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379 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, marie lu, young elites, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Adelina gehört zu denen, die das Blutfieber überlebt haben. Diese Krankheit hat vielen Menschen das Leben gekostet und nur Kinder überlebten. Die Überlebenden sind gezeichnet, jeder auf eine andere Art. Adelina hat seitdem silberne Haare und nicht mehr schwarze. Manche von den Überlebenden haben besondere Kräfte und gerade deswegen werden sie gefürchtet. Doch auch alle anderen Überlebenden haben es nicht leicht, so auch Adelina. Vergeblich wartet sie auf die Zuneigung ihres Vaters. Als dieser sie verkaufen möchte, flieht sie und entdeckt, dass auch sie übernatürliche Kräfte hat.

Meine Meinung
Nachdem ich die "Legend"-Trilogie der Autorin sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk und ich muss sagen, dass es mir gut gefallen hat, auch wenn es anders ist als ich erwartet habe.
Denn Adelina ist keine typische Protagonistin, keine Heldin, oft weckt sie Antipathien, denn ihr Verhalten ist oft grausam, egoistisch und gefährlich. Zwar leidet man auch mit ihr, da ihr Vater sie stets grausam behandelt hat, aber ansonsten ist sie keine einfache Figur. Aber dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, fand ich sie faszinierend. Sie ist anders, schwierig, aber auch facettenreich und komplex. Ich habe es genossen, sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Und auch die anderen Figuren des Buches bieten interessante Seiten und jede Figur ist gut und spannend ausgearbeitet.

Das Setting ist historisch angehaucht und es spielt 1361, wirkt aber auch wie ein Fantasyroman, weil es in einer fiktiven Welt spielt. Das Setting fand ich sehr passend und gelungen und die Atmosphäre des Buches ist stets düster mit wenigen hoffnungsvollen Momenten. Als Adelina zu einer Gruppierung von Überlebenden mit besonderen Kräften kommt, die die Gemeinschaft der Dolche heißt und den König stürzen möchte, nimmt das Buch einiges an Fahrt auf. Sie lernt mit ihren Kräften umzugehen und man erfährt mehr über den Weltenentwurf, der mir gut gefallen hat.

Es gibt unglaubliche Wendungen und oft war ich schockiert. Dennoch wurde es zu keiner Zeit langweilig und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Teils ist es sehr brutal, es ist voller Intrigen und Gefahren.
Besonders gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung von Adelina, da sie das Potenzial hat eine richtige Schurkin zu werden. Aber auch wie es mit der Welt in der sie lebt weitergeht, finde ich spannend.

Der Schreibstil passt zu dem Setting, wirkt teils altertümlich, ist aber dennoch leicht und locker zu lesen, voller Emotionen. Alles ist sehr atmosphärisch und bildlich geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Der Plot wird zum großen Teil aus Adelinas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde, aber es gibt auch ein paar Perspektivwechsel, die als personaler Erzähler dargestellt sind. Dabei dominiert die Perspektive von Adelinas Wiedersacher.

Das Ende bietet einen gelungenen und spannenden Abschluss und macht mehr als neugierig auf den Folgeband, der hoffentlich wirklich schon im Herbst erscheint.

Fazit
Diese Auftakt konnte mich sehr gut unterhalten. Man sollte sich aber bewusst sein, dass die Protagonistin keine Heldin ist und das Potenzial zum Schurken hat. Der Weltenentwurf an sich ist spannend und der Plot mehr als unterhaltsam, wenn auch düster. Wer sich auf eine etwas andere Protagonistin einlassen möchte, ist hiermit auf jeden Fall gut beraten, denn ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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(53)

91 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, restaurant, neuengland

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Andrew Knight hat es geschafft und sich seinen Traum erfüllt. Sein eigenes Resteraunt läuft erfolgreich und seine selbst entworfenen Gerichte kommen bei jedem gut an. Doch mittlerweile hat er nicht mal mehr Lust auf kochen, fühlt sich ausgebrannt und ist gestresst. Spontan beschließt er, dass ihm ein Kurzurlaub nach Maine helfen soll. Doch auf dem Weg hat er einen Autounfall und sein Auto muss in die Werkstatt. Da er keine Alternative hat, vermietet Brooke Day ihm widerwillig ein Zimmer. Zuerst ist Andrew skeptisch, weil das von Brooke geführte Restaurant heruntergekommen aussieht. Doch das Essen überzeugt ihn und schnell verspürt er den Drang Brooke zu helfen, denn das Restaurant muss dringend wieder Gewinn abwerfen.

Meine Meinung
Ich gehöre wohl zu den wenigen, die vor diesem Buch noch nichts von Poppy J. Anderson gelesen haben. Doch eine Freundin schwärmt immer wieder von ihren Werken und das Buch klang wirklich gut. Also habe ich nun mein erstes Buch von der Autorin gelesen und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Denn obwohl es manche Klischees gibt und das Ende vorhersehbar ist, ist es etwas fürs Herz und einfach schön zu lesen.

Kombiniert mit kulinarischen Gerichten, die Lust darauf machen diese Gerichte einmal auszuprobieren, bekommt man hier eine emotionale und schöne Geschichte geboten, die mich in ihren Bann ziehen konnte. Kombiniert mit Existenzängsten und familiären Problemen bekommt man als Leser einiges geboten.

Brooke hat alle Hände voll damit zu tun das Restaurant ihrer Eltern am Laufen zu halten und sorgt sich um ihre Mutter, die erkrankt ist und zur Dialyse muss. Sie opfert alles um es zu schaffen, doch man merkt, dass sie ihre Eltern liebt, auch wenn sie oft mit ihrem Vater streitet, weil er vieles anders sieht als Brooke. Das machte sie für mich sehr sympathisch. Nachdem sie beinahe mit Andrew kollidiert, vermietet sie ihm ein Zimmer, obwohl sie ihn für einen versnobten Städter hält. Dabei ist sie sehr zickig und aufbrausend, was ich zuerst verstehen konnte, aber im Laufe des Buches war es mir manchmal doch zu viel und übertrieben.
Andrew dagegen wirkte sehr liebenswürdig, auch wenn es mich gewundert hat, dass er sich nicht gegen seine Tante und gleichzeitig Managerin durchsetzten kann, was aber wohl eher daran liegt, dass er sie nicht verletzen will. Ansonsten mochte ich ihn total.

Ich glaube, was mir am besten gefallen hat, waren die bissigen Schlagabtäusche zwischen Brooke und Andrew, die mich oft zum Schmunzeln und lachen bringen konnten. Die beiden sind schon ein unterhaltsames Gespann und es entsteht eine prickelnde Liebesgeschichte, die es in sich hat. Aber auch die Probleme des Buches konnten mich überzeugen, da sie realistisch sind und aus dem wirklichen Leben stammen könnten.
Die Wendungen des Buches waren für mich soweit in Ordnung, auch wenn ich finde, dass Brooke manchmal doch überreagiert hat, was aber gleichzeitig auch die emotionale Spannung steigert.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und wirklich sehr emotional und schön zu lesen. Dabei wird der Plot abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Brooke und Andrew dargestellt, was ich sehr gelungen fand, da man so deren Gedankengänge und Beweggründe besser nachvollziehen konnte.

Das Ende ist wunderschön und schließt das Buch überzeugend ab, sodass ich sehr froh bin, endlich zu einem Buch der Autorin gegriffen zu haben.

Fazit
"Taste of Love- Geheimzutat Liebe" konnte mich wirklich gut unterhalten. Es ist emotional und etwas fürs Herz, gepaart mit kulinarischen Genüssen und echten Problemen. Es wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein und ich kann es jedem empfehlen, der gerne Liebesromane liest, auch wenn die Protagonistin nicht immer einfach ist.

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(60)

255 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, london, roman, jacob

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Jacob und Emma haben nur ein Ziel. Sie möchten ihre Freunde und die Ymbrynen retten. Doch dafür müssen sie sich ihren größten Feinden stellen und größte Gefahren überwinden. Und zuerst einmal müssen sie herausfinden, wo die Gefangenen festgehalten werden. Dafür landen sie in der Zeitschleife Devil’s Acre, in der der Abschaum der Besonderen haust. Nirgends ist es schrecklicher und nicht nur das, den beiden läuft die Zeit davon...

Meine Meinung

Diese Trilogie gehört für mich zu den ganz besonderen Büchern, denn sie ist einfach anders als alles andere was man so kennt. Die Idee der besonderen Kinder, sowie der Zeitschleifen und alles was damit zusammenhängt ist so gelungen und komplex, dass mich die Reihe einfach in seinen Bann gezogen hat. So habe ich natürlich sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet.
Auch hier gibt es wieder Schwarz-Weiß-Fotos, die immer mal wieder auftauchen. Zwar gefielen mir diese in den Vorbänden besser, weil diese hier oft recht normal waren und weniger skurril, aber ich lese ein Buch ja nicht, wegen den Bildern, deswegen konnte ich darüber hinwegsehen.

Ansonsten brauchte ich ein paar Seiten um wieder ins Buch zu finden, weil es schon sehr lange her ist, das ich den zweiten Band gelesen habe. Dabei half mir eine Zusammenfassung der Besondern am Anfang. Nachdem ich wieder in das Buch hineingefunden hatte, konnte es mich aber zu hundertprozent überzeugen.
Es gibt neue Wendungen und Erkenntnisse, sodass man die Vorbände in einem ganz anderen Licht sieht. Dabei muss ich erwähnen, das ich finde, dass der Klappentext (den ich zuvor nicht gelesen habe) meiner Meinung nach zu viel verrät. Hätte ich ihn vorher gekannt, hätte es manche schockierende Wendung für mich nicht gegeben.

Der Plot ist spannend und innovativ. Zusammen mit Jacob und Emma erlebt man unglaubliches. Vor allem Jacobs Gabe, die sich immer weiter entwickelt fand ich faszinierend. Sowieso ist er ein toller Protagonist und zusammen mit Emma, die ein sehr feuriges Temperament hat, unschlagbar. Die Fähigkeiten der einzelnen Besonderen finde ich sowieso faszinierend, aber auch sonst ist die Idee dahinter gelungen.
Die Figuren des Buches entwickeln sich weiter und manchmal weiß man nicht, wem Jacob und Emma trauen können.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und beschreibt alles sehr bildgewaltig und eindrucksvoll. Alles wird gut erklärt und aus Jakobs Ich-Perspektive geschildert und passt zu dem Buch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und finde dieses Finale durchweg gelungen.
Denn auch das Ende schließt das Ganze überzeugend ab und so konnte ich es nach einem spannendem Showdown und einem gelungenen Ende mit einem Lächeln zuklappen.

