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bdsm, erotik, bluepantherbooks, erotische phantasien, sklave

verliebt, versohlt, versklavt - wenn Strenge not (gut) tut

Corinne du Pré
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei blue panther books, 04.02.2018
ISBN 9783862776955
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
»verliebt, versohlt, versklavt« beschreibt die Erlebnisse von Yvonne, einer jungen Arzthelferin. Ihre Chefin, Frau Dr. Helga Harte, wird von ihren Patienten geschätzt und ist beliebt wegen ihrer Freundlichkeit. Aber sie ist auch eine dämonische Frau, besitzergreifend, herrschsüchtig — zuweilen sogar grausam. Das bekommt Yvonne zu spüren: Sie erfährt liebevolle Zuwendung und erlebt nie gekannte sexuelle Ekstasen. Sie wird aber auch erniedrigt, bevormundet und hart gezüchtigt. Unfähig, sich zu widersetzen, ist sie mehr und mehr den rasenden Wünschen ihrer Herrin ausgeliefert...

Zum Buch:
Die Buchgestaltung ist eindeutig und macht auf dem ersten Blick klar, dass es sich um ein SM-Erotikbuch handelt. Das Cover ist düster, was zur Story und der Szene passt. Die Models sind nett anzusehen, aber entsprechen nicht dem Bild der Charaktere.
Am Ende des Buches gibt es einen Gutschein-Code für eine Kurzgeschichte, die auf der Verlagsseite zum Download bereitsteht.

Erster Satz:
"Ich lernte Yvonne Schubert in einem Club namens Deep Devotion anlässlich eines Vortrags- und Diskussionsabends kennen."

Meine Meinung:
In "Verliebt, Versohlt, Versklavt" schreibt die Schriftstellerin Corinne du Prè über ihre eigenen Phantasien und erzählt über Begegnungen durch Dritte. Schon sehr früh entdeckt sie ihre Affinität zu BDSM und lebt sie eher passiv aus.

Yvonne ist Arzthelferin und bewirbt sich bei Frau Dr. Helga Harte. Sie bekommt die Stelle, doch ihre Chefin erfährt, dass sie ihren Lebenslauf manipuliert hat. Das Lügengerüst bleibt nicht unbestraft. Yvonne zieht bei Helga ein und wird ihre Sklavin, die sie züchtigt bis aufs Äußerste, und mit Zuneigungen belohnt.
Yvonne wird kontrolliert, gedemütigt und erniedrigt. Als sie erneut zu lügen beginnt und ihre Freundin anstiftet sie zu decken, verändert sich schlagartig alles.

Ich war erstaunt, als ich las, dass die Autorin über ihre eigenen Phantasien und von Erzählungen Dritter berichtet. Das finde ich bemerkenswert und gewagt. Selten bekommt man als Leser die Information, dass der Verfasser des Buches seine Neigungen und Vorlieben öffentlich preisgibt und diese auslebt.

Corinne du Prè schreibt den Leser direkt an und berichtet, wie sie zu der Geschichte gekommen ist. Danach gehts in der dritten Person weiter, was mich vom Geschehen stark distanziert hat. Ich konnte mich nicht in die Story einfühlen und einen tieferen Einblick bekommen.
Die Dialoge klingen abgehackt und ähneln einer elektronischen Vorlesestimme, ohne Emotionen. Das waren die Szenen, die ich nicht gern las und den Lesefluss ins Stocken brachten.

Die SM-Praktiken werden unverblümt beschrieben und vollzogen, wobei überwiegend Züchtigungsfolterungen durch Spanking und Kliniksex-Methoden zum Einsatz kommen.
Ich war neugierig auf die verschiedenen Rollenspiele und Züchtigungen, trotzdem langweilten sie mich mit der Zeit, weil nichts Neues passierte. Es folgten immer wieder dieselben Spanking Handhabungen. Etwas mehr Abwechslung wäre toll gewesen.

Fazit:
In "Verliebt, Versohlt, Versklavt" berichtet die Autorin Corinne du Pré von ihren eigenen SM-Phantasien und erzählt von Begegnungen dritter Personen. Ein hemmungsloser Roman über Züchtigung und Zuneigung, der mich, nach der Hälfte des Buches durch wiederkehrenden ähnlichen Szenen, langweilte. ~ zu wenig Abwechslung ~ distanzierter Schreibstil ~ nette SM-Story für zwischendurch. 

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Tags: bdsm, bluepantherbooks, erotik, erotische phantasien, sklave, züchtigung, zuneigung   (7)
 

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liebesroman, erotik, sexy, romantisch, herzklopfen

Diamonds For Love – Voller Hingabe

Layla Hagen , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492311618
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
Diamanten sind für die Ewigkeit. Und die Liebe?
Sebastian Benett kann in fünf Sekunden sagen, was eine Frau von ihm will: seine Kreditkarte oder den Eintritt in die bessere Gesellschaft. Als CEO des führenden Schmuckherstellers in den Vereinigten Staaten gehört er zu den begehrenswertesten Junggesellen San Franciscos. Doch dann begegnet er Ava Lindt. Sie ist unverschämt attraktiv, charmant, intelligent – und ihr Lächeln ist unbezahlbar. Alles könnte so einfach sein, wäre sie nicht als neue Marketingreferentin für die nächste Schmuckkollektion verantwortlich und damit off limits. Doch Sebastian will sie, um jeden Preis.
Zum Buch:
Das Cover ist ein absoluter Blickfang mit den rosè-goldenen und funkelnden Buchstaben, die durch den schwarzen Hintergrund im Vordergrund stehen. Oftmals habe ich mir den Buchdeckel verträumt angesehen und mit dem Licht gespielt, weil es so elegant glitzert. Im Inneren fand ich die Blumen von der Außengestaltung an den Kapitelanfängen wieder. Eine gelungene Gestaltung, die mir unglaublich gut gefallen hat.

Erster Satz:
"Das ist eine geniale Idee, meint Logan, während ich den Kaufvertrag unterzeichne."

Meine Meinung:
Mit "Diamonds for Love - Voller Hingabe" katapultierte sich die Schriftstellerin Layla Hagen in mein Herz. Nach wenigen gelesenen Seiten war ich der Geschichte verfallen und sehnte mich nach mehr!

Bisher hatte Sebastian der CEO der Schmuckfabrik Bennett Enterprises kein großes Glück bei Frauen. Sie alle wollten nur sein Bankkonto oder den Ruhm.
Für die neue Schmuckkollektion heuert Sebastian die Marketingreferentin Ava an. Sie soll im Team für frischen Wind sorgen und die bevorstehende Präsentation planen. Womit er nicht gerechnet hatte, ist, dass Ava seinen Alltag gewaltig auf den Kopf stellen würde. Ein Workaholic lernt, wieder zu leben und zu fühlen ...

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und es fiel mir leicht in die Geschichte einzutauchen. Den Charakteren kam ich sehr nahe, dadurch, dass es in der Ich-Perspektive im Wechsel zwischen Ava und Sebastian geschrieben wurde. Ich fühlte ihre Sehnsüchte und Ängste.

Zu Beginn fand ich es eigenartig, dass die Charaktere trotz des Chefs & Angestellten Verhältnisses direkt vertraut miteinander umgingen, anstatt distanziert und geschäftlich. Mit der Zeit verstand ich,weshalb es so war, und es störte nicht mehr.
Mit jeder weiteren Szene verliebte ich mich immer weiter in die Geschichte und den verschiedenen Charakteren. Die Bennetts Familie ist groß und voller Zusammenhalt, was mich beeindruckt hat.
Sebastian und Ava sind mir beide vertraut gewesen und ich fühlte mit ihnen bis zur letzten Seite mit. Ava suchte immer die Schuld bei sich und durch ihre Unsicherheit geriet sie in verzwickte Situationen, die mich zum Schmunzeln brachten. Sebastian kann ein harter Geschäftsmann sein, aber ebenso warmherzig und sexy. Ein Traummann, wie er im Buche steht.

Der Verlauf der Story ist gradlinig und ohne große Dramen, die ich auch nicht vermisst habe. Die erotischen Szenen empfand ich prickelnd und stilvoll beschrieben. Die Romantik kam dabei nicht zu kurz und so entlockte mir die Autorin Layla Hagen oftmals ein Lächeln und Räuspern.
Zwischendurch blieb mein Herz an einigen Stellen stehen, wo ich dachte: "Jetzt ist alles aus", nur um anschließend wieder wild zu schlagen.

Schweren Herzens, aber glücklich musste ich mich am Ende verabschieden. Zu gern hätte ich mich weiterhin stundenlang mit ihnen beschäftigt. Am 01.03.2018 gehts weiter im 2. Band "Verlockene Nähe" mit den Nebencharakteren Logan und Nadine.

Fazit:
In "Diamonds for Love - Voller Hingabe" erzählt Layla Hagen eine erotische Liebesgeschichte über zwei Menschen, die an die wahre Liebe kaum noch glauben. Eine Story,die mich im Sturm eroberte! ~ romantisch & sexy ~ gefühlvoll ~ Herzklopfen garantiert! 

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Tags: buchserie, erotik, gefühlvoll, herzklopfen, leidenschaft, leseempfehlung, liebesroman, romantisch, sexy   (9)
 

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krieg, ardennen, belgien, jüdin, juden

Heute leben wir

Emmanuelle Pirotte , Grete Osterwald
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.03.2017
ISBN 9783103972115
Genre: Romane

Rezension:

"Heute leben wir" ist der Debütroman der Schriftstellerin Emmanuelle Pirotte. Ich erhielt dieses Buch als Buchflüsterer von buecher.de. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass dies nicht unbedingt eine Geschichte ist, die ich mir im Buchhandel ausgesucht hätte. Mein Bauchgefühl sollte Recht behalten.

Es ist Winter im Jahre 1944 – es herrscht Krieg. Renée, ein jüdisches kleines Mädchen, wird in einem Dorf der bergischen Ardennen von Bauern versteckt bis die amerikanischen Truppen die Ortschaft belagern. Renée wird vom Dorfpfarrer in einen Jeep der Amerikaner gesetzt. Dachte er – doch der Wagen gehörte den SS Soldaten und Renèe trifft dabei auf Matthias. Er wiedersetzt sich seiner Pflicht sie zu töten und erschießt seinen Kameraden, um dem Mädchen das Leben zu retten. Getarnt begibt sich Matthias mit Renèe auf die Flucht.

Der Schreibstil von Emmanuelle Pirotte ist gewöhnungsbedürftig und keine leichte Kost. Der Text las sich holprig durch zu kurze Sätze. Die Autorin wollte damit ausdruckstark rüberkommen, was für mich stumpf und unlesbar wirkte.
Die Schriftstellerin nutzte viele altertümliche Begriffe, die man heute im normalen Sprachgebrauch nicht verwendet und die der Geschichte in keinster Weise vorangetrieben haben.

Der geschichtliche Hintergrund ist präsent und es gibt Rückblenden und historische Berichterstattungen. Mich haben diese Erzählungen und die Tatsache, dass diese Story mitten im Krieg spielt, abgeschreckt.
Ich quälte mich durch die Seiten und fand zu den Charakteren keinen Bezug. Ich las die Zeilen, war aber mit dem Verstand und Herzen nie im Geschehen. Geschrieben wurde abwechselnd in den Sichtweisen von Renèe und Matthias, was mir sonst immer gefallen hat. Aber hier hat es den gewünschten Effekt, der Charaktertiefe oder dem Drama nahe zu sein, für mich verfehlt.

Ich habe bei der Hälfte aufgegeben und das Buch abgebrochen, weil es mir keinen Spaß gemacht hat.

Fazit:
"Heute leben wir" von Emmanuelle Pirotte erzählt von einer Kriegsgeschichte im Jahre 1944 über ein jüdisches Mädchen und einem SS Soldaten. Mich konnte die Geschichte und der Schreibstil nicht begeistern. ~ Kriegsdrama mit historischem Hintergrund ~ anspruchsvoller Text ~ kein Lesegenuss, sondern ein Zeilenquäler 

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

weihnachten, abenteuer, kinderbuch, adventskalender, geschwister

13 Weihnachtstrolle machen Ärger

Sabine Städing , Barbara Scholz
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Boje, 09.09.2016
ISBN 9783414824349
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Buch:
Das Hardcover mit Lesebändchen ist liebevoll gestaltet und lädt zum Lesen ein. Die äußere Gestaltung zeigt einen ersten Eindruck über die Illustrationen von Barbara Scholz. Ich bin absolut verliebt in diese Zeichnungen. Sie wirken lebendig und niedlich zugleich. Auf der Innen- und Rückseite des Covers ist jeweils ein Wichtel und ein knuffiger Engel auf einer Schaukel zu sehen. Die Zahlen der Kapitel sind durch kleine Wichtel immer wieder neu in Szene gesetzt und die Schrift ist groß und leserlich abgedruckt. Eine sehr ansprechende Buchgestaltung für Jung und Alt.

Erster Satz:
"Die Generalprobe für das Krippenspiel war ein toller Erfolg."

Meine Meinung:
Die Autorin Sabine Städing hat bereits einige erfolgreiche Kinderbücher veröffentlicht und ich war gespannt auf ihr neues Buch für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren. Für mich war es der erste Titel der Autorin.

