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ki, aliens, proxima centauri, weltall

Proxima Rising

Brandon Q. Morris
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Matthias Matting, 23.07.2017
ISBN 9783947283088
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Obwohl die Eismond-Reihe besonders mit dem 2. und 3. Band mit so einigen Schwächen aufwartete, war ich von den wissenschaftlichen Inhalten dieser Werke so begeistert, dass "Proxima Rising" ein Pflichtkauf für mich war. Ich wurde nicht enttäuscht: Das Buch funktioniert wesentlich besser, als die letzten beiden - nicht zuletzt, weil es weitestgehend eigenständig ist!


Handlung:
Nachdem die Menschheit einen Notruf von Proxima Centauri empfangen hat, sendet sie ein Schiff mit zwei Botschaftern aus, die Kontakt zur der dort vermuteten Zivilisation aufnehmen sollen. Die Geschichte wird größtenteils aus Sicht der Bord-KI Marchenko erzählt, die für Kenner der Eismond-Trilogie einen alten Bekannten darstellt. Der Clou an der Reise: Das ausgesendete Schiff ist zu Beginn winzig und wächst auf der Reise durch eingesammelte Materie, womit auch die Bremswirkung für die Landung erzielt wird. Auch die Botschafter, Adam und Eva werden erst an Bord des Schiffes "gezüchtet" und wachsen bis zu ihrer Ankunft auf Proxima Centauri b zu Teenagern heran, deren Aufgabe es ist, die neue Welt zu entdecken.


Da die Handlung von den Vorgängern weitestgehend entkoppelt ist, bietet sie dem Autor genügend Erzählfreiheit, ohne dass er Gefahr läuft, sich in Widersprüchen zu verstricken. Die Figuren, allen voran Marchenko, an dessen Gedanken wir ja von Anfang an teilhaben dürfen, sind sympatisch. Lediglich Adam gibt ein wenig zu oft den bockigen Teenager, so dass man ihm gerne mal die Löffel langziehen möchte. Eine besonders bittere Pille ist das arg abrupte Ende, dass einen mitten aus dem Lesefluss reißt.


Form:
Mit Marchenko als Ich-Erzähler, erfährt der von Morris oft verwendete Präsenz eine neue Legitimierung und lässt sich eher als "dramatischer Präsenz" darstellen.


Wissenschaft:
Die Idee mit dem sich selbst zusammenbauenden Raumschiff für interstellare Reisen hat mir sehr gut gefallen. Auch die Beschreibung von Proxima b und seiner Fauna hat mir sehr gut gefallen. Dennoch fällt mir auf, dass Autoren solcher Reisen dazu tendieren, die Ökosphäre der so besuchten Planeten zum einen möglichst fremd zu gestalten und sie zum anderen möglichst simpel zu skizzieren. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber ich fände einen anderen (gerne auch komplexeren) Denkansatz durchaus mal erfrischend.


Eindruck vom Autor:
Nach nun insgesamt vier Büchern hat sich bei mir der folgende Eindruck vom Autor ausgeprägt: Seine Ideen sind hervorragend und er hat die bewundernswerte Fähigkeit, wissenschaftliche Themen verständlich zu erklären. Alles im allen steckt Brandon Q. Morris (auch wenn der Name nur ein Pseudonym ist), voller Potential um einer von den ganz großen des Genres zu werden. 
Allerdings weisen seine Bücher auch durch die Bank weg erzählerische Schwächen auf - Schwächen, deren Ursache ich weniger in fehlendem Talent als in mangelnder Sorgfalt begründet sehe. Die Logikfehler in "Titan" wären vermeidbar gewesen, die unglaubwürdig konstruierten Konflikte in "Io" schlicht nicht notwendig und sowohl "Enceladus" als auch "Proxima Rising" hätte ein runderer Abschluss ohne Cliffhanger nicht geschadet. Mir zwängt sich der Eindruck auf, dass Morris' sich nicht genügend Zeit zum Schreiben nimmt. Allein die zeitlichen Abstände zwischen den Veröffentlichungen der einzelnen Bände stimmen mich dabei sehr misstrauisch: 5 Bücher in einem Jahr zu veröffentlichen zeugt von einer schon fast hohlbeinschen Literaturproduktion. Auch im Interview auf Wochenblatt.de erklärt der Autor, den ersten Eismond-Band in nur einem Monat geschrieben zu haben. Fleißige Finger in aller Ehre, aber auf mich macht das einen eher gehetzten Eindruck.
Daher meine Bitte für die Zukunft an den Autor: Ich wünsche mir einen stärkeren Fokus auf die Qualität als auf die Quantität Ihrer Werke.


