Karin_Kehrer

Karin_Kehrers Bibliothek

237 Bücher, 197 Rezensionen

Zu Karin_Kehrers Profil
Filtern nach
237 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Mumienstadt Wien

Hagen Schaub , Robert Bouchal
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Pichler, 04.10.2013
ISBN 9783854316206
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.627)

2.557 Bibliotheken, 47 Leser, 10 Gruppen, 279 Rezensionen

thriller, psychothriller, schlafwandeln, sebastian fitzek, schlafwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Leon Nader wurde als Kind wegen massiver Schlafstörungen psychiatrisch behandelt und glaubt sich geheilt. Doch eines Morgens verlässt ihn seine Frau Natalie – nachdem er sie anscheinend während seines Schlafwandelns brutal misshandelt hat.
Um sich selbst im Schlaf zu überwachen, kauft er eine Kamera und entdeckt beim Ansehen des Videos Unheimliches: Er steigt schlafwandelnd durch eine ihm unbekannte Tür in seinem Schlafzimmer in ein Labyrinth des Grauens …


Die Forschungen zur Thematik des Schlafwandelns stecken immer noch in den Kinderschuhen, eine Tatsache, die der Autor hier geschickt nützt, um eine albtraumhafte und abstruse Szenerie zu schaffen. Man kann sich nie sicher sein, ob die Hauptfigur Leon nun gerade träumt oder wach ist. Was ist wirklich mit seiner Frau Natalie geschehen? Welche seltsamen Geheimnisse birgt das Haus, in dem sie wohnen? Was steckt hinter den merkwürdigen Vorkommnissen?
Fragen, die man sich stellt und gespannt auf die Auflösung wartet. 
Die kurzen Kapitel und der gewohnt bildhafte Schreibstil ermöglichen ein flüssiges Lesen. 
Ein Thriller ist für mich immer so gut wie die Erklärung, die hinter all den gruseligen Ereignissen steckt. In diesem Fall hatte ich so eine Ahnung, die sich leider bestätigt hat, wenn mir auch die Auflösung ein wenig wirr erschien und ein paar offene Fragen bleiben.

  (0)
Tags: geheimnisvolles haus, keller, labyrinth, schlafforschung, schlafwandeln   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

112 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, london, entführung, england, mord

Haut und Knochen

Gay Longworth
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.01.2006
ISBN 9783426632079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Auf der Suche nach einem vermissten Mädchen gerät Detective Inspector Jessie Driver in eine halb verfallene Badeanstalt in Soho. Dort wird die Leiche eines mumifizierten Mannes gefunden, der vor etwa fünfzehn Jahren ums Leben gekommen sein muss – etwa zur gleichen Zeit, als ein Junge im Bad nach einem epileptischen Anfall ertrunken ist. Jessies Nachforschungen fördern düstere Geheimnisse zutage.


„Haut und Knochen“ ist der Nachfolgeband zu „Bleiche Knochen“ und man sollte den ersten Teil unbedingt gelesen haben, bevor man sich mit dem zweiten befasst – auch im Hinblick auf Jessies Beziehung zu dem berühmten Rockstar P.J. Dean.
Jessie Driver ist eine sehr widersprüchliche Heldin. Unangepasst, dickköpfig, kratzbürstig, belastet durch den Tod ihrer Mutter, mit Alkohol- und Beziehungsproblemen geschlagen, eckt sie ständig an. Sie wird von einem Kollegen gemobbt, von ihrer Vorgesetzten schikaniert und schlägt zurück. Trotzdem ist sie eine gute Polizistin. 
Ein wenig überzogen erschien mir der erwähnte Kollege, der zuerst gut mit ihr auskommt und sie dann plötzlich abgrundtief hasst. Auch die Vorgesetzte scheint sehr wankelmütig zu sein. 
Ihr Bruder, als Arzt in Afrika auf Heimaturlaub, reitet sie durch seine Affäre mit einer Journalistin erst richtig in die Bredouille. 
Die Handlung erweist sich manchmal als etwas sprunghaft und wirr, man hat des Öfteren das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Durch die merkwürdige Unsitte, dass Dialoge nur durch einen Bindestrich voneinander getrennt sind, wirken manche Abschnitte unübersichtlich. 
Der Fall selbst führt in die Abgründe menschlicher Seelen und was das Konstrukt „Familie“ anstellen kann. 
So ganz konnte sich die Autorin m.M. nicht entscheiden, ob nun Übernatürliches einfließen und akzeptiert werden sollte. Dieser Bereich blieb mir ein wenig zu schwammig.
Alles in allem aber solide Thrillerunterhaltung mit Schwerpunkt auf das Innenleben der Hauptfigur.

  (0)
Tags: badeanstalt, entführung, jessie driver, mumie, soho   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

linz, rennfahrer, prostituiertenmörder, flucht, oberst max steinberg

Der Freigang

Volker Raus
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Bibliothek der Provinz, 06.03.2012
ISBN 9783990280539
Genre: Romane

Rezension:


Polizeioberst Max Steinberg ist nach einem Auslandseinsatz auf Urlaub in seiner Heimatstadt Linz. Er wird mit einem der spektakulärsten Kriminalfälle des Landes konfrontiert. 
Der Rennfahrer Bogdan Farcas wurde als Prostituiertenmörder verurteilt, durfte in der Haft studieren und flüchtete bei seinem letzten Freigang, als er zum Magister der Rechtswissenschaften spondierte. Die Suche nach ihm ist seit sechzehn Jahren ohne Ergebnis. Aber wird er überhaupt gesucht? Oder haben Justiz, Politik, Wirtschaft und Finanzwelt ohnehin Interesse daran, dass er nicht wieder auftaucht?
Steinberg beginnt zu ermitteln und stößt bald auf einen Sumpf aus Korruption, Erpressung und Freunderlwirtschaft. Und dann beginnt ein mörderischer Reigen …


Der Autor siedelt seine Romane hauptsächlich in seiner Heimatstadt Linz an. Dies ist der dritte Band um den Polizeioberst Max Steinberg, dem wiederum ein wahrer Kriminalfall zugrunde liegt. Man kann ihn lesen, ohne die anderen zu kennen. Allerdings zieht der Autor seine eigenen Schlüsse aus dem Geschehen.
So ganz anfreunden mit dem Buch konnte ich mich jedoch nicht.
Das lag vor allem an der Figur des Oberst Steinberg, den ich absolut nicht sympathisch fand. Er ist der Typ „einsamer Wolf“, ein in die Jahre gekommener Frauenheld, dabei arrogant und eitel.  Die Frauen scheinen ihn allerdings aus unerfindlichen Gründen zu mögen, obwohl er sich ihnen gegenüber nicht gerade nett benimmt, genau wie er ständig einen unterschwellig aggressiven Ton anschlägt.
Sein Interesse an dem eigentlich längst ad acta gelegten Fall ist nicht ganz nachvollziehbar. Langeweile? Geltungssucht? Dass er überhaupt „einfach so“ ermitteln darf, kommt mir im Übrigen ziemlich merkwürdig vor.
Außerdem sind auch die meisten anderen Charaktere nicht besonders vorteilhaft geschildert. Und es gibt sehr viele davon. Manche sind trotz der abgewandelten Namen als real existierende Personen erkennbar, auch wenn der Autor sich mit der Behauptung schützt, alles wäre erfunden.
Grundsätzlich ist beinahe jeder Beteiligte in illegale Machenschaften verwickelt. Ich wusste gar nicht, dass es in der oberösterreichischen Landeshauptstadt derart viele Verbrecher in der sogenannten „besseren“ Gesellschaft gibt! Ein sehr negatives Bild wird hier gezeichnet. Ob es der Wahrheit entspricht, sei dahingestellt. Die Grundstimmung ist auf jeden Fall sehr düster.
Die Handlung selbst besteht hauptsächlich aus Lokaltouren der Hauptperson. Man lernt so nach und nach gefühlt sämtliche wichtigen Linzer Restaurants, Kaffeehäuser, Gasthäuser und Bars kennen (viele von ihnen existieren wirklich), ist Zeuge von unzähligen Malen Frühstück, Essen und Zigaretten und weitschweifigen Dialogen, welche die Handlung oft nicht vorantreiben. Es fehlt generell an Spannung.
Der Täter ist relativ rasch bekannt, eigentlich wichtige Szenen, die endlich Action bringen würden, werden im Rückblick erzählt.
Unglaubwürdig auch, dass der Junge, der Zeuge bei einem der Morde wurde, bei der ersten Vernehmung überhaupt keine auffällige Reaktion zeigt, bei der genaueren Befragung dann aber plötzlich traumatisiert ist. 
Der Schreibstil wirkt manchmal etwas betulich und „naiv“, mit einigen Fehlern durchsetzt. 
Das Ende? Eher unbefriedigend und lasch, wie so ziemlich die ganze Geschichte.


