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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

roadtrip ins glück, sound of love, laini otis, romance edition

Sound of Love: Roadtrip ins Glück

Laini Otis
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 14.10.2016
ISBN 9783903130166
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Ein Käfer. Eine Harley. Achtzehn Tapes. Und der Roadtrip ihres Lebens.

Lee hat von Männern die Nase gestrichen voll! Anstatt zuzusehen, wie ihr bester Freund und ihre erste große Liebe ein anderes Mädchen heiratet, stürzt sie sich in ihrem Käfer in ein waghalsiges Roadtrip-Abenteuer entlang der Küste.
Unterwegs trifft sie auf den geheimnisvollen Biker Devil, der sie auf unerklärliche Weise anzieht wie das Licht die Motte. Der unverschämte Kerl hält nichts davon, Lee ihren Schmerz auskosten zu lassen, stattdessen bringt er sie dazu, ihr Leben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und erneut Gefühle zuzulassen. Ein gefährliches Wagnis, denn Devil hütet ein Geheimnis, das ihrer beider Welten völlig aus den Fugen geraten lässt …

Zum Buch:
Die Buchgestaltung hat mir gut gefallen und gibt den Inhalt passend wieder. Wobei ich beim Anblick der Harley erst etwas anderes erwartet hatte. Das Pärchen ist ansprechend und strahlt Leidenschaft aus. Das Cover, der Printversion ist im Vergleich zur eBook-Gestaltung sehr dunkel und die grafischen Elemente gehen dabei etwas unter. Beim eBook wirkt es um einiges ausdrucksstärker.
Das Buch hat nur wenige Seiten, jedoch viel Text. Ich hätte es angenehmer empfunden, wenn die Schrift etwas größer gewesen wäre.

Erster Satz:
"Einzig sein Lächeln strahlte noch stärker, als das gleißende Sonnenlicht, das sich durch das Buntglas brach und ihm einen verdammten Heiligenschein auf den Kopf zauberte."

Meine Meinung:
Während einer Blogtour durfte ich die Autorin Laini Otis näher kennenlernen und ihr Buch "Sound of Love - Roadtrip ins Glück" lesen. Nach nur wenigen Seiten wusste ich bereits, dass ich unbedingt mehr von der Schriftstellerin verschlingen möchte.

Lee muss mit ansehen, wie ihr Ex- und gleichzeitig bester Freund vor dem Traualtar steht, und nicht sie, sondern eine andere heiratet. Sie erträgt es nicht, packt ihre sieben Sachen und setzt sich in ihren alten VW-Käfer. Sie begibt sich auf eine Selbstfindungsreise und trifft dabei auf den gutaussehenden Biker Devil. Nachdem Lee ein Tape aus dem Fenster ihres Käfers wirft, konfisziert er ihre gesamten Musiktapes. Es warten auf Lee mehrere Dates mit ihm, bei dem sie nach und nach ihre Kassetten wiederbekommen soll. Dabei lernt sie sich neu kennen und kommt Devil selbst und seinem Geheimnis näher.

Diese Geschichte konnte mich ab der ersten Seite an fesseln. Der Schreibstil von Laini Otis ist flüssig, bildhaft und mitreißend geschrieben. Ich wurde zu Beginn des Buches in eine Szene hineingeworfen und war sofort mittendrin. Ich spürte die aufkommenden Emotionen der Protagonisten hautnah, und fieberte fortwährend mit. Ich begab mich auf einen aufregenden Roadtrip voller neuer Begegnungen und Veränderungen.

Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und es war toll zu sehen, wie sich Lee während der Story weiterentwickelte und sich selbst neu erfand. 
Devil ist ein heißer Typ mit einem Geheimnis, was ihn geprägt hat. Auch er nimmt sein Schicksal in die Hand und schlägt einen neuen Weg ein.
Sehr gut gefallen haben mir die spitzen Dialoge zwischen Lee und Devil. Hier gab es einige schmunzelnde Augenblicke.
Prickelnd und sinnlich empfand ich die vereinzelten, erotischen Szenen, die nicht zu sehr ins Detail gehen. Dennoch sind sie sehr leidenschaftlich geschrieben, ganz nach dem Motto: Gefühle statt Lust. 

Die Spannung blieb während des gesamten Buches aufrecht bestehen. Es passierte immer wieder etwas Neues, um das ich mir Gedanken gemacht habe. Nur sehr schwer konnte ich das Buch aus der Hand legen, und habe bis spät in die Nacht hineingelesen. Ich musste einfach wissen, was als Nächstes passiert.
Einige Handlungen und Geschichtsverläufe waren vorhersehbar, haben aber meinen Lesespaß nicht beeinträchtigt. Es war aufregend zu lesen, wie sich die Geschichte entwickelte.

Dieser Roadtrip ist authentisch geschrieben und hat mich im Ganzen überzeugt. Ich danke der Autorin Laini Otis für wunderbare Lesestunden voller Herzklopfen, tiefer Gefühle und der Hoffnung auf ein Happy End!

Fazit:
In "Sound of Love - Roadtrip ins Glück" von Laini Otis fand ich einen aufregenden, modernen und authentischen Selbstfindungstrip. Hier trifft man auf neue Freundschaften, eine ordentliche Portion Gefühl, schmerzhaften Erinnerungen und dem Hier und Jetzt. ~ Herzklopfen garantiert ~ rasant ~ mittendrin statt nur dabei ~ Eine absolute Leseempfehlung! 

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170 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

new york, diebe, kinderbuch, maggie, 1870

Maggie und die Stadt der Diebe

Patrick Hertweck ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522184038
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext:
New York, 1870. Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt. Atmosphärisch und fesselnd - ein brillant geschriebenes Erstlingswerk in der Tradition von Rowling und Funke.

Zum Buch:
Das Buch ist eine gebundene Ausgabe ohne Schutzumschlag und zeigt eine gezeichnete Illustration. Mir hat die gesamte äußere Erscheinung gut gefallen. Besonders im Innenteil werden die vier Abschnitte des Buches mit Grafiken schön dargestellt. Schade fand ich, dass die Katze auf dem Cover keine Rolle im Buch spielt, denn davon bin ich irgendwie ausgegangen, weil sie für mich sehr präsent wirkte.

Erster Satz:
"Das Mädchen, das an diesem Frühlingsmorgen durch die Slums von Lower Manhattan irrte, war zierlich und klein für sein Alter."

Meine Meinung:
Ich bin über den Autor Patrick Hertweck auf den Social Media Plattformen gestoßen und war fasziniert über seine Fangemeinde und demnach sehr neugierig auf sein Kinderbuch. Durch eine Wanderbuchgruppe bekam ich die Chance diese Geschichte zu lesen. Leider war die Vorfreude größer als der Lesegenuss.

Wir befinden uns im Jahr 1870 in New York und die junge Maggie wird von der Bande der Unterwelt verfolgt. Zur Hilfe kommen ihr die kleinen Diebe, bei denen sie Unterschlupf findet und sich schnell wie zu Hause fühlt. Doch dann wird sie an ihre Vergangenheit erinnert, nachdem sie bei einem Raubzug durch die Stadt einen alten Kirchturm entdeckt und damit ihre Erinnerungen geweckt werden. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen und fragt sich, wer ihre Eltern waren, und was der Herrscher der Unterwelt von ihr will.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und bedingt flüssig zu lesen. Ich stolperte über viele Sätzen und wurde dadurch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Die Story ist teilweise sehr zäh und langatmig beschrieben, was der Spannung keinen Gefallen getan hat.

Die Charakteren waren mir zu flach und undurchsichtig. Die Handlungen waren sehr verworren und irreführend. Mir hat ein klarer Handlungsablauf mit Spannungsaufbau gefehlt. Ich kam nur schwer in die Geschichte hinein und ein absolutes Eintauchen war schier unmöglich. In der ersten Hälfte der Lektüre quälte ich mich durch die Seiten.
Gegen Ende des Buches kam bei mir ein leichtes Gefühl von Spannung auf. Dies hätte ich mir von Anfang an gewünscht.

Den Plot hingegen fand ich sehr spannend und aufregend. Ich finde es sehr schade, dass die Umsetzung für mich einfach nicht gereicht hat, um mir abenteuerliche Lesestunden zu bereiten. Dadurch, dass sich diese Story sehr zieht und verworren ist, finde ich das Buch nicht unbedingt geeignet für Kinder in einem Alter zwischen 11 und 13 Jahren, abgesehen von einigen brutalen Sequenzen.

Fazit:
In "Maggie und die Stadt der Diebe" von Patrick Hertweck fand ich einen Kinderroman, der einen interessanten Plot aufweist, aber nicht gut umgesetzt wurde. Fehlende Spannung und ein zäher Schreibstil, der eher ein Graus, als ein Lesevergnügen war. ~ verworren ~ langatmig ~ brutal ~ wunderbare Buchgestaltung 

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319 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 135 Rezensionen

new york, liebe, ally taylor, liebesroman, freundschaft

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Chaotisch, sexy und hochromantisch: Das sind die New York Diaries
Im Herzen von New York City steht das Knights Building, ein ziemlich abgelebtes Wohnhaus. Etwas schäbig und daher nicht ganz so teuer, ist es perfekt für Frauen, die frisch in die Stadt gekommen sind, um ihre Träume zu jagen oder vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Weg vom College oder der Universität, weg von der Familie, weg von der alten Liebe, die nicht gehalten hat ... bereit für alles, was jetzt kommt.
Auch Foodkritikerin Claire Gershwin kommt als Suchende in die aufregendste Stadt der Welt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ihr Status von „in einer Beziehung, lebt in London und hat einen tollen Job“ zu „Single, arbeits- und obdachlos“ geändert. Claire ist viel zu pleite, um sich ein eigenes Appartement leisten zu können, deswegen zieht sie kurzerhand in den begehbaren Kleiderschrank ihrer Freundin June, die im Knights Building wohnt. Doch werden sich hier ihr Träume und Hoffnungen erfüllen?

Zum Buch:
Das Cover ist überwiegend in schwarz gehalten. Der Titel, mit seinen großen Buchstaben ist das Zentrum und zugleich ein Hingucker. Der Titel zeigt als Wort und in optischer Hinsicht die gleiche Bedeutung. Die Buchstaben zeigen einen Ausschnitt einer Fotografie von New York. Farblich sehr gut abgestimmt in Orange- und Goldtönen. Im Inneren der Klappbroschüre fand ich eine Playlist mit Songs zum Buch mit der NY-Skyline. Diese habe ich beim Lesen immer mal wieder abgespielt und war begeistert über die Wirkung.

Erster Satz:
"Das ist der Tiefpunkt."

Meine Meinung:
"New York Diaries - Claire" ist der Auftakt einer Tetralogie, die von den Autorinnen Ally Taylor (Anne Freytag) und Carrie Price (Adriana Popescu) im Wechsel geschrieben sind. Für mich war es das erste Buch von Ally Taylor, was ich gelesen habe, und ich ging mit hohen Erwartungen ans Lesen, weil ich in den Medien einige positive Stimmen gelesen habe. Diesen Meinungen kann ich nur zustimmen.

Claire steht wieder am Anfang. Vom Freund verlassen, kehrt sie zurück nach New York. Ohne Job und gebrochenem Herz steht sie vor der Tür ihrer Eltern. Doch wieder in ihr Jugendzimmer einziehen? Das kommt nicht in Frage. Sie nimmt ihre Sachen und zieht kurzerhand bei ihrer Freundin June in den Kleiderschrank. Doch anstatt sich Claires Probleme in Luft auflösen, kommen neue dazu, aber auch altbekannte lösen sich auf. Findet Claire in New York zu sich wieder und vielleicht auch eine neue Liebe?

Ally Taylor schreibt in der Gegenwart, was mir im ersten Drittel des Buches etwas Schwierigkeiten bereitet hat. Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb, fand aber nicht zu 100 % hinein. Plötzlich löste sich der Knoten und ich war Mitten im Geschehen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bei Zwangspausen dachte ich über Claire & Co. nach und fieberte dem Weiterlesen entgegen.
Die Tagebucheinträge von Claire habe ich geliebt. Diese wurden in einer Handschrift abgedruckt und es wirkte dadurch sehr vertraut. Ich konnte in die Gefühlswelt von Claire eintauchen, sie miterleben und zusammen mit der abgespielten Playlist spürte ich eine Gefühlsexplosion nach der anderen. Die Mischung aus Musik und den vermittelten Emotionen waren für mich etwas Neues und Überwältigendes.

Die Charaktere waren mir allesamt sympathisch bis auf Cassy, die ich mir oftmals weg gewünscht habe, weil sie einfach gestört hat, so lieb sie als Person auch ist.
Mit Claire habe ich gelitten, gelacht und bin emotional dahingeschmolzen wie ein Stück Butter auf einem heißen Stein. In Jamie habe ich mich verliebt, trotz der schlechten Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit mit Claire. Er ist einfach toll. Ein guter Freund, dennoch sexy und aufregend. Danny ist ebenfalls ein Kandidat gewesen, der mir oftmals den Nerv raubte und mein Herz wild pochen ließ.

