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59 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

österreich, berge, berg, bergwelt, liebe

Durch alle Zeiten

Helga Hammer
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 13.10.2017
ISBN 9783961010080
Genre: Romane

Rezension:

Schon das Cover gibt einen sehr guten Ausblick auf die im Roman behandelte Epoche; die 50er Jahre. Wir werden von der Autorin Helga Hammer in diese Zeit mitgenommen; in eine ganz andere Zeit als heute. Moralvorstellung, Platz der Frau in der Gesellschaft sind gänzlich andere und uns heute größtenteils glücklicherweise fremd. Elisabeth , 17 Jahre jung aus der Alpenbergwelt Österreichs. Das ist die Hauptheldin, um sie dreht sich die Geschichte. Der örtliche Handlungsbogen spannt sich von ihrem Bergdorf nach England und zurück, der zeitliche von ihrer Kindheit bis hin zur erwachsenen Frau. Elisabeth ist eigentlich nicht die Tänzerin, die das Cover uns suggeriert zu sein. Aber vielleicht spiegeln sich ja genau darin ihr Träume wider. Ihre Träume eines besseren Lebens , weniger in Armut und nicht der männlichen Willkür ausgesetzt. Sie tanzt nicht durch alle Zeiten, aber geht mehr und mehr aufrecht durch diese. Sie ist eine starke Frau; eine Frau mit Ecken und Kanten, auch wenn sie immer wieder durch die damaligen gesellschaftlichen Schranken in ihre gewiesen wird. Man muss die Protagonistin nicht lieben, aber Respekt haben vor ihrem Mut, diese Grenzen immer wieder auszuloten und manchmal erfolgreich zu durchbrechen. Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt, die Zeitebenen werden aber stimmig mit einander verbunden. 
Helga Hammers Roman passt gut in die "Kopfkino-Edition" .Der Leser wird mitgenommen in Elisabeths Bergwelt, auch in die anderen Stationen ihres Lebens, aber bei den Bergen gelingt es der Autorin besonders intensiv , und deshalb so erfolgreich. Das Buch ist zwar etwas stark zergliedert, aber wenn man sich in das Werk vertieft, kann man den Geschehnissen problemlos folgen. 

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(48)

100 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

qualityland, dystopie, roman, humor, marc-uwe kling

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Romane

Rezension:

Beim Erhalt des Buches wunderte ich mich zunächst; das Buch wurde mit einem weißen Cover vorgestellt  und ich erhielt ein schwarzes Exemplar. Zunächst dachte ich, das sei vielleicht ein Vorabexemplar. Da ich ein neugieriger Mensch bin, wollte ich der Sache auf den Grund gehen und: weit gefehlt! Es gibt zwei verschiedene Buchcover:    DUNKEL: FÜR APOKALYPTIKER - HELL: FÜR OPTIMISTEN. OKKleiner Tipp von Marc-Uwe , dem Autor :"Da sich mein neues Buch viel um Personalisierung und ihre Absurditäten dreht, kam mir schon früh die Idee, diese Personalisierung auch dem Roman selbst angedeihen zu lassen. Deshalb gibt es zwei unterschiedliche Ausgaben. Zwischen den eigentlichen Kapiteln, die in beiden Ausgaben identisch sind, befinden sich Empfehlungen, Nachrichten und Werbung, die voneinander abweichen. Es muss jedoch kein Leser Angst haben, etwas zu verpassen. Am Ende des Romans findet sich ein Link, der zu den Unterbrechungen der jeweils anderen Ausgabe führt. Man muss das Buch also nicht doppelt kaufen, um alles lesen zu können."  OKIch bin Optimist und habe mich aber dennoch an die Lektüre des schwarzen Exemplars gewagt. OKDie Bücher dieses Autors sind gut bekannt und lustig. Und wurde nicht enttäuscht! Auch wenn kein Känguru im Buch vorkommt.Das Thema diesmal hat uns alle schon längst im Griff. Was Kling da schildert ist erschreckend realistisch .Er beschreibt eine Zukunft, in der sich Menschen und Maschinen immer ähnlicher werden. Privates gibt es kaum noch. Es steckt aber auch immer Ernsthaftigkeit dahinter. Alles ist hier recht skurril umgesetzt mit dem bekannten Wortwitz des Autors. Wie üblich beschränkt sich Marc-Uwe Kling nicht nur auf den Text, sondern gestaltet das Buch zu einem markttauglichen Gesamtwerk. Es gibt sogar Reiseführerhinweise fürs Qualityland. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, ein Buch für zwischendurch, weil es sich schnell „weg“ liest.OK

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

frankreich, mord, schuld, beklemmend, roman

Drei Tage und ein Leben

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608981063
Genre: Romane

Rezension:


