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liebe, milasummers, mila summers, urlaub

Sommer, Sonne, Strand und Liebe: Nele & Josh (Liebesroman)

Mila Summers
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.05.2018
ISBN 9781718779020
Genre: Sonstiges

Rezension:

Titel: „Sommer, Sonne, Strand und Liebe“
Autorin: Mila Summers
Verlag: Copyright 2018 by Mila Summers
Seitenzahl: 260 Seiten

Klappentext:
„Nele gewinnt bei einem Preisausschreiben eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff quer durchs Mittelmeer. Der Urlaub verspricht Sommer, Sonne, Strand und Meer, und das Beste: Sie trifft dort die Jungs der Band Blossoms Four, ihrer Lieblingsband aus Teenietagen. Die Band gibt es nicht mehr, nachdem Josh, der Leadsänger der Gruppe, einen verhängnisvollen Fehler begangen hat. Zehn Jahre nach ihrem Karriereaus dürfen die vier Jungs der Blossoms Four endlich wieder auf einer Bühne stehen und gemeinsam Musik machen. Doch schon bald ist es nicht mehr nur das, was Josh von ganzem Herzen begehrt. Nele stiehlt sich heimlich, still und leise in sein Herz, auch wenn er sich mit Händen und Füßen dagegen zu wehren versucht. Er ist nicht gut für sie. Sein Herz will das jedoch nicht wahrhaben. So unbeschwert, wie der Ozeanriese durchs Meer gleitet, ist die Reise weder für Nele noch für Josh. Sie kommen sich näher, nur um zu spüren, dass die Dämonen ihrer Vergangenheit sie noch immer fest im Griff haben.“

Zum Cover:
Das Cover ist so schön sommerlich. Ich mag das Motiv, die Farben, wie auch die Schriftarten. Es hat eine harmonische Optik, die Lust auf den Sommer macht.

Schreibstil:
Die Geschichte ließ sich flüssig und leicht lesen. Ich mag den unterhaltenden Schreibstil der Autorin, bei dem ich mich richtig gut in die Handlung und die Charaktere hineinversetzen kann. Neben ernsten Aspekten fügen sich witzige, amüsante Geschehnisse hervorragend mit hinzu. Sehr unterhaltend und anschaulich geschrieben, ab und zu auch witzig-frech und sehr „locker“.

Lieblingszitat:
„Die wahre Liebe war sowieso nur etwas für Menschen, denen beim Pupsen Glitzerstaub aus dem Arsch regnete. Ich war Realist. Gescheiterter Realist.“ (Seite 43)
„Es gibt viele schöne Lebensabschnitte. Manche dauern länger an als andere. Manche bereiten uns Kummer, so dass wir sie schnellstmöglich wieder vergessen wollen. Alles im Leben hat einen Sinn, auch wenn wir diesen in einer unschönen Situation ungern wahrhaben wollen…“ (Seite 58)

Meine Meinung zum Buch:
Eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff gewinnen… das wäre ja mal was für mich. Man denkt sofort an eine entspannte Schifffahrt… So auch Nele, die gemeinsam mit ihrer besten Freundin für 1 Woche aus ihrem Alltag entfliehen wollte, um sich mal etwas Ruhe zu gönnen. So kam dieser Gewinn für sie genau zur richtigen Zeit!
Das Highlight für Nele war dabei die Tatsache, dass auf diesem Schiff für die Band Blossoms Four, die sie als Teenager sehr mochte, ein Auftritt geplant ist. Die Band gab es seit über 10 Jahren nicht mehr, umso spannender stellt sich dieser Auftritt dar.

Auch wenn das Kreuzfahrtschiff groß ist, laufen sich Nele und Josh, der Leadsänger der Band, über den Weg…

Der Roman beinhaltet viele interessante Aspekte. Zum einen hat mich die Freundschaft zwischen Nele und ihrer besten Freundin Conny sehr unterhalten. Conny ist eine Person, die sagt, was sie gerade denkt. Dabei eckt sie natürlich immer mal wieder an. Conny brachte mich oft zum Lachen.

Dann erfährt man die Zusammenhänge darüber, warum sich die Band damals aufgelöst hatte. Josh bekommt dabei eine ganz tragende Rolle zugeschrieben. Aber auch über die anderen Bandmitglieder erfährt man so einiges, was Abwechslung in diese Geschichte bringt.

Aber auch Nele kommt hier sehr gut in den Vordergrund und man erfährt viel über sie. Ihre Gedanken konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe sie während des Lesens richtig liebgewonnen.

Alles in allem eine schön abwechslungsreiche und unterhaltende Geschichte. Klasse fand ich zudem, dass die Erzählperspektive zwischen Nele und Josh stetig wechselte, so dass dies ebenso zu einer guten Unterhaltung führte.

Ich bewundere es immer wieder, wie es Autoren/Autorinnen gelingt, bei so einer Schreibweise (also dem Wechsel der Erzählperspektive zwischen Frau und Mann) gelingt, genau an den jeweiligen Charakterzügen der Person festzuhalten, so dass es stets authentisch auf einen wirkt und sich echt anfühlt. Dies ist der Autorin meiner Meinung nach hervorragend gelungen.

Während der Handlung passieren so einige spannende Dinge. Einiges davon war für mich etwas vorhersehbar, wobei es dann wieder Geschehnisse/Entwicklungen der Handlung gab, die für mich überraschend kamen.

Bezüglich der erzählten Schwärmerei für die Lieblingsband von Nele in ihrer Teeniezeit kamen bei mir schöne Jugenderinnerungen hoch, das habe ich richtig genossen. Denn auch mich verband damals die Musik mit ganz besonderen Gefühlen und Träumen.

Bei der Bewertung schwankte ich zunächst zwischen 4 und 5 Sternen. Ich habe mich aber nun für 5 Sterne entschieden, weil ich im Rückblick feststelle, dass es für mich zwar dieses vereinzelte Vorhersehen gab, mich dies aber nicht wirklich störte und andere Dinge hinzukamen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Ein schön flüssig und leicht zu lesendes Sommerbuch mit Tiefe, Unterhaltung, Witz, Humor, überraschenden Momenten, viel Herz und großartigen Charakteren.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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114 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Weil es dir Glück bringt

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.05.2018
ISBN 9783810530486
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Weil es dir Glück bringt“
Autorin: Viola Shipman
Verlag: Fischer Verlag 2018
Seitenzahl: 427 Seiten

Klappentext:
„Liebe ist, wenn es nach Kuchen duftet…
Samantha hat die Nase voll von den Unverschämtheiten ihres Chefs in der schicken New Yorker Bäckerei. Sie wirft das Nudelholz für immer hin und flüchtet auf die Obstplantage ihrer Eltern in Michigan – sehr zum Bedauern des netten Lieferanten Angelo Morelli. Zwischen Küche und Hofladen, zwischen dem Einkochen von Kirschmarmelade und dem Verkaufen von Apfeltaschen entdeckt sie die mehlbestäubten, tintenfleckigen Geheimrezepte der Familie wieder. Findet sich in dem alten Rezeptkästchen auch eine Zutatenliste für ihre eigene Zukunft? Ein berührender Roman, der die Liebe, die Familie und das Landleben feiert.“

Zum Cover:
Für mich stellt das Cover einen wahren Blickfang dar. Das leuchtende Orange, die vielen kleinen goldleuchtenden Kuchenteilchen und der schöne Schmetterling gefallen mir sehr. Ich mag es sehr, wenn die Gestaltung auch mit anderen Covern der-/desselben Autorin/Autors harmoniert. Schön, dass die Covergestaltung zu dieser Autorin Wiedererkennungswert besitzt. Im Bücherregal passen alle 3 – also auch die beiden Vorgängerbücher – so gut zusammen.

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil dieser Autorin sehr. Für mich passt dieser jedes Mal so wundervoll zur Handlung. Die einfühlsame, gut verständliche und so detaillierte Schreibweise ließ mich auch bestens in diesen Roman eintauchen. Gefühle und Gedanken der Buchfiguren werden hervorragend auf mich als Leser transportiert und die Beschreibungen der Gegend wie auch der Situationen und die Sinneswahrnehmungen der Charaktere sind einfach exzellent. Als die Zutaten und die Kuchenteilchen beschrieben wurden, hatte ich quasi den Duft in meiner Nase. So schön und intensiv beschrieben, klasse!

Lieblingszitat:
„Man backt für jemanden, weil es familiär und vertraut ist, neu und doch vererbt, eine Möglichkeit, Generationen miteinander zu verbinden.“ (Seite 16)
„Veränderung ist gut. Aber manchmal kann man vor etwas, einem Ort oder einer Person nicht weglaufen. Manchmal muss man auf etwas zulaufen.“
„Das Leben teilt sich in Schatten und Licht, dachte Sam. Man kann es so oder so betrachten, je nach der eigenen Perspektive.“ (Seite 147)
„Man kann die Zeit nicht aufhalten. Man kann nur hoffen, sie weise zu nutzen.“ (Seite 381)

Meine Meinung zum Buch:
Viola Shipman entführt den Leser in eine wunderschöne Familiengeschichte mit starken und beeindruckenden Charakteren.

Sam, die Protagonistin dieses Buches, ist auf der Suche nach sich selbst. Aufgewachsen ist sie auf einer idyllischen Obstplantage mit eigener Bäckerei. Irgendwann fragt sie sich, was denn wohl hinter dieser Plantage ist, was sie erwarten würde, wenn sie dieser Idylle entfliehen würde. Sie packt die Neugier so sehr, so dass sie eines Tages ihre Familie verlässt und in New York eine Konditoreischule besucht. Für sie läuft es dort gut und Sam findet auch einen Job in einer dort bekannten Konditorei. Jedoch stellt sich alles andere als Glück für sie ein, denn ihr Chef ist ein ruppiger und unsensibler Mensch, der keine Rücksicht kennt. Irgendwann fühlt sie sich dort so eingeengt und unter Druck gesetzt, so dass sie diesen Job kündigt und zurück zu ihrer Familie geht. Sie möchte sich dort eine Auszeit gönnen, sich Gedanken über sich und ihre Zukunft machen und sucht dann in der liebevollen Atmosphäre ihrer Familie einen Weg, den sie einschlagen will.
In Michigan, dort wo ihre Familie jahrzehntelang lebte, steht der 75. Geburtstag ihrer Großmutter wie auch ein hundertjähriges Jubiläum an…

Ich habe dieses Buch durchweg genossen. Für mich fühlte es sich wie ein „Wohlfühlbuch“ an. Als Leser erfährt man Stück für Stück von der Familiengeschichte, von beeindruckenden Familienmitgliedern (mit Rückblick auf mehrere Generationen), die für das gekämpft haben, was Sam in der Gegenwart vorfand. Einen liebevollen und traditionellen Familienbetrieb in Form einer Obstplantage und Bäckerei.

Für mich hat sich die ganze Geschichte so wundervoll gelesen. Das Vermächtnis dieser Familie – die vererbten Rezepte – mit all ihren eigenen Geschichten ging mir zu Herzen. Mich haben viele Charaktere dieses Romans beeindruckt.

Zudem möchte ich gern noch erwähnen, dass die Beschreibung des Backens mit all den Zutaten so herrlich rüberkommt. Ich hatte beim Lesen oft den Geruch von Kuchenteilchen in der Nase. Auch die Beschreibungen von Michigan hat mir super gut gefallen. So wunderschön und anschaulich!

Sams Gedanken, ihre Entwicklung fand ich klasse. Ob sie ihr Glück gefunden hat, das verrate ich natürlich nicht. Denn in diesem Buch geht es nicht allein nur um ihre Familie und deren Geschichte, sondern auch um einen Mann, der ihr seine Gefühle offenbart. Dass dieser „Umstand“ nicht ohne Gefühlschaos, gerade in ihrer Situation, abgeht, kann man sich vorstellen.

Ein unterhaltender, gefühlvoller und wunderschöner Roman, der zum Nachdenken anregt und sehr weise auf mich wirkte.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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91 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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Keiner trennt uns

Jana von Bergner
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Independently published, 01.03.2018
ISBN 9781980407249
Genre: Sonstiges

Rezension:

Titel: „Keiner trennt uns“
Autorin: Jana von Bergner
Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand 2018
Seitenzahl: 256 Seiten

Klappentext:
„Ein einziger Moment kann alles verändern. Als Hannas Vater plötzlich stirbt, sind sie und ihre drei Geschwister Pia, Emma und Mika mit einem Schlag Vollwaisen. Doch Hanna ist stark, für sich und ihre jüngeren Geschwister. Vor Gericht kämpft die 21-Jährige schließlich um die Vormundschaft. Unterstützung erhält sie von dem nicht ganz unattraktiven Mark, ausgerechnet jenem Polizisten, der ihr die Todesnachricht überbracht hat. Doch was bewegt ihn dazu, ihr zu helfen? Und was verschweigt er ihr? Während beide mit ihren inneren Dämonen kämpfen, bleibt nur eine Frage: Ist Liebe stärker als Angst?

»Keiner trennt uns« ist der bewegende und zutiefst berührende Auftakt der neuen New Adult-Reihe von Jana von Bergner. Eine Geschichte von Verlust und Wiederfinden, von Tod und Leben, von Familie und Erwachsenwerden, von Mut und Hoffnung - und dem Kampf um die ganz große Liebe.“

Zum Cover:
Mir gefällt das Cover sehr. Als ich es das erste Mal sah, wollte ich sofort mehr über diesen Auftaktband erfahren. Die Gestaltung des Covers wirkt auf mich einfach bezaubernd. Ein richtiger Hingucker, wie ich finde.

Schreibstil:
Die Schreibweise der Autorin fühlte sich für mich leicht, flüssig und anschaulich an. Gefühlvolle und emotionale Momente werden sehr gut transportiert. Die Szenen und Buchfiguren hat sie sehr anschaulich und mit viel Elan beschrieben. Ihr Schreibstil ließ sich angenehm lesen, und ich konnte mich sehr gut in die Handlung hineinfühlen.

Lieblingszitat:
„Dieser Kuss war zu viel und gleichzeitig zu wenig.“ (Seite 135)
„Falls sie jemals die Chance gehabt hatte, ihr Herz zu schützen, war es nun zu spät.“ (Seite 177)

Meine Meinung zum Buch:
Der Einstieg in diesen Liebesroman ist mir leichtgefallen. Ich konnte mich sofort auf diesen einlassen. Schon auf den ersten Seiten erkannte ich, dass sich die Protagonistin Hanna (21 Jahre alt) in einer alles anderen als einfachen Situation befindet.

Der unerwartete Tod ihres Vaters ging mir nah. Es hat mich beeindruckt, wie Hanna sich für ihre Geschwister einsetzte, sich um sie kümmerte und dabei sich selbst kaum eine Pause gönnte. Schnell empfand ich für sie Respekt und Bewunderung. Neben ihrem Medizinstudium stand für sie die Familie immer an erster Stelle! Eine sehr aufopfernde und liebenswerte Person.

