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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

anfang 19. jh., armut, drama, egoismus, anastasie & delphine

Vater Goriot

Honoré de Balzac , Gisela Etzel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.07.2008
ISBN 9783596900732
Genre: Klassiker

Rezension:

Vater Goriot, ehemals erfolgreicher Nudelfabrikant, ist in der billigsten Pension Paris' gelandet, während seine schönen Töchter als Damen der Gesellschaft Unsummen für Kleider, Liebhaber und Firlefanz verschwenden. Selbst sein letztes Hemd würde er für seine verschenderischen und selbstsüchtigen Töchter hingeben. Diese Entwicklung wird unter anderem vom Jurastudent Eugene verfolgt, auch Bewohner der Pension. Der junge Mann droht vom Strudel der heuchlerischen Pariser Gesellschaft davongerissen zu werden.

In "Vater Goriot" stehen Egoismus, Verschwendungssucht und die bedingungslose Vaterliebe, die diesen gegenübersteht im Mittelpunkt. Vater Goriot, der von den anderen Pesnioniären in der Pension der Madame Vauquer zunächst verachtet wird, hat es durch Fleiß und unermüdliche Arbeit zu Geld gebracht. Selbst Witwer investierte er seine ganze Zuneigung in seine zwei Töchter und verwöhnte sie maßlos, sodass sie, nach ihrer Heirat, sich für den Beruf ihrres Vaters zu schämen begannen und ihn dazu drängten, sein Geschäft zu verkaufen. Selbst genügsam und anspruchslos lebt Vater Goriot inmitten der anderen gestrandeten Existenzen bei Madame Vauquer. In diesem illustren Zirkel muss jeder sich mehr schlecht als recht durchschlagen und hat daher keinen Platz für Mitleid. Darunter auch Jurastudent Eugène, in den seine Familie große Hoffnungen setzt, Angestachelt vom ehemaligen Kaufmann und Zyniker Vautrin, bemüht Eugène sich um ein Fortkommen in der feinen Welt und sieht seine Grundsätze straucheln. Schonungslos reißt der Roman der schönen Gesellschaft die Fassade herunter. Nicht nur Goriots Töchter, auch ihre Ehemänner, Liebhaber und andere Damen der Gesellschaft leben nur zu ihrem Vergnügen und schicken alles andere zum Teufel. Familiäre Gefühle und Zuneigung finden dort keinen Platz. Einige Szenzen sind übertrieben melodramatisch, während die Gutgläubigkeit Goriots einerseits mitleiderregend, aber teilweise auch naiv und ermüdend ist.
Sentimentale Erwägungen haben gegen die Flut aus Eitelkeit, Geltungssucht und Gier keine Chance, sodass die Geldverluste von Goriots Töchtern ihn immer mehr kosten. Der undurchsichtige Vautrin unterdessen scheint das Getriebe der Pariser Gesellschaft durchschaut zu haben und erteilt Eugène Ratschläge, die dessen Gewissen harten Prüfungen auferlegen. Insgesamt verfügt der Roman über wenig Sympathieträger, da fast jeder etwas enervierendes an sich hat.
Sprachlich ist der Roman gut zu lesen, auch wenn das Fehlen von Kapiteln und Kapitelüberschriften vllt etwas irrtiert (ist mir aber erst gegen Ende des Buches bewusst geworden).

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Tags: honore de balzac, vater goriot   (2)
 

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324 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

julianna grohe, räuberherz, märchenadaption, drachenmond verlag, drachenmond

Räuberherz

Julianna Grohe
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.06.2017
ISBN 9783959912105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit dem Tod ihrer Großeltern lebt die sechzehnjährige Ella bei ihrem spielsüchtigen Vater. In der Schule ist sie das Lieblingopfer der vermeintlich coolen Kids. Alles was sie will, ist ihren Abschluss machen und Medizin studieren. Doch dann wird sie von einem faszinierenden, attraktiven Fremden entführt. Von nun an soll sie seine Villa sauberhalten und für ihn kochen. Unterdessen schleppt ihr Entführer, Crys, eine Frau nach der anderen an. Doch irgendwas stimmt mit ihm nicht. Seine stetig wechselnden Freundinnen scheinen immer bald kraftlos und krank zu werden.

"Räuberherz" ist ein gutes Buch, mit dem man sich gut einen Nachmittag vergnügen kann. Ella ist eine sympathische Heldin, die viele Schicksalsschläge erleiden musste. Der Plot mutet etwas märchenmäßig an mit Ella in der Rolle des Aschenputtels. Da liegt auch gleichzeitig eine Schwäche des Romans, da er z.T. etwas klischeemäßig wirkt, wenn Crys Freundinnen Ella Make-up Tipps und Catwalktraining verpassen. Zwar geht sie daraus selbstbewusster hervor, allerdings ist dies doch etwas oberflächlich. Das Konfliktpotential in Ellas Familie ist zwar hoch, allerdings bleibt ihr Vater als Hauptauslöser der Probleme als Charakter substanzlos und kommt kaum vor. Zwischen Ella und Crys prickelt es ziemlich, da sie ihn aus der Ferne anhimmelt, während er teilweise richtig verletzten wird in seinen Versuchen, Distanz zu wahren. Skurril ist die Konstellation Ella-Crys und sein "Harem", was zu einigen Lachern führt, besonders wenn Ella ihn inflagranti erwischt. Süß sind James und Arthur, Crys etwas andere Haustiere, die ihre ganz eigenen Persönlichkeiten haben. Was der Erzählung fehlt, ist ein wenig Action und Spannung. Die Handlung konzentiert sich hauptsächlich auf Crys Villa und Ellas Versuchen, sein Geheimnis herauszufinden (was nicht schwer zu erraten ist). Gestört hat mich beim Lesen (obwohl es keinen großen Raum einnimmt) das typisch amerikanische Highschool Setting mit seinen Klischees. Kleinere Unstimmigkeiten wie z.B. Ellas Lernen von Englischvokabeln (sie wohnt in Pennsylvania USA, wo man meines Wissens Englisch spricht)  ist etwas merkwürdig. Generell sind die Ideen der Geschichte manchmal etwa sunausgegoren und Rätsel der Erzählungen werden nur oberflächlich erklärt.
Die Stärken des Romans sind die familiäre und behagliche Atmosphäre, die Ella in ihrer "Adoptivfamilie" kennenlernt und die durch liebevolle kleine Dialoge und Neckereien zwischen den Protagonisten aufgelockert wird.

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arzt, ehebruch, frankreich, fremdgehen, geld

Madame Bovary (Roman)

Gustave Flaubert , Arthur Schurig , Kai Kilian
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 28.02.2012
ISBN 9783866477674
Genre: Klassiker

Rezension:

Die naive und verträumte Emma Rouault verspricht sich von einer Ehe mit dem biederen Landarzt Charles Bovary ein aufregenderes Leben als im Hause ihres verwitweten Vaters. Doch schon bald erleiden alle ihre Träume Schiffbruch, als sie feststellen muss, dass ihre Ehe keineswegs den berühmten Liebesgeschichten der Literatur ähnelt. So flüchtet sie sich in wechselnde Liebschaften, die entrückte Welt der Literatur, die Religion und die Kaufsucht, während sie sich nach einem möndänen Leben in Paris sehnt.

