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215 Bibliotheken, 24 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

freundschaft, zwangsneurosen, anspruchsvolle literatur, zwangsstörung, familie

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Schlaf gut, ihr fiesen Gedanken“
Autor: John Green
Verlag: Hanser Verlag 2017
Seitenzahl: 285 Seiten

Klappentext:
„Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Tochter und Schülerin – zumindest eine gute Freundin. Aza versucht es und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett, sondern auch große Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen. Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale.“

Zum Cover:
Das Highlight an der Gestaltung des Buches ist, dass man den Schutzumschlag wenden kann. Auf der einen Seite befindet sich das helle Cover und auf der anderen Seite das in Lila gehaltene Cover. Diese sind echt gut gelungen und spiegeln hervorragend den Buchinhalt wieder! Beide stellen die Gedankenspirale (den Gedankenstrudel) sehr gut dar. Ich bevorzuge eher das helle Cover. Auch der orangefarbene Seitenschnitt gefällt mir sehr. Ich besitze die nummerierte Ausgabe mit der (gedruckten) Signatur des Autors, was für mich etwas ganz Besonderes ist. Eine wirklich tolle Buchausgabe!

Schreibstil:
Den Schreibstil dieses Autors empfand ich als besonders. Gut verständlich, aber nicht gewöhnlich! Die sehr einfühlsame und tiefgründige Schreibweise ist genau richtig, um eine solche berührende Geschichte mit Glaubwürdigkeit zu erzählen und um das Thema für den Leser „greifbar“ zu machen. Ich habe sehr viele für mich besondere Textstellen, die mein Innerstes in diesen Momenten berührten, mit Klebezettel markiert.

Lieblingszitate:
„Das wahre Grauen ist nicht, Angst zu haben; es ist, keine andere Wahl zu haben.“ (Seite 27)
„ICH ist das Wort, das am schwersten zu definieren ist.“ (Seite 82)
„Das Schlimme ist, wenn die Kreise Kurve um Kurve enger werden. Wenn du in einen Strudel gezogen wirst, der immer kleiner wird, immer enger, bis du dich nur noch auf der Stelle drehst, wie in einer Gefängniszelle, die genau deine Größe hat, bis du irgendwann merkst, dass du nicht in einer Zelle bist, sondern du die Zelle bist.“ (Seite 151)
„Bei den besten Gesprächen erinnert man sich nicht an das, worüber man gesprochen hat, sondern daran, wie es sich angefühlt hat.“ (Seite 207)


Meine Meinung zum Buch:
Bisher habe ich noch kein Buch dieses Autors gelesen, obwohl ich zwei von ihm in meinem Regal stehen habe. Jetzt, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, bin ich mir sicher, dass ich unbedingt auch die anderen Bücher von ihm lesen muss/möchte.

„Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ hat mich vom Cover und Klappentext her sofort angesprochen. Ich befasse mich gern mit dem Thema „Ängste“, denn es gibt so viele verschiedene Arten von Ängsten. Es ist interessant zu erfahren, wie man mit diesen umgehen/leben kann, ja umgehen muss! Ich glaube, jeder von uns hat vor irgendetwas Angst. Und nicht jede Angst ist für den Betroffenen erklärbar.

Die Ängste und Zwangsvorstellungen, mit denen Aza in dieser Geschichte leben und klarkommen muss, konnte mir der Autor sehr gut nahebringen. Auf eine ganz einfühlsame, sanfte und dennoch ausdruckskräftige Weise zeigt er Azas Gedanken und Gefühle auf, die mir sehr nahegingen. Auch, wenn mir diese Art von Angst von Aza bisher nicht bekannt war, konnte ich alles Beschriebene sehr gut nachvollziehen. Ich bekam Seite für Seite einen immer besseren Bezug zur Protagonistin und schloss sie schnell in mein Herz. Auch ihre Freundin Daisy, die so ganz anders ist als Aza, mochte ich sehr. Die Freundschaft dieser beiden hat mir sehr imponiert.

Auch die anderen Buchfiguren, wie zum Beispiel Davis empfand ich als authentisch. Davis spielt in Azas Leben eine wichtige Rolle. Beide kennen sich aus vergangenen Zeiten und begegnen sich nun wieder. Davis, der in sehr wohlhabenden Kreisen aufgewachsen ist und sich mit seinem jüngeren Bruder Noah die Villa des verschwundenen Vaters teilt, wirkte auf mich sehr erwachsen, klug und einfühlsam/sensibel.

Wie sich Aza und Davis begegnen, was aus ihrem Wiedersehen wird, und was es mit seinem verschwundenen Vater auf sich hat, werde ich natürlich nicht verraten. Nur so viel: alles, was die beiden zusammen teilen (vor allem in tiefgründigen Gesprächen) wirkte auf mich echt, ehrlich und ganz besonders.

Themen wie Trauerbewältigung, Freundschaft und Familie spielen ebenso eine wichtige Rolle, wie die Angstzustände von Ava selbst. Ich mag Bücher, die Denkanstöße beinhalten.

Mich hat das Jugendbuch auf jeden Fall nachdenklich gestimmt, berührt und auf eine ganz eigene Weise fasziniert. Es ging mir regelrecht unter die Haut! Ich habe das Gefühl, dass es noch einige Zeit in mir „nachklingen“ wird!

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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294 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, häusliche gewalt, amerika, dtv verlag, colleen hoover

Nur noch ein einziges Mal

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.11.2017
ISBN 9783423740302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Nur noch ein einziges Mal“
Autorin: Colleen Hoover
Verlag: dtv 2017
Seitenzahl: 411 Seiten

Klappentext:
„Manchmal sind es die, die man am meisten liebt, die einen am tiefsten verletzen…
Als sie nach Boston zieht, fühlt Lily sich zunächst wie in einem Traum: eine neue Stadt, der erste Job und dann noch Ryle – attraktiv, wohlhabend und bis über beide Ohren in Lily verliebt. Doch dann trifft Lily zufällig Atlas wieder, ihre erste Liebe. Auf einmal zeigt Ryle sich von einer Seite, die sie niemals erahnt hätte…“

Zum Cover:
Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen, dass das Cover perfekt zum Buchinhalt passt! Hiermit wird hervorragend die Zerbrechlichkeit von etwas Zartem (die Seele eines Menschen) dargestellt. Etwas Kostbares, dass in tausende Stück zerbrechen kann, und ewig lange dauert, bis alles wieder heil zusammengefügt ist. Ein wirklich schönes Cover, das nach dem Lesen des Buches an Bedeutung gewinnt!

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil von Colleen Hoover. Ich könnte mir für ihre berührenden Handlungen keinen anderen vorstellen. Dieser ist jedes Mal für mich genauso, wie er sein sollte, um der Handlung ausreichend Gefühl zu verleihen. Ihre Schreibweise ist flüssig, gut verständlich, bildhaft und vor allem sehr gefühlvoll. Einiges an humorvollen Stellen hat auch in diesem Buch nicht gefehlt, und das empfand ich als sehr wichtig, um auch über bestimmte Dinge schmunzeln zu können.

Lieblingszitate:
„Du musst aufhören, so verdammt perfekt zu sein. Du bist jetzt schon mein Lieblingsmensch, aber langsam wird es echt unfair für alle anderen Menschen, weil niemand jemals an dich heranreichen wird.“ (Seite 169)
„Ich will, dass die letzten fünfzehn Sekunden nicht stattgefunden haben. Fünfzehn Sekunden. Mehr hat es nicht gebraucht, um alles zu verändern.“ (Seite 206)
„Ich fühle seine Worte in jeder Zelle meines Körpers.“ (Seite 213)
„… Aber bei jedem Menschen gibt es eine Grenze, und ich finde es ganz wichtig, dass du deine Grenze nicht aus den Augen verlierst. Lass bitte nicht zu, dass sie sich verschiebt.“ (Seite 366)


Meine Meinung zum Buch:
Dieses Buch beinhaltet ein ganz wichtiges Thema und bringt, ja schreit sogar, nach Diskussionsbedarf. Ich würde so gern näher auf viele schockierende und berührende Geschehnisse dieser Geschichte eingehen, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen und außerdem zu Spoiler führen! Deshalb werde ich nur grob meine Leseeindrücke schildern können.

Am liebsten würde ich mich gerade mit der Autorin hinsetzen und mit ihr über all die Dinge, die in dieser Geschichte passiert sind, sprechen. Mit ihrem Nachwort zum Buch hat sie mich zutiefst berührt. Meinen Respekt für ihre Offenheit und Ehrlichkeit!

Für mich war dieser Roman eine Achterbahn der Gefühle. Ryle und Lily, aber auch Atlas beschäftigten mich dabei am meisten… Bei noch keiner Buchfigur spürte ich bisher so unterschiedliche Gefühle wie bei Ryle, zunächst Sympathie, Neugier, dann Wut und Unverständnis, dann Mitleid und auch Angst. Leider kann ich ihn in einer Rezension nicht näher analysieren, denn das würde den Lesern, die das Buch noch nicht gelesen haben, etwas vorwegnehmen. Jeder Leser dieses Buches sollte sich sein eigenes Bild (von Anfang bis Ende) von ihm machen!

Lily empfand ich als eine einfühlsame, bewundernswerte und willensstarke Frau, die allerdings aufgrund der Geschehnisse an ihre Grenzen gerät und dann sehr verletzlich und verloren wirkt. Ich habe sie für das, was sie fühlte, wie sie sich verhielt und wie sie sich zeigte, in mein Herz geschlossen.

Auch alle anderen Buchfiguren wurden von der Autorin authentisch und ausdrucksstark dargestellt. Mir haben die unterschiedlichen Charaktere sehr gut gefallen.

Ich finde es klasse, wie die Autorin hier ein ganz wichtiges Thema anspricht und in ihrer Handlung sehr ausdrucksstark dargestellt hat. Sie geht dabei sensibel und dennoch aufrüttelnd vor, und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es dem einen oder anderen die Augen öffnet, nachdenklich und vielleicht sogar ein Stück weit Mut macht!

