Leserpreis 2018

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423217279
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autorin kann schreiben. Kann sie auch einen raffinierten Krimi plotten? Keine Ahnung, denn sie macht es nie. Ihr Krimi "The Woman in Cabin 10" verläuft ähnlich langsam, manche würden auch sagen ein bisschen schleppend. Und mir waren die kriminalistischen Zusammenhänge bei "Im dunklen, dunklen Wald" bis auf ein paar Elemente sehr schnell sonnenklar. Hat mich das gestört? Nicht wirklich, denn ich mochte die Hauptfigur, und ich mochte es auch, dass sie keine unsympathische Tussi war. Ruth Ware ist in der Lage, eine interessante Atmosphäre zu entwickeln.  In diesem Roman spielt die Vergangenheit der Heldin ein große Rolle, sie wirft lange Schatten,denn irgendetwas ist passiert, dass sie zwar nicht traumatisiert aber doch beschädigt hat. Und an diesem Geheimnis dockt man an. Etwas hat die Jugend von Nora, Lee, Leo (all diese Namen trug oder trägt sie, und das ist nicht unwichtig) überschattet. Sie wird es uns auch erklären, aber relativ späte. Denn natürlich liefert Noras Geheimnis den Schlüssel zur Lösung. 

Hier der Plot in Kürze: Nora, heute 26, und Clare, ähnlich alt, waren als Kinder und Heranwachsende die besten Freundinnen. Doch vor 10 Jahren hat Nora abrupt die Schule gewechselt und den Kontakt zu ihren damaligen Weggefährten abgebrochen. Nora war und ist ein Mädchen, das es nicht leicht hat. Sie stottert, wenn sie aufgeregt ist und führt ein eher einsames Leben. Die Story beginnt, als Nora überraschend zu einem Wochenendausflug eingeladen wird, bei dem der Junggesellinnen-Abschied der schönen Schulfreundin Clare gefeiert werden soll. Nora erfährt, Clare heiratet ausgerechnet den Jungen, mit dem sie selbst in der Schule eine leidenschaftliche, aber  unglückliche Beziehung hatte. Er heißt James und nimmt an der Party nicht teil. Das machte es Nora leicht, gute Miene zur bösen Lage zu machen, aber sie bereut ihr Kommen fast von Anfang an. 

Die Partygäste sind schillernd bis merkwürdig. Clare und ihr neuer bester Freund Tom gehören wie James zur glamourösen Londoner Theaterszene, Flo, die Organisatorin der Party, tritt auf wie der One-Woman-Fanclub der Braut  und entwickelt einen beunruhigenden Eifer die perfekte Party abzuliefern. und dann gibt es noch die junge Mutter Melanie und die toughe Ärztin Nina. Mit diesem knappen Personal baut Ruth Ware ihre Story auf. Das schafft viel Übersichtlichkeit, führt aber zu gewissen Wiederholungen und Handlungs-Engpässen, aber immer, wenn man denkt, jetzt könnte mal was passieren, nimmt die Story wieder Fahrt auf. Schließlich wird jemand erschossen, War das ein Unfall, war das Absicht? Wir befinden uns (schon im letzten Drittel) eines Krimis, also steckt der berühmte perfide Plan hinter der Tat, und er fordert mehr Opfer als den Erschossenen ein. Dieses zweite Opfer hat mir aufrichtig leid getan. 

Wer sich eine unheimliche Geschichte mit mysteriösen Vorgängen und unerwarteten Wendungen erhofft, ist hier verkehrt. Die Story hätte eher tödliches Wochenende oder so heißen müssen, denn der Wald ist nur ein Vehikel, um die Figuren abzusondern und generiert keine echte Gefahr. Aber alle, die keine Lust auf viele Details haben, die gerne mal längere Lesepausen einlegen und es schätzen, wenn ein Plot nicht zu kompliziert wird oder zu viele Personen darin herumschwirren, sind hier richtig.  Ich mache das mit den Lesepausen. Ansonsten darf ein Thriller bei mir schon ein bisschen mehr Aufregung verbreiten, aber ich schätze es, wenn eine Autorin oder ein Autor Spannung erzeugt, ohne in den Hades der detailliert beschriebenen Grausamkeiten abzusteigen. Und das gelingt Ruth Ware allemal.  

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360 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Eisige Schwestern