Das Ende war aufwühlend und schnell aufgelöst. Ich habe gehofft und gebangt und wurde letztlich erlöst nach zahlreichen Auf und Abs. Die Story hat mich wahnsinnig gefesselt.
Ich kann es jetzt schon kaum erwarten bis der zweite Band "New York Diaries - Sarah" von Carrie Price im Januar 2017 erscheinen wird. Ich hoffe auf einige Begegnungen mit bereits kennengelernten Charakteren.

Fazit:
Ally Taylor legt mit diesem Teil einen grandiosen Auftakt der "New York Diaries"- Serie vor. Eine Geschichte über Freunschaft, Neuanfängen und großen Gefühlen. Ich konnte dieser Achterbahnfahrt der Gefühle nur schwer entkommen. Dieses Buch macht süchtig. Ich will mehr davon! ~ fesselnd ~ Gefühlsexplosion inklusive ~ aufregende Wendungen 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

nordmeer, philosophie, das buch vom meer, freundschaft, wissen

Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Morten A. Strøksnes , Ina Kronenberger , Sylvia Kall
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 29.08.2016
ISBN 9783421047397
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Ein Sehnsuchtsbuch - über die Freiheit und das Glück, die Naturgewalten zu spüren

Zwei Freunde in einem kleinen Boot, die sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, branden wie Wellen die Meeresmythen und Legenden an das Boot, und Morten A. Strøksnes erzählt von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern. Von mutigen Polarforschern, Walfängern und Kartografen und natürlich vom harten Leben an arktischen Ufern, vom Skrei, der vielen Generationen das Überleben auf den Lofoten sicherte, von der Farbe und dem Klang des Meeres. Eine salzige Abenteuergeschichte über die Freiheit und das Glück, den Naturgewalten zu trotzen – und ein atemberaubendes Buch, das uns staunen lässt über die unergründlichen Geheimnisse des Meeres.

Zum Buch:
Dieses sehr schlichte, dennoch auffällige Cover hat mich neugierig gemacht. Der Einband ist aus einer Art Leinen überzogen und ein übergroßer Hai setzt sich in den Vordergrund ab. Im Inneren des Buches fand ich auf jeder Seite Illustrationen - die Wellen des Meeres. Die Kapitelzahlen sind in Form des Hais vom Cover verziert.

Erster Satz:
"Dreieinhalb Milliarden Jahre sollten vergehen von der Entwicklung ersten primitiven Lebens im Meer bis zu Hugo Aaasjords Anruf, der mich an einem späten Samstagabend im Juli, währernd eines lebhaften Abendessens im Zentrum von Oslo, erreichte."

Meine Meinung:
"Das Buch vom Meer" ist das neunte Buch von Morten A. Strøksnes, der bereits einige Preise mit seinen Werken gewonnen hat. In Norwegen wurde sein aktuelles Buch zum Nr. 1. Besteller. Mir wurde der Titel im Rahmen der "Buchflüsterer-Aktion" von buecher.de zur Verfügung gestellt und war neugierig auf das, was mich erwarten würde.

Zwei Freunde aus alten Zeiten haben sich als Ziel gesetzt einen Eishai auf traditionelle Weise zu fangen. Das ist sich allerdings gar nicht so leicht. Zwischen stinkenden, verwesten Ködern und kalter, rauer See, erzählen die Freunde von vergangenen Stories, aber auch über das Meer, von der Entstehung des ersten Lebens, bishin zum Überleben in der Tiefe.

Aus der Ich-Perspektive schreibt der Autor einen flüssig zu lesenden Text. Die ersten Seiten des Buches las ich mit Begeisterung. Mit der Zeit schwenkte meine Euphorie in Langeweile und in uninteressanten Erzählungen ab.
Ich fand es wissenswert, etwas über die Tier- und Pflanzenwelt des Meeres zu erfahren, allerdings gab es einige sehr ausschweifende Erzählungen, die weit in die Geschichtsepoche hineinreichen. Über bekannte Seefahrer oder andere geschichtliche Personen wurde berichtet, was mich einschläferte.
Die Abenteuer der Freunde dagegen wurden spannend erzählt, und waren insgesamt zu weit in den Hintergrund gerückt.
Den beiden Protagonisten kam ich nicht näher, was aber auch nicht schlimm war. Die Freunde sind sogesehen nur eine Einleitung zu den sachlichen Erklärungen und Geschichten.

Stilistisch gesehen ist die Mischung aus einer abenteuerlichen Geschichte und dem lehrreichen Material sehr gelungen. Die Ableitungen von einer Erzählung in die Nächste mit objektiven Berichten wurden optimal umgesetzt.
Am Ende des Buches fand ich eine Auflistung zu Fakten und weiteren Hintergrundinformationen, passend zu einzelnen Passagen im Buch.

Ich möchte dieses Buch an Leser empfehlen, die das Meer genauso lieben wie der Autor Morten A. Strøksnes selbst, der mit Leidenschaft darüber berichtet. Wer keinen Draht zum Meer, den Lebewesen und der Seefahrt besitzt, wird meiner Meinung nach, wie ich selbst, nur bedingt hingerissen sein von diesem Sachbuch. Häppchenweise gelesen kann ich mir vorstellen, dass es mehr zusagt, als an einem Stück gelesen.

Fazit:
"Das Buch vom Meer" von Morten A. Strøksnes erzählt in einer Mischung aus Abenteuer und Sachbuch über das Meer. Für Liebhaber der Meere, der Seefahrt und die mehr über Flora und Faune erfahren möchten. Morten A. Strøksens gibt seine Leidenschaft der Unterwasserwelt an den Leser weiter. ~ lehrreich ~ abenteuerlich ~ mystisch und poetisch angehaucht 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

die elefantenhüterin, julia drosten, sri lank, 19. jahrhundert, elefanten

Die Elefantenhüterin

Julia Drosten
E-Buch Text
Erschienen bei null, 08.08.2016
ISBN B01K3A2WVQ
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
Stell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist 

Ceylon im Jahr 1803, in der Königsstadt Kandy: Phera wird als Tochter des Gajenayke Nilami geboren, des obersten Hüters der königlichen Elefanten. Doch ihr Vater Jeeva braucht einen Sohn als Erben für sein hohes Amt bei Hof. Er und seine Frau Anshu entscheiden, Phera wie einen Jungen aufzuziehen und stürzen ihre Tochter damit in einen tiefen Zwiespalt. Doch Phera ist stark und kämpft für ihre Träume und ihre Freiheit. Halt findet sie dabei in der großen Zuneigung zu ihrer Elefantenkuh Siddhi. 
Als die Briten Kandy erobern, verliert Jeeva Macht und Titel. Er schließt sich Rebellen an und die Familie flieht in die Berge. Als das Versteck von den Briten aufgespürt wird, kommt es zu einem schrecklichen Blutbad, das Phera für immer verändert. 
Jahre später, inzwischen zur jungen Frau herangewachsen, ist sie immer noch von dem Gedanken an Rache besessen. Fast gegen ihren Willen verliebt sie sich in den britischen Regimentsarzt Henry Odell, dessen Bruder Charles das Massaker in ihrem Zufluchtsort zu verantworten hatte. 
Wird sie es schaffen, den Hass gegen ihren Todfeind Charles aufzugeben und sich für die Liebe zu seinem Bruder zu entscheiden?

Zum Buch:
Die Buchgestaltung fand ich auf den ersten Blick in Ordnung. Beim genaueren Hinsehen entdeckte ich, dass es sehr verpixelt ist und man erkennt, dass mehrere Ebenen zusammengepackt wurden und es dadurch nicht stimmig wirkt. Horst Drosten hat dieses Cover selbst entworfen und für ein Selfpublisher-Cover ist es ok. Ich finde zum Buch hätte ein professionelles Layout besser gepasst, um mehr Leser darauf aufmerksam zu machen.

Erster Satz:
"Samitha, was tut Ihr hier? Warum schlaft Ihr nicht?"

Meine Meinung:
Nachdem ich "Die Honigprinzessin" des Autorenduos Julia Drosten verschlungen habe, musste ich unbedingt wieder etwas aus deren Schreibe lesen und war bereits nach einigen Seiten begeistert.

Jeeva ist der oberste Hüter der königlichen Elefanten und braucht unbedingt einen Nachfahren, der sein Amt weiterführen wird. Als seine Frau Anshu in den Wehen liegt, ist die Hoffnung groß, einen Sohn zu bekommen.
Es wird ein kleines Mädchen geboren - Phera. In der Not geben Anshu und ihre Dienerin das Kind als einen Jungen aus und so wächst Phera als Knabe auf und kümmert sich liebevoll um ihre Elefantenkuh Siddhi. Als der König stirbt und die Briten Kandy erobern, kommt es zu einem grauenhaften Blutbad und Phera und ihre Familie befinden sich in Gefahr.

Nach nur wenigen Seiten war ich dieser Story verfallen. Der Spannungsbogen durchzog sich durch das Buch und es war schwer, die Lektüre zur Seite zu legen.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, was mir in so manchen Szenen stark zusetzte. Es gab Situationen, die wirklich grausam beschrieben waren und mich schockierten. Aber genau diese Schockszenen brachten mich der damaligen Zeit von 1803 - 1822 sehr nahe und ich konnte das Flair miterleben.
In meinem Kopf malte ich mir anhand der aussagekräftigen Beschreibungen von Julia Drosten, die Kulisse aus und erlebte die Erzählung hautnah mit.

Die Charaktere sind facettenreich, wobei ich einige Protagonisten sehr ins Herz schloss, wie Phera, Anshu und Henry, aber auch abgrundtief gehasst habe, wie Charles.
Die Elefantenkuh Siddhi hat einen festen Part in der Geschichte und gab dem ganzen etwas Besonderes.

Beim Lesen merkte ich, wie gut sich das Autorenduo Julia Drosten auf dieses Buch vorbereitet hat. Sie haben eine Recherche-Reise unternommen, um dort alle Informationen für ihr Werk zu sammeln.
An jedem Kapitelanfang findet man kurze Absätze mit historischen und interessanten Anmerkungen zur damaligen Zeit oder andere Erklärungen. Das hat mir sehr gut gefallen und ließ mich leichter in die damalige Zeit eintauchen.

Das Ende ließ mich zufrieden zurück und es wurden alle aufkommenden Fragen beantwortet. Zwischenzeitlich gab es Momente in denen ich einzelne Aktionen vorhersehen konnte, doch durch den enormen Spannungsaufbau, blieb es weiterhin aufregend zu lesen.

Fazit:
"Die Elefanten Hüterin" von dem Autorenduo Julia Drosten ist ein historischer Roman, der eine fesselnde Unterhaltung verspricht. Eine sehr gut recherchierte Story mit lebendigen Charakteren und einer bildhaften Kulisse Ceylons.~ spannend ~ schockierend ~ mitfiebernde Story bis zur letzten Seite 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

krimi, verblühen, gift, tod, nervenkitzel

Verblüht

Mara Winter
E-Buch Text: 71 Seiten
Erschienen bei null, 22.11.2015
ISBN B018EEUY4U
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Mira versteckt sich in der Psychiatrie vor ihrem rasenden Exfreund. 
Doch ist Sven wirklich ein gefährlicher Mörder oder nur ein zutiefst verletztes Kind? 

Mara Winter versteht es, ein Beziehungsgeflecht zu schaffen, das bis zum Schluss spannend bleibt und sich erst dann endgültig auflöst. Erst durch alle Episoden zusammen erschließt sich die ganze Familiengeschichte. 
Tragisch, böse, raffiniert. 

Zum Buch:
Auf den ersten Blick schaut es gar nicht mal so schlecht aus, doch beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass das Bild sehr unscharf und verpixelt ausschaut. Was ich sehr schade finde, denn das Model mit dem verblühten Blumenkleid spricht mich optisch sehr gut an und passt gut zum Titel. Der Schriftzug konnte mich ebenfalls nicht begeistern und im Gesamtbild wirkt das Cover unrund.

Erster Satz:
"Ich bin nicht verrückt, ich bin bloß müde", erklärte ich, "ich will kein Antidepressivum, sondern ein Schlafmittel."

Meine Meinung:
Mit "Verblüht" startet die Autorin Mara Winter ihren ersten Episodenkrimi, auf welchen ich sehr neugierig war, nachdem ich ihren Chic-Lit Roman "Glitzerkram" verschlungen habe.

Mira lässt sich freiwillig in die Psychiatrie einweisen um ihrem Ex-Freund Sven zu entkommen, der ihr gedroht hat sie umzubringen.
Findet Sven sie und macht seine Drohung ernst? Oder war es nur gekränkte Eitelkeit?

Der Klappentext verrät nicht viel und ich wusste im ersten Moment nicht, auf was ich mich einlassen werde. Ich habe einen "normalen" Kriminalroman in Form von mehreren Episoden erwartet, doch fand ich etwas ganz anderes vor.
Die Geschichte baut sich in mehreren Kapiteln auf, in denen mir immer neue Charaktere und deren Geschichten vorgestellt wurden. Das besondere dabei war, dass alle irgendwie zueinander gehörten und sich die Story Stück für Stück zusammensetzte.
Leider gab es keinen greifbaren Handlungsstrang und es wirkte für mich recht durcheinander und nicht plausible.
Die Charaktere waren sehr unnahbar und ich bekam keinen richtigen Draht zu ihnen, was ich sehr bedauerlich fand.
Im Nachhinein würde ich diese Erzählung nicht unbedingt als einen Kriminalroman betiteln.

