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liebe, starke frau, ostsee, krieg, schicksal

Die Villa am Meer

Micaela Jary
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485956
Genre: Romane

Rezension:

Katharina entscheidet sich mit ihrer Hochzeit gegen die Liebe. 
Ihrem heimlichen Verlobten Joachim gibt sie den Laufpass, da er 2 Jahre zur See fahren will. Er hat nie offiziell um ihre Hand angehalten und da sie nicht warten will, entscheidet sie sich für den älteren Korbmacher Olaf Borchers und heiratet ihn. Sie hofft, ihm eine gute Frau sein zu können.
Sie bekommen zusammen 2 Söhne, die Katharina abgöttisch liebt, aber die Betreuung wird einer Gouvernante übertragen. Katharina, der nunmehr alle Aufgaben abgenommen wurden, langweilt sich und bittet ihren Mann Olaf, ob sie denn nicht einen Strandkorbverleih aufmachen könnte. Aber das lehnt er kategorisch ab, sie hätten es nicht nötig, dass die Frau arbeiten gehen müsste, es würde ein schlechtes Licht auf sie werfen.

Joachim ist inzwischen mit Greta verheiratet, die sich bereits in der Hoffnung suhlt, bald Frau Kapitän zu sein und damit etwas darzustellen. Sie hat Joachim nicht geheiratet, weil sie ihn liebte, sondern weil sie in ihm Aufstiegschancen sah. Diese Hoffnung zerschlägt sich aber, als Joachims Schiff untergeht und ihm die Schuld zugeschoben wird. Der gesellschaftliche Abstieg ist vorprogrammiert. Greta, die gerade ihre Tochter zur Welt gebracht hatte, ist maßlos enttäuscht von ihrem Mann und zeigt ihm das auch.

Als sich Olaf anderweitig mit einer Geliebten amüsiert und Katharina ihre Hilflosigkeit erkennt, zieht sie aus dem Haus aus. Eine Scheidung kommt nicht infrage, dann würde sie auch ihre Söhne verlieren. So macht sie gute Miene zum bösen Spiel, trotzt ihm aber als Bedingung die Genehmigung zu einem Strandkorbverleih ab. Er stellt jedoch die Bedingung, dass dieser nur mit einem ihr vorgesetzten Geschäftsführer betrieben werden dürfte.
Wird es Katharina gelingen, ihre Wünsche und Ziele zu erreichen?...

Es passiert mir ganz selten, dass ich für die Protagonisten fast von Beginn an real lebende Personen im Blick habe. Für mich lief das Lesen des Buches wie ein Film ab mit den Schauspielern Nicolas Gage (Joachim), Bridget Fonda (Katharina) und Rosie Perez (Greta). Diese drei Schauspieler aus dem Film "2 Millionen Dollar Trinkgeld" passten für mich so perfekt zu den Protagonisten, dass ich sogar die Stimmen beim Lesen im Kopf hatte.

Das neue Buch der Autorin Micaela Jary spielt an der Ostseeküste und umfasst den Zeitraum von 1897 - 1921.
Eine Zeit, in der Frauen nicht wirklich Mitspracherecht hatten und vom Wohlwollen ihrer Ehemänner abhängig waren. Es ist aber auch eine Zeit, die nicht nur vom Kaiserreich geprägt ist, sondern auch in die Zeit des 1. Weltkrieges reicht.

In dem Buch geht es um die zwei Frauen Katharina und Greta. Wo die eine versucht, ihrem Leben Sinn zu geben und alles dafür gibt, tut die andere das Gegenteil. Sie ist bestrebt, in die besseren Kreise zu gelangen, um etwas darzustellen. Neid und Missgunst sind dabei ihre steten Begleiter und bringen viel Leid.

Es ist ein Buch, das nicht nur spannend und fesselnd geschrieben ist, es berührt auch den Menschen, es spricht ihn an. Zurückversetzt in eine vergangene Zeit nimmt man teil an geschichtlichen Ereignissen wie auch am Leben der Protagonisten.
Ich habe mit den Protagonisten gebangt, gehofft, geliebt, gehasst und habe auch zwangsläufig an den Intrigen teilgenommen. Was auch immer geschah, es ließ mich nicht los, packte mich und zwang mich zum weiterlesen. 
Ein Stück deutscher Geschichte, hervorragend recherchiert und verpackt in eine mitreißende Geschichte - was will man mehr?
Nun ja, das würde mir nur eins einfallen, eine Fortsetzung?

Für das Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Sommernächte und Lavendelküsse

Lena Johannson
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008962
Genre: Romane

Rezension:


Sybille hat den in der Provence lebenden Fotografen Jérôme beauftragt, in der Provence nach Antiquitäten für sie zu suchen und diese zu fotografieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf alte Türen und Möbel, die Ansässige verkaufen. 
Da sie als Antiquitätenhändlerin das als neuesten Trend sieht, will sie damit ihr Glück versuchen. Als sie sich die Fotos jedoch durchsieht, muss sie feststellen, dass auf einem der Fotos ein Mann abgebildet wurde, den sie von früher kannte. Luc, ein Mann, in den sie vor 15 Jahren verliebt war. So wie es aussieht, scheint er noch immer dort in Grimaud zu leben.
Kurzerhand macht sie sich auf in die Provence, die von ihr ursprünglich anvisierte Anwesenheit hat sie gleich auf Urlaub verlängert. 
Wird es ihr gelingen, Luc wiederzusehen? Ist er inzwischen verheiratet, hat er Kinder und vor allem, kann er noch immer so küssen wie vor 15 Jahren?...


Jérôme ist es gelungen, Sybille die Handynummer von Luc zu besorgen, so dass sie sich nach einigem Zögern entschließt, ihn anzurufen, als sie vor Ort ist. Wie erfreut ist sie, als er sich spontan entschließt, sich mit ihr zu treffen und sich scheinbar auch freut, sie wiederzusehen.
Das Herz klopft noch wie vor 15 Jahren, es scheint, als hätte Luc all die Jahre nur auf sie gewartet. Sie versucht, immer mehr Zeit mit ihm zu verbringen, will ihm nahe sein. Selbst eine geschäftliche Partnerschaft mit ihm zieht sie in Betracht. Aber wer ist Luc und warum ist er so unpünktlich und unzuverlässig? Kann man wirklich alles von seiner verkorksten Kindheit ableiten?


Nachdem ich von der Autorin "Strandzauber" gelesen habe, war ich natürlich gespannt, wie mir das neue Werk gefallen wird.


Lena Johannson hat sich dieses Mal in die Provence begeben, wo sie ihre Protagonistin Sybille Antiquitäten besichtigen und kaufen lässt.


Neues Setting und neue Protagonisten, aber ansonsten nicht wirklich etwas neues, muss ich leider so feststellen.
Die Story nimmt sich nicht viel von der vorhergenannten. Auch hier hat die Protagonistin wieder eine innere Stimme, die mit ihr kommuniziert und Ratschläge gibt. Hier heißt sie Frau Eggers, aber auch in diesem Fall wird nicht immer auf sie gehört.


Leider ist auch diese Geschichte sehr vorhersehbar, so dass mit Überraschungen nicht zu rechnen ist. 
Ich kenne von der Autorin jetzt genau 2 Bücher, kann aber nur hoffen, dass die anderen nicht nach demselben Schema geschrieben sind. 


Die Story lässt sich gut lesen, was dem lockeren Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Man kann in sie hineinsinken, kann sie auf sich einwirken lassen, ohne groß mit- oder nachdenken zu müssen. Ein Buch, um die Seele baumeln zu lassen, ein Buch zum Abschalten. Ein traumhafter Schauplatz, die Provence, bringt auch den Leser zum Schwärmen und Träumen. Man möchte am liebsten gleich den Koffer packen und dort Urlaub machen.


Ich hätte die Geschichte wahrscheinlich mehr genossen, wenn ich nicht gerade kurz vorher "Strandzauber" gelesen hätte.


Lange habe ich überlegt, welche Bewertung ich dem Buch gebe, was dann auf 3,5 Sterne hinausgelaufen wäre. Da wir aber keine halben Punkte vergeben, gilt hier zugunsten des Autors.

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Strandzauber

Lena Johannson
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.03.2017
ISBN 9783746633053
Genre: Romane

Rezension:

Carolina hat der Familie wegen auf eine berufliche Laufbahn verzichtet. Da war sie sich mit ihrem Mann einig. 
Inzwischen hat sie 2 Kinder und der Alltag ruht mehr oder weniger auf ihren Schultern. Dass sie nunmehr aber von ihrem Mann so gut wie gar nichts mehr sieht, war so nicht abgemacht.
Dieser kann sich von der Arbeit nicht loseisen, irgendetwas ist immer, etwas muss immer fertig werden. Urlaub - was ist das? Gern würde sie einmal mit ihrem Mann wegfahren, im Notfall auch mal nur ein paar Tage, nur er und sie. 
Als daraus nichts wird, stellt sie ihn vor die Tatsache, dass sie allein für eine Woche verreisen wird. Sie will nach Rügen, eine Insel, die sie von Kindheit an liebt und auf der sie schon lange nicht mehr gewesen ist.
Auf der Insel kommen auch bald die Erinnerungen an früher, als sie mit ihrer Mutter dort Urlaub machte. Auch an ihre erste Liebe Jens erinnert sie sich. Diesem läuft sie doch auch tatsächlich über den Weg und plötzlich sind sie wieder da, die Schmetterlinge, die sie schon damals gespürt hatte.
Auch Jens erinnert sich an sie und die schöne Zeit, die sie seinerzeit dort verlebt haben. 
Ist Jens der Schlüssel zu all ihren Sorgen und Problemen?...

Es ist immer wieder erfrischend, wenn die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten auch in der Gegenwart bestehen können. So erging es Carolina, als sie ihre Jugendliebe Jens wiedertrifft. Sie spürt noch immer dieses Kribbeln, wenn er ihr nahe kommt.

Durch ihn lernt sie auch ein altes Ehepaar kennen, das sich auf Rügen ein Haus gekauft hat und dieses umbauen will. 
Carolina, die sich Jens gegenüber als ledig und ungebunden gibt, erzählte ihm, dass sie Innenarchitektin geworden ist und als diese berät sie das Ehepaar bei ihren Umbauplänen.
Dabei spürt sie die Freude, die sie hat, wenn sie arbeitet und selbst etwas schaffen kann. Aber ist das in ihrem eigentlichen Leben umsetzbar?

Die Autorin Lena Johannson hat ihren Roman auf die Insel Rügen verlegt. Eine traumhaft schöne Insel, auf der man sich schon verlieren kann.
Sie macht es der Protagonistin Carolina jedoch nicht ganz so einfach, hat sie diese doch mit zwei inneren Stimmen ausgestattet, die mit ihr reden - die verträumte Jeannette und die vernünftige Hildegard. Beide sind ihr Gewissen, auf das sie hört oder auch nicht.

Die Geschichte lässt sich gut lesen. Die Story ist leider sehr voraussehbar, so dass mit Überraschungen nicht zu rechnen ist, was ich sehr schade finde. Mit ihren nicht einmal 200 Seiten ist diese auch recht schnell weggelesen, so dass es eine nette Abwechslung bietet, wenn man einfach schnell mal was zwischendurch lesen möchte, ohne nachdenken zu müssen.

Zur Entspannung oder zum Lesen am Strand ist es genau die richtige Lektüre.

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lustig, hanna dietz, grillen, 5 sterne, humorvoll

"Schatz, brennt da grad was an?"

Hanna Dietz
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442159239
Genre: Humor

Rezension:

Das Wetter lädt zum Grillen ein.
Wer jetzt denkt, mit ein wenig Grillgut, einem Grill und Grillanzünder wäre die Sache doch perfekt, hat das Buch von Hanna Dietz noch nicht gelesen.

Der Grill, der es letztes Jahr noch gemacht hat, hat die Hufe hochgerissen, es muss ein neuer her. Was sich einfach anhört, für Otto-Normal-Verbraucher, scheint für den Kenner eine Entscheidung zu sein, die wahrlich nicht einfach zu treffen ist.
Was für einer soll es werden? Kugelgrill, Holzkohlegrill, einer, der mit Gas betrieben werden soll, ein elektrischer? Am besten ist da der Weg in einen Fachladen, natürlich in Begleitung eines Fachmanns, in diesem Fall dem Kollegen des Mannes.
Schwere Entscheidungen stehen bevor, aber was soll's, werden eben 2 Stück gekauft.

Hanna Dietz, die Autorin des Buches, beschreibt auf humorvolle Art, wie die Findung eines Grills in ihrem Haushalt stattgefunden hat und vieles mehr rund um das Thema Grillen.

Da finden sich nicht nur Themen wie die Frage nach dem Fleisch, wer verantwortlich für den Grill ist, wer bekommt welches Grillstück und wie handhabt man Grill und Besuch.

