Karin_Kehrers Bibliothek

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Die steinerne Schlange

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426515655
Genre: Historische Romane

Rezension:

Germanien, im Jahr 213 n.Chr: Die Fürstentochter Gerhild ist für den Geschmack ihrer Brüder zu mutig und aufmüpfig. Als der römische Statthalter Quintus sie als seine Sklavin fordert, sind die beiden damit einverstanden, um sich das Wohlwollen der römischen Besatzer zu sichern. Doch Gerhild widersetzt sich und besiegt Quintus im Zweikampf. Eine Schmach, die der Römer nicht dulden kann. Gerhild wird zur Gejagten, die unter allen Umständen die Freiheit ihres Volkes bewahren will.

Bis jetzt waren die Bücher des Autorenpaares Iny Lorentz kein Thema für mich. Die Geschichte um die germanische Fürstentochter Gerhild, die sich gegen die römischen Eroberer zur Wehr setzt, kam mir aber reizvoll vor.
So ganz überzeugt war ich dann am Ende leider nicht. 
Positiv fand ich die leichte Lesbarkeit des doch mit über 600 Seiten ziemlich umfangreichen Wälzers, besonders durch die kurzen Kapitel.
Die Hintergrundrecherchen zu diesem Roman wurden gut eingebaut, die Landkarte und das Glossar bieten zusätzliche Information.
Problematisch fand ich die doch sehr markante Schwarz-Weiß-Zeichnung. Römer böse, Germanen gut. Natürlich ist der Großteil der Handlung aus Sicht der Germanen erzählt, aber für die Römer darf so gar keine Sympathie aufkommen und vor allem wird kaum erwähnt, dass sie ja auch Fortschritt in die von ihnen besetzten Gebiete gebracht haben.
Die Charaktere sind zudem eher flach gezeichnet und ich wurde selbst mit den Hauptpersonen nicht warm. Gerhild ist eine Art Supergirl, der einfach alles gelingt und sie geht aus jedem Kampf ohne nennenswerte Blessuren hervor. Vor allem die Sexszenen (von Liebe kann man eher nicht sprechen) werden ziemlich oberflächlich und lieblos abgehandelt. 
Selbst die neuerliche Begegnung mit Quintus, auf die man als Leser hin fiebert, geht nicht in die Tiefe.
Über weite Abschnitte ufert die Geschichte aus und wird durch zahlreiche Wiederholungen langatmig. Es gab mehr als einen Moment, in dem ich wünschte, ich wäre mit dem Buch endlich fertig. Gegen Ende wird es dann doch noch spannend, obwohl abzusehen war, wie es ausgeht.
Fazit: Zwar gut recherchiert, aber langatmig, mit Charakteren, die auf Distanz bleiben.


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Tags: germanien, limes, römer   (3)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Eins zwei Fittipaldi

Helmut Neundlinger
Buch: 120 Seiten
Erschienen bei Muery Salzmann, 01.02.2018
ISBN 9783990141663
Genre: Romane

Rezension:

Eine „Indianerbande“ – fünf Freunde, die im Moor Abenteuer mit fast zahmen Hasen, den „Wilden“ mit ihren Totenschädeln, Bierflaschen und Hardrock-Musik aus dem Kassettenrekorder erleben. 
Die schwarze Madonna aus Tschenstochau spielt auch eine Rolle und damit auch die Erinnerung an die polnischen Flüchtlinge in den 80-er Jahren.

 Durch die Augen eines Elfjährigen schildert der oberösterreichische Autor seine kleine Welt, lässt uns teilhaben an widersinnigen oder gerade deshalb so logischen Gedankengängen, die sich um Freundschaft, Familie und erste Liebe drehen. Und natürlich um das Abenteuer, die Welt zu entdecken.
Der Schreibstil gibt genau das wieder. Lebendig und manchmal ziemlich skurril sind die Schilderungen, auch von einer gewissen Altklugheit geprägt, über die man schmunzeln muss.
Manches davon erinnert mich auch an meine eigene Kindheit und Jugend mit all den Unsicherheiten und Verstrickungen, die diese Zeit nun einmal mit sich bringt.
Trotz des geringen Umfangs kein Buch, das man in einem Rutsch durchliest, weil es so hintergründig ist. 


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Tags: kinderbande, moor, oberösterreich   (3)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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Das dunkle Herz der Schuld

Ian Rankin , Xenia Osthelder
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.08.2011
ISBN 9783442463381
Genre: Romane

Rezension:

Mary Miller ist eine Außenseiterin in ihrem schottischen Heimatdorf. Als Kind überlebt sie einen Unfall, doch als der Schuldige wenig später bei einem Grubenunglück stirbt, verwandelt sich das anfängliche Mitleid in Misstrauen und Mary gerät als Hexe in Verruf.
Als sie mit fünfzehn einen unehelichen Sohn bekommt, verschärft sich die Antipathie der Dorfbewohner noch. 
Viele Jahre später muss sie sich schließlich ihrer Vergangenheit stellen.

Ian Rankin, der führende schottische Krimiautor, erzählt im Anhang über Entstehung und Veröffentlichung seines Erstlings, der von autobiographischen Zügen geprägt ist. Das Aufwachsen in einem Dorf, das im Niedergang begriffen ist, nachdem der Bergbau eingestellt wurde, die Perspektivlosigkeit und Depressivität der Bewohner, die allem anderen, nur nicht sich selbst die Schuld an ihrem tristen Leben geben, wird hier sehr atmosphärisch und gut erzählt. 
Es geht vor allem aber um Sandy, Marys Sohn, und dessen Heranwachsen in dieser Umgebung. 
Der Autor versteht es, starke Bilder zu schaffen und die Menschen gut zu zeichnen, obwohl eine gewisse Distanz bleibt. 
Das Geheimnis um Sandys Herkunft wird schließlich auf dramatische Art gelüftet. 
Dieses Buch ist kein Krimi und auch kein Thriller, also nicht ein Rankin im üblichen Sinn, eher eine einfühlsame Studie.
Das abrupte Ende ist doch irgendwie rund, denn es ist alles gesagt.


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Tags: bergbau, hexerei, schottland, unehelicher sohn   (4)
 

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(208)

299 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 181 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zwölfjährige Eddie wird niemals den Jahrmarkt vergessen, bei dem der schreckliche Unfall geschah. Denn dort begegnete er zum ersten Mal dem Kreidemann. Der regt Eddie und seine Freunde dazu an, sich mit Zeichnungen als geheime Botschaften zu verständigen. Doch dann führen die Zeichen sie zu einer Toten.
Dreißig Jahre später erhält Ed einen Brief, der die Schrecken der Vergangenheit wiederaufleben lässt. Der Kreidemann ist zurück!