Der Schreibstil von Mara Winter hat mir dennoch großartig gefallen. Sie hat einen unheimlich lockeren und flüssigen Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so am inneren Auge vorbei.
Den Spannungsbogen hat die Autorin nicht standhalten können und verlor bereits nach der ersten Episode ihren Reiz.

Das Ende ließ mich etwas ratlos zurück und im Ganzen betrachtet konnte mich diese Geschichte nicht begeistern. Für mich war es etwas Neuartiges - die Form des Episodenkrimis, an der ich keinen großen Gefallen gefunden habe.

Fazit:
"Verblüht" ist ein Episodenkrimi, der mein Interesse geweckt hat, aber nicht vollends begeistern konnte. Ein grandioser Schreibstil und leider mit einer nicht ganz ausgereiften Story. ~ undurchsichtig ~ kurzes Lesevergnügen ~ toller Schreibstil 

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120 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

mafia, mode, girl in black, berlin, liebe

Girl in Black

Mara Lang
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 15.08.2016
ISBN 9783764170639
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wenn dich deine Gefühle verraten ...
Lia ist neunzehn, interessiert sich für Mode und hat ein besonderes Talent zur Designerin. Doch sie hat auch ein Geheimnis. Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen und beeinflussen. Tattooartige Ranken zeichnen ihre Haut, wenn sie ihre Gabe einsetzt. Eine machtvolle Gabe, aufgrund derer sie für die italienische Mafia von großer Bedeutung ist. Als ihre Mutter stirbt, schafft Lia es, sich aus den Fängen der Mafia zu befreien, und flüchtet in ihre Heimatstadt Berlin. Hier versucht sie ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Gefühle. Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie schneller ein, als ihr lieb ist, und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch all ihre neugewonnenen Freunde - vor allem Nevio, in den sie sich gegen ihren Willen verliebt hat. Wird sie der Mafia entkommen?

Zum Buch:
Diese Buchgestaltung hat mich umgehauen. Der Hintergrund hat einen bronzeartigen, metallischen Farbton, der ein wenig auf alt gemacht wurde. Die Ranken spielen im Buch eine Rolle und peppen das Cover richtig schön auf. Das Mädchen allerdings wirkt ein wenig verschwommen. Aber das ist nicht alles. Unter dem Umschlag fand ich einen schwarzen Bucheinband mit goldenen Ranken, wie schon auf dem Buchumschlag. Eine grandiose Präsentation!

Erster Satz:
"Ich heirate in Weiß"

Meine Meinung:
Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks in Begleitung der Autorin Mara Lang lesen. Es war eine interessante Runde, in der ich mehr über das Buch in Erfahrung bringen konnte.

Lia ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen sehen und beeinflussen. Sie befindet sich in den Klauen der italienischen Mafia, die einen Nutzen aus ihrer Gabe ziehen wollen. Kurzerhand flieht Lia und ist das erste Mal auf sich allein gestellt. Ohne ein Dach über dem Kopf, Geld oder Essen.
Sie lernt auf ihrem Weg neue Freundschaften kennen und hat nur einen Traum - Modedesignerin werden. Ihr Leben auf der Flucht ist gefährlich und die Mafia setzt alles daran, sie zu finden. Schafft Lia es, ein normales Leben zu führen und der Mafia zu entkommen?

Die Geschichte beginnt sofort mit einem aufbauendem Spannungsbogen, der mich fesselte und kaum losgelassen hat. Teilweise habe ich mich um Lesepausen zwingen müssen, so vertieft war ich. Die Spannung durchzieht das gesamte Buch und es wird niemals langweilig. Es passiert immer wieder etwas, was Fragen aufwirft oder es werden welche aufgeklärt.

Der Schreibstil von Mara Lang ist flüssig zu lesen und bildhaft. Die Emotionen kamen mir etwas zu kurz. Ich selbst empfand einige Momente viel emotionaler, als die Protagonisten selbst darauf reagiert haben. Das fand ich sehr schade, denn dadurch war ich auf der Gefühlsebene nicht ganz in der Erzählung eingetaucht und konnte nicht alles hautnah genießen.
Einige Situationen waren vorhersehbar, doch der Abschluss nahm eine Wendung, die ich nicht für Möglich gehalten hätte.

Die Modeszenen versprühten einen besonderen Charme und ich konnte kaum genug davon bekommen. Mara Lang beschrieb die Kleider detailliert, so dass ich mir diese gedanklich vorstellen konnte.
Die Mafia war anfangs etwas in den Hintergrund gerückt, taucht aber gegen Ende in einem explosiven Showdown wieder auf. Hier verflog der Modecharme leider abrupt und kam erst zum Ende wieder ins Gespräch.
Der Schluss ließ mich ein wenig unzufrieden zurück und erweckte den Eindruck es könnte einen zweiten Teil geben, was nicht der Fall ist. Die letzte Szene hätte daher für mich nicht unbedingt sein müssen und die Story wäre komplett aufgeklärt beendet.

Fazit:
"Girl in Black" von Mara Lang hat mich gefesselt ab der ersten Seite. Eine spannende Mafiastory, ein bezauberndes Modefeeling von Haute Couture bishin zu Gothic, vielschichtige Charakteren und eine Liebesgeschichte, bescherten mir aufregende Lesestunden. Ein Pageturner trotz kleineren Schwächen in den Emotionen! ~ mitreißend ~ detailliert ~ spannende Wendungen mit Action. 

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Tags: aktion, fesselnd, jugendbuch, liebe, pageturner, sellenauge, spannung   (7)
 

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107 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

tokio, abschied, japan, jugendbuch, umzug

Sieben Nächte in Tokio

Cecilia Vinesse , Stephanie Singh
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423761499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
Das Buch fällt durch seine frischen, bunten Farben direkt ins Auge. Der Hintergrund zeigt leicht verschwommen Tokio in all seinen Farbfacetten. Im Vordergrund ist ein junges Mädchen im Comic-Style und der Titel wurde daran farblich angepasst. Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut. Es sind genau meine Farben und haben mich neugierig auf den Inhalt der Geschichte gemacht.

Erster Satz:
"Zu Beginn des Sommers redete ich mir ein, ich hätte noch genügend Zeit, den Umzug von einem Kontinent zum anderen zu meistern."

Meine Meinung:
Dies ist das erste Buch von Cecilia Vinesse, wobei sie schon zahlreiche Bücher aus dem Französischen und Englischen übersetzt hat. Ich durfte diese Story bereits vorablesen und war nachdem ich es das erste Mal gesehen habe, total neugierig und freute mich aufs Lesen.

Sophia hat nur noch 6 Tage und 20 Stunden in Tokio, dann wird sie mit ihrer Mutter und Schwester in die USA zurückkehren. Eigentlich müsste sie ihre Sachen packen, denn in wenigen Tagen kommt das Umzugsunternehmen. Sophia nutzt lieber die Zeit mit anderen Dingen. Sie besucht ihre Lieblingsplätze in Tokio oder trifft sich mit ihren Freunden. Denn hier hat sie endlich welche gefunden und gerade jetzt muss sie den Kontinent verlassen. Dabei klopft ihr Herz für jemanden und der Abschied rückt immer näher. Zwischen ihr und ihrer besten Freundin Mika herrscht gerade Eiszeit und ihr Vater in Frankreich verhält sich merkwürdig.
Wird Sophia mit einem guten Gefühl abreisen können?

Der Schreibstil liest sich recht flüssig, sobald man sich einmal daran gewöhnt hat. Cecilia Vinesse beschreibt die Ortschaften in Tokio angenehm, wobei ich mir noch mehr Details gewünscht hätte, um es mir besser vorstellen zu können. Sie nutzte einige Ausdrücke und Namen zu Dingen, die ich nicht kannte und erst im Internet recherchieren musste. Eine kleine Liste mit genau diesen Begriffen hätte ich mir am Ende des Buches sehr gut vorstellen können.

Das Buch wurde als ein Countdown von 6 Tage und 20 Stunden aufgebaut und unterteilt, was mir gut gefallen hat. Ich hatte dadurch ein gutes Zeitgefühl und konnte mir so gut vorstellen, was für ein Druck auf Sophia lastete.

Die Geschichte ist angenehm zu lesen, aber das Besondere und Einzigartige hat mir gefehlt. Es plätscherte vor sich hin bis ich genau über die Hälfte des Buches angelangt war. Ab da konnte ich es kaum noch aus den Händen halten und war in der Erzählung angekommen. Trotzdem blieb mir das Kopfkinoerlebnis leider verborgen.
Die Emotionen nahmen zu und ich fühlte mich der Protagonistin Sophia nah und konnte mitfühlen, was sie gerade durchmachte.
Jamie hat mir von Anfang an gut gefallen, wogegen David nur Minuspunkte bei mir ansammelte.

Das Ende blieb offen und war emotional. Ich konnte mir Gedanken darüber machen und habe eine eigene Vorstellung davon, wie es mit den Charakteren weiter gehen könnte. Über eine Fortsetzung würde ich mich allerdings freuen.

Fazit:
"Sieben Nächte in Tokio" von Cecilia Vinesse ist ein Jugendbuch, was über Freundschaft, Familie, Abschiede und der ersten Liebe erzählt. Eine niedliche Story für Zwischendurch mit einer beeindruckenden Kulisse. ~ erste Liebe ~ Teenagerstory ~ eine Suche nach Geborgenheit und Glück 

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

shakespeare, jeanette winterson, der weite raum der zeit, eifersucht, wahnsinn

Der weite Raum der Zeit

Jeanette Winterson , Sabine Schwenk
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.04.2016
ISBN 9783813506730
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Blinde Eifersucht und zerstörerischer Zorn – doch die Zeit heilt alle Wunden

Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird.

Zum Buch:
Ein sehr einfaches Cover, was im Kontrast dazu einen gewissen Zauber versprüht. Farblich stilvoll aufeinander abgestimmt. Auf der Rückseite fand ich den Titel des Originals "Das Wintermärchen" in gespiegelter Form. Es wirkt, als würde man es von der Rückseite anschauen und zwischen den Buchdeckeln, wie eine Art Sandwich, findet die eigentliche Neuerzählung statt.

Erster Satz:
"Das Stück beginnt in Sizilien, einer von Shakespeares zahlreichen imaginären Inseln."

Meine Meinung:
In "Der weite Raum der Zeit" erzählt die Autorin Jeanette Winterson den Klassiker von Shakespeare "Das Wintermärchen" neu, mit den bekannten Charakteren. Ich habe die Originalversion vorab nicht gelesen, was mir den Lesespaß in keinster Weise genommen hat.

Leo, ein Investmentbanker verfällt dem Wahn, dass seine schwangere Frau MiMi ihn mit seinem besten Freund Xenos betrügt. Dabei gibt es handfeste Beweise, dass es nicht so ist. Blind vor Eifersucht, verstößt er das Kind und Perdita landet in einer Babyklappe. Sie wird glücklicherweise von Shep, ein Barpianist, gefunden und aufgezogen. Schon bald kommen Fragen nach ihren Wurzeln auf besonders als sie sich in Xenos einzigen Sohn verliebt.

Am Anfang entdeckte ich eine kleine Zusammenfassung von "Das Wintermärchen" von Shakespeare, was ich sehr begrüßt habe. So hatte ich einen ersten Einblick in die Story und war gespannt, wie diese Erzählung auf moderne Art & Weise geschrieben wurde.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und an einigen Stellen mit poetischen Sätzen veredelt.

Die Protagonisten wurden gut beschrieben und in ihrem Wesenszügen waren sie ausdrucksstark. Die Dialoge sind direkt und manchmal etwas hart in der Ausdrucksform, was mir gut gefallen hat. Der Zeit entsprechend in einigen Gesellschaften wurden sie aber realistisch dargestellt.
Leo hat mir im ersten Teil fast die Nerven geraubt. Seine Wahnvorstellungen über den angeblichen Ehebruch seiner Frau und wie er handelte, waren mir unbegreiflich. Leo begeht einen Fehler, der eine Kettenreaktion auslöst und aller Leben verändert. Die Frage: Was wäre wenn…? und die Sehnsucht alles ungeschehen zu machen, kommt auf.

Es gibt mehrere Erzählstränge, die alle miteinander verbunden sind, die sich zum Schluss zusammenfügen und aufgekommene Fragen beantworten.
Es gab einige Handlungen und Szenen, die mich nachdenklich stimmten und die ich zeitweise hinterfragte. Der Spannungsfaktor blieb mir dennoch verborgen, bis auf den letzten Seiten, wo ich dem Ende entgegen fieberte. Im Verlauf des Buches, war mir dies einfach zu wenig und es fesselte mich nicht.

Fazit:
"Der weite Raum der Zeit" ist eine moderne Neuerzählung des Klassikers "Das Wintermärchen" von Shakespeare. Interessante Zusammenhänge zwischen den Protagonisten und Darbietung verwobener Handlungen. Eine Story über Hass, blinde Eifersucht und der Suche nach seinen Wurzeln. ~ moderne Neuerzählung ~ nachhaltig ~ poetische Sprache 

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159 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

jugendbuch, freundschaft, liebe, meer, ulla scheler

Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453270435
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet.

Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …

Zum Buch:
Das Cover ähnelt einem Ölgemälde, was nicht unbedingt zu meiner Lieblingsgestaltung zählt. Doch hier finde ich es im Bezug zur Geschichte richtig gut. Beim genaueren hinsehen, erkannte ich einzelne Strukturen des Pinsels und der Leinwand. Das Gesamtbild wirkte auf mich düster, geheimnisvoll und symbolisierte Tiefe.

Erster Satz:
"Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung. "

Meine Meinung:
Der Debütroman "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler versprach mir anhand des Klappentextes einen spannenden Jugendroman. Vorgefunden habe ich viel mehr als das.

Hanna und Ben sind seit vielen Jahren beste Freunde. Plötzlich verschwindet Ben und taucht nach einem Monat wieder auf. Er verheimlicht etwas vor ihr und sie versucht herauszufinden, was Ben zu verschweigen versucht.
Nachdem die Beiden ihr Abi hinter sich gebracht haben, packen sie ihre Klamotten ins Auto und fahren einfach drauf los. Sie finden sich in einem kleinen Dorf wieder. Dort treffen sie auf Sam und ein crazy wirkenendes Mädchen, die von einer gefährlichen Sage berichtet. Glauben Hannah und Ben an dieses Märchen? Es ziehen Spannungen zwischen den Freunden auf und ein Sturm wird hervorgesagt ...

Dieses Buch hat mir viele Tränen gekostet! Ich empfehle eine Taschenbuchbox beim Lesen bereitzuhalten.
Der Schreibstil von Ulla Scheler ist gefühlvoll, bildhaft und sehr poetisch geschrieben. Sie beschreibt lebendige Kulissen, zieht wunderbare Vergleiche, um die Emotionen zu verdeutlichen und somit zu vertiefen.
Einige Dialoge zwischen den Personen wirkten anfangs etwas plump, wenn man vorher ergreifende Sätze gelesen hat. Dieses Gefühl löste sich bei mir nach den ersten gesprochenen Worten der Protas wieder auf.
Ich habe mir sehr viele tiefgründige und schöne Sätze herausgeschrieben, die ich nicht mehr missen möchte. Einige Textstellen las ich mehrmals, um diese völlig in mir aufzunehmen und sie zu genießen.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mit jedem einzelnen mitfühlen. Ich fieberte mit ihnen und war voller Hoffnung. Mitleid empfand ich mit der ausgeflippten Chloè, die ich im Verlaufe der Story immer besser kennenlernen durfte. Sie entpuppte sich von einem flippigen zu einem sehr traurigen Mädchen. Ben war geheimnisvoll, anziehend und voller Liebe, wobei ich Hannah so nahe war, als wäre ich in ihre Rolle geschlüpft.
Ben und Hannah haben eine Liste erstellt, die im Buch handschriftlich abgedruckt zu sehen ist. Das hat mir richtig gut gefallen.

Obwohl in der ersten Hälfte des Buches nichts Spektakuläres passiert, streut die Schriftstellerin immer wieder Elemente ein, die mich antrieben weiterzulesen. Die Mischung aus fesselndem Schreibgut und schönen Sätzen ließen mich nur ungern das Buch aus der Hand legen. Ab Kapitel 20 fiel es mir scher zu Atmen. Eine Gänsehaut jagte die Nächste und das Lesen wurde schwer, weil mir meine Tränen die Sicht nahmen. Bis zum Ende des Buches erlebte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von Trauer, Hoffnung und Freude waren alles dabei. Der Abschluss ließ mich kurzzeitig in der Luft hängen und ich brauchte eine Nacht Bedenkzeit, um all das gelesene zu verarbeiten.

Diese Erzählung wird noch lange in mir nachhallen!

Fazit:
In "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler fand ich einen tiefgründigen und fesselnden Jugendroman vor, der mich zu Tränen rührte und mir zeitweise die Luft zum Atmen raubte. Ein literarisches Debüt was nachhaltig in Erinnerung bleibt. Eine absolute Leseempfehlung! ~ emotional ~ glänzender Schreibstil voller schöner Sätze ~ fesselnd bis zur letzten Seite ~ Taschentuch-Garantie inklusive 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

lucie marshall, familie, mama, roman, england

Mama, I need to kotz!

Lucie Marshall
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.06.2016
ISBN 9783442175482
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
„Mein Sohn wächst auch nicht schneller, wenn man an ihm zieht!“ Das sagt sich die Berliner Bloggerin Lucie Marshall nach einem Jahr Erziehungsexkursion in der aufregenden Inselmetropole London, in der verschiedenste Nationen und Erziehungsstile aufeinanderprallen und deswegen auch so einiges anders läuft ... Witzig, ungeniert und authentisch erzählt die junge Mutter von großem Chaos, kleinen Erleuchtungen und vielen gut gemeinten Ratschlägen.

Zum Buch:
Der Titel ist Hauptbestandteil des ganzen Covers. Verschiedene Schriftarten und Farben lockern das Gesamtbild auf und genau dass, in Verbindung mit dem Wort "KOTZ", machte mich neugierig auf den Inhalt des Buches. Ein privates Bild der Autorin rundet das Ganze ab.

Erster Satz:
"Mit dem zweiten Buch ist es vermutlich ähnlich wie beim zweiten Kind."

Meine Meinung:
Nach dem ersten Teil "Auf High Heels in den Kreißsaal" geht es nun mit "Mama, I need to Kotz" weiter, die Lebensgeschichte von Lucie, Marc und Sam.

Lucie, Marc und Sam ziehen aus beruflichen Gründen für einige Monate von Berlin nach London. Dass es dort ganz andere Sitten gibt, ist ihnen bekannt. Doch was sie dort erleben, damit haben sie nicht gerechnet. Das englische Schulsystem ist ein Graus und Lucie erzählt von ihren Erfahrungen mit Kleinkind in London. Worauf die Briten besonderen Wert legen und was deren Moral ist, lernt Lucie schnell kennen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

Die Autorin und Schauspielerin Tanya Neufeldt erzählt hier als Lucie Marshall über ihre alltäglichen Aufgaben als Mutter, Ehefrau, Freundin und Karrierefrau.
Ein frischer Schreibstil mit viel Ironie empfing mich und ich war schnell dem Zauber Londons verfallen, trotz der negativen Seiten, über die Lucie Marshall erzählt.

Auf Grund dem Satz im Klappentext "Mit Humor geht alles leichter, besonders das Elternsein" habe ich viel mehr humorvolle Sprüche erwartet, als ich vorgefunden habe. Es waren ironische Anekdoten zu lesen, dass Schmunzeln blieb bei mir jedoch aus.
Obwohl ich diese biografische Geschichte sehr gerne gelesen habe, passiert im eigentlichen Sinne nicht sehr viel.

Es war interessant zu lesen, was für Erfahrungen die junge Familie mit dem englischen Schulsystem machen musste und wie andere Eltern damit zurechtkamen. Sie erzählt über die Eingewöhnung von Sam im Kindergarten und den Problemen mit der Wohnsituation in London.
Zwischen den Zeilen spürte ich deutlich, wie Lucie Heimweh und später sogar Fernweh hatte. Jedes Land hat seine eigene Moral und Sitten, die die Schriftstellerin am Ende des Buches auf sich selbst bezogen erläutert. Sie berichtet von großen Wertschätzungen, die im Alltag als Selbstverständlich gesehen werden und dennoch nicht als solche zu betrachten sind.

Dieses Buch ist ein idealer Ratgeber für Familien mit jungen Kindern, die nach London auswandern und sich vorab ein wenig informieren möchten. Oder auch für Leser, die ihr Herz an London verloren haben und ebensolche Erzählungen über das "wahre Leben" mögen.

Fazit:
"Mama, I need to KOTZ!" ist der zweite Teil aus dem Leben von Lucie Marshall. Eine unterhaltsame biografische Story über ein neues Dasein in London mit alltäglichen Herausforderungen. ~ interessant ~ kleiner Ratgeber für Familien mit Auswanderungswunsch ~ ironisch ~ 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

victoria spry, 2016, biografie

Du nanntest mich Teufelskind

Victoria Spry
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.04.2016
ISBN 9783404608874
Genre: Biografien

Rezension:

Klappentext:
Als Baby wird die kleine Victoria adoptiert, doch schon sehr früh zeigt sich, dass ihre Adoptivmutter Victoria und ihre Geschwister tyrannisiert und quält. Sie schlägt sie brutal, würgt die Kleinen aus purer Freude und lässt sie hungern. Victoria wird dringend benötigte medizinische Versorgung verweigert, und sie muss teilweise wochenlang eingesperrt auf dem Dachboden verharren. Es ist die pure Hölle und erst nach 18 Jahren gelingt es Victoria sich aus den Fängen ihrer sadistischen Adotivmutter zu befreien.

Zum Buch:
Das kleine Mädchen und der Titel haben mir die erste Gänsehaut über den Rücken gejagt. Der Blick und der Ausdruck in ihrem Gesicht lässt nichts Gutes erahnen. Oftmals habe ich während des Lesens das Kind betrachtet und mir kamen die Tränen, weil es so furchtbar war, was ich da las.
Am Rand des Buchcovers ist ein farblicher Balken mit der Aufschrift "Erfahrungen" abgedruckt, damit sofort ersichtlich ist, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt.

Erster Satz:
"Ich möchte, dass Sie Ihre Augen schließen und sich in eine imaginäre Welt versetzen."

Meine Meinung:
Dies ist die Biografie von Victoria Spry, die mit Hilfe der Ghostwriterin Kate Moos zu Papier gebracht wurde. Ich war bereits mit dem Fall durch die Medien vertraut und wollte darüber mehr erfahren, weshalb ich zu diesem Buch gegriffen habe.

Victoria wird bereits als Baby von ihrer Adoptivmutter adoptiert und schon sehr früh fast täglich misshandelt. Sie wird für alles was passiert als schuldig erklärt, um anschließend betraft zu werden. Doch auch ohne Grund wird sie geschlagen, eingesperrt oder mit wochenlanger Hungerkur bestraft. Die Lieblingsgeschwister werden dabei verschont und diese tyrannisieren Victoria ebenfalls, obwohl sie sich um die anderen Kinder und den Haushalt kümmert. Die Adoptivmutter behandelt sie wie eine Sklavin und tobt sich auf sadistische Art & Weise an den Kindern aus. Schafft es Victoria, aus dieser Hölle zu entfliehen?

Ich wusste von Anfang an, dass dies keine leichte Lektüre werden wird, doch damit habe ich einfach nicht gerechnet.
Bereits nach den ersten Seiten musste ich eine Lesepause einlegen, weil mir unsagbar übel wurde und ich schockiert war, über dass, was ich da las. Doch es wurde zunehmend schlimmer. Victoria schildert nach und nach ihre Kindheit und eine Misshandlung folgt der nächsten. Es war kein Ende in Sicht und ihre Adoptivmutter ließ sich immer andere sadistische Folterungen einfallen, wobei ich mich fragte: Was ist sie nur für ein Mensch, der seine Kinder so quält? Warum tut sie das? Ist das im Sinne der Zeugen Jehovas?
Diese Fragen bleiben mir immer noch ein Rätsel und einige werden es wahrscheinlich auch immer bleiben.
Was ich ebenfalls sehr schockierend empfand neben den Misshandlungen, war, dass keine Hilfe in Sicht war. Die Ämter, Ärzte, Nachbarn und Freunde waren einfach untätig und blind von den Erklärungen, welche die Adoptivmutter ihnen gab.

Victorias Geschichte hat mich unheimlich mitgenommen, berührt, wütend gestimmt und unbeschreiblich schockiert. Es ist mir nie in den Sinn gekommen, dass ein Mensch zu solch grausamen Taten imstande ist.

Ab der Mitte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich war wie in Trance und habe auf die guten Dinge gehofft. Das Ende hat mich beruhigt, doch fängt hier die meiste Arbeit erst an - die Verarbeitung der grausamen, seelischen und körperlichen Qualen. Ich hoffe für Victoria und ihren Geschwistern, dass sie das erlebte hinter sich lassen und ein "normales Leben" führen können.

Liebe Mitmenschen, schaut bitte nicht weg und meldet Euren Verdacht eines Missbrauchs umgehend dem Jugendamt oder der Polizei. Lieber eine Kontrolle zu viel, als ein Kind leiden zulassen und ihm die kostbarste Zeit des Lebens zu zerstören/nehmen.

Fazit:
In "Du nanntest mich Teufelskind" erzählt Victoria Spry unverblümt über ihre eigene Geschichte über den Missbrauch von ihrer Adoptivmutter. Eine Missbrauchsgeschichte die schonungslos über die Taten berichtet. Dieses Buch hat mich erbarmungslos gezeichnet und wird noch lange in meinem Gedächtnis nachhallen. ~ schockierend ~ brutal ~ unbegreiflich 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lovestory, dystope, politik

2033: (Dystopie, Drama)

Lya Sanders
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.05.2016
ISBN B01F5XIHWO
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Deutschland im Jahr 2033: 
Niemals hätte Melissa damit gerechnet, ihre Jugendliebe wiederzutreffen, schon gar nicht bei der Flucht vor den Bloodhounds, doch dann passiert genau das. Ohne zu zögern, nimmt sie den verzweifelten Ibo bei sich auf. Die Gefühle flammen wieder auf, aber Zukunftsängste und Sorgen um seine verschwundene Familie überschatten das junge Glück und stellen es auf eine harte Probe. 
Willkürliche Verhaftungen und tödliche „Unfälle“ deuten daraufhin, dass dem Land ein neuer Holocaust bevorsteht. Mit Ibo an ihrer Seite beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, doch als Moslem in einer Welt voller Hass muss er um sein Leben fürchten. 
Werden sie es schaffen, oder treiben blinder Hass und Wut die Gesellschaft dazu, die Fehler des letzten Jahrhunderts zu wiederholen? 
Eine spannende Dystopie mit einem Hauch Romantik.