Ende Dezember 1999, eine überraschende Reihe von Ereignissen bricht auf das Dorf Beauval herein, zu allererst natürlich ist damit das Verschwinden des kleinen Rémi Desmedt gemeint. Das Dorf liegt weit ab, ist vom Wäldern umgeben und folgt einem eher monotonen Rhythmus. Dieses plötzliche Verschwinden rüttelt die Bewohner auf, ja sie sehen dieses Ereignis gar als Anzeichen für kommende Katastrophen. Antoine, ein 12jähriger Junge, der mit seiner alleinerziehenden Mutter in diesem kleinen Dorf lebt, hat im Zorn den Nachbarsjungen Remi getötet. Die ganze Geschichte ist um dieses höllische Problem gebaut. Sie ist in drei Hauptteile gegliedert, die uns Antoines Leben in den Jahren 1999, 2011 und 2015 näher bringen. Der Plot erweist sich eigentlich als einfach, der Autor konzentriert sich auf die Psychologie seiner Helden, die er hervorragend herausgearbeitet hat. Der flüssige Schreibstil von Pierre Lemaitre nimmt uns gekonnt mit in die Geschichte, setzt uns Bilder in den Kopf und Gefühle ins Herz. Es gruselig wie der Tod eines Kindes auf das Leben eines anderen Kindes Einfluss nimmt, wie ein Kind seinen Kampf mit Schuldgefühlen führt. In drei Tagen, ein Leben ist die Spannung sozusagen umgekehrt, denn man kennt den Mörder von den ersten Seiten an. Der Held, Antoine hört nie auf zu faszinieren: Ist er ein echter Mörder, kann er das sein; mit zwölf? Kannst du ihn hassen? Pierre Lemaitre stellt uns beim Lesen viele Fragen über die menschliche Seele und ihre dunklen Ecken. Lösungen müssen wir selbst finden, das macht gute Literatur aus. Pierre Lemaitre, er ist einer jener Autoren, die ich nicht lese, aber ich "verschlinge" jedes seiner Bücher ... Dieser Roman drängt uns zur Beantwortung der Frage: Was würdest du an seiner Stelle tun ??? 

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(74)

107 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 70 Rezensionen

sklaverei, afrika, ghana, usa, amerika

Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.08.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:


    
Das Cover gefällt mir gut, es besticht durch eine ausgewogene Farbkombination. Zum Roman selbst schreibt Zadie Smith , eine Autorin , die ihr Handwerk meisterlich beherrscht: „ Ein kluges Buch voller Schönheit, das Wunden heilt – dazu bestimmt , ein Klassiker zu werden.“ – Dem kann ich mich nach dem Lesen des Buches durchaus anschließen. Yaa Gyasi zeichnet die Wege der Protagonistinnen Effia und Esi und ihrer Nachkommen über mehrere Generationen bis hin zur Gegenwart. Und obwohl sich die Geschichte von Effia und Esi über die Jahrhunderte hinweg zieht und die Kontinente Afrika und Amerika mit einander verbindet , ist es ein ausgesprochen zeitgenössischer Roman, der mich fasziniert. "Heimkehren" von Yaa Gyasi berichtet von den Schwestern , die zu Ende des 18. Jahrhunderts in der ehemaligen britischen Kolonie, deren Name heute Ghana ist, geboren wurden. Ihrer beider Leben entwickelt sich völlig unterschiedlich. Der Roman beginnt mit der Kindheit der kleinen Effia in einem ghanaischen Dorf .Als junge Frau wird sie mit einem Weißen verheiratet.Wir nehmen Anteil an Lebensverhältnissen im Dorf und den herrschenden Gesellschaftsstrukturen, lernen die Rolle der Frau in der Dorfgemeinschaft kennen. Esi dagegen wird als Sklavin nach Amerika verkauft, lebt ein hartes Leben auf den Plantagen der Südstaaten . Die Thematik der Sklaverei wird von zwei unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet, das ist ungewöhnlich und trägt sehr zum Spannungsaufbau bei. Der Roman streift viele weitere Themen , auf nur 400 Seiten gelingt es der Autorin tiefgründige Charaktere zu entwickeln, eine komplexe , unwiderstehliche Story zu erzählen. Sie setzt individuelle Schicksale in die Geschichte. Und sie tut das in einer tollen Schreibweise. 

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266 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

