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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

fantasy, schläfer, dew linae, vampire, vampir

Vor meiner Ewigkeit

Alessandra Reß , Oliver Schuck
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 30.07.2013
ISBN 9783981509267
Genre: Fantasy

Rezension:

„Vor meiner Ewigkeit“, das ist das Buch, dessen Autorin ich im Rahmen der Blogtour Anfang der Woche schon vorgestellt habe. Da ich das Buch dafür natürlich auch lesen musste, konnte ich mir frühzeitig schon eine Meinung bilden.

Was mir gut gefallen hat, war die vollkommen andere Herangehensweise an das Thema Vampire. Es ist nicht ganz so wie die alten Vampire aus den Dracula-Zeiten, aber zum Glück weit entfernt von Glitzervampiren, die im Sonnenlicht leuchten. Außerdem gibt’s nicht nur Vampire, es gibt auch noch Licht und Dunkel und das ist mir in dieser Kombination so noch nicht untergekommen. Vor allem geht’s hier nicht um die klassische Romanze, sondern um Simon, einen Schläfer, der Vampire töten muss, es aber eigentlich gar nicht will. Er kann sich zwar nicht wirklich dagegen wehren, aber man merkt, wie sehr er sich eigentlich dagegen sträubt.

Ein wenig Gewöhnungsbedürftig war der Schreibstil für mich. Das meiste ist erzählend geschrieben und mit vielen Adjektiven ausgeschmückt; die Handlung schreitet nur langsam voran, dafür werden aber viele der Besonderheiten Dew Linaes genau geschildert. Besonders gefallen hat mir die facettenreiche Schilderung der Farben, die in der Stadt an der Lina ein Eigenleben führen. Das wird besonders gut im Cover wiedergespiegelt, zumindest, wenn man es sich im Original ansieht.

Was mir ein bisschen gefehlt hat, war eine Art Einstieg. Man wird sofort in die Stadt Dew Linae reingeschubst, findet aber keinen richtigen Faden, weil man nicht weiß woher, warum und wieso. Auch das Ende hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Es passte, war aber nicht das, was ich mir gewünscht habe.

„Vor meiner Ewigkeit“ ist ein gutes Fantasybuch mit kleineren Schwächen. Richtige Liebhaber dieses Genres werden damit sicherlich voll auf ihre Kosten kommen.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dämonen, lorch, exorzismus

Die Dämonen von Lorch

Isabella Benz
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 15.10.2014
ISBN 9783945025031
Genre: Historische Romane

Rezension:

In letzter Zeit habe ich Historienromane schändlich vernachlässigt, was vielleicht daran liegt, dass ich mit meinem letzten (Die Wanderhure) so auf die Nase gefallen bin. Aber dazu ein anderes Mal mehr, heute geht’s schließlich nicht um einen Flop, sondern um ein sehr gutes Exemplar dieser Gattung!

Nachdem ich den Klappentext von „Die Dämonen von Lorch“ gelesen habe, konnte ich mich für diesen Roman begeistern. Ich erhoffte mir viele Einblicke in die Kreuzzüge und das ist mir auch gewährt worden (mit einer historischen Korrektheit, die mir angenehm in Erinnerung geblieben ist). Außerdem habe ich liebevoll ausgearbeitete Charaktere getroffen, von denen jeder auf seine Art einzigartig war.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen – sehr flüssig, aber auch mit Schwung und vor allem ohne einfach so dahinzuplätschern. Die Autorin hat sich nicht mit unnützem Beiwerk aufgehalten, sondern kommt gleich zum Punkt und verleiht der Story so etwas Tempo, was mir gut gefallen hat und ganz nebenbei dafür sorgt, dass die 350 Seiten wie im Flug vergehen.

Schisshasen (wie ich normalerweise einer bin) sollten jedoch gewarnt werden: Es gibt viel Blut, zahlreiche Irrungen und Wirrungen, aber genau das macht das Buch aus. Mir persönlich gefällt außerdem das Cover leider gar nicht, weshalb ich mir das Buch selbst auch zugegebenermaßen nicht gekauft hätte, aber ich bin froh, dass ich über Umwege dieses Buch kennengelernt habe.

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244 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

liebe, erotik, familie, brüder, sex

True - Weil dir mein Herz gehört

Erin McCarthy ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.11.2014
ISBN 9783802593918
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Wäre Riley ein richtiger Bad Boy gewesen (so wie er auch im Klappentext angekündigt wurde), wäre das Buch vielleicht spannender gewesen. Allerdings stellte sich schon nach wenigen Seiten heraus, dass Jessica eine verwöhnte Zicke und Riley ein materiell gesehen armer, aber doch sehr verantwortungsbewusster Typ ist, der alles dafür tun würde, dass seine Brüder es irgendwann mal besser haben würden als er.

Das macht Riley zwar auf eine gewisse Art und Weise charmant, allerdings wartet man vergeblich darauf, irgendwo an ihm einen Makel zu finden. Er kann alles, macht alles, sagt irgendwie immer das richtige, auch wenn es eigentlich das falsche ist und er schafft es mühelos, Jessica um den kleinen Finger zu wickeln. Anfangs spuckt er noch große Töne darüber, dass sie sich nicht wie zuhause fühlen sollte und er keinen Mädchenkram im Bad duldet, nur einen Tag später akzeptiert er aber alles, was sie tut.

Um überhaupt so etwas wie einen kleinen Konflikt in die Beziehung der beiden zu bekommen, kommt raus, dass Jess vor der Beziehung mit Riley mit dessen jüngerem Bruder geschlafen hat – Drama!!! Nein, leider gar nicht. Riley stellt sich etwas an, was, wie von Jess vermutet, vermutlich auf den männlichen Penisneid zurückgeht und was mich als Leser nach ein paar Seiten doch echt angekotzt hat.

Auch das Verhältnis von Jess und ihrer Familie wird nur oberflächlich angekratzt. Es ist das klassische „Meine Eltern haben alles, bieten mir alles, also muss ich ausbrechen und meine eigenen Erfahrugen machen“, was Jess nicht unbedingt sympathischer macht. Dass es natürlich ausgerechnet Riley ist, der den Frieden in der Familie wieder herstellt, ist ziemlich vorhersehbar.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Midleifcrisis: Als meine Frau mich hinauswarf und ich mit 117 anderen schlief

Leif Lasse Andersson
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei riva, 08.02.2013
ISBN 9783868833003
Genre: Biografien

Rezension:

Nach dem Lesen des Buchs habe ich eine Taschentuchliste angefertigt – Momente, in denen ich trotz des sehr amüsanten Schreibstils ein paar Tränchen vergießen musste. Es waren neun Taschentücher, die ich opfern musste und die Diagnose war sehr eindeutig: Ich habe mich in Leif verliebt. So richtig, Knall auf Fall.

Aber fangen wir am Anfang an. Der Roman besticht mit einem flüssigen, abwechslungsreichen und ziemlich direkten Schreibstil. Leif bringt Sachen auf den Punkt und schildert alles so, wie es ist, ganz schnörkellos eben – das mag ich, weil das manchmal ziemlich sarkastisch rüberkommt.

Die Frauen, die er aufreißt, sind so unterschiedlich wie vielfältig. Zugegeben, die Rein- und Rausspielchen sind manchmal ziemlich deutlich geschildert, aber ich bin ja schon jenseits der Volljährigkeit, also alles kein Problem. Vielleicht habe ich ja auch das ein oder andere über männliche Geschlechtsgenossen lernen können.

