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1.367 Bibliotheken, 4 Leser, 13 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, mord, geister, jugendbuch, dorf

Whisper

Isabel Abedi
Fester Einband: 275 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2005
ISBN 9783401053691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, drückend und gefährlich. Als Noa es das erste Mal betritt, ist sie gleichermaßen ergriffen von Furcht und neugieriger Erwartung. Doch niemand außer ihr scheint zu spüren, dass das alte Gebäude ein lang gehütetes Geheimnis birgt ...

Rezension:

Whisper ist eine Mischung aus Mysterie-Krimi und Liebesgeschichte. Das Buch dreht sich um Noa die nicht wirklich freiwillig mit ihrer Mutter Kat und deren besten Freund Gilbert Urlaub im Westerwald macht, während ihre Freundinnen auf einer Partyinsel die Seele baumeln lassen. Aber irgendetwas scheint mit Noa passiert zu sein, weswegen sie sich lieber in die Einöde zurückzieht.

Kat, Noas Mutter, ist eine berühmte Schauspielerin und es dauert nicht lange bis sie die Aufmerksamkeit der eigenbrödlerischen Dorfbewohner auf sich zieht, sehr zu Noas Missfallen. Oft scheint es, dass Kat ihr keine gute Mutter ist, mit ihren wechselnden Affären, dem provozierenden Auftreten und der teilweisen Ignoranz ihrer Tochter gegenüber. Es hat fast bis zum Ende des Buches gedauert, bis ich mit Kat warm wurde, aber letztendlich habe ich auch sie ins Herz geschlossen. =D

Gilbert, Kats bester schwuler Freund und Bücherwurm paranormaler Geschichten ist da die gute Seele des Buches, eine Art Vaterersatz für Noa der immer wieder zwischen den beiden Damen schlichtet.

Das Dreiergespann zieht in ein, seit 30 Jahren leerstehendes Haus ein, dass eine Renovierung mehr als Nötig zu haben scheint, deswegen beschließt Kat, sich nach jemandem umzusehen, der ihnen bei diesem Unterfangen helfen kann. So treffen sie, als sie Abends einen Abstecher in die Dorfkneipe machen, auf David. Dieser wohnt zusammen mit seiner Mutter und seinem behinderten, kleinen Bruder Krümel bei dem Wirt und dessen Mutter.

So nimmt die Geschichte ihren lauf....bis Gilbert, angetrieben durch die neusten Entdeckungen in einem seiner Bücher darauf kommt, eine Geister- Seance durchzuführen..die nicht ohne Folgen bleiben wird.

Eliza, vor 30 Jahren in genau diesem Haus ermordet, meldet sich und bittet Noa und David um Hilfe bei der Aufklärung ihrer Mordes. Erst sind die Beiden überhaupt nicht angetan und nehmen das ganze als schlechten Scherz des jeweiligen Anderen wahr, doch dann müssen sie einsehen dass es bitterer Ernst ist.

Aber warum sind die Dorfbewohner so verschlossen was die Vergangenheit angeht? Niemand scheint sich an etwas erinnern zu können und auch Noa hätte sich besser aus der Geschichte herausgehalten, denn am Ende muss sie einen hohen Preis für ihre Neugierde bezahelen...

Was ist Elizas Juwel?

Und was ist mit David? Warum ist er am Anfang so abweisend zu ihr, wenn er sie doch anscheinend mag?

…..ein Haufen Fragen, die einen beim lesen erst wieder loslassen wenn man auf der letzten Seite angekommen ist.

Fazit:

Whisper ist nach Lucian und Isola mein drittes Buch von Isabel Abedi und wieder konnte mich die Autorin mit ihrem Werk überzeugen. Wobei ich Isola noch einen Tick besser fand, da ich diesmal nicht so richtig in die Liebesgeschichte rein kommen konnte, am Ende ging es mir einfach alles einen wenig zu schnell. Dennoch lässt sich bei Whisper nicht viel meckern, der Schreibstil ist wieder einmal flüssig und bezaubernd. Besonders Elizas Einträge am Anfang der jeweiligen Kapitel haben es mir angetan.

