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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

oman, wüste, geheimnis, archäologie, geheimnisse

Das Versprechen der Wüste

Katherine Webb , Katharina Volk , Anna Thalbach , Gabriele Blum
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 14.11.2016
ISBN 9783837135770
Genre: Romane

Rezension:

Für Joan Seabrook geht ein Traum in Erfüllung, als sie gemeinsam mit ihrem Verlobten Rory die Gelegenheit erhält, in den Oman zu gehen. Dort will sie nicht nur ihren Bruder Daniel besuchen, der dort als Soldat stationiert ist, sondern sie will auch ihr großes Idol Maude Vickery treffen. Diese ist eine bekannte und inzwischen gealterte Entdeckerin des Oman, hat diesen bereist und ihn entdecken dürfen.
Es kommt auch zu einem Treffen, aber Joan kommt von diesem sehr ernüchtert wieder zurück. Maude gab sich ihr gegenüber sehr abweisend und hat ihr auf den Kopf zugesagt, was sie von deren Entdeckerlust hält. 
Es wird weitere Treffen geben und die beiden Frauen freunden sich ein wenig an. Dann wird Maude sie eines Tages um einen Gefallen bitten...

Die Autorin Katherine Webb entführt den Leser in die arabische Welt, in den Oman ins Jahr 1958. 
Während Joan voller Elan in den Oman fährt, mit der Hoffnung, dass sie diesen bereisen und erkunden darf, muss sie feststellen, dass im Land Krieg herrscht und sie ihre Wünsche zurückschrauben muss. Ihr einziger Hoffnungsschimmer liegt nunmehr an einem Treffen mit ihrem Vorbild Maude Vickery, die sie seit jeher bewundert.
Während sie diese ab und an besuchen darf, entfremdet sich ihr Verlobter ihr gegenüber immer mehr und obwohl sie hinter den Grund kommt, hält sie an ihm fest.

Erst der britische Kommandant Charlie Elliott macht es ihr möglich, dass sie sich im Land umsehen und sie auch Abenteuer erleben kann.

Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. 
Der eine Erzählstrang liegt im Jahr 1958 und spiegelt die gegenwärtigen Ereignisse um Joan und Maude dar.
Ein weiterer Erzählstrang spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in dem man Maude als junge Frau erleben kann, wie sie die Wüste durchquerte. Das allein war schon eine gewaltige Leistung, dass sie eine Frau war, machte die Sache noch interessanter.

Aus der anfänglich ein wenig naiven Joan wird im Laufe der Geschichte eine selbstbewusste junge Frau, die weiß, was sie will und das auch durchzusetzen versteht. Bei einigen Dingen in ihrem Leben braucht sie zwar einen kleinen Anstupser, aber einmal in die Spur gebracht, bringt sie die Dinge auch zu Ende.

Als Leser ist man bei allem nahe dabei, erkundet mit den Frauen den Oman und steht ihnen bei ihren Entscheidungen zur Seite.
Auch wenn das Buch einige Längen hat, ist man gepackt von der Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Man möchte wissen, wie sie ausgeht und verschlingt die Seiten.
Mit dem Handlungsort Oman ist die Autorin einmal andere Wege gegangen als in ihren vergangenen Büchern, die bislang immer in England spielten. Sie hat sich mit dem Oman auseinandergesetzt und sehr gut recherchiert, was sich auch im Buch wiederspiegelt.
Die Autorin vermittelt in ihrem Buch auch ein wenig arabisches Zeitgeschehen, das man so, zumindest ich, nicht kannte.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen und somit den Stimmen von Anna Thalbach und Gabriele Blum lauschen dürfen. Die beiden geben Joan und Maude ihre Stimme und machen so das Gehörte ein wenig plastischer. Es ist ein Vergnügen, ihnen zuzuhören.

Ein etwas anderer Roman der Autorin, fernab von England, aber nicht weniger spannend als ihre herkömmlichen Bücher.

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96 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

erinnerungen, fantasy, familie, gabe, erinnerung

17 - Das erste Buch der Erinnerung

Rose Snow
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2016
ISBN 9781540563828
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit Jahren gelingt es Jo nicht, irgendwo Fuß zu fassen. Immer, wenn sie sich gerade an eine Schule gewöhnt oder Freunde gefunden hatte, heißt es wieder Koffer packen und umziehen.
Seit dem Tod ihrer Mutter hat ihr Vater das Nomadenleben aufgenommen und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht.
Ihre aktuelle Station ist nunmehr Hamburg und Jo macht sich keinerlei Hoffnungen, dass das der letzte Ort werden würde, wo sie leben.
Ihr Vater erzählt ihr nicht viel über ihre Mutter, was sie ihm auch übel nimmt. Nicht einmal über deren Tod weiß sie so richtig Bescheid.

In der Schule lernt sie die beiden Jungen Adrian und Louis kennen. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Adrian abweisend arrogant und ein Einzelgänger ist, ist Louis der umgängliche nette Typ, der sehr gern mit Jo befreundet sein möchte.

Zu all dem Neuen beschäftigt Jo noch eine Tatsache. Sie scheint, Erinnerungen der einzelnen Personen wahrnehmen zu können. Das passiert durch Körperkontakt und lässt sich auch nicht beeinflussen, weder, wie alt die Erinnerung ist noch wie lange sie dauert.
Aber kann das sein? Was ist, wenn mit ihr etwas nicht in Ordnung ist und sie sich das ganze nur einbildet? Ist Jo ein Freak?...

Mit Jo haben die Autorinnen eine Protagonistin erschaffen, die dem Leser sofort sympathisch ist. Man leidet mit ihr wegen der ständigen Umzüge, die ihr Vater gemeinsam mit ihr vornimmt und kann das genausowenig nachvollziehen.
Ein Aufatmen kann man sich nicht verkneifen, als der Vater urplötzlich verlauten lässt, dass sie nunmehr in Hamburg bleiben werden. Aber aus welchem Grund?

In die Geschichte findet der Leser sehr schnell hinein. Man lernt die Protagonisten kennen und grübelt gemeinsam mit Jo, was mit ihr gerade geschieht.
Sympathische und geheimnisvolle Protagonisten vervollständigen die Story, von der man sich nicht lösen kann und mag.

Die Autorinnen vermögen es, den Leser zu fesseln und ihn nicht mehr loszulassen. Mit seinen nicht mal 300 Seiten hat man es auch recht schnell durchgelesen und steht dann am Ende da mit einem Cliffhanger. Wie fies ist das denn?

Mit diesem Buch hält der Leser ein Buch in den Händen, das einen gefangen nimmt. Was anfangs normal anfängt, entpuppt sich als Buch mit einem fantastischen Touch mit vielen Rätseln. Diese werden jedoch nicht in diesem Teil gelöst, man darf also gespannt bleiben.
Ein Buch, nicht nur für Jugendliche, das ich sehr gern weiterempfehle.  

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99 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

schottland, claudia winter, liebe, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:


Die Anwältin Josefine weiß genau, was sie will. Sie hat einen tollen Job und wird demnächst ihren Kollegen Justus heiraten. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, da verschwindet der Familienring aus dem Safe ihrer Mutter. 
Ohne diesen Ring kann sie nicht heiraten, denn bislang sind alle Ehen kaputt gegangen, die ohne ihn geheiratet haben. Ihre Großmutter hat zudem angekündigt, nicht zur Hochzeit zu erscheinen, wenn Josefine ohne ihn heiraten sollte.
Nun ist guter Rat teuer. Als herauskommt, dass ihre Cousine Charlie den Ring gestohlen hat und sich mit ihm in Richtung Schottland auf den Weg gemacht hat, bleibt Josefine nichts anderes übrig, als ihr hinterher zu reisen.
Ob es ihr wohl gelingen wird, den Ring wieder an sich zu bringen?...


Ein weiterer wundervoller Roman der Autorin Claudia Winter. Sie lässt erst den Familienring entführen, um anschließend genau dasselbe mit dem Leser zu machen. Die Reise geht nach Schottland, dessen Reizen nicht nur die Protagonistin Josefine verfallen wird.


Auf der Suche nach ihrer Cousine Charlie und demzufolge auch dem Ring, trifft Josefine auf ihre beiden verschrobenen, jedoch absolut liebenswerten Tanten Bri und Li. Wer aus ihrer Familie hat ihr die beiden auf den Hals gehetzt? Traute man ihr nicht zu, allein in Schottland klarzukommen? Die beiden kleben an ihr wie Pech und Schwefel, müssen sie auch, denn die beiden haben ein Auto zur Verfügung, das man Josefine wegen vergessenem Führerschein versagt hatte.
Die Suche gestaltet sich nicht ganz einfach. Dabei trifft sie bei den verschiedensten Gelegenheiten immer wieder auf den Womanizer Aidan, mit dem sie bereits im Flieger erste Bekanntschaft machen musste. 
Ein Bäcker, wie sie recht bald feststellen musste, naja, eh nichts für sie.
Dann müssen Aidan und Josefine jedoch feststellen, dass sie plötzlich beide auf der Suche sind.


Ein fantastisches Zusammenspiel der unterschiedlichsten Protagonisten beginnt in Schottland. Josefine auf der Suche, ihre Tanten im Schlepptau und immer wieder mal Aidan. Eine Konstellation, die den Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.
Man taucht ein in die Geschichte und wird verzaubert.
Was ist dran an der Geschichte mit dem Ring, ohne den niemand heiraten sollte, wenn man glücklich werden will?


Claudia Winter entführt mich nach Schottland und ich habe das Gefühl, vor Ort zu sein. Ich begleite die Protagonisten und erlebe die Reise und Suche hautnah mit. 
Den Geschmack des Kuchens habe ich förmlich auf der Zunge, kann ich auch in real, denn die Rezepte hängen hinten mit an.
Ich fühle mich so richtig wohl mit dem Buch, kann den Alltag vergessen und in eine andere Welt eintauchen.


Das Cover des Buches ist ein Eyecatcher, es zieht den Leser förmlich an. Ich mag es, wenn die Titel geprägt sind, so dass ich immer wieder das Bedürfnis verspüre, über den Einband zu streichen.
Das Buch ist versehen mit Klappen, hinter denen sich, in rot / weiß gehalten, ein Spruch versteckt.


Ich kenne inzwischen alle Bücher der Autorin und bin begeistert von ihrem Schreibstil und ihren Ideen, die sie in den Büchern umsetzt. Ein Buch von ihr zu lesen heißt, sich wohl zu fühlen, irgendwo anzukommen, Entspannung pur zu erleben.


Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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244 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, pferde, dressurreiten, london, scheidung

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sarah lebt für ihren Traum, an der französischen Reitakademie Cadre Noir zu reiten. Ihr Großvater, bei dem sie lebt, unterstützt sie dabei, war er doch einst selbst dort Reiter, bis er die Akademie verlassen musste.
Als ihr Großvater Henri einen Schlaganfall hatte und ins Krankenhaus musste, ist Sarah allein und ohne Beistand. Sie versucht das Unmögliche, allein klarzukommen und für ihr Pferd Boo finanziell aufzukommen, ein Ding der Unmöglichkeit.
Natasha ist Anwältin und lebt in Scheidung von ihrem Mann Mac. Ihr Tagesablauf ist bis auf die Minute durchgeplant, sie ist gut organisiert und hasst Chaos. Aber genau das bekommt sie, als Sarah unverhofft in ihr Leben tritt und alles verändert.
Plötzlich lebt sie irgendwie wieder mit ihrem Noch-Ehemann Mac zusammen und ist auch noch, wenn auch mehr als unfreiwillig, verantwortlich für die 14-jährige Sarah. Das kann nicht gut gehen, zumal Sarah irgendetwas zu verschweigen scheint...

Von der Autorin Jojo Moyes kenne ich fast alle Bücher und war überrascht, dass jetzt erst ein Buch in deutsch verlegt wurde, dass schon 2009 in England erschienen ist. Ein wenig skeptisch war ich wegen dem Thema Pferd. Ich mag zwar Tiere, kann Pferden aber nie wirklich Interesse beibringen.

