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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Morgen wirst du bleiben

Nica Stevens
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.09.2018
ISBN 9783551317537
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Für die 17-jährige Jill ist nichts mehr wie zuvor. Sie hat immer noch mit den Folgen ihres schweren Fahrradunfalls zu kämpfen und nun zieht sie auch noch mit ihrer Familie nach Santa Barbara. Sie könnte gut darauf verzichten, die Neue zu sein. Doch dann trifft sie Adam, der vom ersten Augenblick ihre Neugierde weckt. Doch er ignoriert sie, wenn sie nicht alleine sind und als sie ihn eines Tages einfach anspricht, wenden sich auf einmal alle ihre Mitschüler von ihr ab. Was für ein Geheimnis verbirgt Adam?

Meine Meinung
Dieses Buch habe ich überraschend vom Verlag zugeschickt bekommen. Da Nica Stevens für mich keine Unbekannte ist, war meine Freude groß. Eigentlich wollte ich nur kurz in das Buch reinlesen und schon war ich mitten drin und musste es einfach zu Ende lesen, auch wenn ich dadurch viel zu wenig Schlaf bekommen habe. Das schaffen bei mir momentan nur noch wenige Bücher, was alleine schon für Jills und Adams Geschichte spricht.

Es ist einfach ein Buch, das unter die Haut geht, voller Gefühl und Ehrlichkeit. Ich habe zwar recht schnell geahnt, was Adams Geheimnis ist, aber ich fand die Enthüllung des Ganzen und was danach folgt wirklich grandios. Zwar könnte man sich darüber streiten, wie realistisch, das hier angesprochene Thema ist, aber niemand weiß wirklich, was in so einer Situation geschieht und deswegen finde ich das Thema unglaublich spannend und interessant dargestellt. Ich schreibe hier bewusst so schwammig darüber, da ich das Thema an sich nicht verraten möchte um nicht zu spoilern. Wer das Buch kennt, dürfte aber wissen, was ich meine.

Toll dargestellt fand ich auch Jills Probleme nach ihrem Unfall, die Liebe zu ihrem kleinen Bruder, für den sie alles tun würde und ihre Familie an sich. Aber auch Adam und seine Familie fand ich spannend. Hier werden ganz alltägliche Probleme mit ehrlicher und authentischer Liebe kombiniert und gewürzt mit etwas Außergewöhnlichem. Die Figuren des Buches sind dabei so echt, so authentisch und mit Ecken und Kanten dargestellt, das man sie einfach gern haben muss. Ich habe beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle mitgemacht und konnte gar nicht anders als mit den Figuren zu fühlen.

Der Schreibstil ist ebenfalls großartig, denn die Autorin kann mit wenigen Worten fesseln und Emotionen ausdrucksstark übermitteln, schreibt aber auch auf eine atmosphärische Art, sodass ich am liebsten auch einmal Santa Barbara besuchen wollen würde. Alles wird aus Jills Ich-Perspektive geschildert, was einfach wunderbar zum Buch passt.

Hier bekommt man als Leser eine einzigartige Liebesgeschichte geboten und das Ende ist anders als ich es erwartet hätte, aber so passend und so schön. Für mich war das Buch ein echtes Highlight.

Fazit
„Morgen wirst du bleiben“ geht unter die Haut. Hier bekommt man als Leser eine einzigartige und ergreifende Liebesgeschichte geboten, die echt und etwas ganz besonderes ist. Ich kann jedem Jills und Adams Geschichte ans Herz legen und bin froh, dass ich das Buch gelesen habe.

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82 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Die Ring-Chroniken - Begabt

Erin Lenaris
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672115
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Die 16-jährige Emony lebt in einer Welt, in der es nur noch wenig Wasser gibt und ihre Heimat eine Wüste ist. Um zu überleben verlässt sie ihre Heimat, die Rauring-Wüste, und wird Adoptin bei WERT, dem Unternehmen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert. Dabei hat Emony eine ganz besondere Gabe. Sie kann Lügen erkennen und so findet sie schnell heraus, was WERT vor der Menschheit verbirgt und wie das Unternehmen die Menschen ausbeutet. Doch sie kann niemandem Vertrauen, auch wenn ihr Ausbilder Kohen ehrlich zu ihr zu sein scheint.

Meine Meinung
Beinahe wäre diese Dystopie an mir vorbeigegangen, da mich das Cover nicht sonderlich anspricht. Aber als ich erfahren habe, dass es sich hierbei um eine deutsche Autorin handelt und es eine Leserunde dazu geben soll, wurde ich neugierig und ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe das Buch zu lesen.

Hier wird ein Zukunftsszenario dargestellt, das erschreckend realistisch ist. Unsere einst grüne Welt, ist einer Wüste gewichen. Es gibt nicht einmal Wasser um sich zu waschen und kaum genug zum trinken. Das Wasser ist teuer und die Menschen kämpfen ums Überleben. Das Weltbuilding ist hier wirklich gelungen und konnte mich mit seiner erschreckenden Darstellung faszinieren. Was für uns heute selbstverständlich ist, ist für Emony und ihre Familie purer Luxus. Im krassen Gegenzug dazu steht dann die Welt in die Emony dank ihrer Ausbildung gerät und wo sie erfährt, wie anders die Menschen in Polaris leben. Sie haben Wasser im Überfluss und leben im Luxus.

Der Plot an sich erinnerte mich etwas an andere Dystopien, wie z.B. "Die Bestimmung" zumal sich Emony und ihr Ausbilder Kohen schnell näher kommen und auch die Ausbildung mich etwas daran erinnert hat. Dennoch finde ich den Plot spannend und unterhaltsam. Manche Wendungen waren mir zu vorhersehbar, andere habe mich dagegen richtig geschockt. Es ist ein düsteres Buch voller Gefahren und Hoffnungslosigkeit, doch Emony und ihre Freunde geben nicht auf.

Etwas nervig fand ich Emonys besten Freund Felix, der ohne Unterbrechung redet und sich hier eine Dreiecksgeschichte anbahnt, die einfach nicht so mein Fall war. Dennoch mochte ich seine witzige und aufgeweckte Art, da er Emony gut kennt und ihr hilft. Emony dagegen ist eher ruhig, tough und hat klare Ziele vor Augen. Ich mochte sie wirklich sehr. Auch Kohen mochte ich. Er ist der typische ruhige und geheimnisvolle Protagonist, der ein Geheimnis verbirgt, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Natürlich gibt es auch die typischen "Bösewichte" und Gegenspieler und ich muss sagen, dass die Ausarbeitung aller Figuren sehr gut gelungen war.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und dabei leicht und locker. Ich konnte mir alles bildhaft vorstellen und da alles aus Emonys Ich-Perspektive geschildert wird, konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ihre Emotionen waren fast greifbar spürbar und ich habe mit ihr gelitten und gebangt.

Zwischendurch gab es leichte Längen im Plot, aber das Ende war wirklich spannend, ereignisreich und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit
Dieses Buch kann ich jedem Dystopiefan empfehlen. Das Worldbuilding ist gelungen und auch der Plot kann unterhalten. Hier bekommt man als Leser eine düstere Zukunftsversion geboten und ich bin gespannt, was Emony und die anderen noch so erleben werden.

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409 Bibliotheken, 47 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Kaz Brekker und die Krähen sind zurück und sie haben nur ein Ziel: Rache. Denn nachdem sie nach Ketterdam zurückkehren, werden sie verraten und Inej gefangen genommen. Nur knapp überleben die anderen Krähen. Doch Kaz wäre nicht Kaz, wenn er nicht bereits Pläne schmieden würde und alles in seiner Macht stehende unternehmen würde, um Inej zu befreien und sich zu rächen.

Meine Meinung
Was habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut. Schon die „Grischa“-Trilogie gehört zu meinen absoluten Lieblingsreihen und auch der Auftakt dieser Dilogie „Das Lied der Krähen“ war für mich ein Highlight. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Ich finde es vor allem spannend, dass diese Reihe ebenfalls in der Welt der Grischa spielt, aber doch irgendwie ganz anders ist.

Für den Einstieg ins Buch habe ich etwas Zeit gebraucht, da ich Band eins vor ungefähr einem Jahr gelesen habe und es einfach eine komplexe Dilogie ist. Doch nachdem mir der Einstieg gelang, war ich wieder völlig gefesselt. Der Plot beginnt nahtlos nach den Geschehnissen des ersten Bandes, ohne große Rückblenden, aber doch so, dass die Erinnerung gut aufgefrischt wird, was mir den etwas schweren Einstieg erleichtert hat.

Die Krähen sind zurück und schwören Rache, aber zuerst hat Inejs Rettung Priorität. Verschiedene Handlunsgsstränge werden hier dargestellt, weitergeführt und schließlich zu einem großen Ganzen geformt. Ich liebe die Ideen der Autorin und wie komplex doch die Welt ihrer Bücher ist. Die Idee der Grischa mochte ich schon immer, aber auch die Krähen gefielen mir.

Dabei finde ich es besonders spannend, wie unterschiedlich die Krähen sind, welche Fähigkeiten jeder hat, wie sie zusammenarbeiten und wie die zwischenmenschliche Beziehungen zueinander sind. Ich empfand die Protagonisten Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan im ersten Band schon als tiefgründig und vielschichtig und dieser Eindruck wurde hier sogar noch verstärkt.

Der Schreibstil zeichnet sich erneut durch einen teils bissigen und sarkastischen Humor und schlagfertigen Dialogen aus, aber auch durch atmosphärische Beschreibungen und einer ganz besonderen Sprache. Dazu kommt, dass die Autorin Emotionen eindrucksvoll vermitteln kann und so den Leser die verschiedenen Gefühle ihrer Protagonisten hautnah miterleben lässt. Erneut wird der Plot aus verschiedenen Perspektiven geschildert und ich finde das hier einfach großartig. Keine Perspektive ist langweilig und nichts überflüssig.

Der Plot an sich ist actionreich, spannend, voller Emotionen und basiert auf einem Fantasyhintergrund, der einfach komplett nach meinem Geschmack ist. Der Hauptschauplatz des Buches ist die Hafenstadt Ketterdam und diese wird so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte hautnah dabei zu sein. Das Buch gipfelt in einem grandiosen Finale, nach dem ich wirklich traurig bin, dass das Abenteuer der Krähen schon wieder vorbei ist. Ich fand Band eins schon sehr gelungen, aber Band zwei ist sogar noch besser und ich würde mich freuen, wenn es doch noch eine Fortsetzung geben würde.

Fazit
Was für eine Fortsetzung und was für ein Dilogie-Abschluss… Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich diese Dilogie rund um die sechs Krähen liebe und diese Fortsetzung gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern. Zwar habe ich gemerkt, dass für so eine komplexe Geschichte zu viel Zeit zwischen den einzelnen Bänden lag, aber dennoch bin ich mehr als begeistert und kann das Buch jedem Fantasyfan ans Herz legen.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Spinnenzeit

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.09.2018
ISBN 9783492281508
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Wie wurde Gin Blanco eigentlich zur Auftragskillerin „Die Spinne“? Was passierte als die Feuermagierin Mab Monroe in ihr Leben eindrang und sich Gins Leben für immer veränderte? Das und noch viel mehr erfährt man in dieser Vorgeschichte zu der „Elemental Assassin“-Reihe.

