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(3.176)

4.619 Bibliotheken, 74 Leser, 6 Gruppen, 567 Rezensionen

liebe, erotik, anna todd, after passion, hardin

After passion

Anna Todd , Corinna Vierkant-Enßlin , Julia Walther
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.02.2015
ISBN 9783453491168
Genre: Erotische Literatur

Rezension:  
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(513)

1.147 Bibliotheken, 69 Leser, 0 Gruppen, 238 Rezensionen

mona kasten, save me, liebe, new-adult, maxton hall

Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Geld, Glamour, Luxus, Macht ― all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß ― etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James ― und ihr Herz ― schon bald keine andere Wahl. 

(Quelle: Amazon.de)

Schon bevor ich das neue Buch von Mona Kasten angefangen habe, hatte ich große Erwartungen an die Geschichte. Mona Kasten hat mich bisher mit ihren Geschichten immer voll gepackt und ihren Schreibstil finde ich wirklich toll. Er zieht einen in die Geschichte und lässt nicht mehr so schnell los. Genauso war es auch bei "Save me". Ich habe das Buch, wie auch schon die vorherigen Bände, in einem Rutsch verschlungen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Die ganze Welt von Ruby, das Maxton Hall College, ihre Mitschüler - alles konnte ich, dank Kastens tollem Schreibstil, ganz deutlich vor meinem inneren Auge sehen. 
Hinzu kommt, dass mir Ruby und James sehr sympathisch waren. Ich wollte immer unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht, was auch ein Grund dafür war, warum ich die Geschichte so schnell gelesen habe. 

Allerdings ist mir bei "Save me" sehr stark aufgefallen, dass es der "Again-Reihe" in vielen Punkten ähnelt. Die Abläufe in der Geschichte waren mir schon aus den vorangegangenen Büchern bekannt und so konnte ich mir an vielen Stellen denken, wie die Handlung weitergeht und was möglicherweise noch passieren könnte. Dadurch war die Spannung im Buch leider nicht sehr hoch, da es doch an einigen Stellen sehr vorhersehbar war. 
Dennoch habe ich mich von der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt und es nicht bereut, das Buch gekauft zu haben. Auch die Folgebände der "Maxton-Hall-Reihe" werden mit Sicherheit bei mir einziehen. 

Fazit: 
Wie immer ein schön geschriebenes und packendes Buch von Mona Kasten. Leider ähnelte mir die Geschichte zu stark denen der vorherigen Bände, worunter die Spannung etwas gelitten hat. 

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(82)

144 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, deutschland, mord, taunus

Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemals Kirchhoff, vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt.
(Quelle: Amazon.de)

Nele Neuhaus ist für mich eine Autorin, deren Bücher mir eigentlich immer sehr gut gefallen und die ich auch mit großer Begeisterung lese. "Im Wald" hat mir persönlich aber leider nicht so gut gefallen und dass obwohl die Geschichte sehr gut durchdacht ist und auch, typisch Neuhaus, sehr spannend und undurchschaubar erzählt ist.
Allerdings war mir die Handlung an einigen Stellen doch zu verworren. Das ging schon bei der großen Anzahl an handelnden Personen los. Gleich zu Beginn des Buches findet man eine zweiseitige Liste mit den auftauchenden Figuren. Und diese ist auch dringend notwendig, denn hätte es sie nicht gegeben, hätte ich der Geschichte überhaupt nicht folgen können. Dennoch war es sehr kompliziert, sich die  Figuren und ihre Rollen im Buch merken zu können, weswegen ein ständiges Nachschauen im Personenverzeichnis notwendig war. Das hat für mich persönlich das Lesevergnügen stark eingeschränkt.
Und auch die Handlung selbst, ebenso wie die Aufklärung der Verbrechen war für mich zu kompliziert. Teilweise habe ich den bisherigen Ermittlungsstand überhaupt nicht mehr durchschaut, ständig gab es neue Spuren, neue Verdächtige und ganz plötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund wurde dem Leser der wahre Täter präsentiert. Bis jetzt habe ich noch nicht ganz verstanden, wie die Ermittler auf ihn gekommen sind. Aber genau darum geht es mir, wenn ich einen Krimi lese.

Trotz aller Kritik möchte ich aber dennoch auch anmerken, dass mir der gewohnte Schreibstil von Neuhaus wieder sehr gut gefallen hat. Dennoch empfinde ich das Buch als eines der schwächsten der Autorin.

Fazit:
Ein gut durchdachter Krimi, der mich in seiner Umsetzung aber leider nicht ganz überzeugen konnte und mich an einigen Stellen eher verwirrt als aufgeklärt hat.

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(10)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

2 sterne, b.c.schiller, frankreich, hundeflüsterer, mallorca

Der Hundeflüsterer

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 10.03.2014
ISBN 9781494758837
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

David Stein, lebt auf Mallorca, trainiert Hunde und nennt sich selbst einen Hundeflüsterer. Was niemand weiß: Er hat als ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter eine neue Identität angenommen, um nach dem Tod seiner Frau weit weg von Gewalt, Tod und Lügen ein neues Leben zu beginnen. Doch bald holt ihn die Vergangenheit wieder ein: Mit dem Hinweis, dass man den Mörder seiner Frau ausfindig gemacht hat, überreden ihn seine früheren Partner zu einem letzten gefährlichen Einsatz. 

(Quelle: Amazon.de) 

Was mir an "Der Hundeflüsterer" besonders gut gefallen hat, war die Andersartigkeit des Thrillers. Eine so spannende Geschichte einmal aus der Sicht eines Agenten, einer Killerin und einem eigentlich unschuldigen Mann, der nur Allahs Bestimmung folgt, zu lesen, hat mir wirklich aufregende und kurzweilige Lesestunden beschert. 
Da das Buch aus der Sicht der drei unterschiedlichen Personen beschrieben wird, bekommt die Geschichte gleich eine ganz andere Spannung, da man jede Figur mit ihren Lebensläufen, ihren Motiven und Gedanken kennenlernt und so subjektiv eigentlich gar nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Als Feind habe ich in diesem Buch eigentlich niemanden wirklich empfunden, was daran lag, dass man alle drei Protagonisten und ihre Ziele gut verstehen und nachvollziehen konnte. Als Leser war ich die ganze Zeit hin- und hergerissen und wusste nicht, wie die Handlung jemals aufgelöst werden soll. 

Auch der Schreibstil der beiden Autoren ist klasse! Alles wurde immer auf den Punkt beschrieben, ohne unnötige Zusatzinformationen, aber dennoch spannend, klar und eindeutig. Sobald ich mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. 

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Das Ende war für meinen Geschmack etwas schnell und hektisch aufgelöst. Ich hätte mir hier mehr Zeit gewünscht, um mit der Geschichte abzuschließen. Es wirkte, als hätten die Autoren unbedingt schnell mit ihrer Geschichte fertig werden wollen. 

Fazit: 
Obwohl mir das Ende etwas zu oberflächlich war, muss ich dennoch sagen, dass "Der Hundeflüsterer" ein spannendes, neuartiges und lesenswertes Buch ist. Mit Sicherheit werde ich irgendwann auch die anderen Thriller der Autoren lesen. 

