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191 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

liebe, abschiebung, schicksal, new york, nicola yoon

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.
Eine besondere Liebesgeschichte: Poetisch, berührend, ein Herzensbuch für junge Frauen!

Zum Buch:
Das Cover leuchtet in bunten Sommerfarben und zeigt viele miteinander verbundene Fäden, die sich zu einem Ganzen zusammentun. Hinter der Gestaltung verbirgt sich eine Botschaft, die den Inhalt greifbar erscheinen lässt. Unter dem Schutzumschlag ist das Design ebenfalls abgedruckt, was ich sehr schön finde. Im Inneren des Buches befinden sich bei den Kapitelanfängen immer andere Grafiken. Jeder Protagonist hatte sein eigenes Symbol.

Erster Satz:
"CARL SAGAN HAT GESAGT: Wenn wir uns in den Kopf setzen sollten, einen Apfelkuchen von Grund auf selbst zu machen, müssen wir erst das Universum erfinden."

Meine Meinung:
Mit "The Sun is also a Star" schreibt Nicola Yoon ihren zweiten Jugendroman mit poetischen Zügen. Als ich das Buch erhalten habe, war ich außer mir vor Freude und konnte kaum erwarten endlich loszulegen. Meine Schwärmerei löste sich allerdings schnell in Luft auf.

Natasha soll am Abend mit ihrer Familie abgeschoben werden und das versucht sie zu verhindern.
Daniel ist auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch. Der Zug, in dem er sitzt, bleibt unerwartet stehen und er muss eine Station eher aussteigen. Dann treffen die Beiden aufeinander. War es Zufall oder Schicksal? Daniel verliebt sich in Natasha, aber ihm bleibt nur ein Tag, um ihr Herz zu gewinnen.

An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen. Es liest sich flüssig, doch beinhaltet dieser einige poetische Zeilen, für die man sich Zeit lassen sollte. Diese besonderen Sätze haben mir an dem Buch am besten gefallen. Sie bewirkten, dass ich tiefgründige Gedankengänge zulassen konnte.
Doch Emotionen suchte ich hier vergeblich. Das Buch konnte mich mit seiner Geschichte nicht erreichen. Ich fühlte mich meilenweit von den Charakteren entfernt und konnte mich nicht mit ihnen anfreunden oder in sie eintauchen.

Bis zur Mitte des Buches fand ich es sogar noch gut lesbar, doch dann schwenkte es um, und ich fühlte mich durchweg gelangweilt. Es passierte einfach nichts, was mein Leserherz zum Schlagen gebracht hätte. Für mich wurde die Story einfach viel zu weit ausgedehnt. Im Grunde hätten 1/3 des Umfanges gereicht.

Die Kapitel sind aus den Sichtweisen vieler Personen geschrieben, die man mit der Zeit kennenlernt. Die Hauptcharaktere sind dabei Daniel und Natasha. Jede einzelne Persönlichkeit steht in einer Verbindung zueinander und am Ende setzen sich die Fäden zusammen – wie in einem gesponnenem Netz einer Spinne.
Es gibt Abschnitte, die von interessanten, sachlichen Themen handeln und erklärt werden.
Der Plot an sich, war einige tolle Idee, aber bei der Umsetzung hat es mir an vielen Ecken und Kanten gefehlt.

Fazit:
"The Sun is also a Star" von Nicola Yoon ist ein aktueller Roman der über Rassismus, Integration, Schicksals- und Zukunftsfragen und über die "Liebe" schreibt. Ein interessanter Plot, der mich trotz schöner poetischer Abschnitte nicht überzeugen konnte. ~ unrealistische Handlungen ~ emotionslos ~ langatmig 

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66 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

meer, morton rhue, creature, schiff, moby dick

Creature - Gefahr aus der Tiefe

Morton Rhue , Nicolai von Schweder-Schreiner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Ein Planet voller Gefahren. Eine mörderische Kreatur. Ein Junge, der um sein Leben kämpft.

Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …

Zum Buch:
Die Buchgestaltung spiegelt genau das wieder, was die Geschichte zum Ausdruck bringt. Es zeigt eine raue See, einen Planeten und gefährliche Unterwasserwesen. Farblich wirkt es düster und bedrückend. Im Inneren zieren die Abschnitte kleine graphische Lebensbäume. Eine rundum gelungene Darstellung und Präsentation des Buches.

Erster Satz:
"Aufwachen."

Meine Meinung:
Der Autor Morton Rhue, bekannt von seinem Klassiker "Die Welle" schreibt mit "Creature – Gefahr aus der Tiefe" einen weiteren Jugendroman ab 14 Jahren, der mehr als nur spannende Lesestunden verspricht. Ich habe mich mit seinem neuen Werk das erste Mal an ein Buch gewagt, was die Richtung Science Fiction einschlägt. Meine anfängliche Skepsis verflog schon nach den ersten gelesenen Seiten.

Ismael steht vor einer Entscheidung. Wenn er seiner Familie helfen will, muss er die Erde verlassen und sich auf einen anderen Planeten wagen. Die Erde, so wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Sie befindet sich unter einer Glocke, in der es kaum noch Sauerstoff gibt. Die Ressourcen werden knapp.
So landet Ismael auf der Fregatte Pequod einem großen Walfangschiff auf dem Planeten Cretacea, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eins der gefährlichsten Creaturen der Meere zu widmen. Es warten abenteuerliche Bekanntschaften und gefährliche Kämpfe auf Ismael und seinen neuen Freunde. Kann er genug Geld aufbringen, um seine Familie zu retten und wird er das alles überleben?

Ich brauchte ein paar Seiten, um mich an den Schreibstil von Morton Rhue zu gewöhnen, doch danach war ich Mitten im Geschehen. Es gab für mich kein zurück mehr – ich war dem Buch mit Haut und Haaren verfallen. Dabei hatte ich das Gefühl, dass es einige Parallelen zwischen "Moby Dick" und "Fluch der Karibik" gab und es dennoch unabhängig voneinander ist.
Der Schriftsteller kreirte eine düstere und gefährliche Atmosphäre, die ich sehr spannend empfand und es mir leicht machte, mich in die Story hineinzulesen.
Es ging sogar soweit, dass ich Nachts davon träumte und Morgens schweißnass gebadet in meinem Bett aufwachte. Das passiert mir nur sehr selten und ich kann nur sagen: Großes Kopfkinoerlebnis!

"Creature – Gefahr aus der Tiefe" kann man nur schwer in einer Schublade stecken, weil es sehr vielfältig ist. Ich fand Abenteuer, Fantasy, Science Fiction, Zeitreise, Dystopie und poetisches Schreibhandwerk in dieser Erzählung. Für jeden Lesegeschmack ist hier etwas dabei.

Die Charaktere wirken auf den ersten Blick etwas flach, doch festigen sie sich im Laufe der Story immer mehr. Dabei waren Ismael, Gwen und Old Ben sehr interessante Charakteren, über die ich gern nachgedacht habe.
Dabei spielen Freundschaft und Vertrauen eine wichtige Rolle, genauso wie die Angst und der Mut der Protagonisten.
Ich hätte gerne viel mehr über die "Goldenen", dem Planeten Erde und Cretacea in Erfahrung gebracht, was mir eindeutig zu kurz kam.

Zwischen den einzelnen Szenen oder Handlungen blieb kaum eine Verschnaufpause. Denn schon bahnten sich neue Schwierigkeiten auf oder ein Kampf folgte, der meine volle Aufmerksamkeit brauchte. Es war einfach nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen, ohne das Gefühl zu haben: Wenn ich aufhöre zu lesen, verpasse ich etwas.

Sehr spannend und interessant fand ich die Botschaft, die sich hinter dem Roman verbirgt. Jetzt blüht unser Planet noch, doch was machen wir, wenn es einmal nicht mehr so ist – wie in diesem Plot?

Fazit:
"Creature – Gefahr aus der Tiefe" von Morton Rhue ist ein spannungsgeladener All-Age Roman mit einer interessanten und allgegenwärtigen Botschaft. ~ düster & spannend ~ facettenreich ~ pures Kopfkinoerlebnis! 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

pralinen, verlag: montlake, liebesroman, lovestory, familie

Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt

Emily Bold
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 18.10.2016
ISBN 9781503940468
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
"Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt" von Emily Bold stand viel zu lange ungelesen in meinem Buchregal, worüber ich mich im nachhinein ärgere. Ich habe in dieser Geschichte einen Pralinendiamanten gefunden, der es nicht verdient hat einzustauben.

Die Pralinenfabrik "Archer Original Sweets" steht kurz vor der Übernahme der "Sugar-Tale-Corporation". Amy, die die Fabrik von ihrem Großvater geerbt hat, ist verzweifelt und kämpft um das Lebenswerk.
Ryan Scandrik wird als Wirtschaftsprüfer in die Firma geschickt um Änderungen im Familienbetrieb vorzunehmen. Dabei treffen Amy und er zusammen und obwohl sich beide dagegen wehren, werden sie magisch zueinander angezogen. Amy verliebt sich in den Mann, der ihre Firma zerstören will.
Ihre beste Freundin Kendra steht ihr mit Rat und Tat zur Seite, aber auch sie hat eine schmerzhafte Vergangenheit, die mit der Firma und ihrem Großvater in Verbindung steht. Kann Amy das Erbe ihres Großvaters retten? Findet ihre Liebe mit den Pralinen einen Weg zum eigenen Glück?

Die Story beginnt mitten im Geschehen und ich wurde in die erste Szene hineingeworfen und verschmolz augenblicklich. Emily Bold hat einen tollen flüssigen Schreibstil und sie machte es mir einfach, mich in die Geschichte fallen zu lassen.
Sie schreibt detailreich und lebendig. Ich konnte sogar die Chili-Pralinen auf meiner Zunge schmecken und fühlte mich mit den Protas verbunden.

Die Charaktere sind allesamt liebenswürdig, ohne große Ecken und Kanten – was ich ein wenig vermisst habe. Besonders Amy und Kendra sind mir ans Herz gewachsen. Nur widerwillig konnte ich mich am Ende von ihnen trennen.
Die Vergangenheit von Kendra sind mir nahe gegangen und ich habe oft einen dicken Kloß im Hals gehabt und war den Tränen nahe.

Die Erzählung ist aus zwei Sichtweisen von Amy und Ryan geschrieben, aber auch in zwei Zeitebenen. So wird in der Gegenwart und in der Vergangenheit gewechselt. Die Vergangenheit hat es mir sehr angetan. Jedes Mal, wenn ich mit Archer und Kendra zusammentraf, fühlte ich mich geborgen und dennoch von Herzschmerz berührt. Was daran lag, dass die Geschichte vorhersehbar war, aber genau das ist das Besondere an diesem Roman. Emily Bold schaffte es einfach jedes mal mich niemals aus der Spannung zu holen. Es brauch viel Schreibgeschick, um genau das zu erzielen.

Das Ende ließ mich aufatmen und ich denke noch Tage später daran zurück an diese wunderbaren Lesestunden.

Fazit:
"Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt" von Emily Bold hat mich in eine gefühlvolle Geschichte entführt. Es erzählt über eine vergangene und neue Liebe, von Existenzängsten und der Leidenschaft zur Schokolade. Eine Hommage an die Praline und der großen Liebe. ~ romantisch ~ in zwei Zeitebenen geschrieben ~ berührend 

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932 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 272 Rezensionen

erin watt, paper princess, liebe, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Zum Buch:
Die broschierte Ausgabe wirkt auf den ersten Blick sehr schlicht gestaltet. Beim genaueren Hinschauen erkennt man, dass die Krone leicht hervorgehoben ist – sie funkelt und glitzert im Licht. Eine wunderschöne Coververedelung, die mir sehr gut gefällt und die Aufmerksamheit auf sich zieht. Das Innere punktet ebenfalls durch eine tolle grafische Gestaltung. Kleine Krönchen und eine geschwungene Überschrift finden sich an jedem Kapitelanfang. Beim Aufschlagen der Klappbroschüre zeichnen sich Silhouetten der Protagonisten ab – untermalt mit einem ansprechenden Pitch.

Erster Satz:
"Ella, der Direktor möchte dich in seinem Büro sprechen", verkündet Miss Weir mir, ehe ich das Klassenzimmer betreten habe."

Meine Meinung:
Hinter dem Pseudonym Erin Watt verbergen sich zwei erfolgreiche Autorinnen die erstmals zusammen mit "Paper Princess" veröffentlichen. Ich hätte gerne gewusst, wer sich dahinter versteckt, einfach, um andere Werke der Schriftstellerinnen kennenzulernen. Das geschaffene Psyeudonym respektiere ich dennoch.
Das Buch wurde in den Netzwerken hoch gehypt, was mich neugierig machte und zum Lesen animierte. Dieses Mal kann ich die Lobreden völlig verstehen. Ich liebe "Paper Princess"!

Ella kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihre Mutter ist gerade erst verstorben und sie schlägt sich alleine durch. Tagsüber ist sie in der Schule und hält sich Nachts mit mehreren Jobs über Wasser, bis Callum Royal in ihr Leben tritt. Callum stellt sich als ihr Vermund vor – was erst einmal komisch ist. Er bemüht sich um Ella, doch seine fünf Söhne, von denen einer besser aussieht als der andere, sind nicht gerade begeistert über ihren Einzug. Besonders Reed ist Ella ins Auge gesprungen, doch er verbirgt etwas. Kann Ella sich in der neuen Glamour Welt einleben und findet sie einen Draht zu den Royal-Jungs?

Wow, einfach nur Wow. Nach den ersten gelesenen Seiten war ich der Geschichte und dem Schreibstil der Autorinnen Erin Watt verfallen. Sie schreiben flüssig und bildhaft und wissen genau, wie sie mit ihren Lesern und deren Gefühlswelten spielen müssen.
Ich tauchte in die Geschichte ein und konnte mich nur schwer davon losreißen. Ich fieberte mit den Protagonisten mit, litt und freute mich mit ihnen und erlebte aufregende und prickelnde Momente.
Schon lange habe ich kein so gutes Buch gelesen, was mich dermaßen mitriss, meine Nerven raubte oder mein Herz zum wummern brachte.