Meine Meinung
Ich bin ein riesiger Fan der „Elemental Assassin“- Reihe und für mich ist das die beste Reihe der Autorin. Eigentlich mag ich so lange Buchreihen nicht, aber hier fiebere ich jedem einzelnen Band entgegen und habe vor jedem neuen Band Angst, enttäuscht zu werden. Dieser zehnte Band befasst sich mit Gins Vergangenheit und bildet so die Vorgeschichte zu den bisherigen Bänden. Man springt mal ebend zehn Jahre in die Vergangenheit. So ist dieser Band perfekt für Neueinsteiger, die einmal in die Reihe hineinlesen wollen, aber auch für Fans auf jeden Fall ein Muss. Die Idee hinter allem und die Magie, die in dem Buch vorkommt, konnte mich erneut begeistern.

Und obwohl man in den letzten Bänden schon einiges über Gins Vergangenheit erfahren hatte, wurde es hier nicht langweilig. Man versteht noch besser, wie Gin so geworden ist, wie sie nun mal ist und ich fand es unglaublich toll die jüngere Gin kennenzulernen. Ich mag sie mittlerweile unglaublich gerne und nach diesem Band sogar noch mehr, weil ich nun einfach verstehe, wieso sie eine so harte und teils grausame Killerin geworden ist, die aber immer noch ein Herz hat. Toll fand ich auch bekannte Figuren wiederzusehen und noch mehr über Fletcher, Gins Mentor, Ausbilder und Ziehvater zu erfahren.

Gin ist hier so unglaublich menschlich, da man sie bei Fehlern beobachten kann. Sie wirkt noch unbedarft und unerfahren und ist noch so anders als man sie später kennt, was mich wirklich fasziniert hat. Dennoch wird ihre Veränderung unglaublich authentisch und nachvollziehbar dargestellt.

Es wird nicht langweilig. Das Buch ist actionreich und spannend, aber auch die Liebesgeschichte von Gin und Sebastian fand ich großartig. Eine Wendung hat mir dann allerdings fast das Herz zerrissen. Ich konnte gar nicht anders als mit Gin zu fühlen.

Der Schreibstil ist wie immer großartig, leicht und locker zu lesen, voller
Emotionen und unglaulich atmosphärisch. Ich hatte das Gefühl wirklich
hautnah dabei zu sein. Alles wird wie gewohnt aus Gins Ich-Perspektive geschildert, was ich einfach unglaublich toll finde.

Nach diesem grandiosen Band, kann ich die Fortsetzung erneut gar nicht erwarten.

Fazit
Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe. Es wird einfach nicht langweilig und es gibt keine bessere Bad Ass Protagonistin als Gin und nach diesem Band versteht man sie noch so viel mehr. Ich kann dieses Buch jedem Fan und jedem der es einmal werden möchte empfehlen. Denn ich kann die weiteren Bände gar nicht erwarten.

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56 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Die Abenteuer des Apollo 2: Die dunkle Prophezeiung

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551556899
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Apollo steckt weiterhin in dem Körper von Lester fest, einem pickeligen Junge ohne besondere Fähigkeiten. Dennoch hat er eine Aufgabe zu erfüllen. Er muss die alten Orakel wiedererwecken und den Kampf gegen das Triumvirat bestreiten. Doch ausgerechnet Meg soll ihn aufhalten. Zum Glück ist Apollo nicht allein, doch können er und seine Mitstreiter ihre Mission erfüllen und im besten Fall auch noch Meg retten?

Meine Meinung
Wer mich kennt weiß, dass ich ein riesiger Rick Riordan Fan bin und jedem Buch entgegenfiebere. Dennoch muss ich sagen, dass die „Apollo“- Reihe meiner Meinung nach nicht ganz an „Percy Jackson“ und „Magnus Chase“ herankommt, aber dennoch sehr unterhaltsam ist.

Ich finde Apollo selber nur etwas nervig, weil er komplett von sich eingenommen ist und er immer wieder erzählt, wie toll er doch ist und was er alles als Gott vollbracht hat und so weiter. Allerdings muss ich sagen, dass man so langsam eine Veränderung bei ihm bemerkt, die mir schon im Vorband aufgefallen ist. Er sorgt sich um andere, überdenkt sein Verhalten als Gott und erlebt, die Konsequenzen seiner Taten. Und gerade das gefiel mir an dieser Fortsetzung am meisten. Aber auch die anderen Figuren mochte ich sehr.

Man trifft auf alte Bekannte und neue Figuren und am Ende taucht jemand auf, der im dritten Band voraussichtlich eine größere Rolle einnehmen wird und auf den ich mich besonders freue. Sowieso finde ich es toll, wie Rick Riordan seine ganzen Reihen immer wieder miteinander verbindet und es für Kenner seiner anderen Werke immer wieder tolle Momente gibt.

Dennoch gehen Rick Riordan nie die Ideen aus und es wird nie langweilig. Die Geschichte der Orakel, Apollos Aufgabe, seine Widersacher und Verbündeten konnten mich unglaublich begeistern. Mir gefiel hier besonders die Idee des Bronzedrachen Festus, aber auch was es mit dem neuen Orakel auf sich hat und was es hier für neue Erkenntnisse gibt.

Zu Beginn zog sich der Plot meiner Meinung nach etwas, aber kurz danach wird man mit Überraschungen, spannenden Momenten, Action und großen Emotionen belohnt. Und auch der typische Humor von Rick Riordan kommt hier nicht zu kurz.

Das spiegelt sich auch in dem Schreibstil wieder. Er ist gewohnt großartig, voller Humor und Sarkasmus, flott zu lesen und actionreich. Teilweise geht es hier Schlag auf Schlag und der Autor gibt dem Leser wenig Zeit zum Erholen. Alles wird aus Apollos Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss, der mich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt, da ich von dieser Großartiges erwarte.

Fazit
„Apollo“ kommt zwar bisher meiner Meinung nach nicht ganz an „Percy Jackson“ und „Magnus Chase“ heran, dennoch finde ich auch diese Reihe sehr unterhaltsam, spannend, humorvoll und großartig und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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126 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Warcross - Das Spiel ist eröffnet

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783785587720
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Kopfgeldjägerin Emika Chen kommt kaum über die Runden und als die Warcross Weltmeisterschaft beginnt, wagt sie einen riskanten Zug. Sie hackt sich ins Spiel, doch anstatt dafür gejagt zu werden, bietet der Erfinder des weltbekannten Spiels Hideo Tanaka ihr einen Job an. Emika überlegt nicht lange und nimmt das Angebot an, ohne zu ahnen, was das für Folgen hat.

Meine Meinung
Da mich Bücher über Games und virtuelle Realitäten schon immer fasziniert haben, ich ein großer Fan von „Ready Player One“ bin, ich selber gerne zocke und Marie Lus Bücher liebe, gab es hier vier gute Gründe für mich dieses Buch zu lesen. Der Weltenentwurf gefiel mir außerordentlich gut. Das Spiel Warcross, die Weltmeisterschaft und die hier dargestellte virtuelle Realität war völlig nach meinem Geschmack, auch wenn ich mir noch ein paar mehr Details gewünscht hätte um Warcross und den Reiz des Ganzen noch mehr zu verstehen.

Dennoch fand ich das Buch unglaublich spannend. Es beginnt ziemlich trostlos und man begleitet Emika auf einer Kopfgeldjagd, bei der sie um ihr Geld betrogen wird und sie kurz danach ihre Wohnung räumen soll. Sie ist eine begnadete Hackerin und nachdem sie den Hack in Warcross wagt, fliegt sie nach Japan und erlebt eine ganz andere Welt, als sie bisher kannte. Sie erlebt Luxus und Freundschaft, Liebe und Verrat und lebt ein ganz anderes Leben als bisher. Und das nur, weil sie einen Job für Hideo angenommen hat. Dabei gefiel mir besonders, wie Japan dargestellt wurde, aber auch wie erfinderisch und tough Emika ist.

Ich mochte Emika sowieso sehr. Sie leidet unter dem Tod ihres Vaters, hat bunte Haare und versucht für alles eine Lösung zu finden. Hideo dagegen mochte ich eigentlich gar nicht. Er hat einige Geheimnisse und lässt niemanden an sich heran. Ich konnte nicht verstehen, wieso sich Emika zu ihm hingezogen fühlt, auch wenn wohl ein Großteil davon einfach Heldenverehrung war. Dennoch waren ihre Emotionen toll dargestellt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Die anderen Figuren blieben hier etwas blass, was ich aber im Gesamtbild nicht weiter schlimm fand.

Der Plot ist rasant und spannend und ich mochte jeden Aspekt daran, sei es die Weltmeisterschaft, Emikas Leben in Japan oder ihre Arbei für Hideo. Der Plot ist facettenreich, ereignisreich, bietet einige Gefahren und überraschende Wendungen.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig, leicht und locker zu lesen und auch die technischen Begriffe sind wunderbar zu verstehen. Der Plot wird aus Emikas Ich-Perspektive geschildert, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich muss sagen, dass mich besonders das Ende begeistern konnte, weil ich mit so einem Ende nicht gerechnet hätte. Ich hatte durchweg Herzrasen und kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.

Fazit
Mir hat dieser Auftakt alles in allem sehr gut gefallen und ich kann die Fortsetzung gar nicht erwarten. Der Weltenentwurf ist klasse und Emika eine tolle Protagonistin. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

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Der Welten-Express 1

Anca Sturm , Bente Schlick
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551654113
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt
Seit zwei Jahren vermisst Flinn Nachtigall ihren Halbbruder Jonte. Er verschwand am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel und seitdem ist nichts mehr wie es einmal war. Einzig eine Postkarte hat sie als Lebenszeichen von ihm bekommen. Darauf ist ein Zug zu sehen, den nur sie sehen kann. Als sie wie so oft nachts den Bahnhof besucht, taucht auf einmal tatsächlich der Zug von der Postkarte auf. Kurz entschlossen steigt sie ein und versucht etwas über Jontes Verbleib zu erfahren und landet in dem Abenteuer ihres Lebens, denn der Zug ist der Welten-Express und ein fahrendes Internat.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, war ich Feuer und Flamme, denn es klang magisch und spannend. Die Idee dahinter finde ich unglaublich spannend, zumal ich Internatsgeschichten voller Magie und Spannung liebe. Und die Idee, dass alles in einem fahrenden Zug und somit dem Welten-Express spielt, konnte mich ab der ersten Seite faszinieren.

Natürlich sind hier Parallelen zu anderen Buchreihen, insbesondere „Harry Potter“ nicht von der Hand zu weisen, aber dadurch, dass die Autorin bekanntes mit ihren eigenen Ideen mischt, war das nicht weiter schlimm. Mir gefällt die magische Atmosphäre des Buches und wie der Unterricht und das Leben im Zug dargestellt wurde. Es gibt hier unglaublich viel zu entdecken und zusammen mit Flinn lernt man alles kennen und kommt hinter so manches Geheimnis. Zwar war mir vieles zu vorhersehbar, aber da es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, fand ich das nicht weiter schlimm.

