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harry potter, magie, hogwarts, theaterstück, zauberei

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Achtung, Spoiler

Ich wollte das Buch eigentlich nicht kaufen, weil es ein Theaterstück ist und auch so geschrieben. Einfach ultra nervig. Hätte man das nicht halbwegs ausformulieren können? Hab's trotzdem gekauft. Einfach nur weil. 
Ich bin jetzt bei der Hälfte und hab grad Zeit ein Fazit zu ziehen. Die ersten Seiten sind Epilogwiederholungen. Weil der den Leuten doch so gut gefallen hat - nicht. Da dürfen wir also den doofen Epilog noch mal nur in Dialogen mit Spasti-Ron lesen. Ehrlich: Spasti-Ron ist ein Motiv das immer wieder kommt, gewöhnt euch an den. Ron hat höchstens eine Seite gesamt Text und ist dabei jedes Mal so unendlich dumm, dass es kracht.

Und jetzt kommt das Hauptproblem des Buches. Harry war ja schon nie ein sonderlich geiler Charakter. Hier mutiert er aber einfach OHNE f...ing Grund zum asozialen Wicht, der wirklich wirklich hassenswert ist. Und Hermine (die spontan Zaubereiministerin ist) gleich mit! Teddy ist übrigens ganz vergessen worden, der existiert bis zur Hälfte des Buches bisher nicht.

Und wer sind jetzt die Charaktere, die man mag? Die f...ing Malfoys. Draco und Scorpius sind die einzigen Charaktere die man nachvollziehen kann, Scorpius ist sogar echt cool.

Und jetzt: Insert dämliche Fanfiction Idee hier: Keiner mag Scorpius. Weil man munkelt, dass seine Muddah Astoria mit einem Zeitumkehrer zurückgereist ist und sich von Voldemort hat anbumsen lassen. Ernsthaft ... was Besseres ist ihnen nicht eingefallen?

Albus ist das natürlich Wurst, weil Keks, der setzt sich zu Scorpius ins Abteil, was dazu führt, dass Rose ihm die Freundschaft aufkündigt. Außerdem kommt er dann nach Slytherin und wird in etwa so nervig wie Harry im fünften Band, weil er immer motzt, dass Harry berühmt ist und er es ja viel einfacher hätte, wenn Harry nicht sein Vater wäre - was sicher richtig ist, denn Harry ist, wie oben erwähnt ein dämlicher Penner, den NIEMAND zum Vater haben will. Allerdings ungewollt - ich glaube nicht, dass es Absichtlich ist, so negative Empfindungen hervorzurufen. Harry handelt einfach durchgehend scheiße. Wie er sogar seinem Sohn vorhält, wie schlimm alles früher war, weil er ja keine Eltern hatte und bla bla bla ... das möchte ein Teenager hören.

Die Zeitsprünge in dem Stück sind übrigens gewaltig.

Jedenfalls beschlagnahmt Harry eines Tages einen Zeitumkehrer (ja, ihr könnt euch denken, das wird Zurück in die Zukunft für Zauberer), und dann tanzt Amos Diggory spontan an und meint, Harry soll Cedric (gibt es da nicht wichtigere Charaktere, die man retten könnte? EINE MENGE!), retten. Darauf hat Harry aber gar keinen Bock (wahrscheinlich weil er auch findet, dass Cedric unnötig ist) und sagt, er hätte gar keinen Zeitumkehrer. Hab ich erwähnt, dass er supersuper Auror ist? Nein? Hiermit nachgeholt.

Dann kommt Albus (warum auch immer - die Synapsen haben geklappert) auf die Idee, er und Scorpius könnten Cedric retten. Weil ... WEIL! Völlig ohne Grund.
Zwischendurch kommt noch mal Ron, aber der darf nur Produkte von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze aufzählen. Der ist quasi die Werbung im Stück.

