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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Schnauze, das Christkind ist da!

Karen Christine Angermayer , Annette Swoboda , Andrea Sawatzki , Christian Berkel
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 03.10.2016
ISBN 9783837134728
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Gerade noch liegt Bruno, der Hund der Familie, gemütlich auf der Erde und denkt, wie angenehm ruhig sein Leben doch ist. Ganz im Gegenteil zu dem turbulentem Weihnachten vom letzten Jahr, wo ihn Katzendame Soja mit ihrem Yoga genervt hatte. Da fällt ihm ein, dass sein Frauchen gesagt hätte, dass es eine Überraschung geben würde.
Tja, die Überraschung ist doch tatsächlich Soja, die plötzlich neben ihm steht. Ihr Frauchen hat sich, wie schon im letzten Jahr, auf eine Reise begeben und Soja hier abgegeben.
Oh weh, denkt Bruno, nun ist es doch mit der Ruhe vorbei, die er so sehr genießt.

Soja ist es auch, die ihm erzählt, dass Brunos Frauchen ein Baby erwartet und das auch noch in nächster Zeit. Ja sicher, diese ist ein wenig fülliger geworden, aber ein Baby? Machen die nicht Krach und ist es dann mit seiner Ruhe nicht endgültig vorbei?
Auch fällt ihm ein, dass er seinerzeit, als er noch ein kleiner Welpe war, einen kleinen Bruder hatte. Was mag aus ihm geworden sein? Eine Frage, der Soja nachzugehen gedenkt...

Was für ein schönes Hörbuch. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Bruno und Soja erzählt.
Soja wird von der Schauspielerin Andrea Sawatzki gesprochen und Bruno vom Schauspieler Christian Berkel. Beides sind erfahrene Sprecher, die ihr Handwerk verstehen und das auch gekonnt für dieses Hörbuch umgesetzt haben.

Die Geschichte ist in 24 Kapitel unterteilt, so dass man als Leser oder auch Vorleser die Möglichkeit nutzen kann, es für jeden Tag eines Adventskalenders zu lesen. 
Es macht Spaß zu erfahren, wie sich Bruno und Soja miteinander arrangieren und mit den Gegebenheiten klar kommen.
Witzig und humorvoll begleitet man die beiden über 24 Tage und erfreut sich an allem, was sie unternehmen und erleben.

Dieses Buch ist bereits der zweite Teil um die Protagonisten Bruno und Soja. Den ersten Teil kenne ich leider nicht, was ich schon das ein oder andere mal bedauert habe. Gern hätte ich gewusst, was die beiden beim vorjährigen Weihnachten erlebt haben, aber das kann man ja noch nachholen.

Die Hülle der Hörbuch-CD ist ebenfalls wie ein Adventskalender gestaltet, auf der man die Möglichkeit hat, jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Eine super Idee, wie ich finde.

Für Leser, Vorleser und Zuhörer eine wundervolle Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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45 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

weihnachten, liebe, hund, liebesroman, hunde

Vier Pfoten retten Weihnachten

Petra Schier
Fester Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 20.10.2016
ISBN 9783959731577
Genre: Liebesromane

Rezension:

Elena ist Designerin, sehr erfolgreich und Besitzerin eines eigenen Modelabels. Sie ist geschieden und leckt sich noch immer die Wunden, die sie sich von der Trennung ihres Ehemannes zugezogen hat. Ihr Leben spiegelt sich in diversen bunten Zeitungen wider.
Als Elena bei der Weihnachtsaktion einer Zeitschrift mitmacht, landet sie bei dem Witwer Steffen und seinen beiden Kindern. Dort soll sie für 2 Monate als Nanny tätig sein. Mit den Kindern versteht sie sich auf Anhieb prächtig, nur Steffen verursacht ihr leichte Schmetterlinge im Bauch.
Sie ist noch nicht bereit für eine neue Beziehung, wie auch Steffen selbst nicht, dessen Frau bereits vor 4 Jahren gestorben ist.
Aber beide haben nicht mit dem Hundefräulein Lulu gerechnet, die mit Santa und den Elfen etwas ganz bestimmtes im Sinn hat...

Petra Schier und ihre Weihnachtsgeschichten. Da ist von vornherein klar, dass man eine Geschichte fürs Herz in den Händen hält.
Wieder einmal sind die Auslöser der Geschichte Santa Claus und ein Weihnachtswunsch, der an ihn und gleichzeitig ans Christkind gerichtet ist. Sabrina, Steffens Tochter, hat ihn, nur um ganz sicher zu gehen, an alle beide geschrieben. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als endlich wieder eine Mutter zu haben und für ihren Vater eine Frau.
Aber lässt sich so ein Kinderwunsch mal so eben erfüllen?
Eine nicht so leichte Aufgabe, denn so wie es aussieht, gibt es da bereits eine Frau in Steffens Leben.

Eine wunderbare Geschichte, die es in der Adventszeit mühelos schafft, den Leser vom alljährlichen Weihnachtsstress abzulenken und ihn in eine Welt entführt, die von Santa Claus, dem Christkind und diversen Elfen gelenkt wird. Das zumindest zur Weihnachtszeit. Santa Claus hat sich nämlich das Ziel gesetzt, alle Wünsche zu erfüllen.
Aber was wären die himmlischen Bewohner ohne ihre irdischen Freunde und Helfer. Lulu, bestens bekannt aus dem Weihnachtsroman "Vier Pfoten und das Weihnachtsglück", ist dieser Helfer. Einst gehörte sie Elena, bis diese aus beruflichen Gründen sie ihrem Bruder übergeholfen hat.
Nun hat sie alle Pfoten voll zu tun, Elena und Steffen in die richtige Richtung zu schubsen.

Der Leser hat selbst Anteil an Lulus Gedanken. Diese werden im Buch kursiv dargestellt und bringen den Leser mehr als einmal zum schmunzeln.
Eine süße Geschichte, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. 
Man nimmt als Leser Anteil an den Leben von Steffen und Elena und spürt deutlich die Anziehungskraft, die beide zueinander führt und auch, wie sie sich dagegen wehren.
Aber klar, dass es ein Happyend geben wird, denn wie sollte es wohl anders zur Weihnachtszeit sein, nur wie lange es dauert und welchen Hindernissen die beiden ausgesetzt sind, das sollte jeder selbst lesen.

Ich liebe die Bücher von Petra Schier und bin schon immer gespannt auf die Weihnachtsromane, weil die wirklich ans Herz gehen.

Der Umschlag mit dem Cover des Buches ist nicht nur sehenswert, sondern wartet auch mit seiner eigenen Haptik auf. Die dezent dargestellten Schneeflocken sind 3D-mäßig aufgebracht worden und glitzern. Einfach nur schön.

Ich hatte mit dem Buch, den Protagonisten und der kleinen Lulu meinen Spaß und wünsche den noch vielen Lesern.
Ein Buch, das ich sehr gern, vor allem in der Vorweihnachtszeit, weiterempfehle.

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kochbuch, smart points, heyne verlag, weight watchers, diät

Weight Watchers - Das Kochbuch

Weight Watchers
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453201156
Genre: Sachbücher

Rezension:


Weight Watchers. Wer kennt den Namen nicht? 
Schon seit Jahren eine aus den USA kommende Methode der Gewichtsreduzierung. Das Abnehmen mit Weight Watchers basiert auf einem Punktesystem, den Smart-Points (SP). Die Basis bilden Kalorien. Die Lebensmittel werden mittels einer Smart-Points-Formel berechnet. Lebensmittel mit viel Eiweiß haben wenig Smart-Points, die mit viel Zucker und gesättigten Fettsäuren dagegen viel Smart-Points.
Da einer Person eine bestimmte Anzahl an Smart-Points zugeordnet wird, ist man natürlich bestrebt, möglichst Nahrungsmittel auszuwählen, die wenig SP haben.
Um den Personen, die mit Weight Watchers abnehmen wollen, die Auswahl an Rezepten und die Berechnung dieser zu erleichtern, gibt es dieses Kochbuch. 

Schon nach dem ersten Durchblättern befanden sich an den Seiten des Buches jede Menge Post-its, mit denen ich mein Interesse gleich zu Beginn schon mal markiere.
                                                                                               
Das Buch unterteilt sich in folgende Abschnitte:
- Weight Watchers - das Erfolgskonzept
- Suppen & Eintöpfe
- Fleisch & Fisch
- Kartoffeln, Reis & Pasta
- Gemüse & Salate
- Snacks & Aufstriche
- Süße Speisen & Kuchen                                                                                                                                                                                                 

Zu Beginn des Buches findet sich eine kurze Vorstellung des Weight Watchers Programmes sowie eine Zusammenstellung von Rezepten, die man zum Beispiel übers Wochenende - Freitag bis Sonntag - umsetzen könnte.

Die Rezepte im Buch hören sich nicht nur super an, sie schmecken auch. Das kann ich zumindest für die behaupten, die ich bislang ausprobiert habe. 

Rezepte wie "Chili-Reis-Pfanne" oder Kichererbsen-Tomaten-Salat findet man in dem Buch ebenso wie "Chili con Carne" wie auch "Paella". 
Schon beim Durchblättern der Rezepte lief mir das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Zu jedem Rezept findet man eine Einkaufsliste und die Anleitung zur Zubereitung. Leicht und verständlich lassen sich die Rezepte nacharbeiten.
Auch fehlen nicht die Angaben zur Portionenanzahl, der Zubereitungszeit sowie Garzeit der Gerichte. Nicht zu vergessen findet man auch die Anzahl der Smart-Points je Portion.
Was ich jedoch vermisse, ist die Benennung der Smart-Points-Punkte bereits in der Zutatenliste. Lasse ich jetzt eine Zutat weg oder ersetze sie durch eine andere würde die Berechnung der SP erleichtern. So hat man die Mühe und muss sich selbst durch die Zutatenliste hangeln und sich die SP-Punkte berechnen. 

Einige der Gerichte sind bebildert, machen Hunger beim Ansehen und man hofft, dass die eigenen Kochkünste dem vorgestellten entsprechen.
Am Ende des Buches findet man noch das übliche Rezeptregister und eines, das nach Smart-Points-Punkten sortiert ist.

Die meisten der Gerichte sind recht schnell zubereitet, so dass man seinen Hunger auch schnell besänftigen kann. 

Alles, was ich nachgearbeitet habe, war sehr lecker. Viele Seiten sind noch markiert, was heißt, dass ich noch ganz viel ausprobieren möchte. 
Dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter. 

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tommi piper, weihnachtsgeschichte, bösewicht, wünsche werden gestohlen, hörbuch

Weihnachtszauber im Wichtelland

Annette Moser , Tina Nagel , Thomas Piper
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 03.10.2016
ISBN 9783837136142
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Wichtelland ist momentan Hochbetrieb. Weihnachten naht und die Wichtel haben alle Hände voll zu tun, die Weihnachtswünsche der Kinder einzusammeln. Diese werden in Wunschseifenblasen verpackt und dem Weihnachtsmann übergeben.
Um die Träume zu schützen, werden sie Tag und Nacht bewacht. Aber wie es nun mal so ist, schläft Wachmütz während der Wache ein und alle Wunschseifenblasen sind verschwunden.
Oh je, nun ist guter Rat teuer. Aber zuerst einmal müssen die Wichtel es dem Weihnachtsmann beichten.
Der hört sich die Geschichte an und hat auch gleich den Verdacht, wem der Diebstahl zuzuordnen wäre. Edgar Eiszapf, ein böser Mann, sammelt diese und friert sie ein.
Sie haben eine Idee, wie sie die Wunschseifenblasen wieder auftauen und dem Weihnachtsmann übergeben können. Aber lässt sich ihre Idee so umsetzen, dass sie zum gewünschten Ziel führt?...

