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Der Club - Gold Card (Der Club 2)

Jade Foster
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 29.06.2016
ISBN B01HSM1SHG
Genre: Sonstiges

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(60)

80 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

selbsthilfegruppe, behinderung, rollstuhl, jugendliche, behindert

Nenn mich einfach Superheld

Alina Bronsky
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.09.2013
ISBN 9783462044621
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ihn ein Rottweiler angefallen hat, ist Mareks Gesicht zerstört. Der Junge zieht sich mehr und mehr in sich zurück, bis ihn seine Mutter in eine Selbsthilfegruppe behinderter Jugendlicher schickt. Genau wie Marek ist ein Großteil der Teilnehmer eher unfreiwillig dort. In dieser Truppe von Krüppeln trifft Marek sehr skurrile Gestalten. Eine Tunte, einen fetten Jungen, dessen Organe sich langsam auflösen, einen smarten Blinden und die im Rollstuhl sitzende Janne.

 

Der Titel verspricht viel, die Idee ist reizvoll. Der Schreibstil der Autorin nahm mich sofort gefangen. Liebevoll beginnt sie, ihre Figuren zu zeichnen, wobei Marek als Protagonist und schwieriger Charakter konsequent im Vordergrund steht und zunächst absolut glaubwürdig agiert. Marek möchte mit dem Leben nichts mehr zu tun haben, mit diesen Krüppeln noch viel weniger. Doch dann erweist sich genau diese Gruppe als Mareks große Chance.

Bis zu einem bestimmten Punkt habe ich das Buch geliebt. Ich habe die Figuren geliebt und den nicht selten bitterbösen Humor der Autorin. Ich habe mit Marek mitgefühlt, habe mit ihm gelitten und gelacht. Doch was dann passierte, kann ich nicht sagen. Auf einmal treten die Jugendlichen, die Bronsky mit so viel Liebe und Tiefsinn einführt, in den Hintergrund. Nur Marek bleibt uns und ein Todesfall in seiner Familie, der nun plötzlich die gesamte weitere Handlung bestimmt. Auf einmal ist nichts mehr glaubwürdig, auf einmal scheinen alle völlig zerrissen zu sein. Der Protagonist genauso wie ich als Leser. Marek ist irritiert – gerade hat er sich auf die Gruppe eingelassen, schon reißt ihn das Schicksal wieder heraus. Und auch ich als Leser hatte große Schwierigkeiten, diese Wendung zu akzeptieren. Fast schien es mir, als hätte die Autorin versucht, mehrere Ideen unbedingt in einer einzigen Geschichte unterzubringen. Als wäre Einiges bewusst passend gemacht worden. Marek, der mir anfangs so sehr ans Herz gewachsen war, entfernte sich immer weiter von mir.

Der Schluss des Buches ist sehr verwirrend. Ich habe mir einen tiefgründigen Roman versprochen. Unterhaltung auf hohem Niveau. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Das hat sie definitiv auch getan, allerdings bin ich nicht sicher, ob die Art des Nachdenkens von der Autorin so beabsichtigt war. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, ging mir ununterbrochen die Frage durch den Kopf, was das denn nun bloß gewesen ist. Lauter lose Enden. Keine schlüssigen Erklärungen mehr. Viele Fragen, wenige Antworten.

Insgesamt kann ich für mich feststellen, dass ich es nicht mag, wenn mich der Autor allein lässt. Er verspricht, mir eine Geschichte zu erzählen. Für mich hat eine gute Story einen Anfang, ein Ende und allerlei Dinge, die zwischendurch passieren. Wenn der Autor mich zwischendurch mit einer Menge Andeutungen anfüttert, dann wäre es seine Pflicht, diese am Ende auch aufzuklären. Es ist gut, wenn genug Raum für die Phantasie des Lesers bleibt. Wenn Nachdenklichkeit jedoch dadurch erzeugt wird, dass wichtige Teile der Geschichte einfach nicht weitergeführt werden, wenn Figuren sich im Nebel auflösen, wenn Dinge einfach geschehen, ohne, dass erklärt wird, warum, dann hat für meine Auffassung der Autor sein Versprechen nicht gehalten.

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97 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, uwe laub, blow out, berlin, evakuierung

Blow Out

Uwe Laub
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.09.2013
ISBN 9783548285528
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vier Tote bei einem Überfall auf eine Bohrinsel. Der Spiegel der Nordsee steigt, die Einwohner der Orte nahe am Meer müssen evakuiert werden. Der Umweltjournalist Nick hilft seiner Mutter bei ihrem Umzug. Die Botschaftsangestellte Emma findet eine hochbrisante Akte und kommt der Ursache der verheerenden Umweltkatastrophe auf die Spur. Sie wird daher von mächtigen Gegnern gejagt und versucht, mit Nicks Hilfe ihr Leben zu retten.

