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227 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

alexander der große, fantasy, magie, makedonien, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Prinz Alexander steht kurz davor aus dem Schatten seines Vaters zu treten. Er ist umgeben von Intrigen und Verrat und weiß nicht, wem er trauen kann. Er entscheidet sich dafür Kat zu trauen, die er noch nicht lange kennt und mächtig ist. Doch diese hat ganz eigene Pläne und wird von Rache getrieben.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dieser Reihe gehört hatte, wurde ich neugierig. Ich liebe Bücher aus dem Fantasybereich und da dieses hier in der Antike um genau zu sein 340 v. Chr. spielt und es die Geschichte rund um Alexander dem Großen kombiniert mit Fantasy und Magie erzählt, konnte ich nicht wiederstehen.

Es erzählt die Geschichte von Alexander als er noch jünger war, vor seinen Siegen und seiner Berühmtheit. Aber nicht nur das. Das Buch erzählt viele Perspektiven, man begleitet viele Personen und viele Schicksale, wird von Intrigen und Verrat nahezu überrannt. Ich muss sagen, dass mir besonders zu Beginn das Lesen auch echt schwer gefallen ist. Denn obwohl ich die Idee des Buches und auch das Setting sehr mag, waren es mir doch zu viele Perspektiven und zu viele Figuren. Man verliert schnell den Überblick und es ist nicht leicht einen Zusammenhang zu verstehen.
Dadurch zieht sich der Plot auch etwas in die Länge und wirkt langatmig. Eigentlich wirkt das ganze Buch auch eher wie eine Einleitung zur eigentlichen Reihe.

Dennoch muss ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Ich fand die verschiedenen Figuren des Buches sehr faszinierend, auch wenn mir manche etwas zu blass erschienen, aber das kann sich in den Folgebänden ja noch ändern. Besonders Alexander und Kat fand ich aber gut ausgearbeitet und ich habe es gemocht deren Schicksal zu verfolgen. Besonders Kats Hintergründe machten sie tiefgründig und vielschichtig und zu Alexander konnte ich gleich eine Verbindung aufbauen.

Der Schreibstil passt wunderbar zum Setting und der Epoche in der das Buch spielt. Allerdings hat es mich irritiert, dass viele Namen abgekürzt wurden, weil ich das für die Antike irgendwie seltsam fand. Dennoch ist der Schreibstil nach meinem Geschmack, bildgewaltig und fesselnd, sodass sich die Seiten trotz meiner Anfangsschwierigkeiten sehr gut lesen ließen.

Der Plot hat immer wieder leichte Spannungsspitzen, aber alles in allem war es für mich nicht das spannenste Buch. Dennoch bin ich unglaublich gespannt auf die Fortsetzung, denn trotz meiner Kritik fand ich das Buch gut.

Fazit
"Schattenkrone- Royal Blood" bekommt von mir zwar nur knappe vier Sterne, aber dennoch freue ich mich auf die Fortsetzung. Die Idee dahinter ist nach meinem Geschmack, nur die vielen Perspektiven haben mich zuerst etwas erschlagen. Es wirkt eher wie eine Einführung für die Folgebände, aber in der Reihe steckt definitiv Potenzial.

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kai meyer, die krone der sterne

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Philipp Schepmann
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.02.2017
ISBN 9783839814918
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Iniza lebt auf dem Planeten Koryantum im galaktischen Reich Tiamande. Eines Tages wird sie von der Gottkaiserin und ihrem Hexenorden auserwählt die Braut der Gottkaiserin zu werden. Doch sie möchte diesem Schicksal entgehen und beschließt mit ihrem heimlichen Geliebten Glanis zu fliehen. Als sie flieht wird sie allerdings entführt und so kreuzen sich ihre Wege mit denen von dem Kopfgeldjäger Kranit und der Alleshändlerin Shara und zusammen sind sie auf der Flucht.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass nicht jedes Buch von Kai Meyer auch etwas für mich ist, aber in letzter Zeit liebe ich immer mehr Bücher und Hörbücher aus dem Science-Fiction-Bereich und so konnte dieses Hörbuch mein Interesse wecken. Und ich bin froh, dass ich dazu gegriffen habe, denn ich fand das Hörbuch grandios. Der Weltenentwurf von Tiamande, den einzelnen Planeten, den Hexen die über alles herrschen und noch mehr konnte mich komplett überzeugen und in seinen Bann ziehen. In dem Hörbuch gibt es so viel zu entdecken und so viele Informationen, die ganz nebenbei in den Plot eingestreut werden um den Weltenentwurf noch komplexer und faszinierender zu gestalten. Man erfährt ganz nebenbei etwas zur Geschichte Tiamandes, zu den Herrschaftsstrukturen und dem Glauben mancher Menschen.

Auch der restliche Plot konnte mich begeistern, es passiert so viel und es gibt so viele überraschende Wendungen und so viel zu entdecken, dass ich am liebsten gar nicht mehr aufgehört hätte das Hörbuch zu hören.
Es gibt die heftigsten Kämpfe in herrlicher Science-Fiction Manier, spannende Verfolgungsjagden mit Raumschiffen, aber auch emotionale und tiefgründige Szenen. Für jeden Geschmack ist eigentlich etwas dabei.

Aber besonders gut haben mir die Figuren des Hörbuches gefallen. Außer Iniza und Glanis war mir eigentlich niemand so wirklich sympathisch. Jeder hat seine eigenen Ziele und verfolgt diese skrupellos, doch dann gibt es immer wieder Momente in denen mich die Figuren positiv überraschten, sodass ich sie verstehen konnte, auch wenn ich sie oft nicht mochte. Das macht die Figuren für mich vielfältig und interessant. 

Auch der Sprecher, den ich bisher nicht kannte, konnte mich überzeugen. Er kann eindrucksvoll verschiedene Stimmungen darstellen und seine Klangfarbe anpassen, sodass er auch verschiedene Figuren des Buches überzeugend spricht. Ich hätte ihm ewig lauschen können.
Aber auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Kai Meyer schreibt einfach grandios, verfasst die unterhaltsamsten Schlagabtäusche, kombiniert mit großen Gefühlen und einer tollen Atmosphäre. Ich hatte das Gefühl alles hautnah zu erleben und ein wahres Kopfkino vor Augen. 

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss, lässt mich aber dennoch sehnsüchtig auf weitere Abenteuer mit Iniza und den anderen warten.

Fazit
"Die Krone der Sterne" war für mich ein echtes Highlight. Wer Science-Fiction mag, sollte dieses Hörbuch auf keinen Fall verpassen. Es ist vom Weltenentwurf bis hin zum Sprecher grandios und ich kann es einfach nur empfehlen.

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378 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

liebe, reise, wünsche, ava reed, tod

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Yara und Noel kennen sich kaum und mögen sich auch nicht, aber als Noels Großvater stirbt, ist sein letzter Wunsch, dass die beiden eine Liste für ihn abarbeiten und das zusammen. Ihm zu Liebe begeben sie auch auf eine Reise um den Himmel zu berühren, einen Baum in einem fremden Land zu pflanzen, den Regenwald zu besuchen und noch mehr. Was zuerst als widerwilliges Abenteuer beginnt, verändert die beiden.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich ohne die vielen begeisterten Blogger wohl nie auf dieses Buch aufmerksam geworden wäre. Ich kannte noch kein Buch von Ava Reed, aber nach diesem Buch muss ich das wohl ändern. Denn "Wir fliegen, wenn wir fallen" hat bei mir auf der emotionalen Ebene einen Nerv getroffen. Es ist ein traurig schönes Buch, voller Emotionen, Tiefgang und einer tollen Sicht auf die Dinge.

Zuerst beginnt das Buch sehr traurig, denn Phil stirbt. Er ist Noels Großvater. Yara hat ihm immer vorgelesen und konnte lange Zeit nur bei ihm zur Ruhe kommen. Beide nimmt der Tod sehr mit und als sie die Liste bekommen, die sie für Phil erfüllen sollen, beschließen sie es zu wagen. Am Anfang hatte ich oft Tränen in den Augen. Das Buch ist wirklich berührend.
Im Laufe des Buches wird das Buch dann auf andere Art emotional. Yara und Noel haben beide Probleme mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen, machen sich Vorwürfe und leben nicht wirklich. Yara wird von Albträumen geplagt und Noel hat keine Perspektiven. Ungewollt kommen sie sich näher, erleben unglaubliches und entwickeln sich. Ich mochte beide sehr und muss sagen, dass ich beide sehr gut und authentisch ausgearbeitet fand, denn sie nicht nicht perfekt und haben ihre Macken.

Das Buch ist voller Poesie und es gibt unlaublich viele schöne und auch traurige Zitate, voller Gefühle und einer tieferen Bedeutung. Ich muss gestehen, dass ich das Buch liebe und auch der Schreibstil passt dazu. Er ist leicht und locker zu lesen, atmosphärisch, voller Emotionen und tollen Beschreibungen ferner Länder, sodass ich gleich Fernweh bekommen habe. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noel und Yara erzählt und beide sind sehr unterschiedlich. Ava Reed ist es gelungen das in den verschiedenen Perspektiven miteinzubringen, sodass sich beide Perspektiven anders lesen lassen, was sehr gut passt.

Der Plot entwickelt sich auf seichte Art, konnte mich aber völlig in seinen Bann ziehen. Schon lange konnte mich ein teils so trauriges Buch nicht mehr so fesseln und begeistern. Denn das Buch ist wirklich schön und einfach empfehlenswert und auch das Ende konnte mich komplett überzeugen.

Fazit
"Wir fliegen, wenn wir fallen" ist traurig schön und wundervoll. Ich bin völlig begeistert und kann die ganzen begeisterten Blogger mehr als verstehen. Es ist ein Buch über Liebe, Trauer, Tod, das Leben und was im Leben wirklich wichtig ist. Es ist eigentlich eine Liebeserklärung an das Leben und ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, faun, mechthild gläser, fabelwesen

Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mechthild Gläser
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785585122
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Emma hat vor einen Literaturclub zu gründen. Dafür möchte sie die alte Bibliothek, die schon länger ungenutzt ist, verwenden. Als sie mit ihren Freunden dort aufräumt, findet sie ein seltsames Buch, das eine Chronik über ihr Internat Schloss Stolzenburg zu sein scheint. Als sie es selber benutzt, merkt sie schnell, dass es gar keine Chronik ist, sondern alles, was man aufschreibt auch in irgendeiner Form wahr wird. Doch nichts passiert so, wie Emma sich das vorstellt. Und ganz nebenbei nervt sie Darcy, der gar nicht auf ihr Internat geht, aber sich in alles einmischt, weil er Antworten auf das Verschwinden seiner Schwester vor vier Jahren haben möchte.

