Kathleen1974s Bibliothek

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, milasummers, urlaub

Sommer, Sonne, Strand und Liebe: Nele & Josh (Liebesroman)

Mila Summers
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.05.2018
ISBN 9781718779020
Genre: Sonstiges

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78 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Weil es dir Glück bringt

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.05.2018
ISBN 9783810530486
Genre: Liebesromane

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

andreas suchanek, krimi, der graf, greenlight press, mord

Ein Mords-Team - Die vergessenen Akten

Andreas Suchanek , Nicole Böhm , Ute Bareiss
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 04.01.2016
ISBN 9783958341593
Genre: Krimi und Thriller

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207 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

fantasy, magie, andreas suchanek, wechselbalg, das erbe der macht

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1 - Das Erwachen

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Herz des Winters

Madeleine Puljic
Fester Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 23.04.2018
ISBN 9783958342897
Genre: Fantasy

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

provence, mont ventoux, krimi, massaker, 2018

Die Toten vom Mont Ventoux

Ralf Nestmeyer
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 26.04.2018
ISBN 9783740802998
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

band 4

Weites Land

Nicole Bachmann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 26.04.2018
ISBN 9783740802905
Genre: Krimi und Thriller

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87 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

liebesroman, tod, liebe, emotionen pur, jana von bergner

Keiner trennt uns

Jana von Bergner
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Independently published, 01.03.2018
ISBN 9781980407249
Genre: Sonstiges

Rezension:

Titel: „Keiner trennt uns“
Autorin: Jana von Bergner
Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand 2018
Seitenzahl: 256 Seiten

Klappentext:
„Ein einziger Moment kann alles verändern. Als Hannas Vater plötzlich stirbt, sind sie und ihre drei Geschwister Pia, Emma und Mika mit einem Schlag Vollwaisen. Doch Hanna ist stark, für sich und ihre jüngeren Geschwister. Vor Gericht kämpft die 21-Jährige schließlich um die Vormundschaft. Unterstützung erhält sie von dem nicht ganz unattraktiven Mark, ausgerechnet jenem Polizisten, der ihr die Todesnachricht überbracht hat. Doch was bewegt ihn dazu, ihr zu helfen? Und was verschweigt er ihr? Während beide mit ihren inneren Dämonen kämpfen, bleibt nur eine Frage: Ist Liebe stärker als Angst?

»Keiner trennt uns« ist der bewegende und zutiefst berührende Auftakt der neuen New Adult-Reihe von Jana von Bergner. Eine Geschichte von Verlust und Wiederfinden, von Tod und Leben, von Familie und Erwachsenwerden, von Mut und Hoffnung - und dem Kampf um die ganz große Liebe.“

Zum Cover:
Mir gefällt das Cover sehr. Als ich es das erste Mal sah, wollte ich sofort mehr über diesen Auftaktband erfahren. Die Gestaltung des Covers wirkt auf mich einfach bezaubernd. Ein richtiger Hingucker, wie ich finde.

Schreibstil:
Die Schreibweise der Autorin fühlte sich für mich leicht, flüssig und anschaulich an. Gefühlvolle und emotionale Momente werden sehr gut transportiert. Die Szenen und Buchfiguren hat sie sehr anschaulich und mit viel Elan beschrieben. Ihr Schreibstil ließ sich angenehm lesen, und ich konnte mich sehr gut in die Handlung hineinfühlen.

Lieblingszitat:
„Dieser Kuss war zu viel und gleichzeitig zu wenig.“ (Seite 135)
„Falls sie jemals die Chance gehabt hatte, ihr Herz zu schützen, war es nun zu spät.“ (Seite 177)

Meine Meinung zum Buch:
Der Einstieg in diesen Liebesroman ist mir leichtgefallen. Ich konnte mich sofort auf diesen einlassen. Schon auf den ersten Seiten erkannte ich, dass sich die Protagonistin Hanna (21 Jahre alt) in einer alles anderen als einfachen Situation befindet.

Der unerwartete Tod ihres Vaters ging mir nah. Es hat mich beeindruckt, wie Hanna sich für ihre Geschwister einsetzte, sich um sie kümmerte und dabei sich selbst kaum eine Pause gönnte. Schnell empfand ich für sie Respekt und Bewunderung. Neben ihrem Medizinstudium stand für sie die Familie immer an erster Stelle! Eine sehr aufopfernde und liebenswerte Person.

Der 26jährige Mark, der als eifriger Polizist arbeitet, überbringt Hanna die schreckliche Nachricht. Dieser zeigt ein außergewöhnliches Mitgefühl für sie und ihre kleine Familie. An seine eigene Kindheit und Jugendzeit erinnert, fühlt sich Mark sehr bald zu Hanna und ihren Geschwistern hingezogen. Was er in seiner Vergangenheit erlebte, bleibt eine ganze Weile im Verborgenen, was der Geschichte – neben dem Kampf von Hanna um die Vormundschaft für ihre jüngeren Geschwister – Spannung und Dramatik gibt. Mark wirkte auf mich die ganze Zeit über geheimnisvoll und verletzlich, aber auch sehr willensstark. Aus Vorsicht und um Hanna nicht zusätzlich zu verunsichern, verheimlicht er zunächst seine Vergangenheit und seine Zukunftspläne. Auf mich wirkte sein Verhalten authentisch und nachvollziehbar.

Die Autorin zeigt in einer ganz besonderen und einfühlsamen Weise Probleme des wahren Lebens auf und verleiht den Charakteren liebenswerte Eigenschaften. Jeder von ihnen hat sein „Päckchen“ zu tragen, das kam gut rüber. 


Allerdings empfand ich hinsichtlich der Verarbeitung des Todes des Vaters etwas zu wenig Ausdrucksstärke der Buchfiguren, die diesen Verlust zu verarbeiten hatten. Diesbezüglich hätte ich mir gern noch etwas mehr Tiefe gewünscht, vielleicht ein paar Gespräche der Geschwister, aus denen man ihre Gedanken und Gefühle entnehmen könnte. Am Verhalten der Figuren kann man zwar einiges über ihre Trauerbewältigung ableiten, aber mir fehlten dabei die tatsächlichen Gedanken der Charaktere.

Im Hinblick auf die Beziehung von Hanna und Mark waren bestimmte Szenen sehr gefühlvoll beschrieben, allerdings waren diese mit Wiederholungen versehen. Die Autorin verwendete dabei einen ganz bestimmten Vergleich, den sie dann immer mal wieder so benutzte…Wer das Buch gelesen hat, weiß sicherlich, was ich damit meine.

Ansonsten konnte mich dieser Roman absolut „abholen“ und fesseln. Ich freue mich sehr auf den 2. Band dieser Reihe.

Ein unterhaltsamer, gefühlvoller und fesselnder Liebesroman mit interessanten Charakteren und ohne jeglichen „Kitsch“. Themen wie Familie, Verlust, Freundschaft, Liebe, Mut, Wille und Zusammenhalt werden hier von der Autorin sehr gut zur Sprache gebracht und in einer besonderen Geschichte festgehalten. 
Ein bisschen mehr Tiefe in der Trauerverarbeitung der Buchfiguren hätte ich mir – wie oben erwähnt – gewünscht.

Mark, Hanna und ihre Geschwister habe ich in mein Herz geschlossen.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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20 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

band 2, buch, entführung, erpressung, asperger-syndrom

Lost in Fuseta - Spur der Schatten

Gil Ribeiro
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.04.2018
ISBN 9783462051247
Genre: Krimi und Thriller

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Lost in Fuseta

Gil Ribeiro
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.04.2018
ISBN 9783462051629
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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233 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

zeit, matt haig, liebe, roman, leben

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Wie man die Zeit anhält“
Autor: Matt Haig
Verlag: dtv Verlag 2018
Seitenzahl: 380 Seiten

Klappentext:
„Tom Hazard sieht aus wie vierzig, doch in Wirklichkeit ist er über 400 Jahre alt. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn zu große Nähe zu anderen Menschen wäre lebensgefährlich gewesen. Niemand durfte von seinem Geheimnis wissen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.“

Zum Cover:
Für mich strahlt das Cover das aus, was dieser Roman rüberbringt. Tom mit der übergroß dargestellten Uhr wirkt einsam, nachdenklich und verloren in seiner Zeit, die sein ganzes Leben lang so viel mit sich brachte… Dass das Ziffernblatt in die Gegenrichtung verläuft, hat so viel Aussagekraft. Auch die farbliche Gestaltung des Covers wirkt auf mich passend. Sehr gelungen!