Jonas gibt sich keine so große Mühe beim Schreiben seines Wunschzettels an den Weihnachtsmann - seine Schwester Mila dagegen sehr. Ob es regnet oder die Sonne scheint, Mila ist in Weihnachtsstimmung und trällert ein Weihnachtslied nach dem anderen. Für Jonas unbegreiflich.
Als die beiden Geschwister eines Abends zusammen in Jonas' Bett liegen, entdecken sie, wie ein kleiner Wichtel aus dem 24. Türchen seines Adventskalenders herauskrabbelt und darin wieder verschwindet. Sie schauen sich das Türchen genauer an und nur wenige Sekunden später finden sie sich in einem alten Zug wieder. Draußen tobt der Schnee. Wo sind sie nur gelandet und wie kommen sie wieder nach Hause?

Die Geschichte wurde in 24. kurzen Kapiteln aufgeteilt und eignet sich hervorragend als literarischer Adventskalender. Die Kinder können jeden Abend zusammen einen Abschnitt lesen oder sich daraus vorlesen lassen.
Hierbei dreht es sich um zwei Geschwister, die durch einen Adventskalender rutschen und sich im Weihnachtsdorf wiederfinden. Dort erfahren sie, dass die Rentiere erkrankt sind und nach einem heilenden Moos gesucht wird. Dabei kommen ihnen die frechen Trolle in die Quere und das Weihnachtsfest steht auf der Kippe.

Die Verbindung zwischen Text und den zahlreichen Illustrationen machte dieses Buch zu etwas ganz Besonderen. Ich war verzaubert von den kleinen Wesen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Ich fieberte mit den beiden Protagonisten, die Rudolf und den anderen Rentieren helfen wollten. Die Trolle waren freche, zottelige Gesellen, die nur Schabernack im Kopf hatten. Es gab einige schmunzelnde und liebenswürdige Momente, an die ich gerne zurückdenke.

Fazit:
Die "13 Weihnachtstrolle machen Ärger" von Sabine Städing und Barbara Scholz stimmen mit viel Charme und putzigen Kreaturen in die Vorweihnachtszeit ein. Eine abenteuerliche Geschichte mit Humor für Jung und Alt! ~ literarischer Adventskalender für Kinder ~ liebenswert ~ wunderschön Illustriert 

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Tags: abenteuer, advent, adventskalender für kinder, barbara scholz, charme, illustriert, kinderbuch, leseempfehlung, sabine städing, trolle, weihnachten   (11)
 

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147 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

happy end, charlotte lucas, liebe, amnesie, roman

Wir sehen uns beim Happy End

Charlotte Lucas
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783785725993
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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130 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

liebe, schneemann, winter, schnee, märchen

Schneezauber: Küss den Schneemann

Hannah Siebern
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.10.2017
ISBN 9781976373565
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Katies Chef Leonard Frost macht seinem Namen alle Ehre. Er ist kalt wie Eis, hart wie Stahl und lässt jede Fröhlichkeit um sich herum erstarren. Als seine persönliche Assistentin ist Katie seinen Launen gnadenlos ausgeliefert und hat kaum Zeit für ihre kleine Tochter. Nach einer Auseinandersetzung muss Katie um ihren Job bangen, doch kurz darauf taucht ein Mann in ihrem Garten auf, der behauptet, ihr Boss zu sein. Allerdings besteht er nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Schnee! Angeblich wurde er verwandelt, weil in seinem Herzen keine Wärme ist und Katie soll ihm dabei helfen, das zu ändern. Doch wie erwärmt man das Herz eines Schneemanns, ohne ihn damit zum Schmelzen zu bringen? Ein modernes Wintermärchen

Zum Buch:
Das Cover gefällt mir richtig gut, angefangen von den Farben bishin zu den Silhouetten des Pärchens, die küssend in einer Schneekugel stehen. Drumherum zeigen sich kleine Schneeflocken und verschiedene Äste, die um die Kugel angeordnet sind. Im Hintergrund sitzt ein Schneemann. Der Schriftzug des Titels setzt sich gut in Szene und es ist mal etwas anderes. Insgesamt eine gelungene Darstellung, die außerdem den Inhalt des Buches gut wiederspiegelt.

Erster Satz:
"Hätte ich vor drei Jahren gewusst, was für ein Arschloch mein Chef Mister Frost war, dann hätte ich mir ganz sicher einen anderen Job gesucht."

Meine Meinung:
Hannah Siebern war mir als Selfpublisherin durch ihre Medienpräsenz bekannt für ihre tollen Stories und ich freute mich sehr, dass ich "Schneezauber" vor dem Veröffentlichungstermin testlesen durfte. Für mich war nach dem Beenden der Erzählung klar, von Hannah Siebern muss ich unbedingt mehr lesen.

Katie hat ihrer Tochter Phoebe versprochen bei ihrer Präsentation in der Schule dabei zu sein, doch ihr Chef Leonard Frost hat was anderes mit ihr vor. Leonard zeigt sich gefühlskalt und beauftragt Katie mit weiteren Aufgaben, sodass sie zu spät zu der Ausstellung ihrer Tochter kommt. Enttäuscht über den verpatzten Termin beschließt Katie, am nächsten Tag die Veranstaltung mit Phoebe zu besuchen. Doch ihr Chef versucht erneut sich in ihre freie Zeit einzuschleichen, und stellt ihr ein Ultimatum: ihre Tochter oder ihr Job.
Sie entscheidet sich für ihr Kind und wird kurzerhand gekündigt. Als wäre die Kündigung nicht schon schlimm genug, steht plötzlich ein Wesen aus Schnee in ihrem Garten, der sich als Mister Frost entpuppt.

Die Schriftstellerin Hannah Siebern verzauberte mich mit ihrem modernen Märchen in Sekunden. Der flüssige und bildhafte Schreibstil ließ mich schnell in die Geschichte eintauchen und ich verliebte mich in Plot und Charaktere.
Vom Grundgerüst her, erinnerte mich der Hergang in kleinen Teilen an "Die Weihnachtsgeschichte", in der es ebenfalls einen kaltherzigen Mann gab, der die Wärme in seinem Herzen wiederfinden musste. Trotzdem schaffte die Autorin etwas Neuartiges, was mich so fesselte, dass ich die Kurzgeschichte in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich war in der Story so gefangen, dass ich Raum und Zeit vergaß.

Die Charaktere waren liebvoll ausgearbeitet und zeigten trotz der kurzen Präsenz, tiefe Einblicke. Katie und Phoebe wuchsen mir schnell ans Herz und obwohl Leonard ein Mistkerl war, spürte ich etwas herzliches in ihm.
Phoebe ist eine kleine Zuckerschnute und ihre Skulptur hätte ich zu gern real betrachtet, doch diese wurde so ausdruckstark beschrieben, als würde ich wirklich davorstehen. Kopfkino pur!

Der Verlauf der Story war zeitweise vorhersehbar, doch gab es einen mysteriösen Teil, den ich so nicht erwartet hätte und mir einen magischen Moment bescherte. Als das Ende nahte war ich traurig, dass es schon vorbei war. Gerne hätte ich noch etwas Zeit in der Geschichte verbracht.

Fazit:
"Schneezauber - Küss den Schneemann" von Hannah Siebern verzauberte mich mit einer magischen Geschichte voller Gefühl. Sie erzählt über ein eingefrorenes Herz, was es zu erwärmen gilt, von Familie, Freundschaft und der Liebe. ~ modernes Märchen - wunderbarer Schreibstil ~ romantisch ~ Ein schöner Schmöker zur Winterzeit!

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Tags: familie, freundschaft, herz, kaltherzig, liebe, romantisch, schneemann, verliebtsein, winte   (9)
 

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krebs, sterben, tod, neurochirurg, medizin

Bevor ich jetzt gehe

Paul Kalanithi , Gaby Wurster
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.04.2016
ISBN 9783813507256
Genre: Biografien

Rezension:

Klappentext:
Mit gerade einmal 36 Jahren wird bei Paul Kalanithi Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die Karriere als Neurochirurg, die gemeinsame Zukunft mit seiner Frau Lucy, alles löst sich in Luft auf. Doch Paul gibt nicht auf. Er beginnt zu schreiben: Was macht das eigene Leben lebenswert? Was tun, wenn die Lebensleiter keine weiteren Stufen bereithält? Was bedeutet es, ein Kind zu bekommen, wenn das eigene Leben zu Ende geht? Bewegend schildert der junge Arzt in diesem Vermächtnis für seine Tochter seine Gedanken über die ganz großen Fragen und seinen Abschied vom Leben.

Zum Buch:
Die gebundene Ausgabe hat ein unscheinbares, aber bedeutendes Cover. Beim näheren betrachten des Buchumschlages und nach dem Lesen kam mir ein Gedanke: Wenn alles um mich herum schwarz und dunkel erscheint, gibt es irgendwo ein Licht und eine offene Tür mit neuen Perspektiven, die auf mich wartet. Vielleicht will mir das Cover genau das sagen.

Erster Satz:
"Beim Schreiben dieser Zeilen merke ich, dass das Vorwort zu diesem Buch eher ein Nachwort ist."

Meine Meinung:
Die Geschichte "Bevor ich jetzt gehe" von Paul Kalanithi wurde in den Medien hoch gelobt, wodurch ich neugierig wurde. Ich wollte wissen, was sich zwischen den zwei Buchdeckeln verbirgt. Doch schnell merkte ich, dass meine Erwartungen daran, nicht erfüllt werden konnten.

Es fällt mir schwer, diese Bewertung abzugeben, weil Paul Kalanithi nicht mehr lebt und es seine Geschichte ist, die er als Vermächtnis an seine Tochter geschrieben hat. Er kann meine Meinung niemals lesen, weshalb ich so über sein Buch denke. Trotzdem möchte ich als außenstehende Leserin erklären, warum mir seine Erzählung nicht gefallen hat.

Paul Kalanithi berichtet wie er Arzt wurde und über seine Patienten, die er behandelt hat. Und dies mehr als ausführlich und selbstlobend. Immer wieder erzählt er, was er Gutes vollbracht hat. Wenn etwas schief gelaufen ist, war das einfach so, und nicht der Rede wert. Er stellte den Beruf des Neurochirurgen auf die höchste Stufe der Karriereleiter und das ihm "sogesehen" alle Türen für die besten Jobs offenstanden. Mit der Zeit wurde er durch seinen ständigen Eigenlob unsympathisch, was mir gleichzeitig leidtat.

Ab der Hälfte des Buches ging es etwas mehr um seine Erkrankung und der Krankenhausaufenthalte. Hier dachte ich, lerne ich endlich den Paul kennen, was er fühlt, denkt und wie er mit der Situation umgeht. Aber auch das wurde nur leicht angeschnitten, und es war mir unmöglich, den Schriftsteller kennenzulernen, außer das ich wusste, dass er ein hervorragender Chirurg war.

Erst das Nachwort seiner Frau Lucy Kalanithi, und dem Vorwort von Abraham Verghese, verhalfen mir, Paul, näher kennenzulernen. Lucy und Abraham lobten ihn ebenfalls in hohen Tönen - Paul erschien mir einfach fehlerlos. Gerne hätte ich gelesen, was er nicht gut konnte, worin er gescheitert ist, was ihn viel authentischer und sympathischer hätte wirken lassen.
Als Vermächtnis an seine Familie finde ich das Buch passend, doch für eine weltweite Veröffentlichung, ist es aus meiner Sicht nicht geeignet.

Fazit:
In "Bevor ich jetzt gehe" von Paul Kalanithi erzählt der Schriftsteller über seinen Beruf als Neurochirurg und über seine Krebserkrankung, wobei seine Arbeit als Arzt und seine Patienten im Vordergrund stehen. ~ emotionslos ~ langwierige Berichterstattung von Behandlungen an Patienten ~ kein Tiefgang ~ als privates Vermächtnis besser aufgehoben.

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Tags: biografie, krebs, lebensgeschichte, neurochirurg, schicksal   (5)
 

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195 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

jugendbuch, liebe, verlust, unfall, krystal sutherland

Unsere verlorenen Herzen

Krystal Sutherland , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.09.2017
ISBN 9783570164976
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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108 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

familie, glücksbringer, generationen, erinnerungen, freundschaft

Für immer in deinem Herzen

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783596033546
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben und stehen für Geschichten voller Hoffnung, Sehnsucht und Lebenslust. Viola Shipmans Roman ›Für immer in deinem Herzen‹ erzählt von einem Sommer, der drei Lebenswege zusammenführt und verändert.

Jedes Armband erzählt eine Geschichte

Großmutter Lolly lebt immer noch am Lost Land Lake, wo ihre Mutter ihr vor langer Zeit das Armband gab, das ihr Talisman wurde und Symbol für ihre Verbindung zur Familie. Aber ihre Tochter Arden und ihre Enkelin Lauren haben sie seit Jahren nicht mehr besucht, und Lolly läuft die Zeit davon.
Arden konnte es kaum erwarten, ihre Kleinstadt hinter sich zu lassen und nach Chicago zu ziehen, aber jetzt, im mittleren Alter, besteht ihr Leben nur noch aus Arbeit in der Redaktion, und sie schleppt sich einfach nur noch von Tag zu Tag. Alles, was ihr mal Spaß machte, ist ihr entglitten. Als sie einen Brief mit einem Armbandanhänger von Lolly und einen unerwarteten Anruf aus dem Heimatort erhält, ist sie alarmiert. Ein Notfall? Arden muss sich überlegen, ob sie es erträgt, nach Hause zu kommen. 
Lauren, eine begabte junge Malerin, hat ihre Leidenschaft aufgegeben, um Betriebswirtschaft zu studieren. Aber sie verkümmert allmählich immer mehr und weiß nicht, wie sie ihrer Mutter die Wahrheit sagen soll. 
Durch das Armband mit Charms entdecken die drei Frauen die Bedeutung von Familie, Liebe, Treue, Freundschaft, Spaß und der Lust zu leben, während der Zauber der Glücksbringer ihre Leben verändert.

