Katakat

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prophezeiung, ivy pau, bookshouse, andere welt, abenteuer

Der Zauberspiegel - Goryydon #1

Lynn Carver
Buch: 352 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 09.05.2013
ISBN 9789963722877
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Klappentext hat nicht zu viel versprochen. Die Geschichte kann das Versprechen definitiv halten. Kaum zum Anfang geblättert, ging es auch schon direkt los. Der Einstieg war zwar sanft, hielt sich aber mit langem Vorgeplänkel nicht auf. Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm. Erzählt wird die Geschhichte aus auktorialer Sicht. Das Hauptaugenmerk liegt aber zumeist auf Juliane. Was drumherum oder zwischendurch ohne Julianes Beisein geschieht, erfährt der Leser nicht.

Die Figuren sind sämtlich detailliert gezeichnet. Je mehr ich las, um so besser lernte ich auch die Charaktere kennen. Immer mal wieder gab es ein Detail, von dem ich noch nichts wusste und so komplettierte sich das Bild erst nach und nach. Ebenfalls gut beschrieben waren auch die Handlungsorte. Ich konnte mich richtig darauf einlassen und mir sehr gut vorstellen, wie die Umgebung gerade aussah.

Die Spannung wird von Beginn an aufgebaut und entlädt sich immer wieder in diversen Höhepunkten. Davon gibt es einige und ich kam nicht allzu oft dazu, mal durchzuschnaufen. Schon der Beginn der Geschichte überwirft den Leser mit dutzenden Fragen, die man alle gern geklärt haben möchte. Selbstverständlich muss man das Buch zu Ende lesen, wenn man alles wissen will. Erst nach und nach offenbaren sich die Geheimnisse und tragen noch das ihre zum Spannungsaufbau bei. Sämtliche Handlungen und Reaktionen fand ich sehr nachvollziehbar. Es kam mir nichts konstruiert oder gar seltsam vor. Die Geschichte nahm einfach ihren natürlichen Lauf und sämtliche Figuren handelten vollkommen logisch, entsprechend ihren Charaktereigenschaften. Letztere verändern bzw. entwickeln sich ebenfalls im Verlauf der Geschichte stetig weiter. Aber ebenfalls immer auf dem natürlichen Weg. Das bedeutet nicht, dass es vorhersehbar ist, wie sich die Charaktere entwickeln. Es bedeutet nur, dass es immer wieder überraschende Situationen gibt, die womöglich Ursache einer anderweitigen Entwicklung sein könnten. Und Überraschungen und Wendungen gibt es in der Geschichte so einige.

Was ich persönlich auch mal wieder schön fand: Obwohl es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, gibt es zum Schluss keinen fiesen Cliffhanger. Der Autorin gelingt der schwierige Balance-Akt, die Geschichte in sich abzuschließen und trotzdem viel Raum für den nächsten Teil zu hinterlassen. Und natürlich will ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht!

Ich kann dieses Buch allen jungen und junggebliebenen Fantasy-Liebhabern ans Herz legen. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

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Sobald Du gehst

Nadine Kapp , Nadine Kapp
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Booklover, 01.09.2015
ISBN 9783981755015
Genre: Romane

Rezension:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Kurzroman, den ich innerhalb weniger Stunden verschlungen hatte. Ohne langes Zaudern wird der Leser direkt in die Geschichte geworfen. Meistens wird sie aus Annikas Sicht erzählt. Ab und an meldet sich aber auch Lukas zu Wort. Die Sprache ist sehr flüssig, keine komplizierten Verschachtelungen, leicht verständlich.
Leicht hingegen ist die Kost der Autorin nicht. Es gab so einige Momente, da musste ich ungläubig blinzeln und schlucken und konnte gar nicht glauben, was ich da las. Ich war immer hin und her gerissen zwischen "Ach, Annika übertreibt gewaltig" und "Oh mein Gott, sie kann doch nicht wirklich diese Entscheidung getroffen haben!" Aber die Autorin hat das wirklich gut herausgearbeitet. Denn letztlich weiß niemand, was in der Psyche eines anderen vor sich geht, was sich hinter der Stirn abspielt. Oftmals ist das Auftreten nach außen hin etwas völlig anderes.
Die Autorin hält sich so gut wie gar nicht mit großartigen Beschreibungen auf. Für die Kürze des Romans ist das auch völlig in Ordnung und würde nur ablenken. Stattdessen wird das Hauptaugenmerk des Lesers allein auf die Handlung konzentriert. Die Charaktere beschreiben sich durch ihre Handlungen und Reaktionen selbst. Es ist daher auch unnötig, darauf nochmals einzugehen. Die Mutter fand ich wahnsinnig unsympathisch. Herrschsüchtig, nicht in der Lage, die eigenen Kinder zu lieben. Bis zum letzten Abschnitt blieb sie authentisch. Ich konnte unentwegt spüren, wie sehr Annika sich bemühte, alles richtig zu machen, der Mutter alles recht zu machen, damit sie sie liebt. Aber dann plötzlich, von jetzt auf gleich, wird die Mutter als völlig verzweifelte Frau dargestellt, die um ihr Kind bangt. Das fand ich persönlich nicht glaubwürdig und das konnte ich ihr auch nicht abnehmen. Und plötzlich ist auch nicht mehr nur von der Mutter die Rede, sondern von den Eltern. Das leuchtete mir nicht ganz ein, tauchte der Vater doch vorher nie auf. Aber die anderen Charaktere blieben sich selbst treu. 
Ich war auch sehr häufig im Zwiespalt: Zum einen konnte ich durchaus nachvollziehen, dass Annika sich so sehr nach der Liebe ihrer Mutter sehnt und sie deshalb ständig tat, was diese verlangte. Andererseits verstand ich nicht, wieso sie nicht erkennt, dass die Mutter sie nie wird lieben können und wieso sie sich nicht gegen die Mutter auflehnt. Die Autorin hat diesen Zwiespalt sehr bewusst durchklingen lassen. Aber wie im echten Leben auch ist man manchmal nicht in der Lage, Offensichtliches zu sehen, oder man will es nicht wahrhaben, nicht einsehen, dass sich bestimmte Dinge nie ändern werden, man hofft bis zum Schluss.
Der Aufbau des Buches ist wirklich interessant. Ich will nicht näher darauf eingehen, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Aber nur eine Frage: Wenn ihr auf euer Leben zurückschaut, gibt es da einen Moment, an dem ihr euch heute - da ihr wisst, welche Konsequenz es gab - anders entscheidet würdet? Glaubt ihr, dass die Konsequenzen ganz andere wären? Oder gibt es ein Schicksal, das schließlich trotzdem alles auf denselben Punkt im Leben lenkt, auch wenn ihr euch anders entschieden hättet?
Diese Geschichte ließ mich sehr nachdenklich zurück. Es lohnt sich definitiv, sie zu lesen. Aber auch wenn sie kurz ist, sollte man sie mit Muße und Zeit lesen. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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wolfsmohn, kräuter, rynestig, margarethe alb, fantasy

Rynestig: Wolfsmohn

Margarethe Alb
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 16.03.2015
ISBN 9781508895947
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als bekennender Märchen- und Sagenweltlieberhaber war natürlich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Klappentext hält, was er verspricht. Die Geschichte ist recht ungewöhnlich. Allein schon der Prolog, aber auch der Schreibstil. Daran gewöhnen muss man sich nicht, aber er fällt dennoch sehr aus dem üblichem Rahmen. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Margarethe erzählt. Sie lässt uns hautnah an ihren Gedanken teilhaben. Der Erzählstil ist eine Mischung aus "klassischem" Erzählstil und Umgangssprache. Margarethe kommentiert Geschehenes, Handlungen oder auch einfach nur ihre eigenen Gedanken, so dass ich als Leserin wirklich immer weiß, was in ihr vorgeht und alles hautnah miterleben kann. Zudem wirkt die Geschichte teilweise sehr selbstironisch.
Es dauert ein paar Seiten, bis die Geschichte richtig an Fahrt aufnimmt. Aber umso mehr hatte ich Gelegenheit, mich mit den einzelnen Figuren vertraut zu machen. Sämtliche Figuren und Orte wurden sehr liebevoll beschrieben. Niemand blieb blaß im Hintergrund. Und jeder hatte ausreichend Gelegenheit gehabt, sich zu entfalten. Die Weiterentwicklung der Figuren ist allerdings etwas knapp gehalten. Die Autorin legt ihr Hauptaugenmerk mehr auf die Geschehnisse. Dies schadet dem Lesevergnügen jedoch nicht. Eigentlich fällt es kaum auf, da die Ereignisse perfekt in den Vordergrund gestellt werden und ich mir nur noch Gedanken darüber gemacht habe. 
Die Spannung der Geschichte wurde anfangs ganz sachte aufgebaut und steigerte sich immer weiter. Zwischendurch gab es einige Spannungshöhepunkte. Die Spannung flaute aber nie ab, sondern war stetig spürbar. Unbedingt wollte ich wissen, wie es weitergeht. Die Handlungen wirken nie konstruiert, alles nimmt seinen natürlichen Lauf. Das Verhalten der Charaktere ist ebenfalls immer nachvollziehbar, so dass ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen konnte. Leider endet die Geschichte schon sobald und lässt mich total neugierig auf den nächsten Teil zurück.
Eine tolle Geschichte mit vielen Figuren aus Sagen, in der auch die Liebe keinesfalls zu kurz kommt. Ich kann sie euch wirklich ans Herz legen und vergebe 4/5 Sternchen.

