Leserpreis 2018

KaterinaFrancescas Bibliothek

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327 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Über 100 Jahre hat Aurora geschlafen bis sie endlich vom Prinzen Rodric wachgeküsst wird. Nun wird alles gut! Nur wie scheint noch fraglich.  Rodrics Familie, die Herrscher von Alyssinia, sind entschlossen, Aurora innerhalb kürzester Zeit mit dem schüchteren Rodric zu veehelichen. Doch Aurora zweifelt an dem Märchen der schlafenden Schönheit, die nur durch der wahren Liebe Kuss geweckt werden konnte und dann ewiges Glück über ihr Volk bringen wird. Da begegnet ihr auch noch der faszinierende Tristan, der seinerseits entschlossen ist, das der König von Alyssinia entfernt werden muss.

Also erwartet habe ich vor dem Lesen eine Märchenparodie... Irgendwie löst die Geschichte diese Erwartung einfach nicht ein. Obwohl Aurora von Beginn an die Heilserzählung ihrer und Rodrics Liebe skeptisch gegenüber steht, sagt sie dennoch zu gefühlt allem Ja und Amen. So gehorcht sie der strengen und eiskalten Iris (Rodrics Mutter) und trotz Johns (Rodrics Vater und König) offensichtlichen Grausamkeiten, dauert es ewig, bis sie sich wirklich gegen ihn stellt. Einen Großteil der Zeit verbringt sie eingschlossen in ihrem Zimmer. Dann gibt es da noch Auroras verborgene Fähigkeiten, die erst gegen Ende von Band 1 zu Tage treten. Alles in allem hat diese Geschichte einfach kein originelles Moment und ich habe sie in abgewandelter (und besserer) Form schon zigmal gelesen. Natürlich funktioniert die Geschichte zwischen dem besitzlosen Tristan und der Prinzessin Aurora, aber die beiden sind nun kein Paar, dessen happily ever after ich süchtig lesen müsste...
Leider habe ich bereits Band 2, sodass ich mich wohl demnächst mal durchquälen muss.

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Tags: ewig, wenn liebe erwacht   (2)
 

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Symantriet

C.I. Harriot
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 29.05.2018
ISBN 9783959912815
Genre: Fantasy

Rezension:

Einst stürzten fünf Könige gemeinsam den Tyrannen Chaver und teilten das Land unter sich auf. Doch 15 Jahre später ist der Friede in Gefahr, Unstimmigkeiten drohen die Königreiche in Fehden zu stürzen. König Elias von Endline hofft durch eine Heirat seiner Tochter Isabelle mit einem der Königssöhne eine Allianz schmieden zu können. Doch im Hintergrund nehmen üble Intrigen ihren Lauf und gerissene Gegner machen sich bereit. Inmitten dieser Ungewissheiten sieht sich Isabelle mit ungeahnten Kräften konfrontiert, die sie kaum zu verstehen vermag.

Symantriet ist ein typischer Fantasyroman in einem Pseudomittelaltersetting. Leider konnte er mich nicht so wirklich überzeugen. Zum einen sind da die ewig gleichen Disney Stereotype: die böse Stiefmutter von Isabelle, Camelia, ist die typische Xanthippe, wo man schon im Märchen nicht versteht, wieso ein angeblich gütiger und kluger König sich so eine Harpyie ausgesucht hat. Camelia spinnt dunkle Intrigen und hat einen unglaubwürdigen Hass auf ihre Stieftochter, wenn auch der Hass gegen ihren Mann noch nachvollziehbar sein mag. Der ach so kluge und gütige König ist jedoch völlig ahnungslos gegenüber dem wahen Wesen seiner Angetrauten. Die geplante Heirat scheint vollkommen überzogen, da dieser doch sehr liebevolle Vater erwartet, dass seine Tochter an einem Ball teilnimmt und sich noch am selben Tag für einen der bis dato gesichtslosen fremden Prinzen entscheidet. Der Antagonist Gregor, ein gieriger und gewaltätiger Prinz, ist entsprechend überzeichnet. Das einzig Positive hieran ist, dass keine Beschönigungen stattfinden. Gewalt, vor allem gegenüber Frauen, wird thematisiert, sodass es kein ganz rosafarbenes Disyneymärchen darstellt. Angenehm an dem Roman waren die vielen Perspektiven und deren schneller Wechsel. So kam ich immer wieder schnell zu meinen Lieblingsperspektiven und die zügigen Ortswechsel hielten die Spannung aufrecht. Das Problem ist, dass es sich um eine altbekannte Geschichte handelt, sodass die arme Prinzessin, natürlich sich auch verliebt und später von der Identität ihres Schwarms überrascht wird. Es fehlt einfach an Originalität (warum muss die Protagonistin z.B. Belle/Isabelle heißen? Gibt es keine anderen Namen oder musste nochmal der Name sagen, dass sie schön ist?) Auch die Blumen, die sie so liebt, sind natürlich Rosen, als gäbe es nicht hunderte Soten von Blumen...könntens dann nicht auch mal Lilien oder was anderes sein??)
Damit will ich nicht sagen, dass das Märchennarrativ nicht funktionieren kann, nur erwarte ich dann das gewisse Etwas, eine besondere Atmosphäre, eine originelle Erzählung oder Ähnliches....
Und genau das fehlte mir hier. Isabelle als Charakter hat Potential, sie ist eine Kämpferin, die ihren eigenen Kopf hat, allerdings verbringt sie seitenweise damit zu, in ihrem Zimmer eingeschlossen zu sein und zu toben...
Auch Chace, einer der Prinzkandidaten hat als Figur Potential, nur bleibt mir die ganze Geschichte viel zu oberflächlich...
Eine Kleinigkeit zum Cover: Isabelle ist im Roman 15 Jahre alt, die Frau auf dem Cover sieht aus wie 20, finde ich persönlich etwas unglücklich^^

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Tags: symantriet   (1)
 

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Die Dämonen

Fjodor Dostojewski , Hermann Röhl
Fester Einband: 928 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.08.2012
ISBN 9783866478640
Genre: Klassiker

Rezension:

In einer russichen Provinzstadt brodelt es. Der Nihilist Nikolai Stawrogin, Sprössling einer reichen und einflussreichen Generalswitwe und der amoralische Pjotr Werschowenski, seines Zeichens Sohn des Protegees der Generalswitwe, sind in revolutionöre sozalistische Bestrebungen verstrickt und wiegeln auf diese Weise die leichtgläubigen und manipulierbaren Sympathisanten des Sozialimsuses auf. Ihre verbrecherischen und tollen Handlungen halten die Stadt in Atem und schrecken auch vor Mord nicht zurück.

