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187 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

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Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg , Kerstin Schöps
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442314997
Genre: Romane

Rezension:

Etwas Besonderes …
… ist schon das Cover. Ein Cover , an dem man im Buchladen nicht so einfach vorbei kommt. Es ist schlichtweg schön; ein warmes intensives Rot, bedruckt mit Vögeln und stilisierten Ebereschen. Diese Aufmachung und die haptische Wahrnehmung  erinnert an ein echtes Adressbuch.
Inhaltlich könnte alles hinter dem Titel stecken.
Aber das was zwischen den beiden Buchdeckel steckt , ist auch inhaltlich etwas ganz Besonderes. Es ist ein Roman über die Einsamkeit von alten Menschen, über deren Tod, aber auch über menschliche Würde im Alter und Liebe über Jahrzehnte hinweg.
Die Geschichte spielt zunächst im Stockholm der Gegenwart – am Ende des Lebens der 96-jährigen Doris. Sie erzählt ihre Lebensgeschichte; geboren in den Zwanzigern, wuchs in ärmlichen Verhältnisse auf, erinnert sich an Paris , an Amerika … – und immer wieder ist da die Suche nach der einen erfüllenden Liebe. 
Im Alter von 10 Jahren schenkt ihr der Vater ein rotes Adressbuch , in welchem sie über alle ihr bedeutsamen Menschen schreiben soll .Diese Einträge sind die Grundlage , das Gerüst für ihre Lebenserinnerungen.
Und außer Doris ist da noch Jenny, mit der Doris nur regelmäßig skypen kann , weil diese in Amerika lebt.
Unterschiedlicher könnte das Leben dieser beiden Frauen nicht sein . Hier „Der helle Nachmittag in einem Haus in San Francisco mit Unterhaltung, Kindern , Lachen und Geschrei…“ und da „… Dunkelheit und Einsamkeit.“
Besonders auch der ständige Wechsel zwischen den Episoden aus dem Alltag der beiden Frauen und den Einträgen ins Adressbuch; berührend die späteren Ergänzungen mit durchgestrichenen Namen und der Bemerkung TOT. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar, eine gewisse Spannung wird immer aufrecht erhalten.
Aber das Besonderste an diesem Buch ist seine Botschaften, zum Beispiel : "Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest."
Dies sollten wir anderen Menschen nicht nur wünschen , sondern uns auch selbst darum , kümmern , die älteren Menschen in unserem Umfeld wieder genauer wahrzunehmen , ihre Lebenserfahrungen zu schätzen und von ihnen profitieren . Stellen wir ihnen Fragen ! Kommen wir mit ihnen ins Gespräch!
Ein ganz besonderes Buch!

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67 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Martin Lutz , Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm – dieses Autoren-trio sollten wir uns merken! 
Wieder einmal können wir bestätigen , dass es eine Bereicherung ist , wenn sich Leute , die von Beruf Journalisten und  Drehbuchautor sind, mit dem Schreiben von Romanen beschäftigen. Kriminalität, Geschichte und Geschichten passen hier wunderbar zusammen und sind gut recherchiert.
Falls also einem Leser der Krimi an sich nicht gefällt, hat er immer noch einen guten Zuwachs an geschichtlichen Kenntnissen.
Der Protagonist Wolf Heller , ein jungen Kriminalkommissar, hat 1968 den Mord an einer jungen Frau aufzuklären , die  brutal erstochen und dann im Wannsee versenkt wurde.
Heller geht bei seinen Untersuchungen gewohnt akkurat vor und stößt plötzlich auf Widerstände von mehreren Seiten. Und hier wird es richtig spannend. Seine Vorgesetzten legen Heller nahe den Fall so schnell wie abzuschließen, der Schuldige sei der Ehemann, der sich zum Schuldeingeständnis erhängt habe.
Heller jedoch ist das zu einfach gedacht, muss aber mehr und mehr erkennen, dass dies nicht ein gewöhnlicher Fall für einen Kommissar ist , sondern dass hier Politik die Hauptrolle spielt.
Dieser Roman ist sehr gut geschrieben und fesselt uns von Beginn an. Dabei bedienen sich die Autoren sprachlich ausgeklügelter Bilder, die uns meinen lassen, wir seien beispielsweise direkt bei den Demonstrationen der Studenten oder in den Clubs dabei. Und immer wieder tauchen bekannte Namen aus der Geschichte der Bundesrepublik auf , die diesen Krimi sehr authentisch erscheinen lassen.
Sympathisch wird uns Heller vor allem dadurch , dass er eigentlich kein politischer Mensch ist , für den Staat arbeitet ,aber schon Sympathien für die „Revoluzzer“ hegt.
So schwankt er ständig zwischen den Anforderungen an seine Polizeiarbeit und den parallel dazu laufenden Geschehnisse der Studentenbewegung und der nicht aufgearbeiteten Vergangenheit der staatlichen Institutionen. 
Das Cover gefällt mir gut und das Glossar mit wichtigen Hintergrundinformationen erweist sich als durchaus sinnvoll.
Spannendes , lehrreiches Buch – 5 Sterne!

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(58)

81 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

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Guten Morgen, Genosse Elefant

Christopher Wilson , Bernhard Robben
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.08.2018
ISBN 9783462050769
Genre: Romane

Rezension:


Ein toller Start 
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene Automodelle. Hier, in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, gibt’s nur fünf Automodelle. Alle schwarz. Und Eis schmeckt nach Eis oder nach Schokolade. … 
Ein interessantes Cover 
Roter Stern mit Löffel und Elefanten , schon das Cover zeigt die Absurdität dieses Romans. 
Ein angenehmer Schreibstil 
Der Protagonist erzählt in einer erfrischend kindlich naive Art offen über die Zustände in der UdSSR – und wird ein unterschätztes Sprachrohr der Zeitgenossen. 
Ein sehr individuelles Buch 
„Genosse Elefant“ entpuppt sich als der „große “ Josef Stalin; viele Fakten in dem Roman sind unglaublich oder doch nicht ??? Historische Wahrheit ist nicht das Thema des Buches – der Autor schreibt sie sozusagen neu. Die ehemalige Sowjetunion wird auf höchst amüsante Art und Weise kritisiert. 
Man kann dieses Buch nicht in eine literarische Schublade stecken – und genau deshalb lohnt es sich , den Roman zu lesen. Die Art, sich mit einem schwierigen Teil der Geschichte zu befassen, erhält von mir 4 Punkte. 

