Katzenpfoetchen

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184 Bücher, 10 Rezensionen

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(300)

647 Bibliotheken, 9 Leser, 11 Gruppen, 96 Rezensionen

dystopie, enklave, hebamme, zukunft, jugendbuch

Die Stadt der verschwundenen Kinder

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne, 24.01.2011
ISBN 9783453528000
Genre: Jugendbuch

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(72)

104 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

konzentrationslager, zuschauer, medien, satire, tv

Reality-Show

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 169 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.03.2007
ISBN 9783257065770
Genre: Romane

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(51)

201 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

nachtgeboren, magie, fantasy, alison sinclair, lichtgeboren

Nachtgeboren

Alison Sinclair , Michaela Link
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.03.2011
ISBN 9783802583353
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Ein magischer Fluch spaltet die Bewohner Minhornes seit Jahrhunderten. Die Nachtgeboren können nur in der Dunkelheit überleben und bedienen sich Ultraschallsinnen, während die Lichtgeborenen nur in der Helligkeit existieren können. Das führt dazu, dass es ihnen nicht möglich ist, sich je zu begegnen.
Eines Tages taucht die schwangere Adelige Tercelle vor der Tür des nachtgeborenen Arztes Balthasar Hearne auf, der ihr hilft Zwillinge zu gebären. Diese kommen aber mit der Fähigkeit zu Sehen auf die Welt, was für Nachtgeborene nicht normal ist. Das stürzt Balthasars in eine riesige Verschwörung, die sich und seine Familie in Gefahr bringt.

Meine Meinung:
"Nachtgeboren" von Alison Sinclair ist ein Trilogieauftakt mit viel Potential und einer innovativen Idee. Zwei Gesellschaften, die nebeneinander, Haus an Haus, Wand an Wand leben, ohne sich sehen zu können und nicht unterschiedlicher sein könnten. Dass die einen Licht brauchen und die anderen von Licht getötet werden, ist nicht der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Gruppierungen. Sie unterscheiden sich auch in ihrer Lebensweise, besonders im Umgang mit Magie und ihrer Ansicht über die Stellung der Frauen.
Der Roman spielt aus der Sicht von drei Nachtgeborenen, deshalb erfährt man über diese viel mehr. Das Leben der Lichtgeborenen spielt nur am Rande eine Rolle. Nur eine von ihnen kommt als Nebencharakter in diesem Buch vor.

Die drei Handlungsstränge sind geschickt miteinander verwoben und treffen immer wieder aufeinander. Mir gefällt es sehr, dass man die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt bekommt, besonders da die drei Protagonisten sehr verschieden sind. Der raue aus den Grenzlanden stammende Schattenjäger Ishmael und der Arzt Balthasar bleiben aber leider etwas flach, während seine Frau, die adelige Telmaine, sehr ausführlich beschrieben wird. Bei ihr geht die Autorin in die Tiefe, Gefühle und innere Konflikte werden aufgegriffen.

Meine Meinung zum Buch war gespalten. Einerseits war die Handlung sehr spannend. Sowohl der übergreifende Plot als auch kleine interessante Elemente, über die ich unbedingt mehr wissen wollte, waren fesselnd und haben mich dazu gebracht, dieses Buch immer wieder in die Hand zu nehmen.
Andererseits hat mir die Art, wie das Buch geschrieben ist, viel von meiner Leselust genommen und dazu geführt, dass ich dieses Buch nur stückchenweise lesen konnte. Mir sind einige Platzer aufgefallen, die ich meinen Lesefluss gestört haben, besonders grammatische Fehler, die den Sinn verdrehen und dazu führen, dass ich als Leser mehrmals drüberlesen muss um den Kontext zu verstehen (zum Beispiel, "diejenige" statt "derjenige"). Aber ich bin da auch sehr penibel und bin sehr schnell von solchen Kleinigkeiten aus dem Konzept zu bringen.
Außerdem fand ich die Mischung aus moderner Sprache und eher veralteten Begriffen nicht gelungen. Eigentlich passte diese vornehme, ältere Ausdrucksweise gut zur Gesellschaftform, die im Buch beschrieben wurde. Trotzdem war kaum eine klare Linie zu erkennen und mir kamen diese Spünge zwischen den beiden "Sprachstilen" zu willkürlich vor.

Auch ein kleiner Minuspunkt war die Tatsache, dass ich mir in dieser großen Welt als Leser etwas verloren vorkam. Die Gesellschaftform und das Leben der Charaktere konnte ich mir gut vorstellen, aber mit den Familien- und Verwandschaftverhältnissen und den Orten war ich überfordert. Ein kleiner Anhang mit Zusatzerklärungen, Stammbaum und karte wäre sehr hilfreich gewesen.

*Fazit: *
Ein facettenreiches und spannendes Fantasywerk, das durch die übergreifende Handlung und mehrerer offengebliebenen Fragen Lust auf mehr macht. Ich denke die Reihe von Alison Sinclair hat viel Potential. Allerdings hat mich die Mischung aus moderner und altmodischer Sprache und die Menge an Unklarheiten und Fehlern gestört.