Sarah ist ein 14-jähriges Mädchen, das sich gegen den Rest der Welt durchzusetzen versucht. Als ihr der Halt ihres Großvaters abhanden kommt, versucht sie, allein klarzukommen. Alles was sie liebt, sind ihr Großvater und ihr Pferd Boo. Aber Boo will Futter, braucht einen sauberen Stall, aber so, wie es momentan aussieht, scheint ihr auch das alles zwischen den Fingern zu entgleiten. Cowboy John, dem der Stall noch gehört, will ihn verkaufen, der neue Käufer will Boo und scheut sich nicht, mit unlauteren Mitteln vorzugehen.
Sarah setzt alles daran, weiter auf Boo zu reiten, damit sie beide nicht vergessen, was sie gelernt haben, denn ihr großes Ziel ist die Reitakademie Cadre Noir in Frankreich. 
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sie alles, was ihr lieb ist, auf eine Karte. Sarah trifft in der Not eine Entscheidung.

Natasha und Mac müssen zusammenhalten, um Sarah ein halbwegs normales Leben zu sichern, zumindest solange, bis der Großvater wieder aus dem Krankenhaus kommt. Natasha, die von der Idee alles andere als begeistert ist, lässt Sarah spüren, dass sie unwillkommen ist, so dass diese sich auf Mac orientiert. Der Ärger mit und um Sarah scheint Natasha wegen ihrer Vorurteile rechtzugeben. Aber Natasha sieht sich eines Tages gezwungen, ihr ganzes Leben auf eine Karte zu setzen und Entscheidungen mit großer Reichweite zu treffen.

Ein wunderbarer Roman von Jojo Moyes, der anders ist als die bislang veröffentlichten, aber nicht weniger den Leser berührend. 568 Seiten, die sich fast von allein lesen, wenn man einmal in die Geschichte eingetaucht ist. 
Als Leser lernt man die drei Protagonisten Sarah, Natasha und Mac kennen und freundet sich mit ihnen an. 
Sarah ist die Person, die mich am meisten beeindruckt hat. Ein Mädchen, das schon seit Jahren einen Traum hat, den sie nicht in Frage stellt und den sie unbedingt erfüllt sehen möchte. Das Schicksal hat es bislang nicht gut mit ihr gemeint. Ihre Mutter und Großmutter sind tot, so dass ihr nur noch der Großvater blieb, der nun aufgrund eines Schlaganfalls auch ausfiel. Sie versucht, allen gerecht zu werden, muss aber scheitern. Dann kommt sie zu Natasha und Mac und spürt deutlich Natashas Ablehnung ihr gegenüber.

Es treffen drei unterschiedliche Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können und doch müssen sie miteinander klar kommen. Natasha und Mac können nicht miteinander, so dass die Bedingungen noch erschwert sind, ein harmonisches Zusammenleben zu praktizieren.

In diesem Roman der Autorin geht es um Liebe, Vertrauen, Hoffnung und der Erfüllung eines großen Traumes. Ein Aufgeben ist keine Option, für keinen von ihnen.
Es ist ein sehr berührender Roman, der mir auch die Tränen in die Augen trieb. Ich habe die drei Protagonisten begleitet, mit ihnen gelebt, geliebt und gelitten und war bei allem hautnah dabei.
Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht, Seite für Seite der Geschichte zu folgen und auf ein glückliches Ende zu hoffen. Das ist ja bekannterweise nicht immer bei ihren Büchern vorgegeben.
Wie dieses Buch ausgeht?
Lest es, ich kann an der Stelle nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen, es lohnt sich.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

stephanie plum, janet evanovich, leichte lektüre, dreiecksbeziehung, krimi

Kuss Hawaii

Janet Evanovich , Thomas Stegers
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.05.2015
ISBN 9783442482566
Genre: Liebesromane

Rezension:

So etwas kann natürlich nur Stephanie Plum passieren. 
Nachdem sie schlagartig ihren Hawaii-Urlaub abgebrochen hat, sitzt sie zu allem auch noch neben einem Toten im Flieger. Dieser soll ihr vor seinem Ableben auch noch ein Foto zugesteckt haben, das nun das FBI und andere zwielichtige Typen suchen.
Stephanie befand sich auch kurze Zeit im Besitz des Fotos, bis sie es kurzerhand in den Müll beförderte, nachdem sie es entdeckt und nicht zuordnen konnte. Auch kann sie keine Auskunft über den Mann machen, der auf dem Foto zu sehen war, denn ein kurzer Blick reichte nicht aus, um ihn sich dauerhaft zu merken.
Nun ist guter Rat teuer, denn es gibt ein paar Leute, die partout in den Besitz des Fotos kommen wollen ...

Stephanie Plum agiert nun bereits zum 18. Mal in Trenton als Kopfgeldjägerin, sehr zum Vergnügen der Leser.
Wie schon in den Vorgängerbänden hat sie mit ihrer Tätigkeit, NVG-ler (nicht vor Gericht erschienene Personen) aufzufinden, nur mäßigen Erfolg. Sie und ihre übergewichtige Freundin und Kollegin Lula lassen sich auf die kuriosesten Arten von diesen austricksen, nur damit sie nicht von den beiden abgeführt werden müssen. Für diese immer wieder neuen Tricks gebührt der Autorin meine Achtung.
Weiter geht es auch im Liebeskarussell zwischen Stephanie, Morelli und Ranger. Sie kann sich einfach nicht entscheiden, fühlt sie sich doch zu beiden hingezogen. 

Auch wieder mit am Start sind die bereits bekannten Protagonisten wie Stephanies Eltern, ihre etwas durchgeknallte Großmutter, die sich keine Aufbahrung in Trenton entgehen lässt, Conny, Morelli, Ranger und natürlich Lula.
Stephanie und Lula sind ein spezielles Gespann, sie jagen NVG-ler, das jedoch nicht ohne ordentlichen Proviant und da geht alles. Die beiden essen, was das Zeug hergibt, Ungesundes und Fettiges, es ist unglaublich.

Pleiten, Pech und Pannen und flotte Sprüche sind die Garnierung der Geschichte. Sie halten den Leser bei der Stange. Die kriminale Handlung läuft nebenbei, Hauptaugenmerk wird auf die Protagonisten und ihr Tun bzw. Versagen gelegt, sehr zur Freude der Leser.

Neben dem üblichen Chaos rund um Stephanie dreht sich in diesem Roman alles um ein Foto, in dessen Besitz sie kurzseitig gewesen war. Nicht nur das FBI hätte gern das Foto, auch Gestalten, die sich an ihre Fersen geheftet haben.

Die Geschichte um Stephanie ist auch zum 18. Mal turbulent, chaotisch und ein wenig durchgeknallt. Liebenswerte Protagonisten hauchen dem Buch Leben ein und bringen den Leser zum Schmunzeln.
Es ist möglich, die Bücher der Reihe einzeln zu lesen, es macht jedoch bedeutend mehr Spaß, wenn man die Reihe von Beginn an verfolgt und die Entwicklung der Dreiecksbeziehung Stephanie, Morelli und Ranger miterlebt hat.

Ein Buch, dass zu unterhalten versteht und das ich gern weiterempfehle.

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24 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

folter, sicherheit, unauffälligkeit, schutz, versteckspiel

The Chemist – Die Spezialistin

Stephenie Meyer , Andrea Fischer , Marieke Heimburger , Luise Helm
Audio CD
Erschienen bei Argon, 08.11.2016
ISBN 9783839815410
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

An Juliana Fortis kommt man nicht so ohne weiteres vorbei. Sie ist Verhörspezialistin, hat sie doch lange für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung gearbeitet. Sie weiß Dinge, die ihr gefährlich werden können, so dass sie auf der Abschussliste ist und sich somit auf der Flucht befindet.
Als man ihr anbietet, einen allerletzten Auftrag zu übernehmen, greift sie zu, da man ihr versicherte, sie könnte sich anschließend ins Privatleben zurückziehen.
Ihre Aufgabe ist es, Informationen zu erlangen, die bestimmte Personen verweigern. Sie hat ihre eigenen Methoden, letztendlich an die Infos zu kommen. Dank ihrer Kenntnisse als Biochemikerin an Gasen und giftigen Substanzen ist es ihr bislang immer gelungen, diese aus ihnen "herauszukitzeln".
Ihr letzter Auftrag befasst sich mit dem Lehrer Daniel Beach, der eine biologische Katastrophe im großen Rahmen geplant hat. Alles soll sie aus ihm herausholen und sie wird nicht zimperlich sein. Sie greift tief in ihre Trickkiste, um ihm die Informationen zu entlocken, aber er weigert sich vehement, etwas zu verraten. Aber Dr. Fortis hat bis jetzt jeden geknackt und sie wird es auch mit einem Lehrer aufnehmen können, oder? ...

Juliana Fortis ist eine Frau, die ständig ihre Namen und Wohnorte ändert. Sie arbeitete lange für eine US-Spezialeinheit, die sich auf Verhöre spezialisiert hat. Juliana kennt sich bestens aus, was die Methoden angeht, Informationen von Menschen zu erlangen, die diese nicht freiwillig preisgeben wollen. Sie sind nicht schön und nicht fein, sie sind brutal und hinterlistig. Aber sie tut dies für ihren Staat und glaubt, das richtige zu tun.
Auch als sie auf Daniel Beach trifft, glaubt sie daran, dass alles seine Berechtigung hat und sie eine Katastrophe verhindern kann. Aber mit diesem, ihrem letzten, Auftrag läuft alles quer. Nicht nur, dass Daniel ihr versucht klarzumachen, dass er der Falsche ist, sie fängt auch noch an, ihm das zu glauben und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und die ist gefährlich.

Der Name Stephenie Meyer suggeriert dem Leser eine spannende Geschichte. Bislang bekannt durch ihre Twilight-Saga mit Vampiren und einer großen Liebe, war ich natürlich neugierig, wie sich die Autorin in einem völlig anderen Genre schlagen wird. 
Mit diesem Buch vereint die Autorin Thrillerelemente mit einer Liebesromanze und bringt diese auch glaubhaft dem Leser nahe.

Juliana ist eine taffe Biochemikerin, die nicht zimperlich ist und glaubt, dass das, was sie tut, richtig ist. Sie will ihren Staat schützen und tut dafür, was sie mit ihren Mitteln machen kann.
Daniel ist Lehrer, ausgesprochen sympathisch und kann nicht glauben, was ihm passiert und auch nicht, dass trotz des Geschehens sich Gefühle für Juliana entwickeln.
Juliana und Daniel geraten in einen Strudel, der gefährlich ist, ihnen den Tod bringen kann, der sie aber auch aneinander kettet.

Das Buch beginnt schleppend, zu viele Details und Beschreibungen, die man auch hätte kürzer fassen können. Die Geschichte wird dann aber spannend und erfährt einen stetigen Wechsel zwischen Thriller und Liebesgeschichte. 
Eine völlig andere Stephenie Meyer tut sich dem Leser hier auf, die hier zwar mit bekannten Elementen, wie der Liebesgeschichte punkten kann, aber auch überraschenderweise mit dem Genre Thriller anbandelt. Die Autorin hat den Sprung gewagt und er ist geglückt.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen. Das Buch wurde durch die Schauspielerin und Synchronsprecherin Luise Helm eingelesen. Ihre Stimme übt auf mich immer wieder aufs Neue ihre Faszination aus. Ich mag es, wie sie liest und bin immer wieder auf der Suche nach Hörbüchern, die sie eingelesen hat. Sie liest ruhig und bestimmt und vermag es, zumindest mich, mit ihrer Stimme zu fesseln. 

