Katykate

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409 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

liebe, elle kennedy, the mistake, college, eishockey

The Mistake – Niemand ist perfekt

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2016
ISBN 9783492308670
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachdem ich von »The Deal« so begeistert war (dieses Buch gehört für mich zu den besten New Adult-Romanen), wollte ich schon seit langem die Fortsetzung lesen. Aus einer Laune heraus ist es jetzt endlich soweit, aber eines kann ich euch schon mal sagen: Noch nie hat ein zweiter Band bei mir so schlecht abgeschnitten.



Kurzbeschreibung

In »The Mistake« geht es um Grace und Logan, die sehr unterschiedlich sind. Grace ist eine pflichtbewusste Studentin, die abgesehen von Hand anlegen noch recht unterfahren ist.

Logan ist in die Freundin seines besten Freundes (Das Pärchen aus Band 1) verliebt und versucht sich durch möglichst viel Sex mit möglichst vielen Mädchen von ihr abzulenken.

Obwohl es unwahrscheinlich ist, treffen die beiden aufeinander und eine Achterbahn der Gefühle entsteht.



P O S I T I V E S

Eine tolle Protagonistin

Grace ist eine interessante Protagonistin. Obwohl sie durch ihre Unschuld eher klischeehaft ist, finde ich ihre Schüchternheit erfrischend. Mit einem so gut aussehenden Mann wie Logan zu sprechen, macht sie nervös, dennoch wirkt sie irgendwie selbstsicher. Das macht sie und ihre Entscheidungen meist nachvollziehbar.



Das Gerüst um die Protagonistin

Auch Grace‘ Hintergrund macht neugierig. Ihre Eltern sind getrennt, der Vater lebt im gleichen Ort, die Mutter in Frankreich. Beide verstehen sich noch gut, obwohl sie sehr unterschiedlich sind.

Grace‘ Vater ist Professor und der spießige Part. Er ist auch gegen Männerbekanntschaften seiner Tochter und etwas konservativer Ansicht. Ihre Mutter hingegen ist ein richtiger Freigeist und Künstlerin.





N E G A T I V E S

Schon zu Beginn ein Dämpfer

Die Geschichte beginnt mit einer Szene aus Logans Sicht, die noch Lust auf mehr macht. Doch dann wechselt es zu Grace und schon der erste Absatz lässt einen die Augen verdrehen. Denn die erste Information, die man über die Protagonistin erfährt, ist, dass sie noch Jungfrau ist. Und das wird fünf mal (wenn das überhaupt reicht) im ersten Absatz erwähnt.

Und das finde ich extrem klischeehaft und übertrieben. Das Protagonistinnen unschuldig sind, ist schön und gut. Das darf gerne auch so sein, denn im realen Leben gibt es viele solcher Mädels, aber wieso muss daraus immer so ein großes Ding gemacht werden?



Licht und Schatten

Logan wirkt im Gegensatz zu Grace eher langweilig. Er ist übertrieben machomäßig und wirkt charakterlich langweilig. Abgesehen von seinen familiären Problemen, die voll dem New Adult-Klischee entsprechen, hat Logan keine Ecken und Kanten. Er wirkt sehr blass.

Und was soll dieses ständige Zwinkern und Kichern? Leider zieht Logan auch Grace in diesen Schatten. Durch ihn verliert sie das Besondere und wird beinahe zum Weibchen.



Potenzial nicht voll ausgeschöpft

Bei den positiven Punkten habe ich Grace‘ Eltern erwähnt. Leider gibt es beim Vater auch ein paar Aspekte, die ich nicht so gelungen finde. Zum Beispiel seine Stellung als Professor an Grace‘ und Logans Universität kommt meiner Meinung nach viel zu kurz. Da hätte es Potenzial zu mehr Konflikten gegeben.

Genauso wie seine Meinung Jungs gegenüber. Denn schon zu Beginn wird erwähnt, dass Grace sehr von ihrem Vater behütet wird und er es gar nicht gerne sieht, wenn sie mit einem Jugngen ausgeht, geschweige denn, bei ihm übernachtet. Das wurde später aber gar nicht mehr erwähnt.



Wo bleibt die Romantik?

Bevor ich auf diesen Punkt eingehe, möchte ich darauf hinweisen, dass in diesem Absatz womöglich etwas mehr über den Inhalt erzählt wird.

Achtung: Spoiler!


Als ich gelesen habe, dass Logan in die Freundin seines besten Freundes verliebt ist, habe ich mich auf einen romantisch, kitschigen Moment gefreut, in dem ihm klar wird, dass er sich nicht nur mit Grace ablenkt, sondern Gefühle für sie hat.

Leider war dieser Moment alles andere als romantisch oder kitschig. Er kam viel zu schnell und wirkte vollkommen nebensächlich. Sehr schade!

Spoiler Ende!



Sex, wohin man sieht

Vielleicht liegt es momentan an mir oder der Sex in Büchern nimmt gerade wirklich Überhand. Auch in »The Mistake« hat er mehr als eine große Rolle gespielt. Und es war kein normaler Sex, sondern wieder so ein »Ich liebe dich, du bist so geil«-Sex wie ich es in meinem Beitrag zu Klischees in Büchern beschrieben habe.



Welche Probleme?

Zum Schluss blieben nur noch Logans Probleme übrig. Nur sie standen noch zwischen ihm, Grace und ihrer gemeinsamen Zukunft. Schon während dem Lesen hielt ich die Probleme nicht für ein so großes Hindernis wie es gemacht wurde. Umso überraschender war es dann, dass diese großen, unüberwindbaren Probleme fast schon mit einem Fingerschnipsen gelöst werden können.

Das ging für mich zu leicht.





Fazit

Ihr könnt sehen, dass die negativen Punkte weit überwiegen. Dementsprechend ist mein Gefühl bei diesem Buch auch eher negativ. Was sehr schade ist, weil ich den ersten Band der Reihe sehr mochte. Aber die Charaktere konnten diesmal nicht überzeugen, der Konflikt hat nicht ausgereicht, um für Spannung zu sorgen und die Romantik blieb fast vollkommen aus. Für mich wichtige Punkte sind dadurch zu kurz gekommen, weshalb ich das Buch nicht weiterempfehlen würde.

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355 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

liebe, prosopagnosie, mobbing, übergewicht, jennifer niven

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem alle so von »All die verdammt perfekten Tage« geschwärmt haben und ich das eigentlich schon lange lesen wollte, aber nie dazu kam, habe ich mir den neuesten Roman von Jennifer Niven geholt. Die Erwartungen waren hoch, denn die Idee klang sehr vielversprechend.



Kurzbeschreibung

Jack ist beliebt auf seiner Highschool. Er wird von so gut wie allen gemocht, aber was keiner weiß: Jack ist gesichtsblind. Er kann keine Gesichter erkennen und so nicht einmal seine eigene Familie identifizieren.

Libby ist ganz und gar nicht beliebt, aber weit bekannt. Nach dem Tod ihrer Mutter hat sie so stark zugenommen, dass wegen einem medizinischen Notfall ihre Hauswand aufgerissen werden musste, um sie befreien und ins Krankenhaus bringen zu können. Mittlerweile hat sie abgenommen und tritt den ersten Tag an Jacks Schule an.

So unwahrscheinlich es ist, die beiden treffen aufeinander und haben mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen.



P O S I T I V E S

Innen Hui, außen Pfui

Vielleicht ist diese Floskel etwas übertrieben, denn eigentlich macht »Stell dir vor, dass ich dich liebe« schon was her. Aber Tatsache ist, dass Titel und Cover sehr über den Inhalt täuschen. Es geht nämlich nicht um eine simple Liebesgeschichte. Hinter diesem Buch steckt eine tolle Idee. Zwei Charaktere mit zwei gänzlich unterschiedlichen Problemen zusammen zu bringen und allein diese Gesichtsblindheit sind extrem spannend.



Interessante Protagonisten

Jack hat seine Gesichtsblindheit, Libby ihr Übergewicht. Beide gehen ganz unterschiedlich mit ihren Problemen um – der eine verleugnet es, die andere schmettert alles ab.

Sie im Kampf gegen sich selbst und alle anderen zu verfolgen, ist spannend. Man fiebert dem Aufeinandertreffen der beiden entgegen.



Kurz und knackig

Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat (und ich deshalb auch erwähnen möchte), sind die kurzen Kapitel. Manchmal hat man nicht viel Zeit zum Lesen, da ist es besser, nach kurzen Kapiteln unterbrechen zu können als das Mitten im Text tun zu müssen.

Das ist aber wirklich nur eine persönliche Vorliebe. Oder wie ist das bei euch?





N E G A T I V E S

Falscher Fokus

Während des Lesens habe ich mich sehr darüber gefreut, dass das Buch nicht so ist, wie man es vom Cover her erwartet. Jacks und Libbys Probleme und ihr Umgang stehen lange im Vordergrund, was das Buch sehr spannend macht.

Dann kam die Liebesgeschichte. Diejenigen, die meinen Blog schon etwas länger verfolgen, werden jetzt vielleicht hellhörig, denn normalerweise lege ich großen Wert auf die enthaltene Liebesgeschichte. Auch hier finde ich diesen Teil des Buches an sich gut. Nur leider nimmt die Liebe hier den Fokus zu sehr von dem eigentlich interessanten: Jacks Gesichtsblindheit und Libbys Übergewicht.

