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Rubinsplitter

Julia Dessalles , Julia Dessalles
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959910477
Genre: Fantasy

Rezension:

Rubinsplitter von Julia Dessalles
gelesen als Wanderbuch (Sammelband Taschenbuch) dank der Bücherhexe
Genre: Fantasy - Drachenmondverlag
Drei Bände, eine Geschichte.
Rosa, eine Jugendliche, die gleichermaßen mit ihrem Übergewicht kämpft wie mit den Modeexzessen ihrer Mutter, die diese ihr aufnötigt. Sie ist beim Konzert im Rahmen ihrer Sozialstunden, Kai und Ali, zwei Musiker, Amy eine alte Frau (?), die auf dem Konzert auftaucht. Alle miteinander fahren/fliehen aus der uns bekannten Welt.
Die Fantasiewelt Salvya ist bunt, vielschichtig, voller Überraschungen, ungewohnter Wesen und enthüllt, was an den Personen verborgen war.
Rosa/Ruby entdeckt, was ihr an sich selbst immer verborgen war, verliebt sich, erkennt nach und nach die Geheimnisse rund um ihre Herkunft und um die Zukunft von Salvya.
Eigentlich ist das Buch schön geschrieben, nur es ist übervoll. Ständig tauchen neue magische Wesen auf und es bleibt kaum die Zeit sich mit einzelne Wesen oder Funktionen anzufreunden.
Der Auslöser mich mit dem Buch zu befassen war das Drachenbild auf dem Cover, da ich großer Drachenfan bin. Die Drachen in Salvya sind aber etwas völlig anderes als wir gewohnt sind.
Salvya funktioniert durch Magie, wovon es unterschiedliche Arten gibt, die auf unterschiedliche Weise gewirkt werden können. Ebenso wie bei der Vielzahl der Wesen ist es mir eindeutig schwer gefallen auch bei den Versionen der Magie die Übersicht zu behalten.
Die Personen: Rosa/Ruby, Kai und Ali. Ali bleibt bis zum Ende des Sammelbandes undurchsichtig. Er kennt seine eigene Vergangenheit und Herkunft nicht und bleibt außer als Kais Freund eher farblos.
Kai ist der Weiberheld, Rockstar, der noch nie wirklich verliebt war und gleichzeitig verbinden ihn etliche Geheimnisse mit Salvya. Dass ich ihn persönlich nicht mag, ist mein Problem, aber er ist auch im Buch bis auf wenige Punkte sehr wechselhaft. Das Hauptproblem ist, dass immer, wenn ich glaubte, dass ich ihn ein wenig durchschauen könne, es wieder irgendeinen Grund in seiner Geschichte oder seinen magischen Eigenschaften gab, warum sein Verhalten sich auf einmal ändern muß.
Rosa/Ruby ist einerseits eine Person, deren Leben ihr eine völlige Farblosigkeit aufzwang. Ihre dominante Mutter drängte sie in die Unsichtbarkeit und auch die Gründe hierfür, die sich nach und nach auftun und die Wandlungen in Salvya reichten für mich nicht für Sympathie.
Mein größtes Problem mit dem Buch ist aber: Ich mag Musik nicht so sehr und ich mag keine komplizierten Teenie-magischen Liebesgeschichten.
Leider habe ich vorher nicht so sehr auf den Klappentext geschaut sonst wäre mir bewußt gewesen, dass das Buch gerade diese Elemente am stärksten prägt.
Wer eine chaotische magische Welt liebt, deren Logik sich schwer oder erst sehr nach und nach erschließt, wer Liebesgeschichten mit magischem Einschlag zwischen dem Mauerblümchen und dem umschwärmten Star mag, die auch nach zwei Bänden noch kompliziert sind, der wird dieses Buch lieben.
Für mich war es leider eher am Rand geeignet. Trotzdem werde ich Band drei noch lesen.
Danke an die Bücherhexe fürs Wandern lassen.
#Rubinsplitter #JuliaDessalles #KathrinliebtLesen #Bücherhexe #Wanderbuch #Rezension

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122 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Seiten der Welt – Nachtland

Kai Meyer
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.03.2018
ISBN 9783596198535
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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357 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die Seiten der Welt

Kai Meyer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783596198528
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Seiten der Welt von Kai Meyer (Teil 1 & 2)
gelesen als Taschenwälzer äh -buch dank Alina, die mir beide geliehen hat
Genre: Fantasy
So sehr ich Bücher liebe, bei diesen 600-Seiten-Schinken bin ich dankbar meistens digital zu lesen. Darüberhinaus ist das Argument "tolles Cover" bei diesen Büchern etwas zwiegespalten. Die Cover sind neu wunderschön, aber, wie auf dem Bild zu erkennen, reiben sich Gold und z.Teil auch Blau leider beim Lesen ab.
Doch das Wichtigste an Büchern ist die Geschichte.
Die Seiten der Welt erzählt von einer Welt, die in/zwischen/neben unserer staubtrockenen Realität existiert. Von Menschen, die magische Macht aus Büchern (aller Art und vor allem ihrem eigenen Seelenbuch) gewinnen, von Figuren, die aus Büchern herausgefallen sind und ihre besondere Existenz leben. Von Machtkämpfen und der Historie einer Parallelwelt, die schon ewig besteht oder erst vor kurzem erdacht wurde.
Kai Meyer schreibt süffig, man kann sich in die Bücher fallen lassen und genießen.
Welcher Buchfan möchte nicht einmal im Leben die Bibliotheken von Libropolis besuchen?
Unterm Strich ist die Geschichte nicht mehr und nicht weniger als eine gute neue Abenteuergeschichte mit den schwachen Guten und den starken Nicht-so-Guten, den unerwarteten Bösewichten, der überraschenden Wendung, Freundschaften, die alles bestehen und Hilfe, die aus dem Unerwarteten zuwächst.
Eine ganz normale Geschichte, gesponnen hinein in eine fantastische Welt, die immer wieder neue Wendungen und Akzente, neue Untiefen und Bösewichte und neue Helden uns Chancen aufzeigt.
Die Reihe besteht aus 3 Büchern und 2 SpinOffs/Prequels, von denen ich bisher 2 gelesen habe. Die Bücher bauen so eng aufeinander auf, dass es sinnvoll ist alle drei in Reihe zu lesen.
Für alle, die Bücherwelten lieben und fantasievolle Geschichten zu empfehlen.
#KaiMeyer #DieSeitenderWelt #KathrinliebtLesen #Rezension

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97 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 58 Rezensionen

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Deutsches Haus

Annette Hess
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050244
Genre: Romane

Rezension:

Annette Hess, Deutsches Haus

Erscheinungsdatum: 21.9.2018, gelesen dank netgalley als ebook (Kindle)

Genre: Historischer Roman, 3. Reich/60er-Jahre

Eva, eine junge, berufstätige Frau in den 60er-Jahren ist fast schon zu alt um noch unverheiratet zu sein. Als endlich ihr Auserwählter um ihre Hand anhält und sie auch dem eigenen Vater vorstellt, scheint ihre Zukunft gesichert.

Doch sie arbeitet als Übersetzerin für polnisch und gelangt halb zufällig an die Aufgabe Zeugenaussagen im ersten Auschwitzprozess zu übersetzen. Mann und Eltern wollen dies verhindern, doch Eva erkennt, dass diese Aufgabe, obwohl sie ihr die Zukunft rauben kann, von ihr getan werden muss.

Der Muff der 60er-Jahre, Verlobte, denen der Zukünftige die Arbeit verbieten kann, erste Gastarbeiter und erstes Aufbegehren gegen die Gefahr des Fremden, dazwischen gutbürgerliche Gemütlichkeit, Sicherheit und der Trost eines guten Essens, das ist die Atmosphäre in der dieses Buch handelt.

Dazwischen das Ungeheuerliche, Zeugenaussagen, die über eine Brutalität sprechen, die Unvorstellbar, nicht glaubbar scheint.

Wie mag es sein, wenn man das erste Mal von diesen Untaten hört? Was empfindet man, wenn man vorher wirklich nichts gewußt hat - weil man damals ein wenig zu jung war um sich zu erinnern und alle um einen herum geschwiegen haben? Diese erste Erkenntnis aus dem Nichtwissen heraus ist für uns Heutige schwer vorstellbar. Wußten wir doch schon früh etwas und doch nichts.