Die Charaktere sind allesamt authentisch und vielfältig in ihren Charakterzügen. Ella ist eine taffe junge Frau von 17 Jahren, die ich in einigen Situationen bewunderte. Sie ist schlagfertig und nicht auf den Mund gefallen.
Reed macht mich wahnsinnig. Er ist heiß – sehr heiß sogar. Er zeigt immer wieder eine weiche Seite an sich, aber versteckt sich dann wieder hinter seiner rauen Schale. Ein Bad Boy mit Ecken und Kanten. Easton dagegen ist ein kleiner Charmeur und wickelt die Mädels schnell um den Finger. Aber es gibt auch Protas die nicht so sympathisch waren, wie Brooke oder Daniel. Und genau diese Mischung aus lieb gewonnenen und verhassten Schaustellerin, macht diese Geschichte so interessant.
Die Dialoge waren teilweise etwas derb in der Aussprache, was mich nicht störte – im Gegenteil. Es passte zu den Persönlichkeiten und ist zeitgemäß.

Es gibt natürlich auch erotische Szenen, die nicht das Hauptaugenmerk sind, sondern die Story rückt in den Vordergrund. Die Zweisamkeiten empfand ich als sehr prickelnd und bescherten mir Herzklopfen und ich vergaß oftmals das Atmen vor Anspannung.

Die Spannung baute sich zunehmend auf und es kamen immer neue Fragen oder neue Erkenntnisse auf. Zwischen den Charakteren ging es teilweise auch mal hin und her, doch genau das reizte mich immer mehr weiterzulesen.
Am Ende war ich schockiert, wütend und traurig zugleich. Mein Herz wollte gar nicht mehr aufhören wild zu schlagen. Ein deftiger Cliffhanger empfing mich und das Warten auf Band 2, der am 03.04.2017 erscheinen wird, kann beginnen.

Fazit:
"Paper Princess – Die Versuchung" ist der erste Band einer Trilogie des Pseudonyms Erin Watt, was mich durchweg begeistern konnte. Eine Glamour-Highschool Story mit spannenden Wendungen, emotionalen und prickelnden Erlebnissen. Ein Cliffhanger am Ende der mir fast die Nerven raubte. Ich bin "Paper Princess" verfallen! Paper Princess hat mich verschlungen, mitgerissen und außer Gefecht gesetzt. ~ aufwühlend ~ authentisch und lebendig ~ Suchtgefahr garantiert! ~ 

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105 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

freundschaft, blog, kino, film, cornelia franke

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen

Cornelia Franke
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt ...

Zum Buch:
Die Gestaltung lässt erahnen, dass es sich um ein Mädchenbuch handelt, weil die Hauptfarbe Pink ist. Das knusprige Popcorn, was über das Cover fliegt, macht Appetit. In Verbindung mit dem Titel und der Eintrittskarte habe ich direkt an Kinofilme gedacht, wovon die Geschichte auch handelt. Es ist eine nette Darstellung des Buches, die mich allerdings im Buchhandel nicht ansprechen würde, um es zu kaufen.

Erster Satz:
"Jedes Mal, wenn ich vor der Glasfassade meines Stammkinos am Potsdamer Platz stehe, überkommt mich ein Kribbeln."

Meine Meinung:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" von Cornelia Franke habe ich im Rahmen einer Aktion erhalten. Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.
Jess wohnt bei ihrem Vater, der mit seinem Job verheiratet und nur selten zu Hause ist. Ihre große Leidenschaft ist die Filmwelt und so verbringt sie die meiste Zeit im Kino - allein oder mit Freunden. Da kommt das neue Schulprojekt gerade richtig; die Schüler sollen einen Blog über ihr Lieblingsthema schreiben und so schreibt Jess, wie nicht anders erwartet, über Filme. Als dann plötzlich ein Geheimnis von ihr ans Licht kommt und ihr bester Freund Marvin Gefühle für sie hegt, gerät ihr Leben durcheinander ...

Die Schriftstellerin Cornelia Franke hat einen lockeren Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen war, und ich konnte einfach mal abschalten und genießen.
Die Thematik rund um das Bloggen war einer der Punkte, die mich sehr an diese Story interessiert haben. Es wurde kurz erzählt, was bloggen ist und was es damit auf sich hat. Gut gefallen haben mir dabei die Kommentare der Leser unter den Blogpostings. Sie wirken realistisch, wenn auch etwas zu überzogen in einigen Situationen. Doch ich glaube, dass dies so gewollt war, um auszudrücken, was ein Kommentar beim Anderen auslösen kann.

Die Charaktere waren mir etwas zu farblos und ich konnte ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Besonders Jess war sehr sprunghaft im Bezug zu ihren Gefühlen.

Ein weiteres Thema war hier: Film, Schule und Familie. Aus jedem Bereich gab es etwas Dramatisches, was zu lösen oder zu durchleben war. Ich fand das nicht schlecht, aber auf 320 Seiten zu kurz mit zu vielen Baustellen geschrieben. Alles wurde nur kurz angeschnitten und für alles gab es perfekte rosarote Happy-Ends. Für mich etwas zu viel des Guten, was mich nach einiger Zeit langweilte.

Das Filmflair dagegen hat mir richtig gut gefallen und die Lust selbst mal wieder ins Kino zu gehen geweckt. Ich hatte das Gefühl, Cornelia Franke liebt Filme und Kinobesuche, falls nicht, hat sie diese Atmosphäre sehr gut ins Buch eingebracht.

Fazit:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" von Cornelia Franke ist ein typischer Teenagerroman, der über Familie, Freundschaft, Schule und Liebe spricht. Filmliebhaber und Blogger werden sich hier wiederfinden. ~ flüssiger Schreibstil ~ langatmig ~ nette Story, dem der zündende Funken fehlt

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527 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 178 Rezensionen

götter, götterfunke, marah woolf, griechische mythologie, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht."
Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

Zum Buch:
Die Umschlagsgestaltung ist wunderschön anzusehen. Die Oberfläche schimmert perlmuttfarben und es fühlt sich leicht rau in der Hand an. Die Farben, Ornamente und Lichtpunkte bilden ein harmonisches Zusammenspiel. Das Model dagegen sprengt die Harmonie. Der strenge Blick, die kantige Gesichtsform und der zu stark geschminkte Teint passen leider gar nicht zu dem Bild in meinem Kopf, was ich von der Protagonisten Jess habe.
Unter dem Umschlag fand ich ein weiteres Highlight: Auf der Vorder- und Rückseite des Buchdeckels wird das Design mit den Ornamenten weitergeführt. Darauf sind kleine Götter und Lichtpunkte auf einem rosafarbigen Hintergrund zu finden. Sehr schön fand ich im Innenteil die aufgemalte Karte des Camps, die Schriftrolle mit den Regeln des Wettstreits und den Stammbaum der Götter.

Erster Satz:
"Prometheus hatte sich diesen lächerlichen menschlichen Namen gegeben."

Meine Meinung:
Sehnsüchtig habe ich auf "GötterFunke - liebe mich nicht" von Marah Woolf gewartet, einfach, weil ich Geschichten rund um die griechische Mythologie liebe. Und ich war gespannt auf die Schreibe der Schriftstellerin, von der ich bisher kein Buch gelesen hatte.

Jess fährt mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Camp in den Rockys und hofft auf sechs erholsame Wochen. Doch schon die Fahrt dorthin wird aufregend. So denkt sie: sie träumt, dass sie einen Unfall hatten und ist sich hinterher nicht mehr sicher, ob dies der Realität entspricht, als sie auf Cayden trifft. Diese Augen, dieser Duft und die Stimme kommen ihr so bekannt vor - aus ihrem Traum.
Sie fühlt sich zu Cayden hingezogen, wie auch die anderen Mädchen im Camp - sogar ihre Freundin Robyn. Kann die Freundschaft zwischen Jess und Robyn gegen den Kampf um Cayden standhalten und schafft Cayden es, das Mädchen zu finden, um seinen Wettstreit mit den Göttern zu gewinnen? ...

Marah Woolf hat eine gelungene Atmosphäre geschaffen, in der ich von Anfang an abtauchen konnte. Sie hat einen flüssigen und lebendigen Schreibstil, der mir unheimlich gefallen hat und die Seiten flogen nur an meinem inneren Auge vorbei.
Geschrieben ist die Story in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jess. Angesprochen gefühlt habe ich mich vom Götterbotschafter Hermes, der an jedem Kapitelende seinen Bericht erstattete. Es kam mir so vor, als würde er mir seine Gedanken persönlich erzählen.

Die Charaktere waren in sich sehr verschieden und interessant. Wobei mir die Hauptprotagonistin Jess zu oberflächig beschrieben war und an der Tiefe des Charakters nur angekratzt wurde. Ich konnte mich dadurch nicht emotional an sie binden und es nervte mich, wie sie sich Cayden unerbittlich an den Hals warf. Das war mir einfach zu viel. Robyn wurde mir zunehmend unsympathischer, durch ihre Eifersucht und sie verhielt sich dermaßen hinterlistig.
Die erste Kussszene ließ endlich mal tiefe Gefühle zu. Ich erlebte ein Feuerwerk und hatte Gänsehaut. Marah Woolf, das war purer Genuss und traf mich mitten ins Herz! Schade, dass es nicht mehr solcher gefühlvollen Szenen im Buch gab.

Die Spannung baute sich mit den ersten Seiten auf, in der es um den Unfall und dem ersten Zusammentreffen mit Cayden ging. Es passierten mysteriöse Dinge und ich fing an, mir Fragen zu stellen. Dann brach der Spannungsbogen ab und nahm erst auf den letzten 150 Seiten wieder an Nervenkitzel zu. Eine lange Zeit über hat mir der Reiz am Besonderen gefehlt.
Ich wünschte mir das Buch würde mit einem riesen Knall enden, doch leider passierte das nicht. Ich fand es traurig und wusste nicht genau, was ich nun davon halten sollte. Ich bin trotzdem sehr neugierig auf die Fortsetzung und hoffe, dass sich einige meiner Fragen in Band 2 beantworten werden.

Am Ende des Buches fand ich die Leseprobe zum zweiten Band "GötterFunke - hasse mich nicht", die ich nicht gelesen habe. Ich will mich überraschen lassen, wenn es im September 2017 weiter geht.

Fazit:
"GötterFunke - liebe mich nicht" von Marah Woolf ist der Auftakt einer neuen Trilogie, die mir göttliche Lesestunden bereitetet hat. Es handelt von einem Wettkampf der Götter, um die Unsterblichkeit zu erlangen, von Freundschaft und Liebe. ~ tolle Atmosphäre ~ angenehmer Schreibstil ~ abenteuerlich ~ die Götter mal anders erleben 

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

lets play, #newadult, helena, verspieltes herz, häusliche gewalt

Let's Play. Verspieltes Herz

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646603101
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Seit der 22-jährigen Helena Sorrento das Herz gebrochen wurde, weiß sie, dass die Liebe kein Spiel ist und dass das Herz ein Organ darstellt, das es ganz besonders zu schützen gilt. Alles, was sie ihren Gefühlen jetzt noch erlaubt, ist das Eintauchen in dramatische Liebesromane und der Nervenkitzel beim Zuschauen von Let’s Playern – Online-Gamern, die einen direkt in ihre Spieler-Welten mitnehmen. Wie Tausende anderer Frauen schwärmt sie dabei vor allem für den charmanten Let’s-Player Aiden, dessen Stimme alles in ihr zum Stillstehen bringt. Zu gerne würde sie wissen, welcher Mann sich hinter den humorvollen und doch stets so tiefsinnigen Kommentaren verbirgt – und warum er sich seinen Fans nie zeigt…

Zum Buch:
Das Cover zeigt ein junges Paar, welches mir beim Betrachten sehr viel Gefühl vermittelt. Der männliche Part schmiegt sich zärtlich an die Frau, wogegen sie sich etwas verhalten darstellt, obwohl man ihr ansieht, dass sie diese Situation genießt. Die Farben sind zart und freundlich - wie ein Nebel, der seine Schattenseiten zeigt. Die Gestaltung gefällt mir richtig gut und ich musste während des Lesens immer wieder darauf schauen.

Erster Satz:
"Bin da-ha!, rufe ich in die WG."

Meine Meinung:
Die Schriftstellerin Jennifer Wolf war mir durch das Social Media Netzwerk bereits ein Begriff und ich hörte nur gutes über ihre Werke. Als ich die Chance erhielt im Rahmen einer Blogtour-Aktion das Buch zu lesen, ging ich mit hohen Erwartungen an die Story und wurde nicht enttäuscht.

Helena kommt aus einer gescheiterten Beziehung und zieht zu ihren Freunden in eine WG ein. Wie es weitergehen soll, ohne Geld und Job und ihrem gebrochenem Herzen, weiß sie noch nicht. Obwohl sie keine Gefühle zulassen möchte, schwärmt sie zusammen mit ihren Freunden und der Community für den Let's Player Aiden. Sie hat ihn noch nie gesehen und doch ist er ihr so vertraut. Seine Stimme weckt in ihr etwas, was sie nie für möglich gehalten hätte. Aber auch Josh ihr Lesedate schwirrt ihr im Kopf herum, bis ihr Ex-Freund Tom wieder bei ihr auftaucht und alles zu vernichten droht ...

Der Schreibstil von Jennifer Wolf ist frisch, liest sich aber an einigen Stellen etwas holprig. Die Kulissen wurden kurz und knapp beschrieben, was mir aber vollkommen ausreichte, um mich in den einzelnen Szenen wiederzufinden.

