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210 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

venedig, verlag fischer, romantasy, jugendroman, liebe

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Pearl ist früh gestorben ohne jemals geliebt worden zu sein. Dabei war ihr größter Wunsch einmal Liebe zu erfahren. Aus diesem Grund ist sie nach ihrem Tod wieder auferstanden, kann nicht sterben und altert nicht und das schon seit 200 Jahren. Sie ist eine Suchende immer auf der Suche nach der wahren Liebe. Denn nur ihre wahre Liebe kann sie von ihrem Dasein als Unsterbliche befreien. Doch küsst sie den falschen Menschen, kann derjenige nie wieder lieben, was schlimme Folgen für denjenigen haben kann. Um das zu verhindern, gibt es Jäger und diese jagen die Suchenenden. Hat Pearl die Chance auf die wahre Liebe oder muss sie für immer unsterblich bleiben?

Meine Meinung
Da ich schon die zuvor erschienene Trilogie von der Autorin sehr mochte war ich gespannt auf dieses neue Buch. Dieses Buch handelt von der Liebe, von der Sehnsucht und dem Wunsch den einzig richtigen Menschen zu finden. Es ist voller Hoffnungslosigkeit, Herzschmerz und auch Neid, da Pearl Schwierigkeiten damit hat verliebte Pärchen zu sehen. Aber auch Liebe, Freundschaft und Hoffnung spielen eine große Rolle. Die Idee dahinter finde ich grandios.

Das Buch spielt in Venedig, was ein wundervolles Setting für so eine Geschichte ist. Die Beschreibungen der Stadt sind wunderschön und atmosphärisch geschrieben, sodass ich das Gefühl hatte wirklich in Venedig zu sein.
Man begleitet Pearl, als sie nach zweihundert Jahren wieder einmal denkt oder eher hofft den richtigen Mann gefunden zu haben, doch als sie ihn küssen will, lässt sie ihn ziehen. Dennoch gerät sie in den Fokus der Jäger, die gerade in Venedig sind.

Diese zwei Jäger sind sehr unterschiedlich. Der eine ist verbittert und möchte jeden Suchenenden aus dem Weg räumen. Er war selber mal ein Suchender und wurde von dem Kuss der wahren Liebe erlöst, aber viel zu schnell wurde ihm seine Liebe wieder genommen.
Der andere Jäger ist ein sympathsicher junger Mann, den ich wirklich interessant fand. Er möchte wirklich nur die "bösen" Suchenden beseitigen, die die Menschen einfach nur küssen, damit es ihnen kurzzeitig besser geht.
Pearl dagegen kam mir zuerst sehr naiv vor, was ich nicht ganz realistisch finde, da sie ja schon zweihundert Jahre auf der Erde lebt und eigentlich daran gereift sein müsste. Doch im Laufe des Buches verändert sie sich. Sie lebt mit zwei anderen Suchenden zusammen, die für sie eine wichtige Rolle spielen, aber die Leere in ihrem Inneren nicht füllen können.

Der Schreibstil konnte mich wieder einmal überzeugen, da er einfach fesselnd und wunderschön zu lesen ist. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Pearl und einem der Jäger geschildert, was ich sehr passend fand.

Wie man sich also denken kann ist das Buch voller Emotionen, manchmal war es mir etwas zu kitschig, aber darüber konnte ich hinwegsehen. Auf jeden Fall habe ich zusammen mit Pearl eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgemacht, weil ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte.
Der Plot beginnt erst sehr seicht, wird dann zunehmend spannend, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu vorhersehbar.
Das Ende löst alles sehr gut auf und sorgt dafür, dass ich das Buch zufrieden zuklappen konnte.

Fazit
Manchmal war mir "Peal- Liebe macht sterblich" etwas zu kitschig und vorhersehbar, aber dennoch ist es ein großartiges Buch über die wahre Liebe. Die Idee des Buches finde ich grandios und auch die Umsetzung kann überzeugen, da es ein sehr emotionales Buch ist, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich kann es auf jedenfall jedem empfehlen, der an die wahre Liebe glaubt.

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(96)

229 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, liebe, der prinz der elfen

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
In Fairfold ist die Magie lebendig und die Elfen nicht weit. Dort schläft in einem gläsernen Sarg ein Elfenprinz und nichts kann ihn aufwecken. Hazel und Ben haben sich in ihrer Kindheit die wildesten Geschichten über ihn ausgedacht. Doch eines Tages ist der Elfenprinz aufgewacht und verschwunden und Hazel und Ben machen sich auf die Suche und so werden die Geschwister von ihrer nicht ganz alltäglichen Vergangenheit eingeholt.

Meine Meinung

Da ich Holly Blacks Werke immer wieder gerne lese und Elfen mich schon immer fasziniert haben, war ich gespannt auf dieses Buch. Ich habe schon viele verschiedene Meinungen dazu gehört und war deshalb neugierig, ob es mir gefallen kann und ich muss sagen, dass ich es nicht schlecht fand, zwar auch nicht herausragend, aber doch so gut, dass ich solide vier Sterne vergebe.

Das Buch beginnt recht seltsam und ich musste erst mal in die Welt von Hazel und Ben hineinfinden, in der die Elfen und Magie, Rituale und ähnliches eine Rolle spielen. Es wirkt zuerst ziemlich durcheinander, unstrukturiert und schwer zu verfolgen, was auch daran lag, dass es zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her wechselt. Das fand ich zwar nicht schlimm, aber teils etwas schwierig zu lesen.

Dafür fand ich die Idee des Buches umso besser. Eine Stadt, die so nah an dem Elfenreich grenzt und wo die Menschen einen Weg gefunden haben mit diesen Wesen zusammenzuleben, finde ich faszinierend. Ebenso wir das Rätsel um den Jungen im Sarg und der Erlkönig an sich. Auch ein Wechselbalg fehlt nicht und so werden hier viele Sagen und Mythen lebendig, was das ganze atmosphärisch und magisch macht. Die Welt des Buches ist überraschend komplex.

Zuerst konnte ich mit Hazel als Protagonistin nicht viel anfangen, weil ich ihre Handlungen absolut nicht nachvollziehen konnte. Erst nach und nach konnte ich hinter ihre Fassade blicken und so Verständnis für sie aufbauen und mit der Zeit wurde sie mir sympathisch.
Ben dagegen mochte ich direkt und besonders die Vergangenheit der beiden Geschwister fand ich faszinierend.
Alle Figuren des Buches haben ihre Schwächen und Fehler, keiner ist perfekt, aber gerade das mochte ich an ihnen und wenn man die Vergangenheit betrachtet, ist das durchaus authentisch.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, mit sehr kurzen Sätzen, die aber dennoch eine gewisse Spannung und Magie aufbauen konnten. Der Plot wird aus mehreren Perspektiven geschildert, was hier manchmal etwas spunghaft wirkt.

Zeitweise ist der Plot vorhersehbar, aber dennoch fand ich das Buch sehr unterhaltsam. Es hat seine Schwächen, aber dennoch gefiel es mir. Vor allem das Ende war nach meinem Geschmack und hat das Buch wunderbar abgeschlossen.

Fazit
"Der Prinz der Elfen" ist zwar nicht perfekt, konnte mich aber dennoch gut unterhalten. Ich kann aber auch die teilweise negativen Stimmen dazu verstehen. Ich glaube, dass man dieses Buch entweder mag oder eben nicht und mir hat es gefallen.

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(56)

100 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

nica stevens, 4 sterne, spannend, carlsen verlag, fantasy

Hüter der fünf Leben

Nica Stevens
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551316042
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die 17-jährige Vivien liebt die Zeit, die sie mit ihrem Vater in dem Nationalpark Kanadas, in dem ihr Vater arbeitet, verbringen kann. Denn obwohl sie ihren Großvater liebt und gerne bei ihm lebt, fühlt sie sich oft eingesperrt. Auch dieses Mal kann sie die Zeit mit ihrem Vater gar nicht abwarten. Doch als sie Liam, einen Freund aus Kindertagen wiedertrifft, verändert sich alles. Er ist seltsam distanziert und hat sich auch so ganz schön verändert. Als sie ein seltsames Mal an seiner Brust sieht, versucht sie seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung
"Hüter der fünf Leben" ist mir zuerst durch sein wunderschönes Cover aufgefallen und da das Setting nach meinem Geschmack klang, wurde ich schnell neugierig. Und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders das Setting finde ich wunderschön und die Beschreibungen des Nationalparks Kanadas fand ich toll und magisch.

Aber auch der Rest konnte mich überzeugen, auch wenn manches zu vorhersehbar war und sich der Anfang für meinen Geschmack etwas gezogen hat. Dafür gibt es aber dennoch so einige überraschende Wendungen und das Geheimnis, das Liam verbirgt, konnte mich überraschen und in seinen Bann ziehen.
Der Plot ist abwechslungsreich, magisch und unterhaltsam und beinhaltet auch eine stimmige und schöne Liebesgeschichte, die mich wirklich fesseln konnte.

Man begleitet Vivien nach Kanada, lernt aber auch ihren Großvater und das Leben dort kennen. Beide Leben sind völlig gegensätzlich und ihr Großvater möchte, dass sie in seine Fußstapfen tritt, dabei möchte Vivien viel lieber in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Ich fand sie als Protagonistin sehr liebenswürdig. Sie glaubt immer an das beste im Menschen, ist zwar manchmal etwas leichtsinnig und impulsiv, aber ansonsten wäre das Buch auch wohl langweilig.
Liam ist zuerst der typische Bad Boy, mürrisch, distanziert und etwas nervig. Erst nachdem Vivien hinter sein Geheimnis kommt, taut er auf und ist wirklich toll. Sein ganzes abwesendes Verhalten nutzt er nur um sein Geheimnis zu wahren.
Besonders gut hat mir aber Viviens beste Freundin gefallen, da sie flippig ist und Schwung in den Plot bringt.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, voller Emotionen und atmosphärisch. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Der Plot wird komplett aus Viviens Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einiges an Action und einen spannenden Showdown, der das Buch überzeugend und gut abschließt. Das wird bestimmt nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von der Autorin gelesen habe.

Fazit
"Hüter der fünf Leben" konnte mich insgesamt sehr gut unterhalten. Ich mag das Setting und die Idee dahinter und kann das Buch jedem Fantasyfan, der gerne Bücher mit einer Liebesgeschichte liest, empfehlen.

