Kadda2205

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783 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

liebe, drogen, krankheit, sabine schoder, jay

Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783733501518
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(872)

1.368 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

liebe, john green, tod, freundschaft, internat

Eine wie Alaska

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 17.05.2014
ISBN 9783446246676
Genre: Jugendbuch

Rezension:

'Manchmal verstehe ich dich nicht' sagte ich.
'Du wirst mich nie verstehen, das ist es ja.'

Miles versucht seinen Leben als Außenseiter zu entfliehen und beschließt auf einen Internet die Suche nach seinem großen Vielleicht zu starten. Dort angekommen findet er schnell eine verrückte Gruppe als Freunde. Zu diesen gehört auch Alaska. Die geheimnisvolle, Scherze liebende, euphorische Alaska.  Sie liebt es die Regeln zu brechen, weshalb die Gruppe oft nah an einem Schulverweis ist. Miles ist von ihr fasziniert und überfordert zugleich. Schnell bemerkt er dass dieses aufbrausende Mädchen viele Geheimnisse hat und versucht einen Weg aus dem Labyrinth zu finden bevor es zu spät ist...

 

"Und was ist das für ein Labyrinth?" - "Das ist das Rätsel, verstehst du? Ist es das Labyrinth des Lebens oder des Todes? Wem will man entkommen - der Welt oder ihrem Ende? "

John Green hat mit diesem Roman wieder einmal bewiesen, was für ein Meister der Worte er ist. Wieder einmal hat er ein Roman voller unvergesslicher Zitate, Metaphern und Wortspielen erschaffen, die das Herz eines jeden Lesers berühren. Durch seinen Schreibstil hat ein Jeder das Gefühl, dass die Charaktere zum Leben erwachen. Gerade durch die genaue Beschreibung Alaskas aufbrausender Art, hat jeder Leser gar keine andere Möglichkeit als sich selbst in Alaska zu verlieben. Dieses Buch ist fantastisch für jeden Teenager der  den Regeln und seinen Leben entfliehen will. Es ist ein Jugendbuch mit mehr Zigaretten, Alkohol, gebrochenen Regeln und letzten Worten als sich ein jeder vorstellen kann, aber auch eine einzigartige Geschichte über Freundschaft und Liebe mit vielen Überraschungen.

 

 

"Erwachsene sagen mit diesem spöttischen Lächeln: 'Teenager halten sich für unbesiegbar.' Sie wissen gar nicht, wie recht sie haben. Wir halten uns für unbesiegbar, weil wir es sind. Wir können nicht unwiederbringlich gebrochen werden, und deshalb müssen wir nie verzweifeln."

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es für mich eine Möglichkeit war aus meinen Alltag zu entfliehen und trotzdem das Gefühl hatte in der realen Welt zu bleiben. Durch den einzigartigen Schreibstil Green hatte ich das Gefühl zusammen mit Miles neue Freunde zu finden, mich in Alaska zu verlieben und Regeln zu brechen. Ich habe versucht Alaska zu verstehen, was in mir eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle ausgelöst hat. Mit jeder Seite die ich gelesen habe, hatte ich den Eindruck einen weiteren Schritt aus dem Labyrinth der Geheimnisse um Alaska gemacht zu haben. Ich habe gelacht und geweint und am Ende Freudentränen vergossen. Für mich ist Greens Buch, ein Zeichen dafür wie stark Freundschaft sein kann und dass man nie vergessen sollte diese Wert zu schätzen.

"Jetzt mache ich mich auf die Suche nach dem großen VIELLEICHT"

 

 

 

 

 

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(2.809)

4.155 Bibliotheken, 44 Leser, 10 Gruppen, 395 Rezensionen

selection, liebe, dystopie, prinz, kiera cass

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783737361880
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Inhalt:
Die siebzehnjährige America Singer lebt mit ihrer Familie im jungen Staat Illeá, der nach dem 4. Weltkrieg gegründet wurde. Die Bevölkerung spaltet sich je nach Stand und Beruf in acht Kasten. America und ihre Künstler- Familie gehören als „Fünfer“ einer der niedrigen Kasten an.
Als Thronfolger Prinz Maxon, durch ein Casting, aufgefordert wird sich eine Braut zu suchen bietet sich America Singer die Chance ihres Lebens, die Möglichkeit  in eine höhere Kaste aufzusteigen und ihre Familie von der Armut zu befreien. Aus ganz Illeá werden 35 Mädchen verschiedener Kasten, durch eine Losung, auserwählt an einem Casting teilzunehmen um die Frau an Prinz Maxons Seite zu werden. America hat immer davon geträumt ihre heimliche Liebe Aspen Leger, einen Sechser, zu heiraten. Doch  um ihrer Familie ein Leben ohne Armut und Hunger zu ermöglichen beschließt America sich dennoch für das Casting zu bewerben. Trotz der geringen Chance auserwählt zu werden muss sie sich schon bald ihren Konkurrentinnen um Prinz Maxon und der Krone stellen. Für wen wird sich America entscheiden? Prinz Maxon oder ihre jahrelange Liebe Aspen?
 