sklaverei, flucht, amerika, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

Ein dunkles Kapitel Amerikas treffend inszeniertAmerika steht bei uns Deutschen als Land der Demokratie hoch im Kurs – sehen wir mal von den derzeitigen Auswüchsen ab.Wir beneiden die Amerikaner um ihr Nationalbewusstsein – aber nicht nur wir Deutschen haben blinde Flecken in unserer Geschichte …Mir erscheint es nach der Lektüre dieses Roman zweifelhaft , ob die Amerikaner mit diesen Flecken so umgehen , wie sie das von uns Deutschen gerne erwarten – und wie es auch richtig ist.COLSON WHITEHEAD erklärt in seinem Roman Amerikas schmutzige Seiten im Georgia des frühen 19. Jahrhunderts : Eine Sklavin flieht durch ein geheimes Fluchtwegenetz:  die Untergrundbahn des Titels .In der Realität war sie ein Netzwerk von Gegnern der Sklaverei - im Roman wird sie zu einer echten unterirdischen Eisenbahn, die quer durch Amerika geflohene Sklaven in den Norden bringt.Deshalb bekam Colson Whitehead auch den National Book Award in der Kategorie "Fiktion". Er erzählt die Geschichte von Cora, einer Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Durch den Sklaven Caesar , der neu auf der Plantage, ist erfährt sie von einem geheimen Fluchthelfer-Netzwerk. Die beiden entschließen sich zur Flucht.Der Roman beginnt mit Ajarry, Coras Großmutter, die mit einem Schiff nach Amerika verschleppt  wurde und die immer wieder weiterverkauft wurde.Am Ende ihres Lebens kam sie auf die Farm der Randalls. An diesem Ort wuchs auch ihr Enkelin Cora auf. Deren Mutter Mabel wagte den Weg in den Norden, während ihre Großmutter ihr Schicksal ertrug. In Cora sind Beide verwurzelt, deshalb will sie zunächst nicht fliehen; sie weiß ja auch nicht, was sie erwartet. Die Flucht gestaltet sich schwierig und die Angst, wieder eingefangen zu werden, hängt ständig wie ein Damoklesschwert über Cora.Am Cover gefällt mir besonders der weite Sternenhimmel; ein Himmel , den Cora sicher oft auf ihrer Flucht gesehen hat und der sie vielleicht auch zum Träumen von der großen Freiheit lässt. Und im Hintergrund – wie zum Beweis- beginnt der neue Tag.Das fundierte Sachwissen des Romans spiegeln im Cover  die großen Letter des Titels sehr gut wider. Fiction und Realität sind nicht nur im Cover gut verwoben.

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(73)

106 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

marx, darwin, london, charles darwin, karl marx

Und Marx stand still in Darwins Garten

Ilona Jerger
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.08.2017
ISBN 9783550081897
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Große der Geschichte auf dem Cover: zwei interessante sehr unterschiedliche Charaktere. Sie leben im Frühjahr 1881 in London nur wenige Meilen voneinander entfernt. Es handelt sich um Charles Darwin und Karl Marx.
Beide haben mit ihren Werken die große Welt verändert, aber ihre kleine , private Welt ist schwierig.
Darwin , der den Schöpfer abgeschafft hat , wird missverstanden und forscht inzwischen still am… Regenwurm.
Marx dagegen grollt der Welt lauthals und sucht nach einem handlungswilligen Proletariat – bisher vergebens .
Eines Abends begegnen sich die beiden bei einem Dinner. Das Gespräch kreist um Gott und soziale Gerechtigkeit, aber es endet unerfreulich.
Nichtsdestotrotz sind die Beiden sich gar nicht so unähnlich.
Ich habe vor nicht allzu langer Zeit die Doppelbiografie des Mathematikers und Geodäten Carl Friedrich Gauß und des Naturforschers Alexander von Humboldt gelesen . Auch hier handelt es sich um Fiktion; die beiden trafen sich ebenso wenig wie Marx und Darwin. Deshalb erwartete ich Ähnliches von Ilona Jergers Roman.
Leider ist es ihr nicht ganz gelungen , die biografischen Fakten in einem lesenswerten Roman zu verarbeiten.

Ilona Jerger hat ausgezeichnet recherchiert, aber thematisch schafft sie es nicht Marx und Darwin in den gesellschaftlichen Umbrüchen der Zeit zu sehen , sondern das Verhältnis zur Kirchen und die eigene Gesundheit stehen zu sehr im Vordergrund.
Das Spannende des Romans lässt sich von mir an der dritten Person _eine Art Vermittler- festmachen. Es handelt sich um Thomas Beckett - Leibarzt beider Wissenschaftler Er stellt das ausgleichende Moment dar.
Der Schreibstil geht mit dem Inhalt nicht konform. Die Sätze sind oft kurz und wie abgehackt.
Die Autorin ist bin der Sparte der Sachbücher sicher eher zu Hause.

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129 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

thriller, action, spannung, auftragskiller, evan smoak

Projekt Orphan

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671088
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch  "Orphan X" hat mich beim Lesen begeistert, deshalb war ich gespannt auf die Fortsetzung.Ich glaube , dass man nicht unbedingt das erste Buch gelesen haben muss . um sich ohne Probleme in die Geschichte zu finden. Der Schreibstil ist eher nüchtern, aber gerade deshalb passt er sehr gut zur Hauptfigur. Das Buch ist flott gelesen.
Evan Smoak, der "Nowhere Man", hält sich noch immer an seine Gebote. Das 10. und Wichtigste: Lass niemals einen Unschuldigen sterben. 
Evans Charakter ist vielfältig; eine Mischung aus einsamem Rächer,  Superhelden und Genießer- auf alle Fälle ein „Guter“. 
Interessant sind die vielen Recherchen zu den Geheimdiensten und deren Machenschaften. Der Thriller beginn fulminant , der "Nowhere Man" Evan Smoak  ist in voller Aktion zu erleben. Im Mittelteil zieht sich der Thriller doch recht in die Länge bevor sie Spannung zum Ende hin wieder zunimmt.Ich fand das Buch sehr spannungsgeladen, aber mit zu vielen Kampfaktionen durchsetzt. Das hindert tiefgründiger Handlungsabläufe und Erklärungen . Etwas zu amerikanisch für mich.