Ich lege das Buch jedem ans Herz der Lust auf hat auf ein bisschen Spannung, einen wunderschönen Schreibstil und eine Liebesbeziehung die ganz ohne Kitsch auskommt.

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169 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

toskana, thriller, italien, krimi, deutschland

Der Kindersammler

Sabine Thiesler
Fester Einband: 526 Seiten
Erschienen bei null, 01.01.2007
ISBN 9783828991194
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

ER HAT DIE AUSSTRAHLUNG EINES ENGELS – UND IST DER LEIBHAFTIGE TEUFEL

Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos und sie müssen ohne ihren Sohn Felix nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr.

Meine Meinung:

Sabine Thiesler beginnt ihren Roman ‚Der Kindersammler‘ mit einem Wechsel aus Zeitsprüngen und Rückblenden. Am Anfang ist es ein bisschen verwirrend, aber mit der Zeit findet man sich gut ein. Und durch diese Weise werden wir, im Gegensatz zu den Hauptprotagonisten und der ermittelnden Polizei, allwissend. Denn wir lernen sie alle kennen. Alle Opfer, deren Eltern und auch den Täter selbst.

Bereits auf den ersten Seiten dieses Romans, werden wir mit ‚dem Kindersammler‘ konfrontiert und lernen ihn näher kennen. (Was für mich etwas vollkommen Neues war) Dieser Mann, den Frau Thiesler ins Leben gerufen hat, handelt eiskalt und ohne jegliche Reue. Seine Opfer befinden sich am Ende der gesellschaftlichen Nahrungskette. Und die Einblicke, die uns gewährt werden… sind unglaublich schmerzhaft. Es ist das schlimmste, was Eltern passieren kann. Das eigene Kind verschwindet, wird missbraucht und anschließend ermordet. Und keiner kann einem sagen warum dies geschehen musste und wer dafür verantwortlich ist. Es ist eine Qual sich durch dieses Buch zu kämpfen. Aber nicht weil es schwer geschrieben ist, sondern eher wegen dem behandelndem Thema und dadurch, dass wir als Leser in die Rolle der Betroffenen sowie des Täters selbst schlüpfen.

Drei Mordfälle in den 1980er Jahren bringen die Polizisten zum Verzweifeln. Die Opfer: Jungen, alle jung, zart und blond. Getötet und anschließend drapiert wie kleine Puppen. Eingebaut in ein Stillleben. Sitzend am Tisch oder in einer liebevoll errichteten Sandburg. Die hinterbliebenen Spuren sind für die Polizei so gut wie unbrauchbar und so verlieren sich die Fälle im Dunkeln.

Der Täter selbst, ist ein stiller, zurückhaltender Mann. Ein Einzelgänger, der weder eine glückliche Kindheit noch Ehe hatte. Nach außen hin ist er wirklich charmant und höflich, wodurch er sich jeglicher Verdächtigung entziehen kann. Doch wir als Leser, wissen wer er wirklich ist. Wir bekommen die abgrundtief dunkle Seite seines Herzens zu sehen und können doch nichts unternehmen. Ein frustrierendes Gefühl, das uns die Autorin damit verschafft.

1994 verlieren Anne und Harald Golombek ihren Sohn Felix während eines Urlaubs in der Toskana. Die Ehe bricht auseinander und so ist es nur Anne, die zehn Jahre später zurück in die Toskana geht. Dort kauft sie sich ein kleines, älteres, jedoch gemütlich hergerichtetes Häuschen. Dort kann sie ihrem verschwundenem Sohn wieder nah sein und versuchen endlich Ruhe zu finden. Niemand aus ihrem vorigen Leben ist ihr mehr geblieben. Die einzigen Kontakte, die Anne jetzt noch hat, sind zu ihrer neuen Nachbarin, dem Makler des Häuschens und dessen Vorbesitzer.