Die beiden wollen dann ihre Hilfe bei Amos anbieten, indem sie vom Dach des Hogwarts Expresses springen. Amos wird übrigens von seiner ... Nichte? Delphi betreut. Die ist ganz nett, bisschen Tonks. Generell das Altenheim wo er wohnt und die Süßigkeitenhexe, die versucht, die beiden vom Springen abzuhalten, bringen das erste Mal Hogwarts Flair zurück. Die Szenen Spoiler ich euch auch nicht.

Amos gibt ihnen dann Delphi mit, dann klauen sie (wie auch immer, ich habe echt keine Idee) Zutaten für Vielsafttrank, latschen als Harry, Hermine und Ron ins Ministerium, hoho, lustige Sachen, wo dann Albus/Ron auf die echte Hermine trifft, bla bla ... kurz eingeschlafen. Albus/Ron hat mehr Text als der echte Ron. Dann gibts einen Battle mit Hermines Büchern, weil die den Zeitumkehrer in ihrem Büro versteckt hat.

Danach hüpfen die zurück in der Zeit und entwaffnen Cedric bei der Drachenaufgabe aus Teil 4. Dabei bricht sich Albus den Arm, weil Keks - wird zurückgesprungen, Bane taucht auf, sagt Harry, der natürlich nach den Kiddies sucht, dass sein Sohn dunkle Wolken um sich hat - was wohl impliziert, dass Albus stinkt oder so. 

Während der Suche kommt es übrigens zu einer Szene, bei der Harry so was von unten durch für mich ist, noch tiefer als der Keller geht quasi nicht. Draco taucht auf (wie gesagt - Draco = nett und nachvollziehbar). fleht Harry 1. dauernd an, dass Harry was gegen die Behauptungen tut, dass Scorpius der Sohn von Voldemort ist - Harry der ja nun echt Mobbingopfer war, sagt einfach jedes Mal - ach, das gibt sich. Pisser. Und Scorpius leidet wirklich! 2. Ist da die Szene wo Draco ihm wirklich seine Gefühle sagt, er sagt ihm klipp und klar, dass er endlich etwas tun muss, denn er wisse nicht, was er tun sollte, wenn Scorpius etwas zustößt, er könne nicht ohne ihn Leben, weil das nun mal seine einzige Familie ist - Astoria stirbt nämlich nach knapp 30 Seiten. Und Harry? Harry tut gar nichts. 

Harry kann happy sein, dass die Kiddies gefunden werden - im verbotenen Wald, weil Keks - dann ist aber die Zukunft hinüber - denn Hermine und Ron haben plötzlich nicht geheiratet und Rose existiert nicht (ist doch scheißegal, die mag keiner, sie ist einfach total oberflächlich und scheiße). Dafür aber Dumbledores Porträt, das einfach nur dämlich ist und dumme Sachen sagt wie: "Uhhhh, du liebst deinen Sohn Harry, aber du musst ihn auch mal richtig ansehen." - ja, danke für den Hinweis.
Harry ist plötzlich noch arschiger und will Scorpius und Albus trennen weil ... weil der Zentaur das gesagt hat. Und angeblich Dumbledore, obwohl davon nicht mal ansatzweise die Rede war. Ja, Harry ist dämlich und richtig scheiße zu McGonagal, von der er verlangt, dass sie mit der Karte des Rumtreibers dauernd seinen Sohn bespitzelt.

Hermine ist jetzt auch keine Zaubereiministerin mehr - die unterrichtet Verteidigung gegen die dunklen Künste. Der Dialog könnte ein eins zu eins Snape Dialog sein und ich gebe zu - die Szene war cool. "Yes, Potter, I am that mean" 