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(2.426)

3.594 Bibliotheken, 77 Leser, 6 Gruppen, 258 Rezensionen

selbstmord, mobbing, jugendbuch, jay asher, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Eines Tages wartet auf Clay ein Karton mit Kassetten zu Hause. Als er anfängt sie zu hören, erwartet ihn die Stimme von seiner Mitschülerin Hannah, die sich umgebracht hat. Auf diesen Kassetten erzählt sie, was sie in den Selbstmord getrieben hat und jeder, der diese Kassetten erhält, hat Mitschuld an dem Ganzen. Doch was hat Clay damit zu tun? Außer, dass er für Hannah geschwärmt hat, hat ihn nicht viel mit ihr verbunden...

Meine Meinung

Da es zu diesem Buch mittlerweile eine Serie gibt, gibt es einen unglaublichen Hype darum. Bisher hatte es mich nie interessiert, aber nun wurde ich doch neugierig und ich muss sagen, dass ich froh darüber bin, denn es ist ein ganz besonderes Buch, das nicht einfach zu verdauen ist und zum Nachdenken anregt. Denn jede kleinste unbedachte Tat, kann die schlimmsten Konsequenzen haben und wie oft werden im Schulalltag gemeine Sprüche geklopft und Gerüchte in die Welt gesetzt?

Für Hannah wurde es irgendwann zu viel und sie hat Selbstmord begangen. Mit den Kassetten richtet sie eine Botschaft an diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass sie sich umgebracht hat. Das ganze Buch über herrscht eine bedrückende und beklemmende Atmosphäre vor, die mich komplett fesseln konnte. Ich wollte zusammen mit Clay wissen, was er Hannah angetan hat und wieso sie so weit gegangen ist sich umzubringen.

Ich finde das Buch wirklich grandios, allerdings habe ich einen Kritikpunkt. Ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet, das Hannah schlimmeres passiert, was jetzt nicht abwerten soll, was sie erlebt hat, aber irgendwie kam es mir zu wenig vor für so einen drastischen Schritt. Denn z.B. wird ein Mädchen in dem Buch vergewaltigt, was ich einfach viel schlimmer finde als das was Hannah erlebt hat. Dennoch summiert sich wohl alles und für sie hat es ausgereicht.

In dem Buch begleiten wir Clay, wie er Hannahs Geschichte verfolgt. So wird auch alles aus seiner Ich-Perspektive geschildert, was alles sehr emotional macht. Neben dem was er beim Hören erlebt, wird aber auch der Inhalt der Kassetten wiedergeben, also so wie Hannah es spricht und zu dem Zeitpunkt in dem Clay es hört.

Clay war mir dabei sehr sympathisch und ich habe richtig mit ihm gelitten. Er ist ein durchweg toll ausgearbeiteter Proatgonist.
Für Hannah konnte ich zwar nicht immer Verständnis erübrigen, aber dennoch zeigt dieses Buch, dass die kleinste unbedachte Tat für einen Menschen schlimme Folgen haben kann.

Der Schreibstil passt ebenfalls wunderbar zum Buch, da der Autor sehr atmosphärisch, emotional und dabei leicht und locker schreibt.

Das Ende ist wie zu erwarten nicht wirklich abgeschlossen und da Hannah tot ist, braucht man kein Happy End erwarten. Aber dennoch fand ich das Ende gut und irgendwie hoffnungsvoll.

Fazit
"Tote Mädchen lügen nicht" regt durchweg zum Nachdenken an und kann mit seiner beklemmenden und bedrückenden Amtosphäre fesseln. Ich kann den Hype darum verstehen und werde auch bald die Serie dazu schauen.

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(36)

87 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

internat, jugendbuch, fantasy, orden, insel

Die Erwählten von Aranea Hall

Susanne Gerdom , Lena Kleiner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.03.2017
ISBN 9783764170707
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Liv wird gegen ihren Willen nach "Aranea Hall" verfrachtet. Sie möchte nichts sehnlicher als fliehen und zu ihren Freunden zurück, denn sie ist der festen Überzeugung, dass es sich dabei um eine Besserungsanstalt handelt. Doch "Aranea Hall" ist ein luxeriöses Internat mit ungewöhnlichen Fächern und gegen ihren Willen gefällt es ihr nach und nach dort. Allerdings findet sie heraus, dass dort einges nicht mit rechten Dingen zugeht und die Schüler scheinen auch alle eine besondere Fähigkeit zu besitzen nur sie nicht. Was steckt wirklich hinter "Aranea Hall"?

Meine Meinung

Da ich Susanne Gerdoms Bücher in der Regel liebe, war ich schon gespannt auf ihr neuestes Buch, denn sie sprüht immer voll neuer Ideen und tollen Geschichten. Auch "Die Erwählten von Aranea Hall" hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich gestehen muss, dass ich manchmal etwas mehr erwartet hätte und ich mir bei den Zusammenhängen viel mehr zusammengesponnen habe als dann zum Schluss dabei rauskam.

Dennoch, wer Internatsgeschichten mag, die mystisch und geheimnisvoll angehaucht sind, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Plot hat einiges zu bieten und wirft lange Zeit viele Fragen auf, die erst zum Schluss wirklich komplett geklärt wurden. Dieses Geheimnisvolle konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen.
Ich mochte aber vor allem die Atmosphäre des Buches und die Beschreibungen des Internats. Die Atmosphäre war durchweg irgendwie leicht bedrohlich und die Beschreibungen des Internats sehr bildlich und faszinierend.

Liv ist keine einfache Protagonistin, aber gerade das mochte ich an ihr. Sie ist störrisch und immer auf Krawal aus, sie rebelliert und macht es niemandem einfach. Ich fand ihre sarkastische und schlagfertige Art sehr erfrischend. Als sie auf dem Internat eintrifft, trifft sie auf ein Mädchen, das genauso aussieht wie sie und ihr das Leben zur Hölle machen möchte.
Natürlich gibt es auch den typischen Bad Boy, was zwar ein totales Klischee ist, aber ich mochte es hier sehr gerne. Denn Jayce bringt Pfeffer in den Plot.
Auch ansonsten konnten mich die Figuren des Buches überzeugen.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig mit wie schon erwähnt tollen Beschreibungen. Dazu kommen starke Emotionen und eine fesselnde Schreibweise. In die Bücher der Autorin kann ich immer vollkommen versinken, auch wenn ich hier über zwei, drei Wörter gestolpert bin, die ich in einem Jugendbuch nicht erwartet hätte und die ich erst mal nachschlagen musste. Der Plot wird komplett aus Livs Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss bei dem die wichtigsten Fragen geklärt wurden. Dennoch bietet es einiges an Potenzial für eine Fortsetzung.

Fazit
"Die Erwählten von Aranea Hall" kann ich jedem empfehlen, der die Nase noch längst nicht voll davon hat, Internatsgeschichten mit einem großen Geheimnis zu lesen. Mir hat es insgesamt richtig gut gefallen und ich hätte nichts gegen eine Fortsetzung.

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(126)

530 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

liebe, dystopie, das juwel, amy ewing, fantasy

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Violet hat nur ein Ziel. Zusammen mit dem Bund Der Schwarze Schlüssel den Adel stürzen und die Menschen befreien. Doch die Herzogin vom See hat ihre Schwester in ihrer Gewalt und als Violet erfährt, dass diese ermordet werden soll, zögert sie nicht lange und unternimmt alles um sie zu beschützen, selbst wenn sie alle anderen zurücklassen muss.

Meine Meinung
"Das Juwel" gehört zu meinen absoluten Lieblingstrilogien. Ich finde den Weltenentwurf hochspannend und vor allem die Fähigkeiten von Violet und den anderen Surrogaten konnten mich faszinieren. Auch die Erklärung wieso Violet und die anderen diese Fähigkeiten haben, gefiel mir. Die Magie ist hier sehr wichtig und tritt immer mehr in den Vordergrund, was sehr gut passt. Zwar ist die Idee einer Revolution bei einem dystopisch angehauchten Weltenentwurf nicht neu, aber ich mag das große Ganze hier unglaublich gern.

Der Plot geht zeitnah nach dem zweiten Band weiter, der mit einem fiesen Cliffhanger endete. So konnte ich das Finale gar nicht erwarten. Schnell war ich wieder völlig in Violets Welt vertieft. Zwar beginnt der Plot zuerst recht ruhig, weil Violet und ihre Freunde dabei sind andere Surrogaten einzuweihen. Aber recht schnell begibt sich Violet in die Höhle des Löwen um ihre Schwester zu beschützen.
An sich ist der Plot bis auf das Finale wirklich ruhig, aber dennoch konnte es mich komplett faszinieren und fesseln.
Denn es passieren so einige überraschende Dinge und über allem liegt eine bedrohliche Atmosphäre.

Violet ist eine Protagonistin, die mir schon sehr ans Herz gewachsen ist. Sie würde alle für ihre Schwester und dafür, dass die Ungerechtigkeiten des Adels aufhören, unternehmen. Sie ist stark, mutig und einfallsreich geworden, auch wenn sie oft in wichtigen Momenten doch machtlos erscheint. Am Ende entfaltet sie jedoch ihr volles Potenzial. Etwas schade fand ich, wie sie mit Ash umgeht. Sie bevormundet ihn und hindert ihn daran sich in Gefahr zu bringen, aber selber bringt sie sich nur in Gefahr.
Dennoch mag ich alle Figuren des Buches unglaublich gerne, vor allem da man noch viel über deren Hintergrundgeschichte erfährt.

Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen, denn er ist sehr emotional und bildgewaltig. Er passt zum Setting und alles ist leicht und locker geschrieben. Kaum angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Alles wird aus Violets Ich-Perspektive geschildert, was unglaublich gut passt und ihre Emotionen sehr gut darstellt.

Das Buch gipfelt in einem unglaublichem Finale, das mich komplett begeistern konnte und noch für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat. Wegen dem gelungenen Finale, das alle Handlungsstränge wunderar auflöst, bleibt mir gar nichts anderes übrig als dieses Buch mit der Höchstpunktzahl zu bewerten.

Fazit
"Das Juwel- Der Schwarze Schlüssel" war für mich das perfekte Finale einer meiner Lieblingstrilogien. Ich kann die Reihe jedem empfehlen, die dystopisch angehauchte Bücher mit einer guten Portion Fantasy und Liebe mag.

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(128)

342 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

1001 nacht, liebe, fluch, magie, orient

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Shahrzad verlässt schweren Herzens Chalid. Denn sie muss sich um ihren schwer verletzten Vater und ihre Schwester kümmern und außerdem versucht sie den Fluch, der auf Chalid liegt zu brechen, denn nur so haben die beiden eine Zukunft. Doch es droht ein Krieg und Shahrzad läuft die Zeit davon. Müssen noch mehr unschuldige Menschen sterben?

