Kandida

Kandidas Bibliothek

15 Bücher, 14 Rezensionen

Zu Kandidas Profil
Filtern nach
15 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

102 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

schweden, mord, thriller, stockholm, rache

Der Mörder und das Mädchen

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2017
ISBN 9783352008931
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Endlich hat Cornelia es geschafft - sie wird sich von ihrem gewalttätigen Ehemann trennen, das gemeinsame Haus soll verkauft werden, eine neue, kleine Wohnung für sich und ihre kleine Tochter Astrid ist gefunden. Ein neues Leben kann beginnen.
Doch am Morgen des Auszugs, am Tag an dem der Makler Interessenten durchs Haus führen soll, findet Astrid ihren Papa tot im Gästezimmer. Er wurde ermordet und alle Fakten scheinen. auf Cornelia als Mörderin zu deuten.
Emma, die schwangere Schwester von  Cornelias Freundin  Jodefin leitet die Ermittlungen in diesem Mordfall.

Dies scheint der Stoff für einen spannenden Thriller, doch leider spinnt Sofie Sarenbrant zu viele Fäden. Sehr viele Personen erscheinen, scheinen irgndwie in den Fall verwickelt zu sein. Immer wieder wird die Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt, auch aus der des  Mörders.  Auch dass die Ermittlerin Emma Sköld selbst, über ihre Schwester, in dem Fall involviert  ist, macht es weder besser noch spannender.
Teilweise ist der Thriller richtig gut geschrieben, so dass man ihn kaum aus der Hand zu legen vermag, dennoch bleiben die Personen irgndwie flach und nichtssagend. Schade!
Irgendwann bleibt dann fast zwangsläufig nur eine Peson als Mörder übrig. Das vielleicht doch überraschende Ende ruft nach einer Fortsetzung, aber ob es die wirklich braucht? Das muss jeder letztlich für sich selbst entscheiden
Wer einen anspruchsvollen Thriller erwartet, ist hier nicht an der richtigen Stelle, als netter Krimi, z.B auf einer langen Bahnfahrt,  ist dieses Buch aber sicher ganz okay.  

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

109 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

köln, familiengeheimnis, liebe, geheimnis, roman

Die Kirschvilla

Hanna Caspian
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453419551
Genre: Romane

Rezension:

Eine junge Frau (Isabell) begleitet ihre Großmutter (Pauline) in deren Heimatstadt, wo sie ein Erbe antreten soll – ihr Elternhaus, von dem Pauline nicht einmal gewusst hat, dass es sich noch im Familienbesitz befindet. Dieses Haus steht seit vielen, vielen Jahren leer.

Ein junger gutaussehender Notar übernimmt die Abwicklung.

Ein guter Grundstock für eine spannende Geschichte um Familiengeheimnisse, Liebe und Tragödien.

 

Der Leser wird hinein genommen in ein Deutschland zwischen den Kriegen, Kriegsgewinnler, Korruption und Machtspiele. Die Rolle der Frau und deren Leid, einem brutalen Ehemann geradezu ausgeliefert zu sein.

 

In Rückblenden erzählt Hanna Caspian die Geschichte der Familie Korte in der Kirschvilla der 20er Jahre,  sie erzählt  von einem mehr als unsympathischen  Familienoberhaupt, von Kindern und einer Ehefrau, die versuchen aus diesem Leben auszubrechen und daran scheitern. Das Drama nimmt seinen Lauf.

 

Gleichzeitig erlebt der Leser die Geschichte aus der Sicht von Pauline und ihrer Enkelin Isabell, die stückweise die Puzzleteile der alten Geschichte zusammen setzen und dabei auf  Geheimnisse stoßen, die bis in das Heute wirken. Was hat Pauline mit den alten Geschehennissen zu tun, warum hatte sie keinen Kontakt zu ihren Geschwistern?

 

Bleibt die Gegenwartsgeschichte ein wenig blass und zäh, erscheinen doch die Rückblenden in die Vergangenheit umso spannender. Realistisch erzählt wird hier von einem Familiengefüge einer lange vergangenen Zeit.