Für mich ist dieser Roman sehr emotional, ergreifend, schockierend und aufwühlend! Die Autorin hat in meinen Augen mit diesem Buch ein Zeichen gesetzt!

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Lichtschatten: Seelensehnsucht nach Dir

Nurdan Cerdik
E-Buch Text: 295 Seiten
Erschienen bei Independently published, 03.11.2017
ISBN B07762Q12Q
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: „Lichtschatten“
Autorin: Nurdan Cerdik
Verlag: Copyright 2017 by Nurdan Cerdik
Seitenzahl: 251 Seiten

Klappentext:
„Die geheimnisvolle Liebesgeschichte um Nouel und Joscelin geht weiter: »Eine einzige Berührung und du wärest tot... Eine einzige Berührung, du wärest für immer mein.«
Genau aus diesem Grund musste Nouel, dessen Seele an das Böse gebunden ist, Joscelin verlassen, die Zuflucht in Evelyns verzaubertem Haus findet. Nur dort erfährt ihre Seele Linderung von ihrem Trennungsschmerz und der erdrückenden Last der unheilvollen Wahrheit. Doch Joscelin gibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer unsterblichen Liebe nicht auf. Um mit Nouel zusammen sein zu können, ist sie trotz aller Warnungen bereit, das größte Opfer zu bringen: Sie ist gewillt, sich freiwillig für das Schattenreich und gegen das Lichterreich zu entscheiden.
Auch ihr Peiniger Endres, ein bösartiger Tenebra, hat Joscelin nicht aufgegeben und lockt sie mit einer heimtückischen List zurück nach Denver, an den Ort, wohin sie auf keinen Fall zurückkehren sollte.
Von den Fängen des Bösen in die Enge getrieben, droht Joscelin nicht nur die Zerstörung ihrer Seelenverwandtschaft zu Nouel, sondern auch der Verlust ihres Schutzengels Adrian, der sich zu ihr hingezogen fühlt und unter den Entscheidungen seines Schützlings Kummer erleidet... Mit verheerenden Folgen.
Tauche hinein in eine Welt zwischen Realität und Traum... Zwischen Licht und Schatten.“

Zum Cover:
Ein traumhaft schönes Cover, das den Inhalt perfekt wiederspiegelt! Die kräftigen und zugleich verletzlich wirkenden Engelsflügel im strahlenden Licht, die für das Gute, und der schwarze Hintergrund, der für das Böse steht, geben diesem Buchcover etwas sehr Mystisches und Geheimnisvolles. Ich schaue es mir immer wieder gern an.

Schreibstil:
Selten - um nicht zu meinen, bisher noch nie - habe ich so einen ausdrucksstarken Schreibstil erlebt! Ich meine mit „erlebt“ wirklich gefühlt, gespürt und so lebendig wahrgenommen! Ich bin der Auffassung, wer diese ganz besonderen, mit so viel Emotionen und Gefühlen erfüllte Schreibweise erspüren und somit nachvollziehen kann, den wird diese Geschichte tief im Herzen erreichen. Wichtig ist es dabei, sich der Geschichte völlig zu öffnen, dann reißt einen die Schreibweise und die Handlung regelrecht mit.
Ich habe immens viele schöne Textstellen mit Klebezettel markiert.

Lieblingszitate:
„Das Gesetz der Polarität in der Menschenwelt, wo Licht ist, ist auch Schatten.“ (Seite 55)
„Viel zu intensiv spürte ich seine Empfindungen, die so schwer waren, dass das zusammengeflickte Loch meiner Seele drohte wie ein brüchiger Wasserdamm aufzuplatzen und mich mit all den finsteren Emotionen zu ertränken.“ (Seite 70)
„Die Last der Schuld stürzt wie ein gewaltiger Felsbrocken in das Seelenmeer, reißt das Herz in die Tiefe der endlosen Finsternis und begräbt es unter schwerem Gewissen…“ (Seite 131)
„Bitterkeit und Schuld ketteten sich an mein Herz und rissen es um die Wette auseinander.“ (Seite 133)
„Stumm weinte ich in mich hinein, ließ die Tränen auf meine Seele fallen, die zusammengerollt in ihrem Kummer lag. Und Nouels Seele weinte mit meiner.“ (Seite 163)

Meine Meinung zum Buch:
Es ist schon eine Weile her, als ich „Seelensehnsucht“ gelesen habe. Dieses Buch blieb mir in guter Erinnerung. Schon nach einigen Seiten in „Lichtschatten“ war ich wieder drin in der herzzerreißenden Geschichte von Nouel und Joscelin. Ich freute mich über diese nahtlose Anknüpfung.

Bei dieser Fortsetzung „Lichtschatten“ fallen mir bedeutungsvolle Begriffe ein, wie: episch, kraftvoll, anmutig, animalisch, spirituell, fantastisch…

Ich habe gefühlt, mit wie viel Herz und vor allem Seele die Autorin diese Fortsetzung geschrieben hat. Ihre Worte sind nicht mit Bedacht gewählt, sondern wurden von ihr aus ihrem tiefsten Inneren geformt und zu Papier gebracht. So empfinde ich es jedenfalls.

Die Unterscheidung zwischen Gut (Licht) und Böse (Schatten) - wie im wahren Leben - wurde hier bestens herausgearbeitet und in einer spannenden Handlung dargeboten. Die jeweilig zugehörigen Buchfiguren empfand ich als passend und sehr gut dargestellt.

Ich bin der Meinung, dass man für diese Geschichte schon ein Stück weit offen sein sollte für Themen wie: Seelen, Seelenverwandtschaft, Schutzengel, Übernatürliches, Fantasy und natürlich Liebe! Ich bin ein Mensch, der an die innere Verbundenheit zweier Menschen – an Seelenverwandtschaft – glaubt. Und ich denke, deshalb war mir diese Liebesgeschichte zugänglich und hat in mir ein beeindruckendes Gefühl geweckt.

Die Autorin hat diesem Buch mit sehr bedeutungsvollen Worten vor allem Ausdruck verliehen! Es gab einige Stellen, die ich sehr konzentriert lesen musste, um das zu fassen, was die Autorin gerade ausdrücken wollte. Und einige Erklärungen/Aufklärungen forderten ein erneutes Lesen der bestimmten Textpassagen und etwas Zeit, um mir ein Bild zu machen, aber das empfand ich nicht als störend oder anstrengend, eher als ein noch intensiveres Lesen. Diese doch teils anspruchsvollen Textstellen passen hervorragend zum Ganzen und harmonieren mit der Handlung! Und ich finde, der Kern dieser Geschichte benötigt genau so eine tiefgreifende Darstellung der Handlung.

Erwähnen möchte ich, dass ich das Gefühl hatte, das sich der Schreibstil der Autorin im Vergleich zum Vorgängerbuch „Seelensehnsucht“ in eine positive Richtung (weiter-) entwickelt hat.
Auch dort wirkte der Schreibstil besonders/anders als gewöhnlich auf mich, aber in „Lichtschatten“ spürte ich, dass die Figuren noch mehr an Ausdruck und Emotionalität erhalten haben. Auch kam mir die Handlung selbst dynamischer und noch bildhafter vor. Die Autorin schweift nicht ab, sondern bleibt in der jeweiligen Situation drin und das mit ganz viel Einfühlungsvermögen für ihre sehr lebendig wirkenden Charaktere!

Mich konnte dieser Fortsetzungsband absolut begeistern und ich bin zutiefst berührt und vor allem dankbar für dieses besondere Leseerlebnis.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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155 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

liebe, geheimnisse, familie, regentage, regen

Das Glück an Regentagen

Marissa Stapley , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 07.11.2017
ISBN 9783499291708
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Das Glück an Regentagen“
Autorin: Marissa Stapley
Verlag: Rowohlt Verlag 2017
Seitenzahl: 301 Seiten

Klappentext:
„Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St.-Lorenz-Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.
Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern und damit die Chance auf das Glück?“

Zum Cover:
Das Cover ist traumhaft schön. Das Motiv und die Farben wirken auf mich verträumt, beruhigend, ja irgendwie „wärmend“! Dazu bilden die goldfarbene Schrift und Zweige einen richtig gelungenen Blickfang.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. An einigen Stellen empfand ich diesen schon etwas eigen und dazu anspruchsvoll. Ich habe so einige Zitate entdeckt, die mich zum Nachdenken und mehrmals Lesen brachten. Einige Textstellen haben mich zutiefst berührt. Das Buch wurde sehr gefühlvoll und bildhaft geschrieben.

Lieblingszitate:
„Nicht einmal in ihrer Vorstellung kann sie den Satz beenden. Also vergräbt sie ihn dort, wo er hingehört, tief im Flussbett ihrer Seele.“ (Seite 20)
„Den Inhalt zu durchsuchen ist, als würde man den Schorf von einer Wunde kratzen: Man tut es, obwohl man weiß, dass die Wunde nun erneut zu bluten beginnt und wieder verheilen muss.“ (Seite 44)
„Hoffnung ändert nichts, aber man glaubt bis zuletzt, dass sie dazu fähig ist.“ (Seite 45)
„Unser Leben – manchmal rast es so schnell an uns vorbei, dass hundert Tage zu einem einzigen verschmelzen.“ (Seite 186)

Meine Meinung zum Buch:
Vom Cover, wie auch vom Titel und Inhalt her ist das Buch perfekt dazu geeignet, im Herbst gelesen zu werden. Der Handlungsort dafür wurde sehr gut gewählt und wunderschön wiedergegeben. Die detaillierten Beschreibungen von Alexandria Bay und den kleinen Inseln hat mich richtig begeistern können.

Die Idee, eine Liste mit Dingen, die man an verregneten Herbsttagen tun kann, hat mir sehr gefallen. Es handelt sich dabei um eine Liste von Maes Mutter Virginia, die sie hinterlassen hat. Vor jedem Kapitel werden Dinge kurz erwähnt, die man tun könnte, um die Regentage zu überbrücken. Dies wirkte irgendwie tröstlich auf mich.