Der 26jährige Mark, der als eifriger Polizist arbeitet, überbringt Hanna die schreckliche Nachricht. Dieser zeigt ein außergewöhnliches Mitgefühl für sie und ihre kleine Familie. An seine eigene Kindheit und Jugendzeit erinnert, fühlt sich Mark sehr bald zu Hanna und ihren Geschwistern hingezogen. Was er in seiner Vergangenheit erlebte, bleibt eine ganze Weile im Verborgenen, was der Geschichte – neben dem Kampf von Hanna um die Vormundschaft für ihre jüngeren Geschwister – Spannung und Dramatik gibt. Mark wirkte auf mich die ganze Zeit über geheimnisvoll und verletzlich, aber auch sehr willensstark. Aus Vorsicht und um Hanna nicht zusätzlich zu verunsichern, verheimlicht er zunächst seine Vergangenheit und seine Zukunftspläne. Auf mich wirkte sein Verhalten authentisch und nachvollziehbar.

Die Autorin zeigt in einer ganz besonderen und einfühlsamen Weise Probleme des wahren Lebens auf und verleiht den Charakteren liebenswerte Eigenschaften. Jeder von ihnen hat sein „Päckchen“ zu tragen, das kam gut rüber. 


Allerdings empfand ich hinsichtlich der Verarbeitung des Todes des Vaters etwas zu wenig Ausdrucksstärke der Buchfiguren, die diesen Verlust zu verarbeiten hatten. Diesbezüglich hätte ich mir gern noch etwas mehr Tiefe gewünscht, vielleicht ein paar Gespräche der Geschwister, aus denen man ihre Gedanken und Gefühle entnehmen könnte. Am Verhalten der Figuren kann man zwar einiges über ihre Trauerbewältigung ableiten, aber mir fehlten dabei die tatsächlichen Gedanken der Charaktere.

Im Hinblick auf die Beziehung von Hanna und Mark waren bestimmte Szenen sehr gefühlvoll beschrieben, allerdings waren diese mit Wiederholungen versehen. Die Autorin verwendete dabei einen ganz bestimmten Vergleich, den sie dann immer mal wieder so benutzte…Wer das Buch gelesen hat, weiß sicherlich, was ich damit meine.

Ansonsten konnte mich dieser Roman absolut „abholen“ und fesseln. Ich freue mich sehr auf den 2. Band dieser Reihe.

Ein unterhaltsamer, gefühlvoller und fesselnder Liebesroman mit interessanten Charakteren und ohne jeglichen „Kitsch“. Themen wie Familie, Verlust, Freundschaft, Liebe, Mut, Wille und Zusammenhalt werden hier von der Autorin sehr gut zur Sprache gebracht und in einer besonderen Geschichte festgehalten. 
Ein bisschen mehr Tiefe in der Trauerverarbeitung der Buchfiguren hätte ich mir – wie oben erwähnt – gewünscht.

Mark, Hanna und ihre Geschwister habe ich in mein Herz geschlossen.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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291 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 118 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Wie man die Zeit anhält“
Autor: Matt Haig
Verlag: dtv Verlag 2018
Seitenzahl: 380 Seiten

Klappentext:
„Tom Hazard sieht aus wie vierzig, doch in Wirklichkeit ist er über 400 Jahre alt. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn zu große Nähe zu anderen Menschen wäre lebensgefährlich gewesen. Niemand durfte von seinem Geheimnis wissen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.“

Zum Cover:
Für mich strahlt das Cover das aus, was dieser Roman rüberbringt. Tom mit der übergroß dargestellten Uhr wirkt einsam, nachdenklich und verloren in seiner Zeit, die sein ganzes Leben lang so viel mit sich brachte… Dass das Ziffernblatt in die Gegenrichtung verläuft, hat so viel Aussagekraft. Auch die farbliche Gestaltung des Covers wirkt auf mich passend. Sehr gelungen!

Schreibstil:
Ein wundervoller Schreibstil, den Matt Haig hat. Ich liebe seine Schreibweise, die mich immer wieder fesseln und begeistern kann. Sehr gefühlvoll, intensiv und bildhaft! Mich zog es regelrecht in die verschiedenen Zeiten und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Ich habe mir jede Menge Textstellen mit Klebezetteln markiert, weil mir diese unter die Haut gingen. Für mich ist seine Schreibweise grandios, Gefühle und Emotionen wurden sehr gut transportiert und eine stille, nachdenklich machende Stimmung erzeugt, die allein schon deshalb für mich spannend war.

Lieblingszitat:
„Keine noch so lange Zeit, kein noch so entfernter Ort kann etwas daran ändern. Uns selbst entkommen wir nie.“ (Seite 19)
„Mein Leben ist wie eine Matrjoschka-Puppe, denke ich manchmal, verschiedene ineinander geschachtelte Versionen, bei denen die neueste immer die älteren umschließt, die früheren Leben von außen nicht sichtbar, aber immer noch da.“ (Seite 52)
„Jeder würde begreifen, dass es nur eine Sache gibt, die den Menschen ausmacht, und das ist die Menschlichkeit.“ (Seite 60)
„Ob es Liebe auf den ersten Blick gibt oder nicht, Liebe in einem Augenblick gibt es bestimmt.“ (Seite 282)

Meine Meinung zum Buch:
Gerade habe ich diese besondere Geschichte beendet und bin so berührt von dieser, so dass ich mich gleich an diese Rezension setzen mag.

Der Protagonist Tom, der wie vierzig ausschaut, aber in Wirklichkeit schon über 400 Jahre alt ist, arbeitet als Geschichtslehrer in London. Er ist in seinem langen Leben so vielen (zum Teil, der jeweiligen Epoche entsprechend, berühmten) Menschen begegnet, traf während all dieser Jahre auf Gutes wie auch auf Böses, verbrachte eine intensive Zeit mit seiner großen Liebe… Aber stets war er ein Außenseiter und sehr einsam. Ein unglaubliches Geheimnis, das er mit sich herumschleppt, droht ihn immer wieder zu erdrücken.

Seine Einsamkeit, seine Melancholie und sein sensibles/liebevolles Wesen spürte ich sehr deutlich. All diese Eigenschaften machten ihn für mich sympathisch.

Einige seiner Begegnungen wie auch die Personen selbst wirkten dabei etwas oberflächlich, eher wie Momentaufnahmen, was aber hervorragend zur gesamten Atmosphäre des Buches passt!

Aber die Begegnung mit einer für ihn besonderen Frau, die er dann über alles liebte, brachte ihm wunderschöne Momente, aber später auch einen unheimlichen Schmerz, der ihn nie wieder losließ. Das allgegenwärtige Bestreben von Tom, seine damals verlorene Tochter wiederzufinden, zieht sich durch diese Geschichte wie ein roter Faden.

In diesem Roman wechseln die Kapitel und jeweiligen Zeiten in einem angenehm zu lesenden Tempo. Da diese nicht zu lang geschrieben wurden, entstand eine schöne Abwechslung zwischen der Gegenwart und den unterschiedlichen Zeitpunkten der Vergangenheit.

Dieses Buch hat intensiv auf mich gewirkt. Die fesselnde Zeitreise hat mich regelrecht mitgenommen an die verschiedensten Orte. Besondere, wie auch sehr traurige Geschehnisse wirkten auf mich entsprechend emotional und berührend.

Es ist nicht die Art Spannung, wie bei einem Krimi, die ich hier spürte, sondern eine Spannung darauf, zu erfahren, ob und wie Tom sich in der Vergangenheit entwickelt hat bzw. ob und wie es ihm in der Gegenwart gelingt, mit all seinem Erlebten umzugehen. Die Rückblenden auf sein bewegtes Leben haben mich oft ergriffen.

Der Grund, warum Tom ständig seine Identität wechseln musste, warum er die in Gefahr brachte, mit denen er sich einließ bzw. welches Geheimnis er mit sich herumschleppte, wurde hier sehr plausibel dargestellt.

Während des Lesen und vor allem jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, grüble ich und frage mich, wie es wäre, wenn man tatsächlich so alt werden könnte. Könnte ein Mensch, der so viele Epochen miterleben würde, all das (für sich) ausreichend verarbeiten/begreifen/verkraften?

Dieser Roman hat mich immens zum Nachdenken gebracht und wird mich gedanklich noch eine Weile beschäftigen. Eine Handlung, die viel Diskussionsstoff hergibt.
Und der Titel „Wie man die Zeit anhält“ – als Kernpunkt dieses Buches – hat für mich seine Erklärung bekommen.

Eine absolute Leseempfehlung von mir.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

elsass, frankreich

Zu Hause wartet das Glück

Agnès Ledig , Lisa-Maria Rust
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 12.01.2018
ISBN 9783423261685
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Zu Hause wartet das Glück“
Autorin: Agnes Ledig
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH 2018
Seitenzahl: 331 Seiten

Klappentext:
„Valentine lebt schon lange allein, als in einer Gewitternacht ein völlig durchnässter Mann mit einem siebenjährigen Mädchen vor der Tür ihres alten Bauernhauses steht: Die kleine Anna-Nina hat hohes Fieber und kann nicht länger in dem Wohnwagen bleiben, der den beiden als Zuhause dient. Valentine lässt Éric mit seiner kranken Tochter herein, und aus dem spontanen Kurzaufenthalt werden viele Wochen. Doch die Erlebnisse der Vergangenheit treiben Éric wieder fort…“

Zum Cover:
Mir gefällt das Cover sehr. Die Gestaltung ist gelungen und passt gut zum Buchinhalt. Ein richtiger „Augenschmaus“!

Schreibstil:
Dies ist das 3. Buch, das ich von Agnes Ledig gelesen habe. Der leichte Schreibstil der Autorin ermöglichte mir ein flüssiges und entspanntes Lesen. Agnes Ledig gelingt es auch hier, ihrer Geschichte Wärme und Gefühl zu geben. Zahlreiche Textstellen empfand ich sogar als poetisch und besonders gefühlvoll. Ich habe mir viele Textpassagen (Zitate) markiert.

Lieblingszitate:
„Alles, was uns begegnet, ist Lernstoff. Wenn man das Leben in Zeitlupe entdeckt und sich die Zeit nimmt, alles zu beobachten, dann lernt man alle Fächer gleichzeitig.“ (Seite 71)
„Und jetzt habe ich Angst, dass aus dem „alles“ wieder ein „nur“ wird.“ (Seite 186)
„Diese intime Vereinigung bewirkt, dass die Person, die dir da begegnet ist, nie wieder ganz aus deinem Leben verschwinden kann, weil sich ihr Schatten auf der Mauer deiner Erinnerungen eingebrannt hat. (Seite 269)
„Man soll nicht erwarten, sondern das genießen, was da ist. Nicht das, was man sich erhofft.“ (Seite 325)

Meine Meinung zum Buch:
Die Idee zu dieser Geschichte gefällt mir sehr gut. Éric „strandet“ während eines schweren Gewitters zusammen mit seiner erkrankten Tochter Anna-Nina bei Valentine, einer Frau, die Bindungsängste hat und ihren Beruf als Lehrerin liebt. Ihre Hilfsbereitschaft hat mir imponiert. Sie nimmt die beiden bei sich auf, und was nur ein vorübergehendes Bleiben sein sollte, entwickelt sich zu einem längeren Aufenthalt, während dessen sich die 3 kennenlernen.

Die siebenjährige Anna-Nina ist ein wahrer „Sonnenschein“. Sie wird als sehr wissbegierig, schlau, offen und liebenswert dargestellt. Ihre Eifrigkeit und ihre Denkweise hat mein Herz berührt.

Érics Wesen und der Grund, warum er so ist, wie er ist, kam sehr gut zum Ausdruck. Sein Schicksal hat mich berührt.

Im Verlauf der Geschichte stand immer wieder Anna-Nina im Mittelpunkt. Von ihr schien vieles auszugehen bzw. bewirkte sie so einiges, was sich im Nachhinein ergab. Dies hat mir richtig gut gefallen. Allerdings konnte ich mich leider nicht intensiv genug in das Geschehen hineinversetzen, das sich mit der Zeit zwischen Valentine und Éric entwickelte. Ich konnte ihrer beiden Gefühle und Gedanken zueinander nicht gut genug nachvollziehen bzw. baute sich bei mir kein richtiges Gefühl auf, das tief in mir wirken konnte. Es fühlte sich für mich oft etwas oberflächlich an. Mir fehlte dabei Tiefe.

Dass dieser Roman aus 3 Perspektiven erzählt wird, bringt Abwechslung und Neugier. Valentine und Éric kommen jeweils zu Wort und „nebenher“ erzählt eine junge Frau, die von der Gestapo unterdrückt und gequält wird, aus ihrer fast hoffnungslosen Situation heraus.

Dieser zweite Zeitstrang, der neben dieser Geschichte aufgezeigt wurde, hat mich gefesselt und immens ergriffen. Diese Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, habe ich regelrecht verschlungen! Und wie diese mit der Gegenwart bzw. den Personen im „Jetzt“ zusammenhängen, hat mich überrascht und sehr berührt.

Der Kern dieser schönen Geschichte konnte mich überzeugen. Nur fehlte mir bei Éric und Valentine ein ganz bestimmtes Gefühl, um mich in ihre „Beziehung“ hinein versetzen zu können.

Dennoch kann ich sagen, dass dieser Roman für mich gut dargeboten wurde und mit zahlreichen schönen Denkanstößen versehen ist.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne.

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

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Kamikatze

Kerstin Fielstedde
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Kamikatze“
Autorin: Kerstin Fielstedde
Verlag: Emons Verlag 2018
Seitenzahl: 256 Seiten

Klappentext:
„Als Katzenagentin Indy mitten in Berlin entführt wird, muss ihr Bruder Ian, überzeugter Stubenkater mit Schlafstörung, notgedrungen die heimischen vier Wände verlassen. Er stellt ein iCats-Elite-Team auf die Pfoten, das sich auf die Suche nach ihr macht. Gemeinsam mit einem arroganten Schoßhund, einer sprengstoffverliebten Ratte und einem halben Regenwurm heften sie sich an die Fersen des schwergewichtigen Unterweltbosses Maulwurf Sumo. Um Indy aus dessen Klauen und der tödlichen Gefahr in einer Tierversuchsanstalt zu retten, zählt jede Sekunde…“

Zum Cover:
Ein tolles und perfekt zum Buchinhalt abgestimmtes Cover, wie ich finde. Der dunkle Hintergrund, die schwarzen Katzen und dazu die Gelb-leuchtenden Katzenaugen sowie Titelschrift wirken entsprechend gut. Die im Buch abgebildeten Illustrationen gefallen mir ebenso gut. Alles sehr stimmig und interessant gestaltet.

Schreibstil:
Ich empfand den Schreibstil als sehr dynamisch und extrem bildhaft, was für mich sehr zur Unterhaltung beigetragen hat. Die Schreibweise harmoniert bestens mit dem Buchinhalt und wirkte auf mich gut verständlich und frisch. Ich konnte mich prima von der Handlung, als auch vom Schreibstil fesseln lassen.

Lieblingszitat:
„Für Indy. Für die Freundschaft. Für das Gute.“ (Seite 52)
„Vielleicht sind wir ein wenig… sagen wir, individuell, jeder auf seine Weise. Aber zusammen sind wir die iCats und kämpfen für die gerechte Sache. Dafür gehen wir gemeinsam durch dick und dünn.“ (Seite 81)
„Wir alle nehmen das Geschenk des Lebens viel zu selbstverständlich. Dabei sollten wir jede Minute auskosten, die uns bleibt. Nur so spürt man, dass man am Leben ist.“ (Seite 131)

Meine Meinung zum Buch:
Mein erster tierischer Krimi, den ich gelesen habe, und ich bin begeistert. Dieses Buch hat mich bestens unterhalten. Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich an die aktionsreiche Handlung gefesselt.