Ein paar Situationen sind natürlich auch schiefgegangen oder einfach nur mit einem „alternativen Ende“ vom Autor durchdacht worden. Bei den vielen Möglichkeiten, die Leif da durch den Kopf gegangen sind, musste ich manchmal herzhaft lachen – die Vorstellung einer Latte Macchiato war einfach super!

Ein bisschen schade ist, dass man am Ende das beklemmende Gefühl bekommt, dass Leif ziemlich desillusioniert zurückbleibt und trotz allem keinen Schritt weiter ist als am Anfang. Es ist zwar schön, dass er eingesehen hat, dass Sex nicht alles ist, aber jetzt, naja, hat er noch nicht mal mehr Sex. Ich hätte gern gewusst, wie er danach, wenn er so richtig wirklich auf der Suche nach der echten Liebe ist, mit seinem leicht großmäuligen Charme bei den Frauen landet!

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818 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 76 Rezensionen

rockstar, liebe, stage dive, las vegas, musik

Kein Rockstar für eine Nacht

Kylie Scott ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.11.2014
ISBN 9783802595035
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch hat mich ein bisschen verwirrt. Vielleicht, weil ich mehr erwartet habe, als das Buch gegeben hat. Cover und Klappentext ließen auf eine komplizierte „Beziehung“ hindeuten, aufgehübscht durch die spannende Komponente, dass Ev und David scheinbar in Vegas geheiratet haben und sich einer von beiden an nichts mehr erinnert.

Leider war mir Ev von Anfang an durch ihr Gehabe und ihr Verhalten wirklich sehr unsympathisch und David wirkte recht persönlichkeitslos. Anfangs ging er unter der recht stark geschriebenen Ev total unter, was sich gegen Ende ein bisschen gemacht hat, aber nicht wirklich besser wurde. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wie er das Mädchen, das sich so unsympathisch präsentiert hat, trotzdem in kurzer Zeit so gern gewinnen konnte, dass er vor aller Welt so um sie kämpft.

Die erotischen Szenen, die doch recht lieblos zwischendurch eingefädelt wurden, haben das Buch auch nicht aufgewertet. Es hat sich gut und flüssig gelesen, war aber mehr wie Fast Food. Kaum hatte man es durch, hat man auch schon vergessen, dass man es gelesen hat.

Leider nicht das, was ich erwartet habe. Trotzdem zwei Sterne – einen für die Idee und einen für Mal, den Nebencharakter, der echt viele Situationen gerettet hat.

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1.240 Bibliotheken, 9 Leser, 12 Gruppen, 89 Rezensionen

insel, jugendbuch, mord, thriller, brasilien

Isola

Isabel Abedi
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Arena, 12.01.2010
ISBN 9783401501987
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was eigentlich nach einer ganz netten, seichten Geschichte klingt, entwickelt sich schnell zu einem packenden Psychospiel, das man so nicht erwartet hat. Die Idee klingt simpel: Zwölf Jugendliche sind auf einer einsamen Insel, auf der ein Film gedreht wird. Jeder von ihnen bekommt zu Beginn des „Projekts“ eine Rolle zugewiesen, niemand darf anderen gegenüber zugeben, wer er ist, erst recht nicht der eine, der der Mörder ist. Fortan hat er drei Wochen Zeit, die Teilnehmer auf der Insel zu „töten“, bevor diese hinter seine Identität kommen.

Natürlich tut der Mörder ihnen nicht wirklich etwas – er bestimmt im weiteren Verlauf einfach nur, wer die Insel verlassen muss und zurück nach Hause geht und wer noch weiter dort bleiben kann. Dann aber passiert ein echter Mord – und keiner der verbliebenen Kids hat irgendeine Möglichkeit, von der Insel zum Festland aus zu telefonieren und ausgerechnet jetzt scheint die Überwachung auch nicht mehr zu funktionieren.


Bis zur Mitte des Buchs hat man das Gefühl, wirklich bei einem schönen Sommerurlaub zu sein – als dann aber alles über den Haufen geworfen wird und eine „zweite“, die richtige Handlung eben, anfängt, schafft das Buch es, den Leser zu packen und neugierig bei der Stange zu halten. Man fragt sich, wie das alles sein kann, was zur Hölle dahintersteckt. Gleichzeitig möchte man irgendwie, dass die beiden Protagonisten zusammenfinden, obwohl man nicht weiß, ob nicht vielleicht doch einer von ihnen der Mörder ist – das Rätselraten hält einen auf jeden Fall wach.


Der Abschluss war etwas schwach und der zweite Handlungsstrang ist besonders am Anfang so verwirrend, dass man zum Überblättern neigt, was dafür sorgt, dass man am Ende die ersten paar Seiten noch mal lesen muss, um wirklich alles zu verstehen. Trotzdem eine Geschichte der Kategorie „Mal was Anderes“, die gut und flüssig zu lesen ist.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

freundschaft, liebe, verbrennungen, jugentliche, schmerz

In meiner Haut

Deborah Froese , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 15.02.2013
ISBN 9783407789624
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich dieses Buch gelesen habe, trotzdem hat es mich nachhaltig beeindruckt. Die Geschichte fängt leicht und sommerlich an: Dayle ist in Keith verliebt, ein Junge, der ihr Nachrichten auf kleinen gelben Post-It-Zetteln hinterlässt, wann immer es geht. Man spürt beim Lesen, wie vernarrt das Mädchen in ihren Freund ist, kein Wunder also, dass sie ihm jeden Wunsch von den Augen abliest.

Was dann passiert, verleiht der Geschichte eine Dramaturgie, die anfangs etwas plötzlich kommt und ein bisschen deplatziert wirkt: Das Lagerfeuer gerät außer Kontrolle, Dayle und der beste Freund ihres Freundes werden von den Flammen entstellt. Dayle überlebt und versucht, sich mit ihrer neuen Haut und dem zwangsläufig daraus resultierenden Leben neu zu arrangieren.

Der Leser bekommt jedes Stück, mit dem sie sich zurückerkämpft, was ihr gehört, in leichten, aber intensiven und feinfühligen Happen serviert. Das sensible und tiefgreifende Thema des Entstelltseins wird nicht nur am Rande thematisiert, sondern ausführlich, aber nicht zu überladen erklärt. Stück für Stück schaut man dabei zu, wie Dayle wieder zu dem Mädchen werden möchte, das sie einmal war.

Gleichzeitig greift dieses Buch aber auch auf, wie es ist, wenn man überlebt, aber eigentlich sterben möchte, weil man sich nicht vorstellen kann, so weiterzumachen. Dayle durchlebt nicht nur fünf Phasen der Trauer, sondern viel mehr. Besonders schön ist es, wenn ihre Freunde zu Besuch kommen und versuchen, sie von allem abzulenken, sei es von den anstrengenden Hauttransplantationen oder ähnlichen Dingen.

Das Ende ist überraschend – mich hat es aus den Socken gehauen. Ich weiß nicht, ob ich so viel Mut und Tapferkeit wie Dayle bewiesen hätte. Es muss sie ganz schön viel Kraft gekostet haben, zu machen, was sie eben gemacht hat und dafür bewundere ich sie wirklich.