Ich fand zunächst etwas schwerlich in diese Geschichte hinein. Nach und nach, also mit näherem Kennenlernen der einzelnen Buchfiguren und deren Geschichten, ist es mir dann gelungen, einen Bezug zu diesem Roman zu finden.

Mae, die so einiges an Schicksalsschlägen in ihrem Leben einstecken musste, wirkte auf mich oft etwas schwach in der Darstellung. Dagegen fand ich einen sehr guten Bezug zu ihrer Großmutter Lilly, die immer öfter an Gedächtnisverlust litt. Ihre Gedanken, ihre Ängste, überhaupt ihre Geschichte hat mich sehr berührt.

In einige Buchfiguren sah ich authentische Personen, die mir interessant erschienen. Andere Figuren waren mir leider zu oberflächlich dargestellt.

Gut und abwechslungsreich empfand ich den ab und zu gewählten Zeitwechsel, den die Autorin vornimmt, auch wenn ich mich ziemlich konzentrieren musste beim Lesen, um nicht den roten Faden zu verlieren.

Vieles konnte mich in diesem Roman sehr berühren, anderes verwirrte mich etwas bzw. konnte das Geschriebene nicht zu 100 % „greifen“. Das fand ich etwas schade!

Dennoch haben mich viele Handlungsstränge und die Message in der Geschichte emotional mitgenommen. Eine Familie, die hier über 4 Generationen umfasst, die Höhen und Tiefen durchlebte, die ihre Geheimnisse über Jahrzehnte in sich trug… Unausgesprochenes, Verheimlichtes, Verdrängtes, bestehende Schuldgefühle, Zweifel, Missverständnisse, Liebe… all dies füllt dieses Buch. Einiges wirkte etwas beklemmend auf mich, anderes wiederum machte mir Hoffnung. Eine ganz eigenartige Mischung, die das Buch dann doch irgendwie besonders auf mich wirken ließ.

Wenn ich auch nicht für alle Buchfiguren ein bestimmtes bzw. genügendes Gefühl entwickeln konnte, fand ich die Handlung wie auch den unsagbar schön beschriebenen Handlungsort sehr unterhaltend und besonders.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

umweltschutz, familie, neuanfang, neubeginn, meeresbiologe

Wasser, Wind und Weite

Katja Fiona Graf
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.03.2016
ISBN 9783739204079
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Wasser, Wind und Weite“
Autorin: Katja Fiona Graf
Verlag: Copyright 2015 by Katja Fiona Graf
Seitenzahl: 162 Seiten

Klappentext:
„Lenas Welt gerät aus den Fugen, als sie entdeckt, dass Robert sie die ganze Zeit nur belogen hat. Sie flieht vor ihrem alten Leben auf eine kleine ostfriesische Insel und lernt Dierk kennen, ein Mann der irgendwie immer für alles eine Lösung hat, und Lenas Welt droht schon wieder Kopf zu stehen. Soll sie wirklich alles stehen und liegen lassen und München für immer den Rücken kehren?
Ein Roman über die Wandlung im Leben und die Veränderungen, die es manchmal braucht, um etwas Neues zu beginnen.“

Zum Cover:
Das Cover ist traumhaft schön. Es lädt so richtig zum Träumen ein und ich verspüre Fernweh, wenn ich es so betrachte. Der Leuchtturm, der Himmel mit den tiefhängenden Wolken, die Sandhügel und das Meer… natürlich passend zur Geschichte. Eine sehr gute Gestaltung!

Schreibstil:
Die Schreibweise empfand ich als richtig angenehm und schön fließend. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir richtig gut. Ich konnte mich bestens in diese Geschichte hineinfallen lassen. Neben detaillierten Landschaftsbeschreibungen, die ich in mich aufsaugte, bekam das Buch durch schöne Dialoge der Buchcharaktere viel Leben eingehaucht. Hat mir richtig gut gefallen!

Lieblingszitate:
„Ihr Kopf war frei, die Gedanken klar und rein wie die See, und sie fühlte sich glücklich, unendlich glücklich und entspannt.“ (Seite 5)
„Hier oben stand die Zeit still. Das hier war echt, das war das Leben, die Natur und der Lauf der Gezeiten. (Seite 31)

Meine Meinung zum Buch:
In diesem Buch kommen zwei Dinge zusammen, die ich sehr interessant finde. Zum einen liebe ich das Meer und zum anderen mag ich Geschichten, die das Thema Veränderung/Neubeginn beinhalten. Deshalb hat mich die Inhaltsangabe sofort angesprochen.

Lena, die nach einer gescheiterten Beziehung einen „Tapetenwechsel“ und frische Luft zum Atmen braucht, flieht kurzerhand von München auf eine ostfriesische Insel, um dort in Ruhe nachdenken und entspannen zu können. Sie verspürt dort sofort eine innere Verbundenheit zum Meer, zur Landschaft und findet Gefallen an der Offen- und Direktheit der Ostfriesen.
Schon bald lernt sie den gutaussehenden Dierk kennen, der sie mit allem, was die Insel zu bieten hat, vertraut macht. Da er dort lebt und seine Familie um sich hat, macht sich Lena alsbald mit diesen Menschen vertraut und wird von ihnen mit offenen Armen aufgenommen.

Ich fand es klasse, dass das Thema Umweltschutz mit erwähnt wird. Dierk, der sich als Meeresbiologe diesem wichtigen Thema annimmt, war mir durchweg sympathisch. Seine offene und sehr positiv eingestellte Art hat mir richtig gut gefallen. Einen besseren Menschen an ihrer Seite hätte sich Lena nicht wünschen können, die ebenso eine optimistische Lebenseinstellung brauchte, um sich davon mitreißen zu lassen.

Ich fand ihre Veränderung, ihre Entwicklung sowie ihre guten Ideen sehr erfrischend und bewundernswert. Sie war mir ebenfalls sehr sympathisch. Faszinierend, wie ein völlig anderes Umfeld mit ganz anderen Bräuchen und Lebenseinstellungen der Menschen einen so beeinflussen kann. Die Natur, die Inselbewohner…all das spielten letzten Endes eine große Rolle für Lenas weitere Zukunft.

Die Buchfiguren wirkten alle samt authentisch und bekamen genügend Platz, sich in diesem Roman zu entfalten.

Der Roman, der voll Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt, Veränderung und jeder Menge positiver Energie steckt, ist die perfekte Lektüre für einen verregneten Tag. Das Buch bringt vor allem viel Wärme ins Herz und unterhält einen sehr gut. Ich habe gelacht, wurde nachdenklich und habe gestaunt über Lena. Die bildhaften Naturbeschreibungen haben mir alles gut vor Augen geführt.

Nur hätte es in dieser Geschichte gern noch das ein oder andere Unvorhersehbare geben können, vielleicht auch noch eine etwas intensivere Herausarbeitung der Gefühle zwischen Lena und Dierk, also etwas mehr Tiefe.

Ansonsten kann ich das Buch jedem ans Herz legen, der sich gern am Meer aufhält und sich von Lenas Mut, Träume zu verwirklichen, anstecken lassen wollen würde.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

küsse unter dem mistelzweig, liebe, mila summers, weihnachten, mila summer

Küsse unter dem Mistelzweig: Liebesroman

Mila Summers
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.10.2017
ISBN 9781977835338
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Küsse unter dem Mistelzweig“
Autorin: Mila Summers
Verlag: Copyright 2017 by Mila Summers
Seitenzahl: 219 Seiten

Klappentext:
„Eine magische Reise in die verschneiten Highlands.
Nach fünf Jahren Beziehung wird Emily wenige Tage vor Weihnachten gegen ein brasilianisches Unterwäschemodel eingetauscht. Kurzerhand entflieht sie dem hektischen Trubel Londons in die Einsamkeit der schottischen Highlands, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Doch in dem Cottage, in das sie sich zurückzieht, wartet ein geheimnisvolles Tagebuch auf sie. Was hat diese Geschichte mit dem eigensinnigen Gutsbesitzer Ben zu tun, dessen Anziehungskraft Emilys Herz mehr als einmal höherschlagen lässt? Emily wollte doch in Míorbhail, dem Ort der Wunder, einfach nur zur Ruhe kommen. Als dann auch noch ihr Ex Tom eines Tages bei ihr vor der Tür steht, ist das Chaos perfekt.“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Es weckt in mir sofort die Lust auf Winter und Weihnachten. Ein sehr schönes, detailliertes und mir farblichen Akzenten gestaltetes Cover, das ich mir gern anschaue.

Schreibstil:
Während des Lesens habe ich mich richtig wohlgefühlt! Der Schreibstil ist so angenehm zu lesen, flüssig, verständlich und bildhaft. Je nach Situation in der Geschichte wechselt die Schreibweise von amüsant, zu gefühlvoll, emotional, aber auch spannend Ich konnte mich hervorragend in diese Geschichte hineinfallen lassen und hatte immer ein wohliges Gefühl.

Lieblingszitate:
„Die Einsamkeit hatte wieder Besitz von mir genommen. Faser um Faser nahm sie mich ein, durchzog beinahe meinen ganzen Körper.“ (Seite 30)
„Wenn ich während der letzten Tage eines gelernt hatte, dann, dass das Leben nicht planbar war. In keiner Hinsicht.“ (Seite 57)
„Ein Mistelzweig den Weg dir zeigt, wenn keine Hoffnung übrig bleibt. Vertraue auf dich und die Zeichen, und das Glück wird dir nie mehr weichen.“ (Seite 203)

Meine Meinung zum Buch:
Als ich das Buch das erste Mal sah und den Titel las, hatte ich – wenn ich ehrlich bin – ganz leicht die Befürchtung, dass dieses womöglich etwas kitschig geschrieben sein könnte. Ob diese Befürchtung an dem verspielten Cover oder an dem Buchtitel lag, kann ich gar nicht so genau sagen! Die Inhaltsangabe ließ mich dann aber auf eine unterhaltsame und schöne Geschichte hoffen, und jetzt kann ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht, sondern bin immens begeistert!