Mir hat das Buch / Hörbuch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter, egal, ob als Buch oder als Hörbuch.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Eine perfekte Lüge

Lucie Whitehouse , Elvira Willems
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783833310010
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Mark und Hannah sich kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Mark hat eine eigene Firma, die er sich schon als junger Mann aufgebaut hatte. Aus beruflichen Gründen ziehen sie von New York zurück nach London. Hannah hat es schwer, dort einen Neuanfang zu schaffen, denn mit einer Arbeitsstelle klappt es nicht.
Hannahs heile Welt bricht zusammen, als Mark eines Tages nicht wie verabredet von einer Geschäftsreise zurückkommt. Sie kann ihn telefonisch und auch sonst wie nicht erreichen. Sie gerät in Panik und versucht herauszubekommen, was mit ihm ist, hat er eventuell eine Andere?
Während sie verzweifelt nach ihm sucht, muss sie feststellen, dass ein Ordner in seinen Unterlagen fehlt und das, was sie am meisten trifft, ihr Konto bis auf ein paar Dollar völlig leergeräumt wurde.
Was hat das zu bedeuten? ...

Ein Albtraum wird für Hannah wahr, als ihr Mann von einer Geschäftsreise nicht zurückkommt. Schon sehr bald gerät sie in ein Gestrick von Lügen, die sie an dem Mann zweifeln lassen, den sie liebt und mit dem sie verheiratet ist.
Als er Tage später wieder auftaucht, frühstückt er sie mit fadenscheinigen Erklärungen ab, die sie zunächst auch glaubt.
Das rosa Kartenhaus fällt für sie jedoch endgültig zusammen, als sie ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit entdeckt und  sie  erst erst da realisiert, wie lange sie schon von ihrem Mann belogen wurde.

Die Suche und Aufdeckung von Geheimnissen und einer dunklen Vergangenheit machen die eigentliche Geschichte aus. Was mit einer Verspätung begann, entwickelt sich im Laufe der Story in Fakten und Gewissheiten, die Hannahs Leben für immer verändern werden. Durch Hannahs Beharrlichkeit, nun die ganze Wahrheit erfahren zu wollen, sieht ihr Mann sich genötigt, ihr immer weitere Lügen aufzutischen. 
Das war manchmal ein wenig zu viel, denn ich ahnte zu schnell, worauf es hinausgehen wird und das fand ich sehr schade. Für mich hätte der Überraschungseffekt ein wenig länger hinausgezogen werden, so gab es für mich leider zum Ende hin nicht mehr den Aha-Effekt.

Hannah ist eine Frau, die sympatisch ist und sehr zielstrebig in dem, was sie tut. Der Roman ist aus Hannahs Sicht geschrieben, so dass der Leser jederzeit weiß, was sie denkt und tut. Durch sie erfährt man auch einen Blick in ihre Vergangenheit.

Die Geschichte ist gut konstruiert und liest sich hintereinander weg. Man mag es nicht aus der Hand legen, bevor es zu Ende gelesen wurde.
Der Schreibfluss der Autorin ist leicht durchgängig und kommt ohne große Pausen und langatmige Phrasen aus.
Der Spannungsbogen, der zu Beginn angesetzt wurde, kann durchweg gehalten werden und steigert sich zum Ende noch.

Ein Thriller, der ohne viel Blut und Gemetzel auskommt und doch nichts an Spannung vermissen lässt.
Wenn er nicht so vorhersehbar gewesen wäre, hätte es auch 5 Pfötchen gegeben, so muss ich leider eines abziehen.

Ein durchaus lesenswerter Thriller, den ich gern weiterempfehle.

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106 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

wales, liebe, seenotrettung, vergangenheit, pferde

Ein Gefühl wie warmer Sommerregen

Ella Simon
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.07.2016
ISBN 9783442483839
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie leichtsinnig muss man sein, um mit einem Schaf gemeinsam von den Klippen zu fallen, denkt sich Alis Rivers. Diese fischte den Tierarzt Evander Davies, der das Schaf retten wollte, gemeinsam mit ihren Kollegen der südwalisischen Küstenwache aus dem Meer und rettete ihm damit das Leben. Aber es sollte nicht die letzte Begegnung mit ihm sein.

Alis liebt die Arbeit bei der Küstenwache, ist es doch das, was sie immer wollte. Sie lebt ihren Beruf und trauert dem Leben, das ihre Mutter noch immer auf einer Pferdefarm führt, keine Träne nach. Der Kontakt zur Mutter ist nicht wirklich herzlich, aber als diese Alis bittet, ihr aus Krankheitsgründen auszuhelfen, macht sie sich auf den Weg. 
Dass sie dort jedoch den Tierarzt Evan als denjenigen erkennt, den sie vor einiger Zeit aus dem Meer gezogen hat, war nicht vorhersehbar, genausowenig wie die Gefühle, die sie für ihn entwickeln wird...

Auf das Buch aufmerksam gemacht wurde ich durch eine Lesung, die die Autorin gab. Sie las aus genau diesem Buch und machte mich neugierig darauf, zurecht, wie ich feststellen durfte.

Das Buch glänzt mit Protagonisten, die für sich selbst sprechen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, Ereignisse aus der Vergangenheit ruhen nicht und bestimmen zum Teil noch heute die Geschehnisse.

Alis ist eine taffe junge Frau, die ihren Weg gegangen ist. Seit sie von zu Hause weg ist, arbeitet sie in Tenby bei ihrer Tante in der Buchhandlung und während ihrer Freizeit und bei Noteinsätzen bei der Küstenwache. Das ist genau das, was sie will. Nun hat sie die Chance, Bootsführerin zu werden und damit eine Festeinstellung zu erhalten. 
Alis zeigt, was alles möglich ist, wenn man nur will. Sie ist eine Frau in einer Männerdomäne, aber sie steht ihren "Mann" und ihre Kollegen stehen voll hinter ihr. Als sie von Matthew, mit dem sie schon seit Jahren liiert ist, einen Heiratsantrag bekommt, lehnt sie ab, denn mehr als Freundschaft ist für sie nicht drin.

Als sie von ihrer Mutter gebeten wird, doch für ein Weilchen nach Hause zu kommen, tut sie das aus Pflichtgefühl, ohne wirklich daran zu glauben, dass ihre so robuste Mutter wirklich krank sein könnte. Sie hatte gehofft, ihre Vergangenheit abstreifen zu können, aber dort kommen wieder alle Erinnerungen hoch, denen sie sich nun endlich stellen muss.

Das Buch ist mehr als nur ein Liebesroman, so wie es vom hübschen Cover her suggeriert wird.
Die Autorin hat die Arbeit der Küstenwache genau beobachtet und recherchiert, so dass man als Leser das Gefühl hat, bei den Einsätzen hautnah dabei zu sein. Es kommt real und glaubhaft beim Leser an, wie auch die Arbeiten auf einer Pferdefarm.

Mit den fast durchgehend sympathischen Protagonisten kann die Autorin ebenso punkten. Egal, ob es sich um Alis oder Evan handelt, Alis' Mutter Joan, Evans Schwester Sienna oder Rhys, man muss sie einfach mögen. Auch sie haben ihre Geschichte und machen eine Entwicklung durch, die den Roman abrunden.

Ella Simon, die auch unter ihrem Realnamen Sabrina Qunaj Fantasyromane schreibt, war mir von diesen her ein Begriff. Da das jedoch nicht wirklich mein Metier ist, war ich froh über die Chance, etwas anderes von ihr lesen zu können. Ich bin froh, dass sie den Schritt außerhalb der Fantasy gewagt hat und könnte ein Fan von ihr werden.

Ein sehr schöner Roman, der nicht nur Urlaubsflair und Romantik mit Liebe präsentiert, sondern auch ernste Themen anspricht und dem Leser die lebensrettende Arbeit der Küstenwache näherbringt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

finnland, liebe, freundinnen, auszeit, neubeginn

Finnischer Schnee von gestern

Mina Teichert
E-Buch Text: 398 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995451
Genre: Romane

Rezension:

Der Schock sitzt tief, als Vivien ihren Verlobten Christian mit einer anderen im Bett erwischt. 10 Jahre sind auf einmal auf ein nichts reduziert. Als sie dann auch noch einen Autounfall hat, verbünden sich ihre drei Freundinnen und legen fest, dass sie gemeinsam Silvester in Finnland feiern.
Vivien auf andere Gedanken bringen, Abstand gewinnen - soweit der Plan.
Solja, eine der Freundinnen, soll alles organisieren und schon kann es losgehen.
Die Männer bleiben zuhause, versorgen selbständig die Kinder, Handyverbot wird ausgesprochen, keine Zigaretten, Probleme werden zu Hause gelassen - was soll also den Trip nach Finnland stören? ...

Vivien hat die Nase gestrichen voll von Männern, ganz speziell von ihrem Ex-Verlobten Christian. Dieser letzte Seitensprung, den er sich geleistet hat, war definitiv auch sein letzter in ihrer Beziehung.
Leider hat sie auch in ihrem Job so einiges verbockt, so dass sie momentan gar keine Perspektive hat. Es passt ihr auch nicht wirklich in den Kram, dass ihre Freundinnen mit ihr nach Finnland reisen wollen, um dort Silvester gemeinsam zu verbringen. Schließlich begann vor 10 Jahren ihre Beziehung mit Christian in Finnland, wo sie schon einmal mit ihren Freundinnen zu Silvester dort waren. Solja, die zur Hälfte Finnin ist und die Frau eines zukünftigen Bürgermeisters, lädt ihre Freundinnen zu dem Trip nach Finnland ein, wo sie gerade bei ihrer Tante zu Besuch ist. Solja hat eine Villa geerbt, in der sie gemeinsam wohnen und feiern wollen, aber die Villa ist meilenweit von den Vorstellungen der Frauen entfernt und nicht nur das scheint in die Hose zu gehen.

Vier Freundinnen, die seit ihrer Schulzeit eng miteinander verbunden sind, auch wenn sie nicht mehr ganz so aufeinanderkleben wie zu dieser Zeit. Seit ihrer Schulzeit sind einige Jahre vergangen, Vivien lebt seit 10 Jahren mit Christian zusammen und ist Grafikerin geworden, Solja ist verheiratet mit einem Unternehmer, der nun in die Politik gehen will, Esther ist verheiratet und hat vier Kinder und Meike ist verheiratet und hat 1 Kind.

Natürlich bleibt es nicht aus, dass die 4 Frauen ihre Probleme mit auf Reisen nehmen, die Handys klingeln ständig und auch sonst sind sie reich gesegnet mit Pleiten, Pech und Pannen.
Dann gibt es auch noch Arwo, ein Mann, auf den Vivien immer wieder trifft und den auch Solja zu kennen scheint. Nur weiß sie so gar nichts gutes über Arwo zu berichten und lässt ihn mehr oder weniger links liegen.

Die Autorin Mina Teichert unterhält mit diesem Roman den Leser mit Humor und Einfallsreichtum.
Eine heruntergekommene Villa mit einem Bewohner, der ein Vielfraß ist, Typen, die wie Rocker aussehen, Ehemänner, die ständig anrufen, ein Typ, der sich sicher ist, Vivien zu kennen, geheimnisvolle Briefe und jede Menge Schnee machen die Geschichte rund.

Die 4 Freundinnen reden, schweigen, zanken und brüllen sich auch mal an, dass die Fetzen fliegen. Aber sie sind Freundinnen und auch wenn es schwer fällt, sie müssen sich zusammenraufen, denn es gibt Probleme, die gelöst werden wollen.

Ein wunderbarer Roman, der das Thema Freundschaft und Liebe beinhaltet.
Es macht Spaß, den Trip aus der Sicht von Vivien zu erleben, ihre Gedanken zu erfahren und bei den kleinen und großen Pannen der Reise dabei zu sein.
Oftmals musste ich grinsen, zu anschaulich hat die Autorin bestimmte Geschehnisse wiedergegeben. Das Kopfkino funktionierte gut, so dass ich alles bildlich vor Augen hatte.