"Madame Bovary" ist ein, für das 19. Jahrhundert, schonungslos offener Roman, der nichts beschönigt und die Existenzleere einer  bürgerlichen Frau problematisiert, die durch Erziehung und Realitätsflucht an ihren Idealen scheitert.
Spannend ist der Auftakt des Romans, der mit einem Ausschnitt aus Charles Bovarys Leben beginnt, obwohl im Laufe des Romans Emma stets im Mittelpunkt steht. Charles wird als freundlicher, allerdings amitionsloser und einfacher Charakter eingeführt. Zwar liebt er Emma sehr, doch bleiben ihm ihre Wünsche stets verschlossen und scheinbar lebt er im festen Glauben daran, dass Emma seine Gefühle erwidert. Es ist eine ungleiche Beziehung, der vollkommen ahnungslose Charles weiß nichts von den inneren Wünschen Emmas. Seine Frau jedoch fühlt sich eingeengt in der Übersichtlichkeit und Monotonie des Landlebens und nährt auch aus Frust ihre Verachtung für den harmlosen Charles, der dem/der Leser/in teilweise schon leidtun kann, auch wenn seine Ahnungslosigkeit verblüfft.
Die tragische Entwicklung Emmas spielt sich vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umwälzungen ab. Im ambitionierten und materialistischen Apotheker Homais und im katholischen Pfarrer Bourisien sind Wissenschaft und Kunst personifiziert, die gegeneinander in den Ring steigen, aber auf die Seelenqualen der jungen Emma keine Antwort kennen. In dem kleinen ländlichen Rahmen trifft Emma verschiedene Männer, an die sie ihre Träume hängt, doch auch diese können ihre Vorstellungen auf Dauer nicht erfüllen. Zunehmend leidet auch ihre Gesundheit an den Ernüchterungen ihres Lebens.
Die Sprache des Romans ist flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin, der Erzähler bleibt unbeteiligt, verurteilt nicht, heißt aber auch nicht gut, er schildert bloß. An einigen Stellen wird sehr bildhaft geschildert, sodass einem die Szene quasi vor Augen steht.

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krimi, mord, hercule poirot, erpressung, agatha christie

Alibi

Agatha Christie , Michael Mundhenk
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650044
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im beschaulichen englischen Dorf King's Abbot wird die große Liebe von Roger Ackroyd, die Witwe Mrs. Ferrars, tot aufgefunden. War es Selbstmord ? Ist sie erpresst worden? Als ein Brief der Verstorbenen Mr. Ackroyd zugestellt wird, scheint des Räselslösung nahe. Doch dann wird er ermordet und sein ewig in Geldsorgen verstrickter Stiefsohn ist verschwunden. Aber auch die restlichen Mitglieder des Haushalts scheinen etwas zu verbergen. Der berühmte Hercule Poirot bekommt Unterstützung vom Dorfarzt Dr. Sheppard.

"Alibi" ist zweifelsohne einer von Agatha Christies unglaublichsten Fällen. Die Geheimnisse und Verfehlungen aller Beteiligten, von dem Hausmädchen bis hoch zu Mrs. Ackroyd, verwitwete Schwägerin von Roger Ackroyd, spinnen die Unwahrheiten und das Schweigen aller Beteiligten einen dichtes Lügensgespinst, das erst Richtung Ende klarer wird und dessen Lösung so schockierend ist, weil wohl kaum ein Leser damit rechnen wird. Mit viel Gespür für die menschliche Natur inszeniert Christie die Eigenheiten und den Klatsch einer ländlichen Gemeinde und schickt auf diese Weise die illustren Dorfbewohner als wilde Spekulanten über die Identität des Mörders ins Geschehen, Skizzen des Tatzimmers und des Grundriss des Herrenhauses sind hierbei der Fantasy des Lesers eine große Hilfe und beflügeln vergrabene Detektivambitionen. Die unstillbare Neugier der dorfeigenen Klatschtanten sowie die rege Fantasie von Dr. Sheppards Schwester Caroline, garantieren auch einige herzliche Lacher.
Poirot, seineszeichen nun Detektiv im Ruhestand und aktiver Kürbiszüchter (geht es noch komischer?), muss auch dieses Mal der vollkommen ahnungslosen Polizei unter die Arme greifen, um den Fall zu klären. Als feststeht, dass Ralph Paton, Achroyds Stiefsohn verschwunden ist, scheint der Fall glasklar, denn alle anderen haben ein Alibi.

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fantasy, cassandra clare, clockwork princess

Clockwork Princess

Cassandra Clare
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Walker Books, 05.09.2013
ISBN 9781406321340
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Während die Vorbereitungen für Tessas und Jems Hochzeit auf Hochtouren laufen, befindet sich Will im freien Fall. Nicht nur ist er verliebt in die Verlobte seines Parabatai, sondern auch seine Schwester Cecily ist nun im Institut, entschlossen, ihn nach Hause zurückzuholen. Oberflächlich scheint es Jem besser zu gehen, doch seine Sucht zehrt an ihm und die nötige Droge wird immer schwieriger zu beschaffen. Auch Mortmain zieht seine Kreise immer enger und versucht alles, um Tessa in die Hände zu bekommen.
Und auch im Rat brodelt ist: der Konsul versucht alles, um Charlotte das Institut zu entreißen und bringt damit alle SJ in Gefahr.

"Clockwork Princess" ist ein gelungener und mitreißender Abschluss der Prequel zu CoB. Wer CoB gelesen hat, weiß, wie die tragische Liebe zwischen Tessa, Jem und Will ausgeht. Tessa, die Jem liebt, sich ihm aber auch verpflichtet fühlt, weil ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, hegt immer noch Gefühle für Will, der sich jede Liebe versagt hatte, weil er glaubte, verflucht zu sein. Cecily wiederum erinnert ihn daran, was er seine Familie angetan hat. Zwar ist es Cecilys eigentliche Misson, ihren Bruder nach Hause zu holen, doch nimmt sie aktiv am Training mit Gideon und Gabriel teil. Gabriel sieht sich plötzlich einer temperamentvollen, mutigen und starken Herondale gegenüber, die ihn fasziniert, was ihrem Bruder Will so gar nicht gefällt. Gideon und Gabriel ringen jedoch selbst mit sich und ihren Loyalitäen und als ihr Vater von seinen Machenschaften eingeholt wird, müssen sich beide entscheiden, auf welcher Seite sie stehen, wenn der Staub sich legt.
Wills, Tessas und Jems tragische Liebesgeschichte ist herzerreißend und auch deshalb einzigartig, da ihre drei Leben untrennbar miteinander verbunden scheinen und Tessa beide Jungen liebt. Zwar erlaubt Jem schließlich doch die Suche nach einem Heilmittel für seine Krankheit, doch wird sein Zustand zunehmend schlimmer.
Mortmain enthüllt schließlich seinen unheiligen Plan und die Gemeinschaft der Schattenjäger sieht ihrer größten Bedrohung entgegen, während der Konsul durch seinen fehlgeleiteten Ehrgeiz alle zusätzlich in Gefahr bringt.

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Tags: cassandra clare, clockwork princess, fantasy   (3)
 

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clockwork prince, fantasy, cassandra clare, infernal devices

Clockwork Prince

Cassandra Clare
Flexibler Einband
Erschienen bei Walker Books, 01.05.2012
ISBN 9781406321333
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Angriff der Clockworkmonster auf das Institut zweifeln einzelne Mitglieder des Rates an den Fähigkeiten der Londoner SJ, darunter auch Benedict Lightwood, der es auf die Leitung des Instituts abgesehen hat. Seine Söhne Gideon und Gabriel werden beauftragt, Tessa und Sophie zu trainieren. Tessa versucht unterdessen, ihre Gefühle für Will zu unterdrücken, dem seine Geheimnisse zu schaffen machen. Gleichzeitig fühlt sie sich immer stärker zu Jem hingezogen. Und dann ist da noch der ominöse Magister, der mehr über Tessas Herkunft zu wissen scheint, als sie selbst.
In CPrince treffen zahlreiche Krisen aufeinander. Die unabhängige Charlotte wird von vielen Männern des Rates als unfähig abgestempelt und Benedict Lightwood versucht, ihr das Institut abzujagen. Obendrauf sind nun auch Gabriel und Gideon Lightwood ständig im Institut. Das führt zu einigen Reibereien, da Gabriel Will auf den Tod nicht ausstehen kann, seit dieser seine Schwester demütigte. Will dagegen kann einfach nicht widerstehen, Gabriel ohne Unterlass zu provozieren. Gabriel und Gideon sind allerdings sehr gelungene Charaktere, obwohl Brüder, sind sie vollkommen verschieden. So ist der gelassene und verlässliche Gideon gerade von seinem Aufenthalt im Institut von Madrid zurück und beginnt, an den Grundsätzen seines Vaters zu zweifeln und gerät immer mehr in Sophys Bann, was diese sehr aufgrund ihrer Dienstbotenstellung sehr verunsichert. Gabriel hingegen orientiert sich an der väterlichen Abneigung gegenüber Charlotte, ist aber ein pflichtbewusster Lehrer für Tessa, wenn auch wenig freundlich zu ihr. Unfassbar nervig ist Jessamine, zwar versteht man ihren Unwillen, ein SJ zu werden, allerdings benimmt sie sich wie ein übergroßes Kind, ist schon fast schmerzhaft naiv und oberflächlich. Richtig nostalgisch wurde ich bei den Szenen mit Magnus Bane (wohlbekannt aus der CoB-Reihe). Endlich erfährt man etwas über sein Leben im 18. Jh., seine Beziehung zu Camille und seine Verbindung zu den Herondales und den restlichen SJ-Familien des Instituts. Als Will nicht weiter weiß, sucht er bei Magnus Hilfe.
Richtig süß ist auch, wie sich Charlottes und Henrys Beziehung weiter entwickelt. Charlotte, durch einige Missverständnisse in der Vergangenheit, ist überzeugt, Henry habe sie nur geheiratet, um die Schulden seiner Familie zu tilgen, während sie ihn liebt. Zwar sind sie ein ungleiches Paar, das sich jedoch gut ergänzt und in den wichtigen Momenten zueinander steht.
Im Kampf gegen den Magister und seine dunklen Machenschaften verwässern die Loyalitäten. Wer ist nun Freund und wer Feind? Jem und Will ahnen unterdessen nichts von ihren jeweiligen Gefühlen für Tessa, deren Gefühle in großer Aufruhr sind.