Der Autorin ist es gelungen, mich durchweg an dieses Buch zu fesseln. Emily mit ihrer liebenswerten Art habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Die ganze Zeit habe ich mir für sie gewünscht, dass sie für sich bzw. ihr Leben/ihre Zukunft eine Lösung findet. Ihrem Exfreund Tom konnte ich absolut nichts Gutes abgewinnen! Im Gegenteil!

Als Emily aus London und damit auch von ihrer 5jährigen Beziehung mit Tom wegfuhr, ja regelrecht flüchtete, konnte ich diese überstürzte Flucht sehr gut nachvollziehen.
Sie zog sich dann in die Einsamkeit der schottischen Highlands zurück, um Zeit für sich und ihre Gedanken und um Abstand zu Tom zu bekommen. Zunächst kam mir Emily sehr einsam vor, aber zum Glück tauchte recht bald ein ganz herzlicher Mensch in ihrer gemieteten Courtage auf, nämlich Charlotte, eine ältere Dame, die mir in dieser Geschichte ebenfalls sehr ans Herz gewachsen ist.

Emily begegnet später dem Courtagebesitzer Ben, der sehr verschlossen und arrogant wirkt. Zum Glück gibt sie ihm kräftig Contra und so entwickelt sich zwischen den beiden eine ganz besondere Art von Verbindung. Ich habe mich über den Umgang der beiden miteinander so gut amüsiert. Was bzw. ob sich aus den beiden mehr entwickelt und was sich hinter Ben´s Verhalten verbirgt, das will ich euch natürlich nicht verraten.

Jedenfalls passieren – gerade im Hinblick auf das Tagebuch, das Emily im Courtage findet – auch wirklich geheimnisvolle Dinge, die der Geschichte etwas Schönes und Spannendes geben.

Die Buchfiguren wirkten auf mich alle authentisch und interessant. Vor allem in Emily, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Ihre Gedanken und Gefühle haben mich zu 100 % erreicht. Und ihre zahlreichen inneren Dialoge mit sich selbst, geben ihrem Charakter und ihrer Denkweise viel Ausdruck! Das hat mir richtig gut gefallen.

Meiner Meinung nach eine richtig schöne, geheimnisvolle, berührende und unterhaltsame Geschichte, die einen zum Nachdenken bewegt und Mut macht, sich nicht hängen zu lassen, sondern im Leben zuzupacken, nicht aufzugeben, nicht an sich zu zweifeln, sich nichts gefallen zu lassen und seine Träume nicht aus den Augen zu lassen.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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(186)

450 Bibliotheken, 47 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

sebastian fitzek, thriller, flugangst, flugangst 7a, psychothriller

Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Flugangst 7A“
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur Verlag 2017
Seitenzahl: 394 Seiten

Klappentext:
„Mats Krüger, ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, muss seine panische Flugangst überwinden, als seine hochschwangere Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Mats, der nach dem Tod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert ist, hatte nie wieder vor zurückzukehren. Doch jetzt bittet Nele ihren Vater kurzfristig, ihr nach der Geburt des Babys Beistand zu leisten.
Nach der Teilnahme an einem Flugangst-Seminar geht Mats an Bord des Langstreckenflugs Buenos Aires – Berlin. Schon kurz nachdem er seinen Platz eingenommen hat, muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Es ist keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung, die ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand treiben. Sondern der Anruf eines Unbekannten, der ihm eröffnet, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Jemand, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite. Und den er nun dazu bringen soll, über 600 Passagiere und sich selbst in den Tod zu reißen…“

Zum Cover:
Die gesamte Gestaltung des Buches gefällt mir sehr. Der abwischbare Schutzumschlag mit der naturgetreuen Abbildung eines (etwas verrosteten) Flugzeugs mit Fenster, hinter dem eine Hand auftaucht, wenn man das Buch ankippt, ist sehr gelungen. Unter dem Schutzumschlag befindet sich ein 3D-Wackel-Abbildung. Eine hervorragende Idee, dem Buch auch äußerlich etwas Gruseliges zu verpassen. Ein wirklich sehr gelungenes Cover, das einem im Buchladen sofort auffällt!

Schreibstil:
Wie jedes Mal, fesselt mich der Autor nicht nur aufgrund seiner besonderen Handlungen, sondern auch wegen seiner tollen und wiedererkennbaren Schreibweise. Diese empfinde ich stets vor allem als spannend, gut verständlich, bildhaft, dynamisch und sehr unterhaltend. Auch diesem Buch mischte er auch Amüsantes bei, was mir immer wieder gut gefällt. Da werden humorvolle „eingeworfene“ Gedanken von Buchfiguren (vor allem von Mats) zu einer schönen Abwechslung. Neben all der Spannung tut dann auch mal so eine zum Schmunzeln bringende Textstelle gut!

Lieblingszitate:
„Angst, sagte Mats seinen Patienten gerne, war wie eine Boa constrictor, die man sich als Haustier hielt. Man denkt, man habe das wilde Tier gezähmt und könne es sich bedenkenlos um den Hals legen. Doch hin und wieder, ganz ohne Vorwarnung, zieht die Schlange plötzlich zu…“ (Seite 38)
„Die stärksten Schmerzen setzten sich durch und bissen die schwächeren zurück.“ (Seite 107)

Meine Meinung zum Buch:
Auf dieses Buch fieberten zahlreiche Fitzek-Fans schon eine Weile hin und es wurde vorab ziemlich gehypt! Natürlich konnte ich mich diesem Phänomen nicht entziehen und ging aber mit einer leichten Befürchtung einher, es könnte mich u.a. vielleicht doch etwas enttäuschen. Aber zum Glück ist dem nicht so!

Mittlerweile ist dies mein 9. Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe. Und jedes Mal dachte ich mir: Besser kann es nicht mehr werden! Aber, mit diesem Buch hat Sebastian Fitzek – so sehe ich das – noch mal „einen draufgesetzt“! Und das freut mich wirklich sehr, weil mir seine Bücher immer wieder bestens gefallen haben und ich noch nie enttäuscht war.

Dieser Psychothriller startete genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nämlich mit der intensiven Angst von Mats vor dem bevorstehenden Flug. Ich habe selbst extreme Flugangst und konnte mich bestens in seine Gedanken hineinversetzen und seine Befürchtungen nachvollziehen.

Danach nimmt das Buch im wahrsten Sinne des Wortes Flugfahrt auf! Die Spannung während der gesamten Handlung ist unbeschreiblich gut! Jedes Kapitelende lässt einen einfach nicht zur Ruhe kommen. Ich war so gefesselt, so dass ich das Buch schnell auslesen musste!

Ich fand es unglaublich gut, wie der Autor jeden Charakter so mit dem Geschehen verstrickte, dass man ständig am Grübeln ist. Einige Buchfiguren und deren Handlungen bzw. Beweggründe für dieses Handeln haben mich schockiert. Bei mir entstand dann so eine gruselige Stimmung, die mir ein Schauer über den Rücken laufen ließ.
Es spielten nicht gerade wenige Charaktere mit und ich musste mich ziemlich konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren, aber auch das machte es für mich unterhaltend und spannend, denn ein zu „einfach“ gestrickter Psychothriller würde wohl nicht so dermaßen fesselnd sein. Eingebaute Wendungen bestärkten dieses Buch.

Klasse war für mich auch wieder die bildhaften Beschreibungen von Sebastian Fitzek. Ich fühlte mich jedes Mal so, als wäre ich mittendrin im Geschehen.

Die Kapiteleinteilungen waren passend und wurden aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Somit kam Abwechslung und noch mehr Spannung in das Ganze!

Ein für mich sehr gut herausgearbeiteter Psychothriller, der an Spannung kaum zu überbieten ist und viele unerwartete Ereignisse/Entwicklungen zu bieten hat. Das Buch lässt viel Raum für eigene Gedanken zu den Zusammenhängen und die Aufklärung lässt bis ganz zum Schluss auf sich warten. Hervorragend!

Die Anmerkungen/die Danksagung sind/ist auch in diesem Buch so wichtig und vermittelt gut die Beweggründe bzw. Hintergründe des Autors zum Schreiben dieses Psychothrillers, was diesem Buch eine gewisse Glaubwürdigkeit gibt. Mit gefällt es jedes Mal, wenn sich der Autor nochmal zu der Problematik in seinen Büchern äußert und den Leser somit nicht einfach nur so „dastehen“ lässt!

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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62 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 24 Rezensionen

dresden, nachkriegszeit, krimi, max heller, historischer krimi

Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Tausend Teufel“
Autor: Frank Goldammer
Verlag: dtv Verlag 2017
Seitenzahl: 365 Seiten

Klappentext:
„Dresden 1947. Ein klirrend kalter Nachkriegswinter. Grausame Morde in einer besetzten Stadt.
Der Krieg ist vorbei und die Alliierten haben Deutschland unter sich aufgeteilt. Dresden gehört zur sowjetischen Besatzungszone – und ist immer noch eine Trümmerwüste. Oberkommissar Max Heller soll im Fall zweier ermordeter Rotarmisten ermitteln und gerät dabei in einen gefährlichen Interessenkonflikt mit seinen sowjetischen Vorgesetzten.
Der zweite Fall für Kriminaloberkommissar Max Heller.“

Zum Cover:
Das Cover spiegelt – wie bei „Der Angstmann“ – die Zeit wieder, zu der dieser Kriminalroman spielt. Wenn man beide Bücher betrachtet, harmonieren sie bestens miteinander und man bekommt dabei so ein nachdenkliches, etwas bedrückendes Gefühl für diese damalige Zeit. Sehr gelungen!

Schreibstil:
Der Autor schreibt nach meinem Empfinden sehr anschaulich, spannend und gut verständlich. Das Buch ließ sich flüssig lesen, und ich hatte alle Geschehnisse und Örtlichkeiten bildhaft vor Augen. Zahlreiche Textstellen beschrieb der Autor sehr gefühlvoll und berührend, andere Stellen wurden sehr spannend, aber auch schockierend dargeboten.