Wenn ein Roman von Stephen King selbst beworben wird, macht das natürlich neugierig. Und es stimmt: man findet tatsächlich Anklänge an die Thriller des Großmeisters des Schreckens, vor allem an „ES“. Eine Clique von Kindern, die eher auf der Verliererseite stehen, von den Erwachsenen unverstanden, wird in eine Reihe merkwürdige und schreckliche Ereignisse verwickelt. Ein Unfall, ein Mord, ein Selbstmord.
Erwachsen geworden, müssen sie sich dem damals Nicht aufgeklärten oder auch Verschwiegenem stellen.
Und doch ist es natürlich kein Stephen King. Was auch gut ist, denn die Autorin zeigt eine deutliche, wenn man will, „sanftere“ Handschrift.
Die Handlung wird aus der Sicht von Ed erzählt, der nie aus seiner heimatlichen Kleinstadt hinausgekommen ist und nach wie vor in dem gruseligen viktorianischen Haus seiner Eltern lebt. Er ist über die Jahre zum Trinker und ziemlich schrullig geworden, pflegt noch immer seine merkwürdige Sammelleidenschaft, der er schon als Kind frönte. Seine größte Sorge: ebenfalls an Alzheimer zu erkranken wie sein Vater. 
Eine solche – ziemlich unzulängliche - Hauptfigur lässt natürlich viele Möglichkeiten zu, mit Wach- und Traumzuständen und Ängsten zu spielen, was hier auch ausführlich geschieht. 
Mich hat fasziniert, wie aus Kleinigkeiten – eine gut gemeinte Tat oder bewusstes Vergessen, falsche Interpretation – Selbstläufer werden, die wesentlich die Personen und ihre Handlungen beeinflussen. Ein gut durchdachtes Konstrukt!
Ein richtig „blutiger“ Thriller ist „Der Kreidemann“ nicht, aber dafür bietet er gut ausgearbeitete Figuren und die eine oder andere überraschende Wendung. Ein interessantes Debüt!


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Tags: albino, englische kleinstadt, kreide, stephen king   (4)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dorfleben, lebenserinnerungen, mühlviertel

Dieses Buch gehört meiner Mutter

Erich Hackl
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.11.2015
ISBN 9783257243222
Genre: Romane

Rezension:

Das harte Leben einer einfachen Frau im Unteren Mühlviertel, aufgewachsen in einem Bauerndorf, wo alles den Traditionen verhaftet ist und jeder jeden kennt. 
Der Bruder stirbt im Zweiten Weltkrieg, auch ein anderer, den sie mag. Heirat und Kinder – Witwendasein. Ein ganz gewöhnliches Leben und doch einzigartig.
In einfacher, klarer Sprache lässt der Autor seine Mutter zu Wort kommen, manches bleibt fragmentarisch, nur angedeutet. Es sind Gedankensplitter, Erinnerungen, wie jemand sie erzählt, der viel erlebt hat und nicht alles aussprechen kann oder will.
Dabei bleibt der Grundton immer positiv, es gibt keine Klagen über das harte Leben oder Ungerechtigkeiten. 
Die kurzen Abschnitte erinnern mich an die Erzählungen meiner eigenen Mutter, also ist es für mich ein Buch, das auch ihr gehört. 


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Tags: dorfleben, lebenserinnerungen, mühlviertel   (3)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

commissario, commissario montalbano, dieb, geheimdienst, geheimnisvoll, geld, geliebte, geschäftsmann, italien, krimi, mord, sizilien, tunesien, vigata, vigàta

Der Dieb der süßen Dinge

Andrea Camilleri
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.05.2012
ISBN 9783404270828
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwei Morde geschehen in Vigáta, einem malerischen Städtchen an der sizilianischen Küste, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Commissario Montalbanos Ermittlungen führen jedoch zu einem Bindeglied – der schönen Tunesierin Karima, die verschwunden ist und ihren kleinen Sohn zurückgelassen hat. Dieser Junge ringt dem Commissario ein folgenschweres Versprechen ab.

Die Reihe um den mürrischen, bindungsscheuen Commissario Salvo Montalbano und seiner Vorliebe für gutes Essen ist mittlerweile Kult. Dies ist der dritte Band, in dem der Commissario einen Entschluss fasst, der sein Privatleben gehörig umkrempeln wird.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Charakter mag, der durch seine unvermuteten Gefühlsausbrüche und verbalen Spitzen nicht wirklich sympathisch ist.
Der Schreibstil ist ebenfalls ein wenig gewöhnungsbedürftig – oft fragmentarisch in Dialogform, ohne Überleitungen, muss man sich die Informationen auch selbst zusammensuchen.
Die Atmosphäre in dem kleinen sizilianischen Städtchen ist allerdings gut geschildert, ebenfalls die vielen kulinarischen Köstlichkeiten, auf die man beim Lesen Appetit bekommt.
Der Fall selbst verläuft eher unspektakulär und ruhig. Krimifans, die Spannung lieben, werden hier nicht auf ihre Kosten kommen.


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Tags: commissario montalbano, sizilien, tunesien, vigata   (4)
 

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Rendezvous mit einem Mörder

J. D. Robb
E-Buch Text: 383 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 31.10.2012
ISBN 9783641097066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der brutale Mord an einer Prostituierten erschüttert selbst die hartgesottene Eve Dallas, Lieutenant bei der New Yorker Polizei. Die Ermittlungen führen sie in höchste politische Kreise, denn die Tote war die Enkelin eines Senators. Immer wieder taucht auch der Name eines faszinierenden Mannes auf: Roarke, einer der reichsten, wenn nicht überhaupt der reichste Mann auf der Welt. Eve kann sich nicht gegen seine Anziehungskraft wehren, auch wenn ihr bewusst ist, dass er womöglich ein Serienmörder ist …

 J.D. Robb ist das Pseudonym der Bestseller-Autorin Nora Roberts, die vor allem durch ihre Liebesromane bekannt wurde. Mit der Serie um die Polizistin Eve Dallas und den Milliardär Roarke hat sie eine weitere Schiene geschaffen, die ebenso erfolgreich ist. Rendezvous mit einem Mörder ist der erste Band der mittlerweile auf unglaubliche 47 Teile angewachsenen Reihe.
Der Thriller mit Romantik-Elementen, der 2057 in New York spielt, bietet solide Unterhaltung, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Er erschien 1995 und mittlerweile hat die Wirklichkeit die Fiktion natürlich überholt. Ein weltweites Datennetz und sprachgesteuerte Computer sind eine Selbstverständlichkeit, während Disketten als Speichermedium längst passé sind.
Dass Machtpositionen in Politik und Wirtschaft oft durch Intrigen und Verbrechen erkämpft und gehalten werden, hat sich allerdings nicht geändert.
Eve Dallas ist aufgrund ihrer dunklen Vergangenheit eine interessante Figur mit Ecken und Kanten. Durch ihre eigenen Erfahrungen bedingt, gehen ihr Vergewaltigungsdelikte und Kindesmissbrauch besonders an die Nieren und dann agiert und reagiert sie nicht immer so kühl und überlegt wie sonst.
Roarke ist der starke, gutaussehende Mann an ihrer Seite, der leider für mich etwas blass bleibt, obwohl er ebenfalls eine interessante Vergangenheit vorzuweisen hätte.
Die Story wird vorwiegend aus der Sicht Eves erzählt, deshalb wirken die unvermutet eingeschobenen Perspektivenwechsel manchmal etwas verwirrend. 
Der Showdown gestaltet sich dann noch spannend, nachdem der Leser zuerst erfolgreich auf eine falsche Fährte geführt wurde.
Ob ich die Reihe weiterlesen werde, kann ich noch nicht sagen. Der schiere Umfang schreckt mich ein wenig ab!