Der Leser nimmt ebenfalls teil an Wettbewerben, dem Fachsimpeln von "Grillmeistern" sowie manch anderer Entscheidung, die im Hause rund ums Grillen anstehen.

Hanna Dietz schreibt das Buch in der Ich-Form, dem Leser wird der Eindruck vermittelt, all das hätte sich genau in ihrer Familie so abgespielt. Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass sie vieles vom Hörensagen erleben durfte und das nur zu Papier bringen musste.
Natürlich bleiben auch die ewig guten Ratschläge der Nachbarn, wie man was richtig macht, auch hier nicht aus.

Rund um den Grill erfährt man ebenfalls Episoden der Familie, bei denen man nur grinsen kann. 
Öffentliche Grillplätze werden dabei ebenso erwähnt wie das Überzeugen von Ernährungsfanatikern, der Erweiterung des Grillgutes, ob es da um Fleisch geht, wie Nutria oder Krokodilschwänze oder eben Alternativen zu Fleisch.

Die Autorin hat eine Menge Wissen zusammengetragen und versteht es, den Leser nicht nur zu unterhalten. Das ein oder andere informative mag hängenbleiben, wenn man selbst vor einigen der anstehenden Entscheidungen stehen sollte.

Ich persönlich habe mich gut unterhalten mit dem Buch, auch schon von der Tatsache her, dass Pleiten, Pech und Pannen, betreffen sie andere, doch sehr lustig sind.

Ein Buch zur rechten Zeit, jetzt, wo die Grillsaison so richtig losgeht. Beim Lesen bekommt man nicht nur Lust, selbst die Grillzange in die Hand zu nehmen, man spürt förmlich, wie einem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Wo zum Geier ist mein Elektrogrill, der Balkon wartet!

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rike stienen

Liebe im Jetstream

Rike Stienen
E-Buch Text: 218 Seiten
Erschienen bei null, 04.09.2016
ISBN B01LLNL67K
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Fliegerei liegt Julia im Blut. Von klein auf war sie damit vertraut, denn ihre Eltern leiteten eine Segelflugschule. So ist es auch kein Wunder, dass sie das Fliegen zum Beruf gemacht hat.
Sie ist Pilotin bei der Airline VIPS-on-WINGS, die sich auf das Transportieren von Promis spezialisiert hat. Die Airline hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen und bereit zu sein, wenn ein Ortswechsel ansteht.
Als Julia den Auftrag bekommt, den als Frauenhelden bekannten und ausgesprochen attraktiven Fußballstar Emilio Kandis gemeinsam mit einem Fototeam nach Teneriffa zu fliegen, ahnt sie nicht einmal ansatzweise, dass diese Begegnung ihr Leben verändern wird...

Auf Teneriffa sind Werbeaufnahmen für eine Firma geplant, die Sportbekleidung herstellt. Ihr Aushängeschild soll Emilio sein, der dafür eigens engagiert wurde.
Julia, die nicht viel von Fußball und schon gar nichts von spielenden "Superhelden" hält, kennt Emilio nicht und kann die Euphorie ihrer Kolleginnen nicht nachvollziehen. Das ändert sich jedoch in dem Moment, als sie ihm nach dem Flug das erste Mal persönlich gegenübersteht.
Als sie dann auch noch feststellen muss, dass er so gar keine Starallüren aufzeigt, weder arrogant noch machomäßig rüberkommt, ist es auch schon fast um sie geschehen. Sie kann sich seinem Charme nicht entziehen.
Aber ein Mann, der so in der Öffentlichkeit steht, kann nicht gut für Julia sein.

Die Romane von Rike Stienen stehen für gute Unterhaltung. So auch dieser Roman, den man eben mal schnell weginhaliert. Kaum hat man ihn begonnen, mag man ihn nicht mehr aus der Hand legen. Da er nicht soviel Seiten hat, muss man das auch nicht.
Man kann in die Geschichte eintauchen und sich darauf einlassen.

Julia ist eine Frau, die mit beiden Beinen auf der Erde steht und ihrem Traumberuf nachgeht. Auch wenn viele Promis ihren Weg kreuzten, war doch noch nie einer dabei, der ihr Herz berühren sollte. Das ändert sich, als sie den Fußballstar Emilo und seine Crew transportiert.
Als Leser ist man hautnah dabei, wie sich aus Ablehnung Zuneigung entwickelt und man sich näherkommt. Julias Zweifel sind sehr gut nachvollziehbar und man hat im Hinterkopf immer den Gedanken, wird das was, wird das nichts?

Aber nicht nur die Beziehung von Julia und Emilio ist in diesem Roman Thema, sondern auch Julias Mutter Helene, die sich von ihrem Mann trennt und eigene Wege gehen will.

Schöne Schauplätze auf Teneriffa vervollkommnen das Bild und bringen dem Leser die Insel ein wenig näher.

Ein wunderbarer Roman, der leider viel zu schnell ausgelesen ist. Die Romane von Rike Stienen kann ich bislang uneingeschränkt weiterempfehlen, so auch diesen. Gute Unterhaltung, Entspannung und Wohlbefinden pur. Zeit, die Seele baumeln zu lassen.

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adhs, ads, autobiographisch, erfahrung

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Mina Teichert
Geheftet: 288 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 06.04.2017
ISBN 9783959101080
Genre: Biografien

Rezension:

ADS oder ADHS zu haben, war für mich bislang gleichzusetzen mit dem Gedanken an ein hyperaktives Kind, das nicht stillsitzen kann, ein Zappelphillip sozusagen. Wie verkehrt ich mit dieser Meinung lag, zeigte mir die Autorin Mina Teichert in ihrem Buch auf.

Sie selbst ist betroffen von dieser Krankheit, denn sie leidet unter ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom). Dass es bei ihr erst sehr spät diagnostiziert wurde, sie war bereits über 20, liegt daran, dass ihr zum bekannten ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom / Hyperaktivitätssyndrom) die Hyperaktivität fehlt. Diese fehlt bei Mädchen sehr oft, so dass es nicht wundert, dass eine Erkennung der Krankheit fast dem Zufall gleicht.

In ihrem neuen Buch lässt die Autorin den Leser teilhaben an ihrem Leben und dem leben mit ADS. In dem Buch stecken 90% Mina Teichert drin, die restlichen 10% wurden angepasst.

Mina Teichert ist sehr offen mit dem, was sie von sich preisgibt. Viele private Dinge haben in dieses Buch gefunden, nicht alles war lustig.
Sie erzählt von ihrer Kindheit und ihren Wahrnehmungen, die niemand nachvollziehen konnte. Sie hatte es schwer, fand doch für sie ständig eine Reizüberflutung statt, gegen die sie versuchte, anzukämpfen. Wutausbrüche, verbale unflätige Kommunikation und auch vor Gewalt schreckte sie nicht zurück.
Dass sie anders war als andere, merkten auch andere Kinder, von denen sie auch teilweise gemobbt wurde. Eine Integration, zum Beispiel die Aufnahme in die Kita, führte nicht zum Ziel, sie schrie alles zusammen, so dass ihren Eltern nichts anderes übrig blieb, als sie wieder abzuholen, vor der Zeit.
Sie fühlt sich bei altbewährtem wohl, Überraschungen oder Änderungen grenzen an Reizüberflutung, mit der sie sehr schlecht umgehen kann.

Durch die Aufnahme von vielen Eindrücken auf einmal verliert sie sich selbst, sie träumt vor sich hin und achtet nicht mehr auf die Umwelt, was letztendlich zu unendlich vielen Missgeschicken und Unfällen führt.
Nicht mehr lustig war beispielsweise die Tatsache, dass sie mit ihrem Mann im Auslandsurlaub bei einem Arzt landete, der ihren Mann schon fast der häuslichen Gewalt bezichtigte, nachdem er einen Blick auf ihre Röntgenbilder genommen hatte.

Mina merkte selbst, dass sie anders tickt als andere. Die Frage, was mit ihr nicht stimmt, bestimmt auch ihr Leben.
Sie hat große Probleme, was das Berufsleben angeht, Partnerschaften gehen nicht ohne Komplikationen vonstatten. 
Sie fühlt sich missverstanden, nicht nur von ihren Eltern. Falsche Diagnosen von Ärzten führen sie in die Psychiatrie und lassen sie Therapien machen, die nichts bringen. Medikamente werden verordnet und es dauert lange, zu lange, bis die eigentliche Diagnose gestellt wird.
Aber selbst von dem Zeitpunkt an ist es für sie nicht leicht, alles kommende zu bewältigen.

An all dem lässt die Autorin den Leser teilhaben. Auf humorvolle Art beschreibt sie nicht nur ihren Lebensweg, sondern zeigt auch die Seiten der Krankheit auf.
Betroffene oder Angehörige von Betroffenen werden viele Dinge wiedererkennen bzw. können sich hier Hilfe holen.
Am Ende des Buches wartet sie noch mit einem Ratgeberteil auf, der Hinweise und Tipps gibt, wohin man sich wenden kann, wie man die Krankheit erkennen kann und vieles mehr. 

Ich war überrascht, wie vielseitig die Krankheit ist und auch, dass sich diese nicht immer mit der Zeit verliert. Es gibt Menschen wie Mina, die lebenslang mit dieser Krankheit leben müssen.
Sie hat in ihrem Buch nichts beschönigt, Dinge erzählt, die betroffen machen.

Es ist ein Buch, das nicht nur unterhaltsam geschrieben ist, es vermittelt auch Wissen zu einem ernsten Thema.
Ich kann es nur weiterempfehlen und das nicht nur an Betroffene, sondern auch an Menschen wie mich, die sich bislang um diese Krankheit keine Gedanken gemacht hat.

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strandfliederblüten, engelmann, gabriella engelmann, hallig, knaur

Strandfliederblüten

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426520710
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben selbst sucht sich für bestimmte Ereignisse die eigenartigsten Zeiten aus. Fast zeitgleich erfährt Juliane, dass ihr Freund Oliver verheiratet ist, dass sie ihren Job verlieren wird und dass sie als Erbin von Ada Schobüll eingesetzt wurde. 
Ada Schobüll war ihre Großmutter väterlicherseits, von der sie nicht einmal wusste, dass diese noch gelebt hatte, nachdem ihr Vater vor Jahren verstorben war. Als sie ihre Mutter Hanne daraufhin befragen will, blockte diese ab, es war kein herankommen, keinerlei Informationen von dieser Seite zu erfahren.
Geerbt hat sie den Nachlass ihrer Großmutter, der aus einem Bauernhof und einem Leuchtturm samt Wärterhäuschen besteht. Das alles zu finden an der Nordseeküste auf der Hallig Fliederoog. Hm, was genau macht man nun mit einem Leuchtturm?
Als sie ihrem Halbbruder Felix davon erzählt, ist dieser sofort Feuer und Flamme. Klar dass sie sich dort, bevor Juliane die Erbschaft annimmt oder ablehnt, erst einmal umschauen wollen.
Auf Fliederoog angekommen, werden sie von Jasper, einem langjährigen Freund von Ada, abgeholt. Sie fühlen sich willkommen.
Nach einem ersten Eindruck fahren sie wieder nach Hamburg. Juliane ist noch ein wenig unschlüssig und zieht dann doch für eine gewisse Zeit nach Fliederoog, um zu entscheiden, was sie mit dem Anwesen und dem Erbe machen soll...

Welch ein Schock, wenn man nach vielen Jahren erfährt, dass man eigentlich Großeltern, von diesen aber keine Kenntnis hatte. So erging es Juliane, als sie vom Ableben Ada Schobülls erfuhr, die ihre Großmutter war und die sie zur Alleinerbin einsetzte. Ihre Mutter hatte nach dem Tod ihres Vaters nicht nur den Kontakt zu den Eltern ihres Mannes abgebrochen, sie hat auch deren Existenz verleugnet. Obwohl sich Juliane stets auf ihre Mutter verlassen konnte und sie ihr immer mit Rat und Tat zur Seite stand, verschlechtert sich das Verhältnis der beiden daraufhin enorm. Juliane kann nicht verstehen, warum die Mutter nie etwas erzählte, so dass es ihre Beziehung stark beeinträchtigt.

Als Juliane nach Fliederoog zog, gab es nicht nur freundliche Gesichter, die sie dort antraf. Einige Mitmenschen passte es so gar nicht, dass sie dort aufkreuzte, aber war das ihr Verschulden oder warum standen diese ihr so ablehnend gegenüber.
Juliane, die den Menschen offen entgegentritt, findet Freunde und Nachbarn, mit denen sie sich gut versteht.
Aber es gibt auch Dinge, die sie nicht versteht, vor allem, welches Geheimnis verbirgt sich hinter den Ringen, die sie immer mal wieder zu sehen bekommt und von denen sie inzwischen auch welche besitzt? Fragen dazu werden nur ausweichend oder gar nicht beantwortet.

