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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

roadtrip, trauer, neuanfang, überladen, nilpferd

Ach du dickes Ding

Björn Berenz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783404174867
Genre: Romane

Rezension:

Roadtrip mit Dickhäuter – da regt sich die Erinnerung an Jonas Jonassons „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ und es keimt die Erwartung an großartige Unterhaltung. Nun, die Story ist kurzweilig, wenn auch ein wenig aufgesetzt komisch, die Erzählqualität reicht aber doch nicht an die des Schweden heran.

Inhalt: Simon, ein 38jähriger Bankangestellter, meint in dem Flusspferd Daisy die Reinkarnation seine fünf Jahre zuvor verstorbenen Verlobten Sandra zu erkennen. Leider droht dem Tier mangels anderer Alternativen die Tötung und Verfütterung an die Löwen, der fiese Zoodirektor (und verkappte Großwildjäger) lässt sich durch nichts von diesem Vorhaben abhalten. Und so beschließt Simon mit Unterstützung des Tierpflegers Hagen und der insolventen Speditionsunternehmerin Eva, das Tier aus dem Kölner Zoo zu entführen, nach Kenia zu schaffen und in die Freiheit zu entlassen. Kurz und gut – die Reise findet statt und führt mit diversen Hindernissen immerhin bis nach Spanien in einen Naturpark und alles wird gut, weitgehend jedenfalls.

Charaktere: Alle Figuren in diesem Stück sind deutlich überzeichnet und mir als Leser nicht unbedingt sympathisch, auch nicht die „Guten“, dafür scheinen sie mir zu skurril.

Stil: Simon fungiert als Ich-Erzähler im Präsens – meiner Ansicht nach eher ungünstig, da der Leser sich in diesem Falle mit dem etwas verschrobenen Protagonisten identifizieren muss, was nicht besonders leicht ist. Passagen, in denen wegen Abwesenheit des Ich-Erzählers nicht in der ersten Person erzählt werden kann, wird übergangs- und hinweislos in der dritten Person, also „von außen“, berichtet, was für mich einen Bruch in der Geschichte darstellte. Die gesamte Erzählweise des Romans wirkt auf mich ein wenig altbacken und floskelbeladen, wie im Stil der „Yellowpress“. Die etwas aufgesetzte Heiterkeit durch abstruse Sachvergleiche in der Art der „Comedians“ wirkte auf mich verkrampft.

Handlungsstrang und Spannungsverlauf: Alle Handlungen und Entscheidungen der Protagonisten werden durch extreme und meist völlig unglaubwürdige Zufälle bestimmt; man kann dazu unterschiedlicher Ansicht sein, für mich war es reiner Klamauk – war aber durchaus reizvoll in seiner Art.

Fazit: Am Ende wird alles gut. Man kann das Buch lesen, literarische Qualitäten hat es aber nicht. Ich würde mir wünschen, dass ein Filmemacher sich für dieses Buch interessiert – für eine (alberne) Filmkomödie hat der Stoff alles, was es braucht.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

kurzgeschichten, humor, textsammlung

Alles außer irdisch

Horst Evers ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 22.01.2016
ISBN 9783871348150
Genre: Humor

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

schlaflosigkeit, trauer, tod, freundschaft, liebe

Ein Mädchen, das Beerdigungen sammelt und ein Mann, der niemals schläft

Annika Fechner
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei hansanord, 15.11.2016
ISBN 9783940873934
Genre: Romane

Rezension:

Ein Buch vom Schicksal dreier zunächst völlig fremder Menschen. Wunderbar erzählt und mit Tiefgang.

Inhalt: Da ist ein Mann, Ferdinand, Mitte 40, der niemals schläft, weil er das einfach nicht kann und deswegen mit seinem Leben kaum zurechtkommt. Der begegnet, und das mehrmals, einem Mädchen, Melissa, 16, das augenscheinlich häufig Beerdigungen besucht. Diese beiden Außenseiter freunden sich an und werden sich gemeinsam um die Mutter des Mädchens kümmern, Eva, die schwer gezeichnet auf den Tod krank liegt. Und die am Ende stirbt, das erwartet der Leser auch gar nicht anders.

Charaktere: Ferdinand, der Ich-Erzähler, schildert ausführlich sein leidvolles Dasein als Nichtschläfer und seine in Jahren entwickelten Überlebensstrategien. Auch das Mädchen Melissa und ihre Mutter Eva werden sehr schön dargestellt und bieten dem Leser genau die nötige Projektionsfläche. Nebenher gibt es noch Manuel, weil Melissa natürlich auch einen jungen Mann zur Seite braucht, und die diversen "Gäste" Ferdinands, die hübsche Abstecher in eine Welt der weniger schönen Sprache bieten können. Die Charaktere wirken nah und authentisch, trotz ihrer scheinbaren Absonderlichkeiten, das gefiel mir.