Das Besondere in diesem Buch ist, dass am Ende alle durch die Taten verwundet sind. Opfer, Mitläufer und Schweigende, deren Kinder und auch die, die es frühzeitig weg geschafft haben. Nur die tatsächlichen Täter scheinen unberührt. Bis zum Ende des Prozesses kommt kein "menschliches Wort", keine Bitte um Vergebung, kein Gefühl, dass Vergebung nötig sein kann. Die Opfer reißen sich das Herz aus dem Leib um der Gerechtigkeit willen, die Kinder des Schweigens können nicht mit der Schuld umgehen, die sie nicht verstehen.

Kann ein solches Buch aus fiktiven Gestalten dem Thema gerecht werden? Heute sind die realen Geschichten aufgeschrieben und erzählt, unerzählt sind nur noch die verschwiegenen Geschichten, die deren Erzähler tot oder nicht mehr klar genug sind um zu erzählen. Für die Zeugenaussagen im Buch werden reale Aussagen aus dem echten Prozesse bearbeitet, der Rest der Geschichte ist fiktiv.

Fiktiv und gut gelungen, denn die Personen wirken in ihrer Verletzlichkeit echt und wirklich. Die Geschichte berührt, aber arbeitet gerade nicht mit reißerischen Details, die Erkenntnisse in dem Geschehen entstehen nach und nach und die Geschichte versucht zum Glück nicht ein zuckersüßes HappyEnd aufzusetzen, sondern lässt Brüche und Fehler auch offen.

Sind die Geschichten alle erzählt? Oder müssen wir dringend über das Schweigen reden?

Altersmäßig bin ich eindeutig zu jung, da meine Eltern selbst Kinder im 3.Reich waren. Lange Jahre war ich mir sicher alles über die Geschichte meiner Familie in der Zeit zu wissen, doch das letzte Detail erfuhr ich als niemand mehr da war, der es mit Inhalten füllen konnte. Mein Urgroßvater fiel der Euthanasie zum Opfer und als ich dies das erste Mal hörte, gab es niemand in meiner Familie mehr, der aus eigenem Erleben meine Fragen hätte beantworten können.

Ein wichtiges und gut geschriebenes Buch!
#DeutschesHaus #NetGalleyDE #AnnetteHess #KathrinliebtLEsen #Rezension

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

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»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

Martin Schörle
Flexibler Einband: 119 Seiten
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 06.12.2016
ISBN 9783960084082
Genre: Romane

Rezension:

Martin Schörle "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" "Einladung zum Klassentreffen" Zwei Theaterstücke

Erscheinungsdatum: 6.12.2016, gedrucktes Exemplar gelesen im September 2018 dank des Autoren

Genre: Theaterstücke

Während die Bürokollegen Karneval feiern monologisiert der Beamte Hans Fredenbek über Sinn und Unsinn des Lebens, der Verordnungen und die Unterschiede von Radiergummis. Im zweiten Theaterstück telefoniert Carsten mit Marina um sie zu einem Klassentreffen einzuladen oder um nach 20 Jahren die Beziehung wieder aufleben zu lassen.

Das kurze Büchlein hat es in sich. Jedes Wort ist gesetzt und sicherlich habe ich in der Fülle die eine oder andere Pointe überlesen. Beide Stücke hätten es verdient beim erstne Mal auf einer Bühne und nicht in Papierform genossen zu werden, sind aber auch gelesen ein Genuss.

Thematisch liegt mir die skurile Figur des Beamten näher, vielleicht gerade weil er so fantasievoll übertrieben daher kommt. Nach kurzer Lesezeit hatte ich bei ihm eine Lesestimme im Ohr, die sehr überzeugend den Beamten durch und durch gab.

Das Telefonat, das zwischen Einladung zum Klassentreffen und Liebeserklär ung wechselt war für mich als gelesenes Stück insoweit problematischer, als es mit wechselnden Personen in Form von Rückblenden und Fantasien arbeitet. Auf der Bühne kann ich mir dies besser vorstellen als gelesen und die Realität, die die Personen für mich entwickelten, führten durch den Einsatz des "Publikums" im Stück ein wenig zum Fremdschämen.

Wer sich in Theaterstücke in gedruckter Form hereindenken kann, moderne Anspielungen schätzt und subtilen Humor genießt, dem werden die beiden Theaterstücke gefallen.

Was mir eindeutig nicht gefällt ist das Cover des Buches - dieses wirkt weit weniger professionell als der Inhalt.

#MartinSchörle #NichtalltäglichesausdemLebeneinesBeamten #EinladungzumKlassentreffen #Rezension #KathrinliebtLesen

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Sisu - Älter als die Erde

Isabel Kritzer
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 17.07.2018
ISBN 9783959919111
Genre: Fantasy

Rezension:

Sisu: Älter als die Erde von Isabel Kritzer
Erscheinungsdatum:17.06.2018 gelesen dank der Autorin (gewonnenes Reziexemplar) als EBook (Kindle) im September 2018
Genre: Fantasy, Young Adult
Ehrlich, ich habe mich in dieses Cover verliebt, das perfekte Blau, intergalaktisch, zauberhaft. Da dieses Buch sehr viel mit der Bedeutung von Namen spielt, kann ich ja jetzt verraten, dass Sisu für mich der Name eines Drachen ist und das ist in meiner Vorstellung etwas sehr, sehr Gutes.
Den Klappentext habe ich ehrlich gesagt nicht so aufmerksam gelesen:
Drei Galaxien.
Fünf Welten. Sechs Völker.
Ein letzter Kampf!

Wenn ich dir erzähle, dass astrale Wesen über die Erde wachen, dass da draußen, im All, der Teufel lauert, dass Gott eine Tochter hat und es das Schicksal wirklich gibt.
Auch im Nachhinein muss ich zum Zählen der Welten und Völker das Namensverzeichnis am Buchende bemühen und Gottes Tochter hatte ich zwischen „Wow, das Buch möchte ich lesen“ und „Du hast ein Rezensionsexemplar gewonnen“ irgendwie verdrängt.
Iva erfährt an ihrem 16ten Geburtstag, nach einem schweren Schicksalsschlag, dass in ihrem Leben alles ganz anders ist. Ihre Eltern haben sie nicht geboren, sie ist kein Mensch, bzw. Sewi und sie muß jetzt erst einmal furchtbar viel über ihr Volk lernen, da die Entscheidungsschlacht des Universums ansteht und ihr Name „Retterin“ bedeutet. Mehr möchte ich nicht spoilern.
Besonders an diesem Buch ist die ganz spezielle Mischung aus Normalität und Alltagsleben im heutigen Amerika und der Entdeckung etwas Übernatürliches zu sein. Iva ist fast schon überzeichnet 16 mit Glitternagellack und Lieblingsserien, Herzchen-Emojis und BFFs. Iva hat, wie die meisten Jugendlichen daneben auch eine ernsthafte Seite, grüblerisch, melancholisch und zweifelnd. Sie hat allen Grund dazu, denn zunächst hat sie nur Potential, Sorgen und viel zu lernen. Ich gebe zu, ich hatte ein wenig Schwierigkeiten mit Iva, bin allerdings mit 54 und ohne eigene Kinder auch ziemlich weit weg von einer 16jährigen heutzutage.
Die meisten Kapitel des Buches sind aus Ivas Sicht geschrieben, so dass der Leser gut nachvollziehen kann, was Iva lernt, versteht und wie sie sich entwickelt. Einzelne Kapitel von anderen „Personen“ unterscheiden sich im Sprachstil deutlich und machen so schon beim flüchtigen Lesen deutlich, dass die Perspektive sich geändert hat.
Mir persönlich ist der galaktische Aspekt etwas zu lange eher theoretisch und in Lerneinheiten für Iva behandelt worden, die große Zahl der behandelten (nicht zwingend auch handelnden) und erwähnten Personen machten das enthaltene Personenregister hilfreich. Als Fan der Sprache hat mich der Bedeutungsgehalt sämtlicher Namen fasziniert ebenso wie der Versuch menschliche Religionen mit der Geschichte im Buch zu verknüpfen.
Die epische Schlacht war ein wenig chaotisch, wie es Schlachten oft so an sich haben, sie wartet mit der einen oder anderen Überraschung auf, die auch erst danach erklärt wird.
Das Buch Sisu hat mir nicht so gut gefallen wie das Cover – aber das wäre auch eine echte Herausforderung gewesen. Dies hat zum einen mit der jungen Protagonistin zu tun, die zwar stimmig in die Geschichte passt, für mich aber eindeutig die falsche Identifikationsfigur ist. Personen in meinem Alter, die geeigneter wären, sind mir nicht plastisch genug ausgemalt, daher ist die Zielgruppe eindeutig eher nicht mein Alter.
Wer jugendliche Helden mag, die trotz epischer Entscheidungen den ganz normalen Teenywahnsinn nicht ganz aus ihrem Leben herauslassen, wer epische Schlachten mag, in denen die Welt gerettet wird und Mythologien, die neben unserer Realität existieren, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Aber Achtung, das Buch ist in Punkto Action und Liebesgeschichte eher zurückhaltend und enthält auch viel Mythologie, Lerninhalte und Hintergrundwissen zur Geschichte, was bei mir eher Pluspunkte bringt.
#SisuÄlteralsdieErde #IsabelKritzer #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram #Booklove

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59 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Die Hungrigen und die Satten

Timur Vermes
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 27.08.2018
ISBN 9783847906605
Genre: Romane

Rezension:

Timur Vernes, Die Hungrigen und die Satten

Erscheinungsdatum: 27.08.2018, gelesen im September 2018 als ebook (Kindle) dank Netgalley

Genre: Politische Satire

Dieses Buch hat alles, was vorstellbar ist.

