JulieMalies Bibliothek

53 Bücher, 52 Rezensionen

Zu JulieMalies Profil
Filtern nach
53 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

rezension, miissbuch, krimi, charlotte link, die entscheidung

Die Entscheidung

Charlotte Link
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2017
ISBN 9783734105227
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(80)

178 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

liebesroman, liebe, koma, julia hanel, hamburg

Zwei fürs Leben

Julia Hanel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2015
ISBN 9783548286723
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Anni nach einem Unfall im Krankenhaus aufwacht ist sie nicht alleine. Da ist eine Stimme in ihrem Kopf. Diese gehört zu Ben, der behauptet, im Koma zu liegen und ihre Gedanken zu hören. Zunächst ist Anni verwirrt und skeptisch und zweifelt an ihrer Zurechnungsfähigkeit. Doch nach und nach gewöhnt sie sich an den Besucher in ihrem Kopf und freut sich immer mehr auf die tiefgründigen und ehrlichen Gespräche mit dem Unbekannten. Die fremde Stimme und ihre Besitzer lassen sie nicht mehr los und Anni fragt sich, ob man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben kann.

Bereits das erste Buch von Julia Hanel, das ich gelesen habe -  "Liebe, Zimt und Zucker" -, habe ich verschlungen, da es mich so begeistert hat. Und auch "Zwei fürs Leben" war wieder eine tolle, einfühlsame und humorreiche Geschichte.
Besonders gut hat mir der leichte Erzählstil gefallen. Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und die Kapitel und ihre Seiten sind nur so davon geflogen. Die Handlung hat mich voll und ganz in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch, hatte ich es einmal in der Hand, nur schwer zur Seite legen.

Auch die beiden Protagonisten haben mich voll und ganz überzeugt. Da man die Geschichte aus beiden Perspektiven lesen konnte, kannte man sich in den Gedanken und Gefühlen von Ben und Anni sehr gut aus. Dadurch erschienen sie mir wie lebendige Personen, wodurch die Geschichte noch greifbarer und interessanter wurde.

Lediglich die Dialogform, in der sich beide unterhalten haben, hat mich etwas gestört. Zwar habe ich mich nach und nach daran gewöhnt, aber es war doch teilweise schwer nachzuvollziehen, wer eigentlich gerade spricht. Da das dem Buch aber keinen Abbruch tut, kann ich es dennoch ohne Zweifel weiterempfehlen. Wer außergewöhnliche, überraschende und tiefgründige Liebesgeschichte mag, wird dieses Buch genauso toll finden, wie ich.

Fazit:
Auch mit diesem Buch konnte mich die Autorin voll und ganz begeistern und es wird sicher nicht die letzte Geschichte sein, die ich von ihr gelesen habe.


  (11)
Tags: außergewöhnlicher liebesroman, julia hanel, zwei fürs leben   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

80 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

brief, strafe, paula polanski, verwirrspiel, vergangenheit

STRAFE

Paula Polanski , Håkan Nesser , Paul Berf
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 25.05.2015
ISBN 9783442756063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ohne Vorwarnung erhält der Schriftsteller Max Schmeling einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski. Dieser bittet ihn um einen Gefallen. Obwohl sich die beiden nie gut kannten und sich auch nicht sehr nahe standen, lässt sich Max auf die Forderung ein. Und damit auch auf ein gefährliches und überraschendes Spiel...

Dieses Buch hat mich absolut begeistert und ich kann jetzt schon verraten, dass es sich mit seinen letzten Seiten auf die Liste meiner Lieblingsbücher katapultiert hat. Der Roman hat alles das, was ich mir von einem Buch wünsche. Es gibt eine interessante Grundgeschichte, die immer wieder neue Wendungen erfährt, den Leser in seinen Bann zieht und dafür sorgt, dass er nicht mehr aufhören kann, zu lesen. Weiterhin ist die Sprache sehr einfach und gut lesbar, aber dennoch sehr wirkungsvoll. Die Figuren, ihre Umgebung und ihre Gedanken werden tiefgründig beschrieben, sodass man als Leser das Gefühl hat, den Protagonisten und die Nebenfiguren auswendig zu kennen. Gleichzeitig blieben in der Geschichte die ganze Zeit über aber auch Fragen offen, die dann zum Schluss in überraschender Art und Weise geklärt wurden.

Schon während des Lesens war ich mir sicher, dass das Buch von mir mindestens vier Sterne bekommen wird. Meine einzigen beiden Kritikpunkte waren die Art des Erzählers und dass die Handlung im Präsens geschrieben ist. Dadurch war es immer ein kleines bisschen beschwerlich, die Geschichte zu lesen, weil ich diese Art des Schreibens nicht gewohnt bin. Dass es aber selbst für diese Kritikpunkte am Ende des Romans eine logische Erklärung gab, hat mich dann dazu veranlasst, dem Buch 5 Sterne zu geben.

Fazit:
Der Roman ist ein von vorne bis hinten perfekt gelungenes Buchkonzept, dass der Leser aber erst zum Ende durchschaut. Nie im Leben hätte ich mit diesem Ende und dieser Auflösung der Geschichte gerechnet! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Fünf Sterne sind eigentlich zu wenig für dieses tolle Buch!

  (36)
Tags: håkan nesser paula polanski, lieblingsbuch,.   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(339)

659 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 96 Rezensionen

thriller, amnesie, fremd, münchen, gedächtnisverlust

Fremd

Ursula Poznanski , Arno Strobel , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 30.10.2015
ISBN 9783805250849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Joanna eines Tages einen fremden Mann in ihrem Haus vorfindet, der behauptet ihr Verlobter zu sein, wird die junge Frau von einer großen Angst überwältigt. Nichts deutet daraufhin, dass sie mit einem Partner zusammenlebt. Hinzu kommt der plötzliche Drang, sich zu wehren, ein Messer zu nehmen und den Fremden zu erstechen. Joanna befürchtet verrückt geworden zu sein.

Als Erik nach Hause kommt und von seiner Verlobten nicht wiedererkannt wird, versteht er die Welt nicht mehr. Er will seine Freundin nur beschützen, aber diese wehrt sich und behauptet, er sei verrückt. Ist er das vielleicht wirklich?
Noch ahnen beide nicht, dass sie in einer tödlichen Gefahr sind. Das einzige, was sie retten kann, ist ihr Vertrauen ineinander.

Der Klappentext des Thrillers hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde von der Geschichte auch in keiner Weise enttäuscht. Das Buch ist durchgehend verwirrend und man weiß nie, wem man glauben soll und wer lügt. Dieser Umstand wird dadurch begünstigt, dass man die Geschichte aus zwei Perspektiven erlebt - der von Joanna und der von Erik. Dadurch sind beide Charaktere sehr greifbar, sympathisch und auch glaubhaft - die perfekte Verwirrung.
Hinzu kommt, dass die Geschichte ein absoluter Pageturner ist. Ich konnte sie nicht aus der Hand legen, wollte immer wissen, wie es weitergeht und wie die andere Figur das Geschehen erlebt. Dafür gibt es einen dicken Pluspunkt von mir!

Dennoch war ich überrascht, dass die eigentliche Handlung doch eher weniger etwas mit dem zu tun hatte, was einem zu Beginn des Buches versprochen wurde. Das war kein großes Problem, weil die Geschichte trotzdem spannend war. Allerdings hatte ich an einigen Stellen doch das Gefühl, dass das Buch von den wichtigen Dingen abweicht.
Eine weitere Sache die mich gestört hat war, dass ich oft das Handeln von Joanna und Erik vorhersagen konnte. Dadurch wurde die Qualität des Buches zwar nicht wesentlich verringert, aber dennoch nahm es etwas von der Spannung.

Fazit:
Nach langer Zeit war "Fremd" mal wieder ein richtig guter Thriller, der es geschafft hat, mich als Leser zu packen. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Thematik eine sehr aktuelle war. Leider wurden aber nicht alle Fragen beantwortet, die die Geschichte aufgeworfen hat. Deswegen muss ich einen Stern abziehen.