Stil: Der Ich-Erzähler bedient sich einer ausgesucht schönen, intelligenten Sprache. Man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen, ohne dass es einem zu viel wird, und das, trotz der dem schwierigen Thema mitunter innewohnenden Schwermut, mit Anflügen freundlicher Heiterkeit.

Fazit: Eine außergewöhnliche Geschichte mit einem außergewöhnlichen Titel, die es in sich hat und außergewöhnlich gut erzählt wird. Es gibt von der Autorin noch ein weiteres Buch (eben bei amazon bestellt), wenn mir das auch so gut gefällt, wünsche ich mir, dass ein großer Publikumsverlag auf die junge Dame aufmerksam wird. Verdient hätte sie es.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

zeitreise, fantasy, zeitwanderer, irland, liebesroman

Gefangen - Die Zeitenwanderer-Chroniken

Karolyn Ciseau
E-Buch Text
Erschienen bei null, 23.02.2017
ISBN B06X6L32P8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich liebe Zeitreisegeschichten und ich habe auch immer schon die Absicht, selbst mal eine zu schreiben. Oder auch zwei. Aber das ist hier nicht von Interesse.

Inhalt: Hier geht es um eine junge Frau, die im Jahre 2062 zu einer Zeitreise ins irische Mittelalter aufbricht; eine Routineangelegenheit in relativ naher Zukunft wohl, die die Studentin im Zuge von Recherchen für ihre Hausarbeit unternimmt. Technisch ist dies also scheinbar eine Selbstverständlichkeit, von Problemen mit etwaigen Kosten ist auch nicht die Rede. Dem Leser werden Einzelheiten technischer Art erspart, die würden die Ich-Erzählerin gewiss auch nicht interessieren. Und so kommt sie planmäßig im Irland des Jahre 1324 an und wird Zeugin eines Hexenprozesses – so war’s auch geplant. Nur dann erweist sich, dass die Zeitreisende nicht wie sonst unsichtbar – und unangreifbar – ist, wie sich das auf solchen Zeitreisen gehört, sondern unerwarteterweise direkt in das Geschehen einbezogen wird und ihre technische Rückversicherung, der Reverser, den sie dabei hat, versagt.

Und so reist sie also wirklich und wahrhaftig mit dem Recken Georg durch’s Irische Mittelalter und hat so manches Abenteuer zu bestehen. Toll. Ehrlich. Na und dass die Sache am Ende gut ausgeht, ist genretypisch und kann hier getrost verraten werden.

Charaktere: Aliston, die Heldin, Georg, der Mann, den sie anfangs so gar nicht mag, und die (wenigen) anderen handelnden Personen sind gut und lebendig beschrieben. So wünscht sich der Leser das. Alle reden sich in der zweiten Person Plural an, das wirkt ein bisschen aufgesetzt, aber da wir alle das alte Irland nicht kennen, ist das auch soweit okay.

Stil: Die Autorin versteht es, ihre Geschichte flüssig und spannend zu erzählen, mich als Leser zog es durchweg mit. Ich habe das Buch an einem langen Nachmittag gelesen.

Fazit: Das Buch ist recht kurz und gibt Hoffnung auf weitere Fortsetzungen. Ich empfehle es uneingeschränkt weiter.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Literatursalon

LovelyBooks
Flexibler Einband
Erschienen bei null, 11.03.2016
ISBN 9783943583854
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Carlito

Beat Mundwiler
Fester Einband: 104 Seiten
Erschienen bei Horlemann, 18.03.2013
ISBN 9783895023491
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

klarträume, träume, unglückliche liebe, staking, stalking

Die Träume, die ich rief

Daniel Möller
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.12.2016
ISBN 9783741296161
Genre: Fantasy

Rezension:

So steht es in der Ankündigung: Es ist kein wirklicher Thriller, kein Liebesroman, Mystik … aber was dann?

Inhalt: Henri, glücklich verheiratet mit Sara und Vater zweier Kinder, ist ein Mensch, der so gut wie nie träumt. Nun erlebt er wiederholt rotlastige Albträume („rotes Kryptonit“?), die ihn durcheinanderbringen. In seinem Betrieb fängt kurz darauf eine neue Kollegin an, Irina, die ist rothaarig und äußerst attraktiv. Er träumt einen Traum von einem innigen Kuss mit ihr und ist von dieser Vorstellung entsetzt, verheiratet und treu wie er ist. Er liest von sogenannten Klarträumen und beschließt, bewusst in seine Träume einzugreifen. Das gelingt nicht recht, die Albträume werden intensiver, auch die Konsultation einer Psychologin greift zunächst nicht. Im wirklichen Leben stellt Irina Henri nach, will ihn unbedingt und scheut keine kriminelle Maßnahme.