Fazit:
"Proxima Rising" hat mir (vor allem aus wissenschaftlicher Sicht) extrem gut gefallen. Auch die Geschichte funktioniert dank der Eigenständigkeit des Buches wesentlich besser, als Morris' vorherige Werke. Angesichts des abrupten Endes bleibt mir aber die Sorge, ob Morris in den kommenden Nachfolgewerken ebenfalls wieder so gut abliefern wird.

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jupitermonde, raumfahrt, fremde welt, hard science fiction, alien

Io

Brandon Q. Morris
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Matthias Matting, 02.06.2017
ISBN 9783947283002
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wie schon "Titan" führt "Io" die mit "Enceladus" begonnene Eismond-Trilogie von Brandon Q. Morris fort. Und wie schon "Titan" hätte dem Buch eine stärkere Entkoppelung in Form einer eigenständigen Handlung nicht geschadet. Dennoch fallen die Widersprüche zum Vorgänger diesmal weniger stark ins Gewicht. Stattdessen ist es in diesem Band die Figurenzeichnung, die den Leser des öfteren stirnrunzelnd zurücklässt.


Handlung:
Nachdem die Crew der ILSE ihre Mission auf Enceladus erfüllt hat und auch dem Saturnmond Titan noch einen außerplanmäßigen Besuch abgestattet hat, wird es nun doch langsam mal Zeit für die Heimreise. Unterwegs empfangen sie aber noch eine Botschaft von der Enceladus-Lebensform, die vor einer großen Gefahr auf dem vulkanischen Jupitermond Io warnt. Das ist natürlich ein Fall für unsere improvisatorisch begabten Astronauten, die sogleich einen neuen Kurs berechnen und mit ein paar Basteleien ihr Landemodul umbauen.
Unterdessen haben jedoch verschwörerische Kreise auf der Erde beschlossen, dass es an der Zeit ist, die ILSE-Crew zum Dank für ihre hervorragenden Dienste radikal auszumustern und der Enceladus-Lebensform den Krieg zu erklären. Dazu wird mit erpresserischen Mitteln eines der Crewmitglieder unter Druck gesetzt und die Schiffs-KI ferngesteuert korrumpiert. Als ob das nicht bereits genug Probleme wären, sieht sich die Crew auf Io auch noch einer Lebensform gegenüber die zur Bedrohung für die Erde zu werden droht.


Meine Meinung:
Schon "Titan" krankte meiner Ansicht nach, an einigen sehr konstruierten Konflikten, die dort zu allem Überfluss auch noch die Lösungen des ersten Bandes negierten und zu massiven Widersprüchen führten. Die Widersprüche zu den Vorgängern fallen diesmal geringer aus - dass die Energiereserven der ILSE inzwischen sogar noch für das Pendeln zwischen Saturn und Jupiter ausreichen, habe ich augenrollend zur Kenntnis genommen.
Viel problematischer finde ich, dass die Figuren regelmäßige Anfälle plottbequemlicher Dummheit erleiden, nur um kurze Zeit später wieder übermenschlich schlau zu agieren und sich Lösungen aus den Fingern saugen, welche die Glaubwürdigkeit der Geschichte arg strapazieren. 
Dass sich auf der Erde allerhand Geheimdienste und ominöse Verschwörer entschließen, die erste außerirdische, intelligente Lebensform zu vernichten finde ich dabei (trauriger Weise) noch am realistischsten. Dass man dabei auch gleich - an der NASA vorbei (!) - eine milliardenschwere Mission sabotieren und sechs Menschen töten will, in der Hoffnung das alles verheimlichen zu können, bewegt sich dann eher auf dem Niveau von Verschwörungstheorien zur Mondlandung.
An Bord der ILSE agiert die Crew unterdessen so ahnungslos wie Moorhühner: Zwar bemerken sie, dass mit einem von ihnen etwas nicht stimmt, messen dem aber keine große Bedeutung bei. Selbst als der Spion quasi inflagranti erwischt wird und eindeutige Beweise für eine Verletzung der Kommunikationsprotokolle gefunden werden, zieht die Crew keinerlei Konsequenzen daraus und setzt ihre Io-Mission unbekümmert fort. Erst später, wenn es daran geht, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, sprudeln wieder alle vor genialen Ideen, können durch nicken und blinzeln Morsen und werden zu Geheimagenten im Weltall. Die Io-Mission selbst, die wissenschaftlichen Aspekte des Planeten und dortige Lebensform, vor der die Erde (mal wieder) gerettet werden muss, verkommen dabei quasi zur Strafarbeit fürs Nachsitzen.