  (36)
Tags: arno strobel, thriller, ursula poznanski   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(629)

1.278 Bibliotheken, 86 Leser, 5 Gruppen, 102 Rezensionen

schottland, zeitreise, liebe, outlander, highlands

Outlander - Feuer und Stein

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.136 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426518021
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Feuer und Stein" ist der erste Band der Outlander-Reihe von Diana Gabaldon und erzählt die Geschichte von Claire, die über einen alten Steinkreis in das 18. Jahrhundert zurückreist und sich dort ein neues Leben aufbauen muss. Dabei kommt es selbstverständlich zu zahlreichen gefährlichen und spannenden Situationen, aber auch zu vielen romantischen Momenten. 
Nachdem ich bereits die zwei Staffeln der dazugehörigen Fernsehsendung gesehen habe, wollte ich mich nun auch einmal an das Buch zur Serie heranwagen. Was mich positiv überrascht hat, war, dass die Serie erstaunlich nah am Buch entwickelt wurde. Das finde ich toll, weil ich mir so viele Schilderungen der Landschaft und auch der Orte besser vorstellen konnte. Hätte ich die Serie vorher nicht geschaut, wäre es mir wahrscheinlich um ein Vielfaches schwerer gefallen, mir die Geschichte bildlich vorzustellen. Zum einen lag es daran, dass mir an einigen Stellen die Details zu zahlreich waren, an anderen Textstellen hingegen wurde für meinen Geschmack zu wenig auf Details eingegangen. Nichtsdestotrotz mochte ich aber den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Ich denke, man hätte die gesamte Thematik wesentlich komplizierter verfassen können. Sie schafft es aber, das Wichtigste auf eine einfache und erinnerbare Weise zu beschreiben. 
Dennoch wurde an einigen Stellen der Handlung geschichtliches Wissen vorausgesetzt, was ich einfach nicht hatte. Wodurch sich mir zum Beispiel die Thematik der Jakobiter nicht erklärt hat. An der Stelle wäre es meiner Meinung nach besser gewesen, wenn man Hintergrundinformationen bereitgestellt hätte. 
Eine Sache, von der ich auch etwas enttäuscht war, war die Liebesbeziehung zwischen Claire und Jamie. In der Serie wird die Liebe und Zuneigung zwischen den beiden viel deutlicher herausgearbeitet. Dadurch empfand ich die Liebesszenen im Buch teilweise etwas unterkühlt. Von mir aus, hätten sie viel ausführlicher in der Geschichte vorhanden sein können. 
Fazit: Der Autorin ist ein tolles, einzigartiges Buch gelungen, das einen in die Highlands des 18. Jahrhunderts entführt und so schnell auch nicht mehr loslässt. Allerdings gab es für mich an der Geschichte einige Schwächen, die aber vermutlich darauf zurückzuführen sind, dass ich die Serie bereits geschaut habe. Dennoch kann ich den ersten Teil der Outlander-Reihe jedem empfehlen, der sich für geschichtliche Romane interessiert. 

  (42)
Tags: diana gabaldon, outlander-reihe   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(144)

356 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

nachtblumen, carina bartsch, liebe, sylt, trauma

Nachtblumen

Carina Bartsch
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499291081
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Jana für ihre Ausbildung in ein Wohnprojekt auf Sylt zieht, trifft sie dort auf Collin. Mit ihm lebt sie für die nächsten drei Jahre Zimmer an Zimmer. Obwohl die beiden auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemeinsam haben, merken sie bald, dass es doch etwas zu geben scheint, was sie verbindet. Und dennoch scheint es zwischen Jana und Collin eine Hürde zu geben, die sie nicht überwinden können. Dabei könnte das Leben doch so einfach sein, wäre es manchmal nicht so verdammt schwer.

Das neue Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen - Carina Bartsch - war eine gefühlvolle und authentische Geschichte, die mir zwei interessante und außergewöhnliche Charaktere vorgestellt hat. Besonders toll fand ich dabei den typisch kurzweiligen Schreibstil der Autorin, der die über 500 Seiten an einem vorbei fliegen lässt. Auch die Schilderungen der Insel Sylt und des Wohnprojekts, in dem die Geschichte spielt, waren so anschaulich und bildlich, dass ich in die Landschaft der Insel gezogen wurde und dort jetzt unbedingt auch einmal hin möchte.

Leider hatte das Buch aber auch einige Schwächen. Verglichen mit den Vorgängerbüchern war es vor allem der tolle Humor, den ich in "Nachtblumen" vermisst habe. Zwar gab die Handlung nicht unbedingt das Potential für eine humorvolle Geschichte her, aber dennoch war mir das Buch an einigen Stellen zu düster und depressiv.
Weiterhin konnte ich mit Collin und Jana leider nicht so richtig warm werden. Während mir Jana nach und nach immerhin sympathisch wurde, obwohl ich mich nur schlecht in sie hineinversetzen konnte, so konnte ich mich Collin ehrlich gesagt überhaupt nichts anfangen. Er war mir viel zu distanziert und zu undurchschaubar. Darunter hat auch mein Blickwinkel auf die Beziehung zwischen den beiden gelitten. Ich konnte, im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin, nicht mit Jana und Collin mitfühlen. Dadurch hat die Geschichte für mich schon einiges an Potential verloren.
Ein weiterer Punkt, den ich leider kritisieren muss, waren die Blogeinträge, die sich am Ende des Buches über knapp 30 Seiten erstreckten und vier Jahre der Geschichte überbrücken sollten. Zum einen fand ich die Blogeinträge viel zu kurz, um das Geschehen von vier Jahren authentisch wiederzugeben. Zum anderen haben sich Jana und Collin, in meinen Augen, nach dieser langen Zeit in keinster Weise weiterentwickelt. Ich hatte den Eindruck die Geschehnisse vier Jahre später waren die gleichen wie zu Beginn des Buches. Dadurch wurde die Spannung und auch die Wendigkeit der Geschichte leider sehr stark eingeschränkt. Ich hätte mir mehr Überraschungen in der Handlung gewünscht.

Fazit:
Trotz aller Kritik ein gutes Buch, was sich zu lesen lohnt. Allerdings bleibt es weit hinter "Türkisgrüner Winter" und "Kirschroter Sommer" zurück.

  (32)
Tags: carina bartsch, nachtblumen   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

märchen, rapunzel, erpressung, leicht zu lesen, www.die-rezensentin.de

Rapunzelgrab

Judith Merchant
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2015
ISBN 9783426514634
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Fuße des Hexenturms in Rheinbach liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen. Nach der Obduktion stellt sich heraus, dass das Opfer an einer mysteriösen Krankheit litt: dem sogenannten Rapunzelsyndrom. Während der Ermittlungen stößt die Polizei immer wieder auf einen Zirkel von Schriftstellern und einen Roman, der dem Mord in vielen Punkten ähnelt. 
Die Grundgeschichte des Buches fand ich sehr schön. Mir hat der Märchenaspekt, der durch die Location und die Krankheit des Opfers entstanden ist, gefallen. Zudem fand ich es sehr interessant, dass die Autorin Judith Merchant dem Leser einen Einblick in die Buchbranche bekommt und einmal sieht, wie viel Arbeit für einen Autor wirklich hinter einem Buch steckt. Leider gab es aber auch einige Punkte, die mir an der Geschichte nicht gefallen haben. So fehlte mir leider einfach eine Portion Spannung. Auf den ersten Seiten wird die Leiche gefunden, danach beginnen direkt die Ermittlungen und erst auf den letzten zehn Seiten haben die Ermittler eine konkrete Spur. Vieles hat sich in der Aufklärung des Mordes wiederholt und aufgrund der begrenzten Figurenzahl hatte ich das Gefühl einige Dinge mehrfach gelesen zu haben. Dadurch entstanden an einigen Stellen leider Längen, die man hätte vermeiden können. Gerade wenn man das Ende kennt, merkt man erst, wie viele unnötige Gespräche und Szenen auf den knapp 400 Seiten geschildert wurden. Der Vorteil ist aber, dass man auf diese Weise die Handlung nicht durchschaut hat und der wahre Mörder dann doch noch eine kleine Überraschung darstellte. 
Mir persönlich fehlten in der Handlung außerdem ein paar Highlight-Momente -  Stellen im Buch, die sich mir einprägen und durch die ich das Buch nicht so schnell vergessen werde. Da die Geschichte aber leider eher vor sich hinplätschert, als von Höhen und Tiefen gezeichnet zu sein, wird sie mir wohl nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben. Das finde ich sehr schade, da ich sagen muss, dass mir die Grundidee und auch die Auflösung des Falls gut gefallen haben. 
Fazit: Der Mittelteil des Krimis ist für mich nicht spannend genug ausgearbeitet und das Potenzial der Geschichte wurde nicht richtig genutzt. Dennoch finde ich den Schreibstil der Autorin gut, der mich, trotz einiger Längen, immer in der Handlung gehalten hat. 

  (39)
Tags: judith merchant, klassicher kriminalroman   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

46 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, boring, gillian flynn, thriller, familie

Dark Places

Gillian Flynn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Co, 10.06.2010
ISBN 9780753827031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Dark Places" erzählt die Geschichte von Libby Day, deren Mutter zusammen mit ihren Schwestern in einer bitterkalten Winternacht vor 25 Jahren kaltblütig ermordet wurden. Nur Libby kann dem Mörder entkommen. Ihr goßer Bruder Ben wird für die Tat verurteilt - durch Libbys Zeugenaussage. Doch auch nach 25 Jahren ist der Fall noch nicht in Vergessenheit geraten und so werden immer wieder Stimmen laut, dass Ben zu Unrecht verurteilt wurde. Libby muss sich nun erneut die Frage stellen, was sie in der schlimmsten Nacht ihres Lebens wirklich gesehen hat. Dabei weckt sie allerdings auch die Geister der Vergangenheit und begibt sich in eine große Gefahr.