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246 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

okapi, tod, westerwald, liebe, leben

Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 13.09.2017
ISBN 9783832198398
Genre: Romane

Rezension:

iinn

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

drogen, krimi, gewalt, altglück, dunkels gesetz

Dunkels Gesetz

Sven Heuchert
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.07.2017
ISBN 9783550081781
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

xxxxxx

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

selbstotimierung, tanja mairhofer;, antiratgeber, leben, faulheit

Schluss mit Muss

Tanja Mairhofer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ZS Verlag GmbH, 05.05.2017
ISBN 9783898836548
Genre: Sachbücher

Rezension:


Schluss mit Muss
Herzlichen Glückwunsch! 
...Sie halten gerade ein Buch in der Hand , dass Ihr Leben nicht auf bedeutsame Weise verändern wird.“
Schön, wenn man so zum Lesen animiert wird und 
„Ich sag’s ehrlich und geraderaus: Das vorliegende Buch könnte Sie unterhalten, zwischendurch auch mal an Ihnen kratzen, vielleicht erkennen Sie sich wieder, es könnte Sie zum Lachen bringen, aber Ihr Leben wird’s bestimmt nicht verändern und das soll’s auch gar nicht.“
Schön, wenn nichts von einem erwartet wird außer Lesen.
Deswegen ist es ja auch ein Antiratgeber.


Die Moderatorin, Schauspielerin und Autorin Tanja Mairhofer, hat in ihrem bisherigen Leben schon vieles machen müssen, war und ist überall Zwängen und hohen Anforderungen ausgesetzt. Und deshalb ist für sie jetzt „Schluss mit Muss!“. 
Sie will uns verraten, wie der Mensch aktives  Aufschieben weiterkommt.
Das Buch ist eine recht gelungene, aber nicht neue Zusammenstellung von Alltagsthemen mit einer Menge von teils sehr interessanten Ratschlägen. Alles sehr sympathisch, aber wie schon gesagt nicht neu. Die Sprüche und „Erkenntnisse“ sind unterhaltsam. Lesevergnügen ist garantiert .Und das wurde uns ja auch versprochen _ mehr nicht.
Das große Plus des Buches und deshalb 4 Sterne sind Cover und Gestaltung insgesamt.
Mit seiner Optik: knallgelb und azurblau mit einem Stinkefingerdruck, ist  das Buch im Bücheregal nicht zu übersehen und hat  einen starken Wiedererkennungswert. Die gelben Schnitte strahlen förmlich Optimismus aus.
Als Bonus gibt es noch 3 Kärtchen, die am Einband befestigt sind und sich durch Perforierung gut abtrennen lassen: Sprüche zu Mitnehmen; am besten gefällt mir: "die Realität könnte auch mal einen Hugo vertragen“.
Ein nettes Buch für zwischendurch, die Kapitel umfassen nur wenige Seiten und sind und schnell zu lesen. 
Und jetzt trinke ich erst einmal einen Hugo …

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

physik, einstein, gott, albert einstein, urknall

Das Einstein Enigma

J.R. Dos Santos , Paula Porter
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei luzar publishing, 23.03.2017
ISBN 9783946621003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Autor J.R. Dos Santos folgt den Spuren gleich mehrerer berühmter Wissenschaftler - Einstein, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger und Niels Bohr. Alle diese Forscher waren ihrer Zeit weit voraus waren. 
Dos Santos wurde dabei mit interessanten, kaum bekannten wissenschaftlichen Theorien konfrontiert , die er versuchte in seinen Roman einzubauen.
Aber auch  Spiritualität und Religion spielen im Buch eine große Rolle.
Kurz zum Inhalt: In Kairo erhält der Kryptanalyst Tomas Noronha von einer Iranerin einen sehr brisanten Auftrag; gegen. Er soll gegen eine hohe Bezahlung ein Dokument Einsteins entschlüsseln. Dabei gerät er in die Beobachtung der CIA, die bei dem Dokument von der Anleitung zum Bau einer  Atombombe ausgeht. 
Das Buch ist flüssig geschrieben, aber durch die vielen, komplexen wissenschaftlichen Ausführungen anstrengend zu lesen. 
Zweifellos ein spannender Roman , eine Mischung aus mathematischen und physikalischen Analysen und Thriller .
Trotzdem ist  es für meinen Geschmack eher für wissenschaftlich interessierte Leser geeignet, denn für Thrillerfans. Für die dürften es zu viele wissenschaftliche Erklärungen sein. Die Romanhelden können sich so auch nicht wirklich entwickeln.
Vielleicht folgt dies ja in den Fortsetzungen(s.o.)