Meine Meinung
Da ich bisher alle Bücher der Autorin sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neuestes Werk, das ich wirklich sehr süß finde. Es beginnt wie eine typische Internatsgeschichte und man begleitet Emma, die mir gleich sympathisch war. Ihr Vater ist Schulleiter und deswegen ist sie überhaupt auf diesem Internat, das eigentlich eher für die reichen Kinder reserviert ist. Sie liebt ihr Leben da und zusammen mit ihren beiden Freudinnen Charlotte und Hannah erlebt sie so einiges.

So ist das Buch für Fans von Internatsgeschichten genau das Richtige. Außerdem geht es um die erste Liebe, Magie und einem großen Geheimnis. Kombiniert wird das Ganze mit Figuren aus Jane Austen, was ich sehr gelungen finde und auch wenn jüngere Leser Jane Austen wohl eher nicht kennen, könnte dadurch vieleicht die Neugierde auf ihre Werke geschürt werden.
Mir hat besonders das Geheimnis um den Faun gefallen, das einen Großteil des Plots einnimmt und mit dem Finden des Buches beginnt. Denn immer wieder wird ein Faun erwähnt und zusammen mit Emma versucht man dem auf den Grund zu gehen.

Es ist ein Buch für eher jüngere Leser, denn ich fand vieles sehr vorhersehbar, was aber daran liegen kann, das ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Manchmal zieht sich der Plot in die Länge und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich in unwichtige Details verstrickt. Dennoch fand ich das Buch zauberhaft und schön.
Denn die Idee dahinter ist gelungen und auch die Ausarbeitung der Figuren mochte ich. Ich konnte direkt mit ihnen fühlen.
Das Buch hat durchweg eine leicht märchenhafte Atmosphäre, die mir wunderbar gefallen hat.

Mechthild Gläser schreibt bildgewaltig und voller Emotionen. Beim Lesen entsteht ein wahres Kopfkino und so kann man völlig in die Seiten des Buches versinken. Sie schreibt dabei leicht und locker und für die Zielgruppe perfekt. Der Plot wird aus Emmas Ich-Perspektive geschildert und mit kurzen Abschnitten aus der Chronik, die Emma findet, kombiniert.

Das Geheimnis um Darcys Schwester ist ebenfalls gelungen und am Ende wird alles aufgelöst und zu einem stimmigen Ende kombiniert. Die Liebesgeschichte, die hier natürlich nicht fehlen durfte, fand ich süß, wenn auch vorhersehbar.
Und auch, wenn mir manchmal die Spannung fehlte, ist es doch ein Buch, das ich besonders jüngeren Lesern empfehlen kann.

Fazit
"Emma, der Faun und das vergessene Buch" ist ein wirklich süßes Buch, voller Geheimnisse und einer märchenhaften Atmosphäre. Besonders jüngere Leser und Internatsfans dürften hier dran gefallen finden und auch wenn ich längst nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, konnte mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Werke der Autorin.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

sience-fiction

Freie Geister

Ursula K. Le Guin , Karen Nölle
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035359
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Freie Geister" konnte schon in der Vorschau des Verlages mein Interesse wecken, da ich den Klassiker nicht kenne und momentan einfach gerne Science-Fiction lese. Bisher haben mich immer Dystopien interessiert und ich fand es spannend mal eine Utopie zu lesen. Dabei ist das Buch so komplex und vielfältig, dass ich nicht wie sonst eine eigene Zusammenfassung des Inhaltes geschrieben habe, da ich die Kurzbeschreibung des Verlages treffend finde und es mir schwer gefallen ist etwas eigenes zu schreiben.
Denn obwohl das Buch ein Klassiker ist und ich nur selten welche lese, konnte mich die Autorin überzeugen. Die Übersetzung habe ich als gut empfunden, habe aber auch keinen Vergleich.

Was mich an diesem Roman am meisten beeindruckt hat, war wie eine staatlose Gesellschaftsform auf Anarres existiert, denn der Planet ist ein Planet der Anarchisten. Gegenübergestellt wird das Ganze einer demokratisch-kapitalistischen Gesellschaftsform auf dem Planeten Urras und dabei schafft die Autorin alles subtil kritisch zu beleuchten und übt Kritik, die auch heute nach all der Zeit noch hochaktuell ist.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich eine Weile brauchte um Zugang zu dem Buch zu finden, weil es wie schon erwähnt komplex ist und ich erst einmal die Planeten und Zusammenhänge verstehen musste. Am Anfang gibt es Abbildungen der Planeten, die mir sehr gut gefallen haben. Alles wird ausführlich und bildlich dargestellt.
Vor allem der Gegensatz der beiden Planeten ist überwältigend. Anarres war ein unwirtlicher Wüstenplanet und nur dank harter Arbeit ist dort überhaupt Leben möglich, aber dennoch müssen die Menschen hart arbeiten um überleben zu können. Urras dagegen hat Ressourcen im Überfluss, aber diese sind nicht gerecht verteilt. Es gibt arme und reiche Menschen und der Kapitalismus steht im Vordergrund.
Dabei versucht die Autorin zu keiner Zeit etwas zu idealisieren.

Der Plot an sich ist sehr unterhaltsam und spannend, hat aber auch seine Längen. Man begleitet den Physiker Shevek, der eine Erfindung macht, die revolutionär für die Raumfahrt sein könnte. Als er auf seinem Heimatplaneten Anarres nur Ablehnung erhält, geht er nach Urras, doch deshalb zählt er als Verräter auf Anarres. Er hofft auf Urras weiter forschen zu können, doch erfährt schnell, dass sie ihn nur ausnutzen wollen und bekommt schießlich Kontakt zu einer Widerstandbewegung.
In Rückblenden und Erinnerungen erfährt man mehr über sein Leben und seinen Heimatplaneten, so dass er ein sehr detailliert ausgearbeiteter Protagonist ist, der überzeugen kann. Er hat große Ziele, würde dafür aber nie über Leichen gehen. Dabei sollte man aber konzentriert lesen, da Shevek sich entwickelt und das teilweise so subtil und authentisch geschieht, das mich die Entwicklung komplett überzeugen konnte.
Viele Wendungen des Plots haben mich überrascht und das Ende bietet einen gelungenen Abschluss.

Der Schreibstil ist nicht immer einfach, aber wie schon erwähnt gefiel mir die Übersetzung. Nachdem ich mich aber in das Buch eingefunden hatte, ließ sich alles sehr gut lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Es ist ein anspruchsvolles Buch mit einer klaren Intention und das spiegelt sich einfach auch im Schreibstil wieder.
Dennoch kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Fazit
"Freie Geister" ist ein Buch mit einer klaren Intention und auch wenn ich es nicht immer als leicht zu lesen empfunden habe, mochte ich es sehr. Vor allem der Kontrast der beiden Planeten konnte mich überzeugen, aber auch die Kritik der Autorin, die auch heutzutage noch aktuell ist.

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110 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

fantasy, märchen, fluch, krieg, gift

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845817941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der schlafende Prinz ist erwacht und erobert mit erschreckender Brutalität Lormere und Tregallan. Auch Errin spürt die Folgen seiner Eroberung und das obwohl sie mit Mühe und Not über die Runden kommt. Nachdem ihr Vater gestorben ist und ihr Bruder verschwunden, bleibt nur noch sie übrig um sich um ihre Mutter zu kümmern, die sich verändert hat und krank zu sein scheint.
Als Soldaten sie aus ihrem Zuhause vertreiben, bleibt ihr nichts anderes übrig als Salis zu vertrauen. Doch obwohl sie ihm schon viele Gifte verkauft hat und ihn gerne mag, hat sie noch nie sein Gesicht zu sehen bekommen. Kann sie ihm wirklich vertrauen?

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band im Großen und Ganzen überzeugen konnte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich zuvor den Klappentext nicht gelesen habe und zuerst überrascht war. Ich dachte, dass hier wieder Twylla im Vordergrund steht. Doch sie ist nur eine Nebenfigur und taucht zuerst gar nicht auf.

Als Leser begleitet man Errin, die sich auf das Mischen von Heiltränken, Salben und Giften versteht und für ihre Mutter sorgt. Ich muss sagen, dass sie mir gleich sympathischer war als Twylla. Sie führt ein hartes Leben und ihre Familie bedeutet ihr alles. Dennoch ist sie stark und liebenswert. Ihre Gefühle wurden so eindrucksstark und überzeugend dargestellt, dass ich einfach mit ihr fühlen musste.
Auch die anderen Figuren mochte ihr hier lieber.
Allerdings konnte ich mir für meinen Geschmack zu schnell denken, was ein Geheimnis Salis verbirgt, was mir etwas den Lesespaß genommen hat.

Ab einem gewissen Punkt treffen Errins und Twyllas Schicksale aufeinander und diese Verknüpfung der beiden Bände fand ich gelungen. Zwischendurch empfand ich den Plot zwar als etwas langatmig, aber insgesamt hat mir dieser Band besser gefallen als sein Vorgänger. Im Laufe des Buches wird der Plot zunehmend spannender, actionreicher und gefährlicher. Die Idee mit dem schlafenden Prinzen finde ich durchweg gelungen.

Der Schreibstil passt ins Setting und ist sehr leicht und eingängig zu lesen. Emotionen werden gut übermittelt und alles wird aus Errins Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende ist hochdramatisch und bietet einen spannende Showdown, nach dem ich mich jetzt schon sehr auf den finalen dritten Band freue, vor allem da dieses Buch einen ziemlichen Cliffhanger hat.

Fazit
Mir hat diese Fortsetzung besser gefallen als der erste Band, der nur knappe vier Sterne bekommen hat. Dieser hier bekommt sehr gute vier Sterne. Mir hat Errin als Protagonistin besser gefallen und auch den ganzen Plot mochte ich lieber. Ich kann diese Fortsetzung also auf jeden Fall empfehlen.

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114 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

manhattan, sarah morgan, schlaflos in manhattan, liebe, gegenwartsliteratur

Schlaflos in Manhattan

Sarah Morgan , Stefanie Kruschandl
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 06.02.2017
ISBN 9783956496073
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Im Leben von Paige läuft alles so wie sie es sich wünscht. Sie hat ihren Traumjob und lebt in Manhatten. Doch dann verliert sie aus heiterem Himmel ihren Job. Aber zum Glück steht sie nicht alleine vor dem Problem. Ihre besten Freundinnen, ihr Bruder und der beste Freund ihres Bruders unterstützen sie. Und besonders Jake, der beste Freund ihre Bruders, könnte ihr helfen. Doch sie ist schon seit Jahren in ihn verliebt und er hat ihr einen eindeutigen Korb gegeben. Dennoch leben ihre Gefühle neu auf...