Das hat mir beim Lesen wirklich einen kleinen Dämpfer verpasst und mich eher enttäuscht. Ich war total im Leseflow und das hat leider ausgebremst.



Fazit

Anfangs hatte dieses Buch Potenzial zu einem neuen Lieblingsbuch. Die Idee ist innovativ und spannend. Die Geschichte beinhaltet normale Teenagerprobleme, geht aber auch weit darüber hinaus. Auch die Charaktere bieten Abwechslung und machen deshalb sehr Spaß. Auf dem Höhepunkt der Spannung nimmt die Handlung jedoch eine Wendung und legt den Fokus auf einen anderen Aspekt und nimmt der Geschichte so das Besondere.

Alles in allem kann ich dieses Buch definitiv empfehlen, weil die Thematik wirklich interessant ist. Ein Lieblingsbuch wird es aber nicht werden.

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518 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, kampf, titanen

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie für Armentrout üblich wird man direkt in die Handlung gestoßen. Josie geht zur Uni und führt abgesehen von ihrer unter Schizophrenie leidenden Mutter ein normales Leben, bis Seth auftaucht. Er ist groß, muskulös, umwerfend schön, scheint zu strahlen und reißt Josie mitten in ein griechisches Abenteuer. Denn Josie ist eine Halbgöttin und muss vor den ausgebrochenen Titanen in Sicherheit gebracht werden.



Ein »Obsidian«-Abklatsch?

Obwohl diese Idee so ganz anders als »Obsidian« ist, entwickelt sich die Geschichte ab hier in eine ähnliche Richtung. Seth erinnert mit seiner Überheblichkeit, der Coolness und Selbstsicherheit stark an Daemon aus »Obsidian«. Dadurch, dass er über die real existierende griechische Mythologie Bescheid weiß, Josie aber vollkommen unwissend ist, lehnt das noch weiter an die Alien-Reihe der Autorin an. Denn auch Katy aus »Obsidian« wusste nichts über Daemons geheimes Leben.

Auch die Beziehung zwischen Josie und Seth erinnert sehr an Katy und Daemon. Sie können sich anfangs ebenfalls beide nicht ausstehen, Seth macht sich gerne einen Witz aus Josie, und sie kontert mit scharfsinnigen Sprüchen. Selbst die knisternde Anziehung – die hier so gar nicht mehr an ein Jugendbuch erinnern will -, bis hin zu den ständigen Unterbrechungen an den spannendsten Stellen ist sehr ähnlich.

Es wirkt tatsächlich beinahe so als wäre der Plot von „Obsidian” übernommen worden. Der Titel wurde in »Erwachen des Lichts«, die Namen in Josie und Seth geändert und die Haupthandlung in die griechische Mythologie versetzt.

Und obwohl einem dadurch nach ein paar Seiten alles sehr bekannt vorkommt, ist dieses Buch ein schönes Leseerlebnis. Allein die griechischen Aspekte sprechen für »Erwachen des Lichts«, aber auch Josie und Seth – so sehr sie Katy und Daemon auch ähneln – wollen unbedingt in ihrem Abenteuer verfolgt werden.



Fazit

Man sollte bei »Erwachen des Lichts« nichts vollkommen neues erwarten, denn dann würde man definitiv enttäuscht werden. Der erste Band erinnert sehr an »Obsidian«.

Wenn man »Obsidian« und dessen Protagonisten gerne verfolgt hat, werden einen auch Josie und Seth überzeugen können. Ich für meinen Teil freue mich schon sehr auf die Fortsetzung

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

No Pflock

Andrea Weil
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Fabylon, 13.02.2017
ISBN 9783943570656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit »No Pflock« hat Andrea Weil eine Vampirwelt geschaffen, die fernab der romantisierten Romane um die Jäger der Nacht liegt. Durch sie bekommen diese Wesen mal wieder ein schauriges Antlitz, das nicht durch Glitzer oder Heldenhaftigkeit beschönigt wird.

Martin, Student im bayerischen Eichstätt, muss auf die harte Tour lernen, wie man sich als Vampir verhält, der nicht in der Sonne glitzert und wahren Blutdurst verspürt. Von seinem Erschaffer unfreiwillig verwandelt und allein zurückgelassen, schlägt er sich durch die Nacht. Er findet sehr bald heraus, dass ihn die Sonne töten könnte und er Blut zum Überleben braucht.

Als frisch gewandelter Vampir sorgt er mit mehreren Morden für viel Chaos, bis eine Vampirjäger-Organisation namens »No Pflock« auf ihn Aufmerksam wird. Nur der Ältestenrat der Vampire kann ihn noch retten und macht gleichzeitig Martins letztes Opfer zu seiner Blutsklavin. Martin selbst muss sich dem Willen seines zwielichtigen Erschaffers Ravic beugen, vor dem sich selbst der Ältestenrat fürchtet.



Keine Glitzerflauschis

In diesem Buch geht es um einen Protagonisten, den man nicht unbedingt als Sympathieträger bezeichnen kann. Schon auf den ersten Seiten wird Martin von einem Mann überfallen. Wie Martin wird auch der Leser unerwartet mit den Auswirkungen des Bisses konfrontiert. Er spürt das Unbehagen des nahenden Sonnenaufgangs, verfügt über ungewohnte Kräfte und verfällt einem starken Blutdurst.

Nach seinem ersten Tag als Vampir, der trotz dem Schutz vor Sonnenlicht auszehrend war, ergibt er sich seinem Blutdurst und fällt über seine Nachbarin her. Dieser Mord wird nicht sein einziger bleiben. Durch die Verwandlung scheint er all seine Skrupel verloren zu haben. Obwohl man als Leser gemeinsam mit Martin die Welt der Nacht erkundet, bleibt es an dieser Stelle schwer, in seine Gefühlswelt einzutauchen, um zu verstehen, wieso ihm diese Morde selbst im Nachhinein nichts ausmachen.



Die kleinen Besonderheiten

Weil hat es geschafft, den Handlungsort ihres Romans so gut einzubinden, wie ich es selten in einem Buch erlebt habe. Die bayerische Art wird nicht nur durch die Orte spürbar, sondern auch durch die dort angesiedelten Charaktere. Sie heben sich charakterlich und sprachlich von anderen Vampir-Romanen ab. Denn viele von ihnen verständigen sich mit einem typisch bayerischen Akzent, der im ersten Moment so gar nicht zu starken Vampiren passen will.

Ein weiterer Pluspunkt des Romans ist Alina, Martins Blutsklavin. Obwohl sie sich seinen Worten beugen muss, da sie durch ihr Blut miteinander verbunden sind, verliert sie nicht ihr Selbstbewusstsein. Sie lässt sich nur mit Zwang den Mund verbieten und spricht immer gerade heraus, was sie denkt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die alles andere als darauf gefasst war, zu einer Vampirsklavin zu werden.

Das Herzstück des Romans ist aber tatsächlich Ravic, Martins Erschaffer. Niemand weiß, wie alt und mächtig er wirklich ist. Er erscheint immer vollkommen unerwartet und verfolgt einen Plan, der sich dem Leser erst recht spät erschließt. Sein Umgang mit anderen Vampiren macht es zu einem richtigen Genuss, die Kapitel mit ihm zu lesen. Er sorgt für ein großes Finale, das den Wunsch offen lässt, noch mehr von ihm zu lesen.



Ein Buch mit Herz

Schon von Außen zieht »No Pflock« mit dem Zeichen der gleichnamigen Organisation die Blicke auf sich. Auch innen macht das Büchlein was her. Obwohl ich persönlich mir beim Lesen der Schriftart mit dem geringen Zeilenabstand schwer getan habe, hat »No Pflock« ein paar Besonderheiten zu bieten.

Die Satzanfänge jedes Kapitels sind durch eine andere Schriftart hervorgehoben, was für Buchliebhaber ein kleines Extra sein dürfte. Ebenso die kleinen Fledermäuse, ganz im Stil des düsteren Vampirromans, sind ein kleiner Augenschmaus.



Fazit

Ein Vampir-Roman der Extraklasse! Es gibt selten Bücher, die sich keinerlei Klischees bedienen und doch ist das bei No Pflock der Fall. Die Vampire sind düster, blutrünstig, haben spezielle Fähigkeiten. Hier wird nichts romantisiert, kein Adonis-Protagonist vorgestellt. Obwohl ich mir mit den bayerisch sprechenden Vampiren und Martin als Protagonist etwas schwer getan habe, wirkt die Geschichte unglaublich echt und die Charaktere realitätsnah.

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89 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

fantasy, protectoren, ewigkeitsgefüg, drachenmondverlag, somna

Ewigkeitsgefüge

Laura Labas
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912976
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Bewohner Arden Creeks werden immer wieder von mysteriösen Tierangriffen heimgesucht. Was nur wenige wissen, es handelt sich dabei nicht um Tiere, sondern um Mordenox. Mordenox sind Menschen, die sich nachts in Monster mit fledermausähnlichen Flügeln verwandeln. Über ihnen stehen nur die Tenebrae, deren Verwandlung nicht von einer bestimmten Tageszeit abhängt. Ihr Ziel ist es, das Dunkle überwiegen zu lassen, wozu sie das innere Leuchten der Menschen aussaugen.