Zu Beginn wird Indy, die Top-Agentin beim Katzen-Geheim-Bund, inmitten von Berlin von fiesen Ratten entführt. Ihr Bruder Ian, der sehr ruhebedürftig ist, bittet Maxim, einen Norwegerkater und IT-Spezialisten, um Hilfe, um mit ihm seine Schwester zu suchen. Ein weiteres Team, bestehend aus dem Spatzen Kilo Foxtrott und dem Papillon-Hund Honeyball (Undercoveragent), macht sich zeitgleich auf den Weg, um nach Indy zu suchen.

In der Unterwelt Berlins treffen alle aufeinander, hinzu kommen später noch der halbe Regenwurm Dreipunkteins und die Ratte Xplode (Sprengstoff-Experte). Gemeinsam bilden sie ein interessantes und sehr unterhaltsames Team, das sich zur Aufgabe macht, den Unterwelt-Boss Prof. Sumo (ein dicker und starker Maulwurf) das Handwerk zu legen.
Sumo ist machtgierig und steckt seine Pfoten überall da hinein, wo es was zu holen gibt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um diverse Bauprojekte, die zum Scheitern verurteilt sind.

Ich fand sehr bemerkenswert, wie es der Autorin gelungen ist, jedem dieser Tiere einen ganz eigenen und außergewöhnlichen Charakter zu geben. Jeder dieser Buchfiguren kommt hervorragend zur Geltung. Dabei treten so einige Eigenarten zu Tage, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben.

Es wurden einige wichtige Themen, wie zum Beispiel Drogenmissbrauch, Tierversuche und Gewalt in diesen Tier-Krimi eingearbeitet. Im Gegensatz zu diesen bösen Mächten, stehen aber auch gute Eigenschaften, wie zum Beispiel Zusammenhalt, Wille und Empathie.

Die Mischung aus Spannung, Aktion und Humor hat mir sehr gut gefallen. An keiner Stelle wurde dieser Tierkrimi in die Länge gezogen. In diesem Buch trifft man auf viel Aktion, viele Jagdszenen und Kämpfe, bei denen man natürlich hofft, dass das Gute gewinnt! Ich habe bei so einigen Szenen die Luft angehalten und mit dem Team mitgefiebert.

Die teils schrägen, aber wirklich liebenswerten tierischen Buchfiguren sind mir dabei ans Herz gewachsen. An dieser Stelle möchte ich noch „Schneuzi“ erwähnen, der mein Herz am meisten berührt hat.

Die Kurzportraits der tierischen Protagonisten nebst den schönen Zeichnungen am Ende des Buches habe ich mir oft angeschaut. Diese sind meiner Meinung nach hervorragend gelungen und passen perfekt zu meinem Vorstellungsbild während des Lesens. Auch der Überblick über die Organisation war hilfreich und übersichtlich für mich. Das Nachwort ist auch klasse geschrieben. Und die Seite „Wie es weitergeht“ steigert die Neugier auf den nächsten Fall der iCats.

Einzig und allein, was ich mir hätte noch intensiver gewünscht, waren ein paar „stille“ Momente, in denen man mehr von den Gedankengängen der Tiere hätte erfahren können. Die Aktion und die Dynamik des Tierkrimis sind super, aber ein paar stillere Szenen (zum „Luft holen“) wären für mich persönlich noch besser gewesen.
Aber das ist natürlich eine Frage des (Lese-) Geschmacks.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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131 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

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Bis zum Himmel und zurück

Catharina Junk
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 13.03.2018
ISBN 9783463406947
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Bis zum Himmel und zurück“
Autorin: Catharina Junk
Verlag: Rowohlt Verlag 2018
Seitenzahl: 342 Seiten

Klappentext:
„Drama, Crime und Lovestorys. Als Drehbuchautorin kann Katja unzählige Leben leben, ohne selbst große Gefühle zu riskieren. Perfekt also. Okay, manchmal kommt Ratko vorbei, aber Liebe ist das eigentlich nicht. Doch als Katja eine Familienserie entwickeln soll, klappt es mit dem Schreiben plötzlich nicht mehr. Ihre eigene Familie ist nämlich ein Trümmerhaufen. Als sich dann ihre Mutter mit einer erschütternden Neuigkeit meldet, wie aus dem Nichts eine Halbschwester auftaucht und Katja ständig an Joost denken muss, kann sie sich nicht länger vor ihrer eigenen Geschichte verkriechen. Die muss nämlich dringend neu geschrieben werden…“

Zum Cover:
Die Gestaltung und die Farben des Covers gefallen mir richtig gut. Dieses hat mich – als ich es das erste Mal sah – sofort neugierig gemacht. Der Titel passt hervorragend zum Cover und zum Buchinhalt. Nur mit der abgebildeten Person, die wohl die Protagonistin darstellen soll, konnte ich mich nicht gut arrangieren bzw. hatte diese Abbildung ein anderes Bild von ihr in mir ausgelöst, dass ich während des Lesens der Geschichte nicht mehr aus dem Kopf bekam.

Schreibstil:
Ich mag den leichten, bildhaften und gefühlvollen Schreibstil. Dieser ermöglichte mir ein flüssiges Lesen. Zahlreiche emotionale/tiefgründige Textstellen gingen mir ans Herz. Die Schreibweise der Autorin sowie die Handlung selbst fesselten mich an dieses Buch.

Lieblingszitat:
„Ich stelle meinen inneren Schalter auf stumpf. Aber er rastet nicht ein. Immer wieder schnappt er zurück, und es tobt in mir.“ (Seite 179)

Meine Meinung zum Buch:
Katja ist Anfang 30 und lebt als Drehbuchautorin in Hamburg. Sie teilt sich die Wohnung mit Ratko, einem jungen Mann, der seine Eigenheiten hat. Beide zusammen ergeben ein recht harmonisches und lockeres Pärchen. Bei vielen beschriebenen Situationen habe ich geschmunzelt.

Katja erhält in der Folge einen neuen Auftrag, und zwar soll sie für eine Familienserie das Drehbuch schreiben. Dabei kehrt sie gedanklich immer wieder in ihre eigene Vergangenheit zurück, in der ein Drama passiert ist, das zur Folge hatte, dass sich ihr Leben seitdem schlagartig änderte. Ich spürte richtig, wie Katja deshalb eine Last auf den Schultern lag. Was es mit ihrem Körper bzw. ihrer Seele machte, hat mich zutiefst erschüttert.

Die Rückblenden und damit die Erklärung, warum sie so ist wie sie ist bzw. aus welchen Gründen sie das tut, was sie tut, hat mich sehr bewegt. Ich bekam immer mehr Verständnis für sie und ihre Gedankenwelt. Die Geschichte fesselte und berührte mich gleichermaßen.

Es ergeben sich in diesem Roman viele Momente und Geschehnisse, mit denen sich Katja auseinandersetzt. Dabei kommt sehr deutlich zum Ausdruck, wie verunsichert und wie zerbrechlich sie ist. Andererseits strahlt sie aber auch Stärke aus. All dies machte die Protagonistin interessant für mich.

Nur hinsichtlich ihrer optischen Erscheinung bzw. ihrem beschriebenen Äußeren hatte ich eine ganz andere Vorstellung von ihr. Ich weiß nicht, ob es an dem Cover liegt, oder ob mir das körperliche/optische Problem, das sie mit sich hatte, in der Geschichte nicht tiefgründig bzw. nicht häufig genug beschrieben wird.
Mich störte dies nicht allzu sehr, aber ich hatte – wie gesagt – ein anderes optisches Aussehen von ihr ständig im Kopf, was an einigen Textstellen etwas verwirrend für mich selbst war.

Die Message des Buches hat mir sehr gefallen. Es ist für mich ein gefühlvoll geschriebenes Buch über Familie, Schuldgefühle, unerfüllte Wünsche, ein Wechsel von Nähe und Distanz, Selbstzweifel, Ängsten, Hoffnungen und die Gabe, Liebe und Gefühle zuzulassen.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne.

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542 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

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Die Stille meiner Worte

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 09.03.2018
ISBN 9783764170790
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Die Stille meiner Worte“
Autorin: Ava Reed
Verlag: Ueberreuter Verlag, 2018
Seitenzahl: 317 Seiten

Klappentext:
„Hannahs Worte sind verstummt - in der Nacht, in der ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Hannah ist in der Stille ihrer Worte gefangen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist……“

Zum Cover:
Das Cover ist wunderschön und passt hervorragend zum Buchinhalt. Die Silhouette von Hannah mit ihrem Kater Mo und der Hintergrund, auf dem Vögel und Tintenflecke zu sehen sind, wurden meiner Meinung nach sehr gut für dieses Buch gewählt. Auch die Farben dazu gefallen mir sehr gut.

Schreibstil:
Ich mag die gefühlvolle Schreibweise der Autorin. Diese ermöglichte mir ein nachvollziehbares und sehr emotionsgeladenes Lesen. Der Schreibstil ist verständlich, anschaulich und ausdrucksstark. Der Wechsel zwischen den Gedanken von Hannah und Levi haben mich in beide Buchfiguren intensiv blicken lassen. Viele berührende und tiefgründige Textstellen habe ich mir im Buch markiert.

Lieblingszitate:
„Alles in mir schmerzt. Es ist die Art von Schmerz, die so stark ist, dass man ihn nicht mehr zeigen kann, weil er eine Grenze überschritten hat. Die Art, die man nicht herauslassen kann, weil jeder Schrei, jedes Wort und jede Träne zu wenig wären für ihn.“ (Seite 11)“
„Die Momente, in denen man mit jeder Faser seines Ichs versteht, was man verloren hat, heben nur erste Male. Sie kommen immer wieder, und immer wieder fühlen sie sich an, als wäre es das erst Mal.“ (Seite 53)
„Ich schlage den Notizblock auf, fahre mit meiner Hand über die Seiten, über all die geschriebenen Buchstaben, die sich zu Worten umarmen und zu Sätzen zusammenfügen.“ (Seite 119)
„Die Päckchen, die wir tragen, verschwinden nie ganz, sie werden höchstens leichter.“ (Seite 279)


Meine Meinung zum Buch:
Diese Geschichte ging mir sehr nah. Zunächst lernt man Hannah kennen. Man blickt tief in ihre kaputte Seele. Ein 17jähriges Mädchen, das ihre geliebte Zwillingsschwester Izzy verloren hat und seitdem verstummt ist. Schon auf den ersten Seiten taucht man ganz intensiv in Hannahs Gedankenwelt ein. Man kann ihre Verzweiflung und ihren Verlustschmerz ganz deutlich fühlen. Sie ist in der Stille ihrer Worte gefangen. Sie möchte sich mitteilen und ihre inneren Grenzen durchbrechen, allerdings gelingt ihr dies nicht. Ihre Verlorenheit habe ich richtig gefühlt und ihre Trauer gespürt.

Mich konnte dieses Buch mit all seinen enthaltenen Emotionen regelrecht fesseln. Hannah, die nicht nur innerlich „schrie“, sondern auch körperlich auf diesen Verlust reagierte, habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Was sie fühlte und dachte, ging mir nah und ich bewunderte sie für ihre Geduld mit sich selbst.

In der weiteren Handlung spielt ein Junge eine wichtige Rolle, den ich sehr sympathisch fand. Dass diese Geschichte in der Erzählweise zwischen Hannah und Levi wechselte, empfand ich als sehr hilfreich, um sie als auch ihn verstehen zu können. Durch Levi erhält man zusätzlich einen Blick auf Hannah (sozusagen von außen durch Levis Gedanken). Ich fand es sehr interessant, was er über sie dachte, wie er sich in ihrer Gegenwart fühlte. Er wirkte dabei auf mich auch auf eine ganz intensive Weise zerbrechlich.

Eine so schöne und zugleich berührende Geschichte, mit einer ganz besonders starken Protagonistin. Ich bin sehr beeindruckt, wie es der Autorin gelungen ist, mich durchweg an diese Geschichte zu fesseln. Einige Male liefen mir die Tränen, so gerührt war ich.

Auch die anderen Buchfiguren wurden sehr gut beschrieben und situationsmäßig authentisch dargestellt. Sie bildeten in gewisser Weise eine Einheit und jeder für sich trug ein Päckchen Last mit sich herum. Deren Probleme brachten mich zum Nachdenken, bedrückten mich… Viele kleine Situationen gaben aber Hoffnung und richteten meinen Blick ins Positive. Das empfand ich als tröstend und berührend.

Ein Jugendroman, der einen nachdenklich stimmt, der eine die Augen öffnet und der immens ans Herz geht.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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151 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

Emma Wagner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.07.2016
ISBN 9783741223518
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Eine Schildkröte macht noch keine Liebe“
Autorin: Emma Wagner
Verlag: Copyright 2016 by Emma Wagner
Seitenzahl: 421 Seiten

Klappentext:
„Vincent nimmt das Leben leicht und versucht Arbeit und Ärger aus dem Weg zu gehen. Als jedoch die geheimnisvolle Lilly in sein Leben tritt, hat er plötzlich von beidem mehr als genug am Hals. Schnellstmöglich will er die junge Frau mit den smaragdgrünen Augen wieder loswerden, aber sie erweist sich als ebenso sonderbar wie hartnäckig.

Lillys Leben ist von Grund auf anders – in vielerlei Hinsicht. Sie merkt recht bald, dass Vincent und sie nicht unterschiedlicher sein könnten und er sie mit seiner ganzen Art auf die Palme bringt. Doch man kann schließlich nicht besonders wählerisch sein, wenn man auf der Flucht ist. Und dann sieht der Kerl auch noch so unverschämt gut aus ...

Mit Gefühlen jedenfalls hat keiner von beiden gerechnet. Auch nicht mit Vincents Bruder, der eigene Pläne verfolgt.

Aber kann ein einziges Wochenende alles verändern? Und wo kommt eigentlich die Schildkröte her?“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Sowohl das Motiv, als auch die farbliche Gestaltung wirken auf mich so bezaubernd und stimmig. Es passt hervorragend zum Buchinhalt.

Schreibstil:
Auch diesen Roman hat die Autorin so klasse geschrieben. Ich mag Emma Wagners Schreibstil sehr. Dieser ermöglicht mir ein leichtes, flüssiges und anschauliches Lesen. Die Mischung auch Witz und Ernsthaftigkeit gestaltet die Geschichte so schön abwechslungsreich. Ich habe mich oft köstlich amüsiert, aber auch sinnliche und romantische Szenen hat die Autorin gefühlvoll beschrieben.

Lieblingszitat:
„Hoffnung ist wie der Zucker im Tee. Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.“ (Seite 261)
„…reagiere aber nicht, sondern starre auf das Foto und wundere mich darüber, dass nach allem, was passiert ist, noch genug Herz vorhanden ist, das so schmerzen kann…“ (Seite 392)
„Geliebt zu werden. macht stark. Selbst zu lieben, macht mutig.“ (Seite 421)

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch beginnt so turbulent und spannend, so dass ich quasi durch die ersten Kapitel „geflogen“ bin.