Ein lockerer und humorvoller Roman, den man nicht aus der Hand legen mag. Eingekuschelt in eine Decke, einen Tee an der Seite und dieses Buch, was will man mehr? 
Ich habe mich köstlich amüsiert und empfehle das Buch sehr gern weiter.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

Ein sanfter Hauch von Ewigkeit

Mary Beltaine , Kalitea Stone
Flexibler Einband
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783864436055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dragan Drakovic ist seit ewigen Zeiten ein Einsiedler. Nur der Hunger treibt ihn aus seiner Villa Druidenstone, der Hunger und die Gier nach Blut. Dragan ist ein Strigoi, eine Art Vampir, der schon seit unzähligen Jahren auf der Erde weilt.
Auf seiner Suche nach Nahrung gelangt er zu einem Bordell, in dem gerade eine junge Frau brutal gequält und vergewaltigt wird. Die junge Frau ist schon halbtot, als er sie aus den Fängen der Täter entführt und in Sicherheit bringt.
Als er später die Besitzerin des Bordells kennenlernt, Dorcas Kelly, gibt er sich ihr nicht als der Retter ihrer Schwester zu erkennen und behält auch sonst seine Geheimnisse für sich.
Für Dorcas ist er der geheimnisvolle Freier, der von ihr keine körperliche Liebe will, sondern sie nur malen möchte. Was hat es mit diesem Mann auf sich und warum fühlt sie sich ihm so nahe?...

Eine ungewöhnliche Liebe nimmt ihren Lauf, eine Liebe, die nicht sein darf.
Er, Dragan, ist ein Strigoi und bringt die Frauen um, denen er sich körperlich näherte. Sie, Dorcan, die Bordellbesitzerin, weiß nicht, was es heißt, jemanden zu lieben. Die wahre Liebe blieb ihr bei ihrem Job bislang verwehrt, aber Dragan berührte etwas in ihr, dem sie sich nicht verschließen kann.

Aber diese Liebe wird ihnen nicht gegönnt. Andere Frauen wollen Dragan, wollen ihn als Liebhaber. Auch wird er vom Sheriff gejagt für die Zerstörungen und Morde, die er angeblich verübt haben soll, die aber auf das Konto von ihm selbst und seinen Kumpanen ausgeübt wurden.
Auf die beiden Liebenden beginnt eine Hetzjagd, begleitet von Lügen, Morden und Verleumdungen.

Hach ja, waren meine erste Gedanken nach dem Zuschlagen der letzten Seite.
Mich hat an der Geschichte angesprochen, dass sie in Irland spielte, dass sie jedoch noch eine fantastische Liebesgeschichte beinhaltete, machte sie mir um so lieber.
Die Geschichte spielt im Jahr 1760 und ist einer wahren Begebenheit, zumindest einer real existierenden Person nachempfunden.

1761 wurde Dorcas Kelly als Massenmörderin und Hexe in Dublin zum Tode verurteilt. 
Die beiden Autorinnen Mary Beltaine und Kalitea Stone haben aus den geschichtlichen Daten eine eigene Geschichte geschaffen. Die Historie zeigt, dass hingerichtete Hexen meist aus Neid oder Verleumdungen zur Anklage gebracht wurden, so dass auch nicht wirklich urkundlich ist, dass die reale Dorcas Kelly auch eine Massenmörderin war.

Mit diesem Buch legen die Autorinnen eine Geschichte vor, die der Leser nicht aus der Hand legen kann. Einmal angefangen wird man regelrecht in die Story hineingezogen. Man leidet, liebt und agiert gemeinsam mit den Protagonisten und fiebert mit ihnen mit, dass ihre Liebe ihre Erfüllung finden möge.

Das Buch ist aber nicht nur durchströmt von Liebe, sondern auch von Gewalt, Besessenheit des Stärkeren, Verleumdungen, Morden und nicht zu vergessen von Sex. Ein wenig Vampirismus würzt die Geschichte und macht sie ein wenig paranormal und interessant.

Mich haben die beiden Autorinnen mit ihrem Werk überzeugt und ich hoffe auf eine weitere Zusammenarbeit oder vielleicht einer Fortsetzung? Mich würde es freuen.
Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Törtchen zum Verlieben

Silvia Konnerth
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 09.01.2017
ISBN B01N5O57OW
Genre: Liebesromane

Rezension:


Victoria ist eine Journalistin, die ihren Beruf liebt und so einiges tun würde, um die Karriereleiter ein Stückchen höher zu klettern.
Als sie den Auftrag erhält, die Schriftstellerwitwe Leonore von Himmelsthal zu interviewen ist guter Rat teuer. Diese hat sich seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen und lässt niemanden an sich heran.
Da hat sie die Idee, sich in deren Haushalt als Köchin einzuschleichen, wohl wissend, dass sie keine Ahnung vom Kochen hat. Aber sie hofft auf ihr Glück und will das unbedingt durchziehen. Wider aller Erwartung gelingt ihr auch dieses Kunststück, nicht ahnend, dass Leonore genau weiß, wer sie ist und gedenkt, Victoria für ihre eigenen Pläne einzusetzen...

Alexander von Himmelsthal ist mit Madeleine, der Tochter seines Chefs, verlobt. Er steht kurz davor, die Firma zu übernehmen, da verschwindet sein Schwiegervater in spe von einem Tag auf den anderen, ohne zu hinterlassen, wohin er ist. 
Alexander steht kurz vor einem wichtigen Geschäftsabschluss, für den er dringend die Unterschrift seines Chefs benötigt, aber wie an ihn herankommen, wenn man nicht weiß, wohin er verschwunden ist?
Irgendwie gelingt es ihm zu erfahren, dass dieser sich in Andalusien aufhält, so dass er sich genötigt sieht, ihm nachzureisen.
Das gestaltet sich jedoch nicht so einfach wie gedacht, denn wie auch immer es dazu kam, er hat seine Mutter Leonore, deren falsche Köchin Victoria, den Gärtner / Bodyguard Miguel und die Haushaltshilfe Agnes mit im Schlepptau.

Die Autorin Silvia Konnerth verlegt den aktuellen Schauplatz Hamburg nach Granada, in Spaniens Sonne. Turbulenzen sind schon durch die vorgegebenen Konstellationen ersichtlich.
Victoria gelingt es zwar noch, inkognito nach Spanien zu reisen, dort jedoch kann dieses nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Alexander ist mit dem Aufspüren seines Chefs beschäftigt, womit er sich ein wenig schwer tut. 

Es ist ein ausgesprochen amüsantes und kurzweiliges Buch, bei dem es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Mit viel Charme beschreibt die Autorin das Zusammenleben und Agieren der Protagonisten, das mich mehr als einmal zum Schmunzeln brachte.
Die Beschreibungen der Kochversuche von Victoria verursachten bei mir ein Dauergrinsen, die coolen Reaktionen darauf von Leonore taten definitiv ihr übriges.
Leonore ist für mich die Protagonistin, die mich am meisten beeindruckt hat. Ihre Art ist erfrischend, die Gespräche mit ihrer künftigen Schwiegertochter Madeleine sind herrlich bissig und ihre Pläne sind hoffentlich von Erfolg gekrönt. Ich mochte sie von Anfang an, was nicht auf alle Protagonisten zutraf.
Mit Alexander habe ich mich ein wenig schwer getan, er war mir zu zielorientiert, was sich im Lauf des Geschehens jedoch relativierte.
Victoria ist eine Person, die man auch sofort ins Herz schließt. Auch wenn sie alles für ihren Job tun würde, kennt sie Grenzen. Sie ist warmherzig und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. 

Die Geschichte erlebt der Leser mal aus der Sicht von Victoria, mal aus der von Alexander. Da die Namen vor jedem Kapitel angegeben sind, ist es auch für den Leser leicht, sich sofort in die jeweilige Person hineinzuversetzen.

Das ist nunmehr mein 3. Buch der Autorin und wie auch schon in den vorangegangenen konnte sie mich auch mit diesem Werk von sich überzeugen. Ihr Schreibstil ist leicht, spritzig und humorvoll. 
Mir hat es sehr viel Vergnügen bereitet, Victoria, Alexander und Leonore nach Andalusien zu begleiten. 

Ein Buch, das nicht nur am Strand gelesen werden möchte, sondern das zu jeder Zeit für humorvolle Unterhaltung sorgt.
Ich empfehle es sehr gern weiter.

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

fliegen, pilotinnen, frauenbewegung, emanzipation, frauen

Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Romane

Rezension:

Amelie und Lieselotte sind zwei Frauen, die sich wenig zu sagen haben, obwohl sie Mutter und Tochter sind. Lieselotte wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter Amelie auf, ohne je wirkliche Liebe empfunden zu haben. Die Großmutter, die bei ihnen lebte, lag ihr emotional näher als ihre eigene Mutter.
Nun lag Amelie nach einem Unfall im Koma und Lieselotte eilte pflichtgemäß an ihr Krankenbett. Sie zog vorübergehend bei ihrer Mutter ein und sah deren Papiere durch.
Dabei muss sie erkennen, dass sie die Frau, die ihre Mutter ist, gar nicht kennt. Auch deren junge Nachbarin Marga erzählt ihr von einer Frau, die sie so als ihre Mutter nie wahrnahm.
Wer genau war ihre Mutter? Kommt sie beim Durchstöbern der Unterlagen auch der Herkunft ihres Vaters auf die Spur, von dem sie so gar nichts weiß? ...

1935: Amelie und Johanna sind junge Frauen und Freundinnen, die ein gemeinsames Hobby haben, das Fliegen. Sie lernten sich über die Segelfliegerei kennen und waren so eng befreundet, dass nichts und niemand dazwischen passte. Aber sie wollen mehr und träumen von einer richtigen Ausbildung als Pilotinnen in Berlin, wofür sie auch alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr Ziel zu erreichen. 
Johanna hat Dank ihrer Eltern die Möglichkeit, das Fliegen mit einer Motormaschine zu erlernen, in das sie von Felix, ihrem Fluglehrer eingewiesen wird. Als sich jedoch Amelie in Felix verliebt, scheinen sich die gemeinsamen Ziele der beiden Freundinnen voneinander zu entfernen.
Johanna, die ihrem Ziel so nah ist, kann das nicht zulassen und begeht einen Verrat an Amelie, das das Leben der beiden Freundinnen auf immer verändern wird.

1971: Lieselotte, Hausfrau, wird so richtig bewusst, wie abhängig sie von ihrem Mann ist, als es darum ging, zu ihrer Mutter zu gelangen, nachdem diese ins Koma gefallen war. Nicht nur, dass sie um Erlaubnis fragen muss, ob sie denn fahren darf, auch die Gefühlskälte, die ihr entgegengebracht wird, lässt sie aufhorchen. Sie fährt nach Kassel und atmet auf, mal nicht nur für ihren Mann dasein zu müssen, sondern auch mal eigene Entscheidungen treffen zu können. Vor allem gibt ihr der Abstand zu ihm die Möglichkeit, über ihr Leben nachzudenken und Bilanz zu ziehen. Was will sie und vor allem, was nicht mehr? Diese Reise zu ihrer Mutter verändert ihr Leben für immer.

Ein sehr emotionsgeladenes Buch, dass die Autorin Clarissa Linden dem Leser hier vorlegt.
Die Handlungen spielen auf 2 Ebenen, 1935 und 1971.
1935 ist die Zeit des Nationalsozialismus, freie Meinungsäußerungen sind nicht zielführend, sie können im Gefängnis enden oder sogar mit dem Tod. Der Widerstand arbeitet im Geheimen, denn die Braunen sind an der Macht.
Frauen haben es besonders schwer, ihr Platz soll zu Hause am Kochtopf sein und dem Land Kinder gebären.
So ist es für Amelie und Johanna besonders schwer, sich in einer Männerdomäne, der Fliegerei, zu behaupten. Frauen, die in den Anfängen der Fliegerei Großes geleistet haben, gab es schon, ebenso wie nennhafte Rekorde. Es ist ein Kampf gegen Giganten.