Der dritte Roman von Gillian Flynn erzählt eine wirklich grausame und düstere Geschichte, die dem Leser unter die Haut geht. Allerdings erst ab der Mitte des Buches. Der Einstieg in die Handlung ist mir sehr schwer gefallen, was vor allem daran lag, dass Libby zunächst eine eher unsympathische Figur ist, der ich mich zwar im Verlauf des Buches angenähert habe, die mich aber dennoch auch am Ende der Geschichte nicht voll und ganz von sich überzeugen konnte. Weiterhin wird die Vergangenheit sehr genau in Rückblenden dargestellt, wobei auch auf Details eingegangen wird, die meiner Meinung nach für den weiteren Verlauf des Buches nicht unbedingt notwendig sind. Dadurch entstanden zu Beginn der Handlung einige Längen.

Nachdem ich mich aber in die Geschichte eingefunden hatte, erwartete mich wieder eine gewohnt spannende Handlung, die für Gillian Flynn typisch ist. Nach und nach baut sie die Geschehnisse jener Nacht vor den Augen des Lesers auf und man möchte unbedingt erfahren, wer der Täter war und was genau passiert ist. Der Schreibstil unterstützt dabei die düstere Stimmung, die das ganze Buch über vorherrschend ist und auch den Leser in ihren Bann zieht.
Trotzdem mir das Buch am Ende doch ganz gut gefallen hat, kann es mit den anderen beiden Büchern der Autorin leider nicht ganz mithalten. Dennoch werde ich auch in Zukunft mit Freude weitere Bücher von Gillian Flynn lesen. Ihre Geschichten sind immer originell, andersartig und stellen den Leser vor eine Herausforderung im positiven Sinn.

Fazit:
Nicht das beste Buch der Autorin, aber dennoch ein toller Thriller, der mit einigen Überraschungen punkten kann. Leider überzeugt die Geschichte aber nicht von Anfang an, sondern nimmt erst ab der Hälfte des Buches an Fahrt auf.

  (35)
Tags: dark places, gillian flynn   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

anne fortier, shakespeare, julia, fischer, modernes romeo und julia

Julia

Anne Fortier , Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2012
ISBN 9783596512638
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein altes Buch lockt die junge Amerikanerin Julia nach Italien. Es ist die Urfassung der bekannten Geschichte um das Liebespaar Romeo und Julia und handelt von den verfeindeten Familien Salimbeni und Tolomei in Siena. In Italien stößt Julia überraschend auf die Warnung ihrer verstorbenen Mutter, die besagt, dass auch heute noch auf beiden Familien ein Fluch liege - und damit auch auf Julia. Denn ihr wahrer Name ist Giulietta Tolomei. Schneller als ihr lieb ist, gerät sie auf ihrer Reise in einen Strudel aus Flüchen, Verfolgungen und immer noch aktuellen Familienstreitigkeiten.

Ich bin begeistert von diesem Buch! Zunächst habe ich nur angenommen, dass es eine moderne Rezeption des Romeo-und-Julia-Stoffes ist. Dabei ist diese Geschichte so viel mehr. Anne Fortier hat gemeinsam mit ihrer Mutter über Jahre hinweg, die Geschichte der Stadt Siena - Schauplatz des Romans - und des wohl bekanntesten Liebesromans der Welt recherchiert. Daraus entstanden ist eine glaubwürdiges Buch, welches die Vergangenheit der Stadt Siena mit der Gegenwart verbindet und dabei zeigt, dass Romeo und Julia nicht nur der Fantasie Shakespeares entsprungen sind, sondern es tatsächlich wahre Spuren der beiden gibt.

Verpackt sind die wahren Ereignisse in einer wunderbaren Geschichte, die alles mitbringt, was man sich als Leser wünscht: sympathische und vielseitige Charaktere, aber ebenso Bösewichte, denen man selber nicht begegnen möchte, Spannung, Historie und natürlich eine große Portion Liebe. Der Detailreichtum mit dem Anne Fortier die Geschichte beschreibt ist toll. Dabei wird die Handlung aber nie langatmig oder eintönig.

Erst als ich das Nachwort gelesen habe, ist mir richtig bewusst geworden, dass die Kulisse, vor der das Buch spielt, tatsächlich real ist. Nicht nur die Straßen und Plätze Sienas gibt es wirklich, sogar das Hotel, in dem Julia im Roman unterkommt, und sein Direktor sind nicht nur erfunden. Ich kann nur erahnen, wieviel Arbeit, in diesem Buch steckt. Die Autorin hat meinen größten Respekt.

Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses detailreiche, kurzweilige und spannende Buch! Ein Muss für jeden Shakespeare- und Italien-Fan!

  (44)
Tags: anne fortier, modernes romeo und julia, shakespeare   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

112 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

krimi, mord, agatha christie, gift, erbe

Blausäure

Agatha Christie , Regula Venske (Übers.)
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 05.10.2009
ISBN 9783596511129
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit "Blausäure" erzählt Agatha Christie die Geschichte einer Geburtstagsfeier, die völlig überraschend endet. Denn statt einer ausgelassenen Stimmung erwartet die Gäste der Tod. Einer von ihnen wird den Raum nicht lebend verlassen. Und kurz darauf ereignet sich schon der nächste Mord.

Was ich an den Büchern von Agatha Christie sehr schätze ist die unaufgeregte und unkomplizierte Art und Weise, mit der sie Kriminalgeschichten erzählen kann. Damit zeigt sie, dass nicht nur blutrünstige Mörder mit einer gespaltenen Psyche für Spannung beim Leser sorgen können, sondern eben auch eine Geburtstagsgesellschaft von fünf normalen Personen. Trotzdem die Handlung relativ einfach gestrickt ist, schafft es Christie die Handlungsstränge so anzuordnen, dass man als Leser schnell den Überblick (im positiven Sinn) verliert und den zunächst einfach erscheinenden Fall dann doch bis zum Ende nicht durchschaut. Bei jedem Buch der Autorin rate ich mit und bin überzeugt, den Täter zu kennen und dennoch werde ich am Ende immer wieder von den Wendungen der Geschichte überrascht - so auch bei diesem. Dabei kann man die Ereignisse des Buches aber immer klar und deutlich nachvollziehen und fühlt sich nie übergangen.

Leider hatte die Geschichte aber zahlreiche Längen, die dafür gesorgt haben, dass die Spannung immer wieder unterbrochen wurde. Dennoch muss ich aber sagen, dass auch die langatmigen Stellen zum Fortschreiten der Geschichte beigetragen haben und die Handlung somit nicht künstlich in die Länge gezogen haben. Dennoch glaube ich, dass einige Stationen der Handlung kürzer hätten gestaltet werden können.

Fazit:
Ein toller Krimi von Agatha Christie, der mit einer unaufgeregten Geschichte beginnt und am Ende trotzdem für Verwirrungen und Überraschungen sorgt. Nicht mein liebstes der Autorin, aber dennoch ein Lesevergnügen.

  (43)
Tags: agatha christie   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

161 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, claire contreras, mit jedem wort von dir, liebesroman, kalifornien

Mit jedem Wort von dir

Claire Contreras , Sophie Wölbling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 07.08.2017
ISBN 9783956496998
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mia und Jensen sind nicht nur beste Freunde, sondern auch sicher, ineinander die große Liebe gefunden zu haben. Doch dann begeht Jensen einen großen Fehler, der Mia das Herz aus der Brust reißt. Fünf Jahre lang hat sie versucht, ihn zu vergessen. Doch dann führt sie ein neuer Job nach New York - die neue Heimat von Jensen. Und genau er ist es, der die Zeitungsartikel für ihr Fotos schreiben wird. Je häufiger die beiden sich sehen, desto stärker werden die verborgenen Gefühle zueinander. Aber hält das Schicksal für beide eine zweite Chance bereit? 
Ich bin begeistert von diesem Buch. Es liest sich wahnsinnig schnell und flüssig und dennoch erlebt man die Geschichte mit einer Intensität, als wäre man selbst Teil der Handlung. Jensen ist ein sehr sympathischer Charakter, an den ich sofort mein Herz verschenkt habe. An Mia musste ich mich erst noch gewöhnen, doch je mehr sie mir ihre Gefühle und Gedanken schilderte, desto mehr konnte ich ihre Sichtweise und somit auch ihre Handeln nachvollziehen. Besonders gut hat es mir gefallen, dass aber nicht nur Mia zu Wort kam, sondern auch Jensen und das auf eine sehr ungewöhnliche Art und Weise - mit seiner eigenen Zeitungskolumne. Diese Idee war sehr erfrischend und hat die beiden Erzählebenen zu einem Highlight gemacht. Ich war immer neugierig, wie Jensen die Geschichte erlebt. 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr humorvoll und es gab einige Stellen, an denen ich mir ein Lachen nicht verkneifen konnte. Nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren beschreibt Claire Contreras mit einem so liebevollen Detailreichtum, dass man sich sofort mit Mias und Jensens Freunden wohlfühlt. 
Fazit: Ein sehr erfrischendes, aber auch tiefgründiges Buch über die zweite Chance im Leben. Die Geschichte lebt von den starken und sympathischen Figuren. "Mit jedem Wort von dir" ist sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe! 

