätiger Typ und gerade deswegen fand ich ihn sehr gut gewählt. Er passt nicht ins klassische Konzept, weshalb er als männlicher Held einfach ideal ist! Wirklich niedlich ist auch Tucker, der Begleiter von Lanea und seinerseits ein Eichhörnchen. Tucker ist wirklich süß, aber sein Potenzial wurde keinesfalls ausgeschöpft. Er spielt immer nur eine Nebenrolle, taucht mal auf und ist dann wieder weg. Er hat mit einer sehr emotionalen Szene im Buch zu tun und diese hat mich sehr berührt, doch insgesamt hätte ich mir mehr von ihm gewünscht. Die Charaktere im Allgemeinen haben mir aber wirklich gut gefallen. Sie tragen die Geschichte und harmonieren sehr gut. Auch die Nebenfiguren sind gelungen, wie etwa Molly, der Göttersohn Hiro oder Laneas Familie. Etwas kurz kommen auch die anderen Göttertöchter, mit denen Lanea letztendlich kämpfen muss. Dieser Kampf ist total cool konzipiert, denn es handelt sich um eine Art Schnitzeljagd um das Diadem. Aber bei der Schnitzeljagd hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Die Hinweise waren immer sehr schnell entschlüsselt, obwohl sie gar nicht so offensichtlich waren. Ein bisschen mehr Gerate und Gerätsel hätte der Geschichte gut getan. Gerade die letzten Kapitel sind sehr spannend, aber auch hektisch. Das Ende kommt wahnsinnig abrupt und ich hätte den Autor wohl angeschrien, wäre er in der Nähe gewesen. Nun gut, das ging nicht. Aber jeder, der „Goddess“ auch nur ein klitzekleines Bisschen gemocht hat, ist einfach gezwungen, weiter zu lesen – und das wiederum hat der Autor ja wohl absolut richtig gemacht. Ich hätte aber so oder so weitergelesen, denn die Geschichte hat tolle Züge und viel Potenzial. Ich hoffe, dass der Autor im zweiten Teil weiterhin dem ozeanischen Thema treu bleibt, das sehr präsent und gut ausgearbeitet ist. Ein bisschen weniger Hektik und mehr Konsequenz wären allerdings toll, denn so wäre die Geschichte um die rebellischee Halbgöttin Lanea sicher noch besser.


Fazit

Bei „Goddess – Ein Diadem aus Rache und Glut“ stimmen nicht nur Cover und Klappentext, sondern auch Inhalt und Figuren! Die Protagonisten Lanea und Cliff sind gut gelungen und auch die Nebenfiguren sind toll. Die Handlungsidee ist phantastisch, die Umsetzung hapert an der ein oder anderen Stelle. Hektik und Chaos sind in der Entwicklung der Geschichte keine Ausnahme und so passieren manche wichtige Dinge einfach zu plötzlich. Ich wurde dennoch gut unterhalten und runde meine Wertung auf vier Spitzenschuhe auf. Ich bin gespannt, wie es im ozeanischen Götterkosmos weitergehen wird.

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Zentolia. Glasglanz

Tamara Schmid
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei digi:tales, 08.07.2018
ISBN 9783401840536
Genre: Sonstiges

Rezension:

Aus dem digi:tales Verlag sollte mich wirklich nichts mehr überraschen! Es ist nun schon das zweite Mal, dass ich mich an einen Titel gewagt habe, der weder vom Cover noch vom Klappentext so richtig in mein Leseverhalten passt – und der mich wahnsinnig positiv überrascht und überzeugt hat! Bereits beim Titel „Unicorn Rise“ wusste ich nicht genau, ob ich mit diesem verträumten Cover und seiner Fantasygeschichte zurecht käme und ich war nach dem Lesen baff. Umso mehr freut es mich, dass mir nun das gleiche mit „Zentolia – Glasglanz“ passiert ist! 
Das Cover ist nicht meins, der Klappentext hat aber wieder einmal etwas. Und so wagte ich mich an die Jugend-Dystopie, die es wirklich in sich hat. Tamara Schmid erschafft eine innovative und interessante Welt, in der eine ungewöhnliche (, weil absolut nicht perfekte) Protagonistin lebt, die den Leser mitnimmt. Ich habe Faunas Reise mehr als gern begleitet und das Buch spuckt mir auch eine Woche nach dem Lesen noch im Kopf herum. Also: Traut euch an diese Geschichte, es lohnt sich!


Klappentext

Fauna lebt in Zentolia - eine Stadt erbaut aus Stein und Metall, umgeben von hohen Mauern. Draußen lauern nichts als Tod und Verdammnis. Drinnen sorgen Ordnungsstifter für eine strenge Überwachung der Stadtbezirke. Das Leben in Zentolia ist hart. Und die Herrscherin Szempra verzeiht keine Fehler. Daher ist Fauna extrem vorsichtig, lässt außer ihrem besten Freund Ronan und ihrer Mutter niemanden an sich heran. Als plötzlich beide spurlos verschwinden, ist sie gezwungen, bei der Suche die Hilfe eines zwielichtigen Fremden anzunehmen. Aber warum kennt Sander sich an den dunkelsten Ecken Zentolias so gut aus? Und was will er wirklich von ihr? Schon bald begreift Fauna, dass sie erneut bestohlen wird. Die Beute? − Ihr Herz.