Der Einstieg in Die Dämonen  ist mir sehr schwergefallen, da es einige Kapitel in Anspruch nimmt, ehe die Geschehnisse um die beiden jungen Männer in den Mittelpunkt rücken. Im Zentrum steht am Anfang hingegen Stepan Werchowenski, Pjotrs Vater. Er ist eine denkbar anstrengende Figut, hat in seiner Jugend einst sozialistische anmutenden Vorlesungen gehalten und hält sich daher für wichtig. Sein pathetisches Auftreten ist eine Strapaze für die Nerven, in seinen Ergüssen fällt er immer wieder ins Französische und redet ohne Punkt und Komma. Die Beziehung zu seiner Gönnerin Wawara (Nikolais Mutter) ist denkbar komisch, da sie eisern über ihn herrscht und seit 20 Jahren für seinen Unterhalt aufkommt und ihn vor allem Unbill der Wirklichkeit abschirmt. Zentral ist er auch deshalb, weil er mit einer liberalen Halung das einzige Rollenvorbild für Nikolai und in geringem Maße für Pjotr war, von dem er lange Jahre getrennt lebte. Die revolutionären Agitationen, die vor allem von Pjotr initiiert werden nehmen in der Folge die unglaublichsten Formen an. Die fanatischen Theorien der Verschwörer bilden einen Mix aus Atheismus, blutiger Revolution, märtyrerhafter Selbstaufopferung und münden in ihrem Kreis in absolute Anarchie. Dabei konnte ich mir kaum einen Reim auf die Motive der beiden Protagonisten machen. Nikolai ist scheinbar ein Nihilist, dem alles egal ist, während Pjotr auch kein übereugter Sozialist ist, sondern viel mehr ein Spötter, der es liebt, Chaos zu stiften und der andere Menschen wie die Marionetten für sich tanzen lässt.
Dennoch gibt der Roman ein eindrückliches Bild von den geistigen Strömungen, ja Verwerfungen, des 19 Jahrhunderts. Die liberale und dabei völlig weltfremde und unselbständige Haltung Stepans steht in völligem Widerspruch zu den Intrigen und Verbechen seines Sohnes oder der vollkommenen Indifferenz Nikolais.

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Tags: die dämonen, dostojewski, russland   (3)
 

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28 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Queen of Air and Darkness

Cassandra Clare
E-Buch Text: 720 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Children's UK, 04.12.2018
ISBN 9781471116728
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Norse Mythology

Neil Gaiman
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing, 06.03.2018
ISBN 9781408891957
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Norse Mythology lässt Neil Gaiman die alten nordischen Götter wieder lebendig werden. Wer schon immer wissen wollte, wie Thor seinen Hammer bekam, wie Odin sein Auge verlor oder wie Ragnarök über die alten Götter hereinbrach, wird hier fündig.

Spannend und mit viel Witz erzählt haucht Gaiman den bekannten Göttern der nordischen Sage mit Norse Mythology neues Leben ein. In aneinander gereihten Kurzgeschichten erzählt er ein paar der wichtigsten Geschichten der Edda nach. Die nordischen Götter sind dabei keine übernatürlichen Wesen, die nur Gutes tun. Vielmehr sind sie unbezähmbar. Loki ist der gerrissenste und verschlagenste unter den Göttern. So oft seine gefährlichen Späße die anderen Asen auch in Not bringen, ist seine Verschlagenheit doch häufig unersetzlich, um selbst die verzwicktesten Situationen zu lösen. Er ist eine unglaublch ambivalente Figur, dessen Loyalität wohl niemand so recht einzuschätzen vermag. Aber auch die Frauen der Asen sind eine Kraft, mit der man rechnen muss. Da ist die furchteinflösende Freya, vor derem Zorn die anderen Götter zittern. Odin ist der weise Göttervater, der für die Weisheit einst mit seinem Auge bezahlte.  Doch aller Weisheit der Welt zum Trotz, bricht am Ende Ragnarök über die Asen herein, das Ende der Götter.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Voller Witz erzählt, lässt Gaiman die alten Götter der nordischen Sage wieder lebendig werden, sodass man nicht nur viel Grund zum Schmunzeln hat, sondern auch noch etwas dabei lernt. Natürlcih hat das Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr werden zentrale Erzählungen der Edda nacherzählt und geben einen kleinen Vorgeschmack auf diese uralten Sagen, die uns oft weniger präsent sind, als die Geschichten der römischen und griechischen Götter.

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Tags: neil gaiman, norse mythology   (2)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Bis ans Ende der Ewigkeit

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 22.07.2019
ISBN 9783764506100
Genre: Romane

Rezension:

Phoebe Taylor weiß genau, was sie möchte: die Ewigkeit mit ihrer großen Liebe Marcus zu verbringen. Doch die Verwandlung in einen Vampir ist nicht einfach, vor allem, wenn der Vampircan in Spe darauf besteht, es alles ganz traditionell zu halten, sodass Phoebe udn Marcus in der ersten Zeit nach ihrer Verwandlung getrennt sein müssen. Während Phoebe sich an ihre Vampirexistenz gewöhnen muss, plagen Marcus Dämonen seiner Vergangenheit. Und er muss sich fragen, wer er eigentlich ist und wie seine demokratischen Ideale sich mit den de Clermont-Sitten vereinbaren lassen.

Time's Convert, das Sequel zur All Souls- Trilogie, hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Großer Pluspunkt ist, wie bei allen Sequels, dass man alle liebgewonnen Charaktere wiedertrifft, auch wenn es im Roman um zwei Nebenfiguren der Hauptstory geht. Spannend sind die Rückblicke in Marcus' Vergangenheit. Man erfährt, wo er aufwuchs, wie und wo er Matthew begegnete und auf welche Weise sein Leben als Vampir begann. Unterdessen hadert seine Verlobte kilometerentfernt mit dem ersten Blutdurst und den Körper einer Unsterblichen. Doch eigentlich ist es Marcus' Geschichte, die im Zentrum steht und ein großer Teil des Romans spielt in der Vergangenheit. Das ist leider auch einer der Nachteile des Buches, da der Storyline der Gegenwart irgendwie die Spannung fehlt und sie daher etwas untergeht. Es gibt eigentlich wenige Szenen, in denen Marcu's und Phoebe zusammen vorkommen. Dafür bekommt man einige süße Familienszenen von Diana und Matthew mit ihren Zwillingen zu sehen und man lernt unter anderem die selbstbewusste Freya de Clermont besser kennen, die Phoebe während ihrer Wandlung zur Seite steht.

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Tags: time's convert   (1)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Wie klone ich ein Mammut?

Torill Kornfeldt , Maike Barth , Inge Wehrmann
Fester Einband: 244 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.08.2018
ISBN 9783806237702
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Gebiet der Genforschung und Biotechnik wächst akuell rasend schnell und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Torill Kornfeldt besucht auf ihrer Reise rund um den Globus die unterschiedlichsten Wissenschaftler, von denen manche exotische und längst ausgestorbene Tiere wie Mammuts und Dinosaurier wiedererschaffen wollen, andere wiederum erst kürzlich verstorbene Arten, wie zum Beispiel die amerikanische Wandertaube, mittels Gentechnik neu erschaffen wollen. Die Motivationen für diese Forschungen sind dabei vielfältig und ebenso die Methoden der beteiligten Gentechniker.

Wie klone ich ein Mammut? ist ein unglaublich spannendes Sachbuch, das selbst komplexe Vorgänge der Gentechnik für den interessierten Laien anschaulich erklärt. Eingebettet in einen rahmenden Reisebericht mit Bescheibungen des einzigartigen sibirischen Permafrosts und anderer faszinierender Landschaften dieser Erde, schafft es Kornfeldt, auch komplexe genetische Techniken und die Herausforderungen, denen sich die Wissenschaftler stellen müssen, mittels Analogien und Metaphern lebendig zu beschreiben. Dabei meistert sie den Spagat zwischen den Möglichkeiten der Gentechnik für die Arterhaltung und -wiedererweckung sowie den potentiellen Risiken einer solchen Invasion der Natur. Die Bandbreite der ausgewählten Geschöpfe reicht von der oberflächlich vielleicht weniger spannenden amerikanischen Wandertaube über den Pyrenäensteinbock bis zum zotteligen Mammut. Eins haben die Projekte alle gemeinsam: die untersuchten Arten werden, wenn die Foscher Erfolg haben, nicht die gleichen sein, die vielleicht vor Jahren oder Jahrhunderten existieren, vielmehr werden sie lediglich Stellvertreter ihrer Urahnen sein.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für die Möglichkeiten der Genechnik interessiert und nebenbei noch etwas über die faszinierenden Arten erfahren will, an deren Wiedererweckung unermüdlich gearbeitet wird.