Isabell durchwandert die Räume, die kurz vorher für den Leser noch mit Leben, aber nicht unbedingt mit Liebe und Freude,  gefüllt waren.

Immer wieder schön – das Nachspüren alter Geheimnisse.

 

Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ein schöner Roman für dunkle und nasse Herbst- und Wintertage, bei Kerzenschein und Tee.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gefühle, romantic suspens, western-romanze, rocky mountain

Verratenes Vertrauen

Linda Castillo , Katrin Hahn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 15.08.2016
ISBN 9783956495717
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sheriff Jake Madigan bekommt den Auftrag, im unwegsamen Gelände der Rocky Mountains eine entflohene Mörderin einzufangen.

Unterwegs mit Pferd und Maultier kann er Abigail Nichols schnell ausmachen und festnehmen. Doch auf dem Weg in die Zivilisation geraten die beiden in einen Schneesturm und müssen in einer einsamen Berghütte Schutz suchen.

Im Laufe der Nacht beginnt Abigail ihre Geschichte zu erzählen. Aber können sie einander vertrauen? Ist Abigail tatsächlich die unschuldig verurteilte Mörderin, als die sie sich versucht darzustellen.

 

Die Geschichte an sich ist nicht unbedingt neu, hat aber immer wieder ihren Reiz. Hier wird aber zuviel Wert auf die Anziehung der beiden Personen aufeinander genommen. Dies steht immer und immer wieder im Vordergrund und lässt dabei die Geschichte der unschuldigen Mörderin und ihren Versuch dies zu beweisen, blass zurück.

Viel interessanter wäre es gewesen, wenn die beiden Hauptakteure in eine Diskussion geraten wären, warum Abigail unschuldig sein soll und warum dies so nicht stimmen kann.

Gerne auch ein bisschen Knistern und Kribbeln, aber nicht so, wie es jetzt hier beschrieben.

Im weiteren Verlauf der Geschichte geschehen Dinge, ohne vorgreifen zu wollen, die in gewisser Weise die Unschuld von Abigail beweisen, jedoch wird darauf kaum Bezug genommen. Sehr schade.

Das Ende war, trotz eines Spannungsmoments im letzen Drittel, absolut vorhersehbar und somit enttäuschend.

Fazit: Das Buch lässt sich gut lesen, plätschert allerdings etwas seicht daher. Mehr Spannung, weniger sexuelle Anziehungskraft hätte dem Buch gut getan.  Ansonsten, wer nicht viel nachdenken und sich gut unterhalten möchte, dem sei das Buch empfohlen.

 

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(221)

382 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

zeitreise, liebe, leuchtturm, fluch, new york

Vierundzwanzig Stunden

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783866124011
Genre: Romane

Rezension:

Arthur erbt von seinem Stiefvater zu dessen Lebzeiten einen altenLeuchtturm, daran geknüpft ist die Bedingung, eine zugemauerte  Tür im Keller des Leuchtturms niemals und unter keinen Umständen zu öffnen.

Natürlich kann Arthur nicht anders und öffnet diese Tür. Er setzt damit etwas in Gange, womit er so wohl  niemals gerechnet hätte, begegnet seinem Großvater, der vor vielen Jahren verschwand, lernt seine große Liebe Lisa  kennen und scheint sie wieder zu verlieren.

 

 

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht zum Inhalt des Buches schreiben.

Ein Buch, welches den Leser in kürzester Zeit in seinen Bann zieht. Wunderbar erzählt von Musso, der dem Leser kaum Zeit zum Atmen lässt.

Nichts scheint, wie es ist. Aber was ist es…?

Eine Geschichte, die kurzweilig, spannend, überraschend daher kommt.

 

 

 

Am Ende dann eine Wendung, mit der so nicht zu rechnen war.