Zwei Menschen, die kaum unterschiedlicher sein können, treffen aufeinander. Vincent, der in den Tag hineinlebt und sich mit Gelegenheitsjobs seinen Lebensunterhalt verdient, habe ich als einen sehr herzensguten Menschen kennengelernt.


Lilly, die zu Beginn des Buches geheimnisvoll auf mich wirkte, ist sehr strebsam und fühlt sich von ihrem Vater eingeengt und fremdbestimmt. Zunächst musste ich erst einmal die Hintergründe ihrer Flucht erfahren, um sie besser einschätzen und verstehen zu können, wohingegen mir Vincent sofort sympathisch war.

Gerade weil beide Charaktere so unterschiedlich sind, und ich mich fragte, wie soll das nur gut gehen, entstand so eine schöne Spannung.
Das Kennenlernen der beiden stand unter keinem „guten Stern“, denn Lilly war dafür verantwortlich, dass Vincent seinen Job verlor. Und weil er eben kein Unmensch ist und Lilly irgendetwas in ihm bewirkt, bietet er ihr an, sich bei ihm einzuquartieren.

Was dann folgt, ist unterhaltend und vor allem amüsant. Ich hatte oft ein Schmunzeln im Gesicht oder musste auch mal laut lachen. Die Dialoge zwischen beiden, aber auch zwischen ihnen und anderen Buchfiguren fand ich oft so lustig. Bei den Beschreibungen hatte ich alles vor Augen…

Wie in diesem Roman, mag ich es, wenn jeweils aus beider Sichten geschrieben wird. Ich erhielt somit einen guten Einblick in beider Gedanken- und Gefühlswelten. Der Wechsel erfolgt stets passend und häufig mitten in der jeweiligen Handlung, so dass es schön fließend auf mich wirkte.

Natürlich möchte ich kurz auch die tierische Hauptfigur erwähnen, und zwar die Schildkröte. Als ich diesen Roman zu lesen begann, hatte ich mir schon so meine Gedanken dazu gemacht und mich gefragt, welche Rolle eine Schildkröte hier spielen könnte. Und ich bin begeistert, wie sie in dieses Buch passt. Aber mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Ab ca. nach der Mitte des Buches zog es sich für mich ein klein wenig bzw. fehlte mir etwas mehr Spannung, so hatte ich das Gefühl. Zum Ende hin wurde es aber nochmal richtig fesselnd.

Insgesamt ein sehr unterhaltender, witzig frischer, romantischer und gefühlvoller Liebesroman ohne jeglichen Kitsch. Ich kann diesen wärmstens empfehlen.

Was ich noch anmerken möchte: die Beschreibungen zum Handlungsort Heidelberg haben mir sehr gut gefallen.

Die Autorin konnte mich wieder einmal begeistern, und ich freue mich riesig auf weitere zukünftige Bücher von ihr.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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(48)

80 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Kranichland

Anja Baumheier
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 13.03.2018
ISBN 9783805200219
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Kranichland“
Autorin: Anja Baumheier
Verlag: Rowohlt Verlag, 2018
Seitenzahl: 431 Seiten

Klappentext:
„Die Groen-Schwestern wachsen im Ost-Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus wie ihr Vater Johannes, der am Ministerium für Staatssicherheit Karriere macht. Die künstlerisch begabte Marlene hingegen eckt überall an und verliebt sich Hals über Kopf in Wieland, einen Pfarrerssohn, der die DDR kritisch hinterfragt. Mit jedem Tag wächst die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Als das junge Paar beschließt, in den Westen zu fliehen, trifft Marlenes Vater eine Entscheidung - mit fatalen Folgen, die noch Jahrzehnte später spürbar sind…“

Zum Cover:
Das Cover ist sehr gut getroffen. Für mich spiegelte es sofort bei der ersten Betrachtung die 60er Jahre wider. Schlicht gehalten und dennoch faszinierend. Ein gelungenes Cover, wie ich finde.

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin möchte ich gern als gut verständlich, bildhaft und sehr ausdrucksstark beschreiben. Ihre Schreibweise passt sehr gut zu dieser zeitgeschichtlichen Handlung und man spürt, dass hinter dieser eine gute Recherche steckt. Die Autorin bringt die Geschehnisse zeitgemäß und anschaulich rüber, was mir sehr gut gefallen hat.

Lieblingszitate:
„Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können dafür sorgen, dass die Gegenwart besser wird.“ (Seite 46)
„Man muss nur daran glauben, dass Glück möglich ist, um glücklich zu sein.“ (Seite 300)

Meine Meinung zum Buch:
In diesem Buch lernt man zahlreiche interessante und so unterschiedliche Buchfiguren kennen und begleitet diese über Jahrzehnte. All diese Charaktere verbindet etwas miteinander, das in der Vergangenheit liegt. Ich hatte das Gefühl, es tut sich ein Familientagebuch vor mir auf, von dem ich nicht lassen konnte und das immer mehr Geheimnisse aufdeckte. Man taucht in Begebenheiten ein, die die Härte der damaligen Zeit aufzeigt.

Der Wechsel von „damals“ und „heute“ hat mir sehr gut gefallen. Man bekommt Seite für Seite einen immer tieferen Eindruck von den jeweiligen Zeiten und den Zusammenhängen der Geschehnisse in der Familie Groen. Dies empfand ich als sehr fesselnd. Sehr vieles berührte mich und brachte mich zum Nachdenken…

Für mich ist es beeindruckend, welche Geschichte in diesem Buch steckt, wie diese dargeboten wird und wie sich alles Stück für Stück zusammenfügt. Trotz der sehr intensiven und umfangreichen Erzählung der Familiengeschichte, verlor ich nie den roten Faden. Der Roman gestaltete sich spannend und sehr berührend. Den verschiedenen Charakteren Beständigkeit und Ausdrucksstärke zu verleihen, sie durchweg authentisch darzustellen, ist eine klasse Leistung der Autorin, wie ich finde.

Zahlreiche bewegende Schicksale gingen mir ans Herz. Diese zeigten mir deutlich auf, wie die Menschen damals schwere Entscheidungen treffen musste, wie sie in diesen eingeschränkt waren, wie sie Angst und Befürchtungen hatten, wie sie mit Verlusten umgangen sind…

Dieser Roman ist fesselnd, spannend und zugleich sehr berührend. Die Zeit ab 1936 wurde dabei sehr real beschrieben. Diese Geschichte hat mich stark beeindruckt und in aller Intensität an mein eigenes Leben in der DDR erinnert, in der ich aufgewachsen bin. Bewusst habe ich damals allerdings die Methoden der Stasi nicht wahrgenommen. Das Beschriebene hat mich regelrecht sprachlos gemacht, weil diese auf mich sehr schockierend wirkten, in den Momenten des Lesens.

Ein fantastischer Roman, der an schreckliche Zeiten erinnert und nachhaltig zum Nachdenken anregt. Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch viele weitere Bücher schreibt, denn ich bin schwer von ihrem Talent beeindruckt. Respekt für diese Geschichte!

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sterne.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Auf einmal Liebe

Mila Summers
E-Buch Text: 262 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.02.2018
ISBN B079Y1HF6K
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Auf einmal Liebe“
Autorin: Mila Summers
Verlag: Copyright by Mila Summers, 2018
Seitenzahl: 243 Seiten

Klappentext:
„So hat sich Anna May ihren Neubeginn in Edinburgh nicht vorgestellt. Eigentlich ist sie in die Großstadt gekommen, um die Vorurteile hinter sich zu lassen, die ihr bereits ein ganzes Leben lang anhaften. Als graue Maus getarnt, tritt sie die Stelle der Assistentin der Geschäftsleitung an, um von ihrem schönen Äußeren abzulenken. Doch der Schuss geht gewaltig nach hinten los. Noch am ersten Arbeitstag erhält sie von ihrem Chef einen Heiratsantrag. Dabei verkörpert Logan McGregor alles, wovor Anna May weggelaufen ist. Logan liebt sein Junggesellendasein und schmückt sich gerne mit hübschen jungen Frauen. Kurz vor seinem 35. Geburtstag setzt ihm sein Vater die Pistole auf die Brust: Entweder er bindet sich, oder er verliert den Anspruch auf den Chefsessel der familiären Whiskydestillerie. Nun ist guter Rat teuer. Wo soll er auf die Schnelle die passende Frau hernehmen?“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Es passt bestens zum Buchinhalt und zum Buchtitel. Ein traumhaft anzuschauendes Naturbild. Das darin eingefügte Bild des Paares find ich klasse. Das Cover wirkt harmonisch und weckte in mir sofort die Neugier auf dieses Buch.

Schreibstil:
Die Schreibweise hat mir ein leichtes, bildhaftes und angenehmes Lesen ermöglicht. Die Szenen werden sehr gut beschrieben und nachvollziehbar/leicht verständlich dargeboten. Ein richtig schön zu lesender Schreibstil.

Lieblingszitate:
„Die Zweisamkeit mit Anna May war Fluch und Segen zugleich.“ (Seite 164)
„Mit einem Wimpernschlag fällen wir ein Urteil über einen Menschen, packen ihn in eine Schublade, ohne hinter die Fassade zu blicken.“ (Seite 238)

Meine Meinung zum Buch:
Schon zu Beginn des Buches lernt man Anna May kennen und erfährt, welche Gedanken sie zu sich selbst und ihrer momentanen Lebenssituation hat. Die Begegnung mit ihrem Ex-Freund im 1. Kapitel ließ in mir sofort Verständnis für Anna May, für ihr Vorhaben und für ihren Wunsch nach einem Neubeginn entstehen.

Ich spürte richtig, wie sie sich von dem befreien wollte, was sie belastete. Ihre Gedankenwelt konnte ich absolut nachvollziehen. Was sie dann als „graue Maus“ getarnt in Edinburgh erlebte, hat mich richtig gut unterhalten. Viele Szenen waren so amüsant; ich musste oft lachen. Die Autorin beschreibt oft mit ganz alltäglichen Worten so nachvollziehbar und unterhaltend die Geschehnisse und Gedankenwelt ihrer Protagonisten, so dass ich keinerlei Mühe hatte, mich in diese Figuren hineinzuversetzen.

Die Charaktere wirkten dabei authentisch und die Handlung bekommt immer mehr Fahrt. Ständig passiert etwas und an keiner Stelle wurde es mir zu viel oder zu wenig. Eine schön dynamische Geschichte, bei der ich mich stets auf das Weiterlesen freute.

Der Wechsel der Erzählweisen von Anna May und Logan brachten zusätzlich Unterhaltung. So konnte ich in beide Buchfiguren hineinblicken und mir entsprechende Gedanken zu ihnen machen.

Der Roman hat mir richtig gut gefallen. Allerdings war einiges für mich etwas vorhersehbar (was mich aber nicht weiter gestört hat) und das Ende hätte meiner Meinung nach noch etwas ausgebaut und gefühlsintensiver dargestellt werden können.

Die Message hinter der Geschichte finde ich richtig gut und zudem wichtig. Gerade das macht für mich dieses Buch aus. Die Autorin hat diese Message in einer wirklich schönen Geschichte sehr gefühlvoll verpackt und dabei den Humor nicht vergessen.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 4 von 5 Sterne.

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271 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 34 Rezensionen

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Nicht weg und nicht da

Anne Freytag , Martina Vogl
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453271593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: „Nicht weg und nicht da“
Autorin: Anne Freytag
Verlag: Heyne Verlag, München 2017
Seitenzahl: 478 Seiten

Klappentext:
„Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... “

Zum Cover:
Cover und Buchinhalt passen meiner Meinung nach hervorragend zusammen. Gerade zum Ende des Buches hin habe ich mir das Cover immer wieder betrachtet… Eine wirklich gelungene Gestaltung, in der sich diese berührende Geschichte wiederspiegelt.
Ebenso möchte ich an dieser Stelle die Illustrationen bei den Tageseinteilungen lobend erwähnen. Diese sind schlicht, aber sehr aussagekräftig dargestellt. Ich mag es sehr, wenn man in einem Buch mithilfe von Illustrationen die Geschichte untermauert. Für mich sind diese Abbildungen etwas sehr Besonderes. Ich habe mich stets auf die nächste Illustration gefreut.

Schreibstil:
Den Schreibstil dieser Autorin empfinde ich immer wieder als ganz besonders. Mit Tiefgründigkeit in den Handlungen und den Dialogen ihrer Buchfiguren gibt sie mir das kostbare Gefühl, mich in ihren Geschichten fallen und diese FÜHLEN zu können. Ihre Schreibweise ist gut verständlich, nachvollziehbar und bildhaft. Ihre Buchfiguren fühlen sich für mich ECHT an, und das ist für mich jedes Mal ein Genuss!

Lieblingszitate:
„Ich möchte mein Darüber einfach nur vergessen. Ohne darüber zu reden.“ (Seite 16)
„Wenn es nach mir geht, ist das Schicksal was für Leute, die zu viel Angst davor haben, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen.“ (Seite 70)
„Jacob hebt mich hoch, meine Füße baumeln haltlos über dem Boden, meine Seele liegt offen zwischen uns.“ (Seite 113)
„Diesen Tag wird es nie wieder geben. Also lebe ihn. Hör Musik. Lach. Und sei glücklich.“ (Seite 147)
„Es gibt Augenblicke, die alles verändern. Die das Vorher ganz klar vom Nachher trennen. Die einen Punkt markieren, an dem etwas Neues beginnt. Das gerade ist so ein Punkt. So ein Augenblick.“ (Seite 322)
„Denk immer daran, Lise, man ist immer nur eine Entscheidung von einem völlig anderen Leben entfernt.“ (Seite 328)

Meine Meinung zum Buch:
Mir wurde die Ehre zuteil, das Buch vorab lesen zu dürfen. Ich liebe die Bücher von Anne Freytag, weil diese mich zum Nachdenken bewegen und immer mit einem ganz besonderen Lesegefühl verbunden sind.

Mit „Nicht weg und nicht da“ konnte sie mich an eine sehr berührende Geschichte fesseln. Vom Anfang bis zum Ende war ich zu 100 % in diesem Buch drin! Es gibt nichts, das ich vermisst habe oder das mich gestört hat. Im Gegenteil, ich bin absolut begeistert von allem! Das Cover, die Illustrationen, die Handlung, die Buchfiguren… alles war für mich stimmig und mit einer solchen Ausdrucksweise dargestellt, die mich an jede Seite gefesselt hat.

Luise und Jacob sind zwei authentische und liebenswerte Figuren. Ich spürte ihre Entwicklungen und Veränderungen in dieser Geschichte und hatte sie bildhaft vor Augen. Diese Story LEBT, aber nicht von Aktion und vielen Szenenwechseln, sondern wegen der immens gefühlvoll dargebotenen Weise, wie diese beiden fühlen und denken. Es sind „leise“ und dennoch „laute“ Gedanken der Buchfiguren, die immer wieder zum Ausdruck kommen. Die Verarbeitung von Verlust und Trauer, aber auch die Beziehung der zwei zueinander macht dieses Buch so großartig.

Es gab einige Stellen, da brachen bei mir alle Dämme und ich musste die Tränen, die sich in mir aufgestaut hatten, einfach raus lassen… In diesen Momenten wünschte ich mir, Luise und Jacob in die Arme nehmen zu können.