Allerdings hat mich etwas Flinns Verhalten gestört, weil sie oft nicht logisch und realitätsnah handelt. Anstatt irgendwen nach Jonte zu fragen, versucht sie heimlich etwas zu erfahren und als sie endlich Hilfe holt, sind es nicht die Erwachsenen, sondern die drei Jugendlichen mit denen sie sich anfreundet. Und dabei wirkt der Schulleiter so als könnte sie mit ihm über alles reden. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Figuren sehr gut gefallen haben. Pegs, Kasim und Fedor sind facettenreiche Figuren und es gefällt mir wie sehr Freundschaft und Vertrauen hier im Vordergrund steht.

Besonders toll fand ich auch Flinns Entwicklung. Denn im Welten-Express findet sie zu sich selbst. Zudem wird hier Magie mit Technologie kombiniert, was mir ebenfalls sehr gefiel. Auch, dass die verschiedenen Länder, durch den der Zug fährt, beschrieben wurden war nach meinem Geschmack.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch, bildgewaltig und voller Spannung und Humor, aber auch Gefühl und Tiefe. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Flinn geschildert was sehr gut passt.

Natürlich gibt es hier auch Gefahren zu bestehen und so ist es ein zauberhaftes Buch, voller Abenteuer, Freundschaft und Magie. Zwar plätschert der Plot, trotz der eigentlichen Spannung, immer mal wieder vor sich hin, aber dennoch konnte mich das Buch wunderbar unterhalten und so freue ich mich sehr auf die Fortsetzung.

Fazit
„Der Welten-Express“ bietet zauberhafte Lesestunden für Jung und Alt. Zwar kam ich nicht immer mit Flinns Verhalten zurecht, aber das Buch steckt voller Magie, Freundschaft und Geheimnisse, so dass ich es unglaublich gerne gelesen habe und mich trotz meiner Kritik sehr auf die Fortsetzung freue. So habe ich mich für knappe vier Sterne entschieden.

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250 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

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Vox

Christina Dalcher , Marion Balkenhol , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 15.08.2018
ISBN 9783103974072
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Das Leben in den USA ist nicht mehr wie es einmal war. Frauen haben kaum noch Rechte, keine Pässe mehr und dürfen nur noch hundert Wörter am Tage reden. Überschreiten sie die Grenze bekommen sie einen Stromschlag. Jean McClellan leidet unter der Entwicklung, vor allem da ihre Tochter Sonia dadurch anders behandelt wird als Jeans zwei Söhne. Als sie ein einmaliges Angebot bekommt, kann sie dieses nicht ausschlagen, hofft aber etwas ändern zu können.

Meine Meinung
Schon als ich das erste Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Es spielt im 21. Jahrhundert, also wirklich in der sehr nahen Zukunft. In diesem Buch hat es die Regierung innerhalb kurzer Zeit geschafft das Leben in den USA zu verändern. USA ist vom Rest der Welt abgekapselt, die Frauen haben ganz heimlich ihre Pässe verloren, Mädchen und Jungs werden unterschiedlich unterrichtet, wobei die Mädchen dazu gedrängt werden gute Hausfrauen zu sein. Emanzipation ist Geschichte und die Mädchen bekommen sogar Belohnungen, wenn sie möglichst gar nicht sprechen. So wachsen die Kinder schon ganz normal mit den Begrenzungen auf und sind stolz, wenn sie den ganzen Tag nicht reden. Den Erwachsenen fällt es schwerer und wenn Frauen die hundert Wörter überschreiten, bekommen sie einen Stromschlag. Und auch Zeichensprache oder ähnliches ist nicht erlaubt, ebenso gleichgeschlechtliche Liebe. Überall gibt es Kameras und Beobachter und heftige Strafen.

Dieses Szenario empfand ich als unglaublich erschreckend, realitätsnah und aufwühlend. Besonders die Szenen in denen Jeans Tochter im Vordergrund steht, haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Die Konsequenzen des Wortlimits werden hier weitgreifend und detailliert geschildert und oft hat mich das Buch schockiert und auch wütend gemacht. Im Vorfeld habe ich schon viele Diskussionen darüber mitbekommen, ob das Buch wirklich realistisch ist und ob Frauen das überhaupt mit sich machen lassen würden. Ich denke ja, denn wenn man verfolgt, was auf der Welt so passiert, dann ist auch so ein Szenario denkbar, zumal hier alles schleichend vorangetrieben wurde.

Vor allem aber regt das Buch zum Nachdenken an, denn hier wird z.B. erwähnt, dass Jean nie Zeit gefunden hat wählen zu gehen. Alleine das zeigt, wie wichtig es ist dabei die Initiative zu ergreifen und wenigstens bei der Regierung mitzureden. Sowieso war Jean eher eine passive Protagonistin, die sich ihrem Schicksal gefügt hat, wenn auch nicht ganz willig. Erst ziemlich spät versucht sie etwas zu ändern und ich muss sagen, dass mir ihr Weg nicht gefällt, auch wenn sie dabei nicht alleine ist.

Außerdem gibt es eine Liebesgeschichte, die mir nicht gefallen hat, weil Jean ihren Mann betrügt. Mir wäre es lieber gewesen, wenn es hier keine zusätzliche Liebesgeschichte gegeben hätte. Der Plot an sich fesselt einfach durch die Schrecklichkeit des Ganzen.

Der Schreibstil ist fesselnd und konnte mich in seinen Bann ziehen. Die Autorin schreibt mit einer Leidenschaft, die mich überzeugen konnte, auch wenn ich wenig Zugang zu den Figuren des Buches gefunden habe. Alles wird aus Jeans Ich-Perspektive geschildert.

Das Ende empfand ich als zu konstruiert und auch irgendwie nicht realistisch. So wie es hier beschrieben wurde, hat man den Eindruck, dass das Buch nicht in ganz Amerika spielt, weil alle Figuren, die mit dem Präsidenten oder dem Aufstand zu tun haben in Jeans unmittelbarer Nähe leben. Dennoch ist es ein aufwühlendes Buch mit einer wichtigen Botschaft.

Fazit
Auch wenn ich die Liebesgeschichte und das Ende des Buches nicht mochte und ich keinen rechten Zugang zu den Figuren gefunden habe, fand ich das Buch doch sehr gut. Es stellt ein erschreckendes und schockierendes Szenario da und regt zum Nachdenken an. „Vox“ ist ein Buch mit einer wichtigen Botschaft und so kann ich es definitiv empfehlen.

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393 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Thalamus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785586143
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nach einem schweren Motorradunfall ist für den siebzehnjährigen Timo nichts so wie es einmal war. Er muss erst sämtliche Fähigkeiten neu erlernen, da er ein schweres Schädelhirntrauma erlitten hat. So landet er in Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum das abgelegen liegt und in dem er sich ein Zimmer mit Magnus teilt. Tagsüber liegt Magnus nicht ansprechbar in seinem Bett, doch nachts wandelt er herum und bedroht Timo, dabei sollte das eigentlich nicht möglich sein. Und das ist nicht das Einzige, was in Markwaldhof bei Nacht seltsames passiert. Nur kann Timo niemanden erzählen, was er erlebt, da er nicht sprechen kann…

Meine Meinung
Ursula Poznanski gehört zu den Autoren von denen ich die Bücher blind lese, ohne überhaupt den Klappentext zu lesen, da sie mich immer wieder mit ihren Werken überzeugt. „Thalamus“ hat mich nun aber auch aus beruflichem Interesse fasziniert, da ich als Kinderkrankenschwester viel mit Wachkomapatienten und ähnlichen arbeite. Und hier habe ich auch eine minimale Kritik an dem Buch. Denn zu Beginn befasst sich das Buch viel mit Timos Therapien und Behandlungen und da bin ich immer wieder über den Begriff Logotherapie gestolpert, da er für das was da beschrieben wird nicht richtig ist. Da müsste meiner Meinung nach Logopädie stehen, aber wer sich in dem Bereich nicht auskennt, wird das einfach überlesen. Mich hat es stocken lassen, aber ansonsten ist der medizinische und therapeutische Hintergrund sehr gut recherchiert und dargestellt.

Ich hatte schon früh eine Vermutung, wieso Magnus und die anderen nachts Dinge tun, die sie eigentlich nicht können sollten und auch Timo nachts schlafwandelt, wollte dennoch unbedingt wissen, was dahinter steckt. Mit der endgütligen Auflösung hat mich die Autorin dann aber doch überrascht. Das Buch befasst sich mit einem hochaktuellen Thema und auch wenn die Autorin viel Fantasie hier miteinfließen lässt, könnte ich mir schon vorstellen, dass das Ganze nicht abwegig ist. Zwischendurch hat die Autorin mich immer wieder in die Iree geführt, sodass ich zwischendurch sogar dachte, dass es hier einen Fantasyhintergrund gibt, aber das würde nicht zu der Autorin passen.

Von der ersten Seite an war ich unglaublich gefesselt. Das Buch hat mich schon da nicht mehr losgelassen, denn über allem schwebt eine bedrohliche Atmosphäre und der Plot spitzt sich irgendwann immer mehr zu, bis es in einem spannenden Finale gipfelt. Es ist nervenaufreibend und einfach nur spannend.

Ursula Poznanski hat besonders gut die Hilflosigkeit von Timo dargestellt, sodass ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen konnte. Denn obwohl er sich der Umwelt nicht mitteilen kann, bekommt er doch alles mit und ist ein Gefangener in seinem eigenen Körper, weder sprechen, schreiben, noch mit dem Tablet tippen klappt und so ist er hilflos. Im Laufe des Buches findet er dann Freunde und erfährt Zusammenhalt. Die Figuren sind unglaublich toll und authentisch dargestellt.

Auch der Schreibstil ist gewohnt großartig. Ursula Poznanski schreibt voller Emotionen, fesselnd, atmosphärisch und mit einer Tiefe, die mich begeistern konnte. Ich finde, dass sie das Medizinische hier sehr gut erklärt. Es kann aber auch sein, dass das daran lag, das ich mich in dem Bereich auskenne. Der Plot wird komplett aus Timos personaler Erzählperspektive erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

Mir gefiel „Thalamus“ wieder einmal richtig, richtig gut und auch das Ende konnte mich begeistern, zumal es ganz nebenbei zum Nachdenken anregt.

Fazit
„Thalamus“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich wollte wissen, was hinter allem steckt und habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Die Autorin hat ein Händchen dafür hochaktuelle Themen in spannende Thriller zu verpacken und so kann ich „Thalamus“ komplett empfehlen.

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239 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
New York, 2118: Nach dem Tod von Eris, ist für Avery, Watt, Rylin und Leda nichts mehr wie zuvor. Leda erpresst die anderen und so schweigen sie darüber, was in der Nacht von Eris Tod geschehen ist. Währenddessen vermisst Mariel Eris und sehnt sich nach Rache. Als dann auch noch Calliope neu in den Tower einzieht, spitzt sich die Lage immer weiter zu.