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clockwork angel

Clockwork Angel

Cassandra Clare
Flexibler Einband: 481 Seiten
Erschienen bei Walker Books Ltd, 15.02.2011
ISBN 9781406330342
Genre: Fantasy

Rezension:

Als Tessa Gray sich nach dem Tod ihrer Tante von New York auf den Weg macht, um in London bei ihrem Bruder zu leben, weiß sie noch nicht, dass sich bald ihre ganze Welt ändern wird. Angekommen im viktorianischen London, sieht sich Tessa mit zahlreichen Schattenwesen konfrontiert: Hexenmeister, Vampire und Dämonen. Schutz findet sie bei den Schattenjägern des Londoner Instituts . Doch der geheimnisvolle Magister ist hinter her. Wer ist diese Mann und was will er von ihr und wie hängt dies alles mit ihrer Herkunft zusammen?
CA ist der packende Auftakt der Geschichte von Tessa Gray (bekannt aus der CoB-Reihe. Tessa ist ein Kind ihrer Zeit, eine junge Dame im England des 19. Jh., die plötzlich auf sich selbst gestellt ist. Eine sympathische Heldin, die Romane über alles liebt, zeichnet sie sich durch viel Witz und Warmherzigkeit aus. Aber auch die Nebencharaktere überzeugen durch ihre Unterschiedlichkeit. Jems tragisches Schicksal, der Tod seiner Eltern und das Dämonengift, das ihn langsam dahinrafft, machen seine endlose Geduld, Freundlichkeit und Loyalität nur noch liebenswerter. Sein Parabatai WIll kämpft mit seinen eigenen Dämonen und lebt nur dafür, die anderen SJ im Institut vor den Kopf zu stoßen. Zu diesen SJ gehört auch das, für die Zeit, unorthodoxe Ehepaar Charlotte und Henry. Henry, Innbild des sozial unbedarften Erfinders, ist hauptsächlich mit seinen Erfindungen beschäftigt und eher menschenscheu, während die kompetente und kluge Charlotte quasi im Alleingang das Instiuts leitet, was ihr nur durch ihre Ehe mit Henry ermöglicht wurde. Dennoch ist gerade Henry ein Charakter zum Gernhaben, da er auf seine stille Art sehr stolz auf seine unabhängige Charlotte ist.
Zwischen Tessa, Will und Jem bahnt sich ein Gefühlschaos an, das auch deshalb so einzigartig ist, da man sich die drei kaum ohne einander vorstellen kann.
Unterdessen bleibt der ominöse Magister mit seinen fragwürdigen Plänen eher undurchsichtig. Nachdem Tessa von zwei Hexenmeistern entführt wird, enthüllen ihr diese, dass sie eine Gestaltwandlerin ist. Alles was Tessa je über ihre Familie zu wissen glaubte, nämlich das ihre Eltern gewöhnliche Menschen waren, wird infrage gestellt. Was ist sie wirklich  und wer waren ihre Eltern?

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1.339 Bibliotheken, 22 Leser, 4 Gruppen, 76 Rezensionen

schattenjäger, chroniken der unterwelt, liebe, fantasy, cassandra clare

City of Heavenly Fire

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Arena, 30.01.2015
ISBN 9783401066745
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sebastians Erdunkelte greifen Schattenjägerinstitute auf der ganzen Welt an und verwandeln die SJ in Erdunkelte. Daher ruft der Rat alle SJ nach Idris zurück. Auch die Familie Blackthorn, deren 7 Kinder zusammen mit Emma Castairs die einzigen Überlebenden des Überfalls duch Sebastian sind. In Jace' Adern fließt das himmlische Feuer, das sich seiner Kontrolle zu entziehen droht und allen, die ihm nahe kommen, gefährlich werden kann. Er und Clary sind jedoch alles, was Sebastian überhaupt noch interessiert und er stellt die SJ in Idris vor die Wahl: entweder sie händigen ihm Clary und Jace aus oder sie werden alle vernichtet!
Der finale Band der Chroniken der Unterwelt wartet mit viel Spannung, Zerreisproben, politischen Ränken und Herzschmerz auf. Neue Charakter mit viel Potential werden eingeführt, wie z.B. die Blackthorns und die starke, temperamentvolle Emma Castairs, die beste Freundin von Julian Blackthorn. Die Blackthornwaisen und Emma sind eine liebevolle Familie, der unvollstellbares Leid angetan wurde, zudem fließt durch die Adern der zwei ältesten Blackthorns auch Feenblut. Im Zuge der Befragung der Geschwister treten auch die Risse in der Sj-Gemeinschaft zu Tage, wo Misstrauen gegenüber den Schattenweltlern vorherrscht. Der Rat zeigt nur wenig Mitgefühl mit dem Leid der Blackthorns und verschlimmert die Lage noch zusätzlich. Wie schon die Bände davor, überzeugt auch CoHF mit der Vielschichtigkeit der Charaktere und schafft es trotz deren hoher Anzahl sie alle individuell heraustechen zu lassen. Sei es nun Jace' und Simons freundschaftliches Getrieze oder Isabelle Mut und ihr Widerwillen, sich ihre Gefühle für Simon einzugestehen, trotz ihres Misstrauen gegenüber Männern. Auch Alec und Magnus hadern mit ihrer Beziehung und Magnus im Besonderen mit all den Geheimnissen und Bürden, die Hunderte Lebensjahre mit sich bringen. Endlich wird auch das Rätsel um Magnus' Herkunft gelüftet, das dieser so vehement geheim halten wollte.
Sebastians verdrehte und verkrüppelte Seele plant in CoHF die totale Vernichtung und seine ganze Obssession dreht sich um Jace und vor allem Clary, für die er unbrüderliche Gefühle zu hegen scheint. Clary und ihre Freunde machen sich auf in den letzten Kampf und müssen dafür sogar zwischen den Welten wandeln.

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schattenjäger, liebe, dämonen, fantasy, vampire

City of Lost Souls

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Arena, 20.02.2013
ISBN 9783401066677
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Clary auf die Dachterasse zurückkehrt, ist ihre große Liebe Jace verschwunden und der Leichnam ihres Bruders auch. Clary und ihre Freunde sind die Einzigen, die noch glauben, Jace retten zu können, der Rat hingegen zweifelt an dessen Loyalität. Jace jedoch ist durch ein Band an Sebastian gebunden. Verletzt man den Einen, wird auch der Andere verwundet. Sebastian schmiedet dunkle Pläne und wünscht sich Clary an seine Seite. Ist Jace' Seele noch zu retten?