Musso lässt seine Leser zwar ein bisschen allein mit der trotz allem schlüssigen Lösung,

dennoch – ein absolut lesenswertes Buch. Eine wunderbare Urlaubslektüre, das Richtige für ein verregnetes Wochenende, oder wenn man gerne eine Liebesgeschichte lesen möchte, die nicht schwülstig daher kommt und unerwartete Überraschungen liefert.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(128)

187 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

Rezension:

Dicker erzählt hier auf  wunderbare Weise die Geschichte der Familie Goldman. Eine Familiengeschichte, wie man sie vielleicht schon oft gelesen hat, aber die doch noch nie so schön erzählt wurde.

Dabei nähert er sich der so genannten Katastrophe aus verschiedenen Richtungen, aber immer aus der der Sicht des Ich-Erzählers Marcus. Dabei schafft er es, die Spannung zu halten und glaubwürdig zu bleiben.

Ein Buch ohne Längen, in einer wirklich schönen Sprache, die teilweise an John Irving erinnern mag. Ein Buch, das man gar nicht aus der Hand legen möchte.

Eine Familiengeschichte, die wieder lehrt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, aufeinander zu hören und aufzupassen.

Die Geschichte einer Jugendfreundschaft, die zerbricht und am Tage der Katastrophe, auf die der Leser sich unausweichlich zu bewegt,  auf tragische Weise endet.

Was der Leser die ganze Zeit ahnt, aber nicht wahrhaben will. Es wird geschehen – aber wie und was?

Eine Geschichte um Familiengeheimnisse, Erfolge und Niederlagen,  das Glück und die Liebe, aber auch Neid und Missgunst.

Dieses Buch hat alles, was ein Schmöker haben muss.

Oder – wie die „Huffington Post“ auf dem Buchrücken sagt – „…Wir empfehlen allen diese Fahrt nach Baltimore für ein verregnetes langes Wochenende. Reise und Genuss garantiert.“ Ich kann mich nur anschließen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

shakespeare, twain, mythos

Ist Shakespeare tot?

Mark Twain , Nikolaus Hansen , Leander Haußmann
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492057691
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vorab ein wunderbares, absolut lesenswertes Vorwort von Leander Haußmann, welches schon sehr auf das Buch einstimmt

Twain greift die – nicht ganz neue - These auf, Shakespeare habe seine Werke nicht selbst geschrieben, habe die nötige Bildung dazu nicht gehabt, es sei einfach auch nichts bzw viel zu wenig über ihn bekannt, als dass er ein gefeierter Schauspieler, Schriftsteller, Mensch gewesen sein könne.

Twain umschreibt dies sehr schlüssig, auch anhand guter,  witziger Beispiele. Er hat eine wunderbare Sprache, die mich öfter hat laut loslachen lassen.
Leider ergriff Twain zum Ende hin die Eitelkeit eines alten Mannes, so kann man es vielleicht umschreiben. Das hätte er lieber sein lassen.  
Kurzum, stark begonnen, leider abgefallen.

Dennoch auf jeden Fall ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, dass Lust macht, sich auch weitergehend mit der These zu befassen, ob Shakespeare wirklich Shakespeare war.

Zur Eingangsfrage, dem Titel des Buches „Ist Shakespeare tot?“  - Nein! Shakespeare ist nicht tot. Nicht, solange diese wunderbaren Geschichten erzählt, gespielt werden, er an Sterbebetten und in Treppenhäusern oder sonst wo, rezitiert wird. Ganz egal, welcher geniale Zeitgenosse sie wohl verfasst haben mag.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