Auch in diesem Roman vermittelt die Autorin Gabriella Engelmann deutlich ihre Liebe zu den Nordseeinseln, obwohl Fliederoog keine Insel, sondern eine Hallig ist.
Gabriella Engelmann versteht es wie keine andere, den Leser mit auf die Insel zu nehmen. Man hat das Gefühl, alles mit eigenen Augen zu sehen, den Leuchtturm zu erklimmen, in der Lore mitzufahren. Die Empfindungen der Protagonistin sind hautnah spürbar, als wäre man sie selbst. Die unglaubliche Schönheit der Insel sieht man mit den Augen der Autorin und sie kann einen nur faszinieren. In Gedanken habe ich schon meine Koffer gepackt, weil ich genau das sehen will, was die Autorin mir bildlich vorgestellt hat.

Mit der Protagonistin Juliane hat die Autorin eine Frau geschaffen, die man gern als Freundin hätte. Anfangs skeptisch, macht sie sich mit der Lage vertraut, bevor sie zu einem abschließenden Entschluss kommt.
Als Leser ist man förmlich dabei, wie sie anhand von Briefen, Zettelchen, Bildern, Gesprächen und vielem anderen ihre Großmutter Ada kennenlernt. Eine Frau, die sie sehr gern gekannt hätte und der Wunsch wird immer größer, je mehr sie über diese in Erfahrung bringt.

Auch mit den Gegebenheiten einer Hallig muss sie sich vertraut machen, ein ihr völlig fremdes und ungewohntes Terrain, aber ist das was, was man immer haben möchte?
Gabriella Engelmann hat die Eigenheiten und Besonderheiten einer Hallig sehr gut recherchiert, so dass sich dem Leser der Verdacht aufdrängt, sie würde auf einer leben.

Das Cover des Buches ist ein absoluter Augencatcher. Man muss das Buch einfach in die Hand nehmen und sich ansehen und das nicht nur wegen dem traumhaften Bild. Die Haptik des Einbandes tut sein übriges, ich weiß nicht, wie oft ich mit den Fingern darüber gestrichen habe, denn es zieht mich immer magisch an.

Das Buch ist wieder ein absolutes Lesehighlight gewesen, aber man kann mit einem Buch der Autorin auch nicht viel falsch machen.
Ich fühlte mich rundum wohl auf Fliederoog, habe Juliane mit all ihren Sorgen und Nöten begleitet und mit ihr auf der Hallig gelebt.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

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cornwall, dana paul, liebe, ein zimmer über dem meer, cornwell

Ein Zimmer über dem Meer

Dana Paul
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548613246
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Kims Verlobter Jake mit dem Flugzeug über dem Meer abstürzt, bricht für sie eine Welt zusammen. Ein Leben ohne ihn ist für sie unvorstellbar geworden, so dass sie beschließt, ihrer großen Liebe in den Tod zu folgen.
Sie sucht sich eine Klippe, die in der Nähe des Absturzortes liegt, und will dort ihrem Leben ein Ende bereiten. Während sie noch zögernd auf der Klippe steht, kommt die alte Janet vorbei und verhindert den Sprung. 
Janet, die in der Nähe der Klippen wohnt, nimmt Kim mit zu sich, wo diese zur Ruhe kommen soll. 
Ihr Enkel Dan, der in regelmäßigen nach seiner Großmutter sieht und für sie Besorgungen macht, ist von dieser Idee so gar nicht begeistert, denn niemand weiß, wo die Fremde her kommt und was sie im Schilde führt.
Kim ist noch lange nicht soweit, ihr Vorhaben aufzugeben, da gibt ihr Janet ein altes Tagebuch, in dem sie eine Geschichte aus ferner Zeit zu lesen bekommt.
Es ist das Tagebuch, in der die stumme Leandra ihren Leidensweg mit einem ungeliebten Ehemann aufgezeichnet hat. Auch sie wollte einst von der Klippe springen und wurde gerettet.
Aber was soll Kim mit der Geschichte anfangen, wird sie ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen?...

Das Pseudonym Dana Paul ist der bekannten Autorin Corina Bomann zuzuordnen, dessen Bücher mich immer wieder in ihren Bann ziehen.
So geschehen auch mit diesem Buch, das den Leser an die Küste Cornwalls bringt.

Klippen haben ihren eigenen Reiz. Sie liegen meist in einer wundervollen Landschaft mit Blick aufs Meer, aber sie können auch Orte des Todes werden, nämlich genau in dem Moment, in dem man sich von ihnen zu stürzen gedenkt.
Mit genau diesem Ziel sucht sich Kim die Klippe aus, von der sie ihrem verstorbenen Verlobten Jake in den Tod folgen will. Bevor sie jedoch ihr Vorhaben in die Tat umsetzen kann, wird sie von Janet von den Klippen weggebracht.
Während Kim noch in den ersten Tagen nach ihrem verschobenen Vorhaben vor sich hin brütet, versucht Janet sie wieder zu erden.
Mit dem Tagebuch von Leandra, das sich seit 200 Jahren im Besitz ihrer Familie befindet, hofft sie auf ein Umdenken Kims, in dem sie es ihr zum lesen gibt.
Kim ist fasziniert von der Geschichte, die aber Fragen offen lässt und denen sie nun auf die Spur geht.

Ein weiterer wundervoller Roman der Autorin Corina Bomann, der sich nicht nur um Trauer, Verlust und Resignation dreht, sondern der auch Hoffnung, Liebe und Glauben wiederspiegelt.

Dan, der Kim anfangs mit widerstrebenden Gedanken und Gefühlen begegnet und glaubt, dass sie seine Großmutter nur ausnutzen will, wird sich besinnen und auf Kim bauen, als Not am Mann ist.

Der Autorin gelingt es mühelos, den Leser mit nach Cornwall zu nehmen. Man spürt förmlich, wie der Wind einem um die Nase weht und der Geruch des Meeres ist fast greifbar.
Eine traumhafte Kulisse, sympathische Protagonisten und eine Story, die den Leser nicht nur die gegenwärtigen Ereignisse erleben lässt, sondern ihn auch mit in eine Vergangenheit zieht, runden das Bild ab. 
Man mag das Buch nicht aus der Hand legen, zumindest ging es mir so. Ich wollte wissen, wie es Kim ergehen wird und auch, was mit Leandra passiert ist.

Ob alle Fragen geklärt werden, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Ich spreche für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus.

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217 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

barbarazweig, heiligendamm, liebe, ostsee, weihnachten

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anfang Dezember 1902 findet Christian Baabe eine schiffbrüchige Frau am Strand des Ostseebades Heiligendamm. In ihren Händen hält sie einen Zweig, den sie sich auch nicht wegnehmen lässt. 
Christians Familie führt in Heiligendamm das Hotel Baabe, wohin er auch die junge Frau mitnimmt.
Sie jedoch weiß weder, wo sie herkommt noch wie sie heißt. Mit dieser Tatsache ist sie Christians Mutter ein Dorn im Auge.
Die junge Frau freundet sich mit Christians Schwester Johanna an. Diese soll nach dem Willen ihrer Eltern demnächst verheiratet werden - mit einem Mann, den sie nicht liebt. Die Familie ihres Liebsten ist mit ihren Eltern seit ewigen Zeiten im Streit, so dass keine Hoffnung besteht, den Mann heiraten zu können, den sie liebt.
Die junge unbekannte Frau wird von Johanna Barbara genannt, denn der Zweig, den sie in Händen hielt, ist ein Barbarazweig. An diese Tradition konnte sich die Fremde noch erinnern und erzählt Johanna davon. 
Wer am 04.12. einen Obstzweig ins Wasser stellt und dessen Blüten zu Weihnachten aufgehen, soll im nächsten Jahr eine gehörige Portion Glück haben.
Johanna, die wegen der ungeliebten Hochzeit alles Glück der Welt brauchen kann, schneidet sich ebenfalls einen Zweig. Beide Frauen hoffen nun auf das große Wunder, denn gebrauchen können sie es beide...

Mit ihrem neuesten Roman entführt die Autorin Corina Bomann den Leser zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Heiligendamm.
Es ist eine Zeit, in der oftmals noch die Ehen nach dem Willen der Eltern geschlossen wurden. Da ging es nach Ansehen und Stand, persönliche Belange der zu Vermählenden waren nicht gewünscht.

So sind in diesem Roman Johanna und Christian die Leidtragenden. Johanna liebt einen Mann, den sie nie heiraten darf, da ihre Eltern in Streit liegen. Christian fühlt sich zu der fremden jungen Frau hingezogen, die in den Augen seiner Mutter nicht standesgemäß ist. Zudem weiß ja auch niemand, wo sie herkommt und was sie im Schilde führt.
Die Mutter unterbindet alles im Keim und drückt den Anfängen ihren eigenen Stempel auf.

Corina Bomann versteht es wieder einmal mehr, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Die Geschichte spielt in der Vorweihnachtszeit und bringt dem Leser auch die Tradition der Barbarazweige nahe. Mir war diese bislang völlig unbekannt, aber sie fasziniert mich, so dass ich mich im kommenden Dezember auch einmal daran versuchen werde.

Die Protagonisten des Romans kommen dem Leser sehr authentisch vor. Man lernt die sympathische Fremde kennen, wie auch die Geschwister Johanna und Christian und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Man nimmt als Leser an ihren Schicksalen Anteil und wünscht ihnen nur das allerbeste.
Bei den Eltern reicht es leider nur bis zum Kopfschütteln, die zwar selbst seinerzeit aus Liebe geheiratet haben, dies aber ihren Kindern verwehren wollen.
Die Sympathieträgerin des Buches ist für mich die fremde Frau, die Barbara genannt wird. Sie kommt zu Leuten, die sie nicht kennt, in eine ihr unbekannte Umgebung und weiß nicht, wer sie ist. Sie versucht verzweifelt, sich zu erinnern. Auch die Anfechtungen von Christians Mutter nimmt sie ruhig und beherrscht auf, beugt sich allem, was ihr dort widerfährt, ohne aufzubegehren. Sie zeigt eine Größe, die bewundernswert ist und die sie absolut liebenswert erscheinen lässt. Eine Frau, die man selbst gern als Freundin hätte.

Ein wunderbarer Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte. Man leidet, liebt und agiert mit den Protagonisten und ist sofort mittendrin im Geschehen.
Der Schreibstil der Autorin macht es möglich, das Buch genießen zu können. Es gibt keine Längen oder Schnörkel, die es künstlich in die Länge ziehen, da ist jede Zeile es wert, gelesen zu werden.

Das Cover des Buches ist ausgesprochen gelungen. Die Blüten werden mit kleinen glitzernden, in Gold gehaltenen, Tupfen umrahmt, die etwas erhaben auf dem Cover zu finden sind.

Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.

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112 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

liebe, krimi, seniorenheim, senioren, michaela grünig

Ohne Ziel ist der Weg auch egal

Michaela Grünig
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783426516522
Genre: Humor

Rezension:

Für Lenja bricht eine Welt zusammen, als ihr Freund Ben die Beziehung beendet und sich gleichzeitig für "Ärzte ohne Grenzen" verpflichtet. 
Sie kann es nicht verstehen. Zu ihrem Glück geht es für ihn aber nicht gleich los, denn er wird vorher noch kurze Zeit als Vertretung in einem Seniorenheim als Arzt arbeiten, dem Seniorenheim, in dem auch seine Oma untergebracht ist.
Lenja, die Drehbuchautorin und auch immer auf der Suche nach neuen Ideen ist, sieht ihre Gelegenheit gekommen, sich in das Seniorenheim einzuschleichen.
Kurzerhand lässt sie sich in die 76-jährige Karla verwandeln und zieht ins Heim ein, um ihrem Liebsten näher zu sein und auf den Zahn zu fühlen. Optimalerweise will sie Ben natürlich zurückgewinnen.
Wird ihr das gelingen?...

Was für ein herrlicher erfrischender Roman, war mein erster Gedanke, als ich das Buch endgültig zuklappen konnte.

Auf die Idee, sich in eine alte Frau zu verwandeln, um die Liebe eines Mannes zurückerobern zu können, muss man erst einmal kommen.
Lenja hat sich da in etwas verrannt, sie will Ben zurückerobern. Ihre Hoffnung ist, durch ihre Maskerade zu erfahren, warum er sie verlassen hat und wie sie ihn zurückbekommen kann.
Ihre zwei engen Freunde denken, dass sie einen Knall hat und auch genau das war mein Gedanke.

Natürlich geht nicht alles glatt, denn wie will sie zum Beispiel einem Pfleger erklären, dass sie nicht überall altersgemäß aussieht? Nur ihre Hände wurden Dank einer Creme auf alt getrimmt, die Arme, wo dieser Blut abnehmen wollte, nicht. So blieb ihr nichts anderes übrig, als sich der Blutabnahme zu verweigern. Auch noch andere nette Begebenheiten gibt es, die Lenja in Bedrängnis geraten lassen, dem Leser aber ein schadenfrohes Lächeln ins Gesicht drücken.
Sicher umschifft sie jedoch jede Herausforderung. 