Lieblingszitate:
„Diese schreckliche Kälte! Wenn die Temperaturen wenigstens auf null Grad ansteigen würde. Diese andauernden Minustemperaturen im zweistelligen Bereich fraßen Wille, Kraft und buchstäblich Menschenleben.“ (Seite 119)
„Respekt, wusste Heller, erlangte man nicht mit herrischem Auftreten, sondern mit seinem Handeln und mit Konsequenz.“ (Seite 131)
„Dieses Bild, das sich ihm bot, sollte sich ihm einbrennen. Wie all die anderen unvergesslichen Bilder würde auch dieses seinen Platz an der schwarzen Wand in seinem Kopf finden, würde ihn aus dem Schlaf fahren lassen und sein Herz umklammern.“ (Seite 284)

Meine Meinung zum Buch:
Nachdem mir das Buch „Der Angstmann“ so gut gefallen hatte, freute ich mich umso mehr, Max Heller „wiederzusehen“ und ihn bei seinem 2. Fall zu begleiten.
Hinzu kommt, dass ich seit meiner Geburt in Dresden lebe. Die geschichtlichen Aspekte in diesem Buch haben mich daher sehr interessiert. Genannte Straßen waren mir daher zum Teil vertraut (viele Straßen wurden später umbenannt). Und ich bin begeistert darüber, wie es dem Autor (der selbst in Dresden lebt) gelungen ist, das damalige Stadtbild so genau und bildhaft wiederzugeben. Dem gingen sicherlich intensive Recherchen voraus.

Diesen Kriminalroman, der an „Der Angstmann“ anknüpft, habe ich als sehr spannend, aber auch als sehr bewegend empfunden. Die katastrophale Lebenslage der Menschen wurde authentisch dargestellt. Sich in diese damalige Nachkriegszeit hineinzuversetzen ist natürlich nicht einfach, aber Dank der detaillierten Schreibweise bekam ich ein – wie ich finde – nachvollziehbares Bild von dieser Zeit, die von Armut, Hunger, Kälte, Angst und Verzweiflung beherrscht wurde. Menschen, die ein trostloses Leben führten, krank waren, ohne jegliche Hoffnung auf Medikamente, wenig Heizmaterial besaßen, kaum etwas zu essen und wenig warme Kleidung hatten, berührten mein Herz. Die Nazizeit war noch allgegenwärtig und das Denken in den Köpfen der Menschen von dieser Zeit bestimmt.

Max Heller, ein geradliniger und extrem zielstrebiger Ermittler, mit Herz und Verstand, wurde immer wieder bei seiner Arbeit behindert bzw. nicht genügend unterstützt. Es passierte immer wieder etwas, dem Heller nachgehen musste, er hatte kaum Zeit, einmal durchzuatmen und sich um sein privates Leben, seine familiären Sorgen, zu kümmern.
Ein für mich sehr interessanter Charakter, der sich nicht vorschreiben oder vorleben lässt, zu welcher Partei er gehören sollte! Er bleibt diesbezüglich trotz des großen Drucks von außen standhaft. Sein Gerechtigkeitssinn und seine Liebe zur Familie sowie die Tatsache, dass er sich für andere in Gefahr begibt und sich gerade um die schutzbedürftigen Kinder kümmert, machen ihn mir so sympathisch.

Ein sehr unterhaltender Kriminalroman, spannend, dynamisch, für mich nicht vorhersehbar und mit vielen bewegenden und schockierenden Geschehnissen gefüllt. Der Kriminalfall wird zwischenzeitlich vom Zeitgeschehen und einigen Menschenschicksalen etwas nebensächlich, aber das ist überhaupt nicht unangebracht, da das genau diese Dinge sind, die diesen Kriminalfall authentisch und eindrucksvoll machen und Emotionen in einem hervorrufen.
In meinen Augen hat der Autor den Kriminalroman in einem unterhaltsamen Verhältnis mit Spannung und berührender Zeitgeschichte dargeboten.

Dieses Buch hinterlässt in mir ein respektvolles Gefühl für die Menschen, die zu dieser Zeit jeden Tag um ihr Leben bangen mussten.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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646 Bibliotheken, 50 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

kerstin gier, jugendbuch, schweiz, wolkenschloss, winter

Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

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47 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

erzählungen, kurzgeschichten, frauen, glück, kleine geschichten

Kleine Fluchten

Jojo Moyes , Karolina Fell
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 20.10.2017
ISBN 9783805200172
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Kleine Fluchten” Geschichten vom Hoffen und Wünschen
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt Verlag 2017
Illustriert von: Daniela Terrazzini
Seitenzahl: 138 Seiten

Klappentext:
„Kleine Fluchten brauchen wir alle. Momente, die den Alltag in Frage stellen und uns einen neuen Blick auf unser Leben ermöglichen. In diesen neun Geschichten – liebevoll illustriert von Daniela Terrazzi – sind es vermeintlich kleine Ereignisse, ein gefundenes Handy, eine vertauschte Sporttasche, ein missglücktes romantisches Wochenende, die für einen Augenblick das Fenster in ein anderes Leben öffnen.“

Zum Cover:
Das Cover finde ich sehr gelungen. Das Pink leuchtet und bringt hervorragend die weiße Schrift sowie die weiße Abbildung zum Ausdruck. Der Einband sowie die Seiten fühlen sich sehr gut an. Und das Lesebändchen erfüllt gut seinen Zweck, wobei man dieses auch in Pink oder Weiß hätte beifügen können.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist angenehm leicht, flüssig und unterhaltend. Die Geschichten ließen sich zügig lesen. Ich mag die Schreibweise der Autorin immer wieder gern.

Lieblingszitate:
„Sie ist schon drinnen, mit klopfendem Herzen, weigert sich, dem leisen Stimmchen in ihrem Kopf zuzuhören.“ (Seite 18)
„Evie hat unvermittelt angefangen zu lachen, während sie sich gleichzeitig die Tränen von den Wangen wischt.“ (Seite 21)

Meine Meinung zum Buch:
In diesem Büchlein sind 9 Geschichten enthalten, verteilt auf 138 Seiten. Man könnte jetzt meinen, dann sind diese Geschichten nicht unbedingt tiefgründig und eventuell zu kurzgehalten. Genau das habe ich zum Glück so nicht empfunden, im Gegenteil!

Mir reichten diese 9 Kurzgeschichten in der jeweiligen Länge aus, um dennoch unterhalten zu werden und in diese abzutauchen. Auch wenn man natürlich zu den dargestellten Charakteren nicht viel sagen kann, weil man sie nur kurz, aber dennoch recht gut genug kennenlernt, bewahren diese Geschichten so einiges an Wärme und Aussagekraft.

Ich stelle mir das nicht einfach vor, in dieser Kürze etwas für die Leser zu schreiben, das eine Message enthält. Natürlich muss sich eine längere Geschichte erst einmal aufbauen, der Leser einen Bezug zu den Charakteren finden… aber so eine kleine Sammlung ist auch mal recht angenehm zu lesen. Zudem ist es der Autorin meiner Meinung nach gelungen, diese mit viel Schönem und Wahrem zu füllen.

Mich hat dieses Büchlein sehr gut unterhalten. Fast jede Geschichte enthält für sich eine wirklich schöne Episode mit Sinn. Nur eine empfand ich etwas unrealistisch und bei einer anderen fehlte mir etwas der Bezug zum Ganzen. Die restlichen 7 haben mir aber richtig gut gefallen.

Zudem faszinierten mich die farbigen Illustrationen. Diese passen in ihrer Art und Weise und vom Motiv her perfekt zum Geschriebenen. Wirklich schön anzuschauen!

Alles in Allem eine kurzweilige, aber nicht minder schöne Lektüre. Wie es der Untertitel schon verrät, geht es vor allem ums Hoffen und Wünschen.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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Langenscheidt Komplett-Paket Englisch - Sprachkurs mit 2 Büchern, 6 Audio-CDs, 1 DVD-ROM, MP3-Download: Sprachkurs für Einsteiger und Fortgeschrittene


Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Langenscheidt, 02.06.2016
ISBN 9783468266300
Genre: Sonstiges

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45 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

handlettering, brushlettering, frau hölle, kalligrafie, selbstgemacht

Handlettering Alphabete

Tanja Cappell
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Edition Michael Fischer, 17.08.2017
ISBN 9783863557683
Genre: Sachbücher

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Doch über uns der Himmel

Zäzilie Merin
Flexibler Einband: 108 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.09.2017
ISBN 9783744871273
Genre: Biografien

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kurzgeschichten, schmerz, jeanpauldidierlaurent, macadam, verlust

Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Jean-Paul Didierlaurent , Sina de Malafosse
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.07.2017
ISBN 9783423261456
Genre: Romane

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

brigitte blobel, ulf, probleme jugendlicher, schuld, amoklauf

Alessas Schuld

Brigitte Blobel
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401027661
Genre: Jugendbuch

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

schwangerschaft, liebe, scheidung, trauer, freundschaft

Kleine Schiffe

Silke Schütze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 22.08.2011
ISBN 9783426510896
Genre: Liebesromane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Instamord

Pellmann Lukas
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Text/Rahmen, 06.10.2017
ISBN 9783950434378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Instamord“
Autor: Lukas Pellmann
Verlag: Text/Rahmen, Wien 2017
Seitenzahl: 296 Seiten

Klappentext:
„Am Abend des 7. November 2016 wird die Lifestyle-Bloggerin und Intstagrammerin Carola Bednar in einem Penthouse am Karmelitermarkt tot aufgefunden. Chefinspektorin Vera Rosen und Kommissar Moritz Ritter übernehmen die Ermittlungen. Als kurz darauf eine weitere Leiche auftaucht, stellt sich ihnen die Frage, ob der Mord an Bednar der Beginn einer mysteriösen Mordserie gewesen sein könnte. Die beiden Ermittler folgen den Spuren bis tief in die Wiener Blogger- und Instagram-Szene und erkennen schon bald, dass in dieser virtuellen Erlebniswelt nicht immer alles so ist, wie es scheint.“

Zum Cover:
Das schlichte Cover gefällt mir sehr gut. Es lässt den Titel hervorragend für sich wirken und macht dadurch neugierig auf das, was sich hinter diesem Titel verbirgt. Das Instagram-Zeichen in das „O“ einzubauen, ist eine tolle Idee.
Zudem finde ich, dass diese gelb/orange Umrandung (auf der Rückseite vollflächig in dieser Farbe) perfekt in die Herbstzeit passt, zu der dieser Kriminalroman spielt.