Zum Buch:
Diese Klappbroschüre ist wunderschön und spiegelt die Geschichte hervorragend wider. Ein Lebensbaum mit vielen kleinen Symbolen, die eine Rolle in der Erzählung spielen, zeigen sich in den Verästellungen. Diese sind geprägt und golden hervorgehoben, wogegen der Baum glänzend schimmert. Auf der Innenseite der Broschüre befindet sich eine Liste mit den Symbolen und den dazugehörigen Bedeutungen. Eine sehr ansprechende Buchgestaltung, welche mein Liebhaberherz aufleuchten lies.

Erster Satz:
"Glühwürmchen flimmerten in der Abenddämmerung und erhellten den Pfad aus Trittsteinen, der zu unserem Bootssteg am Lost Land Lake hinunterführte, mit flackerndem Licht."

Meine Meinung:
Die Autorin Viola Shipman hat mit "Für immer in deinem Herzen" einen sehr emotionalen und berührenden Familienroman geschrieben, der mich tief berührt hat.

Lolly, eine sehr humorvolle ältere Dame, beginnt Dinge zu vergessen, was ihrem Umfeld auffällt und sie selbst versucht es irgendwie auf ihre lustige Weise zu überspielen. Ihre Tochter Arden und Enkelin Lauren hat sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen, bis diese auf einmal vor ihr stehen. Schuldgefühle plagen Arden, sodass sie sich direkt auf den Weg zu ihrer Mutter macht. Aber auch Arden und Lauren tragen eine Last. Sie setzen sich damit auseinander und es steht ihnen einiges bevor.

In zwei Zeitepochen geschrieben fand ich einen herzerwärmenden Roman vor, der nur so strotzte vor Emotionen und poetischen Zügen.
Viola Shipman sticht mit einem sehr mitfühlenden und lebendigen Schreibstil hervor, der mich sofort in die Geschichte eintauchen lies.
Ich bekam gar nicht genug von der Story und konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Ich hatte ständig das Gefühl ich müsse jetzt weiterlesen, um zu erfahren, was für eine Geschichte sich hinter dem nächsten Anhänger verbirgt. Zeitgleich schrieb ich mehrere wunderschöne Sätze heraus, die mich überwältigt haben.

Der Plot rund um die Armbänder und den Erzählungen der Charms waren für mich etwas ganz neues und einzigartiges. Jede einzelne Geschichte hatte etwas ganz besonderes und bezauberndes, was mich innehalten lies. Es stecken so viele Hinweise und Anregungen dahinter, die mich nachdenklich stimmten.
Durch die wechselnde Zeiten, von der Gegenwart in die Vergangenheit, erhielt ist das Gefühl, viel näher mit den Charakteren zusammenzuwachsen.
Lolly ist eine liebenswerte, starke Persönlichkeit, die sehr viel erlebt hat. Ich würde sie gerne einmal treffen, um ihre Geschichten hautnah erzählt zu bekommen. Arden und Lauren entwickeln sich Zunehmens weiter und erkennen, was wirklich wichtig ist. Sie beginnen wieder zu LEBEN.

Am Ende des Buches wünschte ich mir, ich hätte auch eine Oma gehabt, die mir ein solches Armband geschenkt hätte. Anhänger, die meine Vergangenheit immer wieder zum Leben erwachen lassen, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Fazit:
"Für immer in deinem Herzen" von Viola Shipman erzählt über über eine beginnende Demenz, über das Leben, Liebe und inniger Freundschaft. Eine grandiose Geschichte, die das Herz berührt und dem Wunsch weckt nach einem ebensolchen bezaubernden Armband der Vergangenheit. ~ wahre Freundschaft ~ das Leben ~ die unumgängliche Vergangenheit ~ poetisch ~ berührend 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Todesdomina

Pamela Fuchs , Egon Theiner
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei EGOTH-Verlag, 27.04.2017
ISBN 9783903183018
Genre: Biografien

Rezension:


Zum Buch:
Auf dem Cover entdeckte ich die Autorin selbst in einer zum Titel und Inhalt passenden Stellung. Im Buchinneren fand ich einige ansprechend gemalte Karikaturen von Alina Salzmann, Abdrucke des Schriftverkehrs vom Gericht, WhattsApp Screenshots und viele hochwertige Fotos von Pamela Fuchs. Schade fand ich, dass die Fotografien nicht beschrieben sind. Wegen der Masse an Bildern bekam ich einen faden Beigeschmack der Schleichwerbung für ihre Modelkarriere.

Erster Satz:
"Über mich und mein Leben zu erzählen, fällt mir nicht immer leicht."

Meine Meinung:
"Todesdomina" wurde mir vom Verlag ans Herz gelegt und ich war sofort daran interessiert. Wahre Geschichten lese ich gerne und ich war gespannt zu erfahren, was damals passierte und wie der Werdegang des gerichtlichen Verfahrens ablief.

Pamela F. geriet in die Schlagzeilen, als einer ihrer Kunden darauf bestand, seine Lust mit Atemreduktion hervorrufen zu wollen und anschließend dabei verstarb.
Die Autorin berichtet darüber, wie sie in das Milieu gerutscht ist und beschreibt genau, die Vorlieben ihrer Kunden. Ich schüttelte in vielen Fällen den Kopf, weil es für mich unbegreiflich war, was für Fantasien manche Männer haben und auf was für Ideen diese kommen, um ihre Lust zu befriedigen. Manche Handlungen fand ich extrem ekelhaft und kaum vorstellbar. Trotz alledem war es interessant zu lesen, was hinter den Köpfen der Männer vorgeht.

Geärgert habe ich mich einige Male über Pamela Fuchs, wie sie erzählte, dass sie keine Menschen mag die Lügen. Und nur wenige Seiten später berichtet sie von einem Erlebnis, wie sie ihre Kundschaft selbst belügt und das nicht nur einmal. Das widerspricht sich! Ich kann doch nicht sagen, dass ich Lügner nicht leiden kann, wenn ich selbst Lügengeschichten erfinde!

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig und umgangssprachlich geschrieben, was den Lesefluss an vielen Stellen stockte. Viele wirre Sätze verleiteten mich immer wieder, diese mehrfach zu lesen, um den Sinn darin zu verstehen. Gleichwohl zog das Buch meine Aufmerksamkeit an und ich habe es fast in einem durchgelesen. Ich wollte unbedingt wissen, ob nicht doch mehr Informationen preisgegeben werden.

Das Verfahren, um den Unfalltod des Freiers, wurde nur vage angeschnitten und kaum der Rede wert, was ich schade fand. Denn genau diese Thematik fand ich an der ganzen Story interessant und hatte erwartet, dass mehr als nur Kopien der Staatsanwaltschaft zu lesen sind. Von dem Opfer gibt es sogar ein abgebildetes Foto aus der Rückenansicht mit dem Strick um den Hals. Das fand ich grenzwertig und weiß nicht, ob es nicht gegen die Würde des Toten spricht und Respektlos gegenüber seiner Familie ist. Ich fand es geschmacklos!

Am Ende des Buches sind viele Bilder von Pamela Fuchs auf hochwertigen Papier bedruckt, wo mir die Beschreibungen gefehlt haben. Zwar gibt es Unterteilungen von "Das Kind", "Das Mädchen", "Die Lässige", "Die Lady", "Die Domina", "Die Freizügige" und "Die Venus", aber in welchem Zusammenhang die Fotos entstanden, oder wer die anderen Personen sind, wurde nicht angegeben. Ich fand die vielen Bilder nicht schlecht, doch fand ich die Verbindung zum Buch überhaupt nicht. Ich hatte das Empfinden, dass die Modelbilder zur reinen Werbemaßnahme gedacht waren.

Fazit:
In "Todesdomina" von Pamela Fuchs erzählt die Autorin über ihr eigenes Schicksal, in dem ein Kunde bei einer Atemreduktion zur Steigerung seiner Lust verstarb. Widersprüchliche Aussagen ~ stockender Lesefluss ~ viele erotische Modelbilder ~ kaum Einblicke in das gerichtliche Verfahren 

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jugendbuch, theater, nana rademacher, ghetto, freundschaft

Immer diese Herzscheiße

Nana Rademacher
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401376
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
Das Cover ist einfach genial und cool aufgemacht. Das Model habe ich bereits einige Male auf Büchern entdeckt, doch dieses Bild von ihr, kannte ich bisher nicht. Das Model passt perfekt zur Protagonistin Sarah und spiegelt ihren Charakter bildlich wieder. Der Hintergrund zeigt eine Wand mit bunten Graffitis und die Schriftart, sowie die Farben stechen besonders heraus und sind mit einer glänzenden Prägung hervorgehoben.
Unter dem Schutzumschlag erwartete mich eine Überraschung, denn das Coverdesign ist ebenfalls auf dem Buchdeckel aufgedruckt.
Gewöhnungsbedürftig war die kleine Druckschrift, die mich im Lesefluss durch die kleinen Buchstaben stocken ließ.

Erster Satz:
"Der Straubmann hatte mich beim Dealen erwischt."

Meine Meinung:
"Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher habe ich im Rahmen einer Leserunde mit Autorenbegleitung gelesen, was mir viel Spaß machte. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch - vielleicht sogar zu hohe.

Sarah ist 15 Jahre und kommt aus dem Stuttgarter Hallschlag, einer Gegend, in der keiner leben möchte. Als Sarah von ihrem Lehrer Hr. Straubmann beim dealen erwischt wird, stellt er sie vor die Wahl: Entweder kontaktiert er ihre Großeltern, oder aber, sie nimmt an einem Theaterprojekt teil. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als den Vorschlag anzunehmen, und daraufhin ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie beginnt gefallen an der Gruppe und an Paul zu finden, was ihren alten Freunden überhaupt nicht passt. Schafft Sarah den Absprung in ein besseres Dasein mit Zukunft oder versinkt sie im kriminellen Sumpf?

Diese Geschichte wollte ich unbedingt lesen und konnte es kaum erwarten, bis ich anfangen durfte. Nach einiger Zeit merkte ich, dass es mir zwar gut gefällt, aber etwas Entscheidendes fehlte, um mich zu begeistern.
Der Schreibstil von Nana Rademacher ist gut zu lesen, und beinhaltet viele Dialogie zwischen den Charakteren im jugendlichen Slang. Diese waren teilweise etwas holprig und lasen sich wie in einem Drehbuch.
Im Text fand ich Wörter, Sätze oder Dialoge, die mit großen und fettgedruckten Buchstaben geschrieben waren. Bis zum Ende des Buches war mir nicht ganz klar, weshalb die Buchstaben an den besagten Stellen so gedruckt wurden.

Die Protagonistin Sarah ist rebellisch und ignorierte Anweisungen von Erwachsenen. Sie lässt sich durch ihre Freundin Dixi zu kriminellen Handlungen mitreißen und findet nur schwer aus diesem Sumpf heraus. Es war interessant zu verfolgen, wie sich Sarah im Verlauf der Geschichte weiterentwickelt und andere Charaktere auf der Strecke bleiben. 
Ihre familiäre Situation wurde angedeutet, was mir zu wenig war. Ich hätte mir in diesem Punkt etwas mehr Tiefe gewünscht, um Sarahs Gedankenwelt besser verstehen zu können. 
Die Großeltern waren liebevoll beschrieben und sie taten mir oftmals leid, wie sie von ihrer Enkelin behandelt wurden. 

Interessant fand ich das Theaterprojekt, wovon ich einige Male im privaten Umfeld etwas hörte, und wie Nana Rademacher es in die Story einbaute. Es zeigt, wie Teenager aus schwierigen Lebenssituationen durch solche Gruppenteam-Aktionen herausgeholt werden können. Es war eine Chance die hier, Prota Sarah ergriffen hat, auch wenn sie sich erst dagegen sträubte. 

Vermisst habe ich die Liebesgeschichte, die ich anhand des Klappentextes erwartet habe. Eine zarte Schwärmerei und winzige Funken sprühten, aber die Emotionen erreichten mich nicht. Genauso war es mit der Spannung, die ich nicht greifen konnte, und die Handlungen vorhersehbar waren. Der besondere Kick hat mir gefehlt. 

Das Ende war für mich zufriedenstellend und in einem Punkt berührte mich Sarah, als sie von ihrer Mutter sprach. An dieser Stelle tat sie mir unendlich leid. Schade das einige Fragen offen blieben und nicht klar hervorgeht, was aus den anderen Charakteren geworden ist.

Fazit:
In "Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher geht es um den Teenager Sarah, die in falsche Kreise geraten ist, und ihren Tag mit Diebstählen und Dealen verbringt. Ein soziales Theaterprojekt, versucht sie, auf den richtigen Weg zu leiten. Ein interessantes und aktuelles Thema, was zu Diskussionen einlädt. ~ jugendlicher Schreibstil ~ humorvoll ~ vorhersehbar und kaum Tiefe in der Familiengeschichte ~

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Tags: falsche freunde, freundschaft, jugendbuch, liebe, soziales projekt, theaterprojekt   (6)
 

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götter, liebe, fantasy, marah woolf, jugendbuch

GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Das neue Schuljahr beginnt und Jess versucht Cayden zu vergessen, nach allem, was er ihr angetan hat. Aber Zeus und seine Götter haben scheinbar andere Pläne, und schon am ersten Schultag steht Cayden plötzlich vor ihr. Schwebt Jess etwa in Gefahr? Ist Agrios ihr womöglich nach Monterey gefolgt? Jess möchte nicht in den Kampf der 
Götter hineingeraten, sondern wünscht sich ein ganz normales Leben – aber was ist schon normal, wenn man die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und vor allem: Wie lange kann sie Cayden wirklich hassen?