101 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

krimi, mord, katze, detektiv, gone cat

Gone Cat - Die stumme Zeugin

Sam Gasson , Ann-Kathrin Schwarz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2016
ISBN 9783736301573
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jim Glew hat seinen Beruf – Privatdetektiv – aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel gehängt. Sehr zum Leidwesen seines 11jährigen Sohnes Bruno, der sehr gerne in Jims  Fußstapfen treten würde.
Als Bruno der Meinung ist, jemand füttert seine Katze Mildred unrechtmäßig, hängt er ihr eine Kamera um -  er will seinen ersten Fall lösen.
Als dann eine Nachbarin ermordet wird, die Mutter von Brunos Freund Dean, beginnen Jim und Bruno, mehr oder weniger gemeinsam, an diesem kniffligen Fall zu arbeiten. Dabei spielen Mildred, als heimliche  dritte Detektivin, und ihre Kamera eine große, wichtige Rolle.
Mit vielen Wendungen und Verwirrungen bleibt das Buch durchgehend spannend. Mal aus Brunos, mal aus Jims, aber auch manchmal aus Mildreds Sicht erzählt, erlebt der Leser Höhen und Tiefen der Ermittlungsarbeit, bangt mit dem „kleinen“ Bruno, der angstfrei immer wieder in gefährliche Situationen gerät,  und mit seinem Vater Jim, den seine gesundheitlichen Beschwerden wieder einholen.
Bis zum Schluss kann spekuliert werden, welcher der etwas skurrilen Nachbarn wohl der Mörder sein mag.

Ist der erste Eindruck der, dass es sich, um ein Jugendbuch handelt, stellt man jedoch im Laufe des Buches fest, dass, wenn überhaupt, eher ältere Jugendliche hier angesprochen werden sollten.
Gerne mehr von diesem tollen Detektivtrio!



  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(242)

426 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 113 Rezensionen

thriller, mord, folter, spannung, karin slaughter

Pretty Girls

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.12.2015
ISBN 9783959670074
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die 19jährige Julia verschwindet spurlos vom Uni-Campus. Ihr Verbleib ist nicht geklärt. Wurde sie entführt, ermordet oder hat sie einfach ein anderes Leben begonnen?

Zurück bleibt eine fassungslos Familie, zwei jüngere Schwestern, die verzweifelte Eltern. Die Familie zerbricht. Die Eltern trennen sich, Schwester Lydia verschwindet im Drogensumpf und verliert den Kontakt zu ihrer Familie, Schwester Claire scheint die einzige zu sein, die sich ein „normales“ Leben an der Seite eines sehr  erfolgreichen Mannes ermöglicht hat.

20 Jahre später hat der Vater sich das Leben genommen, Lydia sich ein eigenes kleines, aber glückliches Leben aufgebaut. Wieder ist ein Mädchen verschwunden. Genauso, wie Julia.

Claires Mann wird in einer Gasse Opfer eines Raubüberfalls und stirbt.

 

Und jetzt nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Claire entdeckt, dass ihr liebevoller Mann Paul scheinbar nicht der war, für den sie ihn hielt, ihr ganzes Leben scheint eine Lüge zu sein.

Die Indizien deuten auch auf einen Zusammenhang zu Julias Verschwinden hin.

In ihrer detailreichen, manchmal sehr schonungslosen Erzählweise nimmt Slaughter den Leser mit auf eine rasante Reise. Nichts ist, wie es scheint. Wem kann man noch vertrauen? Teilweise ist die Geschichte überspitzt und unglaubwürdig konstruiert, aber dennoch spannend,  atemberaubend. In der Mitte weist sie die eine oder andere Länge auf. Dennoch – das Ende scheint fast zu abrupt.  Eine Geschichte, die definitiv nichts für den empfindsamen Leser ist und die Frage, ist so etwas in der Realität möglich, möchte man sich eigentlich nichts stellen.  

Dies war mein erster Slaughter, aber ich denke, es wird nicht der Letzte gewesen sein.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

paris, weltsicht, liebe

Lucien und Mathilde - eine Liebesgeschichte

Virginie Carton ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548287058
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lucien und Mathilde wohnen im selben Haus in Paris, kennen sich jedoch nicht. Er ist Kinderarzt, sie arbeitet in einer Chocolaterie. Und beide sehnen sich nach der großen Liebe, nach Zweisamkeit. Das ist aber nicht so einfach, wenn man am liebsten für sich ist, gerne alte Filme schaut und sowohl Partys, jeden Trubel, als auch die modernen Medien, wie Handy und Computer, meidet.