Mich beschäftigt dieses Buch immer noch, obwohl ich es nur ein einziges Mal gelesen habe. Der schöne, einfühlsame und angenehme Schreibstil der Autorin macht die Geschichte greifbar und lässt den Leser eintauchen, wirklich dabei sein. Das alles sorgt dafür, dass ich schon seit Jahren sage, dass „In meiner Haut“ zu meinen Lieblingsbüchern zählt.

Fazit: Unbedingte Leseempfehlung!

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95 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

altersunterschied, liebe, hochzeit, hochzei, trennung

Ich heirate einen Arsch

Kerstin Hohlfeld , Leif Lasse Andersson
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.11.2014
ISBN 9783426516348
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der erste Eindruck des Buchs täuscht. Cover und Klappentext lassen auf ganz typische Chick-Lit schließen, auch die ersten Seiten erwecken diesen Eindruck. Spätestens aber in der Mitte des Buchs wird klar, dass man sich gewaltig irrt! 

Aber fangen wir von vorn an: Das Buch ist abwechselnd aus Luisas und Björns Sicht geschrieben, was echt gut passt. Luisa ist ein bisschen zurückhaltend und schüchtern, aber der Eindruck verflüchtigt sich gegen Mitte des Buchs. Ich mochte sie nicht besonders, aber nicht, weil sie schlecht geschrieben war, sondern weil ich ihren unentschlossenen und selbstsüchtigen Charakter einfach nicht leiden konnte. Es passt trotzdem zur Geschichte, dass sie so ist, wie sie ist.

In Björn habe ich mich nach gut drei oder vier Sätzen verliebt. Aber es war nicht diese typische Verliebtheit, die man hat, weil man einen liebgewonnenen Charakter beschützen möchte. Das war was anderes, obwohl (oder weil?) Björn gleich zu Beginn wie ein typischer Macker aufschlägt. Man merkt jedoch recht schnell, dass er das eigentlich gar nicht ist, obwohl ich nicht abstreiten möchte, dass er eine sehr einnehmende Persönlichkeit hat. 

Ich fand den Perspektivenwechsel zwischen Luisa und Björn sehr erheiternd, muss aber sagen, dass ich die letzteren Kapitel lieber gelesen habe – es war spannend, seine Sicht der Dinge kennenzulernen, weil ich bisher sehr wenige Bücher gelesen habe, die einen Mann als Protagonisten hatten, der derart detailliert seine Denke beschrieben hat. Außerdem war es einfach mal was Anderes.

Die abwechselnden Perspektiven zeigen sich auch durch den unterschiedlichen Schreibstil beider Autoren. Björn erzählt ein bisschen zynisch, aber frisch und unterhaltsam, während man Luisas Zögern und Zweifeln bisweilen auch ganz deutlich in den Zeilen findet. Seitentechnisch hat, zumindest nach meiner groben Zählung, Luisa den höheren Erzählteil – ob das damit zusammenzubringen ist, dass Frauen wesentlich mehr reden als Männer?

Erstaunlich war für mich, dass ich schon am Anfang dachte, dass ich das Ende kennen würde. Umso überraschender kam dann das tatsächliche Ende (4 Seiten vor dem Schluss!), das ich erst gut finden konnte, nachdem der erste Schreck verdaut war. Mittlerweile kann ich aber sagen: Es ist perfekt, auch wenn es eine Million und neunundvierzig Euro gekostet hat.

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528 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, lois lowry, erinnerungen, hüter der erinnerung

Hüter der Erinnerung

Lois Lowry , Anne Braun
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2014
ISBN 9783423086424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch hat mich von Anfang an ziemlich verwirrt und ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Die von Lois Lowry geschaffene dystopische Welt ist gewöhnungsbedürftig, aber interessant – wie würden wir uns verhalten, wenn alles für uns geplant wird und alle Emotionen unterdrückt werden? Hier konnte ich mich relativ leicht hineinversetzen und deshalb war es für mich auch kein Problem, dass sich ca. 170 der 206 Seiten mit der Gesellschaft und ihren Regeln befasst haben.

Was ich aber doch recht merkwürdig fand, war das Verhalten zwischen dem Geber (einem alten Mann) und dem neuen Hüter der Erinnerung (einem zwölfjährigen Jungen). Vielleicht liegt es an unserer Gesellschaft und an dem, was man tagtäglich in den Nachrichten hört, aber als der Geber den neuen Hüter aufgefordert hat, sich auszuziehen und auf die Liege zu legen, fand ich das merkwürdig und ich musste schlucken. 

Die Erinnerungen, die Jonas bekommt, sind für ihn außergewöhnlich, für uns aber alltäglich, deshalb ist es schön mit anzusehen, mit welch kindlicher Freude er Ereignisse wie Schnee oder Schlittenfahren aufnimmt. Andererseits muss er aber auch quälende Erinnerungen aufnehmen und dann fühlt man mit ihm.

Mit dem Ende konnte ich leider gar nichts anfangen. Ich hatte ungefähr eine Millon offene Fragen und keine einzige Antwort. Interessanterweise interpretiert aber jeder das Ende ganz anders, wie ich durch ein bisschen Rumfragen rausbekommen hab – hätte ich gar nicht gedacht. Wegen den offenen Fragen gibt’s Punktabzug – seit der Fernsehserie „Lost“ reagiere ich auf sowas wirklich allergisch.

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321 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

fantasy, magie, katsa, kristin cashore, beschenkte

Die Beschenkte

Kristin Cashore
E-Buch Text: 508 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 15.09.2010
ISBN 9783646921212
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe eine Weile gebraucht, um mit Katsa warm zu werden. Sie ist eigenbrödlerisch, stur und wirkt am Anfang ziemlich schlecht gelaunt, teilweise sogar patzig, auch wenn ihr Gegenüber gar nichts dafür kann. Manchmal hat sie Ansichten, die man nicht ganz nachvollziehen kann, aber ich habe auch im realen Leben Freunde, die manchmal eine etwas merkwürdige Weltanschauung haben und die mag ich trotzdem.

Als Bo auftaucht, merkt man, dass Katsa sich verändert. Vielmehr verändert Bo Katsa: Sie wird freundlicher, denkt vor dem Sprechen mal nach und taut vor allem etwas auf. Man merkt, dass sie ihre Schutzmauer herunterlässt und wirklich daran interessiert ist, etwas über Bo zu erfahren, auch wenn er ihr (trotz ihrer eigenen, sehr mächtigen Gabe als Beschenkte) Angst macht.

Die Autorin lässt sich Zeit und überstürzt nicht, was die Geschichte von Katsa und Bo greifbarer macht. Alles andere hätte nicht zur kratzbürstigen Katsa gepasst, deshalb ist es gut, dass die Autorin sich knapp 500 Seiten für ihre Geschichte genommen hat. Als Katsa und Bo schließlich zueinander finden, fühlt man sich als Leser, als wären die Seiten vor einem plötzlich komplett.
 
Man freut sich darüber, dass Katsa auftaut, lockerer wird und scheinbar glücklich ist, weil sie Bo hat. Für mich als Wolke-7-Fan ist es ein bisschen zu unkitschig gewesen, aber vermutlich hätte mehr Gefühlsduselei gar nicht zu Katsa und Bo gepasst.

