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Tage der Hoffnung

Catherine Ryan Hyde , Lotta Fabian
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 12.06.2018
ISBN 9782919800940
Genre: Romane

Rezension:

Bea ist Witwe, bereits über 70, als sie Opfer eines Betruges wird und ihr ganzes Geld verliert. Aber Bea gibt nicht auf. Sie packt ihre wenige Habe mitsamt ihrer Katze in den alten Lieferwagen ihres verstorbenen Mannes und macht sich auf die Suche nach einem besseren Platz zum Leben…

Auch das Leben der 15jährigen, aus wohlhabenden Verhältnissen stammenden, Ally gerät plötzlich aus den Fugen: beide Eltern werden verhaftet und das Mädchen noch in derselben Nacht in eine überfüllte Jugendunterkunft gebracht. Als sie dort von einem anderen Mädchen massiv bedroht wird, wagt sie die Flucht und trifft auf Bea, die sie – wenn auch widerwillig – mitnimmt.

Im Laufe ihrer gemeinsamen, abenteuerlichen und oftmals schwierigen Reise merken die beiden Frauen, dass sie sich gerade auch durch ihre unterschiedlichen Ansichten immer besser ergänzen und trotz des Altersunterschieds jede von der anderen viel lernen kann.  So entsteht aus der anfänglichen Abneigung eine wunderbare, tiefe Freundschaft, die den beiden viel Kraft gibt, immer weiter für ihr Glück zu kämpfen.

 

*** Meine Meinung: ***

Wunderbar, fesselnd, spannend, berührend und mit viel Tiefgang – das sind die Worte, die mir zu „Tage der Hoffnung“ spontan einfallen. Protagonistinnen, die man mit all ihren sehr realistisch wirkenden „Schrulligkeiten“ einfach lieb haben muss, ein tolles, mitreißendes Roadmovie, schnell und leicht zu lesen. Eines dieser Bücher, die man gar nicht aus der Hand legen möchte,  absolut perfekt zum Entspannen und Träumen!


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Tags: freundschaft, generationen, roadmovie   (3)
 

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Wie heiß ist das denn?

Ellen Berg
Flexibler Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.06.2018
ISBN 9783746634074
Genre: Humor

Rezension:

Bea ist Mitte 40, ein Alter, wo man glauben sollte, dass alles in geregelten Bahnen verläuft, als plötzlich eine Reihe unvermuteter Ereignisse Beas heile Welt gehörig auf den Kopf stellen.

Sie wird von Hitzewallungen gequält, ihr Laden „Wohnträume“, wo sie außergewöhnliche Möbelstücke anbietet, läuft mehr schlecht als recht und ihr langjähriger Freund verlässt wie wegen einer Jüngeren. An ihrem Geburtstag tauchen dann auch noch ihre Mutter und Tochter mit neuen, altersmäßig völlig unpassenden Liebhabern auf.  Jetzt reicht es Bea endgültig und sie und beschließt, die nächsten zwei Jahre auf Männer zu verzichten und ihr Leben endlich in Ordnung zu bringen. Doch so einfach ist das alles nicht, denn gerade dann, wenn man sie nicht braucht, entwickeln einige potentielle Kandidaten ein großes Interesse an Bea und machen ihr es schwer, ihren Vorsätzen treu zu bleiben.

 

*** Meine Meinung: ***

„Wie heiß ist dass denn?“ Ist mein erster Roman von Ellen Berg – und wird garantiert nicht der letzte sein!

Als LeserIn stolpert man sofort mitten in die lebendige, spannende Handlung, wird vom Gefühlschaos der sympathischen Protagonistin mitgerissen, leidet und freut sich mit ihr und wird immer wieder von neuen Wendungen überrascht, sodass man den Roman fast nicht mehr aus der Hand legen kann. Die beschriebenen Charaktere wirken auf mich sehr realistisch und sympathisch mir all ihren oft auch etwas schrulligen Eigenheiten, welchen die Autorin auf ihre wunderbare, humorvolle Art Lebendigkeit verleiht. Ellen Berg fasziniert durch ihren witzigen, leicht leserlichen Schreibstil und eine spannende, intelligent erzählte, außer-gewöhnliche und unterhaltsame Geschichte.

Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung - besonders für weibliche Leseratten jeden Alters – Frau muss nicht unbedingt jenseits der 40 sein, um diese Geschichte zu mögen!


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Tags: beziehungen, frauenroman, hitzewallungen, humor, liebesroman   (5)
 

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30er jahre, ashford, film, historischer roman, hollywood, indien, kolonie, liebe, schauspieler

Das Flüstern des Mondfalters

Lindsay Jayne Ashford , Peter Groth
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 01.05.2018
ISBN 9782919800193
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kalkutta, Indien, 1931 – die 19jährige Estelle Thompson, Tochter eines Engländers und einer Halbinderin, wird von ihrer Mutter nach strengem, englischen Vorbild erzogen. Trotzdem gilt sie in der kolonialen Gesellschaftsordnung als Mischlingskind, lebt zwischen zwei völlig konträren Welten und gehört nirgends wirklich dazu. Um der Realität ein wenig zu entfliehen besucht Estelle leidenschaftlich gerne Kinovorstellungen, träumt davon, einmal selbst Schauspielerin zu werden.  