Sie lernt ihre Mitsenioren kennen, ihre Macken und Eigenheiten und muss feststellen, dass diese gar nicht so trottelig daherkommen wie gedacht. Ja im Gegenteil, sie bekommt von diesen auch noch Unterstützung.

Dann gibt es im Heim Unregelmäßigkeiten, Pflegekräfte werden verletzt. Lenja, die immer auf der Suche nach neuen Ideen für ihre Drehbücher ist, wittert die Gelegenheit, hier spannenden Stoff recherchieren zu können. Das ganze ist nicht ganz ungefährlich.

Lenja als Protagonistin war anfangs nicht ganz mein Fall, sie war mir zu fixiert auf ihren Verflossenen, da sie an nichts anderes mehr dachte.
Im Laufe der Geschichte entwickelte sie sich aber zu einer Frau, die ich mochte und die ich sehr gern begleitet habe.

Obwohl es hauptsächlich um Lenja und ihren Vorsatz, Ben zurückzuerobern geht, erhält Tim, Lenjas Freund und Kollege, einen eigenen Erzählstrang. Da Lenja einfach in Urlaub gegangen ist, muss er nun die fehlenden Drehbücher schreiben und die Firma am laufen halten, was ihm zunehmend schwer fällt. Zumal ihm auch noch Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.

Es ist ein Roman, mit dem ich mich sehr gut unterhalten fühlte. Ein Buch, bei dem man die Seele baumeln lassen kann und die man einfach auf sich wirken lässt. Man kann locker abschalten und sich einfach auf sie einlassen.
Ein Liebesroman mit ein paar kriminellen Aspekten, bei dem man sich keinen Moment langweilt, im Gegenteil, man will als Leser wissen, wie es ausgeht und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Ein tolles Buch für zwischendurch, das ich gern weiterempfehle.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das U-Boot auf dem Berg

Ulrich Fasshauer , Regina Kehn
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 20.01.2017
ISBN 9783864293672
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mauritius ist ein Einzelgänger, der keine Freunde hat. Er ist fast 12 Jahre alt und wird in der Schule der Blobfisch genannt. Den Namen haben ihn Klassenkameraden gegeben, als er sich einmal zu einem Thema in der Schule gemeldet hatte, das ihn wirklich interessierte.
Mauritius ist fasziniert von der Tiefsee, liest darüber sehr viel und weiß recht gut bescheid. 
Er hat eine imaginären Freund, Herrn Glimm. Das ist ein Fantasiefisch, der Mauritius' Kummer auffrisst
Sein 12. Geburtstag steht an und seine Eltern fragen ihn, was er sich denn wünschen würde. Er wünscht sich ein U-Boot, denn Fußbälle hat er schon, obwohl er Fußball nicht einmal mag. Seine Eltern sind enttäuscht.
Eines Tages ist plötzlich sein durchgeknallter Onkel da und zieht vorübergehend in Mauritius' Zimmer, was dieser nicht ganz so toll findet.
Aber er merkt recht schnell, dass sein Onkel so ganz anders ist als andere Menschen, verrückt und ein wenig gaga. Aber Langeweile gibt es bei ihm nicht und das macht ihn zum Favoriten von Mauritius, der nur noch eins will, auch so verrückt sein wie sein Onkel. 

Als sein Geburtstag naht, würde er gern Mieke, die Nachbarstochter, einladen, aber so richtig traut er sich nicht. Das Ende vom Lied ist, dass er die gesamte Klasse einlädt und der Onkel das Chaos komplett macht, denn er hat ein ganz besonderes Geschenk für Mauritius...

Mauritius ist ein Junge, der es schwer hat. Er wohnt mit seinen Eltern in einer alten Mühle und muss nun sein Zimmer räumen, als urplötzlich Onkel Christoph vor der Tür steht. Aber mit dem Onkel ändert sich sein Leben komplett. Dessen Ideen treffen nicht immer auf seine Zustimmung, schon gar nicht, wenn er mit ihm zur Schule kommt. Aber was hat er an sich, dass die Leute ihn trotzdem mögen, selbst seine Lehrerin? Onkel Christoph ist anders, fast immer gut drauf und nimmt sich Zeit für Mauritius. Das ist etwas, was seine Eltern sehr selten haben. So ist es nicht verwunderlich, dass er viel Zeit mit seinem Onkel verbringt und diesen verehrt.
Aber die Sache hat einen Haken, nicht alle Ideen sind wirklich gut überlegt. Einige sind sogar gefährlich, die Mauritius letztendlich wieder zum Alleingänger stempeln.

Ein ungewöhnliches Kinderbuch, das der Autor Ulrich Fasshauer hier vorlegt. Er erzählt die Geschichte eines Jungen, der für die Tiefsee lebt und sich mit diesem Hobby ins Ausseits manövriert hat.
Erst als sein Onkel auftaucht, kommt er ein wenig aus seiner Ecke heraus und wird offener und mutiger.
Mauritius lernt mit der Wesensart seines Onkels umzugehen und muss später sogar erkennen, wie er wirklich ist. 

Es ist ein Buch über Freundschaft, Krankheit und erste Verliebtheit und wurde für 10 - 12-jährige Kinder geschrieben. Die Geschichte zeigt auch, dass man an seine Träume glauben soll und dass sie vielleicht ja doch einmal in Erfüllung gehen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

humor, tiffan, liebe, feuerwehrmann, katzenroman

Tiffany

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 07.02.2017
ISBN 9783740724832
Genre: Liebesromane

Rezension:

Katzenbesitzer kennen das. Katzen miauen, kratzen, schmollen, ignorieren ihr Personal. Warum sie das tun, bleibt meist ungewiss.
Genau so hält auch Juli es, sie redet mit ihrer Katze Tiffany. Wenn Tiffany Hunger hat, gibt sie es laut und deutlich zum besten, meist versteht Juli das auch und reagiert, aber alles andere? Was will sie, womit ist sie nun wieder nicht einverstanden? Fragen, die niemand beantworten kann, oder doch?

Eines Tages, Juli redet wieder mit Tiffany, antwortet diese ihr. Es ist nicht erkennbar, wer von den beiden sich mehr erschreckt hat.
Nachdem sich beide an den Gedanken gewöhnt haben, merken sie, wie positiv das alles sein kann. Vor allem Tiffany scheut sich absolut nicht, ihrem Personal mitzuteilen, was ihr alles nicht gefällt und was geändert werden könnte.
Das fängt ganz harmlos mit der Lieblingssorte des Fresschens an und hört mit dem gewünschten neuen Schlafplatz noch lange nicht auf.

Es könnte ja alles so schön sein, wenn Juli nicht Leander kennengelernt hätte. Tiffany gefällt es so gar nicht, dass da jemand auf der Couch sitzt, der zwar nett ist, der ihr aber ihre Position bei Juli streitig machen will.
Juli widerum weiß nicht so recht, wie sie die Tatsache Leander gegenüber ansprechen soll, dass sie mit Tiffany redet. Was sollte er von ihr denken? Wird er sie für völlig durchgeknallt halten?
Irgendwann dann stellt auch Tiffany Juli vor die Wahl, er oder sie, wie soll sich Juli entscheiden?

Wie gern würde ich als Katzenbesitzer wissen, was genau meine Fellnasen wollen. Es wäre schon ein Vorteil, wenn man sich mit ihnen verständigen könnte. Was könnte man noch tun, um es ihnen gut gehen zu lassen, welche Probleme haben sie?
Aber wie alle anderen muss auch ich alles raten oder erahnen.

Juli, die Protagonistin des Buches von Larissa Schwarz, hat das Glück, ganz urplötzlich mit ihrere Katze sprechen zu können. Das hat jedoch zur Folge, dass Tiffany Forderungen stellt, die nicht wirklich bescheiden zu nennen sind. 
Auch wenn man seine Katze liebt, muss man ihr jeden Wunsch erfüllen? Zumal diese auch nicht immer preiswert sind.

Das Buch ist unterhaltsam, humorvoll und lädt das ein oder andere mal zum schmunzeln ein. 
Es macht Spaß, Tiffany und Juli bei ihren Gesprächen zu belauschen und sich seinen Teil zu denken.
Tiffany braucht ein Spielzeug, klar. Aber die Auswahl, die sie dann trifft, ist schon ein wenig makaber und ich möchte gern unsichtbar dabei sein, wenn sie in Gegenwart von Gästen damit spielt. Da geht mein Kopfkino mit  mir durch.

Tiffany ist ein wenig zickig und bringt das auch ganz gut rüber. Juli, die ihre Katze liebt, versucht alle ihre Wünsche zu erfüllen, was nicht immer honoriert wird, aber Tiffany ist eben eine Katze und die haben bekanntlich ihren eigenen Kopf.

Ein wirklich schönes Buch, das man aufgrund der vorhandenen 157 Seiten schnell durchgelesen hat.
An dem Buch haben mit Sicherheit nicht nur Katzenliebhaber ihre Freude.

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71 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

thriller, cold cases, john katzenbach, thrille, krimi

Die Grausamen

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426306031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sie sind schon ein ungewöhnliches Gespann, das man da zusammengetan hat, Gabriel (Gabe) Dickinson und seine Partnerin Marta Rodriguez-Johnson.
Gabe wurde in die neu gegründete Cold-Case-Abteilung gesteckt, weil aus dem ehemaligen Topp-Polizisten ein Alkoholiker wurde, der seit einem Bootsunfall, bei dem sein Schwager ums Leben kam, sein eigenes nicht mehr auf die Reihe bekam. Seine Ehe wurde geschieden, sein Sohn  blieb bei seiner Frau. Der einzige Freund, der ihm blieb, war der Alkohol.
Marta ist Witwe und lebt allein mit Tochter und Mutter zusammen. Sie arbeitete bei der Drogenfahndung, bis sie bei einem Einsatz versehentlich ihren Partner erschoss. Ihre Kollegen vertrauen ihr nicht mehr, ja schlimmer noch, sie vertraut sich selbst auch nicht.
Die beiden sind nunmehr für alte, ungelöste Fälle verantwortlich. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, die mehr von Langeweile geprägt waren, stoßen sie auf 4 Fälle, die 20 Jahre zurückliegen. Als sie anfangen, darin herumzustochern, tut sich ihnen ein weiterer Fall auf, dem Verschwinden der 13-jährigen Tessa. Gibt es zwischen diesen Fällen einen Zusammenhang und warum scheint es noch immer brisant zu sein, sich mit ihnen zu beschäftigen? ...

Zwei verkrachte Existenzen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch müssen sie miteinander klarkommen, sich arrangieren. Es dauert eine Weile, bis sie wissen, wie sie den jeweils anderen zu nehmen haben. 
Gabe und Marta haben sich die 5 Fälle vorgenommen, die ihrer Meinung nach zusammenhängen. Sie graben tief in den 20 Jahre zurückliegenden Fällen. Die Chance, nach all der Zeit überhaupt noch neue Erkenntnisse gewinnen zu können, ist verschwindend klein und doch geben sie nicht auf. 
Es dauert nicht lange, bis sie jemandem auf die Füße getreten sind, man will sie von den Fällen abziehen, aber für sie geht es jetzt um alles. Irgendwer will verhindern, dass sie ihre Arbeit machen. Tote pflastern ihren Weg, es macht irgendwie keinen Sinn.

Zur Polizeiarbeit und der erneuten Spurensuche nach den Mördern nimmt der Leser auch Anteil an das Leben der beiden Protagonisten Marta und Gabe. Man erlebt beide an den Wendepunkten ihres Lebens. Sie können beide nicht tiefer sinken, sie wissen es, nehmen ihre letzte Chance an und wollen sie zum Erfolg führen. Sie kommen aber auch an den Punkt, an dem es nicht schlimmer werden kann und an dem ihnen die Konsequenzen klar sind, wenn sie dort weitermachen. Man will sie stoppen, aber das ist für sie keine Option mehr.
Sie lernen, einander zu vertrauen, doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Ein spannender Thriller, der mit dem Verschwinden der 13-jährigen Tessa beginnt, die nach dem Besuch bei einer Freundin nicht nach Hause kam.
Der Fall wurde nie gelöst, erst 20 Jahre später interessiert man sich wieder dafür.
Während man zu Beginn des Buches, nach dem Prolog, ruhig in die Geschichte eingeführt wird, nimmt sie anschließend Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich und die Spannung steigt. Man fiebert als Leser mit, rätselt, wie könnte es zusammenhängen, wer sind der / die Mörder? 
Auch wenn ich für mich eine These aufgestellt hatte, musste ich sie durch immer neu hinzugekommende Erkenntnisse revidieren bzw. anpassen. Obwohl ich mit meiner Vermutung nicht so verkehrt lag, überraschte mich das Ende dann doch.

Hat man sich in die Geschichte eingelesen, will und kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man ist gefesselt und mag nicht mehr aufhören zu lesen. 
John Katzenbach lässt den Leser unmittelbar an den Gedanken der Protagonisten teilhaben. Kenntlich gemacht sind sie in kursiver Schrift, mal sachlich, mal sarkastisch, aber immer als Ergänzung zum gerade geschehenen.

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, grübele ich noch immer über den deutschen Titel nach "Die Grausamen". Ganz erschließt er sich mir nicht. Ich bin mit anderen Erwartungen herangegangen, die mir der Titel suggeriert hat, die sich jedoch nicht erfüllten.

Es ist ein Thriller, den ich sehr gern weiterempfehle. Spannend von der ersten Seite an, mit einem stetig steigenden Spannungsbogen und mit einem überraschenden Ende.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

hennig

Leilani - Die Blume des Himmels (Blütenträume 2)

Annette Hennig
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 04.04.2017
ISBN 9781477828182
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es kommt eins zum anderen. Nicht nur Rose, Leilanis Mutter, stirbt, sondern ihr verheirateter Kollege und zudem Liebhaber wendet sich ungeniert einer jüngeren Kollegin zu.
Während sie den Nachlass ihrer Mutter durchsieht und auf deren Wunsch das Haus verkaufen will, findet sie ein Gemälde, das recht wertvoll zu sein scheint und welches eine Villa darstellt. Leilani kann sich schwer vorstellen, wie ihre Mutter an dieses Gemälde gekommen sein soll, denn finanziell wäre sie definitiv dazu nicht in der Lage gewesen. Da sie momentan nichts mehr in Hannover hielt, macht sie kurzerhand gemeinsam mit ihrer Freundin Urlaub und ist auf den Weg an die Küste, wo sie recht bald auch dem Charme der Insel Rügen unterliegt.
Tief vom Verrat ihres Liebhabers getroffen, nimmt sie die Chance eines Neuanfangs auf der Insel Rügen war, als sie sich ihr in Form einer Praxis dort bietet...

Auch dieser Roman der Autorin Annette Hennig spielt auf 2 Zeitebenen. Während die in der Vergangenheit die Zeit von 1945 bis 1961 umfasst, spielt die andere im Jahr 1990 als Gegenwart.
Der Vergangenheitsteil schließt nahtlos an Teil 1, "Floras Traum vom roten Oleander" an. Der Leser erfährt, wie es mit der Familie von Langenberg weitergeht, wobei das Hauptaugenmerk auf das Heranwachsen von Viola geht. Flora von Langenberg, ihre Mutter, hat noch immer das Zepter in der Hand und bestimmt nach eigenem Gütdünken über die Geschicke ihrer Familie. Obwohl als Mensch sehr dominant und fast nicht tragbar, ist sie andererseits erfolgreich und durchsetzungsfähig. Deutlich spürbar ist die Abweisung, die Flora ihrer Tochter Viola entgegenbringt.
Die Reue kommt zu spät, Viola und auch ihrer geliebten Schwester Rose gegenüber.

Im Jahr 1990 ist Leilani die Hauptprotagonistin, eine Ärztin, die in Hannover lebt. Nach dem Tod der Mutter und dem Vertrauensbruch ihres Liebhaber zieht sie sich auf die Insel Rügen zurück, wo sie einen Neuanfang wagt. Das Gemälde, das sie von ihrer verstorbenen Mutter hat, lässt sie Nachforschungen betreiben. Sie findet das Haus auf Rügen. Ihr kommen Fragen und Zweifel, wer war ihre Mutter Rose? Sie war ihre einzige Verwandte, aber stimmte das so? Fragen zu ihrem Vater wurden nie beantwortet. 
Andere Gegenstände kommen ihr zwischen die Finger, die neue Fragen aufwerfen. Wird es ihr gelingen, diese Fragen alle zu beantworten?

Sehr gekonnt hat Annette Hennig wieder die beiden Zeitebenen miteinander verwoben. Fragen, die nach dem Lesen des 1. Bandes beantwortet wurden, bringen neue auf. Auch dieser Teil endet mit einem Cliffhanger und lässt den Leser hoffend zurück, dass es mit der Fortsetzung nicht so lange dauern möge.

Altbekannte Protagonisten, wie beispielsweise Flora und Heinrich aus Teil 1 sind auch hier wieder anzutreffen, denn ihre Geschichte wird ja weitererzählt.
Neu hinzugekommen ist Leilani, eine sympathische junge Frau, die einfach nur Pech mit Männern hat. Auch wenn sie zu Beginn des Buches noch einiges verklärt sah, so ist sie doch eine Frau, die weiß, was sie will und auch, was nicht. Sie muss man einfach mögen, ob man will oder nicht.
Mit Flora ist das so eine andere Sache. Ich weiß nicht wirklich, ob ich die Frau so verdammen soll, wie ich es fühle. Sie ist inzwischen eine alte Frau, die versucht, einiges gut zu machen, zwar immer noch sehr dominant, aber doch bemüht, vergangenes Unrecht wieder gut zu machen.

Ich mag Bücher mit Familiengeheimnissen, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen. 
So ist es für mich einfach ein Muss, die Bücher von Annette Hennig zu lesen. Sie kann das, nimmt mich mit auf die Reise und zieht mich in den Strudel der vergangenen und gegenwärtigen Zeit. Durch Angaben der Zeiten fällt es dem Leser leicht, sich zu orientieren. 
Es ist eine wunderbare Geschichte, die noch immer nicht zu Ende ist. Ich fühlte mich wohl beim Lesen und wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Das Buch und ich waren verwachsen, schließlich wollte ich wissen, wie es ausgeht.
Nun heißt es wieder warten, bis der letzte Teil der Trilogie erscheint.

Ich mag die Bücher der Autorin und empfehle sie immer gern weiter, so dass ich auch für dieses nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen kann.
Jedoch sollte vor dem Lesen dieses Buches der 1. Teil gelesen werden.

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

titanic, liebe, christiane lind, rache, schiffsunglück

Weiße Rosen und die Titanic

Christiane Lind
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei null, 18.03.2017
ISBN B06XMXQSJS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Luise und Paula sind Freundinnen seit Kindertagen. 
Paula, die aus gutgestelltem Hause kommt, hat mit ihren Eltern gebrochen und gemeinsam mit Luise in Berlin ein neues Leben aufgebaut. Sie arbeiten beide am Theater, Paula als Schauspielerin und Luise als Kostümbildnerin. Beide lieben ihre Arbeit und finden Erfüllung darin, bis sie von einem auf den anderen Tag arbeitslos werden.
Es scheint sich alles gegen sie verschworen zu haben, denn zeitgleich verlieren sie auch ihre Wohnung. Nun ist guter Rat teuer.
Da passt es ganz gut, dass sie beide Tickets für die erste Klasse auf der Titanic haben, die ihnen ein Jugendfreund von Paula aus Amerika geschickt hatte.
Sie haben keine Wahl, sie müssen auf das Schiff, in Berlin oder anderswo haben sie keine Perspektive, zumal ihnen auch noch ein gefälschter Schuldschein das Leben schwer macht. Wird ihnen ein Neuanfang in Amerika gelingen?...

Paula und Luise haben sich vor vielen Jahren einen Feind gemacht. Sie waren noch Kinder, aber der Feind vergaß nicht. Im Gegenteil, er steigerte sich in eine Liebe, auf Paula fixierend, hinein, die ihn handeln ließ. 
Paula, die am Theater ständig mit weißen Rosen von einem ihr unbekannten Verehrer bedacht wurde, ist nicht ganz unglücklich darüber, dass sie nunmehr ihr Leben in Berlin aufgeben soll, kann sie doch auf diesem Weg ihrem Stalker entkommen. 
Sie geben alles auf, um in Amerika neu anfangen zu können.

Sie sind Passagiere auf der Titanic, dem unsinkbaren Schiff. Ein Schiff, das Geschichte geschrieben hat, jedoch keine rühmliche.
Selbst am Landungssteg überlegen die beiden Frauen noch, ob sie es wirklich wagen sollen, denn die Omen stehen schlecht. Eine Frau weigert sich auf das Schiff zu gehen, sie hatte von einem Unheil geträumt. 
Aber Paula und Luise können nicht anders, sie müssen auf dieses Schiff, das zugegebenerweise ein absoluter Traum ist. Sogar Passiere der 3. Klasse reisen mit ihm komfortabler als auf anderen Schiffen. 

Während Luise sich mit dem Steward Leonard anfreundet und sie sich in ihn verliebt, hat Paula die Bekanntschaft mit Ferdinand von Fahlbusch gemacht. Ein Mann, den sie teils nett findet, der aber andererseits auch für Gänsehaut sorgt. Wohl fühlt sie sich nicht unbedingt in seiner Nähe, obwohl er seinen Charme spielen lässt.

Die Autorin Christiane Lind lässt den Leser nicht nur an den Gefühlen der Protagonisten teilnehmen, sie nimmt den Leser auch mit auf eine unbeschreibliche Fahrt auf der unsinkbaren Titanic.
100 Jahre ist es her, dass dieses atemberaubende Schiff seinerzeit zu seiner Jungfernfahrt auslief, aber nie sein Ziel Amerika erreichte. Viel hat man bislang darüber gelesen, gesehen und gehört.

Mit ihrem Buch hat die Autorin jedoch den Leser an den Ereignissen teilhaben lassen. Während sich menschliche Tragödien abspielen, ist man unmittelbar dabei, den Verlauf der letzten Stunden dieses unsinkbaren Schiffs mitzuerleben.
Man spürt förmlich die Angst und Panik der Menschen, die sich auf diesem Schiff aufhalten. Mit 20 Rettungsbooten ist das Schiff definitiv unterbesetzt, so dass von vornherein absehbar ist, wie es ausgehen wird. 
Der Leser ist vom Erstkontakt mit dem Eisberg bis zum Sinken der Titanic dabei, auch noch, wenn die geretteten Passagiere geborgen werden. Man hat das Gefühl, die Stimmen aus dem Wasser zu hören, das Sinken life mitzuerleben.
Christiane Lind hat nicht nur die Titanic selbst hervorragend recherchiert, selbst die Ereignisse der Schiffskatastrophe und die Rettung der Überlebenden werden glaubwürdig widergegeben. 

Viele Überraschungen bringt das Buch nicht. Die Katastrophe der Titanic, deren Ursachen und Ausgang sind hinlänglich bekannt. Auch innerhalb der Story gibt es wenig Überraschungen, die man nicht schon vermutet und erwartet hat.

Die Kombination von Liebesgeschichte und historischem Hintergrund macht den Reiz des Romans aus. Durch die detaillierten Beschreibungen der Titanic konnte ich mich mittels Kopfkino auf der Titanic umschauen, habe im großen Saal diniert, bin die Gänge entlang gelaufen und habe das Deck gesehen wie auch vieles andere. Die Faszination Titanic lebt auch noch nach 100 Jahren und begeistert.
Christiane Lind hat einen packenden Roman vorgelegt, der nicht nur unterhält, sondern der auch den Leser auf eine Reise mitnimmt, von der es keine Wiederkehr gibt.

Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter. 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

toskana, baumann

Das Gut in der Toskana

Margot S. Baumann
E-Buch Text: 366 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477821084
Genre: Sonstiges

Rezension:

Allegra arbeitet in Frankfurt / Main gemeinsam mit ihren Eltern, die ein Bestattungsunternehmen betreiben. Als ihr italienischer Großvater einen Schlaganfall erleidet, ist sie es, die sich auf den Weg macht, um ihm hilfreich zur Seite stehen zu können. Was sie jedoch nicht erwartet hatte, war der unfreundliche Empfang ihres Großvaters, den sie so nicht wiedererkannte. Der sonst so liebevolle und herzliche Mensch hat sich irgendwie in Luft aufgelöst. Allegra jedoch lässt sich nicht vergraulen, auch nicht, als sie auf Massimo trifft. Massimo ist der Neffe des Gutsbesitzers Lorenzo Ferretti, der ein langjähriger Freund von Allegras Großvater ist und auf dessen Landgut dieser lebt.
Massimo ist ein gut aussehender Mann mit Machogehabe, der in Allegra widersprüchliche Gefühle auslöst. Treffen die beiden aufeinander, sieht man die Funken förmlich fliegen, bis sie sich zusammentun, um einem Familiengeheimnis auf die Sprünge zu kommen...

Die Autorin Margot S. Baumann entführt den Leser mit ihrem neuesten Werk in die Toskana.
Durch ihre gekonnte bildhafte Beschreibung hat der Leser das Gefühl, sich vor Ort zu befinden. Jedenfalls erging es mir so. 
Die Beschreibungen der Landschaft versetzten mich in die Toskana, ließen mich die Luft schnuppern und ein Gefühl des Erkennens aufleben, obwohl ich noch nie dort gewesen war.