CoLS schließt ungebrochen spannend an den Cliffhanger von CoFA an. Während Clary verzweifelt nach Jace sucht, scheint den Rat dies nur mäßig zu interessieren, da dieser verbissen nach Sebastian fahndet. Jace unterdessen ist an Sebastian gebunden und scheint vollkommen verändert.  Er verteidigt dessen Pläne und scheint Sebastian sogar zu mögen. Isabelle und Alec, die beide noch mit dem Verlust ihres kleinen Bruders Max kämpfen haben, fürchten nun auch noch um Jace. Dazu quälen Alec Zweifel wegen seiner Beziehung zu Magnus. Denn dieser hat eine jahrhundertlange Vergangenheit voller Ex-Geliebter und besonders die schöne und uralte Vampirin Camille, Anführerin des New Yorker Vampirklans, weiß diese Unsicherheit für sich zu nutzen, um Unfrieden zwischen den Liebenden zu stiften. Das Dreiecksgespann Clary, Jace und Sebastian ist besonders spannend, da die Grenze zwischen Jace und Sebastian zu verschwinden drohen und auch der Leser an den Loyalitäten zu zweifeln beginnt. Während Sebastian an Valentin erinnert, scheinen seine Pläne noch viel verworrener und bösartiger als die seines Vaters und das Dämonenblut in seinen Adern hat einen Hass gesät, der großes Unglück verspricht.

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1.834 Bibliotheken, 38 Leser, 13 Gruppen, 96 Rezensionen

schattenjäger, fantasy, liebe, vampire, clary

City of Fallen Angels

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.11.2011
ISBN 9783401065595
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Simons Leben als Vampir zehrt an ihm. Sein Wesen vor seiner Mutter geheim halten, Izzy und Maia daten, ohne dass sie voneinander erfahren, den übrigen Vampiren aus dem Weg gehen und nebenbei noch den Blutdurst unterdrücken. Clary hingegen ist glücklich mit Jace vereint. Doch Jace wird von Alpträumen heimgesucht, in denen er Clary verletzt und es stellt sich die Frage, wie viel von Valentins Einfluss in ihm steckt.
Diese Fortsetzung der ursprünglichen drei Bände war wirklich langersehnt und auch notwendig, da sich die vorigen Bände irgendwie unabgeschlossen anfühlten. In CoFA bekommt nun vor allem Simon einen größeren Auftritt, dessen Kampf mit seinem Leben als Vampir angesichts des Glückes der anderen etwas vergessen wird. Spannend wird es vor allem auch durch das Kainsmal, welches ihn nun zeichnet. Der biblischen Bezug macht es etwas tiefgründiger und  es ist auf jeden Fall eine sehr originelle Idee. Maia und Isabelle, mit denen sich Simon gleichzeiig trifft, ohne dass die etwas davon ahnen, ergibt schon ein komisches Gespann. Simon, der total liebe, etwas nerdige Kindheitsfreund von Clary muss nun seine Dates genau planen, damit Isabelle und Maia nichts voneinander mitbekommen, da er keine von beiden verletzten will, sich aber auch nicht entscheiden kann. Auch von Maias Vorgeschichte erfahren wir nun endlich mehr.
Wirklich schade ist, dass Alec und Magnus, nun glücklich zusammen, erst relativ am Ende in Erscheinung treten, da sie auf Europareise sind. Clary Mutter Jocelyn und Luke hingegen sind mitten in ihren Hochzeitvorbereitungen und einfach richtige Sympathieträger. Luke, der Clary mehr ein Vater war, als irgendwer sonst, ist immer für einen guten Rat zu haben und bringt auch Jace viel Verständnis entegegen, obwohl Jocelyn ihm misstraut, da sie Valentins Einfluss fürchtet. Clarys Ausbildung zur Schattenjägerin hat nun endlich begonnen, wodurch sie etwas selbständiger und kämpferischer wird, allerdings trainiert sie vorerst nur mit den Lightswoods, da noch kein Ersatz für Hodge gefunden wurde. Ärger macht sich in Gestalt der mächtigen Vampirin Camille breit, die einst amouröse Bande mit Magnus verbanden, was Alec zu schaffen macht. Ihm wird klar, dass Magnus ewig leben wird und er immer noch sterblich ist.
Jace' Alpträume lassen ihn zu Clary auf Distanz gehen, die sichtlich verwirrt reagiert. Gleichzeitig türmen sich dunklere Mächte in New York und eine sehr alte dämonische Präsenz ist auf dem Vormarsch...

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1.025 Bibliotheken, 6 Leser, 19 Gruppen, 69 Rezensionen

dämonen, schattenjäger, liebe, fantasy, vampire

City of Glass - Chroniken der Unterwelt 3

Cassandra Clare , Franca Fritz und Heinrich Koop (Übersetzer) ,
Fester Einband: 721 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2009
ISBN 9783401061344
Genre: Fantasy

Rezension:

Um den Bann ihrer Mutter zu brechen, setzt Clary alles daran, nach Alicante zu gelangen und den Hexenmeister Ragnor Fell zu finden. Simon wird unterdessen unfreiwillig mit den Lightwoods nach Alicante gebracht, wo ihn der Rat drangsaliert. Alicante steht vor der entscheidenen Schlacht, denn Valentins Dämonenheer bedroht seine Mauern und er selbst ist entschlossen, alle Insignien der Engel in seine Gewalt zu bringen. Jace hingegen kämpft mit sich: ist er nun mehr ein Morgenstern oder ein Lightwood? Und wie soll er Clary jemals gehen lassen ?
In CoG geht es nun deutlich actiongeladener her als in den vorigen Bänden. Alles bereit sich auf einen Angrif Valentins vor, nur der Rat ist überzeugt, dass dieser Alicantes Mauern nie sprengen wird. Der Rat selbst zeigt sich wahrlich nicht von seiner besten Seite und bestätigt in Teilen Valetins Behauptung von Korrumpiertheit einzelner Ratsmitglieder. Clary taucht tiefer in die Erforschung ihrer Runenkrationen ein, um ihre Mutter zu retten. Immer mehr von Jace' Kindheit tritt ans Tageslicht, sodass man schonmal leicht den Überblick verlieren kann bei all den Personen und Kreismitgliedern, die erwähnt werden. Besonders das Zusammenspiel zwischen Schattenweltlern und Schattenjägern, die einander eher misstrauisch gegenüberstehen, sorgt für viel Abwechslung und Spannung, Sei es nun die Dynamik von Lukes Werfolfsrudel, Raphaels Vampiclan oder die mächtigen Hexenmeister. In dem Haus der Waylands machen Jace und Clary schließlich eine Entdeckung, die Valentins ganze Verderbtheit entlarvt. CoG spart einerseits nciht mit Spannung und Action, anderseits werden nicht alle die letzte Schlacht überleben...

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dämonen, fantasy, liebe, schattenjäger, vampire

Chroniken der Unterwelt - City of Ashes

Cassandra Clare , Franca Fritz (Übers.) , Heinrich Koop (Übers.)
Fester Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2008
ISBN 9783401061337
Genre: Fantasy

Rezension:

Jace ist Valentins Sohn und Clarys Bruder. Seine Loyalität steht nun auf dem Prüfstand und die hasserfüllte Inquisitorin schickt ihn zur Strafe ins Gefängnis der Stadt der Gebeine. Doch Valentins Plan geht noch viel weiter. Er will das mächtige Schwert der Engel und seine Macht missbrauchen, um den Rat vernichtend zu schlagen. Unterdessen versuchen Clary und Jace ihre Liebe zu verleugen. Eine Liebe, die nicht sein darf.
"City of Ashes" setzt genauso spannend fort, wie CoB geendet hat.
Für Jace bricht eine schreckliche Zeit an, da ihn die Lightwood -Eltern, die ihn als Kind aufgenommen haben, nun scheinbar fallen lassen und ihm nicht mehr vertrauen. Sein Zwiespalt ist herzerreissend, da sie die einzigen Eltern sind, die ihm noch geblieben sind. Halt findet er nur bei seinen Geschwistern. Sehr berührend ist auch Alecs Dilemma, der sich sehr zu Magnus hingezogen fühlt, jedoch Angst vor der Reaktion seiner Eltern hat. Obwohl Alec in CoB Ckary gegenüber sehr kühl war, ist er einfach ein Charakter zum Gernhaben. Verlässlich, loyal und schonunglos ehrlich hält er weiterhin zu seinem Bruder Jace. Das Konzept der star-crossed lovers ist in CoA besonders traurig, da es für Jace und Clary tatsächlich einen unüberwindbaren Grund gibt, aus dem sie nicht zusammen sein können und nicht wie oft einen eher konstruiertes Dilemma. Eine extra Portion Drama ist auch für Simon vorgesehen, der unfreiwillig in Valentins dunkle Pläne verwickelt wird. Er wirkt wie verloren auf weiter Flur, ein Vampir, der sich nicht als socher fühlt, aber auch nicht zu den Schattenjägern und damit auch Clary gehört.
Auch Clary entwickelt sich weiter und entdeckt, dass ihre künstlerische Gabe noch viel weiter reicht als gedacht.