Die Charaktere waren sehr authentisch beschrieben, obwohl ich mit Helena nicht ganz warm wurde. Ich fand sie an einigen Stellen zu naiv und unentschlossen. Am liebsten war mir Aiden. Mit ihm konnte ich alle Emotionen hautnah miterleben und ich hatte das Gefühl, das Jennifer Wolf ihr Herz an ihn verloren hatte.
Aber auch Jean und Emilie sind mir ans Herz gewachsen mit ihrer Art. Ich hätte liebend gern noch mehr von ihnen erfahren. Sehr witzig fand ich, wie Emilie ihrem Thermi anhimmelte. Irgendwie habe ich mich in der Hinsicht wiedererkannt.

Richtig genial fand ich das aktuelle Thema der Let's Player/Online-Gamer, die fast jeder im Netzwerk kennt und auch gerne schaut. Ich selber bin ein solcher Fan von einigen Youtube-Stars und wäre mit Sicherheit auch einer von Aiden geworden. Die Autorin erklärt zudem, was genau ein Let's Player ist und wie es hinter der Kamera aussieht. Das fand ich sehr interessant und spannend.
Außerdem habe ich gelernt, was eine Nomophobie (No-mobile-Phone-Phobia) ist, und habe mit Schrecken festgestellt, dass ich selber zum Teil davon betroffen bin.

Die Story fesselte mich von Anfang an, wobei ich gleich zu Beginn eine Vorahnung hatte, in welche Richtung es gehen würde und der Überraschungseffekt blieb daher für mich aus. Der Mittelteil zog sich ein wenig, doch dann passierte etwas Schreckliches. Ich war den Tränen nahe und musste oftmals seufzen. Ich konnte nicht begreifen, wie böswillig ein Mensch sein kann, der etwas derartig furchtbares zu tun. Wer das Buch gelesen hat, weiß sofort von welcher Szene ich spreche. Es war grausam.
Die Liebesbekennungen zum Ende hin wurden mir mit der Zeit "too much" - wobei es dann doch irgendwie wieder passte, um die Stimmung tiefer zu untermauern.

Fazit:
In "Let's Play - Verspieltes Herz" von Jennifer Wolf fand ich eine dramatische, moderne und gefühlvolle Liebesgeschichte. Es zeigt eine junge Liebe, die alles bewältigen kann, wenn man es nur zulässt. ~ fesselnd ~ gefühlvoll ~ dramatisch 

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

edingaard, elvira zeißler, magie, fantasy, enttäuschung

Der Pfad der Träume

Elvira Zeißler
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei BookRix GmbH & Co. KG, 29.02.2016
ISBN 9783739638447
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
„Und was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint? Dass die Welt viel größer, gefährlicher und auch wunderbarer ist, als du es für möglich hältst?“ - Julien 

Seit ihrer frühesten Kindheit erscheint Julien in Cassandras Träumen. Er ist ihr Vertrauter, ihr Seelengefährte – auch wenn sie nicht einmal weiß, ob er tatsächlich existiert.
Als sie von einem düsteren Mann verfolgt wird, offenbart ihr Julien schließlich, dass er viel mehr als eine bloße Traumgestalt ist und dass sie beide in großer Gefahr schweben. Daher begibt sich Cassy auf eine gefährliche Reise in eine fremde, magische Welt, in der erbarmungslose Feinde und furchtbare Kreaturen schon auf sie lauern.
Gejagt, bedroht und verraten kämpft sie verzweifelt um ihr Leben und um das des Mannes, den sie liebt. 

Zum Buch:
Durch den weiträumigen Blick der nebelverhangenen Berglandschaft wirkte die Gestaltung fantastisch und mystisch angehaucht auf mich. Der Pegasus gab das erste Anzeichen dafür, dass es sich um einen Fantasyroman handelt. Der Titel wurde gut in Szene gesetzt. Die Schriftart ist auffällig und gefällt mir sehr. Im Ganzen betrachtet, eine ansprechende Gestaltung die mich neugierig gemacht hat.

Erster Satz:
"Cassandra biss die Zähne zusammen."

Meine Meinung:
Mit "Edingaard - Der Pfad der Träume" beginnt die Autorin Elvira Zeißler eine mystische Fantasy-Trilogie, auf die ich äußerst gespannt war.

Julien lebt in einer anderen Welt und Cassandra kennt ihn seit ihrer Kindheit. Er ist ihr Seelenfreund. Sie liebt Julien. Doch gibt es ihn wirklich oder doch nur in ihren Träumen? Als Cassandra von einem düsteren Mann verfolgt wird und Julien diesen Mann kennt, weiß sie, dass ihre Träume real sind und es eine andere Welt gibt. Sie entscheidet sich für das andere Leben und ein Freund begleitet sie zum Portal, das sie auf die andere Seite bringen wird. Doch drüben ist nicht alles rosarot. Es lauern wilde Kreaturen und ein gefährlicher Weg auf sie, um sich selbst und Julien zu retten.

Die Autorin Elvira Zeißler hat hier eine bildhafte Kulisse - Edingaard, erschaffen, in der ich schnell eingetaucht bin. Die Umgebungen und verschiedenen Kreaturen konnte ich mir mit nur wenigen beschreibenden Sätzen lebhaft vorstellen. Anfangs habe ich mir gewünscht, selbst ein Teil dieser Welt zu sein, bis ich die Schattenseiten der Anderen kennenlernen durfte. Danach war ich froh, nur als Leserin dabei zu sein.

Der Schreibstil liest sich flüssig, wobei mich einige Wortwiederholungen stocken ließen, weil ich das Gefühl hatte, dies schon mal gelesen zu haben.
Vereinzelte Dialoge zwischen den Protagonisten wirkten ein wenig steif, wogegen die Schreibweise der Träume von Cassy und Julien lebhaft waren.
Schade fand ich, dass die Emotionen zwischen den Charakteren nicht zum Ausdruck kamen. Ich konnte mir vorstellen, was Cassy fühlt, aber selbst miterleben, war mir unmöglich. Im gesamten Verlauf der Story fand ich gefühlsmäßig nicht ins Buch hinein - kein Herzklopfen oder das ersehnte Mitfiebern in brenzligen Situationen.
Die Hauptprotagonistin Cassy war mir zu oberflächlich beschrieben. Ich hätte sie gerne näher kennengelernt, wie sie als Person ist und ich fand es traurig, dass sie in der ganzen Zeit nicht einen Gedanken an ihr altes Leben verschwendet hat.

Nicht erwartet hatte ich, dass es einige grausame und brutale Szenen gibt, in der der ein oder andere Kopf am Rollen ist. Darüber war ich positiv überrascht und es brachte der Geschichte mehr Spannung. Aber auch hier wurde es mit der Zeit vorhersehbar und der Überraschungseffekt blieb an einigen Stellen aus.

Das Ende gibt einige Antworten, lässt aber manche Fragen offen und erweckt die Neugierde auf den nächsten Band der Reihe. Ich bin gespannt, wie diese Erzählung weitergehen wird, ob sich die Charaktere weiterentwickeln und das ersehnte Mitfiebern dort stärker zum Ausdruck kommen wird.

Fazit:
"Edingaard - Der Pfad der Träume" von Elvira Zeißler ist der Auftakt einer Fantasyreihe in einer fantasievollen Welt, wilder Kreaturen und magischen Wesen. Ein unterhaltsamer Roman, dem es noch an Emotionen und Tiefe fehlt. ~ brutal ~ mystisch ~ magisch 

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550 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 214 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, jugendbuch, secret fire

Secret Fire - Die Entflammten

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern? Charmant, actionreich und romantisch.

Zum Buch:
Die Umschlaggestaltung hat mich sprichwörtlich umgehauen. Nicht nur, dass das Cover einen alt roséfarbenen Farbton hat, was eine meiner Lieblingsfarben ist, sondern auch, weil der untere Teil mit einem metallicfarbenen und schimmernden Effekt versehen wurde. Sehr auffällig und edel, wie ich finde. Das Mädchen und das Insekt im Zentrum der Gestaltung sehen ansprechend aus. Die verschiedenen Symbole wirken interessant und machen neugierig.
Auch im Buchinneren fand ich kleine Details. Die Ziffern der Kapitel sind von kleinen Dreiecken umgeben, die von Flammen eingefasst sind, was dem Buch eine extra Portion Charme gibt.

Erster Satz:
"Los, spring"

Meine Meinung:
"Secret Fire - Die Entflammten" ist der erste Teil einer Dilogie von der Autorin C. J. Daugherty und mein erstes Werk der Autorin, was ich gelesen habe und wird mit Sicherheit nicht das Letzte sein.

Sacha,17 Jahre, ist unsterblich. Das soll sich bald ändern, wenn er das 18. Lebensjahr erreicht hat. Auf seiner Familie liegt ein uralter Fluch, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt, außer dem Tod. Doch dann trifft er auf Taylor, die ungeahnte Kräfte in sich trägt. Können Sacha und Taylor einen Ausweg finden, den Fluch zu brechen? Und haben sie eine Chance, ihre Gefühle füreinander zuzulassen?

Der Einstieg in das Buch begann direkt mit einer spannenden Szene, die mich an das Buch fesselte und es mir durchweg schwer fiel, den Roman aus der Hand zu legen. Die Schriftstellerin C. J. Daugherty bescherte mir mit ihrem bildhaften und flüssig zu lesenden Schreibstil ein absolutes Kopfkinoerlebnis.
Ich pendelte zwischen England und Paris und ich fühlte mich den Kulissen teilweise so nahe, als wäre ich selbst vor Ort.
Geschrieben wurde hier aus den Sichtweisen von Sacha und Taylor, wobei sich mit der Zeit zwei parallel verlaufende Handlungsstränge zu einem schlüssigem miteinander verbanden.
Der Plot an sich zeigt kleinere Klischees auf, was mich  nicht sonderlich störte. 

Die Charaktere sind interessant, wurden realistisch dargestellt und vor allem grundverschieden. Sacha ist der draufgängerische und coole Typ, Taylor dagegen der ruhigere Part, die ihr ganzes Leben durchgeplant hat. Ich mochte beide auf Anhieb und konnte ihre Handlungen jederzeit nachvollziehen.
Selbst die Nebencharaktere waren gut sichtbar und greifbar in ihrem Handeln.

Der Spannungsbogen wird mit den ersten Seiten aufgenommen und zieht sich durch das gesamte Buch hindurch.
Erst gegen Mitte des Buches wurde mir klar, was es mit dem Fluch auf sich hat und was dies für die Protagonisten bedeutet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, was sich genau hinter der Story verbirgt und kam erst in kleinen Happen zu der Erkenntnis. Zwischendurch wurde ich etwas ungeduldig, obwohl ich immer wieder neues erfahren habe, wollte ich recht schnell wissen, was genau los ist. Im Nachhinein war ich froh, so ungeduldig gewesen zu sein, denn das hat die Spannung enorm aufrechterhalten.

Das Ende ließ mich mit einem Cliffhanger und einigen offenen Fragen zurück, was meine Vorfreude auf den Abschluss des Zweiteilers sehr steigerte.

Fazit:
"Secret Fire - Die Entflammten" ist der erste Teil eines Zweiteilers der Bestseller-Autorin C. J. Daugherty, der mich in seinen Bann zog. Ich fand eine spannend erzählte Story über einen Familienfluch und einer zarten Liebesgeschichte vor. ~ magisch ~ enthält fantasy-romance-Anteile ~ spannend von der ersten bis zur letzten Seite 

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Rocky und seine Bande, Bd. 6: Tim ist verliebt

Stephan Valentin , Jean-Claude Gibert
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Pfefferkorn-Verlag, 28.03.2016
ISBN 9783944160146
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext:
Als Tim Sofia zum ersten Mal im Park während eines Gewitters erblickt, ist er fast wie vom Blitz getroffen. Sie ist ja so hübsch! Und Rocky hat nur noch Augen für ihre Hündin Kiki … Aber schon muss Sofia wieder weg und verliert dabei ihr Armband. Von diesem Tag an denkt Tim nur noch an sie. Er will sie wiedersehen und ihr das Armband zurückgeben. Wird es Tim gelingen, Sofia zu finden?
Die erste Liebe kommt mit voller Wucht. Egal, wie alt man ist. Ein Kind, das sich verliebt, wird mit neuen Gefühlen konfrontiert, die sich stark von jenen der Freundschaft unterscheiden. Und manchmal ist der Liebeskummer nicht weit … Die erste Liebe und die dazugehörigen Gefühle – wie man mit all dem umgeht, davon handelt diese Geschichte.

Zum Buch:
Das Büchlein mit einer Größe von ca. 12 x 18 cm ist eine einfache Hardcoverbindung und fällt durch die auffallende Farbe auf. Das Papier ist sehr glatt und fest, was die Farben strahlen lässt. Doch ist mir aufgefallen, dass einige Illustrationen ein wenig verschwommen dargestellt sind, was wohl am Druck selbst liegt.

Erster Satz:
"Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich ..."

Meine Meinung:
Dies ist der sechste Band der "Rocky und seine Bande-Reihe" von dem Autor Stephan Valentin und dem Illustrator Jean-Claude Gibert und meine zweite Folge der Abenteuer der Freunde, welche ich gelesen habe.

Tim und seine Freunde treffen im Park auf Sofia und ihrem Hund Kiki. Sofia ist neu in der Gegend und nur am Wochenende dort. Als sie abgeholt wird, verliert Sofia ihr Lieblingsarmband und Tim findet es. Doch da ist sie schon verschwunden und das, wo gerade Tim sein Herz wild anfängt zu klopfen. Hat er sich verliebt und wird er Sofia und Kiki wiedersehen?

Die gesamte Reihe ist eine Geschichte, die in Form eines Comic's verfasst wurde und für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist. Ich empfehle es Leseanfängern oder aber zum zusammen lesen oder vorlesen.

