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335 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

fantasy, der kuss der lüge, attentäter, prinz, lia

Die Chroniken der Verbliebenen / Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Als sogenannte Erste Tochter hat Lia keine Möglichkeit über ihr Schicksal selbst zu entscheiden. Da sie die Tochter des Königs von Morrighan ist, soll sie einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat um ein Bündnis zu schmieden. Doch sie möchte nur aus Liebe heiraten und so flieht sie und zieht ein einfaches Leben dem Leben einer zukünftigen Königin vor.
Als jedoch Rafe und Kaden in ihr Leben treten, ändert sich alles, denn der eine ist gekommen um sie zu töten und der andere der Prinz, den sie eigentlich heiraten sollte. Sie fühlt sich zu beiden hingezogen und weiß nichts über deren wahre Herkunft...

Meine Meinung
Von diesem Buch habe ich zuvor schon unglaublich viel gehört. Denn es gab einen wahnsinnigen Hype darum und so wurde ich neugierig und meine Erwartungen waren hoch, vielleicht ein kleines bisschen zu hoch, denn obwohl mich das Buch sehr gut unterhalten konnte und ich es wirklich mochte, ist es dennoch nicht so gut, wie ich erwartet hätte.

Das lag vor allem daran, dass Lias Verhalten für mich zuerst einfach nur egoistisch war. Sie denkt nur an sich und nicht, was ihre Taten für Konsequenzen haben. Zwar konnte ich ihre Entscheidung verstehen, aber sie wirkt dadurch naiv und weniger sympathisch. Erst im Laufe des Buches entwickelt sie sich, wird reifer und verantwortungsvoller und ab da mochte ich sie sehr, sodass ich denke, dass mich die Folgebände noch mehr überzeugen können.

Bevor ich das Buch gelesen hatte, war mir schon klar, dass es eine Dreiecksgeschichte enthalten wird und ich wusste vorher, dass mich das stören wird. Doch hier hat mich die Autorin positiv überrascht, denn obwohl Lia sich zu beiden jungen Männern hingezogen fühlt, hat sie ziemlich schnell einen Favoriten und ich fand ihre Gefühle nachvollziehbar und gut dargestellt. Vor allem weil ich die Darstellung von Rafe und Kaden sehr mochte. Sie sind zwei sehr unterschiedliche junge Männer und jeder hat seine Geschichte. Sie sind tiefgründig und toll ausgearbeitet. Aber besonders mochte ich Pauline, Lias Dienerin und beste Freundin, die immer hinter ihr steht.

Das Setting des Buches erinnert an einen mittelalterlichen Roman, hat aber auch einen Fantasyaspekt, sodass ich einen Moment brauchte um mich in die Welt des Buches einzufinden. Doch ich finde sie wunderschön dargestellt und ausgearbeitet. Die Idee dahinter ist gelungen.
Der Plot an sich ist eher ruhig. Es passiert nicht so viel und das Hauptaugenmerk liegt eher auf Lias Entwicklung und die Gefühle von ihr, Rafe und Kaden. Nebenher bekommt man ein paar wenige Informationen dazu, was im Königreich vorgeht. Erst gegen Ende nimmt der Plot mehr an Fahrt auf. Dennoch konnte mich das Buch durchweg fesseln und unterhalten.

Was vor allem an dem gelungenen Schreibstil der Autorin lag. Sie schreibt leicht und locker, emotional und atmosphärisch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören das Buch zu lesen.
Es wird hauptsächlich aus Lias Ich-Perspektive geschildert, aber auch Rafes und Kadens Ich-Perspektive wird hin und wieder beschrieben. Zwischendurch gibt es ein Vermächtnis, das man erst nach und nach versteht.

Das Ende bietet einen ziemlichen Cliffhanger und ich bin mehr als gespannt auf die Fortsetzung. Denn insgesamt fand ich das Buch wirklich richtig gut und fesselnd.

Fazit
"Der Kuss der Lüge- Die Chroniken der Verbliebenen" ist ein Buch, das sehr gehyped wird. Ich kann den Hype nicht ganz verstehen, aber dennoch gefiel mir das Buch unglaublich gut. Dieser erste Band ist eher etwas ruhiger, aber dennoch bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und kann es insgesamt mehr als empfehlen.

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(42)

172 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, alana falk, arena verlag, sterne, gesellschaft

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Endlich ist es soweit. Liliana bekommt ihre Quelle zugewiesen und wird damit in die Gemeinschaft der Magier aufgenommen. Doch ausgerechnet Chris, der sie zu verabscheuen scheint, wird ihre Quelle und ohne ihn kann Liliana nicht zaubern. Liliana weiß nicht, was sie machen soll, denn die Zeit drängt und ein großer Einsatz erwartet die jungen Magier.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich auf dieses Buch wegen seinem wunderschönen Cover aufmerksam wurde, doch auch die Geschichte an sich kann überzeugen. Das Buch spielt teils in Neuseeland und teils in Rom. Es gibt Magier, die die schlimmsten Naturkatastrophen verhindern und den Menschen helfen. Liliana gehört zu ihnen. Doch die Magier sind machtlos, wenn sie nicht eine menschliche Quelle haben, die die Magie für sie bereithält. Die Idee dahinter finde ich grandios und auch die komplette Ausarbeitung konnte mich überzeugen. Das ist mal eine eine Art der Magierdarstellung, die mich wirklich überzeugen konnte.

Neben Lilianas Geschichte gibt es aber noch einen zweiten Handlungsstrang. Dabei wird die Geschichte von Adara erzählt, die ihre Quelle verloren hat und alles versucht um sie wieder zum Leben zu erwecken. Beide Perspektiven sind komplett gegensätzlich und haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun.
Lilianas Perspektive zeigt ein Leben voller Hoffnung in die Zukunft, Angst vorm Versagen und den Problemen mit Chris. Sie steht hinter der Gemeinschaft und glaubt an das Gute der Magier.
Adaras Perspektive zeigt dagegen ein Leben voller Trauer, Wut, aber auch Angst und Einsamkeit. Sie arbeitet gegen die Gemeinschaft und den hohen Rat der Magier und hat Angst als Verräterin enttarnt zu werden.

Ich mochte beide Perspektiven auf ihre Art. Die Figuren des Buches sind wunderbar ausgearbeitet. Neben Liliana und Adara stehen noch Chris und Seth im Vordergrund. Sie sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Chris ist voller Hass und Auflehnung und handelt unbedacht und kopflos, Seth dagegen zeigt keine Emotionen und handelt kühl und überlegt. Ich mochte diese Gegensätze sehr.

Nach und nach wird dann klar, was die beiden Perspektiven miteinander zu tun haben und gegen Ende gibt es eine ungaubliche, faszinierende und tolle Wendung, die das Ganze für mich zu etwas Besonderem macht. Der Plot ist spannend, emotional, erst geheimnisvoll, aber voller Intrigen und Gefahren. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Es war mein erstes Buch der Autorin und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein, denn sie schreibt nicht nur leicht und locker, sondern auch voller Emotionen und so bildlich, dass ich mir alles wunderbar vorstellen konnte und mit den Protagonisten mitgefiebert habe.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss, der zwar kein Cliffhanger ist, aber dennoch neugierig auf die Fortsetzung macht, auf die ich mich schon jetzt sehr freue.

Fazit
"Das Herz der Quelle- Sternensturm" war für mich ein echtes Highlight. Nicht nur die Idee dahinter ist gelungen, sondern auch die Protagonisten und der Plot an sich. Das Buch konnte mich unglaublich in seinen Bann ziehen und ich kann es jedem empfehlen, der nach einer etwas anderen Darstellung von Magiern sucht.

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(71)

292 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

weltall, liebe, diabolic, intrigen, brutal

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nemesis ist kein Mensch. Sie wurde im Labor gezüchtet und hat nur eine Lebensaufgabe. Als Diabolic muss sie ihre Eigentümerin Sidonia beschützen. Sie wurde so auf Sidonia geprägt, dass diese Nemesis alles bedeutet und sie für sie sterben würde. Als eigentlich Sidonia an den Kaiserhof kommen soll, geht Nemesis für sie und gibt sich als Sidonia aus, was ihr alles andere als leicht fällt. Als sie auf den Thronfolger Tyrus trifft, der für wahnsinnig gehalten wird, gerät sie noch mehr in die Intrigen des Kaiserhofes.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wollte ich es unbedingt lesen. Denn es klang vielversprechend und ich muss sagen, es hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Zu Beginn wird man etwas ins kalte Wasser geschmissen, da man weder weiß, was Diabolics sind, noch in was für einer Welt Nemesis lebt. Man muss sich erst in dieser unbekannten Welt zurechtfinden, in der es auch einige unbekannte Begriffe gibt. Doch nachdem mir der Einstieg gelungen war, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Idee der Diabolics, die eigentlich keine Gefühle haben dürfen, außer die für ihre Eigentümer und eine tödliche Waffe sind, finde ich faszinierend und originell. Dadurch, dass alles aus der Ich-Perspektive von Nemesis erzählt wird, erfährt man hautnah, wie die Diabolics erschaffen werden und wie es möglich ist, dass sie so werden, wie sie sind. Diese Darstellung fand ich erschreckend, aber auch gelungen.

Hier hat mich besonders die Beziehung zwischen Nemesis und Sidonia fasziniert, da ich sie mir zu Beginn ganz anders vorgestellt hätte. Denn Sidonia liebt Nemesis und möchte nicht, dass diese sich für sie opfert. Sie sieht sie nicht als Diabolic an, sondern eher als Mensch.
Aber auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Nemesis und dem Thronfolger Tyrus mochte ich, auch wenn diese vorhersehbar war.
Die Darstellung der Protagonisten fand ich durchweg überzeugend und gut und vor allem Nemesis' Entwicklung konnte mich überzeugen.

Der Plot an sich in voller Intrigen, Gefühle und spannende Wendungen. Ich wollte das Buch am liebsten gar nicht zur Seite legen. Allerdings dachte ich vorher, dass es ein Fantasybuch ist, das passt hier meiner Meinung nach allerdings nicht. Es geht stark in den Science-Fiction-Bereich, was ich aber gelungen finde.

Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, passt ins Setting und schaffte es bei mir ein wahres Kopfkino entstehen zu lassen.

Das Ende war für mich abgeschlossen und ich empfand es als gelungen. Bisher dachte ich auch, dass es ein Einzelband ist, aber nun habe ich gesehen, dass noch zwei weitere Bände erscheinen werden, was ich etwas überflüssig finde. Dennoch bin ich neugierig, ob mich die Fortsetzungen auch so überzeugen können, wie dieser erste Band, der auch gut als Einzelband durchgehen könnte.