Da sind sie nun, diese beiden Menschen, die für einander geschaffen scheinen, nebeneinander wohnen, sich aber nicht kennen. Der Zufall will es, dass sie sich mehrfach begegnen, sich jedoch nicht als potenzielle Partner erkennen.

Beide scheinen sie ein wenig seltsam zu sein. Etwas altmodisch, vielleicht sogar skurril . Beide haben kaum Freunde, wirken verschlossen und eigentlich auch in bisschen einsam.

Aber sie sind auf ihre Art auch absolut liebenswert. Wie sie beide verzweifelt versuchen, sich in kleines, gemütliches Leben aufzubauen. Wie sie die Erwartungen ihrer Umwelt nicht wirklich erfüllen können.

In Rückblenden erleben wir, dass beide auch schon immer irgendwie anders waren. Immer im Bemühen, so zu sein, wie andere sie gerne hätten. Und wie sie immer wieder daran scheitern.

Es kann nicht anders sein, als das diese beiden Menschen irgendwie doch zusammen kommen. Der Leser leidet mit den beiden mit, könnte sie aber auch so manches Mal schütteln

Ein wunderbar leichtes, kleines, sehr französisches Buch. Letztlich sind Lucien und Mathilde wahrscheinlich etwas langweilig. Sie zu beobachten, wie die versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen, ihr Versuch, sich den Wunsch nach einer Liebe, einer Familie zu erfüllen, durchaus amüsant.

Eine Liebesgeschichte, so schön, wie der Sommer, in dem er handelt.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(198)

365 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

cornwall, kate morton, familie, liebe, vergangenheit

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

Ein eine wunderschöne Landschaft, ein traumhaftes Anwesen, ein glückliches Familienidyll. Doch dann verschwindet das jüngste Kind der Familie Edevane spurlos auf einem Sommerfest.

70Jahre später besucht die Polizistin Sadie ihren Großvater in Cornwall. Durch Zufall entdeckt sie im Gestrüpp ein altes, unbewohntes Haus, von der Familie scheinbar fast fluchtartig verlassen. Ihre Neugier ist geweckt, als sie von dem Unglück der Familie und dem nie aufgeklärten Verschwinden des kleinen Theo erfährt.

Gleichzeitig gibt es auch im Leben Sadies ein Geheimnis, welches Parallelen zur Geschichte der Familie Edevane aufzuweisen scheint.

Wieder einmal entführt Kate Morton in Familiengeheimnisse, spürt uralten Verstrickungen nach, lässt den Leser spekulieren und rätseln. Wieder einmal bringt es Spaß, in alte Häuser einzudringen, durch dunkle Gänge zu kriechen, alte verstaubte Briefe zu lesen, aber auch in die Abgründe der Menschen zu blicken.

Ein wunderbarer Schmöker, den man kaum aus der Hand zu legen vermag. Am Ende sind die Verflechtungen vielleicht ein bisschen dick aufgetragen, aber dennoch – wer es romantisch, aber nicht platt mag, ist hier sicher gut aufgehoben.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ermittlungen, verbrechen, mor, krimi, missbrauch

24 Stille Nacht

Wild Ralph F.
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Einhorn-Vlg, 10.11.2015
ISBN 9783957470256
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jedes Jahr an Heilig Abend, dem 24. Dezember, geschehen in dem Städtchen Schwäbisch Gmünd Morde. Die Ermordeten haben am 24. Dezember Geburtstag oder gehören zum Umfeld eines sog. „Sonnenkindes“, eines am Heilig Abend geborenen. Spuren hinterlässt der Mörder nie, über Jahre.

Ein neues junges Ermittlerteam, Stefan Passlack und Michaela Pelongrin, genannt „Veggie“ sollen dem kurz vor der Pensionierung stehenden Kommissar Sigurd Weller unterstützen.