Fazit: Für Kenner der Stadt Linz vielleicht ganz amüsant, weil die eine oder andere bekannte Örtlichkeit auftaucht, die Handlung und die Personen sind aber eher unergiebig. Für mich wird es auf jeden Fall der einzige Ausflug kriminaltechnischer Art nach Linz bleiben.

  (4)
Tags: flucht, linz, oberst max steinberg, prostituiertenmörder, rennfahrer   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

puppenbraut, entführung, new york, braut, pädophilie

Puppenbraut

May B. Aweley
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei null, 12.06.2013
ISBN B00DDXHJSM
Genre: Sonstiges

Rezension:


Der Albtraum aller Eltern wird wahr, als die elfjährige Zoey spurlos aus einem Park in New York City verschwindet.
Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Täter ein Psychopath ist, der bereits zwei Mädchen ermordet und in weißen Kleidern beerdigt hat.
Die Journalistin Doreen Bertani und ihre Lebensgefährtin, die Psychologin Raffaella machen sich auf die Jagd nach dem Täter – nicht ahnend, wie nahe er ihnen ist und in welcher Gefahr sie selbst schweben.


May B. Aweley ist das Pseudonym einer Berliner Autorin und „Puppenbraut“ ihr erster Ausflug ins Thriller-Genre. 

Was man leider auch merkt.
Die Handlung wird immer wieder durch Rückblicke, Beschreibungen und Behauptungen gebremst, vieles erfährt der Leser nur indirekt. Manche Dialoge sind sehr belanglos, erzählen nur Alltagsgeschichten. 
Das FBI kommt entgegen der Inhaltsangabe erst im letzten Viertel zum Einsatz, die beiden Hauptpersonen stolpern eher ziellos durch die Story.
Der Schreibstil ist holprig und wirkt zum Teil unfreiwillig pathetisch. Sätze wie „Die Sonne ließ sich nur schwer in Gang bringen“ oder „… die sichtbar gewordene, innere Anspannung ließ seinen feinen Anschein bröckeln“ sind nur zwei haarsträubende Beispiele. 
Die Wörter „wunderschön“ und „süß“ werden geradezu inflationär verwendet. Für einen Thriller eher merkwürdig.
Irritiert hat mich auch die Verwendung der Kosenamen „Ree“ für Doreen und „Ell“ für Raffaella. Beim Lesen stolpert man immer wieder unvermittelt darüber.
Was ich absolut nicht leiden kann, ist, wenn in einem englischsprachigen Setting „Herr“ und „Frau“ verwendet werden. „Frau Lawrence“ liest sich für mich einfach merkwürdig.
Das Profil des Täters hat mich auch verwirrt. Er geht eine sexuelle Beziehung mit seiner Pflegemutter – also einer reifen Frau – ein und sein Beuteschema sind dann Mädchen, die an der Schwelle zum Teenager sind? Dass er zudem noch von einem Nachbarn missbraucht wurde, macht das Maß übervoll.
Grundsätzlich fand ich die Idee gut, die Geschichte hat durchaus Potential. Leider haben aber all diese handwerklichen Mängel mein Lesevergnügen enorm getrübt. 

  (4)
Tags: entführung, fb, hochzeit, new york, pädophilie, psychopath, puppe   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

125 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

selbstfindung, wandern, pacific crest trail, usa, natur

Der große Trip

Cheryl Strayed , Reiner Pfleiderer
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442158126
Genre: Biografien

Rezension:


Cheryl ist zwanzig, ein Jahr verheiratet, als der Krebstod ihrer Mutter sie völlig aus der Bahn wirft. Sie beginnt Drogen zu nehmen, betrügt mehrfach ihren Mann, was die Scheidung zur Folge hat. Zufällig entdeckt sie ein Buch über den Pacific Crest Trail, einen Fernwanderweg, der von Mexiko bis an die Grenze Kanadas führt. Und sie bricht auf. Eine Frau ohne Trekkingerfahrung, mit einem viel zu schweren Rucksack und jeder Menge Seelenmüll.


Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. 1995 wanderte Cheryl Strayed nach dem Tod ihrer Mutter drei Monate lang auf dem Pacific Crest Trail und legte insgesamt etwa 1600 Kilometer zu Fuß zurück. Der Roman beruht auf ihren Tagebucheinträgen während der Wanderung.
Ziemlich schonungslos geht sie dabei mit sich selbst zu Gericht, allerdings nicht gefeit gegen Attacken von Selbstmitleid. 
Landschaftsbeschreibungen – die manchmal allerdings wirken wie aus dem Wanderführer abgeschrieben – wechseln mit Schilderungen von diversen Begegnungen auf dem Trail und der Beschreibung ihrer Befindlichkeiten. Ihre Unerfahrenheit, die sie einen viel zu schweren Rucksack schleppen lässt, die Angst, in der Wildnis auf sich allein gestellt zu sein, Hunger und Durst, weil Entfernungen und Hindernisse falsch eingeschätzt werden und natürlich das alles beherrschende Thema: der Tod ihrer Mutter. Ein einschneidendes Erlebnis, das sie völlig aus der Bahn wirft. War doch die Mutter die einzige Konstante in Cheryls eher abenteuerlicher Kindheit. 
Trotzdem war ihr Absturz für mich nicht ganz nachvollziehbar. Sich dermaßen gehen zu lassen und vorsätzlich ihre eigentlich harmonische Beziehung zu ihrem Mann, der stets sehr liebevoll geschildert wird, zu zerstören, in die Drogensucht abzugleiten – ich verstand es nicht. 
Die Vorstellung, den Platz ihrer Mutter als Zusammenhalt für ihre Familie einzunehmen, stellt sich ebenfalls als Illusion heraus. 
Es gibt sicher viele Gründe, die Menschen dazu bringen, über ihr Leben zu schreiben. Aber ich habe doch immer wieder den Verdacht, dass es nicht nur als Vergangenheitsbewältigung dient, sondern auch schlicht und einfach, um mit der Ausschlachtung des eigenen Schicksals Geld zu verdienen.
Was nicht heißt, dass ich dieses Buch nicht gern gelesen habe. Es gibt durchaus sehr berührende, auch humorvolle Momente und die Strapazen der Wanderung sind sehr anschaulich geschildert.
Eine Liste mit den Büchern, die Cheryl auf dem Trip begleitet haben, ist angeschlossen.
Die Geschichte wurde mit Reese Witherspoon in der Titelrolle verfilmt.

  (4)
Tags: drogensucht, fernwanderung, krebstod, pacific crest trail, scheidung   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(82)

188 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

traumprinz, liebe, berlin, david safier, liebeskummer

Traumprinz

David Safier , Oliver Kurth
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 27.10.2016
ISBN 9783463406046
Genre: Humor

Rezension:


Die 29-jährige Comiczeichnerin Nellie Oswald hat schlimmen Liebeskummer. Zufällig fällt ihr ein altes tibetisches Notizbuch in die Hände und sie zeichnet ihren Traumprinzen Retro. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist er lebendig. Gemeinsam mit ihm macht sie sich im Berlin der Gegenwart auf, das Geheimnis des Notizbuchs zu lösen und die Welt vor dem Bösewicht zu retten, der das Notizbuch in seine Hände bekommen hat.


Welche Frau hatte nicht schon manchmal romantische Anwandlungen und wünschte sich einen Traumprinzen? 
In dieser ironisch-lustig erzählten Geschichte geht es genau darum. Nellie Oswald ist eine Chaotin, dabei hat sie das Herz am rechten Fleck. Ein wenig übertrieben kamen mir allerdings einige ihrer slapstick-artigen Aktionen vor, so wie die, als sie nur mit einem Badetuch bekleidet durch die Stadt saust. Manchmal wirkt sie mit ihren 29 Jahren auch ein wenig unreif.
Wer mit Literatur wie Harry Potter, Die Tribute von Panem oder Herr der Ringe nichts anfangen kann, könnte Probleme haben, denn es wird viel auf diese Bücher Bezug genommen.
Die Geschichte driftet natürlich ins Fantastische ab, wirkt auch märchenhaft. Gegen Ende gerät sie ein wenig kitschig.
Ich habe sie trotzdem gerne gelesen – nette Unterhaltung zum Schmunzeln. Niedlich fand ich die Zeichnungen von Oliver Kurth.