Eine Stadt in der Hand von drei Orden

Ihnen gegenüber stehen nur die drei Orden Signa Inferre, die Krieger beschützen die Menschen vor den Mordenox, die Protectoren, Gläubige, die das Helle gegen die Dunkelheit verteidigen, und die Somnia und Dormis. Sie können Opfer der Mordenox finden und deren Verwandlung in Monster verhindern.

Die Idee hinter »Ewigkeitsgefüge« finde ich wirklich toll und einmalig. Die Orden haben etwas einzigartiges an sich und ihre ganz eigene Vorgehensweise macht Lust auf mehr. Die Krieger, Gläubigen und Dormis könnten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie für ein und dasselbe Ziel arbeiten.



Gefühlsachterbahn bei der Protagonistin und dem Leser

Lydia gehört zu den Dormis und muss miterleben, wie die Mordenox ihren gesamten Orden auslöschen. Als letzte Somnia ist sie in großer Gefahr, denn der Anführer der Mordenox möchte eine Armee aufstellen und dazu muss auch Lydia sterben. Um sie in Sicherheit zu bringen, wird sie von den Protectoren aufgenommen. Während ihres Aufenthaltes und dem Kennenlernen von Ace gerät sie in ein wahres Gefühlschaos.

Es geht von Trauer über Wut bis hin zu Freude. Die Umschwünge gehen oft so schnell, dass sie als Leser nicht immer nachvollziehbar sind.



Fanatische Gläubige?

So ist es auch mit dem Glauben der Protectoren. In den anderen Orden gelten sie als fanatische Gläubige, die nichts tun, als Götter anzuhimmeln, an deren Existenz sonst niemand mehr glaubt. Lydia ist sich selbst nicht sicher, ob es die Götter jemals gegeben hat, und doch stempelt sie die Protectoren ganz nach ihren Vorurteilen ab. Sie weicht zwar immer wieder von ihnen ab, kehrt aber auch wieder zu ihnen zurück.



Fazit

Fasst man alles zusammen, bleibt eine einzigartige Stadt voller außergewöhnlicher Wesen und Orden. Aber es bleiben auch Charaktere, die an einigen Stellen mehr Tiefe hätten vertragen können. Was die Handlung betrifft, hätte ich mir mehr Action erhofft. »Ewigkeitsgefüge« beginnt zwar mit einem schockierenden Ereignis, doch danach flaut die Spannung etwas ab. Dennoch besticht das Buch mit einer tollen Idee und schönen Beschreibungen.

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250 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

auschwitz, holocaust, juden, konzentrationslager, freundschaft

Der Junge im gestreiften Pyjama

John Boyne , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 01.06.2010
ISBN 9783596511303
Genre: Romane

Rezension:

»Der Junge im gestreiften Pyjama« ist ein Buch, dass man nicht unbedacht lesen sollte. Denn obwohl es aus der Sicht eines neunjährigen Jungen geschrieben ist, liegt dem ganzen eine gewisse Grausamkeit unter, die leider zur Nazi-Zeit gehörte.



Die Sorgen eines neunjährigen Jungen

Bruno ist ein gewöhnlicher Junge aus gutem Haus, der am liebsten forscht oder mit Freunden draußen spielt. Als seine Familie umziehen muss, ist seine größte Sorge, dass das neue Haus nicht über eine Treppe verfügt, auf der man so gut runterrutschen kann wie auf der alten. Auch die restlichen Probleme sind kindlich naiv. Er vermisst zum Beispiel seine Freunde, findet das neue Haus nicht groß genug zum Forschen und will sowieso einfach nur nachhause.

Das Lager vor seinem Fenster nimmt er gar nicht richtig als das wahr, was es ist. Er denkt, es wäre eine Siedlung voller Menschen, die immer gleich angezogen sind. Er beneidet sie darum, dass sie den ganzen Tag in gestreiften Pyjamas herumlaufen können. Und gleichzeitig fragt er sich, wieso sein Vater, der Komandant, und die anderen Soldaten die Siedlung ständig besuchen, die Leute in den Pyjamas aber nie bei ihnen im Haus vorbeischauen.



Die Nazi-Zeit durch Kinderaugen

Es gibt viele von diesen Situationen. Situationen, die dem Leser aufgrund des Wissens um die Nazi-Zeit ein Graus sind, die Bruno aber überhaupt nicht so wahrnimmt. Er sieht alles aus den Augen eines Kindes, das kein Leid kennt. Er versteht nicht, wieso sein neuer Freund im gestreiften Pyjama unterernährt ist, wieso er ungern über sein „Zuhause“ spricht, wieso er sich solche Sorgen macht, als sein Vater mit den Soldaten geht, aber nicht mehr zurückkommt.

Auch das Ende verdeutlicht noch einmal den Schrecken dieser Zeit.



Fazit

Abschließend lässt sich nur sagen, dass »Der Junge im gestreiften Pyjama« ein Buch ist, das bewegt. Durch die kindliche Sicht eines neunjährigen Jungen fließt die Handlung dahin und verliert einerseits einen Teil seines Grauens, bringt andererseits ein ganz anderes Grauen mit sich. Dieses Buch berührt, das Ende nimmt einen mit und bringt einen zum Nachdenken. Besser hätte man so ein schwieriges Thema nicht rüberbringen können.

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1.143 Bibliotheken, 27 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

liebe, humor, asperger-syndrom, rosie, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin ja eh schon ein Fan von guten Liebesgeschichten – auch wenn mein Leseverhalten momentan eher von ihnen abweicht -, aber richtig locken konnte man mich erst mit der Aussage, dass der Protagonist in »Das Rosie-Projekt« viel Ähnlichkeit mit Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory hat. Und den liebe ich wirklich sehr. Aber wer tut das nicht?



Sheldon Cooper in einem Liebesroman

Don hat wirklich viel Ähnlichkeit mit Sheldon. Er ist hochintelligent und gibt sich gerne mit ebenfalls intelligenten Menschen ab. Zudem zeigt er die gleiche gesellschaftliche Inkompetenz auf. Don hat nicht viele Freunde und tut sich schwer damit, welche zu finden, weil er mit gängiger sozialer Interaktion nicht zurecht kommt. Er findet oft nicht die richtigen Worte oder ist so gerade heraus ehrlich, dass es als unhöflich gilt.
Gerade das verursacht viele Momente, die einen beim Lesen zum Schmunzeln bringen. Generell sind Dons mangelnde soziale Fähigkeiten sehr unterhaltsam. Vor allem seine Gedanken, wenn er Interaktionen nicht versteht, oder die zu seinem Ehefrau-Projekt. Denn die perfekte Ehefrau, wie er sie sich vorstellt, hat auch jede Menge Unterhaltungspotenzial.



Gegensätze ziehen sich an

Es ist nicht schwer zu erraten, dass er nicht seine perfekte Ehefrau kennen lernt, sondern eine Frau, die genau dem Gegenteil entspricht. Denn Rosie arbeitet als Barfrau, entspricht also nicht seinem Akademikergrad, sie ernährt sich vegetarisch bis auf ein paar Ausnahmen, die für ihn völlig irrational sind, sie treibt keinen Sport und raucht.

Vieles davon sind absolute No Go’s für Don und doch genießt er die Zeit, die er mit ihr verbringt. Er sucht sogar immer wieder nach Ausreden, weshalb er in ihrer Nähe sein muss und will ihr gemeinsames Projekt auch dann noch fortführen, als Rosie es längst abgesagt hat.

Durch seine verschrobene Art zu denken, sind seine Gefühle schwer nachvollziehbar. Dennoch kann man sie als Leser erahnen. Es ist gleichzeitig spannend und nervenaufreibend mitzuverfolgen, wie Don seinen Gefühlen immer mehr auf die Schliche kommt.



Fazit

»Das Rosie-Projekt« ist nicht nur etwas für Sheldon Cooper-Fans, sondern auch für Liebhaber von unterhaltenden Liebesgeschichten. Das Buch besticht durch einzigartigen Humor, der mit ernsteren Themen und Problemen der Protagonisten verwoben ist. Das Sahnehäubchen ist die Romantik, die hier auch ihren Platz findet.

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363 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, magie, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine außergewöhnliche Welt

Die in »Der schwarze Thron« konstruierte Welt ist wirklich toll. Man merkt, dass sich Blake viele Gedanken gemacht hat. Es geht um drei Königinnen, die als Drillinge auf einer Insel geboren wurden. Aber nur eine von ihnen kann wirklich Königin sein und so beginnt nach einem großen Fest das Jahr, in dem sich die Königinnen gegenseitig umbringen können.

Man lernt die drei Königinnen kennen, weil aus allen drei Sichten erzählt wird, und erfährt so mehr über die Welt und die darin lebenden Begabten. Die wichtigsten sind die Giftmischer, Naturbegabten und Elementarwandler. Sie alle leben nach unterschiedlichen Traditionen.

Es ist interessant, diese Welten zu erforschen. Anfangs ist es mir allerdings schwer gefallen, mich darin zurechtzufinden und ihre Regeln und Riten zu verstehen. In gewisserweise fällt es mir immer noch schwer.
Auch die Königinnen, die ganz unterschiedlich aufwachsen und sich von Grund auf hassen sollen, obwohl sie Schwestern sind, machen es einem nicht unbedingt leichter. Die eine wächst unter grausamen Umständen auf, die nächste wird auf ihrem Weg gelenkt und die letzte hat eine liebevolle Familie um sich.