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Tags: eve dallas, milliardär, new york, prostituierte, serienmörder   (5)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

afghanistan, fussmarsch, reisebericht, taliban

Soweit die Knie tragen

Rory Stewart
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei Piper, 17.07.2009
ISBN 9783492254229
Genre: Sonstiges

Rezension:

Tausend Kilometer zu Fuß wandert der Historiker Rory Stewart durch Afghanistan, auf den Spuren des ersten Großmoguls von Indien. Er bricht unmittelbar nach dem Sturz der Taliban auf – ein lebensgefährliches Unternehmen in jeder Hinsicht. Denn er macht – genau wie sein historisches Vorbild – die Reise im Winter. Begleitet von einem zahnlosen Kampfhund lernt er die einzigartige Landschaft und ein von Krieg und Unruhen geprägtes Land kennen.

Der 1973 geborene Historiker und Journalist Rory Stewart legte bereits mehr als 10.000 Kilometer zu Fuß zurück und lernte den Iran, Pakistan, Indien, Nepal und schließlich Afghanistan auf intensive Weise kennen.
Der Leser darf ihn auf diesem gewagten Abenteuer begleiten, aber leider sprang bei mir der Funke nur teilweise über. 
Zwar schildert der Autor politische Verhältnisse, Geschichte und Landschaft sehr treffend und lässt auch teilhaben an den mehr oder wenigen gefährlichen und skurrilen Begegnungen mit den Menschen. Aber über ihn selbst erfährt man wenig. Seine Motivation, diese Reise überhaupt zu machen, bleibt unklar, er schleppt sich – so scheint es – mehr oder weniger apathisch von Dorf zu Dorf, erzählt über diverse Krankheiten, die ihn heimsuchen und über die zum Teil fürchterlichen hygienischen Bedingungen, denen er ausgesetzt ist. 
Nur ab und zu fließt so etwas wie Bewunderung für die archaische Landschaft ein, meist bleibt es aber bei bloßen Beschreibungen. 
Schade, mit etwas mehr Gefühl wäre dies ein toller Bericht geworden!


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Tags: afghanistan, fussmarsch, reisebericht, taliban   (4)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"mühlviertel":w=1,"finanzspekulation":w=1,"inspektor grinninger":w=1,"mord im mühlviertel":w=1

Mord im Mühlviertel

Christian Hartl
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Verlag Federfrei, 01.03.2017
ISBN 9783903092778
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Mord stellt die beschauliche Welt in Kleinschlag im oberen Mühlviertel auf den Kopf: Der Bio-Landwirt Heinz Hinterleitner wird von seinem Sohn tot im Misthaufen gefunden. Der Fall scheint schnell geklärt, als bei seinem unehelichen Sohn die Kreditkarte des Toten gefunden wird. 
Doch Inspektor Grinninger stöß auf ein paar Ungereimtheiten, die mit honorigen Persönlichkeiten und dubiosen Finanzgeschäften zusammenhängen – und das Morden geht weiter …

Mit viel Lokalkolorit wartet der Erstling des Autors auf, der selbst im Mühlviertel lebt. Da kann es schon vorkommen, dass man als einheimischer Leser die eine oder andere Figur zu erkennen glaubt, auch wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Ähnlichkeiten mit Personen zufällig und nicht beabsichtigt sind und dass der eine oder andere Ort beschrieben wird, den man selbst auch kennt.
Gerade das macht den Reiz dieses eher gemütlichen Krimis aus. Es wird sehr viel über die Eigenheiten der Menschen in diesem Landstrich sowie lokale und globale Politik und Finanzwirtschaft erzählt. Swap-Geschäfte und nicht ganz legale Spekulationen beschäftigen die lokalen Politiker und die Bauern sogar im Mühlviertel. Die Figuren fügen sich in diesen Kontext ein. Anleihen an Wolf Haas sind wohl nicht zufällig und sogar erwünscht. 
Dass der Dativ dem Genitiv sein Tod ist, gehört ebenso zum Sprachstil wie markante Bezeichnungen, z.B. Hopfenblütentee statt Bier etc. 
Manchmal ufert mir der lokale Sprachstil ein wenig zu sehr aus, weil gewisse Ausdrücke nun eben nur von bestimmten Personen und nicht generell verwendet werden und manches wirkt bemüht humorvoll.
Der Fall selbst bietet noch ein paar Wendungen, die so nicht vorhersehbar waren und am Ende schwebt der gemütliche Inspektor Grinninger sogar noch in Lebensgefahr! 


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Tags: finanzspekulation, inspektor grinninger, mord im mühlviertel, mühlviertel   (4)
 

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(1.001)

1.864 Bibliotheken, 24 Leser, 7 Gruppen, 166 Rezensionen

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Kalte Asche

Simon Beckett , Andree Hesse ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2008
ISBN 9783499241956
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf der schottischen Insel Runa wird die Leiche einer fast zur Gänze verbrannten Frau gefunden. Der forensische Anthropologe David Hunter ist bald sicher, dass sie einem Mord zum Opfer gefallen ist. Als er seine Erkenntnisse dem Superintendent mitteilen will, ist die Leitung tot. Ein Sturm bringt alles zum Erliegen. Und dann geschieht ein weiterer Mord …

Kritik: Der zweite Band der David Hunter-Reihe führt auf die abgelegene schottische Insel Runa und mitten in einen heftigen Sturm, der die Bewohner völlig isoliert. Die beste und klassische Voraussetzung, um klaustrophobische und bedrohliche Zustände zu schaffen. Denn bald ist klar, dass der Mörder noch auf der Insel sein muss.
Dem Autor gelingt es wunderbar, diese angsterregende Situation und die wilde, vom Sturm gepeitschte Landschaft zu schildern. 
Es braucht allerdings einige Zeit, bis die Handlung so richtig in Fahrt kommt. David Hunter leistet schier Übermenschliches. Obwohl er an einer bösen Schulterverletzung leidet, hält ihn das nicht ab, seine Ermittlungen fortzusetzen. Noch dazu ist der örtliche Polizist überfordert und unfähig - fast ein bisschen zu sehr!
Gegen Ende überrascht der Plot mit unvorhergesehenen, manchmal allerdings skurril anmutenden Wendungen.
Die Übersetzung fand ich zum Teil leider nicht besonders gut. Wenn Sätze reihenweise jedes Mal ein „war“ enthalten, hat sich der Übersetzer nicht besonders bemüht.
Den wirklich bösen Cliffhanger am Ende kann man dem Autor verzeihen – oder auch nicht. Ich mag solche „Tricks“ nicht, damit der Leser das nächste Buch auch bestimmt kauft!