1971 kämpfen im westlichen Teil von Deutschland die Frauen noch um ihre Unabhängigkeit. Es wird gegen den § 218 protestiert, Frauen wollen selber entscheiden. Sie "unterstehen" ihren Männern, dürfen nur mit Genehmigung ihrer Ehemänner arbeiten gehen. Zeiten, an die man gar nicht mehr zurückdenken mag, aber die Zeit, in der Lieselottes Geschichte spielt. 
Sie eilt zu ihrer kranken Mutter und hat dort Gelegenheit, über ihr eigenes Leben Revue passieren zu lassen.

Die Autorin lässt die 30er wie auch die 70er Jahre wieder auferstehen.
Das Leben der Protagonistinnen, ihre Gefühle und Motive sind hautnah mitzuerleben. Man ist als Leser dabei, wenn sie fliegen, lieben, fühlen, leiden und ihre Leben leben. Man kann die Entscheidungen nachvollziehen, wenn auch nicht in jedem Fall akzeptieren.

Man erfährt ein wenig über die Fliegerei in den 30er Jahren, wie auch das Ringen um Gleichberechtigung in den 70er des vergangenen Jahrhunderts.
Das Buch verspricht gute Unterhaltung mit einem Touch Geschichte.

Natürlich darf auch in diesem Buch keine Katze fehlen. Die Autorin, als Katzenliebhaberin bekannt, lässt in jedem ihrer Bücher einen Katzenabdruck zurück, hier ist es der von Kater Cat Ballou.

Ich fühlte mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Bridget Jones' Baby

Helen Fielding , Karin Diemerling , Heike Reissig , Stefanie Retterbush
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 27.10.2016
ISBN 9783844525472
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bridget Jones hat es nicht leicht. Überall sieht sie schwangere Frauen. Ihre Mutter nervt ebenfalls wegen fehlender Enkelkinder und ihre eigene biologische Uhr tickt. Aber woher nehmen, wenn man Single ist? Weit und breit kein Mann in Sicht?
Da trifft sie doch völlig überraschend bei einer Festlichkeit im Freundeskreis auf ihren ehemaligen Verlobten Mark Darcy, der inzwischen von seiner Frau geschieden wurde. Es zieht sie wieder zueinander hin und so kommt es, dass sie auch die Nacht gemeinsam verbringen.
Mark macht ihr jedoch am nächsten Morgen unmissverständlich klar, dass es das auch gewesen sein wird, denn er kann sich ein Zusammenleben mit Bridget nicht mehr vorstellen.
So kommt es, dass sie wieder auf den Schwerenöter Daniel Cleaver trifft und, da sie ja völlig frei ist, auch mit ihm eine Nacht verbringt.
Eine der beiden Nächte hat Früchte getragen, denn Bridget ist schwanger, sie weiß nur noch nicht, von wem...

Zwei Nächte, zwei Liebhaber, 1 Baby. Bridget Jones ist schwanger und sie freut sich, sehr sogar. Der Nachwuchs ist willkommen, die Frage ist nur, wer von den beiden infrage kommenden Väter ist der Erzeuger?
Es fällt Bridget nicht leicht, es beiden zu sagen und so wie es aussieht, wollen auch beide zu dem Kind stehen. 
Während Mark aber beruflich viel unterwegs ist, kann nur Daniel die Termine wie Ultraschall und Geburtsvorbereitung mit ihr wahrnehmen.
Bridget ist hin- und hergerissen, genießt aber die Zuwendungen, die sie bekommt.
Eine glückliche werdende Oma und viele gute Ratschläge pflastern den Weg bis zur Entbindung.

Eine herrlich verquere Situation, in die Helen Fielding, die Autorin, Bridget Jones hat hineinschlittern lassen. 
Die Frage nach dem Vater ist allgegenwärtig und bringt den Leser / Hörer das ein oder andere Mal zum schmunzeln.

Bridget ist liebenswert und chaotisch, wie man sie kennt. Ihre Bemühungen, mit der Situation fertig zu werden, niemanden vor den Kopf zu stoßen, enden auch hier wie gehabt im Chaos.
Hinzu kommt die Tatsache, dass Mark und Daniel schon länger Rivalen sind, was die Sache für den Leser spannender macht. 

Unglücklich finde ich die Tatsache, dass diese Geschichte vor die bereits veröffentlichte "Verrückt nach ihm" spielt. Für Leser, die den nunmehr 4. Teil bereits kennen, ist es keine Überraschung, wer der potenzielle Vater ist, was ich an dieser Stelle sehr schade finde.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen, das von Rene Zellwegers deutscher Synchronstimme, Ranja Bonalan, eingelesen wurde.
Während die Stimme für die Filme passend erscheint, fand ich sie für das Hörbuch anstrengend. Das war einfach zu viel des Guten und das über fast 5h. Ich brauchte viele Anläufe, bis ich das Buch zu Ende gehört habe, weil es leider nur eine begrenzte Zeit hörbar war, bis die Stimme schmerzte.

Mit der Story um Brigdet, den potenziellen Vätern ihres Babys und ihrer ganzen Schwangerschaft fühlt man sich letztendlich gut unterhalten.
Schade, dass sie nicht vor dem letzten Teil veröffentlicht wurde, so dass Überraschungen nicht zu erwarten waren.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

eskimo, hörbuch, anu stohner, serie, ab 5 jahre

Aklak, der kleine Eskimo - Spuren im Schnee

Anu Stohner , Henrike Wilson , Sigrid Burkholder
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei cbj audio, 28.11.2016
ISBN 9783837134858
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aklak, der kleine Eskimo will sich mit seinen Freunden treffen.
Diese haben aber noch etwas zu erledigen, so dass er mit seinem Husky vorfährt und auf sie warten will.
Als er am vereinbarten Treffpunkt ankommt, sieht er dort eine Eisbärenspur. Seine Mutter ermahnt ihn immerfort, den Eisbären fernzubleiben. 
Er weiß, dass diese gefährliche Raubtiere sind, aber die Spur hier ist so klein, von einem Eisbärjungen.
Aber nicht nur Aklak macht sich auf die Suche nach dem Eisbärjungen, sondern auch dessen Mutter.
Aklaks Freunde, inzwischen eingetroffen, haben ebenfalls die Eisbärenspur gesehen und auch, dass Aklak zu ihm unterwegs ist. Sie suchen Aklak, um ihn vor der Eisbärenmama zu warnen...

Nach dem Hörbuch "Das große Rennen um den Eisbärbuckel", in dem man schon Aklak und seine Freunde kennenlernen konnte, gibt es nun das 2. Abenteuer, das man mit Aklak und seinen Freunden erleben darf.

Ich habe diese Geschichte wieder als Hörbuch erlebt und bin fasziniert von der Wiedergabe der Geschichte. Da wird nicht einfach nur die Geschichte vorgelesen, sie wird auch atmosphärisch fantastisch umgesetzt. Man hört den Wind im Hintergrund, zeitweise wird Musik eingesetzt, Hundebellen und das Gleiten der Kufen auf dem Schnee. Als Zuhörer fühlt man sich förmlich in die Welt von Aklak hineinversetzt.

Eingesprochen wird das Hörbuch wieder von Sigrid Burkholder, die die Protagonisten mit unterschiedlichen Stimmen in Szene gesetzt hat. Es macht einfach nur Spaß, ihren Stimmen zu lauschen.

Da ich nur das Hörbuch hatte, kann ich zu den Zeichnungen nur bedingt meine Meinung abgeben. Die CD und dessen Cover sind mit Illustrationen von Henrike Wilson versehen. Im kleinen Booklet findet man auch noch Aklaks tierische Freunde als Bild vor. Die Zeichnungen sind wunderschön und machen Lust auf mehr.

Das Buch ist für Kinder ab 5 Jahre ausgelegt. Die Texte sind so geschrieben und auch von der Sprecherin so wiedergegeben, dass 5-jährige es verstehen und dem Geschehen folgen können. 

Es ist eine wunderschöne Geschichte, in der es wieder um Freundschaft geht. Sehr gern habe ich Aklak und seine Freunde bei ihrem Abenteuer begleitet und kann diese Geschichte nur weiterempfehlen.

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185 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, happy slapping

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fabian Risk, der schwedische Ermittler, ist wieder mit einer Reihe von Mordfällen beschäftigt.

Ein Mann fährt nach einer Verfolgungsjagd mit seinem Auto über eine Kaimauer und landet im Wasser. Als er aus dem Wasser gefischt wurde, kann nur noch der Tod festgestellt werden. Nach der Obduktion ist klar, dass der Tote schon mehr als 2 Monate tot war. Wie passt das mit der Tatsache zusammen, dass der Tote vor ein paar Tagen noch gesehen wurde?

Weitere Tote tauchen auf und auch sie sind unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Auffällig ist, dass sie alle sehr gut betucht waren. Eine Gemeinsamkeit ist erst einmal nicht zu erkennen, aber die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Währenddessen macht sich Dunja Hourgaard, eine dänische Polizistin,  auf die Suche nach Tätern, die sich an Obdachlosen vergehen. Was erst nur mit Schlägereien begann, endet nunmehr mit dem Tod von diesen. Die Täter filmen ihre Taten und stellen die Filme ins Internet, wo sie zwar seit den Morden nicht mehr leicht zu finden sind, aber immerhin.
Dunja ist inzwischen in den Streifendienst eingeteilt worden, weil ihr ehemaliger Chef nicht vergessen kann, dass sie ihn fast zu Fall gebracht hätte. Dieser führt einen privaten Rachefeldzug gegen sie und weiß sich auch die Unterstützung ihrer Chefs zu sichern. Dunja, die offiziell nicht nach den Jugendlichen ermitteln darf, die die Obdachlosen drangsalieren, lässt sich krankschreiben und ermittelt auf eigene Faust, denn die zuständigen Beamten ermitteln ihrer Meinung nach nicht richtig.

Obwohl die beiden Mordserien nicht unmittelbar zusammenhängen, gibt es Berührungspunkte zwischen dem schwedischen Fabian Risk und der dänischen Dunja Hourgaard.

Fabian Risk versucht, seine Familie zusammenzuhalten. Sonja, seine Frau ist stark mit ihrer Kunst beschäftigt und hat auch einen großen Auftrag geordert, der sie ihr Privatleben opfert. Sie haben sich auseinandergelebt, aber Fabian kämpft noch immer um sie, auch wegen der Kinder.

Trotz der vielfältigen Mordermittlungen, sowohl in Schweden wie auch in Dänemark, kommt auch in dem nunmehr dritten Teil um den Polizisten Fabian Risk das Privatleben der Protagonisten nicht zu kurz. Es lenkt den Leser kurz von der Brutalität der Morde ab, die doch recht detailliert geschildert werden.

Privatleben mit Beruf unter einen Hut zu bringen, vor allem, wenn es um Berufe geht, die nicht nur 8h am Tag dauern, ist genauso ein Thema wie Repressalien gegenüber den Hilf- und Wehrlosen, in diesem Falle die Obdachlosen. 

Die Suche nach den Mördern läuft auf vollen Touren, ist spannend geschrieben und lässt den Leser nicht zur Ruhe kommen. Die Ermittlungen sind vielseitig, logisch und nachvollziehbar. Es macht Spaß, die beiden Protagonisten zu begleiten, ihnen über die Schulter zu gucken und zu hoffen, dass sie unbeschadet aus der ganzen Sache rauskommen.

Das Buch endet mit kleinen Cliffhangern, so dass man als Leser hoffen kann, dass die Reihe weitergeführt werden wird. Es sind einige Fragen offen geblieben, die noch auf eine Antwort warten und ich als Leser kann nur hoffen, dass ich nicht allzu lange darauf warten muss.
Nachdem der 2. Band der Reihe ein wenig schwächelte, fühlte ich mich mit diesem hier wieder ausgesöhnt. 