Kiera Cass hat eine Welt erschaffen von der viele Leser angezogen werden. America ist ein starker Hauptcharakter, die um ihre Familie zu retten immer wieder an die Grenzen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit stößt. Dabei vergisst sie aber nie sie selbst zu sein und versucht in ihren Vorhaben sich nicht beirren zu lassen. Sie ist stur, unsicher und dann doch wieder wagemutiger als alle ihre Konkurrentinnen zusammen. Die Handlung beschränkt sich weitestgehend auf das Casting und ihre Familie. Von der Welt selbst erfährt der Leser nur das Nötigste. Die Charaktere sind in sich stimmig beschrieben wodurch jeder sich ein Bild der verschiedenen Charaktere machen und sich in die Handlung hinein versetzen kann.
 
Meine Meinung:
Als ich das Buch das erste Mal sah dachte ich, dass es ein Buch voller Klischees ist, frei nach dem Motto "und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.". Als ich dann die  ersten Seiten gelesen habe, in denen Cass das Casting, vor allem die Auswahl der Mädchen schildert ist mir sofort der Satz " Heute habe ich leider kein Foto für dich." von "Germanys next  Topmodel" aber auch die Serie"der Bachelor" in den Sinn gekommen. Jedoch wurde ich gleichzeitig durch das Leben von  Familie Singer in eine Welt ohne Glitter und Glamour entführt.  Eine Welt in der Familien um ihr Leben kämpfen und die durch das Casting eine Chance sehen ihr Leben zu verbessern. Durch die aufbrausende Art Americas taucht der Leser nicht in die Welt voller Fesseln, in der  eine strikte Ordnung herrscht ein , sondern versucht diese zusammen mit America zu sprengen. Americas Leben ist keine typische Lovestory sondern ein Buch voller Überraschungen, Intrigen, Ängste aber auch voller Liebe. Es erzählt die Geschichte eines Mädchens das so selbstlos ist ihr eigenes Leben für ein besseres Leben ihrer Familie zu opfern. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da jedes Mal wenn ich versucht habe mit dem Lesen aufzuhören neue Überraschungen auf mich warteten. Nicht selten hab ich das Buch vor Frust zugeschlagen um es zwei Minuten später wieder aufzuschlagen um  weiter zu lesen.  Die Geschichte Americas war eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle, welches jeden Leser an  die Grenzen seiner Emotionen führt. Oft stand ich selbst in Zwiespalt und war gespannt wie America entscheiden würde. Ich kann das Buch nur empfehlen.
 

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(8.670)

10.059 Bibliotheken, 74 Leser, 9 Gruppen, 343 Rezensionen

krebs, liebe, tod, krankheit, john green

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423625838
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Manchmal war das das schlimmste am Krebs: Die Sichtbarkeit, die einen von den anderen absonderte. Wir waren unüberbrückbar anders."

Inhalt:

"Krebsbücher sind doof." sagt die 16 Jahre alte Hazel die selbst Krebs hat. Nur durch ein neues Medikament breitet sich der Krebs nicht in ihr Lunge aus und so kann sie mit Hilfe einer Sauerstoffflasche weiter am Leben teilnehmen. Doch jede größere Anstrengung raubt ihr den Atem und so sucht sie Trost in Büchern und ihrem Zuhause. Als sie auf Drängen ihrer Mutter an einer Selbsthilfegruppe teilnimmt, lernt sie den charmanten Augustus kennen. Er hatte ebenfalls Krebs und diesen besiegt, jedoch musste er als Preis dafür ein Bein verloren. Gus und Hazel freunden sich an und bald spüren beide, dass sie mehr verbindet. Doch Hazel sträubt sich gegen eine Beziehung, sie will Gus nicht damit belasten, dass sie jeden Moment sterben könnte. "Ich bin eine Granate. Eines Tages werde ich hochgehen und ich werde alles in meinem Umfeld zerstören. Und ich will dir nicht wehtun." Doch Gus macht Hazel ein wunderschönes Geschenk. Zusammen fliegen sie nach Amsterdam, damit Hazel ihren Lieblingsschriftsteller Peter Van Houten treffen kann, um mehr über die Charaktere, vor allem nach dem Ende des Buches zu erfahren. Doch dort angekommen, entpuppt sich Van Houten als Säufer und garstige Person. Hazels Grundbild ist erschüttert. Und es kommt zu einem Schicksalsschlag nach dem anderen...