Schreibstil:
Ein wundervoller Schreibstil, den Matt Haig hat. Ich liebe seine Schreibweise, die mich immer wieder fesseln und begeistern kann. Sehr gefühlvoll, intensiv und bildhaft! Mich zog es regelrecht in die verschiedenen Zeiten und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Ich habe mir jede Menge Textstellen mit Klebezetteln markiert, weil mir diese unter die Haut gingen. Für mich ist seine Schreibweise grandios, Gefühle und Emotionen wurden sehr gut transportiert und eine stille, nachdenklich machende Stimmung erzeugt, die allein schon deshalb für mich spannend war.

Lieblingszitat:
„Keine noch so lange Zeit, kein noch so entfernter Ort kann etwas daran ändern. Uns selbst entkommen wir nie.“ (Seite 19)
„Mein Leben ist wie eine Matrjoschka-Puppe, denke ich manchmal, verschiedene ineinander geschachtelte Versionen, bei denen die neueste immer die älteren umschließt, die früheren Leben von außen nicht sichtbar, aber immer noch da.“ (Seite 52)
„Jeder würde begreifen, dass es nur eine Sache gibt, die den Menschen ausmacht, und das ist die Menschlichkeit.“ (Seite 60)
„Ob es Liebe auf den ersten Blick gibt oder nicht, Liebe in einem Augenblick gibt es bestimmt.“ (Seite 282)

Meine Meinung zum Buch:
Gerade habe ich diese besondere Geschichte beendet und bin so berührt von dieser, so dass ich mich gleich an diese Rezension setzen mag.

Der Protagonist Tom, der wie vierzig ausschaut, aber in Wirklichkeit schon über 400 Jahre alt ist, arbeitet als Geschichtslehrer in London. Er ist in seinem langen Leben so vielen (zum Teil, der jeweiligen Epoche entsprechend, berühmten) Menschen begegnet, traf während all dieser Jahre auf Gutes wie auch auf Böses, verbrachte eine intensive Zeit mit seiner großen Liebe… Aber stets war er ein Außenseiter und sehr einsam. Ein unglaubliches Geheimnis, das er mit sich herumschleppt, droht ihn immer wieder zu erdrücken.

Seine Einsamkeit, seine Melancholie und sein sensibles/liebevolles Wesen spürte ich sehr deutlich. All diese Eigenschaften machten ihn für mich sympathisch.

Einige seiner Begegnungen wie auch die Personen selbst wirkten dabei etwas oberflächlich, eher wie Momentaufnahmen, was aber hervorragend zur gesamten Atmosphäre des Buches passt!

Aber die Begegnung mit einer für ihn besonderen Frau, die er dann über alles liebte, brachte ihm wunderschöne Momente, aber später auch einen unheimlichen Schmerz, der ihn nie wieder losließ. Das allgegenwärtige Bestreben von Tom, seine damals verlorene Tochter wiederzufinden, zieht sich durch diese Geschichte wie ein roter Faden.

In diesem Roman wechseln die Kapitel und jeweiligen Zeiten in einem angenehm zu lesenden Tempo. Da diese nicht zu lang geschrieben wurden, entstand eine schöne Abwechslung zwischen der Gegenwart und den unterschiedlichen Zeitpunkten der Vergangenheit.

Dieses Buch hat intensiv auf mich gewirkt. Die fesselnde Zeitreise hat mich regelrecht mitgenommen an die verschiedensten Orte. Besondere, wie auch sehr traurige Geschehnisse wirkten auf mich entsprechend emotional und berührend.

Es ist nicht die Art Spannung, wie bei einem Krimi, die ich hier spürte, sondern eine Spannung darauf, zu erfahren, ob und wie Tom sich in der Vergangenheit entwickelt hat bzw. ob und wie es ihm in der Gegenwart gelingt, mit all seinem Erlebten umzugehen. Die Rückblenden auf sein bewegtes Leben haben mich oft ergriffen.

Der Grund, warum Tom ständig seine Identität wechseln musste, warum er die in Gefahr brachte, mit denen er sich einließ bzw. welches Geheimnis er mit sich herumschleppte, wurde hier sehr plausibel dargestellt.

Während des Lesen und vor allem jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, grüble ich und frage mich, wie es wäre, wenn man tatsächlich so alt werden könnte. Könnte ein Mensch, der so viele Epochen miterleben würde, all das (für sich) ausreichend verarbeiten/begreifen/verkraften?

Dieser Roman hat mich immens zum Nachdenken gebracht und wird mich gedanklich noch eine Weile beschäftigen. Eine Handlung, die viel Diskussionsstoff hergibt.
Und der Titel „Wie man die Zeit anhält“ – als Kernpunkt dieses Buches – hat für mich seine Erklärung bekommen.

Eine absolute Leseempfehlung von mir.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

neuanfang, tod der mutter, wolken

In Liebe, für immer

Hannah Beckerman , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.09.2015
ISBN 9783404172306
Genre: Liebesromane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, für immer du und ich, geschwister, hass, blogger

Für immer du und ich

Marianne Kavanagh , Sonja Hagemann
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103520
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

elsass, frankreich

Zu Hause wartet das Glück

Agnès Ledig , Lisa-Maria Rust
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 12.01.2018
ISBN 9783423261685
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Zu Hause wartet das Glück“
Autorin: Agnes Ledig
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH 2018
Seitenzahl: 331 Seiten

Klappentext:
„Valentine lebt schon lange allein, als in einer Gewitternacht ein völlig durchnässter Mann mit einem siebenjährigen Mädchen vor der Tür ihres alten Bauernhauses steht: Die kleine Anna-Nina hat hohes Fieber und kann nicht länger in dem Wohnwagen bleiben, der den beiden als Zuhause dient. Valentine lässt Éric mit seiner kranken Tochter herein, und aus dem spontanen Kurzaufenthalt werden viele Wochen. Doch die Erlebnisse der Vergangenheit treiben Éric wieder fort…“

Zum Cover:
Mir gefällt das Cover sehr. Die Gestaltung ist gelungen und passt gut zum Buchinhalt. Ein richtiger „Augenschmaus“!

Schreibstil:
Dies ist das 3. Buch, das ich von Agnes Ledig gelesen habe. Der leichte Schreibstil der Autorin ermöglichte mir ein flüssiges und entspanntes Lesen. Agnes Ledig gelingt es auch hier, ihrer Geschichte Wärme und Gefühl zu geben. Zahlreiche Textstellen empfand ich sogar als poetisch und besonders gefühlvoll. Ich habe mir viele Textpassagen (Zitate) markiert.

Lieblingszitate:
„Alles, was uns begegnet, ist Lernstoff. Wenn man das Leben in Zeitlupe entdeckt und sich die Zeit nimmt, alles zu beobachten, dann lernt man alle Fächer gleichzeitig.“ (Seite 71)
„Und jetzt habe ich Angst, dass aus dem „alles“ wieder ein „nur“ wird.“ (Seite 186)
„Diese intime Vereinigung bewirkt, dass die Person, die dir da begegnet ist, nie wieder ganz aus deinem Leben verschwinden kann, weil sich ihr Schatten auf der Mauer deiner Erinnerungen eingebrannt hat. (Seite 269)
„Man soll nicht erwarten, sondern das genießen, was da ist. Nicht das, was man sich erhofft.“ (Seite 325)

Meine Meinung zum Buch:
Die Idee zu dieser Geschichte gefällt mir sehr gut. Éric „strandet“ während eines schweren Gewitters zusammen mit seiner erkrankten Tochter Anna-Nina bei Valentine, einer Frau, die Bindungsängste hat und ihren Beruf als Lehrerin liebt. Ihre Hilfsbereitschaft hat mir imponiert. Sie nimmt die beiden bei sich auf, und was nur ein vorübergehendes Bleiben sein sollte, entwickelt sich zu einem längeren Aufenthalt, während dessen sich die 3 kennenlernen.

Die siebenjährige Anna-Nina ist ein wahrer „Sonnenschein“. Sie wird als sehr wissbegierig, schlau, offen und liebenswert dargestellt. Ihre Eifrigkeit und ihre Denkweise hat mein Herz berührt.

Érics Wesen und der Grund, warum er so ist, wie er ist, kam sehr gut zum Ausdruck. Sein Schicksal hat mich berührt.

Im Verlauf der Geschichte stand immer wieder Anna-Nina im Mittelpunkt. Von ihr schien vieles auszugehen bzw. bewirkte sie so einiges, was sich im Nachhinein ergab. Dies hat mir richtig gut gefallen. Allerdings konnte ich mich leider nicht intensiv genug in das Geschehen hineinversetzen, das sich mit der Zeit zwischen Valentine und Éric entwickelte. Ich konnte ihrer beiden Gefühle und Gedanken zueinander nicht gut genug nachvollziehen bzw. baute sich bei mir kein richtiges Gefühl auf, das tief in mir wirken konnte. Es fühlte sich für mich oft etwas oberflächlich an. Mir fehlte dabei Tiefe.