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil des Autors, der auch ab und zu den Schweizer Dialekt mit einbaut. Seine Schreibweise fühlt sich für mich flüssig, verständlich, dynamisch, aber oft auch sehr amüsant an. Diese Mischung aus Spannung und Humor gefiel mir auch in diesem Buch sehr. Einige Wörter, wie zum Beispiel „Stiege“ für Treppe, lassen vor allem den Ort (Wien) des Geschehens sowie die dort lebenden Menschen, noch intensiver authentisch wirken.

Meine Meinung zum Buch:
Ende Januar 2017 habe ich „Mord im Zweiten“ dieses Autors gelesen und war begeistert von diesem Buch.

Mir waren daher die Hauptfiguren Vera Rosen und Moritz Ritter bekannt. Und als ich „Instamord“ zu lesen begann, waren für mich diese beiden Charaktere sofort wieder allgegenwärtig.

Dieser 3. interaktive Krimi von Lukas Pellmann konnte mich schon ab der ersten Seite in seinen Bann ziehen. Ein Mord an einer jungen Frau stellt das Ermittler-Team vor eine neue Aufgabe. Ein spannender Fall stand bevor, bei dem es nicht bei einer Leiche bleiben sollte…

Dem Autor ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen - neben den spannenden Ermittlungen und Geschehnissen – diesen Krimi mit den beiden authentischen/charakterstarken Hauptfiguren Vera und Moritz zu beleben. Ich mag beide Figuren sehr gern und konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, was mir immer wichtig ist!

Der Spannungsbogen in diesem Buch hat mir bestens gefallen. Ich empfand diesen als stetig ansteigend. Ruhige Momente zwischendrin – das heißt Handlungsphasen, in denen die Ermittlungen etwas stagnierten, weil die beiden lange „im Dunklen tappten“ – werden mit ganz intensiven persönlichen Empfindungen und Gedanken der beiden Figuren gefüllt.

Ich habe diesen Krimi in zwei Tagen verschlungen, weil ich so gefesselt war. Einerseits von diesem spannenden Fall selbst, andererseits weil mich die beiden Hauptfiguren so sehr beschäftigten. Ich wollte immer sofort wissen, wie es weitergeht.

Dass der Autor in diesen Krimi viel Herz reingesteckt hat, bemerkte ich vor allem an den detaillierten Beschreibungen der jeweiligen Örtlichkeiten Wiens und an der hervorragenden Herausarbeitung und Darstellung seiner Buchfiguren. Für mich hat er alles sehr bildhaft beschrieben.

Die Idee und der Hintergrund von „Instamord“ ist absolut nachvollziehbar und regte mich zum Nachdenken an. Ich selbst bin auf Instagram unterwegs und für mich waren die erwähnten Begriffe daher vertraut. Aber auch Leser, die Instagram nicht kennen, finden gut in diese Thematik hinein, weil der Autor Vera als eine sozusagen unwissende Person, für die Instagram zunächst ein Fremdwort ist, darstellt. Deshalb wird dazu von anderen Buchcharakteren so einiges verständlich erklärt.

Dieses Buch konnte mich absolut begeistern und bestens unterhalten.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Are you alive - or just breathing?

Viktoria Hirschmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.08.2017
ISBN 9783744855648
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Are you alive – or just breathing?“ (Band 1)
Autorin: Viktoria Hirschmann
Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt
Seitenzahl: 207 Seiten

Klappentext:
„Kate Miller ist attraktiv und tough – und geplagt von Selbstzweifeln und Dämonen ihrer Vergangenheit. Als ihr Buch veröffentlicht wird, trifft sie auf den Restaurantbesitzer Jamie Baker. Er fühlt sich so stark zu ihr hingezogen und will ihr Herz erobern. Währenddessen ist Kate verwirrt. Sie sträubt sich mit allen Kräften, die Gefühle für Jamie zuzulassen, denn sie muss unbedingt verhindern, dass Jamie von ihrer Vergangenheit erfährt. Aber niemand rechnet mit dem Schicksal, dass plötzlich gnadenlos zuschlägt.“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Dieses Filigrane in dem schönen Rosa mit schwarz verzierten Blumen gibt dem Cover etwas sehr Verspieltes und Verträumtes. Dieses hat mich sofort neugierig gemacht, als ich es das erst Mal sah!

Schreibstil:
Ich empfand den Schreibstil gut verständlich und flüssig. Zu Beginn des Buches kam mir dieser allerdings etwas zu „einfach“ vor, was sich jedoch nach einigen Seiten legte. Je mehr ich in diesem Buch las, umso mehr bekam die Schreibweise Tiefe und Gefühl. Ich hatte mich richtig gefreut, dass es der Autorin gelungen ist, sich bei emotionalen Textstellen so gefühlsbetont auszudrücken.

Lieblingszitate:
„Er blickt mir tief in meine Augen und einen kurzen Moment habe ich Angst, er könne darin mehr sehen als meine Augenfarbe.“ (Seite 28)
„Ich spüre Hoffnungslosigkeit in mir aufsteigen. Fühlt sich so der Tod an, der nach mir greift?“ (Seite 45)
„Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.“ (Seite 114)
„Ja, mit dir ist es immer zu viel. Aber: zu viel ist trotzdem nicht genug.“ (Seite 142)

Meine Meinung zum Buch:
Ich kann nicht genau erklären, warum ich zunächst erst ein paar Seiten brauchte, um mich für dieses Buch zu öffnen. Die ersten Seiten weckten nicht unbedingt Neugierde in mir. Der Schreibstil fühlte sich für mich erst etwas zu „normal“ an. Zudem passierte etwas, das in meinen Augen zu überstürzt war bzw. mir zu schnell ging!

Vielleicht lag der schwierige Start in diese Geschichte auch daran, dass ich gerade dort über so einige Schreibfehler und auch vereinzelte Wiederholungen gestoßen bin. Diese beeinflussten so ein bisschen meinen Lesefluss.

Aber als es dann intensiver um Kate als Person und ihre Vergangenheit ging, bekam die Schreibweise auf einmal etwas sehr Gefühlsbetontes. Von da an war ich regelrecht an diese Geschichte gefesselt. Alles was Kate betraf, konnte mich emotional berühren und ich bekam einen viel besseren Bezug zu ihr.

Die Schreibweise in der Ich-Form aus der Sicht von Kate hat mir hier sehr gut gefallen und mich völlig in ihr Denken und Fühlen hineingezogen! Das fand ich sehr besonders. Einige Kapitel werden aber auch in der Ich-Form aus Sicht von Jamie dargestellt, was ich abwechslungsreich und für mich wichtig empfand, um auch ihn intensiver verstehen zu können.

Alle anderen Nebencharaktere wurden nach meinem Empfinden sehr gut dargestellt und geben dieser Geschichte eine schöne Abwechslung und Unterhaltung.
Ich finde es toll, dass es nicht zu viele Charaktere geworden sind, um den Fokus auf Kate und Jamie zu halten.

Nur mit dem Ende hatte ich dann wieder ein paar kleine Probleme. Es fühlte sich für mich leicht übereilt an. Es hätte ruhig langsamer und ruhiger ausklingen können. Nichtsdestotrotz ist es aber ein gelungenes Ende dafür, dass es auf jeden Fall neugierig auf den 2. Band macht.

Diese schöne Liebesgeschichte (1. Band) weckte verschiedene Gefühle in mir und hat mich sehr beeindrucken können. Ich freue mich schon sehr auf den 2. Band.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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105 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

schicksal, liebe, krankheit, musik, autorin

Der Herzschlag deiner Worte

Susanna Ernst
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426521236
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Der Herzschlag deiner Worte“
Autorin: Susanna Ernst
Verlag: Droemer Knaur 2017
Seitenzahl: 400 Seiten

Klappentext:
„Ein Hauch Magie, ein großes Geheimnis und ganz viel Gefühl.
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters kann der junge Musiker Alex bei seiner schwerkranken Patentante Jane mit ihrer scheinbar unbekümmerten Lebensfreude neuen Mut schöpfen. Und so verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Autorin Maila. Doch warum lässt sie weder ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Alex begibt sich auf die Spurensuche und fördert behutsam zutage, was viel zu lange unausgesprochen war. Kann er Maila überzeugen, dass doch noch alles gut wird?“

Zum Cover:
Das Cover, das hervorragend zu dieser Geschichte passt, gefällt mir sehr. Auch die mit einander harmonierenden Farben finde ich klasse. Für mich ein richtiges Hingucker-Cover! Der Buchtitel fügt sich ebenso wunderbar in diese Geschichte!

Schreibstil:
Die Autorin schreibt nach meinem Leseempfinden vor allem sehr gefühlvoll. Die Geschichte ließ sich schön flüssig und gut verständlich lesen. Dennoch würde ich ihre Schreibweise nicht als gewöhnlich, sondern doch schon als sehr besonders bezeichnen. Susanna Ernst gelingt es immer wieder, mich mit ihren Wörtern zu berühren. Sie transportiert jedes Mal viele Emotionen, die sehr stark und je nachdem unterschiedlich auf mich wirken. Ihre Geschichten, und so jetzt auch diese, genieße ich, denn stets gelingt es mir, mich in diese völlig fallen zu lassen.

Lieblingszitate:
„Es ist seltsam, aber manchmal sind es die kleinsten, im Moment des Geschehens unscheinbarsten Dinge, die für immer in uns nachhallen. So wie diese Berührung.“ (Seite 111)
„Ist unser Heute die Zukunft, die sich schon gestern entschied? So ist es Fügung, Erfüllung, dass all dies geschieht?“ (Seite 138)
„Wie kann sich ein Herz innerhalb einer einzigen Nacht so extrem weiten, dass ein neuer Mensch problemlos darin Platz findet?“ (Seite 183)
„Mit jedem Schritt, den wir tun, und mit jeder Entscheidung, die wir treffen, bahnen wir uns den Weg zu unseren Erinnerungen von morgen. Wir schaffen sie uns selbst, bewusst oder unbewusst.“ (Seite 371)

Meine Meinung zum Buch:
Ich bin immer noch völlig ergriffen von dieser ganz besonderen Geschichte, die mich emotional absolut abholen konnte. Es ist das mittlerweile 3. Buch, dass ich von dieser Autorin gelesen habe.