  (2)
Tags: comic, fantasiewelt, liebeskummer, märchenprinz   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

sekte, bad aussee, gasperlmaier, krimi, mord

Letzte Bootsfahrt

Herbert Dutzler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 09.02.2017
ISBN 9783852189338
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein Geschäftsmann wird ermordet in anstößiger Pose gefunden. Die Ermittlungen ergeben, dass er in unseriöse Grundstücksdeals und Bestechung verwickelt war. Doch dann gibt es einen zweiten Mord, der auf einen gänzlich anderen Hintergrund weist.
Der gemütlich-introvertierte Inspektor Gasperlmaier ermittelt zusammen mit seiner Vorgesetzten Dr. Kohlross und gerät bald in ziemliche Gewissenskonflikte. Denn in den zweiten Mord scheint seine eigene Mutter verwickelt zu sein.


Der dritte Band der Serie um den Altausseer Polizisten Franz Gasperlmaier wartet mit viel Lokalkolorit und einem eingespielten Ermittlerteam auf. 
Der ironisch-humorvolle Schreibstil lädt dazu ein, dass man die kriminellen Machenschaften vielleicht nicht zu ernst nehmen soll, denn wer einen raffinierten Fall erwartet, wird hier nicht bedient.
Die Handlung, zur Gänze aus der Sicht von Gasperlmaier geschildert, plätschert trotz der grausamen Mordfälle so dahin, wird gegen Ende auch eher zäh. Kein Wunder, die Hauptperson neigt eher nicht zu Tatkraft und Initiative.
Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich einigermaßen skurril, was irgendwann nicht mehr ganz glaubwürdig wird. 
Einerseits die energische Dr. Kohlross, die sich m.M. teilweise Befugnisse herausnimmt, die sie nicht hat und deren Ermittlungen nicht immer zielgerichtet sind.
Andererseits der phlegmatische Gasperlmaier, dem man ab und an einen Tritt verpassen möchte. Er trägt so gut wie gar nichts zum Geschehen bei, ist nur Beifahrer der Frau Doktor und tut mehr oder weniger nicht viel mehr, als ihr Schuhwerk oder diverse Körperteile zu bewundern – was ihn erst recht sprachlos macht.
Er ist verschlossen, stur und konservativ, was zwar am Anfang ganz liebenswert ist, mit der Zeit aber eher nervig wird. Am Ende vermasselt er auch noch einen entscheidenden Einsatz. Seine beinahe einzige Sorge gilt dem reichlichen Essen und dem Trinken – vorzugsweise Alkohol. 
Ich konnte mich mit Gasperlmaier leider nicht anfreunden und auch der Fall selbst bietet wenig Aufregendes. Lokalkolorit und versponnene Gedankengänge haben für mich nicht ausgereicht, um mich zu überzeugen.

  (1)
Tags: bad aussee, gasperlmaie, grundstücksgeschäfte, sekte   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

england, mystery, merrily watkins, zigeuner, hopfen

Der Turm der Seelen

Phil Rickman , Karolina Fell , ,
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2010
ISBN 9783499253331
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Herefordshire, an der Grenze zu Wales: In einem Hopfenturm soll der letzte Besitzer, der ermordet wurde, spuken. Ein Fall für Merrily Watkins, Pfarrerin und Beraterin in spirituellen Grenzfragen. Zugleich ist sie mit dem Problem eines angeblich besessenen Mädchens beschäftigt. Beiden Fällen steht Merrily zuerst eher skeptisch gegenüber. Doch dann geschieht nach einem von ihr durchgeführten Exorzismus ein grauenhafter Mord. 


Dies ist der vierte Band um die Pfarrerin Merrily Watkins, die sich auch spirituellen Grenzerfahrungen widmet, d.h. sie ist zuständig, sobald es um übernatürliche Erscheinungen geht. Ich kenne die Vorbände nicht, also brauchte ich ein wenig, um mit den einzelnen Personen vertraut zu werden. 
Merrily hat nicht nur Probleme mit ihrer sechzehnjährigen Tochter Jane, sondern muss sich auch über die Gefühle für den Songschreiber Lol Robinson klarwerden. Sie ist mit ihren privaten Problemen durchaus sympathisch, nur leider wirkt sie in ihrem zugegebenermaßen merkwürdigen Job ziemlich inkompetent und überfordert, verhält sich im – wie erwähnt – vierten Band noch immer wie eine Anfängerin. Ich konnte bis zum Schluss nicht ganz nachvollziehen, was sie als „Exorzistin“ qualifizieren soll. Ihr permanentes Scheitern, das wohl Spannung erzeugen soll, ist irgendwann unglaubwürdig. 
Man erfährt in der Story Einzelheiten über den Hopfenanbau in früheren Zeiten, das Problem der Roma in dieser Gegend, die als Erntearbeiter fungierten. Das ist alles ausführlich recherchiert und auch die Landschaft ist atmosphärisch dicht beschrieben. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und besonders die Dialoge sind sehr lebendig. Trotzdem zieht sich die Geschichte und wird langatmig. 
Erst am Ende kommt Spannung auf, allerdings bleiben auch einige Fragen ungeklärt. 
Der Abdruck einer Website soll Authentizität vermitteln. 
Leider ist dem Autor ein literarischer Fehler unterlaufen: die Figur des Mr. Rochester, der seine wahnsinnige Frau in einem Turm eingesperrt hat, ist nicht Jane Austen zu verdanken! 
Fazit: Mich hat die Mischung aus Kriminal- und Geistergeschichte leider nicht ganz überzeugt. 

  (0)
Tags: besessenheit, exorzismu, hopfenanbau, zigeuner   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

botswana, afrika, krimi, privatdetektivin, mma ramotswe

The No.1 Ladies' Detective Agency

Alexander McCall Smith , Alexander McCall Smith
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Little, Brown Book Group, 05.06.2003
ISBN 9780349116754
Genre: Sonstiges

Rezension:


Precious Ramotswe ist Botswanas erste und einzige Privatdetektivin und löst ihre Fälle mit Intuition und Witz. Sei es die Geschichte um den falschen Vater, einen verschwundenen Ehemann, eine ungehorsame Tochter oder gar ein Fall von schwarzer Magie. 
Ihr engster Freund ist J.L.B. Matekoni, Besitzer einer Autowerkstatt, der allerdings mehr für sie sein möchte. Doch Mma Ramotswe hat ihre eigenen Ansichten zum Thema Männer und Ehe. 


Der Autor Alexander McCall Smith wurde in Afrika geboren und lebt jetzt in Edinburgh. 
Precious Ramotswe, Heldin einer ganzen Serie von Büchern, ist eine selbstbewusste Single-Frau, die sich eine eigene Existenz geschaffen hat – nicht unbedingt typisch für die eher patriarchalisch orientierte Gesellschaft, in der sie aufgewachsen ist. Nach einer unglücklichen Ehe ist sie umso mehr auf Eigenständigkeit bedacht und sie hält auch nicht hinter dem Berg, was ihre Meinung zu afrikanischen Männern angeht. Die Erfahrung – nicht nur ihre eigene – lehrt sie immer wieder, wie recht sie mit ihrer Einstellung hat. Diese Erfahrung hilft ihr auch, ihre Fälle zu lösen, auch wenn sie manchmal anders ausgehen als erwartet.
Der feine Humor und die bildhafte, einfache Sprache lassen die Geschichten um diese ungewöhnliche Frau zu einer unterhaltsamen Lektüre werden. 
Die exotische Kulisse wird lebendig geschildert, man fühlt sich richtig hineinversetzt in diese Welt, die noch immer von alten Regeln, aber auch dem Fortschritt bestimmt ist, der jedoch nicht allen zugutekommt und nicht nur Gutes bringt. 
Spannend auch die Beschreibung des Zusammenlebens der Menschen, deren Familiensinn sehr ausgeprägt ist. 
Die einzelnen Kapitel sind zum Teil in sich abgeschlossen, zum Teil führen sie weiter. Detektivgeschichten, die ohne Gewalt und Blut auskommen!

  (0)
Tags: afrika, botswana, mma ramotswe, privatdetektivin   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

traumseheri, elfen, magier, dämon, versunkene stadt

Die sieben Zeichen des Zorns: Die versunkene Stadt

Alexandra Balzer
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei null, 19.01.2017
ISBN B01MUCWEP9
Genre: Sonstiges

Rezension:


Um das fünfte Zeichen des Zoi’ron zu initiieren, müssen die Gefährten zuerst die versunkene Stadt wiedererwecken. Inzwischen muss der gefallene Gott Nakoio das Vertrauen Kiomys erlangen, damit auch dieser seine ihm vom Schicksal zugedachte Aufgabe erfüllen kann. Ein beinahe unmögliches Unterfangen, denn der Junge ist zutiefst verstört. 
Gleichzeitig wird Yllanya vor eine schwerwiegende Entscheidung gestellt.