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Tags: david hunter, feuertod, forensischer anthtopologe, schottland, sturm   (5)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ägypten, amulett, michael mansfield, monographie, mordanschläge, paris, patenonkel julius, pharao, professor bernhardt, recherche, roman, unsterblichkeit, verfolgung, vergangenheit, verschwinden

Das weiße Amulett

Kathinka. Wantula
Fester Einband: 443 Seiten
Erschienen bei Weltbild Verlag, 01.01.2005
ISBN 9783828977372
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die junge Autorin Karen Alexander wird von ihrem Patenonkel und Verleger beauftragt, ein Buch über Professor Bernhardt zu schreiben, der vor hundert Jahren in Paris verschwunden ist. Kaum angekommen, wird sie von einem Unbekannten angegriffen, der ein ägyptisches Amulett verliert, als ihr der Polizist Michael Mansfield zu Hilfe kommt.
Gemeinsam mit ihm versucht sie das Geheimnis dieses Amuletts zu ergründen. Ihre Reise führt sie auch nach Ägypten. Doch Michael hat ihr nicht alles über sich erzählt …

Der Klappentext verspricht ein geheimnisvolles Abenteuer, das sich um ein uraltes Amulett dreht. Ganz so spannend ist die Story dann leider doch nicht und das liegt vor allem am ziemlich hölzernen Schreibstil der Autorin und an den blutleeren Charakteren, die zum Teil sehr unglaubwürdig agieren. Z.B. ist nicht nachvollziehbar, dass Sightseeing- und Shoppingtouren in Paris unternommen werden, obwohl die Heldin gerade einem Mordanschlag entkommen ist. 
Es wird überhaupt sehr viel beschrieben und intensiv ein Reiseführer bemüht, um die Pariser Sehenswürdigkeiten und deren Geschichte unterzubringen. 
Der Teil, der über die Ausgrabungen in Ägypten berichtet, scheint ganz gut recherchiert zu sein, aber auch hier stören ziemlich viele Ungereimtheiten. Warum bekommen Mansfield und Alexander den Auftrag, wertvolle Exponate an die Sorbonne zu bringen, obwohl sie so etwas noch nie gemacht haben und auch keine Experten sind? 
Die Charaktere selbst leiden unter merkwürdigen Stimmungsschwankungen, Konflikte werden heraufbeschworen, die Spannung erzeugen sollen, aber leider nicht nachvollziehbar sind und konstruiert wirken. Ich wurde weder mit Karen noch mit Michael warm.
Am Ende wird als Auflösung noch eine eher seltsame Wiedergeburtstheorie präsentiert. 
Mir fehlte hier eindeutig der „Biss“, der die Geschichte spannend gemacht hätte und so habe ich mich eher bis zum Schluss durchgequält.


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Tags: ägypten, paris, pharao, unsterblichkeit, wiedergeburt   (5)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Irische Nacht

Hannah O'Brien
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423216753
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf den irischen Aran-Inseln wird Samhain gefeiert, die Nacht, in der die keltischen Naturgötter in ihr Winterlager wechseln. Die Tatsache, dass die Feiernden sich verkleiden, wird einem von ihnen zum Verhängnis. Ist wirklich der geheimnisvolle „Green Man“ der Mörder?
Grace O’Malley und ihr Team haben wieder einmal einen kniffligen Fall zu lösen.

Der dritte Band um die eigenwillige Ermittlerin Grace O’Malley, ihrem Partner Rory mit dem „zweiten Gesicht“ und dem Wirtschaftsdetektiv Peter Burke verspricht im Klappentext jede Menge geheimnisvolle und gruselige Vorkommnisse.
Ganz so ist es dann doch nicht. In eher langsamem Tempo wird der Mord an dem unbeliebten Farmer Michael Lynch abgehandelt, bei dem es hauptsächlich um Grundstückspekulationen und die „Traveller“ geht, dem fahrenden Volk, das auch in Irland nicht gerade gern gesehen ist.
Dazu erfährt der Leser natürlich wieder jede Menge über die irische Mentalität, Bräuche, Geschichte und Gesetzgebung. 
Eine Karte vom Nordwesten Irlands veranschaulicht die Gegend noch besser.
Die Ermittlungen entwickeln sich ziemlich schleichend und manchmal wünscht man sich ein wenig mehr Tempo, mehr Erkenntnisse, um die Handlung voranzutreiben. Denn auch die vielen Verhöre scheinen nicht viel zu bringen.
Besonders was die unbekannte Adoptivtochter angeht, ist schnell klar, um wen es sich handelt und hier hatte ich das Gefühl, als würde die Handlung unnötig verlangsamt.
Die Beziehung Graces zu Peter gestaltet sich noch immer sehr vorsichtig und ziemlich kompliziert. 
Nach wie vor werde ich mit Grace nicht warm. Sie wirkt die ganze Zeit über sehr kühl und distanziert.
Rorys „zweites Gesicht“ spielt leider auch kaum eine Rolle. Hier hätte man auf jeden Fall eine spezielle Note hineinbringen können, wenn er diese Gabe nun schon einmal hat.

Fazit: Wer Krimis mit viel Lokalkolorit liebt und Geduld hat, ist hier gut beraten.


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Tags: galway, grace o'malley, irland, samhain, seltene erden, travellers   (6)
 

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(26)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Irisches Verhängnis

Hannah O'Brien
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2015
ISBN 9783423215848
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Halbirin Grace O’Malley kehrt nach einem längeren Auslandsaufenthalt nach Galway zurück, um dort die Leitung des Morddezernats zu übernehmen. Den Posten hat sie allerdings nur durch die Intervention ihres Onkels bekommen, eines einflussreichen Politikers. Das bekommt sie auch gleich von ihren Kollegen zu spüren. Nur ihr Kollege Rory, der das „zweite Gesicht“ hat, und der sympathische Wirtschaftsdetektiv Peter Burke, stehen zu ihr.
Eine tote Studentin der Meeresbiologie, die bei der Ortsprominenz geputzt hat, wird ermordet aufgefunden. Grace gerät zunehmend unter Druck, als noch zwei weitere Todesfälle zu verzeichnen sind. 