Vor allem das Spüren der innigen Beziehung von Luise zu ihrem Bruder hat mich sehr bewegt. Eine ganz wundervolle Idee, diesen in der Geschichte auch zu Wort kommen zu lassen… Auf eine ganz intensive Art und Weise habe ich auch ihn verstehen können. Diese Einbeziehung von Kristopher empfand ich als einzigartig, intensiv und sehr tröstend. Dies verleiht Luise eine Stärke, die ich bewundere. Ihre Verarbeitung des Abschiedes hat mich berührt, und ich fand sie dadurch sehr tapfer.

Mir haben die kurz gehaltenen Kapitel und die damit verbundenen Wechsel zwischen Luise und Jacob sehr gut gefallen. Ich hatte dabei immer das Gefühl, bei beiden parallel ausreichend in die Gedankenwelt eintauchen zu können.

Ich konnte mich sehr gut mit Luise und Jacob identifizieren. Dies lag einerseits am einfühlsamen Schreibstil der Autorin, andererseits erkannte ich mich in beiden Figuren in vielerlei Hinsicht wieder. Diese beiden wurden ihrem Alter entsprechend sehr echt dargestellt.

Die Handlung wird mit erwähnten Songs untermalt, das fand ich klasse. Einige dieser Titel habe ich mir dann tatsächlich angehört und fand sie passend zu den jeweiligen Situationen. Eine wirklich gelungene Idee.

Am Ende dieser Geschichte, die nicht nur von Verlust und Trauer, sondern auch von Veränderung, Mut, Freundschaft und Liebe handelt, war ich ziemlich traurig darüber, dass diese schon zu Ende ging…

Das Buch gibt aber auch Hoffnung und vor allem Mut! Ich liebe solche Geschichten, die mich bewegen, die mich zum Weinen bringen…

Ein so berührender und zugleich schöner Jugendroman über Familie, Liebe, Freundschaft, Verlust und Trauerbewältigung, der mich absolut „abholen“ konnte.

Bewertung:
Ich vergebe dem Buch deshalb von Herzen 5 von 5 Sterne.

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1.510 Bibliotheken, 66 Leser, 0 Gruppen, 325 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Save me“
Autorin: Mona Kasten
Verlag: LYX in der Bastei Lübbe AG, 2018
Seitenzahl: 410 Seiten

Klappentext:
„Geld, Luxus, Partys, Macht ― all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß ― etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James ― und ihr Herz ― schon bald keine andere Wahl…“

Zum Cover:
Ein wirklich sehr passendes Cover, das Glamour und Reichtum ausstrahlt. Dieses harmoniert perfekt mit dem Buchinhalt und hätte meiner Meinung nach nicht besser gestaltet werden können. Dazu die Buchstaben des Titels auf verschiedene Weise (obig etwas tiefer gedruckt und unten erhaben) auf das Cover zu bringen, find ich klasse. All das gefällt mir richtig gut.

Schreibstil:
Mona Kastens Schreibstil wirkt auf mich immer wieder so besonders. Dieser ist leicht verständlich, dynamisch und so herrlich jugendlich frisch. Ich fühlte mich auch bei diesem Buch so gut unterhalten. Diese Leichtigkeit ihrer Schreibweise, die an nichts fehlen lässt, weder an Humor, noch an Tiefe und Anschauung, wirkt auf mich sehr schön und einnehmend. Und ich habe jedes Mal den Eindruck, das zu ihren Handlungen genau diese Schreibweise passt. Alles wirkt auf mich so stimmig und sehr unterhaltend!

Lieblingszitate:
„Es fühlt sich an, als wäre der Tarnumhang, den ich die letzten zwei Jahre trage, ein Stück weit verrutscht.“ (Seite 39)
„Er scheint jeden Ort, an den er geht, zu seinem Reich zu machen.“ (Seite 164)
„Während sie ihr Leben in die Hand nimmt, werde ich wie eine Spielfigur hin und her gerückt. Während sie lebt, existiere ich nur.“ (Seite 295)
„Einzig wir beide haben die Macht darüber, was als Nächstes geschieht.“ (Seite 362)

Meine Meinung zum Buch:
Ich liebe die Again-Reihe von Mona Kasten, und ich kann mir vorstellen, dass es ein riesiger Druck für eine Autorin sein muss, nach so einem großen Erfolg dieser Reihe mit einer neuen Reihe anzuknüpfen und dabei die Leser ebenso unterhalten zu können.
Wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich zunächst etwas skeptisch war, ob dies Mona Kasten gelingen wird. Nicht, dass ich es ihr nicht zutrauen würde, aber es ist nun mal extrem schwer, nach so einem Erfolg die Leser weiterhin zufrieden zu stellen.

Und ich bin so happy darüber, dass es ihr - meinem Lesegeschmack nach - sehr gut gelungen ist, ein so tolles Einstiegsbuch für diese neue Reihe zu schreiben. Ich bin begeistert und vermisse in diesem 1. Band absolut nichts.

Die zwei Welten, die hier aufeinanderprallen und von Ruby und James hervorragend verkörpert und zum Ausdruck gebracht werden, werden so gut dargestellt. Ruby die anfangs eher im Hintergrund bleibt, weil es einfach ihre Art ist, konnte sich sehr schnell in mein Herz schleichen. Ihre Eigenheiten, ihr liebes und natürliches Wesen weckten in mir ein wohliges Gefühl. Ich stellte viele Parallelen zu mir selbst fest, u.a. der Ordnungs- und Planungstick. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen.

James hingegen weckte die unterschiedlichsten Gefühle in mir. Einerseits war ich oft wütend auf ihn, andererseits gefiel mir seine ganz stille und tiefgründige Veränderung, die Ruby in ihm bewirkte. Gerade er machte das Buch so fesselnd für mich. Das Zusammenspiel von Ruby und James hat mein Herz erreicht.

Auch die anderen Buchfiguren passen sehr gut in die Handlung und gestalten diese sehr unterhaltend. Auf mich wirkten sie authentisch und interessant.

So einige überraschende Wendungen in diesem Roman brachten Abwechslung. Klasse hierbei war, dass die Erzählweise von Ruby und James immer mal wechselte. So ist es mir möglich gewesen, mich in beide hinein zu fühlen.

Ich kann es kaum erwarten, bis Band 2 erscheint und möchte unbedingt wissen, wie diese gefühl- und emotionsgeladene Geschichte (Reihe) weitergeht.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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Wie die Stille unter Wasser

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305502
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Wie die Stille unter Wasser“
Autorin: Brittainy C. Cherry
Verlag: Lyx in der Bastei Lübbe AG, 2017
Seitenzahl: 384 Seiten

Klappentext:
„Momente. Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente.
Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momente, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten und mich in die Tiefe rissen. Doch die größten Momente - die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten - habe ich alle mit ihm erlebt.
Alles begann mit einem Nachtlicht, das aussah wie eine Rakete, und einem Jungen, der mich nicht lieben wollte. “

Zum Cover:
So wie die Bände 1 und 2 dieser Reihe gefällt mir auch dieses Cover. Das Element Wasser spielt, wie es der Titel zudem verrät, in dieser Geschichte eine Rolle, daher ist das Cover stimmig mit dem Buchinhalt. Da die Cover dieser Reihe durchweg mit männlichen Personen gestaltet worden sind, harmonieren diese sehr gut miteinander. Das gefällt mir, auch wenn ich mir die Buchfiguren zu fast jedem Band optisch anders vorgestellt hatte.

Schreibstil:
Die Schreibweise dieser Autorin mag ich sehr. Ihre Ausdrucksweise ist bildhaft, gefühlvoll, gut verständlich und vor allem echt. Gefühle und Gedanken der Buchfiguren transportiert sie meiner Meinung nach hervorragend. Auch in diesem Band habe ich zahlreichen tiefgründige Textstellen entdeckt und mit Klebezetteln markiert. Eine wirklich schöne und durchweg nachvollziehbare Schreibweise.

Lieblingszitate:
„Die Welt dreht sich, weil dein Herz schlägt.“ (Seite 38)
„Seine Arme um meinen Körper, seine Berührung, seine Stimme, seine Worte – alles in seiner Seele setze mich in Flammen, und ich war stolz, neben ihm zu brennen.“ (Seite 123)
„Wir müssen lernen, unsere eigenen Gedanken zu hinterfragen, die Wahrheit von den Lügen in unserem Kopf zu unterscheiden. Sonst werden wir zu Sklaven der Fußfesseln, die wir uns selbst anlegen.“ (Seite 203)
„Wenn ich sie ansah, wollte ich atmen, während ich in den letzten Wochen damit beschäftigt gewesen war, die Luft anzuhalten.“ (Seite 326)

Meine Meinung zum Buch:
Was für eine berührende Geschichte! Diese hat mich von der ersten Seite an mitgenommen…

Das, was Maggie erlebt hat und was es mit ihr gemacht hat, hat mich zutiefst schockiert und bewegt! Die Autorin zeigt hier auf eine ganz leise und zugleich sehr tiefe Weise, wie ein Mensch tagtäglich damit zu kämpfen hat, um ein Trauma zu überwinden. Maggies Schicksal und die daraus entsprungenen Ängste und Gefühle haben mich sehr berührt. Ich fühlte regelrecht mit ihr.

Die wechselnden Erzählungen von Maggie und Brooks haben mich in ihren Bann gezogen. Auf diese Weise war es mir möglich, für beide Buchfiguren ein Verständnis und Mitgefühl zu entwickeln, was dazu führte, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. Beide wirkten auf mich zu 100 % authentisch.

Die Nebencharaktere, die ebenso ausreichend Platz in diesem Roman bekamen, umrahmten diese Geschichte mit zusätzlicher Tiefe. Ich mochte das Zusammenspiel der unterschiedlichen Figuren. Immer wieder kam die Bedeutung von Familie und Freundschaft zum Ausdruck.

Ich bin so begeistert davon, mit welcher Intensität diese Geschichte dargeboten wurde. Mich hat die Handlung so sehr gefesselt, so dass ich den Roman in zwei Tagen gelesen habe. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

Die in die Handlung eingeflochtenen Höhen und Tiefen sowie die Figuren selbst bieten so viel Stoff zum Nachdenken… Es sind ganz kleine Gesten zwischen Menschen, die hier eine so große Bedeutung haben! Ein so schönes Zusammenspiel von unterschiedlichen Gefühlen der Figuren machen für mich das Buch so besonders. An einigen Stellen musste ich meinen Tränen freien Lauf lassen…

Nach Beendigung des Buches hatte ich das Gefühl, Maggie und Brooks schon eine Ewigkeit zu kennen. Dies baute sich mit der zeitlichen Gestaltung der Handlung auf. Beide zunächst Kinder, dann Jugendliche und danach Erwachsene… Der Autorin ist es hervorragend gelungen, diese beiden ihrem jeweiligen Alter entsprechend wirken zu lassen.

Ein Buch mit beeindruckenden Charakteren, mit einer Wucht an Gefühlen, mit einer unsagbaren Aussagekraft und das Aufzeigen, welche Macht Worte haben.

Ich bin dankbar für diese besonders intensive Lesezeit.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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Was bleibt, sind wir

Jill Santopolo , Carola Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453422155
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Was bleibt sind wir“
Autorin: Jill Santopolo
Verlag: Heyne Verlag, 2018
Seitenzahl: 379 Seiten

Klappentext:
„Lucy und Gabe treffen sich mit Anfang zwanzig in einem Uni-Seminar, und diese Begegnung verändert ihr beider Leben für immer. Gemeinsam lernen sie die erste große Liebe kennen. Nur eines bedenken sie nicht: dass ihre Wünsche sie immer weiter auseinandertreiben könnten. Lucy macht Karriere in New York, während Gabe als Fotograf um die Welt reist. Trotzdem können sie einander dreizehn Jahre lang nicht vergessen. Werden sie erneut zueinander finden? Ein einziger Augenblick könnte das entscheiden…“

Zum Cover:
Ein traumhaft schönes Cover, wie ich finde. Das Weiß kommt auf dem farbkräftigen Hintergrund sehr gut zur Geltung. Die dargestellten Figuren scheinen „auseinanderzufallen“ und dennoch zusammen „ganz“ zu bleiben. Das Cover ist für diese Geschichte sehr gut gewählt worden.

Schreibstil:
Die Autorin besitzt in meinen Augen die Gabe, sehr bildhaft und tiefgründig zu schreiben. Ihren Schreibstil möchte ich als gut verständlich und sehr gefühlvoll beschreiben. Ich konnte mich sehr gut in diesen Roman hineinfallen und auf mich wirken lassen.

Lieblingszitate:
„Ich denke an diese Wegbiegung, daran, was geschehen wäre, wenn wir sie genommen hätten. Zwei Wege trennten sich.“ (Seite 32)
„Liebe hat diese Macht. Man fühlt sich unendlich stark und unbesiegbar, als ob einem die ganze Welt offenstehen würde. Als ob man alles erreichen könnte und jeder Tag voller Überraschungen wäre.“ (Seite 78)
„Du warst die Quelle meines Trosts und zugleich der Ursprung meines Schmerzes.“ (Seite 88)
„Manchmal fühlt sich ein Jahr wie eine Ewigkeit an, aufgespalten in viele kleine Zeitkapseln. Jeder Teil für sich ist so gewaltig, dass er wie ein eigenes Leben innerhalb des Lebens wirkt.“ (Seite 164)

Meine Meinung zum Buch:
Am liebsten würde ich viel intensiver auf dieses Buch eingehen, aber dann laufe ich Gefahr, zu spoilern.

Was mich an dieser Geschichte am allermeisten begeistert hat, ist die Schreibweise, die die Autorin angewandt hat. Die Protagonistin Lucy schildert ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle zu ganz verschiedenen Situationen und Menschen, die ihr begegnen. Dabei erzählt sie so intensiv aus ihrer Vergangenheit, so dass ich durchweg gespannt darauf war, wie bestimmte Situationen ausgehen werden bzw. wie sich ihr Lebensweg weiter gestalten wird.

Anfangs musste ich mich erst einmal an diese Schreibweise, die für mich eine ganz neue und damit besondere war, gewöhnen. Ich wusste nicht, worauf es hinausläuft. Aber nach einigen Kapiteln war ich dann so in diese Erzählweise eingetaucht, dass ich auf den Verlauf der Geschichte der Protagonistin gespannt war und so richtig mit ihr gefühlt habe.

Die erste Begegnung von Lucy und Gabe war etwas ganz Besonderes. Sie lernen sich zu einer Zeit kennen, zu der die Welt still zu stehen scheint. Geschockt von einem tragischen Ereignis suchen beide Halt und das Leben selbst bekommt etwas sehr Bedeutsames. Das habe ich regelrecht gefühlt und das hat mich sehr berührt. An so einigen Stellen war ich zu Tränen gerührt, traurig, voller Hoffnung, schockiert und einfach nur ergriffen.

Auf den weiteren Verlauf des Romans möchte ich jetzt nicht eingehen, weil ich dann zu viel verraten würde.

Dieses Buch zeigt auf eine sehr fesselnde und berührende Weise, was es heißt, zu lieben, zu hoffen, zu zweifeln, zu leben… Es hat mich in seinem Tiefgang und der Darstellung seiner Buchfiguren zum Nachdenken gebracht und mein Herz erreicht.

Mich hat das Buch überwältigen können.

Bewertung:
Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sterne.