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(17)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

dystopie, labyrinth, monster, gemeinschaft, trilogie

Die Auserwählten - Im Labyrinth

James Dashner , Anke Burger , David Nathan
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 21.03.2011
ISBN 9783867420860
Genre: Jugendbuch

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(829)

1.447 Bibliotheken, 16 Leser, 10 Gruppen, 146 Rezensionen

liebe, fantasy, kjer, mordan, heilerin

Der Kuss des Kjer

Lynn Raven
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.06.2010
ISBN 9783570304891
Genre: Jugendbuch

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(57)

134 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

katzen, humor, terry pratchett, tiere, reiten

Die gemeine Hauskatze

Terry Pratchett , Sonja Hauser , Gray Jolliffe
Flexibler Einband: 154 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.07.2005
ISBN 9783442455577
Genre: Fantasy

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(6)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hacken, gefängnis, verbrecher, sträfling

Inside the Cage

Matt Whyman , Michael Kohlhammer ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 11.07.2011
ISBN 9783407742506
Genre: Kinderbuch

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(23)

74 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

superhelden, schatten, schatten und licht, verrat, ikarus-projekt

Das Ikarus-Projekt 01

Caitlin Kittredge , Jackie Kessler , Katrin Harlaß
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 05.07.2010
ISBN 9783802583544
Genre: Fantasy

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(866)

1.446 Bibliotheken, 10 Leser, 17 Gruppen, 79 Rezensionen

vampire, liebe, moroi, strigoi, fantasy

Blaues Blut

Richelle Mead , Michaela Link ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 15.06.2009
ISBN 9783802582028
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Ein Stigoi-Angriff in großem Stile auf eine königliche Familie sorgt für einen riesigen Aufruhr in der Vampirwelt. Rose Leben, dass unter anderem wegen ihrem bester Freund Mason, der in sie verliebt ist, und wegen ihrem Mentor Dimitri, in den sie verliebt ist, den sie aber nicht lieben dürfte, schon kompliziert genug ist, wird noch chaotischer als ihre Mutter, die berühmte Wächterin Janine Hathaway, mit ihrem Moroi in der Vampire Academy erscheint.

Meine Meinung:
"Blaues Blut" ist meiner Meinung nach eine gelungene Fortsetztung der "Vampire Academy"-Reihe. Inhaltlich knüpft dieses Buch direkt an den Vorgänger an und dank des Prologs, der wichtige Fakten über Moroi, Strigoi und Dhampire enthält und außerdem ganz kurz die relevanten Teile der Handlung aus dem ersten Band zusammenfasst, fiel es mir als Leser nicht schwer, der Geschichte zu folgen.
Der Schreibstil von Richelle Mead ist flüssig und angenehm zu lesen. Genau wie die Protoganistin Rose, die als Ich-Erzählerin fungiert, ist er sehr abwechslungsreich und ihm fehlt es dank schlagfertiger, sarkatischer und lustiger Szenen keinesfalls an Humor.

Neben den Strigoiangriffen, die für die nötige Spannung sorgen, ist Roses Gefühlsverwirrung ein tragender Part der Handlung. Neben dem Versuch, sich ihren Mentor Dimitri aus dem Kopf zu schlagen, den sie nicht lieben darf, sorgen ihr bester Freund Mason, der schon im ersten Band Gefühle für die schöne Dhampirin hat, und der königliche Moroi Adrian in ihrem Kopf für Chaos.
Außerdem fand ich den Mutter-Tochter-"Konflikt" sehr interessant. Schon im Vorgängerband wurde die berühmte Wächterin Janice Hathaway angesprochen, in "Blaues Blut" hat sie eine kleine Nebenrolle und Rose muss sich mit ihrer Mutter und ihren Gefühlen, die sie ihr gegenüber hegt, auseinandersetzten.
Allgemein ist mir positiv aufgefallen, dass Rose eine charakterliche Entwicklung durchmacht und viel erwachsener und besonnener wirkt.

Was ich schade fand, ist die Tatsache, dass Lissa in diesem Band etwas zu kurz kommt.
Dafür gab es mit Adrian, Tasha und Roses Mutter drei neue Nebencharaktere, die mir bisher sehr gefallen. Auch Christian, Mason und Mia, die zickige "Erzfeindin" von Lissa und Rose, aus "Blutschwestern" haben größere Rollen in dieser Handlung. Besonders letztere ist mir mittlerweile sehr sympathisch.

Einiges Stellen des Buches zogen sich für meinen Geschmack etwas zu lang und boten zu wenig Spannung, dafür war die Finale wirklich großartig: unerwartet, fesselnd und emotional mitreißend.

*Fazit: *
Richelle Mead bleibt ihrem Stil treu und dieses Buch ist, trotz einiger Längen, eine würdige Fortsetzung der Vampirreihe. Die Tatsache, dass es actionlastiger ist als sein Vorgänger, hat mir sehr gut gefallen.

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(1.508)

2.366 Bibliotheken, 25 Leser, 23 Gruppen, 171 Rezensionen

vampire, liebe, fantasy, freundschaft, wächter

Blutsschwestern

Richelle Mead ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.01.2009
ISBN 9783802582011
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Nachdem Rose und ihre beste Freundin Lissa nach ihrer Ausbruch wieder in die Vampire Acadamy zurückgebracht werden, müssen sie sich erneut ins Internatsleben einfügen. Seit Lissas ist die letzte Überlebende einer sehr einflussreichen Vampirfamilie. Seit dem Unfall, bei dem ihre Familie getötet wurde besteht zwischen ihr und Rose, die halb Mensch halb Vampir, genannt Damphir, eine besondere Verbindung. Rose versucht ihre Vampirfreundin zu schützen, doch seltsame Vorgänge lassen darauf schließen, dass Lissa in Gefahr ist.