Fazit
Für mich war dieser dritte Band ein mehr als gelungenes Finale. Es gefiel mir sogar noch besser als seine Vorgänger und das Ende konnte mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich bin froh diese besondere Trilogie gelesen zu haben und empfehle sie jedem, der einmal nach etwas Neuem sucht.

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(52)

212 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

traci che, fantasy, ein meer aus tinte und gold, abenteuer, jugendbuch

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Zusammen mit ihrer Tante Nin befindet sich die Waise Sefia auf der Flucht. Sefia lebt in einer Welt ohne Schreiben und Lesen, ohne Buchstaben. kaum jemand weiß überhaupt, dass Buchstaben existieren. Doch als ihr Vater ermordet wird, erhält sie ein Buch. Als schließlich auch ihre Tante entführt wird, versucht sie alles um diese zu finden. Dabei rettet sie einen stummen Jungen und beide begeben sich auf ein gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Alleine der Weltenentwurf konnte mich faszinieren. Denn eine Welt ohne Buchstaben kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Als Sefias Tante entführt wird, fängt Sefia an sich mit dem Buch, das sie wie einen Schatz hütet zu befassen und bringt sich selber das Lesen bei. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihr das zu leicht fiel, aber dennoch mochte ich es.

Der Plot an sich ist überraschend und voller toller Wendungen. Allerdings wird er aus verschiedenen Perspektiven geschildert und manchmal waren es mir einfach zu viele. Mal wird das Geschehen aus dem Buch beschrieben, mal das der "echten" Menschen, die aber auch in dem Buch stehen. Das hat mich beim Lesen ziemlich verwirrt. Alles war etwas unübersichtlich und ich hatte Probleme die Zusammenhänge zu verstehen.
Dadurch hatte ich vor allem zu Beginn extreme Probleme überhaupt in die Geschichte hineinzufinden, was mir einiges an Lesespaß genommen hat.

Dabei fand ich viele Entwicklungen wirklich spannend und empfand das Buch als nicht völlig schlecht. Allerdings konnte ich auch Sefias Handlungen nicht immer nachvollziehen. Dafür fand ich die sich entwickelnde Freundschaft zwischen ihr und dem Jungen, den sie rettet sehr schön dargestellt. Und auch die anderen Figuren konnten mich im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich manche als etwas überflüssig empfunden habe.

Der Schreibstil gefiel mir gut. Alles ist atmosphärisch geschrieben und lässt sich leicht und locker lesen. Dabei ist alles so geschrieben, dass es zu dem Setting passt. Denn das Ganze wirkt ein bisschen wie eine Geschichte aus "Tausend und einer Nacht" und hat etwas magisches.

Das Ende lässt viele Fragen offen, aber insgesamt gefiel es mir zum Ende hin besser, sodass ich neugierig auf die Fortsetzung bin, auch wenn ich da wohl zuerst auf die ersten Meinungen warten werde.

Fazit
Die Grundidee des Buches war nach meinem Geschmack. Leider hat mich vor allem zu Beginn vieles verwirrt und ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, sodass ich nur drei Sterne vergeben kann.

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(50)

248 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

weltall, liebe, these broken stars, rebellion, fantasy

These Broken Stars. Jubilee und Flynn

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583611
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Jubilee ist Kommandantin auf dem Planeten Avon. Sie ist berüchtigt und gefährlich. Ihre Aufgabe ist es die Rebellen und Aufstände in Schach halten. Doch eines Tages wird sie von dem Rebellen Flynn entführt. Er möchte Informationen von ihr und riskiert dafür alles. Als die anderen Rebellen sie töten wollen, trifft Flynn eine Entscheidung, die seine Freunde und Familie in Gefahr bringen könnte, aber auch das Leben auf dem Planeten für immer verändern könnte.

Meine Meinung


Nachdem mir der erste Band zwar ganz gut gefallen hatte, aber ich den Hype darum nicht ganz verstehen konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung und ich muss sagen, sie hat meiner Meinung nach den ersten Band übertroffen. Denn dieser Teil punktet in all den Punkten, die mich beim Vorband nicht überzeugen konnten. Er ist actionreicher, schon alleine, weil die Rebellen gegen das Militär kämpfen und immer eine unterschwellige Bedrohung vorherrscht. Es passiert unglaublich viel und es ist unglaublich spannend.

Zuerst dachte ich, dass es ganz unabhängig von dem ersten Band zu lesen ist, da hier zwei völlig anderen Protagonisten im Vordergrund stehen, doch im späteren Verlauf trifft man Lilac und Tarver wieder. Dieses Wiedersehen gefiel mir sehr gut, weil so die Geschehnisse beider Bände zusammenführen und schließlich ein stimmiges Ganzes entsteht. Es werden noch mehr Fragen zu den Wesen aus dem ersten Band beantwortet und man erfährt noch mehr über die Machenschaften von Lilacs Vater. So gibt es neue Verknüpfungen, noch mehr Antworten und ich muss sagen, dass mich die Idee dahinter und der Plot an sich komplett überzeugt haben.

Das lag vor allem aber auch an den beiden Protagonisten Jubilee und Flynn. Jubilee ist eine starke junge Frau, die kämpfen kann und schlagfertig ist. Ich mag solche Figuren. Dennoch ist sie menschlich, denkt mit und möchte keine Unschuldigen töten. Als sie merkt, dass irgendetwas seltsames auf dem Planeten vorgeht, scheut sie keine Anstrengung um Antworten zu bekommen.
Aber auch Flynn ist ein toller Protagonist. Er ist der Anführer der Rebellen, der es nicht einfach hat, da er nach einer friedlichen Lösung sucht und das Blut vergießen beenden möchte. Er würde alles für seinen Planeten und seine Freunde tun. Dabei ist er mutig und stark.
Wie zu erwarten gibt es hier eine Liebesgeschichte, die aber nicht zu sehr im Fokus steht und mich insgesamt überzeugen konnte, da ich die Emotionen von Jubilee und Flynn durchweg spüren konnte.

Sowieso empfand ich den Schreibstil als sehr emotional, dabei voller Tiefe. Alles wird bildgewaltig beschrieben. Dabei ist der Schreibstil aber leicht und locker, aber auch atmosphärisch zu lesen. Mit wenigen Worten haben die Autoern es geschafft ein wahres Kopfkino vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Der Plot wird abwechselnd aus Jubilees und Flynns Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr mochte, da man so deren Beweggründe und Gedankengänge hautnah miterlebt. Zwischendurch gibt es kurze Passagen, die von Träumen eines Mädchens erzählen. Den Sinn dahinter versteht man allerdings erst am Schluss. 

Das Ende ist durchweg gelungen, da alle wichtigen Handlungsstränge aufgelöst wurden. Dennoch bin ich gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass da auch Jubilee und Flynn wieder eine Rolle spielen werden.

Fazit
Dieser zweite Band hat mir noch besser gefallen als sein Vorgänger, schon alleine weil er actionreicher ist. Die Idee dahinter ist völlig nach meinem Geschmack und ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Band. Jeder der romantische Science-Fiction Geschichten mag (wobei hier der Science-Fiction Anteil recht gering ist), sollte sich diese Reihe nicht entgehen lassen.

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(28)

128 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

jeb, magie, morpheus, fantasy, wunderland

Dark Wonderland - Herzkönig

A.G. Howard , Michaela Link
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.11.2016
ISBN 9783570164334
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Alyssa hat den Kampf auf dem Abschlussball zwar überlebt, doch dafür stecken Jeb und Morpheus im IrgendWoanders fest und ihre Mutter ist irgendwo im Wunderland. Gemeinsam mit ihrem Vater plant sie die drei und ganz nebenbei Wunderland zu retten. Doch dafür muss sie sich Königin Rot stellen. Wird sie die Aufgabe bewältigen, ohne ihre Menschlichkeit und damit Jeb zu verlieren? Oder ist es ihr sowieso vorbestimmt, dass ihre Netherlingseite die Oberhand gewinnt und sie zusammen mit Morpheus Wunderland regiert?

Meine Meinung
Ich liebe "Alice im Wunderland" und sämtliche Adaptionen, die es zu dem Thema gibt. Keinen Klassiker habe ich häufiger gelesen und A.G. Howard konnte mich mit ihrer Neuinterpretation, in der sie bekannte Elemente des Klassikers mit neuen Fantasyideen mischt, schon in den Vorbänden begeistern. "Dark Wonderland" ist noch skurriler, noch seltsamer, noch gefährlicher, noch blutiger und noch verrückter als das Original, aber ich finde es gelungen, wie die Autorin aus etwas altbekanntem etwas teils völlig neues erschaffen hat und sie beides kombiniert. Der Wahnsinn ist permanent spürbar.

Kaum angefangen war ich auch schon wieder in die Welt des Buches vertieft. Dieses Mal spielt es hauptächlich im IrgendWoanders. Es ist eine Welt in der die Verbannten des Wunderlands kommen und keine Magie gewirkt werden kann. Diese neue Welt bietet neue Ideen und Gefahren und ich war völlig fasziniert. Als Alyssa auf Jeb und Morpheus trifft, gibt es neue Entwicklungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Sowieso ist das Buch voller überraschender Wendungen und tollen Ideen. Teils ist es sehr blutig, aber das passt einfach zur Reihe.

Es ist nicht immer leicht Alyssa zu verstehen, da immer wieder ihre Netherlingseite die Oberhand gewinnt und man mit menschlicher Logik da einfach keine Chance hat, aber dennoch mochte ich sie sehr. Sie hat sich toll entwickelt und kämpft für das, was ihr wichtig ist. Zwar bin ich kein Fan von Dreiecksgeschichten, aber in diesem Fall musste es so sein. Wieso? Das kann ich hier nicht verraten ohne zu spoilern, aber obwohl ich sowas normalerweise wirklich nicht mag, macht es hier für den Plot durchaus Sinn, soweit man bei diesem Buch von einem Sinn sprechen kann.
Jeb und Morpheus mochte ich ebenfalls sehr, weil sie hier ganz neue Facetten zeigen und sich sogar zusammengerauft haben. Auch die anderen Figuren des Buches mochte ich.
Und auch, dass man mehr über Königin Rot erfährt, gefiel mir.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und so wird hier eine teils düstere, schaurige und gefährliche Atmosphäre erschaffen. Der Wahnsinn der Wunderlandwesen wird durch den Schreibstil eindrucksvoll verdeutlicht und dabei ist alles leicht und locker und sehr emotional zu lesen. Alles wird aus Alyssas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen durchweg gelungenen Abschluss und obwohl es mich nicht ganz so begeistern konnte, wie der erste Band liebe ich das Buch. Diese Reihe ist etwas ganz Besonderes, auch wenn sie längst nicht für jeden etwas ist.