 

Die Größe von John Greens Roman liegt in der pointierten, sarkastischen und ergreifenden Schilderung der Liebesgeschichte zweier Jugendlicher. Und so trifft er mit seinem federleicht geschriebenen Bestseller auch mitten ins Herz. Er vermeidet jegliche Banalität und durchbricht jedes sentimentale Klischee, das man als Leser eines „Krebsbuches“ vielleicht im Kopf hat. In einem Moment lacht man noch über die scharfzüngigen Dialoge, während einem im nächsten Moment Tränen in die Augen schießen. An jeder Stelle empfindet man die Tiefe der Charaktere, die Intensität ihrer Gefühle. Charmant-ironisch und selbstkritisch gewährt uns die Ich-Erzählerin Hazel Einblicke in ihr so untypisches Teenagerleben. Dabei bleibt dem Leser trotz der Ich-Form viel Raum für eigene Gedanken, da viele Szenen auch ohne Innensicht der Protagonistin erzählt werden.

John Green leitet den Leser nicht an, er suggeriert nicht, er belehrt nicht – John Green erzählt. Brillant und messerscharf sind Hazels Gedanken, witzig und abgründig die Dialoge. 
Die Sprache des Buches ist so leicht, wie Hazel durch das Leben gehen möchte – immer ehrlich, beinahe sachlich, und selbst in den zutiefst traurigen Momenten nie sentimental, sondern frisch und authentisch. Green hat mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ein hinreißend komisches, zutiefst bewegendes und ehrliches Werk für Jugendliche und Erwachsene auf den Büchermarkt gebracht. Hazel hat das erreicht, was sie eigentlich um jeden Preis verhindern wollte: Ihre Erzählung hinterlässt eine Narbe – tief in der Seele des Lesers. Aber Gus findet für diesen Schmerz, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, die richtigen Worte: „Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, [...] aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem. Ich bin glücklich mit meiner Wahl. Ich hoffe, sie auch.“

 

Meine Meinung:

John Green hat mit seinen Buch eine Welt erschaffen die viele Leser fürchten, jedoch von der außergewöhnlichen Geschichte auch angezogen werden. Durch seine ausdrucksstarke Schreibweise, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und hatte vieles zum nachdenken. Für mich war das Buch eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe mit Hazel geweint und mich mit Augustus in sie verliebt. Ich habe mit Isaac, Gus und Hazel gelacht und die starke Bindung ihrer Freundschaft miterleben dürfen. Green hat mit diesem Bestseller vielen Menschen Hoffnung gegeben und trotz des schwierigen Themas ein meisterhaftes Werk erschaffen. Für mich ist das Buch zu einer Stütze, eine Art Hoffnungsschimmer in schwierigen Situation geworden die ich zu meistern versuche. Ich habe durch das Buch gelernt, dass egal welche schmerzhaften Prüfungen uns das Leben stellt, es wichtig ist die unvergesslichen Momente dessen zu genießen, denn " Das Leben ist schön,...".

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Tags: atemberaubend, lebensbegleiter, ratgeber, tarurig   (4)
 

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(2.195)

3.496 Bibliotheken, 45 Leser, 7 Gruppen, 190 Rezensionen

dystopie, liebe, die bestimmung, jugendbuch, veronica roth

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.09.2014
ISBN 9783570309360
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

 „Die Zukunft gehört denen, die wissen, wo sie hingehören

Chicago, in der Zukunft. Die Menschen sind, je nach ihren hauptsächlichen Charaktereigenschaften, in verschiedene Fraktionen eingeteilt. Es gibt die Altruan - die Selbstlosen, die Amite - die Friedfertigen, die Candor - die Ehrlichen, die Ferox - die Furchtlosen, und die Ken - die Wissenden. Beatrice lebt mit ihrer Familie bei den Altruan. Im Alter von 16 Jahren muss sie sich wie alle Jugendlichen für eine Fraktion entscheiden, wobei ein Eignungstest ihr bei der Entscheidung in welcher Fraktion sie zukünftig leben möchte helfen sollte. Doch bei Beatrice fällt dieser Test nicht eindeutig aus. Ihre Bestimmung ist unklar, weshalb sie ihre Entscheidung- ohne jegliche Hilfe- selbst fällen muss. Dabei darf niemand wissen, dass sie eine Unbestimmte ist, da dies für sie gefährlich wäre. Sie verlässt die Fraktion ihrer Familie und wechselt zu den Ferox, nicht wissend, was auf sie zukommt. Hier hat sie nicht nur körperliche Kämpfe zu bestehen, sondern muss sich in Simulationstests auch ihren größten Ängsten stellen. Beatrice trifft eine Entscheidung und gerät ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht.