Meine Meinung:
Das Vampirbild in diesem Roman ist anders als gewöhnlich. Anfangs fiel es mir deswegen schwer, richtig in die Geschichte einzutauchen, da ich als Leser etwas überfordert war und die Begriffe "Dhampir", "Moroi" und "Strigoi" für mich erstmal recht inhaltslos waren. Aber nach etwa 50 Seiten hatte ich genug Informationen um die Unterschiede zu verstehen und konnte das Buch dann genießen.
Wie die Vampire dargestellt werden und vor allem die Gesellschaftsform, die im Buch angeschnitten wird, finde ich sehr interessant.

In dieser Geschichte ist die Damphirin Rose die "Ich"-Erzählerin, also erfährt man als Leser nur das, was auch Rose erfährt. Durch das Band zur ihrer Freundin Lissa, nimmt sie aber auch deren Gefühle war und erlebt Situationen aus ihrer Perspektive.
Rose und Lissa sind sehr unterschiedliche Charaktere, aber in beide konnte ich mich gut hineinversetzten, weil sie sehr lebendig beschrieben sind und nicht oberflächlich bleiben. Rose ist das wilde, schlagfertige, kämpferische Mädchen, dass ein großes Herz hat und für ihre beste Freundin alles gibt. Ich finde sie sehr sympathisch und ihre Motive nachvollziehbar. Ihre Freundschaft zur sanften, sensiblen Lissa und ihren Beschützerinstinkt kann ich gut verstehen, da die Autorin die Beziehung der Mädchen sehr detailreich beschreibt.

Natürlich geht es in diesem Vampire-Jugendroman auch um typischen Teenagerproblemen der Hauptfiguren, wie In-Cliquen, Beziehungsanbahnung, Intigen und Gerüchte, die aber nicht zu übertrieben viel Zeit der Handlung einnehmen. Deshalb empfinde ich es auch nicht als störend, sondern eher als autentisch, denn die Figuren sind nunmal Jugendliche.
Die Gefahr, in der Lissa schwebt, bleibt anfangs recht undurchsichtig wird aber nach und nach immer greifbarer. Die Story hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt, da sie spannend geschrieben ist, für mich nicht ganz vorhersehbar war und mich an einigen Stellen überrascht hat.

*Fazit: *
Ein sehr fesselnder Vampirroman mit überzeugenden Protogonisten. Absolut empfehlenswert für Leser, die sich nicht an typischen Teenager-Internats-Szenen gestört fühlen.

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(130)

299 Bibliotheken, 3 Leser, 8 Gruppen, 57 Rezensionen

dystopie, endzeit, seuche, epidemie, zukunft

Ashes, Ashes

Jo Treggiari , Dorothee Haentjes
Fester Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 08.07.2011
ISBN 9783760784717
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Autorin:
Die in London geborene Autorin lebte bisher in Kanada, Italien und Amerika. Mit dem Schreiben begann sie schon sehr früh. Bereits mit acht Jahren schrieb sie Geschichten für ihre kleine Schwester, vor allem Märchen. Ihr Debüt "The Curious Misadventures of Feltus Ovalton" wurde 2006 veröffentlicht, aber "Ashes, Ashes" ist ihr erstes Werk, das ins Deutsche übersetzt wurde.

Inhalt:
Als einzige Überlebende ihrer Familie muss die sechzehnjährige Lucy sich nach eine katastrophalen Epidemie, die ein Großteil der Weltbevölkerung dahingerafft hat, alleine durchschlagen. In einer Welt, zerstört durch Erdbeben, Tsunamis und sintflutartige Regenfälle, wird das Mädchen zur einzelgängerischen Überlebenskämpferin. Als ein geheimnisvoller Junge sie aus einer brenzligen Situation rettet, schließt sie sich einer Gruppe Überlebender an.

Meine Meinung:
Zuerst ist mir das das Cover sehr positiv aufgefallen, denn es passt durch die Farbwahl und das Motiv sehr gut zur Endzeitthematik und hebt sich vom Einheitsbrei vieler Jugendbücher ab.
Vor dem Lesen hat mich aber ein wenig gestört, dass sowohl der Klappentext als auch die Überschriften über den einzelnen Kapiteln schon recht viel vom Inhalt preisgeben.

Durch ihren sehr bildhaften Schreibstil schafft es Jo Treggiari, die Welt nach der Kathastrophe so gut zu beschreiben, dass ich mir die zerstörte Stadt und die düstere, beklemmende Atmosphäre sehr gut vorstellen kann. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, auch von Kleinigkeiten und alltäglichen Dinge aus Lucys Leben zu berichten, um dem Leser ein anschauliches und lebendiges Bild zu zeigen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass dieser Roman sehr realistisch wirkt. Die Naturkatastrophen und deren Auswirkungen sind nicht zu überzogen dargestellt. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas in unserer nicht allzufernen Zukunft tatsächlich passieren könnte, wenn wir weiter so leben, wie wir leben. Passend hierzu eines meiner Lieblingszitate des Buches:
["Die Menschen!" Lucy sprach das Wort voller Verachtung aus. "Die Menschen sind doch der Grund, warum diese Chaos überhaupt entstanden ist. ..."]