Dass dieser Roman aus 3 Perspektiven erzählt wird, bringt Abwechslung und Neugier. Valentine und Éric kommen jeweils zu Wort und „nebenher“ erzählt eine junge Frau, die von der Gestapo unterdrückt und gequält wird, aus ihrer fast hoffnungslosen Situation heraus.

Dieser zweite Zeitstrang, der neben dieser Geschichte aufgezeigt wurde, hat mich gefesselt und immens ergriffen. Diese Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, habe ich regelrecht verschlungen! Und wie diese mit der Gegenwart bzw. den Personen im „Jetzt“ zusammenhängen, hat mich überrascht und sehr berührt.

Der Kern dieser schönen Geschichte konnte mich überzeugen. Nur fehlte mir bei Éric und Valentine ein ganz bestimmtes Gefühl, um mich in ihre „Beziehung“ hinein versetzen zu können.

Dennoch kann ich sagen, dass dieser Roman für mich gut dargeboten wurde und mit zahlreichen schönen Denkanstößen versehen ist.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

emons verlag, kamikatze, katzen, katzen. katzenkrimi, katzenkrimi; spannend

Kamikatze

Kerstin Fielstedde
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Kamikatze“
Autorin: Kerstin Fielstedde
Verlag: Emons Verlag 2018
Seitenzahl: 256 Seiten

Klappentext:
„Als Katzenagentin Indy mitten in Berlin entführt wird, muss ihr Bruder Ian, überzeugter Stubenkater mit Schlafstörung, notgedrungen die heimischen vier Wände verlassen. Er stellt ein iCats-Elite-Team auf die Pfoten, das sich auf die Suche nach ihr macht. Gemeinsam mit einem arroganten Schoßhund, einer sprengstoffverliebten Ratte und einem halben Regenwurm heften sie sich an die Fersen des schwergewichtigen Unterweltbosses Maulwurf Sumo. Um Indy aus dessen Klauen und der tödlichen Gefahr in einer Tierversuchsanstalt zu retten, zählt jede Sekunde…“

Zum Cover:
Ein tolles und perfekt zum Buchinhalt abgestimmtes Cover, wie ich finde. Der dunkle Hintergrund, die schwarzen Katzen und dazu die Gelb-leuchtenden Katzenaugen sowie Titelschrift wirken entsprechend gut. Die im Buch abgebildeten Illustrationen gefallen mir ebenso gut. Alles sehr stimmig und interessant gestaltet.

Schreibstil:
Ich empfand den Schreibstil als sehr dynamisch und extrem bildhaft, was für mich sehr zur Unterhaltung beigetragen hat. Die Schreibweise harmoniert bestens mit dem Buchinhalt und wirkte auf mich gut verständlich und frisch. Ich konnte mich prima von der Handlung, als auch vom Schreibstil fesseln lassen.

Lieblingszitat:
„Für Indy. Für die Freundschaft. Für das Gute.“ (Seite 52)
„Vielleicht sind wir ein wenig… sagen wir, individuell, jeder auf seine Weise. Aber zusammen sind wir die iCats und kämpfen für die gerechte Sache. Dafür gehen wir gemeinsam durch dick und dünn.“ (Seite 81)
„Wir alle nehmen das Geschenk des Lebens viel zu selbstverständlich. Dabei sollten wir jede Minute auskosten, die uns bleibt. Nur so spürt man, dass man am Leben ist.“ (Seite 131)

Meine Meinung zum Buch:
Mein erster tierischer Krimi, den ich gelesen habe, und ich bin begeistert. Dieses Buch hat mich bestens unterhalten. Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich an die aktionsreiche Handlung gefesselt.

Zu Beginn wird Indy, die Top-Agentin beim Katzen-Geheim-Bund, inmitten von Berlin von fiesen Ratten entführt. Ihr Bruder Ian, der sehr ruhebedürftig ist, bittet Maxim, einen Norwegerkater und IT-Spezialisten, um Hilfe, um mit ihm seine Schwester zu suchen. Ein weiteres Team, bestehend aus dem Spatzen Kilo Foxtrott und dem Papillon-Hund Honeyball (Undercoveragent), macht sich zeitgleich auf den Weg, um nach Indy zu suchen.

In der Unterwelt Berlins treffen alle aufeinander, hinzu kommen später noch der halbe Regenwurm Dreipunkteins und die Ratte Xplode (Sprengstoff-Experte). Gemeinsam bilden sie ein interessantes und sehr unterhaltsames Team, das sich zur Aufgabe macht, den Unterwelt-Boss Prof. Sumo (ein dicker und starker Maulwurf) das Handwerk zu legen.
Sumo ist machtgierig und steckt seine Pfoten überall da hinein, wo es was zu holen gibt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um diverse Bauprojekte, die zum Scheitern verurteilt sind.

Ich fand sehr bemerkenswert, wie es der Autorin gelungen ist, jedem dieser Tiere einen ganz eigenen und außergewöhnlichen Charakter zu geben. Jeder dieser Buchfiguren kommt hervorragend zur Geltung. Dabei treten so einige Eigenarten zu Tage, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben.

Es wurden einige wichtige Themen, wie zum Beispiel Drogenmissbrauch, Tierversuche und Gewalt in diesen Tier-Krimi eingearbeitet. Im Gegensatz zu diesen bösen Mächten, stehen aber auch gute Eigenschaften, wie zum Beispiel Zusammenhalt, Wille und Empathie.

Die Mischung aus Spannung, Aktion und Humor hat mir sehr gut gefallen. An keiner Stelle wurde dieser Tierkrimi in die Länge gezogen. In diesem Buch trifft man auf viel Aktion, viele Jagdszenen und Kämpfe, bei denen man natürlich hofft, dass das Gute gewinnt! Ich habe bei so einigen Szenen die Luft angehalten und mit dem Team mitgefiebert.

Die teils schrägen, aber wirklich liebenswerten tierischen Buchfiguren sind mir dabei ans Herz gewachsen. An dieser Stelle möchte ich noch „Schneuzi“ erwähnen, der mein Herz am meisten berührt hat.

Die Kurzportraits der tierischen Protagonisten nebst den schönen Zeichnungen am Ende des Buches habe ich mir oft angeschaut. Diese sind meiner Meinung nach hervorragend gelungen und passen perfekt zu meinem Vorstellungsbild während des Lesens. Auch der Überblick über die Organisation war hilfreich und übersichtlich für mich. Das Nachwort ist auch klasse geschrieben. Und die Seite „Wie es weitergeht“ steigert die Neugier auf den nächsten Fall der iCats.

Einzig und allein, was ich mir hätte noch intensiver gewünscht, waren ein paar „stille“ Momente, in denen man mehr von den Gedankengängen der Tiere hätte erfahren können. Die Aktion und die Dynamik des Tierkrimis sind super, aber ein paar stillere Szenen (zum „Luft holen“) wären für mich persönlich noch besser gewesen.
Aber das ist natürlich eine Frage des (Lese-) Geschmacks.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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127 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

familie, liebe, leben, hamburg, schuld

Bis zum Himmel und zurück

Catharina Junk
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 13.03.2018
ISBN 9783463406947
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Bis zum Himmel und zurück“
Autorin: Catharina Junk
Verlag: Rowohlt Verlag 2018
Seitenzahl: 342 Seiten

Klappentext:
„Drama, Crime und Lovestorys. Als Drehbuchautorin kann Katja unzählige Leben leben, ohne selbst große Gefühle zu riskieren. Perfekt also. Okay, manchmal kommt Ratko vorbei, aber Liebe ist das eigentlich nicht. Doch als Katja eine Familienserie entwickeln soll, klappt es mit dem Schreiben plötzlich nicht mehr. Ihre eigene Familie ist nämlich ein Trümmerhaufen. Als sich dann ihre Mutter mit einer erschütternden Neuigkeit meldet, wie aus dem Nichts eine Halbschwester auftaucht und Katja ständig an Joost denken muss, kann sie sich nicht länger vor ihrer eigenen Geschichte verkriechen. Die muss nämlich dringend neu geschrieben werden…“

Zum Cover:
Die Gestaltung und die Farben des Covers gefallen mir richtig gut. Dieses hat mich – als ich es das erste Mal sah – sofort neugierig gemacht. Der Titel passt hervorragend zum Cover und zum Buchinhalt. Nur mit der abgebildeten Person, die wohl die Protagonistin darstellen soll, konnte ich mich nicht gut arrangieren bzw. hatte diese Abbildung ein anderes Bild von ihr in mir ausgelöst, dass ich während des Lesens der Geschichte nicht mehr aus dem Kopf bekam.