An dieser Stelle muss ich nochmal betonen, dass Hard-SF natürlich auch ohne herausragende Dramaturgie hervorragend funktionieren kann. Bei klassischen Autoren wie Jules Verne funktionierte es, wenn sich z.B. "Reise zum Mittelpunkt der Erde") fast gar nicht mit Handlungsbögen und Figurenzeichnung beschäftigte. Dort wurden einfach nur die Reise und die Entdeckungen der Forscher in den Vordergrund gestellt.
Wenn ein Autor sich aber der Aufgabe annimmt, seiner Geschichte eine anspruchsvolle Erzählebene zu geben, muss diese natürlich auch bewertet werden. Moderne Autoren (z.B. Stephen Baxter in "Die letzte Flut" und "Die letzte Arche") versuchen gerne, ihren wissenschaftlichen Erzählungen eine hohe dramaturgische Dichte zu verleihen. Oft scheitern sie an der Mammutaufgabe, wissenschaftliche Inhalte und komplexe Handlungen unter einen Hut zu bringen. (Eines der wenigen gelungenen Beispiele wären hier Isaac Asimovs Robotergeschichten und die Bände um die erste Foundation, sowie ihre Gründung.) 
Vor diesem Hintergrund liegt es mit fern, "Io" ein schlechtes Buch zu nennen. Morris hatte sich mit diesem Band viel vorgenommen und konnte dies zwar nicht erfüllen, dafür aber die Weichen für seine zukünftige Arbeit stellen. 

Fazit:
Der dritte Band der Eismond-Reihe offenbart die (bislang) stärksten erzählerischen Schwächen. Da ich im Hard-SF Genre in diesem Bereich gerne mal ein Auge zudrücke, reicht es aber (noch) für 3 Sterne. Dennoch hat der Autor hier leider den schwächsten Band der Reihe abgeliefert.

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alien, fremde welt, außerirdische, wissenschaft, jupitermonde

Titan

Brandon Q. Morris
Flexibler Einband: 394 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 28.03.2017
ISBN 9781544834009
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Titan", der Nachfolger von Morris' Erstlingswerk "Enceladus" hat mich gespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite empfinde ich das Buch als durchaus würdigen Nachfolger, auf der anderen Seite strotz es vor Logikfehlern. Es treten starke Widersprüche zum ersten Band auf die mich unglaublich stören.


Handlung:
"Titan" setzt die Handlung von "Enceladus" quasi übergangslos fort. Nachdem auf der Erde ein Signal der seit 2005 verschollenen Huygens-Sonde empfangen wurde, wird die Crew der ILSE, die sich nach ihrer Enceladus-Mission eigentlich gerade auf die Heimreise begeben will, gebeten der Sache doch mal nachzugehen. Dabei impliziert schon der Prolog, der den Verlauf der Cassini-Mission fiktiv aus Sicht der Huygens-Sonde beschreibt, dass auf Titan, ähnlich wie auf Enceladus mindestens eine Lebensform existiert.

Nun könnte man kritisieren, das hier der gleiche Aufhänger wie im ersten Buch (Leben auf einem Eismond der äußeren Planeten postulieren) nochmals verwendet wurde, aber hier greift für mich der Anspruch, den das Hard-SF Genre an sich richtet. Die Handlung dient nur als unterhaltsame Kulisse, um wissenschaftliche Themen zu vermitteln und muss nicht übermäßig kreativ sein oder allzu hohe dramaturgische Ansprüche erfüllen. Die Hürde, Wissenschaft in interessanter Belletristik zu verpacken ist schon hoch genug.