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1.480 Bibliotheken, 17 Leser, 20 Gruppen, 158 Rezensionen

fantasy, dämonen, schattenjäger, liebe, vampire

Chroniken der Unterwelt - City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz (Übers.) , Heinrich Koop (Übers.)
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2008
ISBN 9783401061320
Genre: Fantasy

Rezension:

Als die fünfzehnjährige Clary Fray in einem New Yorker Club drei bewaffnete Teenager beobachtet, die einen Jungen ermorden, ahnt sie noch nicht, dass die Welt, so wie sie sie kennt, aus den Fugen geraten wird. Denn Jace, Isabelle und Alec sind Schattenjäger. Krieger, die Dämonen jagen und den Frieden zwischen Schattenweltlern sichern sollen. Und Clarys Schicksal ist auf ungeahnte Weise mit den Schattenjägern verbunden.

Ich habe die City of Bones-Reihe nun zum zweitenmal angefangen und bin immer noch gefesselt. Die Seiten fliegen nur so dahin, gefüllt mit witzigen Dialogen und interessanten Charakteren. Die künstlerische Clary wird in eine Welt hineingezogen, die vor magischen Wesen nur so wimmelt. Jace, von dem sie sich gleich zu Anfang angezogen fühlt, ist ein selbstbewusster, arroganter Draufgänger, der seine Adoptivfamilie, die Lightwoods, innig liebt. An der Seite der toughen Isabelle und des ruhigen und verlässlichen Alec lebt er im New Yorker Institut. Auch Nebencharaktere überzeugen mit ihrer Originalität, mein absoluter Favorit ist Magnus Bane, der exzentrische und schrille Hexenmeister von Brookly, der schon mehrere hundert Jahre alt ist und Kind eines Dämöns und einer Meschenfrau. Aber auch Simon, Clarys menschlicher Freund aus Kindertagen, ist sehr liebenswert. Heimlich verliebt in Clary, betrachtete er ihre Gefühle für Jace mit Sorge. Er selbst ist ein echter Freund, verlässlich, witzig. Ein unglaublich authentischer Teenager, der mit Videospielanalogien und  -zitaten amüsiert. Interessant und mit viel Potential wird die Entstehungsgeschichte der Schattenjäger geschildert und deren Verbindung zum Engel Raziel. Gut hat mir auch gefallen, dass eine wie auch immer geartete göttliche Existenz eher außen vor bleibt. Allerdings geben die den Anschnitten vorangestellten Zitate (z.B. aus Das verlorene Paradies/Milton) dem Ganzen einen mythologischen und tieferen Charakter. Neben Hexenmeistern kommen noch Vampire, Werwölfe, die verschlagenen Feenwesen sowie die abscheulichsten Dämonen dazu, die originell variieren: mal haben sie Tentakeln und sprühen Gift, dann sind sie augenlos und haben zwei Reihen von scharfen Zähnen. Clarys Familiengeschichte würzt das Ganze mit einer Portion Drama. Die politischen Verwicklungen des Schattenjägerrates heben den Konflikt auf eine höhere Ebene und zeigen die Risse im Zusammenleben zwischen den Kreaturen. So lehnen viele Schattenjäger die Schattenwesen ab und es gibt Stimmen im Rat, die sich gegen das Existenzrecht der Schattenwelter aussprechen. Jahre zuvor gab es den sogennanten Kreis, der sich um seinen Anführer Valentin Morgenstern geschart hatte und die Schattenwesen zu vernichten trachtete. Doch Valentin ist tot-zumindest heißt es so...

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924 Bibliotheken, 35 Leser, 7 Gruppen, 67 Rezensionen

magie, throne of glass, fae, hexen, wendlyn

Throne of Glass - Erbin des Feuers

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Celaena ist nun in Wendlyn und auf der Suche nach einer Möglichkeit, die mächtigen Wyrdschlüssel vor dem König von Adarlan zu finden. Dort wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss sich ihrer mächtigen Fae-Tante Maeve stellen. Unterdessen ringt Chaol mit seinen Loyalitäten und Dorian setzt alles daran, seine magischen Fähigkeiten vor seinem Vater zu verbergen und sie unter Kontrolle zu bringen.
Der dritte Band der Glass of Throne-Saga führt Celaena ins Reich ihrer Tante Maeve, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgt. Prinz Rowan, blutgeschworener Krieger Maeves, soll Celaena trainieren, bis sie bereit ist, ins Fae-Reich zu kommen. Da ihr Training einen großen Raum des Buches einnimmt, hat man zeitweilig das Gefühl, dass die Geschichte bur schleppend vorankommt. Ausgeglichen wird dies durch die neuen Fantasywesen, die eingeführt werden und einem Schauer über die Haut jagen. Voller Bosheit und dunkler Macht bedrohen sie Celaena und die anderen Halbfae, mit denen sie untergebracht ist. Eine Besonderheit im dritten Band sind die dazugekommenen Perspektiven. Neben Chaol, Dorian, Celaena, Rowan und Sorscha (einer Heilerin) tritt noch die Perspektive von Mannon, der Erbin des Blackbeak Klans, hinzu. In den Bergen trainiert sie und ihre Dreizehn die tödlichen Wyvern, mit denen der König von Adarlan seine Schlacht plant. Mannon und die anderen Ironteeth-Hexen sind grausame und brutale Wesen, die alles tun, um ihr Königreich zurückzuerobern. Berührend war auch die sich anbahnende Beziehung zwischen Dorian und der jungen Heilerin Sorscha. Durch den Verlauf der Beziehung erscheint diese allerdings sehr gehetzt und ein bischen unglaubwürdig, auch wenn es verständlich ist, dass Dorian nach einem Halt sucht.
 

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1.043 Bibliotheken, 34 Leser, 5 Gruppen, 88 Rezensionen

magie, throne of glass, fantasy, liebe, fae

Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Celaenas ist nun der Champion des Königs von Adarlan und es ist ihre Aufgabe, alle Rebellen zu vernichten. Doch tief in ihrem Herzen hasst sie Adarlan, das sich inzwischen fast ganz Erilea unterworfen hat. Celaena sehnt sich nach Chaol, dem Captain der Garde, doch dessen Loyalität zu Adarlan scheint ungebrochen. Währenddessen wird Dorian mit ungeahnten Kräften konfrontiert, die ihn in große Gefahr bringen. Und als Celaena den bösartigen Plänen des Königs auf die Schliche kommt, muss sie entscheiden, auf wessen Seite sie steht, wenn der Sturm losbricht.
Die Fortsetzung der Fantasyreihe "Throne of Glass" besticht erneut durch einen schnellen EInstieg in die Handlung. Mehr originelle Fantasywesen treten auf (z.B. die Ironteeth-Hexen)und erhöhen den Spannungsfaktor. Chaols Vergangenheit und Herkunft werden gelüftet. Allerdings bleiben die Rebellen, die zwar vereinzelt eine Rolle spielen noch unbestimmt als Gruppe. Gleiches gilt für den König, dessen Person und tiefere Motive noch sehr oberflächlich erscheinen. Nehemia, die Prinzessin Eyllwe spielt nun eine größere Rolle als Celaenas Vertraute und wirkt sympathisch, da sie versucht, Celaena davon zu überzeugen, sich sich den Rebellen anzuschließen.
Dorian wird als Charakter immer interessanter, da er durch eine Entdeckung gezwungen ist, sich vor eine Entscheidung zu stellen.

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1.776 Bibliotheken, 53 Leser, 6 Gruppen, 172 Rezensionen

fantasy, throne of glass, assassinin, champion, kampf

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Celaena Sardothien ist die größte Assassinin in Erilea und zum Tode verurteilt. Bis Prinz Dorian ihr ein Angebot macht: in einem tödlichen Wettstreit soll sie für ihn kämpfen. Gewinnt sie gegen die 23 anderen Krieger, wird sie Champion des Königs und erlangt ihr Freiheit.