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(44)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Der Duft des Lebens

Clara Maria Bagus
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Leben, 10.08.2018
ISBN 9783963660016
Genre: Romane

Rezension:

… und das ganze Buch ist irgendwie duftig …
„Diesen Roman muss man lesen, wie man Schokolade isst: nicht zu schnell und nicht alles auf ein Mal.“ – dieses Zitat finde ich sehr passend ( auch wenn es ursprünglich für einen anderen Roman galt)
Avivs Mutter stirbt bei seiner Geburt. Kein einfacher Start ins Leben, aber Selma wird seine neue Mutter. Der Klappentext ließ eine spannende Geschichte erwarten. 
Zum Inhalt kann man bei anderen Rezensenten ausreichend nachlesen.Ich möchte mich auf Tiefergreifendes konzentrieren.
Das Cover schon hat einen  Hauch von Leichtigkeit und verbreitet einen ersten anrührenden Charme.
Der Roman ist mehr als nur spannend. Er ist ein modernes Märchen, eine äußerst bewegende und anrührende Geschichte. Aber auch ein Bekenntnis dazu ; unseren eigenen Weg zu gehen , egal , welche Hindernisse es gibt . Eine Aufforderung , an uns selbst zu glauben . Ein Statement zur Menschlichkeit.
C.M.Bagus – die Autorin dieses duftigen Romans gibt uns dazu diese Weisheit mit auf unseren  Weg. »Manchmal ist das, was du findest, nicht das, was du suchst, aber das, was du brauchst.«
Ein sehr poetischer Schreibstil, besonders bei der Beschreibung der Natur und Muttergefühle Selmas. Vom Stil her fühle ich mich an Truman Capotes „ Die Grasharfe“ erinnert. Sicher finden viele Leser diesen recht anstrengend zu lesen. Manchmal muss man die Sätze zweimal lesen, so schön sind sie. Genießen sollte man den Roman auf jeden Fall - wenn man sich darauf einlässt. 
„Die Seele aufschließen, das Leben einatmen. Wer weiß heute noch, wie das geht? Innehalten und das Leben einatmen.“ – ein toller Schlusssatz, über den wir immer mal nachdenken sollten – auch beim Lesen.

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(133)

202 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aaron Falk, verantwortlich für Steuerfahndung bei der Federal Police in Melbourne in Australien, ermittelt diesmal Im feuchten Regenwald.
Bei ihrem Debütroman „Hitze“ schickte die Autorin Jane Harper ihn noch ins trockene und staubige Outback Australiens geschickt.
Statt Hitze diesmal Wald wohin das Auge schaut: düster, kalt, feucht – irgendwie unheimlich – und ohne Mobilnetz.
Wie schon im letzten Buch, kann man bei Harper die natürliche Umgebung fast am eigenen Leib spüren.

Ausgangspunkt ist ein sogenanntes Teambuilding-Trainung einer Firma. Je eine Männer- und eine Frauengruppe haben die Aufgabe, nur mit Zelten, Karte und Kompass ausgerüstet, 3 Tage lang durch die Wildnis wandern. Am 4. Tag werden alle wieder wohlbehalten zurück erwartet. Doch von der Frauengruppe fehlt eine der 5 Frauen
Diese fehlende Frau , Alice, erweist sich als Schlüssel der Verbindung zu Falk und seiner Partnerin Carmen. Sie sollte ihm Informationen über eine mögliche Geldwäsche ihrer Firma vorkommen besorgen. 
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Ebenen erzählt: die Ebene der Ermittlungen beginnt am 4. Tag  mit dem Eintreffen von Falk, und die der Erzählung der Wanderung der Frauengruppe. Beide Ebenen wechseln sich ab , sodass die Spannung erhöht wird n, ohne dass ich von einem Thriller sprechen würde. 
Die unterschiedlichen Charaktere, vor allem der  Frauen sind psychologisch realistisch und nachvollziehbar dargestellt.
Das Cover ist passend gewählt, ebenso wie der Titel, denn Dunkel ist nicht nur der Wald und seine Geheimnisse, sondern auch der Steuerdschungel ,der vermutet wird.

Der Krimi beginnt spannend, lässt aber im Mittelteil deutlich nach, weil nicht viel passiert. Doch im letzten Drittel legt er wieder zu; deshalb gibt es noch 4 Sterne.

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(86)

94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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Nie wieder Amore!

Tessa Hennig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.07.2018
ISBN 9783548290928
Genre: Humor

Rezension:

Das tolle Buchcover ist ein echter Eyecatcher und lässt uns eine unterhaltsame Urlaubslektüre erwarten. An einem Strand mit zahlreichen Badegäste sitzt ein betagtes Rentnerehepaar im flachen Wasser und blickt aufs Meer. Das Ruder ist schon griffbereit, aber erst wird mit dem Fernglas noch nach möglichen Gefahren ausgeschaut.
Das Cover passt übrigens  gut zu den anderen Büchern von Tessa Hennig , wie z.B. „Mit Oma in Roma“

Und schon der erste Satz : „Wenn der Weg zum Discounter zum Highlight des Tages
wird, ist irgendetwas faul an deinem Leben.“ zeigt dass wir richtig liegen. Liegen ist ein gutes Stichwort: diesen tollen Ferienschmöker liest man natürlich am besten am Strand.
Und dieser erste Satz ist ein Beispiel für den netten Schreibstil. 
Rentnerin Moni Renner hat jetzt viel Zeit zum Nachdenken. Und da fällt ihr  Vincenzo wieder ein, einstmals ihre große Liebe, von dem sie glaubt, dass er tot sei. Umso überraschter ist sie, als sie die Nachricht erreicht, dass Vincenzo gar nicht tot ist, sondern lebt. Und dann ist sie verärgert und macht sich mit ihrem Enkel Jan nach Palermo auf, um den Mann zu suchen. Dabei gilt es allerhand Abenteuer zu bestehen.
Der Autorin gelingt es wie nebenbei, uns die Landschaft und die Menschen näher zu bringen und uns Lust auf Italien zu machen.
Dieser Roman ist einfach herrlich- beides. Er ist sehr amüsant und liest sich nur so weg.
Wie schon gesagt, ein toller Ferienschmöker.