Einen gewissen Mindestanspruch muss ich aber dennoch anmelden. Der Eismond-Trilogie hätte es definitiv nicht geschadet, wenn hier abgeschlossene Einzelgeschichten erzählt worden wären, die voneinander gänzlich entkoppelt sind und auch eigenständig funktionieren. Denn im Gegensatz zum Klappentext-Versprechen auf Amazon ist "Titan" eben keineswegs eigenständig von "Enceladus", sondern eine direkte Fortsetzung. Hierbei entstehen enorme Probleme in der Glaubwürdigkeit der Mission. Es wird zwar oft betont, dass der Weltraum keine Fehler verzeiht, die Protagonisten bewältigen aber ihr Probleme in bester McGyver-Manier quasi mit Duck Tape und Strohalm (überspitzt gesagt). 
Das wäre an sich gar nicht so problematisch, würde es nicht dabei die Konflikte des ersten Bandes zur Farce degradieren. Ich gehe weiter Unten nach einer Spoilerwarnung nochmal detailliert darauf ein. Insgesamt bin ich aber der Ansicht, dass es der Glaubwürdigkeit der Reihe nicht geschadet hätte, Titan und Io (z.B. Jahre später) mit eigenen, besser organisierten Missionen zu besuchen. 


Form:
Im Gegensatz zum ersten Teil hat mich der permanente Präsenz diesmal weniger gestört. Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte ich dem Buch dafür nicht nochmals einen Stern abziehen wollen. Auch wenn ich den Präsens-Stil persönlich nicht besonders mag, möchte ich ihn nur als einmalig auf die Reihe anwenden (also -1 Stern von 15 möglichen). 
Orthografische und grammatische Fehler sind mir nur wenige aufgefallen. Man müsste schon sehr überempfindlich sein, um darauf rumzureiten. Ich habe schon professionell verlegte und lektorierte Bücher gelesen, die deutlich mehr (und schlimmere!) Fehler hatten.


Wissenschaft:
Das Kernelement eines Hard-SF Romans kommt auch diesmal nicht zu kurz. Wissenschaftliche Inhalte werden stets stimmig und schlüssig vermittelt. Mehr als beim ersten Band erweckt dieser aber des Öfteren den Eindruck der Zweckdienlichkeit, d.h. dass bestimmte Situationen nicht organisch zustande kommen sondern spürbar konstruiert werden, nur damit der Autor dem Leser etwas erklären kann. Auch hier gilt: Für Hard-SF sind solche Stilblüten vertretbar. Dennoch hat die Eleganz, mit der die wissenschaftlichen Erklärungen ihren Platz in der Erzählung fanden gegenüber dem 1. Teil abgenommen.


Das Hauptproblem (Spoilerabschnitt):
Leider hat die Konsistenz in diesem Band stark gelitten. Ich will nicht ausschließen, dass einige der Widersprüche nur scheinbar vorhanden sind (d.h. dass sich vielleicht irgendwo im Text eine Erklärung versteckt, die ich vielleicht überlesen oder nicht mehr Präsent habe). Allerdings würde das bedeuten, dass sämtliche Konflikte des ersten Bandes eigentlich nicht vorhanden bzw. lächerlich einfach zu lösen gewesen wären. Was ich damit meine, kann ich nur an detaillierten Beispielen erklären:

- Ein großest Thema in "Enceladus" waren die Energiereserven. An Bord der ILSE wurde unplanmäßig ein Kind geboren und das Versorgungsschiff, das die Crew mit Vorräten und vor allem Stützmasse versorgen sollte, war von einem Meteoriten getroffen worden. Das Energieproblem ließ sich zwar entschärfen, aber die Rückkehr zur Erde schien noch längst nicht in trockenen Tüchern. Nun, im zweiten Band scheint es kein Problem mehr zu sein, zwischen Titan und Enceladus hin- und herzugondeln. Selbst wenn ich nicht aufgepasst haben sollte und die Vorräte wirklich kein Problem wären (z.B. weil die ILSE in der Saturnatmosphäre aufgetankt hat), muss ich mich fragen: Warum wurde der Sachverhalt im ersten Band noch als so großes Problem dargestellt?