Meinung

Wer sich Zeit für den Klappentext nimmt und nicht nur vom Cover beeinflussen lässt, der wird schnell merken, dass Tamara Schmids Weltentwurf vielversprechend klingt. Und deswegen gab ich dem Buch auch eine Chance. Diese hat es mehr als genutzt, denn die Dystopie klingt nicht nur vielversprechend, sie ist es auch! Die Autorin nimmt sich auf dem ersten Drittel der Geschichte sehr viel Zeit für die Welteinführung, was durchaus ein wenig dauert. Doch es ist auch nicht so schnell erklärt und die etwas ausschweifende Beschreibungsart hilft dem Leser, sich an Zentolia zu gewöhnen. Besonders gut hat mir die Idee gefallen! An sich ist es nichts Neues in einem Buch, wenn ein Unglück die Welt ins Chaos stürzte und ein diktatorischer Herrscher die Macht übernommen hat. Dennoch ist die Welt von „Zentolia“ etwas Besonderes und auch anders, als man vielleicht denkt. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mir die Stadt aus Stein und Metall vorzustellen. In Faunas Welt gibt es keine Pflanzen und Tiere. Denn diese waren für die grüne Pest verantwortlich, die alles zerstört hat. Deswegen hat Fauna wahnsinnige Angst vor jedem kleinen Unkraut, was wirklich interessant ist. Es ist ein ungewöhnlicher Weltentwurf, der es in sich hat. Zentolia hat eine ganz eigene Ordnung und Infrastruktur. Es gibt viele Elemente, die man aus Dystopien kennt und trotzdem hat die Autorin es geschafft, etwas ganz eigenes zu entwerfen, das ich so noch nicht kannte. Es wird beispielsweise auf viel Computertechnik verzichtet, keine Netscreens oder Pager, die das Leben begleiten – einfach nur Stein und Metall.
Trägerin der Handlung ist natürlich die Protagonistin Fauna. Es ist faszinierend, ihre anfängliche Naivität zu beobachten. Sie hinterfragt das System nicht, warum auch. Sie hat Angst vor der bösen Natur und ist vollkommen zufrieden mit dem Leben, das sie führt. Jedenfalls solange ihre Mutter und ihr bester Freund bei ihr sind. Doch genau diese beiden verschwinden am Tag der Gründungsfeier und gleichzeitig taucht der geheimnisvolle Sander auf. Natürlich sieht der geschulte Leser einen Zusammenhang, doch die genauen Umstände bleiben unklar. Fauna macht sich also auf die Suche nach ihren beiden Familienmitgliedern und muss dabei entdecken, dass es noch viel mehr gibt, als Metall und Stein.
Fauna ist eine großartige Protagonistin. Anfangs ist sie naiv und irgendwie auch ignorant. Sie ist nicht dumm, aber sie nimmt die Welt so hin, wie sie ist. Sie ist keinesfalls Anhängerin der Herrscherin Szempra, aber sie kennt ihren Platz und der ist bei ihrer Mutter. Doch Fauna entwickelt sich im Laufe des Buches. Sie wird reifer und mit einer unbekannten Welt konfrontiert. Das Großartige an ihr ist ihre abweisende und kratzbürstige Art. Sie ist pessimistisch und unfreundlich. Außerdem hält sie sich selbst nicht für eine Schönheit oder „ehrliche Haut“. Sie kennt ihre Fehler und will diese auch gar nicht verstecken. Das fand ich so erfrischend im Dschungel der immer gelciehn, immer perfekten Protagonistinnen. Fauna lässt sich von Sander beeinflussen, lernt aber erst langsam, wie es ist, sich zu verlieben. Sie wird mit so vielem Neuen konfrontiert, dass ihre Welt aus den Fugen gerät. Ich finde, dass die Autorin Fauna sehr authentisch gezeichnet hat und sie ein absolut gelungener Charakter ist! Über Ronan und Faunas Mutter kann ich wenig sagen, da sie nur eine sehr kurze Zeit vor ihrem Verschwinden mitspielen. Doch beide sind ehrliche Charaktere, die Fauna alles bedeuten. Sander hingegen bedeutet ihr anfangs gar nichts. Dass mit ihm etwas nicht stimmt, weiß man bereits, nachdem man den Klappentext gelesen hat. Mir war dieser junge Draufgänger allerdings sehr sympathisch. Er bringt die Geschichte voran und bleibt natürlich ihr Mittelpunkt. Ich mochte die Chemie zwischen Fauna und Sander, auch wenn ich das Gesamtkonzept noch besser fand. Die Liebesgeschichte zwischen ihnen kommt beinahe schon kurz. Wer auf große Knutschereien hofft, ist hier jedenfalls Fehl am Platz. Das langsame Herantasten ist aber umso schöner und ich befürchte, dass Sander sein Herz nicht zum ersten Mal verschenkt hat...
Ich habe während der Geschichte wenig nachgedacht, sondern „Zentolia“ einfach weggelesen. Und das ging mit der richtigen Zeit erstaunlich gut. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, ins Buch zu kommen. Aber nachdem man mit der Welt warm geworden ist, liest man das Buch so weg. Anfangs war mir auch nicht klar, ob die Suche nach Faunas Mutter und Ronan der gesamte Inhalt ist und deswegen war es manchmal wenig zielführend. Aber natürlich ist es nicht der einzige Inhalt, denn das große Ganze wird hinterfragt und diese Grundsteinänderung gelingt sehr gut. Die Geschichte hat sehr spannende Elemente, lebt aber deutlich von ihrem Entwurf und den Charakteren. Es gibt immer wieder spannende Szenen, doch bis zum Ende hin herrscht eher eine solide Grundspannung. Es gibt die Thematik der Edelsteine, die auch auf dem Cover erkennbar ist. Die habe ich noch nicht vollkommen durchschaut, denn über sie wird noch nicht viel verraten. Deswegen irritierte sie mich auch ein wenig, aber gestört hat es mich nie. Ich persönlich fand die Handlung auch nicht voraussehbar, abgesehen von ein paar Grundpfeilern. Insgesamt konnte die Geschichte mich aber immer wieder überraschen, sei es nun mit dem Untergrund, dem Schwarzmarkt oder dem Holzkästchen. Nach dem ersten Drittel hatte die Geschichte mich gefesselt und ich habe mich dabei ertappt, wie ich immer wieder mit den Gedanken nach Zentolia abdriftete. Das passiert mir auch noch viele Tage nach dem Lesen des Buches, was ich als sehr positiv bewerte. Das Ende des Buches ist relativ hektisch und abrupt, aber gelungen! Und nun bin ich einfach nur gespannt, wie es weitergehen wird, denn zum Glück wird es das. „Zentolia“ ist eine Dilogie, dessen zweites Buch aber noch nicht angekündigt wurde. Eine Schande!
Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass er gelungen und angemessen ist. Er trägt gekonnt zur Weltbeschreibung bei und vermittelt dem Leser einen tollen Eindruck von Zentolia. Das Buch hat auch seine Längen und seine Schwächen, doch im Nachhinein sehe ich darüber großzügig hinweg, weil mich die Geschichte doch vor allem beeindruckt hat! Das kann ich zum Cover übrigens nicht sagen. Die beiden abgebildeten Figuren haben wenig mit Sander und Fauna gemein, beziehungsweise kann ich mir beide so einfach nicht vorstellen. Das äußere und detailreiche Muster finde ich schön und die Farbe Grün passt absolut zum Buch. Aber diese Figuren?! Hm. Aber gut, man kann es nicht jedem recht machen und solange der Inhalt stimmt, kann man über ein Cover hinweg sehen.