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(12)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

drama, elefanten, freakshow, zirkus

Die bittere Gabe

Ellen Marie Wiseman , Sina Hoffmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492312219
Genre: Romane

Rezension:  
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(72)

147 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

rache, liebe, evie, fiktion, familie

Weil ich dich liebe

Guillaume Musso , Claudia Puls
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2016
ISBN 9783492309264
Genre: Romane

Rezension:

Mark, Evie und Alyson begegnen einander in einem Flugzeug irgendwo zwischen L.A. und New York. Obwohl sie alle einen Verlust erlitten haben, könnten ihre Lebensgeschichten nicht unterschiedlicher sein. Zumindestens auf den ersten Blick - denn schon bald stellen sie fest, dass ihre Schicksale auf dramatische Weise miteinander verbunden sind.
(Quelle: Piper Verlag)

Dieser Roman von Guillaume Musso hat mich wieder einmal begeistert. Ich finde es toll, wie der Autor es immer wieder schafft, spannende und undurchschaubare Geschichten zu schreiben, die einen während des Lesens ständig überraschen.
"Weil ich dich liebe" hat mich vor allem mit seinen drei Protagonisten überzeugt. Die Schicksale von Mark, Evie und Alyson werden so tiefgehend beschrieben, dass man nicht anders kann, als sie zu mögen und sich mit ihnen zu freuen und mit ihnen zu leiden.
Ich fand es zudem sehr schön, wie sich die Zusammenhänge und Geheimnisse der drei nach und nach entschlüsselt haben und wie am Ende eine ganz andere Handlung herauskam, als man sie erwartet hätte.
Zwar erschien mir das Ende dann doch ein kleines bisschen unplausibel, aber wenn man Musso kennt, weiß man, dass seine Romane immer etwas Fanatsievolles und Unerklärliches mit sich bringen. Deswegen habe ich mich während der gesamten Lesezeit auch immer gut unterhalten gefühlt und die Geschichte hat mich sehr berührt.

Fazit:
Bisher eines der besten Bücher, das ich von Musso gelesen habe. Auch diese Geschichte hat mir wieder bestätigt, dass er das Potential hat, mein neuer Lieblingsautor zu werden und ich werde definitiv noch weitere Bücher von ihm lesen!

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(105)

154 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

religion, jugendbuch, thriller, jugendthriller, entführung

Fanatisch

Patricia Schröder
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 05.02.2018
ISBN 9783649624547
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern.
(Quelle: Amazon.de)

Ich habe das Buch nach knapp 200 Seiten abgebrochen, da sich ziemlich zeitig herausgestellt hat, dass die Geschichte leider gar nicht meinem Geschmack entspricht. Zwar finde ich, dass die Inhaltsangabe wirklich sehr interessant klingt und auch viel Potential mit sich bringt, allerdings habe ich zu spät festgestellt, dass es sich um ein Jugendbuch zu handeln scheint. Das wäre an sich ja nicht weiter schlimm, wenn man dem Buch seine Zielgruppe nicht so stark anmerken würde.

Was mich besonders an der Geschichte gestört hat, waren die zahlreichen Lebensweisheiten, die die Autorin "unauffällig" in die Handlung einbauen wollte, die für mich aber einfach viel zu sehr den erhobenen Zeigefinger symbolisiert haben. Gerade wenn man nicht mehr 17 ist, kommt man sich doch auf sehr unangenehme Weise belehrt vor.

Weiterhin fand ich die Charaktere und ihr Handeln teilweise überhaupt nicht nachvollziehbar und realistisch. Zwar wird auf der einen Seite so getan, als wäre die Entführung die schlimmste, die die Welt jemals erlebt hat, dann aber gibt es auf der anderen Seite 17jährige Mädchen, die scheinbar ganz ruhig verlauten lassen "Wir kommen hier schon wieder raus". Wie soll da Spannung beim Leser erzeugt werden? Ich jedenfalls stelle mir die Reaktion von Teenagern auf eine Entführung ganz anders vor.

Zudem fand ich die Gründe für das Handeln der Figuren - nicht bei jedem Charakter, aber doch bei einigen - auch sehr fragwürdig. Ob ich mich wegen eines verschwundenen Plüschtieres in die Hände von Entführern begeben würde, ohne vorher jemandem Bescheid zu sagen? Wohl eher nicht.

Fazit:
Sicherlich eine spannende Hintergrundidee, die für mich persönlich aber zu flach und unmotiviert umgesetzt wurde. Sehr schade, denn ich hatte mir von dem Buch wirklich mehr erhofft!

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(271)

542 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

augsburg, liebe, familie, historischer roman, geheimnis

Die Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.12.2014
ISBN 9783442381371
Genre: Historische Romane

Rezension:

Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Trubel fern und zieht sein Münchner Studentenleben vor – bis er Marie begegnet …
(Quelle: Amazon.de)

Über "Die Tuchvilla" hatte ich so viel Positives gelesen, dass ich mir vorgenommen habe, den Roman unbedingt lesen zu wollen. Leider bin ich von der Geschichte aber doch etwas enttäuscht.
Zwar hat mir das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen und ich habe mich auch unterhalten gefühlt, aber so richtig packen konnte  mich die Handlung um Marie und die Familie Melzer nicht wirklich. Das lag vor allem daran, dass mir ein Großteil der Figuren einfach unsympathisch war und ich mich dadurch nicht mit ihnen identifizieren konnte. Der einzige, der mir vernünftig und nett erschien war Paul Melzer, aber leider konnte auch er nicht dafür sorgen, dass mich der Roman voll und ganz begeistern konnte. Ich denke, wenn mir die Figuren näher, zugänglicher und in ihrem Handeln nachvollziehbarer gewesen wären, würde ich das Buch ganz anders bewerten.

Eine zweite Sache, die mir an der Geschichte überhaupt nicht gefallen hat, war die chaotische Handlung. Es gab so viele Sprünge zwischen Orten, Personen und Themen, dass ich teilweise verwirrt und unsicher war, ob ich nicht irgendetwas wichtiges überlesen habe. Meiner Meinung nach wurden in dem Buch viel zu viele Fragen und Probleme aufgeworfen, die dann am Ende noch schnell abgearbeitet und aufgelöst werden mussten. Das hat man dem Ende dann leider sehr stark angemerkt.

Trotz aller Kritik möchte ich aber dennoch den Schreibstil der Autorin loben. Die Geschichte war immer leicht zu lesen und ich hatte immer das Bedürfnis schnell weiterlesen zu wollen.

Fazit:
Eine guter Roman, der meine Erwartungen aber leider nicht erfüllen konnte. Ein besonderes Lob gibt es für den Schreibstil, der letztendlich für die drei Sterne gesorgt hat. Die Fortsetzung der Reihe werde ich aber höchstwahrscheinlich nicht lesen.