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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

frau freitag, fahrschule, führerschein, hörbuch, fahrschulfolter

Man lernt nie aus, Frau Freitag!

Frau Freitag , Cathlen Gawlich
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 07.04.2017
ISBN 9783957130693
Genre: Humor

Rezension:


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65 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

japan, tokio, liebe, krieg, spionage

Demnächst in Tokio

Katharina Seewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 27.03.2017
ISBN 9783958901063
Genre: Romane

Rezension:


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(43)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

bewegung, glück, japan, leben, hardcover

Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden

Francesc Miralles , Héctor García (Kirai)
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.03.2017
ISBN 9783843715607
Genre: Sonstiges

Rezension:


Den Japanern zufolge hat jeder Mensch ein Ikigai. Ikigai ist das, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen, oder auch ganz einfach: »der Sinn des Lebens«. Die Einwohner der japanischen Insel Okinawa, auf der die meisten Hundertjährigen leben, scheinen ihr Ikigai gefunden zu haben. Was ist besonders? 
Wie findet man sein persönliches Ikigai, die Autoren Francesc Miralles und Hector Garcia in ihren Buch "Ikigai, gesund und glücklich hundert werden" gehen das Thema an. Es wird erklärt, was zu einem langen Leben führen kann: einfaches Leben, gesunde Ernährung, viel Bewegung, Meditation, sich bis zum Lebensende beschäftigen …
Das ist alles nicht neu, aber es schadet nichts , dies aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Die Kapitel sind gut gestaltet und gegliedert. Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Manche Kapitel finde ich etwas langatmig. 

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

holocaust, auschwitz, konzentrationslager, polen, 2. weltkrieg

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

Rezension:


Ergreifende Geschichte
    


"Manchmal werde ich gefragt: 'Warum haben Sie so lange gebraucht, um Ihre Geschichte zu erzählen, Sam?' Das ist eine einfache Frage mit einer komplizierten Antwort." Sam Pivnik 
Das steht auf dem Cover 1926 geboren, wächst Sam in Oberschlesien auf. Am 1. September 1939 überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. 
An Pivniks 13. Geburtstag erleben er und seine Familie im oberschlesischen Będzin im Zeitraffer, wie sich das jüdische Städtchen in die Hölle auf Erden verwandelt: Bombenterror, Einmarsch der Deutschen, Verhaftungen und Erschießungen, die Einrichtung des Ghettos, Deportationen. „Innerhalb von sieben Tagen war die Welt, die wir kannten, verstanden und liebten, verschwunden.“ 
Das Cover führt den Leser direkt in die Geschichte, ohne Umschweife weiß er sofort, worum es in diesem Buch gehen wird. Ergänzt wird das Buch, eher ein Bericht als ein Roman, von zahlreichen Fotos und Karten, die das Verständnis für nicht so historisch bewanderte Leser erleichtert. 


Sam Pivnik erzählt dem Leser aus der Ich-Perspektive heraus seine schlimmen Erlebnisse von. Ein grasser Schnitt von einer friedvollen Kindheit zu einer Zeit als Jugendlicher, geprägt von Hölle der NS-Zeit. Vom Lageralltag wird berichtet; von täglichen Schikanen und den Versuchen, bei alldem einen Rest Würde zu behalten. Der Leser muss durch die grausamen Details des KZ-Alltags. 
„Nach rechts bedeutete Leben. Nach links bedeutete Tod im Gas. Keine Erklärungen, keine Begründungen. Nur eine lässige Bewegung eines Fingers in einem makellos sauberen Handschuh. Rechts, links, links, rechts, links, links.“ So beschreibt Sam Pivnik die Selektion an der berüchtigten „Rampe“ von Auschwitz. 


Es ist nicht nur die Geschichte von Pivnik und seiner Familie, sondern auch die Geschichte der Vernichtung der europäischen Juden. 
Es folgen die Befreiung des Lagers, Pivniks Auswanderung nach Israel, das Abtauchen vieler Nazis und der Wunsch nach aktiver Auseinandersetzung mit dieser unglaublichen Thematik. 