"Throne of Glass. Die Erwählte" ist der Auftakt einer spannenden Fantasysaga. Celaena ist eine selbstbewusste und emanzipierte Heldin mit einem feurigen Temperament und viel Mut.
Prinz Dorian, der seinen Vater, den grausamen König, verabscheut, ist ein sympathischer Charakter, der mit sich selbst  und seinem Platz in der Welt ringt. Ebenso sein bester Freund und Captain der Garde, Chaol, dessen Loyalität zum Königreich Adarlan ungebrochen ist. Beide Männer wecken Celaenas Interesse, doch ist es teils schwierig, ihre Gefühle nachzuvollziehen. Anfangs scheint sie eine Vorliebe für Dorian zu hegen, was jedoch plötzlich nachlässt und in Richtung Chaol schwankt. Dessen zum Teil blinde Loyalität zum grausamen König von Adarlan ist teilweise etwas zermürbend.
Besonders überzeugend in Sarah Maas´ Romanen sind ihre zahlreichen Fantasywesen, die nicht an Vorbilder anknüpfen, sondern (nehme ich an) Neuschöpfungen sind, die zum Teil sehr grotesk und originell sind. Toll finde ich auch die Skizze der Welt, in der Celaenas Geschichte spielt, die sich am Anfang des Buches findet. Auch sprachlich überzeugt der Roman durch eine flüssige Schreibweise mit teilweise kleinen poetischen Momenten, wenn Celaena z.B. die Sterne anschaut und sich wundert, ob diese zurückblicken.
Trotzdem gibt es einen Stern Abzug und das nur, weil ich von Sarah J. Maas die neueste Reihe angefangen habe ("A court of thorns and roses/bei dtv auf deutsch erschienen), denn die Reihe ist einfach klasse, auch wenn man nicht vergleichen soll. Throne of Glass ist Maas´ Erstlingswerk und auf jeden Fall sehr lesenswert und kreativ geschrieben.

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

cornwall, erbe, england, cousine rachel, cousine

Meine Cousine Rachel

Daphne du Maurier , Brigitte Heinrich , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361978
Genre: Klassiker

Rezension:

Philips ganze Welt sind das Familienanwesen in Cornwall und sein geliebter Cousin Ambrose, der ihn aufzog. Nachdem Ambrose aus heiterem Himmel in Italien heiratet, erhält Philip bald verwirrende Briefe von Ambrose, die andeuten Rachel wolle ihm etwas antun. Er reist nach Italien, kommt jedoch zu spät. Wieder in England, ist er entschlossen, seine Cousine Rachel büßen zu lassen. Doch als sie vor ihm steht, wird er nach un nach in ihren Bann gezogen. Ambrose Briefe jedoch schüren Misstrauen und Verzweiflung und seine Liebe zu Rachel steigert sich zur Obesession.

"Meine Cousine Rachel" ist ein ungebrochen spannender Roman. Der junge Philip, der behütet im ländlichen Cornwall aufgewachsen ist, weiß nichts von dem mondänen Leben in großen Städten und erblüht ganz in seiner Heimat und in Einsiedlerei. Seine wenigen Kontakte hat er mit seinem Paten und dessen Tochter Louise, die in der Nähe wohnen. Charakterlich seinem älteren Cousin Ambrose ähnlich, ist dieser seine ganze Familie. Als Ambrose, der als eingefleischter Junggeselle galt, sich urplötzlich verheiratet, ist Philip zutiefst verunsichert. Mit Rachel schafft Daphne du Maurier eine stark ambivalente Frauenfigur, deren wahrer Charakter nie ganz entschlüsselt scheint. Durch die Erzählung der Geschichte aus Philips Perspektive werden die Leser in seine überschwänglichen Emotionen eingebunden und selbst Opfer von Paranoia, Misstrauen und Obsession. Augrund von Philips Abneigung entwicklelt quasi auch der Leser eine hefitge Abneigung gegen Rainaldi, dem Italiener, der sich um Rachels Geschäfte kümmerte, aber auch eine tiefere Beziehung zu ihr zu haben scheint. Dennoch bleiben sowohl Rainaldis Vergangenheit als auch Rachels stets anfällig für Spekulationen und Hörensagen. Doch schwankt die Erzählung immer zwischen Vermutungen und Philip selbst steht so in Rachels Bann, dass er jeglicher Vernunft beraubt wird. Ein grandioser Roman, in dessen düsterer Atmosphäre sich die Nackenhaare aufstellen und einem Schauder über den Rücken laufen, und indem weder Philip noch der Leser seinem eigenen Verstand vollends vertrauen kann.

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926 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

liebe, sirenen, meer, kiera cass, sirene

Siren

Kiera Cass , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 13.10.2016
ISBN 9783733502911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die schöne Kahlen birgt ein dunkles Geheimnis. Sie und ihre Schwestern sind Sirenen. Einst rettete sie das Meer. Im Gegenzug müssen sie ihm dienen - 100 Jahre lang ist es ihre Aufgabe, Fremde in den Tod zu locken. Trotz ihrer Gewissensbisse, erfüllt Kahlen ihre Aufgabe gehorsam, bis sie Akinli kennenlernt - einen Jungen, der sie versteht, obwohl sie nie mit ihm sprechen kann, denn ihre Stimme bedeutet Verderben für die Menschen.

Die Idee von "Siren" ist sehr originell und die Geschichte im Großen und Ganzen sehr berührend. Leider wirkt die Geschichte zu gehetzt und gedrängt. (Vielleicht noch verstärkt dadurch, dass ich es locker in einem halben Tag durch hatte). Die Charaktere haben zwar ihre Ecken und Kanten sowie ihre persönlichen Schicksale und Vergangenheiten, allerdings hätten die Charaktere noch etwas lebendiger werden können. Auch die Nebencharaktere wie z.B. Kahlens Schwester (ihre Mitsirenen) sind interessante und abwechslungsreiche Persönlichkeiten. Elizabeth ist die Rebellin, Maika eine Künstlerin, Aisling die große Schwester und Padma die kleine Schwester. Aislings und Padmas traurige und sehr berührende Geschichten kommen leider zu kurz bzw. wirken auch sie sehr gehetzt und plötzlich. Am spannendsten ist das personifizierte Meer und die zwiegespaltene Beziehung die Kahlen zu ihrer "Mutter" hat. Die Liebesgeschichte zw. Akinli und Kahlen ist sehr berührend udn emotional. Akinli ist einfach ein Charakter, den man gern haben muss. Ohne Vorbehalte freundet er sich mit der vermeintlich stummen Kahlen an. Sein sonniges Gemüt und seine Stärke sind eine erfrischende Abwechslung von Kahlens betrübten und belastetem Gemüt.
Insgesamt hat der Roman sehr viel ungenutztes Potential, was die einzelnen Handlungsstränge angeht. Man erfährt z.B. wenig über die ersten 80 Jahre, die Kahlen schon als Sirene verbracht hat und erfährt auch nicht viel zu vergangenen Opfern von Kahlen und ihren Schwestern, obwohl diese Toten Kahlen so sehr belasten.
 Leider verliert die Geschichte durch die Kürze des Buches an Tiefe. Sprachlich ist er einfach und flüssig geschrieben. Das Ende wirkte auf mich auch etwas plötzlich.

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98 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, freundschaft, kampf, königreich, krone

Royal: Eine Krone aus Alabaster

Valentina Fast
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.11.2017
ISBN 9783551316820
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Kampf um den Thron geht weiter. Noch immer wissen die Kandidatinnen nicht, wer denn nun der echte Prinz ist. Tanyas Herz jedoch ist bereits vergeben, nur Phillip gibt sich distanziert und macht auch noch der kronegeilen Charlotte den Hof. Und dann ist da noch Henry, dessen Freundschaft für Tanya immer wichtiger wird.