Die Welt mit Beschenkten und normalen Menschen, die die Autorin hier geschaffen hat, erinnert ein wenig an das Mittelalter, aber mit dem gewissen Etwas. Obwohl die Thematik mir völlig neu war, hatte ich kein Problem, mich in die Geschichte einzufinden und zu begreifen, worum es geht.

Was mich etwas stutzig gemacht hat, war die Leere, die das Buch hinterlassen hat. Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte von Katsa und Bo auf den letzten Seiten erst richtig beginnt – und dann war’s auch schon vorbei und es gibt keine wirkliche Fortsetzung. Ich hätte mir ein bisschen mehr gewünscht, vielleicht auch ein bisschen vom „Danach“, trotzdem ist die Geschichte von Katsa und Bo für mich auch so absolut lesenswert.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

tod, das meer in deinen augen, lino munaretto, wieder ins leben finden, mord

Das Meer in deinen Augen

Lino Munaretto
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.12.2013
ISBN 9783570308783
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut – und es wurde mein erster und einziger Totalflop 2014. Ein Buch, das ich nicht mal beenden konnte, sondern irgendwann total genervt abgebrochen habe. Ich konnte Emmas Gejammer nicht mehr hören (wenn sie wenigstens getrauert hätte!), ihre Gedankenlosigkeit hat mich mehr als einmal genervt aufstöhnen lassen. 

Und die beste Freundin war in diesem Fall leider auch keine Hilfe. Das, was ich kennenlernen durfte, hat sie relativ eindeutig als naive, verwöhnte Göre dastehen lassen und ich hab mich ernsthaft gefragt, was Emma mit ihr will. Man versteht es einfach nicht. 

Emma hingegen ist die Verkörperung des Mauerblümchens gepaart mit der grauen Maus. So ein unglaublich schüchternen Charakter habe ich bisher noch nie gelesen, es hat mich langsam aber sicher in den Wahnsinn getrieben. Das war schon kein „verheißungsvolles Zögern“ mehr, sondern unnötiges in die Länge ziehen – Schneckentempo ohne Grund (jedenfalls bis zur Mitte, weiter kam ich ja nicht) in Reinform.

Und Benjamin… hm. Er hat zwar gelernt, dass sein Leben sinnlos ist und das Geld allein nicht glücklich macht, aber von Veränderung oder weiterer hilfreicher Einsicht keine Spur.

Noch mal: Aufgrund des Klappentextes, der sich wirklich sehr vielversprechend anhört, hatte ich mich auf das Buch gefreut. Aber ich bin so richtig schön enttäuscht worden, dass ich dem Thema „Abbrechen?“ einen eigenen Eintrag auf meinem Blog widmen musste.

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232 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

liebe, london, freundschaft, familie, liebesroman

Das Beste, das mir nie passiert ist

Jimmy Rice , Laura Tait , Marion Herbert
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 02.01.2015
ISBN 9783832162801
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das ist das erste Buch, das ich als eBook gelesen habe. Ich habe es unter den Schnäppchen bei Thalia gefunden und als erstes hat mich das Cover angesprochen, das finde ich nämlich auch in Graustufen noch echt schön. Der Klappentext passte auch zu meinen momentanen Lesewünschen, also hab ich es bestellt.

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Holly und Alex geschrieben, außerdem springen wir häufig in der Zeit. Das macht aber nichts, durch passende Kapitelüberschriften und immer vorhandene Jahreszahlen kommt man nicht durcheinander.

Man ahnt relativ schnell, dass sowohl bei Alex als auch bei Holly in der Vergangenheit irgendwas passiert ist, was sich die eigentlich beste Freunde nicht erzählt haben. Man merkt aber auch, dass sich vieles gar nicht geändert hat. Holly und Alex kommen sofort wieder miteinander klar, sind auf einer Wellenlänge, obwohl sie inzwischen ganz unterschiedliche Leben führen.

Beide kommen nie in eine Situation, in der ich das Gefühl habe, dass sie total out of character sind, obwohl wir sie über den langen Zeitraum von 11 Jahren beobachten. Alex mochte ich wegen seiner kleinen Macken echt gern, Holly hat ein offenes und einnehmendes Wesen, das sofort begeistert. Kein Wunder also, dass man bis zur letzten Seite mit den beiden mitfiebert.

Das Ende hat mich positiv überzeugt. Ich hätte ehrlich gesagt mit einem kitschigen Alles-wird-gut-Ende gerechnet und habe mich gefreut, dass sie Autorin es doch anders gelöst hat. Es ist passend und gibt der Geschichte genau das, was jeder Leser die ganze Zeit haben wollte.

„Das Beste, das mir nie passiert ist“ war ein toller Einstieg in die Welt der eBooks und hat es geschafft, mich wirklich zu begeistern. Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, mich so mit meinem eReader vertraut zu machen. Beide Daumen hoch!

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1.898 Bibliotheken, 23 Leser, 4 Gruppen, 149 Rezensionen

liebe, krebs, tod, leukämie, krankheit

Bevor ich sterbe

Jenny Downham , Astrid Arz
Flexibler Einband: 315 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.06.2010
ISBN 9783570306741
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zugegeben hatte ich bei dem Titel erst mal ein großes Fragezeichen im Kopf. Er klingt, als würde den Leser ein Protagonist erwarten, der aus irgendwelchen undefinierten Gründen eine Löffelliste führt und mit Ehrgeiz versucht, so viele Punkte wie möglich abzuhaken, bevor, naja, er stirbt.

Dieser Verdacht zerschlug sich aber schon auf den ersten paar Seiten. Tessa ist ein ganz normales Mädchen, bis auf die Tatsache, dass sie Leukämie hat und daran sterben wird. Trotzdem hat sie einen so unbändigen Lebenswillen, dass man manchmal gar nicht glauben kann, ein krankes Mädchen vor sich zu haben. Sie durchlebt das Leben und ihre Gefühle in allen Facetten: Sie ist glücklich, verliebt, verbittert, wütend, verunsichert, nervös, eben all das, was gesunde Menschen auch durchmachen.

Tessa wird nie OOC. Jede ihrer Handlungen ist so feinfühlig und detailliert beschrieben, dass man jederzeit das Gefühl hat, ihr folgen zu können. Ich habe mich an keinem Moment von der Autorin im Regen stehen gelassen gefühlt, im Gegenteil – ich habe mitgefiebert, Tessa ihren Freund gewünscht, mitgelitten und gehofft, dass doch noch alles gut geht. 

Tessa ist ein Mädchen, für das es keine Regeln mehr gibt – wozu auch? Deshalb hat sie alles auf zehn Dinge ausgerichtet, die sie noch erreichen möchte, bevor sie stirbt. Es ist komisch, wenn man sich vorstellt, dass man nur noch die Zeit hat, (wenn überhaupt) zehn Dinge zu erleben. Ich weiß nicht, was ich machen würde, aber ich finde es beeindruckend, dass Tessa sich nicht nur selbst bemitleidet, sondern auch an ihre Familie und ihre Freunde denken kann.

Ganz oft hat mich das Buch auch dazu gebracht, über mein eigenes Leben nachzudenken, manche Moralvorstellungen in Frage zu stellen und nach dem Sinn zu suchen, wofür ich der Autorin wirklich dankbar bin.