Das Buch beginnt schon mit einem Ereignis, das mir nah ging. Für mich war diese Geschichte schnell greifbar und konnte mich ziemlich schnell fesseln. Diese fühlte sich für mich „rund“ und nachvollziehbar an, stellenweise auch sehr geheimnisvoll.

Die Autorin belebt dieses Buch mit wundervoll herausgearbeiteten und dargestellten Figuren, deren Charaktere mich begeistern konnten. Zu den Buchfiguren bekam ich einen ausreichenden Bezug, und deren Gefühls- und Gedankenwelt wurde so tiefgründig beschrieben, so dass es mir leichtgefallen ist, mich in jede von ihnen hinein zu denken und hinein zu fühlen.

Unglaublich, wie Susanna Ernst es geschafft hat, trotz der vielen aufkommenden Ereignisse und Verzweigungen dieser Geschichte, das Ganze nicht zu überladen wirken zu lassen. Nicht ein Mal verlor ich den „roten Faden“, obwohl vieles ineinander hineinspielte und immer wieder neue Geheimnisse und vergangene Geschehnisse auftauchten. Alles Beschriebene wirkte für mich sehr stimmig und passend.

Ich fand es klasse, mit welchem Wortschatz es der Autorin gelungen ist, dem Buch und ihren Charakteren Ausdrucksstärke zu verleihen. Dadurch bekommt dieses immer wieder etwas ganz Besonderes, das einen zum Nachdenken bringt.

Und trotz all der traurigen Dinge, die in diesem Buch passieren, wirkt es nicht zu bedrückend, sondern eher aufrüttelnd und tröstlich. Ich liebe Bücher, die in einem etwas bewirken, die einen im Herzen berühren und eine Message enthalten. Aus derartigen Romanen nehme ich oft etwas mit in mein eigenes Leben. Es hinterlässt Spuren, wenn ich das so ausdrücken kann. Es sind solche Geschichten, die man nie vergisst!

Entscheidungen, Geschehnisse, Begebenheiten, Gefühle, Träume, Wünsche… Alles hat seinen Sinn, dass etwas so passiert im Leben, wie es eben passiert. Manchmal muss erst etwas nicht so Gutes passieren, damit daraus wieder etwas Gutes hervorgehen kann. Das ist der Lauf der Dinge, der Lauf des Lebens. Und jeder sollte das Beste daraus machen und nie die Hoffnung aufgeben!

Eine absolute Leseempfehlung für all die Leser/Leserinnen, die tiefgründige Geschichten lieben.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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105 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

roman, nell leyshon, familie, felder bewirtschaften, empfehlung

Die Farbe von Milch

Nell Leyshon , Wibke Kuhn
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 22.09.2017
ISBN 9783961610006
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Die Farbe von Milch”
Autorin: Nell Leyshon
Verlag: Julia Eisele Verlags GmbH, München 2017
Seitenzahl: 207 Seiten

Klappentext:
„Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt…“

Zum Cover:
Mit gefällt die Gestaltung des Covers sehr. Die Umrandung mit den rankenden und früchtetragenden Pflanzen passt perfekt zum Buch. Und dazu die in glänzendem „Milch“-Weiß abgebildete Titelschrift wirkt sehr harmonisch. Ebenso passen die abgebildeten Vögel (auch auf den Einbandseiten innen) prima zum Roman. Ein sehr gelungenes Cover, das mir schnell aufgefallen ist.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist außergewöhnlich und damit sehr besonders. Die Autorin hat diesen Roman so gestaltet, dass die Protagonistin Mary dem Leser ihre Geschichte mit ihren eigenen kindlichen und herzergreifenden Worten erzählt. Dabei hat die Autorin wohl bewusst auf Kommata-Setzung verzichtet und auch Wortwiederholungen sowie vereinzelte grammatische Fehler zugelassen. Damit gibt sie Mary auf eine ganz besondere Art vor allem Authentizität und Ausdrucksstärke! Und oft liegt auch Poesie bei, die das Buch zu etwas sehr Gefühlvollem machen.

Lieblingszitate:
„Und wenn ich die Zeit anhalten könnte würde ich es tun und ich würde für immer und ewig in jener Minute bleiben.“ (Seite 50)
„Manchmal brauchen wir nicht mehr als das – ein kleines bisschen menschliche Freundlichkeit.“ (Seite 104)
„Hast du das Leben jemals von der schlechten Seite aus betrachtet? fragte er. Ich werde noch genug Zeit haben darüber nachzudenken, sagte ich, wenn ich tot bin.“ (Seite 144)
„Manchmal ist es gut wenn man ein Gedächtnis hat denn das ist die Geschichte des eigenen Lebens und ohne Gedächtnis hätte man gar nichts. Aber manchmal da bewahrt das Gedächtnis Dinge auf die man lieber nicht mehr wüsste und egal wie sehr man sich anstrengt sie aus dem Kopf zu kriegen sie kommen immer wieder zurück.“ (Seite 163)

Meine Meinung zum Buch:
„Dies ist mein Buch und ich schreibe es eigenhändig. Es ist das Jahr des Herrn 1831 und ich bin fünfzehn geworden… Mein Name ist Mary… Ich will erzählen was passiert ist…“ (auszugsweise zitiert von Seite 7)

Die ersten 3-4 Seiten musste ich mich zunächst erst einmal auf die ungewohnte Schreibweise einstellen. Ich staunte nicht schlecht, als ich bemerkte, wie flüssig sich der Text - auch ohne Kommas an den richtigen Stellen - lesen ließ. Und immer mehr bekam dieser Text für mich etwas sehr Eigenes und Intensives. Es gibt im Nachhinein betrachtet meinem Empfinden nach keine bessere Schreibweise für diese Geschichte als genau DIESE! Jede Zeile in diesem Buch ist 100 % Mary, die ich sehr bewusst und intensiv kennengelernt habe.

Schnell wird im Buch verdeutlicht, wie hart und trist das Leben von Mary ist, die zusammen mit ihren 3 Schwestern, ihrer Mutter, ihrem Vater sowie ihrem Großvater auf einem Bauernhof lebt und diesen täglich bewirtschaften. Keine noch so kleine Spur von elterlicher Liebe tritt zu Tage! Die Geschwister unter sich verhalten sich auch nicht immer gut. Marys Leben wird bestimmt von Arbeit, Gehorsam und starren Regeln. Dennoch lässt sie es sich nicht nehmen, das Herz auf ihrer Zunge zu tragen, auch wenn sie somit mit Konsequenzen rechnen muss. Sie ist fleißig, neugierig, einfühlsam, gerechtigkeitsliebend und mit einem körperlichen Leiden behaftet. Allein zu ihrem Großvater hat sie ein inniges und vertrautes Verhältnis, das den Gegensatz zum Verhältnis zu den anderen Familienmitgliedern sehr verdeutlicht.

Die Zeit, in der dieser Roman spielt, wurde hervorragend dargestellt. Die beschriebenen Handlungsorte und Gegebenheiten hatte ich bildhaft vor Augen. Wenn zum Beispiel von Kälte die Rede war, fröstelte es mich, und wenn Mary mal wieder ein Feuer machen musste, dann spürte ich die Wärme. Unbeschreiblich, wie es der Autorin gelungen ist, mich in das Geschehen hineinzuziehen. Auch die Gefühle und Gedanken von Mary konnte ich bestens nachspüren und immer mehr bahnte sie sich mit ihrem ganzen Wesen einen Weg in mein Herz.

Ich möchte nicht zu viel verraten, auch wenn ich liebend gern etwas zu jeder Szene sagen würde, deshalb nur so viel: Diese Geschichte, Marys Geschichte, hat mich zutiefst berührt/bewegt! Diese weckte so unterschiedliche Gefühle in mir: Mitgefühl, Wut, Furcht, Hoffnung und jede Menge Verständnis für Mary, die in mir etwas bewegen konnte.

Noch lange wird dieser Roman in mir nachklingen.

In meinen Augen ist das Buch ein Meisterwerk der besonderen Art und somit eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

thriller, mord, bestie, mörder, ermittlung

Menschenkino

Constantin C. Tief
E-Buch Text: 311 Seiten
Erschienen bei null, 19.04.2016
ISBN B01EIWG98M
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Menschenkino“
Autor: Constantin C. Tief
Verlag: 2. überarbeitete Auflage, C. C. Tief
Seitenzahl: 364 Seiten

Klappentext:
„Menschen waren mein Hobby. Ich lernte sie kennen, verbrachte Zeit mit ihnen, ich spielte mit ihnen, hatte Sex mit ihnen. Und wenn mir danach war, tötete ich sie.“
„Unorthodox und extrem erfolgreich. Das ist Star-Kommissar Johannes Kleinert – bis ein mysteriöser Serienkiller zu seinem ganz persönlichen Albtraum wird. Es beginnt mit dem Mord an einer jungen Frau. Ihre Leichte ist kunstvoll auf der Dachterrasse einer exklusiven Düsseldorfer Penthouse-Wohnung drapiert. Fasziniert von der Detailverliebtheit des Mörders stürzt sich Kleinert gemeinsam mit seinem jungen, begabten Partner Victor Exner in die Ermittlungen. Doch die Euphorie hält nur kurz. Schon bald kommt ihnen die furchtbare Erkenntnis, dass sie in diesem mörderischen Katz- und Mausspiel definitiv nicht die Jäger sein werden. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere muss Johannes Kleinert einen Mörder zur Strecke bringen, der aus Vergnügen jede Grenze überschreitet und dabei auch seine eigene Zukunft retten.“

Zum Cover:
Meiner Meinung nach wurde das Cover passend gewählt. Es weckte sofort Interesse bei mir, als ich es das erst Mal sah. Dieses ist mit der schwarz-weiß Fotografie einfach mal etwas anderes und machte mich sofort neugierig.