Zum Buch:
Das Cover machte mich auf den ersten Blick neugierig. Bei der Printversion stellte ich beim genaueren hinsehen fest, dass die Grafik pixelig und das Mädchen im Gegensatz zum Hintergrund gestochen scharf dargestellt ist. Dadurch wirkt es nicht zusammengehörig, sondern eher zusammen gepuzzelt, was ich sehr schade finde. Bei der eBook Variante wirkt es von Weitem harmonischer.

Erster Satz:
"Geht's noch? Melissa fluchte."

Meine Meinung:
Ich wurde durch eine Wanderbuchgruppe auf dieses Buch aufmerksam und durfte es im Rahmen der Aktion lesen. Der Klappentext versprach mir eine spannende Dystopie und ich hatte große Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden.

Wir befinden uns im Jahr 2033 in Köln: Melissa trauert ihrer Jugendliebe hinterher und plötzlich entdeckt sie ihn, wie er sich versteckt. Ibo - ein Muslim, wird von den Bluthunden gesucht und seine Familie ist bereits in Gewahrsam genommen. Es beginnt eine gefährliche Suche nach seinen Eltern und Melissas Gefühle zu Ibo werden neu entfacht. Gibt es eine Zukunft für die Beiden?

Der Schreibstil von Lya Sanders ist flüssig zu lesen, abgesehen von einigen Wiederholungen, welche die Geschichte nicht voranbrachten - Zeilenfüller. Ein versinken in das Geschehen war mir unmöglich, weil mir die lebendige Art fehlte, die eine Story zum Leben erweckt. Die erste Hälfte der Erzählung ist fast ereignislos und es fehlte mir an Spannung. Erst auf den letzten sechzig Seiten fühlte ich leichten Nervenkitzel aufkommen, den ich mir über das gesamte Buch gewünscht hätte.

Die Charakteren sind flach und emotionslos beschrieben. Es gab eine Szene zwischen Melissa und Ibo, die mir einen Kloß im Hals verursachte - für mich zu wenig. Ich fand einfach keinen richtigen Draht zu den Protagonisten.

Das Nachwort der Autorin stimmte mich nachdenklich und mir lief eine Gänsehaut über den Rücken. Lya Sanders schrieb diese Story bereits vor längerer Zeit und zum Erscheinen des Buches ist der gesellschaftliche Hintergrund gar nicht mehr so weit von der Wirklichkeit entfernt, was ich sehr erschreckend finde.

Fazit:
"2033" von Lya Sanders ist ein dystopischer Roman der über Zukunftsängste, Hass und Wut in der Gesellschaft erzählt. Eine kurzweilige Story mit einigen Schwächen, die ausbaufähig sind. ~ Holocaust ~ fehlende Spannung ~ ein Hauch von Emotionen 

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ausmalbuch, filigran, entspannung, beate brömse, malbuch für erwachsene

Inseln der Stille

Beate Brömse
Flexibler Einband
Erschienen bei Bassermann, 08.03.2016
ISBN 9783572082124
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:
Ausmalen - abschalten - entspannen

Die wunderbaren Illustrationen in diesem Buch laden Sie in Traumwelten ein, stillen Ihre heimlichen Sehnsüchte, versprechen Verzauberung, lassen Sie in Melancholie eintauchen, Luftschlösser bauen und Glücksmomente erleben. Begleitet werden die handgemalten Zeichnungen von einfühlsamen Zitaten, die ihre Botschaft unterstreichen. Ist eine Illustration koloriert, lässt sich das Blatt problemlos herauslösen, so dass Sie Ihre kreative Arbeit präsentieren können.

Meine Meinung:
Aktuell sind die Coloringbooks sehr gefragt und ich bin ebenfalls auf diesen Zug aufgesprungen. Das Malbuch "Inseln der Stille" von der Illustratorin Beate Brömse ist ein Erstlingswerk und für erfahrene Hobbymaler.

Mit den Maßen 21,2 x 1 x 25,9 cm ein ideales Format für ein Malbuch. Die Illustrationen sind einseitig bedruckt und können herausgetrennt werden, um diese später einzurahmen, aufzuhängen oder eignet sich als ein persönliches Geschenk für Freunde. Die Rückseiten zeigen kleine Grafiken und poetische Sprüche. Hier kann man sehr gut das Datum des Ausmalens notieren als Erinnerung.

Nicht so gut finde ich, dass sich die Buchseiten sehr schnell ablösen. Feste Seiten mit einer seitlichen Perforierung hätte ich praktischer gefunden.
Die Ausmalbilder sind sehr filigran und erfordern große Aufmerksamkeit. Für mich ist das Malen eine Entspannungs- und Konzentrationsübung. Beim Ausmalen eines Bildes musste ich einige Pausen einlegen, weil mir meine Augen tränten und schmerzten. Die Zeichnungen sind sehr klein und ich konnte nicht alles genau erkennen, wo und was zusammengehörte. Ratsam wäre bei diesen Abbildungen ein größeres Buchformat zu wählen, um alles etwas aufzulockern.

Es gibt ein paar Darstellungen, die ich echt schön finde, doch überragen die feinen, schwer ersichtlichen Skizzen. Nach nur einer angefangenen Ausmalseite habe ich das colorieren abgebrochen.

Fazit:
"Inseln der Stille" ist das Erstlingswerk der Künstlerin Beate Brömse und zeigt sehr filigrane Zeichnungen. Nicht empfehlenswert für Entspannungssuchende Hobbymaler. Ich empfehle es für geübten Händen ~ enorme Konzentration erforderlich ~ feine und schwer erkennbare Illustrationen ~ 

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Tags: ausmalbuch, coloring, coloring book, entspannung, filigran, konzentration, malbuch, malbuch für erwachsene   (8)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

humor, hund, werkstatt, marketing, unterhaltung

Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm

Jesko Wilke
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783940855671
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
„Die Frau, mit der ich zusammen lebe, ist fantastisch. Nicht nur, dass sie umwerfend aussieht, sie ist auch noch selbstbewusst, humorvoll, tolerant und tierlieb. Der Altersunterschied? Ließ sich nicht vermeiden, es handelt sich um meine Tochter.“

Weil er pleite ist, zieht Türsteher Stefan Fischer mit seinem cleveren Hund Amok zu seiner Tochter Carla. Dank einer Verwechslung ergattert er kurz darauf den Top-Job als Creative Director einer angesagten Werbeagentur, doch mit dem Dienstporsche kommen die Probleme. 1. Stefan hat nicht die geringste Ahnung von Werbung. 2. Seine Tochter darf auf keinen Fall erfahren, dass ihr Vater sich als Hochstapler betätigt. 3. Carla hütet selbst ein Geheimnis. 

Dann setzt ein Todesfall eine folgenschwere Kettenreaktion in Gang: Die Vater-Tochter-Hund-WG gerät in heftige Turbulenzen ...

Zum Buch:
Diese Buchgestaltung kann sich sehen lassen. Auf dem Cover zeigt sich der reale Hund des Autors. In einer großen Sprechblase steht der Titel und im unteren Bereich steht ein VW Bus im Comic-Style. Der Buchschnitt ist etwas ganz besonderes, denn dort fand ich abgedruckte Hundegrafiken. Im Buch selbst zieren diese an jedem Kapitelanfang. Eine aufwendige und bezaubernde Darbietung.

Erster Satz:
"Die Frau, mit der ich zusammenlebe, ist fantastisch."

Meine Meinung:
Durch den Dyras Verlag wurde ich auf den Autor Jesko Wilke und sein Buch "Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm" aufmerksam. Ich habe mich auf einen humorvollen Roman mit Hund gefreut und wurde gut unterhalten.

Stefan Fischer lebt mit seinem Hund Amok bei seiner Tochter, weil er sich wegen Arbeitslosigkeit keine Wohnung leisten kann. Er begibt sich auf Jobsuche und genau damit fängt sein chaotisches Leben an. Eine Verwechslung am Arbeitsplatz, ein plötzlicher Todesfall, ein behütetes Geheimnis seiner Tochter Carla und andere Turbulenzen stehen Stefan bevor. Nimmt sein Dasein wieder normale Wege ein?

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog aus der Sicht des Hundes Amok, was ich richtig genial fand und gehofft habe, es führt sich im Buch weiter. Leider war dem nicht so.
In erster Linie wird die Story aus der Perspektive von Stefan und Carla erzählt. An jedem Kapitelanfang gibt es einen Absatz, aus der Sicht von anderen Protagonisten. Diese wurden durch eine andere Schriftart gut sichtbar gestellt. Ich fand es dadurch sehr angenehm zu lesen und ich wusste direkt um welchen Charakter es sich in dem Moment handelt.

Jesko Wilke hat einen humorvollen und ironischen Schreibstil, der mich oftmals laut zum Lachen brachte und einige Freudentränen entlockte. Sehr bildhaft beschriebene Handlungen machten es mir einfach in die Erzählung einzutauchen. Ich fühlte mich über das gesamte Buch gut unterhalten.
Gefehlt hat mir die Anziehungskraft, die mich an das Buch fesselt. Der Spannungsbogen war nicht greifbar. Einige Erklärungen wurden sehr in die Länge gezogen und ich hatte das Gefühl geschichtlich nicht voran zu kommen.

Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet, wenn auch nicht sehr tiefgründig. Einige sind mir sehr ans Herz gewachsen, wie z. B. Opa Neunzig. Seine Umstände sind mir sehr nahe gegangen und ich habe mir nur gutes für ihn gewünscht.

Anfangs nahm ich an, dass es sich um einen Hunderoman handelt, was so nicht ganz richtig ist. Amok ist ein Bestandteil einigen Szenen, aber nicht vollends im Fokus. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich am Ende zusammenlegen und zu einem gut erdachten, wenn auch vorhersehbaren Abschluss finden. 
In diesem Buch wird öfters übers Joint rauchen berichtet, falls jemand mit solchen Taten nicht zurechtkommt, rate ich von diesem Buch ab. Es gehörte einfach zu den Personen und zur Atmosphäre, auch wenn ich diese Szenen nicht gutheißen konnte.

Fazit:
In "Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm" von Jesko Wilke fand ich einen unterhaltsamen Roman mit Hund vor, der mich oftmals zum Lachen brachte. Ein Buch, das turbulente Lebenswege aufzeigt und wieder in die richtige Bahn lenkt. Von Alltags- und Existenzproblemen über Liebe und Selbstfindung, fand ich hier fast alles. ~ humorvoll ~ gute Unterhaltung ~ kleinere Schwachpunkte ~ ironisch 

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wunderschöne liebesgeschichte, küsse in luftiger höhe, tales of chicago, mila summers

Küsse in luftiger Höhe

Mila Summers
Flexibler Einband: 198 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 28.02.2016
ISBN 9781530234073
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Miranda Honeychurch ist ein klassischer Beziehungspechvogel. Irgendwie gerät sie immer an den Falschen. Dann trifft sie auf Noah, der ihr bei einem Brand das Leben rettet. Die Tatsache, dass er für sie sein Leben aufs Spiel setzt, lässt ihr Herz höherschlagen – doch der Feuerwehrmann würdigt sie nach dem gefährlichen Einsatz keines Blickes mehr und lässt sich sogar verleugnen. Hals über Kopf kehrt sie Chicago den Rücken, obwohl der Gedanke an Noah sie bis in ihre Träume verfolgt. Mit ihrer Freundin Emily bricht sie zu einem Roadtrip auf, bei dem sie mehr findet, als sie zu hoffen gewagt hat. Und dennoch quält sie eine Frage: Was für ein Geheimnis verbirgt Noah hinter den ozeangleichen Augen? 

Zum Buch:
Die Buchgestaltung wurde dem Stil an die ersten drei Bände angepasst und es gibt den ersten Hinweis zur Märchenadaption von Rapunzel. Das Mädchen finde ich wieder richtig niedlich, doch der Feuerwehrmann passt nicht einhundert Prozent in das Gesamtbild. Farblich wirkt er sehr schwach im Gegensatz zu den restlichen, ausdrucksstarken Farbnuancen, was ich sehr schade finde.

Erster Satz:
"Du willst, dass wir Freunde bleiben?"

Meine Meinung:
Dies ist der vierte Teil der "Tales of Chicago-Reihe" von Mila Summers, auf welchen ich mich sehr gefreut habe und mich schlussendlich enttäuscht zurückgelassen hat.

Miranda hat kein Glück in der Liebe und wieder einmal ist eine Beziehung in die Brüche gegangen. Selbst der Feuerwehrmann Noah, der ihr bei einem Brand das Leben rettet, will nichts von ihr wissen. Dabei möchte sie sich doch nur bedanken. Warum flüchtet er nur vor ihr? Kurzentschlossen begibt sich Miranda mit ihrer Freundin Emily auf einen Roadtrip, um Noah aus dem Kopf zu bekommen, was leider gar nicht so einfach ist.