 

Der Debütroman des Autors hat alles, was ein ordentlicher Thriller braucht. Da gibt es Verschwörungen, politische Hintergründe, Geheimdienste, Verfolgungsjagden, und eine intelligente Auflösung. Bereits beim Lesen des Prologs hat mich der Roman gefesselt – was bemerkenswert ist, weil ich überhaupt nicht auf diese Art von Thrillern stehe. Jedoch vermag der Autor so spannend zu schreiben, dass ich von Seite zu Seite weiterlesen musste. Der Spannungsbogen wird bis zur Schmerzgrenze ausgereizt, das Ganze gipfelt in einem dramatischen Finale. Die Auseinandersetzung mit der Thematik finde ich bemerkenswert. Da wird eine Umweltkatastrophe geschildert, die so real erzählt ist, dass man fast vergisst, eine fiktive Geschichte zu lesen. Was da in einen Thriller verpackt wurde, ist so beängstigend, dass man nicht umhin kommt, darüber nachzudenken, wie man selbst entscheiden würde, wäre man in der Situation, in der sich die Protagonisten befinden. Darüber hinaus ist die Story so realitätsnah, dass man jederzeit damit rechnen muss, morgen das in der Tagespresse zu lesen, was sich hier ein Autor in seiner Phantasie ausgemalt hat.

Leider ist das für mich jedoch auch ein Manko des Buches. Die Geschichte ist im Jahr 2052 angesiedelt – und genau das hätte es meiner Ansicht nach nicht gebraucht. Da wird der Leser an Umweltprobleme erinnert, die auch heute schon vorstellbar sind. Die so realitätsnah sind, dass sich vor Grauen die Nackenhaare aufstellen. Dass die Politik in fast 40 Jahren noch immer nichts dazu gelernt hat, leuchtet mir ein. Dass sich jedoch hinsichtlich Wissenschaft und Technik in dieser Zeit kaum etwas weiterentwickelt hat, mag mir nicht in den Kopf – und zerstört daher ein wenig die Illusion.

Auch schlich sich an einigen Stellen ein leichtes Grinsen über meine Lippen. An Stellen allerdings, die der Autor mit Sicherheit nicht humorvoll gemeint hat. Ich meine damit die Situationen, in denen die Protagonisten für mein Empfinden einfach nicht glaubwürdig handeln. Da zieht der Umweltjournalist Nick ohne großes Nachdenken Schlüsse, an denen sich seit Jahrzehnten Wissenschaftler die Zähne ausbeißen. Da stellt sich die Botschaftsangestellte Emma an die Steuerzentrale der Bohrinsel und manipuliert zielsicher die passenden Einstellungen. Ja, vielleicht wurde an einigen wenigen Stellen die Story ein wenig zu „passend gemacht“. Aber egal, darüber kann man hinweglesen, denn ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert und wäre den Antagonisten am liebsten selbst an die Gurgel gegangen, um ihnen ihr widerliches Handwerk zu legen. Kurzum, ich fühlte mich gut unterhalten. Und nur darauf kommt es manchmal an!

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552 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 70 Rezensionen

labyrinth, thriller, jugendbuch, liebe, das labyrinth jagt dich

Das Labyrinth jagt dich

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2013
ISBN 9783401067896
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 

Es ist dem Verlag nicht vorzuwerfen, nicht gewarnt zu haben vor den Risiken und Nebenwirkungen, die dieses Buch mit sich bringt. Der Titel sagt alles „Das Labyrinth jagt dich“ – und er ist unbedingt wörtlich zu verstehen.

Wer meint, er könne das Buch in die Hand nehmen und dann und wann wieder zur Seite legen, um zu arbeiten, zu essen oder gar zu schlafen, der lasse es darauf ankommen. Mir ist dies nicht gelungen.

 

Wo Band 1 mit Spannung überzeugt, die aus einem ganz und gar rasanten Schreibstil resultiert, brilliert Band 2 mit einer so einzigartigen Geschichte, wie sie mir nur selten begegnet ist.

Mit diesem Folgeband gelingt dem Autor etwas, was nur wenige schaffen. Er stellt den Anfang seiner Geschichte ohne Frage in den Schatten, verweist die Beschreibung der ersten beiden Welten auf die Plätze und schafft wieder etwas ganz Neues, etwas absolut Unerwartetes.

 

Nur die ersten fünf Sätze zu lesen, reichte aus, und ich war dieser Geschichte völlig ausgeliefert. Sie nahm mich gefangen, jagte mich bis zur letzen Seite und lässt mich bis heute nicht los. Und es ist eine große Geschichte, die da erzählt wird. Von Freundschaft, von Liebe, von Tapferkeit, von Mut, von Angst. Von der Frage, ob man auch tapfer sein kann, wenn man Angst hat. Und von der Antwort auf diese Frage, dass dies der einzige Augenblick ist, in dem man wahrhaft tapfer sein kann.

 

Habe ich Band 1 noch als einen Glücksgriff bezeichnet, der selten genug vorkommt, wenn man als Erwachsene den Griff ins Jugendbuchregal wagt, so hält Band 2 das gegebene Versprechen und übertrifft alle Erwartungen. Jeder neue Satz, jedes weitere Wort lässt uns mehr vergessen, dass es eine Geschichte ist, die wir lesen. Wir fiebern, wir bangen, wir haben Angst. Um unsere Lieblinge, um die Figuren, deren Schicksale wir verfolgen. Im ersten Band zeigte sich der Autor gnädig, in diesem Teil schlägt er zu. Das Labyrinth schlägt zu und raubt uns die, die wir zu gern noch weiter begleitet hätten. Und dennoch: Jeder, der von der Bühne abtritt, erhält den Respekt, der ihm gebührt. Keiner wird der Spannung wegen geopfert, niemals ist der Autor grausam um des Effektes willen. Er erzählt die Geschichte so, wie sie erzählt werden muss. Ich glaube, diese Kunst beherrschen nur wenige Geschichtenerzähler. Rainer Wekwerth gehört ganz klar dazu.

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