Was für eine wundervolle kindgerechte Weihnachtsgeschichte, war mein erster Gedanke nach dem Hören des Hörbuches.
Gelesen wird die Geschichte von Tommy Piper, der deutschen Stimme von Alf. Ein wunderbarer Sprecher, der gekonnt mit verschiedenen Stimmen die Geschichte in 24 Kapiteln erzählt.
Die Zahl 24 entspricht einem Adventskalender und man kann sich täglich einem Kapitel zuwenden oder auch die Geschichte komplett hintereinander hören. 
Hörenswert ist sie auf alle Fälle.
Nicht nur die Stimme von Tommy Piper fasziniert den Zuhörer, sondern auch die gekonnt eingeblendeten Hintergrundgeräusche. Wenn der Wind dort durch den Wald weht, möchte man sich seine eigene Jacke auch gleich zuknöpfen.

Die Wahl der Wichtelnamen finde ich sehr gelungen und sie trägt auch zur Belustigung bei Kindern bei, egal ob sie Wachmütz, Ratzepuh, Wegvomfleck, Schillerbunt oder auch Engelchen Fritzchen heißen.
Diese begeben sich auf die Suche nach den verschwundenen Wunschseifenblasen und erleben dabei so einiges.

Es ist eine schöne Geschichte, die nicht nur Kinder begeistert. Meine Enkeltochter wird 5 Jahre und es ist genau das richtige für sie. Ich bin gespannt, ob sie von der Geschichte genauso begeistert ist wie ich.
Ich zumindest hatte mit der Geschichte meinen Spaß und empfehle sie sehr gern weiter.

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mond, geheimnis, bilderbuch, korea

Das Geheimnis des Mondes

Bo-hyeon Seo Seo , Andreas Schirmer , Jeong-hyeon Sohn
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei aracari, 31.08.2016
ISBN 9783905945652
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Mond. Er begleitet die Lebewesen auf dem Planeten ihr Leben lang. Jeden Abend kommt er und gegen Morgen verschwindet er wieder.
Es gibt niemanden, der ihn nicht kennt, aber einige scheinen ihn anders zu sehen als andere.

Ein kleine Eule singt ein Lied vom tellerrunden Mond, denn sie möchte ihrer Mutter ein Ständchen bringen. Ihr Gesang schallt durch den Wald und wird auch von anderen Waldbewohnern wahrgenommen.
Der erste, der sich dazu äußern möchte, ist der Fuchs. Seiner Meinung nach ist der Mond nicht tellerrund, sondern sieht aus wie ein Ball.
Eine zweite Meinung kommt vom Wildschwein, denn das ist der Meinung, dass der Mond wie eine geviertelte Melone aussieht.
Der Bär aus dem Wald hat eine weitere Meinung.

Die Eule weiß nicht so recht, was sie von den verschiedenen Meinungen halten soll, denn jeder besteht darauf, dass er recht hat.
Die Waldbewohner sind völlig ratlos, als der Storch vorbeikommt und ihnen seine Ansichten mitteilt...

Ein wunderschönes Kinderbuch, das sich mit dem Mond beschäftigt.
Jedes Kind weiß, dass der Mond nicht jeden Tag gleich aussieht und hier in dem Buch kann es erfahren, warum es so ist.
Den Kindern wird eine Geschichte erzählt, um im Anschluss daran auch wissenschaftlich, jedoch kindgerecht aufzuklären, wie die Zusammenhänge sind.
Das Kind lernt die verschiedenen Gestalten des Mondes kennen und es werden zusätzlich einige Fragen beantwortet, wie beispielsweise, warum man am Tag den Mond nicht sehen kann.

Das Buch ist mit vielen Zeichnungen ausgestattet und es macht Spaß, sich diese anzusehen. Die einzelnen Illustrationen sind teilweise so üppig, dass man sich allein beim Betrachten der Bilder eine Weile Zeit lassen muss, um alles zu erfassen.
Sehr gelungen finde ich die Deckseite des Buches. Die Mondsichel ist im Buchdeckel ausgestanzt und beim Aufschlagen ist für den Betrachter ein Vollmond sichtbar. Das führt den Leser schon direkt in den Inhalt des Buches ein.

Ein wirklich gelungenes Kinderbuch, nicht nur zum ansehen, lesen oder vorlesen, sondern ein Buch mit Lerneffekt. Noch einfacher kann man Wissen nicht an Kinder herantragen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.

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121 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

band 3, familiengeschichte, reihe, england, adoptivschwestern

Die Schattenschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.11.2016
ISBN 9783442313969
Genre: Romane

Rezension:

Star d'Aplièse, einfach nur Star genannt, ist die drittälteste von 5 Schwestern. Genau wie all die anderen, wurde auch sie in frühester Kindheit von Pa Salt adoptiert. Sie ist aber auch die ruhigste von den Schwestern, die wenig erzählt und auch wenig auffällt.
Star bildet gemeinsam mit ihrer Schwester CeCe eine Einheit, man trifft selten die eine ohne die andere an. Sie brauchen sich wie die Luft zum Atmen. Diese Abhängigkeit voneinander hat sich in frühen Jahren geprägt und hält auch noch im Erwachsenenalter an.
Als sie vom Tode Pa Salts hören, können sie es nicht fassen, aber sie haben sich, um sich gegenseitig aufzufangen.
Pa Salt hat auch für Star einen Hinweis hinterlassen, der sie zu ihren Ursprüngen führen wird, wenn sie denn bereit ist, sich der Aufgabe zu stellen. Es wäre ein Schritt weg von CeCe und ein Schritt in die Selbständigkeit. Wird Star es wagen, sich der Aufgabe zu stellen? ...

Star wagt den Schritt  und ist auf der Suche nach ihren Wurzeln.
Als Hinweis hatte sie von Pa Salt eine kleine Katzenfigur aus Porzellan und einen Brief erhalten. Der Hinweis führt sie nach England in eine alte kleine Buchhandlung. Dort trifft sie auf den Eigentümer Orlando, ein ein wenig verschrobener alter Mann mit Prinzipien. Obwohl die Buchhandlung dem Untergang geweiht ist, bietet er Star eine Aushilfsstelle an, die sie sehr gern annimmt. Die Buchhandlung und Orlando hat sie sofort in ihr Herz geschlossen. Durch ihn lernt sie auch seine Cousine, seinen Bruder Maus und seinen Neffen kennen, die in Kent auf einem englischen Adelssitz leben.
Dieser Ort führt Star auch in ihre eigene Geschichte.

Die Autorin Lucinda Riley entführt auch in diesem Teil den Leser in eine längst vergangene Zeitebene. 
Zu Beginn des 20. Jhs. lebte Flora McNichols, die Protagonistin der Vergangenheit, gemeinsam mit Eltern und Schwester Aurelia in England. Ihre jüngere Schwester bekommt die allgemeine Zuwendung der Eltern, während sie bei vielen Gelegenheiten übergangen wird. Selbst eine offizielle Einführung bei Hofe wird nur ihrer Schwester gewährleistet.
Als ihre Eltern ihr Anwesen verkaufen, um die Heirat ihrer Schwester zu unterstützen, wird sie bei einer Mrs. Keppel untergebracht. Ihre Eltern ziehen nach Schottland und der Kontakt bricht ab.
Um Aurelias Glück nicht zu gefährden, fällt Flora eine folgenschwere Entscheidung.

Wieder einmal ist es Lucinda Riley gelungen, Vergangenheit mit Gegenwart in einer Geschichte zu verknüpfen. Auch hier sind wieder Personen Bestandteil der Geschichte, die historisch belegt sind. Beatrix Potter, die Kinderbuchautorin, sind genauso zu finden wie Mrs. Keppel, die letzte Geliebte von König Edward VII., wie der König selbst.
Dank ihrer gewohnt genauen Recherche können die Ereignisse überprüft werden und machen die Geschichte rund.

Dieser Roman erzählt die Geschichten einiger starker Frauen, die ihren Weg gehen. Egal, ob es in der Gegenwart Star ist, die aus dem Schatten ihrer Schwester treten muss, um ihr eigenes Leben leben zu können oder Flora in der Vergangenheit, die Entscheidungen aus Liebe trifft, es macht auf jeden Spaß, die Frauen auf ihren Wegen zu begleiten.
Zu erleben, wie sie ihre Entscheidungen treffen, für ihre Lieben da sind und sich selbst verwirklichen, machen den Reiz des Buches aus.

Dieser Roman ist der 3. Teil von 7 angedachten Bänden. Obwohl es eine Reihe ist, kann man die Teile separat lesen.
Ich habe das Buch förmlich verschlungen und empfehle es sehr gern weiter.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

verfolgung, philadelphia, familie, millionen, diana

Ein Leuchten im Sturm

Nora Roberts , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Diana, 29.08.2016
ISBN 9783453291829
Genre: Romane

Rezension:


Für Shelby bricht eine Welt zusammen, als sie nach dem Unfalltod ihres Mannes, der auf See verunglückte, erfuhr, dass er ihr Schulden in Millionenhöhe hinterlassen hat. Mit allen Mitteln versucht sie nun, die Schulden abzutragen. Sie verkauft, was nur geht, neben den Designerklamotten auch die kostbare Uhrensammlung ihres Mannes und letztendlich auch das Haus, in dem sie lebten, in dem sie sich jedoch nie wohl fühlte.
Beim Durchsuchen seiner Sachen fand sie einen kleinen Schlüssel, der zu nichts passte, was sie kannte. War es ein Bankschließfach, ein Safe, sie wusste es nicht. Eines war ihr jedoch klar, sie musste wissen, wohin der Schlüssel gehörte und was er dort verschlossen gehalten hatte.
Ihr wird klar, dass der Mann, mit dem sie 5 Jahre lang verheiratet war und ein Kind hat, nicht der Mann war, für den sie ihn gehalten hatte. Wer zum Teufel war Richard, der Mann, mit dem sie so lange zusammen war?...

Shelby zweifelt an sich selbst. Kannte sie den Mann überhaupt, den sie geheiratet hat? Er hat sie vereinnahmt, hat sie ihrer Familie entfremdet und getan, was immer er wollte, ohne groß Rücksicht auf sie zu nehmen. Aber was sich ihr jetzt eröffnet sieht aus, als wäre er keinem normalen Job nachgegangen, sondern als wäre er ein Verbrecher gewesen.
Woher sollte wohl sonst das viele Geld kommen, dass sie schließlich findet? Und dann gibt es da auch noch eine Frau, die plötzlich vor ihrer Tür steht und unglaubliches behauptet.

Shelby versucht alles hinter sich zu lassen und zieht mit ihrer kleinen Tochter zu ihren Eltern. Dort erfährt sie die Unterstützung, die sie praktisch und seelisch braucht. Ihre Eltern und ihr Bruder stehen ihr zur Seite. Ihr Bruder Forrest ist Polizist und passt besonders auf seine Schwester auf.
Da holt sie ihre Vergangenheit plötzlich wieder ein und alles, was sie hat und dabei ist, sich aufzubauen, wird bedroht.