"Die Bestimmung" ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Dystopie und das Debüt der jungen Autorin Veronica Roth, mit dem sie auf Anhieb die amerikanischen Bestsellerlisten stürmte.

 

"Du bist anders, die Angst lähmt Dich nicht, sie weckt Dich auf. Das macht Dich gefährlich."

Beatrice ist ein starker Hauptcharakter, der immer und immer wieder an die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit getrieben wird. Dabei wirkt sie aber niemals unrealistisch oder wird gar als Superheldin stilisiert. Sie ist stur, unsicher und dann doch wieder wagemutiger als alle ihre Fraktionsmitschüler zusammen. Wie es sich für eine ordentliche Dystopie gehört, ist die Handlung oft düster und trostlos, doch die Ausbildung von Beatrice birgt so manche Überraschung und nicht selten darf sich der Leser auch ein erleichtertes Aufatmen und sachtes Lächeln gönnen.

Sowohl die Gesellschaft als auch die Charaktere sind in sich stimmig beschrieben und Tris, wie sie sich selbst nach ihrer Entscheidung nennt, muss mehrere Prüfungen gemeinsam mit weiteren Schülern bestehen. Dabei wird sie immer wieder mit ihren ureigenen Ängsten konfrontiert und erst, wenn sie diese überwunden hat, wird sich ihr weiterer Weg entscheiden. Die Handlung ist eine einzige Achterbahnfahrt der Gefühle durch die stetig steigende Spannungskurve. Popcorn-Lektüre zum Mitdenken vom Allerfeinsten.

"Ich habe eine Theorie, wonach Selbstlosigkeit und Tapferkeit eigentlich dasselbe sind. Dein ganzes Leben lang hast du dich darin geübt, dich selbst zu vergessen, und genau das geschieht, wenn man in Gefahr schwebt. Man vergisst sich selbst. Man könnte also ebensogut zu den Alturan wie zu den Ferox gehören."

Das Buch ist eine klare Ansage für Mut und Zivilcourage und die dichte Atmosphäre, die Veronica Roth hier mit jeder Zeile erzeugt, lässt einen frösteln, fiebern, leiden, lachen - in oft atemloser Gemeinsamkeit mit Tris.

 

Meine Meinung:

Die Geschichte ist faszinierend. Die Begründung für die Erschaffung der Fraktionen und alles danach ist so gut durchdacht, dass es den Leser einfach mitreißen muss. Fünf völlig unterschiedliche Lebensweisen, die dennoch eine Gemeinschaft mit fest zugeteilten Aufgaben bilden und friedlich nebeneinander leben.

Fazit: Ein ganz besonderes Buch und für mich eine anhaltende Explosion der Lesegefühle.

 

 

 


 

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Tags: ein must read !, jugendbuch, schlaflose nächte, spannend   (4)
 

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(12.519)

15.188 Bibliotheken, 102 Leser, 32 Gruppen, 441 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, hungerspiele, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

»Meine Damen und Herren, die vierundsiebzigsten Hungerspiele haben begonnen!«

Inhalt:

Panem ist ein Land der Zukunft auf dem ehemaligen Gebiet Nordamerikas, aufgeteilt in 12 Distrikte, geführt von einer grausamen und unerbittlichen Regierung. Während in den Distrikten das Leben zum Teil in aller größter Armut und unter elendigen Bedingungen stattfindet,  leben die Menschen im Kapitol umgeben von neuesten technischen Errungenschaften in Reichtum und Überfluss.
 
Als fortwährende Bestrafung der Distrikt-Bevölkerung – aufgrund einer früheren niedergeschlagenen Revolte – finden alljährlich die sogenannten Hungerspiele statt: 24 Tribute aus 12 Distrikten. Per Los erwählte Jungen und Mädchen kämpfen um ihr Leben in einem Spiel, bis der Letzte als gefeierter Sieger die Arena verlässt.
 