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(132)

260 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, krimi, schriftsteller, joel dicker, die wahrheit über den fall harry quebert

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Joël Dicker , Carina von Enzenberg
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492307543
Genre: Romane

Rezension:

Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.
(Quelle: Amazon.de)

"Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist ein sehr vielfältiges Buch, das man meiner Meinung nach keinem bestimmten Genre zuordnen kann. Als Leser bekommt man natürlich eine Kriminalgeschichte und dennoch stellt sich nach längerem Lesen heraus, dass dieses Buch doch viel mehr ist als ein einfacher Krimi - nämlich ebenso eine Liebesgeschichte und eine Künstlerbiografie.

Joel Dicker hat es geschafft, auf über 700 Seiten eine wirklich bis zur letzten Seite spannende Geschichte zu erzählen, die den Leser packt und nicht mehr los lässt. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Wendungen. Man konnte sich nie sicher sein, ob die Wahrheit bereits ans Licht gebracht wurde oder ob es noch weitere Geheimnisse in dem kleinen Städtchen Aurora gibt.

Desweiteren fand ich den Schreibstil des Autors ganz toll und berührend. Jedes Kapitel wird mit einer Lebensweisheit eingeleitet, die mich oftmals auch selbst betroffen haben. Man liest also nicht nur ein Buch, man lernt auch noch etwas fürs Leben.
Hinzu kommt, dass ich die Atmosphäre toll fand, die im Buch herrschte. Es war immer eine Mischung aus Trauer, Spannung aber vor allem ganz viel Hoffnung.

Einen Stern Abzug musste ich leider geben - und das obwohl es für mich eigentlich nur ein halber ist. Das liegt daran, dass für meinen Geschmack die letzten 200 Seiten doch etwas sehr in die Länge gezogen wurden. Nicht, dass die Geschichte dadurch langweilig geworden wäre, aber bei der ein oder anderen Wendung habe ich dann doch gedacht "Bitte nicht noch eine Änderung". Trotzdem habe ich jede Seite des Romans genossen und möchte unbedingt noch die anderen Bücher des Autors lesen.

Fazit:
Ein spannendes, überraschendes und berührendes Buch, das mich von Anfang an bis zur letzten Seite begeistert hat. Selbst kleine Längen haben nicht für Langeweile gesorgt. Ein toller Autor, der sein Handwerk versteht!

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(108)

237 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

island, hinrichtung, mord, 19. jahrhundert, hannah kent

Das Seelenhaus

Hannah Kent ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783426304846
Genre: Romane

Rezension:

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.(Quelle: Amazon.de)
Zu Beginn des Buches stand ich der Geschichte etwas skeptisch gegenüber. Ich war mir nicht sicher, ob mich die Thematik wirklich interessiert und ob mich das Buch überzeugen kann. Das lag vor allem auch daran, dass der Roman am Anfang etwas langatmig war und man noch nicht genügend Informationen hatte, um das Geschehen wirklich einschätzen und verstehen zu können. Je mehr Kapitel ich allerdings hinter mich gebracht hatte, desto mehr fesselte mich die Geschichte von Agnes Magnusdottir. Nur nach und nach werden in ganz kleinen Schritten die Ereignisse der Mordnacht enthüllt. Dass dabei keine Langeweile aufkam, lag vor allem daran, dass die Protagonistin so mysteriös gestaltet wurde, dass Spannung garantiert war. Eigentlich erscheint Agnes nämlich sehr sympathisch und bemitleidenswert - gar nicht wie eine Mörderin. Und doch hat man immer die Vorwürfe gegen sie im Hinterkopf und fragt sich, was man glauben kann und was nicht. Weiterhin hat mich die Atmosphäre des Buches voll und ganz begeistert. Es war fast so als würde man die kalte und raue Landschaft Islands auf der eigenen Haut spüren. Das in Kombination mit der Handlung war eine grandiose Mischung. 
Erst in der Mitte des Buches habe ich herausgefunden, dass die Geschehnisse auf einer wahren Geschichte beruhen. Dadurch hat die Geschichte gleich noch mehr an Interesse gewonnen. Besonders toll waren hier auch die Originaldokumente, die übersetzt und in die Handlung eingebunden wurden. Auch die Schauplätze des Romans sowie dessen Figuren sind größtenteils historisch belegt. Lediglich die vielen isländischen Namen und Bezeichnungen haben mir an einigen Stellen das Lesen ein klein wenig erschwert. Das Verständnis der Handlung wurde dadurch aber nicht beeinflusst. 
Fazit: Ein sehr atmosphärischer Roman, der mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Besonders gut gefallen hat mir der realistische Bezug und die dauerhafte Spannung, die in der Geschichte steckte. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie das Buch enden wird. 

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(178)

258 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

entführung, thriller, baby, kindesentführung, geheimnisse

The Couple Next Door

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785725856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer - und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.
(Quelle: Amazon.de)

"The Couple Next Door" ist ein spannender Thriller, den ich etwa bis zur Mitte verschlungen habe. Leider lässt die Spannung gegen Ende aber etwas nach, weil lange Zeit von einer Version des Geschehens ausgegangen wird. Am Ende versucht die Autorin, der Geschichte noch einmal eine überraschende Wendung zu verleihen. Leider konnte diese mich dann aber auch nicht mehr vollkommen überraschen. Es war eher so, dass ich beim Lesen den Eindruck hatte, als wäre der Shari Lapena mit jeder weiteren Seite die Puste ausgegangen, vor allem, weil die Auflösung des Falls sehr schnell abgearbeitet wird, so als würde sie das Ende nun schnell hinter sich bringen wollen.

Obwohl die Handlung mich nicht komplett überzeugen konnte, hat mir der Schreibstil der Autorin ganz gut gefallen. Dieser ist sehr reduziert, nüchtern und schmucklos, aber mehr braucht die Handlung auch gar nicht. Es werden keine unnötigen Informationen überliefert und als Leser konnte man sich voll und ganz auf das Wichtige konzentrieren. Lediglich die Erzählform im Präsens hat mich etwas gestört.

Fazit:
Ein solider Thriller, der neben einem irreführenden Titel auch einige Handlungsschwächen hat, aber dennoch gut zu lesen war. Wird mir aber wahrscheinlich nicht lange in Erinnerung bleiben.









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(88)

130 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

einstein, physik, zürich, liebe, relativitätstheorie

Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

Zürich 1896: Mileva Marić, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Serbien, ist eine der ersten Frauen, die am Polytechnikum studieren dürfen. Gegen alle Vorurteile und Widerstände gehört die ehrgeizige junge Frau bald zu den Besten ihres Faches. Ihr großes Talent für Mathematik bleibt auch einem ihrer Kommilitonen, dem charismatischen Physikstudenten Albert Einstein, nicht lange verborgen. Die beiden tauschen sich über ihre Arbeit aus, verlieben sich und werden ein Paar. Zusammen arbeiten sie an der Relativitätstheorie, zunächst weitgehend gleichberechtigt. Doch als Mileva schwanger wird und ihre gemeinsame Forschung die erste öffentliche Aufmerksamkeit erhält, wird sie immer unsichtbarer im Schatten ihres Mannes, der als strahlendes Genie bis heute weltberühmt ist.
(Quelle: Amazon.de)

Dieses Buch hat mich vom Anfang bis zum Ende total begeistert, berührt und nicht losgelassen.
Gleich auf den ersten Seiten wird Mileva Maric als eine sehr sympathische, aber unsichere junge Frau vorgestellt und ich wusste sofort, dass mir ihre Figur sehr gefallen wird. Das hat sich im Laufe des Romans auch nicht mehr verändert. Ich habe mich mit Mileva gefreut und mit ihr gelitten. Ich bin mir sicher, dass ich auch nach Beenden des Buches diese Frau und ihre Lebensgeschichte noch lange in meinem Kopf haben werde.
Leider kam Albert Einstein in dem Buch nicht so gut weg. Die Geschichte hat meinen Blick auf den berühmten Physiker und seine Arbeit sehr stark verändert. Allerdings bin ich mir bei manchen Szenen des Buches nicht sicher, inwieweit sie der Wahrheit entsprechen. Obwohl die Autorin ihre Quellen im Nachwort erwähnt, hätte ich mir doch mehr Informationen über den Wahrheitsgehalt der Handlung gewünscht.