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Tags: wie klone ich ein mammut?   (1)
 

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109 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Feder & Klinge

Rebecca Andel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag, 13.07.2018
ISBN 9783764170844
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 19jährige Ariane hat schon seit frühster Kindheit "Episoden". Und wegen diesen ist sie in psychatischer Behandlung. Ihr neuer Therapeut ermutigt nun ihre Schreibversuche, da er überzeugt ist, Ariane könne sich auf diese Weise mit ihren Ängsten auseinandersetzen. Doch während Ariane Seite um Seite füllt scheint ihr Roman ein Eigenleben zu entwickeln und der vom Leben gezeichnete Raban, Protagonist ihres Buches, schleicht sich immer weiter in ihr Herz.

Das Besondere an Feder und Klinge ist, dass quasi ein Buch im Buch geschrieben wird. Szenen aus Arianes Leben (Besuche bei ihrem Therapeut, Weggehen mit Freunden) wechseln sich ab mit von ihr geschriebenen Szenen in der dystopischen Anstalt, in der Raban nur Nummer 023 ist. Einerseits bleibt die Geschichte dadurch im Fluß und wird vor allem durch Rabans Plot spannend gehalten, andererseits wirkte der Handlungsstrang um Ariane etwas banal, sie sitzt bei ihrem Therapeuten mit Problemen, weil sie anders ist und die Welt sie für verrückt hält. Ganz neben bei schummelt sich noch die Botschaft ein, dass es die Welt ist, die verrückt ist und nicht die andersartigen, besonderen Menschen. Die Liebesgeschichte von Ariane und Raban ist weder besonders überraschend, noch hat sie mich sehr mitgerissen. Gerade im zweiten Drittel rutscht der Roman teilweise ins Melodramatische und Dr. Mobius als Superbösewicht hat mich schrecklicherweise an klassische Disneybösewichte erinnert, die böse sind, weil sie die Weltherrschaft haben wollen^^ Gleiches findet sich bei Dr. Mobius, nur leider konnte er mich als Superbösewicht mit Weltherrschaftsplänen nicht sehr überzeugen. Obwohl ich den Schreibstil der Autorin sehr angenehm finde, ist es nichts was mich emotional groß berührt hätte. Die Melodramatik der Liebenden ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass es nur ein EInzeltitel ist. Arianes Buch jedoch, ist als Trilogie angelegt, es ist also quasi eine Trilogie in einem Buch.
Ist wahrscheinlich keines der Bücher, die ich nochmal lesen würde (ist immer meine Entscheidungshilfe für die Sternenvergabe).

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Tags: feder & klinge, rebecca andel   (2)
 

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198 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Unterleuten

Juli Zeh
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei btb, 11.09.2017
ISBN 9783442715732
Genre: Romane

Rezension:

In Unterleuten, einem ostdeutschen Provinzdorf, droht eine Krise, als eine Energiefirma Windräder in der ländlichen Idylle aufzustellen plant. Hinter den Fassaden treten lang und sorgsam gepflegte Feindseligkeiten zwischen den Dorfbewohner wieder hervor und was beginnt, ist ein Kleinkrieg: Zugezogene gegen Alteingesessene, Naturschützer gegen Pragmatiker, Kapitalisten gegen Kommunisten Wendengewinner gegen Wendenverlierer.

Nach kleinerer Einstiegsschwiergkeiten hat mich der Roman so gefesselt, dass ich mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören konnte. Multipersperspektivisch erzählt wird jedem kauzigen Original der Unterleutner Heide eine Stimme gegeben. Da ist der alte Grombowski, Firmenchef des großen Landwirtschaftsbetrieb, Kron, der eine erbitterte Feindschaft zu dem "Junker" Grombowski hegt, Kathrin, Krons Tochter, die mit dem erfolglosen Schriftsteller Wolfi verheiratet ist. Dann noch die Neuzugegzogene Jule mit ihrer kleinen Tochter Sophy und ihrem 20 Jahre älteren Mann Gerhard, einem ehemaligen  Soziologieprofessor, der nun in der ländlichen Idylle beim Vogelschutzbund arbeitet und dort diverse Baupläne der Nachbarschaft aus Naturschutzbedenken torpediert. Nicht zuletzt Linda Franzen, die ihr Pferd und zukünftigen Deckhengst mehr liebt, als ihren Freund Frederik und die sich ganz der Selbstoptimierungsdevise des 21. Jahrhunderts verschrieben hat und wie eine Abrissbirne alle Hindernisse in ihrem Leben aus dem Weg räumt. Was mich nach dem Lesen so unglaublich verblüfft hat, war die Tatsache, dass ich nach 600 Seiten eigentlich keinen Sympathieträger für mich ausmachen konnte, vielmehr sind alle Beteiligten bemüht, sich in der Provinzwelt von Unterleuten und deren akuter Bedrohung vom technischen Fortschritt und der Landflucht zurechtzufinden. Dabei hadern sie alle mit ihren Lebens- und Weltanschauungsentwürfen und scheinen wie Schiffe, die keinen Hafen haben. Auch im Angesicht aktueller politischer Debatten springt die Aktualität des Romans ins Auge. Die Beziehungsdynamiken in einem ostdeutschen Winzdorf sowie die enge Verflechtung der Lebensläufe der meisten Anwohner mit dieser ruralen Gegend geben einen tiefgreifenden Einblick in die Mentalität der Protagonisten, der gerade deshalb besonders eindrücklich ist, weil der Erzähler sich jeden Urteils enthält und niemanden auf die Anklagebank zitiert, denn das abschließende Urteil bleibt den Lesern überlassen, wenn sie sich überhaupt in der Lage sehen, ein solches zu fällen.

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Tags: juli zeh, unterleute   (2)
 

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1.236 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 103 Rezensionen

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Animant Crumbs Staubchronik

Lin Rina
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 20.11.2017
ISBN 9783959913911
Genre: Fantasy

Rezension:

Die junge Animant Crumb möchte eigentlich nur eins - in Ruhe ihre Bücher lesen. Doch ihre Mama hat andere Pläne und versucht, Animant bei jeder Gelegenheit zu mit reichen Junggesellen zu verkuppeln. Doch dann wird Animant ein unwiderstehliches Angebot gemacht: einen Monat lang darf sie in der Londoner Universätsbibliothek als Bibliothekarsassistentin arbeiten. Eine Möglchkeit, den ständigen Verkupplungsversuchen ihrer Mutter zu entkommen. Einziger Haken an der Sache: Mr. Reed - seines Zeichens Bibliothekar der Bibliothek und ausgemachter Griesgram, der bereist 25 Bewerber vertieben hat.