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Die Unruhigen

Linn Ullmann , Paul Berf
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 11.06.2018
ISBN 9783630874210
Genre: Romane

Rezension:

sehen, sich erinnern, verstehen
Die einzigen Karten und Tafeln, an die er sich halten konnte, waren jene, an die er sich erinnerte oder die er sich vorstellte, doch diese waren deutlich genug. (john cheever: »Der Schwimmer«)
Die Idee zu diesem Buch ist ausgesprochen interessant. Mittelpunkt ist eine berühmte Künstlerfamilie. Linn Ullmann ist die Tochter von Liv Ullmann. Es werden aber auch Ingmar Bergmann, der Regisseur und Ingrid Bergmann, die Schauspielerin ganz persönlich beleuchtet und zu einer sehr persönlichen Familiengeschichte verwoben. Der Vater und die Tochter sitzen zusammen, um anhand von aufgezeichneten Gesprächen das Altern zu dokumentiere. Es ist von Anfang an klar, dass  Gespräche unvorhersehbare Wendungen nehmen können und dass es sich um Momentaufnahmen- um Blitzlichter - handelt. 
Deshalb passt der Titel auch so gut zum Buch, welches sich schwer in eine Kategorie einordnen lässt.
Eine Lebensgeschichte , aber keine Biografie . Auch eine Liebesgeschichte, die berührend von der Liebe zwischen Vater und Tochter erzählt.
Ergänzt werden die Aussagen durch Briefe und Tagebucheinträge, durch interessante Zitate von Persönlichkeiten im Familienumfeld.
Und es ist ein Roman, weil die Familiengeschichte literarisch verarbeitet wurde.
Alles das in einer berührenden , poetischen, aber kraftvollen Sprache. Das Lesen ist anspruchsvoll, aber gewinnbringend, wenn man sich darauf einlässt.
Das Cover des Buches besticht durch seine minimalistische Gestaltung .
Es  geht es vor allem darum zu sehen, sich zu erinnern, zu verstehen. Und alles hängt davon ab, wo du stehst.

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(62)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Häuser aus Sand

Hala Alyan , Michaela Grabinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.06.2018
ISBN 9783832198558
Genre: Romane

Rezension:

„Häuser aus Sand“ ist ein Roman über die Gemeinschaft, die uns alle prägt, die Familie, und über den Ort, der für uns alle lebensnotwendig ist, das Zuhause.
So steht es auf der vorderen Umschlagseite. Und dem kann ich nur beipflichten.
Hala Alyan macht es uns nicht einfach. Falls wir ein spannendes Buch oder eine Art Sachbuch erwartet , wird er enttäuscht sein.
Hier geht es vielmehr um die literarische Umsetzung einer palästinensische Familiengeschichte  über drei Generationen ,von 1963 bis 2014, hinweg. Es werden schwierige Zeiten in einem von Krieg, Zerstörung und Unterdrückung geprägtem Land beleuchtet. Und es wird die Suche nach einer neuen Heimat dargestellt.
Die Einteilung in Kapitel, in denen die Mitglieder der Familie Yacoub aus ihrer jeweiligen Perspektive eines Familienmitgliedes erzählen , hilft uns , uns zu orientieren. Ergänzt wird dies mit einem Stammbaum am Buchanfang.
Wir können aus diesen verschieden Blickwinkeln gut folgen, wenn wir uns Zeit nehmen. Und Zeit sollten wir uns auch nehmen, um den tollen Sprachbildern nachzuspüren. Denn diese machen die Qualität dieses Romans aus.
Den Titel "Häuser aus Sand" finde ich sehr passend. Häuser sind vergänglich – ein Zuhause, das mehr umfasst, als ein Haus , das bleibt dank der Familie.



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(134)

241 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 30.08.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:

Wenn wir es zulassen 
– dann können Bücher das Leben verändern, denn Bücher haben die Macht uns viel zu geben ; Mut, Kraft , Glück , Phantasie .

Christine Féret-Fleury kenne ich bisher nur auf Französisch durch ihre Geschichten um Père castor. Deshalb war ich gespannt, was dieses Werk bringt.
Zunächst erst einmal ist es ein Buch, das sich gut anfühlt, wenn man es in der Hand hält. Es macht einen hochwertigen Eindruck und das Cover ist für diese Handlung perfekt gestaltet. 
Die Sprache ist sehr poetisch, das mag ich besonders bei französischen Autoren. Feret-Fleury begleitet uns mit wundervollen Zitaten und Titeln von vielen bekannten Schriftstellern. 
Die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt ist schon  nahezu perfekt – Bücher können das Leben der lesenden Person verändern. Für  jeden Menschen gibt es das passende Buch und Boten finden diese Menschen und „bringen sie mit ihrem Buch zusammen“.
Leider wird nicht genau klar, warum genau dieses Buch besonders passt und was es mit den Menschen macht. Hier wird das Potential der Ausgangsidee nicht konsequent weiter verfolgt. 
Schade eigentlich; denn dieses Buch hätte  diese Macht - die Macht uns viel zu geben; Mut, Kraft, Glück , Phantasie .

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(156)

253 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte des Wassers ist der zweite Teil eines Quartetts von Romanen zur Klimathematik . Maja Lunde, die norwegische Autorin ermutigt uns auf 480 Seiten, uns mit den Folgen unseres oft gedankenlosen Handelns für die Natur zu beschäftigten. 
Wie schon in „Die Geschichte der Bienen“ gibt es verschiedene  Zeitebenen und nebeneinanderlaufende Erzählstränge. 

Ein Teil spielt in Süden Europas des Jahres 2041. Nachdem dort schon fünf Jahre hintereinander Dürre und schreckliche Waldbrände herrschen, flieht  ein junger Vater mit seiner kleinen Tochter in Richtung Norden. Auf dieser Flucht wurde die Familie auseinander gerissen;  Mutter und der kleine Sohn gingen bei einem Feuer verloren. Nun versuchen Vater und Tochter , diese wieder zu finden. 
Der zweite Teil, in unserer Gegenwart spielend, beschreibt die Situation von Signe, einer 70-jährigen norwegischen Umweltaktivistin. Sie setzt sich für die Erhaltung und den Schutz des Wassers vor allem in Norwegen ein. Mit einer wertvollen Fracht an Bord ihres Segelboots macht sie sich auf zu Ihrem ehemaligen Partner Magnus. In zahlreichen Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend wird uns erklärt , was zu ihrem Tun als Umweltschützerin geführt hat. 
Und genau dieses Segelboot finden Vater und Tochter , während sie in einem Flüchtlingslager , in dem es das wertvolle Gut Wasser noch gibt, auf die Ankunft der Mutter und des Bruders warten. Mit Marguerite, die sie im Lager kennengelernt haben, schmieden sie Pläne, der Ausweglosigkeit zu entkommen.
Das ist die inhaltliche Verbindung zwischen beiden Strängen, die sich abwechseln und die Sichtweise von David und Signe erzählen.
Durch ihre sehr bildhafte Sprache schafft es die Autorin, uns schnell in die Handlungen zu integrieren. Gekonnt gelingt es ihr, die beiden Stränge  zusammenzufügen und eine Verbindung zu schaffen zwischen dem Leben der Liebe der Menschen und dem, woraus alles Leben besteht: dem WASSER. 
Jeder von uns sollte sich fragen: Wie gehe ich um mit der Natur? Welche Zukunft hinterlasse ich meinen Kindern? Wofür bin ich bereit zu kämpfen?