Die TV-Moderatorin in der Reality Show, die mehr Wert auf ihr Aussehen als auf die Inhalte legt, den Flüchtling, der weiß, wie er sich verkaufen muss, um das Beste für sich und seine Lieben herauszuholen, so sehr, dass er nicht mal mehr einen eigenen Namen hat. Der CSU-Politiker, der nach Lösungen sucht, der schwule Staatssekretär, der den Balanceakt zwischen seinem Beziehungs- und Liebesleben und seiner Karriere erfolgreich verfehlt.

Wir leben in Deutschland, einen Regierungschef nachdem der Merkel noch eine Frau war, Europa hat die Außengrenzen geschlossen und die Einreise von Flüchtlingen zu nahezu 100% unterbunden. Die Außengrenze liegt in Afrika und davor ein Lager, dessen Größe und Struktur unvorstellbar ist. Dorthin reist die TV-Moderatorin, aka sprechende Kleiderstange, Nadeche Hackenbusch, um eine Sendungsreihe aus dem Flüchtlingslager zu produzieren. Vor Ort werden Darsteller und Helfer gecastet, Resourcen und Inhaltliches wird mithilfe der "Lagermafia" angeboten und nach kurzer Zeit merken die Flüchtlinge, dass ihr "Engel im Elend" sie nicht erlösen, sondern bald wieder verlassen wird. Der Flüchtling, von der Fernsehcrew Lionel getauft, schlägt einen gigantischen Flüchtlingszug nach Deutschland vor. 150.000 Menschen beginnen den Weg zu Fuß, der Fernsehsender kümmert sich um Berichterstattung und die Lösung einiger Problemchen am Weg.

Das Faszinierende an diesem Buch ist für mich die Detailverliebtheit des Autoren. Wenn genaustens die Frage der Logistik der Wasserversorgung und der Scheißeentsorgung auf den 50km, die Flüchtlingszug sich durch die Gegend zieht, betrachtet wird, dann beginnt es mich als Leser schon mal zu gruseln. Schlimmer wird Entwicklung und Fortgang je näher sich alles Deutschland nähert.

Das Problem ist auch nicht, die eigentlich zu bewältigende Zahl der 150.000 - das Problem entsteht durch das Aufzeigen der Möglichkeit, in der Zukunftsperspektive und wie immer in den Köpfen der Menschen.

Dieses Buch ist in weiten Strecken witzig und amüsant, dann wieder bitterböse und immer so dicht an der Wirklichkeit dran, dass Analogien ins Auge fallen.

Das Ende des Flüchtlingszuges war schmerzhaft auch beim Lesen.

Einige Personen waren so überzeichnet, dass man hofft sie nie, nie, nie in der Realität zu sehen, weder persönlich noch auf dem Bildschirm, andere wären eine wohltuende Alternative zur heutigen Realität (der CSU-Innenminister). Das Buch bietet eine reichhaltige Vielfalt an Personen, Klischees und Typen. Es bietet Unterhaltung vom untersten Niveau an (Schminky). Es spielt mit Ängsten, Hoffnungen und Versuchungen der Menschen.

Es ist nicht ernst gemeint, aber durchaus ernst und es lohnt sich!
#DieHungrigenUndDieSatten #NetGalleyDE #TimurVermes #KathrinliebtLesen

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42 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Die Gewitterschwimmerin

Franziska Hauser
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 23.02.2018
ISBN 9783847906445
Genre: Romane

Rezension:

Franziska Hauser - Die Gewitterschwimmerin

Erscheinungsdatum: 23.2.2018 gelesen als ebook (Kindle) dank Netgalley im September 2018

Genre: Historischer Roman, Zeitgeschichte

Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam über die Leseproben der Longlist des Deutschen Buchpreises. Die Leseprobe erschien mir griffig, das Thema Familiengeschichte im Dritten Reich, DDR bis heute hier, Mißbrauch, Künstler, Kommunisten erschien mir reizvoll, die Sprache der Leseprobe angenehm.

Doch durch dieses Buch musste ich mich die ersten 2/3 durchquälen. Die Autorin arbeitet mit Zeitsprüngen, springt scheinbar wahllos zwischen 1889 und am Ende 2017 hin und her. Genauer betrachtet sind es wohl 2 Zeitschienen, die, eine vorwärts und eine zurück, die Geschichte aufrollen. Eine Ich-Erzählerin in der Neuzeit und ihre Vorfahren, dazu Kinder und Enkel. Die Autorin schreibt, wie eine Familienrunde sich Dinge erzählt, fragmentarisch, kurze Eindrücke, Geschichte und Geschichtchen. Bis fast 2/3 des Buches komme ich mit den Personen ins Schwimmen, nur Tamara, die Ich-Erzählerin, hat Konturen und Substanz, alle anderen sind Holzschnitte, plakative Gestalten, die kaum an Tiefe gewinnen. Wer ist Vater, Großvater, Mutter, Schwester, welche Rolle hat die Frau mit dem Spitznamen und zu wem gehört der. Was ist an den Ecken geschehen, die dem Vorschlaghammer zum Opfer fallen. Wäre dieselbe Geschichte strukturierter erzählt worden, wären Personen mit Eigenschaften, guten und schlechten Strukturen, im Buch zu finden, ich hätte es mögen können. Doch so verschwimmt fast alles in Banalität, versinkt in Sinnlosigkeit und langweilt. Selbst die Tragödien der Geschichte geschehen nur nebenbei in einem Halbsatz und verlieren sich in der Wortwüste. Nicht einmal der Titel hat eine Bedeutung - sie schwimmt halt gern bei Gewitter, na und ....
#DieGewitterschwimmerin #NetGalleyDE #FranziskaHauser #KathrinliebtLesen #Rezension

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Gelobtes Land: Hoop

Christine Heimannsberg
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei null, 15.09.2018
ISBN B07H1TYBNF
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gelobtes Land von Christine Heimannsberg

Erscheinungstermin 15.09.2018, gelesen dank Netgalley als ebook (Kindle) im September 2018

Genre: Dystopie, Fantasy, Young Adult

Die Welt hat sich verändert, die Klimakatastrophe kam schlagartig, radioaktive Verschmutzung potenzierten das Problem und die Gesellschaft hat sich total verändert. Neben dem Rückfall in eine sehr kontrollierte Agrargesellschaft sind besonders die Regeln für das Zusammenleben völlig auf den Kopf gestellt. Als dann auch noch Lores Bruder in Notwehr einen Mann erschlägt, müssen die beiden fliehen um das mythische "Gelobte Land" zu finden.

Die Bewertung des Buches fällt mir nicht ganz leicht. Einerseits ist es faszinierend eine Dystopie hier in Europa/Deutschland anzusetzen, andererseits hält sich die Autorin mit konkreteren Angaben zur Geographie soweit zurück, dass das Geschehen auch auf einem Fantasieplaneten handeln könnte. Generell finde ich in dieser Geschichte den Aspekt des "Worldbuilding" für die tolle Basisidee eher schwach ausgeführt. Die gesellschaftlichen Besonderheiten erschließen sich nur sehr langsam und warum die Gesellschaft gleichzeitig in ein dezentrales Clanwesen zerfällt, das mangels Resourcen nur sehr wenig fortschrittlich ist und eine Regierung hochtechnisiert die Einhaltung diverser Regeln kontrolliert, ist für mich nicht wirklich stimmig gelöst. Auch eine Schulausbildung, die sehr punktuell lehrt (z.T. auch viel Überflüssiges) und z.B. Überlebensknowhow ganz weglässt, überzeugt mich nicht.