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band gut unterhalten konnte und das Ende sehr schockierend war, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Das Setting konnte mich schon zuvor begeistern und auch hier war es sehr gelungen. Es gibt noch mehr Intrigen, noch mehr Geheimnisse und noch mehr Gefühle.

Erneut beginnt es mit einem spannenden Prolog, der schon auf das Ende hinweißt. Danach plätschert die Handlung etwas vor sich hin, aber dennoch war ich fasziniert von dem Ganzen. Es gibt überraschende Wendungen und schockierende Ereignisse und die Figuren des Buches machen so einiges durch.

Erneut wird der Plot aus verschiedenen personalen Erzählperspektiven geschildert, was mir schon im Vorband gut gefiel, damit man die Zusammenhänge und Intrigen besser versteht. Ich mochte die Protagonisten, weil keiner von ihnen ohne Fehler ist und jeder sich entwickelt. Zwar waren mir nicht alle sympathisch, aber dennoch mochte ich deren Hintergründe und Geheimnisse.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Alles ist leicht und locker geschrieben und das Setting sehr atmospärisch dargestellt. Ich hatte das Gefühl bei den Geschehnissen des Towers hautnah dabei zu sein.

Das Ende kam wie schon erwähnt nicht ganz überraschend und ich hatte schon so meine Vermutungen. Aber dennoch hat mich die Autorin überrascht und so bin ich gespannt auf den finalen dritten Band.

Fazit
„Beautiful Liars- Gefährliche Sehnsucht“ konnte mich alles in allem sehr gut unterhalten. Zwar plätschert die Handlung teils etwas vor sich hin, aber man bekommt hier noch mehr Intrigen und Geheimnisse geboten und mich konnte das Setting komplett fesseln. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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192 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

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Prinzessin undercover – Geheimnisse

Connie Glynn , Maren Illinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.07.2018
ISBN 9783737341288
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Lottie hat es tatsächlich geschafft und wurde am Rosewood Hall Internat angenommen. Im Gegensatz zu ihren Mitschülern musste sie dafür hart arbeiten, denn ohne ein Stipendium wäre ihre Traum nicht in Erfüllung gegangen. Als sie ihre neue Zimmergenossin Ellie kennenlernt, kommen die beiden zuerst gar nicht miteinander klar. Als dann das Gerücht aufkommt, dass die Prinzessin von Maradova das Internat besucht, wird Lottie für diese gehalten. Doch in Wahrheit ist Ellie die Prinzessin, nur wünscht sie sich ein normales Leben. So beschließen die beiden die Rollen zu tauschen, mit ungeahnten Folgen.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich zuerst skeptisch war, ob dieses Buch etwas für mich ist, da es doch sehr kitschig und klischeehaft klang. Doch ich muss sagen, dass es mich positiv überrascht hat. Es ist süß und ja, vielleicht auch etwas kitschig. Aber das hält sich im Rahmen, denn es geht um so viel mehr. Im Fokus steht das Leben im Internat und so etwas mag ich eigentlich immer. Interessant fand ich, dass die Jugendlichen ihre Handys komplett abgeben müssen und sie erst am Ende des Schuljahres wieder bekommen und auch sonst ist auf dem Internat vieles anders als man es von normalen Schulen kennt.

Außerdem geht es um Freundschaft, Vertrauen, Mut und Zusammenhalt, aber auch etwas um die Liebe und ganz nebenher erfährt man etwas über das Leben als Prinzessin. Kombiniert wurde das Ganze mit einer Bedrohung und einigen actionreichen Szenen. Auch wenn mir die Auflösung teilweise schon sehr früh klar war, fand ich das Buch insgesamt doch spannend und faszinierend. Zudem finde ich es gut, dass das Buch ganz ohne Fantasyelemente funktioniert.

Nur bei Lotties Verhalten musste ich oft den Kopf schütteln, weil ihre Entscheidungen naiv und unüberlegt sind, sie vieles opfert und sich in Gefahr begibt. Dennoch mochte ich sie und ihre Freundschaft zu Ellie sehr gerne. Ellie war ganz anders als man sich eine Prinzessin vorstellen würde und das mochte ich an ihr. Sie hat eine rebellische Art, riskiert aber alles für die Menschen, die ihr wichtig sind. Auch die Nebenfiguren konnten mich überzeugen.

Der Schreibstil passt zum Setting und der gedachten Zielgruppe, ist leicht und locker zu lesen und sehr atmosphärisch. Der Plot wird aus Lotties personaler Erzählperspektive erzählt, was sehr gut zu dem Buch passt.

Das Ende gefiel mir sehr und ich bin froh, dass ich das Buch trotz meiner Vorurteile gelesen habe. Schon jetzt freue ich mich auf den zweiten Band.

Fazit
„Prinzessin undercover- Geheimnisse“ hat mich positiv überrascht. Das Buch ist süß, aber auch spannend und vermittelt wichtige Werte. Ich fühlte mich durchweg sehr gut unterhalten und kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Internatsgeschichten liest und auch mal auf Fantasyelemente verzichten kann.

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178 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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My First Love

Tanja Voosen
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.07.2018
ISBN 9783453271630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Cassidy hat es sich zur Aufgabe gemacht unglückliche Beziehungen zu beenden. Dass sie dafür auch noch Geld bekommt, passt ihr sehr gut, da ihre Familie nicht viel Geld hat. So entsteht Cassidys Schlussmach-Service fast ganz von alleine. Seitdem sie allerdings Coltons Exfreundin geholfen hat, hat er es auf sie abgesehen und überredet sie zu einer Wette. Wenn sie verliert, muss sie ihren Schlussmach-Service aufgeben. Sie nimmt die Herausforderung an, ohne zu ahnen, was das für Folgen für sie haben wird.

Meine Meinung
Da ich die Bücher von Tanja Voosen bisher immer sehr gerne mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk. Und wieder einmal konnte sie mich mit ihrer witzigen und spritzigen Art überzeugen. Der Schreibstil von ihr lässt mich immer wieder auflachen und ich liebe ihren Sarkasmus und ihre bildlichen Vergleiche. Aber auch tiefergehende Emotionen kann sie überzeugend darstellen.

Da alles aus der Ich-Perspektive von Cassidy geschildert wird, konnte ich mich schnell in sie hineinversetzen. Auf den ersten Blick ist sie eine schlagfertige, starke junge Frau, dann wird einem klar, dass sie vom Alter her noch eine Jugendliche ist, aber durch ihre Erfahrungen in ihrer Familie zu früh erwachsen werden musste. Sie kümmert sich um ihren jüngeren Bruder und stockt heimlich die Haushaltskasse auf, bezahlt Rechnungen und spendet sogar etwas von dem Geld, dass sie mit ihrer „Arbeit“ des Schlussmach-Services verdient. Hinter ihrer starken Fassade versteckt sie so viel Schmerz, so viel Einsamkeit, dass ich gar nicht anders konnte als mit ihr zu fühlen. Außerdem glaubt sie nicht an die Liebe, ist aber so voller Emotionen. Sie war eine facettenreiche und tiefgründige Protagonistin. Ebenso wie die anderen Figuren des Buches, allen voran Colton, der auf den ersten Blick der typische Bad Boy ist, aber so viel mehr Facetten hat.

Obwohl man jetzt meinen könnte, dass dieses Buch voller Klischees einer typischen Liebesgeschichte ist, hatte ich zu keinem Zeitpunkt der Geschichte das Gefühl ein klischeehaftes Buch zu lesen. Denn die Autorin macht aus den auf den ersten Blick sehr dominanten Klischees etwas ganz Besonderes. Zudem steht hier nicht nur die Liebesgeschichte im Fokus, sondern auch Freundschaft, Familie, Vertrauen und Zusammenhalt, aber auch Verzeihen, Schmerz und Verlust. Es ist wirklich ein tiefgründiges Buch, bei dem ich unendlich viele Gefühle durchlebt habe.

Außerdem gefällt mir die Idee des Schlussmach-Services und was für Folgen es für Cassidy hat. Auch die Wette fand ich unterhaltsam, auch wenn mir ein Aspekt davon schon sehr früh klar war, war ich dennoch gespannt darauf, wie alles endet. Besonders toll war auch die Freundschaft von Cassidy und ihrer besten Freundin. Hier zeigt sich, was Freundschaft ausmacht und das fand ich großartig.

Das Ende ist zwar ein Stück weit vorhersehbar, aber ich hätte mir bei so einem Buch auch kein anderes Ende gewünscht. Schon jetzt freue ich mich auf das nächste Buch der Autorin.

Fazit
„My First Love“ bietet so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Das Buch hat direkt einen Platz in meinem Herz gefunden, denn sie ist facettenreich, tiefgründig, aber auch voller Witz und Humor. Beim Lesen habe ich so viele verschiedene Emotionen erlebt, dass ich einfach nur begeistert bin und jedem das Buch empfehlen möchte.

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184 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Heliopolis - Magie aus ewigem Sand

Stefanie Hasse
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783743200920
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Als Prinzessin von Heliopolis hatte Akasha schon ihr ganzes Leben durchgeplant. Doch an ihrem 16. Geburtstag ändert sich alles, denn sie bekommt das Leere Zeichen und hat damit keine Perspektiven. Anstatt ihre Gaben und ihre Magie zu erhalten und ihre große Liebe Riaz zu heiraten, muss sie sich auf eine gefährliche Mission auf die Erde begeben und das obwohl von bisherigen Missionen fast niemand lebendig zurückgekehrt ist.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal das Cover gesehen hatte, wurde ich neugierig. Zu Beginn des Buches war ich vom Setting noch etwas verwirrt, weil mir nicht ganz klar war, wo Heliopolis liegt. Erst nach und nach wird klar, dass es ein anderer Planet ist und die Menschen darauf geflüchtet sind, als die Magie auf der Erde zur Neige ging. Seitdem leben sie getrennt von der Erde.

Doch als immer mehr Menschen das Leere Zeichen bekommen und nicht eins der anderen, das Magie und Ansehen verheißt, muss etwas unternommen werden. Und da Akasha ihre große Liebe Riaz heiraten möchte, begibt sie sich auf diese schwierige Mission. Ansonsten muss sie Dante heiraten, den sie nicht leiden kann. Doch von der Erde hat sie bisher nur schlechtes gehört.

Neben Akashas Geschichte wird aber auch die Geschichte von Hailey geschildert, die auf der Erde lebt. Auf den ersten Blick haben die beiden Handlungsstränge nichts miteinander gemeinsam. Ich hatte dazu aber immer meine Vermutungen, doch mit der endgültigen Auflösung hat mich die Autorin echt überrascht, denn obwohl ich das Buch stellenweise etwas vorhersehbar fand, war diese Wendung für mich doch überraschend und hat mich schließlich vom Buch überzeugt.