Animant Crumbs Staubchronik hat mich positiv überrascht. Sie spielt im viktorianischen England. Obwohl die Geschichte wahrscheinlich auch in abgewandelter Form in einem Groschenroman vorstellbar wäre, hat sie doch Atmosphäre, Witz und zwei interessante sowie etwas schwierige Hauptcharaktere. Animant sieht sich an ihrem ersten Tag mit Mr. Reeds schroffer und nervenaufreibender Art gegenüber, doch ist sie klug, organisiert und kann kräftig zupacken. EIne völlig neue Erfahrung für sie, da sie sonst den ganzen Tag lesend in ihrem Sessel verbringen konnte.
Animant meidet Gesellschaft, wann immer sie kann, und wird sie einmal von ihrer Mutter mitgeschleppt, begegnet sie den  völlig von sich überzeugten, faden Männern mit einer gehörigen Portion verstecktem Sarkasmus, um sie schnell wieder loszuwerden.
In dem wohlhabenden gutaussehenden Mr. Boyle erkennt Anis Mutter bereits ihren zukünftigen Schwiegersohn, was ganz neue Verwicklungen für Animant auf den Plan ruft.
Die Arbeit in der Bibliothek eröffnet ihr wiederum nie gekannte  Perspektiven, fordert sie heraus und lässt sie reifen, sodass sie auch den Studenen nach und nach Respekt einflöst (Frauen dürfen an dieser Uni nicht studieren und sind daher eine Attraktion). Animants Temperament und ihre gerechte Empörung über Mr. Reeds unmögliches Verhalten treffen oft aufeinander und führen zu amüsanten Worgefechten. Dabei dauert es seine Zeit, bis beide erkennen, wie gut sie zueinander passen und dann trümen sich noch viele Hindernisse vor ihnen auf: Animants gefakte Ausleihkarte für Elisa, eine freimütige Studentin, Animants vornehme Familie und ihre eigenen Unsicherheiten.
Das einzige Manko, das der Roman hat, ist das Ende (kein Spoiler, keine Sorge). Die ganze Geschichte ist so stimmig, atmosphärisch und einfach süß, dass mir das Ende doch eher anti-klimatisch vorkam. Man kennt das ja, dann wird eine gewisse Spannung zwischen zwei Charakteren mühsam und überzeugend aufgebaut, bleibt jedoch im letzten Kapitel auf der Strecke und man fragt sich, wieso die Autorin sich vorher überhaupt die Mühe gemacht hat. Einen Epilog hätte ich mir noch gewünscht, da sich die Ereignisse gegen Ende urplötzlich überschlagen, was schade ist, da die Geschichte vorher sehr stimmig und im richtigen Tempo war.
Nicht unterschlagen will ich, dass der Plot keine nennenswerten Wendungen hat. Es geht mehr um die Entwicklung der Charaktere, als um Spannung und Action. Trotzdem wird eine anheimende, gemütliche Atmosphäre kreiert, in der man sich richtig wohl fühlt.

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Tags: animants crumbs staubchronik   (1)
 

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126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Die Königin der Schatten - Verbannt

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.06.2017
ISBN 9783453315884
Genre: Fantasy

Rezension:

Kelsea hat sich der Roten Königin ausgeliefert, im Austausch für Tearlings Sicherheit. Mace ist nun der Regent und muss die Bewohner Tearlings schützen. Doch Kelsea hadert mit dem Pakt, den sie und Rowland Finn eingingen. Ihre Saphire führen sie in die Vergangenheit zu den Anfängen von Tearling. Unterdessen brodeln Unruhen in Mortmesne und die eiserne Herrschaft der Roten Königin beginnt zu wanken. Auch ihr Geist wird ins Chaos gestürzt, als in den nördlichen Wäldern sich eine dunkle Macht erhebt. Kelsea lüftet die Herkunft der Roten Königin und erfährt, was die Schreckensherrscherin zu der Frau machte die sie heute ist.

Der finale Band steigt überzeugend ein. Kelsea wird auf dem Weg der Sklavenlieferungen nach Mortmesne deportiert. Unkontrolliert reißen sie Visonen in die Vergangenheit von Tearling. Sie sieht wie der Traum von einer gerechten Gesellschaft von innen zersetzt wird - eine Zersetzung, die niemand aufhalten kann. Rowland Finn entpuppt sich als ein Verräter, der mit Manipulatiosngeschick viele Menschen auf seine Seite zog und Unfrieden stiftete. Auch die fragwürdige Vergangenheit des Fetch wird ans Licht geholt und Kelsea muss erkennen, dass gutes Aussehen kein Garant für Charakter ist. Schonungslos wird vorgeführt, wie destruktiv Menschen sein können, die im blinden Galuben handeln, das Rechte zu tun und die keine Argumente der Welt überzeugen können, im Unrecht zu sein. Religiöser Fanatismus, Narzissmus und Machtgier erschaffen im frühen Tearling eine Sprengkraft, die den Traum von der neuen Welt wie eine Seifenblase platzen lässt. In Tearling setzt Mace alles daran, Kelseas letzte Anordnungen zu befolgen. Die Krippe - ein Ort der widerwärtigsten menschlichen Abgründe - wird nach und nach gesäubert, während der Arvath zu allen faulen Kniffen greift, um sich seine Macht zu sichern. Aisa, Andalies Tochter, entdeckt eine nie gekannte Stärke und setzt alles daran, im Angesicht von Missbrauch nie wieder hilflos zu sein.

Zum Abschluss mein größter Kritikpunkt an diesem letzten Band. Ich habe die ganze Reihe verschlungen, doch selten hat mich ein Ende so sehr enttäuscht wie hier (keine Sorge, kein Spoiler). Das Ende war für mich völlig unplausibel, hat mich total aus der Fantasywelt rausgerissen und war einfach unbefriedigend. Ich hatte wirklich mit vielen möglichen Schlussszenarien gerechnet, aber dies hat mich völlig überrumpelt, und leider auch nicht positiv. Mir kam es so vor, als wollte man jetzt unbedingt die Botschaft des Romans forcieren. Was vorher so subtil funktioniert hat, kam mir dann am Ende doch etwas plump vor. Also wenn ich wieder zu dieser Reihe greife, dann werde ich vermutlich nur Band 1 und 2 lesen, vllt. noch 3 minus das Ende.

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Tags: die königin der schatten - verbannt   (1)
 

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286 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Die Königin der Schatten - Verflucht

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.05.2016
ISBN 9783453315877
Genre: Fantasy

Rezension:

Kelsea hat die Lieferungen von Sklaven ins verfeindete Mortmesne gestoppt, doch zu welch einem Preis? Nun rücken die Streitkräfte der Mortarmee vor gegen das hoffnungslos unterlegene Tearling. Unterdessen schmiedet der bigotte Arvath eigene Pläne und der neue Heilige Vater setzt alles daran, die junge Königin zu sabotieren. Kelsea sieht sich mit der Macht der Smaragde konfrontiert und erfährt durch die Augen einer Zeitzeugin die Umstände der Übermacht. Nicht nur die Rote Königin bedroht Tearling. auch ein dunkles Geschöpf lauert im Feuer und es lässt sogar die Herrscherin von Mortmesne zittern, Kelsea spielt ein gefährliches Spiel, indem jedes Vertrauen tödlich enden kann.

Die Königin der Schatten - Verflucht ist eine gelungende Fortsetzung der spannenden Reihe um die junge Königin Kelsea. Band 1 wird hier noch getoppt mit mehr Action und Spannung. Durch die Augen von Lily, einer Frau, die zur Zeit der Überfahrt lebte, erfährt Kelsea die wahren Umstände dieser Reise. Lily selbst lebte in den USA, zu einer Zeit als die Schere zwischen Arm und Reich soweitauseinander klaffte, dass für die Armen schreckliche Zustände herrschten. Lily selbST ist die Ehefrau eines hochdekorierten Beamten, der jedoch zuhause ein gewalt- und kontrollsüchtiger Mann ist. Sie selbst glaubt, ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten zu können.
Die Perspektive wechselt stets zwischen Kelseas und Lilys, wobei Kelsea bei Lilys Erlebnissen immer im Geiste mit anwesend ist. Ein weiterer Charakter, der an Bedeutung gewinnt, ist der betagte Pater Tyler, dessen Auftrag es ist, für den Heiligen Vater die Königin auszuspionieren. Doch der bücherliebende Mann zweifelt immer mehr an der Gier der Priester. Im Arvath greifen inzwischen Homophobie und geheuchelter Glauben um sich, denn alles, was den Heiligen Vater interessiert, ist Geld. Kelsea hadert neben der Bürde der Verantwortung auch mit dem Erwachsenwerden.