Dass Lore durch ihr Grübeln über das Überleben der Familie darauf hinweist, dass die Autorin diese Fragen möglichst beantworten sollte, wird zwar mit Antworten belohnt, doch ist es schwierig vorstellbar, dass nur ein Weg für das mythische Ziel denkbar ist und trotzdem nichts in der Gesellschaft bekannt ist, wie es sich in der Nähe des Zieles und am Ziel tatsächlich verhält.

Die Personen fand ich ganz ok und hoffe, dass die für mich vorhandenen Löcher in der Geschichte in den Folgebänden gestopft werden. Unterm Strich eine richtig gute Ausgangsidee, deren Ausführung noch nicht so optimal ist.
#Gelobteslandtrilogie #NetGalleyDE #ChristineHeimannsberg #KathrinliebtLesen

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877 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

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Will & Will

John Green , David Levithan , Bernadette Ott
Fester Einband: 378 Seiten
Erschienen bei cbt, 26.03.2012
ISBN 9783570161036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

John Green und David Levithan Will & Will

Geliehen von Alina, die es besser findet als "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"

Genre: Young Adult

Erscheinungsdatum: 26.03.2012, gelesen im September 2018 als Hardcover

Will Grayson ist 17 und wird sich ganz bestimmt nicht in Jane verlieben, Will Grayson ist 17und chattet mit Isaak. Als Isaak sich mit ihm an einem merkwürdigen Ort das erste Mal treffen möchte, begegnen sich die Beiden.

Ein Buch über die Liebe, die erste Liebe und alle anderen Lieben. Der Unkomplizierteste hinsichtlich der Liebe ist ein übergroßer schwuler Teenager, während die beiden Will Graysons sich schwer tun.

Ich selbst hatte mit dem Buch streckenweise meine Probleme, denn für manche Überlegungen und Verhaltensweisen fühlte ich mich, nun nicht zu alt, aber vielleicht doch nicht mehr ganz jung genug.

Anstrengend fand ich die Idee die Kapitel beider Wills durch die normale Großschreibung bzw. konsequente Kleinschreibung voneinander zu trennen. D.A.W.G. war für mich nicht nur wegen der ungewohnten Schreibweisen, nein auch als Typus eine echte Anstrengung. Ich sag es mal so: Anhand eines Kusses zu testen ob die Katze lebt oder tot ist, ist eine Verhaltensweise, die mir bedeutend näher kommt, als alle davon abzuhalten mit mir umzugehen, weil ich zu depressiv bin um jemandem gut zu tun.

So war dieses Buch für mich ein Stück weit gelungen, aber eindeutig nicht Platz 1 unter den Büchern, die ich von John Green gelesen habe. Deutlich aufgeholt und nahezu aufgeschlossen hat das Buch dann aber mit dem Ende, der letzten Idee auf den letzten Seiten.

Daher insgesamt ein nahezu rundum gelungenes Buch, Leseempfehlung

#Will&Will #JohnGreen #KathrinliebtLesen #Rezension

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Unendlich mal unendlich mal mehr

Ingrid Ovedie Volden , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.09.2018
ISBN 9783522184618
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ingrid O. Volden Unendlich mal unendlich mal mehr

Erscheinungsdatum 13.09.2018 gelesen dank Netgalley und dem

Thienemann-Esslinger Verlag als Ebook (Kindle), Grafiken und Buchsatz als PDF betrachtet

Genre: Kinderbuch

Unendlich mal unendlich mal mehr erzählt die Geschichte von Petra (12), die sich und ihre Welt ordnen möchte, gerade Zahlen mag und ein wenig magische Beschwörungen zum Schutz einsetzt. Doch dann bricht Pi über sie herein, das komplett Unperfekte und sie muss sich ihren Platz in der Welt neu ordnen.

Nicht so einfach das Erwachsen werden. Freunde, Fußball und das Gefühl, dass viel zu leicht Chaos in der Welt ausbricht. Wie gut, wenn man dann magische Regeln kann, die Sicherheit geben. Gerade Zahlen sind ordentlich und 3 Tore schießen ist ein Zeichen, dass die Welt in ihren Grundfesten erschüttert wird. Sie versteht sich gut mit ihren Freunden Chris und Melika und als der Schulpsychologe ihr dei Angst vor dem Wasser nehmen will, wird ein neuer Junge viel wichtiger in ihrem Leben. Immer hat Petra sich um ihre Freunde gekümmert, doch jetzt hat sie den Propellerjungen, der sich um sie kümmert.

Die Geschichte ist sehr anschaulich geschrieben, einfach und doch so anspruchsvoll, dass sie auch einer Erwachsenen Freude machen kann. Die Kinder verhalten sich altersgemäß und sind ganz sicher keine Heiligen. Natürlich machen sie auch große Dummheiten und erzählen manches Wichtige erst fast zu spät den richtigen Erwachsenen. Die Geschichte erzählt von Freundschaft und Liebe, von Verantwortung und der Magie in allen Dingen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Hätte ich eine Tochter, würde ich es ihr empfehlen, nach meinem Gefühl allerdings nicht unbedingt schon mit 10.
#UnendlichMalUnendlichMalMehr #NetGalleyDE #IngridOVolden #KathrinliebtLesen

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

In eine bessere Welt

Niklas J. Wingender
E-Buch Text: 146 Seiten
Erschienen bei Verlag Edition Brück, 28.05.2016
ISBN B01GARM1Q2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Niklas J. Wingender "In eine bessere Welt"
Erscheinungsdatum: 26.05.2016, gelesen als ebook (auf ipad) dank des Autoren
Genre: Poetisch-philosophische Betrachtungen
Fynn wandert in die Wälder, lebt von dem was er findet und versucht seine große Liebe zu verarbeiten. Das Buch erzählt zum großen Teil die Gedanken, Gefühle und Träume von Fynn, zu einem kleineren Teil die Überlegungen seines kurzzeitigen Reisebegleiters Michael. Beide teilen eine kurze Zeit der minimalistischen Wanderung durch Wälder, leben von den kleinen Vorräten in ihren Rücksäcken, gesammelten und geangelten, sowie zugekauften Vorräten.
Dieses Buch erzählt in gleicher Ausführlichkeit reale Begegnungen wie Einkäufe auf Bauernhöfen, einfache Tätigkeiten wie die Zubereitung eines einfachen Mahles wie die Träume und Begegnungen zwischen Fynn und seiner Eisprinzessin. Diese, die zunächst virtuell im Schreiben über Träume und Fantasien begannen, entwickelten sich zu Gefühlen und verloren gleichzeitig die echte Anknüpfung zur Realität.
Niklas Wingender schreibt in einer poetischen, märchenhaften Sprache in der die Grenzen zwischen der erlebten Geschichte, den gemeinsam fantasierten und den realen Träumen fließend sind.
Die Sprache ist schön und verzaubert, die Realität ist ein loses Gerüst im Hintergrund um das sich die Sprache rankt. Das Geschehen ist real und weltbewegend und gleichzeitig trivial und unwichtig.
Dieses Buch ist gelungen für Menschen, die Sprache um der Sprache willen lieben, wer eine Geschichte braucht, die über Andeutungen hinaus geht, wird sich in diesem Buch eher weniger wiederfinden.
Danke für diese ungewöhnliche Leseerfahrung. Achtung, das Buch ist, und das ist durchaus stimmig, recht kurz.
#Ineinebesserewelt #NiklasJWingender #KathrinliebtLesen #Rezension

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122 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Alligatoren

Deb Spera , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672207
Genre: Romane

Rezension:

Alligatoren von Deb Spera

Erscheinungsdatum: 3.09.2018

gelesen als ebook (kindle) dank Netgalley im August 2018

Genre: Historischer Roman, Frauenroman

Der Roman spielt in den amerikanischen Südstaaten vor ca. 100 Jahren. Schwarze sind keine Sklaven mehr, müssen aber sehr genau darauf achten, was ihre Rolle und wo ihr Platz ist. Arme Weiße stehen nur minimal höher in der Achtung und Frauen sind von ihren Männern nicht nur wirtschaftlich, sondern viel mehr noch in der sozialen Achtung abhängig.

Gertrude lebt im Sumpf, zwei ihrer vier Töchter sind bei ihr und ihrem Mann, zwei leben beim Bruder in einer Kleinstadt. Gertrude ist so arm, dass ihre Kinder seit Tagen nichts gegessen haben und sie Jagd auf einen Alligator macht. Doch der namensgebende Alligator spielt in diesem Buch längst keine so große Schlüsselrolle, wie der Klappentext vermuten ließ. Dies hat mich ein wenig gestört, denn gerade das erste Kapitel war für mich eher anstrengend zu lesen. Die Autorin springt hier nicht nur zwischen den Personen, sondern zusätzlich in der Chronologie der Ereignisse hin und her und macht dieses Kapitel eher ermüdend. Im Laufe des Buches aber, je mehr ich mich in die drei Protagonisten eingelesen habe, gewinnt das Buch an Lesefluss und Lesefreude.