Neben dem tollen, einfachen und leicht verständlichen Schreibstil des Romans hat mir auch dessen Aufbau gefallen. Die vorangestellten Newtonschen Gesetze haben die Lebensentwicklung von Mileva sehr gut beschrieben. Zudem möchte ich noch den Epilog des Buches lobend hervorheben. Auch hier werden Newtons Gesetze wieder aufgegriffen und ich finde Milevas Schlusswort sehr berührend, aber auch sehr ermutigend. Selten habe ich ein so tolles Buchende gelesen.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch, dass einer Frau die Stimme gibt, die sie in ihrem Leben vermutlich nicht hatte. Mileva Maric ist ein interessanter Charakter und ich bin froh, dass ihre Lebensgeschichte nun erzählt wird. Selten ging mir eine Person so nahe.

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(244)

499 Bibliotheken, 7 Leser, 8 Gruppen, 58 Rezensionen

thriller, blind, entführung, deutschland, spinnen

Blinder Instinkt

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.01.2011
ISBN 9783442473380
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein heißer Sommertag. In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf einer Schaukel. Alles um es herum leuchtet in strahlenden Blütenfarben, doch das Mädchen nimmt nichts davon wahr, es ist blind. Dafür spürt es ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht. Es versucht noch wegzulaufen – vergeblich … Jahre später wird Kommissarin Franziska Gottlob zu einem Wohnheim für Kinder gerufen. Wieder ist ein junges Mädchen verschwunden. Das Kind ist blind. Und vom Täter fehlt jede Spur.
(Quelle: Amazon.de)

"Blinder Instinkt" ist das zweite Buch, das ich von Andreas Winkelmann gelesen habe und auch mit diesem Psychothriller konnte mich der Autor voll und ganz begeistern.
Bereits der Klappentext hat bei mir für Gänsehaut gesorgt und so war ich natürlich sehr auf die Geschichte gespannt. Diese hält, was der Umschlagtext verspricht und war sehr nervenaufreibend und überraschend gestaltet. Zwar ist der Täter relativ schnell enthüllt, aber die Suche nach ihm und die finale Aufklärung des Falls, haben mich einige Schweißperlen gekostet. Ich habe auf jeder Seite mitgefiebert und der Zeitdruck der Ermittler hat sich wortwörtlich auf den Leser übertragen.

Besonders hervorheben muss ich aber auch wieder den grandiosen Schreibstil von Andreas Winkelmann. Er schafft es wie kein anderer, Spannung zu erzeugen, selbst an Stellen, in denen gar nichts Grausames oder Schlimmes passiert. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen und so verflogen die Kapitel im Nu. Ich war ständig zwischen schnellem Weiterlesen und Warten und Genießen hin- und hergerissen.
Zudem war ich begeistert von der hohen Bildlichkeit in der Winkelmann seinen Thriller beschreibt. Ich hatte sämtliche Orte und Figuren ganz genau vor Augen und habe mich teilweise gefühlt, als wäre ich Teil der Handlung. Großartig!

Fazit:
Mit diesem Buch hat sich Andreas Winkelmann auf die Liste meiner Lieblingsautoren katapuliert. Er versteht es, Psychothriller so zu gestalten, dass sie den Leser nicht mehr loslassen. Für mich einer der besten Thrillerautoren!

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(432)

873 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

liebe, tod, london, brief, juliet ashton

Ein letzter Brief von dir

Juliet Ashton , Rainer Schmidt , ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2014
ISBN 9783499228612
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Simon ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot.
Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war doch Sims große Liebe. Und er ihre.
Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie die Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden.
(Quelle: Amazon.de)

Juliet Ashtons Debütroman ist eine leichte und lebensbejahende Geschichte, die die Leser daran erinnert, dass das Leben selbst in den dunkelsten Stunden noch Überraschungen bereithält.
Besonders begeistert war ich vom Schreibstil der Autorin, der es mir sehr leicht gemacht hat, der Geschichte zu folgen. Die Seiten und Kapitel sind nur so dahin geflogen.
Auch die Thematik des Romans fand ich sehr interessant und obwohl ich bereits erwartet hatte, die Geschichte durchschaut zu haben, war ich von dem tatsächlichen Ende sehr überrascht. Allerdings hätte ich mir solche Momente durch die Handlung hinweg öfter gewünscht. Zwar ist das Buch nicht langweilig, aber an einigen Stellen hat es sich dennoch ziemlich in die Länge gezogen. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr Höhepunkte und erinnerungswürdige Momente gegeben hätte. Stattdessen ist die Geschichte die meiste Zeit nur vor sich hin geplätschert. Lediglich der tolle Schreibstil der Autorin hat dafür gesorgt, dass ich mich  dennoch unterhalten gefühlt habe.

Ein weiterer Punkt der dazu geführt hat, dass ich dem Buch nur drei Sterne gebe, ist die Protagonistin Orla. Mit ihr bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Das lag vor allem daran, dass sie mir als Figur zu kompliziert war. Viele ihrer Handlungen und Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Selbst ihre Trauer kam bei mir nicht richtig an. Das fand ich sehr schade. Wettgemacht wurde das aber durch die liebenswürdige Maude. Ich wünschte, jeder könnte eine persönliche Maude in seinem Leben haben.

Fazit:

Eine schöne Geschichte, die aber an einigen Stellen mehr Spannung vertragen hätte, um auch langfristig in Erinnerung zu bleiben. Dennoch hat sie mich zum Schluss sehr überrascht.