Meine Meinung
Da ich mittlerweile alle Bücher von Sarah Morgan verschlungen habe, war auch dieses Buch für mich eine Pflichtlektüre und das obwohl Liebesromane wohl nie zu meinem bevorzugtem Genre gehören werden.

Hier konnte mich die Autorin wieder einmal mit einer Geschichte fürs Herz begeistern. Was ich besonders toll fand, war, dass Paige, ihr Bruder Matt sowie ihre besten Freundinnen Eva und Frankie von Puffin Island stammen und es so eine Verbindung zur vorherigen Reihe gibt. Dennoch spielt das Buch in Manhatten, was mal wieder eine schöne Abwechslung gibt. Das Setting ist ungaublich toll dargestellt.

Aber auch die Figuren des Buches mochte ich sehr. Sei es Paige, die als sie klein war einen schweren Herzfehler hatte und immer überbehütet wurde, ihre besten Freundinnen, die sehr unterschiedlich sind, ihr liebenswerter Bruder oder der Draufgänger Jake, hinter dem sich so viel mehr verbirgt. Die Autorin hat ein Händchen dafür facettenreiche Figuren zu erschaffen, die wirken wie jemand aus dem echten Leben.

Auch der Schreibstil war gewohnt großartig. Voller Emotionen und so unglaublich schön zu lesen. Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Paige und Jake erzählt, so dass man deren Gefühle hautnah miterlebt.

Der Plot an sich ist stellenweise vorhersehbar, aber irgendwie wäre es kein Liebesroman, wenn es nicht so wäre. Ich fand den Plot wirklich unterhaltsam und es war mal wieder ein Buch zum wohl fühlen und verlieben.
Das Ende rundet das Ganze stimmig ab.

Fazit
"Schlaflos in Manhattan" ist ein typischer Sarah Morgan Roman und einfach etwas fürs Herz. Jedem, der Liebesroman mag, kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen, denn es konnte mich komplett überzeugen. Ich bin quasi durch die Seiten geflogen und kaum angefangen, war es auch schon wieder beendet.

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143 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschenschlaf, a wicked thing, drachen

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Aurora ist alles andere als glücklich als Prinz Rodric sie wach küsst. Als sie dann erfährt, dass alle die sie liebt, schon lange tot sind und sie einen hundertjährigen Schlaf hinter sich hat, wird alles nur noch schlimmer. Rodric und seine Eltern sind der festen Überzeugung, dass die beiden heiraten müssen, da es so überliefert wurde. Doch keiner fragt, was Aurora möchte und so findet sie sich schneller als sie schauen kann zwischen Intrigen und Machtspielen wieder.

Meine Meinung
Ich liebe Märchenadaptionen und so konnte dieses Buch direkt mein Interesse wecken. Denn was ist, wenn Dornröschen erwacht und sie nicht unsterblich in den Prinzen verliebt ist, der sie von ihrem Fluch befreit?

Hier stehen somit Auroras Gefühle im Vordergrund. Ich finde es realistisch beschrieben wie verloren sich Aurora fühlt. Sie ist zu Beginn völlig überfordert und passiv und das finde ich, so wie es dargestellt wurde, wirklich authentisch. Nur im Laufe des Buches ging es mir irgendwann auf die Nerven, weil ich wollte, dass Aurora aktiv wird und endlich ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, anstatt immer nur zu jammern. An einem gewissen Punkt tut sie es dann und ich glaube, dass der Folgeband mich deshalb noch mehr überzeugen könnte.

Sie ist gefangen zwischen Intrigen und weiß nicht wem sie vertrauen kann. Jeder scheint einen Hintergedanken zu haben und zusammen mit ihr habe ich versucht hinter die Figuren des Buches zu blicken. Die Figuren finde ich allesamt etwas blass dargestellt, was aber vielleicht bewusst so gemacht wurde, damit sie geheimnisvoller und undurchdringlicher wirken.

Der Schreibstil passt wunderbar ins Setting und lässt sich leicht und locker lesen. Alles wird aus Auroras personaler Erzählperspektive geschildert, was ich sehr passend fand. Dabei schreibt die Autorin emotional und bildlich.

Die Idee des Plots finde ich grandios und auch die Umsetzung nicht schlecht. Es passiert hier zwar relativ wenig, aber dennoch konnte mich das Buch fesseln und teils auch schockieren. Rodrics Eltern sind grausame Herrscher und Aurora hat es nicht leicht. Außerdem hatte ich erwartet, dass es etwas mehr Fantasy beinhaltet, doch das kommt nur am Rande vor. Das Hauptaugenmerk liegt wirklich auf den Intrigen, Auroras inneren Gefühlen und ihrer Wandlung.
Gegen Ende nimmt der Plot einiges an Fahrt auf, so dass ich mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung freue.

Fazit
"Ewig- Wenn Liebe erwacht" ist eine Märchenadaption, die mir im Großen und Ganzen gefallen hat und trotz meiner Kritik habe ich es wirklich gerne gelesen. Ich liebe die Idee dahinter und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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266 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, liebe, anspruchsvol

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Gottie ist ein wahres Mathegenie und Physik fällt ihr leicht. Doch ansonsten scheint in ihrem Leben alles schief zu laufen. Erst verlässt ihr bester Freund Thomas sie ohne sich je zu melden, dann stirbt ihr geliebter Großvater und anschließend trennt sich ihr heimlicher Freund von ihr. Niemand scheint ihre Trauer und Einsamkeit zu verstehen. Als Thomas wieder in ihr Leben tritt, werden ihre Gefühle erneut durcheinander geworfen. Und nicht nur das, auf einmal durchlebt sie Szenen aus ihrem vergangenem Leben erneut und es vergeht dabei Zeit in ihrem echten Leben, ohne das sie weiß was währenddessen passiert ist. Verliert sie den Verstand oder gibt es womöglich Wurmlöcher? Gottie macht sich auf die Suche nach Antworten.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte wurde ich neugierig, denn es klang nach einer etwas anderen Liebesgeschichte. Und diesen Eindruck kann ich nach dem Leben nur bestätigen. Das Buch beinhaltet so viele wichtige Themen einer Heranwachsenden. Es geht um die erste Liebe, Freundschaft, Verlust und Trauer. Das Buch ist tiefgründig und einfach toll.

Doch neben den normalen Themen gerät Gottie immer wieder in die Vergangenheit. Erst denkt sie, dass sie verrückt wird, doch dann versucht sie eine wissenschaftliche Erklärung dafür zu finden. Sie erstellt Formeln und Nachforschungen bis sie schließlich herausfindet, was mit ihr geschieht.
Ich muss gestehen, dass mir das Ganze manchmal etwas zu wissenschaftlich war. Zwar fand ich die Erklärungen spannend und auch Gotties Weg dorthin gefiel mir, aber ich bin selber kein Physikfan und manchmal fand ich es etwas anstrengend zu lesen. Auch ist vieles durch diese Sprünge in die Vergangenheit sehr verwirrend. Deshalb kann ich dem Buch nicht ganz die volle Punktzahl geben, obwohl ich es wirklich bewegend und toll fand.

Gottie ist keine einfache Protagonistin, anstatt das Gespräch zu suchen, zieht sie sich lieber zurück, stößt alle von sich und sucht die Fehler bei anderen. Sie ist wirklich ein Mathe- und Physikgenie, aber auf der zwischenmenschlichen Ebene hat sie Probleme. Im Laufe des Buches macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch und ich mochte sie gerade wegen ihren Ecken und Kanten sehr.
Neben Gottie stehen noch ihr Bruder, ihr ehemals beste Freundin und noch ein paar andere im Vordergrund, aber ein besonderes Augenmerk wurde auf Thomas gelegt und er war ein Protagonist, der direkt mein Herz erobert hat. Er backt für sein Leben gern und hat sich in den Jahren seitdem Gottie ihn nicht mehr gesehen hat verändert, ist reifer und erwachsener geworden und so liebenswürdig.
Sowieso finde ich die Figuren des Buches unglaublich toll und vielschichtig ausgearbeitet.

Auch der Schreibstil kann überzeugen, auch wenn er für ein Jugendbuch doch schon recht anspruchsvoll ist. Emotionen werden eindrucksvoll übermittelt und die Autorin baut subtil Spannung auf. Alles wird aus Gotties Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen guten und stimmigen Abschluss, sodass ich das Buch mit einem guten Gefühl zu klappen konnte. Ich fand es wirklich gut und freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

Fazit
"Ein bisschen wie Unendlichkeit" bietet eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und ist überraschend vielschichtig. Nur der Physikanteil war mir manchmal etwas zu hoch, dennoch ist es ein Buch das ich komplett empfehlen kann.

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(233)

622 Bibliotheken, 31 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

prinz, prinzessin, fantasy, attentäter, der kuss der lüge

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Als sogenannte Erste Tochter hat Lia keine Möglichkeit über ihr Schicksal selbst zu entscheiden. Da sie die Tochter des Königs von Morrighan ist, soll sie einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat um ein Bündnis zu schmieden. Doch sie möchte nur aus Liebe heiraten und so flieht sie und zieht ein einfaches Leben dem Leben einer zukünftigen Königin vor.
Als jedoch Rafe und Kaden in ihr Leben treten, ändert sich alles, denn der eine ist gekommen um sie zu töten und der andere der Prinz, den sie eigentlich heiraten sollte. Sie fühlt sich zu beiden hingezogen und weiß nichts über deren wahre Herkunft...

Meine Meinung
Von diesem Buch habe ich zuvor schon unglaublich viel gehört. Denn es gab einen wahnsinnigen Hype darum und so wurde ich neugierig und meine Erwartungen waren hoch, vielleicht ein kleines bisschen zu hoch, denn obwohl mich das Buch sehr gut unterhalten konnte und ich es wirklich mochte, ist es dennoch nicht so gut, wie ich erwartet hätte.

Das lag vor allem daran, dass Lias Verhalten für mich zuerst einfach nur egoistisch war. Sie denkt nur an sich und nicht, was ihre Taten für Konsequenzen haben. Zwar konnte ich ihre Entscheidung verstehen, aber sie wirkt dadurch naiv und weniger sympathisch. Erst im Laufe des Buches entwickelt sie sich, wird reifer und verantwortungsvoller und ab da mochte ich sie sehr, sodass ich denke, dass mich die Folgebände noch mehr überzeugen können.