Man fühlt sich beim Setting von Heliopolis an Ägypten erinnert und auch die Mythologie erinnerte mich etwas daran, auch wenn ich mich in dem Bereich nicht so auskenne. Das Setting ist auf jeden Fall gelungen. Ein Großteil spielt dann aber auf der Erde, aber auch das gefiel mir.

Einzig manche Klischees waren mir etwas zu viel und dass es eine Art Dreiecksgeschichte gab, die aber zum Glück gut aufgelöst wurde und wenn sie konsequent verfolgt wird, mir doch noch gefallen könnte. Was mir dagegen richtig gut gefiel, war die Magie des Buches, wie die zwei Welten zusammenhängen und somit die Idee hinter allem. Aber auch der Plot an sich gefiel mir, denn er war spannend, ereignisreich und dramatisch.

Die Protagonisten gefielen mir ebenfalls sehr. Untermalt wird das Ganze durch eine bildhaften und emotionalen Schreibstil, der leicht und locker zu lesen ist. Der Plot wird aus Akashas und Haileys Ich-Perspektive geschildert, was sehr passend war.

Das Ende ist spannend und schließt diesen Auftakt sehr gut ab, auch wenn man ahnen kann, was einen im zweiten Band erwartet. Für mich war es das bisher beste Buch von Stefanie Hasse.

Fazit
Von mir bekommt „Heliopolis- Magie aus ewigem Sand“ knappe fünf Sterne und zwar vor allem, weil ich die Idee grandios fand und eine entscheidene Wendung des Buches mich komplett überrascht hat. So kam mir meine Kritik sehr gering vor und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Akasha und den anderen.

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169 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Bernsteinstaub

Mechthild Gläser
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588604
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Bisher hat Ophelia nichts davon geahnt, dass es Zeitlose gibt. Doch als sie auf einmal seltsamen Staub sieht, erfährt sie, dass sie eine Zeitlose ist und die Zeitströme manipulieren kann. Von jetzt auf gleich muss sie ihr zu Hause verlassen um mit ihrer Gabe umgehen zu lernen. Allerdings spielt überall die Zeit verrückt und so muss sie zusammen mit den anderen Zeitlosen dem Geheimnis auf die Spur kommen.

Meine Meinung
Da ich die bisherigen Werke von Mechthild Gläser immer sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk, das sich mit dem Thema Zeit befasst. Die Idee dahinter ist vielleicht nicht neu, aber die Umsetzung sehr gelungen. Ophelia und die anderen Zeitlosen können auf Zeitströmen reisen, diese sehen, die Zeit anhalten und noch viel mehr. Nur durch die Zeit reisen können sie nicht. Zudem gibt es den Herrn der Zeit, der eine wichtige Rolle in dem Buch einnimmt, da er einen Nachfolger benötigt.

Mir gefiel die Idee hinter allem sehr und ich konnte es gar nicht erwarten mehr über die Zeitlosen und deren Welt zu erfahren. Zusammen mit Ophelia taucht man Stück für Stück in diese magische Welt ein. Zudem fand ich es spannend wie die Zeit durcheinander gerät und was es für Folgen für die Menschen hat. Ein Großteil des Buches spielt in Rom, was ein wirklich tolles Setting ist.

Dabei gefiel mir auch Ophelia als Protagonistin unglaublich gut, da sie nicht aufgibt und versucht den Dingen auf den Grund zu gehen. Dennoch hat sie Ecken und Kanten und macht es einem zu Beginn nicht ganz leicht sie sympathisch zu finden, dennoch mochte ich sie. Ich finde es toll dargestellt, wie sie zuerst skeptisch ist und überfordert wirkt, aber nach und nach besser mit allem zurecht kommt. Neben Ophelia nimmt noch Leander einen großen Platz in dem Plot ein. Er ist sehr schweigsam und man erfährt erst nach und nach mehr über ihn, was ich aber sehr gut dargestellt fand. Er hat eine interessante Gabe, die ihn von anderen Menschen absondert. Die anderen Figuren bleiben etwas blass dargestellt, aber das fand ich nicht weiter schlimm.

Natürlich findet auch eine leichte Liebesgeschichte einen Platz in der Geschichte, aber auch Familie und Vertrauen sind wichtig. Es ist ein Buch mit vielen Facetten.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und leicht und locker zu lesen. Ich konnte mich wunderbar in Ophelia hineinversetzen und hatte das Gefühl alles hautnah zu erleben. Der Plot wird größtenteils aus Ophelias Ich-Perspektive geschildert, es gibt jedoch auch hin und wieder einen Perspektivwechsel, der Leanders Sicht als personaler Erzähler darstellt, was mir gut gefiel.

Der Plot an sich war phantasievoll und spannend. Dadurch, dass stets ein großes Geheimnis über allem schwebt und Ophelia und die anderen spannende Aufgaben zu bewältigen hatten, fühlte ich mich durchweg sehr gut unterhalten. Das Ende wiederum empfand ich als etwas vorhersehbar, da es ein typisches Mechthild Gläser Ende ist, was ich aber nicht schlecht finde. Ich mag es sehr, wie sie ihre Bücher beendet und habe Ophelias und Leanders Geschichte sehr genossen.

Fazit
„Bernsteinstaub“ konnte mich wirklich sehr gut unterhalten. Ich mochte die Idee der Zeitlosen und alles was damit zusammenhängt. Es ist ein Buch in dem es nicht um Zeitreisen geht, aber um vieles andere, was mit der Zeit zu tun hat. Von mir bekommt es sehr, sehr gute vier Sterne, da ich mich durchweg sehr gut unterhalten fühlte.

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141 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nachdem Evie schon länger in Therapie ist und sie ihre Medikamente reduzieren kann, wünscht sie sich nichts sehnlicher als normal zu sein. Und alles scheint gut zu laufen. Sie hat ein Date, findet Anschluss und hält ihre Ängste unter Kontrolle. Als das Date ein völliger Reinfall wird, trifft sie auf Amber und Lottie und zusammen gründen sie den Spinster Club. Doch über ihre Krankheit kann sie nicht sprechen.

Meine Meinung
Ehrlich gesagt wäre mir dieses Buch nie aufgefallen, wenn es mir nicht vom Verlag empfohlen worden wäre. Das Cover ist überhaupt nicht mein Fall und so hätte ich es mir nicht näher angeschaut. Doch ich muss sagen, dass ich dann etwas verpasst hätte, da mich dieses Buch komplett überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt steht Evie, die immer noch mit ihren psychischen Problemen und Ängsten kämpft und einfach nur ein normaler Teenager sein möchte. Ihre beste Freundin zieht sich von ihr zurück und sie fühlt sich ziemlich allein. Bis sie Lottie und Amber trifft und die drei den Spinster Club gründen. Es ist ein Buch über Freundschaft und Zusammenhalt, in dem aber auch Feminismus sehr wichtig ist. Es zeigt, dass man sich als Mädchen/Frau nicht alles gefallen lassen muss und es finden Dinge wie der Bechdel-Test, den ich erst mal googeln musste und der dazu dient Stereotypisierung weiblicher Figuren in Spielfilmen wahrzunehmen und zu beurteilen, in dem Buch Erwähnung. Diesen Aspekt fand ich unglaublich spannend, da er zum Nachdenken anregt.

Doch was mir hier am besten gefallen hat, ist wie real Evies psychische Erkrankung dargestellt wird. Alles wird authentisch geschildert und nichts romantisiert. Es gibt keine plötzliche Wunderheilung und für Evie ist jeder Schritt schwer. Es gibt Rückschritte und es ist nicht einfach für sie. Und gerade das finde ich gut und wichtig. Denn wer so erkrankt ist, wie Evie, der muss kämpfen um ein normales Leben zurückzugewinnen. Wobei hier auch gut das Thema „Was ist eigentlich normal?“ thematisiert und kritisch beleuchtet wird.

Sowieso ist das Buch voller versteckter und offensichtlicher Kritik an der Gesellschaft und dem, was auf Schulen geschieht. Dieses Buch zeigt jungen Mädchen, das sie nicht alleine sind. Es gibt andere wie sie, aber man darf nicht aufgeben. Unterstützt wird das Ganze durch unglaublich authentische Figuren mit Fehlern. Jede Figur hat seine Ecken und Kanten und keiner ist perfekt, aber Evie und die anderen sind liebenswert und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Vor allem gefällt es mir, dass sie sich nicht in Geschlechterrollen drängen lassen wollen und für sich selber einstehen.

Doch obwohl das Buch ein ernstes Thema behandelt, ist es auch spritzig und erfischend anders, was man schon an dem locker, flockigen Schreibstil merkt. Alles wird aus Evies Ich-Perspektive geschildert und so ist das Buch so geschrieben, wie jemand in ihrem Alter sprechen würde, was sehr gut passt. Zudem gibt es manche Sätze bei denen ich einfach schmunzeln musste. Dennoch werden die Emotionen ausdrucksstark geschildert und ich konnte gar nicht anders als mit Evie mitzufiebern.

Das Ende ist ungewöhnlich, aber unglaublich passend. Ich bin begeistert von diesem Buch und froh, dass ich es gelesen habe. Denn es ist ein Buch mit einer wichtigen Botschaft.

Fazit
Ich hätte nie erwartet, dass mich dieses Buch so sehr überzeugen kann. Es ist ein Buch über Freundschaft, Zusammenhalt, Feminismus, aber auch einer psychischen Erkrankung, die nicht romantisiert wird. Hier geht es um starke Mädchen, die sich nicht in Geschlechterrollen drängen lassen wollen und für sich selber einstehen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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438 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

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Sturmtochter - Für immer verboten

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 12.06.2018
ISBN 9783473585311
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Ava ist auf den ersten Blick eine normale Schülerin, doch ihr Vater hat sie von klein auf trainiert, damit sie „Elementare“ besiegen kann. Kaum ein Mensch weiß etwas von diesen gefährlichen Wesen. Unterstützt wird sie dabei von Lance, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Doch eines Tages erfährt Ava, dass sie nur einen Bruchteil über die Elementare und ihre eigene Herkunft weiß, denn auf einmal hat sie Macht über das Wasser.

Meine Meinung
Bisher kannte ich noch kein Buch der Autorin, aber ich habe nur Gutes von ihren Werken gehört. So war ich neugierig auf ihr neues Werk und ich muss sagen, dass sie mich überzeugt hat und ich auch dringend ihre anderen Bücher lesen muss.

Schon die Idee der Elementare konnte mich begeistern, obwohl die Idee der Elementarmagie nicht völlig neu ist. Die Magie hinter allem ist faszinierend und alles ist gut durchdacht. Was genau die Elementare sind, möchte ich hier nicht verraten, damit ich nicht spoiler. Neben den Elementaren haben mich besonders die Hintergründe zu den Clans interessiert. Es gibt verschiedene Clans, die die Macht über ein Element haben und Ava erfährt nach und nach mehr darüber. Zusammen mit ihr löst man die Geheimnisse.