Allegra ist nicht ganz unglücklich darüber, dass sie es ist, die zu ihrem Großvater fahren soll, nachdem dieser einen Schlaganfall erlitten hatte.
Im Betrieb ihrer Eltern erledigt sie die Buchhaltung, was sie nicht gerade glücklich macht, die Arbeit füllt sie nicht völlig aus. So kommt ihr die Abwechslung, die sie in der Toskana erwartet, gerade recht. Dass sie dabei wieder ihren liebevollen Großvater trifft, freut sie umso mehr. 
Wie überrascht aber ist sie, als sie statt dessen einen mürrischen, schlecht gelaunten Mann antrifft, der so gar keine Ähnlichkeit mit ihrem Großvater hat und der sie am liebsten gleich wieder nach Hause schicken würde.
Aber Allegra ist nicht der Mensch, der sich von irgend etwas abschrecken lässt, sie kann mindestens genauso stur wie ihr Großvater sein.
Auf dem Landgut, auf dem ihr Großvater lebt, trifft sie auf den Angestellten Massimo, nicht wissend, dass er der Neffe des Gutsherren ist. Ihn hält sie für anmaßend, frech und unkompetent, was neben den Missverständnissen auch zu Reibereien kommt. Obwohl sie sich nicht leiden können, besteht eine Anziehung zueinander, der sie sich zu widersetzen versuchen.
Massimo, der noch an seiner Verlobten festhält, stellt das ein oder andere mal fest, dass Allegra sich in bestimmten Dingen wie seine Verlobte verhält. Demzufolge sind doch eh alle Frauen gleich und kennt man eine, kennt man alle.
Erst als sie aufeinander angewiesen sind, um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen, erkennen sie, wie der jeweils andere wirklich tickt.

Zum wiederholten Mal hat mich die Autorin in eine mir fremde Umgebung versetzt. Wie gehabt versteht sie es, den Leser in genau diese hineinzuversetzen, sich dort wohl zu fühlen. Am liebsten hätte ich meine Koffer gepackt, um genau das sehen zu wollen, was sie den anderen Touristen aus dem Roman gezeigt hat.
Die Protagonisten Allegra und Massimo machen im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch. Obwohl sie mir schon von Beginn an sympathisch waren, verstärkte sich das Gefühl bei mir, als ich miterleben durfte, wie sie einem Geheimnis auf die Spur kommen wollten. Mit Tricks und Überlegung gelingt es ihnen, gemeinsam Informationen zu sammeln, an die der einzelne nicht gekommen wäre. Durch das Zusammenspiel der beiden können sie neues Leid vermeiden.

Das Zusammenspiel von Story, den landestypischen Beschreibungen und der Entwicklung der Geschichte ist stimmig. Gerne habe ich mich gemeinsam mit den Protagonisten in der Toskana aufgehalten und mit ihnen gestritten, gelebt und erkundet. Ich fühlte mich wohl dort und habe traurig die letzte Seite umgeschlagen. Traurig, weil die Geschichte zu Ende war und ich mich von den Protagonisten verabschieden musste.
Das Buch wurde wieder mit einem wunderschönen Cover versehen, das schon stimmlich auf die Toskana einstimmt.
Wie schon so oft, auch dieses Buch der Autorin empfehle ich sehr gern weiter.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

oman, wüste, geheimnis, archäologie, geheimnisse

Das Versprechen der Wüste

Katherine Webb , Katharina Volk , Anna Thalbach , Gabriele Blum
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 14.11.2016
ISBN 9783837135770
Genre: Romane

Rezension:

Für Joan Seabrook geht ein Traum in Erfüllung, als sie gemeinsam mit ihrem Verlobten Rory die Gelegenheit erhält, in den Oman zu gehen. Dort will sie nicht nur ihren Bruder Daniel besuchen, der dort als Soldat stationiert ist, sondern sie will auch ihr großes Idol Maude Vickery treffen. Diese ist eine bekannte und inzwischen gealterte Entdeckerin des Oman, hat diesen bereist und ihn entdecken dürfen.
Es kommt auch zu einem Treffen, aber Joan kommt von diesem sehr ernüchtert wieder zurück. Maude gab sich ihr gegenüber sehr abweisend und hat ihr auf den Kopf zugesagt, was sie von deren Entdeckerlust hält. 
Es wird weitere Treffen geben und die beiden Frauen freunden sich ein wenig an. Dann wird Maude sie eines Tages um einen Gefallen bitten...

Die Autorin Katherine Webb entführt den Leser in die arabische Welt, in den Oman ins Jahr 1958. 
Während Joan voller Elan in den Oman fährt, mit der Hoffnung, dass sie diesen bereisen und erkunden darf, muss sie feststellen, dass im Land Krieg herrscht und sie ihre Wünsche zurückschrauben muss. Ihr einziger Hoffnungsschimmer liegt nunmehr an einem Treffen mit ihrem Vorbild Maude Vickery, die sie seit jeher bewundert.
Während sie diese ab und an besuchen darf, entfremdet sich ihr Verlobter ihr gegenüber immer mehr und obwohl sie hinter den Grund kommt, hält sie an ihm fest.

Erst der britische Kommandant Charlie Elliott macht es ihr möglich, dass sie sich im Land umsehen und sie auch Abenteuer erleben kann.

Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. 
Der eine Erzählstrang liegt im Jahr 1958 und spiegelt die gegenwärtigen Ereignisse um Joan und Maude dar.
Ein weiterer Erzählstrang spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in dem man Maude als junge Frau erleben kann, wie sie die Wüste durchquerte. Das allein war schon eine gewaltige Leistung, dass sie eine Frau war, machte die Sache noch interessanter.

Aus der anfänglich ein wenig naiven Joan wird im Laufe der Geschichte eine selbstbewusste junge Frau, die weiß, was sie will und das auch durchzusetzen versteht. Bei einigen Dingen in ihrem Leben braucht sie zwar einen kleinen Anstupser, aber einmal in die Spur gebracht, bringt sie die Dinge auch zu Ende.

Als Leser ist man bei allem nahe dabei, erkundet mit den Frauen den Oman und steht ihnen bei ihren Entscheidungen zur Seite.
Auch wenn das Buch einige Längen hat, ist man gepackt von der Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Man möchte wissen, wie sie ausgeht und verschlingt die Seiten.
Mit dem Handlungsort Oman ist die Autorin einmal andere Wege gegangen als in ihren vergangenen Büchern, die bislang immer in England spielten. Sie hat sich mit dem Oman auseinandergesetzt und sehr gut recherchiert, was sich auch im Buch wiederspiegelt.
Die Autorin vermittelt in ihrem Buch auch ein wenig arabisches Zeitgeschehen, das man so, zumindest ich, nicht kannte.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen und somit den Stimmen von Anna Thalbach und Gabriele Blum lauschen dürfen. Die beiden geben Joan und Maude ihre Stimme und machen so das Gehörte ein wenig plastischer. Es ist ein Vergnügen, ihnen zuzuhören.

Ein etwas anderer Roman der Autorin, fernab von England, aber nicht weniger spannend als ihre herkömmlichen Bücher.

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125 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

erinnerungen, fantasy, familie, gabe, erinnerung

17 - Das erste Buch der Erinnerung

Rose Snow
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2016
ISBN 9781540563828
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit Jahren gelingt es Jo nicht, irgendwo Fuß zu fassen. Immer, wenn sie sich gerade an eine Schule gewöhnt oder Freunde gefunden hatte, heißt es wieder Koffer packen und umziehen.
Seit dem Tod ihrer Mutter hat ihr Vater das Nomadenleben aufgenommen und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht.
Ihre aktuelle Station ist nunmehr Hamburg und Jo macht sich keinerlei Hoffnungen, dass das der letzte Ort werden würde, wo sie leben.
Ihr Vater erzählt ihr nicht viel über ihre Mutter, was sie ihm auch übel nimmt. Nicht einmal über deren Tod weiß sie so richtig Bescheid.

In der Schule lernt sie die beiden Jungen Adrian und Louis kennen. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Adrian abweisend arrogant und ein Einzelgänger ist, ist Louis der umgängliche nette Typ, der sehr gern mit Jo befreundet sein möchte.

Zu all dem Neuen beschäftigt Jo noch eine Tatsache. Sie scheint, Erinnerungen der einzelnen Personen wahrnehmen zu können. Das passiert durch Körperkontakt und lässt sich auch nicht beeinflussen, weder, wie alt die Erinnerung ist noch wie lange sie dauert.
Aber kann das sein? Was ist, wenn mit ihr etwas nicht in Ordnung ist und sie sich das ganze nur einbildet? Ist Jo ein Freak?...

Mit Jo haben die Autorinnen eine Protagonistin erschaffen, die dem Leser sofort sympathisch ist. Man leidet mit ihr wegen der ständigen Umzüge, die ihr Vater gemeinsam mit ihr vornimmt und kann das genausowenig nachvollziehen.
Ein Aufatmen kann man sich nicht verkneifen, als der Vater urplötzlich verlauten lässt, dass sie nunmehr in Hamburg bleiben werden. Aber aus welchem Grund?

In die Geschichte findet der Leser sehr schnell hinein. Man lernt die Protagonisten kennen und grübelt gemeinsam mit Jo, was mit ihr gerade geschieht.
Sympathische und geheimnisvolle Protagonisten vervollständigen die Story, von der man sich nicht lösen kann und mag.

Die Autorinnen vermögen es, den Leser zu fesseln und ihn nicht mehr loszulassen. Mit seinen nicht mal 300 Seiten hat man es auch recht schnell durchgelesen und steht dann am Ende da mit einem Cliffhanger. Wie fies ist das denn?

Mit diesem Buch hält der Leser ein Buch in den Händen, das einen gefangen nimmt. Was anfangs normal anfängt, entpuppt sich als Buch mit einem fantastischen Touch mit vielen Rätseln. Diese werden jedoch nicht in diesem Teil gelöst, man darf also gespannt bleiben.
Ein Buch, nicht nur für Jugendliche, das ich sehr gern weiterempfehle.  

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

schottland, liebe, claudia winter, glückssterne, hochzeit

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:


Die Anwältin Josefine weiß genau, was sie will. Sie hat einen tollen Job und wird demnächst ihren Kollegen Justus heiraten. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, da verschwindet der Familienring aus dem Safe ihrer Mutter. 
Ohne diesen Ring kann sie nicht heiraten, denn bislang sind alle Ehen kaputt gegangen, die ohne ihn geheiratet haben. Ihre Großmutter hat zudem angekündigt, nicht zur Hochzeit zu erscheinen, wenn Josefine ohne ihn heiraten sollte.
Nun ist guter Rat teuer. Als herauskommt, dass ihre Cousine Charlie den Ring gestohlen hat und sich mit ihm in Richtung Schottland auf den Weg gemacht hat, bleibt Josefine nichts anderes übrig, als ihr hinterher zu reisen.
Ob es ihr wohl gelingen wird, den Ring wieder an sich zu bringen?...


Ein weiterer wundervoller Roman der Autorin Claudia Winter. Sie lässt erst den Familienring entführen, um anschließend genau dasselbe mit dem Leser zu machen. Die Reise geht nach Schottland, dessen Reizen nicht nur die Protagonistin Josefine verfallen wird.


Auf der Suche nach ihrer Cousine Charlie und demzufolge auch dem Ring, trifft Josefine auf ihre beiden verschrobenen, jedoch absolut liebenswerten Tanten Bri und Li. Wer aus ihrer Familie hat ihr die beiden auf den Hals gehetzt? Traute man ihr nicht zu, allein in Schottland klarzukommen? Die beiden kleben an ihr wie Pech und Schwefel, müssen sie auch, denn die beiden haben ein Auto zur Verfügung, das man Josefine wegen vergessenem Führerschein versagt hatte.
Die Suche gestaltet sich nicht ganz einfach. Dabei trifft sie bei den verschiedensten Gelegenheiten immer wieder auf den Womanizer Aidan, mit dem sie bereits im Flieger erste Bekanntschaft machen musste. 
Ein Bäcker, wie sie recht bald feststellen musste, naja, eh nichts für sie.
Dann müssen Aidan und Josefine jedoch feststellen, dass sie plötzlich beide auf der Suche sind.


Ein fantastisches Zusammenspiel der unterschiedlichsten Protagonisten beginnt in Schottland. Josefine auf der Suche, ihre Tanten im Schlepptau und immer wieder mal Aidan. Eine Konstellation, die den Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.
Man taucht ein in die Geschichte und wird verzaubert.
Was ist dran an der Geschichte mit dem Ring, ohne den niemand heiraten sollte, wenn man glücklich werden will?


Claudia Winter entführt mich nach Schottland und ich habe das Gefühl, vor Ort zu sein. Ich begleite die Protagonisten und erlebe die Reise und Suche hautnah mit. 
Den Geschmack des Kuchens habe ich förmlich auf der Zunge, kann ich auch in real, denn die Rezepte hängen hinten mit an.
Ich fühle mich so richtig wohl mit dem Buch, kann den Alltag vergessen und in eine andere Welt eintauchen.