Schreibstil:
Ich mag den leichten, bildhaften und gefühlvollen Schreibstil. Dieser ermöglichte mir ein flüssiges Lesen. Zahlreiche emotionale/tiefgründige Textstellen gingen mir ans Herz. Die Schreibweise der Autorin sowie die Handlung selbst fesselten mich an dieses Buch.

Lieblingszitat:
„Ich stelle meinen inneren Schalter auf stumpf. Aber er rastet nicht ein. Immer wieder schnappt er zurück, und es tobt in mir.“ (Seite 179)

Meine Meinung zum Buch:
Katja ist Anfang 30 und lebt als Drehbuchautorin in Hamburg. Sie teilt sich die Wohnung mit Ratko, einem jungen Mann, der seine Eigenheiten hat. Beide zusammen ergeben ein recht harmonisches und lockeres Pärchen. Bei vielen beschriebenen Situationen habe ich geschmunzelt.

Katja erhält in der Folge einen neuen Auftrag, und zwar soll sie für eine Familienserie das Drehbuch schreiben. Dabei kehrt sie gedanklich immer wieder in ihre eigene Vergangenheit zurück, in der ein Drama passiert ist, das zur Folge hatte, dass sich ihr Leben seitdem schlagartig änderte. Ich spürte richtig, wie Katja deshalb eine Last auf den Schultern lag. Was es mit ihrem Körper bzw. ihrer Seele machte, hat mich zutiefst erschüttert.

Die Rückblenden und damit die Erklärung, warum sie so ist wie sie ist bzw. aus welchen Gründen sie das tut, was sie tut, hat mich sehr bewegt. Ich bekam immer mehr Verständnis für sie und ihre Gedankenwelt. Die Geschichte fesselte und berührte mich gleichermaßen.

Es ergeben sich in diesem Roman viele Momente und Geschehnisse, mit denen sich Katja auseinandersetzt. Dabei kommt sehr deutlich zum Ausdruck, wie verunsichert und wie zerbrechlich sie ist. Andererseits strahlt sie aber auch Stärke aus. All dies machte die Protagonistin interessant für mich.

Nur hinsichtlich ihrer optischen Erscheinung bzw. ihrem beschriebenen Äußeren hatte ich eine ganz andere Vorstellung von ihr. Ich weiß nicht, ob es an dem Cover liegt, oder ob mir das körperliche/optische Problem, das sie mit sich hatte, in der Geschichte nicht tiefgründig bzw. nicht häufig genug beschrieben wird.
Mich störte dies nicht allzu sehr, aber ich hatte – wie gesagt – ein anderes optisches Aussehen von ihr ständig im Kopf, was an einigen Textstellen etwas verwirrend für mich selbst war.

Die Message des Buches hat mir sehr gefallen. Es ist für mich ein gefühlvoll geschriebenes Buch über Familie, Schuldgefühle, unerfüllte Wünsche, ein Wechsel von Nähe und Distanz, Selbstzweifel, Ängsten, Hoffnungen und die Gabe, Liebe und Gefühle zuzulassen.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne.

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489 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

verlust, trauer, tod, zwillinge, die stille meiner worte

Die Stille meiner Worte

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 09.03.2018
ISBN 9783764170790
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Die Stille meiner Worte“
Autorin: Ava Reed
Verlag: Ueberreuter Verlag, 2018
Seitenzahl: 317 Seiten

Klappentext:
„Hannahs Worte sind verstummt - in der Nacht, in der ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Hannah ist in der Stille ihrer Worte gefangen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist……“

Zum Cover:
Das Cover ist wunderschön und passt hervorragend zum Buchinhalt. Die Silhouette von Hannah mit ihrem Kater Mo und der Hintergrund, auf dem Vögel und Tintenflecke zu sehen sind, wurden meiner Meinung nach sehr gut für dieses Buch gewählt. Auch die Farben dazu gefallen mir sehr gut.

Schreibstil:
Ich mag die gefühlvolle Schreibweise der Autorin. Diese ermöglichte mir ein nachvollziehbares und sehr emotionsgeladenes Lesen. Der Schreibstil ist verständlich, anschaulich und ausdrucksstark. Der Wechsel zwischen den Gedanken von Hannah und Levi haben mich in beide Buchfiguren intensiv blicken lassen. Viele berührende und tiefgründige Textstellen habe ich mir im Buch markiert.

Lieblingszitate:
„Alles in mir schmerzt. Es ist die Art von Schmerz, die so stark ist, dass man ihn nicht mehr zeigen kann, weil er eine Grenze überschritten hat. Die Art, die man nicht herauslassen kann, weil jeder Schrei, jedes Wort und jede Träne zu wenig wären für ihn.“ (Seite 11)“
„Die Momente, in denen man mit jeder Faser seines Ichs versteht, was man verloren hat, heben nur erste Male. Sie kommen immer wieder, und immer wieder fühlen sie sich an, als wäre es das erst Mal.“ (Seite 53)
„Ich schlage den Notizblock auf, fahre mit meiner Hand über die Seiten, über all die geschriebenen Buchstaben, die sich zu Worten umarmen und zu Sätzen zusammenfügen.“ (Seite 119)
„Die Päckchen, die wir tragen, verschwinden nie ganz, sie werden höchstens leichter.“ (Seite 279)


Meine Meinung zum Buch:
Diese Geschichte ging mir sehr nah. Zunächst lernt man Hannah kennen. Man blickt tief in ihre kaputte Seele. Ein 17jähriges Mädchen, das ihre geliebte Zwillingsschwester Izzy verloren hat und seitdem verstummt ist. Schon auf den ersten Seiten taucht man ganz intensiv in Hannahs Gedankenwelt ein. Man kann ihre Verzweiflung und ihren Verlustschmerz ganz deutlich fühlen. Sie ist in der Stille ihrer Worte gefangen. Sie möchte sich mitteilen und ihre inneren Grenzen durchbrechen, allerdings gelingt ihr dies nicht. Ihre Verlorenheit habe ich richtig gefühlt und ihre Trauer gespürt.

Mich konnte dieses Buch mit all seinen enthaltenen Emotionen regelrecht fesseln. Hannah, die nicht nur innerlich „schrie“, sondern auch körperlich auf diesen Verlust reagierte, habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Was sie fühlte und dachte, ging mir nah und ich bewunderte sie für ihre Geduld mit sich selbst.

In der weiteren Handlung spielt ein Junge eine wichtige Rolle, den ich sehr sympathisch fand. Dass diese Geschichte in der Erzählweise zwischen Hannah und Levi wechselte, empfand ich als sehr hilfreich, um sie als auch ihn verstehen zu können. Durch Levi erhält man zusätzlich einen Blick auf Hannah (sozusagen von außen durch Levis Gedanken). Ich fand es sehr interessant, was er über sie dachte, wie er sich in ihrer Gegenwart fühlte. Er wirkte dabei auf mich auch auf eine ganz intensive Weise zerbrechlich.

Eine so schöne und zugleich berührende Geschichte, mit einer ganz besonders starken Protagonistin. Ich bin sehr beeindruckt, wie es der Autorin gelungen ist, mich durchweg an diese Geschichte zu fesseln. Einige Male liefen mir die Tränen, so gerührt war ich.

Auch die anderen Buchfiguren wurden sehr gut beschrieben und situationsmäßig authentisch dargestellt. Sie bildeten in gewisser Weise eine Einheit und jeder für sich trug ein Päckchen Last mit sich herum. Deren Probleme brachten mich zum Nachdenken, bedrückten mich… Viele kleine Situationen gaben aber Hoffnung und richteten meinen Blick ins Positive. Das empfand ich als tröstend und berührend.

Ein Jugendroman, der einen nachdenklich stimmt, der eine die Augen öffnet und der immens ans Herz geht.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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(89)

150 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

liebe, schildkröte, emma wagner, eine schildkröte macht noch keine liebe, humor

Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

Emma Wagner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.07.2016
ISBN 9783741223518
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Eine Schildkröte macht noch keine Liebe“
Autorin: Emma Wagner
Verlag: Copyright 2016 by Emma Wagner
Seitenzahl: 421 Seiten

Klappentext:
„Vincent nimmt das Leben leicht und versucht Arbeit und Ärger aus dem Weg zu gehen. Als jedoch die geheimnisvolle Lilly in sein Leben tritt, hat er plötzlich von beidem mehr als genug am Hals. Schnellstmöglich will er die junge Frau mit den smaragdgrünen Augen wieder loswerden, aber sie erweist sich als ebenso sonderbar wie hartnäckig.