Zum Buch:
Der Schutzumschlag hat dasselbe Design wie der Band zuvor, nur hast das Mädchen diesmal Augen geschlossen. Mit dem ausgewählten Mädchen, war ich von Anfang an nicht begeistert, doch hier, mit ihren geschlossenen Augen, finde ich sie nicht mehr so unsympathisch. Allerdings passt der Gesichtsausdruck nicht zum Inhalt. Was ich besonders an dem Cover mag, ist der perlmuttfarbene Schimmer und die Farbgestaltung, die hier mehr ins türkisfarbene geht.
Unter dem Umschlag fand ich auch hier ein Highlight: Auf der Vorder- und Rückseite des Buchdeckels wird das Design mit den Ornamenten weitergeführt. Darauf sind kleine Götter und Lichtpunkte auf einem rosafarbigen Hintergrund zu finden. Sehr schön fand ich, im Innenteil die aufgemalte Karte von dem Ort Monterey, die Schriftrolle mit den Regeln des Wettstreits, ein Rezept und den Stammbaum der Götter. Gestört haben mich am Ende die seitenlangen Leseproben, die noch vor dem Glossar, der Karte und dem Nachwort der Autorin kommen. Die Reihenfolge fand ich nicht gut gewählt und gaukelt dem Leser vor, dass die Geschichte gleich 40 Seiten mehr hat, was nicht der Fall ist.

Erster Satz:
"Ich finde, du könntest dem Jungen so langsam seinen Willen lassen."

Meine Meinung:
Nachdem ich "Götterfunke - Liebe mich nicht" von Marah Woolf gelesen habe, musste ich unbedingt erfahren, wie es mit Jess und den Göttern weitergehen wird. Ich hatte das Glück, die Fortsetzung vorablesen zu dürfen und bin jetzt schon auf das Finale gespannt.

Nachdem Jess eine schockierende Beobachtung zwischen ihrer besten Freundin Robyn und Cayden machen musste, herrscht zwischen den Freundinnen Eiszeit. Zurück aus dem Camp geht der Schulalltag wieder los und Jess bemerkt, das ihre Mitschüler böse über sie reden. Doch das ist nicht alles, denn die Götter haben sich mit in ihre Schule eingeschleust. Was geht dort vor? Ist Jess immer noch in Gefahr, oder was ist der Grund, weshalb sie dort sind?

Der Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Teil an und gibt kleinere Gedankenstützen, die es mir ermöglichten, mich ohne große Rückblenden sofort wieder an die Geschehnisse zu erinnern. Mir fiel das Eintauchen in die Story dadurch leicht und der flüssige Schreibstil von Marah Woolf tat sein übriges, so das die Seiten nur so an mir vorbeiflogen.

Die Protagonisten gaben mir einen weitreichenden Einblick in ihr Wesen, wobei ich bei Jess begeistert war, dass sie sich weiterentwickelte und ihre Familienverhältnisse tiefgründiger erzählt wurden. Cayden ließ mich immer noch nicht weiter hinter seine Fassade schauen, und Robyn, die mich im ersten Band bereits genervt hat, hat hier den Bogen endgültig überspannt. Sie ist schlimmer als jeder Feind und machte Jess und ihrer Familie das Leben schwer. Sie erzählte üble Lügengeschichten und plauderte intime Angelegenheiten an ihre Mitschüler weiter, die Jess in ein schlechtes Licht rückten. Ich empfand sie als abartig böse und es fiel mir schwer, sie nicht während des Lesens anzuschreien und wachzurütteln. Sie brachte mich wirklich zur Weißglut!

Ich habe mir im zweiten Teil mehr romantische Szenen mit Cayden gewünscht. Diese kamen zwar vor, doch leider erreichten sie mein Herz nicht. Die Szenen waren schön beschrieben, erreichten mich aber nicht, was ich schade fand, denn das Herzklopfen hat hier definitiv gefehlt. Ich finde, dass die Beiden immer auf derselben Stelle stehen bleiben und es kein Weiterkommen gibt. Ich mag das typische hin & her, was aufregend ist, doch zwischen Jess & Cayden fühlte ich kein Knistern.

Zwei Punkte im Buch empfand ich logisch nicht gut erzählt. Zum einen gab es eine Szene, in dem Jess ihr Fahrrad bei ihrem Chef in die Garage stellt und am nächsten Tag ist es wie aus Zauberhand zurück in ihrem Schuppen. Hä? Oder: Jess hinterlässt im Restaurant ihre Jacke samt Handy in der Tasche und kurz danach schreibt sie Nachrichten mit ihrer Freundin Leah. Hier haben mir definitiv die Beschreibungen gefehlt: Wie kamen Jacke, Handy und Fahrrad wieder an Ort und Stelle zurück?

Die Spannung baute sich nur langsam auf und obwohl immer etwas passierte, blieb es vorhersehbar und konnte mich nicht überraschen. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und bin nach dem fiesen Cliffhänger auf den finalen Band gespannt. Das Kribbeln, was ich beim Ende des Buches empfunden habe, hätte ich gerne immer mal wieder zwischendurch gespürt.

Die Leseprobe zu Band 3 am Ende habe ich bewusst nicht gelesen und wurde nicht mit in die Bewertung genommen. Der Finalteil erscheint im März 2018.

Fazit:
Es geht weiter mit Jess & Cayden in "Götterfunken - hasse mich nicht" von Marah Woolf, in dem die Götter das Böse Ankämpfen, um die Menschheit zu retten. Dabei spielen Macht, Intrigen, Eifersucht und die Liebe eine wichtige Rolle. Ein gelungener zweiter Teil, dem noch das gewisse Herzklopfen und der Nervenkitzel fehlt. ~ vorhersehbare Abschnitte ~ eine göttliche Story ~ unglaubliche Atmosphäre

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jugendbuch, moon chosen, gefährten, erdwanderer, p.c.cast

Moon Chosen

P.C. Cast , Christine Blum
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440143
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und ist die Tochter der Mondfrau ihres Clans, Erbin der einzigartigen Heilkräfte ihrer Mutter. Es ihre Bestimmung, einmal ihren Platz einzunehmen und die Frauen und Männer des Weberclans regelmäßig vom Nachtfieber zu reinigen. Doch sie birgt ein Geheimnis in der im Wald versteckten Höhle, in der sie lebt. Und sie fühlt sich noch nicht bereit, ihrem Schicksal zu folgen. Doch als ein todbringender Angriff ihre Welt aus den Angeln reißt, enthüllt Mari die Stärke ihrer Fähigkeiten und entschließt sich, sich selbst und ihr Volk zu retten. Ihr läuft ein Hund zu, der ihr nicht mehr von der Seite weicht. Ihr neuer Begleiter wird allerdings schon gesucht – von ihren Feinden. Als Mari dem Sohn des Anführers, Nik, begegnet, verspürt sie ein zuvor nie gekanntes Gefühl. Sie bricht die Gesetze des Clans und verbündet sich mit ihm, um die Kräfte zu besiegen, die sie alle zu zerstören drohen.

Zum Buch:
Die gebundene Ausgabe ist wunderschön anzusehen und kommt in der digitalen Version kaum zur Geltung, im Gegensatz zum Printexemplar. Farblich harmoniert es zu den rosègoldenen Blättern, die einen metallischen Effekt besitzen und im Licht glänzen. Der Schriftzug und der Mond sind hervorgehoben durch eine Prägung und das Cover fühlt sich samtig an, obwohl die Oberfläche glatt ist.
Im Buchinneren setzt sich das Design fort. Die Kapitelzahlen sind von einem Blatt untermalt und kleine Halbmonde unterteilen einige Abschnitte. Ich finde den ersten Gesamteindruck überaus gelungen und freue mich, das Buch in meinem Buchregal in Szene setzen zu können.

Erster Satz:
"Ansteckendes Frauengelächter hallte durch den warmen gemütlichen Bau."

Meine Meinung:
Die neue Buchserie "Moon Chosen" von P.C. Cast ist ein neues Meisterwerk der Autorin, was mich schnell in seinen Bann sog. Ich lernte mit dem ersten Band die Schreibe der Schriftstellerin kennen und verlor mich in ihren Zeilen.

Eine zerstörte Welt voller gefährlicher Kreaturen, Krankheiten und Naturgwalten stehen den Menschen bevor. Dabei kämpfen drei Clans um Macht und ums Überleben.
Mari, die Tochter der Mondfrau des Weberclans ist anders als ihre Clansleute. Sie soll in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und die Erdwanderer vor dem Nachtfieber heilen. Doch was passiert, wenn die Mitglieder hinter ihr wahres Geheimnis kommen?
Nik, der Sohn des Sonnenpriesters, wartet immer noch sehnsüchtig darauf, von einem hohen Hund als Gefährte gewählt zu werden. Doch seine Zeit läuft ab, als sein potentieller Welpe plötzlich verschwindet. Wird er ihn finden und von ihm auserwählt?
Und dann gibt es noch die Hautdiebe, die brutal morden und ihre Opfer häuten um zu überleben.

Die Autorin P.C. Cast überwältigte mich mit ihrem flüssigen und lebendigen Schreibstil. Ich wurde von Anfang an von der Geschichte gefangen genommen und fühlte mich ihr nahe, als wäre ich selbst ein Teil von ihr geworden. Ich nahm während des Lesens um mich herum überhaupt nichts mehr wahr. Ich war in der neu erschafften Welt der Schriftstellerin gefangen, konnte mich kaum losreißen und nutzte jede freie Minute um weiterzulesen.
Die Welt wurde ausgiebig und detailreich beschrieben, was ich sonst in der Form eher langweilig finde, so war es hier ein absolutes Highlight. Ich hätte gerne noch mehr der Ausschmückungen gelesen, ohne diese als störend zu empfinden.

Der Plot ist komplex und wirkt dadurch anfangs etwas verwirrend. Mit der Zeit klären sich einige Punkte und es ist wichtig, sich einfach darauf ein- und fallenzulassen. Ich habe auf etliche Antworten gehofft, z.B. wie die Welt, die einen dystopischen Touch hat, entstanden ist, was genau das Nachtfieber ist und warum die Clans befeindet sind. Diese Fragen und noch einige mehr wurden nicht beantwortet. Ich denke, dass es sich um eine Reihe handelt, in denen sich die passenden Antworten nach und nach finden werden. Mich stören die ungeklärten Sachverhalte nicht, im Gegenteil - es macht mich wissensdurstig.

Die Protagonisten wurden aussagekräftig und gut ausgebaut beschrieben. Schritt für Schritt lernte ich die Charaktere kennen und habe jetzt noch das Gefühl, dass ich noch einiges über sie in Erfahrung bringen werde. Es tun sich immer wieder frische Erkenntnisse auf und aus einem unsympathischen Prota wurde im Handumdrehen ein Sympathieträger oder umgekehrt. Nik und Sora waren dabei zwei Kandidaten, die mir zu Beginn nicht ganz geheuer waren und sich immer weiter in mein Innerstes einschlichen. Mari und ihre Mutter Leda hatte ich sofort in mein Herz geschlossen und ich fieberte mit den Beiden mit.

Die Dialoge zwischen den Personen war an manchen Stellen etwas plump, was aber an der Übersetzung gelegen haben kann. Mich hat es nicht gestört.
Die Emotionen hielten mich dauerhaft auf Trab. Ich konnte mich in die Charaktere einfühlen und litt in riskanten Szenen. Oftmals hatte ich enormes Herzklopfen vor Trauer & Rührung oder purer Nervenkitzel brachte mich um den Verstand in brenzligen Situationen. Ich überschlug mich mit Spekulationen. Es war kaum auszuhalten das Buch beiseitezulegen und nicht darin zu lesen.

Der Spannungsfaktor brach zu keiner Zeit ab, sondern baute sich stetig auf, wie ein kleiner Funke, der zu einem Großbrand mutierte. Es verging kaum Zeit zum Verschnaufen und es passierte immer etwas Neues auf nur wenigen Seiten.

Die Geschichte wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen, was ich als viel zu früh empfinde. Das Buch beinhaltet einige brutale und grausame Szenen, in denen ich mich am liebsten unter meiner Bettdecke versteckt hätte und Angst hatte, davon zu träumen. Betroffen waren die Kampfszenen der Hautdiebe und eine Vergewaltigung einer Protagonistin. Ich empfehle die Story daher nur an Jugendliche, die mit solchen Handlungen zurecht kommen oder ab 16 Jahre.

Das Ende blieb wie erwartet offen und es gibt eine neue Offenbarung, die mich total neugierig gemacht hat. Leider gibt es keine Informationen zum zweiten Band der Reihe. Ich hoffe, dass P.C. Cast mich nicht lange darauf Warten lässt.

Fazit:
"Moon Chosen - Gefährten einer neuen Welt" von P.C. Cast entführte mich in eine faszinierende Welt voller Gefahren und der Magie des Mondes. Interessante Charaktere und eine spannende Handlung ließen mich mit Begeisterung mitfiebern. ~ dystopische Fantasywelt ~ bildgewaltiges Abenteuer ~ Pageturner ~ Eine absolute Leseempfehlung mit Suchtpotenzial auf allen Ebenen

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210 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

liebe, cornwall, wildblumensommer, tod, kathryn taylor

Wildblumensommer

Kathryn Taylor
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.06.2017
ISBN 9783404175369
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Ein unvergesslicher Sommer in Cornwall

Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück - und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören ...