Bevor ich das Buch gelesen hatte, war mir schon klar, dass es eine Dreiecksgeschichte enthalten wird und ich wusste vorher, dass mich das stören wird. Doch hier hat mich die Autorin positiv überrascht, denn obwohl Lia sich zu beiden jungen Männern hingezogen fühlt, hat sie ziemlich schnell einen Favoriten und ich fand ihre Gefühle nachvollziehbar und gut dargestellt. Vor allem weil ich die Darstellung von Rafe und Kaden sehr mochte. Sie sind zwei sehr unterschiedliche junge Männer und jeder hat seine Geschichte. Sie sind tiefgründig und toll ausgearbeitet. Aber besonders mochte ich Pauline, Lias Dienerin und beste Freundin, die immer hinter ihr steht.

Das Setting des Buches erinnert an einen mittelalterlichen Roman, hat aber auch einen Fantasyaspekt, sodass ich einen Moment brauchte um mich in die Welt des Buches einzufinden. Doch ich finde sie wunderschön dargestellt und ausgearbeitet. Die Idee dahinter ist gelungen.
Der Plot an sich ist eher ruhig. Es passiert nicht so viel und das Hauptaugenmerk liegt eher auf Lias Entwicklung und die Gefühle von ihr, Rafe und Kaden. Nebenher bekommt man ein paar wenige Informationen dazu, was im Königreich vorgeht. Erst gegen Ende nimmt der Plot mehr an Fahrt auf. Dennoch konnte mich das Buch durchweg fesseln und unterhalten.

Was vor allem an dem gelungenen Schreibstil der Autorin lag. Sie schreibt leicht und locker, emotional und atmosphärisch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören das Buch zu lesen.
Es wird hauptsächlich aus Lias Ich-Perspektive geschildert, aber auch Rafes und Kadens Ich-Perspektive wird hin und wieder beschrieben. Zwischendurch gibt es ein Vermächtnis, das man erst nach und nach versteht.

Das Ende bietet einen ziemlichen Cliffhanger und ich bin mehr als gespannt auf die Fortsetzung. Denn insgesamt fand ich das Buch wirklich richtig gut und fesselnd.

Fazit
"Der Kuss der Lüge- Die Chroniken der Verbliebenen" ist ein Buch, das sehr gehyped wird. Ich kann den Hype nicht ganz verstehen, aber dennoch gefiel mir das Buch unglaublich gut. Dieser erste Band ist eher etwas ruhiger, aber dennoch bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und kann es insgesamt mehr als empfehlen.

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(54)

199 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, alana falk, arena verlag, sterne, gesellschaft

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Endlich ist es soweit. Liliana bekommt ihre Quelle zugewiesen und wird damit in die Gemeinschaft der Magier aufgenommen. Doch ausgerechnet Chris, der sie zu verabscheuen scheint, wird ihre Quelle und ohne ihn kann Liliana nicht zaubern. Liliana weiß nicht, was sie machen soll, denn die Zeit drängt und ein großer Einsatz erwartet die jungen Magier.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich auf dieses Buch wegen seinem wunderschönen Cover aufmerksam wurde, doch auch die Geschichte an sich kann überzeugen. Das Buch spielt teils in Neuseeland und teils in Rom. Es gibt Magier, die die schlimmsten Naturkatastrophen verhindern und den Menschen helfen. Liliana gehört zu ihnen. Doch die Magier sind machtlos, wenn sie nicht eine menschliche Quelle haben, die die Magie für sie bereithält. Die Idee dahinter finde ich grandios und auch die komplette Ausarbeitung konnte mich überzeugen. Das ist mal eine eine Art der Magierdarstellung, die mich wirklich überzeugen konnte.

Neben Lilianas Geschichte gibt es aber noch einen zweiten Handlungsstrang. Dabei wird die Geschichte von Adara erzählt, die ihre Quelle verloren hat und alles versucht um sie wieder zum Leben zu erwecken. Beide Perspektiven sind komplett gegensätzlich und haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun.
Lilianas Perspektive zeigt ein Leben voller Hoffnung in die Zukunft, Angst vorm Versagen und den Problemen mit Chris. Sie steht hinter der Gemeinschaft und glaubt an das Gute der Magier.
Adaras Perspektive zeigt dagegen ein Leben voller Trauer, Wut, aber auch Angst und Einsamkeit. Sie arbeitet gegen die Gemeinschaft und den hohen Rat der Magier und hat Angst als Verräterin enttarnt zu werden.

Ich mochte beide Perspektiven auf ihre Art. Die Figuren des Buches sind wunderbar ausgearbeitet. Neben Liliana und Adara stehen noch Chris und Seth im Vordergrund. Sie sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Chris ist voller Hass und Auflehnung und handelt unbedacht und kopflos, Seth dagegen zeigt keine Emotionen und handelt kühl und überlegt. Ich mochte diese Gegensätze sehr.

Nach und nach wird dann klar, was die beiden Perspektiven miteinander zu tun haben und gegen Ende gibt es eine ungaubliche, faszinierende und tolle Wendung, die das Ganze für mich zu etwas Besonderem macht. Der Plot ist spannend, emotional, erst geheimnisvoll, aber voller Intrigen und Gefahren. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Es war mein erstes Buch der Autorin und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein, denn sie schreibt nicht nur leicht und locker, sondern auch voller Emotionen und so bildlich, dass ich mir alles wunderbar vorstellen konnte und mit den Protagonisten mitgefiebert habe.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss, der zwar kein Cliffhanger ist, aber dennoch neugierig auf die Fortsetzung macht, auf die ich mich schon jetzt sehr freue.

Fazit
"Das Herz der Quelle- Sternensturm" war für mich ein echtes Highlight. Nicht nur die Idee dahinter ist gelungen, sondern auch die Protagonisten und der Plot an sich. Das Buch konnte mich unglaublich in seinen Bann ziehen und ich kann es jedem empfehlen, der nach einer etwas anderen Darstellung von Magiern sucht.

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(106)

355 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

diabolic, liebe, weltall, science fiction, intrigen

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nemesis ist kein Mensch. Sie wurde im Labor gezüchtet und hat nur eine Lebensaufgabe. Als Diabolic muss sie ihre Eigentümerin Sidonia beschützen. Sie wurde so auf Sidonia geprägt, dass diese Nemesis alles bedeutet und sie für sie sterben würde. Als eigentlich Sidonia an den Kaiserhof kommen soll, geht Nemesis für sie und gibt sich als Sidonia aus, was ihr alles andere als leicht fällt. Als sie auf den Thronfolger Tyrus trifft, der für wahnsinnig gehalten wird, gerät sie noch mehr in die Intrigen des Kaiserhofes.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wollte ich es unbedingt lesen. Denn es klang vielversprechend und ich muss sagen, es hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Zu Beginn wird man etwas ins kalte Wasser geschmissen, da man weder weiß, was Diabolics sind, noch in was für einer Welt Nemesis lebt. Man muss sich erst in dieser unbekannten Welt zurechtfinden, in der es auch einige unbekannte Begriffe gibt. Doch nachdem mir der Einstieg gelungen war, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Idee der Diabolics, die eigentlich keine Gefühle haben dürfen, außer die für ihre Eigentümer und eine tödliche Waffe sind, finde ich faszinierend und originell. Dadurch, dass alles aus der Ich-Perspektive von Nemesis erzählt wird, erfährt man hautnah, wie die Diabolics erschaffen werden und wie es möglich ist, dass sie so werden, wie sie sind. Diese Darstellung fand ich erschreckend, aber auch gelungen.

Hier hat mich besonders die Beziehung zwischen Nemesis und Sidonia fasziniert, da ich sie mir zu Beginn ganz anders vorgestellt hätte. Denn Sidonia liebt Nemesis und möchte nicht, dass diese sich für sie opfert. Sie sieht sie nicht als Diabolic an, sondern eher als Mensch.
Aber auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Nemesis und dem Thronfolger Tyrus mochte ich, auch wenn diese vorhersehbar war.
Die Darstellung der Protagonisten fand ich durchweg überzeugend und gut und vor allem Nemesis' Entwicklung konnte mich überzeugen.

Der Plot an sich in voller Intrigen, Gefühle und spannende Wendungen. Ich wollte das Buch am liebsten gar nicht zur Seite legen. Allerdings dachte ich vorher, dass es ein Fantasybuch ist, das passt hier meiner Meinung nach allerdings nicht. Es geht stark in den Science-Fiction-Bereich, was ich aber gelungen finde.

Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, passt ins Setting und schaffte es bei mir ein wahres Kopfkino entstehen zu lassen.

Das Ende war für mich abgeschlossen und ich empfand es als gelungen. Bisher dachte ich auch, dass es ein Einzelband ist, aber nun habe ich gesehen, dass noch zwei weitere Bände erscheinen werden, was ich etwas überflüssig finde. Dennoch bin ich neugierig, ob mich die Fortsetzungen auch so überzeugen können, wie dieser erste Band, der auch gut als Einzelband durchgehen könnte.

Fazit
"Diabolic- Vom Zorn geküsst" bekommt von mir sehr gute vier Sterne. Ich mag die Idee dahinter und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nur am Anfang brauchte ich etwas um in die Geschichte hineinzufinden. Ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen, der nach einem Buch mit einer originellen Idee sucht und gerne etwas aus dem Science-Fiction-Bereich liest.

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(71)

184 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

angelfall, susan ee, engel, raffe, familie

Angelfall - Tage der Dunkelheit

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453317482
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Penryn hat gerade so überlebt und es tatsächlich geschafft ihre Schwester Paige zu retten. Doch diese ist verändert und wurde aufs schrecklichste verunstaltet. Auch ist sie nicht mehr wehrlos, sondern gefährlich. Nach einem Vorfall verschwindet Paige und Penryns erneutes Ziel ist ihre Schwester zurückzuholen. Dabei entdeckt sie neue schreckliche Dinge, die die Engel planen und plötzlich steht nicht nur das Leben von Paige auf dem Spiel.

Meine Meinung

Lange, lange musste man in Deutschland auf diese Fortsetzung warten. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, aber nun wurde der zweite Band doch noch übersetzt und so musste ich ihn gleich verschlingen. Am Anfang hatte ich ein paar Einstiegsprobleme, da es Jahre her war, dass ich den ersten Band gelesen habe. Aber nach kurze Zeit war ich wieder völlig von der düsteren, gefährlichen und schrecklichen Welt von Penryn gefangen. Die Idee dahinter finde ich originell und gelungen.