Anhand der vielen, und vor allem verschiedenen, Perspektivenwechsel und Zeitsprünge, sowie Handlungsorte wie abgelegene Häuser in dunklen Wäldern und Protagonisten wie eine, zwar gutmütige, ‚Irre‘, wird ununterbrochen Spannung aufgebaut und das bis hin zum Ende.

Sabine Thiesler verlangt uns mit ihrem Thriller ‚Der Kindersammler‘ eine Menge Kraft ab. Sie behandelt ein Thema, das gerade Eltern extrem stark an die Nerven geht. Ich selbst bin keine Mutter und musste doch das ein oder andere Mal im Lesen stoppen, da es mir unglaublich zusetzte. Das Gefühl, welches Betroffene empfinden müssen, kann ich mir in meinen schlimmsten Albträumen nicht ausmalen. Der Gedanke allein, wie sehr es schmerzen muss, bereitet mir als Leser unglaubliche Qualen. Die Autorin treibt uns schier an den Rand der Verzweiflung und ist einfach nicht dazu bereit uns auch nur den allerkleinsten Hoffnungsschimmer, dass alles doch noch wieder gut wird, zu schenken.

Fazit:

Sabine Thiesler konfrontiert uns in ihrem Thriller-Debüt mit einem Thema, vor dem wir Menschen, und gerade Eltern, gerne die Augen verschließen möchten. Ganz in dem Sinne ‚Was ich nicht sehe, das ist auch nicht da‘. Jedoch denke ich nicht, dass wir als Leser, nachdem wir diesen Roman durch haben, ihn einfach zur Seite legen können, ohne uns irgendwelche Gedanken darüber zu machen. Das beklemmende Gefühl, das sich bereits zu Beginn dieses Romans in unsere Herzen schleicht, bleibt eine kleine Ewigkeit dort sitzen und drückt hin und wieder mal zu.

Ich war erleichtert, dass Sabine Thiesler zumindest darauf verzichtet hat, auf die Ermordungen der kleinen Jungen näher einzugehen. So lesen wir nichts über grauenvolle Todeskämpfe, oder über Stunden anhaltende Missbräuche. Das Thema ist an sich schon pikant genug und somit fehlt es diesem Thriller daran nicht.

Trotz der Grausamkeit, die dieses Thema nun einmal mit sich bringt, ist man nicht dazu im Stande das Buch wieder zur Seite zu legen, wenn man es einmal angefangen hat. Man muss einfach wissen, wie es ausgeht.

Nachdem ich auch das letzte Wort hinter mich gebracht und das Buch zugeklappt hatte, blieb eine Frage zurück:

Wie hat Sabine Thiesler es fertig gebracht dieses Buch zu schreiben, ohne ihre Nerven zu verlieren? Wie kann ein Mensch solch‘ ein Maß an Fantasie aufbringen, um so eine Geschichte zu entwickeln?

Für diesen Thriller empfehle ich Nerven wie Stahlseile, denn dieser Roman schlägt wirklich aufs Gemüt.

Ich muss der Autorin fünf von fünf Sternen für dieses Debüt geben. Es war gewagt von ihr, doch hat sie es, in meinen Augen, mehr als nur gemeistert.

Ich bin gespannt, was mich in ihren anderen Romanen erwarten wird.

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474 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 32 Rezensionen

fantasy, magie, magier, krieg, tessia

Magie

Trudi Canavan , Michaela Link
Fester Einband: 733 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.05.2009
ISBN 9783764530372
Genre: Fantasy

Rezension:  
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163 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 27 Rezensionen

fantasy, zauberer, magie, abenteuer, herzog

Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 03.02.2011
ISBN 9783407810748
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension:

Zugegeben, ich war mehr als skeptisch als ich mich an das Hörbuch machte. Ich habe Die Wächter der Nacht hier rumstehen und das Buch nach dem ersten Versuch abgebrochen, irgendwie kam ich einfach nicht rein, auch wenn mich der Inhalt ziemlich angesprochen hat

Also war klein Kati natürlich enttäuscht und als sie von Trix Solier gehört hatte, hat sie es direkt abgehakt...und ist dann irgendwie doch beim Hörbuch gelandet.