Fazit
"Dark Wonderland- Herzkönig" bietet einen gelungenen Abschluss einer besonderen Trilogie, die wirklich nicht für jeden etwas ist. Die Reihe ist speziell, aber gerade das mag ich an ihr. Man hat nicht das Gefühl alles schon tausendmal gelesen zu haben und so kann ich "Dark Wonderland" jedem empfehlen, der sich von skurrilen Geschichten nicht abschrecken lässt.

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(156)

426 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, elias, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Elias und Laia versuchen das Unmögliche. Sie versuchen dem Imperium zu entkommen und Laias Bruder aus der Gefangenschaft zu befreien. Doch ihnen werden viele Hürden in den Weg gestellt und ausgerechnet Helena bekommt den Auftrag die beiden zu verfolgen und zu töten. Laias Bruder könnte mit seinem Wissen allerdings alles verändern. Wird es den beiden gelingen ihn zu befreien?

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band mehr als begeistert hatte und zuerst unklar war, ob es eine Fortsetzung geben wird, habe ich dieses Buch sehnlichst erwartet. Bisher dachte ich, dass es sich hierbei um eine Dilogie handelt, aber auf goodreads habe ich gesehen, dass noch zwei weitere Bände geplant sind, was ich sehr gut finde.

Denn dieser zweite Band hat mich komplett begeistert. Ich liebe die Ideen der Autorin, den düsteren Weltenentwurf, die Magie und die Fantasyelemente. Das Buch ist zwar auch recht brutal, aber ich finde, dass es ins Konzept passt. Schon ab der ersten Seite konnte ich wieder völlig in die Welt von Elias und Laia versinken. Es gibt so viele überraschende Wendungen, sodass ich zu keiner Zeit wusste, was als nächstes kommt. Dazu ist das Buch ungaublich spannend und actionreich, aber auch emotional und besonders die sich entwickelnde Beziehung zwischen Elias und Laia konnte mich überzeugen.
Dieses Buch verbindet so viele Elemente, aber das so geschickt, dass es ein stimmiges Ganzes entsteht.

Elias und Laia, aber auch Helena sind Protagonisten, die mir jeder auf seine Art ans Herz gewachsen sind. Dabei hat sich vor allem Laia toll entwickelt, denn aus der passiven und etwas nervigen Protagonistin ist eine starke junge Frau geworden, die klare Ziele hat.
Besonders Helena konnte mich hier aber überzeugen, weil sie mehr im Mittelpunkt steht, man viel über ihre Gefühle für Elias erfährt und auch über ihre Vergangenheit. Als sie den Auftrag bekommt ihren besten Freund zu verfolgen und zuvor gefoltert wurde, konnte ich gar nicht anders als mit ihr fühlen.
Aber auch sonst können die Figuren des Buches überzeugen.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, alles ist leicht und locker zu lesen und die Sprache passt zu dem Buch. Sabaa Tahir schafft es mit wenigen Worten die Fantasie des Lesers anzuregen und eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, in der Gefühle ausdrucksstark übermittelt werden. Alles wird aus den Ich-Perspektiven von Elias, Laia und Helena geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende ist hochemotional, bietet aber einen gelungenen Abschluss, macht aber auch neugierig auf die Fortsetzung auf die wir hoffentlich nicht so lange warten müssen. Diese Fantasyreihe gehört schon jetzt zu meinen Liebsten.

Fazit
Diese Fortsetzung konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen und wer sie nicht liest ist selber Schuld. Für mich ist sie etwas ganz besonderes, auch wenn sie teils düster und brutal ist. Das Buch bietet so viel und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf, sodass ich es einfach empfehlen muss.

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(37)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

wikinger, loki, kinderbuch, mythologie, frühmittelalter

Viking Warriors - Der Speer der Götter

Richard Dübell
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der 14-jährige Viggo hat keine Ahnung, wer seine leiblichen Eltern sind. Er ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und auch wenn er sie liebt, wünscht er sich etwas über seine Wurzeln zu erfahren. Eines Tages kommt ein fremder Mann zu ihm nach Hause. Er behauptet der Gott Loki zu sein und dass er weiß, wer seine Eltern sind. Dafür befördert er Viggo zurück in die Vergangenheit und von jetzt auf gleich muss Viggo sich mit Wikingern herumschlagen und ganz nebenbei soll er die Götterdämmerung Ragnarök verhindern und seine Eltern finden.

Meine Meinung
Als großer Fan der nordischen Mythologie gehörte dieses Buch für mich zum Pflichtprogramm. Das Grundkonzept erinnert etwas an "Magnus Chase" von Rick Riordan, ist aber doch ganz anders.

Denn der Protagonist Viggo wird in die Zeit der Wikinger katapultiert, in der die Mythen und Legenden, sowie der Glaube noch lebendig sind. Das Christentum hält gerade Einzug und ganz nebenbei muss Viggo sich in einer fremden Welt durchschlagen. Dabei hat er es nicht einfach, da Loki ihn ohne Hilfe dort lässt, er direkt ein Sklave wird und nicht weiß, was er tun soll.
Dennoch kommt er erstaunlich gut zurecht und es scheint, dass er viel besser in diese Welt passt als in die heutige Zeit. Er war mir von dem ersten Moment an sympathisch und ich konnte komplett mit ihm fiebern. Im Laufe des Buches wird er richtig einfallsreich und listig und schafft so ganz neue Möglichkeiten.
Aber auch die anderen Figuren des Buches, die man oft aus Geschichtsbüchern kennt, wie z.B. Leif Erikssons, konnten mich überzeugen.

Man braucht eigentlich auch keinerlei Vorwissen zu der Mythologie oder zu den Wikingern, denn ganz nebenbei erfährt man einiges darüber, sodass ich das Buch als richtig lehrreich empfunden habe. Es vermittelt Wissen, ohne dabei langweilig zu werden. Das Wissen ist geschickt in einen spannenden und unterhaltsamen Plot eingewoben und wird durch ein ansprechendes Glossar abgerundet.
Ich habe es genossen Viggo auf seinem Abenteuer zu begleiten.

Der Schreibstil passt perfekt zum Buch, ist dabei leicht und locker zu lesen, damit es auch zur gedachten Altersgruppe passt. Dennoch war die Sprache der Wikinger und alles andere sehr authentisch und atmosphärisch.
Der Plot wird fast komplett aus Viggos personaler Erzählperspektive geschildert, es gibt aber auch einige wenige Perspektiwechsel, die das Ganze abrunden.

Das Ende macht neugierig auf die Folgebände und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Viggo, denn es gibt hier so einige Überraschungen zu entdecken.

Fazit
"Viking Warriors- Der Speer der Götter" gefiel mir wirklich sehr gut und ich kann es jedem empfehlen, der die nordische Mythologie mag, oder mehr darüber erfahren möchte und zwar egal wie alt man ist. Ich halte das Buch auch für Jungs mehr als geeignet, sodass es eigentlich für jeden etwas sein dürfte.

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(53)

215 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

magie, wald, fantasy, drache, hexe

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Agnieszka hat nie erwartet, dass der "Drache", ein Zauberer, der sich alle zehn Jahre ein junges Mädchen aussucht, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss, sich für sie entscheidet. Jeder dachte, dass es Agnieszkas beste Freundin Kasia treffen wird, da sie dafür perfekt scheint. Doch als die Wahl Agnieszka trifft, bricht ihre Welt auseinander und sie muss mit dem Drachen gehen ohne sich auch nur verabschieden zu können...

Meine Meinung

"Das dunkle Herz des Waldes" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Im Vorfeld habe ich nur wenig davon gehört, wurde aber durch das wunderschöne Cover neugierig. Jetzt bin ich froh, dass ich es gelesen habe, denn das Buch ist teilweise wie ein Märchen, aber erfrischend anders. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl so etwas schon gelesen zu haben.

Der Weltenentwurf von dem man nach und nach immer mehr mitbekommt, konnte mich in seinen Bann ziehen, auch wenn ich zu Beginn einige Probleme hatte mich in der fremden Welt zurechtzufinden und die Zusammenhänge zu verstehen. Vor allem die Hintergründe des dunklen Waldes, vor dem der Drache Agnieszkas Heimat beschützt, blieben mir lange Zeit unklar. Dabei finde ich diesen düsteren und gefährlichen Wald unglaublich faszinierend. Nachdem ich aber den groben Weltenentwurf verstanden hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

In dem Buch gibt es so viel zu entdecken, fernab von Klischees und Vorhersehbarkeit. Manchmal geht es etwas blutig zu, aber es passt ins Gesamtbild. Das Buch ist durchweg spannend, auch wenn die Autorin sich hin und wieder in für mich unwichtige Dinge verliert. Die Atmosphäre ist teils düster, teils märchenhaft und sorgte bei mir für einen unglaublichen Sog, der durch einen ansprechenden Schreibstil ergänzt wurde. Alles wird aus Agnieszkas Ich-Perspektive geschildert, was ich als sehr passend empfunden habe.

Agnieszka war sowieso eine Protagonistin, die ich an sich mochte. Sie ist loyal und wirkt sympathisch und ist total tollpatschig. Ich selber bin tollpatschig und konnte mich daher gut in sie hineinversetzten, auch wenn es bei ihr etwas übertrieben ist. Denn sie schafft es nicht mal ein paar Meter zu laufen ohne dreckig zu sein und irgendwann empfand ich das als etwas nervig.
Der Drache dagegen ist zu Beginn kühl und anstrengend und fordert viel von Agnieszka, aber ich mochte es mehr über ihn zu erfahren.

Auch eine Liebesgeschichte findet seinen Platz, was hier meiner Meinung zwar nicht hätte sein müssen, aber dennoch in Ordnung war. Ich habe das Lesen wirklich genossen und das Ende ist stimmig und bietet einen gelungenen Abschluss.

Fazit
"Das dunkle Herz des Waldes" gehört zu den Büchern, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Es ist zwar nicht perfekt, aber dennoch wirklich gut, sodass ich es auf jeden Fall empfehlen kann. Es ist mal etwas anderes und hat mich wunderbar unterhalten.