Albus lässt sich das alles diktieren, möchte aber wieder in die Vergangenheit und das wiedergutzumachen. Scorpius wird erst links liegen gelassen, nur um sich 5 Seiten später schon wieder mit dem zu versöhnen und Keks.
Weiter im Text. Scorpius und Albus verkacken also auch jetzt schon wieder den nächsten Versuch, und zwar die Wasseraufgabe, Cedric wird blamiert und dann verpufft Albus, weil Scorpius dann in Nazi-Land landet, wo sie auch alle so was sagen wie "Heil Voldemort". Umbridge ist jetzt Schulleiterin (Sie war nicht in Character, sie war nur da für den dramatischen Effekt ...) und Harry tot. Scorpius gibt es trotzdem, weil Draco überlebt hat, und selbst in Nazihausen ist er noch der verdammte Gute! 
Scorpius ist statt des gemobbten Opfers nu der King of the Hill und alle nennen ihn Scorpion King - wahrscheinlich weil das ein so guter Film war ... nicht!
Jedenfalls ist Cedric ... ja, richtig gelesen, f.....ing Cedric plötzlich ein Todesser. Weil er bei seiner letzten Aufgabe verkackt hat. Völlig logisch oder? Cedric hat zwar nicht viel Charakter, aber er ist eindeutig gut! Was für ein dämlicher Rotz! Und warum ist jetzt Harry tot? Weil Cedric Neville getötet hat. Damit stirbt Nagini nicht und bla, bla, bla und Snape müsste rein logisch trotzdem tot sein, weil Voldemort den Elderstab ja haben wollte. Aber wer hört schon auf mich?
Umbridge denkt, er hat einen an der Waffel und schickt ihn zu Snape. Ja, richtig gehört, Snape. Ab hier wird das Büchlein dann mal kurz gut, denn Snape ist sehr wohl IC, schnallt auch was Scorpius ihm erklärt und schickt ihn zum Widerstand, bzw. nimmt ihn mit. 
Der Widerstand ist so widerstandig, dass er aus wahnsinnigen drei Leuten besteht: Amazonen-Hermine, Spasti-Ron und Snape.
Die bekommen erklärt, was gemacht werden muss, sie schützen Cedric beim ersten Attentat von Scorpius und Albus und kehren dann zurück nach Nazihausen. Wo dann die Dementoren kommen, Hermine und Ron sich opfern (weil ... Keks? Keine Ahnung ...)
Dann müssen wir NOCHMAL erleben wie Snape stirbt, bzw. auch den Kuss bekommt, noch ein bisschen Always (ultra) Gesülze davor, dann ist Albus wieder da ... warum war der eigentlich nicht direkt wieder da? Ach, keine Ahnung. 
Anschließend ... habe ich ohne Witz jetzt schon wieder vergessen, was da passiert. Ach, ja ... die Welt ist wieder halb normal. So mehr oder minder, Delphi (die als Nichtschülerin dauernd in Hogwarts ist, ohne dass es jemand bemerkt) nimmt den beiden den Timeturner ab, weil Überraschung: Sie ist böse. Ganz doll todesserisch und so. Und die hat eine neue Prophezeiung angeschleppt, die war wahrscheinlich im Überraschungsei, keine Ahnung wo sie die herhat.
Unterdessen schmerzt dann auch Harrys Narbe wieder und er spricht plötzlich wieder Parsel (was er anscheinend spontan nimmer konnte). 
Delphis Prophezeiung besagt, dass die beiden Kiddies was tun müssen, damit der Vater (Harry) stirbt und dann nimmt sie die beiden mit ins Heckenlabyrinth, wo sie beide erst mal spontan Lady Voldemort übertölpeln und abhauen. Weil der Timeturner nur fünf Minuten geht, können die beiden dann die Prophezeiung nicht mehr erfüllen, aber Delphi springt einfach noch mal mit ihnen in der Zeit, einen Tag vor dem Attentat auf Harrys Eltern. 
Dann macht sie den Timeturner kaputt (wie clever) und verpisst sich. Scorpius (weil klug) hinterlässt Harry irgendwie im Umhang seiner Muddah (ja, fragt nicht, es ist voll absurd) eine Nachricht, Draco zaubert spontan einen zweiten Zeitumkehrer aus dem Hut - den sein Vaddah zufällig unterm Kopfkissen hatte, obwohl alle ja kaputt sind und dann reisen ALLE zurück um festzustellen, dass Delphi gar nicht Baby Harry statt Voldie killen will, sondern Voldie einfach nur davon abhalten möchte.
Also maskiert sich Harry als Voldie, schnackt mit der auf Parsel, dabei enthüllt sie uns noch, dass sie ja das Kind von Bellatrix und Voldemort ist (na, welch Überraschung ...). Bla, bla, Kampf, bla, bla Vorher noch cooler Dramione Action angedeutet (sorry, aber das wurde hier definitiv fanservicemäßig geshippt, auch wenn Snape vs. Amazonen Hermine auch noch ganz witzig ist). Danach, als Delphi besiegt ist, gucken sie ALLE (warum auch immer) von draußen zu, wie Voldemort Harrys Eltern killt und dann drehen sie die Zeit wieder richtig. Und niemand hat ein emotionales Trauma davon ... nönö. 
Bla, bla, Vater Sohn Beziehung mit Arschlochharry und Albus, laber, laber, Cedrics Grab, What a lovely day - 
ENDE! Achja, vorher labert Dumbledore ausm Portrait noch paar Weisheiten, die meine Twitter Timeline jetzt schon fluten.