Ein wenig mehr Tiefe wäre schön

Dennoch fehlt mir die Tiefe in den Charakteren. Bis auf die beste Freundin einer Königin sind sie meiner Meinung nach nicht ganz stimmig. Man kann sich nicht in sie hineinversetzen, und deshalb kommen viele Gefühle einfach nicht rüber. Nur hin und wieder konnte mich die Geschichte gefühlsmäßig mitreißen.

Ab der Hälfte wird es dann aber immer spannender. Das Beltanefest und damit der Anfang des Tötens rückt näher, Intrigen werden gespinnt, Geheimnisse erfunden und gelüftet. Die Seiten fliegen nur so dahin (besonders an einem sonnigen Tag im Garten) und das Buch hat man schneller zu Ende gelesen, als man sich umschauen kann.

Und damit beginnt dann leider das Warten auf den nächsten Band.



Fazit

Wenig Spannung zu Beginn und seichte Charaktere machen den Einstieg in diese kompliziert gestrickte, einzigartige Welt vielleicht etwas schwer. Aber die Spannung kommt auf, ein paar tiefgründige Charaktere reißen einen mit ihren Gefühlen mit und viele Wendungen und gelüftete Geheimnisse lassen einen beim Lesen gar nicht mehr los.

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454 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

liebe, leben, jugendbuch, identität, fjb verlag

Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596811564
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Beginn an überraschend

Zu Beginn hat man wirklich nicht die leiseste Ahnung, wie sich das Buch entwickeln wird. Ich habe damit gerechnet, dass sich A verliebt und dem Mädchen dann sozusagen „nachstellt“, denn was soll er sonst tun? Er ist jeden Tag in einem anderen Körper und das kann man jemandem schlecht erklären.

Aber genau das tut A. Er fasst die Entscheidung, Rhiannon die Wahrheit über sich zu sagen, über die er selbst nicht besonders viel weiß. Und ab da wird es spannend. Denn während dem Lesen fragt man sich immer wieder, was mit Rhiannons Freund ist, wann sie sich von ihm trennen und sich zu A bekennen wird, wie sie es überwinden wollen, dass er ständig in einem anderen Körper steckt.



Depression, Suizid, Übergewicht

Denn das kann ganz schön kompliziert werden. Levithan hat hier nicht nur ein wundervolles Jugendbuch geschrieben, sondern auch viele gesellschaftliche Probleme und Themen aufgegriffen. So steckt A mal in einem Jungen aus einer ärmlicheren Familie, in einem Drogenabhänigen, einer Suizidgefährdeten oder einem Übergewichtigen.

Dadurch werden diese Situationen einmal von der anderen Seite beleuchtet, weil wir diese Menschen von innen sehen können. Es ist erstaunlich wie anders man vieles wahrnehmen kann, wenn man mal zu einem anderen Blickwinkel gezwungen wird.



Einfach A

Aber auch das Thema Sexualität wird angesprochen und nimmt sogar einen recht großen Platz ein. Denn A hat kein Geschlecht. Es gibt Tage, in denen A sich mehr wie ein Junge fühlt oder mehr wie ein Mädchen. Und das hängt nicht vom Körper ab, in dem er sich gerade befindet.

So ist es auch schwer zu sagen, welche Sexualität er – ich bleibe mal beim er, weil man A als erstes als Jungen kennenlernt und das bei mir hängen geblieben ist – in Bezug auf Beziehungen hat. Denn A verliebt sich nicht nur in Mädchen oder Jungen, sondern in die Person dahinter.



Fazit

»Letztendlich sind wir dem Universum egal« ist nicht nur ein Jugendbuch mit einem gewissen Fantasy-Hauch, sondern sehr viel mehr. Es zeigt auf, mit welchen Problemen Jugendliche zu kämpfen haben können, wie unterschiedlich wir alle sind und wie ähnlich wir uns doch sein können.
Das Buch regt zum Nachdenken an. Besonders das Ende zeigt noch einmal auf, was As Leben wirklich für ihn bedeutet.

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(3.022)

4.312 Bibliotheken, 69 Leser, 5 Gruppen, 545 Rezensionen

liebe, erotik, anna todd, after passion, hardin

After passion

Anna Todd , Corinna Vierkant-Enßlin , Julia Walther
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.02.2015
ISBN 9783453491168
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Wie viele andere bin auch ich um den Hype der »After«-Reihe nicht herumgekommen. Ich habe es lange versucht, mich davor zu drücken, weil New Adult nicht wirklich mein Genre ist. Aber die Neugier war einfach größer und die Geschichte klang auch nach einer schön leichten Abwechslung.



Unangenehmes Hörerlebnis

Zu allererst muss ich erwähnen, dass ich das Hörbuch von vornherein nicht richtig genießen konnte. Ich empfand die Stimme der Sprecherin als sehr unangenehm und konnte mich leider auch nach der ersten CD nicht daran gewöhnen. Ich kann euch nicht einmal sagen, was genau mich an der Stimme gehört hat. Für meine Ohren war sie einfach nicht angenehm.



Klischee an Klischee

Aber nun zur Geschichte an sich, denn auch diese konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich habe vorher schon einige Meinungen zu »After Passion« gehört. Die meisten gehen sehr weit auseinander. Es gibt Lobgesänge bis in den Himmel, aber eben auch das genaue Gegenteil.

Auf Klischees war ich vorbereitet. Immerhin sind Klischees in diesem Genre Gang und Gebe. Dennoch war ich überrascht, wie viele davon in diesem Buch zu finden sind. Angefangen bei der unschuldigen, schüchternen Protagonistin Tessa, die nicht gerne auf Partys geht. Natürlich wird sie von ihrer (Achtung: Klischee!) extrem selbstbewussten und extrovertierten Mitbewohnerin auf eine Party mitgeschleppt, wo plötzlich das Augenmerk ganz auf Tessa liegt.

Und dort lernt sie Hardin kennen. Hardin Scott ist, wie es im Klappentext schon steht, ein Bad Guy, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am auffälligsten sind natürlich seine Tattoos, aber auch seine überhebliche Persönlichkeit sind so gar nicht das, was Tessa sich bei einem Mann vorstellt.



Die Probleme mit einem Bad Guy

Es kommt, wie es kommen muss: Tessa verliebt sich in Hardin und ab da beginnt eine sehr wechselhafte Beziehung zwischen den Beiden. Ein schüchternes Mädchen und ein Bad Boy. Das ist eine Kombination, die in den meisten Büchern funktioniert, aber auch in fast allen Fällen große Probleme verursacht. So ist es hier auch und leider ist das Ende des ersten Bandes keine Ausnahme.



Fazit

Mit Fanfiction-Vergangenheit merkt man sehr deutlich, dass »After Passion« genau das einmal war und zum Teil wohl immer noch ist. Die Geschichte hat den typischen Fanfiction-Charakter, den ich früher sehr mochte, über den ich aber einfach hinausgewachsen bin.

Da das Buch vor Klischees beinahe überquillt und ich dieses Hin und Her von Tessas und Hardins Beziehung (ich habe gehört, in den nächsten Bänden soll das noch schlimmer werden) kaum ertragen konnte, werde ich die Reihe wohl nicht fortführen.

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106 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, jugendbuch, rezension, ray, romance

Don't Kiss Ray

Susanne Mischke
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423740265
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Grandioser Einstieg

Zu Beginn war ich noch sehr angetan von »Don’t Kiss Ray«, man könnte auch sagen, ich war begeistert. Die Atmosphäre des Mixtape Festivals war toll und die Protagonistin genau nach meinem Geschmack. Sie ist ein bisschen zynisch und sarkastisch, so schön ehrlich mit sich selbst und ihren Gefühlen und wirkt auf den ersten Seiten durchaus intelligent.

Auch der Schreibstil hat mir zu Beginn sehr zugesagt. Das Buch ist lustig geschrieben, die ersten Seiten fliegen nur so dahin und man kann sich vollkommen in die Festival-Stimmung hineinversetzen. Besonders als Jill und Ray aufeinander treffen, ist die Geschichte kaum an Humor zu überbieten.



Charakterliche Rückentwicklung

Doch schon bald werden Jills Gedanken nicht nur beschrieben, sondern ausgeschrieben. Und diese Gedankenflut in Büchern ist leider so gar nicht meins. Und als das nächste Zusammentreffen der beiden durch einen Sturm verhindert wird, beginnt es leider, sich ein wenig zu ziehen.

Jill, die anfangs so direkt und ehrlich mit sich selbst gewirkt hat, wird plötzlich zu einem naiven Mädchen, das sich von einer Ecke in die nächste werfen lässt. Sie verspürt Wut gegen Ray, weil ihm die Band wichtiger zu sein scheint als sie, doch als er sich entschuldigt, nimmt sie diese liebend gern an und die beiden mimen wieder das verliebte Paar. Inklusive, meiner Meinung nach, viel zu verfrühtem „Ich liebe dich“.

Jills Gefühle wirken dadurch leider nicht authentisch. Dieses Hin und Her von Wut zu Liebe kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, vor allem weil es teilweise von einer Buchseite zur nächsten geschehen ist.



Die Nebencharaktere bringen’s mal wieder

Die Nebencharaktere können das ganze nicht retten. Denn auch sie wirken eher klischeemäßig und nur eine von Jills Freundinnen hat mir wirklich gefallen. Ihre sogenannte beste Freundin ist von Anfang an nicht erfreut darüber, dass Jill jemanden kennengelernt hat und verhält sich deshalb furchtbar, eigentlich schon ekelhaft.