Lillys Leben ist von Grund auf anders – in vielerlei Hinsicht. Sie merkt recht bald, dass Vincent und sie nicht unterschiedlicher sein könnten und er sie mit seiner ganzen Art auf die Palme bringt. Doch man kann schließlich nicht besonders wählerisch sein, wenn man auf der Flucht ist. Und dann sieht der Kerl auch noch so unverschämt gut aus ...

Mit Gefühlen jedenfalls hat keiner von beiden gerechnet. Auch nicht mit Vincents Bruder, der eigene Pläne verfolgt.

Aber kann ein einziges Wochenende alles verändern? Und wo kommt eigentlich die Schildkröte her?“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Sowohl das Motiv, als auch die farbliche Gestaltung wirken auf mich so bezaubernd und stimmig. Es passt hervorragend zum Buchinhalt.

Schreibstil:
Auch diesen Roman hat die Autorin so klasse geschrieben. Ich mag Emma Wagners Schreibstil sehr. Dieser ermöglicht mir ein leichtes, flüssiges und anschauliches Lesen. Die Mischung auch Witz und Ernsthaftigkeit gestaltet die Geschichte so schön abwechslungsreich. Ich habe mich oft köstlich amüsiert, aber auch sinnliche und romantische Szenen hat die Autorin gefühlvoll beschrieben.

Lieblingszitat:
„Hoffnung ist wie der Zucker im Tee. Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.“ (Seite 261)
„…reagiere aber nicht, sondern starre auf das Foto und wundere mich darüber, dass nach allem, was passiert ist, noch genug Herz vorhanden ist, das so schmerzen kann…“ (Seite 392)
„Geliebt zu werden. macht stark. Selbst zu lieben, macht mutig.“ (Seite 421)

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch beginnt so turbulent und spannend, so dass ich quasi durch die ersten Kapitel „geflogen“ bin.

Zwei Menschen, die kaum unterschiedlicher sein können, treffen aufeinander. Vincent, der in den Tag hineinlebt und sich mit Gelegenheitsjobs seinen Lebensunterhalt verdient, habe ich als einen sehr herzensguten Menschen kennengelernt.


Lilly, die zu Beginn des Buches geheimnisvoll auf mich wirkte, ist sehr strebsam und fühlt sich von ihrem Vater eingeengt und fremdbestimmt. Zunächst musste ich erst einmal die Hintergründe ihrer Flucht erfahren, um sie besser einschätzen und verstehen zu können, wohingegen mir Vincent sofort sympathisch war.

Gerade weil beide Charaktere so unterschiedlich sind, und ich mich fragte, wie soll das nur gut gehen, entstand so eine schöne Spannung.
Das Kennenlernen der beiden stand unter keinem „guten Stern“, denn Lilly war dafür verantwortlich, dass Vincent seinen Job verlor. Und weil er eben kein Unmensch ist und Lilly irgendetwas in ihm bewirkt, bietet er ihr an, sich bei ihm einzuquartieren.

Was dann folgt, ist unterhaltend und vor allem amüsant. Ich hatte oft ein Schmunzeln im Gesicht oder musste auch mal laut lachen. Die Dialoge zwischen beiden, aber auch zwischen ihnen und anderen Buchfiguren fand ich oft so lustig. Bei den Beschreibungen hatte ich alles vor Augen…

Wie in diesem Roman, mag ich es, wenn jeweils aus beider Sichten geschrieben wird. Ich erhielt somit einen guten Einblick in beider Gedanken- und Gefühlswelten. Der Wechsel erfolgt stets passend und häufig mitten in der jeweiligen Handlung, so dass es schön fließend auf mich wirkte.

Natürlich möchte ich kurz auch die tierische Hauptfigur erwähnen, und zwar die Schildkröte. Als ich diesen Roman zu lesen begann, hatte ich mir schon so meine Gedanken dazu gemacht und mich gefragt, welche Rolle eine Schildkröte hier spielen könnte. Und ich bin begeistert, wie sie in dieses Buch passt. Aber mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Ab ca. nach der Mitte des Buches zog es sich für mich ein klein wenig bzw. fehlte mir etwas mehr Spannung, so hatte ich das Gefühl. Zum Ende hin wurde es aber nochmal richtig fesselnd.

Insgesamt ein sehr unterhaltender, witzig frischer, romantischer und gefühlvoller Liebesroman ohne jeglichen Kitsch. Ich kann diesen wärmstens empfehlen.

Was ich noch anmerken möchte: die Beschreibungen zum Handlungsort Heidelberg haben mir sehr gut gefallen.

Die Autorin konnte mich wieder einmal begeistern, und ich freue mich riesig auf weitere zukünftige Bücher von ihr.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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(43)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

ddr, familie, geheimnisse, geheimnis, mauer

Kranichland

Anja Baumheier
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 13.03.2018
ISBN 9783805200219
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Kranichland“
Autorin: Anja Baumheier
Verlag: Rowohlt Verlag, 2018
Seitenzahl: 431 Seiten

Klappentext:
„Die Groen-Schwestern wachsen im Ost-Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus wie ihr Vater Johannes, der am Ministerium für Staatssicherheit Karriere macht. Die künstlerisch begabte Marlene hingegen eckt überall an und verliebt sich Hals über Kopf in Wieland, einen Pfarrerssohn, der die DDR kritisch hinterfragt. Mit jedem Tag wächst die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Als das junge Paar beschließt, in den Westen zu fliehen, trifft Marlenes Vater eine Entscheidung - mit fatalen Folgen, die noch Jahrzehnte später spürbar sind…“

Zum Cover:
Das Cover ist sehr gut getroffen. Für mich spiegelte es sofort bei der ersten Betrachtung die 60er Jahre wider. Schlicht gehalten und dennoch faszinierend. Ein gelungenes Cover, wie ich finde.

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin möchte ich gern als gut verständlich, bildhaft und sehr ausdrucksstark beschreiben. Ihre Schreibweise passt sehr gut zu dieser zeitgeschichtlichen Handlung und man spürt, dass hinter dieser eine gute Recherche steckt. Die Autorin bringt die Geschehnisse zeitgemäß und anschaulich rüber, was mir sehr gut gefallen hat.

Lieblingszitate:
„Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können dafür sorgen, dass die Gegenwart besser wird.“ (Seite 46)
„Man muss nur daran glauben, dass Glück möglich ist, um glücklich zu sein.“ (Seite 300)

Meine Meinung zum Buch:
In diesem Buch lernt man zahlreiche interessante und so unterschiedliche Buchfiguren kennen und begleitet diese über Jahrzehnte. All diese Charaktere verbindet etwas miteinander, das in der Vergangenheit liegt. Ich hatte das Gefühl, es tut sich ein Familientagebuch vor mir auf, von dem ich nicht lassen konnte und das immer mehr Geheimnisse aufdeckte. Man taucht in Begebenheiten ein, die die Härte der damaligen Zeit aufzeigt.

Der Wechsel von „damals“ und „heute“ hat mir sehr gut gefallen. Man bekommt Seite für Seite einen immer tieferen Eindruck von den jeweiligen Zeiten und den Zusammenhängen der Geschehnisse in der Familie Groen. Dies empfand ich als sehr fesselnd. Sehr vieles berührte mich und brachte mich zum Nachdenken…

Für mich ist es beeindruckend, welche Geschichte in diesem Buch steckt, wie diese dargeboten wird und wie sich alles Stück für Stück zusammenfügt. Trotz der sehr intensiven und umfangreichen Erzählung der Familiengeschichte, verlor ich nie den roten Faden. Der Roman gestaltete sich spannend und sehr berührend. Den verschiedenen Charakteren Beständigkeit und Ausdrucksstärke zu verleihen, sie durchweg authentisch darzustellen, ist eine klasse Leistung der Autorin, wie ich finde.

Zahlreiche bewegende Schicksale gingen mir ans Herz. Diese zeigten mir deutlich auf, wie die Menschen damals schwere Entscheidungen treffen musste, wie sie in diesen eingeschränkt waren, wie sie Angst und Befürchtungen hatten, wie sie mit Verlusten umgangen sind…

Dieser Roman ist fesselnd, spannend und zugleich sehr berührend. Die Zeit ab 1936 wurde dabei sehr real beschrieben. Diese Geschichte hat mich stark beeindruckt und in aller Intensität an mein eigenes Leben in der DDR erinnert, in der ich aufgewachsen bin. Bewusst habe ich damals allerdings die Methoden der Stasi nicht wahrgenommen. Das Beschriebene hat mich regelrecht sprachlos gemacht, weil diese auf mich sehr schockierend wirkten, in den Momenten des Lesens.