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482 Bibliotheken, 30 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Mein Herz in zwei Welten

Jojo Moyes , Karolina Fell
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.01.2018
ISBN 9783805251068
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Mein Herz in zwei Welten“
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt Verlag 2018
Seitenzahl: 589 Seiten

Klappentext:
„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“
Diese Sätze hat Will Louisa mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Es hat lange gedauert, aber endlich ist sie bereit, seinen Worten zu folgen und wagt in New York den Neuanfang. Die glamouröse Welt ihrer Arbeitgeber könnte von Lous altem Leben in der englischen Kleinstadt nicht weiter entfernt sein. Dort ist ein Teil ihres Herzens zurückgeblieben: bei ihrer liebenswert chaotischen Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou versucht, New York zu erobern und herauszufinden, wer Louisa Clark wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zuhause ist?“

Zum Cover:
Das Cover ist traumhaft schön. Es harmoniert perfekt mit den Bänden 1 und 2. Ich finde es klasse, dass der Verlag den Büchern dieser Autorin einen Wiederkennungswert gibt. Ich mag jedes Cover sowie auch die Titel-/Kapitelschriftzüge der Bücher von Jojo Moyes aus dem Rowohlt Verlag. Immer wieder hübsch anzuschauen.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt für meinen Geschmack sehr transparent, nachvollziehbar, gefühlvoll und absolut unterhaltend. Mit ihrer Schreibweise berührt sie jedes Mal mein Herz und öffnet mir die Augen für beschriebene Handlungsorte und Geschehnisse, aber auch/und vor allem für die unterschiedlichen Gefühlsituationen. Ihre Geschichten lesen sich immer wieder für mich besonders und gefühlsecht.

Lieblingszitate:
„Eine Zeitlang wirst du dich in deiner neuen Welt unbehaglich fühlen. Es ist nie ein schönes Gefühl, wenn man aus seiner Kuschelecke vertrieben wird.“ (Seite 61)
„Der Mann, für den ich früher gearbeitet habe. Er hat mir erklärt, ich soll meine Ringelstrumpfhosen mit Stolz tragen.“ (Seite 89)
„Er sollte das Gefühl haben, alles genommen und bekommen zu haben.“ (Seite 255)
„Wenn Menschen, die wir lieben, jung sterben, ist das ein Anstoß, der uns daran erinnern soll, dass nichts im Leben sicher ist und dass wir die Pflicht haben, so viel wie möglich aus dem zu machen, was wir haben.“ (Seite 570)

Meine Meinung zum Buch:
„Ein ganzes halbes Jahr“ habe ich im Jahr 2014 gelesen. Mich hatte dieser Roman und darin insbesondere Lou extrem berühren und beeindrucken können.
Mit Band 2 „Ein ganz neues Leben“ gelang es der Autorin, für Lou ein „ganz neues Leben“ zu schaffen. Mir war es nach Band 1 immer wichtig, zu erfahren, wie es mit ihr bzw. ihrem Leben weitergeht…
Und nun mit Band 3 „Mein Herz in zwei Welten“ traf ich wieder auf Lou, die gewillt war, sich die Worte von Will zu Herzen zu nehmen und einen Neuanfang in New York zu wagen.

Schon auf den ersten Seiten begegnete ich Lou in der Weise wieder, wie ich sie in den anderen Büchern kennengelernt hatte… als einen aufgeschlossenen, neugierigen, leicht unbeholfenen, sehr liebenswerten und besonderen Menschen.

Zwischen den Bänden 1/2 und 3 lag eine lange Zeit, aber sofort hatte ich Lou wieder vor Augen. Im 3. Band hat sie mich erneut stark beeindruckt. Sie wirkte nach wie vor authentisch und so herzensgut.

Die Handlung stellt sich sehr unterhaltend und berührend dar. Es gab viele Stellen, an denen mir die Augen feucht geworden sind. Das gesamte Buch hat mich begeistern und fesseln können.

Als Leser begegnet man interessanten Charakteren, die etwas mit Lou verband oder eben die sie stark beeinflussten. Es war für mich interessant zu spüren, wie unterschiedlich diese Charaktere auf Lou wirkten/einwirkten. Ihre Entwicklung, ihre Verletztheit, ihr Wille und ihr inneres Band zu Will… all das hat mich sehr berühren können.

Besonders einfühlsam beschreibt die Autorin immer wieder die Gedanken von Lou über Will, die in diesem Roman eine besondere Bedeutung bekommen. Sätze von Will aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel: „Lebe mutig, Clark.“ (Seite 124), die Lou durch den Kopf gingen, gerade in Situationen, in denen sie sich hilflos fühlte, gaben ihrer Gefühlswelt etwas sehr Besonderes.

Der Titel „Mein Herz in zwei Welten“ trifft den Nagel auf den Kopf! Besser hätte man meiner Meinung nach den Titel für diesen Band 3 nicht wählen können.

Nach meinem Empfinden bietet dieser Roman einen ganz intensiven und authentischen Abschluss zur Geschichte von Lou. Von mir aus könnte es liebend gern noch einen 4. Band geben 😉

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Todesakten

Johannes Heidrich
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.11.2017
ISBN 9783746029986
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Die Todesakten“
Autor: Johannes Heidrich
Verlag: Copyright 2017 by Johannes Heidrich
Seitenzahl: 300 Seiten

Klappentext:
„Als die Psychologin und Hobbyautorin Julianne das erste Kapitel eines grauenerfüllten Manuskripts eines ominösen Autors in den Händen hält, weiß sie noch nicht in welchen Sumpf von Korruption und Gier sie sich begibt. Ihr erster Eindruck – talentiert. Als aber eine Freundin vom FBI sie darüber informiert, dass die Opfer tatsächlich existieren beginnt für die junge Frau das Grauen. Warum schickte er ihr diese Texte? Was will er von ihr? Und vor allem: Wird sie in einem seiner nächsten Kapitel eine Rolle spielen? Doch dann kommt alles ganz anders…“

Zum Cover:
Das Cover lässt erahnen, dass sich dieser Thriller blutig gestalten wird. Es wirkt auf mich düster und etwas einschüchternd. Das Cover passt meiner Meinung nach hervorragend zum Buchinhalt.

Schreibstil:
Den Schreibstil dieses Autors möchte ich als sehr bildhaft und spannungsgeladen beschreiben. Die Handlung wird so detailliert beschrieben, so dass ich dazu stets eine Art Film vor Augen hatte. Die Szenen werden ausführlich dargestellt und bekommen eine sehr fesselnde und unheimliche Stimmung.

Lieblingszitate:
„Noch immer war sie nicht Herr ihres eigenen Körpers. Ihr Körper schien sich von ihrem Verstand gelöst zu haben.“ (Seite 59)

Meine Meinung zum Buch:
Der Klappentext hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht.

Die ersten 16 Seiten könnte man als Prolog sehen (dieser wird hier aber nicht als solcher bezeichnet), für mich liest es sich zumindest wie einer.

Und dieser „Prolog“ weckte in mir sofort den Drang, das Buch weiterzulesen. Auch die weiteren Seiten konnten mich in ihren Bann ziehen. Die zum Teil sehr gruseligen und auch grausamen Geschehnisse gaben nach meinem Gefühl diesem Thriller etwas sehr Unheimliches und Fesselndes! Dabei beschreibt der Autor die Handlung sehr real und bildhaft. Die ersten beiden Drittel dieses Buches stellten für mich einen richtig guten und durchdachten Thriller dar.

Den Abdruck einer anderen Schriftart (wenn es in der Handlung um ein Schriftstück ging), fand ich genial.

Die Spannung in diesem Thriller ist fast durchweg immens hoch! Immer wieder gibt der Autor dem Ganzen neuen Gruselstoff... Die Idee, die hinter diesem Thriller steckt, möchte ich gern als grandios einstufen.

Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. Allerdings hätte ich mir von ihr noch etwas mehr Beängstigung gewünscht! Das heißt, auf mich wirkte sie einige Male schon etwas zu gelassen auf die Dinge, die ihr passierten bzw. nahm sie für mich die ständige Bedrohung von außen nicht ausreichend wahr.

Nach den zwei extrem spannenden Dritteln des Buches, bekam für mich der Thriller auf einmal eine ganz andere „Erzählweise“. Diese fühlte sich für mich ab da nicht mehr wie ein Thriller an, eher wie ein Roman. Es kam eine Person hinzu, die mir eher ein Wohlgefühl brachte, und ich habe ab da an eher entspannt als gespannt weitergelesen.

Leider, und ich kann nicht erklären warum dem so ist, erschloss sich mir das Ende nicht zu 100 %. Ich blieb mit einigen Unklarheiten zurück.

Aber – wie gesagt – die ersten beiden Drittel dieses Thrillers fand ich fesselnd und sehr real dargeboten. Die Handlung darin wirkte auf mich verständlich und schlüssig. Alles was ein Thriller nach meinem Geschmack braucht, war darin enthalten.
Woran es nun lag, dass ich nach Beendigung des letzten Drittels vereinzelte Unklarheiten bzw. Fragen zum Hintergrund hatte, kann ich leider nicht erklären. Irgendwo am Ende des zweiten Drittels habe ich wahrscheinlich den „roten Faden“ verloren. Vielleicht erschließt sich anderen Lesern das Ende des Buches besser als mir.

Bewertung:
Müsste ich die ersten beiden Drittel bewerten, würde ich gern 5/5 Sternen vergeben, das letzte Drittel mit 3/5. Deshalb ergeben sich für mich insgesamt 4 von 5 Sterne.

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Tage wie Türkis

Jennifer Hilgert
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 15.02.2018
ISBN 9783746046488
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Tage wie Türkis“
Autorin: Jennifer Hilgert
Verlag: Copyright 2017 by Jennifer Hilgert
Seitenzahl: 140 Seiten

Klappentext:
„Tage wie Türkis schmecken nach Pfefferminze und Lakritz. Sie atmen Widerstand ein und Freundschaft aus.
Ungeplant begegnet Amy ihrer Vergangenheit. Mit einem gewaltigen Gedankenguss bahnt sich allerhand Ballast aus achtzehn Jahren seinen Weg in ihre Gegenwart, ungeordnet und doch fein säuberlich dokumentiert in ihrem alten Tagebuch May.
Seit sie die erste Seite aufgeschlagen hat, spinnen nicht enden wollende Fragen ein Netz aus Vergangenheit und Zukunft in ihren Gedanken. Was macht das Glück in den Momenten, in denen man es am allerwenigsten ist? Wie wird man überhaupt glücklich? Und wo sind sie hin – die Tage, wie Türkis?
Ein innerer Kampf beginnt, in dem sie die Gelegenheit erhält, ihre Geschichte zu verarbeiten und ihre Zukunft zu verändern.
Eine philosophische Novelle.“

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr. Die in Türkis gehaltene Titelschrift und die in schwarz-weiß abgebildeten Linien passen meiner Meinung nach hervorragend zum Buch. Für mich stellen diese Linien Höhen und Tiefen des Lebens dar.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr poetisch und ausdrucksstark. Ein schon etwas anspruchsvoller Schreibstil, der auf mich gut verständlich und sehr gefühlvoll und auch dynamisch wirkte. Die Zeilen habe ich regelrecht verschlungen. Ich habe mir im Buch zahlreiche schöne Zitate mit Klebezettel markiert.

Lieblingszitate:
„…es gibt Tage, die sind wie Zwiebeln. Man geht ihnen Schicht für Schicht auf den Grund und was übrig bleibt, ist zum Heulen.“ (Seite 7)
„Lesen ist wie erleben. Will ich die Geister von damals allen Ernstes aus ihrem Verlies locken und sie aus der Vergangenheit mitten ins Jetzt beschwören?“ (Seite 17)
„Meine blinde Gewohnheit hält mich von Unvorhergesehenheiten fern und die Routine presst mich in eine Ablaufform.“ (Seite 29)
„Menschsein bedeutet, Menschlichkeit. Zu irren, Fehler zu begehen, auszuhalten, sie einzugestehen, sie einem anderen ebenso zu erlauben, im Gespräch zu bleiben und sie zu klären.“ (Seite 87)

Meine Meinung zum Buch:
In dieser Novelle taucht man in die Gedanken- und Gefühlswelt von Amy. Sie trifft auf ihre Vergangenheit und beschäftigt sich intensiv mit dieser und mit sich selbst. Anlass dafür ist ihr Tagebuch, in dem sie liest. Mit ihrem Tagebuch, setzt sie sich in einer ganz besonderen Art und Weise auseinander und analysiert sich darüber selbst. Dies geschieht in einer sehr gefühlsintensiven Weise, was mich sehr an das Buch gefesselt hat.

Die Autorin beschreibt die Gedankenwelt von Amy sehr genau, tiefgründig, poetisch und für mich nachvollziehbar. Ich habe in diesem Buch zahlreichen Zitate gefunden, die mich beeindruckt und mitten ins Herz getroffen haben.

Ich konnte mich hervorragend in Amy hineinversetzen und ihren persönlichen Gedanken folgen. Dabei spürte ich eine positive Entwicklung von ihr, die auf mich authentisch wirkte.

140 Seiten mit einer derart philosophischen/poetischen Ausdrucksweise zu füllen, ohne dass das Ganze zu eintönig wird, find ich klasse. Ich konnte mich sehr gut in Amy hineinfühlen und hatte am Ende des Buches das Gefühl, sie auf eine besondere Art kennengelernt zu haben. Ihre dynamische und sehr detaillierte Beschäftigung mit ihrem Ich und ihrer Vergangenheit hat mich berühren können. Mit ihr erlebte ich während des Lesens traurig stimmende Momente, aber auch Mut bringende Momente. Dies hat mir sehr gut gefallen.

Eine für mich sehr gefühlvolle und nachdenklich stimmende Novelle, in der sich Amy mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, immer mehr in eine positive Richtung geht und aus ihren Sorgen etwas Gutes zieht.

Und die „Tage wie Türkis“ werden hier von Amy selbst hervorragend beschrieben und sehr lebhaft dargestellt!

Diese schöne Novelle lässt mich mit einem guten Gefühl zurück.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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1.248 Bibliotheken, 12 Leser, 5 Gruppen, 84 Rezensionen

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Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Abgeschnitten“
Autoren: Sebastian Fitzek / Michael Tsokos
Verlag: Knaur 2013
Seitenzahl: 393 Seiten

Klappentext (innen):
„Gerichtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat keine Chance, an die Informationen zu kommen: Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten. Verzweifelt versucht er, die junge Frau, die den Toten fand, zu einer Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen zu überreden. Doch Linda ist Comiczeichnerin und hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert…“

Zum Cover:
Das Cover ist schlicht gehalten und lässt dennoch erahnen, was den Leser erwartet. Ich mag es, wenn Cover von Thrillern oder auch Krimis nicht allzu „blutig“ gestaltet sind. Schlicht gehaltene Cover sprechen mich da viel eher an. Dabei gefällt es mir, wenn der Titel mir ins Auge springt und mich neugierig aufs Buch macht.

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil von Sebastian Fitzek sehr. Dieser ist so mit Spannung, Nervenkitzel, Dynamik und Anschaulichkeit gefüllt, dass ich mich so richtig an das Buch gefesselt fühlte. Hervorragend wie er jeder einzelnen Buchfigur einen bestimmten Charakter zuteilt und derart echt rüberbringt, so dass ich jederzeit die entsprechenden Personen und Szenen vor Augen hatte. Gleichzeitig spürte man den Einfluss von M. Tsokos, was mir sehr gut gefallen hat.