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

schweden, stockholm, thriller, justizminister, organhandel

Herzsammler

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.05.2016
ISBN 9783548613147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als der schwedische Justizminister, ein Freund von Fabian Risks Chef, verschwindet, wird dieser auf den Fall angesetzt. Es ist jedoch zu spät für ihn, er kann nur noch tot aufgefunden werden. Auffällig ist, dass dem Toten ein Organ entnommen wurde.
Während Fabian Risk ermittelt, gibt es weitere Tote. Der Fall scheint abgeschlossen zu sein, als der Tatverdächtige nach einem Selbstmord ebenfalls tot aufgefunden wird. Der Fall wird als abgeschlossen angesehen, nur Fabian kann der Sache noch nicht ganz trauen, im Gegenteil, er hat das Gefühl, als wäre der Mörder noch nicht fertig.
Während Fabian Risk gemeinsam mit seiner schwangeren Kollegin Malin Rehberg in Schweden ermittelt, ist Dunja Hougaard in Dänemark ebenfalls einem Mörder auf der Spur.
Es dauert lange, bis sie erkennen, dass es zwischen den Fällen Parallelen gibt und ermitteln dann gemeinsam...

Das Buch beginnt mit einem Prolog in einem israelischen Gefangenentransport, 10 Jahre vor der eigentlichen Handlung. Eine Zuordnung zur Handlung fällt sehr schwer, eine Aufklärung dazu kann der Leser erst sehr spät erkennen.

Der Thriller wird unterteilt in zwei Handlungsstränge, die zum einen in Schweden mit den Protagonisten Fabian und Malin spielen und zum anderen in Dänemark mit der Polizistin Dunja. Sie laufen lange Zeit parallel, auch hier anfangs ohne erkennbare Gemeinsamkeiten. Diese ergeben sich erst im Laufe der Ermittlungen.

Neben den polizeilichen Ermittlungen ist es dem Autor gelungen, die Protagonisten dem Leser nahezubringen. Ein großer Teil der Story beruht auch auf dem familiären Hintergrund der Protagonisten. Fabian Risk ist verheiratet mit Sonja und hat 2 Kinder. Seine Frau Sonja versucht sich gerade selbst zu verwirklichen, sie ist Künstlerin, so dass die Sorgen  und Probleme mit den Kindern auf Fabian ruhen bleiben. Das jedoch immer mit seinem stressigen Job, der keine festen Arbeitszeiten hat, in Einklang zu bringen, ist eine Aufgabe, der er sich jedoch stellt.

Die dänische Ermittlerin Dunja Hougaard wird von ihren Kollegen boykottiert und von ihrem Vorgesetzten angemacht. Aber sie ist taff und versucht sich durchzusetzen, eine Aufgabe, die ihr einiges abverlangt.

Die Geschichte scheint anfangs ein wenig verworren zu sein. Erschwerend sind die einzelnen Kapitel nicht so ohne weiteres den jeweiligen Handlungsorten, Schweden / Dänemark, zuzuordnen, so dass man sich erst einlesen muss, um der Handlung wieder folgen zu können.

Die Story an sich ist jedoch strukturiert aufgebaut und hinterlässt zum Schluss keine losen Enden.
Neben einer spannenden Story, deren Spannungsbogen stetig steigt, lernt der Leser die Protagonisten kennen und ist bei den polizeilichen Ermittlungen hautnah dabei.

Obwohl dieser Krimi der 2. der Fabian-Risk-Reihe ist, spielt er vor der Handlung des des 1. Teiles "Und morgen du". Da jedoch beide in sich abgeschlossen sind, ist ein Lesen und Verstehen der Story kein Problem.

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177 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

thriller, entführung, psychothriller, trauma, helen callaghan

Dear Amy - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest

Helen Callaghan , Heike Reissig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 10.01.2017
ISBN 9783426654200
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Margot Lewis ist mit Leib und Seele Lehrerin. Als eine ihrer Schülerinnen, die 15jährige Katie, verschwindet, ist sie die Einzige, die an eine Entführung glaubt. Es sieht jedoch so aus, als wäre sie von zu Hause abgehauen. So dauert es auch nicht lange, bis die polizeilichen Bemühungen, sie zu finden, ein wenig im Sande verlaufen.
Margot, die neben ihrer Arbeit an der Schule auch für eine Zeitung die Kummerkastenrubrik "Dear Amy" beantwortet, bekommt eines Tages einen Brief von einer gewissen Bethan Avery. Bethan bitte Amy um Hilfe. Sie schreibt, dass sie von einem Mann entführt wurde und in einem Keller haust. Sie hat Angst, dass man aufhört nach ihr zu suchen.
Als Margot mit dem Brief zur Polizei geht, wird sie von diesen belächelt. Bethan Avery ist seit fast 20 Jahren tot, zumindest wird das angenommen, denn ihre Leiche wurde nie gefunden.
Es wird jedoch nach einer Untersuchung eines Graphologen festgestellt, dass die Schrift tatsächlich der von Bethan zuzuordnen sei, der Brief aber erst kürzlich geschrieben wurde. Wie kann das sein?
Als sich Dr. Martin Forrester an sie wendet, versucht sie gemeinsam mit ihm hinter das Rätsel der Briefe zu kommen.
Das ganze hat ungeahnte Folgen...

Margot Lewis befindet sich gerade mitten in ihrer Scheidung und hat damit schon den Kopf voll und genug eigene Probleme.
Nun kommt das Verschwinden einer Schülerin hinzu, das sie nicht kalt lässt. Sie glaubt nicht an die Version der Polizei, dass Katie mit ihrem Freund gemeinsam abgehauen ist. Es berührt etwas in ihr und bringt sie schnell an ihre Grenzen.
Grenzen, die ihr zwar bewusst sind, die aber auch Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit betreffen, die sie nicht an die Öffentlichkeit gezerrt haben will. Zumal diese Ereignisse auch ihre Zulassung an der Schule als Lehrerin beeinflussen könnten.

Dieser Psychothriller ist das Erstlingswerk der Autorin Helen Callaghan. Sie schreibt ihren Roman zum größten Teil aus der Sicht der Protagonistin Margot Lewis, zeigt aber auch Sequenzen aus der Sicht von Katie und der des Täters.
Durch Margots Sicht lernt man diese selbst sehr gut kennen, weiß wie sie tickt und versucht gemeinsam mit ihr den rätselhaften Briefen auf die Spur zu kommen, denn es blieb nicht bei dem einen Brief. 
Als Leser ist man lange bemüht, hinter Margots Geheimnis zu kommen, denn dass sie etwas verbirgt, ist schnell klar.
Die Autorin hält sich jedoch mit der Offenbarung recht lange bedeckt, so dass man sich selbst Gedanken macht und die ein oder andere Vermutung hervorgerufen wird.

Obwohl beizeiten Spannung aufgebaut wird, wird der Spannungsbogen erst gegen Mitte des Buches angezogen und die Ereignisse überschlagen sich. Man wird als Leser förmlich mitgerissen und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin lässt sich das Buch gut lesen. Die Story ist in sich schlüssig und entlässt den Leser mit einem guten Gefühl. 
Auch wenn für mich einiges vorhersehbar war, fühlte ich mich mit dem Buch gut unterhalten.

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

glück, weihnachten, london, kinder, irland

Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Raymond A. Scofield
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008894
Genre: Romane

Rezension:

Die große Hungersnot in Irland brachte auch die beiden Geschwister Anna und Benjamin nach London zu ihrer Tante. Das Glück hielt aber nicht lange an, denn die Tante verstarb, so dass die beiden nur noch sich selbst hatten. Sie lebten weiterhin in der Behausung der Tante, die dem Apotheker Fox gehörte. Dieser sah jedoch zu, wo er blieb  und nutzte die Abhängigkeit der beiden aus.
Fox wusste, dass deren Tante irgendwelche Aufzeichnungen getätigt hatte und wollte in deren Besitz kommen.

Benjamin hatte den Ehrgeiz, Geld zu verdienen, so dass er sich von Fox welches lieh, um als Schuhschwärzer zu arbeiten. Was er nicht wusste war, dass die Schuhschwärzer in einer Gilde sein mussten, um auf der Straße arbeiten zu können. Er jedoch war ein Ire, ein Paddy, und die hatten keine Chance, in die Gilde aufgenommen zu werden. So sieht er auch gleich zu Beginn seine Chancen schwinden. Aber Fox hat etwas völlig anderes für Benjamin im Sinn, womit er seine Schulden abarbeiten kann.

Anna arbeitet bei der Witwe Crackpickle, die ein Spielwarengeschäft betreibt. Eine ernste Frau, die nie lacht.
Als sie jedoch kurz vor Weihnachten die Nachricht erhält, dass ihre beiden Söhne bei einem Unglück auf See ums Leben kamen, ist sie mit sich und der Welt im Hader, treffen wird es jedoch Anna, der sie die Schuld daran gibt und die sie sofort aus dem Haus jagt. Aber Anna gibt nicht auf, bei ihr vorzusprechen, bis sie eines Tages einen folgenschweren Auftrag von ihr übernimmt ... 

Anna und Benjamin scheint alles Glück dieser Welt verlassen zu haben, denn es gelingt ihnen nichts mehr. Nicht nur, dass Benjamin von einem wirklich schlimmen Husten geplagt wird, der ihn fast in den Tod treibt, auch arbeitsmäßig steht es sehr schlecht für sie. Durch widrige Umstände geraten beide unabhängig voneinander in die Mühlen einer grausamen Justiz, wo ihnen übel mitgespielt wird.
Aber sie haben auch Freunde, sogar einen, den sie weder kennen noch jemals zu Gesicht bekommen haben.
Wasmut Waòismuotth, Earl and Pearl of Loungflègéllan and Leaingscúll-Murphy-Gwòynnsdrough, letzter legaler Großneffe des letzten rechtmäßigen Großcallaghan von Cork und Lowbutton, so sein vollständiger Name, ist fingernagelgroß und grün - ein echter irischer Leprechaun. Die Tante der beiden Kinder hatte ihn dazu verpflichtet, auf die Kinder achtzugeben und genau das macht er mit weiterer menschlicher Hilfe.

Es ist ein wunderbarer Roman, der in der Weihnachtszeit spielt und sich den Schauplatz London ausgesucht hat. Wer bereits Charles Dickens "Oliver Twist" kennt, fühlt sich mit diesem Buch ebenfalls in die Zeit und Gegend versetzt. Eine Gegend voller Hinterhöfe, Schmutz, Unrast und Menschen, die nicht immer alle lautere Absichten haben. Aber es finden sich auch Freunde und Freundschaften, die alle Widrigkeiten überwinden. Die Hoffnung ist das letzte, was stirbt, was fehlt, ist ein wenig Glück.

Ich habe ehrlich gesagt überlegt, ob ich das Buch überhaupt lesen wollte, denn das erste Buch des Autors hat mich nicht gerade vom Hocker gerissen, aber ich wollte ihm eine weitere Chance geben.
Was bin ich froh, dass ich es getan habe, denn mit diesem Buch hat er mich überzeugt.
Auch bin ich schon lange ein Fan der kleinen grünen irischen Kobolde, den Leprechauns, die nicht nur am anderen Ende des Regenbogens sitzen und ihren Goldschatz bewachen, sondern die eigentlich immer ihre eigenen speziellen Macken haben. So natürlich auch Wasmut. Seine Sprache laut zu sprechen, bringt Spaß beim Lesen.
Ein wunderbares Buch über Hoffnung, Glück, Vertrauen und Freundschaft und einem Zusammengehörigkeitsgefühl, das es sich wirklich lohnt zu lesen.