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märchen, magie, fantasy, new york, liebe

Die geheime Sammlung

Polly Shulman
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.05.2010
ISBN 9783426283318
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch war eine leichte und tolle Lektüre für zwischendurch. Es hat mich verzaubert und tief in die Geschichte eintauchen lassen. Bei dieser Geschichte handelt es sich um ein Kinder- und Jugendbuch. Entsprechend gestaltete sich der Sprachstil - er war angemessen, aber nicht zu einfach. Erzählt wird die Geschichte aus Pollys Sicht.
Die Charaktere sind allesamt gut beschrieben, jeden konnte ich mir vorstellen. Auch manch etwas verschrobener Charakter kam gut rüber. Das Museum, aber auch all die anderen Schauplätze wurden ebenfalls toll beschrieben. Die Autorin hat sehr darauf geachtet, dass diese aber nicht überhand nahmen. Gelangweilt habe ich mich also auf keiner einzigen Seite. Die Handlungen und Reaktionen fand ich meistens nachvollziehbar. Das Museum war ebenfalls sehr andächtig beschrieben. Man konnte die Atmosphäre richtig spüren. Allerdings konnte ich dem komplizierten Aufbau nicht immer ganz folgen. Ich bin sehr froh, dass ich dort nicht arbeite. Wahrscheinlich würde ich mich verlaufen. An einer Stelle habe ich mich gewundert, wieso etwas, was die Figuren doch schon eigentlich wussten, plötzlich ganz neu für sie war und sie allesamt so taten, als hätten sie das nicht mal vermutet. Aber das schadete dem Lesevergnügen nicht weiter. 
Ansonsten waren die Handlungen alle logisch und konsequent aufgebaut. Die Autorin hat es sich wahrlich nicht einfach gemacht, den Figuren aus den Nöten herauszuhelfen. So wurde auch das Spannungspotential stetig höher. Es gibt zwischendurch zwar nur kleine Spannungsspitzen, aber es gibt sie. Und mit jeder kleinen Spitze mehr, erhöhte sich die Spannung insgesamt. Und auf dem Höhepunkt des Spannungsbogens kam noch einmal richtig Fahrt in die Geschichte. Schön war dabei, dass nichts mutwillig konstruiert wirkte.
Und nebenbei wird der Leser mit Themen wie Freundschaft und Vertrauen konfrontiert. Das eine bedingt das andere, aber wie leicht kann man jemanden vertrauen? Auch die Charaktere sind nicht gleich zu durchschauen. Hinzu kommt, dass ich als Leserin das gegenseitige Misstrauen mitnahm und selbst anfing, den Charakteren böses zu unterstellen. Auch dies trug zur Spannung bei und hatte zur Folge, dass ich geschwind die Seiten umblättern musste.
Allen Kinder- und Jugendbuchinteressierten, die ein bisschen Magie erschnuppern wollen, sei dieses Buch wirklich empfohlen. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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Tags: jugendbuch   (1)
 

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wasser, freundschaft, meer, tanya stewner, alea aquarius

Alea Aquarius - Der Ruf des Wassers

Tanya Stewner ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.07.2015
ISBN 9783789147470
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei diesem Buch handelt es sich um ein wunderschönes Kinderbuch. Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht und beginnt direkt rätselhaft. Der Sprachstil ist für Kinder sehr angemessen, aber auch Erwachsene werden nicht unterfordert. Mit ganz viel Charme beschreibt die Autorin ein großes Abenteuer für Kinder.
Die Charaktere sind sämtlich sehr liebevoll gezeichnet. Auf den ersten Seiten bekommt der Leser sehr viel Gelegenheit, Alea und ihre Pflegemutter, aber auch die Mitglieder der Alpha Cru kennen zu lernen. Jeder der Charaktere ist einzigartig und zeichnet sich durch besondere Eigenschaften ab. Sie sind mir allesamt sehr ans Herz gewachsen, obwohl es mir nicht alle einfach gemacht haben. Aber das wäre ja auch langweilig.
Auch die Umgebung, das Segelboot, die Stadt, alles wurde sehr schön beschrieben und macht so richtig Lust, dem Abenteuer beizuwohnen. Der Leser bekommt einen wirklich lebendigen Eindruck der Orte. Aber auch die Handlungen, Aktionen und Reaktionen der Figuren ließen mich mitfiebern. Alles war logisch durchdacht, Reaktionen sehr nachvollziehbar. Die Gefühle der Figuren wurden sehr gut transportiert und der Leser fühlt unmittelbar mit. Außerdem entwickeln sich die Charaktere im Verlauf der Geschichte stetig weiter. Vieles wird anfangs lediglich gestreift und angedeutet. So wusste ich lange nicht so richtig, was hinter allem steckt. Ich war sehr neugierig, wohin die Reise geht. 
Die Autorin spricht auch ernste Themen an, die mehr oder weniger auch etwas vertieft werden. Aber sie tut es auf sehr kindgerechte Weise. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das Leben macht auch vor Kindern nicht halt. Die Probleme werden sehr angemessen von den Kindern aufgenommen und gelöst. Die ein oder andere Situation wirkte hierbei, als ob die Autorin ein wenig nachhelfen musste und nicht so ganz realitätsnah. Aber das stört das Lesevergnügen und den Lesefluss überhaupt nicht. Hier müssen Erwachsene einfach mal ihre eigene Fantasie spielen lassen und sich in ein Kind denken.
Die Geschichte benötigt einige Seiten, um richtig Fahrt aufzunehmen. Es werden einige Geheimnisse angedeutet, aber erst sehr viel später teilweise geklärt. Manches bleibt bis zum Schluss offen, so dass es für den zweiten Band noch sehr viel Potential geben wird. Die Spannung blieb trotzdem nicht auf der Strecke. Sie wird stetig aufgebaut und hält konstant ihr Level. Zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Spannungsspitzen, aber sie entlädt sich nie vollständig. Und natürlich endet Band 1 mit ganz vielen Fragen, die mich sehnsüchtig auf Band 2 warten lassen.
Allen Kindern und Erwachsenen, die Kinderbücher lieben, kann ich diese Geschichte wirklich empfehlen. Eine Geschichte mit Witz und Charme, die auch die ernsten Seiten des Lebens nicht ganz unbeachtet lässt. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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Tags: fantas, kinderbuch, tanya stewner   (3)
 

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fantasy, götter, bevorstehender krieg, fantasieroman, freundschaft

Göttliches Vermächtnis

Kathrin Buschmann , Kathrin Buschmann , Kathrin Buschmann , Tolgahan Maydan
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Skandor Verlag, 01.06.2015
ISBN 9783981732405
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig. Und schon nach den ersten Seiten war ich sehr neugierig auf mehr. Die Geschichte wird aus auktorialer Sicht erzählt, so dass abwechselnd die verschiedenen Charaktere und ihre Ansichten beleuchtet werden konnten. Allerdings brauchte ich trotzdem noch einige Seiten mehr, bis ich wirklich richtig mitten in der Geschichte steckte. Ich musste zunächst Charaktere und Orte kennen lernen. Um dies zu erleichtern gibt es aber im Anhang ein Personen- und Ortsverzeichnis.
Charaktere und Orte werden sehr eingehend beschrieben. Die Figuren zeigen im Verlaufe der Geschichte auch ihre andere Seite. Denn in jedem von ihnen steckt nicht nur Gutes oder Böses. Auch die Richtung, in die sie sich so langsam entwickeln, hat mir sehr gut gefallen. Dies sorgte auch für weitere Spannung im Buch. Trotzdem wurde ich mit keinem der Charaktere richtig warm. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Charaktere auf Distanz blieben. Teilweise fand ich auch die Handlungen und Reaktionen nicht so ganz nachvollziehbar, manchmal etwas verwirrend. Einiges wurde aber aufgeklärt im weiteren Verlauf der Geschichte. Aber an einigen Stellen fragte ich mich unwillkürlich, warum die Protagonisten immer noch nicht versteht, was auf dem Spiel steht, denn in meinen Augen hat sie an diesen entscheidenden Hinweisen teilgehabt. 
Vom Schriftbild hätte ich persönlich es etwas besser gefunden, wenn sich Gedankengänge von der wörtlichen Rede abgehoben hätten. Da ich ein Langsamleser bin, dauerte es immer einen Moment, bis ich begriff, dass gerade nicht gesprochen, sondern nur gedacht wurde. Aber das ist Ansichtssache und hat dem Lesevergnügen trotzdem nicht geschadet.
Es gab einige sehr spannende Szenen und auch jede Menge Verwirrungen für die ahnungslosen Charaktere. Zudem gibt es einige kleinere und größere Geheimnisse, die erst nach und nach gelüftet werden, und definitiv dazu beitragen, weiterhin neugierig zu bleiben. Ich fand zwar, dass es - gerade am Anfang - ziemlich viele Wiederholungen von Geschichten und anderem Gesagten gab, die vielleicht nicht hätten sein müssen, aber auch das führte nicht zu einer Minderung des Lesevergnügens.
Und rund um die eigentliche Geschichte ranken sich noch einige Zweige über Liebe und Verrat, Freundschaft und Verlust. Eng sind diese Zweige miteinander verwoben und tragen ebenfalls einen erheblich Teil zur Geschichte bei. 
Trotz der angesprochenen kleineren Kritikpunkte konnte mich dieses Fantasy-Buch überzeugen und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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Tags: fantasieroman, kathrin buschmann   (2)
 