Zusammen mit ihr erlebte ich schreckliches, blutiges und nichts für sanfte Gemüter. Da alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wird, hat man das Gefühl hautnah mit dabei zu sein. Dennoch erfährt man auch einiges über Raffe, da sein Schwert mit ihr kommuniziert und sie dieses immer noch besitzt.
Ich finde Penryn unglaublich tough und stark, sie kann kämpfen und weiß sich zu wehren. In solchen Endzeitbüchern finde ich solche Protagonisten super. Sie sorgt sich um ihre Schwester, auch wenn sie unterschwellig Angst vor ihr hat. In diesem Buch dreht sich auch viel um die Gefühle für ihre Schwester, die auf eine harte Probe gestellt werden. Penryns Entwicklung konnte mich aber umso mehr begeistern.

Auch Raffe ist ein Protagonist nach meinem Geschmack. Er versucht immer noch seine Flügel zurückzubekommen. Lange Zeit erscheint er nicht auf der Bildfläche, da er auch nicht weiß, dass Penryn noch lebt. Als er wieder auftaucht, war ich begeistert. Ich mag die verbalen Schlagabtäusche zwischen Raffe und Penryn, aber auch wie er sie immer wieder unterstützt, obwohl er mal so schlecht von Menschen gedacht hat.

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, emotional, düster und atmosphärisch. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin.

Auch der restliche Plot ist meiner Meinung nach gelungen. Es gibt zwar auch viel ruhige Passagen, aber die fand ich für Penryns Entwicklung wichtig. Ansonsten ist das Buch actionreich und es herrscht immer eine unterschwellige Bedrohung vor. Es gibt neue überraschende Wendungen und zeitweise wirkt das Buch wie ein richtiger Horrorroman. Das Ende bietet einen guten Abschluss, aber dennoch warte ich nun sehnsüchtig auf den finalen dritten Band.

Fazit
Endlich konnte ich diese Trilogie weiterlesen und warte nun sehnsüchtig auf das Finale. Für mich war es ein echtes Highlight und ich kann es jedem empfehlen, der nach einer etwas anderen Geschichte über Engel sucht und auch Horrorelementen gegenüber nicht abgeneigt ist.

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(30)

101 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

sekte, drama, jugendbuch;

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die 16-jährige Pearl wurde in Saat geboren und wuchs in einer Glaubensgemeinschaft, die ganz eng mit der Natur lebt, auf. Abgeschottet von der Außenwelt ist sie glücklich. Bis Ellis zusammen mit seiner Mutter und Schwester nach Saat kommt, denn dieser rüttelt an ihren Überzeugungen und ihr ganzes Weltbild gerät in Gefahr.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich erst durch eine Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, da es auf mich eher unscheinbar wirkte. Nun bin ich aber froh, dass ich es gelesen habe. Das Buch dreht sich rund um eine Sekte, die in der heutigen Zeit existiert. Es ist eine kleine Sekte und die Kinder wurden in diese hineingeboren und glauben alles, was das Oberhaupt Papa S und seine Paten ihnen erzählen, weil sie es nicht besser wissen. Außer um mal auf den Markt zu gehen, verlassen sie Saat nicht. Kontakt mit Außenstehenden ist verboten.

Dadurch entseht ein bedrückendes und beklemmendes Buch, das eine ganz andere Weltsicht offenbahrt. Alles wirkt auf den ersten Blick friedlich und die Kinder und Menschen in Saat scheinen glücklich zu sein, doch subtil wird auf die Gefahren einer Sekte hingewiesen und es gibt viele Schockmomente, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Pearl wirkt wegen ihrer Erziehung viel jünger als sie eigentlich ist und naiv, sie weiß vieles nicht und glaubt die wildesten Geschichten, weil sie es nicht besser weiß. Erst als Ellis in ihr Leben tritt ändert sich das subtil, aber nach und nach. Ellis säht nicht nur in ihr Zweifel, aber die Entwicklung dauert, was ich sehr authentisch finde. Es geht nicht Schlag auf Schlag, was das Ganze realistisch macht. Die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet und man fühlt mit ihnen.

Der Schreibstil passt zum Setting und kann trotz des eher ruhigeren Plots fesseln. Die Autorin schafft es, das unterschwellig Spannung aufgebaut wird und der Leser stets ein ungutes Gefühl hat. Dabei wird der Plot aus Pearls Ich-Perspektive geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt aber auch einige kurze Zwischenkapitel, die Fragen aufwerfen und Neugierde wecken.

Bis fast zum Ende konnte mich das Buch wirklich in seinen Bann ziehen, doch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich hätte gerne mehr Antworten zu den Hintergründen bekommen und irgendwie hatte ich einen richtigen Showdown erwartet, der nicht kam. Für mich endete alles etwas abrupt und unzufriedenstellend, wenn auch hoffnungsvoll.

Fazit
"Hier musst du glücklich sein" ist ein beeindruckendes Buch über eine Sekte, das mich bis auf den Schluss komplett begeistern konnte. Es ist eher ruhiger, aber bedrückend und regt zum Nachdenken an, so dass ich es auf jeden Fall empfehlen kann.

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(226)

616 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

fantasy, marie lu, jugendbuch, young elites, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Adelina gehört zu denen, die das Blutfieber überlebt haben. Diese Krankheit hat vielen Menschen das Leben gekostet und nur Kinder überlebten. Die Überlebenden sind gezeichnet, jeder auf eine andere Art. Adelina hat seitdem silberne Haare und nicht mehr schwarze. Manche von den Überlebenden haben besondere Kräfte und gerade deswegen werden sie gefürchtet. Doch auch alle anderen Überlebenden haben es nicht leicht, so auch Adelina. Vergeblich wartet sie auf die Zuneigung ihres Vaters. Als dieser sie verkaufen möchte, flieht sie und entdeckt, dass auch sie übernatürliche Kräfte hat.

Meine Meinung
Nachdem ich die "Legend"-Trilogie der Autorin sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk und ich muss sagen, dass es mir gut gefallen hat, auch wenn es anders ist als ich erwartet habe.
Denn Adelina ist keine typische Protagonistin, keine Heldin, oft weckt sie Antipathien, denn ihr Verhalten ist oft grausam, egoistisch und gefährlich. Zwar leidet man auch mit ihr, da ihr Vater sie stets grausam behandelt hat, aber ansonsten ist sie keine einfache Figur. Aber dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, fand ich sie faszinierend. Sie ist anders, schwierig, aber auch facettenreich und komplex. Ich habe es genossen, sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Und auch die anderen Figuren des Buches bieten interessante Seiten und jede Figur ist gut und spannend ausgearbeitet.

Das Setting ist historisch angehaucht und es spielt 1361, wirkt aber auch wie ein Fantasyroman, weil es in einer fiktiven Welt spielt. Das Setting fand ich sehr passend und gelungen und die Atmosphäre des Buches ist stets düster mit wenigen hoffnungsvollen Momenten. Als Adelina zu einer Gruppierung von Überlebenden mit besonderen Kräften kommt, die die Gemeinschaft der Dolche heißt und den König stürzen möchte, nimmt das Buch einiges an Fahrt auf. Sie lernt mit ihren Kräften umzugehen und man erfährt mehr über den Weltenentwurf, der mir gut gefallen hat.

Es gibt unglaubliche Wendungen und oft war ich schockiert. Dennoch wurde es zu keiner Zeit langweilig und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Teils ist es sehr brutal, es ist voller Intrigen und Gefahren.
Besonders gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung von Adelina, da sie das Potenzial hat eine richtige Schurkin zu werden. Aber auch wie es mit der Welt in der sie lebt weitergeht, finde ich spannend.

Der Schreibstil passt zu dem Setting, wirkt teils altertümlich, ist aber dennoch leicht und locker zu lesen, voller Emotionen. Alles ist sehr atmosphärisch und bildlich geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Der Plot wird zum großen Teil aus Adelinas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde, aber es gibt auch ein paar Perspektivwechsel, die als personaler Erzähler dargestellt sind. Dabei dominiert die Perspektive von Adelinas Wiedersacher.

Das Ende bietet einen gelungenen und spannenden Abschluss und macht mehr als neugierig auf den Folgeband, der hoffentlich wirklich schon im Herbst erscheint.

Fazit
Diese Auftakt konnte mich sehr gut unterhalten. Man sollte sich aber bewusst sein, dass die Protagonistin keine Heldin ist und das Potenzial zum Schurken hat. Der Weltenentwurf an sich ist spannend und der Plot mehr als unterhaltsam, wenn auch düster. Wer sich auf eine etwas andere Protagonistin einlassen möchte, ist hiermit auf jeden Fall gut beraten, denn ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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(115)

197 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, restaurant, poppy j. anderson

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Andrew Knight hat es geschafft und sich seinen Traum erfüllt. Sein eigenes Resteraunt läuft erfolgreich und seine selbst entworfenen Gerichte kommen bei jedem gut an. Doch mittlerweile hat er nicht mal mehr Lust auf kochen, fühlt sich ausgebrannt und ist gestresst. Spontan beschließt er, dass ihm ein Kurzurlaub nach Maine helfen soll. Doch auf dem Weg hat er einen Autounfall und sein Auto muss in die Werkstatt. Da er keine Alternative hat, vermietet Brooke Day ihm widerwillig ein Zimmer. Zuerst ist Andrew skeptisch, weil das von Brooke geführte Restaurant heruntergekommen aussieht. Doch das Essen überzeugt ihn und schnell verspürt er den Drang Brooke zu helfen, denn das Restaurant muss dringend wieder Gewinn abwerfen.

Meine Meinung
Ich gehöre wohl zu den wenigen, die vor diesem Buch noch nichts von Poppy J. Anderson gelesen haben. Doch eine Freundin schwärmt immer wieder von ihren Werken und das Buch klang wirklich gut. Also habe ich nun mein erstes Buch von der Autorin gelesen und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Denn obwohl es manche Klischees gibt und das Ende vorhersehbar ist, ist es etwas fürs Herz und einfach schön zu lesen.

Kombiniert mit kulinarischen Gerichten, die Lust darauf machen diese Gerichte einmal auszuprobieren, bekommt man hier eine emotionale und schöne Geschichte geboten, die mich in ihren Bann ziehen konnte. Kombiniert mit Existenzängsten und familiären Problemen bekommt man als Leser einiges geboten.