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(12)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

sabine ebert, schwert und krone, der junge falke, ebert, meißen

Schwert und Krone - Der junge Falke

Sabine Ebert
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.11.2017
ISBN 9783426654132
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden.
Auf dem Weg ins Heilige Land macht sich der junge Friedrich einen Namen als militärischer Anführer. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal. Nur wenige kehren heim. Zu den Heimkehrenden gehört der schwer erkrankte König Konrad von Staufen. Die nie erloschenen Machtkämpfe entflammen von neuem. Konrad stirbt wenige Tage vor der Wahl und Krönung seines erst achtjährigen Sohnes zum Mitregenten.
Das ist der Moment, in dem Friedrich von Staufen entschlossen nach der Krone greift. Er will das Reich umgestalten - und eine neue Frau, eine bessere Partie als Adela.
(Quelle: Amazon.de)

Den zweiten Band der Barbarossa-Reihe von Sabine Ebert wollte ich so zeitnah wie möglich nach dem ersten Band der Reihe lesen. Dadurch konnte ich mich problemlos in die Fortsetzung einfinden, ohne größere Schwierigkeiten zu haben, der Geschichte zu folgen oder die Charaktere zuzuordnen.
Inhaltlich konnte mich "Der junge Falke" allerdings nicht so packen, wie "Meister der Täuschung". Der Grund dafür lag vor allem darin, dass es für meinen Geschmack viel zu viele Handlungsschauplätze gab. Da war zum einen der Kreuzzug ins Byzantinische Reich, zum anderen der Wendenkreuzzug und hinzu kamen auch noch die Geschichte der zurückgebliebenen Frauen. Damit einher gingen dann auch zahlreiche Figuren, die bereits bekannt waren oder die im Roman neu hinzugekommen sind. In nahezu jedem Kapitel befand man sich an einem anderen Ort, umgeben von anderen Figuren, als es noch im vorherigen der Fall war. Dadurch fiel es mir schwer, mich so in die Geschichte einzufinden, dass ich richtig mitfiebern konnte. Mir persönlich hat die Möglichkeit gefehlt, mich in die Orte und die Charaktere einfühlen zu können, was an den ständigen Wechseln im Handlungsgeschehen lag.
Nichtsdestotrotz verstehe ich, dass die Zeit, in der das Buch spielt, eine sehr ereignisreiche war und Sabine Ebert versucht hat, so viele Informationen wie möglich dem Leser so kurz wie möglich zu vermitteln. Das ist ihr auf jeden Fall gelungen. Sie schafft es, das Mittelalter so lebendig und spannend zu erzählen, dass man das Gefühl hat, selbst dabei gewesen zu  sein. Hinzu kommt, dass ich am Ende der Lektüre - wie bereits beim ersten Band - das Gefühl hatte, wirklich etwas gelernt und mitgenommen zu haben. Und das tröstet mich auch über die zeitweise sehr sprunghafte Handlung hinweg.

Fazit:
Eine gute Fortsetzung, die mit dem ersten Band leider nicht ganz mithalten kann. Dennoch wurde ich gut unterhalten und bin mit mehr Wissen über das Mittelalter aus dem Buch herausgegangen. Auch der dritte Band wird mit Sicherheit in meinem Bücherregal landen.

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350 Bibliotheken, 3 Leser, 9 Gruppen, 44 Rezensionen

thriller, deutschland, hänschen klein, krimi, anwalt

Hänschen klein

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 11.01.2010
ISBN 9783442471256
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes »Hänschen klein« und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die – totgeschwiegen, totgeglaubt, dem Wahnsinn verfallen – auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen.
(Quelle: Amazon.de)

"Hänschen klein" war das erste Buch, dass ich von Andreas Winkelmann gelesen habe und dieser Thriller hat mich sehr gut unterhalten. Absolut begeistert war ich von dem Schreibstil des Autors. Winkelmann versteht es, spannende und gruselige Szenen zu beschreiben, die beim Leser für Gänsehaut sorgen. Es gab einige Stellen im Buch, an denen nichts wirklich Schlimmes passiert ist. Winkelmann hat hier aber durch seine Worte eine so subtile Spannung erzeugt, dass ich mich dennoch gegruselt habe. Dafür gibt es einen großen Pluspunkt.

Das Thema des Buches fand ich auch sehr interessant. Leider finde ich aber, dass im Klappentext schon zu viel über die Geschichte verraten wird, wodurch sich spannende Wendungen und Überraschungen in der Handlung zurückhalten. Man weiß eigentlich ziemlich schnell, was passiert und warum es passiert. Man wartet 300 Seiten lang auf das große Finale, das ziemlich vorhersehbar war. Das hat mich aber nicht weiter gestört, da, wie bereits erwähnt, der Schreibstil von Winkelmann so fesselnd war, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Fazit:
Spannender Thriller von einem Autor, der sein Handwerk bestens beherrscht und es wunderbar schafft, den Leser in seiner Geschichte zu halten, auch wenn die Handlung vorhersehbar ist. Sicherlich nicht mein letztes Buch von Andreas Winkelmann!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schizophrenie, schuld, down syndrom, unfall, psychiatrie

Nachruf auf den Mond

Nathan Filer , Eva Bonné
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426304372
Genre: Romane

Rezension:

Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Denn Matthew leidet an Schizophrenie.
(Quelle: Amazon.de)

Diese Geschichte hat mich verwirrt, mir einige Nerven gekostet und mich dennoch so gepackt, dass sie mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Eigentlich habe ich den Roman nur begonnen, weil mich das Thema der Shizophrenie sehr interessiert hat und ich mir erhoffte, mehr über diese Krankheit zu erfahren. Das habe ich auch, aber auf eine ganz andere Art und Weise, wie ich es gedacht hätte. Das lag vor allem daran, dass das Buch sehr außergewöhnlich geschrieben und aufgebaut ist. Es gibt keine logische und nachvollziehbare Reihenfolge - zumindestens denkt man das während des Lesens. Das hat dazu geführt, dass ich an einigen Stellen kurz vorm Verzweifeln war, weil ich die Handlung einfach nicht mehr nachvollziehen konnte. Ich habe mich mehrfach verwirrt und durcheinander gefühlt, was zur Folge hatte, dass ich mich automatisch besser in den Matt und seine Krankheit einfühlen konnte. Und so bekam das ganze Durcheinander der Geschichte dann doch einen Grund und einen Sinn. Das hat mich absolut begeistert.

Am Ende des Buches befindet sich ein Interview mit dem Autor Nathan Filer, in dem er erklärt, dass er sich die Geschichte immer als einen losen Papierstapel voll mit Briefen, Texten und Zeichnungen vorgestellt hat, der von irgendjemandem gefunden wurde, ohne dass dieser jemand, die Reihenfolge der Zettel kennt. Genau so wirkt der Roman rückblickend auch - und das ist seine "Spezialkraft". Bei jedem anderen Buch hätte mich die fehlende Logik gestört, hier fand ich sie toll. Das ist vor allem auch dem packenden und fesselnden Schreibstil des Autors zu verdanken, der mich ganz einfach und leicht durch die Handlung getragen hat.
Auch das Layout des Buches fand ich wunderschön. Zwischen den Seiten tauchen immer wieder Zeichnungen auf, es wird viel mit unterschiedlichen Schriftarten und Überschriften gearbeitet. Sogar die leere Tinte der Schreibmaschine wird visualisiert. Es gibt so viele Details in diesem Buch zu entdecken, dass ich der Meinung bin, ein einmaliges Lesen ist gar nicht ausreichend, um die Geschichte voll und ganz zu erfassen. Deswegen werde ich dieses Buch bestimmt noch einmal in die Hand nehmen.

Fazit:
"Nachruf auf den Mond" ist für mich viel mehr als eine einfache Geschichte. Es ist so vielschichtig, detailreich und berührend, dass ich mich noch sehr sehr lange an Matthew und seine Erlebnisse erinnern werde!