Wie schon Band 1 bietet auch die Fortsetzung einen schonungslosen Blick auf die prekäre Rolle der Schwachen und Entrechteten. Unter dem spannenden Fantasyroman findet sich eine beißende Anklage für die Heuchler, die Gewalttätigen und all jene, die sich an den Schutzlosesten vergreifen. Gewalt gegen Frauen und Kinder durchzieht den gesamten Roman und Kirche und Gesellschaft werden grandios vorgeführt.
Zur Warnung für Romantasy-Fans: DIe Tearling-Saga dreht sich nicht um eine Liebsgeschichte, zwar wünscht sich Kelsea manchmal eine solche Bindung, doch ist der Roman die Geschichte einer Königin, die das Los für ihre Untertanen zum Besseren wenden will. Doch sollte diese Tatsache niemanden vom Lesen abhalten, denn diese Geschichte braucht keine lovestory, sie lebt von ihrer Tiefe und ihrem Einsatz für die Entrechteten.

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurz nachdem Fanny ihr Abitur geschmissen hatte, trat sie ihr Praktikum im Wolkenschloss, einem urigen Hotel in den Schweizer Alpen, an. Als unbezahltes Zimmermädchen ist sie rund um die Uhr im Einsatz, vor allem nun da sich der berühmte Silvesterball nähert, der Höhepuntk für das Grand Hotel. Doch die erlauchten Gäste, die anreisen sind alles andere als normal. Ein russisches Oligarchenehepaar, das inkognito reist, die schmierigen Burkhardts mit ihrem sadistischen neunjährigen Sohn, das nette Ehepaar Ludwig und natürlich die amerikanische Großfamilie. Gemeinsam mit dem überwiegend freundlichen Hotelpersonal und Ben, dem Sohn des Hotelchefs, meistert Fanny jede Krise, doch dann überschlagen sich die Ereignisse in Form von Entführungen, Juwelenraub und vielem mehr.

Kerstin Gier schafft es immer wieder unglaublich atmosphärische und anheimelnde Geschichten zu weben. Auch bei diesem Roman verfällt man dem altmodisch-nostalgischen Charme des Grand Hotel, welches seine beste Zeit bereits hinter sich hat. Die Protagonistin Fanny ist eine gutmütige, tüchtige und kluge junge Frau, die seit ihrem Schulabbruch etwas verloren wirkt und sich von ihrer Familie unverstanden fühlt. Auch die anderen Charaktere haben viele Ecken und Kanten und sorgen für spritzige, amüsante Dialoge, die immer mal wieder ein Lachen provozieren. Zum Beispiel der russische Oligarch, der unglaublich liebevoll mit seiner Tochter umgeht, während seine deutlich jüngere Ehefrau, ein ehemaliges Model, sich dauernd an Kleiderfragen und anderen Sperenzchen stößt. Auf der einen Weise wird der Roman dadurch lebendig und abwechslungsreich, allerdings werden mir die Charaktere manchmal zu überspitzt. Besonders gestört hat mich dies bei Fannys Kolleginnen, die jungen Hotel-Management-Studentinnen. Diese sind oberfies und manchmal schon lächerlich unreif für ihr Alter. Das erinnerte mich dann doch zu stark an Aschenputtel und wirkte etwas albern. Die "Kriminalgeschichte" war spannend, auch wenn ich schon schnell meinen Verdacht hatte. Schon erstaunlich, was für eine Ansammlung von dubiosen Gästen ein Hotel in den Schweizer Bergen beherbergen kann.

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Die Königin der Schatten

Erika Johansen , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.05.2018
ISBN 9783453319417
Genre: Fantasy

Rezension:

Die junge Kelsea wusste immer, dass der Tag kommen würde, an dem sie ihre Zieheltern verlassen müsste. Als Baby war sie aus dem Palast geschmuggelt worden, weil man ihr als Erbin der Königin von Tearling stets nach dem Leben trachten würde. Auch ihre Mutter starb kurz nachdem Kelsea fortgebracht wurde. Nun ist der Thron verweist, nur Kelseas schwacher und genussüchtiger Onkel regiert noch. Bedroht wird das Volk aus dem Osten von Mortmesne, beherrscht von der Roten Königin, einer angeblich unsterblichen Hexe. Wegen der Übermacht Mortmesne muss Tearling Tribut zahlen, Monatlich werden Menschen ausgelost, die als Tribut an Mortmesne gehen - in die Sklaverei. Kelsea sieht sich mit einem Scherbenhaufen konfrontiert und muss sich vielen unschönen Wahrheiten stellen, während Adlige, Kirche und andere ihr nach dem Leben trachten. Beschützt wird sie von der Königinnen-Garde, doch Vertrauen will verdient sein.

Die Tearling-Reihe gefällt mir sehr gut. Die Protagonistin Kelsea ist keine Schönheit, dafür aber mitfühlend, gerecht und klug. Sie will nur das beste für ihr Volk und setzt alles daran, deren Lage zu verbessern. Gleichzeitig wird hier nichts geschönt. Die Gräuel des Krieges sind schonungslos und treffen, wie in der Realität, am Härtesten die Frauen und Kinder. Vergewaltigiungen und Kindesmissbrauch sind die abscheulichen Begleitumstände der Eskalationen von Gewalt und Kelsea fühlt einen gerechten Zorn auf die Kreaturen, die diese verursachen. Kelseas Onkel, der Regent, ist ein schwacher Mann, dem von niemandem Respekt entgegengebracht wird. In seinem Narzissmus glaubt er tatsächich, ihm würde großes Unrecht angetan, als Kelsea ihn zur Rechenschaft ziehen lässt.
Einer der interessantesten Charaktere ist Mace, seines Zeichens Hauptmann der Königinnen-Garde. Von allen gefürchtet und gerissen, ist sein Markenzeichen ein Morgenstern.
Ebenso mysteriös ist die Figur des Fetch, eines Meisterdiebes mit Harlekinmaske, der dem Regenten schon immer das Leben schwer machte, doch Kelseas Wert erst einschätzen will. Die unscheinbare Kelsea fühlt eine, wie sie selbst erkennt, unbesonnene Zuneigung zu dem Mann, dessen jugendliches Aussehen sein wahres Alter verbirgt.
Kelsea selbst muss mit der Zeit erkennen, dass ihr eine große Verantwortung aufgebürdet wurde. Nach und nach erkennt sie, dass die Saphirketten, die man ihr als Kind mit auf den Weg gab, ungeahnte Kräfte entfesseln und sie Dinge sehen lassen, die anderen verborgen bleiben.
Der Roman hat mich auch deshalb so begeistert, weil er ein feministisches Statement abgibt, indem er schonungslos die Schwäche und Verdorbenheit der herrschenden Männer vorführt. Die Bigotterie des Klerus und die Grausamkeiten des Zensors Arlen Thorne, ehemals zuständig für den Sklaventransport werden entlarvt.