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(168)

462 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

dystopie, liebe, cecelia ahern, fehlerhaft, jugendbuch

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Da Celestine sich nicht dem System unterwerfen möchte, wird sie als Fehlerhafte gejagt. Crevan möchte sie unbedingt aufhalten. Denn nur Celestine kann ihn hinter Gitter bringen. Sie versucht alles, damit es keine Fehlerhaften mehr gibt und sich etwas ändert. Doch hat sie eine Chance? Und auch in der Liebe gibt es große Entscheidungen zu treffen.

Meine Meinung
Da ich immer wieder gerne Dystopien lese und mir der erste Band der Dilogie, den ich als Hörbuch gehört habe, schon gefallen hat, war ich gespannt auf das weitere Schicksal Celestines. Die Idee der Fehlerhaften und des hier dargestellten Systems finde ich grandios und es regt ganz nebenbei zum Nachdenken an. Außerdem finde ich das Szenario durchaus realistisch und auch, dass Crevan seine Macht in der Gilde (die Instanz, die für die Fehlerhaften zuständig ist) ausnutzt, halte ich für realistisch. Dadurch ist das Buch zudem überraschend tiefgründig.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht und schnell konnte ich wieder in die Welt des Buches versinken. Celestine hat es nicht leicht, ist geflohen und versucht Richter Crevan aufzuhalten. Ganz nebenbei erobert Carrick ihr Herz, aber auch Art kommt weiterhin vor. Ich mag die Darstellung der Protagonisten des Buches und vor allem die Weiterentwicklung. Aus der naiven Celestine ist eine starke, junge Frau geworden, die handelt und sich nicht mehr alles gefallen lässt, auch wenn ihre Reden, die sie zugunsten der Fehlerhaften hält, manchmal etwas übertrieben waren.
Carrick nimmt hier mehr Raum im Geschehen ein, was ich einerseits gut fand, andererseits nervte es auch manchmal, weil Celestine immer wieder seine Augen, die die Farbe wechseln, beschreibt.

Der Plot ist durchweg unterhaltsam, wenn auch manchmal sehr vorhersehbar. Doch insgesamt herrscht eine spannende und emotionale Grundstimmung vor, die mich sehr gut unterhalten konnte. Kaum angefangen hatte ich das Buch auch schon wieder beendet. Die dargestellte Liebesgeschichte mochte ich insgesamt, bis auf den schon oben erwähnten Punkt von Carricks Augen.

Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles wird aus Celestines Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss und ich bin froh, dass ich diese Dilogie gelesen habe, da sie insgesamt wirklich gut ist.

Fazit
"Perfect– Willst du die perfekte Welt?" bietet einen gelungenen Abschluss einer guten Dilogie, auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt habe. Ich finde die dargestellte Welt und alles drumherum gelungen und kann diese Dilogie nur empfehlen.

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99 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

fantasy, dämonen, elfen, freundschaft, akademie

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Niemand weiß woher der 15-jährige Waisenjunge Fletcher wirklich stammt. Er wurde ausgesetzt und wurde von dem Schmied aufgenommen, der ihn mittlerweile auch als Lehrling beschäftigt. Er führt ein einsames Leben und hat es im Dorf nicht leicht. Vor allem Didric macht ihm das Leben zur Hölle. Als er das Buch eines Dämonenkriegers findet, kann er nicht wiederstehen und benutzt es. Dass er aber tatsächlich die seltene Fähigkeit besitzt Dämonen zu beschwören, ändert alles. Doch dann wird er beschuldigt ein Verbrechen begangen zu haben und muss aus seinem Dorf fliehen. Schließlich gelangt er an die Dämonenakademie, was sein Leben zusätzlich verändert.

Meine Meinung
Das Buch konnte schon in der Vorschau meine Neugierde wecken, da es nach einem spannendem Fantasybuch klang. Außerdem mag ich es, wenn einmal ein männlicher Protagonist im Vordergrund steht, weil es mal etwas anderes ist.

Jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, bin ich zwiegespalten. Einerseits mag ich es, denn die Idee der Dämonenakademie und der dargestellten Fantasywelt gefällt mir. Allerdings hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der Autor zu viel durcheinandermischt, da neben den Dämonen auch Orks, Zwerge und noch mehr vorkommen und das war mir hier etwas zu viel. Es hat zwar einen HighFantasy-Hintergrund, aber um das alles glaubhaft darzustellen, wurde mir vieles nur zu kurz angeschnitten und die Welt zu wenig beschrieben. Was mich dann aber wirklich gestört hat, war, dass das Tragen der Burka völlig beschönigt wurde. Erstens finde ich, dass das in so einem Buch nichts zu suchen hat und zweitens finde ich, dass das immer kritisch betrachtet werden sollte.

Dennoch fand ich das Buch teilweise echt gut. Vor allem der Dämon Ignatius, den Fetscher zu Beginn beschwört, konnte mich überzeugen und auch die Geschehnisse an der Akademie fand ich unterhaltsam. Allerdings dauert es auch etwas bis Fletscher überhaupt dahin kommt.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker gehalten und ließ sich gut lesen, auch wenn er für mich nichts besonderes war. Es fehlt etwas die Tiefe, aber für die gedachte Altersgruppe ist der Stil in Ordnung. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Fletscher erzählt, was ich sehr passend fand.

Fletscher war mir sowieso gleich sympathisch, auch wenn ihm manches zu leicht fiel und seine Handlungen nicht immer authentisch waren. Ich muss auch gestehen, dass mir die Figuren des Buches zu blass blieben.

Für die Zielgruppe mag es ausreichen, für mich, die an sich gerne Jugendbücher liest, aber einfach älter ist, war es nicht ganz das Richtige. Ich werde wohl auch nicht die weitere Bände lesen, weil mir nicht mal das Ende ganz gefiel und ich nicht neugierig darauf bin, wie es weitergeht.

Fazit
Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Denn vieles gefiel mir nicht und so gebe ich dem Buch nur knappe drei Sterne und die auch nur wegen der gelungenen Grundidee und weil man es leicht und locker lesen kann. Empfehlen würde ich es wirklich nur für 12-jährige und so werde ich auch die Fortsetzung nicht lesen.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freundschaft, beste freunde, kleinkinder, kindergartenalter, kuscheltiere

Mein Freund Button

Ross Antony , Sabine Zett , Sabine Kraushaar
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.10.2016
ISBN 9783570173367
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt
Button und seine Freunde leben im Kuscheltierland. Dort wartet der kleine Koalabär darauf endlich zu seinem Kind zu kommen. Denn irgendwo lebt ein Kind, das nur für ihn bestimmt ist. Als er endlich das Kuscheltierland verlassen darf, begibt er sich mit zwei anderen Kuscheltieren auf die Suche. Die anderen beiden müssen nicht lange suchen und finden ihr Kind. Button braucht etwas länger, doch dann findet er einen Jungen, der Trost braucht und schnell merken die beiden, dass Button das richtige Kind gefunden hat.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich kein Fan von Ross Antony bin, auch wenn sein Lied "Freunde machen dich stark" sehr schön ist, doch durch die wunderschönen Illustrationen bin ich direkt auf das Buch aufmerksam geworden und ich muss gestehen, das ich begeistert bin. Auf jeder Seite gibt es liebevoll gezeichnete Szenen und unglaublich viel zu entdecken. Der Zeichenstil ist so wunderschön und süß.

Und auch der Plot kann überzeugen, denn das Buch erzählt von Freundschaft und Zusammenhalt und das jeder einen Platz im Leben braucht. Ich fand es schön den kleinen Koalabären Button auf der Suche nach seinem Kind zu begleiten. Mein Sohn liebt dieses Buch und schaut es sich auch gerne mal alleine an, weil er die Illustrationen ebenso mag wie ich. Aber er bekommt auch gerne das Buch vorgelesen.

Die kurzen und liebevoll geschriebenen Sätze und die Menge, die auf einer Seite steht, passt zu der gedachten Altersgruppe. Ebenso ist die Länge des Buches altersgerecht. Am Ende befindet sich der Liedtext und die Noten zu dem schon erwähnten Lied von Ross Antony, was ich sehr schön fand.

Schon jetzt gehört dieses Buch zu den Lieblingsbüchern meines Sohnes und ich werde es ihm bestimmt noch viele Male vorlesen, so dass ich dieses süße Buch zu hundertprozent empfehlen kann.

Fazit
"Mein Freund Button" ist so ein süßes Buch mit einem wichtigen Thema und wunderschönen Illustrationen. Ich kann es komplett empfehlen, denn auch mein Sohn liebt es.

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1.296 Bibliotheken, 73 Leser, 4 Gruppen, 195 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Seitdem die Psychiaterin Emma vergewaltigt wurde, traut sie sich nicht mehr aus dem Haus. Sie ist sich sicher, dass sie das dritte Opfer des sogenannten "Friseurs" war. Ein Serienmörder, der seinen Opfern die Haare vom Kopf schert und sie dann tötet. Emma ist das einzige Opfer das überlebt hat, doch das Zimmer in dem sie vergewaltigt wurde, gibt es angeblich gar nicht und kaum einer glaubt Emma. So verschanzt sie sich in ihrem Haus, bis sie eines Tages ein Paket für einen Nachbarn annehmen soll, den sie nicht kennt und dabei kennt sie alle ihre Nachbarn. Und schon geht der Horror erneut los.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass dieses Buch erst mein zweites Buch von dem Autor war, weil ich nur selten Thriller lese. Bisher kannte ich nur "Noah", was mir zwar auch gefallen hat, aber meiner Meinung nach nicht an "Das Paket" herankommt. Denn "Das Paket" hat mich unglaublich in seinen Bann gezogen.
Schon der Prolog, der eine Szene aus Emmas Kindheit zeigt, konnte mich fesseln. Danach gibt es einen Zeitsprung von achtundzwanzig Jahren und man begleitet Emma, die einen Vortrag auf einem Kongress hält. Anschließend wird sie im Hotel vergewaltigt und erneut gibt es einen Zeitsprung von sechs Monaten. Sechs Monate nach der Tat befindet sich Emma bei ihrem besten Freund und Anwalt Konrad, der sie ausfragt und so erfahren wir, was drei Wochen zuvor geschehen ist, nachdem Emma ein Paket von einem fremden Nachbarn erhalten hat.