Charaktere: Alle Charaktere werden ohne besondere Tiefe dargestellt, zeigen aber durchweg in ihren Aktionen und Reaktionen eine eigentümliche Realitätsferne. Neben Henri, dem überforderten Helden mit krassen Stimmungsschwankungen und Irina, der rothaarigen Besessenen, lernen wir Sara, die Ehefrau Henris und Stefan, einen Freund und Kollegen sowie seine Psychologin kennen. Kinder, Schwiegereltern, Henris Vater und weitere Kollegen und Freunde sind nur Staffage. Richtig warm werde ich als Leser mit keinem dieser Leute.

Stil: Der Erzählstil gleicht dem heute offenbar gängigen Muster, floskelreich, klischeehaft und weitgehend ohne Finesse. Spannung komt eigentlich nur in einigen (wenigen) Albtraumbeschreibungen vor. Der Handlungsstrang des Alltagsverlaufes ist teilweise schleppend und nahezu ohne Relevanz.

Fazit: Die Geschichte ist für sich gesehen nicht uninteressant, der Stoff reicht aber meiner Ansicht nach nicht für einen Roman. Die stellenweise überzogene Darstellung der Figuren und deren Handlungen wirkte auf mich vollkommen wirklichkeitsfremd. Ich werde das Buch niemandem weiterempfehlen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

dystopie, religion, boualem sansal

2084

Boualem Sansal , Vincent von Wroblewsky
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Merlin, 25.06.2016
ISBN 9783875363210
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Verhängnisvoll verfallen: Das Verschwinden

Nadine Kunsch
Flexibler Einband: 263 Seiten
Erschienen bei Independently published, 02.02.2017
ISBN 9781520484815
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch verkauft sich als interaktiver Erotikthriller. Was kann man unter einem „interaktiven“ Buch verstehen? Einfach erklärt – die Handlung verfolgt in drei Situationen jeweils zwei alternative Handlungsstränge, der Leser hat die Auswahl, welchem er folgen möchte. In der Mitte des Buches hat diese Entscheidung, logisch, keinen entscheidenden Einfluss auf den Handlungsverlauf, am Ende allerdings werden zwei echte und sehr unterschiedliche Alternativen deutlich, auf die ich natürlich hier in der Rezension nicht im Einzelnen eingehen kann und will.

Inhalt: Die 25jährige Deutsche Nina lebt und arbeitet auf der Insel Gran Canaria, teilt sich mit ihrer gleichaltrigen Mitbewohnerin Linsay eine Wohnung. Beide Frauen arbeiten auf einem Pferdehof, der dem unleidlichen Herrn Martinez gehört. Nach drei einführenden Kapiteln schließlich der Auftritt eines etwa 30jährigen und offenbar wohlhabenden Schönlings namens Pedro Alvarez, der sein Pferd auf eben diesem Hof einstellt. Nina verliebt sich erwartungsgemäß, wenn auch nach vorheriger stiller Ablehnung (arroganter Schnösel), heftig in diesen Pedro. Aber die Idylle hält nicht lange, Freund Alvarez hat eine „dunkle“ Seite, die Nina zunehmend in Bedrängnis bringt.

Charaktere: Außer den vier eben beschriebenen Figuren treten nur noch zwei Frauen in Erscheinung, am Rande gewissermaßen, später dann noch die Schwester der Protagonistin, Leila. Alle Charaktere bleiben in der Darstellung ein wenig oberflächlich, lassen keine wirkliche Tiefe zu. Der Leser hat es schwer, sich mit ihnen zu identifizieren. Selbst die Protagonistin als Ich-Erzählerin scheint auf Distanz zu bleiben.

Stil: Die Geschichte wird von Nina in der Ich-Form im Präsens erzählt, wenige Rückblenden ausgenommen. Der gelegentliche comichafte Einsatz von wiedergegebenen Geräuschen und in wörtlicher Rede gesetzten Gedanken soll wohl auflockernd wirken, verwirrt aber gücklicherweise nicht, weil die Schrift an diesen Stellen konsequent kursiv gesetzt wurde. Ich mochte es nicht recht, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Spannung erhält die Geschichte im Grunde nur in den Momenten, in denen Nina von Pedro unter Druck gesetzt wird oder vor ihm auf der Flucht ist.