Ein fantastischer Roman, der an schreckliche Zeiten erinnert und nachhaltig zum Nachdenken anregt. Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch viele weitere Bücher schreibt, denn ich bin schwer von ihrem Talent beeindruckt. Respekt für diese Geschichte!

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sterne.

  (130)
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(44)

51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

milasummers, edinburgh, liebe, jugendbuch, humor

Auf einmal Liebe

Mila Summers
E-Buch Text: 262 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.02.2018
ISBN B079Y1HF6K
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Auf einmal Liebe“
Autorin: Mila Summers
Verlag: Copyright by Mila Summers, 2018
Seitenzahl: 243 Seiten

Klappentext:
„So hat sich Anna May ihren Neubeginn in Edinburgh nicht vorgestellt. Eigentlich ist sie in die Großstadt gekommen, um die Vorurteile hinter sich zu lassen, die ihr bereits ein ganzes Leben lang anhaften. Als graue Maus getarnt, tritt sie die Stelle der Assistentin der Geschäftsleitung an, um von ihrem schönen Äußeren abzulenken. Doch der Schuss geht gewaltig nach hinten los. Noch am ersten Arbeitstag erhält sie von ihrem Chef einen Heiratsantrag. Dabei verkörpert Logan McGregor alles, wovor Anna May weggelaufen ist. Logan liebt sein Junggesellendasein und schmückt sich gerne mit hübschen jungen Frauen. Kurz vor seinem 35. Geburtstag setzt ihm sein Vater die Pistole auf die Brust: Entweder er bindet sich, oder er verliert den Anspruch auf den Chefsessel der familiären Whiskydestillerie. Nun ist guter Rat teuer. Wo soll er auf die Schnelle die passende Frau hernehmen?“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Es passt bestens zum Buchinhalt und zum Buchtitel. Ein traumhaft anzuschauendes Naturbild. Das darin eingefügte Bild des Paares find ich klasse. Das Cover wirkt harmonisch und weckte in mir sofort die Neugier auf dieses Buch.

Schreibstil:
Die Schreibweise hat mir ein leichtes, bildhaftes und angenehmes Lesen ermöglicht. Die Szenen werden sehr gut beschrieben und nachvollziehbar/leicht verständlich dargeboten. Ein richtig schön zu lesender Schreibstil.

Lieblingszitate:
„Die Zweisamkeit mit Anna May war Fluch und Segen zugleich.“ (Seite 164)
„Mit einem Wimpernschlag fällen wir ein Urteil über einen Menschen, packen ihn in eine Schublade, ohne hinter die Fassade zu blicken.“ (Seite 238)

Meine Meinung zum Buch:
Schon zu Beginn des Buches lernt man Anna May kennen und erfährt, welche Gedanken sie zu sich selbst und ihrer momentanen Lebenssituation hat. Die Begegnung mit ihrem Ex-Freund im 1. Kapitel ließ in mir sofort Verständnis für Anna May, für ihr Vorhaben und für ihren Wunsch nach einem Neubeginn entstehen.

Ich spürte richtig, wie sie sich von dem befreien wollte, was sie belastete. Ihre Gedankenwelt konnte ich absolut nachvollziehen. Was sie dann als „graue Maus“ getarnt in Edinburgh erlebte, hat mich richtig gut unterhalten. Viele Szenen waren so amüsant; ich musste oft lachen. Die Autorin beschreibt oft mit ganz alltäglichen Worten so nachvollziehbar und unterhaltend die Geschehnisse und Gedankenwelt ihrer Protagonisten, so dass ich keinerlei Mühe hatte, mich in diese Figuren hineinzuversetzen.

Die Charaktere wirkten dabei authentisch und die Handlung bekommt immer mehr Fahrt. Ständig passiert etwas und an keiner Stelle wurde es mir zu viel oder zu wenig. Eine schön dynamische Geschichte, bei der ich mich stets auf das Weiterlesen freute.

Der Wechsel der Erzählweisen von Anna May und Logan brachten zusätzlich Unterhaltung. So konnte ich in beide Buchfiguren hineinblicken und mir entsprechende Gedanken zu ihnen machen.

Der Roman hat mir richtig gut gefallen. Allerdings war einiges für mich etwas vorhersehbar (was mich aber nicht weiter gestört hat) und das Ende hätte meiner Meinung nach noch etwas ausgebaut und gefühlsintensiver dargestellt werden können.

Die Message hinter der Geschichte finde ich richtig gut und zudem wichtig. Gerade das macht für mich dieses Buch aus. Die Autorin hat diese Message in einer wirklich schönen Geschichte sehr gefühlvoll verpackt und dabei den Humor nicht vergessen.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 4 von 5 Sterne.

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(58)

230 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 24 Rezensionen

anne freytag, nicht weg und nicht da, annefreytag, jugendbuch, suizide

Nicht weg und nicht da

Anne Freytag , Martina Vogl
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453271593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Nicht weg und nicht da“
Autorin: Anne Freytag
Verlag: Heyne Verlag, München 2017
Seitenzahl: 478 Seiten

Klappentext:
„Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... “

Zum Cover:
Cover und Buchinhalt passen meiner Meinung nach hervorragend zusammen. Gerade zum Ende des Buches hin habe ich mir das Cover immer wieder betrachtet… Eine wirklich gelungene Gestaltung, in der sich diese berührende Geschichte wiederspiegelt.
Ebenso möchte ich an dieser Stelle die Illustrationen bei den Tageseinteilungen lobend erwähnen. Diese sind schlicht, aber sehr aussagekräftig dargestellt. Ich mag es sehr, wenn man in einem Buch mithilfe von Illustrationen die Geschichte untermauert. Für mich sind diese Abbildungen etwas sehr Besonderes. Ich habe mich stets auf die nächste Illustration gefreut.

Schreibstil:
Den Schreibstil dieser Autorin empfinde ich immer wieder als ganz besonders. Mit Tiefgründigkeit in den Handlungen und den Dialogen ihrer Buchfiguren gibt sie mir das kostbare Gefühl, mich in ihren Geschichten fallen und diese FÜHLEN zu können. Ihre Schreibweise ist gut verständlich, nachvollziehbar und bildhaft. Ihre Buchfiguren fühlen sich für mich ECHT an, und das ist für mich jedes Mal ein Genuss!

Lieblingszitate:
„Ich möchte mein Darüber einfach nur vergessen. Ohne darüber zu reden.“ (Seite 16)
„Wenn es nach mir geht, ist das Schicksal was für Leute, die zu viel Angst davor haben, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen.“ (Seite 70)
„Jacob hebt mich hoch, meine Füße baumeln haltlos über dem Boden, meine Seele liegt offen zwischen uns.“ (Seite 113)
„Diesen Tag wird es nie wieder geben. Also lebe ihn. Hör Musik. Lach. Und sei glücklich.“ (Seite 147)
„Es gibt Augenblicke, die alles verändern. Die das Vorher ganz klar vom Nachher trennen. Die einen Punkt markieren, an dem etwas Neues beginnt. Das gerade ist so ein Punkt. So ein Augenblick.“ (Seite 322)
„Denk immer daran, Lise, man ist immer nur eine Entscheidung von einem völlig anderen Leben entfernt.“ (Seite 328)

Meine Meinung zum Buch:
Mir wurde die Ehre zuteil, das Buch vorab lesen zu dürfen. Ich liebe die Bücher von Anne Freytag, weil diese mich zum Nachdenken bewegen und immer mit einem ganz besonderen Lesegefühl verbunden sind.

Mit „Nicht weg und nicht da“ konnte sie mich an eine sehr berührende Geschichte fesseln. Vom Anfang bis zum Ende war ich zu 100 % in diesem Buch drin! Es gibt nichts, das ich vermisst habe oder das mich gestört hat. Im Gegenteil, ich bin absolut begeistert von allem! Das Cover, die Illustrationen, die Handlung, die Buchfiguren… alles war für mich stimmig und mit einer solchen Ausdrucksweise dargestellt, die mich an jede Seite gefesselt hat.

Luise und Jacob sind zwei authentische und liebenswerte Figuren. Ich spürte ihre Entwicklungen und Veränderungen in dieser Geschichte und hatte sie bildhaft vor Augen. Diese Story LEBT, aber nicht von Aktion und vielen Szenenwechseln, sondern wegen der immens gefühlvoll dargebotenen Weise, wie diese beiden fühlen und denken. Es sind „leise“ und dennoch „laute“ Gedanken der Buchfiguren, die immer wieder zum Ausdruck kommen. Die Verarbeitung von Verlust und Trauer, aber auch die Beziehung der zwei zueinander macht dieses Buch so großartig.