  (30)
Tags: außergewöhnliche liebesgeschichte, claire contreras   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(81)

179 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, jessica thompson, freundschaft, london, 4 sterne

Eindeutig Liebe

Jessica Thompson , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.09.2012
ISBN 9783404167876
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Einfach Liebe" ist ein Liebesroman. Aber kein Gewöhnlicher. Als Nick und Sienna sich zum ersten Mal sehen, ist beiden klar, dass sie sich lieben. Doch anstatt sich ihre Gefühle zu gestehen, werden sie zunächst einmal das Beste und Schlimmste zugleich - beste Freunde.

Durch Zufall habe ich dieses Buch auf einem Wühltisch in einer Buchhandlung gefunden - zum Glück! Das Buch ist tief berührend, sehr fesselnd und als Leser möchte man Nick und Sienna 460 Seiten lang dazu zwingen, sich endlich ihrer Liebe zueinander zu stellen.
Das Tolle an dem Buch ist, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Sienna, als auch aus der Sicht von Nick beschrieben wird. Dadurch lernt man beide Charaktere besonders tiefgründig kennen, versteht ihr Handeln, ihre Gedanken und ihre Selbstzweifel und möchte ihnen doch die ganze Zeit zurufen: "Sagt es endlich!". Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem ich beiden Figuren die Liebe zueinander so sehr gewünscht habe, was vor allem daran liegt, dass Nick und Sienna unglaublich sympathisch geschildert werden.

Doch auch die Nebencharaktere werden von Jessica Thompson sehr schön beschrieben. So erzählt die Geschichte nicht nur die Liebe zwischen Nick und Sienna, sondern auch die zahlreichen Einzelschicksale ihrer Familie, ihrer Freunde und Bekannten. Dadurch werden die Figuren beinahe zu Freunden, weil man alles über sie erfährt.
Ein weiterer Punkt, der mir an der Geschichte besonders gut gefallen hat, ist die angesprochene Thematik der Narkolepsie. Dadurch wird die Handlung tiefgründiger und ernster und distanziert sich von typischen, kitschigen Liebesromanen. Bis zum Ende des Buches entsteht so eine konstante Spannung, die in einer überraschenden  Wendung gipfelt.

Trotzdem "Einfach Liebe" zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist, gibt es dennoch einige Punkte, die ich gerne kritisieren würden. Zum einen wurden durch die beiden Sichtweisen einige Ereignisse doppelt dargestellt, was teilweise zu ganz kurzen Durststrecken führte. Zum anderen erlebt man leider hauptsächlich, wie sich Nick und Sienna immer wieder verpassen. Für mich persönlich kam das gemeinsame Glück der beiden etwas zu kurz und das Buch endete an einer Stelle, an der ich mir eine Fortsetzung wünschen würde.

Fazit:
Eine tolle Liebesgeschichte, die sich definitiv von allen bisher bekannten Liebesromanen abhebt und die ich voll und ganz weiterempfehlen kann!

  (25)
Tags: einfach liebe, jessica thompson, kein typischer liebesroman   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

charlotte roth, berliner zoo, berlin, tierliebe, zigeuner

Weil sie das Leben liebten

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783426517291
Genre: Romane

Rezension:

"Weil sie das Leben liebten" erzählt die Geschichte der jungen Franka Ende der 1920er Jahre, deren großer Wunsch es ist, Zoologie zu studieren. Als sie im Berliner Zoo als Tierpflegerin unterkommt, widmet sie ihre gesamte Zeit den Tieren und lernt dabei Adam kennen. Doch Adam ist Sinto und unter der Herrschaft der Nazis in Deutschland nicht sicher. Franka möchte für ihn kämpfen - und für ihre über alles geliebten Tiere.

Ich war sehr gespannt auf die Geschichte, weil ich mir erhofft hatte, vor dem Hintergrund des Berliner Zoos einen neuen Blickwinkel auf die Geschehnisse rund um den Zweiten Weltkrieg gewinnen zu können. Diesen Wunsch hat mir das Buch auch erfüllt. Der Schauplatz des Zoos war sehr interessant und auch ungewöhnlich. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Arbeit in einem Zoo von der Autorin sehr genau recherchiert wurde. Ebenso wurde das Leben unter der Naziherrschaft interessant und glaubwürdig dargestellt und auch realistische Personen (und sogar Tiere) in die Geschichte integriert. Leider kam mir dieser Teil der Geschichte aber viel zu kurz.

Stattdessen habe ich die Handlung des Buches als sehr langatmig empfunden. Die Ereignisse plätscherten vor sich hin und es gelang Charlotte Roth leider überhaupt nicht, Spannung aufzubauen. Ich habe durchgängig das Gefühl vermisst, unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht. Dass ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe ist nur der Tatsache zu verdanken, dass ich ungern Geschichten abbreche und ihnen immer so lange wie möglich eine Chance geben möchte. Das hätte ich mir bei diesem Buch aber leider sparen können. Die Figuren sind für mich - bis auf Carl und Anita - bis zum Ende leider nicht greifbar, was vielleicht auch daran lag, dass hier vor allem ungewöhnliche und gewöhnungsbedürftige Charaktere dargestellt werden, die sich das Leben unnötig schwer machen. Sympathie habe ich für keine der Figuren empfunden, lediglich für die Tiere. Dadurch wurde die Spannung des Buches aber für mich auch nicht erhöht und ich war froh, als ich die Geschichte endlich hinter mich gebracht hatte.

Fazit:
Mich konnte das Buch leider gar nicht überzeugen. Ich hätte mir mehr Höhepunkte und Wendungen erhofft, die dem Buch Spannung verleihen. Da die anderen Bücher der Autorin aber sehr interessant klingen, werde ich bestimmt dem einen oder anderen Buch von Charlotte Roth noch eine Chance geben, zumal sich die Geschichte, trotz aller Kritik, gut lesen ließ.

  (15)
Tags: charlotte roth   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(205)

371 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 107 Rezensionen

liebe, hamburg, werft, krebs, petra hülsmann

Das Leben fällt, wohin es will

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ihre Schwester Christine schwer erkrankt, ändert sich das Leben der freiheitsliebenden Marie von Grund auf. Christine bittet Marie, zu ihr zu ziehen und sich um ihre beiden Kinder zu kümmern. Als wenn das noch nicht genug wäre, soll sie auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft übernehmen. Maries Begeisterung hält sich in Grenzen. Und auch ihr neuer Vorgesetzter, der oberspießige Daniel, spricht nicht gerade für ihre neue Herausforderung. Marie stolpert von einem Chaos ins nächste und muss dabei lernen, dass das Leben fällt, wohin es will.

Der neue Roman von Petra Hülsmann erzählt eine humorvolle, aber zugleich auch tief berührende Geschichte. Das Besondere dabei ist, dass die Handlung sich aus drei einzelnen Teilhandlungen zusammensetzt. Das hat zum Vorteil, dass man in einem Buch mehrere kleine Geschichten erlebt und die Spannung dadurch erhöht wird, leider führt es aber auch dazu, dass sich die einzelnen Handlungsstränge nicht voll und ganz entfalten können. Dadurch konnte ich mich dieses Mal leider nicht ganz mit der Liebesgeschichte von Daniel und Marie anfreunden, was vor allem daran lag, dass sie mir viel zu schnell abgehandelt wurde und auch der Funke nicht auf mich übergesprungen ist. Das ist mir bisher bei den Büchern von Petra Hülsmann noch nie passiert, weswegen ich ein kleines bisschen enttäuscht bin.

Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr gefreut, wieder in den tollen Schreibstil der Autorin eintauchen zu können. Hülsmann schafft es den Leser sowohl zum Lachen und zum Weinen zu bringen, indem sie sehr humorvoll, aber zugleich auch tiefberührend schreibt und man sich alles bildlich vorstellen kann. Dadurch wird man perfekt in die Geschichte integriert und die Figuren existieren nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Kopf des Lesers.
Einen weiteren Pluspunkt, den ich immer wieder an den Büchern der Autorin schätze, sind die kleinen Verbindungen die zwischen den Romanen geschaffen werden, z.B. über die Figur des Taxifahrers Knut. Somit bleiben bereits kennengelernte Charaktere im Gedächtnis und haben auch eine "Nachgeschichte" außerhalb des dazugehörigen Buches. Auch die Tatsache, dass man mit jedem neuen Buch neue Orte und Gegenden in Hamburg kennenlernen kann, finde ich toll. Langsam könnte man eine Stadttour nur auf Grundlage von Hülsmanns Büchern veranstalten ;)

Fazit:
"Das Leben fällt, wohin es will" ist wieder ein gelungenes Buch von Petra Hülsmann, was aber mit den anderen Romanen leider nicht mithalten kann. Dennoch kann ich jedem nur empfehlen, die Geschichten der Autorin zu lesen. Sie ist nach wie vor eine meiner Lieblingsautorinnen.

  (21)
Tags: lebensroman, petra hülsmann   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.490)

2.200 Bibliotheken, 20 Leser, 4 Gruppen, 173 Rezensionen

liebe, berlin, elyas, freundschaft, carina bartsch

Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch , ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.01.2013
ISBN 9783499227912
Genre: Liebesromane

Rezension:

Emely und Elyas sind wieder zurück, doch ihr Verhältnis hat sich grundlegend geändert. Emely ist nach wie vor verwundert über die Avancen ihrer einstigen Jugendliebe. Doch viel mehr verwirrt sie ihre eigene Reaktion darauf. Warum spukt ihr Elyas immer wieder im Kopf herum? Und dann gibt es da auch noch Luca, den anonymen E-Mail-Schreiber. Doch leider verstummt auch er nach und nach. Was macht Emely nur falsch? Warum klappt es nicht, mit ihr und den Männern?

"Türkisgrüner Winter" ist eine gelungene Fortsetzung von "Kirschroter Sommer". Alle positiven Aspekte, die ich bereits in meiner Rezension zu dem ersten Band erwähnt habe, gelten für den zweiten Band gleichermaßen. Allerdings stehen in "Türkisgrüner Winter" nun doch eher die Schattenseiten der Liebe im Mittelpunkt, weswegen von dem ursprünglichen Humor aus Band 1 leider nur noch sehr wenig zu spüren ist. Zwar werden die zahlreichen Lacher durch viele gefühlvolle Szenen ersetzt, die den Leser mit der Protagonistin mitleiden lassen und den Wunsch erwecken, Emely helfen zu wollen, doch ich persönlich hätte mich über einige fröhlichere und humorvollere Szenen gefreut. Dennoch passt der zweite Teil thematisch perfekt zum ersten Teil und schließt nahtlos an das Ende von "Kirschroter Sommer" an.
Auch der Schreibstil ist nach wie vor sehr fesselnd und ich konnte das Buch, wie auch schon den ersten Teil nicht aus der Hand legen.

Fazit: 
Alle positiven Faktoren des ersten Bandes finden sich auch im zweiten Teil der Reihe wieder. Es ist ein gelungenes und fesselndes Buch, was an einigen Stellen etwas mehr Humor vertragen hätte. Dennoch konnte mich Carina Bartsch auch mit ihrem zweiten Buch wieder voll und ganz überzeugen und ich freue mich schon auf weitere Bücher von ihr!

  (17)
Tags: carina bartsch, türkisgrüner winter   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2.118)

3.103 Bibliotheken, 34 Leser, 5 Gruppen, 307 Rezensionen

liebe, berlin, freundschaft, elyas, kirschroter sommer

Kirschroter Sommer

Carina Bartsch , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.01.2013
ISBN 9783499227844
Genre: Liebesromane

Rezension:

In "Kirschroter Sommer" trifft die Protagonistin Emely nach sieben Jahren wieder auf ihre erste große Liebe. Elyas, der Bruder ihrer besten Freundin, hat ihr in ihrer Jugend das Herz gebrochen und damit ihr ganzes Leben durcheinander gebracht. Emely hasst ihn und wünscht sich nichts sehnlicher, als Elyas nie wieder sehen zu müssen. Aus diesem Grund kommt es ihr gerade recht, dass sich der unbekannte E-Mail-Schreiber Luca in ihr Leben mischt. Doch kann die wahre Liebe wirklich aus einer anonymen Internetfreundschaft entstehen?

Ich liebe dieses Buch! Ich habe es bereits zum dritten Mal gelesen und bin nach wie vor schwer begeistert von dieser Geschichte. Ich konnte sie nicht aus der Hand legen und habe das Buch, wie auch schon die ersten beiden Male, verschlungen. Nicht nur, dass es der Schreibstil der Autorin dem Leser sehr einfach macht, Seite um Seite zu lesen, auch die Protagonisten Emely, ihre beste Freundin Alex und ihr Bruder Elyas sind mir während des Lesens immer mehr ans Herz gewachsen und ich hatte das Gefühl, ein Teil ihrer Clique zu sein.
Besonders toll, finde ich den Humor des Buches. Insbesondere die Wortgefechte zwischen Emely und Elyas haben mich an vielen Stellen des Buches laut auflachen lassen. Gleichzeitig haben mich aber auch die eher traurigen Szenen tief berührt. Carina Bartsch schafft es einfach, alle möglichen Gefühle des Lesers anzusprechen.
So scheint man als Leser auch ganz automatisch in die Liebesbeziehungen des Buches hineingezogen zu werden. Es ist, als wäre man mit den Protagonisten zusammen verliebt. Den größten Pluspunkt von allen bekommt das Buch von mir für das Knistern, dass sich im Buch zwischen Emely und Elyas aufbaut. Ich weiß nicht, wie es die Autorin geschafft hat, aber dieses Knistern überträgt sich nach und nach auf den Leser. Ich denke, dass genau darin die Faszination des Buches liegt.

Fazit:
Leseempfehlung! Leseempfehlung! Leseempfehlung! Insbesondere für alle, die gerne Liebesgeschichten lesen und sich von ihnen mitreißen lassen. Aber auch für diejenigen, die sich bisher nicht an das Genre herangewagt haben. Ihr werdet es nicht bereuen!

  (19)
Tags: carina bartsch, kirschroter sommer, liebesroman   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(234)

455 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

nationalsozialismus, familie, 2. weltkrieg, liebe, judenverfolgung

Honigtot

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492307253
Genre: Romane

Rezension:

"Honigtot" von Hanni Münzer erzählt die Familiengeschichte der jungen Amerikanerin Felicity, die sich in Rom auf die Suche nach ihrer Mutter macht und dabei auf die quälenden Geheimnisse ihrer Familie trifft.

Mich persönlich konnte das Buch bzw. sein Aufbau nicht überzeugen. Hanni Münzer erzählt in diesem Roman nicht nur eine Geschichte, sondern gleich drei. Das kann toll sein, in diesem Buch führt es aber leider nur dazu, dass sich die Handlung unendlich in die Länge zieht und man das Interesse an der eigentlich historisch interessanten Handlung zwischenzeitlich komplett verliert. Nicht nur, dass viel zu viele Personen in dem Buch auftauchen, von denen man nicht weiß, ob sie für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sind, auch die Gedankensprünge der Protagonisten zwischen der Vergangenheit und der Zukunft fordern von dem Leser eine hohe Aufmerksamkeit und viel Konzentration. Manchmal fiel es mir schwer, den roten Faden der Geschichte wiederzufinden. Hinzu kommt, dass ich oft das Gefühl hatte, dass die Figuren in ihren Gedanken von dem eigentlich wichtigen Geschehen abweichen und mir Informationen vermitteln, die ich für die Handlung des Buches überhaupt nicht brauche. In den zahlreichen, überflüssigen Details sehe ich den Hauptgrund für die Langatmigkeit des Romans. Dennoch muss ich auch sagen, dass die Geschichte gegen Ende noch einmal Fahrt aufnimmt und ich das Buch auf den letzten Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich wünschte, so wäre es mir mit dem gesamten Buch gegangen.

Ein weiteres Hauptproblem bestand für mich in der Art und Weise, wie Felicity's Familiengeschichte aufgedeckt wurde. Statt einfach nur das Tagebuch der Großmutter abzudrucken hätte ich es schöner gefunden, wenn die Protagonistin selbst recherchiert hätte, um die Historie ihrer Vorfahren selbst aktiv herauszufinden. So wäre Felicity vermutlich nicht zu einer Randfigur des Buches geworden.