Die Protagonistin Lucy, eine junges Mädchen, dass abgeschottet in der Wildnis lebt und sich versteckt, war mir von Anfang an sehr sympatisch. Durch geschickt eingebaute Rückblenden erfährt man von ihrem Leben und ihrem Charkter, wie er vor der Katastrophe war. Weil sie ein tollpatschiges, ungeschicktes Mädchen, dass sich selbst als talentlos und "gut in nichts" wahrnimmt, ist es für mich noch beeindruckender, wie sie es schafft, alleine zu überleben. Mich hat sie an meine eigene Jugend erinnert und ich kann mir gut vorstellen, dass sich einige junge Mädchen mit ihr identifizieren können. Aber sie ist nicht durchgehend die taffe, harte Überlebenskünstlerin, sondern wirkt besonders ab dem zweiten Drittel immer wieder verletzlich, unsicher und wie ein normales sechzenjähriges Mädchen, was sie authentisch macht.

Neben dieser lebendigen Hauptfigur, deren Gedankengänge und Gefühle man als Leser gut nachvollziehen kann, wirken die Nebencharaktere leider blass. Man erfährt außer einiger oberflächlicher Informationen nicht viel über Aidan, Del, Sammy und co. Deswegen fiel es mir manchmal schwer, Handlungen und Charakterzüge zu verstehen. Potential wäre viel da gewesen. Gerade bei Aidan und Sammy hätte es sich angeboten, mehr über ihre Familienverhältnisse und ihre Vergangenheit zu erfahren.
Außerdem fand ich es etwas schade, dass auch die S'ans nicht wirklich thematisiert wurden, denn mich hätte interessiert, wie die Überlebenden der Krankheit nun damit umgehen.

Am Anfang des Buches wird der Focus auf die Beschreibung von Lucys Leben gelegt, was ich sehr passend fand. Durch die geheimnissvollen Sweeper und deren Angriffe bekommt der Plot seine Spannung, hat aber zwischendurch einige Längen. Wer durchgehend Action erwartet, wird von diesem Buch wahrscheinlich eher enttäuscht sein. Nur das letzte Drittel bietet wirklich viel Handlung, die mich mitreißen konnte.

Fazit:
Ein düsterer, realistischer Endzeitroman, der mir besonders wegen seiner Atmosphäre und der detaillierten Beschreibungen gefallen hat.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

mammut, affenland, fantasy, soldaten

Die Soldaten

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 499 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2011
ISBN 9783492701853
Genre: Fantasy

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(76)

179 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

horror, haus, mystery, labyrinth, tod

Das Haus

Mark Z. Danielewski , Christa Schuenke , Olaf Schenk
Fester Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.12.2009
ISBN 9783608937770
Genre: Romane

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(39)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

magier, werwölfe, magie, fantasy, urban fantasy

Wolfsjagd

Jim Butcher
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.01.2007
ISBN 9783426634417
Genre: Fantasy

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(53)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

klassiker, sandmann, wahnsinn, angst, erinnerung

Der Sandmann

E. T. A. Hoffmann
Fester Einband: 734 Seiten
Erschienen bei Albatros Verlag, 01.06.2006
ISBN 9783491961838
Genre: Klassiker

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(553)

976 Bibliotheken, 11 Leser, 21 Gruppen, 224 Rezensionen

computerspiel, thriller, london, sucht, erebos

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.01.2010
ISBN 9783785569573
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
An Nicks Schule wird unter der Hand ein Päcken weitergegeben, das ein geheimnisvolles Computerspiel namens Erebos enthält. Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen und die Regeln sind streng. Wer über das Spiel spicht, im Spiel stirbt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, kann sich nicht mehr einloggen. Nicht nur, dass einige Schüler scheinbar süchtig nach dem Spiel werden, sondern auch die Tatsache, dass die Aufträge nicht nur auf die virtuelle Welt beschränkt sind, lässt das Ganze merkwürdig erscheinen.

Meine Meinung:
Etwa die Hälfte der Handlung spielt im London der Gegenwart, während der andere Teil in der virtuellen Welt des Spiels "Erebos" stattfindet. Gerade diesen ständigen Umgebungswechsel finde ich aufregend. Die Szenen des Spiel sind anschaulich und detailreich beschrieben, so dass man als Leser, auch wenn man selbst noch keine Online-Rollenspiel gespielt hat ein schönes und klares Bild der Atmosphäre bekommt.

Nach den ersten etwas schleppenden Seiten, konnte ich es später gar nicht mehr aus der Hand legen, da sowohl die Geschehnisse in der virtuellen als auch in der realen Welt unglaublich spannend waren. Im Spiel war ich vor allem neugierig, welcher Schüler hinter welchem Pseudonym steckt und habe mit Nick mitgerätselt. Ich habe mich außerdem genau wie er gefragt, wie das Spiel das wissen konnte, was es weiß und was es mit den mysteriösen Aufträgen auf sich hat, die die Spieler in der realen Welt ausführen müssen. Anfangs war das ziemlich undurchsichtig, aber gegen Ende, merkt man, auf was diese Missionen hinauslaufen und wie diese Puzzelteile mit dem großen Ganzen zusammenhängen.