Zudem spielt das ganze Buch in Schottland. Ich liebe das Setting und da ich immer schon einmal nach Schottland wollte, konnte ich mich den atmosphärischen Beschreibungen der Autorin nicht entziehen. Nach diesem Buch möchte ich nur noch dringender nach Schottland reisen. Aber auch die restliche Atmosphäre des Buches konnte mich fesseln, denn über allem schwebt die Bedrohung der Elementare und diverse Geheimnisse und Verstrickungen. Es gibt Kämpfe, Action und Herzschmerz. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Hinzu kommt, dass Ava eine unglaublich starke Protagonistin ist. Sie kann kämpfen, gibt nicht auf und wo andere zerbrochen wären, reift sie nur weiter. Ich liebe sowas. Auch die anderen Figuren des Buches haben unglaublich viel zu bieten. Sei es der geheimnisvolle Lance, Reid, der Ava als Kind gerettet hat, oder Avas beste Freundin Brianna, die immer für sie da ist.

In diesem Buch habe ich ein Wechselbad der Gefühle mitgemacht. Ich habe mit Ava gelitten und geliebt, denn auch eine Liebesgeschichte durfte nicht fehlen. Diese fügt sich aber wunderbar in den eigentlichen Plot ein. Es ist ein Buch voller Tiefe, voller Freundschaft, Vertrauen, aber auch Geheimnissen und Intrigen. Ich fand das Buch spannend und wurde immer wieder überrascht.

Der Schreibstil ist wie schon erwähnt atmosphärisch und einfach großartig. Ich hatte das Gefühl beim Lesen wirklich in Schottland zu sein und es entstand ein wahres Kopfkino vor meinen Augen. Zudem mochte ich den verbalen Schlagabtausch der Protagonisten. Der Plot wird hauptsächlich aus Avas Ich-Perspektive geschildert, es gibt aber auch den einen oder anderen Perspektivwechsel, der Avas Sicht sehr gut ergänzt.

Das Ende war hochemotional und spannend und ich kann es gar nicht erwarten, wie Avas Geschichte weitergeht, denn ihr Abenteuer ist längst nicht überstanden und die Gefahren nicht besiegt.

Fazit
„Sturmtochter- Für immer verboten“ war für mich ein echtes Highlight und es fällt mir schwer in Worte zu fassen wie sehr mich das Buch begeistert hat. Ich liebe das Setting, die Idee dahinter und Ava als Protagonistin. Außerdem habe ich hier jede erdenkliche Emotion durchgemacht und kann die Fortsetzung gar nicht erwarten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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120 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Witchborn

Nicholas Bowling , Eva Riekert
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551521057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Das Leben der die 14-jährigen Alyce ändert sich schlagartig, als ihre Mutter als Hexe verbrannt wird. Von da an ist sie auf der Flucht. Ohne zu verstehen, wie ihre Magie funktioniert und mit einem Brief ihrer Mutter, gibt sie nicht auf. Doch scheint es unmöglich alleine als 14-jähriges Mädchen in London im Jahr 1577 zu überleben, vor allem da sie einflussreiche Verfolger hat und sich ein großes Geheimnis hinter Alyce verbirgt, von dem sie selbst nichts ahnt.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Denn hier trifft Fantasy auf Geschichte und es tauchen real existierende Menschen der Vergangenheit auf, so trifft Alyce im Laufe des Buches auf Elizabeth I. und Maria Stuart, zwei Königinnen die es wirklich gegeben hat zur Zeit der Hexenverfolgung.

Mich hat dieses Zeitalter schon immer fasziniert und hier fand ich es spannend, dass es die Magie und Hexen wirklich gibt und wie alles mit Alyce zusammenhängt. Sie ist von Beginn an auf der Flucht beziehungsweise zuerst in einer Anstalt, hat einiges zu bewältigen und weiß nicht, wo für sie ein Platz in der Welt ist.

Dabei ist der Plot teils vorhersehbar, teils etwas langatmig, aber insgesamt empfand ich das Buch als sehr spannend und packend. Es ist eins dieser Bücher, das aufgrund der Mischung und der Idee faszinieren kann und ich fand besonders die Magie von Alyce spannend. Aber auch die Verfolger von Alyce, was sie erlebt und welchen Gefahren sie sich aussetzen muss, gefielen mir.

Alyce war mir direkt sympathisch, da sie trotz aller Gefahren und Widrigkeiten nicht aufgibt, auch wenn sie dank ihres bisherigen Lebens teils etwas naiv wirkt, was aber durchweg authentisch ist. Sie trifft auf interessante Menschen, die teils sehr gruselig und gefährlich waren, teils aber auch liebevoll und einfach nur sympathisch.

Der Schreibstil ist trotz der Epoche in der das Buch spielt, sehr einfach gehalten, sodass die gedachte Zielgruppe es wunderbar leicht und locker lesen kann. Dabei ist alles sehr bildlich und atmosphärisch beschrieben, was mich nur noch mehr ans Buch gefesselt hat.

Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu offen, da vieles unbeantwortet bleibt, aber dennoch mochte ich es, weil es ein hoffnungsvolles und insgesamt stimmiges Finale ist.

Fazit
„Witchborn“ konnte mich besonders dadurch fesseln, dass hier Fantasy mit realer Geschichte vermischt wurde. Der Plot ist insgesamt spannend und ich fühlte mich bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut unterhalten. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

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153 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Ein kleines Wunder würde reichen

Penny Joelson , Andrea Fischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.05.2018
ISBN 9783841440235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die vierzehnjährige Jemma leidet unter Zerebralparese. Sie kann sich nicht bewegen, nicht sprechen, sich nicht mitteilen. Dennoch verraten ihr Menschen ihre tiefsten Geheimnisse. Als ein schrecklicher Mord geschieht und sie wieder ein Geheimnis erfährt, wünscht sie sich nichts sehnlicher als dieses endlich jemandem mitteilen zu können, doch fehlt ihr die Möglichkeit dazu…

Meine Meinung
Dieses Buch konnte vor allem meine Neugierde wecken, weil ich in dem Bereich arbeite, der hier beschrieben wird. Zwar wohne ich nicht bei den Familien, wie es hier bei Sarah, der Pflegerin von Jemma der Fall ist, sondern arbeite nur im Schichtsystem, aber dennoch hat mich das Buch aus beruflichem Interesse gereizt.

Jemma ist ein Mädchen, das kognitiv komplett altersgerecht entwickelt ist, alles um sich herum mitbekommt und sich um alles Gedanken macht. Sie ist aber gelähmt und es gibt keine Möglichkeit für sie sich mitzuteilen. Da alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wird, hat man das Gefühl alles hautnah zu erleben und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Zu Beginn war ich skeptisch, ob ihre Erkrankung richtig dargestellt wird, aber so wie es hier beschrieben ist, ist es durchaus bei einer Zerebralparese möglich, sodass das Buch sehr authentisch ist.

Zu Beginn habe ich mich auch gefragt, wieso Jemma sich nicht per unterstützer Kommunikation (wie z.B. einer Augensteuerung und einem Talker, der dann für die Person spricht (ähnlich wie ein Tablet)) mitteilen kann. Im Laufe des Buches wird klar, das in dem Bereich schon einiges bei ihr versucht wurde und auch weiterhin nach einer Lösung gesucht wird. Also aus fachlicher Sicht, finde ich das Buch wirklich nicht schlecht, da auch alles leicht und verständlich, aber auch einfühlsam geschildert wurde und gut recherchiert wirkt.

Der eigentliche Plot um den Mord konnte mich nicht ganz überzeugen, da er mir zu vorhersehbar war. Doch ich denke, dass hier nicht das Ziel war, dass es eine möglichst überraschende Wendung geben soll, sondern man für das Thema körperliche Behinderung sensibilisert werden soll. Zudem spürt man Jemmas Hilflosigkeit auf jeder Seite, aber es gibt auch Hoffnung und das hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch ist auf eine ruhige Art spannend und gipfelt in einem spannenden Finale.

Zudem steht Familie, Zusammenhalt, Freundschaft und Vertrauen stark im Vordergrund, was mir ebenfalls gefiel. Denn Jemma ist nicht das einzige Kind mit einer Behinderung in ihrer Familie und ihre Eltern auch nicht ihre wirklichen Eltern, aber dennoch gibt es in diesem Buch so viel Liebe und Geduld, dass ich ganz verzaubert war.

Die Figuren des Buches sind authentisch und toll dargestellt und auch der Schreibstil passt zu dem Ganzen, vor allem da er sehr emotional und einfühlsam ist. Das Ende schließt das Buch sehr gut ab, sodass ich es insgesamt sehr empfehlen kann.

Fazit
Das Buch bekommt sehr gute vier Sterne von mir, da es sehr gut recherchiert, einfühlsam und authentisch ist. Einzig die Vorhersehbarkeit des Mordfalls gefiel mir nicht ganz so. Dennoch ist es ein gelungenes Buch über ein Mädchen, das lernt aus ihrer Behinderung das Beste zu machen und über eine Familie, die ich nur bewundern kann. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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80 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Harry Potter: Eine Geschichte voller Magie

Joanne K. Rowling , British Library , Karlheinz Dürr , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551556998
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss gestehen, dass ich eigentlich kein Fan von den ganzen Zusatzbänden zu „Harry Potter“ bin und ich vieles für überflüssig halte. Dennoch war ich gepannt auf „Harry Potter- Eine Geschichte voller Magie“ und schon als ich das Buch in den Händen halten durfte, konnte es mich überzeugen. Denn die Aufmachung des Ganzen ist genial, das Buch ist vom Format her größer als ein normales Buch und wirkt sehr hochwertig.

Es ist ein Buch, bei dem auf den ersten Blick die Bilder dominieren, auf den zweiten Blick verbirgt sich aber ein unglaublich spannender Text hinter dem Ganzen. Das Buch befasst sich mit der Austellung, die 2017 stattfand und enführt den Leser in die Welt Harry Potters. Dabei ist das Buch in folgende Kapitel unterteilt: Einleitung, Die Reise, Zaubertränke und Alchemie, Kräuterkunde, Zauberkunst, Astronomie, Wahrsagen, Verteidigung gegen die dunklen Künste, Pflege magischer Geschöpfe, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft und der Ausstellungsindex. Viele der Überschriften lassen einen gleich an die Schulfächer bei Harry Potter denken und man bekommt hier unglaubliches Hintergrundwissen, Fakten und Zitate.

Man bekommt erstklassige Informationen zu der Charakterentwicklung und wie alles entstanden ist. Zudem befindet sich bei jedem Kapitel ein Vorwort, das von einem Experten geschrieben wurde und dem Buch etwas ganz besonderes verleiht. Es gibt Zeichnungen von J.K. Rowling selbst, Lesermeinungen, Abbildungen aus Museen, historische Zeichnungen, historische Funde, Notizen der Autorin und vieles mehr. Teilweise hat man das Gefühl ein Geschichtsbuch in der Hand zu haben und man merkt, wie viel Recherche und auch echtes Wissen in der Harry Potter-Reihe steckt. Ich liebe es ja, wenn Fantasy mit echten geschichtlichen Fakten vermischt ist und hier wird deutlich, dass das bei Harry Potter definitiv der Fall ist.