Fazit
"Diabolic- Vom Zorn geküsst" bekommt von mir sehr gute vier Sterne. Ich mag die Idee dahinter und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nur am Anfang brauchte ich etwas um in die Geschichte hineinzufinden. Ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen, der nach einem Buch mit einer originellen Idee sucht und gerne etwas aus dem Science-Fiction-Bereich liest.

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(57)

162 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

angelfall, engel, susan ee, raffe, familie

Angelfall - Tage der Dunkelheit

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453317482
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Penryn hat gerade so überlebt und es tatsächlich geschafft ihre Schwester Paige zu retten. Doch diese ist verändert und wurde aufs schrecklichste verunstaltet. Auch ist sie nicht mehr wehrlos, sondern gefährlich. Nach einem Vorfall verschwindet Paige und Penryns erneutes Ziel ist ihre Schwester zurückzuholen. Dabei entdeckt sie neue schreckliche Dinge, die die Engel planen und plötzlich steht nicht nur das Leben von Paige auf dem Spiel.

Meine Meinung

Lange, lange musste man in Deutschland auf diese Fortsetzung warten. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, aber nun wurde der zweite Band doch noch übersetzt und so musste ich ihn gleich verschlingen. Am Anfang hatte ich ein paar Einstiegsprobleme, da es Jahre her war, dass ich den ersten Band gelesen habe. Aber nach kurze Zeit war ich wieder völlig von der düsteren, gefährlichen und schrecklichen Welt von Penryn gefangen. Die Idee dahinter finde ich originell und gelungen.

Zusammen mit ihr erlebte ich schreckliches, blutiges und nichts für sanfte Gemüter. Da alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wird, hat man das Gefühl hautnah mit dabei zu sein. Dennoch erfährt man auch einiges über Raffe, da sein Schwert mit ihr kommuniziert und sie dieses immer noch besitzt.
Ich finde Penryn unglaublich tough und stark, sie kann kämpfen und weiß sich zu wehren. In solchen Endzeitbüchern finde ich solche Protagonisten super. Sie sorgt sich um ihre Schwester, auch wenn sie unterschwellig Angst vor ihr hat. In diesem Buch dreht sich auch viel um die Gefühle für ihre Schwester, die auf eine harte Probe gestellt werden. Penryns Entwicklung konnte mich aber umso mehr begeistern.

Auch Raffe ist ein Protagonist nach meinem Geschmack. Er versucht immer noch seine Flügel zurückzubekommen. Lange Zeit erscheint er nicht auf der Bildfläche, da er auch nicht weiß, dass Penryn noch lebt. Als er wieder auftaucht, war ich begeistert. Ich mag die verbalen Schlagabtäusche zwischen Raffe und Penryn, aber auch wie er sie immer wieder unterstützt, obwohl er mal so schlecht von Menschen gedacht hat.

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, emotional, düster und atmosphärisch. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin.

Auch der restliche Plot ist meiner Meinung nach gelungen. Es gibt zwar auch viel ruhige Passagen, aber die fand ich für Penryns Entwicklung wichtig. Ansonsten ist das Buch actionreich und es herrscht immer eine unterschwellige Bedrohung vor. Es gibt neue überraschende Wendungen und zeitweise wirkt das Buch wie ein richtiger Horrorroman. Das Ende bietet einen guten Abschluss, aber dennoch warte ich nun sehnsüchtig auf den finalen dritten Band.

Fazit
Endlich konnte ich diese Trilogie weiterlesen und warte nun sehnsüchtig auf das Finale. Für mich war es ein echtes Highlight und ich kann es jedem empfehlen, der nach einer etwas anderen Geschichte über Engel sucht und auch Horrorelementen gegenüber nicht abgeneigt ist.

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(22)

78 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

sekte, drama, jugendbuch;

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die 16-jährige Pearl wurde in Saat geboren und wuchs in einer Glaubensgemeinschaft, die ganz eng mit der Natur lebt, auf. Abgeschottet von der Außenwelt ist sie glücklich. Bis Ellis zusammen mit seiner Mutter und Schwester nach Saat kommt, denn dieser rüttelt an ihren Überzeugungen und ihr ganzes Weltbild gerät in Gefahr.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich erst durch eine Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, da es auf mich eher unscheinbar wirkte. Nun bin ich aber froh, dass ich es gelesen habe. Das Buch dreht sich rund um eine Sekte, die in der heutigen Zeit existiert. Es ist eine kleine Sekte und die Kinder wurden in diese hineingeboren und glauben alles, was das Oberhaupt Papa S und seine Paten ihnen erzählen, weil sie es nicht besser wissen. Außer um mal auf den Markt zu gehen, verlassen sie Saat nicht. Kontakt mit Außenstehenden ist verboten.

Dadurch entseht ein bedrückendes und beklemmendes Buch, das eine ganz andere Weltsicht offenbahrt. Alles wirkt auf den ersten Blick friedlich und die Kinder und Menschen in Saat scheinen glücklich zu sein, doch subtil wird auf die Gefahren einer Sekte hingewiesen und es gibt viele Schockmomente, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Pearl wirkt wegen ihrer Erziehung viel jünger als sie eigentlich ist und naiv, sie weiß vieles nicht und glaubt die wildesten Geschichten, weil sie es nicht besser weiß. Erst als Ellis in ihr Leben tritt ändert sich das subtil, aber nach und nach. Ellis säht nicht nur in ihr Zweifel, aber die Entwicklung dauert, was ich sehr authentisch finde. Es geht nicht Schlag auf Schlag, was das Ganze realistisch macht. Die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet und man fühlt mit ihnen.

Der Schreibstil passt zum Setting und kann trotz des eher ruhigeren Plots fesseln. Die Autorin schafft es, das unterschwellig Spannung aufgebaut wird und der Leser stets ein ungutes Gefühl hat. Dabei wird der Plot aus Pearls Ich-Perspektive geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt aber auch einige kurze Zwischenkapitel, die Fragen aufwerfen und Neugierde wecken.

Bis fast zum Ende konnte mich das Buch wirklich in seinen Bann ziehen, doch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich hätte gerne mehr Antworten zu den Hintergründen bekommen und irgendwie hatte ich einen richtigen Showdown erwartet, der nicht kam. Für mich endete alles etwas abrupt und unzufriedenstellend, wenn auch hoffnungsvoll.

Fazit
"Hier musst du glücklich sein" ist ein beeindruckendes Buch über eine Sekte, das mich bis auf den Schluss komplett begeistern konnte. Es ist eher ruhiger, aber bedrückend und regt zum Nachdenken an, so dass ich es auf jeden Fall empfehlen kann.

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(172)

533 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Adelina gehört zu denen, die das Blutfieber überlebt haben. Diese Krankheit hat vielen Menschen das Leben gekostet und nur Kinder überlebten. Die Überlebenden sind gezeichnet, jeder auf eine andere Art. Adelina hat seitdem silberne Haare und nicht mehr schwarze. Manche von den Überlebenden haben besondere Kräfte und gerade deswegen werden sie gefürchtet. Doch auch alle anderen Überlebenden haben es nicht leicht, so auch Adelina. Vergeblich wartet sie auf die Zuneigung ihres Vaters. Als dieser sie verkaufen möchte, flieht sie und entdeckt, dass auch sie übernatürliche Kräfte hat.

Meine Meinung
Nachdem ich die "Legend"-Trilogie der Autorin sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk und ich muss sagen, dass es mir gut gefallen hat, auch wenn es anders ist als ich erwartet habe.
Denn Adelina ist keine typische Protagonistin, keine Heldin, oft weckt sie Antipathien, denn ihr Verhalten ist oft grausam, egoistisch und gefährlich. Zwar leidet man auch mit ihr, da ihr Vater sie stets grausam behandelt hat, aber ansonsten ist sie keine einfache Figur. Aber dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, fand ich sie faszinierend. Sie ist anders, schwierig, aber auch facettenreich und komplex. Ich habe es genossen, sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Und auch die anderen Figuren des Buches bieten interessante Seiten und jede Figur ist gut und spannend ausgearbeitet.

Das Setting ist historisch angehaucht und es spielt 1361, wirkt aber auch wie ein Fantasyroman, weil es in einer fiktiven Welt spielt. Das Setting fand ich sehr passend und gelungen und die Atmosphäre des Buches ist stets düster mit wenigen hoffnungsvollen Momenten. Als Adelina zu einer Gruppierung von Überlebenden mit besonderen Kräften kommt, die die Gemeinschaft der Dolche heißt und den König stürzen möchte, nimmt das Buch einiges an Fahrt auf. Sie lernt mit ihren Kräften umzugehen und man erfährt mehr über den Weltenentwurf, der mir gut gefallen hat.

Es gibt unglaubliche Wendungen und oft war ich schockiert. Dennoch wurde es zu keiner Zeit langweilig und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Teils ist es sehr brutal, es ist voller Intrigen und Gefahren.
Besonders gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung von Adelina, da sie das Potenzial hat eine richtige Schurkin zu werden. Aber auch wie es mit der Welt in der sie lebt weitergeht, finde ich spannend.

Der Schreibstil passt zu dem Setting, wirkt teils altertümlich, ist aber dennoch leicht und locker zu lesen, voller Emotionen. Alles ist sehr atmosphärisch und bildlich geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Der Plot wird zum großen Teil aus Adelinas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde, aber es gibt auch ein paar Perspektivwechsel, die als personaler Erzähler dargestellt sind. Dabei dominiert die Perspektive von Adelinas Wiedersacher.

Das Ende bietet einen gelungenen und spannenden Abschluss und macht mehr als neugierig auf den Folgeband, der hoffentlich wirklich schon im Herbst erscheint.

Fazit
Diese Auftakt konnte mich sehr gut unterhalten. Man sollte sich aber bewusst sein, dass die Protagonistin keine Heldin ist und das Potenzial zum Schurken hat. Der Weltenentwurf an sich ist spannend und der Plot mehr als unterhaltsam, wenn auch düster. Wer sich auf eine etwas andere Protagonistin einlassen möchte, ist hiermit auf jeden Fall gut beraten, denn ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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(91)

154 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

taste of love, liebe, kochen, maine, roman

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Andrew Knight hat es geschafft und sich seinen Traum erfüllt. Sein eigenes Resteraunt läuft erfolgreich und seine selbst entworfenen Gerichte kommen bei jedem gut an. Doch mittlerweile hat er nicht mal mehr Lust auf kochen, fühlt sich ausgebrannt und ist gestresst. Spontan beschließt er, dass ihm ein Kurzurlaub nach Maine helfen soll. Doch auf dem Weg hat er einen Autounfall und sein Auto muss in die Werkstatt. Da er keine Alternative hat, vermietet Brooke Day ihm widerwillig ein Zimmer. Zuerst ist Andrew skeptisch, weil das von Brooke geführte Restaurant heruntergekommen aussieht. Doch das Essen überzeugt ihn und schnell verspürt er den Drang Brooke zu helfen, denn das Restaurant muss dringend wieder Gewinn abwerfen.