Fazit

„Zentolia – Glasglanz“ ist ein Buch mit einem so spannenden und innovativen Weltentwurf, dass allein dieser Fakt reicht, um es lesen zu sollen. Aber hinzu kommen die überaus authentischen Charaktere, allen voran Fauna. Sie hat mich mit ihrer kratzbürstigen Art für sich eingenommen und einfach in ihre Welt entführt. Die Figurenkonstellation ist ideal und der Weltentwurf großartig! Deswegen kann ich über Kleinigkeiten hinweg sehen, wie etwa ein paar Handlungslängen, die mich gestört haben. Nach diesem Buch sind noch so viele Fragen offen, dass ich das Lesen von Teil zwei kaum erwarten kann. Und weil mich die Geschichte einfach nicht loslässt und sie mir sehr gut gefallen hat, vergebe ich fünf von fünf Spitzenschuhen. Ob man die auf dem Schwarzmarkt in Zentolia auch bekäme?!

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Pompeji

Robert Harris , Christel Wiemken
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.03.2009
ISBN 9783453406957
Genre: Historische Romane

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Die Erwachte - Die Geschichte von Sin und Miriam

Sabine Schulter
E-Buch Text: 648 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 31.05.2018
ISBN 9783646300758
Genre: Fantasy

Rezension:


Sabine Schulter war für mich eine besondere Entdeckung des letzten Jahres. Mit ihrer „Azur-Dilogie“ hat sie mich über die Maßen begeistert, weshalb ich auf ihre Debütreihe sehr gespannt war. Also ergriff ich meine Chance und stellte mich dem ersten Teil der „Sin und Miriam-Trilogie“, der „Die Erwachte“ heißt. Es ist eine tolle Fantasystory mit einer guten Idee und einer unkonventionellen Umsetzung. Eine unterhaltsame Geschichte, die von Liebe über Freundschaft bis Action alles hat und somit einen gelungenen Reihenauftakt bildet.

Klappentext
Die Welt ist nicht immer das, was man jahrelang zu glauben gedacht hat. Das muss auch Miriam feststellen, als sie durch ihr Erwachen plötzlich eine magische Sicht entwickelt und in unserer Welt nun Wunder erlebt, die sie nie für möglich gehalten hat. Doch ihre neugewonnenen Fähigkeiten sind nicht nur von Vorteil für sie. Ihre Art ist unglaublich selten, wodurch sie zur Zielscheibe für die Suchenden wird, Monster ohne Skrupel, die nur liebend gern an ihr außergewöhnliches Blut wollen. Sie allein wäre vollkommen hilflos, wenn es nicht Wächter geben würde, die Miriam schützen und ihr eigenes Leben in Gefahr bringen, um ihren Schützling vor den gierigen Klauen ihrer Gegner zu bewahren. Und obwohl Miriam nur zu gern ihr altes Leben weiterführen würde, zwingen die Umstände sie dazu, sich zu entscheiden. Entweder sie versteckt sich, von ihren Wächtern geschützt oder sie stellt sich zusammen mit ihnen einem Feind, der übermächtig scheint.