Soweit eine Geschichte mit Potenzial. Hört sich gut an. Leider hat sich der Autor entschlossen, die Handlung in knapp über 200 Seiten zu packen. Ein Fehler, denn so ist leider eine Tiefe in der Geschichte nicht entstanden. Alles bleibt flach. Ein Psychogramm des wirklich interessanten Täters und seiner Motive bleibt aus.

Dagegen erfährt der Leser viel über das Liebesleben des jungen Ermittlerpaares. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Auch der zweite Handlungsstrang – Jugend und Kindheit des kleinen Lothar – bleibt blass und ohne Tiefe. Warum steckt die Mutter ihr Kind in ein Internat und bricht den Kontakt zu ihm fast gänzlich ab?

Das Internatsleben wird nicht mit Leben gefüllt. So lernen wir lediglich den Direktor, seine Sekretärin und Lothars Freund Thomas kennen. Keine anderen Schüler, keine anderen Lehrkräfte, nichts, was uns Aufschluss über das Leben in diesem Internat bringen könnte.

Fazit: die Geschichte rund um den 24. Dezember, Heilig Abend, den Morden und das Warum des Täters hätte eine gute, spannende Geschichte geben können, wenn der Autor sich getraut hätte, die Fakten mit Leben zu füllen und sich gut und gern 200 Seiten mehr gegönnt hätte.

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

normandie, liebe, apfelbaum, calvados, apfelwein

Das Apfelblütenfest

Carsten Sebastian Henn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783866123861
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein wunderbares Buch!  Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, den Tod, in wundervollen Bildern erzählt. Man riecht die Äpfel, spürt die Leichtigkeit, bekommt Lust auf ein Glas Cidre oder Calvados, auf eine Reise in die Normandie.

Kurzum – ich bin begeistert!

Jules Freunde – jeder einzelne von ihnen  ein besonderer Mensch.

Claude, der in seiner Villa sitzt und wartet, immer adrett, immer bereit, immer Freund.

Claudette, grau, aber immer da, stets dabei, im Hintergrund Fäden zu ziehen.

Marie, die nichts sagt, nur singt, aber damit auch wieder alles sagt.

Gaston, der auf seiner Bank lebt, von allen geschätzt, ein verquerer Charakter

Der General – dem Calvados nicht abgeneigt, seiner großen Liebe Claudette hinterher weinend.

Sogar der Commissaire , der in seiner ruppigen Art nur das tut, was er für richtig hält.

Und nicht zu vergessen – Lilou! Jules große Liebe, flatterhaft, ein bisschen verrückt, unkonventionell. Sie holt den leicht melancholischen Jules aus seinem Schneckenhaus.

 

Nein, richtig normale Menschen finden wir in dieser Geschichte wohl nicht, es sind Charaktere, Menschen, die alle ein Schicksal haben, aber dabei einfach nur liebenswert sind.

Dieses Buch zieht sofort in seinen Bann. Beginnend mit der wunderschönen Aufmachung, weiter mit zauberhaften Sätzen – gäbe es eine Kategorie „Lieblingssätze“, hier finden sich einige -, die Leichtigkeit und Wärme, mit der die Geschichte um Jules und Lilou erzählt wird und der man die Liebe zur Normandie anmerkt….

Danke Carsten Sebastian Henn,  gerne mehr solch zauberhafte Geschichten!