- Nachdem das Bohrschiff Valkyrie im ersten Band irreparabel von seiner Energieversorgung getrennt wurde, drohte dessen Insassen der Sauerstoff auszugehen. Erst durch das Opfer des Schiffsarztes konnten die beiden mit genug Sauerstoff versorgt werden, um den Marsch zum Lander zu schaffen. 
In "Titan" wird es nun richtig abenteuerlich. Wir erfahren, dass der Schiffsarzt (mit gebrochenem Helmvisier!) überlebt hat. Es wird zwar angedeutet, dass das Enceladus-Lebewesen ihm dabei geholfen hat, doch die Umstände seines Überlebens werden nicht aufgelöst (was angesichts des geplanten Buchs "Enceladus: Die Rückkehr" sicher kein Zufall ist). 
Der Arzt Marchenko erreicht die Valkyrie und schafft es dort einen Generator zu konstruieren der das Bohrschiff wieder mit Energie versorgt, obwohl Chemie und Physik betonter Weise nicht seine Steckenpferde sind. Auch hier gilt: An sich erstmal kein Problem. Aber warum der Ingenieur Martin oder die angefunkte Crew des Landers (mit Ingenieur Hamato) nicht selbst auf diese Idee kamen, bleibt mir ein Rätsel. Im späteren Verlauf erfährt die Crew vom Schicksal ihres Arztes und will ihn auf Enceladus abholen, indem sie ihren Lander erneut dort absetzen. Auch eine solche "Umparkaktion" schien im ersten Band unmöglich zu sein.
Spätestens an diesem Punkt kommt man nicht umhin, sich zu fragen: Wo zur Hölle lag im Finale des ersten Buches eigentlich das Problem?

- Dass der Lander im Rahmen der drei Bände mehrfach und für völlig unterschiedliche Umweltbedingungen eingesetzt wird, lasse ich mir noch gefallen. Das Gefährt wurde im ersten Band aber eindeutig mit zwei Suitports beschrieben. Der Umstieg vom Lander in die Valkyrie wurde sogar mit einem Rätsel verglichen. ("Wie bekommt man Wolf, Ziege und Kohl über den Fluss?") Dennoch hüpfen die beiden Ingenieure und ihre Pilotin in diesem Buch aus unerfindlichen Gründen und völlig selbstverständlich zu dritt auf dem Titan herum. Ohne dritten Suitport hätte der Lander für einen der drei evakuiert werden müssen. Angesichts der hektischen Flucht vom Planeten wäre das ein erwähnenswerter Zeitfaktor gewesen.

Fazit:
Ein interessantes Buch, das hervorragend wissenschaftliche Fakten vermittelt. Als Fortsetzung von "Enceladus" will es aber aufgrund von Widersprüchen und dramaturgischen Schwächen nicht so recht funktionieren.

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jupitermonde, fremde welt, aliens, weltraummission, hard sci-fi

Enceladus

Brandon Q. Morris
E-Buch Text: 444 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 23.01.2017
ISBN B01N7QX7AV
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Brandon Q. Morris schafft es mit "Enceladus" genau das zu bedienen, was ich an Science Fiction liebe. Die Mission ist glaubhaft, die technischen und wissenschaftlichen Details immer gut ausgearbeitet und dargestellt. Ich habe lange nach einem Buch gesucht, dass für mich eine ähnliche Atmosphäre aufbaut, wie zuletzt Clarkes' "Odyssee im Weltraum"-Reihe (die hier sicherlich eine Inspirationsquelle war, was ich aber keineswegs negativ meine).
Gestört hat mich nur, dass der Haupthandlungsstrang im Präsens erzählt wurde, was meinen Lesefluss gerade zu Anfang immer wieder unterbrochen hat. (Geschichten werden normal immer im Präteritum erzählt. Ist eine Geschichte im Präsens, korrigiert das Gehirn automatisch ins Präteritum. Fällt dem Gehirn dann an manchen Schlüsselstellen (z.B. wörtliche Rede, die ja im Präsens korrekt ist) der Fehler auf, unterbricht dies den Lesefluss.) Ich gehe davon aus, dass der Autor dem Leser die Orientierung zwischen Haupthandlung und Vorgeschichte erleichtern wollte, da letztere im Präteritum verfasst ist. Dennoch wäre das nicht notwendig gewesen. Erfahrene Schriftsteller bleiben konsequent im Präteritum und wenden höchstens mal einen dramatischen Präsens an.
Etwas unbefriedigend fand ich auch das Ende, das sehr abrupt daher kommt. Ich hoffe, dass die Handlung in den Nachfolgern weiter gesponnen wird.
Obwohl mich der Präsens zwischenzeitlich extrem gestört hat, will ich dem Buch nicht mehr als einen Stern abziehen. Dafür haben mir die die Geschichte und die Atmosphäre einfach zu gut gefallen. Gute Hard-SF Autoren sind nun einmal in erster Linie Wissenschaftler und erst danach Geschichtenerzähler. Auch ein Stephen Baxter beherrscht die Figurenzeichnung und Dramaturgie nicht annähernd so gut wie die Wissenschaft, die er vermittelt. Dementsprechend sind meine Ansprüche an das Hard-SF-Genre ganz andere, als z.B. in der Fantasy, wo der Autor grenzenlose erzählerische Freiheit genießt. Und darüber hinaus kann Brandon Q. Morris allemal mit einem Stephen Baxter mithalten!
Vielleicht auch mit einem Issac Asimov oder einem Arthur C. Clarke? Das werden die Folgebände zeigen, die ich mir für meinen kommenden Urlaub gleich auf den Kindle laden werden.