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tayla, freundschaft, fantasieroman, halbgötter, liebe

Göttliches Vermächtnis

Kathrin Buschmann
Buch: 615 Seiten
Erschienen bei Seidner Verlag, 01.08.2013
ISBN 9783981429282
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig. Und schon nach den ersten Seiten war ich sehr neugierig auf mehr. Die Geschichte wird aus auktorialer Sicht erzählt, so dass abwechselnd die verschiedenen Charaktere und ihre Ansichten beleuchtet werden konnten. Allerdings brauchte ich trotzdem noch einige Seiten mehr, bis ich wirklich richtig mitten in der Geschichte steckte. Ich musste zunächst Charaktere und Orte kennen lernen. Um dies zu erleichtern gibt es aber im Anhang ein Personen- und Ortsverzeichnis.
Charaktere und Orte werden sehr eingehend beschrieben. Die Figuren zeigen im Verlaufe der Geschichte auch ihre andere Seite. Denn in jedem von ihnen steckt nicht nur Gutes oder Böses. Auch die Richtung, in die sie sich so langsam entwickeln, hat mir sehr gut gefallen. Dies sorgte auch für weitere Spannung im Buch. Trotzdem wurde ich mit keinem der Charaktere richtig warm. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Charaktere auf Distanz blieben. Teilweise fand ich auch die Handlungen und Reaktionen nicht so ganz nachvollziehbar, manchmal etwas verwirrend. Einiges wurde aber aufgeklärt im weiteren Verlauf der Geschichte. Aber an einigen Stellen fragte ich mich unwillkürlich, warum die Protagonisten immer noch nicht versteht, was auf dem Spiel steht, denn in meinen Augen hat sie an diesen entscheidenden Hinweisen teilgehabt. 
Vom Schriftbild hätte ich persönlich es etwas besser gefunden, wenn sich Gedankengänge von der wörtlichen Rede abgehoben hätten. Da ich ein Langsamleser bin, dauerte es immer einen Moment, bis ich begriff, dass gerade nicht gesprochen, sondern nur gedacht wurde. Aber das ist Ansichtssache und hat dem Lesevergnügen trotzdem nicht geschadet.
Es gab einige sehr spannende Szenen und auch jede Menge Verwirrungen für die ahnungslosen Charaktere. Zudem gibt es einige kleinere und größere Geheimnisse, die erst nach und nach gelüftet werden, und definitiv dazu beitragen, weiterhin neugierig zu bleiben. Ich fand zwar, dass es - gerade am Anfang - ziemlich viele Wiederholungen von Geschichten und anderem Gesagten gab, die vielleicht nicht hätten sein müssen, aber auch das führte nicht zu einer Minderung des Lesevergnügens.
Und rund um die eigentliche Geschichte ranken sich noch einige Zweige über Liebe und Verrat, Freundschaft und Verlust. Eng sind diese Zweige miteinander verwoben und tragen ebenfalls einen erheblich Teil zur Geschichte bei. 
Trotz der angesprochenen kleineren Kritikpunkte konnte mich dieses Fantasy-Buch überzeugen und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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Tags: fantasieroman, kathrin buschmann   (2)
 

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11.212 Bibliotheken, 160 Leser, 6 Gruppen, 841 Rezensionen

liebe, sterbehilfe, behinderung, jojo moyes, unfall

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 21.03.2013
ISBN 9783499267031
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: jojo moyes, roman, schicksal   (3)
 

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612 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

monday club, mystery, jugendbuch, freundschaft, krystyna kuhn

Monday Club - Das erste Opfer

Krystyna Kuhn
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.07.2015
ISBN 9783789140617
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon allein der Prolog ließ mich begeistert die Seiten umblättern. Dieser wird vom allwissenden Erzähler geschrieben. Die eigentliche Geschichte lernen wir dann allerdings aus Fayes Sicht kennen. Nach dem Prolog wird der Leser ganz sachte in die Geschichte eingeführt. Anfangs gibt es kaum bzw. nur ganz grobe Beschreibungen der Figuren. Erst nach und nach lernen wir sie besser kennen und erfahren mehr über ihr Aussehen. Womit ich auf den ersten Seiten etwas Probleme hatte, war zuzuordnen, wer mit wem in welcher Beziehung stand. Es gab einige Personen und Namen kennen zu lernen, da musste ich überlegen, wer wer gleich war. Aber die Verwirrung legte sich recht schnell. Keine Sorge, man muss auch kein eigenes Namensverzeichnis führen, so schlimm war es auch wieder nicht.
Nachdem ich bereits die Serie "Das Tal" der Autorin verschlungen hatte, musste ich auch dieses Buch verschlingen. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig. Der Autorin gelang es, sämtliche Gefühle der Charaktere zu transportieren. Und ständig ließ eine mystische Atmosphäre die Luft knistern. Ich habe teilweise wirklich Gänsehaut vor lauter Spannung bekommen. Und als großer Angsthase war es mir auch mehr als einmal unheimlich. Die Autorin verrät stets immer nur so viel von den Charakteren und ihrer Umgebung, wie man als Leser gerade wissen muss. Aber je weiter die Geschichte fortschreitet, um so mehr erfährt man auch. Alle Handlungen waren konsequent und logisch. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, eine Szene wäre zu weit hergeholt und entbehre jeglicher Realität.
Die Spannung wurde immer oben gehalten. Es gab einige Spannungshöhepunkte, aber danach ist die Spannung niemals in den Keller gerutscht. Ständig hatte ich ein nervöses Kribbeln und jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt sei alles erklärt, war doch nichts mehr klar. 
Ein richtig toller Auftakt der Trilogie, die ich nur wärmstens empfehlen kann! Ich vergebe 5/5 Sternchen.

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Tags: krystyna kuh, monday club, mysteriethriller   (3)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

unfall, freundschaft, basketball, chicklit, beruf

Die Liebe ist (k)ein Basketballspiel - Overtime

Emma Wagner
E-Buch Text: 331 Seiten
Erschienen bei Amazon Media, 25.05.2015
ISBN B00WT7TE4A
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der zweite Teil steht dem ersten in nichts nach. Witzig, flüssig, leicht und locker geschrieben. Selbst in einer für mich momentan schweren und schicksalsgeprägten Zeit, in der selbst das kleinste Lächeln schwer fällt, hat die Autorin es geschafft, mir genau dieses auf die Lippen zu zaubern.
Aber nicht nur Witz und Charme machen den Großteil der Geschichte aus. Nein, dieses Buch kann auch mit einigem Tiefgang aufwarten. Denn Dank Marie kratzt die Autorin nicht nur an der Oberfläche, sondern sie kann einiges an Gefühlen und tiefgründigen Gesprächen herausholen. Selbst Milan, der ein oberflächiger Macho ist, kann sich nicht davor verschließen.
Da der erste Teil ein paar Wochen her ist, seit ich ihn gelesen habe, brauchte ich einen kurzen Moment, um mich wieder in die Geschichte reinzufinden. Aber das war gar kein Problem. Nach ein paar Seiten war ich wieder mitten in der Geschichte. Die Autorin hat es mir auch leicht gemacht, da sie wichtige Begebenheiten aus dem ersten Teil an den passenden Stellen kurz zusammengefasst hat.
Wie schon im Teil 1 wird die Geschichte abwechselnd aus Milans und Maries Sicht erzählt. Dort, wo der Gedankengang des einen aufhört, beginnt unmittelbar der des anderen. Es gibt also keine Überlappung der Handlungen. Die Charaktere wirken weiterhin absolut authentisch, sie bleiben sich selbst treu, obwohl sie sich verändern und weiterentwickeln. Die Geschichte rankt sich um einen unsichtbaren roten Faden, der haufenweise Verknotungen aufweist. Diese gilt es ersteinmal zu lösen, bevor es weitergeht. Doch kaum ist ein Knoten gelöst, gibt es gleich drei neue. Es gibt sehr viele Entwicklungen in der Geschichte, die für reichlich Spannung sorgen. Und längst liegt nicht alles sonnenklar auf der Hand. Und stetig habe ich mitgefiebert, gehofft und gebangt.
Beide Bücher sind definitiv keine 08/15-Chic-Lit-Frauenromane, sondern können mit authentischen Charakteren, Witz, Charme und Tiefgründigkeit absolut überzeugen. Ich kann euch beide Bücher absolut weiterempfehlen. 
Ich vergebe daher tolle 5/5 Sternchen.