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426520147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Soviel vorab: Dieser Autor kann schreiben. An seinem Stil gibt es überhaupt nichts zu meckern. Er ist sehr anschaulich und spannend. Es gibt eine Szene, in der sich das Kind - der lebende Zwilling - auf eine Spielkameradin freut, die sich so treffend beschrieben, dass sie einem zu Herzen geht.  Warum um Himmels Willen muss die Handlung ein Krimi sein, warum hat der Autor nicht einfach ein Familiendrama geschrieben? Okay, das hätte ich vermutlich nicht gekauft, aber ich hätte mich dann auch nicht über ihn geärgert. Nein, stimmt nicht. Über seine Hauptfigur hätte ich mich trotzdem geärgert. Denn der Plot funktioniert nur weil die weibliche Protagonistin  so richtig doof ist. 
Achtung Spoiler: Aber wenn sie nicht so dämlich wäre, würde die Geschichte nicht mal in die Nähe einer Krimi-Handlung kommen. 
Und der Mann ist der Vernünftige. Obwohl er zu viel trinkt und auch ansonsten nicht alles richtig macht, kann er selbst im Suff noch besser urteilen und handeln als seine Frau. 
Außerdem hat die weibliche Figur Sarah Aussetzer, die nicht wirklich nachvollziehbar sind. Und ihre Aussetzer haben gleich ungewöhnliche (die Aktion der Kinder) und dazu noch ungewöhnlich dramatische Folgen. Ohne ihre hanebüchenen Fehler und Irrtümer bricht das Romankonstrukt kläglich ein. So was stört mich ungemein. Der handlungsarme Roman lebt hauptsächlich von seinen Landschaftsschilderungen, für die bringt der Autor mehr Engagement auf, als für seine Figuren. Die kleine Familie, die ihr Glück auf einer malerischen, aber heruntergekommenen Inseln sucht, kann nur scheitern. Dabei kann der Autor menschliche Interaktion schildern, aber dieser Hauch von Aufatmen, gönnt er seinen Lesern nur selten. Gute Gefühle und ein Hauch von Hoffnung sind ihm vielleicht zu trivial. Deshalb gibt es reichlich Schlechte. Die Handlung schleppt sich schwermütig dahin, alles ist furchtbar, bis es noch furchtbarer wird. Im Grunde findet sich nur ein Erzählstrang und nur ein Motiv, das Zwillings-Phänomen. Man kommt also nicht durcheinander, wenn man das Buch mit größeren Unterbrechungen liest. Sollte man aber nicht, weil man sich sonst immer wieder an die unsympathischen Helden gewöhnen muss. Ich habe diese düstern Figuren satt, ich habe diese ambivalenten Ausgänge satt. Ich habe es satt, dass Krimis heutzutage entweder zu depressiv oder zu flapsig sind. Und obwohl Rezessionen mir Hoffnung auf eine Pointe gemacht haben, konnte ich keine entdecken. Ein Perspektivenwechsel ist ein Trick, aber keine überraschende Wendung. Er hat mich zudem so richtig verärgert, weil er so nur mit einer zweifelhaft konstruierten Hauptfigur möglich war. Aber am allermeisten hat mich der Etikettenschwindel verärgert: Dieser Roman ist kein KEIN KRIMI. Es benutzt das Genre, um eine traurige Familientragödie mit einem unterhaltsamen Label zu verkaufen. Seine Krimi-Ansätze, die so etwas wie Rätselspannung aufbringen sollen, sind ausgelutscht und grob spekulativ (Er sagt selbst: Das Rätsel entstand durch eine Verzerrung, wie sie sich ergibt, wenn man etwas durch dickes Eis betrachtet) Ach du dickes Eis. Schade, dass so ne Verarsche funktioniert.

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136 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Das Grab im Wald

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482665
Genre: Krimi und Thriller

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643 Bibliotheken, 33 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Ein ganz neues Leben

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.07.2017
ISBN 9783499291395
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jojo Moyes hatte mich mit ihrem Schreibstil und ihrer packenden Geschichte in "Ein ganzes halbes Jahr", englisch "Me Before You" sehr bewegt. Und dabei stehe ich überhaupt nicht auf Bücher,die schlecht ausgehen. 
Aber die Fortsetzung erzählt nur ein paar mehr oder weniger lesenswerte Episoden  und bietet viel  zu wenig Stoff für einen richtigen Roman. Es gibt den Teenager, der nicht weiß, wo er hingehört, und der eine total verzickte Mutter haben muss, damit die Heldin einschreiten kann. Und dann ist da noch eine staubtrockene Liebesgeschichte mit einem Helden, der vollkommen blass bleibt. Jojo Moyes, die ich mal sehr dafür geliebt habe, dass sie so eine gute Beobachterin und Chronistin des Alltags ist, hat natürlich nicht alles verlernt, was eine gute Autorin können muss. Aber das Buch lohnt nicht, es wurde nur geschrieben, weil wir Leser anhänglich sind. Die Handlung plätschert einfach so dahin. Lou geht nach dem Tod ihres Liebsten, der sich umgebracht hat, zu einer "Überlebensgruppe", in der sie andere Menschen trifft, die auch einen wichtigen Menschen verloren haben und alles, was diese Leute austauschen ist belanglos. Manches, was da gesagt wird, hat mich richtig geärgert, weil es so falsch war. Nix für ungut Jojo ...  ich hätte den zweiten Teil auch geschrieben. Jeder Mensch muss heutzutage an seine Altersvorsorge denken. Und als Altersvorsorge für Jojo Moyes hat dieses Buch auch bestimmt schon viel Gutes bewirkt. 
Aber ich habe beschlossen, dass ich mir jetzt andere Autoren suche, die gute,  kitschfreie Liebesromane schreiben können, also Romane über das echte, ganze Leben. 

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