Brooke hat alle Hände voll damit zu tun das Restaurant ihrer Eltern am Laufen zu halten und sorgt sich um ihre Mutter, die erkrankt ist und zur Dialyse muss. Sie opfert alles um es zu schaffen, doch man merkt, dass sie ihre Eltern liebt, auch wenn sie oft mit ihrem Vater streitet, weil er vieles anders sieht als Brooke. Das machte sie für mich sehr sympathisch. Nachdem sie beinahe mit Andrew kollidiert, vermietet sie ihm ein Zimmer, obwohl sie ihn für einen versnobten Städter hält. Dabei ist sie sehr zickig und aufbrausend, was ich zuerst verstehen konnte, aber im Laufe des Buches war es mir manchmal doch zu viel und übertrieben.
Andrew dagegen wirkte sehr liebenswürdig, auch wenn es mich gewundert hat, dass er sich nicht gegen seine Tante und gleichzeitig Managerin durchsetzten kann, was aber wohl eher daran liegt, dass er sie nicht verletzen will. Ansonsten mochte ich ihn total.

Ich glaube, was mir am besten gefallen hat, waren die bissigen Schlagabtäusche zwischen Brooke und Andrew, die mich oft zum Schmunzeln und lachen bringen konnten. Die beiden sind schon ein unterhaltsames Gespann und es entsteht eine prickelnde Liebesgeschichte, die es in sich hat. Aber auch die Probleme des Buches konnten mich überzeugen, da sie realistisch sind und aus dem wirklichen Leben stammen könnten.
Die Wendungen des Buches waren für mich soweit in Ordnung, auch wenn ich finde, dass Brooke manchmal doch überreagiert hat, was aber gleichzeitig auch die emotionale Spannung steigert.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und wirklich sehr emotional und schön zu lesen. Dabei wird der Plot abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Brooke und Andrew dargestellt, was ich sehr gelungen fand, da man so deren Gedankengänge und Beweggründe besser nachvollziehen konnte.

Das Ende ist wunderschön und schließt das Buch überzeugend ab, sodass ich sehr froh bin, endlich zu einem Buch der Autorin gegriffen zu haben.

Fazit
"Taste of Love- Geheimzutat Liebe" konnte mich wirklich gut unterhalten. Es ist emotional und etwas fürs Herz, gepaart mit kulinarischen Genüssen und echten Problemen. Es wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein und ich kann es jedem empfehlen, der gerne Liebesromane liest, auch wenn die Protagonistin nicht immer einfach ist.

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(105)

337 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, bibliothek, roman, london

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Jacob und Emma haben nur ein Ziel. Sie möchten ihre Freunde und die Ymbrynen retten. Doch dafür müssen sie sich ihren größten Feinden stellen und größte Gefahren überwinden. Und zuerst einmal müssen sie herausfinden, wo die Gefangenen festgehalten werden. Dafür landen sie in der Zeitschleife Devil’s Acre, in der der Abschaum der Besonderen haust. Nirgends ist es schrecklicher und nicht nur das, den beiden läuft die Zeit davon...

Meine Meinung

Diese Trilogie gehört für mich zu den ganz besonderen Büchern, denn sie ist einfach anders als alles andere was man so kennt. Die Idee der besonderen Kinder, sowie der Zeitschleifen und alles was damit zusammenhängt ist so gelungen und komplex, dass mich die Reihe einfach in seinen Bann gezogen hat. So habe ich natürlich sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet.
Auch hier gibt es wieder Schwarz-Weiß-Fotos, die immer mal wieder auftauchen. Zwar gefielen mir diese in den Vorbänden besser, weil diese hier oft recht normal waren und weniger skurril, aber ich lese ein Buch ja nicht, wegen den Bildern, deswegen konnte ich darüber hinwegsehen.

Ansonsten brauchte ich ein paar Seiten um wieder ins Buch zu finden, weil es schon sehr lange her ist, das ich den zweiten Band gelesen habe. Dabei half mir eine Zusammenfassung der Besondern am Anfang. Nachdem ich wieder in das Buch hineingefunden hatte, konnte es mich aber zu hundertprozent überzeugen.
Es gibt neue Wendungen und Erkenntnisse, sodass man die Vorbände in einem ganz anderen Licht sieht. Dabei muss ich erwähnen, das ich finde, dass der Klappentext (den ich zuvor nicht gelesen habe) meiner Meinung nach zu viel verrät. Hätte ich ihn vorher gekannt, hätte es manche schockierende Wendung für mich nicht gegeben.

Der Plot ist spannend und innovativ. Zusammen mit Jacob und Emma erlebt man unglaubliches. Vor allem Jacobs Gabe, die sich immer weiter entwickelt fand ich faszinierend. Sowieso ist er ein toller Protagonist und zusammen mit Emma, die ein sehr feuriges Temperament hat, unschlagbar. Die Fähigkeiten der einzelnen Besonderen finde ich sowieso faszinierend, aber auch sonst ist die Idee dahinter gelungen.
Die Figuren des Buches entwickeln sich weiter und manchmal weiß man nicht, wem Jacob und Emma trauen können.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und beschreibt alles sehr bildgewaltig und eindrucksvoll. Alles wird gut erklärt und aus Jakobs Ich-Perspektive geschildert und passt zu dem Buch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und finde dieses Finale durchweg gelungen.
Denn auch das Ende schließt das Ganze überzeugend ab und so konnte ich es nach einem spannendem Showdown und einem gelungenen Ende mit einem Lächeln zuklappen.

Fazit
Für mich war dieser dritte Band ein mehr als gelungenes Finale. Es gefiel mir sogar noch besser als seine Vorgänger und das Ende konnte mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich bin froh diese besondere Trilogie gelesen zu haben und empfehle sie jedem, der einmal nach etwas Neuem sucht.

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(89)

292 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, bücher, traci che, abenteuer

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Zusammen mit ihrer Tante Nin befindet sich die Waise Sefia auf der Flucht. Sefia lebt in einer Welt ohne Schreiben und Lesen, ohne Buchstaben. kaum jemand weiß überhaupt, dass Buchstaben existieren. Doch als ihr Vater ermordet wird, erhält sie ein Buch. Als schließlich auch ihre Tante entführt wird, versucht sie alles um diese zu finden. Dabei rettet sie einen stummen Jungen und beide begeben sich auf ein gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Alleine der Weltenentwurf konnte mich faszinieren. Denn eine Welt ohne Buchstaben kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Als Sefias Tante entführt wird, fängt Sefia an sich mit dem Buch, das sie wie einen Schatz hütet zu befassen und bringt sich selber das Lesen bei. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihr das zu leicht fiel, aber dennoch mochte ich es.

Der Plot an sich ist überraschend und voller toller Wendungen. Allerdings wird er aus verschiedenen Perspektiven geschildert und manchmal waren es mir einfach zu viele. Mal wird das Geschehen aus dem Buch beschrieben, mal das der "echten" Menschen, die aber auch in dem Buch stehen. Das hat mich beim Lesen ziemlich verwirrt. Alles war etwas unübersichtlich und ich hatte Probleme die Zusammenhänge zu verstehen.
Dadurch hatte ich vor allem zu Beginn extreme Probleme überhaupt in die Geschichte hineinzufinden, was mir einiges an Lesespaß genommen hat.

Dabei fand ich viele Entwicklungen wirklich spannend und empfand das Buch als nicht völlig schlecht. Allerdings konnte ich auch Sefias Handlungen nicht immer nachvollziehen. Dafür fand ich die sich entwickelnde Freundschaft zwischen ihr und dem Jungen, den sie rettet sehr schön dargestellt. Und auch die anderen Figuren konnten mich im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich manche als etwas überflüssig empfunden habe.

Der Schreibstil gefiel mir gut. Alles ist atmosphärisch geschrieben und lässt sich leicht und locker lesen. Dabei ist alles so geschrieben, dass es zu dem Setting passt. Denn das Ganze wirkt ein bisschen wie eine Geschichte aus "Tausend und einer Nacht" und hat etwas magisches.

Das Ende lässt viele Fragen offen, aber insgesamt gefiel es mir zum Ende hin besser, sodass ich neugierig auf die Fortsetzung bin, auch wenn ich da wohl zuerst auf die ersten Meinungen warten werde.

Fazit
Die Grundidee des Buches war nach meinem Geschmack. Leider hat mich vor allem zu Beginn vieles verwirrt und ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, sodass ich nur drei Sterne vergeben kann.

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(85)

334 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

weltall, science fiction, dystopie, these broken stars: jubilee und flynn, rebellion

These Broken Stars. Jubilee und Flynn

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583611
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Jubilee ist Kommandantin auf dem Planeten Avon. Sie ist berüchtigt und gefährlich. Ihre Aufgabe ist es die Rebellen und Aufstände in Schach halten. Doch eines Tages wird sie von dem Rebellen Flynn entführt. Er möchte Informationen von ihr und riskiert dafür alles. Als die anderen Rebellen sie töten wollen, trifft Flynn eine Entscheidung, die seine Freunde und Familie in Gefahr bringen könnte, aber auch das Leben auf dem Planeten für immer verändern könnte.

Meine Meinung


Nachdem mir der erste Band zwar ganz gut gefallen hatte, aber ich den Hype darum nicht ganz verstehen konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung und ich muss sagen, sie hat meiner Meinung nach den ersten Band übertroffen. Denn dieser Teil punktet in all den Punkten, die mich beim Vorband nicht überzeugen konnten. Er ist actionreicher, schon alleine, weil die Rebellen gegen das Militär kämpfen und immer eine unterschwellige Bedrohung vorherrscht. Es passiert unglaublich viel und es ist unglaublich spannend.

Zuerst dachte ich, dass es ganz unabhängig von dem ersten Band zu lesen ist, da hier zwei völlig anderen Protagonisten im Vordergrund stehen, doch im späteren Verlauf trifft man Lilac und Tarver wieder. Dieses Wiedersehen gefiel mir sehr gut, weil so die Geschehnisse beider Bände zusammenführen und schließlich ein stimmiges Ganzes entsteht. Es werden noch mehr Fragen zu den Wesen aus dem ersten Band beantwortet und man erfährt noch mehr über die Machenschaften von Lilacs Vater. So gibt es neue Verknüpfungen, noch mehr Antworten und ich muss sagen, dass mich die Idee dahinter und der Plot an sich komplett überzeugt haben.

Das lag vor allem aber auch an den beiden Protagonisten Jubilee und Flynn. Jubilee ist eine starke junge Frau, die kämpfen kann und schlagfertig ist. Ich mag solche Figuren. Dennoch ist sie menschlich, denkt mit und möchte keine Unschuldigen töten. Als sie merkt, dass irgendetwas seltsames auf dem Planeten vorgeht, scheut sie keine Anstrengung um Antworten zu bekommen.
Aber auch Flynn ist ein toller Protagonist. Er ist der Anführer der Rebellen, der es nicht einfach hat, da er nach einer friedlichen Lösung sucht und das Blut vergießen beenden möchte. Er würde alles für seinen Planeten und seine Freunde tun. Dabei ist er mutig und stark.
Wie zu erwarten gibt es hier eine Liebesgeschichte, die aber nicht zu sehr im Fokus steht und mich insgesamt überzeugen konnte, da ich die Emotionen von Jubilee und Flynn durchweg spüren konnte.