Vorweg: Humor ist eigentlich überhaupt nicht mein Genre, weder im Buch noch im Film und ich musste das Buch direkt mit Terry Pratchett in Verbindung bringen, als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, dem ich mit seinem Scheibenwelt-Zyklus auch nichts abgewinnen kann. (außer großen Respekt für die Fülle an Büchern).
Lange Rede kurzer Sinn: Ich wurde eines besseren belehrt, das Hörbuch war wirklich wundervoll.

In Trix Welt steckt einfach so viel versteckter Witz und Seitenhiebe. Lukianenko versteht sich einfach darauf sich sowohl über die mitteralterliche als auch über die moderne Welt lustig zu machen, ohne dass es der eigentlichen Geschichte schadet. Spielend leicht scheint ihm der Plot von der Hand gegangen zu sein, der rote Faden immer präsent, der Schreibstil eigen, flüssig und die Charaktere erst...

Anette die rauschkrautsüchtige Fee, die über beide Ohren in Trix verliebt ist und ihm so manches Mal aus der Patsche hilft. Ian den Trix schon am Anfang seiner Reise kennen lernt, zu seinem Knappen erklärt und dann doch wieder verliert. Dann wäre da noch Sauerampfer der etwas skurile Zauberer bei dem Trix später in die Lehre geht, nachdem er einem der Minutaueren die Sauerampfer ihm auf den Hals gehetzt hat mithilfe der Macht des Wortes zu Kleinholz zerhackt....natürlich gibt es noch einen sehr viel mehr Charaktere, wie den kleinen Hellenbarry der mir durch sein dauerndes Klaro ans Herz gewachsen ist...oder Tiana die Herzogin die Trix rettet, um ihr wenig später zu verfallen...kurzum lässt sich sagen dass Lukianenko einen Haufen wunderbarer Charaktere geschaffen hat, keiner von ihnen wirkt farblos und jeder bekommt seine ihm zustehenden Seiten. Allein wegen den Charakteren sollte man das Buch gelesen/gehört haben.

Trix Solier ist für mich eine Art modernes Märchen und auch wenn der Verlag es als Jugendbuch gekennzeichnet hat, da es sich bei Trix um einen vierzehnjährigen handelt, finde ich dass es auch für Erwachsene geeignet ist. Oder eher vielmehr für Erwachsene, da das Buch voll mit Sarkasmus, Ironie und Anspielungen ist, die ein junger Leser noch gar nicht erfassen kann.

Ich lege das Buch allen ans Herzen die mal wieder Lust auf ein Märchen haben und auch jenen die die Nase voll von stumpfer, sich eigentlich immer wiederholender Fantasy haben.

Ein kleines Manko gibt es bei dem Hörbuch allerdings dennoch, da es gekürzt wurde. Kürzen werde ich wohl nie verstehen, denn, will man ein Buch gut kürzen braucht das auch seine Zeit, da kann man die Passagen auch direkt lesen.

Dafür hat Stefan Kaminski seine Sache mehr als gut gemacht. Er hat das Buch nicht nur Stumpf runtergelesen, sondern ihm und den Charakteren durch sein Stimmenspiel Leben eingehaucht und mir mehrere Stunden Spaß beschehrt. Von ihm würde ich mir immer wieder ein Hörbuch anhören.

Kati

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766 Bibliotheken, 2 Leser, 10 Gruppen, 85 Rezensionen

thriller, therapie, schizophrenie, mord, insel

Die Therapie

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Weltbild Verlag, 01.01.2007
ISBN 9783828986855
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
Sebastian Fitzek hat es innerhalb weniger Stunden geschafft, meinen Lieblingsautor Jonathan Kellerman von seinem Thron zu stoßen und die Herrschaft an sich zu reißen.