Dieser Roman zeigt auch, wie einfach es ist, sich in virtuellen Scheinwelten zu verlieren. Dieser kurze Absatz ist ein Sinnbild dafür: "Mit jedem neuen Tag verliert meine Realität an Wert. Sie ist laut und ohne Ordnung, unvorhersehbar und mühevoll. Was kann sie denn, die Realität? Hungrig machen, durstig, unzufrieden."
Auch heutzutage ist es real, dass sich Menschen wie in diesem Buch, in ihre virtuelle Welt zurückziehen, ihr Leben, ihre Sozialkontakte vernachlässigen, weil ihnen diese andere Welt interessanter erscheint während die Realität verblasst und wertlos wird.
Nicht nur Außenseiter und Sonderlinge kann das passieren, auch sozial eingebundene Jugendliche, wie der Protagonist Nick, können den Versuchungen von Onlinespielen erliegen. Genau das schildert die Autorin sehr eindrucksvoll und emotional. Nicks Begierden, sein Verlangen nach dem Spiel, aber auch seine widersprüchlichen Gefühle, wenn es um die zu erledigenden Auftrage geht, sind durch die beschreibungen nachvollziehbar und ich kann mit diesem Hauptcharakter mitfiebern, mitleiden und ihn verstehen.

Nur die Liebesgeschichte, die aufkeimt, hat mich etwas gestört, weil ich sie doch als zu konstruiert und als zu gewollt empfunden habe. Das Buch hätte diesen Nebenplot nicht zwingen gebraucht um zu funktionieren.

*Fazit: *
Ein wirklich tolles Jugendbuch, das Realität und Fiktion zu verbinden weiß und ein Problemthema, nämlich Computersucht, geschickt mit einer fesselnden Handlung kombiniert.

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(355)

554 Bibliotheken, 17 Leser, 3 Gruppen, 85 Rezensionen

schule, lehrer, schüler, humor, lehrerin

Chill mal, Frau Freitag

Frau Freitag
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.03.2011
ISBN 9783548373997
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
Frau Freitag unterrichtet an einer Gesamtschule irgendwo in einer deutschen Großstadt. Sie ist Lehrerin aus Leidenschaft, auch wenn sie die Schüler dieser Brennpunktschule, vor allem ihre eigene 9. Klasse, sie in den Wahnsinn treiben. In diesem Buch berichtet sie satirisch über ein Jahr ihres Berufsalltags.

Meine Meinung:
Frau Freitag erlebt einiges an ihrer Schule, natürlich ist vieles überzogen satirisch dargestellt, aber trotzdem finde ich ihre Schilderungen sehr realistisch. Sie zeigt auf, wie es an typischen deutschen Brennpunktschulen zugeht, ein hartes Pflaster für Leher. Trotzdem meistert sie ihren Schulalltag ohne die Freude an ihrem Beruf zu verlieren. Sie berichtet nicht nur von negativen Ereignissen, sondern auch von schönen und bewegenden Momenten. Alles in Allem ist mir Frau Freitag als Hauptperson sehr sympathisch.

Ich Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen, da die Autorin sehr direkt ist und kein Blatt vor den Mund nimmt und ich ihre Art von Humor und Zynismus als angenehm empfand. Sie scheut sich nicht davor, auch sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Ich fand dieses Buch sehr erfrischend, ich musste an vielen Stellen Schmunzeln. Teilweise störte es mich aber, dass Frau Freitag selbst viel Schülerslang benutzt. Um Schüler zu zitieren völlig okay, aber in diesem Buch wurde es etwas infaltionär eingesetzt.

Eigentlich ist es traurig und erschreckend, was an manchen Schulen vor sich geht. Wenn Schüler sich nicht für ihr Leben und ihre Zukunft interessieren, wenn sie lieber schwänzen, wenn sie in der 9. Klasse noch glauben, sie werden auch mit sieben Ausfällen (Note 5 oder 6) auf dem Zeugnis noch einen Beruf finden, bei dem sie ordentlich viel Kohle verdienen. Ich habe als angehende Leherin selbst ähnliche oder sogar schlimmere Situationen erlebt. Aber ich finde es nicht falsch, dem ganzen mit Humor zu begegnen und auch ernste Themen wie Integration humoristisch aufzuarbeiten. Ich bin auch nicht der Meinung, dass dieses Buch die Situation verharmlost, sondern sehr direkt und ehrlich darstellt, wenn auch auf satirische Art und Weise.

Jetzt kommt das ganz große aber: Ich konnte dieses Buch nur häppchenweise lesen. Meiner Meinung nach fehlte der rote Faden völlig und die Kapitel sind fast unabhängig voneinander. Frau Freitag springt von einem Thema zum nächsten, stellenweise wiederholt sich der Inhalt.

Fazit:
Mir hat das Buch gefallen, es war ehrlich, es war witzig, es hat mich berührt. Aber ich fand die Sprunghaftigkeit, die fehlende Struktur und die Wiederholungen eher lästig.