Am Tag der Tributauswahl beginnt unsere Geschichte.
Die Geschichte von Katniss Everdeen, einem 16-jährigen Mädchen aus Distrikt 12. Als ihre 12-jährige Schwester Prim auserwählt wird, meldet sich Katniss, um sie zu schützen, freiwillig, wohl wissend, dass ihre Chance, die Spiele gegen die Tribute aus besser gestellten Distrikten zu gewinnen, mehr als gering ist.
Zusammen mit Peeta, dem männlichen Tribut aus ihrem Distrikt, tritt sie den Gladiatorenkampf gegen die anderen Tribute an. Peeta, den Katniss aus ihrer Kindheit kennt gesteht ihr vor den Kämpfen seine Liebe. Doch in den Spielen hat Liebe keinen Platz. Zudem sind die wahren Motive Peetas, bei dem Bevorstehen eines grausamen Kampfes zum Leben und Tod, nicht zu erkennen. Es beginnt der grausame Kampf der Tribute, ein Spiel ohne Regeln. Jeder gegen jeden, zusätzlich erschwert mittels gekonnter Manipulationen der Umgebung durch die Spielmacher. Aufgenommen von zahlreichen Kameras, verfolgt so ganz Panem jeden noch so grausamen Kampf  und vor allem jede emotionale Regung der Kontrahenten. Ein Vergnügen für die sensationshaschende Bevölkerung des Kapitols, eine Pflichtveranstaltung  für die Distrikte.

 

'Es kostet alles, was uns ausmacht.' - Peeta Mellark
Relativ ungeschminkt erzählt die Autorin wie Teenager sich gegenseitig im Verlauf der Spiele töten. Die Tribute werden um zu überleben zum Töten, durch einfache, altertümliche Waffen, gezwungen. Das Ganze wird als  Unterhaltung für die Bevölkerung des Capitols zelebriert, welche nach dieser Art von Sensation giert  und als Maßnahme zur Unterdrückung für die Distrikte.

In dem Buch findet sich eindeutig Medien- und Kulturkritik, die sich gegen Sensationsgier und Vorführeffekte von Grausamkeiten wendet. Das Ganze wird einem als Leser nicht mal mit dem Zeigefinger präsentiert, sondern im Gegenteil, recht subtil ekelt man sich vor einer Gesellschaft, in der Leid und Tot zum Spaß werden. Dagegen ist nichts zu sagen, noch dazu weil diese Kritik nicht schulmeisterlich von oben herab daherkommt, sondern den Leser und die Leserin durch die Handlung selber ergreifen.

Dennoch. Trotz dieser wahrscheinlich wohlmeinenden Intention der Autorin kann man nicht umhin, sich zu fragen, ob nicht auch der Leser und die Leserin selber zum Voyeur dieser Perversität werden. Immerhin sind wir die aktuelle Zeugen der Morde, die junge Menschen aneinander begehen und empfinden das wohlmöglich als spannende Geschichte. Denn spannend ist diese Geschichte. So sehr, dass man wie zum Beispiel in meinem Fall, das Buch nicht aus der Hand legen mag, und Angst vor dem Auftauchen aus dieser fremdartigen Welt nach Ende dieses Buches hat. Aber es bleibt auch ein schaler Nachgeschmack, der sich nicht alleine aus dem Grauen der geschilderten Ereignisse erklären lässt.

Ich selbst habe mir darüber Gedanken gemacht ob sich unsere heutige Gesellschaft sich von den im Buch dargestellten Personen wirklich unterscheidet. Sicherlich ist vieles in dem Buch Fiktion aber wird ein wenig darüber nachgedacht, unterscheidet sich die von Collins erschaffene Welt nicht all zu sehr von unserer. Collins hat sich in ihrem Buch an das alte Rom orientiert, vor allem auf die Gladiatorenkämpfe. Wer sich also fragt, wie jemand so grausam sein kann, sollte auch diesen Aspekt mit einbeziehen. Auch jetzt unterscheiden wir uns kaum von den Bürgern des Capitols. Wer hat nicht schon einmal "Das Dschungelcamp" oder "Joko gegen Klaas" angeschaut? Diese Form der Unterhaltung entspricht nur einer abgeschwächten Form der Hungerspiele, bei denen wir zu unseren Vergnügen Menschen beobachten, wie sie sich ihren Ängsten stellen und versuchen erniedrigende Aufgaben zu lösen. Nun könnte man meinen, einen gewaltverherrlichenden Roman vor sich zu haben, schließlich sind die Ereignisse blutig und grausam. Doch gerade durch seinen unverschnörkelten Schreibstil regt das Buch zum Nachdenken an und sicherlich auch zum Diskutieren über heutige TV-Formate.

 

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Tags: atemberaubend, lesenswert, spannend, tödlich   (4)
 
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