Ach ja, Nora Roberts und ihre Romane. Ich bin bekennender Fan der Autorin und so war es für mich bezeiten klar, dass ich auch dieses Buch lesen musste. Das Buch beinhaltet nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern vereint auch kriminelle Aspekte, die das Buch spannend machen und den Leser nicht ruhen lassen.

Shelby, die ein wenig blauäugig in die Ehe mit Richard gerät und unter seinem Einfluss zu keiner eigenen Handlung fähig ist, muss aus der Not heraus Entscheidungen treffen. Sie hat den Willen, die Schulden ihres verstorbenen Mannes abzutragen und sucht sich Arbeit. Sie ist nicht zimperlich und nimmt an, was sich ihr anbietet. Aus einer unselbständigen Frau wird eine taffe Frau, mit der man rechnen muss, die weiß, was sie will und vor allem auch, was sie nicht mehr will. Sie ist mir als Leser sympathisch und ich habe sie sehr gern auf ihrem Weg begleitet.
Auch die anderen Protagonisten nehmen den Leser für sich ein, man muss sie einfach mögen.

Mit diesem Buch hat Nora Roberts wieder alle Register gezogen und ich merkte wieder, warum sie eine meiner Lieblingsautoren ist.
Geschickt verbindet sie eine super Story mit Liebe und Verbrechen und schon hat sie den Leser am Haken. 

Für dieses Buch spreche ich, wie für fast alle Nora Roberts Romane eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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roman, ü4, scheidung, frauenpower, hund

Ins Glück gebloggt

Gabriela Kasperski
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Storybakery by text n'bild GmbH, 01.11.2016
ISBN 9783906847061
Genre: Romane

Rezension:


Nina geht es gut. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und ihr Mann verdient sehr gut. Was also lag näher, als dass sie sich ihr Leben als Hausfrau und Mutter eingerichtet hatte.
Die Kinder sind inzwischen flügge und ihr Mann verkündet von einem Tag auf den anderen, dass er eine Auszeit braucht, die genau 3 Monate dauern soll. Er will sich auf seine Harley schwingen und von Familie und Firma nichts sehen und hören. Weihnachten wäre er dann wieder da.
Nina fällt aus allen Wolken und kann nicht glauben, was sie hört.
Aber als brave Ehefrau macht sie auch das mit, nicht ahnend, welche Folgen es auch für sie haben wird...

Nina ist nunmehr für sich und die Kinder allein zuständig. Die ersten Tage geht es noch gut, denn ihr Mann war eh nicht viel zu Hause, so dass seine Abwesenheit anfangs niemanden wirklich auffällt. Aber plötzlich ist das Geld alle und was jetzt? Nina muss aktiv werden.

Nina, die sich seit Jahren wieder mit ihren Schulfreundinnen Coco, Pat, Lucie und Julia trifft, muss sehr schnell erkennen, dass es den anderen auch nicht viel besser geht. Aber diese stecken den Kopf nicht in den Sand und wollen ihren partnerlosen Zustand ändern.
Ein Ratgeber für Frauen, die vor den gleichen Problemen wie sie selbst stehen, soll mittels eines Blogs geschaffen werden. Nina sträubt sich, kommentiert aber den bestehenden Blog mit großem Erfolg, bis raus kommt, dass sie dort als Pocahontas gepostet hat.

Nina ist die Protagonistin des Buches, nicht mehr ganz taufrisch, 45+, und sieht sich genötigt, etwas in ihrem Leben zu bewegen. Sie muss urplötzlich ihre Familie allein durchbringen und hat obendrein die neugierige Schwiegermutter an der Backe.

Mit viel Humor erzählt Gabriela Kasperski die Geschichte von Nina. Man ist als Leser immer mittendrin, erfährt sogar die Sachen, die Nina denkt, sich jedoch nicht traut, auszusprechen.
Ihr passieren nicht nur einmal Pleiten, Pech und Pannen, sehr zur Freude des Lesers.
Ich mochte Nina anfangs nicht besonders, da ich Probleme mit Frauen habe, denen es reicht, die Kinder und den Haushalt zu versorgen und dem Mann nur die angewärmten Pantoffel vorzulegen. Aber sie hat sich gemausert, ist aus ihrem Hausfrauenimage herausgetreten und hat ihr Leben geändert.
Sie erlebt einige unangenehme Situationen, denen sie sich stellen muss, auch der Tatsache, dass ihr Mann sie mehr als einmal belogen hat.
Nina wird selbstbewusst und strahlt das auch aus.

Das Buch beinhaltet vieles, das Frauen ab 45 interessiert oder zumindest beschäftigt. Kinderlosigkeit, Partnerprobleme, Menopause, das volle Programm.
Die Autorin hat damit Frauen angesprochen, die nicht mehr zu den jugendlich dynamischen, gut aussehenden Frauen gehören, sondern die schon fest im Leben stehen und schon einiges erlebt haben. Das heißt nicht, dass sie die Eigenschaften abgelegt haben müssen, man kann noch immer jung aussehen, dynamisch agieren und muss nicht als alte verschrobene Tante sein Dasein fristen.

Es ist ein Buch, das mich gut unterhalten hat. Der Schreibstil der Autorin ist locker und es liest sich sehr gut. Die Seiten sind schnell gelesen und hinterlassen ein gutes Gefühl.
Ein Buch, das nicht nur gelesen werden sollte, wenn man 45+ ist.

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Irgendwo im Glück

Anna McPartlin , Sabine Maier-Längsfeld , Nina Petri
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 29.08.2016
ISBN 9783837135244
Genre: Romane

Rezension:


Maisie Bean ist eine Frau, die schon einiges im Leben erlebt hat. Ihr erstes Date endet so gut wie mit einer Vergewaltigung, aus der ihr Sohn Jeremy hervorging. Natürlich kam im damaligen Irland keine alleinstehende Mutter in Frage, so dass sie auch auf Drängen ihrer Mutter den Mann heiratete. Sie bekam ein weiteres Kind, Valerie. 
Ihr Mann hielt nichts von Zurückhaltung den Frauen gegenüber und schlug Maisie regelmäßig, bis es eines Tages so schlimm war, dass er sie fast umbrachte. Sie trennte sich von ihm und zog mit ihren Kindern zu ihrer Mutter.
Bald brauchte auch ihre Mutter Unterstützung, denn sie glitt so langsam in die Demenz. Maisie und ihre Kinder pflegten die Großmutter, die sie sehr liebten.
Jeremy und Valerie sind vom Charakter her sehr unterschiedlich. Während Jeremy der eher ruhige und sensible Typ ist, der die Repressalien des Vaters bewusst miterlebt hat, ist Valerie starr- und eigensinnig.
Alles ändert sich, als Jeremy eines Tages nicht nach Hause kommt...

Das Buch beginnt im Jahr 2015 und schildert die Dinge, die vor 20 Jahren geschehen sind.
Schon die Worte von Maisie im Jahr 2015, die sagen, dass Jeremy gewaltsam gezeugt und gewaltsam gestorben ist, lässt den Leser innehalten.
Wie soll ein Buch einen jetzt noch gefangen nehmen, wenn einem diese Tatsache gleich zu Beginn des Buches präsentiert wird? 

Aber es funktioniert. Als Leser wird man langsam in die Geschichte eingeführt. Man lernt die einzelnen Protagonisten in ihrer normalen Umgebung kennen. Der Leser erfährt den Leidensweg von Maisie, ist mit dabei, wenn Bridie, die Großmutter, lichte Momente des Erkennens hat, erlebt die aufmüpfige Valerie und den sensiblen Jeremy. Ebenso lernt man Jeremys Freunde kennen, ganz besonders seinen Freund Rave. 
Doch Jeremy hütet ein Geheimnis, von dem weder seine Mutter noch sein bester Freund weiß. Es zermürbt ihn, macht ihn unglücklich. Als Leser leidet man förmlich mit ihm mit. 

Als Jeremy verschwunden ist, gibt Maisie keine Minute auf, ihren Sohn zu suchen. Ihm kann nur etwas zugestoßen sein, denn er würde sie und die Familie nie so ohne weiteres verlassen, da ist sie sich ziemlich sicher. Aber es vergehen Tage und es gibt niemanden, der ihn gesehen hat.
Große Unterstützung erfährt sie durch ihren Freund Fred, den Polizisten, und ihre Freundin Lynn, die immer zur Stelle ist, wenn sie gebraucht wird und immer ein offenes Ohr hat.
Solche Freunde wünscht man sich selber.

Jeder der Protagonisten ist in seiner Art einzigartig. Schicksalsschläge sind in der Familie nicht dazu da, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern die Herausforderungen anzunehmen. Das macht jeder auf seine Weise und der Zusammenhalt in der Familie ist deutlich spürbar.
Der Autorin Anna McPartlin ist es ein weiteres Mal gelungen, den Leser zu fesseln und in die Geschichte mit zu integrieren. Man kann gar nicht anders, man lebt mit den Protagonisten mit, leidet mit ihnen und fühlt mit ihnen. 

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt und war, wie schon des öfteren, begeistert von der Lesung durch die Schauspielerin und Hörbuchsprecherin Nina Petri. Sie versteht es gekonnt, den Figuren Leben einzuhauchen und diese agieren zu lassen.
Es macht Spaß, ihr zuzuhören und das Buch im Geiste gemeinsam mit ihr zu lesen. Sie ist eine gute Wahl zur Einlesung des Buches.

Auch dieses Buch von Anna McPartlin beschäftigt sich mit schwierigen Themen, mit denen sich auch der Leser dann zwangsläufig auseinandersetzt.
Ein Buch, das gelesen werden will und sollte.

Ich empfehle es sehr gern weiter.

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251 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

fantasy, dystopie, london, seher, traumwandler

The Bone Season - Die Träumerin

Samantha Shannon , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 08.06.2015
ISBN 9783833309328
Genre: Jugendbuch

Rezension:

London: Es ist das Jahr 2059 und die 19-jährige Paige lebt als Traumdeuterin beim Sydikatschef Jaxon, dessen Gangsterbraut sie ist. Sie versuchen, das vorherschende System zu bekämpfen.
Ihr Gabe als Seherin und Träumerin ist sehr selten und von daher etwas ganz besonderes. Sie kann mit Hilfe ihrer Gabe in die Träume anderer eindringen. Menschen wie sie werden von den Scions gejagt und vernichtet, da sie als widernatürlich gelten.
Bei einer Kontrolle tötet sie einen von ihnen und wird gejagt. Man nimmt sie gefangen und bringt sie an einen geheimen Ort, in die "verlorene Stadt" Oxford. 
Die Rephaim haben dort ihr Lager und halten Seher, Träumer und andere als Sklaven. Dort nimmt sie Arcturus auf, der Wächter, der schon lange keinen mehr bei sich aufgenommen hatte. Er wird sie ausbilden, damit sie eine Rotjacke werden wird.
Paiges einziges Ziel ist, von dort zu fliehen und die Rephaim zu bekämpfen.
Wird ihr das gelingen?...