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(129)

287 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 42 Rezensionen

zukunft, koma, gentechnik, unfall, identität

Zweiunddieselbe

Mary E. Pearson , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.08.2009
ISBN 9783596853373
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nach einem schweren Unfall erwacht die siebzehnjährige Jenna Fox aus einem langen Koma. Ohne Erinnerung. Sie weiß nicht wer sie ist, sie hat sogar einiges an Wortschatz und grundlegende Abläufe, zum Beispiel, wie man lächelt oder wie man Mimik entschlüsselt, vergessen.
Während sie versucht, mit ihrem Leben zurecht zukommen und in die Normalität zurückzufinden, erinnert sie sich langsam an Bruchstücke ihres Lebens und wirft immer mehr Fragen auf. Warum sind wir umgezogen? Warum hat mich keiner meiner Freunde im Krankenhaus besucht? Hatte ich überhaupt Freunde? Was verschweigen mir meine Eltern und warum ist meiner Großmutter so abweisend und reserviert mir gegenüber?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist eines der wenigen, bei denen ich den deutschen Titel treffender und schöner finde als das Orginal, auch wenn der Untertitel "Wieviel von mir bin ich" meiner Meinung nach schon etwas viel verrät.
Das englischsprachige "The adoration of Jenna Fox" ( übersetzt in etwa "Die Anbetung/Verehrung der Jenna Fox") ist auch passend, zielt aber auf eine ganz andere Facette des Buches ab, die persönlich ich für weniger essentiell halte.

Anfangs macht das Buch erst nicht den Anschein, eine Dystopie zu sein, weil sich die Zeit in der die Handlung spielt kaum von unserer Gegenwart zu unterscheiden scheint. Aber nach und nach werden Kleinigkeiten eingestreut, die dem Leser klar machen, dass dieses Werk in der Zukunft nach einer großen Epidemie spielt und dass es doch einen Unterschied gibt, nämlich neue medizinische Technologie und der Umgang damit.
Die Tatsache, dass es keine allzu ferne gegenwartsferne Zeit ist und viele Ähnlichkeiten bestehen, hat mir gefallen, denn so habe ich schnell Zugang zu diesem Buch gefunden und konnte einfach mit der Protagonistin und ihrem Umfeld mitfühlen.

Geschrieben ist es in Ich-Perspektive aus Jennas Sicht, deswegen weiß man als Leser nur soviel, wie die Protagonistin weiß und ist auf das nächste "Puzzelteil" angewiesen, dass sie findet. Gerade diese anfängliche Ungewissheit fand ich sehr spannend, obwohl ich mir an einigen Stellen viel zusammenreimen konnte und mir schon in etwa gedacht habe, was mit Jenna los ist, als sie noch im Halbdunkeln tappte.
Die Handlung wird durchbrochen von inneren Monologen, die teilweise mehr aus Bruchstücken als aus ganzen Sätzen bestehen. Gerade diese Stellen fand ich sehr emotional und mitreißend, weil sie mehr Einblicke in Jennas Gedankenwelt offenbaren als die restlichen Stellen.
Außerdem werden die Worte, über die das Mädchen nachdenkt und die sie vergessen hat, wörterbuchähnlich eingebettet.

Die Nebenfiguren des Buches bleiben leider inhaltslos und oberflächlich, obwohl einige echtes Potential hätten und am Anfang sehr interessant wirkten. Selbst Jennas Eltern wirken sehr flach und klischeebehaftet, obwohl sie in der Geschichte eine große Rolle spielen. Einzig ihre Großmutter hat meiner Meinung nach einen etwas vielschichtigeren Charakter und scheint durchdachter.

Fazit:
Diese relativ realitätsnahe biomedizinische Dystopie überzeugt durch eine Protagonistin, in die man sich hineinversetzen und mit der man mitleiden kann. Da mir das Ende aber überhaupt nicht gefallen hat und es mich gestört hat, dass ein sehr interessanter Nebencharakter eingeführt, aber dann nicht näher beleuchtet wurde, ziehe ich einen Punkt von der Gesamtwertung ab.

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(24)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

dystopie, langlebigkeit, zukunft, jugendbuch, serie

Widerstand

Gemma Malley , André Mumot
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury, 04.03.2009
ISBN 9783827053633
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Handlung von "Widerstand" beginnt einige Wochen nach Ende des Vorgängers. Anna und Peter sind froh, dem Überschussheim entkommen zu sein, doch wirklich glücklich sind sie mit ihrem neuen Leben nicht. Sie gehören zu einer geringen Minderheit, nämlich jungen Menschen, die in einer Welt, in der dank eines Medikaments alle nahezu unsterblich, leben müssen. Misstrauische Blicke und Anfeindungen sind wegen ihrer Herkunft als ehemalige Überschüssige an der Tagesodnung. Nur der Untergrund gibt ihnen Hoffnung, deshalb lässt sich Peter auf ein riskante Mission ein und wird in das Pharmaunternehmen eingeschleust, das verantwortlich für das Langlebigkeitsserum ist und noch dazu seinem Großvater gehört.

Meine Meinung:
Nach dem wirklich fantastischen ersten Band hatte ich sehr hohe Erwartungen an diese Fortsetzung. Nach dem Lesen des Klappentextes und dem Cover mit dem Jungengesicht dachte ich mir schon, dass in diesem Band der Fokus auf Peter liegt. Das hat mich ein wenig enttäuscht, da ich diesen Charakter in "Der Pakt" nicht sonderlich mochte, da er für mich zu sehr dem Klischee des mutigen, rebellischen Helden entsprach, der Ritter in glänzender Rüstung, der uneigennützig sein Leben riskiert um ein hilfloses Mädchen zu retten, das er nichtmal kennt. Auch in diesem Teil der Geschichte setzt er sein Leben für Anna aufs Spiel, aber diesmal kann ich seine Motive viel eher nachvollziehen. Außerdem wirkt er im Laufe der Handlung immer weniger eindimensional und durchbricht das Klischee, was in um einiges sympathischer macht.