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87 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

frankreich, krieg, gesellschaft, rassismus, irak

Die Zeit der Ruhelosen

Karine Tuil , Maja Ueberle-Pfaff
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.03.2017
ISBN 9783550081750
Genre: Romane

Rezension:


Die Leseprobe zum Roman begann sehr spannend. Und die Autorin erweist sich als sachkundig. Das Cover ist schnörkelos und passt zum nüchternen Schreibstil.
Menschen, die getrieben sind von dem Wunsch nach Anerkennung, Geld und Macht ; solche Menschen begegnen uns beinahe täglich, nicht nur in den Medien , nein auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.
Es scheint ein Buch mit Tiefgang zu sein, ein Abriss der weltweiten Lage, ein Abriss im Besonderen der französischen Gesellschaft .
Darauf war ich nach der “Unterwerfung“ von Houellebecq und  der „Summe unseres Glücks“ von François Roux echt gespannt.
Dabei war von Anfang an klar, das wird kein reines Lesevergnügen, dafür ist die Thematik zu brisant.
3 Menschen werden in die Welt geworfen – mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen seitens ihrer Geburt stehen sie an einer bestimmten Stelle der Gesellschaft.
Da ist Romain Roller: er entstammt einem Pariser Armenviertel und wird Soldat. Nach mehreren Einsätzen in Krisengebieten kehrt er gebrochen nach Frankreich zurück und findet seinen Platz nicht. 


Da ist Osman Diboula : auch er aus diesem Armenviertel  . Früher  Sozialarbeiter, hat er es scheinbar geschafft: in den engsten Kreis des französischen Präsidenten. Aber seine Position ist wackelig und sie schützt ihn nicht vor rassistischen Konfrontationen.
Da ist François Vely oder auch Levy: ein reicher Unternehmer, der sich plötzlich als raffgieriger Jude wieder findet. 
Diese 3 Protagonisten wählt Karine Tuil , um uns ein Bild der französischen Klassengesellschaft zu zeigen , deren Schranken kaum zu überwinden sind. Die Helden bleiben in ihrem durch Geburt vorgegebenen Schranken stecken, stürzen  beruflich und persönlich und reißen wie durch eine Lawine andere mit.
 Ein Schlüsselroman , dessen Konstellationen uns allen bekannt sein dürften. Eine Gesellschaftskritik, die sich stellenweise wie ein Krimi liest.


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374 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 182 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, manuskript, erinnerungen

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Das Buch der Spiegel" ist der erste Roman von Chirovici in englischer Sprache, er stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien. Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse 2015 wurde das Buch heiß gehandelt und schließlich in 38 Länder verkauft. 
Deshalb war ich schon gespannt auf diesen Roman. 
Das Sujet: Können wir unseren eigenen Erinnerungen völlig trauen? Anscheinend eine Idee, die der Autor mit einer Begebenheit aus seiner Kindheit verbindet. Ein gelungener Ansatz. 
Der Roman startet höchst spannend, der Literaturagent Peter Katz erhält ein Manuskript des Autors Richard Flynn, das ihn sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder im Jahr 1987 in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. 
Katz beauftragt den Detektiv John Keller damit, die Fortsetzung des Manuskripts zu finden. Von da an übernimmt dieser die Ich-Erzählung. Begleitet wir er von dem Polizisten Freeman; der leitete damals die Ermittlungen. Im Ergebnis der Recherche erfahren wir, dass Flynn kürzlich verstorben ist. 
Das sind die der Erzähler, die Chirovici diese Geschichte beleuchten lässt. Er verbindet die drei Erzählstränge auf ziemlich gekonnte Art und pendelt so zwischen Kriminalroman und anspruchsvoller Literatur. 
Und gerade hier werden sich sicher die Geister scheiden. 
Das Buch beinhaltet eine Masse von Lügen, Falschaussagen und verfälschten Erinnerungen, die neu zusammengesetzt werden müssen. 
Für den Leser ist es nicht immer möglich, dem zu folgen; er bleibt oft an der Oberfläche des Spiegels. 
Und dann ist da noch die unerwartete Entwicklung der Hauptperson Flynn: Er scheint geistig völlig klar zu ein und dann plötzlich stellt sich heraus , dass er sich die Beziehung zu seiner großen Liebe nur eingeredet hat. Auch diese Linie wird nicht weiter ausgebaut. 

Der äußere Eindruck zum Buch muss unbewertet bleiben, da man anhand der recht billig wirkenden Fotokopie des Verlags nicht sehen kann wie sich das Buch anfühlt. Auch das Cover bleibt ohne Wertung; die Gestaltungsidee gefällt mir aber. Man muss allerdings genau hinsehen. 
Geschrieben ist der Roman flüssig und er lässt sich schnell lesen. 

Das Buch hat eine gewisse Besonderheit , die Geschichte ist geheimnisvoll und mit vielen überraschenden Wendungen , aber zum Ende hin fällt die Spannung deutlich ab. 

Ich hätte mir tiefere Blicke hinter den Spiegel gewünscht. 