Lieblingszitate:
„Denn Hoffnung ist nichts anderes, als eine Scherbe im Fuß, hatte sie irgendwo einmal gelesen, die ewig schmerzt, bis man sie endlich herauszieht.“ (Seite 124)
„Wahnsinn verbindet. Auch ein guter T-Shirt-Spruch.“ (Seite 179)
„Er suchte nach einem Ast, an den er sich im Gestrüpp seiner Verzweiflung klammern konnte.“ (Seite 243)

Meine Meinung zum Buch:
Dies ist mittlerweile das 10. Buch, welches ich von S. Fitzek gelesen habe. Und ich zähle es zu seinen besten. Ich bin so begeistert davon, wieviel Spannung und Schrecken in diesem Thriller stecken.

Ich bin zu Beginn davon ausgegangen, dass es nicht ganz so „blutig“ wird, denn eigentlich mag ich derartige Thriller nicht ganz so. Aber dennoch zog mich dieses Buch in seinen Bann, und ich war regelrecht von der ganzen Handlung gefesselt. Oft habe ich mich bei gewissen Szenen geekelt… aber die anhaltende Spannung und dieses gleichzeitig Unvorstellbare hat mich regelrecht nicht mehr losgelassen. Nach jeder Seite wollte ich wissen, wie es wohl weitergeht…Von der ersten bis zur letzten Seite hielt die Spannung an.

Vor allem eine Person hat mich absolut fasziniert. Diese ging hier in ihrer Not an ihre Grenzen. Und ich fühlte und litt mit ihr! Ihr verlieh der Autor aber auch jede Menge Selbstbewusstsein und „schwarzen Humor“. Sie belebte für mich die Handlung ungemein! Aber auch der Gerichtsmediziner Herzfeld hatte mein Interesse auf seiner Seite. Wie er in diesem Thriller fungierte und für seine Tochter alles Mögliche unternahm, hat mich mitgerissen.

Die Handlung war unterhaltend aufgebaut und verlief sehr spannend. Die Buchfiguren bekamen ausreichend Platz, um einen in die Irre zu treiben und zum Staunen, aber auch zum Gruseln zu bringen.

Ich mag es, wenn mich ein Buch nicht mehr „loslässt“, und dieses zählte definitiv dazu. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch gelesen. Klasse fand ich zudem, dass die Kapitel von mittellang bis kurz waren und dass diese stets so endeten, dass man einfach dranbleiben wollte.

Ein gut durchdachter und extrem spannender Thriller, der mich an manchen Stellen schockierte und dessen Verlauf und Aufklärung mir sehr gut gefallen hat.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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Winter, Liebe und ein Wiesel

Emma Wagner
E-Buch Text: 363 Seiten
Erschienen bei independently published, 29.11.2017
ISBN B077TZJR84
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: „Winter, Liebe und ein Wiesel“
Autorin: Emma Wagner
Verlag: Copyright 2016 by Emma Wagner
Seitenzahl: 471 Seiten

Klappentext:
„Juli ist dreiundzwanzig, alleinerziehende Mutter und im Hinblick auf Männer nicht gerade mit Glück gesegnet. Auch mit ihrer chaotischen Familie hat sie mehr als genug Probleme am Hals. Doch das sind momentan noch ihre geringsten Sorgen, denn das familieneigene Antiquariat läuft mehr als schlecht und es stapeln sich die unbezahlten Rechnungen auf ihrem Tisch. Julis einzige Hoffnung: eine Beförderung in der Möbelfirma, in der sie arbeitet. Da ist es nicht unbedingt hilfreich, dass sie durch einen unglückseligen Zufall ihren Chef ins Krankenhaus bringt. Zu allem Überfluss droht der Verlust des Hauses, in dem Juli mit ihrer fünfjährigen Tochter, ihrer chaotischen Mutter und der spleenigen Großtante lebt. Das alles kurz vor Weihnachten. Und dann rennt ihr auch noch ständig dieser leider ebenso attraktive wie arrogante Leo über den Weg…
Eine bezaubernde Geschichte über Zufälle, die keine sind, Liebe, die wirklich Liebe ist, und ein Wiesel, das … tut, was Wiesel so tun.“

Zum Cover:
Mir gefällt das Cover sehr. Dieses ist so kreativ und farblich passend gestaltet, so dass ich es mir gern anschaue. Es lädt einen sofort zum Lesen ein und lässt auf einen schönen, unterhaltsamen Roman hoffen.

Schreibstil:
Der Schreibstil dieser Autorin ist einfach so angenehm zu lesen, so dass man nur so über die Seiten fliegt. Alles Beschriebene wirkte auf mich sehr glaubwürdig und menschlich. Ich mag vor allem neben der Leichtigkeit auch den köstlichen Humor in dieser Geschichte. Sehr amüsante Dialoge und Geschehnisse, die mich ans Buch gefesselt haben. An keiner Stelle wird es langatmig oder zu übertrieben lustig. Einfach eine perfekte Mischung aus Humor, Spannung und zwischenmenschlichen Beziehungen/Gefühlen. Sehr schön zu lesen.

Lieblingszitate:
„Es gibt Tage, die fangen mies an, gehen noch mieser weiter und enden – wie könnte es anders sein – in einer Vollkatastrophe.“ (Seite 190)
„Warum sagst du immer Sie zu ihm. Er ist doch keine Frau.“ (Seite 301)
„Wie kann es sein, dass dieser Mensch meine Gedankenwelt so sehr in Anspruch nimmt? Von meiner Gefühlswelt ganz zu schweigen.“ (Seite 309)
„Man verliert nie. Egal, was passiert und wie schlimm es kommt, am Ende ist alles irgendwie ein Gewinn.“ (Seite 449)

Meine Meinung zum Buch:
Mit „Winter, Liebe und ein Wiesel“ habe ich nun das 3. Buch von Emma Wagner gelesen. Und wieder einmal konnte mich ihre Geschichte begeistern.

In diesem Buch baut sich so eine schöne und sehr unterhaltende Handlung auf. Auf mich wirkte die Protagonistin Juli authentisch und ebenso die Nebencharaktere. Ich empfand den Verlauf der Geschichte in keiner Weise klischeehaft oder vorausschaubar. Alles fühlte sich für mich echt und glaubwürdig an.

Die Autorin hat diesen Roman mit sehr interessanten und zum Teil auch sehr besonderen Buchfiguren wunderschön gestaltet. In Juli, die es in ihrem Leben wirklich nicht einfach hat, sich so sehr um ihre Familie kümmert, dass sie sich selbst ein ganzes Stück aufgibt, konnte ich mich bestens hineinversetzen. An ihrer Stelle hätte ich schon beizeiten „das Handtuch geworfen“!

Die Handlung lebt von den unterschiedlichsten Buchfiguren und vor allem auch von den sehr amüsanten und auch spannenden Geschehnissen. Die Autorin packte ziemlich viel Witz und Humor hinein, der aber nach meinem Geschmack nicht zu viel wird und der locker wirkt. Dabei gestaltete sie witzige Geschehnisse und so lustige Dialoge, so dass ich sehr oft auch laut gelacht habe. Währenddessen entstand bei mir so ein richtiges Kopfkino und das fand ich sehr erfrischend.

Aber es gab auch – und das war mir sehr wichtig – viele Textpassagen, in denen es um tiefe Gefühle, Träume, Ängste und Bedenken ging. Hauptsächlich die Gedanken und Gefühle der Protagonistin trafen mein Herz. Neben all der Witzigkeit in diesem Buch, fühlten sich dann diese gefühlvollen Stellen sehr einnehmend und vor allem greifbar an.

Klasse fand ich zudem, dass es Emma Wagner gelungen ist, Julis fünfjähriger Tochter einen so starken Charakter zu geben, damit diese nicht in dieser Liebesgeschichte „untergeht“. Im Gegenteil, die Tochter wurde herzallerliebst dargestellt, so dass ich am liebsten ins Buch gesprungen wäre, um sie mal in den Arm zu nehmen. Die Stellung von Juli als liebenswerte Mutter ist der Autorin hier hervorragend gelungen.

Dass jeder Buchcharakter seinen eigenen, genügenden Freiraum in dieser Geschichte erhalten hat, um darin aktiv mitzuwirken, hat mir sehr gut gefallen. Dadurch wirkte die gesamte Handlung auf mich sehr rund und echt und zudem abwechslungsreich. Klasse!

Mich konnte dieses Buch absolut mitreißen und unterhalten. Letztendlich ließ mich das Buch mit einem wohligen Gefühl zurück.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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Kanzleimord

Smole Gudrun
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Text/Rahmen, 18.11.2016
ISBN 9783200046641
Genre: Historische Romane

Rezension:

Titel: „Kanzleimord“
Autorin: Gudrun Smole
Verlag: Text/Rahmen, 2016
Seitenzahl: 320 Seiten

Klappentext:
„Wien am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach einem heißen Pfingstwochenende wird der aufgeblähte Leichnam von Rechtsanwalt Dr. Rothenberg in seiner Kanzlei gleich hinter dem Reichsratsgebäude gefunden. Auch seine Haushälterin liegt tot in der Küche, und es stinkt.
Chefinspektor Cohn beginnt seine Ermittlung und versucht ebenso fieberhaft wie bedächtig, den Mörder zu finden. Seine Fahndung führt ihn durch die halbe Kaiserstadt bis in die neu eingemeindeten Vorstädte. Er folgt dabei seinem Instinkt und gibt dem Druck seiner Vorgesetzten nicht nach, die dazu neigen, die einfachste Erklärung für die richtige zu halten.
Lakonisch und in raschen Strichen zeichnet die Autorin das Bild einer sich verändernden Stadt mit ihren Verwerfungen, welche die Kulisse für diesen historischen Kriminalroman bildet.“

Zum Cover:
Ein schlichtes und ansprechendes Cover, das anderen Cover im Verlag angepasst wurde und sich nur farblich von diesen unterscheidet. Ein schöner Anblick im Bücherregal. Gefällt mir richtig gut!

Schreibstil:
An den Schreibstil musste ich mich erst einmal gewöhnen. Zudem wirkte die Schreibweise auf mich oft etwas konstruiert und ganz leicht eintönig. Ich weiß nicht, wie ich das sonst erklären soll. Jedenfalls war die Schreibweise leicht gewöhnungsbedürftig für mich.

Lieblingszitate:
„Nur ein beklemmendes Gefühl blieb an ihm haften, wie ein nasses Blatt Zeitungspapier an seiner Schuhsohle.“ (Seite 135)

Meine Meinung zum Buch:
Zunächst möchte ich gern lobend erwähnen, dass die Zeit, zu der dieser Kriminalroman spielt, also Ende des 19. Jahrhunderts, sehr gut rübergebracht wurde. Zudem wurden die Handlungsorte, also die Wiener Gegend, aber auch die Geschehnisse an sich sehr gut beschrieben, so dass ich mir alles gut im Kopf vorstellen konnte.

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, fand ich gut in die Handlung hinein. Jedoch vermisste ich eine gewisse Dynamik im Geschehen. Der Kriminalroman fühlte sich für mich etwas zu „ruhig“ an. Dadurch fehlte es mir – vor allem im mittleren Bereich des Buches – ein bisschen mehr an Spannung. Ein paar mehr verdächtige Personen oder überhaupt unerwartete Ereignisse hätten dem Krimi meiner Meinung nach sicherlich gutgetan.

Zum Chefinspektor fand ich – trotz aller Bemühungen – keinen ausreichenden Bezug. Mir hätte es geholfen, ihn tiefgründiger kennenzulernen. Um mit einer Buchfigur „warm“ zu werden bzw. deren Empfindungen/Gedanken nachvollziehen und dann mit ihm mitfiebern zu können, benötige ich stets eine spürbare Persönlichkeit derselben. Die hat mir hier leider gefehlt. Gerade weil es sich hier zudem um seinen 1. Fall handelt, wäre für mich ein intensiveres Kennenlernen vorteilhaft gewesen.

Die Handlung an sich verläuft – wie schon erwähnt – eher ruhig. Zum Ende des Buches kommt dann aber etwas mehr Dynamik auf, was für mich dazu führte, dass ich die Spannung, die ich zu Beginn des Krimis verspürte, auch zum Ende wieder aufkeimte. Aber leider zog sich für mich der Krimi im mittleren Teil.

Die Aufklärung des Falls hat mir sehr gut gefallen. Mit diesem Ausgang des Krimis hätte ich dann so nicht gerechnet, was ich echt klasse fand. Die Lösung des Falls wurde nachvollziehbar und glaubhaft dargelegt und gab mir dann eine gewisse Zufriedenheit, das Buch gelesen zu haben.

Insgesamt also ein eher ruhiger, nicht allzu verstrickter Krimi, der aber bildhaft gut zur Geltung kommt und am Ende an Spannung gewinnt.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 3 von 5 Sterne.

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Der Teufel von Uri

Silvia Götschi
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.11.2017
ISBN 9783740801793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Der Teufel von Uri“
Autorin: Silvia Götschi
Verlag: Emons Verlag 2017
Seitenzahl: 268 Seiten

Klappentext:
„Eigentlich möchte Schriftstellerin Sophie Mars im abgelegenen Andermatt nur neue Kraft tanken. Doch dann trifft sie in der Schöllenenschlucht auf eine offenbar geistig verwirrte Frau, die behauptet, vom Teufel verfolgt zu werden. Sophie will der Sache auf den Grund gehen und stößt auf ein lange zurückliegendes Verbrechen. Zugleich erhält sie verstörende Drohungen. Fordert der Teufel ein neues Opfer?
Ein beklemmender Thriller vor ebenso schöner wie bedrohlicher Kulisse.“

Zum Cover:
Das Cover passt hervorragend zu diesem Kriminalroman. Die Abbildung der Teufelsbrücke und ihrer Umgebung wirkt auf mich beeindruckend.

Schreibstil:
Die Schreibweise der Autorin ist vor allem sehr anschaulich und fesselnd. Insgesamt ließ sich der Text flüssig und dynamisch lesen. Ab und zu stolperte ich über einige mir nicht geläufige Wörter, was mich aber nicht weiter störte. Die Autorin hat meiner Meinung nach Geschick, Gefühle von Buchfiguren und die Handlung selbst sehr gut zu transportieren, so dass ich an das Buch quasi gefesselt war. Und ihre Beschreibungen von den Schauplätzen haben mir richtig gut gefallen. Ich fühlte mich während des Lesens dahin versetzt und hatte alles Beschriebene gut vor Augen. Die in der Inhaltsangabe versprochene „schöne wie bedrohliche Kulisse“ wird hier hervorragend dargeboten!

Lieblingszitate:
„Erfolg macht einsam. Und kreierte Neider.“ (Seite 14)
„Sie stand am Fenster und sah hinab aufs Dorf, das in den ersten Sonnenstrahlen dieses Tages in einem Silbersee badete. Der Himmel über ihr sah wie gewaschen aus, auf den Berggipfeln lag der erste Schnee…“ (Seite 165)

Meine Meinung zum Buch:
Schnell habe ich in diesen Kriminalroman hineingefunden und mein Interesse an der Protagonistin Sophie Mars entstand schon auf den ersten Seiten. Diese Schriftstellerin leidet an einer Schreibblockade und wird von Ihrem Verleger ins abgelegene Andermatt geschickt, um sich dort zu erholen. Sophies Gedankengänge zu ihrem Problem und ihr ganz spezieller Bezug zum Schreiben, fand ich sehr interessant und tiefgründig. Nach und nach bekam ich einen Einblick in ihr Seelenleben… Für mich fühlte sich dies faszinierend an.