Rays Freunde haben mir da schon wesentlich besser gefallen, wobei man von denen kein allzu gutes Bild bekommen und sie auch eher die klischeehaften Bandkollegen sind.



Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass »Don’t Kiss Ray« eine süße Geschichte ist, die ich aber eher etwas jüngeren Lesern als mich selbst empfehlen würde. Sie bietet eine nette Liebesgeschichte mit ein paar mehr oder weniger kitschigen Elementen und Charaktere, die Abwechslung bieten, aber Viellesern wohl schon altbekannt sein werden.

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3.891 Bibliotheken, 77 Leser, 6 Gruppen, 302 Rezensionen

selbstmord, jay asher, jugendbuch, mobbing, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer hat den Hype um »Tote Mädchen lügen nicht« nicht mitbekommen? Jeder möchte es lesen, jeder möchte die Serie schauen. Dabei geht es um ein so trauriges und ernstes Thema.
Auch ich gehöre zu den Netflix-Junkies, die es kaum abwarten können, die Serie endlich zu schauen. Aber vorher musste natürlich das Buch gelesen werden.


Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich diese Rezension schreiben soll. Wie ich meine Meinung zu diesem Buch, das so bedeutend in der heutigen Zeit ist, in Worte fassen soll. Denn »Tote Mädchen lügen nicht« ist nicht einfach nur unterhaltend. Es befasst sich mit einem ernsten Thema, das unbedingt zum Nachdenken anregen muss.



Kassette um Kassette

Die Kapitel sind genau in die jeweiligen Seiten der Kassetten, also in die unterschiedlichen Personen, um die es darauf geht, eingeteilt. Dadurch hat man immer wieder kurze Verschnaufpausen, bevor man sich der nächsten schockierenden Geschichte widmen muss.

Und schockierend sind sie von Anfang an. Denn schon die erste Kassettenseite bringt eine Tat auf, die einem jungen Mädchen ganz schön zusetzen kann. Man leidet mit Hannah mit und würde am liebsten selbst eingreifen. Nicht nur am Anfang, sondern immer wieder.





Mobbing: So ein alltägliches Thema

Zwischendrin sind die Geschichten um das Geschehene nicht mehr ganz so schlimm, im Vergleich zu den ersten beinahe harmlos. Das ist es wohl auch, was sich Hannahs Mitschüler gedacht haben. »Das ist alles harmlos. Wir tun nichts schlimmes.« Sie denken sich nichts bei ihren Scherzen oder ihrer Prahlerei auf Hannahs Kosten. Denn wer könnte denken, dass sich in Hannah all diese Situationen ansammeln zu einem riesigen Klumpen aus Hass und Einsamkeit. Selbst als Leser dauert es eine Weile, bis man sich bewusst wird, wie schlimm es um Hannahs Befinden wirklich steht.



Dramatisch, aber nicht unerwartet

Dieses Buch gipfelt in einem dramatischen Ende, das mich sprachlos zurückgelassen hat. Denn es ist Hannahs Ende. Man erlebt es nicht genau mit, aber man erlebt mit wie sie den letzten Funken Hoffnung verliert. Wie sie aufgibt.
»Tote Mädchen lügen nicht« kann noch mit einem kleinen Happy End aufwarten. Mir ist bewusst, dass ein richtiges Happy End nicht zu dieser Geschichte passt, aber dieses Pseudo Happy End ist ehrlich gesagt nur wenig Trost.



Fazit

»Tote Mädchen lügen nicht« ist eine spannende Geschichte über ein Mädchen, das nach und nach den Glauben an ihre Mitmenschen und all ihre Hoffnung verliert. Es gibt nichts mehr, woran sie glauben kann und das zerstört sie vollkommen.
Dramatisch wird ihre Geschichte erzählt, aber sie rüttelt einen wach. Manchmal sollte man sich nicht auf das Offensichtliche konzentrieren, sondern auf die Details achten.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

magie, fantasy

Anima

Kim Kestner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 06.06.2017
ISBN 9783401510224
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Idyllisches Familienleben

Abby fährt mit ihrer Familie zu ihrem Standard-Urlaubsziel Acadia. Eine Ansammlung von Cottages mit Freizeitangebot mitten in einem Nationalpark. Der Familiensinn steht zuerst klar im Vordergrund. Eine Mutter, die zum Hippie neigt, einen Reverend als Vater und zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein können.

Virginia ist selbstbewusst, hat eine laute Persönlichkeit, die nach Aufmerksamkeit lechzt. Dagegen ist die freundliche Abby, die jedem helfen will und immer das gute sieht, beinahe langweilig. Sie ist wirklich durch und durch gut. Selbst die kleinen Macken, immer alles schließen zu müssen oder keine Primzahlen leiden zu können, machen ihrer Perfektheit keinen Abbruch. Das trägt natürlich zur Handlung bei – nur leider macht Abby das nicht aufregender.



Der Zauberer mit dem unaussprechlichen Namen

Der geheimnisvolle Juspinn, bei dem ich leider immer noch nicht weiß, wie man ihn wirklich ausspricht, ist ein starker Kontrast zu Abby. Er ist dunkel, geheimnisvoll – man weiß ihn nicht recht einzuschätzen. So rätselt man beim Lesen die ganze Zeit, was der angebliche Zauberer wirklich ist, und was er von Abby will. Denn durch die kurzen Szenen aus seiner Sicht wird klar, dass er ihr nichts gutes will.

Außerdem verändern sich alle Menschen in seiner Nähe und kehren sich zum Schlechten. Abbys Mutter lässt die Familie im Stich, ihr Vater wird ein fanatischer Gläubiger und ihre Schwester geht sogar auf Abby los.

Auf den ersten hundert Seiten des Buches passiert wahnsinnig viel. Es kommt ein wenig Spannung auf – allein schon durch das Raten um Juspinns Person -, aber mitreißen konnte mich die Geschichte nicht. Selbst dann nicht, als Juspinns Vater auftaucht und ihn und Abby nach Grönland „verbannt“, um sie dort gefügig zu machen.

Denn Abby ist etwas besonderes und er braucht sie. Juspinn soll sie dafür trainieren und von da an nimmt alles einen recht vorhersehbaren Gang. Sie ist in seiner Gewalt, obwohl auch er das nicht will. Sie himmelt ihn immer noch ein bisschen an, weshalb sie sich nicht so wirklich wehrt und auch ihre zurückgelassene Familie und deren Veränderungen vergisst sie offenbar.

Aber bei der sexuellen Spannung, die hier und da in der Luft hängt, ist das wohl nicht verwunderlich. Protagonisten sind dafür bekannt, dass sie bei sexueller Spannung alles andere vergessen.



Fazit

»Anima« verspricht viel und bietet auch viel – gegen Ende aber leider nur noch klischeehafte Handlung. Die Charaktere sind interessant, kommen einem aber irgendwie schon aus anderen Büchern bekannt vor. Und diese sexuelle Spannung zwischen den Protagonisten überschattet alles, was meiner Meinung nach nicht zur Handlung beigetragen, sondern sie gehemmt hat.

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302 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, alana falk, neuseeland

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

»Sternensturm« gehört zu diesen Büchern, die man genau zur richtigen Zeit treffen muss. Nach den ganzen Young und New Adult Romanen in letzter Zeit war mir mal wieder nach ein bisschen Fantasy. Da kam »Sternensturm« mit diesem bezaubernden Cover und mystisch klingendem Inhalt genau richtig. Umso trauriger ist es, dass das Buch sich als große Enttäuschung entpuppt hat.

Es beginnt noch sehr vielversprechend. Man wird sofort in die Welt von »Sternensturm« entführt. Es spielt im heutigen Neuseeland und Mittelpunkt ist eine Gemeinschaft von Magiern. Um Magie wirken zu können, braucht jeder Magier eine ihm zugeteilte Quelle. Diese beiden Menschen sind durch ein Ritual miteinander verbunden. Nicht nur magisch, sondern oft auch freundschaftlich.



Zwei miteinander verwobene Geschichten

Im Prolog lernt man Adara kennen, die nicht über den Verlust ihrer Quelle hinwegkommt. Schon zu Beginn ist alles sehr mysteriös, weil man die Geschichte von Adara und die von Liliana liest. Der Zusammenhang erschließt sich erst fast zum Schluss. Die Geschichten wechseln sich ab, was ein bisschen Spannung mit sich bringt.



Eine faszinierende Magier-Gemeinschaft

Schon im ersten Kapitel lernt man Liliana und mit ihr die Gemeinschaft etwas besser kennen. Schnell wird klar, dass die meisten Magier auf Quellen herabblicken. Auch Liliana legt diese Denkweise an den Tag, auch wenn man merkt, dass sie das eigentlich nicht möchte.

Diese Welt bringt auch die unterschiedlichsten Dinge mit sich, die die Geschichte spannender und interessanter machen. So gibt es zum Beispiel eine Handy-App zum Zaubern, man kann eine Quelle mit einem Gehorsamkeitszauber belegen und vieles mehr.