Die Therapie handelt von dem Starpsychologen Dr. Viktor Larenz, der seit vier Jahren unter dem Verschwinden seiner zwölfjährigen Tochter Josephine leidet. Es gibt keinerlei Hinweise zu ihrem Verschwinden; eine Leiche wurde nie gefunden. Viktor zieht sich zusammen mit seinem Golden Retriever Sindbad zurück in sein Ferienhaus auf der Nordsee-Insel Parkum. Dort wird er von einer mysteriösen Frau aufgespürt, die unter Wahnvorstellungen leidet. Anna Spiegel. Immer wieder erscheint ihr ein kleines Mädchen. Ein Mädchen das erschreckend an die kleine Josy erinnert. Und von da an beginnt das eigentliche Drama.
Der Verlauf der Geschichte ist wahnsinnig spannend, immer wieder bildeten sich neue Thesen in meinem Kopf und jedes Mal als ich dachte ‚jetzt weiß ich was dahintersteckt‘ wurde alles mit einem Schlag wieder zunichte gemacht. Und genau so blieb es bis zum Schluss.
Als ich bei dem Ende angelangt war und das Buch zur Seite legte, war in meinem Kopf ein einziges Chaos. Nicht weil die Geschichte vollkommen wirr geschrieben ist, nein ganz im Gegenteil. Ich war erstaunt wie sehr ich an der Nase herumgeführt wurde und gleichzeitig unglaublich aufgewühlt.

Jedoch ist es in meinen Augen ein gelungenes Ende und alles in allem ein tolles Buch.

Fazit:
Sebastian Fitzek schafft es bereits auf den ersten Seiten seine Leser völlig in den Bann zu ziehen. Es gibt keinerlei Lückenfüller, die Geschichte ist durchgehend spannend und wunderbar flüssig zu lesen. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was mich sehr anspricht, da ich gerne mal ein Buch während Busfahrten oder während Wartezeiten lese. Ich habe es jedoch nicht geschafft dieses Buch auch nur einmal aus der Hand zu legen. Ich war völlig gefangen und konnte es kaum erwarten, den nächsten Fitzek zu lesen.
Psychothriller-Liebhaber werden dieses Buch lieben, doch auch diejenigen, die weniger für dieses Genre zu begeistern sind würden es mögen. Einige Fantasy-Leser waren jedenfalls gnadenlos begeistert.
Meine Meinung? Fünf Sternchen. Für den wunderbaren Schreibstil, das spannende Storyline und die Gabe Leser in den Bann zu ziehen und sie süchtig zu machen.

Ein Klasse Debüt!

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426 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

thriller, entführung, mord, serienmörder, krimi

Victim

Chris Mooney , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 30.03.2007
ISBN 9783499245602
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Chris Mooney schreibt unsagbar fesselnd und beginnt seinen Roman bereits mit einem mörderischen Tempo. Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes.

‚Victim‘ ist in drei Teilen aufgebaut. Der erste Teil besteht aus fünf Kapiteln, in denen es um Darby McCormicks Vorgeschichte geht. Ein kurzer jedoch fesselnder Ausflug in ihre Zeit als Jugendliche im Jahre 1984. Allein in diesen fünf Kapiteln, hat es Chris Mooney schon geschafft, mich in einen tiefen Bann zu ziehen. Darby und ihre Freundinnen Stacey und Mel, werden im Wald, Zeugen einer grausamen Tat. Sie beobachten den Mord an einer Frau. Die mutige junge Darby versucht einzugreifen, scheitert und lässt, um allem noch das buchstäbliche Krönchen aufzusetzen, ihr Portemonnaie mit all ihren Ausweisen am Tatort zurück.
Und nun sind die drei Mädchen selbst in Gefahr.

Im Zweiten Teil des Romans begleiten wir die heutige Polizistin Darby McCormick zu einem Tatort, an dem ein junges Mädchen verschwand und dessen Freund erschlagen wurde. Ganz in der Nähe des Tatorts, stößt sie auf die abgemagerte Rachel, die von Wahnvorstellungen geplagt wird.
Oder sind es gar keine Wahnvorstellungen?
Darby versucht alles, um zu Rachel durchzudringen und wird bei diesem Versuch immer weiter in ihre eigene Vergangenheit zurückversetzt.