Der erste Band um die eigenwillige Ermittlerin Grace O’Malley – Namenskollegin einer irischen Piratin – führt in die Kreise der reichen Geschäftsleute von Irland, die sich mit mehr oder weniger illegalen Transaktionen und Spekulationen beschäftigen.
Thema sind auch der sehr ausgeprägte Familiensinn der Iren und der zum Teil noch immer strenge Katholizismus. Viele Infos zum irischen Lifestyle und natürlich auch Landschaftsbeschreibungen sind ausführlich in den Plot eingebaut – was zwar durchaus interessant ist, aber das Tempo der Geschichte manchmal auch ziemlich drosselt.
Leider wurde ich mit Grace nicht recht warm. Sie bleibt für mich zu kühl und distanziert. Sie ist schön, tough und von Verehrern umgeben, die sie allerdings mit Nichtachtung straft. Am schlimmsten fand ich, dass sie keine Anstalten macht, ihre Tochter zu suchen, die plötzlich verschwunden ist. Das Mädchen ist zwar als Pflegekind bei Graces Schwester aufgewachsen, aber ein wenig mehr Besorgnis hätte ich mir da schon erwartet. Stattdessen redet sie sich darauf aus, dass sie an ihrem Mordfall weiterarbeiten muss – bei dem sie allerdings auch nicht recht vorankommt.
Dass ihr Kollege Rory das „zweite Gesicht“ hat, ist eine nette Draufgabe, die leider viel zu wenig zur Geltung kommt.
Gleich zweimal wird das Klischee von eineiigen Zwillingen strapaziert, was ich ein wenig einfallslos fand.
Der Fall selbst versandet und wird am Ende dann doch irgendwie gelöst.
Der Schreibstil kommt mir zum Teil nicht ganz ausgereift vor. Unvermutete Perspektivenwechsel irritieren, da das Geschehen hauptsächlich aus Graces Sicht geschildert wird. 
Dann wird auch der Konjunktiv des Öfteren falsch gebraucht und das Wörtchen „eh“ ist mir einfach zu umgangssprachlich im Fließtext! 
Fazit: Irlandkrimi, der viel Einblick in Gesellschaft, Politik und Landschaft bietet, aber die Figuren bleiben leider distanziert!


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Tags: familienclan, galway, garda, grace o'malley, irland   (5)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

cornwall, england, familientragödie, herrenhaus, stiefmutter

Black Rabbit Hall

Eve Chase
E-Buch Text: 395 Seiten
Erschienen bei Penguin, 02.07.2015
ISBN 9781405919333
Genre: Romane

Rezension:

Die vier Kinder der Familie Alton verbringen jeden Sommer auf Black Rabbit Hall, ihrem idyllischen Zuhause in Cornwall, frei von elterlicher Aufsicht in wilder Freiheit. Amber, die älteste Tochter, kann sich nicht vorstellen, dass sich daran jemals etwas ändern sollte.
Doch ein Sturm zerstört die Familienidylle und die Unschuld ihrer Kindheit für immer. 
Jahrzehnte später ist die Lehrerin Lorna zusammen mit ihrem Verlobten auf der Suche nach einem Platz, wo sie ihre Hochzeit feiern können. Als sie Black Rabbit Hall entdeckt, verfällt sie seinem Zauber. Und dann entdeckt sie eine verstörende Botschaft, eingeschnitzt in einen Baum. 

Eine berührende Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen. Zum einen ist da Lorna, die – genau wie ihre gerade verstorbene Mutter – ein Faible für Cornwall hat und sich sofort in das marode Anwesen verliebt – ohne zu wissen, welches Geheimnis es birgt.
Der zweite Strang führt zurück in die zu Ende gehenden Sechziger Jahre. Heldin ist hier Amber, die älteste Tochter der Altons, die hilflos den schrecklichen Ereignissen ausgeliefert ist, die ihrer Familie widerfahren.
Die Sprache ist sehr sinnlich und bildhaft, man entdeckt zusammen mit den Kindern das alte Herrenhaus und die verwilderte Umgebung. 
Auch die Figuren sind sehr liebevoll gestaltet, man leidet so richtig mit den Kindern mit, die ihre Wurzeln verlieren.
Allerdings ist auch einiges vorhersehbar und genreüblich. Das Klischee der bösen Stiefmutter wird nach meinem Geschmack ein wenig zu sehr strapaziert.


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Tags: cornwall, familientragödie, herrenhaus, stiefmutter   (4)
 

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aliens, bestie von gevaudan, chimären, cyborgs, mischwesen, schöpfungsmythos, werwölfe

Wesen die es nicht geben dürfte: Unheimliche Begegnungen mit Geschöpfen der Anderswelt

Reinhard Habeck
E-Buch Text: 223 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 28.11.2012
ISBN 9783709001059
Genre: Sachbücher

Rezension:

Geschichten über monströse Tier- und Mischwesen, furchterregende Ungeheuer, künstliche Kreaturen, Überfälle von Bestien und unheimliche Alien-Sichtungen faszinieren die Menschheit schon immer und sind Bestandteil vieler Mythen. 
Der Autor widmet sich in Wesen, die es nicht geben dürfte – seinem zwanzigsten Sachbuch über grenzwissenschaftliche Phänomene - den Erzählungen über Abbildungen von Basilisken und Drachen, der Geschichte über die Bestie von Gévaudan, die womöglich eine Art Werwolf war. 
Außerdem beschäftigt er sich in einem eigenen Kapitel mit Cyborgs, Robotern und dergleichen. Erwiesen ist ja, dass sich bereits Leonardo da Vinci mit dem Thema des künstlichen Menschen auseinandersetzte.
Ein Abschnitt widmet sich dem Klonen von Lebewesen und dem Schöpfungsmythos.
Illustrationen und Fotos im Mittelteil des Buchs dokumentieren die zum Teil sehr mysteriösen Funde, für die es bis heute anscheinend keine Erklärung gibt.
Inwieweit man dem Ganzen Glauben schenken soll, ist natürlich jedem selbst überlassen. Vieles bleibt vage und kann nicht enträtselt werden.
Auf jeden Fall bietet das Buch Anregung für die Fantasie des Lesers – und womöglich gibt es ja doch so einiges zwischen Himmel und Erde, was sich dem menschlichen Verstand entzieht!


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Tags: aliens, bestie von gevaudan, chimären, cyborgs, mischwesen, schöpfungsmythos, werwölfe   (7)
 

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entführung, florenz, gefangen in kalter winzigen berghöhle, geisel, in die hügel um florenz verschleppt, italien, junge hübsche tochter sollte opfer sein, krimi, kriminalroman, krimireihe, krimi-serie, lesenswert, lösegeld, lösegeldzahlung, maresciallo gu

Alta moda

Magdalen Nabb , Christa E. Seibicke
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.06.2001
ISBN 9783257232868
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Florenz, im Winter: Olivia Birkett, Ex-Model und Ex-Gattin des Conte Brunamonti, erfolgreiche Modedesignerin, wird entführt. Maresciallo Guarnaccia wird dazu abkommandiert, die Tochter und den völlig verzweifelten Sohn der Vermissten zu beruhigen, während sein Chef die spektakuläre Öffentlichkeitsarbeit vornimmt. Doch der Maresciallo beginnt, das Beziehungsgeflecht der Familie zu durchschauen und holt die verborgenen Geheimnisse ans Licht.