Dieses Buch sorgt für einen ganz neuen und besonderen Blickwinkel und das nächste Mal, wenn ich Harry Potter lese, werde ich alles ganz bestimmt anders betrachten. Toll fand ich auch die Erklärung, woher Alraunen kommen oder was der Hintergrund des Basilisken ist. Aber auch sonst kann ich nur von diesem Buch schwärmen.

Aber auch zu J. K. Rowlings Prozess die Bücher zu schreiben erfährt man mehr. Dieses Buch ist vielschichtig und bietet so viel zu entdecken, selbst für echte Harry Potter-Fans, die eigentlich schon ein großes Wissen zu der Reihe haben. Es ist einzigartig, lehrreich und meiner Meinung nach unglaublich spannend.

Leider konnte ich die Ausstellung nicht besuchen, aber mit diesem Buch hat man das Gefühl dort zu sein und sieht auch viel aus J.K. Rowlings privater Sammlung, was mich ebenso wie der Rest einfach nur fasziniert hat. Ich könnte jetzt noch viel mehr von diesem Buch schwärmen, aber nun möchte ich nur noch sagen, dass es eine absolute Kaufempfehlung von mir bekommt.

Fazit
„Harry Potter- Eine Geschichte voller Magie“ ist eine echte Liebeserklärung an die Harry Potter-Fans und bietet eine bunte Mischung. Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel aus diesem Buch mitnehmen könnte, es ist lehrreich, facettenreich, spannend und unglaublich unterhaltsam. Man bekommt Massen an Hintergrundwissen und hat oft das Gefühl ein Geschichtsbuch in der Hand zu haben. Ich liebe sowas und kann dieses Buch wirklich nur empfehlen.

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324 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Rea ist die Flucht nach Paris gelungen. Doch hat sie noch mit den Nachwirkungen ihres Kampfes mit Sir Galahad und dem König zu kämpfen. Und anstatt endlich mal zur Ruhe zu kommen, wird sie verfolgt, an den Pariser Königshof zitiert und bekommt dort eine neue Aufgabe zugeteilt. Denn Prinz Robin kommt nach Frankreich um um Ninon zu werben.

Meine Meinung
Nachdem der erste Band für mich ein echtes Highlight war, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Ich wollte wissen, was aus Rea, Liam, Ninon, Blanc und den anderen geworden ist und so konnte ich es gar nicht abwarten dieses Buch zu lesen.

Man bekommt hier als Leser ein ganz anderes Setting geboten als im ersten Band. In Frankreich ist es nicht verboten sich zu berühren, die Menschen tragen normale Kleidung, keine Handschuhe und müssen sich nicht verstecken. Magdalenen müssen keine Angst haben. Doch es werden auch Stimmen laut, die gegen diese Offenheit sind. Ich fand diesen Kontrast zum ersten Band sehr gut dargestellt und faszinierend.

Rea dagegen bekommt gar keine Zeit sich an alles zu gewöhnen. Sie wird verfolgt, muss sich neuen Verpflichtungen stellen und ihre Vergangenheit holt sie dank Prinz Robin ein. Ich hätte sie ehrlich gesagt manchmal schütteln können, da sie sich viel zu viel gefallen lässt, dennoch ist sie eine sympathische und tolle Protagonistin. Prinz Robin dagegen emfpand ich teilweise einfach nur als anstrengend. Er hat mit im Vorband besser gefallen, ebenso die Liebesgeschichte. Die anderen Figuren dagegen fand ich unglaublich interessant.

Aber der Plot dreht sich zum Glück nicht nur um Rea und Robin und so konnte mich das Buch im Großen und Ganzen sehr gut unterhalten. Ich liebe die Idee hinter allem und der Plot ist spannend und facettenreich. Einzig eine der größten Wendungen des Buches fand ich zu vorhersehbar, denn schon als Reas neue Widersacherin Madame Hiver auftaucht, war mir klar, was ihr Geheimnis ist.

Den Schreibstil empfand ich erneut als großartig. Vor meinem inneren Auge entstand ein wahres Kopfkino und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Plot wird aus Reas Ich-Perspektive geschildert, was mir erneut sehr gefiel, weil man dadurch einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt bekommt.

Das Ende des Buches spitzt sich dann immer mehr zu zu und gipfelt in einem spannenden Finale, das schon den Weg für den finalen dritten Band ebnet, der zum Glück nicht lange auf sich warten lässt. Ich bin gespannt wie die Autorin ihre Trilogie auflöst, denn die Ideen und die Fähigkeiten rund um die Magdalenen haben unglaublich viel Potenzial.

Fazit
Zwar gefiel mir diese Fortsetzung nicht ganz so gut, wie der erste Band, aber dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten. Hier ist das Setting ganz anders und ich habe sehr gerne Rea auf ihrem Weg begleitet und freue mich schon auf das Finale.

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75 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

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Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551556707
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Magnus und seinen Freunden läuft die Zeit davon. Loki ist kurz davor Ragnarök, die Götterdämmerung auszulösen, und nur sie können ihn aufhalten. Doch dafür müssen sie zuerst einmal Naglfari, das Schiff der Toten finden und dann auch noch den listigen Gott aufhalten. Doch wie besiegt man einen Gott?

Meine Meinung
Als riesiger Rick Riordan-Fan konnte ich den finalen Band der „Magnus Chase“-Trilogie kaum erwarten, auch wenn ich nun traurig bin, dass es vorbei ist. Denn die nordischen Götter gehören zu meinen Liebsten und der Autor hat sie einfach großartig umgesetzt.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass er die verschiedenen Welten seiner Bücher nicht getrennt voneinander existieren lässt. Die Welt der grieschischen Götter und damit Percy Jackson kollidiert immer mehr mit der Welt der nordischen Götter und somit Magnus Chase. So erlebt man zu Beginn des Buches erneut ein Wiedersehen mit Percy und Annabeth, was mich sehr gefreut hat. Dabei wird aber alles logisch erklärt und man hat nicht das Gefühl, dass es so zu viel ist.

Zudem ist der Humor des Autors unvergleichlich. Es beginnt schon mit den Überschriften der Kapitel, die oft dafür gesorgt haben, dass ich laut auflachen musste. Aber trotz des ernsten Themas Ragnarök zu verhindern und die vielen Kämpfe, die Magnus und seine Freunde bestreiten müssen, geht der Humor nicht verloren. Besonders in den Dialogen und den Gedankengängen von Magnus gab es immer wieder Stellen, die ich sehr amüsant fand.

Dennoch kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Viele Gefahren müssen bestritten werden, große Gefühle kommen auf und ich war so gespannt darauf, wie das denn alles enden soll. Ich muss sagen, dass ich den Kampf gegen Loki sehr ungewöhnlich fand, aber gerade das hat mir gefallen. Es war etwas fürs Herz und man merkt, wie wichtig das Thema Freundschaft und Vertrauen doch in Rick Riordans Büchern ist.

Der Schreibstil ist gewohnt erstklassig und konnte mich neben dem schon erwähnten Humor vor allem mit seinen atmosphärischen Darstellungen und tollen Beschreibungen in seinen Bann ziehen. Zudem schreibt der Autor einfach fesselnd und packend, mit einem speziellen Wortwitz. Alles wird erneut aus Magnus Ich-Perspektive geschildert was ich als sehr unterhaltsam empfunden habe. Das Buch fliegt beim Lesen nur so dahin und ich konnte gar nicht aufhören es zu inhalieren. Am Ende gibt es ein Glossar, das die wichtigsten Begriffe der nordischen Mythologie erklärt, so dass man das Buch auch ohne Vorwissen sehr gut lesen kann.

Zu den Figuren des Buches kann ich gar nichts neues sagen. Ich liebe es wie detailliert der Autor die Figuren zum Leben erweckt. Jeder hat seine Ecken und Kanten und so einige Macken, keiner ist perfekt und jeder hat seine eigene Geschichte. Sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass man Magnus und seine Freunde noch einmal irgendwann wiedersieht.

Dieser finale Band war der perfekte Abschluss und ein typischer Rick Riordan Roman. Ich kann das Buch nur empfehlen und bin froh, dass es bald schon etwas neues aus seiner Feder geben wird.

Fazit
Ich bin zwar unglaublich traurig, dass meine Reise mit Magnus und seinen Freunden schon wieder vorbei ist, aber dennoch war dieser finale Band perfekt. Er hat alles, was ein Rick Riordan Roman braucht. Tolle Figuren, einen spannende Plot, fiese Götter und seinen ganz eigenen Humor. Ich kann jedem Götterfan seine Bücher nur ans Herz legen und freue mich schon auf viele weitere Werke von ihm.

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120 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Beschwörung des Lichts

Victoria Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596296347
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Der Dämon Osaron aus dem schwarzen London ist erwacht. Das Schicksal des Roten Londons steht auf dem Spiel, denn Osaron hat die Macht an sich gerissen und ist nicht aufzuhalten. Doch die drei Antari geben nicht auf und so machen sich Kell, Lila und Holland auf den Weg ein seltenes Artefakt zu finden, denn nur so haben sie eine Chance gegen den übermächtigen Gegner.

Meine Meinung
Da mich die bisherigen Bände der Weltenwanderer-Trilogie schon überzeugen konnten, war ich gespannt auf den finalen dritten Band, zumal der zweite mit einem fiesen Cliffhanger endete. Die Idee der Reihe finde ich ich immer noch grandios und die vier unterschiedlichen Versionen von London und alles was damit zusammenhängt erstklassig.

Diese Fortsetzung geht direkt rasant und spannend los und beginnt dort, wo der zweite Band aufgehört hat. Es passiert unglaublich viel und als Leser kommt man gar nicht dazu zu verschnaufen. Schnell war ich wieder mitten im Geschehen drin und mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. In diesem Band liegt der Fokus auf der Bekämpfung von Osaron, ein mächtiger Gegner, der alles zerstören könnte.

Die Figuren des Buches suchen nach Lösungen, dabei schließen sie sich teils zusammen, teils gehen sie eigene Wege, aber jeder hat das gleiche Ziel. Ich mag die Figuren des Buches unglaublich gerne, da sie facettenreich und tiefgründig sind und man mittlerweile sehr viel über sie erfahren hat. In diesem Band erfährt man auch noch mehr über Alucard, der bisher etwas geheimnisvoller blieb, was mir gut gefiel.

Im Mittelteil hätte das Buch meiner Meinung nach etwas gekürzt werden können, da es sich da etwas in die Länge zieht und gefühlt nicht viel passiert. Dennoch gibt es immer wieder überraschende Wendungen und es ist ein Buch, das nur so vor interessanten Ideen strotzt.

Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls, besonders die verbalen Schlagabtäusche zwischen den Figuren, da sie viel Wortwitz, aber auch Sarkasmus beinhalten. Dazu ist der Schreibstil sehr atmosphärisch und toll zu lesen und sorgte bei mir für ein wahres Kopfkino. Der Plot wird aus verschiedenen personalen Erzählperspektiven geschildert, was ich hier gut und wichtig fand, damit man den Überblick über die verschiedenen Handlungsstränge behält.