Die Erzählweise des ganzen Buches wirkt ein bisschen laienhaft, wenig eloquent, davon zeugen die häufig an Satzanfängen eingebauten Adjektive und Adverbien; das scheint gegenwärtig Mode zu sein (vielleicht ja auch nur bei den vielen Selfpublishern), verbessert den Text aber keineswegs. Die in einem Erotikbuch zwangsläufig zu erwartenden Sexszenen kommen freundlicherweise ohne Vulgarismen aus.

Fehler: Obwohl die Rechtschreibung weitgehend einwandfrei ist, sorgte doch der gelegentliche Einsatz falscher Imperative für ein bisschen Unmut bei mir. Auch bei der richtigen Verwendung der Wortmöglichkeiten hinaus/heraus, hinab/herab usw. wurde einige Male falsch entschieden.

Fazit: Der Versuch ein sogenanntes interaktives Buch zu gestalten, war mir so noch nicht vorgekommen. Es hat seinen Reiz, gewiss. Ob es sich als echte Alternative zu herkömmlicher Literatur durchsetzen kann, wage ich zu bezweifeln. Die Möglichkeiten des Lesers, den Verlauf der Geschichte (in geringen Grenzen) selbst beeinflussen zu können, bezahlt dieser durch eine deutliche Unterbrechung des Leseflusses; das wiegt eine im herkömmlichen Sinne vorgezeichnete Geschichte mit guter Dramaturgie und pointierter Erzählweise locker auf. Ich finde das Buch trotz der an sich interessanten Idee des Interaktiven im Ganzen nicht unbedingt weiterempfehlenswert, deshalb nur drei Sternchen.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

traum, romance, trauer, lebe, familie

Dein Traum in mir

Thalea Storm
E-Buch Text: 189 Seiten
Erschienen bei null, 25.10.2016
ISBN B01M3V3RTR
Genre: Sonstiges

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34 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

science fiction, außerirdische, lagos, apokalypse, nigeria

Lagune

Nnedi Okorafor
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 26.09.2016
ISBN 9783864258732
Genre: Science-Fiction

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119 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

science fiction, cualcua, zähler, sergej lukianenko, geometer

Sternenschatten

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.07.2009
ISBN 9783453525535
Genre: Science-Fiction

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sternenspiel (Sternenspiel 1)

Sergej Lukianenko
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible GmbH, 08.12.2010
ISBN B004VFIFAM
Genre: Sonstiges

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

7 tage mit gott, ralph llewellyn, sadwolf verlag, religion, philosophie

7 Tage mit Gott

Ralph Llewellyn
E-Buch Text: 227 Seiten
Erschienen bei SadWolf Verlag, 10.07.2015
ISBN 9783981712773
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension 7 Tage mit Gott

 

Die Idee ist stark: Gott versteht die Menschen nicht recht und versucht nun, wenigsten einen von ihnen zu bessern.

Inhalt: Gott will der Menschheit also noch mal eine Chance geben und setzt sieben Tage dafür fest. Sein Engel glaubt nicht recht an einen Erfolg der Mission, fügt sich aber und unterstützt den Herrn dabei. Als sein Zielobjekt hat sich Gott einen Frankfurter Banker mit Namen Frank Lester ausgesucht, der ein ziemlich gefühlsarmer Egomane sein muss, dessen liebste Beschäftigung es ist, andere zu verletzen und der seinen alten Großvater einsam im Altenheim sterben lässt.

Charaktere: Mr. Frank Lester (warum hören sich die Namen der Charaktere so amerikanisch an?) und die Handvoll mit ihm agierenden Figuren sind meinem Gefühl nach reichlich überzeichnet, ohne aber dabei eine tiefergehende Darstellung zu offenbaren. Den Großvater (Henry Lester) bedauert der Leser, den Priester versteht er nicht recht, Sylvia kann ihm egal bleiben und alle anderen sind fies. Außer Gott und seinem Engel natürlich, aber richtig warm wird man mit denen auch nicht. Zwar wird Frank am Ende geläutert, richtig sympathisch wurde er mir trotzdem nicht.

Stil: Flüssig und gut zu lesen, auch wenn sich da und dort Stellen auftaten, in denen mir die Sprache unangebracht derb vorkam. Aber! Der Schriftsatz ist sehr nachlässig ausgeführt, die Zeichensetzung, insbesondere die für die wörtliche Rede, ist einer Überarbeitung würdig. Störend war für mich, dass die Rede Gottes in VERSALIEN gesetzt wurde (allerdings auch nicht durchgängig); ich verstehe den Sinn der Maßnahme, GOTTES WORT hervorheben zu wollen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass sich das erstens schwer liest (bei längeren Passagen jedenfalls), und zweitens gelten Versalien in der Internetkommunikation als GEBRÜLL. Ich hätte an diesen Stellen Kapitälchen zu setzen empfohlen. Auch war mir nicht klar warum sich Gott und Frank mal meist „Sie“, zwischendurch aber auch gelegentlich mit „Du“ anredeten. Das wirkt für mich dann etwas unausgegoren.