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

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Das geheime Leben der Seele

Sabine Wery von Limont
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 12.03.2018
ISBN 9783442393299
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Unsere Seele ist ein Kunstwerk, das niemals fertig ist. Genau wie wir.« Bereits beim Lesen dieses Zitates war meine Neugierde geweckt. Gut so, denn das Cover kommt eher unscheinbar daher. Die Gliederung des Buches begeisterte mich sofort, da wurde von den Autoren gut überlegt, was unbedingt ins Buch muss und wie es verpackt wird. Gegliedert ist in 5 längeren Kapiteln… • Wo die Seele wohnt• Wie das Bedürfnis der Seele nach Gleichgewicht entsteht• Wenn die Seele zum Problem wird• Wie die Seele aus unserem Körper verschwand• Wie die Seele Halt findet…und eignet sich deshalb auch als Nachschlagewerk, wobei auch das Register helfen kann. Ich habe mich schon immer für Psychologie interessiert und erwartete ein Buch, welches deutlich von den hochwissenschaftlichen Werken mancher Autoren abweicht. Diese sind auch nötig , aber wir sind ja Laien auf diesem Gebiet und da muss die Sprache verständlich sein . Ansonsten legt man ein solches Buch schnell wieder weg.Die Autorin Sabine Wery von Limont , selbst Psychotherapeutin , zeigt auf unterhaltsame Weise , wie wichtig es ist , dass unsere Seele kein  unsichtbares Organ bleibt , sondern wir ihr (und auch den Seelen unserer Mitmenschen die nötige Aufmerksamkeit widmen. Und bei allen wissenschaftlich fundierten Gedanken, gelingt es der Autorin mit einer Portion Humor durchaus flüssig zu schreiben.
Besonders interessant fand ist das Kapitel zur Psychosomatik, das mit dem Teil „Von der Notwendigkeit, die Seele ernst zu nehmen „ endet.Genau das sollten wir tun. 

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(57)

64 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

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Der Schlüssel des Salomon

J.R. Dos Santos , Viktoria Reich
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei luzar publishing, 15.03.2018
ISBN 9783946621027
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Zweifellos ein spannender Roman , eine Mischung aus mathematischen und physikalischen Analysen und Thriller . Trotzdem ist es für meinen Geschmack eher für wissenschaftlich interessierte Leser geeignet, denn für Thrillerfans. Für die dürften es zu viele wissenschaftliche Erklärungen sein. Die Romanhelden können sich so auch nicht wirklich entwickeln. Vielleicht folgt dies ja in den Fortsetzungen.“ So schrieb ich nach „Das Einstein Enigma“. Nun ist die Fortsetzung da und ich werde hoffentlich nicht enttäuscht. Ein Folgeroman von „Das Einstein Enigma“ ist es ja nicht direkt, eher unabhängig davon zu lesen , auch wenn der Protagonist der gleiche ist- der Codespezialist Tomás Noronha . 
Zum Inhalt : Im CERN, dem Europäischen Kernforschungszentrum, findet ein Jahrhundert-Experiment zur Entstehung des Universums statt, welches allerdings wegen eines schrecklichen Zwischenfalls unterbrochen werden muss: Frank Bellamy, der Wissenschaftsdirektor der CIA, liegt als Leiche im Teilchenreaktor. Als Täter wird Tomás Noronha angesehen , den die CIA auf jeden Fall fassen will. Da bleibt dem berühmten Codespezialisten nur ,den wahren Täter selbst zu überführen. Während seiner Ermittlungen öffnet sich ihm die geheimnisvolle Welt des Mikrokosmos , er gelangt an die Grenzen des menschlichen Wissens und darüber hinaus, dorthin, wo das Bewusstsein und das Universum miteinander verschmelzen. Der Autor José António Afonso Rodrigues dos Santos, kurz J. R. Dos Santos ist ein mehrfach ausgezeichneter portugiesischer Journalist und Universitätsdozent für Journalistik, lange Zeit Kriegsberichterstatter in Krisengebieten in aller Welt Mit seinen Büchern erreicht er ein Millionenpublikum und regelmäßige Bestsellerauflagen; mehr als 3 Millionen Exemplare seiner Serie um den Codespezialisten Tomás Noronha wurden bisher verkauft und das in 18 verschiedenen Sprachen. Das Cover ist geheimnisvoll und mysteriös , es hat mir sehr gefallen ; Mich stört allerdings der reißerische rote Aufmacher mit der Aufschrift, "vom Autor des Buches DAS EINSTEIN ENIGMA".Die Idee des Nachworts finde ist witzig… Der Schreibstil auch flüssig und verständlich, das ist auch nötig , denn es gibt wieder viele wissenschaftliche Informationen. Auch dieses Buch ließ sich also zunächst gut lesen. Doch mir war es einfach wieder zu viel Physik. Ich wieder hole mich also Trotzdem ist es für meinen Geschmack eher für wissenschaftlich interessierte Leser geeignet, denn für Thrillerfans. Für die dürften es zu viele wissenschaftliche Erklärungen sein. 

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(61)

83 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 57 Rezensionen

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Der Mann, der nicht mitspielt

Christof Weigold
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462051032
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hollywood purDieser mitreißend spannende Detektivroman ist der Start einer Reihe, die auf den größten Skandalen und ungeklärten Mordfällen des frühen Hollywood basiert.Das Cover weist auf die Hollywood Studios der 20er Jahre hin und den Titel finde ich erfrischend subtil. Schon das Cover hat mich total überzeugt, aber dass dann der Einband und das Lesebändchen noch goldfarben sind ,passt wirklich perfekt zur Geschichte. Christof Weigold, der Autor hat für seinen ersten Roman ein ziemlich dickes Werk hingelegt.Ich war daher etwas skeptisch , ob er einen Spannungsbogen aufgebauen  und vor allem ihn dann aufrecht erhalten kann.Das ist ihm gelungen.Privatdetektiv Hardy Engel, der deutsche Protagonist , ist als Schauspieler gescheitert. Aber Privatdetektive sind ja oft gescheiterte Existenzen.Er soll die verschwundene Starlet Virginia Rappe finden. Virginia stirbt wenig später unter ziemlich mysteriösen Umständen. Komiker Roscoe »Fatty« Arbuckle wird beschuldigt, sie brutal vergewaltigt und tödlich verletzt zu haben. Die Boulevardzeitungen des Hearst-Konzerns stürzen sich auf den Fall.Hardy Engel ermittelt gleich in zwei rivalisierenden Filmstudios und in der deutschen Kolonie .Unterstützung erhält er vom windigen Buck Carpenter und Pepper, die nicht ganz aufrichtig ist und ihre Motive im Dunkel lässt.Als Hardy Engel schließlich tiefer gräbt, ist nicht nur sein Leben in Gefahr.Der Schreibstil ist angenehm, ein wenig altmodisch, aber wiederum passend zur dargestellten Zeit. Ein unterhaltsam geschriebenes, sehr spannendes  Buch.