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

sabine ebert, mittelalter, barbarossa, historischer roman, schwert und krone

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Sabine Ebert
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2017
ISBN 9783426654125
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dezember 1137: Kaiser Lothar ist tot, und sofort bricht ein erbitterter Kampf um die Thronfolge aus. Machtgierigen Fürsten und der Geistlichkeit ist jedes Mittel recht, um den Welfen nicht nur ihren Anspruch auf die Nachfolge streitig zu machen, sondern ihnen auch Bayern und Sachsen zu entziehen. Durch eine ausgeklügelte Intrige gelangen die Staufer, die selbst Jahre zuvor durch Ränke an der Machtübernahme gehindert wurden, in den Besitz der Krone. Konrad von Staufen wird in die Königsrolle gedrängt, obwohl ihm dieser Weg missfällt. Bald muss er erkennen, dass sogar sein Bruder und sein junger Neffe, der künftige Friedrich Barbarossa, ihm nur bedingt die Treue halten. Es beginnt ein jahrelanger Krieg – und raffiniertes Intrigenspiel, in dem Welfen, Askanier, Wettiner und viele andere mächtige Häuser mitmischen – und auch so manche Frau.
(Quelle: Amazon.de)

Das erste Mal bin ich mit Sabine Ebert über ihre Hebammen-Reihe in Kontakt gekommen. Obwohl ich noch nicht alle Bücher gelesen habe, fand ich diese Geschichte schon toll. Ihre neue Reihe rund um die Staufer und Welfen kann da voll und ganz mithalten.

Meine größte Befürchtung bevor ich mit dem Roman angefangen habe, waren die zahlreichen historisch belegten Personen. Ich hatte Angst, den Überblick zu verlieren und der Geschichte nicht folgen zu können. Doch diese Befürchtungen sind in keinster Weise eingetreten. Sabine Ebert hat es geschafft, die Ereignisse so zu schildern, dass man immer wusste, was gerade geschieht. Die Zusammenhänge wurden dem Leser immer wieder deutlich gemacht. Dadurch konnte ich der Handlung problemlos folgen und mich voll und ganz auf die Spannung einlassen, die Ebert durch ihr vielschichtiges Erzählen kreiert hat. Deswegen konnte man auch jede Figur durch ihre eigenen Sichtweisen kennenlernen, die in separaten Kapiteln verarbeitet wurden.

Positiv hervorheben möchte ich auch noch die Karte von Mitteleuropa sowie die zahlreichen Stammbäume und Übersichten, in denen die Verwandschaftsbeziehungen der historischen Personen veranschaulicht wurden. Nicht nur, dass diese wunderschön gestaltet waren, man hatte so auch immer einen Orientierungspunkt, wenn man sich zwischenzeitlich doch einmal unsicher war.

Leider lies die Spannung des Buches auf den letzten 100 Seiten etwas nach. Hier wurde vor allem das Schließen von Bündnissen und Verlobungen geschildert, die dann für den zweiten Teil der Reihe notwendig sind. Diese Stellen haben sich leider etwas in die Länge gezogen, vor allem weil ich den Eindruck hatte, dass die eigentliche Geschichte bereits abgeschlossen war und die letzten Kapitel nur noch das "notwendige Anhängsel" waren. Der Vorteil ist aber, dass man dadurch (hoffentlich) reibungslos in die Fortsetzung übergehen kann.

Fazit:
Ein toller Reihenstart, der mich vor allem durch seine sehr gute Recherche und seinen großartigen Schreibstil begeistern konnte. Einfach eine schöne Art und Weise Geschichtswissen zu erlangen! Die Fortsetzung möchte ich auf jeden Fall lesen!

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familie, verlust, tochter, erwachsenwerden, erziehung

Am Anfang war die Schuld

Jane Shemilt , Anja Schäfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.07.2016
ISBN 9783734101236
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Jenny Malcom ist sich sicher, alles im Griff zu haben. Ihren Job als Ärztin, ihre Rolle als Mutter von drei Teenagern und ihre Ehe. Alles läuft perfekt. Bis zu dem Abend, an dem ihre fünfzehnjährige Tochter nicht nach Hause kommt. Bange Stunden des Hoffens folgen, bis klar wird: Naomi ist spurlos verschwunden. Und plötzlich bricht Jennys perfekt organisierte Welt zusammen. Während die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren laufen, steht die Familie Malcom vor den Trümmern ihres Lebens. Und Jenny beginnt zu ahnen, dass sie ihre Tochter doch nicht so gut kannte, wie sie immer gedacht hat.
(Quelle: Amazon.de)

"Am Anfang war die Schuld" von Jane Shemilt ist eine unterhaltsame Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Das lag vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin. Es ist ihr sehr gut gelungen, Bilder vor dem inneren Auge des Lesers zu zeichnen, so dass ich mir alles genaustens vorstellen konnte.
Desweiteren war es toll, dass die Protagonistin Jenny und ihre Gefühle sehr tiefgehend beschrieben wurde. So konnte man sich in die Figur einfühlen und ihr Handeln und ihre Entscheidungen nachvollziehen. Leider arteten die inneren Beschreibungen von Jenny aber an einigen Stellen etwas aus, wodurch die Geschichte mehrere Längen bekam, die hätten vermieden werden können.

Insgesamt hat mir die Geschichte um die Familie Malcom gut gefallen. Am Anfang hatte ich die Befürchtung, dass die Handlung zu durchschaubar wird. Das war dann aber zum Glück nicht der Fall. Allerdings wären die Ereignisse für mich auch mit 100 Seiten weniger gut erzählt gewesen. Je mehr ich in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere immer an einer Stelle treten und sich nicht fortbewegen. Erst auf den letzten 80 Seiten nahm die Handlung wirklich an Fahrt auf und es gibt erst jetzt klare Hinweise, was mit Jenny passiert sein könnte. Hier hätte ich mir schon früher Fortschritte in den Ermittlungen gewünscht, um die Spannung des Buches aufrecht zu erhalten.
Das Ende der Geschichte war anders als gedacht, allerdings weder besonders überraschend noch schockierend. Obwohl ich viel Freude an dem Buch hatte und es gern gelesen habe, wird mir die Handlung wohl nicht lange in Erinnerung bleiben. Woran genau das liegt, kann ich nur schwer in Worte fassen. Ich denke, dass mir die Figuren und die Geschichte in mancher Hinsicht zu blass waren.