Widersprüchliche Gefühlsregungen

Dann ging es mit meiner Begeisterung aber leider bergab. Die Sympathie für die Protagonistin lässt nach, weil sie nichts tut, um zu zeigen, dass sie ihre Quelle nicht als ein niederes Lebewesen betrachtet. Sie handelt naiv und kopflos. Durch den Gehorsamkeitszauber, den Liliana ihrer Quelle Chris auferlegt hat, um ihn unter Kontrolle zu bekommen, ist die Beziehung zwischen ihnen noch zerklüfteter als sowieso schon. Sie hassen sich regelrecht, aber diese Gefühle verschwinden genauso schnell, wie sie gekommen sind. Denn *tadaa* wenn ein Magier mit seiner Quelle Magie wirkt, sind sie so berauscht von dieser Macht, dass sie sich körperlich zueinander hingezogen fühlen.

Eine völlig neue Art, die »Ich hasse dich«-Kluft zwischen Protagonisten zu überbrücken. Sehr originell!



Fazit

Um die Ironie hier wieder beiseite zu schieben. Von den viel zu schnellen Entwicklungen war ich sehr enttäuscht und auch die Annäherung der Protagonisten mit dieser lächerlichen Ausrede hat mir nicht gefallen. Vor allem, weil anschließend die Rede von großer Liebe war.

Das Ende ist an sich gut. Es ist zwar kein Happy End, aber das hätte auch nicht gepasst. So ergibt es zwar Sinn und bietet dem Buch einen gelungenen Abschluss, allerdings tröstet das nicht über den Rest der Geschichte hinweg.

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436 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 205 Rezensionen

thriller, london, ragdoll, serienmörder, mord

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Öde Polizeiermittlung?

Zu Beginn war ich gleich ein bisschen enttäuscht. Nicht, weil es nicht spannend beginnt, denn das hat es definitiv, sondern weil ein Detective im Mittelpunkt steht. Und ich finde es meist nicht wirklich interessant, die Ermittlungen eines Polizisten mitzuverfolgen.

Auch hier hat sich schnell gezeigt, dass mich diese Aspekte des Thrillers nicht ganz packen konnten. Der Ermittlungsteil war zwar durchaus interessant, hat sich aber auch sehr gezogen.



Ein kleiner Stern am Polizeihimmel

Die restlichen Passagen hatten aber definitiv ihren Reiz. Spannung kommt schon von Anfang an auf und man fiebert mit den nächsten Opfern mit, weil der Killer nicht nur gerissen ist, sondern auch genial. Seine Mordmethoden überbieten alles, womit man rechnen könnte, und erschüttern einen immer wieder. Was die Charaktere angeht, muss man sagen, dass der Detective Fawkes, um den sich alles dreht, dem typischen Muster Hauptkommissaren folgt. So ist er in gewisser Weise vorhersehbar, kann einen aber dennoch überraschen.

Neben Wolf stehen auch seine Ex-Frau Andrea, die als Reporterin immer wieder die Ermittlungen behindert, seine Kollegin Baxter, deren Beziehung zu Wolf immer wieder Fragen aufwirft, und Edmunds, der neu im Team ist und mit seiner Intelligenz dem Killer immer näher kommt. Ich hoffe, dass man in den nächsten Bänden mehr von Edmunds lesen wird.



Ein ausgeprägtes Namensgedächtnis ist ratsam

Es ist grandios, wie sich die ganzen Zusammenhänge nach und nach bilden, jedes Opfer einzeln aufgedeckt und die Verbindung zu den anderen gesucht wird. Dabei wird man als Leser immer wieder auf unterschiedliche Fährten geführt.

Doch die vielen Opfer machen es einem auch schwer, den Überblick zu behalten. Es fallen extrem viele Namen, und ich war mehr als einmal beim Lesen verwirrt und habe mich gefragt: Wer ist das?



Fazit

»Ragdoll« bietet einen intelligenten Kriller, wie man ihn selten sieht, lässt einen mitfiebern und treibt einen in spannende Höhen. Aber der Thriller zieht sich an einigen Stellen auch und beinhaltet typische Charaktere, die einen doch überraschen können.

Alles in allem ist »Ragdoll« ein spannender Thriller, der Gelegenheit zum Mitfiebern bietet und einen nicht mehr loslässt.

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(207)

415 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 153 Rezensionen

weltraum, hexen, science fiction, kai meyer, fantasy

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Geschichte ist sehr schnelllebig. Iniza wird von der Ordensmutter als Braut auserwählt und um dem zu entgehen, setzt sie alles daran, vor ihrer Ankunft in der Kathedrale fliehen zu können. Dabei erscheinen die unterschiedlichsten Verbündeten. Und während der ganzen Geschichte werden ihnen Hindernisse in den Weg gelegt.



Etwas ganz Neues

Das Science Fiction-Genre ist etwas ganz neues für mich. Deshalb war ich zu Beginn etwas verwirrt von den ganzen technischen Begrifflichkeiten und denen, die eine Reise durchs All eben so mit sich bringt. Die Verwirrung über diesen Bestandteil der Geschichte blieb auch, und es wurde noch ein bisschen schlimmer durch die unterschiedlichen Fraktionen. Die Hexen, der Orden, die Piraten, und ihre Heimatorte Tiamande, die Marken, das Reich, Noa.

Irgendwann habe ich da leider vollkommen den Überblick verloren.



Charaktere, die einen mitreißen

Die Charaktere waren mir dafür sehr nah. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, mittendrin zu sein und die Reise mit den Protagonisten zu erleben. Sie haben sehr real gewirkt und waren so unterschiedlich und vielfältig.

Nur Shara, die Alleshändlerin, und Kranit, der letzte Waffenmeister von Arun, waren sich ähnlich. Doch diese Ähnlichkeit hat gepasst und die beiden in gewisser Weise zueinander geführt. Sie alle, auch Glanis, Iniza, die Ordensmutter Setembra und alle anderen Charaktere, sind einmalig und faszinierend.



Actionreich, ohne Ziel im Blick

An Action mangelt es diesem Buch nicht. Man kann beim Lesen kaum durchatmen, so wird man von den Ereignis überrumpelt und mitgerissen. Dadurch ist eine gewisse Spannung aufgekommen.

Dennoch habe ich während dem Lesen das große Ziel nicht gefunden. Es ging um die Flucht vor Setembra und neuen Gegnern, aber das große Finale blieb aus. Womöglich, weil noch kein wirkliches allgegenwärtiges Ziel gezeigt wurde und das erst in den Fortsetzungen genannt werden soll.



Fazit

Kai Meyer hat mir das Genre Science Fiction etwas näher gebracht. Und obwohl es nichts für mich ist, ist »Die Krone der Sterne« bis zu einem gewissen Grad spannend. Der Schreibstil und die Charaktere reißen einen mit auf die Reise durchs All. Doch leider war der rote Faden der Geschichte für mich nicht zu finden. Das Ende kann mich nicht zu den Fortsetzungen locken.

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

sarina bowen, erotik, liebe, vermont, sex

Kalte Nächte Warme Herzen

Sarina Bowen
E-Buch Text
Erschienen bei Rennie Road Books, 31.01.2017
ISBN 9781942444329
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin nicht der größte New Adult-Fan, dennoch lese ich sie immer wieder. Manchmal überzeugen mich diese Romane, manchmal enttäuschen sie mich. Anfangs wusste ich nicht, was ich von »Kalte Nächte, warme Herzen« erwarten soll. Aber irgendwie hatte ich gehofft, dass es eine bessere Version von »frigid« sein würde. Denn laut Klappentext geht das Buch in eine ähnliche Richtung.

Und ich kann schon einmal sagen, dass mir dieses Buch besser als frigid gefallen hat. Zuerst ist mir die süße Gestaltung aufgefallen. Vor jedem Kapitel ist ein kleiner Skifahrer abgebildet, der dem Text so ein gewisses Etwas gibt.

Man wird direkt in die Handlung geworfen. Es gibt kein ewiges »Charakter und ihre Leben vorstellen« vorneweg, sondern man lernt Willow kennen und kurz darauf Dane. Sie treffen auf einer verschneiten Straße aufeinander, beide Fahrzeuge können nicht mehr fahren und so müssen sie gemeinsam auf das Räumfahrzeug warten.

Es hat mir gut gefallen, dass es direkt so schnell los geht und so Spannung aufkommt. Das bleibt die gesamte Zeit so. Dane und Willow verstehen sich sofort, irgendwie passt die Chemie zwischen ihnen. Sie scheinen füreinander bestimmt zu sein, doch da gibt es etwas, das Dane aufhält. Er ist todkrank und auch als Leser erfährt man erst recht spät, um was es wirklich geht.

Leider wirken die Gespräche etwas erzwungen. Es ist, als würde man zwei Personen bei peinlichen Flirtversuchen beobachten. Man würde am liebsten wegsehen, will aber dennoch wissen, wie es mit den beiden weitergeht.



Fazit

Trotz der Vorhersehbarkeit und den erzwungenen Gesprächen hat mir die Geschichte gut gefallen. Die Charaktere sind sympathisch und es ist schön, mit ihnen mitzufiebern. Denn wie üblich im New Adult-Genre haben sie viele Hindernisse zu überqueren.

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360 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 146 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach »Du neben mir«, das absolut großartig ist, war mir klar, dass ich auch weitere Bücher von Nicola Yoon lesen würde. Als ich dann von ihrem neuesten Werk gehört habe, musste ich direkt zuschlagen.