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horror, tierhorror, insekten, fantasy

Der Tag der Ameisen

Bernard Werber
Flexibler Einband: 486 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492234702
Genre: Fantasy

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utopie, roman, fantasy, experiment

Die Ameisen

Bernard Werber
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492234696
Genre: Fantasy

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275 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

evolution, dystopie, zukunft, jugendbuch, zeitreise

Evolution - Die Stadt der Überlebenden

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.07.2016
ISBN 9783401601670
Genre: Jugendbuch

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242 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

london, magie, krimi, fantasy, peter grant

Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423216685
Genre: Fantasy

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science fiction, mars, science-fiction, terraformung, außerirdische

Spin

Robert Charles Wilson ,
Flexibler Einband: 555 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.07.2006
ISBN 9783453522008
Genre: Science-Fiction

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Fahrenheit 451 / Ray Bradbury's Farenheit 451

Ray Bradbury , Tim Hamilton , Julia Osuna Aguilar
Fester Einband: 148 Seiten
Erschienen bei 451 Editores, 01.04.2010
ISBN 9788496822962
Genre: Sonstiges

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694 Bibliotheken, 18 Leser, 3 Gruppen, 38 Rezensionen

magie, fantasy, jugendbuch, nicholas flamel, michael scott

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst

Michael Scott ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.03.2010
ISBN 9783570400005
Genre: Jugendbuch

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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

magische krone, deutsche high fantasy, jugendliche helden, high fantasy, drachen

Die Krone von Lytar

Richard Schwartz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492280518
Genre: Fantasy

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

klassiker, utopie, revolution, tiere, schweine

Farm der Tiere

George Orwell , Michael Walter , Friedrich K. Waechter
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes
ISBN 9783257057140
Genre: Klassiker

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

dagobert duck, comic, entenhausen, onkel dagobert, don rosa

Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden

Don Rosa , Walt Disney
Fester Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Egmont Comic Collection, 08.12.2008
ISBN 9783770432455
Genre: Comics

Rezension:

Als Kind war ich fleißiger Leser der Lustigen Taschenbücher und des Micky Maus Magazins. In den 90ern erschienen Don Rosas Comics zu Onkel Dagoberts Leben als Mehrteiler in den Magazinen - und waren damals schon herausragend. Und das obwohl ich diese Comics aus heutiger Sicht als Kind nicht annähernd verstanden habe. Es waren für mich damals eben einfach "nur" Geschichten über Onkel Dagobert. Liest man nun "Sein Leben, Seine Milliarden" als Erwachsener, erkennt man: Es ist so viel mehr als das.


Hierzu muss man wissen, das Dagobert Duck (wie seine Familie) vom Zeichner Carl Barks erschaffen wurde. Die Popularität der Figur hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt, so dass Barks gerade in der Anfangszeit ziemliche Narrenfreiheit hatte, was deren Hintergründe anging. Onkel Dagobert hat also bei verschiedenen Gelegenheiten Geschichten aus seiner Jugend zum Besten gegeben - ob man diese ihm nun glauben wollte, oder ob man ihn dabei eher als amerikanischen Käptn Blaubär abtat, blieb dem Leser selbst überlassen. Don Rosa hatte es sich nun zur Aufgabe gemacht, diese "Barkschen Fakten", wie er sie nennt, in einer Biographie zu sammeln und sie mit historischen Ereignissen zu Dagoberts Lebenszeit zu verankern. Eine Mammutaufgabe, die ihm mit dem vorliegenden Mammutwerk gelungen ist.