Diese Zeitsprünge fand ich sehr ansprechend, weil es die Neugierde schürt und zu Beginn nur wenig verraten wird. Erst nach und nach versteht der Leser die Zusammenhänge, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Zwischendurch zweifelt man an allem und jedem, selbst an Emma selbst, so sehr versteht sich Sebastian Fitzek darauf den Leser in die Irre zu führen. Zu keiner Zeit wusste ich wirklich, was als nächstes passiert. Es gibt unglaubliche Entwicklungen und ich wusste bis zum Schluss nicht, was wirklich dahinter steckt, obwohl ich wild spekuliert habe.
Der Plot ist durchweg spannend und auf seine Art faszinierend.

Dabei tat Emma mir ab der ersten Seite leid. Ich fühlte mir ihr und auch wenn ihr Verhalten manchmal unlogisch und seltsam war, konnte ich das bei dem was ihr passiert durchweg nachvollziehen. Sie muss so viel durchmachen und hat nur wenig Unterstützung. Sie traut sich nicht mal mehr vor die Haustür und erkennt selber, dass sie psychische Probleme hat, doch schafft sie es nicht etwas dagegen zu unternehmen.
Die Figuren des Buches waren unglaublich gut ausgearbeitet und facettenreich, auch wenn mir nicht jeder sympathisch war. Aber das hat hier einfach auch gepasst.

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, emotional und bildgewaltig, dabei aber nicht zu blutig oder brutal und das obwohl Menschen sterben. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Emma geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende hat mir unglaublich gut gefallen, denn es gibt eine entscheidene Wendung und so entsteht ein Ende mit dem ich nicht gerechnet hätte, aber das Buch überzeugend abschließt. Ich bin völlig begeistert von diesem Thriller und muss unbedingt noch mehr Bücher von dem Autor lesen.

Fazit
"Das Paket" war für mich ein Highlight. Es hat so einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt, dass ich es gar nicht schnell genug beenden konnte. In der Zwischenzeit habe ich so ziemlich jeden verdächtigt und die Auflösung habe ich als sehr gelungen empfunden. Wer spannende Psychothriller sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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409 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

märchen, winter, katharina seck, schnee, fantasy

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Emma hat es im Leben nicht leicht. Sie lebt in Silberglanz und dort herrscht der ewige Winter. Um über die Runden zu kommen und gleichzeitig für ihren Vater zu sorgen, schuftet sie im Bergwerk. Bis es auf einmal einstürzt und sie vor dem Nichts steht. Ohne viel Hoffnung versucht sie ihr Glück in der Chocolaterie von Madame Weltfremd und bekommt dort tatsächlich Arbeit. Madame Weltfremd ist aber nicht irgendeine Frau, sie ist eine Geschichtenerzählerin und erzählt Emma die Geschichte rund um die silberne Königin, in der mehr Wahrheit steckt als sie zuerst denkt.

Meine Meinung

Schon als ich zum ersten Mal das Cover gesehen hatte, wollte ich dieses Buch lesen, denn es klang nach einem wunderschönen Wintermärchen und ich wurde nicht enttäuscht. Schon alleine der Aspekt, dass es eine Geschichte in der Geschichte hat, mochte ich sehr. So erlebt man neben Emmas Schicksal auch das Schicksal der silbernen Königin und findet zusammen mit Emma darin mehr Wahrheit als man zunächst denkt.

Aber auch Emmas Schicksal konnte mich von der ersten Seite an faszinieren. Sie lebt in einer trostlosen Welt, die immer mehr unter dem Winter zu leiden hat. Immer mehr Menschen erfrieren und immer mehr Bergwerke stürzen ein. Die Menschen haben kaum etwas zu essen und werden von einem König regiert, der sich nicht ums Volk schert oder es unnötig grausam bestraft. Es gehen die wildesten Gerüchte um ihn herum und Emma meidet das Schloss wie die Pest. Außerdem muss sie sich um ihren alkoholsüchtigen Vater kümmern.

Erst als sie in der Chocolaterie anfängt, wird ihr Leben angenehmer bis zu dem Punkt an dem sie ins Schloss muss. Zum ersten Mal trifft sie den König persönlich und versucht hinter das Geheimnis von Silberglanz zu kommen. Dabei ist sie schlau, aber auch mutig und einfach ein liebenswürdiger Mensch. Der König dagegen ist angsteinflößend.
Die Figuren des Buches sind unglaublich toll und authentisch ausgearbeitet und auch wenn man sich als Leser manches was den König betrifft schon gedacht hat, gibt es doch so einige unglaubliche Entwicklungen.

Zwar ist der Plot eher ruhiger, passt aber zu der atmosphärischen und wunderschönen Geschichte. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe jede einzelne Seite genossen. Dazu passt der unglaublich tolle Schreibstil, der ein wahres Kopfkino vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen und zu dem fiktivem Ort Silberglanz und der Magie des Buches passt. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Emma geschildert, was ich sehr passend fand.

Es ist ein Fantasybuch, allerdings nimmt der Fantasyanteil nicht überhand, sodass es sich eher wie ein Märchen lesen lässt. Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und alle wichtigen Handlungsstränge sind abegschlossen und die wichtigsten Fragen wurden geklärt. Vor allem die Emotionen am Schluss konnten mich überzeugen und so kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Fazit

"Die silberne Königin" ist ein ganz besonderes Wintermärchen, was mich verzaubern konnte. Ich liebe das Buch und kann es voll und ganz empfehlen.

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324 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

fantasy, hexen, liebe, magie, everflame

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Auf dem ersten Blick sind Lily und ihr Zirkel im Paradies gelandet. Die Menschen im Westen leben in Wohlstand und Harmonie. Allerdings wird alles von Wirkern beherrscht und als Lily und die anderen weiter forschen machen sie eine unglaubliche Entdeckung. Sie beschließen, dass die Feinde im Westen zu mächtig sind und aufgehalten werden müssen und so stellen sie eine Armee zusammen. Doch die Übermacht ist gewaltig.

Meine Meinung
Was habe ich mich auf dieses Finale gefreut. Die Idee der Trilogie rund um Hexen, Parallelwelten und den Wirkern konnte mich schon in den Vorbänden begeistern, obwohl ich nicht mehr viele Bücher lese, die sich mit dem Thema Hexen befassen. Doch dieses Trilogie bietet so viel Ideenreichtum und Facetten, dass ich sie einfach liebe.

Auch dieses Finale konnte mich überzeugen, auch wenn es für mich der schwächste Band der Reihe war. Man bekommt neue Erkenntnisse, erfährt wieso es die Wirker überhaupt gibt und alles ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Alle offenen Fragen und alle wichtigen Handlunsstränge werden abgeschlossen. Das Ende ist spannend, actionreich, bietet ungaubliche Wendungen und große Gefühle.

Allerdings gefiel mit Lilys Entwicklung an manchen Stellen nicht ganz, weil sie wichtige Versprechen bricht, stur ist und vieles im Alleingang schaffen möchte, ohne auf ihre Freunde Rücksicht zu nehmen. Das ändert sich erst im Laufe des Buches wieder und ab da mochte ich sie wieder sehr gerne. Die Figuren des Buches sind außerordentlich gut ausgearbeitet und besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen können überzeugen.

Josephine Angelini hat einen sehr bildhaften, fesselnden, emotionalen und grandiosen Schreibstil, der stets leicht und locker zu lesen ist. Fast alles wird aus Lilys Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was sehr passend ist, aber hin und wieder werden zwei andere Perspektiven beleuchtet, was eine gute Ergänzung darstellt.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss einer wirklich tollen Trilogie und ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Werke der Autorin.

Fazit
"Everflame- Verräterliebe" bietet ein großartiges Finale mit starken Gefühlen, grandiosen Ideen und einem spannendem Plot. Allerdings war Lilys Entwicklung teils nicht nach meinem Geschmack, sodass dieser Band für mich der schwächste der Trilogie war. Dennoch kann ich es auf jeden Fall empfehlen.

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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

la lobas versprechen, die diamantkrieger-saga, bettina belitz, diamantkrieger, jugendbuch

Die Diamantkrieger-Saga - La Lobas Versprechen

Bettina Belitz
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.10.2016
ISBN 9783570164259
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Eigentlich wollte Sara den Diamantkriegern den Rücken kehren. Doch als ihr Leben immer weiter aus den Fugen gerät, kehrt sie doch zu La Loba zurück. Diese fordert, dass Sara ihr Leben regelt und harte Disziplin an den Tag legt. Nur so kann sie ausgebildet werden. Doch das fällt Sara alles andere als leicht und dabei sehnt sie sich immer noch nach Damir.

Meine Meinung
Nachdem mir der erste Band der "Diamantkrieger-Saga" schon gut gefallen hatte und mich vor allem die Idee der Diamantkrieger faszinieren konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung. Allerdings finde ich, dass der Klappentext falsche Erwartungen weckt, da Damir hier nur eine recht kleine Rolle einnimmt, was ich aber nicht weiter schlimm finde.
Im Gegenteil, mir hat diese Fortsetzung sogar besser gefallen als sein Vorband.

Und dabei ist diese Fortsetzung vor allem zu Beginn sehr ruhig. Dennoch gelang mir der Einstieg ohne Probleme.
Man hat das Gefühl es passiert nicht viel, aber dennoch konnte ich es nicht aus der Hand legen. Man erfährt mehr über Saras leibliche Mutter, über den Anwalt Goldwasser, über manche Zusammenhänge und über Sara selbst. Sie leidet darunter, dass sich nie einer um sie gekümmert hat und ist einsam und verbittert. Beinahe denkt sie, dass sie es nicht anders verdient hat. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich unglaublich und wächst über sich hinaus, erfährt viel über sich, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Denn man sollte nicht die anderen entscheiden lassen zu was man fähig ist oder was aus einem wird, sondern sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und immer mehr als sein Bestes geben.
Das Buch geht etwas in den esoterischen Bereich, was mir sehr gut gefallen hat und ist dadurch anders als der erste Band, der doch recht düster und teils brutal war.

Die Protagonisten konnten mich hier ebenfalls noch mehr überzeugen, auch wenn Sara zu Beginn noch sehr anstrengend ist. Sie ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und so konnte ich ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Besonders La Loba hat mir hier gut gefallen, weil sie Sara überzeugend anleitet und dabei eine interessante Art hat.

Das Buch wird komplett aus Saras Ich-Perspektive geschildert, was wunderbar passt, sodass ich ihre Emotionen hautnah miterleben konnte. Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, aber Bettina Belitz schreibt auf einem hohen Niveau und kann verschiedene Atmosphären wunderbar darstellen und subtil Spannung aufbauen.