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(46)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

südfrankreich, krimi, flüchtlinge, wein, weinberg

Gefährliche Ernte

Yann Sola
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048698
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Sommer auf nach Frankreich in den Urlaub, übrigens nicht Provence, sondern kurz vor der spanischen Grenze. Der Ort gibt auch einem tollen Wein zum Aperitif den Namen … 
Jede Menge Gründe also das Buch zu lesen, auch wenn das Titelbild zwar die Côte Vermeille zeigt , aber nicht so recht zum Titel und dem Inhalt passt. Es sieht eher nach Ferienidylle, denn nach Krimi aus. 
Oder handelt es hierbei gar nicht um einen Krimi?? 
Der Leser landet ganz im Südwesten Frankreichs … 
in einer der schönsten Regionen Frankreichs : dort, wo die Pyrenäen jäh ins Mittelmeer abfallen. Hier treffen atemberaubende Landschaften auf eigenwillige katalanische Charaktere - eine Kombination, die beste Unterhaltung produziert. 
… und lernt Perez– einen Lebemann, Kleinganoven und Hobbyermittler kennen. 
Alles in dem Kleinstädtchen Banyuls-sur-Mer könnte so entspannt sein, wenn nicht Sommerferien wären, laut Perez die schlimmste Zeit des Jahres. 
Er würde gern in aller Ruhe sein Restaurant und seinen florierenden Schwarzhandel mit spanischen Delikatessen betreiben, aber zu viele Touristen haben sich in Banyuls-sur-Mer breitgemacht und er hängt mit seinen Lieferungen hinterher. 
Und dann will seine heißgeliebte Tochter auch noch einen Mann heiraten, den man gemeinhin nur »die Bohnenstange« nennt. Das Vaterherz stolpert. 
Als ein Toter in den Weinbergen seines Vaters gefunden wird, ist es endgültig vorbei mit der Ruhe. Das Weingut ist plötzlich Tatort, allerlei Leute schnüffeln hier herum und nicht nur hier, sondern auch in Perez’ Angelegenheiten. Der Creus, sein sagenumwobener Wein, soll etwas mit dem Toten zu tun haben. 
Perez nimmt den Fall selbst in die Hand, Erfahrungen in diesem Metier hatte er bereits im ersten Buch von Yann Sola gesammelt. Eine gemütliche, aber dann spannende Ermittlungstour beginnt. 

Der Krimi ist ebenso eine Familiengeschichte wie auch ein Roman mit liebevoll ausgebreiteter Ortskenntnis und einem Ermittler, der eigentlich keiner ist. 
Ich schließe mich hier einem Kommentar des WDR zum ersten Buch an: »Ein richtiger Wohlfühlkrimi mit teils verschrobenen Dorfbewohnern, mit leichter Hand geschrieben, spannend, aber auch humorvoll.«. 
Ich habe das Buch in einem Zug gelesen, denn der Schreibstil ist sehr angenehm .Die Karte der Region erleichtert die Orientierung- nicht dass ich sie gebraucht hätte- ist die Côte Vermeille doch meine Lieblingsgegend in Frankreich. 
Beschreibungen Solas können eigentlich nur zu einem Schluss führen: dieses kleine Städtchen zu besuchen und die Köstlichkeiten zu genießen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Aber besser nicht im August … 

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frankreich, kurzgeschichten, erzählungen, anna gavalda, paris

Ab morgen wird alles anders

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446250499
Genre: Romane

Rezension:

Dies ist das erste Buch, das ich von Anna Gavalda gelesen habe. Mir ist jetzt eher unklar, wieso ihre Bücher bisher an mir vorbei gingen 
Ich bin sehr offen an das Buch herangegangen, aber eine der besten französischen Autorinnen – laut Klappentext- das sollte man schon mal lesen. Deshalb habe ich es als Wunschbuch gewählt, um sicher zu gehen , dass es auch wirklich in meine Hände gelangt. 
Ich habe jede einzelne Geschichte auch einzeln gelesen und genossen. Also mir – so kann ich im Nachhinein sagen- mehrere Tage lang einen Lesegenuss verschafft. 

„Ab morgen wird alles anders“ von Anna Gavalda – das sind fünf Erzählungen, die sehr unterschiedlich sind. Gemeinsam habe sie aber, dass sie von Menschen handeln, die jeder auf seine Weise verloren scheinen, die aber alle auch eine Hoffnung in sich tragen. 
Die Geschichten sind nicht allzu lang. Schon die erste „Mein Hund wird sterben“ berührte mich tief. Sie handeln von Jeannot, einem LKW-Fahrer, der einen sehr liebgewonnenen Hund einschläfern lassen muss. Auf nur 30 Seiten schafft es die Autorin, uns in die Welt des Protagonisten zu entführen. 
Wir fühlen – auch in den anderen Geschichten- mit den Helden, leiden mit ihnen und freuen uns mit ihnen. Schon das allein lohnt das Lesen. 
Wir werden von einfachen Sätzen getroffen .Keine Schachtelsätze sind nötig, um Atmosphäre entstehen zu lassen. Ihr Schreibstil – brillant ! 

Nicht nur der Stil, sondern auch die Inhalte der Geschichten lassen uns zurück mit einem Gefühl der Hoffnung, dass aus jeder Situation etwas Positives entstehen kann. 
Wir sollten verpassten Chancen nicht nachtrauern, sondern einen anderen Blick darauf werfen und mit Lebensfreude und Energie etwas Neues wagen. 
Anna Gavalda gehört berechtigt zu den besten Autorinnen Frankreichs. 
Ich kann dieses Buch aus vollen Herzen empfehlen - in ihm wird auch der Wert des Lesens als Kraftquell aufgezeigt. 