Dennoch gibt es auch einige Punkte, die mir an dem Buch gefallen haben. Zum einen sind das die historischen Fakten, die man quasi im "Vorbeilesen" vermittelt bekommt. Dadurch liest man nicht nur einfach eine Geschichte, sondern schult auch noch seine Allgemeinbildung. Leider war es aber insbesondere am Anfang so, dass ich mich manchmal gefühlt habe, als würde ich ein Geschichtsbuch lesen. Aber auch dieser Eindruck verflüchtigte sich gegen Ende des Buches.
Weiterhin war der Schreibstil der Autorin, bis auf die zwischenzeitlichen Sprünge, angenehm zu lesen. Einen Pluspunkt bekommt das Buch von mir für die Figuren, die an reale Persönlichkeiten des Naziregimes angelehnt sind. Dadurch bekommt die Geschichte einen sehr interessanten Realitätsbezug.

Fazit:
"Honigtot" erzählt eine historisch sehr gut aufgearbeitete und interessante Geschichte, die einen den Zweiten Weltkrieg aus einer sehr nahen Figurenperspektive erleben lässt. Leider konnte mich der Aufbau und der Detailreichtum des Buches gar nicht überzeugen. Ich möchte aber trotzdem gerne ein weiteres Buch von Hanni Münzer lesen, schon allein weil ich dadurch die Weltgeschichte auf eine besondere Art und Weise kennenlernen kann.

  (12)
Tags: hanni münzer, honigtot-saga, zweiter weltkrieg   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(708)

1.201 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 198 Rezensionen

liebe, erotik, rockstar, thoughtless, dreiecksbeziehung

Thoughtless - Erstmals verführt

S. C. Stephens , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 650 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482429
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Thoughtless - Erstmals verführt" erzählt die Geschichte von Kiera, die mit ihrem Freund Denny nach Seattle zieht, der dort ein Praktikum absolvieren will. Die beiden wohnen im Haus von Denny's attraktivem und überaus charmanten Freund Kellan. Als Denny für den Job die Stadt verlassen muss und Kiera bei Kellan zurücklässt, kommen sich die beiden näher. Nach und nach fühlt sich Kiera immer mehr zu Kellan hingezogen und kann ihm nur noch schwer widerstehen. Doch plötzlich steht Denny wieder vor der Tür und Kiera muss sich entscheiden, für wen ihr Herz wirklich schlägt. 
Der Roman von S.C. Stephens hat mich nach einigen Startschwierigkeiten gefesselt und ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist am Anfang des Buches etwas gewöhnungsbedürftig, was vor allem an den fehlenden Dialogen liegt, wodurch die Geschichte zunächst sehr sachlich beschrieben wird. Weiterhin hätte ich an einigen Stellen des Buches mehr Absätze eingefügt, um die Handlung übersichtlicher zu machen und plötzliche Handlungssprünge zu vermeiden. Im Laufe des Buches hat sich dieser Eindruck aber verändert. Die Sprache wurde immer bildlicher, die Dialoge zwischen den Figuren nahmen zu, wodurch man viel besser die Gedanken und Gefühle der Charaktere nachvollziehen konnte. Auch die Anziehung zwischen Kiera und Kellan wurde immer besser dargestellt, wodurch ich mich während des Lesens gefühlt habe, als wäre ich in der Geschichte und würde alles real miterleben. Das war es auch, was das Buch für mich so toll gemacht hat und mich dazu angetrieben hat, es weiterzulesen. Denn leider gab es vor allem in der Mitte der Handlung einige Längen, an denen sich die Handlung immer wiederholt hat und man das Gefühl hatte, die Figuren drehen sich ständig im Kreis. Für mich wäre die Geschichte auch mit 200 Seiten weniger erzählt gewesen. Aber es ist die Art und Weise, mit der die Liebesbeziehungen im Buch beschrieben werden, die dafür sorgt, dass man es nicht aus der Hand legen kann. So wurden selbst die Längen interessant beschrieben und ich freute mich auf jedes neue Kapitel. 
Allerdings werde ich wohl nicht die anderen beiden Teile der Trilogie lesen. Für mich ist die Geschichte zwischen Kellan und Kiera mit diesem Buch erzählt und ich vermute, dass die weiteren Bände meinen tollen Eindruck des Buches nur dämpfen würden. 

Fazit: 
Eine schöne und verführerische Liebesgeschichte, die es schafft, den Leser mit allen Sinnen an der Handlung teilhaben zu lassen. Es gibt einige Schwächen in der Geschichte, die aber durch die fesselnde Schreibweise wieder gut gemacht werden. Von mir gibt es für den ersten Teil der Trilogie eine klare Leseempfehlung für alle Fans des Genres! 

  (15)
Tags: s.c.stephens, thoughtless - reihe   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(499)

917 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 118 Rezensionen

liebe, lori nelson spielman, träume, tod, lebensziele

Morgen kommt ein neuer Himmel

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521128
Genre: Romane

Rezension:

Lori Nelson Spielman erzählt in ihrem Roman "Morgen kommt ein neuer Himmel" die Geschichte der 34-jährigen Brett. Nach dem Tod ihrer Mutter Elizabeth erhält sie anstatt eines Erbes eine Liste mit Lebenszielen, die Brett als Teenager aufgeschrieben hat. Erst wenn sie alle Aufgaben erfüllt hat, bekommt sie ihr eigentliches Erbe. Zunächst ist Brett traurig und wütend über den Verrat ihrer Mutter, doch schon bald merkt sie, dass Elizabeth ihre Tochter glücklich sehen will und sie auf wunderbare Weise zwingt, ihr Leben in die Hand zu nehmen und es grundlegend zu ändern.

Das Thema des Buches ist wirklich toll, denn es zeigt nicht nur, wie sich Bretts Leben verändert, sondern bringt auch den Leser dazu, über seine Träume und Wünsche nachzudenken. Besonders toll fand ich, dass man die Geschichte ausschließlich aus der Perspektive von Brett erzählt bekommt. Dadurch kann man sich noch besser in das Geschehen einfühlen und auch nachvollziehen, welche inneren Kämpfe die Protagonistin auszufechten hat. Ich muss sagen, dass ich Brett an vielen Stellen besser verstehen konnte, als ich es zu Beginn des Buches gedacht habe.
Ein weiterer Pluspunkt der Geschichte ist die Liste mit den Lebenszielen. Es ist eine tolle Idee, die Liste in den Umschlag des Buches zu drucken, so hatte man als Leser ständig die Ziele vor Augen, ohne lange suchen zu müssen. Hinzu kommt, dass durch das Erfüllen der verschiedenen Aufgaben das Buch nicht nur aus einer großen Geschichte bestand, sondern aus vielen kleinen einzelnen, aber dennoch miteinander verbundenen Geschichten. Im Grunde genommen war es so, als würde man mehrere Bücher gleichzeitig lesen. Toll!

Leider gab es aber auch kleine Schwachstellen in der Geschichte. So war sie mir persönlich an einigen Stellen zu langatmig und das obwohl der Schreibstil von Spielman eigentlich sehr angenehm und kurzweilig ist. Weiterhin fand ich das Buch manchmal zu vorhersehbar. Einige Dinge habe ich mir bereits am Anfang der Geschichte ausgemalt, die dann auch tatsächlich so eingetreten sind. Allerdings konnte mich das Ende noch einmal überraschen, obwohl ich auch da dachte, es bereits durchschaut zu haben.

Fazit:
Ein tolles, berührendes und emotionales Buch, was viele Handlungsstränge zu einer einzigen schönen Geschichte verbindet, mit der sich sicherlich viele Leserinnen und Leser identifizieren können. Es ist zwar mein erstes Buch der Autorin gewesen, aber mit Sicherheit nicht mein Letztes.