Annie, die Frau des reichsten und einflußreichsten Farmers der Gegend, betreibt mit ihrem Sohn Lonnie eine Näherei, die einzige Arbeitsstelle, die zahlreiche Frauen beschäftigt. Sie vermißt den jüngsten Sohn, der Selbstmord beging und die beiden erwachsenen Töchter, die jeden Kontakt abgebrochen haben. Gertrude bewirbt sich um eine Stelle in der Näherei um dem Elend und dem Hunger zu entkommen.

Retta/Oretta ist die schwarze Hausangestellte, die den Haushalt von Annie führt und sich nicht so ganz an die Regeln hält, wo ihre Position in der Gesellschaft ist. Alle drei Frauen rollen im Laufe der Geschichte ihre eigene Ehe, die Beziehungen zu Ehemännern und Umfeld und ihre Ängste und Wünsche für die nahe Zukunft auf.

Über lange Strecken war dieses Buch für mich nicht mehr und nicht weniger als ein Psychogramm der Südstaaten vor 100 Jahren. Die Bedeutung von völliger Armut, Frauen, die ein einziges Kleid besitzen, das aus Zuckersäcken genäht ist, Arbeit selbst der jüngsten Kinder nur um Brot auf den Tisch zu bekommen und Angst durch reale oder vermeintliche Verfehlungen noch mehr zu verlieren (Was kann man da noch verlieren?).

Über lange Strecken geschieht in dem Buch wenig, aber dennoch in den Personen viel. Beziehungen entstehen, Seilschaften finden sich zusammen und am Ende teilen sich Frauen, die wenig miteinander gemeinsam haben, mitten in ihrem Alltag die Aufgabe, die nötig ist um die Welt wieder gerade zu rücken.

Enttäuschend fand ich den Aufhänger der Alligatorenjagd im Klappentext und als Titel, denn diese Jagd wird für mich eher künstlich zum zentralen Geschehen aufgebaut und die Rolle des Alligators ist eher marginal. Für mich ist dieser Aspekt ein wenig Vortäuschung falscher Tatsachen. Dies scheint aber zum Teil eine Entscheidung des deutschen Verlags zu sein, da das englische Original zwar den Titel genauso führt, die Alligatoren im Klappentext aber nicht erwähnt.

Interessant an diesem Buch und seinen Perspektiven ist, dass Männer hier tatsächlich nur im Hintergrund agieren. Als geliebter Partner und Ergänzung des eigenen Selbst, als Gefahr für Leib und Leben oder als Familienpatriarch, der die Selbständigkeit der eigenen Frau nur bis zu dem Punkt duldet, wo sie ihm hilft und seine Ziele fördert. Männer sind, wie hier in der Aufzählung zu sehen, nicht zwingend schlecht oder schlechter als Frauen, aber, wenn sie es sind, gibt die Gesellschaft ihnen Macht über ein vertretbares Maß hinaus.

Alligatoren ist ein Buch, das Freiheit der Frauen propagiert, gewonnen durch Intrigen, Gewalt, aber dies nur um gegen die Gewalt der Männer standzuhalten.

Mich würde interessieren, ob der Name der Autorin ein Pseudonym ist, denn für mich klingt er wie ein gelungener Name einer Freiheitskämpferin Deborah aus der Bibel plus Spera von Espera = hoffen. Falls nicht, dann hat sie einen gelungenen Namen für ihr Romanthema.
#Alligatoren #NetGalleyDE #KathrinliebtLesen #Rezension

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86 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Die Ring-Chroniken - Begabt

Erin Lenaris
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672115
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Ring Chroniken von Erin Lenaris
Erscheinungsdatum: 03.09.2018, gelesen dank Netgalley als ebook (kindle) im August 2018
Genre: Science Fiction, Dystopie, Young Adult
Die Erde nach der Klimakatastrophe. Die Bevölkerung teilt sich in privilegierte und ausgebeutete Bewohner. Die Ausgebeuteten leben im wasserlosen Teil des Planeten und haben nur eine einzige Chance auf ein lebenswertes Leben: Erfolgreich im Kraftwerk arbeiten. Mit 16 beginnt die Auswahl. Emony, Halbwaise, begabt mit dem besonderen Talent Lügen zu spüren, stellt sich der Auswahl und kommt in die ersehnte Ausbildung. Dort erlebt sie das erste Mal Wasser im Überfluß, den dekadenten Luxus einer Dusche und den Zwiespalt zwischen Erkenntnis und Gefühlen.
Dieses Buch ist der Start einer Mehrteilers (aus meiner Sicht erst mal schade, ich liebe Einzelbände), funktioniert aber problemlos auch allein. Die Geschichte ist am Ende abgeschlossen, es sind keine notwendige Fragen offen, aber es verbleibt reichlich Potential für den Fortgang der Geschichte.
Zweite große Frage aus der Sicht einer älteren Leserin - schon wieder jugendliche Helden? Ja und in diesem Fall notwendig, da der Ausbildungsbeginn und Einstieg ins Berufsleben, ebenso wie das Chaos erster Liebe inklusive der Unsicherheit, wo der Unterschied zwischen Liebe und Freundschaft liegt, nur in dieser Altersstufe typisch ist.
Dass die Helden intelligent, pfiffig, sportlich und am Ende gut trainiert im Kampfsport sind, erschließt sich aus der Lebenssituation und der Ausbildung. Aus der Sicht des Arbeitgebers sind für mich die einzelnen Schritte der Ausbildung in Bezug auf das tatsächliche Arbeitsfeld und den immer möglichen Aspekt des Scheiterns nicht so clever gewählt, aber auch in Zukunft dürfen Unternehmen sich auch Gegner ausbilden ....

Angenehm finde ich, dass die Gefühlsebene schön nebenbei abgehandelt wird. Natürlich sind die ersten Gefühle immer präsent und einige Entscheidungen wären ohne die Hormone möglicherweise anders gefallen, aber das Thema wird nur so sehr wie dramaturgisch nötig behandelt und nicht übertrieben.
Außerdem gibt es auch ältere Charaktere, sowohl auf der guten, als auch der nicht klar einzuordnenden und der bösen Seite.
Die Geschichte ist in allen Details eher logisch, auch die Bereiche, die klar meine Kenntnisse übersteigen (DNA-Kodierung und Bohrtechnik) scheint alles durchdacht erklärt zu sein.
Inhaltlicher Kritikpunkt: Nachdem die Autorin uns seit Wochen auf Facebook die kleinen Chämaleon-Basteleien vorführt, ist diese Tierart außer als Kapiteleinstieg doch etwas unterrepräsentiert. Nein im Ernst, tolles Haustier und die Haltung unter wassertechnisch erschwerten Bedingungen ist gut beschrieben.
Für mich als Sehr-Viel-Leser bleibt nur ein einziger Kritikansatz: Das Buch enthält für mich etwas wenig überraschende Wendungen. Alle Überraschungen in der Geschichte, die es durchaus gibt, waren von meinem Leseempfinden durchaus vorbereitet und daher auch erwartbar.
Aber trotzdem interessantes Leseerlebnis, werde das Erscheinen der Folgegeschichte(n) mit Spannung erwarten.
Danke für dieses Leseerlebnis.
#DieRingChroniken #NetGalleyDE #ErinLenaris #KathrinliebtLesen

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258 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Die Schöpfer der Wolken

Marie Graßhoff
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959910989
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Schöpfer der Wolken von Marie Graßhoff

Erscheinungsdatum: 26.04.2017

gelesen im August 2018 als ebook (Google Book) auf meinem Smartphone

Genre: Fantasy

Ciara hat ihren Bruder Koba verloren, den bekannten Schriftsteller und testamentarisch einen letzten Auftrag bekommen. Sie soll ein Buchmanuskript in Schanghai persönlich einem Verleger übergeben. Brendan möchte lieber mit seinem Hund Ron durch die Gegend streifen als Menschen zu treffen, Xia ist sehr individualistisch und freiheitsliebend, Wesley ist reich und verläßt sich darauf, dass die Welt ihm immer den richtigen Weg zeigt. Und dann ist da noch der Unbekannte, der seinen Namen nicht nennen möchte, was hat er mit all den Anderen zu tun und was weiß er?