Der zweite Band der ROYAL-Reihe setzt an der ausstehenden Entscheidung an. Die übrigen Kandidatinnen müssen weiter zum Unterricht gehen und Aufgaben lösen, um im Wettbewerb voranzukommen. Endlich lernt man die anderen jungen Männer besser kennen, die alle sehr sympathIsch und individuell sind, nur leider noch immer keine Ecken und Kanten bekommen. Hingegen ist es zwischen Tanya und Phillip ein ewiges hin und her, was irgendwann einfach die Glaubwürdigkeit verliert. Ich hatte schon während Band 1 meine Vermutung, was hinter Phillips widersprüchlichem Verhalten stecken könnte, doch die offensichtlichste Erklärung fällt Tanya immer noch nicht ein. Ihre Beziehung zu Henry ist rührend, besonders da sie durch ihr gemeinsames Kampftraining auch etwas tougher wird. Allerdings ist es unklar, wie Henry es jetzt eigentlich meint, da er einerseits immer beteuert, Phillip eifersüchtig machen zu wollen und anderseits sich in Tanya zu verlieben scheint. Insgesamt wurde das Liebesdrama zu weit gezogen, währen der schwelende politische Konflikt nur eine Randnotiz bleibt. Vielleicht sind es eher 3,5 Sterne als 3, aber das ging ja nicht^^

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(88)

143 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, prinz, auswahl, dystopie, prinzessin

Royal: Ein Königreich aus Glas

Valentina Fast
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551316356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Königreich Viterra liegt unter einer gläsernen Kuppel, sicher abegschottet vom Rest der atomar verseuchten Welt. Die junge Tatyana will nur eins: aus dem Haushalt ihrer strengen Tante entkommen und zu ihrer Schwester und ihrem Schwager ziehen. Doch die Bedingung ihrer Tante ist klar: bei dem Wettbewerb des Königreiches mitmachen. 4 Männer stehen zur Wahl, doch nur einer ist der Prinz, dessen Herz es zu gewinnen gilt.

"Ein Königreich aus Glas" erinnert von der Idee mit der Brautschau stark an Kiera Cass´ Selection-Reihe, die ja quasi eine Inflation an Brautschau-Büchern ausgelöst hat. Dennoch ist der Roman an sich amüsant und schnell zu lesen. Tatyana ist eine sympathische Heldin, die wenig vom Brautschautamtam hält. Die vier jungen potentiellen Prinzen sind unterschiedlich und jeder auf seine Weise liebenswert. Tatsächlich kann man als Leser kaum entscheiden, wen man den nun am meisten mag. Leider ist das auch schon ein Problem des Romans. Es ist alles etwas übertrieben märchenhaft, da die jungen Männer (Phillip, Charles, Fernand und Henry) quasi keine Fehler zu haben scheinen. Eben keine Ecken und Kanten^^ Die Konflikte des Buches wirken zum Teil konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Bzw. ahne ich als Leserin schon worauf das Ganze hinauläuft, obwohl Tanya kein einziges Mal das Offensichtliche anspricht. Der Plot insgesamt lahmt ein wenig. Die ausgewählten Mädchen kommen ins Schloss und müssen Aufgaben lösen und Neues lernen sowie das Wohlwollen des Volkes gewinnen. Tanyas (Tatyanas) Freundin Claire scheint anfangs eine reglrechte Quasseltante, ist aber eigentlich sehr freundlich und liebenswert. Allerdings kommen mir die Freundschaftbekundungen der beiden im Laufe des Romans auch sehr überschwenglich und etwas übertrieben vor. Trotz des kindlich-märchenhaften Settings ist bei diesem Roman auch etwas Leidenschaft zwischen Tanya und ihrem Liebsten dabei, was es etwas aufregender macht. Dennoch ist das Gesamtproblem des Romans, dass er schnell gelesen auch schnell wieder vergessen ist. Ich habe die ersten zwei Bücher an einem Tag durchgehabt, da es sprachlich nun wirklich keine Herausforderung war. Trotzdem war es nicht schlecht geschrieben^^

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(222)

510 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

fantasy, magnus bane, schattenjäger, cassandra clare, hexenmeister

Die Chroniken des Magnus Bane

Cassandra Clare , Maureen Johnson , Sarah Rees Brennan ,
Flexibler Einband: 568 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.06.2015
ISBN 9783401508191
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der exzentrische und mächtige Hexenmeister von Brooklyn, Magnus Bane, hat bereits viel erlebt. In vergangenen Jahrhunderten war er Zeuge von Revolutionen, Börsencrashs und Krisen jeglicher Art. In den Chroniken erfährt man nun mehr über seine Vergangenheit, seine engsten Freunde und seine Gefühle, als er Alec Lightwood begegnet.
Der Begleitband zur "City of Bones"-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Witzig, charmant und charaktertreu präsentiert sich der bekannte Hexenmeister hier. Spannende Einblicke in seine Vergangenheit und seine früheren Machenschaften mit Schattenjägern und Schattenweltlern werden geboten. Besonders gut haben mit die (leider) wenigen Kapitel gefallen, die Magnus´ Sicht der Dinge in City of Bones schildern.
Ein Stern Abzug gibt es für mich, weil ich diese Begleitbände (gibts da ein besseres Wort??) zu bekannten Serien zwar amüsant finde, sie aber keinen größeren Plot besitzen, sondern nur als Ergänzung zur eigentlichen Serie dienen. Dies soll aber den Unetrhaltungswert des Buches an sich nicht schmälern. Ich musste oft herzlich lachen und gerade das letzte Kapitel mit Magnus´ Anrufbeantworter fand ich urkomisch und originell XD

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(1.392)

2.057 Bibliotheken, 30 Leser, 7 Gruppen, 139 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, abenteuer, tschick, jugend

Tschick

Wolfgang Herrndorf , , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499256356
Genre: Romane

Rezension:

Berlin-Marzahn: Maik Klingenbegr hat Sommerferien und keine Ahnnung, was er die 6 Wochen mit sich anfangen soll. Mutter auf der Beautyfarm/Entzugsklinik, Vater mir der jungen Assistentin auf "Geschäftsreise". Da taucht Tschick, der asige Russe aus dem Mietblock, mit einem gestohlenen Lada im Schlepptau auf. Es beginnt eine abgefahrene Autotour durch die vergessenen Plätze der ostdeutschen Povinzstädtchen. Ziel: die Walachei, doch weder Tschick noch Maik wissen genau, wo lang es dahin geht...

Dieser kompakte Roadtrip von Herrndorf hat mich wirklich überrascht, Eigentlich mache ich mir nichts aus solchen Teenager-Roadtrip Erzählungen. Aber "Tschick" überzeugt mit viel Witz, Charme und Authentizität. Selten habe ich die Ezählung aus Sicht eines Teenagers so lebendig und nachvollziehbar gefunden. Mal komisch, mal ernst erlebt der Leser/die Leserin die Gedankenwelt des fünfzehnjährigen Maiks, der aus einem eig. begüterten Elternhaus kommt, aber in den Ferien ganz auf sich gestellt ist, da Mutter und Vater sich ihren eigenen Problemen/Vergnügungen stellen müssen. Maik hadert mit den typischen Teenieproblemen. Verliebt in ein süßes Mädchen, für das er Luft ist, weiß er nicht, wie er sich verhalten soll. In der Schule ist er entweder ein Psycho, weil er komische Geschichten schreibt, oder unsichtbar für alle. Tschick, hingegen, dessen voller Name unaussprechlich und unmerkbar ist, ist im Unterricht ständig hacke dicht, gerade von der Realschule aufs Gymansium gekommen und lebt mit seinem älteren Bruder zusammen. Im gestohlenen Lada, erleben die zwei unterschiedlichen und doch so ähnlichen Jungen eine Menge Verrücktes, während sie durch die verlassenenen Landschaften Ostdeutschlands düsen. Anschaulich und lebendig beschreibt Herrndorf die vergessenen Orte, die Maik und Tschick auf ihrem Trip durchfahren, die Gerüche und Eigenheiten der ländlichen Bewohner im Vergleich zu den der Berliner Großstädter. Sprachlich passt der Roman auch, Tschick und Maik kommunizieren in typischer Teeniemanier, ohne dass es überzogen vulgär ist. Vielmehr sind ihre Schlagabtausche witzig, kreativ und manchmal überraschend tiefgründig. Beide Protagonisten haben Probleme und Sorgen, die sie mit sich rumtragen, aber weder wird dies zu Tode analysiert, noch eine abschließende Antwort erzwungen. Tschick, alles stets locker nehmend, zeigt Maik ein Stück von der Welt, fernab von der elterlichen Villa in Marzahn.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

klassiker, belletristik, englisches landleben, bauer, unabhängigkeit

Am grünen Rand der Welt

Thomas Hardy , Peter Marginter , Roswith Krege-Mayer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2015
ISBN 9783423144018
Genre: Klassiker

Rezension:

Die junge Bathsheba ist klug, selbständig, stur und hochmütig. Der loyale und fleißige Schäfer Gabriel Oak sowie der zurückhaltende ewige Junggeselle Farmer Boldwood freien um sie. Dann tritt ein charmanter Soldat auf den Plan. Bathsheba, inzwischen Herrin einer einträglichen Farm, muss sich entscheiden - doch manchmal geht das Leben andere Wege.