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Tags: chicklit, emma wagner   (2)
 

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197 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 132 Rezensionen

freundschaft, liebe, abenteuer, fantasy, raukland

Rauklands Sohn

Jordis Lank
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 07.03.2013
ISBN 9783943596045
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe schon länger kein Fantasybuch dieser Art gelesen und war nach dem Ende des Buches sehr begeistert. Schon der Anfang war sehr packend, obwohl es an sich keine actiongeladene Szene oder ähnliches gibt. Aber der Leser wird direkt ohne viel Federlesen in die Geschichte geworfen und befindet sich mitten im Abenteuer. Schon mit der ersten Zeile hingen meine Augen ganz gebannt an den Zeilen. Die Geschichte ist durchweg flüssig geschrieben. Es gab keinerlei Stolpersteine, verschachtelte Sätze oder missverständliche Formulierungen. Erzählt wird sie aus der Sicht des allwissenden Erzählers. Der Erzähler hat es sehr gut verstanden, mal den einen, mal den anderen Charakter näher unter die Lupe zu nehmen und dessen Sichtweise wiederzugeben. Und ich wusste immer, welche der Figuren gerade beleuchtet wurde.
Die Autorin hat die Figuren und Schauplätze nach und nach liebevoll gezeichnet. Für mich blieb keine Figur blaß im Hintergrund, mit jeder konnte ich etwas anfangen. Ronan, der Protagonist der Geschichte, sowie auch Liam waren mir beide sympathisch, obwohl gerade Ronan an sich nicht viel Anlass dazu gegeben hat. Und doch konnte die Autorin so viel Gefühl transportieren, dass ich in der Lage war, mit ihm zu fühlen. Ich spürte seine Wut, seinen Trotz, seine Ausweglosigkeit. Generell konnte ich in jedem Satz die gesamte Atmosphäre spüren. Die Autorin hat alles so real beschrieben, als wäre der Leser stiller Beobachter vor Ort. Die Figuren sind ebenfalls alle authentisch. Mit der ein oder anderen kann man sich identifizieren, mit der anderen eher nicht. Manche mag ich, manche nicht. Ganz wie im richtigen Leben.
Die Geschichte dreht und windet sich ständig, ist dauernd in Bewegung. Es gibt so viele Überraschungen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Die Spannung bleibt durchweg erhalten und wird von einigen Spitzen in die Höhe getrieben. Und immer gab es diesen Zwiespalt in mir, zu wem ich halten soll. Die Figuren entwickeln sich immer weiter mit der Geschichte mit, aber es gibt auch immer wieder Rückschläge und auch Situationen, die ich nie einzuschätzen wusste. All dies macht diese Geschichte zu einem richtig tollen Lesevergnügen. Zum Ende der Geschhichte sind alle Fragen beantwortet. Ich blieb gesättigt an dem Buch und völlig zufrieden zurück.
Aber das absolute Highlight an diesem Buch waren für mich die Outtakes, Sätze mit missverständlichen Schreibfehlern bzw. Formulieren. Einfach herrlich. Diese sollte man sich am Schluss nicht entgehen lassen.
Ein Buch über Freundschaft und Liebe, aber auch Hass und Verrat. Eine Geschichte über Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die das Schicksal zusammengebracht hat. Ich freue mich jetzt schon auf den Teil 2 der Trilogie und lege euch diesen Band 1 wärmstens ans Herz. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

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4.290 Bibliotheken, 60 Leser, 14 Gruppen, 258 Rezensionen

liebe, götter, griechische mythologie, halbgötter, fantasy

Göttlich verdammt

Josephine Angelini , Hanna Hörl , Simone Wiemken
Buch: 496 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783841501370
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch habe ich nicht mehr aus der Hand legen können. Ein Jugendbuch, Fantasy, etwas für das Herz und viel Spannung - alles dabei. Gleich zu Beginn gibt es die ersten spannenden Szenen, die mich an das Buch gefesselt haben. Der Schreibstil, flüssig und angenehm ohne Verschachtelungen, tat sein übriges dazu. Die Geschichte wird aus allwissender Sicht erzählt. Oft hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Ich-Perspektive von Helen passender gewesen wäre.
Figuren und Orte werden so beschrieben, dass ich stets eine gute Vorstellung von ihnen hatte, aber nichts uferte aus. Helen und auch die anderen Charaktere waren mir sofort sympathisch. Sie entwickeln sich mit dem Verlauf der Geschichte auch stetig fort, wandeln sich - der eine mehr, der andere weniger. Manchmal fand ich die Reaktionen nicht so ganz nachvollziehbar. Ich fand oft schade, dass Helen so viele Dinge, die ihr gesagt werden, einfach so akzeptiert, ohne Nachfragen oder Nachdenken. Und manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie bestimmte Dinge doch mal endlich verstehen müsse, weil die doch einfach so präsent auf der Hand lagen. Aber sie verstand es einfach nicht. Trotzdem aber hatte ich nie das Gefühl, sie wäre naiv oder gar einfältig.
Auch die anderen Charaktere sind sehr vielschichtig gezeichnet. Jeder hat seine Macken, niemand ist perfekt. Und manch einer von ihnen sorgt für spannende Überraschungen. Das hat den Spannungsfaktor um einiges erhöht, obwohl der Bogen auch so schon stets vorhanden war. Die Autorin verstand es hervorragend, immer mehr Rätsel aufkommen zu lassen als sie zunächst zu lösen. Insgesamt fand ich die Geschichte durchweg sehr logisch aufgebaut, nichts wirkte irgendwie konstruiert oder schwächelte.
Eine sehr schöne Jugendgeschichte, die mich sehr neugierig auf Teil 2 zurücklässt. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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dschinn, kinderbuch, für jungen und mädchen ab 10, australien, keilschrift

Die Beschwörungsformel

Hildegard Grünthaler
E-Buch Text: 229 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 16.02.2015
ISBN 9783738011456
Genre: Fantasy

Rezension:

Phips und seine Großmutter bringen aus dem Urlaub eine seltsame Flasche mit. Sie können sie nicht öffnen, aber als Phips die Flasche versehentlich zerbricht, staunt er nicht schlecht, als sich Rauch aus der kaputten Flasche schlängelt und sich zu einer menschlichen Gestalt formt. Er hat einen Dschinn befreit, doch dieser weigert sich, ihm zu Diensten zu sein. Nur, wer die Beschwörungsformel kennt, kann über ihn gebieten. Es dauert nicht lange, bis Ganoven auf den Dschinn aufmerksam werden und versuchen, seiner habhaft zu werden. Alle schweben in Gefahr und es gibt nur einen Weg: Der Dschinn muss fliehen.

Wie man auf dem Cover unschwer erkennen kannt, handelt es sich hier um ein Kinderbuch, das man ganz getrost auch noch mit 99 Jahren lesen kann. Logisch, dass ich an dieser Geschichte nicht vorbei kam. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Klappentext hält, was er verspricht. Diese Geschichte zog mich vom ersten Satz an ihren Bann. Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht, sehr kindgerecht, aber keinesfalls naiv. Auch für Erwachsene war das Buch sehr angenehm zu lesen. Gut fand ich auch, dass der Erzähler das ein oder andere kurz und knapp erklärt hat, damit dem Leser die Zusammenhänge klar werden.

Der auktoriale Erzähler entführt den Leser in eine tolle Geschichte über einen Dschinn. Wünschen wir uns nicht alle von Zeit zu Zeit einen, der uns unsere zahllosen Wünsche erfüllt? Allerdings appelliert die Autorin auch direkt an unser Gewissen und zeigt, was Gier für Unheil hervorrufen kann. Kindgerecht verpackt in einer spannenden Geschichte, hält sie uns dies vor Augen.

Die Charaktere fand ich alle sehr gut ausgearbeitet. Außerdem fanden sich alle Fäden im Laufe der Geschichte zusammen. Es gab keine Figur, die erwähnt wurde und nie mehr gesehen wurde. Auch die Orte fand ich immer sehr gut beschrieben. Die Handlungen selbst fand ich ebenfalls sehr gut gelungen. Obwohl es in erster Linie ein Kinderbuch ist, empfand ich Phips, der ja selbst ein Kind ist, niemals als naiv. Er tat auch nicht ach so erwachsen und erhaben. Nein, er war einfach ein absolut authentisches Kind. Auch die Aktionen und Reaktionen anderer Figuren empfand ich als sehr natürlich. Ich hatte niemals das Gefühl, dass die Autorin manchen Übergang in der Geschichte konstruieren musste, damit es passt. Alles fügt sich nahtlos und natürlich ein.

Die Autorin konnte mich auch immer wieder mit ihrer Geschichte überraschen. Meine Vermutungen sind fast nie eingetroffen. Immer gab es unvermutete Wendungen und Drehungen. Dadurch, dass der Erzähler stets alle Geschehen überblickte und dem Leser auch oft großzügig Einblick gewährt, steigt mit fortschreitender Geschichte auch die Spannung stetig mit. Es gab keine Längen, es kam nichts zu kurz. Einfach rundum eine ganz tolle Geschichte, die jeder gelesen haben sollte.

Ein Buch über Freundschaft, Moral und Gier der Menschen, das wirklich nicht nur Kinder lesen sollten. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

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Tags: dschinn, flaschengeist, hildegard grünthaler, kinderbuch   (4)
 

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mikki patrick, anderswelt

Anderswelt-Chroniken

Mikki Patrick
Flexibler Einband: 472 Seiten
Erschienen bei Mikki Patrick, 30.03.2015
ISBN 9783000492679
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Anderswelt wird von den Menschen bedroht. Plötzlich werden Andersweltler von ihnen grausam ermordet: Das Herz wird ihnen aus dem lebendigen Leib herausgerissen. Um dieser Gefahr auf den Grund zu gehen, müssen die Anderswelter zusammenhalten und gemeinsam für ihre Welt kämpfen. Doch wie soll das möglich sein, wenn alle untereinander bitterlich verfeindet sind?