Zum Buch:
Die Klappbroschüre ist wunderschön und ich schaute es gerne an. Im Mittelpunkt steht der Titel, der in Schreibschrift auf einem pinkfarbenen Kreis geschrieben steht. Der Kreis sieht aus, als sei er mit Wasserfarbe gemalt worden, was mir gut gefällt und dem Bild einen einzigartigen Schliff gibt. Wildblumen und farbige Silhouetten fliegender Möwen sind um den Buchtitel herum angelegt und auch diese, finde ich ansprechend.
Im Inneren der Klappfalte fand ich einige Bilder zu Cornwall, die den fiktiven Ortschaften im Buch als Vorlage dienten.

Erster Satz:
"Zoe rannte den schmalen gewundenen Pfad entlang über die grünbewachsenen Hügel und blieb erst stehen, als sie die Ruine des Steinturms am Rand der Klippen erreicht hatte."

Meine Meinung:
Kathryn Taylor, die durch mehrere Reihen bekannt ist, hat sich mit "Wildblumensommer" in mein Herz geschrieben, was im übrigen mein erstes Buch ist, was ich von ihr gelesen habe. Ich bin so begeistert von der Schriftstellerin, dass ich am liebsten jedes ihrer bereits erschienenen Bücher hintereinander weglesen möchte. Und das soll was heißen.

Bei Zoe wird ein Aneurysma diagnostiziert und es steht eine riskante OP an, die ihr Leben retten soll. Bevor sie diese Maßnahme in Angriff nimmt, fährt sie zu dem Ort zurück, an dem vor vierzehn Jahren ein bedeutungsvolles Unglück passiert ist - um Antworten zu finden. Dabei trifft sie auf ihre große Liebe Jack und altbekannte Gefühle kommen wieder ans Tageslicht. Findet Zoe ihre Antworten oder zu ihrer Liebe zurück?

Kathryn Taylor schreibt großartig, anders kann ich es nicht sagen. Nachdem ich die ersten Seiten las, lief mir bereits ein Schauer über den Rücken, vor Schreck und Trauer zugleich. Der lockere und flüssige Schreibstil erreichte mich Mitten ins Herz - aber auch die Bildhaftigkeit zwischen den Zeilen und der Kulisse Cornwalls.

Ich fühlte mich den Protagonisten Zoe und Rose sehr nahe und konnte mich in Beide hineindenken. Es fühlte sich an, als wäre ich eine stille Beobachterin, die aber auch aktiv im Geschehen mitmischt.
Die Charaktere waren allesamt lebendig und jeder hatte einen gut ausgebauten Charakter, den ich ohne den Namen zu wissen, beim Lesen erkennen konnte. Sie hatten ihre alltäglichen Probleme zu bewältigen, aber auch alle eins gemeinsam - die schmerzhafte Vergangenheit, die sie verbindet.
Nur schwer konnte ich mich von den liebgewonnenen Personen trennen.

Die Emotionen waren in jeder Gefühlslage spürbar. Ich litt mit den Menschen in der Story, hoffte, freute und weinte mit ihnen. Es gab Abschnitte, in denen ich eine Atempause einlegen musste, um das gelesene zu verdauen und um mich vorzubereiten, auf das, was mir mein Bauchgefühl zugeflüstert hatte.

Der Verlauf der Erzählung, war früh zu erahnen, wie es z. B. zu dem Unglück kam. Trotzdem blieb es spannend, ob es sich wirklich so zugetragen hatte.
Zum Schluss überraschte mich ein Happy-End, was nicht ganz so war, wie ich es erhofft hatte. Es war stimmig, machte mich dennoch traurig und regte zum Nachdenken an.

Fazit:
"Wildblumensommer" von Kathryn Taylor erzählt von einem tragischen Unfall, der das Leben vieler Menschen beeinflusst - über Missverständnisse & Nichtakzeptanz, aber auch von der großen Liebe. ~ Familie & Freundschaft ~ Romantik ~ ein Gefühlskribbeln für die Seele

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bodensee, vertreibung, brigitte riebe, flucht, familie

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …

Zum Buch:
Auf dem Cover ziert ein wunderschönes Bild vom Bodensee, der von einem höher gelegenem Weg aus betrachtet werden kann. Die Frau auf dem Weg, mit ihrem Fahrrad, passt perfekt ins Bild und zum Inhalt der Geschichte. Eine ansprechende Gestaltung, die mir direkt ins Auge gefallen ist.

Erster Satz:
"Endlich war sie wieder am See."

Meine Meinung:
Die Autorin Brigitte Riebe war mir bereits ein Begriff durch viele ihrer erfolgreichen Veröffentlichungen. "Marlenes Geheimnis" ist mein erstes Buch, was ich von der Schriftstellerin gelesen habe und ich kann mit Garantie sagen, es werden noch weitere folgen.

Als Nane informiert wird, dass ihre Großmutter Eva verstorben ist, reist sie an den Bodensee, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Dort angekommen, wird ihr das Tagebuch von Eva ausgehändigt und Nane beginnt in ihren Aufzeichnungen zu lesen.
Dabei lernt sie Eva von einer anderen Seite kennen und erfährt Dinge, die sonst keiner wusste. Neben der Reise in die Vergangenheit gibt es Streitigkeiten zwischen ihrer Mutter Vicky und ihrer Tante Marlene, und Nane fängt an sich Gedanken um ihr Leben zu machen. Sie fällt eine Entscheidung und hat schlussendlich die Aufgabe, das Geheimnis von Marlene ans Tageslicht zu bringen. Was ist damals passiert und wie wird Nane`s Zukunft aussehen?

Brigitte Riebe hat mich mit ihrem flüssigzulesenden Schreibstil gefangen genommen. Mit viel Einfühlungsvermögen führte sie mich an die Geschichte heran und verlor dabei zu keiner Zeit den Faden, der mich mit Hingabe und Spannung erfüllte.
Der Roman lief dabei wie in einem Film vor meinem inneren Auge ab, was mir unglaublich gefallen hat.

Geschrieben ist die Erzählung in der Gegenwart und in der Vergangenheit aus den Sichten von Nane und Eva. Dabei befand ich mich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bis einige Zeit danach. Ich lernte Eva kennen, die von ihrer Flucht aus ihrer Heimat dem Sudetenland, ihrer großen Liebe und ihrem Neuanfang am Bodensee erzählt.
Anfänglich fühlte ich mich in der Gegenwart bei Nane am Wohlsten, doch schon bald wendete sich das Blatt und ich konnte es kaum erwarten, mehr von Eva zu erfahren. Die Zeit von 1938 bis 1952 waren aufregend und vorbildlich recherchiert. Ich zog jedes Detail aus der Zeit in mir auf, wie ein ausgetrockneter Schwamm. Und das, obwohl ich normalerweise kaum Bücher lese, die mir zu ausgiebig ins Geschichtliche gehen. Doch hier, habe ich Gefallen daran gefunden.

Die Protagonisten habe ich alle gemocht und sie zeigten sich facettenreich. Sogar Hermann Bentele, der mir zu Beginn nicht gerade sympathisch war, stimmte mich nachdenklich. Er schaffte es meine anfängliche Abneigung ablegte.

Die Story durchlebte ich mit vielen verschiedenen Emotion, die mich beim Lesen begleiteten. Es gab Szenen, in denen mein Herz vor Schreck erstarrte und ich kurz Innehalten musste, um danach gebannt weiterzulesen. Ich freute mich mit den Charakteren, oder bekam vor Rührung oder Trauer eine Gänsehaut und einen dicken Kloß im Hals. Es war alles dabei und dafür danke ich Brigitte Riebe.

Am Ende zogen sich alle Erzählstränge schlüssig zusammen und das langgehütete Geheimnis, was der Leser bereits kennt, wird gelüftet. Die Aufklärung, verlief meiner Meinung nach, etwas zu ruhig und kurz ab. Trotzdem bin ich mit dem Schluss zufrieden und trennte mich nur ungern von der Geschichte, die ich in nur kurzer Zeit lieben gelernt habe.

Fazit:
"Marlenes Geheimnis" erzählt eine packende Familiengeschichte in der heutigen Zeit und zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ein absoluter Lesegenuss mit Höhen und Tiefen, den man einfach gelesen haben muss. ~ facettenreiche Charaktere ~ mitfiebern bis zur letzten Seite ~ ein historischer Roman mit Herz und Leidenschaft geschrieben.

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colleen hoover, liebe, nächstes jahr am selben tag, dtv, unfall

Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
New York – Los Angeles, und dazwischen die große Liebe
Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …

Zum Buch:
Die Broschüre zeigt ein junges Paar, was sich verträumt anschaut. Sie wirken glücklich und vertraut. Die Farbgestaltung des Covers ist frisch und es wirkt ein wenig wie durch einen Schleier gesehen. Sehr oft habe ich beim Lesen das Paar auf dem Bild angesehen und träumte vor mich hin.

Erster Satz:
"Was es wohl für ein Geräusch machen würde, wenn ich ihm einfach mein Glas an den Kopf werfen würde?"

Meine Meinung:
Colleen Hoover schrieb sich mit "Nächstes Jahr am selben Tag" in mein Leserherz und bescherte mir eine lange Lesenacht voller Romantik und Gefühlen. 
Colleen Hover: Bitte höre niemals auf solche Geschichten zu schreiben.

Fallon sitzt mit ihrem Vater in einem Lokal, der mal wieder nur Vorwürfe für sie übrig hat, als sich auf einmal ein Junge neben sie setzt und sich als ihr Freund ausgibt.
Ben beobachtet Fallon und hört das Gespräch zwischen Vater und Tochter. Er eilt ihr zur Hilfe und die Dinge nehmen ihren Lauf. Fallon reist jedoch am Abend aus Los Angeles ab, um sich in New York ein neues Leben aufzubauen. Doch Ben sieht mehr in ihrem Zusammentreffen und sie beschließen, sich jedes Jahr an genau demselben Tag wiederzusehen.

Colleen Hoover hat mich mit ihrem Schreibstil verzaubert. Sie warf mich in das Buch und ich griff nach ihrem Anker, der mich rettete bis zur letzten Seite.
Ihre frische und flüssige Art zu Schreiben versetzte mich in einen Sog voller Gefühle und bildhaften Szenen. Ich las bis spät in die Nacht hinein, weil ich es nicht übers Herz brachte die Charaktere zu verlassen.

Das Buch ist unterteilt in den jeweiligen Jahren des 9. Novembers, worin ausschließlich über diesen einen Tag und der Vergangenheit berichtet wird. Geschrieben ist die Erzählung aus der Sicht von Fallon und Ben, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Charaktere wurden authentisch und tiefgründig beschrieben. Fallon und Ben haben einiges hinter sich gebracht, und kämpfen mit den Narben der Vergangenheit.
Ich konnte die Gefühle der Protagonisten am eigenem Leib erleben und es gab einige Szenen, in denen ich mit den Tränen kämpfte oder ich sie einfach fließen ließ.
Ich durchlebte ein Auf und Ab der Emotionen. In dem einen Moment klopfte mir das Herz bis zum Hals, um anschließend in einem Herzstillstand zu erstarren oder ich zerfloss nur so vor Romantik.

Die Geschichte blieb permanent spannend bis zur letzten Seite, was ich so nicht erwartet hätte. Teilweise gab es vorausschaubare Handlungen, die mich jedoch in keinster Weise gestört haben, weil es einfach so toll geschrieben war und mein Innerstes dadurch umsomehr Achterbahn fuhr.

Fazit:
Mit "Nächstes Jahr am selben Tag" schreibt Colleen Hoover eine romantische Gefühlsexplosion mit authentischen Charakteren. Eine Geschichte die mich Tag und Nacht begleitet hat. Solche Storys brauche ich wie die Luft zum Atmen. ~ romantisch ~ eine Achterbahnfahrt der Gefühle ~ tragisch 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

engel, fantasy, arzt, seelengefährtin, romantisch

Der silberne Flügel: Roman

Tanja Bern
E-Buch Text: 258 Seiten
Erschienen bei Feelings, 02.02.2017
ISBN 9783426442586
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Berührend, ergreifend, magisch: eine zauberhafte Geschichte um einen Engel - und eine universale Liebe vor der faszinierenden Kulisse der schwedischen Skanden!
Im Westen Schwedens bemerkt man in einem Gebiet der Skanden fremdartige Phänomene, die dazu führen, dass man dort eine Forschungsstation errichtet: Sie soll vorrangig diese naturkundlichen Erscheinungen untersuchen. Eines Tages findet man dort einen ungewöhnlichen Mann, der mitten im abgesperrten Gebiet auf die Felsen geschlagen ist und sich schwer verletzt hat. Elias Nilsson, der junge Arzt der Station, kümmert sich um den Fremden – und entdeckt Unglaubliches: Sein Patient ist kein Mensch, sondern ein Engel, der auf der Suche nach seiner verlorenen Seelengefährtin ist. Als Elias aufgrund von Intrigen jeglichen Kontakt zu seinem neuen Schützling verliert, befreit er den Engel aus der Station und sie fliehen in das Skanden-Gebirge. Doch dessen Bergpässe sind in den eisigen Wintern Schwedens kaum begehbar ...