Der fünfte Teil um die Erweckung des Gottes Zoi’ron durch die Auserwählten widmet sich hauptsächlich der Frage, ob und wie ein Wesen, dessen Vertrauen tief erschüttert ist, seine Fähigkeiten entdecken und nützen kann. Wie immer gelingt es der Autorin, die Charaktere glaubwürdig und mit viel Gespür anzulegen. 
Das Erzähltempo dieses Bandes ist um einiges ruhiger, da es weniger um Kämpfe als um innere Wandlung und Erlangen von Stärke geht.
Die Traumseherin Maondny bleibt geheimnisvoll und hat sicher noch einige Überraschungen zu bieten.
Faszinierend auch immer wieder die bis ins Detail ausgearbeiteten Welten und ihre Geschichte, wie die der Rataumi. 
Der philosophische Ansatz ist hier besonders interessant. 
Zwei Zeichen sind nun noch zu erwecken und man darf gespannt sein, welche Überraschungen und Wendungen sich bis zum großen Finale noch ergeben!

  (0)
Tags: dämon, elfen, magier, traumseheri, versunkene stadt   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

149 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

krimi, london, mord, cormoran strike, robert galbraith

Der Seidenspinner

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734102233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Romanautor Owen Quine verschwindet spurlos und Privatdetektiv Cormoran Strike bekommt von dessen Frau den Auftrag, nach ihm zu suchen. Obwohl Quine schon öfters einfach abgetaucht ist, scheint diesmal mehr dahinter zu stecken. Der Schriftsteller wollte nämlich ein Manuskript veröffentlichen, das mehrere Personen aus seinem Bekanntenkreis kompromittieren könnte.
Als Quines Leiche tatsächlich unter bizarren Umständen aufgefunden wird, muss sich Strike mit den verstörenden Details dieses Manuskripts auseinandersetzen, um das wahre Motiv des Täters aufzudecken.


Der zweite Band von Robert Galbraith (das Pseudonym von Joanne K. Rowling) über den ehemaligen Soldaten Cormoran Strike führt in die Welt der Schriftsteller und Verlage, gibt Einblick in so manche Geschäftspraktik, über Konkurrenz und Eifersüchteleien zwischen Autoren, Lektoren und Agenten.
Der finanzielle und berufliche Status des Privatdetektivs Strike hat sich durch die Entlarvung des Mörders von Lula Landry im ersten Teil nun ein wenig verbessert, er hat aber immer noch mit seinem kaputten Bein zu kämpfen. Ein Arztbesuch kommt wohl für ihn nicht in Frage, um seine Leiden zu lindern. Also schleppt er sich mehr oder weniger schmerzerfüllt durch eine eher zähe und langatmige Geschichte, in der der Leser mit zahlreichen Pints Ale und deftigem Essen durch die Publandschaft von London geführt wird. 
Das Verhältnis Strikes zu seiner Assistentin/Sekretärin Robin Ellacott ist wieder gekennzeichnet von Nicht-Ausgesprochenem, unterschiedlichen Erwartungen und der merkwürdigen Beziehung Robins zu ihrem Verlobten Matthew. Diesmal hält er sich mehr zurück, aber man fragt sich trotzdem, warum Robin diesen Egomanen nicht endlich in die Wüste schickt.
Allerdings fand ich das Spannungsverhältnis Strike/Robin psychologisch ganz interessant. 
So ganz nachvollziehen kann ich allerdings nicht, warum Strike auf Frauen so anziehend wirken soll.
Grundsätzlich gibt es außer diesen beiden übrigens keine einzige sympathische Figur. Nur die behinderte Tochter von Owen Quine erweckt Mitleid in mir.
Das Manuskript, das den brutalen Mord auslöst, hat einen dermaßen bizarren und abstoßenden Inhalt, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie jemand so etwas überhaupt lesen möchte. Handelt es sich um eine Art Parodie auf den Literaturbetrieb, auf die zweifelhafte Qualität von manchen Bestsellern, die Galbraith damit anprangern will? Anders kann ich mir dieses abstruse Werk nicht vorstellen.
Die Handlung schleppt sich, wie gesagt, zum größten Teil, sehr zäh voran. Noch dazu sind Strike als privatem Ermittler zum Großteil die Hände gebunden. Der Trick, wesentliche Erkenntnisse dann nur anzudeuten, hat mich eher verärgert. Da hat Strike endlich eine Idee oder er erkennt Zusammenhänge und dann erfährt man als Leser nichts davon!
Erst auf den letzten hundert Seiten kommt endlich Spannung auf und dann löst sich die ganze Geschichte beinahe zu schnell.


Fazit: Wie schon im ersten Band hat mir die Langatmigkeit der Geschichte zu schaffen gemacht. Der Plot an sich hätte wahrscheinlich mit der halben Seitenzahl erzählt werden können. 
Galbraiths Stärke sind allerdings die detailgenauen Charakterdarstellungen und die Schilderung des Ambientes.

  (1)
Tags: autoren, kriegsveteran, literaturagenten, london, manuskript, metaphern, privatdetekti, seidenspinner, verlage, verleumdung   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(119)

197 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

freundschaft, liebe, buchclub, bücher, beziehungen

Die Bücherfreundinnen

Jo Platt , Katharina Naumann , any.way , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.05.2016
ISBN 9783499268861
Genre: Romane

Rezension:


Alice, Miriam, Connie, Abigail und Sophie kennen sich seit Studienzeiten und sind noch immer gute Freundinnen. Die Sechste, Lydia, fehlt, denn sie starb vor drei Jahren an Krebs. Ihren letzten Wunsch, ihren Mann Jon in den Bücherclub aufzunehmen, erfüllen sie ihr gerne. Die regelmäßigen Treffen schweißen sie zusammen, lassen sie den Verlust und die Trauer leichter tragen. Doch Alice ist trotzdem nicht glücklich. Die erfolgreiche Innenarchitektin erlebt eine Katastrophe nach der nächsten mit ihren Männerbekanntschaften. Bis sie merkt, dass das Glück, nach dem sie sucht, eigentlich ganz nahe ist.


Erwartet habe ich eine Geschichte über Frauen, die Bücher lieben und Leid und Freud miteinander teilen. Meine Erwartungen wurden nur bedingt erfüllt.
Im Klappentext werden die fünf Frauen und der einzige Mann in der Runde genauer vorgestellt – und das ist auch notwendig, denn vor allem zu Beginn verwirren die vielen Namen doch ein wenig. 
Hauptfigur ist Alice, näher eingegangen wird auch noch auf Sophie. Alle anderen sind eher im Hintergrund. Natürlich ist es klar, dass bei mehreren Charakteren eine gewisse Gewichtung vorgenommen werden muss, aber leider bleiben hier die meisten Figuren relativ blass. 
Das Thema Trauerbewältigung wird nur am Rand abgehandelt, Lydia kommt in ein paar kurzen Rückblicken vor. Im Zentrum steht eigentlich nur Alices Suche nach Mr. Right. Und die gestaltet sich zwar kompliziert, aber doch vorhersehbar. Was auch für ihre Freundin Sophie gilt.
Wenn man will, kann man bei der Lektüre dieses Buches folgendes lernen:
1. Frauen über dreißig, die noch Single sind, müssen unbedingt verkuppelt werden, ob sie wollen oder nicht, denn ohne Mann ist Frau ja nicht vollständig.
2. Hat eine Frau endlich einen Mann ergattert, verwandelt sie sich in eine unzufriedene Ehefrau/Mutter, die beklagen muss, dass sie nicht mehr die Freiheit hat, die sie als Unverheiratete ja unbedingt aufgeben wollte.
3. Single-Männer sind gutaussehend, manchmal ein wenig skurril oder sie entpuppen sich als unaufrichtig – wenn er nicht gerade wirklich „Mr. Right“ ist.
4. Verheiratete Männer sind unattraktiv, gleichgültig oder lieblos und leben nur für ihren Beruf.
Ansatzweise fand ich die Lektüre ganz amüsant, vor allem die Dialoge zwischen den Freundinnen.
Enttäuscht war ich darüber, dass Bücher tatsächlich nur am Rand eine Rolle spielen, obwohl der deutsche Buchtitel etwas Anderes suggerieren soll. Die Freundinnen treffen sich eher zum gemeinsamen Trinken und Besprechen ihrer Probleme als zum Austausch über Literatur. 