Der elfte Band um den grüblerischen und phlegmatischen Maresciallo Guarnaccia, der aber gerade deshalb seine Fälle lösen kann, weil er sich in Ruhe seinen Gedankengängen widmet, ist dem Thema erpresserische Entführung gewidmet. 
Gleich zu Beginn erzählt das Entführungsopfer selbst im Nachhinein von seinen Erlebnissen – womit der einigermaßen gute Ausgang der Geschichte vorweggenommen wird. Die Schilderungen sind aber so packend und ergreifend, dass dies der Spannung keinen Abbruch tut. 
Nach und nach werden die problematischen Beziehungen in der Familie der Entführten aufgedeckt, die Tatsache, dass ihre verhätschelten Kinder nicht für sie einstehen, ist beklemmend. 
Hintergründe und gesetzliche Möglichkeiten bei Entführungen werden geschickt in den Plot eingearbeitet. 
Ein wenig langatmig dagegen wirken die verschiedenen Zeitungsberichte. 

Fazit: Ein tiefgründiger Krimi, der ohne Mord auskommt!


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Tags: entführung, florenz, geisel, lösegeld, maresciallo guarnaccia   (5)
 

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brügge, erben, geister, hamburg, holstein, krimi, tierische detektive, versunkenes dorf, wales, williams

Wer einmal stirbt, dem glaubt man nicht

Fenna Williams
E-Buch Text: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 09.10.2015
ISBN 9783843712194
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dona Holstein ist eine ganz besondere Ermittlerin: Sie kümmert sich mit ihren Mitarbeitern -zu denen auch eine Anzahl tierischer gehört – um Fälle, in denen selbst die Polizei machtlos ist. In ihrem neuen Fall geht es um eine Erbengemeinschaft, die durch eine Reihe von Todesfällen immer mehr dezimiert wird. Hier ist gute Kombinationsgabe und Spürsinn gefragt, um das komplizierte Geflecht von Schuld und Unschuld zu durchschauen.

Ehrlich gesagt, so richtig konnte ich mich mit dem ersten Fall von Dona Holstein und ihrem eigenwilligen Team nicht anfreunden. Zwar hat mir die Idee an sich – weil skurril und ausgefallen – grundsätzlich zugesagt, aber mir scheint, die Autorin wollte hier einfach zu viel.
Auch muss ich kritisieren, dass der Klappentext – aufgrund dessen ich das Buch eigentlich gekauft habe – etwas völlig anderes suggeriert: Es geht weder um Geister noch um sonstige paranormale Vorgänge. Ich finde es immer schade, wenn man als Leser da so in die Irre geführt wird!
Der erste Blick auf die umfangreiche Personenliste hätte mich beinahe abgeschreckt. Und tatsächlich kommen in der Geschichte so viele Figuren vor, dass man ab und zu einfach den Überblick verliert, wer hier wer ist. Alleine Donas Team besteht aus 15 (!) menschlichen und 10 (!) tierischen Ermittlern. Nicht alle haben allerdings eine wichtige Rolle und vielleicht hätte man da auf die eine oder andere Nebenfigur getrost verzichten können.
Bei diesem Wust an Charakteren und auch Schauplätzen (Wales, Brügge, Hamburg) ist es nicht verwunderlich, wenn die eigentliche Ermittlungsarbeit ziemlich im Hintergrund bleibt. So ganz war ich nicht von der Kompetenz des Teams überzeugt! Auch gibt es so manche Ungereimtheit und skurrile Verflechtung, die mir nicht ganz klar war. Über Humor lässt sich bekanntlich streiten, es gab durchaus witzige Wortmeldungen, anderes war mir wieder zu konstruiert. Den Trick, die Autorin als Biographin auftreten zu lassen, kann man mögen, muss man aber nicht.
Nebenbei werden Infos über die Schauplätze eingestreut, die zwar interessant sind, aber manchmal etwas bemüht wirken. 
Eine Überraschung ist der Mörder am Ende, wenn man sich durch den ganzen Wust an Verdächtigen gekämpft hat, dann doch noch.

Alles in allem ein Krimi der etwas anderen Art, der mir aber zu überladen mit Figuren und Schauplätzen war. Wer eine Geistergeschichte erwartet, wird enttäuscht sein!


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drogen, folter, gewalt, grausam, interne ermittlungen, john cardinal, jugendliche, kalte winter, kanada, komissar, krimi, leichen, menschenhandel, morde, thriller

Gefrorene Seelen

Giles Blunt , Reinhard Tiffert
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 25.06.2009
ISBN 9783426504543
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Minenschacht in der Kleinstadt Algonquin Bay wird die grausam verstümmelte Leiche eines Indianermädchens eingefroren in einem Eisblock gefunden. 
Noch drei weitere Teenager sind verschwunden. Detective John Cardinal muss annehmen, dass ein perverser Serienkiller sein Unwesen treibt. Die Zeit drängt, denn das letzte Opfer könnte noch am Leben sein …

In die eisige Kälte des kanadischen Winters entführt dieser Thriller, der erste Teil um John Cardinal und seine Partnerin Lise Delorme. 
Eine solide gemachte Story, spannend und gut erzählt. Das Kopfkino bekommt Futter durch die bildhafte Sprache, in der vor allem das Setting geschildert wird. 
John Cardinal ist ein guter Ermittler, in dessen Vergangenheit es allerdings einen schwarzen Fleck gibt. 
Relativ schnell wird bekannt, wer für die Morde verantwortlich ist. Das hat mich zuerst gestört, aber es tut der Spannung trotzdem keinen Abbruch. Man fiebert mit, wann die Polizei endlich den entscheidenden Hinweis findet oder ob das letzte Opfer lebend davonkommt.
Allerdings gibt es doch ein paar Schwächen: 
Zu Beginn kommt man nicht so leicht in die Story, zu viele Namen und Figuren auf einmal, obwohl natürlich klar ist, dass ein Police Departement nicht nur aus zwei Personen besteht.
John Cardinals private Probleme (seine Frau leidet an Depressionen) überlagern den aktuellen Fall leider sehr stark. Man hat oft den Eindruck, es wird nur halbherzig ermittelt, vor allem auch deshalb, weil noch eine weitere, interne Angelegenheit die Beamten beschäftigt. Bei einzelnen Szenen hatte ich auch das Gefühl, als dienten sie nur dazu, den Plot in die Länge zu ziehen.
Fazit: Solider Thriller mit ein paar Schwächen!


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3.598 Bibliotheken, 45 Leser, 6 Gruppen, 88 Rezensionen

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Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.03.2013
ISBN 9783596196159
Genre: Romane

Rezension:



An einem Sommermorgen im Jahr 1945 entdeckt Daniel Sempere, der Sohn des Buchhändlers, den Friedhof der Vergessenen Bücher. Dort fällt ihm der Roman des verschollenen Autors Julián Carax in die Hände. Er heißt „Der Schatten des Windes“ und lässt ihn nicht mehr los. Als er sich auf die Spuren des Autors begibt, ahnt er noch nicht, dass sein eigenes Leben bedroht wird, denn die Schatten der Vergangenheit reichen bis in die Gegenwart.