Dieses Buch erschließt sich sehr langsam, lange geht man mit den wechselnden Protagonisten auf die Reise, erfährt von ihren Talenten oder Flüchen, dem Alltag und fragt sich, wie alles ineinander greift. Durch die vielen Hauptpersonen und das sehr fantastische Geschehen ist das Buch eher anstrengend zu lesen, macht aber trotzdem Freude. Auch jetzt am Ende habe ich kaum alle Fragen beantwortet bekommen, weil ich halt nicht immer 100% konzentriert gelesen habe. Trotzdem hat mir das Buch Freude gemacht und trotz einzelner halboffener Enden finde ich es am Ende rund. Kein Buch zum mal eben so zwischendurch lesen, sondern eines um sich hineinzuwerfen und in der Welt dort einzutauchen.

#DieSchöpferderWolken #MarieGraßhoff #KathrinliebtLesen #Rezension

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Im Gepäck nur Hoffnung

Niklas J. Wingender
E-Buch Text: 14 Seiten
Erschienen bei Verlag Edition Brück, 17.03.2016
ISBN B01D549DDM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Gepäck nur Hoffnung von Niklas J. Wingender
Kurzgeschichte
Erscheinungsdatum: 17.03.2016
gelesen dank des Autoren als ebook (epub) auf dem Tablet im August 18
Die Geschichte zweier Kinder, deren Dorf von den Boko Haram ausgelöscht wird, die Verletzung, Verlust der Familie, Flucht und Flüchtlingslager erleben.
Die Geschichte erzählt kurz das Geschehene im Wechsel der Perspektiven. Die Sprache ist stimmig, die Erzählperspektive gibt die Möglichkeit hautnah an die Personen heranzukommen. Die Geschichte ist auf eine Art intensiv, die ich mir sehr gut erzählt/vorgelesen vorstellen kann.
Inhaltlich und von der Botschaft der Geschichte hat sie mich trotz oder wegen ihrer Kürze überzeugt.
Handwerklich bin ich mit dem Buch weniger zufrieden. Der Buchsatz ist in meiner Version katastrophal, allerdings habe ich eine selbst in epub gewandelte Version gelesen - bei der Onlineversion für den Kindle dürfte dies einwandfrei sein.
Schlechter ist, dass ich für die Kürze der Geschichte etwas viele Flüchtigkeitsfehler gefunden habe. (z.B. wird der Name des Freundes einmal falsch geschrieben, der Rest sind klassische Rechtschreibfehler). Dieser Punkt fließt aber nicht in meine Wertung ein.

Inhaltlich und sprachlich unbedingte Leseempfehlung.
#ImGepäcknurHoffnung #NiklasJWingender #KathrinliebtLesen #Rezension

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Die Polizisten

Hugo Boris , Amelie Thoma
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050466
Genre: Romane

Rezension:

Hugo Boris Die Polizisten
Erscheinungsdatum 10.8.18 gelesen dank netgalley als ebook (kindle) im August 2018
Genre: Zeitgeschichte, Belletristik
Der Inhalt dieses ziemlich kurzen Buches ist schnell erzählt.
Eine Polizistin, schwanger von ihrem Geliebten/Kollegen steht am Vorabend der Abtreibung. Um sich abzulenken meldet sie sich freiwillig für einen Auftrag, ohne vorher gehört zu haben, worum es geht. Ein Flüchtling soll zur Abschiebung gebracht werden. Sie liest die Papiere und zweifelt an der Rechtmäßigkeit.
In diesem Buch geschieht rein objektiv sehr wenig, es geschieht eigentlich nur etwas in der Innenwelt der Beteiligten und auch das ist nicht eindeutig. Reaktionen erscheinen nicht durchdacht, sondern impulsiv, weil die Gedankenkette vorher in eine ganz andere Richtung ging.
Das Buch beantwortet keine einzige Frage, es enthält keine Lösung, am Ende ist alles eher noch mehr offen als es am Anfang aussah. Keine der dargestellten Personen ist mir wirklich sympathisch. Sie wirken künstlich und doch echt. Nicht stimmig und unsympathisch, aber überzeugend. Der Autor hat nicht versucht irgendjemanden in der Geschichte leicht zugänglich zu machen. Es gibt keine Rückblicke, die einen Menschen besonders machen oder wichtig.
Aber trotzdem, obwohl dieses Buch alle Regeln gelungenen Schreibens über den Haufen wirft, kommt mir die Geschichte sehr nah. Auch wenn ich niemanden so richtig mag, berühren sie mich.
Auch wenn nichts geschieht, geschieht etwas mit mir.
Das Buch ist schnell gelesen, wenige Seiten, aber es klingt nach.
#DiePolizisten #NetGalleyDE #HugoBoris #KathrinliebtLesen


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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Der Duft des Lebens

Clara Maria Bagus
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Leben, 10.08.2018
ISBN 9783963660016
Genre: Romane

Rezension:

Der Duft des Lebens von Clara Maria Bagus

Erscheinungsdatum: 10.08.2018 gelesen dank Netgalley als ebook (Kindle) im August 2018

Genre: Philosophisches Märchen

Der böse Arzt Kaminski sammelt Seelen in Glasflaschen, die er sich von dem jungen Glasbläser Aviv hat fertigen lassen. Als Aviv dies aufdeckt beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Laut Klappentext ein Buch ungeahnter Tiefe und eine Erzählung existenzieller menschlicher Fragen.

Meine Erwartung nach diesem Klappentext: Ein Buch das Elemente und/oder Tiefe von Das Parfüm oder aus dem Werk von Coelho erreicht.

Meine Leseerfahrung: Obwohl Anklänge zu beiden Büchern zu finden sind, bleibt das Buch für mich leider ein leerer Versuch. Zunächst beginnt die Geschichte sehr zäh mit Geburt und Heranwachsen von Aviv. Doch leider hat mich keine der Szenen erreicht, Aviv bleibt völlig farblos, Sinn und Grund der Vorgeschichte außer dem Brief für den erwachsenen Aviv völlig im Dunkeln.

Dann Kaminski, das ultimativ Böse, aber auch er verbleibt bei wenigen scherenschnittartigen Eigenschaften. Und doch sind diese beiden Personen die Einzigen, die wirklich noch ein wenig Kontur haben. Alle anderen Menschen sind und bleiben Beiwerk für die grundlegende Auseinandersetzung. Selbst die Menschen, die Aviv berühren, geben nicht mehr als ein paar gelungene Sätze, aber keinesfalls genug um Realität werden zu können.

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, nur das Geschehen verläuft farblos und ertrinkt stattdessen immer wieder in einem Meer von Wortbildern. Dabei wird die Schönheit der Sprache und die gefühlte Poesie der Ausdrücke von den erzählenden Personen getrennt. Die Sprache z.B. des Straßenjungen ist völlig unglaubwürdig zur Person.

Zum Lesen dieses Buch musste ich mich immer wieder selbst zwingen, obwohl es mühelos in kurzer Zeit zu bewältigen war, doch eine Geschichte in der mich weder Handlung, noch Personen, noch Sprache wirklich überzeugen konnten, ist für mich doch eher verschenkte Zeit.
#DerDuftDesLebens #NetGalleyDE #ClaraMariaBagus #KathrinliebtLesen

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

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Das Verschwinden des Josef Mengele

Olivier Guez , Nicola Denis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783351037284
Genre: Romane

Rezension:

Oliver Guez, Das Verschwinden des Josef Mengele
Erscheinungsdatum: 17.08.2018, gelesen dank Netgalley als ebook (Kindle)
Genre: Historischer Tatsachenroman, Zeitgeschichte
Der Klappentext vermerkt reißerisch: "Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz. "Olivier Guez schuf mit diesem bekannten Verfahren eine phantastische neue Romanform.“ Frédéric Beigbeder in Le Figaro magazine".
Diese Zusammenfassung kann ich nicht nachvollziehen, denn ich finde zwar die Distanz, weit über das Notwendige hinaus aber nicht den rasanten Politthriller.
Ich lese das öde Untertauchen eines Verbrechers, der von seiner Ideologie nicht lassen kann, von der Familie mit nahezu unbegrenten Mitteln unterstützt wird und in ständiger Angst vor dem Gefundenwerden darunter leidet, dass er nicht die ihm zustehende Anerkennung erhält. Zusätzlich enthält dieses Buch Namen über Namen von mehr oder weniger bekannten Nazigrößen, manchmal mit, manchmal ohne die lapidare Anmerkung der verübten Greueltaten. Das Buch wahrt Distanz, indem es sich nicht zu sehr auf die Gedankenwelten einläßt, listet diese und die entsprechenden Netzwerke dann aber doch auf. Mengele findet Aufnahme in Argentinien, Paraguay und Brasilien, mal unter einem fremden, mal unter dem eigenen Namen, doch egal was geschieht und wie es ihm ergeht, das Buch strahlt für mich nur grundlegende Langeweile aus und wird weder dem Täter noch den Opfern gerecht.
Das Beste an dem Buch ist meiner Meinung nach das fantasievolle Cover mit dem halbverbrannten Foto Mengeles.
Vom Lesen des Buches kann ich nur abraten!
#DasVerschwindendesJosefMengele #NetGalleyDE #OliverGuez #KathrinliebtLesen

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250 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

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Vox

Christina Dalcher , Marion Balkenhol , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 15.08.2018
ISBN 9783103974072
Genre: Romane

Rezension:

VOX, Christina Dalcher

Erscheinungsdatum 15.8.2018

gelesen dank Netgalley als ebook (Kindle)

Genre: Dystopie, Feministischer Roman

In einem Amerika der ganz nahen Zukunft, nur ein oder zwei Präsidenten von jetzt, ist die Stimme der Regierung ein Prediger, der zurück in eine Gesellschaft möchte, die es nie gegeben hat.