Für dieses Buch spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

mädchen, mann, weihnachte, oma, geschenk

Ein Weihnachtsmann fürs Leben

Angela Ochel
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.09.2016
ISBN 9783746632797
Genre: Romane

Rezension:

Die 5-jährige Luisa hört ein Gespräch, dass ihre Mama und Oma führen. Da geht es um einen Prinzen, den sich ihre Mama wünscht, aber woher nehmen?
Luisa, die 7 € gespart hat, hat einen Plan. Mit Hilfe ihrer Freundin entwischt sie aus der Kita und geht ins Kaufhaus Wunder, in dem auch ihre Mutter als Fotografin arbeitet. Dort macht sie sich auf die Suche nach dem Prinzen und will den ihrer Mutter zu Weihnachten schenken. Die Suche jedoch gestaltet sich alles andere als leicht...

Luisa, die durch ihre vielen Besuche auf Mutters Arbeit die meisten der Verkäufer und Angestellten kennt, hofft auf deren Hilfe bei der Suche nach dem Traumprinzen für ihre Mutter. Sie stellt sich schon die Frage, warum ihre Mutter einen Prinzen haben möchte. Zum Reden hat sie ja schließlich Oma und zum liebhaben sie. Aber sie will ihrer Mutter gern diesen Wunsch erfüllen.
Auf ihrer Suche trifft sie auf Menschen, die ihr ihre eigene Geschichte erzählen, wie sie ihre Ehepartner kennengelernt haben. Luisa hört aufmerksam zu und fügt anschließend den Anforderungen, die der Prinz mitbringen muss, weitere wichtige hinzu.

Luisa ist die Protagonistin des Buches. Ein kleines 5-jähriges Kind, das seiner Mutter einen Wunsch erfüllen wird, auch wenn sie ihn nicht ganz nachvollziehen kann. Sie ist taff, clever, ein wenig vorlaut, aber absolut liebenswert.
Die Geschichte ist vom Schreibstil her so geschrieben, als hätte Luisa sie geschrieben. Kindlich, verständlich und sehr gut nachvollziehbar. Ich denke mir, dass man die Geschichte auch einem Kind vorlesen könnte, es hätte mit dem Verstehen sicher keine Probleme.
Worte, die Luisa vom Alter her nicht verstand, wurden ihr erklärt, so dass auch ein kleines Kind der Geschichte folgen könnte.

Ein kleines Mädchen, das viel bewirkt. 
Mit ihrem unglaublichen Optimismus, den Prinzen zu finden und dem Umdenken bei bestehenden Gegebenheiten wirkt sie echt. 
Sie stiftet einige Unruhe im Kaufhaus, ungewollt. Aber es bewirkt auch ein Umdenken bei dem ein oder anderen. Luisa macht sich Gedanken, nicht nur um sich, ihre Mutter oder ihre Belange, sondern auch um andere, von denen sie gehört hat.

Es ist ein wunderbarer Roman, der kurz vor Weihnachten spielt. Mit einer reizenden Protagonistin macht es einfach nur Spaß, sich auf das Buch einzulassen und Luisa bei ihrer Suche nach dem Glück für ihre Mutter zu suchen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

weihnachten, belletristik, familie, aufbau, sylt

Ein Stern über Sylt

Ines Thorn
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008917
Genre: Romane

Rezension:

Thiemo wird dieses Jahr nicht wie gewohnt Weihnachten mit seiner Mutter verbringen, sondern mit Freunden auf Sylt. Seiner Mutter gegenüber hat er ein schlechtes Gewissen, aber diese begrüßte die Entscheidung ihres Sohnes.
Die Freunde, mit denen er nach Sylt gefahren ist, sind seine Mitkommilitonen. Diese sind, im Gegensatz zu ihm, von Hause aus reich betucht und können den Wert des selbst erarbeiteten Geldes nicht schätzen.
Auch Victoria ist mit dabei, die seine Freundin ist, ihre Gunst aber auch anderen schenkt.
Längst ist er sich nicht mehr sicher, ob er in Victoria das sieht, was er sehen möchte. Das, was er stattdessen zu sehen bekommt, lässt ihn immer mehr an ihr zweifeln. Möchte er wirklich der Freund von Victoria sein?
Als sie dann noch äußert, dass sie ihre Gunst demjenigen schenken wird, der ihr ein ganz besonderes Geschenk zu Weihnachten macht, macht es Klick in seinem Kopf ...

Geld verdirbt den Charakter, ein geflügeltes Wort, an dem wahrlich was dran ist. Wer nie den Wert des Geldes schätzen gelernt hat, dem alles in seinem Leben bis dato zufloss und der es mit vollen Händen auszugeben weiß, hat keinen Bezug zur Realität mehr.
Victoria ist solch eine Person. Oberflächlich und ichbezogen, scheint sich alles nur um sie zu drehen.
Sie und ihre Freunde flüchten vor den familiären Weihnachtsfesten und wollen auf Sylt gemeinsam feiern. Aber sie wissen nicht einmal, wie man das Fest feiert, wie man es organisiert und was dazuhört. Selbst etwas organisieren - wozu, wenn man Angestellte hat, die diese Arbeiten erledigen können?
Thiemo ist in dieser Runde der einzige Bodenständige. Seine Mutter ist alleinstehend und musste jeden Pfennig bedacht ausgeben. Er geht nebenbei jobben, um das Studium finanzieren zu können. Auf Sylt hat er sich nur eingelassen, weil er dort auch seine Studien betreiben kann.
Aber die Fahrt nach Sylt lässt ihn auch sich selber besser kennenlernen, denn er hätte nie gedacht, dass es soweit kommt, dass er einer alten Frau Geld stehlen würde.

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte von der Autorin Ines Thor.
Mit ihren 144 Seiten hat man sie schnell durchgelesen. Man mag sie auch gar nicht aus der Hand legen, wenn man erst einmal ins Buch hineingeschnuppert hat.

Als Leser begleitet man Thiemo mit seinen Freunden nach Sylt und ist dabei, wie er sich seine Gedanken um eben diese Freunde und speziell zu Victoria macht. Ihretwegen begeht er eine Dummheit, die er versucht, wieder geradezubiegen.
Dabei begegnen ihm Menschen, die sich völlig von seinen Freunden unterscheiden, die ihm aber bald mehr geben, als es seine Freunde können.

Geld und Macht sind nichts gegen Liebe und Herzlichkeit, das hat die Autorin deutlich zu Papier gebracht.
Aber sie wartet zum Ende hin auch noch mit einer Überraschung auf, die man vielleicht schon ahnen konnte, die aber doch so nicht vermutet wurde.

Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Weihnachtsgans Hermine

Thomas Brussig , Katja Wehner
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.09.2016
ISBN 9783351036485
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Klappeninhalt des Verlages gibt den Inhalt zum Buch schon so genau wieder, dass ich an dieser Stelle nichts hinzufügen möchte, ohne mehr zu verraten.

Vielen ist die Geschichte der Weihnachtsgans Auguste von Friedrich Wolf ein Begriff. Ich persönlich kenne sie seit mehr als 50 Jahren und erfreue mich noch immer an ihr. Es ist eine, die, auch ohne dass man sie wiederholt nachlesen muss, im Kopf hängen geblieben ist.
Nun hat Thomas Brussig in Anlehnung an diese Originalgeschichte eine neue Weihnachtsgans geschaffen - Hermine.

Auch Hermine soll das ursprüngliche Schicksal von Auguste teilen, nämlich einen Ehrenplatz auf der weihnachtlichen Festtafel erhalten.
Aber auch hier kommt es anders als man denkt. Schnell hat das angedachte Essen einen Namen erhalten und gehört zur Familie. Die Kinder haben Hermine ins Herz geschlossen und Eigenheiten der Gans festgestellt.
Als es ihr dennoch an den Kragen bzw. Hals gehen soll, bekommt sie flinke Füße, mit denen sie sich auf und davon macht. Eine Suchaktion findet statt.

Es ist eine herrliche Weihnachtsgeschichte, die der Autor Thomas Brussig geschrieben hat. Mit wundervollen Zeichnungen wird das Buch komplettiert, die von der Illustratorin Katja Wehner in Szene gesetzt wurden.
Zu jeder gedruckten Seite gehört passend dazu eine Illustration.

Das Buch ist hervorragend geeignet zum Vorlesen, selbst lesen und zum anschauen.
Der Preis an sich ist recht hoch, aber die Wertigkeit des Buches rechtfertigt den Preis. Es ist ein Hardcover-Buch und teilweiser Leinenbespannung. Diese wurde zusätzlich mit Gold bedruckt, so dass man mit dem Buch eine wirklich schöne und wertige Ausgabe in Händen hält. Ob das was für Kinderhände ist, sei dahingestellt, die Erwachsenen erfreuen sich definitiv daran. 

Für mich ist diese Geschichte gleichzeitig eine mit Blick auf die Vergangenheit in Richtung Auguste. So wie mich Auguste erfreute, tat das auch Hermine. Beide ähneln sich, sind aber nicht gleich.
Wer Auguste mag, wird auch die sprechende Hermine ins Herz lassen.

Mir hat diese Geschichte gefallen und ich hoffe, dass sie viele Leser finden wird.

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(140)

287 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

liebe, schicksal, kate eberlen, krebs, familie

Miss you

Kate Eberlen , Stefanie Fahrner , Babette Schröder
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 29.08.2016
ISBN 9783453291836
Genre: Liebesromane

Rezension:

Tess und Gus machen Urlaub in Italien, wo sie sich zum ersten Mal begegnen. Außer ein paar Worten und einem Lächeln passiert nicht viel. Sie verlieren sich aus den Augen, der Moment ist vorbei.
Beide stehen kurz vor ihrem Studium in London, sogar an ein und derselben Universität, aber das Schicksal will es anders.
Als Tess nach dem Urlaub nach Hause kommt, findet sie ihre Mutter sterbenskrank vor. 
Ihre jüngste Schwester braucht nach dem Tod ihrer Mutter eine Bezugsperson, die nicht der Vater oder der Bruder sein wird, sondern Tess. Ihr Traum vom Studium ist aus, auch wenn sie es ihrer Mutter versprochen hatte, ihren eigenen Weg zu gehen, sie bleibt zu Hause und opfert sich auf, für Hope, ihre Schwester, die Autistin ist.
Gus geht seinen Weg, studiert und heiratet.

Sie leben beide ihre Leben, nicht gerade himmelhochjauzend und glücklich, aber auch nicht wirklich unglücklich. Tess hat schon den ein oder anderen Moment, in dem sie alles hinschmeißen würde, denn ihre Aufopferung wird in keinster Weise gewürdigt, alle profitieren davon, dass sie sich selbst aufgegeben hat.

Gus und Tess begegnen sich im Laufe der Zeit immer mal wieder, erkennen sich aber nicht. Entweder passt es gerade nicht oder sie bemerken ihre Anziehung zueinander nicht. Sie driften wieder auseinander.

Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht von Gus und der von Tess erzählt. Man nimmt als Leser Anteil an ihr Leben und hat schon das Gefühl, man müsste ihnen einen Schubs geben.
Aber sie gehen einen langen Weg, bis sie eines Tages aufeinandertreffen.

Sehr gefühlvoll erzählt die Autorin von Tess und Gus, ihre Höhen und Tiefen, man ist als Leser immer aktuell in jeder Lebensphase mit dabei.
Im Hinterkopf hat man immer, dass sie sich eines Tages finden werden, denn es wird ja als Liebesroman deklariert.
Dass es bis dahin ein sehr weiter Weg ist, empfand ich als ein wenig störend. Gefühlt auf den letzten paar Seiten entwickelte sich die Story dahin, worauf man als Leser hingehibbelt hatte.
Meines Erachtens kommt die eigentliche Geschichte mit Tess und Gus zu kurz. Wenn man sich als Leser damit arrangiert hat, ist das Buch zu Ende, was ich sehr schade fand.

Trotz einiger Längen im Buch hat man ein Werk in den Händen, das nicht nur gut unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Die Frage der Selbstaufgabe steht genauso wie der Umgang mit dem Tod von Angehörigen. Was ist richtig, was falsch und wieweit kann man andere damit belasten?