  (19)
Tags: lori nelson spielman, morgen kommt ein neuer himmel   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(118)

181 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

liebe, liebesroman, buchladen, annie darling, london

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328100980
Genre: Romane

Rezension:

Als Posy Morland einen heruntergekommenen Buchladen erbt, möchte sie nichts anderes als ihren Traum von einer Buchhandlung voller Liebesromane erfüllen. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin und der "unverschämteste Kerl Londons" hat andere Pläne mit dem Laden und legt Posy einen Stein nach dem anderen in den Weg. Leider ist Sebastian aber nicht nur frech und unverschämt, sondern auch wahnsinnig attraktiv, zumindestens in Posys Augen. Und so kommt es, dass sie sich auf ihre Weise rächt: Sie schreibt selbst einen Liebesroman - mit Sebastian als Held zum Verlieben. 
"Der kleine Laden der einsamen Herzen" ist einer der sympathischsten und liebenswürdigsten Romane, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Besonders gefällt mir die Protagonistin mit ihrem verunsicherten Charakter, ihren bedingungslosen Träumen, die sie nur ungern aufgibt und ihrem (nahezu) unerschütterlichen Glauben an Happy Ends. Weiterhin finde ich den Buchladen als einen der Hauptspielorte des Buches wunderbar gewählt. Man fühlt sich nach und nach heimisch in dem Laden und kann Posys Leidenschaft für das Geschäft sehr gut nachvollziehen. Die gesamte Szenerie ist mit einem herrlich leichten, erfrischenden und schnell zu lesendem Schreibstil geschrieben und man freut sich immer, dass Buch wieder in die Hände nehmen zu können. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für Sebastian, der zwar zu Beginn des Buches sehr arrogant und überheblich auftritt, den man aber bereits nach einigen Kapiteln durchschaut und merkt, dass er wohl doch einen weichen Kern in sich trägt. Da sich dieser aber hinter zahlreichen Wortgefechten mit Posy verbirgt, entwickelt sich die Liebesgeschichte eher unauffällig und nicht zu kitschig, aber mit einer gehörigen Brise Humor.
Einen Minuspunkt stellt die Zwischengeschichte dar, in der der selbstgeschriebene Liebesroman von Posy vorgestellt wird. Diese Kapitel empfand ich als überflüssig und ich finde, die Geschichte hätte ohne sie besser existieren können. Dennoch haben die Kapitel bei mir das eine oder andere kleine Lächeln erzeugt. 

Fazit: Ein toller Liebesroman für alle, die gerne entspannte Liebesgeschichten lesen, die nicht zu kitschig sind. Perfekt geeignet für einen lauen Sommerabend auf dem Balkon. Eine Leseempfehlung von mir! 

  (21)
Tags: annie darling, leseempfehlung, liebesroman   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

sommernächte, liebesroman, liebe, nora theresa saller, erotik

Sommernächte

Nora Theresa Saller
E-Buch Text: 340 Seiten
Erschienen bei neobooks, 05.05.2017
ISBN 9783742789044
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Sommernächte" erzählt die Geschichte von Melissa, die in den Semesterferien für ein Praktikum an den Hof ihrer Tante zurückkehrt. Dort trifft sie auf die beiden überaus charmanten und gutaussehenden Zwillinge Tom und Chris, die ihr (Liebes-)Leben gehörig auf den Kopf stellen. Es ist der Beginn einer verzwickten Liebesgeschichte, die man so noch nicht gelesen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist toll. Er ist sehr bildlich, mit vielen Umschreibungen und dennoch von einer einfachen, gut verständlichen Sprache geprägt. Man liest das Buch gerne und auch relativ zügig. Hinzu kommt, dass der Einstieg in die Geschichte der Autorin sehr schön gelungen ist. Man ist direkt in der Handlung und lernt die Protagonistin ziemlich schnell kennen. Dadurch wird sie einem gleich sympathisch. Das kann man allerdings von den weiteren Figuren des Buches, allen voran den Zwillingen Tom und Chris, nicht sagen. Die beiden männlichen Hauptcharaktere wurden zwar im Verlauf des Buches doch nach und nach herausgearbeitet und es wurde der Versuch unternommen, beiden ein eigenständiges Profil zu verschaffen, leider ist das in meinen Augen aber nicht ganz geglückt. Bis zum Schluss des Buches hatte ich gegenüber den Männer leider keinerlei Empfindungen, Sympathien oder Antipathien, was dazu geführt hat, dass insbesondere in den erotischen Szenen der Funke auf mich nicht übergesprungen ist. Das fand ich sehr schade und hat leider auch das Lesevergnügen etwas beeinflusst. Dennoch gab es aber auch Figuren, die mir trotz weniger Beschreibungen sehr gut gefallen haben, so vor allem Melissas Freundin Amy und Eni, Melissas Tante.

Die Handlung des Buches hatte für meinen Geschmack einige Schwachstellen. Dazu zählt unter anderem, dass teilweise sehr große Handlungssprünge in den Szenen gemacht werden, was zur Folge hat, dass besonders am Anfang der Handlung nur die Liebesbeziehung im Mittelpunkt steht, alles andere wird fast komplett ausgeblendet. Dadurch ist die Handlung etwas eindimensional. Zum Ende des Buches hat sich das aber gebessert, wodurch die Handlung dann auch mehr Tiefe erhielt.
Einen weiteren Minuspunkt gibt es für die, meiner Meinung nach, viel zu vielen erotischen Szenen. In den ersten Kapiteln besteht die Handlung fast nur aus einer Aneinanderreihung von erotischen Szenen, wodurch die Geschichte nicht nur vorhersehbar, sondern auch sehr einseitig und vor allem auch eintönig wird. Natürlich ist das aber auch wieder eine Geschmackssache.
Das Ende des Buches passt zwar zu der Handlung an sich, würde man es aber in die reale Welt übertragen, wäre es etwas unglaubwürdig. Da es eine fiktive Geschichte ist, finde ich das zwar angemessen, aber gegen ein realistischeres Ende hätte ich auch nichts gehabt.

Fazit:
Der Schreibstil von Nora Theresa Saller ist wirklich gut. Ich hoffe, sie wird ihn sich bei weiteren Büchern beibehalten. Leider konnte mich die Handlung des Buches nicht ganz überzeugen. Einen Pluspunkt gibt es aber dennoch für die Originalität der Geschichte und das schöne Cover.

  (17)
Tags: erotische literatur, liebesroman, nora theresa saller, sommernächte   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(174)

368 Bibliotheken, 10 Leser, 9 Gruppen, 20 Rezensionen

london, vermisst, krimi, spannung, charlotte link

Die letzte Spur

Charlotte Link
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.10.2014
ISBN 9783442383719
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die letzte Spur" von Charlotte Link erzählt die Geschichte der Journalistin Rosanna Hamilton, die nach fünf Jahren den Fall ihrer vermissten Kindheitsfreundin Elaine Dawson wieder aufrollt. Diese verschwand damals spurlos auf dem Weg zur Hochzeit von Rosanna. Aufgrund starken Nebels wurden an diesem Tag alle Flüge von London gestrichen. Anstatt am Flughafen zu warten, nimmt Elaine das Angebot eines Fremden an, bei ihm zu übernachten. Danach wurde sie nie wieder gesehen. Wurde die junge Frau damals ermordet oder ist es doch möglich, dass Elaine noch lebt? Während ihrer Recherchen taucht Rosanna immer tiefer in das Leben ihrer Freundin ein und begibt sich damit in große Gefahr.

Was mir an diesem Roman besonders gut gefallen hat, waren die zahlreichen Handlungsstränge, die nach und nach zu einer Geschichte zusammenlaufen. Dadurch wirkt es, als würde man mehrere Bücher gleichzeitig lesen. Desweiteren wird durch die vielen einzelnen Handlungen die Spannung erhöht, da man als Leser immer vermutet, die Geschichte durchschaut zu haben. Leider wird man, vor allem in der ersten Hälfte des Buches, in dieser Annahme immer wieder enttäuscht. Leider merkt man aber zum Ende der Geschichte, dass einige der Nebenhandlungen nur bedingt etwas mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Dadurch wirkt es, als hätte die Autorin zwanghaft versucht, einen Zusammenhang herzustellen, der eigentlich nicht vorhanden ist. Das hatte zur Folge, dass, insbesondere auf den letzten Seiten, der Geschichte einfach die Puste ausging und alles etwas langgezogen wirkte. Meiner Meinung nach wäre auch mit 200 Seiten weniger das Rätsel der Elaine Dawson erzählt gewesen.
Hinzu kommt leider auch die Tatsache, dass man ab einer bestimmten Stelle des Buches bereits erahnen konnte, wie die Geschichte ausgeht. Das finde ich persönlich immer etwas schade, da ich mich gerne auf den letzten Metern der Handlung noch von unerwarteten Wendungen überraschen lassen möchte.

Eine andere Sache, die mir positiv aufgefallen ist, ist die geringe Zahl an Figuren, die aktiv an der Handlung beteiligt sind. Zwar beschreibt Charlotte Link diese Charaktere nicht explizit, aber da man sie durch den Verlauf der Geschichte hinweg immer besser kennenlernt, erhält man implizit dennoch ein gutes Bild der Figuren vor seinem inneren Auge. Leider gab es aber nicht eine einzige Figur, mit der ich mich identifizieren konnte und die mir vollkommen sympathisch war. Dadurch habe ich mit der Geschichte nicht so mitgefiebert, wie ich es gerne gewollt hätte.

Fazit:
Eine interessante und spannende Geschichte, die vor allem mit ihrem Schreibstil überzeugen konnte. Leider gibt es aber einige Schwachstellen, was die Handlung und die Figuren betrifft, weswegen ich nur drei Sterne vergebe.