Manche Gesellschaften haben Frauen aus der Sicht genommen, aber ihnen im Unsichtbaren immer noch Rechte und Kontakte gelassen, in diesem Buch ist die Sprache beschränkt: 100 Worte am Tag für jede Frau und jedes Mädchen, gesprochen, denn geschrieben und gelesen wird ganz entzogen. Zunächst schildert der Roman die Frage, was dies mit einer intelligenten Frau macht und schlimmer, wie ein Kind in dieser Struktur sich entwickelt.

Hier sehe ich auch die ganz große Stärke der Autorin, in einfacher Beschreibung der Familiensituation in den unterschiedlichen Gesprächsstrukturen mit Söhnen und Tochter das Grauen einer solchen Entwicklung ganz nah kommen zu lassen. Die Ich-Erzählerin hat den großen Vorteil, dass ihre wissenschaftliche Forschung gebraucht wird und bekommt dadurch Möglichkeiten und Einsichten, die anderen Frauen verwehrt bleiben.

Das Faszinierende an dem Buch ist, wie schnell diese gesellschaftliche Umwälzung für viele Menschen ganz natürlich wird, wie Männer und Jungen entweder überhaupt nicht mehr verstehen, was an dieser Situation gefährlich und unnatürlich ist oder auch ganz einfach die eigene Hilflosigkeit so lange kultivieren, bis das ganze Leben sich verändert hat.

Das Buch verbleibt in der ganzen Geschichte logisch und strukturiert, der Ablauf des Geschehens hat leider weniger Überraschungen als möglich, da die Ich-Erzählerin direkt am Anfang spoilert. Aber viele Personen sind nicht wie es den Anschein hat und Andere überraschen durch Lernfähigkeit.

Außer, dass der Einstieg ein wenig viel Andeutungen zum Verlauf enthielt und sich am Ende die Handlung etwas sehr überschlägt und dadurch Handlungsstränge mehr oder weniger in Nebensätzen abgehandelt werden, hat mir das Buch rundum gut gefallen.

Die Vorstellung nach dem Willen eines Sektenführers/evangelikalen Hasspredigers zur minderwertigen Hälfte der Menschheit gerechnet zu werden und seine Moralvorstellungen leben zu müssen, da sonst die Wortzahl auf 0 heruntergesetzt wird, beängstigt nicht weniger als ein technisches Gerät, dass einen Selbstmord durch ein Diktiergerät erlaubt.

1984 war beängstigend, aber die Technik ist mehr als 3 Jahrzehnte weiter. Damals wurde die Sprache vergiftet, hier wird sie ausgelöscht. Weitergedacht entsteht für mich in dieser Kultur die Frage: Was wäre mit der zweiten Generation? Wie lernen Jungen denken, wenn ihre Mütter nicht mit ihnen sprechen dürfen? Mädchen wären ja sowieso verloren....
#100wörter #NetGalleyDE #VOX #KathrinliebtLesen

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Anna

Niccolò Ammaniti , Luis Ruby
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783961610099
Genre: Romane

Rezension:

Anna von Niccolò Ammaniti

Erscheinungsdatum 10.8.18 gelesen dank netgalley im Juni 2018 als ebook (kindle)

Genre: Dystopie, Young Adult, Belletristik, SF(?)

Anna (12) und ihr kleiner Bruder Astor kämpfen ums Überleben in einer Welt, in der ein Virus alle Erwachsenen getötet hat und Jugendlichen mit etwa 14 Jahren weiterhin umbringt.

Ich habe schon viele interessante Dystopien gelesen und mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Wird es eine Überlebensgeschichte, schildert es den Alltag, gibt es Konflikte, eine Reise und Suche nach Heilung, ist das Ende eher positiv oder trübsinnig, waren meine Fragen.

Das Buch startet interessant, Suche nach Nahrung, Tricks den Bruder in Sicherheit zu halten, Details über Alltag und Nahrungssuche, Gefahren, Ekel und Mut. Dann eine Konfrontation mit einer gemischten Gruppe, angedeutete Heilslehren und Massenbeeinflussung. Es rutscht ein wenig in Richtung Fänger im Roggen. Aber irgendwo auf der Strecke verliere ich den Bezug zu Anna und Astor. Sie schaffen es nicht für mich real zu sein. Sind sie abgedreht und gefühlsbetont, dann bricht der Autor ab oder das Ganze verschwimmt in Alkohol und Drogen. Erst werden lauter eher unwichtige Handlungsdetails sehr ausführlich ausgebreitet, dann gibt es einen Bruch, ein Entscheidungsprozess wird übersprungen und die Handlung springt in eine neue Situation um sich wieder in Belanglosigkeiten zu erschöpfen. Mir hat dieses Buch leider zu wenig Spaß gemacht. Was sollte es? Kinder in einer existenziellen Notlage begleiten? Pubertäre Entwicklung ohne Erwachsene beschreiben? Exzesse in einer postapokalytischen Welt? Gesellschaftskritik? Spätestens am Ende eines Buches möchte ich gern wissen, was der Autor damit bezweckt. Hier habe ich dies nicht gefunden.
#Anna #NetGalleyDE #NiccoloAmmaniti #Dystopie #Rezension #KathrinliebtLesen

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Stimmlosen

Melanie Metzenthin
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 17.07.2018
ISBN 9782919801343
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Stimmlosen von Melanie Metzenthin

Erscheinungsdatum: 17.07.2018, gelesen als ebbok (kindle) im August 2018 dank Netgalley

Genre: Historischer Roman, Zeitgeschichte Nachkriegszeit

Für mich sind die in diesem Buch besprochenen Jahre 1945 bis Anfang der 50er-Jahre in Deutschland der unbekannteste Teil der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zu nah dran um in der Schule besprochen zu werden und für meine Eltern und Großeltern auf andere Art zu nah dran um viele Details zu erzählen.

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Haus- und Praxisgemeinschaft befreundeter Ärzte und Psychiater, die sich in den Nachkriegsjahren in Hamburg Wohnung, Praxis und das Lebensnotwendige teilen, unterstützt von guten Freunden und näheren und ferneren Vewandten. Fritz verlor seine Ehefrau und Tochter im Feuersturm und konnte den kleinen Sohn erst nach zwei Jahren lebend im Waisenhaus wiederfinden. Paula und Richard sind glücklich, dass ihr gehörloser Sohn und seine Zwillingsschwester nicht mehr Gefahr laufen zwangssterilisiert zu werden, aber die unmittelbare Not ausreichend Lebensmittel und Heizmaterial zu bekommen, zwingt immer wieder zu illegalen Aktionen.

Das Buch erzählt sehr hautnah und lebensecht vom Leben im Nachkriegs-Hamburg. An allen Ecken und Enden des Buches hat der Leser die Möglichkeit den Stand der Medizin und die Probleme mit den Versorgungsengpässen in diesem Feld ebenso kennenzulernen wie die Probleme zwischen Briten und Deutschen.

Der im Klappentext angesprochene Euthanasiefall, der gerichtlich behandelt wird, zieht sich in der Person Dr. Krügers quer durch das Buch. An einigen Stellen des Buches war ich der Meinung, dass dieses Thema weniger dominant behandelt würde, als der Klappentext vorgibt, aber Dr. Krüger taucht dann doch immer mal wieder auf und bewegt Richard und Paula.

Das Buch spricht ein wenig viele weitere Themen an, so wirkt der Erzählstrang England und die verwandtschaftlichen Beziehungen von Fritz zunächst ein wenig dick aufgetragen, bauen sich aber insgesamt gut in die Gesamtgeschichte ein.