  (1)
Tags: beziehungen, bristol, buchklub, mr. right, singles   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(569)

1.007 Bibliotheken, 14 Leser, 6 Gruppen, 34 Rezensionen

dänemark, thriller, sonderdezernat q, krimi, jagd

Schändung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423214278
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In einem Sommerhaus wird ein Geschwisterpaar brutal ermordet. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe von Schülern aus einem exklusiven Privatinternat, die für ihre Gewalt- und Drogenexzesse bekannt sind. Einer von ihnen gesteht die Morde.
Zwanzig Jahre später: Carl Morck vom Sonderdezernat Q für ungeklärte Fälle findet die Akte auf seinem Schreibtisch. Niemand weiß, warum sie wieder aufgetaucht ist, der Fall war geklärt. Doch es gibt jemanden, der daran interessiert ist, die Geschichte noch einmal aufzurollen. Die damals Verdächtigen sind heute einflussreiche Mitglieder der Gesellschaft – bis auf eine von ihnen: Kimmie, die einzige Frau in der Gruppe will Rache nehmen an ihren ehemaligen Freunden, denn sie haben ihr übel mitgespielt.


Nachdem Carl Morck mit der spektakulären Lösung seines ersten Falles die Daseinsberechtigung des Sonderdezernats für ungeklärte Fälle hinreichend bewiesen hat, muss der Kommissar erneut gegen allerlei Hürden kämpfen. Denn in eine ganze Reihe von Mordfällen scheinen hochrangige Mitglieder der Gesellschaft involviert zu sein. Es ist schnell klar, dass derjenige, der die Morde gestanden hat, nur der Sündenbock war. Morck hat deshalb hauptsächlich mit Vorgesetzten zu kämpfen, die Angst davor haben, sich mit den einflussreichen Persönlichkeiten anzulegen.
Der Autor lässt sich viel Zeit, Leben und Hintergrund der Täter darzustellen, die allesamt gefühlsarm sind durch emotionale Vernachlässigung der Eltern. Dies wird besonders bei der einzigen Frau in der Gruppe deutlich.
Durch diese akribische Darstellung der Charaktere kommt es zu einigen Längen in der Handlung. 
Carl Morck und sein Assistent Assad bekommen Unterstützung von der forschen Rose und natürlich gibt es wieder Reibereien mit den eigenwilligen Mitarbeitern. Dass Morck sein Leben absolut nicht im Griff hat, ist nichts Neues. 
Der Fall selbst erscheint mir ein wenig unstimmig, z.B. verstehe ich nicht ganz, warum Kimmie zwanzig Jahre brauchte, um endlich ihre Rache zu vollenden.
Das Ende war mir zu konstruiert. Ich hatte den Eindruck, dass hier unter allen Umständen endlich Action hineinkommen musste – auf die Gefahr hin, dass es unglaubwürdig wirkt. 


Fazit: Psychologisch gut ausgearbeitete Charaktere, Handlung mit einigen Längen.

  (0)
Tags: drogenmissbrauch, gewalt, jagd, obdachlose   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

118 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

alchemie, thriller, gold, stein der weisen, andreas eschbach

Teufelsgold

Andreas Eschbach
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783785725689
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Hendrik Busske, Angestellter einer Investmentfirma, entdeckt durch Zufall in einem Züricher Antiquariat ein Buch, in dem erzählt wird, wie im Jahr 1295 ein Alchemist in Deutschland auftaucht, der behauptet, mit Hilfe des Steins der Weisen Gold erzeugen zu können. Dieses Gold ist allerdings höchst radioaktiv und bringt den Tod. 
Hendrik ist so fasziniert von der Geschichte, dass er das Buch kurzerhand stiehlt. Fortan bestimmt der Gedanke daran sein weiteres Leben, das von der Jagd nach Erfolg und Reichtum dominiert wird. Ein sensationeller archäologischer Fund deutet neben anderen Indizien darauf hin, dass die Geschichte nicht nur Legende, sondern Wahrheit sein könnte und der Stein der Weisen tatsächlich existiert. Gemeinsam mit seinem Bruder macht sich Hendrik auf die Suche, das Geheimnis zu lösen.

Sofort ins Auge fällt die sehr schöne Aufmachung des Buchs. Hier wurde nicht an Effekten gespart und man erwartet sich eine entsprechende Geschichte, noch dazu, wo es um das interessante Thema Alchemie und ihre Verbindung zur Gegenwart geht.
Der schöne Schein trügt leider.
Das erste Drittel der Geschichte um den Investmentberater Hendrik Busske liest sich wie ein Beispiel aus einem esoterischen Glücksratgeber mit einer Anhäufung von unwahrscheinlichen Zufällen. Immer wieder taucht genau im richtigen Moment die richtige Person auf, um Hendriks Karriere einen Schubs zu geben oder die Umstände wenden sich zufällig zu seinen Gunsten. 
Außerdem sind diese Beschreibungen, wie Hendrik sein Geschäft aufbaut, für mich einfach nur langweilig und wirken so distanziert, dass man sich nicht mit der Figur identifizieren kann. Die im Übrigen äußerst unsympathisch wirkt.
Hendrik ist voller Selbstmitleid, arrogant und egozentrisch. Zum Glück hat er eine Frau, die sich seinen Karrierewünschen vollständig unterordnet und sogar seine Affären mit diversen Seminarteilnehmerinnen hinnimmt.
Die meisten Figuren sind reines Klischee: Die erwähnte duldsame Ehefrau, Hendriks Bruder, der verschrobene Wissenschaftler, die schöne rothaarige Milliardärin, der geheimnisvolle Schlossbesitzer etc.
Ich hätte dieses Buch nach dem erwähnten ersten Drittel beinahe weggelegt, wenn es nicht die Dan-Brown-artigen Einschübe gäbe, die von einem geheimnisvollen Mann erzählen, der Hendrik genau überwacht. 
Interessant sind die Legenden – oder doch wahren Begebenheiten – aus der Vergangenheit, die immer wieder von dem Verderben berichten, die das „Teufelsgold“ bringt.
Spannend wird die Geschichte erst, als plötzlich die goldene Rüstung gefunden wird, die in den Legenden eine Rolle spielt.  
Dann driftet die Story allerdings in die Fantasy ab. Was ich grundsätzlich nicht schlecht finde, denn es zeichnet sich ohnehin ab. Hendrik wird dabei leider nicht sympathischer. Sein Streben gilt noch immer nur seiner eigenen Bedeutung, einer vagen Vorstellung von Macht und Vollkommenheit, ohne Rücksicht auf Gefühle anderer. 
Das Ende enttäuscht. Die Sinneswandlung, die der Held erfährt, ist nicht wirklich nachvollziehbar und so rasch abgehandelt, als hätte selbst der Autor genug von dieser ziemlich konstruierten Geschichte gehabt. 
Schade. Von Herrn Eschbach ist man Besseres gewohnt. 

  (1)
Tags: alchemie, gold, radioaktivität, reichtum, unsterblichkeit   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

klassiker, abenteuer, karl may, china, historienroman

Der blaurote Methusalem

Karl May , Euchar A Schmid
Fester Einband: 525 Seiten
Erschienen bei Karl-May-Verlag, 01.01.1951
ISBN 9783780200402
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Student Degenfeld, genannt „blauroter Methusalem“ wegen seiner Schnapsnase und der langen Studierzeit, beschließt, eine Reise nach China zu unternehmen. Zum einen, um seinem eintönigen Leben neuen Schwung zu geben, zum anderen, um den Onkel des Gymnasiasten Richard Stein ausfindig zu machen, der in China eine Ölquelle bewirtschaftet. Dann auch noch, weil er für seinen Nachbarn, den chinesischen Teehändler Ye-kin-li, dessen verschollene Familie ausfindig machen will.
Begleitet wird er von seinem Freund und Diener Gottfried, seinem Hund, dem wackeren Kapitän Frick Turnerstick und dem dicken Mijnheer von Aardappelenbosch. 
Zahlreiche Abenteuer haben die merkwürdigen Gefährten zu bestehen, ehe alles sich zu einem guten Ende findet.

Eine ziemlich skurrile Truppe erobert das Reich der Mitte: Der „blaurote Methusalem“ weiß alles und kann alles, ist aber längst nicht ein so markanter Held wie Old Shatterhand oder Kara Ben Nemsi. Er hat „alles und nichts“ studiert und zieht in seiner Studentenkleidung, die natürlich besonders in China auffallen muss, durch die Welt. Die Handlung wird hauptsächlich von ihm getragen, denn er weiß bei allen Widrigkeiten und unglücklichen Zufällen Rat und spricht außerdem perfekt Chinesisch.
Sein Freund und Diener „Gottfried von Bouillon“ schleppt die Wasserpfeife seines Herrn und eine Oboe durch die Gegend. Dazu der riesige Hund, ein Neufundländer, der den Bierkrug in seinem Maul zu transportieren hat. 
Kapitän Turnerstick und Mijnheer von Aardappelenbosch zeichnen sich durch eine geradezu himmelschreiende Naivität aus. 
Besonders zu Beginn der Geschichte kann man sich über dieses seltsame Gespann durchaus amüsieren. Die Sprachspielereien, denen der Autor Gottfried, den Kapitän und den Holländer unterwirft, sind allerdings mit der Zeit ein wenig mühsam zu lesen. Gottfried spricht Dialekt, der Kapitän vermeint, Chinesisch zu reden, wenn er deutschen Wörtern die Endungen -ing, -ang, -eng oder -ung anhängt. Und von Aardappelenbosch plappert in Holländisch, das immerhin übersetzt wird, aber dann eben doppelt zu lesen ist.
Richard Stein, der einzig „normale“ in der Gruppe, der eigentlich einen der Gründe für die Reise liefert, bleibt eine Randfigur.
Problematisch finde ich – wie so oft bei Karl May – die Darstellung der Einwohner des bereisten Landes. „Der Chinese“ wird – mit wenigen Ausnahmen - als grausam, feige und verlogen geschildert.
Sehr viele Zufälle bringen die Handlung und somit die diversen Familienzuführungen zu einem guten Ende.
Die Stärken dieser Geschichte liegen eindeutig wieder auf den sehr anschaulichen und detaillierten Landschaftsschilderungen. 