Meinung
Wo soll ich nur anfangen?! Manchmal hat man viele Gedanken zu einem Buch und muss diese erste einmal ordnen. Das Meiste an „Die Erwachte“ gefällt mir wirklich gut. Also fangen wir doch mal damit an. Sabine Schulter hat einen lockeren Schreibstil, in den man als Leser sehr gut und schnell reinfindet. Allerdings muss ich auch sagen, dass sie sich inzwischen wirklich verbessert hat. „Die Erwachte“ ist Sabine Schulters allererstes Buch und inzwischen ist ihr Stil sehr viel ausgereifter. Auch haben sich ein paar Rechtschreibfehler in diese Version geschlichen, die ich aber einfach mal überlesen habe. Der Schreibstil ist dennoch sehr fließend, aber wie gesagt – ich lege euch auch gern die neueren Bücher der Autorin ans Herz! Geschmunzelt habe ich über eine Formulierung, die mich in sprachlicher Hinsicht fasziniert hat (und die zu dieser Rezension äußerst wenig beiträgt). In der Szene versucht Miri etwas herauszufinden und es heißt: „…riet ich ins Blaue. […] Es wunderte mich, dass ich damit wohl ins Schwarze getroffen habe.“ Ist die deutsche Sprache mit all seinen Metaphern nicht faszinierend?! :D

Wie man an dieser kleinen Stelle schon merkt, wird das Buch aus Miriams Perspektive erzählt. Sie ist die Ich-Erzählerin, allerdings schleicht sich auch ein zweiter Er-Erzähler mit ein, der dann aus Sins Perspektive berichtet (Achtung, kein Ich-Erzähler!), was der Geschichte einen guten Perspektivwechsel verschafft. Sin ist im Übrigen der oberste Wächter von Miriam. Sie hat drei feste Wächter, im Verlauf der Geschichte sogar fünf. Sin organisiert die gesamte Gruppe und wacht seit seinem 12. Lebensjahr über Miriam, denn man weiß sehr früh, wer eine Erwachte sein wird. Gerade solche Gedanken sind aus seiner Perspektive sehr interessant.
Interessant ist auch die Idee der Reihe. Man hat es hier mit einer tollen Fantasy-Geschichte zu tun, die mit mehr als nur fantastischen Wesen auffährt. Die Beliebtheit des „Beschützerkonzepts“ der Autorin ist schnell ersichtlich. Miri ist eigentlich alles andere als wehrlos, aber die Wächter erfüllen ihre Aufgabe gut. Neben Sin wird die Protagonistin noch von ihrer besten Freundin Sophie und Sins Bruder Fire bewacht. Beide sind tolle Charaktere, die man lieben muss. Oftmals habe ich das Gefühl, dass ich die Nebenfiguren einer Geschichte viel lieber mag als die Protagonisten. So ähnlich ist es auch hier. Nicht nur Fire und Sophie gefielen mir super, sondern auch Night oder Hurrikan. Sin gehört auch zu meinen Favoriten, allerdings gefielen er und Miriam mir weit weniger als die anderen. Das hatte den simplen Grund, dass beide ein bisschen zu perfekt sind und keine ersichtlichen Schwächen haben. Sin ist ein überragend aussehender Mann, der einfach alles kann. Seine einzige Schwäche ist wohl seine Erwachte. Und Miriam ist eine kluge und wunderschöne junge Frau, die Medizin studiert, schnell lernt sich zu verteidigen, die höchsten magischen Werte der gesamten Umgebung hat und jeder mag sie auf Anhieb. Wenn Protagonisten so absolut unfehlbar sind, gefällt mir das nie so gut. Man kann das innerhalb der Geschichte zumeist gut ausblenden, dennoch hätten ein paar Ecken und Kanten gut getan. 
Nichtsdestotrotz ist die Geschichte, die sich zwischen Sin und Miriam entwickelt – natürlich eine Liebesgeschichte – sehr schön. Besonders an dieser Stelle ist erneut das Konzept. Denn es ist nicht so, als wenn Sin und Miri es leicht haben. Obwohl beiden schnell klar ist, dass sie viel füreinander empfinden, wählt die Autorin hier einen eher ungewöhnlichen Weg. Es ist sicher nicht meine liebste Option gewesen, allerdings gefiel mir die unkonventionelle Lösung und als es dann endlich zur Sache geht, ist die Szene wirklich sehr gut gestaltet! Außerdem ist hier Liebe immer mit Spannung gepaart.
Die Geschichte benötigt einiges an Anlauf. Bis zur Hälfte des Buches hätte ich mir davon ein wenig mehr gewünscht. Allerdings ist es auch verständlich, dass erst einmal in die Welt eingeführt werden muss. Das kann zwar faszinierend sein, für mich waren verschiedene Szenarios allerdings ein wenig lang. Das ändert sich dann aber ungefähr bei der Hälfte. Ab dann wird kontinuierlich Spannung aufgebaut, bis die Geschichte in einem furiosen Finale endet. Sowohl zwischen Miri und Sin passiert mehr, als auch in der Gesamtsituation. Miri und die Wächter müssen gegen die Suchenden kämpfen, deren Population immer größer wird, was heißt, dass es eine neue Königin geben muss. Für mich persönlich war das Ende das Highlight, da dort noch einmal ein faszinierender Charakter auftaucht, der für ein großartiges Ende sorgt.
Schön ist es auch, dass die Geschichte an sich abgeschlossen ist. Dennoch hat die Handlung noch eine ganze Menge Potenzial, so dass ich sehr gespannt bin, was in Band zwei und drei so passieren wird. Ein weiterer Punkt, den ich hervorheben muss ist, dass es ein paar liebevolle Details gibt. Das sind zum Beispiel bestimmte Orte in München (,wo die Handlung übrigens spielt) oder die Lieder, die zwischendruch genannt werden. Miri tanzt nämlich sehr gern (, wie ich) und wirklich jedes der genannten Lieder, die im Hintergrund laufen, liebe ich! Da hatte die Autorin wohl einen siebten Sinn.