Meine Meinung
Ich gehöre wohl zu den wenigen, die vor diesem Buch noch nichts von Poppy J. Anderson gelesen haben. Doch eine Freundin schwärmt immer wieder von ihren Werken und das Buch klang wirklich gut. Also habe ich nun mein erstes Buch von der Autorin gelesen und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Denn obwohl es manche Klischees gibt und das Ende vorhersehbar ist, ist es etwas fürs Herz und einfach schön zu lesen.

Kombiniert mit kulinarischen Gerichten, die Lust darauf machen diese Gerichte einmal auszuprobieren, bekommt man hier eine emotionale und schöne Geschichte geboten, die mich in ihren Bann ziehen konnte. Kombiniert mit Existenzängsten und familiären Problemen bekommt man als Leser einiges geboten.

Brooke hat alle Hände voll damit zu tun das Restaurant ihrer Eltern am Laufen zu halten und sorgt sich um ihre Mutter, die erkrankt ist und zur Dialyse muss. Sie opfert alles um es zu schaffen, doch man merkt, dass sie ihre Eltern liebt, auch wenn sie oft mit ihrem Vater streitet, weil er vieles anders sieht als Brooke. Das machte sie für mich sehr sympathisch. Nachdem sie beinahe mit Andrew kollidiert, vermietet sie ihm ein Zimmer, obwohl sie ihn für einen versnobten Städter hält. Dabei ist sie sehr zickig und aufbrausend, was ich zuerst verstehen konnte, aber im Laufe des Buches war es mir manchmal doch zu viel und übertrieben.
Andrew dagegen wirkte sehr liebenswürdig, auch wenn es mich gewundert hat, dass er sich nicht gegen seine Tante und gleichzeitig Managerin durchsetzten kann, was aber wohl eher daran liegt, dass er sie nicht verletzen will. Ansonsten mochte ich ihn total.

Ich glaube, was mir am besten gefallen hat, waren die bissigen Schlagabtäusche zwischen Brooke und Andrew, die mich oft zum Schmunzeln und lachen bringen konnten. Die beiden sind schon ein unterhaltsames Gespann und es entsteht eine prickelnde Liebesgeschichte, die es in sich hat. Aber auch die Probleme des Buches konnten mich überzeugen, da sie realistisch sind und aus dem wirklichen Leben stammen könnten.
Die Wendungen des Buches waren für mich soweit in Ordnung, auch wenn ich finde, dass Brooke manchmal doch überreagiert hat, was aber gleichzeitig auch die emotionale Spannung steigert.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und wirklich sehr emotional und schön zu lesen. Dabei wird der Plot abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Brooke und Andrew dargestellt, was ich sehr gelungen fand, da man so deren Gedankengänge und Beweggründe besser nachvollziehen konnte.

Das Ende ist wunderschön und schließt das Buch überzeugend ab, sodass ich sehr froh bin, endlich zu einem Buch der Autorin gegriffen zu haben.

Fazit
"Taste of Love- Geheimzutat Liebe" konnte mich wirklich gut unterhalten. Es ist emotional und etwas fürs Herz, gepaart mit kulinarischen Genüssen und echten Problemen. Es wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein und ich kann es jedem empfehlen, der gerne Liebesromane liest, auch wenn die Protagonistin nicht immer einfach ist.

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(89)

302 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, roman, london, bibliothek

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Jacob und Emma haben nur ein Ziel. Sie möchten ihre Freunde und die Ymbrynen retten. Doch dafür müssen sie sich ihren größten Feinden stellen und größte Gefahren überwinden. Und zuerst einmal müssen sie herausfinden, wo die Gefangenen festgehalten werden. Dafür landen sie in der Zeitschleife Devil’s Acre, in der der Abschaum der Besonderen haust. Nirgends ist es schrecklicher und nicht nur das, den beiden läuft die Zeit davon...

Meine Meinung

Diese Trilogie gehört für mich zu den ganz besonderen Büchern, denn sie ist einfach anders als alles andere was man so kennt. Die Idee der besonderen Kinder, sowie der Zeitschleifen und alles was damit zusammenhängt ist so gelungen und komplex, dass mich die Reihe einfach in seinen Bann gezogen hat. So habe ich natürlich sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet.
Auch hier gibt es wieder Schwarz-Weiß-Fotos, die immer mal wieder auftauchen. Zwar gefielen mir diese in den Vorbänden besser, weil diese hier oft recht normal waren und weniger skurril, aber ich lese ein Buch ja nicht, wegen den Bildern, deswegen konnte ich darüber hinwegsehen.

Ansonsten brauchte ich ein paar Seiten um wieder ins Buch zu finden, weil es schon sehr lange her ist, das ich den zweiten Band gelesen habe. Dabei half mir eine Zusammenfassung der Besondern am Anfang. Nachdem ich wieder in das Buch hineingefunden hatte, konnte es mich aber zu hundertprozent überzeugen.
Es gibt neue Wendungen und Erkenntnisse, sodass man die Vorbände in einem ganz anderen Licht sieht. Dabei muss ich erwähnen, das ich finde, dass der Klappentext (den ich zuvor nicht gelesen habe) meiner Meinung nach zu viel verrät. Hätte ich ihn vorher gekannt, hätte es manche schockierende Wendung für mich nicht gegeben.

Der Plot ist spannend und innovativ. Zusammen mit Jacob und Emma erlebt man unglaubliches. Vor allem Jacobs Gabe, die sich immer weiter entwickelt fand ich faszinierend. Sowieso ist er ein toller Protagonist und zusammen mit Emma, die ein sehr feuriges Temperament hat, unschlagbar. Die Fähigkeiten der einzelnen Besonderen finde ich sowieso faszinierend, aber auch sonst ist die Idee dahinter gelungen.
Die Figuren des Buches entwickeln sich weiter und manchmal weiß man nicht, wem Jacob und Emma trauen können.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und beschreibt alles sehr bildgewaltig und eindrucksvoll. Alles wird gut erklärt und aus Jakobs Ich-Perspektive geschildert und passt zu dem Buch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und finde dieses Finale durchweg gelungen.
Denn auch das Ende schließt das Ganze überzeugend ab und so konnte ich es nach einem spannendem Showdown und einem gelungenen Ende mit einem Lächeln zuklappen.

Fazit
Für mich war dieser dritte Band ein mehr als gelungenes Finale. Es gefiel mir sogar noch besser als seine Vorgänger und das Ende konnte mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich bin froh diese besondere Trilogie gelesen zu haben und empfehle sie jedem, der einmal nach etwas Neuem sucht.

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(70)

261 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

fantasy, bücher, traci che, abenteuer, jugendbuch

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Zusammen mit ihrer Tante Nin befindet sich die Waise Sefia auf der Flucht. Sefia lebt in einer Welt ohne Schreiben und Lesen, ohne Buchstaben. kaum jemand weiß überhaupt, dass Buchstaben existieren. Doch als ihr Vater ermordet wird, erhält sie ein Buch. Als schließlich auch ihre Tante entführt wird, versucht sie alles um diese zu finden. Dabei rettet sie einen stummen Jungen und beide begeben sich auf ein gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Alleine der Weltenentwurf konnte mich faszinieren. Denn eine Welt ohne Buchstaben kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Als Sefias Tante entführt wird, fängt Sefia an sich mit dem Buch, das sie wie einen Schatz hütet zu befassen und bringt sich selber das Lesen bei. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihr das zu leicht fiel, aber dennoch mochte ich es.

Der Plot an sich ist überraschend und voller toller Wendungen. Allerdings wird er aus verschiedenen Perspektiven geschildert und manchmal waren es mir einfach zu viele. Mal wird das Geschehen aus dem Buch beschrieben, mal das der "echten" Menschen, die aber auch in dem Buch stehen. Das hat mich beim Lesen ziemlich verwirrt. Alles war etwas unübersichtlich und ich hatte Probleme die Zusammenhänge zu verstehen.
Dadurch hatte ich vor allem zu Beginn extreme Probleme überhaupt in die Geschichte hineinzufinden, was mir einiges an Lesespaß genommen hat.

Dabei fand ich viele Entwicklungen wirklich spannend und empfand das Buch als nicht völlig schlecht. Allerdings konnte ich auch Sefias Handlungen nicht immer nachvollziehen. Dafür fand ich die sich entwickelnde Freundschaft zwischen ihr und dem Jungen, den sie rettet sehr schön dargestellt. Und auch die anderen Figuren konnten mich im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich manche als etwas überflüssig empfunden habe.

Der Schreibstil gefiel mir gut. Alles ist atmosphärisch geschrieben und lässt sich leicht und locker lesen. Dabei ist alles so geschrieben, dass es zu dem Setting passt. Denn das Ganze wirkt ein bisschen wie eine Geschichte aus "Tausend und einer Nacht" und hat etwas magisches.

Das Ende lässt viele Fragen offen, aber insgesamt gefiel es mir zum Ende hin besser, sodass ich neugierig auf die Fortsetzung bin, auch wenn ich da wohl zuerst auf die ersten Meinungen warten werde.

Fazit
Die Grundidee des Buches war nach meinem Geschmack. Leider hat mich vor allem zu Beginn vieles verwirrt und ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, sodass ich nur drei Sterne vergeben kann.

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(73)

312 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

weltall, science fiction, these broken stars: jubilee und flynn, dystopie, rebellion

These Broken Stars. Jubilee und Flynn

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583611
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Jubilee ist Kommandantin auf dem Planeten Avon. Sie ist berüchtigt und gefährlich. Ihre Aufgabe ist es die Rebellen und Aufstände in Schach halten. Doch eines Tages wird sie von dem Rebellen Flynn entführt. Er möchte Informationen von ihr und riskiert dafür alles. Als die anderen Rebellen sie töten wollen, trifft Flynn eine Entscheidung, die seine Freunde und Familie in Gefahr bringen könnte, aber auch das Leben auf dem Planeten für immer verändern könnte.