Inhaltlich hat es mich zwar nicht wirklich angesprochen, aber wenn einen eine Autorin schon einmal so begeistern konnte, ist es kein Fehler, es wieder mit ihr zu versuchen.

Obwohl Yoons Schreibstil sofort wieder einen Zauber über mich gelegt hat, konnte mich »The Sun is also a Star« zu Beginn nicht so recht mitreißen. Hauptsächlich lag das wohl an den „Einschüben“, die die Handlung immer wieder unterbrechen. Dabei geht es um einen Teil des Lebens von Nebenpersonen, um wissenschaftliche Ansätze oder ähnliches.

Diese Einschübe sind zwar wirklich interessant, vor allem die wissenschaftlichen oder die, die die Zukunft einiger Charaktere Anreißen, aber besonders am Anfang, als ich noch nicht so in die Geschichte von Natasha und Daniel gefunden habe, haben sie mich immer wieder aus der Handlung gerissen.

Als die Geschichte zwischen den beiden voranschreitet, löst sich dieses Problem aber. Die Einschübe sind dann schöne Zusatzinformationen, ein netter Abriss zwischendurch und machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.

Ein Buch wie »The Sun is also a Star« habe ich bisher nicht gelesen. Die Charaktere sind außergewöhnlich – ein freches Mädchen, intelligent, mit spitzer Zunge, das genau weiß, was es will, und ein zurückhaltender Junge, der sehr gefühlvoll ist, gerne dichtet und einfach nur süß ist. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und doch führt sie das Schicksal an Natashas letztem Tag in den Vereinigten Staaten zusammen.

Es ist ein aufregender Tag voller besonderer Momente und Emotionen. Vor allem Emotionen, denn beide haben mit ihren eigenen Lastern zu kämpfen. Und schließlich kämpfen sie gegen ein gemeinsames Laster, denn keiner von ihnen will, dass Natasha das Land verlassen muss.

Diese Gefühle reißen einen beim Lesen mit, sodass man das Hier und Jetzt vergisst. Man taucht einfach in die Geschichte ab und als es dann vorbei ist, man wieder auftaucht, ist man von den verschiedensten Emotionen getränkt.



Fazit

Dieses Buch ist etwas ganz besonders. Es zeigt, wie einzigartig die Liebe sein kann, wie schnell sie auftauchen kann, wie vergänglich sie aber auch sein kann. Und es zeigt, wie schwer das Leben ist, dass man manchmal Hürden überwinden muss, die unüberwindbar sind.

Das Buch bleibt noch lange an einem Hängen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

billy the beast, gewalt, witzig, bert, schreibt trotz kompliziertem doppelnamen gute bücher

Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger

Jörg Menke-Peitzmeyer
E-Buch Text: 273 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 24.02.2017
ISBN 9783843714730
Genre: Humor

Rezension:

So viel Pech kann man kaum haben

Und alles ändert sich, als er durch Zufall zu einem Tigerkostüm kommt und die unterschiedlichsten Maskottchen-Jobs bekommt. Die meisten kann er nur durch sehr viel Glück meistern, aber so kommt es schließlich dazu, dass er zu Billy the Beast wird.

Als er bei einem Hockey-Spiel dann Lilly, eine der Cheerleaderinnen kennenlernt, ist sein Ehrgeiz umso mehr geweckt. Er merkt, dass er mit Billys Hilfe abnehmen kann und legt eine neue Disziplin an den Tag.

Der Schreibstil ist sehr kurz gehalten, nur das nötigste wird beschrieben. Dadurch ist die Geschichte schnelllebig und bringt ihren ganz eigenen Humor mit. Generell ist alles um »Billy the Beast« sehr humorvoll. Bert ist ein dicker Junge, der mit sich selbst nicht zufrieden ist. Dazu kommt, dass er äußerst tollpatschig ist und ihm das Schicksal geradezu Steine in den Weg zu legen scheint.



Fazit

In »Billy the Beast« geht es teilweise ums Erwachsen werden. Aber auch darum, sich selbst zu finden und sich selbst zu dem zu machen, der man gerne sein will. Zum Schluss zeigt das Buch aber ganz deutlich, dass man sich nicht verändern muss, um anderen zu gefallen. Das finde ich als Lehre daraus.

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306 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

thriller, psychothriller, saving grace, spannung, erpressung

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das besondere an diesem Buch ist, dass es die Gegenwart und die Vergangenheit beschreibt. Die Kapitel wechseln sich ab, sodass man zuerst eine Grace kennen lernt, die schon lange in Jacks Gefangenschaft lebt und gelernt hat, die perfekte Ehefrau zu mimen.

Auch Jack zeigt sich unter seinen Freunden galant und nur kleine Bemerkungen oder Gedanken von Grace‘ Seite lassen einen beim Lesen stutzen, ob wirklich alles so perfekt ist. Auch die neuen Freunde des Ehepaares scheinen ihnen diese Perfektion nicht ganz abzunehmen.



In den Kapiteln, die die Vergangenheit erzählen, lernt man Grace kennen, die etwas naiv an die Beziehung mit Jack herangeht. Jack ist dafür so charmant und zuvorkommend, dass man sich nicht vorstellen kann, dass er so grausam sein kann. Nicht nur Grace lässt sich von ihm täuschen, sondern auch ich als Leserin habe mich von ihm täuschen lassen.



Die Handlung spitzt sich immer weiter zu, man lernt Jacks wahre Seite mit und ich war beim Lesen tatsächlich geschockt, wie psychopathisch ein Mensch sein kann. Anfangs war es schwer nachzuvollziehen, wieso Grace nicht einfach flieht. Aber Jack ist gerissen und weiß, wie er alles zu seinen Gunsten dreht. Eine Flucht ist also nicht möglich.



Das Zusammenspiel aus Vergangenheit und Gegenwart ist so geschickt verwebt, dass ich B. A. Paris nur dafür bewundern kann. So wird die Geschichte so spannend, dass man weiterlesen muss, aber es zerreißt einen nicht vor Spannung. Einfach perfekt gelöst!



Fazit

Es gab zwar kurze Sequenzen, die sich beim Lesen etwas gezogen haben. Die gingen aber so schnell vorbei, dass man sie kaum bemerkt hat. Saving Grace ist so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Man fiebert mit Grace mit und fühlt die selben Dinge wie sie. Das Buch reißt einen einfach mit.

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393 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

liebe, homosexualität, anne freytag, jugendbuch, freundschaft

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Klappentext gibt nicht wirklich viel Preis und zu Beginn schien das Buch eine Geschichte über alltägliche Teenagerprobleme zu sein. Und schon in diesem Moment habe ich mich gefragt, wie Freytag es schafft, solche eigentlich teilweise belanglosen, langweiligen Dinge so spannend zu erzählen, dass man das Buch eigentlich nicht mehr weglegen möchte. Sophie und ihr Schicksal hat mich also schon von Anfang an gepackt.



Sie muss von Hamburg nach München ziehen, weil ihr Vater bei seiner neuen Freundin leben möchte. Und obwohl Sophie nie besonders viele Freunde hatte, fällt ihr der Umzug sehr schwer. Sie will die Freundin ihres Vaters nicht mögen, obwohl diese sich alle Mühe gibt und eigentlich – das muss Sophie sogar selbst zugeben – alles richtig macht. Auch ihrem Vater macht sie das Leben schwer, wobei man gut nachvollziehen kann, wieso Sophie das Gefühl hat, von ihrem Papa gar nicht mehr wahrgenommen zu werden. Man möchte ihn gerne schütteln.

Nur mit dem Hund Carlos und mit ihren neuen „Brüdern“ versteht sie sich gut. Sie geben ihr das Gefühl dazuzugehören und ein Zuhause zu haben. Erst als sie Alex, das Nachbarsmädchen, kennenlernt, scheint sich Sophie allmählich wohlzufühlen und unbewusst in ihr neues Leben zu integrieren.



Und dann kommt dieser geheimnisvolle Kuss, der im Klappentext schon angedeutet wird. Und dieser Kuss … er hat mich überrascht. Kurz davor war mir zwar schon klar, mit wem dieser Kuss sein würde, aber die Mutmaßungen und das Raten blieben dadurch nicht aus. Dennoch war die Wendung für mich überraschend.

Und leider war sie nicht ganz meines. Die Richtung, die die Handlung genommen hat, war etwas neues für mich, weil ich bis dahin noch nichts davon gelesen habe – zumindest nicht in dieser Konstellation. Ich möchte auch nicht zu viel verraten, nur so viel: Es war nicht ganz mein Fall, aber dennoch hatte ich Freude beim Lesen.



Fazit

Als Leser kann man sich unglaublich gut in Sophie hineinversetzen, man kann ihre Gefühle und ihre Gedanken nachvollziehen. Das macht die Geschichte wieder einmal zu einem einmaligen Freytag-Roman. Und obwohl Sophie – wie sie selbst sagt – für mich kein voller Sympathieträger ist, hat es mir Spaß gemacht, ihre Geschichte zu lesen.

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216 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, stiefgeschwister, liebesroman, familie, bianca iosivoni

Was auch immer geschieht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783736302877
Genre: Liebesromane

Rezension:

»Was auch immer geschieht« ist ein Buch, das noch recht harmlos beginnt. Man ahnt zu Beginn nicht, wo einen die Reise beim Lesen hinführt. Zuerst lernt man Callie kennen, die am Flughafen auf einen scheinbar Fremden trifft. Später stellt sich dann aber heraus, dass es kein Fremder war, sondern ihr verhasster Stiefbruder.