Der Plot ist wie schon erwähnt zuerst noch recht seicht, doch aber einem bestimmten Punkt baut sich zunehmend Spannung auf und es passiert so viel unvorhersehbares, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Das Buch ist vielschichtig und einfach grandios und zeigt viel Tiefgang.
Das Ende ist allerdings ziemlich fies, da es einen riesigen Cliffhanger hat und ich nun am liebsten direkt weiterlesen würde.

Fazit
Diese Fortsetzung konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Es zeigt wie wichtig es ist über sich selbst hinauszuwachsen. Der Plot ist zwar weniger rasant als im Vorband, aber umso tiefgründiger. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen und nach dem Cliffhanger am Ende freue ich mich sehr auf die Fortsetzung. Wer nach einer etwas anderen Geschichte sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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77 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lustig, griechische mythologie, mythologie, griechen, percy jackson

Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.10.2016
ISBN 9783551556714
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die griechischen Heldensagen einmal anders. Percy Jackson erzählt hier aus seiner ganz eigenen Perspektive die Geschichten von Perseus, Psyche, Phaeton, Otrera, Dädalus, Theseus, Atalante, Bellerophon, Kyrene, Orpheus, Herkules und Jason.

Meine Meinung

Schon als der erste Band "Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen" erschienen ist, wurde ich neugierig auf diese Bücher und jetzt nachdem ich den Band rund um die Heldensagen gelesen habe, bereue ich, dass ich nicht schon viel früher nach dem ersten Band gegriffen habe.

Denn hier erzählt Percy Jackson auf seine ganz eigene Art und mit dem typischem Rick Riordan Humor von den griechischen Helden. Das Buch ist nicht nur unglaublich unterhaltsam, nein, es ist auch ganz nebenbei auch noch lehrreich. So beginnt das Buch mit der Geschichte von Perseus und endet mit der von Jason. Manche Geschichten und Helden kannte ich, manche nicht und bei denen die ich kannte habe ich interessante neue Informationen bekommen.
Dabei fand ich die Auswahl wirklich gelungen. Herkules kennt eigenlich jeder, aber z.B. Otrera dürfte nur wenigen bekannt sein. So ist eigentlich für jeden etwas dabei.

Alles wird aus Percys Ich-Perspektive geschildert und zwar so als wenn er wirklich vor einem sitzen würde und einem die Geschichten erzählt. Der Schreibstil ist gewohnt großartig und konnte mich wieder völlig in seinen Bann ziehen. Der schon erwähnt Humor ist wieder erstklassig. Dabei sind die Geschichten modern erzählt und es werden Begriffe der heutigen Zeit gewählt, die teilweise auch sehr lustig sind, so dass auch das junge Publikum angesprochen werden dürfte.

Ich fand dieses Buch wirklich gelungen und muss mir unbedingt noch den ersten Band zulegen. Es ist unterhaltsam und lehrreich und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.

Fazit
"Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen" konnte mich bestens unterhalten. Die Heldensagen sind lehrreich und unterhaltsam und der Humor des Buches ist einfach klasse. Ich kann es jedem empfehlen, der mehr über die griechischen Helden erfahren möchte oder einfach noch mal Percy Jackson erleben möchte.

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288 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

julie kagawa, drachen, talon, fantasy, drachennacht

Talon - Drachennacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Garret hat beschlossen sich von Ember und den anderen fernzuhalten. Deshalb reist er nach London und spioniert dem Georgsorden hinterher. Als er auf ein Geheimnis stößt, dass den ganzen Georgsorden zerstören könnte und erfährt, dass Ember in eine Falle läuft, beschließt er auf dem schnellsten Wege zurückzukehren und sie und die anderen zu retten. Unterstützt wird er dabei von einem Drachen, der die gleichen Ziele verfolgt. Doch die Zeit drängt.

Meine Meinung
Wer mich kennt weiß, dass ich ein riesiger Julie Kagawa-Fan bin, da ich ihre Ideen liebe. Ich habe alle ihre auf Deutsch erschienen Bücher gelesen und geliebt und auch die "Talon"-Reihe rund um Ember und die Drachen mag ich sehr. Deshalb konnte ich auch nicht abwarten und musste diese Fortsetzung direkt lesen. Leider bereue ich das etwas, weil ich nicht mal weiß, wann der nächste Band auf Deutsch erscheint und das Ende einfach nur fies ist. Es gibt zwei unglaubliche Cliffhanger und ich würde am liebsten direkt weiterlesen...

Wie man an dieser Aussage vielleicht schon merkt, hat mir diese Fortsetzung wieder sehr gut gefallen. Das Einzige, was mich hier und bei vielen ihrer Bücher stört, ist die Dreiecksgeschichte. Ich werde wohl nie ein Fan davon werden, wenn die Protagonistin sich nicht entscheiden kann, wen sie denn nun liebt oder mit wem sie zusammen sein soll. Ember fühlt sich zu Garret und dem Drachen Riley hingezogen. Zwar werden die Gefühle eindrucksvoll beschrieben und aufgrund ihrer inneren Zwiegespaltenheit, da sie zwar ein Drache ist, aber doch menschliche Gefühle hat, konnte ich das sogar ein Stück weit nachvollziehen, aber dennoch hätte das für mich nicht sein müssen.

Den Rest des Buches dagegen fand ich wieder sehr unterhaltsam und toll. Es gibt unglaubliche Wendungen, spannende Kämpfe und man erfährt mehr über die Protagonisten, da es z.B. Rückblenden aus Garrets Sicht gibt von der Zeit bevor er Ember kannte. Die Figuren des Buches sind unglaublich toll ausgearbeitet. Ember ist mutig und kämpft für Dinge an die sie glaubt, ist aber auch aufbrausend und hat mit dem zu kämpfen, was sie durchmacht. Sie ist einfach sympathisch und so konnte ich gar nicht anders als mit ihr zu fühlen.
Aber auch Garret, der ehemalige Georgskrieger konnte mich überzeugen, da er eine toll Entwicklung durchmacht. Ebenso wie Riley, über den man am Anfang nur wenig erfährt. Geschockt wurde ich durch die Entwicklung von Embers Zwillingsbruder Dante und ich bin gespannt, was da noch so kommen wird.
Außerdem taucht hier ein neuer Drache auf, der mir unglaublich gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist gewohnt bildgewaltig, emotional und toll. Julie Kagawa schreibt so, dass man beim Lesen das Gefühl hat mitten drin zu sein und so fliegen die Seiten nur so dahin. Der Plot wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Garret, Ember, Riley und Dante erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Ende ist unglaublich spannend und wie schon erwähnt ziemlich fies. Ich freue mich schon jetzt unglaublich auf die Fortsetzung.

Fazit
"Talon- Drachennacht" war wieder eine gelungene Fortsetzung und ich freue mich auf den nächsten Band, da dieser hier mit zwei fiesen Cliffhangern endet und ich am liebsten direkt weiterlesen würde. Die Ideen der Autorin sind völlig nach meinem Geschmack und so kann ich die Reihe trotz der für mich nervigen Dreiecksgeschichte mehr als empfehlen.

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

hörbuch, wie perfekt willst du sein, flawed, 5 sterne, cecelia ahern

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.09.2016
ISBN 9783839815199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Celestine ist mit ihrem Leben mehr als zufrieden. Sie hat den perfekten Freund, alle mögen sie, in der Schule ist sie sehr gut und alles scheint perfekt zu sein. Celestine selber wird auch als perfekt bezeichnet. Bis sie eines Tages einem fehlerhaften krankem Mann hilft. Menschen, die fehlerhaft sind, haben ein oder mehrere Brandmale und müssen sich an strenge Regeln halten. Dadurch das Celestine so einem Mann geholfen hat, droht ihr eine Gefängnisstrafe oder das sie selbst eine Fehlerhafte wird.
Dabei wollte sie nur einem Menschen helfen. Ab da muss sie kämpfen, für sich selbst und für die, die sie liebt.

Meine Meinung
"Flawed– Wie perfekt willst du sein?" gehört zu den Büchern über die man schon im Vorfeld viel gehört hat. Die Autorin hat sich hier einem ganz neuem Thema gewidmet und zeigt, dass sie auch gute Dystopien und Jugendbücher schreiben kann. Schon als ich zum ersten Mal davon gehört habe, wollte ich wissen wie es Celestine in einer Welt ergeht, in der Perfektion alles ist, egal ob ein anderer Weg logisch wäre. Und so habe ich zu dem Hörbuch gegriffen, was mir wirklich gut gefallen hat.

Die hier konstruierte Welt ist erschreckend, aber durchaus möglich. Neben der Polizei gibt es eine zweite Instanz: die Gilde. Diese befasst sich ausschließlich mit der Bestrafung und Verurteilung der Fehlerhaften. Menschen, die moralisch falsch gehandelt haben, oder sich sonstigen Vergehen strafbar gemacht haben, die nicht gleich ein Verbrechen sind, werden als Fehlerhafte bezeichnet. Sie bekommen ein Brandmal, haben eine Ausgangssperre, dürfen nur bestimmte Lebensmittel essen, usw. Dabei werden sie stark kontrolliert. Die Welt soll perfekt sein, nichts anderes ist wichtig. Den Ansatz finde ich zwar gar nicht so schlecht, aber das ganze Ausmaß ist wie schon erwähnt erschreckend.

Celestine glaubt fest an die Gilde und für was sie steht. Sie ist die typische naive Protagonistin, die man so oft in einer Dystopie erlebt. Erst als sie selber ins Visier der Gilde gerät entwickelt sie sich. Dennoch ist sie oft zu naiv und gutgläubig, so dass ich des Öfteren den Kopf über sie schütteln musste. Immer wieder wird erwähnt, dass sie Logik liebt, aber es gibt Stellen an denen sie einfach unlogisch handelt, was es mir erst schwer gemacht hat mit ihr als Protagonistin warm zu werden. Das legt sich erst mit der Zeit und im Laufe des Hörbuches mochte ich sie wirklich gern.
Die anderen Figuren blieben mir etwas zu blass, außer Celestines Großvater. Ihn mochte ich dank seiner Ecken und Kanten sofort. Er ist toll ausgearbeitet und ergänzt den Plot sehr gut.