Meine Meinung


Nachdem mir der erste Band zwar ganz gut gefallen hatte, aber ich den Hype darum nicht ganz verstehen konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung und ich muss sagen, sie hat meiner Meinung nach den ersten Band übertroffen. Denn dieser Teil punktet in all den Punkten, die mich beim Vorband nicht überzeugen konnten. Er ist actionreicher, schon alleine, weil die Rebellen gegen das Militär kämpfen und immer eine unterschwellige Bedrohung vorherrscht. Es passiert unglaublich viel und es ist unglaublich spannend.

Zuerst dachte ich, dass es ganz unabhängig von dem ersten Band zu lesen ist, da hier zwei völlig anderen Protagonisten im Vordergrund stehen, doch im späteren Verlauf trifft man Lilac und Tarver wieder. Dieses Wiedersehen gefiel mir sehr gut, weil so die Geschehnisse beider Bände zusammenführen und schließlich ein stimmiges Ganzes entsteht. Es werden noch mehr Fragen zu den Wesen aus dem ersten Band beantwortet und man erfährt noch mehr über die Machenschaften von Lilacs Vater. So gibt es neue Verknüpfungen, noch mehr Antworten und ich muss sagen, dass mich die Idee dahinter und der Plot an sich komplett überzeugt haben.

Das lag vor allem aber auch an den beiden Protagonisten Jubilee und Flynn. Jubilee ist eine starke junge Frau, die kämpfen kann und schlagfertig ist. Ich mag solche Figuren. Dennoch ist sie menschlich, denkt mit und möchte keine Unschuldigen töten. Als sie merkt, dass irgendetwas seltsames auf dem Planeten vorgeht, scheut sie keine Anstrengung um Antworten zu bekommen.
Aber auch Flynn ist ein toller Protagonist. Er ist der Anführer der Rebellen, der es nicht einfach hat, da er nach einer friedlichen Lösung sucht und das Blut vergießen beenden möchte. Er würde alles für seinen Planeten und seine Freunde tun. Dabei ist er mutig und stark.
Wie zu erwarten gibt es hier eine Liebesgeschichte, die aber nicht zu sehr im Fokus steht und mich insgesamt überzeugen konnte, da ich die Emotionen von Jubilee und Flynn durchweg spüren konnte.

Sowieso empfand ich den Schreibstil als sehr emotional, dabei voller Tiefe. Alles wird bildgewaltig beschrieben. Dabei ist der Schreibstil aber leicht und locker, aber auch atmosphärisch zu lesen. Mit wenigen Worten haben die Autoern es geschafft ein wahres Kopfkino vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Der Plot wird abwechselnd aus Jubilees und Flynns Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr mochte, da man so deren Beweggründe und Gedankengänge hautnah miterlebt. Zwischendurch gibt es kurze Passagen, die von Träumen eines Mädchens erzählen. Den Sinn dahinter versteht man allerdings erst am Schluss. 

Das Ende ist durchweg gelungen, da alle wichtigen Handlungsstränge aufgelöst wurden. Dennoch bin ich gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass da auch Jubilee und Flynn wieder eine Rolle spielen werden.

Fazit
Dieser zweite Band hat mir noch besser gefallen als sein Vorgänger, schon alleine weil er actionreicher ist. Die Idee dahinter ist völlig nach meinem Geschmack und ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Band. Jeder der romantische Science-Fiction Geschichten mag (wobei hier der Science-Fiction Anteil recht gering ist), sollte sich diese Reihe nicht entgehen lassen.

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141 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

wunderland, morpheus, jeb, fantasy, alyssa

Dark Wonderland - Herzkönig

A.G. Howard , Michaela Link
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.11.2016
ISBN 9783570164334
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Alyssa hat den Kampf auf dem Abschlussball zwar überlebt, doch dafür stecken Jeb und Morpheus im IrgendWoanders fest und ihre Mutter ist irgendwo im Wunderland. Gemeinsam mit ihrem Vater plant sie die drei und ganz nebenbei Wunderland zu retten. Doch dafür muss sie sich Königin Rot stellen. Wird sie die Aufgabe bewältigen, ohne ihre Menschlichkeit und damit Jeb zu verlieren? Oder ist es ihr sowieso vorbestimmt, dass ihre Netherlingseite die Oberhand gewinnt und sie zusammen mit Morpheus Wunderland regiert?

Meine Meinung
Ich liebe "Alice im Wunderland" und sämtliche Adaptionen, die es zu dem Thema gibt. Keinen Klassiker habe ich häufiger gelesen und A.G. Howard konnte mich mit ihrer Neuinterpretation, in der sie bekannte Elemente des Klassikers mit neuen Fantasyideen mischt, schon in den Vorbänden begeistern. "Dark Wonderland" ist noch skurriler, noch seltsamer, noch gefährlicher, noch blutiger und noch verrückter als das Original, aber ich finde es gelungen, wie die Autorin aus etwas altbekanntem etwas teils völlig neues erschaffen hat und sie beides kombiniert. Der Wahnsinn ist permanent spürbar.

Kaum angefangen war ich auch schon wieder in die Welt des Buches vertieft. Dieses Mal spielt es hauptächlich im IrgendWoanders. Es ist eine Welt in der die Verbannten des Wunderlands kommen und keine Magie gewirkt werden kann. Diese neue Welt bietet neue Ideen und Gefahren und ich war völlig fasziniert. Als Alyssa auf Jeb und Morpheus trifft, gibt es neue Entwicklungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Sowieso ist das Buch voller überraschender Wendungen und tollen Ideen. Teils ist es sehr blutig, aber das passt einfach zur Reihe.

Es ist nicht immer leicht Alyssa zu verstehen, da immer wieder ihre Netherlingseite die Oberhand gewinnt und man mit menschlicher Logik da einfach keine Chance hat, aber dennoch mochte ich sie sehr. Sie hat sich toll entwickelt und kämpft für das, was ihr wichtig ist. Zwar bin ich kein Fan von Dreiecksgeschichten, aber in diesem Fall musste es so sein. Wieso? Das kann ich hier nicht verraten ohne zu spoilern, aber obwohl ich sowas normalerweise wirklich nicht mag, macht es hier für den Plot durchaus Sinn, soweit man bei diesem Buch von einem Sinn sprechen kann.
Jeb und Morpheus mochte ich ebenfalls sehr, weil sie hier ganz neue Facetten zeigen und sich sogar zusammengerauft haben. Auch die anderen Figuren des Buches mochte ich.
Und auch, dass man mehr über Königin Rot erfährt, gefiel mir.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und so wird hier eine teils düstere, schaurige und gefährliche Atmosphäre erschaffen. Der Wahnsinn der Wunderlandwesen wird durch den Schreibstil eindrucksvoll verdeutlicht und dabei ist alles leicht und locker und sehr emotional zu lesen. Alles wird aus Alyssas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen durchweg gelungenen Abschluss und obwohl es mich nicht ganz so begeistern konnte, wie der erste Band liebe ich das Buch. Diese Reihe ist etwas ganz Besonderes, auch wenn sie längst nicht für jeden etwas ist.

Fazit
"Dark Wonderland- Herzkönig" bietet einen gelungenen Abschluss einer besonderen Trilogie, die wirklich nicht für jeden etwas ist. Die Reihe ist speziell, aber gerade das mag ich an ihr. Man hat nicht das Gefühl alles schon tausendmal gelesen zu haben und so kann ich "Dark Wonderland" jedem empfehlen, der sich von skurrilen Geschichten nicht abschrecken lässt.

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475 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Elias und Laia versuchen das Unmögliche. Sie versuchen dem Imperium zu entkommen und Laias Bruder aus der Gefangenschaft zu befreien. Doch ihnen werden viele Hürden in den Weg gestellt und ausgerechnet Helena bekommt den Auftrag die beiden zu verfolgen und zu töten. Laias Bruder könnte mit seinem Wissen allerdings alles verändern. Wird es den beiden gelingen ihn zu befreien?

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band mehr als begeistert hatte und zuerst unklar war, ob es eine Fortsetzung geben wird, habe ich dieses Buch sehnlichst erwartet. Bisher dachte ich, dass es sich hierbei um eine Dilogie handelt, aber auf goodreads habe ich gesehen, dass noch zwei weitere Bände geplant sind, was ich sehr gut finde.

Denn dieser zweite Band hat mich komplett begeistert. Ich liebe die Ideen der Autorin, den düsteren Weltenentwurf, die Magie und die Fantasyelemente. Das Buch ist zwar auch recht brutal, aber ich finde, dass es ins Konzept passt. Schon ab der ersten Seite konnte ich wieder völlig in die Welt von Elias und Laia versinken. Es gibt so viele überraschende Wendungen, sodass ich zu keiner Zeit wusste, was als nächstes kommt. Dazu ist das Buch ungaublich spannend und actionreich, aber auch emotional und besonders die sich entwickelnde Beziehung zwischen Elias und Laia konnte mich überzeugen.
Dieses Buch verbindet so viele Elemente, aber das so geschickt, dass es ein stimmiges Ganzes entsteht.

Elias und Laia, aber auch Helena sind Protagonisten, die mir jeder auf seine Art ans Herz gewachsen sind. Dabei hat sich vor allem Laia toll entwickelt, denn aus der passiven und etwas nervigen Protagonistin ist eine starke junge Frau geworden, die klare Ziele hat.
Besonders Helena konnte mich hier aber überzeugen, weil sie mehr im Mittelpunkt steht, man viel über ihre Gefühle für Elias erfährt und auch über ihre Vergangenheit. Als sie den Auftrag bekommt ihren besten Freund zu verfolgen und zuvor gefoltert wurde, konnte ich gar nicht anders als mit ihr fühlen.
Aber auch sonst können die Figuren des Buches überzeugen.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, alles ist leicht und locker zu lesen und die Sprache passt zu dem Buch. Sabaa Tahir schafft es mit wenigen Worten die Fantasie des Lesers anzuregen und eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, in der Gefühle ausdrucksstark übermittelt werden. Alles wird aus den Ich-Perspektiven von Elias, Laia und Helena geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende ist hochemotional, bietet aber einen gelungenen Abschluss, macht aber auch neugierig auf die Fortsetzung auf die wir hoffentlich nicht so lange warten müssen. Diese Fantasyreihe gehört schon jetzt zu meinen Liebsten.