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Was vom Tage übrig blieb

Kazuo Ishiguro , Hermann Stiehl
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453421608
Genre: Romane

Rezension:

Jahrzehntelang dient Stevens schon als Butler auf Darlington Hall. Seit dem Tod seines Dienstherrn Lord Darlington steht er im Dienst dessen Nachfolgers Mr. Farraday, einem Amerikaner. Als Mr. Farraday ihm vorschlägt, Urlaub zu machen und ihm auch seinen Wagen anbietet, nimmt Stevens das Angebot an. Was folgt ist eine Stevens Reise durch England, um im Cornwall die ehemalige Miss Kenton, frühere Haushälterin von Darlington Hall, zu besuchen und ihr die vakante Stelle anzubieten. Seine Fahrt wird eine Reise zu sich selbst, in der Stevens in  Erinnerungen versinkt und vergangene Überzeugungen infrage gestellt sowie verpasst Chancen erkannt werden.
Was vom Tage übrig blieb ist eine tragische Geschichte, die mit dem Butler Stevens zeigt, wie fatal sich unbedingte Loyalität auswirken kann. Stevens Selbstbild und seine Überzeugung, dass es die Würde ist, die einen großen Butler ausmacht, wird in seinen Überzeugungen erschüttert, als sich herauskristallisiert, dass Lord Darlington ein Sympathisant der Nazis war. Im Vertrauen auf Lord Darlingtons Integrität und dessen guten Absichten hinter seinen außenpolitschen Interventionen, opfert Stevens sein persönliches Glück, eigentlich sein ganzes Leben, dem Dienst für seinen Herrn. Dabei verdrängt er mit aller Kraft die Hinweise auf Lord Darlingtons Vergehen, die inzwischen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Während seiner gesamten Dienstzeit hat er die Rolle des Butlers nie abgestreift, sogar an jenem Abend weiter bediente, an dem sein eigener Vater in den Mansarden im Sterben lag. Da der Roman aus Stevens' Perspektive geschrieben ist, fällt es auch dem Leser schwer, Lord Darlingtons Schuld anzuerkennen, doch die Brüche und Risse in Stevens' Erinnerungen sind am Ende zu stark, um Stevens Selbtstäuschung zu erliegen.

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THE QUEEN'S RISING

Rebecca Ross
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 30.11.2017
ISBN 9780062471345
Genre: Sonstiges

Rezension:

Brienna wird mit 10 Jahren von ihrem Großvater in die Obhut der Dowager von Magnalia House gegeben, um dort eine Leidenschaft (engl. passion) zu werden. Von diesen gibt es 5: Musik, Kunst, Theater, Esprit und Wissen. Nach mehreren Fehlschlägen landet sie bei Meister Cartier, selbst eine Leidenschaft des Wissens. Nun ist sie 17 und der Tag rückt näher, an dem sie einen Mäzen finden soll. Ihre Befürchtungen bestätigen sich und sie geht bei der Wahl leer aus. Doch schon bald plagen fremde Erinnerungen Brienna, Erinnerungen, die nicht ihre eigenen sind. Vor 25 Jahren rebellierten im Nachbarskönigreich Maevana 3 Lords gegen den skrupellosen König - erfolglos. Sie mussten fliehen und verbargen sich in Briennas Heimat, dem Königreich Valenia. Doch ihr Vater, den sie nie kennenlernte, stammt aus Maevana und als Brienna in die Rebellion hineingezogen wird, ist sie entschlossen, diese zu unterstützen, damit wieder eine rechtmäßige Königin auf den Thron kommt. Denn Maevana wurde immer von Frauen regiert und es ist Zeit, den König daran zu erinnern.

Ich hatte einige Probleme mit dem Roman. Zwar sauge ich Fantasyromane immer auf wie ein Schwamm, allerdings war mit die Geschichte hier zu glatt. Erstmal Briennas plötzliche Entschlossenheit, einer ihr völlig unbekannten Königin auf den Thron zu verhelfen, obwohl das einzige, was sie mit Maevana verbindet, ihr Vater ist, von dem sie nichts weiß, außer dass er eine Affäre mit ihrer Mutter hatte, die sie als junges Mädchen verlor. Vielleicht soll dies ein feministisches Statement sein, was ich prinzipiell immer begrüße, nur ist es hier leider etwas plump umgesetzt.
Die Idee der 5 Leidenschaften ist ganz nett, allerdings bleibt diese irgendwie in der Schwebe, da man den größeren Sinn hinter diesen nicht erklärt bekommt. Nach dem anfänglichen Setting der Geschichte vor Briennas Mäzenenwahl wird der Ort komplett verlagert und ihre Schwestern (d.h. die anderen Leidenschafen im Haus der Dowager) spielen später bis auf eine kaum eine Rolle mehr.
Potential hatte ihre Zuneigung zu Meister Cartier, einem sehr verschlossen jungen Mann, der Brienna immer bestärkt und ermutigt. Allerdings ist auch er nicht der, der er zu ein scheint - ein Motiv, das in diesem Roman ein wenig zu häufig auftaucht.
Zahlreiche Hindernisse zum Erfolg werden im Roman aufgerufen, aber dann sehr schnell wieder überwunden, sodass man wünscht, der Roman hätte mehr Ecken und Kanten. Auch der böse König Maevanas bekommt nicht viel Gelegenheit, seine schlechten Charakter zu seigen, wodurch die gesamte Rebellion leider etwas zu viel Pathos hat.
Fazit: Wenn man sich langweilt, ist es eine kurzweilige Lektüre, die man aber kein zweites Mal braucht.

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Thursday Next: Der Fall Jane Eyre

Jasper Fforde , Lorenz Stern
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2011
ISBN 9783423212939
Genre: Fantasy

Rezension:

Thursday Next ist eine Beamtin der 27. Einheit der SpecOps, den Literaturagenten. Jede Form des unerlaubten Raubdrucks fällt in ihren Bereich. Da entführt der durch und durch verdorbene Acheron Hades Figuren aus den britischen Klassikern, um ein Lösegeld zu erpressen und sein nächstes Ziel ist Jane Eyre. Wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden, dann werden die britischen Klassiker nie mehr das sein, was sie einst waren.

Dieser Roman hat mir stellenweise den Kopf schwirren lassen. Hier steht wirklich alles Kopf. Wir befinden uns irgendwann in den 1980er Jahren. England kämpf gegen die Russen auf der Krim und der Großkonzern Goliath hält in England die Fäden in der Hand, nachdem er nach dem Ende des Weltkriegs den Wiederaufbau des Landes finanzierte. Für die Einhaltung der Gesetzte sind unter anderem die 30 SpecOps-Abteilungen, von deren es nur heißt: alles unter acht steht über dem Gesetz. Thursday selbst ist eine toughe Heldin, klug und furchtlos. Acheron Hades, der mit seinem Ergötzen an einen typischen Zeichentrick-Bösewicht erinnert, war in Thursdays Studienzeit ihr Dozent. Inzwischen ist er zu einem der meistgesuchtesten Verbrecher avanciert und plant die ganz große Erpressung.
Für Leser, die Literatur (insbesondere die britischen Klassiker) lieben, ist das ein sehr lustiges Buch, da es  sehr oft auf berühmte Werke verweist, bzw, in ihnen spielt. Auch lässt sich der Roman auf mehreren Ebenen lesen, sodass man immer wieder kleine Sprachspiele entdeckt, die sich mit dem Wesen der Sprache selbst auseinander setzten. Aber auch wenn man diese Ebene nicht entdeckt, bietet der Roman viel Acion, zahlreiche verblüffende Wendungen. Dabei verschwimmt immer wieder die Grenze zwischen der Welt von Thursday und den Bücher wie Jane Eyre.
Ebenso wie die ganze Welt des Romans, sind insbesondere Thursdays Familienmitglieder völlig verrückt. Ihr Onkel Mycroft ist ein brillianter Wissenschaftler, der Schöpfer zahlreicher Erfindungen ist, unter anderem auch des Prosa Portals, mit dessen Hilfe man Bücher betreten kann. Thursdays Vater war ursprünglich bei der ChronoGarde, der SpecOps-Abteilung, die sich um Zeitverwerfung kümmert. Inzwischen ist er ein Gejagter, der sich in der Zeit bewegt. 
Obwohl ich pinzipiell kein Freund von abgedrehten Geschichten bin, hat "Der Fall Jane Eyre" einen ganz eigenen Charme. Den Stern Abzug gabs vor allem deshalb, weil es mir an manchen Stellen mit den Verrücktheiten etwas too much war. Der Roman nimmt sich teilweise selbst nicht zu ernst und gerade Hades ist das typische Zeichentrick Motiv des Schurken, der die Schurkerei liebt.