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

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Die letzte Borgia

Sarah Dunant , Peter Knecht
Flexibler Einband: 522 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363194
Genre: Historische Romane

Rezension:



Die Borgias waren immer schon den Stoff für Romane wert; man denkt an Intrigen und Macht, Und bei den Namen Lucrezia an Giftmischerin und Verführerin.Die LP hatte mir einen ersten Eindruck dafür geliefert, dass Sarah Dunant ,eine anerkannte Autorin historischer Romane, uns tief in Abgründe blicken lassen wird... Nach dem großen Erfolg von Der Palast der Borgia öffnet Sarah Dunant ist „Die letzte Borgia“ eine direkte Fortsetzung. Ich kenne den Vorgänger nicht, habe mich aber schon öfter mit der Geschichte der Borgia befasst Auf die Geschichte war ich sehr gespannt, aber ganz hat sie nicht meine Erwartungen erfüllt.Zunächst zum Cover:Der Verlag hat sich entschieden, das Cover passend zum Vorgänger zu gestalten. Eine Frau, von der wir nur die Rückansicht sehen, blickt auf eine mittelalterliche Stadt. Auch die grafische Gestaltung ist an den Vorgängerroman angepasst. Ein klarer Bezug beider Roman zueinander.Zum Inhalt:Der Roman beginnt im  Jahr 1502. Gerüchte um Lucrezia Borgia wabern durch ganz Italien.Angeblich hat Lucrezia eine Affäre mit ihrem Bruder Cesare, angeblich liebt sie ihren Vater, Papst Alexander VI., angeblich geschehen Mord und Orgien in der Nähe der Frau. Doch überall, wo sie selbst auftaucht, verstummen die Stimmen – alle sind ihrem Anmut und ihrem Geschick erlegen…Zur Sprache: Sarah Dunant beschreibt farbenfrohe Bilder, malt geradezu realistische Gemälde der damaligen Zeit: ein farbenprächtiges Familienepos  .Besonders schillernd wird das Leben der Lucrezia Borgia dargestellt. Aber vieles bleibt oberflächlich, die Charakterzeichnungen haben mich nicht vollständig überzeugt mich nicht wirklich berührend. Ein unterhaltsamer informativer Roman, dem es leider an Spannung fehlt.

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

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Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

Glenn Dixon , Lars Bauer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462051148
Genre: Liebesromane

Rezension:


Jedes Jahr beantworten "Julias Sekretärinnen" tausende Briefe, die an Julia in Verona geschrieben werden. Julias Sekretärinnen erhalten „Zuwachs“ – den Autor Glenn Dixon. Der kanadische Lehrer fährt nach Verona, diese Reise soll ihm helfen, über eine verlorene Liebe hinweg zukommen. Für Dixon ist Shakespeare kein Unbekannter – hat er doch jahrelang versucht, diesen Schriftsteller und seinen Klassiker „Romeo und Julia“ seinen Schülern näher zu bringen. Das gelingt ihm übrigens ausgezeichnet.Dixon wird der neue Sekretär, er beantwortet Briefe, und dabei wird ihm endlich die Bedeutung und das Geheimnis der Liebe.So beginnt  eine wahre Geschichte am  Schauplatz der Tragödie um Romeo und Julia. Die Geschichte von Romeo und Julia hat mich schon immer fasziniert, das Original ebenso wie verschiedene Versionen oder der Film "Briefe an Julia". Aus dem Film kannte ich auch "Julias Sekretärinnen" bereits.Im Buch gibt es zwei verschiedene thematischen Linien, das macht das Lesen aber nicht komplizierter, denn der Dixons Schreibstil flüssig, die Sprache leicht verständlich Am interessantesten fand ich, dass man als Leser hier die seltene Gelegenheit hat, einen Mann im Umgang mit den Thema Liebe zu erleben. Das gibt es ja nicht so häufig.
Außerdem hat das Werk den Vorteil, dass jedem Leser genug Freiraum für eigene Schlüsse und Gedanken gelassen wird.

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202 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

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Lied der Weite

Kent Haruf , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070170
Genre: Romane

Rezension:

Warmherzig und stillDer leider bereits verstorbene Autor Kent Haruf hat einen wirklich zauberhaften Roman geschrieben. Schön, dass er vom Diogenes Verlag noch einmal herausgebracht wurde. Lehrer Tom Guthrie ahnt, dass seine Frau Ella , die sich schon lange von ihm zurückgezogen hat, ihn verlassen wird. Sie mehr und mehr versunken in einer Welt finsterer Zweifel und entschließt sich wenig später, bei ihrer Schwester in Denver ein neues Leben zu beginnen. Sie lässt mit diesem Entschluss aber auch ihre beiden gemeinsamen Söhne Ike und Bobby zurück. Für Tom ist das eine große Herausforderung; er muss den Kindern die Mutter zu ersetzen und sie alleine groß ziehen. Doch die Geborgenheit ihrer Kinderwelt bekommt immer größere Risse - und auch ihr Vater kann nicht verhindern, dass sie mit den Schattenseiten des Lebens konfrontiert werden. Die 17jährige schwangere Victoria hat eine Mutter; aber diese hartherzige Frau, verstößt ihre Tochter, obwohl auch der Vater des ungeborenen Kindes die junge Frau längst verlassen hat. Ihre Lehrerin Maggie Jones, nimmt Victoria zunächst bei sich auf. Aber sie weiß, dass das Mädchen lernen muss, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Maggie beschließt, Victoria bei den eigenbrötlerischen McPheron-Brüdern unterzubringen. Aber das ist ein schwieriges Unterfangen, das scheinbar vom Anfang an zum Scheitern verurteilt ist – zu fremd ist den Brüdern die reale Welt eines schwangeren Teenagers. Aber Raymond und Harold McPheron nehmen Victoria trotz aller Unwägbarkeiten bei sich, und lassen sich damit auf das größte Abenteuer ihres Lebens ein. Bald entspinnt sich eine zarte Freundschaft zwischen diesen so ungleichen Menschen. Einsam ist das Leben von Maggie und Tom lange Zeit, doch dann gehen sie zum ersten Mal miteinander tanzen … Soweit zum Inhalt . Ken Haruf beschreibt in Holt, einem ländlichen Ort in Colorado, die ganz unterschiedlichen Leben verschiedener Menschen. Er beobachtet genau und es entstehen durch seinen präzisen und ruhigen Schreibstil unaufgeregte und unspektakuläre Geschichten. Der Roman ist flüssig zu lesen und lässt uns den Menschen im kleinen Holt ganz nahe kommen. Alles wirkt sehr authentisch. Ein tolles Buch voller Anmut und Fürsorge; zum Nachdenken .Wie wichtig sind diese Werte in der heutigen Gesellschaft ! 