Tja ... was soll ich da sagen? Es war klar, dass es niemandes Erwartungen erfüllen kann. Gelesen haben muss man es auch so überhaupt gar nicht. Es ist Geldmache und es ist schlecht. Aber die wenigen Momente, die das richtige und echte Harry Potter Feeling zurückbringen, die war es mir wert. Wie gesagt, die Szene im Altenheim, die Szene mit der Süßigkeitenfrau und der Moment, als Snape wieder im Buch vorkommt. Diese Momente waren es wirklich wert, dieses "Ding" gelesen zu haben. Die Szenen dürften annähernd 20 Seiten sein. Ergo ist es nichts. Aber zumindest hatte ich das Gefühl, endlich wieder in Hogwarts zu sein. Ich hoffe nur, das war jetzt der letzte Ausflug. Bevor kein Mensch mehr nach Hogwarts kommt, weil von Harrys zauberhafter Welt nichts mehr übrig ist. Den Kinofilm tu ich mir jedenfalls nicht an. Nur über meine Leiche.

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366 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

familie, nationalsozialismus, liebe, 2. weltkrieg, deutschland

Honigtot

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492307253
Genre: Romane

Rezension:

Honigtot ... meine Urlaubslektüre. 
Ich weiß nicht - es hatte was. So vom Setting her. 

Was kann man zu dem Buch also nun sagen? Grob geht es also schon eher nervig zu (ich mag ja keine Rückblickscheiße, so eine Story in der Story - und genau das ist es). Tochter turnt in Seattle rum, weil die Autorin da wohnt und sich mal eben mit rein selfinserten wollte und Mutti ist verschwunden, obwohl Tochter doch nach Afghanistan wollte, zu Ärzte ohne Hosen oder so. Es hat 0 storyrelevanz und ich fragte mich schon, was das soll. Außerdem hat sie ihren Verlobten entlobt, weil man in Afghanistan wohl nicht verlobt sein darf oder so.
Mutti ist nach Italien abgehauen, weil deren Mutti tot ist und irgendwie ein paar Fetzen von einem Zettel aufbewahrt hat, wo sie bei einem Prozess gegen einen Nazi auf der Bank sitzt. 
Außerdem hat sie noch nen Zettel in dieser völlig unlogischen Sprache: Italienisch beigepackt. Oder vielmehr einen 300 Seiten Roman, den zufällig ein voll netter Priester, nachdem alle spontan nach Rom, statt nach Afghanistan fahren und der übersetzt den auch zack zack für den nächsten Tag. Achja, Mutter, Mutter und Tochter haben alle nicht so das geilste Verhältnis. Ist scheißegal, interessiert niemanden.