Zum Buch:
Die Covergestaltung ist schlicht gehalten und dennoch ein Blickfang. Ich mag den düster wirkenden, türkisfarbenen Hintergrund und den silberfarbenen Engelsflügel. Beides zusammen harmoniert und schaut elegant aus.

Erster Satz:
"Die Abendsonne tauchte das Moss auf der Waldlichtung in sanftes Licht, als Keija in einer fließenden Bewegung die Arme hob."

Meine Meinung:
Nachdem mich Tanja Bern mit "Distand Shore" begeistert hat, wollte ich mehr von der Schriftstellerin lesen. Ich habe mich daher gefreut, als "Der silberne Flügel", der vom Genre her anders war, erschienen ist. Doch hier konnte mich Tanja Bern nicht hundertprozentig überzeugen.

Wir befinden uns im Westen von Schweden, in der Nähe der Skanden, wo fremdartige Phänomene vorgekommen sind. William, der dort eine Forschungsstation errichtet hat, heuert den Arzt Elias an. Bei der Station wurde ein schwer verletzter Mann gefunden, der ärztliche Hilfe benötigt. Elias kümmert sich aufopfernd um den Patienten und stellt überrascht fest: Keija ist ein gefallener Engel, der seine Seelenverwandte sucht. Schnell bemerkt Elias, dass er dem Engel helfen muss, und gerät dabei selbst in Gefahr. Kann er Keija helfen und seine eigenen Gefühle deuten, die ihn plötzlich beschäftigen?

Tanja Bern hat die Gabe die Kulissen hautnah zu umschreiben. Ich liebe es, wenn ich die Umgebungen vorm inneren Auge erleben darf und auf meiner Haut spüre. Genau das, hat die Autorin bei mir geschafft.
Der Text las sich flüssig, obwohl manche kurze Sätze den Lesefluss etwas holprig erscheinen ließen. Ich hatte das Gefühl, eine Ansammlung von Stichpunkten zu lesen, was mich doch einige Male ärgerte und mich aus der aktuellen Szene emotional herausriss.

Die Charaktere waren mir teilweise zu flach beschrieben. Ich hätte Elias und Keija gerne etwas näher kennengelernt, wie auch die Schutzengel. Diese waren plötzlich da ohne irgendwelche Erklärungen oder einer sachten Heranführung. Die Tatsache warf mich sprichwörtlich ins kalte Wasser. Es war grundlegend verständlich, doch hätte es mir besser gefallen, wenn mich die Autorin an die Hand genommen hätte, um mich an diese Gegebenheiten zu gewöhnen und diese zu verstehen.

Gefehlt haben mir eindeutig die Gefühle. Sie wurden immer angedeutet, aber ich konnte diese als Leserin nicht fühlen. Das fand ich schade, weil ich es anders von Tanja Bern gewöhnt war.

Der Verlauf der Geschichte gestaltete sich anfangs spannend, flachte dennoch in der Mitte zunehmend ab. Tanja Bern verlor sich einige Male zu stark in den Beschreibungen und alltäglichen Aufgaben, anstatt die Erzählung abwechslungsreich weiterzubringen. An einigen Stellen fehlte mir die Action und es war durchweg vorhersehbar. Es lief einfach alles zu glatt und es lagen zu wenige Steine im Weg.

Das Ende dagegen konnte mich dann doch noch begeistern. Sie nahm sich Zeit für einen gefühlvollen Abschluss und schenkte mir einen Denkanstoß. Hier fand ich die Tanja Bern wieder, wie ich sie kennengelernt habe. Schade, dass die Geschichte mich nicht komplett begeistern konnte.

Fazit:
"Der silberne Flügel" von Tanja Bern erzählt eine mystische Geschichte über Engel hinter der atemberaubenden Kulisse der Skanden im westlichen Schweden. Trotz kleinen Schwächen ist es eine ansprechende Erzählung zum Abschalten und Nachdenken. ~ greifbare Kulisse ~ zu wenig Gefühl, Action & Tiefe ~ nette Story für zwischendurch mit Wohlfühlfaktor. 

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300 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

entführung, new york, frankreich, brooklyn, paris

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

Zum Buch:
Die Covergestaltung finde ich ansprechend. Es zeigt einen lebhaften Blickwinkel aus Brooklyn mit seinen gewaltigen Bauwerken. Die Frau im Bild sieht man nur zur Hälfte, doch fiel mir dabei auf, dass es sich hierbei nicht um die Protagonistin handeln kann, denn diese ist farbig und nicht hellhäutig. Schade, dass darauf nicht geachtet wurde, oder aber es ist einfach eine andere Person. Im Inneren fand ich einige aussagekräftige Zitate von Leserstimmen und Werken des Autors. Das Buch lag leider schwer in der Hand.

Erster Satz:
"Drei Wochen vor unserer Hochtzeit kündigte sich dieses lange Wochenende wie ein kostbares Intermezzo an - ein Moment der Intimität unter der Spätsommersonne der Côte d'Azur."

Meine Meinung:
Für mich war "Das Mädchen aus Brooklyn" von Guilaume Musso das erste Buch, was ich von ihm gelesen habe. Ich hatte aufgrund der guten Meinungen des Schriftstellers sehr hohe Erwartungen, und war zum Schluss enttäuscht. Dieser Musso war absolut nicht meins.

Bald ist es soweit - die Hochzeit von Raphaël und Anna steht bevor. Doch Raphaël möchte mehr über die Vergangenheit seiner Verlobten erfahren. Er lädt sie auf ein romantisches Wochenende an der Côte d’Azur ein. Anna bricht ihr Schweigen und zeigt ihm ein Foto mit drei verkohlten Leichen und sagt ihm, dass sie es dafür verantwortlich sei. Anna verschwindet kurz darauf. Für Raphaël und seinen Freund Marc beginnen die Ermittlungen und die Suche nach ihr. Wird er sie finden und die Vergangenheit aufklären?

Guillaume Musso hat einen wunderbaren Schreibstil. Der Text liest sich flüssig und ist durch seine detaillierten Beschreibungen enorm bildhaft und wirkt lebendig.
Der Nachteil ist, dass sich die Geschichte nur mühsam vorwärts bewegte und ich lange an einer Stelle stand.

Die Protagonisten waren mir zu flach, zu bizarr und die Handlungen oftmals nicht nachvollziehbar. Ich gestehe, dass ich mich teilweise sogar genervt gefühlt habe. Es wirkte im Ganzen weithergeholt und durcheinander. Außerdem wechselten die Erzählstränge zwischen den Charakteren unerwartet schnell und schaffte Raum für Verwirrungen.

Zu Beginn war ich geflasht, weil Guillaume Musso die Spannung bereits auf den ersten Seiten in mir auflodern ließ. Dieser Höhenflug wurde mir nur kurzzeitig gegönnt, denn darauf folgte bis zum Ende des Buches ein zäher Abschnitt, der mich durchgehend langweilte.
Ich brauchte mehrere Wochen, um mich durch die Seiten zu lesen oder darf ich sagen "zu quälen"?

Am Ende zogen sich alle Fäden zusammen. Dennoch war ich von der ganzen Thematik enttäuscht und fand es unrealistisch. Trotz alledem werde ich dem Schriftsteller eine weitere Chance geben und es mit einem seiner anderen Bücher versuchen.

Fazit:
Mit "Das Mädchen aus Brooklyn" von Guillaume Musso hatte ich stark zu kämpfen und quälte mich durch die Seiten, voller wirren Handlungen und nervigen Protagonisten. Ein Musso, der mich abschreckte, anstatt zu verzaubern. ~ langatmig ~ unrealistisch und verwirrend ~ eine Story ohne Wiedererkennungswert. 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Der Fluch der Loreley

Elvira Zeißler
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei Amazon Media, 03.07.2017
ISBN B073Q6XHVN
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Ein spannender und gefühlvoller Jugendliebesroman rund um die mystische Legende der Loreley.
Sein heißer Atem strich über meine Lippen und das Herz drohte in meiner Brust vor Sehnsucht, Aufregung und der bitteren Gewissheit zu zerspringen, dass es zu diesem Kuss – aus welchen Gründen auch immer – niemals kommen würde.
Im letzten Schuljahr treten gleich zwei Jungs in Caras bis dahin eher ruhiges Leben. Der charmante, zuvorkommende, fast perfekt scheinende Erik und Christian, der mit seinen langen blonden Haaren, blauen Augen und vor allem mit seiner atemberaubenden Stimme alle Mädchen in den Bann zieht. Alle außer Cara. Und aus irgendeinem Grund sucht er ausgerechnet ihre Nähe. Aber gilt sein Interesse wirklich ihr, oder der Tatsache, dass er sie nicht zu manipulieren vermag? Allen Zweifeln und Geheimnissen, die ihn umgeben, zum Trotz fühlt sich Cara immer stärker zu Christian hingezogen. Doch auf ihm lastet ein uralter Fluch ...

Zum Buch:
Das einheitlich türkisfarben gestaltete Cover wirkt mystisch und zeigt in der Mitte eine Silhouette der sagenumwobenen Lorelei. Die Ranken und hellen Lichtpunkte haben es mir angetan und sind nett anzusehen. Der Schriftzug dagegen ist leider etwas langweilig in Form gebracht.

Erster Satz:
"Ein Rascheln im Gebüsch jagte mir eine Gänsehaut über den Körper."

Meine Meinung:
Den neuen Jugendliebesroman "Der Fluch der Loreley" von Evira Zeißler dufte ich als Testleserin vorablesen. Ich war voller Neugier auf ihre Geschichte, die um die wahre Legende der Loreley handeln sollte. Meine Erwartungen wurden nicht übertroffen und so fand ich ein solides Jugendbuch vor, was nett zu lesen war.

In einem Park wird Cara von einem Mann bedroht und trifft dabei auf Erik, der ihr zur Hilfe eilt. Erik ist älter als sie, gutaussehend und bemüht um ihre Zuneigung.
Christian ist der neue in ihrer Schulklasse und ungewöhnlich seltsam. Er spricht nicht und falls doch, pfeifen alle nach seiner Nase. Seine Anziehungskraft ist atemberaubend und die Anderen umschwärmen ihn. Nur Cara behält einen kühlen Kopf und ist immun gegen seinen Willen. Irgendetwas stimmt nicht mit Christian und sie versucht, es herauszufinden. Bei der Suche nach Antworten fühlt sie sich ihm doch enger verbunden als gedacht. Christian, Erik und ihre Gabe würfeln ihr gesamtes Leben durcheinander. Wird Cara herausfinden, was mit Christian und Erik los ist?

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Seiten flogen nur so an meinem inneren Auge vorbei. Es hat mir Spaß gemacht ihren Stil zu lesen, obwohl die Autorin einige Füllwörter benutzt und das den Text enorm aufblähte. Ein paar dieser Blähwörter weniger und die Formulierungen hätten ausdruckstärker auf mich gewirkt.
Geschrieben ist die Story in der Erzählperspektive von Cara und zeitweise gibt es Abschnitte aus der Sicht der Jungs. Hier wusste ich nicht immer gleich, wer gerade seine Gedanken preisgibt.

Die Charaktere sind gut dargestellt, doch fehlte mir die Tiefe in ihren Gedankengängen und Handlungen. Cara fand ich naiv. Sie nervte mich zeitweise, hinterfragte nichts und verzieh den Persönlichkeiten viel zu schnell. Ich hätte mir mehr Pfeffer für sie gewünscht, wie z. B. ein paar freche Sprüche und mehr Selbstvertrauen.
Erik ist ein kleiner Schleimer, der es jedem Recht machen wollte und versuchte zu gefallen, wobei das nur seine Fassade zeigte. Das mit ihm und Christian etwas nicht stimmte, war mir sofort bewusst. Christian und Jessy waren mir unter allen Protagonisten am sympathischsten. Sie waren geheimnisvoll und unbefangen.

Elvira Zeißler konnte mich wiederholt nicht mit ihren Emotionen packen. Die Gefühlswelten der Charaktere konnte ich erahnen, aber nicht fühlen - bis auf die Kussszene auf der Geburtstagsfeuer von Jessy. In genau diesem Moment konnte ich das Knistern hören und die Sehnsucht der Protas spüren. Solche Augenblicke habe ich vermisst und ich hätte eine Gefühlsexplosion nach der anderen erlebt.

Die Spannung im Buch war vorhanden, doch baute diese sich nicht stetig auf. Es gab ein Auf und Ab dichtgefolgt von langen Durststrecken in dem viel erzählt wurde, aber nicht viel passierte. Zahlreich verschenkte Szenen und es wurde zuviel drum herum geschrieben, anstatt sich auf das wesentliche zu konzentrieren.
Der Plot war reizvoll, aber das Thema der Legende der Loreley kam zu kurz und wurde nur angeschnitten. Ebenso die Gabe von Cara – die vorhanden war, doch mit welchem Nutzen? Es reichte mir nicht, zu wissen, dass der Charakter eine Fähigkeit hat. Viel aufregender wäre es gewesen, diese in fesselnden Szenen im Einsatz mitzuerleben und zu verstehen, welche Aufgabe Cara damit hat.

Ich hatte oftmals den Eindruck, dass die Story überstürzt fertig geschrieben werden musste. Es liegt viel Potenzial darin, was die Schriftstellerin nicht genutzt hat.