  (15)
Tags: charlotte link, die letze spur   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(474)

902 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 169 Rezensionen

mona kasten, liebe, feel again, monakasten, feelagain

Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

Rezension:

Im dritten Teil der "Again-Reihe" von Mona Kasten trifft der Leser auf Sawyer und Isaac, die bereits in den ersten beiden Bänden der Reihe aufgetreten sind. Dabei könnten die Protagonisten nicht unterschiedlicher sein. Die selbstbewusste Sawyer, die seit dem Tod ihrer Eltern niemanden mehr an sich heranlässt und sich stattdessen von einem One-Night-Stand ins andere stürzt und der schüchterne, unsichere Isaac, der von allen für einen Nerd gehalten wird. Auf den ersten Blick passen die beiden nicht zusammen, doch als Sawyer beschließt Isaac für ein Fotoprojekt umzustylen und seine Entwicklung in Bildern festzuhalten, kommen sich die beiden näher als geplant. Und schon bald sprühen die ersten Funken.

"Feel Again" habe ich mit gemischten Gefühlen begonnen. Sawyer war mir in den vorherigen Teilen nie besonders sympathisch und Isaac erschien mir zu langweilig, um ein ganzes Buch über ihn zu lesen. Doch Mona Kasten hat es geschafft, mich für die Geschichte und vor allem für ihre Protagonisten zu begeistern. Durch die zahlreichen, tiefgründigen Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Figuren, konnte man ihre Motive und Beweggründe sehr gut nachvollziehen, wodurch die beiden mir mit jeder Seite sympathischer wurden.
Auch der Schreibstil des Buches konnte mich wieder voll und ganz überzeugen und die Kapitel sind nur so an mir vorbeigeflogen. Ich bewundere die Autorin für ihren bildlichen, leichten und dennoch emotionalen Schreibstil.

Allerdings konnte mich die Handlung, im Vergleich zu den anderen beiden Büchern der Reihe, nicht komplett überzeugen. Zwar habe ich mich den beiden Charakteren dank des Buches angenähert und auch mit ihnen gefühlt, allerdings konnte das nicht mit Allie und Kaden bzw. Dawn und Spencer mithalten. Hinzu kommt, dass die Abfolge der Handlung sehr stark den anderen beiden Büchern ähnelt, wodurch der Geschichte in meinen Augen ein bisschen Individualität fehlt und sie auch an einigen Stellen voraussehbar wird. Trotzdem möchte ich auch betonen, dass diese Kritik auf sehr hohem Niveau stattfindet. Ich finde das Buch ist trotz allem ein gelungener Reihenabschluss und ich kann es kaum erwarten, Neues von Mona Kasten zu lesen.

Fazit:
Eine tolle Geschichte im typischen Mona-Kasten-Stil, die mich überzeugt hat, leider aber mit ihren Vorgängern nicht ganz mithalten konnte. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für alle Teile der "Again-Reihe". Mit Sicherheit werde ich alle Teile noch ein zweites Mal lesen.

  (12)
Tags: again-reihe, feel again, mona kasten   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

183 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, cecelia ahern, liebesroman, unfall, glück

Ich hab dich im Gefühl

Cecelia Ahern
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 29.09.2016
ISBN 9783596297191
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Ich hab dich im Gefühl" von Cecelia Ahern erzählt die Liebesgeschichte von Joyce und Justin, die sich auf ungewöhnlichen Umwegen kennenlernen - nämlich über eine Blutspende.

Die Inhaltsangabe hat mich auf das Buch und die Geschichte neugierig gemacht. Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen und habe mich auf eine tolle Liebesgeschichte gefreut. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Lediglich der Schreibstil war es, der mich durch das Buch gezogen hat, denn er ist leicht verständlich und gut nachvollziehbar. Leider ist aber der Inhalt des Buches an den meisten Stellen sehr langatmig beschrieben. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch mit der Hälfte der Seitenzahlen erzählt werden können. Die Handlung schweift oft von dem eigentlichen Thema ab, sodass man ab und an wichtige Details vergisst, an die man dann mit einem kurzen Verweis wieder erinnert werden soll.

Die Figuren gewähren dem Leser zwar dauerhaft einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, allerdings erscheinen sie rein äußerlich komplett ohne Profil. Ich kann mich an nur wenige Stellen erinnern, in denen das Aussehen der Charaktere beschrieben wird. Für mich, die sich die Geschichte und die Figuren gerne vor ihrem innerlichen Auge vorstellt, war es dementsprechend schwierig ein Bild von der Geschichte zu bekommen, was wiederum dazu geführt hat, dass mich die Handlung nicht gepackt hat.

Hinzu kommt, dass die Liebesgeschichte der beiden durch das Buch hinweg so gut wie gar nicht existent ist, da wortwörtlich erst auf den letzten beiden Seiten alle Fäden zusammengesponnen werden. Ich hätte mir gewünscht, viel mehr an dem gemeinsamen Leben der Figuren teilhaben zu können und ihre Liebe begleiten zu dürfen, anstatt nur ihre Suche nacheinander.

Fazit:
Eine gute Grundidee und ein schöner Schreibstil. Leider reicht das aber nicht, um über die Schwächen der Geschichte hinweg zu sehen. Für mich ist es keine Liebesgeschichte wie ich sie mir vorstelle und wünsche. Deswegen leider nur zwei Sterne.

  (16)
Tags: cecelia ahern, liebesroman   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(143)

244 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

spinnen, thriller, horror, ezekiel boone, die brut

Die Brut - Sie sind da

Ezekiel Boone , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783596035533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Welt scheint aus den Fugen geraten. In China wird scheinbar versehentlich eine Atombombe gezündet. In Indien sind Schwingungen zu vernehmen, doch ein Erdbeben bleibt aus. Im Amazonas sind unbekannte Summgeräusche zu hören. Die Welt wird von einer Welle myteriöser Spinnen überrannt und schon bald kann sich niemand mehr sicher fühlen.

"Die Brut" von Ezekiel Boone hat mich bereits mit seinem Cover neugierig gemacht. Hier kann man bereits den Inhalt des Buches zum Teil erahnen. Weiterhin ist die Geschichte eine, die sich von meinem üblichen Büchergeschmack unterscheidet, weswegen ich auf das Buch sehr gespannt war. Zunächst wird man auch nicht enttäuscht. Der Schreibstil des Autors, der unter einem Pseudonym schreibt, ist sehr verständlich und bildlich. Als Leser steigt man unvermittelt in die Geschichte ein und auch die späteren grauenvollen Ereignisse kann man sich sehr gut vorstellen. Besonders die tollen Cliffhanger am Ende eines jeden Kapitels haben dafür gesorgt, dass man das Buch, fängt man einmal mit Lesen an, nicht mehr so schnell aus der Hand legt. Allerdings gab es insbesondere zu Beginn der Geschichte viele lange, abschweifende Beschreibungen, die es dem Leser schwer gemacht haben, den Anschluss an das eigentlich wichtige Ereignisse wiederzubekommen.

Der Aufbau der Handlung hat mir ganz gut gefallen. Es gibt sehr viele Figuren und sehr viele verschiedene Schauplätze, an denen die Handlung spielt. Das hat den Vorteil, dass man die Geschichte vielfältiger und aus mehreren Blickwinkeln erleben kann. Zudem wird das Buch dadurch auch interessanter. Es war sehr spannend zu sehen, wie sich die verschiedenen Handlungsstränge nach und nach verbinden. Allerdings hat man oft das Gefühl den Überblick zu verlieren, was aber z.B. durch eine Weltkarte im Einband des Buches, in der die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst sind, verhindert wird. Auch nach einer längeren Lesepause findet man schnell wieder Anschluss an die Handlung.

Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die ausbleibenden Erklärungen und Antworten am Ende des Buches. Zwar langweilt man sich während des Lesens der Geschichte nicht, aber rückblickend ist in der Handlung eigentlich nicht viel geschehen. Zwar wird das Ausbreiten der Spinnen beschrieben, aber warum die Dinge geschehen, die geschehen, wird wohl erst im zweiten Teil des Buches geklärt. Das finde ich sehr schade, denn man fühlt sich als Leser am Ende der Geschichte etwas im Stich gelassen.

Fazit:
Die Idee des Buches ist eine sehr spannende und ungewöhnliche, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Auch der Schreibstil des Autors ist top. Allerdings finde ich die Handlung rückblickend recht langatmig, da man am Ende nur geringfügig schlauer ist als vorher. Sicherlich empfiehlt es sich, den zweiten Teil zu lesen, der mehr Antworten gibt. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob mein Interesse an der Geschichte wirklich so groß ist, um mir den zweiten Teil zu kaufen.

  (16)
Tags: die brut, ezekiel boone   (2)
 
53 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks