Leserpreis 2018

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150 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Morbus Dei: Die Ankunft

Matthias Bauer , Bastian Zach
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 19.11.2012
ISBN 9783709974643
Genre: Historische Romane

Rezension:

Auf der Schwelle des Todes, findet Johann Unterschlupf und Barmherzigkeit in einem kleinen Bergdorf in Tyrol. Es ist der kälteste Winter seit Jahren und die sonst so verschlossenen Bergbauern, scheinen noch argwöhnischer gegenüber Fremden zu sein, als sonst. Johann muss die Schuld seiner Rettung als Knecht abarbeiten. Die Arbeit ist hart, aber zumindest hat er ein Dach über dem Kopf und anständig zu essen. Doch Seltsames geht vor in dieser Abgeschiedenheit. Eine Kuh verschwindet und wird ausgeweidet aufgefunden, die Bauern sprechen eigenartige Gebete und schauen ängstlich zu den Bergen auf. Johann kommt allmählich hinter das Geheimnis, doch die Lage spitzt sich zu als eine Armee bayrischer Soldaten, ihr Lager im Dorf aufschlägt und es gipfelt in einem grausigen und blutigen Kampf, der fast die gesamte Dorfgemeinschaft zum Opfer fällt.

Nach einigen Erfahrungen, die ich mit Freebies gemacht habe, hatte ich keine großen Erwartungen an das Werk. Weder was Schreibstil, noch logischen Aufbau und Plot der Geschichte betraf. Aber "Morbus Dei" hat mich überzeugt. Der Sprachstil war zwar einfach, aber das tat der Geschichte keinen Abbruch. Ich saß mit Spannung vor dem Buch und war ebenso begierig wie Johann zu erfahren, welch eine schlimme Bedrohung da draußen lauert. Auch die Liebesgeschichte zwischen der Elisabeth und Johann, hat es mir ein bisschen angetan. Hin und wieder hätte ich mir mehr dialektische Redewendungen gewünscht, als nur die paar die an einigen Stellen einflossen. Das hätte das Ganze noch einen Tick authentischer wirken lassen. Was mich ein bisschen enttäuscht hat, war dass ich so gar nichts mit dieser seltsamen Spezies, die in den Klosterruinen wohnt, anfangen konnte. Es sind keine Vampire, keine Zombies, keine Mumien und die Krankheit scheint irgendein Virus zu sein, der sich auf Fremde überträgt, dann aber wieder doch wie ein Gendefekt. Diese Kreaturen vegetieren vor sich hin, scheinen aber bis auf das Ihnen das Sonnenlicht schadet, aber den Menschen ähnlich sich von normalen Lebensmitteln zu ernähren. Ich bin aus den ganzen Morbus Dei-Orden einfach nicht schlau geworden. Aber vielleicht klärt sich das ja noch in den nachfolgenden Bänden. Ich für mich kann sagen, ich hatte mehr Spaß beim Lesen als erwartet, aber ich glaube kaum das ich mir die Nachfolger noch holen werde, dazu interessiere ich mich zu wenig dafür wie es mit Johannes und Elisabeth weitergeht. Für ein Freebie war „Morbus Dei“ wirklich ein Glücksgriff und toll geschrieben.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Requiem

Lauren Oliver
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 21.03.2013
ISBN 9781444722994
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schweren Herzens hat Lena sich mit der Tatsache abgefunden, dass Alex tot ist und wagt einen zögerlichen Annäherungsversuch an Julian, als  plötzlich der Todgeglaubte vor ihr steht. Zurück in der Wildnis steht sie nun zwischen ihrer Zukunft und ihrer Vergangenheit. Kann sie Alex beweisen, dass sie ihn noch immer liebt, ohne Julian das Herz zu brechen? Doch es bleibt wenig Zeit für ihren inneren Konflikt. Die Regierung hat nach den jüngsten Aufständen, den Invaliden den Krieg erklärt und verübt systematische Angriffe auf die Camps in der Wildnis. Zur gleichen Zeit, steht Lenas beste Freundin Hannah vor ihrer Hochzeit und beginnt langsam zu zweifeln, ob die Prozedur die sie von der amor deliria nervosa heilen sollte, wirklich funktioniert hat. Eigentlich sollte sie nun mit ihrem Leben und den Entscheidungen die andere für sie treffen zufrieden sein, doch sie kann die Augen vor den Missständen nicht länger verschließen und schon zu bald auch nicht mehr vor der Kälte und Machbesessenheit ihres Zukünftigen. Und so beginnt der letzte Kampf, um die Freiheit zu lieben.

Wie schon bei den anderen Teilen zuvor, konnte ich auch den letzten Band nicht mehr aus der Hand legen. Frau Oliver hat einfach ein Erzähltalent, das mich fesselt. Allein die Vorstellung, dass was uns heute als höchstes Gut erscheint, zu stigmatisieren und zu einer Krankheit zu degradieren, finde ich sehr innovativ. Die Story gleitet nicht einmal ab ins kitschige oder heroische, sondern ist ein Kampf der Menschen um Selbstbestimmung. Die freie Wahl zu haben, heißt auch falsche Entscheidungen zu treffen und manchmal ein Leben führen zu müssen, dass man so nicht gewollt hat. Unbequem, kalt, hungrig und schmutzig, aber noch immer selbstbestimmt. Im Prinzip geht es hier weniger um Liebe als um Freiheit, wunderbar verpackt in einer gruseligen Dystopie. Gekrönt durch ein Ende, das so jedem Kitsch entbehrt. Es dämmert nicht ein rosiger Morgen und plötzlich ist die Welt wieder in Ordnung, der Leser spürt, dass bisher nur eine Schlacht gewonnen wurde und das der Kampf um eine neue Gesellschaftsform erst begonnen hat.

Mit diesem Ende hat Frau Oliver wieder einmal den Platz unter meinen Lieblingsautoren bestätigt und ich hoffe noch ganz viel von ihr lesen zu dürfen.

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Department 19 - Die Wiederkehr

Will Hill , Wulf Bergner
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 14.03.2013
ISBN 9783431038781
Genre: Fantasy

Rezension:

Die erste Schlacht ist geschlagen, doch im Verborgenen lauert die Gefahr. Den Rusmanov Brüder ist es gelungen, Dracula wiederzubeleben und dieser sinnt auf Rache. Jamie hingegen wird seine Schuldgefühle nicht los, die er seit dem Tod von Frankensteins Monster hegt und das seine Mutter als Vampir hinter einem UV-Vorhang in Sicherheitsverwahrung ist, hilft auch nicht gerade die Situation zu verbessern. Trotz seiner Heldentat, einen der ältesten Vampire auszuschalten, bekommt er noch immer starken Gegenwind aus den eigenen Reihen. Sein einziger Trost ist seine Freundin Larissa, die aber auch immer verärgerter reagiert, je tiefer sich Jamie in die Arbeit von Schwarzlicht stürzt. Als Vitali Rusmanov, im Geheiß Draculas dann einen blutigen Kampf gegen Department 19 beginnt bei dem sich die Reihen der Kämpfer deutlich lichten, steht es fest. Es gibt noch einen Spion in ihren Reihen.

Nachdem ich Teil 1 gelesen hatte, war ich zugegebenermaßen nicht scharf auf die Fortsetzung. Aber als sie mir in die Hände fiel, wollte ich der Story noch eine Chance geben. Es hat sich gelohnt. Zwar reicht es noch immer nicht für vier Sterne, aber es ist dennoch eine deutliche Verbesserung zum ersten Part. Das Buch ist immer noch angefüllt mit ekligen Beschreibungen von platzenden Vampiren und brutalen Übergriffen, mit abgefetzten Gliedmaßen und verschmorten Augäpfelt etc, aber ich finde die Charaktere haben sich weiter entwickelt. Und mit dem verrückten Wissenschaftler, der eine Heilmethode gegen Vampirismus sucht, einem Unbekannten der in der Wüste psychedelische Erfahrungen macht, und einem Monster das sich bei Vollmond verwandelt, wurde die Grundstory ein bisschen aufgepeppt. Nachdem ich mich von der Reihe schon verabschiedet hatte, kann ich mir nun durchaus vorstellen auch den Nachfolgeband zu lesen. „Department 19 – Die Wiederkehr“ ist auf alle Fälle besser als „Department 19 – Die Mission“ und ich bin gespannt ob Will Hill es gelingt mich mit seinem dritten Band komplett ins Boot zu holen.

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516 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 135 Rezensionen

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Zorn - Tod und Regen

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.04.2012
ISBN 9783596193059
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nichts geschieht in Claudius Zorns Leben und er ist sich nicht einmal sicher, ob ihm dieser Zustand missfällt oder nicht. Doch dann wird in einem Keller Blut gefunden und einige Tage darauf, die Leiche dazu und plötzlich hat Kommissar Zorn mehr zu tun, als ich, lieb ist. Und schon bald sehnt er sich nach den eintönigen Tagen zurück, denn der Staatsanwalt lässt keine Gelegenheit aus, ihm zu sagen, für wie unfähig er ihn hält und sein Untergebener Schröder zeigt seiner untersetzten Figur zum Trotz mehr Durchhaltevermögen, als Claudius. Und während in die Stadt sinflutartige Regenfälle versinkt, setzt sich die Mordserie fort und der Ruf nach Aufklärung wird immer lauter.

Ich gestehe, ich habe Claudius Zorn fast die Hälfte des Buches über gehasst. Dieser ist ein arg schwieriger Charakter. Ein absoluter Jammerlappen, der sich über alles beschwert und alle vor den Kopf stößt. Er ist eitel, tut aber nichts für sein Aussehen. Er ist Polizist, aber die Arbeit ist ihm lästig. Ihm passiert das Leben und er kann nur zu sehen und sich beschweren. Nicht einmal die Schlagabtausche mit seinem Kollegen Schröder vermochten mich positiv zu stimmen. Was vielleicht auch an der etwas unausgereiften Schreibweise von Stephan Ludwig lag. Es klang nach den Schreibversuchen eines Jugendlichen und das war auch der Grund warum ich mehr als einmal kurz davor war, dieses Buch unbeendet in einer Ecke dem Verfall zu überlassen. Beim Erzählen ist manchmal weniger einfach mehr. Es genügen subtile Andeutungen, man muss dem Leser nicht alles vorkauen. Außerdem gab es ein paar Sachen, die für mich unlogisch klangen. Ich versteh als Naturwissenschaftler ja noch, dass man aus dem Blut einer Person das Geschlecht ablesen kann, aber Alter und Gewicht halte ich übertrieben. Insbesondere angesichts der finanziellen Mittel und des begrenzten Zeitkontigent eines Forensiklabors. Doch es gab es einen Silberstreif am Horizont. Ab der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl das sich der Schreibstil erheblich verbesserte. Die Figuren waren zwar noch immer so schemenhaft wie Scherenschnitte und der Leser wurde noch immer viel zu oft an belangslosen Gedankengängen beteiligt, aber es war eine Entwicklung ersichtlich. Der Story bekam Fluss und es baute sich fast so etwas wie Spannung auf. Letztendlich bin ich froh durchgehalten zu haben, aber ich fürchte das Ermittlerduo Zorn und Schröder haben es mir nicht angetan und die Fortsetzungen werde ich mir nicht mehr zu Gemüte führen. Für mich ist „Tod und Regen“ kein wirklich guter Krimi, aber auch kein wirklich schlechtes Buch.

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125 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

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VIRALS - Nur die Tote kennt die Wahrheit

Kathy Reichs , Knut Krüger
Fester Einband: 510 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2012
ISBN 9783570153666
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem Tory und ihre Clique sich in ihrem letzten Abenteuer mit einem caninen Virus infiziert haben, entdecken sie nun allmählich ihre Superkräfte und wie sie sie einsetzen könnten. Doch am Horizont zieht ein neues Unglück herauf. Durch den Skandal soll das Forschungsinstitut geschlossen werden und die Freunde getrennt, weil ihre Eltern nun gezwungen sind sich neue Jobs zu suchen. Dies gilt es auf Teufel komm raus zu verhindern. Dafür bedarf es aber einer Menge Geld. Wie sollen aber vier Teenager an so viel Kohle kommen. Aber Tory Brennan, wäre nicht die Nichte der großartigen Temperance Brennan, wenn sie nicht schon einen Plan in petto hätte. Sie überredet die Jungs einfach den verschollenen Piratenschatz von Anne Bonney zu heben. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn hinter dem sind auch andere schon seit längerem her und sie denken gar nicht daran, so einfach das Handtuch zu werfen. Schon gar nicht vor ein paar naseweisen Gören und ihrem unglaublichen Köter Cooper.

Ein neues Jugendbuch aus der Feder von Kathy Reichs und abgefahrener als das Letzte. Ich hatte aber zugegebenermaßen beim Lesen mehr Spaß als beim ersten Teil, auch wenn dieser sehr viel unglaubwürdiger war. Da versuchen sich fast 100 Jahre lang verschiedene Schatzjäger daran das Geheimnis der legendären Anne Bonney zu lüften und Tory gelingt das innerhalb einer Woche, welch Zufall. Okay sie verfügen über einzigartige Fähigkeiten durch den Parvovirus, aber so viel Glück hat nicht einmal Indiana Jones. Vielleicht ist es aber auch nur weil mein Hirn schon im Erwachsenen-Modus ist und sich manche Logiklücke nicht mehr mit Phantasie füllen lässt. Mir war nämlich völlig unklar, wie Anne Bonney, die meiste Zeit im Gefängnis sitzen konnte und doch ein Höhlensystem mit ausgeklügelten Fallen zu bestücken, die einem Azteken-Tempel zur Ehre gereicht hätten. Aber So what. Letztendlich habe ich es einfach hingenommen und es in einem Rutsch durchgelesen.

Alles in allem war es eine nette Geschichte, aber die Adressaten dieses Buches sind wohl doch eher Jugendliche, denen eine unglaubliche Schatzsuche noch Begeisterung entlockt.

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(1.050)

1.903 Bibliotheken, 19 Leser, 12 Gruppen, 269 Rezensionen

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Saeculum

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Loewe, 02.11.2011
ISBN 9783785570289
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich ist Bastian ein Musterstudent, der nichts anderes als lernen im Kopf hat, um seinem berühmten Vater die Stirn bieten zu können. Doch dann lernt er Sandra kennen und noch ehe er weiß wie ihm geschieht, ist er auf einem Wochenendtrip ins Mittelalter. Eine Convention in einem einsamen Waldgebiet, bei dem alle Dinge, die nach dem 14. Jahrhundert erfunden wurden, verboten sind. Doch auf dem Waldstück liegt ein Fluch und schon bald geschehen unheimliche Dinge im Camp. Leute verschwinden spurlos, unheimliches Heulen erfüllt die Nacht und die Vorräte sind mit Maden befallen. Die Angst  geht um unter den Convention-Teilnehmern und die Abgeschiedenheit, macht es sogar dem rationalen Bastian schwer nicht an Übernatürliches und den Mächten des Fluchs zu glauben. Auch dass Sandra, kaum das das Abenteuer begann, sich vor ihm zurückzieht gibt ihm Rätsel auf und schon nach wenigen Stunden wünscht sich jeder, nie ins Mittelalter aufgebrochen zu sein.

Nachdem ich doch herb enttäuscht war von „Erebos“, war ich von „Saeculum“ positiv überrascht. Zu Beginn hakt die Geschichte etwas und will einfach nicht richtig in Gang kommen, aber dann konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, ob der Geist Tristams wirklich hinter dem ganzen Spuk steckt oder ob es nicht doch eine ganz einfache rationale Erklärung gibt. Gut das Ende war etwas sehr gewöhnungsbedürftig, aber zumindest verlieh es dem Ganzen eine Logik. Zumindest gelingt es Bastian sich von seinem dominanten Vater zu emanzipieren. Toll ausgearbeitet, fand ich den Konflikt der Gruppe, als sie unter Tage gefangen waren und die Freiheit durch die Opferung eines ihrer Mitglieder in greifbare Nähe rückt. Man erkennt, wie dünn die Schicht, der Zivilisation und Moral ist, wenn Menschen in Extremsituationen stecken und Aberglaube das rationale Denken behindert. Oder wie die Autorin schrieb „Die Anarchie ist nur wenige Mahlzeiten entfernt.“

Nach den Fällen um Beatrice Kaspary, ist Seaculum ein lesenswertes Werk von Frau Poznanski, das zeigt was passiert wenn Aberglaube und Angst regieren, anstatt der gesunde Menschenverstand.

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236 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 65 Rezensionen

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Buchland

Markus Walther
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 18.03.2013
ISBN 9783862821860
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein unscheinbares Antiquariat, in einer Straße in der immer mehr Geschäfte schließen müssen. Doch innen verbirgt sich ein Schatz. Die Bücher sprechen zu ihrem Besitzer und unterhalb des Gebäudes erstreckt sich das sagenhafte, phantastische Buchland. In dem jedes Buch das je geschrieben oder erdacht wurde seinen Platz hat. Nur sehr langsam kann sich die neue Angestellte Beatrice an das Eigenleben der Bücher und die Kauzigkeit des Besitzers Herr Plana gewöhnen. Immer wieder drängen die Bücher sie dazu ihr eigenes Werk zu verfassen, damit das Buchland im neuen Glanz erstrahlt. Doch dann pfuscht sie dem Tod ins Handwerk um ihren Mann Ingo zu retten. Schon lange lechzt Gevatter Tod nach all den von Schriftstellern erdachten Leben, die sich seiner Rechnung entziehen und es beginnt eine Jagd, die das Buchland zu vernichten droht..

Einem jeden Bibliophilen wird die Idee eines Buchlandes, in dem jedes mögliche und unmögliche Buch zu finden ist, begeistern und so ging es auch mir, als ich die Zusammenfassung des Plots las. Das Werk begann auch viel versprechend, wenn der Schreibstil des Autors mir auch nicht so lag. Viel zu unreif, zu amateurhaft. Aber ab der Hälfte bin ich ausgestiegen. Erstens ging es nur noch um Beatrice und Ingo, die mir beide als handelnde Personen nicht wirklich sympathisch waren. Sie launisch und herrisch, er ein Egoist, der den Tod seines Kindes in Alkohol ertränkt. Und Zweitens wurde mir die Erzählung zu metaphysisch. Realität und Buchland vermischten sich, ohne dass mir gewisse Gesetzmäßigkeiten klar wurden. Genervt hat mich Herr Walther mit seinen Ausführungen, an welche Regeln sich ein Autor zu halten hat und dass man einer Geschichte Raum geben muss, um die Phantasie des Lesers anzuregen. Das weniger einfach mal mehr ist. Warum zum Teufel hielt er sich aber nicht an seinen eigenen schlauen Rat. Auch die unterschwellige Kritik an elektronischen Büchern und Selbstverlegern, fand ich doof, zumal ich erst durch mein Kindle auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Aber gut sei es drum. Richtig Spaß gemacht, haben seine Erklärungen am Ende des Buches. Da zeigt sich das der Autor durchaus in der Lage ist, mit Wortwitz und eloquent zu erzählen. Warum Zur Hölle konnte er das nicht auf den über 200 Seiten davor umsetzen?

Alles in allem war das Werk nicht das meine. Ich hatte immer das Gefühl Moers träumende Bücher hätten sich in die Matrix verirrt und keiner weiß mehr, was Realität ist und was Ausgeburten eines Autorenhirns.  

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

allyson healey, band 2, contemporary youth adult, gayle forma, gayle forman, just one day, just one yea, just one year, willem de ruiter, young adult

Just One Year

Gayle Forman
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penguin USA, 08.10.2013
ISBN 9780525425922
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Willem wacht im Krankenhaus auf. Sein Kopf schmerzt und irgendwie hat er das Gefühl etwas oder Jemand Wichtiges vergessen zu haben. Langsam erinnert er sich wieder an sie. An Lulu, das amerikanische Mädchen, dass einem Stummfilmstar ähnlich sah und von der er nicht einmal ihren richtigen Namen kennt. Er weiß nur, dass sie der erste Mensch ist bei dem er sich nach dem Tod seines Vaters und der Flucht seiner Mutter nach Indien angekommen fühlt und dabei haben sie lediglich einen Tag miteinander verbracht. Einen Tag in Paris. Eine Weile versucht Willem noch seinem Kummer zu entkommen, doch Lulu ist in seinem Kopf und selbst die zahllosen Affären, die er früher hatte, füllen ihn nicht mehr aus. Er flüchtet zu seiner Mutter nach Indien, auf der Suche nach einer Familie, doch auch da treibt er sich nur unruhig umher. Also macht er sich auf mit den wenigen Informationen, die er hat, Lulu zu finden, doch alle Versuche führen ins Leere. Erst als er die Suche nach ihr aufgibt und sich ernsthaft seiner Zukunft widmet, findet ihn die Liebe.

Im zweiten Teil, erfährt man wie es Willem in dem Jahr der Trennung ergeht. Und während Allyson in den Staaten, um mehr Selbständigkeit kämpft, macht er sich auf die Suche nach einer Heimat und einer Familie. Die Suche führt ihn um die halbe Welt und den Leser gleich mit. Ich war froh zu erfahren, dass es widrige Umstände waren, die Allyson und Willem in Paris getrennt haben. Denn ich wollte die Figur einfach nicht unsympathisch finden. Obwohl er sich noch immer nicht binden will und gebrochene Mädchenherzen seinen Weg pflastern, ließ mich sein Kummer nicht kalt. Er ist so verzweifelt auf der Suche nach einer Familie, dass man ihm ein Körbchen kaufen und mit nach Hause nehmen möchte. Mir hat der zweite Teil sogar noch ein bisschen besser gefallen, als „Just one day“. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich mir manchmal etwas von Willems Spontanität wünschte. Einfach in einen Zug zu steigen und zu sehen, wohin es einen verschlägt.

Als die Geschichte der beiden endete hab ich das Buch mit Wehmut geschlossen, denn ich wollte um nichts in der Welt in die Realität zurück. Viel zu sehr hat es mir bei den beiden gefallen.

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799 Bibliotheken, 10 Leser, 6 Gruppen, 152 Rezensionen

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In dieser ganz besonderen Nacht

Nicole C. Vosseler
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.02.2013
ISBN 9783570155349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

♪“Let’s go to San Fransisco, where the flowers grow so very high.”♪

Aber Amber ist nicht freiwillig da. Nachdem ihre Mutter an einem Hirntumor gestorben ist, soll sie nun zu ihrem Vater in die Staaten ziehen. Zunächst ist alles noch so ungewohnt und ihr fehlen die alten Freunde. Zumal in Amerika so einiges anderes ist als in Good old Germany. Als sie sich jedoch nach einem Überfall in ein verwaistes Haus rettet, ahnt sie nicht, dass sie dadurch die Aufmerksamkeit von Nathaniel weckt. Der seit Jahrzehnten in diesem Haus als Geist umherirrt. Zunächst glaubt Amber verrückt zu werden, weil sie in der Lage ist Geister zu sehen. Doch je näher sie Nathaniel kennenlernt, desto mehr verliebt sie sich in ihn, auch wenn alle sie davor warnen sich mit einem Geist einzulassen. Schon bald sehnen sich beide nach mehr und einmal im Jahr ist dies auch möglich. An Halloween verschwimmt die Grenze zwischen der Geister-und der Menschenwelt und beide kosten diese besondere Nacht voll aus. Doch ihre Liebe hat fatale Folgen und nun geht es um Leben und Tod. Amber muss schnell herausfinden, wie sie Nathaniel erlösen kann, will sie nicht selbst ein Geist werden, dafür muss sie ihn aber für immer gehen lassen.

Die Geschichte ist ganz nett, wenn auch ein klein wenig langatmig. Am Anfang konnte ich noch Ambers Verzweiflung spüren. Wie sie die Krankheit und der Tod ihrer Mutter belasten und dann auch noch der Umzug in eine für sie fremde Welt, zu einem Vater den sie kaum kennt. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Nathaniel ist zu Beginn noch unglaublich unschuldig und süß, aber ab der Hälfte hab ich irgendwie den Draht zu den Figuren verloren. Gern hätte ich auch mehr darüber erfahren, ob eine übernatürliche Präsenz Ambers Albträume verursacht oder ungeklärte emotionale Probleme. Oder ein tieferen Einblick in Nathaniels früheres Leben bekommen. Dafür hätte die Autorin gerne die anbahnende Liebe zwischen Amber und dem Schulschönling Shane weglassen können oder die Verwicklung zwischen Matt und Holly, die ohnehin von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Auch das Ende hat zwar mein Bedürfnis nach einem Happy End befriedigt, kam aber etwas unrealistisch um die Ecke, so das ich der Story einfach keine fünf Sterne geben kann.

Es ist eine niedliche Geister/Liebesgeschichte bei denen man durchaus die Hälfte der Protagonisten mögen kann und der gegen Ende hin einfach die Puste ausgeht

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Inferno

Dan Brown , Axel Merz (Übersetzer) , Rainer Schumacher (Übersetzer)
Fester Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.05.2013
ISBN 9783785724804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gerade noch wähnte sich der Symbologe Robert Langdon in Harvard, da erwacht er in einem Krankhaus, wo auf ihn wird geschossen. Mit Hilfe seiner Ärztin gelingt es ihm zu fliehen, aber wer ist hinter ihm her? Und wie zur Hölle kommt es dass er in Florenz aufgewacht ist und sich an nichts erinnern kann? Robert Langdon wäre nicht Robert Langdon würde er nicht Schnipsel für Schnipsel aneinanderfügen und zum Schluss, dass große Puzzle freilegen. Ein Verrückter versucht Dante Alighieris „Inferno“ heraufzubeschwören, um die Weltbevölkerung zu dezimieren, mit dem Ziel die Menschheit vor dem Untergang durch Überbevölkerung zu retten. Es bleibt nicht viel Zeit die Pläne des Irren zu vereiteln. Erschwert wird die Odyssee über Florenz, Venedig, Istanbul, durch geheimnisvolle Verfolger, bis keiner mehr weiß auf welcher Seite er eigentlich steht.

Da ich vom letzten Robert Langdon Fall nicht ganz so begeistert war, bin ich mit eher gemischten Gefühlen an dieses Werk gegangen. Zumal ich dieses hinterher jagen von Hinweisen, schon beim dritten Teil als Auslaufmodell und ermüdend empfand. Auch mit „Inferno“ erhält man einen unterhaltsamen Fremdenführer für ausgewählte Städte, mit Schwerpunkt auf Museen. Das was diese Geschichte für mich aber interessant machte, war der wissenschaftliche Kontext und die mögliche Freisetzung eines Pathogens, das eine Pandemie ungeahnten Ausmaß in Gang setzten würde. Da kommt halt der Naturwissenschaftler in mir durch. Die Lösung des Konflikts am Ende fand ich gewöhnungsbedürftig, aber auch clever gelöst. Das Einzige was mich daran störte war, dass Herr Brown hier das Szenario einer Dystopie heraufbeschwor, wenn auch keiner so gewaltigen wie in Dantes Höllenbeschreibung. Aber irgendwie konnte ich mich dann doch damit anfreunden. Interessant fand ich auch das Szenario, dass der Protagonist sich an nichts erinnern konnte und deshalb nicht so ganz überlegen daherkommt, wie in den anderen Büchern. Ansonsten ist alles wie gewohnt, auch wenn man sich hier nicht so sicher ist, welche Seite eigentlich gewonnen hat.

Mir hat „Inferno“ auf alle Fälle mehr Spaß gemacht, als „Das verlorene Symbol“. Aber der Überheld Robert Langdon ermüdet durch das ewig gleiche Konzept, zumal der Autor schon bewiesen hat, dass er auch anders kann.

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201 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Das Lavendelzimmer

Nina George
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2013
ISBN 9783426652688
Genre: Romane

Rezension:

Normalerweise hat Jean Perdu nichts am Hut mit seinen Nachbarn. Er hat sogar seine eigene Vergangenheit in ein Zimmer gesperrt und es seit fast zwanzig Jahren nicht mehr geöffnet. Erst als eine neue Nachbarin seiner Hilfe in Form von Möbeln bedarf, öffnet er die kleine Kammer und damit die Tür in seine Vergangenheit. Zurück in die Zeit als seine große Liebe Manon ihn verließ. Ihren Abschiedsbrief hat er nie gelesen, bis heute und nun bereut er es. Kurz entschlossen beschließt er sich seinem Schmerz zu stellen und fährt er mit seinem Bücherkahn, der pharmacie littéraire Romane wie Medizin fürs Leben, los um zu sehen was von seiner einstigen Liebe noch übrig ist. Dabei begleitet ihn, ein erfolgreicher Jung-Autor, mit Schreibblockade und ein passionierter Koch. Auf seiner Route den Fluss entlang, begegnet ihm so manch kauzige Gestalt. Dabei brechen die alten, nie verheilten Wunden auf und letztendlich gelingt es ihm sich dem Schmerz zu stellen und einen liebevolleren Blick auf dasLeben zu bekommen.

Zunächst war ich verliebt in dieses Buch. Wer wünscht sich nicht eine Bücherapotheke? Für jedes Wehwehchen und jeden Schmerz, den passenden Roman. Das wäre eine Medizin, bei der man sich keine Sorgen über Nebenwirkungen machen müsste. Besonders ans Herz ging mir die verpasste Liebesgeschichte zwischen Jean und Manon, auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Die Erzählweise ist sehr französisch: verschnörkelt, gefühlsbetont und manchmal ein wenig skurril. Und ich muss gestehen, dass mir zwischendurch die exzessive Auseinandersetzung Jean mit seinem Verlust und dem Schmerz auf den Keks ging. Teilweise mochte ich gar nicht weiterlesen, weil ich das Gejammer nicht mehr ertrug. Aber dann siegten die tolle Beschreibung der Landschaft und die schrägen Charaktere, die den Protagonisten auf ihrer Reise begegnen. Am Anfang und am Ende war ich völlig hingerissen, sowohl von der Story als auch vom Schreibstil und von der Idee einer Bücherapotheke sowieso. Obwohl ich durch dieses Buch auch gelernt habe, dass kein Buch je so gut sein kann, wie das reale Leben. Und das das Leben gelebt werden will, jede einzelne Stunde, mit Höhen und Tiefen. Es ist eine Liebeserklärung sowohl an die Literatur, aber auch an das Leben selbst.

Bei dieser Geschichte rät es sich ein Taschentuch bei der Hand zu haben, denn selten wurde eine Geschichte über verpasste Gelegenheiten so ergreifend erzählt. Wie schon Wolfsheim sang:“Irgendwann ist auch ein Traum zu lange her.“ Oder Bereue nie was du getan hast, sondern das was du nicht getan hast.  

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dänemark, essen, gastlichkeit, humor, jütland, lenz

Jütländische Kaffeetafeln

Siegfried Lenz , Kirsten Reinhold
Buch: 24 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 12.02.2008
ISBN 9783455380361
Genre: Humor

Rezension:

Wer kennt das nicht zu einer geselligen Kaffeetafel eingeladen zu werden und man ist nach dem ersten Kuchengang schon satt, aber damit hat der Schmaus ja erst begonnen? Um die Gastgeberin nicht zu enttäuschen isst man dann doch noch ein Häppchen und zum Schluss ist man koffeiniert und überzuckert. Genau so eine Einladung zu einer Kaffeetafel beschreibt Herr Lenz. Aber nicht irgendeine Kaffeetafel, sondern eine jütländische. Die beginnen meist erst nach dem Abendessen und beinhalten mehrere Gänge, in denen die dänische Hausfrau zeigen kann, was sie kann und der Gast versucht nicht schon nach der zweiten Runde das Handtuch zu werfen.. Ein amüsanter Zeitvertreib diese kleine Geschichte, mit einer Pointe am Ende.

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Und dennoch ist es Liebe

Jodi Picoult , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.01.2013
ISBN 9783404164202
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zwei Welten prallen aufeinander als Paige und Nicholas sich treffen. Sie die Ausreißerin, die ohne Mutter aufwachsen musste und er der Überflieger, ein Medizinstudent mit Karriereaussichten. Aber beide finden in dem anderen, dass wonach sie gesucht haben. Die beiden heiraten und Paige versucht sich so gut es geht in den Job als Arztgattin einzufügen, doch ihre Welt bricht auseinander, als sie erfährt das sie schwanger ist. Kann sie eine gute Mutter sein, wo sie doch selbst nie eine hatte? Steckt das Weglaufen und Verlassen des eigenen Kindes womöglich in ihren Genen? Als das Kind da ist, ist Paige völlig überfordert und zweifelt daran, ihre Mutterrolle erfüllen zu können. Nicholas der sich in seinem Krankenhaus vergräbt, bemerkt erst, dass seine Frau überfordert ist, als diese ihre Koffer packt und Hals über Kopf die Stadt verlässt. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Und während Nicholas plötzlich vor der Aufgabe steht, die Bedürfnisse eines Säuglings erfüllen zu müssen, macht Paige sich auf ihre Mutter zu suchen, um ein paar überfällige Antworten zu bekommen.

Frau Picoult ist es auch diesmal wieder gelungen mich zu Tränen zu rühren und praktisch schluchzend vor dem Buch mein ganzes Herz an zwei fiktive Charaktere zu verschenken. Ich konnte Paige Gefühl von Unzulänglichkeit praktisch körperlich spüren und die Zerrissenheit ob es möglich war ohne Vorbild eine gute Mutter sein zu können. Und hin und wieder hätte ich Nicholas in den Hintern treten können, weil er seine Frau auf dem Altar seiner Karriere opfert und ihm erst bewusst wird wie schrecklich schön eine Familie ist, als Paige ihn verlässt. Aber neben all der harten Realität, findet sich auch ein bisschen Kitsch zwischen den Seiten. Paige, die die Gabe besitzt Übernatürliches in ihre Zeichnungen einzubauen und damit die Herzen der Menschen erreicht. Nicholas Eltern, die den Widerstand gegen die Verbindung der beiden aufgeben, nach dem ihr Enkelkind sie nur einmal angelächelt hat und Paige die ihre Mutter wiederfindet. Das erfrischende an diesem Roman, es findet mal keine Gerichtsverhandlung statt, in dem das Für und Wider eines sozialkritischen Themas diskutiert wird, weil man das wenn man mehrere Bücher der Autorin liest, ein bisschen über bekommt. Und gegen Ende des Buches habe ich gebetet und konnte nicht schnell genug lesen, immer in der Hoffnung es möge diesmal nicht so enden wie die anderen Werke die ich von Jodi Picoult gelesen habe, denn die Autorin neigt zu unkonventionellen und hin und wieder tödlichen Lösungen des aufgebauten Konflikts. Gott sei Dank wurden meine Gebete erhört.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

berlin

Herr Lehmann

Sven Regener
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann Verlag 2003, 01.01.2003
ISBN B009KBRALC
Genre: Romane

Rezension:

Herr Lehmann, wird bald dreißig und arbeitet in Westberlin in einer Kneipe. Zudem machen seine Freunde sich einen Spaß daraus ihn mit Herrn Lehmann anzusprechen. Niemand nennt ihn mehr Frank. Aber er ist zufrieden mit seinem Leben, bis auf die kleinen Widrigkeiten. Wie seine Mutter, die ihn aus dem Bett klingelt, um ihm zu sagen, dass sie bereits seit sieben Uhr wach ist oder einem Hund der ihn mitten in der Nacht angreift und ihm den Weg nach Hause versperrt. Natürlich hätte er sich auch gewünscht, dass Katrin sich ebenso in ihn verliebt ist wie er in sie, aber man kann nicht alles haben.

Nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, ließ mich dieses Werk etwas ratlos zurück. Wie man vielleicht bereits an meiner Zusammenfassung des Geschehens merkt, hatte mir die Story nicht wirklich etwas zu sagen. Es ging um Herrn Lehmann. Gut. Der Zufrieden mit seinem Leben ist und nicht nach Höherem strebt. Gut. Der für seine Freunde da ist. Gut, und der eine Affäre hat, die daran scheitert, dass sie ihn liebt, aber nicht in ihn verliebt ist. Was? Aber ok auch gut. Und dann nichts. Herr Lehmann ohne Ambitionen lässt sich weiter durch Berlin treiben, dass am Ende des Buches nicht mehr durch eine Mauer getrennt wird. Wollte der Autor mir das zeigen? Herr Lehmann als Konstante in einer sich wandelnden Welt? Ich bin nicht philosophisch genug veranlagt, um mir über die Intention des Machwerks den Kopf zu zerbrechen. Schon gar nicht über eine Geschichte die mir so wenig zu geben hatte.

Ich kann sagen ich habe es gelesen, aber ich habe es weder genossen, noch verflucht, noch war ich bereit es abzubrechen oder wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Vielleicht sollte man den Autor kennen, um zu wissen, wie er Sachen betonen würde, so wie meine Kollegin, die mir das Buch empfohlen hat. Mir war Herr Lehmann, mit seinen metaphysischen Überlegungen ob die Zeit wenn man betrunken ist nun langsamer oder schneller verläuft, einfach nur gleichgültig.

Mir hatte das Buch nichts zu sagen und ist wahrscheinlich nur etwas für Sven Regener-Fans..

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1.474 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

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Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Buch: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.09.2013
ISBN 9783841502476
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie ist die behütete Märchenprinzessin und er der Bettler, der Märchen erzählt, um seine kleine Schwester von der Kälte abzulenken. Hätte Anna Frau Margarete nicht unter dem Sofa im Aufenthaltsraum gefunden, hätte sie sich wohl nie näher mit Abel befasst und ihre Seele wäre ohne Kerben erwachsen geworden. Aber sie hätte auch so viel vermisst und wäre weiterhin behütet geblieben in dem Haus wo das Licht irgendwie immer blau zu sein scheint. Völlig naiv betritt Anna Abels Welt, die geprägt ist von Angst, Armut und Gewalt, doch sie faszinieren die Geschichten die seinem Kopf entspringen und nicht nur seine kleine Schwester ist gespannt, wie das Märchen der kleinen Königin endet. Doch ist es möglich das Anna einen Mörder liebt?. Immer wieder werden Leute in seinem Umfeld tot aufgefunden, hingerichtet durch einen Genickschuss. Ist dieser phantasievolle junge Mann zu solchen Abgründen fähig? Warum stößt er sie immer wieder zurück, wo sie sich doch nichts sehnlicher wünscht, als ihm so nah zu sein wie nie einem anderen Menschen zuvor.

Ein Buch, das ich nicht so richtig einzuordnen weiß und das mich noch lange nach dem ich es gelesen hatte, ja selbst 10 Bücher später noch immer nicht loslässt. Frau Michaelis erzeugt eine Stimmung mit ihren Worten, die man nur schwer beschreiben kann. Der Grundton ist melancholisch, jedoch nie hoffnungslos, denn alles was Abel und seiner kleinen Schwester bleibt, ist die Hoffnung. Darüber schwebt ein zart romantischer Ton. Anna die mehr in Abel sieht, als den kleinen Dealer vom Schulhof. Die sein Herz und das seiner Schwester erobert und Teil der kleinen Welt der beiden wird. Dazwischen webt die Autorin gekonnt Gefühle wie Angst, Zweifel, Verletzlichkeit und Schuldgefühle. Das Ganze ist zum Schluss eine Symphonie zwischenmenschlicher Beziehungen, mit absoluten Höhepunkten, wie der ersten großen Liebe und Hoffnung, bis hinab in die tiefsten Tonlagen von Vergewaltigung und Missbrauch Minderjähriger. Und am Ende hofft, der Leser ebenso wie Anna, dass das Märchen ein Happy End hat und die kleine Königin sicher das Festland erreicht.

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744 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 172 Rezensionen

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Ich fürchte mich nicht

Tahereh H. Mafi , Mara Henke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2012
ISBN 9783442313013
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn eine Berührung reicht um jemanden zu töten, dann muss dieser Mensch sehr einsam sein. Und das ist Juliette auch. Ihr Leben lang ein Außenseiter von ihren Eltern gehasst, sitzt sie schon sein 264 Tagen in einem Gefängnis. Allein ein kleines Notizbuch hält sie davon ab, den Verstand zu verlieren. Doch dann wird sie aus der Dunkelheit geholt, nur um dem Regime zu dienen. Sie wurde auserkoren Warners Geheimwaffe zu werden. Er ist besessen von ihr und versucht mit allen Mitteln ihren Willen zu brechen, damit sie ihm gehört, nur ihm allein. Aber es gibt einem Menschen nur zu dem Juliette gehören will, Adam. Er ist der Einzige der sie berühren kann. Sie kennen sich schon aus der Schule und nun hat er sie wiedergefunden an diesem schrecklichen Ort. Er wird ihr Schutzengel und zusammen schließen sie sich einer Untergrundbewegung an, die gegen das vorherrschende Regime, Leute wie Juliette sucht, die mit ihren Besonderen Kräften gegen die Unterdrückung kämpfen.

Zunächst hat mich der Schreibstil überfordert. Ich landete ohne Vorwarnung in Juliettes doch recht wirren und anstrengenden Gedankengängen. In einer gebrochenen Seele, die sich selbst für ein Monster hält und ihr Leben lang isoliert wurde. Und ich betete nach den ersten beiden Kapiteln, dass auch mal Adam zu Wort kommen möge. Aber als ich mich so nach und nach eingelesen hatte, öffnete sich mein Herz dieser doch sehr bildlichen Sprachweise und ich saß mehr als einmal seufzend vor meinem Buch. Die Beklemmungen, die Angst und die aufkeimende Liebe von Juliette ging mir unter die Haut und obwohl der Plot nun nicht wirklich viel hergab und mich ein wenig an die X-Men erinnerte, musste ich doch einfach weiterlesen, allein um diese außergewöhnliche Sprache auf mich wirken zu lassen. Vor allem fasziniert hat mich Juliettes Charakter, ihr Leben lang verstoßen, behält sie sich doch vor kein Monster zu sein und jedem nur das Beste zu wünschen. Gerade diesen Charakterzug, den Warner nie verstehen wird und der versucht einen Zorn an die Oberfläche zu zerren, der nicht vorhanden ist.

Eine sprachlich buntbebilderte Liebesgeschichte mit dystopischen Hintergrund, die aber im Plot ein wenig schwächelt.

 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

allyson healey, gayle forman, just one day, willem

Just One Day

Gayle Forman
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 08.01.2013
ISBN 9780525425915
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Part of me knows one more day won't do anything except postpone the heartbreak. But another part of me believes differently. We are born in one day. We die in one day. We can change in one day. And we can fall in love in one day. Anything can happen in just one day.”

Ein Tag genügt Allyson sich in den bezaubernden Holländer Willem zu verlieben, der sie auf einen Kurztrip nach Paris einlädt. Eigentlich wurde Paris auf ihrer Europareise gecancelt, und so tut sie zum ersten Mal etwas völlig verrücktes und geht mit einem Unbekannten auf Entdeckungstour in der Stadt an der Seine. Für beide ist es ein Abenteuer, aus dem sie verändert hervorgehen. Doch das Schicksal trennt Allyson von Willem. War es wirklich das Schicksal, oder war sie nur einer seiner Flirts? Zurückgelassen mit gebrochenem Herzen, macht Allyson sich an ihr Medizinstudium, doch selbst ein Jahr, nach Paris, bleibt die Frage „Was wäre wenn?“ Und so stellt sie sich zum zweiten Mal im Leben auf eigene Beine, gegen den Willen ihrer Eltern und macht sich auf Willem in Europa zu suchen mit nicht viel mehr als rudimentären Französischkenntnissen und einem Namen.

Eine wundervolle Geschichte darüber, wie ein Tag ein ganzes Leben verändern kann und das man sich Hals über Kopf verlieben kann, ohne viel über den anderen zu wissen. Mir ist Allyson ans Herz gewachsen, besonders als sie sich gegen die übersteigerten Erwartungen ihrer Mutter stellt. Die Wandlung von Allyson zu Lulu wird am deutlichsten,  im Vergleich zu ihrer Freundin aus Kindertagen, die sich alle paar Monate selbst erfindet, nur um schließlich doch den ihr bestimmten Weg folgt. Wohingegen Allyson die harte Schule des Lebens durchmachen muss und durch ein Tal der Tränen, bevor sie merkt, dass sie den Schlüssel zum Glück in der Hand hält und niemand anderer. Ich mochte schon die ersten beiden Romane der Autorin, deren Schreibstil mich vom ersten Satz an gefesselt hat. Die Charaktere sind so wirklichkeitsnah beschrieben und trotz Fehlern so liebenswert, dass ich mir zeitweise auch einen draufgängerischen Schauspieler wie Willem in meinem Leben wünschten oder zumindest einen Tag in Paris abseits der Touristenattraktionen. Die Botschaft des Buches ist einfach und doch so hinreißend verpackt, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Lebe den Moment, sei offen für die Wunder um dich herum, aber vor allem lass dir von niemandem vorschreiben, was du tun sollst. Manchmal kann halt schon ein Tag alles auf den Kopf stellen.

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Wilder Oleander

Kathryn Harvey , Veronika Cordes
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.03.2007
ISBN 9783596168590
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hinter vorgehaltener Hand tuschelt man über das exklusive Resort „The Grove“. Da wo heimliche Wünsche in Erfüllung gehen und nur die Creme de la Creme der Gesellschaft Zugang hat. Doch anstatt sich in ihrem Erfolg zu sonnen, wird das Leben der Besitzerin Abby Tyler, von einem Geheimnis überschattet. Als junges Mädchen brach sie aus dem Gefängnis aus und ist nun seit über 30 Jahren auf der Suche nach ihrer Tochter, die ihr bei der Geburt weggenommen wurde. Ein Privatdetektiv konnte es auf drei Mögliche junge Frauen eingrenzen. Diese lädt sie zu sich ein, unter dem Vorwand sie hätten ein Preisausschreiben gewonnen. Was sie aber nicht weiß, dass sie sich mit ihrer Suche einen mächtigen Feind gemacht hat. Den Boss des illegalen Adoptionsringes, der seinen Ruf nach 30 Jahren durch Abbys Suche gefährdet sieht, und damit auch die lukrative Heirat seiner Tochter in die Kreise der oberen Zehntausend.

Dies ist der dritte Teil der „Butterfly“-Serie, hat aber bis auf einen kurzen Hinweis auf die ersten beiden Teile nichts damit zu tun. Außer das die Grundzüge des Plots sich ähneln. Ansonsten kann man „wilder Oleander“ ruhig losgelöst von den beiden anderen lesen. Ich war schwer begeistert vom ersten Teil, den Zweiten hätte es nicht gebraucht, aber der Vollständigkeit halber war er jetzt auch nicht schlecht. Der dritte ist nettgemeinte Chick-lit. Nichts Ernsthaftes und nichts wirklich Neues. Einfach ein Aufgreifen des Grundthemas der ersten beiden Bücher nur mit wechselnden Protagonisten. Mal wieder über erfolgreiche Frauen, die sich emanzipieren, sowohl in beruflicher als auch in sexueller Hinsicht. Der Plot ist ein bisschen kitschig und zum Ende hin ein wenig unrealistisch, aber der gewohnt leicht Schreibstil von Barbara Wood alias Kathryn Harvey macht es doch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. Natürlich wendet sich alles zum Guten und jeder bekommt das oder denjenigen den er oder sie verdient. Nett zu lesen, aber kein Must in der Reihe und man kann auch gut weiterleben wenn man die Geschichte jetzt nicht gelesen hat.

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463 Bibliotheken, 12 Leser, 4 Gruppen, 49 Rezensionen

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Blinde Vögel

Ursula Poznanski ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 02.04.2013
ISBN 9783805250450
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwei Leichen werden gefunden. Alles deutet auf Mord aus Liebe hin, aber Beatrice Kaspary hat da so ein Gefühl, dass das so gar nicht zu dem dicklichen Nerd und dem modelähnlichen Mädchen passt, die jetzt in der Leichenhalle in Salzburg liegen. Zumal sie sich kaum kannten. Die einzige Verbindung ist eine Lyrikgruppe bei Facebook. Um dort einem möglichen Motiv auf die Spur zu kommen, tritt die Ermittlerin unter einem Pseudonym der Gruppe bei und schon bald häufen sich die Selbstmordfälle und Unfälle aus dieser Gruppe. Alle Opfer kamen aus Salzburg und haben sich irgendwie seltsam verhalten. Als dann ein möglicher Informant tot im Kanal aufgefunden wird, findet das Ermittlerteam, dass das. zuviele Zufälle sind..

Der zweite Fall für Beatrice Kaspary hat mir nicht ganz so gefallen wie der Erste, weil sich die Grundzüge der Story dem Plot aus „Fünf“ ähnelten. Die Story mit dem Krieg in Jugoslawien fand ich jetzt ein bisschen weit her geholt, aber gut umgesetzt. Frau Poznanski schildert die Gräueltaten an der Zivilbevölkerung so genau, dass ich beim Lesen einen Kloß im Hals hatte und nicht fassen konnte, dass die Menschen 50 Jahre nach dem Naziregime noch immer nichts dazugelernt haben, im Hinblick auf Humanität und Moral. Vielleicht bringen eben Kriege eben das Schlechte in Einigen von uns zu Tage. Schön fand ich auch, dass Beatrices Exmann eine Deeskalationsstrategie verfolgt und ihr Chef, leider aus traurigen Gründen nicht mehr auf ihr herumhackt. Und ich glaube fast jeder wünscht sich zumindest eine kleine Liebelei für Beatrice und Florin, aber das scheint sich ja schon am Horizont anzudeuten. Außerdem wird an den „running gags“ aus „Fünf“ auch hier festgehalten. So findet die Kaffeemaschine in jedem Kapitel mindestens einmal eine Erwähnung und Florin wird vom Chef nur mit Florian betitelt.

Im Großen und Ganzen kein schlechter Krimi, wenn auch der erste Teil ein wenig mehr Esprit und Spannung hatte wie ich finde.

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

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The Iron King

Julie Kagawa
Flexibler Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Harlequin Books, 01.02.2010
ISBN 9780373210084
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manchmal ist das Leben eines Teenagers unfair. Da ist zum einem der unerreichbare Schwarm, ein Stiefvater, der einen vergisst sobald man den Raum verlässt und dann auch noch Elfen im Kleiderschrank des kleinen Bruders. Eigentlich so glaubte Meghan Chase, dass schon normale Teenagerprobleme einem ganz schön den Tag versauen können, aber wenn man dann auch noch in der Lage ist Elfen zu sehen, die den kleinen Bruder gegen ein bissiges Wechselbalg austauschen und dann der beste Freund sich auch noch als Puck aus der Feenwelt zu erkennen gibt, ja dann ist die Kacke erst recht am dampfen.
Um ihren kleinen Bruder zu retten, macht Meghan, sich mit einem Rucksack bewaffnet auf ins Abenteuer und gerät zwischen die Fronten des Sommer- und Winterhofs und entdeckt nebenbei gleich noch eine neue Elfen-Spezie. Dabei erfährt sie das Oberon ihr leiblicher Vater ist und sie verliebt sich obendrein in den  Feind, den sexy Winterprinzen Ash.

In diesem Buch erwartete mich ein Bombardement, aus fast allen mythologischen Kreaturen die man sich vorstellen kann, oder auch nicht. Angefangen von mit, aus Shakespeares bekannten Sommernachtstraum, Oberon und Titania, Puck, über Dryanden (Baumgeistern) und Kelpies (Wasserpferde), bis hin zu Cait Sith (Katze aus der schottischen Mythologie). Ich war froh hin und wieder Wikipedia zur Hand zu haben, um mir ein Bild über die seltsamen Wesen zu verschaffen. Aber dennoch habe ich Meghans Reise durch Nimmernie genossen und war mit Spannung dabei. Es hat einfach Spaß gemacht, die Phantasiewelt der Autorin zu betreten. Innovativ fand ich die Idee, dass aus den Träumen und Wünschen der heutigen Technokratie neue Formen von Fabelwesen hervorgehen. Begonnen mit dem Zeitalter der Dampfmaschinen (Iron horse) bis hin zu der Computer besessenen Neuzeit (Virus). Zu allem Übel bestehen, diese neuen Kreaturen aus Eisen, sozusagen dem Kryptonit für alle Feen der alten Zeit. Und ebenso wie ihre Erschaffer, gieren diese Wesen nach Macht und zerstören damit die magische Welt von Nimmernie. Es gibt nur wenige Geschichten, die mich bei der Hand nehmen und mich in eine so bezaubernde fremde Welt entführe und denen ich nur allzu willig folge. Ich habe alle anderen Teile mir auch gleich auf meinen Kindle geladen. Unglücklich finde ich nur die Titelfindung für die deutsche Ausgabe, denn „Der Eisenkönig“ fände ich viel gelungener, als das lächerliche „Plötzlich Fee“, denn das klingt doch zu sehr, nach Kleinmädchenliteratur. Ich gebe zu der Titel hätte mich abgeschreckt, gerade aus diesem Grund bin ich froh das mich die englische Version doch noch überzeugen konnte.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

diktatur, freundschaft, geheimnis, krimi, schuld, spanien, tragödie

Töchter des Schweigens

Elia Barceló , Petra Zickmann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 17.09.2012
ISBN 9783492274715
Genre: Romane

Rezension:

Nach langer Zeit trifft sich die Mädchenclique wieder. Einst waren sie wie Pech und Schwefel, schmiedeten Zukunftspläne und genossen die Ahnungslosigkeit der Jugend. Doch als bei einer Klassenfahrt eine Mitschülerin verschwindet, verstreut sich das Gespann in alle Winde. Das Geheimnis das sie teilen hat sie entzweit. Als Rita sich überwindet und nach Jahrzehnten nach Spanien zurückkehrt, werden die alten Wunden wieder aufgerissen und das Geheimnis ans Licht gezerrt. Keine ist das geworden, was sich ihre Jungmädchenphatasie erträumte. Doch die Begegnung mit der Vergangenheit ist tödlich und gespickt mit der Trauer um verpasste Chancen.

Die Geschichte an sich war nicht schlecht. Auch wenn es etwas brauchte, eh ich dahinter gekommen bin wer wer ist. Es ist ja durchaus verständlich das die Figuren im Laufe der Zeit, um Abstand zu ihrer Vergangenheit zu bekommen ihre Namen gewechselt haben. Mir als Leser bereitete es aber Schwierigkeiten, zwischen Marga, Magda, Rita und Lena etc. zu unterscheiden. Auch wurde für meinen Geschmack zu sehr auf dem Geheimnis herumgeritten. Das die Mädels etwas verbergen, besagt ja schon der Buchtitel, aber irgendwie stand diese große Unbekannte immer im Raum und ich bin fast auf jeder zweiten Seite drüber gestolpert. Fast musste ich schon würgen, weil es mir zum Hals hinaushing und oft dachte ich: “Jaha, ich hab`s kapiert ihr habt ein Geheimnis und Himmelherrgott noch mal so schlimm wird’s schon nicht sein“.

Toll fand ich zu sehen, welche Träume die Frauen als Teenager hatten und in welche Richtung sie sich dann wirklich entwickelt haben. Und ich habe etwas über den Alltag in Spanien unter General Franco gelernt und die beginnende Emanzipation am Ende seiner Regierungszeit. Über eine Generation junger Mädchen, die nicht mehr bereit waren, wie ihre Mütter sich den Männern unterzuordnen und gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen. Das Geheimnis ist zwar das erste was einen bei der Geschichte anspringt, aber in Wirklichkeit geht es um Frauen, deren Zukunft von der Vergangenheit beeinflusst wurde und wie es ihnen gelingt das Geschehene zu verarbeiten. Manchen gelingt es wie im wirklichen Leben besser als anderen. Gerade das macht in meinen Augen den Charakter dieser Story aus.

Ich fand es im Großen und Ganzen nicht schlecht, aber es kommt nicht auf meine Favoriten-Liste.  

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1.663 Bibliotheken, 24 Leser, 14 Gruppen, 202 Rezensionen

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Night School - Du darfst keinem trauen

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Axel Henrici , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 27.07.2012
ISBN 9783789133268
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Allie mal wieder unangenehm auffällt und beim besprühen der Tür ihrer Rektorin erwischt wird, wissen ihre Eltern sich keinen anderen Rat mehr und schicken sie auf ein ganz besonderes Internat. Auf Cimmeria scheint die Welt im vorletzten Jahrhundert stehen geblieben zu sein. Keine Handys, kein Fernseher, dafür aber strenge Regeln und jede Menge Hausaufgaben. Doch so ganz harmlos wie auf den ersten Blick, scheint das Institut nicht zu sein. Denn hinter vorgehaltener Hand erzählt man sich das es Elite-Schüler gibt, die sogenannte Nightschool und auch sonst scheinen unheimliche Dinge vor sich zu gehen. Zunächst fühlt Allie sich wider erwartend wohl, auf dieser Schule, doch je tiefer sie sich in die Geheimnisse verstrickt, desto mehr Fragen stellen sich ihr bezüglich ihrer Vergangenheit, denn ihrer Mutter ist Cimmeria längst nicht so unbekannt, wie sie vorgibt. Außerdem steht sie schon bald zwischen zwei Jungen, dem verführerischen Sylvain und dem verschlossenem Carter. Wie soll man sich da nur entscheiden, zumal man anscheinend Niemandem so richtig trauen darf.

Allies Geschichte hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, zumal ich erst vor kurzem so einen ähnlichen Plot gelesen habe in Lauren Kates „Engelsmorgen“. Hinter jeder Ecke erwartete ich irgendwie einen Vampir oder Werwolf, aber ich glaube das ist der Stephenie Meyer Fluch und die Suggestion des Titels, denn wer wird schon nachts unterrichtet, wenn nicht gerade Blutsauger oder Lykantrophen? Das war dann das einzig Überraschende an der Story, dass es sich nicht um eine Elitetruppe mit magischen Kräften handelt, sondern um irgendeine Sondereinheit, so etwas wie Topagenten oder so. Ganz dahinter gestiegen, was die Nightschool nun ist, bin ich nicht, aber vielleicht klärt sich das ja in den Folgebänden. Die Charaktere sind nicht wirklich sympathisch und schlagen sich mit so typischen Teenagerproblemen, wie Cliquenbildung und Mobbing herum. Nicht wirklich innovativ, zumindest aus der Sicht eines Viellesers wie mich.

Ein tolles Buch für Jugendliche, aber nichts für mich, die sich dann doch schon ein bisschen außerhalb dieser Altersgruppe ansiedeln muss. Das Werk hat mich dann doch nicht so infiziert, dass ich das nächste Buchgeschäft stürme um mir die Fortsetzung zu holen, aber lesen werde ich sie wenn sie mir in die Finger fällt.

 

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502 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Die Liebe deines Lebens

Cecelia Ahern
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 08.10.2013
ISBN 9783810501516
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Christina einem ihrer Ratgeber zu Folge, ihren Wohlfühlplatz sucht, stolpert sie nun schon zum zweiten Mal in einen Selbstmordversuch. Ihre Bemühungen, dem Lebensmüden das Leben wieder schmackhaft zu machen, sind beim ersten Probanden kläglich gescheitert. Deshalb setzt sie all ihre psychologischen Taschenspielertricks daran, dass Adam ihr nicht auch noch durch die Finger gleitet und von der Brücke springt. Sie ist felsenfest davon überzeugt ihm die Schönheit der Welt wieder vor Augen zu führen, schließlich hat sie ein ganzes Regal voll Selbsthilfebüchern. Doch die scheinen an Adam auf den ersten Blick zu versagen und so beschließt sie, sein Leben für ihn in Ordnung zu bringen und merkt dabei fast zu spät, dass sie nur all zu gern ein Teil davon wäre, am liebsten ganz nah an seiner Seite.

Der neue Roman von Cecilia Ahern, ist großartig. Ein klein bisschen kitschig, ein klein bisschen überzeichnet und doch hat sie es mit „Die Liebe deines Lebens“ geschafft, mir wieder einmal Tränen in die Augen steigen zu lassen. Christine ist so herrlich naiv und trotz ihrer Familie und ihrem Ärger mit ihrem Exmann so lebensfroh, dass sie einen schon fast damit ansteckt. Vielleicht konnte ich mich so gut in die Figur hineinfühlen, weil ich zwar nicht ein ganzes Regal, jedoch zumindest ein Fach voller „xx-Wege-wie man…-Bücher“ zu stehen habe, ohne das sie mich schlanker, ordentlicher, organisierter oder erfolgreicher gemacht hätten. Genau wie Christine, die erkennen muss, dass dir niemand sagen kann, wie du dein Leben handhaben musst, sondern das es darauf ankommt, das Hier und Jetzt zu leben. Adam ist eine harte Nuss und zu Beginn ein etwas unwilliges Opfer für Christines Therapieversuche, aber mit seinen romantischen Ideen mit denen er den Alltag seiner früheren Beziehung füllte, ein Traum aller Frauen. Witzig, spontan, romantisch, aufmerksam, mal ehrlich welche Frau träumt nicht heimlich von so einem Mann.

Dieses Buch ist kein großes Kino, kein Blockbuster, aber ein kleiner Seelentröster für den Alltag und die sind bei trüben Herbstwetter oft besser, als bildgewaltige Epen.

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Tags: freundschaft, helfen, selbsthilfe, selbstmord   (4)
 

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The Lunar Chronicles - Scarlet

Marissa Meyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 01.01.2013
ISBN 9780141340234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Scarlets Großmutter ist seit nunmehr schon fast zwei Wochen verschwunden und die Behörden, legen den Fall aus mangelndem Interesse zu den Akten. Damit möchte sich Scarlet aber nicht abfinden, sie ist sich sicher, dass ihre Großmutter sie niemals ohne Grund im Stich gelassen hätte. Hilfe bekommt sie von Wolf, einem undurchsichtigem Straßenkämpfer, der mehr über die Organisation zu wissen scheint, die die alte Frau entführt hat. Bleibt die Frage nach dem Warum und wohin sie sie verschleppt haben. Zeitgleich entkommt Cinder aus dem Gefängnis und damit dem Zugriff der Lunar-Königin, die nichts weniger verlangt als ihren Kopf. Sie möchte mehr über ihre Vergangenheit erfahren, jetzt da sie weiß, dass sie die verschollene Erbin der Lunar-Dynastie ist. Alle Hinweise führen zum Haus von Scarlets Großmutter. Doch andere sind ihr zuvorgekommen und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als sie an der Suche nach ihr zu beteiligen.

Wer hat Angst vom bösen Wolf? Scarlet ist die Fortsetzung von „Cinder-die Lunar-Chroniken“ und eine eigentümliche Variation von Rotkäppchen. Wenn Cinderella ein Cyborg sein kann, der von der „stiefmütterlichen“ Lunar-Königin gejagt wird, ist Rotkäppchen durchaus auch als eine rotzige, wehrhafte Göre vorstellbar, die sich mit dem Wolf verbündet, um die Großmutter zu retten. Ich hatte auf alle Fälle wieder viel Spaß. Zum einen mit der Begegnung liebgewonnener Charaktere wie Cinder und ihrer eigensinnigen Roboterfreundin Iko, aber auch neue Protagonisten wie Scarlet und Wolf. So langsam entwickelt sich ein Bild, wie Cinder auf die Erde kam und mit Hilfe von Lunar-Flüchtlingen vor dem Zugriff ihrer grausamen Tante geschützt wurde. Und zu Recht, wie der Leser erfährt, denn er wird eingeweiht in einen Teil der dunklen Pläne der Lunar-Königin, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Bedauernswert ist dabei nur Prinz Kaiko, der unter dem Druck einen Krieg noch zu verhindern in das unmoralische Angebot der Königin einwilligt, wohl ahnend, dass sie damit nur auf Zeit spielt.

Wenn man sich einmal auf die - zugegebenermaßen ungewöhnlichen - Gedankenspiele der Autorin eingelassen hat, erwartet den Leser eine phantasievolle Geschichte, die die Märchen der Gebrüder Grimm völlig entstauben und in einen vollkommen neuen Kontext setzt

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Die Welt, wie wir sie kannten

Susan Beth Pfeffer , Annette von der Weppen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.09.2012
ISBN 9783551312037
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst sind alle noch ganz aufgeregt. Ein Jahrtausend-Ereignis steht bevor. Ein Meteorit soll auf dem Mond einschlagen. Doch danach ist nichts mehr wie zuvor, denn der Mond wurde aus seiner Umlaufbahn geschleudert und das hat weitreichende Konsequenzen für die Erde. Tsunamies überfluten die Küstengebiete und kollektive Vulkanausbrüche verdunkeln die Erde. Bald schon geht das große Sterben um, wer nicht ertrunken ist, verhungert oder fällt einer Infektion zum Opfer. Nie im Traum hätte Miranda sich so ihre Teenagerzeit vorgestellt. Als Kampf ums nackte Überleben. Und nie hätte sie gedacht, wie wichtig Familie ist in so einer schweren Zeit, denn nur weil ihre Mutter zu Beginn der Katastrophe einen kühlen Kopf bewahrt hat, haben sie etwas zu Essen. Und nur weil ihr Bruder den ganzen Sommer Holz hackt, müssen sie im Winter nicht frieren.

 

Mirandas Tagebuch nimmt den Leser mit und schildert die Katastrophe aus der persönlichen Sicht einer Familie. Ich war fasziniert und wirklich gefangen in der Szenerie, sobald ich nur das Buch aufschlug. Oft probierte ich einfach nur den Lichtschalter um mich zu überzeugen, ob noch Strom aus der Leitung kam und nachts wanderte mein Blick gen Mond, nur um zu sehen, ob er noch an seinem angestammten Platz zu finden war. So gefesselt hat mich eine Dystopie schon lange nicht mehr. Durch die Tagebucheinträge wirkt das Ganze noch realer. Man erlebt hautnah mit wie die Erzählerin von einem bockigen Teenager zu einer ernsten Erwachsenen jeranreift, die zu einer großen Stütze ihrer Familie wird und die die Hoffnung nie verliert. Miranda muss lernen im Jetzt zu leben und die kleinen Freuden auszukosten, denn jeden Moment könnte sich die Situation noch weiter verschlimmern.

Ein Buch wie gemacht für graue Herbsttage, um die Vorteile einer Heizung und einer Tasse Tee schätzen zu lernen, wer aber schnell Albträume bekommt, sollte sich dieses Buch für den Sommer aufheben.

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