Fazit:
"Der Fluch der Loreley" ist ein solider Jugendroman mit mystischem Hintergrund und Fantasyanteil. Eine nette Geschichte für zwischendurch aus der viel mehr herausgeholt hätte werden können. ~ fehlender Spannungsbogen ~ Highschoolfeeling ~ klischeehaft & vorhersehbar

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305 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, liebe, fluch, alchemie

Secret Fire - Die Entfesselten

C.J. Daugherty , Carina Rozenfeld , Peter Klöss
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.02.2017
ISBN 9783789133404
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wenn ein Fluch dein Schicksal ist, vertrau‘ auf die Liebe! Taylor und Sacha haben im St. Wilfred College Zuflucht gefunden. Hier sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die furchterregenden Todbringer zu vernichten. Nur noch wenige Tage bleiben bis zu Sachas 18. Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird, falls die zwei es nicht schaffen, den uralten Fluch zu bezwingen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der von Sacha und Taylor verlangt, sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten, um nicht zu verlieren, was sie am meisten lieben.

Zum Buch:
Die Buchgestaltung ist identisch mit dem ersten Band der Reihe und weicht nur farblich davon ab. Ein absoluter Eye-Catcher durch den Metallic-Effekt und der mintfarbenen Gestaltung. Im Inneren wird das Design mit den Dreiecken und der Flammenumrundung weitergeführt. Ein ansprechendes und edles Cover, was ich gern betrachte und im Buchregal zur Schau stelle.

Erster Satz:
"Stell dich nicht an. Los, versuch`s noch mal."

Meine Meinung:
"Secret Fire - Die Entfesselten" von C. J. Daugherty ist der Finalband der Thrill-Fantasy-Dilogie, auf den ich sehnsüchtig gewartet habe, nachdem mir Band 1 gut gefiel. Doch am Ende der Geschichte schlug ich das Buch mit großer Enttäuschung zu. Hatte ich zu hohe Erwartungen?

Taylor und Sacha haben Zuflucht in St. Wilfred gefunden, doch wie lange sind sie dort sicher? Taylor scheitert immer wieder, ihre Kräfte gezielt einzusetzen und Sacha hat nur noch wenige Tage bis zu seinem 18. Geburtstag, der ihm den Tod bringen soll. Kann Taylor den Fluch brechen und hat ihre Liebe eine Zukunft?

Der Wiedereinstieg in die Story fiel mir dank kurzer Rückblenden leicht und knüpfte direkt an Band 1 an. Ich kann mir trotzdem gut vorstellen, dass Leser, die den ersten Teil vor längerer Zeit gelesen haben, schwerer ins Geschehen einfinden werden. Bei mir lagen nur einige Wochen dazwischen, was ich als Vorteil empfand.

Der Schreibstil von C. J. Daugherty ist flüssig zu lesen und vor allem bildhaft. Die Kulissen und Handlungen spielten sich in meinem Kopf wie in ein Film ab, was mir ausgezeichnet gefallen hat.
Der Finalband ist von actionreichen Szenen überflutet und nahm mir in vielen Passagen die Spannung, im Vergleich zum Auftakt des Zweiteilers.
Ich hatte das Gefühl, das die Action und die verschiedenen Kämpfe immer, dass gleiche waren, und langweilte mich mit der Zeit.
Zu Beginn hatte ich noch große Erwartungen, aber dann baute die Erzählung weiter ab. Die Handlungen waren einfach strukturiert und vorhersehbar - keine Wendungen und Überraschungen, die mir ein WOW-Erlebnis bescherten.

Die Charaktere waren mir sympathisch, aber auch hier fand ich keine Entwicklung. Die Nebencharaktere Louisa und Alastair fand ich um einiges interessanter. Und ich hätte mir mehr Ecken und Kanten in ihren Persönlichkeiten gewünscht.
Die Emotionen waren vorstellbar, aber nicht greifbar und präsent genug. Ich habe einfach viel mehr Feuer und Nervenkitzel erwartet.

Das Ende war ok, aber nichts besonderes. Ein spektakulärer Endkampf blieb aus, was ich schade fand. Ich hatte einige Male das Gefühl, dass die Schriftstellerin zu wenig Energie in diesen Band gesteckt hat und nur schnell fertig werden wollte.

Fazit:
Mit "Secret Fire - Die Entfesselten" schreibt C. J. Daugherty einen soliden Abschluss der Dilogie. Gleichbleibende Action ohne nennenswertem Nervenkitzel, und tiefen Gefühlen machte den Finalband für mich zu einer riesen Enttäuschung. ~ abbauende Story ~ Thrill & Action vorhanden ~ ein Serienabschluss ohne Wums

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303 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

liebe, janet clark, deathline, ewig dein, rezension

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Klappentext:
Eine Liebe wie der Anbeginn der Welt
Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.
Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, das Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.
Und so muss Josie sich entscheiden. Auch wenn der Preis dafür vielleicht ihre Liebe ist ...

Zum Buch:
Die Umschlaggestaltung ist wunderschön. Ein absoluter Eyecatcher im Buchregal. Auf den ersten Blick konnte ich mir kein Bild davon machen, was zwischen den Buchdeckeln auf mich wartet und wurde hinterher überrascht, als ich pure Spannung hinter einem romantischen Cover gefunden habe.
Ein Hingucker ist der Titel mit seinen silbern leuchtenden Sternen, die beim Darüberstreichen fühlbar sind. Das Farbenspiel passt hervorragend zusammen und ich habe bei meinen Lesepausen immer wieder darauf schauen müssen – weil es mich in brenzligen Situationen beruhigt hat. Unter dem Schutzumschlag versteckte sich ein pinkfarbener Einband, was im Buchrücken die gleiche Titelgestaltung zeigte, wie auf der Vorderseite. Im Inneren zeigen sich verschiedene Edelsteine an jedem Kapitel.

Erster Satz:
"Habt Ihr auch schon mal von einer besonderen Bestimmung geträumt?"

Meine Meinung:
„Ewig Dein – Deathline“ von Janet Clark habe ich mit der wasliestdu.de Community in einer Leserunde gelesen. Ich habe mich auf das neue Jugendbuch der Autorin sehr gefreut, nachdem ich „Schweig still, süßer Mund„ vor einigen Jahren verschlungen habe und so sollte es auch dieses mal sein.

Die Ferien sind angebrochen und Josie hat auf der Ranch ihres Vaters eine Menge zu tun. Nach einem schweren Autounglück kann er nur eingeschränkt am Arbeitsleben teilhaben und so kümmern Josie und ihr Bruder Patrick sich um den Betrieb. Plötzlich passieren einige Pannen und mysteriöse Vorfälle – ebenso im Dorf. Haben die Greenies, die als Gastarbeiter auf der Farm eingestellt sind, oder einer der Gäste, etwas damit zu tun? Schon bald erfährt Josie ein Geheimnis von Ray, einem Greenie, an dem sie ihr Herz verschenkt hat, dass sie alle in Gefahr schweben. Welche Rolle spielt sein verlorenes Amulett dabei und findet sie einen Ausweg?

Der Schreibstil von Janet Clark ist flüssig zu lesen und hielt eine Überraschung für mich parat. Sie schreibt in der Ich-Perspektive der Protagonistin Josie, die mich im Prolog, Epilog und Zwischendurch direkt angesprochen hat, als würde sie persönlich mit mir sprechen. Das hat mir richtig gut gefallen und ich fühlte mich ihr dadurch verbunden.

Die Story ist mystisch und an einigen Stellen so gruselig, dass ich mich am liebsten unter meine Bettdecke verkrochen hätte. Bei diesen Parts konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen, und vergaß teilweise das Atmen oder habe mich erwischt, wie ich an meinen Fingern knabberte – vor Aufregung und Anspannung.

Die Liebesgeschichte zwischen Josie und Ray war vorhanden, doch konnte ich die Emotionen nicht miterleben. Ich fand, dass das Mysteriöse und der Thrillfaktor im Vordergrund stand, viel mehr als ich vermutet hätte und die Liebesgeschichte zu kurz kam.
Mir fehlte die Tiefe in den Charakteren, die auf der Strecke blieben. Die Nebencharaktere waren interessant und ich mochte sie, doch auch hier funkte es nicht immer.

Der Showdown war perfekt und ich wurde durch die Wendungen am Ende überrascht. Es hat Spaß gemacht zu spekulieren und Vermutungen aufzustellen, wie es ausgehen könnte. Der Schluss wurde nicht komplett aufgelöst und es bleiben noch einige Fragen offen. Ich hoffe, dass der zweite Teil nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
„Ewig dein – Deathline“ von Janet Clark ist ein mysteriöser Jugendroman, der mich durch Spannung und Nervenkitzel mitfiebern ließ. Der Romanceanteil war gering und konnte mich nicht begeistern. ~ mystisch ~ emotionslos und fehlende charaktertiefe ~ Fantasy & Thrill-Anteil mit Suchtpotenzial

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

frankreich, restaurant, kochen, liebe, erbe

French Kiss: Liebe zum Nachtisch

Marie Keller
E-Buch Text
Erschienen bei null, 27.03.2017
ISBN B06XX4D39Z
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Als Sophie Weber erfährt, dass ihre Großmutter in Frankreich verstorben ist und sie als Alleinerbin eingesetzt hat, macht sie sich auf den Weg nach Courvelle, einem kleinen Ort in der Nähe von Paris. Dort angekommen muss sie sich der Tatsache stellen, dass es sich bei dem Erbe um ein renovierungsbedürftiges Haus mit winzigem Restaurant handelt, das ihre Großmutter bis kurz vor ihrem Tod führte. Ihr Erbe ist in erbarmungswürdigem Zustand und daher unverkäuflich. Sophie bleibt nur, in Eigenregie alles zu renovieren, wenn sie jemals einen Käufer für das Haus finden will. Der steht auch bald schon vor der Tür, aber dann macht ihr die Liebe einen Strich durch die Rechnung und alles kommt ganz anders als geplant. French Kiss ist eine bezaubernde Liebeserklärung an Frankreich, das Leben und die Liebe.

Zum Buch:
Beim Betrachten des Covers erahnte ich, dass es in diesem Roman ums Kochen und den Genuss geht. Der Hintergrund zeigt eine Schiefertafel mit vielen verschiedenen Gewürzen, die um den Titel herum angelegt sind. Die Schriftart passt ausgezeichnet ins Gesamtbild, die in Kreide gezeichneten Cliparts mit Herzen stellen den romantischen Touch dar. Mir gefällt die Gestaltung und machte neugierig, auf was für leckere Gerichte ich stoßen werde. Vermisst habe ich eine kurze Vita zur Autorin, um mir von ihr ein Bild zu machen.

Erster Satz:
"Draußen verblassten die letzten Strahlen der Abendsonne am Horizont."

Meine Meinung:
Die Schriftstellerin Marie Keller war mir vorab unbekannt und ich freute mich, eine neue Autorin und ihre Geschichte kennen zu lernen. Schnell merkte ich, dass ich mehr von ihr lesen möchte.

Sophie steht vor dem heruntergekommenen Bistro ihrer verstorbenen Großmutter in Paris, was sie vererbt bekommen hat. So hatte sie sich das nicht vorgestellt. Ihr Plan war es von Leipzig nach Courvelle aufzubrechen, das Haus zu verkaufen und zurückzureisen, um ihren Job als Lehrerin anzutreten. Doch so kann sie das Haus nicht veräußern. Sie entschließt sich für eine Renovierung. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass ihr Nachbar, die Vergangenheit und das Restaurant ihre Pläne völlig durcheinander bringen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und ich fand schnell ins Geschehen. Die Umgebungen Frankreichs wurde gerade soviel angedeutet, dass ich ein Bild vor Augen hatte und die Stimmung einfangen konnte. Interessant fand ich die Erklärungen von Jeans Kochkurs und die beinhalteten Rezepte. Es fühlte sich an, als wäre ich live dabei und würde in seiner Küche herumexperimentieren. Mir lief das Wasser im Mund zusammen und das ein oder andere Gericht werde ich versuchen nachzukochen.

Die Vergangenheit der Großmutter und von Sophies Mutter waren zu Beginn Hauptthema, was ich mitreißend fand. Ich war darauf eingestellt, eine Reise durch die vergangenen Tage mit vielen Geheimnissen zu durchlaufen, die es zu lüften galt. Doch im Verlaufe der Erzählung rückte dieser Part immer mehr in den Hintergrund. Ich hätte mir auf diesem Gebiet viel mehr Input und Hintergrundwissen gewünscht. Wie war die Beziehung zwischen den beiden Frauen und warum hielt ihr Vater sich aus allem raus? Wieso versuchte Sophie nicht mit ihrer Mutter zu Reden und sie nach Paris zu holen? Zahlreiche Fragen, die nicht eindeutig beantwortet wurden und auf einen zweiten Teil hoffen lässt.

Die Charaktere waren sympathisch und ich konnte mich in sie hineindenken, doch nicht immer hineinfühlen. Das Kribbeln im Bauch, was Sophie spürte, wenn sie an Jean dachte oder sie die Liebesbriefe an ihre Großmutter las, blieben bei mir aus. Ebenso das Prickeln als die Beiden sich näher kamen. Trotzdem emfpand ich die Liebesgeschichte rührend und romantisch.
Jean war in Stresssituationen aufbrausend und herrisch und oftmals fragte ich mich, warum er sich sein Leben so schwer machte.
Henriette war eine toughe Persönlichkeit, die ich direkt ins Herz geschlossen habe. Ihr offenes Mundwerk passte zu ihr und ich erkannte mich in einigen Momenten in ihr. Besonders was ihre Neugierde betraf.

Die Restaurierung und die Neueröffnung des Bistros standen im Schwerpunkt der Geschichte und es war spannend zu verfolgen, ob Sophie es mit Hilfe ihrer Freunde schaffen wird. Ich fieberte der Eröffnung entgegen und hielt die Luft an, wenn etwas nicht nach Plan lief.