Der Band "Tim ist verliebt" ist eine ganz niedliche Geschichte über das erste Verliebtsein. Es zeigt den Kindern, dass sie nicht alleine sind mit ihrer Unsicherheit und vielleicht spornt es an, besser auf die liebgewonnene Person zuzugehen und keine Angst davor zu haben.
Sehr gut gefallen hat mir die Art der Eltern, wie sie mit Tim über seinen Liebeskummer gesprochen haben und ihm beigestanden sind.
Auch seine Freunde haben sich zusammengetan und sich liebevoll um Tim gesorgt und gekümmert. Das sind wahre Freunde!

Schade fand ich auch in diesem Teil, dass einige Übergänge zum nächsten Bild sehr hart waren und ich das Gefühl bekam, hier fehlt vielleicht noch eine Szene, die das Ganze etwas sanfter und flüssiger erscheinen lässt.
Ebenso fehlte mir eine kleine Vorstellung am Anfang des Buches der Personen, für Leser, die erst später zur Reihe gestoßen sind.

Am Ende findet sich noch eine kleine Liste, in der beschrieben wird, was Verliebtsein oder Liebeskummer ist. Eine sehr interessante und auch witzige Auflistung.

Fazit:
In der sechsten Folge von "Rocky und seine Bande - Tim ist verliebt" erzählt der Autor Stephan Valentin und der Illustrator Jean-Claude Gibert über das erste Verliebtsein. Eine nette und kurzweilige Comicgeschichte für Kinder ab 6 Jahren. ~ Freundschaft ~ erste Liebe ~ liebenswürdig 

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liebe, any cherubim, krankes kin, gut, rezension

Black Summer - Teil 2: Liebesroman

Any Cherubim
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei BookRix, 09.01.2017
ISBN 9783739692340
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Parker hatte Recht: »Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war« - denn alles ist schlimmer!
Joys Leben ist das pure Chaos. Sie kann weder fliehen noch in ihre Heimat zurück; sie hat alles verloren.
Ängstlich blickt sie einer ungewissen Zukunft entgegen und kann nur an ihren kleinen Keks denken. Wie lange kann Holly ohne ihre Medikamente in den Fängen der mexikanischen Mafia überleben? Wem kann Joy überhaupt noch vertrauen?
Und wo, verdammt noch mal, ist Parker?

Zum Buch:
Die Buchgestaltung ist der Wahnsinn und ich kam nur schwer davon los, es nicht immerzu ansehen zu müssen. Im Gegensatz zum ersten Band, sind die Farben hier satt und ausdrucksstark und zeigen dasselbe Design.
Mit Black Summer von Any Cherubim verbindet mich etwas ganz Besonderes. Im ersten Teil des Buches merkte ich, wie sehr Any an Holly hing. Ich wollte ihr ein Gesicht zu dem kleinen tapferen Mädchen aus dem Buch schenken. Anhand von ihren Beschreibungen habe ich der Künstlerin Sarah Dopatka den Auftrag gegeben, Holly alias Cathrin Morgan zu proträtieren, mit der Absicht, es der Autorin in einen schönem Rahmen auf der FBM 2016 als Geschenk zu überreichen. Was soll ich sagen! Die Malerin hat meine Erwartungen dabei übertroffen und unsere Holly wurde zum Leben erweckt! Any Cherubim freute sich so sehr darüber (ja, sie weinte sogar!), dass sie das Porträt mit ins Buch abdrucken ließ. Ich bin schon einwenig stolz darauf!
Am Ende des Buches gibt es auch hier wieder ein interessantes Kapitel zu "Was wurde aus".

Erster Satz:
"Wie viel konnte ein Mensch ertragen?"

Meine Meinung:
Ich habe fast alle Bücher von Any Cherubim verschlungen und fieberte der Veröffentlichung des zweiten Teils von »Black Summer« entgegen. Als ich es dann endlich in den Händen hielt, gab es für mich kein Halten mehr und wie immer bei Anys Büchern, wurde ich sofort ins Buch hineingezogen.

Joy ist verzweifelt. Holly wurde von den Suàrez Männern entführt, Logan und Parker suspendiert und die Probleme von Joy sind nun größer denn je. Sie weiß nicht, was sie mit dem neuen Wissen von ihrem Vater machen soll. Soll sie sich Bennett anvertrauen? Aber Parker hatte sie davor gewarnt. Warum? Und wo ist er?
Im neuen Safe House scheint alles sicher zu sein, doch der Schein trügt und "nichts ist mehr so, wie es einmal war - denn alles ist schlimmer".

Der zweite Teil von "Black Summer" knüpft lückenlos an den Ersten an und ich war nach nur wenigen Sätzen in die Geschichte gefangen. Direkt zu Beginn des Buches spürte ich, dass dieser Teil etwas ganz Besonderes werden würde. Und ich sollte Recht behalten - "Black Summer" ist ein Buch, das mich so schnell nicht wieder loslassen wird.

Der Schreibstil von Any Cherubim ist auch hier wieder flüssig zu lesen. Sie schafft es immer wieder, mich nach nur wenigen Sätzen in die Story eintauchen zu lassen. Ich hatte das Gefühl, ein Teil davon zu sein. Ich spürte die Emotionen der Protagonisten und sah mich tatsächlich bei den Kulissen. Es war wie ein lebendig gewordener (Alb)Traum!

Die Charaktere wurden tiefgründig ausgearbeitet und verliehen mir das Gefühl, die Figuren persönlich zu kennen - als würde ich die Abenteuer selbst miterleben. Joy hat sich weiterentwickelt und bei Parker - der heißen Schnitte, bröckelte allmählich die harte Schale ab.
Die "graue Eminenz" und die "Suàrez Männer" sind grausame Bösewichte, dessen Taten und Machenschaften sich weiterhin verschärften. Ich glaube fast, dass die Autorin sehr viel Freude hatte, den Schurken Leben einzuhauchen, aber auch die anderen Protagonisten waren in meinem Kopf sehr lebendig. Hier gefiel mir auch die Charaktertiefe.

Die unterschiedlichsten Emotionen zogen mich durch die Geschichte. Begonnen mit der Vorfreude aufs Lesen bis hin zum absoluten Ausflippen am Ende. In der ersten Hälfte des Buches flossen sogar Tränen. Was ich da zu lesen bekam, ergriff mich so sehr, dass ich es nicht wahrhaben wollte und eine Atempause benötigte, um das gelesene zu verdauen. Dabei ging es nicht nur um die Tatsache, was passiert war, sondern wie emotionsgeladen und erschütternd Any dies zu Papier gebracht hatte. Eine Szene, die ich so schnell nicht vergessen werde! Immer noch  fassungslos schleppte Any mich dann ins Finale ihrer Story. Ekel, Grusel- und Gänsehaut-Feeling brachten mich dort fast um den Verstand.

In der Liebesbeziehung zwischen Joy und Parker knisterte und prickelte es gewaltig. Einige sehr anregende, erotische Szenen erwarteten mich. Wie gern hätte ich mit Joy getauscht und Chris selbst die Klamotten vom Körper gerissen. *GRINS* Parker ist und bleibt ein absolut heißer Typ, der vernascht werden muss!!!

Der Spannungsfaden baute sich schnell auf und ließ mir keine Luft zum Atmen. Es passierten unentwegt neue Dinge und die Erzählung flachte niemals Zeit ab. Immer wieder kam es zu neuen Wendungen oder Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Und dann kam das Ende und es war einfach nur großartig! Nach einem actionreichen Showdown durfte sich mein Herz endlich beruhigen, schmolz aber dann durch meine Gefühlsausbrüche dahin. Wahnsinn!

Fazit:
Die Autorin Any Cherubim schmettert uns mit dem zweiten Teil von "Black Summer" einen spektakulären Abschluss dahin. Ihr bekommt spannungsgeladene Szenen voller Nervenkitzel, lernt eine dramatische Familiengeschichte noch intensiver kennen und spürt pure Leidenschaft in der Geschichte. Damit katapultierte sich der Zweiteiler "Black Summer" zu meinem persönlichen Highlight des Jahres!!! "Black Summer" ist Kopfkino pur und das mit ganz viel Herz.
~ lebendige Charaktere ~ spannende Story und überraschende Wendungen ~ dramatisch ~ leidenschaftlich mit Leseorgasmusgarantie! ~

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Lost And Found In New York

Tanja Neise
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Tanja Neise, 01.11.2016
ISBN B01M68JWCK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Buch:
Dieses Cover gefällt mir richtig gut. Das junge verliebte Paar drückt große Gefühle und Vertrautheit aus, wie sie dort zusammen auf der Bank sitzen, und verträumt zur Skyline New Yorks schauen. Was ich sehr gerne mag ist, wenn der Titel ist in zwei verschiedenen Schriftarten geschrieben ist. Die Gestaltung ist trotz schlichter Covergestaltung äußerst ausdrucksstark.

Erster Satz:
"Da keine weiteren Verwandten mehr am Leben, beziehungsweise nicht auffindbar sind, erbt Mr John Dempsey, die gesamten weltlichen Reichtümer von Mr Galletti, erklärt der Notar an dem großen Mahagonischreibtisch den Anwesenden."

Meine Meinung:
Die Schriftstellerin Tanja Neise war mir durch diverse Social Media Plattformen und ihrer Fantasyreihe »Der Orden der weißen Orchidee« bekannt. Ich freute mich sehr, als ich die Mitteilung erhielt, dass ich ihr neues Buch gewonnen habe. Ich ging mit sehr hohen Erwartungen, aufgrund fast ausschließlich positiven Bewertungen, ans Lesen. Bedauerlicherweise konnte ich den Meinungen der Anderen in keinster Weise zustimmen.

Ally und John wachsen zusammen auf und verlieben sich ineinander. Es ist für Beide die erste große Liebe. Als John bei ihrem Vater um die Hand von Ally anhält, wirft Mr Galletti ihn kurzerhand aus seinem Haus.
Ein weiterer Schicksalsschlag lässt Ally untertauchen. John gibt nicht auf und sucht sie, bis er sie endlich findet. Finden die Beiden wieder zueinander und können sie die Vergangenheit aufdecken und Frieden schließen?

Tanja Neise konnte mich mit ihrem Schreibstil nicht überzeugen, weil sie mich mit Sätzen ohne Sinn und Bedeutung im Regen stehen gelassen hat. Ein professionelles Lektorat wäre wünschenswert gewesen! Ich fand fehlende Wörter, Wortwiederholungen und eine Vielzahl an Füll- und Blähwörtern, die den Text unnötig aufbauschten. Dadurch verloren die Sätze an Ausdrucksstärke und es störte meinen Lesefluss sehr. Weniger ist manchmal mehr!
Was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Schleichwerbung in der Erzählung für andere Autorinnen. Es ist eine nette Geste, doch das hat mit der Geschichte nichts zu tun und treibt die Story nicht voran - im Gegenteil. Es zieht den Text nur nutzlos in die Länge und hat keinen weiteren Zweck als reine Werbung!

Die Handlung wurde abwechselnd aus der Sicht von Ally und John geschrieben. Ich mag diesen Erzählwechsel, weil man dadurch einen tieferen Einblick in die Charaktere erhält - doch hier leider nicht. Die Szenen wurden zu weit zurückgespult und einfach nur nacherzählt, ohne neue Erkenntnisse, was echt langweilig war. Wären neue Informationen zum Verlauf in den Rückblenden aufgetaucht, hätte es mir besser gefallen.

Mit den Protagonisten wurde ich nicht warm, obwohl John ein toller Typ ist, haben mich die Beiden mit ihrem hin und her zeitweise echt genervt. Es gab mehrere Handlungen, die ich nicht nachvollziehen konnte und die an den Haaren herbeigezogen wirkten. Teilweise war das ganze sehr unrealistisch. Die Emotionen blieben mir verborgen und erreichten mich nicht.
Genauso erging es mir bei den erotischen Szenen. Sie lasen sich wie eine emotionslose Auflistung von Handlungen, statt ein sinnliches Zusammenspiel der Charaktere, was ein Prickeln und Knistern hervorrufen soll. Vielleicht lag das auch an der Erzählerperspektive. In der Ich-Perspektive bin ich als Leser hautnah dabei, aber hier spürte ich leider nichts.

Die eigentliche Geschichte geht im Laufe des Buches unter und es plätschert alles ein wenig vor sich hin - bis zu den letzten Kapiteln. Dort wird es dann richtig spannend und das Mafiosi-Feeling stellte sich ein. Es folgten actionreiche Szenen, aber leider auch ein vorhersehbares Ende.
Schlussendlich gesehen war es ein interessanter Plot, der nach meinem Geschmack nicht gut ausgereift und abwechslungsreich zu Papier gebracht wurde.

"Lost and Found in New York" ist der zweite Band der Centerstarks Reihe, welcher in sich abgeschlossen ist und unabhängig voneinander gelesen werden kann!

Fazit:
"Lost and Found in New York" von Tanja Neise erzählt über die erste große Liebe, einer tragischen Vergangenheit und von üblen Machenschaften der Mafia. Ein interessanter Plot, der nicht glücklich umgesetzt wurde. ~ emotionslos ~ langatmige Wiederholungen ~ vorhersehbar und an den Haaren herbeigezogene Handlungen 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

roadtrip ins glück, sound of love, laini otis, romance edition

Sound of Love: Roadtrip ins Glück

Laini Otis
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 14.10.2016
ISBN 9783903130166
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Ein Käfer. Eine Harley. Achtzehn Tapes. Und der Roadtrip ihres Lebens.