Ich war sehr neugierig auf diesen Band und muss leider sagen, dass dies für mich der schwächste Band der Reihe war - Schreibtechnisch, sowie vom Plot her.
Die Schriftstellerin Mila Summers hat einen frischen und humorvollen Schreibstil, doch auch in diesem Teil sind die Übergänge zu den nächsten Szenen sehr holprig und nicht fließend übereinandergehend. Störend fand ich einige Wort- und Satzwiederholungen, wobei ich das Gefühl bekam, diese Zeilen bereits einige Seiten vorher gelesen zu haben. Ich hatte den Eindruck, dass diese Erzählung schnell hinunter geschrieben wurde und der eigentliche Charme, den Mila Summers versprüht, ich hier nicht mehr entdecken konnte.
Sehr gut gefallen hat mir die Schreibweise aus zwei Sichten. Noah und Miranda erzählen ihre Geschichte und Gedanken.

Der Klappentext gab mir den Anschein, einen kleinen Roadtrip vorzufinden, was nicht der Fall war. Es wurde eine Reise unternommen, doch bis auf eine kleine Szene, passierte in der Richtung nichts. Der Umschlagtext macht neugierig, verrät aber fast schon die ganze Geschichte.

Der Plot ist sehr einfach gestrickt und bereits auf den ersten Seiten wusste ich, worauf es hinausläuft und die Spannung war für mich dahin. Die Geschichte plätscherte vor sich hin und erst am Ende verspürte ich eine leichte Spannung aufkommen. So schnell diese aufkam, so schnell war es dann auch schon wieder vorbei.
Die Romantik blieb für mich komplett weg, was mich sehr traurig machte. Ich habe es nicht geschafft in die Erzählung einzutauchen um mitzufühlen.

Die Charakteren sind liebenswürdig ausgearbeitet, jedoch recht flach und teilweise nicht verständlich in ihrem Handeln. Das Besondere der Reihe - die Märchenadaption habe ich hier vollends vermisst. Erst am Ende des Buches kam eine Szene auf, die ich auf das Märchen "Rapunzel" ableiten konnte. Ich habe einfach mehr erwartet!

Es gab allerdings auch Stellen, die ich gerne gelesen habe und schmunzeln konnte, doch waren diese Zeilen einfach zu wenig. Mila Summers hat es dieses Mal leider nicht geschafft, mich an ihre Story zu binden und zu begeistern.
Ich werde die Reihe trotzdem weiterverfolgen und hoffe, dass ich im nächsten Teil wieder Feuer und Flamme sein kann.

Fazit:
"Küsse in luftiger Höhe" von Mila Summers ist der vierte Band der "Tales of Chicago-Reihe", einer Rapunzeladaption, die Romantik und Magie versprach, mich allerdings nicht begeistern konnte. Fehlende Spannung und mangelndes Gefühl brachten mir die Story einfach nicht nahe und der Lesegenuss blieb aus. ~ langatmig ~ vorhersehbar ~ fehlender Charme zum Besonderem 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hermaphrodit, freundschaft, transsexualität, transgender, pubertät

Weil ich so bin

Christine Fehér
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551314574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Jona kann nicht sagen, ob er ein Junge oder ein Mädchen ist, denn er wurde mit beiden Geschlechtsmerkmalen geboren. Von seinen Eltern als Junge erzogen, fühlt er sich von klein auf ebenso sehr als Mädchen. Heute, mit 15, schlüpft Jona immer noch gerne in seine weibliche Rolle, schminkt sich und geht mit seiner besten Freundin Mia Klamotten kaufen. In der Schule wird er für sein Auftreten oft angefeindet, aber auch bewundert. Als sich Jona in den angesagten Leon verliebt, bringt das nicht nur ihn ziemlich durcheinander…

Zum Buch:
Auf dem Cover sieht man einen jungen Mann und erst beim genaueren Hinsehen, erkannte ich Lippenstift auf seinem Mund. Ich fragte mich, um was es sich handeln könnte und lag mit meiner Vorahnung annähernd richtig.
Der Schriftzug ist sehr neutral, hat aber kleinere Clippings, die einen weiteren Hinweis auf den Inhalt geben. Eine beeindruckende Gestaltung, die den Inhalt widerspiegelt und real auf mich wirkt.

Erster Satz:
"Ein Prachtbaby haben sie da bekommen, sagte die Hebamme zu Sandra und hüllte das Neugeborene schnell in ein vorgewärmtes Handtuch."

Meine Meinung:
"Weil ich so bin" von Christine Feher ist mein zweites Buch, was ich von der Autorin gelesen habe und bei der es sich um eine authentische Geschichte handelt. Auch hier hat mich die Schriftstellerin wieder gepackt und in ein mir bisher unbekanntes Terrain geführt.

Als Jona/Joana geboren wurde, war schnell klar, dass sie kein normales Kind ist. Sie/Er ist ein Hermaphrodit, wovon es nur ca. 80.000 Menschen in Deutschland gibt. Jona hat weibliche, als auch männliche Geschlechtsorgane. Die Eltern entscheiden sich gegen eine Operation und überlassen es ihrem Kind, sich zu entscheiden, als was es gerne Leben möchte. Dass es Schwierigkeiten mit sich bringt, ist allen bekannt. Wie wird Jona/Joana sich entscheiden und wie geht ihre Außenwelt damit um?

Diese Geschichte dreht sich um das Thema Hermaphroditen, was ich bisher nicht unter diesem Wortlaut und der körperlichen Form kannte. Ich wurde durch die Autorin sanft in die Thematik herangeführt und war emotional mit dem Protagonisten eins. Ich konnte die Gefühle und Gedanken spüren und war sehr beeindruckt von der Stärke des Charakters. Joana/Jona hat nicht nur Freunde um sich herum, sondern auch solche, die sich über sie lustig machen. Sie wird gemobbt und nicht zu knapp.

Der Schreibstil von Christine Feher ist sehr lebendig und ergreifend. Sie regte mich zum Nachdenken an. Menschen und besonders Kinder können grausam sein, sobald sie merken, dass jemand nicht so ist, wie sie selbst. Die Autorin stellt sehr gut dar, wie sich der Betroffene fühlt und wie "falsch" sich manch andere Leute benehmen und was sie damit anrichten. Jona lässt sich nicht unterkriegen und lebt so, wie sie es für richtig hält.

Fazit:
"Weil ich so bin" von Christine Feher ist nur ein kleines Büchlein, doch hat die Geschichte dahinter einen weiten Horizont, der mich zum Nachdenken brachte. Eine wunderbare Geschichte über Familie & Freundschaft, starker Persönlichkeit und der Suche nach sich selbst. ~ authentisch ~ mitfühlend ~ nachhaltig 

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98 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

liebe, trennung, ehe, christiane von laffert, kinder

Herz verloren, Glück gefunden

Christiane von Laffert
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.04.2016
ISBN 9783442484126
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Buch:
Frische, satte und pastellfarbene Töne zieren dieses Buchcover. Mir gefällt die Farbzusammenstellung sehr gut und es passt hervorragend zum Sommer. Niedlich finde ich die kleinen Grafiken auf beiden Seiten des Buches, die glänzend, wie die Titelschrift, hervorgehoben sind. Was ich schade finde: der Inhalt des Buches ist anhand des Umschlages nicht abzuleiten und gibt lediglich einen Hinweis, dass es sich um einen frischen Roman handelt. Eine typische Chic-Lit Gestaltung.

Erster Satz:
"Ähm .. sexy."

Meine Meinung:
Dies ist der Debütroman der Schriftstellerin Christine von Laffert. Ich durfte dieses Buch bereits in einer Blogtour vorstellen und vorablesen. Als ich den Klappentext das erste Mal las, ahnte ich bereits, dass mir unterhaltsame Lesestunden bevorstehen würden. Ich behielt recht!

Victoria ist Mutter zweier Kinder und steckt mitten in einer Ehekrise. Als dann ihre Freundin Emily anruft und sie einlädt mit ihr eine Geschäftsreise zu unternehmen, ist sie erst skeptisch, nimmt aber das Angebot schlussendlich an. Sie gibt sich als eine andere Person aus und versucht sich über ihre Ehe schlüssig zu werden. 
Doch dann stolpert Victoria über den gutaussehende Geschäftsmann Constantin und auf einmal ist nichts mehr wie es war. Constantin könnte ihr Traumman sein, nur was ist mit ihrem Mann Hubertus? Finden sie wieder zueinander oder hat das Leben für Victoria etwas ganz anderes geplant?

Dieses Buch hat mich unheimlich gut unterhalten. Von Anfang an, war ich mitten in der Erzählung und freute mich nach kleinen Pausen darauf, endlich weiterzulesen. Der Schreibstil ist lebendig und flüssig und die Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen. Ich vergaß Zeit und Raum.
Die Autorin ist sehr humorvoll und hat mich oftmals zum Schmunzeln oder Lachen gebracht. Die Romantik kam nicht zu kurz. Ich ertappte mich zuweilen beim Träumen, wie es wohl weitergehen könnte, oder phantasierte mir meine eigene Welt zusammen.

Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich trennte mich nur schwer von ihnen. Sehr angenehm fand ich, dass die Protagonisten so authentisch beschrieben wurden. Es waren ganz normale Menschen, wie wir sie auch kennen, mit allen ihren Ecken und Kanten.
Hubertus und der Nachbar waren mir nicht immer sehr sympathisch in ihrem Handeln, dennoch entwickelten sie sich zum Besseren in der Geschichte.
Ich würde mich riesig über eine Fortsetzung freuen, um alle Persönlichkeiten wiederzutreffen.

Der Verlauf der Story war aufregend und spannend. Immer wieder habe ich mir gedanklich ein Ende ausgemalt, erneut verworfen um zum Schluss dann doch mein persönliches Happy End mit Freude gelesen.

Fazit:
Der Debütroman "Herz verloren, Glück gefunden" von Christine von Laffert bescherte mir unterhaltsame Lese- und Wohlfühlmomente. Mit einer Portion Humor und purer Romantik wurde ich mit dieser Geschichte verwöhnt. Ein gelungener Roman in dem tiefgründige Freundschaften, ein turbulentes Familienleben, Liebe und Witz eine bedeutende Rolle spielen. Eine absolute Leseempfehlung für heiße oder kalte Tage! ~ Romantisch ~ lebendig ~ erfrischend ~ purer Lesegenuss zum Abschalten 

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, krankheit, musik, andreasdutter, familie

Forbidden Lyrics

Olivia Mikula
E-Buch Text: 259 Seiten
Erschienen bei Feelings, 10.06.2016
ISBN 9783426440919
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Ein musikalisches Dilemma der Gefühle, eine junge Halbitalienerin mitten in London und ein Songtext, der zur Liebe des Lebens führt: Ein packender Liebesroman in der Welt der Electrobeats! Die Songwriterin Octavia lebt mit ihrem Großvater Diego in einer kleinen Londoner Wohnung. Ihr einziger Wunsch: Mit ihren Texten die Menschen berühren. Überraschend erreicht Castingshow-Gewinner Noah Platz eins der Charts - mit ihrem Songtext! Auf der anschließenden Party gerät ihre Welt ins Wanken.Wie eine Sturmflut aus Beats und Lichtern, platzt DJ Aaron in ihr Leben. Als wäre das nicht genug, will sich auch der gutaussehende Noah bei ihr bedanken. Umso mehr sich Octavia auf die Dreiecksbeziehung mit dem Bad Boy Aaron und dem witzigen Noah einlässt, umso größer werden ihre Probleme - und das nicht nur in Liebesdingen...

Zum Buch:
Ein DJ-Mischpult, glamour Kopfhörer, die Silhouette eines küssenden Paares und eine peppige Farbgestaltung zieren das Cover. Das Liebespaar entdeckte ich erst auf dem zweiten Blick und auf der Kindle-Version sieht man es leider nur sehr schwer. Im Ganzen eine hervorragende Buchgestaltung, die mich farblich als auch grafisch sofort angesprochen hat.

Erster Satz:
"Sie haben es nicht geschafft, flüstert eine Frau."

Meine Meinung:
Unter dem Pseudonym Olivia Mikula schreibt der bekannte Youtuber Andreas Dutter. Er war mir vorher schon recht bekannt und ich wollte deshalb unbedingt seine Schreibe kennenlernen. Andreas alias Olivia hat mich mit dieser Story unheimlich mitgerissen und ich bekam viel mehr zu lesen, als ich erwartet hatte.

Octavia ist Songwriterin und hat ihren ersten Erfolg mit Noah - einem Casting-Gewinner gefeiert. Sie klettert die Karriereleiter immer weiter nach oben und kommt Noah gefährlich nahe. Auf einer Clubparty trifft sie dann auf den erfolgreichen DJ Aaron, der Bad Bad unter den beiden Männern. Octavia gerät in einen Strudel der Gefühle und befindet sich inmitten einer Dreiecksbeziehung. Für wen schlägt ihr Herz? Und warum verhält sich ihr Großvater so merkwürdig?

Mit Beginn des Prologs, der mich sehr berührt hat, war ich der Geschichte verfallen. Das Buch ist in 57 kurzen Kapiteln unterteilt, was mir sehr gut gefallen hat. Ein guter Abschnitt, zu den einzelnen Szenen für eine kleine Atempause, um die Gedankengänge neu zu ordnen.