Fazit
Diese Fortsetzung konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen und wer sie nicht liest ist selber Schuld. Für mich ist sie etwas ganz besonderes, auch wenn sie teils düster und brutal ist. Das Buch bietet so viel und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf, sodass ich es einfach empfehlen muss.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

wikinger, loki, kinderbuch, mythologie, jugendbuch

Viking Warriors - Der Speer der Götter

Richard Dübell
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der 14-jährige Viggo hat keine Ahnung, wer seine leiblichen Eltern sind. Er ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und auch wenn er sie liebt, wünscht er sich etwas über seine Wurzeln zu erfahren. Eines Tages kommt ein fremder Mann zu ihm nach Hause. Er behauptet der Gott Loki zu sein und dass er weiß, wer seine Eltern sind. Dafür befördert er Viggo zurück in die Vergangenheit und von jetzt auf gleich muss Viggo sich mit Wikingern herumschlagen und ganz nebenbei soll er die Götterdämmerung Ragnarök verhindern und seine Eltern finden.

Meine Meinung
Als großer Fan der nordischen Mythologie gehörte dieses Buch für mich zum Pflichtprogramm. Das Grundkonzept erinnert etwas an "Magnus Chase" von Rick Riordan, ist aber doch ganz anders.

Denn der Protagonist Viggo wird in die Zeit der Wikinger katapultiert, in der die Mythen und Legenden, sowie der Glaube noch lebendig sind. Das Christentum hält gerade Einzug und ganz nebenbei muss Viggo sich in einer fremden Welt durchschlagen. Dabei hat er es nicht einfach, da Loki ihn ohne Hilfe dort lässt, er direkt ein Sklave wird und nicht weiß, was er tun soll.
Dennoch kommt er erstaunlich gut zurecht und es scheint, dass er viel besser in diese Welt passt als in die heutige Zeit. Er war mir von dem ersten Moment an sympathisch und ich konnte komplett mit ihm fiebern. Im Laufe des Buches wird er richtig einfallsreich und listig und schafft so ganz neue Möglichkeiten.
Aber auch die anderen Figuren des Buches, die man oft aus Geschichtsbüchern kennt, wie z.B. Leif Erikssons, konnten mich überzeugen.

Man braucht eigentlich auch keinerlei Vorwissen zu der Mythologie oder zu den Wikingern, denn ganz nebenbei erfährt man einiges darüber, sodass ich das Buch als richtig lehrreich empfunden habe. Es vermittelt Wissen, ohne dabei langweilig zu werden. Das Wissen ist geschickt in einen spannenden und unterhaltsamen Plot eingewoben und wird durch ein ansprechendes Glossar abgerundet.
Ich habe es genossen Viggo auf seinem Abenteuer zu begleiten.

Der Schreibstil passt perfekt zum Buch, ist dabei leicht und locker zu lesen, damit es auch zur gedachten Altersgruppe passt. Dennoch war die Sprache der Wikinger und alles andere sehr authentisch und atmosphärisch.
Der Plot wird fast komplett aus Viggos personaler Erzählperspektive geschildert, es gibt aber auch einige wenige Perspektiwechsel, die das Ganze abrunden.

Das Ende macht neugierig auf die Folgebände und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Viggo, denn es gibt hier so einige Überraschungen zu entdecken.

Fazit
"Viking Warriors- Der Speer der Götter" gefiel mir wirklich sehr gut und ich kann es jedem empfehlen, der die nordische Mythologie mag, oder mehr darüber erfahren möchte und zwar egal wie alt man ist. Ich halte das Buch auch für Jungs mehr als geeignet, sodass es eigentlich für jeden etwas sein dürfte.

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311 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

magie, fantasy, wald, zauberer, hexe

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Agnieszka hat nie erwartet, dass der "Drache", ein Zauberer, der sich alle zehn Jahre ein junges Mädchen aussucht, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss, sich für sie entscheidet. Jeder dachte, dass es Agnieszkas beste Freundin Kasia treffen wird, da sie dafür perfekt scheint. Doch als die Wahl Agnieszka trifft, bricht ihre Welt auseinander und sie muss mit dem Drachen gehen ohne sich auch nur verabschieden zu können...

Meine Meinung

"Das dunkle Herz des Waldes" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Im Vorfeld habe ich nur wenig davon gehört, wurde aber durch das wunderschöne Cover neugierig. Jetzt bin ich froh, dass ich es gelesen habe, denn das Buch ist teilweise wie ein Märchen, aber erfrischend anders. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl so etwas schon gelesen zu haben.

Der Weltenentwurf von dem man nach und nach immer mehr mitbekommt, konnte mich in seinen Bann ziehen, auch wenn ich zu Beginn einige Probleme hatte mich in der fremden Welt zurechtzufinden und die Zusammenhänge zu verstehen. Vor allem die Hintergründe des dunklen Waldes, vor dem der Drache Agnieszkas Heimat beschützt, blieben mir lange Zeit unklar. Dabei finde ich diesen düsteren und gefährlichen Wald unglaublich faszinierend. Nachdem ich aber den groben Weltenentwurf verstanden hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

In dem Buch gibt es so viel zu entdecken, fernab von Klischees und Vorhersehbarkeit. Manchmal geht es etwas blutig zu, aber es passt ins Gesamtbild. Das Buch ist durchweg spannend, auch wenn die Autorin sich hin und wieder in für mich unwichtige Dinge verliert. Die Atmosphäre ist teils düster, teils märchenhaft und sorgte bei mir für einen unglaublichen Sog, der durch einen ansprechenden Schreibstil ergänzt wurde. Alles wird aus Agnieszkas Ich-Perspektive geschildert, was ich als sehr passend empfunden habe.

Agnieszka war sowieso eine Protagonistin, die ich an sich mochte. Sie ist loyal und wirkt sympathisch und ist total tollpatschig. Ich selber bin tollpatschig und konnte mich daher gut in sie hineinversetzten, auch wenn es bei ihr etwas übertrieben ist. Denn sie schafft es nicht mal ein paar Meter zu laufen ohne dreckig zu sein und irgendwann empfand ich das als etwas nervig.
Der Drache dagegen ist zu Beginn kühl und anstrengend und fordert viel von Agnieszka, aber ich mochte es mehr über ihn zu erfahren.

Auch eine Liebesgeschichte findet seinen Platz, was hier meiner Meinung zwar nicht hätte sein müssen, aber dennoch in Ordnung war. Ich habe das Lesen wirklich genossen und das Ende ist stimmig und bietet einen gelungenen Abschluss.

Fazit
"Das dunkle Herz des Waldes" gehört zu den Büchern, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Es ist zwar nicht perfekt, aber dennoch wirklich gut, sodass ich es auf jeden Fall empfehlen kann. Es ist mal etwas anderes und hat mich wunderbar unterhalten.

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549 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, perfect, fehlerhaft

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Da Celestine sich nicht dem System unterwerfen möchte, wird sie als Fehlerhafte gejagt. Crevan möchte sie unbedingt aufhalten. Denn nur Celestine kann ihn hinter Gitter bringen. Sie versucht alles, damit es keine Fehlerhaften mehr gibt und sich etwas ändert. Doch hat sie eine Chance? Und auch in der Liebe gibt es große Entscheidungen zu treffen.

Meine Meinung
Da ich immer wieder gerne Dystopien lese und mir der erste Band der Dilogie, den ich als Hörbuch gehört habe, schon gefallen hat, war ich gespannt auf das weitere Schicksal Celestines. Die Idee der Fehlerhaften und des hier dargestellten Systems finde ich grandios und es regt ganz nebenbei zum Nachdenken an. Außerdem finde ich das Szenario durchaus realistisch und auch, dass Crevan seine Macht in der Gilde (die Instanz, die für die Fehlerhaften zuständig ist) ausnutzt, halte ich für realistisch. Dadurch ist das Buch zudem überraschend tiefgründig.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht und schnell konnte ich wieder in die Welt des Buches versinken. Celestine hat es nicht leicht, ist geflohen und versucht Richter Crevan aufzuhalten. Ganz nebenbei erobert Carrick ihr Herz, aber auch Art kommt weiterhin vor. Ich mag die Darstellung der Protagonisten des Buches und vor allem die Weiterentwicklung. Aus der naiven Celestine ist eine starke, junge Frau geworden, die handelt und sich nicht mehr alles gefallen lässt, auch wenn ihre Reden, die sie zugunsten der Fehlerhaften hält, manchmal etwas übertrieben waren.
Carrick nimmt hier mehr Raum im Geschehen ein, was ich einerseits gut fand, andererseits nervte es auch manchmal, weil Celestine immer wieder seine Augen, die die Farbe wechseln, beschreibt.

Der Plot ist durchweg unterhaltsam, wenn auch manchmal sehr vorhersehbar. Doch insgesamt herrscht eine spannende und emotionale Grundstimmung vor, die mich sehr gut unterhalten konnte. Kaum angefangen hatte ich das Buch auch schon wieder beendet. Die dargestellte Liebesgeschichte mochte ich insgesamt, bis auf den schon oben erwähnten Punkt von Carricks Augen.

Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles wird aus Celestines Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss und ich bin froh, dass ich diese Dilogie gelesen habe, da sie insgesamt wirklich gut ist.

Fazit
"Perfect– Willst du die perfekte Welt?" bietet einen gelungenen Abschluss einer guten Dilogie, auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt habe. Ich finde die dargestellte Welt und alles drumherum gelungen und kann diese Dilogie nur empfehlen.

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117 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

dämonen, fantasy, akademie, elfen, magie

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Niemand weiß woher der 15-jährige Waisenjunge Fletcher wirklich stammt. Er wurde ausgesetzt und wurde von dem Schmied aufgenommen, der ihn mittlerweile auch als Lehrling beschäftigt. Er führt ein einsames Leben und hat es im Dorf nicht leicht. Vor allem Didric macht ihm das Leben zur Hölle. Als er das Buch eines Dämonenkriegers findet, kann er nicht wiederstehen und benutzt es. Dass er aber tatsächlich die seltene Fähigkeit besitzt Dämonen zu beschwören, ändert alles. Doch dann wird er beschuldigt ein Verbrechen begangen zu haben und muss aus seinem Dorf fliehen. Schließlich gelangt er an die Dämonenakademie, was sein Leben zusätzlich verändert.

Meine Meinung
Das Buch konnte schon in der Vorschau meine Neugierde wecken, da es nach einem spannendem Fantasybuch klang. Außerdem mag ich es, wenn einmal ein männlicher Protagonist im Vordergrund steht, weil es mal etwas anderes ist.

Jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, bin ich zwiegespalten. Einerseits mag ich es, denn die Idee der Dämonenakademie und der dargestellten Fantasywelt gefällt mir. Allerdings hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der Autor zu viel durcheinandermischt, da neben den Dämonen auch Orks, Zwerge und noch mehr vorkommen und das war mir hier etwas zu viel. Es hat zwar einen HighFantasy-Hintergrund, aber um das alles glaubhaft darzustellen, wurde mir vieles nur zu kurz angeschnitten und die Welt zu wenig beschrieben. Was mich dann aber wirklich gestört hat, war, dass das Tragen der Burka völlig beschönigt wurde. Erstens finde ich, dass das in so einem Buch nichts zu suchen hat und zweitens finde ich, dass das immer kritisch betrachtet werden sollte.

Dennoch fand ich das Buch teilweise echt gut. Vor allem der Dämon Ignatius, den Fetscher zu Beginn beschwört, konnte mich überzeugen und auch die Geschehnisse an der Akademie fand ich unterhaltsam. Allerdings dauert es auch etwas bis Fletscher überhaupt dahin kommt.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker gehalten und ließ sich gut lesen, auch wenn er für mich nichts besonderes war. Es fehlt etwas die Tiefe, aber für die gedachte Altersgruppe ist der Stil in Ordnung. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Fletscher erzählt, was ich sehr passend fand.

Fletscher war mir sowieso gleich sympathisch, auch wenn ihm manches zu leicht fiel und seine Handlungen nicht immer authentisch waren. Ich muss auch gestehen, dass mir die Figuren des Buches zu blass blieben.

Für die Zielgruppe mag es ausreichen, für mich, die an sich gerne Jugendbücher liest, aber einfach älter ist, war es nicht ganz das Richtige. Ich werde wohl auch nicht die weitere Bände lesen, weil mir nicht mal das Ende ganz gefiel und ich nicht neugierig darauf bin, wie es weitergeht.

Fazit
Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Denn vieles gefiel mir nicht und so gebe ich dem Buch nur knappe drei Sterne und die auch nur wegen der gelungenen Grundidee und weil man es leicht und locker lesen kann. Empfehlen würde ich es wirklich nur für 12-jährige und so werde ich auch die Fortsetzung nicht lesen.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kinderbuch, freundschaft, kuscheltiere, kleinkinder, bilderbuc

Mein Freund Button

Ross Antony , Sabine Zett , Sabine Kraushaar
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.10.2016
ISBN 9783570173367
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt
Button und seine Freunde leben im Kuscheltierland. Dort wartet der kleine Koalabär darauf endlich zu seinem Kind zu kommen. Denn irgendwo lebt ein Kind, das nur für ihn bestimmt ist. Als er endlich das Kuscheltierland verlassen darf, begibt er sich mit zwei anderen Kuscheltieren auf die Suche. Die anderen beiden müssen nicht lange suchen und finden ihr Kind. Button braucht etwas länger, doch dann findet er einen Jungen, der Trost braucht und schnell merken die beiden, dass Button das richtige Kind gefunden hat.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich kein Fan von Ross Antony bin, auch wenn sein Lied "Freunde machen dich stark" sehr schön ist, doch durch die wunderschönen Illustrationen bin ich direkt auf das Buch aufmerksam geworden und ich muss gestehen, das ich begeistert bin. Auf jeder Seite gibt es liebevoll gezeichnete Szenen und unglaublich viel zu entdecken. Der Zeichenstil ist so wunderschön und süß.

Und auch der Plot kann überzeugen, denn das Buch erzählt von Freundschaft und Zusammenhalt und das jeder einen Platz im Leben braucht. Ich fand es schön den kleinen Koalabären Button auf der Suche nach seinem Kind zu begleiten. Mein Sohn liebt dieses Buch und schaut es sich auch gerne mal alleine an, weil er die Illustrationen ebenso mag wie ich. Aber er bekommt auch gerne das Buch vorgelesen.

Die kurzen und liebevoll geschriebenen Sätze und die Menge, die auf einer Seite steht, passt zu der gedachten Altersgruppe. Ebenso ist die Länge des Buches altersgerecht. Am Ende befindet sich der Liedtext und die Noten zu dem schon erwähnten Lied von Ross Antony, was ich sehr schön fand.

Schon jetzt gehört dieses Buch zu den Lieblingsbüchern meines Sohnes und ich werde es ihm bestimmt noch viele Male vorlesen, so dass ich dieses süße Buch zu hundertprozent empfehlen kann.

Fazit
"Mein Freund Button" ist so ein süßes Buch mit einem wichtigen Thema und wunderschönen Illustrationen. Ich kann es komplett empfehlen, denn auch mein Sohn liebt es.

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1.463 Bibliotheken, 68 Leser, 4 Gruppen, 237 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Seitdem die Psychiaterin Emma vergewaltigt wurde, traut sie sich nicht mehr aus dem Haus. Sie ist sich sicher, dass sie das dritte Opfer des sogenannten "Friseurs" war. Ein Serienmörder, der seinen Opfern die Haare vom Kopf schert und sie dann tötet. Emma ist das einzige Opfer das überlebt hat, doch das Zimmer in dem sie vergewaltigt wurde, gibt es angeblich gar nicht und kaum einer glaubt Emma. So verschanzt sie sich in ihrem Haus, bis sie eines Tages ein Paket für einen Nachbarn annehmen soll, den sie nicht kennt und dabei kennt sie alle ihre Nachbarn. Und schon geht der Horror erneut los.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass dieses Buch erst mein zweites Buch von dem Autor war, weil ich nur selten Thriller lese. Bisher kannte ich nur "Noah", was mir zwar auch gefallen hat, aber meiner Meinung nach nicht an "Das Paket" herankommt. Denn "Das Paket" hat mich unglaublich in seinen Bann gezogen.
Schon der Prolog, der eine Szene aus Emmas Kindheit zeigt, konnte mich fesseln. Danach gibt es einen Zeitsprung von achtundzwanzig Jahren und man begleitet Emma, die einen Vortrag auf einem Kongress hält. Anschließend wird sie im Hotel vergewaltigt und erneut gibt es einen Zeitsprung von sechs Monaten. Sechs Monate nach der Tat befindet sich Emma bei ihrem besten Freund und Anwalt Konrad, der sie ausfragt und so erfahren wir, was drei Wochen zuvor geschehen ist, nachdem Emma ein Paket von einem fremden Nachbarn erhalten hat.

Diese Zeitsprünge fand ich sehr ansprechend, weil es die Neugierde schürt und zu Beginn nur wenig verraten wird. Erst nach und nach versteht der Leser die Zusammenhänge, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Zwischendurch zweifelt man an allem und jedem, selbst an Emma selbst, so sehr versteht sich Sebastian Fitzek darauf den Leser in die Irre zu führen. Zu keiner Zeit wusste ich wirklich, was als nächstes passiert. Es gibt unglaubliche Entwicklungen und ich wusste bis zum Schluss nicht, was wirklich dahinter steckt, obwohl ich wild spekuliert habe.
Der Plot ist durchweg spannend und auf seine Art faszinierend.

Dabei tat Emma mir ab der ersten Seite leid. Ich fühlte mir ihr und auch wenn ihr Verhalten manchmal unlogisch und seltsam war, konnte ich das bei dem was ihr passiert durchweg nachvollziehen. Sie muss so viel durchmachen und hat nur wenig Unterstützung. Sie traut sich nicht mal mehr vor die Haustür und erkennt selber, dass sie psychische Probleme hat, doch schafft sie es nicht etwas dagegen zu unternehmen.
Die Figuren des Buches waren unglaublich gut ausgearbeitet und facettenreich, auch wenn mir nicht jeder sympathisch war. Aber das hat hier einfach auch gepasst.

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, emotional und bildgewaltig, dabei aber nicht zu blutig oder brutal und das obwohl Menschen sterben. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Emma geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende hat mir unglaublich gut gefallen, denn es gibt eine entscheidene Wendung und so entsteht ein Ende mit dem ich nicht gerechnet hätte, aber das Buch überzeugend abschließt. Ich bin völlig begeistert von diesem Thriller und muss unbedingt noch mehr Bücher von dem Autor lesen.

Fazit
"Das Paket" war für mich ein Highlight. Es hat so einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt, dass ich es gar nicht schnell genug beenden konnte. In der Zwischenzeit habe ich so ziemlich jeden verdächtigt und die Auflösung habe ich als sehr gelungen empfunden. Wer spannende Psychothriller sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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448 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

märchen, winter, schnee, fantasy, katharina seck

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Emma hat es im Leben nicht leicht. Sie lebt in Silberglanz und dort herrscht der ewige Winter. Um über die Runden zu kommen und gleichzeitig für ihren Vater zu sorgen, schuftet sie im Bergwerk. Bis es auf einmal einstürzt und sie vor dem Nichts steht. Ohne viel Hoffnung versucht sie ihr Glück in der Chocolaterie von Madame Weltfremd und bekommt dort tatsächlich Arbeit. Madame Weltfremd ist aber nicht irgendeine Frau, sie ist eine Geschichtenerzählerin und erzählt Emma die Geschichte rund um die silberne Königin, in der mehr Wahrheit steckt als sie zuerst denkt.

Meine Meinung

Schon als ich zum ersten Mal das Cover gesehen hatte, wollte ich dieses Buch lesen, denn es klang nach einem wunderschönen Wintermärchen und ich wurde nicht enttäuscht. Schon alleine der Aspekt, dass es eine Geschichte in der Geschichte hat, mochte ich sehr. So erlebt man neben Emmas Schicksal auch das Schicksal der silbernen Königin und findet zusammen mit Emma darin mehr Wahrheit als man zunächst denkt.

Aber auch Emmas Schicksal konnte mich von der ersten Seite an faszinieren. Sie lebt in einer trostlosen Welt, die immer mehr unter dem Winter zu leiden hat. Immer mehr Menschen erfrieren und immer mehr Bergwerke stürzen ein. Die Menschen haben kaum etwas zu essen und werden von einem König regiert, der sich nicht ums Volk schert oder es unnötig grausam bestraft. Es gehen die wildesten Gerüchte um ihn herum und Emma meidet das Schloss wie die Pest. Außerdem muss sie sich um ihren alkoholsüchtigen Vater kümmern.

Erst als sie in der Chocolaterie anfängt, wird ihr Leben angenehmer bis zu dem Punkt an dem sie ins Schloss muss. Zum ersten Mal trifft sie den König persönlich und versucht hinter das Geheimnis von Silberglanz zu kommen. Dabei ist sie schlau, aber auch mutig und einfach ein liebenswürdiger Mensch. Der König dagegen ist angsteinflößend.
Die Figuren des Buches sind unglaublich toll und authentisch ausgearbeitet und auch wenn man sich als Leser manches was den König betrifft schon gedacht hat, gibt es doch so einige unglaubliche Entwicklungen.