Meine Meinung
Nachdem ich den ersten Band dieser Dilogie sehr mochte, weil ich besonders die Atmosphäre von 1001 Nacht und den orientialischen Touch sehr mag war ich gespannt auf die Fortsetzung. Ich liebe das Setting in dem die Reihe spielt einfach.
Auch dieser zweite Band gefiel mir gut, auch wenn ich ihn als etwas schwächer empfunden habe.
Denn der Fluch, der im ersten Band dominiert und wichtig ist, wird hier eher zur Nebensache und wie das Ganze gelöst wird, erschien mir zu einfach. Das fand ich etwas schade.

Dafür fand ich die tiefen Gefühle von Chalid und Shahrzad unglaublich toll dargestellt. Man spürt hautnah, wie viel sie einander bedeuten. Der Fokus des Buches liegt hier auf der Liebesgeschichte, aber auch einer Verschwörung, Verrat, einem drohenden Krieg, Zerstörung und Angst, aber auch Magie, Freundschaft und Vertrauen. Ich mochte diese Mischung sehr und irgendwann wusste ich nicht mehr, wem Shahrzad denn nun vertrauen kann, weil an jeder Ecke Verrat lauert.

Die lästige Dreiecksgeschichte (ja, ich bin kein Fan von sowas) konnte mich hier etwas mehr überzeugen, weil Shahrzad sich ihrer Gefühle sicher ist und Tarik hier eine tolle, wenn auch schwere Entwicklung durchmacht.
Auch Shahrzad Entwicklung mochte ich sehr. Sie ist eine starke Figur, die nicht auf den Mund gefallen ist und vielleicht manchmal zu frech ist, aber genau das mag ich an ihr. Sie ist vielschichtig und hat ihre Fehler, entwickelt sich aber großartig.
Und auch Chalid mochte ich sehr. Er leidet unter Shahrzads Verlust und auch wenn er eine raue Art hat, die nicht einfach zu verkraften ist, verbirgt sich viel Leid und Elend und auch Liebe dahinter.
Neben den dreien gibt es noch einige andere Figuren, die ich sehr mochte und die den Plot bereichert haben.

Der Schreibstil ist wunderschön und passt zu der Atmosphäre des Buches. Dabei wird alles emotional und bildgewaltig beschrieben. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, was für ein gutes Gesamtbild sorgt.

Zwischendurch zieht sich der Plot etwas, aber alles in allem war dieser zweite Band eine tolle Fortsetzung und bietet so einige Überraschungen, die mich in ihren Bann ziehen konnten. Für mich war es ein gelungener Abschluss, auch wenn ich nichts gegen ein Fortsetzung hätte.

Fazit
"Rache und Rosenblüte" empfand ich als etwas schwächer als den ersten Band, aber dennoch ist es ein tolles Buch, voller Emotionen, spannenden Wendungen und echter Liebe. Es wirkt wie eine Geschichte aus 1001 Nacht und gerade deshalb finde ich diese Dilogie so gut und kann sie jedem empfehlen.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Schatten über Elantel

Brandon Sanderson , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704359
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Wax, Wayne und Marasi versuchen Elantel sicherer zu machen. Diese Metropole steht im Umbruch. Die Technologie hält immer mehr Einzug, aber auch die Magie ist allgegenwärtig. Wax hat schon viel erlebt und viele Gefahren überstanden, doch ein neuer Fall sorgt für scheinbar unlösbare Probleme, sein Gegner ist ihm immer voraus und erst nach und nach erfährt er das ganze Ausmaß der Bedrohung.

Meine Meinung

"Schatten über Elantel" war mein erstes Buch von Brandon Sanderson. Doch ich hatte schon viel Gutes davon gehört und es hieß, dass man diesen eigentlich fünften Band auch gut als Einstieg in die Welt der Nebelgeborenen nutzen kann. Denn die eigentliche Trilogie spielt 300 Jahre vorher und der Zwischenband erzählt soweit ich weiß die Vorgeschichte zu Wax.

Ich finde diesen Band als Einstieg auch nicht schlecht. Denn es lässt sich unabgängig vom Rest lesen und wenn man nicht weiß, dass es andere Bände gibt, merkt man es nicht. Allerdings fiel mit der Einstieg in das Buch nicht ganz leicht, weil ich mir die Magie, die Wax anwendet zuerst nicht vorstellen konnte. Es wird wenig zu der Magie an sich erklärt und ich denke, dass das Verständnis der Magie besser gewesen wäre, wenn ich die Vorbände kennen würde.

Dennoch konnte mich der Autor mit diesem Buch überzeugen. Das Buch beginnt direkt rasant und actionreich, hat einen Westerntouch, aber auch Steampunk-Elemente, dadurch, dass die Morderne und Technik in die Welt des Buches Einzug erhält. Alles wird mit Fantasyelementen und einem spannenden Fall und viele Gefahren kombiniert. Ich finde die Mischung grandios und es kam keine Langeweile auf.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr passend fand. Und auch der Schreibstil an sich ist genial. Brandon Sanderson schreibt bildgewaltig, voller Emotionen und Tiefgang, aber auch sehr atmosphärisch und mit einem gewissen Witz und Sarkasmus. Besonders die Dialoge zwischen Wax, Wanye und Marasi fand ich großartig.

Die Figuren des Buches konnten mich ebenfalls überzeugen, da sie viele Facetten haben und ich sie schnell näher kennenlernen wollte. Nicht nur die Fähigkeiten und der Mut von Wax, Wayne und Marasie fand ich klasse, sondern auch deren ganze Art. Sie kommen ohne Klischees aus und sind irgendwie etwas Besonderes und jeder hat seine eigene Vergangenheit hinter sich, die mich sehr interessiert hat. Wax selbst zeigt wenige Emotionen, aber durch seine Vergangenheit entwickelt man als Leser Verständnis für ihn.

Der Plot an sich ist wie schon erwähnt abwechslungsreich und spannend. Ich wurde immer wieder überrascht und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte ist ungewöhnlich und gipfelt in einem grandiosen Showdown, der mich wirklich überraschen konnte.
Nach diesem Buch muss ich unbedingt noch die anderen Werke der Nebelgeborenen- Reihe lesen.

Fazit

"Schatten über Elantel" ist ein ungewöhnliches, aber tolles Buch. Zwar hatte ich zu Beginn etwas Probleme mit der Magie zurechtzukommen, aber dennoch fand ich es mehr als gut. Damit hat der Autor mich davon überzeugt, dass ich auch seine anderen Werke lesen muss.
Wer im Fantasybereich mal etwas anderes lesen möchte und einem Westerntouch und Steampunk nicht abgeneigt ist, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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(40)

59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

band 2, animox, verfolgung, oetinger verlag, familie

Animox - Das Auge der Schlange

Aimée Carter , Maren Illinger , Frauke Schneider
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.03.2017
ISBN 9783789146244
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt
Mittlerweile weiß Simon die Wahrheit über sich. Er ist ein Animox und kann sich somit in ein Tier verwandeln. Er versucht immer noch seine Mutter aus Orions Gewalt zu befreien. Doch muss er zuerst lernen mit seiner Fähigkeit umzugehen. Allerdings darf niemand die Wahrheit über ihn erfahren, denn er verbirgt ein großes Geheimnis. Dennoch versucht er zusammen mit seinen Freunden seine Mutter zu befreien und das obwohl es sich um eine Falle handeln könnte...

Meine Meinung

Obwohl es sich hierbei um eine Kinderbuch-Reihe handelt, finde ich sie mehr als unterhaltsam und spannend. Die Idee der Animox, also Menschen, die sich in Tiere verwandeln können, ist nicht neu, aber ich mag sie doch immer wieder. Und hier hat die Autorin auch noch viele neue Ideen parat.

Der Plot setzt einige Zeit nach dem ersten Band an, aber durch Rückblenden, ist man wieder völlig im Geschehen drin und kann sich ohne Probleme wieder in das Buch vertiefen, was ich vor allem für die gedachte Zielgruppe wichtig finde.
Der Plot ist spannend und unterhaltsam. Simon und seine Freunde müssen sich neuen Gefahren stellen.

Dabei ist mir Simon schon im letzten Band ans Herz gewachsen. Er ist liebenswürdig und ich finde es schön, dass er endlich Freunde gefunden hat auf die er sich verlassen kann. Außerdem entwickelt er sich immer weiter.
Etwas schade fand ich, dass die Beziehung zwischen ihm und seinem Zwillingsbruder wieder sehr distanziert und kühl war, weil ich im letzten Band das Gefühl hatte, dass sie sich näher kommen könnten. Dafür fand ich seine Freundschaft mit Jam, Ariana und Winter umso besser. Manchmal handeln die Figuren zwar zu unbedacht, aber da diese noch Kinder sind, finde ich das authentisch, alles andere wäre unrealistisch.

Auch der Schreibstil ist nach meinem Geschmack und passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles ist leicht und locker zu lesen, dabei aber emotional und fesselnd geschrieben. Die Geschichte wird aus Simons Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend finde.

Neben dem spannenden Plot ist das Buch aber auch voller Emotionen und teils sehr lustig. Es ist ein Buch voller Freundschaft, Vertrauen und Gefahren und ist überraschend vielfältig.
Allerdings gefiel mir der erste Band ein ganz kleines bisschen besser, obwohl ich nicht mal genau sagen kann, wieso.
Das Finale ist spannend und weist schon etwas darauf hin, worum sich der Folgeband drehen wird, auf den ich mich schon jetzt sehr freue.

Fazit
Meiner Meinung nach ist die "Animox"-Reihe nicht nur etwas für Kinder und ich vergebe sehr gute vier Sterne. Es ist ein vielfältiges Buch voller Emotionen und einer tollen Idee und ich empfehle es jedem Fantasyfan, der gerne Bücher liest, die in eine solche Richtung gehen.

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

magie, freundschaft, doppelgängerin, zwilling, schule

Nova und Avon - Mein böser, böser Zwilling

Tanja Voosen , Petra Hämmerleinova
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551653819
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt
Nova ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, doch sie hat keine Freunde und ist tollpatschig. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, hat sie auch noch mega peinliche Eltern. Eines Tages soll sie eine Wahrsagerin bestehlen, allerdings wird sie erwischt und mit einem Fluch belegt. Ab da hat sie noch mehr Pech als sowieso schon und auf einmal taucht ein böser Zwilling auf und macht ihr das Leben zur Hölle.

Meine Meinung

Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, da ich den Humor von Tanja Voosen sehr mag. Zwar gehöre ich schon längst nicht mehr zur Zielgruppe ihres neuesten Werkes, aber dennoch konnte mich dieses Kinderbuch sehr gut unterhalten. Es befasst sich mit den typischen Problemen eines Kindes in Novas Alter, die erste große Liebe, Freundschaft, peinliche Eltern und dem Wunsch dazuzugehören. Kombiniert wird das ganze mit einem bösen Zwilling und einem Fluch. Die Kombination und die Idee dahinter konnte mich überzeugen.