Lee hat von Männern die Nase gestrichen voll! Anstatt zuzusehen, wie ihr bester Freund und ihre erste große Liebe ein anderes Mädchen heiratet, stürzt sie sich in ihrem Käfer in ein waghalsiges Roadtrip-Abenteuer entlang der Küste.
Unterwegs trifft sie auf den geheimnisvollen Biker Devil, der sie auf unerklärliche Weise anzieht wie das Licht die Motte. Der unverschämte Kerl hält nichts davon, Lee ihren Schmerz auskosten zu lassen, stattdessen bringt er sie dazu, ihr Leben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und erneut Gefühle zuzulassen. Ein gefährliches Wagnis, denn Devil hütet ein Geheimnis, das ihrer beider Welten völlig aus den Fugen geraten lässt …

Zum Buch:
Die Buchgestaltung hat mir gut gefallen und gibt den Inhalt passend wieder. Wobei ich beim Anblick der Harley erst etwas anderes erwartet hatte. Das Pärchen ist ansprechend und strahlt Leidenschaft aus. Das Cover, der Printversion ist im Vergleich zur eBook-Gestaltung sehr dunkel und die grafischen Elemente gehen dabei etwas unter. Beim eBook wirkt es um einiges ausdrucksstärker.
Das Buch hat nur wenige Seiten, jedoch viel Text. Ich hätte es angenehmer empfunden, wenn die Schrift etwas größer gewesen wäre.

Erster Satz:
"Einzig sein Lächeln strahlte noch stärker, als das gleißende Sonnenlicht, das sich durch das Buntglas brach und ihm einen verdammten Heiligenschein auf den Kopf zauberte."

Meine Meinung:
Während einer Blogtour durfte ich die Autorin Laini Otis näher kennenlernen und ihr Buch "Sound of Love - Roadtrip ins Glück" lesen. Nach nur wenigen Seiten wusste ich bereits, dass ich unbedingt mehr von der Schriftstellerin verschlingen möchte.

Lee muss mit ansehen, wie ihr Ex- und gleichzeitig bester Freund vor dem Traualtar steht, und nicht sie, sondern eine andere heiratet. Sie erträgt es nicht, packt ihre sieben Sachen und setzt sich in ihren alten VW-Käfer. Sie begibt sich auf eine Selbstfindungsreise und trifft dabei auf den gutaussehenden Biker Devil. Nachdem Lee ein Tape aus dem Fenster ihres Käfers wirft, konfisziert er ihre gesamten Musiktapes. Es warten auf Lee mehrere Dates mit ihm, bei dem sie nach und nach ihre Kassetten wiederbekommen soll. Dabei lernt sie sich neu kennen und kommt Devil selbst und seinem Geheimnis näher.

Diese Geschichte konnte mich ab der ersten Seite an fesseln. Der Schreibstil von Laini Otis ist flüssig, bildhaft und mitreißend geschrieben. Ich wurde zu Beginn des Buches in eine Szene hineingeworfen und war sofort mittendrin. Ich spürte die aufkommenden Emotionen der Protagonisten hautnah, und fieberte fortwährend mit. Ich begab mich auf einen aufregenden Roadtrip voller neuer Begegnungen und Veränderungen.

Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und es war toll zu sehen, wie sich Lee während der Story weiterentwickelte und sich selbst neu erfand. 
Devil ist ein heißer Typ mit einem Geheimnis, was ihn geprägt hat. Auch er nimmt sein Schicksal in die Hand und schlägt einen neuen Weg ein.
Sehr gut gefallen haben mir die spitzen Dialoge zwischen Lee und Devil. Hier gab es einige schmunzelnde Augenblicke.
Prickelnd und sinnlich empfand ich die vereinzelten, erotischen Szenen, die nicht zu sehr ins Detail gehen. Dennoch sind sie sehr leidenschaftlich geschrieben, ganz nach dem Motto: Gefühle statt Lust. 

Die Spannung blieb während des gesamten Buches aufrecht bestehen. Es passierte immer wieder etwas Neues, um das ich mir Gedanken gemacht habe. Nur sehr schwer konnte ich das Buch aus der Hand legen, und habe bis spät in die Nacht hineingelesen. Ich musste einfach wissen, was als Nächstes passiert.
Einige Handlungen und Geschichtsverläufe waren vorhersehbar, haben aber meinen Lesespaß nicht beeinträchtigt. Es war aufregend zu lesen, wie sich die Geschichte entwickelte.

Dieser Roadtrip ist authentisch geschrieben und hat mich im Ganzen überzeugt. Ich danke der Autorin Laini Otis für wunderbare Lesestunden voller Herzklopfen, tiefer Gefühle und der Hoffnung auf ein Happy End!

Fazit:
In "Sound of Love - Roadtrip ins Glück" von Laini Otis fand ich einen aufregenden, modernen und authentischen Selbstfindungstrip. Hier trifft man auf neue Freundschaften, eine ordentliche Portion Gefühl, schmerzhaften Erinnerungen und dem Hier und Jetzt. ~ Herzklopfen garantiert ~ rasant ~ mittendrin statt nur dabei ~ Eine absolute Leseempfehlung! 

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new york, kinderbuch, diebe, maggie, 1870

Maggie und die Stadt der Diebe

Patrick Hertweck ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522184038
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext:
New York, 1870. Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt. Atmosphärisch und fesselnd - ein brillant geschriebenes Erstlingswerk in der Tradition von Rowling und Funke.

Zum Buch:
Das Buch ist eine gebundene Ausgabe ohne Schutzumschlag und zeigt eine gezeichnete Illustration. Mir hat die gesamte äußere Erscheinung gut gefallen. Besonders im Innenteil werden die vier Abschnitte des Buches mit Grafiken schön dargestellt. Schade fand ich, dass die Katze auf dem Cover keine Rolle im Buch spielt, denn davon bin ich irgendwie ausgegangen, weil sie für mich sehr präsent wirkte.

Erster Satz:
"Das Mädchen, das an diesem Frühlingsmorgen durch die Slums von Lower Manhattan irrte, war zierlich und klein für sein Alter."

Meine Meinung:
Ich bin über den Autor Patrick Hertweck auf den Social Media Plattformen gestoßen und war fasziniert über seine Fangemeinde und demnach sehr neugierig auf sein Kinderbuch. Durch eine Wanderbuchgruppe bekam ich die Chance diese Geschichte zu lesen. Leider war die Vorfreude größer als der Lesegenuss.

Wir befinden uns im Jahr 1870 in New York und die junge Maggie wird von der Bande der Unterwelt verfolgt. Zur Hilfe kommen ihr die kleinen Diebe, bei denen sie Unterschlupf findet und sich schnell wie zu Hause fühlt. Doch dann wird sie an ihre Vergangenheit erinnert, nachdem sie bei einem Raubzug durch die Stadt einen alten Kirchturm entdeckt und damit ihre Erinnerungen geweckt werden. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen und fragt sich, wer ihre Eltern waren, und was der Herrscher der Unterwelt von ihr will.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und bedingt flüssig zu lesen. Ich stolperte über viele Sätzen und wurde dadurch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Die Story ist teilweise sehr zäh und langatmig beschrieben, was der Spannung keinen Gefallen getan hat.

Die Charakteren waren mir zu flach und undurchsichtig. Die Handlungen waren sehr verworren und irreführend. Mir hat ein klarer Handlungsablauf mit Spannungsaufbau gefehlt. Ich kam nur schwer in die Geschichte hinein und ein absolutes Eintauchen war schier unmöglich. In der ersten Hälfte der Lektüre quälte ich mich durch die Seiten.
Gegen Ende des Buches kam bei mir ein leichtes Gefühl von Spannung auf. Dies hätte ich mir von Anfang an gewünscht.

Den Plot hingegen fand ich sehr spannend und aufregend. Ich finde es sehr schade, dass die Umsetzung für mich einfach nicht gereicht hat, um mir abenteuerliche Lesestunden zu bereiten. Dadurch, dass sich diese Story sehr zieht und verworren ist, finde ich das Buch nicht unbedingt geeignet für Kinder in einem Alter zwischen 11 und 13 Jahren, abgesehen von einigen brutalen Sequenzen.

Fazit:
In "Maggie und die Stadt der Diebe" von Patrick Hertweck fand ich einen Kinderroman, der einen interessanten Plot aufweist, aber nicht gut umgesetzt wurde. Fehlende Spannung und ein zäher Schreibstil, der eher ein Graus, als ein Lesevergnügen war. ~ verworren ~ langatmig ~ brutal ~ wunderbare Buchgestaltung 

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495 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, freundschaft, liebesroman

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Chaotisch, sexy und hochromantisch: Das sind die New York Diaries
Im Herzen von New York City steht das Knights Building, ein ziemlich abgelebtes Wohnhaus. Etwas schäbig und daher nicht ganz so teuer, ist es perfekt für Frauen, die frisch in die Stadt gekommen sind, um ihre Träume zu jagen oder vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Weg vom College oder der Universität, weg von der Familie, weg von der alten Liebe, die nicht gehalten hat ... bereit für alles, was jetzt kommt.
Auch Foodkritikerin Claire Gershwin kommt als Suchende in die aufregendste Stadt der Welt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ihr Status von „in einer Beziehung, lebt in London und hat einen tollen Job“ zu „Single, arbeits- und obdachlos“ geändert. Claire ist viel zu pleite, um sich ein eigenes Appartement leisten zu können, deswegen zieht sie kurzerhand in den begehbaren Kleiderschrank ihrer Freundin June, die im Knights Building wohnt. Doch werden sich hier ihr Träume und Hoffnungen erfüllen?

Zum Buch:
Das Cover ist überwiegend in schwarz gehalten. Der Titel, mit seinen großen Buchstaben ist das Zentrum und zugleich ein Hingucker. Der Titel zeigt als Wort und in optischer Hinsicht die gleiche Bedeutung. Die Buchstaben zeigen einen Ausschnitt einer Fotografie von New York. Farblich sehr gut abgestimmt in Orange- und Goldtönen. Im Inneren der Klappbroschüre fand ich eine Playlist mit Songs zum Buch mit der NY-Skyline. Diese habe ich beim Lesen immer mal wieder abgespielt und war begeistert über die Wirkung.

Erster Satz:
"Das ist der Tiefpunkt."

Meine Meinung:
"New York Diaries - Claire" ist der Auftakt einer Tetralogie, die von den Autorinnen Ally Taylor (Anne Freytag) und Carrie Price (Adriana Popescu) im Wechsel geschrieben sind. Für mich war es das erste Buch von Ally Taylor, was ich gelesen habe, und ich ging mit hohen Erwartungen ans Lesen, weil ich in den Medien einige positive Stimmen gelesen habe. Diesen Meinungen kann ich nur zustimmen.

Claire steht wieder am Anfang. Vom Freund verlassen, kehrt sie zurück nach New York. Ohne Job und gebrochenem Herz steht sie vor der Tür ihrer Eltern. Doch wieder in ihr Jugendzimmer einziehen? Das kommt nicht in Frage. Sie nimmt ihre Sachen und zieht kurzerhand bei ihrer Freundin June in den Kleiderschrank. Doch anstatt sich Claires Probleme in Luft auflösen, kommen neue dazu, aber auch altbekannte lösen sich auf. Findet Claire in New York zu sich wieder und vielleicht auch eine neue Liebe?

Ally Taylor schreibt in der Gegenwart, was mir im ersten Drittel des Buches etwas Schwierigkeiten bereitet hat. Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb, fand aber nicht zu 100 % hinein. Plötzlich löste sich der Knoten und ich war Mitten im Geschehen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bei Zwangspausen dachte ich über Claire & Co. nach und fieberte dem Weiterlesen entgegen.
Die Tagebucheinträge von Claire habe ich geliebt. Diese wurden in einer Handschrift abgedruckt und es wirkte dadurch sehr vertraut. Ich konnte in die Gefühlswelt von Claire eintauchen, sie miterleben und zusammen mit der abgespielten Playlist spürte ich eine Gefühlsexplosion nach der anderen. Die Mischung aus Musik und den vermittelten Emotionen waren für mich etwas Neues und Überwältigendes.

Die Charaktere waren mir allesamt sympathisch bis auf Cassy, die ich mir oftmals weg gewünscht habe, weil sie einfach gestört hat, so lieb sie als Person auch ist.
Mit Claire habe ich gelitten, gelacht und bin emotional dahingeschmolzen wie ein Stück Butter auf einem heißen Stein. In Jamie habe ich mich verliebt, trotz der schlechten Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit mit Claire. Er ist einfach toll. Ein guter Freund, dennoch sexy und aufregend. Danny ist ebenfalls ein Kandidat gewesen, der mir oftmals den Nerv raubte und mein Herz wild pochen ließ.

Das Ende war aufwühlend und schnell aufgelöst. Ich habe gehofft und gebangt und wurde letztlich erlöst nach zahlreichen Auf und Abs. Die Story hat mich wahnsinnig gefesselt.
Ich kann es jetzt schon kaum erwarten bis der zweite Band "New York Diaries - Sarah" von Carrie Price im Januar 2017 erscheinen wird. Ich hoffe auf einige Begegnungen mit bereits kennengelernten Charakteren.

Fazit:
Ally Taylor legt mit diesem Teil einen grandiosen Auftakt der "New York Diaries"- Serie vor. Eine Geschichte über Freunschaft, Neuanfängen und großen Gefühlen. Ich konnte dieser Achterbahnfahrt der Gefühle nur schwer entkommen. Dieses Buch macht süchtig. Ich will mehr davon! ~ fesselnd ~ Gefühlsexplosion inklusive ~ aufregende Wendungen 

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meer, sachbuch, norwegen, eishai, walfang

Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Morten A. Strøksnes , Ina Kronenberger , Sylvia Kall
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 29.08.2016
ISBN 9783421047397
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Ein Sehnsuchtsbuch - über die Freiheit und das Glück, die Naturgewalten zu spüren

Zwei Freunde in einem kleinen Boot, die sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, branden wie Wellen die Meeresmythen und Legenden an das Boot, und Morten A. Strøksnes erzählt von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern. Von mutigen Polarforschern, Walfängern und Kartografen und natürlich vom harten Leben an arktischen Ufern, vom Skrei, der vielen Generationen das Überleben auf den Lofoten sicherte, von der Farbe und dem Klang des Meeres. Eine salzige Abenteuergeschichte über die Freiheit und das Glück, den Naturgewalten zu trotzen – und ein atemberaubendes Buch, das uns staunen lässt über die unergründlichen Geheimnisse des Meeres.