Fazit: Nette Geschichte, aber nicht besonders gut umgesetzt.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

freunde, familie, liebesroman, autorin, missverständnisse

Millionäre unerwünscht: Reicher Mann? Nein, Danke!

Nancy Salchow
E-Buch Text
Erschienen bei null, 23.01.2017
ISBN B01N7VNCRE
Genre: Liebesromane

Rezension:

Liebe Nancy, nach längerer Zeit habe ich mir nun wieder einmal eine deiner Geschichten vorgenommen – und weil ich derzeit darauf versessen bin, bei Lovelybooks Rezensionen zu schreiben, kriegst du jetzt auch eine ab.

Inhalt: Erfolgreiche Autorin von Liebesromanen, Spezialgebiet Cinderella-Adaptionen mit überaus reichen Typen, stellt fest, dass irgendein Leser alle ihre Bücher verreißt (aber trotzdem alle flugs nach Erscheinen liest). Und genau der Kerl, das stellt sich bald heraus, ist nicht nur ein echter Millionär, sondern wohnt auch in direkter Nachbarschaft auf der beschaulichen Insel Poel. Und in den wird sich dann prompt verliebt. So weit, so schön.

Charaktere: Dass die Figuren fast alle sagenhaft jung und schön sind und durch die Bank liebenswert ist ganz sicher genretypisch. Aber sympathisch sind sie einem schnell, das gebe ich zu. Einzig der Vater der Autorin darf Ecken und Kanten haben, das kam mir dann umso mehr erfrischend vor.

Stil: Gut, lebensecht und flüssig erzählt; immer wieder lebendige Dialogszenen, das liest sich weg wie nüscht. Gefiel mir, man lebt die Handlung ein Stück mit. Handwerklich ist an dem Buch nichts auszusetzen, dafür vergebe ich dann auch die volle Punktezahl.

Fazit: Auch wenn ich nicht du deine Zielgruppe gehöre, Nancy, ich hatte einen schönen Nachmittag mit dem Kindle und kitschiger Filmmusik im Hintergrund.

P.S. Mitten im Text klang an, dass du es ein wenig bedauerst, den Autorenstammtisch in Rostock eingegangen zu wissen. Nun, dir sei gesagt, seit ungefähr einem Jahr treffen wir uns wieder regelmäßig (siehe SchreiberMV) und würden dich gern wieder mal begrüßen. Jurek

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16 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

oliver hell, autismus, pharma, humanversuche, medizin

Oliver Hell - Schattenkind

Michael Wagner
Flexibler Einband: 229 Seiten
Erschienen bei Independently published, 15.01.2017
ISBN 9781520387444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Was haben wir?“, fragt der durchschnittliche Fernsehkommissar gerne mal, wenn er die Szene betritt. Ganz klar, wir haben hier einen Krimi, einen einer Reihe von Oliver-Hell-Krimis aus dem Rheinland. Nicht weniger und auch nicht mehr.

Inhalt:

Ein Arzt ist erschossen worden und neben ihm hockt ein Jugendlicher, der außerstande ist, sich als Zeuge dazu zu äußern, denn er ist Autist, kann nicht sprechen. Das Team um Kommissar Oliver Hell ermittelt und stochert eine Zeit lang im Nebel. Es kommen noch weitere Opfer dazu, die Handlung wird gut und spannend beschrieben.

Charaktere:

Die Charaktere, insbesondere die des Ermittlerteams, finde ich ein wenig flach in der Darstellung. Das wird sicher daran liegen, dass es sich bei diesem Buch um den neunten Teil einer Reihe handelt, deren Vorgänger ich nicht gelesen habe; so weiß ich also nichts über die sicher interessante Vorgeschichte dieser Leute. So blieb bei mir während des Lesens ein bisschen Verwirrung angesichts der Namen der Leute, die sich in den reichlich stattfindenden Dialogen zu äußern hatten.

Stil:

Die Geschichte wird spannend erzählt, ich habe sie in einem Rutsch durchgelesen; so gefallen mir Krimis. Der Auftakt ist ein bisschen verwirrend (was haben amerikanische Schimpansen mit dem Karneval in Bonn zu schaffen?), aber abgesehen davon liest man sich schnell in die Handlung ein. Der Täter und dessen Beweggründe scheinen rechtzeitig festzustehen, das wird aber durch den dramatischen Verlauf der Handlung wettgemacht. Liest sich also gut.