So, Mutti fängt also den Roman an, mit ihrer Mutti. Die heißt ... öh ... Elisabeth und ist Opernsängerin und mit Gustav verheiratet. Elisabeth macht Spaß als Charakter, mit Wiener Charme, Opernallüren und ihrem jüdischen Gustav im Herrenhaus in München. Der Teil des Buches macht echt Spaß, die sind alle echt herrlich drauf. Und die Stilmacken des Buchs fallen wirklich nicht so schlimm auf. 
Aber Hanni Münzer steht eben voll auf Wiederholungen. Damit auch der dümmste Leser mitkommt. 
Elisabeth und Gustav mögen Hitler nicht, der hat da nämlich versucht zu putschen und das geht ja nicht. Der ist jetzt gesucht und bla, bla, zwei Kinder, huch! Hitler ist an der Macht. Und eins der Kinder hat ein lahmes Bein, das andere ist voll super und singt schön, aber die sind eben Kinder von einem Juden. Daraufhin planen sie die dümmste Flucht, die uns jedes Mal in einem Kapitel angeteasert wird, so nach dem Motto: "Und dann war da dieses und jenes Problem" - voll schlimm, voll spannend - nächstes Kapitel: "Das Problem wurde dann doch schnell gelöst" - wie? Ach, wer will das denn wissen? Ja, das macht sie ANDAUERND! Was ist denn das für ein Stil? Wer hat das abgenickt? 

Ständig werden Probleme angeteasert, aufgeworfen und dann einfach im Nebensatz mit: "Hat sich erledigt" gelöst. Auch existenzielle wie: Jemand könnte sterben! Erwischt werden! Fuck! Was soll das? Das hat mich wirklich wütend gemacht. Welcher Lektor lässt denn das durchgehen? Okay, wahrscheinlich keiner, war ja früher Selbstverlag.

Wo war ich? Ja, ach, die Flucht. Die ist saudumm. Der Gustav, mit den falschen Papieren reist voll allein, während Elisabeth, die voll superduper bei den Nazis ankommt, die will dann mit den Kindern reisen. Nach London. Nicht, dass die wohl hätten zusammenbleiben können, weil sie ihn wahrscheinlich durchgekriegt hätte, nö, der reist allein. Und ward nimmer mehr gesehen. Huch. Hätte sich ja gar keiner denken können. In der Zeit kassieren dauernd die Nazis die Kiddies ein, Elisabeth kriegt dauernd Nervenzusammenbrüche und ist krank.Kann ich verstehen, wäre ich auch, wenn meine Probleme sich immer in einem Satz lösen. Ist ja langweilig. 
Dann öh ... boah, ich hab schon vergessen, wie das bescheuerte Rotzgör heißt. Ach, ja, Deborah! Deborah ist die Tochter, die hat voll doll Angst, als sie das letzte Mal dann abgeholt werden und ist dann depressiv, aber SS-Mann Albrecht ist ja da, der rettet die Kiddies wieder und heiratet die Mutti. Zeitsprünge sind auch sehr nervig, denn kein Mensch weiß, wie viel Zeit vergangen ist, aber plötzlich sind alle drei Jahre älter.

Elisabeth nippelt dann ab und Deborah macht Mutti alles nach, kann aber noch viel tolliger singen. Und Albrecht ist ganz heiß auf sie. Und weil Deborah, die schon quasi im Abtransport nach Auschwitz gewesen ist, sich seitdem ritzt und eigentlich depressiv ist und Angst vor Nazis hat, hat offensichtlich ein Gedächtnis wie eine Amöbe, die vergisst alles und turnt mit Albrecht durch die Betten, lässt sich dann von dem künftig aushalten, ihr Bruder, den sie beschützen wollte, der wird unwichtig und sie ist eigentlich nur noch aufs f...en aus. Und aufs singen. 