Sowieso empfand ich den Schreibstil als sehr emotional, dabei voller Tiefe. Alles wird bildgewaltig beschrieben. Dabei ist der Schreibstil aber leicht und locker, aber auch atmosphärisch zu lesen. Mit wenigen Worten haben die Autoern es geschafft ein wahres Kopfkino vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Der Plot wird abwechselnd aus Jubilees und Flynns Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr mochte, da man so deren Beweggründe und Gedankengänge hautnah miterlebt. Zwischendurch gibt es kurze Passagen, die von Träumen eines Mädchens erzählen. Den Sinn dahinter versteht man allerdings erst am Schluss. 

Das Ende ist durchweg gelungen, da alle wichtigen Handlungsstränge aufgelöst wurden. Dennoch bin ich gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass da auch Jubilee und Flynn wieder eine Rolle spielen werden.

Fazit
Dieser zweite Band hat mir noch besser gefallen als sein Vorgänger, schon alleine weil er actionreicher ist. Die Idee dahinter ist völlig nach meinem Geschmack und ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Band. Jeder der romantische Science-Fiction Geschichten mag (wobei hier der Science-Fiction Anteil recht gering ist), sollte sich diese Reihe nicht entgehen lassen.

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(42)

149 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

wunderland, morpheus, jeb, fantasy, alyssa

Dark Wonderland - Herzkönig

A.G. Howard , Michaela Link
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.11.2016
ISBN 9783570164334
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Alyssa hat den Kampf auf dem Abschlussball zwar überlebt, doch dafür stecken Jeb und Morpheus im IrgendWoanders fest und ihre Mutter ist irgendwo im Wunderland. Gemeinsam mit ihrem Vater plant sie die drei und ganz nebenbei Wunderland zu retten. Doch dafür muss sie sich Königin Rot stellen. Wird sie die Aufgabe bewältigen, ohne ihre Menschlichkeit und damit Jeb zu verlieren? Oder ist es ihr sowieso vorbestimmt, dass ihre Netherlingseite die Oberhand gewinnt und sie zusammen mit Morpheus Wunderland regiert?

Meine Meinung
Ich liebe "Alice im Wunderland" und sämtliche Adaptionen, die es zu dem Thema gibt. Keinen Klassiker habe ich häufiger gelesen und A.G. Howard konnte mich mit ihrer Neuinterpretation, in der sie bekannte Elemente des Klassikers mit neuen Fantasyideen mischt, schon in den Vorbänden begeistern. "Dark Wonderland" ist noch skurriler, noch seltsamer, noch gefährlicher, noch blutiger und noch verrückter als das Original, aber ich finde es gelungen, wie die Autorin aus etwas altbekanntem etwas teils völlig neues erschaffen hat und sie beides kombiniert. Der Wahnsinn ist permanent spürbar.

Kaum angefangen war ich auch schon wieder in die Welt des Buches vertieft. Dieses Mal spielt es hauptächlich im IrgendWoanders. Es ist eine Welt in der die Verbannten des Wunderlands kommen und keine Magie gewirkt werden kann. Diese neue Welt bietet neue Ideen und Gefahren und ich war völlig fasziniert. Als Alyssa auf Jeb und Morpheus trifft, gibt es neue Entwicklungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Sowieso ist das Buch voller überraschender Wendungen und tollen Ideen. Teils ist es sehr blutig, aber das passt einfach zur Reihe.

Es ist nicht immer leicht Alyssa zu verstehen, da immer wieder ihre Netherlingseite die Oberhand gewinnt und man mit menschlicher Logik da einfach keine Chance hat, aber dennoch mochte ich sie sehr. Sie hat sich toll entwickelt und kämpft für das, was ihr wichtig ist. Zwar bin ich kein Fan von Dreiecksgeschichten, aber in diesem Fall musste es so sein. Wieso? Das kann ich hier nicht verraten ohne zu spoilern, aber obwohl ich sowas normalerweise wirklich nicht mag, macht es hier für den Plot durchaus Sinn, soweit man bei diesem Buch von einem Sinn sprechen kann.
Jeb und Morpheus mochte ich ebenfalls sehr, weil sie hier ganz neue Facetten zeigen und sich sogar zusammengerauft haben. Auch die anderen Figuren des Buches mochte ich.
Und auch, dass man mehr über Königin Rot erfährt, gefiel mir.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und so wird hier eine teils düstere, schaurige und gefährliche Atmosphäre erschaffen. Der Wahnsinn der Wunderlandwesen wird durch den Schreibstil eindrucksvoll verdeutlicht und dabei ist alles leicht und locker und sehr emotional zu lesen. Alles wird aus Alyssas Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen durchweg gelungenen Abschluss und obwohl es mich nicht ganz so begeistern konnte, wie der erste Band liebe ich das Buch. Diese Reihe ist etwas ganz Besonderes, auch wenn sie längst nicht für jeden etwas ist.

Fazit
"Dark Wonderland- Herzkönig" bietet einen gelungenen Abschluss einer besonderen Trilogie, die wirklich nicht für jeden etwas ist. Die Reihe ist speziell, aber gerade das mag ich an ihr. Man hat nicht das Gefühl alles schon tausendmal gelesen zu haben und so kann ich "Dark Wonderland" jedem empfehlen, der sich von skurrilen Geschichten nicht abschrecken lässt.

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520 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Elias und Laia versuchen das Unmögliche. Sie versuchen dem Imperium zu entkommen und Laias Bruder aus der Gefangenschaft zu befreien. Doch ihnen werden viele Hürden in den Weg gestellt und ausgerechnet Helena bekommt den Auftrag die beiden zu verfolgen und zu töten. Laias Bruder könnte mit seinem Wissen allerdings alles verändern. Wird es den beiden gelingen ihn zu befreien?

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band mehr als begeistert hatte und zuerst unklar war, ob es eine Fortsetzung geben wird, habe ich dieses Buch sehnlichst erwartet. Bisher dachte ich, dass es sich hierbei um eine Dilogie handelt, aber auf goodreads habe ich gesehen, dass noch zwei weitere Bände geplant sind, was ich sehr gut finde.

Denn dieser zweite Band hat mich komplett begeistert. Ich liebe die Ideen der Autorin, den düsteren Weltenentwurf, die Magie und die Fantasyelemente. Das Buch ist zwar auch recht brutal, aber ich finde, dass es ins Konzept passt. Schon ab der ersten Seite konnte ich wieder völlig in die Welt von Elias und Laia versinken. Es gibt so viele überraschende Wendungen, sodass ich zu keiner Zeit wusste, was als nächstes kommt. Dazu ist das Buch ungaublich spannend und actionreich, aber auch emotional und besonders die sich entwickelnde Beziehung zwischen Elias und Laia konnte mich überzeugen.
Dieses Buch verbindet so viele Elemente, aber das so geschickt, dass es ein stimmiges Ganzes entsteht.

Elias und Laia, aber auch Helena sind Protagonisten, die mir jeder auf seine Art ans Herz gewachsen sind. Dabei hat sich vor allem Laia toll entwickelt, denn aus der passiven und etwas nervigen Protagonistin ist eine starke junge Frau geworden, die klare Ziele hat.
Besonders Helena konnte mich hier aber überzeugen, weil sie mehr im Mittelpunkt steht, man viel über ihre Gefühle für Elias erfährt und auch über ihre Vergangenheit. Als sie den Auftrag bekommt ihren besten Freund zu verfolgen und zuvor gefoltert wurde, konnte ich gar nicht anders als mit ihr fühlen.
Aber auch sonst können die Figuren des Buches überzeugen.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, alles ist leicht und locker zu lesen und die Sprache passt zu dem Buch. Sabaa Tahir schafft es mit wenigen Worten die Fantasie des Lesers anzuregen und eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, in der Gefühle ausdrucksstark übermittelt werden. Alles wird aus den Ich-Perspektiven von Elias, Laia und Helena geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende ist hochemotional, bietet aber einen gelungenen Abschluss, macht aber auch neugierig auf die Fortsetzung auf die wir hoffentlich nicht so lange warten müssen. Diese Fantasyreihe gehört schon jetzt zu meinen Liebsten.

Fazit
Diese Fortsetzung konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen und wer sie nicht liest ist selber Schuld. Für mich ist sie etwas ganz besonderes, auch wenn sie teils düster und brutal ist. Das Buch bietet so viel und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf, sodass ich es einfach empfehlen muss.

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63 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

wikinger, loki, kinderbuch, mythologie, jugendbuch

Viking Warriors - Der Speer der Götter

Richard Dübell
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der 14-jährige Viggo hat keine Ahnung, wer seine leiblichen Eltern sind. Er ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und auch wenn er sie liebt, wünscht er sich etwas über seine Wurzeln zu erfahren. Eines Tages kommt ein fremder Mann zu ihm nach Hause. Er behauptet der Gott Loki zu sein und dass er weiß, wer seine Eltern sind. Dafür befördert er Viggo zurück in die Vergangenheit und von jetzt auf gleich muss Viggo sich mit Wikingern herumschlagen und ganz nebenbei soll er die Götterdämmerung Ragnarök verhindern und seine Eltern finden.

Meine Meinung
Als großer Fan der nordischen Mythologie gehörte dieses Buch für mich zum Pflichtprogramm. Das Grundkonzept erinnert etwas an "Magnus Chase" von Rick Riordan, ist aber doch ganz anders.

Denn der Protagonist Viggo wird in die Zeit der Wikinger katapultiert, in der die Mythen und Legenden, sowie der Glaube noch lebendig sind. Das Christentum hält gerade Einzug und ganz nebenbei muss Viggo sich in einer fremden Welt durchschlagen. Dabei hat er es nicht einfach, da Loki ihn ohne Hilfe dort lässt, er direkt ein Sklave wird und nicht weiß, was er tun soll.
Dennoch kommt er erstaunlich gut zurecht und es scheint, dass er viel besser in diese Welt passt als in die heutige Zeit. Er war mir von dem ersten Moment an sympathisch und ich konnte komplett mit ihm fiebern. Im Laufe des Buches wird er richtig einfallsreich und listig und schafft so ganz neue Möglichkeiten.
Aber auch die anderen Figuren des Buches, die man oft aus Geschichtsbüchern kennt, wie z.B. Leif Erikssons, konnten mich überzeugen.