Bei einer Party lernt Estelle einen Amerikaner mit Verbindungen zu einem englischen Regisseur kennen, auf eine leidenschaftliche Liaison folgt eine Einladung nach London. Die junge Frau ergreift ihre Chance, doch die englische Filmwelt stellt sich schon bald als hart und unbarmherzig heraus.

Um bestehen zu können und weiter zu kommen sind nicht nur ein klingender Name, sondern auch eine gute, rein englische Herkunft nötig. Aus Estelle wird „Merle Oberon“ mit einer neuen, blütenweißen Identität, die sich mit viel Fleiß und Ausdauer langsam zu einem gefeierten Star empor arbeitet und schließlich auch den Sprung in den Filmzenit – nach Hollywood – schafft. Ein Leben in einer glitzernden Traumwelt, jedoch immer die Angst vor der Entdeckung ihrer wahren Herkunft im Nacken…

 

 

**** Meine Meinung: ****

Lindsay Ashford schildert die spannende Geschichte der aus Indien stammenden Schauspielerin Merle Oberon, die in den über fünf Jahrzehnten ihrer Karriere in mehr als fünfzig Filmen mitgewirkt hat.

Sehr einfühlsam und nachvollziehbar werden die gesellschaftlichen Probleme und unbegreiflich erscheinenden Hürden, vor denen die damaligen Mischlingskinder standen, beschrieben.

Aber auch die heile, schillernde Filmwelt der 30er Jahre war nicht so, wie es den Leuten vorgegaukelt wurde. Die Beschreibung der dahinter verborgenen Schicksale, der oft enttäuschende, sehr harte Weg nach oben, die vielen Intrigen, Täuschungen und Falschheit, eröffnet einen ganz neuen, äußerst interessanten Einblick auf das damalige – und heute vermutlich nicht viel bessere – wahre, ungeschönte Hollywood.

„Das Flüstern des Mondfalters“ ist ein historischer Roman, in dem die Autorin auf wunderbar fesselnde Weise reale und fiktive Elemente miteinander verwoben hat.

Der schöne, flüssige Schreibstil, die sehr gut herausgearbeiteten, realistisch wirkenden Charaktere in Kombination mit dieser einmaligen und faszinierenden Geschichte lassen den Leser wunderbar in die Welt der 30er Jahre abtauchen. Sie machen das Buch zu einem wirklichen Leseerlebnis – nicht nur, aber ganz besonders all jenen, die gut recherchierte, historische Romane fernab von banalem Kitsch suchen, möchte ich „Das Flüstern des Mondfalters“ wärmstens ans Herz legen.

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Tags: 30er jahre, film, historischer roman, hollywood, indien, kolonie, schauspieler   (7)
 

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Die Ladenhüterin: Roman

Sayaka Murata
E-Buch Text: 142 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 09.03.2018
ISBN 9783841214805
Genre: Romane

Rezension:

Keiko Furukura passt nicht in die strenge, genormte japanische Gesellschaft. Bereits als Kind fällt sie durch merkwürdig erscheinende Verhaltensweisen auf. Ihr Unvermögen, Empathie gegenüber anderen Menschen zu empfinden, ihr strikt rationales Verhalten, bringen schon während ihrer Schulzeit ungewollt auch ihre Eltern in Erklärungsnotstand.

Als Erwachsene lebt Keiko sehr zurückgezogen und bekommt trotz eines abgeschlossenen Studiums keine passende Arbeit. Schließlich findet sie einen Job als Aushilfe in einem der in Japan sehr zahlreichen Convinience-Stores, einem „Konbini“.

Im Konbini sind alle Arbeitsabläufe normiert. Die ewig gleichen Höflichkeitsfloskeln für den Umgang mit der Kundschaft werden täglich trainiert – wie bei einem Schauspiel, in dem die Verkäuferinnen als Darstellerinnen agieren. Keiko jedoch findet gerade in dieser Routine die so dringend benötigte Sicherheit und mit den antrainierten Verhaltensweisen – zumindest vorübergehend – auch die ersehnte Akzeptanz ihrer Mitmenschen. Um sich immer besser anzupassen, beginnt sie ihre Kolleginnen zu kopieren, eignet sich deren Meinungen, deren Kleidungsstil und sogar deren Aussprache an.

Doch bald genügt das nicht mehr - um in der Japanischen Gesellschaft auf Dauer zu bestehen und Anerkennung zu bekommen braucht man eine richtige, fixe Anstellung, macht Karriere oder …. heiratet und bekommt Kinder.

Als eines Tages der junge, sehr unangepasste Shiraha als Aushilfe in Konbini beginnt, glaubt die rational denkende Keiko eine Lösung für ihre Probleme gefunden zu haben. Und dann gerät ihre Welt komplett aus den Fugen…

 

**** Meine Meinung: ****

„Die Ladenhüterin“ ist ein kurzes, jedoch außergewöhnliches Buch, das sicher nicht nur die japanischen Leser begeistern wird.

Mit ihrem knappen, prägnanten Stil nimmt uns die Autorin auf eine faszinierende, spannende Reise in die marionettenhaft anmutende, japanische Gesellschaft mit, die nur wenig Spielraum für Menschen wie Keiko bietet. „Die Ladenhüterin“ ist ein sehr gesellschaftskritisches Buch, ein Appell an Toleranz und mehr Offenheit.

Außenseiter haben es in jeder Gesellschaft schwer - in Japan sicher besonders-, aber auch bei uns hat Toleranz oft den bitteren Nachgeschmack einer gesellschaftlichen Scheinheiligkeit. Man präsentiert sicher gerne offen, jedoch nur solange die persönliche Komfortzone nicht gestört wird. In Wahrheit steht auch bei uns ein Außenseiter immer am Rande, sofern er sich nicht in einem gewissen Grad anzupassen bereit ist.

Doch - wie weit kann und darf die Anpassung gehen – wo sind die eigenen Grenzen und wo stößt eine Gesellschaft an ihre Grenzen?

Vielleicht findet ihr die Antwort in diesem wunderbaren, klugen Buch. Egal ob ihr gerne etwas mehr über die Japanische Gesellschaft erfahren wollt oder ob euch die Thematik anspricht, ihr werdet dieses Buch sicher genauso lieben und genießen wie ich.

 

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Tags: außenseiter, gesellschaftskritik, japan   (3)
 

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Sag niemals stirb

Tess Gerritsen , Rainer Nolden
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671842
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Auf Wunsch ihrer schwer krebskranken Mutter macht sich Wilone Maitland auf die Suche nach ihrem vor 20 Jahren während des Vietnamkrieges verschollenen Vaters.

Der legendäre Pilot „Wild Bill“ Maitland wurde, als sein Flugzeug nach dem Absturz im undurchdringlichen Dschungel Vietnams nicht mehr aufgefunden werden konnte, für Tod erklärt. Der Bericht eines viel später aufgetauchten Überlebenden wirft jedoch Fragen auf.

Bei ihrer verzweifelten Suche trifft Willy auf Guy Barnard, der als Paläontologe im Auftrag der US-Army auf der Suche nach den Überresten amerikanischer Soldaten ist. Da er sowohl die Kriegsschauplätze Vietnams kennt als auch im Umgang mit den wenig hilfreichen, vietnamesischen Behörden erfahren ist, bietet er Willy Hilfe an.

Zunächst verfolgt Guy mit diesem Angebot hauptsächlich seine eigenen Zwecke, im Laufe der abenteuerlichen Recherche kommen sich die beiden jedoch näher – eine Liebesgeschichte, die jedoch aussichtslos erscheint….

 

**** Meine Meinung: ****

Tess Gerritsen beherrscht ihr Handwerk als Krimiautorin professionell, und so erfüllt auch ihr neuer Roman „Sag niemals stirb“ die Erwartungen für eine spannende, kurzweilige Unterhaltung.

Wer, so wie ich, bereits mit Begeisterung einige Bücher aus der „Rizzoli & Isles“-Reihe gelesen hat, kann sich in diesem Krimi auf neue, interessante und sympathische Protagonisten, eine verstrickte Spionagegeschichte, gewürzt mit etwas Liebe und Erotik vor exotischem Hintergrund freuen. Überraschende Wendungen, immer neue Rätsel und Ungereimtheiten lassen die Spannung gekonnt bis zum Ende nicht abreißen.

Eigentlich hat „Sag niemals stirb“ somit alles, was sich der/die Leser/-in von einem Krimi erwartet erfüllt. Besonders fasziniert hat mich die exotische Kulisse des vietnamesischen Dschungels und die historischen Einblicke in den Vietnamkrieg, weshalb ich hier auch gerne eine durchaus positive Empfehlung abgebe. Aber - irgendetwas fehlte mir trotzdem– das gewisse „Etwas“ vielleicht, das ein Buch unvergesslich macht, das, was über Professionalität hinaus geht und einen durchaus guten Krimi, zu einem sehr guten macht.  

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Tags: krimi, spionage, vietnam, vietnamkrieg   (4)
 

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Die Liebenden von Siena

Melodie Rose Winawer , Marion Balkenhol
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783471351581
Genre: Historische Romane

Rezension:

 

Schon lange verspricht Beatrice Trovato, erfolgreiche Neurochirurgin in New York City, ihrem Bruder Ben, ihn endlich zu besuchen. Ben, der seine um viele Jahre jüngere Schwester nach dem Tod ihrer Mutter wie eine Tochter aufgezogen hat, lebt und arbeitet in der italienischen Stadt Siena. Dort widmet er sich als Historiker und Mikrobiologe der Erforschung der Geschichte der Pest im Mittelalterlichen Siena.

Doch leider kommt alles anders: Ben stirbt, noch bevor sich die beiden wiedersehen können, an Herzversagen und Beatrice reist nach Siena, um sich um seinen Nachlass zu kümmern.

Beim Durchsehen seiner Forschungsunterlagen stößt Beatrice auf Ungereimtheiten. Im 14. Jahrhundert kam es in Siena zu einem auffällig schnellen und dramatischen Anstieg der Pesterkrankungen, einige alte Briefe deuten auf eine Verwicklung der Familie Medici hin.

Neugierig geworden beginnt Beatrice Nachforschungen anzustellen. Ein altes Tagebuch aus dem 14. Jahrhundert, das dem Maler Gabriele Accorsi gehört hat, zieht sie in seinen Bann, der Inhalt erscheint ihr merkwürdig vertraut. Nur wenige Werke des Malers haben die Jahrhunderte überdauert. Beatrice stößt nach längerer Suche auf ein erhalten gebliebenes Kirchenfresko. Auf dem Bildnis entdeckt sie ein rätselhaftes Abbild von sich selbst und plötzlich gerät ihre Welt aus den Fugen.

Als sie am nächsten Tag erwacht, findet sich in einer anderen Zeit– im Mittelalter des 14. Jahrhunderts wieder. Da sie keine Alternative hat, beginnt sie sich langsam in dem ihr oft fremdartig erscheinenden Zeitalter zurecht zu finden und begegnet schließlich dem Maler Accorsi. Die beiden verlieben sich ineinander, eine Beziehung erscheint aufgrund der Umstände jedoch zunächst aussichtslos. Während der Leser immer mehr über die Hintergründe und Verwicklungen mit den Medicis erfährt, nähert sich die Pest unaufhaltsam. Schließlich erkranken auch zuerst Gabriele und kurz darauf Beatrice, die eine nun folgenschwere Entscheidung treffen muss…

 

**** Meine Meinung: ****

Ein grandioses, äußerst gelungenes Debut von Melodie Rose Winawer!

Die Autorin schildert in ihrem ersten Roman mit einem leicht leserlichen, flüssigen Schreibstil die zusammenhängenden Schicksale von Beatrice, Gabriele und der Familie Medici vor dem historisch äußerst interessanten, mittelalterlichen Hintergrund des italienischen Siena. Nach und nach entwirren sich die Ereignisse, sodass die Spannung immer bleibt und den Leser nicht loslässt. Selten habe ich 528 Seiten so schnell „verschlungen“!

Besonders interessant waren für mich die Beschreibung der sehr gut recherchierten Lebensumstände und insbesondere auch damaligen medizinischen Behandlungsmethoden. Schon allein die Vorstellung als „moderner Mensch“ in diese Zeit rückversetzt zu werden, die Probleme, mit denen man dann plötzlich zu kämpfen hat, aber auch die schönen Seiten jener Zeit üben eine große Faszination aus und wurden sehr nachvollziehbar und eindrucksvoll beleuchtet.

Fazit:

Ein Buch, dass nicht nur Fans von historischen Romanen begeistern wird – eine tolle Mischung aus Lovestory, Geschichte und Fantasy!

 

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: List Verlag

Erscheinungsdatum: 9. März 2018
Sprache: Deutsch (übersetzt aus dem Englischen von Marion Balkenhol)

Preis: 16,00 € (Taschenbuch)

Kindle-Edition: 13,99 €

ISBN: 9783471351581

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Tags: historischer roman, italien, medizin, mittelalter, siena, zeitreise   (6)
 

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kommunikation, kränkungen, psychologie, psychotherapie, ratgeber, resilienz, sachbuch, selbsterkenntis

Kränkungen

Frank-M. Staemmler
Flexibler Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 18.11.2016
ISBN 9783608945850
Genre: Sachbücher

Rezension:

Von Kränkungen sind wir alle betroffen, manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal als Täter und manchmal als Opfer.

Der Psychotherapeut Frank Staemmler beleuchtet in seinem Buch die Sichtweisen beider Seiten. Im ersten Teil des Buches befasst er sich mit den Hintergründen, die oft weit in die Vergangenheit zurückreichen und manchmal auch mit dem auslösenden Ereignis gar nichts zu tun haben. Vielfach handelt es sich einfach nur um Missverständnisse, wobei sich die mutmaßlichen Täter auch häufig als die eigentlichen Opfer herausstellen.

Der Autor erklärt auf einfühlsame, verständnisvolle Weise warum und in welchen Situationen wir besonders verletzlich sind, wie unsere (oft unausgesprochenen) Erwartungen und unterschiedlichen Bedürfnisse zwischen uns und unseren Mitmenschen stehen. Anhand von praktischen Beispielen erklärt Frank Staemmler die Mechanismen auch für den Laien verständlich.

Der zweite Teil von „Kränkungen“ befasst sich damit, was man präventiv tun kann, um Leid und Kränkungen zu verhindern, auf was man im Umgang mit dem anderen achten sollte und wie man den erlittenen Schaden nach einer erfolgten Kränkung möglichst in Grenzen halten kann.

Das Buch ist in kurze Abschnitte unterteilt, anhand von Merkboxen werden wichtige Anmerkungen und Zitate aus Literaturquellen hervorgehoben. Dies erleichtert den Überblick und das rasche Wiederfinden wichtiger Passagen.

 

*** Meine Meinung ***
Frank Staemmler hat mit „Kränkungen“ ein wirklich wichtiges Buch geschrieben, das mir persönlich in vielen Dingen die Augen geöffnet hat und für mein Verständnis und meinen Umgang mit der Thematik eine große Bereicherung darstellt. „Kränkungen“ ist ein nachhaltiges Werk, das ich sicher noch oft zur Hand nehmen werde, um mir für schwierige Situationen Ratschläge zu holen.

Als einzigen, kleinen Kritikpunkt möchte ich jedoch anmerken, dass das Buch mir – als psychotherapeutischen Laien - manchmal etwas zu wissenschaftlich in seinen Erklärungen war und ich so manche Passagen mehrmals lesen musste, um den Sinn richtig zu erfassen. Hier wären zum leichteren Verständnis und für einen besseren Lesefluss noch mehr praktische Beispiele hilfreich gewesen.

Insgesamt jedoch kann ich allen an Persönlichkeitsbildung interessierten Menschen dieses Buch nur wärmstens empfehlen und bin mir sicher, dass alle Leserinnen und Leser noch lange und nachhaltig davon profitieren werden.

 

 

Gebundene Ausgabe: 203 Seiten
Verlag: Klett-Cotta

Erscheinungsdatum: 18. November 2016 (2. Druckauflage)
Sprache: Deutsch

Preis: 19,95 € (Taschenbuch)

Kindle-Edition: 15,99 €

ISBN: 9783608945850

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Tags: kommunikation, psychologie, ratgeber   (3)
 

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Die ferne Hoffnung

Ellin Carsta
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 20.02.2018
ISBN 9781542047883
Genre: Historische Romane

Rezension:

1888 – Peter Hansen, der wohlhabende Gründer des Hamburger Kaffeekontors Peter Hansen & Söhne, steht vor dem finanziellen Ruin und nimmt sich an seinem 65. Geburtstag das Leben. Seine drei Söhne Georg, Robert und Karl stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, das Kontor und damit auch die Existenzgrundlage ihrer Familien, zu bewahren. Sie entwickeln einen gemeinsamen Plan, der ihre Wege jedoch in ganz unterschiedliche Richtungen führt.

Während Georg im Hamburger Kontor die Stellung hält, zieht Robert mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern ins exotische Kamerun um dort eine Kakaoplantage zu übernehmen. Karl errichtet in Wien, wo eine große Nachfrage nach dem neuen Modegetränk herrscht, ein neues Kontor, um die Wiener Kaffeehäuser direkt zu beliefern.

 

Die Geschichte teilt sich in drei spannende Handlungsstränge - mal findet sich der Leser im gutbürgerlichen Hamburg wieder, wo Georg eher erfolglos versucht, seinen Kakao zu etablieren. Dann geht es ins weltoffene Wien, wo Karl mit Hilfe der charmanten, selbstbewussten Kaffeehausbesitzerin Therese zwar hart arbeiten muss, aber sehr erfolgreich sein neues Geschäft aufbaut.

Am Interessantesten fand ich die sehr anschaulichen Schilderungen von dem Leben auf der Plantage in Kamerun. Während sich besonders Roberts Tochter Luise in dieser ungewohnt unkonventionellen Umgebung schnell einlebt und großes Interesse für die Kakaoproduktion entwickelt, fühlt sich ihre Mutter Elisabeth in den einfachen Verhältnissen nicht wohl und leidet an Heimweh nach der eleganten Hamburger Gesellschaft. Die Hansens pflegen ein ungewöhnlich gutes, fast freundschaftliches Verhältnis zu den einheimischen Arbeitern, Luise hilft mit Begeisterung bei der Kakaoproduktion mit und langsam entwickelt sich zwischen ihr und dem jungen farbigen Arbeiter Hamza eine heimliche Liebe.

 

Meine Meinung:

Nachdem ich von der Autorin bereits mit großer Begeisterung die Buchreihe über „Die heimliche Heilerin“ gelesen habe, war meine Vorfreude auf diesen Roman schon sehr groß und wurde nicht nur erfüllt, sondern „Die ferne Hoffnung“ hat meine Erwartungen noch übertroffen.

Ganz, ganz spannend erzählt und sehr gelungen aufgebaut - mit den ineinander verwobenen Schicksalen der Familienmitglieder, vielen interessanten, gut recherchierten Details zur Kakaoherstellung, zum Leben und der Gesellschaft in einer deutschen Kolonie aber auch im Hamburg und Wien des 19. Jahrhunderts machen dieses Buch zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis!  

Die Autorin beschreibt nicht nur die jeweiligen Schauplätze, sondern auch die verschiedenen Charaktere auf eine sehr feine und einfühlsame Art, sodass vor meinen Augen ein realistisches Bild entstehen konnte. Die Erzählung bleibt vom Anfang bis zum Ende spannend, und ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung.

„Die ferne Hoffnung“ empfehle ich wirklich gerne weiter, besonders auch all jenen, die historische Romane mit einem gut recherchierten und spannend aufgearbeiteten Hintergrund zu schätzen wissen.

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Tags: 19. jahrhundert, familiensaga, hamburg, kakaoplantage, kamerun, kolonie, wien   (7)
 

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Bis wir uns wieder begegnen

Catherine Ryan Hyde , Marion Plath
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 27.02.2018
ISBN 9781503949836
Genre: Romane

Rezension:


Die Geschichte beginnt im Texas der 50er Jahre, in einer Zeit, in der noch starre Moralvorstellungen herrschten.


Die selbstbewusste Allgemeinmedizinerin Dr. Lucy Armstrong findet als alleinstehende Frau bei der Dorfbevölkerung keine Akzeptanz und lebt zurückgezogen auf ihrer entlegenen Farm. Dort kümmert sie sich aufopfernd um in Not geratene Tiere und beschränkt den Kontakt zur Außenwelt nur auf das Notwendigste.


Eines Tages taucht vor ihrer Tür der 12jährige Pete mit einem verletzten, halb wilden Wolfshund auf, den er mit Unterstützung des farbigen Jungen Justin mühsam den langen Weg zu der Farm transportiert hat.


Trotz des Verbotes von Petes brutalem Vater entsteht zwischen den beiden Jungen eine heimliche Freundschaft. Diese bleibt jedoch im Dorf nicht unbeobachtet und rächt sich bald auf grausame Weise.


Durch die tragischen Ereignisse begegnen sich Justins Vater Calvin und Dr. Lucy. Nach und nach erkennen die beiden ihre Gefühle füreinander, aber eine Beziehung zwischen Schwarz und Weiß ist in der damaligen Zeit gesetzlich verboten und erscheint aussichtslos.
Was bleibt ist der Glaube an die Liebe und die Hoffnung – bis sie sich wieder begegnen…




*** Meine Meinung: ***


Ein wunderbares Buch, eines von denen, die ich fast in einem durch verschlungen habe, nicht mehr weglegen wollte und auch nachher nicht aus meinen Gedanken bekomme. Ein Buch, das sich erfreulich aus der Masse hervorhebt, von wahrer Freundschaft, inniger Liebe, verbunden mit viel Mut, Geduld und Zusammenhalt erzählt – Dinge, die das Leben ausmachen und ihm einen Sinn geben. 


Die Autorin schreibt in ihrem unvergleichlichen, leicht leserlichen Stil mit viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl abwechselnde Kapitel jeweils aus der Sicht von Dr. Lucy und dem Jungen Pete. Mit diesen beiden Hauptprotagonisten hat sie beinahe real erscheinende Charaktere geschaffen, die ich im Laufe der Geschichte immer mehr liebgewonnen habe.


„Bis wir und wieder begegnen“ ist ein Buch, das man nicht so schnell wieder vergisst, das nachdenklich macht, mehr als nur Unterhaltung und Zeitvertreib ist. Es ist ein Buch, das ich ohne zu zögern besonderen Menschen, die es zu schätzen wissen, schenken würde und das ich allen, die etwas Besonderes suchen, wärmstens empfehlen möchte.

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Tags: amerika, freundschaft, hoffnung, liebesgeschichte, rassismus, texas, vorurteile   (7)
 

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historischer roman, köln, linke, nachkriegszeit, wirtin

Weiberwirtschaft

Maria Linke
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548288024
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte:

Hannah Guenther, Anfang Vierzig, seit kurzem geschieden und alleinerziehend, lebt mit ihren drei halbwüchsigen Töchtern in Köln. Ihr neuer Job und die anspruchsvollen Wünsche ihrer Mädchen stellen sie vor immer neuen Herausforderungen.

Als sie nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam mit ihrer Schwester Monika dessen Wohnung räumt, stößt sie auf einen vergessenen Koffer, gefüllt mit alten Fotos, Erinnerungsstücken und Tagebüchern aus der Jugendzeit ihrer Mutter Lotte.

Hannah, die sich an ihre Mutter, die sehr früh verstorben ist, kaum erinnern kann, taucht nach und nach in deren Lebensgeschichte ein. Lotte erzählt von ihrer Jugend in Köln um 1945, wo sie als Tochter der ebenfalls alleinerziehenden Wirtin Grete Weinhaupt aufwächst. Grete führt, nachdem ihr Mann aus dem Krieg nicht zurückgekehrt ist, die Kölner Kneipe „Zum Goldenen Pfau“ weiter, um sich und ihre Tochter durchzubringen. Lotte erzählt, wie sie quasi mit der Gaststätte und deren Gästen aufwächst und von ihrer Mutter immer mehr in den Betrieb mit eingebunden wird.

Neugierig geworden beginnt Hannah Nachforschungen anzustellen und stößt dabei auf das noch immer in Betrieb befindliche Gasthaus. Dort lernt sie dessen sympathischen Wirt Erwin und einen ganz besonderen, alten Stammgast kennen, der ihr hilft die vielen Fragen und Lücken, die die Tagebücher aufwerfen, nach und nach aufzuklären. 

 

Meine Meinung:

Bei Maria Linkes Roman hat zunächst das wirklich gelungene Cover meine Neugierde geweckt und beim Lesen auch die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Die geschickt und spannend miteinander verwobenen Schicksale der drei Frauen habe ich fasziniert und – dank des flüssigen, angenehmen Schreibstils der Autorin - sehr schnell gelesen.

Hannahs Probleme und Gewissenskonflikte als alleinerziehende Mutter und auch die Schwierigkeiten, die eine neue Beziehung mit sich bringen sind für mich durchaus nachvollziehbar und sehr realistisch beschrieben. Besonders gut gelungen finde ich den Charakter des Wirtes Erwin, den ich mir mit seiner ruhigen, geduldigen Art bildlich sehr gut vorstellen kann. Auch Hannahs Freundin Ute, die ihr immer unterstützend zur Seite steht, gefällt mir sehr, und es ist einfach schön, wie die Frauen zusammenhalten und sich gegenseitig helfen.

Maria Linke hat in ihrem Roman autobiographische Erzählungen aus ihrer eigenen Familiengeschichte, in der ebenfalls eine Gaststätte eine wichtige Rolle spielt, verarbeitet, was die Geschichte authentischer und realistischer erscheinen lässt.

Als das Buch zu Ende war, war ich etwas enttäuscht – ich hätte gerne noch länger darin gelesen und mehr erfahren - besonders auch aus dem Leben von Lottes Mutter in der Nachkriegszeit und wie es mit Hannah und Erwin weitergeht... Aber vielleicht gibt es ja noch eine Fortsetzung – ich würde mich freuen!

 

 


Gebundene Ausgabe:  336 Seiten

Verlag: Ullstein

 Erscheinungsdatum: 12. Januar 2018

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783548288024

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

            8,99 € (Kindle Edition)




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Tags: alleinerziehende frauen, historischer roman, köln, nachkriegszeit, wirtin   (5)
 

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Taste of Love - Mit Sehnsucht verfeinert

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404176601
Genre: Liebesromane

Rezension:

Taste of Love – Mit Sehnsucht verfeinert

Von Poppy J. Anderson

 

*** Die Geschichte ***

Die begabte Köchin Hayley kehrt - nachdem sie drei Jahre lang in Kalifornien als Gourmetköchin gearbeitet hat -  nach Boston zurück, um dort ihren neuen Job als Souschefin in dem hippen Restaurant „Bonfire“ anzutreten und so auch in der Nähe ihres kranken Vaters zu sein.

Bei der Eröffnung des Lokals trifft sie auf ihren Ex-Verlobten Scott, den sie damals Hals über Kopf vor der geplanten Hochzeit verlassen hatte. Scott hat in der Zwischenzeit Karriere gemacht und ist ein umschwärmter Junggeselle.

Obwohl Hayley es sich nicht gleich eingestehen will, erkennt sie bald, dass nach wie vor Gefühle für Scott da sind, die sie dann auch ziemlich aus der Bahn werfen. Die dramatischen Geschehnisse vor drei Jahren stehen jedoch wie eine unüberwindliche Mauer zwischen den beiden…

 

*** Meine Meinung ***

Poppy J. Anderson erzählt in ihrem wunderbar leichten, humorvollen Stil eine Liebesgeschichte, die mich oft zum Lächeln und zum Schluss auch zum Nachdenken gebracht hat.

Die Autorin hat mit den beiden Hauptprotagonisten Hayley und Scott zwei sympathische Charaktere geschaffen, in die man sich leicht hineinversetzen kann. Wer kennt das nicht und viele haben es sicher auch schon selbst erlebt, wenn Missverständnisse und Sprachlosigkeit eine Beziehung gefährden oder gar zerstören?

Anfangs konnte ich Hayleys überbordernde Reaktionen auf Scott nicht gleich nachvollziehen, jedoch klärt sich das Rätsel nach und nach durch Zeitsprünge im Laufe der Erzählung immer mehr auf, und die Gefühlsreaktionen der jungen Frau erscheinen verständlich.


*** Fazit ***

„Taste of Love – Mit Sehnsucht verfeinert“, der 4. Band aus der „Taste of Love“-Reihe, ist ein kurzweiliges Buch, dass sich schnell liest, optimal geeignet als Lesestoff für Zwischendurch, für den Urlaub und wenn man sich einfach entspannen möchte.

Mir persönlich hat jedoch hier das „gewisse Etwas“ an Spannung und Anspruch gefehlt, was es ausmacht, nächtelang durchzulesen und ein Buch nicht aus der Hand legen zu wollen.

 

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2017
Sprache: Deutsch

Preis: 12,90 € (broschiert)

Kindle-Edition: 9,99 €

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Darm mit Charme

Giulia Enders
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.11.2014
ISBN 9783550081088
Genre: Sachbücher

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Weizenwampe

William R. Davis , Imke Brodersen , William Davis
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.01.2013
ISBN 9783442173587
Genre: Sachbücher

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amerika, aufbruch, familiensage, frauenroman, historisch, kolonien, roman, sklaverei, virginia

Tal der Träume

Helen Bryan , Rita Kloosterziel
Flexibler Einband: 766 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 02.01.2018
ISBN 9781542046886
Genre: Historische Romane

Rezension:

Tal der Träume – Der Aufbruch
von Helen Bryan

*** Die Geschichte ***

Sophia, das einzige Kind, das dem englischen Lord Grafton nach dem Tod seiner geliebten, verehrten Frau geblieben ist, wächst dank ihres vielbeschäftigten Vaters mehr ver- als erzogen und für das 18. Jahrhundert ungewöhnlich frei auf.
Sie boykottiert alle Versuche ihres Vaters, einen passablen Ehemann für sie zu finden und genießt nach ihrem Debut in der Londoner Gesellschaft die rauschenden Feste und Aufmerksamkeiten ihrer zahlreichen Verehrer.

Mit dem überraschenden Tod ihres Vaters zerbröckelt jedoch ganz plötzlich Sophias glänzende Welt, von dem gewohnten Reichtum bleiben nur ein unüberwindbarer Berg Schulden und – nach Verkauf des Familiensitzes – eine Tabakplantage im fernen Virginia übrig.

Sophia bleibt kein anderer Ausweg, sie macht sich auf die abenteuerliche Reise vom zivilisierten England in ein raues, unbekanntes Land und auf die mühsame Suche nach dem entlegenen Grundbesitz. Begleitet wird sie von einer vom Zufall zusammengewürfelten, wachsenden Gruppe Menschen, deren Schicksale sie schlussendlich zu einer Gemeinschaft verbindet.

Aus dem verwöhnten, unreifen Mädchen entwickelt sich eine selbstbewusste, starke und tüchtige Frau, die mit ihrem Einsatz die Basis für die blühende Ortschaft Grafton und die dort lebenden, nachfolgenden Generationen schafft.

*** Meine Meinung ***

Helen Bryan lässt uns hier viele ineinander verwobene Schicksale erleben – führt uns vom Hintergrund der Adelskreise im noblen England des 18. Jahrhunderts in die umkämpften, englischen Kolonien und die Zeit der Siedler in Amerika. Es ist eine historisch ebenso turbulente wie interessante Epoche, welche die Autorin gut recherchiert und auch von den damals herrschenden Lebensumständen nachvollziehbar wiedergibt.

Das Buch erzählt sowohl vom gefährlichen, entbehrungsreichen Leben der Siedler, als auch von der Grausamkeit der Sklaverei und der Sichtweise der Indianer, denen ihre ursprüngliche Heimat Stück für Stück weggenommen wird.

Obwohl die Autorin in einem leicht leserlichen Stil schreibt, ist die Erzählung streckenweise sehr ausschweifend und langatmig. Insbesondere im ersten Teil (welcher sich noch in England abspielt) driftet die Handlung manchmal zu sehr ab und verliert an Spannung.

Trotzdem bin ich froh, bis zum zweiten Teil durchgehalten zu haben. Man merkt, je mehr die Geschichte reift, umso mehr taucht auch die Autorin darin ein. Was am Anfang für den Leser eher mühsam scheint, wird schlussendlich doch spannender und mitreißender. Der Leser lernt die vielen Charaktere besser kennen und wird von deren Schicksal gefangen. Viel Aufmerksamkeit fordert jedoch schon bald eine Vielzahl an Kindern und Kindeskinder, und gerade im letzten Teil verliert man rasch den Überblick.

Schade finde ich, dass das Buch trotz seiner Länge ein recht abruptes Ende findet. Es scheint noch einiges offen, und ich vermute, dass es eine Fortsetzung geben soll.

*** Fazit ***

Nachdem ich von Helen Bryan bereits "5 Frauen, der Krieg und die Liebe" mit großer Begeisterung verschlungen habe, waren meine Erwartungen bei "Tal der Träume " ziemlich hoch gesteckt.
"Tal der Träume" reicht leider an das erwähnte Werk der Autorin nicht heran und hätte etwas kürzer und übersichtlicher ausfallen können.
Der Roman erzählt jedoch insgesamt gesehen eine schöne, historisch interessante und lesenswerte Familiensaga, die besonders Viellesern, die sich für Geschichte begeistern und die die notwendige Zeit erübrigen können um am "Ball" zu bleiben, viele schöne Stunden bereiten wird.

Und das Cover?
Hat mich zunächst nicht besonders angesprochen, da es mir zu banal und unauffällig erschien. Nachdem ich nun die Geschichte kenne, finde ich es absolut gut gewählt und passend, es gibt die träumerische und etwas melancholische Stimmung des Buches gut wieder.

Gebundene Ausgabe: 766 Seiten
Verlag: Tinte & Feder
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2018
Sprache: Deutsch (aus dem Englischen übersetzt von Rita Kloosterziel)
ISBN-10: 1542046882
ISBN-13: 978-1542046886

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Tags: familiensage, kolonien, sklaverei, virginia   (4)
 

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barton

Die Königin des Himmelreichs

Cecile Barton
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 09.01.2018
ISBN 9781503900301
Genre: Historische Romane

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