Diese Probleme hat die Autorin authentisch und liebenswert dargestellt, sodass ich denke, dass sich Mädchen in dem Alter von Nova perfekt mit ihr indentifizieren können. Nova war mir gleich sympathisch und ich konnte mir ihr fühlen. Mit ihren schrulligen Eltern und ihrer Tollpatschigkeit hat sie es wirklich nicht leicht. Und natürlich machen sich auch einige Klassenkameraden über sie lustig.
Als Nova Fee kennenlernt entwickelt sich eine tolle Freundschaft und besonders Fee gefiel mir als Figur. Sie war witzig, spritzig und einfach toll.
Aber selbst den bösen Zwilling Avon fand ich spannend. Sie ist das genaue Gegenteil von Nova und macht ihr das Leben schwer.

Allerdings hatte es mich gewundert wie lange es dauert, dass Avon und Fee überhaupt auftauchen. Ich dachte, dass beide früher auf der Bildfläche erscheinen, aber das dauert recht lange, was ich etwas schade fand. Aber sobald die beiden in dem Buch vorkamen, konnte es mich komplett überzeugen.
Es ist ein Buch mit einem ganz besonderen Witz und Charme, das aber ganz nebenher zeigt wie wichtig Freundschaft ist.

Der Schreibstil gefiel mir unglaublich gut, sodass ich direkt in der Geschichte drin war und kaum aufhören konnte zu lesen. Tanja Voosen schreibt witzig, spritzig, mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und auf eine erfrischende Art, die mich einfach begeistern konnte. Selten habe ich bei einem Buch so oft grinsen, schmunzeln und lachen müssen. Aber auch alle anderen Emotionen werden unglaublich gut dargestellt, sodass ich permanent mit Nova mitfühlen konnte. Alles wird aus Novas Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

Fazit
Dieser erste Band konnte mich insgesamt sehr gut unterhalten. Es ist ein Buch voller Witz und Charme, mit einer tollen Idee und einer Protagonistin mit der sich Gleichaltrige identifizieren können dürften.

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315 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 98 Rezensionen

fantasy, liebe, jugendbuch, finsternis, märchen

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Luna ist in einer Welt völliger Dunkelheit aufgewachsen. Es gibt keine Sonne mehr und die überlebenden Menschen müssen mit Hunger und anderen Bedrohungen zurechtkommen. Luna ist behütet in einem Turm aufgewachsen und muss versteckt werden. Doch sie sehnt sich immer nach mehr. Als sie auf Fowler trifft, scheint sich ihr Wunsch zu erfüllen, allerdings ganz anders als sie immer gehofft hat.

Meine Meinung
Schon als ich zu zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Eine Welt, die in Dunkelheit getaucht ist und seltsame Wesen namens Finsterirdische sorgen für eine durchweg düstere Atmosphäre. Dennoch ist Luna behütet aufgewachsen und schnell wird klar, dass sie nicht irgendein Mädchen ist. Doch wer sie wirklich ist, muss sie geheim halten.

Die Grundidee finde ich wirklich gelungen und auch den Plot an sich mochte ich sehr. Allerdings hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Da das Reich in dem alles spielt doch recht blass dargestellt wurde und man auch über die Hintergründe der Finsternis nicht wirklich etwas erfährt.
Ansonsten ist der Plot teils vorhersehbar, weil klar ist, dass es eine Liebesgeschichte geben muss und das Luna ihren Turm verlassen muss. Dennoch gibt es immer wieder spannende Wendungen und gerade eine Wendung zum Schluss konnte mich überzeugen.

Nur Lunas Handlungen vor allem zum Schluss konnte ich so gar nicht nachvollziehen. Sie wirkt sowieso etwas naiv, was ich aber verstehen kann, weil sie behütet und abseits der Welt aufgewachsen ist. Doch sie handelt unüberlegt und einfach nicht logisch. Dennoch mochte ich sie sehr und sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Vor allem, da sie nicht so hilflos ist, wie man zuerst denkt. Sie rettet Fowler immer wieder das Leben.
Und auch Fowler mochte ich sehr, auch wenn er dank seiner zuerst abweisenden Art und eines großen Geheimnisses sehr klischeehaft wirkt. Dennoch ist er im Grunde ein lieber Kerl, der es dank der unwirtlichen Welt gerne versteckt.

Ansonsten erleben die beiden ein gefährliches Abenteuer, schlagen sich durch und kommen sich näher. Und obwohl die Liebesgeschichte vorhersehbar ist, mochte ich sie dank starker Emotionen und einem tollen Schreibstil sehr. Alles ist sehr atmosphärisch geschrieben und der Plot wird abwechselnd aus Lunas und Fowlers Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Buch lässt sich trotz vieler ruhiger Passagen schnell lesen und trotz meiner Kritik mochte ich es sehr und bin gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit
Hier ist mir die Wertung gar nicht so leicht gefallen, da ich doch recht viel Kritik an dem Buch hatte, es dennoch aber extrem gerne gelesen habe und neugierig bin, wie es weitergeht. Die Idee dahinter mochte ich sehr und ich hoffe, dass die Fortsetzung das was mir hier gefehlt hat bereithält. Dennoch kann ich das Buch im Großen und Ganzen empfehlen und vergebe knappe 4 Sterne.

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

liebe, jugendbuch, krankheit, fischer, tabletten

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Flora Banks Gedächtnis funktioniert nicht so, wie es eigentlich sein sollte. Seitdem sie 10 ist, bleibt nichts in ihrem Gedächtnis, alles vergisst sie wieder. Sie muss sich mit Notizen durchs Leben kämpfen und immer aufs Neue erfahren, dass sie nicht mehr 10 Jahre alt ist. Doch eines Tages bleibt doch etwas in ihrem Gedächtnis. Ein Kuss mit einem Jungen. Voller Hoffnung begibt sie sich auf eine Reise in der Hoffnung, dass sich in ihrem Leben endlich einmal etwas ändern wird.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es für ein Mädchen zur Schwelle des Erwachsenwerdens ist, wenn man sich an nichts erinnert, was nach dem 10. Lebensjahr geschehen ist. Flora hat eine ganz gute Technik dafür entworfen und durch Notizen kommt sie durchs Leben. Hat aber immer wieder Probleme.

Durch ihren Gedächtnisverlust wiederholt sich für den Leser vieles immer wieder, aber das finde ich nicht schlimm, sondern wichtig um zu sehen, wie Floras Leben wirklich aussieht. Ihre Eltern halten sie aus allem heraus und so bleibt vieles im Dunkeln. Erst nach und nach erfährt man als Leser, wieso sie wirklich unter Gedächtnisverlust leidet und was in ihrem Leben so passiert ist. Da gab es so einige überraschende und schockierende Erkenntnisse für mich.

Flora ist durch ihre Erkrankung sehr naiv, was zwar verständlich ist, aber manchmal für mich etwas anstrengend war. Dennoch ist sie liebenswürdig und wächst in dem Buch über sich hinaus. Die restlichen Figuren blieben teilweise etwas blass und ich konnte deren Handlungen nicht immer nachvollziehen.

Was mich allerdings etwas gewundert hatte, war wie einfach sie die Reise meistert um zu dem Jungen zu kommen, der sie küsst. Auch weiß ich nicht, ob es realistisch ist, dass sie sich an manche Dinge auf einmal erinnern kann, an so vieles alltägliche aber nicht.
Dennoch handelt das Buch von Mut, von Freundschaft, der Suche nach der Wahrheit und dem Wunsch etwas zu verändern, was ich einfach total schön fand. Es ist ein tiefgründiges und tolles Buch, das zwar nicht ganz überzeugen kann, aber dennoch lesenswert ist.

Der Plot wird komplett aus der Ich-Perspektive von Flora geschildert, was ich gerade wegen ihrer Erkrankung sehr gut fand. Da man so als Leser direkt Zugang zu ihr gefunden hat und noch viel besser nachvollziehen konnte, wie das Leben für sie so ist.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss und so bin ich trotz meiner Kritik froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.

Fazit
"Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist ein unterhaltsames Buch, mit einem schwierigem Thema, aber einer wichtigen Botschaft. Ich kann es insgesamt nur empfehlen, auch wenn ich nicht alles für ganz realistisch halte.

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423 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 143 Rezensionen

caraval, spiel, magie, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Scarlett sehnte sich schon immer danach nach Caraval zu reisen und an den magischen Spielen teilzunehmen. Caraval ist voller Schausteller und verspricht die Erfüllung der Wünsche. Da sie und ihre Schwester Donatella unter ihrem grausamen Vater leiden müssen, klang das immer wie ein Traum. Doch als Scarlett tatsächlich dazu eingeladen wird, möchte sie die Sicherheit ihrer baldigen Hochzeit nicht aufs Spiel setzen und zögert. Kurzerhand wird sie von ihrer Schwester und dem geheimnisvollen Julian entführt und ihr bleibt nichts anderes übrig als an dem Spiel teilzunehmen. Doch was steckt wirklich dahinter und wieso ist ihre Schwester verschwunden?

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Es klang nach einem spannenden Buch und ich muss sagen, es konnte mich wirklich gut unterhalten.
Man begleitet Scarlett, wie sie sieben Jahre lang Legend, der für Caraval verantwortlich ist, schreibt in der Hoffnung, dass sie daran teilnehmen kann. Doch ausgerechnet, als sie das nicht mehr wünscht und nur noch in einer Heirat die Rettung sieht, antwortet er ihr.
Zusammen mit Scarlett erlebt man Caraval und das Spiel. Geschickt schafft es die Autorin, dass man die Wahrheit nicht von Lüge und Täuschung unterscheiden kann. Was ist echt, was nur gespielt?
Dabei muss sie Rätsel lösen und erlebt magische Dinge, muss aber auch Gefahren überstehen und sucht stets nach ihrer Schwester.

Ich mag die Idee hinter dem Buch und mit welchem Ideenreichtum die Autorin Caraval erschaffen hat. Das Spiel findet nur nachts statt und von Kleidern, die auf magische Weise ihr Aussehen ändern, bis zu Räumen, die ihre Größe ändern, ist alles dabei.
Auch das Geheimis hinter allem konnte mich überzeugen. Es ist ein Buch voller Überraschungen und Magie. Über allem hängt eine magische und geheimnisvolle Atmosphäre.

Scarlett erlebt man zu Beginn als sehr risikoscheu, sie hat ein klares Ziel vor Augen und lebt ohne Risiken einzugehen. Sie möchte ihrem Vater entkommen und für ihre Schwester sorgen, die viel risikobereiter ist und sich nicht mit dem, was sie bekommen kann, zufrieden geben möchte. Ich mochte beide sehr, aber besonders der geheimnisvolle Julian konnte mich überzeugen. Auch wenn er etwas klischeehaft war und ich mir schnell denken konnte, was sein Geheimnis ist. Er steht Scarlett bei und hilft ihr sich in der ungewöhnlichen Welt Caravals zurechtzufinden.