Samantha Shannon hat mit diesem Buch eine neue Welt geschaffen, eine Fantasy-Welt. Die Geschichte spielt im Jahr 2059, hat ihren Ursprung aber bereits im Jahr 1859. Da die Ereignisse nicht in der Realität stattfanden, findet die Geschichte in einer Parallelwelt statt.
Es ist eine Welt, die seinesgleichen sucht. Eine Welt mit Sehern, Geistern, Rephaims, Emims, Amaurotikern, Gauklern und vielen anderen Menschen, die besondere Fähigkeiten haben.
Paige Mahony, ein 19-jähriges Mädchen mit besonderen Fähigkeiten wird von den Rephaim gefangen genommen und Arcturus als Slavin zur Verfügung gestellt.

Die Geschichte ist sehr komplex und vielfältig.
Zu Beginn des Buches hat man Mühe, in die Geschichte hineinzufinden. Zu viele fremde Worte, die man als Leser vereinnamen muss, zu viele Informationen auf einmal. Hilfreich sind die zu Beginn des Buches die Aufstellung der "Sieben Kasten der Hellseherei" und einer Karte der Strafkolonie Sheol 1 sowie dem Glossar am Ende des Buches. 
Es dauerte ein wenig, bis ich überhaupt in die Geschichte hineingefunden habe, wohl auch durch die fremdartige Welt, in die man als Leser hineinkatapultiert wird.
Schnell jedoch lernt man Paige kennen und auch lieben. Sie ist ein geradliniges, ehrliches und hilfsbereites Mädchen, das man einfach gern haben muss. Sie denkt nicht nur an ihr eigenes Überleben und an ihre Flucht, sie hat auch den Mumm und den Ehrgeiz, für andere einzutreten. Ihren Feinden tritt sie mutig entgegen, was ihr nicht immer gut bekommt. 

Dieser Band "Die Träumerin" ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe, die auf 7 Bände angedacht ist.
Das Buch liest sich gut, wenn man die Anfangsschwierigkeiten aufgrund der vielen neuen Begriffe und dem Hineinfinden in diese fremdartige Welt außer Acht lässt. 
Hat man jedoch in die Geschichte hineingefunden, lässt sie den Leser nicht mehr los. Es werden auch genügend Ansatzpunkte für den Folgeband gesetzt, so dass die Geschichte zwar in sich geschlossen ist, jedoch gleichzeitig Cliffhanger für Band 2 gesetzt wurden.

Für Fantasyfreunde ist dieses Buch ein absolutes Muss.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Rückkehr der Templer

Martina André
Flexibler Einband: 764 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.08.2013
ISBN 9783746629513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Gero von Breydenbach und seine Kameraden leben nun schon seit 1 Jahr mit ihren Frauen gemeinsam im Jahr 2005. Sie sind jedoch nicht frei, sondern leben auf einer amerikanischen Militärbasis in der Eifel, wo sie mehr oder weniger unter Verschluss gehalten werden. Die NSA führt noch immer Versuche mit den Templern durch.
Als Wissenschaftlern bekannt wird, dass sich 2 Frauen aus der Zukunft im Jahr 1153 in Jerusalem befinden, wollen sie die Templer hinterherschicken, um die beiden Frauen zurückzuholen. Die Frauen kommen aus einer Zukunft, die sich von der heutigen Welt drastisch unterscheidet. Es wird einen Krieg geben, der das Weltgefüge, wie man es kennt, verändern wird. Das muss unbedingt verhindert werden...

Die Templer versuchen vor ihren Frauen zu verheimlichen, was ihr Auftrag sein wird und wohin es sie verschlagen soll. Hannah, Geros Frau, kann das so nicht auf sich beruhen lassen und es gelingt ihr auch, in Erfahrung zu bringen, zu welch einem Himmelfahrtskommando ihre Männer ausersehen wurden. Kurzerhand versucht sie gemeinsam mit den anderen Frauen der Templer ihren Männern zu folgen. Auch sie landen, getrennt von ihren Männern, im Jahr 1153.

Die Reihe um die Templer Gero von Breydenbach und seinen Kameraden geht in die 3. Runde.
Dieser Band spielt auf 3 Zeitebenen, die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft betreffen.

Die Welt im Jahre 2151 hat sich verändert, zum Negativen. Der eigene Wille der Menschen wird unterdrückt. Rebellengruppen haben sich gebildet. Eine davon ist die um den Rebellenführer Lion. Dieser schickt die beiden Schwestern Rona und Lyn sowie deren Bruder mit einem Timeserver zurück ins 12. Jh. Dort sollen sie den Grundstein für eine Änderung der Entwicklung legen. 

Die Autorin Martina André erzählt abwechselnd die Erlebnisse der Schwestern Rona und Lyn, von Gero und seinen Templerbrüdern sowie die der Frauen der Templer.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr von den Ereignissen erzählen, um den Lesern nicht die Spannung zu nehmen.

Spannung ist dem Leser jedoch garantiert. 
Wer die Vorgänger gelesen hat, kommt auch um diesen Band nicht herum.
Martina André nimmt den Leser an die Hand und geleitet ihn in das 12. Jh. nach Jerusalem. Die genaue Recherche der Autorin macht es dem Leser leicht, sich in der Zeit zurechtzufinden.
Viele der genannten Personen haben tatsächlich gelebt und finden auch in diesem Buch ihren Platz.

Man findet Spannung, Liebe, Krieg, Verrat, Hoffnung, Glauben, Zeitreisen, Fantasy und vieles mehr in diesem Mammutwerk vor. Zu keiner Zeit jedoch hat man das Gefühl, dass es langweilig wird, dafür ist einfach zu viel Bewegung in der Geschichte.
Die Protagonisten, die man bereits aus den Vorbänden kennt, finden auch hier wieder ihren Platz und werden mit weiteren Protagonisten ergänzt.

Lange Zeit laufen die einzelnen Stränge parallel, zum Ende jedoch sind bilden sie eine Einheit und runden die ganze Story ab.

Mir hat es wieder viel Spaß gemacht, Gero und Hannah sowie all die anderen Protagonisten zu begleiten.
Es ist nicht nur eine spannende und emotionale Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine Geschichtslektion für den Leser. 
Martina André ist es wieder einmal gelungen, mich ans Buch zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Wunderbar geschrieben und recherchiert, da kann man gar nicht anders, als sich im Buch fallenzulassen und gemeinsam mit den Protagonisten auf die Reise zu gehen.

Ich spreche dafür eine klare Leseempfehlung aus.

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112 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

sekte, jax miller, zeugenschutzprogramm, freedom's child, saufen und vergessen? klappt nicht

Freedom's Child

Jax Miller , Jan Schönherr ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 31.07.2015
ISBN 9783499269752
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Freedom Oliver, deren wahrer Name Nessa Delaney ist, lebt in einem kleinen Städtchen im Rahmen des Zeugenschutzprogrammes.
Sie hat ihren Mann, einen Polizisten, umgebracht und die Schuld ihrem Schwager in die Schuhe geschoben, der daraufhin für 18 Jahre in den Knast ging.
Sie selbst war, solange sie unter Mordverdacht stand, auch im Knast, brachte dort ihr zweites Kind zur Welt und gab, um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen, beide zur Adoption frei.
Nun hat ihr Schwager seine Strafe abgesessen und ist auf freiem Fuß. Er und seine Mutter planen Rache an Freedom, denn diese haben durch Beziehungen Freedom ausfindig gemacht, trotz Zeugenschutzprogramm.
Zeitgleich verschwindet auch Freedom's Tochter Rebekah und Freedom, die jahrelang nur ihre Kinder übers Internet beobachtet hat, erfährt erneut Mutterinstinkte und macht sich auf, um Rebekah zu finden...

Freedom ist eine Protagonistin, die man zu Beginn des Buches sehr schlecht einschätzen kann. Sie arbeitet in einer Kneipe, trinkt, sucht sich Männer fürs Bett, ohne genau hinzusehen und hat Selbstmordgedanken. Sie nimmt das Leben wie es kommt, flucht und führt derbe Sprüche.
Als jedoch ihre Tochter verschwunden ist, macht sie sich auf die Suche.
Obwohl der Leser schon vom Prolog her weiß, dass die Suche vergeblich sein wird, denn Rebekah ist tot, begleitet man Freedom gern auf ihren Weg und begegnet dabei der Wahrheit.

Viele Rückblicke und Erinnerungen an die Geschehnisse von vor 18 Jahren, als ihr Mann ums Leben kam und wie es dazu kam, runden das Komplettbild von Freedom und der Sippe der Delaneys ab.

Freedom hatte nie ein leichtes Leben, vor 18 Jahren in ihrer Ehe nicht und auch jetzt nicht. Das Einzige, was sie ein wenig aufrecht hielt, war die Liebe zu ihren Kindern Mason und Rebekah. Diese wuchsen in einer Pfarrerfamilie auf und Freedom wünschte ihnen von Herzen, dass sie es dort gut haben mögen.

Freedom ist eine harte Frau, die derbe Sprüche drauf hat und sich aus fast nichts macht. Aber sie ist auch eine Frau, die ihr Herz am rechten Fleck hat, man muss nur ganz genau hinsehen, um es zu finden. Ihre raue Schale bekommt ab und an Risse und man kann hinter die Fassade von Freedom blicken und erblickt dort eine Frau, die einem leid tut, die man in den Arm nehmen möchte. Aber sie ist auch eine Kämpfernatur und genau diese braucht sie auch, um sich selbst aus dem Sumpf zu ziehen und ihre Kinder zu finden.

Die Autorin Jax Miller, deren Name eine Pseudonym ist, erzählt hier in ihrem Erstlingswerk eine Geschichte, die ihresgleichen sucht. Es ist eine große komplexe Geschichte, die den Leser gefangen nimmt und in eine Welt hineinkatapultiert, die böse und rau ist. Sie nimmt den Leser gefangen und lässt ihn nicht mehr los, bis man alles gelesen, alles erfahren hat.

Eine tolle Geschichte, die man sehr gern weiterempfiehlt.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Federgrab

Samuel Bjørk , Gabriele Haefs , Dietmar Wunder
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 17.10.2016
ISBN 9783844523096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Kommissar Munch die Leiche einer 17-jährigen als Fall übertragen bekommt, holt er sich wieder Mia Krüger zur Verstärkung. Obwohl diese noch nicht wieder ganz hergestellt ist, erklärt sie sich bereit, am Fall mitzuarbeiten.
Das tote Mädchen wurde tot im Wald gefunden, liegend auf Federn, die sich später als Eulenfedern herausstellten. Um sie herum wurde aus Kerzen ein Pentagramm aufgestellt und im Mund befand sich eine weiße Blume.
Die Ermittler sind zunächst ratlos und bleiben bald mit den Ermittlungen stecken, denn es finden sich keine Anhaltspunkte zur Aufklärung. Da nimmt ein Hacker Kontakt zur Polizei auf und legt ihnen ein Video vor, das er im Netz gefunden hat. Von da an überschlagen sich die Ereignisse...

Endlich ist er da, der zweite Teil um den Kommissar Munch und sein Ermittlerteam. 
Ihm wird ein mysteriöser Tod einer 17-jährigen als Fall übertragen. Was die Ermittler stutzig macht ist die Tatsache, dass sich das Mädchen seit seinem Verschwinden stark verändert hatte. Sie sieht ausgemergelt aus und in ihrem Magen fanden sich nur Pellets, Tierfutter. Was mag diesem Mädchen geschehen sein und welches Schicksal musste sie erleiden?

Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, das Team arbeitet kontinuierlich alle zusammengetragenen Daten ab, während Mia sich wie gehabt ihren Intuitionen überlässt und damit ebenfalls Erfolge erzielen kann.
Schon bald wird ihnen klar, dass es weitere Tote geben wird, denn das sieht nicht nach einem Einzelfall aus. Das müssen sie auf alle Fälle versuchen zu verhindern.

Der Autor Samuel Bjørk schafft es ein weiteres Mal, einen spannenden Thriller zu erzählen. Die Ermittlungen gehen voran, so dass auch die Spannung gesteigert wird. Der Leser wird bei der Stange gehalten und mitgerissen.
Und doch konnte mich dieser Teil nicht so packen wie der Vorgänger. 
Es wurde sehr viel privates von den Ermittlern erzählt, was ein wenig von der eigentlichen Story, dem Mordfall, ablenkte. 
Nervig hingegen waren die vielen Wiederholungen. Da ich dieses Buch als Hörbuch erlebt habe, stellte ich mir mehr als einmal die Frage, ob ich mich mit den CDs vertan habe, denn die Wiederholungen waren wortwörtlich. 

Das Hörbuch wurde vom Schauspieler und Synchronsprecher Dietmar Wunder eingelesen. Ein Mann, der es kann und drauf hat. Er heißt nicht nur Wunder, er kann auch ganz wunderbar lesen. Die einzelnen Stimmen werden differenziert gesprochen und das mit einer Perfektion, die überzeugt.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit seiner Stimme dem Geschehen zu lauschen und die Protagonisten bei ihrer Arbeit zu begleiten.

Das Ende wurde meiner Meinung nach ein wenig zu schnell abgehandelt, das fand ich schade. Aber der Autor hat einen kleinen Cliffhanger zum Schluss eingebaut, so dass man schon mal auf Band 3 neugierig werden kann.

Ein guter Thriller, der aber leider nicht ganz an Teil 1 herankommt, deshalb hier einen Punkteabzug.

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272 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 32 Rezensionen

tod, liebe, freundschaft, trauer, verlust

Weil du bei mir bist

Anna McPartlin , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 30.05.2015
ISBN 9783499271786
Genre: Liebesromane

Rezension:


Es ist die ganz große Liebe. Emma und John sind ein Paar. Sie kennen sich seit Jahren und sind auch schon lange zusammen. Aber urplötzlich ist Emma allein. John hat bei einem schweren Verkehrsunfall sein Leben verloren und Emma gibt sich die Schuld. Sie kämpft schwer mit ihrer Schuld, kann es nicht fassen, dass sie nun allein ist.
Aber ihre Freunde lassen nicht zu, dass sie sich in ihren Schmerz verkriecht...

Es dauert lange, bis Emma halbwegs realisieren kann, dass der Unfall ein Unfall war und sie keinerlei Schuld hatte. Sie vergräbt sich, lässt niemanden an sich heran. 
Aber sie hat Freunde, die auf sie bauen, die sie wieder aufrichten. Sean, Clodagh, Anne, Richard und auch ihr Bruder Noel helfen ihr, so gut es geht. Während Emmas Welt still zu stehen scheint, geht das der anderen Protagonisten weiter. Sie versuchen, Emma mit in ihr Leben einzubeziehen.
Ganz langsam kommt diese aus ihrem Schneckenhaus heraus und nimmt ihre Umwelt wieder wahr.
Emma fühlt sich gut und geborgen im Kreis ihrer Freunde und weiß, dass diese immer ein offenes Ohr haben. Aber so langsam scheint der Kreis auseinander zu brechen, durch Umzug oder einem auswärts liegenden Arbeitsort. Sie hat Angst, ihre Freunde zu verlieren, aber durch Mails und Telefon gehen die Kontakte nicht verloren.

Emma beginnt wieder zu leben und am Leben teilzuhaben, aber John ist nie weit weg. Noch immer geistert er durch ihre Gedanken und scheint immer nah zu sein.

Das Buch handelt von Trauer, Freude, Freundschaft, Liebe und Kameradschaft. Wer Freunde hat und sich mit ihnen versteht, kann alles meistern. Er ist nicht allein und kann irgendwann nach einem Schicksalschlag wieder nach vorn sehen.

So erlebt man als Leser mit, wie Emma sich weiterentwickelt, nachdem ihr ihre große Liebe John genommen wurde.
Man trauert mit ihr, begeht mit ihr den Alltag, ist auf ihrer Arbeit in der Schule dabei, trifft sich mit ihr mit Freunden, lacht und weint gemeinsam mit ihr.
Aber auch bei den sentimentalen Stunden begleitet man sie und freut sich mit ihr, als ihr bewusst wird, dass sie wieder lieben kann.

Obwohl mir anfangs ihre Trauerphase ein wenig zu ausgedehnt erschien, habe ich sie bei ihrer Auferstehung gern begleitet.
Es ist ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern das auch einen nachdenklich zurücklässt.

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163 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, harlan coben, geheimnisse, familie, erpressung

Ich schweige für dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.03.2016
ISBN 9783442205042
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ausgerechnet von einem Fremden muss sich Adam Price sagen lassen, dass seine Frau Corinne vor ihm ein Geheimnis hat.
Sie war vor Jahren zum dritten Mal schwanger gewesen, hat dieses Kind jedoch verloren. Diese Schwangerschaft soll sie gemäß dem Fremden nur vorgetäuscht haben. Adam kann es nicht fassen. Kann das denn wahr sein? Im Nachhinein deuten schon einige Dinge darauf hin, so dass er beschließt, sie damit zu konfrontieren.
Corinne gibt das dann auch zu und verschwindet daraufhin kurze Zeit später. Adam kann nicht glauben, dass sie ihn und vor allem die Kinder im Stich gelassen haben sollte, das sähe ich nicht ähnlich, aber wo ist Corinne? ...

Ein sehr aktueller Roman, den Harlan Coben hier vorlegt.
Wie sicher sind unsere Daten oder das, was wir von uns veröffentlichen, im Internet? 

Von Beginn an wird man in die Geschichte hineingeworfen. Man ist gleich mit dabei, wo der Fremde Adam mit der grausamen Wahrheit über seine Frau Corinne konfrontiert. Dieser Gedanke lässt Adam keine Minute mehr allein, bis er mit Corinne gesprochen hat. Er weiß nicht, soll er dem Fremden trauen oder nicht, aber es spricht zu vieles dafür, dass dieser Recht haben könnte.

Als Corinne verschwindet, macht sich Adam auf die Suche nach ihr und der Wahrheit. Auch die Motive des Fremden lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Was genau bezweckt er damit, den Leuten die Wahrheit zu sagen? Ist Geld sein Motiv?
Wie der Leser zwischenzeitlich miterlebt, geht es nicht nur um Adam und Corinne, sondern der Fremde gibt noch andere Wahrheiten an diverse Personen weiter. Jeder reagiert auf andere Weise darauf.
Dann gibt es Tote.

Harlan Coben gelingt es wieder einmal, den Leser für seine Geschichte zu begeistern, ihn gefangen zu nehmen und mit an der Suche nach der Wahrheit zu beteiligen.
Der Thriller beginnt mit Spannung und der Spannungsbogen, der aufgebaut wurde, was die reine Story angeht, wird gehalten und bringt ein unerwartetes Ende.
Ein wenig verliert sich der Autor hier jedoch bei seinen Beschreibungen, was die Sportaktivitäten angehen. Da mir das Spiel Lacrosse nur vom Namen her bekannt war, interessierten mich die detaillierten Ausschmückungen des Spieles nicht sonderlich. Das war mir persönlich zu viel.

Die eigentliche Story hingegen ist spannend und sehr vielseitig gehalten. Liebe, Vertrauen, Verrat, Cyberkriminalität und Diebstahl spielen hier die eigentliche Rolle und halten den Leser auf Kurs.

Harlan Coben ist immer eine gute Entscheidung, wenn man auf der Suche nach spannende Bücher ist.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Spock und ich

William Shatner , David Fisher , Johanna Wais
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 24.10.2016
ISBN 9783453201439
Genre: Biografien

Rezension:

Wer aus meiner Generation kennt sie nicht? 
Als Kind der Ende 50er Jahre kam man an Captain Kirk und Mr. Spock nicht vorbei.
Selbst wir aus dem Osten klebten am Bildschirm, wenn es hieß:
"Der Weltraum - unendliche Weiten... Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."

William Shatner und Leonard Nimoy spielten die Charaktere Captain Kirk und Mr. Spock. In der Serie Star Trek waren die beiden Freunde und auch im realen Leben wurden sie dies.
William Shatner erzählt in dem Buch über ihre Freundschaft, über ihren Werdegang und über die Rollen, die sie, nicht nur in Star Trek, gespielt haben.

Beide sind unter ähnlichen Zuständen aufgewachsen. Viele Dinge haben sie fast zeitgleich erlebt. Schon allein das Geburtsdatum liegt nur 4 Tage auseinander. Beide Familien flüchteten vor der Verfolgung aus Osteuropa und stammten von Juden ab. Während William in Kanada aufwuchs, lebte Leonhard in den USA.
Obwohl sie in verschiedenen Ländern aufwuchsen, ähnelten sich ihre Anfänge unglaublich. 
William Shatner lässt die Leser teilhaben an ihren ersten Versuchen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Zielstrebig und unentwegt arbeiteten beide auf ein Ziel hinaus, sie wollten Schauspieler werden, Schauspieler, die man kennt.

Das sollte ihnen jedoch erst so richtig mit der über 3 Staffeln laufenden Science-fiction Serie "Star Trek" gelingen. Eine Serie, der man nie so richtig die Chance gab, die aber einschlug wie eine Bombe.
Man erfährt viel Hintergrundwissen über die Serie und ihre Akteure. Mit wenig Budget mussten sie auskommen, sie stritten sich mit Regisseuren und Schauspielern und versuchten das Beste aus der Serie herauszuholen.
Obwohl Captain Kirk derjenige war, der das Mädchen bekommt, punktete Mr. Spock mit seiner Einmaligkeit. Leonard Nimoy verkörperte den emotionslosen Offizier Mr. Spock, dem er durch seine schauspielerische Leistung ein Denkmal setzte. Er übertrumpfte bei den Zuschauern an Beliebtheit sogar Captain Kirk, was dieser anfangs gar nicht so lustig fand.
3 Jahre lang lief die Serie und Leonard vervollkommnete die Figur Mr. Spock bis zum Schluss. Er lebte diese Figur, was sich auch in seinem Privatleben wiederspiegelte.

Was alle nach Ablauf der Serie vermuteten, dass nun endgültig mit Star Trek Schluss wäre, bewahrheitete sich nicht. Die Serie hatte Fans, die nicht zu unterschätzen waren. Es gab die ersten Conventions, wo sich die Trekkis trafen.
Es ging weiter mit Star Trek, wenn auch nicht mehr als Serie, sondern durch Spielfilme, die die Originalbesetzung drehte. Das Phänomen Star Trek war geboren und glich einer Lawine.

William Shatner lässt den Leser teilhaben vom Beginn der Serie an bis zum weiteren Verlauf. Man erfährt, was die Schauspieler zwischen den Filmen getrieben haben, privates wie berufliches.
Er lässt nichts aus, beschönigt nichts. Von katastrophalen Ehen über Kinder, mit denen man sich auseinandergelebt hat, Zigarettensucht und Alkoholismus ist alles dabei.
Aber er erzählt auch die schönen Seiten der Freundschaft, einer Freundschaft, die fast 50 Jahre andauerte, über ihre Höhen und Tiefen.