Fazit:

Da sind im Ganzen ein paar Abstriche zu machen, es sind mir nämlich noch ein paar kleine, aber unangenehme Fehler aufgefallen. Eine nochmalige Korrektur wäre angeraten. Ich vergebe 4 Sterne. Ob ich mir die anderen Oliver-Hell-Krimis noch beschaffe? Weiß nicht. Vielleicht im Urlaub.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

mut, claudia lekondra, tiefgründig, freundschaft, emotional

Ein Schiff am Horizont

Claudia Lekondra
Flexibler Einband: 274 Seiten
Erschienen bei henkeverlag-berlin, 01.09.2007
ISBN 9783980832328
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch hat mich überrascht. Es hat mich nachdenklich gestimmt und mir sehr gut gefallen. Ich empfehle es weiter.

Inhalt:

Junge Frau, Viola, 34, erfährt eine schwerwiegende Diagnose und, dass sie nur noch einige Monate zu leben hat.  Sie gerät in Verzweiflung und vertrat sich – rein zufällig – Georg an, einem Stadtstreicher, den sie bis dahin gar nicht oder nur vom Sehen kannte. Der rät ihr, ihr restliches Leben umzukrempeln und so einzurichten, wie allein sie es für richtig hält. Und so geschieht es auch.

Charaktere:

Die Charaktere finde in der Mehrzahl sehr gut beschrieben, sie haben Ecken und Kanten und wirken lebensecht. Nur Marcel schneidet nicht so toll ab, der war mir zu sehr in Negative gedrängt.

Stil:

Das gefiel mir. Die Erzählung ist sehr ruhig, aufgeräumt und wider Erwarten überhaupt nicht melancholisch. Ich fühlte mich als Leser gut unterhalten und zum Nachdenken über meine eigenen Lebensinhalte angeregt. Lebensphilosophien werden kundgetan, ohne belehrend zu wirken. Viola leuchtete ihre Vergangenheit aus und rechnet sachlich ab, aber erweitert auch selbst noch ihr gegenwärtiges (restliches) Leben um völlig neue Aspekte.

Fazit:

Das Buch liest sich sehr schön. Es ist nicht ganz frei von Längen (vor allem in den monologischen Passagen), nicht ganz frei von Ausdrucksfehlern („abgestriffen“ statt „abgestreift“, „Trete!“ statt „Tritt!“) und auch nicht ganz frei von kitschigen Floskeln („ein Lächeln umspielt“ jemandes „Lippen“). Aber diese Kleinigkeiten laste ich eher dem Lektorat an statt der Autorin. Bei mir erhält das Buch 5 Sterne.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, lottogewinn, nächstenliebe, thailand, harald schmidt

Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy

Harald Schmidt
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.01.2017
ISBN 9783741299056
Genre: Romane

Rezension:

Zur Handlung:

Junger Mann, Anfang 30, single usw. kommt nach etwas spektakulärem und ulkigem Auftakt in den Genuss eines unerwarteten Geldsegens. Und beschließt, mit dem Ganzen Gutes zu tun, und zwar gemeinsam mit einer neuen Nachbarin, die schon bald engste Freundin werden wird. Die Protagonisten suchen sich Unterstützung bei einem ebenso altruistischen wie herzensguten Pfarrer. Und so ziehen sie fortan durch die Welt, um sie nach Kräften zu verbessern, so gut sie es Vermögen und unbeirrbar bis zum großen Finale.

So weit, so romantisch. Der Autor bemüht sich, seine Story nach Kräften witzig zu erzählen. Ich hatte beim Lesen allerdings den Eindruck, dass ihm das zu klamaukig geraten ist, zu aufgesetzt wirkt.

Die Charaktere:

Der junge Mann, Alfred Reimann mit Namen, Finanzbeamter und durchaus nicht unattraktiv, steht sehr unter mütterlichem Einfluss und so ist die Aussage, er sei Jungfrau, nicht wie vielleicht anzunehmen in sternzeichenhafter Bedeutung, sondern durchaus wörtlich zu verstehen; es war ihm noch kein Kontakt zu Weiblichkeit gegönnt. Und das in seinem Alter. Glaubhaft? Das mag der Leser entscheiden.

Die entzückende neue Nachbarin, Verena, ebenfalls single, aber mit Vorlasten, hat erwartungsgemäß Ambitionen, diese Jungfräulichkeit zu beenden und der Pfarrer Holger, kauziger Alkoholiker, versucht, des Schicksals Fäden ein wenig in die Hand zu nehmen.