Zwar ist der Plot eher ruhiger, passt aber zu der atmosphärischen und wunderschönen Geschichte. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe jede einzelne Seite genossen. Dazu passt der unglaublich tolle Schreibstil, der ein wahres Kopfkino vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen und zu dem fiktivem Ort Silberglanz und der Magie des Buches passt. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Emma geschildert, was ich sehr passend fand.

Es ist ein Fantasybuch, allerdings nimmt der Fantasyanteil nicht überhand, sodass es sich eher wie ein Märchen lesen lässt. Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und alle wichtigen Handlungsstränge sind abegschlossen und die wichtigsten Fragen wurden geklärt. Vor allem die Emotionen am Schluss konnten mich überzeugen und so kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Fazit

"Die silberne Königin" ist ein ganz besonderes Wintermärchen, was mich verzaubern konnte. Ich liebe das Buch und kann es voll und ganz empfehlen.

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hexen, fantasy, liebe, magie, kampf

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Auf dem ersten Blick sind Lily und ihr Zirkel im Paradies gelandet. Die Menschen im Westen leben in Wohlstand und Harmonie. Allerdings wird alles von Wirkern beherrscht und als Lily und die anderen weiter forschen machen sie eine unglaubliche Entdeckung. Sie beschließen, dass die Feinde im Westen zu mächtig sind und aufgehalten werden müssen und so stellen sie eine Armee zusammen. Doch die Übermacht ist gewaltig.

Meine Meinung
Was habe ich mich auf dieses Finale gefreut. Die Idee der Trilogie rund um Hexen, Parallelwelten und den Wirkern konnte mich schon in den Vorbänden begeistern, obwohl ich nicht mehr viele Bücher lese, die sich mit dem Thema Hexen befassen. Doch dieses Trilogie bietet so viel Ideenreichtum und Facetten, dass ich sie einfach liebe.

Auch dieses Finale konnte mich überzeugen, auch wenn es für mich der schwächste Band der Reihe war. Man bekommt neue Erkenntnisse, erfährt wieso es die Wirker überhaupt gibt und alles ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Alle offenen Fragen und alle wichtigen Handlunsstränge werden abgeschlossen. Das Ende ist spannend, actionreich, bietet ungaubliche Wendungen und große Gefühle.

Allerdings gefiel mit Lilys Entwicklung an manchen Stellen nicht ganz, weil sie wichtige Versprechen bricht, stur ist und vieles im Alleingang schaffen möchte, ohne auf ihre Freunde Rücksicht zu nehmen. Das ändert sich erst im Laufe des Buches wieder und ab da mochte ich sie wieder sehr gerne. Die Figuren des Buches sind außerordentlich gut ausgearbeitet und besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen können überzeugen.

Josephine Angelini hat einen sehr bildhaften, fesselnden, emotionalen und grandiosen Schreibstil, der stets leicht und locker zu lesen ist. Fast alles wird aus Lilys Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was sehr passend ist, aber hin und wieder werden zwei andere Perspektiven beleuchtet, was eine gute Ergänzung darstellt.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss einer wirklich tollen Trilogie und ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Werke der Autorin.

Fazit
"Everflame- Verräterliebe" bietet ein großartiges Finale mit starken Gefühlen, grandiosen Ideen und einem spannendem Plot. Allerdings war Lilys Entwicklung teils nicht nach meinem Geschmack, sodass dieser Band für mich der schwächste der Trilogie war. Dennoch kann ich es auf jeden Fall empfehlen.

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61 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

jugendbuch, bettina belitz, die diamantkrieger-saga, diamantkrieger, urban fantasy

Die Diamantkrieger-Saga - La Lobas Versprechen

Bettina Belitz
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.10.2016
ISBN 9783570164259
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Eigentlich wollte Sara den Diamantkriegern den Rücken kehren. Doch als ihr Leben immer weiter aus den Fugen gerät, kehrt sie doch zu La Loba zurück. Diese fordert, dass Sara ihr Leben regelt und harte Disziplin an den Tag legt. Nur so kann sie ausgebildet werden. Doch das fällt Sara alles andere als leicht und dabei sehnt sie sich immer noch nach Damir.

Meine Meinung
Nachdem mir der erste Band der "Diamantkrieger-Saga" schon gut gefallen hatte und mich vor allem die Idee der Diamantkrieger faszinieren konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung. Allerdings finde ich, dass der Klappentext falsche Erwartungen weckt, da Damir hier nur eine recht kleine Rolle einnimmt, was ich aber nicht weiter schlimm finde.
Im Gegenteil, mir hat diese Fortsetzung sogar besser gefallen als sein Vorband.

Und dabei ist diese Fortsetzung vor allem zu Beginn sehr ruhig. Dennoch gelang mir der Einstieg ohne Probleme.
Man hat das Gefühl es passiert nicht viel, aber dennoch konnte ich es nicht aus der Hand legen. Man erfährt mehr über Saras leibliche Mutter, über den Anwalt Goldwasser, über manche Zusammenhänge und über Sara selbst. Sie leidet darunter, dass sich nie einer um sie gekümmert hat und ist einsam und verbittert. Beinahe denkt sie, dass sie es nicht anders verdient hat. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich unglaublich und wächst über sich hinaus, erfährt viel über sich, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Denn man sollte nicht die anderen entscheiden lassen zu was man fähig ist oder was aus einem wird, sondern sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und immer mehr als sein Bestes geben.
Das Buch geht etwas in den esoterischen Bereich, was mir sehr gut gefallen hat und ist dadurch anders als der erste Band, der doch recht düster und teils brutal war.

Die Protagonisten konnten mich hier ebenfalls noch mehr überzeugen, auch wenn Sara zu Beginn noch sehr anstrengend ist. Sie ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und so konnte ich ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Besonders La Loba hat mir hier gut gefallen, weil sie Sara überzeugend anleitet und dabei eine interessante Art hat.

Das Buch wird komplett aus Saras Ich-Perspektive geschildert, was wunderbar passt, sodass ich ihre Emotionen hautnah miterleben konnte. Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, aber Bettina Belitz schreibt auf einem hohen Niveau und kann verschiedene Atmosphären wunderbar darstellen und subtil Spannung aufbauen.

Der Plot ist wie schon erwähnt zuerst noch recht seicht, doch aber einem bestimmten Punkt baut sich zunehmend Spannung auf und es passiert so viel unvorhersehbares, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Das Buch ist vielschichtig und einfach grandios und zeigt viel Tiefgang.
Das Ende ist allerdings ziemlich fies, da es einen riesigen Cliffhanger hat und ich nun am liebsten direkt weiterlesen würde.

Fazit
Diese Fortsetzung konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Es zeigt wie wichtig es ist über sich selbst hinauszuwachsen. Der Plot ist zwar weniger rasant als im Vorband, aber umso tiefgründiger. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen und nach dem Cliffhanger am Ende freue ich mich sehr auf die Fortsetzung. Wer nach einer etwas anderen Geschichte sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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84 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lustig, griechische mythologie, mythologie, griechen, percy jackson

Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.10.2016
ISBN 9783551556714
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die griechischen Heldensagen einmal anders. Percy Jackson erzählt hier aus seiner ganz eigenen Perspektive die Geschichten von Perseus, Psyche, Phaeton, Otrera, Dädalus, Theseus, Atalante, Bellerophon, Kyrene, Orpheus, Herkules und Jason.

Meine Meinung

Schon als der erste Band "Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen" erschienen ist, wurde ich neugierig auf diese Bücher und jetzt nachdem ich den Band rund um die Heldensagen gelesen habe, bereue ich, dass ich nicht schon viel früher nach dem ersten Band gegriffen habe.

Denn hier erzählt Percy Jackson auf seine ganz eigene Art und mit dem typischem Rick Riordan Humor von den griechischen Helden. Das Buch ist nicht nur unglaublich unterhaltsam, nein, es ist auch ganz nebenbei auch noch lehrreich. So beginnt das Buch mit der Geschichte von Perseus und endet mit der von Jason. Manche Geschichten und Helden kannte ich, manche nicht und bei denen die ich kannte habe ich interessante neue Informationen bekommen.
Dabei fand ich die Auswahl wirklich gelungen. Herkules kennt eigenlich jeder, aber z.B. Otrera dürfte nur wenigen bekannt sein. So ist eigentlich für jeden etwas dabei.

Alles wird aus Percys Ich-Perspektive geschildert und zwar so als wenn er wirklich vor einem sitzen würde und einem die Geschichten erzählt. Der Schreibstil ist gewohnt großartig und konnte mich wieder völlig in seinen Bann ziehen. Der schon erwähnt Humor ist wieder erstklassig. Dabei sind die Geschichten modern erzählt und es werden Begriffe der heutigen Zeit gewählt, die teilweise auch sehr lustig sind, so dass auch das junge Publikum angesprochen werden dürfte.

Ich fand dieses Buch wirklich gelungen und muss mir unbedingt noch den ersten Band zulegen. Es ist unterhaltsam und lehrreich und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.

Fazit
"Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen" konnte mich bestens unterhalten. Die Heldensagen sind lehrreich und unterhaltsam und der Humor des Buches ist einfach klasse. Ich kann es jedem empfehlen, der mehr über die griechischen Helden erfahren möchte oder einfach noch mal Percy Jackson erleben möchte.

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311 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

drachen, julie kagawa, fantasy, talon, drachennacht

Talon - Drachennacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Garret hat beschlossen sich von Ember und den anderen fernzuhalten. Deshalb reist er nach London und spioniert dem Georgsorden hinterher. Als er auf ein Geheimnis stößt, dass den ganzen Georgsorden zerstören könnte und erfährt, dass Ember in eine Falle läuft, beschließt er auf dem schnellsten Wege zurückzukehren und sie und die anderen zu retten. Unterstützt wird er dabei von einem Drachen, der die gleichen Ziele verfolgt. Doch die Zeit drängt.

Meine Meinung
Wer mich kennt weiß, dass ich ein riesiger Julie Kagawa-Fan bin, da ich ihre Ideen liebe. Ich habe alle ihre auf Deutsch erschienen Bücher gelesen und geliebt und auch die "Talon"-Reihe rund um Ember und die Drachen mag ich sehr. Deshalb konnte ich auch nicht abwarten und musste diese Fortsetzung direkt lesen. Leider bereue ich das etwas, weil ich nicht mal weiß, wann der nächste Band auf Deutsch erscheint und das Ende einfach nur fies ist. Es gibt zwei unglaubliche Cliffhanger und ich würde am liebsten direkt weiterlesen...