Ich habe in diesem Buch sogar ein Lieblingswort gefunden, es lautet: Spockigkeit.
Was es damit auf sich hat und wie genial es wirklich alles über Mr. Spock alias Leonard Nimoy ausdrückt, das solltet ihr selbst lesen.

Ich fand das Buch absolut faszinierend und empfehle es nicht nur den Trekkis sehr weiter.
Ich spreche eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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301 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

simon beckett, david hunter, thriller, totenfang, england

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 14.10.2016
ISBN 9783805250016
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Um den forensischen Anthropologen David Hunter ist es ruhig geworden. Seit bei seinem letzten Einsatz ein Skandal ausgelöst wurde und 2 Polizisten starben, wurde er nicht mehr zu Einsätzen gerufen.
Da er nicht mehr an polizeilichen Mordermittlungen beteiligt war, wurde er auch an der Uni entbehrlich und er geht davon aus, dass sein demnächst auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wird.
Da klingelt eines Tages sein Telefon und er wird zu einem Einsatz gerufen.
Eine Wasserleiche soll geborgen werden und er wurde gebeten, dabei zu sein. Es gibt auch schon eine Vermutung, wer der Tote sein könnte. 
Leo Villiers, der 31 jährige Sohn eines in der Gegend wohlbekannten Mannes, ist vor ca. 6 Wochen das letzte Mal lebend gesehen worden. Vorher verschwand schon eine Frau, mit der er eine Affäre gehabt haben soll. Es wird allgemein angenommen, dass er die Frau umgebracht hat und sich anschließend selbst das Leben nahm.
Die Leiche, die schon sehr lange im Wasser gelegen hatte, wurde ohne Hände und Beine geborgen. Leos Vater bestätigt nach einem kurzen Blick auf den Toten, dass es sich um seinen Sohn handeln würde.

Die Polizisten würden den Fall gern schnell abschließen, denn es scheint alles klar zu sein. Nur Hunter hat so seine Bedenken. Die will aber niemand hören, seine Meinung wird geflissentlich überhört.
Nicht viel später wird ein einzelner Fuß im Wasser treibend aufgefunden und es ist klar, dass der Fuß nicht zum Körper der geborgenen Leiche passt.
Wer sind die Toten und warum tauchen sie jetzt auf? ...

Der Anthropologe David Hunter ist endlich wieder da und er hat es nicht verlernt, sich in einen Fall festzubeißen und nicht eher Ruhe zu geben, bis dieser gelöst ist.
In diesem Fall geht es um Wasserleichen, die lange Zeit im Wasser gelegen haben und deren Identifizierung dadurch erschwert wird. Sie waren massiv Ebbe und Flut ausgesetzt, was die Identifikation zusätzlich beeinflusste.

An eine einfache Klärung des Falls glaubt Hunter nicht, dazu scheint alles zu komplex zu sein.
Die Umstände bringen ihn zum Mann von Emma Darby, dessen Frau die Affäre mit Leo Villiers gehabt hatte. Ein zurückgezogener Mann, mürrisch und wortkarg. Seit dem Verschwinden seiner Frau hilft Emmas Schwester im Haus und bei der Versorgung seiner Tochter mit. Die beiden verhalten sich ablehnend und abweisend gegenüber Hunter, bieten ihm aber trotzdem unter Vorbehalt eine Unterkunft an.
Das kommt bei der Polizei gar nicht gut an.

Hunter ist ein Mensch, den der Ehrgeiz packt, wenn er seine Witterung aufgenommen hat. Die einfache und offensichtliche Lösung des Falls, wie die Polizei ihn gern hätte, stößt bei ihm auf. Er kann es förmlich spüren, dass etwas nicht stimmt. Viele kleine Details, die ihm auffallen, bringen ihn der Lösung nahe, aber er hat Probleme, diese den ermittelnden Beamten auch zu präsentieren.
Während diese darauf aus sind, ihn aus dem Fall herauszuhalten bzw. zu -drängen, geht er den Ursachen und seinen Ahnungen und Vermutungen auf den Grund.

Schon von Beginn an wird der Spannungsbogen gesetzt und immer weiter angezogen. Einmal angefangen, atmet man als Leser die 560 Seiten förmlich weg und kann nicht aufhören zu lesen. Man ist gefangen im Buch und wird erst mit den letzten Seiten von ihm befreit.

Sehr detailliert werden die verschiedenen Stufen einer Wasserleiche wiedergegeben und man weiß nicht, ob man fasziniert von dem Wissen des Autors sein soll oder ob man die Stellen lieber großzügig überlesen würde. 
Er ist nicht zimperlich in seinen Beschreibungen, was die Arbeit eines Forensikers angeht, aber das kennt man auch schon von den Vorgängern. 

Auch der inzwischen 5. Teil um den Anthropologen David Hunter besticht durch seine akribisch wiedergegebenen Details, einem sympathischen Protagonisten, den man auch mal privat erleben darf und einer spannenden Story, die den Leser nicht loslässt.
Für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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108 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

magie, schweden, zauberer, lars vasa johansson, waldfee

Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

Rezension:

Anton ist 45 Jahre alt, allein und ein eher mittelmäßiger Zauberkünstler. Obwohl er seit seiner Kindheit nie etwas anderes machen wollte als zaubern, hat er sich nicht wirklich weiter entwickelt.
Er tingelt allein von Altersheim zu Altersheim und kommt gerade so über die Runden.
Gerade an seinem 45. Geburtstag ruft ihn sein Manager an, nicht etwa, um ihm zu gratulieren, sondern um ihm mitzuteilen, dass die nächsten Auftritte abgesagt wurden. Was nun?

Während er sich geschlagen auf den Rückweg macht, hat er unterwegs einen Zusammenstoß mit einem plötzlich auf der Straße stehenden roten Sofa.
Sein Auto hatte die Karambolage nicht ganz so gut überstanden, ebenso wenig sein Handy, so dass er keinen Abschleppdienst oder dergleichen anrufen konnte. Er stand mitten im Wald und musste sich irgendwie Hilfe suchen, denn ein Auto kam in der letzten halben Stunde auch nicht vorbei.
Außer dass er immer wieder auf Schilder traf, die kund taten, dass es gefährlich wäre, weiterzugehen und er sich auf Privatgelände befände, passierte nichts.
Während er noch herumirrte, traf er ein etwa 10-jähriges Mädchen, dass ihn bat, doch mit ihr gemeinsam 7 verschiedene Blumen zu sammeln. 
Also wirklich, als hätte Anton nichts wichtigeres zu tun. Er gab ihr Bescheid, dass er keine Zeit hätte und ließ sie stehen.
Kurz darauf stieß er auf ein kleines Häuschen, an dessen Tür er klopfte, um dort telefonieren zu können. Ihm öffnete ein altes Pärchen, die sich als Gunnar und Greta vorstellten. Später erfuhr er von ihnen, dass sie Nachfahren von Hexen waren.
Anton, realitätsbezogen und völlig ohne Glauben und ohne die Anerkennung von Aberglauben, nahm deren Geschichte nicht ernst und belächelte sie insgeheim.
Ebenso die Tatsache, dass das kleine Mädchen, das ihm im Wald begegnet war, eine Waldfee gewesen sein soll, die ihn, da er ihr nicht geholfen hatte, mit einem Todesfluch belegt haben soll. Er würde fortan soviel Pech bzw. Unglück haben, bis er selbst seinem Leben ein Ende bereiten würde.
Ja, zugegeben, er hatte augenblicklich mehr Pech als Glück, aber ein Todesfluch? Niemals...

Obwohl das Buch viele magische Momente hat, würde ich es nicht in das Genre Fantasy einordnen wollen.

Der Autor Lars Vasa Johansson erzählt die Geschichte eines Mannes, der an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr weiter geht, weder beruflich noch privat. Große Träume, die er als Kind hatte, zerplatzten. Er steht nunmehr allein da, der Kontakt zu seinen Eltern ist ebenfalls nur sporadisch. Keine Freunde und keine Partnerin, von Kindern ganz zu schweigen. 
Er ist ein Mensch, der stark auf sich selbst bezogen ist.
Als er einem kleinen Mädchen im Wald die Hilfe verweigert, ändert sich von da ab sein Leben komplett.
Irgendwann fängt er dann doch an den Todesfluch zu glauben, zu bizarre Dinge geschehen, auf die er keinen Einfluss hat.
Auf die Frage, ob der Todesfluch umkehrbar ist, gibt es eine Antwort, die Aktivitäten von ihm verlangen.

Das Buch hat etwas magisches an sich. Man trifft gemeinsam mit Anton auf seltsame Wesen und vor einigen von ihnen sollte man sich in Acht nehmen.

Zwischen den Erlebnissen, die den Leser an Antons aktuellem Leben teilhaben lassen, erfährt der Leser in Kapiteln auch über Antons Leben. Was passierte in seinem bisherigen Leben? Wie wurde aus dem hoffnungsvollen Schüler Anton und besten Freund Sebastians ein Tingeltangelzauberer und Sebastian zu seinem Erzfeind? 

Anton gelingt es trotz wiederholter Bemühungen nicht, aus dem Wald wieder herauszukommen. Es gibt dort einen Kreisverkehr, den er nicht an den gewünschten Abfahrten verlassen kann.
Anton findet in dem Wald seine Erfüllung und lernt sich neu kennen. Er erkennt, was wichtig ist im Leben.

Zu Beginn des Buches mochte ich Anton als Mensch überhaupt nicht, aber ganz langsam änderte ich meine Meinung und er wurde mir symphatisch.

Das Cover passt wie die Faust aufs Auge, es wunderbar auf das Buch abgestimmt.
Das Buch hat ein wenig was von einem Märchen für Erwachsene, das sich hervorragend lesen lässt.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

michael tsokos, rechtsmedizin, irrtümer, selbstmord, suizid

Sind Tote immer leichenblass?

Michael Tsokos , Christoph Kellner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Droemer, 04.10.2016
ISBN 9783426277003
Genre: Sachbücher

Rezension:

Es gibt sie, die Irrtümer, die dem fleißigen Krimigucker untergejubelt werden.
Realität und ihre Fiktion, die der Fantasie von Autoren und Drehbuchschreibern entstammen.

Michael Tsokos, Experte auf dem Gebiet der Forensik und Professor für Rechtsmedizin, räumt mit diesem kleinen Buch mit 40 Irrtümern von ihnen auf.

Wer viel Krimis und Thriller sieht, in denen die Protagonisten auch Rechtsmediziner sind, ist sicher schon auf das ein oder andere gestoßen, ohne zu bemerken, dass es mit der Realität nichts zu tun hat.
Selbst ich kenne die Szene aus dem Film "Das Schweigen der Lämmer", in dem sich vor der Obduktion alle Beteiligten Mentholsalbe unter die Nase streichen. Für den Laien eine völlig verständliche Handhabung, die jedoch im wirklichen Leben und bei realen Obduktionen niemals angewendet werden.
Michael Tsokos erklärt hier, warum nicht nur er persönlich die Methode nicht anwendet, sondern auch, warum sie generell nicht angewendet wird.