Fazit
Es wird schon wieder viel länger, als es werden sollte. Alles in allem ist „Die Erwachte“ eine tolle Geschichte, die sich konstant aufbaut, manchmal etwas lang ist, aber besonders zum Ende hin mit tollen und spannenden Szenen glänzen kann. Wieder einmal eine gute Idee mit viel Potenzial, einem flüssigen Stil und liebevollen Nebencharakteren. Für mich erwachen hier 4 Sterne, die ich für einen guten Reihenauftakt gern vergebe.

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Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn des Jahres habe ich meine Freude gegenüber dem Programm des diogenes-Verlags entdeckt. Bereits im letzten Jahr las ich den Klassiker „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink, weshalb ich mich über sein neues Buch mit dem Titel „Olga“ sehr freute. Als Geschichtslehrerin begrüße ich Gegenwartsliteratur mit historischem Zwischenspiel sehr. Doch Schlink widmet sich keinesfalls nur einem Zwischenspiel, die deutsche Geschichte tritt in diesem besonderen und interessanten Roman als eine Art Nebenfigur selbst auf und katapultiert den Leser somit in einen großen Teil der deutschen Geschichte selbst zurück. „Olga“ ist ein bewegender, interessanter und tiefschichtiger Roman über eine starke Frau, die in Zeiten lebte, die bis heute nicht für jeden erfassbar sind.


Klappentext

Die Geschichte der Liebe zwischen einer Frau, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und arktischen Eskapaden an die Träume seiner Zeit von Größe und Macht verliert. Erst im Scheitern wird er mit der Realität konfrontiert – wie viele seines Volks und seiner Zeit. Die Frau bleibt ihm ihr Leben lang verbunden, in Gedanken, Briefen und einem großen Aufbegehren.