Und dann sind da auch noch diese Fragen, die wir uns stellen. Was ist wirklich passiert? Wie viele Opfer, wie Rachel gibt es wohl noch? Wer ist dafür verantwortlich? Und wo verdammt ist dieser Mörder, der Darbys Namen kennt?

In dem dritten und letzten Teil kommt noch eine weitere erschreckende Tatsache ans Licht, auf die ich jetzt allerdings nicht weiter eingehen möchte, da ich sonst allen die Freude am lesen nehmen würde.

Fazit:

Den Polizisten und auch uns als Lesern, macht Chris Mooney es unglaublich schwer, Wahn von Realität zu unterscheiden.
‚Victim‘ ist ein unglaublich spannender Thriller, den man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es gibt keine Stelle in dieser Story, die ich kritisieren kann.
Ich kann Lee Child in seiner Sicht nur zustimmen: „Erschreckende Story. Erschreckendes Talent. Ich liebe dieses Buch.“
Und auch muss ich an dieser Stelle noch das Zitat von Léon Bloy erwähnen, welches Mooney ganz zu Beginn des Buches aufführt: ~Im menschlichen Herzen gibt es Orte, die noch nicht existieren; in sie dringt das Leiden, damit sie zur Existenz gelangen.~
Wunderbar passend.

Großes Talent. Empfehlenswert. Fünf Sternchen von mir. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Thriller von Chris Mooney zu lesen.

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248 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, bagdad, orient, sturmkönige, dschinn

Die Sturmkönige - Wunschkrieg

Kai Meyer
Fester Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.03.2009
ISBN 9783785723562
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension:

Die Welt der Menschen steht vor dem Untergang.

Wer bei Kai Meyers Strumkönige Trilogie auf ein verklärt- romantisches Märchen aus Tausendundeiner Nacht hofft, wird enttäuscht sein. Dafür aber bietet der Autor einem etwas viel besseres, eine Geschichte die süchtig macht, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Eine Geschichte voller Magie. Wilder Magie.

Wunschkrieg ist der zweite Teil der Trilogie und nachdem ich das Buch endlich ergattern konnte, habe ich mich auf die Seiten gestürzt wie schon lange bei keinem Buch mehr. Fast ein Jahr bin ich um diese Trilogie herumgeschlichen und habe mich doch immer dagegen entschieden. Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht einmal mehr, warum. Ich bin einfach nur froh, dass ich letztendlich doch nachgegeben habe.

Das Buch strotzt nur so vor wunderbaren Ideen. Da gibt es die fliegenden Teppiche, die von ihrem Meister beherrscht werden müssen und dennoch ihren eigenen, fast trotzigen Willen besitzen. Die Elfenbeinpferde und Ifriten, beide, genauso wie die Menschen, Opfer der wilden Magie und letztendlich vielleicht sogar Verbündete. Die Sturmkönige, einst Rebellen gegen Bagdad und den Kalifen, nun auf hoffnungsloser Mission gegen die Dschinn. Reitend auf Wirbelstürmen die, so scheint es, einfach aus dem Boden wachsen. Im Laufe des Buches kommt Junis hinter der Geheimnis der Sturmkönige, das so unglaublich zerbrechlich ist und andererseits mehr Fragen aufwirft als es beantwortet.

Außerdem lernen wir neue Charaktere kennen: Wer ist Jibril? Der kleine Junge, den Junis bei den Sturmkönigen kennen lernt, kränklich auf den ersten Blick und mit der Last von so viel mehr Jahren in seinem Blick, als er alt sein kann? Je mehr ich über Jibril erfahren habe, destso unsymphatischer wurde er mir und dennoch blieb ein schaler Nachgeschmack, weil er auf seine ganz spezielle Art und Weise das Richtige zu tun scheint.