Das Ende ist dramatisch, spannend und alle offenen Fragen und Handlungsstränge fügen sich hier zusammen und bilden ein stimmiges Finale, das mich wirklich begeistert hat. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke der Autorin.

Fazit
„Die Beschwörung des Lichts“ war ein sehr gelungener Abschluss einer besonderen Fantasy-Trilogie. Von mir bekommt er sehr, sehr gute vier Sterne. Da der Mittelteil für mich etwas zu langgezogen war, hat es nicht ganz bis zur vollen Punktzahl gereicht, aber dennoch fand ich diese Reihe wirklich grandios, vor allem durch die Idee dahinter.

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685 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

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Die Stille meiner Worte

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 09.03.2018
ISBN 9783764170790
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Seitdem die 17-jährige Hannah ihre Zwillingsschwester Izzy verloren hat, redet sie nicht mehr, nie. Sie ist in ihrer Trauer gefangen. Erst als ihre Eltern handeln und sie dadurch auf Levi trifft, findet sie langsam wieder ins Leben zurück. Doch ob sie jemals ihre Worte wiederfindet?

Meine Meinung

Nachdem Ava Reed mich schon mit „Wir fliegen, wenn wir fallen“ begeistern konnte, war ich gespannt auf ihr neues Werk, dass sich direkt ein Platz in meinem Herzen gesichert hat. Es ist ein besonderes Buch und es gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Denn trotz des Titels ist dieses Buch alles andere als still. Es ist ein vielschichtiges und tiefgründiges Buch mit einer Wortgewandtheit, die seinesgleichen sucht.

Zuvor hatte ich Angst, dass es sich hierbei trotz des ernsten Themas um eine kitschige Liebesgeschichte handelt. Doch das ist zum Glück nicht der Fall. Im Fokus steht Hannah mit ihrer Trauer, sie redet nicht und kommuniziert auch nicht mit einem Stift oder ähnlichem mit anderen Menschen. Dabei herrscht in ihrem Kopf alles andere als Stille. Sie hat so viel zu verarbeiten, vermisst ihre Schwester und hat mit Trauer und Schuld zu kämpfen. Erst nach und nach erfährt man als Leser, was mit Izzy geschehen ist. Doch das Buch dreht sich um noch mehr. Es geht auch um Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt.

Die Figuren des Buches sind allesamt unglaublich vielschichtig und tiefgründig dargestellt, jeder hat sein Päckchen zu tragen und man erfährt nach und nach mehr über sie, was ich sehr gelungen fand. Zudem hat Hannah ihre Katze Mo, die eigentlich Izzy gehörte, immer mit dabei, was ich unglaublich sympathisch und für sie in ihrem Heilungsprozess auch sehr wichtig fand. Levi ist ein unglaublich lieber Junge, der Hannah mit seiner feinfühligen Art unterstützt, aber auch er hat in seiner Vergangenheit einiges erlebt.

Der Schreibstil ist so unglaublich emotional, gespickt mit Metaphern, bildlichen Vergleichen und einer ganz besonderen Art die Dinge zu sehen. Die Dialoge sind einfühlsam, aber mit so einer Intensität verfasst, dass man sich dem als Leser nicht entziehen kann.  Der Plot wird abwechselnd aus Hannahs und Levis Ich-Perspektive geschildert, wobei die von Hannah überwiegt. Zudem schreibt sie Briefe an Izzy, die sie verbrennt, damit sie zu Izzy gelangen.

Das Buch ist auf eine sanfte Art spannend. Es gehört zu den ruhigeren Büchern, in denen gar nicht so viel passiert, aber ind denen die Protagonisten eine große Wandlung durchmachen. Die hier dargestellte Trauerbewältigung fand ich extrem gut und das Ende bietet einen emotionalen Showdown. Es ist wirklich ein wunderschönes, aber auch extremes Buch, bei dem ich häufiger Tränen in den Augen hatte, es aber auch Situationen gab bei denen ich schmunzeln musste oder Herzflattern hatte. Wie schon gesagt, für mich war es ein Highlight und ich hoffe, dass die Autorin ganz schnell etwas neues schreibt.

Fazit

„Die Stille meiner Worte“ ist für mich ein ganz besonderes Buch, das nun einen festen Platz in meinem Herzen hat. Es hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und befasst sich einfühlsam mit dem Thema Trauer und Verlust, aber auch Freundschaft und Vertrauen. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen.

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257 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Mia hat ihre Rache noch nicht aufgegeben und versucht alles um an Kardinal Duomo und Konsul Scaeva heranzukommen. Doch die Rote Kirche verbietet ihr die beiden zu ermorden. Als sie unglaubliches über die Rote Kirche erfährt, schmiedet sie einen gewagten Plan und wird zur Gladiatorin. Nur so hat sie die Chance an Duomo und Scaeva heranzukommen.

Meine Meinung
Schon Band eins rund um Mia und ihrer Ausbildung in der Roten Kirche konnte mich begeistern. Und auch Band zwei war für mich ein wahres Highlight. Dieses Buch ist so unglaublich facettenreich, vielschichtig, komplex, zu keiner Zeit vohersehbar und es gibt mehr als schockierende und überraschende Wendungen.

Zu Beginn des Buches erlebt man Mias Geschichte aus zwei Zeitebenen. Einmal erfährt man wie sie in der Gegenwart zu einer Gladiatorin wird und einmal wie sie in der Vergangenheit der Roten Kirche dient und es schließlich dazu kommt, dass sie dieser den Rücken kehrt. Irgendwann führen die beiden Zeitebenen zusammen und man begleitet Mia bei ihrer Rache. Diese Darstellung der Geschehnisse fand ich unglaublich faszinierend, zumal der Autor oft vor dem Zeitwechsel Cliffhanger verwendet hat und ich so immer schnell wissen wollte, was denn nun passiert.

Das Buch war so unglaublich spannend, aber weiterhin blutig, teils eklig, voller Gemetzel und Tod, aber auch starken Gefühlen und einer Protagonistin, die es in sich hat. Obwohl Mia schlichtweg eine Mörderin ist, bewahrt sie sich immer noch einen Hauch Menschlichkeit und mit dieser Menschlichkeit konnte sie mich erneut in ihren Bann ziehen. Denn ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, aber obwohl sie hart und gnadenlos ist, handelt sie an den richtigen Stellen doch ebend mit Mitgefühl.

Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen, da alle tiefgründig und facettenreich dargestellt wurden. Es tauchen alte Bekannte auf und neue Figuren. Manche sterben, manche überleben und immer ist Mia mittendrin. Ihre Fähigkeiten sind erstaunlich. Besonders unterhaltsam fand ich die zwei Schattenwesen, die in Mias Schatten leben. Zwischen den beiden spielt sich immer ein verbaler, teils sehr lustiger Schlagabtausch ab. So bietet das Buch neben allem anderen auch einen teils schrägen Sinn für Humor.

Auch die Fußnoten tauchen wieder auf, wenn auch im Laufe des Buches weniger als im ersten Band. Diese fand ich erneut teils sehr unterhaltsam oder informativ und ich finde dieses Stilmittel sehr gelungen. Auch sonst mag ich den Schreibstil des Autors sehr. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt blutige und brutale Szenen genauso detailliert, wie Sexszenen oder wie jemand stirbt, bleibt dabei realistisch, aber nutzt auch gerne mal Schimpfwörter. Dennoch wirkt es dadurch nicht zu viel des Guten. Er schafft die perfekte Balance, sodass man diesem bildlichem Schreibstil einfach nicht entkommen kann. Außerdem herrscht in dem ganzen Buch eine ganz besondere, düstere und gefährliche Atmosphäre vor, die aber wunderbar durch einen schwarzen Humor und Sarkasmus aufgelockert wird.

Allerdings muss ich sagen, dass das Ende einfach nur fies ist. Es hat mich sprachlos und mit unendlich vielen Fragen zurückgelassen. Eigentlich hat jeder Handlungsstrang zum Ende hin eine schockierende Wendung gehabt und ich wüsste zu gerne, wie alles ausgeht. Wer also keine Cliffhanger mag, sollte vielleicht doch warten bis Band drei erscheint.

Fazit
Mit „Nevernight- Das Spiel“ hat der Autor definitiv eins meiner Jahreshighlights geschaffen. Zwar ist die Reihe nicht für jeden etwas, aber für mich ist sie eins der besten Fantasybücher, die je erschienen sind. Man darf nur nicht zartbesaitet sein, aber wenn man Band eins mochte, muss man einfach Band zwei lieben. Von mir gibt es eine mehr als klare Leseempfehlung.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Nova und Avon 2: Avons Rückkehr

Tanja Voosen , Petra Hämmerleinova
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551653826
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt
Endlich läuft in Novas Leben alles so, wie es sein sollte. Sie hat eine beste Freundin, auf die sie sich immer verlassen kann. Ihr Schwarm Fitz interessiert sich immer mehr für sie und sie hat es geschafft Avon zu verbannen. Doch dann taucht ein seltsames Amulett auf und Novas Eltern verschwinden. Schließlich beschließt Nova Avon zurückzuhexen und fasst einen gewagten Plan.

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band rund um Nova, ihren bösen Zwilling Avon und ihrer besten Freundin Fee schon richtig gut unterhalten konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung.

Ich liebe die Art wie Tanja Voosen schreibt. So war ich ab der ersten Seite wieder völlig gefesselt und hatte auch keinerlei Startschwierigkeiten. Mit viel Witz und Humor, viel Sarkasmus, aber auch Liebe zum Detail konnte sie mich erneut begeistern. Dabei ist die Sprache so gewählt, dass sie wunderbar zu der gedachten Altersgruppe passt. Dazu liest sich alles spritzig und frisch.

Bei dieser Fortsetzung hat mir jedoch besonders Novas Entwicklung gefallen. Im ersten Band war sie noch extrem schüchtern und zurückhaltend und mittlerweile wächst sie über sich hinaus, wird selbstsicherer und mutiger. Die Freundschaft zu Fee tut ihr unglaublich gut. Zudem ist Fee eine total schrille Figur, die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt. Man muss sie einfach lieben. Und auch Fitz nimmt immer mehr Raum in dem Buch ein. Natürlich gibt es auch die typischen Schulzicken mit denen sich Nova rumschlagen muss, aber mit einer guten Freundin an der Seite klappt auch das.

Sowieso finde ich es toll, wie sehr hier doch das Thema Freundschaft im Vordergrund steht. Zwar gibt es auch die Schwärmerei zu Fitz, aber das ist eher nur ein Randthema. Der Plot an sich hat auch noch einiges zu bieten. Ich fand die Idee des Amuletts, dessen Kräfte und was alles damit zusammenhängt unglaublich spannend. Nachdem Avon auf der Bildfläche auftaucht, wird der Plot immer spannender und es passiert noch mehr.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss und obwohl ich längst nicht mehr zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, war es für mich ein kleines Highlight.

Fazit
Diese Fortsetzung konnte mich komplett unterhalten und begeistern. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, selbst wenn man eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe gehört. Es ist witzig, spritzig, aber auch spannend und voller Freundschaft.

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