Thomas Hardy zeichnet mit "Am grünen Rand der Welt" (Original: "Far from the madding crowd") ein Panorama des englischen Landlebens im 19. Jahrhundert. Authentisch und multiperspektivisch erlebt der/die Leser/in den Alltag der Farmer, ihrer Arbeiter und ihrer Bediensteten. In diesem Rahmen spielt sich das individuelle Drama Bathshebas ab. Die junge Frau löst widersprüchliche Gefühle aus: einerseits erfrischend selbständig und energiegeladen, gibt sie sich andererseits recht eitel, hochmütig und fällt manchmal ruckartig aus ihrem sonst so eigenständigem Wesen heraus. Gabriel hingegen wirkt sehr sympathisch,  zuverlässig und unbeirrt geht er seinen Weg. Ein wenig unglaubwürdig ist seine schnelle Liebeserklärung gegenüber Bathsheba, die er kaum kennt.  Farmer Boldwood hat mich einige Nerven gekostet, da er ab einem gewissen Zeitpunkt vollkommen unbelehrbar ist und sich der Relaität verschließt, was daran liegt, dass an ihm die zerstörerische Kraft der Liebe nagt. Bathshebas Beziehung zu dem Soldaten, in den sie sich verliebt, ist verworren und komplex, seine Strategien, um sie zu gewinnen, hinterhältig und egoistisch. Dass Bathsheba ihn derart unkritisch liebt, erzeugt beim Lesen oft ein Kopfschütteln. Sprachlich glänzt dieser Roman durch präzise Naturbeschreibungen und detaillierte Beschreibungen von wichtigen Gebäuden (dass Hardy Kirchenrestaurator war, zeigt sich in seinen klaren Beschreibungen der verschiedenen Baustile, wodurch der/die Leser/in eine sehr genaue Vorstellung der Szenerie bekommt).

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Auf verschlungenen Pfaden

Thomas Hardy , Helga Schulz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2015
ISBN 9783423144025
Genre: Klassiker

Rezension:

In der rauen Abgeschiedenheit der südenglischen Heide braut sich ein Drama zusammen. Die schöne, aber schwermütige und eitle Eustacia Vye sehnt sich nach dem mondänen Leben im fernen Paris. Sie begegnet zwei Männern: Mr. WIldeve, der einstige Ingenieur nun Wirt der örtlichen Schenke, freit neben Eustacia um die sanfte Thomasin. Mr. Yeobright kehrt von einer langen Reise und einträglichen Geschäften in die Heide zurück. Kann einer dieser Männer Eustacias Träume erfüllen?
"Auf verschlungenen Pfaden" ist ein spannendes Drama, das sich um das Schicksal vier junger, sehr unterschiedlicher Menschen dreht. Die Protagonistin Eustacia erinnert ein wenig an Catherine aus "Sturmhöhe". Sie ist unsympathisch, und manipulativ. Als Damon Wildeve lebhaftes Interesse für Thomasin zeigt, bemüht sie sich erneut, ihn für sich zu gewinnen, obwohl ihr Interesse an ihm schon erloschen war. Eitel und oberflächlich, ist sie unfähig, die Gefühle anderer auch nur einmal über ihre eigenen zu stellen. In jedem potentiellen Verehrer erblickt sie primär die Chance, der Einöde der Heide zu entommen. So auch in dem heimgekehrten Clym Yeobright, der von seinem ertragreichen Beruf in Paris ernüchtert zurückkehrt, um seine ideelen Träume in der Heide zu verwirklichen. Clym ist neben Thomasin einer der Hauptsympathieträger, da er bescheiden, fleißig und liebenswürdig ist. Wildeve dagegen ist ähnlich wie Eustacia wankelmütig und unsympathisch. Wie ein kleines Kind begehrt er immer das, was er nicht haben kann. Eine erfrischende Abwechslung ist der Rötelmann, der unendlich treu versucht, das Schicksal seiner Geliebten zum Guten zu wenden und dabei seine eigenen Gefühle hinten anstellt. Dabei haben seine Taten oft große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Romans.
Sprachlich ist Hardys Roman ein Genuss. Sehr detailiert und lebendig zeichnet Hardy die raue Wildheit der südenglischen Heide. In manchmal filmartig anmutenden Szenen beschreibt er das Leben der einfachen Leute und die Insekten- und Tierwelt.
Den einen Stern Abzug gibts vor allem dehalb, weil die Protagonisten, die den meisten Raum im Roman einnehmen z.T. unerträglich ichbezogen sind und mir als Leser jegliches Mitleid für sie abging. Eig. hätte ich nur einen halben Stern abgezogen, aber das geht ja nicht^^

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Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Manja Präkels
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Verbrecher, 31.07.2017
ISBN 9783957322722
Genre: Romane

Rezension:

In ihrer Kindheit stibitzen Mimi und Oliver heimlich Schnapskirschen während ihre benachbarten Familien fröhlich feiern, gehen gemeinsam angeln und erkunden die im Verfall begriffenden Ruinen und menschenleeren Plätze ihrer brandenburgischen Kleinstadt. Doch mit der DDR wandelt sich auch Oliver. Aus dem einstigen Freund wird der Rädelsführer des örtlichen Neonazischlägertrupps. "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" zeichnet ein individuelles, authentisches Bild von der provinziellen DDR, der rauen Einfachheit des Lebens und des schleichenden Verfalls von den 70ern bis Ende der 90er Jahre.
Aus der Ich-Perspektive schildert die Protagonistin Mimi ihre Kindheitserlebnisse ungeschminkt und authentisch, was die Identifikation mit ihr erleichtert. Geschickt wird das individuelle Schicksal Mimis in größere Zusammenhänge gestellt. Ihre Mutter, Lehrerin in der DDR, muss nach deren Ende wieder studieren, um ihren Job behalten zu können. Ihr Vater, schwer an Diabetes erkrankt, kämpft mit dem Fortschreiten seiner Krankheit und ertränkt seinen Kummer in den Trinkgelagen mit seinen Nachbarn und Freunden. Berührend und schonungslos werden die engen familiären Bindungen und Nachbarschaftsverhältnisse von Mimi geschildert sowie deren einengende Wirkung auf die jugendliche Protagonistin. Am Ertrinken, versucht Mimi die Flucht nach vorn: nach Ostberlin. Doch auch dort stellt sich das erhoffte Vergessen nicht ein. Verstörend sind die erlebten Traumata der Protagonistin, die ihre zahlreichen Fluchversuche vor den örtlichen, gewalttätigen Neonazitrupps hervorrufen. Dass diese sinnlose Gewalt kaum geahndet wird, weder in der DDR noch in der wiedervereinten BRD, hinterlässt ein Gefühl des Zorns und lässt einen die Ohnmacht der Protagonistin spüren. Oliver macht eine 180-Grad Wendung vom gejagten Opfer zum skrupellosen Jäger. Mimis jugendliche Sinnsuche wird dringlicher, nachdem alle
vermeintlichen Wahrheiten mit dem Zusammenbruch der DDR infrage gestellt
werden. Die manchmal überbordenden Rauschzustände mögen zwar Ausdruck von Mimis Wunsch nach dem Vergessen, sein, allerdings behindern sie teilweise das Fortschreiten der Erzählung. Im Großen und Ganzen skizziert der Roman ein ungeschöntes Bild des Lebens in der DDR, nur bei dem ersten Ausflug in den Westen (nach Hamburg) erscheint die Kapitalismuskritik etwas überspitzt, als die ganze Familie Essen en masse in sich reinstopft, um anschließend das Rotlichtviertel der Hansestadt zu durchqueren.
Sprachlich ist der Roman flüssig und gespickt mit Strophen aus zeitgenössischen Songs sowie kleineren Gedichten Mimis, die deren Gemütszustand wiederspiegeln.

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