Man braucht eigentlich auch keinerlei Vorwissen zu der Mythologie oder zu den Wikingern, denn ganz nebenbei erfährt man einiges darüber, sodass ich das Buch als richtig lehrreich empfunden habe. Es vermittelt Wissen, ohne dabei langweilig zu werden. Das Wissen ist geschickt in einen spannenden und unterhaltsamen Plot eingewoben und wird durch ein ansprechendes Glossar abgerundet.
Ich habe es genossen Viggo auf seinem Abenteuer zu begleiten.

Der Schreibstil passt perfekt zum Buch, ist dabei leicht und locker zu lesen, damit es auch zur gedachten Altersgruppe passt. Dennoch war die Sprache der Wikinger und alles andere sehr authentisch und atmosphärisch.
Der Plot wird fast komplett aus Viggos personaler Erzählperspektive geschildert, es gibt aber auch einige wenige Perspektiwechsel, die das Ganze abrunden.

Das Ende macht neugierig auf die Folgebände und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Viggo, denn es gibt hier so einige Überraschungen zu entdecken.

Fazit
"Viking Warriors- Der Speer der Götter" gefiel mir wirklich sehr gut und ich kann es jedem empfehlen, der die nordische Mythologie mag, oder mehr darüber erfahren möchte und zwar egal wie alt man ist. Ich halte das Buch auch für Jungs mehr als geeignet, sodass es eigentlich für jeden etwas sein dürfte.

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388 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

magie, fantasy, wald, zauberer, drache

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Agnieszka hat nie erwartet, dass der "Drache", ein Zauberer, der sich alle zehn Jahre ein junges Mädchen aussucht, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss, sich für sie entscheidet. Jeder dachte, dass es Agnieszkas beste Freundin Kasia treffen wird, da sie dafür perfekt scheint. Doch als die Wahl Agnieszka trifft, bricht ihre Welt auseinander und sie muss mit dem Drachen gehen ohne sich auch nur verabschieden zu können...

Meine Meinung

"Das dunkle Herz des Waldes" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Im Vorfeld habe ich nur wenig davon gehört, wurde aber durch das wunderschöne Cover neugierig. Jetzt bin ich froh, dass ich es gelesen habe, denn das Buch ist teilweise wie ein Märchen, aber erfrischend anders. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl so etwas schon gelesen zu haben.

Der Weltenentwurf von dem man nach und nach immer mehr mitbekommt, konnte mich in seinen Bann ziehen, auch wenn ich zu Beginn einige Probleme hatte mich in der fremden Welt zurechtzufinden und die Zusammenhänge zu verstehen. Vor allem die Hintergründe des dunklen Waldes, vor dem der Drache Agnieszkas Heimat beschützt, blieben mir lange Zeit unklar. Dabei finde ich diesen düsteren und gefährlichen Wald unglaublich faszinierend. Nachdem ich aber den groben Weltenentwurf verstanden hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

In dem Buch gibt es so viel zu entdecken, fernab von Klischees und Vorhersehbarkeit. Manchmal geht es etwas blutig zu, aber es passt ins Gesamtbild. Das Buch ist durchweg spannend, auch wenn die Autorin sich hin und wieder in für mich unwichtige Dinge verliert. Die Atmosphäre ist teils düster, teils märchenhaft und sorgte bei mir für einen unglaublichen Sog, der durch einen ansprechenden Schreibstil ergänzt wurde. Alles wird aus Agnieszkas Ich-Perspektive geschildert, was ich als sehr passend empfunden habe.

Agnieszka war sowieso eine Protagonistin, die ich an sich mochte. Sie ist loyal und wirkt sympathisch und ist total tollpatschig. Ich selber bin tollpatschig und konnte mich daher gut in sie hineinversetzten, auch wenn es bei ihr etwas übertrieben ist. Denn sie schafft es nicht mal ein paar Meter zu laufen ohne dreckig zu sein und irgendwann empfand ich das als etwas nervig.
Der Drache dagegen ist zu Beginn kühl und anstrengend und fordert viel von Agnieszka, aber ich mochte es mehr über ihn zu erfahren.

Auch eine Liebesgeschichte findet seinen Platz, was hier meiner Meinung zwar nicht hätte sein müssen, aber dennoch in Ordnung war. Ich habe das Lesen wirklich genossen und das Ende ist stimmig und bietet einen gelungenen Abschluss.

Fazit
"Das dunkle Herz des Waldes" gehört zu den Büchern, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Es ist zwar nicht perfekt, aber dennoch wirklich gut, sodass ich es auf jeden Fall empfehlen kann. Es ist mal etwas anderes und hat mich wunderbar unterhalten.

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618 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, fehlerhaft, jugendbuch

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Da Celestine sich nicht dem System unterwerfen möchte, wird sie als Fehlerhafte gejagt. Crevan möchte sie unbedingt aufhalten. Denn nur Celestine kann ihn hinter Gitter bringen. Sie versucht alles, damit es keine Fehlerhaften mehr gibt und sich etwas ändert. Doch hat sie eine Chance? Und auch in der Liebe gibt es große Entscheidungen zu treffen.

Meine Meinung
Da ich immer wieder gerne Dystopien lese und mir der erste Band der Dilogie, den ich als Hörbuch gehört habe, schon gefallen hat, war ich gespannt auf das weitere Schicksal Celestines. Die Idee der Fehlerhaften und des hier dargestellten Systems finde ich grandios und es regt ganz nebenbei zum Nachdenken an. Außerdem finde ich das Szenario durchaus realistisch und auch, dass Crevan seine Macht in der Gilde (die Instanz, die für die Fehlerhaften zuständig ist) ausnutzt, halte ich für realistisch. Dadurch ist das Buch zudem überraschend tiefgründig.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht und schnell konnte ich wieder in die Welt des Buches versinken. Celestine hat es nicht leicht, ist geflohen und versucht Richter Crevan aufzuhalten. Ganz nebenbei erobert Carrick ihr Herz, aber auch Art kommt weiterhin vor. Ich mag die Darstellung der Protagonisten des Buches und vor allem die Weiterentwicklung. Aus der naiven Celestine ist eine starke, junge Frau geworden, die handelt und sich nicht mehr alles gefallen lässt, auch wenn ihre Reden, die sie zugunsten der Fehlerhaften hält, manchmal etwas übertrieben waren.
Carrick nimmt hier mehr Raum im Geschehen ein, was ich einerseits gut fand, andererseits nervte es auch manchmal, weil Celestine immer wieder seine Augen, die die Farbe wechseln, beschreibt.

Der Plot ist durchweg unterhaltsam, wenn auch manchmal sehr vorhersehbar. Doch insgesamt herrscht eine spannende und emotionale Grundstimmung vor, die mich sehr gut unterhalten konnte. Kaum angefangen hatte ich das Buch auch schon wieder beendet. Die dargestellte Liebesgeschichte mochte ich insgesamt, bis auf den schon oben erwähnten Punkt von Carricks Augen.

Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles wird aus Celestines Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss und ich bin froh, dass ich diese Dilogie gelesen habe, da sie insgesamt wirklich gut ist.

Fazit
"Perfect– Willst du die perfekte Welt?" bietet einen gelungenen Abschluss einer guten Dilogie, auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt habe. Ich finde die dargestellte Welt und alles drumherum gelungen und kann diese Dilogie nur empfehlen.

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138 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

dämonen, fantasy, freundschaft, akademie, magie

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Niemand weiß woher der 15-jährige Waisenjunge Fletcher wirklich stammt. Er wurde ausgesetzt und wurde von dem Schmied aufgenommen, der ihn mittlerweile auch als Lehrling beschäftigt. Er führt ein einsames Leben und hat es im Dorf nicht leicht. Vor allem Didric macht ihm das Leben zur Hölle. Als er das Buch eines Dämonenkriegers findet, kann er nicht wiederstehen und benutzt es. Dass er aber tatsächlich die seltene Fähigkeit besitzt Dämonen zu beschwören, ändert alles. Doch dann wird er beschuldigt ein Verbrechen begangen zu haben und muss aus seinem Dorf fliehen. Schließlich gelangt er an die Dämonenakademie, was sein Leben zusätzlich verändert.

Meine Meinung
Das Buch konnte schon in der Vorschau meine Neugierde wecken, da es nach einem spannendem Fantasybuch klang. Außerdem mag ich es, wenn einmal ein männlicher Protagonist im Vordergrund steht, weil es mal etwas anderes ist.

Jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, bin ich zwiegespalten. Einerseits mag ich es, denn die Idee der Dämonenakademie und der dargestellten Fantasywelt gefällt mir. Allerdings hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der Autor zu viel durcheinandermischt, da neben den Dämonen auch Orks, Zwerge und noch mehr vorkommen und das war mir hier etwas zu viel. Es hat zwar einen HighFantasy-Hintergrund, aber um das alles glaubhaft darzustellen, wurde mir vieles nur zu kurz angeschnitten und die Welt zu wenig beschrieben. Was mich dann aber wirklich gestört hat, war, dass das Tragen der Burka völlig beschönigt wurde. Erstens finde ich, dass das in so einem Buch nichts zu suchen hat und zweitens finde ich, dass das immer kritisch betrachtet werden sollte.

Dennoch fand ich das Buch teilweise echt gut. Vor allem der Dämon Ignatius, den Fetscher zu Beginn beschwört, konnte mich überzeugen und auch die Geschehnisse an der Akademie fand ich unterhaltsam. Allerdings dauert es auch etwas bis Fletscher überhaupt dahin kommt.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker gehalten und ließ sich gut lesen, auch wenn er für mich nichts besonderes war. Es fehlt etwas die Tiefe, aber für die gedachte Altersgruppe ist der Stil in Ordnung. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Fletscher erzählt, was ich sehr passend fand.

Fletscher war mir sowieso gleich sympathisch, auch wenn ihm manches zu leicht fiel und seine Handlungen nicht immer authentisch waren. Ich muss auch gestehen, dass mir die Figuren des Buches zu blass blieben.

Für die Zielgruppe mag es ausreichen, für mich, die an sich gerne Jugendbücher liest, aber einfach älter ist, war es nicht ganz das Richtige. Ich werde wohl auch nicht die weitere Bände lesen, weil mir nicht mal das Ende ganz gefiel und ich nicht neugierig darauf bin, wie es weitergeht.

Fazit
Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Denn vieles gefiel mir nicht und so gebe ich dem Buch nur knappe drei Sterne und die auch nur wegen der gelungenen Grundidee und weil man es leicht und locker lesen kann. Empfehlen würde ich es wirklich nur für 12-jährige und so werde ich auch die Fortsetzung nicht lesen.

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