Das Cover des Buches ist ein Eyecatcher, es zieht den Leser förmlich an. Ich mag es, wenn die Titel geprägt sind, so dass ich immer wieder das Bedürfnis verspüre, über den Einband zu streichen.
Das Buch ist versehen mit Klappen, hinter denen sich, in rot / weiß gehalten, ein Spruch versteckt.


Ich kenne inzwischen alle Bücher der Autorin und bin begeistert von ihrem Schreibstil und ihren Ideen, die sie in den Büchern umsetzt. Ein Buch von ihr zu lesen heißt, sich wohl zu fühlen, irgendwo anzukommen, Entspannung pur zu erleben.


Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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331 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

pferde, liebe, familie, scheidung, frankreich

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Sarah lebt für ihren Traum, an der französischen Reitakademie Cadre Noir zu reiten. Ihr Großvater, bei dem sie lebt, unterstützt sie dabei, war er doch einst selbst dort Reiter, bis er die Akademie verlassen musste.
Als ihr Großvater Henri einen Schlaganfall hatte und ins Krankenhaus musste, ist Sarah allein und ohne Beistand. Sie versucht das Unmögliche, allein klarzukommen und für ihr Pferd Boo finanziell aufzukommen, ein Ding der Unmöglichkeit.
Natasha ist Anwältin und lebt in Scheidung von ihrem Mann Mac. Ihr Tagesablauf ist bis auf die Minute durchgeplant, sie ist gut organisiert und hasst Chaos. Aber genau das bekommt sie, als Sarah unverhofft in ihr Leben tritt und alles verändert.
Plötzlich lebt sie irgendwie wieder mit ihrem Noch-Ehemann Mac zusammen und ist auch noch, wenn auch mehr als unfreiwillig, verantwortlich für die 14-jährige Sarah. Das kann nicht gut gehen, zumal Sarah irgendetwas zu verschweigen scheint...

Von der Autorin Jojo Moyes kenne ich fast alle Bücher und war überrascht, dass jetzt erst ein Buch in deutsch verlegt wurde, dass schon 2009 in England erschienen ist. Ein wenig skeptisch war ich wegen dem Thema Pferd. Ich mag zwar Tiere, kann Pferden aber nie wirklich Interesse beibringen.

Sarah ist ein 14-jähriges Mädchen, das sich gegen den Rest der Welt durchzusetzen versucht. Als ihr der Halt ihres Großvaters abhanden kommt, versucht sie, allein klarzukommen. Alles was sie liebt, sind ihr Großvater und ihr Pferd Boo. Aber Boo will Futter, braucht einen sauberen Stall, aber so, wie es momentan aussieht, scheint ihr auch das alles zwischen den Fingern zu entgleiten. Cowboy John, dem der Stall noch gehört, will ihn verkaufen, der neue Käufer will Boo und scheut sich nicht, mit unlauteren Mitteln vorzugehen.
Sarah setzt alles daran, weiter auf Boo zu reiten, damit sie beide nicht vergessen, was sie gelernt haben, denn ihr großes Ziel ist die Reitakademie Cadre Noir in Frankreich. 
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sie alles, was ihr lieb ist, auf eine Karte. Sarah trifft in der Not eine Entscheidung.

Natasha und Mac müssen zusammenhalten, um Sarah ein halbwegs normales Leben zu sichern, zumindest solange, bis der Großvater wieder aus dem Krankenhaus kommt. Natasha, die von der Idee alles andere als begeistert ist, lässt Sarah spüren, dass sie unwillkommen ist, so dass diese sich auf Mac orientiert. Der Ärger mit und um Sarah scheint Natasha wegen ihrer Vorurteile rechtzugeben. Aber Natasha sieht sich eines Tages gezwungen, ihr ganzes Leben auf eine Karte zu setzen und Entscheidungen mit großer Reichweite zu treffen.

Ein wunderbarer Roman von Jojo Moyes, der anders ist als die bislang veröffentlichten, aber nicht weniger den Leser berührend. 568 Seiten, die sich fast von allein lesen, wenn man einmal in die Geschichte eingetaucht ist. 
Als Leser lernt man die drei Protagonisten Sarah, Natasha und Mac kennen und freundet sich mit ihnen an. 
Sarah ist die Person, die mich am meisten beeindruckt hat. Ein Mädchen, das schon seit Jahren einen Traum hat, den sie nicht in Frage stellt und den sie unbedingt erfüllt sehen möchte. Das Schicksal hat es bislang nicht gut mit ihr gemeint. Ihre Mutter und Großmutter sind tot, so dass ihr nur noch der Großvater blieb, der nun aufgrund eines Schlaganfalls auch ausfiel. Sie versucht, allen gerecht zu werden, muss aber scheitern. Dann kommt sie zu Natasha und Mac und spürt deutlich Natashas Ablehnung ihr gegenüber.

Es treffen drei unterschiedliche Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können und doch müssen sie miteinander klar kommen. Natasha und Mac können nicht miteinander, so dass die Bedingungen noch erschwert sind, ein harmonisches Zusammenleben zu praktizieren.

In diesem Roman der Autorin geht es um Liebe, Vertrauen, Hoffnung und der Erfüllung eines großen Traumes. Ein Aufgeben ist keine Option, für keinen von ihnen.
Es ist ein sehr berührender Roman, der mir auch die Tränen in die Augen trieb. Ich habe die drei Protagonisten begleitet, mit ihnen gelebt, geliebt und gelitten und war bei allem hautnah dabei.
Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht, Seite für Seite der Geschichte zu folgen und auf ein glückliches Ende zu hoffen. Das ist ja bekannterweise nicht immer bei ihren Büchern vorgegeben.
Wie dieses Buch ausgeht?
Lest es, ich kann an der Stelle nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen, es lohnt sich.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

stephanie plum, janet evanovich, mord, hacken, kaution

Kuss Hawaii

Janet Evanovich , Thomas Stegers
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.05.2015
ISBN 9783442482566
Genre: Liebesromane

Rezension:

So etwas kann natürlich nur Stephanie Plum passieren. 
Nachdem sie schlagartig ihren Hawaii-Urlaub abgebrochen hat, sitzt sie zu allem auch noch neben einem Toten im Flieger. Dieser soll ihr vor seinem Ableben auch noch ein Foto zugesteckt haben, das nun das FBI und andere zwielichtige Typen suchen.
Stephanie befand sich auch kurze Zeit im Besitz des Fotos, bis sie es kurzerhand in den Müll beförderte, nachdem sie es entdeckt und nicht zuordnen konnte. Auch kann sie keine Auskunft über den Mann machen, der auf dem Foto zu sehen war, denn ein kurzer Blick reichte nicht aus, um ihn sich dauerhaft zu merken.
Nun ist guter Rat teuer, denn es gibt ein paar Leute, die partout in den Besitz des Fotos kommen wollen ...

Stephanie Plum agiert nun bereits zum 18. Mal in Trenton als Kopfgeldjägerin, sehr zum Vergnügen der Leser.
Wie schon in den Vorgängerbänden hat sie mit ihrer Tätigkeit, NVG-ler (nicht vor Gericht erschienene Personen) aufzufinden, nur mäßigen Erfolg. Sie und ihre übergewichtige Freundin und Kollegin Lula lassen sich auf die kuriosesten Arten von diesen austricksen, nur damit sie nicht von den beiden abgeführt werden müssen. Für diese immer wieder neuen Tricks gebührt der Autorin meine Achtung.
Weiter geht es auch im Liebeskarussell zwischen Stephanie, Morelli und Ranger. Sie kann sich einfach nicht entscheiden, fühlt sie sich doch zu beiden hingezogen. 

Auch wieder mit am Start sind die bereits bekannten Protagonisten wie Stephanies Eltern, ihre etwas durchgeknallte Großmutter, die sich keine Aufbahrung in Trenton entgehen lässt, Conny, Morelli, Ranger und natürlich Lula.
Stephanie und Lula sind ein spezielles Gespann, sie jagen NVG-ler, das jedoch nicht ohne ordentlichen Proviant und da geht alles. Die beiden essen, was das Zeug hergibt, Ungesundes und Fettiges, es ist unglaublich.

Pleiten, Pech und Pannen und flotte Sprüche sind die Garnierung der Geschichte. Sie halten den Leser bei der Stange. Die kriminale Handlung läuft nebenbei, Hauptaugenmerk wird auf die Protagonisten und ihr Tun bzw. Versagen gelegt, sehr zur Freude der Leser.

Neben dem üblichen Chaos rund um Stephanie dreht sich in diesem Roman alles um ein Foto, in dessen Besitz sie kurzseitig gewesen war. Nicht nur das FBI hätte gern das Foto, auch Gestalten, die sich an ihre Fersen geheftet haben.

Die Geschichte um Stephanie ist auch zum 18. Mal turbulent, chaotisch und ein wenig durchgeknallt. Liebenswerte Protagonisten hauchen dem Buch Leben ein und bringen den Leser zum Schmunzeln.
Es ist möglich, die Bücher der Reihe einzeln zu lesen, es macht jedoch bedeutend mehr Spaß, wenn man die Reihe von Beginn an verfolgt und die Entwicklung der Dreiecksbeziehung Stephanie, Morelli und Ranger miterlebt hat.

Ein Buch, dass zu unterhalten versteht und das ich gern weiterempfehle.

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29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

stephenie meyer, unauffälligkeit, sicherheit, schutz, folter

The Chemist – Die Spezialistin

Stephenie Meyer , Andrea Fischer , Marieke Heimburger , Luise Helm
Audio CD
Erschienen bei Argon, 08.11.2016
ISBN 9783839815410
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

An Juliana Fortis kommt man nicht so ohne weiteres vorbei. Sie ist Verhörspezialistin, hat sie doch lange für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung gearbeitet. Sie weiß Dinge, die ihr gefährlich werden können, so dass sie auf der Abschussliste ist und sich somit auf der Flucht befindet.
Als man ihr anbietet, einen allerletzten Auftrag zu übernehmen, greift sie zu, da man ihr versicherte, sie könnte sich anschließend ins Privatleben zurückziehen.
Ihre Aufgabe ist es, Informationen zu erlangen, die bestimmte Personen verweigern. Sie hat ihre eigenen Methoden, letztendlich an die Infos zu kommen. Dank ihrer Kenntnisse als Biochemikerin an Gasen und giftigen Substanzen ist es ihr bislang immer gelungen, diese aus ihnen "herauszukitzeln".
Ihr letzter Auftrag befasst sich mit dem Lehrer Daniel Beach, der eine biologische Katastrophe im großen Rahmen geplant hat. Alles soll sie aus ihm herausholen und sie wird nicht zimperlich sein. Sie greift tief in ihre Trickkiste, um ihm die Informationen zu entlocken, aber er weigert sich vehement, etwas zu verraten. Aber Dr. Fortis hat bis jetzt jeden geknackt und sie wird es auch mit einem Lehrer aufnehmen können, oder? ...

Juliana Fortis ist eine Frau, die ständig ihre Namen und Wohnorte ändert. Sie arbeitete lange für eine US-Spezialeinheit, die sich auf Verhöre spezialisiert hat. Juliana kennt sich bestens aus, was die Methoden angeht, Informationen von Menschen zu erlangen, die diese nicht freiwillig preisgeben wollen. Sie sind nicht schön und nicht fein, sie sind brutal und hinterlistig. Aber sie tut dies für ihren Staat und glaubt, das richtige zu tun.
Auch als sie auf Daniel Beach trifft, glaubt sie daran, dass alles seine Berechtigung hat und sie eine Katastrophe verhindern kann. Aber mit diesem, ihrem letzten, Auftrag läuft alles quer. Nicht nur, dass Daniel ihr versucht klarzumachen, dass er der Falsche ist, sie fängt auch noch an, ihm das zu glauben und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und die ist gefährlich.

Der Name Stephenie Meyer suggeriert dem Leser eine spannende Geschichte. Bislang bekannt durch ihre Twilight-Saga mit Vampiren und einer großen Liebe, war ich natürlich neugierig, wie sich die Autorin in einem völlig anderen Genre schlagen wird. 
Mit diesem Buch vereint die Autorin Thrillerelemente mit einer Liebesromanze und bringt diese auch glaubhaft dem Leser nahe.

Juliana ist eine taffe Biochemikerin, die nicht zimperlich ist und glaubt, dass das, was sie tut, richtig ist. Sie will ihren Staat schützen und tut dafür, was sie mit ihren Mitteln machen kann.
Daniel ist Lehrer, ausgesprochen sympathisch und kann nicht glauben, was ihm passiert und auch nicht, dass trotz des Geschehens sich Gefühle für Juliana entwickeln.
Juliana und Daniel geraten in einen Strudel, der gefährlich ist, ihnen den Tod bringen kann, der sie aber auch aneinander kettet.