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drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:


Das Cover ist eher nichtssagend und in schwarz-weiß gehalten. Man erkennt lediglich Percys Spuren im Schnee und tiefverschneite Einöde. Es passt aber zur dramatischen Flucht Percys mit dem Baby durch den Schneesturm. 
Auch der Klappentext ist eher untypisch für die Ankündigung eines Thrillers; witzig, schwarzer Humor … 

Die 16 Jährige Percy James begibt sich bei der Suche nach ihrer seit 9 Tagen verschwundenen, drogenabhängigen Mutter und gerät in einen Blizzard. Shelton Potter ist der Chef der örtlichen Christalmethdealer. In seinem heruntergekommenen Haus, der ersten Station der Suche des Mädchens, findet sie statt ihrer Mutter einen Tierkadaver und ein verwahrlostes Baby, welches halb erfroren ist. 
Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan und Percy weiß nicht was sie tun soll. Sie weiß nur, dass sie das Baby nicht einfach zurücklassen kann. Sie muss es schaffen, es in ein Krankenhaus zu bringen. 
Ohne groß darüber nachzudenken schnappt sie sich das schreiende Baby und bringt es zunächst zu ihrem Bekannten Portis. Es folgt eine gemeinsame Flucht vor dem Drogendealer Shelton durch Schneesturm und unwegsames Gelände, deren Beschreibungen ich als die besten Stellen des Buches empfand. Hier schafft es der Autor eine tolle Stimmung zu erzeugen. 
So unwirtlich wie die Landschaft sind auch die Charaktere; sie zeigen eine Härte, selbst Percy scheint viel erwachsener zu sein als sie in Wirklichkeit ist. 
Eine Ausnahme mit harter Schale, aber weichem Kern ist Portis, ein humorvoller Kerl, brummig, aber liebenswürdig. 

Der Schreibstil ist flüssig, das Buch lässt sich sehr schnell lesen. 
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, doch aufgrund des Klappentextes hatte ich mir ein wenig mehr Wortwitz erhofft. Und als Thriller mehr Spannung und ein wenig Nervenkitzel gewünscht. 

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Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 06.01.2017
ISBN 9783426438404
Genre: Romane

Rezension:

Vorgestern erhalten, heute fertig zum Rezensieren, das sagt schon Einiges! 
Ungelebte Träume, Frauenfreundschaft und die erste Beziehung im Leben einer Frau- die zu ihrer Mutter. 
Das Buch handelt von zwei besten Freundinnen, Johanna und Amelie, die in den 30er Jahren leben. Sie wollen fliegen ,wollen Pilotinnen werden und den Himmel erstürmen. Das war natürlich zu jener Zeit, im Nazi-Deutschland nicht so einfach. 
Das Cover zeigt die Lebensfreude der beiden dargestellten Frauen. Wer mögen sie wohl sein, welches Leben führen sie? Was freut sie so? 
Die Zitate zu Beginn des Buches weisen auf die politische Richtung hin – die Frauenbewegung, die für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben kämpft. 
Die Handlung des Buches beginnt im Jahr 1924. Das erste Kapitel handelt vom Wunsch eines kleinen Mädchens, Johanna, zu fliegen, so wie Ikarus. Das zweite Kapitel spielt Jahrzehnte später. Es geht um eine Frau, Lieselotte. Sie erhält die Nachricht vom Unfall ihrer Mutter Amelie und will nach Frankfurt fahren. 
Das Geschehen wechselt zwischen zwei Zeitebenen. 
Da ist, wie schon erwähnt, die junge Johanna, die sich Flügel gebastelt hat und diese heimlich vom Dach aus testen will. Die zweite Protagonistin, Lieselotte, lebt im Jahr 1971. Ihre Ehe ist unglücklich. Zu ihrer Mutter Amelie hatte sie immer eine eher distanzierte Beziehung. Nach deren Tod lernt sie aber allmählich eine „neue“ Amelie kennen. Eine Erkenntnis die auch Lieselottes eigenes Leben verändern kann und wird. 
Eine Auflistung der handelnden Personen ist nach dem zeitlichen Ablauf der Geschichte geordnet. Das hilft, wenn man beim Lesen die Personen mal nicht zuordnen kann. 
Der Roman ist flüssig und mitreißend geschrieben und scheint historisch fundiert. Man kann sich sofort in die Personen hineinversetzen. 
Der Titel passt sehr gut; auch das Zitat zum Prolog ist wegweisend: „Der Flug ist das Leben wert.“ 
Mein Fazit: ein großer Schicksals-Roman über zwei Frauen und ihren Traum vom Fliegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und über eine dramatische Mutter-Tochter-Beziehung. 

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