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852 Bibliotheken, 22 Leser, 3 Gruppen, 99 Rezensionen

roadtrip, liebe, usa, tod, amerika

Amy on the summer road

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.04.2012
ISBN 9783570401323
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als allererstes fällt das liebevoll gestaltete Buch ins Auge. Es sind nicht einfach nur Kapitel aneinandergereiht, sondern alles ist kreativ und witzig umgesetzt – sei es der E-Mailverkehr zwischen Amy und ihrer Mutter, der nächste Streckenabschnitt, die Playlists oder die Quittungen der jeweiligen Restaurants. Allein dafür hat sich das Buch schon fünf Sterne verdient!

Die Geschichte ist erfrischend und macht Lust, ins Auto zu steigen und selbst über die Highways in Amerika zu fahren. Obwohl die Geschichte eigentlich mit dem Tod von Amys Vater beginnt und man deshalb immer einen faden Beigeschmack haben sollte, schaffen die beiden es, mit lockeren Sprüchen die Anspannung sausen zu lassen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich auch als Leser total wohlfühlt.

Roger ist süß, aufmerksam und sagt instinktiv immer genau das Richtige, ohne aber übertrieben oder überzeichnet zu wirken. Ich hatte bei ihm nicht das Gefühl, dass er zu perfekt geschrieben ist – im Gegenteil, er wirkt ein bisschen wie der Typ, der nebenan wohnt und einem die Tür aufhält.

Die Geschichte zeichnet sich nicht durch einen hohen Spannungsbogen, sondern viel Feingefühl und Realitätsnähe. Mehrmals hat man das Gefühl, auf der Rückbank zu sitzen und einfach mitzufahren. Roger und Amy sind sympathisch und gefallen auf Anhieb, der Schreibstil ist flüssig, sodass man das Buch gut durchlesen kann.

Auch Amys Entwicklung, zu der Roger einen guten Teil beisteuert, ist wirklich schön mitanzusehen. Mit jeder Meile wachsen beide einem mehr ans Herz und eigentlich möchte man nach der letzten Seite nur noch weiter im Wagen sitzen und noch ein Stückchen weiter fahren.

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278 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

vampire, jeaniene frost, bones, ghule, fantasy

Betörende Dunkelheit

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.12.2014
ISBN 9783442383788
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist eine Weile her, dass ich die letzten Bände aus der Night Huntress Serie gelesen habe, dementsprechend habe ich mich gefreut, dass es neues Futter von Cat und Bones gibt. Gleichzeitig habe ich aber auch ein weinendes Auge gehabt: es ist der letzte Band, der sich nur um meine Lieblingsvampire und Halbvampire dreht. Ich hatte Angst, dass dieser Band eine Enttäuschung wird, weil eigentlich neun Bände für die Reihe geplant waren – spätestens seit Lost wissen wir ja, dass viele wichtige Infos verloren gehen, wenn man eine (Buch-)Serie drastisch kürzt.

Ich kann alle beruhigen: Bei Cat und Bones ist es ein würdiger Abschluss. Das letzte Buch passt wundervoll in die gesamte Reihe, greift die Figuren wieder auf und vereint zusätzlich auch die anderen Bücher aus der Night Huntress World, die die Autorin inzwischen veröffentlicht hat. Man kann also wirklich ganz prima sehen, wie alle Fäden hier ineinanderlaufen und sich zu einem Band vereinen.


Anfangs hatte ich etwas Schiss. Im Vergleich zu den ersten Büchern haben sich Cat und Bones meiner Meinung nach ab Buch vier ein bisschen… anders entwickelt, als ich es erhofft habe. Es gab ständig Streitereien und Zoff, die beiden haben einander belogen und nicht vertraut – umso überraschter war ich, als dieser „Knoten“ in diesem Buch endlich – Endlich! Endlich! – aufgelöst wurde. Es wird einem richtig warm ums Herz, wenn man sieht, wie liebevoll beide wieder miteinander umgehen, wie greifbar ihre Liebe ist und dass sie einander am Ende des Buchs endlich das nötige blinde Vertrauen schenken.


Natürlich riskiert Bones das ein oder andere Mal wieder sein Leben für sein Kätzchen, aber das gehört mittlerweile dazu. Etwas ungläubig finde ich, dass Bones stärker wird, je stärker die Gegner werden. Das macht das ganze irgendwie witzlos, weil wir wissen, dass er einfach immer ein Ass im Ärmel hat, egal was die anderen auf Lager haben. Deshalb war es gut, dass es endlich mal einen Kampf gab, in dem er mit all seinem Wissen, seiner Erfahrung und seiner Stärke nicht weiterkam. Bones mal ratlos zu sehen, war etwas anderes und sehr erfrischend.


Cat ist ihrem Charakter auch nach sieben Büchern noch treu geblieben – erst schießen, dann fragen, erst meckern, dann zuhören. Insgesamt mag ich sie – sie ist so herrlich unberechenbar, dass man immer wieder überrascht wird. Jede neu umgeblätterte Seite wird deshalb immer wieder aufs Neue spannend!


Schade, dass die Reihe nun vorbei ist – aber ich sollte dringend noch mal einen Re-Read starten, das letzte Mal, dass ich den allerersten Band gelesen habe, ist schon viel zu lange her. 

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2.518 Bibliotheken, 28 Leser, 3 Gruppen, 260 Rezensionen

liebe, colleen hoover, hope forever, missbrauch, vergangenheit

Hope Forever

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423716062
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch hat mich fertig gemacht. Selten habe ich so mitgefiebert und mir endlich gewünscht, dass auf der nächsten Seite alles aufgelöst wird. Ich hab das Buch quasi in einer Nacht gelesen (zum Glück hatte ich am nächsten Tag frei) und konnte es ab einer gewissen Seiten auch gar nicht mehr aus der Hand legen. Am Anfang plätschert die Geschichte noch ganz seicht vor sich hin und auf einmal (man merkt gar nicht, wann genau es soweit ist) hat sich dich gefangen und lässt nicht mehr los.

„Hope Forever“ ist eine liebevolle, feinfühlige, realistische und aufwühlende Geschichte über eine junge Frau, die zunächst einfach nur glaubt, adoptiert worden zu sein, weil ihr Vater mit ihrer Erziehung überfordert gewesen ist. Am Anfang glaubt man das auch. Nach der ersten Rückblende hat man einen Verdacht. Nach der zweiten weiß man, dass etwas nicht stimmt. Und nach der vierten fangen die Spekulationen an, wobei ich zugeben muss, dass ich ganz oft an der Wahrheit vorbeigeschlittert bin.

Der männliche Protagonist Dean wirkt am Anfang etwas zwiespältig und man kann Sky kaum verübeln, dass sie ihn für einen Stalker hält. Aus ihrer Sicht muss das so wirken: Sie wächst ohne moderne Technologien auf und hat keine Möglichkeit, etwas über Dean in Erfahrung zu bringen, ohne ihn zu fragen – er nutzt einfach Google und Facebook und glaubt, damit ihr ganzes Leben aufdecken zu können. Und dann ist da noch Six, die allerbeste Freundin, Snickers-Versorgerin, Männerfresserin und die Schulter, an der sich wohl jeder ausheulen möchte. Leider muss Six schon nach den ersten paar Seiten zu einem Schüleraustausch und das einzige, was man von ihr mitbekommt, sind SMS und ein paar kurze Anrufe, aber das reicht, um sie einem ans Herz wachsen zu lassen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man wirklich bis zum allerletzten Satz noch etwas zu entdecken hat. Die Autorin hat es wirklich drauf, den Leser bei der Stange zu halten, ohne ihn mit Längen zu quälen oder dasselbe hundert Mal zu sagen. Auch die Tatsache, dass sie es geschafft hat einen Charakter, der zu Beginn der Geschichte schon tot ist, so lebendig erscheinen zu lassen, dass man glaubt sie wäre immer noch da, ist wirklich toll.