Denn er ist Schuld an dem Unfall, bei dem Callies Vater gestorben ist. Und darum dreht sich die gesamte Geschichte. Denn Callie kehrt für einen letzten gemeinsamen Sommer mit ihrer Schwester und ihrer Stiefmutter in ihre Heimat zurück. Ein Sommer, der zwar Erinnerungen mit sich bringt und alte Wunden aufreißt, aber der auch schöne neue Erinnerungen schaffen soll. Bis Keith auftaucht und Callies gesamte Gefühlswelt durcheinanderbringt.

Vom ersten Moment an verspürt Callie unsagbaren Hass für Keith. All die Jahre, in denen sie sich nicht gesehen haben, hat er in ihr geschlummert. Aber gleichzeitig fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Sie hasst es, in seiner Nähe zu sein, sehnt sie sich aber auch herbei.

Das ist etwas, das wohl nicht nur Callie verwirrt, sondern vor allem auch mich als Leser. Ihre extremen Stimmungsschwankungen von Hass zu Begierde, von Vertrauen zu Zweifel. Das ständige Hin und Her hat mich so sehr verwirrt, dass ich die Protagonistin teilweise nicht mehr nachvollziehen konnte. Ich habe nicht verstanden, welche Gefühle sie wirklich hat, was sie wirklich von allem hält. Bei Keith war das anders. Er weiß genau, was er will. Und auch alle anderen Charaktere wirken sehr real mit ein paar Ecken und Kanten. Sie folgen einer klaren Linie.

Die gesamte Zeit über erfährt man nicht, was am Tag des Unfalls wirklich passiert ist, was die Geschichte sehr spannend macht. Der flüssige Schreibstil macht einem das Lesen angenehm und so treibt man der Enthüllung der Wahrheit entgegen.



Fazit

Obwohl mich die Antimädchen-Haltung der Protagonistin (mag keine Kleider und auch sonst nichts mädchenhaftes) und das ständige Wechseln ihrer Gefühle genervt hat, hat mir die Geschichte gut gefallen. Durch Callies Amnesie bleibt »Was auch immer geschieht« die ganze Zeit über spannend und lässt einen kräftig mitfiebern.

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335 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, nie verschickte briefe, verlust

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

»Ich wollte nur, dass du noch weißt …« ist ein Buch, das wirklich mal was anderes und ganz besonderes ist. Darin sind Briefe enthalten, die von unterschiedlichen, anonymen Personen geschrieben, aber nie verschickt wurden.

Dabei geht es um die ganz verschiedene Themen. Liebe, Verrat, Freundschaft …Einige der Briefe lassen einen vor allem verwirrt und neugierig zurück, sodass man wissen will, was dahinter steckt. Aber viele sind einfach nur ergreifend schön und andere so herzzerreißend, dass sie einen zu Tränen rühren.

Entstanden ist das Buch durch die Seite Dear My Blank, auf der man anonym unverschickte Briefe einsenden kann. Eine tolle Idee, um unerkannt einmal seine Gefühle rauszulassen.



Fazit

»Ich wollte nur, dass du noch weißt …« ist nur eine kurze Lektüre, die sich aber definitiv lohnt. Viele der Briefe bringen einen zum Nachdenken, lassen einen das Leben für kurze Zeit anders sehen.

Taschentücher sind hier definitiv zu empfehlen!

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

alopezie, liebesgeschichte, haare, mutmach-buch, nichts wünsche ich mir mehr

Nichts wünsche ich mir mehr

Lena Hach
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407821911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Romane über totkranke Jugendliche gibt es viele – so viele, dass die meisten sie kaum noch sehen können. Aus diesem und vielen anderen Gründen war »Nichts wünsche ich mir mehr« eine schöne Abwechslung. Denn hier geht es um Katharina, die zwar nicht totkrank ist, aber dennoch eine Krankheit hat, die ihr Leben stark beeinflusst.Von heute auf Morgen bemerkt sie, dass ihr an einigen Stellen auf ihrem Kopf die Haare ausgehen. Ein Arztbesuch bringt dann die Schockdiagnose: Alopecie. Ein extremer Haarausfall und in Katharinas Fall so schlimm, dass ihre Haare wahrscheinlich nie ganz nachwachsen werden.

Sie macht ein Geheimnis daraus, zu groß ist die Angst vor den Reaktionen der Mitschüler. Nicht einmal ihren besten Freundinnen erzählt sie davon, sodass sie sich immer einsamer fühlt. Als ihr Schwarm dann plötzlich Interesse zu zeigen scheint, bringt sie dazu, vor allem und jedem zu flüchten und sich in sich zu verschließen.Wir alle haben sogenannte Problemzonen, die wir nicht zeigen wollen, für die wir uns vielleicht sogar schämen. Das ist wohl durchaus menschlich. Umso mehr hat mich Katharinas Schicksal fasziniert. Im jungen Alter, mitten in der Highschool, muss sie lernen damit umzugehen, keine Haare mehr zu haben. Weder auf dem Kopf, noch im Gesicht, noch sonst irgendwo auf ihrem Körper.

»Nichts wünsche ich mir mehr« ist ein Buch über die kleinen und vor allem großen Probleme, die ein Teenagerleben mit sich bringen kann. Es ist niederschmetternd und wieder aufbauend. Es macht Mut. Und vor allem ist es herzzerreißend. Die Handlung erreicht nämlich ihren Gipfel, als Katharina merkt, dass bereits alle Bescheid wissen. Jeder weiß von ihrer Krankheit und jeder bemitleidet sie oder macht sich über sie lustig. Sie merkt es aber erst an einem Abend, der mir im wahrsten Sinne das Herz aus der Brust gerissen hat.Aber das Buch ist auch süß und lustig. Vor allem wegen Jasper, einem Jungen, der auf den ersten Schein so normal wirkt, aber eigentlich etwas ganz besonderes ist. Seine tolle Art strahlt sogar bis durchs Buch. Er sieht „Katha Katharina“ ohne das Kopftuch, ohne die tatowierten Augenbrauen, ohne die Krankheit, von der sie sich so bestimmen lässt. Und er zeigt ihr das auf unterschiedliche Arten, die so unglaublich süß und atemberaubend sind, dass einem beim Lesen das Herz dahinschmilzt. Und ein Schmunzeln hier und da bleibt auch nicht aus.



Fazit

»Nichts wünsche ich mir mehr« ist definitiv eine emotionale Achterbahnfahrt – von emotional niederschmetternd, bis enthusiastisch lachend. Es ist ein Buch über Selbstbewusstsein, Selbstwahrnehmung, Familie, Freundschaft, Liebe und vielem mehr. In diesem Buch steckt eine ganze Menge, der bloße Worte nicht gerecht werden würden.

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zwei klassengesellschaft, ein mann für alle nächte, beerdigung, geheimnis, beziehungen

Ein Mann für alle Nächte

Rachel Gibson , Antje Althans
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2016
ISBN 9783442484485
Genre: Liebesromane

Rezension:

»Ein Mann für alle Nächte« hat mich von der Thematik her sehr angesprochen. Ich mag diese Erfolgsgeschichten wie hier gerne. Vivien hat es als Mädchen aus einfachen Verhältnissen bis nach Hollywood geschafft. Dabei hatte sie es nicht wirklich einfach mit einem vermeintlich verunglückten Vater und einer depressiven Mutter.Es war spannend mitzuverfolgen wie sie in ihre frühere Heimat zurückkehrt und sich dort den Geistern der Vergangenheit stellt. Ebenso interessant ist aber auch der Umgang mit dem Tod ihrer Mutter.



Als sie dann auf Henry trifft, den sie zu ihrer Kindheitszeit Arschgesicht Henry genannt hat, beginnt auch die Liebesgeschichte – leider wie so oft mit Klischees.

Aus Trauer um ihre Mutter wird Vivien in ein Gefühlschaos gestürzt, dass sie schließlich der Charme des mittlerweile attraktiven Henrys übermannt und die beiden im Bett landen. Von da an nimmt die Geschichte den Lauf einer gewöhnlichen Liebesgeschichte.



Anfangs verleugnen die Protagonisten ihre Gefühle, dann werden sie wie vom Blitz von ihnen getroffen. Erst wollen sie dem anderen ihre Gefühle natürlich nicht offenbaren, aber schließlich können sie gar nicht anders.

Das ganze gipfelt in einer Situation, in der Vivien sich verraten fühlt und Henry seine Gefühle erst einmal beweisen muss.



Hier und da werden ein paar Geheimnisse und Überraschungen gelüftet, die eigentlich keine Überraschungen sind, weil sie vollkommen vorhersehbar sind.



Fazit

Der Klappentext war etwas irreleitend, weil dort angedeutet wird, dass Henry Viviens Kindheitsalbtraum ist. Ganz so dramatisch stellt es sich in dem Buch nicht dar, weshalb meine Erwartungen, die ein bisschen in Richtung »Cottage gesucht, Held gefunden« gingen, enttäuscht wurden.
Die Charaktere sind durchaus interessant, und für Leser von Liebesromanen mit Geheimnissen und Verstrickungen wird »Ein Mann für alle Nächte« eine unterhaltende Lektüre sein. Man sollte allerdings darauf achten, nicht mit falschen Erwartungen an die Geschichte heranzugehen.

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