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286 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 104 Rezensionen

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Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:

 „Da. So seid ihr.“ Wie hin geklatscht – keine Widmung, eher ein wütender Faustschlag als Buchanfang. Juli Zeh ist ja mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet worden und auch ihr gesellschaftlich-politisches Engagement ist bekannt. Zehs Schreiben dreht sich um den Kampf zwischen Chaos und Ordnung; sie fragt, ob und wie sich Sinn und Moral neu aufbauen lassen, wenn althergebrachte Werte bedeutungslos geworden sind. Wiederkehrende Motive sind die Fragen des Verlorengehens, des Zusammenhalts und der tragenden Normen und die Lebenswelt in einer Gesellschaft der Individualisierung und Globalisierung, in der keine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft einer Weltgemeinschaft mehr erkennbar wird. Diese Anforderungen an sich selbst und die Gesellschaft in einem Roman umzusetzen, ist sehr schwierig und kontroverse Diskussionen sind vorprogrammiert. Der Autorin gelingt es aber auf der Basis des , wenn auch etwas unwirklich anmutenden Plots, eine gut durchdachte und treffende Gesellschaftskritik zu entwickeln, die – egal was man davon auch hält- in jedem Fall zum Nachsenden und zur Diskussion provoziert. Im Jahr der Handlung -2025- hat eine sogenannte Besorgte-Bürger-Bewegung die Regierung abgelöst und es gibt für alle ein bedingungsloses Grundeinkommen. Klingt das wirklich so unrealistisch? Sind wir wirklich so weit davon entfernt? Die Figuren des Romans und deren Beziehungen zueinander sind gut recherchiert und die Autorin verlangt von uns nicht, dass wir ihre Protagonisten lieben. Sprachlich überzeugt Juli Zeh auf jeden Fall – da gibt es nichts zu diskutieren. Da sind sachliche Sätze, die man zweimal lesen muss, will man sie ganz verstehen; wie : „Demokratieverdrossene Nicht-Wähler gewinnen Wahlen, während engagierte Demokraten mit dem Wählen aufhören.“ Da sind fast poetische Teile , die man zweimal lesen muss, weil sie so schön sind ; wie : „Solange die Sonne Energie schickt , wird geflattert, gerannt und gekrochen, begattet, gebrütet, gejagt und gekämpft.“ 
Juli Zeh hat ein gutes und wichtiges großartiges Buch geschrieben! 

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gewohnt spannend    1961 sterben an der Berliner Mauer zwei Menschen, Alec Leamas, ein britischer Top-Spion, und seine Freundin Liz Gold. Ganze 56 Jahre später holt Peter Guilliam diese Geschichte ein; er ist George Smileys ehemaliger Assistent. Und den kennen wir.Le Carrés Romane um die Figur des Geheimagenten George Smiley spielen im Milieu des Kalten Kriegs. „Der Spion, der aus der Kälte kam“ ist mein Lieblingsroman dieses Autors. Die Kinder der Spione wollen eine Untersuchung zu den damaligen Ereignissen. Viele Fragen blieben damals ungeklärt: Warum mussten die Agenten an der Berliner Mauer sterben? Hat der britische Geheimdienst sie zu leichtfertig geopfert? Halten die Motive von damals heute noch stand? Peter Guillam , der Ich-Erzähler versucht in einem hochinteressantem Verhör  hinter die wirklichen Geschehnisse der Operation Windfall zu kommen. Dann taucht George Smiley selbst auf und übernimmt das Steuer.In einem dichten und spannungsgeladenen Verhör rekonstruiert Peter Guilliam, was kurz nach dem Mauerbau in Berlin passierte. Bis die Szene betritt und das Geschehen in einem neuen Licht erscheint.Le Carré gelingt es herausragend wie immer uns geschichtliche Inhalte des Kalten Krieges spannend näher zu bringen. Ein Spionageroman ganz im Stil seiner früheren Romane.Auch das Cover passt irgendwie in die damalige Zeit und zu den anderen Carré-Romanen. Der Kalte Krieg - davon lebt das Buch.

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80 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Durch alle Zeiten

Helga Hammer
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 13.10.2017
ISBN 9783961010080
Genre: Romane

Rezension:

Schon das Cover gibt einen sehr guten Ausblick auf die im Roman behandelte Epoche; die 50er Jahre. Wir werden von der Autorin Helga Hammer in diese Zeit mitgenommen; in eine ganz andere Zeit als heute. Moralvorstellung, Platz der Frau in der Gesellschaft sind gänzlich andere und uns heute größtenteils glücklicherweise fremd. Elisabeth , 17 Jahre jung aus der Alpenbergwelt Österreichs. Das ist die Hauptheldin, um sie dreht sich die Geschichte. Der örtliche Handlungsbogen spannt sich von ihrem Bergdorf nach England und zurück, der zeitliche von ihrer Kindheit bis hin zur erwachsenen Frau. Elisabeth ist eigentlich nicht die Tänzerin, die das Cover uns suggeriert zu sein. Aber vielleicht spiegeln sich ja genau darin ihr Träume wider. Ihre Träume eines besseren Lebens , weniger in Armut und nicht der männlichen Willkür ausgesetzt. Sie tanzt nicht durch alle Zeiten, aber geht mehr und mehr aufrecht durch diese. Sie ist eine starke Frau; eine Frau mit Ecken und Kanten, auch wenn sie immer wieder durch die damaligen gesellschaftlichen Schranken in ihre gewiesen wird. Man muss die Protagonistin nicht lieben, aber Respekt haben vor ihrem Mut, diese Grenzen immer wieder auszuloten und manchmal erfolgreich zu durchbrechen. Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt, die Zeitebenen werden aber stimmig mit einander verbunden. 
Helga Hammers Roman passt gut in die "Kopfkino-Edition" .Der Leser wird mitgenommen in Elisabeths Bergwelt, auch in die anderen Stationen ihres Lebens, aber bei den Bergen gelingt es der Autorin besonders intensiv , und deshalb so erfolgreich. Das Buch ist zwar etwas stark zergliedert, aber wenn man sich in das Werk vertieft, kann man den Geschehnissen problemlos folgen. 