 

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

aufgabe, hörbuch, 2016, matthias keller, sarkasmus

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Sebastian Niedlich , Matthias Keller
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.01.2016
ISBN 9783785752982
Genre: Humor

Rezension:

Der 7jährige Martin trifft am Sterbebett seiner Oma den Tod. Dieser ist erstaunt, dass das Kind ihn sehen kann. Es entwickelt sich eine Freundschaft. Der Tod besucht Martin immer wieder, begleitet ihn durch Kindheit, Jugend bis ins Erwachsenenalter , buchstäblich bis zum Tod.
Im Laufe der Zeit wird klar, dass Martin Tods Nachfolger werden soll. Immer wieder mischt sich Tod in Martins Leben ein, versucht zu verhindern, dass dieser Freunde findet. Immer vor dem Hintergrund, ihn schützen zu wollen. Martin entwickelt Stück für Stück Fähigkeiten, die Tod eigen sind. Er muss lernen, mit diesen umzugehen oder diese zu akzeptieren.
Wird Tod Recht behalten, sollte Martin sein Leben drauf einstellen, dass er mit seinem Ableben der Nachfolger Tods wird?
Eine Geschichte, die uns auf teilweise witzige, teilweise traurige Weise unsere Endlichkeit bewusst macht, dabei aber nicht taktlos daherkommt. Mich hat das Buch zum Nachdenken gebracht, aber auch zum Lachen und manchmal musste ich auch schlucken.
War das Hörbuch anfangs witzig, so dass ich manchmal dachte, wo führt uns der Weg hin, wurde die Geschichte meiner Meinung nach immer runder. Martin und auch der Tod entwickeln sich deutlich. Und so passt es auch gut, dass der Tod abschließend sagst, nicht nur Martin habe von ihm gelernt, nein, auch der Tod habe von Martin gelernt. Der Humor bleibt der Geschichte dabei erhalten, tritt aber etwas in den Hintergrund, was auch ganz gut ist.
Leider sind teilweise die Kürzungen des Hörbuchs zum Buch spürbar, so dass ich denke, ich werde das gedruckte Buch auf jeden Fall ebenfalls lesen. Auch um zu sehen, ob das Buch gelesen eine andere Wirkung auf mich hat, als gehört.
Der Sprecher, Matthias Keller hat mir sehr gut gefallen, obwohl in einigen, vielleicht schnelleren Dialogen Martin/Tod, nicht ganz klar ersichtlich war, wer gerade sprach. Dies wurde aber tatsächlich mit jeder CD besser.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2.727)

3.468 Bibliotheken, 44 Leser, 6 Gruppen, 76 Rezensionen

barcelona, bücher, spanien, liebe, roman

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.03.2013
ISBN 9783596196159
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

jane austen, liebe, northanger abbey, edinburgh, val mcdermid

Northanger Abbey

Val McDermid , Doris Styron
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.01.2016
ISBN 9783959670180
Genre: Romane

Rezension:

Mit ihrem Buch „Jane Austens Northanger Abbey“ versucht sich Val McDermid daran, gleichnamigen Roman Jane Austen in die heutige Zeit umzusetzen.

Als ich von diesem Buch hört, war ich sehr interessiert und gespannt, denn Jane-Austen-Romane mag ich sehr.
Leider musste ich feststellen, dass sich McDermid zwar in großen Teilen an das Original gehalten, gleichzeitig aber versucht hat, moderne Elemente  einfließen zulassen.
Es ist ihr dabei nicht gelungen, ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen. So wirken die Figuren weiterhin wie aus den m 19. Jahrhundert, besonders auch was die Rollenbilder angeht, benutzen aber moderne Technik, fb, Twitter und Co. kommen direkt inflationär zum Einsatz. Das Ergebnis sind unglaubwürdige Charaktere und gestelzte Handlungsstränge.
Es hätte der Geschichte deutlich besser getan, man hätte den Handlungsrahmen etwas mehr aufgeweicht um ihn der heutigen Zeit anzupassen.
Herausgekommen ist für mich bestenfalls ein nettes Jugendbuch. Dem aber dann etwas mehr Spannung gut getan hätte. Die Charaktere bleiben flach, ein Kribbeln bleibt aus – da helfen auch nächtliche Exkursionen durch das alte Gemäuer oder der Gedanke, unter Vampiren zu leben, nicht weiter. Es bleibt unglaubwürdig.
Schade. Ich werde mich wohl zur Versöhnung mal  wieder an das Original machen.

  (2)
Tags:  
 
15 Ergebnisse