Berührend, beängstigend, dunkel, mystisch und voller Gefühl. Ein Roman über das Leben eines vom Schicksal Verfolgten, der zum Phantom wird. Der Leser taucht ein in die Faszination des Schreibens, in das Barcelona der Zwischen- und Nachkriegszeit, das noch von den Schrecken dieser Zeit gezeichnet ist. Es gibt Verräter und Verratene und so genau weiß man oft nicht, wer zu welcher Gruppe gehört. 
Zafón ist ein Meister der Atmosphäre, des verschachtelten Plots, der sich am Ende zu einem sinnvollen Ganzen löst. Und doch bleibt ein Hauch Mysterium. 
Geniale Unterhaltung!





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Tags: barcelona, buchhandlung, friedhof der vergessenen bücher, spanischer bürgerkrieg   (4)
 

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128 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Nebelmord

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2014
ISBN 9783596030651
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine winzige Insel, darauf ein Leuchtturm. Vier Personen sollen dort zwei Tage und Nächte verbringen. Doch dann verschwindet einer von ihnen.In Reykjavik wird ein amerikanisches Ehepaar vermisst und die Polizistin Nina muss sich damit abfinden, dass ihr Mann nach einem Selbstmordversuch nicht mehr aus dem Koma erwachen wird. Wo liegt der Schlüssel? Was verbindet die Fälle?
Drei Handlungsstränge sind in diesem Island-Krimi miteinander verflochten, die über eine weite Strecke scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Erst am Ende zeigt sich, wie alles zueinander passt.Die Szenen auf der Insel wirken unheimlich und klaustrophobisch. Die Charaktere mögen sich von Anfang an nicht, die schlechten Witterungsbedingungen bringen sie zusätzlich an ihre Grenzen.Die Familie in Reykjavik, die den Urlaub in Florida verbracht hat und nach einem Haustausch nun zurückkehrt, stellt fest, dass irgendetwas nicht stimmt. Ein Unbekannter scheint sie zu beobachten, die Gäste sind verschwunden.Die Polizistin Nina will herausfinden, warum ihr Mann Selbstmord begehen wollte und muss sich ebenfalls ihren Ängsten stellen.Jeder Strang für sich trägt unterschwellige Spannung mit sich, die einfach dazu zwingt, weiter zu lesen.Kurz irritiert hat mich der Zeitablauf, denn die Ereignisse auf der Leuchtturminsel werden zwar zwischendurch erzählt, spielen sich aber eigentlich am Ende der Geschichte ab.Das Ende kommt ziemlich abrupt und bleibt offen, was mich ein wenig gestört hat. Es wirkt, als ob die Autorin entweder keine Lust oder keinen Platz mehr hatte, um die Story fertig zu schreiben.

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Tags: island, leuchtturm, selbstmord   (3)
 

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

1944, 2006, griechenland, ikone, katarini, kunsthandel, kunstraub, madonna, mutter gottes, partisanen, roman, spannung, thriller, verfolgungsjagd, wunder

Ikone

Neil Olson , Michael Benthack
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur , 01.01.2006
ISBN 9783426629680
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Griechenland 1944: In der Kirche eines kleinen Bergdorfs wird die angeblich wundertätige uralte Ikone der Heiligen Mutter Gottes von Katarini aufbewahrt. Das kostbare Kleinod verschwindet spurlos.Sechzig Jahre später taucht sie plötzlich in New York im Nachlass eines Schweizer Bankiers auf. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt, denn es gibt einige Interessenten für das wertvolle Kunstwerk.
Eine angeblich wundertätige Ikone, ihr geheimnisvolles Verschwinden und die Jagd nach dem Kunstwerk, als es plötzlich wiederauftaucht – das alles wären durchaus Zutaten zu einem spannenden Thriller.
Leider entpuppt sich die Geschichte eher als Familientragödie mit Verrat und nie eingestandener oder aufgearbeiteter Schuld. Eine etwas halbgare Liebesgeschichte begleitet die Handlung, die leider durch ausufernde und zum Teil nichtssagende Dialoge noch mehr verwässert wird.Viel Innenschau der Charaktere bremst ebenfalls das Tempo. Erst im letzten Teil gewinnt die Handlung etwas an Fahrt, aber bis dahin braucht der Leser viel Geduld!Zahlreiche Fehler trüben zudem den Lesegenuss, wie z.B. falsche Namen und unrichtiger Gebrauch des Konjunktivs.Wer hier – wie auf dem Cover suggeriert – einen temporeichen, spannenden Thriller erwartet, wird ziemlich enttäuscht. Wer sich auf eine doch atmosphärisch dichte Familiengeschichte einlassen möchte, kann durchaus zum Teil auf seine Kosten kommen.

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die sieben zeichen des zorns, heldenreise, kraftlinien, magie, zoi'ron

Die sieben Zeichen des Zorns: Kraftlinien

Alexandra Balzer
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei null, 16.01.2018
ISBN B07937D9RG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein letztes Mal müssen die Krieger Maondnys aufbrechen, um das siebte Zeichen des Zoi’ron zu beschwören. Sie müssen die magischen Kraftlinien verbinden, die das Land durchziehen. Doch die Helden werden von Zweifeln geplagt, der Kampf hat sie zermürbt. Was wird wirklich geschehen, wenn der Gott erwacht? 
Der letzte Teil der siebenbändigen Saga ist von Anfang an geprägt von Endzeitstimmung und Trauer. Die Helden – und mit ihnen die Leser - haben ihr Ziel beinahe erreicht, doch sie fragen sich, was danach sein wird. Warten Tod oder Leben auf die einzelnen Wesen, wer hält dem Gericht des Gottes stand, wer wird vernichtet?Die Grundstimmung des Abschlussbandes ist daher eher besinnlich, auch wenn noch gegen eine Armee von Untoten gekämpft werden muss.Maondny hat natürlich wie immer die Fäden in der Hand und lenkt ihre Auserwählten. Die vielschichtigen Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und mir tut es leid, dass ich von ihnen Abschied nehmen muss. Ein würdiges und stimmiges Finale!