Andreas Dutter als Olivia Mikula besticht mit einem sehr lockeren und frischen Schreibstil. Sein Erzählstil ist sehr bildhaft und hat Tiefe. Ich habe sehr viele Szenen oder auch Sätze gelesen, die unbeschreiblich schön geschrieben wurden - dabei waren einige mit einer leicht poetischen Note versehen.

Die Charaktere waren mir sehr sympathisch und wirkten auf mich äußerst real und authentisch. Vom lieben Kumpel/Freundin bishin zu einem unerreichbaren Bad Boy und einem Familiendrama, fand ich hier alles.
Ich fieberte mit der Protagonistin Octavia und habe ich mich dabei ertappt, wie ich versuchte, mich selbst zu entscheiden, als wäre es meine eigene Liebesgeschichte. Mein Herz schmolz nur so dahin und schmerzte auf vielen Seiten, als es z. B. um Octavia's Großvater ging.
Die Erzählung um die Erkrankung des Opas gingen mir sehr nahe und ich hatte zum Teil das Gefühl, der Schriftsteller spricht über selbst erlebtes. Viele Details zu der Thematik und dem Handeln der Angehörigen waren so intensiv erzählt, als hätte jemand genau diese Erfahrungen machen müssen.

Die Spannung rund um die Dreiecksbeziehung und der Freundschaften baute sich stetig auf und hielt bis zum Ende an. Der Schluss wurde gut gelöst und ließ mich zufrieden zurück, obwohl ich gerne noch länger in der Erzählung verweilt hätte. Ich konnte mich nur schwer von allen Charakteren und einem Leben zwischen einer Songwriterin und der Musik trennen.

Kleiner Tipp: Eine ordentliche Portion Nervennahrung während des Lesens zur Seite legen und nicht zu vergessen, eine große Packung Taschentücher, denn bei mir flossen so einige Tränen vor Rührung und Freude.

Fazit:
In "Forbidden Lyrics" von dem Pseudonym Olivia Mikula alias Andreas Dutter fand ich einen Liebesroman inmitten eines musikalischen Umfeldes vor, der mich von Anfang an fesselte. Die Geschichte erzählt von Freundschaft, Liebe, Verlust und Familiendramatik. Ein Roman, der mehr gibt als nur eine reine Liebesgeschichte ist. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für puren Lesegenuss. ~ lebendig ~ bildhaft ~ berührend ~ fesselnd 

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306 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

familie, liebe, bettelarmband, viola shipman, generationen

Für immer in deinem Herzen

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.05.2016
ISBN 9783810524256
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben und stehen für Geschichten voller Hoffnung, Sehnsucht und Lebenslust. Viola Shipmans Roman ›Für immer in deinem Herzen‹ erzählt von einem Sommer, der drei Lebenswege zusammenführt und verändert.

Jedes Armband erzählt eine Geschichte

Großmutter Lolly lebt immer noch am Lost Land Lake, wo ihre Mutter ihr vor langer Zeit das Armband gab, das ihr Talisman wurde und Symbol für ihre Verbindung zur Familie. Aber ihre Tochter Arden und ihre Enkelin Lauren haben sie seit Jahren nicht mehr besucht, und Lolly läuft die Zeit davon.
Arden konnte es kaum erwarten, ihre Kleinstadt hinter sich zu lassen und nach Chicago zu ziehen, aber jetzt, im mittleren Alter, besteht ihr Leben nur noch aus Arbeit in der Redaktion, und sie schleppt sich einfach nur noch von Tag zu Tag. Alles, was ihr mal Spaß machte, ist ihr entglitten. Als sie einen Brief mit einem Armbandanhänger von Lolly und einen unerwarteten Anruf aus dem Heimatort erhält, ist sie alarmiert. Ein Notfall? Arden muss sich überlegen, ob sie es erträgt, nach Hause zu kommen. 
Lauren, eine begabte junge Malerin, hat ihre Leidenschaft aufgegeben, um Betriebswirtschaft zu studieren. Aber sie verkümmert allmählich immer mehr und weiß nicht, wie sie ihrer Mutter die Wahrheit sagen soll. 
Durch das Armband mit Charms entdecken die drei Frauen die Bedeutung von Familie, Liebe, Treue, Freundschaft, Spaß und der Lust zu leben, während der Zauber der Glücksbringer ihre Leben verändert.

Zum Buch:
Diese Klappbroschüre ist wunderschön und spiegelt die Geschichte hervorragend wider. Ein Lebensbaum mit vielen kleinen Symbolen, die eine Rolle in der Erzählung spielen, zeigen sich in den Verästellungen. Diese sind geprägt und golden hervorgehoben, wogegen der Baum glänzend schimmert. Auf der Innenseite der Broschüre befindet sich eine Liste mit den Symbolen und den dazugehörigen Bedeutungen. Eine sehr ansprechende Buchgestaltung, welche mein Liebhaberherz aufleuchten lies.

Erster Satz:
"Glühwürmchen flimmerten in der Abenddämmerung und erhellten den Pfad aus Trittsteinen, der zu unserem Bootssteg am Lost Land Lake hinunterführte, mit flackerndem Licht."

Meine Meinung:
Die Autorin Viola Shipman hat mit "Für immer in deinem Herzen" einen sehr emotionalen und berührenden Familienroman geschrieben, der mich tief berührt hat.

Lolly, eine sehr humorvolle ältere Dame, beginnt Dinge zu vergessen, was ihrem Umfeld auffällt und sie selbst versucht es irgendwie auf ihre lustige Weise zu überspielen. Ihre Tochter Arden und Enkelin Lauren hat sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen, bis diese auf einmal vor ihr stehen. Schuldgefühle plagen Arden, sodass sie sich direkt auf den Weg zu ihrer Mutter macht. Aber auch Arden und Lauren tragen eine Last. Sie setzen sich damit auseinander und es steht ihnen einiges bevor.

In zwei Zeitepochen geschrieben fand ich einen herzerwärmenden Roman vor, der nur so strotzte vor Emotionen und poetischen Zügen.
Viola Shipman sticht mit einem sehr mitfühlenden und lebendigen Schreibstil hervor, der mich sofort in die Geschichte eintauchen lies.
Ich bekam gar nicht genug von der Story und konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Ich hatte ständig das Gefühl ich müsse jetzt weiterlesen, um zu erfahren, was für eine Geschichte sich hinter dem nächsten Anhänger verbirgt. Zeitgleich schrieb ich mehrere wunderschöne Sätze heraus, die mich überwältigt haben.

Der Plot rund um die Armbänder und den Erzählungen der Charms waren für mich etwas ganz neues und einzigartiges. Jede einzelne Geschichte hatte etwas ganz besonderes und bezauberndes, was mich innehalten lies. Es stecken so viele Hinweise und Anregungen dahinter, die mich nachdenklich stimmten.
Durch die wechselnde Zeiten, von der Gegenwart in die Vergangenheit, erhielt ist das Gefühl, viel näher mit den Charakteren zusammenzuwachsen.
Lolly ist eine liebenswerte, starke Persönlichkeit, die sehr viel erlebt hat. Ich würde sie gerne einmal treffen, um ihre Geschichten hautnah erzählt zu bekommen. Arden und Lauren entwickeln sich Zunehmens weiter und erkennen, was wirklich wichtig ist. Sie beginnen wieder zu LEBEN.

Am Ende des Buches wünschte ich mir, ich hätte auch eine Oma gehabt, die mir ein solches Armband geschenkt hätte. Anhänger, die meine Vergangenheit immer wieder zum Leben erwachen lassen, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Fazit:
"Für immer in deinem Herzen" von Viola Shipman erzählt über über eine beginnende Demenz, über das Leben, Liebe und inniger Freundschaft. Eine grandiose Geschichte, die das Herz berührt und dem Wunsch weckt nach einem ebensolchen bezaubernden Armband der Vergangenheit. ~ wahre Freundschaft ~ das Leben ~ die unumgängliche Vergangenheit ~ poetisch ~ berührend 

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115 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

hollywoo, prominent, unrivaled, inrigen, verschwinden

Unrivaled - Gewinnen ist alles

Alyson Noël , Ariane Böckler
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.05.2016
ISBN 9783959670296
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
Das Buchcover ist ein absoluter Blickfang und hat sofort mein Interesse geweckt. Der schwarze Hintergrund ist mit einer samtenen Beschichtung versehen und es fühlt sich schön weich in der Hand an. Negativ daran: Es zeigen sich recht schnell Fingerabdrücke, die aber mit einem feuchten Tuch zu entfernen sind. Die Erdbeere strahlt fruchtig und frisch und ist stellenweise umzogen von einer Goldschicht. Der Tropfen des Goldes ist hervorgehoben und wirkt fast real. Mich hat diese Gestaltung überzeugt und ich finde es einfach toll anzusehen. 

Erster Satz:
"Unzählige Touristen schieben sich Jahr für Jahr den Hollywood Boulevard entlang, doch sollte man die Straße lieber durch eine dunkle Sonnenbrille und mit gedämpften Erwartungen betrachten."

Meine Meinung:
Die Autorin Alyson Noël ist mir bereits durch andere Titel bekannt, doch ist "Unrivaled - Gewinnen ist alles" mein erstes Buch der Schriftstellerin. Ich hatte keine Vorstellung, was mich genau erwartet und freute mich darüber, dass ich bereits nach den ersten Seiten an die Story gefesselt war.

Layla, Aster und Thommy sind sehr verschieden, dennoch haben alle ein Ziel vor Augen. Layla möchte Journalismus studieren, Aster sehnt sich nach einer Schauspielkarriere und Thommy träumt von einem Leben als angesagter Rockstar und möchte seinen leiblichen Vater kennenlernen. Doch eins fehlt allen - das nötige Geld!
Dann taucht Ira Redman in ihr Leben auf und ein Wettkampf auf einen riesen Geldgewinn beginnt. Wer wird der beste Promoter von Ira`s Nachtclubs. Die Teilnehmer lassen sich auf ein Spiel ein. Doch wie weit geht jeder einzelne? Ist die Glitzerwelt der Stars, dass was jeder einzelne von ihnen sucht? Und welche Rolle spielen die Promis Madison und Ryan dabei? 

Alyson Noël hat einen fesselnden Schreibstil, der mich nur schwer das Buch zur Seite hat legen lassen. Zwischenzeitlich gab es einige sehr brutal lange Sätze, die sich über einen gesamten Absatz zogen, was den Sinn und der Aussagekraft ein klein wenig geschadet hat. 
Die Kapitel sind abwechselnd aus den Sichten der Protagonisten Layla, Aster, Thommy, Madison und Ryan geschrieben. Ich mag diesen Stil, der mehr Ausdruck verleiht und um einen tieferen Einblick in die Charaktere zu erhaschen. Die Gefühlswelten der Personen sind mir trotzdem viel zu kurz gekommen und ich kam nicht, wie erhofft, näher an sie heran. Erst zum Ende hin, konnte ich zeitweise in den ein oder anderen Protagonisten eintauchen.

Der Spannungsbogen wächst nur sehr langsam an und zeitweise passiert nichts spektakuläres, was mir aber nicht den Lesespaß genommen hat. In der Zeit habe ich mir gedanklich einige Theorien ausgedacht und versucht die Zusammenhänge stückweise zusammenzusetzen.

Der Plot hat mir sehr gut gefallen und wurde auch gut umgesetzt. Es erinnerte mich an verschiedene "TV-Realityshows" und der Serie "Gossip Girl" - eine gelungene Mischung aus beiden Elementen. 

Das Ende hinterließ mich mit einem gnadenlosem Cliffhänger, der mich fast verrückt gemacht hat. Ich dachte ich bin in einem falschen Film und habe versucht herauszufinden, wann denn die Fortsetzung erscheinen wird. Ich wurde nicht fündig und muss mich nun unglaublich gedulden, denn es bleiben einige Fragen offen, die ich unbedingt beantwortet haben möchte. Ich fiebere daher dem zweiten Band entgegen. 

Fazit:
Mit "Unrivaled - Gewinnen ist alles" ist Alyson Noël ein großartiger Serienauftakt in einer Glamourwelt mit Lügen und mitreißenden Wendungen gelungen. Ein Buch was ich in kürzester Zeit verschlungen habe. "Unrivaled" macht süchtig - ich will mehr davon! 

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

glitzerkram, mara winter, lustig, single, charmant

Glitzerkram

Mara Winter
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Feelings , 13.05.2016
ISBN 9783426215616
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Buch:
Das Cover lies mich auf einen frischen, frechen und humorvollen Unterhaltungsroman hoffen. Eine typische Chic-Lit Gestaltung mit verschiedenen Cliparts und einer pinken Farbgestaltung. Farblich hat es mich sehr angesprochen, jedoch fand ich die verschiedenen Elemente etwas kitschig, was dennoch gut zum Inhalt und der Protagonistin passt.

Erster Satz:
"Ich stehe in meinem verstaubten Bad und trage als Allerletztes Wimperntusche auf."

Meine Meinung:
Mit "Glitzerkram" las ich den ersten Roman der Autorin Mara Winter und ich wurde von einem sehr angenehmen Schreibstil überrascht.