Diese Geschichte hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Ein leichter und flüssiger Schreibstil hat mir das Lesen ebenso erleichtert, wie die deftige Portion Humor, die mich zum Lachen gebracht hat. Allein der Prolog führt den Leser in die Geschichte ein, so dass man schon mit dem ersten Kapitel direkt mittendrin im Geschehen steckt. Der auktoriale Erzähler vermag Spannung und Humor gleichzeitig zu vereinen. Ab und an rutscht ihm aber auch ein umgangssprachlicher Ton heraus. Das macht die Geschichte und vor allem die Charaktere absolut authentisch.
Die Charaktere sind alle ziemlich eindeutig beschrieben worden, so dass man sich immer vorstellen kann, mit wem man es zu tun hat. Aber die Beschreibungen konzentrieren sich auf das Notwendigste. Die Autorin verwendet keinen Schmuck, sondern konzentriert sich lieber auf das Geschehen. Die Orte und Umgebungen sind ebenfalls kurz und knapp beschrieben, so dass ich mir meine Vorstellungen machen konnte, aber mich nicht in bildlichen Details verzettelte.  Und doch hat die Autorin eine wunderbare Fantasiewelt erschaffen, in die ich eintauchen konnte. Die Charaktere sind mir allesamt ans Herz gewachsen, sie waren mir alle durchweg sympathisch. Die Handlungen und Reaktionen fand ich meistens, aber nicht immer, so ganz einleuchtend. Aber das waren eher zu vernachlässigende Kleinigkeiten, die meinen Lesespaß ganz sicher nicht getrübt haben.
Die Geschichte hält auch viel für's Herz bereit. So gab es neben jeder Menge Spannung auch jede Menge Romantik und ein bisschen was zum Schmachten. Dies war auch sehr wichtig für die Weiterentwicklung der Charaktere und der Geschichte selbst. Selbst die Nebencharaktere sind nicht auf der Stelle getreten; jeder von ihnen hat eine Entwicklung durchgemacht. Was ich ein bisschen schade fand, war, dass die hauptsächlichen Entwicklungen, die für die Geschichte absolut relevant waren, mit einem "Hauruck" geschahen. Ganz plötzlich versöhnen und verlieben sich alle. Hier hätte ich mir einfach noch ein bisschen mehr Spannung und eine wesentlich weniger schnelle Entwicklung gewünscht. 
Wiederum sehr gefallen haben mir schließlich aber die Kabbeleien untereinander. Die Charaktere liefern einander so manches Wortgefecht, das mich zum Grinsen brachte. Es gab daneben auch so einige Spannungshöhepunkte. Aber dem Leser wird dazwischen auch eine Pause gegönnt, in der alles ein bisschen ruhiger wurde. Die Autorin gab der Geschichte Gelegenheit, den Spannungsbogen wieder anzuheben. Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass das Ende der Geschichte sorgfältig vorbereitet wurde und sich nicht die Ereignisse plötzlich überschlagen. Außerdem ist das Ende des Buches  nicht gleichzeitig das Ende der Geschichte. Ich finde es toll, wenn man noch erfährt, was aus den Figuren geworden ist.
Wer also mal in eine neue Welt eintauchen möchte, dem sei dieses Buch ganz sicher empfohlen. Ich vergebe tolle 4/5 Sternchen.

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Tags: anderswelt, mikki patrick   (2)
 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

piraten, freundschaft, sabine bürger, abenteuer, hexenkinder

Hexenkinder - Unter Piraten

Sabine Bürger
Buch: 391 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 14.11.2014
ISBN 9789963525652
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Florian Falco, der jüngere Bruder von Samantha, wird nun ebenfalls in das Familiengeheimnis eingeweiht. Und sofort ist klar, dass er seine Freunde einweihen und ebenfalls in die Vergangenheit reisen muss. Zu sechst begeben sie sich auf die Reise und werden getrennt. Zu zweit oder alleine und völlig mittellos müssen sie nun dem fremden Zeitalter trotzen und einen Weg zurück finden. Aber eines ist völlig klar: Zurück wollen sie entweder gemeinsam oder gar nicht.

Auch der zweite Teil konnte mich inhaltlich voll überzeugen. Die Einleitung empfand ich diesmal zwar ein bisschen länger bis zum richtigen Beginn der Geschichte. Trotzdem war es interessant zu lesen. Neben weiterem Geschichtswissen über das Leben in der Frühen Neuzeit und der Piraten, das die Autorin auch in dieser Geschichte sehr anschaulich und spannend vermittelt, gibt es auch einen ganz kurzen Exkurs in einen winzigen Bereich der Physik. Spannend und aufregend vermittelt, aber trotzdem kurz und knapp gehalten, vermittelt sie nur so viel, wie es für die Geschichte wirklich notwendig ist.

Diese Geschichte kann man unabhängig vom ersten Teil lesen, der in sich abgeschlossen war. In dieser Geschichte geht es um Samanthas Bruder und seine Freunde. Schon im ersten Teil kann man ihn als kleine Nervensäge kennen lernen, muss man aber nicht. Auch in diesem Teil fand ich alles logisch und konsequent aufgebaut. Florian Falco, auch Eff Eff genannt, nervte mich allerdings nach einer Weile mit seiner Berliner Kodderschnauze. Ich selbst bin auch ehemalige Berlinerin und weiß ja, dass man nunmal so redet. Aber geschrieben geht mir so ein Dialekt wahnsinnig auf den Nerv, wenn dies andauernd in der Geschichte vorkommt. So konnte ich die Geschichte leider nicht in einem Rutsch lesen, denn Eff Eff hielt mich oft auf und bereitete mir leider einen etwas holperigen Weg. Zum Glück waren seine Freunde des Hochdeutschen mächtig und konnten das ein wenig wieder wett machen.


Etwas abstrus fand ich in diesem Teil den Weg in die Vergangenheit. Das klang ein wenig sehr konstruiert. Aber bis auf diese eine Szene fand ich alles logisch und natürlich handelnd. Gemindert hat diese Szene mein Lesevergnügen aber nicht.


Die Charaktere fand ich wieder sehr gut beschrieben. Ich hatte sofort ein Bild vor Augen, wenn ich den entsprechenden Namen las. Ebenso gut beschrieben waren die verschiedenen Schauplätze. Und während ich las und las, fiel mir gar nicht auf, dass eine Figur fehlte, bis sie wieder auftauchte und ebenfalls ihr Schicksal erzählen durfte. Die Autorin hat niemals den Überblick verloren, jemanden vergessen oder wider seine Natur handeln lassen.

Und so kann ich auch diesen zweiten Teil empfehlen, auch, wenn der erste Teil nicht gelesen wurde. Ich vergebe 4/5 Sternchen.

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Tags: hexen, reise in die vergangenheit, sabine bürger   (3)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

hexen, mittelalter, zeitreise, kinderbuch, abenteuer

Hexenkinder

Sabine Bürger
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 01.01.2013
ISBN 9789963724284
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Samantha und ihre Freundinnen werden in ein großes Familiengeheimnis eingeweiht. Ihre Mutter Soraya war in der Lage, mit ihrer Großmutter in die Vergangenheit zu reisen. Sie landeten im Mittelalter und erlebten dort viele gefährliche Abenteuer. Völlig fasziniert beschließen die Freundinnen, diese Reise ebenfalls zu wagen. Durch einen glücklichen Zufall gelingt es ihnen, die "Remember me"'s, die ihnen helfen, zurück zu kommen und das Tor in die Vergangenheit zu finden. Sie landen im Mittelalter und müssen direkt ihr erstes Abenteuer bestehen. Doch wer denkt, dass die Geschichte damit schon ihr Ende gefunden hat, irrt. Denn Samantha hat ihr Remember me einem Mädchen gegeben, das sie vor dem Scheiterhaufen gerettet haben. Ihr bleibt daher der Weg in die eigene Zeit verwehrt.

Bei dieser Geschichte handelt es sich um ein Jugendbuch, in dem dem Leser sehr anschaulich und altersgerecht die Zeit des Mittelalters  nahe gebracht wird. Die Geschichte las sich sehr flüssig. Erzählt wird sie vom auktorialen Erzähler, aber trotzdem richtet der Erzähler hin und wieder besonderes Augenmerk auf den einen oder anderen Charakter. 

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Sie sind gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir absolut vorstellen.  Auch die Handlungsorte sind sehr gut beschrieben worden. Insbesondere die Zeit des Mittelalters konnte ich sehr gut nachvollziehen. Die Autorin hat "das dunkle Zeitalter" wirklich großartig dargestellt. So habe ich mir das bisher auch immer vorgestellt, wie es damals sein musste. Sie war auch konsequent darin, wie schwer es den Protagonisten manchmal fiel, in der Vergangenheit nicht die wahre Herkunft auszuposauen oder sich mit den fremden Sitten und Gebräuchen bekannt zu machen. 

Die Fortentwicklung der Geschichte war stets interessant und spannend und ich brannte darauf zu erfahren, wie es weiterging. Wenngleich das Spannungslevel der Geschichte nicht gleichmäßig hoch angelegt war, so gab es doch einige deutliche Spannungshöhepunkte. Zwischen diesen fand ich die Geschichte aber keineswegs langweilig. Es blieb überaus interessant und ich blieb sehr gerne an dem Buch dran.