Das Buch beginnt schleppend, zu viele Details und Beschreibungen, die man auch hätte kürzer fassen können. Die Geschichte wird dann aber spannend und erfährt einen stetigen Wechsel zwischen Thriller und Liebesgeschichte. 
Eine völlig andere Stephenie Meyer tut sich dem Leser hier auf, die hier zwar mit bekannten Elementen, wie der Liebesgeschichte punkten kann, aber auch überraschenderweise mit dem Genre Thriller anbandelt. Die Autorin hat den Sprung gewagt und er ist geglückt.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen. Das Buch wurde durch die Schauspielerin und Synchronsprecherin Luise Helm eingelesen. Ihre Stimme übt auf mich immer wieder aufs Neue ihre Faszination aus. Ich mag es, wie sie liest und bin immer wieder auf der Suche nach Hörbüchern, die sie eingelesen hat. Sie liest ruhig und bestimmt und vermag es, zumindest mich, mit ihrer Stimme zu fesseln. 

Mir hat das Buch / Hörbuch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter, egal, ob als Buch oder als Hörbuch.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Eine perfekte Lüge

Lucie Whitehouse , Elvira Willems
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783833310010
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Mark und Hannah sich kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Mark hat eine eigene Firma, die er sich schon als junger Mann aufgebaut hatte. Aus beruflichen Gründen ziehen sie von New York zurück nach London. Hannah hat es schwer, dort einen Neuanfang zu schaffen, denn mit einer Arbeitsstelle klappt es nicht.
Hannahs heile Welt bricht zusammen, als Mark eines Tages nicht wie verabredet von einer Geschäftsreise zurückkommt. Sie kann ihn telefonisch und auch sonst wie nicht erreichen. Sie gerät in Panik und versucht herauszubekommen, was mit ihm ist, hat er eventuell eine Andere?
Während sie verzweifelt nach ihm sucht, muss sie feststellen, dass ein Ordner in seinen Unterlagen fehlt und das, was sie am meisten trifft, ihr Konto bis auf ein paar Dollar völlig leergeräumt wurde.
Was hat das zu bedeuten? ...

Ein Albtraum wird für Hannah wahr, als ihr Mann von einer Geschäftsreise nicht zurückkommt. Schon sehr bald gerät sie in ein Gestrick von Lügen, die sie an dem Mann zweifeln lassen, den sie liebt und mit dem sie verheiratet ist.
Als er Tage später wieder auftaucht, frühstückt er sie mit fadenscheinigen Erklärungen ab, die sie zunächst auch glaubt.
Das rosa Kartenhaus fällt für sie jedoch endgültig zusammen, als sie ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit entdeckt und  sie  erst erst da realisiert, wie lange sie schon von ihrem Mann belogen wurde.

Die Suche und Aufdeckung von Geheimnissen und einer dunklen Vergangenheit machen die eigentliche Geschichte aus. Was mit einer Verspätung begann, entwickelt sich im Laufe der Story in Fakten und Gewissheiten, die Hannahs Leben für immer verändern werden. Durch Hannahs Beharrlichkeit, nun die ganze Wahrheit erfahren zu wollen, sieht ihr Mann sich genötigt, ihr immer weitere Lügen aufzutischen. 
Das war manchmal ein wenig zu viel, denn ich ahnte zu schnell, worauf es hinausgehen wird und das fand ich sehr schade. Für mich hätte der Überraschungseffekt ein wenig länger hinausgezogen werden, so gab es für mich leider zum Ende hin nicht mehr den Aha-Effekt.

Hannah ist eine Frau, die sympatisch ist und sehr zielstrebig in dem, was sie tut. Der Roman ist aus Hannahs Sicht geschrieben, so dass der Leser jederzeit weiß, was sie denkt und tut. Durch sie erfährt man auch einen Blick in ihre Vergangenheit.

Die Geschichte ist gut konstruiert und liest sich hintereinander weg. Man mag es nicht aus der Hand legen, bevor es zu Ende gelesen wurde.
Der Schreibfluss der Autorin ist leicht durchgängig und kommt ohne große Pausen und langatmige Phrasen aus.
Der Spannungsbogen, der zu Beginn angesetzt wurde, kann durchweg gehalten werden und steigert sich zum Ende noch.

Ein Thriller, der ohne viel Blut und Gemetzel auskommt und doch nichts an Spannung vermissen lässt.
Wenn er nicht so vorhersehbar gewesen wäre, hätte es auch 5 Pfötchen gegeben, so muss ich leider eines abziehen.

Ein durchaus lesenswerter Thriller, den ich gern weiterempfehle.

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

wales, liebe, seenotrettung, vergangenheit, pferde

Ein Gefühl wie warmer Sommerregen

Ella Simon
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.07.2016
ISBN 9783442483839
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie leichtsinnig muss man sein, um mit einem Schaf gemeinsam von den Klippen zu fallen, denkt sich Alis Rivers. Diese fischte den Tierarzt Evander Davies, der das Schaf retten wollte, gemeinsam mit ihren Kollegen der südwalisischen Küstenwache aus dem Meer und rettete ihm damit das Leben. Aber es sollte nicht die letzte Begegnung mit ihm sein.

Alis liebt die Arbeit bei der Küstenwache, ist es doch das, was sie immer wollte. Sie lebt ihren Beruf und trauert dem Leben, das ihre Mutter noch immer auf einer Pferdefarm führt, keine Träne nach. Der Kontakt zur Mutter ist nicht wirklich herzlich, aber als diese Alis bittet, ihr aus Krankheitsgründen auszuhelfen, macht sie sich auf den Weg. 
Dass sie dort jedoch den Tierarzt Evan als denjenigen erkennt, den sie vor einiger Zeit aus dem Meer gezogen hat, war nicht vorhersehbar, genausowenig wie die Gefühle, die sie für ihn entwickeln wird...

Auf das Buch aufmerksam gemacht wurde ich durch eine Lesung, die die Autorin gab. Sie las aus genau diesem Buch und machte mich neugierig darauf, zurecht, wie ich feststellen durfte.

Das Buch glänzt mit Protagonisten, die für sich selbst sprechen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, Ereignisse aus der Vergangenheit ruhen nicht und bestimmen zum Teil noch heute die Geschehnisse.

Alis ist eine taffe junge Frau, die ihren Weg gegangen ist. Seit sie von zu Hause weg ist, arbeitet sie in Tenby bei ihrer Tante in der Buchhandlung und während ihrer Freizeit und bei Noteinsätzen bei der Küstenwache. Das ist genau das, was sie will. Nun hat sie die Chance, Bootsführerin zu werden und damit eine Festeinstellung zu erhalten. 
Alis zeigt, was alles möglich ist, wenn man nur will. Sie ist eine Frau in einer Männerdomäne, aber sie steht ihren "Mann" und ihre Kollegen stehen voll hinter ihr. Als sie von Matthew, mit dem sie schon seit Jahren liiert ist, einen Heiratsantrag bekommt, lehnt sie ab, denn mehr als Freundschaft ist für sie nicht drin.

Als sie von ihrer Mutter gebeten wird, doch für ein Weilchen nach Hause zu kommen, tut sie das aus Pflichtgefühl, ohne wirklich daran zu glauben, dass ihre so robuste Mutter wirklich krank sein könnte. Sie hatte gehofft, ihre Vergangenheit abstreifen zu können, aber dort kommen wieder alle Erinnerungen hoch, denen sie sich nun endlich stellen muss.

Das Buch ist mehr als nur ein Liebesroman, so wie es vom hübschen Cover her suggeriert wird.
Die Autorin hat die Arbeit der Küstenwache genau beobachtet und recherchiert, so dass man als Leser das Gefühl hat, bei den Einsätzen hautnah dabei zu sein. Es kommt real und glaubhaft beim Leser an, wie auch die Arbeiten auf einer Pferdefarm.

Mit den fast durchgehend sympathischen Protagonisten kann die Autorin ebenso punkten. Egal, ob es sich um Alis oder Evan handelt, Alis' Mutter Joan, Evans Schwester Sienna oder Rhys, man muss sie einfach mögen. Auch sie haben ihre Geschichte und machen eine Entwicklung durch, die den Roman abrunden.

Ella Simon, die auch unter ihrem Realnamen Sabrina Qunaj Fantasyromane schreibt, war mir von diesen her ein Begriff. Da das jedoch nicht wirklich mein Metier ist, war ich froh über die Chance, etwas anderes von ihr lesen zu können. Ich bin froh, dass sie den Schritt außerhalb der Fantasy gewagt hat und könnte ein Fan von ihr werden.

Ein sehr schöner Roman, der nicht nur Urlaubsflair und Romantik mit Liebe präsentiert, sondern auch ernste Themen anspricht und dem Leser die lebensrettende Arbeit der Küstenwache näherbringt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

finnland, liebe, freundinnen, auszeit, neubeginn

Finnischer Schnee von gestern

Mina Teichert
E-Buch Text: 398 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995451
Genre: Romane

Rezension:

Der Schock sitzt tief, als Vivien ihren Verlobten Christian mit einer anderen im Bett erwischt. 10 Jahre sind auf einmal auf ein nichts reduziert. Als sie dann auch noch einen Autounfall hat, verbünden sich ihre drei Freundinnen und legen fest, dass sie gemeinsam Silvester in Finnland feiern.
Vivien auf andere Gedanken bringen, Abstand gewinnen - soweit der Plan.
Solja, eine der Freundinnen, soll alles organisieren und schon kann es losgehen.
Die Männer bleiben zuhause, versorgen selbständig die Kinder, Handyverbot wird ausgesprochen, keine Zigaretten, Probleme werden zu Hause gelassen - was soll also den Trip nach Finnland stören? ...

Vivien hat die Nase gestrichen voll von Männern, ganz speziell von ihrem Ex-Verlobten Christian. Dieser letzte Seitensprung, den er sich geleistet hat, war definitiv auch sein letzter in ihrer Beziehung.
Leider hat sie auch in ihrem Job so einiges verbockt, so dass sie momentan gar keine Perspektive hat. Es passt ihr auch nicht wirklich in den Kram, dass ihre Freundinnen mit ihr nach Finnland reisen wollen, um dort Silvester gemeinsam zu verbringen. Schließlich begann vor 10 Jahren ihre Beziehung mit Christian in Finnland, wo sie schon einmal mit ihren Freundinnen zu Silvester dort waren. Solja, die zur Hälfte Finnin ist und die Frau eines zukünftigen Bürgermeisters, lädt ihre Freundinnen zu dem Trip nach Finnland ein, wo sie gerade bei ihrer Tante zu Besuch ist. Solja hat eine Villa geerbt, in der sie gemeinsam wohnen und feiern wollen, aber die Villa ist meilenweit von den Vorstellungen der Frauen entfernt und nicht nur das scheint in die Hose zu gehen.

Vier Freundinnen, die seit ihrer Schulzeit eng miteinander verbunden sind, auch wenn sie nicht mehr ganz so aufeinanderkleben wie zu dieser Zeit. Seit ihrer Schulzeit sind einige Jahre vergangen, Vivien lebt seit 10 Jahren mit Christian zusammen und ist Grafikerin geworden, Solja ist verheiratet mit einem Unternehmer, der nun in die Politik gehen will, Esther ist verheiratet und hat vier Kinder und Meike ist verheiratet und hat 1 Kind.

Natürlich bleibt es nicht aus, dass die 4 Frauen ihre Probleme mit auf Reisen nehmen, die Handys klingeln ständig und auch sonst sind sie reich gesegnet mit Pleiten, Pech und Pannen.
Dann gibt es auch noch Arwo, ein Mann, auf den Vivien immer wieder trifft und den auch Solja zu kennen scheint. Nur weiß sie so gar nichts gutes über Arwo zu berichten und lässt ihn mehr oder weniger links liegen.

Die Autorin Mina Teichert unterhält mit diesem Roman den Leser mit Humor und Einfallsreichtum.
Eine heruntergekommene Villa mit einem Bewohner, der ein Vielfraß ist, Typen, die wie Rocker aussehen, Ehemänner, die ständig anrufen, ein Typ, der sich sicher ist, Vivien zu kennen, geheimnisvolle Briefe und jede Menge Schnee machen die Geschichte rund.

Die 4 Freundinnen reden, schweigen, zanken und brüllen sich auch mal an, dass die Fetzen fliegen. Aber sie sind Freundinnen und auch wenn es schwer fällt, sie müssen sich zusammenraufen, denn es gibt Probleme, die gelöst werden wollen.

Ein wunderbarer Roman, der das Thema Freundschaft und Liebe beinhaltet.
Es macht Spaß, den Trip aus der Sicht von Vivien zu erleben, ihre Gedanken zu erfahren und bei den kleinen und großen Pannen der Reise dabei zu sein.
Oftmals musste ich grinsen, zu anschaulich hat die Autorin bestimmte Geschehnisse wiedergegeben. Das Kopfkino funktionierte gut, so dass ich alles bildlich vor Augen hatte.

Ein lockerer und humorvoller Roman, den man nicht aus der Hand legen mag. Eingekuschelt in eine Decke, einen Tee an der Seite und dieses Buch, was will man mehr? 
Ich habe mich köstlich amüsiert und empfehle das Buch sehr gern weiter.

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