Das ist sowieso so eine Angelegenheit, Kai Meyer versteht es auch die unsymphatischsten Charaktere so auszuleuchten, dass man Verständnis hat. Alles hat seine zwei Seiten und selbst die Dschinn sind aus ihrem Blickwinkel im Recht. Herr Meyer lässt nicht zu dass man vorschnell verurteilt und ein Schwarz-Weiß-Bild von Gut und Böse zeichnet.

Aber wenden wir uns dem Anfang zu: Das zweite Buch setzt nahtlos an den Vorgänger an, im gewohnt rasanten Tempo begleiten wir Tarik auf seiner verzweifelten Mission, Sabatea in Bagdad aus dem Palast des Kalifen zu befreien. Ganz wie es Tariks Art ist versucht er es erst einmal mit dem Kopf durch die Wand und scheitert bei diesem Versuch nur haarschaf. Mein Gott, habe ich bei dieser Szene nach Luft geschnappt. Nun ist er auf der Flucht vor der Falkengarde des Kalifen und schlägt sich im Untergrund von Bagdad durch. Tarik lernt hierbei sowohl neue 'Freunde' als auch Feine kennen.

Sabatea lernt währenddessen den Kalifen von Bagdad besser kennen und verstehen. Mit dem Auftrag ihn zu töten kam sie nach Bagdad und nun steckt sie auf einmal in der Situation es nicht tun zu können

Ob sie ihren Auftrag letzten Endes doch ausführen wird oder ob Tarik es schafft, sie vorher zu retten, darauf werde ich hier nicht weiter drauf eingehen. Nur eins sei gesagt: Nichts ist wie es scheint. Im Übrigen bin ich stark der Meinung dass genau dass das Motto des Buches ist.

Junis ist währenddessen bei den Sturmkönigen unter gekommen und trifft auf eine wohlbekannte Person: Maryam. Sie ist nicht mehr diejenige die sie früher war. Mehr als einmal bekommen Junis und Maryam sich in die Haare. Ihre Träume ist sie nicht losgeworden aber dafür scheint sie in der Wüsten, im aussichtslosen Kampf gegen die Dschinn und ihre Lakaien ihre Bestimmung gefunden zu haben. Nicht nur einmal geht sie für das erreichen ihre Zieles über Leichen und am Ende des Buches fragt man sich, ob es das wirklich wert ist. Ob es nicht doch aussichtslos ist.

Im Buch wird außerdem geklärt was es mit dem dritten Wunsch auf sich hat. Nicht jedem wird gefallen was er dabei erfährt und auch ich bin hin und her gerissen. Ja, die Idee gefällt, aber es bringt auch Zweifel mit sich. Ist unter diesen Umständen überhaupt ein Happy Ende möglich? Das wird nur der dritte Teil verraten können.

Fazit:

Kai Meyer hat mit Wunschkrieg einen unglaublich starken zweiten Teil einer Trilogie erschaffen. Nicht wenige Autoren scheitern an dieser Herausforderung. Der zweite Teil ist bekanntlich der verfluchte Teil, mit dem eine Geschichte fallen und steigen kann. Herr Meyer aber scheint nicht eine Sekunde lang den roten Faden zu verlieren und sein wundererbarer Schreibstil tut sein übriger. Für mich ist er DER Fantasyautor der deutschen Branche und ich fiebere Glutsand und Arkadien brennt regelrecht entgegen. Ich kenne nicht viele Autoren die auch weibliche Charakter in einer Welt die von Männern beherrscht wird, so stark zeichnen können. Sabatea und Maryam sind einfach wunderbar und stehen Tarik und Junis in nichts nach. Ich könnte hier jetzt noch ein paar Absätze lang schwärmen, aber ich verkneife es mir, damit ich auch noch etwas für den dritten Teil habe.

Ich ziehe meinen Hut, vergebe fünf von fünf möglichen Sternen und hoffe stark, dass der dritte Teil genauso gut wird.

Kati

PS: Wem die gebundene Ausgabe zu teuer ist, gerade erscheinen die Bände als Taschenbuch =D.

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