Zum Buch:
Dieses sehr schlichte, dennoch auffällige Cover hat mich neugierig gemacht. Der Einband ist aus einer Art Leinen überzogen und ein übergroßer Hai setzt sich in den Vordergrund ab. Im Inneren des Buches fand ich auf jeder Seite Illustrationen - die Wellen des Meeres. Die Kapitelzahlen sind in Form des Hais vom Cover verziert.

Erster Satz:
"Dreieinhalb Milliarden Jahre sollten vergehen von der Entwicklung ersten primitiven Lebens im Meer bis zu Hugo Aaasjords Anruf, der mich an einem späten Samstagabend im Juli, währernd eines lebhaften Abendessens im Zentrum von Oslo, erreichte."

Meine Meinung:
"Das Buch vom Meer" ist das neunte Buch von Morten A. Strøksnes, der bereits einige Preise mit seinen Werken gewonnen hat. In Norwegen wurde sein aktuelles Buch zum Nr. 1. Besteller. Mir wurde der Titel im Rahmen der "Buchflüsterer-Aktion" von buecher.de zur Verfügung gestellt und war neugierig auf das, was mich erwarten würde.

Zwei Freunde aus alten Zeiten haben sich als Ziel gesetzt einen Eishai auf traditionelle Weise zu fangen. Das ist sich allerdings gar nicht so leicht. Zwischen stinkenden, verwesten Ködern und kalter, rauer See, erzählen die Freunde von vergangenen Stories, aber auch über das Meer, von der Entstehung des ersten Lebens, bishin zum Überleben in der Tiefe.

Aus der Ich-Perspektive schreibt der Autor einen flüssig zu lesenden Text. Die ersten Seiten des Buches las ich mit Begeisterung. Mit der Zeit schwenkte meine Euphorie in Langeweile und in uninteressanten Erzählungen ab.
Ich fand es wissenswert, etwas über die Tier- und Pflanzenwelt des Meeres zu erfahren, allerdings gab es einige sehr ausschweifende Erzählungen, die weit in die Geschichtsepoche hineinreichen. Über bekannte Seefahrer oder andere geschichtliche Personen wurde berichtet, was mich einschläferte.
Die Abenteuer der Freunde dagegen wurden spannend erzählt, und waren insgesamt zu weit in den Hintergrund gerückt.
Den beiden Protagonisten kam ich nicht näher, was aber auch nicht schlimm war. Die Freunde sind sogesehen nur eine Einleitung zu den sachlichen Erklärungen und Geschichten.

Stilistisch gesehen ist die Mischung aus einer abenteuerlichen Geschichte und dem lehrreichen Material sehr gelungen. Die Ableitungen von einer Erzählung in die Nächste mit objektiven Berichten wurden optimal umgesetzt.
Am Ende des Buches fand ich eine Auflistung zu Fakten und weiteren Hintergrundinformationen, passend zu einzelnen Passagen im Buch.

Ich möchte dieses Buch an Leser empfehlen, die das Meer genauso lieben wie der Autor Morten A. Strøksnes selbst, der mit Leidenschaft darüber berichtet. Wer keinen Draht zum Meer, den Lebewesen und der Seefahrt besitzt, wird meiner Meinung nach, wie ich selbst, nur bedingt hingerissen sein von diesem Sachbuch. Häppchenweise gelesen kann ich mir vorstellen, dass es mehr zusagt, als an einem Stück gelesen.

Fazit:
"Das Buch vom Meer" von Morten A. Strøksnes erzählt in einer Mischung aus Abenteuer und Sachbuch über das Meer. Für Liebhaber der Meere, der Seefahrt und die mehr über Flora und Faune erfahren möchten. Morten A. Strøksens gibt seine Leidenschaft der Unterwasserwelt an den Leser weiter. ~ lehrreich ~ abenteuerlich ~ mystisch und poetisch angehaucht 

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die elefantenhüterin, julia drosten, sri lank, 19. jahrhundert, elefanten

Die Elefantenhüterin

Julia Drosten
E-Buch Text
Erschienen bei null, 08.08.2016
ISBN B01K3A2WVQ
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
Stell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist 

Ceylon im Jahr 1803, in der Königsstadt Kandy: Phera wird als Tochter des Gajenayke Nilami geboren, des obersten Hüters der königlichen Elefanten. Doch ihr Vater Jeeva braucht einen Sohn als Erben für sein hohes Amt bei Hof. Er und seine Frau Anshu entscheiden, Phera wie einen Jungen aufzuziehen und stürzen ihre Tochter damit in einen tiefen Zwiespalt. Doch Phera ist stark und kämpft für ihre Träume und ihre Freiheit. Halt findet sie dabei in der großen Zuneigung zu ihrer Elefantenkuh Siddhi. 
Als die Briten Kandy erobern, verliert Jeeva Macht und Titel. Er schließt sich Rebellen an und die Familie flieht in die Berge. Als das Versteck von den Briten aufgespürt wird, kommt es zu einem schrecklichen Blutbad, das Phera für immer verändert. 
Jahre später, inzwischen zur jungen Frau herangewachsen, ist sie immer noch von dem Gedanken an Rache besessen. Fast gegen ihren Willen verliebt sie sich in den britischen Regimentsarzt Henry Odell, dessen Bruder Charles das Massaker in ihrem Zufluchtsort zu verantworten hatte. 
Wird sie es schaffen, den Hass gegen ihren Todfeind Charles aufzugeben und sich für die Liebe zu seinem Bruder zu entscheiden?

Zum Buch:
Die Buchgestaltung fand ich auf den ersten Blick in Ordnung. Beim genaueren Hinsehen entdeckte ich, dass es sehr verpixelt ist und man erkennt, dass mehrere Ebenen zusammengepackt wurden und es dadurch nicht stimmig wirkt. Horst Drosten hat dieses Cover selbst entworfen und für ein Selfpublisher-Cover ist es ok. Ich finde zum Buch hätte ein professionelles Layout besser gepasst, um mehr Leser darauf aufmerksam zu machen.

Erster Satz:
"Samitha, was tut Ihr hier? Warum schlaft Ihr nicht?"

Meine Meinung:
Nachdem ich "Die Honigprinzessin" des Autorenduos Julia Drosten verschlungen habe, musste ich unbedingt wieder etwas aus deren Schreibe lesen und war bereits nach einigen Seiten begeistert.

Jeeva ist der oberste Hüter der königlichen Elefanten und braucht unbedingt einen Nachfahren, der sein Amt weiterführen wird. Als seine Frau Anshu in den Wehen liegt, ist die Hoffnung groß, einen Sohn zu bekommen.
Es wird ein kleines Mädchen geboren - Phera. In der Not geben Anshu und ihre Dienerin das Kind als einen Jungen aus und so wächst Phera als Knabe auf und kümmert sich liebevoll um ihre Elefantenkuh Siddhi. Als der König stirbt und die Briten Kandy erobern, kommt es zu einem grauenhaften Blutbad und Phera und ihre Familie befinden sich in Gefahr.

Nach nur wenigen Seiten war ich dieser Story verfallen. Der Spannungsbogen durchzog sich durch das Buch und es war schwer, die Lektüre zur Seite zu legen.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, was mir in so manchen Szenen stark zusetzte. Es gab Situationen, die wirklich grausam beschrieben waren und mich schockierten. Aber genau diese Schockszenen brachten mich der damaligen Zeit von 1803 - 1822 sehr nahe und ich konnte das Flair miterleben.
In meinem Kopf malte ich mir anhand der aussagekräftigen Beschreibungen von Julia Drosten, die Kulisse aus und erlebte die Erzählung hautnah mit.

Die Charaktere sind facettenreich, wobei ich einige Protagonisten sehr ins Herz schloss, wie Phera, Anshu und Henry, aber auch abgrundtief gehasst habe, wie Charles.
Die Elefantenkuh Siddhi hat einen festen Part in der Geschichte und gab dem ganzen etwas Besonderes.

Beim Lesen merkte ich, wie gut sich das Autorenduo Julia Drosten auf dieses Buch vorbereitet hat. Sie haben eine Recherche-Reise unternommen, um dort alle Informationen für ihr Werk zu sammeln.
An jedem Kapitelanfang findet man kurze Absätze mit historischen und interessanten Anmerkungen zur damaligen Zeit oder andere Erklärungen. Das hat mir sehr gut gefallen und ließ mich leichter in die damalige Zeit eintauchen.

Das Ende ließ mich zufrieden zurück und es wurden alle aufkommenden Fragen beantwortet. Zwischenzeitlich gab es Momente in denen ich einzelne Aktionen vorhersehen konnte, doch durch den enormen Spannungsaufbau, blieb es weiterhin aufregend zu lesen.

Fazit:
"Die Elefanten Hüterin" von dem Autorenduo Julia Drosten ist ein historischer Roman, der eine fesselnde Unterhaltung verspricht. Eine sehr gut recherchierte Story mit lebendigen Charakteren und einer bildhaften Kulisse Ceylons.~ spannend ~ schockierend ~ mitfiebernde Story bis zur letzten Seite 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

nervenkitzel, verblühen, gift, tod, krimi

Verblüht

Mara Winter
E-Buch Text: 71 Seiten
Erschienen bei null, 22.11.2015
ISBN B018EEUY4U
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Mira versteckt sich in der Psychiatrie vor ihrem rasenden Exfreund. 
Doch ist Sven wirklich ein gefährlicher Mörder oder nur ein zutiefst verletztes Kind? 

Mara Winter versteht es, ein Beziehungsgeflecht zu schaffen, das bis zum Schluss spannend bleibt und sich erst dann endgültig auflöst. Erst durch alle Episoden zusammen erschließt sich die ganze Familiengeschichte. 
Tragisch, böse, raffiniert. 

Zum Buch:
Auf den ersten Blick schaut es gar nicht mal so schlecht aus, doch beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass das Bild sehr unscharf und verpixelt ausschaut. Was ich sehr schade finde, denn das Model mit dem verblühten Blumenkleid spricht mich optisch sehr gut an und passt gut zum Titel. Der Schriftzug konnte mich ebenfalls nicht begeistern und im Gesamtbild wirkt das Cover unrund.

Erster Satz:
"Ich bin nicht verrückt, ich bin bloß müde", erklärte ich, "ich will kein Antidepressivum, sondern ein Schlafmittel."

Meine Meinung:
Mit "Verblüht" startet die Autorin Mara Winter ihren ersten Episodenkrimi, auf welchen ich sehr neugierig war, nachdem ich ihren Chic-Lit Roman "Glitzerkram" verschlungen habe.

Mira lässt sich freiwillig in die Psychiatrie einweisen um ihrem Ex-Freund Sven zu entkommen, der ihr gedroht hat sie umzubringen.
Findet Sven sie und macht seine Drohung ernst? Oder war es nur gekränkte Eitelkeit?

Der Klappentext verrät nicht viel und ich wusste im ersten Moment nicht, auf was ich mich einlassen werde. Ich habe einen "normalen" Kriminalroman in Form von mehreren Episoden erwartet, doch fand ich etwas ganz anderes vor.
Die Geschichte baut sich in mehreren Kapiteln auf, in denen mir immer neue Charaktere und deren Geschichten vorgestellt wurden. Das besondere dabei war, dass alle irgendwie zueinander gehörten und sich die Story Stück für Stück zusammensetzte.
Leider gab es keinen greifbaren Handlungsstrang und es wirkte für mich recht durcheinander und nicht plausible.
Die Charaktere waren sehr unnahbar und ich bekam keinen richtigen Draht zu ihnen, was ich sehr bedauerlich fand.
Im Nachhinein würde ich diese Erzählung nicht unbedingt als einen Kriminalroman betiteln.

Der Schreibstil von Mara Winter hat mir dennoch großartig gefallen. Sie hat einen unheimlich lockeren und flüssigen Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so am inneren Auge vorbei.
Den Spannungsbogen hat die Autorin nicht standhalten können und verlor bereits nach der ersten Episode ihren Reiz.

Das Ende ließ mich etwas ratlos zurück und im Ganzen betrachtet konnte mich diese Geschichte nicht begeistern. Für mich war es etwas Neuartiges - die Form des Episodenkrimis, an der ich keinen großen Gefallen gefunden habe.

Fazit:
"Verblüht" ist ein Episodenkrimi, der mein Interesse geweckt hat, aber nicht vollends begeistern konnte. Ein grandioser Schreibstil und leider mit einer nicht ganz ausgereiften Story. ~ undurchsichtig ~ kurzes Lesevergnügen ~ toller Schreibstil 

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134 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

mafia, mode, girl in black, berlin, liebe

Girl in Black

Mara Lang
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 15.08.2016
ISBN 9783764170639
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wenn dich deine Gefühle verraten ...
Lia ist neunzehn, interessiert sich für Mode und hat ein besonderes Talent zur Designerin. Doch sie hat auch ein Geheimnis. Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen und beeinflussen. Tattooartige Ranken zeichnen ihre Haut, wenn sie ihre Gabe einsetzt. Eine machtvolle Gabe, aufgrund derer sie für die italienische Mafia von großer Bedeutung ist. Als ihre Mutter stirbt, schafft Lia es, sich aus den Fängen der Mafia zu befreien, und flüchtet in ihre Heimatstadt Berlin. Hier versucht sie ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Gefühle. Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie schneller ein, als ihr lieb ist, und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch all ihre neugewonnenen Freunde - vor allem Nevio, in den sie sich gegen ihren Willen verliebt hat. Wird sie der Mafia entkommen?