Noreen, frischer Single und Praktikantin bei einem Magazin ist alles andere als glücklich. Sie trauert ihrem Ex-Freund Jan nach, bei der Arbeit läuft es auch nicht wie erhofft und ihr Bruder Phillipp kommt mit einer wahnsinnigen neuen Geschäftsidee - der Nacktputzagentur "Golden Balls", um die Ecke. Wird Noreen die wahre Liebe finden und beruflich Fuß fassen können?

Mara Winter hat mich mit ihrem flüssigen und persönlich wirkenden Schreibstil an das Buch gefesselt. Es hat mir unheimlich viel Spaß bereitet, den Protagonisten zu folgen. Die Autorin hat einen trockenen und spitzen Humor, der mir immer wieder einen Lacher entlockt hat oder mich zum Schmunzeln brachte.
Das Buch ist in 48 kleinen Kapiteln und einem Epilog unterteilt, was ich sehr angenehm empfand. Ich sagte mir immer wieder: "Ein Kapitel kann ich noch lesen". Im Enddefekt habe ich noch viele weitere Abschnitte verschlungen.

Die Charaktere sind sehr realitätsnahe von verrückt zu liebenswürdig. Noreen ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen, ebenso ihre beiden Freundinnen. Jan, ihr Ex-Freund, war mir nicht immer so sympathisch mit seiner gemütlichen Art, frei nach dem Motto "Wenn nicht heute, vielleicht morgen".
Phillipp & Antonio und deren Nacktputzagentur nahm ich sehr spritzig und interessant wahr. Zwischenzeitlich hätte ich mir etwas mehr an Details gewünscht, weil ich diese Abschnitte einfach zu gern gelesen habe. Antonios Dialekt war einfach köstlich.

Die Story an sich ist recht Klischeehaft, doch passt es hier wunderbar hinein. Es ist ein tolles Buch, um aus dem eigenen Alltag zu entfliehen und ein paar unterhaltsame Lesestunden zu verbringen.

Das Ende kam recht schnell auf wenigen Seiten. Mir war dies ein wenig zu überhastet und ich habe mir irgendwie noch etwas anderes als Abschluss gewünscht.

Ich empfehle das Buch an Leser, die gern Abschalten möchten und keine spannende oder tiefgründige Lektüren suchen.

Fazit:
"Glitzerkram" von Mara Winter ist ein erfrischender und unterhaltsamer Roman mit verrückten und liebenswerten Charakteren und einer besonderen Portion trockenen Humor. Ein empfehlendes Buch zum Abschalten und Wohlfühlen! 

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650 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

geneva lee, royal desire, liebe, erotik, royal

Royal Desire

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2016
ISBN 9783734102844
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor ...
Enttäuscht und verletzt hat Clara ihre Beziehung zu Prinz Alexander nach einer letzten gemeinsamen Nacht beendet. Sie stürzt sich in die Arbeit, um ihn zu vergessen – vergeblich. Die Erinnerungen an ihn, an ihre gemeinsame Zeit lassen sich nicht auslöschen. Und Alexander ist kein Mann, der so leicht aufgibt. Kann er Clara von seiner wahren Liebe überzeugen? Und wird sie zu ihm stehen, wenn er seine dunkle Vergangenheit vor ihr enthüllt?

Zum Buch:
Das Cover des zweiten Bandes der ROYAL-Saga ist identisch mit dem ersten Band. Lediglich die Krone, der Untertitel "Desire" und die Innengestaltung ist farblich verändert. Die silberne Beschichtung des Buches ist sehr anfällig für Kratzer, was ich sehr schade finde. Die Kapitelanfänge sind auch in diesem Teil wieder mit einem abgedruckten Ornament verziert, was im Buchschnitt bereits zu erkennen ist. Das Buch ist ein toller Blickfang im Regal.

Erster Satz:
"In der Portobello Road herrschte frühmorgendliches Treiben."

Meine Meinung:
Es handelt sich bei "ROYAL Desire" um den zweiten Band der "ROYAL-Saga" von Geneva Lee, auf den ich nach dem Lesen des ersten Bandes sehr neugierig war. Doch auch hier gab es kleine Punkte, die mich nicht ganz begeistern konnten, um eine volle Bewertung für diese Geschichte abzugeben.

Clara hat sich von dem Kronprinzen Alexander getrennt und flüchtet sich vollends in ihren Job. Sie versucht den Schmerz durch Arbeit erträglicher zu machen, doch hilft ihr das?
Alexander versucht Clara zurückzuerobern, doch er hat dunkle Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen. Wird Clara mit seiner Vergangenheit zurechtkommen? Und was macht Daniel auf einmal wieder in ihrer Nähe?

Der Schreibstil von Geneva Lee ist wunderschön zu lesen und ließ mich ab der ersten Seite in die Geschichte um Clara & Alexander eintauchen, als wäre ich nie fort gewesen. Sie beschreibt präzise und detailliert eine Szene nach der anderen und ich erlebte eine Art Filmgenuss vorm inneren Auge.

Bereits am Anfang kam ich mehrfach in den Genuss erotische Szenen zu lesen, die sich im Laufe der Story ausweiteten in die Vorlieben des BDSM. Die Sexszenen waren bis auf kleine Ausnahmen sehr anregend und prickelnd beschrieben. Zwischendurch gab es Elemente, die sich wiederholten. Hier hätte ich mir mehr Fantasie von der Autorin gewünscht, um es aufregender zu gestalten.

Die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen, besonders Clara & Alexander, Belle und Edward. Alexander ist sehr dominierend und er fasziniert mich immer wieder, durch sein nicht ganz durchschauendes Wesen. Belle ist eine wahre Freundin, die ich selbst gerne mal treffen würde.

Der Verlauf der Geschichte war mir oftmals vorhersehbar, unterbrach meine Lesefreude jedoch in keinster Weise.
Der royale Touch hat mir in diesem Band etwas gefehlt, was mich im ersten Teil so begeistert hat. Ich hoffe, dass es im nächsten Band wieder königlicher zugehen wird und freue mich sehr auf den dritten Band, der im Juni 2016 als Taschenbuch erscheinen wird.

Fazit:
"ROYAL Desire" ist der zweite Band der ROYAL-Saga von Geneva Lee, der mich trotz kleinen Schwächen sehr begeistern konnte. Ein wunderbarer Schreibstil mit interessanten und tiefgründigen Charakteren und einer großen Portion BDSM-Erotik, bereiteten mir unterhaltsame Lesestunden. ~ dominant ~ mitreißend ~ leidenschaftlich & geheimnisvoll 

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374 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?

Zum Buch:
Die Klappbroschüre hat eine besondere Oberflächenveredelung und das Buch fühlt sich samtig weich in der Hand an, was ich sehr gerne mag. Der Titel ist geprägt und leicht glänzend dargestellt. Beim ersten Betrachten des Covers konnte ich dieses nur schwer einordnen, doch beim Lesen entdeckte ich das Zusammenspiel von der Story zur Gestaltung, was mir sehr gut gefällt.


Erster Satz:
"Mein Name ist Alice."


Meine Meinung:
"Wer war Alice" ist der Debütroman von dem Autor T. R. Richmond, der mich sehr neugierig machte, nachdem ich den Trailer gesehen und einige Leserstimmen gelesen hatte. Einige der Meinungen konnte ich allerdings nicht nachempfinden.
Alice Salmon wird Tod aufgefunden. Sie ist ertrunken. War es Mord oder Suizid? Genau das versucht ihr ehemaliger Professor J. F. H. Cookes, ein Anthropologe, herauszufinden. Er sammelt über die Medien, der Familie und Freunden von Alice, Informationen und rekonstruiert ihre letzten Stunden.
Doch die Hauptfrage ist: Wer war Alice und wie starb sie?
Dieses Buch ist nicht wie ein "normaler" Roman aufgebaut, den man wie einen Kinofilm vorm inneren Auge abspielen kann, sondern fügt sich Stückchenweise zu einem Teil zusammen. In mehreren Zeitepochen spielend, von der Vergangenheit bis zur Gegenwart, erfuhr ich Happen für Happen, was sich abgespielt hat und ein Puzzleteil fügte sich ans Nächste.
Der Schreibstil war flüssig und je nachdem in welcher Form er gerade geschrieben war, wie z. B. per Briefwechsel, E-Mail, Blogbeiträgen, SMS, Twitter oder Voice Mails, war er unterschiedlich gut lesbar. Zu Beginn des Buches musste ich mich an diesen Storyaufbau gewöhnen, was mir recht gut gelang. Einige Abschnitte empfand ich sehr langwierig und es brachte die Geschichte einfach nicht weiter.
Die Geschichte um Alice ist durch das Einfließen vom Social Media und anderen modernen Kommunikationswegen, die zur Auflösung der Erzählung verhelfen, aktuell. Das Einbinden dieser Elemente hat mir sehr gut gefallen, doch konnte ich mich so nicht vollends in die Story fallenlassen. Es wirkte nicht richtig rund, eher abgehackt. Die Zeitsprünge waren gewöhnungsbedürftig und alles agierte in sich sehr steif und emotionslos.
Der Spannungsbogen hielt sich in Grenzen, doch ich verspürte eine enorme Neugierde, die mich immer weiter zum Lesen animierte.
Das Ende war auf den letzten Seiten hervorsehbar, sowie zwischendurch in einigen Szenen.
Ich habe auf einen spannenden Psychothriller/Krimi gehofft, welchen ich hier nicht finden konnte.


Fazit:
In "Wer war Alice" fand ich einen gut unterhaltenden Roman mit Einbindung des Social Media und anderen modernen Kommunikationsformen. T. R. Richmond schreibt sein Debüt auf eine interessante, gegenwärtige Art & Weise. ~ zeitgemäß ~ komplex ~ ausschweifend

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unterwasserhotel, lust, soh, erotik, vater

Intensiv | Erotischer Roman

Trinity Taylor
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei blue panther books , 30.11.2015
ISBN 9783862775446
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:
Linda macht mit ihrer Tochter und ihrem gut aussehenden, coolen Schwiegersohn Urlaub in einem Hotel ... Einem Unterwasserhotel!
Sie hatte gehofft, dort entspannen zu können, doch sie rauscht von einem Sex Abenteuer ins Nächste. Besonders erotisch und lustvoll wird es, als sie den charismatischen Bruce kennenlernt, der ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt .

Zum Buch:
Das Cover ist ein toller Eyecatcher und lies Urlaubs-Feeling in mir aufkommen. Leider passt das untere Bild nicht unbedingt zur Story, da es kein Unterwasserhotel ist und das Model eindeutig jünger ist als die Protagonistin. Dennoch ist es sehr schön anzusehen.

Erster Satz:
"Ein Unterwasserhotel?, stieß Linda hervor."

Meine Meinung:
Die Autorin Trinity Taylor war mir bereits durch das Social Media bekannt, doch ist "Intensiv" mein erster erotischer Roman der Schriftstellerin. Ich war sehr gespannt, allein wegen der Kulisse, dem Unterwasserhotel - doch leider konnte mich dieser Roman nicht begeistern.

Linda ist Single und reist zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Freund zu einem Unterwasserhotel, um sich zu entspannen. Dort lernt Linda einige Männer kennen, mit denen sie sexuell aktiv wird. Doch dann trifft sie auf Bruce, der ihr Interesse weckt, doch er verheimlicht etwas. Und Linda selbst, schlittert in eine verbotene Affäre.

Trinity Taylor hat einen flüssigen Schreibstil. Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen des Unterwasserhotels. Ich konnte mir das Hotel bildlich vorstellen und wünschte mir, selbst dort zu sein.
Die erotischen Szenen waren gut geschrieben und sehr fantasievoll und ausgefallen. Mir waren diese Passagen dennoch zu viel und es erinnerte mich eher an einen Porno, anstatt an einen sinnlichen Erotikroman.
Mich widerte die erotische Neigung von der Protagonistin Linda an, die ihre Tochter beim Sex beobachtet und es auch noch erregend findet. Welcher normaler Mensch empfindet dies als anregend? Eine sehr abstoßende Fantasie, die mir nur ekel einbrachte, anstatt prickelnder Erotik.

Die Charaktere waren für mich unverständlich und ihr handeln nicht nachvollziehbar. Die Story des Buches kam viel zu kurz und war kaum zu deuten. Außerdem war der Verlauf der Geschichte sehr vorhersehbar und sie konnte mich in keinster Weise überraschen.

Im Buch sowie im Klappentext finden sich einige Rechtschreibfehler, fehlende Buchstaben oder Logikfehler. So heißt es im Klappentext "Schwiegersohn", welcher aber in der Story noch gar kein Schwiegersohn ist. Mal heißt es ein Freund, dann wieder Verlobter. 
Der Titel "Intensiv" hat nur eine  Verbindung zum Buch - das Wort "intensiv" wurde sehr oft erwähnt und das war auch schon alles.

Fazit:
"Intensiv" ist ein pornografischer Roman, in dem der Sex die Hauptrolle spielt. Kaum Story, dafür sehr viele erotische Szenen, die ansatzweise anregend waren, wie auch abstoßend im Bezug auf die sexuelle Fantasie zwischen Mutter und Tochter. Für Leser, denen die Sexszenen wichtiger sind als eine Geschichte! ~ wunderbare Kulisse ~ anregende bis abstoßende Fantasien ~ Textliche Defizite 

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