Wie man an dieser Aussage vielleicht schon merkt, hat mir diese Fortsetzung wieder sehr gut gefallen. Das Einzige, was mich hier und bei vielen ihrer Bücher stört, ist die Dreiecksgeschichte. Ich werde wohl nie ein Fan davon werden, wenn die Protagonistin sich nicht entscheiden kann, wen sie denn nun liebt oder mit wem sie zusammen sein soll. Ember fühlt sich zu Garret und dem Drachen Riley hingezogen. Zwar werden die Gefühle eindrucksvoll beschrieben und aufgrund ihrer inneren Zwiegespaltenheit, da sie zwar ein Drache ist, aber doch menschliche Gefühle hat, konnte ich das sogar ein Stück weit nachvollziehen, aber dennoch hätte das für mich nicht sein müssen.

Den Rest des Buches dagegen fand ich wieder sehr unterhaltsam und toll. Es gibt unglaubliche Wendungen, spannende Kämpfe und man erfährt mehr über die Protagonisten, da es z.B. Rückblenden aus Garrets Sicht gibt von der Zeit bevor er Ember kannte. Die Figuren des Buches sind unglaublich toll ausgearbeitet. Ember ist mutig und kämpft für Dinge an die sie glaubt, ist aber auch aufbrausend und hat mit dem zu kämpfen, was sie durchmacht. Sie ist einfach sympathisch und so konnte ich gar nicht anders als mit ihr zu fühlen.
Aber auch Garret, der ehemalige Georgskrieger konnte mich überzeugen, da er eine toll Entwicklung durchmacht. Ebenso wie Riley, über den man am Anfang nur wenig erfährt. Geschockt wurde ich durch die Entwicklung von Embers Zwillingsbruder Dante und ich bin gespannt, was da noch so kommen wird.
Außerdem taucht hier ein neuer Drache auf, der mir unglaublich gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist gewohnt bildgewaltig, emotional und toll. Julie Kagawa schreibt so, dass man beim Lesen das Gefühl hat mitten drin zu sein und so fliegen die Seiten nur so dahin. Der Plot wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Garret, Ember, Riley und Dante erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Ende ist unglaublich spannend und wie schon erwähnt ziemlich fies. Ich freue mich schon jetzt unglaublich auf die Fortsetzung.

Fazit
"Talon- Drachennacht" war wieder eine gelungene Fortsetzung und ich freue mich auf den nächsten Band, da dieser hier mit zwei fiesen Cliffhangern endet und ich am liebsten direkt weiterlesen würde. Die Ideen der Autorin sind völlig nach meinem Geschmack und so kann ich die Reihe trotz der für mich nervigen Dreiecksgeschichte mehr als empfehlen.

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42 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

hörbuch, perfektion, flawed, junge helden, 5 sterne

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.09.2016
ISBN 9783839815199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Celestine ist mit ihrem Leben mehr als zufrieden. Sie hat den perfekten Freund, alle mögen sie, in der Schule ist sie sehr gut und alles scheint perfekt zu sein. Celestine selber wird auch als perfekt bezeichnet. Bis sie eines Tages einem fehlerhaften krankem Mann hilft. Menschen, die fehlerhaft sind, haben ein oder mehrere Brandmale und müssen sich an strenge Regeln halten. Dadurch das Celestine so einem Mann geholfen hat, droht ihr eine Gefängnisstrafe oder das sie selbst eine Fehlerhafte wird.
Dabei wollte sie nur einem Menschen helfen. Ab da muss sie kämpfen, für sich selbst und für die, die sie liebt.

Meine Meinung
"Flawed– Wie perfekt willst du sein?" gehört zu den Büchern über die man schon im Vorfeld viel gehört hat. Die Autorin hat sich hier einem ganz neuem Thema gewidmet und zeigt, dass sie auch gute Dystopien und Jugendbücher schreiben kann. Schon als ich zum ersten Mal davon gehört habe, wollte ich wissen wie es Celestine in einer Welt ergeht, in der Perfektion alles ist, egal ob ein anderer Weg logisch wäre. Und so habe ich zu dem Hörbuch gegriffen, was mir wirklich gut gefallen hat.

Die hier konstruierte Welt ist erschreckend, aber durchaus möglich. Neben der Polizei gibt es eine zweite Instanz: die Gilde. Diese befasst sich ausschließlich mit der Bestrafung und Verurteilung der Fehlerhaften. Menschen, die moralisch falsch gehandelt haben, oder sich sonstigen Vergehen strafbar gemacht haben, die nicht gleich ein Verbrechen sind, werden als Fehlerhafte bezeichnet. Sie bekommen ein Brandmal, haben eine Ausgangssperre, dürfen nur bestimmte Lebensmittel essen, usw. Dabei werden sie stark kontrolliert. Die Welt soll perfekt sein, nichts anderes ist wichtig. Den Ansatz finde ich zwar gar nicht so schlecht, aber das ganze Ausmaß ist wie schon erwähnt erschreckend.

Celestine glaubt fest an die Gilde und für was sie steht. Sie ist die typische naive Protagonistin, die man so oft in einer Dystopie erlebt. Erst als sie selber ins Visier der Gilde gerät entwickelt sie sich. Dennoch ist sie oft zu naiv und gutgläubig, so dass ich des Öfteren den Kopf über sie schütteln musste. Immer wieder wird erwähnt, dass sie Logik liebt, aber es gibt Stellen an denen sie einfach unlogisch handelt, was es mir erst schwer gemacht hat mit ihr als Protagonistin warm zu werden. Das legt sich erst mit der Zeit und im Laufe des Hörbuches mochte ich sie wirklich gern.
Die anderen Figuren blieben mir etwas zu blass, außer Celestines Großvater. Ihn mochte ich dank seiner Ecken und Kanten sofort. Er ist toll ausgearbeitet und ergänzt den Plot sehr gut.

Neben dem Plot rund um Celestine und die Fehlerhaften, dreht sich das Hörbuch aber auch um die Familie, den familiären Zusammenhalt, die Liebe und Ethik. Ich finde, dass es zum Nachdenken anregt, was mir gut gefällt.
Im Laufe des Hörbuches beschließt Celestine etwas zu unternehmen und die Gegenseite zur Gilde versucht sie für ihre Zwecke einzuspannen.
Der Plot ist insgesamt sehr unterhaltsam, teil schockierend, aber spannend und emotional. Manchal fand ich den Plot zwar etwas langgezogen und vorhersehbar, aber dennoch gefiel mir die Geschichte rund um Ceelstine und die Fehlerhaften sehr gut.

Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles wird aus Celestines Ich-Perspektive geschidert, was ich sehr passend finde.
Die Sprecherin passt sehr gut zu Celestine und sie kann überzeugen. Ich empfand ihre Stimme als sehr angenehm und habe es genossen ihr zuzuhören. Dazu schafft sie es Emotionen eindrucksvoll zu übermitteln und sich den Situationen anzupassen.

Das Ende ist offen und ich bin froh, dass Band zwei jetzt bald erscheint, da ich gespannt bin, was Celestine als nächstes erlebt.

Fazit
"Flawed– Wie perfekt willst du sein?" war für mich zwar nicht perfekt, aber ich fand es trotz meiner Kritik sehr gut und unterhaltsam, vor allem da das Hörbuch zum Nachdenken anregt und sehr gut lange Autofahrten verkürzt. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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384 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, internet

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Kommissar Daniel Buchholz und seine Kollegin Nina Salomon ermitteln in einem Mordfall, der es in sich hat. Schnell stellt sich heraus, dass über das Opfer auf einer Website im Darknet abgestimmt wird. Zuvor können Opfer vorgeschlagen werden und es wird noch weitere Abstimmungen geben. Den Ermittlern läuft die Zeit davon und der Täter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.

Meine Meinung
Eigentlich bin ich kein Fan von Büchern, in denen es um Ermittlungen geht, doch da mich der vorige Thriller der beiden Autoren "Fremd" schon überzeugen konnte, war ich neugierig auf "Anonym". Und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Es hat mir sogar noch besser gefallen als "Fremd", was vor allem an der Verknüpfung des Darknets mit Mordfällen lag. Bisher habe ich nur wenig über das Darknet gehört und fand es völlig faszinierend. Vor allem konnte es mich schockieren, wie leicht die Menschen zu Monstern werden, wenn sie denken, dass sie Anonym sind, was im Darknet ja der Fall ist. Dort entscheiden sie in diesem Fall über Menschenleben und es gibt so einige, die vor nichts zurückschrecken. Ich finde dieses Szenario erschreckend, aber leider auch gar nicht so abwegig. So regt das Buch ganz nebenbei auch noch zum Nachdenken an, denn die Anonymität im Internet wird gerne ausgenutzt.

Die Protagonisten dagegen sind ein Fall für sich und nicht unbedingt direkt Sympathieträger. Nina Salomon wird frisch nach Hamburg versetzt und stößt mit ihrer schwierigen und aufbrausenden Art direkt auf Daniel Buchholz, der überkorrekt ist, sich an Vorschriften hält und einen Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt. Salomon dagegen übertritt gerne mal Vorschriften, ist schnell gereizt und wenn sie etwas herausfinden will, ist sie ein Einzelgänger und macht, was sie für richtig hält. Die beiden ecken deshalb zu Beginn aneinander. Aber je mehr sie sich kennenlernen und je mehr man als Leser Salomon kennenlernt, desto mehr Verständnis hat man für sie. Ich muss sagen, dass ich beide gerade wegen ihren Ecken und Kanten mochte.

Der Schreibstil ist fesselnd und toll zu lesen. Dabei wechseln sich die Ich-Perspektiven von Buchholz und Salomon ab, was ich sehr passend finde. Hin und wieder gibt es auch Abschnitte aus der personalen Erzählperspektive des Täters, was die Spannung zusätzlich schürt.

Sowieso habe ich das Buch als durchweg spannend empfunden, voller spannender Wendungen und einem Ende mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Es kommt keine Langeweile auf und so kann ich das Buch komplett empfehlen.

Fazit

"Anonym" konnte mich vor allem aufgrund seiner Aktualität in seinen Bann ziehen. Es ist spannend, schockierend und einfach fesselnd. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Buch rund um ein Ermittlerduo einmal so fesseln könnte, aber die beiden Autoren haben hier einen gelungen Thriller geschaffen, sodass ich mich auf weitere Werke von ihnen sehr freue.

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