Neben dem Plot rund um Celestine und die Fehlerhaften, dreht sich das Hörbuch aber auch um die Familie, den familiären Zusammenhalt, die Liebe und Ethik. Ich finde, dass es zum Nachdenken anregt, was mir gut gefällt.
Im Laufe des Hörbuches beschließt Celestine etwas zu unternehmen und die Gegenseite zur Gilde versucht sie für ihre Zwecke einzuspannen.
Der Plot ist insgesamt sehr unterhaltsam, teil schockierend, aber spannend und emotional. Manchal fand ich den Plot zwar etwas langgezogen und vorhersehbar, aber dennoch gefiel mir die Geschichte rund um Ceelstine und die Fehlerhaften sehr gut.

Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles wird aus Celestines Ich-Perspektive geschidert, was ich sehr passend finde.
Die Sprecherin passt sehr gut zu Celestine und sie kann überzeugen. Ich empfand ihre Stimme als sehr angenehm und habe es genossen ihr zuzuhören. Dazu schafft sie es Emotionen eindrucksvoll zu übermitteln und sich den Situationen anzupassen.

Das Ende ist offen und ich bin froh, dass Band zwei jetzt bald erscheint, da ich gespannt bin, was Celestine als nächstes erlebt.

Fazit
"Flawed– Wie perfekt willst du sein?" war für mich zwar nicht perfekt, aber ich fand es trotz meiner Kritik sehr gut und unterhaltsam, vor allem da das Hörbuch zum Nachdenken anregt und sehr gut lange Autofahrten verkürzt. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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347 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, ursula poznanski

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Kommissar Daniel Buchholz und seine Kollegin Nina Salomon ermitteln in einem Mordfall, der es in sich hat. Schnell stellt sich heraus, dass über das Opfer auf einer Website im Darknet abgestimmt wird. Zuvor können Opfer vorgeschlagen werden und es wird noch weitere Abstimmungen geben. Den Ermittlern läuft die Zeit davon und der Täter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.

Meine Meinung
Eigentlich bin ich kein Fan von Büchern, in denen es um Ermittlungen geht, doch da mich der vorige Thriller der beiden Autoren "Fremd" schon überzeugen konnte, war ich neugierig auf "Anonym". Und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Es hat mir sogar noch besser gefallen als "Fremd", was vor allem an der Verknüpfung des Darknets mit Mordfällen lag. Bisher habe ich nur wenig über das Darknet gehört und fand es völlig faszinierend. Vor allem konnte es mich schockieren, wie leicht die Menschen zu Monstern werden, wenn sie denken, dass sie Anonym sind, was im Darknet ja der Fall ist. Dort entscheiden sie in diesem Fall über Menschenleben und es gibt so einige, die vor nichts zurückschrecken. Ich finde dieses Szenario erschreckend, aber leider auch gar nicht so abwegig. So regt das Buch ganz nebenbei auch noch zum Nachdenken an, denn die Anonymität im Internet wird gerne ausgenutzt.

Die Protagonisten dagegen sind ein Fall für sich und nicht unbedingt direkt Sympathieträger. Nina Salomon wird frisch nach Hamburg versetzt und stößt mit ihrer schwierigen und aufbrausenden Art direkt auf Daniel Buchholz, der überkorrekt ist, sich an Vorschriften hält und einen Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt. Salomon dagegen übertritt gerne mal Vorschriften, ist schnell gereizt und wenn sie etwas herausfinden will, ist sie ein Einzelgänger und macht, was sie für richtig hält. Die beiden ecken deshalb zu Beginn aneinander. Aber je mehr sie sich kennenlernen und je mehr man als Leser Salomon kennenlernt, desto mehr Verständnis hat man für sie. Ich muss sagen, dass ich beide gerade wegen ihren Ecken und Kanten mochte.

Der Schreibstil ist fesselnd und toll zu lesen. Dabei wechseln sich die Ich-Perspektiven von Buchholz und Salomon ab, was ich sehr passend finde. Hin und wieder gibt es auch Abschnitte aus der personalen Erzählperspektive des Täters, was die Spannung zusätzlich schürt.

Sowieso habe ich das Buch als durchweg spannend empfunden, voller spannender Wendungen und einem Ende mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Es kommt keine Langeweile auf und so kann ich das Buch komplett empfehlen.

Fazit

"Anonym" konnte mich vor allem aufgrund seiner Aktualität in seinen Bann ziehen. Es ist spannend, schockierend und einfach fesselnd. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Buch rund um ein Ermittlerduo einmal so fesseln könnte, aber die beiden Autoren haben hier einen gelungen Thriller geschaffen, sodass ich mich auf weitere Werke von ihnen sehr freue.

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

federherz, federwelt, elisabeth denis, liebe, reihen-bände

Federwelt

Elisabeth Denis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 26.09.2016
ISBN 9783958820081
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nachdem Mischa erfahren hat, wer sie wirklich ist, beschließt sie nach Hain zu ihrem Vater zu reisen. Nur so wird sie nicht alles vergessen, was sie in Hainpforta erlebt hat. Sie freut sich darauf ihren Vater wiederzutreffen. Doch ihr eigentlich kurz angedachter Besuch wird bald zur echten Gefahr...

Meine Meinung
Da mir schon der erste Band dieser Dilogie gut gefallen hatte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung. Diese schließt nahtlos an den Geschehnissen des Vorbandes an und man begleitet Mischa nach Hain zu ihrem Vater. Der Einstieg ist wunderbar leicht möglich.
Allerdings hat mir hier etwas das Mysteriöse und Geheimnisvolle des Vorbandes gefehlt. Man kennt das Geheimnis und lernt zusammen mit Mischa Hain kennen. Diese Welt ist detailliert ausgearbeitet, mit verschiedenen Wesen und einer ganz anderen politischen Struktur. Manches wird nur angerissen, aber dennoch gefiel mir der Weltenentwurf.

Mischa als Protagonistin gefiel mir ebenfalls, da sie sich seit dem ersten Band positiv entwickelt hat und sich auch hier weiterentwickelt. Außerdem war sie mir sowieso schon sympathisch.
Aber auch die anderen Figuren können überzeugen, denn sie sind gut und authentisch ausgearbeitet und ich liebe die Idee der verschiedenen Wesen.

Sowieso mag ich die Idee hinter dem Ganzen. Die Beziehung zu Basil wird hier kaum erwähnt, oder fortgeführt, was mich etwas irritiert hat. Ich fand es aber nicht weiter schlimm, weil ich sowieso fand, dass Mischa sich viel zu schnell verliebt hat.

Der Schreibstil konnte mich erneut überzeugen und mitreißen, da er sehr atmosphärisch und fesselnd, dabei aber leicht und locker zu lesen ist. Alles wird aus Mischas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Der Plot ist durchweg spannend und es gibt so einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Das Ende ist an sich abgeschlossen, ich könnte mir aber dennoch eine Fortsetzung vorstellen.

Fazit
"Federwelt" ist insgesamt ein guter Abschlussband einer interessanten Dilogie, die mich gut unterhalten konnte. Besonders die Wesen des Buches finde ich faszinierend und so kann ich diese Reihe jedem empfehlen, der Fantasy mag.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

reihe, fantasy

Schwarzer Horizont

Ivo Pala
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519158
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Raymo, Lizia und Ash leben in einer finsteren Welt. Seit dem Weltendonner scheint keine Sonne mehr, denn sie ist hinter Asche verborgen. Kaum etwas wächst noch, die Tiere und Menschen sterben. Es wird immer kälter und es gibt so gut wie nichts mehr zu essen. Und als wäre das nicht genug, kämpfen die beiden Mächte Twyddyn und Milara um die letzten Ressourcen...

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wollte ich es lesen. Es klang nach einem düsteren und spannendem Fantasyabenteuer und ich muss sagen, ich wurde hier nicht enttäuscht.

Als Leser begleitet man abwechselnd Raymo, Lizia und Ash. Raymo ist ein ehemaliger Prinz und schlägt sich alleine durch die Wildnis bis er Lizia trifft und sie vor dem Ertrinken bewahrt. Diese wollte sich eigentlich umbringen, weil ihr als Dienerin ein schreckliches Schicksal bevorsteht. Zusammen begeben sie sich auf eine Reise, bis sich ihre Wege wieder trennen. Doch beide erwartet kein gutes Schicksal und später treffen sie sich erneut.
Unabhängig von den beiden begleitet man den Mönch Ash, der angeblich von seinem Gott erwählt wurde um die Dunkelheit zu vertreiben. So begibt er sich auf eine gefährliche Reise.
Ich finde die drei Protagonisten sehr gut ausgearbeitet und ich mochte jeden auf seine Art. Besonders Lizia konnte mich überzeugen, weil sie ein großes Geheimnis verbirgt auf das ich nie gekommen wäre.

Das dargestellte Setting des Buches ist wirklich düster, trostlos, gefährlich und schockierend. Es passieren die brutalsten Dinge. Ein Mensch ist nichts mehr wert und wer zartbesaitet ist, sollte das Buch vielleicht lieber meiden. Es geht blutig zu und der Autor schreckt auch nicht vor schrecklichen Beschreibungen zurück. Dennoch finde ich die dargestellte Welt konsequent und realistisch. Ich könnte mir gut vorstellen, dass so eine Szenario eintrifft, wenn es keine Sonne mehr gibt.

Alles hat eine beklemmende und düstere Atmosphäre, was durch den gelungenen und bildgewaltigen Schreibstil noch unterstrichen wird. Der Plot wird abwechselnd aus Raymos, Lizias und Ashs Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend finde.

In dem Buch passiert so unglaublich viel. Zu keiner Zeit wusste ich, was mich als nächstes erwartet. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es spannend und es konnte mich durchweg fesseln. Das Ende ist allerdings ziemlich fies, da es mit einem Cliffhanger endet und ich nun am liebsten weiterlesen würde.

Fazit
"Schwarzer Horizont" konnte mich komplett begeistern. Es ist zwar nicht ohne, aber durchweg spannend und das Setting ist auf seine düstere Art komplett faszinierend. Ich bin schon unglaublich gespannt auf die Fortsetzung.

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121 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

bluescreen, science fiction, dan wells, jugendbuch, zukunft

Bluescreen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280211
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Los Angeles im Jahre 2050: So gut wie jeder Mensch hat das Djinni, ein Implantat das sich im Kopf gefindet und dafür sorgt, dass man immer online ist. Handys braucht man schon lange nicht mehr. Dazu gibt es Nulis, die sämtliche niedere Arbeiten erledigen und Fahrzeuge die von selbst fahren. Marisa lebt in dieser Welt und fühlt sich in der virtuellen Realität am wohlsten. Sie ist eine begnadete Hackerin und als eine ihrer Freundinnen ihr die neue Droge Bluescreen zeigt, stößt sie auf etwas mit dem sie nie gerechnet hätte. Denn die Droge ist alles andere als harmlos, obwohl ihre Freundin dennoch der Meinung ist...