Auch wenn man bei den Personen gut zwischen "guten" und problematischen Menschen unterscheiden kann, bleibt niemand durchgehend rechtstreu, müssen auch die Guten ihre eigenen Maßstäbe immer wieder hinterfragen und neu ausrichten.

In diesem Buch habe ich mir zwei Zitate markiert. Das erste ist für mich ein Beispiel für den besonderen Humor: "Ich werde nie wieder einen Kaffee trinken können, ohne an die dreiundzwanzigjährige Indiofrau mit Liebeskummer denken zu müssen, deren Tränen den Boden gedüngt haben."

Das zweite Zitat stellt den Hass auf die Feinde des Krieges in den für mich richtigen Bezugsrahmen: "Und da war mir klar, das ist wie eine Naturkatastrophe. Genauso wenig wie es etwas bringt, die Flutwelle zu hassen, die deine Familie ertränkt oder den Vulkan, dessen Lava sie unter sich begräbt, genauso wenig nützt es etwas, den einzelnen Piloten zu hassen, der die Bomben geworfen hat."

Das Vorgängerbuch habe ich noch nicht gelesen, dieses Buch hier kann aber auch alleine stehen.

#Netgalleyde#DieStimmlosen #MelanieMetzenthin #KathrinliebtLesen #Rezension


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Du Jane, ich Goethe

Guy Deutscher , Martin Pfeiffer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423346559
Genre: Sachbücher

Rezension:


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Der Weltentraum

Nikolaus Fahrner
Flexibler Einband: 124 Seiten
Erschienen bei epubli, 12.07.2018
ISBN 9783746741949
Genre: Romane

Rezension:

Der Weltentraum - Nikolaus Fahrner

Erscheinungstermin: 24.04.2018 gelesen als digitales Rezensionsexemplar auf meinem Smartphone, da ich ein epub erhalten habe.

Genre: Kurzroman, Jugendroman, laut Autor Science Fiction

Jonathan ist 15 und hat neben der Schule einen begehrten Nebenjob: Pretester eines revolutionären Computerspiels.

Traum vieler Menschen, nicht nur Jugendlicher: Ein fantastisches Computerspiel spielen und dafür noch bezahlt werden. Für Jonathan hat sich dieser Wunsch erfüllt, doch neben der Schule und den sonstigen Verpflichtungen bleibt ihm einfach nicht genug Zeit, soviel zu spielen, wie er möchte. So fällt mal das Lernen, mal Zeit für die kleine Schwester einfach hintenrunter und alte Freunde würden sich über andere Gesprächsthemen auch freuen...

Das einzige SciFi-Element des Buchs ist das Spiel mit der direkten Hirnanbindung. Durch einen speziellen Helm, der individuell angepasst wird, taucht man ganz und gar in die Spielwelt ein. Verbesserungen in der Software machen das Erleben immer intensiver.

Gut gefallen hat mir in diesem Buch, dass trotz der Kürze, das fiktive Spiel mit Jugenschutzmaßnahmen erdacht ist, die für Jugendliche zu gefährliche Konfrontationen ausschließen sollen. Nur das Spiel hat offensichtlich andere Vorstellungen als z.B. ich für mein Kind hätte, ab wo Gefahr beginnt. Da aber notfalls immer die Möglichkeit des Spielabbruchs existiert, spielt Jonathan und im Laufe des Romans noch weitere Personen mit dem Einverständnis der Eltern viel mit der geliebten Simulation.

Einige kleinere Verwicklungen mit dem Alltag erfordern eine Erziehungsmaßnahme, doch das Verständnis Jonathans zu seiner Verantwortung wächst erst, als das Spiel in einer abschließenden Testsimulation eine überraschende Wendung macht.

Mir hat der Kurzroman gut gefallen - natürlich muss man die Kürze im Hinterkopf haben, denn man hätte die gleiche Geschichte sicher auch deutlich länger ausarbeiten können. Das Buch ist so zu einer kurzweiligen Unterhaltung für zwischendurch geworden, die man auch mal auf dem Smartphone lesen kann. Trotz der Kürze finde ich weder Logiklücken noch Personen, die mir mit zu wenig Tiefe geschildert sind.

Das Thema ist nicht neu, aber gut umgesetzt und trotz des "Lernerfolgs" für Jonathan an keiner Stelle mit pädagogischem Fingerzeig oder gar Holzhammer geschrieben.

Unterhaltsam auch für Erwachsene.

Und danke, dass eine der weiblichen Protagonisten meinen Namen in der einzige richtigen Schreibweise enthält - mit h (Ironiemodus off).

#DerWeltentraumJonathansSpiel #NikolausFahrner #KathrinliebtLesen #Rezension

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Panterra Nova: Die Suche

Farina Eden , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.08.2018
ISBN 9783522506236
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Panterra Nova, Die Suche - von Farina Eden

Erscheinungstermin: 18.05.2018 gelesen dank Netgalley als ebook (kindle)

Genre: Dystopie, Jugendbuch

Ausgewählt habe ich das Buch wegen des Genres Dystopie, weil ich sehr gerne gut gemachte Dystopien lese. Ein wenig ins Hintertreffen bei meiner Lesereihenfolge geriet mir dieses Buch, weil der Klappentext eine Liebesgeschichte, vermutlich als Dreiecksgeschichte andeutete. Liebesgeschichten lese ich aber eher ungern, besonders welche mit sehr jungen Protagonisten. Wahrscheinlich bin ich da thematisch allein altersmäßig zu weit weg.

Nun zur Geschichte: Wir befinden uns in einer Zukunft, in der die Nutzung digitaler Mobilgeräte (Smartphone/Tablet usw.) wieder auf das reine Telefonieren zurückgegangen ist. Dies entstand durch die Ideologie, die die Firma MEO (Mother Earth Origin) weltweit vermittelte: zurück in die vortechnische Welt.

Dieser Ideologie wird in einigen Bereichen radikal, in anderen eher punktuell gefolgt.

Darüber hinaus sind die Unterschiede zur heutigen Gesellschaft im Alltag gering.

Der größte Unterschied zu unserer Welt ist eine Gruppe von "Wunschdenkern", die anderen Menschen Befehle auf Gedankenebene erteilen können. Diese Fähigkeit ist durch Mord übertragbar, weswegen Wunschdenker Beschützer an ihrer Seite haben. Insgesamt wird die erdachte Welt über diese Informationen hinaus kaum beschrieben, auch die Frage woher die Wunschdenker und ihr Umfeld kommen, wird nicht einmal angerissen.

Soweit so gut, ein interessantes Szenario, das flüssig erzählt, mit zum Glück nicht zu viel Romantik (danke, für mich genau die richtige Menge) ein Gefahrenszenario für die gesamte Menschheit aufbaut.

Der Erzählstil ist ansprechend, die Personen wirken stimmig, der Roman passt zielgruppenbezogen. Für mich war es stellenweise ein wenig zu leicht geschrieben, das Buch hat mich zwar interessiert, aber nicht wirklich hineingesogen. Es war eines der Bücher, die man gut lesen, aber auch gut mal zur Seite legen kann. Die Personen, auch die Erwachsenen waren mir teilweise zu farblos und oberflächlich oder alternativ zu irre.

Für ein Buch für Erwachsene, bzw. ein All-Age-Buch hätte ich ein paar inhaltliche Kritikpunkte. So finde ich die besonderen Fähigkeiten durch die besondere Abstammung so aufgebaut, dass ich fast erwarte, dass jemand mit ähnlicher Konstellation und anderen Fähigkeiten Held in einer Fortsetzung sein könnte. In diesem Buch ist Chris der weltweit Einzige, der mit einem Zusatztalent/fluch geschlagen ist. Irgendeinen Überbau im Zusammenhang zur Panflöte hätte ich mir auch da gewünscht.

Die geologischen Zusammenhänge und den Geologen, der mitmacht: "Um so etwas mit eigenen Augen zu sehen" finde ich ein wenig gewagt zugespitzt, aber das sei der Unterhaltung zugerechnet.

Insgesamt war das Buch recht gut zu lesen, besonders geeignet für Dystopiefans, die jugendliche Protagonisten mögen. Der Bereich Romantik ist enthalten, altersgerecht, d.h. inklusive der entsprechenden gefühlsmäßigen Verwirrungen, wird aber nicht so in den Vordergrund geschoben, dass die Rettung der Welt dadurch ins Hintertreffen gerät.

Mir hat dieses Buch deutlich besser gefallen als das Zigeunermädchen, obwohl dieses Buch für mich eindeutiger für junge Leser geschrieben ist.
#PanterraNova:dieSuche #NetGalleyDE #FarinaEden #KathrinliebtLesen

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