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Die bezaubernde Arabella

Georgette Heyer
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.09.1990
ISBN 9783499120190
Genre: Liebesromane

Rezension:

In der bescheidenen Landpfarre des Vikars Tallant herrscht Aufruhr! Die schöne Arabella soll von ihrer Patin, Lady Bridleton in die Londoner Gesellschaft eingeführt werden, um eine gute Partie zu machen. Dorch dann passiert ein dummes Missgeschick mit der Folge, dass ganz London glaubt, Arabella sei eine reiche Erbin. Nur der Nonpareil Mr. Beaumaris glaubt dem Schwindel nicht und verfällt dem Charme des mitfühlenden Mädchens.

"Die bezaubernde Arabella" gehört mit zu den amüsantesten Romanen von Georgette Heyer. Zwar rangiert er nicht auf meiner Top 5 Liste, dennoch ist er unterhaltsam. Die von ihrem frommen und etwas weltfremden Vater zu Bescheidenheit und Güte erzogene Arabaella kann im Angesicht der Gleichgültig- und Herzlosigkeit der feinen Gesellschaft ihr Temperament nicht zügeln. So werden versklavte und ausgebeutete Kaminfegerjungen vor ihren barbarischen Herren gerettet, Hunde von zweifelhaftem Stammbaum aufgelesen und Frauen namens Leaky Pek herzlich gedankt. Mr. Beaumaris bleibt von diesen Krisen nicht verschont und sieht sein wohlgeordnetes Leben aus den Fugen geraten. So wird er unfreiwilig zum Herrchen des Hundemischlings, der ihn sogleich zu seinem Abgott erklärt und ihn fortan nicht mehr von der Seite weicht. So wird Ulysses, wie Beaumaris den Hund tauft, zu seinem komischen Gesprächs- bzw. Zuhörpartner.

Heyer schafft es mit gewitzten Formulierungen immer wieder  kleine Lacher beim Lesen zu provozieren. Natürlich sind ihre Romane teils leicht klischeehaft. Andererseits überzeugt sie durch ihre profunde Kenntnis der Epoche und durch ihre gewitzten Dialoge, die sie deutlich von pseudo-histoischen sowie maximal-erotischen Groschenromanen absetzt.

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Die Vögel und Wenn die Gondeln Trauer tragen

Daphne du Maurier , Brigitte Heinrich , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 145 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363217
Genre: Klassiker

Rezension:

Die Vögel
Der Farmarbeiter Nat Hocken traut seinen Augen nicht, als der Himmel über Cornwallplötzlich von Scharen von Vögeln überschattet wird. Überall im Land rotten sich zahlreiche Vogelarten zusammen. Und sie sind ganz und gar nicht friedlich, sondern attackieren die Menschen. Gemeinam mit seiner Familie verbarrikadiert sich Nat vor dem drohenden Angriff.
"Die Vögel" ist eine von Daphne du Mauriers Kurzgeschichten und überzeugt durch die lebendige Beschreibung der rauen Landschaft Cornwalls und den schleichenden Horror, der in Form der aggressiven Vögel am Himmel aufzieht. Nat Hocken, ein einfacher Farmarbeiter und Familienvater, spürt intutiv die drohende Gefahr und während seine Nachbarn sich noch auf eine wilde Jagd freuen, beginnt er sein Häuschen systematisch vor dem Angriff der vom Wahn gepackten Vögel zu verteidigen.

Wenn die Göndel Trauer tragen
Die zweite Kurzgeschichte aus diesem Buch handelt von einem englischen Ehepaar, das in Venedig Urlaub macht. Die Reise ist für John und Laura ein Versuch, gemeinsam die Trauer über den Tod ihrer kleinen Tochter zu verwinden. Vor allem Laura leidet sehr unter dem schmerzlichen Verlust und John sorgt sich um seine geliebte Frau. Doch beim Flanieren durch Venedig begegnen die beiden zwei Zwillingsschwestern, von denen eine die Gabe der Vorsehung besitzt und sie hat eine dunkle Vorahnung, Unterdessen fürchtet John um den Geisteszustand seiner Frau...

"Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist eine sehr berührende und verstörende Kurzgeschichte. Die eigentlich glücklichen Eheleute Laura und John ringen mit dem Tod ihrer kleinen Tochter. Doch auch die Reise ins traumhafte Venedig vermag Lauras Gedanken nicht aufzuheitern. Die mysteriösen Zwillinge werden vor allem durch Johns Augen gesehen und auch deshalb wirken sie verdächtig und irgendwie komisch.

Beide Kurzgeschichten sind tiefsinniger, als sie oberflächlich vermuten lassen, ein unterschwelliges Unbehagen beigleitet stets das Lesen und besonders "Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist eine besonders gefühlvolle und traurige Geschichte.

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Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2012
ISBN 9783423213806
Genre: Fantasy

Rezension:

Peter Grant ist der einzige Zauberlehrling der MET. Während sein Vorgesetzter und Lehrmeister in magischen Dingen sich von seiner schweren Verwundung erholt, scheinen immer wieder Jazzmusiker urplötzlich nach ihren Auftritten zu sterben. Geht das mit rechten Dingen zu? Und dann sind da noch die Fälle, bei denen männliche Opfer minus ihr bestes Stück tot aufgefunden werden. Was für ein Wesen ist für diese Morde verantwortlich?

Der zweite Band über den Zauberlehrling Peter Grant wartet mit gleich zwei ungewöhnlichen und skurilen Fällen auf. Während sich Peter erneut kopflos in eine Liebelei stürzt, macht es ihn deutlich weniger sympathisch, wie er seiner Freundin und Kollegin Lesley aus dem Weg geht, seit sie durch Magie schwer verwundet und entstellt worden ist. Die beiden Fälle führen ihn unterdessen auch in die Vergangenheit, wo er mehr über Nightingales Freunde erfährt.
Was den Roman auszeichnet ist sein unbestreitbarerer Londoner Großstadtcharme sowie seine interessanten und spannenden Charaktere wie zum Beispiel Stephanopoulos, die mit ihren Ecken und Kanten immer wieder für Lacher sorgt. Genrell ist aber der britische Humor gut verteten und zaubert immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen. Die Auflösung der Fälle und die magischen Erklärungen sind mir manchmal etwas zu fantastisch und abenteurlich ausgefallen, sodass es eigentlich unmöglich war, die Täter zu erraten.