Die Erzählweise:

Das Gros der Story wird aus der Sicht Alfreds in der Ich-Form erzählt, Ausnahmen gibt es aber, wenn nämlich Handlungen zu beschreiben sind, an denen der junge Mann nicht dabei ist. Diese Uneinheitlichkeit stört ein wenig. Vielleicht hätte der Autor besser daran getan, seinen Protagonisten in der dritten Person zu beschreiben, dann nämlich kann ihn der Leser eine wenig auf Distanz betrachten und seine doch vorhandene Schrulligkeit nachempfinden.

Stilistisch hat der Roman nichts Hervorragendes zu bieten, er liest sich flüssig, aber ohne rechten Schwung. Spannung erscheint nur in einzelnen Episoden, ein Spannungsbogen über den gesamten Handlungsraum fehlt, die Handlung ist vorhersehbar, die Zufälle zu gewollt.. Offenbar hat das der Autor ähnlich empfunden, so vermute ich, und versucht durch die nachträgliche Einfügung der vorgeblich witzigen, aber reichlich klamaukigen Szenen am Anfang und zum Schluss, im Kommissariat, nachzubessern.

Fazit:

Man kann das Buch lesen, mal so, für zwischendurch, aber großartig ist es nicht wirklich.

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26 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

klassiker, klassik

Anna Karenina

L. N. Tolstoi
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Europäischer Literaturverlag, 19.05.2011
ISBN 9783862673407
Genre: Klassiker

Rezension:

Ich hatte neulich im Fernsehen die (für meine Begriffe hervorragend gelungene) Verfilmung des Stoffes mit Keira Nightley in der Hauptrolle gesehen und mir fiel auf, dass ich dieses Buch noch irgendwo im SUB hatte. Also: ran an die Buletten!

Einige andere Bücher von Lew Tolstoi kannte ich schon, besonders kleinere Erzählungen. Anna Karenina ist freilich ein reichlich umfassendes Werk, aber doch jede Seite wert. Tolstoi entführt seine Leser in eine längst vergangene Welt und tut das auf großartige, malerische Weise. Er beschreibt umfänglich, aber nie öde. Ich fühlte mich nicht nur ringsum gut unterhalten, ich vermochte es auch, mit all den Charakteren, besonders aber mit Konstantin Ljewin, mitzufühlen und seinen Gedankengängen zu folgen. Tolstoi führt seine Leser mit großem Geschick durch die Psyche seiner Protagonisten und vermittelt ein Bild der Menschen seiner Zeit, das uns über unser Hier und Heute nachdenklich machen sollte. Der Leser von heute kann gut mitnehmen, dass das Leben auch vor rund 150 Jahren nicht einfach, sondern vielschichtig und interessant gewesen sein muss, und auch bunt und schillernd – von wegen: düsteres 19. Jahrhundert in Russland (aber letztere Meinung habe ich mir schon vor Jahren bei der Lektüre Dostojewskis abgewöhnt).

Stilistisch waren da ein paar Kleinigkeiten, die ich von der heutigen Sicht auf den Umgang mit Sprache bemängeln könnte, die wären aber möglicherweise dem Übersetzer anzulasten. Ich kann kein Russisch, leider.

Mein Fazit: Freunde, lest Tolstoi, lest überhaupt die russischen Klassiker, lasst euch gut unterhalten und seht mal, ob ihr nicht Lehren für unser heutiges hektisches Leben daraus ziehen könnt. Ich jedenfalls will ab sofort ein besserer Mensch werden.

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29 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

überleben, natur, pflanzensterben, science-fiction, endzeit

Chlorophyll

M. J. Herberth
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei epubli, 16.11.2016
ISBN 9783741867712
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Es ist das erste Mal, dass ich an einer Leserunde bei Lovelybooks teilnehme, ausgelost wurde und eine entsprechende Rezension zu verfassen habe. Und ich war erstaunt, dass ich dazu ein e-book in die Hände bekam, das augenscheinlich noch nicht endgültig fertig zu sein scheint; es waren etliche Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text zu finden – am häufigsten Fehler derart, die auch ein ordentliches Rechtschreibprogramm nicht ohne Weiteres zu finden vermag, wenn es die Unterschiede zum Beispiel zwischen „seit“ und „seid“, „sie“ und „Sie“ und – sehr häufig – zwischen „das“ und „dass“ nicht kennt, von der Kommasetzung mal ganz zu schweigen. Reine Computerkorrektur reicht eben nicht. Das Buch ist also nachlässig korrigiert worden und somit in meinen Augen nicht druckreif. Ich las es trotzdem, wenn auch mit eingeschränktem Genuss.