Ein paar kleine Fragen sind für mich offen geblieben. Und es gab für mich auch zwei kleinere Dinge, die ich nicht logisch fand. Um nicht zu spoilern verzichte ich an dieser Stelle darauf, näher auf die Logikfehler einzugehen. Vielleicht fallen sie euch auch nicht auf oder ihr seht das ganz anders? Alles ist möglich. Aber ansonsten fand ich die Handlungen durchweg logisch und konsequent aufgebaut. Erwachsene dürfen vielleicht manches nicht ganz so eng nehmen, es ist immerhin ein Jugendbuch und die Protagonisten sind Kinder. Möglich, dass man manche Handlungen als naiv betrachten würde, aber selbst das finde ich wiederum nur konsequent. Keiner würde Kindern erwachsenes Handeln abnehmen. Insofern fand ich alles nachvollziehbar.

Auf jeden Fall lohnt sich diese Lektüre für jeden, der sich für Zeitreisen und das Mittelalter interessiert. Dieses Buch vermittelt wesentlich besser als jedes Geschichtslehrbuch ein Bild des Mittelalters, ohne jedoch ein Lehrbuch zu sein. Ich vergebe daher tolle 4,5/ Sternchen.

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Tags: hexenverfolgung, kinderbuch, sabine bürger   (3)
 

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

engel, jasmin romana welsch, krieger des lichts, dämonen, trauer

Krieger des Lichts: Sum Lux in Tenebris

Jasmin Romana Welsch
E-Buch Text: 521 Seiten
Erschienen bei null, 21.11.2014
ISBN B00Q0DGRXA
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mia leidet nach den schrecklichen Ereignissen unter schlimmen Depressionen. Es gibt keinen Grund mehr, weiterzuleben. Raphael kann zwar körperliche Wunden heilen, aber keine seelischen. Dennoch sind er und Keon für Mia da, wachen an ihrer Seite und sprechen ihr Mut zu. Es scheint ihnen zu gelingen, doch die seelischen Wunden bleiben. Sie kann sich nicht mehr öffnen. Und dann schlägt das Virus, das sie doch gerade erst bekämpft hatten, erneut zu.

Auch der zweite Band der Trilogie hat mich überzeugen können. Der Schreibstil war gewohnt flüssig, die Charaktere zu Beginn vertraut. Wiederum gelingt es der Autorin, den Charakteren Leben einzuflößen und mich an ihren Emotionen teilhaben zu lassen. Die Geschichte war wieder absolut logisch und konsequent aufgebaut. Allerdings empfand ich die Einführung in den zweiten Band ein wenig sehr lang. Nicht langatmig und langweilig, sondern einfach nur lang. Es dauerte eine Weile, bis ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte richtig begann. 

Die Charaktere haben einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Insofern ist es auch verständlich, dass sie nicht mehr so sind, wie sie im ersten Teil waren. Auch Mias Gefühle waren absolut nachvollziehbar für mich. Ich konnte nachempfinden, dass sie unter schweren Depressionen leidet, schließlich hat sie gerade schwere Verluste erlitten. Verluste, die aber auch andere erlitten haben. Andere, die ebenfalls Trost und Zuspruch benötigten. Bei Mia war mir das Selbstmitleid nach einer ganzen Weile dann trotzdem ein wenig zu viel und begann, mich etwas zu nerven. Ich fand sie teilweise egoistisch und anstrengend in ihrem Selbstmitleid. Ich sehe natürlich ein, dass jeder anders mit Trauer umgeht und sie ganz unterschiedlich verarbeitet.

Die ganze Geschichte des zweiten Bandes floss wie ein kleiner Bach angenehm weiter mit einigen Stromschnellen. Es gab immer wieder Spannungshöhepunkte, die von ruhigen Passagen abgelöst wurden. Diese waren keineswegs langweilig, aber es passierte nicht allzu viel. Sie dienten eher dazu, den nächsten Spannungspunkt vorzubereiten und aufzubauen. Und auch in diesem Teil gab es wieder einige Überraschungen für mich, die ich nicht erwartet hätte. So manche Szene war wirklich ergreifend. Und abermals ließ mich ein Buch traurig am Ende zurück.

Für alle Fans des ersten Teils kann ich diesen Band ebenfalls empfehlen. Ich vergebe tolle 4/5 Sternchen.

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Tags: jasmin romana welsch, krieger des lichts, wächter   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

adrienne kress, jugenbuch, timothy freshwater

Timothy Freshwater und die unglaubliche Jagd nach dem magischen Schlüssel

Adrienne Kress
Fester Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Arena, 29.06.2009
ISBN 9783401063768
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Timothy ist ein sehr intelligenter Junge. Und genau das ist sein Problem. Er ist nicht sonderlich beliebt, denn mit seinen Mitschülern will er nichts zu tun haben und die Lehrer sind von seiner Besserwisserei ziemlich schnell genervt. Und so ist es kein Wunder, dass Timothy von jeder Schule fliegt. So kommt es, dass er der Freund des Chefs seines Vaters wird, der im Besitz eines kostbaren Schlüssels ist. Schon bald offenbart sich ihm, wozu dieser Schlüssel benötigt wird. Timothy wird unfreiwillig Drachenmeister und es dauert gar nicht lange, da sind ihm Bösewichte auf den Fersen, um ihm den Schlüssel abzunehmen. Natürlich haben sie nichts Gutes mit dem Schlüssel vor.

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Kinder- bzw. Jugendbuch. Entsprechend ist auch der Schreibstil einfacher gehalten. Das hat mich aber nicht gestört, denn ich lese ja sehr gerne auch Kinder- und Jugendbücher. Die Geschichte wird aus der allwissenden Perspektive erzählt, wobei sich der Erzähler dann und wann auch schon mal einmischt, um etwas näher zu erklären oder einfach kurz seine Meinung kundzutun. So hatte ich als Leserin immer das angenehme Gefühl, direkt in die Geschichte miteinbezogen zu werden. Der Schreibstil war sehr ansprechend und das Buch las sich sehr leicht und locker.

Die Geschichte selbst wurde mit sehr viel Witz und Charme erzählt. Sie steckt voller Paradoxe und man muss ganz schön aufpassen, wenn man die nicht verpassen will. Die Überschriften haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, da sie einen Hinweis darauf gaben, was mich im nächsten Kapitel erwartet, ohne dass zuviel verraten wird.

Der Protagonist dieser Geschichte ist natürlich ganz eindeutig Timothy. Allerdings kann ich gut nachvollziehen, weshalb es seinen Lehrern und Mitschülern schwer fiel, sich mit ihm anzufreunden. Teilweise ging mir der kleine Naseweis auch sehr auf den Nerv. Er ist sehr viel von Wut getrieben, und das schon aus nichtigen Anlässen. Je weiter man aber liest, um so verständlicher wird auch seine Wut. Es wird bewusst, warum er so wütend ist. Außerdem will er um jeden Preis erwachsen wirken, obwohl er doch erst 11 Jahre jung ist. Entsprechend ist er auch sehr oft zwiegespalten. Aber auch das erklärt sich im Laufe der Geschichte. Die Charaktere sind sämtlich gut und liebevoll gezeichnet. Die Autorin hat richtig toll die Eigenheiten einer jeden Figur herausgearbeitet. Ich wusste immer, wer wer war und kam mit den Namen nicht durcheinander. Die Entwicklungen der Figuren empfand ich sehr positiv. Die meisten Charaktere konnte ich allerdings ziemlich schnell einordnen. Dennoch gab es ein oder zwei Figuren, die mich sehr überrascht haben.

Die Spannung war definitiv vorhanden. Es gab sehr viele Drehungen und Wendungen, manche etwas vorhersehbar, andere wiederum gar nicht. Und so gab es so manchen Moment, an dem ich unbewusst die Luft angehalten habe. Aber leider gab es für mich auch so ein oder zwei Längen, da passierte rundweg eigentlich gar nichts. Und diese Passagen zogen sich dann ein wenig. Insgesamt aber hatte ich ganz tolle Lesestunden.

Leider hatte ich nicht begriffen, dass es sich um einen zweiten Band handelte. Das war aber nicht weiter schlimm, da diese Geschichte als eigenständige Geschichte gelesen werden und auch ohne den ersten Band verstanden werden kann.

Wer also Kinderbücher mag, der kann ganz getrost zu diesem greifen. Ich vergebe 4/5 Sternchen.

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Tags: adrienne kress, jugenbuch, timothy freshwater   (3)
 

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544 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

liebe, jugendbuch, sommer, zeitreise, tanya stewner

Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

Tanya Stewner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 19.02.2015
ISBN 9783596854264
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst dachte ich, ein leichtes Buch für Zwischendurch ist gerade genau richtig. Etwas für's Herz und zum Mitfühlen und abtauchen. Aber weit gefehlt. Diese Geschichte birgt noch so viel mehr. Es ist eine leichte Lektüre, aber nur deshalb, weil es sich um ein Jugendbuch handelt. Der Schreibstil ist flüssig. Erzählt wird die Geschichte aus Julis Sicht. Auch das Mitfühlen macht die Autorin einem leicht. Ihr gelingt es einfach perfekt, sämtliche Gefühle zum Leser zu transportieren. Ich konnte mich in die Protagonistin hineinversetzen und mich fühlen, als ob ich wieder 16 Jahre alt wäre. Ich habe mich leicht und lebendig gefühlt, ich war wütend, aber auch traurig. Und vor allem: schwer verliebt.