Der Schreibstil passt zum ganzen Buch, ist voller magischer Beschreibungen, eindrucksvollen Emotionen, dabei aber leicht und locker zu lesen. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Scarlett erzählt, was ich sehr passend fand.

Allerdings habe ich mich manchmal gefragt, wieso Scarlett so an ihrer Schwester hängt, weil mir die schwesterliche Liebe etwas zu blass dargestellt war und auch manche Lösungen fand ich schwer nachzuvollziehen. Dennoch finde ich dieses Buch sehr gut und vor allem das emotionale Ende konnte mich begeistern. Der Epilog weißt auf einen zweiten Band hin, auf den ich mich schon jetzt sehr freue.

Fazit
"Caraval" ist ein ungewöhnliches Buch, bei dem man die Wahrheit nicht von Lug und Betrug unterscheiden kann. Es ist voller Magie und Geheimnisse und es konnte mich in seinen Bann ziehen, sodass ich das Buch auf jeden Fall empfehlen kann.

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(46)

151 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, maggie stiefvater, wo das dunkel schläft, mystery

Wo das Dunkel schläft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nachdem Blue und ihre Freunde Blues Mutter gefunden und heil zurückgebracht haben, versuchen sie alles um das Grab des sagenumwobenen König Glendower zu finden. Denn ansonsten wird Gansey durch einen Kuss von Blue sterben. Als dann im magischen Wald Cabeswater auf einmal eine seltsame Dunkelheit umhergeht und alles zu zerstören scheint, gibt es noch eine zusätzliche Bedrohung und gemeinsam suchen Blue, Gansey, Adam, Ronan und Noah nach einem Ausweg.

Meine Meinung
Über Jahre haben mich Blue und die Raven Boys begleitet und die fünf sind mir richtig ans Herz gewachsen. So war ich gespannt auf den finalen Band. Allerdings habe ich hier gemerkt, dass man die Bücher am besten alle hintereinander lesen sollte. Viele Details die wichtig sind, waren mir hier nicht mehr so präsent und ich habe ein gutes Drittel des Buches gebraucht um wieder komplett in das Buch einzutauchen. Nach und nach erinnerte ich mich wieder daran, was in den Vorbänden geschah und konnte die Zusammenhänge verstehen. Hätte ich die Bücher direkt hintereinander gelesen, wäre das wohl deutlich einfacher gewesen.

Denn die Geschichte rund um die Raven Boys, die Ley-Linien, Glendower, Cabeswater, Blue und ihre Familie, die allesamt Wahrsager sind, ist recht komplex, mysteriös und geheimnisvoll. Zu Beginn kann man gar nicht ahnen in welche Richtung sich die Reihe entwickeln wird. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Wendungen und gerade das macht für mich den Reiz dieser Reihe aus.
Auch in diesem finalen Band gibt es neue Erkenntnisse über Blue und die anderen. Spannende Wendungen bleiben nicht aus und auch hier wusste ich nie wirklich was mich erwartet.

Das Buch hat zwar auch seine kleinen Längen, aber ich liebe die Idee dahinter und auch die neue Bedrohung in diesem Band fand ich fasznierend. Alles hängt irgendwie zusammen und offenbart ein großartiges Ganzes. Irgendwann werde ich noch einmal alle Bücher direkt hintereinander lesen, dann werden mir bestimmt noch mehr Details auffallen.

Die Protagonisten sind natürlich weiterhin erstklassig ausgearbeitet und mit ihren Ecken und Kanten einfach liebenswert. Keiner von ihnen ist "normal" oder langweilig und irgendwie ist jeder auf seine Art etwas besonderes. Ich liebe den Zusammenhalt der Truppe und auch, dass hier ein neuer Junge zu der Truppe stößt gefällt mir.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven (personaler Erzähler) geschildert, was wunderbar passt. Schon an den Gedanken und der Ausdrucksweise der verschiedenen Charaktere erkennt man, welche Perspektive gerade dargestellt wird. Maggie Stiefvaters Schreibstil ist dabei einfach einzigartig, teils komplex, aber immer wieder poetisch und wunderschön. Sie kann ebenso gut eine mystische oder gefährliche Atmosphäre erschaffen, wie auch Humor, Trauer und Liebe darstellen.
Hier hat sie allerdings auch noch ein andere spannende Ausdrucksweise verwendet, die an manchen Kapitelanfängen das Ganze so wirken lässt, als würde jemand eine Geschichte erzählen.

Das Ende ist unglaublich stimmig und rundet das Ganze toll ab, sodass ich das Gefühl hatte, dass alle offenen Handlungsstränge so weit abgeschlossen sind und ich gut mit einer meiner Lieblingsreihen abschließen kann. Außerdem werden die letzten Geheimnisse gelüftet.
Dennoch bin ich traurig, dass diese einzigartige und mystische Geschichte vorbei ist und freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

Fazit
"Wo das Dunkel schläft" bietet eine stimmigen Abschluss einer einzigartigen und mystischen Reihe. Allerdings sollte man alle Bände wohl direkt hintereinander lesen. Das hätte mir vieles vereinfacht, da das Ganze doch etwas komplexer ist und es viele Geheimnisse zu lüften gibt. Dennoch fand ich diesen Band sehr gelungen und bin nun etwas traurig, dass meine Reise mit Blue und ihren Freunden beendet ist. Wer außergewöhnliche Fantasybücher mag, sollte bei dieser Reihe auf jeden Fall einen Blick riskieren.

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(153)

285 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

anne freytag, den mund voll ungesagter dinge, jugendbuch, liebe, homosexualität

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Obwohl Sophie es nicht möchte, zieht sie mit ihrem Vater nach München zu seiner Freundin und ihrer Familie. In ihrem Leben lief noch nie etwas so wie sie es wollte. Schon ihre Mutter hat sie nach der Geburt verlassen und nun muss sie sich einem neuen Leben stellen. Ihr Vater war noch nie so glücklich, doch Sophie, die noch nie verliebt war, ist es nicht, bis sie das Nachbarsmädchen Alex kennenlernt...

Meine Meinung

Nachdem "Mein bester letzter Sommer" ein absolutes Highlight für mich war, war ich gespannt auf das neue Werk der Autorin, das sich mit einem Thema befasst, das eher selten in Jugendbüchern zu finden ist. Denn die 17-jährige Sophie verliebt sich in das Nachbarsmädchen Alex, versucht zu sich selber zu finden und herauszufinden, wer sie wirklich ist.
Ich habe noch nicht oft Bücher gelesen, in denen es um Mädchen auf der Schwelle zum Erwachsenwerden geht, die merken, dass sie lesbisch sind. Hier hat die Autorin mit viel Gefühl dargestellt, wie das alles für Sophie ist.

Dabei ist Sophie ein sympathischer Mensch mit Fehlern. Sie gibt ihrer neuen Heimat und ihrer neuen Familie keine Chance, was fast wie eine kindliche Trotzreaktion wirkt. Sie versucht gar nicht das Positive zu sehen. Dabei konnte ich mich aber sehr gut in sie hineinversetzen. Denn die Autorin versteht es, dass man als Leser tief in die Protagonisten hineinblicken kann. Sophie macht im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung durch. Macht aber auch immer wieder Fehler, aber gerade ihre Fehler machen sie menschlich und authentisch. Und auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen.

Die Probleme des Buches und die hier dargestellte Liebesgeschichte sind voller Gefühl geschrieben und bieten einiges an Herzschmerz, Drama, aber auch Glück und Zufriedenheit, mit einigen lustigen Stellen. Als Leser macht man ein Wechselbad der Gefühle durch. Es ist nicht nur ein Buch über die erste Liebe, sondern auch über das Erwachsenwerden.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass ein bisschen mehr auf die Probleme eines Coming Outs eingegangen werden würde. Denn in der heutigen Gesellschaft ist das alles noch längst nicht so einfach, wie es eigentlich sein sollte. Über das Thema wurde ein bisschen hinweggegangen, was ich etwas schade fand. Dennoch war es wirklich ein tolles Buch.
Was mich auch etwas gestört hat, war wie viel Sex in dem Buch vorkommt, weil es für mich einfach zu viel war, ein bisschen weniger hätte der Story auch nicht geschadet.

Der Schreibstil ist mehr als authentisch, leicht und locker und voller Emotionen, teilweise sogar frech, was aber zu Sophie passt. Die Autorin schafft es den Leser abzuholen und mitzureißen. Ich liebe ihren Schreibstil und könnte ihre Bücher ewig lesen. Der Plot wird aus Sophies Ich-Perspektive geschildert, was ich hier mehr als gelungen fand.

Das Ende rundet das Ganze überzeugend und toll ab, sodass ich das Buch trotz meiner Kritikpunkte mehr als gelungen fand. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke der Autorin.

Fazit

"Den Mund voll ungesagter Dinge" sorgte bei mir für ein Wechselbad der Gefühle. Es ist ein beeindruckendes Buch über Homosexualität und dem Erwachsenwerden, das ich nur empfehlen kann, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass mehr zum Thema Coming Out gekommen wäre und weniger Sex. Dennoch ist es ein großartiges Buch über ein Thema das noch gerne totgeschwiegen wird.

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77 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

jennifer estep, spinnengift, bria, gin blanco, vampir

Spinnengift

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492280723
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
In Gin Blancos Leben läuft endlich alles so wie es sein sollte und sie ist glücklich. Ihre größte Feindin ist besiegt, ihre Schwester ist ihr endlich näher gekommen und mit ihrem Liebhaber Owen läuft auch alles bestens. Bis Salina Dubois auftaucht. Owens Exfreundin, die sich direkt an Owen ranschmeißt und nichts unversucht lässt. Und auch Owen lässt das auftauchen von Salina nicht völlig kalt. Wird Gin alles verlieren was ihr wichtig ist und hat Sarina noch andere Pläne?

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich vor dem Lesen dieser Fortsetzung Angst hatte, das dieser Band mit seinen Vorgängern nicht mithalten kann. Ich habe noch nie eine so lange Reihe gelesen und sie gehört wirklich zu meinen Lieblingsreihen. Doch zum Glück konnte mich dieser Band wieder komplett überzeugen.
Schon ab der ersten Seite hatte ich das Gefühl nach Hause zu kommen und war wieder in Gins Welt vertieft.