Meine Meinung
Bisher haben mir Dan Wells Werke immer gefallen und so war ich gespannt auf seinen neuen Roman, der dystopisch angehaucht ist, in der Zukunft spielt und so einige Science Fiction-Elemente beinhaltet. Die Idee, die er hier darstellt ist erschreckend realistisch. Ich glaube wirklich, dass das von ihm geschaffene Setting mit den Implantaten, den Nulis und den selbst fahrenden Autos irgendwann Realität werden könnte und so regt das Buch gleichzeitig zum Nachdenken an.

Zu Beginn hatte ich allerdings einige Schwierigkeiten in die Welt des Buches hineinzukommen, da es so einige unbekannte Begriffe gibt und Dan Wells auch mal gerne ausschweift, was wissenschaftliche oder technische Themen angeht. Dadurch fiel mir das Lesen nicht immer ganz leicht.
Doch nachdem ich die Zusammenhänge verstanden habe, konnte ich völlig in das Buch versinken und fand es sehr spannend.

Denn es beginnt direkt mitten im Geschehen und Marisa befindet sich bei einem Trainingskampf in der virtuellen Realität. Anschließend begleitet man sie bei ihrem realen Leben und lernt sie schnell kennen. So war sie mir direkt sympathisch. Sie versucht alles um ihrer Freundin, die die Drogen genommen hat zu helfen und ist schlau und mutig. Schnell lernt man auch ihre Freunde kennen und ich finde, dass die Figuren des Buches authentisch und gut ausgearbeitet sind.

Der Schreibstil ist nicht unbedingt als einfach zu bezeichnen. Ich finde sogar, dass Dan Wells hier ziemlich anspruchsvoll schreibt, doch dadurch kann man es nicht weniger gut lesen. Manche spanische Begriffe fließen mit ein, aber dafür gibt es einen Grund, so dass ich das als nicht weiter schlimm empfunden habe. Es passt sogar gut zum Setting und zu dem Plot. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Marisa erzählt, was ich sehr passend finde.

Wie schon erwähnt ist der Plot spannend. Ich wusste zu keiner Zeit, was mich als nächstes erwartet. Es wird gefährlich und es gibt so einige überraschende Wendungen. Dabei baut sich die Spannung immer weiter auf, bis sie in einem überzeugendem Showdown endet. Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band.

Fazit
"Bluescreen" ist ein Buch, das aufgrund seiner vielen technischen Begriffe und Beschreibungen nicht für jeden etwas sein dürfte, aber mir hat es wirklich gut gefallen. Die dargestelle Welt halte ich für erschreckend realistisch und irgendwann möglich und der Plot war spannend, so dass ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung freue.

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97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

elementar, callie reyes, sophia, jennifer estep, bria

Spinnenfeuer

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280815
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Mab Monroe ist endlich besiegt und Gin dürfte eigentlich endlich aufatmen. Allerdings weiß nun jeder, dass sie die Spinne ist und so wird sie immer wieder angegriffen. Als sie genug davon hat, beschließt sie Urlaub zu machen. Doch kaum in Blue Marsh angekommen, erfährt sie, dass die beste Freundin ihrer Schwester in Schwierigkeiten steckt und auf einmal steht sie einem neuen und gefährlichem Feind gegenüber.

Meine Meinung
Ich liebe die "Elemental Assassin"-Reihe und war so unglaublich gespannt auf diese Fortsetzung. Allerdings hatte ich ein bisschen Angst, dass nach Mabs Tod die Luft raus ist und mich diese Reihe nicht mehr begeistern kann. Zum Glück wurde ich hier eines Besseren gelehrt, denn auch diese Fortsetzung konnte mich voll und ganz überzeugen.

Man begleitet Gin, die die Nase voll davon hat andauernd überfallen zu werden und Menschen zu töten. Sie tötet schon längst nicht mehr für Geld. Deshalb reist sie mit ihrer Schwester nach Blue Marsh und erlebt, dass diese dort ein ganz anderes Leben geführt hat. Bria ist dort aufgewachsen und ihre beste Freundin ist wie eine Schwester für sie. Und schon steckt Gin einmal mehr wieder in Schwierigkeiten und muss sich einem gefährlichem Vampir stellen. Dabei überschätzt sie sich maßlos selbst, was zu mehr als gefährlichen Situationen führt. Aber ich muss sagen, gerade diese Selbstüberschätzung macht sie für mich menschlich und liebenswert. Und das obwohl sie eigentlich nicht immer eine Sympathieträgerin ist. Sie ist aufbrausend, teils vorlaut und tötet ohne mit der Wimper zu zucken. Das führt auch zu einigen Problemen mit ihrer Schwester, da diese Detective ist.
Ich mag die Figuren des Buches unglaublich gerne, einfach weil sie mal komplett etwas anders sind als in so vielen anderen Büchern.

Zwischendurch habe ich befürchtet, dass es eine Dreiecksgeschichte gibt, weil Detective Donovan Caine auftaucht, mit dem Gin eine Affäre hatte und der sie schließlich verlassen hat. Aber zum Glück wird sie sich irgendwann über ihre Gefühle klar. Sowieso hat sich Gin im Laufe der Reihe toll entwickelt.
Das Setting ist gewohnt genial und auch die Darstellung des Vampirs war spannend. Jennifer Estep kombiniert altbekanntes mit neuen Ideen und besonders Gins Fähigkeiten können mich immer noch faszinieren.

Der Schreibstil ist ebenfalls großartig, aber auch erwachsener als bei den Jugendbüchern der Autorin. Alles wird aus Gins Ich-Perspektive geschildert und da sie vorlaut und aufbrausend ist, ist der Schreibstil passend für sie und der düsteren Welt in der sie lebt. Das Buch ist sehr atmosphärisch und Jennifer Estep schafft es grandios die Gefühle der Protagonisten zu übermitteln.

Der Plot ist spannend, actionreich, teils blutig, aber auch emotional. Gin findet hier viel über sich selber und ihre Freunde heraus. Und auch die eine oder andere prickelnde Szene zwischen Owen, Gins jetzigem Freund, und Gin findet seinen Platz in dem Buch.
Das Ende bietet einen grandiosen Abschluss und ich freue mich schon jetzt auf Gins nächstes Abenteuer.

Fazit
Auch dieses Abenteuer von Gin konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Ich liebe diese Reihe und finde, dass jeder mal einen Blick riskieren sollte. Schon jetzt freue ich mich auf das nächste Abenteuer mit Gin und ihren Freunden.

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220 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

wüste, fantasy, alwyn hamilton, amani, jugendbuch

AMANI - Rebellin des Sandes

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164365
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die 16-jährige Amani ist alles andere als glücklich. Sie wünscht sich nichts mehr als ihrer Heimat Dustwalk den Rücken zu kehren. Doch dafür braucht sie Geld. Um an dieses zu kommen, nimmt sie als Junge verkleidet bei einem Schießwettbewerb teil. Dort lernt sie Jin kennen, der angeblich zu den Rebellen gehört und den abtrünnigen Prinzen Ahmed unterstützt. Als alles drunter und drüber geht und Amani fliehen muss, damit sie nicht eine von den Frauen ihres Onkels wird, fliehen die beiden gemeinsam und müssen sich einer Gefahr nach der nächsten stellen.

Meine Meinung

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, wurde ich neugierig, denn es wurde hochgelobt. Und ich muss sagen, dass es wirklich sehr gut ist. Das Wüstensetting, gepaart mit Magie und Fantasy, aber auch der Morderne wie Pistolen und Eisenbahnen, eine geheime tödliche Waffe und einer Rebellion gegen den Sultan bietet eine geniale Mischung.

Die Idee dahinter ist orginiell und innovativ und konnte mich völlig in seinen Bann ziehen. Vor allem die Idee der Djinn und die Geschichten die es über sie gibt, konnten mich faszinieren. Als dann auch magische Wesen auftauchen und es Wesen gibt, die halb Djinn und halb Mensch sind, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Dabei ist alles detailliert, atmosphärisch und bildgewaltig dargestellt.

Außerdem konnte mich Amanis Schicksal ab der ersten Seite fesseln. Denn sie lebt in einem Wüstendorf, gefühlt am Rande der Welt. Den Menschen dort geht es schlecht und schließlich soll sie auch noch ihren Onkel heiraten, der schon einige Frauen hat. Ihre Mutter wurde gehängt und sie muss sich durchkämpfen. Ich konnte so sehr verstehen, dass sie ihre Heimat verlassen möchte.
Auch Jin konnte mein Interesse wecken, auch wenn er zuerst der typische geheimnisvolle männliche Protagonist ist und erst ab einem bestimmten Punkt herauskommt, wer er wirklich ist und was seine Ziele sind.
Ich fand die Protagonisten auf jeden Fall interessant und vor allem die Nebenfiguren gefielen mir sehr gut.

Außerdem gibt es auch einen wichtigen politischen Aspekt, der gut ins Gesamtbild passt. Denn der Sultan jagt den Rebellenprinzen und hat eine mächtige Waffe, unterjocht sein Volk und beutet alle aus. Der Rebellenprinz möchte etwas daran ändern und seinen rechtmäßigen Thron besteigen.
Natürlich gibt es auch eine zarte Liebesgeschichte, die aber nicht zu viel Raum in dem Plot einnimmt.

Der Schreibstil passt wunderbar zum Setting, ist manchmal etwas derb, aber leicht und locker zu lesen und sehr atmosphärisch. Alles wird aus Amanis Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Was mich allerdings etwas gestört hat, war wie Amani vor allem zu Beginn viele Leute im Stich lässt, allen voran ihren einzigen Freund. Erst im Laufe des Buches ändert sie sich und kämpft für die Menschen, die ihre etwas bedeuten. Außerdem fehlte mir an manch einer Stelle etwas die Logik und Amani hatte es manchmal zu leicht. Ihr Verhalten konnte ich auch nicht immer nachvollziehen.
Aber dennoch konnte mich das Buch sehr gut unterhalten. Es ist spannend von der erste bis zur letzten Seite und das Ende bietet einen gelungenen Abschluss.
Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf den nächsten Band.

Fazit
"AMANI- Rebellin des Sandes" bekommt von mir sehr, sehr gute vier Sterne. Ich liebe das Setting und die Idee dahinter und fand es wirklich spannend. Wer nach einem originiellem Buch voller Magie und Gefahren sucht, ist hiermit gut beraten. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung.

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