Zum Inhalt: Was dem Leser als „unfassbar neu“ und „wissenschaftlich fundiert“ sowie „exzellent recherchiert“ präsentiert wird, ist ein Endzeitszenario (von denen es freilich etliche gibt), das mit dem Kontakt zu außerirdischen Lebensformen (auch nichts generell Neues) verquickt wird – aber auch diese Kombination ist ganz sicher kein Alleinstellungsmerkmal. Der Aufbau der Handlung, die in dem Buch in drei Teile gegliedert ist, gestaltet sich, zumindest in den ersten beiden Teilen ziemlich vorhersehbar. Und folgerichtig hinken die Erkenntnisse der Protagonisten den Gedankengängen eines aufmerksamen Lesers ein gutes Stück hinterher. Das langweilt ein wenig. Wenn in einem Buch, das den Titel „Chlorophyll“ trägt, alle Pflanzen plötzlich und unerwartet allen grünen Blattfarbstoff verlieren, ist der Leser erwartungsgemäß weit weniger erschrocken, als die Protagonisten, das ist einfach so. Erst, als sich die Erkenntnisse um die geheimnisvollen „Wasserwesen“ herauskristallisieren, ist von wirklich „neuen“ Ideen zu reden, da wird es interessant, aber auch das lässt bald wieder nach.

Zum Stil: der erste Teil des Buches versprüht den eigenwilligen Charme sogenannter „Jugendliteratur“ der sechziger und siebziger Jahre, ein Vergleich mit den „wissenschaftlich phantastischen“ Erzählungen vorwiegend sowjetischer Autoren drängt sich mir da auf. Warum das Buch als „ab 18“ ausgewiesen wird, stellt sich erst im späteren Verlauf dar. Die Erzählweise wirkt bieder bis antiquiert, ohne literarische Finesse, und ist zudem recht weitschweifig, insbesondere in jenen Passagen, in denen es offenbar gilt, den Deppen dieser Welt physikalische, chemische oder biologische Zusammenhänge nahezubringen. Das gepriesene Wissen des Autors zum Beispiel um die korrekte Höhe einer geostationären Satellitenlaufbahn oder die kommastellengenaue Größe der Lichtgeschwindigkeit kann ich freilich auch nachschlagen.

Im zweiten Teil, dem eigentlichen und aussichtslosen Kampf der Menschheit ums Überleben, der nun erwartungsgemäß folgt, offenbart sich zunehmend die Freude des Autors am Fabulieren von Katastrophenbeschreibungen und Gewaltexzessen, eine in meinen Augen völlig überflüssig detaillierte Sexszene mit inbegriffen. Dass der Autor so etwas schreiben möchte, kann ich (selber Autor) nachvollziehen, dass das jemand wirklich lesen möchte, nicht. Den Spagat zwischen „spannend“ und „widerwärtig“ soll jeder für sich ausmachen – aber andere Spannung liefert der Stoff nicht recht.

Der dritte Teil schließlich wendet sich offenbar vom Leser ab. Vom Zustand der Welt (die den Leser vielleicht interessieren könnte) wird kaum noch etwas erwähnt, lediglich die Handvoll Protagonisten, die den ganzen Roman über begleitet werden und die selbstverständlich zum überlebenden Rest der Menschheit, den Hunderttausend Männeken in wenigen Biotopen gehören, tragen den ebenso kümmerlichen Rest der Handlung und schlagen sich zu den „bedingungslos Guten“ oder „gnadenlos Bösen“, die entweder den Kontakt zu den inzwischen erklärtermaßen existierenden Außerirdischen haben wollen, oder diesen mit aller Macht zu verhindern suchen. Auf welcher Seite der Autor steht und wo des Lesers Standpunkt zu finden wäre, bleibt unklar. Recht so.

Fazit: Die Grundidee ist gut, die Umsetzung eher amateurhaft. Das verdirbt den Lesespaß. Ein guter Lektor hätte wesentlich zu entschieden besserem Ergebnis beigetragen – und auch 200 Seiten eingespart. So bleibt dieser Roman was er ist: Mittelmaß. Bestenfalls.

 

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agoraphobie, freundschaft, angst, sadwolf, isolation

Das Aquarium

Franziska Lange
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei SadWolf Verlag, 20.12.2016
ISBN 9783946446262
Genre: Romane

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Das Hundeohr

Herbert Otto
Fester Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Faber & Faber, Leipzig
ISBN 9783928660952
Genre: Romane

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Der Traum vom Elch

Herbert Otto , Carsten Wurm
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Faber & Faber
ISBN 9783932545290
Genre: Romane

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Die Sache mit Maria

Herbert Otto
Sonstige Formate
Erschienen bei AUFBAU VERLAG, 01.01.1994
ISBN 9783351013172
Genre: Sonstiges

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Zeit der Störche

Herbert Otto
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.12.1983
ISBN 9783404121311
Genre: Sonstiges

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