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155 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Beim Erhalt des Buches wunderte ich mich zunächst; das Buch wurde mit einem weißen Cover vorgestellt  und ich erhielt ein schwarzes Exemplar. Zunächst dachte ich, das sei vielleicht ein Vorabexemplar. Da ich ein neugieriger Mensch bin, wollte ich der Sache auf den Grund gehen und: weit gefehlt! Es gibt zwei verschiedene Buchcover:    DUNKEL: FÜR APOKALYPTIKER - HELL: FÜR OPTIMISTEN. OKKleiner Tipp von Marc-Uwe , dem Autor :"Da sich mein neues Buch viel um Personalisierung und ihre Absurditäten dreht, kam mir schon früh die Idee, diese Personalisierung auch dem Roman selbst angedeihen zu lassen. Deshalb gibt es zwei unterschiedliche Ausgaben. Zwischen den eigentlichen Kapiteln, die in beiden Ausgaben identisch sind, befinden sich Empfehlungen, Nachrichten und Werbung, die voneinander abweichen. Es muss jedoch kein Leser Angst haben, etwas zu verpassen. Am Ende des Romans findet sich ein Link, der zu den Unterbrechungen der jeweils anderen Ausgabe führt. Man muss das Buch also nicht doppelt kaufen, um alles lesen zu können."  OKIch bin Optimist und habe mich aber dennoch an die Lektüre des schwarzen Exemplars gewagt. OKDie Bücher dieses Autors sind gut bekannt und lustig. Und wurde nicht enttäuscht! Auch wenn kein Känguru im Buch vorkommt.Das Thema diesmal hat uns alle schon längst im Griff. Was Kling da schildert ist erschreckend realistisch .Er beschreibt eine Zukunft, in der sich Menschen und Maschinen immer ähnlicher werden. Privates gibt es kaum noch. Es steckt aber auch immer Ernsthaftigkeit dahinter. Alles ist hier recht skurril umgesetzt mit dem bekannten Wortwitz des Autors. Wie üblich beschränkt sich Marc-Uwe Kling nicht nur auf den Text, sondern gestaltet das Buch zu einem markttauglichen Gesamtwerk. Es gibt sogar Reiseführerhinweise fürs Qualityland. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, ein Buch für zwischendurch, weil es sich schnell „weg“ liest.OK

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118 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

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Drei Tage und ein Leben

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.12.2017
ISBN 9783608981063
Genre: Romane

Rezension:


Ende Dezember 1999, eine überraschende Reihe von Ereignissen bricht auf das Dorf Beauval herein, zu allererst natürlich ist damit das Verschwinden des kleinen Rémi Desmedt gemeint. Das Dorf liegt weit ab, ist vom Wäldern umgeben und folgt einem eher monotonen Rhythmus. Dieses plötzliche Verschwinden rüttelt die Bewohner auf, ja sie sehen dieses Ereignis gar als Anzeichen für kommende Katastrophen. Antoine, ein 12jähriger Junge, der mit seiner alleinerziehenden Mutter in diesem kleinen Dorf lebt, hat im Zorn den Nachbarsjungen Remi getötet. Die ganze Geschichte ist um dieses höllische Problem gebaut. Sie ist in drei Hauptteile gegliedert, die uns Antoines Leben in den Jahren 1999, 2011 und 2015 näher bringen. Der Plot erweist sich eigentlich als einfach, der Autor konzentriert sich auf die Psychologie seiner Helden, die er hervorragend herausgearbeitet hat. Der flüssige Schreibstil von Pierre Lemaitre nimmt uns gekonnt mit in die Geschichte, setzt uns Bilder in den Kopf und Gefühle ins Herz. Es gruselig wie der Tod eines Kindes auf das Leben eines anderen Kindes Einfluss nimmt, wie ein Kind seinen Kampf mit Schuldgefühlen führt. In drei Tagen, ein Leben ist die Spannung sozusagen umgekehrt, denn man kennt den Mörder von den ersten Seiten an. Der Held, Antoine hört nie auf zu faszinieren: Ist er ein echter Mörder, kann er das sein; mit zwölf? Kannst du ihn hassen? Pierre Lemaitre stellt uns beim Lesen viele Fragen über die menschliche Seele und ihre dunklen Ecken. Lösungen müssen wir selbst finden, das macht gute Literatur aus. Pierre Lemaitre, er ist einer jener Autoren, die ich nicht lese, aber ich "verschlinge" jedes seiner Bücher ... Dieser Roman drängt uns zur Beantwortung der Frage: Was würdest du an seiner Stelle tun ??? 

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141 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

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Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 29.11.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:


    
Das Cover gefällt mir gut, es besticht durch eine ausgewogene Farbkombination. Zum Roman selbst schreibt Zadie Smith , eine Autorin , die ihr Handwerk meisterlich beherrscht: „ Ein kluges Buch voller Schönheit, das Wunden heilt – dazu bestimmt , ein Klassiker zu werden.“ – Dem kann ich mich nach dem Lesen des Buches durchaus anschließen. Yaa Gyasi zeichnet die Wege der Protagonistinnen Effia und Esi und ihrer Nachkommen über mehrere Generationen bis hin zur Gegenwart. Und obwohl sich die Geschichte von Effia und Esi über die Jahrhunderte hinweg zieht und die Kontinente Afrika und Amerika mit einander verbindet , ist es ein ausgesprochen zeitgenössischer Roman, der mich fasziniert. "Heimkehren" von Yaa Gyasi berichtet von den Schwestern , die zu Ende des 18. Jahrhunderts in der ehemaligen britischen Kolonie, deren Name heute Ghana ist, geboren wurden. Ihrer beider Leben entwickelt sich völlig unterschiedlich. Der Roman beginnt mit der Kindheit der kleinen Effia in einem ghanaischen Dorf .Als junge Frau wird sie mit einem Weißen verheiratet.Wir nehmen Anteil an Lebensverhältnissen im Dorf und den herrschenden Gesellschaftsstrukturen, lernen die Rolle der Frau in der Dorfgemeinschaft kennen. Esi dagegen wird als Sklavin nach Amerika verkauft, lebt ein hartes Leben auf den Plantagen der Südstaaten . Die Thematik der Sklaverei wird von zwei unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet, das ist ungewöhnlich und trägt sehr zum Spannungsaufbau bei. Der Roman streift viele weitere Themen , auf nur 400 Seiten gelingt es der Autorin tiefgründige Charaktere zu entwickeln, eine komplexe , unwiderstehliche Story zu erzählen. Sie setzt individuelle Schicksale in die Geschichte. Und sie tut das in einer tollen Schreibweise. 