Fazit:
Eine unterhaltsame Geschichte mit kleinen Schwächen, die mir gut gefallen hat, mehr aber auch nicht.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

kryptographie, 2. weltkrieg, england, gegenspionage, spionage

Enigma

Robert Harris
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.10.1996
ISBN 9783453184831
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

England im März 1943. In Bletchley Park wird fieberhaft daran gearbeitet, die Wunder-Chiffrier-Maschine Enigma, die den Funkverkehr der deutschen U-Boote verschlüsselt, zu knacken. Eine nahezu unlösbare Aufgabe für den Secret Intelligence Service, der seine letzten Hoffnungen in den genialen Kryptoanalytiker Tom Jericho setzt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, der plötzlich sogar in den eigenen Reihen sabotiert zu werden scheint.
(Quelle: Amazon.de)

Von dieser Geschichte habe ich mir sehr viel erwartet, vor allem weil ich sehr gerne Bücher lese, in denen wahre Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg aufgegriffen werden. Leider hat mich "Enigma" aber sehr enttäuscht.
Die tatsächliche Handlung weicht komplett von dem Klappentext ab. Erst nach 200 Seiten wird langsam das Thema des Enkodierens in den Mittelpunkt gerückt. Davor spielt es lediglich eine Nebenrolle und muss der Liebesgeschichte des Protagonisten weichen, die auch keineswegs für Spannung gesorgt hat.
Hinzu kam, dass ich einige Szenarien und Vorgänge so gut wie gar nicht begriffen habe, weil entweder sehr viel Wissen zum Dechiffrieren vorausgesetzt wurde, die entsprechenden Vorgänge zu oberflächlich beschrieben wurden oder die Aufklärung erst mehrere Seiten später folgte.
Die Charaktere des Buches waren für mich ebenso schlecht wie der Handlungsaufbau. Der Protagonist war überhaupt nicht zugänglich. Nach den ersten 50 Seiten des Buches hatte man noch so gut wie keine Informationen über ihn erhalten. Die Nebenfiguren waren so blass gezeichnet, dass sich nicht einmal die Mühe gemacht wurde, sie überhaupt vorzustellen. Es wurden nur die Namen genannt und es schien, als solle sich der Leser selbst überlegen, welche Funktion den Charakteren zukommt. Ich habe schon überlegt, ob ich vielleicht aus Versehen einen zweiten Teil des Buches bestellt habe, der auf vorangegangenes Wissen zurückgreift. Das ist aber nicht der Fall. Das Buch ist alles in allem viel zu oberflächlich und uneindeutig geschrieben.
So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass mich die Geschichte überhaupt nicht packen konnte. Lediglich der gute Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich überhaupt 250 Seiten lang durchgehalten habe.

Fazit:

Dieses Buch ist für mich persönlich eine sehr große Enttäuschung! Habe mir wesentlich mehr erwartet! Vermutlich werde ich mir die Verfilmung anschauen, da das Thema an sich wirklich sehr interessant ist. Schade!


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271 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

japan, mord, geständnisse, kanae minato, schule

Geständnisse

Kanae Minato , Sabine Lohmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.03.2017
ISBN 9783570102909
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.
(Quelle: Amazon.de)
"Geständnisse" hat mich von der ersten Seite an gepackt. Das lag vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin, der den Leser im wahrsten Sinne des Wortes persönlich angespricht und ihn so voll und ganz in die Geschichte integriert. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Ihre Spannung erhält die Geschichte vor allem durch die sich ständig verändernden Erzählperspektiven. Mal wird die Sicht der Lehrerin Moriguchi geschildert, dann die von Schülern und Eltern. Dadurch ergeben sich zahlreiche Wendungen in der Handlung und man wird als Leser immer wieder überrascht. Jede der verschiedenen Schilderungen bringt neue Details ans Licht und dadurch bleibt das Buch über knapp 300 Seiten hochspannend. Allerdings habe ich mir, nachdem ich ein paar Meinungen zu der Geschichte gelesen habe, noch mehr Handlungsinhalt erwartet. Im Grunde wird immer wieder die gleiche Geschichte, eben nur leicht abgeändert, erzählt. Deswegen muss ich dem Buch einen Stern abziehen. Nichtsdestotrotz bin ich von dem Buch gefesselt und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen. 
Fazit: Eine tolle, spannende, neuartige und fesselnde Geschichte, die mir oftmals unter die Haut gegangen ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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musso, bücher, liebe, freundschaft, das papiermädchen

Das Papiermädchen

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492308564
Genre: Romane

Rezension:

Der Schriftsteller Tom Boyd hat geschafft, wovon viele träumen: Er lebt in Malibu, fährt einen Sportwagen und liebt eine berühmte Pianistin. Doch als die ihn verlässt, stürzt er in eine tiefe Krise. Obwohl seine Fans sehnsüchtig darauf warten, sieht Tom sich außerstande, einen neuen Roman zu schreiben. Da taucht eines Abends eine hübsche junge Frau bei ihm auf. Sie behauptet, Billie zu sein, eine seiner Figuren. Sie sei versehentlich aus dem Buch gefallen. Tom traut seinen Ohren nicht. Aber ehe er sichs versieht, überredet Billie ihn, mit ihr eine abenteuerliche Reise anzutreten, die in Mexiko beginnt und bis nach Paris führen wird.(Quelle: Amazon.de) 
Was mir an dem Buch gefallen hat, war die etwas andere Geschichte die einen als Leser erwartet. Ich konnte mir am Anfang nicht vorstellen, wie die Geschichte ausgehen soll und genau deswegen erschien mir das Buch so interessant und ich wollte es unbedingt lesen. Gleich zu Beginn hat mir die Vorstellung des Protagonisten sehr gut gefallen. Dieser wird nämlich über zahlreiche Zeitungsartikel und E-Mails vorgestellt, die seine Karriere und sein bisheriges Leben schildern. So wurde mir bisher noch nie eine Figur vertraut gemacht, was mich positiv begeistert hat. Tom ist am Anfang der Geschichte ein wenig sympathischer Charakter, was daran liegt, dass er sich in einer Lebenskrise befindet. Mit der Zeit wurde er mir aber immer sympathischer und ich habe seine Erlebnisse gerne verfolgt. Allerdings fiel es mir sehr schwer mich voll und ganz auf seine Figur einzulassen, weil die Handlung zunehmend von Einzelgeschichten und anderen Figuren unterbrochen wurde. Das hatte außerdem zur Folge, dass mir der rote Faden der Geschichte irgendwann verloren ging. Je mehr man sich dem Ende nähert, desto kürzer werden die Absätze und desto mehr Handlungsschauplätze gibt es, was auf mich gewirkt hat, als wollte der Autor schnell fertig werden. Teilweise wurden für meinen Geschmack auch viel zu große Lücken in der Handlung gelassen, wohingegen an anderen Stellen die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wurde. Nicht selten habe ich befürchtet, dass der immer gleiche Ablauf sich noch einmal und noch einmal wiederholen wird. Das ist dann leider auch sehr oft passiert. 
Guillaume Musso konnte mich aber, wie bei seinem letzten Buch auch schon, mit seinem tollen Schreibstil überzeugen. Selbst wenn die Handlung einige Längen hatte, habe ich die Geschichte gerne gelesen, konnte mir alles genau vor meinem inneren Auge vorstellen und die Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen. Selten gibt es Bücher, in denen die ersten hundert Seiten so schnell vergehen. 
Die Handlung an sich hat mir ganz gut gefallen, allerdings erschien sie mir an einigen Stellen zu konstruiert. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass der Autor selbst nicht wusste, wie er seinen Protagonisten am besten aus einer Situation herausbringt, weswegen er sich seine Auflösungen, meinem Eindruck nach, mehrere Male zusammengebastelt hat. Dadurch wirkte die Handlung nicht immer authentisch. Auch die finale Auflösung und das Ende des Buches konnten mich nicht so wirklich begeistern. Sie waren nicht schlecht, aber restlos begeistert haben sie mich auch nicht wirklich. 
Fazit: Ein interessantes Buch mit einer neuartigen Geschichte. Allerdings gibt es einige Schwächen in der Handlung, die das Buch nicht unbedingt schlecht machen, mich aber dennoch etwas gestört haben. 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

nationalsozialismus, briefroman, briefwechsel, deutscher martin, briefe

Adressat unbekannt

Kathrine Kressmann Taylor
E-Buch Text: 76 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe (com), 16.08.2012
ISBN 9783455810615
Genre: Romane