  (1)
Tags: china, ölquellen, piraten, reiseabenteuer, studenten   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

provence, krimi, südfrankreich, gerichtsmedizin, le lavando

Tödlicher Lavendel

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.04.2015
ISBN 9783548286990
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter freut sich auf einen beschaulichen Job in Südfrankreich – auch, um über den Tod seiner Frau hinwegzukommen, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Er mietet sich im Haus der Polizistin Isabelle Morell  im Dorf Le Lavandou ein. 
Doch dort geht ein unheimlicher Serienmörder um, der kleine, blonde Mädchen tötet. Ritter muss bald erkennen, dass in Südfrankreich die Uhren anders ticken als in Deutschland und dass man sich vor allem nicht mit den örtlichen Prominenten anlegen soll. 
Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als plötzlich Isabelles fünfzehnjährige Tochter Lilou verschwindet. 

Tödlicher Lavendel ist der Auftakt einer bisher dreibändigen Reihe um den Gerichtsmediziner Leon Ritter, den es von Deutschland nach Südfrankreich verschlägt. Mit der Sprache hat er keine Probleme, da er Halbfranzose ist, allerdings tut er sich ein wenig schwer mit den örtlichen Hierarchien und der etwas anderen Auffassung von Polizeiarbeit. 
Er wirkt authentisch und sympathisch, bis auf zwei seltsame Ausrutscher. Die rasche Affäre mit der Künstlerin passt nicht ganz zu ihm und dann noch diese merkwürdige „übernatürliche“ Komponente, als das erste Mordopfer auf dem Seziertisch plötzlich „lebendig“ wird. Da denkt man an einen Gerichtsmediziner mit übersinnlichen Fähigkeiten, von denen aber später nicht mehr die Rede ist.
Isabelle bleibt mir ein wenig zu sehr im Hintergrund, Lilou ist eine aufgeweckte Fünfzehnjährige mit den für ihr Alter typischen Problemen.
Die skurrilen Kunden von Leons Stammcafé schließt man ins Herz und Isabelles unsympathischer, geltungsbedürftiger Vorgesetzter hätte einen Tritt verdient – genau wie die anderen Vertreter der Obrigkeit.
Grundsätzlich fand die Geschichte anschaulich geschrieben, die Hintergrundinfos gerade noch richtig dosiert eingefügt. Die Landschaft Südfrankreichs und ihre Bewohner werden vor dem Auge des Lesers lebendig, dazu die Hitze, die Gefahr der Waldbrände, die Probleme, die der Tourismus - oder das Ausbleiben der Urlauber – verursachen, die Kompetenzstreitigkeiten bei der Polizei, die allerdings dazu führen, dass die Zuständigen teilweise sehr kurzsichtig und unlogisch agieren und reagieren.
Es macht z.B. niemanden stutzig, dass Lilou eigentlich zu alt für das Beuteschema des Täters sein müsste. 
Die Auflösung war mir zu unstimmig, vor allem was die Motivation des Täters betrifft - auch nicht glaubwürdig, dass Leon nicht schon viel früher Verdacht schöpft. 
Aufgefallen sind mir doch einige Schreibfehler, sogar einmal eine Namensverwechslung.

  (1)
Tags: gerichtsmedizin, mädchenmörder, mystische plätze, provence   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

69 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

landleben, liebe, fresko, kriegstrauma, yorkshire

Ein Monat auf dem Land

J.L. Carr , Monika Köpfer
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 01.01.2017
ISBN 9783832198350
Genre: Romane

Rezension:


Yorkshire, im Sommer 1920: Der Restaurator Tom Birkin kommt in das idyllische Dörfchen Oxgodby, um ein Wandgemälde in der Kirche freizulegen.
Er leidet unter den Nachwirkungen von Kriegsverletzungen, seine Frau hat ihn verlassen und so hofft er, in der ländlichen Umgebung zur Ruhe zu kommen.
Was auch geschieht. Er lernt die Dorfbewohner kennen und wird in deren Leben integriert. Und er verliebt sich. Aber dieser Sommer ist nur einer von vielen seines Lebens und nichts ist von Dauer.

Eine wunderbare, stimmungsvolle Erzählung über einen Mann, der nach einem Ruhepunkt in seinem Leben sucht und ihn für einen Sommer in einem Dorf im nördlichen England findet. 
Er ist ein kompetenter Restaurator, der es versteht, das Wesen des Künstlers, der dieses Werk vor hunderten von Jahren geschaffen hat, zu erfassen. 
Tom Birkin spricht nicht viel, beobachtet lieber. 
Seine Arbeit, der Kontakt mit der Dorfbevölkerung, die beschauliche, enge Welt, in die er gerät, hilft ihm, sein Kriegstrauma zu bewältigen.
Der bildhafte, sehr sinnliche Schreibstil lässt dieses englische Dorf in den 20-er Jahren so richtig vor dem Auge des Lesers entstehen, man riecht förmlich den Duft der Blumen, spürt die Hitze des Sommers und sieht die Landschaft vor sich. 
Schön auch der feine Humor, der auch in den Dialogen zum Ausdruck kommt. 
Dieses Buch ist Balsam für die Seele!

  (2)
Tags: 1. weltkrieg, kriegstrauma, restaurator, wandmalerei, yorkshire   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(280)

554 Bibliotheken, 1 Leser, 8 Gruppen, 58 Rezensionen

liebe, werwölfe, fantasy, werwolf, indianer

Wolfskuss

Lori Handeland , Patricia Woitynek (Übersetzer)
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.05.2008
ISBN 9783802581533
Genre: Fantasy

Rezension:


In einer Kleinstadt in Wisconsin sorgt die Polizistin Jessie MacQuade für Recht und Ordnung. Als sie eines Tages zu einem Unfall gerufen wird, entdeckt sie eine Frau, die von einem Wolf gebissen wurde und eine kleine Figur – ein Totemtier. Als Jessie der Spur des offensichtlich verletzten Wolfs folgt, trifft sie auf einen äußerst attraktiven splitternackten Mann. 
Um mehr über das Totemtier herauszufinden, verabredet sie sich mit Professor William Cadotte, einem Experten für indianisches Brauchtum. Groß ist ihre Überraschung, als sich herausstellt, dass er der Mann aus dem Wald ist. Sie verliebt sich Hals über Kopf in William, der allerdings ein Geheimnis zu hüten scheint. Hat er etwas mit den seltsamen Vorkommnissen in den Wäldern zu tun?
Menschen, die von Wölfen gebissen werden, verändern sich, Leichen und Beweismaterial verschwinden. Jessie weiß nicht, ob sie William Cadotte vertrauen kann, sie schafft es aber auch nicht, seiner Anziehungskraft zu widerstehen.

Eine Fantasy-Romance um Werwölfe, Indianer und eine alte Legende sowie die Liebesgeschichte zwischen der toughen Polizistin Jessie, die sich selbst für wenig hübsch hält und dem umwerfenden Indianer William Cadotte, der womöglich ein Werwolf sein könnte.
Jessie als Ich-Erzählerin vermittelt einen ziemlich schnodderigen, auch humorvollen Stil, der zu Beginn angenehm zu lesen ist und auch ab und zu zum Schmunzeln verleitet, dann aber manchmal zu bemüht wirkt. Unfreiwillig komisch deshalb manche Szene, wenn Jessie sich z.B. Gedanken darüber macht, wie der Nachwuchs eines Werwolfs und einer Menschenfrau aussehen könnte – ein Gag, der ein wenig zu oft strapaziert wird! 
Skurril auch, als sie dem großen, bösen Wolf ihre Liebe erklärt, weil sie glaubt, ihn so erlösen zu können. Eine seltsame Wandlung von der nüchternen Realistin zur Phantastin! 
Als die Heldin auf diesen absoluten Traummann (gutaussehend, stark, sensibel, geheimnisvoll) trifft und der zu ihrer eigenen (und auch des Lesers) großen Verwunderung total auf sie abfährt, stolpert sie nur mehr hormongesteuert durch die Handlung. 
Natürlich dürfen in einem solchen Roman prickelnde Liebesszenen vorkommen und sich der Großteil der Story um die Beziehung zwischen Held und Heldin drehen. Aber ein wenig einfallsreicher hätte das Ganze schon konstruiert werden können. Die Kombination einer Indianerlegende mit den Untaten der Nazis fand ich zu viel des Guten. Die Legende alleine hätte sicher gereicht. 
Wer für die Verbrechen verantwortlich ist, steht von Anfang an fest, nur Jessie ist blind für das Offensichtliche (wie gesagt, die Hormone spielen verrückt!)