Das Buch hat den Begriff Liebesgeschichte nicht wirklich verdient, da wie schon gesagt, die eigentliche Geschichte der Protagonisten zu kurz kam.
Dennoch hat es mir Spaß gemacht, Tess und Gus all die Jahre zu begleiten.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

trauer, freundschaft, katze, liebe, tod

Phillips letztes Geschenk

Christiane Lind
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 08.11.2016
ISBN 9781503997493
Genre: Romane

Rezension:

Alles was Carolin seit dem Tod ihres Mannes will, ist sich zu verkriechen. Vor der Welt, vor allem. Phillip war ihr Zuhause, ihre Festung, alles was sie wollte. 
Aber Phillip wusste, dass er sterben würde und auch, wie Carolin darunter leiden würde. Er hat dafür gesorgt, dass sie nach seinem Tod ein Geschenk erhält, das er eigens für sie ausgesucht hatte. Trotz des Versuches seiner besten Freundin Anka, ihm die Sache auszureden, blieb er dabei, er wollte Carolin nicht zu Weihnachten allein wissen.
Als Anka dann ein paar Wochen nach Phillips Tod vor ihrer Tür stand und das Geschenk in die Küche stellte, war sie entsetzt, als sie merkte, was Phillip sich für sie ausgedacht hatte. Ein kleiner schwarzer Kater kam aus einem Transportkorb und versuchte, langsam und bedächtig, die Welt um sich herum zu erkunden. Carolin, die nicht einmal mehr mit sich selbst klar kam, sollte sich um ein Katzenbaby kümmern? Das kann doch nicht Phillips Ernst gewesen sein.
Obwohl einer ihrer ersten Gedanken in die Richtung geht, ihn wieder zurückzugeben, gibt sie sich und dem namenlosen Kater eine Chance.
Die beiden gewöhnen sich langsam aneinander, doch dann ist der Kater von einem Tag auf den anderen verschwunden und niemand weiß, wo er ist...

Er ist klein, er ist schwarz, er ist ein kleiner Kater. Ohne Namen schleicht er sich langsam, aber stetig in das Herz von Carolin, die das so gar nicht will und es auch nicht zugibt. Doch er berührt etwas in ihr, sie fühlt sich letztendlich doch für ihn verantwortlich. Ihr gefällt, dass er nicht so verschmust und auf Menschen orientiert ist wie andere Katzen. Er macht sein eigenes Ding und hat seinen eigenen Kopf.
Auch wenn sie es nie zugeben würde, aber sie kann es sich ohne ihn nicht mehr vorstellen.
Was das Zusammenleben mit dem Kater aber hauptsächlich ausmacht, sie nimmt, zwar unfreiwillig, Kontakt zu anderen Menschen auf. Anka und auch ihre Nachbarn kommen ihr näher, eine Nähe, die sie nie wieder zulassen wollte.
Doch dann passiert das Unvorstellbare, der Kater verschwindet und sie weiß sich nicht mehr zu helfen. 
Nun lernt sie ihre Nachbarn und Mitmenschen richtig kennen, ob sie will oder nicht.

Carolin ist eine Einzelgängerin, die niemanden an sich heranlässt. Phillip hatte seinerzeit ihren Panzer geknackt, aber nun ist er nicht mehr da und sie zieht sich in ihr Schneckenhaus zurück. Sie findet keinen Zugang zu anderen Menschen und will ihn auch. Da diese es merken, starten diese auch keinen Versuch mehr, so dass sie mehr und mehr vereinsamt. Sie suhlt sich in ihrem Elend und muss sich doch aufraffen, als der kleine Kater bei ihr einzieht.
Carolin lernt Menschen kennen, die ihr bislang nicht fremd waren, aber hinter deren Fassade sie sich nie die Mühe gemacht hatte, zu schauen.
Sie muss feststellen, dass außerhalb ihres Schneckenhauses Menschen leben, Nachbarn, die ihr freundlich gesinnt sind. Sie tut sich schwer, aber sie lässt diese nach und nach an sich heran. Sie geht weit über ihre gestellten Grenzen und kennt sich selbst nicht mehr wieder.
Carolin ist eine Protagonistin, die sich unglaublich entwickelt, die zwangsweise über ihren Tellerrand sehen muss und eine Welt findet, die ihr bislang fremd war.

Die Geschichte könnte man, wenn man es will und fertigbringt, an 24 Tagen wie einen Adventskalender lesen. Das Ziel für Phillip war, dass Carolin Weihnachten nicht allein verbringen muss. Das Ziel ist also Weihnachten und das Buch endet auch damit. Das Buch ist, zufällig?, in 24 Kapitel unterteilt, die ich jedoch nicht tageweise, sondern in einem Ritt durchgelesen habe.

Ich habe Carolin dafür geliebt, dass sie dem kleinen schwarzen Kater eine Chance gegeben hat und habe mit ihr genauso gefiebert, als das Katerchen verschwunden war. 
Das Buch ist ein absolutes Muss für alle Katzenfans, aber es dürfen auch gern andere teilhaben an dem Zusammenleben von Carolin und dem Kater.

Für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Schnauze, das Christkind ist da!

Karen Christine Angermayer , Annette Swoboda , Andrea Sawatzki , Christian Berkel
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 03.10.2016
ISBN 9783837134728
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Gerade noch liegt Bruno, der Hund der Familie, gemütlich auf der Erde und denkt, wie angenehm ruhig sein Leben doch ist. Ganz im Gegenteil zu dem turbulentem Weihnachten vom letzten Jahr, wo ihn Katzendame Soja mit ihrem Yoga genervt hatte. Da fällt ihm ein, dass sein Frauchen gesagt hätte, dass es eine Überraschung geben würde.
Tja, die Überraschung ist doch tatsächlich Soja, die plötzlich neben ihm steht. Ihr Frauchen hat sich, wie schon im letzten Jahr, auf eine Reise begeben und Soja hier abgegeben.
Oh weh, denkt Bruno, nun ist es doch mit der Ruhe vorbei, die er so sehr genießt.

Soja ist es auch, die ihm erzählt, dass Brunos Frauchen ein Baby erwartet und das auch noch in nächster Zeit. Ja sicher, diese ist ein wenig fülliger geworden, aber ein Baby? Machen die nicht Krach und ist es dann mit seiner Ruhe nicht endgültig vorbei?
Auch fällt ihm ein, dass er seinerzeit, als er noch ein kleiner Welpe war, einen kleinen Bruder hatte. Was mag aus ihm geworden sein? Eine Frage, der Soja nachzugehen gedenkt...

Was für ein schönes Hörbuch. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Bruno und Soja erzählt.
Soja wird von der Schauspielerin Andrea Sawatzki gesprochen und Bruno vom Schauspieler Christian Berkel. Beides sind erfahrene Sprecher, die ihr Handwerk verstehen und das auch gekonnt für dieses Hörbuch umgesetzt haben.

Die Geschichte ist in 24 Kapitel unterteilt, so dass man als Leser oder auch Vorleser die Möglichkeit nutzen kann, es für jeden Tag eines Adventskalenders zu lesen. 
Es macht Spaß zu erfahren, wie sich Bruno und Soja miteinander arrangieren und mit den Gegebenheiten klar kommen.
Witzig und humorvoll begleitet man die beiden über 24 Tage und erfreut sich an allem, was sie unternehmen und erleben.

Dieses Buch ist bereits der zweite Teil um die Protagonisten Bruno und Soja. Den ersten Teil kenne ich leider nicht, was ich schon das ein oder andere mal bedauert habe. Gern hätte ich gewusst, was die beiden beim vorjährigen Weihnachten erlebt haben, aber das kann man ja noch nachholen.

Die Hülle der Hörbuch-CD ist ebenfalls wie ein Adventskalender gestaltet, auf der man die Möglichkeit hat, jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Eine super Idee, wie ich finde.

Für Leser, Vorleser und Zuhörer eine wundervolle Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

weihnachten, hund, liebe, liebesroman, christkind

Vier Pfoten retten Weihnachten

Petra Schier
Fester Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 20.10.2016
ISBN 9783959731577
Genre: Liebesromane

Rezension:

Elena ist Designerin, sehr erfolgreich und Besitzerin eines eigenen Modelabels. Sie ist geschieden und leckt sich noch immer die Wunden, die sie sich von der Trennung ihres Ehemannes zugezogen hat. Ihr Leben spiegelt sich in diversen bunten Zeitungen wider.
Als Elena bei der Weihnachtsaktion einer Zeitschrift mitmacht, landet sie bei dem Witwer Steffen und seinen beiden Kindern. Dort soll sie für 2 Monate als Nanny tätig sein. Mit den Kindern versteht sie sich auf Anhieb prächtig, nur Steffen verursacht ihr leichte Schmetterlinge im Bauch.
Sie ist noch nicht bereit für eine neue Beziehung, wie auch Steffen selbst nicht, dessen Frau bereits vor 4 Jahren gestorben ist.
Aber beide haben nicht mit dem Hundefräulein Lulu gerechnet, die mit Santa und den Elfen etwas ganz bestimmtes im Sinn hat...

Petra Schier und ihre Weihnachtsgeschichten. Da ist von vornherein klar, dass man eine Geschichte fürs Herz in den Händen hält.
Wieder einmal sind die Auslöser der Geschichte Santa Claus und ein Weihnachtswunsch, der an ihn und gleichzeitig ans Christkind gerichtet ist. Sabrina, Steffens Tochter, hat ihn, nur um ganz sicher zu gehen, an alle beide geschrieben. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als endlich wieder eine Mutter zu haben und für ihren Vater eine Frau.
Aber lässt sich so ein Kinderwunsch mal so eben erfüllen?
Eine nicht so leichte Aufgabe, denn so wie es aussieht, gibt es da bereits eine Frau in Steffens Leben.

Eine wunderbare Geschichte, die es in der Adventszeit mühelos schafft, den Leser vom alljährlichen Weihnachtsstress abzulenken und ihn in eine Welt entführt, die von Santa Claus, dem Christkind und diversen Elfen gelenkt wird. Das zumindest zur Weihnachtszeit. Santa Claus hat sich nämlich das Ziel gesetzt, alle Wünsche zu erfüllen.
Aber was wären die himmlischen Bewohner ohne ihre irdischen Freunde und Helfer. Lulu, bestens bekannt aus dem Weihnachtsroman "Vier Pfoten und das Weihnachtsglück", ist dieser Helfer. Einst gehörte sie Elena, bis diese aus beruflichen Gründen sie ihrem Bruder übergeholfen hat.
Nun hat sie alle Pfoten voll zu tun, Elena und Steffen in die richtige Richtung zu schubsen.

Der Leser hat selbst Anteil an Lulus Gedanken. Diese werden im Buch kursiv dargestellt und bringen den Leser mehr als einmal zum schmunzeln.
Eine süße Geschichte, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. 
Man nimmt als Leser Anteil an den Leben von Steffen und Elena und spürt deutlich die Anziehungskraft, die beide zueinander führt und auch, wie sie sich dagegen wehren.
Aber klar, dass es ein Happyend geben wird, denn wie sollte es wohl anders zur Weihnachtszeit sein, nur wie lange es dauert und welchen Hindernissen die beiden ausgesetzt sind, das sollte jeder selbst lesen.

Ich liebe die Bücher von Petra Schier und bin schon immer gespannt auf die Weihnachtsromane, weil die wirklich ans Herz gehen.

Der Umschlag mit dem Cover des Buches ist nicht nur sehenswert, sondern wartet auch mit seiner eigenen Haptik auf. Die dezent dargestellten Schneeflocken sind 3D-mäßig aufgebracht worden und glitzern. Einfach nur schön.

Ich hatte mit dem Buch, den Protagonisten und der kleinen Lulu meinen Spaß und wünsche den noch vielen Lesern.
Ein Buch, das ich sehr gern, vor allem in der Vorweihnachtszeit, weiterempfehle.

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