Zum Buch:
Diese Buchgestaltung hat mich umgehauen. Der Hintergrund hat einen bronzeartigen, metallischen Farbton, der ein wenig auf alt gemacht wurde. Die Ranken spielen im Buch eine Rolle und peppen das Cover richtig schön auf. Das Mädchen allerdings wirkt ein wenig verschwommen. Aber das ist nicht alles. Unter dem Umschlag fand ich einen schwarzen Bucheinband mit goldenen Ranken, wie schon auf dem Buchumschlag. Eine grandiose Präsentation!

Erster Satz:
"Ich heirate in Weiß"

Meine Meinung:
Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks in Begleitung der Autorin Mara Lang lesen. Es war eine interessante Runde, in der ich mehr über das Buch in Erfahrung bringen konnte.

Lia ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen sehen und beeinflussen. Sie befindet sich in den Klauen der italienischen Mafia, die einen Nutzen aus ihrer Gabe ziehen wollen. Kurzerhand flieht Lia und ist das erste Mal auf sich allein gestellt. Ohne ein Dach über dem Kopf, Geld oder Essen.
Sie lernt auf ihrem Weg neue Freundschaften kennen und hat nur einen Traum - Modedesignerin werden. Ihr Leben auf der Flucht ist gefährlich und die Mafia setzt alles daran, sie zu finden. Schafft Lia es, ein normales Leben zu führen und der Mafia zu entkommen?

Die Geschichte beginnt sofort mit einem aufbauendem Spannungsbogen, der mich fesselte und kaum losgelassen hat. Teilweise habe ich mich um Lesepausen zwingen müssen, so vertieft war ich. Die Spannung durchzieht das gesamte Buch und es wird niemals langweilig. Es passiert immer wieder etwas, was Fragen aufwirft oder es werden welche aufgeklärt.

Der Schreibstil von Mara Lang ist flüssig zu lesen und bildhaft. Die Emotionen kamen mir etwas zu kurz. Ich selbst empfand einige Momente viel emotionaler, als die Protagonisten selbst darauf reagiert haben. Das fand ich sehr schade, denn dadurch war ich auf der Gefühlsebene nicht ganz in der Erzählung eingetaucht und konnte nicht alles hautnah genießen.
Einige Situationen waren vorhersehbar, doch der Abschluss nahm eine Wendung, die ich nicht für Möglich gehalten hätte.

Die Modeszenen versprühten einen besonderen Charme und ich konnte kaum genug davon bekommen. Mara Lang beschrieb die Kleider detailliert, so dass ich mir diese gedanklich vorstellen konnte.
Die Mafia war anfangs etwas in den Hintergrund gerückt, taucht aber gegen Ende in einem explosiven Showdown wieder auf. Hier verflog der Modecharme leider abrupt und kam erst zum Ende wieder ins Gespräch.
Der Schluss ließ mich ein wenig unzufrieden zurück und erweckte den Eindruck es könnte einen zweiten Teil geben, was nicht der Fall ist. Die letzte Szene hätte daher für mich nicht unbedingt sein müssen und die Story wäre komplett aufgeklärt beendet.

Fazit:
"Girl in Black" von Mara Lang hat mich gefesselt ab der ersten Seite. Eine spannende Mafiastory, ein bezauberndes Modefeeling von Haute Couture bishin zu Gothic, vielschichtige Charakteren und eine Liebesgeschichte, bescherten mir aufregende Lesestunden. Ein Pageturner trotz kleineren Schwächen in den Emotionen! ~ mitreißend ~ detailliert ~ spannende Wendungen mit Action. 

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Tags: aktion, fesselnd, jugendbuch, liebe, pageturner, sellenauge, spannung   (7)
 

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129 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

tokio, abschied, japan, jugendbuch, umzug

Sieben Nächte in Tokio

Cecilia Vinesse , Stephanie Singh
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423761499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
Das Buch fällt durch seine frischen, bunten Farben direkt ins Auge. Der Hintergrund zeigt leicht verschwommen Tokio in all seinen Farbfacetten. Im Vordergrund ist ein junges Mädchen im Comic-Style und der Titel wurde daran farblich angepasst. Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut. Es sind genau meine Farben und haben mich neugierig auf den Inhalt der Geschichte gemacht.

Erster Satz:
"Zu Beginn des Sommers redete ich mir ein, ich hätte noch genügend Zeit, den Umzug von einem Kontinent zum anderen zu meistern."

Meine Meinung:
Dies ist das erste Buch von Cecilia Vinesse, wobei sie schon zahlreiche Bücher aus dem Französischen und Englischen übersetzt hat. Ich durfte diese Story bereits vorablesen und war nachdem ich es das erste Mal gesehen habe, total neugierig und freute mich aufs Lesen.

Sophia hat nur noch 6 Tage und 20 Stunden in Tokio, dann wird sie mit ihrer Mutter und Schwester in die USA zurückkehren. Eigentlich müsste sie ihre Sachen packen, denn in wenigen Tagen kommt das Umzugsunternehmen. Sophia nutzt lieber die Zeit mit anderen Dingen. Sie besucht ihre Lieblingsplätze in Tokio oder trifft sich mit ihren Freunden. Denn hier hat sie endlich welche gefunden und gerade jetzt muss sie den Kontinent verlassen. Dabei klopft ihr Herz für jemanden und der Abschied rückt immer näher. Zwischen ihr und ihrer besten Freundin Mika herrscht gerade Eiszeit und ihr Vater in Frankreich verhält sich merkwürdig.
Wird Sophia mit einem guten Gefühl abreisen können?

Der Schreibstil liest sich recht flüssig, sobald man sich einmal daran gewöhnt hat. Cecilia Vinesse beschreibt die Ortschaften in Tokio angenehm, wobei ich mir noch mehr Details gewünscht hätte, um es mir besser vorstellen zu können. Sie nutzte einige Ausdrücke und Namen zu Dingen, die ich nicht kannte und erst im Internet recherchieren musste. Eine kleine Liste mit genau diesen Begriffen hätte ich mir am Ende des Buches sehr gut vorstellen können.

Das Buch wurde als ein Countdown von 6 Tage und 20 Stunden aufgebaut und unterteilt, was mir gut gefallen hat. Ich hatte dadurch ein gutes Zeitgefühl und konnte mir so gut vorstellen, was für ein Druck auf Sophia lastete.

Die Geschichte ist angenehm zu lesen, aber das Besondere und Einzigartige hat mir gefehlt. Es plätscherte vor sich hin bis ich genau über die Hälfte des Buches angelangt war. Ab da konnte ich es kaum noch aus den Händen halten und war in der Erzählung angekommen. Trotzdem blieb mir das Kopfkinoerlebnis leider verborgen.
Die Emotionen nahmen zu und ich fühlte mich der Protagonistin Sophia nah und konnte mitfühlen, was sie gerade durchmachte.
Jamie hat mir von Anfang an gut gefallen, wogegen David nur Minuspunkte bei mir ansammelte.

Das Ende blieb offen und war emotional. Ich konnte mir Gedanken darüber machen und habe eine eigene Vorstellung davon, wie es mit den Charakteren weiter gehen könnte. Über eine Fortsetzung würde ich mich allerdings freuen.

Fazit:
"Sieben Nächte in Tokio" von Cecilia Vinesse ist ein Jugendbuch, was über Freundschaft, Familie, Abschiede und der ersten Liebe erzählt. Eine niedliche Story für Zwischendurch mit einer beeindruckenden Kulisse. ~ erste Liebe ~ Teenagerstory ~ eine Suche nach Geborgenheit und Glück 

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

shakespeare, vergebung, jeanette winterson, das wintermärchen, adoption

Der weite Raum der Zeit

Jeanette Winterson , Sabine Schwenk
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.04.2016
ISBN 9783813506730
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Blinde Eifersucht und zerstörerischer Zorn – doch die Zeit heilt alle Wunden

Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird.

Zum Buch:
Ein sehr einfaches Cover, was im Kontrast dazu einen gewissen Zauber versprüht. Farblich stilvoll aufeinander abgestimmt. Auf der Rückseite fand ich den Titel des Originals "Das Wintermärchen" in gespiegelter Form. Es wirkt, als würde man es von der Rückseite anschauen und zwischen den Buchdeckeln, wie eine Art Sandwich, findet die eigentliche Neuerzählung statt.

Erster Satz:
"Das Stück beginnt in Sizilien, einer von Shakespeares zahlreichen imaginären Inseln."

Meine Meinung:
In "Der weite Raum der Zeit" erzählt die Autorin Jeanette Winterson den Klassiker von Shakespeare "Das Wintermärchen" neu, mit den bekannten Charakteren. Ich habe die Originalversion vorab nicht gelesen, was mir den Lesespaß in keinster Weise genommen hat.

Leo, ein Investmentbanker verfällt dem Wahn, dass seine schwangere Frau MiMi ihn mit seinem besten Freund Xenos betrügt. Dabei gibt es handfeste Beweise, dass es nicht so ist. Blind vor Eifersucht, verstößt er das Kind und Perdita landet in einer Babyklappe. Sie wird glücklicherweise von Shep, ein Barpianist, gefunden und aufgezogen. Schon bald kommen Fragen nach ihren Wurzeln auf besonders als sie sich in Xenos einzigen Sohn verliebt.

Am Anfang entdeckte ich eine kleine Zusammenfassung von "Das Wintermärchen" von Shakespeare, was ich sehr begrüßt habe. So hatte ich einen ersten Einblick in die Story und war gespannt, wie diese Erzählung auf moderne Art & Weise geschrieben wurde.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und an einigen Stellen mit poetischen Sätzen veredelt.

Die Protagonisten wurden gut beschrieben und in ihrem Wesenszügen waren sie ausdrucksstark. Die Dialoge sind direkt und manchmal etwas hart in der Ausdrucksform, was mir gut gefallen hat. Der Zeit entsprechend in einigen Gesellschaften wurden sie aber realistisch dargestellt.
Leo hat mir im ersten Teil fast die Nerven geraubt. Seine Wahnvorstellungen über den angeblichen Ehebruch seiner Frau und wie er handelte, waren mir unbegreiflich. Leo begeht einen Fehler, der eine Kettenreaktion auslöst und aller Leben verändert. Die Frage: Was wäre wenn…? und die Sehnsucht alles ungeschehen zu machen, kommt auf.

Es gibt mehrere Erzählstränge, die alle miteinander verbunden sind, die sich zum Schluss zusammenfügen und aufgekommene Fragen beantworten.
Es gab einige Handlungen und Szenen, die mich nachdenklich stimmten und die ich zeitweise hinterfragte. Der Spannungsfaktor blieb mir dennoch verborgen, bis auf den letzten Seiten, wo ich dem Ende entgegen fieberte. Im Verlauf des Buches, war mir dies einfach zu wenig und es fesselte mich nicht.

Fazit:
"Der weite Raum der Zeit" ist eine moderne Neuerzählung des Klassikers "Das Wintermärchen" von Shakespeare. Interessante Zusammenhänge zwischen den Protagonisten und Darbietung verwobener Handlungen. Eine Story über Hass, blinde Eifersucht und der Suche nach seinen Wurzeln. ~ moderne Neuerzählung ~ nachhaltig ~ poetische Sprache 

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206 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

jugendbuch, liebe, freundschaft, meer, ulla scheler

Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453270435
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet.

Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …

Zum Buch:
Das Cover ähnelt einem Ölgemälde, was nicht unbedingt zu meiner Lieblingsgestaltung zählt. Doch hier finde ich es im Bezug zur Geschichte richtig gut. Beim genaueren hinsehen, erkannte ich einzelne Strukturen des Pinsels und der Leinwand. Das Gesamtbild wirkte auf mich düster, geheimnisvoll und symbolisierte Tiefe.

Erster Satz:
"Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung. "

Meine Meinung:
Der Debütroman "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler versprach mir anhand des Klappentextes einen spannenden Jugendroman. Vorgefunden habe ich viel mehr als das.

Hanna und Ben sind seit vielen Jahren beste Freunde. Plötzlich verschwindet Ben und taucht nach einem Monat wieder auf. Er verheimlicht etwas vor ihr und sie versucht herauszufinden, was Ben zu verschweigen versucht.
Nachdem die Beiden ihr Abi hinter sich gebracht haben, packen sie ihre Klamotten ins Auto und fahren einfach drauf los. Sie finden sich in einem kleinen Dorf wieder. Dort treffen sie auf Sam und ein crazy wirkenendes Mädchen, die von einer gefährlichen Sage berichtet. Glauben Hannah und Ben an dieses Märchen? Es ziehen Spannungen zwischen den Freunden auf und ein Sturm wird hervorgesagt ...

Dieses Buch hat mir viele Tränen gekostet! Ich empfehle eine Taschenbuchbox beim Lesen bereitzuhalten.
Der Schreibstil von Ulla Scheler ist gefühlvoll, bildhaft und sehr poetisch geschrieben. Sie beschreibt lebendige Kulissen, zieht wunderbare Vergleiche, um die Emotionen zu verdeutlichen und somit zu vertiefen.
Einige Dialoge zwischen den Personen wirkten anfangs etwas plump, wenn man vorher ergreifende Sätze gelesen hat. Dieses Gefühl löste sich bei mir nach den ersten gesprochenen Worten der Protas wieder auf.
Ich habe mir sehr viele tiefgründige und schöne Sätze herausgeschrieben, die ich nicht mehr missen möchte. Einige Textstellen las ich mehrmals, um diese völlig in mir aufzunehmen und sie zu genießen.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mit jedem einzelnen mitfühlen. Ich fieberte mit ihnen und war voller Hoffnung. Mitleid empfand ich mit der ausgeflippten Chloè, die ich im Verlaufe der Story immer besser kennenlernen durfte. Sie entpuppte sich von einem flippigen zu einem sehr traurigen Mädchen. Ben war geheimnisvoll, anziehend und voller Liebe, wobei ich Hannah so nahe war, als wäre ich in ihre Rolle geschlüpft.
Ben und Hannah haben eine Liste erstellt, die im Buch handschriftlich abgedruckt zu sehen ist. Das hat mir richtig gut gefallen.