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italien, krimi, krimi italien, laura gottber, laura gottberg, leiche, meditation, mord, münchen, private angelegenheiten, selbsterfahrung, siena, toscana, toskan, toskana

Nacht der Stachelschweine

Felicitas Mayall
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 19.05.2009
ISBN 9783499249891
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Gruppe deutscher Touristen sucht Ruhe und Erholung bei einem Selbsterfahrungsseminar in einem alten Kloster in der Toskana. Doch damit ist es schnell vorbei, als eine von ihnen, die junge Carolin, tot in einem Waldstück gefunden wird. Ein Verdächtiger ist schnell zur Hand: Giuseppe, ein geistig beeinträchtigter Junge, hat eindeutige Spuren bei der Leiche hinterlassen. Doch Commissario Angelo Guerrini glaubt nicht an die Schuld des Jungen. Gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Laura Gottberg versucht er, das Rätsel um Carolins Tod zu lösen.
„Elegant geschrieben und klug konstruiert“, verspricht der Klappentext und ließ mich neben der Tatsache, dass die Handlung in der Toskana spielt, zum Kauf dieses Krimis verleiten.Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.Zum Positiven: Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr stimmig, schaffen Atmosphäre und machen Lust, sofort in die Toskana aufzubrechen. Das wars aber dann auch schon so ziemlich!Die Handlung und die Figuren?Die akribische, sehr ausführliche Innenschau der einzelnen Personen bremst das Tempo sehr ein, vieles daran ist überflüssig und bringt die Handlung nicht weiter, ebenso wie die Dialoge, die manchmal eher unbeholfen wirken und oft sehr lang geraten sind.Viele überflüssige Nebensätze bremsen den Lesefluss zusätzlich.Die Figuren – lupenreines Klischee!Die hübsche, geschiedene, alleinerziehende Laura Gottberg, die sich auch zusätzlich noch um ihren einsamen Vater kümmern muss (die Dialoge mit ihm sind allerdings witzig und lebendig!), stolpert die meiste Zeit müde und unkonzentriert durch die Handlung. Zusätzlich muss sie noch die Annäherungsversuche eines jungen Kollegen abweisen. Allerdings setzt sie ihre weiblichen Reize dann doch wieder sehr gezielt ein. Ihre Arbeit als Polizistin überzeugt nicht.Der fesche, ebenfalls alleinstehende Commissario Guerrini wirkt ähnlich planlos. Dass die beiden ein Verhältnis beginnen, ist von Anfang an klar. Sie sind auch eher mit den Gefühlen füreinander als mit dem Fall beschäftigt. Warum Vorgesetzte bei der Polizei immer hässlich und unsympathisch sein müssen, ist ein Klischee, das mir mittlerweile gehörig auf den Geist geht! Die Auflösung kommt dann an den Haaren herbeigezogen und fast ein wenig lustlos daher. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe über Laura Gottberg, aber mir ist nicht unbedingt danach, die weiteren Bände zu lesen!
Fazit: Genießen kann man die stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen, alles andere ist eher unspektakulär!

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englisches dorfleben, finanzspekulation, inspector barnaby, krimi, medium, totenbeschwörung

Nur wer die Wahrheit sieht

Caroline Graham , Eva Pampuch (Übers.) , Caroline Einhäupl (Übers.)
Flexibler Einband: 636 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.08.2008
ISBN 9783442469673
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Mallory Lawson und seine Familie das idyllische Anwesen Appleby House erben, scheinen alle seine Träume in Erfüllung zu gehen. Doch dann wird der Notar der Lawsons, Dennis Brinkley, tot aufgefunden. Es scheint ein Unfall gewesen zu sein, sein Faible für grausame Kriegsmaschinen wurde ihm offenbar zum Verhängnis.Das Medium Ava Garrett kündigt Enthüllungen aus dem Jenseits über Brinkleys Tod an. Wenig später ist sie tot – vergiftet! Chief Inspector Tom Barnabys Ermittlungen bringen das Leben im beschaulichen Dörfchen Forbes Abbott gehörig durcheinander. Und für die Lawsons ist schließlich der Traum vom geruhsamen Leben vorbei. 
Der bisher letzte und zugleich umfangreichste Band um den durch die erfolgreiche Verfilmung bekannten Chief Inspector Tom Barnaby zeichnet sich wieder durch gemächliches Tempo sowie akribische Charakter- und Landschaftsbeschreibungen aus.Die Autorin versteht es perfekt, den zum Teil sehr eigenwilligen und skurrilen Charakteren Leben einzuhauchen: Sei es die exzentrische Benny, Freundin von Dennis Brinkley, die scheinbar gegen alle Vernunft überzeugt ist, dass er ermordet wurde, die Familie Lawson, deren hübsche, aber selbstsüchtige und gierige Tochter Polly eine Katastrophe heraufbeschwört, der von seiner reichen und hässlichen Frau geknechtete Andrew Latham, die egoistische Ava Garrett und ihre bemitleidenswerte Tochter. Ihre Gedankenwelt, die Motivation für ihre Taten werden schlüssig und genau dargestellt.Der feine Humor, der mitschwingt, tröstet über die leichte Langatmigkeit hinweg. Chief Inspector Barnaby und Sergeant Troy, der immer noch gerne mit hübschen Kolleginnen flirtet, sind hier allerdings Randfiguren und dürfen erst im letzten Drittel zeigen, wie gut sie als Ermittler sind. Das Ende bringt dann noch einen überraschenden Aspekt, mit dem man so nicht rechnen würde.
Fazit: Atmosphärisch dichte und mit skurrilen Charakteren ausgestattete Kriminalgeschichte – very british!

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esoterikkult, lesbische liebe, mentalisten, sekten

Liebeszauber mit Hindernissen

Clare Sudbery , Lina Linke
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 09.06.2009
ISBN 9783442542727
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem Henrietta den Fängen einer obskuren Sekte entronnen ist, brauchen sie und ihr 7-jähriger Sohn unbedingt Ruhe. Die glaubt sie in Hebden Brigde, einem malerischen Dorf in West-Yorkshire, zu finden. Doch ihre neue Nachbarin Tawny, die einen erfolgreichen Esoterikkult gründet, macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Der griesgrämige Leo, ein erfolgloser Bühnenmagier und seine Lebensgefährtin, die reizende Belle, sorgen ebenfalls für Turbulenzen. 
„Eine großartige Satire auf Esoterikkult und Magie“ verspricht der Klappentext. Woran es liegt, dass der Funke bei mir trotzdem nicht übergesprungen ist, kann ich nicht so genau sagen. Zum einen sind die Charaktere dermaßen skurril und kompliziert, dass sie einfach nicht sympathisch wirken. Henrietta leidet unter Zwangsstörungen, ist nicht in der Lage, ihre Gefühle auszudrücken, die sich hauptsächlich auf Belle konzentrieren. Die ist zwar mit Leo zusammen, aber der ist eigentlich schwul. Gefühlsdurcheinander ist vorprogrammiert. Am wenigsten sympathisch ist im übrigen Leo, ein Egozentriker mit Anfällen von Selbstmitleid.Ernstnehmen sollte man diese Story wahrscheinlich tatsächlich nicht. Witzig in Ansätzen fand ich die Darstellung, wie sich Menschen von sogenannten „Gurus“ oder „Magiern“ an der Nase herumführen und manipulieren lassen.Manche Wendungen in der Geschichte wirken konstruiert, die Zufälle zu augenscheinlich und irgendwann sehnt man das Ende herbei.Die Inhaltsangabe stimmt in einem Detail nicht: Henriettas Sohn ist nicht neun, sondern sieben.Fazit: Hat mich leider nicht überzeugt und witzig fand ich das Buch auch nicht besonders!

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