Es gab einige Stellen, da brachen bei mir alle Dämme und ich musste die Tränen, die sich in mir aufgestaut hatten, einfach raus lassen… In diesen Momenten wünschte ich mir, Luise und Jacob in die Arme nehmen zu können.

Vor allem das Spüren der innigen Beziehung von Luise zu ihrem Bruder hat mich sehr bewegt. Eine ganz wundervolle Idee, diesen in der Geschichte auch zu Wort kommen zu lassen… Auf eine ganz intensive Art und Weise habe ich auch ihn verstehen können. Diese Einbeziehung von Kristopher empfand ich als einzigartig, intensiv und sehr tröstend. Dies verleiht Luise eine Stärke, die ich bewundere. Ihre Verarbeitung des Abschiedes hat mich berührt, und ich fand sie dadurch sehr tapfer.

Mir haben die kurz gehaltenen Kapitel und die damit verbundenen Wechsel zwischen Luise und Jacob sehr gut gefallen. Ich hatte dabei immer das Gefühl, bei beiden parallel ausreichend in die Gedankenwelt eintauchen zu können.

Ich konnte mich sehr gut mit Luise und Jacob identifizieren. Dies lag einerseits am einfühlsamen Schreibstil der Autorin, andererseits erkannte ich mich in beiden Figuren in vielerlei Hinsicht wieder. Diese beiden wurden ihrem Alter entsprechend sehr echt dargestellt.

Die Handlung wird mit erwähnten Songs untermalt, das fand ich klasse. Einige dieser Titel habe ich mir dann tatsächlich angehört und fand sie passend zu den jeweiligen Situationen. Eine wirklich gelungene Idee.

Am Ende dieser Geschichte, die nicht nur von Verlust und Trauer, sondern auch von Veränderung, Mut, Freundschaft und Liebe handelt, war ich ziemlich traurig darüber, dass diese schon zu Ende ging…

Das Buch gibt aber auch Hoffnung und vor allem Mut! Ich liebe solche Geschichten, die mich bewegen, die mich zum Weinen bringen…

Ein so berührender und zugleich schöner Jugendroman über Familie, Liebe, Freundschaft, Verlust und Trauerbewältigung, der mich absolut „abholen“ konnte.

Bewertung:
Ich vergebe dem Buch deshalb von Herzen 5 von 5 Sterne.

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(643)

1.330 Bibliotheken, 65 Leser, 0 Gruppen, 283 Rezensionen

mona kasten, save me, liebe, maxton hall, new-adult

Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Save me“
Autorin: Mona Kasten
Verlag: LYX in der Bastei Lübbe AG, 2018
Seitenzahl: 410 Seiten

Klappentext:
„Geld, Luxus, Partys, Macht ― all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß ― etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James ― und ihr Herz ― schon bald keine andere Wahl…“

Zum Cover:
Ein wirklich sehr passendes Cover, das Glamour und Reichtum ausstrahlt. Dieses harmoniert perfekt mit dem Buchinhalt und hätte meiner Meinung nach nicht besser gestaltet werden können. Dazu die Buchstaben des Titels auf verschiedene Weise (obig etwas tiefer gedruckt und unten erhaben) auf das Cover zu bringen, find ich klasse. All das gefällt mir richtig gut.

Schreibstil:
Mona Kastens Schreibstil wirkt auf mich immer wieder so besonders. Dieser ist leicht verständlich, dynamisch und so herrlich jugendlich frisch. Ich fühlte mich auch bei diesem Buch so gut unterhalten. Diese Leichtigkeit ihrer Schreibweise, die an nichts fehlen lässt, weder an Humor, noch an Tiefe und Anschauung, wirkt auf mich sehr schön und einnehmend. Und ich habe jedes Mal den Eindruck, das zu ihren Handlungen genau diese Schreibweise passt. Alles wirkt auf mich so stimmig und sehr unterhaltend!

Lieblingszitate:
„Es fühlt sich an, als wäre der Tarnumhang, den ich die letzten zwei Jahre trage, ein Stück weit verrutscht.“ (Seite 39)
„Er scheint jeden Ort, an den er geht, zu seinem Reich zu machen.“ (Seite 164)
„Während sie ihr Leben in die Hand nimmt, werde ich wie eine Spielfigur hin und her gerückt. Während sie lebt, existiere ich nur.“ (Seite 295)
„Einzig wir beide haben die Macht darüber, was als Nächstes geschieht.“ (Seite 362)

Meine Meinung zum Buch:
Ich liebe die Again-Reihe von Mona Kasten, und ich kann mir vorstellen, dass es ein riesiger Druck für eine Autorin sein muss, nach so einem großen Erfolg dieser Reihe mit einer neuen Reihe anzuknüpfen und dabei die Leser ebenso unterhalten zu können.
Wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich zunächst etwas skeptisch war, ob dies Mona Kasten gelingen wird. Nicht, dass ich es ihr nicht zutrauen würde, aber es ist nun mal extrem schwer, nach so einem Erfolg die Leser weiterhin zufrieden zu stellen.

Und ich bin so happy darüber, dass es ihr - meinem Lesegeschmack nach - sehr gut gelungen ist, ein so tolles Einstiegsbuch für diese neue Reihe zu schreiben. Ich bin begeistert und vermisse in diesem 1. Band absolut nichts.

Die zwei Welten, die hier aufeinanderprallen und von Ruby und James hervorragend verkörpert und zum Ausdruck gebracht werden, werden so gut dargestellt. Ruby die anfangs eher im Hintergrund bleibt, weil es einfach ihre Art ist, konnte sich sehr schnell in mein Herz schleichen. Ihre Eigenheiten, ihr liebes und natürliches Wesen weckten in mir ein wohliges Gefühl. Ich stellte viele Parallelen zu mir selbst fest, u.a. der Ordnungs- und Planungstick. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen.

James hingegen weckte die unterschiedlichsten Gefühle in mir. Einerseits war ich oft wütend auf ihn, andererseits gefiel mir seine ganz stille und tiefgründige Veränderung, die Ruby in ihm bewirkte. Gerade er machte das Buch so fesselnd für mich. Das Zusammenspiel von Ruby und James hat mein Herz erreicht.

Auch die anderen Buchfiguren passen sehr gut in die Handlung und gestalten diese sehr unterhaltend. Auf mich wirkten sie authentisch und interessant.

So einige überraschende Wendungen in diesem Roman brachten Abwechslung. Klasse hierbei war, dass die Erzählweise von Ruby und James immer mal wechselte. So ist es mir möglich gewesen, mich in beide hinein zu fühlen.

Ich kann es kaum erwarten, bis Band 2 erscheint und möchte unbedingt wissen, wie diese gefühl- und emotionsgeladene Geschichte (Reihe) weitergeht.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

missbrauch, thriller, entführung, dunkler wald, entführte kinder

So dunkel der Wald

Michaela Kastel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802936
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „So dunkel der Wald“
Autorin: Michaela Kastel
Verlag: Emons Verlag, 2018
Seitenzahl: 303 Seiten

Klappentext:
„Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen…
Eindringlich und schonungslos führt Michaela Kastel in eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst. Ein Ausnahme-Thriller.“

Zum Cover:
Der dunkle Wald auf dem Cover wirkt beängstigend und kalt, die abgebildete Figur wirkt verloren und starr. Passender hätte man dieses Cover nicht gestalten können. Die glänzende Titelschrift fügt sich gut ein.

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin beschreibt die Handlung mit einer ausdrucksstarken und anziehenden Weise, die mich in ihren Bann ziehen konnte. Sehr anschaulich und klar vermittelt sie die Geschehnisse. Beeindruckend mit welcher Intensität sie ihren Buchfiguren die jeweiligen Charaktere verleiht und durchweg einen immensen Spannungsbogen hält, zum Ende hin sogar noch in die Höhe treibt.