Meinung

Bernhard Schlink ist ein großer Name der deutschen Gegenwartsliteratur und das auch zurecht. Sein Roman „Der Vorleser“ überraschte mich maßlos und deswegen waren auch meine Erwartungen an „Olga“ nicht gering. 
Was zunächst auffällt ist die relativ distanzierte Erzählart des Autors. Bernhard Schlink versucht nicht seine Figuren in einem guten Licht darzustellen. Man soll gar nicht mit ihnen sympathisieren. Gerade ihre Schwächen, die mehr als deutlich gezeichnet werden, sorgen aber für Identifikation. Dies trifft in jedem Fall auf die Titelfigur Olga zu. Olgas Geschichte wird in drei Teilen erzählt, die alle eine andere Art des Erzählens haben. Der Roman beginnt sehr unmittelbar, man wird direkt in das Geschehen gezogen und dem Leser wird die Kindheit von Olga in wenigen Sätzen präsentiert. Schlink setzt dabei keinerlei Wert darauf, Emotionen beim Leser hervorzurufen. Im Gegenteil, die Erzählweise suggeriert Neutralität, vielleicht sogar Objektivität und Distanz. Der Leser soll sie seine Meinung über Olga im Laufe des Romans selbst bilden, was auch wunderbar funktioniert. Der Autor findet sehr schnell zum Hauptthema des Buches, nämlich die Beziehung zwischen Olga und Herbert.
Wobei man sagen muss, dass diese untypische Liebesgeschichte eigentlich nur eine Stellvertreterrolle für die angegebene historische Zeit ist. Denn Schlink erzählt eigentlich zwei Geschichten und macht die erste am Beispiel der zweiten deutlich. Soll heißen: Schlink hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Bild der brisanten deutschen Geschichte zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem endenden 20. Jahrhundert darzustellen. Und um diese Zeit zu verstehen, bettet er die Geschichte einer Frau ein, die alle Höhen und Tiefen miterlebt. Dabei werden epochale und weltverändernde Phasen, wie etwa der Nationalsozialismus, beinahe ausgespart und eher am Rande erwähnt. Denn für Olga ist das eine schmerzliche Phase. Die Präsenz der Zeit ist aber immer allgegenwärtig und beeinflusst Olga in ihrem Lebensweg. Es geht um die Zeit. Aber um diese zu verstehen, wurde Olga erschaffen. An ihrem Beispiel wird das Schicksal einer Generation deutlich und dieses Schicksal ist mehr als bewegend, weil grausam. Dieses Grundgerüst ist meiner Meinung nach grandios gelungen und konnte mich begeistern. Das Cover mit der scheinbar einsamen und nachdenken Frau passt dementsprechend hundertprozentig zur Geschichte. Mir gefiel die Komponente der Geschichte selbst als Hauptfigur wirklich gut!
Aber genug der interpretatorischen Worte. Das Buch ist sehr gut aufgebaut, denn es ist in drei ungleiche Teile unterteilt. Der erste Teil handelt von Olga und Herbert selbst: ihre Kindheit, ihre Jugend, ihre beginnende Liebe, der Schmerz des Schicksals. Beiden ist es vergönnt aufgrund ständischer Gegebenheiten zusammen zu sein. Herbert ist ein träumerischer Charakter, der ruhelos und suchend ist. Ich mochte ihn nicht. Doch Olga hat sich in diesen Mann verliebt und ihn bei all seinen Wolkenschlössern unterstützt, soweit dies möglich ist. Mir gefiel zwar Herberts Charakter nicht, seine Rolle ist aber bedeutend und gut gewählt. Dass Schlink sein Schicksal ausspart, ist eine interessante Wendung, die dem Leser Spielraum ermöglicht. Olga wird in diesem Teil des Buches hingegen sehr genau gezeichnet. Man bekommt einen guten Eindruck von der strebsamen jungen Frau, die eigentlich gar nicht in ihre Zeit passt. Auch Olga ist keine Sympathieträgerin, soll dies aber auch nie sein. Was sie aber unbestritten ist, ist authentisch. Und das ist für diesen Roman entscheidend. Bereits nach dem ersten Teil ist ein Großteil der Geschichte erzählt und die Perspektive wechselt. Der Autor deckt hierbei eine Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis ca. 1950 ab, was enorm ist. Kennt man sich mit Geschichte nicht so sehr aus, sollte man die Jahreszahlen und Ereignisse immer im Blick behalten, da man sonst schnell den Überblick verliert und nicht mehr weiß, in welcher Zeit sich das Buch gerade befindet. Hierbei sind die Sprünge manchmal auch sehr chaotisch, was das Verstehen des Romans erschwert. Wissen über deutsche Geschichte wird in gewissem Maße vorausgesetzt. 
Der zweite Teil des Romans wird von jemand vollkommen Neues erzählt. Seinen Namen erfährt der Leser erst auf den letzten Seiten. Es handelt sich um einen Sohn eines Pfarrers in dessen Familie Olga ab den 50ern als Näherin gearbeitet hat. Die Perspektive wird nun vollkommen verschoben, denn eine andere Generation erzählt. Dementsprechend ist die Sicht komplett umgedreht, etwas rebellischer, etwas jünger. Olgas zweiter Lebensabschnitt nach den beiden Weltkriegen wird aufgezeigt. Es ist für den Leser nahezu ein Mysterium, was ein einzelner Mensch in diesen Jahren alles erlebt haben kann. Wie grausam muss es in dieser Zeit gewesen zu sein, den Ersten und den Zweiten Weltkrieg miterlebt zu haben, die verschiedenen Systeme und das fragile Nachkriegssystem. Und in all diesem großen Ganzen musste man sich zurecht finden: eine nahezu unlösbare Aufgabe – in meinen Augen. Der zweite Teil verliert ein wenig an Spannung, doch erzählt er sehr gut. Interessant ist vor allem, dass aufgezeigt wird, wie ein Mensch aus verschiedenen Perspektiven ganz anders wirken kann.
Der dritte Teil besteht dann lediglich aus Briefen. Briefe, geschrieben von Olga an Herbert. Der anfangs anonyme Erzähler beschafft diese und durch die Briefe wird das bisher erworbene Wissen über Olga noch einmal deutlich revidiert. Schlink meistert es bravourös, die Botschaften seines Romans immer wieder umzukehren und zu verändern. Er lässt verschiedene Figuren auf den Plan treten, um die ganz große Geschichte, die er erzählen will, zu erschaffen – und das gelingt. Der Briefteil gefiel mir inhaltlich sehr gut, ist aber ebenfalls wenig abwechslungsreich. Hier spricht aber zum ersten Mal Olga selbst, was wiederum interessant ist.
Der Schreibstil von Bernhard Schlink bleibt den ganzen Roman über distanziert. Es ist nicht die spannendste Art zu schreiben, doch diese Beschreibungen machen den Roman wirklich interessant. Die Aufgliederung in die drei Teile ist sehr klug und sorgt für Abwechslung. Man lernt die Protagonistin aus immer wieder neuen Blickwinkeln kennen, was sehr gelungen ist und Authentizität schafft. Was mir die meiste Zeit fehlte war Sympathie und Identifikation. Aber ich glaube auch nicht, dass diese beiden Faktoren vom Autor gewollt wären. Was Schlink aber schafft, ist eine tolle und interessante, manchmal sogar abgrundtiefe und geheimnisvolle Geschichte einer Frau zu erschaffen, die in die wahren Verstrickungen der Geschichte hervorragend eingearbeitet wurde. Man darf aber nicht vergessen, dass der Roman daher relativ ernst und nicht immer spannend oder schön zu lesen ist. Aber er ist ein Erlebnis – ein Erlebnis eines Teils der deutschen Geschichte.



Fazit

„Olga“ ist ein Roman mit viel Anspruch, der Geschichtskenntnis benötigt, aber auch erschafft. Bernhard Schlink schreibt mit seiner distanzierten Art keine Sympathiegeschichte einer tollen Protagonistin nieder, sondern eine ernste und authentische Geschichte einer Frau, die in den historischen Tücken der deutschen Geschichte leben muss. Hierbei spielt die Liebe immer eine Rolle, denn sie definiert Olga. Vielmehr bewundere ich aber die Geschichte selbst, die die größte Nebenrolle spielt. „Olga“ ist nicht unbedingt ein unglaublich spannendes Buch, aber ein ernster und anregender Roman, der jeden Geschichtsinteressierten in seinen Bann ziehen kann. Ich vergebe vier Spitzenschuhe für diese interessante und abwechslungsreiche Lektüre.