Zunächst lernt der Leser lediglich Juli und Whoopi kennen. Die Beschreibungen beschränken sich aber mehr auf deren Charaktereigenschaften. Das hat mir die beiden schon sehr sympathisch gemacht. Das Aussehen spielt keine wichtige Rolle, wird daher auf das Nötigste reduziert und man erfährt darüber auch erst ein bisschen später etwas. Gut gefallen hat mir vor allem, dass es sich um eine Protagonistin handelt, die nicht rundherum perfekt aussieht, aber ständig jammert, sie wäre so unscheinbar. Juli ist keine Schönheit nach unseren Vorstellungen und trotzdem hat sie eine tolle Ausstrahlung. Außerdem ist sie auch in ihrem Auftreten nicht perfekt. Sie macht Fehler, ihr Verhältnis zu den Eltern ist ziemlich unterkühlt und sie ist die Streberin der Klasse, die zu keinerlei Partys eingeladen wird. Kurz: Ein Mensch mit Ecken und Kanten und aus dem wahren Leben.

Nach einer sachten Einführung, schreitet die Geschichte immer schneller voran. Die Ereignisse folgen aufeinander, um dann wieder etwas ruhiger und gelassener zu werden, bis sie sich zum Schluss hin fast überschlagen. Aber nur fast, denn sie tun es nicht. Die Handlungen der Figuren fand ich immer sehr nachvollziehbar. Besonders gut gemacht fand ich, dass die Autorin mal einen anderen Zukunftsausblick gegeben hat, der nicht düster war. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und ich muss gestehen, dass ich mir eine solche Zukunft durchaus vorstellen könnte. Aber auch hier hat die Autorin nicht einfach eine rote Brille gezeichnet und dem Leser aufgesetzt. Sie hat alles Positive und Negative beleuchtet und beschrieben und lässt auch keinen Zweifel daran, dass Veränderungen Opfer brauchen. 

Diese Geschichte zog mich völlig in ihren Bann. Sie ist absolut spannend aufgebaut. Die Art, wie die Autorin Fragen erzeugt, die nicht unmittelbar beantwortet werden, sondern die sich in einer logischen Folge weiterer Handlungen erst ergeben, hat mich absolut eingenommen. Auch dieses Buch ist ein fabelhaftes Beispiel dafür, dass Spannung manchmal auch ohne Action auskommen kann. Es gab viele überraschende Momente und Wendungen. Ich habe auch allerlei Vermutungen angestellt, von denen keine so eingetroffen ist.

Am Ende bleibe ich nun traurig zurück, als ich das Buch zuschlage. Denn für mich dreht sich die Zeit auch wieder weiter. Eine Geschichte über die Liebe und Freundschaft und den Mut zu Veränderungen. Absolut empfehlenswert. Ich vergebe super tolle 5/5 Sternchen.

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Tags: romantisch, tanya stewner   (2)
 

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

may bee, tomas maidan, biene, tomas maiden, komödie

May Bee

Tomas Maidan
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 08.04.2015
ISBN 9783738022605
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

vampire, schutzengel, juliane seidel, band 1, werwölfe

Nachtschatten - Unantastbar

Juliane Seidel
E-Buch Text: 294 Seiten
Erschienen bei null, 31.03.2015
ISBN B00UETCB4K
Genre: Fantasy

Rezension:

Lily wird zu einer Jägerin ausgebildet. Künftig soll sie Wesen jagen, die abtrünnig geworden sind und gegen Regeln und Gesetze verstoßen. Doch als sie sich in Silas, einem Magier, verguckt und beschließt, ihm zu vertrauen und zu folgen, wird sie selbst zur Gejagten. Sie weiß nicht, warum alle Welt hinter ihr her ist. Adrian, ihr Schutzengel, scheint Vermutungen zu haben, aber er schweigt darüber. Lily ahnt, dass ihre Vergangenheit eine große Rolle spielt, doch sie kann sich nicht daran erinnern. Was ist vor acht Jahren wirklich geschehen?
Dieses Buch zog mich sofort in seinen Bann. Der Leser wird sofort direkt in die Geschichte geworfen. Es gibt keinen Prolog, weder als Rückblick noch als vorweggenommene Zukunft. Ebenfalls entfällt eine lange Einleitung, die uns Leser in die Geschichte einführt. Nein, zack, es ging sofort los. Die Geschichte las sich sehr flüssig. Anfangs fiel es mir zwar etwas schwer, die ganzen Namen auseinanderzuhalten und wer was ist und zu wem gehört, aber mit Voranschreiten ließ das nach. 
Auch etwas verwirrend empfand ich den ersten Rückblick in die Vergangenheit. Ich hatte damit nicht gerechnet und nicht jedes Kapitel beginnt damit, so dass ich mich kurz wunderte, wieso sich Lily plötzlich ganz woanders befand als am Ende des vorhergehenden Kapitels. Aber auch das hat sich ganz schnell gelegt, denn die Situation wurde schnell aufgeklärt. Bei den nächsten Rückblicken war sofort klar, dass es sich um solche handelte.
Die Figuren dieser Geschichte sind alle sehr liebevoll gezeichnet. Von allen konnte ich mir ein Bild vor Augen halten und hatte meine Vorstellung von ihnen. Auch die Beschreibungen der Handlungsorte waren angenehm lang. Nicht zu lang, nicht zu kurz. Einfach perfekt für diese Geschichte. Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, waren die Informationen und Hintergründe über die Schutzengel. Alles zog sich logisch durch die Geschichte. 
Besonders faszinierend fand ich auch die Rollen der Vampire, Werwölfe, Magier und Menschen. Kannte man sie bislang einfach nur als Blutsauer, egal ob gut oder böse, oder vampirhassende Wesen, die sich bei Vollmond wandeln, oder als Hexen bzw. Hexer, die Gutes wie Schlechtes mit einem Zauberstab bewirken, so nehmen sie in dieser Geschichte eine etwas andere Rolle ein. Sie trinken weiterhin Blut, wandeln sich und zaubern. Aber das hat mit ihren Schutzengeln zu tun. Um ihre Verbindung mit diesen Engeln zu stärken, müssen diese Wesen regelmäßig Rituale abhalten, die diese Taten erforderlich machen. Es ist also ein Unterschied, ob der Vampir einfach seinem Blutdurst nachgibt oder kontrolliert Blut trinkt. Zudem finde ich, dass die Schutzengel die heimlichen Protagonisten dieses Buches sind. Sie sind sehr faszinierend und ich liebe sie alle.
Die Handlungen waren ebenfalls sehr spannend aufgebaut. Sie waren für mich stets nachvollziehbar. Die Spannung ließ niemals nach und auch bei den Charakteren konnte ich mir nie wirklich sicher sein, was Schein und was "Sein" ist. Zudem versteht es die Autorin wirklich hervorragend, Rätsel in die Geschichte einzubauen, deren Geheimnisse sich aber erst nach und nach offenbaren. Vielleicht. Denn - entgegen ihrer Aussage - endet die Geschichte noch lange nicht, sondern das Buch nur mit einem wirklich gemeinem Cliffhanger.
Dieses Buch kann ich bedingungslos weiterempfehlen. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

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Tags: juliane seidel, schutzengel   (2)
 

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96 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

engel, krieger des lichts, dämonen, erzengel, gabe

Krieger des Lichts: Nihil fit sine Causa

Jasmin Romana Welsch
E-Buch Text: 523 Seiten
Erschienen bei null, 11.07.2014
ISBN B00LQZUVE8
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mia ist nicht wie andere Teenager: Sie ist unkonzentriert, tollpatschig und statt Partys zu feiern, bleibt sie lieber für sich allein. Ihre Mitschüler halten sie für einen Sonderling. Sie wissen nicht, wie recht sie damit haben, denn Mia kann Gefühle lesen. Kurz vor ihrem 17. Geburtstag lernt sie Keon kennen, der sie vor einem Ungeheuer rettet. Aber so etwas gibt es doch gar nicht, oder? Unversehens beginnt für Mia ein ganz neues Leben, in dem sie sich willkommen fühlt wie noch nie. Sie erfährt plötzlich, wie es ist, zu einer Gemeinschaft zu gehören und widmet ihr neues Leben dem Schutz der Menschheit. Und nebenbei erfährt sie auch noch etwas über ihre Vergangenheit.
Diese Geschichte wird aus Mias Perspektive erzählt.  Sie las sich sehr flüssig und war von Beginn an spannend aufgebaut. Aufgepeppt wurde sie mit einer Portion Humor, der an einigen Stellen für Lacher gesorgt hat. Ebenso wurden die Gefühle der Charaktere sehr gut transportiert. Ich konnte mit Mia wütend oder traurig sein oder mit ihr lachen. Kurz: Ich konnte jederzeit mitempfinden.
Die Charaktere selbst sind sehr anschaulich gezeichnet. Ich konnte mir von jedem ein klares Bild machen. Nur eine Sache hat mich hierbei ein wenig gestört: Sämtliche Charaktere waren (teilweise überirdisch) schön. Bei der ein oder anderen Figur ist das sicher richtig, aber bei den anderen hätte ich ein paar Makel nicht schlimm gefunden. Auf der anderen Seite hatte dies wiederum zur Konsequenz, dass ich mir nie sicher sein konnte, in welche Richtung sich Mia orientieren wird. Das wiederum hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte ja einige Vermutungen gehabt. Aber blass blieb für mich keine der Figuren. Was die Entwicklungen der Charaktere betrifft, so blieben diese zwar nicht stehen, aber sie zogen sich manchmal ein wenig. Hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr Entwicklung gewünscht. Deutliche Entwicklungen konnte ich lediglich bei Mia und Keon beobachten. Bei allen anderen blieb sie ein bisschen zurück.
Die Handlungen waren logisch und nachvollziehbar. Sie bauten konsequent aufeinander auf und es gab keine Szene, in der ich mich nach dem "Warum" fragte. Und auch wenn ich in der einen oder anderen Situation anders reagiert hätte: Ich konnte trotzdem verstehen, wieso Mia so und nicht anders reagiert hat, denn sie ist nunmal nicht ich. Auch die Spannung wurde immer wieder hochgehalten. Sie entlud sich an einigen Stellen der Geschichte, wurde aber stetig neu aufgebaut. Einige Handlungen konnte ich ein bisschen erahnen, aber die Autorin hat es doch wiederum geschafft, mich an den entscheidenen Stellen zu überraschen. Jetzt bin ich ein bisschen traurig, dass der erste Teil vorbei ist, aber ich bin auf den nächsten Teil sehr gespannt.