Das Buch besteht aus 12 Kapiteln, die Dagoberts Werdegang vom Schuhputzjungen zum reichsten Mann der Welt schildern. In 8 Zusatzkapiteln, die später von Rosa veröffentlicht wurden, werden einige Details, wie z.B. seine Zeit im Klondike und seine Jugendliebe Goldie näher beleuchtet. Zudem erhält der Leser einblicke in den Stammbaum der Ducks (der etwa in der Mitte auch als solcher abgebildet ist), erfährt, wie sich Donalds Eltern kennen gelernt haben und wie Dagobert selbst am Ende zwar zum reichsten Mann der Welt wird, gleichzeitig aber derart mit seiner Familie bricht, dass es erst sein Neffe und seine Großneffen Jahrzehnte später schaffen, wieder zu ihm durchzudringen.


All das alleine wäre schon eine Erzählung mit (für Disney-Verhältnisse) herausragendem Tiefgang und mindestens 4 Sterne wert. Der fünften Stern ist spätestens Rosas Recherchearbeit zu verdanken. Denn er hat es nicht nur geschafft, die teils widersprüchlichen, Barkschen Fakten stimmig und sinnvoll zu vereinen, sondern sie auch noch geschickt (und für die meisten Leute unsichtbar) mit realen Begebenheiten vermischt. Selbst Lesern mit extrem gutem Allgemeinwissen erschließen sich viele der eingearbeiteten historischen Fakten erst in den Erklärungen, die Rosa in diesem Buch zwischen die Kapitel geschoben hat. Während Kinder kaum die Anspielungen verstehen dürften, wenn Dagobert im Laufe seines Lebens nicht nur mehrfach auf Theodore Roosevelt trifft oder die Explosion des Krakatau miterlebt hat (hier hat sich der Autor in physikalischer Hinsicht etwas künstlerische Freiheit erlaubt, die aber in der Form in einem Comic vollkommen legitim ist), gibt es auch zahlreiche Passagen, deren wahren Gehalt selbst die meisten Erwachsenen wohl kaum erfassen könnten. Oder haben Sie sich schon einmal monatelang mit den Mythen und der Kultur der Aborigines beschäftigt? Don Rosa hat es getan und das Ergebnis minutös im Kapitel "Der Jäger des heiligen Opals" verarbeitet - obwohl er genau wusste, dass kaum einer seiner Leser diese Fakten wohl je bemerken, geschweige denn prüfen würde und er diese Geschichte auch wesentlich bequemer und mit viel weniger Recherche hätte schreiben können.


Fazit:
Mit "Sein Leben, seine Milliarden" hat Don Rosa nicht nur der reichsten Ente der Welt ein Denkmal gesetzt, sondern auch ein komplexes und gut recherchiertes Werk geschaffen, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.

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Das Versprechen - Band 3

Gene Luen Yang
Fester Einband: 76 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 06.12.2012
ISBN B00FNAWCVC
Genre: Comics

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Das Versprechen - Band 2

Gene Luen Yang
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 01.01.2012
ISBN B00AUGAB8K
Genre: Comics

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Avatar: Der Herr der Elemente 1

Gene Luen Yang , Andreas Mergenthaler , Gurihiru , Andreas Mergenthaler
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 01.10.2012
ISBN 9783864250668
Genre: Comics

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Liam

Torsten Clauß
Flexibler Einband
Erschienen bei Wagner Verlag, 05.11.2008
ISBN 9783866833647
Genre: Krimi und Thriller

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Liam (A Tale Of A Legacy)

Torsten Clauß
Flexibler Einband: 650 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.06.2016
ISBN 9781544740515
Genre: Sonstiges

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

spearpoint, zonen, offenes_ende, spatha, nimcha

Unendliche Stadt

Alastair Reynolds , Ursula Kiausch
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2011
ISBN 9783453527676
Genre: Fantasy

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comic, tod, yeti, lemming, nichtlustig

Nichtlustig 5

Joscha Sauer
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.09.2010
ISBN 9783551684059
Genre: Comics

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humor, comic, lustig, lemminge, nichtlustig

Nichtlustig 4

Joscha Sauer , Joscha Sauer
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2008
ISBN 9783551680075
Genre: Comics

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humor, comic, lemminge, yeti, tod

NichtLustig. Bd.3

Joscha Sauer
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.06.2005
ISBN 9783551773937
Genre: Humor

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Nichtlustig 2

Joscha Sauer
Fester Einband
Erschienen bei Lappan, 28.07.2016
ISBN 9783830334545
Genre: Comics

Rezension:  
Tags:  
 
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