Dieser Band hat mich vor allem auf der emotionalen Ebene unglaublich berührt, aber auch zerstört. Am liebsten würde ich direkt den nächsten Band lesen. Denn vieles entwickelt sich anders als ich erwartet hätte und der Fokus des Buches liegt neben dem wieder mal spannendem Plot auf Gins Gefühlswelt, auf Vertrauen, Liebe, Trauer, Schmerz und Hoffnung. Ich habe hier wirklich ein Wechselbad der Gefühle durchgemacht und habe mit Gin mitgefiebert wie noch nie.

Denn obwohl sie keine typische sympathische Protagonistin ist und kein Problem damit hat zu töten, ist sie mir mit ihrer direkten, schlagfertigen und teils kühlen Art ans Herz gewachsen. Ebenso wie Owen und die anderen Figuren des Buches. Alle sind vielfältig und tiefgründig und haben ihre Ecken und Kanten.
Und besonders Finn konnte die düstere und teils qualvolle Atmosphäre des Buches immer wieder auflockern.

Die Autorin schafft es hier für weitere Überraschungen zu sorgen und das obwohl das Grundkonzept gleich bleibt. Gin muss sich mit einem starken Gegner herumschlagen und an ihre Grenzen gehen.
Aber besonders durch den schon erwähnten emotionalen Aspekt, hat es sich für mich von den Vorbänden abgehoben und das obwohl immer auch Gefühle wie Rache im Vordergrund standen.

Der Schreibstil ist wie immer großartig, aber auch erwachsener als bei den Jugendbüchern der Autorin. Alles wird aus Gins Ich-Perspektive geschildert und da sie vorlaut und aufbrausend ist, ist der Schreibstil passend für sie und der düsteren Welt in der sie lebt. Das Buch ist sehr atmosphärisch und Jennifer Estep schafft es grandios die Gefühle der Protagonisten zu übermitteln.

Das Ende bietet einen spannenden Showdown und eine Wendung, die ich so nicht erwartet hätte und mich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt.

Fazit
Jennifer Estep schafft es wirklich, dass die Geschichte rund um Gin und ihre Freunde nicht langweilig wird. Dieser Band hat mich besonders auf der emotionen Ebene überzeugt und ich kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.

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(107)

266 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

alexander der große, fantasy, magie, antike, makedonien

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Prinz Alexander steht kurz davor aus dem Schatten seines Vaters zu treten. Er ist umgeben von Intrigen und Verrat und weiß nicht, wem er trauen kann. Er entscheidet sich dafür Kat zu trauen, die er noch nicht lange kennt und mächtig ist. Doch diese hat ganz eigene Pläne und wird von Rache getrieben.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dieser Reihe gehört hatte, wurde ich neugierig. Ich liebe Bücher aus dem Fantasybereich und da dieses hier in der Antike um genau zu sein 340 v. Chr. spielt und es die Geschichte rund um Alexander dem Großen kombiniert mit Fantasy und Magie erzählt, konnte ich nicht wiederstehen.

Es erzählt die Geschichte von Alexander als er noch jünger war, vor seinen Siegen und seiner Berühmtheit. Aber nicht nur das. Das Buch erzählt viele Perspektiven, man begleitet viele Personen und viele Schicksale, wird von Intrigen und Verrat nahezu überrannt. Ich muss sagen, dass mir besonders zu Beginn das Lesen auch echt schwer gefallen ist. Denn obwohl ich die Idee des Buches und auch das Setting sehr mag, waren es mir doch zu viele Perspektiven und zu viele Figuren. Man verliert schnell den Überblick und es ist nicht leicht einen Zusammenhang zu verstehen.
Dadurch zieht sich der Plot auch etwas in die Länge und wirkt langatmig. Eigentlich wirkt das ganze Buch auch eher wie eine Einleitung zur eigentlichen Reihe.

Dennoch muss ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Ich fand die verschiedenen Figuren des Buches sehr faszinierend, auch wenn mir manche etwas zu blass erschienen, aber das kann sich in den Folgebänden ja noch ändern. Besonders Alexander und Kat fand ich aber gut ausgearbeitet und ich habe es gemocht deren Schicksal zu verfolgen. Besonders Kats Hintergründe machten sie tiefgründig und vielschichtig und zu Alexander konnte ich gleich eine Verbindung aufbauen.

Der Schreibstil passt wunderbar zum Setting und der Epoche in der das Buch spielt. Allerdings hat es mich irritiert, dass viele Namen abgekürzt wurden, weil ich das für die Antike irgendwie seltsam fand. Dennoch ist der Schreibstil nach meinem Geschmack, bildgewaltig und fesselnd, sodass sich die Seiten trotz meiner Anfangsschwierigkeiten sehr gut lesen ließen.

Der Plot hat immer wieder leichte Spannungsspitzen, aber alles in allem war es für mich nicht das spannenste Buch. Dennoch bin ich unglaublich gespannt auf die Fortsetzung, denn trotz meiner Kritik fand ich das Buch gut.

Fazit
"Schattenkrone- Royal Blood" bekommt von mir zwar nur knappe vier Sterne, aber dennoch freue ich mich auf die Fortsetzung. Die Idee dahinter ist nach meinem Geschmack, nur die vielen Perspektiven haben mich zuerst etwas erschlagen. Es wirkt eher wie eine Einführung für die Folgebände, aber in der Reihe steckt definitiv Potenzial.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lustig, emotional, spannend, kai meyer, die krone der sterne

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Philipp Schepmann
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.02.2017
ISBN 9783839814918
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Iniza lebt auf dem Planeten Koryantum im galaktischen Reich Tiamande. Eines Tages wird sie von der Gottkaiserin und ihrem Hexenorden auserwählt die Braut der Gottkaiserin zu werden. Doch sie möchte diesem Schicksal entgehen und beschließt mit ihrem heimlichen Geliebten Glanis zu fliehen. Als sie flieht wird sie allerdings entführt und so kreuzen sich ihre Wege mit denen von dem Kopfgeldjäger Kranit und der Alleshändlerin Shara und zusammen sind sie auf der Flucht.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass nicht jedes Buch von Kai Meyer auch etwas für mich ist, aber in letzter Zeit liebe ich immer mehr Bücher und Hörbücher aus dem Science-Fiction-Bereich und so konnte dieses Hörbuch mein Interesse wecken. Und ich bin froh, dass ich dazu gegriffen habe, denn ich fand das Hörbuch grandios. Der Weltenentwurf von Tiamande, den einzelnen Planeten, den Hexen die über alles herrschen und noch mehr konnte mich komplett überzeugen und in seinen Bann ziehen. In dem Hörbuch gibt es so viel zu entdecken und so viele Informationen, die ganz nebenbei in den Plot eingestreut werden um den Weltenentwurf noch komplexer und faszinierender zu gestalten. Man erfährt ganz nebenbei etwas zur Geschichte Tiamandes, zu den Herrschaftsstrukturen und dem Glauben mancher Menschen.

Auch der restliche Plot konnte mich begeistern, es passiert so viel und es gibt so viele überraschende Wendungen und so viel zu entdecken, dass ich am liebsten gar nicht mehr aufgehört hätte das Hörbuch zu hören.
Es gibt die heftigsten Kämpfe in herrlicher Science-Fiction Manier, spannende Verfolgungsjagden mit Raumschiffen, aber auch emotionale und tiefgründige Szenen. Für jeden Geschmack ist eigentlich etwas dabei.

Aber besonders gut haben mir die Figuren des Hörbuches gefallen. Außer Iniza und Glanis war mir eigentlich niemand so wirklich sympathisch. Jeder hat seine eigenen Ziele und verfolgt diese skrupellos, doch dann gibt es immer wieder Momente in denen mich die Figuren positiv überraschten, sodass ich sie verstehen konnte, auch wenn ich sie oft nicht mochte. Das macht die Figuren für mich vielfältig und interessant. 

Auch der Sprecher, den ich bisher nicht kannte, konnte mich überzeugen. Er kann eindrucksvoll verschiedene Stimmungen darstellen und seine Klangfarbe anpassen, sodass er auch verschiedene Figuren des Buches überzeugend spricht. Ich hätte ihm ewig lauschen können.
Aber auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Kai Meyer schreibt einfach grandios, verfasst die unterhaltsamsten Schlagabtäusche, kombiniert mit großen Gefühlen und einer tollen Atmosphäre. Ich hatte das Gefühl alles hautnah zu erleben und ein wahres Kopfkino vor Augen. 

Das Ende bietet einen gelungenen Abschluss, lässt mich aber dennoch sehnsüchtig auf weitere Abenteuer mit Iniza und den anderen warten.

Fazit
"Die Krone der Sterne" war für mich ein echtes Highlight. Wer Science-Fiction mag, sollte dieses Hörbuch auf keinen Fall verpassen. Es ist vom Weltenentwurf bis hin zum Sprecher grandios und ich kann es einfach nur empfehlen.

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(187)

504 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 116 Rezensionen

liebe, reise, wünsche, ava reed, tod

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Yara und Noel kennen sich kaum und mögen sich auch nicht, aber als Noels Großvater stirbt, ist sein letzter Wunsch, dass die beiden eine Liste für ihn abarbeiten und das zusammen. Ihm zu Liebe begeben sie auch auf eine Reise um den Himmel zu berühren, einen Baum in einem fremden Land zu pflanzen, den Regenwald zu besuchen und noch mehr. Was zuerst als widerwilliges Abenteuer beginnt, verändert die beiden.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich ohne die vielen begeisterten Blogger wohl nie auf dieses Buch aufmerksam geworden wäre. Ich kannte noch kein Buch von Ava Reed, aber nach diesem Buch muss ich das wohl ändern. Denn "Wir fliegen, wenn wir fallen" hat bei mir auf der emotionalen Ebene einen Nerv getroffen. Es ist ein traurig schönes Buch, voller Emotionen, Tiefgang und einer tollen Sicht auf die Dinge.

Zuerst beginnt das Buch sehr traurig, denn Phil stirbt. Er ist Noels Großvater. Yara hat ihm immer vorgelesen und konnte lange Zeit nur bei ihm zur Ruhe kommen. Beide nimmt der Tod sehr mit und als sie die Liste bekommen, die sie für Phil erfüllen sollen, beschließen sie es zu wagen. Am Anfang hatte ich oft Tränen in den Augen. Das Buch ist wirklich berührend.
Im Laufe des Buches wird das Buch dann auf andere Art emotional. Yara und Noel haben beide Probleme mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen, machen sich Vorwürfe und leben nicht wirklich. Yara wird von Albträumen geplagt und Noel hat keine Perspektiven. Ungewollt kommen sie sich näher, erleben unglaubliches und entwickeln sich. Ich mochte beide sehr und muss sagen, dass ich beide sehr gut und authentisch ausgearbeitet fand, denn sie nicht nicht perfekt und haben ihre Macken.