Rezension:

«Adressat unbekannt», erstmals 1938 veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft. «(Quelle: Amazon.de)
Da ich mich sehr für Geschichten interessiere, die während des Zweiten Weltkrieges spielen, war dieses Buch eines, das ich unbedingt lesen wollte. Obwohl es mit 76 Seiten sehr dünn ist, ist der Inhalt doch sehr tiefgehend und bewegend. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Inhalt lediglich über Briefe zwischen den Freunden Max und Martin vermittelt wird. Mehr ist allerdings auch gar nicht notwendig um zu zeigen, wie der Nationalsozialismus wirkte und einen Menschen in kürzester Zeit verändern konnte. Besonders die Symbolik des unbekannten Adressaten hat mir gefallen. Trotz weniger Worte wird alles gesagt, was notwendig ist, um den Leser zu fesseln und zu berühren. 
In meiner Ausgabe der Geschichte gab es ein Nachwort von Elke Heidenreich, welches ebenfalls sehr lesenswert war und mir die Handlung in einem neuen und weitreichenderen Licht dargestellt hat. 
Fazit: Ein Buch, das man, meiner Meinung nach, gelesen haben sollte. Ich werde es mit Sicherheit noch das ein oder andere Mal in die Hand nehmen und lesen. 

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107 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

selbstmord, engel, krimi, siedlung, selbstmorde

Der Engel mit den schwarzen Flügeln

Petra Hammesfahr
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.10.2000
ISBN 9783404144440
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kronbusch, nach psychologischen Gesichtspunkten modern und komfortabel ausgestattet, in unmittelbarer Nähe zur Natur gelegen, gilt als Wohnparadies. Angela liebt das Leben in dieser Umgebung, das mit Einkaufen, Lesen, Tennis und Schwimmen ausgefüllt ist. Vor allem aber liebt sie Martin, ihren Mann, der sie zärtlich "Engel" nennt. Doch plötzlich gerät das Image der Siedlung durch eine Serie unerklärlicher Selbstmorde ins Wanken. Und auch mit Angela gehen Veränderungen vor. Aggressiv und launisch, gleicht sie so gar nicht mehr einem sanften Engel.(Quelle: Amazon.de) 
"Der Engel mit den schwarzen Flügeln" ist das erste Buch, das ich von Petra Hammesfahr gelesen habe. Die Handlung klang sehr spannend und ich habe mich sehr auf die Geschichte gefreut. Leider entsprach das Buch aber gar nicht dem, was ich mir erwartet hatte. 
Zwar hat mir gefallen, dass das Thema des Buches ein sehr außergewöhnliches ist, allerdings fand ich die Umsetzung nicht sehr gelungen. Für mein Empfinden war die Handlung viel zu verworren und ich hatte große Probleme nachzuvollziehen, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird und ob sie in der Vergangenheit oder Gegenwart spielt. Ich denke, es wäre hier praktischer gewesen, wenn die Autorin mit mehr Absätzen und Unterkapiteln gearbeitet hätte.
Zudem konnte ich mit den Figuren nichts anfangen. Für mich waren sie, bis auf Angela, sehr konturlos und ihr Handeln sowie ihre Gründe dafür konnte ich nur schwer nachvollziehen. Allgemein kann ich sagen, dass ich das Geschehen im Buch auch nach dem Lesen immer noch nicht komplett verstanden habe und ich noch viele offene Fragen zur Handlung habe. Für mich hätten die Ereignisse viel präziser dargestellt werden müssen. Eine finale Auflösung hat mir gefehlt. 

Lediglich der gute Schreibstil war es, der mich bis zum Schluss durch das Buch gebracht hat. Ansonsten hätte ich es wahrscheinlich schon viel eher abgebrochen. 
Fazit: Die Geschichte konnte mich leider gar nicht begeistern. Viel zu viele Fragen sind am Ende offen geblieben. 

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558 Bibliotheken, 12 Leser, 8 Gruppen, 51 Rezensionen

himmel, mord, familie, tod, vergewaltigung

In meinem Himmel

Alice Sebold , Almuth Carstens
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.02.2005
ISBN 9783442458363
Genre: Romane

Rezension:

Susie Salmon führt das ganz normale Leben eines Teenagers in einer amerikanischen Kleinstadt – bis zu jenem Tag im Dezember, als sie von einem Vergewaltiger getötet wird. Aber Susies Existenz ist damit nicht ausgelöscht. Von „ihrem Himmel“ aus verfolgt sie das Leben auf der Erde, beobachtet ihre Freunde und Familie, die mühevoll nach Wegen suchen, um den Verlust zu verarbeiten. Und erst, als die fragile Balance menschlicher Existenz wiederhergestellt ist, kann auch Susie ihren Seelenfrieden finden.(Quelle: Amazon.de)
Da ich viel Positives über das Buch und auch über den Film gehört habe, war ich sehr gespannt darauf, die Geschichte zu lesen. Leider bin ich von dem Ergebnis mehr als enttäuscht. Das Buch hat mich überhaupt nicht begeistert und ich habe mich nur mit viel Disziplin durch die Handlung gequält. 
Bereits der Schreibstil hat mich enttäuscht. Zwar ist mir klar, dass die Geschichte aus der Sicht einer 14-jährigen erzählt ist, dennoch konnte ich mich insbesondere zu Beginn des Buches nur schwer in die kindliche Erzählweise eingewöhnen.
Desweiteren war mir die Handlung viel zu chaotisch und durcheinander aufgebaut. Ich hatte große Probleme damit, nachzuvollziehen, über wen gerade gesprochen wird und ob die Handlung gerade in der Gegenwart oder in der Vergangenheit spielt. Der Erzählfokus wechselt ständig zwischen Personen, Orten und Zeiten und hat bei mir dadurch nur für Verwirrung gesorgt. Hinzu kam, dass ich die ganze Zeit auf einen Höhepunkt in der Geschichte gewartet habe. Stattdessen passiert einfach nichts. Susie beobachtet ihre Familie bei ihrem Leben und das war es dann auch schon an Ereignissen. Das Buch plätschert fast 400 Seiten nur vor sich hin und am Ende fragt man sich, was die Geschichte überhaupt für einen Sinn hat. Diesen konnte ich für mich leider nicht finden und dass, obwohl ich mir eigentlich durch das Buch eine neue Sichtweise auf das Leben und vor allem auf den Tod gewünscht habe. 
Fazit: Ich konnte mit dem Buch und der Geschichte leider gar nichts anfangen. Deswegen gibt es von mir nur einen Stern für die Idee, die meiner Meinung nach aber viel besser hätte umgesetzt werden können. 

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