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Mondlicht in deinen Augen

Lena Klassen
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 26.02.2018
ISBN 9783959914710
Genre: Fantasy

Rezension:

Die schöne Kaufmannstochter Meriande lebt ein langweiliges Leben in Erwartung, dass ihr Vater bald einen Bräutigam für sie aussucht, der Handelsvorteile mit in die Ehe bringt. Doch im Inneren sehnt sich Meriande nach den Mysterien und der Exotik des Dschungels. Da lernt sie den Dschungelsoldaten Ruovan kennen, der nie gekannte Sehnsüchte in ihr weckt. Doch der Dschungel steckt voller Gefahren, allen voran die animalischen Krieger der Unaschkin.

Puhh^^ War eine eher langweilige Angelegenheit. Fangen wir mit dem an, was mir gefallen hat: das Cover. Eigentlich nicht überraschend beim Drachenmondverlag, denn die sind immer wunderschön, etwas zu viel wurde es dann im Buch, weil das Dschungelthema in Form von Farnen und anderen exotischen Pflanzen auf jeder Seite abgedruckt ist (meist unter dem Text), was etwas störend wirkte.
Inhaltlich fand ich den Klappentext etwas irreführend. Meriande, eine nicht unsympathsiche Heldin, wartet darauf, einen gepuderten und begüterten Kaufmann zu heiraten, der den Einfluss und Reichtum ihrer Familie mehren soll. Urplötzlich klettert Ruovan auf einem Ball über as Balkongeländer und Meriande ist sofort hin und weg, obwohl sie zuvor noch erklärte, allgemein als gefühlskalt zu gelten. Als sie dann von den Menschen, die ihr mit am nächsten stehen sollten, verraten wird, meldet sie sich, um Soldatin zu werden. Dieses kurze Intermezzo weiblicher Selbständigkeit findet jedoch ein jähes Ende, als ihr und ihren Mitsoldatinnen erzählt wird, dass es ihre Aufgabe ist, die Unaschkin, die Bestienkrieger, zu zähmen, damit diese weiter die Expansion von Meriandes Heimat, Nordun, vorantreiben. Im Dschungel lauern zahlreiche Gefahren von giftigen Tieren und anderen Kreaturen, die die Expansion erschweren.
Prinzipiell ist die Exotik des Dschungels und seiner Bewohner ein spannender Handlungsstrang, nur wird dieser überschattet von den übelsten Klischees. Denn die Unaschkin, eine Mischung aus Mensch und Tier, sind nicht nur starke und geschickte Kämpfer, sondern zeichnen sich auch durch ein ausgeprägtes Revierverhalten, sind streng in Alphas, Unteralphas und Rest gegliedert, wobei die schönen Soldatinnen nur den Alphas und Unteralphas zugeordnet werden, um ihnen zu Willen zu sein.
Und wie könnte es anders sein, sind nun diese wunderschönen hilflosen Frauen den animalischen Bestien im Dschungel vollommen ausgeliefert. Klischee komm raus du bist umzingelt.
Dabei hat es Meriande noch am besten getroffen, denn ihr Unaschkin ist noch ein Kavalierexemplar seiner Art^^
Mir war das Übermaß an Klischees dann doch etwas too much und manche Situationen wirkten richtig lächerlich und ich hätte vllt. eher 1,5 Sterne vergeben, wenn möglich.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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To Kill a Kingdom

Alexandra Christo
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Hot Key Books, 06.03.2018
ISBN 9781471407406
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lira is daughter to the almighty Sea Queen and a siren known as the Princes' Bane since all her life she only fed on hearts belonging to princes. Punished by her unforgiving mother she is forced to leave the sea and walk the earth as a human. Her only way of redemption is to bring the Sea Queen the heart of the infamous siren killer, the golden prince, Elian. Elians quest is to end sirenkind for good, when he rescues a drowning woman from the sea. But can he really trust her?
First and foremost I am not the biggest fan of mermaid strories. But what I really liked about this one were its charakters. It was refereshing that there were no even lines between the good an the bad ones, most of them are something in between. Overall the story reminded me strongly of the fairytale by Hans Christian Andersen but adding a litte viciousness to the piece. The seaworld of the novel is full of brutality and unforgiving creatures and Lira is no exception, having fed on the hearts of princes all her life. Elian is an interesting character: a prince who does not want to be one and prefers his life of a pirate, touring the seass with his ship and his loyal crew. They are a mix of dubious characters but share a loyalty for their captain.
Elian and Lira are usually bickering. Lira herself fights with the humanity her mother tried to beat out of her all her life.
The storyline isn't really much of a surprise and I felt that the book was overall to short to really give enough room for all its threads. Its a nice fantasy novel to read on a rainy day but not one I need to read again.

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Tags: to kill a kingdom   (1)
 

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6.102 Bibliotheken, 64 Leser, 39 Gruppen, 630 Rezensionen

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Rubinrot

Kerstin Gier
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063348
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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A Court of Mist and Fury (A Court of Thorns and Roses)

Sarah J. Maas
E-Buch Text: 629 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781408857892
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Ereignisse unter dem Berg haben Feyre gezeichnet und das Mädchen gebrochen, das sie einst war. Als High Fae zurück am Spring Court möchte Tamlin sie vor allen Gefahren beschützen und überlässt Feyre dabei ihrem tiefen Schmerz. Die junge Priesterin Ianthe soll ihr beim Planen der Hochzeit helfen. Doch der Handel mit Rhysand, dem High Lord des Night Court, schwebt drohend über dem Paar. Und Feyre selbst verspürt eine Anziehung, die alle Loyalitäten infrage stellt.
"A court of mist and fury" schafft es wirklich, was den wenigsten Buchreihen gelingt, denn der zweite Band ist viel besser als "A court of thorns and roses". Tamlin macht eine denkbar schlechte Figur und behandelt Feyre wie ein Püppchen, das sich ganz auf die Rolle seiner Zukünftigen vorbereiten soll. Ianthe war mir von Anfang an unsympathisch, da sie sich anbiedert und Feyre noch in ihrer Unselbständigkeit bestätigt. Voller Spannung wartet man darauf, was aus dem Pakt zw. Feyre und Rhysand wird. Rhys Lebensgeschichte wird erhellt und alles, was man in Band 1 von ihm zu wissen glaubt, auf die Probe gestellt. Tamlins und Feyres Beziehung, die mir bereits im ersten Teil etwas oberflächtlich vorkam, wird infrage gestellt, während Rhysand sich als ein vielschichtiger Charakter voller Visionen für die Zukunft entpuppt.
Hinzu kommen noch eine Reihe von spannenden und ganz unterschiedlichen neuen Charakter, die alle zu Court des High Lords gehören. Mor, seine Kusine, mit ihrer eigenen finsteren Vergangenheit, ebenso wie die Krieger Cassian und Azriel, die alle schon viel mit Rhys erlebt haben und auch Feyre in ihren Kreis aufnehmen. Feyre selbst entdeckt, dass die Verwandlung ihr Kräfte gegeben hat, die sie erst beginnt zu verstehen.
Besonders gefallen hat mir auch die Beziehung zwischen Rhys und Feyre, da sie sich auf Augenhöhe befinden und Rhys sie ernst nimmt und ihr zum Beispiel das Lesen beibringt und sie ermuntert, zu lernen , sich zu verteidigen.

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Das Buch der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 02.03.2015
ISBN 9783764505271
Genre: Fantasy

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