Dann trifft sie Marlene, eine genauso hohlbirnige Frau wie sie - und als sie zufällig mitbekommt, wie das Warschauer Ghetto geräumt wird, fällt Deborah dann ein, dass sie doch depressiv ist und auch jüdisch irgendwie und dann tun ihr alle leid. Marlene offenbart sich als Spionin mit einem tollen polnischen Geheimkomplott, wo dann ihr Lover der Chef ist. Der andere, der sie aushält, ist auch bei der SS und ein Kumpel von Albrecht. Aber die merken nix. Marlene will dann Deborah auf ihre Seite bringen, weil Albrecht die ganze Zeit irgendeinen Aktenkoffer mitschleppt, den sie haben wollen. 
Zum Dank für Marlenes Vertrauen, spannt ihr Deborah den Kerl aus, aber das ist Marlene voll egal, weil Keks. Dann poppen die noch ein bisschen und der Koffer ist immer noch voll super duper wichtig und dann kommen sie auch irgendwie daran. Natürlich im Nebensatz. Marlene fotografiert alles, bekommt die Kamera aber nicht raus, weil da unten im Hotel irgendein SS Mann steht, der weiß, dass sie eine Spionin ist. Ist ja offensichtlich eine sehr geheime Spionage da. 

Deborah schmuggelt die Kamera dann raus, Marlene will fliehen, geht aber lieber noch nen Kuchen essen mit ihrer Freundin und sagt ihr Tschö und dass sie die Kamera zu dem Polen bringen soll - also dem Widerstandspolen.
Dann macht es Bumm, der Widerstand sprengt die Kuchenbar in die Luft (die sind alle super informiert, Marlene ist echt eine top Spionin, wenn sie das nicht weiß) und Marlene ist querschnittsgelähmt und liegt dann irgendwo rum, wo der SS Mann sie leben lässt, weil er das lustig findet. Vorher killt er noch den Polen, damit Deborah und Marlene traurig sind, weil die das jetzt alles wissen, nur Albrecht ist doof und checkt nicht, dass Deborah ihn versucht hat zu beklauen. Irgendwie wollen die dann jetzt die Bilder trotzdem nach England bekommen.
Das vergessen sie dann die restlichen paar Kapitel und die sehen sich erst mal nicht, weil Albrecht doof und böse ist, weil Nazi und das wars dann. Die Tasche kommt nicht nach England, Marlene kann - oh Wunder - wieder gehen und haut ab, will Deborah besuchen, die jetzt wieder in München ist und dann als tot deklariert wird, nachdem ihr Haus umgebombt wird.
Dann geht Deborah, die noch lebt, nach Italien, um Albrecht zu töten. Was sie nicht schafft. Wow ... Klang das für euch auch zusammenhangslos wie für mich? Gut! So ist das nämlich. Ach, ja Deborah ist natürlich schwanger von Albrecht.

Anschließend versöhnen sich dann Mutter und Tochter in der Gegenwart, weil die Mutter ja darunter gelitten hat, nie von ihrer Mutter geliebt zu werden und dann konnte sie ja auch ihre Tochter nicht lieben (logisch, logisch). 

Warum ich mir jetzt den zweiten Teil bestellt habe? Weiß ich auch nicht genau. Ich mag die Stimmung des Buchs. Die hat gepasst. Und ein paar der Charaktere. Ich hoffe, mit "Marlene" wird es dann nicht mehr so nervig. Schon allein, weil wir nur noch einen Hauptcharakter haben.

Ich verstehe es echt nicht. Was ist denn das für ein Stil immer Spannung anzuteasen und sie im Nebensatz lapidar aufzulösen? Das Buch hat trotz Spionage fast gar keine Action, weil ständig alles abgebrochen und aufgelöst wird. Wie langweilig kann man sich präsentieren? Man merkt, dass die Dame vorher Selfpublisherin war und ihr Krempel ihr zu Kopf gestiegen ist, weil sie damit recht erfolgreich war - offenbar hatte sie niemanden, der sie mal korrigiert. Anders kann ich mir diesen "Stil" nicht erklären. Man muss ja nicht alles bis ins letzte Detail totbeschreiben - aber Probleme sollte man schon in seinem Buch sinnvoll lösen. Und nicht : Och, jetzt hab ich aber keine Lust auf die Szene, dann schreib ich einfach ne andere und behaupte, dass sich das davor erledigt hat.
Manchmal konnte ich wirklich nur denken: Hier braucht jemand ein bisschen Plot um seinen Uniform-Sex. 