Annas Rolle war relativ klein. Die Handlung um sie war spannend und rührend, aber ich hatte das Gefühl von ihrer Entwicklung sah man weniger, viel mehr hat sie wieder einen Schritt zurück gemacht. Auch wenn sie misstrauisch ist, lässt sie sich viel zu schnell von ihren Gefühlen leiten, handelt viel zu naiv und ist eher leichtgläubig und schluckt, was man ihr sagt, statt selbst zu denken. Einerseits wirkt es so authentischer, denn es ist klar, dass Jahre der Indoktinierung und der Willensaufgabe nicht spurlos an einem vorrübergehen. Andererseits fand ich es sehr schade, da ich am Ende des ersten Bandes die Tatsache an Anna bewundert habe, dass sie anfängt kritischer und reflektierter zu sein.
Ich find es auch gut, dass man trotzdem mitbekommt, wie es mit einigen Nebencharaktären aus "Grange Hall" weitergeht und sich nicht alles nur um Anna und Peter dreht.
Außerdem wird eine neue tragende Nebenfigur eingeführt, die interessante Aspekte in die Geschichte einbringt.

Die Story dieses Buches ist an sich spannender als der erste Teil, aber mir fehlte die emotionale Tiefe, die mich in "Der Pakt" mitgerissen hat.
Aber es werden wieder einige neuen Fragen aufgeworfen, mit denen man sich durchaus in unserer Zeit beschäftigen kann und die man auf viele Situationen übertragen kann. Wegschauen, statt helfen? Wieviel will ich wissen, bin ich bereit Fragen zu stellen oder will ich lieber in meiner heilen Welt leben? Will ich mich an etwas bereichern, auch wenn ich weiß, dass andere dafür leiden?

Fazit:
Eine spannende, gesellschaftskritische Dystopie, die sehr viele Fragen aufwirft, aber im Vergleich zu ihrem Vorgänger etwas schwächelt.

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151 Bibliotheken, 0 Leser, 6 Gruppen, 11 Rezensionen

dystopie, zukunft, überschuss, kinder, unsterblichkeit

Der Pakt

Gemma Malley
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury, 01.11.2007
ISBN 9783827052636
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt:
Anna kennt weder den Himmel noch das Leben außerhalb von "Grange Hall", denn sie ist Überschuss, ein Kind, das es nicht geben dürfte. In einer Welt in der Menschen durch eine Medikament nahezu unsterblich sind, ist es verboten, Babys zu bekommen, denn die Ressourcen der Erde sind nicht unbegrenzt. Annas Eltern haben somit gegen den Pakt verstoßen, deshalb muss das Mädchen jetzt die Sünde ihrer Existenz ausgleichen und lernen, nützlich zu sein, um eine wertvolle Dienerin für die legalen Menschen zu werden.
Erst als Überschuss Peter, ein neuer Jugendlicher voller rebellischer Ideen, in das Heim "Grange Hall" eingewiesen wird, beginnt Anna langsam ihr Leben wie es ist in Frage zu stellen.

Meine Meinung:
In einer Zukunft, in der dank Zellerneuerungsserum, genannt LL-Vital, alle bekannten Krankheiten ausgelöscht und sogar der Alterungsprozess verhindert wird, ist es den Menschen möglich ewig zu leben. Für ihre Unsterblichkeit müssen sie nur auf das Recht verzichten, Nachwuchs zu bekommen. Illegale Kinder werden gejagt und in Erziehungsheime verfrachtet. Dort werden sie darauf trainiert passiv und gehorsam zu sein, ihr einziger Lebenszweck ist es "nützlich" zu sein. Durch jahrelange Indoktrinierung wird dem Überschuss eingeredet, sie wäre nichts wert und könnten froh sein, dass man ihnen erlaubt zu existieren, denn eigentlich hätten sie kein Recht dazu.

Auch Anna lebt in einem dieser Heime, und glaubt, was ihr immer und immer wieder erzählt wird. Alles was sie sich wünscht, ist eine "wertvolle Arbeitskraft" zu werden, was nichts anderes als die euphemistische Beschreibung für Sklaverei ist. Sie versucht, perfekt und fügsam zu sein, um durch Fleiß und Disziplin die Schande ihrer Existenz aufzuwiegen.

Man erfährt viel über Annas tristen und bedrückenden Alltag, die harte Arbeit und die Strafemethoden im Heim. Aber noch schokierender als diese Beschreibungen sind die Gedanken und Gefühle des Mädchens, das sie heimlich in einem Tagebuch notiert.