Fazit: Leicht zu lesen, nettes Pärchen, mir aber zu klischeehaft und mit wenig ausgearbeiteter Handlung.

  (1)
Tags: dr. mengel, indianer, indianische legende, polizistin, werwölfe, wisconsin   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

glück, ch: niveau 2016, bhutan, sprachkunst, dbp 2016

Weshalb die Herren Seesterne tragen

Anna Weidenholzer
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Matthes & Seitz Berlin, 29.08.2016
ISBN 9783957573230
Genre: Romane

Rezension:


Der pensionierte Lehrer Karl Hellmann macht sich spontan auf den Weg, die Frage nach dem Lebensglück zu erforschen. Dazu bedient er sich adaptierten Fragebögen, in denen das „Bruttonationalglück“ des Königreichs Bhutan ermittelt wurde. Er quartiert sich in einem Schiort ohne Schnee ein, in einem Hotel, dessen einziger Gast er ist. Von hier aus beginnt er seine Forschungen. Doch bald laufen die Befragungen aus dem Ruder. 

Das Buch von Anna Weidenholzer stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und das hat mich neugierig gemacht, obwohl ich normalerweise anspruchsvollerer Literatur gegenüber skeptisch bin. Diese Skepsis hat mir auch diesmal wieder recht gegeben.
Die Thematik – Erforschung des Glücks – ist ja nun nicht unbedingt neu und wurde schon unter allen möglichen und unmöglichen Gesichtspunkten behandelt, wobei die esoterische Komponente oft eine Rolle spielt.
Das ist hier nicht der Fall. Karl Hellmann ist knochentrockener Realist, allerdings ein sehr unsicherer. So ist es kein Wunder, dass der Frager bald selbst zum Befragten und das ohnehin vage Konzept, das er sich zurechtgelegt hat, immer wieder umgestoßen wird. Die Befragungen führen am Ende zu nichts. Er hätte seine Frau Margit gebraucht, um eine Linie in sein Vorhaben zu bringen, aber die hat er ja Hals über Kopf verlassen. 
Die 190 Seiten sind zudem sperrig zu lesen. Unvermutete Zeitsprünge, Wechsel von dritter Person zu Ich-Erzähler, direkte Reden, die nicht als solche gekennzeichnet sind, zum Teil auch nur fragmentarisch. Dazwischen immer wieder kurze Abschnitte, aus dem Zusammenhang gerissen, die für mich überhaupt keinen Sinn ergaben, erschweren die Lektüre.
Bei manchen Dialogen kam allerdings schon eine eigene Dynamik zustande und es entstehen durchaus eindringliche Bilder von Menschen in ihrem Alltag.
Das Ende hat mich leider mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen.

  (1)
Tags: bhutan, fragebogen, suche nach glück   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(192)

415 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 26 Rezensionen

feuer, thriller, brandstiftung, erpressung, karen rose

Feuer

Karen Rose , Kerstin Winter
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2011
ISBN 9783426503010
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Vier College-Studenten stecken aus Protest gegen ein Bauprojekt ein leerstehendes Gebäude in Brand. Zu spät bemerken sie, dass sich darin ein Mädchen befindet und müssen zusehen, wie es qualvoll erstickt und verbrennt.
Doch jemand hat die vier beobachtet und gefilmt. Nun werden sie erpresst und müssen die Forderungen des Unbekannten erfüllen. Er stiftet sie zu weiteren Brandlegungen an.
Der Feuerwehrmann David Hunter findet das tote Mädchen. Ausgerechnet mit Olivia Sutherland, der Polizistin, mit der er vor zweieinhalb Jahren eine Nacht verbracht hat und die seitdem nichts mehr von ihm wissen will, muss er zusammenarbeiten. Beide haben aber keine Wahl, denn es gibt noch mehr Tote.
 
Feuer ist ein Teil der sogenannten „Lady-Thriller“ von Karen Rose. Es gibt eine ganze Palette von Figuren in diesen Thrillern, die man zwar unabhängig voneinander lesen kann, die aber trotzdem zusammenhängen. Deshalb hatte ich am Anfang ein wenig Schwierigkeiten, die Charaktere auseinanderzuhalten, denn sie sind alle irgendwie miteinander verwandt, befreundet oder bekannt und es gibt immer wieder Hinweise auf vorheriges Geschehen.
Der Feuerwehrmann David Hunter ist z.B. unglücklich in die Leiterin des Frauenhauses Dana Dupinsky verliebt, die in Der Rache süßer Klang vorkommt. Diese Tatsache behindert auch die Beziehung zu Detective Olivia Sutherland, deren Freundin Eve wiederum ein Hauptcharakter in Todesstoß ist.
Die Handlung widmet sich über weite Teile ziemlich intensiv den Beziehungsschwierigkeiten von Hunter und Sutherland, wobei mir ersterer ein wenig zu sehr den idealen Helden darstellt: der wahnsinnig gutaussehende Feuerwehrmann mit dem großen Herzen, der eine tragische Geschichte aus der Vergangenheit mit sich herumschleppt. Die Liebesszenen sind natürlich dementsprechend gestaltet und erinnern eher an einen Liebesroman als an einen Thriller. Fans von härterer Kost könnten damit Probleme haben. 
Die Handlung bietet aber trotzdem genug Überraschungsmomente, um darin einzutauchen und ich fand mich gut unterhalten. Obwohl die Identität des Erpressers schon relativ bald gelüftet ist, gibt es noch die eine oder andere Wendung, die man so nicht erwartet. 
Alles in allem gut durchkomponiert!

  (2)
Tags: brandlegung, erpressung, feuerwehr, "gläsernes" interne, überwachung   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

daniel kehlmann, thriller, spannend, leben mit kind, vierte dimension

Du hättest gehen sollen

Daniel Kehlmann
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 21.10.2016
ISBN 9783498035730
Genre: Romane

Rezension:


Ein idyllisches Ferienhaus in den Bergen. Ein Drehbuchautor, der unter Zugzwang steht, weil er an seinen ersten Filmerfolg anknüpfen muss; seine Frau, eine Schauspielerin, der er sich wegen ihrer höheren Bildung meist unterlegen fühlt und ihre gemeinsame vierjährige Tochter.
Die Idylle ist in Wahrheit keine. Denn es geht nicht nur um Beziehungsprobleme, die unweigerlich auftreten, wenn man auf engem Raum zusammen ist, auch mit dem Haus stimmt etwas nicht …

Ein unheimliches Kabinettstück auf gerade einmal 95 Seiten, das ein wenig an Stephen Kings „Shining“ oder Erzählungen von E.A.Poe und E.T.A. Hoffmann erinnert, aber inhaltlich vieles offenlässt. Zeit und Raum verschwimmen, das Meiste wird nur angedeutet.
Für die Protagonisten, hilflos einem unerklärlichen Phänomen und ihren eigenen Gefühlen ausgesetzt sind, bleibt kein Ausweg. 
Das Banale an diesem Drehbuch, das der Protagonist verfassen muss, wird durch einzelne Szenen offenbar, die in das Notizbuch geschrieben werden. Kein Wunder, dass ihr Autor selbst sein Tun hinterfragt! Im krassen Gegensatz dazu die Intellektuelle, die eher verächtlich auf den Schreiber herabsieht. Die Last, ein Kind zu haben, angesichts der Spannungen zwischen den Ehepartnern, sich nichts anmerken zu lassen – diese Gratwanderung wird gut herausgearbeitet, obwohl sie am Ende nichts nützt.
Abgebrochene Sätze veranschaulichen das Unglaubliche, das in diesem Haus geschieht. 
Erklärungen dafür gibt es nicht, sind aber meiner Meinung auch nicht notwendig, obwohl man natürlich auch einen ganzen Roman daraus hätte machen können.
Der Preis für das Büchlein ist allerdings heftig, also habe ich es mir in der Bücherei ausgeborgt.