Allen Fantasy-Fans kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Ich vergebe daher tolle 4/5 Sternchen.

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Tags: erzdämon, erzengel, krieger des lichts   (3)
 

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237 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

märchen, fee, hexe, hexenjäger, fantasy

Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian
E-Buch Text: 156 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 14.04.2015
ISBN 9783738023206
Genre: Fantasy

Rezension:

Die dreizehnte Fee wurde geweckt. Sie hat lange geschlafen. Sehr lange. Nun ist sie wach und wird von Rache und Vergeltung getrieben. Zusammen mit dem Hexenjäger macht sie sich auf die Suche nach ihren Schwestern. Doch sie ist schwach und lernt plötzlich die verwirrende Vielfalt von Gefühlen kennen. Was passiert da bloß mit ihr?

Ich liebe Märchen und deswegen war glasklar, dass ich dieses Buch selbstverständlich unbedingt lesen wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte selbst ist kein typisches Märchen, aber sehr wohl aus diesen geboren. Es gibt sehr viele bekannte Märchen, die ihren Platz in dieser Geschichte finden und eng mit dieser Geschichte verwoben sind. Dies ist eine Geschichte, in der Gut und Böse nicht klar auseinanderzuhalten sind. Eine Geschichte, die von der dreizehnten Fee erzählt wird, die einst eine grausame und gefühlskalte Feenkönigin war. So ist die Geschichte schon aus diesem Grunde sehr spannend und völlig anders aufgebaut. Normalerweise wollen die Protagonisten die Welt retten, nicht Vergeltung üben.

Die Geschichte las sich sehr angenehm, ich fand den Schreibstil ein ganz kleines bisschen philosophisch angehaucht, weswegen ich immer mal inne hielt und über das eine oder andere nachdachte. Aber dem Lesespaß hat das nicht die Freude genommen, ganz im Gegenteil. Die ganze Geschichte ist von Beginn an spannend. Alles ist sehr rätselhaft und ich musste all meine Geduld zusammennehmen, um nicht vor Neugierde zu sterben. Nur nach und nach werden Geheimnisse enthüllt, Zusammenhänge klar und Rätsel gelöst. 

Einige dieser Figuren werden nicht mit Namen bezeichnet bzw. nur sporadisch. Auch die Beschreibungen der Figuren reduzieren sich auf das Notwendigste. Und trotzdem sind genau diese Dinge, die der Leser erfährt, punktgenau das, woraus ich mir ein Bild machen konnte. Mehr brauchte ich gar nicht. Einige Figuren sind recht einfach einzuschätzen, andere wiederum gar nicht. Besonders ein Charakter hat mir das Leben ein wenig schwer gemacht, weil ich partout  nicht dahinterkam, was ihn antrieb. All dies trug erheblich zur Spannung bei.

Die Geschichte ist sehr fesselnd und spannend geschrieben. Aber auf der anderen Seite auch sehr gefühlvoll. Es gab so manche Szene, die mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Dies insbesondere auch vor dem düsteren Hintergrund der Dreizehnten. Die Geschichte der bösen Fee - man mag es kaum glauben - hat mich berührt. Es gab so unheimlich viele Facetten an Gefühlen und jedes einzelne konnte ich nachvollziehen. Die Handlungen sind absolut logisch aufgebaut. Und die Spannung, ich erwähnte es bereits, ließ die Atmosphäre knistern. Ich warte jetzt ganz ungeduldig auf den nächsten Teil und hoffe, dass ich nicht allzulange warten muss.

Ich dieses Buch jedem empfehlen, insbesondere - aber nicht ausschließlich - all jenen, die Märchen lieben. Ich vergebe 5/5 Sternchen.

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Tags: julia adrian, märchen, rache   (3)
 

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(10)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

12, 31

House of Night - Verloren

P.C. Cast , Kristin Cast , Marie Bierstedt
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Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.01.2013
ISBN 9783838770956
Genre: Jugendbuch

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roboter, francis linz, anthony nol, manuzio, rezension

Anthony Noll und der goldene Zeigefinger (Buch 1 & 2): Buch 1: wenn kleine Roboter träumen & Buch 2: wenn kleine Roboter singen

Francis Linz
Flexibler Einband: 214 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.12.2014
ISBN 9781503333192
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach einem Unfall erwacht Anthony in einer völlig fremden Umgebung. Nichts und niemand kommt ihm bekannt vor. Er ist ein Roboter und fragt sich, ob er träumt oder ob das so eine Art Himmel ist. Zusammen mit drei anderen Roboterkindern geht er zur Schule und lernt außergewöhnliche Fächer, denn er wird zum Zauberer ausgebildet. Und er muss seine Roboterfreundin Sims retten, die schwer krank ist und deren endgültige Abschaltung kurz bevorsteht.

Dieses Buch hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Obwohl die Geschichte durchaus eine Geschichte für Kinder sein könnte, ist sie dies nicht. Aber Erwachsene werden schon allein durch den Schreibstil viel Vergnügen am Lesen haben. Wer vermutet, dass dieser nämlich leicht ist und die Geschichte somit einfach überflogen werden kann, der liegt hier falsch. Der Schreibstil mutet teilweise ein wenig altmodisch an. Dies liegt wohl auch darin begründet, dass die Satzstellung etwas ungewöhnlich ist. Außerdem macht der Autor gerne aus Halbsätzen eigenständige Sätze. An Stellen, an denen normalerweise zwei Satzhälften durch ein Komma getrennt werden, wird ein Punkt gesetzt Und so habe ich einfach Wort für Wort gelesen und genossen. Aufgesaugt wie ein Schwamm, immer begierig darauf zu erfahren, wie es weitergeht mit Anthony und seinen Freunden.

Die Charaktere und deren Umgebung sind toll beschrieben, niemand bleibt blass im Hintergrund. Jeder zeichnet sich durch seine Schwächen und Stärken aus. Und was mir am besten gefallen hat: Die Umwelt nimmt der Autor stets durch die Augen seiner Figuren wahr, nicht umgekehrt. Wenn von der Erde die Rede ist, dann beschreibt der Autor diese aus Sicht seiner Figuren. Er kennt die Erde also nicht, kann entsprechend auch die Lebewesen nicht wie selbstverständlich benennen. Der Blick auf die Erde war ein Blick durch ganz fremde Augen. Das fand ich großartig.

Der Leser erfährt auch so einige Hintergründe über die Charaktere. Dabei schweift der Erzähler aber nicht ab, sondern erzählt so viel, wie man als Leser wissen muss, um Handlungen und Verhalten der Figuren zu verstehen. Die Zeitsprünge zwischen den Hintergründen aus der Vergangenheit und dem Jetzt sind klar und verständlich. An keiner einzigen Stelle musste ich mich fragen, wo ich mich eigentlich gerade befinde.

Die Geschichte wird niemals langweilig. Ganz im Gegenteil. Der Autor baut ständig erneut Spannung auf, die sich in einigen Szenen entladen. Und der Autor zeigt, dass es nicht immer Flucht-/ Kampfszenen sein müssen, sondern auch mal angeblich "ruhigere" Szenen wie Prüfungen etc. sein können, die vor Spannung nur so brodeln. Francis Linz vermag es einfach, jegliche Aufregung perfekt zu transportieren, so dass ich einfach mitzittern und mitleiden musste.


Die Handlungen der Figuren waren durchweg schlüssig. Er deckt sogar Lügen auf, die mir selbst entgangen sind, obwohl ich eigentlich darüber hätte stolpern müssen. Da es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt, bin ich mit vielen Fragen am Schluss zurückgeblieben. die mir hoffentlich alle noch beantwortet werden. 

Lasst euch diese Geschichte nicht entgehen. Sie ist einfach wundervoll geschrieben und ich kann sie jedem ans Herz legen. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

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