Das Buch ist voller Poesie und es gibt unlaublich viele schöne und auch traurige Zitate, voller Gefühle und einer tieferen Bedeutung. Ich muss gestehen, dass ich das Buch liebe und auch der Schreibstil passt dazu. Er ist leicht und locker zu lesen, atmosphärisch, voller Emotionen und tollen Beschreibungen ferner Länder, sodass ich gleich Fernweh bekommen habe. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noel und Yara erzählt und beide sind sehr unterschiedlich. Ava Reed ist es gelungen das in den verschiedenen Perspektiven miteinzubringen, sodass sich beide Perspektiven anders lesen lassen, was sehr gut passt.

Der Plot entwickelt sich auf seichte Art, konnte mich aber völlig in seinen Bann ziehen. Schon lange konnte mich ein teils so trauriges Buch nicht mehr so fesseln und begeistern. Denn das Buch ist wirklich schön und einfach empfehlenswert und auch das Ende konnte mich komplett überzeugen.

Fazit
"Wir fliegen, wenn wir fallen" ist traurig schön und wundervoll. Ich bin völlig begeistert und kann die ganzen begeisterten Blogger mehr als verstehen. Es ist ein Buch über Liebe, Trauer, Tod, das Leben und was im Leben wirklich wichtig ist. Es ist eigentlich eine Liebeserklärung an das Leben und ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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(69)

126 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

faun, fantasy, jugendbuch, mechthild gläser, jane austen

Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mechthild Gläser
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785585122
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Emma hat vor einen Literaturclub zu gründen. Dafür möchte sie die alte Bibliothek, die schon länger ungenutzt ist, verwenden. Als sie mit ihren Freunden dort aufräumt, findet sie ein seltsames Buch, das eine Chronik über ihr Internat Schloss Stolzenburg zu sein scheint. Als sie es selber benutzt, merkt sie schnell, dass es gar keine Chronik ist, sondern alles, was man aufschreibt auch in irgendeiner Form wahr wird. Doch nichts passiert so, wie Emma sich das vorstellt. Und ganz nebenbei nervt sie Darcy, der gar nicht auf ihr Internat geht, aber sich in alles einmischt, weil er Antworten auf das Verschwinden seiner Schwester vor vier Jahren haben möchte.

Meine Meinung
Da ich bisher alle Bücher der Autorin sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neuestes Werk, das ich wirklich sehr süß finde. Es beginnt wie eine typische Internatsgeschichte und man begleitet Emma, die mir gleich sympathisch war. Ihr Vater ist Schulleiter und deswegen ist sie überhaupt auf diesem Internat, das eigentlich eher für die reichen Kinder reserviert ist. Sie liebt ihr Leben da und zusammen mit ihren beiden Freudinnen Charlotte und Hannah erlebt sie so einiges.

So ist das Buch für Fans von Internatsgeschichten genau das Richtige. Außerdem geht es um die erste Liebe, Magie und einem großen Geheimnis. Kombiniert wird das Ganze mit Figuren aus Jane Austen, was ich sehr gelungen finde und auch wenn jüngere Leser Jane Austen wohl eher nicht kennen, könnte dadurch vieleicht die Neugierde auf ihre Werke geschürt werden.
Mir hat besonders das Geheimnis um den Faun gefallen, das einen Großteil des Plots einnimmt und mit dem Finden des Buches beginnt. Denn immer wieder wird ein Faun erwähnt und zusammen mit Emma versucht man dem auf den Grund zu gehen.

Es ist ein Buch für eher jüngere Leser, denn ich fand vieles sehr vorhersehbar, was aber daran liegen kann, das ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Manchmal zieht sich der Plot in die Länge und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich in unwichtige Details verstrickt. Dennoch fand ich das Buch zauberhaft und schön.
Denn die Idee dahinter ist gelungen und auch die Ausarbeitung der Figuren mochte ich. Ich konnte direkt mit ihnen fühlen.
Das Buch hat durchweg eine leicht märchenhafte Atmosphäre, die mir wunderbar gefallen hat.

Mechthild Gläser schreibt bildgewaltig und voller Emotionen. Beim Lesen entsteht ein wahres Kopfkino und so kann man völlig in die Seiten des Buches versinken. Sie schreibt dabei leicht und locker und für die Zielgruppe perfekt. Der Plot wird aus Emmas Ich-Perspektive geschildert und mit kurzen Abschnitten aus der Chronik, die Emma findet, kombiniert.

Das Geheimnis um Darcys Schwester ist ebenfalls gelungen und am Ende wird alles aufgelöst und zu einem stimmigen Ende kombiniert. Die Liebesgeschichte, die hier natürlich nicht fehlen durfte, fand ich süß, wenn auch vorhersehbar.
Und auch, wenn mir manchmal die Spannung fehlte, ist es doch ein Buch, das ich besonders jüngeren Lesern empfehlen kann.

Fazit
"Emma, der Faun und das vergessene Buch" ist ein wirklich süßes Buch, voller Geheimnisse und einer märchenhaften Atmosphäre. Besonders jüngere Leser und Internatsfans dürften hier dran gefallen finden und auch wenn ich längst nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, konnte mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Werke der Autorin.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

sience-fiction

Freie Geister

Ursula K. Le Guin , Karen Nölle
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035359
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Freie Geister" konnte schon in der Vorschau des Verlages mein Interesse wecken, da ich den Klassiker nicht kenne und momentan einfach gerne Science-Fiction lese. Bisher haben mich immer Dystopien interessiert und ich fand es spannend mal eine Utopie zu lesen. Dabei ist das Buch so komplex und vielfältig, dass ich nicht wie sonst eine eigene Zusammenfassung des Inhaltes geschrieben habe, da ich die Kurzbeschreibung des Verlages treffend finde und es mir schwer gefallen ist etwas eigenes zu schreiben.
Denn obwohl das Buch ein Klassiker ist und ich nur selten welche lese, konnte mich die Autorin überzeugen. Die Übersetzung habe ich als gut empfunden, habe aber auch keinen Vergleich.

Was mich an diesem Roman am meisten beeindruckt hat, war wie eine staatlose Gesellschaftsform auf Anarres existiert, denn der Planet ist ein Planet der Anarchisten. Gegenübergestellt wird das Ganze einer demokratisch-kapitalistischen Gesellschaftsform auf dem Planeten Urras und dabei schafft die Autorin alles subtil kritisch zu beleuchten und übt Kritik, die auch heute nach all der Zeit noch hochaktuell ist.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich eine Weile brauchte um Zugang zu dem Buch zu finden, weil es wie schon erwähnt komplex ist und ich erst einmal die Planeten und Zusammenhänge verstehen musste. Am Anfang gibt es Abbildungen der Planeten, die mir sehr gut gefallen haben. Alles wird ausführlich und bildlich dargestellt.
Vor allem der Gegensatz der beiden Planeten ist überwältigend. Anarres war ein unwirtlicher Wüstenplanet und nur dank harter Arbeit ist dort überhaupt Leben möglich, aber dennoch müssen die Menschen hart arbeiten um überleben zu können. Urras dagegen hat Ressourcen im Überfluss, aber diese sind nicht gerecht verteilt. Es gibt arme und reiche Menschen und der Kapitalismus steht im Vordergrund.
Dabei versucht die Autorin zu keiner Zeit etwas zu idealisieren.

Der Plot an sich ist sehr unterhaltsam und spannend, hat aber auch seine Längen. Man begleitet den Physiker Shevek, der eine Erfindung macht, die revolutionär für die Raumfahrt sein könnte. Als er auf seinem Heimatplaneten Anarres nur Ablehnung erhält, geht er nach Urras, doch deshalb zählt er als Verräter auf Anarres. Er hofft auf Urras weiter forschen zu können, doch erfährt schnell, dass sie ihn nur ausnutzen wollen und bekommt schießlich Kontakt zu einer Widerstandbewegung.
In Rückblenden und Erinnerungen erfährt man mehr über sein Leben und seinen Heimatplaneten, so dass er ein sehr detailliert ausgearbeiteter Protagonist ist, der überzeugen kann. Er hat große Ziele, würde dafür aber nie über Leichen gehen. Dabei sollte man aber konzentriert lesen, da Shevek sich entwickelt und das teilweise so subtil und authentisch geschieht, das mich die Entwicklung komplett überzeugen konnte.
Viele Wendungen des Plots haben mich überrascht und das Ende bietet einen gelungenen Abschluss.

Der Schreibstil ist nicht immer einfach, aber wie schon erwähnt gefiel mir die Übersetzung. Nachdem ich mich aber in das Buch eingefunden hatte, ließ sich alles sehr gut lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Es ist ein anspruchsvolles Buch mit einer klaren Intention und das spiegelt sich einfach auch im Schreibstil wieder.
Dennoch kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Fazit
"Freie Geister" ist ein Buch mit einer klaren Intention und auch wenn ich es nicht immer als leicht zu lesen empfunden habe, mochte ich es sehr. Vor allem der Kontrast der beiden Planeten konnte mich überzeugen, aber auch die Kritik der Autorin, die auch heutzutage noch aktuell ist.

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141 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

fantasy, krieg, reihe, alchemie, fluch

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845817941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der schlafende Prinz ist erwacht und erobert mit erschreckender Brutalität Lormere und Tregallan. Auch Errin spürt die Folgen seiner Eroberung und das obwohl sie mit Mühe und Not über die Runden kommt. Nachdem ihr Vater gestorben ist und ihr Bruder verschwunden, bleibt nur noch sie übrig um sich um ihre Mutter zu kümmern, die sich verändert hat und krank zu sein scheint.
Als Soldaten sie aus ihrem Zuhause vertreiben, bleibt ihr nichts anderes übrig als Salis zu vertrauen. Doch obwohl sie ihm schon viele Gifte verkauft hat und ihn gerne mag, hat sie noch nie sein Gesicht zu sehen bekommen. Kann sie ihm wirklich vertrauen?

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band im Großen und Ganzen überzeugen konnte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich zuvor den Klappentext nicht gelesen habe und zuerst überrascht war. Ich dachte, dass hier wieder Twylla im Vordergrund steht. Doch sie ist nur eine Nebenfigur und taucht zuerst gar nicht auf.

Als Leser begleitet man Errin, die sich auf das Mischen von Heiltränken, Salben und Giften versteht und für ihre Mutter sorgt. Ich muss sagen, dass sie mir gleich sympathischer war als Twylla. Sie führt ein hartes Leben und ihre Familie bedeutet ihr alles. Dennoch ist sie stark und liebenswert. Ihre Gefühle wurden so eindrucksstark und überzeugend dargestellt, dass ich einfach mit ihr fühlen musste.
Auch die anderen Figuren mochte ihr hier lieber.
Allerdings konnte ich mir für meinen Geschmack zu schnell denken, was ein Geheimnis Salis verbirgt, was mir etwas den Lesespaß genommen hat.