Schreibstil:
Mir gefällt der Schreibstil des Autors sehr. Dieser gestaltete sich für mich verständlich, flüssig und bildhaft. Geschehnisse werden überschaubar und sehr spannend beschrieben. Aber auch Gefühle und Gedanken der Buchfiguren wurden hervorragend rübergebracht. Ich mochte auch die vielen Absätze innerhalb der Kapitel. Für mich hat sich die Schreibweise - wie auch die Handlung selbst - sehr fesselnd angefühlt. Der Autor verwendet nicht allzu verschachtelte Sätze, so dass sich der Text gut und zügig lesen lässt.

Lieblingszitate:
„Er streifte hektisch durch das Schlafzimmer. Das Bild erinnerte an eine gestresste Raubkatze in einem viel zu kleinen Käfig.“ (Seite 75)
„Kleinert setzte sich in Bewegung. Der Tatort zog ihn an, wie das Licht eine ausgehungerte Mücke.“ (Seite 146)
„In gewisser Weise war ich wie eine dicke, große, hinterlistige Spinne. Wer sich in meinem Netz verfing, der hatte es schwer, wieder von mir los zu kommen. Denn dann kam ich näher und fing behutsam an, mein armes Opfer in einen Kokon aus Charme, Geld oder Sex einzuwickeln; gerne auch alles zusammen…“ (Seite 191)

Meine Meinung zum Buch:
Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass mich dieser Thriller so dermaßen fesseln konnte! Es handelt sich um ein Roman-Debüt des Autors, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört/gelesen hatte. Das Cover sowie die Inhaltsangabe ließen mich auf einen guten Thriller hoffen, und ich wurde nicht enttäuscht.

Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch fesseln können. Schon zu Beginn baute sich ein Spannungsbogen auf, der dann stetig anstieg!

Die beiden Kommissare Exner und Kleinert haben mich mit ihren Ermittlungen bestens unterhalten, einige Male musste ich über ihre Art und Weise schmunzeln. Mir waren die beiden sehr sympathisch!

Ihnen wurden noch andere interessante Charaktere an die Seite gestellt, die bei der Suche nach dem Täter halfen. Das Team wirkte dabei sehr stimmig und Misserfolge während ihrer Ermittlungen wirkten dabei keineswegs auf mich ermüdend, diese machten es eher noch spannender und interessanter.

Sämtliche Charaktere wurden mit ihren Eigenarten bestens herausgearbeitet und dargestellt.

In die Handlung wurden so einige Schockmomente eingebaut, was ich sehr gut fand. Die Entwicklung des Thrillers war für mich gut verstrickt, aber nicht zu unübersichtlich. Das hat mir ebenfalls sehr gefallen. Eingebaute Wendungen werden nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern haben Hand und Fuß. Dabei wirkte alles sehr dynamisch und mit guten und unterhaltenden Szenenwechseln ausgefüllt.

Besonders und gruselig zugleich fand ich, dass der Autor den raffinierten Täter parallel in der gesamten Handlung „zu Wort kommen lässt“. Seine Gedanken und kranken Pläne dabei zu verfolgen, gab dem Ganzen etwas sehr Gruseliges. Man ist dadurch immer im Bilde, was in seinem kranken Hirn vor sich geht. Und der Autor schaffte es, dass ich die kranke Stimme des Täters quasi „hören“ konnte. Die Wortwahl hat der Autor dafür sehr gut gewählt.

Das Ende hat mich schockiert und war für mich absolut unvorhersehbar!

Diesen Thriller möchte ich gern als großartig beschreiben, einfach weil dieser für mich etwas sehr Eigenes und Spezielles hat. Es fühlte sich spannend, gruselig, schockierend und oft auch unfassbar an! Ich war die ganze Zeit über sehr gespannt und immer darauf bedacht, dass die Kommissare bei ihren Ermittlungen nichts übersahen. In mir kam so ein Gefühl auf, als wäre ich mit mitten drin. Ein für mich hervorragend ausgearbeitetes Buch, das auf jeden Fall Beachtung finden sollte.

Aufgrund einiger - für mich schon ziemlich schrecklichen - Szenen würde ich sagen, dass es vielleicht nichts für Leser mit „schwachen Nerven“ ist! Ich habe mich oft schon ziemlich gegruselt und bei vereinzelten Szenen ging es dann doch schon sehr grausam zu. Ich habe zwar auch nicht die stärksten Nerven in Sachen Thriller, aber ich wollte dies nur gern mit anmerken. Für Thriller-Fans ist es auf jeden Fall ein Buch, das man gelesen haben sollte.

Diesen Autor werde ich mir merken und eventuelle nächste Thriller von ihm auf meine Buchwunschliste setzen. Er konnte mich mit seinem 1. Buch absolut überzeugen.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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liebe, abschied, trauer, traurig, nachrichten

Deine letzte Nachricht. Für immer.

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Zoë Ingram , typealive
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785586075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Dein letzte Nachricht. Für immer.“
Autorin: Emily Trunko
Illustriert von: Z. Ingram
Verlag: Loewe Verlag 2017
Seitenzahl: 224 Seiten

Klappentext:
„Die letzten Worte, die wir von einem geliebten Menschen erhalten, gehören zu den Erinnerungen, die uns am meisten aufwühlen.
In ihrem Tumblr-Blog The Last Message Received veröffentlicht die 17-jährige Emily Trunko die letzten Nachrichten von geliebten Menschen und deren bewegenden Hintergrundgeschichten: die allerletzten Zeilen vor einer Trennung, einem Abschied oder dem Tod. Diese Texte berühren die Seele. Sie machen nachdenklich, aber geben auch Hoffnung. Und sie erinnern daran, den Menschen, die uns wichtig sind, jeden Tag unsere Liebe zu zeigen.“

Zum Cover:
Mir gefällt vor allem, dass dieses Buch der Gestaltung von „Ich wollte nur, dass Du noch weißt“ stark ähnelt. Die farbigen Tupfer und Herzchen, die teilweise glänzen, geben dem Cover etwas Schönes. Wirklich sehr gelungen und auffallend!

Schreibstil:
Es werden Nachrichten von vielen verschiedenen Menschen jeweils mit ihren ganz persönlichen Gefühlen gezeigt, somit wirkt alles Festgehaltene sehr authentisch. Viele dieser Nachrichten haben mich sehr berührt, andere haben mir aufgewühlt und verständnislos zurückgelassen!

Lieblingszitate:
„Sie konnte sich ein Leben mit mir nicht vorstellen. Mir fällt es schwer, mir eins ohne sie auszumalen.“
„Mag sein, dass die Karten nicht gelogen haben. Uns wurde nur das falsche Blatt ausgeteilt.“
„Glücklich zu sein, bedeutet nicht, dass alles perfekt ist. Es bedeutet, dass man vor Glück über allem steht, was nicht perfekt ist.“

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe das Buch „Ich wollte nur, dass Du noch weißt“ gelesen, und weil mir dieses so gut gefallen hatte, freute ich mich deshalb umso mehr darauf, auch dieses 2. Buch von Emily Trunko zu lesen.

Das besondere an diesen Büchern ist, dass in diesen Gedanken und Gefühle von - einem selbst völlig fremden - Menschen enthalten sind, die einen dennoch berühren. Hier ist es nicht nötig, wie in einem Roman, erst einmal die Charaktere kennenlernen zu müssen, um sich in sie hineinfühlen zu können. Man weiß, es stehen hinter diesen Nachrichten echte Menschen, die mit wenigen Worten so viel ausdrücken!

Die Nachrichten wirkten unterschiedlich auf mich. Je nachdem, ob mich diese verärgert oder eben sehr berührt haben. Es geht dabei um Trennungsschmerz, Abschiede, Abfuhren oder den Verlust eines Menschen, weil dieser z. Bsp. bei einem Unfall oder durch eine Krankheit ums Leben kam.
Es sind letzte Zeilen von Menschen und wenn man sich dieser Tatsache bewusst ist, wirkt das Gelesene noch intensiver.

Trotz aller Traurigkeit hinterlassen diese berührenden Nachrichten ein Stück weit Hoffnung und brachten mich zum Nachdenken. Jedes gesagte Wort, jede geschriebene Zeile, jedes geführte Telefonat…kann das letzte sein, was man von einem geliebten Menschen oder Freund/Freundin liest/hört. Man sollte sich immer bewusst sein, auf welche Art und Weise man auseinandergeht. Und vor allem sollte man den anderen nicht im Unwissen darüber lassen, was die Verbindung zueinander belastet bzw. kaputt gemacht hat. Schweigen und den anderen wortlos stehen lassen, ist das Schlimmste überhaupt. Irgendwann kann es zu spät sein, um etwas zu klären bzw. um etwas wieder ins Reine bringen zu wollen. Das sollte einem bewusst sein.

Gerade die letzten Nachrichten in diesem Buch zeigen, wie wichtig der Tumblr-Blog von Emily Trunko für viele Menschen ist, der aufmerksam macht, Rücksichtnahme fördert und Hoffnung machen sowie Trost spenden kann.

Ein sehr schön gestaltetes Buch, das ans Herz geht und einen für ein verständnisvolles Miteinander sensibilisiert.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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tod, krebs, freundschaft, trauer, thomas brinx

Neumond

Thomas Brinx , Anja Kömmerling , Brinx/Kömmerling , Niklas Schütte
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 17.01.2008
ISBN 9783522179171
Genre: Jugendbuch

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erwachsen werden, party, tagebuch, pubertät, liebe

Und wieder Winter

Anja Schauberger
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 01.11.2012
ISBN 9783862651771
Genre: Jugendbuch

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

koma, engel, liebe, freunde, irland

Einmal Paradies und zurück

Claudia Carroll , Christine Strüh
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 09.12.2010
ISBN 9783596187362
Genre: Romane

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