Und als sich dann in Andermatt so einige Begegnungen für sie auftaten und eine gewisse Gefahr für sie selbst immer intensiver spürbar wurde, baute sich eine gute Spannung auf.

Die an der Handlung beteiligten Buchfiguren gaben dem Buch etwas sehr Geheimnisvolles. Geschehnisse aus der Vergangenheit wurden nach und nach aufgezeigt und verliehen dem Krimi die nötige Spannung und zudem ausreichend Raum, sich selbst über alles Gedanken zu machen. In mir entwickelten sich so einige Vermutungen und mögliche Zusammenhänge, die dann in vielen Punkten widerlegt wurden.

Der Hintergrund für die Geschehnisse in der Vergangenheit hat mich berührt. Mir ging das Schicksal einer Buchfigur sehr nah, und ich war oft schockiert darüber, wie sich für diese Figur das Leben dargestellt und entwickelt hatte. Diesbezüglich stellten sich in mir Mitgefühl einerseits, aber auch bloßes schockiert sein andererseits auf. Ein nicht einfach zu beschreibendes Gefühl, das sich während des Lesens in mir ausbreitete.

Die Hauptfigur Sophie empfand ich als authentisch. Auch wenn ich nicht all ihre Empfindungen im Verlaufe der Handlung nachempfinden konnte, stellte sie sich für mich – vielleicht genau deshalb – interessant dar.

Abschließend möchte ich diesen Kriminalroman als sehr gut strukturiert, spannend umgesetzt und an vielen Stellen als sehr unheimlich beschreiben.

Das Ende ließ noch vereinzelte Fragen meinerseits offen. Nicht grundlegende Fragen zur Aufklärung des Krimis, eher dahingehend, bestimmte Buchfiguren betreffend. Das Krimiende hätte man meiner Meinung nach noch etwas ausbauen und intensivieren können.
Ansonsten ein wirklich unterhaltsames und spannendes Buch.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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Milchweißes Wunder

Jana Thiem
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.09.2015
ISBN 9783954516926
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Milchweißes Wunder“
Autorin: Jana Thiem
Verlag: Emons Verlag 2015
Seitenzahl: 176 Seiten

Klappentext:
„Eigentlich wollte Kriminalhauptkommissar Humboldt am Tag der Deutschen Einheit in der Sächsischen Schweiz klettern gehen. Aber eine Tote am Elbufer macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Als Tage später zwei Frauen vermisst werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Zu Humboldts Ärger liefert ausgerechnet eine lästige Journalistin den entscheidenden Hinweis auf den wahren Hintergrund der Taten…
Ein rätselhafter Fall, ein vielseitiges Figurenensemble und die unverkennbare Verwurzelung in und um Dresden: die besondere Krimiunterhaltung!“

Zum Cover:
Ich mag die Covergestaltungen, die der Emons Verlag in seinem Programm hat. Die Optik wirkt auf mich sehr ansprechend und bildet eine einheitliche Darbietung. Auf diesem Cover hier sieht man wildwachsende Pflanzen an der Elbe und im Hintergrund das Blaue Wunder, eines der Wahrzeichen von Dresden. Das Motiv wurde für den Krimi gut und passend ausgewählt!

Schreibstil:
Die Schreibweise liest sich sehr flüssig, nachvollziehbar und unterhaltend. Ein verständlicher und anschaulicher Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat.

Lieblingszitate:
„Humboldt sah zum gegenüberliegenden Ufer und dann weiter die Elbe entlang. Am Blauen Wunder blieb er hängen. Im Wirrwarr der Streben der Loschwitzer Brücke verhedderten sich seine Gedanken.“ (Seite 8)

Meine Meinung zum Buch:
Dieser Krimi hat mir gut gefallen. Ich fand es klasse, dass sich die Handlung so schön aufgebaut hat. Das heißt, zunächst lernt man das Ermittlerteam ein Stück weit kennen, danach kommen erst so einige Buchfiguren, die in diesem Fall verstrickt sein könnten, hinzu und dann erlebt man als Leser mit, wie dieses Ermittlerteam zusammenarbeitet. Das empfand ich als überschaubar, um nicht den roten Faden zu verlieren und um mich auch gut in die Ermittlerpersonen hineinversetzen zu können.

Die Handlung steigerte sich zudem von der Spannung her. Zunächst tappte das Ermittlerteam im Dunkeln und nach und nach kamen weitere Personen hinzu, von denen natürlich so einige verdächtigt wurden… Das hat mir richtig gut gefallen. Zudem empfand ich die Charaktere authentisch und das Geschehen sehr unterhaltend und spannend. Einiges der Handlung ging mir richtig unter die Haut und hat mich aufgewühlt.

Nur zum Ende hin, wurde mir die Aufklärung des Falls zu schnell zu durchsichtig. Mir fehlte am Krimiende so ein bisschen der Nervenkitzel bzw. der „Überraschungsmoment“. Für mich lief das dann in dem Moment zu „glatt“ und zu schnell ab. Ansonsten fand ich die Handlung bis dahin wirklich sehr fesselnd und interessant gestaltet.

Mir als Dresdnerin hat natürlich die Kulisse sehr gefallen. Die Autorin beschreibt die Gegend sehr naturgetreu und bildhaft. Alle Straßennamen waren mir bekannt und ich hatte sofort das passende Bild und das Geschehen in dem Moment vor Augen. Klasse fand ich zudem, dass die Autorin einiges an sächsischem Dialekt mit eingebaut hat. Da musste ich oft schmunzeln, weil dieser Dialekt sehr passend rübergebracht wurde.

Insgesamt ein sehr unterhaltender Krimi, der hier bildhaft dargeboten und an keiner Stelle langatmig wurde.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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Ehrenrunde

Pellmann Lukas
Fester Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Text/Rahmen, 07.12.2017
ISBN 9783950451009
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: „Ehrenrunde“
Autor: Lukas Pellmann
Verlag: Text/Rahmen 2017
Seitenzahl: 283 Seiten

Klappentext:
„Ehrenrunde ist der vierte interaktive Wien-Krimi von Lukas Pellmann, in dem sich das Ermittler-Duo Vera Rosen und Moritz Ritter auf Mörderjagd begibt.
Ein ermordeter Schulwart, eine unglücklich verliebte Lehrerin und ein im Nationalratswahlkampf steckender Unternehmer, der die Tat seines Pflegesohns als unausweichliche Konsequenz empfindet. Keine einfache Gemengelage für Vera Rosen und Moritz Ritter vom Wiener Landeskriminalamt. Zum Glück konnten die beiden Ermittler auch in ihrem vierten Fall auf die Unterstützung der Leserinnen und Leser zählen, die via Social Media und WhatsApp-Hotline u.a. zur Aufklärung der Tat beitragen und somit selbst Teil der Handlung werden konnten. Ein Krimi, der in Zeiten der gesellschaftlichen Polarisierung von Gewinnern und Verlierern der Gentrifizierung eines Stadtviertels erzählt.“

Zum Cover:
Ein schlichtes Cover, das aber nach meinem Geschmack schon allein vom Titel her auf das Buch aufmerksam macht. Die Spuren, die sich über den Titel ziehen, passen hervorragend zum Inhalt! Ich finde es klasse, dass man diese Schlichtheit beibehält, denn „Instamord“ des Autors unterscheidet sich nur farblich von diesem Cover hier. Ich mag es, wenn man optisch angepasste Bücher eines Verlages/Autors im Regal stehen hat.

Schreibstil:
Die Schreibweise des Autors liest sich für mich jedes Mal verständlich, flüssig und sehr bildhaft. Seine Handlung entwickelt sich mit seinem einnehmenden Schreibstil dynamisch und unterhaltend. An keiner Stelle wird die Handlung gezogen oder unnötig ausgeschmückt. Auch in diesem Buch hat der Autor wieder sehr amüsante Stellen eingebaut. Ich mag es, wenn neben der Spannung auch immer wieder mal Witz/Humor aufblitzt.

Lieblingszitate:
„Vera freute sich sichtlich über das Ausmaß der vom Kommissar an den Tag gelegten Eigeninitiative.“ (Seite 221)
„Kurz darauf war er bereits beim Baum seines Vertrauens angekommen…“ (Seite 234)

Meine Meinung zum Buch:
Nach „Mord im Zweiten“ und „Instamord“ ist dies das 3. Buch (der 4. Fall von Vera und Moritz), welches ich nun gelesen habe. Nachdem mich die beiden zuvor gelesenen Kriminalfälle dieses Autors begeistern konnten, freute ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit dem mir inzwischen vertrauten Ermittler-Team.

Auch wenn hier gleich zu Beginn des Buches der Täter/die Tat ziemlich offensichtlich erscheint, entwickelt sich Seite für Seite eine ganz interessante und spannende Eigendynamik und dem Autor ist es meiner Meinung nach gelungen, den Leser in verschiedene Richtungen zum Hintergrund dieser sehr ungewöhnlichen Tat denken zu lassen.

So einige Personen werden in der Handlung dargestellt und gut beschrieben, die alle mit diesem Fall zu tun haben könnten. Lukas Pellmann gibt einem damit ziemlich viele Charaktere, über die man sich als Leser Gedanken macht. Der Autor lässt einem dabei genug Raum für eigene Spekulationen. Mir ist es dabei nicht schwergefallen, den Überblick über diese Personen zu verlieren; alles war für mich sehr übersichtlich und verständlich dargeboten. Und die Zusammenhänge waren für mich schön knifflig und verstrickt dargestellt, was natürlich gut ist, um es dem Leser nicht zu einfach zu machen.

Der Krimi ist durchweg spannend und bekommt zum Ende hin eine sehr fesselnde Dynamik, so dass man nicht mehr vom Buch loskommt!

Was mir auch immer wieder an seinen Büchern gefällt, ist, dass er die Geschehnisse und Handlungsorte detailliert beschreibt, so dass man sich ein gutes Bild machen kann. Ob dies nun die Gedanken und Gefühle von Personen oder die Geschehnisse selbst betrifft… stets wirkte alles auf mich authentisch und nicht an den Haaren herbeigezogen!

Und auch dieses Mal konnten mich Vera und Moritz begeistern. Ich mag die beiden Ermittler nach wie vor sehr. Ich habe stets das Gefühl, die beiden inzwischen sehr gut zu kennen! Ihre Eigenarten, ihr Miteinander und ihre privaten Leben haben mich wieder sehr unterhalten und teils auch berührt. Klasse fand ich zudem, dass man „alte Bekannte“ wiedertrifft, und von der ersten Seite an hatte ich sofort das wohlige Gefühl, wieder „in Wien zu sein“!

Auch diesem 4. Fall dieses tollen Ermittlerteams kann ich nur meine absolute Begeisterung aussprechen. Dieses Buch konnte mich fesseln, unterhalten und zum Mitdenken animieren. Einfach hervorragende Unterhaltung!

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher gern 5 von 5 Sterne.

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Vier Mal Frau

Katharina Mosel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei tredition, 17.11.2017
ISBN 9783743976573
Genre: Romane

Rezension:

Titel: „Vier Mal Frau“
Autorin: Katharina Mosel
Verlag: tredition GmbH, Hamburg 2017
Seitenzahl: 336 Seiten

Klappentext:
„Nach ihrer gescheiterten Ehe wollte sich Mona erst einmal verkriechen und ihre Wunden lecken. Doch der Plan geht nicht auf: Ihre beiden besten Freundinnen, Julia und Cecilia, überreden sie, sich selbstständig zu machen. Während Mona in ihrer neuen Tätigkeit ausgerechnet mit Vanessa, der jungen Geliebten des Exmanns, konfrontiert wird, schlägt sich Julia mit der Frage herum, ob frau wirklich ihr bisheriges Leben mit wechselnden Männerbekanntschaften der Liebe wegen umkrempeln soll. Cecilia hat die Nase voll vom Alleinsein und lässt sich auf eine Online-Partneragentur ein. Doch kann man auf diese Art und Weise wirklich einen Mann fürs Leben finden?
Katharina Mosel erzählt in diesem köstlich-frechen Frauenroman, dass das Leben immer wieder für Überraschungen gut ist.“

Zum Cover:
Das Cover schaut sehr künstlerisch gestaltet aus und gefällt mir sehr gut. Auch wenn klare Konturen fehlen, erkennt man gut, dass auf dem Cover Figuren abgebildet sind. Und die farblichen Akzente geben dem Ganzen etwas sehr Erfrischendes und Auffälliges.

Schreibstil:
Mir gefällt der Schreibstil, der auf mich gut verständlich, dynamisch, oft witzig und locker wirkte. Die Autorin gibt der Handlung und den Figuren mit ihren Beschreibungen Ausdruck und ein klares Bild von allem. Mir hat die Schreibweise ein unterhaltsames und flüssiges Lesen ermöglicht. Das Buch ließ sich angenehm lesen.

Lieblingszitate:
„Es ist wichtig sich und anderen zu verzeihen. Erst danach kann man sein Leben unbeschwert fortsetzen.“ (Seite 276)

Meine Meinung zum Buch:
In diesem Buch trifft man auf 4 Frauen, die sich charakterlich, wie auch äußerlich, ziemlich unterscheiden. Da ist zum einen Mona, die sich von ihrem Ehemann Lars scheiden lässt. Mona wird von ihren beiden Freundinnen Julia und Cecilia (beide ebenfalls im Alter von Mitte/Ende 40) aufgefangen und ermutigt, ihr Leben und ihre Träume in die Hand zu nehmen und das Beste daraus zu machen. Dabei trifft Mona auf Vanessa (29 Jahre), die Geliebte ihres Exmanns.

Auch Julia und Cecilia sind nicht ohne Sorgen und somit trifft man als Leser auf ein sehr interessantes Gesamtkonstrukt, der einen in jeden Charakter ein Stück weit hineinblicken lässt. Da geht es vor allem um das Thema Partnersuche, berufliche Verwirklichung, Träume, Zukunftspläne und in hohem Maße – und das fand ich hier sehr gut rübergebracht – um die Freundschaft zwischen den Frauen.

Durch viele und intensive Dialoge kommen diese unterschiedlichen Charaktere sehr gut zum Ausdruck. Dennoch hätte ich mir für diese Buchfiguren noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Das Geschehen und der Verlauf der Handlung ist wirklich sehr unterhaltsam und regte mich auch zum Nachdenken an, aber so ein bisschen mehr an Gedanken und Gefühle der Figuren wären für mich noch interessanter gewesen. Die Autorin hätte nach meinem Geschmack zudem auch noch ein paar Überraschungsmomente mehr einbauen können, quasi so ein paar kleine Schockmomente…

Dennoch bot sich hier für mich ein sehr unterhaltsamer und lockerer sowie witziger Frauenroman dar, der mir gut gefallen hat und mich an einigen Stellen zum Nachdenken brachte.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher gern 4 von 5 Sterne.

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