„Hope Forever“ ist von vorn bis hinten gut durchdacht, schlüssig, gefühlvoll, romantisch, tiefgründig, aufwühlend und nachdenklich geschrieben. Vor diesem Buch habe ich mir gewünscht, endlich mal wieder etwas zu lesen, was mich die ganze Nacht lang in Atem hält – „Hope Forever“ hat’s geschafft. Ohne Wenn und Aber.

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1.278 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 104 Rezensionen

elfen, fantasy, liebe, pan, sandra regnier

Das geheime Vermächtnis des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551313805
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Geschichte hat gar nicht so schlecht angefangen. Ein Mädchen, das mal nicht wunderschön, hyperintelligent und schüchtern ist, spielt die Hauptrolle – mal was Anderes. Auch das Thema Zeitreisen mag ich gern (wer will nicht manchmal zurück?), deshalb habe ich darüber hinweggesehen, dass ich mit Feen eigentlich gar nichts anfangen kann.

Das war ein ziemlicher Fehler, auch wenn das auf den ersten Seiten noch gar nicht so aufgefallen ist. Im Gegenteil, da hat mich eher genervt, wie oft Felicity selbst, aber auch ihre Freunde sie darauf aufmerksam gemacht haben, wie ungepflegt sie ist, dass sie hier und da schon wieder einen Flecken hat, das sie müffelt und und und. Es wurde dem Leser so oft unter die Nase gerieben, dass man irgendwann einfach abgeschaltet hat.

Auch genervt hat mich, dass Lee bzw. Leander (letzterer Name ist eigentlich viel schöner, finde ich) so ein typischer Alles-ist-gut-Protagonist ist. Er hat jede Menge Geld, jede Menge Kontakte und kann Felicity alles bieten, was sie (natürlich) gar nicht haben möchte. Er sieht gut aus, er mag sie, obwohl sie ganz eindeutig nicht hübsch, nicht beliebt und nicht sein Typ ist, was man daran erkennt, dass Lee die erstbeste Gelegenheit nutzt, um sich an ein anderes Mädchen ranzuschmeißen. Das war dann doch sehr Klischeegeladen.

Zwischendurch hatte das Buch wirklich gute Phasen, zum Beispiel die erste Zeitreise der beiden hat mir sehr gefallen. Leider haben solche Szenen es nicht geschafft, mich über die anderen Schwächen hinwegsehen zu lassen. Als dann auch noch herauskam, dass Lee für den F.I.S.S. (Fairy International Secret Service) arbeitet, habe ich das Buch nur noch halbherzig zu Ende gelesen. Ich muss aber zugeben, dass es sich nicht unnötig gezogen hat, auch wenn mich das Thema irgendwann nicht mehr interessiert hat, konnte ich doch noch flüssig und in einem Schwups durchkommen.

Einen Punkt gibt es für die detailliert beschriebenen Zeitreisen und einen anderen für Felicitys Freunde – sie hätte wirklich keine besseren an ihrer Seite haben können, ohne sie wäre sie meiner Meinung nach ziemlich aufgeschmissen. Band 2 und 3 werde ich aber wohl trotzdem nicht lesen.

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356 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

zirkus, liebe, roman, elefant, gewalt

Wasser für die Elefanten

Sara Gruen , Eva Kemper , any.way , Cathrin Günther
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783499258961
Genre: Romane

Rezension:

Ich gebe zu, ich habe mir das Buch gekauft, weil ich es verpasst habe, den Film im Kino zu sehen. Ich war neugierig auf die Geschichte, die im Trailer so gut ausgesehen hat – und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte von Jacob und Marlena liest sich so gut, dass ich sie kaum aus der Hand legen konnte. Am Anfang war ich skeptisch – eine Liebesgeschichte im Zirkus zwischen dem Tierarzt und der Kunstreiterin in einer Zeit, über die ich relativ wenig weiß. Dann war auch noch der Aspekt der (vermutlich) beschriebenen Tierquälerei, wenn Dompteur und Elefantendame Rosie aneinander geraten – trotzdem habe ich das Buch gelesen, nein verschlungen.

Die Autorin geht an die ganze Geschichte mit so viel Respekt und Feinfühligkeit, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass ich eine Seite überlesen muss, weil es nicht mehr geht. Es gab zwar viele Szenen, wo ich am liebsten dazwischen gesprungen wäre und eingegriffen hätte, aber sie passten einfach in die Geschichte. Ohne die Tragödie um Marlenas Pferd wären sich Jacob und sie wohl nicht näher gekommen.

Besonders interessant fand ich den hautnahen Einblick in das Zirkusleben. Die Autorin hat anschaulich die Zeit getroffen und das Leben im Zirkus auf eine Weise dargestellt, die mich gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Wenn ich an die ganzen Taschenspielertricks zurückdenke… den Menschen wurde wirklich das Geld aus der Tasche gezogen, ohne dass sie es gemerkt haben.


Auch schön ist es, wie Sara Gruen die Handlungsfäden der Gegenwart und Vergangenheit zusammenlaufen lassen hat. Der Augenmerk der Geschichte liegt ganz klar auf der Vergangenheit, trotzdem hat sie sich Mühe gegeben, auch eine Rahmenhandlung zu stricken. Diese stört aber an manchen Stellen doch eher den Lesefluss, als dass sie die Geschichte unterstützt – leider.  

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schattenseite

Melissa C. Feurer
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.05.2011
ISBN 9783868272505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss zugeben, dass es ein bisschen merkwürdig ist, diese Geschichte zu rezensieren. Das hat mehrere Gründe: Ich kenne die Autorin persönlich, ich kenne die Ursprungsgeschichte von „Schattenseite“ und eigentlich bin ich gar nicht Zielgruppe, weil ich nicht an Gott glaube.

Trotzdem hat mich das nicht davon abgehalten, diese Geschichte zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und vor allem sehr anschaulich, aber nicht überladen, was es leicht macht, die Geschichte gern und schnell zu lesen. Die beiden Hauptcharaktere scheinen so unterschiedlich wie Tag und Nacht zu sein, oder geworden zu sein, denn früher waren sie einmal zusammen. 

Dann kam der Glaube. Erstaunt hat mich, dass ausgerechnet das der Grund war, weshalb die beiden auseinander gebracht wurden, aber es passt. Josua ist und lebt so ziemlich alles, was Emily mit ihrem Glauben nicht vereinen kann – Ex-Junkie und jemand, der Alkohol trinkt? Das passt nicht. Tatsächlich nicht.

Trotzdem finden die beiden wieder zueinander, wenn auch aus einem tragischen Grund: Emily ist krank. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass die Krankheit sich nicht in den Vordergrund der Geschichte drängt. Sie bleibt teil, sie ist da und schwebt wie ein unsichtbares Damoklesschwert über allem, aber es gibt noch einen Teil ohne sie. Das finde ich wichtig, gerade bei solchen Geschichten.

Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig und man mag es nicht aus der Hand legen. Für meinen persönlichen Geschmack war das Thema „Gott“ an manchen Stellen zu dominant – aber das ist nur meine Ansicht und ich weiß, dass ich mich hier im Bereich der christlichen Literatur befinde und es deshalb eigentlich kein Kritikpunkt ist. In ihren Folgeromanen hat die Autorin es allerdings geschafft, das Thema harmonischer in die Geschichten mit einzubeziehen, was hier noch nicht zu 100% gelungen ist. 

Trotzdem ein Buch, das ich sehr gern wieder lese!

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250 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, freundschaft, krebs, familie, survival kit

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas , Christine Gallus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2014
ISBN 9783423782838
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist erstaunlich, wie lebensfroh man ein so ernstes, tiefgründiges Thema darstellen kann, ohne dabei zu überdreht oder nicht authentisch zu wirken. Donna Freitas hat einen Spagat hinbekommen, von dem viele Autoren nur träumen können.

Rose ist erst 16, als ihre Mutter stirbt. Sie kommt damit nicht klar, ihr Vater aber noch weniger. Sie schmeißt nicht nur den Haushalt, sondern kümmert sich um alles, was anfällt, wobei sie aber vergisst, ihre eigene Trauer zu verarbeiten. Das ändert sich erst, als sie merkt, dass sie alleine mit den Aufgaben ihrer Mutter nicht mehr fertig wird und Hilfe braucht. Diese bekommt sie von Will, der ebenso zurückhaltend und verschlossen ist wie sie.

Das hat auch seinen Grund – einen, den man anfangs gar nicht erwartet. An Wills Verhalten kann man kaum erkennen, wie es wirklich in ihm aussehen muss – aber die Art, wie Rose ihn schildert, sorgt dafür, dass man ihn verstehen kann, was sofort dafür sorgt, dass er einem ans Herz wächst. Man will sie beide einfach nur behüten und beschützen – das gleiche, was wohl auch Roses Mutter im Sinn hatte, als sie ihrer Tochter das Survival Kit hinterlassen hat.

Es ist unglaublich, wie sanft und vorsichtig diese Geschichte erzählt wird, ohne langweilig zu wirken. Das teilweise gemächliche Tempo sorgt dafür, dass man die Seiten nahezu verschlingt und das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. 

Einziges Manko (was aber kein Herz kostet) ist, dass man beim Umschlag etwas aufpassen muss, wenn man das Buch in der Hand hält. Die ausgestanzten Elemente verknicken leicht oder reißen ein, sodass man vorsichtig sein muss. Am besten löst man den Umschlag und legt ihn während des Lesens bei Seite – im Regal macht er sich nämlich sehr schön.

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103 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

hund, familie, hunde, chaos, lustig

Mein Hund Marley und ich

John Grogan , Gabriele Zigldrum
Fester Einband: 159 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2008
ISBN 9783570135402
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich bin bei Büchern eigentlich gar nicht nah am Wasser gebaut. So richtig heulen musste ich noch nie, hier und da mal ein Tränchen, okay, aber bei Marley und ich waren alle Dämme gebrochen. Vielleicht deshalb, weil ich Hunde so unglaublich gern hab, keine Ahnung.

Marley ist ein absoluter Traumhund, obwohl er wirklich ein Chaot ist. Kein Schuh ist vor ihm sicher und wehe es ist mal Gewitter, dann Gnade einem Gott. Aber trotzdem ist dieser liebenswerte, vertrottelte Hund einfach klasse. Er ist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort und weiß genau, was er tun muss. Besonders diese Beschreibung ist mir hängen geblieben: „Marley begrüßte jeden auf die gleiche Art und Weise – er rannte in vollem Tempo auf den Neuankömmling zu, sprang an ihm hoch, legte ihm seine Pfoten auf Brust und Schultern und leckte ihm das Gesicht ab. Er hatte schon Kinder umgerannt, Gäste verschreckt, Blusen und Shirts von Freunden verdreckt und beinahe meine gebrechliche Mutter umgerissen. Niemand wusste seine Liebesbeweise zu schätzen.“ Das ist Marley – der tollste Hund der Welt (nach meinem eigenen natürlich).

Vom Stil her ist Marley und ich sehr flüssig geschrieben, an manchen Stellen liest es sich wie ein Tagebuch (kein Wunder, es ist schließlich wirklich Johns Hund, um den es geht), an manchen Stellen betrachtet er das Geschehen auch etwas objektiver und distanzierter. Das passt insgesamt und sorgt für eine abwechslungsreiche und vor allem mitreißende Geschichte.

Gegen Ende hin wollte ich ausnahmsweise die Seiten nicht mehr umblättern. Wollte nicht wissen, was passiert – und als ich es dann hinter mir hatte, musste ich meine eigenen vierpfotigen Mitbewohner erst mal ganz fest an mich knuddeln. Diesem großartigen, emotionalen und authentischen Buch kann man nur fünf Herzen geben!

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

glaube, hoffnung, trauer, freundschaft, liebe

Der Soundtrack deines Lebens

Melissa C. Feurer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2013
ISBN 9783868274196
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit „Der Soundtrack deines Lebens“ wird die Geschichte um Cab, Lilly, Alex und Leonie nun zum dritten Mal zum Leben erweckt. Macht sie das langweilig? Keineswegs!

Ich gehöre zu den Glücklichen, die alle Versionen dieses Romans kennen: Angefangen hat es mit einem Text in einem Forum, dann folgte die Veröffentlichung als „Wo die Hoffnung klingt“ bei BoD und nun ist es als „Der Soundtrack deines Lebens“ beim Verlag der Francke Buchhandlung erhältlich. Erstaunlicherweise hat Melissa es zu jeder Zeit geschafft, die Geschichte im Kern so zu belassen, wie sie ist, aber trotzdem ein paar einzigartige Veränderungen einzubauen, die das Leseerlebnis jedes Mal ein bisschen schöner machen.

„Der Soundtrack deines Lebens“ gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern von Melissa C. Feurer. Lilly und Cab sind authentisch und liebevoll gezeichnet, man hat das Gefühl, als würde man beiden jederzeit über den Weg laufen können. Ihre Reaktionen und Handlungen sind jederzeit nachvollziehbar und niemals OOC, auch dann nicht, wenn eine völlig unvorhersehbare Situation eingetroffen ist. Die beiden zu begleiten, ist wirklich ein schönes Gefühl, weil es auch vom Stil her so geschrieben ist, als wäre man jederzeit dabei.

Ich bin wirklich nicht nahe am Wasser gebaut, was Bücher angeht, aber dieses Buch hat es geschafft, mir zwischendurch das ein oder andere Tränchen ins Auge zu legen. Man freundet sich wirklich mit den Charakteren an, leidet, hofft und wünscht mit ihnen. Durch viele kleine Details, die auf eine aufwändige Recherche schließen lassen, machen die Geschichte noch ein Stück lebendiger, als sie ohnehin schon ist.

Interessanterweise konnte ich bei diesem Buch völlig vernachlässigen, dass ich hier im Genre der christlichen Jugendliteratur unterwegs bin. Das Thema Gott spielt natürlich auch hier eine zentrale Rolle, ist aber so sanft und gefühlvoll mit der gesamten Geschichte verwoben und verflochten, dass man daran auch als „Genrefremder“ nicht aneckt.