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House of Night - Geweckt

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.11.2012
ISBN 9783596193066
Genre: Jugendbuch

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Step by Step. Herzschlag im Dreivierteltakt

Verena Bachmann
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646603248
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich sah das Cover von „Step by step – Herzschlag im Dreivierteltakt“ und wusste, dass ich dieses Buch einfach brauchte. Ich bin Tänzerin und immer auf Geschichten über und mit dem Tanzen erpicht, sodass ich sofort zur Geschichte von Hayne und Arthur aus der Feder von Verena Bachmann griff. Wer all seine Erwartungen von literarischer Qualität oder weltverändernden Büchern an diesen kleinen Roman hängt, der wird enttäuscht sein. Wer sich aber auf eine zuckersüße Geschichte freut, die kein großes Nachdenken erfordert, der wird in ihr versinken. Kleinigkeiten wie kleine Formfehler und auch manche klischeehafte Szenen ließen mich zwar aufschrecken, änderten aber nichts daran, dass ich durch dieses Buch nur so dahinfloss, es nicht weglegen konnte und innerhalb eines Tages las. Step by step verliebte ich mich mehr in das Buch und konnte deswegen über Klischees hinweg sehen. Sehr gut!


Klappentext

Tanzen gehört so gar nicht zu den Talenten von Schulsprecherin Hayne. Und trotzdem steht die Vorzeigeschülerin nun vor der Herausforderung, eine Choreographie für das Frühlingsfest der Schule vorzubereiten und obendrein auch noch einen geeigneten Tanzpartner zu finden. Mädchenschwarm Arthur kommt ihr da mit seinen Tanzkünsten gerade recht. Doch das Ganze hat seinen Preis: Dafür, dass Arthur ihr das Tanzen beibringt, muss Hayne seine Freundin spielen. Was für beide anfangs nur ein Mittel zum Zweck ist, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas, das die Herzen der beiden ziemlich aus dem Takt bringt…


Meinung

Seit ich ein kleines Mädchen bin, tanze ich. In den Jahren kamen verschiedene Stile zusammen und ich habe viel ausprobiert. Doch eines hat jeder Tanz mit dem anderen gemein: Lebensfreude! Tanzen bedeutet so viel mehr, als einfach nur ein paar Schritte aneinander zu reihen. Tanzen heißt Fühlen und mit dem Tanzen kann man jegliche Gefühle zeigen. Das kann Angst und Frust sein, genauso aber Stärke oder Unabhängigkeit und natürlich auch die Liebe. Auf letzteres stürzt sich natürlich der Roman „Step by step“. Da Tanzen in meinem Leben einen großen Teil einnimmt, freue ich mich immer über Bücher, in denen das Thema auch Einzug gefunden hat. Als ich „Step by step“ begann, fühlte ich mich gleich in die Geschichte gezogen. Und besonders froh war ich, als schnell einer der Charaktere Ähnliches äußerte, was auch ich übers Tanzen denke:

„Beim Tanzen kannst du so vieles ausdrücken. Freude, Leid, Wut…Es ist ein wundervoller Weg, um seinen ganzen inneren Ballast abzuwerfen.“ (9%)