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2.672 Bibliotheken, 22 Leser, 6 Gruppen, 59 Rezensionen

japan, geisha, liebe, kultur, schicksal

Die Geisha

Arthur Golden ,
Flexibler Einband: 572 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 05.12.2005
ISBN 9783442735228
Genre: Historische Romane

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117 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

japan, geisha, biografie, autobiographie, kyoto

Die wahre Geschichte der Geisha

Mineko Iwasaki , Rande Brown , Elke Vom Scheidt
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2004
ISBN 9783548261867
Genre: Biografien

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Wu Jao. Die Kaiserin

Evelyn McCune , Maria Czedik-Eysenberg
Fester Einband
Erschienen bei Europa, Hamburg
ISBN 9783203800240
Genre: Romane

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

frankreich, teppich, maler, einhorn, teppiche

Der Kuss des Einhorns

Tracy Chevalier , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.2005
ISBN 9783548605364
Genre: Historische Romane

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148 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, usa, hannibal, psychopath, hannibal lecter

Roter Drache

Thomas Harris , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453437425
Genre: Krimi und Thriller

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475 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

hannibal lecter, thriller, fbi, thomas harris, kannibalismus

Das Schweigen der Lämmer

Thomas Harris , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.06.2006
ISBN 9783453432086
Genre: Krimi und Thriller

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

showdown, paris, lecter, mörder, prequel

Hannibal Rising

Thomas Harris , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453437418
Genre: Krimi und Thriller

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

hannibal, genial, psychiater, geniale figur, mörder

Hannibal

Thomas Harris , Ulrich Bitz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453437401
Genre: Krimi und Thriller

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ramses, Großdruck. Bd.5

Christian Jacq
Flexibler Einband: 627 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499331657
Genre: Biografien

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ramses, Großdruck. Bd.4

Christian Jacq
Flexibler Einband: 669 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499331640
Genre: Biografien

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ägypten, pyramiden, moses, nil, historischer roman

Ramses, Großdruck. Bd.3

Christian Jacq
Flexibler Einband: 636 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499331589
Genre: Biografien

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Ramses, Großdruck. Bd.2

Christian Jacq
Flexibler Einband: 652 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499331572
Genre: Biografien

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

ägypten, pharao, ramses, historischer roman, nil

Ramses, Großdruck. Bd.1

Christian Jacq
Flexibler Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499331541
Genre: Biografien

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(11)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rad der zeit, fantasy

Das Rad der Zeit - Band 1 bis 11

Robert Jordan
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453173224
Genre: Fantasy

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(7)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jordan, rad der zeit

Das Rad der Zeit - Band 12 bis 23

Robert Jordan
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453173231
Genre: Fantasy

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212 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

dystopie, tod, koushun takami, kampf, mord

Battle Royale

Koushun Takami , Stefan Rohmig , Jens H. Altmann
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2012
ISBN 9783453437210
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Battle Royale ist nicht umsonst mein Lieblingsfilm. Das Buch gehört ebenfalls zu meinen Top 10, denn es ist wahnsinnig intensiv geschrieben, kränkelt nur ab und zu an leider kleineren Übersetzungsfehlern. Japanisch ist halt nicht die einfachste Sprache um zu übersetzen, bin aber von den Murakami Büchern eigentlich Besseres gewohnt. 

Dennoch: man erfährt viel über die Charaktere (was im Film leider zu kurz kommt - je nach Cut den man sieht) und leidet mit ihnen. 
Schade, dass die Leute nach all den Teenydystopien nicht mal endlich Battle Royale lesen. Es ist so viel besser als seine Nachahmer.

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