  (2)
Tags: betrug, ferienhaus, geister, shining, zeit und raum   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

münchen, familie, erbe, mord, pseudologie

Wie aus dem Nichts

Sabine Kornbichler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492308731
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dana Rosin ist Betreiberin einer Alibi-Agentur und frisch verliebt in den Enthüllungsjournalisten Alex. Er hilft ihr dabei, ihre schreckliche Vergangenheit hinter sich zu lassen, auch wenn er zeitweise mit der Wahrhaftigkeit ihres Berufs Probleme hat. 
Aber dann wird er vor ihren Augen erschossen und sie muss mitansehen, wie ein Mann mit Fuchsmaske seine Wohnung verwüstet. 
Dana ist überzeugt davon, dass der Beruf ihres Freundes zu seinem gewaltsamen Tod führte. Doch die polizeilichen Ermittlungen ergeben, dass er nicht der war, für den er sich ausgab. 

Ein vorerst spannender und sehr rätselhafter Fall wird hier dem Leser präsentiert. Das Phänomen der Pseudologie, einer psychischen Störung, die den Betroffenen dazu bringt, ständig Lügen zu erzählen, war mir neu und bildet die Grundlage für die Handlung dieses Romans. Denn Alex‘ Leben besteht aus einer Anhäufung von Unwahrheiten, wie Dana entsetzt feststellen muss und es ist interessant zu lesen, wie ihr Bild von ihrem Geliebten, den sie so gut zu kennen glaubte, Stück für Stück zerbricht.
Ihr eigenes Leben ist von einem schrecklichen Ereignis in der Kindheit geprägt, das nach und nach enthüllt wird und das auch für ihre etwas eigenartige Berufswahl verantwortlich ist. Die Andeutungen dazu sind geschickt in die Geschichte eingeflochten.
So ganz schlüssig waren mir Danas Handlungen ab und zu aber nicht und ab der Hälfte verliert die Geschichte durch häufige Erklärungen an Spannung.
Ab dem letzten Drittel war mir klar, wer für den Mord an Alex verantwortlich sein muss. 
Ansonsten ist die Story gut und flüssig zu lesen. 

  (3)
Tags: alibi-agentu, erbe, maske, pseudologie   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

108 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

indien, london, gewürze, kochen, familie

Koriandergrün und Safranrot

Preethi Nair , Karin Dufner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2007
ISBN 9783426636589
Genre: Romane

Rezension:


Die junge Inderin Nalini stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihre Begabung als Köchin verhilft ihr zur Heirat mit einem wohlhabenden Geschäftsmann. Für ihn verlässt sie Indien und folgt ihm nach London. Doch er verschwindet und lässt sie mittellos mit zwei Kindern zurück. 
Nalini nutzt ihr Wissen um das Geheimnis der Gewürze und ihrer richtigen Zusammenstellung und Zubereitung, um für sich und ihre Kinder eine neue Existenz aufzubauen. Aber ihr Leben erfährt noch so einige Prüfungen, bis alles ins Lot kommt.

Die Geschichte der begabten Köchin Nalini, die von ihrer Mutter in die Geheimnisse der Gewürze und ihrer Wirkung eingeweiht wird, wird aus zwei Perspektiven erzählt.
Neben Nalini kommt auch ihre Tochter Maya zu Wort. Das Verhältnis der beiden zueinander ist von Spannungen bestimmt, denn beide sind zu stolz und zurückhaltend, um sich ihre Gefühle füreinander einzugestehen. Noch dazu wachsen Maya und ihr Bruder mit einer Lüge auf. Nalini macht ihnen – im guten Glauben, ihnen die bittere Wahrheit zu ersparen - weis, ihr Vater sei gestorben. 
Es ist eine fremde, exotische Welt und Anschauung, die dem Leser da präsentiert wird. Die Wirkungsweise der einzelnen Gewürze und ihre richtige Zusammenstellung fand ich interessant. Auch die These, dass Essen nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch auf vielfältige Weise auf Körper und Seele wirkt, ist interessant und bedenkenswert, wenn man wieder einmal zu einem Fertigprodukt greift.
Der Schreibstil selbst erschien mir allerdings ein wenig unausgereift und erklärt zu viel.
Vieles liest sich einfacher, als es gewesen sein kann. Die Armut unter den Einwanderern in London, der Aufstieg Nalinis zur erfolgreichen Ladenbesitzerin, die Tatsache, dass sie ein zweites Mal heiraten kann, obwohl sie von ihrem treulosen Ehemann niemals geschieden wurde – das alles wird ziemlich nonchalant abgehandelt.
Die Charaktere waren mir zum Teil ein wenig zu flach, so richtig mitfühlen kann man mit ihnen nicht.
Parallelen zum Leben der Autorin dürfte es geben, denn auch sie ist in Kerala in Südindien geboren und in London aufgewachsen. 

  (7)
Tags: auswanderung, gewürze, indien, kochen, london   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(209)

357 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

thriller, liebe, suche, mafia, universität

Ich finde dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482580
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Von einem Tag auf den anderen wird Jake Fisher von seiner großen Liebe Natalie verlassen. Er wird Zeuge ihrer Hochzeit mit einem anderen und ihre Bitte, sie ihn Ruhe zu lassen und zu vergessen, respektiert er sechs Jahre lang. Bis er die Anzeige vom Tod ihres Mannes liest. Jake fährt zum Begräbnis, mit dem Wunsch, sie wieder zu sehen. Doch dem Sarg des Verstorbenen folgt nicht Natalie sondern eine ihm unbekannte Frau.
Jake beginnt Nachforschungen anzustellen und erfährt Eigenartiges: Natalie ist spurlos verschwunden, der Ort, an dem sie sich kennen lernten, scheint nicht zu existieren und auch die Hochzeit ist nicht vermerkt.
Seine Recherchen setzen Ereignisse in Gang, die nicht nur sein Leben bedrohen. Doch es ist zu spät für ihn, sich herauszuhalten.

Dies ist der erste Thriller, den ich von diesem Autor gelesen habe und ich musste es beinahe in einem Rutsch tun, so rätselhaft und geheimnisvoll beginnt die Story.
Jake Fisher ist Universitätsprofessor, beliebt bei Schülern und Kollegen, eine integre Persönlichkeit. 
Fast zwei Meter groß, ehemaliger Türsteher, ein Bild von einem Mann. Aber er hat nie vergessen, auf welche Art und Weise ihm seine große Liebe abhandengekommen ist und sechs Jahre später ist er noch immer nicht darüber hinweg. Zu seltsam sind auch die Ereignisse nach dem Tod von Natalies angeblichem Ehemann und man fragt sich, was hinter all dem steckt.
Der Autor spielt sehr geschickt mit der Figur des Jake, denn man hat ständig das Gefühl, als verberge er etwas – in der Ich-Perspektive lässt sich das natürlich besonders gut darstellen. 
Sein Misstrauen und seine Fassungslosigkeit, die mit Fortschreiten der unglaublichen Erlebnisse immer mehr zum Vorschein kommen, wirken nachvollziehbar.

Ein paar Schwachpunkte hat die Story allerdings.
Dass die Personen, mit denen sich Jake anlegt, so einfach über das Internet aufzustöbern sind, erscheint mir nicht ganz glaubwürdig, wo doch nicht einmal das FBI sie finden kann.
Er bekommt gleich nach dem Tod von Todd Sanderson (dem angeblichen Ehemann Natalies) eine E-Mail von ihr mit der neuerlichen Bitte, sie in Ruhe zu lassen. Er fragt sich keine Minute lang, woher Natalie von seinem Auftauchen wusste, wo sie doch gar nicht anwesend war.
Jakes Intention, doch nach Natalie zu suchen, kommt vorerst nur von der Tatsache, dass der verstorbene Todd Sanderson ihrem Mann ähnlich sieht. Er hat ihn damals bei der Hochzeit nur kurz gesehen und immerhin sind sechs Jahre vergangen. Ein wenig dürftig, um eine derart intensive Suche zu beginnen, im Glauben, dieser Todd Sanderson sei Natalies Mann.
Jakes Hartnäckigkeit und die gebetsmühlenartige Wiederholung, dass er das alles tue, weil er Natalie liebe und diese Liebe so groß sei, hat etwas ziemlich Kitschiges und wird mit der Zeit etwas nervig. Das würde eher zu einem Liebesroman passen. 
Man bekommt das Gefühl, er brauche eine Art Selbstbestätigung. Sein Verhalten erschien mir einige Mal nicht ganz nachvollziehbar und trotz der Ich-Perspektive bleibt der Charakter distanziert. 

Fazit: Spannende Unterhaltung mit ein paar Schönheitsfehlern.

  (3)
Tags: falsche identität, studenten, universität, verschwinden   (4)
 
237 Ergebnisse