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368 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 149 Rezensionen

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Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

Ein dunkles Kapitel Amerikas treffend inszeniertAmerika steht bei uns Deutschen als Land der Demokratie hoch im Kurs – sehen wir mal von den derzeitigen Auswüchsen ab.Wir beneiden die Amerikaner um ihr Nationalbewusstsein – aber nicht nur wir Deutschen haben blinde Flecken in unserer Geschichte …Mir erscheint es nach der Lektüre dieses Roman zweifelhaft , ob die Amerikaner mit diesen Flecken so umgehen , wie sie das von uns Deutschen gerne erwarten – und wie es auch richtig ist.COLSON WHITEHEAD erklärt in seinem Roman Amerikas schmutzige Seiten im Georgia des frühen 19. Jahrhunderts : Eine Sklavin flieht durch ein geheimes Fluchtwegenetz:  die Untergrundbahn des Titels .In der Realität war sie ein Netzwerk von Gegnern der Sklaverei - im Roman wird sie zu einer echten unterirdischen Eisenbahn, die quer durch Amerika geflohene Sklaven in den Norden bringt.Deshalb bekam Colson Whitehead auch den National Book Award in der Kategorie "Fiktion". Er erzählt die Geschichte von Cora, einer Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Durch den Sklaven Caesar , der neu auf der Plantage, ist erfährt sie von einem geheimen Fluchthelfer-Netzwerk. Die beiden entschließen sich zur Flucht.Der Roman beginnt mit Ajarry, Coras Großmutter, die mit einem Schiff nach Amerika verschleppt  wurde und die immer wieder weiterverkauft wurde.Am Ende ihres Lebens kam sie auf die Farm der Randalls. An diesem Ort wuchs auch ihr Enkelin Cora auf. Deren Mutter Mabel wagte den Weg in den Norden, während ihre Großmutter ihr Schicksal ertrug. In Cora sind Beide verwurzelt, deshalb will sie zunächst nicht fliehen; sie weiß ja auch nicht, was sie erwartet. Die Flucht gestaltet sich schwierig und die Angst, wieder eingefangen zu werden, hängt ständig wie ein Damoklesschwert über Cora.Am Cover gefällt mir besonders der weite Sternenhimmel; ein Himmel , den Cora sicher oft auf ihrer Flucht gesehen hat und der sie vielleicht auch zum Träumen von der großen Freiheit lässt. Und im Hintergrund – wie zum Beweis- beginnt der neue Tag.Das fundierte Sachwissen des Romans spiegeln im Cover  die großen Letter des Titels sehr gut wider. Fiction und Realität sind nicht nur im Cover gut verwoben.

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149 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

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Und Marx stand still in Darwins Garten

Ilona Jerger
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.08.2017
ISBN 9783550081897
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Große der Geschichte auf dem Cover: zwei interessante sehr unterschiedliche Charaktere. Sie leben im Frühjahr 1881 in London nur wenige Meilen voneinander entfernt. Es handelt sich um Charles Darwin und Karl Marx.
Beide haben mit ihren Werken die große Welt verändert, aber ihre kleine , private Welt ist schwierig.
Darwin , der den Schöpfer abgeschafft hat , wird missverstanden und forscht inzwischen still am… Regenwurm.
Marx dagegen grollt der Welt lauthals und sucht nach einem handlungswilligen Proletariat – bisher vergebens .
Eines Abends begegnen sich die beiden bei einem Dinner. Das Gespräch kreist um Gott und soziale Gerechtigkeit, aber es endet unerfreulich.
Nichtsdestotrotz sind die Beiden sich gar nicht so unähnlich.
Ich habe vor nicht allzu langer Zeit die Doppelbiografie des Mathematikers und Geodäten Carl Friedrich Gauß und des Naturforschers Alexander von Humboldt gelesen . Auch hier handelt es sich um Fiktion; die beiden trafen sich ebenso wenig wie Marx und Darwin. Deshalb erwartete ich Ähnliches von Ilona Jergers Roman.
Leider ist es ihr nicht ganz gelungen , die biografischen Fakten in einem lesenswerten Roman zu verarbeiten.

Ilona Jerger hat ausgezeichnet recherchiert, aber thematisch schafft sie es nicht Marx und Darwin in den gesellschaftlichen Umbrüchen der Zeit zu sehen , sondern das Verhältnis zur Kirchen und die eigene Gesundheit stehen zu sehr im Vordergrund.
Das Spannende des Romans lässt sich von mir an der dritten Person _eine Art Vermittler- festmachen. Es handelt sich um Thomas Beckett - Leibarzt beider Wissenschaftler Er stellt das ausgleichende Moment dar.
Der Schreibstil geht mit dem Inhalt nicht konform. Die Sätze sind oft kurz und wie abgehackt.
Die Autorin ist bin der Sparte der Sachbücher sicher eher zu Hause.

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139 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

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Projekt Orphan

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671088
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch  "Orphan X" hat mich beim Lesen begeistert, deshalb war ich gespannt auf die Fortsetzung.Ich glaube , dass man nicht unbedingt das erste Buch gelesen haben muss . um sich ohne Probleme in die Geschichte zu finden. Der Schreibstil ist eher nüchtern, aber gerade deshalb passt er sehr gut zur Hauptfigur. Das Buch ist flott gelesen.
Evan Smoak, der "Nowhere Man", hält sich noch immer an seine Gebote. Das 10. und Wichtigste: Lass niemals einen Unschuldigen sterben. 
Evans Charakter ist vielfältig; eine Mischung aus einsamem Rächer,  Superhelden und Genießer- auf alle Fälle ein „Guter“. 
Interessant sind die vielen Recherchen zu den Geheimdiensten und deren Machenschaften. Der Thriller beginn fulminant , der "Nowhere Man" Evan Smoak  ist in voller Aktion zu erleben. Im Mittelteil zieht sich der Thriller doch recht in die Länge bevor sie Spannung zum Ende hin wieder zunimmt.Ich fand das Buch sehr spannungsgeladen, aber mit zu vielen Kampfaktionen durchsetzt. Das hindert tiefgründiger Handlungsabläufe und Erklärungen . Etwas zu amerikanisch für mich.

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