Obwohl in der ersten Hälfte des Buches nichts Spektakuläres passiert, streut die Schriftstellerin immer wieder Elemente ein, die mich antrieben weiterzulesen. Die Mischung aus fesselndem Schreibgut und schönen Sätzen ließen mich nur ungern das Buch aus der Hand legen. Ab Kapitel 20 fiel es mir scher zu Atmen. Eine Gänsehaut jagte die Nächste und das Lesen wurde schwer, weil mir meine Tränen die Sicht nahmen. Bis zum Ende des Buches erlebte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von Trauer, Hoffnung und Freude waren alles dabei. Der Abschluss ließ mich kurzzeitig in der Luft hängen und ich brauchte eine Nacht Bedenkzeit, um all das gelesene zu verarbeiten.

Diese Erzählung wird noch lange in mir nachhallen!

Fazit:
In "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler fand ich einen tiefgründigen und fesselnden Jugendroman vor, der mich zu Tränen rührte und mir zeitweise die Luft zum Atmen raubte. Ein literarisches Debüt was nachhaltig in Erinnerung bleibt. Eine absolute Leseempfehlung! ~ emotional ~ glänzender Schreibstil voller schöner Sätze ~ fesselnd bis zur letzten Seite ~ Taschentuch-Garantie inklusive 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

lucie marshall, familie, mama, roman, england

Mama, I need to kotz!

Lucie Marshall
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.06.2016
ISBN 9783442175482
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
„Mein Sohn wächst auch nicht schneller, wenn man an ihm zieht!“ Das sagt sich die Berliner Bloggerin Lucie Marshall nach einem Jahr Erziehungsexkursion in der aufregenden Inselmetropole London, in der verschiedenste Nationen und Erziehungsstile aufeinanderprallen und deswegen auch so einiges anders läuft ... Witzig, ungeniert und authentisch erzählt die junge Mutter von großem Chaos, kleinen Erleuchtungen und vielen gut gemeinten Ratschlägen.

Zum Buch:
Der Titel ist Hauptbestandteil des ganzen Covers. Verschiedene Schriftarten und Farben lockern das Gesamtbild auf und genau dass, in Verbindung mit dem Wort "KOTZ", machte mich neugierig auf den Inhalt des Buches. Ein privates Bild der Autorin rundet das Ganze ab.

Erster Satz:
"Mit dem zweiten Buch ist es vermutlich ähnlich wie beim zweiten Kind."

Meine Meinung:
Nach dem ersten Teil "Auf High Heels in den Kreißsaal" geht es nun mit "Mama, I need to Kotz" weiter, die Lebensgeschichte von Lucie, Marc und Sam.

Lucie, Marc und Sam ziehen aus beruflichen Gründen für einige Monate von Berlin nach London. Dass es dort ganz andere Sitten gibt, ist ihnen bekannt. Doch was sie dort erleben, damit haben sie nicht gerechnet. Das englische Schulsystem ist ein Graus und Lucie erzählt von ihren Erfahrungen mit Kleinkind in London. Worauf die Briten besonderen Wert legen und was deren Moral ist, lernt Lucie schnell kennen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

Die Autorin und Schauspielerin Tanya Neufeldt erzählt hier als Lucie Marshall über ihre alltäglichen Aufgaben als Mutter, Ehefrau, Freundin und Karrierefrau.
Ein frischer Schreibstil mit viel Ironie empfing mich und ich war schnell dem Zauber Londons verfallen, trotz der negativen Seiten, über die Lucie Marshall erzählt.

Auf Grund dem Satz im Klappentext "Mit Humor geht alles leichter, besonders das Elternsein" habe ich viel mehr humorvolle Sprüche erwartet, als ich vorgefunden habe. Es waren ironische Anekdoten zu lesen, dass Schmunzeln blieb bei mir jedoch aus.
Obwohl ich diese biografische Geschichte sehr gerne gelesen habe, passiert im eigentlichen Sinne nicht sehr viel.

Es war interessant zu lesen, was für Erfahrungen die junge Familie mit dem englischen Schulsystem machen musste und wie andere Eltern damit zurechtkamen. Sie erzählt über die Eingewöhnung von Sam im Kindergarten und den Problemen mit der Wohnsituation in London.
Zwischen den Zeilen spürte ich deutlich, wie Lucie Heimweh und später sogar Fernweh hatte. Jedes Land hat seine eigene Moral und Sitten, die die Schriftstellerin am Ende des Buches auf sich selbst bezogen erläutert. Sie berichtet von großen Wertschätzungen, die im Alltag als Selbstverständlich gesehen werden und dennoch nicht als solche zu betrachten sind.

Dieses Buch ist ein idealer Ratgeber für Familien mit jungen Kindern, die nach London auswandern und sich vorab ein wenig informieren möchten. Oder auch für Leser, die ihr Herz an London verloren haben und ebensolche Erzählungen über das "wahre Leben" mögen.

Fazit:
"Mama, I need to KOTZ!" ist der zweite Teil aus dem Leben von Lucie Marshall. Eine unterhaltsame biografische Story über ein neues Dasein in London mit alltäglichen Herausforderungen. ~ interessant ~ kleiner Ratgeber für Familien mit Auswanderungswunsch ~ ironisch ~ 

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victoria spry, 2016, biografie

Du nanntest mich Teufelskind

Victoria Spry
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.04.2016
ISBN 9783404608874
Genre: Biografien

Rezension:

Klappentext:
Als Baby wird die kleine Victoria adoptiert, doch schon sehr früh zeigt sich, dass ihre Adoptivmutter Victoria und ihre Geschwister tyrannisiert und quält. Sie schlägt sie brutal, würgt die Kleinen aus purer Freude und lässt sie hungern. Victoria wird dringend benötigte medizinische Versorgung verweigert, und sie muss teilweise wochenlang eingesperrt auf dem Dachboden verharren. Es ist die pure Hölle und erst nach 18 Jahren gelingt es Victoria sich aus den Fängen ihrer sadistischen Adotivmutter zu befreien.

Zum Buch:
Das kleine Mädchen und der Titel haben mir die erste Gänsehaut über den Rücken gejagt. Der Blick und der Ausdruck in ihrem Gesicht lässt nichts Gutes erahnen. Oftmals habe ich während des Lesens das Kind betrachtet und mir kamen die Tränen, weil es so furchtbar war, was ich da las.
Am Rand des Buchcovers ist ein farblicher Balken mit der Aufschrift "Erfahrungen" abgedruckt, damit sofort ersichtlich ist, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt.

Erster Satz:
"Ich möchte, dass Sie Ihre Augen schließen und sich in eine imaginäre Welt versetzen."

Meine Meinung:
Dies ist die Biografie von Victoria Spry, die mit Hilfe der Ghostwriterin Kate Moos zu Papier gebracht wurde. Ich war bereits mit dem Fall durch die Medien vertraut und wollte darüber mehr erfahren, weshalb ich zu diesem Buch gegriffen habe.

Victoria wird bereits als Baby von ihrer Adoptivmutter adoptiert und schon sehr früh fast täglich misshandelt. Sie wird für alles was passiert als schuldig erklärt, um anschließend betraft zu werden. Doch auch ohne Grund wird sie geschlagen, eingesperrt oder mit wochenlanger Hungerkur bestraft. Die Lieblingsgeschwister werden dabei verschont und diese tyrannisieren Victoria ebenfalls, obwohl sie sich um die anderen Kinder und den Haushalt kümmert. Die Adoptivmutter behandelt sie wie eine Sklavin und tobt sich auf sadistische Art & Weise an den Kindern aus. Schafft es Victoria, aus dieser Hölle zu entfliehen?

Ich wusste von Anfang an, dass dies keine leichte Lektüre werden wird, doch damit habe ich einfach nicht gerechnet.
Bereits nach den ersten Seiten musste ich eine Lesepause einlegen, weil mir unsagbar übel wurde und ich schockiert war, über dass, was ich da las. Doch es wurde zunehmend schlimmer. Victoria schildert nach und nach ihre Kindheit und eine Misshandlung folgt der nächsten. Es war kein Ende in Sicht und ihre Adoptivmutter ließ sich immer andere sadistische Folterungen einfallen, wobei ich mich fragte: Was ist sie nur für ein Mensch, der seine Kinder so quält? Warum tut sie das? Ist das im Sinne der Zeugen Jehovas?
Diese Fragen bleiben mir immer noch ein Rätsel und einige werden es wahrscheinlich auch immer bleiben.
Was ich ebenfalls sehr schockierend empfand neben den Misshandlungen, war, dass keine Hilfe in Sicht war. Die Ämter, Ärzte, Nachbarn und Freunde waren einfach untätig und blind von den Erklärungen, welche die Adoptivmutter ihnen gab.

Victorias Geschichte hat mich unheimlich mitgenommen, berührt, wütend gestimmt und unbeschreiblich schockiert. Es ist mir nie in den Sinn gekommen, dass ein Mensch zu solch grausamen Taten imstande ist.

Ab der Mitte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich war wie in Trance und habe auf die guten Dinge gehofft. Das Ende hat mich beruhigt, doch fängt hier die meiste Arbeit erst an - die Verarbeitung der grausamen, seelischen und körperlichen Qualen. Ich hoffe für Victoria und ihren Geschwistern, dass sie das erlebte hinter sich lassen und ein "normales Leben" führen können.

Liebe Mitmenschen, schaut bitte nicht weg und meldet Euren Verdacht eines Missbrauchs umgehend dem Jugendamt oder der Polizei. Lieber eine Kontrolle zu viel, als ein Kind leiden zulassen und ihm die kostbarste Zeit des Lebens zu zerstören/nehmen.

Fazit:
In "Du nanntest mich Teufelskind" erzählt Victoria Spry unverblümt über ihre eigene Geschichte über den Missbrauch von ihrer Adoptivmutter. Eine Missbrauchsgeschichte die schonungslos über die Taten berichtet. Dieses Buch hat mich erbarmungslos gezeichnet und wird noch lange in meinem Gedächtnis nachhallen. ~ schockierend ~ brutal ~ unbegreiflich 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

lovestory, dystope, politik

2033: (Dystopie, Drama)

Lya Sanders
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.05.2016
ISBN B01F5XIHWO
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Deutschland im Jahr 2033: 
Niemals hätte Melissa damit gerechnet, ihre Jugendliebe wiederzutreffen, schon gar nicht bei der Flucht vor den Bloodhounds, doch dann passiert genau das. Ohne zu zögern, nimmt sie den verzweifelten Ibo bei sich auf. Die Gefühle flammen wieder auf, aber Zukunftsängste und Sorgen um seine verschwundene Familie überschatten das junge Glück und stellen es auf eine harte Probe. 
Willkürliche Verhaftungen und tödliche „Unfälle“ deuten daraufhin, dass dem Land ein neuer Holocaust bevorsteht. Mit Ibo an ihrer Seite beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, doch als Moslem in einer Welt voller Hass muss er um sein Leben fürchten. 
Werden sie es schaffen, oder treiben blinder Hass und Wut die Gesellschaft dazu, die Fehler des letzten Jahrhunderts zu wiederholen? 
Eine spannende Dystopie mit einem Hauch Romantik.

Zum Buch:
Das Cover machte mich auf den ersten Blick neugierig. Bei der Printversion stellte ich beim genaueren hinsehen fest, dass die Grafik pixelig und das Mädchen im Gegensatz zum Hintergrund gestochen scharf dargestellt ist. Dadurch wirkt es nicht zusammengehörig, sondern eher zusammen gepuzzelt, was ich sehr schade finde. Bei der eBook Variante wirkt es von Weitem harmonischer.

Erster Satz:
"Geht's noch? Melissa fluchte."

Meine Meinung:
Ich wurde durch eine Wanderbuchgruppe auf dieses Buch aufmerksam und durfte es im Rahmen der Aktion lesen. Der Klappentext versprach mir eine spannende Dystopie und ich hatte große Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden.

Wir befinden uns im Jahr 2033 in Köln: Melissa trauert ihrer Jugendliebe hinterher und plötzlich entdeckt sie ihn, wie er sich versteckt. Ibo - ein Muslim, wird von den Bluthunden gesucht und seine Familie ist bereits in Gewahrsam genommen. Es beginnt eine gefährliche Suche nach seinen Eltern und Melissas Gefühle zu Ibo werden neu entfacht. Gibt es eine Zukunft für die Beiden?

Der Schreibstil von Lya Sanders ist flüssig zu lesen, abgesehen von einigen Wiederholungen, welche die Geschichte nicht voranbrachten - Zeilenfüller. Ein versinken in das Geschehen war mir unmöglich, weil mir die lebendige Art fehlte, die eine Story zum Leben erweckt. Die erste Hälfte der Erzählung ist fast ereignislos und es fehlte mir an Spannung. Erst auf den letzten sechzig Seiten fühlte ich leichten Nervenkitzel aufkommen, den ich mir über das gesamte Buch gewünscht hätte.

Die Charakteren sind flach und emotionslos beschrieben. Es gab eine Szene zwischen Melissa und Ibo, die mir einen Kloß im Hals verursachte - für mich zu wenig. Ich fand einfach keinen richtigen Draht zu den Protagonisten.

Das Nachwort der Autorin stimmte mich nachdenklich und mir lief eine Gänsehaut über den Rücken. Lya Sanders schrieb diese Story bereits vor längerer Zeit und zum Erscheinen des Buches ist der gesellschaftliche Hintergrund gar nicht mehr so weit von der Wirklichkeit entfernt, was ich sehr erschreckend finde.

Fazit:
"2033" von Lya Sanders ist ein dystopischer Roman der über Zukunftsängste, Hass und Wut in der Gesellschaft erzählt. Eine kurzweilige Story mit einigen Schwächen, die ausbaufähig sind. ~ Holocaust ~ fehlende Spannung ~ ein Hauch von Emotionen 

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