Ab einem gewissen Punkt treffen Errins und Twyllas Schicksale aufeinander und diese Verknüpfung der beiden Bände fand ich gelungen. Zwischendurch empfand ich den Plot zwar als etwas langatmig, aber insgesamt hat mir dieser Band besser gefallen als sein Vorgänger. Im Laufe des Buches wird der Plot zunehmend spannender, actionreicher und gefährlicher. Die Idee mit dem schlafenden Prinzen finde ich durchweg gelungen.

Der Schreibstil passt ins Setting und ist sehr leicht und eingängig zu lesen. Emotionen werden gut übermittelt und alles wird aus Errins Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende ist hochdramatisch und bietet einen spannende Showdown, nach dem ich mich jetzt schon sehr auf den finalen dritten Band freue, vor allem da dieses Buch einen ziemlichen Cliffhanger hat.

Fazit
Mir hat diese Fortsetzung besser gefallen als der erste Band, der nur knappe vier Sterne bekommen hat. Dieser hier bekommt sehr gute vier Sterne. Mir hat Errin als Protagonistin besser gefallen und auch den ganzen Plot mochte ich lieber. Ich kann diese Fortsetzung also auf jeden Fall empfehlen.

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134 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

manhattan, sarah morgan, freundschaft, liebe, liebesroman

Schlaflos in Manhattan

Sarah Morgan , Stefanie Kruschandl
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 06.02.2017
ISBN 9783956496073
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Im Leben von Paige läuft alles so wie sie es sich wünscht. Sie hat ihren Traumjob und lebt in Manhatten. Doch dann verliert sie aus heiterem Himmel ihren Job. Aber zum Glück steht sie nicht alleine vor dem Problem. Ihre besten Freundinnen, ihr Bruder und der beste Freund ihres Bruders unterstützen sie. Und besonders Jake, der beste Freund ihre Bruders, könnte ihr helfen. Doch sie ist schon seit Jahren in ihn verliebt und er hat ihr einen eindeutigen Korb gegeben. Dennoch leben ihre Gefühle neu auf...

Meine Meinung
Da ich mittlerweile alle Bücher von Sarah Morgan verschlungen habe, war auch dieses Buch für mich eine Pflichtlektüre und das obwohl Liebesromane wohl nie zu meinem bevorzugtem Genre gehören werden.

Hier konnte mich die Autorin wieder einmal mit einer Geschichte fürs Herz begeistern. Was ich besonders toll fand, war, dass Paige, ihr Bruder Matt sowie ihre besten Freundinnen Eva und Frankie von Puffin Island stammen und es so eine Verbindung zur vorherigen Reihe gibt. Dennoch spielt das Buch in Manhatten, was mal wieder eine schöne Abwechslung gibt. Das Setting ist ungaublich toll dargestellt.

Aber auch die Figuren des Buches mochte ich sehr. Sei es Paige, die als sie klein war einen schweren Herzfehler hatte und immer überbehütet wurde, ihre besten Freundinnen, die sehr unterschiedlich sind, ihr liebenswerter Bruder oder der Draufgänger Jake, hinter dem sich so viel mehr verbirgt. Die Autorin hat ein Händchen dafür facettenreiche Figuren zu erschaffen, die wirken wie jemand aus dem echten Leben.

Auch der Schreibstil war gewohnt großartig. Voller Emotionen und so unglaublich schön zu lesen. Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Paige und Jake erzählt, so dass man deren Gefühle hautnah miterlebt.

Der Plot an sich ist stellenweise vorhersehbar, aber irgendwie wäre es kein Liebesroman, wenn es nicht so wäre. Ich fand den Plot wirklich unterhaltsam und es war mal wieder ein Buch zum wohl fühlen und verlieben.
Das Ende rundet das Ganze stimmig ab.

Fazit
"Schlaflos in Manhattan" ist ein typischer Sarah Morgan Roman und einfach etwas fürs Herz. Jedem, der Liebesroman mag, kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen, denn es konnte mich komplett überzeugen. Ich bin quasi durch die Seiten geflogen und kaum angefangen, war es auch schon wieder beendet.

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201 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Aurora ist alles andere als glücklich als Prinz Rodric sie wach küsst. Als sie dann erfährt, dass alle die sie liebt, schon lange tot sind und sie einen hundertjährigen Schlaf hinter sich hat, wird alles nur noch schlimmer. Rodric und seine Eltern sind der festen Überzeugung, dass die beiden heiraten müssen, da es so überliefert wurde. Doch keiner fragt, was Aurora möchte und so findet sie sich schneller als sie schauen kann zwischen Intrigen und Machtspielen wieder.

Meine Meinung
Ich liebe Märchenadaptionen und so konnte dieses Buch direkt mein Interesse wecken. Denn was ist, wenn Dornröschen erwacht und sie nicht unsterblich in den Prinzen verliebt ist, der sie von ihrem Fluch befreit?

Hier stehen somit Auroras Gefühle im Vordergrund. Ich finde es realistisch beschrieben wie verloren sich Aurora fühlt. Sie ist zu Beginn völlig überfordert und passiv und das finde ich, so wie es dargestellt wurde, wirklich authentisch. Nur im Laufe des Buches ging es mir irgendwann auf die Nerven, weil ich wollte, dass Aurora aktiv wird und endlich ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, anstatt immer nur zu jammern. An einem gewissen Punkt tut sie es dann und ich glaube, dass der Folgeband mich deshalb noch mehr überzeugen könnte.

Sie ist gefangen zwischen Intrigen und weiß nicht wem sie vertrauen kann. Jeder scheint einen Hintergedanken zu haben und zusammen mit ihr habe ich versucht hinter die Figuren des Buches zu blicken. Die Figuren finde ich allesamt etwas blass dargestellt, was aber vielleicht bewusst so gemacht wurde, damit sie geheimnisvoller und undurchdringlicher wirken.

Der Schreibstil passt wunderbar ins Setting und lässt sich leicht und locker lesen. Alles wird aus Auroras personaler Erzählperspektive geschildert, was ich sehr passend fand. Dabei schreibt die Autorin emotional und bildlich.

Die Idee des Plots finde ich grandios und auch die Umsetzung nicht schlecht. Es passiert hier zwar relativ wenig, aber dennoch konnte mich das Buch fesseln und teils auch schockieren. Rodrics Eltern sind grausame Herrscher und Aurora hat es nicht leicht. Außerdem hatte ich erwartet, dass es etwas mehr Fantasy beinhaltet, doch das kommt nur am Rande vor. Das Hauptaugenmerk liegt wirklich auf den Intrigen, Auroras inneren Gefühlen und ihrer Wandlung.
Gegen Ende nimmt der Plot einiges an Fahrt auf, so dass ich mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung freue.

Fazit
"Ewig- Wenn Liebe erwacht" ist eine Märchenadaption, die mir im Großen und Ganzen gefallen hat und trotz meiner Kritik habe ich es wirklich gerne gelesen. Ich liebe die Idee dahinter und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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329 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Gottie ist ein wahres Mathegenie und Physik fällt ihr leicht. Doch ansonsten scheint in ihrem Leben alles schief zu laufen. Erst verlässt ihr bester Freund Thomas sie ohne sich je zu melden, dann stirbt ihr geliebter Großvater und anschließend trennt sich ihr heimlicher Freund von ihr. Niemand scheint ihre Trauer und Einsamkeit zu verstehen. Als Thomas wieder in ihr Leben tritt, werden ihre Gefühle erneut durcheinander geworfen. Und nicht nur das, auf einmal durchlebt sie Szenen aus ihrem vergangenem Leben erneut und es vergeht dabei Zeit in ihrem echten Leben, ohne das sie weiß was währenddessen passiert ist. Verliert sie den Verstand oder gibt es womöglich Wurmlöcher? Gottie macht sich auf die Suche nach Antworten.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte wurde ich neugierig, denn es klang nach einer etwas anderen Liebesgeschichte. Und diesen Eindruck kann ich nach dem Leben nur bestätigen. Das Buch beinhaltet so viele wichtige Themen einer Heranwachsenden. Es geht um die erste Liebe, Freundschaft, Verlust und Trauer. Das Buch ist tiefgründig und einfach toll.

Doch neben den normalen Themen gerät Gottie immer wieder in die Vergangenheit. Erst denkt sie, dass sie verrückt wird, doch dann versucht sie eine wissenschaftliche Erklärung dafür zu finden. Sie erstellt Formeln und Nachforschungen bis sie schließlich herausfindet, was mit ihr geschieht.
Ich muss gestehen, dass mir das Ganze manchmal etwas zu wissenschaftlich war. Zwar fand ich die Erklärungen spannend und auch Gotties Weg dorthin gefiel mir, aber ich bin selber kein Physikfan und manchmal fand ich es etwas anstrengend zu lesen. Auch ist vieles durch diese Sprünge in die Vergangenheit sehr verwirrend. Deshalb kann ich dem Buch nicht ganz die volle Punktzahl geben, obwohl ich es wirklich bewegend und toll fand.

Gottie ist keine einfache Protagonistin, anstatt das Gespräch zu suchen, zieht sie sich lieber zurück, stößt alle von sich und sucht die Fehler bei anderen. Sie ist wirklich ein Mathe- und Physikgenie, aber auf der zwischenmenschlichen Ebene hat sie Probleme. Im Laufe des Buches macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch und ich mochte sie gerade wegen ihren Ecken und Kanten sehr.
Neben Gottie stehen noch ihr Bruder, ihr ehemals beste Freundin und noch ein paar andere im Vordergrund, aber ein besonderes Augenmerk wurde auf Thomas gelegt und er war ein Protagonist, der direkt mein Herz erobert hat. Er backt für sein Leben gern und hat sich in den Jahren seitdem Gottie ihn nicht mehr gesehen hat verändert, ist reifer und erwachsener geworden und so liebenswürdig.
Sowieso finde ich die Figuren des Buches unglaublich toll und vielschichtig ausgearbeitet.

Auch der Schreibstil kann überzeugen, auch wenn er für ein Jugendbuch doch schon recht anspruchsvoll ist. Emotionen werden eindrucksvoll übermittelt und die Autorin baut subtil Spannung auf. Alles wird aus Gotties Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen guten und stimmigen Abschluss, sodass ich das Buch mit einem guten Gefühl zu klappen konnte. Ich fand es wirklich gut und freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

Fazit
"Ein bisschen wie Unendlichkeit" bietet eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und ist überraschend vielschichtig. Nur der Physikanteil war mir manchmal etwas zu hoch, dennoch ist es ein Buch das ich komplett empfehlen kann.

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