Gleich zu Beginn des Buches klärt er erst einmal auf, was ein Rechtsmediziner ist, welcher Weg eingeschlagen werden muss, um überhaupt einer zu werden. 
Des Weiteren zeigt er den Unterschied zwischen Rechtsmediziner und Pathologen auf. Bis dato war auch für mich das ein und dasselbe.

In einigen Filmen oder Krimiserien sieht man, wie die ermittelnden Beamten plötzlich im Obduktionssaal erscheinen, dort gegessen und getrunken wird oder auch der Tote mal eben ein paar Tage auf dem Untersuchungstisch, nur mit einem Tuch abgedeckt, liegen bleibt.
Mit all diesen Klischees räumt der Autor hier auf. Er erklärt sachlich, warum bestimmte Dinge der Fantasie der Autoren entsprungen sind und diese niemals Realität sein können.
Auch räumt er mit Vorstellungen auf, die zumindest in meinem Kopf keine Rolle gespielt hätten. 

Als Leser erfährt man auch einige interessante Dinge, die einem nicht so bewusst waren. 
Wachsen nach dem Tod die Haare und die Fingernägel weiter oder kann man dem Gesicht eines Toten ansehen, ob er einen ruhigen Tod hatte? Ist Leichengift hochinfektiös und wie genau kann der Todeszeitpunkt bestimmt werden?

Auch rechnet Michael Tsokos mit den diversen Krimiserien ab, in denen beispielsweise ein Rechtsmediziner allein nicht nur die Todesursache ermittelt, sondern obendrein auch noch den Mörder findet.
Es stehen den genannten Beispielen Realität und Fiktion gegenüber.

Dieses Buch klärte mich nicht nur über die diversen Irrtümer der Rechtsmedizin auf, es unterhielt mich auch.
Zum einen wurde es mit Karikaturen versehen, die zum jeweiligen Thema passen. Zum anderen gab es tatsächlich auch Momente, in denen ich schmunzeln musste, zumindest als es um die Macken der Rechtsmediziner ging. Die Macke des Autoren selber ist echt nicht zu verachten, ich konnte mir ein breites Grinsen definitiv nicht verkneifen.

Mit seinen 183 Seiten hat man das Buch recht schnell durchgelesen. Ich fühlte mich im Anschluss gut unterhalten und konnte auch für mich einige kleine Irrtümer richtig stellen. Andere bestätigten nur, was ich schon vermutet hatte.

Das Buch ist unterteilt in 40 Kapitel, die die 40 Irrtümer wiederspiegeln. Kurz und verständlich erklärt der Autor die Irrtümer, was daran falsch ist und wie die Realität aussieht.

Ein Buch mit Informations- und Unterhaltungswert.

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james bond, neid, hörbuch, familie, lustig

Der total verrückte Elterntausch

David Baddiel , Violeta Topalova , Max von der Groeben
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 29.08.2016
ISBN 9783844521429
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer hat nicht wenigstens einmal gedacht, die Eltern von anderen sind viel besser, cooler und haben mehr Verständnis.
So geht es auch Barry Bennett. Schon allein dieser altmodische Name, was haben sich seine Eltern nur dabei gedacht? Zudem sind sie immer müde, machen nichts her, sind arm und ziehen eindeutig seine beiden Zwillingsschwestern vor.
Barry hat in 5 Tagen Geburtstag, er wird 10 Jahre und wie er findet, ist es ein Grund, den Tag gebührend zu feiern. Natürlich soll es eine richtige James Bond-Fete werden, denn niemand ist so cool wie James Bond, sein großes Vorbild.
Aber schon im Vorfeld geht das in die Hose, denn sein Vater ist nicht in der Lage, die richtige DVD zu kaufen. Barry ist entsetzt, sauer und wütend und rennt türenklappernd in sein Zimmer.
Dort gerät er wie durch ein Wunder in ein völlig fremdes Land, ein Land, in dem die Kinder sich bis zum vollendeten 10. Lebensjahr ein Elternpaar aussuchen dürfen bzw. müssen, denn sonst...

Barry kann es gar nicht glauben, was ihm hier passiert. 
Da es nur noch 5 Tage bis zu seinem Geburtstag sind, ist Eile geboten. Im Schnelldurchlauf werden ihm Elternpaare durch eine Agentur angeboten. 5 Tage bis zum Geburtstag bedeutet, er kann 5 Elternpaare testen.
Die Wahl ist schwer, aber er hat ja einen Zettel, auf dem steht, wie langweilig und gewöhnlich seine eigenen Eltern sind, also will er hier das krasse Gegenteil haben. 
Zuerst einmal sollen es reiche Eltern sein...

Schon klar, dass auch da nicht alles Gold ist, was glänzt, so dass er zum nächsten Paar kommt.
Es ist nicht einfach, die richtigen Eltern zu finden. Bei dem einen Paar stört ihn dies, beim anderen das, irgendwas ist immer.
Schon die Namen der Eltern sprechen für sich: Die Cools, die Munters, die Scheffel-Reibachs, die Vlassorinas und die Zischs. Bei den einen darf er machen, was immer er will, die anderen fahren Rolls-Royce, wieder andere sind sportlich und und und.
Barry testet alles aus, unter genau den Bedingungen, die er selbst gestellt hat, aber wird er davon glücklich?

Die Personen, auf die er dort trifft, sehen aus wie seine Freunde zu Hause und auch seine beiden Schwestern trifft er dort als Sekretärinnen wieder, aber niemand scheint ihn zu kennen. 

Letztendlich muss Barry entscheiden, wen er als Elternpaar auswählen will. Eine schwere Entscheidung.

Wenn alle Träume und Wünsche erfüllt werden, ist man dann glücklich? Will man das überhaupt? Was passiert, wenn einem keine Grenzen gesetzt werden?
Barry lernt die andere Seite des Lebens kennen, eine, bei der er entscheiden kann und sogar muss. 

Ich habe das Buch als Hörbuch erlebt und der Stimme von Max von der Groeben lauschen dürfen. Er ist Schauspieler und Synchronsprecher. Dieses Hörbuch von ihm einsprechen zu lassen, war eine gute Entscheidung. Es hat Spaß gemacht, ihm zuzuhören und zu erleben, wie er die Personen des Buches lebendig werden lässt.

Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahre ausgeschrieben und ich denke, dass auch genau das die Altersklasse ist, die es anspricht. Die Zuhörer werden ihre Freude an dem Hörbuch haben und genau wie ich mitverfolgen, was Barry mit den neuen Eltern erlebt.

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Die Mühle

Elisabeth Herrmann , Laura Maire
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 29.08.2016
ISBN 9783844523201
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lana kann es fast nicht glauben. Sie, die Unscheinbare, wird einen Kurztrip mit "The Court" machen. Diese waren vor Jahren eine Clique in ihrer Schule, die sie immer bewundert hatte. Sie waren 2 Klassen über ihr, standen in ihren Augen aber immer für Freundschaft, Kameradschaft und Zusammenhalt.
Durch Zufall ergab sich die Reise für sie und sie packte die Gelegenheit sofort beim Schopf.
Bis auf Johnny, der eine Treppe herunter fiel und nicht fahren konnte, sind auch alle dabei.
Das Ziel ist eine Mühle im Böhmerwald, Tschechien.
Der Trip gestaltet sich jedoch völlig anders als gedacht, denn die Fahrt wird zum Albtraum...

Sie waren zu siebt in der alten Clique "The Court". Nach der Schule sind sie in alle Himmelsrichtungen verstreut und die meisten sind nie wieder nach L. zurückgekehrt. Etwas war geschehen damals, sie tragen ein Geheimnis in sich.
Nun, viele Jahre nach der Schule, bekommen alle sieben eine mysteriöse Einladung in den Böhmerwald. Wer hat diese geschrieben, hat dort alles für sie vorbereitet?
Johnny, der gerade eine Treppe heruntergefallen war, konnte die Fahrt nicht antreten und lässt Lana für sich fahren. Die anderen der Clique sind alles andere als begeistert und zeigen ihr deutlich, dass sie nicht dazu gehört. 
Die Mühle, in die sie alle eingeladen wurden, steht mitten im Wald, abschnitten von der Zivilisation und ohne Netzempfang.
Aber was geschieht hier? Einer verschwindet, dann der nächste. Wohin sind sie gegangen und sind sie wirklich tot, wie Lana es behauptet?

Die Geschichte wurde aus der Sicht von Lana im Rückblick als Erinnerung erzählt. Sehr emotional gibt sie wieder, was dort in der Mühle passiert ist. Obwohl sie ab und an in ihre eigene persönliche Vergangenheit abschweift, erfährt man nicht allzu viel von ihr selbst. Ebenso fehlt die Tiefe der anderen Charaktere dieses Trips, sie bleiben farblos, so dass ein Kennenlernen der Protagonisten nicht wirklich möglich ist.

In einigen Aspekten wirken die Protagonisten unglaubhaft. 
Wo man als Leser bereits denkt, dass sie versuchen sollten, das Weite zu suchen, halten sie noch immer alles für einen Scherz, zwar einen makaberen, aber immerhin. Sie sind nicht in der Lage, das Offensichtliche zu sehen bzw. wollen das nicht. Hinweise, die ihnen vorliegen, sollten reichen, um ihnen die Tragweite deutlich zu machen, aber sie stellen sich stur oder dumm. Für mich absolut nicht nachvollziehbar.

Elisabeth Herrmann, die nicht nur für ihre Krimis bekannt ist, schreibt auch bevorzugt Jugendthriller, wie die "Die Mühle".
Von Beginn an legt sie einen Spannungsbogen und kann diesen auch konstant halten. 
Leider ist die Geschichte nicht sehr neu, da man den Grundzug der Story schon aus diversen TV-Filmen kennt, trotzdem gelingt es der Autorin, den Leser zu fesseln.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt und durfte der Stimme von Laura Maire lauschen. Das war ein absolutes Hörerlebnis. 
Sie ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin, die als Hörbuchsprecherin eine wirklich gute Arbeit geleistet hat. Sie reißt den Hörer mit, bringt Emotionen gekonnt zum Ausdruck. Panik und Angst sind greifbar nahe und lassen den Hörer mitfiebern. Das war in meinen Augen eine absolut gekonnte Wiedergabe des Buches.

Ich habe lange überlegt, welche Bewertung ich abgeben sollte, schwankte zwischen 3 und 4 Pfötchen, aber die geniale Leistung der Sprecherin hat mich zu 4 Pfötchen hinreißen lassen.

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finnland, humor, sex, sex und junge männer, der beste schwule koch

Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten

Rochus Hahn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2016
ISBN 9783442484492
Genre: Humor

Rezension:

Als sich Tim und Bullwinkel nach Jahren wiedersehen, stellen die beiden schnell fest, dass sie beide Spätzünder sind. Spätzünder, wenn es um das Thema Frauen und Sex geht. Sie hatten noch nie eine Frau im Bett, auch wenn es schon mal kurz davor war.
Sie wollen nicht länger männliche Jungfrauen sein und diese Tatsache ändern.
Als sie bei einer Party zwei Stewardessen treffen, die sie nur ins Bett bekommen, wenn sie ihnen auch Drogen anbieten könne, ist guter Rat teuer.
Da hören sie, dass es eine etwas ausgefallene Methode gibt. Elche, die bestimmte Pilze gefressen haben, scheiden Urin aus, der wie eine Droge wirkt. Na wenn das nichts ist. Elche gibt es ja in Finnland wie Sand am Meer und es sollte wohl ja nicht so schlimm werden, deren Urin habhaft zu werden.
Auf geht es, nach Finnland...