Das Ende hat ein Happy End, was in einigen Situationen vorhersehbar war, doch wie der Weg dorthin verlief, blieb aufregend bis zur letzten Seite.

Fazit:
"French Kiss: Liebe zum Nachtisch" von Marie Keller ist eine romantische Liebesgeschichte, die in Frankreich spielt. Es handelt vom Neuanfang, der Liebe und der Suche nach Antworten in der Vergangenheit. Köstliche Speisen und französischer Flair durchziehen dieses Buch und verzauberten mich nach nur wenigen Seiten, trotz einiger Schwächen. ~ Paris ~ Familiengeheimnis ~ Neubeginn ~ Zeilenschmaus und Liebesgefunkel 

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

rügen, segeln, trennung, ostsee, neuanfang

Wellenglitzern

Marie Merburg
Flexibler Einband: 429 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404174898
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Frisch getrennt kommt Sophie nach Rügen, um sich einen Traum zu erfüllen: Segeln lernen. Doch sowohl ihr Noch-Ehemann als auch der Segelkurs machen ihr ganz schön zu schaffen. Wie soll sie denn auch ihr nicht vorhandenes Segeltalent ausbauen, wenn sie gleichzeitig ihrem Ex am Telefon erklären muss, dass sie nicht mehr für die Beschaffung seiner Lieblingsleberwurst zuständig ist? Zum Glück findet Sophie auf der idyllischen Ostseeinsel neue Freundinnen, die ihr unter die Arme greifen. Und auch ihr attraktiver Segellehrer gibt seine Katastrophenschülerin nicht so schnell auf.

Zum Buch:
Die Covergestaltung ist ein Traum und ich sah es mir gerne beim Lesen an. Der Titel ist leicht hervorgehoben und funkelt durch seine Glitzerpartikel im Licht, was sich auf dem Buchrücken wiederholt. Das Meer, der Strandkorb und die typischen Ostseemerkmale ließen Urlaubsstimmung aufkommen. Im Innenteil der Buchdeckel führt sich die Gestaltung weiter. Niedliche Möwenbilder unterteilen die Abschnitte innerhalb eines Kapitels.

Erster Satz:
"Es war schrecklich, einfach schrecklich. "

Meine Meinung:
„Wellenglitzern“ von Marie Merburg lernte ich bei einer Blogtour kennen, verliebte mich in die Geschichte und war traurig, als ich das Buch zuschlag, weil ich mich von liebgewonnenen Protagonisten trennen musste.

Sophie erfüllt sich ihren Traum – den Segelschein zu machen, und reist nach Rügen, nachdem ihr Ex-Mann sich weigerte mitzufahren, was zur Trennung führte. Dort angekommen trifft sie als erstes auf den mürischen Teenager Leonie, die am Empfang der kleinen Pension Meeresruh in Glowe sitzt.
Am nächsten Tag beginnt ihr Segelkurs und sie lernt ihren Segellehrer Ole kennen, der in ihr Gefühle weckt, die sie nach einer Kühlschrank-Ehe nicht für möglich gehalten hätte. Ist Ole ihr Schlüssel zum Glück und der Start für einen Neuanfang?

Nach nur wenigen Seiten war ich in der Geschichte eingetaucht. Marie Merburg hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, der kleinste Details der Landschaft Rügens in sich aufgenommen und an mich weitergegeben hat.
Ich konnte das Meer riechen, das Salz auf meinen Lippen schmecken und spürte den Wind durch mein Haar pusten. Ich habe die Insel noch nicht real erlebt, aber dank der Schriftstellerin war es mir möglich das Gefühl zu bekommen, als wäre ich vor Ort. Ich glaube, ich habe mich in Rügen verliebt.

Die Hauptprotagonistin Sophie ist mir ans Herz gewachsen. Sie entwickelte sich im Laufe der Story zu einer starken Persönlichkeit. Wo sie anfangs noch unsicher war, ist sie zum Schluss hin selbstbewusst und geht ihren Weg. Ole war mir sympathisch, doch sein hin und her machte mich zeitweise wahnsinnig.
Die Nebencharaktere sollten nicht außer Acht gelassen werden, denn dort lernte ich humorvolle, tollpatschige und liebenswürdige Menschen kennen, die ich im „echten Leben“ gern getroffen hätte, wie z.B. Jutta & Leonie, Enrico und Björn.

Das Segeln hat einen festen Platz in der Geschichte, und für mich als Nicht-Seglerin war es interessant. Ich lernte ein paar Segelbegriffe und zitterte mit der Besatzung bei jeder Übung mit, um nicht aus der Jolle zu fallen.

Die Emotionen und der Spannungsbogen bauten sich langsam auf, es folgte eine actionreiche Szene und endete mit einem Happy End.
Der Verlauf war zwar vorhersehbar, was mich nicht störte, weil Marie Merburg mich mit ihrem Ostsee-Flair verzauberte und ich den Weg bis zum Schluss einfach nur genossen habe.

Fazit:
„Wellenglitzern“ von Marie Merburg ist ein Ostseeroman mit Witz & Charme. Die Story erzählt von einer gescheiterten Ehe, den Mut zum Neuanfang und dem Liebesglück.~ romantisch ~ tiefe Gefühle ~ bezaubernde Kulisse ~ Eine absolute Leseempfehlung

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567 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

fantasy, kendare blake, der schwarze thron, magie, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Zum Buch:
Das Cover finde ich ansprechend, obwohl es für ein Fantasybuch ziemlich schlicht gehalten ist. Die Krone ist ein Blickfang mit ihren verschiedenen kleinen Details, wie den Pferden, der Schlange und den Bären – die im Buch eine Rolle spielen. Absolut charakteristisch für diesen Roman sind die Krähen im Nebel, die sich wie ein Schleier, um die Krone winden. Im Inneren befindet sich ein Plan, auf der alle Ortschaften abgebildet sind. Die Karte ist beeindruckend und phantasievoll illustriert.

Erster Satz:
"Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit ausgestreckt."

Meine Meinung:
Ich hatte das Glück vor dem Erscheinen von "Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake, die Geschichte im Rahmen einer Bloggeraktion lesen zu dürfen. Ich war gespannt, was mich in dieser Story erwartete und wagte mich ohne große Erwartungen an den ersten Teil der Quadrologie heran.

Katharina die Giftmischerin, Arsinoe die Naturbegabte und Mirabella die Elementwandlerin sind getrennt voneinander aufgewachsen, in ihren Fähigkeiten ausgebildet und Anwärterinnen auf den Thron. Das Volk ihres Heimatdorfes der Insel Fennbirn verlangt nach einer neuen Königin und so müssen sich die Schwestern dem Volk an ihrem sechzehnten Geburtstag stellen. Nur die Stärkste und Begabteste Schwester kann den Thron als Königin besteigen, was bedeutet, dass zwei Schwestern sterben müssen.

Die Geschichte beginnt direkt am sechzehnten Geburtstag der Drillingsschwestern und ich fand mich mitten im Geschehen wieder.
Kendare Blake schreibt abwechselnd in der Erzählperspektive über die Schwestern und ich lernte nach und nach die Charaktere Katherine, Arsinoe und Mirabella, sowie zahlreiche Nebencharaktere und die Ortschaften kennen.
Die Landschaften sind bildhaft beschrieben und es kam mir fast so vor, als würde ich meine Lieblingsserie "Game of Thrones" schauen, weil das Lesen in mir unbeschreibliche Gefühlsregungen erweckte, wie ich sie beim Anschauen der Serie empfunden habe. Ich konnte die Menschen und das Bühnenbild sehen, mitfühlen und teilweise riechen und schmecken.
Die Schriftstellerin erschafft eine düstere, gefährliche und elegante Atmosphäre, in der ich verschmolz.

Die Protagonisten sind komplex und in zahlreichen Plots ineinander verflochten. Ich brauchte einige Zeit, um mich in dem gesamten gesponnenen Netz zurechtzufinden.
Die Gaben der Schwestern waren raffiniert und ich las gerne darüber, wie sie diese anwendeten, was mir allerdings zu kurz kam.
Die Leidenschaft und Gefühle unter den Protas war spürbar, aber nicht im Mittelpunkt der Erzählung. 

Der Geschichtsverlauf baut sich nur schleppend voran und es passierte in diesem ersten Teil nicht wirklich viel.
Erst zum Schluss begann ich mit der Handlung mitzufiebern, als die Erwachsenenzeromie stattfand. Eine aufbauende und konstante Spannung hätte ich mir gewünscht. Vielleicht finde ich das im zweiten Band.
Ein erahnter Cliffhanger ließ mich am Ende zurück, wobei ich ehrlich gesagt mehr erwartet hätte und etwas enttäuscht darüber war, dass mich das Ende nicht um den Verstand gebracht hat. Auf die Fortsetzung bin ich trotzdem sehr gespannt und hoffe, dass dieser Band mich komplett überzeugen, und mich mit spannungsgeladener Action, Intrigen und Leidenschaft überrascht wird.

Der zweite Band "Die Königin" erscheint am 25. September 2017 und laut Information von Filmstarts.de wird diese Fantasyreihe verfilmt.

Fazit:
"Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake ist der erste Band einer Quadrologie, der sich Schritt für Schritt aufbaut. Die Autorin erschafft dabei eine düstere, brutale und elegante Atmosphäre die der bekannten Serie "Game of Thrones" ähnelt. ~ bildhafte Kulissen ~ zahlreiche verknüpfte Verhältnisse ~ fehlender konstanter Spannungsbogen ~ 

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liebe, kurzgeschichten, oetinger verlag, sehnsucht, intensive gefühle

#herzleer - was ich noch sagen wollte

Jennifer Benkau , Lena Gorelik , Tanja Heitmann , Ruth Olshan
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.03.2017
ISBN 9783789104954
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Was bleibt, wenn die Liebe geht. Acht letzte Nachrichten geliebter Menschen und die Geschichten, wie es zu dieser jeweils letzten Nachricht gekommen ist. Acht Autorinnen verleihen jugendlicher Melancholie eine Stimme und schreiben von der Liebe in ihren unterschiedlichsten Formen. Einer Liebe, die so intensiv ist, dass sie einem den Atem raubt, einer Liebe, die schmerzt, die zerreißt, die nicht sein darf oder zu der es nie gekommen ist. Am Ende bleibt stets die Frage: Was wäre, wenn?
Das zeitlose Thema Liebe modern aufbereitet und mit Leidenschaft von neuen, mutigen Stimmen im Bereich Jugendbuch erzählt.

Zum Buch:
Die Grafik finde ich nett und ausdrucksstark, wenn man den Inhalt kennt. Das Design fällt nicht weiter auf und im Buchhandel wäre ich wohl an diesem Buch vorbeigelaufen, wenn ich es nicht vom Oetinger Verlag bekommen hätte. Im Inneren entdeckte ich immer wieder das Cover, was als Deckblatt für die Kapitel benutzt wurde. Nur das Herzinnere ist anders, es enthält den Titel der nachstehenden Geschichte.

Erster Satz:
"Eines Tages, denke ich, ist ein perfektes Ende."

Meine Meinung:
In die Anthologie "#Herzleer" die von den bekannten Schriftstellern: Lena Gorelik, Anke Weber, Sabine Schoder, Ruth Olshan, Tanja Heitmann, Katrin Zipse, Jennifer Benkau und Maike Stein geschrieben wurde, verliebte ich mich in einige tollen Geschichten.

Auf mich warteten acht unterschiedliche Kurzgeschichten, die mich jede auf ihre Art & Weise unterhielten. Der Schreibstil war in allen Erzählungen emotional, aber unterschiedlich. So hatte ich bei der Geschichte von Lena Gorelik das Gefühl, sie singt das geschriebene Wort und ich würde ihren Song hören und gleichzeitig fühlen.

Meine Lieblingsgeschichten "Herz Pogo" von Anke Weber, "Herzspieß" von Sabine Schoder und "Ungesagtes" von Jennifer Benkau werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Diese Geschichten haben mich so mitgenommen, dass ich ein wenig Abstand zum Buch brauchte, um das gelesene zu verarbeiten.
Es gab aber auch Storys, die ich zwar gut fand, mich aber nicht so berührt haben, wie z. B. "Erdbeermond" von Katrin Zipse und "Ein halber Sommer lang" von Maike Stein. Diese waren nett zu lesen, aber erreichten mein Herz nicht. Inhaltlich waren die Erzählungen sehr vorausschaubar und brachten zum Schluss nicht den gewünschten Effekt.

Klar ist: Es sind Geschichten ohne Happy-End!
So endet jede Kurzgeschichte auf unterschiedlichster Art – ohne ein Happy End. Sei es durch den Freitod, durch widrige Zufälle, verpassten Momenten oder Unfällen.
Und wie der Titel schon sagt "#Herzleer" fühlen sich die Charaktere am Ende jeder Geschichte und ich mich gleich mit.

#Herzleer ist ein Buch mit einigen tollen Textperlen für Zwischendurch, um einfach mal abschalten zu können.

Fazit:
"#Herzleer" ist eine Anthologie mit acht Kurzgeschichten namhafter deutscher Autoren, die große Gefühle in mir hervorriefen. Storys über den Abschied auf verschiedenen Ebenen, doch immer mit Trauer und Leere verbunden. ~ gefühlvoll ~ authentisch ~ nachhaltig ~ bewegendes Buch für Zwischendurch ~ 

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