„Der Soundtrack deines Lebens“ ist eine perfekte Herbstgeschichte, die man am besten mit einer Decke auf dem Sofa und vielen Taschentüchern vor sich genießen kann.

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(9.284)

11.219 Bibliotheken, 160 Leser, 6 Gruppen, 841 Rezensionen

liebe, sterbehilfe, behinderung, jojo moyes, unfall

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 21.03.2013
ISBN 9783499267031
Genre: Romane

Rezension:

Von dem Titel hatte ich schon einiges gesehen, als ich das Buch plötzlich im nahen Shopping Center vor mir gesehen habe. Nicht lange überlegt (der SuB war gerade soweit geschrumpft, dass ich Angst vor einer buchlosen Woche hatte), gekauft – und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.
Das ist so ein typisches Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen mag. Dabei ist es nicht mal spannend: Die Geschichte von Will und Lou plätschert in einem gemütlichen, angenehmen Tempo vor sich hin und sorgt dafür, dass man sich ständig denkt „nur noch die nächste Seite“. Und dann muss man aber doch weiterlesen, auch wenn man eigentlich am nächsten Morgen zur Arbeit muss.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man als Leser permanent positiv bleiben will. Lou und Will wachsen einem so sehr ans Herz, das man sich schon von der ersten Seite an wünscht, alles möge gut werden, weil sie es verdient haben. Die Nebencharaktere sind nicht immer sympathisch, dafür aber mit einer sehr eigenen und vor allem echten Note. Sie kommen sehr authentisch rüber und geben dieser Geschichte ein bisschen Würze, weil sie manchmal auf eine Art und Weise reagieren, die man nicht erwartet hat.
Für mich war es das erste Buch, indem die Pflege eines Behinderten wirklich so getreu erzählt und geschildert wurde. Ich hatte keine Ahnung, worauf man achten muss, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob in dieser Hinsicht alles korrekt verlaufen ist. Für mich gab es keine Stelle, an der ich sagen musste „Huch, das kann jetzt aber nicht sein“, im Gegenteil. Die Feinfühligkeit der Geschichte hat mich sehr beeindruckt.


Gut finde ich auch, dass das Thema Sterbehilfe innerhalb der Geschichte nicht zur Grundsatz-Diskussion geworden ist. Alle Parteien haben ihren Standpunkt deutlich gemacht, der eine mehr, der andere weniger, aber es gab kein ethisches Hin und Her, was auch überhaupt nicht in dieses Buch gepasst hätte.
Fazit: Absolut lesenswert! Hat dafür gesorgt, dass jetzt alle anderen Bücher von Jojo Moyes auf meiner Wunschliste stehen.

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715 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

liebe, krebs, tod, john green, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green
Fester Einband
Erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 01.01.2012
ISBN B00BWF80F4
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ habe ich aus zwei Gründen gekauft: Der Titel hat mich neugierig gemacht und ich habe die Vorschau für den Film gesehen (den ich nicht geschaut habe und deshalb auch nicht vergleichen kann). Normalerweise habe ich Abstand von Büchern dieser Art genommen, aber die Tatsache, dass Hazel auf den ersten Seiten unglaublich lebensfroh rüberkommt und gleichzeitig eine herrliche Art an den Tag legt, hat mich dazu bewogen, das Buch zu kaufen.

Das Buch hat genau die richtige Mischung aus Handlung und „Krankheitsschilderung“, auch wenn letzteres Mal überwiegt, was aber aufgrund der Story an manchen Stellen auch notwendig ist. Anfangs habe ich nicht gedacht, dass neben der Protagonistin fast ausschließlich Krebskranke in diesem Buch vorkommen (mit Ausnahme der Eltern und einer Freundin sowie dem Autor von Hazels Lieblingsbuch und seiner Assistentin). Das hat mich beim Lesen manchmal etwas beklommen gemacht, aber eigentlich sollte dem Leser schon von Beginn an bewusst sein, dass das eben kein „Friede-Freude-Eierkuchen“-Buch ist. Soll es auch gar nicht sein, nehme ich an.


An manchen Stellen, besonders aber am Ende, fehlte mir leider ein bisschen der Bezug zum emotionalen Teil des Buches. Manchmal wirkt es so, als würde Hazel sich von nichts aus der Bahn werfen lassen, was sich vermutlich jeder in solchen Situationen wünschen würde, aber eben meistens doch nicht klappt. Sie steht in vielen Fällen wie ein Zuschauer daneben, statt aktiv über das Geschehen nachzudenken oder daran teilzunehmen oder auch nur ihre Gedanken preiszugeben. Das hat mich leider etwas von der Geschichte entfernt.


Trotzdem hat sich das Buch sehr flüssig und in einem Rutsch weggelesen! Nach der Handlung muss ich aber sagen, dass ich mir den Film nicht ansehen möchte – ist vermutlich für mich zu emotional, ich habe schon beim Buch und beim Film von „Beim Leben meiner Schwester“ Rotz und Wasser geheult. Deshalb lass ich das lieber.

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(423)

895 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 42 Rezensionen

dystopie, liebe, veronica rossi, fantasy, gebannt

Gebannt - Unter fremdem Himmel

Veronica Rossi , Carolin Liepins , Franca Fritz , Heinrich Koop
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2014
ISBN 9783841503138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch war eine Entdeckung auf der Frankfurter Buchmesse 2012. Das Cover hat mich aus unerfindlichen Gründen sofort angesprochen und als ich dann den Klappentext gelesen habe, war es auch schon um mich geschehen: Es hat mich nicht mehr losgelassen und ich "musste" es in zwei Tagen zu Ende lesen.

Was mich fasziniert hat, ist ganz leicht zu sagen: Ich konnte mir alles so unglaublich gut vorstellen, dass es mir so vorkam, Reverie wäre gleich nebenan. Alles wirkte sehr real und "unfassbar", was ich gerade bei Fantasy-Büchern sehr begrüße. Auch wenn ich mich für Perrys Welt wesentlich mehr begeistern konnte als für die von Aria (die Vorstellung, in so einer "perfekten Welt" aufzuwachsen, finde ich mehr als nur gruselig), waren die Kapitel, die in Reverie spielten, trotzdem sehr gut zu lesen.


Der Stil ist sehr flüssig und die Charaktere geradlinig. Sie folgen ihrer Persönlichkeit und fallen nicht aus der Reihe, was ihre Handlungen glaubwürdig (aber noch lange nicht vorhersehbar) macht. Mir hat besonders gut gefallen, dass sich Arias und Perrys Gefühle füreinander geändert haben, ohne dass der Leser davon viel mitbekommen hat. Es war einfach eine Selbstverständlichkeit, was zum Charakter von beiden sehr gut passt. So kann man aber auch das ganze Buch beschreiben: Es ist überhaupt nicht aufdringlich, sondern mehr so eine Hintergrundgeschichte, die man aber trotzdem nicht aus der Hand legen kann.

Zu erwähnen sind auch die liebevoll gezeichneten Nebencharaktere. Einige sind sogar sympathisch geworden, obwohl sie nicht einmal in persona in dem Buch vorkamen. Das muss man erstmal schaffen!

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