Der Satz stammt von der Mutter der Protagonistin, die ziemlich merkwürdig ist. Und somit komme ich auch gleich zu den Charakteren. Vorher aber: „Step by step“ ist ein kurzes Buch und auch die Geschichte ist kurzweilig. Ich selbst habe lediglich einen Tag gelesen und schon war es durch. Doch ich wollte auch nicht aufhören, denn es ist, trotz aller Klischees und Stereotypen, einfach wundervoll. Die Geschichte versetze mich zurück in mein 14-jähriges Ich, als ich Teeniefilme über alles liebte und täglich meine Dosis Träumerei brauchte. Dieses Buch wäre eine solche Dosis gewesen und kann locker mit Hilary Duff oder Selena Gomez-Filmen mithalten. Das vorweg.
Der Roman beginnt wirklich unmittelbar. Das erste Kapitel war für mich noch ein wenig stockend, doch nach kleinen holprigen Stellen kam ich gut in die Geschichte. Man lernt die Protagonistin Hayle kennen, die sehr zielstrebig und selbstbewusst ist. Sie ist Schulsprecherin, Streberin und Jungs-Schreck. Natürlich sieht sie trotz all ihrer tollen Charaktereigenschaften super aus, was ich wie immer etwas verurteile. Sicher, es gibt solche Menschen, aber würden wir all die Geschichten nehmen, in denen solche Protagonistinnen auftauchen, wäre unsere Gesellschaft nicht sehr realistisch abgedeckt. Aber egal. Ich mochte Hayne nämlich. Sie ist die ideale Protagonistin für diese Teenie-Schwärmerei-Geschichte! Denn so unlogisch ihr Charakter auch sein mag, hat er alles, was diese Geschichte toll macht. Hayne lässt sich nicht veräppeln, weiß was sie will und ist ein Vorbild. Trotzdem kann sie naiv sein und außerdem ist sie wirklich lustig. Ich mochte ihre Ironie so sehr! Hayne ist gleichzeitig auch die Erzählerin der Geschichte. Hier fand ich sie manchmal etwas zu eingreifend, vor allem wenn sie Dinge aus der Vergangenheit erzählt hat, aber das war es jetzt auch mit der Kritik. Hayne ist von vielem ein bisschen zu viel und somit perfekt. Denn was das Tanzen angeht, ist sie nicht sonderlich talentiert. Und hier kommt Arthur auf die Bühne. Er passt perfekt in diese Geschichte, denn er ist der Star der Schule. Der Kerl, der einfach alles kann und eigentlich einen ganz weichen Kern hat. Beide Protagonisten sind Verkörperungen von vielen Stereotypen – aber diese Typen funktionieren einfach! Und ich fand jeden Dialog, jede Szene zwischen Arthur und Hale so wundervoll. Ich habe beim Lesen gelächelt und mich selbst ertappt, wie ich die Dialoge mit den Lippen mitgeformt habe. Hach…im Herzen bin ich eben ein Teeniemädchen geblieben. 
Die Geschichte ist manchmal etwas konstruiert und nicht ganz realistisch. Es wäre beispielsweise unwahrscheinlich, dass Hayne bei der Tanzaufführung einspringen muss, oder dass Arthur und sie die Fake-Beziehung eingehen. Aber muss es immer realistisch sein? Ich konnte mich mit all diesen Konstruktionen wunderbar anfreunden, denn sie machen diese Geschichte einfach zu der, die sie ist! Und auch, wenn man ein paar Dinge vorausahnen kann, vor allem, was das Ende betrifft, war es mir einfach egal. Denn ich wollte mehr! Ich wollte mehr von dem Jungen und dem Mädchen, die nur eine Beziehung vorspielen und sich dabei eben doch verlieben. Ich wollte weiter träumen! Und genau das hat mir Verena Bachmann ermöglicht - und dafür danke ich ihr! Außerdem geht das Thema des Tanzens nie wirklich unter, was ich ebenfalls toll fand! Es ist jetzt nicht wie Step up, oder so, aber das Training für die Aufführung, ein kleiner Ball und eine Dirrty Dancing Szene finden Einzug in die Geschichte und bilden somit einen roten Faden. 
Die Nebenfiguren machen die Geschichte ebenfalls sympathisch und sehr lustig. Auch hier herrschen Stereotypen vor, aber braucht nicht jeder diese ungewöhnlichen und schrillen Freunde, um die Geschichte toll zu machen? Hayne hat zwei ungewöhnliche und schrille Freundinnen, die immer für sie da sind. Die Ehrlichkeit in der Freundschaft hat mir sehr gut gefallen! Auch sind Haynes Eltern ziemlich lustig, wenn eben auch etwas strange. Geld ist nie ein Thema und jeder Charakter gleitet automatisch an seinen Platz, an den er perfekt passt. Die Jugendlichen sind vor allem selbstbewusst und wissen, wo sie hingehören. Es geht sicher auch anders, aber in diese Geschichte passt es. Die ganze Handlung hat keinerlei Leerlauf, es passiert immer etwas Wichtiges für die Geschichte. Und das ist meistens etwas ziemlich Schönes! Ich habe dieses Buch wirklich geliebt, jede Seite, jeden Spruch von Arthur und die Chemie zwischen Hayne und ihm.
Der Schreibstil ist anfangs noch ein kleines bisschen holprig, doch die Autorin gewinnt an Mut und Routine innerhalb der Seiten. Der Stil passt toll zum Inhalt und man fliegt durchs Buch! Allerdings sind dem Lektorat ein paar Fehler unterlaufen und so fehlen immer mal wieder Kommas oder Worte sind falsch geschrieben. Das ist nicht oft der Fall, ließ mich manchmal aber stocken. Im anfänglichen Zitat beispielsweise gibt es im Buch sogar zwei kleine Fehler, die ich hier korrigiert habe. Mich stören solche formale Fehler auf jeden Fall. Und dennoch können sie vorkommen und ich verzeihe es diesem schönen Buch!


Fazit

Ich habe jede Seite und jede Wendung von „Step by step – Herzschlag im Dreivierteltakt“ geliebt und genossen! Ich wollte nicht aufhören zu lesen, viel zu sehr trieb mich die Chemie zwischen Arthur und Hayne an. Es handelt sich hier um ein Buch zum Träumen, wenn…Achtung wenn! Wenn man keine Geschichte erwartet, die es so noch nie gegeben hat. Wer aber auf der Suche nach romantischen und zuckersüßen Geschichten ist, der ist hier genau richtig. Verena Bachmann ließ mein Herz höher schlagen und ich finde es toll, dass das Thema des Tanzens immer präsent ist. „Step by step“ ist nicht der nächste Literaturnobelpreisträger – aber das Buch hat meinen Tag so viel schöner gemacht! Aufgrund von Kleinigkeiten ziehe ich ein bisschen ab und lande trotzdem bei 4,5 Spitzenschuhen. Vielleicht sollten Hayne und Arthur als nächstes ja ein Pas-de-deux tanzen? Die Spitzenschuhe helfen sicher.

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

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dystopie

Unravel Me (Shatter Me) by Mafi, Tahereh (2013) Paperback


Flexibler Einband
Erschienen bei null
ISBN B00IGZ01FK
Genre: Sonstiges

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