Lieblingszitate:
„Wir nennen es Sonnentor – das dunkle Loch mitten im Felsen, in das Paps uns wirft, wenn wir nicht artig waren.“ (Seite 7)
„Das zwischen uns, die Distanz, die Scham und das wirbelnde Gefühl des Verlorengehens, ist die einzige Form von Liebe, die uns möglich ist. Kein Sturz ins Bodenlose, kein entfesselter Sturm. Bloß ein Luftzug, der uns ganz sachte streift – alles andere würde unsere zersplitterten Seelen wohl einfach auseinanderwehen.“ (Seite 152)
„Dunkelheit bricht keine Menschen, sie verändert sie nur. Sie macht sie… dunkler.“ (Seite 223)
„Als ich mit der Taschenlampe in den stockdunklen Schacht hinableuchtete, kam es mir vor, als leuchtete ich einen Teil meines Inneren aus.“ (Seite 262)

Meine Meinung zum Buch:
Schon zu Beginn des Buches baute sich eine ganz eigenartige Stimmung auf. Ein ganz merkwürdiges Gefühl entstand in mir, das alle möglichen Befürchtungen wach rief. Ich habe mich gefürchtet, aber auch geekelt. Aus diesen doch sehr bedrückenden Empfindungen heraus wurde nach einigen Seiten aber dann Spannung, die bis zur letzten Seite anhielt.

Zahlreiche Kinder, u.a. Ronja (mittlerweile 20 Jahre alt) und Jannik, wurden tief in einen düsteren Wald entführt. Der Entführer hat kein Gewissen, kein Mitleid, kein sonstiges Fünkchen Mitgefühl. Dies kommt sehr deutlich zum Ausdruck. Mich haben die beschriebenen Zustände und Geschehnisse, die die Kinder erleiden mussten, sehr schockiert und zutiefst berührt. Die abscheulichen Taten wurden (zum Glück) nicht detailliert beschrieben, aber die Autorin lässt einen erahnen, was in bestimmten Situationen passiert.

Die Kinder nennen ihren Peiniger „Paps“, woran ich mich erst einmal gewöhnen musste, denn Paps ist für mich eine Art Verniedlichung von Papa. Dies stand stets im krassen Widerspruch zu seinem abscheulichen Wesen.

Die Autorin lässt tief in die Seele von Ronja blicken, die in diesem Thriller die Erzählerin ist. Auch Jannik beschreibt sie sehr intensiv. Vor allem derer beiden kaputten Seelen werden hier sehr gut aufgezeigt und ich entwickelte immer mehr Verständnis für das Denken und Handeln der beiden. Ihre Abhängigkeit, ihre Verlorenheit, sowie ihre inneren tiefen Wunden haben mich traurig und nachdenklich gestimmt.

Ein Ereignis ändert scheinbar die Situation von Ronja, Jannik und 3 weiteren Kindern. Allerdings fühlen sich, gerade die inzwischen erwachsenen Ronja und Jannik, völlig überfordert und allein gelassen. Sie bemühen sich um ein „normales“ Leben, aber das scheint ihnen völlig unmöglich…

In die Handlung im Wald wurden immer wieder Tagebucheinträge eingefügt, die das Erlebte einer beteiligten Person widergibt. Da ich mir anfangs nicht sicher war, von wem diese stammten, und diesbezüglich falsch gelegen habe, möchte ich an dieser Stelle auch nichts weiter darüber verraten… Als sich diese Tagebucheinträge aber aufklärten, war ich sehr überrascht.

Klasse fand ich ebenso, dass parallel eine polizeiliche Ermittlung zu dem Verschwinden der Kinder lief. Das gab dem Thriller noch mehr Spannung und Dynamik. Die Hauptermittlerin kam dem Ganzen immer näher auf die Spur und begab sich dabei selbst in Gefahr.

Ein so spannender, wie auch gruseliger Thriller, bei dem man als Leser unter Hochspannung steht. Wirklichkeit und Wahn scheinen ineinander zu laufen und man weiß nie, was als nächstes passieren wird. Einfach grandios geschrieben!

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sterne.

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(189)

434 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

wie die stille unter wasser, brittainy c. cherry, liebe, stumm, trauma

Wie die Stille unter Wasser

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305502
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Wie die Stille unter Wasser“
Autorin: Brittainy C. Cherry
Verlag: Lyx in der Bastei Lübbe AG, 2017
Seitenzahl: 384 Seiten

Klappentext:
„Momente. Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente.
Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momente, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten und mich in die Tiefe rissen. Doch die größten Momente - die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten - habe ich alle mit ihm erlebt.
Alles begann mit einem Nachtlicht, das aussah wie eine Rakete, und einem Jungen, der mich nicht lieben wollte. “

Zum Cover:
So wie die Bände 1 und 2 dieser Reihe gefällt mir auch dieses Cover. Das Element Wasser spielt, wie es der Titel zudem verrät, in dieser Geschichte eine Rolle, daher ist das Cover stimmig mit dem Buchinhalt. Da die Cover dieser Reihe durchweg mit männlichen Personen gestaltet worden sind, harmonieren diese sehr gut miteinander. Das gefällt mir, auch wenn ich mir die Buchfiguren zu fast jedem Band optisch anders vorgestellt hatte.

Schreibstil:
Die Schreibweise dieser Autorin mag ich sehr. Ihre Ausdrucksweise ist bildhaft, gefühlvoll, gut verständlich und vor allem echt. Gefühle und Gedanken der Buchfiguren transportiert sie meiner Meinung nach hervorragend. Auch in diesem Band habe ich zahlreichen tiefgründige Textstellen entdeckt und mit Klebezetteln markiert. Eine wirklich schöne und durchweg nachvollziehbare Schreibweise.

Lieblingszitate:
„Die Welt dreht sich, weil dein Herz schlägt.“ (Seite 38)
„Seine Arme um meinen Körper, seine Berührung, seine Stimme, seine Worte – alles in seiner Seele setze mich in Flammen, und ich war stolz, neben ihm zu brennen.“ (Seite 123)
„Wir müssen lernen, unsere eigenen Gedanken zu hinterfragen, die Wahrheit von den Lügen in unserem Kopf zu unterscheiden. Sonst werden wir zu Sklaven der Fußfesseln, die wir uns selbst anlegen.“ (Seite 203)
„Wenn ich sie ansah, wollte ich atmen, während ich in den letzten Wochen damit beschäftigt gewesen war, die Luft anzuhalten.“ (Seite 326)

Meine Meinung zum Buch:
Was für eine berührende Geschichte! Diese hat mich von der ersten Seite an mitgenommen…

Das, was Maggie erlebt hat und was es mit ihr gemacht hat, hat mich zutiefst schockiert und bewegt! Die Autorin zeigt hier auf eine ganz leise und zugleich sehr tiefe Weise, wie ein Mensch tagtäglich damit zu kämpfen hat, um ein Trauma zu überwinden. Maggies Schicksal und die daraus entsprungenen Ängste und Gefühle haben mich sehr berührt. Ich fühlte regelrecht mit ihr.

Die wechselnden Erzählungen von Maggie und Brooks haben mich in ihren Bann gezogen. Auf diese Weise war es mir möglich, für beide Buchfiguren ein Verständnis und Mitgefühl zu entwickeln, was dazu führte, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. Beide wirkten auf mich zu 100 % authentisch.

Die Nebencharaktere, die ebenso ausreichend Platz in diesem Roman bekamen, umrahmten diese Geschichte mit zusätzlicher Tiefe. Ich mochte das Zusammenspiel der unterschiedlichen Figuren. Immer wieder kam die Bedeutung von Familie und Freundschaft zum Ausdruck.

Ich bin so begeistert davon, mit welcher Intensität diese Geschichte dargeboten wurde. Mich hat die Handlung so sehr gefesselt, so dass ich den Roman in zwei Tagen gelesen habe. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

Die in die Handlung eingeflochtenen Höhen und Tiefen sowie die Figuren selbst bieten so viel Stoff zum Nachdenken… Es sind ganz kleine Gesten zwischen Menschen, die hier eine so große Bedeutung haben! Ein so schönes Zusammenspiel von unterschiedlichen Gefühlen der Figuren machen für mich das Buch so besonders. An einigen Stellen musste ich meinen Tränen freien Lauf lassen…

Nach Beendigung des Buches hatte ich das Gefühl, Maggie und Brooks schon eine Ewigkeit zu kennen. Dies baute sich mit der zeitlichen Gestaltung der Handlung auf. Beide zunächst Kinder, dann Jugendliche und danach Erwachsene… Der Autorin ist es hervorragend gelungen, diese beiden ihrem jeweiligen Alter entsprechend wirken zu lassen.

Ein Buch mit beeindruckenden Charakteren, mit einer Wucht an Gefühlen, mit einer unsagbaren Aussagekraft und das Aufzeigen, welche Macht Worte haben.

Ich bin dankbar für diese besonders intensive Lesezeit.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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träume, dreamkeeper - die akademie der träum, fähigkeiten, fantasie, debüt

Dreamkeeper. Die Akademie der Träume

Joyce Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.02.2018
ISBN 9783841504999
Genre: Jugendbuch

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