Was für eine Idee, Elch-Urin als Droge zu nutzen. Schon der Gedanke ist für mich ein klein wenig abwegig, denn irgendwie muss man das Zeug ja auch konsumieren und da würde mich schon der Gedanke abschrecken.
Nicht so die beiden Protagonisten Tim und Bullwinkel. Die beiden sind zu allem entschlossen, um nur ja mal eine Frau ins Bett zu bekommen.
Kurzerhand fliegen sie nach Finnland. Zum Glück hat Bullwinkel ein wenig Geld gespart, sonst wäre die Hoffnung gleich zu Beginn gestorben.
Um Geld zu sparen, fahren sie zuerst zu Freunden, die Bullwinkel aus dem Internet kennt. Aber auch die sind ganz speziell, so dass sie nach einem Zwischenfall von dort flüchten.
Ihre Idee, an den Urin eines pilzefressenden Elches zu gelangen, ist in der Theorie definitiv einfacher als in der Praxis. Zu allem Ärger stehen die Elche nicht an jeder Ecke, wie gedacht. Da muss ein guter Plan her.

Im vorliegenden Buch geht es um Sex. Nicht um den direkten, sondern um die Frage, wie bekomme ich eine Frau ins Bett.
Die beiden Protagonisten sind noch männliche Jungfrauen und ihr Denken und Handeln dreht sich primär um Sex.
Nie im Leben hätten die beiden vermutet, wie abenteuerlich und chaotisch ihre Reise nach Finnland werden würde. Hätten sie es gewusst, wären sie sicher nicht gefahren. 
Es wird aber auch nichts ausgelassen, was irgendwie geht, wird mitgenommen. Die Ideenkiste des Autors scheint keinen Boden zu kennen. Für mich war das alles zuviel. Bei dem Bemühen, den Leser zu unterhalten, wurde meiner Meinung nach, etwas übertrieben. 
Der Schreibstil des Autoren jedoch hat mir gefallen, das Buch lässt sich sehr gut lesen. Sicher musste ich auch das ein oder andere Mal schmunzeln, aber allgemein geht es in Richtung Klamauk. Es ist einfach too much.

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war mir schon klar, dass es sich um ein ausgesprochen humorvolles und witziges Buch handeln würde, aber die Pointen kommen Schlag auf Schlag, so dass es keine ruhigen Zeiten dazwischen gibt.
Es ist auch ein Buch, bei dem man sich nicht genötigt fühlt, nach- bzw. mitzudenken. Man kann die Geschichte auf sich wirken lassen und sich an ihr erfreuen.
Für mich brachte es kurzzeitige Erheiterung, die mir dann allerdings zu viel wurde.

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heyne, liebe, marian keyes

Mittelgroßes Superglück

Marian Keyes , Susanne Höbel
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453409514
Genre: Romane

Rezension:

Stella, die gemeinsam mit ihrer Schwester einen Kosmetiksalon betreibt und Ehefrau und Mutter von zwei Teenagern ist, bekommt eines Tages eine seltene Krankheit, die sie auf lange Zeit bewegungsunfähig macht. Sie ist gelähmt und wird nur mittels Maschinen am Leben erhalten. Sie liegt auf der Intensivstation und eine Kommunikation mit ihr ist nicht möglich. Im eigenen Körper gefangen bleiben ihr nur ihre eigenen Gedanken, da sie auf alles andere nicht reagieren kann.
Nachdem sie schon eine Weile im Krankenhaus ist, bekommt sie einen Neurologen, mit dem sie vor einiger Zeit in einen Autounfall verwickelt war. Dr. Mannix Taylor bemüht sich ernsthaft um sie und ihre Gesundung, kann sich aber mit der Tatsache, nicht mit ihr kommunizieren zu können, nicht abfinden.
Er erfindet einen Zwinkercode, mit dessen Hilfe es ihnen gelingt, dass Stella sich mit ihm und anderen verständigen kann.
Als sie nach mehr als einem halben Jahr Krankenhaus wieder nach Hause kommt, ist ihr Leben nicht mehr das, welches sie vor der Krankheit hatte...

Es geschehen Dinge, die ihr ganzes Leben verändern. 
Davon sind nicht nur ihre Ehe betroffen, sondern auch ihr Wohnsitz, den sie kurzzeitig nach New York verlegen muss. 
Um nicht zu spoilern, möchte ich an dieser Stelle auch nicht mehr darüber verlauten lassen.

Andere Umstände veranlassen sie, nach einem Jahr New York den Rücken zu kehren und mit eingezogenem Schwanz wieder zurück nach Irland zu fliegen. Es ist viel geschehen und ihr Leben verläuft nicht in geraden Bahnen, sondern mutet chaotisch an.

Mit Stella hat die Autorin Marian Keyes eine Protagonistin geschaffen, die dem Leser ein wenig naiv und auch chaotisch vorkommt.

Der Roman ist aus der Sicht von Stella geschrieben. Ihre Gedanken und Gefühle sind jederzeit greifbar. Vor allem die, die sie während ihrer Krankheit in ihrer Bewegungslosigkeit und ihrer Not, sich nicht verständigen zu können, hatte. Das waren Dinge, die man selbst jederzeit nachvollziehen konnte. Die Tatsache, dass man etwas gefragt wird, man die Antwort weiß und sie gern wiedergeben würde, dies aber nicht kann, würde sicherlich jeden resignieren lassen.

Marian Keyes ist eine meiner Lieblingsautorinnen und so habe ich mich sehr gefreut, als ich das neue Buch von ihr in den Händen halten konnte.
Wer die Romane um die Walsh-Familie kennt, weiß, wie gut und humorvoll die Autorin ihre Bücher schreibt.

Mit diesem Buch hatte ich jedoch anfangs meine Schwierigkeiten. Ich bin einfach nicht in die Geschichte hineingekommen. Ein Autounfall, der meines Erachtens keinen großen Einfluss auf die Geschichte hat, Abschnitte, die mit Tages- und Uhrzeiten beginnen und zwischendurch Teile, aus "Gezwinkerte Gespräche" machten mir die Sache nicht leichter. Da habe ich ehrlich gesagt, eine Weile gebraucht, um die Zusammenhänge zu erfassen, zumal auch die Zeiten sich änderten. Spaß machte mir das Buch, nachdem ich diese Anfangsschwierigkeiten überwunden hatte. Dann nahm auch die Story an Tempo zu und dümpelte nicht nicht mehr vor sich hin. Von da an mochte ich es nicht mehr aus der Hand legen, denn nun wollte ich wissen, wie es weitergeht und was alles noch passierte. 

Neben Stella spielen noch andere Protagonisten eine Hauptrolle, wie Dr. Mannix Taylor, Stellas Mann Ryan und deren Kinder. Sie haben alle Kanten und Macken, über die man grinsen oder einfach nur den Kopf schütteln kann, auf jeden Fall bereichern sie das Buch enorm.

Ich zumindest fühlte mich nach meinen Anfangsschwierigkeiten mit diesem Buch gut unterhalten.

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new york, ally taylor, liebe, liebesroman, freundschaft

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Claire, die seinerzeit alle Brücken hinter sich abgebrochen hatte, um mit ihrem Liebsten nach London zu gehen, ist wieder zurück in New York. Das jedoch als Single, ohne Arbeit und ohne Wohnung. 
Als ihr persönlicher Albtraum droht, nämlich wieder bei ihren Eltern in ihr Kinderzimmer zu ziehen, türmt sie und versucht, bei ihrer Freundin June unterzukommen. Diese nimmt sie gern auf, die Sache hat nur einen Haken, es ist nur im begehbaren Kleiderschrank Platz für sie. Da nur die Optionen Kinderzimmer oder Kleiderschrank stehen, entscheidet sich Claire für den Kleiderschrank.
Es könnte alles so schön sein, wenn June als Untermieter nicht ausgerechnet ihren langjährigen Freund und besten Kumpel Danny hätte und über ihr ihre erste große Liebe Jamie wohnen würde.
Mit Danny verband sie jahrelang eine wunderbare Freundschaft, die irgendwann endete, obwohl sie nie im Streit auseinander gegangen sind und Jamie spukt nach wie vor in ihrem Kopf herum. Zwei Männer - ein Teufelskreis ...

Ally Taylor, ein Pseudonym der Autorin Anne Freytag, legt hier einen unterhaltsamen spritzigen Roman vor, der genau das tut, was er bezweckt - er unterhält.
Claire, die Protagonistin des Buches, hat mit den Männern so gar kein Glück und schon gar nicht mit Typen, die mit "J" anfangen. Die Liste fängt mit Jamie an, geht weiter zu Julian und endet vorläufig bei Jeremy. Männer, die ihr das Herz gebrochen haben und sie an genau die Stelle bringen, wo sie sich momentan befindet, in Junes begehbaren Kleiderschrank.
Von ihren großen Plänen, die sie einst hatte, ist nichts übrig geblieben, sie ist mittel- und arbeitslos.
Um über die Runden zu kommen, nimmt sie 2 Jobs an, zu allem Unglück trifft sie bei einem der Jobs auch noch auf Jamie. Konflikte sind vorprogrammiert, es bleibt chaotisch in Claires Leben.

Als Leser fühlt man mit Claire mit, man hofft und bangt mit ihr. Wie wird es in ihrem Leben weitergehen, welcher Mann wird ihr letztendlich zur Seite stehen? Es ist lange offen, wie das Ende sich gestalten wird und gerade das lässt den Leser nicht zur Ruhe kommen. Man wird regelrecht vorwärts getrieben, will wissen, wie es ausgehen wird.
Wenn man das Buch beginnt, sollte man sich die Zeit so einteilen, dass man es zeitlich in einem Ritt schafft, man kommt eh nicht von dem Buch los. So erging es zumindest mir, ich konnte es einfach nicht aus den Händen legen.

Die Story spielt in New York und die Autorin scheint sich dort ausgesprochen gut auszukennen, das war zumindest mein Eindruck, den ich beim Lesen gewonnen habe. Für mich ist dieses Buch auch eine Liebeserklärung der Autorin an New York. Man fühlt sich wohl dort und hat das Gefühl, selbst vor Ort zu sein.

Das Buch ist aus der Sicht von Claire geschrieben. Man ist bei ihr, in ihren Gedanken und bei ihrem Tun. Diese Frau muss man einfach mögen. 
Sie ist 32 Jahre alt, die anderen Protagonisten sind ihrem Alter angepasst. 
Es ist ein Buch, mit dem sich nicht nur Teenager identifizieren können, sondern auch die älteren Leser.
Es ist mit Humor geschrieben und beinhaltet eine wunderschöne Liebesgeschichte, die einen bewegt. Manchmal hätte ich zwar Claire wegen ihrer Ideen oder ihrer Kapitulation schütteln können, aber in den meisten Fällen stand ich zu ihren Entscheidungen.

Das war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, unter welchem Namen auch immer. Nun fehlt mir natürlich die Geschichte von Julian, auf die sie kurz in ihrer Danksagung hinweist. 

Dieses humorvolle und unterhaltsame Buch empfehle ich sehr gern weiter.

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Die Schwester

Joy Fielding , Kristian Lutze , Petra Schmidt-Schaller
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 11.07.2016
ISBN 9783844521382
Genre: Krimi und Thriller

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