Einige Kapitel sind auch aus der Sicht von zwei verschiedenen "Legalen" geschrieben. Diese machen die Zwei-Klassen-Gesellschaft, zu der die Welt geworden ist, nur noch deutlicher. Einerseits kann ich als Leser einige Denkweisen sehr gut nachvollziehen, andererseits finde ich es unglaublich erschreckend, wie wirklichkeitsnah das Verhalten mancher Figuren ist. Wie leicht es ihnen fällt, Parolen nachzuplappern, zu verurteilen und andere Menschen wie Sklaven zu behandeln, nur weil sie es können. Hier sehe ich einige Parallelen zu bestimmten geschichtlichen Epochen und auch zur heutigen Zeit. Solange man zu den "besseren" Menschen gehört ist es einfach, die bestehende Ordnung zu unterstützen und seinen eigenen Lebensstandart zu halten während andere unterdrückt und wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.
Mich hat das Buch an diesen Stellen oft zum Grübeln gebracht. Über Menschenrechte, über die Endlichkeit unserer Ressourcen, über Unsterblichkeit und darüber, dass unsere Zukunft sogar genau so aussehen könnte.

Fazit:
Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Einerseits fand ich es sehr anrührend und habe mit der Protagonistin mitgefiebert, mit ihr Mitleid gehabt und mich über ihre Entwicklung gefreut, andererseits habe ich während und nach der Lektüre sehr viel nachgedacht und war von vielem erschüttert, was ich gelesen habe.

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7.173 Bibliotheken, 77 Leser, 27 Gruppen, 441 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Jugendbuch

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liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

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5.968 Bibliotheken, 63 Leser, 38 Gruppen, 627 Rezensionen

liebe, zeitreise, london, zeitreisen, fantasy

Rubinrot

Kerstin Gier
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063348
Genre: Jugendbuch

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freundschaft, liebe, mord, alice, tod

Die Wahrheit über Alice

Rebecca James , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 21.10.2010
ISBN 9783805250030
Genre: Krimi und Thriller

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3.896 Bibliotheken, 40 Leser, 25 Gruppen, 423 Rezensionen

liebe, dystopie, ky, cassia, zukunft

Die Auswahl - Cassia & Ky

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 27.01.2011
ISBN 9783841421197
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt:
Der wichtigste Abend in Cassias Leben ist ihr Paarungsbankets, denn dort wird sie endlich erfahren, welchen Mann sie mit 21 heiraten wird. Denn der perfekte Partner wird in ihrer Gesellschaft nicht ausgesucht, sondern vom System ermittelt. Als zu ihrem Erstaunen ihr bester Freund Xander für sie als zukünftiger Ehemann erwählt wird, freut sie sich zunächst. Doch der Mikrochip mit den Partnerinformationen zeigt, als Cassia ihn zuhause anschaut, nicht Xanders Bild, sondern das eines anderen Jungen, den sie auch kennt. Seit sie Kys Gesicht auf dem Chip gesehen hat, beginnt sich das junge Mädchen ernsthaft für ihn, der auch in ihrer Nachbarschaft wohnt, zu interessieren.

Meine Meinung:
Cassias Welt scheint perfekt, es gibt keine tödlichen Krankheiten, keine Gewalt, keine Arbeitslosigkeit, keine Behinderungen. Die Gesellschaft verspricht ein langes, gesundes und unbeschwertes Leben und übernimmt die Entscheidungen für jeden einzelnen Bürger, vom perfekten Partner über die passende Nahrung, Kleidung und Arbeitsplatz, bishin zum Zeitpunkt des Todes.
Mir erscheint dieses Leben als sehr einengend und bedrückend, da die Gesellschaft auch das Kulturgut beschnitten hat. Es gibt nur noch hundert Gedichte, hundert Gemälde, hundert Musikstücke, der Rest wurde aussortiert und vernichtet und neue Kreationen werden nicht erschaffen. Kreativität und selbstständiges Denken ist mehr als unerwünscht. Außerdem wird dadurch, dass jeder Mensch nur unbedingt Notwendiges lernt und nur in einzelnen Fachgebieten ausgebildet wird, verhindert, dass einzelne Bürger ohne die Gesellschaft überlebensfähig sind.
Der Schreibstil von Ally Condie, der meistens sehr kühl und emotionslos gehalten ist, passt hervorragend zur Welt, die dieses Buch darstellen will.

Die Protagonistin Cassia versucht anfangs unauffällig und angepasst zu leben, ohne darüber nachzudenken, dass sie kaum eigene Entscheidungen treffen darf und ständig kontrolliert wird.
Erst nach ihrem Paarungsbanket, als sie merkt, dass auch das System nicht unfehlbar ist und sie näheren Kontakt zum Außenseiter Ky, dessen Bild sie auf ihrem Paarungsmikrochip gesehen hat, sucht, beginnt sie, ihre Existenz und die Gesellschaft, nach deren Regeln sie lebt, kritisch zu hinterfragen.
Ihre Sinneswandel geht langsam vonstatten, was für mich sehr autentisch wirkt. Ihr Bild der perfekten Gesellschaft bröckelt und bekommt kleine Risse die Zweifel in ihrem Denken sähen und zur Auflehung gegen das System animieren, aber eher leise, langsam und in sehr kleinen Schritten.

Richtige Spannung kommt erst gegen Ende des Buches auf, trotzdem konnte ich es kaum aus den Händen legen, da mich die Welt, der Sinneswandel von Cassia und auch die Vergangenheit von Ky neugierig gemacht hat.

Fazit:
Ich finde dieses Buch absolut lesenswert, da Ally Condie eine faszinierend-bedrückende dystopische Welt schafft, in der die Gesellschaft den Menschen vorgaukelt in einer Utopie zu leben. Jedoch erhoffe ich mir für den nächsten Band eine Story mit mehr Spannung, in der die Handlung schneller vorangetrieben wird.

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